100 Jahre HypoVereinsbank Au in der Hallertau - Geschichte

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100 Jahre HypoVereinsbank Au in der Hallertau - Geschichte

100 Jahre HypoVereinsbank

Au in der Hallertau


Überblick

Die HypoVereinsbank ist Teil der UniCredit,

einer der größten Bankengruppen Europas.

Mit insgesamt über 14.000 Mitarbeitern

sowie mehr als 600 Geschäftsstellen gehört

sie zu den größten Finanzinstituten in

Deutschland.

Die Filiale Au in der Hallertau spiegelt aufs

Schönste die lange Geschichte der Bank

wider. Sie begann im Jahr 1913 mit der

Eröffnung einer Agentur der Bayerischen

Hypotheken- und Wechsel-Bank AG

(Hypo-Bank).

Die Hypo-Bank wurde 1835 auf Initiative

König Ludwigs I. von Bayern gegründet.

1998 fusionierte sie mit der 1869 gegründeten

Bayerischen Vereinsbank AG (Vereinsbank)

zur Bayerischen Hypo- und Vereinsbank

AG.

Seit 2005 ist die HypoVereinsbank Mitglied

der UniCredit und profitiert von deren Größe

und Stärke: Die UniCredit ist mit ihrem

Netzwerk in 22 Ländern in Europa und rund

50 Ländern weltweit breit aufgestellt. Insgesamt

vertrauen ihr 35 Millionen Kunden.

Die Hypo-Bank in

Au in der Hallertau

1913 eröffnete die Hypothekenabteilung der

Hypo-Bank im Anwesen von Josef Freiberger

in der Unteren Hauptstraße 8 eine Agentur.

Er bot mittel- und langfristige Hypothekendarlehen

und Pfandbriefe an.

Nach dem Ersten Weltkrieg führte der

Gemischtwarenhändler Krafft die Agentur in

der Unteren Hauptstraße 5 weiter. Die Wirtschaftskraft

der Gemeinde Au beruhte vor

allem auf der Landwirtschaft. Die Holledau

gilt als Hopfenanbaugebiet par excellence,

und so sah die Hypo-Bank „die Finanzierung

des Hopfengeschäfts als ihre vordringliche

Aufgabe an“. Um sie adäquat zu erfüllen,

beschloss der Vorstand, in Au eine eigene

Geschäftstelle zu errichten. Am 14. August

1921 bezog die Hypo-Bank Räume im 1912

erbauten Gasthof „Zur Post“. Das repräsentative

Gebäude befand sich in der Unteren

Hauptstraße 37 (später umbenannt in

Untere Hauptstraße 1, dem Standort, an

dem sich die Filiale heute noch befindet).

Den Kunden in der Region ist die Hypo-

Vereinsbank nun schon seit 100 Jahren

verbunden. Erkunden Sie mit diesem

Flyer die Entwicklung der Filiale Au in der

Hallertau von ihren Anfängen bis zur

Gegenwart.

Außenansicht der Hypo-Bank-Filiale

Au in der Hallertau, aus dem Jahr 1953,

Quelle: Historisches Archiv der UniCredit Bank AG


Der Platz war ideal gewählt, denn davor

wurde der Hopfen gewogen und gesiegelt.

Das Ziel, den Kunden „vor Ort entgegenzukommen“

und den Zahlungsverkehr

während der Saison abzuwickeln, erfüllte

der erste Leiter, Willibald Schmied, zur

größten Zufriedenheit aller Beteiligten.

Allerdings hatte die Zahlstelle außerhalb

der Hopfenzeit noch keine befriedigenden

Ergebnisse aufzuweisen. Die Inflation

1922 / 23 verschärfte die Probleme, sodass

die Hypo-Bank die Geschäftsstelle zum

31. Dezember 1923 schloss. Seine Kunden

betreute Schmied von Mainburg aus weiter.

Nachdem sich die Währungsverhältnisse

wieder stabilisiert hatten, nahm er am

6. August 1928 seine Tätigkeit wieder vor

Ort auf. Nach und nach bürgerte sich die

Kontoführung bei der Hypo-Bank ein.

Die Geschäftsstelle zeigte von nun an

eine stete Aufwärtsentwicklung. 1964 / 65

erweiterte die Bank ihre Räumlichkeiten. Der

Finanzierungsbedarf der bäuerlichen Unternehmen

stieg erheblich an; unter anderem

fragten die Auer Bauern verstärkt kurzfristige

Betriebsmittelkredite, beispielsweise für

Hopfenpflückmaschinen, nach.

Aber auch die Privatkunden in Au, die nach

der Einführung der bargeldlosen Lohn-,

Gehalts-, Miet- und Rentenzahlung ein

Girokonto eröffnen wollten, nahmen zunehmend

die Dienstleistungen der Bank in

Anspruch und generierten so deren gewaltigen

Erfolg.

In den 1980er-Jahren gab es in Au einen

starken Trend zu den „eigenen vier Wänden“,

und die Bau- bzw. Wohnungskauffinanzierung

avancierte zu einem Schwerpunkt

der Hypo-Bank.

Exkurs: Die Vereinsbank

in Au in der Hallertau

Blick hinter den Schalter der Hypo-Bank-Filiale

Au in der Hallertau, aus dem Jahr 1953,

Quelle: Historisches Archiv der UniCredit Bank AG

Auch die Vereinsbank war schon früh daran

interessiert, sich in Au niederzulassen,

scheute jedoch die Kosten für eine eigene

Filiale. So beteiligte sie sich nach dem

Ersten Weltkrieg am privaten Bankgeschäft

Heinrich & Co., dessen Hauptaktivitäten Einund

Auszahlungen sowie die Abrechnung

von Hopfen-Waagscheinen waren. Im Zuge

der Weltwirtschaftskrise ging Heinrich & Co.

1930 in Konkurs. Die Vereinsbank übernahm

das Geschäft und übergab es der Familie

Herrscher, die daraus eine Agentur machte.


1951 eröffnete die Vereinsbank eine eigene

Zweigstelle. Otto Dietrich, der erste Leiter,

konnte zunächst örtliche Handwerksbetriebe,

den Handel, die Landwirtschaft

und auch Privatpersonen für die Bank

gewinnen. Ende der 1980er-Jahre wies die

Filiale jedoch nur noch „eine bescheidene

Rentabilität auf”, und die Münchner Chef-

Etage beschloss, die Filiale Au zum

31. Oktober 1990 zu schließen. Profitiert

hat von der Schließung der lokale Wettbewerber:

die Hypo-Bank.

Die HypoVereinsbank

in Au in der Hallertau

1998 fusionierten die beiden bayerischen

Konkurrenten Hypo-Bank und Vereinsbank

zur Bayerischen Hypo- und Vereinsbank.

Die Filiale in Au erhielt das Logo der Hypo-

Vereinsbank.

Die enge Beziehung der Bevölkerung zur

Bank spiegelt sich in Au in der Hallertau

auch durch die Präsenz der Filiale und die

ec-Motivkarte wider, auf der eine Ansicht

Hallertaus abgebildet ist. Alle Kunden

können so immer ein Stück ihrer schönen

Heimat bei sich tragen.

Seit 2013 ist Josef Schmid mit drei Mitarbeitern

für die Privatkunden in der Filiale

Au verantwortlich. Gemeinsam beraten

sie die Kunden in allen Fragen rund ums

Geld, ob Finanzierung, Vermögensaufbau,

Versicherung oder Altersvorsorge. Die Unternehmer

werden, von der Niederlassung

Wolnzach aus, direkt vor Ort betreut. Neben

der umfangreichen Angebotspalette der

Bank können die Kunden auch außerhalb

der regulären Öffnungszeiten die Selbstbedienungszone

nutzen. Dort stehen ein

Geldautomat, ein Überweisungsterminal

sowie ein Kontoauszugdrucker bereit.

Darüber hinaus können die Kunden viele

weitere Angebote der Bank nutzen, vom

Internet- und Telefonbanking mit App-

Funktionen über das Smartphone bis

zur Videoberatung.

Die HypoVereinsbank kann auf eine 100

Jahre währende Tradition vor Ort bauen –

Jahre, die auch das Vertrauen widerspiegeln,

das die Kunden der Filiale seit langer Zeit

entgegenbringen. Dieser langjährigen Partnerschaft

ist es zu verdanken, dass die Bank

seit 1913 gemeinsam mit ihren Kunden

immer wieder aufs Neue Höhen

und Tiefen gemeistert hat.

Impressum

UniCredit Bank AG

Corporate History / COM7CH

Arabellastraße 12

81925 München

www.hvb.de/geschichte

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