IOEW SR 075 Ökonomische Alternativen zum Ausbau E..., Seiten 1 ...

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Abbildung 20: Stärken und Schwächen des touristischen Angebotes

Gastronomie und Beherberung

touristische Infrastruktur

Service

Kultur

Verkehr

Ortsbild

Landschaftsbild

Quelle: BTE/ Futour, 1994, S. 9

Stärken

Schwächen

hochwertige gastronomische Angebote

teilweise teure Standardküche

mit gutem Preis-

Gaststättensterben in kleineren Ge-

Leistungsverhältnis,

meinden

breites Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten

teilweise "biedere" Einrichtung der

Gaststätten und Gästezimmer

gute Erschließung der Landschaft Streulage der Angebote macht Nutzung

durch Wander-, Reit- und Radwege

unattraktiv

Fülle an Informationsmaterial und Übersicht über herausragende Veranstaltungen

Veranstaltungen für kultur- und

geht verloren

naturinteressierte Gäste

kaum Angebote für Kinderbetreuung

viele siedlungshistorische Denkmäler

Veranstaltungen der "alternativen"

sind gut erhalten

Kultur werden nur wenig gefördert

mehrere Kulturveranstaltungen mit Kulturprogramm ist nicht langfristig

überregionaler Bedeutung

gesichert

keine Beeinträchtigungen durch schlechte Erreichbarkeit über Straße

Hauptverkehrsachsen

(ÖPNV, Pkw) und über Schiene

attraktive Ortskerne

Beeinträchtigungen durch Durchgangsverkehr

guterhaltene Rundlinge

und städtebauliche

"Sünden"

abwechslungsreiche Landschaft in wenigen Teilbereichen monotone

einmalige Flußlandschaft

Forste und ausgeräumte Agrarlandschaften

3.3.4.2 Osteibisches Teilgebiet

Das folgende Stärken-Schwächen-Profil beruht auf den Gesprächen mit Fremdenverkehrsverantwortlichen

und den Ortsbereisungen im April und Mai 1994.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, daß aufgrund der besonderen historischen

Bedingungen ein touristisches Angebot so gut wie nicht existent ist. Ausnahmen bilden

das Gebiet um Bad Wilsnack (Elbtalklinik - Kurtourismus); der Rudower See mit

seinem Campingplatz und die Festung Dömitz als Ziel von Tagesbesuchern. Die

touristisch nutzbaren Angebote - insbesondere Beherbergungskapazitäten - befinden

sich gegenwärtig vorwiegend auf dem niedersächsischen Teilgebiet.

Beherbergung

In den ostelbisch gelegenen Gebieten liegt das Bettenangebot gegenwärtig bei ca.

12 % des niedersächsischen Bettenangebotes (insgesamt 548 Betten gegenüber

4713 Betten). Die Kapazitätsauslastung wird von den Fremdenverkehrsverantwortlichen

mit bis zu 80 % angegeben, was in erster Linie damit begründet

wird, daß der Geschäftsreiseverkehr (z.B. Monteure) die Nachfragestruktur dominiert.

Dieser Nachfrageüberhang führt zu einem äußerst ungünstigen Preis-

Leistungsangebot. Während auf niedersächsischer Seite eine Übernachtung pro

Person im Durchschnitt bei ca. 40,- bis 50,- DM/ Nacht in Hotels und Pensionen

liegt, muß auf der gegenüberliegenden Seite der Elbe mit einem durchschnittlichen

Preisniveau von DM 60,-/ Person u. Nacht gerechnet werden. Der Komfort ist jedoch

im Regelfall nicht vergleichbar mit dem auf westlicher Seite.

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