Jahresbericht 2011 Verein Parc Ela

parc.ela.ch

Jahresbericht 2011 Verein Parc Ela

Parc Ela – Die vielseitige Passlandschaft am Albula und Julier

Jahresbericht 2011

Verein Parc Ela

1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

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LandArt bei Padnal in Savognin


Alp Flix © swiss-image.ch/Roland Gerth


Inhaltsverzeichnis

www.parc-ela.ch

Inhaltsverzeichnis

S. 6 / 7

S. 8 - 21

S. 8

S. 8

S. 9

S. 9

S. 10

S. 11

S. 11

S. 13

S. 14

S. 14

S. 14

S. 16

S. 17

S. 17

S. 18

S. 19

S. 20

S. 20

S. 21

S. 22

S. 23

S. 24

S. 25

Vorwort / Introducziun

Projekte

Angebotsgestaltung und -umsetzung

A1. Vielfaltskiste Alp Flix

A2. Schul- und Gruppenangebote

A3. Expeditionskoffer Porchabella

A5. Angebotsunterstützung

Gästeinformation und Öffentlichkeitsarbeit

Ö2. Kommunikations- und Marketinginstrumente

Ö3. Info- und Buchungsstelle

Umweltbildung und Aufwertungen

U1. Zupacken/Aufwertungen

U2. Infos vor Ort

U3. Mitwirkung

U4. Exkursionsangebot und Führerausbildung

U5. Events

Verkehr, Energie, Gewerbe, Landwirtschaft

W1. Mobil im Park

W2. Energiestadt Parc Ela

W3. Produktelabel lancieren

W4. Productmanagement

Management

M1. Chartaentwicklung

M2. Management

Vereinsorgane

Finanzen

Bilanz

Projektrechnung 2011

Projektrechnung 2012

Bericht der Revisionsstelle zur eingeschränkten Revision


Vorwort

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Vorwort

Allegra!

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Wir sind Park! Im September hat der Bund

unsere jahrelangen Bemühungen belohnt

und uns als Regionalen Naturpark von nationaler

Bedeutung ausgezeichnet. Damit ist

der Fortbestand des Parc Ela für mindestens

10 Jahre gesichert. Das Label hebt unsere

Region in einen exklusiven Kreis. Nur gerade

10 Gebiete in der Schweiz dürfen sich derzeit

mit dem Label "Naturpark" schmücken.

Doch was zeichnet uns neben dem Label

sonst noch aus? Wir haben die Antwort zusammen

mit unseren Tourismuspartnern Savognin

Tourismus im Surses und Bergün-Filisur

Tourismus herausgearbeitet: Es sind

unsere Pässe! Der Parc Ela ist die vielseitige

Passlandschaft am Albula und Julier. Seit

über 2000 Jahren prägen Albula, Julier und

Septimer unsere Kultur. Doch auch die übrigen

fast 50 Pässe, Fuorclas, Fürggli, Porta

und Sattel im Parc Ela überbrücken Bergketten,

verbinden Talschaften und Menschen,

lassen Kulturen verschmelzen – und laden

heute zu ausgedehnten Wanderungen ein.

Dem Verkehr über die Pässe sind die Anfänge

des Tourismus in unseren Tälern zu verdanken.

Heute jedoch fahren jedes Jahr 1,1 Mio.

Fahrzeuge allein über den Julierpass. Unsere

Herausforderung ist es, möglichst viele dieser

Passierenden zum Anhalten und Bleiben zu

bewegen. Gründe zum Anhalten gibt es viele:

Die Angebote von Hotellerie und Bergbahnen,

das Kulturprojekt Origen, das UNESCO-

Welterbe der Rhätischen Bahn – und neu

eben auch den grössten Naturpark der

Schweiz, der es wert ist, entdeckt zu werden.

Der Verein Parc Ela hat auch im vergangenen

Jahr Hilfe zum Entdecken der vielseitigen

Passlandschaft geleistet, mit Angeboten, Exkursionen

und mit Events wie dem Felsenfest

Bivio oder dem Brotdorf Salouf. Wir haben

unseren Kindern mit Schulprojekten und den

neu gegründeten "Parc Ela Detectivs" den

Reichtum unserer Natur- und Kulturlandschaft

vor Augen geführt. Und wir haben mit

Gruppen und Firmen unsere wertvolle Kulturlandschaft

gepflegt.

Es sind noch einige Passhöhen zu überwinden,

bis der Parc Ela die vielen an ihn gestellten

Ansprüche erfüllen kann. Dazu braucht

es neben dem Engagement unseres Vereins

starke Partnerschaften. Mit den zwei Tourismusorganisationen

im Park konnten wir im

Februar letzten Jahres eine enge Kooperation

abschliessen, um gemeinsam das touristische

Standbein des Parks und dessen Vermarktung

aufzubauen. Mit Produzenten, Gewerbe,

Hotellerie und Gastronomie müssen die

zarten Banden in den nächsten Jahren noch

gestärkt werden. Mutige Produzenten haben

ihre Produkte bereits auszeichnen lassen, mit

dem Hotel Ela in Salouf konnten wir den ersten

Partnerbetrieb begrüssen – aber das

kann und soll erst der Anfang sein. Wir sind

Park – wir alle!

Luzius Wasescha, Präsident Verein Parc Ela


Introducziun

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Introducziun

Allegra!

Nous ischans igl parc! Igl settember ò la

confederaziun remunero las nossas stentas

sur onns ed ans ò undro scu parc dalla nateira

regiunal da muntada naziunala. Cotras

è la cuntinuitad digl Parc Ela sierada per aglmanc

10 onns. Igl label dolza la nossa regiun

ainten en tschertgel exclusiv. Angal 10

territoris an Svizra dastgan sa decorar igl

mument cun igl label "Parc dalla nateira".

Tge distingua nous, dasper igl label, schiglio

anc? Nous vagl elaboro, ansemen cun igls

noss partenaris turistics Savognin Turissem

an Surses e Barvogn-Filisour Turissem, la

rasposta: igl èn chegl igls noss pass! Igl Parc

Ela è la cuntarada da pass multilaterala agl

Alvra e Gelgia. Siva da passa 2000 onns furman

Alvra, Gelgia e Set la nossa cultura. Pero

er igls ulteriours bod 50 pass, furclas, furclettas,

portas e selas aint igl Parc Ela surmuntan

cadagnas da muntognas, collieschan vals e

gliout, uneschan culturas – ed anveidan oz a

vastas viandadas.

Agl traffic sur igls pass è d’angraztger

l’antschatta digl turissem an nossas valladas.

Oz carreschan pero mintg’onn 1.1 milliuns

vehichels angal sur Gelgia. La nossa sfida è

da carmalar schi blers scu pussebel da chels

passants da sa farmar ed er da star cò tar

nous. Muteivs per sa farmar dattigl blers: las

purscheidas dalla hotellareia e dallas pendicularas,

igl project cultural Origen, l’ierta culturala

UNESCO dalla Veiadafier Retica – e da

nov er igl pi grond parc dalla nateira dalla

Svizra tgi vala la pagna da scurveir.

L’Uniun Parc Ela ò er igl onn passo purschia

ageid per scurveir la cuntrada digls pass multifaria,

cun purscheidas, excursiuns e cun

events, scu la festa dalla crappa a Beiva u la

vischnanca digl pang Salouf. Nous vagn

sviglia igl interess tar noss unfants per la nossa

nateira e cultura cun projects per scolas ed

igls novs "dedectivs digl Parc Ela". E nous

vagn tgiro cun gruppas e firmas igl noss custevel

territori cultural.

Igl è anc da surmuntar enqual pass, anfignen

tgi igl Parc Ela so adempleir las bleras preteisas

messas ad el. Perchegl dovrigl, dasper igl

angaschamaint da noss’uniun, partenaris

ferms. Cun las dus organisaziuns turisticas

digl parc vainsa savia eir aint ena ferma cooperaziun

igl favrer digl onn passo, per

uscheia francar la lavour turistica communabla

digl parc e biagier se ena fiera. Cun

produzents, mastiranza, hotellareia e gastronomia

on igls lioms fraschels anc da neir rinfurzos

igls onns proxims. Produzents curaschevels

on gio laschea distinguer lour

products, cun igl hotel Ela a Salouf vainsa dastgea

beneventar igl amprem travagl da partenari

– chegl duess pero pir esser l’antschatta.

Nous ischans igl parc –nous tots!

Luzius Wasescha, president Uniun Parc Ela

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Projekte

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Projekte

A1. Vielfaltskiste Alp Flix

2011 werden 181 Forscherkits für den Forscherparcours

des Parc Ela auf der Alp Flix

verkauft. Die Stiftung ARGO in Tiefencastel

stellt 300 weitere Forscherkits her, nachdem

die erste Produktionscharge weitgehend

ausverkauft ist. Die Installationen beim Posten

Gipsspuren müssen erneuert werden.

A2. Schul- und Gruppenangebote

Parc Ela Detectivs

Eine Idee aus dem Umweltbildungskonzept

für den Betrieb wird bereits ein Jahr früher

realisiert: Die "Parc Ela Detectivs" werden

ins Leben gerufen. Monatlich treffen sich

Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren, um unter

kundiger Anleitung Natur, Kultur und Wirtschaft

im Park kennenzulernen. 39 Kinder

melden sich bis Ende Jahr für das kostenlose

Angebot an. Die beiden Leiterinnen, die Primarlehrerin

Aline Liesch aus Alvaneu und die

Kindergärtnerin Ribana Cadalbert aus Salouf,

führen 9 Anlässe durch. Die Kinder erkunden

die Burgruine Belfort, machen sich auf Spurensuche

im Wald, besuchen den Golfplatz

Alvaneu, begeben sich auf die Exploratour,

gehen auf Pilzexkursion, entdecken das Dorf

Salouf und bauen Schneeskulpturen.

Schulaktionstage Jahr des Waldes

In Zusammenarbeit mit den Revierforstämtern

im Albulatal bietet der Verein Parc Ela

Erlebnistage für Schulen zum Jahr des Waldes

an. 162 Kinder aus dem Parc Ela erhalten

in Bergün Einblick in den Lebensraum Wald

und dessen Bewirtschaftung.

Schulaktionstage LandArt

Am 10. Oktober 2011 gestaltet der LandArt-

Künstler Niklas Göth an einem Behördenapero

in Tiefencastel das Ela-Logo aus herbstlich

8

Parc Ela Detectivs – Spurensuche in Cunter


Projekte

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gefärbten Laubblättern zur Feier des neuerlangten

Naturpark-Labels. In den folgenden

Wochen taucht das Ela-Logo entlang der

Passstrassen in Bergün, Surava und Bivio auf,

gestaltet von Schulkindern aus natürlichen

Materialien unter Anleitung von Göth.

Ferienpass-Tage

Im Rahmen der Ferienpass-Aktion von Pro

Juventute führt das Management eine Führung

auf dem Wasserweg (18 teilnehmende

Kinder) und auf dem Holzweg Bergün (10

teilnehmende Kinder) durch.

A3. Expeditionskoffer Porchabella

Eine Smartphone-App für iPhone und Android

rund um die Kesch-Hütte SAC nimmt

Formen an. Der Schweizerische Nationalpark

steuert die Software und technische Projektleitung

bei, die Wissenschaftsjournalistin Milena

Conzetti erarbeitet die Inhalte. Die App

umfasst drei Teile: Gletschergeist Spiertin

verkürzt Kindern mit einem Hörspiel in Raten

den Zustieg von Chants zur Kesch-Hütte

SAC. Bei der Hütte lädt ein Parcours dazu

ein, das ausgeklügelte Energiekonzept der

Hütte kennenzulernen. Und auf der "Expedition

Kesch" lassen sich auf einem GPSunterstützten

Postenlauf den Laien meist

verborgenen Geheimnisse des Porchabella-

Gletschervorfelds erkunden.

Schneefall im Oktober verunmöglicht die

Schlusstests, so dass die Lancierung auf 2012

verschoben wird.

Das Projekt wird unterstützt von der SAC

Sektion Davos und vom Staatssekretariat für

Wirtschaft (SECO) im Rahmen von innotour.

A5. Angebotsunterstützung

Förderpreis

Die Alpgenossenschaft Stierva und die Theatermacher

Markus Gerber, Simon Helbling

und Mathias Balzer erhalten den diesjährigen

Parc Ela-Förderpreis für natur- und kulturnahe

LandArt Tiefencastel © Niklas Göth

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Projekte

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Angebote in Höhe von 8000 Franken. Ihr

Theaterprojekt "Mountain Glory" auf der

Alp da Stierva wird im Sommer 2012 nicht

nur ungewohnte Einblicke ins Alpleben gewähren,

sondern kann auch als Initialzündung

für weitere Projekte im Bereich Agrotourismus

dienen. Ebenfalls ausgezeichnet

und mit je 4000 Franken unterstützt werden

die Neuinszenierung des Bahnerlebniswegs

Preda-Bergün-Filisur, die Entwicklung eines

Kräutergartens auf der Burgruine Belfort und

die Neulancierung des Biviocchio-Wegs in

Bivio. Für den Kräutergarten und den Biviocchio-Weg

vermittelt der Verein Parc Ela ein

Angebots-Coaching durch die Kompetenzstelle

natur- und kulturnaher Tourismus

Graubünden in Wergenstein.

Holzweg Eröffnung

Am 28. Mai eröffnet die Firma Florinett den

Holzweg Bergün. Der kinderwagentaugliche

Familienweg wurde 2010 mit dem Parc Ela-

Förderpreis für natur- und kulturnahe Angebote

mit 10‘000 Franken unterstützt und

vom Management-Team Parc Ela mitentwickelt.

La Tiba

Der Newsletter des Vereins Parc Ela erscheint

4-mal, und wird in gedruckter Version in alle

Haushalte im Parc Ela verteilt sowie per E-

Mail an rund 1000 Abonnenten verschickt.

Medienberichte

Gemäss Medienbeobachtungsdienst Argus

erscheint der Parc Ela in 138 Medienberichten

mit einer Reichweite von 14,4 Mio.

Menschen. Das Migros-Magazin widmet am

22. August seine Titelgeschichte dem Parc

Ela.

Medienmitteilungen

18 Medienmitteilungen begleiten und unterstützen

die Aktivitäten des Vereins Parc Ela.

Medienarbeit Ela-Hütte SAC

Das Management-Team des Parc Ela übernimmt

die Medienarbeit für das Jubiläum der

Ela-Hütte SAC, die seit 100 Jahren Berggängern

am Fusse des Piz Ela – mitten im Parc

Ela – eine einfache Unterkunft bietet. Der

Ö2. Kommunikations- und Marketinginstrumente

Neue Flyer

Das Management-Team produziert einen

neuen Flyer zur Alp Flix, welcher den Fahrplan

des Bus Alpin mit Informationen zur Alp

Flix und dem Forscherparcours des Parc Ela

kombiniert, sowie einen neuen umfangreichen

Flyer zum Wasserweg ansaina im Erscheinungsbild

des Parc Ela.

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Baukurs Trockenmauer Bergün


Projekte

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Landschaftskünstler Ulrich Studer gestaltet

dazu am 14. August eine Lichtinstallation mit

über 1000 Wachslichtern.

Ö3. Info- und Buchungsstelle

Dieses Projekt ist im Projekt W4. Productmanagement

integriert.

U1. Zupacken/Aufwertungen

Arbeitseinsätze: Zupacken für die Natur

7 Schulen mit 150 Schulkindern, 1 Gruppe

mit 35 Lehrlingen und eine Firma mit 65 Personen

packen im Parc Ela zu für die Natur.

Angeleitet und betreut von zwei Temporär-

Angestellten des Vereins Parc Ela leisten sie

rund 4000 Arbeitsstunden und entbuschen

dabei 15 ha Weiden und Moore, stellen 500

m Weidezäune instand und sanieren 10

Quadratmeter Trockenmauer.

Trockenmauerprojekt

2011 können 155 m 2 Trockenmauer im Parc

Ela saniert werden, in Bergün (Zinols und Val

Tuors) und in Salouf (Kirchenmauer und entlang

Wanderweg Richtung Cre digl Lai). Die

rund 1500 Arbeitsstunden werden geleistet

von einem Bauunternehmer, im Rahmen einer

Ferienbauwoche der Stiftung Umwelteinsatz

Schweiz (Val Tuors), während einem Baukurs

für Landwirte (Zinols) und in einem zweiwöchigen

Einsatz von 9 Zivildienstleistenden des

Vereins Naturnetz. Die Zivis bereiten auch den

Bauplatz für den künftigen Kräutergarten auf

der Burgruine Belfort vor (siehe Projekt A5). 5

Temporärangestellte und ein Zivildienstleistender

ergänzen das laufende Trockenmauer-Inventar

in 9 weiteren Gemeinden. Ende 2011

sind Lage und Zustand von rund 27 km Trockenmauern

im Parc Ela erfasst.

Schmetterlingstage für Schulklassen

252 Schulkinder im Parc Ela erhalten dank den

Schmetterlingstagen des Parc Ela einen faszinierenden

Einblick in die Welt der Tagfalter und

Schmetterlingstage Cunter

11


Projekte

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12

setzen sich an fünf Orten im Parc Ela tatkräftig

für ihren Lebensraum ein. Im Auftrag des

Vereins Parc Ela besucht der Schmetterlingsexperte

Thomas Bühler-Cortesi die Schulen

von Tiefencastel, Wiesen, Salouf, Filisur, Riom-

Parsonz, Cunter und Stierva, informiert über

das Leben der Tagfalter und bastelt Aufzuchtskästen

für die Raupen des Kleinen

Fuchses. An fünf Arbeitstagen entbuschen

und räumen die Kinder 1 ha Weide sowie 10

Aren Waldweiden und Lichtungen und pflegen

25 Meter Hecken. Neben der harten Arbeit

begeben sie sich mit Kescher und Fangnetz

auf Schmetterlingspirsch und erleben

spielerisch die Natur. Alle beteiligten Schulen

erhalten gratis ein Schmetterlingsposter, auf

dem sämtliche 135 im Parc Ela nachgewiesenen

Schmetterlingsarten und ihre Lebensräume

abgebildet sind.

Ersatzmassnahmenkatalog

Der im Vorjahr vom Verein Parc Ela erstellte

Ersatzmassnahmenkatalog für die Gemeinde

Bivio wird konkretisiert. Der Verein berät die

Gemeinde bei der Planung von Ersatzmassnahmen,

welche sie von Gesetzes wegen

leisten muss. Fünf weitere Park-Gemeinden

haben ihr Interesse an einem Ersatzmassnahmenkatalog

angemeldet, aktuell laufen Abklärungen

zur Finanzierung durch den Kanton.

Sanierung Septimerweg

Der Verein Parc Ela begleitet und unterstützt

fachlich das Sanierungsprojekt für den Weg

über den Septimerpass. Dabei sollen nicht

nur die historische Wegsubstanz gesichert

und defekte Wegabschnitte verbessert werden,

sondern in der Tgavretga (Bivio) auch

Trockensteinmauern entlang des Weges saniert

werden. Projektträger sind die Gemeinden

Bergell und Bivio, Partner sind neben dem

Verein Parc Ela der Bündner Heimatschutz, die

kantonale Denkmalpflege, das Bundesamt für

Strassen (ASTRA) und der Tourismusgemeindezweckverband

Surses. Initiiert wurde das Projekt

vom Historiker Hansjürg Gredig, der bereits

die Sanierung anfangs 90er Jahre begleitete.

Kartierung der Bodenbrüter

Die Bodenbrüter-Kartierungen von 2010 unter

wissenschaflicher Leitung der Schweizerischen

Vogelwarte Sempach (Roman Graf)

werden fortgeführt und abgeschlossen. Acht

Kartiererinnen und Kartierer der Ornithologischen

Arbeitsgemeinschaft Graubünden erheben

die bodenbrütenden Vogelarten

Braunkehlchen, Baumpieper und Feldlerche

in 20 Landschaftskammern des Parc Ela. Insgesamt

können 83 Braunkehlchen-, 59

Baumpieper- und 24 Feldlerchenreviere festgestellt

werden. Unterhalb 1300 m ü. M.

sind die Bodenbrüterdichten generell sehr

tief. Die meisten noch gut besiedelten Gebiete

liegen zwischen 1700 und 1900 m ü. M,

wo die landwirtschaftliche Nutzung weniger

Braunkehlchen © Ch. Meier


Projekte

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intensiv ist. Die wertvollsten Gebiete finden

sich auf der linken Talseite des Surses in den

Gemeinden Bivio, Riom, Parsonz und Savognin.

Bergün schneidet ebenfalls relativ gut

ab. Eine Überraschung ist die Feldlerchen-

Beobachtung in Lantsch/Lenz. Überdurchschnittlich

gute Bestände können erhalten

werden, wenn der Schnittzeitpunkt der Wiesen

nicht zu früh angesetzt wird, damit die

Jungvögel rechtzeitig ausfliegen können. Der

Kanton Graubünden – und damit auch der

Parc Ela – hat international eine grosse Bedeutung

für den Schutz des Braunkehlchens.

Fledermaus-Erhebungen

Die Fledermausschutzbeauftragte des Kantons

Graubünden, Miriam Lutz-Mühletaler,

kontrolliert weitere Quartiere und findet in

Bergün eine für Mittel- und Nordbünden

neue Art: Die Nordfledermaus. Die vorgesehenen

Ausflugszählungen müssen wegen

schlechter Witterung abgesagt werden.

U2. Infos vor Ort

Infomobil

Das Infomobil widmet sich der Dreisprachigkeit

im Parc Ela. Eine Hörstation und eine Leseecke

machen die Vielfalt der Sprachen erlebbar.

Das Infomobil ist an 22 Anlässen

inner- und ausserhalb des Parks im Einsatz,

unter anderem am Slow up in Schaffhausen.

Im Oktober erhält es ein neues, farbenfrohes

Äusseres im Erscheinungsbild der Marke

Graubünden.

Infozentrum und Dauerausstellungen

Der Verein Parc Ela unterzeichnet mit der

Rhätischen Bahn eine Absichtserklärung. Bis

Mitte 2012 soll die Wohnung im Bahnhof

Tiefencastel zu Büroräumen für das Parc Ela

Management umgebaut sowie eine Parc Ela-

Infostelle mit angegliedertem Shop im Wartesaal

eingerichtet werden. Mittelfristig

räumt die RhB die Möglichkeit ein, den

Güterschuppen für eine Dauerausstellung als

Teil eines Park-Besucherzentrums umzubauen.

Für die Konzeption des Shops und der

Ausstellung im Güterschuppen zieht der Verein

die Innenarchitekten gasser, derungs bei.

Um die langfristigen Möglichkeiten für ein

Infozentrum in einem Neubau auf dem

Bahnhofareal Tiefencastel auszulosten, vereinbart

der Verein Parc Ela mit der HTW

Chur, dass Architekturstudenten dazu im ersten

Halbjahr 2012 eine Semesterarbeit erstellen

werden.

Im neuen Dienstleistungszentrum Bergün

(Bahnhof, Tourismusinformation und Bahnmuseum)

soll der Parc Ela zudem einen ständigen

Auftritt erhalten. Dazu schliesst der

Verein Parc Ela einen mehrjährigen Vertrag

mit Bergün-Filisur Tourismus ab. Vorgesehen

ist ein interaktives Relief des Parkgebiets, auf

das sich beliebige räumliche Informationen

projizieren lassen. Ende 2011 steht das Konzept

und der Anbieter ist evaluiert, die notwendigen

Drittmittel sind aber noch nicht

gesichert.

Signaletik

Die angestrebte Signalisation aller 19 Parkgemeinden

mit Parc Ela-Tafeln kann noch

nicht umgesetzt werden. Die gestalterischen

Arbeiten verzögern sich, unter anderem

durch ein sich in Arbeit befindliches Signaletikkonzept

des Bundes für die Schweizer Pärke,

das in Einklang mit den Vorschriften der

Marke Graubünden gebracht werden muss.

Beides sind Auflagen des Bundes einerseits

und des Kantons Graubünden andererseits.

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Projekte

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Auf dem neugestalteten Bahnhofplatz

Bergün wird eine Infotafel mit Karte zum

Parc Ela erstellt.

U3. Mitwirkung

Verkabelung Alp Flix

Die Bemühung des Vereins Parc Ela und der

Gemeinde Sur zur Verkabelung der Mittelspannungsfreileitung

auf der Alp Flix tragen

weitere Früchte. Nachdem bereits im Vorjahr

der Fonds Landschaft Schweiz einen Beitrag

von 500‘000 Franken gesprochen hat, sagt

2011 das ewz Sachleistungen zu, und der

Kanton spricht einen Beitrag von 720‘000

Franken für das Vorhaben.

U4. Exkursionsangebot und Führerausbildung

Wanderleiterhöck

Im November treffen sich 13 Exkursionsleiter

und Wanderleiter aus dem Parc Ela zum jährlichen

Erfahrungsaustausch in Bergün. Vorgängig

erhalten Sie eine Führung durch das

künftige Bahnmuseum.

Ausschreibung Kurs "Exkursionen und Führungen

leiten"

In Zusammenarbeit mit dem benachbarten

Naturpark Beverin schreibt der Verein Parc

Ela einen Kurs "Exkursionen und Führungen

leiten" aus. Der Kurs spricht Interessierte an,

die bereits eine Führung im Parkgebiet anbieten

oder in Zukunft anbieten möchten. Im

Kurs lernen und üben sie, Natur- und Kulturvermittlung

teilnehmergerecht zu gestalten

und Exkursionen und Führungen zu planen

und durchzuführen. Kursbeginn ist April

2012, der Verein Parc Ela übernimmt einen

grossen Teil der Kosten.

Weiterbildung für Bündner Wanderleiter

Im April nehmen 38 Mitglieder der "BWL

Bündner Wanderleiter" an einer vom Verein

Parc Ela organisierten Weiterbildung und Exkursion

"Vogelwelt der Heckenlandschaft

Albulatal" in Filisur teil.

U5. Events

Vortrag Biodiversität in den Alpen, 29. Januar

An einem Vortrag über die Biodiversität in

den Alpen in der Sala Segantini in Savognin

plädierte Prof. Jürg Stöcklin von der Uni

Basel dafür, die ökologischen Leistungen der

Landwirte im Berggebiet in den Direktzahlungen

stärker zu berücksichtigen als heute.

Würden Direktzahlungen vollständig eingestellt,

wie es einzelne Stimmen forderten,

drohten 85 Prozent der artenreichen Flächen

zu verschwinden.

Film- und Vortragsreihe "Blicke in die Vergangenheit",

24. Februar, 3./10./17. März

Die vierteilige Film- und Vortragsreihe "Blicke

in die Vergangenheit" lockt über 300

Personen an. Allein Romano Plaz kann mit

seinem Bildvortrag über das Surses, seine

Dörfer, Menschen und Tourismus über 200

Besucher verzeichnen. Fritz Ludescher, Alt-

Kanzlist der Lenzerheide, zeigt historische

Filmaufnahmen vom Wintertourismus in den

1930er-Jahren. Der Historiker Hansjürg Gredig

erzählt von der Elektrifizierung Graubündens

und zeigt Filmaufnahmen vom Bau des

Staudamms Marmorera. Und in Surava

kommt der Film von Remi Janutin zur Aufführung,

der 1967/68 das Dorfleben von


Projekte

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Surava auf seiner Super 8-Kamera festgehalten

hat.

Vortrag "Maiensässe", 18. März

An der Mitgliederversammlung des Vereins

Parc Ela in Wiesen zeigt der Architekturhistoriker

Diego Giovanoli in einem Vortrag auf,

dass der Parc Ela bezüglich Maiensässen ein

Graubünden im Kleinen ist: Fast alle Bau-

Typpen sind hier vertreten.

Bauernfrühstück, 13. Juni

90 Gäste lassen es sich trotz strömendem Regen

nicht nehmen, am Pfingstmontag in

Mon frühmorgens auf Vogelexkursion aufzubrechen.

Die Vögel halten sich bedeckt,

dennoch gibt es wissenswertes zu erfahren,

zum Beispiel mit welchen Massnahmen die

Landwirte den Lebensraum fördern. Der gemeinsam

mit dem Bauernverein Albula organisierte

Anlass wird mit einem reichhaltigen

Frühstücksbuffet von Arthur Albertin auf seinem

Maiensäss ob Mon gekrönt.

Senda culinarica, 10. Juli

Rund 60 Personen buchen die kulinarische

Wanderung des Parc Ela entlang dem

UNESCO-Welterbe der Rhätischen Bahn.

Nach einem Frühstück beim Museum der

Photographen des 19. Jahrhunderts in Filisur

fährt die Gruppe mit der RhB nach Preda und

kann sich auf dem Bahnerlebnisweg nach

Bergün an viere weiteren Posten verköstigen.

Bekocht werden die Teilnehmenden

vom Hotel Preda Kulm, den Landfrauen

Bergün, Gran Alpin und dem Kurhaus

Bergün.

2. Brotdorf Salouf, 30. Juli

Auch die zweite Durchführung des Brotdorfs

Salouf wird rege besucht: Rund 500 Besucherinnen

und Besucher entdecken auf einem

Spaziergang durch Salouf die Brotkultur

und das historische Erbe des Berggetreide-

Anbaus im Parc Ela. Der Anlass wird organisiert

in Zusammenarbeit mit dem Frauenverein

Salouf, dem Chor viril Salouf, Gran

Alpin, dem Museum regiunal Savognin, dem

Brotdorf Salouf – Kornschwinge aus dem Museum Regiunal Savognin

15


Projekte

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Biologen Peer Schilperood sowie mit Christine

Peter und Hansjürg Büchi, den Besitzern

der Alten Mühle.

5. Felsenfest Bivio, 14. August

Das Felsenfest des Parc Ela in Bivio steht im

Zeichen der Steinbildhauerei und umfasst

neben zahlreichen Ständen am Felsenfest-

Markt Werkschauen der Bildhauer Marcus

Caflisch und Sepp Piffner und einen Klanggarten

aus Stein und Holz von Jan Flendrie.

Rund 1600 Personen lassen sich von der

Vielfalt der Steine faszinieren. Am Vorabend

berichtet die Archäologin Andrea Schaer an

einem Vortrag über den prähistorischen Kupferbergbau

im Surses.

Schafschur Savognin, 8. Oktober

Die mittlerweile bereits traditionelle Schafschur

in Savognin, welche vom Verein Parc

Ela finanziell unterstützt wird, muss wegen

Schneefalls in die Sala Grava verlegt werden.

W1. Mobil im Park

Mobility

Das Mobility-Fahrzeug am Bahnhof Tiefencastel,

für welches der Verein Parc Ela die

Defizitgarantie übernimmt, wird 2011 für

172 Fahrten ausgeliehen.

Wanderbuskonzept

Studie für neue Buslinie Filisur-Tinizong

Der Verein Parc Ela beteiligt sich finanziell an

einer Studie für eine neue Buslinie, welche

die Region Mittelbünden in Auftrag gibt. Mit

der neuen Linie Filisur-Tiefencastel-Tinizong,

welche saisonal je zwei Monate im Winter

und Sommer betrieben würde, könnten das

Bad Alvaneu und das Altersheim Envia in

Alvaneu Dorf besser erschlossen werden und

gleichzeitig die Tal-zu-Tal-Verbindung im

Parc Ela massiv verbessert werden, indem die

Wartzeiten von fast einer Stunde für Reisende

zwischen Surses und Filisur/Bergün vermieden

würden. Die aufgezeigten hohen

Betriebskosten erschweren die Realisierung.

16

5. Felsenfest Bivio – Stand von Doris Guetg, Artisanat Savognin


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W2. Energiestadt Parc Ela

Re-Audit Energiestadt-Region Albulatal

Die Arbeitsgruppe Energiestadt Region Albulatal,

in welcher der Verein Parc Ela vertreten

ist, erabeitet ein Aktionsprogramm und die

nötigen Nachweise, um das Energiestadt-

Label zu erneuern. Die Auszeichnung für die

10 Gemeinden im Albulatal wird im September

in Bern feierlich übergeben.

Solarwettbewerb

Johannes Veraguth aus Davos Wiesen gewinnt

den Solarwärme-Wettbewerb, gemeinsam

ausgeschrieben vom Verein Parc

Ela und den Energiestädten Region Albulatal

und Vaz/Obervaz. Er erhält 3000 Franken an

die Baukosten seiner neuen Solarwärmeanlage.

Insgesamt hatten sich 24 neugebaute

Anlagen beworben.

Energiestadt-Region Surses

Die 9 Gemeinden im Surses setzen eine Arbeitsgruppe

unter dem Präsidium von Angelo

Vinzens, Gemeindevorstand Tinizong-Rona,

ein, um energiepolitische Zielsetzungen

als Voraussetzung für den Energiestadt-Label

zu erarbeiten. Der Verein Parc Ela arbeitet in

der Arbeitsgruppe mit.

W3. Produktelabel lancieren

Produkteentwicklung und Marketingkonzept

Der Verein Parc Ela beauftragt die Projektleiterin

des laufenden landwirtschaftlichen Projekts

zur regionalen Entwicklung (PRE) Mittelbünden,

Helen Cabalzar, im Gespräch mit

Produzenten weitere Parc Ela-Produkte zu

entwickeln und aufzuzeigen, wo der Markt

für Produkte mit dem Parc Ela-Produktelabel

liegt und wie er bearbeitet werden kann.

Im August werden das PRE-Projekt und die

laufende Arbeit für Parc Ela-Produkte in Alvaschein

an einer öffentlichen Infoveranstaltung

präsentiert.

Alle Landwirte und Gewerbetreibende im

Park werden angeschrieben und eingeladen,

weiteren Informationsbedarf oder Interesse

an einer Auszeichnung von Produkten anzumelden.

Im Dezember treffen sich Produzenten,

welche bereits Parc Ela-Produkte haben,

und vier Produzenten mit Interesse am Parc

Ela-Label in Salouf zu einer Gesprächsrunde.

Das Marketingkonzept wird 2012 fertiggestellt

sein.

Labelkommission

Die Labelkommission trifft sich zu zwei Sitzungen,

um die anstehenden Gesuche zu besprechen.

Als Arbeitsinstrument für die Beurteilung

handwerklicher Produkte definiert sie

in einer Liste, woher die Rohstoffe für Parc

Ela-Produkte stammen müssen und wo sie

verarbeitet werden dürfen, um weiterhin das

Parc Ela-Produktelabel zu erhalten. Damit reagiert

sie auf die Erkenntnis, dass viele Rohstoffe

nicht in genügender Menge oder

Qualität im Parkgebiet vorhanden sind oder

Verarbeitungskapazitäten für gewisse Verarbeitungsschritte

fehlen.

Neue Produkte mit dem Parc Ela-Label

Folgenden landwirtschaftlichen Produkten

wird 2011 neu das Parc Ela-Produktelabel

verliehen:

Von Erna und Bruno Salis, Bivio: Frischfleisch

vom Lamm, Kalb und Rind.

Von Sabrina und Marcel Heinrich, Filisur:

Grauviehfleisch Mischpakete, Heubröckli /

Bergheubröckli, Heusalsiz / Bergheusalsiz,

Kartoffeln, Alpkäse.

17


Projekte

www.parc-ela.ch

Das Parc Ela-Produktelabel für handwerkliche

Produkte wird neu verliehen an Steinketten

aus Parc Ela-Steinen von artisanat, Savognin.

Erster Partnerbetrieb

Das Hotel Ela in Salouf (bisher: Hotel da

Sport) kann als erster Partnerbetrieb des Parc

Ela ausgezeichnet werden.

W4. Productmanagement

Neuer Kooperationsvertrag

Der Verein Parc Ela schliesst im Februar einen

neuen Kooperationsvertrag mit Savognin

Tourismus im Surses und Bergün-Filisur Tourismus

für die Angebotsgestaltung und Vermarktung

des Parc Ela ab. Kernelement ist

die 100%-Stelle für das Produktemanagement

Parc Ela bei Savognin Tourismus. Der

Verein Parc Ela trägt die Hälfte der Projektkosten.

Marketingmassnahmen

Das Sommerprogramm 2012 "Entdecken und

Erleben" erscheint Mitte Dezember 2011.

Im Magazin "Natur" erscheint im Mai ein

Leserangebot, im "Beobachter Natur" wird

das Angebot Moorlandschaften mit Inseraten

beworben, zusätzliche Inserate werden

u.a. in der Zuger Presse und auf diversen

Online-Plattformen geschaltet.

Die immer wieder lückenhafte Distribution

der Imprimate und Plakate in der Parkregion

wird durch die Anstellung eines Temporär-

Angestellten verbessert.

Der Parc Ela beteiligt sich am Messestand des

Netzwerks Schweizer Pärke an der NATUR

2011 in Basel.

Angebote

Die Buchungsbilanz der Angebote 2011 ist

zwiespältig. Neue Angebote wie die Alpenflora-Exkursion

des Biologen Peer Schilperood

in Preda etablieren sich bereits im

ersten Jahr (3 von 4 Exkursionen durchgeführt),

die Heilkräuterwochenenden von Arturo

Fasciati in Bivio und "Literatur auf Schritt

und Tritt" mit Linard Candreia können mehrheitlich

durchgeführt werden. Teilweise

macht das Wetter oder die Natur einen Strich

durch die Rechnung, beispielsweise bei den

eigentlich überbuchten Birkhahnexkursionen,

welche aufgrund des frühen Frühlingseinbruchs

und dem vorzeitigen Ende der

Balzzeit abgesagt werden müssen. Die Mehrtagesangebote

Lingua Natura, Wildheu-Wochenende

und "Trilogie der Moorlandschaften"

können mangels Anmeldungen nicht

durchgeführt werden.

Positionierungs-Workshop

Die Teams von Savognin Tourismus, Bergün-

Filisur Tourismus und dem Verein Parc Ela

18

Der Parc Ela ist der Park der Pässe


Projekte

www.parc-ela.ch

treffen sich im August zu einem Workshop,

um die Positionierung zu verfeinern. Resultat:

Der Parc Ela ist der Park der Pässe – die vielseitige

Passlandschaft am Albula und Julier.

Personelles

Die Arbeiten im Produktemanagement sind

durch Personalwechsel ins Stocken geraten.

Marieke van Ommeren, die seit Juli 2009 als

Produktmanagerin im Parc Ela tätig war, verlässt

Savognin Tourismus im März. Ihre

Nachfolgerin erkrankt im Juni und kann die

Arbeit nicht mehr weiterführen. Die Stelle

wird anfangs August neu ausgeschrieben,

kann aber bis Ende Jahr trotz intensiver Suche

nicht besetzt werden. Das Produktmanagement

wird vorübergehend durch die Tourismusfachfrau

Natalie Wicki übernommen,

welche im Juli ein Praktikum begonnen hat.

M1. Chartaentwicklung

Programmvereinbarung

Anfangs September kommen gute Nachrichten

aus Bern: Das Bundesamt für Umwelt

(BAFU) bewilligt das Gesuch des Vereins Parc

Ela für den Betrieb 2012-21 und stellt für die

Jahre 2012-15 jährlich Projektbeiträge von

500‘000 Franken bereit. Der Verein Parc Ela

beteiligt sich an den Vertragsverhandlungen

zur Programmvereinbarung 2012-15 zwischen

Bund und Kanton. Die Vereinbarung

ist bis Ende Jahr noch nicht von der Kantonsregierung

unterzeichnet. Ebenfalls ausstehend

ist die Leistungsvereinbarung zwischen

Kanton und Verein Parc Ela.

Vorgezogenes Projekt P1.3

Kulturgüter erhalten und vermitteln

Das neu für den Betrieb ab 2012 vorgesehene

Projekt Kulturgüter nimmt bereits 2011 Fahrt

auf. Die Begleitgruppe Kulturgüter Parc Ela

mit kantonaler Denkmalpflege, Bündner Heimatschutz

und Fachstelle für natur- und kulturnahen

Tourismus Wergenstein trifft sich zu

5 Koordinationssitzungen.

Im Rahmen eines Pilotprojekts erarbeitet die

Denkmalpflege Faktenblätter zu ausgewählten

Kirchenbauten im Parc Ela, welche vor

Ort zur Ausleihe aufgelegt werden sollen.

Zu einem "Leuchtturm-Projekt" entwickelt

sich das Posthotel Löwen in Mulegns. Gemeinsam

versucht die Begleitgruppe, Wege

und Möglichkeiten für einen Erhalt und die

zukünftige Nutzung des Jugendstil-Hotels

aufzuzeigen. Der Versuch eines Jugendsozialprojekts,

das Posthotel als Restaurant, Hotel

und Heim zu nutzen, scheitert aus finanziellen

Gründen. Der Verein Parc Ela beteiligt

sich finanziell an Planaufnahmen des Hotelbaus,

welche der Bündner Heimatschutz als

Grundlage für allfällige weitere Arbeiten erstellen

lässt. Architekturstudenten der Universität

Liechtenstein unter Leitung des Architekten

Conradin Clavuot entwickeln im

Rahmen ihrer Diplomarbeiten Ideen für die

Entwicklung des Posthotels und des Dorfs –

in der Hoffnung, dass eine der Ideen auf

fruchtbaren Boden fallen könnte und sich

weitere Türen öffnen.

Vorgezogenes Projekt P5.1

Forschungs-Support

Als erste Massnahme des neuen Projekts

"Forschungssupport" organisiert der Verein

Parc Ela in enger Zusammenarbeit mit dem

Institut für Kulturforschung Graubünden am

16. September eine kulturhistorische Fachtagung

in Savognin mit Referaten über den "Kulturtransfer

über die Alpenpässe" – ein Thema,

das den Parc Ela prägt (siehe Projekt W4.)

19


Projekte

www.parc-ela.ch

20

M2. Management

Personelles

Die personelle Situation 2011 war von Mutterschaft,

Personalwechsel und dem Abbau

von Ferientagen und Überstunden aus Vorjahren

geprägt.

Ab Mitte Jahr umfasst das Management-

Team des Parc Ela fünf Festangestellte, welche

sich 320-Stellenprozente teilen.

Regula Ott, Projektleiterin Natur und Landschaft,

ist ab Januar in Mutterschaft und

nimmt die Arbeit ab Juni wieder in einem

50%-Pensum auf (bisher 80%).

Alfred Gantenbein, Förster aus Tiefencastel,

übernimmt die Mutterschaftsvertretung von

Regula Ott sowie die Bereiche GIS (Geographisches

Informationssytem), die Arbeitseinsätze

und das Trockenmauerprojekt. Er ist

von Januar bis April in einem 20%-Pensum,

anschliessend zu 80% angestellt.

Karin Enzler, Projektleiterin Events, Kommunikation

und Vermittlung, verlässt den Verein

Parc Ela Ende September, um eine neue herausfordernde

Stelle im Departement für Bau

und Umwelt des Kantons Thurgau anzutreten.

Judith Burri, Biologin und Kommunikationsfachfrau,

tritt ihre Nachfolge im Oktober an

(80%-Pensum).

Stephanie Platzer arbeitet von Februar bis

August als Praktikantin Events und organisiert

u.a. die Senda culinarica.

Anna Schmuki betreut von April bis Oktober

als Praktikantin das Infomobil.

Linard Sonder, Salouf, arbeitet als Zivildienstleisternder

von Juli bis August 2011 im Projekt

Trockenmauer.

Vorstandsarbeit

Der Vorstand trifft sich zu 8 ordentlichen Sitzungen

und einer halbtägigen Strategiesitzung.

Beirat

Der Beirat hält drei Sitzungen ab, um sich

über den Projektstand und aktuelle Fragen

zu informieren. Diskutierte Schwerpunktthemen

sind ein künftiges Infozentrum sowie

die Rolle des Naturparks bei der Landschaftsentwicklung.

Vereinsorgane

Vorstand

Luzius Wasescha, Genf, Präsident

Gianna Luzio, Bern, Co-Vizepräsidentin/Kassierin

Doris Schweighauser, Filisur, Co-Vizepräsidentin

Andrea Florinett, Bergün

Paolo Giacometti, Stierva

Bruno Salis, Bivio

Toni Sonder, Salouf

Beirat

Flurin Filli, Schweizerischer Nationalpark

Jürg Paul Müller, Malix

Roland Ostermeier, Surava

Filip Dosch, Cunter

Walter Castelberg, Amt für Wirtschaft und

Tourismus Graubünden

Remo Fehr, Amt für Natur und Umwelt

Graubünden

Hans-Jacob Heitz, Männedorf/Alvaneu Dorf

Labelkommission

Joseph Sauter, Chur, Präsident

Christian Barandun, Amt für Wald und Naturgefahren

Mittelbünden/Moesano

Paul Urech, landwirtschaftlicher Beratungsdienst

Thomas Rüegg, Hotel Weiss Kreuz, Thusis


Projekte

www.parc-ela.ch

Revisoren

Sandra Baltermia, Salouf

Remo Cereghetti, Tiefencastel

Silvana Mark, Tiefencastel

Die bisherigen Revisoren haben gestützt auf

Art. 26 der Statuten beantragt, die Revisionsarbeiten

einer externen Revisionsstelle

anzuvertrauen, da der Umfang der Jahresrechnung

ein Ausmass angenommen hat,

welches zeitlich und fachlich anspruchsvoll

ist.

Der Vorstand hat daraufhin Bearth&Partner

in Chur als Revisionsstelle beauftragt.

Finanzen

Rechnung/Budget 2011

Der Aufwand im Vereinsjahr liegt rund 450‘000

Franken unter Budget. Rund 300‘000 Franken

davon sind Ausgaben, welche in den Folgejahren

anfallen, insbesondere im Projekt Besucherinformation,

wo die Signaletik sowie die

Daueraustellung im Dienstleistungszentrum

Bergün, der Shop und die Infostelle im Bahnhof

Tiefencastel und das Vorprojekt für ein Infozentrum

erst 2012 umgesetzt werden. Im Produktemanagement

wurden die Mittel 2011

mangels Personalressourcen nicht ausgeschöpft;

diese Mittel werden im Einvernehmen

mit den Tourismuspartnern in die Folgejahre

übertragen. Dazu gehören auch 2011

vom Vorstand genehmigte Marketingausgaben,

welche erst 2012 fällig werden, insbesondere

die Produktion einer 24-seitigen

Sonderbeilage im Bergmagazin Alpin, welche

im Mai 2012 erscheint.

Budget 2012

Mit Aufnahme des Betriebs starten 2012 formell

neue Projekte (P1.x – P5.1), ein direkter

Vergleich der Projektaufwände mit dem Vorjahr

ist daher nicht möglich. Die Aufwände

übersteigen die Einnahmen um rund 340‘000

Franken, die Differenz wird durch den Abbau

von Rücklagen finanziert (dies betrifft insbesondere

die oben aufgeführten Aufwände,

welche 2011 nicht fällig wurden).

Visura in Filisur © Lorenz A. Fischer/www.allvisions.ch

21


Bilanz

www.parc-ela.ch

Bilanz

Aktiven

Umlaufvermögen

Flüssige Mittel

Forderungen

Aktive Rechnungsabgrenzung

31.12.2010

639'938

639'938

626'767

4'303

8'867

31.12.2011

706'198

706'198

643'268

51'710

11'220

Passiven

Fremdkapital

Verbindlichkeiten

Passive Rechnungsabgrenzung

Rückstellung Novartis-Stiftung

Eigenkapital

Rücklage gebundene Mittel

Rücklage Projektbeiträge Bund

Rücklage Spenden

639'938

208'517

70'343

7'307

130'866

431'421

202'682

200'000

28'738

706'198

186'754

76'240

16'990

93'524

519'444

284'927

200'000

34'517

22


Projektrechnung 2011

www.parc-ela.ch

Projektrechnung 2011

Projektbeiträge

Budget 2011

Rechnung 2011

Beiträge Bund und Kanton

Beitrag Bund

Beiträge Kanton GR

Projektgebundene Beiträge

Suter-Caduff-Stiftung

Auflösung Rückstellung Novartis-Stiftung

Projektbeiträge Trockenmauern

Projektbeiträge diverse

Ungebundene Beiträge

Rücklage ungebundene Beiträge

Rücklage Spenden

Gesamtbeiträge

573'000

220'000

20'000

79'900

82'000

56'000

222'000

1'252'900

373'000

220'000

10'000

37'343

67'998

59'131

118'723

-82'238

-5'779

798'177

Projektaufwand

Angebotsgestaltung und -umsetzung

A1. Vielfaltskiste Alp Flix

A2. Schul- und Gruppenangebote

A3. Expeditionskoffer Porchabella

A5. Angebotsunterstützung

Gästeinformation und Öffentlichkeitsarbeit

Ö2. Kommunikations- und Marketinginstrumente

Ö3. Info- und Buchungsstelle

Umweltbildung und Aufwertungen

U1. Zupacken/Aufwertungen

U2. Infos vor Ort

U3. Mitwirkung

U4. Exkursionsangebot und Führerausbildung

P3.1 Umweltbildung für Kinder u. Multiplikatoren

Verkehr, Energie, Gewerbe, Landwirtschaft

W1. Mobil im Park

W2. Energiestadt Parc Ela

W3. Produktelabel lancieren

W4. Productmanagement

Management

M1. Chartaentwicklung

M2. Management allgemein

Budget 2011

1'252'900

9'900

69'200

77'600

32'700

96'500

25'000

231'400

272'100

8'500

16'000

94'800

19'200

22'700

57'100

123'500

35'700

61'000

Rechnung 2011

798'177

7'648

42'972

48'653

11'969

101'060

-

215'477

70'507

465

5'521

81'873

13'316

6'241

38'902

64'487

24'350

64'735

23


Projektrechnung 2012

www.parc-ela.ch

Projektrechnung 2012

Projektbeiträge

Beiträge Bund

Beitrag Pärke

Auflösung Rücklage Bund

Beiträge Kanton

Kanton Pärke

Kanton übrige

Eigenleistung Parkträgerschaft

Finanzielle Leistungen (ungebunden)

ungebundene Erträge

Auflösung Rücklage ungebundene Erträge

Finanzielle Leistungen (gebunden)

Gemeinden

Wirtschaft/Gewerbe

NGO's/Stiftungen

Sonstiges/Erträge/Spenden

Auflösung Rückstellung Novartis

Investitionen Park

Budget 2012

700'000

500'000

200'000

350'000

220'000

130'000

196'160

109'000

87'160

220'000

13'000

71'500

45'000

34'500

56'000

1'466'160

Projektaufwand

P1.1 Pflege von Natur und Landschaft

P1.2 Erhalt, Aufwertung und Revitalisierung von Lebensräumen

P1.3 Kulturgüter bewahren und vermitteln

P2.1 Produktmanagement und Marketing

P2.2 Angebote zur Vermittlung von Natur und Kultur

P2.3 Regionalprodukte und Partnerbetriebe

P2.4 Energie und Verkehr

P3.1 Umweltbildung für Kinder und Multiplikatoren

P3.2 Events und Vorträge

P3.3 Besucherinformation

P4.1 Kommunikation

P4.2 Controlling und Charta-Weiterentwicklung

P4.3 Management

P5.1 Forschung

Budget 2012

1'466'160

250'800

133'200

24'100

172'700

91'500

34'300

22'800

87'900

132'300

275'500

66'200

53'000

71'960

49'900

24


Himmelstor auf der Exploratour © Lorenz A. Fischer/www.allvisions.ch


Parc Ela Detectivs auf der Burgruine Belfort

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Famiglia/Familie (CHF 50.–)

Uniun/Verein (CHF 50.–) Firma (CHF 50.–)

Nom/Name:

Veia/Strasse:

Nr.postal/lia - PLZ/Ort:

E-Mail:

Bitte senden an: Parc Ela Management, Viglia veia Gelgia 20, 7450 Tiefencastel,

Fax: +41 (0)81 637 00 94. >Anmeldung online: www.parc-ela.ch/mitglied

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