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Tabelle 45: Entwicklung des Rinderbestandes im Landkreis

Osterburg 1989-1992

Rinderbestand 1989 1992

Rinder gesamt 64.517 35.215

davon Milchkühe 24.560 17.077

davon übrige Rinder 39.957 18.138

Quelle: nach Peschke & Partner (1992)

Damit ist bis 1992 der Rinderbestand insgesamt in diesem Landkreis auf ca. 55%

und der Milchkuhbestand auf ca. 70% gesunken.

2.3.4 Weiterverarbeitung

In diesem Kapitel wird eine Darstellung der Weiterverarbeitung für Getreide aus

zwei Gründen nicht erfolgen :

a) Der Anteil an Getreidebau in der Landwirtschaft ist in den betreffenden Landkreisen

nicht besonders hoch im Vergleich zu den anderen Betriebszweigen.

b) In Kapitel 2 wurde der Schwerpunkt stark auf eben die Betriebszweige Grünlandwirtschaft

und Viehhaltung, Obst- und Gemüseanbau gelegt. Dies geschah

aufgrund der Vorgabe der naturräumlichen Potentiale der Region mit der entsprechenden

landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen sowie aus Gründen einer

Eingrenzung der inhaltlichen und strukturellen Analyse im Rahmen der Untersuchung.

Die Beispiele aus den anderen Produktionszweigen mögen allerdings die verallgemeinerbare

Tendenz zur Zentralisierung in der Weiterverarbeitung und den damit

verbundenen Auflagen an die Primärproduktion verdeutlichen.

1. Beispiel: Osterburg und umliegende Region

Im Kreis Osterburg sind die meisten Verarbeitungskapazitäten wie z.B. die Zuckerfabrik

Goldbeck, der Schlachthof Stendal oder die Konservenfabrik Seehausen ausgefallen.

Die in Osterburg ansässige Molkereigenossenschaft e.G. hat sich früh nach der

Wende der Uelzena Milchwerke e.G. in Uelzen angeschlossen. Letzterer gehören

auch die Genossenschaften in Lüchow und Gartow an. Die nicht in der Osterburger

Molkerei verarbeitete Milch wurde in 1992 noch direkt ab Hof zur Molkerei nach Uelzen

geliefert. Mit Erreichen seiner vollen Arbeitskapazität der Altmark-Käserei Uelzena

GmbH Bismark (Probebetrieb) seit 1993 wird die zur Käseherstellung geplante

Milchmenge hier angeliefert. In der Osterburger Molkerei wird der Käsebetrieb eingestellt.

Ein weiterer wichtiger milchverarbeitender Betrieb sind die "Milchwerke Mittelelbe"

GmbH Stendal, welche durch ein westdeutsches Unternehmen privatisiert und modernisiert

wurde. Die Verarbeitungskapazität liegt bei 300.0001 Milch/Jahr.

Die Schlachthöfe in Stendal und Salzwedel wurden aufgrund zu hoher Kosten geschlossen;

die Schlachthöfe in Perleberg, Magdeburg, Burg und Dessau mußten

diesem Beispiel folgen, da sie nicht dem technischen und hygienischen Standard

der EG-Verordnungen entsprachen. Neue Schlacht- und Zerlegebetriebe werden im

Rahmen von Fördermaßnahmen zum Aufbau einer modernen Verarbeitungsindustrie

(Schlachthof-Strukturplan) in den Neuen Ländern gebaut oder sind

in Planung. Durch diese Neuplanungen werden Schlachtkapazitäten geschaffen, die

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