E 63 - Kunstwanderungen

kunstwanderungen.de

E 63 - Kunstwanderungen

E63

Bitburg mit Nims und Kyll

Fließem – Bitburg – Rittersdorf – Fließem

4 Stunden und 52 Minuten reine Wanderzeit

Wir beginnen die Rundwanderung mit dem Besuch der Kirche von

Fließem.

Die Geschichte Fließems geht auf das 1. Jh. n. C. zurück; aus dieser Zeit

stammt die Villa Otrang am Südende des Dorfes. Nach den Römern waren die

Franken am Ort. Erste Erwähnung geht auf das Jahr 804 zurück. Ein Herrmann

von Vlissheim hauste hier. Um 1400 besitzt die Kirche bedeutende Reliquien.

Fließem wird Wallfahrtsort. Seit 1897 gehört man zum Kreis Bitburg-

Land.

*** St. Stephanus und Kreuzerhöhung. Der Chorturm der

Kirche ist romanisch, zwei Joche des Langhauses stammen aus

dem 16 Jh., die jetzt als Chor fungieren; der übrige Bau wurde

von 1928 bis 1930 erstellt.

Das Chorhaus des 16. Jhs. Der Hauptaltar des 17. Jhs. besitzt

eine Kreuzgruppe und Heiligenfiguren. – Linke Wand: Oberteil

des spätgotischen Sakramentshäuschens mit Kreuzigungsrelief.

Linkes Seitenschiff. Steinerner Aufsatz mit der Anbetung Jesu

durch die drei Weisen, als Hochrelief, um 1550,


Und einer neugotischen Figur der Muttergottes.

Rechtes Seitenschiff. Steinerner Aufsatz aus der Zeit vor 1500

mit der Kreuzgruppe samt Katharina und Barbara.

Wir gehen aus dem Hauptausgang der Kirche hinaus und halten Richtung.

5 Minuten später wandern wir links über die Landstraße zu „Römische Villa

Otrang“, benutzen wieder den Parallelpfad und halten uns rechts.

3 Minuten später wandern wir in die 19 Min.

*** Villa Otrang. Die Römer erbauten den Gutshof im 2. Jahrhundert.

66 Räume, Bäder und Säulenhallen gehörten zu der

Anlage; auch war eine Wärmeluftheizung schon Komfort.

Dem Gut selbst war ein Wirtschaftshof vorgelagert. Im 4. Jahrhundert

haben die Germanen das Gut zerstört. Zwei bis vier

Familien werden hier gewohnt haben.


Die Franken nutzten die Stätte als Begräbnisfeld. 1825 hat man

bei Ackerbauarbeiten die verschütteten Mosaiken entdeckt. Ab

1838 hat man die Aufbauten errichtet, die mittlerweile auch unter

Denkmalschutz stehen.

Vierzehn Räume waren mit Mosaikfußböden bestückt.

Vier davon, der Apsidiensaal mit geometrischem und tierischem

Dekor,


die Hauptthermen und Gesindebad sind erhalten geblieben.

Wir gehen aus der Villa hinaus und auf gekommenem Parallelpfad zurück.

3 Minuten später wandern wir parallel zur Landstraße rechts nach „Fließem“.

10 Minuten später wandern wir an der Gabelung geradeaus auf dem Wiesenweg

bergab, danach wieder auf Asphalt, später auf dem Hauptweg in den

Wald, auf dem wir bleiben. – Noch später führt uns der Weg durchs 34 Min.

*** Kylltal.


33 Minuten später wandern wir Richtung haltend auf der Landstraße weiter.

5 Minuten später lassen wir die Brücke von Erdorf links liegen.

Richtung haltend dem „


Der Chor. Kreuzgemälde des Malers Steffgen, 1875.

Linkes Seitenschiff, Außenwand: 1. Barocke Kreuzgruppe; sehr

bewegte Darstellung;


2. Barocker Hochaltaraufbau mit Muttergottesskulptur; 3.

Steinaltar, um 1770, von Johann Philipp Maringer.


Rechtes Seitenschiff. Frontwand: Marienkrönung; Sandsteinrelief

des 16. Jhs.

Außenwand: Bildnisgrabmal für Clas IV. Cob von Nürtingen,

mit kniender Bildnisfigur, um 1540.

Der Neubau wurde 1914 dreischiffig an die rechte Flanke des

Altbaus gesetzt. Chor und Querhaus sind nun der Altbau.

Linkes Seitenschiff. Skulptur des Vaters Josef, spätgotisch.

Rechtes Seitenschiff, Frontwand: Spätgotische Muttergottes.

Wir gehen aus dem Hauptausgang der alten Kirche hinaus, nach links, vorbei

an ** römischen Denkmälern des 2. und 3. Jhs. n. C., die hier gefunden

wurden,


halten uns links und gehen auf der Fußgängerzone rechts.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts auf die „Schakengasse“

und vorbei an Nr. 12,

*** Barockhaus, bestehend aus fünf Fensterachsen, mit französischem

Mansarddach sowie auffälligem Sandsteinportal

samt Kartusche.

1 Minute später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße rechts und beachten

die rechts in die Häuser und ins Rathaus aufgenommenen

*** Mauertürme aus mittelalterlicher Zeit

sowie die

*** Römermauer aus der Kastellzeit.

2 Minuten später wandern wir links auf den „Görenweg“ und bleiben auf dieser

Hauptstraße.

10 Minuten später wandern wir auf der Landstraße rechts, vor der Nims abermals

rechts, Rastplatz, und nun linkshaltend auf dem Hauptweg durchs

*** Nimstal.


9 Minuten später wandern wir auf der Durchfahrtsstraße links.

3 Minuten später wandern wir in die Kirche von 216 Min.

Rittersdorf.

Die Geschichte des Ortes ist identisch mit der der Trierischen Burg (s. u.).

*** St. Martin. Das neugotische dreischiffige Gotteshaus von

1833 mit breit einbezogenem Chorhaus wurde 1939 verändert

und 1992 umgebaut.

Im Inneren sind die Wände teilweise und die Laibungen der

Fenster neugotisch bemalt. Die Einrichtung ist einheitlich aus

neugotischer Zeit.

Das Chorhaus. Skulpturengruppe des Mantel teilenden Martin

und der Barbara.

Linkes Seitenschiff. Frontwand: Kanzel. – Davor: Taufstein. –

Außenwand: Pietà. – Rückwand: Kreuzgruppe.

Rechtes Seitenschiff, Frontwand: Muttergottes.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf gekommener Straße zurück.

3 Minuten später gehen wir hinterm Schloss links in die Straße zur Ansicht

von

*** Burg Ritterdorf. Die Wasserburg des 13. Jhs. wurde 1263

erstmals erwähnt und war zunächst im Besitz der Trierer Abtei


St. Maximin, danach Eigentum der Grafen von Luxemburg. Im

15. Jh. gehört die Anlage derer von Eschringen. Die Burg sollte

wohl die Straße Trier-Bitburg-Prüm-Köln sichern.

Der siebengeschossige Bergfried ist aus der Zeit nach 1290. –

Der Palas mit Kreuzgewölben über einer Mittelstütze ist spätgotisch.

– Das dreigeschossige Wohnhaus mit den zwei Flankiertürmen

wurde in der Zeit nach 1550 errichtet. – Das Renaissance-Hoftor,

bezeichnet mit 1575, öffnet unter einem Wappen

des Erbauers Laudolf von Eschringen, letzeres von Laudolfs

Frau Margarethe von Manderscheidt und drei Relieffiguren

umgeben ist.

Wir kehren um und wandern links auf der „Borenstraße“ bergauf.


5 Minuten später wandern wir linksversetzt über den Querweg hinter der Brücke

bergauf.

6 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor dem Wegkreuz rechts und

bleiben auf Asphalt.

12 Minuten später wandern wir auf dem Querweg links.

4 Minuten später wandern wir links auf Asphalt, den „Hamerter Berg“.

5 Minuten später wandern wir hinterm Wegkreuz und unter der Oberleitung

links, gehen kurz darauf mit dem Hauptweg in den Rechtsknick und halten

Richtung außen am Neubaugebiet entlang – später bergab.

6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg rechts und halten uns links.

4 Minuten später wandern wir auf der Straße links bergab.

3 Minuten später wandern wir in die Kirche von Fließem. 292 Min.

Bitburg mit Nims und Kyll

Ende

E63

*

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine