GASTHÖRERCARDPROGRAMM ART - Freie Universität Berlin

fu.berlin.de

GASTHÖRERCARDPROGRAMM ART - Freie Universität Berlin

GASTHÖRERCARDPROGRAMM ART

KUNSTGESCHICHTE, PHILOSOPHIE, LITERATUR, MUSIK, THEATER, REISEN

EXKLUSIV FÜR GASTHÖRER / INNEN

WINTERSEMESTER 2013/14


GASTHÖRERCARD-PROGRAMM ART

Das GASTHÖRERCARD-PROGRAMM ART wird in Ergänzung zum GASTHÖRER-

CARD-PROGRAMM CLASSIC in jedem Semester speziell und exklusiv für Gasthörer/innen

konzipiert und realisiert.

In rund 180 Kursen bietet es ein hochkarätiges Angebot mit Schwerpunkt in der

Kunstgeschichte: KUNSTGESCHICHTEN VOR ORT gibt fundiert und facettenreich

Gelegenheit, sich unter der Leitung von professionellen Kunsthistorikern

und gemeinsam mit Gleichgesinnten intensiv mit allen Gattungen der Kunst und

ihrer Geschichte sowie dem Kunststandort Berlin auseinander zu setzen.

Ergänzt wird dieses Angebot durch ausgesuchte Kurse in den Bereichen LITERATUR

UND SCHREIBPRAXIS, MUSIK UND THEATER, PHILOSOPHIE UND LEBENS-

PRAXIS und MYTHOLOGISCHE WELTEN.

Die kunst- und kulturhistorischen Studienreisen von VIA ARTIUM eröffnen Wege

zur Kunst – intensiv und anschaulich aus dem Seminarkontext heraus.

WEITERBILDUNGSZENTRUM

Freie Universität Berlin

Otto-von-Simson-Str. 13

14195 Berlin

U-Bahnhof Dahlem Dorf, U3

LEITUNG GASTHÖRERCARDPROGRAMM

Felicitas Wlodyga

Mail: felicitas.wlodyga@fu-berlin.de

ADMINISTRATION

Kerstin Stengel

Tel: 030 / 838 514 24 Fax: 030 / 838 513 90

Mail: gasthoerercard@fu-berlin.de

SERVICEZEITEN

Mo + Mi 10.00 - 12.00 Uhr / Mo + Do 14.00 - 16.00 Uhr

20.1. - 17.2.2014 nur telefonisch / Mo + Mi 10.00 - 12.00 Uhr

KEINE SERVICEZEITEN

20.12.2013 - 6.1.2014

www.fu-berlin.de/gasthoerercard


GASTHÖRERCARDPROGRAMM

CLASSIC ART VIA ARTIUM

LERNEN MIT JUNGEN STUDIERENDEN:

AUSGEWÄHLTE LEHRVERANSTALTUNGEN

VON ALTERTUMSKUNDE BIS ZOOLOGIE

EXKLUSIV FÜR GASTHÖRER/INNEN:

KUNSTGESCHICHTE, PHILOSOPHIE,

LITERATUR, MUSIK UND THEATER

EXKLUSIV FÜR GASTHÖRER/INNEN:

KUNST- UND KULTURHISTORISCHE

STUDIENREISEN


GASTHÖRERCARDPROGRAMM ART

KUNSTGESCHICHTE, PHILOSOPHIE, LITERATUR, MUSIK, THEATER, REISEN

EXKLUSIV FÜR GASTHÖRER/INNEN

IN KOOPERATION MIT UNSEREN KULTURPARTNERN

Akademie der Künste / Berlinische Galerie / Bernhard-Heiliger-Stiftung / Botanischer Garten

und Botanisches Musem / Bröhan-Museum / Brücke-Museum / Collegium Musicum

C/O Berlin / Deutsche Bank KunstHalle / Deutsches Historisches Museum / Deutsches

Symphonie-Orchester Berlin / Deutsches Theater / Evangelische Akademie Meissen

Evangelische Kirchengemeinde Dahlem / Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark

Georg Kolbe Museum / Haus am Waldsee / Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin

Komische Oper Berlin / Renaissance-Theater / RIAS-Kammerchor / Rundfunk-Sinfonieorchester

Berlin / Rundfunkchor / Sammlung Hoffmann / Schaubühne am Lehniner Platz

Dahlemer Autorenforum – Schleichers Buchhandlung / Sophiensaele / Staatliche Museen zu

Berlin / Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Stiftung Schloss Neuhardenberg

/ Stiftung Stadtmuseum Berlin / Wintergarten Varieté Berlin / Young Euro Classic /

Zoologischer Garten und Tierpark Berlin


INFORMATIONSVERANSTALTUNG GASTHÖRERCARD-PROGRAMM

Montag, 16. September 2013, 15.00 - 16.30

Saal, Weiterbildungszentrum

der Freien Universität Berlin

Otto-von Simson-Str. 13

14195 Berlin

U-Bahnhof Dahlem-Dorf, U3

offen für alle Interessierten

WINTERSEMESTER 2013/2014

Vorlesungszeit: 14.10.2013 - 15.02.2014

SOMMERSEMESTER 2014

Vorlesungszeit: 14.04.2014 -19.07.2014

VERANSTALTER

Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin


EDITORIAL 5

KUNSTGESCHICHTEN VOR ORT 6

Einführung in die Kunstgeschichte 7

Quer durch die Epochen 14

Kunsthistorische Epochen im Fokus: Klassizismus und Romantik 24

Von der Klassischen Moderne zur Gegenwartskunst 44

Reisevorbereitungskurse 58

Fotografie 61

Theologie und Kunstgeschichte im Dialog 62

LITERATUR, MUSIK UND THEATER 64

Literatur und Schreibpraxis 65

Musik und Theater 68

PHILOSOPHIE UND MYTHOLOGIE 70

Philosophie und Lebenspraxis 71

Mythologische Welten 72

VIA ARTIUM

KUNST- UND KULTURHISTORISCHE STUDIENREISEN / EXKURSIONEN 74

Auf einen Blick – Reisen und Exkursionen 2013 und 2014 76

Im Detail – Exkursionen 78

Im Detail – Kunsthistorische Reisen 84

Allgemeine Geschäftsbedingungen 96

WISSENSWERTES 104

DAS GASTHÖRERCARD- TEAM 105

Auf einen Blick: GASTHÖRERCARD 106

Wichtige Informationen GASTHÖRERCARD ART 108

Anmeldung GASTHÖRERCARD ART Wintersemester 2013/14 109

Kursanmeldung Wintersemester 2013/14 110

Anmeldung VIA ARTIUM-Exkursionen 111

Reiseinformationen für VIA ARTIUM-Studienreisen 112

IMPRESSUM 113

3


EDITORIAL

Liebe Gasthörerin, lieber Gasthörer,

wie in jedem Winter beginnen wir auch in diesem Semester die intensive Auseinandersetzung

mit einer neuen Epoche der Kunstgeschichte: Im Fokus stehen Klassizismus und Romantik. Bestes

Entrée dafür ist – ebenfalls in bewährter Wintersemestertradition – die bei unseren Gasthörerinnen

und Gasthörern so geschätzte Ringvorlesung. Lassen Sie sich von unseren Dozentinnen

und Dozenten die Grundzüge und Besonderheiten der Zeit von 1750 bis 1830 näher bringen!

Damit einher geht die Begegnung mit zwei Kunstströmungen, die von einer zuvor unbekannten

stilistischen Bandbreite geprägt sind. „Schönheit und Revolution“ – der Titel einer Schau

im Frankfurter Städel spricht davon. Die dem Klassizismus gewidmete Ausstellung vermittelte

Anfang 2013 durch Skulpturen, Grafiken und Gemälde – darunter auch unserem Titelbild – Einblicke

in die Vielfalt dieses so unterschiedlichen wie widersprüchlichen Stils und berücksichtigt

dabei auch seine Einflüsse auf die Romantik.

Wenn bei uns die produktive Zwiespältigkeit dieser Kunst im Vordergrund steht, beschäftigen

wir uns auch mit einer Kunst, die sich nicht mehr einheitlich von den Wogen und Wirren der

Geschichte fernhalten kann. Ein guter Anlass für uns, Geschichte im Spiegel der Kunst fortan

in unserem ART-Programm einen größeren Stellenwert zu geben. Damit folgen wir gerne den

Wünschen vieler unserer Gasthörer.

So verbinden sich etwa bei Carl Blechen biografische Bezugspunkte mit historischen Kontexten.

Als Zeitgenosse der napoleonischen Kriege formte er auf seinem künstlerischen Weg einen bis

dahin unbekannten Realismus und entfernte sich konsequent von vielen Romantikern seiner Zeit.

Wir widmen uns dem bestimmenden Einfluss der Antike auf die Kunst des Klassizismus ebenso

wie dem konträr zum Romantikbegriff mit Chiffren wie Beschaulichkeit und Idylle sich ent-wickelnden

Störenden, bisweilen sogar Zerstörenden. Rebellische Motive treten neben ruhige; das

Innere großartiger Landschaftsbilder ist – wie bei Caspar David Friedrich – voller Spannungen

und sinnlicher Signale.

Pfaueninsel, Schloss © SPSG / Foto: Hans Bach

Darüber hinaus können Sie in die Vielfalt der Epochen vor und nach der Zeit des Klassizismus

und der Romantik eintauchen: Vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Kunst erwartet Sie ein

Füllhorn von rund 200 Kursen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei, Ihren ästhetischen Erfahrungsschatz zu erweitern!

Felicitas Wlodyga

Leiterin GASTHÖRERCARD-PROGRAMM

VORWORT

5


KUNSTGESCHICHTEN VOR ORT


EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE

EINMALEINS DER ARCHITEKTONISCHEN GRUNDBEGRIFFE I KE 001

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

4 Termine (16 Ustd.), 5. - 26.11.2013, Di 10.00 - 11.30 + 12.00 - 13.30

Kunst im Kontext: Architektur

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Architektur verstehen heißt, sie beschreiben zu können. Das gilt für Bauten von Antike, Mittelalter,

Renaissance, Barock, Klassizismus, Historismus wie Moderne. Fachbegriffe bilden die

Grundlage jeder analysierenden Beschreibung von Bauwerken: Wie ist der Grundriss einer Kirche

oder eines Schlosses organisiert? Aus welchen Teilen besteht eine Säule oder ein Pfeiler? Für

die Antworten steht ein Fachvokabular als Rüstzeug zur Verfügung, in das der Kurs einführt und

deren Anwendung an ausgewählten Bauten geübt wird.

Grundkenntnisse zur Architekturgeschichte und Datierungshilfen werden ergänzend vermittelt.

EINMALEINS DER ARCHITEKTONISCHEN GRUNDBEGRIFFE II KE 002

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

4 Termine (14 Ustd.), 4. - 25.3.2014, Di 10.00 - 13.00, am 11. + 25.3. 10.00 - 12.15

Kunst im Kontext: Architektur

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Nur für Teilnehmer/innen, die den Architektur-Einführungskurs I besucht haben.

In Fortsetzung des Kurses „Einmaleins der architektonischen Grundbegriffe I “ üben wir mit

dem erarbeiteten Vokabular die Anwendung der Fachbegriffe in der Architekturbeschreibung.

Dazu werden ebenso Hauptwerke der Architekturgeschichte im Seminarraum betrachtet wie

auch Baubeschreibungen vor Ort an ausgewählten Berliner Bauten geübt.

EINMALEINS DER ARCHITEKTONISCHEN GRUNDBEGRIFFE:

GARTENKUNST KE 003

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

1 Termin (2 Ustd.), 31.1.2014, Fr 11.00 - 12.30

Der architektonische Garten der Renaissance und des Barock sowie der Landschaftsgarten des

18. und 19. Jahrhunderts kennen beide ihre eigenen Fachbegriffe, die die Kenntnis der architektonischen

Grundbegriffe erweitern und mit denen wir erst das Sehen in der Gartenkunst lernen

wie den Gartenplan verstehen können.

Was ist ein Parterre oder ein Boskett, ein Patte d’oie oder ein Aha und wo liegt der Unterschied

zwischen Boulingrin oder Pleausureground? Der Kurs ergänzt die beiden Einführungskurse, indem

er in die besonderen Fachbegriffe zur Gartenkunst einführt.

EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE

7


EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE VOR ORIGINALEN I KE 004 / KE 005

Dr. Beate Zimmermann

7 Termine (21 Ustd.)

KE 004: 5.11. - 17.12.2013, Di 11.00 - 13.15

KE 005: 11.2. - 25.3.2014, Di 15.00 - 17.15

Kunst im Kontext: Einführung

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Kunsthistorische Grundbegriffe, Fragen, Definitionen werden exemplarisch vor Originalen erläutert.

Behandelt werden anhand von Gemälden und Skulpturen die verschiedenen Epochen

und Länder, die besonderen Merkmale bestimmter Künstler sowie außergewöhnliche Techniken.

Durch die Vielfalt der Sammlungsgegenstände werden Vergleiche möglich. Bezüge können

vor Ort selbst hergestellt und diskutiert werden.

PRAKTISCHE EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE I KE 006

Dr. Friederike Hauffe

6 Termine (12 Ustd.), 7.11. - 12.12.2013, Do 13.45 - 15.30

Kunst im Kontext: Einführung

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Dieser Kurs vermittelt praxisnah Grundlagen zur selbstständigen Bearbeitung und Beurteilung

von Bildern, Skulpturen und Architektur. An Kunstwerken, die zwischen Mittelalter und 1900

entstanden, werden kunsthistorische Herangehensweisen beispielhaft vermittelt. Sie bilden den

Fond, aus dem eigene Ansätze weiter entwickelt werden können. Das Bezugssystem von Beschreibung,

Analyse und Interpretation wird zunächst an Albrecht Dürers „Madonna mit dem

Zeisig“ von 1506 komplex erörtert, die methodischen Grundbegriffe anschließend systematisch

um elementare stil- und gattungsgeschichtliche sowie ikonografische Aspekte der Kunstgeschichte

erweitert. Im Seminar werden auch praktische Hinweise zu Nachschlagewerken und

zur Literaturrecherche gegeben.

PRAKTISCHE EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE II KE 007

Dr. Friederike Hauffe

2 Termine (12 Ustd.), 22.1. - 29.1.2014, Mi 10.15 - 15.45 (inkl. Pause)

Kunst im Kontext: Malerei

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Nur für Teilnehmer/innen, die einen Einführungskurs bei Dr. Hauffe / Dr. Zimmermann besucht haben.

Im 20. Jahrhundert wird der Kunstbegriff grundlegend erweitert. Dies ist in der kunsthistorischen

Analyse zu berücksichtigen. Wie wir das methodische Handwerkszeug aus dem Einführungskurs

I auf die Moderne anwenden können, etwa auf die gegenstandslose Malerei, beschäftigt

uns in diesem Seminar.

Es soll die Neugier auf vielfach abgelehnte Tendenzen geweckt und mit Hilfe der systemati-

8 EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE


schen Analyse Mut zur eigenen gesicherten Anschauung gemacht werden. Dabei wird auch ein

Überblick über die wichtigsten Entwicklungen von klassischer Moderne bis Nachkriegskunst

vermittelt.

EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE VOR ORIGINALEN II KE 008

Dr. Beate Zimmermann

6 Termine (18 Ustd.), 7.1. - 18.2.2014, Di 11.00 - 13.15 (nicht am 14.1.)

Kunst im Kontext: Malerei

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Nur für Teilnehmer/innen, die einen Einführungskurs bei Dr. Hauffe/ Dr. Zimmermann besucht haben.

Schwerpunkte dieses Kurses sind die Entwicklungen des beginnenden 20. Jahrhunderts. In unterschiedlichen

Museen sprechen wir über die neuen Techniken und Motive. Vor Originalen untersuchen

wir die Strömungen und Brüche der entstehenden Stile – wie Expressionismus, Neue

Sachlichkeit, Kubismus und deren große künstlerische Einzelgänger – genauer.

PRAKTISCHE EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE III KE 009

Dr. Friederike Hauffe

2 Termine (12 Ustd.), 11.2. + 12.2.2014, Di + Mi 10.15 - 15.45 (inkl. Pause)

Die Kunst der Gegenwart scheint für die klassische kunsthistorische Methodik und Systematisierung

keine Handhabe mehr zu bieten, so weit fächern sich die kreativen Ansätze individuell

auf. Wie beurteilen wir auf der Grundlage des klassischen methodischen Rüstzeugs die jetzige

Kunstproduktion? Wie können wir Qualitätskriterien entwickeln in einer von Kunstmarkt und

Medien verzerrten Wahrnehmung? Diese brisanten Fragen diskutieren wir beim Besuch im

Hamburger Bahnhof und der Neuen Nationalgalerie.

DIE BERLINER GEMÄLDEGALERIE:

EINFÜHRUNG IN DIE SAMMLUNG UND IHRE GESCHICHTE KE 010

Dr. Henrik Engel

4 Termine (8 Ustd.), 21.11. - 12.12.2013, Do 14.30 - 16.00

Die Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin gehört mit ihren umfangreichen hochkarätigen

Beständen europäischer Malerei vom ausgehenden Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert

zu den weltweit bedeutendsten Pinakotheken. Neben einem nahezu lückenlosen Überblick

insbesondere über die Geschichte der deutschen, niederländischen und italienischen Malerei

hat sie noch vieles mehr zu bieten.

Der Kurs ist Überblick und Einführung in die bewegte Geschichte der Gemäldegalerie – von der

Zeit der brandenburgischen Kurfürsten und Friedrichs des Großen über die Gründung eines

ersten öffentlichen Museums in Berlin über die Wiedervereinigung am Kulturforum 1998 bis zur

aktuellen Debatte über den geplanten Umzug zurück auf die Museumsinsel.

EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE

9


SCHÖNER SCHEIN – GENAUES SEHEN:

BILDANALYSEN FÜR ANFÄNGER KE 011

BILDANALYSEN FÜR DIE MITTELSTUFE KE 012

BILDANALYSEN FÜR FORTGESCHRITTENE KE 013

Dr. Beate Zimmermann

4 Termine (12 Ustd.)

KE 011: 27.11. + 10.12.2013, Mi + Di sowie 18. + 19.12.2013, Mi + Do 15.00 - 17.15

Kunst im Kontext: Malerei

kontinuierliches Semester-Kursangebot

KE 012: 19.2. - 12.3.2014, Mi 15.00 - 17.15

Kunst im Kontext: Malerei

kontinuierliches Semester-Kursangebot

KE 013: 5. - 26.3.2014, Mi 11.00 - 13.15

Kunst im Kontext: Malerei

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Am Beginn jeder kunsthistorischen Analyse steht das genaue Betrachten und Beschreiben eines

Kunstwerkes. An drei unterschiedlichen Epochen mit verschiedenen künstlerischen Sichtweisen,

Themen und Techniken werden exemplarisch ausgewählte Werke genauer betrachtet. KE 011

erlaubt den Einstieg zu diesem Thema und startet bei den Grundlagen der Bildanalyse. Wie

gestaltet sich der Aufbau, welche Zeichen und Symbole sind zu entdecken? Von der genauen

Analyse her gelingt oft die Einordnung in den Zusammenhang – und daraus resultierend – eine

mögliche Einschätzung des Gegenstandes der Kunstgeschichte. KE 012 wendet sich an Interessierte

mit Grundkenntnissen in der Bildbetrachtung.

KE 013 richtet sich an fortgeschrittene Bildbetrachter und stellt die selbstständige Bildbeschreibung

sowie Diskussionen in den Mittelpunkt. Rege Teilnahme ist in allen Kursen erwünscht.

EINFÜHRUNG IN DIE WISSENSCHAFTLICHEN METHODEN

DER KUNSTGESCHICHTE KE 014

Karin Kranhold

5 Termine (10 Ustd.), 5. - 19.2.2014, Mi 10.00 - 11.30, 27.2. + 6.3.2014, Do 10.00 - 11.30

Bei der Beschäftigung mit Kunst können unterschiedliche Fragestellungen und damit unterschiedliche

wissenschaftliche Methoden relevant werden. Stilkritik, Ikonologie, Kontextforschung,

Hermeneutik und Diskurstheorie sind einige der häufig gehörten Begriffe in diesem

Zusammenhang. Welche Fragestellungen aber verfolgt z.B. der rezeptionsästhetische Ansatz?

Was versteht Erwin Panofsky unter dem Dreischritt von vor-ikonographischer Beschreibung,

ikonographischer Analyse und ikonologischer Interpretation und welche Kritik gibt es an diesem

Modell? Im Seminar soll ein Überblick über einige Ansätze der Kunstgeschichte erarbeitet werden.

Die Grundlage bilden exemplarische Texte zu den unterschiedlichen Methoden, wobei die

Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf ausgewählte Kunstwerke nicht zu kurz kommen

soll. Die Texte werden in der ersten Sitzung digital oder als Reader zur Verfügung gestellt.

10 EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE


KONTRAPOST UND KOLOSS:

EINFÜHRUNG IN DIE GRUNDLAGEN DER SKULPTUR I KE 015

Karin Kranhold

5 Termine (10 Ustd.), 21.1. - 18.2.2014, Di 15.30 - 17.00

Das Seminar ist als Einführung in grundlegende Charakteristika der Gattung Skulptur konzipiert.

Was zeichnet das bildnerische Gestalten aus? Wie wird das dreidimensionale Werk in

unterschiedlichen Epochen wahrgenommen? Im Zentrum des Seminars steht nicht nur die

notwendige Fachterminologie zu künstlerischen und technischen Entstehungsprozessen der

Bildwerke von der Skizze über das Modell bis zur Ausführung in Ton, Elfenbein, Holz, Stein oder

Bronze, sondern vor allem auch ein Überblick über die sich wandelnden Aufgabenbereiche der

Skulptur und ihre kunsttheoretischen Hintergründe. Dabei nutzen wir auch die Möglichkeit,

Spezifika mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Skulptur vor Ort kennenzulernen.

EINFÜHRUNG IN DIE GESCHICHTE DER FOTOGRAFISCHEN BILDER

VON DEN ANFÄNGEN BIS 1932 KE 016

Dr. Katharina Hausel

3 Termine (9 Ustd.), 14. - 28.11.2013, Do 15.30 - 17.45

Die Entwicklung der fotografischen Bilder vollzieht sich im 19. Jahrhundert an verschiedenen

Orten der Welt beinahe gleichzeitig. Die neue Abbildungs-Technik wird rasch zu diversen Zwecken

eingesetzt: ob Porträt, Naturwissenschaft, Architektur- oder Landschaftsfotografie, ob dokumentarisch

oder künstlerisch. In Folge kristallisieren sich Positionen von Fotografen heraus,

die mit der Jahrhundertwende im Piktorialismus vorläufig ihren Höhepunkt erreichen.

Hat sich die Fotografie erst einmal als neue Ausdrucksform durchgesetzt, entwickeln sich im

ersten Drittel des 20. Jahrhunderts Bildsprachen, die – frei vom Vergleich mit der Malerei – ihre

Kamera und unsere visuelle Wahrnehmung auf die Probe stellen.

EINFÜHRUNG IN DAS KREATIVE DENKEN:

THEORIE, PRAXIS, EXPERIMENTE KE 017

Sandra Miriam Schneider

6 Termine (24 Ustd.), 5.11. - 17.12.2013, Di 10.00 - 13.00 (nicht am 26.11.)

Neues Semester – neuer Denkstoff aus der Welt der Kreativität! Sie erhalten Einblicke in unterschiedlichste

Aspekte des Kreativen Denkens und beleuchten wesentliche Theorien, verblüffende

Thesen, folgenreiche Tatsachen und viel versprechende Ansätze.

Sie lernen klassische sowie eigens entwickelte Trainingsmethoden zur Steigerung der kreativen

Kompetenz kennen und erfahren am eigenen Leib, was Inspiration bedeuten kann und welche

verschiedenen Phasen dabei durchlaufen werden. Dies ermöglicht einen tieferen Einblick speziell

in die Arbeitsweise von Künstlerinnen und Künstlern und zeigt Möglichkeiten, eigene kreative

Ressourcen als Bereicherung im Alltag zu nutzen. Teilnahmevoraussetzung: Aufgeschlossenheit

für Experimente, Selbstreflexion und den Erfahrungsaustausch mit Anderen.

EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE

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EINFÜHRUNG IN DIE GROSSEN THEMEN DER MALEREI:

HISTORIE, PORTRÄT, LANDSCHAFT, GENRE, STILLLEBEN, AKT KE 018

Dr. Barbara Hofmann

7 Termine (21 Ustd.), 10.1. - 28.2.2014 (nicht am 7.2.), Fr 10.30 - 12.45

Kunst im Kontext: Malerei

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Der Kurs führt in die Hauptthemen europäischer Malerei ein und macht an ausgewählten Werken

mit dem großen Motivschatz von Historie, Porträt, Landschaft, Genre, Stillleben und Akt

bekannt. Vor Ort wird der Frage nachgegangen, welche spezifischen Anforderungen die künstlerische

Bewältigung dieser Themen an die Maler stellten und welche Lösungen in der europäischen

Kunst des 14. bis 18. Jahrhunderts gefunden wurden.

Auch spüren wir der Entwicklungsgeschichte unserer Themen nach, die sich erst allmählich aus

größeren Zusammenhängen emanzipierten.

EINFÜHRUNG IN DIE WELT DER SYMBOLE:

SINN UND ZEICHEN IN DER BILDENDEN KUNST KE 019

Dr. Barbara Hofmann

6 Termine (18 Ustd.), 1.11. - 6.12.2013, 1. + 15.11. + 6.12., Fr 15.00 - 17.15, 8. + 22 + 29.11., Fr 10.30 - 12.45

Achtung Terminänderung 5.11. als erster Termin, Di 15.00 -17.15.

Wie so manch andere Disziplin hat die europäische Malerei im Laufe der Jahrhunderte eine eigene

Zeichensprache ausgebildet. Sie dient dazu, komplexe, oft auch abstrakte Sachverhalte anschaulich

darzustellen und zeigt sich nur demjenigen, der ihren Sinngehalt kennt. Doch selbst,

wenn wir um die Bedeutung des einzelnen Symbols wissen, lässt sich das nicht immer eins zu

eins auf die im Bild wiedergegebenen Dinge übertragen: Wann sind die im Bild erfassten Dinge

als Symbol zu deuten, wann nicht? Ziel ist es, ein Basiswissen zu erarbeiten, mit dem die bisweilen

mehrdeutigen Bildaussagen der europäischen Malerei besser lesbar und verständlich sind.

KUNST AUF PAPIER. EINFÜHRUNG IN DIE GRAPHISCHEN TECHNIKEN KE 020

Britta Bode

4 Termine (8 Ustd.), 6. - 27.11.2013, Mi 14.00 - 15.30

„Nirgends lernt man einen Künstler besser kennen als in seiner Graphik“ (Ernst Ludwig Kirchner).

Das Berliner Kupferstichkabinett verfügt über die größte öffentliche Sammlung von „Kunst

auf Papier“ in Deutschland (Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen und Druckgraphiken so bedeutender

Künstler wie Schongauer, Dürer, Holbein, Rembrandt, Botticelli, Goya, Friedrich, Menzel,

Klinger, Kollwitz bis hin zu Picasso, Kirchner und Warhol).

Der Kurs stellt die graphischen Techniken vom Holzschnitt bis zum Siebdruck vor. Dabei werden

sowohl ihre historische Entwicklung als auch die spezifischen technischen Charakteristika erläutert.

Die einzigartige Nähe zu den ausgewählten Originalen im Studiensaal ermöglicht es, den

Blick für die Besonderheiten der Werke zu schärfen und die häufig so faszinierend gesteigerten

Ausdrucksmöglichkeiten durch den experimentierenden Künstler zu würdigen.

12 EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE


ZERTIFIKATSKOLLOQUIUM KUNST IM KONTEXT KE 021

Dr. Friederike Hauffe

3 Termine (6 Ustd.), 22.1. - 5.2.2014, Mi 16.30 - 18.00

kontinuierliches Semester-Kursangebot

Das Kolloquium richtet sich an Gasthörer/innen, die sich auf den Zertifikatserwerb „Kunst im

Kontext“ vorbereiten möchten und bereits in ihren Hauptstudien (nach der 2. Studienberatung)

sind. Es dient ihnen als Gesprächsforum und begleitet die Ausarbeitung der Abschlussarbeit zum

GASTHÖRERCARD-Zertifikat in Themenentwicklung, wissenschaftlicher Herangehensweise u.ä.

ZERTIFIKATSPROGRAMM KUNST IM KONTEXT

Bei ausgeprägtem kunsthistorischen Interesse haben Sie die Möglichkeit, sich über das Zertifikatsprogramm

„Kunst im Kontext“ zu profilieren. Den Schwerpunkt, in dem Sie Ihr Wissen erweitern

möchten, bestimmen Sie im Laufe Ihrer Studien selbst. Sie können das Zertifikat „Kunst

im Kontext“ frühestens nach vier Semestern erwerben. Die Kosten liegen bei 360,- € (fällig nach

dem 2. Semester, zusätzlich zu den GASTHÖRERCARD-Gebühren).

Bei Interesse können Sie grundlegende Fragen in einer ersten Studienberatung mit der Leiterin

des GASTHÖRERCARD-Programms, Felicitas Wlodyga (Tel. 838 514 70) klären. Diese Beratung

ist gleichzeitig Voraussetzung für den Beginn des Zertifikatsprogramms.

DAS SELBSTLERNPROGRAMM KUNST UND FUNKTION

In Zusammenarbeit mit namhaften Kunstwissenschaftlern verschiedener Universitäten bietet

das Internetlernprogramm „Eine Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen – Kunst und

Funktion“ fundierte Einblicke in die Inhalte der Kunstwissenschaft vom Frühchristentum bis zur

Moderne, von der Malerei bis zur Skulptur und Architektur. Im Zentrum steht die Frage, welche

Interessen Kunst und Architektur im Verlauf der Geschichte hervorgebracht haben, welche gesellschaftlichen,

politischen, religiösen und ökonomischen Aufgaben Kunstwerke in der Folge

übernehmen und inwiefern die jeweiligen historischen Rahmenbedingungen Entstehung und

Eigenart eines Kunstwerkes beeinflussen.

Insgesamt werden vier Funktionen behandelt, die als die zentralen für die Kunst gelten können:

die religiöse, die ästhetische, die politische und die abbildende. Kunst und Funktion ist in

modulare Studieneinheiten aufgeteilt. Das Programm ist fester curricularer Bestandteil in der

einjährigen Grundlagenphase des Bachelors.

Für Ihren Zugang: Nutzen Sie bitte unter http://www.kunst-und-funktion.de/ den Button Institution

(links), um zu den angebotenen Veranstaltungen zu gelangen. Klicken Sie auf die gewählte

Veranstaltung. Nun wählen Sie in der Liste der Institutionen „Freie Universität Berlin“.

Mit einem Doppelklick gelangen Sie nun – mit Ihrem gültigen Zedat-Account – zur Anmeldung.

Weitere Informationen: www.kunst-und-funktion.de

EINFÜHRUNG IN DIE KUNSTGESCHICHTE

13


KUNSTGESCHICHTEN VOR ORT


QUER DURCH DIE EPOCHEN:

KUNST UND KULTUR INNERHALB UND AUSSERHALB EUROPAS

ROMANISCHE UND FRÜHGOTISCHE ARCHITEKTUR

UND DIE EINFÜHRUNG DES BACKSTEINS IN DÄNEMARK KQ 001

Prof. Dr. Ernst Badstübner

4 Termine (8 Ustd.), 21. - 31.1.2014, Di + Fr 15.00 - 16.30

Dieser Kurs bereitet auf die VIA ARTIUM-Reise nach Dänemark (ca. 17. - 20.9.2013, s. S. 112) vor.

Die Architektur Skandinaviens war im frühen Mittelalter vom Holzbau bestimmt. In Dänemark

erfolgte aber schon um 1000 der Übergang zum Steinbau, das Material war Kalkstein oder Tuff,

das meist aus dem Rheinland transportiert werden musste. Als um die Mitte des 12. Jahrhunderts

Dänemark seine Herrschaft über den Ostseeraum ausdehnte, kam es zur Einführung des

Backsteins, befördert durch internationale Beziehungen und durch das Reformmönchtum. Zisterzienserkirchen

und der Dom von Roskilde als frühgotische Kathedrale erstanden als erste

Backsteinbauten auf Seeland. Sie besaßen Vorbildwirkung im ganzen damaligen Königreich

(Aarhus, Lügumkloster, Schleswig und die Klöster entlang der Ostseeküste).

MITTELALTER IN DER REGION – ENTDECKUNGEN UND NEUE FORSCHUNG:

MÄRKISCHES MUSEUM, NIKOLAIKIRCHE, MARIENKIRCHE KQ 002

Dr. Caroline Zöhl

5 Termine (15 Ustd.), 9.11. - 7.12.2013, Sa 10.30 - 12.45

Aktuelle Forschungsergebnisse haben die lange vernachlässigte Kunst des Mittelalters und der

Frühen Neuzeit in Berlin und der Mark Brandenburg in den letzten Jahren wieder in den Fokus

gerückt. Eng verknüpft mit der in Berlin nur noch inselhaft erhaltenen mittelalterlichen Stadt

befinden sich die größten Sammlungen im Märkischen Museum – virtuos inszeniert in Ludwig

Hofmanns historistischem Bau, in der Stadtkirche Sankt Nikolai und in der Pfarrkirche Sankt

Marien.

An allen drei Zentren unseres Interesses werden neue Erkenntnisse im Kontext der Kirchen-,

Stadt- und Landesgeschichte sowie überregionaler Kunstströmungen präsentiert.

MITTELALTER IN DER REGION – KIRCHE, DORF, MITTELALTERLICHER ADELSSITZ:

ST. ANNEN UND DOMÄNE DAHLEM KQ 003

Dr. Caroline Zöhl

1 Termin ( 5 Ustd.), 14.12.2013, Sa 11.00 - 14.45

Überraschend deutlich erkennt man im modernen Dahlemer Stadtbild noch die alte mittelalterliche

Dorfstruktur mit Anger, Dorfkirche und Adelssitz (Domäne). Der winterliche Ausflugstag

ist eine Einladung, sich die erhaltenen Strukturen zu erlaufen, an alten Plänen zu studieren und

Näheres über Dorf, Kirche, Adelsfamilie sowie den Wandel der Geschichte zu erfahren. Zunächst

betrachten wir die bis in die jüngste Zeit erforschte Baugeschichte der Kirche, gehen dabei auf

bedeutende Ausstattungsstücke ein und erkunden abschließend die Anlage des Adelsgutes.

QUER DURCH DIE EPOCHEN

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RETABEL OHNE ALTAR:

EINE SPURENSUCHE VOM MITTELALTER BIS ZUM BAROCK KQ 004

Dr. Caroline Zöhl

2 Termine (6 Ustd.), 5. + 12.12.2013, Do 17.30 - 19.45

In den Berliner Museen kann man anhand der heutigen Präsentation originale Ensembles

christlicher Altäre aus Kirchen und privaten Kontexten betrachten, so dass die liturgischen

Wandlungen und das Zusammenspiel von Skulptur und Malerei gut nachvollziehbar werden.

Die meisten Objekte sind jedoch Fragmente und nur anhand von Berichten, Zeichnungen oder

im Zusammenhang mit Fragmenten in anderen Museen zu verstehen. Schließlich kann auch

die beste Inszenierung die Wirkungen und Absichten der Retabel im originalen Kontext nicht

ersetzen. Anhand ausgewählter, teils noch nicht intensiv erforschter Ensembles vom Mittelalter

bis zum Barock lädt das Seminar zur genauen Betrachtung der Bildwerke und zu zahlreichen

Fragen an ihre ursprüngliche Rolle in unterschiedlichen Riten christlichen Lebens ein.

MALEREI UM 1500 KQ 005 / KQ 006

Prof. Dr. Eberhard König

4 Termine (12 Ustd.)

KQ 005: 26.11. + 10.12.2013 - 14.1. + 4.2.2014, Di 11.00 - 13.15

KQ 006: 26.11. + 10.12.2013, 14.1. + 4.2.2014, Di 14.00 - 16.15

Trotz Kriegsverlusten gehört die Sammlung der Berliner Gemäldegalerie zu den großartigsten

Beständen der Welt. An ausgesuchten Beispielen soll die Eigenart der einzelnen Länder möglichst

so erläutert werden, dass die Teilnehmer die Entwicklung zur Renaissance begreifen und

die Eigenart der beteiligten Künstler nie mehr vergessen.

VOM HIMMEL HOCH, DA KOMM ICH HER:

ENGEL UND IHRE DARSTELLUNG IN DER BILDENDEN KUNST KQ 007 / KQ 008

Dr. Barbara Hofmann

1 Termin (3 Usdt.)

KQ 007: 4.12.2013, Mi 15.00 - 17.15

KQ 008: 10.12.2013, Di 15.00 - 17.15

Als gottgesandte Helfer und Mittler zwischen der Sphäre des Himmels und der Erde kommt

den Engeln in der Vorstellung des Christentums eine zentrale Bedeutung zu. Entsprechend

zahlreich fanden sie daher Eingang in die bildende Kunst, gemäß der Vielfalt ihrer Aufgaben, der

Verschiedenheit ihres Charakters und der Höhe ihres Ranges wurden sie ganz unterschiedlich

dargestellt. Konkret beschrieben aber ist das äußere Erscheinungsbild eines Engels in der Bibel

nur vereinzelt. Unser Bild vom geflügelten, zumeist geschlechtslosen Wesen in Menschengestalt

resultiert aus einer Durchdringung von Bibelzitaten und bereits bestehenden Darstellungsformen,

welche die Antike und der Alte Orient hervorgebracht hatten.

Was die Ikonographie eines Engels in der europäischen Kunst auszeichnet und welche Aufgaben

ihm obliegen, wird an Meisterwerken der Zeit des 14. bis 18. Jahrhunderts aufgezeigt.

16 QUER DURCH DIE EPOCHEN


ORTSTERMIN JAGDSCHLOSS GRUNEWALD:

LUCAS CRANACH AUF DER SPUR KQ 009 / KQ 010

Thomas R. Hoffmann

1 Termin (3 Ustd.)

KQ 009: 25.1.2014, Sa 13.30 - 15.45

KQ 010: 22.3.2014, Sa 13.30 - 15.45

Der vermutlich im bayerischen Kronach geborene Lucas Cranach d. Ä. gehört zweifellos zu den

interessantesten Malerunternehmern aller Zeiten. Er gilt als produktivster und wirtschaftlich

erfolgreichster Künstler der deutschen Renaissance. Heute zählt man noch etwa 1000 erhaltene

Werke – von einst wohl rund 5000.

Neben unzähligen Porträts und christlichen Themen lieferte Cranach für seinen weit verzweigten

Auftraggeberkreis auch Bildergeschichten mit Motiven aus der griechischen und römischen Mythologie.

Eine beachtliche Zahl an Gemälden, die Cranachs florierende Wittenberger Werkstatt

verließen, beherbergt heute das Jagdschloss Grunewald. Jene cranachschen Originale gilt es, in

diesem Seminar intensiv zu studieren.

DER FRUCHTBARE MOMENT:

DAS KONZEPT DER ZEITLICHKEIT IN DER BILDENDEN KUNST KQ 011

Dr. Matthias Vollmer

5 Termine (20 Ustd.), 13.11. - 11.12.2013, Mi 10.30 - 13.30

„Was also ist die Zeit? Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich‘s, will ich‘s aber einem Fragenden

erklären, weiß ich‘s nicht.“ Das ist in der Tat ein interessantes Phänomen. Ausgehend

von diesen Betrachtungen des Augustinus zur Zeit in seinen „Confessiones“ und von Lessings

einflussreichem Theorem des „fruchtbaren Augenblickes“ in der Laokoon-Schrift, verfolgen wir

das Thema der Zeitlichkeit in der bildenden Kunst durch die verschiedenen Epochen vom Mittelalter

mit seinen typologischen Zeitstrukturen über die narrative Kunst der frühen Neuzeit bis

zum erfahrbaren Spannungsfeld von Augenblick und Dauer in der Kunst des 20. Jahrhunderts.

IN DER HISTORISCHEN MITTE BERLINS:

DAS EPHRAIM-PALAIS KQ 012

Dr. Juliane Marquard-Twarowski

2 Termine (6 Ustd.), 16. + 17.12.2013, Mo + Di 11.00 - 13.15

Das Ephraim-Palais, ursprünglich von Friedrich Wilhelm Diterichs 1762-1766 errichtet, galt als

das schönste palaisartige Bürgerhaus des Rokoko in Berlin. Bauherr war der jüdische Hofjuwelier

und Münzunternehmer Veitel Heine Ephraim. Im Seminar werden Bauplanung und -ausführung

sowie die Person des Architekten und Bauherrn eingehend behandelt. Ebenso wird die

wechselvolle Geschichte des Palais im 20. Jahrhundert beleuchtet: 1935 abgetragen und in den

80er Jahren unter Verwendung der originalen Fassadenteile rekonstruiert, steht das Ephraim-

Palais auch als Beispiel für den Umgang mit einem Teil des gebauten Kulturerbes im 19. und 20.

Jahrhundert in Berlin.

QUER DURCH DIE EPOCHEN

17


GESCHICHTE IN DER KUNST:

FRIEDRICH WILHELM IV. – KÜNSTLER UND KÖNIG KQ 013

Dr. Juliane Marquard-Twarowski

3 Termine (9 Ustd.), 17.2. - 3.3.2014, Mo 14.00 - 16.15

Nachdem Friedrich Wilhelm IV. 1840 den Thron bestiegen hatte, konnte er einige seiner in unzähligen

Zeichnungen festgehaltenen Bauideen vor allem in Potsdam und im Park Sanssouci

umsetzen – wie z. B. die Friedenskirche, das Orangerieschloss und das Belvedere auf dem

Pfingstberg. Dadurch prägte er das heutige Erscheinungsbild der friderizianischen Anlagen

wesentlich.Wir widmen uns ebenso Friedrich Wilhelm als Herrscher, der in Zeiten gesellschaftlicher

und politischer Umbrüche regierte. Dabei gilt es folgende Fragen zu erörtern, um den

König in seiner Zeit verstehen und einordnen zu können: War er „der geborene Baumeister“, der

„Romantiker auf dem Thron“, ein „politischer Versager“ oder einfach ein Künstler in der Politik?

MONUMENTE DER WELTARCHITEKTUR:

HAGHIA SOFIA UND CHORA-KLOSTER KQ 014

Dr. Fatma Yalçin

2 Termine (8 Ustd.), 6. + 13.11.2013, Mi 14.30 - 17.30

Dieser Kurs eignet sich gut als Reisevorbereitung für die VIA ARTIUM-Reise nach Istanbul vom 19. - 24.11.

2013 (s. S. 87).

Der römische Kaiser Konstantin der Große erklärte 330 n. Chr. das antike Byzanz zu seiner neuen

Hauptstadt Konstantinopel, deren Name im türkischen Istanbul fortlebt. Durch die türkische

Eroberung im 15. Jahrhundert wurden zahlreiche Kunstschätze Konstantinopels zerstört, nachdem

schon die Kreuzritter 1204 für eine erste Plünderung gesorgt hatten.

Erhalten blieben vor allem jene Ausschmückungen der Kirchen, die nach dem großen Ikonoklasmus

entstanden sind, und die man nicht wegtragen konnte, also vorwiegend Mosaiken und später

– wie im Chora-kloster – auch Fresken. Grundlage des Seminars wird sowohl die Architektur

der Hagia Sophia und des Choraklosters sein als auch die Ausschmückung der beiden Kirchen,

die nicht unterschiedlicher sein könnten.

VOR ORT – BYZANTINISCHE KUNST IN BERLINER MUSEEN KQ 015

Dr. Fatma Yalçin

1 Termin (4 Ustd.), 4.12.2013, Mi 15.00 - 18.00

Dieser Kurs bereitet auf die VIA ARTIUM-Reise nach Istanbul vom 19. - 24.11.2013 vor (s. S. 87).

Berlin besitzt eine deutschlandweit einzigartige Sammlung der byzantinischen Kunst. Sie ist

von vier Schwerpunkten bestimmt: von spätantiken und christlichen Sarkophagen aus Rom, von

seltenen Zeugnissen der figürlichen und dekorativen Skulpturen aus Konstantinopel, von kostbaren

byzantinischen Elfenbeinschnitzereien und schließlich von spätantik-frühbyzantinischen

Kunstwerken aus Ägypten.

Wir beschäftigen uns insbesondere mit Sarkophagen, Skulpturen und filigranen Elfenbeinarbeiten

unter Berücksichtigung ihrer Vorlagen und Verbreitung und ihrer ikonographischen Konzepte.

18 QUER DURCH DIE EPOCHEN


VOR ORT – VENEZIANISCHE KUNST IN BERLIN KQ 016

Dr. Heiner Krellig

4 Termine (12 Ustd.), 11.1. - 22.2.2014, Sa 10.00 - 12.30 (inkl. Pause), 14-tägig

Die Berliner Museen sind reich an Hauptwerken venezianischer Kunst. Von Beispielen des

veneto-byzantinischen Stils über Skulpturen der Schule der Lombardi im Bode-Museum und

Gemälden von Giotto, Bellini, Tizian, Canaletto und Tiepolo in der Gemäldegalerie bis zu Emilio

Vedovas „Berliner Tagebuch“ in der Berlinischen Galerie setzen sie wichtige Akzente in den

Sammlungen.

Wir wollen die Geschichte und Bedeutung dieser Werke auch im Berliner sammlungsgeschichtlichen

Kontext hinterfragen und so erfahren, dass man venezianische Kunstgeschichte in Berlin

durchaus auch „vor Ort“ betreiben kann.

DER FRUCHTBARE HALBMOND – WIEGE DER KULTUR KQ 017

Dr. Brigitte Pedde

2 Termine (6 Ustd.), 4. + 11.3.2014, Di 13.00 - 15.15

Der fruchtbare Halbmond ist die Wiege der jüdischen, christlichen und islamischen Religion sowie

der westlichen und nahöstlichen Kultur. Das Gebiet des fruchtbaren Halbmondes erstreckt

sich von Israel und Jordanien über Syrien und die südliche Türkei bis in den Irak. Eine besondere

Rolle nimmt dabei Mesopotamien, das Land zwischen Euphrat und Tigris, ein. Hier entstanden

die ersten sumerischen Stadtstaaten, aus denen sich die späteren vorderasiatischen Großmächte

wie Assyrien und Babylonien entwickelten. In Mesopotamien wurden die weltweit erste Schrift

sowie die Mathematik und Astronomie erfunden; hier wurden auch erstmals Gesetze schriftlich

niedergelegt.

Wir nähern uns dieser Region über bedeutende archäologische Berliner Sammlungen und widmen

uns insbesondere Funden der Ausgrabungen in Babylon, Uruk, Assur, Tell Halaf und Sendschirli.

DIE REZEPTION DES KORAN IM ABENDLAND KQ 018

Prof. Dr. habil. Norbert Kapferer

5 Termine (10 Ustd.), 3. - 17.3.2014, Mo 15.00 - 16.30, Sa 10.00 - 11.30

Nahezu tausend Jahre, vom 7. bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, stand das Abendland dem

Islam mehr oder weniger feindselig gegenüber. Erst mit der Aufklärung begann sich das Urteil

über diese Religion, den Koran und den Propheten Mohammed allmählich zu wandeln. In der

deutschsprachigen Literatur und Philosophie waren es nach Leibniz vor allem Lessing und Herder,

die sich bemühten, dem Islam im Sinne einer humanen, aufgeklärten Gesinnung Gerechtigkeit

widerfahren zu lassen.

Durch Herder wurde Goethe frühzeitig zur Lektüre des Koran motiviert. Daraus entwickelte

sich jene Wertschätzung, die Goethes Alterswerk, der „West-östliche Divan“, dann bekundet. Was

veranlasste die deutsche Geisteselite des 18. und 19. Jahrhunderts zu diesem erstaunlichen Interesse

und zu dieser Rezeption und was für ein Bild des Islam wurde dabei vermittelt?

QUER DURCH DIE EPOCHEN 19


GESPRÄCH ZUR KUNST MIT EBERHARD KÖNIG UND MATTHIAS VOLLMER:

KUNSTGESCHICHTE ZWISCHEN MUSEUM UND UNIVERSITÄT KQ 019

Prof. Dr. Eberhard König, Dr. Matthias Vollmer

1 Termin (2 Ustd. ohne Anrechnung), 27.11.2013, Mi 17.00 - 19.00

Das Fach Kunstgeschichte beschäftigt sich idealerweise mit jeder Art von Bildern oder visuellen

Artefakten, die sich in Museen, Kabinetten und Bibliotheken befinden. Doch um was für eine

Beschäftigung handelt es sich hier? Quellen werden studiert, Vergleichsstücke herangezogen,

Gegenstand genau besehen, mitunter neu eingeordnet. Die Universität forscht, die Museen bewahren

und präsentieren. Wie sieht das Verhältnis von Forschung und musealer Präsentation

aus? Für wen werden die Kunstwerke bewahrt? Welche Verantwortlichkeiten kommen Wissenschaftler

und Museumsmensch zu?

KUNSTDENKMÄLER ENTLANG DER SEIDENSTRASSE:

WANDMALEREIEN KQ 020

Dr. Lore Gewehr

2 Termine (7 Ustd.), 25.2. + 4.3.2014, 25.2., Di 14.00 - 17.30 (inkl. Pause) + 4.3., Di 14.00 - 16.30 (inkl. Pause)

Die Seidenstraße ist einer der längsten und ältesten Verkehrswege, die die Verbindung zwischen

den Mittelmeerländern und dem fernen Osten herstellten. Sie vermittelt einen tiefen Einblick in

die Menschheitsgeschichte der Völker Asiens und des Westens. Über den Handelsweg kam es

zu einer punktuellen Verschmelzung der Kulturen. Mit den Kaufleuten kamen Missionare unterschiedlichster

Glaubensrichtungen, mit der Religion wanderte die Kunst nach Osten. In den

Bergen entlang der Oasenkette entstanden Höhlentempel mit buddhistischen Wandmalereien.

Prof. Dr. Eberhard König im Cité de L´Architecture & Patrimoine, Paris © fega

GEHEIMNISVOLLE ETRUSKER KQ 021

Dr. Nora Franz-Duhme

2 Termine (3 Ustd.), 7. + 8.3.2014, Fr 10.00 - 10.45, Sa 10.00 - 11.30

Sie sind die Vorfahren der Römer und Gründer Roms. Sie stehen uns als Kulturvermittler durch

ihre engen Beziehungen zu Mesopotamien und Griechenland nahe. Von dort brachten sie auch

das Alphabet nach Latium und Europa. Die in Gräbern erhaltenen Fragmente, die in Berlin seit

1671 gesammelt wurden, sind ein kleines, nicht unbedeutendes Zeugnis ihres Könnens, Reichtums,

ihrer fremden Sitten und orientalischen Religion. Da ihre Sprache noch immer nicht entziffert

ist, bleiben sie für uns das rätselhafte Volk, als das sie auch in der Antike galten.

DIE ENTDECKUNG DES INDIVIDUUMS:

KUNST UND KÜNSTLER ALS THEMEN DER KUNST KQ 022

Dr. Henrik Engel

4 Termine (8 Ustd.), 27.2. - 20.3.2014, Do 14.30 - 16.00

Vom Beginn der Neuzeit bis ins frühe 19. Jahrhundert werden vor Ort solche Kunstwerke vorgestellt,

die die Kunst selbst sowie die Rolle des Künstlers in besonderer Weise thematisieren. Da-

QUER DURCH DIE EPOCHEN

21


ei geht es um geschickt inszenierte oder verklausulierte Signaturen, um Selbstporträts und die

in der Zeit der Romantik besonders beliebten Freundschaftsbildnisse sowie um den Paragone,

also den Wettstreit zwischen Malern und Vertretern anderer Künste, vor allem der Bildhauerei.

VOM STASI-GEFÄNGNIS BIS ZUM SCHLOSS – RESTAURIERUNGSKONZEPTE

ALS VERMITTLER ZWISCHEN VERGANGENHEIT UND GEGENWART KQ 023

Katrin Diesing-Otto

6 Termine (18 Ustd.), 18.2. - 6.3.2014, Di + Do 10.00 - 12.15

In Berlin gibt es eine Fülle an historischen Orten. Teilweise sind sie zerstört oder werden in ihrer

ursprünglichen Aufgabe nicht mehr genutzt. Um Geschichte erlebbar zu machen, werden diese

Orte instandgesetzt. Teilweise bekommen sie dadurch eine neue Funktion. In einem Schloss lebt

kein König mehr, es wird zum Museum; aber auch ein Gefängnis kann in ein Museum verwandelt

werden. Wie verändert der neue Anspruch den historischen Ort?

Wie sensibel berücksichtigen Restaurierungskonzepte die Spuren der Vergangenheit und führen

sie dennoch ihrer neuen Bestimmung zu? Wenn wir heute mit überlieferten Kunstwerken, Orten

oder Gebrauchsgegenständen umgehen, stellen wir Ansprüche an deren Funktion. Wo ist die

Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart?

BERLINER BEZIRKE – WEISSENSEE KQ 024

Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

1 Termin (10 Ustd.), 26.3.2014, Mi 11.00 - 19.00 (mit Pause)

Seit 2001 Ortsteil des Bezirks Pankow, ursprünglich als Straßendorf am Weißen See um 1230

gegründet, ist der alte Dorfkern von Weissensee durch die Wohnbebauung im 19. und 20. Jahrhundert

nicht mehr erkennbar. Besichtigt werden von uns ausgewählte öffentliche Gebäude des

19. und des frühen 20. Jahrhunderts sowie Wohnanlagen an der Woelckpromenade, 1908-12

von Carl James Bühring und an der Buschallee, Trierer Straße, 1928/30 von Bruno Taut erbaut.

Zudem besuchen wir ein bedeutendes jüdisches Geschichts- und Kulturdenkmal in Europa, den

seit 1880 bestehenden jüdischen Friedhof - angelegt von Hugo Licht.

BERLINER BEZIRKE – WEDDING KQ 025

Jan Maruhn

2 Termine (10 Ustd.), 21. + 22.3.2014, Fr 17.00 - 18.30, Sa 10.00 - 16.00

Fast in der Mitte und doch weit entfernt davon präsentiert sich der Wedding in ungeahnter

Vielfältigkeit. Unbekannt geblieben sind Schinkels Vorstadtkirchen und die gründerzeitlichen

Fabriken ebenso wie die Siedlungen der 20er Jahre. Die Panke, Lebensader des Bezirks, überrascht

mit vielen historischen Gebäuden an ihren Ufern und bietet verwunschene Orte inmitten

des grossstädtischen Gewühls an. Einst Schauplatz politischer Auseinandersetzungen zwischen

Roten und Braunen, wartet der Bezirk auf seine Wiederentdeckung.

22 QUER DURCH DIE EPOCHEN


PICASSO UND DIE ALTEN MEISTER

IM BERLINER KUPFERSTICHKABINETT KQ 026 / KQ 027

Britta Bode

1 Termin (3 Ustd.)

KQ 026: 11.12.2013, Mi 14.00 - 16.15

KQ 027: 9.1.2014, Do 14.00 - 16.15

„Das Zeichnen bedeutete ihm von jeher das einzige Mittel, sich auszudrücken, zu reden – und er

redet ziemlich viel“ (Gertrude Stein). Neben der Malerei und Skulptur kommen der Zeichnung

und der Druckgraphik im Werk von Pablo Picasso, einem der vielseitigsten und produktivsten

Künstler des vergangenen Jahrhunderts, eine große Bedeutung zu. Etwa 2.000 graphische Arbeiten

des Spaniers Pablo Picasso sind bekannt. Das Kupferstichkabinett ist in der glücklichen Lage

– dank der klugen Erwerbungspolitik vor allem der Nachkriegszeit – Blätter von herausragender

Qualität zu bewahren, die in diesem Herbst/Winter in einer großen Sonderausstellung präsentiert

werden. Der Kurs orientiert sich an den Leitthemen von Picassos Kunst: Pablo Picasso,

Frauen, Stiere, Alte Meister.

IM SINNE DES DISEGNO – NICOLAS POUSSIN KQ 028 / KQ 029

Thomas R. Hoffmann

1 Termin ( 3 Ustd.)

KQ 028: 15.11.2013, Fr 13.00 - 15.15

KQ 029: 7.2.2014, Fr 13.00 - 15.15

Der 1594 in der Normandie geborene Nicolas Poussin hat früh seinem Heimatland Frankreich

den Rücken gekehrt und seine künstlerische Wirkungsstätte in Rom gefunden. Er sollte als der

bedeutendste französische Maler des Barock in die Geschichte eingehen. Spätere Generationen

haben ihn in die direkte Konkurrenz zu Peter Paul Rubens gesetzt, was im berühmten „Streit“

zwischen den Rubenisten und den Poussinisten an der französischen Akademie endete. Berlin

ist reich an Bildern Nicolas Poussins aus den unterschiedlichen Schaffensphasen, so dass wir uns

seine künstlerische Auffassung in exemplarischer Weise vor Augen führen können.

UNTER DEN LINDEN – EIN SPAZIERGANG KQ 030

Dr. Jarl Kremeier

1 Termin (4 Ustd.), 18.3.2013, Di 10.00 - 13.00, Änderung: 18.3.2014, Di 10.00 - 13.00

Die „Linden“ wurden Mitte des 17. Jahrhunderts als Allee angelegt und entwickelten sich bald

zum Schrittmacher der westlichen Stadterweiterung: zunächst die Dorotheenstadt, dann die

Friedrichstadt. Während der östliche Teil der Prachtstraße zunehmend mit Bauten des Hofes besetzt

wurde, blieb der westliche Teil einer gemischten Wohn- und Geschäftsnutzung überlassen.

Tatsächlich ist der heutige Zustand der Linden weitgehend in den letzten 60 Jahren entstanden.

Ein Spaziergang „Unter den Linden“ verspricht wegen des Reichtums an historischen Assoziationen

und wegen der Qualität alter und neuer Architektur interessante Einblicke in Berlins Kunst

und Geschichte.

QUER DURCH DIE EPOCHEN 23


KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK

Der Epochenschwerpunkt führt zahlreiche Seminare (KEP 001 - 066) mit sich, die jeweils vom Wintersemester

– angeführt von der Ringvorlesung – bis ins folgende Sommersemester reichen.

Im Wintersemester 2013/14 folgt – wiederum über zwei Semester – die Auseinandersetzung mit der

Zeit von 1830-1907.

Carl Blechen, Inneres des Palmenhauses auf der Pfaueninsel © SPSG / Foto: Wolfgang Pfauder

DIE KUNST DES KLASSIZISMUS UND DER ROMANTIK – RINGVORLESUNG KEP 001

Dr. Friederike Hauffe, Dr. Jarl Kremeier, Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller, Beatrice Szameitat

13 Termine (28 Ustd., nur mit GASTHÖRERCARD ART möglich, 12 Ustd. werden angerechnet),

31.10.2013 - 13.2.2014, Do 10.00 - 11.30

Mit den durch Aufklärung, Revolution und Industrialisierung einhergehenden grundlegenden

Veränderungen erlebt auch die Kunst in den Jahrzehnten vor und nach 1800 eine Wende. An der

Epochenschwelle steht der rational ausgerichtete Klassizismus der zu starken Gefühlen neigenden

Romantik entgegen.

Beide Phänomene durchdringen sich in Werken zahlreicher großer Meister. Allen Künstlern sind

der Traditionsbruch und der Versuch, einen neuen Anfang zu setzen, gemeinsam. Nach dem

Barock wird es allerdings keine umfassende Stilperiode mehr geben. Die Kunst zeigt in den

verschiedenen Ländern sehr andersartige Erscheinungsformen und bringt stark individuell geprägte

Lösungen hervor.

Der Subjektivismus prägt die Kunst fortan und verändert das Verständnis der sichtbaren Welt

grundlegend, so dass das Mit- und Nebeneinander verschiedener Stilphänomene und deren

permanente Änderung für die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts charakteristisch werden. Die

Vorlesung umreißt die Zeit zwischen dem ausgehenden 18. Jahrhundert und den ersten Jahrzehnten

des 19. Jahrhunderts. Sie beleuchtet die wichtigsten Entwicklungen in Architektur, Gartenkunst,

Malerei, Kunstgewerbe und Skulptur.

EDLE EINFALT UND STILLE GRÖSSE? – KLASSIK UND KLASSIZISMUS KEP 002 / KEP 003

Dr. Matthias Vollmer

5 Termine (20 Ustd.)

KEP 002: 1. - 29.11.2013, Fr 10.30 - 13.30

KEP 003: 14.2. - 14.3.2014, Fr 10.30 - 13.30

Die Bestimmung dessen, was die über 2500 Jahre zurückliegende Epoche der griechischen Klassik

kennzeichnet, ist nicht sehr eindeutig möglich, zumal ein bedeutender Teil der originalen

Kunstwerke und des Schrifttums verloren ist. Die Rezeptionen dieser Epoche werden oft etwas

vage durch den Begriff des Klassizismus erfasst. Worauf beruht z.B. das Urteil Johann Joachim

Winkelmanns, der 1755 die antike Kunst als Ideal propagierte, gekennzeichnet durch „edle Einfalt“

und „stille Größe“, die es wieder zu erreichen gelte? Welches Verständnis von Klassik liegt

diesen Forderungen zugrunde?

Diese zentralen Begriffe in ihrer Bedeutung zu erhellen und die Inhalte in einen breiteren europäischen

Rahmen zu betten, ist Intention des Kurses.

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK

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SIEBEN FRAGEN AN EIN MEISTERWERK DES KLASSIZISMUS KEP 004 / KEP 005

Dr. Barbara Hofmann, Reinhard Stangl

1 Termin (3 Ustd.)

KEP 004: 19.3.2014, Mi 10.30 - 12.45 / KEP 005: 19.3.2014, Mi 14.00 - 16.15

Die Besonderheiten eines Bildes offenbaren sich nur demjenigen, der es wagt, Fragen zu stellen.

Doch das, was uns dabei in den Sinn kommt, ist abhängig von unserem Erfahrungshorizont und

Wissen. Somit sind auch die Fragen, die wir formulieren, mitunter einseitig gefärbt. Im Falle

der kunsthistorischen Betrachtung eines Bildes führt dies nicht selten dazu, dass manche Frage

offen bleibt. Denn die Perspektive des Kunsthistorikers ist nicht die des Malers, der das Werk

einst schuf.

Worin aber könnte für den Letzteren die eigentliche Herausforderung seines Werkes bestanden

haben? Welche Rolle mochte für ihn dabei die Erwartungshaltung des Publikums spielen, für das

er sein Bild ja letztlich schuf? Diesen Fragen spüren wir gemeinsam mit dem Berliner Künstler

Reinhard Stangl am Beispiel eines Meisterwerkes aus dem Klassizismus nach und lernen so die

kunsthistorisch relevante und die handwerklich-praktische Seite dieser Malerei würdigen.

PORTRAITIST DER GESELLSCHAFT – ANTON GRAFF KEP 006 / KEP 007

Dr. Jarl Kremeier

2 Termine (6 Ustd.)

KEP 006: 10. + 11.12.2013, Di + Mi 10.45 - 13.00 / KEP 007: 10. + 11.12.2013, Di + Mi 13.45 - 16.00

Der aus der Schweiz stammende Maler Anton Graff (1736-1813) wohnte und arbeitete ab 1766

in Dresden und wurde als Portraitmaler zu Lebzeiten außerordentlich geschätzt. Die meist als

Halbfigurenbild angelegten Portraits setzen den Akzent auf die Darstellung des Menschlich-

Individuellen und kommen in der Regel ohne Formeln der Repräsentationsmalerei aus.

Da Graff von den Fürsten über die Beamten bis zu den Künstlern und Literaten seiner Gegenwart

im protestantisch-norddeutschen Raum nahezu jede bedeutende Persönlichkeit portraitierte,

liefert sein Werk ein einzigartiges Panorama der Gesellschaft des ausgehenden 18. Jahrhunderts.

Die Sonderausstellung zu Anton Graff gibt Gelegenheit, sich erneut mit Leben und Werk

dieses wichtigen Malers zu befassen.

ZWISCHEN INDUSTRIALISIERUNG UND REVOLUTION:

BERLIN IM 19. JAHRHUNDERT KEP 008

Marike Langhorst

4 Termine (8 Ustd.), 15.1. - 5.2.2014, Mi 11.00 - 12.30

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts verändert sich Berlin rasant. Aus den Eisengießereien qualmt

der Rauch im nördlichen Stadtteil. Die Leibeigenschaft wird aufgehoben. Arbeiter strömen in die

Stadt, die erste Eisenbahnstrecke in Preußen wird gebaut. Schinkel und Lenné debattieren um

Möglichkeiten der Stadtentwicklung.

Und schließlich: Revolution. Diese aufregende Zeit prägt Berlin bis heute mehr als das Stadtschloss.

Im Zentrum steht die Entwicklung Berlins in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

26 KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK


AM ANFANG WAR NAPOLEON:

POLITISCHE UMBRÜCHE IM ZEITALTER DES KLASSIZISMUS KEP 009

Martin Reimann

4 Termine (12 Ustd.), 3.2. - 3.3.2014, Mo 10.00 - 12.15 (nicht am 10.2.)

Herausgefordert durch die Französische Revolution und den Überwältiger Napoleon gerät das

alte Europa aus den Fugen. Unter dem klassizistischen Gleichmaß der Künste tun sich Risse

in den Fundamenten auf. Und es entstehen neue politische Konzeptionen. Sie umfassen ein

beträchtliches Spektrum zwischen „Reform” und „Restauration” und versuchen, den Wünschen

und Interessen nach Wandel und/oder Bewahrung und Sicherung des Bestehenden Geltung zu

verschaffen. Man kann dabei innen- und außenpolitische Ziele unterscheiden.

Wir untersuchen die revolutionären Impulse und leiten über zur Ära der großen Reformen und

zur Suche nach einem neuen Gleichgewicht der politischen und sozialen Kräfte.

GESCHICHTE IN DER KUNST:

FRIEDRICH WILHELM II. – ERBE FRIEDRICHS II. KEP 010

Dr. Juliane Marquard-Twarowski

3 Termine (10 Ustd.), 20. + 27.1. + 1.2.2014, Mo 14.00 - 16.15, Sa 11.00 - 14.00

Über Porträts, die verschiedene Künstler von Friedrich Wilhelm II. geschaffen haben, wollen wir

uns der Person des Königs (1786-1797) nähern und erforschen, wer dieser von der Geschichtsschreibung

fast bis heute weitgehend negativ beurteilte Nachfolger Friedrichs des Großen wirklich

war. Thematisiert werden die Persönlichkeit Friedrich Wilhelms und sein politisches Wirken

im Kontext der Herausforderungen seiner Zeit ebenso wie sein Engagement als Bauherr, Sammler,

Musiker und Förderer der Künste.

Einzelne Aspekte lassen sich vorzüglich im Marmorpalais vertiefen, das als „Gesamtkunstwerk“

Interessantes über seinen Bauherrn Friedrich Wilhelm II. preisgibt. Hier läßt sich auch die Frage

nach Kontinuität oder Bruch in der Kunst der nachfriederizianischen Zeit trefflich erörtern.

NEUE KUNST FÜR DAS BÜRGERTUM: BILDERZYKLEN DER AUFKLÄRUNGSZEIT

VON HOGARTH BIS CHODOWIECKI KEP 011 / KEP 012

Dr. Barbara Hofmann

1 Termin ( 4 Ustd.)

KEP 011: 10.2.2014, Mo 14.00 - 17.00 / KEP 012: 18.2.2014, Di 14.00 - 17.00

Im Zeitalter der Aufklärung kamen der Kunst recht unterschiedliche Funktionen zu. Während

König, Kirche und Aristokratie sie nach wie vor zum Zwecke der Pracht- und Machtentfaltung

instrumentalisierten, maß ihr das sich neu formierende Bürgertum eine ganz andere Aufgabe

zu: Kunst sollte nicht blenden, sondern den Menschen im Sinne eines neu definierten, spezifisch

bürgerlichen Wertekanons formen und erziehen.

Eine wichtige Rolle spielten in diesem Zusammenhang pädagogisch intendierte Bilderzyklen,

die als Druckgraphiken oder in Form von Buchillustrationen große Verbreitung fanden. Auch

den Künstlern boten sie die Chance zu einem selbstbestimmten künstlerischen Ausdruck, wie

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK 27


der Blick auf Francisco de Goyas Caprichos oder Zyklen des Engländers William Hogarth und

des Berliner Künstlers Nikolaus Daniel Chodowiecki lehren. Uns interessiert, welche Absichten

sie dabei leiteten und welche gestalterischen Lösungen sie fanden.

MODERNER VISIONÄR – FRANCISCO DE GOYA KEP 013

Dr. Ira Oppermann

5 Termine (15 Ustd.), 9.1. - 6.2.2014, Do 13.30 - 15.45

Dieser Kurs eignet sich sehr gut als Vorbereitung für die VIA ARTIUM-Reise nach Madrid vom

12. - 16.3.2014 (s. S 89).

Goya (1746 - 1828) gilt nicht nur als einer der bedeutendsten Künstler im revolutionären Europa

des ausgehenden 18. Jahrhunderts, sondern als der moderne Visionär par excellence. Der Kurs

wird sich vor allem auf Goya als Maler in seiner Madrider Zeit konzentrieren, in der er sowohl

dem Kreis spanischer Aufklärer nahestand als auch weiterhin dem spanischen Hof diente.

Diese Spannung soll am Bildmaterial bewusst gemacht werden, um so der Frage nachzugehen,

inwieweit sich seine Position in den Werken selbst abzeichnet. Die spanische Bildtradition spielt

dabei eine wesentliche Rolle und wird im Hintergrund vermittelt.

BAUKASTEN-UTOPIEN:

FRANZÖSISCHE REVOLUTIONSARCHITEKTUR UM 1789 KEP 014

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

2 Termine (8 Ustd.), 17. + 24.1.2014, Fr 10.00 - 13.00

Noch heute übt das sakrale Newton-Denkmal mit dem Kugelentwurf von Etienne Boullée eine

große Faszination auf den Betrachter aus. Das berühmte Denkmal wurde zum Inbegriff der

Revolutionsarchitektur.

Revolutionsarchitektur wurde von Emil Kaufmann in seinem Buch „Von Ledoux bis Corbusier“

1933 populär gemacht. Sie bezeichnet eine einflussreiche Richtung der französischen Architektur

des Klassizismus, die auch auf die anderen europäischen Länder ausstrahlte. Ihre charakteristischen

einfachen Gestaltungsmittel waren Kugel, Würfel und Pyramide. Die Pariser Zollhäuser

von Claude-Nicolas Ledoux gehörten zu den wenigen Bauten dieser Stilrichtung, die ausgeführt

wurden. Zumeist blieben die Entwürfe Architekturvisionen oder gemalte Architektur.

HISTORISCH-POLITISCHES DENKEN UM 1800:

FORTSCHRITT ALS NEUER KOMPASS KEP 015

Martin Reimann

3 Termine (6 Ustd.), 4. - 18.11.2013, Mo 10.00 - 11.30

Die Vorstellung vom „Fortschritt” in Geschichte und Politik ist noch nicht alt. Als Metapher,

als Deutungsmuster der Geschichte und als politischer Leitbegriff, ja als Parole im politischen

Kampf, ist sie ein Kind des ausgehenden 18. Jahrhunderts.

Sie begleitet die Aufklärung und führt die Geister durch die Revolutionen. Ihre Macht und Über-

28 KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK


zeugungskraft im gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Leben trägt sie durch das

gesamte 19. Jahrhundert. Was meinen die Zeitgenossen, wenn sie „Fortschritt” sagen, sei es zum

Wandel, den sie erleben, oder zu den Zielen, die sie anstreben? Ist Geschichte anders geworden,

wenn sie dem Pfad des „Fortschritts” folgt?

VOR SCHINKEL – KLASSIZISTISCHE ARCHITEKTUR IN BERLIN KEP 016

Dr. Robert Habel

2 Termine (11 Ustd.), 7. + 8.2.2014, Fr 16.00 - 18.15, Sa 10.00 - 16.00

Das reiche und zu weiten Teilen erhaltene Œuvre Schinkels lässt heute verkennen, dass der

Klassizismus in Berlin bereits vor dem Beginn seines Schaffens eine reiche und künstlerisch

höchst anspruchsvolle Ausformung gefunden hat. Bis auf wenige Ausnahmen sind gerade diese

Bauten teils durch mutwilligen Abriss, teils durch Kriegseinwirkung fast gänzlich verschwunden.

Lediglich das Brandenburger Tor von Langhans erinnert bis zum heutigen Tag an jene kreative

Phase eines künstlerischen Erwachens.

Neben Carl Gotthard Langhans als maßgeblichem Architekten gestatten heute fast vergessene

Bauwerke von Heinrich Gentz, David Gilly, Friedrich Becherer, Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorf,

Carl von Gontard, Georg Christian Unger oder Conrad Wilhelm Titel einen Einblick in jene

fruchtbare Phase architektonischer Erneuerung in Berlin.

AUF DER SUCHE NACH DER SCHÖNHEIT DER WELT:

KARL FRIEDRICH SCHINKEL IN POTSDAM KEP 017

Jan Maruhn

2 Termine (10 Ustd.), 22. + 23.11.2013, Fr 17.00 - 18.30, Sa 10.00 - 16.00

Schinkel baut! Er baut in Potsdam und versucht die Garnisonsstadt in sein persönliches Arkadien

zu verwandeln. Ob Kirche, Kaserne oder Wohnhaus in der Stadt, ob Schlösschen oder Parkbau

in den weitläufigen Gärten – Schinkel schafft es, seine Vision einer Erneuerung der architektonischen

Welt im kargen Potsdam zu verwirklichen. Er schafft es, dem abgelegenen Städtchen auf

vielfache Art und Weise ein Stück des herbeigesehnten Arkadien zu entlocken – mit Architekturen,

die auch heute nichts von ihrem ursprünglichen Charme verloren haben, ganz im Gegenteil.

SCHINKELS INTERIEURS:

VON DER IDEE DEN RAUM ALS GESAMTKUNSTWERK ZU ENTWERFEN KEP 018

Jan Maruhn

2 Termine ( 12 Ustd.), 28. + 29.3.2014, Fr 16.00 - 19.00, Sa 10.00 - 16.00

Schinkels Planungen reichen von bürgerlichen Wohnungen und Villen, herrschaftlichen Schlössern

und Landsitzen bis zu Gartenpavillons. Seine Möbelentwürfe reichen von klassizierenden

Stühlen und Tischen bis zu neugotischen Inneneinrichtungen.

Lassen Sie sich einführen in die raumkünstlerischen Ideen des grossen Architekten mit Vor Ort-

Besichtigungen des Schinkel-Pavillons und des Schlosses Charlottenburg.

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK 29


KLASSIZISMUS UND ROMANTIK – EPOCHEN UND PRINZIPIEN KEP 019

Dr. Albrecht Wilkens

6 Termine (12 Ustd.), 5.11. - 10.12.2013, Di 16.00 - 17.30

Geht man von der landläufigen Auffassung aus, könnten zwei Begriffe kaum einen klareren

Gegensatz bilden: Klassizismus weist auf eine Rückkehr zu strenger Fassung und regelmäßiger

Form hin – als Reaktion auf die Vielfalt und Wandelbarkeit der späten Spielarten des Barock. Mit

Romantik verbindet man ein sich ins Unendliche ergießendes Gefühl und eine melancholische

Wendung – weg von der heiteren, ins Spaßhafte tendierenden Festlichkeit des Rokoko.

Man kommt ins Stutzen, wenn man daran denkt, dass beide Grundrichtungen der Architektur

und Kunst weitgehend gleichzeitig bestimmend wurden und blieben, nämlich etwa seit 1800:

Sollten sie nicht doch innerlich verwandt sein?

SKULPTUR DES KLASSIZISMUS:

DIE WÜRDE DES MENSCHEN INNERHALB DER MENSCHLICHEN GESTALT KEP 020

Karin Kranhold

3 Termine (8 Ustd.), 13. - 27.11.2013, Mi 15.30 - 17.00, 20. + 27.11. 15.30 - 17.45

Mit dem Zitat der Überschrift, das sich auf das seit der Antike bestehende Hauptthema der

Gattung bezieht, definierte Johann Wolfgang von Goethe die Darstellungsaufgabe der Skulptur

seiner Zeit.

Die Auseinandersetzung mit antiker Kunst war prägend für die Bildhauer des Klassizismus, Bertel

Thorvaldsen bezeichnete den Tag seiner Ankunft in Rom, dem wichtigsten Ort des Studiums

originaler Antiken, sogar als seine wahre Geburt. Bei Terminen im Bode-Museum vor Ort stehen

Originale von Canova, Houdon, Schadow und Thorvaldsen und die jeweilige Ausprägung ihrer

Antikenrezeption im Zentrum der Betrachtung.

Louis-Claude Vassé: Diana © SPSG / Foto: Daniel Lindner

ES IST ALLES SO SCHÖN BUNT HIER:

DIE FARBENLEHREN GOETHES, RUNGES UND SCHOPENHAUERS KEP 021 / KEP 022

Dr. Matthias Vollmer

3 Termine (12 Ustd.)

KEP 021: 2. - 16.12.2013, Mo 10.30 - 13.30

KEP 022: 3. - 17.3.2014, Mo 10.30 - 13.30

Goethes Farbenlehre kann durchaus als ein Versuch gesehen werden, eine Synthese von Kunst

und Wissenschaft zu schaffen und den Zerfall der modernen Kultur in die antithetischen Bereiche

Kunst und Wissenschaft, die er aufkommen sah, zu verhindern. Allerdings führte ihn die

Erforschung der Farbempfindungen als Sinnesdaten auch in den Bereich des Metaphysischen.

In den Farbenlehren Arthur Schopenhauers und Philip Otto Runges wird diese Tendenz zum

Weltanschaulichen weiter verstärkt.

Bei den Künstlern des Expressionismus und des Bauhauses wie Kandinsky, Klee und Itten wird

Goethe zum Befreier der reinen Farben. Der Kurs will Gemeinsamkeiten, Unterschiede und

Nachwirkung der drei Farbenlehren von Goethe, Runge und Schopenhauer veranschaulichen.

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK

31


PHILOSOPHEN IM ZEITALTER DES KLASSIZISMUS:

KANT, GOETHE, SCHILLER, FICHTE, HEGEL KEP 023 / KEP 024

Dr. Hartwig Schmidt

6 Termine (24 Ustd.)

KEP 023: 5.11. - 10.12.2013, Di 15.00 - 18.00

KEP 024: 21.1. - 4.3.2014, Di 15.00 - 18.00 (nicht am 25.2.)

Es war die Zeit, da das Philosophieren in Deutschland und namentlich der deutsche Idealismus

klassische Gestalt annahm. Keineswegs allein durch das Wirken zünftiger Philosophen geschah

das. Worin besteht jene klassische Gestalt? An Texten von Kant, Goethe, Schiller, Fichte und Hegel

wird ihr nachgegangen.

ANMUT UND SCHÖNHEIT:

ANTIKENREZEPTION IN DER SKULPTUR DES KLASSIZISMUS KEP 025

Carolin Ott

3 Termine (6 Ustd.), 13. - 27.2.2014, Do 15.00 - 16.30

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts werden die sehr bewegten Formen in der Skulptur

des Barock und des Rokoko von einem Streben nach mehr Ruhe, Harmonie und idealer Schönheit

abgelöst. Neue, vor allem durch die Ausgrabungen in Pompeji und Herculaneum gewonnene

Erkenntnisse und das Wirken Johann Joachim Winckelmanns sind Anstoß dieser großen

Rückbesinnung auf die Kunst der Antike.

Wir spüren der Bewunderung für die „edle Einfalt und stille Größe“ in der Berliner Abguss-

Sammlung antiker Plastik und bei zwei weiteren Terminen vor Originalen in den Berliner Museen

nach. Dabei lernen wir die individuellen künstlerischen Positionen einiger der Hauptvertreter

des Klassizismus – darunter Canova, Thorvaldsen und Schadow – kennen.

VOR ORT – NEOGOTISCHE ARCHITEKTUR IN BERLIN UND POTSDAM KEP 026

Joris Corin Heyder

3 Termine (9 Ustd.), 17. + 19. + 21.3.2014, Mo, Mi, Fr 14.00 - 16.15

Nirgendwo dürften die Beispiele neogotischer und romanischer Architektur zahlreicher sein als

in den neuenglischen Staaten Nordamerikas. Von sakralen Bauten, über Nutzarchitektur wie

Brücken bis hin zur ornamentalen Zier von Wolkenkratzern stößt man immer wieder auf entsprechende

Bauelemente.

Doch wie kommt es zu diesem Revival vor allem gotischer Architektur? Berlin und Potsdam sind

die Orte, in denen die ersten Bauwerke im neugotischen Stil erbaut worden sind. Wir besuchen

die herausragendsten Beispiele, wie das Nauener Tor in Potsdam oder die Friedrichwerdersche

Kirche in Berlin Mitte. Dabei werden einerseits die Charakteristika des neugotischen Stils herausgearbeitet

und andererseits die Gründe und Funktionen genauer erörtert.

Auch der Frage, ob hier tatsächlich ein romantisches Zurücksehnen vorherrschte oder einfach

das Formenrepertoire erweitert wurde, gehen wir nach.

32 KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK


RUINENKULT, SENTIMENTALITÄT, NATIONALES ERBE:

DIE ARCHITEKTUR DER NEOGOTIK KEP 027

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

2 Termine (8 Ustd.), 4. + 11.2.2014, Di 10.00 - 13.00

Pittoreske Ruinen und sentimentale Einsiedeleien im Landschaftsgarten stehen am Beginn der

Neogotik, die sich ausgehend von England und Frankreich im 18. Jahrhundert im Zeitalter der

Aufklärung zeitgleich mit dem Einsetzen des Klassizismus in Europa ausbreitete. Um 1800 war

die Neogotik eng mit der Romantik verbunden und wurde von der Auffassung der Gotik als

nationalem Stil getragen. Das Nauener Tor in Potsdam markiert in Deutschland den Beginn der

Neogotik. Der Kurs stellt die Zusammenhänge dieser Entwicklung im Seminarraum vor.

BERLINER BAUKUNST DES KLASSIZISMUS:

CARL GOTTHARD LANGHANS KEP 028

FRIEDRICH GILLY KEP 029

KARL FRIEDRICH SCHINKEL KEP 030 / KEP 031

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

2 Termine (8 Ustd.)

KEP 028: 25.11. + 2.12.2013, Mo 10.00 - 13.00, Änderung: der zweite Termin findet am 3.12., Di

14.00 - 17.00 Uhr statt / KEP 029: 6. + 13.12.2013, Fr 10.00 - 13.00

4 Termine (16 Ustd.)

KEP 030: 7. - 28.2.2014, Fr 10.00 - 13.00 / KEP 031: 7. - 28.3.2014, Fr 10.00 - 13.00

Berlin um 1800 war ein Zentrum des Klassizismus in Deutschland. Vor allem war es die Stadt

des alle anderen Architekten seiner Zeit in den Schatten stellenden Karl Friedrich Schinkel. Er

schuf mit seinen an der Antike geschulten monumentalen Hauptwerken sein Berlin und prägte

mit der Neuen Wache, dem Museum am Lustgarten und dem Schauspielhaus das Stadtbild

wesentlich. Für den frühen Klassizismus in Berlin steht Carl Gotthard Langhans, von dessen

Gesamtwerk leider wenig erhalten geblieben ist. Sein berühmtester Bau ist die Architekturikone

des Brandenburger Tors. Wir besuchen – nach einer Einführung – sein schönes „Anatomisches

Theater“. Ein Bindeglied zwischen Langhans und Schinkel stellt der hochtalentierte, jung verstorbene

Friedrich Gilly dar. Der Sohn David Gillys war für Schinkel Lehrer wie Freund zugleich.

Sein Denkmal für Friedrich den Großen ist ein Hauptwerk des Berliner Klassizismus.

DAS ANATOMISCHE THEATER VON CARL GOTTHARD LANGHANS KEP 032

Dr. Robert Habel

2 Termine (6 Ustd.), 18. + 20.3.2014, Di 16.00 - 17.30, Do 14.00 - 17.00

In den Jahren 1789/90 wurde das „Anatomische Theater“ der Tierarzneischule von Berlin nach

Plänen von Carl Gotthard Langhans errichtet. Dieses kürzlich vorzüglich restaurierte Gebäude

stellt ein wichtiges Zeugnis der frühen klassizistischen Ingenieursbaukunst in Deutschland dar.

In der äußeren Form an Palladios „Villa Rotonda“ angelehnt, schuf Langhans hier einen Vorlesungssaal,

der den Vergleich mit entsprechenden Bauten in Padua, Leiden, Bologna oder Paris

nicht zu scheuen braucht. Das Gebäude wird an Ort und Stelle genauer analysiert.

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK 33


SCHINKELS PENDANT IN MÜNCHEN – LEO VON KLENZE KEP 033

Dr. Robert Habel

2 Termine (11 Ustd.), 13. + 14.12.2013, Fr 16.00 - 18.15, Sa 10.00 - 16.00

Neben Schinkel war Klenze zweifellos der zweite große Architekt des deutschen Klassizismus.

Beide hatten in Berlin studiert; doch während Schinkel Zeit seines Lebens hier blieb, zog es

Klenze zunächst nach Kassel, bevor er von König Ludwig I. 1816 nach Bayern berufen wurde

und dort maßgeblich das klassizistische Erscheinungsbild der neuen königlichen Residenzstadt

stand. Mit Glyptothek, Pinakothek oder Walhalla (bei Regensburg) legte er Maßstäbe in der Umformung

griechischer Architekturtraditionen auf die Anforderungen einer modernen Baukunst.

VERKLÄRUNG ODER RENAISSANCE? DAS MITTELALTER DER ROMANTIKER KEP 034

Joris Corin Heyder

2 Termine (6 Ustd.), 10. + 12.12.2013, Di + Do 14.00 - 16.15

Wir vollziehen vor Originalen die Rückbesinnung insbesondere der romantischen Künstler auf

die Zeit und die Kunst des Mittelalters nach. Welche Rolle spielte etwa die Literatur? Was waren

die Bildthemen? Die räumliche Nähe der Alten Nationalgalerie zum Bodemuseum erlaubt uns

eine frische Gegenüberstellung spätmittelalterlicher Kunst mit den Werken des 19. Jahrhunderts.

Ziel ist, die sehr unterschiedlichen Zugänge „zum Mittelalter“ von Künstlern wie Casper

David Friedrich und Carl Gustav Carus und von Symbolisten wie Arnold Böcklin zu erläutern.

ERHABENE NATUR:

LANDSCHAFTSMALEREI DES KLASSIZISMUS UND DER ROMANTIK KEP 035

Dr. Friederike Hauffe

2 Termine (12 Ustd.), 24.1. + 7.2.2014, Fr 10.15 - 15.45 (inkl. Pause)

Wir lassen den Blick über eine weite arkadische Landschaft schweifen, stehen vor bedrohlichem

Abgrund, während der im Schnee leuchtende Gipfel des Watzmann im Hintergrund lockt, betrachten

mit dem Mönch andächtig das grenzenlos erscheinende, düstere Meer. Anfang des 19.

Jahrhunderts werden Landschaften in idealisierender Überhöhung zum Spiegel von Sehnsüchten

und Stimmungen. Dies gilt für die streng gebauten mittelmeerischen Idyllen des Klassizismus

wie für die gefühlvollen, häufig ins Religiöse gesteigerten Landschaften der Romantik.

Welche geistige und gesellschaftliche Anschauung hinter diesen Naturauffassungen steht, ergründen

wir mit lebendigem Blick auf Bilder von Philipp Hackert bis Caspar David Friedrich.

BILDER, DIE GESCHICHTE MACHEN:

GEMÄLDE UND ARCHITEKTUR DES KLASSIZISMUS UND DER ROMANTIK KEP 036

Dr. Elisabeth Klotz

2 Termine (6 Ustd.), 7. + 10.2.2014, Fr + Mo 14.00 - 16.15

Der Fokus dieses Kurses liegt auf Gemälden der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Kontext

der europäischen Geschichte. Im Rahmen von gemeinsamen Bildbesprechungen werden vor

34 KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK


Ort Besonderheiten und Errungenschaften des Klassizismus und der Romantik erarbeitet. Zugleich

erfahren wir vieles über die Politik und das Leben im Europa zur Zeit Napoleons, der Befreiungskriege

und des Vormärz. Portraits von Bürgern und Adeligen, Genrebilder, Kriegs- und

Revolutionsdarstellungen sowie Allegorien geben einen Einblick in die Politik und in wesentliche

Herrscher, Bürger und Arbeiter betreffende Themen des 19. Jahrhunderts.

AN DER SCHWELLE DER ROMANTIK:

EUROPÄISCHE MALEREI DES 18. JAHRHUNDERTS IM VERGLEICH KEP 037 / KEP 038

Thomas R. Hoffmann

4 Termine (12 Ustd.)

KEP 037: 22.11. - 13.12.2013, Fr 13.00 - 15.15 / KEP 038: 10. - 31.1.2014, Fr 13.00 - 15.15

Uns allen ist bewusst, dass die Romantik keinen Stil im Sinne eines klar identifizierbaren Formenkanons

entwickelte, sondern eher eine Weltanschauung widerspiegelt. Zudem war die malerische

Romantik nicht europaweit zu finden, sondern bildete vielmehr Hochburgen aus – ganz

im Gegenteil zum Jahrhundert zuvor, das sich kunsthistorisch in Spätbarock oder Rokoko einteilen

lässt.

Dieser Kurs setzt sich zum Ziel, die zahlreichen künstlerischen Ausdrucksweisen des 18. Jahrhunderts

vor Augen zu führen. An den entscheidenden Schnittstellen werden die zu betrachtenden

Kunstwerke auf ihren möglichen Bezug zur Epoche der Romantik befragt.

DEUTSCHE GESCHICHTE IM SPIEGEL ROMANTISCHER MALEREI KEP 039

Johannes Knecht

3 Termine (9 Ustd.), 15. - 29.1.2014, Mi 14.00 - 16.15

Nur auf den ersten Blick ist die Malerei der deutschen Romantik phantastisch und wirklichkeitsentrückt.

Tatsächlich spiegelt sie in symbolischen Chiffren die konkreten Fragen und großen

Tendenzen der Zeit: Verarbeitung der französischen Revolution, idealistisches Freiheitsstreben

und erwachenden Nationalismus. Zugleich wird die Malerei zum Artikulationsfeld neuer, historistischer

Geschichtskonstruktionen.

Wir wollen die politisch-weltanschaulichen Bedeutungsebenen in den Werken Caspar David

Friedrichs und anderer Meister der Zeit entfalten und dabei auch allgemein nach dem Wechselverhältnis

von Kunst und Geschichte fragen: Wo ist Malerei bloßes Dokument historischer

Prozesse, und wo ist sie aktiv an der Schaffung neuer Geschichts-Bilder beteiligt?

DER WILLE ZUM SEHEN – ARCHITEKTUR UND ARCHITEKTURSEHNSÜCHTE

IN DER MALEREI DES 19. JAHRHUNDERTS KEP 040

Jan Maruhn

2 Termine (10 Ustd.), 14. + 15.2.2014, Fr 17.00 - 18.30, Sa 10.00 - 16.00

Architektur ist eine wahrhaftige Kunst. Wie allerdings die steinernen Zeugen der Geschichte und

die schönen neuen Häuser gezeigt werden, ist immer abhängig von der Zeit, in der die Gemälde

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK

35


36 KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK


entstehen. Visionär, sachlich, romantisch verklärt oder der Phantasie entsprungen, zeigen uns

Maler aus aller Welt ihre architektonische, gemalte Weltsicht.

CASPAR DAVID FRIEDRICH KEP 041

Prof. Dr. Helmut Börsch-Supan

3 Termine (6 Ustd.), 17. - 31.3.2014, Mo 10.00 - 11.30

Die Geschichte der Friedrich-Forschung seit der Wiederentdeckung des Malers um 1900 zeigt

immer wieder das Bestreben, seine faszinierende Eigentümlichkeit aus der Gegenwart zu erklären

und ihn so „modern“ zu machen. Hier wird dagegen der Weg beschritten, das Unverwechselbare

dieser sich dem Gefühl öffnenden Kunst aus einer christlichen Denktradition heraus und

als Bewältigung einer schwierigen Biographie zu verstehen.

INGRES UND DAVID KEP 042

Dr. Fatma Yalçin

2 Termine (8 Ustd.), 5. + 12.3.2014, Mi 14.00 - 17.00

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt sich ein Generationskonflikt zwischen den

Vertretern des Klassizismus und der Romantik. Jacques-Louis David und Jean-Auguste-Dominique

Ingres repräsentieren die Kunstauffassung der Akademie, während Géricault und Delacroix

zu den stürmischen Romantikern zählen.

Baudelaire kritisiert David und Ingres, die nicht die „Imagination“ als wichtigste Quelle künstlerischer

Schaffenskraft sehen, sondern die Nachahmung der antiken Vorbilder. Dabei könnten

die beiden Künstler vor dem Hintergrund des politischen und gesellschaftlichen Wandels nicht

unterschiedlicher in ihrem künstlerischen Ausdruck sein.

Caspar David Friedrich, Hafen © SPSG / Foto: Wolfgang Pfauder

CARL BLECHEN – EIN MALERGENIE ERSTEN RANGES KEP 043 / KEP 044

Dr. Beate Zimmermann

2 Termine (6 Ustd.)

KEP 043: 11. + 13.12.2013, Mi + Fr 11.00 - 13.15 / KEP 044: 8. + 17.1.2014, Mi + Fr 11.00 -13.15

Schon Theodor Fontane, von dem das Zitat aus der Überschrift stammt, fiel es nicht leicht, das

malerische Talent Carl Blechens genauer einzuordnen. Ratlos waren auch die Zeitgenossen von

Carl Blechen. Denn der junge aus Cottbus stammende Künstler, der nach einer aufregenden

Italienreise 1828/29 mit Bildern voller Licht und mit immensen neuen Beobachtungen über die

Darstellung von Sonne und Schatten, Landschaft und atmosphärischen Erscheinungen zurückkehrte,

schaffte Werke, die äußerst ungewöhnlich waren.

Er war ein Maler der Romantik, der in seinem Werk zwischen den romantischen Klängen der Zeit

immer wieder überraschend die Realität, einen gewissen Realismus in seine Bilder mit einbezog.

Zwischen offiziellen Aufträgen und Ansprüchen und eigenen künstlerischen Entdeckungen hinund

hergerissen, erstaunen bis heute Blechens großartige Licht- und Farbeffekte, die weit voraus

weisen: Malerisch erscheinen sie wie Vorläufer des französischen Impressionismus.

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK

37


DIE KUNST DES 19. JAHRHUNDERTS:

WECHSELSPIEL ZWISCHEN VERKLÄRUNG UND NEUER REALITÄT KEP 045 / KEP 046

Dr. Beate Zimmermann

4 Termine (12 Ustd.)

KEP 045: 22.1. - 12.2.2014, Mi 11.00 - 13.15 / KEP 046: 22.1. - 12.2.2014, Mi 15.00 - 17.15

Dieser Kurs nähert sich in genauer Betrachtung den unterschiedlichen künstlerischen Phänomenen

der Kunst des 19. Jahrhunderts in der Berliner Sammlung. Zu Beginn ist es die Romantik

und ihr Umfeld, die faszinieren. Die Sehnsucht nach der Vergangenheit, die Suche nach

dem Glück und den Idealen im Mittelalter oder in der bewunderten Antike: Verklärungen und

Schwärmereien mit unterschiedlichen Intentionen ...

Die träumerischen Welten des frühen 19. Jahrhunderts werden hervorgerufen durch die unsicheren

politischen Verhältnisse. Die Realität erhält einen neuen Stellenwert in der Kunst: Motive

wie Wolken, Licht, erste Fabrikgebäude treten auf. Porträts bekommen eine neue Aufgabe. Dieses

Wechselspiel zwischen Verklärung und neuer Realität wird in genauen Bildbetrachtungen

und der Vorstellung von exemplarischen Künstlerpersönlichkeiten verdeutlicht.

ORIENTALISMUS IN DER KUNST DER ROMANTIK KEP 047

Dr. Brigitte Pedde

3 Termine (9 Ustd.), 25. + 27.11. + 4.12.2013, Mo + Mi 10.30 - 12.45

Das Interesse in Europa für die Kultur des Orients war zu Beginn des 19. Jahrhunderts von politischen

Ereignissen wie der Kolonialisierung Nordafrikas und dem Befreiungskampf der Griechen

gegen die Türken ausgelöst worden. Zahlreiche Berichte von Reisenden wurden veröffentlicht.

Zudem kamen Zeichnungen mit exotischer Architektur und Bevölkerung in Umlauf.

Die Popularität von Lord Byron, der den Orient in romantischen Gedichten verklärte, tat ein

Übriges. Vor diesem Hintergrund entstand eine Malschule, die den islamischen Orient zum

Sujet hatte. Ihre Bilder zeigen einen Orient, wie es ihn nur in der Fantasie der Europäer gab. Die

meisten der Maler hatten Europa nie verlassen und kannten den Orient nur aus Reiseberichten,

von Zeichnungen und Musterbüchern mit orientalischer Ornamentik.

DIE NAZARENER – EINE KÜNSTLERGEMEINSCHAFT DER ROMANTIK KEP 048

Dr. Barbara Hofmann

4 Termine (12 Ustd.), 28.2. - 28.3.2014, Fr 15.00 - 17.15 (nicht am 21.3.)

Die Kunst der Nazarener steht beim heutigen Kunstpublikum nicht besonders hoch im Kurs.

Ihre religiöse Malerei wird oft als Kitsch abgetan. Das ist schade, denn aus der kleinen Gruppe

von Gleichgesinnten, die sich 1809 in Wien zum „Lukasbund“ zusammenschlossen und dem

akademischen Kunstbegriff des Klassizismus versagten, ging eine der bedeutendsten Künstlergemeinschaften

des 19. Jahrhunderts hervor. Ab 1810 hatten die Lukasbrüder in Rom ihr Ideal

der Symbiose von Kunst und Religion zu leben versucht, was ihnen den Spottnamen „il Nazareni“

(die, die Christus ähnlich sind) eintrug. Wir verfolgen, welche Ziele die Nazarener im Einzelnen

umtrieben und welchen Beitrag sie zur Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts leisteten.

38 KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK


DIE DEUTSCHE ROMANTIK IM EUROPÄISCHEN KONTEXT:

STRÖMUNGEN UND TENDENZEN IM SPÄTEN 18. UND 19. JAHRHUNDERT KEP 049

Prof. Dr. habil. Norbert Kapferer

5 Termine (10 Ustd.), 2. - 30.11.2013, Sa 10.00 - 11.30

Romantik als geistige Signatur einer ganzen historischen Epoche – nirgendwo wurde sie so enthusiastisch

gefeiert, nirgendwo wurde sie so fruchtbar und nirgends so populär wie in Deutschland

– und nirgendwo trieb sie so bizarre Blüten, so dass das zeitgenössische Resteuropa bereits

teils bewundernd, teils amüsiert, teils entsetzt, „romantisch“ und „deutsch“ für Synonyma zu

nehmen geneigt war und mitunter noch immer ist.

Hat er mit einer besonderen völkerpsychologischen Disposition zu tun, der Deutschen romantischer

Hang, oder hat er zu tun mit ihren historischen Schicksalen, oder nur mit ihrer sozial-ökonomischen

Rückständigkeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts? Fest steht, dass Romantik

ein besonderes deutsches Phänomen ist, vielleicht so, wie die Renaissance ein italienisches, oder

die Aufklärung ein französisches.

EINE ILLUSTRE GESELLSCHAFT:

LEBENSGEFÜHL IN BERLIN ZWISCHEN 1800 UND 1850 KEP 050

Dr. Friederike Hauffe, Marike Langhorst

5 Termine (10 Ustd.), 9.1. - 6.2.2014, Do 13.45 - 15.30 (inkl. Pause)

Franz Krüger malt die „Parade auf dem Opernplatz“ und wir schauen genau zu. Wir identifizieren

die hier dargestellten Personen, erzählen aus ihrem Leben und öffnen den Vorhang für den

Blick hinter die Kulissen dieser illustren Gesellschaft. Wer mit wem, warum, wohin?

Wir begegnen hier der Hautevolee des Berliner Bürgertums, das die neue Leitkultur bestimmt:

politischen Entscheidern, Wissenschaftlern, bildenden Künstlern, Musikern, Sängerinnen, dem

Starfriseur. Museumsbesuche sowie kurze Stadtspaziergänge erschließen das Lebensgefühl zwischen

Salons, der Fahrt mit der Berlin-Potsdamer Eisenbahn und Biedermeier.

KOSTÜMGESCHICHTE DES EMPIRE UND DES BIEDERMEIER KEP 051

Dr. Friederike Hauffe, Beatrice Szameitat

4 Termine (12 Ustd.), 7. - 28.1.2014, Di 10.15 - 12.30

Auch in der Mode schlägt sich die durch Aufklärung und Revolution bedingte geistige Erneuerung

und Veränderung der sozialen Ordnung nieder. Der aristokratische Seidenluxus des Rokoko

weicht um 1800 einer schlichten und ungekünstelt wirkenden Linie.

Die Einführung der langen Hose und der Wegfall von Reifrock und Korsett sind dabei die entscheidenden

Neuerungen. Natürlichkeit und Einfachheit bestimmen die Formen und Farben

von Herren- wie Damenkleidung des Empire. In der Damenmode wird dieser Trend allerdings

nicht lange durchgehalten. Mit dem Biedermeier werden die Kleider zunehmend steifer und üppiger.

Die langgestreckte Silhouette der Frau wandelt sich ab 1820 bis zur Jahrhundertmitte zum

sanduhrförmigen Umriss. Wie sich Geisteshaltung und modische Formen in der wechselvollen

Zeit zwischen 1800 und 1850 gegenseitig beeinflussen, beschäftigt uns in diesem Seminar.

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK 39


EINFÜHRUNG IN DAS KUNSTGEWERBE

DES KLASSIZISMUS UND DER ROMANTIK KEP 052

Beatrice Szameitat

5 Termine (15 Ustd.), 4.2. - 4.3.2014, Di 10.15 - 12.30

Die Kunstwerke des Kunstgewerbes lassen sich drei großen Bereichen zuordnen. Das erste Gebiet

umfasst das Wohnen. Wände werden mit Tapeten verziert, Teppiche ausgebreitet, Möbel

aufgestellt. Als zweiter Bereich, unverzichtbar für standesgemäße Repräsentation, gilt die Tafelkultur.

Erlesene Porzellane, teure Silberbestecke und kostbare Gläser bilden eine Einheit am

Tisch.

Das dritte Gebiet des Kunstgewerbes ist schließlich die Ausstattung des Menschen selbst, seine

Mode wie sein Schmuck. Für die Kunstwerke aller drei Bereiche bieten die Sammlungen unserer

Museen zahlreiche Belegstücke – vom Silberleuchter bis hin zum Zylinder.

Das Seminar gibt einen Überblick über die Lebenskultur der Oberschichten von 1790 bis 1850.

DIE TISCHLERWERKSTATT DER FAMILIE ROENTGEN KEP 053

Beatrice Szameitat

3 Termine (9 Ustd.), 10. - 24.2.2014, Mo 10.00 - 12.15

Die Tischlerwerkstatt der Familie Roentgen aus Neuwied am Rhein – Mitglieder der Herrenhuter

Glaubensgemeinschaft – war über Jahrzehnte hinweg die erfolgreichste ihrer Zeit. Spezialisiert

auf multifunktionale Verwandlungsmöbel mit Sprungschubladen, wie von Zauberhand zu öffnenden

Türen bis hin zu ganzen Musikspielen, bedienten sie das enorme Luxusbedürfnis der

Höfe.

Während der Vater Abraham Roentgen noch im Rokoko-Stil arbeitete, modernisierte sein genialer

Sohn David den Betrieb und schuf klassizistische Formen. Seine unglaublichen Erfolge

standen allerdings im Konflikt mit seinem Glauben. Anhand von Bildern wird in diesem Seminar

die Geschichte der Roentgens erzählt und Funktionsweise und Stil der teuren Möbel sichtbar

gemacht.

BRÜCKENSCHLÄGE – TURNER UND SEINE ALTEN MEISTER KEP 054

Dr. Fatma Yalçin

3 Termine (6 Ustd.), 15. - 29.1.2014, Mi 16.00 - 17.30

Als Autodidakt ergattert William Turner mit 14 Jahren ein Stipendium der Royal Academy und

ein Jahr später wird dort sein erstes Aquarell ausgestellt. Mit 26 Jahren ist er bereits Mitglied

der Royal Academy. Turner gilt als Schlüsselfigur für den Übergang der Malerei zur historischen

Moderne. Er war ein Wegbereiter für Impressionisten und sogar für die abstrakten Künstler des

20. Jahrhunderts.

Durch seine Italienreise aber auch durch sein Studium der alten Meister, hat er schnell Vorbilder

gefunden, darunter Lorrain, Poussin, Veronese, Tizian und Rembrandt. Wie haben diese Künstler

Turner beeinflusst? Welche Ähnlichkeiten und oberflächlichen Verwandtschaften in Motiv, Komposition

oder Farbe lassen sich mit Turners eigenen Werken feststellen?

40 KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK


DIE MALEREI DER ENGLISCHEN ROMANTIK:

DAS PHANTASTISCHE IST ÜBERALL KEP 055

Dr. Matthias Vollmer

3 Termine (12 Ustd.), 10. - 24.1.2014, Fr 10.30 - 13.30

Zwei unterschiedliche Gattungen – die Landschaftsmalerei und die Darstellung ebenso phantastischer

wie unheimlicher Traumwelten – bestimmen die englische Romantik in der ersten Hälfte

des 19. Jahrhunderts? Nach den Landschaften von Reynolds und Gainsborough erreicht die

Landschaftsmalerei schließlich mit William Turner ihren Höhepunkt. Turners mitunter geradezu

abstrakt anmutende Darstellungen des Spieles der Elemente werden von einer einzigartigen

Lichtführung und Farbwahl bestimmt.

Der Kurs zeigt, wie in der englischen Malerei der Romantik die entfesselten Kräfte der Natur

zum Vermittler von Seelenzuständen werden, eine Tendenz die auch in der Malerei Johann Heinrich

Füsslis und William Blakes nachzuweisen ist.

DER ENGLISCHE LANDSCHAFTSGARTEN ODER – WIE SICH AUS EINEM POLITISCHEN

MANIFEST DER NEUE GARTENSTIL ENTWICKELTE KEP 056

Jan Maruhn

2 Termine (10 Ustd.), 1. + 2.11.2013, Fr 17.00 - 18.30, Sa 10.00 - 16.00

William Kent und Charles Bridgeman begannen in den 20er-Jahren des 18. Jahrhunderts für Anhänger

der Whig Party den neuen Gartenstil zu entwickeln. Aus ihrer politischen Haltung, den

König abzusetzen und stattdessen seinen Sohn auf den Thron zu heben, wurde als ästhetisches

Zeichen der neue Gartenstil entwickelt. 60 Jahre nach den barocken Entwürfen Le Nôtres für

Vaux-Le-Vicomte und Versailles, fand der englische Garten ungezählte Anhänger.

Capability Brown perfektionierte den „blumenlosen Garten“. Er schuf weiträumige Gartenanlagen,

die auf die französische Landschaftsmalerei von Claude Lorrain und Nicolas Poussin zurückgreifen.

ZEUGNISSE DER FRÜHEN LANDSCHAFTSGARTENKUNST IN PREUSSEN:

SANSSOUCI – PFAUENINSEL – NEUER GARTEN KEP 057 / KEP 058 / KEP 059

Steffi Kieback

1 Termin (3 Ustd.)

KEP 057: 14.3.2014, Fr 13.15 - 15.30 / KEP 058: 21.3.2014, Fr 13.15 - 15.30

KEP 059: 28.3.2014, Fr 13.15 - 15.30

Um 1710 entstand in England ein neuer Gartenstil – barocke Parterres wurden aufgegeben,

Hecken nicht mehr geschnitten und ganze Landgüter in große, natürlich anmutende Parks mit

dekorativen Viehherden verwandelt. Die harmonische „S-Linie“ prägte nun die Gärten.

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts waren neue Gärten im englischen Stil auch auf dem Kontinent

zu finden. In Preußen wurden schon zur Regierungszeit Friedrich II. Versuche mit „nordamerikanischen“

Gehölzen unternommen, der neue Stil setzte sich aber erst seit Friedrich Wilhelm II.

durch. Der Kurs führt zu den Zeugnissen der frühen Landschaftsgartenkunst in Preußen.

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK 41


AUS DER QUELLE DER DINGE:

SCHELLINGS PHILOSOPHIE DER ZEIT KEP 060

Dr. Johannes Oberthür

5 Termine (15 Ustd.), 5.2. - 5.3.2014. Mi 16.30 - 18.45

„Aus der Quelle der Dinge geschöpft und ihr gleich hat das Ewige der Seele eine Mit-Wissenschaft

der Schöpfung./ Dieses Wesen ist das Band, durch das der Mensch fähig wird, mit der

ältesten Vergangenheit (...) in unmittelbaren Bezug zu treten“. Schelling (1775-1854) ist – neben

Hegel – der zweite große Denker des Deutschen Idealismus nach Kant und Fichte.

In Schellings Schrift „Die Weltalter“ ist die Zeit das große Thema. Hier ist der grandios angelegte

Versuch zu konstatieren, Zeit aus ihrem Ursprung zu denken, aus einem Ursprung, den wir alle,

Geschöpfe dieses Ursprungs, noch in uns tragen. So kann der Mensch, können wir alle Zugang

haben und finden zu dieser Ursprungsdimension, die Schelling in aufregender Weise mit dem

Versuch, Ewigkeit zu denken, in Verbindung bringt. „Zeit“, sagt er, bleibt „an die Ewigkeit geknüpft“,

derart, das stets ein „Band“ verbleibt „zwischen Ewigkeit und Zeit“.

DIE ROMANTIK UND DAS BÖSE KEP 061

Dr. Matthias Vollmer

4 Termine (16 Ustd.), 21.1. - 11.2.2014, Di 10.30 - 13.30

Um 1800 entdeckten Maler und Dichter die dunkle Seite des menschlichen Geistes, die Gespenster,

die in jedem lauern. Im Gegensatz zur Begeisterung der Künstler für die Erhabenheit

der Natur und die Reinheit des Gefühls, soll in diesem Kurs der Fokus auf dem Ausdruck der

Abgründe der Conditio humana liegen: der Tod, das Geheimnisvolle, Irrationale, Groteske, das

Wahnsinnige und das Böse erhalten eine nie gesehene Bedeutung, die dem Bösen eine ganz

neue Wirklichkeit verleiht.

Sie wird mit dem Begriff der »Schwarzen Romantik« bezeichnet. Die Werke von Goya, Füssli,

Delacroix, William Blake, Thomas Cole und Samuel Coleman werden vor diesem Hintergrund

herangezogen, um die neue Bedeutungsebene des Bösen zumindest im Ansatz zu erschließen.

NEO RAUCH UND DIE ROMANTIK KEP 062

Steffi Recknagel

1 Termin (6 Ustd.), 14.1.2014, Di 11.00 - 16.00 (inkl. Pause)

Nachtspaziergänge und das Eismeer der Romantik, das ganze Raunen und Sehnen ist da, das

Ideal, das immer schon kontaminiert ist – und seine Banalisierung, schrieb die „Süddeutsche

Zeitung“ über Rauchs Doppelausstellung in Leipzig und München 2010.

Neo Rauchs Malerei wird oft vorgeworfen, sie sei nicht zeitgemäß, ja sogar, sie sei anachronistisch.

Wenn dann aus seinen Bildern Motive und Strategien vergangener kunstgeschichtlicher

Strömungen herausgelesen werden, tauchen immer wieder zwei Begriffe auf – Surrealismus

und Romantik, beide einem verwandten Impetus entspringend. Wir überprüfen die Verweise auf

die Romantik und die „romantische Ironie“. Lassen sie sich belegen und wenn ja, mit welchem

Erkenntnisgewinn?

42 KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK


KLASSIZISMUS UND ANTIKLASSIZISMUS IN DER ZEITGENÖSSISCHEN

BERLINER ARCHITEKTUR KEP 063

Johannes Knecht

2 Termine (6 Ustd.), 20. + 27.11.2013, Mi 15.00 - 17.15

Es gilt, Architekturproduktion im wiedervereinigten Berlin begrifflich und stilgeschichtlich zu

verorten: Neben der langatmigen Tendenz einer vermeintlich bedeutungslos-bescheidenen, rein

funktionalen, dafür städtebaulich umso verheerenderen (Post-) Moderne stehen Experimente

des „organischen Bauens“, vor allem mehr oder minder verhohlene Rezeptionen des historischen

Repertoires. Monumentalität, große Geste und gediegenes Material scheinen einem neuen

öffentlichen und nationalen Selbstbewußtsein zu entsprechen.

Dabei bleiben die an Karl Friedrich Schinkel zu studierenden Tugenden des Klassizismus – Klarheit,

Einfachheit, Solidität – eher unbeachtet. So muss auch die seit den 2000ern in der Stadt um

sich greifende „Schießschartenarchitektur“ als pervertierter Neo-Klassizismus aufgefaßt werden.

Baubetrachtungen vor Ort veranschaulichen die Facetten des herrschenden Zeitgeistes in der

gegenwärtigen Architektur sichtbar.

SCHINKEL-REZEPTION IM 20. JAHRHUNDERT:

VON PETER BEHRENS BIS IEOH MING PEI KEP 064 / KEP 065

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

2 Termine (6 Ustd.)

KEP 064: 15. + 22.1.2014, Mi 11.00 - 13.15

KEP 065: 5. + 12.3.2014, Mi 11.00 - 13.15

Kaum ein deutscher Architekt hat mit seinem Werk eine so starke Nachwirkung erfahren wie Karl

Friedrich Schinkel. Ohne sein Vorbild wäre der Neoklassizismus in Deutschland um 1910 nicht

vorstellbar. Für Peter Behrens bedeutete er viel. Den Architekten der klassischen Moderne war

er Vorbild und Wegbereiter. Insbesondere Mies van der Rohe setzte sich sein ganzes Leben mit

Schinkel von seinen frühen Berliner Villenbauten bis hin zur Neuen Nationalgalerie auseinander.

Der Kurs fragt nach der Rezeption von Schinkel bei deutschen und internationalen Architekten.

ROMANTIK UND FILM KEP 066

Jan Maruhn

3 Termine (16 Ustd.), 17. + 18. + 25.1.2014, Fr 17.00 - 18.30, Sa 10.00 - 15.30

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert des Romans und der Film fühlt sich der romanhaften

Erzählweise noch immer weitgehend verpflichtet. Romantik ist ein fast ebenso durch die gesamte

Filmgeschichte gepflegtes Genre. Was passt da besser als beides miteinander zu verschränken

und eine Kultur der romanhaften Verfilmung von Romanen zu schaffen.

Durch die Jahrzehnte entwickeln Regisseure immer wieder andere filmische Strategien, um den

immer wiederkehrenden romantischen Themen des 19. Jahrhunderts ein zeitgemäßes Gesicht zu

geben. Wir begeben uns auf die Spuren von Stanley Kubrick, Jane Campion, Jane Austen, Leo Tolstoi,

Theodor Fontane, Emily Brontë, Claude Chabrol und vielen anderen.

KUNSTHISTORISCHE EPOCHEN IM FOKUS: KLASSIZISMUS UND ROMANTIK 43


KUNSTGESCHICHTEN VOR ORT


VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST

IKONEN DER MODERNEN ARCHITEKTUR:

DIE VILLA TUGENDHAT VON MIES VAN DER ROHE IN BRÜNN KM 001

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

2 Termine (8 Ustd.), 8. + 15.11.2013, Fr 10.00 - 13.00

Zeitgleich mit dem legendären Barcelona-Pavillon entwarf Ludwig Mies van der Rohe 1928 - 30

in Brünn für das Unternehmer-Ehepaar Fritz und Grete Tugendhat die in einen Hang eingestellte

Villa Tugendhat, deren Architektur eine Einheit mit dem Garten bildet. Die Villa wurde zu

einem Manifest des internationalen Stils und des neuen Wohnens schlechthin. Dabei verbindet

sich eine hochstehende Ästhetik des Bauens mit edelsten Materialien und einer neuen Raumauffassung

mit einer revolutionären Bautechnik. 2011 wurde die Villa zum Weltkulturerbe.

JUNGE DEUTSCHE ARCHITEKTEN AUF WELTKURS:

ARNO BRANDLHUBER – BRANDLHUBER+ KM 002

Jan Maruhn

1 Termin (5 Ustd.), 19.11.2013, Di 15.00 - 18.45

Arno Brandlhuber ist der Analytiker der Stadt. Er beschäftigt sich mit der Frage der Heterogenität

der Stadt und sucht nicht, wie viele seiner Kollegen, die Einheitlichkeit der Stadtstruktur.

Seine Architektur soll nicht passen, sie soll die beschädigten Lücken der Stadt gestalten, soll

preiswert sein und avancierte Lösungen anbieten. Preisgünstige Materialien, die eine ganz eigene

optische Qualität entwickeln und raffinierte Grundrisslösungen für komplizierte Grundstücke

sind sein prägnantes und überzeugendes Markenzeichen.

RETROSPEKTIVE. MERET OPPENHEIM KM 003 / KM 004 / KM 005

Dr. Beate Zimmermann

1 Termin (3 Ustd.)

KM 003: 6.11.2013, Mi 11.00 - 13.15 / KM 004: 6.11.2013, Mi 14.30 - 16.45

KM 005: 27.11.2013, Mi 11.00 - 13.15

Die deutsch-schweizerische Künstlerin Meret Oppenheim war eine der faszinierendsten Figuren

der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als junge Frau kommt sie in den 1930er Jahren nach

Paris und wird schnell zum Teil der surrealistischen Bewegung um André Breton und Max Ernst.

Alberto Giacometti und Hans Arp zählen zu ihren Freunden. Man Ray macht von der schönen

jungen Frau eine Reihe berühmter surreal-erotischer Fotos - sie wird die Muse der Surrealisten

genannt.

Doch Meret Oppenheim ist selbst eine äußerst kreative Künstlerin, die schon zu Beginn ihrer

Karriere eindrucksvolle Arbeiten schafft, ihre pelzbezogene Tasse ist bis heute ein Begriff. Sie

spielt mit Alltagsmaterialien, gibt ihnen neue Sinnzusammenhänge, sie experimentiert ihr ganzes

künstlerisches Leben lang mit Träumen, Worten, Begriffen und Materialien. Am 6. Oktober

2013 wäre Meret Oppenheim 100 Jahre alt geworden – die Berliner Festspiele zeigen ihr zu Eh-

VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST 45


en eine umfassende Retrospektive ihres Gesamtwerkes – ein Parcours durch ihre verschiedenen

Schaffensperioden, der im intensiven Rundgang und spannenden Diskurs erlebt werden soll!

EINE AUSSTELLUNG SCHREIBT KUNSTGESCHICHTE:

AUSWEITUNG DER KAMPFZONE

DIE SAMMLUNG 1968-2000 KM 006 / KM 007 / KM 008 / KM 009 / KM 010

Katharina Raab

3 Termine (9 Ustd.)

KM 006: 20. + 22. + 27.11.2013, Mi + Fr 10.30 - 12.45 / KM 009: 9. - 23.1.2014, Do 17.00 - 19.15

Dr. Beate Zimmermann

2 Termine (6 Ustd.)

KM 007: 20. + 29.11.2013, Mi + Fr 11.00 - 13.15 / KM 008: 20. + 29.11.2013, Mi + Fr 14.30 - 16.45

Steffi Recknagel

3 Termine (8 Ustd.)

KM 010: 13. - 27.3.2014, Do 13.2. 10.30 - 12.00, sonst 10.30 - 12.45

Die Neue Nationalgalerie beendet mit einem dritten Teil ihre klug gewählte Ausstellungsreihe,

bei der sie vorrangig mit den eigenen hervorragenden Beständen punkten konnte. Nun also

die Präsentation der Kunst nach 1968, dem auslaufenden 20. Jahrhundert und dessen aufregenden

Tendenzen.Weit gespannt sind die künstlerischen Möglichkeiten, vielfältig die Arbeiten:

konzeptuelle Ansätze wie bei Hanne Darboven und Roman Opalka. Oder fast zitathaft, postmoderne

Entwicklungen bei Sigmar Polke und Gerhard Richter, oder Einzelgänger und prägende

Künstlerpersönlichkeiten wie Joseph Beuys und Anselm Kiefer – alles im Vergleich zu den entsprechenden

Entwicklungen in anderen Ländern, alles zusammengesetzt aus den großartigen

Beständen der Berliner Museen. Kurzum, große Momente der jüngeren Kunstgeschichte in

spannungsvoller Inszenierung erwarten uns!

Während die Kurse KM 006 - 009 vor allem einzelne Werke analysieren, nimmt Kurs KM 010

die Gesamtkonzeption der Ausstellung in den Blick: Welche Akzente setzt die Auswahl und die

Hängung im Vergleich zu früheren Präsentationen?

DER PREIS DER NATIONALGALERIE FÜR JUNGE KUNST 2013 KM 011

Vivian Kea

1 Termin (3 Ustd.), 8.11.2013, Fr 10.00 - 12.15

2013 wird der Preis der Nationalgalerie für junge Kunst zum siebten Mal verliehen. Der Preis

wurde in den 1990er Jahren vom Verein der Freunde der Nationalgalerie zusammen mit dem

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin initiiert. Seit dem Jahr 2000 fördert

er junge Künstler, holt die Gegenwartskunst ins Museum, macht sie einem großen Publikum

zugänglich und unterstreicht die Bedeutung der Stadt Berlin für die Produktion und Rezeption

von Kunst. Sie lernen bei unserem Treffen die vier für den Preis nominierten Künstler mit ihren

Werken kennen. Parallel und in Kooperation mit der Deutschen Filmakademie wird der Preis für

junge Filmkunst verliehen: Den Siegerfilm schauen wir uns nach einer Einführung ebenfalls an.

46 VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST


IM ATELIER: DER KÜNSTLER UND PHILOSOPH

JOHANNES OBERTHÜR IM GESPRÄCH MIT CHRISTA LICHTENSTERN KM 012

Prof. Dr. Christa Lichtenstern, Dr. Johannes Oberthür

1 Termin (3 Ustd.), 29.11.2013, Fr 11.00 - 13.15

Dr. Johannes Oberthürs abstrakte Farbfeldmalerei wird von einer großen Ernsthaftigkeit und von

philosophisch fundierten Wahrnehmungsstudien über das „Sehen“ getragen. Man taucht in seinen

stark farbigen Streifensetzungen in bewegte Ordnungsgefüge ein. Sie halten überraschend

neue Aussagen über das Licht, den Rhythmus und Gestaltungsfragen vielfacher Art bereit. Nicht

zuletzt geht es um innere Erfahrungen: Man wandert durch Farbräume und bildimmanente

Bewegungen wie durch Bewußtseinswege, die von einem überwältigend blendenden Licht überfangen

scheinen.

Darüber und über seine Inspiration mit Johannes Oberthür zu sprechen und an ausgewählten

Bildern seiner Entwicklung zu folgen, dürfte sein Atelier der beste und spannendste Ort sein.

CARTE BLANCHE – AUSSTELLUNG ENTDECKT KM 013

Steffi Recknagel

2 Termine (5 Ustd.), 25.2. + 4.3.2014, Di 10.30 - 12.00 + Di 10.30 - 12.45

Dies ist die Fortsetzung eines Experiments. Geboren aus der oft mit Bedauern verbundenen

Erfahrung, sehenswerte Ausstellungen im Programm nicht berücksichtigen zu können, weil sie

zur Zeit der Drucklegung noch nicht bekannt gegeben waren. Nun haben wir ›blind‹ einen

Zeitraum auserkoren und wer sich auf das Abenteuer einlässt, erfährt am 25. Februar beim Vorbereitungstreffen,

welche Ausstellung entdeckt und für sehenswert befunden wird.

SONDERAUSSTELLUNG – WIEN BERLIN

KUNST ZWEIER METROPOLEN KM 014 / KM 015 / KM 016

Dr. Beate Zimmermann

1 Termin (3 Ustd.)

KM 014: 4.12.2013, Mi 15.00 - 17.15 / KM 015: 6.12.2013, Fr 15.00 - 17.15

KM 016: 10.1.2014, Fr 15.00 - 17.15

Die Berlinische Galerie und die Österreichische Galerie Belvedere präsentieren in einer großen

Sonderausstellung erstmals gemeinsam zentrale Werke der Wiener und Berliner Moderne. Es

geht um die Zeit der Seessionen in beiden Städten, als sich die Kunst der Moderne von den

Restriktionen des konservativen akademischen Geschmacks freimachte und neue Wege der Darstellung

und Ausstellung suchte. Großartige Beispiele aus Wien und Berlin um die Jahrhundertwende

bebildern diese aufregende Zeit um 1900. In beiden Städten formierte sich Anfang des

20. Jahrhunderts dann folgerichtig die Avantgarde – die Zeit des Expressionismus bis hin zur

Neuen Sachlichkeit wird ebenfalls mit ungewöhnlichen Werken neu beleuchtet.

Die Ausstellung widmet sich in rund 200 Exponaten, u.a. von Max Beckmann, Hans Baluschek,

Otto Dix, Ernst-Ludwig Kirchner, Gustav Klimt, Oskar Kokoschka, Christian Schad, Egon Schiele

dem spannenden Dialog von Wiener und Berliner Positionen der klassischen Moderne.

VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST 47


MUSEUM FÜR GEGENWART:

DER HAMBURGER BAHNHOF KM 017

Katharina Raab

2 Termine (6 Ustd.), 4. + 11.3.2014, Di 14.00 - 16.15

Der Hamburger Bahnhof beherbergt seit 1996 das Museum für Gegenwart der Nationalgalerie.

Parallel zu Sonderausstellungen zeigt dieses Museum in wechselnden, spannenden Präsentationen

Werke der eigenen Sammlung sowie der Privatsammlung Marx, der Friedrich Christian Flick

Collection und der Sammlung Marzona.

Der Kurs stellt die Hauptwerke und die wichtigen Entwicklungen der Kunst seit den 1960er

Jahren bis in die Gegenwart vor. Neben herausragenden Künstlerpersönlichkeiten wie Joseph

Beuys, Andy Warhol und Cy Twombly werden auch jüngere, weniger bekannte Künstler der

Sammlung und der Sonderausstellungen besprochen.

Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart © Staatliche Museen zu Berlin / Foto: Maximilian Meisse

NACH DER NEUERÖFFNUNG:

DAS MUSEUM BERGGRUEN KM 018 / KM 019

Dr. Beate Zimmermann

2 Termine (6 Ustd.)

KM 018: 15. + 22.11.2013, Fr 14.30 - 16.45 / KM 019: 15. + 22.11.2013, Fr 11.00 - 13.15

Eines der schönsten Museen in Berlin, das in Charlottenburg, im eleganten westlichen Stülerbau

beheimatete Museum Berggruen, ist nach Monaten von Renovierung und Umbau nun wieder

neu zu betrachten.

Hier sind die Herzstücke der Sammlung von Heinz Berggruen vereint: die fundierte und prächtige

Sammlung von Werken Pablo Picassos, aus fast allen wesentlichen Phasen seines malerischen

Lebens, die unglaubliche Vielfalt der zauberhaften Werke Paul Klees, wesentliche Arbeiten

des filigranen Künstlers Alberto Giacometti, farbsprühende Werke von Henri Matisse und viele

weitere wesentliche Kunstwerke, die nun dazukommen und in einem völlig neuen Ensemble

erstrahlen.

Grund genug für uns, die Sammlung, dieses Kleinod in der Berliner Museenlandschaft, (wieder)

in Ruhe zu entdecken.

DEUTSCHE BANK KUNSTHALLE:

THE CIRCLE WALKED CASUALLY KM 020

Dr. Beate Zimmermann

1 Termin (3 Ustd.), 23.1.2014, Do 14.30 - 16.45

Mit 170 Werken von 38 internationalen Künstlern aus der Sammlung Deutsche Bank entwickelt

Victoria Noorthoorn neue und ungewohnte Perspektiven auf die internationale Zeichnung zwischen

1900 und heute.

Von Künstlern wie Otto Dix über Joseph Beuys und Eva Hesse bis zu Louise Bourgeois, Ellen

Gallagher oder Jakub Julian Ziólkowski würdigt The Circle Walked Casually die Zeichnung als das

fundamentale Medium künstlerischer Arbeit.

VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST

49


DEUTSCHE BANK KUNSTHALLE – PAINTING FOREVER!

JEANNE MAMMEN, ANTJE MAJEWSKI, KATRIN PLAVCAK, GIOVANNA SARTI KM 021

Dr. Beate Zimmermann

1 Termin (3 Ustd.), 7.11.2013, Do 14.30 - 16.45

In der Gegenüberstellung dieser vier, als in sich geschlossene Positionen präsentierten Künstlerinnen

lassen sich trotz aller Unterschiede feine Verwandtschaften ausmachen und überraschende

Bezüge herstellen – in den surrealistisch anmutenden Bildräumen zwischen Abstraktion und

Gegenständlichkeit, der Chiffrierung von Motiven, der lakonisch-humorvollen Verwendung

profaner Materialien wie Glitter und Glanzpapier und der ironisch-distanzierten aber äußerst

wachsamen Beobachtung des jeweiligen Zeitgeschehens.

POSITIONEN ZEITGENÖSSISCHER KÜNSTLERINNEN – SOPHIE CALLE KM 022

Katharina Raab

2 Termine (6 Ustd.), 24. + 31.3.2014, Mo 10.00 - 12.15

Sophie Calle (*1953) gilt heute als eine der wichtigsten Künstelrinnen. Seit vielen Jahren verschränkt

sie biografische und fiktionale Begebenheiten und bezieht damit den Betrachter in

die Rituale eines immer wieder neu erfundenen Lebens ein. Immer geht es um menschliche

Begegnungen, oft um Liebe, Schmerz und Fremdheit.

Durch die Verschmelzung von Imagination und realem Geschehen, von Fakten und Fiktionen

hält sie sich alle Wege der permanenten Selbsterfindung offen. Nur so gelingt ihr der Spagat

zwischen der Authentizität ihrer Erfahrung und der Leichtigkeit von Rollenspielen, multiplen

Identitäten und den immer häufiger verfolgten Wechseln von Anwesenheit und Abwesenheit.

SAMMLUNG DEUTSCHE BANK UNTER DEN LINDEN KM 023 / KM 024

Dr. Beate Zimmermann

1 Termin (3 Ustd.)

KM 023: 7.12.2013, Sa 11.00 - 13.15

KM 024: 1.3.2014, Sa 11.00 - 13.15

Seit über 30 Jahren hat sich die Deutsche Bank der zeitgenössischen Kunst verschrieben. Kontinuierlich

erworben und unter dem Motto ”Art works” in den Bankgebäuden rund um den Globus

zu sehen, bietet diese Kunstsammlung ihren Betrachtern Anregung und Herausforderung.

Im Gebäude der Deutschen Bank Unter den Linden liegt der Schwerpunkt auf Werken, die in

engem Zusammenhang mit Berlin stehen.

Gezeigt werden Arbeiten auf Papier der Nachkriegszeit, der ”Jungen Wilden” bis hin zu Arbeiten

der Gegenwart, oftmals auch von Künstlern, die im Deutsche Guggenheim präsentiert wurden.

Zu sehen sind u. a. Werke von Franz Ackermann, Christo, Hanne Darboven, Nanne Meyer, Neo

Rauch, Gerhard Richter, Hiroshi Sugimoto, Susa Templin und Miwa Yanagi.

Nicht zuletzt wird auch ein tieferer Einblick in das Sammlungskonzept der Deutschen Bank

vermittelt.

50 VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST


DIE SAMMLUNG BOROS KM 025 / KM 026 / KM 027

Dr. Elisabeth Klotz

1 Termin (4 Ustd.)

KM 025: 4.11.2013. Mo 10.45 - 13.45 / KM 026: 20.1.2014, Mo 10.45 - 13.45

KM 027: 17.2.2014, Mo 10.45 - 13.45

Die Sammlung Boros gehört zu den bedeutendsten deutschen Privatsammlungen der Gegenwartskunst.

Nach dem aufwendigen Umbau eines NS-Bunkers wurde die Sammlung 2008 auf

8000 qm eröffnet. 2012 entschied sich das Sammlerehepaar Boros zur ersten Neuhängung.

Einen Schwerpunkt der Ausstellung stellen unter anderem Werke von Alicja Kwade und Michael

Sailstorfer dar. Besonders spannend wird auch dieses Mal die Frage nach dem Wechselspiel sein,

das die Kunstwerke mit dem geschichtsträchtigen Ort eingehen.

Nach der Führung tauschen wir unsere Eindrücke in einem nahe gelegenen Café aus.

DIE FIRMENSAMMLUNG DER ALLIANZ:

KUNSTKONZEPT TREPTOWERS KM 028 / KM 029

Hanna Frenzel

1 Termin (3 Ustd.)

KM 028: 4.11.2013, Mo 14.00 - 16.15 / KM 029: 9.12.2013, Mo 14.00 - 16.15

Die Kunstsammlung der Allianz-Versicherungen ist seit über einem Jahrzehnt ein Geheimtipp:

In den Räumen der Berliner Treptowers werden mehr als 500 Werke von 100 Künstlern aus

40 Nationen präsentiert. Die Sammlung besteht aus Skulpturen, Objekten, Bildern, Montagen,

Grafiken und Fotografien – teils aus den kunsthistorisch bedeutenden 20er und 30er Jahren,

teils zeitgenössisch und avantgardistisch. Die einzelnen Kunstwerke sind nicht an den Ort gebunden.

Jede Arbeit steht hier für sich. Die Kunstsammlung der Allianz ist für alle, die sie kennen,

ein einzigartiges Erlebnis.

Nach der Führung besprechen wir unsere Eindrücke in einem nahe gelegenen Café.

DIE SAMMLUNG HOFFMANN KM 030 / KM 031

Dr. Elisabeth Klotz

1 Termin (3 Ustd.)

KM 030: 2.11.2013, Sa 10.45 - 13.00 / KM 031: 18.1.2014, Sa 10.45 - 13.00

Die Sammlung Hoffmann ist eine der wenigen Privatsammlungen, die öffentlich zugänglich

sind. Über zwei Etagen eines ehemaligen Fabrikgebäudes erstrecken sich die Wohn- und Ausstellungsräume,

die zahlreiche Werke internationaler, zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen

beherbergen. Jeden Sommer stellt Erika Hoffmann eine neue Auswahl aus ihrem umfangreichen

Sammlungsbestand zusammen, der in Kunstwerken unterschiedlicher Medien, wie

Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Fotografie und Video von den 1960er Jahren bis zur

Gegenwart besteht.

Im Anschluss besprechen wir unsere Eindrücke in einem nahe gelegenen Café.

VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST

51


Vase mit Fasanen, Bröhan-Museum Berlin, Ausführung: Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM) © / Foto: Martin Adam

KUNSTSZENE BERLIN – GALERIEN IN MITTE KM 033

KUNSTSZENE BERLIN – GALERIEN IN CHARLOTTENBURG KM 034 / KM 035

Dr. Friederike Hauffe

1 Termin (4 Ustd.)

KM 033: 15.11.2013, Fr 14.00 - 17.00

KM 034: 20.2.2014, Do 14.00 - 17.00 / KM 035: 21.2.2014, Fr 14.00 - 17.00

Berlin ist zum führenden Standort für zeitgenössische Kunst in Europa avanciert. Die Stadt setzte

im Zuge des politischen und strukturellen Umbruchs in den letzten Jahren ein ungeahntes

kreatives Potential frei. Eine international unvergleichliche Dichte an Galerien zeugt davon.

Nach der Wende expandierte die Galerieszene vom Westteil der Stadt nach Mitte, bevor sie nach

Kreuzberg und Tiergarten weiterzog.

In Charlottenburg zwischen Fasanenstraße und Adenauerplatz findet man alteingesessene Galerien

neben mittlerweile neuen Adressen. Ein Rundgang führt dorthin. Zwei weitere Kunstspaziergänge

durch August- und Linienstraße zeigen, dass auch Mitte nach wie vor ein attraktiver

Ort des Primary Market mit Global Playern und attraktiven, jungen Programmgalerien ist.

KUNSTSZENE BERLIN – ATELIERBESUCHE KM 036

Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

6 Termine (24 Ustd.), 4.12.2013 + 8.1. - 5.3.2014, Mi 11.00 - 14.00 (14-tägig)

Die Szene der Berliner Ateliers spielt(e) einst und jetzt im kulturellen und künstlerischen Leben

Berlins eine bedeutende Rolle. Im Seminar werden nach einer Einführung etablierte und neu

gegründete Ateliers in der Kunstmetropole Berlin besucht. Vorgestellt werden sehr unterschiedliche

Künstlerinnen und Künstler in ihrem jeweiligen Profil - vor Ort, in ihren Wirkungsstätten.

DAS JUGENDSTILPORZELLAN DER KÖNIGLICHEN

PORZELLANMANUFAKTUR IN BERLIN KM 037

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

1 Termin (3 Ustd.), 10.12.2013, Di 11.00 - 13.15

Ob das von Hermann Seger entwickelte Seger-Porzellan mit der charakteristischen ochsenblutroten

Glasur, Gefäße mit stimmungsvoller Landschaftsmalerei oder das Ceres-Tafelservice von

Theo Schmuz-Baudiss, sie alle zählen zu den Höhepunkten des Jugendstil-Porzellans der Königlich-Preußischen

Porzellanmanufaktur in Berlin. Das 300jährige Jubiläum der Porzellanmanufaktur

ist Anlass für eine Sonderausstellung, deren Besuch im Zentrum dieses Kurses steht.

HOCHHERRSCHAFTLICHES WOHNEN IM NEUEN WESTEN KM 038

Dr. Nicola Bröcker

1 Termin ( 4 Ustd.), 16.11.2013, Sa 10.00 - 13.00

Reichsgründung und Hauptstadtbildung im Jahr 1871 sowie die schnell voranschreitende Industrialisierung

Berlins beförderten Bevölkerungsanstieg und Bautätigkeit innerhalb der Städte

VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST

53


und an ihren Rändern. Sukzessive entwickelte sich der Charlottenburger „Neue Westen“ – in

Konkurrenz zum Stadtzentrum Berlin-Mitte – zu einem Geschäfts- und Vergnügungszentrum

sowie zu einem bevorzugten Wohnviertel vermögender bürgerlicher Kreise.

Wir besichtigen hochherrschaftliche Miethäuser der Zeit um 1900 rund um den Savignyplatz

und den Lietzensee. Den Höhepunkt bildet der Besuch einer nahezu original erhaltenen, außergewöhnlich

repräsentativen Wohnetage.

KLEINMACHNOW – INDIVIDUELLE EINFAMILIENHÄUSER

DER 1920ER UND 1930ER JAHRE II KM 039

Dr. Nicola Bröcker

1 Termin (4 Ustd.), 14.3.2014, Fr 11.00 - 14.00

In den 1920er und 1930er Jahren entwickelte sich die Brandenburgische Landgemeinde zu einem

begehrten Wohnvorort. Hier entstanden in der Epoche der Weimarer Republik und des

Nationalsozialismus zahlreiche individuelle Einfamilienhäuser im Stil der Neuen Sachlichkeit,

zumeist in einer konservativen, moderat-modernen Formensprache. Viele dieser Wohnbauten

sind noch heute von hoher gestalterischer

Qualität. Wir betrachten bei unserem Rundgang durch Kleinmachnow Wohnquartiere, Schulen,

Häuser und Gärten und erhalten Einblick in das Leben und Wirken der damaligen Architekten,

Bauherrn und Bewohner.

FARBEN IN DER KUNST – SCHWARZ KM 040

Katharina Raab

2 Termine (6 Ustd.), 8. + 15.1.2014, Mi 14.00 - 16.15

Der Kurs widmet sich der Farbe Schwarz in der modernen und zeitgenössischen Kunst. Wie

wichtig ist die Farbe Schwarz für Künstler? Und welche Rolle spielen die monochromen Gemälde

Kasimir Malewitschs, Pierre Soulages’ und Frank Stellas in der Entwicklung der Malerei

des letzen Jahrhunderts? Der Kurs bietet die Gelegenheit, unterschiedlichste Werke des letzten

Jahrhunderts kennenzulernen und zu diskutieren.

FARBEN IN DER KUNST – GOLD KM 041

Katharina Raab

2 Termine (6 Ustd.), 2. + 9.12.2013, Mo 14.00 - 16.15

In der frühchristlichen, mittelalterlichen oder auch byzantinischen Kunst war Gold ein unersetzbarer

Bedeutungsträger, diente es doch dazu, die himmlische Sphäre Gottes sichtbar zu

machen. Nach der veränderten Zielsetzung der Kunst durch die Renaissance wurde Gold erst im

20. Jahrhundert für die Künstler zum Ausdrucks- und Bedeutungsträger.

So unterschiedliche Künstler wie Gustav Klimt, Louise Nevelson, Andy Warhol, Yves Klein, Joseph

Beuys, Lucio Fontana und Jeff Koons verwendeten es. Worin besteht die Faszination des Materials?

Welche tradierten Bedeutungen werden aufgegriffen?

54 VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST


DIE VIER JAHRESZEITEN IN DER KUNST – HERBSTSPAZIERGÄNGE KM 042

Katharina Raab

2 Termine (6 Ustd.), 4. + 11.11.2013, Mo 14.00 - 16.15

Die vier Jahreszeiten haben in der bildenden Kunst Europas seit jeher eine wichtige Rolle gespielt.

Meist als vierteiliger Zyklus angelegt, symbolisierte die Abfolge von Frühling, Sommer,

Herbst und Winter den ewigen Kreislauf der Natur, dem der Mensch unterworfen ist, das Werden

und Vergehen, Wachsen und Reifen, Vergänglichkeit und Erneuerung.

Nachdem wir uns in den letzten Semestern ausführlich mit Winter- und Sommerbildern beschäftigt

haben, widmen wir uns nun mit den Impressionisten und den Expressionisten, aber

auch mit zeitgenössischen Künstlern dem Herbst.

Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es bei thematischen und bei der formalen

Herangehensweise?

ORTE DER GEGENWART – ISTANBUL KM 043

Dr. Fatma Yalçin

1 Termin (4 Ustd.), 12.11.2013, Di 14.30 - 17.30

Dieser Kurs eignet sich gut als Reisevorbereitung für die VIA ARTIUM-Reise nach Istanbul vom

19. - 24.11.2013 (s. S. 87).

Das erste Museum für moderne Kunst in Istanbul eröffnete 2005 am Bosporus: Istanbul Modern

wird zum Publikumsmagneten. Gezeigt wird die türkische moderne Kunst mit unterschiedlichen

Akzenten. Dies umfasst die Entwicklung vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Dabei werden exemplarische Werke, die auf vielfältige Weise einen eigenen Weg in die

Moderne formulieren, präsentiert. Bald darauf folgten mehrere an den Universitäten angesiedelte

Ausstellungsräume mit Wechselausstellungen.

Nicht zuletzt eröffneten gerade in den letzten zehn Jahren zahlreiche Galerien in der pulsierenden

Stadt am Bosporus. Sie sind vom Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Alle diese Orte dienen

als Erfahrungsraum für zeitgenössische Kunst. Wir werden diese Orte virtuell besuchen und die

Herzstücke der Sammlungen dabei genauer unter die Lupe nehmen.

DAS LICHT DES NORDENS – JUGENDSTIL IN FINNLAND KM 044

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

2 Termine (6 Ustd.), 20. + 27.3.2014, Do 10.00 - 12.15

Der Kurs bereitet auf die VIA ARTIUM-Reise nach Helsinki vom 12. - 16.5.2014 vor (s. S. 91).

Finnland war um 1900 ein um seine Unabhängigkeit kämpfendes Land und seine Reformbewegung

stand ganz unter dem Zeichen der Nationalromantik. Zentrale Künstlerpersönlichkeit

dieser Zeit war der Maler Akseli Gallen-Kalella, der in seinen Bildern dem finnischen Nationalepos

Kalevala verbunden war.

In der Architekturszene Helsinkis waren Lars Sonck und das Büro Hermann Gesellius, Armas

Lindgren und Eliel Saarinen die Protagonisten. Letztere entwarfen mit dem Künstleratelier Hvitträsk

eine Ikone der finnischen Nationalromantik.

VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST

55


DIE GROSSEN KUNSTGEWERBEMUSEEN DER WELT:

DAS MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST IN WIEN KM 045

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

1 Termin (4 Ustd.), 4.11.2013, Mo 10.00 - 13.00

Das MAK, wie das Wiener Museum für angewandte Kunst kurz genannt wird, nimmt heute nicht

nur eine wichtige Rolle unter den Wiener Museen ein, es zählt als Design-Institution zu den

wegweisenden Museen seiner Art weltweit. Als es 1864 zur Förderung des Kunstgewerbes gegründet

wurde, war es nach London das zweite Kunstgewerbemuseum überhaupt und das erste

auf dem europäischen Kontinent. Seine Bestände zum Wiener Kunstgewerbe um 1900, insbesondere

zur Wiener Werkstätte, zum Art Déco wie zum Design der Gegenwart sind umfangreich

und zeigen zudem einen repräsentativen Querschnitt durch die Epochen.

DIE GROSSEN KUNSTSAMMLUNGEN DER WELT:

WASHINGTON D.C., PHILADELPHIA UND NEW YORK KM 046

Dr. Fatma Yalçin

3 Termine (12 Ustd.), 12. - 26.2.2014, Mi 14.30 - 17.30

In dieser Reihe werden die Schätze der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt vorgestellt. In

den Selbstdarstellungen der Sammlungen, seien sie fürstlichen oder bürgerlichen Ursprungs,

von alter Tradition getragen oder das Werk modernen Mäzenatentums, werden Charakteristika

und künstlerische Akzente der Galerien erkennbar und verständlich. Vorgestellt wird die ganze

Vielfalt abendländischer Malerei, ihr unerschöpflicher Themenvorrat, ihre besondere Fähigkeit

zu ständigem Wandel. Der Gang durch sechs Jahrhunderte europäische Kunstgeschichte

– durch Tradition und Moderne – verdeutlicht, was diese Kunst durch alle Epochen verbindet:

die immerwährende Suche nach neuer Form, neuem Ausdruck, neuer Sichtbarkeit. Zum Auftakt

blicken wir über den großen Teich und beginnen mit den berühmtesten Werken in den USA!

REZEPTION AUSSEREUROPÄISCHER KULTUREN IN DER KUNST:

VON PAUL GAUGUIN BIS JEAN-MICHEL BASQUIAT KM 047

Dr. Brigitte Pedde

4 Termine (12 Ustd.), 3. - 24.2.2014, Mo 10.30 - 12.45,

Änderung: 3. - 17.2.2014, Mo 10.30 - 12.45, 25.2.2014, Di 10.30 - 12.45

Die Auseinandersetzung mit außereuropäischen Kulturen ist für die Entwicklung der modernen

Kunst von großer Bedeutung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war die bildende Kunst

an einem Punkt angekommen, an dem sie Anregungen und Impulse von außen suchte. Begünstigt

durch den Kolonialismus war der Zugang zu exotischen Ländern und deren Kunstproduktion

erleichtert. Paul Gauguin ist einer der ersten und einer der radikalsten Künstler, die mit dem

Exotismus in Verbindung gebracht werden, da er selbst auch in der Südsee lebte. Bedeutende

Kunstströmungen wie der Expressionismus, Kubismus oder Surrealismus sind ohne die Anregungen

von „außen“ in ihrer bekannten Form nicht denkbar. Auch holen sich Künstler bis heute

individuell Impulse von Kulturen außerhalb der westlichen Hemisphäre.

56 VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST


BAUEN IN CHINA – DER TRAUM VON ARCHITEKTEN KM 048

Jan Maruhn

3 Termine (9 Ustd.), 6. - 20.1.2014, Mo 16.30 - 18.45

China baut. Das riesige Land ist ein Experimentierfeld der neuen Architektur geworden. Grössen

wie Zahah Hadid und Rem Kohlhaas, Stadtplaner wie Albert Speer, Großbüros wie Gerkan, Marg

und Partner bauen und bauen. Aber auch chinesische Künstler und Architekten wie Ai Wei Wei,

das Studio MAD oder das Qi Xin Atelier ergreifen die Möglichkeiten, ihr aufstrebendes Land

architektonisch zu gestalten.

Und was schaffen sie? Ein neues China, das augenscheinlich keinen Stil sucht und stattdessen

eine architektonische Vielfalt feiert, die demokratischer nicht sein kann. Wir versuchen nichts

Geringeres als eine Systematisierung architektonischer Stile in einem Land, das den einen, den

wahren Stil, nicht sucht.

CHINESISCHE KUNST DER GEGENWART KM 049

Steffi Recknagel

2 Termine (7 Ustd.), 4. + 11.2.2014, Di 14.00 - 17.00 + Di 14.00 - 16.15

Der Aufbruch der künstlerischen Avantgarde in China seit den 1980er Jahren ist der Hintergrund

für ein weiteres Modul dieses neu ins Programm aufgenommenen Themas. Als 1993 zur Biennale

in Venedig zehn junge chinesische Künstler erstmals internationales Parkett betraten, war

das Erstaunen groß.

Ihr Auftritt katapultierte sie in den Orbit der globalen Kunstszene und trug dazu bei, dass die

Begrenztheit der im Westen betriebenen Kunstgeschichte immer deutlicher wurde. Was ist aus

diesen Künstlern geworden? Ist etwas von der ›zweiten chinesischen Kulturrevolution‹ in den

Berliner Galerien und Museen angekommen – generell wie aktuell?

ZWISCHEN DOCUMENTA UND BIENNALE(N):

GLOBAL OPERIERENDE KÜNSTLER KM 050

Steffi Recknagel

1 Termin (3 Ustd.), 26.11.2013, Di 14.00 - 16.15

Wer im letzten Jahr die Documenta gesehen hat, konnte in diesem Jahr auf der Biennale in

Venedig einige bekannte Namen wiedertreffen: Tacita Dean, Tino Sehgal, Jimmie Durham. Wer

damals im Fridericianum von Kader Attias kulturgeschichtlichem Projekt »The Repair« in den

Bann gezogen wurde – afrikanische Holzskulpturen nach Fotos notdürftig ›reparierter‹ Soldatengesichter

aus dem Ersten Weltkrieg –, konnte ihm kürzlich in den Kunstwerken Berlin wiederbegegnen.

Theaster Gates, der mit der Revitalisierung des Hugenotten-Hauses in der Kasseler Innenstadt international

für Aufsehen sorgte, erzählt die Geschichte jetzt in Chicago weiter. Indem wir die Spuren

dieser und anderer Documenta-Künstler verfolgen, wird deutlich, dass im Zeitalter der weltweiten

Biennalen der alte Gegensatz zwischen (westlichem) Zentrum und Peripherie aufgehoben wurde.

VON DER KLASSISCHEN MODERNE ZUR GEGENWARTSKUNST

57


REISEVORBEREITUNGSKURSE

Diese Kurse richten sich besonders an die Teilnehmer/innen der zugehörigen kunsthistorischen Studienreisen

und Exkusionen, auf die sie inhaltlich vorbereiten. Bei entsprechender Platzkapazität stehen

sie auch anderen Interessenten offen.

DIE GROSSEN MEISTER DES SPANISCHEN BAROCK:

VELÁZQUEZ, RIBERA, ZURBARÁN, MURILLO RV 001

Dr. Ira Oppermann

7 Termine, 4.11. - 25.11.2013, Mo + Do 13.30 - 15.00

Dieser Kurs bereitet auf die VIA ARTIUM-Reise nach Madrid vom 12. - 16.3.2014 vor (s. S. 89).

Spaniens Kultur erlebte im Barock eine Hochblüte und erlaubt den Blick auf ein breites Panorama

einzigartiger Künstlerpersönlichkeiten. Dazu zählen Diego Velázquez, Jusepe de Ribera,

Francisco de Zurbarán, Alonso Cano und Bartolomé Murillo. Im Kurs wird jeder Künstler mit den

von ihm eigens generierten Bildtypen vorgestellt. Dabei stehen die jeweils spezifischen Gattungen

im Zentrum – bei Velázquez etwa das höfische Porträt oder mythologische Darstellungen.

Uplistsikhe Theatre, Georgien / Foto: Sevgi Aras

GEORGIEN UND ARMENIEN RV 002

Prof. Dr. Claus Schönig

4 Termine, 14.1. - 4.2.2014, Di 18.15 - 19.45

Dieser Kurs bereitet auf die VIA ARTIUM-Reise nach Georgien und Armenien vom 1. - 10.6.2014 vor (s. S. 93).

Armenien und Georgien gehören zu den ältesten Siedlungsgebieten der Menschheit, deren

früheste Phasen aufgrund ihrer Schriftlosigkeit im Nebel bleiben. Armenien ist etwa seit dem

neunten Jahrhundert v. Chr. Teil des Staates Urartu, das dann im siebten Jahrhundert den Kimmerern

und Assyrern zum Opfer fiel. Ab etwa 500 v. Chr. sind die Armenier, indoeuropäische

Neueinwanderer, belegt. In der Zeit der Achaemeniden treten beide Länder stärker ins Rampenlicht,

in der hellenistischen Zeit im ersten Jahrhundert v. Chr. ist Armenien eine regionale Macht,

die bald darauf ins römisch-parthische Spannungsfeld gerät. Beide Gegenden stehen weiterhin

unter Einfluss der griechischen Kultur, als sich um das Jahr 300 beide Länder christianisieren

und somit zu den ersten christlichen Staaten der Welt rechnen.

Beide Länder erleben die islamische Expansion als Grenzländer der Christentums. Georgien und

seine kulturell oft sehr unterschiedlichen Landschaften wurden ab Anfang des 19. Jahrhunderts

allmählich ins Russische Reich eingegliedert. Auch ein Teil Armeniens geriet an Russland, während

der größere Teil Armeniens bei den Osmanen blieb. Noch im 19. Jahrhundert weisen osmanische

Karten das Land östlich des Euphrat als Armenien (und Kurdistan) aus. Mit Beginn der

ethnischen Spannungen wird auch allmählich der Name Armenien für diese Gebiete getilgt und

durch „Ostanatolien“ ersetzt. Diese Säuberungen und der Krieg mit den türkischen Revolutionären

nach dem Ersten Weltkrieg haben das ihrige dazu getan, das türkisch-armenische Verhältnis

weiter zu belasten. Beide Länder präsentieren sich heute als ökonomisch arme postsowjetische

Staaten, die aber über ein immenses und lebendiges Kulturerbe verfügen.

REISEVORBEREITUNGSKURSE 59


DIE TOSKANA UND DIE EMILIA ROMAGNA:

ZWISCHEN PISA UND RAVENNA RV 003

Dr. Matthias Vollmer

2 Termine, 18. + 25.3.2014, Di 10.30 - 13.30

Dieser Kurs bereitet auf die VIA ARTIUM-Reise nach Italien ca. vom 17. - 25.5.2014 vor (s. S. 112).

Die nördliche Nachbarregion der Toskana, die Emilia Romagna, zeichnet sich durch eine größere

Beschaulichkeit, traumhafte Landschaften und pittoreske Städte aus, die eine große Vielfalt von

Kunstwerken beherbergen, die der südlichen Nachbarprovinz in nichts nachstehen.

Die Mosaikkunst Ravennas und ihr kulturgeschichtliches Umfeld, die Scrovegni/Arena-Kapelle

mit den Fresken Giottos in Padua und auch die dortige Basilika di Sant’Antonio mit den Fresken

des Altichiero da Zevio aus dem 14. Jahrhundert sowie die grandiose Anlage der Piazza dei Miracoli

in Pisa mit den Arbeiten der Pisanos stehen im Zentrum dieses Kurses.

GOTISCHE KATHEDRALEN DER ILE DE FRANCE RV 004

Dr. Matthias Vollmer

2 Termine, 4. - 11.3.2014, Di 10:30 - 13.30

Dieser Kurs bereitet auf die gleichnamige VIA ARTIUM-Reise nach Frankreich ca. vom 28.6. -

5.7.2014 vor (s. S. 112).

St. Denis, Notre Dame von Beauvais, Notre-Dame von Amiens, Notre Dame von Laon, Notre

Dame von Reims ... sie alle gehören zu dem Zauberkreis gotischer Kathedralen, welcher die

Hauptstadt des französischen Kronlandes umfängt und in dessen Zentrum Notre Dame von

Paris und die Sainte Chapelle Ludwigs des Heiligen stehen. „Wer immer unvorbereitet vor das

Portal von Amiens tritt oder vor die Nordfassade in Chartres, wird eine verschlossene Welt vor

sich haben, in die er ohne Führer nicht einzudringen vermag.“ Um dieser Ansicht Émile Males

von 1898 Nachdruck zu verleihen, möchte der Kurs eine vorbereitende Einführung in die Architektur

und die gesellschaftlichen und theologischen Bedingungen ihrer Entstehung geben.

AUF DEN SPUREN DES ADELS:

SCHLÖSSER, KLÖSTER UND STÄDTE IN NORDBÖHMEN RV 005

Arne Franke

2 Termine (6 Ustd.), 26.2. - 5.3.2014, Mi 10.00 - 12.15

Dieser Kurs bereitet auf die VIA ARTIUM-Reise nach Nordböhmen vom 11. - 15.6.2014 vor (s. S. 94).

Schwerpunkt des Seminars ist neben einem Abriss zur Geschichte Böhmens die bauhistorische

Entwicklung der nordböhmischen Region. Schon seit dem Mittelalter durch zahlreiche bedeutende

Burgen dominiert, wurde diese vor allem durch renaissancezeitliche Schlossbauten

geprägt. Diese gehörten zu großen Teilen deutschem Adel, der mit der Reformation zumeist

evangelisch-lutherisch wurde und nach dem Böhmischen Aufstand von 1620 vertrieben wurde.

Mit den neuen Schlossherren zog - auf habsburgisch-höfischem Niveau - die barocke Baukunst

ein. In Exkursen werden zudem die Bedeutung der Klöster für die Landesentwicklung, die Entwicklung

der Städte sowie denkmalpflegerische Aspekte von 1945 bis heute beleuchtet.

60 REISEVORBEREITUNGSKURSE


FOTOGRAFIE

SEHEN MIT DER KAMERA – DIE PERSÖNLICHE BILDSPRACHE I KF 001

SEHEN MIT DER KAMERA – DIE PERSÖNLICHE BILDSPRACHE II KF 002

Dr. Friederike Hauffe

6 Termine (24 Ustd.)

KF 001: 8. + 22.11., 6.12.2013, 17. + 31.1., 14.2.2014, Fr 10.00 - 13.00

kontinuierliches Semester-Kursangebot

KF 002: 8. + 22.11., 6.12.2013, 17. + 31.1., 14.2.2014, Fr 14.00 - 17.00

Grundsätzlich haben GASTHÖRERCARD-Nutzer/innen Priorität in den Kursen. “Sehen mit der

Kamera“ I + II. Sollten einzelne Plätze nicht vergeben werden, können externe Interessenten

gern teilnehmen (80,- €).

Jeder kennt die Enttäuschung, wenn ein Foto nicht so gelungen ist wie beabsichtigt, obwohl

die modernen Kameras nie besser waren. Technik ersetzt jedoch nicht den fotografischen Blick.

Auge und Objektiv sehen anders. Dieser Kurs vermittelt Grundlagen des fotografischen Sehens.

Visuelle Elemente des Objekts sollen ebenso reflektiert werden wie grundlegende Gestaltungsmittel

der Fotografie in Korrespondenz zu ihren technischen Möglichkeiten und Grenzen. Die

Teilnehmer/innen erkunden die Möglichkeiten, ihre eigenen Bildvorstellungen bewusst mit der

Kamera umzusetzen.

Die Besprechung der Bilder reflektiert die jeweilige Konzeption. Theoretische und kunsthistorische

Hinweise ergänzen den Diskurs. Ziel des Kurses ist, die persönliche Bildsprache unter

professioneller Begleitung zu optimieren.

NEUER TEXT:

Die Kurse richten sich an ambitionierte Amateure. Alle Teilnehmer/innen sollten die technischen

Grundlagen ihrer eigenen Kamera beherrschen.

Kurs 1 (10-13 Uhr) widmet sich der „Ausstellung des Privaten“. Das Thema umfasst u.a. die

Selbstinszenierung von Touristen vor Berliner Sehenswürdigkeiten oder Brautpaaren vor dem

Standesamt, die Zurschaustellung des Nippes im Wohnungsfenster oder die Dekorierung des

Vorgartens.

Kurs 2 (14-17 Uhr) beschäftigt sich mit dem „Zwielicht“, das sich in der Dämmerung einstellt

oder wenn zwei Lichtquellen gleichzeitig wirken. Nicht nur in formaler Hinsicht, sondern auch

auf der Bedeutungsebene ergeben sich zahlreiche Ansatzpunkte zur fotografischen Bearbeitung

des Themas. Poesie, Literatur, Film und Musik können dazu Anregungen liefern.

Bitte beachten Sie auch unser Angebot: KE 016 EINFÜHRUNG IN DIE GESCHICHTE DER

FOTOGRAFISCHEN BILDER VON DEN ANFÄNGEN BIS 1932 (s. S. 11)

FOTOGRAFIE 61


THEOLOGIE UND KUNSTGESCHICHTE IM DIALOG

Die Idee für Theologie und Kunstgeschichte im Dialog entstand 2005, als Prof. Dr. Eberhard

König und Prof. Dr. Rainer Kampling erstmals in einer vom GASTHÖRERCARD-Programm veranstalteten

Vortragsreihe einen Dialog zwischen Theologie und Kunstgeschichte führten. In Folge

sind jeweils in den Wintersemestern weitere Reihen zu verschiedenen Themen entstanden:

zu Wahrheit der Theologie und Wahrhaftigkeit der Kunst, zu Familienbanden, zu den Großen des

Alten Testaments, zu Caravaggio, zur religiösen Kunst Venedigs, zum Thema Christusbilder und

zur Anwesenheit des Alters in der religiösen Kunst.

Prof. Dr. Eberhard König und Prof. Dr. Rainer Kampling führen ihren Dialog durch die Wintermonate

fort. Jeder der beiden Wissenschaftler bringt dabei die spezifischen Aspekte seiner

Disziplin, der Kunstgeschichte bzw. der Theologie, ein.

Die interdisziplinäre Dialogreihe wird vom Weiterbildungszentrum der Freien Universität

Berlin in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Dahlem durchgeführt.

GEBAUTE HEILIGE SCHRIFT:

KIRCHEN UND IHRE BILDER ALS ORTE DER VERMITTLUNG

Prof. Dr. Eberhard König, Kunsthistorisches Institut / Freie Universität Berlin

Prof. Dr. Rainer Kampling, Seminar für Katholische Theologie / Freie Universität Berlin

4 Termine, jeweils dienstags 17.30 - 19.00

St. Annenkirche, Königin-Luise Str. 55

Anfahrt mit der U3, U-Bahnhof Dahlem Dorf

26. November 2013

VON DER HAGHIA SOFIA BIS ZUM MARKUSDOM

10. Dezember 2013

GOTISCHE KATHEDRALEN IN FRANKREICH

14. Januar 2014

DIE FRARI-KIRCHE UND DIE KIRCHEN DER BETTELORDEN IN VENEDIG

Dahlemer Dorfkirche St. Annen © kowa

4. Februar 2014

ST. PETER IN ROM ZWISCHEN RENAISSANCE UND BAROCK

Der Eintritt zu dieser Veranstaltungsreihe ist frei, Gäste sind willkommen.

THEOLOGIE UND KUNSTGESCHICHTE IM DIALOG 63


LITERATUR, MUSIK UND THEATER


LITERATUR UND SCHREIBPRAXIS

BÜCHERFRÜHLING – BESUCH DER LEIPZIGER BUCHMESSE LMT 001

Sandra Miriam Schneider

2 Termine (keine Abrechnung), 10. + 15.3.2014, Mo 11.00 - 12.30, Sa 8.00 - 16.00

Exkursion mit eigener Anreise; Teilnahmegebühr: 40,- €;

Für den Besuch dieses Angebotes benötigen Sie die GASTHÖRERCARD ART oder CLASSIC.

Die Leipziger Buchmesse ist Deutschlands wichtigster Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche.

Sie hat mittlerweile ihr eigenes Profil als so genannte Publikumsmesse fest etabliert.

Entsprechend werden erlebnisorientierte Themenwelten präsentiert, beispielsweise für den Bereich

Hörbuch, den Leipzig schon früh als Trend entdeckt hat. Parallel zur Buchmesse findet

außerdem „Leipzig liest“ statt, Europas größtes Lesefest mit rund 2.600 Veranstaltungen in der

ganzen Stadt.

Im Rahmen dieses gemeinsamen Messebesuchs haben Sie ausreichend Zeit, Ihren persönlichen

literarischen Interessen zu folgen und entweder gezielt bestimmte Verlage und Programmpunkte

anzusteuern oder sich auf angenehme Weise einfach durch die Leipziger Messe treiben zu

lassen.

DAS LITERARISCHE BERLIN. IM FOKUS.

DIE BERLINER ROMANTIK LMT 002 / LMT 003

Christel Blumensath

2 Termine (8 Ustd.)

LMT 002: 23. + 24.1.2014, Do 10.00 - 13.30, Fr 10.00 - 12.30

LMT 003: 23. + 24.1.2014, Do 14.15 - 17.45, Fr 13.00 - 15.30

„Schweigt der Menschen laute Lust / Rauscht die Erde wie in Träumen...“. Sie saßen in Berliner

Amtsstuben und verdichteten den Zauber der Natur, die Phantastik von Nacht und Traum:

Eichendorff, E.T. A. Hoffmann, Chamisso. Zu ihnen gesellten sich u.a. Tieck, Brentano, Heine,

Bettina von Arnim.

Wesentliche Facetten ihres Werks werden wir im Seminar diskutieren. Als Hommage zu E.T.

A. Hoffmanns 238. Geburtstag am 24. Januar (!) folgt ein kleiner Winterspaziergang über den

hochromantischen Friedhof am Halleschen Tor. Hier liegen - in Nachbarschaft der Mendelssohns

und der emanzipierten Salonièren (R. Varnhagen, H. Herz) - die Freunde E.T. A. Hoffmann

und Adelbert von Chamisso begraben, beide herausragende Repräsentanten der Nachtseiten

der Romantik, ihrer Labyrinthe und Abgründe.

„DIE QUELLE DER ACHTSAMKEIT“ 25. - 28.11.2013 Schreibseminar mit Sandra Miriam

Schneider. Eine Veranstaltung der Evangelischen Akademie in Meißen in Kooperation mit dem

GASTHÖRERCARD-Programm. Infos: www.ev.akademie-meissen.de oder Tel.: 03521/4706 -15.

LITERATUR, MUSIK UND THEATER 65


SCHREIBRÄUME VOR ORT – ORTE DER STILLE LMT 004

Sandra Miriam Schneider

1 Termin (6 Ustd.), 22.2.2014, Sa 10.00 - 15.15

auch ohne GASTHÖRERCARD buchbar, Teilnahmegebühr: 25,- €;

In Kulturkooperation mit der Evangelischen Akademie Meissen

„Der Raum des Geistes, dort wo er seine Flügel öffnen kann, das ist die Stille.“ (Antoine de Saint-

Exupéry). Berlin ist laut. Doch es gibt auch faszinierende Orte der Stille. Wir besuchen einige

dieser ganz besonderen Schreibräume, um in äußere Stille einzutauchen und herauszufinden,

welche literarischen Formen sich aus dieser Atmosphäre entfalten. An diesen Orten kann das

Hier und Jetzt noch deutlicher wahrgenommen und die eigenen Gedanken noch deutlicher

gehört werden. Auf diese Weise entstehen im Dialog mit der Stille improvisierte ebenso wie

gestaltete Texte, Meditationen, innere Monologe und spielerische Gedankenflüge.

Vorkenntnisse im Kreativen Schreiben sind nicht erforderlich, dafür sprachliche Neugier, Freude

am Experimentieren und am Erfahrungsaustausch mit Anderen.

BUCHCLUB – ROMANTIK LMT 005

Sandra Miriam Schneider

6 Termine (24 Ustd.), 12.2. - 19.3.2014, Mi 14.30 - 17.30

In diesem Buchclub tauchen wir in die faszinierende Welt der Romantik ein. Dabei wird deutlich,

wie die Romantiker mit literarischen Formen gespielt, Gegensätze zusammengeführt und dem

Unbewussten Bedeutung verliehen haben. Anhand dreier Werke von E.T. A. Hoffmann, Novalis

und Jean Paul beleuchten wir spezifische Aspekte dieser „progressiven Universalpoesie“. Auf

diese Weise lässt sich herausfinden, wie die zentralen Begriffe Gefühl, Ironie, Individualität und

Seele ihre literarische Strahlkraft entfalten konnten. Und natürlich wird auch die Blaue Blume

nicht fehlen...

Der Buchclub ist für Literaturinteressierte konzipiert, die es genießen, mit Gleichgesinnten offen

über Bücher zu diskutieren. Literaturwissenschaftliche Kenntnisse sind nicht erforderlich.

KREATIVES SCHREIBEN – DAS ROMANTISCHE FÜLLHORN LMT 006

Sandra Miriam Schneider

6 Termine (24 Ustd.), 5.11. - 17.12.2013, Di 14.30 - 17.30 (nicht am 26.11.)

„Die Welt muss romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder.“ (Novalis)

In diesem Seminar lernen Sie die faszinierenden Kennzeichen und Stilmittel romantischer

Dichtung kennen und übertragen diese in eine zeitgemäße Sprache. Wie kann man beispielsweise

gefühlvoll schreiben, ohne sentimental oder kitschig zu wirken? Wie lassen sich Sinneswahrnehmungen

beschreiben, damit sie für Andere nachvollziehbar sind? Wie kann man eigene

Erkenntnisebenen so exakt wie möglich ausdrücken und wie gelingt es, literarische Formen

miteinander auf harmonische Weise verschmelzen zu lassen? Erfahrung im kreativen Schreiben

ist nicht erforderlich, dafür Freude an Experiment, Witz, Emotion und persönlichem Ausdruck –

beispielhafte Kennzeichen romantischer Dichtung.

66 LITERATUR, MUSIK UND THEATER


FRIEDRICH HÖLDERLINS FRÜHE DICHTUNG LMT 007

Dr. Johannes Oberthür

5 Termine (15 Ustd.), 27.2. - 27.3.2014, Do 16.30 - 18.45

Hölderlin stand Zeit seines Lebens im Schatten der beiden großen Denker Hegel und Schelling,

mit denen ihn die frühe Freundschaft und gemeinsame Ausbildungszeit am Tübinger Stift verband.

Als Dichter ist Hölderlin andere Wege gegangen, wenngleich er in seinem dichterischen

Werk die Nähe zur Philosophie niemals ganz verleugnet hat. Das verbindet ihn mit Schiller, an

dem er sich zunächst in großer Verehrung orientierte. Dass er gleichwohl als Dichter zu einer

ganz eigenen Haltung und Form vordrang, offenbart sein Werk heute als einzigartige Manifestation

innerhalb der deutschsprachigen Dichtung.

Wir nähern uns der Gedanken- und Bilderwelt des Dichters über seine frühe Lyrik und insbesondere

dem Prosawerk ,Hyperion‘ – im SoSe 2014 setzen wir mit Hölderlins später Dichtung fort.

EINFÜHRUNG IN DAS LITERARISCHE SCHREIBEN I LMT 008

Sandra Miriam Schneider

6 Termine (24 Ustd.), 12.2. - 19.3.2014, Mi 10.00 - 13.00

Dieses Seminar ist der erste Teil einer systematischen Einführung in Handwerk und Kunst des

Schreibens. Dabei werden klassische handwerkliche Techniken ebenso trainiert wie die Spielarten

des Erzählens. Ziel dieser Seminar-Reihe ist die Bereicherung Ihres Schreibens durch eine

nachhaltig wachsende souveräne Schreibhaltung, in der sich handwerkliche Präzision und individueller

künstlerischer Ausdruck gegenseitig befruchten.

Dieses Seminar ist sowohl für Interessierte konzipiert, die zum ersten Mal in die Welt des Schreibens

eintauchen wollen als auch für Schreiberfahrene zur Vertiefung ihrer Praxis. Teilnahmevoraussetzung

ist literarische Neugier, die Bereitschaft zu Selbstreflexion sowie rund zwei Stunden

zusätzliche Schreibzeit pro Woche.

SCHREIBEN MÄNNER ANDERS?

EXKLUSIVANGEBOT FÜR MÄNNLICHE GASTHÖRER LMT 009

Sandra Miriam Schneider

1 Termin (4 Ustd.), 9.12.2013, Mo 10.00 - 13.00

In diesem interaktiven Vortrag dreht sich alles um denkwürdige Fakten, provokante Thesen, Urteile

und Vorurteile über männliches Schreiben. Wann und unter welchen Umständen schreiben

Männer überhaupt? Was gewinnen sie dabei und was verlieren sie vielleicht? Schreiben sie

anders als Frauen? Welche Gattungen, Stile und Formen bevorzugen sie und welchen Themen

widmen sie sich vorzugsweise? Was ist dran am Klischee, dass sie nicht über Gefühle schreiben

können? Und welche Auswirkungen haben klassisches Leseverhalten und literarischer Bildungskanon?

Sie erhalten einen facettenreichen Einblick in Gründe, Hintergründe und Abgründe

männlichen Schreibens.

Mitdiskutieren und Reflektieren über das eigene Schreiben beziehungsweise Nicht-Schreiben

sind ausdrücklich erwünscht.

LITERATUR, MUSIK UND THEATER 67


MUSIK UND THEATER

KLASSIK UND ROMANTIK – EINFÜHRUNG IN DIE MUSIKGESCHICHTE LMT 010

Beatrice Szameitat

4 Termine (12 Ustd.), 6. - 27.3.2014, Do 10.00 - 12.15

Das Seminar versucht, einen Überblick über ein Jahrhundert Musikgeschichte zu geben. Dargestellt

werden anhand von Bildern und Tonbeispielen die Neuerungen der Mannheimer Schule

um Johann Stamitz, die große Epoche der Wiener Klassik mit ihren Protagonisten Haydn, Mozart

und Beethoven und nicht zuletzt die Musik der Romantik bis etwa 1850. Hier widmen wir uns

etwa Schumann und Mendelssohn-Bartholdy. Unser besonderes Interesse gilt den Lebens- und

Arbeitsbedingungen der Musiker sowie den Orten, wo die Musik erklang – wie etwa an den neu

entstehenden Konzerthäusern. Musiktheoretische Kenntnisse sind nicht erforderlich.

HIMMELSSTÜRMER, PHANTASTEN, TRAURIGE HELDEN:

EIN PANORAMA DER ROMANTIK IN MUSIK UND BILDENDER KUNST LMT 011 / LMT 012

Andreas Peer Kähler, Dr. Beate Zimmermann

1 Termin (7 Ustd.)

LMT 011: 24.1.2014, Fr 11.00 - 17.00 (inkl. Pause) / LMT 012: 15.2.2014, Sa 11.00 - 17.00 (inkl. Pause)

Die Phänomene der Romantik sind facettenreich und überaus anregend. Gerade im Bereich

der deutschen Romantik gibt es eine Fülle von schwärmerischen, leidenschaftlichen und auch

düsteren Visionen, die sich überraschend deutlich gattungsübergreifend sowohl in der Musik als

auch in der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts wiederfinden. Eine Begegnung und Betrachtung

dieses sogenannten romantischen Zeitalters sei hier an einem Tag von beiden Seiten her

versucht: Kunsthistorikerin und Musiker nähern sich dem Phänomen von verschiedenen Seiten

her und gehen auf die verbindenden oder auch trennenden Elemente genauer ein.

Unser Seminar teilt sich entsprechend in zwei spannende Blöcke: Wir beginnen mit praktischmusikalischen

Beispielen im Probenraum und runden die Überlegungen dann mit einem Bilder-Rundgang

und exemplarischen Beispielen aus der romantischen Zeit ab. Ein Tag über die

Gattungsgrenzen hinweg – mit ungewöhnlichen Verbindungen!

HECTOR BERLIOZ UND DAS RUNDFUNK-SINFONIEORCHESTER BERLIN LMT 013

Dr. Jarl Kremeier

3 Termine (9 Ustd.), 5. + 7. + 9.2.2014, Mi 10.00 - 17.15, Fr + So 20.00

Für den Konzertbesuch gibt es für Kursteilnehmer/innen rabattierte Karten.

Die musikalischen Werke von Hector Berlioz (1803-1869) waren in Deutschland teilweise bekannter

und angesehener als in Frankreich. Dies hatte Berlioz nicht zuletzt Franz Liszt zu verdanken,

der während seiner Zeit als Kapellmeister in Weimar immer wieder Werke von Berlioz

auf den Spielplan setzte. Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin bietet im Februar einen Mini-

Zyklus zu Berlioz an: Er widmet sich „Roméo et Juliette“ (1839), einem Werk, das der Komponist

im Untertitel „Dramatische Symphonie“ nannte und das eher für konzertante Aufführungen

68 LITERATUR, MUSIK UND THEATER


gedacht war, und daneben dem Liederzyklus „Nuit d‘été“ (mit der Mezzosopranistin Bernarda

Fink, die auch in „Roméo et Juliette“ singen wird) und Berlioz‘ symphonischem Hauptwerk, der

„Symphonie phantastique“ (1830). Mit dieser wies Hector Berlioz durch das zugrundeliegende

Thema auf die Programm-Musik des späteren 19. Jahrhunderts voraus.

KUNSTFORM OPER:

OSTEUROPÄISCHE KOMPONISTEN DES 20. JAHRHUNDERTS LMT 014

2 Termine (angerechnet werden 8 Ustd.), 7.12.2013 + 23.1.2014, Sa 17.00 - 23.30, Do 17.30 - 22.30

Exklusive Einblicke in die Welt des Musiktheaters, vor und hinter der Bühne, bietet die Komische

Oper Berlin anhand von zwei Werken aus der Feder bedeutender osteuropäischer Komponisten

des 20. Jahrhunderts. Sergeij Prokofjews „Der feurige Engel“ (Regie: Benedict Andrews) handelt

von einer Frau, die einen Engel begehrt, hinter dem sich der Teufel verbirgt.

Um romantische Sehnsüchte geht es auch in Antonín Dvoráks „Rusalka“ (Regie: Barrie Kosky),

der tschechischen Variante des Märchens von der kleinen Seejungfrau. Führungen hinter die

Kulissen, Einführungen sowie Nachgespräche von und mit Dramaturgen der Komischen Oper

Berlin runden das Angebot im Rahmen der Kulturkooperation zwischen dem GASTHÖRER-

CARD-PROGRAMM ART und der Komischen Oper Berlin ab.

VON DER RENAISSANCE BIS HEUTE:

GESCHICHTE DER MUSIKINSTRUMENTE LMT 015

Beatrice Szameitat

4 Termine (8 Ustd.), 13.11. - 4.12.2013, Mi 11.00 - 12.30

Die Wirkung und Gestalt der Musik ist untrennbar mit den klanglichen und technischen Möglichkeiten

der Musikinstrumente der jeweiligen Epoche verbunden. Blasinstrumente wurden

technisch immer weiter verbessert im Hinblick auf das Zusammenspiel und die Tonreinheit. Tasteninstrumente

erhielten eine neue Mechanik für dynamisches Spiel. Auch der Zeitgeschmack

ändert sich: waren in der Renaissance noch schnarrende laute Bläser erwünscht, sollte es im

Barock lieber rund und weich klingen.

Dieses Seminar schafft anhand von Beispielen aus dem Musikinstrumentenmuseum einen

Überblick über die Entwicklung der Musikinstrumente von der Renaissance bis heute.

DIE SCHAUBÜHNE AM HALLESCHEN UFER UND AM LEHNINER PLATZ:

VON 1962 BIS HEUTE LMT 016

Volker Hornung

7 Termine (21 Ustd.), 13.12.2013, Fr 16.00 - 18.15, 20.1. - 31.3.2014 (14-tägig), Mo 16.00 - 18.15

Intendanten, Regisseure, Schauspieler und Inszenierungen der Berliner Schaubühne werden anhand

von Bild-, Ton- und Filmmaterial vorgestellt.

Das Seminar beinhaltet Schaubühnen-Exkursionen: eine Theaterführung, den Besuch von zwei

Inszenierungen mit Nachbesprechungen, die Führungen durch Maske, Licht und Ausstattung.

LITERATUR, MUSIK UND THEATER 69


PHILOSOPHIE UND MYTHOLOGIE


PHILOSOPHIE UND LEBENSPRAXIS

PHILOSOPHIE-WERKSTATT – ERKENNTNIS UND FREIHEIT

ARTHUR SCHOPENHAUER UND HENRI BERGSON PL 001

Prof. Petra von Morstein, Dr. Johannes Oberthür

12 Termine (36 Ustd., angerechnet werden 6 Ustd.), 9.11. 2013 - 22.2.2014

(nicht am 19.12.2013 + 9.1.2014) Do 16.00 - 18.15 oder 17.30 - 19.45, 9.11.2013 + 22.2.2014, Sa

10.00 - 12.30 + 14.30 -17.00

Teilnahmegebühr: 120,- €, Buchung mit GASTHÖRERCARD ART oder CLASSIC möglich

In einer Philosophie-Werkstatt geht es um Philosophie und Lebenspraxis. Der Kreis der Teilnehmenden

arbeitet gemeinsam an Problemen unserer Lebenswirklichkeit. Ziel ist der Umgang mit

philosophischen Fragen, die direkt aus unserem gesellschaftlichen, politischen und persönlichen

Erfahrungen entstehen. In unserem auf mehrere Semester angelegten Curriculum geht es um

das Thema „Erkenntnis und Freiheit“, ein Thema, das sich mit verschiedenen, für uns gültigen

Ansätzen durch die Philosophiegeschichte verfolgen lässt. In diesem Semester beschäftigen uns

die Denkweisen und Einsichten von Arthur Schopenhauer (Petra von Morstein) und Henri Bergson

(Johannes Oberthür); sie werden zu unseren Gesprächspartnern.

Schopenhauers philosophische Kernaussage deutet sich bereits im Titel seines Hauptwerkes

„Die Welt als Wille und Vorstellung“ an. Danach ist zum einen die Welt nichts anderes als Vorstellung.

Die erfahrbare, erkennbare Seite der Welt als bloßer Vorstellung ist an Raum, Zeit und

das Gesetz der Kausalität gebunden, als solche auch einzig der wissenschaftlichen Erkenntnis

zugänglich. Im Grunde aber ist die Welt ‚an sich‘ in allen ihren Erscheinungsformen und -weisen

ein blind wirkender Wille, der ohne Sinn und Ziel immer und ewig nur sich selbst objektiviert

und verzehrt. Erst auf der Ebene des selbstbewussten Bewusstseins des Menschen gibt es die

Möglichkeit, sich von dem blinden Wirken zu befreien.

Auch in der Konzeption des französischen Philosophen Bergson gibt es einen Kernbegriff, den

élan vital, die sogenannte Lebenskraft, dem nach Bergson die entscheidende Rolle in der Entwicklung

und im individuellen Vollzug des Lebens zukommt. Der élan vital ist die eigentlich

schöpferische, form- und weltkonstituierende Instanz, die auch für das Verhältnis von Materie

und Bewusstsein eine maßgebliche Rolle spielt. Der objektiven wissenschaftlichen Erkenntnis

sind Grenzen gewiesen, Intuition und Spontanität des Werdens haben dagegen eine zentrale

Funktion. Nicht zuletzt spielt eine neuartige Konzeption von Zeit eine maßgebliche Rolle - als

Kontinuum lebendiger Prozesse und unvorhersehbarer Manifestationen des Lebendigen.

PHILOSOPHIE UND KUNST – HEGELS ÄSTHETIK PL 002

Dr. Johannes Oberthür

5 Termine (15 Ustd.), 6.11. - 4.12.2013, Mi 16.30 - 18.45

In seinen Vorlesungen über die Ästhetik entwirft Hegel (1770–1831) eine umfassende, Philosophie

der Kunst‘. Darin zeichnet sich der Anspruch ab, die Rolle der Kunst unter der übergeordneten

Perspektive der Entwicklung des Geistes der Welt insgesamt zu bestimmen. So stellen sie

nicht nur eine dezidierte Auseinandersetzung mit den einzelnen Künsten und Kunstepochen

PHILOSOPHIE UND LEBENSPRAXIS

71


dar, sondern vielmehr einen wesentlichen Baustein seines philosophischen Systems insgesamt.

Sie bieten somit die Möglichkeit, nicht nur Hegels spezielle Philosophie der Kunst, sondern

seine philosophische Konzeption im Ganzen kennenzulernen. Diese Konzeption nimmt eine

zentrale Stellung ein: innerhalb der Epoche des deutschen Idealismus und der neuzeitlichen

Philosophie überhaupt. Im Seminar geht es vorrangig um zwei Fragen: Welche geistesgeschichtliche

Bedeutung und welche historische Aufgabe spricht Hegel der Kunst zu? Und wie fügt sich

die Kunst in das philosophische System, das Hegel entwirft?

PHILOSOPHIEREN IM KINOSESSEL – WENN FILME DENKEN LEHREN III PL 003

Dr. Matthias Vollmer

5 Termine (20 Ustd.), 6.1. - 10.2.2014 (nicht am 13.1.); Mo 10.30 - 13.30

Dass ein Unterhaltungsfilm oder Blockbuster zum Nachdenken anregen kann, haben wir bereits

zweimal erfahren. Auch in diesem Winter werden mit Hilfe von Massenprodukten des (Hollywood)

Kinos grundlegende philosophische Fragen erörtert: nichts weniger als das Problem der

Zeit, die Existenz des Bösen, das Verhältnis von Traum und Realität sowie der Sinn des Unsinns

werden uns beschäftigen. Anhand von Filmen wie Inception, Spider-Man, Twelve Monkeys, Batman,

The Big Lebowski, Inglorious Basterds und Dexter werden diese Theman visuell vorbereitet

und intellektuell nachbereitet. Geschlagen wird der Bogen von Platon bis zur gegenwärtigen

Philosophie des Geistes/ Philosophy of Mind. Kinosessel, Popcorn und Philosophie können sich

durchaus gut vertragen.

MYTHOLOGISCHE WELTEN

Der Schwerpunkt „Mythologische Welten“ bietet über mehrere Semester verteilt Einführungen in die

großen, frühesten Mythen der Welt an, die der Griechen, der Alten Ägypter, Germanen, Kelten sowie

ihre jeweilige Rezeption und Transformation in die europäische Kulturgeschichte.

Erkenntnisschwerpunkt soll die uns bis heute prägende Bewusstseins- und Symbolspur sein, die Verhalten,

Festkulturen, Kunst, Literatur, Politik und Psyche der Moderne prägt.

BESUCH DER ÄGYPTISCHEN ABTEILUNG IM NEUEN MUSEUM MW 001

Dr. Viola Altrichter

1 Termin (4 Ustd.), 26.11.2013, Di 15.00 - 18.00

Altägyptische Textquellen sowie archäologische Zeugnisse machen uns mit den kulturhistorischen

Hintergründen der altägyptischen Kultur vertraut. Wir stoßen auf die folgenreiche Machtverschiebung

von matrilinearen zu patrilinearen Gesellschaftsformen, lernen die Charakteristika des

Alten, Mittleren und Neuen Reiches mit einhergehenden Bewusstseinsveränderungen kennen -

und durch einen mythengeschichtlichen sowie bewusstseinsanalytischen Interpretationsschlüssel

verstehen, warum der Monotheisierungsversuch durch Pharao Echnaton scheitern musste.

72 PHILOSOPHIE UND LEBENSPRAXIS


EINFÜHRUNG IN DIE GERMANISCHE UND KELTISCHE MYTHOLOGIE MW 002

Dr. Viola Altrichter

4 Termine (32 Ustd.), 21.2. - 1.3.2014, Fr 14.00 - 20.00 + Sa 10.00 - 16.00

Kennen wir eigentlich das Schicksal unserer europäischen keltischen und germanischen Vorfahren?

Welche kulturellen Spuren finden sich noch in Sagen und Märchen, im Aberglauben? Was

übernahm das Christentum, was die Neuzeit, der Faschismus und die Moderne? Um uns in den

folgenden Semestern diesen Fragen zu widmen, beschäftigen wir uns vorab mit der mythologischen

Quellenlage und den archäologischen Funden.

Dabei zeigen wir unter Einbeziehung vorgermanischer und mutterrechtlicher Einflüsse die sozialen,

ökonomischen und politischen Verhältnisse sowie die sie begleitenden Gebräuche, Sitten,

Rituale, Mythen und Symbole auf.

DIE REZEPTION DER GERMANISCHEN UND KELTISCHEN MYTHOLOGIE

IN DER EUROPÄISCHEN KULTURGESCHICHTE MW 003

Dr. Viola Altrichter

4 Termine (32 Ustd.), 29.11. - 7.12.2013, Fr 14.00 - 20.00 + Sa 10.00 - 16.00

Nach der Einführung in die germanische und keltische Mythologie beschäftigen wir uns mit

dem Jahrhunderte währenden Prozess der Christianisierung keltischer und germanischer Stämme.

Mit welchen Widerständen musste das Christentum sich dabei auseinandersetzen? Welche

Elemente germanischen Glaubens haben das Christentum wiederum bis in Feste, Riten und

Gebräuche hinein bis heute bestimmt? Wie schlagen sich die verdrängten Ebenen keltischer

und germanischer Mythen in einem sich hartnäckig erhaltenden „Aberglauben“ und in „Ketzerbewegungen“

nieder, die zu Hexenverfolgungen, Inquisition und damit zu einer spezifischen

Ausprägung neuzeitlicher Mentalität geführt haben? Welche keltischen und germanischen Spuren

bergen die Nibelungen, die Artus-Sage, die Märchensammlung der Gebrüder Grimm und

andere europäische Volksmärchen und Legenden?

Im Sommersemester 2014 folgt ein zweiter Seminarteil zum Thema: „Der deutsche Faschismus

und sein Missbrauch germanischer und keltischer Mythenstoffe, Riten und Symbole“.

FÜHRUNG VOR DEM PERGAMONALTAR MW 004

Dr. Viola Altrichter

1 Termin (4 Ustd.), 25.2.2014, Di 15.00 - 18.00

Welche ideologisch-politische Funktion erfüllte dieser Altar, als er Ende des 19. Jahrhunderts in

das großdeutsche Reich nach Berlin geholt und welche, als er 165 vor Chr. für den Stadtstaat

Pergamon in Auftrag gegeben wurde? Welche Rolle spielte der Mythos vom Kampf der Giganten

gegen die olympischen Götter, als er 700 vor Chr. aufgeschrieben wurde? Wir sehen, wie genial

Herrschaftsverhältnisse künstlerisch und wie Mythenfragmente bewusstseinsanalytisch zu interpretieren

sind.

MYTHOLOGISCHE WELTEN

73


VIA ARTIUM


KUNST- UND KULTURHISTORISCHE STUDIENREISEN UND EXKURSIONEN

Kunst- und kulturhistorische Studienreisen eröffnen Wege zur Kunst: Gemeinsam mit unseren

Dozentinnen und Dozenten entwickeln wir kulturhistorische Themen – intensiv und anschaulich.

Wir möchten, dass die Eindrücke und Erlebnisse weit über die Dauer der Reise hinaus wirken.

Wissenschaftliche Annäherung, verknüpft mit der Vermittlung von Kunst und Kultur: vorab, vor

Ort und vor Originalen – darin unterscheidet sich VIA ARTIUM von anderen Anbietern.

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller mit Gasthörer/innen auf einer Reise nach Brüssel / Foto: Sabine Steputat

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:

Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur,

Darum Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist‘s! Reise, reise!

Wilhelm Busch

INFORMATIONEN ZU DEN REISEN

Ulrika Poock, Tel: 030 / 838 514 77, ulrika.poock@fu-berlin.de

BUCHUNG / ADMINISTRATION

Gertrud Ranner, Tel: 030 / 838 514 72, Fax: 030 / 838 4514 72, gertrud.ranner@fu-berlin.de

Wir nehmen Sie gerne in unseren Reiseverteiler auf: via-artium@fu-berlin.de

VIA ARTIUM

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AUF EINEN BLICK – REISEN UND EXKURSIONEN 2013 UND 2014

PARIS: AUFBRUCH IN DIE MODERNE ** 4. - 7.10.13

mit Dr. Beate Zimmermann und Joris Corin Heyder

4 Tage

MORITZBURG UND HELLERAU 8.10.13

mit Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

1 Tag

HERZBERG UND TORGAU: 11.10.13

ZWISCHEN MITTELALTER UND RENAISSANCE

mit Dr. Robert Habel

1 Tag

KUNST UND ARCHITEKTUR IM OBEREN WERRATAL: 16. - 18.10.13

ROHR, SCHMALKALDEN, MEININGEN

mit Prof. Dr. Ernst Badstübner

3 Tage

BARCELONA: SPANIENS HEIMLICHE HAUPTSTADT ** 23. - 27.10.13

mit Dr. Robert Habel und Jan Maruhn

5 Tage

DIE BIENNALE IN VENEDIG 2013 ** 7. - 10.11.13

mit Steffi Recknagel

4 Tage

ISTANBUL: ENTDECKUNGEN JENSEITS DER TOURISTENPFADE ** 19. - 24.11.13

mit Dr. Fatma Yalçin

6 Tage

SALZBURG, KREMSMÜNSTER UND DIE MOZARTWOCHE * 28.1. - 2.2.14

mit Dr. Jarl Kremeier

6 Tage

ZWISCHEN EL GRECO UND GOYA – SPANISCHER BAROCK IN MADRID * 12. - 16.3.14

mit Dr. Ira Oppermann

5 Tage

NEW YORK * 24.3.-1.4.14

mit Prof. Dr. Eberhard König und Dr. Fatma Yalçin

8 Tage

FLUXUS IN SCHWERIN UND BARLACH IN GÜSTROW 3. - 4.4.14

mit Dr. Beate Zimmermann und Jan Maruhn

2 Tage

BAROCK- UND RENAISSANCESCHLÖSSER IN DER NIEDERLAUSITZ 11.4.14

mit Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

1 Tag

ROMANIK UND GOTIK IN DER ALTMARK: TANGERMÜNDE UND JERICHOW 9.5.13

mit Dr. Robert Habel

1 Tag

HELSINKI: 12. - 16.5.14

HAUPTSTADT DES JUGENDSTILS UND DIE ARCHITEKTUR AALTOS *

mit Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

5 Tage

DIE TOSKANA UND DIE EMILIA ROMAGNA: ca. 17. - 25.5.14

ZWISCHEN PISA UND RAVENNA *

mit Dr. Matthias Vollmer und Christine Sauter

ca. 9 Tage

76 AUF EINEN BLICK: REISEN UND EXKURSIONEN 2013


DANZIG UND DIE MARIENBURG * 28. - 30.5.14

mit Prof. Dr. Ernst Badstübner und Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

3 Tage

GEORGIEN UND ARMENIEN * 1. - 10.6.2014

mit Prof. Dr. Claus Schönig und Sevgi Aras

10 Tage

AUF DEN SPUREN DES ADELS: 11. - 15.6.14

SCHLÖSSER, KLÖSTER UND STÄDTE IN NORDBÖHMEN *

mit Arne Franke

5 Tage

NACH ÄGYPTEN! MAX SLEVOGT UND PAUL KLEE IN DRESDEN 19. - 20.6.14

mit Dr. Beate Zimmermann

2 Tage

KATHEDRALEN DER ILE DE FRANCE * ca. 28.6. - 5.7.14

mit Dr. Matthias Vollmer und Christine Sauter

8 Tage

EDINBURGH UND DIE SCOTTISH BORDERS: 7. - 14.7.14

STADTHÄUSER UND LANDSITZE *

mit Dr. Jarl Kremeier

8 Tage

DIE BAUKUNST NORDSPANIENS –VON OVIEDO NACH BILBAO * 1. - 10.9.14

mit Günter Donath

10 Tage

MITTELALTERLICHE BACKSTEINARCHITEKTUR IN DÄNEMARK * ca. 17. - 20.9.14

mit Prof. Dr. Ernst Badstübner und Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

4 Tage

NEURUPPIN: GEBURTSORT SCHINKELS UND FONTANES 10.10.14

mit Dr. Robert Habel

1 Tag

BILBAO: ca. 15. - 18.10.14

DIE SAMMLUNG GUGGENHEIM UND MODERNE ARCHITEKTUR *

mit Dr. Beate Zimmermann und Jan Maruhn

4 Tage

LISSABON UND DIE KUNST * ca. 29.10. - 2.11.14

mit Dr. Fatma Yalçin

5 Tage

ROMANIK UND GOTIK IN KÖLN 5. - 7.12.14

mit Dr. Matthias Vollmer und Christine Sauter

3 Tage

Diese Reise wird mit Audioguidesystem durchgeführt.

* Ausführliche Reiseinformationen bitte gesondert anfordern, s. S. 110.

** Einzelne Plätze auf Anfrage bzw. Wartelistenplätze

AUF EINEN BLICK: REISEN UND EXKURSIONEN 2013

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IM DETAIL – EXKURSIONEN


MORITZBURG UND HELLERAU EXK 022

Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

1 Tag, Di, 8.10.2013 / theoretische Einführung: 2.10.2013, Mi 16.00 - 17.30

97,- €, ohne GASTHÖRERCARD 107,- €

Einführung, Busreise ab/bis Berlin, Eintritte, 1 gemeinsames Essen

Schloss Moritzburg, das Jagdschloss der sächsischen Kurfürsten und Könige, und seine Kulturlandschaft

gelten als singuläre Leistung des sächsischen Barock. Schon in der Renaissancezeit angelegt,

haben vor allem v. Klengel im 17. und Pöppelmann im 18. Jahrhundert die Pläne geliefert.

Besucht werden die Innenräume mit interessanten Ausstattungen Dresdner Hofkünstler (u. a. de

Silvestre, Kirchner, Thomae) und italienischer Stukkateure.

Bei dem Gang durch Hellerau, der ersten Gartenstadt Deutschlands, ab 1908 angelegt, werden

Gesamtkonzeption und sozio-kulturelle Grundlagen der Reformbewegung besprochen und die

Wohn- und Werkgebäude von Riemerschmid, Muthesius und Paul sowie das Festspielhaus von

Heinrich Tessenow aufgesucht.

HERZBERG UND TORGAU – ZWISCHEN MITTELALTER UND RENAISSANCE EXK 023

Dr. Robert Habel

1 Tag, Fr, 11.10.2013 / theoretische Einführung: 7.10.2013, Mo 16.00 - 17.30

99,- €, ohne GASTHÖRERCARD 109,- €

Einführung, Busreise ab/bis Berlin, Eintritte

Im charmanten Städtchen Herzberg empfiehlt sich der Besuch der Stadtkirche St. Marien, der

Sixtinischen Kapelle der Mark Brandenburg. Fresken aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts

sind hier in einem Umfang bewahrt, wie sie in Deutschland nur noch selten zu sehen sind. Ebenso

exquisit präsentiert sich die Nebenresidenz der Sächsischen Kurfürsten. Torgau wartet mit

vielen architektonischen Höhepunkten wie beispielsweise der gotischen Pfarrkirche St. Marien

mit der Grabstätte von Luthers Ehefrau Katharina von Bora sowie Adelshöfen aus dem 16. Jahrhundert

auf. Unter Kurfürst Johann-Friedrich I. von Sachsen entstand beim Ausbau der Burg eine

der frühesten Renaissanceanlagen Deutschlands. Die von Martin Luther persönlich eingeweihte

Schlosskapelle wurde zum wichtigen Vorbild der nachfolgenden lutheranischen Sakralbauten.

KUNST UND ARCHITEKTUR IM OBEREN WERRATAL:

ROHR, SCHMALKALDEN, MEININGEN EXK 024

Prof. Dr. Ernst Badstübner

3 Tage, Mi - Fr, 16. - 18.10.2013 / theoretische Einführung: 14.10.2013, Mo 15.00 - 18.00

499,- €, ohne GASTHÖRERCARD 524,- €, Einzelzimmerzuschlag 25,- €

Einführung, Busreise ab/bis Berlin, 2 Übernachtungen/Halbpension, Eintritte

Im Mittelalter gehörte die Region im oberen Werratal zur Grafschaft Henneberg. Erst nach dem

Tod des letzten Grafen 1586 fiel sie an die Landgrafschaft Hessen (Schmalkalden) sowie an die

albertinische (Schleusingen) und die ernestinische Linie (Herzogtum Sachsen-Meiningen) des

Hauses Wettin. Diese historische Gemengelage ist für die unterschiedlichen Einflüsse verant-

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 79


wortlich, die die Kunstlandschaft geprägt haben: v. a. fränkische und hessische, aber auch thüringische

und sächsische. Kloster Rohr besitzt die älteste Krypta Deutschlands (karolingisch/ottonisch).

Monastische Ordensbauten des 12. Jahrhunderts finden sich in Vessra und Breitungen.

In Bibra treffen wir auf Tilman Riemenschneider (Würzburg), in Römhild auf Peter Vischer (Nürnburg).

Schmalkalden überragt das Renaissanceschloss mit einer Kapelle der reformierten Konfession

Hessens. In Meiningen vertritt das Herzogschloss die frühe Barockarchitektur der thüringischen

Residenzen. Viele Dorfkirchen haben ihre reiche Ausstattung bewahrt.

FLUXUS IN SCHWERIN UND BARLACH IN GÜSTROW EXK 004

Dr. Beate Zimmermann, Jan Maruhn

2 Tage, Do - Fr, 3. - 4.4. 2014 / theoretische Einführung: 17.3.2014, Mo 11.00 - 12.30

294,- €, ohne GASTHÖRERCARD 319,- €, Einzelzimmerzuschlag 22 ,- €

Einführung. Busreise ab/bis Berlin, 1 Übernachtung/Frühstück im 4*-Hotel. Eintritte

Die Stadt Schwerin liegt malerisch und reizvoll zwischen sieben Seen. Diese romantische Wirkung

der Stadt nutzt auch eine ausgesprochen spannende Ausstellung: FLUXUS made in USA - Die

Revolution der Romantiker. Die Kuratoren setzen dabei den Fokus auf den Einfluss der historischen

Romantik auf eine aktualisierte, neue Idee des Romantischen. Caspar David Friedrich,

Georg Friedrich Kersting und Philipp Otto Runge treffen so auf FLUXUS-Künstler wie Nam June

Paik, John Cage oder George Macunias. Man erkennt, wie der drängende Wunsch nach Aufbruch

aus den engen Grenzen der Gesellschaft die Avantgarde der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts mit

den Romantikern des 19. Jahrhunderts verbindet.

In Güstrow erwartet uns das Renaissanceschloss mit seinem Park. Stadtbeherrschend strahlt es

die Kraft seiner Zeit aus und symbolisiert die vergangene Macht seiner Herrscher. Vor der Stadt

gelegen, findet sich das moderne Anwesen von Ernst Barlach. Seine hier augestellten Werke

zeugen heute wie damals von seinem Credo: Kunst ist eine Sache allertiefster Menschlichkeit.

BAROCK- UND RENAISSANCESCHLÖSSER IN DER NIEDERLAUSITZ EXK 005

Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

1 Tag, Fr, 11.4.2014 / theoretische Einführung: 8.4.2014, Di 16.00 - 17.30

97,- €, ohne GASTHÖRERCARD 107,- €

Einführung. Busreise ab/bis Berlin, Eintritte, 1 gemeinsames Essen

Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Wiener Kongresses, als Sachsen und die Niederlausitz

an Preußen kamen, besuchen wir die großen Schlossanlagen in Elsterwerda (1776), Finsterwalde

(16./17. Jh.), Doberlug (16./17. Jh.; Ort der Brandenburgischen Landesausstellung 2014, Restaurierung

2013 abgeschlossen) und Neudeck (16.-20.Jh.).

Die Exkursion macht nicht nur mit den Barock- und Renaissanceschlössern der Region vertraut,

sondern auch mit deren denkmalpflegerischen Wiederherstellungen.

80 IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN


ROMANIK UND GOTIK IN DER ALTMARK: TANGERMÜNDE UND JERICHOW EXK 06

Dr. Robert Habel

1 Tag, Fr, 9.5.2014 / theoretische Einführung: 5.5.2014, Mo 16.00 - 17.30

95,- €, ohne GASTHÖRERCARD 105,- €

Einführung, Busreise ab/bis Berlin, Eintritte

Gelegen am Zusammenfluss von Elbe und Tanger besticht Tangermünde durch sein malerisches

Erscheinungsbild. Die große Stunde der Hansestadt schlug zur Regierungszeit Kaiser Karl IV., der

sie am Ende seiner Herrschaft zur bevorzugten Residenz erkor. Trotz des verheerenden Brandes

von 1617, der durch Fontanes Novelle „Grete Minde“ literarischen Ruhm erlangte, schmückt sich

Tangermünde nach wie vor mit zahlreichen gotischen Bauwerken, wie der Stephanskirche, dem

Rathaus oder der Burg.

In Sichtweite auf der östlichen Elbseite hat sich ein weiteres außerordentliches Denkmal mittelalterlicher

Architektur erhalten, das den Anfang christlicher Architektur in der Mark Brandenburg

markiert. Das 1144 gegründete romanische Prämonstratenserkloster Jerichow hat sein ursprüngliches

Erscheinungsbild bis in unsere Tage nahezu unverändert erhalten können.

NACH ÄGYPTEN! MAX SLEVOGT UND PAUL KLEE IN DRESDEN EXK 012

Dr. Beate Zimmermann

2 Tage, Do - Fr, 19. - 20. Juni 2014 / theoretische Einführung: 16.6.2014, Mo 11.00 - 12.30

365,- €, ohne GASTHÖRERCARD 390,- €, Einzelzimmerzuschlag 54,- €

Einführung, Busreise ab/bis Berlin, 1 Übernachtung/Frühstück, 1 gemeinsames Abendessen, Eintritte

Im Mittelpunkt der Reise in die sächsische Hauptstadt steht die spannende Sonderausstellung

im Albertinum: „Nach Ägypten! Die Reise von Max Slevogt und Paul Klee“. Die beiden großen

deutschen Maler besuchten zu unterschiedlichen Zeiten das Land am Nil und waren zutiefst

beeindruckt von Kunst und Kultur des Landes – und dem einzigartigen Licht dieser Gegend.

Beide schufen unter dem Eindruck des Erlebten eindrucksvolle Bildwelten: eine „Apotheose des

Lichtes“ für beide Maler!

Zudem spiegeln diese Reisen grundlegende Aspekte der Orientrezeption in der Malerei des frühen

20. Jahrhunderts wider, die so viele Künstler in ihren Bann zog. Die Besichtigung der „Neuen

Meister“, ebenfalls im Albertinum, kann zusätzliche Beispiele aus diesem aufregenden Zeitraum

beisteuern. Ein Rundgang, der sich ausgewählten Höhepunkten der wunderbaren Gemäldegalerie

Dresdens widmen wird, soll die Betrachtungen in Dresden abrunden: Raffael, Giorgione,

Tizian, Rembrandt und Vermeer u.a. sind hier mit einzigartigen Meisterwerken vertreten, deren

Besuch immer eine wahre Freude ist!

Im zauberhaften Schloss und Garten Pillnitz spüren wir der Begeisterung für Chinoiserien, für das

Fremde, Ferne und Exotische in Architektur und Garten nach.

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 81


NEURUPPIN – GEBURTSORT SCHINKELS UND FONTANES EXK 017

Dr. Robert Habel

1 Tag, Fr, 10.10.2014 / theoretische Einführung 6.10.2014, Mo 16.00 - 17.30

95,- €, ohne GASTHÖRERCARD 105,- €

Einführung, Busreise ab/bis Berlin, Eintritte

Neuruppin, gegründet um 1214, ist noch heute eine Reise wert. 1787 durch einen Stadtbrand fast

vollkommen zerstört, wurde es unter Friedrich Wilhelm II. wiederaufgebaut und präsentiert sich

nach wie vor in diesem Bild.

Den Stadtbrand überlebte die Klosterkirche des Dominikanerordens, die sich heute als eine der

exklusivsten Kirchen des beginnenden 14. Jahrhunderts in Brandenburg präsentiert. Die Pfarrkirche

St. Marien wurde hingegen als Betsaal ab 1801 neu errichtet und stellt somit ein wichtiges

Zeugnis protestantischer Kirchenbaukunst des Frühklassizismus dar.

Desweiteren lockt die Geburtstadt von Fontane und Schinkel mit Bauten, die nach Plänen Georg

Wenzeslaus von Knobelsdorff ab 1732 für den Thronprätendenten Friedrich des Großen ausgeführt

wurden.

Dr. Robert Habel mit Gasthörer/innen in Havelberg © fega

ROMANIK UND GOTIK IN KÖLN EXK 020

Dr. Matthias Vollmer, Christine Sauter

3 Tage, Fr - So, 5. - 7.12.2014

Preise und Informationen ab April 2014

Mit der Stadt Köln verbindet man entweder die Jecken oder den gotischen Dom, die romanischen

Kirchenbauten der Stadt sind weniger präsent. Dabei findet man selten so prächtige und bedeutende

romanische Kirchen so nah beieinander wie in der rheinischen Metropole. Eine „Via Sacra“

umfasst in einem großen Bogen die Altstadt Kölns. Ihre Stationen werden durch die 12 großen

romanischen Kirchen von St. Andreas bis St. Ursula markiert, von denen einige der schönsten auf

dieser konzentrierten Exkursion besucht werden sollen. Unzählige Legenden ranken sich um die

Entstehung dieser zwölf Kirchen. Sie liegen innerhalb der alten Stadtmauern, deren Verlauf sie

in etwa markieren.

Die Stifts- oder Klosterkirchen zählen zu den bedeutendsten in Westeuropa und dokumentieren

das Wachstum und den Reichtum des hochmittelalterlichen Kölns. Auch ein Besuch im Museum

Schnütgen, das eine herrliche Sammlung mittelalterlicher Kunstwerke beherbergt, steht auf dem

Programm, das mit dem Besuch des Kölner Doms seinen Abschluss finden soll.

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 83


PARIS – AUFBRUCH IN DIE MODERNE KHS 021

Tour Eiffel, Robert Delaunay, 1911 © Wikimedia Commons / CreativeCommons-Lizenz, Fotograf: andrewgrahamdixon.com

4. - 7. OKTOBER 2013

theoretische Einführung: 23.9.2013, Mo 11.00 - 14.00

Dr. Beate Zimmermann, Joris Corin Heyder

Paris – keine Stadt übte zur Zeit des Fin de siècle einen

größeren Reiz aus als die Stadt an der Seine. Kreative,

Künstler, Musiker kamen im Künstlerviertel Montmartre

zusammen. Wir begeben uns auf die Spuren der Künstler,

die hier lebten, arbeiteten und sich amüsierten: Degas,

Renoir sowie Van Gogh und nach ihnen Picasso,

Braque oder Modigliani. Die Arbeiten Toulouse-Lautrecs

spiegeln das berühmte rauschhaft-dunkle Nachtleben

in allen seinen Facetten wider. Im Musée d‘Orsay lernen

wir die verschiedenen Strömungen der französischen

Kunst von den bahnbrechenden Entdeckungen der

Impressionisten bis hin zu ersten ungegenständlichen

Werken kennen. Immer wieder nehmen einzelne Künstler

wie Manet, Cézanne oder Gauguin Ausnahmestellungen

ein. Auch die Bildhauerei ging neue Wege: Im

Musée Rodin, einem der schönsten Hôtel particulier der

Stadt, begegnen wir dem Werk des Ausnahmekünstlers

Auguste Rodin. Ein Ausflug nach Auvers-sur-Oise führt

uns an den Ort, wo van Gogh seine letzte große Schaffensphase

hatte.

LEISTUNGEN

kunsthistorische und ortskundige Reiseleitung / Flug ab/bis

Berlin Tegel/Paris mit Air Berlin / Transfer Flughafen-Hotel

und zurück / 3 Übernachtungen mit Frühstückbüffet im

3*-Hotel / örtlicher Nahverkehr in Paris / Stadtrundfahrt (ca.

3 Std.) / Eintrittsgelder lt. Programm / 2-stündige Seinefahrt

mit 3-Gänge-Diner incl. 1/4 Rotwein / Tagesbusausflug nach

Giverny und Auvers-sur-Oise / Teilnahme am Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 1.235,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 1.285,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 240,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

84 IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN


BARCELONA – SPANIENS HEIMLICHE HAUPTSTADT KHS 025

23. - 27. OKTOBER 2013

theoretische Einführung: 18.10.2013, Fr 15.00 - 18.30

Dr. Robert Habel, Jan Maruhn

Barcelonas stolze Zeugnisse der Vergangenheit prägen

bis in unsere Tage sichtbar das Stadtbild. Dem nahezu

erhaltenen gotischen Stadtkern mit der Kathedrale,

den Kirchen und Palästen antwortete man im 19. Jahrhundert

mit einer wohlgeordneten Stadterweiterung.

Bauten des katalanischen Jugendstils (Modernismo)

beherrschen das Straßenbild und gipfeln in der bisher

unvollendeten größten Kirche der Welt, der Sagrada

Família, vom bedeutenden katalanischen Jugendstilarchitekten

Antoni Gaudí entworfen.

Weitere Höhepunkte der Reise sind Besuche des Picasso-Museums

und der Fundacio Antoni Tapies. Dem Besuch

einer Inkunabel der Moderne, dem rekonstruierten

Deutschen Pavillon Ludwig Mies van der Rohes’ für die

Weltausstellung von 1929 widmen wir uns ausgiebig.

LEISTUNGEN

kunsthistorische und ortskundige Reiseleitung / Flug ab/bis

Berlin Tegel/Barcelona mit Air Berlin / Transfer Flughafen-

Hotel und zurück / 4 Übernachtungen mit Frühstücksbüffet

im 4*-Hotel / Stadtrundfahrt (ca. 3 Std.) / Eintritts- und

Führungsgelder lt. Programm / öffentlicher Nahverkehr lt.

Programm / 2 gemeinsame Abendessen / Teilnahme am

Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 1.145,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 1.195,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 150,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

Casa Batló von Antoni Gaudi © Ulrika Poock

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 85


DIE BIENNALE IN VENEDIG 2013 KHS 026

7. - 10. NOVEMBER 2013

theoretische Einführung: 29.10.2013, Di 14.00 - 16.15

Steffi Recknagel

Biennale-Besucher erleben die schönste Stadt der Welt

als eine Bühne für die Künstler der Welt. Die grandiose

Stadtlandschaft mit Kirchen und Palästen, die eine

Fülle von Meisterwerken vergangener Jahrhunderte

bergen, wird zur einzigartigen Szenerie für die Kunst

unserer Zeit. Die diesjährige 55. Biennale thematisiert

die Gleichzeitigkeit von Geschichte und Gegenwart sogar,

indem sie die Idee eines Palazzo Enciclopdico zur

Inspirationsquelle ihres kuratierten Teils erkoren hat:

ein riesiges Museum, in dem das gesamte Wissen der

Menschheit in Form von Bildern der inneren und äußeren

Welt Platz fände.

Wer zur Biennale nach Venedig reist, sollte vor allem

Lust auf Überraschungen und Neugier auf Unbekanntes

im Gepäck mitführen.

Venedig, Arsenale © risamay / istockphoto.com

LEISTUNGEN

kunsthistorische Reiseleitung / Flug ab/bis Berlin Tegel/Venedig

(via Stuttgart) mit Air Berlin / Transfer Flughafen-Hotel

und zurück / 3 Übernachtungen mit Frühstück im 3*-Hotel /

Eintrittsgelder lt. Programm / 3 Vaporetto-Tickets für Einzelfahrten

/ 1 gemeinsames Abendessen / Teilnahme am Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 1.035,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 1.085,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 120,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

86 IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN


ISTANBUL – ENTDECKUNGEN JENSEITS DER TOURISTENPFADE KHS 028

19. - 24. NOVEMBER 2013

theoretische Einführung: 5.11. 2013, Di 15.00 - 18.00

Dr. Fatma Yalçin

Byzanz der Griechen, Konstantinopel des Römischen

Reichs, Istanbul der Osmanen und Türken – die einzige

Stadt auf zwei Kontinenten hat viel zu erzählen. Bei

Spaziergängen und Rundfahrten suchen wir Orte auf,

die jüdische, christliche und moslemische Lebenswelten

bewahrt haben und die byzantinische, römische und

osmanische Geschichte belegen. Wir rekonstruieren

die alte große Palastanlage im heutigen Stadtteil Sultanahmet.

Wir entdecken die Stadtviertel Fener, Carsamba

und Draman; hier prallen byzantinische Renaissance

und islamische Lebenswelt aufeinander! Auf den Spuren

von Orhan Pamuk lernen wir das moderne Istanbul

kennen und unternehmen Spaziergänge im Peraviertel

rund um den Galataturm und im angesagten Cukurcuma.

Ein weiteres Highlight bildet ein Tagesausflug mit

der Fähre in die alte Kaiserstadt Bursa, berühmt für ihre

Thermalbäder und prächtigen Moscheen.

Zur inhaltlichen Vorbereitung auf die Reise empfehlen wir

zwei Seminare (s. S. 18).

LEISTUNGEN

kunsthistorische Reiseleitung / Flug ab/bis Berlin Tegel/

Istanbul mit Turkish Airlines/ Transfer Flughafen-Hotel und

zurück / 5 Übernachtungen mit Frühstück im 4*-Hotel /

Eintritts- und Führungsgelder lt. Programm / Busausflüge

und Ausflug lt. Programm / Nutzung des AudioGuide-

Systems / 5 gemeinsame Abendessen / Teilnahme am

Vorbereitungsseminar

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 1.325,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 1.375,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 290,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

Blick auf Istanbul vom Topkapi Palast © fega 2012

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 87


SALZBURG, KREMSMÜNSTER UND DIE MOZARTWOCHE KHS 001

28. JANUAR - 2. FEBRUAR 2014

theoretische Einführung: 20.1.2014, Mo 10.00 - 13.45

Dr. Jarl Kremeier

Nachdem in den vergangenen Jahren die frühen Opern

Mozarts bis zum Idomeneo auf dem Programm standen,

geht es dieses Jahr einen Schritt zurück in die ‚Vorgeschichte’:

Aufgeführt wird „Orfeo ed Euridice“ von C.

W. Gluck (1714-1787), dessen Werke noch bis weit ins

19. Jahrhunderte wirkten, etwa bei Spontini, Berlioz und

Wagner. Dem zweiten zeitgenössischen Komponisten

der Woche, Muzio Clementi (1752-1832), begegnete

Mozart mehrfach. Berühmt geworden ist der ‚musikalische

Wettstreit’ im Vorspielen und Improvisieren, den

Kaiser Joseph II. 1781 in Wien veranstaltete.

Von Mozart selbst stehen drei Werkgruppen im Mittelpunkt:

Arien aus den frühen Opern, drei der sehr selten

zu hörenden Streichquintette und eine Gruppe von Klaviersonaten.

Eingestreut in das Programm sind Werke

von Arvo Pärt und Richard Strauss.

Das Begleitprogramm befasst sich u. a. mit den Anfängen

der mittelalterlichen, benediktinischen Besiedelung

in Salzburg und Oberösterreich.

Blick vom Mönchsberg auf die Festung © Tourismus Salzburg GmbH

LEISTUNGEN

kunst- und musikhistorische Reiseleitung / Flug ab/bis Berlin-Tegel/Salzburg

mit Air Berlin / Transfer Flughafen-Unterkunft

und zurück / 5 Übernachtungen mit Frühstück im Apostolatshaus

der Pallottiner / Busausflug nach Kremsmünster

/ 3-Gang Mittagessen im Stiftsschank des Benediktinerstifts

Kremsmünster / 3-Gang Abendessen beiden Pallottinern

/ Eintritts- und Führungsgelder / 6 Konzertkarten lt. Programm

(720,- €) / Teilnahme am Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 1.799,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 1.849,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 25,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

88 IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN


ZWISCHEN EL GRECO UND GOYA: KHS 002

SPANISCHER BAROCK IN MADRID

12. - 16. MÄRZ 2014

theoretische Einführung: 27.2.2014, Do 15.00 - 18.00

Dr. Ira Oppermann

Die Madrid-Reise ist ganz dem Siglo de Oro, dem spanischen

Barock des 17. und 18. Jahrhunderts und seinen

Künstlern wie Velázquez, Ribera, Zurbarán, Cano oder

Murillo gewidmet. Ihre Werke werden aber nicht nur an

den weltberühmten Kunstzentren wie dem Prado vermittelt,

sondern auch an selten aufgesuchten Orten wie

etwa der Antonius-Kapelle mit Goya-Fresken oder dem

Museo Cerralbo mit Gemälden von Zurbarán, Pereda

oder auch El Greco: Dessen manieristisches Œuvre geht

dem Barock unmittelbar voraus und soll einführend

mitbesprochen werden, während Goya – und damit die

anbrechende Epoche des Klassizismus – ausführlicher

zu behandeln ist. Unsere Kenntnisse über diesen spannenden

Künstler wird die renommierte Goya-Expertin

Dr. Anna Reuter vertiefen, während uns Dr. Stephan

Schröder, Chefkonservator der Skulpturenabteilung des

Prados, die Statuen der spanischen Herrscher näher

bringen wird, die uns auch auf dem Rundgang durch

das Habsburger Viertel begegnen.

Zur inhaltlichen Vorbereitung auf die Reise empfehlen wir

zwei Seminare (s.S. 28 und 59).

LEISTUNGEN

kunsthistorische und ortskundige Reiseleitung / Flug ab/

bis Berlin Tegel/Madrid mit Air Berlin / Transfer Flughafen

-Hotel und zurück / 4 Übernachtungen mit Frühstückbüffet

im 4*-Hotel / örtlicher Nahverkehr lt. Programm / kleine

Stadtrundfahrt / Eintritts- u. Führungsgelder lt. Programm /

örtlicher Nahverkehr lt. Programm / 2 gemeinsame Abendessen

/ Teilnahme am Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 1.098,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 1.148,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 200,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

Diego Velázquez, Las Meninas / via Wikipedia

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 89


NEW YORK KHS 003

24. MÄRZ - 1. APRIL 2014

theoretische Einführung: 11.3.2013, Di 16.00 - 18.00

Prof. Dr. Eberhard König, Dr. Fatma Yalçin

„New York, the city that never sleeps“ – schon bei der

Ankunft wirkt die Skyline Manhattans überwältigend.

Die Kunstszene genießt Weltruhm. Im Metropolitan

Museum of Art, das zu den größten Kunstmuseen der

Welt gehört, widmen wir uns der europäischen Malerei

vom 13. bis ins frühe 20. Jahrhundert.

Die mittelalterliche Sammlung wird wesentlich durch

„The Cloisters“ an der Nordspitze Manhattans ergänzt.

Die Klassiker des Nachimpressionismus bieten das

MoMA, das New Yorker Guggenheim Museum und das

Whitney Museum of American Art. Zwei kleine Sammlungen,

die Frick Collection und Pierpont Morgan Library,

ergänzen die Vielfalt der Kunstschätze. Ein Abstecher

nach Philadelphia ins Museum of Art vervollständigt

das Gesehene. Andere Wege, um das New York-Feeling

zu stärken, führen uns in den Central Park, entlang

der Fifth Avenue, über den Times Square durch Soho,

Greenwich Village, East Village, Chinatown und Little

Italy. Eine Bootsfahrt auf dem Hudson River rundet den

Eindruck der Stadt ab.

Chrysler Building © Ulrika Poock

LEISTUNGEN

kunsthistorische und ortskundige Reiseleitung / Flug ab/bis

Berlin Tegel/New York JFK / Transfer Flughafen-Hotel und zurück

/ 7 Übernachtungen mit American Breakfast im Superior

First Class Hotel in Manhatten / 1 gemeinsames 3-Gänge

Abendessen / Eintritts- und Führungsgelder lt. Programm

/ Bahnfahrt nach Philadelphia / Fahrt mit der Circle Line /

Kofferservice / 7-Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr

/ Teilnahme am Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 3.385,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 3.435,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 805,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

90 IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN


HELSINKI: KHS 007

HAUPTSTADT DES JUGENDSTILS UND DIE ARCHITEKTUR AALTOS

12. - 16. MAI 2014

theoretische Einführung: 7.5.2014, Mi 16.00 - 17.30

Priv.-Doz. Dr. Gisela Moeller

Helsinki war um 1900 ein lebendiges Zentrum des Jugendstils.

Besonders im Viertel Katajanokka sind Granitfassaden

mit Motiven der Natur und aus den nordischen

Mythen charakteristisch. Die Kallio-Kirche von

Lars Sonck, der imposante Hauptbahnhof, das Nationalmuseum

von Eliel Saarinen und ein Besuch des Ateneums

sind wichtige Stationen unserer Besichtigungen.

Daneben stößt man aber ebenso auf Spuren des Klassizismus,

wie z. B. der Dom von C. L. Engel.

Nicht zuletzt ist Helsinki auch die Stadt des großen Architekten

und Designers Alvar Aalto, dessem Werk wir

u.a. im Gesamtkunstwerk des Restaurant Savoy (1937)

oder im Klinkerbau des Kulturhauses begegnen.

Ein Ausflug ins Nahe von Helsinki gelegene Künstleratelier

Hvitträsk, eine unschätzbare Ikone der finnischen

Nationalromantik, und nach Espoo zum Wohnhaus von

Akseli Gallen-Kallela, eine der größten Künstlerpersönlichkeiten

des finnischen Jugendstils, runden die Studienreise

thematisch ab.

Zur inhaltlichen Vorbereitung auf die Reise empfehlen

wir ein Seminar (s.S. 55).

LEISTUNGEN

kunsthistorische und ortskundige Reiseleitung / Flug ab/bis

Berlin Tegel/Helsinki / 4 Übernachtungen mit Frühstück im

4*-Hotel / 1 Bustagesausflug nach Espoo und Hvitträsk /

Eintritts- und Führungsgelder lt. Programm / öffentlicher

Nahverkehr (3-Tagesticket) / 1 gemeinsames Abendessen /

Teilnahme am Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 1.265,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 1.315,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 208,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

Uspenski-Kathedrale, Helsinki © VisitFinland

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 91


DANZIG UND DIE MARIENBURG KHS 009

28. - 30. MAI 2014

theoretische Einführung: 22.5.2014, Do 16.00 - 17.30

Prof. Dr. Ernst Badstübner, Dr. Sibylle Badstübner-Gröger

Danzig/Gdansk, seit dem Versailler Vertrag von 1920

als „Freie Stadt“ bezeichnet, erlebte als bedeutende

Handelsmetropole an der Ostsee seit dem Mittelalter

wechselnde historische Einschnitte. Die 1945 fast völlig

zerstörte Stadt wurde ab 1948 in historischen Formen

wieder aufgebaut, die denkmalpflegerische Wiederherstellung

von Sakral- und Profanbauten wird in den

Fokus der Stadtbesichtigung gestellt (u.a. Marienkirche,

Langgasse, Uphagenhaus, Artushof ). Ausflüge führen

zum Zisterzienserkloster Oliva/Oliwa (1175 von Kolbath

und Dargun gegündet, Brand 1577, danach barock ausgestattet)

und zur Marienburg/Malbork, dem ehemaligen

Hochmeistersitz des Deutschen Ordens. Die Anlage

wurde um 1272 begründet und im 19. Jh. erneuert;

nach den Zerstörungen 1945 restauriert, heute museal

genutzt.

Auf der Hin- oder Rückfahrt besichtigen wir die Klosteranlage

von Kolbatz/Kolbacz (1173 gestiftet, 1174 vom

dän. Kloster Esrom besiedelt, Kirche 1201 beg.) oder von

Stargard/Szczecinski mit der Marienkirche (um 1300

beg., im frühen 15. Jh. verändert).

Hafen von Danzig © via Wikipedia

LEISTUNGEN

kunsthistorische und ortskundige Reiseleitung / Busreise ab/

bis Berlin im Komfortreisebus / 2 Übernachtungen/Bad oder

DU/WC/Frühstück im 3*-Hotel / Eintritts- und Führungsgelder,

1 gemeinsames Abendessen / Teilnahme am Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 635,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 685,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 76,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

92 IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN


GEORGIEN UND ARMENIEN KHS 010

1. - 10. JUNI 2014

theoretische Einführung: Termin folgt

Prof. Dr. Claus Schönig, Sevgi Aras

Armenien und Georgien gehören zu den ältesten Siedlungsgebieten

der Menschheit. Die Quellen für die früheste

Geschichte bleiben sagenhaft, wie etwa die Fahrt der

Argonauten ins Land Kolchis. In der Zeit der Achaemeniden

treten beide Länder ins Rampenlicht. In der hellenistischen

Zeit wird Armenien Regionalmacht, die bald darauf ins römisch-parthische

Spannungsfeld gerät. Sie christianisieren

sich um das Jahr 300 und gehören zu den ersten christlichen

Staaten der Welt. Als Grenzländer des Christentums

erleben die Länder die islamische Expansion. Georgien,

seine kulturell unterschiedlichen Landschaften sowie ein

Teil Armeniens wurden im Laufe des 19. Jhs. ins Russische

Reich eingegliedert. Der größere Teil Armeniens blieb bei

den Osmanen. Noch im 19. Jh. weisen osmanische Karten

das Land östlich des Euphrat als Armenien (und Kurdistan)

aus, mit Beginn der ethnischen Spannungen durch „Ostanatolien“

ersetzt. Säuberungen und der Krieg mit den

türkischen Revolutionären belasten bis heute das türkischarmenische

Verhältnis. Heute präsentieren sich die Länder

als ökonomisch arme, postsowjetische Staaten, die über ein

immenses und lebendiges Kulturerbe verfügen.

Zur inhaltlichen Vorbereitung auf die Reise empfehlen

wir ein Seminar (s. S. 59).

LEISTUNGEN UND PREISE

kulturhistorische und ortskundige Reiseleitung / Flug ab/

bis Berlin Tegel/Tiblissi (via Istanbul) mit Turkish Airlines / 9

Übernachtungen mit Frühstück in 4*-Hotels / Halbpension/

Busrundfahrt im modernen Reisebus / Eintritts- und Führungsgelder

lt. Programm / Teilnahme Vorbereitungstreffen

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 2.590,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 2.640,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 350,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

Khor Virap Kloster vor dem Ararat © Sevgi Aras

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 93


AUF DEN SPUREN DES ADELS: KHS 011

SCHLÖSSER, KLÖSTER UND STÄDTE IN NORDBÖHMEN

11. - 15. JUNI 2014

theoretische Einführung: 26.2. - 5.3.2014, Mi 10.00 - 12.15

Arne Franke

Am südlichen Rand des Erzgebirges und der östlich

anschließenden Sudeten und des Erzgebirges erstreckt

sich eine bemerkenswerte Kulturlandschaft, die durch

deutsche, tschechische und jüdische Einflüsse geprägt

wurde und die auch mit einer bemerkenswerten Dichte

an Schlössern und Herrenhäusern aufwartet.

Hier folgen wir während der Exkursion den architektonischen

Spuren des böhmischen Adels, als dessen

herausragender Vertreter Albrecht Eusebius von Wallenstein

gelten kann. Wir besichtigen neben mehreren

charakteristischen Schlossanlagen auch entwicklungsgeschichtlich

bedeutende Stadtanlagen und ein für die

Kolonisationszeit des 13. Jahrhunderts bedeutendes

Kloster.

Zur inhaltlichen Vorbereitung auf die Reise empfehlen wir

das gleichnamige Seminar (S. S. 60).

LEISTUNGEN

kunst- und kulturhistorische Reiseleitung / Busrundreise ab/

bis Berlin im modernen Touringbus / 4 Übernachtungen mit

Vollpension im 4*-Hotel/Bad oder Du/WC / Eintritts- ud

Führungsgelder lt. Programm / Teilnahme am Vorbereitungstreffen

Liblice © Arne Franke

PREISE

REISEPREIS DOPPELZIMMER 1.145,- €

OHNE GASTHÖRERCARD 1.195,- €

EINZELZIMMER-ZUSCHLAG 115,- €

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

94 IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN


DIE BAUKUNST NORDSPANIENS KHS 015

1. - 10. SEPTEMBER 2014

Günter Donath

Die Kunst Spaniens fristet eher ein Schattendasein. Dabei

entwickelten sich – im Spannungsfeld der Einflüsse

aus Christen- und Judentum und des Islam – nirgends

sonst in Europa baukünstlerische Formulierungen derart

rasant wie auf der iberischen Halbinsel. Vor allem

in Nordspanien finden wir eine einzigartige Typologie

von Kirchenbauten aus früher, westgotischer Zeit. Einen

Umbruch bedeutete die arabische Invasion im Jahre

711. Drei Kunststile erwachsen aus dieser Begegnung.

Hinzu kommt die präromanische Kunst der asturischen

Königsbauten. All diese Ergebnisse nehmen in der europäischen

Kunst eine Sonderstellung ein, so wie auch die

längs des Jakobsweges entstandenen romanischen und

gotischen Bauten stets ihren spanischen Charakter gewahrt

haben. Wir gehen diesen Spuren nach und untersuchen

die Bauten aus kunsttechnologischer Sicht, nach

der Maxime „hinter den Masken der Stile die Gesichter

der Baumeister“ zu erkennen.

„DIE BAUKUNST NORDSPANIENS“ 29. - 30.3.2014

Seminar mit Günter Donath, Eine Veranstaltung

der Evangelischen Akademie in Meißen in Kooperation

mit dem GASTHÖRERCARD-Programm.

Infos: www.ev.akademie-meissen.de oder Tel.:

03521/4706 -15. Der Inhalt dieses Seminars deckt

sich mit dem Seminar aus dem Sommersemester

2013 (6. - 7. 9.).

LEISTUNGEN UND PREISE

liegen ab Oktober 2013 vor

Anmeldung und Anforderung des Reiseflyers s. S. 111/112

Oviedo St. Maria del Naranco © ECC Frankfurt/Main

IM DETAIL: EXKURSIONEN/ REISEN 95


ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN

Die folgenden Reisebedingungen gelten für die Buchung einer Reise aus dem Angebot des

Veranstalters Freie Universität Berlin / Weiterbildungszentrum. Soweit Reisen anderer Veranstalter

– dies ist jeweils bei der Ausschreibung genannt – vermittelt werden, gelten die Reisebedingungen

des anderen Veranstalters, die entweder vorab angefordert oder im Internet bei

dem betreffenden Reiseveranstalter abgerufen werden können, sofern sie nicht bei der Buchung

übersandt werden. Für derartig vermittelte Reisen haftet die Freie Universität Berlin / Weiterbildungszentrum

nicht als Reiseveranstalter.

1. ABSCHLUSS DES REISEVERTRAGES

Mit der Reiseanmeldung (Buchung) bietet der Reisende dem Reiseveranstalter (nachfolgend

„FU Berlin“) den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Die Buchung kann mündlich,

schriftlich, telefonisch, per Telefax oder auf elektronischem Wege (E-Mail, Internet) erfolgen. Bei

elektronischer Buchung bestätigt die FU Berlin den Eingang der Buchung auf elektronischem

Wege; diese Eingangsbestätigung bedeutet noch keine Annahme der Buchung.

Der Reisende hat für alle Vertragsverpflichtungen von Mitreisenden, für die er die Buchung vornimmt,

wie für seine eigenen Verpflichtungen einzustehen, sofern er diese Verpflichtung durch

ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

Der Reisevertrag kommt mit dem Zugang der Reisebestätigung von der FU Berlin zustande. Die

FU Berlin wird dem Reisenden in der Regel eine schriftliche Reisebestätigung übermitteln, es sei

denn, dass die Buchung weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn erfolgt.

Weicht die Reisebestätigung vom Inhalt der Buchung ab, so liegt darin ein neues Angebot. Die

FU Berlin bleibt an das geänderte Angebot 10 Tage gebunden. Der Vertrag kommt auf der Grundlage

dieses neuen Angebots zustande, wenn der Kunde innerhalb der Bindungsfrist der FU Berlin

die Annahme ausdrücklich oder konkludent wie z. B. durch Zahlung auf den Reisepreis erklärt.

2. INHALT DES REISEVERTRAGES, LEISTUNGSBESCHREIBUNG, ÄNDERUNGSVORBEHALT

Der Reisevertrag wird durch die Angaben in der Ausschreibung (Katalog, Flyer, Internet) von

der FU Berlin und/oder entsprechenden individuellen Vereinbarungen bestimmt. Die FU Berlin

behält sich jedoch vor, die Angaben in der Ausschreibung vor Vertragsschluss zu ändern.

Die FU Berlin behält sich eine Anpassung der ausgeschriebenen Preise bei einer Erhöhung der

Beförderungskosten, der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren,

oder einer Änderung der für die betreffenden Reise geltenden Wechselkurse vor. Die FU

Berlin behält sich auch eine Anpassung der ausgeschriebenen Preise vor, wenn die vom Reisenden

gewünschte und im Prospekt ausgeschriebene Pauschalreise nur durch den Einkauf zusätzlicher

Kontingente nach Veröffentlichung der Ausschreibung verfügbar ist.

Sämtliche Nebenabreden und Sonderwünsche sind in die Reisebestätigung aufzunehmen, um

für die FU Berlin verbindlich zu sein.

Orts- und Hotelprospekte sowie Internet-Ausschreibungen anderer Unternehmen sind für die

FU Berlin und den Inhalt ihrer Leistungsverpflichtung nicht verbindlich.

96 ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN


Reisevermittler (Reisebüros) und Leistungsträger wie z. B. Hotels, Beförderungsunternehmen

sind nicht bevollmächtigt, für die FU Berlin Vereinbarungen zu treffen oder sonstige Zusagen

zu machen, die im Widerspruch zur Reiseausschreibung stehen oder nicht dem Inhalt der Reisebestätigung

entsprechen.

3. LEISTUNGSÄNDERUNGEN NACH VERTRAGSSCHLUSS

Änderungen wesentlicher Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages,

die nach Vertragsabschluss notwendig werden und von der FU Berlin nicht wider Treu und

Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen für den Reisenden

zumutbar sind.

Die FU Berlin verpflichtet sich, den Reisenden bei wesentlichen Leistungsänderungen unverzüglich

nach Kenntnis von der Änderung zu benachrichtigen und den Grund dafür anzugeben.

Im Falle einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Reisende berechtigt,

unentgeltlich vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens

gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn die FU Berlin in der Lage ist, eine solche Reise ohne

Mehrpreis für den Reisenden aus ihrem Angebot anzubieten. Der Reisende hat unverzüglich

nach der Mitteilung von der FU Berlin über die Änderung der Reiseleistung zu erklären, ob er

von der Reise zurücktreten oder eine gleichwertige Reise beanspruchen will.

Die FU Berlin behält sich Änderungen der Reiseroute aufgrund von Straßen- und Wetterverhältnissen

vor.

4. PREISÄNDERUNG NACH VERTRAGSSCHLUSS

Liegt der Reisebeginn später als 4 Monate nach Vertragsabschluss, so ist die FU Berlin bis 21

Tage vor Reisebeginn berechtigt, im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder Abgaben

für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für

die betreffende Reise geltenden Wechselkurse, den vereinbarten Reisepreis wie folgt zu ändern:

Erhöhen sich die Beförderungskosten, insbesondere die Treibstoffkosten, kann die FU Berlin den

Reisepreis bei einer auf Sitzplatz bezogenen Erhöhung vom Reisenden den Erhöhungsbetrag, in

anderen Fällen den auf den Einzelplatz des jeweiligen Beförderungsmittels entfallenden anteiligen

Erhöhungsbetrag vom Reisenden verlangen.

Erhöhen sich die bei Abschluss des Reisevertrages bestehenden Abgaben, wie Hafen- oder Flughafengebühren,

kann der Reisepreis entsprechend anteilig erhöht werden.

Ändert sich nach Abschluss des Reisevertrages der Wechselkurs für die gebuchte Reise, kann die

FU Berlin die sich daraus ergebende Erhöhung auf den Reisepreis umlegen.

Im Falle der nachträglichen Änderung des Reisepreises hat die FU Berlin den Reisenden unverzüglich

zu informieren und den Preiserhöhungsgrund darzulegen. Diese Änderungsmitteilung

muss bis zum 21. Tag vor Abreisetermin dem Reisenden zugegangen sein.

Bei Preiserhöhungen von mehr als 5 % des Reisepreises ist der Reisende berechtigt, kostenfrei

vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise

zu verlangen, wenn die FU Berlin in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den

Reisenden aus ihrem Angebot anzubieten. Der Reisende hat die FU Berlin unverzüglich nach

Eingang der Preiserhöhungsmitteilung zu erklären, welche Rechte er geltend macht.

AUF EINEN BLICK ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN 97


5. BEZAHLUNG

Nach Abschluss des Reisevertrages sind 20 % des Reisepreises zu zahlen; Eintrittskarten für Konzerte

oder sonstige Events zusätzlich in voller Höhe des Kartenpreises. Der restliche Reisepreis

ist bis 21 Tage vor Reiseantritt zu zahlen – bei Reisen mit einer Mindestteilnehmerzahl allerdings

frühestens 2 Wochen – vor Reisebeginn Zug um Zug gegen Aushändigung der vollständigen

Reiseunterlagen, soweit für die Reise erforderlich und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein

oder Beförderungsschein).

Vertragsabschlüsse 20 Tage vor Reisebeginn verpflichten den Reisenden zur sofortigen Zahlung

des gesamten Reisepreises Zug um Zug gegen Aushändigung der vollständigen Reiseunterlagen,

soweit für die Reise erforderlich und/oder vorgesehen (z. B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein).

In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die FU Berlin eine Anstalt des öffentlichen

Rechts ist, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren unzulässig ist. Sie ist deshalb von

der Beibringung des Sicherungsscheins gemäß § 651 k VI BGB befreit.

Leistet der Reisende die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht entsprechend den vereinbarten

Zahlungsfälligkeiten, so ist die FU Berlin berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom

Reisevertrag zurückzutreten und den Reisenden mit Rücktrittskosten gemäß Ziff. 6 zu belasten.

6. RÜCKTRITT DURCH DEN REISENDEN VOR REISEBEGINN, STORNOKOSTEN

Der Reisende kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Der Rücktritt ist direkt

gegenüber der FU Berlin zu erklären. Es wird empfohlen, die Rücktrittserklärung schriftlich,

durch Fax oder E-Mail vorzunehmen. Sie wird mit Eingang bei der FU Berlin wirksam.

Tritt der Reisende vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert die FU

Berlin den Anspruch auf Zahlung des Reisepreises, jedoch kann die FU Berlin statt dessen eine

angemessene Entschädigung verlangen, die sich nach dem Reisepreis unter Abzug ersparter

Aufwendungen oder dessen, was sie durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erworben

werden kann, richtet.

Die FU Berlin berechnet die Entschädigung pauschal nach dem Zeitpunkt des Zugangs der

Rücktrittserklärung wie folgt:

bis zum 36. Tag vor Reisebeginn

20% des Reisepreises

ab 35. Tag bis 9 Tage vor Reisebeginn

30% des Reisepreises

ab 8 Tage vor Reisebeginn

50% des Reisepreises

ab 2 Tage vor Abreise

80% des Reisepreises

Dem Reisenden bleibt es in jedem Falle unbenommen, der FU Berlin nachzuweisen, dass

überhaupt kein Schaden oder ein wesentlich niedrigerer Schaden als die geforderte Pauschale

entstanden ist.

Die FU Berlin behält sich vor, anstelle der vorstehenden pauschalen Stornokosten eine Entschädigung

in Höhe des konkreten Schadens zu fordern, die dem Reisenden im Einzelnen darzulegen

und zu belegen ist.

98 ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN


7. UMBUCHUNGEN

Der Reisende kann bis 9 Tage vor Reisebeginn eine Umbuchung (Reisetermin, Reiseziel, Ort

des Reiseantritts, Unterkunft oder Verpflegung) bei Verfügbarkeit gegen Zahlung einer Bearbeitungsgebühr

von 50,00 € pro Person und Umbuchung vornehmen; etwaige Mehrkosten trägt

der Reisende. Die Konzertkarten sind nicht erstattbar.

Spätere Umbuchungen sind nur nach Rücktritt vom Reisevertrag gemäß Ziff. 6 und gleichzeitiger

Neuanmeldung möglich.

8. ERSATZTEILNEHMER

Bis zum Reisebeginn kann der Reisende verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte

und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt, sofern dieser den etwaigen besonderen Reiseerfordernissen

entspricht oder seiner Teilnahme nicht gesetzliche Vorschriften oder behördliche

Anordnungen entgegenstehen. Die Bearbeitungsgebühr beträgt 50,00 € pro Person und Umbuchung.

Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften der ausscheidende Reisende und der

Ersatzteilnehmer als Gesamtschuldner gegenüber der FU Berlin für den Reisepreis und für die

durch den Antritt des Dritten entstehenden Mehrkosten.

9. VERTRAGSBEENDIGUNG WEGEN HÖHERER GEWALT

Wird die Reise infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert,

gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl die FU Berlin als auch der Reisende

den Vertrag gemäß § 651 j BGB kündigen. Die FU Berlin kann für erbrachte oder zur Beendigung

der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen eine angemessene Entschädigung verlangen.

Wenn der Vertrag die Beförderung mit umfasste, ist die FU Berlin zur Rückbeförderung verpflichtet.

Mehrkosten der Rückbeförderung haben die Vertragsparteien je zur Hälfte zu tragen,

während die übrigen Mehrkosten dem Reisenden zur Last fallen.

10. NICHT IN ANSPRUCH GENOMMENE LEISTUNGEN

Nimmt der Reisende einzelne Reiseleistungen, die ihm ordnungsgemäß angeboten wurden,

ganz oder teilweise nicht in Anspruch aus Gründen, die ihm zuzurechnen sind (z. B. wegen vorzeitiger

Rückreise oder aus sonstigen Gründen), hat er keinen Anspruch auf anteilige Erstattung

des Reisepreises. Die FU Berlin wird sich um Erstattung der ersparten Aufwendungen durch die

Leistungsträger bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig unerhebliche

Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen

entgegenstehen.

11. RÜCKTRITT WEGEN NICHTERREICHENS DER MINDESTTEILNEHMERZAHL

Die FU Berlin kann wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl vom Reisevertrag zurücktreten,

wenn:

a) in der jeweiligen Reiseausschreibung die Mindestteilnehmerzahl sowie der Zeitpunkt, bis zu

welchem vor dem vertraglich vereinbarten Reisebeginn dem Kunden spätestens die Erklärung

zugegangen sein muss, angegeben ist und

b) in der Reisebestätigung die Mindestteilnehmerzahl und die späteste Rücktrittsfrist deutlich

AUF EINEN BLICK ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN 99


angegeben ist sowie auf die entsprechenden Angaben in der Reiseausschreibung verwiesen wird.

Der Rücktritt ist spätestens 5 Wochen vor dem vereinbarten Reiseantritt dem Kunden gegenüber

zu erklären. Sollte bereits zu einem früheren Zeitpunkt ersichtlich sein, dass die Mindestteilnehmerzahl

nicht erreicht werden kann, hat die FU Berlin unverzüglich von seinem Rücktrittsrecht

Gebrauch zu machen.

Im Falle des Rücktritts erhält der Reisende die auf den Reisepreis bereits geleisteten Zahlungen

unverzüglich zurück. Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen, mit Ausnahme von Ansprüchen

für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung

der FU Berlin oder Ihrer Erfüllungsgehilfen beruhen.

12. KÜNDIGUNG AUS VERHALTENSBEDINGTEN GRÜNDEN

Die FU Berlin kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Reisende

ungeachtet einer Abmahnung nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig

verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Bei Kündigung aus

diesen Gründen behält die FU Berlin den Anspruch auf den Reisepreis, muss sich jedoch den

Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die aus einer

anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung einschließlich der von

den Leistungsträgern gutgeschriebenen Beträge erlangt werden.

13. MITWIRKUNGSPFLICHTEN DES REISENDEN, MÄNGELANZEIGE

Werden die vereinbarten Reiseleistungen nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Reisende

Abhilfe verlangen. Der Reisende ist verpflichtet, bei auftretenden Leistungsstörungen im Rahmen

der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering

zu haften.

Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Reiseleistung kann der Reisende

eine entsprechende Herabsetzung des Reisepreises (Minderung) verlangen.

Der Reisende ist verpflichtet, etwaige Mängel von Reiseleistungen unverzüglich der Reiseleitung

anzuzeigen. Soweit eine Reiseleitung nicht vereinbart wurde oder diese nicht erreichbar ist, ist

der Mangel der örtlichen Agentur oder der FU Berlin unter den in der Ausschreibung und der

Reisebestätigung angegebenen Kommunikationsdaten anzuzeigen. Wird die Anzeige schuldhaft

unterlassen, tritt eine Minderung des Reisepreises nicht ein. Das gilt nicht, wenn die Anzeige

erkennbar aussichtslos oder aus anderen Gründen unzumutbar ist.

Die Reiseleitung und die örtliche Agentur sind beauftragt, für Abhilfe zu sorgen. Sie sind jedoch

nicht bevollmächtigt, Ansprüche des Reisenden anzuerkennen. Die FU Berlin kann auch in der

Weise Abhilfe schaffen, dass eine wenigstens gleichwertige Ersatzleistung angeboten wird. Die

FU Berlin kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert.

Liegt Diebstahl oder Beraubung vor, ist umgehend Anzeige beim nächsten Polizeirevier zu erstatten

und darüber eine Bestätigung zu verlangen. Kommt der Reisende diesen Verpflichtungen

nicht nach, entfallen etwaige Ansprüche.

Die angegebene späteste zulässige Zeit für den Abfertigungsschluss am Schalter der Fluggesellschaft

ist unbedingt einzuhalten, da anderenfalls der Anspruch auf Beförderung erlischt.

100ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN


14. KÜNDIGUNG DES REISEVERTRAGES WEGEN REISEMANGELS

Der Reisende kann den Reisevertrag kündigen, wenn ein Mangel vorliegt, der die Reise erheblich

beeinträchtigt oder wenn ihm die Reise wegen eines solchen Mangels aus wichtigem, der FU

Berlin erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Eine Kündigung ist erst zulässig, wenn die FU

Berlin eine ihr vom Reisenden gesetzte angemessene Frist zur Abhilfe hat verstreichen lassen.

Der Bestimmung einer Frist bedarf es nicht, wenn die Abhilfe unmöglich oder von der FU Berlin

verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung durch ein besonderes Interesse des Reisenden

gerechtfertigt ist.

Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung Schadensersatz wegen

Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel der Reise beruht auf einem von der FU Berlin

nicht zu vertretenen Umstand.

15. HAFTUNGSBESCHRÄNKUNG

Die vertragliche Haftung des Reiseveranstalters für reisevertragliche Ansprüche wegen Schäden, die

nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis des jeweiligen Reisenden beschränkt,

- soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder

- soweit die FU Berlin für einen dem Reisenden entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens

eines Leistungsträgers verantwortlich ist.

Die deliktische Haftung von der FU Berlin für Sachschäden, die nicht auf Vorsatz oder grober

Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt.

Die FU Berlin haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang

mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden, sofern diese Fremdleistungen

als solche ausdrücklich in der Reiseausschreibung und der Buchungsbestätigung

unter Angabe des Vertragspartners für die Fremdleistungen gekennzeichnet werden.

16. AUSSCHLUSS VON ANSPRÜCHEN

Der Reisende hat Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise innerhalb eines

Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Zeitpunkt der Reise geltend zu machen. Dies kann

fristwahrend nur gegenüber der FU Berlin erfolgen. Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche

nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist verhindert

war. Es wird empfohlen, die Ansprüche schriftlich, durch Fax oder E-Mail anzumelden.

Das gilt jedoch nicht für die Frist zur Anmeldung von Gepäckschäden oder Ansprüchen wegen

verspäteter Auslieferung des Gepäcks im Zusammenhang mit Flugreisen. Diese sind binnen 7

Tagen bei Gepäckbeschädigung und bei Gepäckverspätung binnen 21 Tagen nach Aushändigung

bei der ausführenden Fluggesellschaft zu melden.

17. VERJÄHRUNG

Ansprüche des Reisenden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit,

die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung von der FU Berlin oder eines gesetzlichen

Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen, verjähren in zwei Jahren. Diese Frist gilt

auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob

AUF EINEN BLICK ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN 101


fahrlässigen Pflichtverletzung von der FU Berlin oder ihres gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen

beruhen.

Alle anderen Ansprüche aus dem Reisevertrag verjähren in einem Jahr. Die Verjährung beginnt

jeweils mit dem Tag, der dem Tag des vertraglich vereinbarten Reiseendes folgt.

Die Verjährung ist gehemmt, solange zwischen dem Reisenden und der FU Berlin Verhandlungen

über den Anspruch oder die den Anspruch begründenden Umstände schweben, bis der

Reisende oder die FU Berlin die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die Verjährung tritt

frühestens 3 Monate nach Ende der Hemmung ein.

18. ANGABEN ZUM AUSFÜHRENDEN LUFTFAHRTUNTERNEHMEN

Gemäß der EU-Verordnung zur Unterrichtung von Fluggästen über die Identität der ausführenden

Luftfahrtunternehmen wird die FU Berlin den Reisenden die ausführende Fluggesellschaft

sämtlicher im Rahmen der gebuchten Reise zu erbringenden Flugbeförderungsleistungen bei

der Buchung angeben. Steht diese bei der Buchung noch nicht fest, wird die FU Berlin dem

Reisenden die voraussichtliche Fluggesellschaft angeben und den Reisenden informieren, sobald

die Identität feststeht. Wechselt die dem Reisenden genannte Fluggesellschaft, wird die FU

Berlin den Kunden unverzüglich über den Wechsel informieren.

19. PASS-, VISA- UND GESUNDHEITSVORSCHRIFTEN

Die FU Berlin informiert den Reisenden mit deutscher Staatsangehörigkeit über Pass-, Visa- und

Gesundheitsvorschriften. Das gilt nicht für Angehörige anderer Staaten, die entsprechende Auskunft

durch das zuständige Konsulat oder die zuständige Botschaft erhalten.

Der Reisende ist selbst für die Einhaltung dieser Vorschriften verantwortlich. Nachteile, die aus

dem Nichtbefolgen dieser Vorschriften erwachsen, gehen zu seinen Lasten. Das gilt nicht, wenn

die FU Berlin nicht, unzureichend oder falsch informiert hat.

Die FU Berlin haftet nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang notwendiger Visa durch

die jeweilige diplomatische Vertretung, selbst dann, wenn der Reisende die FU Berlin mit der

Besorgung beauftragt hat, es sei denn, FU Berlin hat eigene Pflichten schuldhaft verletzt.

20. VERSICHERUNGEN

Die FU Berlin empfiehlt dem Reisenden den Abschluss einer Reisegepäck-, Reiseunfall-, Reisekranken-

und Reisehaftpflichtversicherung. Sofern nicht ausdrücklich in der Ausschreibung eine

Reiserücktrittskostenversicherung eingeschlossen ist, empfiehlt die FU Berlin den Abschluss einer

solchen Versicherung sowie einer Reiseabbruchversicherung.

21. RECHTSWAHL UND GERICHTSSTAND

Auf das gesamte Rechtsverhältnis zwischen dem Reisenden und der FU Berlin findet ausschließlich

deutsches Recht Anwendung.

Für Klagen des Reisenden gegen die FU Berlin ist Berlin der Gerichtsstand.

Für Klagen von der FU Berlin gegen den Reisenden ist dessen Wohnsitz maßgebend. Hat dieser

seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland oder ist der Wohnsitz oder gewöhnliche

Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt, wird als Gerichtsstand

102 ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN


der Sitz von der FU Berlin vereinbart. Die vorstehenden Bestimmungen über die Rechtswahl

und den Gerichtsstand gelten nicht, soweit internationale Abkommen, die auf den Reisevertrag

anzuwenden sind, den entgegenstehen.

22. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

Alle Angaben in diesem Katalog entsprechen dem Stand der jeweiligen Drucklegung. Alle auf

Personen bezogenen Daten, die die FU Berlin zur Verfügung gestellt werden, sind gemäß Bundesdatenschutzgesetz

gegen missbräuchliche Verwendung geschützt.

Sollte eine der vorstehenden Bestimmungen unwirksam sein oder werden, wird die Wirksamkeit

der übrigen Bestimmungen der Reisebedingungen und die des Reisevertrages nicht berührt.

VERANSTALTER

Freie Universität Berlin

Weiterbildungszentrum

Otto-von-Simson-Str. 13

14195 Berlin

103

AUF EINEN BLICK ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN


WISSENSWERTES


DAS TEAM – GASTHÖRERCARD-PROGRAMME CLASSIC UND ART

Kerstin Stengel ist federführend für Service und Administration im GASTHÖRER-

CARD-PROGRAMM verantwortlich. Darüber hinaus übernimmt sie im Redaktionsteam

für die GASTHÖRERCARD-PROGRAMMe CLASSIC und ART alle typogr

afisc hen Auf gab en und die Datenüb ernahme bis zur dr uc k f er tigen A bgab e .

Heike Bergmann koordiniert von Terminvereinbarungen über Museumsanmeldungen

bis zu Honorarverträgen alle für die Realisierung von jährlich

rund 400 ART-Kursen erforderlichen Aufgaben und ist dafür Ansprechpartnerin

für die 50 Dozenten des GASTHÖRERCARD-PROGRAMMs ART.

Felicitas Wlodyga ist Gründerin und Leiterin des GASTHÖRERCARD-Angebots.

Die Programmarchitektin gestaltet die Kooperationen mit 50 Dozenten, 30 Kulturpartnern

und Verantwortlichen innerhalb der Alma Mater, so dass die beständig

wachsenden Synergieeffekte für die Programme CLASSIC und ART garantiert sind.

Kirsten Schmiester kommt zum Wintersemester 2013/14 im Rahmen ihres Freiwilligen

Sozialen Jahres Kultur (FSJK) neu ins GASTHÖRERCARD-Team. Zu ihren

Aufgaben gehören die Unterstützung des Teams in den Servicezeiten, in der Seminarbetreuung

und in der Programmredaktion.

Robin Kowalewsky betreut als studentischer Mitarbeiter die regulären Lehrveranstaltungen

für das GASTHÖRERCARD-PROGRAMM CLASSIC. So kümmert

er sich bei den Lehrenden der Freien Universität um die Teilnahme der Gasthörenden.

Ihnen erleichtert er bei Bedarf ihren Semestereinstieg.

Katharina Reinartz arbeitet als studentische Mitarbeiterin im Service und in

der Administration des GASTHÖRERCARD-PROGRAMMs. Daneben ist sie

Mitglied des Redaktionsteams für die GASTHÖRERCARD-PROGRAMMe

CLASSIC und ART.

DAS TEAM – VIA ARTIUM - KUNSTHISTORISCHE STUDIENREISEN

Fotos: Sabine Steputat, kowa, fega

Gertrud Ranner unterstützt das GASTHÖRERCARD-Team im organisatorischadministrativen

Bereich von VIA ARTIUM. Mit ihrer Arbeit trägt sie von der

Buchung bis zu redaktionellen Aufgaben dazu bei, dass die an den Reisen Beteiligten

sich auf das Wesentliche - Reiseidee und -erlebnis - konzentrieren können.

Ulrika Poock ist verantwortlich für die Konzeption und Ausarbeitung von etwa

25 kunst- und kulturhistorischen Studienreisen im Jahr. 10 Jahre Reisebüro-

Erfahrung fließen gestaltend in die kontinuierliche Weiterentwicklung von VIA

ARTIUM - dem aus dem ART-Angebot entstandenen Reiseprogramm - ein.

Esther Hülsewede verstärkt als studentische Mitarbeiterin das VIA ARTIUM-

Team. Mit Rechercheaufgaben und Anfragen bei Museen und Kultureinrichtungen,

Hotels und Agenturen trägt sie dazu bei, dass aus vielen Einzelbestandteilen

ein Reise-Gesamtkunstwerk wird.

GASTHÖRERCARD TEAM 105


AUF EINEN BLICK – GASTHÖRERCARD

GASTHÖRERCARD ART – GASTHÖRERCARD CLASSIC

ANGEBOTSSPEKTRUM UND KOSTEN

Ob nach dem Beruf oder neben dem Beruf – geistiges Training hält fit. Die GASTHÖRER-

CARD der Freien Universität Berlin bietet die ideale Möglichkeit dem nachzugehen – an einem

für Bildung prädestinierten Ort. Ob Physik, Philosophie oder Kunstgeschichte, die GASTHÖ-

RERCARD ermöglicht Ihnen Zugang zu einer Vielzahl von spannenden Lehrveranstaltungen in

allen Fachbereichen. Auch ohne Abitur können Sie teilnehmen und Ihren Wissensdurst nach

Neuem stillen. Wenn Sie sich hierbei auf das reguläre Lehrangebot der Freien Universität Berlin

konzentrieren möchten, ist die GASTHÖRERCARD CLASSIC genau das Richtige für Sie.

Die GASTHÖRERCARD ART bietet Ihnen - zusätzlich zum Besuch der regulären Lehrveranstaltungen

- die einmalige Möglichkeit, an unserem vielfältigen und exklusiv für unsere Gasthörerinnen

und Gasthörer zusammengestellten GASTHÖRERCARD-PROGRAMM / ART teilzunehmen.

Hier erwarten Sie über 200 Kurse, vorwiegend in der Kunstgeschichte, ergänzt von

einer Kursauswahl zu Literatur, Musik, Theater und Philosophie.

Beide Varianten können pro Semester oder im Abonnement gebucht werden:

GASTHÖRERCARD CLASSIC pro Semester: 141,- € Abo: 121,- €

GASTHÖRERCARD ART pro Semester: 210,- € Abo: 193,- €

106 WISSENSWERTES


GASTHÖRERCARD

Besuch regulärer Lehrveranstaltungen der Freien Universität

Berlin

Individueller Email-Account (z.B. mueller@fu-berlin.de)

mit Zugang zu E-Learning-Plattformen universitärer

Lehrveranstaltungen

CLASSIC

Bevorzugter Zugang zu VIA ARTIUM-Reiseangeboten

Besuch eines Kurses des GASTHÖRERCARD-PRO-

GRAMM / ART (max. 6 Stunden à 45 Min.)

PC_CAMPUS: 50% Ermäßigung auf kostenpflichtige Veranstaltungen,

Zugang zu 5 kostenfreien workshopvorbereitenden

Vorträgen

Ermäßigung bei Sprachkursen des Weiterbildungszenrums

sowie in den Mensen der Freien Universität Berlin

Ermäßigung auf die Eintrittspreise von rund 30 Berliner

Kultureinrichtungen

Besondere Konditionen beim Erwerb von Jahreskarten

der Staatlichen Museen und der Stiftung Preußische

Schlösser und Gärten

ART

60 Stunden Kunst (à 45 Min.) aus dem Exklusivangebot

GASTHÖRERCARD-PROGRAMM / ART

Zubuchungsmöglichkeit ART PLUS (bei mehr als 60 Stunden):

pro Stunde à 45 Min. 4,- €

Teilnahmemöglichkeit an der Ringvorlesung „Kunsthistorische

Epochen im Fokus“ (im Wintersemester)

Zugang zur E-Learning-Plattform “Kunst und Funktion”

des Kunsthistorischen Instituts

Lizenzpauschale für Gruppenführungen: Staatliche Museen

Berlin + Stiftung Preußische Schlösser und Gärten


RUND UM ANMELDUNG, ZAHLUNG UND GEBÜHREN

Ihre Anmeldung für die GASTHÖRERCARD können Sie per Post oder Fax an das Weiterbildungszentrum

senden oder während der Servicezeiten (s. Umschlagrückseite) abgeben. Sie bekommen die

GASTHÖRERCARD mit der Rechnung und einem Überweisungsträger anschließend zugeschickt.

ABONNEMENT

Nutzen Sie den Preisvorteil als Abonnent und ersparen Sie sich die Formalitäten zu Beginn jedes

Semesters. Für ermäßigte GASTHÖRERCARDS ist kein Abonnement möglich.

BUCHEN SIE 60 STUNDEN KUNST- UND KULTURGENUSS AUS DEM EXKLUSIVANGEBOT

Auf der Rückseite Ihrer Anmeldung zur GASTHÖRERCARD können Sie Ihre Kurswünsche eintragen.

Als Stichtag gilt Montag, der 16. SEPTEMBER 2013. Alle bis dahin eingegangenen Anmeldungen

werden chronologisch zur Kursvergabe bearbeitet. Die Bestätigungswahrscheinlichkeit

ist in diesem ersten Vergabeverfahren am größten.

Für diejenigen, die sich nicht bis zum Stichtag anmelden können, heißt das, dass die Kurswünsche

in das laufende Vergabesystem einfließen. Je nach Anmeldedatum erhalten Sie eine zweite

oder dritte Priorität. Gern können Sie einen persönlichen Gesprächstermin mit der Leiterin des

GASTHÖRERCARD-PROGRAMMs, Felicitas Wlodyga (Tel. 838 514 70) vereinbaren. Diese direkte

Absprache hat sich bewährt. Sie verkürzt Wege, verbessert und klärt Ihre Buchungschancen.

KURSABSAGEN DURCH DEN GASTHÖRENDEN

Bestätigte Kurse, die Sie uns bis zum 4. Werktag vor Kursbeginn absagen, werden nicht berechnet.

Einzelne nicht wahrgenommene Termine eines Kurses können nicht gutgeschrieben werden.

ART PLUS – ZUBUCHUNGSMÖGLICHKEITEN ZUR GASTHÖRERCARD ART

60 Stunden Kunst (à 45 Minuten) sind im Preis der GASTHÖRERCARD ART inklusive. Darüber hinaus

gehende Buchungen werden Ihnen separat mit 4,- € pro Unterrichtsstunde (Ustd.) berechnet.

KÜNDIGUNG, RÜCKGABE UND VERLUST

Wollen Sie Ihr Abo kündigen, frühestens möglich nach dem zweiten Semester, bitten wir Sie um

schriftliche Mitteilung bis zum 15.1. für das nächste Sommersemester bzw. 15. 7. für das nächste

Wintersemester. Die GASTHÖRERCARD geben Sie bitte zum Semesterende zurück.

Für die Rückgabe der GASTHÖRERCARD innerhalb des Semesters berechnen wir:

bis 2 Wochen nach Semesterbeginn (bis 28.10.2013) 25,- €

bis 4 Wochen nach Semesterbeginn (bis 11.11.2013) 40,- €

Ab dem 12.11.2013 wird die volle Gebühr einbehalten.

Bei Verlust der GASTHÖRERCARD stellen wir gegen eine Gebühr von 25,- € eine neue für Sie aus.

JAHRESKARTEN STAATLICHE MUSEEN / STIFTUNG PREUSSISCHE SCHLÖSSER U. GÄRTEN

Informationen über den Erwerb der Jahreskarten finden Sie im GASTHÖRERCARD-Programm

CLASSIC (siehe Seite 92).

108 WISSENSWERTES


ANMELDUNG GASTHÖRERCARD ART WINTERSEMESTER 2013/14

Ich bestelle für das Wintersemester 2013/14:

GASTHÖRERCARD ART 210,- €

Ich erhalte 50% Ermäßigung, da ich Arbeitslosen- oder Wohngeld bekomme, und lege den

aktuellen Bewilligungsbescheid in Kopie bei.

Ich abonniere ab dem Wintersemester 2013/14: (keine Ermäßigung möglich):

GASTHÖRERCARD ART 193,- €

Frau Herr Name, Vorname

Straße

Postleitzahl, Ort

Telefon

Geburtsdatum

Nationalität

Mail Ich bin berufstätig ja nein

Ja, ich möchte die KURSINFORMATIONEN (Ausnahme: Semesterüberblick mit allen Kursinformationen

per Post!) und den GASTHÖRERCARD-NEWSLETTER zukünftig per E-Mail erhalten.

Nach Erhalt des Gebührenbescheides überweise ich die GASTHÖRERCARD-Gebühr. Die Konditionen

zu Verlust und Stornogebühren und zum Abonnement akzeptiere ich. Ich bin mit der

Speicherung meiner Teilnehmerdaten bis auf Widerruf einverstanden.

Datum

Unterschrift

Bitte senden Sie das GASTHÖRERCARD-PROGRAMM auch an meine Freunde/Bekannten:

Name, Vorname Straße PLZ / Ort

Das Formular für Ihre Kursanmeldungen finden Sie rückseitig.

Bitte senden an: Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin,

Otto-von-Simson-Str. 13, 14195 Berlin oder per Fax: 030 / 838 513 90

ANMELDUNG 109


VERBINDLICHE KURSANMELDUNG WINTERSEMESTER 2013

Frau Herr Name, Vorname

KE

KF

KEP

LMT

KM

MW

KQ

PL / RV

Bis zu 60 Unterrichtsstunden (Ustd.) sind im Preis der GASTHÖRERCARD ART enthalten. Ich

bin einverstanden, dass mir darüber hinaus gebuchte Unterrichtsstunden in Rechnung gestellt

werden (1 Ustd. = 45 Min = 4,- €).

Bestätigte Kurse, die Sie uns bis zum 4. Werktag vor Kursbeginn absagen, werden nicht berechnet.

Einzelne nicht wahrgenommene Termine eines Kurses werden nicht gutgeschrieben.

Datum

Unterschrift

Bitte senden an: Weiterbildungszentrum der Freien Universität Berlin,

Otto-von-Simson-Str. 13, 14195 Berlin oder per Fax: 030 / 838 513 90

110 ANMELDUNG


VERBINDLICHE ANMELDUNG FÜR VIA ARTIUM

Ich melde mich zu folgender/n kunsthistorischer/n Exkursion/en | Reise/n an (bitte gewünschte

Veranstaltung/en ankreuzen):

KHS 021-WS 13/14

EXK 022-WS 13/14

EXK 023-WS 13/14

EXK 024-WS 13/14

KHS 025-WS 13/14

KHS 026-WS 13/14

KHS 027-WS 13/14

KHS 001-WS 13/14

KHS 002-WS 13/14

PARIS

MORITZBURG

HERZBERG

WERRATAL

BARCELONA

BIENNALE

ISTANBUL

SALZBURG

MADRID

EXK 004-SoSe14

EXK 005-SoSe14

EXK 006-SoSe14

KHS 007-SoSe14

KHS 009-SoSe14

KHS 010-SoSe14

KHS 011-SoSe14

EXK 012-SoSe14

EXK 017-WS14/15

SCHWERIN

NIEDERLAUSITZ

TANGERMÜNDE

HELSINKI

DANZIG

GEORGIEN

NORDBÖHMEN

DRESDEN

NEURUPPIN

Ich habe die GASTHÖRERCARD für das Wintersemester 2013/14 beantragt / erhalten.

Frau Herr Name, Vorname

Straße

Postleitzahl, Ort

Mail

Telefon

Geburtsdatum

Unterbringung im Einzelzimmer Doppelzimmer mit:

Name

Vorname

Hiermit erkläre ich, dass ich für die Verpflichtungen der mitangemeldeten Reisegäste wie für

meine eigenen einstehen werde. Die Buchung ist mit dem Erhalt der Bestätigung verbindlich. Ich

bin mit der Speicherung der Teilnehmerdaten bis auf Widerruf einverstanden.

Ja, ich möchte regelmäßig REISEINFORMATIONEN und den NEWSLETTER von VIA ARTIUM erhalten.

Ich habe die Allgemeinen Reisebedingungen (s. S. 96) zur Kenntnis genommen und erkenne

sie als verbindlich an.

Datum

Unterschrift

ANMELDUNG

111


UNVERBINDLICHE ZUSENDUNG AUSFÜHRLICHER REISEINFORMATIONEN

VON VIA ARTIUM

Bitte senden Sie ausführliche Reiseinformationen zu folgender/n VIA ARTIUM-Studienreise/n an

die unten angegebene Adresse:

KHS 021-WS 13/14

KHS 025-WS 13/14

KHS 026-WS 13/14

KHS 027-WS 13/14

KHS 001-WS 13/14

KHS 002-WS 13/14

KHS 003-WS 13/14

KHS 007-SoSe14

KHS 008-SoSe14

KHS 009-SoSe14

KHS 010-SoSe14

KHS 011-SoSe14

KHS 013-SoSe14

KHS 014-SoSe14

KHS 015-SoSe14

KHS 016-SoSe14

KHS 018-WS14/15

KHS 019-WS14/15

EXK 020-WS14/15

PARIS

BARCELONA

BIENNALE

ISTANBUL

SALZBURG

MADRID

NEW YORK

HELSINKI

TOSKANA

DANZIG

GEORGIEN

NORDBÖHMEN

ILE DE FRANCE

EDINBURGH

NORDSPANIEN

DÄNEMARK

BILBAO

LISSABON

KÖLN

Frau Herr Name, Vorname

Straße

Postleitzahl, Ort

Mail

Datum

Unterschrift

Mit meiner Unterschrift erkläre ich mich einverstanden, dass meine Teilnehmerdaten bis auf

Widerruf gespeichert werden.

112 REISEINFORMATIONEN


IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Das Präsidium der Freien Universität Berlin

Weiterbildungszentrum

Otto-von-Simson-Str. 13

14195 Berlin

IDEE, KONZEPTION, REDAKTION

Felicitas Wlodyga M.A.

WISSENSCHAFTLICHE BEGLEITUNG

Prof. Dr. Eberhard König

Prof. Dr. Rainer Kampling

Prof. Dr. Claus Schönig

LAYOUT

Karen Olze, Produkt und Grafik Design

Murat Koçyigit

AUSFÜHRUNG

Kerstin Stengel

UMSCHLAGFOTO

Christofer Wilhelm Eckersberg,

Junger Bogenschütze seinen Pfeil schärfend (um 1812)

© Ny Carlsberg Glyptotek

DRUCK

DruckVogt GmbH, Berlin

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