Service unter einem Dach - Arbeiterkammer Kärnten

kaernten.arbeiterkammer.at

Service unter einem Dach - Arbeiterkammer Kärnten

Mitgliederinformation der Arbeiterkammer Kärnten | 3 | Nov./Dez. 2008

P.b.b. „Tip“ 02Z033656M | Verlagspostamt 9020 Klagenfurt, Erscheinungsort Klagenfurt

Finanzmarktkrise: AK gibt Tipps

für Sparer und Kreditkunden

dpa

KÜNDIGUNG IM KRANKENSTAND. Eine üble Praxis nimmt kein Ende. Oft schon am ersten Tag der

Krankmeldung lösen Unternehmer reihenweise Dienstverhältnisse auf und setzen Mitarbeiter vor die Tür – sogar

nach Arbeitsunfällen. Die AK fordert ein Kündigungsverbot im Krankenstand (Seiten 14/15).

Seiten 4-7

Service für

Ihren Vorteil

Arbeitsrecht bis Wohnbaudarlehen:

Die AK

bietet ihren Mitgliedern

viele attraktive Serviceleistungen.AK-Präsident

Günther Goach:

„Nutzen Sie Ihren Vorteil!“

(Seiten 9-12)

INHALT

Weiterbildung

in der Karenz

Seite 13

Neuerungen bei

Pensionen

Seite 14

Web: Billiger

telefonieren

Seiten 16/17


AK-Präsident Günther Goach

Finanzkrise darf nicht auf

dem Rücken der Arbeitnehmer

und Konsumenten

ausgetragen werden.

TIP-INTERVIEW STIPPICH

„Jetzt Arbeitnehmer rasch entlasten“

Skrupellose Börsenspekulanten

haben die Weltwirtschaft an den

Rand des Ruins gebracht. Muss

der Steuerzahler das jetzt alles

ausbügeln?

Goach: Das milliardenschwere

Hilfspaket des Staates aus Steuergeld

zur Sicherung des österreichischen

Bankensystems ist

grundsätzlich zu befürworten. Es

darf aber keinesfalls passieren,

dass jetzt die Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer die alleinigen

Draufzahler sind und letztlich

kein Geld mehr übrig ist zur

Absicherung des Sozialsystems

und zur Stärkung der Kaufkraft.

Welche Maßnahmen müssen

gesetzt werden?

Goach: Die künftige Bundesregierung

muss als erstes Mittel

locker machen für eine umfassende

Lohnsteuersenkung. Die

Abgabenlast für Lohnsteuerpflichtige

beträgt in Österreich

bereits über 41 Prozent. Die Arbeitnehmer

zahlen somit fast jeden

zweiten Euro, den sie verdienen,

in die Staatskasse. Daher

fordert die AK: Runter mit

der Lohnsteuer, und zwar rasch.

Bund und Länder schnüren auch

teure Konjunkturpakete zur Stabilisierung

der Wirtschaft.

Goach: Dagegen ist nichts zu

sagen, weil Arbeitsplätze abgesichert

werden sollen. Auch die

Sozialpartner in Kärnten haben

Maßnahmen zur Konjunkturbelebung

und Schaffung von Arbeit

vorgestellt. Denn sollte sich

die Finanzkrise zu einer generellen

Wirtschaftskrise ausweiten

– und Anzeichen dafür sind

da – müssen wir gewappnet

sein. Wenn wir nichts tun, droht

eine Rekordarbeitslosigkeit, wie

2

kaernten.arbeiterkammer.at

wir sie in den letzten 50 Jahren

nicht erlebt haben.

Was bleibt dann noch übrig zur

Entlastung der Arbeitnehmer?

Goach: Wenn der Bund in kürzester

Zeit Milliarden locker machen

kann für marode Banken oder

die schwer ins Trudeln geratene

AUA, dann würde wohl niemand

verstehen, dass für die Absicherung

des Gesundheitssystems,

der Pensionen, der Pflege und

vieler anderer Sozialleistungen

kein Geld da sein soll.

Die Geduld der

Menschen ist

jetzt erschöpft.



Ist der Ruf nach mehr Staat wieder

zeitgemäß?

Goach: Ja. Denn die frei entfalteten

Finanzmärkte haben Milliarden

und Abermilliarden an Werten

verjubelt, darunter das Geld

vieler kleiner Sparer und Kreditkunden.

Aber auch Pensionskassen

oder Anlageprodukte für die

private Zukunftsvorsorge wurden

massiv geschwächt. Das Modell

„Mehr privat – weniger Staat“ ist

spektakulär gescheitert.

Ist der Staat auch bei der Teuerung

gefordert?

Goach: Auf jeden Fall. Die Kostenexplosion

bei Heizöl, Treibstoff,

Strom, Gas und Lebensmitteln

erfordert ein Gegensteuern

der Politik: Durch mehr Preiskontrollen

und ein schärferes Wettbewerbsrecht.

Die Geduld der

Menschen ist erschöpft. Die Arbeitnehmer

erwarten jetzt rasche

Lösungen.

AK-Wahl 2009:

Die Kärntner Arbeitnehmer entscheiden im Frühjahr

wieder über die politische Zusammensetzung

ihrer Interessensvertretung: bei der AK-Wahl 2009.

Eine Checkliste!

Wahltermin

Die Arbeiterkammer-Wahl in

Kärnten findet vom 20. bis 30.

April 2009 statt. Anfang April

werden die wahlberechtigten Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer

von der AK schriftlich verständigt,

wo und wann sie ihre

Stimme abgeben können.

Vollversammlung

Gewählt werden 70 Vertreterinnen

und Vertreter („Kammerräte“)

in die Vollversammlung

der Arbeiterkammer Kärnten,

dem Parlament der Arbeitnehmer.

Derzeit sind in der Vollversammlung

51 Mitglieder der

Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen

(FSG), 11 der

Freiheitlichen Arbeitnehmer

(FA), sechs des ÖAAB – Christliche

Gewerkschafter und zwei

der Grünen & Unabhängigen

GewerkschafterInnen vertreten.

51 FSG

11 FA

Wahlberechtigte

6

ÖAAB

2

Grüne

Wahlberechtigt sind Arbeitnehmer,

die zum Stichtag, dem

29. Dezember 2008 AK-zugehörig

sind. Auch Lehrlinge,

Karenzurlauber, Präsenz- oder

Zivildiener, im Ausbildungsdienst

befindliche Personen, geringfügig

Beschäftigte und Arbeitslose

dürfen wählen, wenn

sie sich in die Wählerliste eintragen

lassen. Sie erhalten dazu im

Februar 2009 eine schriftliche

Aufforderung.

AK-Mitglieder mit mehreren

Arbeitsverhältnissen können nur

einmal wählen. Ausschlaggebend

für das Wahlrecht ist jenes

Arbeitsverhältnis, in dem man

überwiegend beschäftigt ist.

Wahllokale

Die Stimmabgabe erfolgt vorrangig

persönlich in Betriebswahllokalen.

Wo das nicht möglich

ist, erfolgt sie in öffentlichen

Wahllokalen oder mittels Briefwahl.

Die Wahlberechtigten

werden schriftlich verständigt,

wo sie

wahlberechtigt

sind.

iiSTOCK

Betriebssprengel

Die Wahl im Betrieb wird wie

eine Betriebsratswahl durchgeführt.

Die Stimmabgabe erfolgt

ausschließlich persönlich. Ist

jemand an den Wahltagen nicht

im Betrieb (Urlaub, Krankheit,

Dienstreise, etc), kann er bei

der AK (Wahlbüro) schriftlich

eine Wahlkarte beantragen.


Der Countdown in Kärnten läuft

GETTYIMAGES

Die Kärntner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wählen im April 2009 ihre Vertreter in die Arbeiterkammer.

Allgemeiner

Sprengel

Kann die Wahl im Betrieb

nicht durchgeführt werden, findet

sie im Allgemeinen Wahlsprengel

statt. Die Stimmabgabe

erfolgt mittels Wahlkarte in

einem der acht öffentlichen

Wahllokale oder auf dem Postweg

(Briefwahl). Wer im Allgemeinen

Sprengel wahlberechtigt

ist, erhält die Wahlkarte

automatisch

zugeschickt.

FOTOLIA

Wählerliste

Vor der Wahl kann in die

Wählerliste Einsicht genommen

werden. Scheint ein vermeintlich

Wahlberechtigter nicht oder ein

vermeintlich Nichtwahlberechtigter

auf, kann schriftlich Einspruch

erhoben werden.

FRITZPRESS

Wahlbüro

Für die organisatorische Vorbereitung

und Durchführung

der AK-Wahl hat die AK ein

Wahlbüro eingerichtet. Hier erhalten

Sie alle Informationen

rund um die Abwicklung der

AK-Wahl in Kärnten.

AK-Wahlleiter Dr. Winfried Haider mit dem Team des AK-Wahlbüros.

Hotline

050 477-2009

Die Mitarbeiter des Wahlbüros

stehen jederzeit telefonisch

für Auskünfte zur Verfügung.

Außerhalb der Bürozeiten

können Anfragen auf der Mobilbox

hinterlassen werden.

Wahl-Hotline 050 477-2009

Wahlservice

Im Internet finden Sie alle Informationen

zur AK-Wahl. Ab 15. Jänner

können Arbeitnehmer auch in

ihre persönlichen Daten Einsicht

nehmen. Je nach Stand des Wahlverfahrens

können Infos über die eigene

Wahlberechtigung, Einspruchsmöglichkeit,Wahlkartenanforderung,

Ort und Zeit der Stimmabgabe

und vieles mehr abgerufen werden.

www.akwahl2009.at/ktn

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WEB-TIP

Ombudsmann

Das Bundesministerium für

Soziales und Konsumentenschutz,

die AK und das Institut

für Angewandte Telekommunikation

haben einen Ombudsmann

eingerichtet. Er bietet

Informationen, Beratung und

Hilfe rund ums Internet. Er hat

nicht nur auf alle Fragen eine

Antwort parat. Er vermittelt

auch zwischen Konsumenten

und Unternehmen und

bemüht sich um eine außergerichtliche

Lösung, etwa dann,

wenn es Probleme mit einem

Online-Shop gibt.

www.ombudsmann.at

Bankenrechner

Der umfassende Zinsen- und

Spesenvergleich der Arbeiterkammer

ermittelt die besten

Konditionen für Haben- und

Sollzinsen, für täglich fällige

oder gebundene Sparbücher

und Girokonten, fürs Bausparen

oder für Kredite. Der Bankenrechner

im Internet ermittelt

schnell und einfach die

Geldinstitute mit den niedrigsten

Spesen und den höchsten

Zinsen. www.bankenrechner.at

Reifenpreise

Wer noch neue Winterreifen

braucht, sollte unbedingt die

Preise vergleichen. Ein aktueller

Vergleich der AK-Konsumentenschützer

hat in Kärnten

beträchtliche Preisunterschiede

ergeben. Für einen

Reifensatz der gleichen Marke

und Dimension gab es eine

Differenz von immerhin 112

Euro. Aber auch die Kosten

für Montage, Lagerung und

Entsorgung variieren stark.

Den Preisvergleich finden Sie

im Internet.

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AK gibt Antworten auf häufig gestellte Fragen

Finanzkrise: So sicher

Die internationale Finanzkrise wirft viele Fragen

auf und verunsichert die Konsumenten. Die AK

gibt Antworten für Sparer und Anleger.

1.

Was passiert mit meinem

Geld, wenn die Bank in

Konkurs geht?

Jede Einlage von „natürlichen

Personen“ auf Sparbüchern,

Girokonten, Festgeldkonten und

Bausparverträgen ist rückwirkend

ab 1. Oktober 2008, unabhängig

von ihrer Höhe, durch die

Einlagensicherung garantiert.

Das heißt, der Staat übernimmt

die Haftung für den vollen Betrag.

Bisher galt diese Sicherung

nur für eine Einlage bis maximal

20.000 Euro. Die Einlagensicherung

gilt übrigens auch für Verrechnungskonten

von Wertpapierdepots.

Hier gilt die unbeschränkte

staatliche Kapitalgarantie

sowohl für Bareinlagen als

auch für gerade erfolgte Erlöse

aus Wertpapierverkäufen oder

Dividendenzahlungen.

2.

Unterliegen auch ausländische

Banken der österreichischen

Einlagensicherung?

Die Einlagensicherung der

österreichischen Bundesregierung

gilt für viele ausländische

Banken, die in Österreich tätig

sind, wie zum Beispiel der Deniz-

oder der Vakifbank, die

türkische Wurzeln haben. Die

ING-DiBa ist über die deutsche

Einlagensicherung an den Einlagensicherungsfonds

des Bundesverbandes

deutscher Banken

angeschlossen.

WALDHÄUSL

Spareinlagen sind gesichert.

3.

Soll ich meine Sparguthaben

auf mehrere Banken aufteilen?

Bis Ende 2009 sind private Spareinlagen

unbegrenzt staatlich garantiert,

danach mit 100.000 Euro

pro Sparer und Bank. Bis es

aber im Fall einer Bankpleite zur

Auszahlung durch die Einlagensicherung

auf Antrag des Sparers

kommt, können drei Monate

verstreichen. Das kann im Falle

von automatischen Abbuchungsoder

Daueraufträgen zu Problemen

führen. Wer also auf Nummer

sicher gehen möchte, kann

sein Vermögen auf mehrere Banken

verteilen. Ganz Vorsichtige

streuen auf unterschiedliche

Sektoren: Banken, Sparkassen,

Hypos, Volksbanken.

4.

Ist es ratsam, mein Sparbuch

aufzulösen?

Nicht wegen der Finanzkrise

(siehe Frage 1). Bei gebundenen

Spareinlagen sollte man die Vorschusszinsen

bedenken, die bei

einer vorzeitigen Auflösung anfallen.

Auch staffeln manche

Banken den Zinssatz nach der

Einlagenhöhe, was auch das

Splitten von Teilbeträgen wenig

attraktiv macht.

5.

Was ist mit der Bundesschatz-Anleihe?

Bundesschätze sind Wertpapiere

der Republik Österreich und

können direkt bei der Republik

FOTOLIE

Gold bringt keine Zinsen.

Österreich über das Internet erworben

werden. Für das Geld,

das man in der österreichischen

Bundesfinanzagentur www.bundesschatz.at

angelegt hat, steht

die Republik Österreich gerade.

6.

Sind auch Lebensversicherungen

„krisenfest“?

Diese sind sicher, auch wenn

sie nicht der Einlagensicherung

unterliegen. Jedoch wird die

Gewinnbeteiligung, wie auch

schon in den Jahren davor, wahrscheinlich

geringer ausfallen.

Der Ertrag der Versicherungen

auf Ab- und Erleben setzt sich

aus einem garantierten Ertrag

plus Gewinnbeteiligung zusammen.

Kalkulieren Sie daher nur

mit der angegebenen Versicherungssumme,

auf diese haben

Sie einen Rechtsanspruch.

7.

Ist das Risiko bei fondsgebundenenLebensversicherungen

höher?

Bei dieser Variante gibt es am

Ende keine garantierte Rentenauszahlung,

dafür sind die Ertragschancen

höher, da der

überwiegende Anteil der Prämien

auf dem Kapitalmarkt veranlagt

wird. Daher entwickelt sich

die fondsgebundene Lebensversicherung

aktuell nicht gut.

Trotzdem sollte man nicht überhastet

aussteigen, weil das wieder

mit Kosten verbunden ist.

8.

Wie sicher sind jetzt Wertpapiere?

Wertpapiere wie Aktien, Anleihen

oder Investmentfonds, wel-

WALDHÄUSL

Wertpapiere sind im Keller.


von Sparern und Anlegern

sind die Spareinlagen

WALDHÄUSL

Skrupellose Spekulanten verjubelten Werte in Milliardenhöhe – auch zulasten kleiner Sparer und Kreditnehmer.

che einer Bank zur Verwahrung

übergeben wurden, fallen nicht

unter die Einlagensicherung. Sie

gelten als Sondervermögen und

dürfen von den Banken nicht für

den Geschäftsbetrieb verwendet

werden. Im Falle einer Insolvenz

des Geldinstituts erhält man die

Fondsanteile zurück oder sie

werden auf ein anderes Depot

übertragen.

9.

Wie gut sind Garantieprodukte?

Diese sind prinzipiell so sicher

wie der Garantiegeber. Achten

Sie darauf, wer der Emittent des

Produkts und wer der Garantiegeber

ist, der bei schlechter Performance

dafür garantiert, dass

Sie zumindest das eingezahlte

Kapital herausbekommen. Bei

einigen in Österreich vertriebenen

Garantieprodukten fungierte

die inzwischen Pleite gegangene

Bank Lehmann Brothers als Garantiegeber.

10.

Soll man besser in Gold

investieren?

Der Goldpreis ist derzeit relativ

hoch. Dauert die Krise an, könnte

es sein, dass viele Anleger ihr

Gold wieder zu Geld machen

wollen und dann sinkt der Goldpreis.

Außerdem sind Kauf und

Verkauf von Gold mit hohen

Spesen belastet. Zudem bringt

Gold keine Zinsen.

11.

Worauf soll ich bei der

Geldanlage achten?

Eine „goldene Regel“ besagt,

dass hohe Zinsen auch höheres

Risiko bedeuten. Mit hohen Erträgen

lockten in der Vergangenheit

Finanzdienstleister, aber

auch Banken. Wer heute ein An-

gebot mit einer zweistelligen

Rendite erhält, bei dem sollten

die Alarmglocken schrillen!

12.

Ist jetzt meine prämiengeförderteZukunftsvorsorge

gefährdet?

Auch wenn diese Form der Vorsorge

zu mindestens 40 Prozent

in Aktien veranlagt wird, ist sie

relativ sicher. Eingezahlte Beiträge

und staatliche Prämien

sind garantiert. Als Garantiegeber

fungiert meist eine große

österreichische Bank. Kann der

Garantiegeber die Garantie nicht

mehr leisten, könnte der Kunde

einen niedrigeren Betrag erhalten,

als er eingezahlt hat. Das ist

der Fall, wenn der Wert der Anlage

auf Grund der schlechten

Performance niedriger ist als die

geleistete Anzahlung.

AK-Telefon 050 477-2000

MINI-TIP

Zinsunterschiede

Kontrollieren Sie die Verzinsung

auf Ihrem Sparbuch und vergleichen

Sie die Konditionen. Denn

auch bei täglich fälligen Sparbüchern

sind durchaus gute Zinsen

drinnen. Das zeigt ein aktueller

Test der Arbeiterkammer

bei 29 Banken. Auch wer Einmalbeträge

für eine bestimmte

Zeit anlegen möchte, stößt

auf große Zinsunterschiede.

Sie können für ein 12-Monate-

Kapitalsparbuch zwischen

3 und 5,25 Prozent liegen.

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Zukunftsvorsorge

Die AK fordert eine Reform der

Anlagevorschriften bei der prämienbegünstigtenZukunftsvorsorge

mit der Möglichkeit, den

Aktienanteil gegen Ende der

Laufzeit zu reduzieren. Zu den

Besonderheiten des Produkts

gehört ein Aktienanteil von 40

Prozent. Die aktuelle Finanzkrise

mache nun aber auch die

Risken deutlich, denn mit dem

Wert der Aktien schrumpfen

auch die Renditen.

Geld-Ratgeber

„Machen Sie mehr aus Ihrem

Geld“. Unter diesem Titel zeigt

Christian Prantner, Finanzexperte

der WienerArbeiterkammer

auf,

wie man sein

Geld optimal

anlegt und

teure Geldgeschäftevermeidet,Zinsenfallen

entgeht und

Spesen spart. In Checklisten

findet man das Wichtigste zu

jedem Thema auf einen Blick.

Ein ausführlicher Serviceteil

mit Adressen und einem

Finanzlexikon ergänzt diesen

finanziellen Ratgeber.

Erschienen im Orac-Verlag,

2008.

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MINI-TIP

Kredit & Finanzierung

Am Beginn jeder Investition

sollte ein Finanzplan stehen.

Dann wäre es von Vorteil, über

die verschiedenen Kreditarten

Bescheid zu wissen, über Sicherheiten

und was zu tun ist,

wenn es zu Zahlungsschwierigkeiten

kommt und möglicherweise

eine Umschuldung notwendig

ist. Alle Informationen

finden Sie in der AK-Broschüre

„Kredit & Finanzierung“.

Bestelltelefon 050 477-2553

MEV

Sparen & Vorsorgen

Spareinlagen, Bausparen, Wertpapiere,

Investmentfonds, Lebensversicherungen,Unternehmensbeteiligungen

– was im

Zuge der Finanzkrise in aller

Munde ist, wird in einer AK-Broschüre

„Sparen & Vorsorgen“

genau in seinen Vor- und Nachteilen

beschrieben. Auch Fachbegriffe

werden leicht verständlich

erklärt – ein Finanzratgeber

für Einsteiger.

Bestelltelefon 050 477-2553

Netto mehr Lohn

Positive Nachricht für Geringverdiener:

Bei Einkommen bis

1.100 Euro brutto wurde mit

Juli dieses Jahres der Beitrag

zur Arbeitslosenversicherung

abgeschafft, bei Einkommen

bis 1.350 Euro reduziert.

Damit bleibt netto mehr vom

Gehalt übrig. Die Höhe der Ersparnis

hängt vom Einkommen

ab. Bis 1.100 Euro bleiben

aber 400 Euro mehr pro Jahr.

Die Arbeiterkammer rät Betroffenen,

ihre Lohn- und Gehaltszettel

zu kontrollieren, ob die

Beiträge auch richtig abgerechnet

wurden.

6

V

kaernten.arbeiterkammer.at

AK-Kritik an Banken: Finanzkrise darf nicht auf

Fremdwährungskredit:

Inhaber von Fremdwährungskrediten geraten derzeit

doppelt unter Druck: durch die Finanzkrise

und die Reaktion der Banken.

Viele Banken drängen jetzt ihre

Kunden, Fremdwährungskredite

in Euro-Kredite umzuwandeln.

Einige verlangen eine zusätzliche

Gebühr, den Liquiditätszuschlag

von ein bis zwei

Prozent der Kreditsumme.

Manche schrecken auch vor einer

Zwangskonvertierung nicht

zurück. Der Konsumentenschutz

der Arbeiterkammer übt

heftige Kritik an dieser Vorgangsweise.

„Die Bankenkrise darf nicht

auf die kleinen Kreditnehmer

abgewälzt werden“, fordert AK-

Präsident Günther Goach. Die

AK beobachtet, dass Banken

mit verschiedenen Strategien

arbeiten, um die Umwandlung

FOTALIA

Hat jemand zum Beispiel Mitte

2005 einen Kredit von

200.000 Euro zu einem Kurs

von 1,56 in Schweizer Franken

aufgenommen und wechselt

jetzt in Euro, ergibt das

bei einem Kurs von 1,44 eine

Belastung von 216.666 Euro.

Die Schulden hätten sich damit

um fast 17.000 Euro er-

eines Fremdwährungskredites

in Euro zu erreichen.

∞ Einspruch erheben

Einen so genannten Liquiditätszuschlag

von bis zu zwei Prozent

auf die Fremdwährungskreditsumme

erachten einige Banken

als notwendig, da ihre Refinanzierungskosten

stark gestiegen

seien. Dabei gehen die Banken

entweder mündlich oder schriftlich

vor.

Die Arbeiterkammer rät: Bei

einer mündlichen Kontaktaufnahme

durch die Bank sollten

Konsumenten unbedingt auf eine

schriftliche Information bestehen.

Liegt diese vor, soll gegen

die Einführung zusätzlicher Gebühren

formlos Einspruch erho-

Banken üben Druck aus. AK: Nicht überstürzt handeln!

AK: Umstieg ist kostspielig

FOTALIA

höht, errechneten die Konsumentenschützer

der Arbeiterkammer.

Noch im Juni 2008

wäre es nach diesem Beispiel

möglich gewesen, bei

einem Kurs von 1,64 mit

190.243 Euro auszusteigen.

Das hätte eine Verringerung

der Schuldenlast um zirka

9.800 Euro bedeutet.

ben werden. Denn bei einer Kreditsumme

von zB 200.000 Euro

bedeutet ein Liquiditätszuschlag

von ein Prozent 200 Euro mehr

pro Monat oder 1.500 Euro mehr

pro Jahr.

∞ Nicht unterschreiben

In alten Kreditverträgen ist ein

Liquiditätszuschlag meist nicht

in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen

(ABG) enthalten.

Daher senden manche Banken

ihren Kunden jetzt neue, geänderte

ABG’s zu. „Unterschreiben

Sie diese auf keinen Fall“,

betonen die Konsumentenschützer

der Arbeiterkammer. Bei

neueren Kreditverträgen ist die

Möglichkeit eines Liquiditätszuschlages

bereits in den Allgemeinen

Geschäftsbedingungen

enthalten. Hier will die AK

Banken am Verhandlungstisch

von einer anderen Vorgehensweise

überzeugen oder Musterverfahren

anstrengen.

∞ Nichts überstürzen

Die Umwandlung eines Schweizer-Franken-Kredites

in einen

Euro-Kredit muss immer individuell

entschieden werden. Sie

bedeutet aber massive Kursverluste

für Konsumenten.

Daher rät die Arbeiterkammer

von einer übereilten Konvertierung

ab. Erst bei Laufzeiten

ab zehn Jahren könnten allfällige

Mehrkosten kompensiert

werden. In jedem anderen Fall

wäre es bloß Geldvernichtung.

Die „Zwangskonvertierung“

steht derzeit erst am Ende des

Maßnahmenkataloges. Die meisten

Institute laden Kunden zu

einem Beratungsgespräch ein.

Manche ziehen die Daumenschraube

an, indem sie die Unterschrift

unter einen neuen Vertrag

per Brief erreichen wollen.

AK-Telefon 050 477-2000


die Kunden abgewälzt werden

Kühlen Kopf bewahren!

FOTOLIA

Teure Fremdwährungskredite lassen den Traum vom Eigenheim für viele Kärntner platzen.

Jetzt den Tilgungsträger überprüfen

Ein typischer Fremdwährungskredit

muss erst am Ende der

Laufzeit getilgt werden. Lebensversicherungen

oder Wertpapierfonds

– so genannte Tilgungsträger

– sollen dafür sorgen, dass

am Ende wirklich genug Geld da

ist, um alles abzuzahlen. Ein Teil

wird dabei meist in Aktien veranlagt.

Wenn die Börsen nach unten

gehen, kann der Tilgungsträger

am Ende nicht ausreichen,

um den Kredit vollständig

zurückzuzahlen.

Keine Panik

Die AK rät daher Inhabern

von Fremdwährungskrediten:

Keine Panikreaktionen.

Überprüfen Sie den Tilgungsträger!

Welches Produkt

wurde gewählt und

wie ist es von der Krise be-

WALDHÄUSL

troffen? Fondsgebundene Lebensversicherungen

und Investmentfonds

haben meist einen

hohen Aktienanteil und damit

einen hohen Wertverlust.

Faustregel

Als Faustregel gilt: Kreditsumme

ist Versicherungssumme:

ok! Kreditsumme ist Versicherungssumme

plus Gewinnbeteiligung:

Kontrolle und mögli-

Bär an der Börse leitet Sinkflug ein.

cher Handlungsbedarf.

Ist der Kredit bald fällig (weniger

als fünf Jahre) wird sich

mit großer Wahrscheinlichkeit

eine Finanzierungslücke ergeben.

Das Aufnehmen eines

neuen Tilgungsträgers

oder ein übereilter Wechsel

löst das Problem allerdings

nicht und verursacht nur zusätzliche

Kosten, warnt die

AK. Der individuelle Lückenschluss

hängt von den

finanziellen Möglichkeiten

des Kreditnehmers

ab. Man kann versuchen,

die Verluste anderweitig

aufzufangen,

indem man zusätzlich

Geld anspart. Wenn

das nicht geht, bleibt

das Gespräch mit der

Bank über eine Nachfinanzierung.

dpa-picturedesk.com

Beschwerden über AWD-Berater.

AWD-Vermittlung:

VKI startet

Sammelaktion

Der Verein für Konsumenteninformation

(VKI) startet im Auftrag

des Bundesministeriums

für Soziales und Konsumentenschutz

eine Sammelaktion von

Beschwerden über angeblich

fehlerhafte oder unvollständige

Beratung anlässlich der Vermittlung

von Immofinanzaktien

durch AWD-Mitarbeiter. Konsumenten,

die mit der Immofinanz-Aktie

herbe Verluste erlitten

haben, erheben schwere

Vorwürfe gegen die jeweiligen

Berater des AWD: Diese hätten

damit geworben, die Aktie sei

„mündelsicher“ und nicht auf

Kursschwankungen oder Risikostreuung

beim Investment hingewiesen.

Der VKI wurde daher beauftragt,

mangelhafte Beratung zu sammeln

und Schadenersatzansprüche

gegen die AWD-Mitarbeiter

zu prüfen. Anlageberater

haften ihren Kunden für eine

anlage- und anlegergerechte Beratung.

Allerdings muss der Kläger

die Falschberatung beweisen.

Dies ist umso schwerer,

wenn etwa Beratungsprotokolle

ungelesen unterzeichnet worden

sind. Es bleibt daher abzuwarten,

wie sich der Ablauf der

Beratungen im Lichte der Beschwerden

darstellen lässt.

Personen, die sich geschädigt

fühlen, können sich über ein Online-Formular

beim VKI melden:

www.verbraucherrecht.at

kaernten.arbeiterkammer.at

7


iSTOCK

Arbeitszeit:

Kennen Sie die

neuen Regeln?

Das neue Arbeitszeitrecht brachte

viele Änderungen. Betroffen sind

so gut wie alle Arbeitnehmer: Vollund

Teilzeitbeschäftigte, Schichtarbeiter,

Arbeitnehmer mit Gleitzeit

oder flexiblen Arbeitszeiten, geringfügig

Beschäftigte und Lehrlinge.

Neue Höchstgrenzen bei der täglichen

Normalarbeitszeit, mehr Flexibilität,

geänderte Bestimmungen

bei Schichtarbeit und Gleitzeit

oder Mehrarbeitszuschlag für

Teilzeitbeschäftigte: Das sind nur

einige Änderungen, die das neue

Arbeitzeitgesetz gebracht hat. Obwohl

die Bestimmungen schon

seit Jahresbeginn in Kraft sind,

herrscht bei den Arbeitnehmern

Informationsbedarf. „Das Wissen

über die Bestimmungen ist gering,

die Auswirkungen hingegen

sind groß“, betonen AK-Juristen

und verweisen auf entsprechende

Informationsabende in den Kärntner

Bezirken.

Die Termine:

Friesach: Montag, 24.11.,

ÖGB-Zentrum, Grafendorfer Str. 2

Hermagor: Dienstag, 2.12.,

Rathaus

Arnoldstein: Dienstag, 2.12.,

Gemeindeamt

Klagenfurt: Mittwoch, 3.12.,

ÖGB, Bahnhofstr. 44

Ebenthal: Mittwoch, 3.12.,

Lamplwirt, Miegerer Str. 2

Winklern: Mittwoch, 10.12.,

Einsatzzentrum

Steinfeld: Mittwoch 10.12.,

Gemeindeamt

Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr.

8

kaernten.arbeiterkammer.at

Maßvolle private Internet-Nutzung am Arbeitsplatz ist erlaubt

E-Mails: Darf der Chef mitlesen?

Darf ich am Arbeitsplatz private Mails verschicken

und im Internet surfen? Die Formulierungen

im Gesetz geben keine klaren Antworten.

W„Wenn es nicht ausdrücklich

verboten wurde, darf das elektronische

Büro-Postfach auch

für private Mails verwendet

werden. Voraussetzung ist jedoch,

dass die Arbeit dadurch

nicht vernachlässigt wird“, lautet

die Antwort der AK-Juristen

auf die Frage, ob der Chef bei

privaten Mails am Arbeitsplatz

„mitlesen“ darf oder nicht.

MASSVOLLE NUTZUNG

Ganz verbieten kann der Arbeitgeber

die private Nutzung seines

Firmenrechners aber nicht.

Erledigungen, wie Online-

Behördenwege, die

Vereinbarung einesArzttermins

oder

das

WALDHÄUSL

Organisieren einer Kinderbetreuung

müssen erlaubt werden.

Eine Nutzung des Firmenrechners

für Privates – in einem

maßvollen beziehungsweise geringfügigen,

die Arbeit nicht schädigendem

Ausmaß – wird fast

immer zulässig

sein.

Hier gilt die bisherige Praxis im

Unternehmen beziehungsweise

die individuelle Vereinbarung als

Maßstab der elektronischen Praxis.

Daher empfiehlt sich eine

Nachfrage im Personalbüro. Auch

in Arbeitsverträgen finden sich oft

entsprechende Hinweise.

PRIVATES TABU

Vom Speichern privater Daten

wie Urlaubsfotos oder Fun-Mailanhängen

rät die AK ab. Sie

könnten als Belastung für

das System gesehen werden.

Ein gewisser privater

Gebrauch des Firmen-Internets

kann

auch durchaus positiv

fürs Unternehmen

sein, das wurde in

US-Studien herausgefunden.

Wenn nämlich

persönliche Dinge geklärt

seien, könnten

sich die Mitarbeiter wesentlich

besser auf die

Arbeit konzentrieren,

ergab

d i e

Studie.

Der Chef darf das elektronische Postfach und das Surfverhalten seiner Mitarbeiter nicht kontrollieren.

Postgeheimnis auch im Web

Eines ist gesetzlich klar geregelt: Der Arbeitgeber

darf die Postfächer und das Surfverhalten seiner

Mitarbeiter nicht mit technischen Systemen kontrollieren.

Dafür muss es eine ausdrückliche Zustimmung

des Betriebsrats oder der Arbeitnehmer

geben. Denn auch elektronische Post ist

Post und unterliegt dem Briefgeheimnis. Daran

müssen sich auch die Systemadministratoren

halten. Beim Verdacht auf übermäßigen privaten

Gebrauch des Internets gibt es keine klaren Vorgaben.

Man kann davon ausgehen, dass der

Arbeitgeber mit Zustimmung des Betriebsrats

temporär die Empfänger, jedoch nicht die Inhalte

der Mails überprüfen darf.

Vereinbarung vorher prüfen

Gibt es keinen Betriebsrat, muss der Arbeitgeber

mit jedem Mitarbeiter eine Individualvereinbarung

über IT-Richtlinien schließen. Oft sind solche

Regelungen im allgemeinen Verhaltenskodex versteckt,

teilweise kombiniert mit Überwachungsund

Kontrollmaßnahmen. Daher rät die AK, hier

keine Zustimmung zu erteilen. „Denn oft bedeuten

diese Regelungen eine Verschlechterung gegenüber

der Rechtslage, die man mit seiner Unterschrift

akzeptiert, warnt die AK. Man sollte in

solchen Fällen nur die Übernahme des Kodex beispielsweise

mit dem Vermerk „Entgegengenommen

am...“ bestätigen und den Vertrag bei der AK

überprüfen lassen.


GLEISS

AK. Für Ihren Vorteil.

Top-Leistungen

500.000 Menschen suchen

jährlich Rat und Hilfe bei der

Arbeiterkammer. Diese erhalten

Top-Leistungen in hoher

Qualität: von arbeitsrechtlicher

Beratung bis zum zinsenlosen

Wohnbaudarlehen. Seiten 10/11

FRITZPRESS

Erfolgreiche Bilanz

Die Arbeiterkammer holt ihren

Mitgliedern jährlich Millionenbeträge

in zweistelliger Höhe

zurück. Geld, das ohne Einschreiten

der AK nicht ausbezahlt

würde. Lesen Sie mehr

über die „AK in Zahlen“. Seiten 10-12

JAGOUTZ

Vertrauen „spitze“

Ganz oben auf der Vertrauensskala

der Österreicher

liegt die Arbeiterkammer: 79

Prozent der Menschen vertrauen

der AK – mehr als jeder

anderen Institution. Das ergab

eine aktuelle Market-Studie. Seite 12

Service unter einem Dach kaernten.arbeiterkammer.at 9

FRITZPRESS


AK IN ZAHLEN

180.000 Mitglieder gehören

der Arbeiterkammer in Kärnten

im Jahresschnitt an.


500.000 Kärntnerinnen und

Kärntner kontaktieren jährlich

die AK.


215.000 Beratungen werden

im Jahr durchgeführt, davon

167.500 im Arbeitsrecht, 38.000

im Konsumentenschutz und

9.500 im Lohnsteuer-Service.


14 Millionen Euro hat allein

der kostenlose Rechtsschutz

der AK den Kärntner Arbeitnehmern

2007 zurückgeholt.

FRITZPRESS


1.105 Konkursopfer haben mit

Hilfe der AK im Vorjahr ihre

ausstehenden Lohn- und Gehaltsforderungen

durchgesetzt.

Arbeitsrecht

Fairness am Arbeitsplatz

Vorenthaltene Löhne und Gehälter, nicht bezahlte Überstunden,

Kündigung, Probleme mit der Arbeitszeit oder unfaire

Klauseln in Arbeitsverträgen:

die Liste möglicher Probleme am Arbeitsplatz

ist lang, weil der Arbeitsdruck

steigt. Die AK unterstützt Arbeitnehmer

bei der Durchsetzung ihrer

Rechte. Die AK berät, interveniert

oder vertritt berechtigte Forderungen ihrer Mitglieder kostenlos

vor dem Arbeitsgericht. Im Extremfall wird der kostenlose

Rechtsschutz der AK bis zum Obersten Gerichtshof

gewährt. Telefon 050 477-1000

Lehrlingsschutz

Rat und Hilfe für Junge

Manchmal sind die ersten Erfahrungen im Berufsleben etwas

turbulent. In diesem Fall haben auch Lehrlinge und Jugendliche

eine Anlaufstelle in der

AK. Der Lehrlings- und Jugendschutz

hilft Lehrlingen und (Ferial)

Praktikanten bei strittigen Fragen

zur Ausbildung, zum Lehrvertrag,

zur Arbeitszeit oder zur Bezahlung.

Bringt Vermittlung kein Ergebnis, erhalten auch Lehrlinge

kostenlosen Rechtsschutz vor dem Arbeitsgericht. Denn in

vielen Fällen geht es um viel Geld, das den Jugendlichen

vorenthalten wird. Telefon 050 477-1000

10

kaernten.arbeiterkammer.at

Arbeiterkammer Kärnten:

Service für Ihren Vorteil

Die Arbeiterkammer ist eine wichtige Serviceeinrichtung

für ihre Mitglieder. Lernen Sie unser

Angebot kennen.

Fast 500.000 Menschen nehmen

pro Jahr Rat und Hilfe der Arbeiterkammer

Kärnten in Anspruch

– egal ob beim Lohnsteuerausgleich,

bei Konflikten am Arbeitsplatz,

bei Problemen mit Firmen

oder Dienstleistern sowie

bei der Aus- und Weiterbildung.

„Die AK achtet auf Fairness und

hilft Arbeitnehmern und Konsumenten,

zu ihrem Recht zu kommen“,

verweist AK-Präsident

Günther Goach auf das breite

Leistungsspektrum der Arbeiterkammer.

BARER NUTZEN

Die Mitgliedschaft bei der Arbeiterkammer

kann aber auch bares

Geld bedeuten. Denn jedes Jahr

holt die AK für Arbeitnehmer,

Konsumenten und Lohnsteuerzahler

Millionenbeträge zurück,

die ohne das Einschreiten der Arbeiterkammer

nicht ausbezahlt

Insolvenzschutzverband

Vertretung bei Firmenpleiten

Wenn eine Firma in Schwierigkeiten gerät, ist es wichtig,

dass Arbeitnehmer so rasch wie möglich zu ihrem Geld

kommen. Der Insolvenzschutzverband

für ArbeitnehmerInnen (ISA) in

der AK unterstützt Betroffene bei

Konkurs oder Ausgleich. Der ISA errechnet

offene Lohn- und Gehaltsansprüche

für Mitarbeiter und bringt

diese Forderungen beim Insolvenz-Ausfallgeldfonds ein,

der die ausstehenden Zahlungen bevorschusst. Die Vertretung

durch den ISA ist für alle Arbeitnehmer kostenlos.

Telefon 050 477-1000

Beruf & Familie

Karenz und Wiedereinstieg

Wenn ein Baby kommt, ist vieles anders – auch am Arbeitsplatz.

Daher berät und unterstützt die AK werdende

Eltern bei wichtigen arbeits- und sozialrechtlichen

Fragen. Vom Beginn

der Schwangerschaft bis zur Geburt

des Kindes informiert die AK über

Meldepflichten, Kündigungs- und

Entlassungsschutz, Beschäftigungsverbote

oder Behördenwege. Auch bei finanziellen

Fragen wie dem Kinderbetreuungsgeld, bei der Elternteilzeit

oder dem beruflichen Wiedereinstieg unterstützt die

AK ihre Mitglieder. Telefon 050 477-1000

GLEISS

AK-Präsident Günther Goach:

„AK bringt viele Vorteile“.

würden. Dazu kommen noch direkte,

attraktive Serviceleistungen,

die als Förderungen ausbezahlt

werden. „Dazu zählen zum Beispiel

der Bildungsgutschein im

Wert von 100 Euro für jedes Mitglied

oder das zinsenlose Wohnbaudarlehen“,

betont Goach.

180.000 MITGLIEDER

Die Arbeiterkammer vertritt in

Kärnten rund 180.000 Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer –

Arbeiter und Angestellte, Lehrlinge,

geringfügig Beschäftigte,

Karenzurlauber, Präsenz- und Zivildiener

sowie Arbeitslose. Sie

alle können die Serviceleistungen

der Arbeiterkammer in Anspruch

nehmen. Lesen Sie nach,

ob eines der folgenden Angebote

für Sie in Frage kommt und nutzen

Sie es zu Ihrem Vorteil.

Sozialrecht

Beratung bei Pensionen

Die AK berät und vertritt Arbeitnehmer auch in sozialrechtlichen

Fragen. Zum Beispiel wenn es um den Pensionsantritt,

Arbeitsunfälle, Altersteilzeit

oder um das Kranken- oder

Pflegegeld geht. Abgelehnte Pensionsansuchen

sind der häufigste

Grund, warum Arbeitnehmer die sozialrechtliche

Beratung der AK in

Anspruch nehmen. In begründeten Fällen lässt die AK eine

Ablehnung beim Sozialgericht überprüfen und übernimmt

die kostenlose Vertretung. Auch Pflegegeldeinstufungen

werden überprüft. Telefon 050 477-1000

Konsumenten

Schutz für Verbraucher

Die AK ist erste Anlaufstelle im Land, wenn es um Hilfe

bei Problemen von Konsumenten geht: beim Kauf von

Waren und Dienstleistungen, beim

Umgang mit Banken, beim Abschluss

von Verträgen oder beim

Wohnen. Auch überhöhte Telefonund

Handyrechnungen oder unseriöse

Geschäftemacher im Internet

bereiten Konsumenten immer öfter Schwierigkeiten und

erfordern professionelle Hilfe. Der Konsumentenschutz

berät, informiert und verhilft Geschädigten zu ihrem

Recht. Telefon 050 477-2000

Service unter einem Dach


GLEISS

Die Arbeiterkammer Kärnten ist ein Haus mit attraktiven Leistungen für Arbeitnehmer und Konsumenten.

Wirtschaft

Sparen bei Energiekosten

Die hohen Kosten für Energie und Treibstoff belasten die

Haushalte. Die AK führt laufend Preisbeobachtungen und

Marktanalysen durch. Anhand dieser

Grundlagen erfahren Konsumenten,

wo sie günstiger Heizöl

kaufen können oder wo man in

Kärnten billiger tankt. Die AK hilft

aber auch bei der Kontrolle und

Analyse der Stromrechnung. Entschließen sich Kunden zu

einem Lieferantenwechsel, ermittelt die AK mit dem Stromund

Gaspreisrechner den günstigsten Anbieter und berät,

wie man wechselt. Telefon 050 477-2602

Finanzen

Lohnsteuer zurückholen

Arbeitnehmer haben nichts zu verschenken, schon gar

nicht an das Finanzamt. Daher unterstützt die AK ihre Mitglieder

beim Lohnsteuerausgleich

und holt für sie Millionen vom Fiskus

zurück. Denn ein Steuerguthaben ist

fast immer drin – egal ob Absetzbeträge

für Alleinverdiener oder Alleinerzieher,

Sonderausgaben, Werbungskosten,

außergewöhnliche Belastungen oder Negativsteuer

bei geringem Einkommen. Im Schnitt kann jeder

Arbeitnehmer pro Jahr 200 Steuer-Euro vom Finanzamt

zurückholen. Telefon 050 477-2502

Bildung

Gutschein für Weiterbildung

Die AK fördert die Aus- und Weiterbildung der Arbeitnehmer.

Denn je höher die Qualifikation, desto besser sind die Berufschancen.

Daher unterstützt die AK ihre

Mitglieder jährlich mit einem Bildungsgutschein

im Wert von 100 Euro,

Lehrlinge sogar mit 150 Euro. Dieses

Guthaben kann dann für persönliche

oder berufliche Weiterbildung eingelöst

werden – für Sprach- oder EDV-Kurse ebenso wie für

das Nachholen von versäumten Bildungsabschlüssen wie

Matura oder Studienberechtigungsprüfung.

Telefon 050 477-2300

Kultur

Lesen in den AK-Bibliotheken

Attraktive Treffpunkte für Lesefreunde sind die öffentlichen

Bibliotheken der Arbeiterkammer in Klagenfurt und Villach.

Über 100.000 Bücher, Hörbücher

und DVD’s stehen zum Ausleihen

zur Verfügung – Romane, Krimis,

Ratgeber, Reiseführer, Werke über

Kunst, Philosophie und Geschichte

ebenso wie eine große Auswahl an

Kinder- und Jugendliteratur. Eine Jahreskarte für das Lesen

in den AK-Bibliotheken kostet 5 Euro, Kinder und Jugendliche

bis 18 Jahre lesen in den AK-Bibliotheken in Klagenfurt

und Villach gratis. Telefon 050 477-2333

Förderungen

Darlehen für Wohnraum

Wer ein Haus baut, eine Wohnung anschafft oder Wohnraum

saniert, den unterstützt die AK bei der Finanzierung mit

einem Wohnbaudarlehen. Das Besondere

an dem Darlehen ist, dass

keine Zinsen und keine Bearbeitungsgebühren

anfallen. Die Höhe

des Darlehens beträgt 3.600 oder

4.800 Euro. Ab Jänner will die AK

auch bauliche Maßnahmen im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes

(Solaranlage, Pelletsheizung, Erd- oder Fernwärme,

etc.) mit einem Alternativenergie-Bonus fördern.

Telefon 050 477-2524

Kommunikation

24-Stunden-Service

Die neue Website der AK Kärnten ist online und präsentiert

sich noch übersichtlicher und kundenorientierter. Herzstück

ist der umfangreiche Serviceteil. Einzigartig

ist „Metis“, die virtuelle Arbeitsrechtsberaterin

der AK. Interaktive

Online-Rechner und Ratgeber helfen

Konsumenten, günstige Anbieter

zu ermitteln und damit Geld zu sparen.

Musterbriefe, Antragsformulare und Broschüren zum

Download runden das Angebot im Internet ab. Das Service

der AK ist damit rund um die Uhr erreichbar.

kaernten.arbeiterkammer.at

Service unter einem Dach kaernten.arbeiterkammer.at 11

FOTOS: HELGE BAUER, FOTOLIA, BILDERBOX, GETTY IMAGE


AK IN ZAHLEN

6.251 Klagen hat die AK für ihre

Mitglieder 2007 in arbeitsrechtlichen

Streitfällen eingebracht.


4.000 Menschen wenden sich jedes

Jahr mit Fragen zu Pension

oder Pflegegeld an die AK.


125.000 Euro hat die AK im

Vorjahr für Kärntner Lehrlinge

zurückgefordert.


1,7 Millionen Euro hat der

Konsumentenschutz der AK

den Kärntnern im Vorjahr gegenüber

unseriösen Geschäftemachern

erspart.


2,5 Steuermillionen haben die

Kärntner heuer mit Hilfe der AK

vom Finanzamt zurückgeholt.

JUST FRITZPRESS


5,7 Millionen Euro hat die AK

2007 für 1.547 zinsenlose

Wohnbaudarlehen an AK-Mitglieder

gewährt.


42.000 Kärntner haben sich

bisher mit dem Bildungsgutschein

der AK weitergebildet.


100.000 Medien – Bücher,

Hörbücher, DVD’s – stehen in

den AK-Bibliotheken zum Ausleihen

zur Verfügung.


1 Million Besucher verzeichnet

die AK Kärnten pro Jahr auf

ihren Internet-Seiten, die viele

Serviceangebote enthalten.


40.000 Kärntner haben bisher

die Winter- und Sommersportbörsen

der AK genutzt, um

Sportartikel günstig anzubieten

oder zu erwerben.

12

Grafik: market (Ausschnitt)

Fragestellung: „Hier stehen nun einige Namen von Institutionen. Sagen Sie mir bitte zu jeder, ob Sie zu diesen im Großen und

Ganzen großes Vertrauen haben, eher schon Vertrauen haben, eher weniger Vertrauen haben oder gar kein Vertrauen haben?“

Die Arbeiterkammer ist „spitze“

Die Österreicher vertrauen der Arbeiterkammer

und zwar mehr als allen anderen Institutionen.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des

Market-Institutes.

B

Bei 79 Prozent der Bevölkerung

genießt die Arbeiterkammer

bundesweit sehr großes oder

großes Vertrauen. Damit liegt die

AK an der Spitze vor vielen anderen

Einrichtungen, politischen

Institutionen, Banken oder Versicherungen.

Das ist das Ergebnis

einer Online-Umfrage des Linzer

Market-Institutes, das Anfang

Oktober eine Online-Umfrage

durchführte, an der sich

1001 Personen beteiligt haben.

„Ich freue mich sehr über dieses

Ergebnis, weil es bestätigt,

dass die AK auch in turbulenten

Zeiten mit Vertrauensverlust und

globaler Verunsicherung für die

Menschen eine stabile Kraft ist,

die immer auf der Seite der Arbeitnehmer

und Konsumenten

steht“, betont AK-Präsident

Günther Goach.

WEITERE ERGEBNISSE:

∞ Frauen vertrauen mit 81 Prozent

der AK sogar noch viel stär-

Kontakt

Arbeiterkammer Kärnten

Klagenfurt, Bahnhofplatz 3, E-Mail: arbeiterkammer@akktn.at

Web: kaernten.arbeiterkammer.at

Öffnungszeiten: Mo bis Do: 7.30 bis 16.30 Uhr, Fr: 7.30 bis 12.00 Uhr

Arbeiterkammer vor Ort

Villach, Kaiser-Josef-Platz 1, Telefon 050 477-5100,

E-Mail: villach@akktn.at

Hermagor/Service Center, Wulfeniaplatz 1,

Telefon 050 477-5100, E-Mail: hermagor@akktn.at

Wolfsberg, Am Weiher 7/2, Telefon 050 477-5200, E-Mail: wolfsberg@akktn.at

Spittal/Drau, Lutherstraße 4, Telefon 050 477-5300, E-Mail: spittal@akktn.at

St.Veit/Glan, Friesacher Straße 3a, Telefon 050 477-5400, E-Mail: stveit@akktn.at

Völkermarkt, Herzog-Bernhard-Platz 11, Telefon 050 477-5500,

E-Mail: voelkermarkt@akktn.at

Feldkirchen, Max-Blaha-Straße 1, Telefon 050 477-5600,

E-Mail: feldkirchen@akktn.at

JAGOUTZ

kaernten.arbeiterkammer.at

ker als die Gesamtbevölkerung.

∞ Auch bei den jungen Menschen

(16 bis 29) erreicht die AK auf der

Vertrauensskala einen sehr hohen

Wert von 83 Prozent.

∞ 82 Prozent der leitenden Angestellten,

77 Prozent der Facharbeiter

und 74 Prozent der Maturanten

und Uni-Absolventen haben ebenfalls

großes Vertrauen in die Arbeiterkammer.

∞ Sogar bei der nichtberufstätigen

Bevölkerung genießt die AK

einen Vertrauensbonus von 83

Prozent.

∞ In den Bundesländern Kärnten

und Steiermark (220 Befragte) gaben

76 Prozent an, der Arbeiterkammer

zu vertrauen.

INFORMATION

AK auf einen Blick

Wenn Sie mehr über die Arbeiterkammer

Kärnten wissen wollen, bestellen

Sie die kostenlose Broschüre „AK

Kärnten auf einen Blick“. Diese bietet

dem Leser eineninformativen

und umfassenden

Überblick

über alle

Serviceleistungen,

Aufgaben

sowie Ansprechpartner

in der Arbeiterkammer.

Bestelltelefon 050 477-2553

Service unter einem Dach

Quelle: market-Marktforschung. 1.001 Online-Interviews repräsentativ für die österreichische

Bevölkerung von 16 bis 60 Jahre gewichtet. Befragungszeitraum: 9 bis 13. Oktober

2008. Ergebnis in Prozent. Maximale statistische Schwankungsbreite: ± 3,16 Prozent.


„Baby.Comeback“: AK fördert

Weiterbildung in der Karenz

AK unterstützt Eltern

in Karenz ab Jänner

beim beruflichen Wiedereinstieg

mit kostenlosen

Kursen.

J

Je länger Mütter und Väter wegen

der Kinderbetreuung die

Berufstätigkeit unterbrechen,

desto größer sind Nachteile

beim Wiedereinstieg. Viele Eltern

wollen vor der Rückkehr in

den Job außerdem noch eine

Ausbildung machen, finden dazu

aber keine staatliche oder

betriebliche Unterstützung. Daher

bietet die AK heuer bereits

zum siebenten Mal die erfolgreiche

Aktion „Baby.Comeback“

an.

KOSTENLOSE KURSE

„Das ist ein Kursprogramm,

mit dem sich Eltern in Karenz

umfassend auf die Rückkehr in

den Beruf vorbereiten können“,

sagt AK-Präsident Günther

Goach. Weil Eltern in Karenz

häufig in einem finanziellen

Dilemma sind, was die Weiterbildung

anbelangt, ist das Kursangebot

der AK kostenlos.

Das Bildungspaket ist sehr

vielfältig. Es reicht von arbeitsund

sozialrechtlichen Informationen

für Eltern bis hin zu

EDV-, Buchhaltungs- oder

Sprachkursen. Ebenfalls im

Bildungsprogramm: Kurse mit

Information

„Baby.Comeback“ wird ab Jänner mit der Volkshochschule,

dem Berufsförderungsinstitut, der

Kompetenzberatung Kärnten und dem Business

Frauen Center durchgeführt. Nähere Infos erteilt

die AK, Bahnhofplatz 3, 9021 Klagenfurt.

E-Mail: baby.comeback@akktn.at

AK-Telefon 050 477-2303, 2304

GETTYIMAGES

Kostenloses AK-Bildungsprogramm für Eltern in Karenz.

Zertifikaten, die eine berufliche

Neuorientierung ermöglichen.

Aber auch qualifizierte

Kinderpsychologen stehen bei

Elternabenden Rede und Antwort,

wie der Wiedereinstieg

mit der Entwicklung und dem

Wohlergehen des Kindes auf

einen Nenner gebracht werden

kann.

Alle diese Angebote sollen

Mütter und Väter motivieren,

sich schon in der Karenz wieder

optimal auf die Rückkehr in

den Beruf vorzubereiten.

FOTOLIA

Elternkalender

Der AK-Elternkalender informiert,

worauf werdende Eltern

achten müssen, welche Fristen

einzuhalten, welche Anträge zu

stellen und welche Wege zu erledigen

sind.

Jetzt auch in gedruckter Form.

Bestelltelefon 050 477-2553

Anmeldung

Alle AK-Mitglieder in Karenz erhalten demnächst

ein persönliches Schreiben über das Angebot

„Baby.Comeback“. Kurse buchen kann man mit

einem Anmeldeabschnitt, der dem Info-Paket beiliegt

oder im Internet mit einem Online-Formular:

kaernten.arbeiterkammer.at

Anmeldeschluss ist der 31. Dezember 2008.

MINI-TIP

Gleichbehandlung

Verbesserungen bei Schadenersatzansprüchen

und Erleichterungen

bei der Rechtsdurchsetzung

bringt die Novelle zum

Gleichbehandlungsgesetz. Diese

ist seit 1. August in Kraft –

nicht zuletzt auf Initiative und

Mitwirkung der Arbeiterkammer.

Alle Informationen zur Gesetzesnovellierung

zum Download

in den Broschüren:

„Gleichbehandlung im Beruf“

und „Diskriminierung erkennen

– Diskriminierung bekämpfen“.

kaernten.arbeiterkammer.at

Steuer zurück 2003

Bis fünf Jahre rückwirkend

kann die Arbeitnehmerveranlagung

durchgeführt werden. Für

das Jahr 2003 endet diese

Frist am 31. Dezember. Diese

sollte man nicht verstreichen

lassen, denn in Kärnten liegen

immerhin rund sieben Millionen

Euro an nicht ausbezahlten

Steuergutschriften zum Abholen

bereit. Ein Steuerausgleich

zahlt sich aus, vor allem

für Kleinverdiener, nicht

ganzjährig Beschäftigte, Alleinverdiener

oder Alleinerzieher.

Wer Hilfe bei der Durchführung

der Arbeitnehmerveranlagung

braucht, kann sich an die

Steuerexperten der Arbeiterkammer

wenden.

AK-Steuertelefon 050 477-2502

Steuer-Fachberatung

In der AK in Villach am Kaiser-

Josef-Platz 1 wird jeden Donnerstag

eine Steuer-Fachberatung

angeboten. Arbeitnehmer

können sich dabei über alle

Steuersparmöglichkeiten informieren

und mit Unterstützung

der AK die Arbeitnehmerveranlagung

durchführen. Die Beratung

ist kostenlos. Die Fachberatung

findet jeden Donnerstag

in der Zeit von 13.30 Uhr

bis 16.30 Uhr statt – persönlich

wie auch telefonisch.

AK-Telefon 050 477-5102

kaernten.arbeiterkammer.at 13


FOTOLIA

Viel Neues bei

der Pension

Im Pensionsrecht ist eine Reihe

von wichtigen Neuerungen in

Kraft getreten.

∞ Wer ab sofort in Pension

geht, braucht nicht mehr ein

Jahr länger auf die erste Pensionserhöhung

warten. Diese

Regelung ist nun gefallen.

∞ Auch bei der Hacklerpension

gibt es Änderungen. Für die

Inanspruchnahme dieser Pension

benötigen 60jährige

Männer 45 Beitragsjahre und

55jährige Frauen 40 Beitragsjahre.

Diese Bestimmung ist

für Männer bis zum Geburtsjahrgang

1953 und für Frauen

bis zum Geburtsjahrgang

1958 ausgedehnt worden.

∞ Neu ist auch, dass als Beitragsmonate

auch Zeiten des

Bezuges von Krankengeld auf

diese 45/50 Beitragsjahre

angerechnet werden. Diese

Regelung gilt seit August

2008. Betroffene, die nur

wegen der ursprünglich fehlenden

Krankengeldzeiten die

Hacklerpension nicht in Anspruch

nehmen konnten, können

diese jetzt rückwirkend

zum 1. 8. 2008 beantragen.

∞ Weiters erhalten im November

alle Pensionisten mit Inlandsaufenthalt

bis zu einer

Bruttopension von 2.800 Euro

eine Einmalzahlung, die je

nach Pensionshöhe zwischen

50 und 150 Euro ausmacht.

Die Einmalzahlung ist kein

Pensionsbestandteil und wird

mit der laufenden Pension

ausbezahlt.

Achtung: diese Einmalzahlung

ist lohnsteuerpflichtig.

AK-Telefon 050 477-1000

14

D

kaernten.arbeiterkammer.at

Arbeitgeber lösen nach wie vor bei Krankenstand

Auf Arbeitsunfall folgt

Noch immer handelt jeder sechste Fall im Arbeitsrecht

davon: Unternehmer lösen das Dienstverhältnis

erkrankter Mitarbeiter einfach auf – sogar nach

Arbeitsunfällen.

Dass Arbeitnehmer im Krankenstand

häufig gekündigt und

manchmal nach Ende der Erkrankung

wieder eingestellt werden,

ist eine ebenso übliche wie

üble Praxis. Diese weiten Unternehmer

mittlerweile auch auf

Opfer von Arbeitsunfällen aus.

„Gerade nach schweren Arbeitsunfällen,

die oft eine lange Rehabilitation

oder Rekonvaleszenz

zur Folge haben, werden

Arbeitnehmer oft schon zu Beginn

des unfallbedingten Krankenstandes

gekündigt“, berichtet

der Leiter der AK-Rechtsabteilung,

Dr. Richard Wohlgemuth.

KEINE HINDERNISSE

Obwohl das Gesetz eine 8-wöchige

Entgeltfortzahlung durch den

Dienstgeber vorsieht, stellt diese

Bestimmung in der Praxis keine

Hürde im Kündigungsverhalten,

betonen die AK-Juristen. „Gera-

TIP-LEXIKON

Entgeltfonds

Vor acht Jahren wurde der so

genannte Entgeltfortzahlungsfonds

abgeschafft. Er hatte

die Lohnfortzahlung für Arbeiter

bei Krankheit sichergestellt.

In diesen Fonds haben Arbeitgeber

solidarisch 2,1 Prozent

der Bruttolohnsumme eingezahlt

und bei Krankenständen

von Mitarbeitern die Lohnkosten

für die Dauer der Erkrankung

erstattet bekommen.

Seit seiner Abschaffung müssen

Dienstgeber selbst für die

Lohnzahlungen im Krankheitsfall

aufkommen.

de Klein- und Mittelbetriebe

greifen oft sofort zur Kündigung,

da derzeit im Gesetz keine Einschränkungen

vorhanden sind.

iSTOCK

Länger krank – hohes Jobrisiko.

UNSOZIALES SYSTEM

Für die Betroffenen bedeutet das

zusätzlich zur Krankheit auch

noch eine finanzielle und existenzielle

Notlage. „Auch die Rege-

AK-

Präsident

Günther

Goach

EGGENBERGER

INTERVIEW

„Kündigungsverbot

bei Krankheit nötig“

Krank und auf die Straße gesetzt!

Was unternimmt die Arbeiterkammer

gegen die Kündigung

von Mitarbeitern im Krankenstand?

Goach: Wir zeigen diese Missstände

auf und treten ganz klar

für die Wiedereinführung des Ent-

lung, wonach Betriebe bis 50 Beschäftigte

derzeit bei Krankheit

oder Unfall für Mitarbeiter ab

dem 11. Tag 50 Prozent der

Lohnkosten von der AUVA ersetzt

bekommen, hat am rigiden

Kündigungsverhalten nichts

geändert“, betont Wohlgemuth.

Dieses unsoziale System

kennt nur einen Sieger: den

Dienstgeber. Und zwei Verlierer:

die Krankenkasse und die Arbeitnehmer,

die statt der Entgeltfortzahlung

mit dem niedrigeren

Krankengeldbezug auskommen

müssen. Die Arbeitgeber sparen

sich die Kosten für den Krankenstand

und bürden diese der

Gebietskrankenkasse auf. „Damit

bringen Dienstgeber ihre kranken

Mitarbeiter um viel Geld, belasten

das Sozialsystem und sparen

selbst hohe Beträge ein“, kritisiert

AK-Jurist Wohlgemuth.

Abhilfe schaffen kann aus

Sicht der AK nur eine Gesetzesänderung,

die ein Verbot von

Kündigungen im Krankenstand

vorsieht, vor allem nach einem

Arbeitsunfall.

geltfortzahlungsfonds ein. Seine

Abschaffung war die Hauptursache

dafür, dass Mitarbeiter im

Krankenstand oder nach einem

Arbeitsunfall den Job verlieren.

Denn seither überwälzen Firmen

die Lohnfortzahlung auf die Krankenkassen.

Arbeitgeber sparen

sich Millionen.

Welche Forderungen erhebt die

Arbeiterkammer zum Schutz erkrankter

Arbeitnehmer?

Goach: Der Entgeltfortzahlungsfonds

muss wieder installiert werden.

Weiters muss ein Kündigungsschutz

für Arbeitnehmer

nach einem Arbeitsunfall eingeführt

und der Unterstützungszeitraum

verlängert werden. Dafür

setze ich mich ein.


Dienstverhältnisse reihenweise auf

der Kündigungsschock

dpa

Die AK fordert ein Verbot der Kündigung im Krankenstand, vor allem nach einem Arbeitsunfall.

Krankmeldung korrekt durchführen

AK-Tipps, was Arbeitnehmer im Krankheitsfall beachten müssen

∞ Verständigen Sie den

Dienstgeber unverzüglich. Es

ist ein Irrtum, dass man für

die Krankmeldung drei Tage

Zeit hätte. Achten Sie darauf,

dass Sie sich an der richtigen

Stelle im Betrieb krankmelden,

also beim unmittelbaren Vorgesetzten

und nicht etwa beim

Portier oder beim Kollegen.

Sorgen Sie für Zeugen für das

Telefonat, noch besser ist ein

Dokument. Weist der

Arbeitgeber nach,

dass Sie sich nicht

krankgemeldet haben,

trifft Sie Mitschuld

an der Auflösung

des Dienstverhältnisses,

informiert

die AK. Bei Nichtmelden

ruht auch der

Krankenentgelt-Anspruch.

FOTOLIA

∞ Gehen Sie am Tag der Erkrankung

zum Arzt, oder bitten

Sie um einen Hausbesuch. Es

ist immer problematisch, rückwirkend

krankzuschreiben.

∞ Ihr Verhalten während des

Krankenstandes darf den Heilungsprozess

nicht beeinträchtigen.

Es ist zwar erlaubt, sich die

nötigsten Lebensmittel zu besorgen,

zum Spaß shoppen zu gehen

aber nicht.

Krankmelden immer beim Vorgesetzten.

∞ Sollten Sie nicht an Ihrer

Wohnadresse erreichbar sein,

weil jemand anderer Sie pflegt,

geben Sie auch das unverzüglich

Ihrem Arbeitgeber bekannt.

∞ Falls es passiert, dass der

Arbeitgeber das Dienstverhältnis

im Krankenstand auflöst,

rät die Arbeiterkammer: Finden

Sie sich trotzdem, sobald Sie

gesund sind, pünktlich und arbeitsbereit

am Arbeitsplatz ein.

∞ Nehmen Sie auch

sofort mit der AK

Kontakt auf! Wenn

Sie nämlich trotzdem

im Unternehmen

bleiben und die

Kündigung anfechten

wollen, ist ab

Ausspruch der Kündigung

nur eine

Woche Zeit dafür.

AK-Telefon 050 477-1000

FOTOLIA

AK interveniert bei Kündigung.

Am Unfalltag

abgemeldet

Mittwoch, der 1. September

2008, nahm für den 49jährigen

Baggerfahrer Anton M.

aus Klagenfurt kein gutes Ende.

Beim Aussteigen aus der

Baumaschine kam er wegen

einer Mulde zu Sturz und verletzte

sich dabei an der Schulter.

Vom Arzt wurde er daraufhin

krank geschrieben: von 2.

bis 20. September. Das teilte

Herr M. seinem Dienstgeber

ordnungsgemäß mit.

Am 8. September erfuhr Herr

M. von der Gebietskrankenkasse,

dass ihn sein Arbeitgeber

bereits am Tag des Unfalls

von der Sozialversicherung abgemeldet

hatte. Als Grund wurde

von der Firma angegeben,

der Mitarbeiter habe einer einvernehmlichen

Auflösung des

Dienstverhältnisses zugestimmt.

Das hatte Herr M.

aber nie getan. Er wandte sich

an die Arbeiterkammer, die

gegen diese Kündigung im

Krankenstand beim Arbeitgeber

intervenierte. Der war jedoch

nicht bereit, den Mitarbeiter

wieder einzustellen.

Die AK machte für den Betroffenen

eine Kündigungsentschädigung

und das Entgelt

nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz

mittels Klage beim

Arbeitsgericht geltend. Die

Ansprüche sind noch offen.

kaernten.arbeiterkammer.at 15


FOTALIA

Wechsel des Festnetz-Anbieters: Lassen Sie sich nicht verwirren!

Festnetz-Telefon: AK

enträtselt Fachbegriffe

Die AK rät: Wer seinen Festnetz-Anbieter wechseln

möchte, sollte mit folgenden Fachbegriffen

vertraut sein.

B∞ Call by Call

Bei einem Call by Call-System, für

das man einen Anschluss der Telekom

benötigt, wird die vierstellige

Zahlenkombination des Telefonbetreibers,

mit dem man den Vertrag

abgeschlossen hat, vorgewählt.

Lässt man die Verbindungsnetzbetreiber-Kennzahl

weg, telefoniert

man automatisch über die Telekom.

Bei dieser Variante erhält

man zwei Rechnungen: von der

Telekom Austria für die Grundgebühr

und die Entgelte zu bestimmten

Rufnummern, wie Auskunft

oder Mehrwertnummern, sowie

vom alternativen Anbieter für die

Gesprächsgebühren.

∞ Carrier Preselection

Eine dauerhafte Voreinstellung

nennt man Carrier Preselection,

zu deutsch: Verbindungsnetzbetreiber-Vorauswahl.

Diese Vorauswahl

wird auf Wunsch des Kunden

eingerichtet. Man erspart sich

die vierstellige Vorwahl und telefoniert

automatisch über den alternativen

Netzbetreiber. Auch

hier ist ein Telekom-Anschluss

notwendig, und auch hier gibt es

16

kaernten.arbeiterkammer.at

wieder zwei Rechnungen. Die Telekom

verrechnet die Grundgebühr

für den Anschluss und die

Verbindungen zu manchen Rufnummern,

wie Auskunft und

Mehrwertdiensten, die nach wie

vor über die Telekom geführt werden.

Beim alternativen Netzbetreiber

werden die Gesprächsgebühren

fällig.

∞ Entbündelung

Wenn alternative Betreiber ihre

Kunden direkt an ihr Netz anschließen

möchten, können sie die

Leitungen der Telekom Austria

mieten. Diese Miete nennt sich

„Entbündelung der Teilnehmeranschlussleitung“.

Mit dieser Variante

hat man nur den alternativen

Anbieter als Vertragspartner und

bekommt auch nur eine Rechnung.

Eine direkte Anbindung ist

beispielsweise über den Kabelnetzbetreiber

möglich.

Achtung: Weder bei den „entbündelten

Leitungen“ noch

beim Direktzugang sind die Call

by Call-Variante oder die Carrier

Preselection möglich.

Mit der Internet-Telefonie ist man

Runter mit den

Mit der Internet-Telefonie spart man einen Gutteil

der Telefonkosten ein. Allerdings profitiert nicht jeder

gleich viel. Dienste wie Skype & Co. kann man

übrigens auch mit einem normalen Telefon nutzen.

Von Georg Holzer

Übers Internet kann man nicht nur

E-Mails kostenlos verschicken, sondern

auch Sprache. Wer aber an

Internet-Telefonie – so genanntes

Voice over IP (VoIP) – denkt, meint

zumeist ein umständliches Hantieren

mit einem Kopfhörer, sitzend

vor einem Laptop. Zum Synonym

dafür wurde der Online-Dienst Skype.com.

Doch weit gefehlt. Die Zukunft

des Telefonierens hat damit

nur wenig zu tun und ist zudem extrem

günstig bis völlig kostenlos.

Der Verdienst von Skype war es,

das Thema für die Massen aufzubereiten.

Aber es gibt eine Vielzahl anderer

Möglichkeiten, damit Geld zu

sparen, ohne auf die eigene Telefonnummer

verzichten zu müssen.

Grundvoraussetzung ist ein möglichst

schneller Internet-Anschluss.

BILLIGER, ABER ...

Die Ersparnis ist unterschiedlich.

Angesichts von All-Inclusive-Handyverträgen

kommt die größte Konkurrenz

aus dem Mobilfunk. Allerdings

sind die inkludierten Minutenpakete

enden wollend und internationale

Gespräche horrend teuer.

Am meisten sparen: Quasselstrippen

und Leute, die häufig im oder ins

Ausland anrufen. Für diese ist aber

einiges drinnen. Erste Ersparnis ist

die Telekom-Grundgebühr – ein

VoIP-Anschluss ist zumindest für alle

Kärntner kostenlos.

GRATIS-ANSCHLUSS

Die heimischen Internet-Provider

haben sich zur Initiative „Freecall

Carinthia“ (www.freecall-carinthia.at)

zusammen geschlossen. Dort bekommt

jeder Kärntner eine kostenlose

Nummer (0720- bzw. normale

Ortsvorwahl für einen geringen einmaligen

Aufpreis) und Zugangsdaten,

die man mit jedem Internet-Anschluss

nutzen kann. Es fallen weder

Einrichtungsgebühren noch ein monatliches

Grundentgelt an. Zudem

sind die Tarife günstiger und alle

Freecall-Teilnehmer telefonieren

untereinander gratis.

Und zu guter Letzt funktioniert

die Abrechnung sekundengenau.

Diese so genannte „Taktung“ sorgt

dafür, dass man bei einem normalen

Telefonanschluss für eine volle Minute

bezahlen muss, auch wenn nur

KOSTEN UNTER TAGS Telekom Skype

Freecall

Carinthia

Monatliche Grundgebühr 15,98 Euro 0 Euro*) 0 Euro*)

Vorwahl zum angerufen werden wie gewohnt keine eigene

Nummer

0720 bzw.

wie gewohnt

Taktung 60/30 60/60 1 Sekunde

Im eigenen Netz **) 4,9-5,9 Cent 0 Cent 0 Cent

1 Min. ins Festnetz 4,9-5,9 Cent 2 Cent 2,40 Cent

1 Min. zu Handy in Österreich 16-25 Cent 25 - 30 Cent 15-25 Cent

1 Min. Festnetz Nachbarländer 20 Cent 2-6 Cent 2,4-7,9 Cent

1 Min. Mobil Nachbarländer 38 Cent 17-34 Cent 2,4-7,9 Cent

1 Min. in die USA ***) 20-38 Cent 2 Cent 1,8 Cent

1 Min. nach China ***) 37-57 Cent 2 Cent 2,9 Cent

*)Internet nötig **) Skype: Von PC zu PC, Freecall: Anruf unter Mitgliedern ***) Festnetz und mobil gleich teuer


weltweit zu günstigen Kosten erreichbar

Telefonkosten!

iSTOCK

Mit Internet-Telefonie kann man nicht nur bares Geld sparen, sondern überall dort telefonieren, wo man gerade online ist.

der Anrufbeantworter erreichbar

war. Skype verrechnet immer in

ganzen Minuten, bei der Telekom

zahlt man die erste Minute voll und

dann in 30-Sekunden-Schritten.

WAS MAN BRAUCHT

Wie bereits erwähnt, kann man VoIP

wie gewohnt mit jedem Telefon nutzen.

Dazu ist allerdings ein sprachfähiger

Router (zB Fritzbox ab 139

Euro) nötig. Für die ersten Gehversuche

reichen ein Softwareprogramm

(www.zoiper.com), Kopfhörer

(ab 19 Euro) und der Freecall-

Account.

∞ Jedes Telefonat wird heute von

der Telekom in irgendeiner Weise

auch über das Internet geleitet.

Im Inland ist das seltener, ins

Ausland allerdings der Regelfall.

Weder der Anrufer noch der Angerufene

merkt davon etwas. Bei

alternativen Anbietern wie Tele 2

oder Inode

geht fast alles

übers

Internet.

Wer Skype nutzen will, lädt sich

das Programm (www.skype.com)

herunter und erstellt einen Account.

Fortan kann man ebenfalls gratis

von PC zu PC „telefonieren“ – allerdings

erreicht man nur Nutzer,

die ebenfalls gerade vor einem PC

sitzen. Vorteil hier: Wer eine Webcam

(ab 29 Euro) hat, kann so auch

Videotelefonate rund um die Welt

führen. Mit Skype erreicht man

auch Festnetz-Apparate in aller

Welt. Die Gebühren dafür sind günstig

und es gibt eine so genannte

Flat-Rate: Für 3,39 Euro im Monat

telefoniert man 10.000 Minuten

∞ Mit Skype spricht man typischerweise

mit einer Kombination aus

Kopfhörer und Mikrofon (ab 19 Euro).

Außerdem braucht man einen

schnellen Internet-Zugang und

Software, die man auf www.skype.com

kostenlos herunterladen

kann. Anrufe zu

„normalen“ Telefonnummern

sind möglich, kosten aber etwas

und erfordern eine Kreditkarte.

lang in Österreichs Festnetz, europaweit

kostet das 4,54 Euro und

weltweit monatlich 10,29 Euro.

UNGLAUBLICH FLEXIBEL

Die Internet-Telefonie funktioniert

überall, wo man online ist. Auch

wenn man auf Urlaub in Italien ist

oder in den USA ein Auslands-Semester

absolviert, bleibt man immer

mit der eigenen Nummer erreichbar

und telefoniert zu lokal günstigen

Konditionen – im besten Falle kostenlos.

Komfort-Funktionen wie

Anrufbeantworter (MP3-Versand

per E-Mail) sind inklusive.

Vier verschiedene Arten der Internet-Telefonie

∞ Viele Handys funken nicht nur im

Mobilnetz, sondern arbeiten auch

im Wireless-Lan zu Hause. Nokia

und andere Hersteller

statten ihre Handys

mit kleinen Programmen

aus, mit denen

man im Internet telefonieren

kann. Die

Einrichtung ist zwar

nicht immer einfach,

lohnt sich aber.

UNGLAUBLICH FLEXIBEL

Immer mehr Handys funken nicht

nur im Handynetz, sondern bieten

auch einen Zugang zum Wireless

Lan. Nach der Einrichtung des

VoIP-Accounts kann man diesen

überall nutzen, wo man in ein Wlan

hinein kommt. So spart man sich zu

Hause oder unterwegs hohe Telefonkosten.

Georg Holzer

ist freier Journalist

und auf Technik-Themenspezialisiert.

Seine Website: www.georgholzer.at

∞ Normale Telefone lassen sich

dafür ebenfalls nutzen, allerdings

muss man dafür in einen VoIPfähigen

DSL-Router investieren.

An eine Fritzbox (ab 139 Euro)

kann man dann jedes beliebige

Telefon anstecken.

kaernten.arbeiterkammer.at 17

Fotos: Alexander O‘Neill/CC, Nokia, Siemens, AVM, iStockPhoto/Jaroslaw Wojcik


MINI-TIP

Prämien-Check

Mit dem Prämien-Check ermittelt

die AK für alle Kärntner die

vier jeweils günstigsten Anbieter

für die Kfz-Haftpflicht und

Kasko, die Motorrad-Haftpflichtversicherung

sowie die Haushaltsversicherung.

Der Prämien-Check

ist kostenlos. Das

Ergebnis erhalten Sie per Post.

kaernten.arbeiterkammer.at

FOTOLIA

Energie sparen

In vielen Bereichen des täglichen

Lebens ist es möglich,

durch einfache Maßnahmen

Geld zu sparen und gleichzeitig

die Umwelt zu schützen. Tipps

zum kostenbewussten Umgang

mit Energie im Haushalt sowie

beim Autofahren erhalten Sie in

der kostenlosen AK-Broschüre:

„Energiesparen. Umwelt und

Konto schonen“.

Bestelltelefon 050 477-2553

Pellets-Preise

Wer beim Pelletskauf auf den

Preis achtet, kann viel Geld

sparen. Die AK veröffentlicht

alle zwei Monate die aktuellen

Preise für lose Pellets. Zusätzlich

wird auch die Abschlauchgebühr

erhoben. Preisvergleich

im Internet:

kaernten.arbeiterkammer.at

Stromrechner

In Zeiten steigender Strom- und

Gaspreise entscheiden sich immer

mehr Österreicher für einen

Anbieterwechsel. Mit dem

Tarifkalkulator der E-Control

lässt sich schnell herausfinden,

welches Unternehmen für den

jeweiligen Haushalt am günstigsten

liefert. Einsparpotenzial:

bis 137 Euro pro Jahr.

http://tarifkalkulator.e-control.at

18

kaernten.arbeiterkammer.at

Versicherungsmakler: Kundin

muss Provision nicht zahlen

EVersicherungsagenten steht aus einem Maklervertrag mit einem Kunden

grundsätzlich keine Provision zu. In der Praxis kommt es aber oft anders.

Eine Villacherin wollte ihrem Versicherungsmakler

lediglich ermöglichen,

in bestehende Verträge

Einsicht zu nehmen – um Geld

zu sparen. Für diese Durchsicht

bat der Versicherungsmakler

freundlich um eine „Maklervollmacht“.

Die Frau bestätigte das

mit ihrer Unterschrift. Beratung

und Durchsicht sollten kostenlos

sein.

BÖSES ERWACHEN

Nachdem die Konsumentin das

Vollmachtsverhältnis wieder gekündigt

hatte, flatterte ihr eine

Rechnung des Versicherungsmak-

WALDHÄUSL

Who is Who

∞ Versicherungsmakler

Er vermittelt Versicherungsverträge

zwischen Versicherungsnehmern

und Versicherungsunternehmen.

Seine Hauptaufgabe ist

es, den Klienten den auf ihre Bedürfnisse

zugeschnittenen bestmöglichen

Versicherungsschutz

lers über 900 Euro ins Haus. Die

Frau wandte sich an die Arbeiterkammer.

Ein Blick ins Maklergesetz

schaffte Klarheit: Das Honorar

muss nicht bezahlt werden!

Denn Makler werden grundsätzlich

nicht tätigkeitsbezogen entlohnt,

sondern dann, wenn durch

ihre Vermittlung ein angepeiltes

Geschäft zustande gekommen ist

(Erfolgsprinzip). Und es entspricht

der gängigen Praxis und

auch der Erwartung der Versicherungskunden,

dass der Versicherungsmakler

seine Provision,

„Courtage“ genannt, dann vom

Versicherungsunternehmen er-

Versicherungsmakler haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Provision.

zu verschaffen. Weiters berät er

Kunden über die Verträge und

mögliche Risken, er betreut die

vermittelten Verträge während

der Laufzeit unter Beachtung allfälliger

neuer Bedingungen.

∞ Versicherungsvertrag

Er ist ein Dauerschuldverhältnis,

das nicht mit dem einmaligen

Austausch von Leistung und Ge-

hält. So steht es auch im Maklergesetz.

Somit stand dem

Makler keine Provision zu.

AUSNAHME

Einzige Ausnahme: Makler und

Kunde haben etwas anderes

(Provision, sonstige Vergütung

oder Aufwandersatz) ausdrücklich,

unmissverständlich und

schriftlich vereinbart. Der Kunde

muss in diesem Fall ganz klar

wissen, dass er dem Versicherungsmakler

einen bestimmten

Betrag (Honorar) zu bezahlen

hat und dies mit seiner Unterschrift

bestätigen.

genleistung endet, sondern sich

oft über viele Jahre erstreckt.

Daher bleibt auch der Makler in

das Vertragsverhältnis länger

eingebunden.

∞ Versicherungskunde

Er ist sowohl der Interessent vor

Abschluss des Vertrages als

auch der Versicherungsnehmer

nach Vertragsabschluss.


HELGE BAUER

Das Leseangebot der Mediathek soll in den nächsten Jahren auf 100.000 Medien ausgeweitet werden.

Treffpunkt Alpen-Adria-Mediathek

In Villach haben Arbeiterkammer und Stadt gemeinsam Kärntens modernste und

größte Freihandbibliothek eröffnet.

Die Alpen-Adria-Mediathek im

neugestalteten AK-Gebäude am

Kaiser-Josef-Platz ist ein attraktiver

Treffpunkt für Lesefreunde.

Die neue Mediathek erstreckt sich

auf über 1.000 Quadratmetern

ZORE

und zwei Ebenen und wurde mit

Unterstützung der Stadt Villach

errichtet.

ALPEN-ADRIA-LITERATUR

Einen besonderen Schwerpunkt

Eröffnung: Bürgermeister Manzenreiter, Goach und Architekt Mayr.

HELGE BAUER

Modernes Medienzentrum.

HELGE BAUER

setzt die Mediathek auf Mehrsprachigkeit

und Literatur aus dem Alpen-Adria-Raum

in italienischer

und slowenischer Sprache. Eine

weitere Novität ist das große Angebot

an Lesestoff in Form neuer

Medien wie Hörbücher auf CD

oder verfilmte Literatur auf DVD.

Dazu kommen Hörstationen, ein

„Newsroom“ mit Internetterminals

und Abspielplätze für DVD’s. „Sie

machen die Mediathek zu einem

modernen Informationszentrum,

das Wissen und Unterhaltung für

fast alle Lebenslagen anbietet“, betont

AK-Präsident Günther Goach.

Kinder und Jugendliche unter

18 Jahren lesen gratis!

www.ak-bibliotheken.at

POLSINGER

AK-Wolfsberg

wieder am

Weiherplatz

Die Bezirksstelle der Arbeiterkammer

in Wolfsberg ist ab sofort wieder

am Weiherplatz 7 erreichbar.

Nach knapp zweieinhalb Jahren

„Ausweichquartier“ in der Spanheimerstraße

ist die AK in das

neu errichtete Geschäfts- und

Bürogebäude übersiedelt und präsentiert

sich dort im 2. Stock auf

rund 300 Quadratmetern modern

und kundenfreundlich.

Ein Service-Center im Eingangsbereich

verhilft den Besuchern

schneller und einfacher zu den

gewünschten Informationen. „Helle

neue Büroräume schaffen für

Mitarbeiter und AK-Mitglieder ein

freundliches und angenehmes

Beratungsumfeld.

Erreichbar ist die AK-Bezirksstelle

über einen Lift. Zudem

ist der Zugang behindertengerecht“,

sagt Bezirksstellenleiter

Hannes Knapp.

Das ursprünglich im Eigentum

der AK befindliche Haus am Weiher

wurde von der AK 2004 verkauft.

Ein privater Investor hat

das alte Gebäude von Grund auf

saniert und in rund zweijähriger

Planungs- und Bauzeit unter Einbindung

der Stadt Wolfsberg ein

neues Büro- und Geschäftsgebäude

errichtet, in dem die

AK nun als Mieterin eingezogen

ist. Mit der AK übersiedelten auch

der ÖGB, die Volkshochschule

und der Pensionistenverband in

das neue Haus am Weiher 7.

AK-Telefon 050 477-5200

Lesespaß für Groß und Klein. AK-Bezirksstelle im neuen Geschäfts- und Bürogebäude.

kaernten.arbeiterkammer.at

19


ALLES WAS RECHT IST

Grundsatzurteile für Konsumenten

Internet: Aus für versteckte Preisangaben

Jetzt ist es fix: Kostenpflichtige Internetanbieter

müssen den Preis auf der Webseite deutlich angeben.

Zusätzlich müssen Preis, Leistung und Infos

über das Rücktrittsrecht vor Vertragsabschluss

extra per E-Mail an den Konsumenten gehen.

Eine E-Mail mit einem Link zu den Geschäftsbedingungen

ist unzureichend. Das be-

WALDHÄUSL

WALDHÄUSL

Flug ohne Rückreise

Ein deutscher Staatsbürger buchte bei Amirates

Airlines einen Flug von Düsseldorf nach Manila

und retour. Nachdem der Rückflug annulliert

wurde und er erst zwei Tage später heim

flog, machte der Passagier Ausgleichsansprüche

nach der Fluggastverordnung geltend.

Der Europäische Gerichtshof beurteilte die Definition

„Flug“ so, dass ein Flug nicht Hin- und

Rückreise umfasst, auch wenn sie gemeinsam

gebucht wurden und daher für einen Flug von

einem Drittstaat in die EU mit einer außereuropäischen

Fluglinie keine Ausgleichsleistungen

zustehen. Das Urteil gilt EU-weit. iSTOCKFOTO

20

kaernten.arbeiterkammer.at

stätigt nun der Oberste Gerichtshof der Arbeiterkammer,

die Anfang 2007 eine Klage gegen einen

Internetanbieter eingebracht hatte. Dieser

warb mit vermeintlich kostenlosen SMS und Lebensprognosen,

welche sich als Kostenfalle entpuppten.

Das Urteil gilt für alle Internetanbieter,

die mit solchen unfairen Tricks arbeiten.

Kein Unternehmensgeschäft

Eine Grafikerin unterschrieb in ihrem Büro einen Bestellschein für

eine „Enzyklopädie des Erfolges“. Die Grafikerin trat noch am gleichen

Tag von der Bestellung zurück. Der Verlag akzeptierte den

Rücktritt nicht und klagte die Forderung von 597 Euro sowie Inkassokosten

von 300 Euro ein. Das Gericht wies die Klage mit der

Begründung ab, dass dieses Buch kein Fachbuch für die Grafikerin

sei und sie dieses daher auch nicht im Rahmen ihres Unternehmens

bestellt habe. Es liege ein Konsumentengeschäft und kein

Unternehmensgeschäft vor. Der Rücktritt sei rechtswirksam.

Verjährung erst

nach 30 Jahren

Der Mieter einer Gemeinnützigen

Wohnbaugesellschaft kündigte im

Jahr 2002 sein Mietverhältnis und

forderte den bezahlten Finanzierungsbeitrag,

vermindert um die Abschreibung

zurück. Die Wohnbaugesellschaft

zahlte jedoch 500 Euro

weniger aus: aufgrund der verein-

barten Kosten für das Ausmalen.

Der Mieter erhob Klage. Diese wurde

in erster Instanz abgewiesen, da

der Anspruch nach Paragraph 27

des Mietrechtsgesetzes (MRG) verjährt

sei. Das Berufungsgericht und

der Oberste Gerichtshof gaben dem

Klagebegehren jedoch statt, da der

Rückforderungsanspruch des Finanzierungsbeitrages

nicht der kurzen

Verjährung des MRG, sondern

als Bereicherungsanspruch angesehen

werden müsse und daher

der 30-jährigen Verjährungsfrist unterliege.

Impressum · Medieninhaber & Herausgeber: Kammer für Arbeiter und Angestellte für Kärnten · 9021 Klagenfurt, Bahnhofplatz 3 · Telefon 050 477 · Redaktion

Christa Maurer (CR) · Gestaltung: Werk 1 · Hersteller: Kärntner Druckerei · Verlagsort: Klagenfurt · DVR 0027502.

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Quelle: VKI – Informationen zum Verbraucherrecht

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