2. KIM-Jahresbericht 2007 - Kölner Infarkt Modell

koelner.infarktmodell.de

2. KIM-Jahresbericht 2007 - Kölner Infarkt Modell

CHRONIK 2007

Februar

13.02. Sondersitzung des Vorstandes/Lenkungsausschusses

sowie der Mitgliederversammlung

27.02. 4. Operatormeeting

Konzeptionierung des Defibrillatoren-Projektes Köln („deproKÖLN“)

Einberufung des Lenkungskreises sowie der Arbeitsgruppen zur

Vorbereitung des KölnerHerzTages (Programm/Finanzen/Presse)

Mai

02.05. 7. Sitzung des Vorstands/Lenkungsausschusses

6. KIM-Mitgliederversammlung

10.05. Publikation KIM-Jahresbericht 2006

Juni

13.06. Pressekonferenz

Konfektionierung einer KIM-begleitenden, sektorenübergreifenden

elektronischen Fallakte („eKIM“)

Juli

31.07. 5. KIM-Operatormeeting

August

11.08. KölnerHerzTag auf dem Kölner Neumarkt unter dem Motto

„Vorbeugen! – Richtig Erkennen! – Schnell Handeln!“

September

18.09. Publikation des KIM-Berichtes 1. Halbjahr 2007

Dezember

04.12. 8. Sitzung des Vorstandes/Lenkungsausschusses

7. KIM-Mitgliederversammlung

Neuwahl Rechnungsprüfer

Bestätigung Wirtschaftsplan

11.10 Uhr

Begrüßung durch

Prof. Mies

11.15 Uhr

Moderator Helge Haas

im Gespräch mit dem

Vertreter der niedergelassenen

Kölner

Kardiologen, Priv.Doz.

Dr. Thomas Eggeling


AUF EIN WORT.

Liebe Kölnerinnen und Kölner, jeder Kölner hat nur ein Herz und mit diesem Herz

muss er sorgsam umgehen – es ist der Motor seines Lebens. In Köln erleiden jährlich

3000 Einwohner einen Herzinfarkt – häufig ist er tödlich.

Die im Kölner Infarktmodell KIM zusammenarbeitenden 16 Kölner Krankenhäuser

– einschließlich des Kölner Herzzentrums – haben sich im Jahre 2005 zum Ziel

gesetzt, die dringend notwendige, rasche Behandlung der Infarktpatienten zu verbessern.

Die beim Herzinfarkt verschlossenen Herzkranzgefäße müssen vom Beginn

des ersten heftigen Herzschmerzes in der Zeit von 90 Minuten in einem Krankenhaus

mit einem Herzkatheter wieder eröffnet sein. Gelingt dies nicht, kann dies

tödlich sein oder das Herz auf Dauer schädigen.

Der Rettungsdienst ist auf Anruf 112 zum Transport schnell zur Stelle. Der Notarzt

stellt vor Ort mit einem EKG die richtige Diagnose, ob ein Herzinfarkt vorliegt oder

nicht. Er verlegt in das erforderliche Krankenhaus – ohne Infarkt in das nächste

zuständige Krankenhaus, mit Infarkt in ein Krankenhaus mit Herzkatheterlabor.

Was haben wir in gut zwei Jahren erreicht ? Es war viel – aber noch nicht genug.

Durch den KIM-Herztag auf dem Neumarkt 2007 ist das Bewusstsein der Kölner

Bevölkerung über die Gefahren, aber auch über die Behandlungsmöglichkeiten

durch KIM deutlich verbessert worden. Dies hat zur Folge, dass seit Bestehen der

KIM-Aktion 2005 die Zahl erfolgreich behandelter Infarktpatienten in Köln deutlich

gesteigert werden konnte. Trotzdem ist dies zu wenig. KIM könnte noch mehr Patienten

retten. In den zwei Jahren mit KIM konnte die Zeit vom ersten Schmerz bis

zur Eröffnung der Herzkranzgefäße durch eine gute Organisation deutlich reduziert

werden. Es ist das Ziel, die Zeit der Erstversorgung weiter von 90 Minuten auf

60 Minuten zu senken, um noch mehr Kölner Bürgern besser helfen zu können.

Denn der Kölner hat nur ein Herz – und das Kölner Herz ist gut – und nur darauf

kommt es an !

Prof. Dr. R. Mies

Chefarzt St. Antonius Krankenhaus

11.25 Uhr

Der Parcours

der Kliniken lädt

dazu ein, sich

über Riskofaktoren

zu informieren.

Son de Colonia


BERICHT DES VORSTANDES.

Auch der nunmehr vorliegende, zweite Jahresbericht dokumentiert die Dynamik,

mit der sich das Kölner Infarkt Modell zu einem für die Kölner Bevölkerung

unverzichtbaren Versorgungsmodell entwickelt hat. Das institutions- und sektorenübergreifende

Konzept hat sich bewährt und genießt zwischenzeitlich überregionale

Anerkennung: Seit Start des Modells Ende 2005 konnten im Rahmen

von KIM weit mehr als 1000 Patienten mit akutem ST- Streckenhebungs- Infarkt,

davon 1068 unmittelbar aus Köln, schnellst- und damit bestmöglich behandelt

werden. Gleichzeitig sind die primären Qualitätsziele erreicht: Besonders erfreulich

ist in diesem Zusammenhang, dass im vergangenen Jahr – parallel zur intensivierten

Öffentlichkeitsarbeit – erstmals das Zeitintervall zwischen Symptombeginn

und ärztlichem Erstkontakt eine rückläufige Tendenz aufwies. Auch

blieb die Geschwindigkeit des eigentlichen klinischen Prozesses, gemessen an

der Zeit zwischen ärztlichem Erstkontakt und der mechanischen Wiedereröffnung

des Infarktgefäßes, unverändert deutlich unter 2 Stunden – ein eindrückliches

Indiz für die bestens abgestimmte Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Prof. Dr. Hans W. Höpp

Zufriedenheit über das für unsere Patienten Erreichte ja, aber kein Grund zum

Ausruhen: Ziel im Interesse unserer Patienten muss es sein, die Abläufe auch

durch gezieltes Qualitätsmanagement noch weiter zu optimieren. Dies wäre nicht

möglich ohne das nachhaltige Engagement des Rettungsdienst der Stadt Köln,

der Primärkliniken, der Interventionszentren, der Notdienstpraxen sowie der in

Köln niedergelassenen Kardiologen und Hausärzte, die auch wesentlich zum

Gelingen des im vergangenen Jahr erstmalig durchgeführten „Kölner Herztages“

beigetragen haben. Gerade in politisch und wirtschaftlich eher unruhigen Zeiten

ist diese Kooperationsbereitschaft unterschiedlicher medizinischer Versorgungsebenen

nicht die Regel – auch deshalb gebührt Ihnen allen unser besonderer Dank.

Prof. Dr. R. Mies

Dr. G. Quinkler

Über den medizinischen Aspekt hinaus hat KIM als operatives Netzwerk auch

unser Wissen um grundlegende Bedingungen und Gesetzmäßigkeiten, aber auch

die Grenzen bei der Implementierung von Leitlinien in die Breitenversorgung

verbessert. Nach Stabilisierung der Prozesse und Identifizierung valider und

praktikabler Steuerungsgrößen stellt KIM heute ein prinzipiell auch in andere

Kommunen bzw. Regionen replizierbares Versorgungsmodell dar. Gerade vor

diesem Hintergrund ist es unser mittelfristiges Ziel, die interinstitutionelle Kommunikation

und Datenerfassung durch adaptierte EDV- Lösungen zu vereinfachen

und den präklinischen Prozess durch adjuvante Technik zu optimieren.

11.40 Uhr

Die Stern-Walker

am Ziel.


WARUM KIM?

Der akute Herzinfarkt ist Folge des plötzlichen Verschlusses eines Herzkranzgefäßes. In einer

Millionenstadt wie Köln erleiden täglich etwa 5 Patientinnen/en ein solch lebensbedrohliches

Akutereignis. Hierbei ist die Prognose umso besser, je schneller es gelingt, die Durchblutung

des Herzmuskels wieder herzustellen, d.h. das thrombotisch verschlossene Herzkranzgefäß

wieder zu eröffnen.

Nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) ist die frühzeitige

Katheterintervention therapeutisches Mittel der ersten Wahl. Zahlreiche Studien konnten

im unmittelbaren Vergleich zur Lysetherapie die Überlegenheit der mechanischen Rekanalisation

zweifelsfrei belegen: So verringert die primäre Intervention nicht nur die Infarktsterblichkeit

um 25%, sondern geht auch mit einer deutlichen Senkung der Re-Infarktrate sowie des Schlaganfallrisikos

einher. Dabei ist es nicht von Bedeutung, ob die Patienten bereits im primär aufnehmenden

Haus katheterisiert werden konnten oder zur Intervention verlegt werden mussten.

Speziell unter dem bei akutem Herzinfarkt so wichtigen Zeitaspekt fordert die DGK-Leitlinie * : „

Die Primärdilatation sollte … an einer Klinik mit guter intrahospitaler Logistik, d.h. kurzen Zeitintervallen

von der stationären Aufnahme des Patienten bis zur Katheterintervention, durchgeführt

werden …. Krankenhäuser ohne Möglichkeit zur Katheterintervention sollten sich an

einem Netzwerk zur Herzinfarktversorgung beteiligen bzw. eine entsprechende Logistik aufbauen.

Dazu sind entsprechend den lokalen Bedingungen Strukturen zu schaffen, die eine optimale

Zusammenarbeit zwischen Rettungsdienst, nicht-invasiven Krankenhäusern und einem qualifizierten

Katheterlabor gewährleisten. Die Behandlungsstrategien sind in einem Patientenpfad

eindeutig festzulegen, damit keine Zeit durch Unsicherheiten in der Organisation verloren geht.

Dieser Algorithmus muss die verschiedenen Zeitlimits (contact-to-balloon


WAS IST KIM?

Das Kölner Infarkt Modell ist eine Initiative des Rettungsdienstes der Stadt Köln

und sämtlicher Kölner Kliniken mit internistischen Abteilungen zur Verbesserung

der Behandlung von Patienten mit akutem Herzinfarkt.

Primärkliniken

Eduardus Krankenhaus Evangelisches Krankenhaus Weyertal Heilig-Geist-

Krankenhaus Krankenhaus der Augustinerinnen Krankenhaus Holweide

der Kliniken der Stadt Köln Malteser Krankenhaus St. Hildegardis St. Agatha

Krankenhaus St. Antonius Krankenhaus St. Elisabeth Krankenhaus

St. Franziskus-Hospital St. Marien-Hospital

Interventionszentren

Herzzentrum am Evang. Krankenhaus Kalk Herzzentrum der Universität zu

Köln Krankenhaus Merheim der Kliniken der Stadt Köln Krankenhaus Porz

am Rhein St. Vinzenz-Hospital

In das sektorenübergreifende Versorgungsmodell ebenfalls eingebunden sind

die ärztlichen Notdienstpraxen

die kardiologischen Praxen Kölns sowie

die Kölner Hausärzte und

Apotheken.

KIM ist seit Dezember 2006 ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter

Verein. Seine Ziele sind:

eine sektorenübergreifende Versorgungsstruktur zu etablieren,

Patienten mit einem ST-Streckenhebungsinfarkt und ohne offensichtliche

Kontraindikation gegen eine Herzkatheteruntersuchung schnellstmöglich

in einem entsprechend qualifizierten Zentrum interventionell zu behandeln,

die postinterventionelle Versorgung in nachgeschalteten Kliniken zu sichern,

Versorgungsstandards für die prästationäre, stationäre und post-stationäre

Versorgung zu implementieren,

Qualitätsindikatoren zu definieren und in ein entsprechendes Qualitätssicherungssystem

einzubinden sowie

Patienten für Infarktsymptome zu sensibilisieren und damit die Infarkt-/

Notarzt-Zeit zu verkürzen.

12.30 Uhr

Tommy Engel

& Band


PRESSESTIMMEN ZU KIM

14.06.2007

Schnelle Hilfe rettet Leben – „Infarkt-Modell“ ist

vorbildlich. Jede Minute zählt nach einem Herzinfarkt.

Je früher das verschlossene Herzkranzgefäß

wieder geöffnet wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit

des Überlebens und desto weniger

Einschränkungen ihrer Lebensqualität müssen die

Infarktpatienten befürchten. Kölner Rettungsdienste

und Krankenhäuser, die im bundesweit einmaligen

„Kölner Infarkt Modell (KIM)“ zusammenarbeiten,

haben seit Gründung der Kooperation vor 18 Monaten

schon eine bemerkenswerte Verkürzung der

entscheidenden Zeitspanne erreicht, die zwischen

erstem Arztkontakt und der Wiedereröffnung des

Gefäßes liegt. Durchschnittlich 100 Minuten nach

der Diagnose erfolgt bei Kölner Herzinfarktpatienten

jetzt die Ballondilatation. Die 16 mitwirkenden

Krankenhäuser und die Rettungsdienste geben sich

mit dem Erfolg aber nicht zufrieden. Sie wollen einerseits

selbst noch schneller reagieren, vor allem aber

die Patienten selbst mobilisieren und intensiv aufklären.

Die hohe Sterberate und der schlechte spätere

Gesundheitszustand überlebender Patienten

hängen nämlich damit zusammen, dass oft die

Kranken selbst viel zu spät Hilfe suchen.

14.06.2007

„Schnelle Behandlung – Kölner Infarkt Modell hat

sich bewährt“. „Jeden Tag erleiden in Köln fünf

Menschen einen Herzinfarkt“, erklärte Professor

Hans Wilhelm Höpp vom Herzzentrum der Uniklinik

Köln. Der Kardiologe zog gestern eine Zwischenbilanz

zum „Kölner Infarkt Modell“ (KIM), das im

Dezember 2005 ins Leben gerufen wurde. Die bundesweit

einmalige Initiative sorgt für kürzere Wege

und eine optimale Behandlung für Patienten mit

einem Herzinfarkt. Die Uniklinik und sechzehn Krankenhäuser

hatten sich zusammengeschlossen, um

schneller und effizienter zu arbeiten. „Wir können

schon etwas stolz sein, da wir unser Ziel früher

erreicht haben als geplant“ …. Die Mediziner könnten

nämlich schon heute gewährleisten, dass in

Köln zwischen dem Erstkontakt mit dem Infarktpatienten

und der lebensrettenden Katheterbehandlung

nur rund 100 Minuten liegen. Dieser Wert liege

weit unter dem international üblichen Durchschnitt.

„Unser Nahziel ist es nun, noch schneller zu werden“

…. Dazu benötige man aber die Mithilfe der

Patienten …. Beim „Kölner Herztag“ am 11. August

auf dem Neumarkt wollen die Mitglieder des KIM

das Bewusstsein der Bürger für Herzinfarkte schärfen

und vorbeugende Maßnahmen vorstellen.

06.08.2007 „Schnelle Hilfe bei Herzinfarkt – Kölner Infarktmodell (KIM) kämpft gegen Zeitverlust“.

… Gleich den Notruf 112 anrufen – das halten die Ärzte vom Kölner Infarktmodell KIM für noch

besser. Denn nach einem Jahr des bundesweit vorbildlichen Projekts, bei dem der

Rettungsdienst der Stadt und alle Kölner Kliniken zusammenarbeiten, um eine möglichst effektive Versorgung

bei Herzinfarkt zu erreichen, steht fest: Die meiste Zeit geht zu Anfang verloren. „Betroffene zögern zu lange,

im Schnitt vier bis fünf Stunden, bis sie den Notarzt rufen …. Hinten kämpfen wir um Sekunden, vorher verlieren

wir Stunden.“ Dabei kann alles, was in den ersten drei Stunden nach dem Infarkt medizinisch getan

wird, den Herzmuskel vor bleibenden Schaden bewahren ….

15.00 Uhr

Blaues Sofa

mit Helge Haas,

Prof. Erdmann,

Konrad Beikircher,

Prof. Oelert …


PRESSESTIMMEN ZUM KÖLNER HERZTAG

25.07.2007 „Beim Herzinfarkt zählt jede Minute – keine Scheu vor falschem Alarm“

Die Mitglieder des Vereins Kölner Infarkt Modell e.V. (KIM) planen gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung

eine intensive Aufklärungskampagne der Bevölkerung über die Kenntnisse der Herzinfarkt-Anzeichen und

das Verhalten im Notfall, um dadurch die Überlebenschancen zu erhöhen ….“ Es gilt die Sensibilität der

Bevölkerung zu erhöhen“, erklärte Dr. Wolfgang Fehske vom St. Vinzenz Krankenhaus. Hierzu findet eine

große Aufklärungsveranstaltung am Samstag, 11.August, auf dem Neumarkt statt.

06.08.2007

„Ein Thema, das allen zu Herzen geht – Kölner

Herztag informiert über Infarktrisiken“. Musik und

Kabarett mit Prominenten wie Tommy Engel, den

Paveiern, Michael Holm und Jürgen Becker, Showkochen

mit Horst Lichter, Bewegungstheater und

die Linus-Show sollen Kölnerinnen und Kölner am

11.August für ein zu Herzen gehendes Thema interessieren:

Der 1. Kölner Herztag auf dem Neumarkt,

initiiert vom „Kölner Infarkt Modell“ (KIM), widmet

sich voll und ganz der Herzgesundheit. Bei einem

Pavillonparcours werden Besucher allgemeinverständlich

über Risikofaktoren für die Herzgesundheit

aufgeklärt – beispielsweise darüber, dass

Deutsche die Europameister hinsichtlich Übergewicht

und ungesundem Lebensstil sind. Es gibt Tipps

zur Vorbeugung und praktische Übungen, um auch

Laien Mut zur direkten Hilfe bei einem Herzinfarkt

zu machen …. Mit eindringlichen Hinweisen auf die

Herzinfarkt-Gefahr in jedem Alter und auf die möglichen

Symptome wollen Retter dazu beitragen, dass

Infarktpatienten und Angehörige deutlich früher als

derzeit über die Telefonnummer 112 den Notarzt

alarmieren. Derzeit vergehen meist bis zu fünf Stunden,

ehe alarmiert wird – Zeit, die für die Überlebenschancen

und die spätere Lebensqualität eine

entscheidende Rolle spielt.

13.08.2007

„Herztag lockte 20000 Besucher“. Neben der Wurstbude

stand ein Crêpes-Stand, gegenüber der Bierwagen

– sündige Köstlichkeiten also, die nicht gut

fürs Herz sind. Doch bei dem „Kölner Herztag 2007

wurde ein Auge zugedrückt. „Wer in Maßen genießt,

lebt nicht gefährlich“, sagte Professor Erland

Erdmann vom Herzzentrum der Uniklinik. 20000 Besucher

kamen am Samstag zum Neumarkt, wo sich

in liebevoller Straßenfestatmosphäre und zu Livemusik

von Tommy Engel und den Paveiern 17 Kölner

Krankenhäuser vorstellten, um über das Herz und

vor allem über den Herzinfarkt aufzuklären ….“ In

Köln bekommen im Schnitt vier Leute am Tag einen

Herzinfarkt“, sagte Dr. Dr. Axel Lechleuthner vom

Rettungsdienst. „Doch nur ein Drittel der Betroffenen

wählt die 112 ….“ Daher wird dringend dazu

aufgerufen, bei Atembeschwerden oder Brustschmerz

sofort den Notdienst zu alarmieren.

Hellmut Oelert von der Herzstiftung und Erdmann

betonten, wie gut die Versorgung bei einem Herzinfarkt

gerade in Köln ist. „Seit einem Jahr sind

unsere Krankenhäuser durch das Kölner Infarkt-

Modell zusammengeschlossen. Bei einem Infarkt

wird der Patient in eine der fünf Spezialkliniken

gebracht, wo er fachmännisch behandelt werden

kann. Eine solche Zusammenarbeit ist bundesweit

einmalig“, sagte Erdmann und freute sich.

Horst Lichter,

Prof. Lechleuthner

und Reiner Calmund.


AKTIVITÄTEN UND PERSPEKTIVEN

Qualitätszirkel. Im Rahmen des internen Qualitätsmanagement führt KIM für die im

Rettungsdienst der Stadt Köln tätigen Notärzte in regelmäßigen Abständen EKG-Fortbildungen

inkl. Testaten durch. Die Interpretationsqualität der Erstbehandelnden wird über die den

Versorgungsprozess begleitende Datenerhebung fortlaufend supervidiert. Darüber hinaus

organisiert KIM zweimal jährlich einen Qualitätszirkel im Kreis der KIM- Beauftragten aller

beteiligten Kliniken. Ziel dieser Qualitätszirkel ist es, Erfahrungen im Umfeld der Prozessoptimierung

auszutauschen und einen optimalen Informationsfluß zu gewährleisten.

Wissenschaftliche Begleitung. Das Kölner Infarkt Modell wird mit Fokus auf die Methodik der

Leitlinienimplementierung engmaschig durch das Zentrum für Versorgungswissenschaften der

Universität begleitet. Die Erstellung und Pflege der Datenbanken sowie die statistische Auswertung

erfolgen im Koordinationszentrum für Klinische Studien der Universität zu Köln (KKSK).

Publikationen. Eine Publikation zu den 1-Jahresdaten ist zwischenzeitlich in einem internationalen

Journal angenommen, zwei weitere zur MACCE- Problematik bei Akutinfarktmodellen sowie

zur Effizienz des Kölner Herz Tages als Maximalvariante der Öffentlichkeitsarbeit sind in Vorbereitung.

Abgeschlossen ist eine pflegewissenschaftliche Diplomarbeit mit KIM- Patienten zum

subjektiven Erleben des Infarktereignisses. Mit Fragen zu Implementierungs- und Umsetzungsstrategien

von Leitlinien, zu Netzwerk- und Qualitätsmanagement sowie zu den medizinischen und

gesundheitsökonomischen Ergebnissen von KIM sind derzeit sechs Doktoranden/-innen befasst.

Perspektiven. Derzeit befinden sich folgende, KIM- assoziierte Projekte in der Endplanung

bzw. der Umsetzungsphase:

eKIM: Etablierung einer modelladaptierten, sektorenüberschreitenden elektronischen Netzwerkstruktur.

Modellpartner: T- Systems, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales.

ECG Navigation System (ENAS): Entwicklung und Testung eines von KIM entwickelten Technikmoduls

zur Supervision des vom Notarzt abgeleiteten EKG’s sowie zur Prozessbeschleunigung.

Modellpartner: Frauenhofer Institut für Software und Systemtechnik (ISST), Dortmund.

deproKÖLN: Bekanntermaßen versterben 30 bis 40% aller Patienten mit akutem Herzinfarkt

am so genannten „plötzlichen Herztod“. Lebensrettend ist einzig und allein die schnellstmögliche

Defibrillation, die infolge technischer Verbesserungen heute problem- und risikolos

auch von Laien durchgeführt werden kann. KIM hat für den Stadtbereich zusammen mit

dem Rettungsdienst der Stadt Köln ein Versorgungskonzept mit adäquater Infrastruktur,

gesicherter Systemadministration und strukturierter Schulungsstrategie entwickelt, welches

von der Sparkasse KölnBonn, NetCologne, dem Verein der Freunde und Förderer des

Herzzentrums der Universität zu Köln und SCHILLER Medizintechnik getragen wird.

Auch die Lungenfunktion

konnte man

testen.


KIM AUS SICHT DER INTERVENTIONSKLINIK

Die flächendeckende leitlinienkonforme Versorgung von Patienten mit einem akuten Herzinfarkt

wird im Kölner Infarktmodell ausschließlich über die eigenständige Organisation der medizinischen

Leistungsträger selbst geregelt. Aktiv eingebunden in den Prozess der möglichst sofortigen

Diagnostik, der umgehenden Therapie und der standardisierten Nachsorge sind der

Rettungsdienst der Stadt Köln und alle Kölner Kliniken. Dabei wurden die vorbestehenden günstigen

Kölner Voraussetzungen einer guten sektorübergreifenden kollegialen Kommunikation

und Zusammenarbeit für den Aufbau und die kontinuierliche Verbesserung transparenter

Prozess-Abläufe genutzt. Das entscheidende Qualitätskriterium einer möglichst frühzeitigen

Wiedereröffnung des Infarkt-Gefäßes innerhalb der von den Leitlinien vorgegebenen Zeiten

wird durch die unverzügliche Weiterleitung bzw. die direkte Einlieferung durch einen geschulten

Notarzt in ein Krankenhaus mit 24-Stunden-Herzkatheterbereitschaft erreicht. Die selbst

auferlegte KIM-Verpflichtung zur differenzierten Dokumentation der zeitlichen

Behandlungsabläufe bei allen akuten Herzinfarktpatienten hat den Effizienzgrad in unseren

Kliniken weiter im Sinne einer optimierten Patientenversorgung erhöht. Die Abläufe in den

Interventionskliniken - von der telefonischen Ankündigung bis zur invasiven Behandlung des

Infarktgefäßes - sind standardisiert und inzwischen im Bewusstsein aller in den Prozess eingebundenen

Mitarbeiter fest verankert.

In die Dokumentation und die anschließende Auswertung wurde von Anfang an auch das regionale

Nachbehandlungskonzept mit einbezogen, d.h. alle Patienten werden nach der

Rekanalisation bzw. der Herzkatheterbehandlung aus der Interventionsklinik möglichst früh in

das regionale Krankenhaus zur standardisierten Nachsorge verlegt. Die Transparenz gerade

dieses Verlegungskonzeptes ist ein wichtiger Bestandteil des KIM-Projektes und hat in den vergangenen

drei Jahren die vertrauensvolle Zusammenarbeit unter allen Kölner Kliniken gefestigt.

Die Details der Kooperation wie auch die Leitlinien der Behandlung des akuten

Herzinfarktes selbst sind einem steten Wandel unterworfen. Die durch KIM geschaffenen

Verhältnisse bilden auch unter diesem Aspekt eine in der Bundesrepublik einmalige

Voraussetzung für die kontinuierliche Optimierung der Patientenversorgung.

Priv.Doz. Dr. Wolfgang Fehske

Chefarzt Innere Medizin

St. Vinzenz- Hospital

17.30 Uhr

Die Paveier


ALARM …

3 Uhr in der Nacht: Ein tolles Gefühl nach gerade mal drei Stunden Schlaf! Aber nicht etwa der

Wecker schrillt da ohrenbetäubend, es ist der KIM-Funker, der mich penetrant daran erinnert,

dass ich Assistenzdienst habe und das Katheterlabor ruft. Bei der Uhrzeit wird es wohl nicht

mehr klappen, nach dem Einsatz und vor dem Tagdienst noch mal nach Hause zu kommen. Also

packe ich meine Waschsachen, springe in die Kleider und rufe ein Taxi – an Selbstfahren ist

noch nicht zu denken, dazu bin ich noch zu verschlafen.

Im Taxi komme ich dann langsam auf die richtige Drehzahl, und beim Eintreffen im Herzzentrum

bin ich dann voll da. Da sind auch schon die Anderen, vom KIM- Team: der diensthabende

Oberarzt und eine Schwester der Intensivstation. Ein genuscheltes „Mojen“ und schon geht’s

los mit den Vorbereitungen – wortlos und hundertfach geübt: Lichter an, Defibrillator an,

Katheteranlage an, Computer an, Tisch mit Instrumentarium und Beatmungsgerät vorbereiten.

Alles fertig für den beatmeten Patienten mit frischem Hinterwandinfarkt, den Notarzt, Rettungsassistent

und diensthabender Intensivarzt gerade in den Katheterraum schieben. Jetzt noch

Kreislauf kontrollieren, umlagern, Monitorkabel fixieren, Geräte tauschen, Perfusoren und

Beatmungsgerät einstellen, rasieren, desinfizieren, abdecken, dem Arzt in den sterilen Kittel

helfen, Medikamente aufziehen, Daten eingeben – und das erste mal Verschnaufen, wenn die

eigentliche Untersuchung mit der Punktion der Leistenarterie beginnt. Erst „die Linke“: okay,

dann das rechte Herzkranzgefäß, das zentral verschlossen ist. Also wieder in den Saal,

Anreichen von Ballonkatheter mit aufmontiertem Stent, Gefäßdraht und Inflationsset, dann wieder

raus an die Tastatur, um den ganzen Ablauf genau zu dokumentieren. 4 Minuten später ist

der Verschluss beseitigt, die Gefäßstütze implantiert. Vom Eintreffen des Notarztes beim Patienten

zu Hause über die Wiederbelebungsmaßnahmen inklusive Intubation bis zur Wiedereröffnung

des Gefäßes gerade mal 79 Minuten – nicht super, aber immerhin! Während der

Oberarzt seinen Befund schreibt und das KIM-Protokoll ausfüllt: Abdecken, säubern, verbinden,

umlagern in ein zwischenzeitlich gebrachtes Intensivbett, aufräumen, Material auffüllen,

Datenbank abschließen, ein kurzer Gedanke an die 7 Euro Zusatzvergütung und ein Blick zur

Uhr: 05.10! Es reicht also zumindest dieses Mal wohl doch noch für einen Kaffee zu Hause!

Jürgen Korsten

Leiter Funktionsdienst

Herzzentrum der Universität zu Köln

17.42 Uhr

Grußwort

des Kölner Oberbürgermeisters

Fritz Schramma


STATISTIK 2007

Szenarien Erstversorgung

Primär Regel-KH 16% n= 74

Primär IVZ 14% n= 68

NAW in Regel-KH 7% n= 33

NAW in IVZ 63% n= 293

Gesamt 100% n= 468

Patienten nach Aufnahmekliniken und behandelnden Interventionszentren

Primäraufnahmen

Primärkliniken

PK F 14

PK G 2

PK H 9

PK I 16

PK J 9

PK L 8

PK M 4

PK N 23

PK O 4

PK Q 7

PK R 11

Gesamt = 468

Primäraufnahmen

Interventionszentren (IVZ)

IVZ A 55

IVZ B 105

IVZ C 69

IVZ D 93

IVZ E 39

Gesamtpatienten IVZ

IVZ A 57

IVZ B 160

IVZ C 69

IVZ D 139

IVZ E 39

17.56 Uhr

Bewegungstheater

Shape


1500

Patienteneinschluss (kumulativ)

Patientenzahl

1000

500

0

Jan. Feb. Mär. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez.

Anzahl Patienten

175

150

125

100

75

50

25

0

Alters- und Geschlechtsverteilung

20-39

40-59 60-79 > 80

männlich

weiblich

Jahre

Zeit Symptombeginn

bis Ende Erstkontakt [min]

„Zeit zwischen Symptombeginn und Erstkontakt“ im Verlauf von KIM

480

360

240

Kölner Herztag

120

0

2006

I/2007 II/2007 III/2007 IV/2007

Door to Balloon-Zeit [min]

„Door to Balloon-Zeit“ im Verlauf

80

60

40

20

0

2006

I/2007 II/2007 III/2007 IV/2007

D

oor to Balloon-Zeit [min]

90

60

30

0

„Door to Balloon-Zeit“

nach Einzelkliniken

IVZ A

IVZ B IVZ C IVZ D IVZ E

In Hospital – MACE (%)

30

20

10

0

Schwerwiegende

Komplikationen (MACE)

20-39

40-59 60-79 > 80 Jahre


Statistischer Vergleich 2006 / 2007

Berichtzeitraum 2006 2007

KIM Patienten gesamt 519* 468*

Erstaufnahme Primärklinik 122 78

Erstaufnahme IVZ 371 361

Verlegung PK – IVZ 145 102

Rückverlegung IVZ – PK 124 107

Telefonische Vorabinfo IVZ in Prozent 91 92

Primäre EKG- Fehlinterpretation in Prozent 6 4

Symptombeginn – Erstkontakt (median) in Minuten 120 101

Contact to balloon – Zeit (median) in Minuten 92 90

Herzkatheterrate in Prozent 99 97

Interventionsrate in Prozent 85 84

Erfolgsrate Katheterintervention in Prozent 89 91

Operationsrate in Prozent 5 3

Sekundärprophylaxe

bei Entlassung in Prozent 84 87

nach 3 Monaten in Prozent 66 68

* In die Statistik nicht aufgenommen wurden Patienten, die wegen eines Akutinfarktes

von Kliniken außerhalb Kölns in Interventionszentren verlegt oder

über externe Rettungsdienste eingeliefert wurden. Unabhängig von der

Statistik wurden auch diese Patienten nach KIM- Standard behandelt.

PK = Primär-Krankenhaus

IVZ = Interventionszentrum


KÖLN UND KIM SIND INTERNATIONAL

Thomas B. aus West Virginia war das erste Mal in Europa. Der 37-jährige hatte

schon London, Paris und Amsterdam erkundet. Jetzt wollte er mit seinem Freund

Köln kennen lernen. Sie hatten an diesem Tag den Dom und die Altstadt auf dem

Programm.

„Plötzlich wurde mir schwindelig und dann war ich weg“, berichtet er später.

Am Fuße des südlichen Domturmes verlor er das Bewusstsein. Sofort wurde der

Rettungsdienst benachrichtigt, anwesende Passanten begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Der kurzzeitig später eintreffende Notarzt stellte ein Kammerflimmern fest und

führte sofort eine Defibrillation durch. Während weiterer Wiederbelebungsmaßnahmen

diagnostizierte der Notarzt anhand des EKG einen akuten Herzinfarkt.

Unmittelbar nach einer telefonischen Vorabinformation erfolgte der Transport in

eine KIM-Klinik mit Herzkathetermessplatz. In der Herzkatheteruntersuchung

zeigten sich hochgradige Engstellen in den drei hauptversorgenden Gefäßen mit

einem kompletten Verschluss der rechten Herzkranzarterie. Gemeinsam mit den

hinzugezogenen Herzchirurgen entschied man sich zu einer notfallmäßigen Bypassoperation.

Nach einem kurzen postoperativen Aufenthalt auf der Intensivstation

erfolgte alsbald die Verlegung auf die Normalstation. „Als ich wach

wurde, begriff ich erst gar nicht, was passiert war“, sagt Thomas B., „aber dann

wurde mir schnell bewusst, dass ich extremes Glück hatte.“

Um nicht zu viel Zeit zu verlieren, entschied er sich für eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme.

Nach den täglichen Trainingseinheiten mit Ausdauertraining,

Gymnastik und Verhaltensschulung blieb so noch genug Zeit zur Erkundung

der Domstadt. Inzwischen lebt und arbeitet Thomas B. wieder wie zuvor in

seiner Heimat. Aber seine Lebensgewohnheiten hat er grundlegend geändert.

18.17 Uhr

Linus & Band


JAHRESABSCHLUSS

Mittelherkunft/Mittelverwendung 01. Januar bis 31. Dezember 2007

EURO

EURO

1 Beiträge 23.950,00

2 Spenden 41.900,00

3 Sponsoring Kölner Herztag 144.500,00

4 Sonstige Einnahmen Kölner Herztag 75.000,00 285.350,00

5 Personalaufwand

Löhne und Gehälter 2.508,00

soziale Abgaben/Altersversorgung

6 Materialaufwand

Aufwendungen für bezogene Waren 15.478,93

7 Rechts- und Beratungskosten 5.072,23

8 Forschungs- und Entwicklungskosten 2.743,50

9 Veranstaltungskosten Kölner Herztag * 235.525,58

10 Sonstige Betrieblichen Aufwendungen 476,42

11 Kontoführung 151,02 – 261.955,68

12 Jahresüberschuss 2007 23.394,32

13 Vortrag 2006 466,84

14 Endstand 31.12.2007 23.861,16

* nachrichtlich: Der Kölner Herztag 2007 schloss mit einem Überschuss von 21.505,02 Euro.

Wiederbelebungstraining

am Dummy


SATZUNG KIM E.V. AUSZUG

§1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen „ Kölner Infarkt Modell “ .

2. Der Sitz des Vereins ist Köln.

§2 Zweck

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke

im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Zweck des Vereins ist die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens

durch eine Verbesserung der medizinischen Notfallversorgung. Der Satzungszweck

wird insbesondere verwirklicht durch die Entwicklung und Umsetzung

aufeinander abgestimmter, leitliniengerechter Behandlungsprozesse im

Zusammenwirken aller Kölner Kliniken und des Rettungsdienstes der Stadt Köln

mit dem Ziel, hierdurch die Versorgungsqualität von Patienten mit akutem

Herzinfarkt zu optimieren.

2. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche

Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen

Zwecke verwendet werden. Mitglieder des Vereins erhalten keine Gewinnanteile

und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen

aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck

des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen

begünstigt werden.

§3 Mitgliedschaft

1. Die Mitgliedschaft ist beschränkt auf die im Kölner Infarkt Modell aktiven

Institutionen bzw. solche, die dort zukünftig aktiv werden möchten. Mitglied können

grundsätzlich nur juristische Personen werden. Das Mitglied muss bereit

sein, im Verein aktiv mitzuarbeiten und ihm zugeteilte Aufgaben zu übernehmen.

KIM e.V. ist durch Bescheinigung des Finanzamtes Köln- West, Steuernummer

223/5911/1820, als gemeinnützig anerkannt und nach §5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftssteuergesetzes

von der Körperschaftssteuer befreit.

Spendenkonto 1900 662 246, Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 501 98


Gründungsmitglieder sind

Eduardus Krankenhaus gGmbH

Evangelisches Krankenhaus Weyertal gGmbH

Heilig-Geist-Krankenhaus GmbH

Evangelisches Krankenhaus Kalk gGmbH

Klinikum der Universität zu Köln (AöR)/Herzzentrum der Universität zu Köln

Krankenhaus der Augustinerinnen gGmbH

Krankenhaus Holweide der Kliniken der Stadt Köln gGmbH

Krankenhaus Merheim der Kliniken der Stadt Köln gGmbH

Krankenhaus Porz am Rhein gGmbH

Malteser Krankenhaus St. Hildegardis gGmbH

St. Agatha Krankenhaus gGmbH

St. Antonius Krankenhaus gGmbH

St. Elisabeth Krankenhaus GmbH

St. Franziskus-Hospital GmbH

St. Marien-Hospital GmbH

St. Vinzenz-Hospital GmbH

Rettungsdienst der Stadt Köln

Die gesetzlichen Vertreter der Mitglieder übertragen ihr Mandat per Vollmacht

auf den jeweiligen Chefarzt/Direktor der jeweiligen Med. Klinik / Kardiologischen

Abteilung bzw. den Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Köln. Das

Klinikum der Universität zu Köln entsendet darüber hinaus auch den Sprecher des

Zentrums für Versorgungsforschung der Universität zu Köln in den Lenkungsausschuss

(vgl. §6 Ziff.1). Die Vertreter besitzen in allen Sach- und Personalfragen

alleinige Entscheidungsbefugnis.

§5 Organe

1. Organe des Vereins sind

die Mitgliederversammlung und

der Vorstand.

Der Vorstand besteht aus

dem 1. Vorsitzenden,

dem 2. Vorsitzenden,

dem Kassenwart,

dem Schriftführer.

18.36 Uhr

Michael Holm

& BAnd


VORSTAND

Prof. Dr. Hans W. Höpp

1. Vorsitzender

Prof. Dr. R. Mies

2. Vorsitzender

Dr. G. Quinkler

Schatzmeister

Dr. J. Hagemeister

Schriftführer

LENKUNGSAUSSCHUSS

PD Dr. W. Fehske

Vertreter der Interventionszentren

Dr. J. Hagemeister

Schriftführer

Prof. Dr. Hans W. Höpp

Vorstandsvorsitzender

Prof. W. Krone

Vertreter der Interventionszentren

Prof. Dr. R. Mies

Vertreter der Primärkliniken

Prof. Dr. H. Pfaff

Zentrum für Versorgungsforschung

Dr. G. Quinkler

Vertreter der Primärkliniken

Prof. Dr. M. von Eiff

Vertreter der Primärkliniken


Herausgeber

Kölner Infarkt Modell e.V.

Köln, im Juni 2007

Verantwortlich im Sinne des Presserechts

Prof. Dr. Hans W. Höpp

Vorstandsvorsitzender KIM e.V.

Herzzentrum der Universität zu Köln

Konzeption und Gestaltung

dollhausen design (www.dollhausen.com)

Fotos

Oliver Gassen (o.gassen@pro-ton.de)

Dr. Jochen Müller-Ehmsen

Dr. Reinhold Horz

Redaktion

Petra Daniels

Dr. Markus Flesch

Dr. Jens Hagemeister

Prof. Dr. Hans W. Höpp

und das war’s!“


Kölner Infarkt Modell

JAHRESBERICHT 2007

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