Outlook: «In der Eurozone scheint das Schlimmste ... - Raiffeisen

raiffeisen.ch

Outlook: «In der Eurozone scheint das Schlimmste ... - Raiffeisen

Das Monatsmagazin für strukturierte Produkte der Bank Vontobel

Juli/August 2013 – Ausgabe Schweiz

Outlook: «In der

Eurozone scheint

das Schlimmste

überstanden.»

Marktfokus, Seite 6

Zinsänderungsrisiken

reduzieren, gehebelt

partizipieren

Know-how, Seite 12

US-Housing –

die Erfolgsstory hält an

Investmentidee, Seite 14


2

derinews Juli/August 2013

Inhaltsverzeichnis

3 Editorial

4 Marktbericht

Aktuelle Entwicklungen auf

dem Weltmarkt

6 Marktfokus

Outlook: «In der Eurozone scheint das

Schlimmste überstanden.»

9 Interview

Mit Panagiotis Spiliopoulos,

Leiter Research, Vontobel Investment

Banking

10 Themenrückblick

Die Zeit des «billigen» Öls scheint

endgültig vorbei

11 Schweizer Aktienmarkt

Nestlé bleibt die Benchmark

der Industrie

12 Know-how

Zinsänderungsrisiken reduzieren,

gehebelt partizipieren

14 Investmentidee

US-Housing – die Erfolgsstory hält an

16 Rohstoff-Kolumne

Der Juni war ein schwacher Monat

für Rohstoffe

17 Wussten Sie, dass …

18 Kreuzworträtsel

Testen Sie Ihr Wissen

19 Antworten auf Ihre Fragen

Wie kann das Emittentenrisiko

reduziert werden?

«Wenn sich die Unternehmensgewinne

erholen, dürften sogenannte zyklische

Sektoren interessant werden.»

Panagiotis Spiliopoulos, Leiter Research, Vontobel Investment Banking


3

derinews Juli/August 2013

Editorial

Liebe derinews-Leserinnen und -Leser

In der Eurozone dürfte das Schlimmste überstanden sein. Die Zinsen scheinen unter

Kontrolle und die jüngsten Entwicklungen lediglich eine gesunde Korrektur. In

unserer derinews-Sommerausgabe präsentieren Ihnen Christophe Bernard, Vontobel-

Chefstratege, und Panagiotis Spiliopoulos, Leiter des Research Investment Banking,

ihren halbjährlichen Marktausblick. Detaillierte Ausführungen der Experten sowie

passende Anlageideen finden Sie in der Rubrik «Marktfokus» auf Seite 6 und im

Interview auf Seite 9.

Leveraged Floored Floater mit Referenzanleihe ermöglichen es einerseits, gehebelt

an steigenden Zinsen zu partizipieren, andererseits das Schuldnerrisiko zu bewirtschaften.

In der Rubrik «Know-how» auf Seite 12 erfahren Sie, wie Sie mit solchen

Anlageprodukten zudem das Zinsänderungsrisiko eines Portfolios deutlich reduzieren

können.

Das VONCERT auf einen «US Housing»-Basket hatte vor wenigen Wochen seinen

ersten Geburtstag und kann bereits auf eine beachtliche Wertentwicklung zurückblicken.

Die Rubrik «Investmentidee» auf Seite 14 gibt Ihnen in diesem Zusammenhang

nähere Aufschlüsse über vorhandene Anzeichen einer weiteren Erholung der

US-Immobilienbranche.

Wir freuen uns, Ihnen die nächste derinews-Ausgabe im September nach der

Sommerpause zu präsentieren. Bis dahin wünschen wir Ihnen eine aufschlussreiche

Lektüre, erfolgreiche Anlageideen und viel Spass beim Kreuzworträtsel.

Freundliche Grüsse

Sandra Chattopadhyay

Redaktionsleiterin derinews

Wir freuen uns auf Ihre

Kommentare und Ihr Feedback zu

«derinews». Senden Sie uns eine

E-Mail an derinews@vontobel.ch.

In der Rubrik «Antworten auf Ihre

Fragen» werden unsere Spezialisten

Stellung nehmen.


4

derinews Juli/August 2013

Marktbericht

Aktuelle Entwicklungen auf dem Weltmarkt

Aktienmärkte

Swiss Market Index (SMI ® )

EURO STOXX 50 ®

MSCI Emerging Markets Index

Indexpunkte

8500

8000

7500

7000

6500

6000

5500

Jun 12

Jun 13

Indexpunkte

2800

2700

2600

2500

2400

2300

2200

2100

Jun 12

Jun 13

Indexpunkte

1100

1050

1000

950

900

850

Jun 12

Jun 13

Swiss Market Index (SMI ® )

EURO STOXX 50 ®

MSCI Emerging Markets Index

USA 2

Die US-Aktienmärkte bewegten sich in der ersten Junihälfte bei

starker Volatilität weitgehend seitwärts. Auf hohem Niveau arbeitete

sich der Leitindex Dow Jones Industrial in der Horizontale voran. Der

weltweit bekannteste Aktienindex reagierte in der ersten Juniwoche

daraufhin positiv auf den US-Arbeitsmarktbericht und erzielte damit

auf Wochensicht ein kleines Plus. Der den breiten Markt abdeckende

S&P-500 ® -Index durchlief mit unter dem Strich kaum verändertem

Zählerstand die erste Monatshälfte. Auffällig war, dass die Rentenmärkte

angesichts der verbesserten US-Konjunkturdaten kräftigen

Zulauf hatten – die gute Konjunktur liess Sorgen um ein möglicherweise

bevorstehendes Abbremsen der expansiven Geldpolitik

aufkommen. Die Renditen an den Anleihemärkten kletterten auf

neue Jahreshochs, wodurch die Stimmung an den Börsen gedämpft

wurde. Die Fed-Sitzung am 19. Juni stellte die Aktienanleger dann

vor vollendete Tatsachen: Ben Bernanke wies darauf hin, dass die

US-Konjunktur sich für die US-Notenbank gut genug entwickle, um

den Ankauf von Staatsanleihen gegen Jahresende zurückzufahren.

Bislang kauft die Fed monatlich Wertpapiere im Umfang von

USD 85 Milliarden, um die US-Konjunktur zu stützen. Entsprechend

heftig fielen die Marktbewegungen nach der Fed-Sitzung aus: Die

Aktienkurse sackten kräftig ab.

Schweiz 2

Die ab Mitte Mai einsetzenden Gewinnmitnahmen – es kamen Befürchtungen auf,

dass die Fed ihr QE-Programm frühzeitig reduzieren oder einstellen könnte – setzten

sich im Juni fort, nachdem die US-Notenbank in ihrer Analyse eine leicht nachlassende

Liquiditätszufuhr in Aussicht stellte, bevor in der letzten Juni-Woche wieder eine substanzielle

Gegenbewegung stattfand. Die Berichtssaison zum 2Q13/1H13 dürfte erst in

ein paar Wochen für Nachrichtenfluss von Unternehmensseite her folgen, weshalb der

Schweizer Aktienmarkt im Banne der globalen Makronachrichten bleibt. Die teilweise

wesentlichen Abwertungen von Währungen aus den aufstrebenden Märkten könnten

bei besonders exponierten globalen Konzernen (Syngenta, Nestlé, Holcim, SGS, Dufry)

durchaus Spuren im Gewinnausweis hinterlassen haben. Sollte sich die langsame Erholung

der wirtschaftlichen Kennzahlen in Europa und der Schweiz fortsetzen, könnte sich

in den nächsten Monaten das Interesse der Investoren auf Small und Mid Caps aus den

zyklischen Sektoren (Industrie, Konsum etc.) verschieben. Der Bewertungsspielraum für

den Gesamtmarkt hat sich aufgrund der jüngsten Gewinnmitnahmen wieder ausgeweitet.

Die Analysten von Vontobel Research Investment Banking erachten die aktuelle Konsolidierungsphase

als attraktiven Einstiegspunkt.

1

Beitrag von GodmodeTrader

(www.godmode-trader.de)

2

Beitrag von Vontobel Research

Investment Banking

3

Beitrag Vontobel Research

Asset Management


5

derinews Juli/August 2013

Marktbericht

Rohstoffmärkte Zinsen Währungen

JPMCCI Aggregate

3-Monats-LIBOR CHF – 5 y CHF Swap

EUR/CHF – USD/CHF

Indexpunkte

Jun 13

Absoluter Wert (in CHF)

0.09

0.08

0.9

0.8

0.07

0.06

0.05

0.7

0.6

0.5

0.04

0.03

0.4

0.3

0.02

0.2

0.01

0.1

Jun 12 Jun 13

3-Monats-LIBOR CHF 5 y CHF Swap

Absoluter Wert (in CHF)

Absoluter Wert (in CHF)

1.28

1.00

1.27

1.26

1.25

0.98

0.96

1.24

1.23

0.94

1.22

1.21

0.92

1.20

0.90

Jun 12 Jun 13

EUR/CHF USD/CHF

Absoluter Wert (in CHF)

540

520

500

480

460

440

420

Jun 12

JPMCCI Aggregate

Europa 1

Die wichtigsten europäischen Börsen hatten in den Tagen vor der richtungsweisenden US-Notenbankentscheidung keinen klaren Trend gefunden.

So schloss etwa der EURO STOXX 50 ® am Dienstag, 18.6. mit einem Minus von 0.07 % bei 2700 Punkten. Zum Wochenbeginn war der Leitindex

der Eurozone noch von deutlichen Gewinnen geprägt. Nach der Fed-Sitzung am 19. Juni setzte der EURO STOXX 50 ® seine steile Abwärtsbewegung

am Donnerstag mit Vehemenz fort. Mit einem Verlust von 3.75 % auf 2583 Punkte sackte der Leitindex der Eurozone damit auf den

tiefsten Stand seit etwa zwei Monaten. Erst in der letzten Juniwoche ging es wieder kräftig nach oben: Die wichtigsten europäischen Börsen legten

am Dienstag und Mittwoch eine Rally hin. Die Anleger liessen sich von guten US-Wirtschaftsdaten anstecken. Die Ängste vor einem Ende der

ultralockeren Geldpolitik der US-Notenbank rückten in den Hintergrund.

Emerging Markets 3

Die Ankündigung der US-Zentralbank, im Herbst 2013 den

Fuss vom geldpolitischen Pedal zu nehmen, hat in den vergangenen

Wochen insbesondere die Schwellenländer getroffen.

Aktien, Anleihen und Währungen verzeichneten deutliche

Verluste. Während das Vontobel Research Asset Management

in China das Wachstum graduell in Richtung der 7.5 %

bis 2014 fallen sieht, bleibt es für Schwellenländer insgesamt

hinsichtlich einer Bodenbildung im H2 2014 optimistisch

– insbesondere, wenn die von den Vontobel-Experten

erwartete Konjunkturerholung in den USA und der Eurozone

eintritt. Voraussetzung für die Erholung in der Türkei und

in Brasilien ist jedoch eine baldige Stabilisierung der innenpolitischen

Situation, da ansonsten Kapitalflucht nicht ausgeschlossen

werden kann. Diese könnte das Investorenvertrauen

nachhaltig trüben. Da die Bodenbildung in Schwellenländern

noch einige Monate auf sich warten lassen könnte, bleiben die

Vontobel-Analysten hinsichtlich Schwellenländeraktien derzeit

vorsichtig eingestellt. Die Renditen von Schwellenländeranleihen

befinden sich langsam wieder auf attraktiven

Niveaus, wobei die Experten in lokaler Währung weiterhin

mexikanische Anleihen bevorzugen.

Währungsentwicklung CHF/EUR/USD 1

Einmal mehr bekräftigte die Schweizerische Nationalbank (SNB), an

ihrer gegenwärtigen Geldpolitik festhalten zu wollen. Der Mindestkurs

von 1.20 Franken pro Euro soll weiterhin aufrechterhalten werden,

weil der Franken nach Einschätzung der Schweizer Notenbanker hoch

bewertet bleibt. Eine Aufwertung des Frankens berge Gefahren für

die Preis stabilität und würde mit schwerwiegenden Folgen für die

Schweizer Wirtschaft einhergehen, argumentieren die Währungshüter.

«Der Mindest kurs bleibt daher im gegenwärtigen Umfeld wichtig, um

bei einem plötzlichen Aufwertungsdruck auf den Franken eine unerwünschte

Verschärfung der monetären Rahmenbedingungen für die

Schweiz zu vermeiden», verdeutlichte SNB-Präsident Thomas Jordan

die Strategie. Die SNB stehe bereit, den Mindestkurs im Ernstfall durch

den Kauf von Devisen in unbeschränkter Höhe durchzusetzen und

bei Bedarf weitere Massnahmen umzusetzen. Angesichts der vielen

Indikatoren, die auf eine konjunkturelle Beschleunigung in den USA

hinweisen, hat der Euro im Berichtszeitraum stark an Wert verloren.

Die Gemeinschaftswährung konnte sich dem Abwärtstrend, der nach

der Fed-Sitzung eingesetzt hatte, nicht entziehen und notierte am

Mittwoch der zweiten Berichtswoche bei 1.3008 US-Dollar. Zuvor

war der Euro sogar bis auf 1.2985 US-Dollar eingeknickt – der tiefste

Stand seit rund drei Wochen.

Quelle: Bloomberg, Stand am 28.06.2013

Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher

Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige

Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.


6

derinews Juli/August 2013

Marktfokus

Outlook: «In der Eurozone scheint das

Schlimmste überstanden.»

Die Rezession hält zwar in weiten Teilen der Eurozone an, der Prozess einer allmählichen wirtschaftlichen

Erholung ist jedoch erkennbar. Die Sparziele im Staatshaushalt werden weitgehend eingehalten,

der Konjunkturausblick stabilisiert sich und in die Volkswirtschaften der sogenannten Peripherie

kommt Leben. Nach jahrelanger Schwäche halten wir Aktien der Eurozone wieder für attraktiv.

Seit dem Eingeständnis des damaligen griechischen

Premierministers Papandreou Ende

2009, das Haushaltsdefizit sei deutlich höher

als in den offiziellen Zahlen ausgewiesen, wird

die Eurozone von einer Reihe existenzieller

Krisen heimgesucht. Diese manifestieren sich

vor allem in Form wirtschaftlichen Stillstandes.

Zudem fehlt eine umfassende Strategie zur

Beseitigung der grundlegenden Mängel der

Währungsunion.

Zinsen unter Kontrolle

Zahlreiche Aspekte bereiten der wirtschaftlichen

Situation nach wie vor Sorgen, jedoch

gibt es Hinweise auf eine Stabilisierung.

Zum einen ist es der Europäischen Zentralbank

gelungen, die Zinsen an den wichtigen

spanischen und italienischen Staatsanleihemärkten

mit Hilfe des OMT-Programmes

(Outright Monetary Transactions) unter

Kontrolle zu bringen. Seit Juli 2012 sind die

Renditen zehnjähriger spanischer und ita-

Christophe Bernard

Vontobel-Chefstratege,

Vontobel Asset Management

Christophe Bernard ist seit Februar 2012

bei Vontobel als Leiter der Balanced/

Multi Asset Class Boutique (MAC)

tätig. Ferner ist er Vorsitzender des

Anlageausschusses. Von 1991 bis 2005

arbeitete Christophe Bernard für die

Deutsche Asset Management (DeAM),

wo er zwischen 1997 und 1999 Leiter

des Equity Portfolio Managements war.

Im Jahr 2000 wurde er CIO der Filiale

in Frankfurt und 2005 CIO für Europa.

Von 2005 bis 2012 war er bei der

Union Bancaire Privée als Chief

Investment Officer sowie Mitglied

des Geschäftsleitungsausschusses

der Bank tätig.

lienischer Staats anleihen erheblich gesunken

– von 7.6 % auf 4.8 % bzw. von 6.6 %

auf 4.6 % (Stand am 27.06.2013). Ausserdem

nehmen die Staaten die Ungleichgewichte

bei den Leistungsbilanzen, welche

den Kern der Krise bildeten, energisch in

Angriff. So wurde beispielsweise das spanische

Leistungsbilanzdefizit, das in 2007 noch

bei 10 % des Bruttoinlandsproduktes (BIP)

lag, innerhalb von sechs Jahren praktisch

beseitigt – wenn auch mit negativen Folgen

für Konsum und Beschäftigung.

Die Länder mit den höchsten Haushaltsdefiziten

machen zudem Fortschritte in Richtung

eines Primärüberschusses (das heisst eines

Haushaltsüberschusses vor den Zinszahlungen

für ausstehende Schulden). Insbesondere

Griechenland dürfte dieses Ziel im Jahr 2014

erreichen. Und zu guter Letzt hat die Europäische

Kommission – mit ein wenig Überzeugungsarbeit

seitens des Internationalen

Währungsfonds – erkannt, dass die vereinbarten

Sparmassnahmen über einen längeren

Zeitraum als geplant umgesetzt werden

müssen. Dies hilft den fragilen Euro-Ländern,

dem Teufelskreis aus tieferer Rezession und

höheren Haushaltsdefiziten zu entkommen.

Griechenland auf dem Weg der Besserung

Mit anderen Worten: Die Wirtschaftsaktivität

dürfte im zweiten Quartal 2013 ihren

Tiefpunkt erreicht haben. Unsere Prognose

einer allmählichen Erholung basiert unter

anderem auf dem jüngsten Einkaufsmanagerindex

(PMI), einem wichtigen Barometer für

die derzeitige und künftige wirtschaftliche

Verfassung. Der Indikator ist im Mai auf 47.7

gestiegen und hat die Markterwartungen

übertroffen. Die Daten im Rahmen der Mai-

Veröffentlichung zeigten ermutigende Ergebnisse

für Italien und Spanien und deuten auf

eine Erholung in Deutschland hin.

Eines ist klar: Im Jahr 2013 wird die Wirtschaft

weiter schrumpfen. Frankreich hat gerade

erst mit der Umsetzung von Strukturre formen

begonnen und in Italien sind die Lohnstückkosten

nach wie vor beängstigend hoch.

Allerdings dürfte zum Beispiel Griechenland

2014 erstmals wieder ein Wirtschaftswachstum

verzeichnen – nach sechs aufeinander

folgenden Jahren der Rezession und einem

Verlust von einem Viertel des BIP – und die

günstige Entwicklung sollte sich in der Folge

beschleunigen.

Aktien der Eurozone übergewichten

Daher haben wir eine signifikante Position

in Aktien aus der Eurozone aufgebaut

(EURO STOXX 50 ® ). Unzufriedene Anleger

hatten die Region lange Zeit untergewichtet,

was zu einem Bewertungsabschlag geführt

hat, den wir für übertrieben halten. Seit

mittlerweile fast zwei Jahren revidieren die

Analysten ihre Schätzungen der Unternehmensgewinne

nach unten, weswegen

ein Ende dieses Trends in Sicht sein dürfte.

Impulsgeber ist der Wandel Chinas

Blickt man auf die Wirtschaftslage ausserhalb

Europas, so zeichnet sich zunehmend

eine konjunkturelle Verlangsamung in China

ab. Die neue Führung des Landes hat offensichtlich

erkannt, dass jährliche Wachstumsraten

von 7.5 % und höher extreme Umweltschäden

verursachen würden – es sei denn,

China ändert sein «Geschäftsmodell». Dieses

neue Bewusstsein hat weitreichende Konsequenzen.

Die kreditbasierte, immobiliengetriebene und

rohstoffintensive Expansion der Vergangenheit

ist beendet. Dies bedeutet aber nicht

unbedingt schlechte Nachrichten für chinesische

Aktien, denn Strukturreformen führen

zu Verbesserungen bei verantwortungsvoller

Unternehmensführung (Corporate Governance)

und hoffentlich auch zu höheren Erträgen

für Aktionäre. Allerdings sind dies schlechte

Nachrichten für wichtige Rohstoffe wie Eisenerz,

Kohle und die meisten Industrie metalle

sowie die damit verbundenen Märkte wie

Australien. Da das Rohstoffangebot zumeist

angemessen ist, schlägt das langsamere

chinesische Wachstum auf die Preise durch,


7

derinews Juli/August 2013

Marktfokus

was wiederum weltweit erhebliche disinflationäre

Effekte zur Folge haben dürfte.

Die Zentralbanken verfügen also über einen

grösseren Spielraum, ihre äusserst grosszügige

Geldpolitik fortzusetzen, ohne Gefahr zu laufen,

die Inflation zu schüren. Dieses Umfeld

kommt den Aktienmärkten sehr zugute – mit

Ausnahme derjenigen, die unmittelbar von den

Rohstoffpreisen abhängig sind.

Aktuelle Anlageideen zum Outlook

Wenn Sie die Ansichten von Christophe

Bernard teilen, so finden Sie mit VONCERT

Open End auf Strategieindizes und (Multi)

Defender VONTI auf europäische Aktien interessante

und passende Anlageideen.

Bei einem VONCERT Open End handelt es

sich um ein Tracker-Zertifikat. Investoren partizipieren

nahezu 1:1 an potenziellen Kurssteigerungen

des zugrunde liegenden Index, aber

auch an möglichen Verlusten. Die nachfolgenden

Indexzertifikate verfügen über keine

Laufzeitbegrenzung und notieren in CHF

sowie EUR.

VONCERT-Strategie 1:

Auf «gute» Banken setzen

«Credit Spreads» können Auskunft über die

Bonität von Schuldnern geben. Im aktuellen

Marktumfeld reflektieren sie die Kreditwürdigkeit

von Unternehmen und damit auch von

Banken. Unter einem «Credit Spread» versteht

man die Differenz zwischen einem als risikolos

betrachteten und dem effektiven Zinssatz, die

der Schuldner für die Kreditaufnahme zahlen

muss. Er wird in Basispunkten angegeben.

Ein hoher «Credit Spread» bedeutet, dass ein

Schuldner seinen Kapitalgebern einen höheren

Zins und damit eine höhere Risikoprämie

für die Kapitalüberlassung zahlt. Grundsätzlich

gilt: Je schlechter die Bonität, desto höher

ist der «Credit Spread».

Die Bonität von Banken fand vor Ausbruch der

Finanzkrise eher wenig Beachtung. Letztlich

meisterten Banken mit besserer Kreditwürdigkeit

(und niedrigeren «Credit Spreads») die

Krise besser als solche mit schlechterer Bonität

(und höheren «Credit Spreads»). Eine gute

Bonität wird sich im Bankensektor voraussichtlich

auch künftig bewähren.

Mit dem «Solactive ® European Good Banks

Performance-Index» hat Vontobel einen Index

aufgelegt, der die Wertentwicklung von maximal

zehn gleichgewichteten europäischen

Banken titeln reflektiert. Aus einem europäischen

Aktienuniversum werden zunächst

solche Bankentitel gewählt, die einen tiefen

«Credit Spread» von unter 200 Basis punkten

haben. Massgeblich für die Auswahl der

Indexmitglieder sind die «Credit Default

Swaps» mit fünfjähriger Laufzeit auf die

jeweilige Unternehmensanleihe. Auf halbjährlicher

Basis werden immer die Indexmitglieder

mit den niedrigsten «Credit Spreads»

herangezogen. Für den Fall, dass sich die

Bonität eines Titels zwischen zwei halbjährlichen

Anpassungstagen deutlich verschlechtert,

werden die Indexmitglieder monatlich

auf ihre «Credit Spread»-Veränderungen

überprüft. Hat sich der «Credit-Spread» um

15 % oder mehr im Vergleich zum Vormonat

erhöht und macht der Anstieg mindestens

20 Basispunkte aus, so wird das betreffende

Indexmitglied unmittelbar (bis zum nächsten

halbjährlichen Anpassungstermin) durch eine

Cash-Komponente ersetzt.

VONCERT-Strategie 2:

Von den Strukturreformen Chinas profitieren

Einzelne chinesische Unternehmen bis hin zu

ganzen Branchen werden durch die weitreichenden

Strukturmassnahmen voraussichtlich

auch weiterhin vorangetrieben. Vontobel hat

mit NSBO, einem Spezialisten des Bereiches

«China Policy Research», einen diesbezüglich

kompetenten Partner hinzugezogen. NSBO

identifiziert Sektoren und Unternehmen, die

am meisten von den künftigen wirtschaftspolitischen

Ausrichtungen und Massnahmen der

chinesischen Regierung und Administration

profitieren könnten.

Mit dem «Vontobel China Policy Performance-

Index» ist dazu nun ein Index aufgelegt

worden. Er reflektiert die Wertentwicklungen

der Aktien von Unternehmen, die von NSBO

identifiziert wurden. Die Indexmitglieder werden

an den jeweiligen Anpassungstagen zu

gleichen Teilen gewichtet. Selbstverständlich

wird auch der Diversifikation Rechnung getragen.

So müssen zu jedem Zeitpunkt mindestens

vier unterschiedliche Sektoren im Index

vertreten sein. Die Start zusammensetzung

des Index sowie fortlaufende Anpassungen

an den halbjährlichen Stichtagen erfolgen

nach einem festen Indexleitfaden. Zudem

fliessen bei der Aktienauswahl nicht nur qualitative,

sondern auch quantitative Kriterien

wie Unternehmensgrösse und Liquidität ein.

Produkteckdaten

VONCERT OPEN END auf den Solactive ® European Good Banks

Performance-Index

VONCERT Open End auf den Vontobel China Policy

Performance-Index

Basiswert Solactive ® European Good Banks Performance-Index Vontobel China Policy Performance-Index

Valor / Symbol 1118 1614 / VZGBC 1118 1615 / VZGBE 1415 0661 / VZCPC 1415 0663 / VZCPE

Anfänglicher Ausgabepreis CHF 101.50 (inkl. CHF 1.50

Ausgabeaufschlag)

Anfangsfixierung /

Liberierung

EUR 101.50 (inkl. EUR 1.50

Ausgabeaufschlag)

CHF 101.50 (inkl. CHF 1.50

Ausgabeaufschlag)

EUR 101.50 (inkl. EUR 1.50

Ausgabeaufschlag)

23.04.2010 / 30.04.2010 23.04.2010 / 30.04.2010 31.05.2013 / 07.06.2013 31.05.2013 / 07.06.2013

Laufzeit Open End Open End Open End Open End

Managementgebühr 1.2 % p. a. 1.2 % p. a. 1.5 % p. a. 1.5 % p. a.

Aktueller Briefkurs* CHF 77.00 EUR 89.30 CHF 91.70 EUR 91.90

SVSP-Bezeichnung: Tracker-Zertifikat (1300), Kotierung: SIX Swiss Exchange. Indizes der Structured Solutions AG; siehe Seite 10 für Hinweise betreffend Risiken bei

Tracker-Zertifikaten; Termsheets mit den rechtlich verbindlichen Angaben sowie weitere Informationen sind unter www.derinet.ch jederzeit abrufbar.

*Stand am 08.07.2013


8

derinews Juli/August 2013

Marktfokus

Mit Defender und Multi Defender VONTI

zielsicher investieren

Vontobel bietet eine Vielzahl an Defender und

Multi Defender VONTI (Barrier Reverse Convertible)

auf laufender Basis an – sowohl Neuemissionen,

als auch Sekundär marktprodukte.

Nähere Ausführungen zu Defender VONTI

finden Sie unter anderem in der letzten derinews-Ausgabe

des Monates Juni 2013. Passend

zum Ausblick des Vontobel-Chefstrategen

Christophe Bernard stellen wir Ihnen

an dieser Stelle eine Auswahl an Defender

und Multi Defender VONTI auf europäische

Aktien titel vor.

Defender VONTI haben sich bewährt

Vontobel hat jüngst eine Studie zu Barrier Reverse

Convertible im Schweizer Markt erhoben und ist

dabei zum Ergebnis gekommen, dass 61 % der untersuchten

Produkte im Betrachtungszeitraum bessere

Ergebnisse lieferten als ihre Basiswerte – unabhängig

von der Kursrichtung. Wie erwartet, schnitten sie

auch in Seitwärtsphasen meistens besser ab als die

Direkt anlage. In Phasen negativer Kursentwicklungen

übertrafen sie dank der garantierten Couponzahlungen

ihre Basiswerte in über 99 % der Fälle.

Detaillierte Informationen zu den Ergebnissen

können Sie direkt der Studie entnehmen, welche

über www.derinet.ch/Service unter der Rubrik

Publikationen/Flyers abrufbar ist.

Die Rezession hält in der Eurozone in weiten Teilen an, der Prozess einer wirtschaftlichen Erholung ist

jedoch erkennbar.

Kompakt

In der Eurozone scheint das Schlimmste überstanden, sagt Vontobel-Chefstratege Christophe

Bernard. Zudem seien die Zinsen unter Kontrolle, Griechenland auf dem Weg der Besserung

und Chinas Wandel ein Impulsgeber. Teilt man diese Auffassung, können dank VONCERT auf

Strategieindizes und (Multi) Defender VONTI passende Strategien umgesetzt werden. Damit

verbundene Risiken sind zu beachten.

Produkteckdaten

Defender VONTI

Emittentin / Garantin Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai / Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2)

Basiswert Adidas AG AXA SA Deutsche Bank AG Orange LVMH Moët Hennessy

Louis Vuitton SA

Valor 2061 8396 2157 7362 2157 7370 2157 7372 2157 7375

Ausübungspreis EUR 84.09 EUR 14.76 EUR 33.20 EUR 7.28 EUR 121.10

Barriere EUR 63.07 EUR 10.33 EUR 21.58 EUR 5.10 EUR 90.82

Anfangs- / Schlussfixierung 31.05.2013 / 20.06.2014 21.06.2013 / 18.07.2014 21.06.2013 / 18.07.2014 21.06.2013 / 18.07.2014 21.06.2013 / 18.07.2014

Max. Rendite* p. a. 8.38 % 6.33 % 10.12 % 10.63 % 5.93 %

Aktueller Briefkurs* 96.80 % 100.60 % 96.70 % 98.30 % 100.10 %

Produkteckdaten

Multi Defender VONTI

Emittentin / Garantin Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai / Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2)

Basiswert

Total SA, Royal Dutch

Shell PLC , Repsol YPF SA

Bayer AG, Daimler AG ,

Siemens AG

Allianz SE, BMW AG,

E.ON SE

BASF SE, Bayer AG,

Sanofi-Aventis SA

Valor 2061 7858 2061 8112 2061 8116 2061 8511 2157 7221

Ausübungspreis EUR 38.44, EUR 26.38,

EUR 18.05

Barriere EUR 24.98, EUR 17.15,

EUR 11.73

EUR 83.79, EUR 49.00,

EUR 80.87

EUR 58.65, EUR 34.30,

EUR 56.61

EUR 119.60, EUR 71.93,

EUR 12.91

EUR 77.74, EUR 46.76,

EUR 8.39

EUR 72.83, EUR 83.27,

EUR 80.89

EUR 50.98, EUR 58.29,

EUR 56.62

Danone, Carrefour SA,

Unilever NV

EUR 56.66, EUR 21.40,

EUR 30.12

EUR 36.83, EUR 13.91,

EUR 19.58

Anfangs- / Schlussfixierung 03.05.2013 / 31.10.2014 17.05.2013 / 16.05.2014 17.05.2013 / 14.11.2014 07.06.2013 / 06.06.2014 14.06.2013 / 13.06.2014

Max. Rendite* p. a. 12.13 % 12.05 % 13.27 % 11.43 % 8.54 %

Aktueller Briefkurs* 94.00 % 96.20 % 92.00 % 97.00 % 99.60 %

Siehe Seite 11 für Hinweise betreffend Risiken bei (Multi) Defender VONTI; Termsheets mit den rechtlich verbindlichen Angaben sowie weitere Informationen sind unter

www.derinet.ch jederzeit abrufbar. *Stand am 08.07.2013


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derinews Juli/August 2013

Interview

«Die jüngsten Entwicklungen sind keine Trendwende,

sondern eine gesunde Korrektur.»

Panagiotis Spiliopoulos

Leiter Research

Vontobel Investment Banking

Panagiotis Spiliopoulos leitet seit 2008

das Vontobel Research. Seine Tätigkeit

bei Vontobel nahm er im Jahr 2001

auf. Er befasste sich zunächst mit der

Analyse von Technologie-, Industrieund

Bankwerten. Zuvor arbeitete er

für die Bank Julius Bär sowie für eine

Investmentgesellschaft und war dort als

Leiter für die Auswahl der Investments

verantwortlich. Seine Karriere begann er

1995 als Consultant bei einer weltweit

führenden Unternehmensberatung.

derinews: Im Juni 2013 ist es an den Aktienmärkten

wieder turbulenter zugegangen.

Wie schätzen Sie die Entwicklung des

zweiten Halbjahres ein?

Die Juni-Turbulenzen sind in erster Linie

durch Aussagen der Zentralbanken sowie

höhere Anleiherenditen hervorgerufen

worden. Tendenziell erwarten wir für das

zweite Halbjahr wieder steigende Aktienkurse.

Lassen Sie mich den Grund dafür so

formulieren: Die Zentralbanken werden nicht

einfach auf die Bremse drücken, sondern nur

leicht vom Gas gehen. Auch sind die jüngsten

Entwicklungen aus unserer Sicht keine

Trendwende, sondern lediglich eine gesunde

Korrektur. Wir sind nicht der Auffassung, dies

könne der Beginn eines Bärenmarktes sein.

derinews: Wie stark ist der Einfluss der

globalen Entwicklungen auf den Aktienmarkt?

Die erste Jahreshälfte war in der Tat von

Makrodaten geprägt. So ist der Einfluss der

globalen Entwicklungen grösser gewesen als

der individueller Unternehmensnachrichten.

Wir erwarten, dass Makrofaktoren auch in

der zweiten Jahreshälfte wichtig bleiben.

Jedoch werden Fundamental faktoren,

beispielsweise steigende Unternehmensgewinne,

gleichzeitig wieder stärker in den

Vordergrund treten. Das negative Überraschungspotenzial

dürfte abnehmen. Die

Investoren sind einfach zu optimistisch

gewesen und nun realistischer geworden.

derinews: Welche Auswirkungen hat die

Eurokrise auf den Schweizer Aktienmarkt?

Sie wird im Laufe des Jahres 2013 vermutlich

eher in den Hintergrund treten. Der

grösste Teil der Schweizer Unternehmen hat

sich mittlerweile an die 1.20-Franken-Untergrenze

angepasst und ist sowohl auf der

Einkaufs- wie auch Kostenseite gut aufge-

stellt. Selbstverständlich bleibt die Eurozone

und insbesondere Deutschland als grösster

Absatzmarkt für Schweizer Unternehmen

von grosser Bedeutung. Gleichzeitig ist die

deutsche Wirtschaft wegen ihrer Exportstärke

den globalen Wirtschaftsentwicklungen

grundsätzlich immer stärker ausgesetzt. Das

Land wird die Herausforderungen in der

Eurozone zudem nicht alleine bewältigen

können. Über wirtschaftliche Verflechtungen

können Schweizer Unternehmen davon

beeinflusst werden.

derinews: Welche Sektoren erachten Sie

in Bezug auf die kommenden Monate

als interessant?

Unter der Voraussetzung, dass sich die

Unternehmensgewinne erholen, dürften

sogenannte zyklische Sektoren interessant

werden. Dazu gehören der Maschinenbau,

Ausrüstungsgüter, Energie sowie Banken.

Die Unternehmen sind hier eher günstig

bewertet und haben ihre Hausaufgaben

gemacht. Ihre Kostenbasis ist derzeit tief,

was bedeutet, dass wenig Umsatzwachstum

tendenziell zu einer deutlichen Gewinnverbesserung

führen kann.

derinews: Von welchen Sektoren würden

Sie abraten?

Von solchen, deren Titel nur aus Dividendengründen

gekauft worden sind. Dazu gehören

beispielsweise Telekommunikations- und

Versorgungsunternehmen. Im Verhältnis zu

den steigenden Anleiherenditen haben sie

deutlich an Attraktivität verloren.

derinews: Verraten Sie uns, welche spezifischen

Titel Sie in Bezug auf das zweite

Halbjahr als aussichtsreich einschätzen?

Das sind beispielsweise ABB, UBS, Clariant,

Roche, Swiss Life, Temenos und Comet.


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derinews Juli/August 2013

Themenrückblick

Die Zeit des «billigen» Öls scheint endgültig vorbei

Symbol Valor Basiswert Verfall Währung Aktueller Preis* Performance seit

Lancierung*

Performance

1 Monat*

VZOIC 1014 0821 Vontobel Oil-Strategy Index Open End CHF 135.40 33.4 % 3.0 %

ETCENC 1208 7913 JPMCCI – Energy TRI Open End q CHF 89.20 – 11.5 % 0.8 %

VZIDS 1132 8736 International Dividend Stocks 19.11.2013 CHF 105.00 5.0 % – 0.8 %

VZSXB 1963 244 SXI Bio+Medtech Price Index Open End CHF 139.60 19.2 % – 1.1 %

VZIDL 1257 2351 Swiss Industrials II Basket 27.09.2013 CHF 131.40 34.4 % – 1.5 %

VZJPO 1414 9872 Japan Select Equity II 20.01.2014 CHF 77.80 – 2.8 % – 1.5 %

VZZHS 2674 847 Zürichsee Basket Open End CHF 123.60 21.8 % – 1.7 %


VZDFD 1086 8802 DAXplus ® Family 30 Index Open End EUR 229.80 15.1 % – 3.6 %


VZCAC 1132 8691 Solactive China Automobile Performance-Index Open End CHF 79.90 – 21.3 % – 14.7 %

VZCIC 1415 0011 Vontobel Copper-Strategy Index Open End CHF 67.70 – 33.3 % – 15.4 %

VZCMC 1208 7982 Solactive Copper Mining Performance-Index Open End CHF 46.44 – 54.2 % – 15.9 %

VZTUB 1415 0566 Türkei II Basket 20.04.2015 CHF 86.60 – 12.5 % – 16.4 %

VZMIM 1415 0630 Mining Majors 17.04.2015 CHF 85.50 – 12.7 % – 17.5 %

VZMIR 1415 0629 Mining Recovery 17.04.2015 CHF 91.10 – 8.1 % – 19.4 %

VZSIV 1415 0377 Silver Mining II 17.12.2014 CHF 48.80 – 51.2 % – 19.5 %

*Stand am 28.06.2013. Hinweis: Bei einer Investition in ein VONCERT [SVSP-Produkttyp Tracker-Zertifikat (1300)] sind weitgehend die gleichen Risiken wie bei einer Direktanlage

in den Basiswert zu beachten, insbesondere die entsprechenden Fremdwährungs-, Markt- und Kursrisiken. VONCERT erbringen keine laufenden Erträge und verfügen

über keinen Kapitalschutz.



Kommentar von unserem Vontobel Research Investment Banking




Vontobel Oil-Strategy Index

Der Ölpreis gilt als ein guter Indikator für den

Zustand der Weltwirtschaft. Während sich die

Wachstumsraten in den USA langsam erholen,

verharrt die Eurozone in der Rezession.

Auch China und andere aufstrebende Regionen

verfügen momentan nicht über die Kraft,

um global die notwendigen Impulse zu geben.

Auf der Angebotsseite bestehen trotz Konfliktherden

(z. B. Iran) keine akuten Befürchtungen

über Versorgungsengpässe. Die Zeit des

«billigen» Öls scheint jedoch endgültig vorbei,

zumal neue Tiefseevorkommen (Brasi lien,

Westafrika) nur mit hohen Kosten erschlossen

werden können. In einem solchen Gleichgewicht

ohne klare Anzeichen für einen Trendausbruch

erscheint eine Investition in einen

Strategie-Index – Anlagen in Ölaktien und

Futures wechseln sich nach gewissen Regeln

ab – sinnvoll.

DAXplus ® Family 30 Index

Mit über 6 % Ytd-Performance konnte der

DAXplus ® Family 30 Index komfortabel mit

der Benchmark DAX ® (5 %) mithalten. Aufgrund

der Rezession in der Eurozone sowie

Ängsten vor einer Reduktion der Liquiditätsprogramme

der Zentralbanken fielen die im

VONCERT enthaltenen Titel jedoch Gewinnmitnahmen

zum Opfer. Die starke Gewichtung

von Familienunternehmen aus zyklischen

Sektoren wie Industrie, Software, Retail

und Automobil dürfte die Abwärtsbewegung

seit dem Hoch beschleunigt haben. Deren

auf Langfristigkeit, Nachhaltigkeit und auf

das Vermeiden von Reputationsrisiken ausgerichtete

Strategie kann dazu führen, dass bei

Schwächezeichen nicht sofort mit Kostenreduktion

reagiert wird. Die historisch erzielte

Outperformance dürfte sich mittelfristig

jedoch auch in diesem Zyklus einstellen.

Türkei II Basket

Der Türkei II Basket (VZTUB) weist mit (– 12.5 %)

seit Lancierung gegenüber der Benchmark

ISE National 100 Index (– 10.5 %) eine negative

Performance auf. Grundsätzlich zeichnet

sich die Türkei durch ein solides wirtschaftliches

Fundament, eine steigende Industrieproduktion,

geringe Verschuldung (28 % des BIP)

und eine vorteilhafte Demografie aus. Die

fortschreitende Industrialisierung (Agrarwirtschaft

30 % des BIP) und die geringe Sparquote

einer wachsenden Mittel schicht bieten

eine gute Ausgangslage für binnenmarktorientierte

Unternehmen. Die durch Fed-Chef

Bernanke ausgelöste Risiko aversion hat jedoch

zu einer reflexartigen Kapitalflucht aus aufstrebenden

Märkten geführt, worunter auch die

Türkei leidet, insbesondere die im Basket stark

gewichteten Finanzwerte. Eine Trendwende ist

vorerst nicht absehbar.

Panagiotis Spiliopoulos, Leiter Research, Vontobel Investment Banking

Das Vontobel-Aktien-Research betreut weltweit die wichtigsten Investoren

und ist in den entscheidenden Finanzzentren präsent. Rund 150 Schweizer und

20 internationale Unternehmen deckt das Research ab. Mit einem sehr breiten

Know-how im Bereich der kleinen und mittelgrossen Unternehmen können

Kundenwünsche rasch und kompetent umgesetzt werden.


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derinews Juli/August 2013

Schweizer Aktienmarkt

Nestlé bleibt die Benchmark der Industrie

ABB Ltd. Richemont AG Nestlé SA

Performance-Entwicklung ABB Ltd.

Performance-Entwicklung Richemont SA

Performance-Entwicklung Nestlé SA

Absoluter Wert in CHF

22.00

20.00

18.00

16.00

14.00

Jul 12 Jul 13

Absoluter Wert in CHF

90.00

80.00

70.00

60.00

50.00

Jul 12 Jul 13

Absoluter Wert in CHF

70.00

65.00

60.00

55.00

50.00

Jul 12 Jul 13

ABB Ltd.

Barriere bei CHF 14.72

Richemont SA

Barriere bei CHF 60.00

Nestlé SA

Barriere bei CHF 51.34

Quelle: Bloomberg, Stand am 01.07.2013. Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Steuern und allfällige Gebühren wirken sich negativ auf die Rendite aus.

Die Publikation des 1Q13-Resultates führte

bei ABB zu einer deutlichen Höherbewertung

der Aktie. Während Auftragseingang

und Umsatzentwicklung den Erwartungen

entsprachen, vermochte ABB die Profitabilität

im Jahresvergleich – entgegen des Trends

bei der Konkurrenz – wegen erneut starker

Kostendisziplin sowie nachlassendem Preisdruck

in der Division Elektrotechnikprodukte

(Power Products) deutlich zu steigern. Die

neue Strategie bei Energietechniksystemen

(Power Systems) trägt bereits erste Früchte.

ABB überzeugte auch mit einem sequentiell

höheren Auftragsbestand, der eine gute Visibilität

in Bezug auf den Rest des Jahres bietet.

Auf Länderstufe zeigte China wegen des

Basiseffektes ein hohes Wachstum von 20 %.

Das Wachstum industrieller Produkte, die

Entwicklung auf Makroebene sowie politische

Entscheidungen in China dürften das 2H13

massgeblich beeinflussen. ABB bleibt in der

Wahrnehmung der Anleger eine China-Story,

doch auch der Trend zur Automatisierung in

aufstrebenden Märkten scheint uns langfristig

der wichtigste Treiber.

Richemont hat Investoren mit dem Geschäftsbericht

FY12/13 zufriedengestellt. Neben starker

operativer Zahlen hat die Gesellschaft eine signifikante

Erhöhung der Dividende von CHF 0.55

auf CHF 1.00 angekündigt (25. Jubiläum der

Gesellschaft). Der Umsatz hat sich im neuen

Fiskaljahr mit einem organischen Wachs tum

von 12 % gut entwickelt. Für das laufende Jahr

erwarten die Vontobel-Analysten ein Wachstum

von 10 %, das vor allem vom Schmuckgeschäft

(27 % des Umsatzes vs. 49 % Uhren)

getrieben wird. Die Sparte «Fashion & Accessories»

bleibt das Sorgenkind des Unternehmens.

So kam es letztes Jahr zu einer Verschlechterung

der Profitabilität auf sehr tiefem Niveau.

Man fragt sich, ob diese Geschäfte noch zum

Richemont-Portfolio gehören. Mit einer Nettocash-Position

von über EUR 3.2 Mrd. weist die

Gesellschaft eine erstklassige, solide Bilanz auf.

Sie plant keine Akquisitionen. Die Strategie ist

eher, auf die Entwicklung der eigenen Marken

zu fokussieren wie das Schmuckgeschäft für

Piaget. Die Vontobel-Experten haben ein Hold-

Rating in Bezug auf Richemont (Swatch Group

bleibt Favorit im Sektor).

Nestlé hatte einen eher schwierigen Start ins

neue Jahr. Das anhaltend herausfordernde

wirtschaftliche Umfeld in Europa sowie die

Wachstumsverlangsamung in den Entwicklungsländern

(45 % des Umsatzes) haben

Spuren hinterlassen. Das organische Wachstum

betrug nur 4.3 % – viel tiefer als in den

vorherigen Quartalen. Jedoch war die Entwicklung

bei der Konkurrenz auch nicht besser.

Das Umfeld drückt auf die ganze Industrie.

Nestlé profitiert von der Integration der

chinesischen Übernahmen (Hsu Fu Chi und

Yinlu Foods) sowie von Wyeth (Pfizer Nutrition

Business). Diese Unternehmen sind in

schnell wachsenden Produktkategorien tätig.

Der Business-Mix von Nestlé hat sich in den

letzten Jahren verbessert. Das Unternehmen

wird den Fokus weiterhin auf Innovation

legen (Dolce Gusto, Juicy Chicken). Ausserdem

ist die neue Finanzchefin Wan Ling

Martello dabei, die Kapitalallokation zu verbessern,

was auch zu einer Verbesserung der

operativen Rentabilität führen dürfte. Nestlé

bleibt die Benchmark der Industrie und ist auf

jetzigem Niveau attraktiv bewertet.

Produkteckdaten

Produktname Defender VONCERT auf

ABB Ltd.

Valor 1968 6515

Ausübungspreis CHF 22.58

Barriere CHF 14.72

Anfangs- /

11.01.2013 / 19.06.2015

Schlussfixierung

Bonusrendite* 6.26 %

Aktueller Briefkurs* CHF 21.25

Produkteckdaten

Produktname Defender VONTI auf

Richemont SA

Valor 2061 7117

Ausübungspreis CHF 80.00

Barriere CHF 60.00

Anfangs- /

15.03.2013 / 17.04.2014

Schlussfixierung

Max. Rendite* p. a. 9.96 %

Aktueller Briefkurs* 97.70 %

Produkteckdaten

Produktname Defender VONCERT auf

Nestlé SA

Valor 1861 2124

Ausübungspreis CHF 67.05

Barriere CHF 51.34

Anfangs- / 10.08.2012 / 15.08.2014

Schlussfixierung

Bonusrendite* 3.15 %

Aktueller Briefkurs* CHF 65.00

Defender VONTI [SVSP-Bezeichnung: Barrier Reverse Convertible (1230)] zeichnen sich durch einen garantierten Coupon, eine Barriere sowie eine – allerdings nur bedingte –

Rückzahlung zum Nennwert aus. Falls der Basiswert die Barriere während der Barrierenbeobachtung berührt oder durchbricht, entfällt der Rückzahlungsanspruch in Höhe des

Nennwertes unmittelbar. Multi Defender VONTI beziehen sich auf mehrere Basiswerte. Im Falle eines Barrierenereignisses nur eines Basiswertes ist für den Rückzahlungsanspruch

die Wertentwicklung des schwächsten Basiswertes massgeblich. Die Risiken einer Anlage in einen (Multi) Defender VONTI sind erheblich, sie entsprechen – bei nach

oben begrenzten Gewinnchancen – weitgehend den Risiken einer Direktanlage in den (schlechtesten) Basiswert. Je tiefer der Schlusskurs des (schlechtesten) Basiswertes bei

Verfall unter dem Ausübungspreis ist, desto grösser ist der erlittene Verlust. Die angegebenen Renditen können durch Transaktionskosten wie Courtagen, Steuern und Abgaben

geschmälert werden. *Stand am 08.07.2013.


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derinews Juli/August 2013

Know-how

Zinsänderungsrisiken reduzieren, gehebelt partizipieren

Leveraged Floored Floater mit Referenzanleihe ermöglichen es einerseits, gehebelt an steigenden

Zinsen zu partizipieren, andererseits das Schuldnerrisiko zu bewirtschaften. Mit der Umschichtung

von klassischen Bondpositionen auf solche strukturierte Produkte lässt sich zudem das Zinsänderungsrisiko

eines Portfolios deutlich reduzieren.

Geld wird wieder teurer

Als US-Notenbankchef Ben Bernanke vor ein

paar Wochen ankündigte, die Fed könnte

ihre sehr lockere Geldpolitik noch in diesem

Jahr beenden, kam es zu einem kurzzeitigen

Einbruch an den Märkten: Der SMI ® sank am

20. Juni 2013 innerhalb eines Tages um 3 %,

während der DJ EURO STOXX 50 ® und der

DAX ® 3.6 % beziehungsweise 3.3 % verloren.

Der amerikanische Dow Jones Index startete

schon am Vortag als Reaktion auf die Fed-

Aussagen mit Verlusten. Gleichzeitig schienen

die Inflationsängste zu schwinden, denn

auch der Goldpreis brach um fast 4 % ein

und befand sich auf einem Niveau wie seit

Ende September 2010 nicht mehr (Quelle:

Bloomberg).

In den vorangegangenen Monaten hatten

sich die Zinsniveaus westlicher Industrienationen

nahe ihrer Allzeittiefs befunden.

Gleichzeitig waren die Börsen wegen des

«billigen Geldes» stark nach oben getrieben

worden. Nun scheint die Liquiditätsflut allmählich

zu versiegen, was ein höheres Zins niveau

mit sich bringen könnte. Ein erstes Anzeichen

für diese Trendwende zeigte sich bereits im

Juni. So erfolgte im Schweizer Währungsraum

ein Zinsanstieg im langfristigen Bereich (vgl.

Grafik: Historische Zinsentwicklung).

Historische Entwicklung der CHF- und EUR-10-Jahres-Swap-Sätze

Absoluter Wert (in %)

5000

4500

4000

3500

3000

2500

2000

1500

1000

500

0

2008 2009 2010 2011 2012 2013

CHF 10y Swap Rate

EUR 10y Swap Rate

Quelle: Bloomberg, Stand am 25.06.2013

Gehebelt von steigenden Zinsen profitieren

Leveraged Floored Floater ermöglichen es,

überproportional an steigenden Zinsen zu

partizipieren. Dies geschieht dank eines jährlichen

variablen Coupons, der an die Entwicklung

des Referenzzinses – beispielsweise des

CHF-10-Jahres-Swap-Satzes – gekoppelt und

dabei zusätzlich gehebelt ist (vgl. Infobox Swap

Rate). So entspricht die Couponhöhe eines

Leveraged Floored Floaters beispielsweise

dem Niveau der CHF-10-Jahres-Swap-Rate,

fixiert zwei Bankarbeitstage vor dem Start

einer jeweiligen Couponperiode, multipliziert

mit dem zu Beginn der Laufzeit festgelegten

Leverage-Faktor. Zum Laufzeitende besteht

ein 100 %-iger Kapitalschutz. Eine Besonderheit

dieses Leveraged Floored Floaters: Bank

Vontobel bleibt zwar als Emitten tin bestehen,

jedoch soll ein anderer Schuld ner – ein sogenannter

Referenzschuldner – die Rückzahlung

ökonomisch gewährleisten. Infrage kommen

Unternehmen verschiedenster Branchen oder

auch Staaten. Das Vontobel-Emittentenrisiko

wird mittels COSI ® -Pfandbesicherung

nahezu eliminiert. Dank der Möglichkeit zur

Streuung des Kreditrisikos auf verschiedene

Schuldner sind strukturierte Produkte mit

Referenzanleihen ideal zur Schuldnerbewirtschaftung

eines Portfolio geeignet (vgl. Infobox

Referenz anleihen).

Das Zinsänderungsrisiko im

Portfolio reduzieren

Konventionelle Obligationen bieten in Tiefzinsphasen

nur wenige Renditemöglichkeiten.

Gleichzeitig führen steigende Zinsen zu

fallenden Kursen bei bestehenden Anleihepositionen

im Portfolio. Ein interessanter

Lösungsansatz ist die Umschichtung eines Teiles

dieser Portfoliopositionen auf Leveraged

Floored Floater mit dem Zusatzelement Referenzanleihe.

Damit würde der Anleger einerseits

eine Obligation verkaufen, andererseits

dieselbe Obligation oder die eines Referenzschuldners

mit einem ähnlichen Kreditausfall-

Swap (CDS) als Referenzanleihe kaufen. Der

ursprüngliche Schuldner der Obligation wäre

nun der Referenzschuldner des strukturierten

Produktes, wobei sich das Kreditrisiko

dadurch nicht entscheidend ändert.

Allerdings birgt es zusätzliche Chancen:

Durch Umschichtung der Bondpositionen auf

den Leveraged Floored Floater mit Referenzanleihe

werden fixe durch variable Couponzahlungen

– in Höhe der langfristigen Zinsen –

ersetzt, was das Zinsänderungsrisiko im Kundenportfolio

potenziell stark reduziert. Wegen

der grösseren Hebelwirkung ist die Berücksichtigung

von Referenzschuldnern mit tendenziell

höherem «Credit Spread» besonders

interessant. Er ist zwar ein Indikator für die

Einschätzung einer schlechteren Bonität durch

den Kapitalmarkt, Anleger stufen dennoch

eine Reihe solcher Schuldner aufgrund ihrer

eigenen Analyse und Einschätzung durchaus

als weiterhin investierbar ein.

Konkrete Auswirkungen des Umschichtens

Den potenziellen Einfluss einer solchen

Umschichtung im Portfoliokontext werden

wir nun am Beispiel eines Leveraged Floored

Floaters mit Referenzanleihe der PostNL N. V.

aufzeigen. Die obere Tabelle auf Seite 13 veranschaulicht

ein Portfolio, das ausschliesslich

aus konventionellen Obliga tionen besteht.

Sie sind gleichgewichtet und weisen individuelle

«Modified Durations» auf (vgl. Infobox

«Modified Duration»). Es ergibt sich eine


13

derinews Juli/August 2013

Know-how

«Modified Duration» des Gesamtportfolios

von 5. Wir vergleichen nun mit einem zweiten

Portfolio, dargestellt durch die untere Tabelle,

das zwar dieselben Bondkomponenten aufweist,

zusätzlich jedoch den zuvor erwähnten

Leveraged Floored Floater mit Referenzanleihe

PostNL N. V. enthält. Nehmen wir

nun an, der Referenzzins steigt um 1 %. Im

aktuellen Marktumfeld ist zu erwarten, dass

der Wert des Leveraged Floored Floaters mit

Referenzanleihe PostNL N. V. infolgedessen

um ungefähr 0.8 % steigt. Somit steigt auch

der Coupon und der Produktwert um ca.

0.8 % (= Anstieg des Referenzzinses um 1 %,

multi pliziert mit dem Hebel von 0.8). Das

Produkt weist folglich eine negative «Modified

Duration» auf. Umgekehrt verliert das

Produkt ungefähr 0.8 %, wenn die Zinsen um

1 % fallen.

In unserem Beispiel konnte dank der Um -

schichtung die «Modified Duration» des

Gesamtportfolios von 5 auf 4.04 und damit

auch das Zinsänderungsrisiko um fast 20 %

gesenkt werden. Grundsätzlich gilt: Je höher

der Hebel (Leverage), desto stärker lässt sich

mit einem Floored Floater mit Referenzanleihe

von steigenden Zinsen profitieren und desto

tiefer ist die «Modified Duration» des Produktes.

Alle Werte basieren auf der Annahme,

dass andere Produkt- und Marktparameter

wie der Credit Spread der Referenzanleihe

PostNL N. V. unverändert bleiben.

Der Leverage-Faktor ist einerseits von der

Wahl des Referenzschuldners, andererseits

von der Steilheit der Zinskurve abhängig.

Wenn es zu keiner Parallelverschiebung

kommt, ist eine steilere Zinskurve für Anleger

als eher positiv, eine flachere als eher negativ

anzusehen. Denn eine steilere Zinskurve

impliziert höhere erwartete Zinszahlungen in

der Zukunft und damit auch höhere Couponzahlungen

des Leveraged Floored Floaters.

Bei einer flacheren Zinskurve verhält es sich

umgekehrt.

Bondportfolio 1 – ohne Leveraged Floored Floater

Obligation

Modified Duration

1 5.75

2 4.50

3 4.25

4 5.50

5 5.00

Portfolio 5

Bondportfolio 2 – mit Leveraged Floored Floater

Obligation

Modified Duration

1 5.75

2 4.50

3 4.25

4 5.50

5 5.00

Leveraged Floored

– 0.78

Floater

Portfolio 4.04

«Swap Rate»

«Swap» heisst wörtlich Austausch. Es handelt sich

um die Vereinbarung zweier Parteien, in der Zukunft

Zahlungsströme auszutauschen. Mit der Vereinbarung

ist definiert, wie die Zahlungen berechnet

werden und wann sie fliessen. Der Swap ist somit ein

Zins auf Termin. Für die Berechnung der Zinssätze

von Festhypotheken bzw. deren Refinan zierung

stützen sich viele Banken auf den sogenannten

Swap-Satz, auch «Swap Rate» genannt.

Referenzanleihen

Bei der Referenzanleihe handelt es sich um eine

Anleihe, die vom Referenzschuldner, also einem

Unternehmen oder einem Staat, begeben wird.

Im Falle eines strukturierten Produktes mit Referenzanleihe

ist dieser der Emittent der Referenzanleihe.

Üblicherweise hat die Referenzanleihe eine längere

Laufzeit als das strukturierte Produkt. Somit müssen

beide Fälligkeiten nicht identisch sein. Die Rückzahlung

des strukturierten Produktes hängt von

der Entwicklung dieser in den Produktbedingungen

benannten Referenzanleihe ab.

«Modified Duration»

Die «Modified Duration» ist eine Sensitivitätskennzahl.

Sie reflektiert die Stärke der Veränderung eines

Obligationspreises bei Änderung des Zinsniveaus.

Beispielsweise sagt eine «Modified Duration» von

3 aus, dass eine Obligation 3 % an Wert gewinnt

beziehungsweise verliert, wenn das Zinsniveau um

1 % sinkt beziehungsweise steigt.

Produkteckdaten

Leveraged Floored Floater mit Referenzanleihe

Emittentin

Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai

Garantin Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2)

SVSP-Bezeichnung Referenzschuldner-Zertifikat mit bedingtem Kapitalschutz (1410)

Referenzzins CHF-10-Jahres-CMS-Zinssatz EUR-10-Jahres-CMS-Zinssatz

Valor / Symbol 1415 0722 / VLPNC 1415 0723 / VLPNE

Emissionspreis / Nennwert 100.00 % / CHF 1000.00 100.00 % / EUR 1000.00

Anfangs- / Schlussfixierung 04.07.2013 / 04.07.2018 04.07.2013 / 04.07.2018

Leverage-Faktor 1.15 1.10

Coupon Referenzzins x Leverage-Faktor, mindestens jedoch 0 %

Couponperioden

Jährlich

Referenzanleihe GBP 7.5 % PostNL N. V. 14.08.2018

COSI ® Collateral Secured Instruments – Investor Protection engineered by SIX.

Hinweis: Bei strukturierten Produkten mit Referenzanleihe übernimmt der Anleger neben den herkömmlichen

Risiken mit der Referenzanleihe ein entsprechendes Zusatzrisiko. Bei Eintreten eines Ausfall- bzw. Rückzahlungsereignisses

in Bezug auf die Referenzanleihe erfolgt die vorzeitige Rückzahlung des strukturierten Produktes. Der

nach Feststellung bzw. Eintritt eines solchen Ausfall- bzw. Rückzahlungsereignisses an den Anleger zurückbezahlte

Liquidationsbetrag kann deutlich tiefer als der Emissionspreis oder im Extremfall sogar Null sein. Leveraged Floored

Floater mit Referenzanleihe zeichnen sich durch einen Kapitalschutz per Verfall aus. Während der Laufzeit kann

der Wert unter den Rückzahlungspreis fallen. Der maximal mögliche Gewinn ergibt sich aus den periodisch anfallenden

Couponzahlungen, die sich nach dem mit dem Leverage-Faktor multiplizierten Referenzzins richten und so

in ihrer Höhe variabel ausfallen können.

Kompakt

Dank Leveraged Floored Floatern mit Referenzanleihe lässt sich im Vergleich zu klassischen

Floatern überproportional an steigenden Zinsen partizipieren. Besonders im aktuellen Tiefzinsumfeld

und in Erwartung steigender Zinsen bietet das Produkt attraktive Renditechancen.

Zudem lässt sich durch Umschichten klassischer Bondpositionen das Zinsänderungsrisiko in

einem Portfolio gesamthaft deutlich reduzieren.


14

derinews Juli/August 2013

Investmentidee

US-Housing – die Erfolgsstory hält an

Ob steigende Preise, hohe Verkaufszahlen, Renovierungen oder anziehende Gewinne bei

US-Banken – der sich erholende US-Immobilienmarkt zeigt viele Gesichter. In 2012 erlebte er eine

Renaissance, die sich auch in diesem Jahr fortsetzen dürfte.

Die amerikanische Immobilienkrise fand mit

dem Lehman-Fall im Jahr 2008 ihren Höhepunkt

und löste ein weltweites Beben an den

globalen Finanzmärkten aus. Auch bei vielen

Anlegern ist sie noch in lebendiger Erinnerung.

Im Jahr 2013 zeigt sich nun ein anderes

Bild: Letztes Jahr setzte der amerikanische

Immobilienmarkt zu einem beeindruckenden

Comeback an und gilt heute wieder als Stützpfeiler

für die Erholung der amerikanischen

Volkswirtschaft. Bereits im Juni 2012 erkannte

Vontobel-Chefstratege Christophe Bernard

frühzeitige Anzeichen für diese positive Entwicklung.

Mit dem VONCERT auf einen

«US Housing»-Basket (VZHOU) ermöglichte

es Vontobel, von diesem Trend zu profitieren.

Zum einjährigen «Geburtstag» kann sich der

Tracker dank seiner beachtlichen Performance

– seit Auflegung hat er 33 %* (Stand

28.06.2013) zugelegt – sehen lassen. Ein

Vergleich: Der S&P 500 ® stieg im selben Zeitraum

um «nur» 20 %.

Gute Ausgangslage für einen Hauskauf

Es gibt vielfältige Gründe für eine anhaltende

Erholung des US-Immobilienmarktes.

Umfragen haben gezeigt, dass sich junge

Amerikaner wieder verstärkt für Eigenheime

interessieren, auch dank der nach wie vor

(längerfristig) tiefen Zinsen. So berichtet der

Branchendienst «Local Market Monitor» seit

einigen Monaten von einer steigenden Nachfrage

nach Häusern (vgl. Grafik).

Local Market Monitor Housing

Demand Index*

Veränderung Häusernachfrage

in %

10

5

0

– 5

– 10

– 15

– 20

93 95 97 99 01 03 05 07 09 11 13

Local Market Monitor Housing Demand Index

Stand: April 2013

Quelle: www.localmarketmonitor.com

Ausserdem traf man in letzter Vergangenheit

auf ein eher knappes Angebot am Häusermarkt,

was anziehende Preise zur Folge hatte.

Der S&P/Case-Shiller Home Price Index –

Preisbarometer für den US-Immobilienmarkt –

illustriert dies (vgl. Grafik). Die Preissteigerungsrate

ist seit 2007 nicht mehr so hoch

gewesen, das Niveau der Häuserpreise ist

allerdings immer noch weit von seinem

Höchststand entfernt.

S&P/Case-Shiller Home Price Index*

Indexpunkte

240

220

200

180

160

140

120

100

80

60

87 89 91 93 95 97 99 01 03 05 07 09 11 13

S&P/Case-Shiller Home Price Index

Stand: April 2013, Quelle: Bloomberg

*Frühere Wertentwicklungen und Simulationen sind

kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Auf der Nachfrageseite wirken die besseren

Jobchancen und gestiegenen Einkommensaussichten.

Dabei ist die markante Zunahme

des Erschwinglichkeitsindexes für Wohnhäuser

ebenfalls auf tiefe Zinsen und noch

verhältnismässig attraktive Häuserpreise zurück -

zuführen – trotz der jüngsten Preissteigerungen

(vgl. Grafik Housing Affordability

Composite Index).

Grundsätzlich bleibt der Optimismus in der

Immobilienbranche somit weiterhin hoch. Der

Index zur Branchenstimmung (HMI), welcher

vom nationalen Verband der Hausbauer und

der Grossbank Wells Fargo auf Basis einer

Housing Affordability Composite Index*

Indexpunkte

220

210

200

190

180

170

160

150

140

130

120

110

100

Mrz 1986 Mrz 2013

Housing Affordability Composite Index

Stand: April 2013, Quelle: Bloomberg

Befragung von jeweils 318 Bauunternehmen

erstellt wird, überschritt im Juni erstmals seit

2006 die wichtige Marke von 50 Punkten und

legte damit den stärksten Wertzuwachs innerhalb

eines Monates (+ 8 Punkte) seit 2002 hin

(Stand: 17.06.2013). Gleichzeitig wird das

Niveau der Immobilienpreise derzeit von den

Experten von Vontobel Asset Management

als verhältnismässig tief eingeschätzt.

Rekordgewinne für US-Banken

Auch andere Branchen sind mit dem US-Immobilienmarkt

verbunden. Die vermehrten Aktivitäten

im Bausektor werden sich zweifelsfrei

positiv auf die übrige Wirtschaft auswirken.

Deshalb wird auch die Nachfrage nach Baumaterialien

und Arbeitskräften voraussichtlich

steigen – so wie es zurzeit im Bereich

der Umbauten und Renovierungen geschieht.

Der Markt stellt im Heimwerkerland USA eine

300-Milliarden-Industrie dar und dürfte sich

künftig weiterer Beliebtheit erfreuen. Renovierungen

und Sanierungen wurden in der

Vergangenheit zudem häufig vernachlässigt.

Gleichzeitig haben sich die Vorstellungen über

«modernes Wohnen» bei vielen Menschen

verändert.


15

derinews Juli/August 2013

Investmentidee

Vom potenziellen Aufwind des amerikanischen

Immobiliensektors werden wegen ihres

Geschäftsmodelles voraussichtlich auch US-

Banken profitieren. So eilt Wells Fargo bereits

jetzt von einem Rekordgewinn zum nächsten.

Im ersten Quartal 2013 konnte die Bank einen

Gewinn von USD 5.2 Mrd. realisieren, nachdem

sie im Vorjahr das mit USD 18.9 Mrd.

beste Ergebnis ihrer 162-jährigen Geschichte

eingefahren hatte. Mittlerweile werden

Kredite auch zuverlässiger und pünktlicher

zurück gezahlt. «Ökonomisch schwächere»

Hauskäufer gelangen ausserdem nicht mehr

so einfach an Immobiliendarlehen, wie es vor

der Krise der Fall war.

VONCERT auf einen «US Housing»-Basket

Das VONCERT auf einen «US Housing»-

Basket (VZHOU) bietet Anlegern die Möglichkeit,

von einer potenziell anhaltenden positiven

Entwicklung am amerikanischen Häusermarkt

zu profitieren. Der zugrundeliegende

Aktienkorb ist diversifiziert. Für seine Zusammensetzung

identifizierten Vontobel-Chefstratege

Christophe Bernard gemeinsam mit

US-Aktienmarktexperten vier Sektoren, die

von einer Erholung des US-Immobiliensektors

profitieren könnten: Homebuilder (Bauunternehmen),

Home Improvement (Baumärkte),

auf Hypotheken spezialisierte Banken sowie

Industriewerte mit Exposure zum Häusermarkt.

Die Zusammenstellung des diversifizierten

Korbes, bestehend aus 17 Titeln dieser

vier Sektoren, richtet sich zudem nach qualitativen

wie quantitativen Kriterien.

Das Vontobel VONCERT auf einen «US

Housing»-Basket (VZHOU) bildet die Wertentwicklung

des Aktienkorbes nahezu 1:1 ab.

Das Tracker-Zertifikat hat eine Laufzeit von

insgesamt zwei Jahren und notiert in USD.

Obwohl das VONCERT auf einen «US Hous -

ing»- Basket bereits eine erfreuliche Entwicklung

hinter sich hat, besteht weiteres Potenzial

für einen Aufwärtstrend. Dafür sprechen

die Fundamentaldaten. Allerdings ist zu

beachten, dass viele der Unternehmen aktuell

nicht mehr als unterbewertet anzu sehen sind

und der potenzielle Aufwärtstrend sich deshalb

auch abschwächen kann.

Unternehmen Sektor Gewichtung

Dr. Horton Inc. Bauunternehmen 9 %

Lennar Corp-A Bauunternehmen 9 %

Toll Brothers Inc. Bauunternehmen 9 %

Home Depot Inc. Baumärkte 8 %

Bed Bath & Beyond Inc. Baumärkte 8 %

Ingersoll-Rand Plc Industriewerte 8 %

Lowe’s Cos Inc. Baumärkte 6 %

Wells Fargo & Co Banken 6 %

BB&T Corp. Banken 5 %

Fifth Third Bancorp Banken 5 %

Suntrust Banks Inc. Banken 5 %

US Bancorp Banken 5 %

Huntington Bancshares Inc. Banken 4 %

Regions Financial Corp. Banken 4 %

Bank of America Corp. Banken 4 %

Stanley Black & Decker Inc. Industriewerte 3 %

NVR Inc. Bauunternehmen 2 %

Produkteckdaten

VONCERT auf einen «US Housing»-Basket

Emittentin

Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai

Garantin Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2)

SVSP-Bezeichnung Tracker-Zertifikat (1300)

Basiswert

«US Housing»-Basket

Produktwährung

USD

Valor / Symbol

1415 0089 / VZHOU

Emissionspreis / Kursbasis USD 101.00 (inkl. Ausgabeaufschlag von USD 1.00) / USD 100.00

Anfangs- / Schlussfixierung 15.06.2012 / 13.06.2014

Managementgebühr 0.50 % p. a.

Kotierung

SIX Swiss Exchange

Aktueller Briefkurs* USD 135.10

*Stand am 08.07.2013

Hinweis: Bei einer Investition in ein VONCERT (Tracker-Zertifikat) sind weitgehend die gleichen Risiken wie bei

einer Direktanlage in den Basiswert zu beachten, insbesondere die entsprechenden Fremdwährungs-, Markt- und

Kursrisiken. Ein VONCERT erbringt keine laufenden Erträge und verfügt über keinen Kapitalschutz. Im ungünstigsten

Fall ist ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der

Garantin droht dem Anleger ein Geldverlust.

Das Termsheet (Final Terms) mit den rechtlich verbindlichen Konditionen sowie weitere Infor ma tionen

zu Chancen und Risiken der Produkte finden Sie unter www.derinet.ch.

Kompakt

Der amerikanische Immobiliensektor musste wegen der Hypothekenkrise eine schwere Zeit

durchlaufen. Inzwischen konnte er sich wieder stabilisieren und die Anzeichen einer weiteren

Erholung mehren sich. Mit dem VONCERT auf einen «US Housing»-Basket können Anleger

von diesem interessanten Anlagethema profitieren. Das Tracker-Zertifikat kann bereits auf

eine beachtliche, positive Entwicklung zurückblicken.


16

derinews Juli/August 2013

Rohstoff-Kolumne

Der Juni war ein schwacher Monat für Rohstoffe

Vorteilhafte Wetterbedingungen könnten

amerikanischen Sojabauern eine ausgezeichnete

Ernte bescheren. Dadurch würde Brasilien,

das in den vergangenen Jahren seinen Sojaanbau

immer mehr ausgebaut hat, Marktanteile

an die USA verlieren. Die guten

Ernteerwartungen in den USA führten zu einer

Korrektur der Sojapreise. Sie rutschten um

rund 7 % ab. Der Preis für Weizen fiel ebenfalls.

Ein Bushel, das sind ungefähr 27 Kilogramm,

wurde im Monatsverlauf um 7.5 %

billiger. Landwirte rechnen mit einer guten

Weizenernte in Europa und vor allem in Osteuropa,

was eine möglicherweise schwächere

Ernte in den Vereinigten Staaten ausgleichen

könnte. Auch der Preis für Mais verbilligte

sich, nachdem die US-Regierung ihre Schätzungen

für die amerikanische Anbaufläche

des Körnergetreides anhob. Die Regierung

geht von der höchsten Flächenschätzung für

den Maisanbau seit dem Jahr 1936 aus. Der

Maispreis rutschte um 7 % und notiert jetzt

20 % unter seinem 12-Monatshoch.

Die Geldpolitik der US-Notenbank spielte eine

zentrale Rolle bei der Preisbildung der Edelmetalle,

vor allem bei Gold. Der Preis des

gelben Metalles rutschte im Monatsverlauf

zeitweise unter 1200 USD/Unze, nachdem

US-Notenbankchef Ben Bernanke während

der Pressekonferenz zur Verlautbarung des

Ergebnisses der geldpolitischen Sitzung im

Juni ankündigte, das Programm zur geldpolitischen

Lockerung (QE3) bei einer weiteren

Aufhellung der Wirtschaftsdaten langsam

auslaufen lassen zu wollen. Da die US-Noten-

bank gleichzeitig ihren Wirtschaftsausblick

anhob, wurde dies vom Markt als klares

Signal dahingehend gedeutet, dass ein Ausstieg

aus QE3 bald bevorstehen könnte. Dies

führte zu einem Anstieg der Realzinsen, was

den Goldpreis belastete. Analysten von Goldman

Sachs senkten ihr Kursziel für den Goldpreis

für das Jahresende von 1435 auf 1300

USD/Unze und für 2014 von 1270 auf 1050

USD/Unze. Jedoch rechnen die Analysten

nach dieser Korrektur mit einer Stabilisierung

des Goldpreises bei 1200 USD/Unze in den

Jahren 2015 und danach. Silber rutschte im

Monatsverlauf im Trott mit Gold um 12 % ab

und kostete zeitweise nur noch 18.18 USD/

Unze. Auch Platin und Palladium kamen im

Zuge des Ausverkaufes bei den Edelmetallen

unter Druck, wobei Platin um 8 % und Palladium

um 11 % sank.

Der Preis für Zucker stieg hingegen im Monatsverlauf

um 2 % an. Brasiliens Zuckerbauern

lieferten im ersten Halbjahr eine sehr gute

Ernte, was zu einem weltweiten Überangebot

an Zucker und zu fallenden Preisen führte.

Der Zuckerpreis rutschte an der Börse seit

Jahresbeginn um 15 %. Der Preis für Baumwolle

stieg im Monatsverlauf um 7.5 %, verharrt

damit aber immer noch rund 10 % unter

dem Jahreshoch im März. Damals begann

die chinesische Regierung damit, Baumwolle

aus strategischen Lagerbeständen am Markt

zu verkaufen, um die Preise zu drücken. Die

Preise dürften dem Diktat der Verkaufspolitik

der chinesischen Regierung weiterhin folgen,

wenngleich mit abwärts gerichteter Preistendenz.

Die indischen Agrarbehörden melden,

dass die Baumwollfarmer im Land in diesem

Jahr mehr Baumwolle anbauen werden,

während gute Wetterbedingungen in Nordamerika

sowie in China auf eine gute Ernte im

Herbst schliessen lassen.

Der Preis für ein 159-Liter-Fass Brent Crude

Oil fiel im Monatsverlauf bis auf USD 100.

Obwohl innerhalb des Ölkartells OPEC eine

heftige Debatte um die Bedeutung der steigenden

amerikanischen Ölproduktion für den

Weltmarkt entbrannt ist, dürfte die OPEC

gewillt sein, dieses Preisniveau von 100 USD/

Barrel zu verteidigen.

Der Kupferpreis rutschte im Monatsverlauf

um 7 % ab. Ein steigender US-Dollar sowie

schwache chinesische Konjunkturdaten belasteten

den Preis des Industriemetalles. Wenngleich

zahlreiche Bergwerke weltweit ihre

Produktionsmengen ausweiten, kann das

Kupferangebot auf dem Weltmarkt keinen

grossen Überschuss ausweisen. Der Kupferpreis

könnte sich dennoch erst bei einer Aufhellung

der chinesischen Wirtschaftsdaten

wieder festigen. China ist der grösste Kupferkonsument

der Erde.

Bestellen Sie kostenlos unseren regelmässigen

Rohstoff-Newsletter unter www.derinet.ch.

Weitere Informationen zu Chancen und Risiken der

Produkte finden Sie unter www.derinet.ch.

Produkteckdaten

VONCERT Open End

Emittentin / Garantin Vontobel Financial Products Ltd., DIFC Dubai / Vontobel Holding AG, Zürich (Standard & Poor’s A; Moody’s A2)

SVSP-Bezeichnung Tracker-Zertifikat (1300)

Basiswert JPMCCI – Aggregate TRI JPMCCI – Energy TRI JPMCCI –

JPMCCI – Crude Oil TRI JPMCCI – Copper TRI

Precious Metals TRI

Valor / Symbol 1208 7907 / ETCCIU 1208 7908 / ETCENU 1208 7911 / ETCPMU 1132 8866 / ETCCOU 1208 8056 / ETCCLU

Emissionspreis USD 100.80 USD 100.80 USD 100.80 USD 100.80 USD 100.80

Spot-Referenzpreis USD 510.30 USD 819.50 USD 370.30 USD 1285.75 USD 1612.90

(Indexstand)

Anfangsfixierung / Laufzeit 21.01.2011 / Open End 21.01.2011 / Open End 21.01.2011 / Open End 02.12.2010 / Open End 04.03.2011 / Open End

Managementgebühr max. 1 2.0 % p. a. 2.0 % p. a. 2.0 % p. a. 2.0 % p. a. 2.0 % p. a.

Aktueller Briefkurs* USD 90.90 USD 100.30 USD 86.10 USD 99.70 USD 69.50

Die Termsheets mit den rechtlich verbindlichen Angaben sowie weitere Informationen sind unter www.derinet.ch jederzeit abrufbar. Bei nicht quanto-gesicherten Produkten

besteht das entsprechende Währungs risiko. 1 Managementgebühr: initial 1.00 %, kann geändert werden auf max. 2.00 % p. a. Siehe Seite 10 für weitere Risiko hinweise.

*Stand am 08.07.2013


17

derinews Juli/August 2013

Wissenswertes

Wussten Sie, dass …

In jüngster Zeit sahen sich Europa und insbesondere die Europäische Union auf einen Prüfstand

gesetzt. Es wurde viel berichtet. Vielleicht kennen Sie folgende lesenswerte Fakten dennoch nicht.

Wussten Sie beispielsweise, dass…

… auch ausserhalb der EU einige Staaten

den Euro als Währung nutzen?

Es handelt sich meist um sehr kleine

Staaten, die vor der Einführung des Euros

bereits eine Währungsunion mit einem

Euro-Mitgliedsstaat hatten. Über ein

entsprechendes formelles Abkommen

verfügen Andorra, Mayotte, Monaco,

San Marino, Saint-Barthélemy, Saint-

Pierre und Miquelon sowie der Vatikanstaat.

Monaco, San Marino und der

Vatikanstaat dürfen sogar eigene Euro-

Münzen prägen. Ohne formelles Abkommen

nutzen der Kosovo und Montenegro

den Euro sowie die britischen Militärbasen

Akrotiri und Dekelia auf Zypern.

… viele Staaten ihre Währungen an den

Euro binden?

Einen festen Wechselkurs zum Euro haben

in Europa Bosnien und Herzegowina,

Bulgarien und Litauen. In Afrika haben

Kap Verde, Sao Tomé und Principe, die

Komoren sowie die 14 Länder der

CFA-Franc-Zone in West- und Äquatorialafrika

ihre Währungen fix an den Euro

gebunden. Die Schweiz legt derzeit

lediglich eine Wechselkursobergrenze des

Franken gegenüber dem Euro fest.

… die Europäische Union der grösste

gemeinsame Markt der Welt ist?

Der Staatenverbund umfasst eine

Bevölke rung von über einer halben

Milliarde Einwohner, die in ihrem Binnenmarkt

im Jahr 2012 ein Bruttoinlandsprodukt

von umgerechnet 15.3 Billionen

Franken erwirtschaften. Die USA folgen

mit 14.5 Billionen auf dem zweiten

und China mit 7.6 Billionen auf dem

dritten Platz.

… Malta der Flächenstaat mit der grössten

Bevölkerungsdichte der Welt ist?

Auf der Insel leben rund 1320 Einwohner

pro Quadratkilometer. In der Mongolei,

dem Land mit der niedrigsten Bevölkerungsdichte,

sind es 1.7, also rund

750 Mal weniger. Zählt man die Stadtstaaten

dazu, so erreicht Monaco mit über

17’000 Einwohnern pro Quadratkilometer

klar Platz eins.

… die Anfänge der EU auf die 1950er-Jahre

zurückgehen?

Damals gründeten zunächst sechs Staaten

die Europäische Gemeinschaft (EG),

namentlich Belgien, Frankreich, Holland,

Italien, Luxemburg und Westdeutschland.

Eine gezielte wirtschaftliche Verflechtung

sollte nach dem Zweiten Weltkrieg

militärische Konflikte verunmöglichen und

das Wirtschaftswachstum beschleunigen.

Im Laufe der folgenden Jahrzehnte traten

weitere Staaten der Gemeinschaft bei. Mit

dem Maastrichter Vertrag gründeten die

EG-Mitgliedstaaten 1992 die Euro päische

Union.

… die EU grösster Exporteur und zweitgrösster

Importeur der Welt ist?

Obwohl in der EU nur 7 % der Weltbevölkerung

leben, beläuft sich der Anteil an

den Ein- und Ausfuhren auf rund 20 %.

Deutschland war lange Zeit sogar Exportweltmeister,

wurde aber 2012 von den

USA auf den dritten Rang verdrängt. Der

weltweit grösste Exporteur ist China.

… die EU Aussengrenzen in Afrika und

Südamerika hat?

Dies ist der Fall, weil Französisch-Guayana

an Suriname sowie Brasilien grenzt und

Spanien mit Melilla einen Landstrich an

der Nordküste Marokkos besitzt. Auf

dem europäischen Festland grenzen die

EU-Staaten übrigens an insgesamt

17 Nicht-Mitgliedsstaaten.

Von Malta bis Frankfurt – die EU gilt als grösster gemeinsamer Markt der Welt.


18

derinews Juli/August 2013

Kreuzworträtsel

Testen Sie Ihr Wissen

Wie gut kennen Sie sich mit strukturierten

Produkten aus? Füllen Sie das Kreuzworträtsel

aus und senden Sie Ihr Lösungswort bis zum

28. August 2013 entweder per E-Mail an

derinews@vontobel.ch oder per Post an Bank

Vontobel AG, Marketing IB Financial Products,

Gotthardstrasse 43, CH-8022 Zürich.

Unter allen Einsendungen mit dem richtigen

Lösungswort verlosen wir eine Flasche

Champagner Brut Réserve, Pol Roger. Die

Gewinnerin oder der Gewinner wird per

E-Mail benachrichtigt.

Von der Wettbewerbsteilnahme ausgeschlossen

sind Vontobel-Mitarbeiter sowie deren Angehörige.

Zudem sind der Rechtsweg und eine

Barauszahlung des Gewinns nicht möglich.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Ihr derinews-Team

1 Wie heisst die führende Emittentenwebseite

für strukturierte Produkte in

der Schweiz?

2 In den strukturierten Produkten welches

Emittenten erfolgen ca. 40 % aller an der

Schweizer Börse getätigten Transaktionen?

3 Wie lautet die häufig verwendete

Abkürzung des Schweizer Blue-Chip-Index?

4 Über welchen Kommunikationsweg

informieren sich Anleger am liebsten über

Vontobel-Neuemissionen?

5 In welchen Zeitintervallen erscheint unser

beliebtes Kundenmagazin «derinews»?

6 Wie heisst die interaktive Online-

Emissions plattform, mit der Ihr Kundenberater

massgeschneiderte strukturierte

Produkte selbst erstellen kann?

7 Welcher englische Begriff steht für

«Ausübungspreis»?

8 Wie nennt man den Zeitraum bis zum

Verfall einer Option?

9 Welcher englische Begriff hat sich auch

hierzulande als Synonym für das Wort

«Basiswert» durchgesetzt?

10 Wie lautet die Abkürzung für das Wort,

mit dem der Besicherungsmechanismus

der Schweizer Börse bezeichnet wird?

11 Wie wird eine steigende Futures-Kurve

(länger laufende Kontrakte sind teurer

als kürzer laufende) bei Rohstoffen

bezeichnet?

12 Wie lautet das englische Pendant

zu «Hebel»?

13 Wie nennt man die Kennzahl, welche

Auskunft über die Sensitivität des

Optionspreises zum Basiswertpreis gibt?

14 Wie lautet die Abkürzung für einen

kurvenneutralen Rohstoffindex?

15 Welcher Kategorie gemäss Schweizerischem

Verband für Strukturierte

Produkte (SVSP) gehören Barrier Reverse

Convertible an?

16 Für welche Kursrichtungen können sich

strukturierte Produkte grundsätzlich

eignen?

17 Dank welcher Innovation von Vontobel

lässt sich das Schuldnerrisiko im Portfolio

bewirtschaften?

18 In welchem Bereich gewann Vontobel

dieses Jahr zum dritten Mal in Folge einen

Derivative Award?

19 Wie lautet die Bezeichnung für die Preisangabe

ohne Marchzinsen, beispielsweise

bei einem Defender VONTI?

20 Was ist eine andere Bezeichnung für

«währungsgesichert»?

18 12

20 8

12

11

19 16

15 6 2

9 14

10

17 15 4

14 3

2

10

4 5

17

16

5 7

3

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17

7

11

1

13

13

1 6 9 8


19

derinews Juli/August 2013

Antworten auf Ihre Fragen

Wie kann das Emittentenrisiko reduziert werden?

Wie kann das Emittentenrisiko bei einem

strukturierten Produkt reduziert werden?

Mit sogenannten pfandbesicherten Zertifikaten

oder Collateral Secured Instruments (COSI ® )

kann der Anleger das Emittentenrisiko weitgehend

eliminieren. Dabei wird das Ausfallrisiko

eines Emittenten durch eine Hinterlegung

von Sicherungsleistungen in Form von

Wertpapieren nahezu vollständig ausgeschlossen.

Sowohl die pfandbesicherten Produkte,

als auch die eingelieferten Sicherheiten

werden an jedem Bankwerktag bewertet.

Der Sicherungsgeber ist verpflichtet, die

Höhe der Besicherung allfälligen Wertveränderungen

anzupassen. Die Sicherheiten

werden in ein Konto von SIX Swiss Exchange

bei SIX SIS gebucht. Vontobel bietet eine

Reihe von Produkten an, welche über eine

solche Pfandbesicherung verfügen. Unter

www.derinet.ch/cosi finden Sie eine Übersicht

der aktuellen Palette sowie weitere Erklärungen.

COSI ® -gesicherte Produkte sind auf

der Vontobel-Webseite www.derinet.ch mit

einem gekennzeichnet. Die genauen Regeln

der Pfandbesicherung können im Informationsblatt

«Information für die Anleger in

pfandbesicherte Zertifikate» von SIX Swiss

Exchange unter www.six-swiss-exchange.com

nachgelesen werden.

Welchen Einfluss hat die Bonität bzw. der

CDS (Credit Default Swap) des Referenzschuldners

auf die Sekundärmarktbewertung

eines strukturierten Produktes mit Referenzanleihe?

Grundsätzlich steigt (bzw. fällt) der Wert

eines strukturierten Produktes mit Referenzanleihe

bei einer Verbesserung (Verschlechterung)

der Bonität des Referenzschuldners. Bei

einem Anstieg des CDS des Referenzschuldners

fällt der Wert des strukturierten Produktes

mit Referenzanleihe, bei einem Rückgang

des CDS steigt er. Der Einfluss des CDS sinkt

mit abnehmender Restlaufzeit.

Anmerkung zur Rubrik «Know-how» der

Juni-Ausgabe

Ein aufmerksamer Leser hat uns darauf hingewiesen,

dass es eine Unstimmig keit in der

derinews-Ausgabe vom Juni (Rubrik «Marktfokus»,

Seite 12 f.) gegeben hat.

Bei den steuerlichen Aspekten wurde aufgeführt,

dass die von ABB gezahlte Dividende

für Privatanleger mit Wohnsitz in der Schweiz

im Jahr 2013 der Einkommenssteuer unterliegt.

Diese Aussage trifft im gewählten Beispielfall

jedoch nicht zu, denn ABB hatte die

entsprechende Dividende aus den Kapitaleinlagereserven

ausgeschüttet. Solche Zahlungen

– im Gegensatz zu Ausschüttungen

aus der Gewinnreserve – bleiben gemäss dem

mit der Unternehmensteuerreform II eingeführten

Kapitaleinlageprinzip grundsätzlich

steuerfrei (Details siehe Kreisschreiben der

ESTV Nr. 29 vom 9. Dezember 2010).

Wir freuen uns auf Ihre Fragen rund um das

Thema strukturierte Produkte. Senden Sie uns

ein E-Mail an zertifikate@vontobel.ch

oder rufen Sie uns an.

Unsere Spezialisten geben Ihnen gerne Antwort auf Ihre Fragen zu

strukturierten Produkten. Täglich teilen unsere Experten ihr Know-how

mit Ihnen via Telefon von 8.00 bis 18.00 Uhr oder per E-Mail unter

zertifikate@vontobel.ch.

Ihr «Advisory Financial Products»-Team in Zürich

Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich

Telefon + 41 58 283 78 88, Telefax + 41 58 283 57 67

zertifikate@vontobel.ch

Rechtlicher Hinweis

Die vorliegende Publikation dient lediglich der Information und stellt keine Anlageempfehlung oder Anlageberatung dar und ersetzt

nicht die vor jeder Kaufentscheidung notwendige qualifizierte Beratung, insbesondere auch bezüglich aller damit verbundenen Risiken.

In der Vergangenheit erzielte Performance darf nicht als Hinweis oder Garantie einer zukünftigen Performance verstanden werden. Allein

massgeblich sind die in den jeweiligen Prospekten enthaltenen vollständigen Bedingungen, die bei der Bank Vontobel AG, Financial

Products, CH-8022 Zürich, unter Tel. + 41 (0)58 283 78 88, kostenlos erhältlich sind. Weiter verweisen wir auf die Broschüre «Besondere

Risiken im Effektenhandel», die Sie bei uns bestellen können. Strukturierte Produkte gelten nicht als kollektive Kapitalanlagen im Sinne

des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und unterstehen deshalb nicht der Bewilligung und der Aufsicht der

Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA. Die Werthaltigkeit von strukturierten Produkten kann nicht nur von der Entwicklung des

Basiswertes, sondern auch von der Bonität des Emittenten abhängen. Der Anleger ist dem Ausfallrisiko des Emittenten/Garantiegebers

ausgesetzt. Diese Publikation und die darin dargestellten Finanzprodukte sind nicht für Personen bestimmt, die einem Gerichtsstand

unterstehen, der den Vertrieb der Finanzprodukte oder die Verbreitung dieser Publikation bzw. der darin enthaltenen Informationen

einschränkt oder untersagt. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr. Juli/August 2013. © Bank Vontobel AG. Alle Rechte vorbehalten.

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Wertpapierinhabern oder sonstigen Personen keine ausdrückliche oder stillschweigende Garantie oder Zusicherung, weder hinsichtlich

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JPMorgan Commodity Curve Index, ein festgelegtes Ziel zu erreichen. J.P. Morgan hat der Bank Vontobel AG («Lizenznehmerin») eine

Lizenz zur Nutzung des JPMorgan Commodity Curve Index in Zusammenhang mit den Wertpapieren erteilt. J.P. Morgan ist nicht verantwortlich

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Verpflichtungen oder Haftung. J.P. Morgan ist der Marketingname für JPMorgan Chase & Co. und deren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften

weltweit.

Impressum

Herausgeberin: Bank Vontobel AG,

Financial Products, Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich

Redaktion: Adrian Kwasnitza, Sandra Chattopadhyay,

Zeno Mayr

Marketing: Katia Bezzola Bussinger, Viviana Pirovino

Wussten Sie, dass … : Swisscontent Corp.

Erscheinungsweise: monatlich

Auflage: 6500 Exemplare

Gestaltung: Kovikom Werbeagentur AG ASW,

Zweierstrasse 35, 8004 Zürich, www.kovikom.ch

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Internet: www.derinet.ch

oder schreiben Sie an: Bank Vontobel AG,

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SC2013062601

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