Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

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Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke - S&D-Verlag GmbH

www.Naturheilkunde-und-Gesundheit.com

Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke

04 | 2013

Diese Ausgabe

wurde von

Ihrer Apotheke

bezahlt

Gemmotherapie –

Heilen mit Knospen

Bewegung ist die

beste Medizin!

Naturheilkundliche

Diagnoseverfahren –

Irisdiagnose


inhalt

www.naturheilkunde-und-gesundheit.com

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Titelfoto: © lensonfocus/Fotolia

6

Algenvielfalt

aus dem Meer

10

10 Schmerzhafte

Windeldermatitis

Foto: © ABDA

Nachgefragt

06 Algenvielfalt aus dem Meer

Wellness und Gesundheit

20 Bewegung ist die beste Medizin!

29 „Ätherische Öle“ – Lemongrass

22

Gemmotherapie –

Heilen mit Knospen

„Naturheilkundliche

Diagnoseverfahren“ Irisdiagnose

28

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Foto: © wikimedia

Themen des Monats

04 Was hat jetzt Saison?

04 Die Spargelsaison ist kurz!

04 Wild und lecker!

04 Das kleine Rezept: Wildkräuterquiche

05 Warnhunde erkennen Unterzuckerung

05 Buchtipps

05 Zahl des Monats: 3

Alternative Heilmethoden

12 Alles pflanzlich?

14 Wirkungsvolle Heilpflanzensäfte (1.Teil)

22 Gemmotherapie – Heilen mit Knospen

28 Serie „Naturheilkundliche Diagnoseverfahren“ – Irisdiagnose

30 Serie „Bachblüten“ – 4. Centaury

30 Naturheilkunde-Wissen

Ratgeber Gesundheit

03 Heilsame Gewürze & Kräuter: Bärlauch

08 Selbsthilfegruppen: Leben mit Down-Syndrom

10 Schmerzhafte Windeldermatitis

11 Männer mit Brust!

13 Guter Rat aus Ihrer Apotheke

18 Im Dialog mit den Bäumen

19 Quälende Flecken im Mund

24 Wenn Wunden schlecht heilen!

26 Schützen Sie Ihr Gehör!

27 Gewinnspiel

Rubriken

16 Rezept-Kalender

25 Rätsel

31 Impressum

31 Vorschau

32 Apothekentipp


atgeber gesundheit

Foto: © wikimedia

Bärlauch

Foto: © wikimedia

Körper entgiftet. Fettlösliche Schadstoffe

wie Quecksilber oder Cadmium

sollen ausgeschieden werden. Die

Volksheilkunde empfiehlt Bärlauch gegen

Appetitlosigkeit, bei Magen und

Darmproblemen wie Magenkrämpfen,

Völlegefühl und Blähungen, Rheuma, gegen

Würmer und Bakterien.

In der Apotheke gibt es eine Reihe

Präparate rund um Bärlauch: als Kapsel,

Granulat, Tablette, Essenz, Tropfen,

Heilpflanzensaft, Tablette und Tinktur.

So können die gesundheitlichen Vorzüge

vom Bärlauch das ganze Jahr genutzt

werden.

Zerreiben einen Knoblauchduft. Ab

Mitte April erscheinen zwischen den

grünen Blättern die weißen Blüten, die

das Sammeln erleichtern.

Bärlauch gibt im Frühling vielen Gerichten

eine pikante Knoblauchnote. Diese

ist aber nicht so intensiv wie bei Knoblauch

und vor allem entsteht nach dem

Genuss keinerlei Mund- und Körpergeruch.

Zur Blütezeit verwandelt sich dagegen

das feine, milde Knoblaucharoma

in einen starken, scharfen Geruch.

Zwiebeln, Blüten, Blätter und die

weichen Samen des Lauchgewächses

sind genießbar.

Bärlauch, auch Waldknoblauch genannt,

ist eine alte Gewürzpflanze mit Tradition,

die immer beliebter wird. Ihr volkstümlicher

Name Ramsen oder Rams

geht auf ihren starken Geruch

und ihren Austrieb Mitte

März bis Mitte April,

dem Zeichen des

Widders, zurück.

Gesundheitsplus

Bärlauch ist mit

dem Knoblauch verwandt

und hat nicht

nur ein ähnliches Aroma,

sondern auch ähnlich positive

Wirkungen auf die Gesundheit. Das

wilde Kraut strotzt voller Mineralstoffe,

darunter Magnesium, Mangan und Eisen

und Vitamin C. Der typische Geschmack

stammt von den Sulfiden, die beim

Schneiden der Blätter in Allicin umgewandelt

werden und eine antibakterielle

Wirkung besitzen. Erkältungen, Fieber

und Husten können dadurch gelindert

werden. Das vitaminreiche Lauchgewächs

ist ideal für eine Frühjahrskur, da

es die Blutzirkulation und die Verdauung

anregt, den Blutdruck senkt und den

Küchentipps

War Bärlauch früher nur in schattigen

Laubwäldern auf feuchten Böden zu finden,

wird er nun auch in Gärten und

Gärtnereien in größeren Mengen angebaut

und ist auf Märkten erhältlich. Im

Naturschutzgebiet ist das Sammeln verboten.

Beim Selbersammeln im Wald

besteht auch die Gefahr Bärlauchblätter

mit den giftigen Blättern von Maiglöckchen

oder Herbstzeitlose zu verwechseln.

Aber nur Bärlauch verströmt beim

Foto: © wikimedia/ Paul Goyette Foto: © wikimedia

Die jungen Triebe

und Blätter schmecken

besonders gut roh

als Salat, als Brotbelag oder in

Kräutersaucen und Quarkspeisen.

Die grünen Blätter würzen Suppen, Aufläufe,

Eierspeisen, Nudeln und Kartoffelgerichte.

Kreative Köche aromatisieren

mit Bärlauch auch Öl und Essig und

stellen Pesto her. So lässt sich das Frühlingskraut

noch nach der kurzen Saison

weiter genießen.

Fragen Sie in

Ihrer Apotheke

nach Präparaten

mit Bärlauch!

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 3


themen

des

monats

Serie!

Foto: © Wikimedia

Foto: © Wikimedia/Stephan Mosel

Was hat

jetzt

Saison?

Genießen Sie zartes Frühjahrsgemüse! Erfrischender

Rhabarber, saftige Kohlrabi und

Radieschen, würziger Spinat, Rucola und

Frühlingszwiebeln, knackige Salate, aromatische

Kräuter und Wildkräuter schmecken

nun besonders gut. Starten Sie im April in

die Spargelsaison!

Die Spargelsaison ist kurz!

Spargel ist ein kalorienarmes Gemüse, das

Sie sowohl roh als auch gegart genießen

können. Die einheimische Ernte dauert bis

zum 24. Juni, danach dürfen keine Spargelstangen

mehr gestochen werden, um die

Pflanzen nicht zu schwächen. Für Spargel als

Hauptgericht wird pro Person mindestens

500 Gramm eingeplant, als Beilage reicht die

Hälfte. Spargel mit zerlassener Butter und

neuen Kartoffeln ist die klassische Art Spargel

zu servieren. Zum Spargel können Sie alles

essen, was Ihnen schmeckt. Würzen Sie

immer sparsam, um das feine Aroma nicht

zu überdecken. Kräuter wie Petersilie, Kresse

oder Kerbel, Zitronensaft oder ein trockener

Weißwein unterstreichen das Aroma.

Foto: © Wikimedia/ Rasbak

Wild und lecker!

Würzige Wildkräuter wie Löwenzahn,

Giersch, Knoblauchrauke, Gundermann,

Brennnesseln, Vogelmiere, Gänseblümchen

oder Sauerampfer sind eine Bereicherung

für die Küche. Wildkräuter schmecken von

mild bis herb, teilweise sogar bitter und können

jedem Salat oder Gemüse eine neue Geschmacksrichtung

geben. Zusätzlich hat das

Wildgemüse auch einen hohen gesundheitlichen

Wert.

Es wirkt aufgrund seiner Inhaltsstoffe stoffwechselanregend,

blutreinigend und harntreibend.

Geerntet wird bevorzugt im Garten

und auf abgelegenen Wiesen. Ungeeignet

sind Standorte an vielbefahrenen Wegen

oder Feldrändern. Sammeln Sie zu Ihrer Sicherheit

nur Pflanzen, die Sie kennen oder

eindeutig bestimmen können.

Wildkräuter Internet-Tipp:

www.lfl.bayern.de/iab/flora_fauna/29485/

Das kleine Rezept:

Wildkräuterquiche

Zutaten:

75 g Butter

150 g Dinkelvollkornmehl

3-4 EL kaltes Wasser

1 Messerspitze Salz

Prise geriebene Muskatnuss

2 Handvoll Brennnesseln

(oder Spinat)

1 Handvoll Giersch

1 Handvoll Bärlauch

3 Eier

200 g Sahne

1 EL Dinkelvollkornmehl

50 g geriebener Käse

Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Butter, Dinkelvollkornmehl, Wasser, Salz

und Muskatnuss rasch zu einem geschmeidigen

Teig kneten, eine Quiche- oder Springform

fetten, mit dem Teig auskleiden, einer

Gabel einstechen und eine halbe Stunde kalt

stellen.

Für den Belag alle Kräuter waschen, putzen

und klein schneiden. Spinat oder Brennnesseln

mit 1 Esslöffel Wasser erhitzen und zusammenfallen

lassen. Eier mit Sahne, Dinkelvollkornmehl,

geriebenem Käse, Salz und

Pfeffer verrühren. Die Kräuter und den Spinat

zugeben und auf dem Teig verteilen. Bei

200 Grad etwa 40 Minuten backen. Schmeckt

auch kalt!

Foto: © Paul Offermanns

4 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © www.shaker.de

Foto: © Wikimedia

Warnhunde

erkennen

Unterzuckerung

Durch eine Unterzuckerung können Menschen

mit Diabetes in ein lebensgefährliches

diabetisches Koma geraten. Nicht jeder

Diabetiker erkennt erste Warnzeichen

wie Konzentrationsschwäche, Schwitzen,

Händezittern und Heißhunger. Ihnen können

speziell ausgebildete Hunde helfen.

Diabetiker-Wachhunde riechen, wenn der

Stoffwechsel ihres Menschen entgleist. Dabei

ist der Hund keine Alternative zur Blutzuckermessung,

sondern nur eine zusätzliche

Sicherheit. Vor allem insulinpflichtige

Menschen mit Diabetes Typ 1, die häufig

nachts unterzuckern oder alleine leben,

aber auch Kinder mit Diabetes, profitieren

von diesen Helfern auf vier Pfoten. Es sind

ausgebildete Hunde, die bestimmte physische

und psychische Merkmale aufweisen.

Infos über diese Assistenzhunde gibt es auf

den Seiten:

www.diabdogs.de und

www.diabetikerwarnhund.de

und

www.menschenfuerhunde.de

Foto: © www.schluetersche.de

Die Krebstherapie

sanft

unterstützen

Die Diagnose Krebs ist für Betroffene ein

Schock und der Beginn eines langen Leidensweges.

Doch in der Regel bedeutet heute die

Diagnose kein Todesurteil mehr. Werden konventionelle

und natürliche Therapien zu einer

integrativen Krebsbehandlung kombiniert,

sind Fortschritte möglich. Selbstheilungskräfte

können mobilisiert und das Immunsystem

gestärkt werden. Neben einer natürlichen

Ernährung mit reichlich bioaktiven

Substanzen gibt es weitere hilfreiche Möglichkeiten

den Krebs zu besiegen oder seine

Nebenwirkungen erträglicher zu machen. Die

Autorin und Biologin Dr. Andrea Flemmer

stellt wichtige ergänzende Behandlungen vor

und weist auf falsche Produktversprechen

und Scharlatanerie hin.

Dr. Andrea Flemmer

„Krebs natürlich behandeln“

Schlütersche Verlagsgesellschaft,

Hannover

ISBN 978-3-89993-632-2

19,95 €

Zahl des Monats

Zuerst wird aus Neugier geraucht und dann

aus Sucht. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass

3 Zigaretten ausreichen, um süchtig zu werden.

Das Gehirn stellt automatisch mehr Nikotinrezeptoren

bereit.

Unerklärliche

Zivilisationskrankheiten

Ein Leben ohne Chemikalien ist heute

nicht mehr möglich. Doch niedrige Konzentrationen

von Chemikalien in vielen

Umweltbereichen, in unterschiedlichen

Zusammensetzungen und Kombinationen

entfalten schleichende und chronische

Wirkungen und machen sich erst

langfristig durch Symptome bemerkbar.

Nach heutigem Wissen sind neurodegenerative

Erkrankungen (Parkinson, Alzheimer,

Multiple Sklerose), Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

Diabetes Typ II, Fettleibigkeit

und andere Stoffwechselerkrankungen

(Metabolisches Syndrom)

unter den chronischentzündlichen Multisystemkrankheiten

einzuordnen. Bei der

Ausprägung dieser „Zivilisationskrankheiten“

wirken chronisch psychosozialer

Stress, Umweltschadstoffe und physikalische

Umweltfaktoren wie Lärm und radioaktive

und elektromagnetische Strahlung

zusammen. Ein enger Zusammenhang

von Umwelt und Gesundheit ergeben,

bezüglich von Therapie und Prävention,

neue Aufgaben für Medizin, Gesundheits-

und Umweltpolitik, die bisher

vernachlässigt wurden.

Hans-Ulrich Hill

„Chronisch krank durch

Chemikalien“

Shaker Verlag, Aachen

ISBN 978-3-8440-1347-4

25,80 €

Buchtipps

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 5


nachgefragt

Algenvielfalt

aus dem Meer

Foto: © Wikimedia

Sie sind Gemüse und Zusatzstoff, Nahrungsergänzungsmittel

und Beauty-Wirkstoff – Algen sind äußerst vielseitig.

Die pflanzenartigen Organismen aus dem Meer sind vor allem im

asiatischen Raum und in der Makrobiotik Bestandteil der Ernährung.

Fast jeder kennt den getrockneten Seetang als Umhüllung von Sushi.

Die leicht salzig schmeckenden blattförmigen Makroalgen enthalten

reichlich Jod, daher warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung

(BfR) schon seit Jahren vor einem zu reichlichen Verzehr. Alge ist

nicht gleich Alge, sondern eher ein Sammelbegriff, worunter Pflanzen

und ein- oder mehrzellige Organismen fallen. Eine Einteilung

wird nach der Größe vorgenommen. Makroalgen werden oft Lebensmitteln

zugesetzt und einzellige Mikroalgen dagegen als Nahrungsergänzungsmittel

genutzt.

Algen als Zusatzstoff

Algenextrakte aus Makroalgen dienen in der Lebensmittelindustrie

als Zusatzstoffe. Sie sind Emulgatoren, Verdickungs- und Geliermittel.

Als Zusatzstoff E 401 bis 405 steckt Alginat in Gummibärchen,

Backwaren, Diät- und Lightprodukten und in Mayonnaise. Aber auch

in der Medizin finden Alginate Verwendung. Sie sind Bestandteil von

Wundauflagen oder helfen gegen Sodbrennen. Wer keine Gelatine

verwenden möchte, nutzt

Agar-Agar (E 406), es ist

als Verdickungsmittel

häufig in Konfitüren,

Süßwaren oder Joghurt.

Der Zusatzstoff E 407,

das nicht unumstrittene

Verdickungsmittel Carrageen,

findet sich als

Emulgator oft in Sahne

und Zahnpasta.

Mikroalgen als Nahrungsergänzungsmittel

Ganz anders werden die einzelligen Mikroalgen verwendet. Besonders

Spirulina und Chlorella, sind als natürliche Nahrungsergänzungsmittel

jahrzehntelang bekannt und in Apotheken als Pulver

oder Tabletten erhältlich. Kontrollierter Anbau auf speziellen Algenfarmen

und regelmäßige Analysen auf Reinheit und Nährstoffdichte

sorgen für einwandfreie, schadstofffreie Lebensmittel. Im Gegen-

Foto: © Wikimedia/Alice Wiegand

6 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © AOK-Mediendienst

Foto: © Wikimedia/ Arashiyama

satz zu den großblättrigen Makroalgen enthalten die Mikroalgen

keine kritischen Jodmengen.

Mikroalgen wie Spirulina und Chlorella enthalten hochwertiges

Eiweiß mit allen essentiellen Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe

im organischen Verbund, essentielle Fettsäuren, dazu Vitamine

(Betacarotin, die B-Vitamine, insbesondere Vitamin B 12), Mineralien

und Spurenelemente (insbesondere Eisen und Kalzium) in

hoher Konzentration. Spirulina ist leicht verdaulich, da sie

anstelle fester Zellwände über eine weiche Hülle

verfügt. Chlorella hat im Gegensatz zu Spirulina

eine feste Zellmembran, die technisch bei der

Ernte aufgebrochen werden kann. Diese Zellulose

soll die Fähigkeit haben, Schwermetalle

wie Blei, Quecksilber und Cadmium zu binden.

Aus diesem Grund wird Chlorella als Kur

im Rahmen einer Amalgamsanierung empfohlen.

Aufgrund ihres hohen Vitalstoffgehaltes und ihrer

hohen Nährstoffdichte sollen Mikroalgen aufbauend wirken, Nahrungsmängel

ausgleichen,

den Körper reinigen, die

Konzentration steigern

und das psychisch-mentale

Wohlbefinden fördern. Es

gibt keine Studien, die diese

Wirkungen belegen. Auf

der anderen Seite gibt es

Menschen, die von der positiven

Wirkung der Mikroalgen

Chlorella und Spirulina

auf die Gesundheit

überzeugt sind.

Foto: © Wikimedia

AFA-Algen

ersetzen keine medizinische Therapie

Neben Spirulina und Chlorella macht seit einigen Jahren „Aphanizomenon

flos-aquae“, die AFA-Alge von sich reden. Sie ist eine wildwachsende

blau-grüne Ur-Alge aus dem Klamath-See in Oregon

(USA) und eigentlich keine Alge, sondern gehört zu den Cyanobakterien.

Während Spirulina und Chlorella tropische pflanzenartige

Wasserorganismen sind und gezüchtet werden, wächst die AFA-Alge

wild in einer kälteren Klimazone und ist robuster. Hervorgehoben

wird ihr Gehalt an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die

man bisher nur in tierischen Produkten vermutete. Die in den AFA-

Algen enthaltene mehrfach ungesättigte Fettsäure Alpha-Linolen

versorgt Gehirn und Nerven. Daher wird sie in Buchpublikationen

als natürliche Alternative zu ärztlich verordneten Therapien wie

beim Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) bei

Kindern oder Demenzerkrankungen wie Alzheimer empfohlen. Das

Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin

(BgVV) und das Bundesinstitut für Arzneimittel und

Medizinprodukte (BfArM) warnen vor diesen als Nahrungsergänzungsmittel

angebotenen AFA-Algen. Auf keinen

Fall können sie eine medizinische Therapie

ersetzen. Vor dem Verzehr der AFA-Algen

warnte auch die Stiftung Warentest, wegen

gefundener Schadstoffe in einigen Präparaten.

Einige AFA-Algen sollen das toxische

organschädigende Zellgift Microcystin produzieren.

Damit die Verbraucher die größtmögliche

Sicherheit haben, werden die AFA-Algen nach der Ernte

auf mögliche Toxine, Rückstände und Schadstoffe untersucht.

Algen in Kosmetikprodukten

Da Algen konzentrierte Substanzen enthalten, werden sie auch in

Pflege- und Kosmetikprodukten angewendet. Ihre pflegenden,

schützenden und straffenden Wirkstoffe sind gut wasserlöslich und

können daher besser in das Innere der Hautzellen dringen. Sie unterstützen

die Hauterneuerung, beschleunigen die Wundheilung,

bringen den Stoffwechsel in Schwung und straffen den Körper.

Dafür empfiehlt sich ein Algenbad, eine

Fangopackung mit Algenschlamm

oder Cremes, Shampoo, Duschgel oder

Körperpeeling mit Algen aus der Apotheke.

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 7


atgeber gesundheit

Serie: Selbsthilfegruppen

Leben mit

Down-Syndrom

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Menschen mit Down-Syndrom

sind einzigartige Persönlichkeiten

mit unterschiedlichem Aussehen,

Temperament und Fähigkeiten.

Der englische Apotheker und Neurologe Dr.

Langdon Down (1828 – 1896) beschrieb 1866

ausführlich Menschen mit den klassischen

Merkmalen. Durch dieses Syndrom unterschied

er sie von Menschen mit geistiger

Behinderung, dabei wies er früh auf eine

Lernfähigkeit dieser Kinder hin. Später entdeckte

Jérome Lejeune, dass das Chromosom

Nr. 21 dreifach in jeder Zelle vorhanden

ist, daher wird das Down-Syndrom auch Trisomie

21 bezeichnet. Somit ist das Down-

Syndrom genetisch bedingt, eine nicht veränderbare

Veranlagung und daher keine

Krankheit. Früher wurden Menschen mit

Down-Syndrom als mongoloid bezeichnet

und das Syndrom als Mongolismus. Diese

Begriffe sind diskriminierend, nicht mehr

zeitgemäß und sollten vermieden werden.

Fehler bei der Zellteilung

Weltweit leben zirka fünf Millionen Menschen

mit Down-Syndrom und alle drei Minuten

kommt ein Baby mit diesem Syndrom

zur Welt. Menschen mit Down-Syndrom hat

es wahrscheinlich schon immer gegeben,

das zeigen jahrhundertealte Malereien. Mit

höherem Alter der Mutter steigt das Risiko

ein Kind mit Trisomie 21 zu bekommen.

Durch das zusätzliche Chromosom verringert

sich die Überlebenschance des Fetus

und es kommt häufig zu Fehlgeburten.

Bei einer Befruchtung vereinigen sich die

Eizelle mit 23 Chromosomen und die Samenzelle

mit 23 Chromosomen. Es entsteht

8 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013

eine Zelle mit 46

Chromosomen, die

sich dann teilt und vermehrt.

Jede Zelle hat

wieder 46 Chromosomen.

Nun ist es möglich,

dass bei der Befruchtung

die Ei- oder die Samenzelle

durch ein Zufallsereignis

ein zusätzliches Chromosom

enthält. Dadurch

entsteht eine befruchtete

Eizelle mit 47 Chromosomen.

Ist das zusätzliche Chromosom

auf Nr. 21, entsteht ein

Kind mit Down-Syndrom. Bei 95

Prozent aller Menschen mit

Down-Syndrom liegt eine freie

Trisomie 21 vor. Sie ist familiär

nicht vererblich.

Ausgeprägte Merkmale

Durch das überzählige Chromosom ist eine

Reihe von Merkmalen sichtbar. Ein Kind mit

Down-Syndrom hat körperliche Besonderheiten,

die es von anderen Kindern unterscheidet.

Ein typisches Erscheinungsbild ist

ein flaches Gesicht mit weit auseinanderliegenden

Augen, breite Hände mit kurzen

Fingern, eine breite Nase und tief sitzende

Ohren. Dazu kommen ein kurzer Hals, eine

geringe Körpergröße und eine geringere

Intelligenz, die individuell unterschiedlich

ausgeprägt sein kann. Trisomie 21 ist die

häufigste Ursache geistiger Behinderungen.

Auffällig ist eine Muskelschwäche. Neben

den körperlichen Merkmalen und geistigen

Behinderungen treten auch Fehlbildungen

innerer Organe auf, wie Herzfehler oder Anomalien

des Verdauungstraktes. Menschen

mit Down-Syndrom haben dazu häufiger Probleme

mit der Atmung, den Ohren sowie ein

häufigeres Risiko an Leukämie zu erkranken.

Lebensqualität

bestmöglich steigern!

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist

dank der medizinischen Versorgung der be-


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © www.ds-infocenter.de

Das gesundheitliche Wohlbefinden steht Menschen

mit Down-Syndrom genauso wie allen anderen

Menschen zu.

Foto: © www.ds-infocenter.de

„Einfach mehr drin“ bedeutet nicht nur ein Chromosom

mehr, sondern mehr Können als das Umfeld

vermutet und mehr Lebensfreude als häufig geglaubt.

beim Welt-Down-Syndrom-Kongress in Singapur

eine Auszeichnung. Jedes Jahr ist der

21.3. Welt-Down-Syndrom-Tag. In diesem

Jahr lautete die Karten-Kampagne des Info-

Centers: „Hautsache gesund!“ und die diesjährige

Poster-Aktion „Einfach mehr drin!“

Auf der Homepage:

www.ds-infocenter.de findet sich

eine umfangreiche Linkliste an Selbsthilfegruppen.

gleitenden Erkrankungen auf 60 Jahre gestiegen.

Um die Lebensqualität zu steigern,

gibt es zahlreiche Angebote. Wie sich ein

Kind entwickelt, hängt von vielen verschiedenen

Faktoren ab. Die Entwicklung ist verlangsamt

und die Kinder brauchen mehr

Zeit, um laufen oder sprechen zu lernen. Aktivitäten

und Beratung, individuelle Unterstützung

und eine gezielte Förderung stärken

vorhandene Fertigkeiten und die Entwicklung.

Ein Kind mit Down-Syndrom hat

gewisse Einschränkungen, aber nur etwa

zehn Prozent gelten als schwerstbehindert

und 20 Prozent werden als lernbehindert

eingestuft. Die meisten können mit einer

optimalen Förderung als Erwachsene ein relativ

selbstständiges Leben führen. Sie können

lesen, schreiben und rechnen, ihren Alltag

meistern und sind ein aktiver Teil der Gesellschaft.

Inzwischen ist bekannt, dass

Menschen mit Down-Syndrom mehr können

als ihnen früher zugetraut wurde. Geförderte

und nicht unterforderte Kinder wirken

selbstbewusst, haben eine ansteckende Lebensfreude

und Fröhlichkeit.

Deutsches Down-Syndrom

InfoCenter

Das Center wurde 1998 in Lauf bei Nürnberg

gegründet. Träger ist die Selbsthilfegruppe

für Menschen mit Down-Syndrom und ihre

Freunde e.V. Seit 1988 ist der Verein mit der

Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit beteiligt,

mit dem Ziel, mehr Lebensqualität

für Menschen mit Down-Syndrom zu erreichen.

Es wird eine persönliche und telefonische

Beratung für Frauen und Paare, die

ein Baby mit Down-Syndrom (DS) erwarten

oder bekommen haben, geboten. Zur Unterstützung

gibt es eine spezielle „DS-Sprechstunde“.

Das InfoCenter ist ebenfalls

Ansprechpartner für Fachleute aus dem

pädagogischen, erzieherischen oder medizinischen

Bereich. Regelmäßig Workshops,

Tagungen, Seminare und Vorträge, eine dreimal

jährlich erscheinende Zeitschrift, verschiedene

Flyer, Bücher und Kurzinformationen

demonstrieren wie das Leben mit

Down-Syndrom heute tatsächlich ist. Für die

vorbildliche Aufklärungsarbeit und das Elternengagement

bekam das InfoCenter 2002

Flyer: © www.ds-infocenter.de

Kontakt und Infos:

Deutsches Down-Syndrom InfoCenter

Hammerhöhe 3

91207 Lauf

Tel.: 09123 982121 oder 989890

Fax: 09123 982122

Mail: info@ds-infocenter.de

oder ds.infocenter@t-online.de

TRENDIG, AKTUELL, ANDERS

„frau & gesundheit“ das Magazin für die moderne Frau

Kosmetik+Ernährung+Lifestyle und vieles mehr

Außerdem erscheinen im S & D Verlag zum 1. eines jeden Monats die

Apotheken-Kundenzeitschriften: Naturheilkunde & Gesundheit,

die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke, Unsere besten Freunde,

gesunde und spannende Infos für Tierfreunde, KOPFfit, für Gehirnjogging

und Gedächtnistraining, Rätsel-aktuell, randvoll mit Denksportaufgaben

sowie SUDoku, für alle Freunde der japanischen Knobelei.

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 9


atgeber gesundheit

„Gesundes Kind“

Foto: © Techniker Krankenkasse

Schmerzhafte Windeldermatitis

Foto: © Wikimedia

Was tun, wenn der Baby-Po

plötzlich pavianrot und entzündet ist?

Trotz aller Vorsicht bekommt fast jedes Baby schon mal einen roten

wunden Po, denn die Haut im Windelbereich ist besonders empfindlich.

Eine Windeldermatitis kann mehrere Ursachen haben. Durchfall

wirkt besonders beißend auf die Babyhaut. Entscheidend ist

auch, welche Lebensmittel das Baby über die Muttermilch mitgegessen

hat. Fruchtsäuren aus Zitrusfrüchten wirken sehr hautreizend.

Aber auch scheuernde Windelränder oder Reste

von unverträglichen Pflegemitteln können sich unangenehm

bemerkbar machen. Bei einem wunden Po hilft

ein Kamillenbad oder ein Bad im Eichenrindensud.

Hebammen schwören auf ein paar Tropfen Muttermilch

zur Hautberuhigung. Linderung verschafft in leichten Fällen

eine dünn aufgetragene Wund- und Pflegecreme oder Johanniskrautöl

aus der Apotheke. Bei stärkeren Problemen wird eine zinkhaltige

Salbe dick aufgetragen.

Damit Stuhl und Urin den zarten Baby-Popo nicht reizen und sich

im warm-feuchten Klima keine Pilze oder Bakterien vermehren,

ist es wichtig, die Windeln möglichst oft zu wechseln. Wenn die

Haut aber nässt und sich kleine Knötchen bilden, kann eine Pilzinfektion

vorliegen. Sie sollten dann mit Ihrem Kind einen Kinderarzt

aufsuchen.

Tipps

zur Baby-Pflege

Im Rahmen einer natürlichen Baby-Pflege reicht die Reinigung mit

klarem, lauwarmen Wasser beim Windelwechseln aus, um die Harnsäure

und die Ausscheidungen zu entfernen. Vorher sollte Babys Po

mit dem sauberen Teil der Windel oder Zellstofftüchern, von vorne

nach hinten, grob vorgereinigt werden. Mit Öl oder Lotion getränkte

Einmal-Pflegetücher werden hartnäckige Cremereste entfernt.

Nach dem Waschen wird der Po gründlich trockengetupft, auch in

den Hautfalten, damit dort keine Feuchtigkeit die Haut aufweichen

kann. Anschließend ist es sinnvoll, im Windelbereich eine Schutzcreme

aufzutragen, die die Haut vor Nässe schützt und dem Wundwerden

vorbeugt. Cremes mit hautberuhigenden Pflanzenextrakten

wie Johanniskraut und Calendula sind besonders empfehlenswert.

Puder ist überflüssig, sogar schädlich, da er eingeatmet werden

kann. Halten Sie den Baby-Popo so trocken wie möglich und lassen

Sie oft Luft an Babys Haut, das beugt Entzündungen vor. Babys lieben

Freiluftstrampeln! Manche Kinderpopos kommen ohne Cremes aus,

es werden nur die Speckfalten etwas geölt, um Wundreiben und

Druckstellen zu vermeiden. Verzichten Sie möglichst auf eng anliegende

Plastikwindeln, besser sind luftdurchlässige Wegwerfwindeln.

Ihr Apothekerteam

berät Sie rund um die Babypflege!

10 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


„Mann-O-Mann“

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Männer mit Brust!

Männer leiden bei einer gutartigen

Vergrößerung der männlichen Brust!

Der optische Makel belastet nicht

nur psychisch.

Wer unter einer Gynäkomastie leidet, verzichtet

freiwillig auf enge T-Shirts und Pullover.

Im Freibad wird ein freier Oberkörper

möglichst vermieden oder sogar aufs

Schwimmen verzichtet. Zu groß ist die Scham

seine weiblich wirkende Brust zu zeigen.

Foto: © Wikimedia

Vielfältige Ursachen

Bei eine Gynäkomastie schwellen die Brustdrüsen

ein - oder beidseitig an, so dass die

Brust ein weibliches Aussehen

bekommt. Diese gutartige

Vergrößerung der männlichen

Brust kann für den Mann

schmerzlos aber auch

schmerzhaft sein, mit Spannungsgefühlen

oder einer

Berührungsempfindlichkeit der Brustwarzen.

Hinter dem Anschwellen der Brustdrüsen

können sich verschiedene Ursachen

verstecken. Es wird zwischen einer echten

oder falschen Gynäkomastie unterschieden.

Bei der falschen liegt eine Vermehrung des

Fettgewebes, vor allem bei deutlich übergewichtigen

Männern zugrunde und bei einer

echten ist der Drüsenkörper vergrößert.

Kombinationen beider Varianten sind möglich.

Eine geschwollene Brust kann auch

durch Zunahme von Muskelmasse wie sie

bei Bodybildern oder Hochleistungssportlern

vorkommt, entstehen.

Gerade in der Pubertät haben fast 60 Prozent

der Jungen durch die vermehrte Bildung

weiblicher Hormone eine Vergrößerung der

Foto: © Wikimedia

Brust. Diese Pubertäts-Gynäkomastie

bildet sich von selbst zurück und ist

kein Anlass zur Sorge, obwohl sie erheblich

psychisch belasten kann. Wenn sie

sich nicht zurückbildet oder bei einem erwachsenen

Mann erscheint, können Hormonstörungen

vorliegen. Möglich ist das Brustwachstum

durch Medikamente, Anabolika, die

den Hormonhaushalt beeinflussen, manchmal

auch Rauschmittel. Ursache können auch

hormonelle Erkrankungen, Tumorneubildungen,

insbesondere in Hoden oder der Hirnanhangdrüse

sein. Aber auch Lebererkrankungen

können eine Schwellung der Brust verursachen

und in sehr seltenen Fällen ist Brustkrebs

die Ursache.

Diagnose und Therapie

Der Laie kann eine echte von einer Pseudo-

Gynäkomastie (Lipomastie) nicht unterscheiden,

daher muss eine Brustvergröße-

rung ärztlich beim Urologen/ Andrologen abgeklärt

werden. Nach Aufnahme der Anamnese

(Krankengeschichte) fragt der Arzt

nach einer Medikamenteneinnahme und

tastet den Brustdrüsenkörper und die

Lymphknoten in den Achseln ab und untersucht

die Hoden. Eine Blutabnahme ist notwendig

zur Bestimmung des Hormonstatus,

der Leberwerte und eventuell der Tumormarker.

Zur Sicherheit, um Brustkrebs auszuschließen,

kann eine Ultraschalluntersuchung

und eventuell eine Mammographie

durchgeführt werden.

Eine Pseudo-Gynäkomastie muss nicht behandelt

werden. Durch eine Gewichtsabnahme

nimmt auch das Fettgewebe an der Brust

etwas ab. Falls es zu großen, psychischen

Belastungen kommt, können die Brustdrüsen

operativ entfernt werden. Dies wird

auch meist angeraten, wenn trotz Behandlung

der zugrundeliegenden Erkrankung,

sich die Gynäkomastie nicht zurückbildet.

Foto: © Techniker Krankenkasse

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 11


alternative heilmethoden

Foto: © DAK-Gesundheit/Schläger

Alles

pflanzlich?

Pflanzliche Wirkstoffe helfen bei

vielen Erkrankungen und Unpässlichkeiten.

Neben pflanzlichen

Arzneimitteln benötigen

auch pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel

eine fachliche

Beratung!

Viele Verbraucher schätzen pflanzliche Mittel

zur Selbstbehandlung. Ob nun Ginseng-

Saft, Knoblauch-Kapseln oder Wirkstoffe

aus der Sojabohne – nicht alles darf bedenkenlos

genommen werden!

Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel?

Pflanzliche Arzneimittel unterliegen dem

Arzneimittelgesetz und sind damit strengen

Richtlinien hinsichtlich der Qualität, Wirksamkeit

und Verträglichkeit unterworfen.

Sie sind überprüft und erhalten nur eine Zulassung,

wenn ihre Wirksamkeit, Unbedenklichkeit

und Qualität nachgewiesen wurde.

Neben diesen behördlich überwachten Arzneimitteln

gibt es Tabletten, Pulver, Kapseln

oder Trinkampullen, die so aufgemacht

sind wie Arzneimittel. Dabei handelt es sich

12 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013

um pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel

(NEM). Rein rechtlich sind sie keine Arzneimittel,

sondern Lebensmittel und dürfen

nicht mit krankheitsbezogenen Aussagen

beworben werden. Außerdem sind Aussagen

über Linderung oder Heilung nicht

erlaubt. NEM müssen im Gegensatz zu Arzneimitteln

nicht auf Unbedenklichkeit geprüft

und zugelassen werden. Für sie gelten

die Vorschriften über die Verkehrsfähigkeit

von Lebensmitteln und die Nahrungsergänzungsmittel-Verordnung

(NEM-V). Bei Präparaten

mit Vitaminen und Spurenelementen,

die meist gegen Mangelerscheinungen

eingenommen werden, müssen zum Schutz

des Verbrauchers, genaue Angaben zu den

Inhaltsstoffen und zur maximalen Tagesdosis

auf der Verpackung stehen. Für Nahrungsergänzungsmittel

mit Pflanzenwirkstoffen,

speziell für alle „sonstigen Stoffe

mit ernährungsspezifischer oder physiologischer

Wirkung“, gibt es bisher keine Deklarationspflicht.

Was ist drin?

Manche Produkte enthalten keine Angaben

über die verwendete Stammpflanze, die Zusammensetzung

oder Dosierung von Inhalts-

stoffen und es fehlen Angaben über die maximale

einzunehmende Tagesmenge. Nicht

nur Überdosierungen sind möglich! Für Verbraucher

sind diese Angaben aufgrund ihrer

sonstigen Medikamenteneinnahme und Gesundheitszustandes

aber wichtig. Denn bei

gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten

sind Wechselwirkungen möglich. Es gibt NEM

mit isolierten sekundären Pflanzenstoffen

wie Lykopin oder Bioflavonoide, von denen

es keine Langzeit-Sicherheitsstudien gibt.

Andere NEM z. B. mit Ginkgo oder Ginseng

sind so gering dosiert, dass sie keine pharmakologische

Wirkung haben.

Abzuraten ist generell vom Kauf von pflanzlichen

Nahrungsergänzungsmitteln aus dem

Ausland oder über Internet-Shops. Produkte

aus den USA oder aus Asien sind oft in

Deutschland als NEM nicht verkehrsfähig.

Die Präparate sind zu hoch dosiert, enthalten

nicht deklarierte Arzneistoffe oder

unerlaubte Zutaten.

Eine Beratung über Nahrungsergänzungsmittel

mit

Pflanzenwirkstoffen erhalten

Sie in Ihrer Apotheke.

Foto: © Barmer GEK


Serie: Guter Rat aus Ihrer Apotheke

Foto: © Techniker Krankenkasse

Juckende Flohstiche

Haustiere haben oft Flöhe, die auch Menschen

befallen können. Der Stich selbst tut

nicht weh und wird oft nicht bemerkt, denn

Flohspeichel enthält schmerzstillende Substanzen.

Der Speichel kann aber auch Allergien

auslösen und Krankheiten übertragen.

Später können die Stiche, sie liegen meist immer

in einer Reihe, jucken, sich entzünden

und harte, rote Knötchen bilden.

Um sich keine Flohstiche einzuhandeln, sollten

Sie fremden Hunden und Katzen lieber

aus dem Weg gehen. Tierbesitzer sollten ihre

Tiere vor Flöhen schützen. Wirkungsvoll sind

Flohhalsbänder aus der Apotheke. Vergessen

Sie nicht den Schlafplatz des Tieres, er muss

auf jeden Fall mitbehandelt werden, da dort

die Flohlarven leben. Erkundigen Sie sich bei

Ihrem Apothekerteam über Mittel gegen

Flohbefall und falls Sie selber gestochen

wurden, über entzündungshemmende und

juckreizstillende Salben.

Fit in den Frühling!

Im Frühling klagen etwa 50 bis 70 Prozent der Menschen über Müdigkeit, Wetterfühligkeit,

Schwindelgefühl, Kreislaufschwäche, Gereiztheit, Kopfschmerzen und Antriebslosigkeit.

Licht und Temperatur haben Einfluss auf unseren Stoffwechsel und

den Hormonhaushalt. Auch Temperaturschwankungen machen dem Körper zu schaffen.

Die Körpertemperatur steigt, die Blutgefäße weiten sich und der Blutdruck sinkt.

Erst langsam wird durch die UV-Strahlung das Schlafhormon Melatonin gedrosselt

und die Produktion des Glückshormons Serotonin gesteigert.

Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen und Rheumakranke reagieren besonders

heftig auf die Umstellungen. Gegen die Symptome können Sie aktiv etwas tun. Bewegen

Sie sich regelmäßig an der frischen Luft und tanken Sie nun reichlich Tageslicht.

Mit kalt-warmen Wechselduschen, Kneipp’schen Anwendungen und Saunabesuchen

trainieren Sie Ihr Gefäßsystem. Essen Sie mehr Frisches! Vitaminreiche Salate,

Obst und Gemüse kurbeln Ihren Stoffwechsel an. Ihr Apothekerteam hat ein offenes

Ohr für Ihre Probleme!

Foto: © Techniker Krankenkasse

Haltbarkeit von Medikamenten

Damit Arzneimittel sich so lange halten, wie

auf der Verpackung angegeben, sollten unbedingt

einige Lagerungshinweise beachtet

werden. Das Haltbarkeitsdatum bezieht sich

immer auf die ungeöffnete Packung. Innerhalb

dieser Zeit garantiert der Hersteller die

Qualität des Präparats. Je nach Inhaltsstoffen

und Zubereitungsform werden Arzneimittel

zu Hause und in der Apotheke bei unterschiedlichen

Temperaturen gelagert. Ein

Blick auf die Verpackung oder auf den Beipackzettel

gibt Hinweise über die geeignete

Temperatur. Tiefgekühlt bedeutet unter minus

15 Grad Celsius. Sollen die Arzneimittel

im Kühlschrank aufbewahrt werden, beträgt

die ideale Temperatur zwischen zwei und

acht Grad. Aufbewahrungsort ist idealerweise

das Gemüsefach. Kalt heißt zwischen

acht und 15 Grad und eine Raumtemperatur

bedeutet zwischen 15 und 25 Grad. Außerdem

sollen Arzneimittel immer vor Licht und

Feuchtigkeit geschützt werden. Das Badezimmer

ist daher kein geeigneter Aufbewahrungsort

für Medikamente!

Foto: © ABDA

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 13


alternative heilmethoden

Wirkungs

Foto: © wikimedia/Brunswyk

Frische Pflanzenpresssäfte enthalten

alle pflanzliche Wirkund

Inhaltsstoffe in natürlicher

Konzentration und gelten als

traditionelle pflanzliche Arzneimittel.

Alltagsbeschwerden können sehr sanft, aber

wirkungsvoll mit der Heilpflanzentherapie

gelindert werden. In der Apotheke sind Heilpflanzen

in sehr unterschiedlichen Zubereitungsarten

erhältlich: als Teedrogen, in

Tropfenform als alkoholische Auszüge, als

Dragees, Lutschtabletten und als frische

Pflanzenpresssäfte. Eine Therapie mit Heilpflanzensäften

ist nicht neu und seit Jahrhunderten

in Kräuterbüchern belegt. Seit

1961 sind „Presssäfte aus frischen Pflanzen“

offiziell als Naturheilmittel in das bundesdeutsche

Arzneimittelgesetz aufgenommen.

Heilpflanzensäfte werden aus frisch geernteten

Pflanzen gepresst und sofort in sterile

Gläser oder Trinkampullen gefüllt. Durch

eine Kurzzeiterhitzung sind sie keimfrei.

Pflanzenpresssäfte bleiben frei von Konservierungsmitteln

oder Zusätze von Zucker

und Alkohol. Daher müssen sie nach dem

Öffnen in den Kühlschrank und sollten innerhalb

von etwa vierzehn Tagen verbraucht

sein. Ungeöffnet halten sich die Presssäfte

mindestens drei Jahre. Bei Heilsäften kann

es natürlicherweise zu Trübungen und Bodensätzen

kommen. Die Stoffe lassen sich

vor Gebrauch aufschütteln. Eine Verkeimung

wird verhindert, indem immer der beiliegende

Dosierbecher verwendet wird, anstatt

direkt aus der Flasche zu trinken. Wem

der Pflanzenpresssaft pur nicht schmeckt,

darf ihn vorzugsweise mit Wasser und mit

Frucht- oder Gemüsesaft verdünnen.

Bei Heilkräutern kommt es immer auf die

richtige Dosierung an, daher muss der

Anwender bei jedem Pflanzenpresssaft die

Dosierungsanleitung, Art und Dauer der

Anwendung genau befolgen. Vor allem Allergiker

sollten bei Pflanzenpresssäften

vorsichtig sein.

Bei ernsthaften, andauernden

Beschwerden, bei Schwangerschaft,

Stillzeit und einem

kurmäßigen oder regelmäßigen

Gebrauch der Heilpflanzensäfte,

sollten Sie mit

Ihrem Apotheker, Arzt oder

Heilpraktiker sprechen.

Foto: © ABDA

Artischockensaft

Die Artischocke ist eine große, distelähnliche

Pflanze, deren Blütenhüllen und Blütenboden

als Gemüse Verwendung findet. Aus

den Blütenknospen wird der Artischockenpresssaft

gewonnen, der einen hohen Gehalt

an Bitterstoffen, darunter Cynarin vorweist.

Diese Substanzen fördern den Gallenfluss,

unterstützen außerdem die Entgiftungstätigkeit

der Leber und fördern

den Fettstoffwechsel. Auch bei Übelkeit,

Völlegefühl und Blähungen hat sich der

Artischockensaft als hilfreich erwiesen. Er

soll sich außerdem positiv auf die Blutfettwerte

und den Cholesterinspiegel auswirken.

Hinweis:

Personen, die auf Artischocke und andere

Korbblütler überempfindlich reagieren,

dürfen Artischockensaft nicht einnehmen.

Das gilt auch bei Verschluss der Gallenwege

und Gallensteinleiden.

14 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

volle Heilpflanzensäfte

(1.Teil)

Foto: © wikimedia/Jeffdelonge

Foto: © wikimedia

Foto: © wikimedia/Michael Gasperl

Baldriansaft

Baldrian wächst auf feuchten Wiesen und in

Fluss- und Bachniederungen. Heilkraft besitzen

die Wurzeln des unscheinbaren, fiederblättrigen

Gewächses, aus dem der Baldriansaft

ausgepresst wird. Baldrian hat

eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem.

Er wirkt besänftigend und erleichtert

das Einschlafen, ohne den gesunden

Schlaf zu stören. Somit ist Baldriansaft ein

ideales Beruhigungsmittel bei Stress, bei

Nervosität und besonders bei Prüfungsangst.

Außerdem wirkt er sich wohltuend

und entspannend auf die Nervenbahnen unserer

inneren Organe aus, deshalb hilft er

auch bei Magenkrämpfen, Frauenleiden und

Beschwerden in den Wechseljahren.

Hinweis:

Eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens

sowie der Verkehrstüchtigkeit ist möglich.

Während der Anwendung sollte auf Alkohol

möglichst verzichtet werden und eine

Kombination mit synthetischen Beruhigungsmitteln

wird nicht empfohlen.

Birkenblättersaft

Das zarte Maigrün der Birke und ihr milder

Duft zählen zu den ersten Boten des Frühlings.

Es gibt zwei Arten von Birken: die Hängebirke

und die Moorbirke. Beide finden

Verwendung als Arznei. Der Pflanzensaft

wird aus den jungen Blättern hergestellt.

Geschätzt wird der Birken-Presssaft von

Medizinern und Naturheilkundlern zur unterstützenden

Behandlung rheumatischer

Beschwerden, als harntreibendes Mittel,

zum Durchspülen der Harnwege bei bakteriellen

Entzündungen und bei Nierengrieß.

In der Volksmedizin ist Birkensaft auch ein

Mittel gegen Arterienverkalkung und bei

trockener, rissiger Haut mit Ekzemen.

Hinweis:

Während einer Durchspülungstherapie

muss über den Tag verteilt reichlich Flüssigkeit

getrunken werden. Keine Durchspülungstherapie

bei Ödemen aufgrund eingeschränkter

Herz- oder Nierentätigkeit! Bei

einer Überempfindlichkeit gegen Birkenpollen

ist Birkensaft nicht anzuwenden.

Brennnesselsaft

Der Frischpflanzen-Presssaft wird aus frischem

Brennnesselkraut gewonnen. Mit

ihrem hohen Gehalt an Eisen, Kalium, Kalzium,

Vitamin A und D gilt die Brennnessel als

besonders vitamin- und mineralstoffreich

und ist als harntreibendes Mittel bekannt.

Verantwortlich dafür ist Kalium, das die

Nierengefäße erweitert und so eine höhere

Ausscheidung von Wasser und anderen

harnpflichtigen Stoffen ermöglicht. Der

Brennnesselsaft hat auf unseren gesamten

Körper einen sehr positiven Einfluss und

aktiviert viele Stoffwechselvorgänge und

bessert leichte Gelenkschmerzen.

Hinweis:

Bei bekannten Allergien gegen Brennnesselkraut,

wenn eine reduzierte Flüssigkeitsaufnahme

empfohlen ist, etwa bei schweren

Herz- oder Nierenleiden und bei Wasseransammlungen,

aufgrund eingeschränkter

Herz- oder Nierentätigkeit, darf dieser Heilpflanzensaft

nicht eingenommen werden.

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 15


April 2013

01 Montag April

Ostermontag

08 Montag

02 Dienstag

09 Dienstag

03 Mittwoch

10 Mittwoch

04 Donnerstag

11 Donnerstag

05 Freitag

12 Freitag

06 Samstag

13 Samstag

07 Sonntag

Weißer Sonntag

14 Sonntag

15 Montag

16 Dienstag

17 Mittwoch

18 Donnerstag

19 Freitag

20 Samstag

21 Sonntag

22 Montag

23 Dienstag

24 Mittwoch

25 Donnerstag

26 Freitag

27 Samstag

28 Sonntag

29 Montag

30 Dienstag

Walpurgisnacht

01 Mittwoch Mai

Maifeiertag

02 Donnerstag

03 Freitag

04 Samstag

05 Sonntag


Naturheilkunde & Gesundheit • Exklusiv aus Ihrer Apotheke

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aromatisch

Spargel

mit Kerbel-Butter

Zutaten:

2 kg Spargel

Salz und Pfeffer

200 g Butter

2 Bund Kerbel

1 Zitrone, unbehandelt

1 kg Kartoffeln

Zubereitung:

Weiche Butter mit etwas Salz, Pfeffer und

abgeriebener Zitronenschale verrühren.

Kerbel waschen und trocken tupfen, davon

ein Bund, fein gehackt, unter die Butter rühren.

Mithilfe von Pergamentpapier daraus

eine Rolle formen und in den Kühlschrank

legen.

Spargel waschen, schälen, die Enden abschneiden

und in ein feuchtes Tuch einschlagen.

Spargelschalen mit Wasser bedeckt

etwa 20 Minuten auskochen, dann entfernen.

Kartoffeln waschen, bürsten und in

leicht gesalzenem Wasser etwa 20 Minuten

garen, abgießen und ausdampfen lassen.

Während die Kartoffeln garen, den Spargel

in einem großen Topf liegend, etwa 15 Minuten

im vorbereiteten Spargelwasser garen.

Spargel aus dem Wasser nehmen, auf

eine vorgewärmte Platte legen und mit Kerbel

dekorieren. Dazu werden, die in Scheiben

geschnittene Kerbel-Butter und die

Kartoffeln serviert.

Foto: © Paul Offermanns


atgeber gesundheit

Im Dialog mit den Bäumen

Körper, Geist und Seele sind

täglich einer Vielzahl negativer

und belastender Einflüsse

ausgesetzt und das kostet uns

eine ganze Menge Kraft.

Unser Immunsystem verliert

immer mehr die Fähigkeit, sich

zu regenerieren. Spätestens

dann wird es allerhöchste Zeit,

sich der Bäume zu erinnern!

Es gibt seit alters her ein sich immer wieder

bewährendes Naturheilmittel, das jedem

von uns zur Verfügung steht. Es kostet

nichts! Vom Wald ist hier die Rede, genauer

gesagt von den Bäumen, die wir dort finden

und die auf uns warten, um mit uns in Kommunikation

zu treten. Wenn auch nicht immer

bewusst, so spürt doch jeder die beruhigende

Wirkung der Waldatmosphäre, der

wir uns kaum entziehen können. Es ist nicht

nur die Stille, die wir als angenehm und

wohltuend empfinden. Es muss mehr sein,

als unser Verstand zu realisieren vermag.

Was sich auf unserer Gefühlsebene abspielt

ist sogar wissenschaftlich untermauert: die

aufbauenden und stärkenden Impulse

werden über das limbische System unseres

Gehirns verarbeitet und über Neurotransmitter

(Nervenübertragungsbotenstoffe)

an den gesamten Organismus weitergeleitet.

Aufgrund neuer Erkenntnisse wissen

wir, dass das Nervensystem mit dem Drüsen-

und Abwehrsystem direkt vernetzt ist

und daher positive Empfindungen weitgehendere

Wirkungen haben, als bisher in

der Medizin angenommen wurde.

von Hildegard

Willms-Beyárd

Gesundheitsberaterin

Bäume besitzen

heilende Kräfte!

Damit sind nicht nur ihre Wirkstoffe gemeint,

die in der Heilkunde immer schon

Bedeutung hatten. Es sind die ganz besonderen

Energien der Bäume, die uns so

außerordentlich gut tun.

Wir lehnen uns an den vertrauenserweckend

dicken Stamm eines alten Baumes,

der unserem Rücken einen wunderbaren

Halt gibt, betrachten seine kräftigen Wurzeln,

die sich ringsum im Boden tief verankert

haben und fühlen uns unter dem grünbelaubten

Blätterdach geborgen. Vögel hüpfen

im Gezweig und kleine Insekten fliegen

von Blatt zu Blatt. Auch auf dem Waldboden

rings um uns herum spielt sich bei näherem

stillen Betrachten reges Leben ab und wir

fühlen uns eingebunden in diese Lebensgemeinschaft

Baum.

Allein schon diese Empfindung wirkt harmonisierend

und kann uns durchaus wieder in

die richtige Balance bringen, draußen in der

Stille der Natur geschieht das fast von

alleine. Das Einzige, was wir tun müssen: All

unsere Sinne wie Antennen weit ausfahren,

um die Signale empfangen zu können, jene

Energien, die uns wieder zum wahren Strom

des Lebens zurückführen können. Bäume

eignen sich besonders gut dafür, schon im

Altertum wurden ihnen mächtige Kräfte

zugesprochen.

Die starke Heilkraft der Bäume resultiert

aus ihrer Sprache, die nur in der Begegnung

mit ihnen zu verstehen ist. Unser Innerstes

wird angesprochen und berührt und so wird

es möglich, sich selbst wahrzunehmen. Bäume

haben uns viel zu sagen, und wer ihre

Symbolsprache versteht, wird die Einladung

annehmen, sich einmal ganz bewusst in

Ruhe unter einen alten Baum zu setzen.

Foto: © contrastwerkstatt/Fotolia

18 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Foto: © Wikimedia/Pfiffner Pascal

Foto: © Wikimedia

Quälende Flecken im Mund

Aphthen tun höllisch weh und

stören beim Essen, Sprechen

und Schlucken.

Sie werden auch als Aften oder Aphten bezeichnet

und gehören zu der häufigsten Erkrankungen

der Mundschleimhaut. Es werden

drei Formen unterschieden. Die linsengroßen

Minor-Aphthen kommen am häufigsten

vor, während die centgroßen Major-Aphthen

seltener erscheinen, tiefer in die

Schleimhaut eindringen und eine längere

Heildauer haben. Sehr selten kommen herpetiforme

Aphthen vor, die bevorzugt am

Zungenrand und an der Innenseite der Lippen

erscheinen. Die Entzündungen mit kleinen

weiß-gelblichen Stippen oder Bläschen

haben einen ringförmigen hochroten Umriss.

Aphthen sind nicht nur lästig, sondern

sehr schmerzhaft. Typischerweise kommt

die Erkrankung im Zungenraum, der Wangenschleimhaut

und im Gaumenbereich vor.

Je nachdem wo die Entzündungen auftauchen,

können starke Schmerzen beim Kauen,

Trinken, Schlucken, Zähneputzen oder

Sprechen entstehen. Vor allem bei sauren

Lebensmitteln, wie Zitrusfrüchte und Säfte

und scharfen Gewürzen kann der Mundraum

unangenehm brennen und schmerzen.

Woher kommen sie?

Bisher ist nicht geklärt warum Aphthen entstehen.

Es gibt eine ganze Reihe von Mutmaßungen

über ihre Ursache. Schon Kinder können

sie bekommen und Frauen leiden häufiger

als Männer darunter, daher könnten hormonelle

Einflüsse eine Rolle spielen. Als Auslöser

werden Bakterien und Viren vermutet.

Auf jeden Fall können Aphten durch die seltene

Gefäßerkrankung Morbus Behcet entstehen.

Eine Aphthenbildung wird gefördert

durch unverträgliche Lebensmittel, beruflichen

oder privaten Stress oder ein geschwächtes

Immunsystem. Mechanische Reize

des Zahnfleisches durch schlecht sitzende

Zahnspangen, Prothesen oder Verletzungen

mit der Zahnbürste, können ebenfalls zu den

schmerzenden Entzündungen führen. Als

weitere mögliche Ursachen werden eine Autoimmunreaktion

des Körpers sowie eine

fehlerhafte Regulierung der Blutgefäße

durch die Nerven diskutiert. Forscher vermuten,

dass eine unzureichende Versorgung

mit Zink, Eisen sowie Vitamin B 12 die Erkrankung

begünstigen kann.

Schmerzen lindern!

Die kleinen Stellen in der Mundschleimhaut

sollen nicht ansteckend sein und brauchen

nicht behandelt zu werden, obwohl Ärzte

eine familiäre Häufung beobachten. Wer

nicht weiß ob es sich bei der Entzündung im

Mundraum um eine Aphthe handelt, sollte

sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen.

In einem Zeitraum von ein bis zwei Wochen

heilen die Stellen normalerweise von

selber ab. Kehren sie häufig wieder, wird von

einer chronisch rezidivierenden Aphthose

gesprochen. Falls sich die Entzündungen

in dieser Zeit nicht zurückziehen, kann

eine Herpesinfektion dahinterstecken. Beschwerden

durch Aphthen können mit

pflanzlichen Tinkturen aus Myrrhe, Nelken

oder Rhabarberwurzel, Minzöl, Kamille-, Salbei-

oder Spitzwegerichtee gelindert werden.

Da die Entzündungen sehr schmerzhaft sind,

helfen auch lokal betäubende Salben und

Gels.

Ihr Apothekenteam

berät Sie um Fragen rund

um die Mundhygiene!

Foto: © Wikimedia Foto: © KKH

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 19


wellness & gesundheit

Foto: © Techniker Krankenkasse

Bewegung ist die

beste Medizin!

Regelmäßige Bewegung fördert

das Wohlbefinden und

kann vielen Krankheiten vorbeugen.

Warum ist sportliche

Betätigung so gesund?

Der Zusammenhang zwischen mangelnder

Bewegung und Erkrankungen ist wissenschaftlich

belegt und lässt keine Zweifel aufkommen:

Bewegung ist Medizin! Inzwischen

erkennen immer mehr Menschen, dass Gesundheit

kein Konsumgut und ihr Körper keine

Maschine ist. Gesundheit ist nicht käuflich,

sondern jeder muss sie sich erarbeiten.

Neben positiven Eigenschaften auf das Herz-

Kreislauf- und Stoffwechselsystem sowie des

Bewegungsapparates beugen regelmäßige

körperliche Aktivitäten, besonders an der frischen

Luft Erkältungskrankheiten vor, entspannen

und stärken Geist und Seele. Bewegung

fördert Ausdauer, Kraft, Koordination,

Beweglichkeit und Schnelligkeit. Es wird

mehr Sauerstoff aufgenommen, mehr Energie

verbraucht, Verspannungen gelöst und die

Muskulatur gestärkt. Mit Bewegung ist nicht

unbedingt Sporttreiben gemeint. Auch strammes

Gehen reicht aus, aber es sollte regelmäßig

gemacht werden, um seine Leistungsfähigkeit

stabil zu halten. Wer sich bisher

wenig bewegt hat und schon älter ist, sollte

vorher unbedingt einen Check-up beim Arzt

machen.

Wer rastet, der rostet

Fast jeder kennt die alte Volksweisheit: Wer

rastet, der rostet. Kurz und knapp wird ausgedrückt,

wie der menschliche Körper aufs

Nichtstun reagiert. Alles, was genutzt wird,

kann sich entwickeln und was wir nicht nutzen,

verkümmert. Ein Bewegungsmangel lässt

Muskeln und Knochen schwinden. Jeder, der

mal ein gebrochenes Bein hatte oder mehrere

Wochen im Krankenbett liegen musste

weiß, die ruhiggestellten Muskeln müssen

erst wieder aufgebaut werden. Auch die Knochenmasse

nimmt in der Ruhephase einige

Prozent ab. Im Umkehrschluss bedeutet dies:

Bewegung lohnt sich immer! Durch einen aktiven

Lebensstil, mit mindestens 20 bis 30 Minuten

körperlicher Aktivität am Tag, können

Sie den Knochenabbau (Osteoporose) bremsen.

Sie signalisiert dem Körper, dass die

Knochen noch gebraucht werden und daher

funktionstüchtig bleiben müssen. Das Muskelsystem

und die körperliche Bewegung

Foto: © Techniker Krankenkasse

20 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

haben möglicherweise einen größeren Einfluss

auf die Entwicklung des Skeletts, als die

Höhe der Kalziumaufnahme. Zur Osteoporose-Vorbeugung

eignen sich viele Sportarten

wie Muskelaufbau- bzw. Krafttraining, Walking,

Nordic Walking, Joggen, Wandern, Radfahren,

Golf, Tennis, Tanzen, Schwimmen und

Gymnastik in vielen Variationen. Auch im hohen

Alter kann über gezieltes und schonendes

Training ein Knochenabbau aufgehalten

werden.

Übergewicht, ein träger müder Darm, Völlegefühl,

Unwohlsein, Blähungen und Verstopfung

entstehen oft durch ungünstige Ernährungs-

und Lebensgewohnheiten. Wenn Sie

den ganzen Tag im Büro sitzen sollten Sie sich

möglichst in der Freizeit täglich bewegen. Gehen

Sie schwimmen, joggen, wandern oder

tanzen. Flott Spazierengehen ist für viele auch

in der Mittagspause möglich, denn diese

Aktionen machen den Darm wieder fit.

Bewegung

verordnet und dosiert

Inzwischen ist bekannt, dass Diabetes Typ 2

eine typische Muskelschwunderkrankung ist

und dass hoher Blutdruck eine Gefäßschwäche

infolge mangelnder Bewegung ist. Demenz

könnte durch eine Optimierung der

Effekte. Gleichzeitig steigt die Lebensqualität

der aktiven Menschen deutlich an.

Foto: © Techniker Krankenkasse

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Bewegungsmangel ist auch eine der häufigsten

Ursachen für Rückenschmerzen, darunter

leidet etwa 80 Prozent der deutschen Bevölkerung.

Wer mit Hexenschuss & Co. nichts

zu tun haben möchte, braucht Bewegung, Bewegung

und nochmals Bewegung. Angemessene

Bewegung führt zu einer besseren

Durchblutung, zum Abtransport schädlicher

Substanzen und besserer Nährstoffversorgung.

Doch wer bereits unter Rückenschmerzen

leidet, sollte sich genau überlegen, welche

Sportart er wählt. Alles, was im Wasser

stattfindet, eignet sich besonders für Ungeübte.

Wasserball, Tauchen und Schwimmen

stärken Muskeln ohne dabei die Gelenke zu

belasten. Sportarten wie Wandern, Joggen

oder Radfahren sind ideal, nicht nur was die

Ausdauer betrifft. Gleichmäßige Abläufe

stärken das Muskelkorsett des Rückens ohne

dabei die Gelenke zu belasten.

Sauerstoffversorgung und der Stoffwechselprozesse

im Gehirn verhindert werden. Bewegung

wirkt sozusagen als Medikament und

diese Medizin hat keine Nebenwirkungen.

Studien über einen Zeitrahmen bis zu 30 Jahren

konnten eindeutig nachweisen: Mehr Bewegung

senkt Krankheit und folglich Todesfälle.

Es ist sogar eine eindeutige Dosis-Wirkungsbeziehung

auszumachen. Je größer das

Bewegungsvolumen, desto größer sind die

Weil nun Bewegung Medizin ist, muss sie

auch individuell verordnet und dosiert werden,

am besten vom Mediziner. Denn jeder

Mensch bringt andere Voraussetzungen mit

und die verschiedenen Trainingsformen sind

unterschiedlich wirksam. Daher haben sich,

schon vor einiger Zeit, die Deutsche Gesellschaft

für Sportmedizin und Prävention

(DGSP), die Bundesärztekammer sowie der

Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zusammengetan,

um die Initiative „Rezept für

Bewegung“ umzusetzen, mit dem Ziel, möglichst

viele ihrer Patienten zu einem dauerhaften

aktiven Lebensstil zu motivieren. Das

Rezept ist für Patienten eine Orientierungshilfe

bei der Suche nach qualifizierten und

zertifizierten Angeboten. Es ist eine Empfehlung

Ihres Arztes, ohne

Abrechnungsmöglichkeit,

aber für ein Gesundheitsplus

mit Erfolgserlebnissen

und viel Spaß.

Weitere Infos:

Dieses Rezept für mehr Bewegung

kann Ihnen Ihr Arzt verschreiben.

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 21


alternative heilmethoden

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Gemmotherapie –

Heilen mit Knospen

Eine sanfte Form der Phytotherapie

ist die Gemmotherapie. Die Wachstumskräfte

der Pflanzen regen beim Menschen die

Selbstheilungskräfte an.

In Frankreich und der Schweiz ist die Gemmotherapie

schon länger etabliert und Gemmotherapeutika

sind als Arzneimittel zugelassen.

In Deutschland ist diese Therapiemöglichkeit

eher unbekannt! Die Gemmotherapie

nutzt die hochaktiven Wachstumskräfte

von Pflanzen für den Menschen.

Ausschließlich frische Knospen (lat. gemma

= Knospe), Triebspitzen, junge Schösslinge

und im Wachstum befindliche Wurzelfasern

werden verwendet, während in der klassischen

Phytotherapie ausgewachsene Pflanzenteile,

Blüten, Früchte oder Wurzeln eingesetzt

werden. Nach der Philosophie der

Gemmotherapie steckt in dem Embryonalgewebe

die größte Energie und Vitalität einer

Pflanze. Ihr Wachstumsdrang wird besonders

im Frühling sichtbar, wenn die Natur

nach einigen warmen Sonnentagen fast

zu explodieren scheint! In diesem frühen

Wachstumsstadium enthält das Gewebe

reichlich wachstumsfördernde Pflanzenhormone

wie Auxine und Gibberelline. Um sich

vor Fehlteilungen zu schützen, besitzt der

embryonale Organismus der Pflanze bestimmte

Eiweißstoffe (Phytoproteine). Diese

Substanzen werden für Therapiezwecke

schonend aus den Pflanzen herausgelöst.

Heilen mit Knospen

Schon Hildegard von Bingen empfahl zur

Heilung von Erkrankungen die Knospen einiger

Pflanzen. Dadurch angeregt entdeckte,

in den 50er-Jahren, der belgische Arzt Dr. Pol

Henry die Phyto-Embryotherapie. Später

entwickelte der Homöopath Dr. Max Tétau

daraus die Gemmotherapie, die heute fester

und erfolgreicher Bestandteil der Pflanzenheilkunde

ist. Studien zeigten, dass die aus

Knospen hergestellten Essenzen auf den

Zellhaushalt des Körpers wirken und sie

sind auch nachweisbar in Veränderungen

des Blutbildes. Die Mittel regen die Bildung

spezieller weißer Blutkörperchen (Makrophagen)

an, die Krankheitserreger wie Bakterien

aufnehmen und abbauen. Knospenmazerate

können daher den Organismus bei

Regenerations- und Heilungsprozessen hilfreich

unterstützen. Das bekannteste Mittel

in der Gemmotherapie und die am meisten

verabreichte Essenz stammt von der

Schwarzen Johannisbeere (Ribes nigrum).

Sie wird als sanftes, pflanzliches Kortison

bezeichnet. Zur weiteren Anwendung kommen

die Knospen von Birke, Feigenbaum,

Gewöhnliche Esche, Wacholder, Olivenbaum,

Bergföhre, Hagebutte, Rosmarin,

Himbeere, Mammutbaum, Silberlinde, Preiselbeere

und Weinbeere.

Gemmotherapeutika

sind ergiebig

Die Herstellung der Essenzen ist sehr zeitaufwändig

und muss sorgfältig geschehen.

Frische, einheimische Pflanzenknospen

werden zu einem bestimmten Erntezeitpunkt

gesammelt und in einem Glycerol-

Alkohol-Gemisch mazeriert, das heißt eingelegt.

Nach dem Filtern und Verdünnen

entsteht ein wohlschmeckendes, effizient

22 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

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wirkendes und hochwertiges Heilmittel, das

sogenannte Knospen-Clycerol-Mazerat.

Knospenmazerate werden als Mundspray

verwendet, ermöglichen eine geringe Einnahmemenge

und haben eine hohe Ergiebigkeit.

Das Mittel wird direkt mit zwei bis

drei Sprühstößen auf die Mundschleimhaut

gesprüht, erfahrungsgemäß zwei- bis dreimal

täglich. Eine Einnahme erfolgt möglichst

eine Viertelstunde vor dem Essen. Durch

die Mundschleimhaut können die Wirkstoffe

schnell und vollständig in den Blutkreislauf

aufgenommen werden. Die Wirkung tritt so

rascher ein und eine unerwünschte Zersetzung

im Magen-Darm-Trakt wird vermieden.

Verschiedene Pflanzenauszüge können miteinander

kombiniert werden, aber nur die

Pflanzen, die auch in der Natur gemeinsam

vorkommen. Zwischen den verschiedenen

Präparaten sollte ein zeitlicher Abstand

sein. Bei komplexen Krankheitsbildern ist

es immer angebracht, sich von einem in dieser

Therapie ausgebildeten Arzt oder Heilpraktiker

behandeln zu lassen.

Wirkungsspektrum

der Gemmoextrakte

Das Einsatzgebiet der Gemmomazerate ist

sehr vielseitig. Bei akuten sowie chronischen

Gesundheitsstörungen können sie

regulierend, ausleitend oder reinigend auf

den Organismus wirken. Die Pflanzenzubereitung

lässt sich bei vielen Funktionsstörungen

wie Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden,

Schlafstörungen, Magenbrennen,

Allergien oder Heuschnupfen einsetzen.

Sie entfalten unterschiedliche medizinische

Wirkungen: entzündungshemmend,

antiallergisch, antirheumatisch, beruhigend,

schmerz- und krampfstillend.

Heilwirkung

einiger Knospenmazerate

Bergföhrenknospe

(Pinus montana)

Pflanzliches Antirheumatikum bei sämtlichen

rheumatischen Prozessen entzündlicher und

degenerativer Art: Rheuma, Arthrose, Arthritis.

Hagebuttenknospe

(Rosa canina)

Pflanzliches Analgetika bei Schmerz- und

Krampfzuständen, wie Kopf- und Nervenschmerzen,

Migräne und Neuralgien.

Himbeerknospe

(Rubus idaeus)

Pflanzliches Hormonmittel bei Frauenkrankheiten

wie Menstruationsstörungen, Wechseljahrbeschwerden

und hormonellen

Störungen.

Schwarze Johannisbeerknospe

(Ribes nigrum)

Pflanzliches Kortison für entzündliche und

allergische Prozesse, bei Bronchitis, Schnupfen,

Heuschnupfen und Sinusitis.

Mammutbaumknospe

(Sequoia gigantea)

Pflanzliches Beruhigungsmittel bei nervlichen

Störungen sowie bei Schwäche und

Alterungsbeschwerden.

Olivenbaumknospe

(Olea europaea)

Pflanzliches Gefäßmittel bei hohem Blutdruck,

Schwindel, Arterienverkalkung und

Altersbeschwerden.

Knospenmazerate sind in der

Apotheke erhältlich

Foto: © www.maudrich.com/verlag

Alternative

Therapien

Gemmotherapie unterstützt andere

Behandlungsmethoden und kann

selbst durch Phytotherapie und

Mineralientherapie ergänzt werden.

Dr. Hans Martin Steingasser

Buch

Gemmotherapie-Phytotherapie-

Mineralientherapie

Verlag Wilhelm Maudrich, Wien

ISBN: 978-3-85175-830-6

37,00 €

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 23


atgeber gesundheit

Fotos: © gvw

Wenn Wunden schlecht heilen!

Drei bis vier Millionen Menschen leiden an chronischen Wunden. Die Ursachen sind

komplex und die richtige Diagnose und Behandlung gestaltet sich schwierig.

Damit eine Wunde rasch heilt, kommt es auf die richtige Wundversorgung

an. Tiefe, größere und stark blutende Wunden, müssen oft

genäht und vom Arzt versorgt werden. Kleinere Schnitt- und Schürfwunden

können meist selbst behandelt werden. Ist Dreck in die

Wunde gelangt, wird diese sofort unter klarem Leitungswasser

ausgespült, danach Desinfektionsspray aufgesprüht und mit einem

Pflaster abgedeckt! Normalerweise heilen durch Verletzungen

entstandene Hautwunden immer ab. Falls sie sehr schlecht

heilen, muss nach dem Grund gesucht werden. Nur durch Klärung

und Behandlung der Ursachen kann der Entzündungsprozess

gestoppt werden. Das ist besonders wichtig bei Wunden, die ohne

erkennbaren äußeren Anlass entstanden sind.

Was sind die Ursachen?

Eine Wunde kann nur abheilen, wenn die arterielle Blutversorgung

der betroffenen Haut intakt ist. Problematisch wird es bei arteriellen

Durchblutungsstörungen vor allem in Beinen und Füßen. Häufig

sind Venenerkrankungen wie eine Arteriosklerose der Beinarterien

eine Ursache für schlecht heilende Wunden. Betroffene spüren vorher

schon belastungsabhängige Schmerzen in Waden und Oberschenkeln

(„Schaufensterkrankheit“). Diabetiker dagegen nehmen

dieses Warnsignal nicht wahr, da sie unter Störungen der

Schmerzempfindlichkeit leiden. Außerdem entdecken

sie wegen mangelndem Wundschmerz auch viel zu spät

Verletzungen an den Füßen. Bei Rauchern können durch

Durchblutungsstörungen und Gefäßverschlüsse stark

schmerzende Wunden entstehen. Aber auch bei Nichtrauchern

kommen Verschlüsse der Finger- und Zehenarterien vor.

Ursache kann eine Verschleppung (Embolie) von Blutgerinnseln

oder von Cholesterinkristallen sein oder eine Systemerkrankung

des Körpers.

Die häufigste Ursache von Wundheilungsstörungen sind aber

Venenerkrankungen. Das Blut kann bei Krampfaderleiden oder nach

einer Beinvenenthrombose schlechter zurücktransportiert werden.

Es versackt in den Beinen. Der Blutstau macht sich in einer Schwellung

(Ödem) und einer Braunverfärbung der Haut, speziell im Knöchelbereich

bemerkbar. An diesen Stellen können aus Bagatellverletzungen

Wunden entstehen, die ohne Behandlung schnell größer

werden. Bei älteren Patienten kann es zu mehreren Wunden gleichzeitig

kommen, die sich aus Hautausschlägen bilden. Oft liegt eine

Entzündung der kleinsten Hautarterien und -venen zugrunde.

Anlaufstelle Wundzentren

Für schlecht heilende Wunden sind Gefäßspezialisten (Angiologen)

die richtigen Ansprechpartner. Eine Anlaufstelle für Patienten mit

chronischen Wundheilungsstörungen (Wundchroniker) sind ambulante

Wundzentren (www.wundzentren.de). Dort arbeiten

Spezialpflegekräfte und Ärzte, außerhalb des Krankenhauses,

zusammen, die sich darum kümmern, dass chronische

Wunden abheilen oder deutlich verkleinert werden.

Durch die ambulante Komplettversorgung chronischer

und sekundär heilender Wunden, kann die Lebensqualität

Betroffener deutlich verbessert werden.

24 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


Exklusiv aus Ihrer Apotheke

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 25


atgeber gesundheit

Schützen Sie Ihr Gehör!

Unsere Ohren sind immer

auf Empfang. Regelmäßige

Ruhezeiten erhalten das

Hörvermögen!

Eine Dauerbeschallung und zu viel Dezibel

bleiben nicht ohne Folgeschäden für das

Gehör. Werden die Ohren längere Zeit hohen

Schallpegeln ausgesetzt, kommt es zur

Unterversorgung der Haarzellen im Innenohr

mit Nährstoffen und damit zu einer vorübergehenden

Schwerhörigkeit. Haarzellen

können sich wieder in acht bis zehn Stunden

erholen. Doch wer seinen Ohren keine Ruhepausen

gönnt, muss mit einer Schädigung

und einem Hörverlust rechnen, weil dann

die äußerst sensiblen Haar- bzw. Sinneszellen

im Ohr zerstört werden. Hörinformationen gelangen nicht

mehr ungehindert ins Gehirn, es können Ohrgeräusche (Tinnitus)

und langfristig eine Schwerhörigkeit auftreten.

Lärm schadet dem Gehör!

Laute Geräusche gehören zum Alltag! Schon im Kinderzimmer gibt

es geräuschvolles Spielzeug, das dudelt, piept oder rasselt. Heranwachsende

lieben Computerspiele mit lauten Soundtracks. Jugendliche

hören nicht nur ihre Lieblingsmusik über Kopfhörer, sondern

gehen zusätzlich in Discos, Kneipen und auf Konzerte. Nebenbei

läuft den ganzen Tag das Radio, Computer oder der Fernseher. Hörschäden

bei Kindern und Jugendlichen haben nach Aussage der

Deutschen Krankenversicherung im Zeitraum von 2006 bis 2010 um

26 Prozent zugenommen. Als eine der Ursachen gelten die Hörgewohnheiten,

die mit der massenhaften Verbreitung von MP3-Playern

und Smartphones zusammenfällt. Im Schulalltag wirken sich

Störgeräusche aus der Umwelt negativ auf die Konzentrations- und

Leistungsfähigkeit aus, das zeigen Untersuchungen an Schulen.

Neben der Dauerbeschallung, hat auch die Lautstärke Auswirkungen.

Ein dauerhafter Lärmpegel ist nicht nur schädlich für die

26 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013

Foto: © AOK-Mediendienst

Ohren, sondern es kann dadurch zu ernsthaften gesundheitlichen

Beschwerden wie Bluthochdruck, Schlafstörungen

und Magen-Darm-Störungen kommen.

Erste Warnsignale!

Je höher der Dezibel-Pegel, desto geringer ist die Zeit,

die die Hörzellen ohne Verluste standhalten. Schon nach

einer Stunde kann bei 94 Dezibel, das ist die Lautstärke, eines

normal eingestellten MP3-Players, eine Schädigung einsetzen. Ein

Summen oder das Gefühl von Watte im Ohr sind immer ein Warnsignal

und zeigen an, dass die Haarzellen im Ohr leiden. Wenn es trotz

Vorsicht zum Piepen oder Taubheitsgefühlen kommt, sollten Sie

unbedingt einen HNO-Arzt aufsuchen. Denn solche Symptome können

auf einen Hörsturz hinweisen. Mit frühzeitig eingeleiteten, durchblutungsfördernden

Maßnahmen, lassen sich Folgeschäden wie

Tinnitus oder dauerhafter Hörverlust verhindern.

Lärmschutz im Job und Freizeit!

Lärmbelästigungen nehmen in unserer Arbeitswelt und in der

Freizeit immer mehr zu. Kaum einer kann Krach und Geräuschen


entrinnen. Im Beruf muss der Lärmschutz immer eingehalten

werden, aber auch in der Freizeit ist es sinnvoll den Lärmpegel zu

reduzieren.

Beim Rasenmähen und Heimwerken können Sie beim Neukauf lärmreduzierte

Maschinen anschaffen und bei lauten Geräten sicherheitshalber

einen Hörschutz tragen. Hersteller müssen Maschinen,

die draußen Verwendung finden, mit einem Schallleistungspegel in

Dezibel ausweisen. Leise Geräte

haben eine niedrige Zahl. Sogar

Schnarchen schadet dem

Gehör und das ist besonders

schlimm, weil sich nachts die

Ohren erholen müssen. Wenn

Ihr Partner schnarcht, helfen

Ohrstöpsel aus der Apotheke,

denn die Schnarch-Lautstärke

kann bis zu 90 Dezibel erreichen.

Das ist das Geräusch

eines fahrenden Lkws.

Foto: © AOK-Mediendienst Foto: © Techniker Krankenkasse

Erholung

für die Ohren

Wer seinen Ohren zwischendurch

Pausen gönnt, damit die

Hörsinneszellen ihr Stoffwechselgleichgewicht

wieder herstellen

können und es auch mit

der Lautstärke nicht übertreibt,

muss keine bleibenden Schäden

befürchten. Führen Sie regelmäßig

aktive Ruhephasen ein,

etwa durch Spaziergänge im

Wald und in der Natur. Lesen Sie

ein Buch und verzichten Sie dabei

auf eine Geräuschkulisse.

Genießen Sie bewusst die Stille! Viele müssen sich erst daran gewöhnen.

Nicht nur Ihre Ohren erholen sich, Sie fühlen sich dadurch

entspannter, werden aufmerksamer und einfach konzentrierter.

Internationaler Tag des Lärms

Der Tag gegen Lärm findet zum 16. Mal am 24. April

2013 statt und wird von der Deutschen Gesellschaft für

Akustik organisiert. Lärm wirkt nicht nur auf das Gehör,

sondern hat noch andere mögliche Langzeitfolgen,

daher stuft die Weltgesundheitsorganisation

(WHO) Lärm als zweitgrößtes Gesundheitsrisiko ein.

www.tag-gegen-laerm.de

Foto: © www.mankau-verlag.de

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Gewinnspiel

Biochemie nach

Dr. Schüßler

Immer mehr Menschen schätzen die ganzheitliche

Heilweise der 12 Schüßler-Salze. Die völlig unbedenklichen

biochemischen Mineralsalze eignen sich

zur Vorsorge und Gesunderhaltung, bei gesundheitlichen

Problemen und zur Regeneration. Die Autorin

und Heilpraktikerin Angelika Gräfin Wolffskeel

von Reichenberg, gibt in ihrem Buch praktische

Hinweise zur Anwendung im Alltag mit vielen nützlichen

Tipps für die unterschiedlichsten Beschwerden.

Wir verlosen 10 Bücher „Die 12 Salze des Lebens“,

der Schüßler-Expertin. Anwender finden in dem

Standardwerk nicht nur Informationen und Empfehlungen

für zahlreiche spezielle Krankheitsbilder und

ein umfassendes Symptomregister, sondern vertieftes

Hintergrundwissen.

Wenn Sie einen Ratgeber gewinnen möchten, dann

schreiben Sie bis zum 30.04.2013 eine ausreichend

frankierte Postkarte mit dem Lösungswort aus dem

Rätsel auf Seite 25 und der Adresse der Apotheke,

von der Sie „Naturheilkunde & Gesundheit“ erhalten

an:

S & D Verlag GmbH

Stichwort: Schüßler-Salze

Postfach 1213

47592 Geldern

Per Fax oder E-Mail eingesandte Lösungen werden nicht berücksichtigt.

Mehrfachsendungen führen zum Ausschluss. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,

die Gewinne sind nicht übertragbar und werden nicht in bar

ausgezahlt. Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Die Preise

wurden gestiftet vom Mankau Verlag (www.mankau-verlag.de).

Foto: © www.mankau-verlag.de

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 27


alternative heilmethoden

Serie: Naturheilkundliche Diagnoseverfahren

Irisdiagnose

Die Irisdiagnose gilt bei Naturheilkundlern als

hilfreiches Frühwarnsystem und gibt Aufschluss

über Krankheitsneigungen.

Das Diagnoseverfahren beruht auf der Vorstellung,

dass feste Nervenverbindungen

zwischen allen Körperteilen und Organen

zur Regenbogenhaut (Iris) des Körpers

bestehen. Entwickelt wurde die Methode

um 1880 von einem ungarischen Arzt und

Homöopathen.

Für den Augendiagnostiker, dem sogenannten

Iridologen, ist die Iris wie ein Fingerabdruck

des Menschen, denn kein Auge gleicht

dem anderen. Die Augenfarbe wird bestimmt

durch den Pigmentgehalt der Membranschichten

der Regenbogenhaut. Therapeuten

ziehen aus der Farbe der Iris Rückschlüsse

auf die familiären Krankheitsneigungen

(Konstitution) des Menschen. Es

werden drei verschiedene Konstitutionen

unterschieden, die in verschiedene Typen

eingeteilt werden. Ein geübter Therapeut

soll durch Veränderungen in den Strukturen

28 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013

der Iris wie Pigmentflecken, Streifen, Ringe,

Wolken, Aufhellungen, Abdunklungen oder

auffällige Gefäßzeichnungen, Krankheiten

oder Störungen wie Entzündungen, Stoffwechselstörungen,

Bindegewebsschwäche

und deren Ursachen sowie die Zusammenhänge

erkennen können. Die Iris gibt ihm

Hinweise auf eine vergangene, gegenwärtige

und die zukünftige gesundheitliche Situation

des Körpers, aber auch der Seele sowie des

energetischen Zustandes des Patienten. Die

Irisdiagnose soll anlagebedingte Schwächen

eines Menschen mit Anzeichen für bestimmte

Krankheitsdispositionen zeigen,

noch bevor eine Erkrankung vorliegt.

Unterschiedliche

Diagnoseansätze

Einige Irisdiagnostiker teilen die Iris optisch

in kleine Kreissegmente, die einem bestimmten

Körperteil entsprechen sollen.

Andere Therapeuten benutzen Iriskarten in

der Art der Fußreflexzonen. Die rechte Körperhälfte

wird in der Iris des rechten Auges

und die linke Körperhälfte in der linken Iris

gezeigt. Der Therapeut betrachtet die Iris

mit der Lupe oder fotografiert sie, um sie

auf auffällige Strukturen hin zu untersuchen.

Die Irisdiagnose gehört zu den umstrittenen

Methoden der Naturheilkunde, vor allem

weil eine einheitliche Lehrmeinung fehlt.

Trotz Hinweise, dass bestimmte Stoffwechselerkrankungen

in der Iris ablesbar sind,

können Studien keine Zusammenhänge mit

Krankheiten finden. Zusätzlich sollten immer,

bei einem Verdacht auf Erkrankungen,

eine Anamnese, weitere Diagnoseverfahren

und übliche Untersuchungen durchgeführt

werden, um die Diagnose zu erhärten und

zur Sicherheit, damit keine ernsten Krankheiten

übersehen werden.

Foto: © wikimedia/Laitr Keiows


wellness & gesundheit

Lemongrass

Herkunft

Lemongrass zählt zu den Süßgräsern

und liebt Temperaturen, wie sie in Afrika,

Indien, Haiti, Jamaika und Madagaskar

vorkommen.

Gewinnung

Das dünnflüssige, leicht gelbliche Öl

wird durch Wasserdampfdestillation der

Gräser gewonnen.

Duft

Der Duft ist intensiv, frisch und

zitronenartig und wird als erfrischend,

konzentrationsfördernd und anregend

wahrgenommen. Lemongrass mischt

sich gut mit Eukalyptus-, Myrte-, Citrus-,

Rosengeranien- und Koniferenöl.

Eigenschaften &

Verwendung

Lemongrass wirkt anregend und besitzt

die Fähigkeit, auf langen Autofahrten das

Konzentrationsvermögen des Fahrers zu

stärken. Bei kurzfristiger Ermüdung

Fotos: © Wikimedia

genügt es oft, 1-2 Tropfen auf ein

Taschentuch zu träufeln und den Duft

einige Male tief einzuatmen. Das Tuch

kann auf die Lüftung gelegt werden,

damit sich der anregende und

belebende Duft ausbreitet. Das

ätherische Öl hat antivirale, antibakterielle

und antiseptische Wirkung,

desinfiziert und dämpft den Schmerz.

Es hilft bei Erkältung, Grippe, Kopfschmerzen,

Rheuma, Muskelschmerzen,

Bindegewebsschwäche, Verstauchungen

und Quetschungen.

Geist und Psyche:

Bei stundenlanger Arbeit am Schreibtisch

beugt das Öl geistiger Erschöpfung

und Konzentrationsstörungen vor. Zu

diesem Zweck ist es ausgezeichnet zum

Verdampfen in der Duftlampe geeignet.

Der belebende und stimulierende Effekt

zeigt sich auch im emotionalen Bereich,

wo das Öl düstere Gedanken und

negative Stimmungen vertreibt und den

Lebensmut stärkt.

Gesundheit & Wellness

Lemongrass eignet sich hervorragend

als Zusatz zu Inhalationen (Kopf- und

Dampfbad) bei Stirnhöhlenkatarrh und

Schnupfen. Dafür kommen ein bis zwei

Tropfen Öl auf zwei Liter heißes Wasser.

Ein Aromabad mit drei Tropfen (nicht

mehr!) hat erfrischende und belebende

Wirkung und strafft bei regelmäßiger

Anwendung schwaches Bindegewebe.

Müden und überstrapazierten Füßen tut

ein Fußbad gut, dem etwas Lemongrass

zugefügt wurde. Dieses Öl sollte immer

sehr sparsam verwendet werden, da es

bei sensibler und empfindlicher Haut

eventuell Reizungen hervorrufen kann.

Lemongrass aromatisiert und desinfiziert

Räume, beseitigt abgestandenen

Zigarettenrauch und vertreibt Ungeziefer

und Insekten.

von Hildegard

Willms-Beyárd

Gesundheitsberaterin

Dieser Text gilt der allgemeinen Information sowie

der Bekanntmachung der Pflanzenessenz. Er ist

keine Aufforderung zur Eigenbehandlung, da er keinesfalls

Diagnose und Verordnung des Arztes oder

Behandlers ersetzt. Vor der Einnahme ätherischer

Öle sollten Sie immer fachkundigen Rat einholen.

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 29


34. Centaury (Tausendgüldenkraut)

Blüte des Dienens

Motto: Nicht nein sagen können!

Die Blütenessenz Centaury (Centaurium

umbellatum) hilft Menschen, die sich

leicht zu etwas überreden lassen, die

schwer nein sagen können und sich dann

hinterher über sich ärgern. Es sind sehr

beliebte Leute, mit positivem Gemüt und

großer Hilfsbereitschaft. Doch ihre Gutmütigkeit

wird von anderen oft ausgenutzt.

Angst vor Konflikten und Ablehnung

hindert sie daran, ihre eigenen Wünsche

und Vorstellungen zu verwirklichen. Centaury-Typen

ordnen sich willig unter und

lassen sich herumkommandieren. Betroffene

leiden unter ihrer mangelnden

Abgrenzungsfähigkeit und haben wenig

Durchsetzungsvermögen.

Centaury als Blütenessenz hilft Personen

sich gegenüber anderen abzugrenzen, die

Persönlichkeit zu festigen und die Urteilsfähigkeit

zu schärfen. Eigene Bedürfnisse

und Wünsche werden mehr berücksichtigt.

Naturheilkunde-Wissen

Foto: © wikimedia/Hans Hillewaert

Herstellung

der Stockbottle

Mit den Stockbottles, den Bachblütenkonzentraten,

werden individuelle

Einnahmemischungen hergestellt. In

eine 30 ml Tropf-Pipettenflasche

(Apotheke) werden etwa 10 ml Alkohol

und 20 ml Quellwasser oder Wasser

ohne Kohlensäure eingefüllt. Der

Alkohol macht die Mischung haltbar.

Dazu kommen dann je 3 Tropfen aus

einer gewählten Stockbottle. Für eine

Mischung verwendete Dr. Bach selber

meist nicht mehr als drei Essenzen.

Standardmäßig werden für eine

Mischung bis zu sieben Essenzen, die

gut zusammenpassen, empfohlen.

Bachblüten ohne Alkohol

Für Kinder werden die Mischungen

ohne Alkohol zubereitet. Sie sollten

dann in ein bis zwei Wochen aufgebraucht

werden. Für alle, die auf Alkohol

verzichten wollen und müssen,

gibt es Bachblüten-Globuli, bei denen

die Essenzen auf Saccharose Kügelchen

aufgebracht werden.

Ausleitung

Durch die Anregung des gesamten Stoffwechsels mit mehr Bewegung

an der frischen Luft, einer Ausscheidung über die Haut

(Schwitzen und Baden), über die Lunge, den Darm und die Niere

kann der Körper entgiften. Kräutermischungen aus der Apotheke

können dabei sinnvoll den Körper unterstützen. Zu den ausleitenden

Verfahren gehören Aderlass, Blutegeltherapie, Braunscheidt-Verfahren,

Cantharidenpflaster, Klistier, Darmbad und

Schröpfen.

Prävention

Einige Krankheiten können verhindert werden. Mit Vorbeugung

oder primärer Prävention können gesundheitsschädigende

Risikofaktoren vermieden werden. Eine sekundäre Prävention

bedeutet eine frühzeitige Diagnose und Therapie von

Krankheiten durch Vorsorgeuntersuchungen. Die tertiäre Prävention

kümmert sich um die Krankheitsfolgen und die Verhinderung

von Rückfällen, dazu gehören Maßnahmen zur Förderung

und Wiederherstellung von körperlichen, seelischen

und sozialen Fähigkeiten.

30 | Naturheilkunde & Gesundheit | 04 - 2013


IMPRESSUM:

Exklusiv aus Ihrer Apotheke

Die sanfte Medizin aus Ihrer Apotheke

Herausgeber/Verlag:

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Verleger und Geschäftsführer:

Manfred P. H. Gleske (v.i.S.d.P.)

Redaktion:

Dipl.-Oecotrophologin Marita Offermanns

Redaktionelle Mitarbeit:

Ursula Grabow,

Prof. Dr. med. Dr. med.

habil. Wolfgang Remy,

Hildegard Willms-Beyárd

Konzept und Grafikdesign:

Diplom Grafikdesigner Jürgen Kahlert

Rätsel: Pressebüro von Berg

Anzeigenabteilung:

Marcus H. Thielen, Telefon: (0 28 31) 13 00 42

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Nr. 21 (gültig ab 01.01.2013)

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Nachdrucke sind – auch auszugsweise –

nur mit schriftlicher Genehmigung des

Verlages gestattet und honorarpflichtig.

Die im Magazin dargestellten Informationen

dienen ausschließlich zur allgemeinen Information

und sind keinesfalls als Ersatz für eine

persönliche Beratung, Untersuchung, Diagnose

oder Behandlung durch einen Arzt oder Apotheker

gedacht. Alle Angaben sind ohne Gewähr.“

Bezug: Nur über Apotheken.

Naturheilkunde & Gesundheit erscheint

jeweils am Monatsanfang. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt

die Meinung der Redaktion wieder.

Für unverlangt eingesandte Manu skripte

und Bilder wird keine Gewähr übernommen.

Rück sen dungen oder die Beant wortung

sonstiger Zuschriften kann nur erfolgen,

wenn ausreichendes Porto beiliegt.

(MÄRZ-Lösung: ALLIZIN)

Rätsel-

Auflösung

der Seite 25

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Foto: © DAK-Gesundheit/Wigger

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ab 02.05.2013 in Ihrer Apotheke

Was steckt hinter

Schwindel?

Schwindelanfälle können harmlos, aber

auch Symptome von Erkrankungen sein!

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Gerade bei warmer Witterung und bei

mangelnder Hygiene haben Salmonellen

und Co. leichtes Spiel!

Druck: Senefelder Misset, NL Doetinchem

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Mehr Vitalität

durch Rohkost!

Rohkost kann die Energie und Vitalität

erhöhen, die Gesundheit verbessern und

das Immunsystem stärken.

04 - 2013 | Naturheilkunde & Gesundheit | 31


Überreicht durch die Apotheke Ihres Vertrauens:

Narben brauchen Pflege!

Verletzungen und Operationen können Narben hinterlassen.

Narbensalben sollten schon frühzeitig eingesetzt werden, aber

erst dann, wenn die Wunde geschlossen ist. Regelmäßiges Eincremen

und vorsichtiges Massieren lockert verhärtetes Bindegewebe,

beugt Entzündungen und Wucherungen vor, mindert

den Juckreiz und hält die Haut weich und geschmeidig.

Foto: ® Techniker Krankenkasse

Narbensalben oder -gele aus der Apotheke enthalten pflegende

Komponenten wie Lebensbaum-, Rosmarin- und Zwiebelextrakte,

Substanzen wie Harnstoff, Heparin, Kampfer und

Allantoin. Bei wulstigen Narben regen Narbenpflaster den

Stoffwechsel im Gewebe an. Narben auf Schleimhäuten wie

eine Dammnaht werden nicht mit Narbensalben gepflegt, sondern

hier empfiehlt sich Nachtkerzen- oder Ringelblumenöl.

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