Gemeindebrief Nr. 19 / Advent/Weihnachten 2012 - Evangelischen ...

evkircheilvesheim

Gemeindebrief Nr. 19 / Advent/Weihnachten 2012 - Evangelischen ...

XX S. 4 Aktuell:

Brot für die Welt

XX S. 6 Porträt:

Dietrich Mayer-Ullmann –

XX S. 8 Rückblick:

Gemeindefest

XX S. 22 Kirchenmusik:

40 Jahre Weigle-Orgel

Nr. 19 · 6. Jahrgang · Advent · Weihnachten 2012


Editorial · Impressum

Inhalt

Editorial · Impressum...................2

Gedanken ...............................3

Aktuell Brot für die Welt.......4

Porträt D. Mayer-Ullmann...6

Rückblick Gemeindefest..........8

Gottesdienste............................10

Auf einen Blick.......12

Regelmäßige Termine................13

Veranstaltungen.....14

Aus der Gemeinde

Weltgebetstag........15

African Time..........16

Glocken.................18

Kirchkaffee / Kigo..20

Musik Schon gehört?.......21

40 Jahre Orgel......22

Rückblick War da was? .........24

Aus der Kirchengemeinde..........26

Kasualien .............................27

Veranstaltungstipp...........Rückseite

Kontakt

Ev. Kirchengemeinde Ilvesheim

Neue Schulstr. 10

68549 Ilvesheim

Tel: 0 621 / 49 23 72

Fax: 0 621 / 49 32 53

Mail: ilvesheim @ kblw.de

www. ev-kirche-ilvesheim.de

Konto 35 162 402

BLZ 670 900 00

VR Bank Rhein-Neckar eG

Bis 200,— € gilt der Einzahlungsbeleg

auch als Spendenquittung.

Dezember 2012 geht die Welt unter«, so wird in

esoterischen Fachkreisen der Maya-Kalender

(fehl)interpretiert. Am 21. oder 23.12.2012

endet die Zeitrechnung der Maya, und

der 1. errechnete Tag (der sogenannte »Schöpfungstag«)

würde sich erstmals kalendarisch wiederholen.

Bei dem Maya-Kalender handelt es sich um ein in sich

geschlossenen Zeit-Zyklus, teils beruhend auf dem tatsächlichen

Sonnenstand und Ablauf der Jahreszeiten,

teils aus mythischen, heiligen Zahlenreihen aufgebaut.

Und in der Logik der Weltuntergangsbeschwörer hört

am Ende der Rechnung die Welt also einfach auf zu

existieren. Unsinn oder reale Bedrohung? Glauben wir

an so etwas oder ist uns das zu abwegig? Wir können

gespannt sein, vor allem auf die Erklärungsversuche

aus den sogenannten Fachkreisen, wenn das Jahr 2013

angebrochen sein wird.

Aber bis dahin sind ja noch ein paar Wochen, und

das gibt uns Zeit für die Rückschau auf das Gemeindefest

(Seite 8), wir können Herrn Mayer-Ullmann näher

kennenlernen (Seite 6), »Musik und Texte im Advent«

(Rückseite) …

Eine schöne und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit

wünscht Ihnen

Ihr Redaktionsteam.

Impressum

kirchenfenster ist der Gemeindebrief

der evangelischen Kirchengemeinde

Ilvesheim. Er erscheint

dreimal jährlich. Auflage: 2.000.

Redaktion: Ulrike Bauder, Ingrid

Schmelcher, Eva Weisser, Thomas

Weisser.

V. i. S. d. P. : Pfarrerin Eva Weisser.

Alle Abbildungen © MLK, wenn

nicht anders angegeben.

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Gedanken

Bethlehem – gut 2 000 Jahre her –

Gott kommt auf die Erde.

Und er kommt immer noch: Jahr für Jahr feiern wir es.

Auf diese besondere Ankunft bereiten sich Christen

vor, früher mit Fasten, Beten und Verzicht auf Feste –

und heute?

Sinnbildliche Symbole stimmen

uns auf das Kommen Jesu ein.

Selbst wenn Lichterglanz und

Sternendeko manchmal die

Grenze des Erträglichen zu

überschreiten drohen – sie

erzählen doch vom Traum einer

anderen Welt.

Wovon träumen wir, was hoffen wir? »O Heiland, reiß’ die Himmel

auf« dieses Lied wurde unter dem Eindruck der Hexenprozesse

während des Dreißigjährigen Krieges geschrieben. »Wo bleibtst du

Trost der ganzen Welt, worauf sie all ihr Hoffen stellt? O komm, ach

komm vom höchsten Saal, komm, tröst uns hier im Jammertal.«

Keine Sehnsucht nach

Kitsch und Beschaulichkeit,

sondern nach radikaler

Veränderung – auch bei mir.

»Wird Christus tausendmal

zu Bethlehem geboren und

nicht in dir, du bliebest

verloren«, schreibt der

Dichter Angelus Silesius.

Die Träume des Advent: kraftvoll,

umstürzend, ermutigend. »Fürchte dich

nicht«, ist die Botschaft der Engel für Maria,

für Josef, die Hirten, für uns. »Jage die

Ängste fort; und die Angst vor den Ängsten»,

kann Mascha Kaléka dichten.

Die Weisen haben es begriffen. Als sie

aufbrachen, wussten sie nicht, wie ihr

Ziel aussehen würde. Sie wussten nur:

Eine solche Sehnsucht hatten sie nie

zuvor gespürt. Sie hatten diesen Stern

gesehen. Und beschlossen, ihm zu folgen.

»Verrückt«, haben viele gesagt.

Ich sehe dich mit Freuden an

und kann mich nicht satt sehen;

und weil ich nun nichts weiter kann,

bleib’ ich anbetende stehen.

O dass mein Sinn ein Abgrund wär’

und meine Seel’ ein weites Meer,

dass ich dich möchte fassen!

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Aktuell

Land zum Leben

Kenia: Die eigene Ziegenherde sichert das Überleben der ganzen Familie.

Argentinien:

Eine etwas andere Familie

In den Vorstädten von Buenos Aires sind

Armut und Not groß. Hier wohnen die,

für die in der Millio nenmetropole kein

Platz ist. Die Kinder wachsen mit den Alkohol-

und Drogenproblemen ihrer Eltern

und Geschwister auf. Über die Hälfte der

Jugendlichen ist arbeitslos. Viele hauen zu

Hause ab und schlagen sich irgendwie auf

der Straße durch. Hier betreibt die Evangelische

Kir che am Rio de la Plata (IERP)

das Jugendzentrum Enrique Angelelli. Hier

finden Kinder und Ju gendli che aus zerrütteten

Verhältnissen Zuflucht vor der

alltäglichen Gewalt. Im Jugendzentrum

erle ben sie – manche zum ersten Mal -

eine Gemeinschaft, die ihnen gut tut. Sie

kochen und essen ge meinsam, sie basteln

und machen ihre Hausaufgaben. Vor allem

finden die Kinder aber Menschen,

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die ihnen zuhören und für sie da sind.

Die Älteren von ihnen lernen in einer Art

Berufsvorbereitungskurs die Grundlagen

des Friseur- und des Bäckerhandwerks.

Dadurch haben die Jugendlichen größere

Chancen auf einen Job. Und mindestens

genauso wichtig ist es, dass sie die Zuversicht

gewinnen, dass es für sie auch einen

Weg gibt, aus dem Teu felskreis von Gewalt

und Drogen.

Kenia: Der ewigen Dürre trotzen

Monatelange Dürreperioden machen den

Menschen im Nordosten Kenias immer

wieder das Leben schwer. Brot für die Welt

arbeitet hier eng mit seinen Projektpartnern

der ang likanische Kirche (ACK)

zusammen: Sie verteilen Mais, Bohnen

und Öl. Darüberhinaus ist es jedoch das

Ziel der Projekte, die Bevölkerung in die

Lage zu versetzen, sich wieder selbst zu

BrotfuerdieWelt.de


Aktuell

Argentinien: Jugendliche beim Brotbacken

versorgen. »Langfristig geht es darum,

dem Boden höhere Erträge abzuringen«,

sagt Pro jektleiter Urbanus Mutua. Dass

dies auch in dem überwiegend trockenen

Ostafrika möglich ist, zeigen bereits

mehrere erfolgreiche Projekte. Außerdem

werden Dämme gebaut, um bei den zwar

seltenen, aber dann oft umso heftigeren

Regenfällen das Wasser aufzuhalten und

zu speichern. Durch die verbes serten Anbaumethoden

können die Bauern nicht

nur die Ernährung ihrer eigenen Familie

sichern, sondern sogar Überschüsse erwirtschaften,

die sie auf dem Markt verkaufen.

Mit dem Gewinn be zahlen sie das dringend

benötigte Schulgeld für ihre Kinder.

Menschen, die jahrzehntelang abhängig

waren von ausländischen Hilfslieferungen

können sich jetzt selbst versorgen und ihren

Kindern die Aussicht auf eine bessere

Zukunft bieten.

Gott will, dass alle seine Menschen

satt werden. Und wir können unseren

Teil dazu beitragen. In den beiden Projekten

engagieren sich Menschen, die wir

von der badischen Diakonie teilweise sogar

per sönlich kennen. Die machen einen

wirklich guten Job. Helfen Sie mit! Durch

Ihre Spende

Ihr Volker Erbacher, Pfr.

Spendenkonto Diakonie Baden:

EKK Karlsruhe, BLZ 520 604 10,

Konto: 4600 / Brot für die Welt

Oder auch mit dem beiligenden

Überweisungsträger!

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Porträt

Auch der

Tradition

verpflichtet

Familienvater auf Achse:

Dietrich Mayer-Ullmann

(im blauen T-Shirt)

mit Johann und Jemima

Dietrich Mayer-Ullmann

Jahrgang 1967

Kirchengemeinderat seit 2011

leich zu Beginn des Interviews wollte

G ich von Herrn Mayer-Ullmann erst

einmal wissen, woher der Name »Mayer-

Ullmann« kommt. Also begaben wir uns

auf das Feld der Ahnenforschung. Seine

Mutter Ruth Mayer-Ullmann (geb.

Wagner) – eine echte Ilvesheimerin und

vielen Schülern als Grundschullehrerin

bekannt – heiratete den aus Eppingen

stammenden Oberlehrer Ulrich Mayer-

Ullmann. Der Name Ullmann stammt

von Dietrichs Urgroßmutter Thekla, die

einen Pfarrer aus Rüppur namens Lebrecht

Mayer ehelichte. Aber man wollte

den Namen Ullmann nicht aufgeben,

da es in der Familie den in der Landeskirche

einmal berühmten Prälaten Karl

Ullmann gab. So wurde dann im Jahre

1917 von Theklas damals noch lebenden

Söhnen beantragt, den Namen Ullmann

an den Namen Mayer zu hängen. Diese

auch für Dietrich recht komplizierte

Familienkonstellation wurde am Abend

dieses Interviews aber schnell mit dem

Telefonjoker (einem Anruf bei der Mutter)

validiert.

Wie eingangs bereits zu lesen, sind die

Mayer-Ullmanns stark mit der evangelischen

Kirche verwurzelt. Dietrich selbst

sang bereits als Junge Sopran im Kirchenchor.

Auch heute sind noch etliche Mitglieder

aus der näheren oder entfernteren

Verwandschaft in der Kirchengemeinde

aktiv. Und die meisten davon wohnen im

Bereich Neue Schulstraße, Schlossgarten

und Wachenheimer Straße, also nur unweit

der Kirche entfernt!

Nach dem Abitur machte Dietrich eine

Ausbildung zum Kommunikationselektro-

6


Porträt

niker bei der Firma Telenorma in Mannheim.

Ein Austauschprogramm brachte

ihn für drei Monate nach Wales, wovon er

bis heute schwärmt. Hier konnte er auch

seine Englischkenntnisse für die spätere

Zukunft ausbauen. Sein Wissen über die

Elektrotechnik vertiefte er ab 1994 in einem

Studium zur elektronischen Medientechnik

an der TH Illmenau in Thüringen.

Dieses finanzierte er sich u.a. als Trainer,

mit Prak-

t i k a

und dem

Erstellen

von Websites.

Die Jobsuche als

Diplom-Ingenieur

war eine leichte und so

landete er im Jahr 2000 bei

SAP in Walldorf. Dort arbeitet er in der

Entwicklung im Bereich »User Experience

und Mediengestaltung«. Er kann in

diesem Beruf auch von zu Hause aus, im

sogenannten home office, tätig sein. Also

ein familienfreundlicher Job, den er auch

als zweifacher Vater gut nutzen kann!

Die E-Mail-Adresse einer jungen Frau

aus einem rheinhessischen Weingut verhalf

ihm zu seinem privaten Glück. Das ganze

entstammte einer Wette, die im Jahr 2003

zur Hochzeit mit Daniela Gauch führte.

Die beiden Kinder, Johann und Jemima

komplettieren das Familienglück. Dietrich,

der jüngste von 4 Geschwistern, wohnt

mit seiner Familie im Elternhaus, das er

erweitert und schön renoviert hat.

Ein gemeinsames Hobby von Mayer-

Ullmann / Gauchs ist die Musik. Er spielt

im Seckenheimer Posaunenchor Trompete

und sie Geige im Kammerorchester der

Erlöserkirche. Zur Musik kam er über das

obligatorische Flötenspielen in der Grundschule,

aber eigentlich wollte er was richtig

Lautes lernen und landete bei Pfarrer Koch

in Seckenheim. Der kostenlose Trompetenunterricht

war natürlich an eine Bedingung

geknüpft – nämlich Bläserdienste, egal ob

im Gottesdienst, auf der Pferderennbahn,

Straßenfesten, Weihnachtsmärkten oder

an Heiligabend in der Bahnhofsmission.

Nebenbei

trainierte er Taekwondo

und war Jugendtrainer.

Also eine recht

vielseitige Jugend,

in der er auch viele

Freunde aus der

KJG-Bewegung in und

um Ilves- heim hatte. Im Winter 2011

wurde Dietrich Mayer-Ullmann auf Anfrage

als Kirchenältester hinzugewählt und

erhielt sogleich das Amt des Inventurbeauftragten.

Vielleicht haben wir nun den ruhigen,

besonnenen jungen Mann etwas näher

kennengelernt und freuen uns auf gute

Ideen im Kirchengemeinderat.

Vielen Dank für das Interview; zu

guter Letzt hat Dietrich Mayer-Ullmann

noch eine Bitte an die Leser des kirchenfensters:

Er würde sich freuen, wenn sich bei

ihm BläserInnen melden würden, die im

Quartett an dem einen oder anderen Choralspiel

im Gottesdienst gerne mitwirken

möchten. Wer Lust dazu hat, melde sich

bitte unter Telefon 0 621 /49 25 13

Ulrike Bauder

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Rückblick

Gemeindefest an Erntedank

Ein

Kessel Buntes

»Was ist denn das für ein Gemeindefest-

Motto?«, dachten sich vielleicht einige.

Nun, so eine Kirchengemeinde ist halt

eine große bunte, auch arbeitsreiche

Angelegenheit wie Waschtag im Familienhaushalt.

Aber der Reihe nach. Mit

dem Familiengottesdienst ging es wieder

los. Im Mittelpunkt stand dieses Jahr die

Schöpfungsgeschichte, die von den Kindern

des Kindergottesdienstes mit sieben

schön beklebten Schachteln dargestellt

wurde. In sechs Schachteln waren nacheinander

die von Gott neu geschaffenen

Sachen, Tag und Nacht, Land und Meer,

der Himmel samt allen Sternen, Pflanzen,

Tiere, Menschen. Nur die letzte Schachtel

war sehr geheimnisvoll: Sie war leer!!!! Ja,

am siebten Tag schuf Gott nichts mehr,

er war zufrieden mit seinem Werk und

ruhte sich aus.

Kinder aus der Sonnenburg brachten

dann die Schöpfungsgaben nach vorn,

Fette Beute hatten die Sonnenburgkinder auf Ihrem

Spaziergang gemacht; so entstand zum Schluss ein

reich geschmückter Astrahmen.

d i e

s i e

auf ihrem

»Raus

aus dem Haus«-

Spaziergang gefunden hatten: Kastanien,

Äpfel, Maiskolben, Stöckchen, Muscheln

vom Neckarstrand, Steine, Beeren und

Blumen. Alles wurde an ein Garngitter

geknüpft und schmückte zusammen mit

den anderen Gaben den Altar.

Die neuen Konfirmandinnen und

Konfirmanden stellten sich einer ersten

Herausforderung und sich selbst mit Namen

und Hobby kurz vor. Mitgebracht

wurden viele Sportgeräte, Musikinstrumente,

Bücher, iPods und eine … nein,

ich sage es nicht – nur soviel: Berühmte

Eine Pfarrerin auf Abwegen? Mitnichten! Die imposanten

Zeitungshüte waren schnell gemacht und zierten

im Laufe des Tages so manchen Kopf.


Rückblick

Designer haben bestimmt mal so

angefangen! Und natürlich nicht

zu vergessen: Chor und Orgel trugen

zur feierlichen Ausgestaltung

des Gottesdienstes bei.

Und dann ging das Gemeindefest

richtig los. Bei herrlichstem

Spätsommerwetter konnte

drinnen wie draußen gesessen und

gegessen werden. Das Angebot war

altbewährt: Schnitzel, Bratwurst,

Pommes und nachmittags viel Kuchen

und Vesperbrote. Im Pfarrgarten gab

es Eintopf, den Kinder zusammen mit

Herrn Sasse-Rösch (Leiter der Sonnenburg

und gelernter Koch) aus den auf

dem Erntedankaltar abgelegten Gaben

(Kartoffeln, Kohlrabi, Karotten Kürbis

etc.) im Topf auf offener Flamme zubereiteten.

Selbst gekocht schmeckt sogar

Gemüse ohne Ketchup! Kreativ konnten

sich die Kinder auch sonst betätigen und

Kasuhs (Bambusflöten) und Papierhüte

basteln, sich schminken und Strähnchen

flechten lassen, Büchsen werfen und Äpfel

kunstvoll schneiden.

Hinter den Kulissen – d. h. in der Küche,

beim Ausschank, an Grillpfanne und

Fritteuse und beim Abwasch war viel zu

Haufenweise Niedrigpreise. Auch der Bastelkreis

stellte wieder das reichhaltige Ergebnis eines handarbeitsreichen

Jahres zum Verkauf.

tun, aber der Stress war gut zu meistern,

und die neuen Konfis halfen schichtweise

mit und lernten gleich Praktisches.

Programm war auch geboten. Die

Sonnenburg führte auf der Empore ein

kleines Puppenspiel um »Frederik, die

Maus« auf. Und nachmittags wurde

noch einmal das beim Kinderkirchentag

erarbeitete Singspiel »David – vom Hirtenjungen

zum König« aufgeführt.

Im Saal kamen als musikalische Gäste

die Aurelia und der katholische Kirchenchor.

Der Bastelkreis hatte eine große

Auswahl an Handarbeiten zum Verkauf

ausgebreitet, und Quiz und Schätzspiel

forderten die DenkerInnen heraus (zugegeben

– es war dieses Mal schwer, aber

nicht unlösbar).

Es war einfach wieder schön. Danke

an alle Gäste, die durch ihr Kommen uns

Helfern zeigten, dass wir nicht für uns,

sondern für eine große, bunte Gemeinde

tätig sind. Danke natürlich denen, die

tatkräftig geholfen haben, insbesondere

denjenigen, die am Samstag und am

Montag drauf auch zur Stelle waren und

den Auf- und Abbau durchführten.

Danke, Danke, Danke!

Ingrid Schmelcher

Es erinnerte schon etwas an das Brauen des gallischen

Zaubertranks, wenn Kinder mit Eifer den großen

Schneebesen im dampfenden Kessel rührten.


Gottesdienste

Dezember 2012

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf

über dir! Jes 60,1

Sonntag, 02.12., 1. Advent 10.00 h Gottesdienst, Mitwirkung Kirchenchor

10.00 h Kindergottesdienst

11.15 h Krabbelgottesdienst

Mittwoch, 05.12. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Sonntag, 09.12., 2. Advent 10.00 h Familiengottesdienst, anschl. gemeinsames

Essen (Kesselgulasch) im Gemeindesaal,

Anmeldung bitte bis 3.12. im Pfarramt

Sonntag, 16.12., 3. Advent 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

Mittwoch, 19.12. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Sonntag, 23.12., 4. Advent 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

Montag, 24.12., Heiligabend 16.00 h Gottesdienst mit Krippenspiel

23.00 h Christmette mit Kirchenchor

Di, 25.12., 1. Weihnachtstag 10.00 h Gottesdienst mit Abendmahl

Mitwirkung des Kirchenchors

16.00 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

mit Abendmahl

Mi, 26.12., 2. Weihnachtstag 10.00 h Gottesdienst

Sonntag, 30.12. 10.00 h Gottesdienst

Mo, 31.12., Altjahresabend 18.00 h Gottesdienst mit Abendmahl

Januar 2013

Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner

Rechten ewiglich. Psalm 16,11

Dienstag, 01.01., Neujahr 17.00 h Gottesdienst

Sonntag, 06.01.Epiphanias 10.00 h Gottesdienst, anschl. Kirchkaffee

Mittwoch, 09.01. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

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Gottesdienste

So, 13.01., 1. So. n. Epiphanias 10.00 h Gottesdienst / Kanzeltausch

10.00 h Kindergottesdienst

So, 20.01., 2. So n. Epiphanias 10.00 h

Gottesdienst / Kanzeltausch

Mittwoch, 23.01. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Freitag, 25.01. 19.00 h Abendandacht

So, 27.01.Septuagesimæ 10.00 h Gottesdienst / Kanzeltausch

10.00 h Kindergottesdienst

11.15 h Krabbelgottesdienst

Februar 2013

Schaue darauf, dass nicht das Licht in dir Finsternis sei. Lukas 11,35

Sonntag, 03.02. Sexagesimæ 10.00 h Gottesdienst mit Taufe, Kirchkaffee

Mittwoch, 06.02. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Sonntag, 10.02., Estomihi 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

Sonntag, 17.02., Invocavit 10.00 h Gottesdienst mit Abendmahl

Mittwoch, 20.02. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Freitag, 22.02. 19.00 h Abendandacht

Sonntag, 24.02., Reminiscere 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

März 2013

Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden, denn ihm leben sie alle. Lukas 20,38

Sonntag, 03.03., Okuli 10.00 h Gottesdienst mit Taufe, Kirchkaffee

Sonntag, 10.03., Lætare 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

Mittwoch, 13.03. 10.30 h Gottesdienst im Heinrich-Vetter-Stift

Sonntag, 17.03., Judica 10.00 h Gottesdienst

11.15 h Krabbelgottesdienst

Sonntag, 24.03., Palmarum 10.00 h Gottesdienst

10.00 h Kindergottesdienst

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Auf einen Blick

Gottesdienste auf einen Blick

Alle Kindergottesdienste

10.00 h, gemeinsamer Beginn

in der Martin-Luther-Kirche,

anschließend weiterfeiern

im Gemeindesaal

02.12.

09.12. Familiengottesdienst mit

anschließendem Mittagessen

16.12., 23.12.,

13.01., 27.01., 10.02., 24.02.,

10.03., 24.03., 29.03.

01.04. Familiengottesdienst in

der Sonnenburg

Mögliche Taufgottesdienste

03.02. 10.00 h, M.-L.-Kirche

03.03. 10.00 h, M.-L.-Kirche

01.04. 10.00 h, Sonnenburg

Ökumenische Gottesdienste

Aufenthaltsraum Heinrich-Vetter-Stift,

Goethestraße

05.12. 10.30 h Diakon Hoock

19.12. 10.30 h Diakon Hoock

25.12. 10.30 h Pfarrerin Weisser

09.01. 10.30 h Diakon Hoock

23.01. 10.30 h Pfarrerin Weisser

06.02. 10.30 h Diakon Hoock

20.02. 10.30 h Pfarrerin Weisser

13.03. 10.30 h Diakon Hoock

29.03. 16.00 h Pfarrerin Weisser

Alle Krabbelgottesdienste

Für Kinder im Krabbelalter

bis ca. 5 Jahre, nach dem

»normalen« Gottesdienst

in der Martin-Luther-Kirche

Beginn 11.15 h

02.12., 27.01., 17.03.

Alle Abendmahlsgottesdienste

25.12. 10.00 h, M.-L.-Kirche

25.12 16.00 h, H.-Vetter-Stift

31.12. 18.00 h, M.-L.-Kirche

17.02. 10.00 h, M.-L.-Kirche

28.03. 18.00 h, Gemeindesaal

29.03. 10.00 h, M.-L.-Kirche

31.03. 10.00 h, M.-L.-Kirche

Abendandacht

Immer am letzten Freitag im Monat

in der Martin-Luther-Kirche, jeweils

19.00 h – 19.30 h

25.01., 22.02.

An den vier Freitagen im Advent wieder

die Reihe »Musik und Texte im Advent«

30.11., 07.12., 14.12., 21.12.

Kanzeltausch

450 Jahre »Heidelberger Katechismus«

13.01.13 Antje Pollack (Neckarhausen)

20.01.13 Matthias Schipke (Edingen)

27.01.13 Herbert Anzinger (Heddesh.)

17.02.13 Eva Weisser

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Termine

Regelmäßige Termine

Dementengruppe

montags, wöchentlich, kleiner Saal

14.00 h – 18.00 h

Die Leitung übernimmt eine im Umgang

mit Demenzkranken geschulte

und erfahrene Altenpflegerin.

Bitte Ferienhinweise im Mitteilungsblatt

beachten!

Anmeldung über Kirchl. Sozialstation

Ladenburg, Telefon 06203 / 92 95-0

Seniorengymnastik

montags, wöchentlich, großer Saal

17.30 h

Bastelkreis

dienstags, wöchentlich, kleiner Saal

14.00 h

Sprechstunde Pfarrerin Weisser

möglichst nach telefonischer Vereinbarung

(0621 / 49 23 72) oder dienstags

17.00 h – 18.00 h im Pfarramt

Kirchenchor

mittwochs, wöchentlich, großer Saal

20.00 h – 22.00 h

Abweichungen und Verschiebungen

sind möglich, bitte auch Mitteilungsblatt/Internet

beachten!

→ www.ev-kirche-ilvesheim.de

Bibelgesprächskreis

donnerstags, monatlich, kleiner Saal

20.00 h

24.01., 21.02., 21.03.

Frauenkreis

donnerstags, monatlich, kleiner Saal

15.00 h

13.12. 17.01.

21.02. Info zum Weltgebetstag

01.03. Weltgebetstag in St. Peter

28.03. Tischabendmahl am

Gründonnerstag

»Halli Galli«

samstags, monatlich, großer Saal

15.00 h – 17.00 h

Für Kinder von 5 – 10 Jahren

08.12. Beginn erst um 16.00 h

18.00 h Adventsfenster

19.01., 09.02., 09.03.

»Girls only«

freitags, monatlich, großer Saal

16.00 h – 18.00 h

Für Mädchen von 10 – 13 Jahren

07.12., 25.01., 22.02., 15.03.

Kirchkaffee

Immer am 1. Sonntag im Monat im

Anschluss an den Gottesdienst

Bitte beachten: nicht 02.12., sondern

09.12. (Kesselgulasch / Anmeldung)

06.01., 03.02., 03.03.

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Veranstaltungen

Bastelverkauf

Bastelkreis und Frauenkreis laden herzlich

ein zum Bastelverkauf. Bei Kaffee, und

Kuchen ist Zeit zum Plaudern und Stöbern.

Es gibt Handarbeiten wie Tischdecken,

fingerlose Handschuhe, Handysocken,

Gästehandtücher und vieles mehr. Zudem

werden christliche Kalender, Losungsbücher

und kleine Geschenkbände verkauft.

Der Erlös geht an einen guten Zweck.

ff Samstag, 1. Dezember 2012

Gemeindesaal, 14.00 h

Losungen und Kalender

Auch in diesem Jahr werden

wir wieder nach dem

Gottesdienst am 1. Advent

(2. Dezember), am Eingang

der Martin-Luther-Kirche

verschiedene Kalender und Losungsbücher

mit Anregungen und Erklärungen

zur täglichen Bibellese anbieten.

Zum Vormerken

ff Abendmahl vor Konfirmation

Samstag, 13. April 2013

ff Konfirmationsgottesdienst

Sonntag, 14. April 2013

ff Jubelkonfirmation

Sonntag, 21. April 2013

Adventskalender

Evangelische und katholische Kirchengemeinde

laden wieder dazu ein, sich vor

einem gestalteten Adventsfenster zu versammeln,

zu singen, kurze Geschichten

zu hören und den Weg auf Weihnachten

zu ein Stück miteinander zu gehen.

Dieses Jahr fallen die »evangelischen

Fenster« auf die geraden Tage. Wo sich

die Fenster öffnen, entnehmen Sie dem

Mitteilungsblatt, den Aushängen und dem

Internet. Beginn ist jeweils um 18.00 h.

Am 1. Advent wird die Aktion in der

katholischen Kirche St. Peter eröffnet.

Mit dabei sind auch »Halli Galli« am

8. Dezember und das Kinderhaus Sonnenburg

am 10. Dezember. Wir freuen

uns auf interessante Begegnungen.

Drüben hinterm Dorfe

steht ein Leiermann …

… und mit starren Fingern dreht

er, was er kann.« Was Franz

Schubert in der »Winterreise«

dramatisch vertont hat, gibt es

demnächst auch ungewohnt

in der Martin-Luther-Kirche

zu hören. Im Frühjahr wird ein

Drehorgelensemble mit einem

Konzert in unserer Kirche gastieren.

Herzliche Einladung!

ff Samstag, 9. März 2013

18.30 h Martin-Luther-Kirche

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Aus der Gemeinde

Info-Reise für den Weltgebetstag

Ich war fremd –

und ihr habt mich

aufgenommen

Unter diesem Bibelvers stehen der

Weltgebetstag aus Frankreich 2013

und die Reise nach Paris, an der Doris

Hartmann und Christiane Höhnle aus

dem ökumenischen Team teilnahmen.

Unsere Reiseleitung hatte ein anspruchsvolles

Programm zusammengestellt

und die uns begleitende Pfarrerin stimmte

uns jeden Morgen dazu theologisch ein. So

konnten wir am Sonntag nach dem Gottesdienst

bei der Deutschen Evang. Gemeinde

mit deutschen Frauen über Gott in Paris

und die Stellung der Frau in Frankreich

diskutieren. Im Dokumentationszentrum

der Geschichte der Immigration wurden

uns nicht nur fremde Schicksale vor Augen

geführt, viele von uns wurden an ihre

eigene Flucht oder die ihrer Familie erinnert.

Die Flüchtlingsinitiative CIMADE

ist bereits seit den 30er Jahren tätig und

stellte uns ihre aktuelle Arbeit vor. Das

Projekt zum Schutz ausländischer Frauen

Weltgebetstag

ff Freitag, 1. März 2013

kath. Gemeindehaus St. Peter

17.30 h Land-Information

19.00 h Gottesdienst

gegen Gewalt wird auch mit unseren

Spenden des WGT unterstützt

werden. Ebenfalls emotional sehr

bewegend war der Besuch im Memorial

de la Shoah. Beklemmend

die schrecklichen Tatsachen der

Judenverfolgung in Frankreich,

aber auch hoffnungsvoll das Miteinander

jetzt, was sich lebhaft

und facettenreich im jüdischen

Viertel widerspiegelt. Ein Besuch

zweier Frauen des französischen

WGT-Komitees zeigte,

wie wichtig und bereichernd

die Ökumene ist und welche

Chancen sich daraus

ergeben. Wir möchten

Sie gerne einladen mehr

über diese Reise und das

Land zu erfahren

und mit uns Gottesdienst

zu feiern.

Christiane

Höhnle

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African Time

Sandwich Harbour: Wo die Wüste auf das Meer trifft

iebe Gemeinde in Ilvesheim,

wenn Sie diesen Artikel lesen, sind wir

schon fünf Monate in Namibia. Wir

zehren immer noch von dem Segen, den

wir im Aussendungsgottesdienst in der

Martin-Luther-Kirche am 27. Mai 2012

empfangen haben. Auch wenn es uns hier

sehr gut geht, brauchen wir die Verbindung

zur Heimatgemeinde. Im Folgenden

schildern wir unsere ersten Eindrücke:

Land der Extreme

Aus dem grünen, dicht bevölkerten

Uganda kommend, beeindruckt Namibia

uns durch seine Weite und seine

karge Schönheit. Ein Großteil des Landes

besteht aus Wüste und Halbwüste,

jeder Tropfen Wasser wird gefeiert und

steht am nächsten Tag in der Zeitung.

Entsprechend ist das Klima, heiß am

Tag und kalt in der Nacht. Die Jahreszeiten

stehen Kopf, während bei Ihnen die

Schneeräumfahrzeuge unterwegs sind,

eröffnet bei uns das Schwimmbad. Auf

entlegenen Farmen kämpfen weiße Bauernfamilien

in vierter Generation oder

schwarze Neufarmer gegen die Trockenheit

und die neue Bodensteuer.

Alles deutsch oder was?

Auf Schritt und Tritt begegnet man hier

der deutschen Geschichte. Täglich fahren

wir am Parlamentsgebäude, dem »Tintenpalast«,

oder dem Reiterstandbild vorbei,

das an die deutsche »Schutztruppe«

erinnert. In der Apotheke, beim Friseur

und in der Buchhandlung wird deutsch

gesprochen. Wir haben Anschluss an

die Deutsche Lutherische Kirche (DELK),

und Michaels Büro liegt gegenüber der

Deutschen Höheren Privatschule. Man

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Aus der »Gemeinde«

feiert Oktoberfest und Karneval, bei Café

Schneider bestellt man sich entweder ein

»Brötchen« oder ein Stück Schwarzwälder

Kirsch«.

Zwischen den Stühlen

Nach ersten Anlaufschwierigkeiten haben

wir freundliche Aufnahme gefunden,

sowohl bei unserer Gastkirche, der Evangelical

Lutheran Church in the Republic

of Namibia, als auch in der deutschen Gemeinde.

Auch sonst erleben wir viel Offenheit,

bei Schwarzen wie Weißen. Unser

Vorteil ist, dass wir von außen kommend,

relativ unbelastet von Kolonialgeschichte

und Rassentrennung (Apartheid) sind. So

können wir uns überall frei bewegen in

den oft noch getrennten Lebenswelten, als

Grenzgänger in unseren bunten ugandischen

Kleidern und Batik-Hemden.

Wie im Himmel

Wir genießen die unterschiedlichen,

einladenden Gottesdienste der deutschsprachigen

Gemeinde. Andererseits zieht

es uns immer wieder in die mehrsprachigen

Gottesdienste »unserer« lutherischen

Kirche. Liturgie und Predigt sind in Afrikaans,

gesungen wird aus drei Gesangbüchern

auf Otjiherero, Oshiwambo und

Nama/Damara. Da viele Lieder ehemals

deutsche Choräle waren, singen wir aus

unserem kleinen Reise-Gesangbuch

mit und werden Teil des vielstimmigen

Chores, der die ganze Kirche erfüllt. Für

mich jedes Mal ein Vorgeschmack auf

den Himmel!

Während wir uns weiter einleben

und jeden Tag ein paar Worte Afrikaans

dazulernen, freuen wir uns auf den Heimaturlaub

und den gemeinsamen Gottesdienst

am 4. Advent.

Ihre Reinhild und Michael Koob

Gottesdienst am 4. Advent

Predigt: Reinhild Koob

ff Sonntag, 23. Dezember 2012

Kids im Kids Club der Tanidare-Gemeinde im ehemaligen Township Katutura

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Aus der Gemeinde

Vor einiger Zeit baten wir Sie an dieser

Stelle um Spenden für eine neue

Glockensteuerung. Inzwischen konnten

wir dieses Vorhaben verwirklichen, herzlichen

Dank. Ab sofort können unsere

Glocken funkuhrgesteuert programmiert

werden. Damit kann auch das sog. »Tagzeitläuten«

in die Tat umgesetzt werden.

Dabei werden tagsüber zu bestimmten

Zeiten die Glocken zu hören sein, um

dem Tag eine Struktur zu geben, um

zum Gebet zu rufen, um im Alltag innezuhalten.

Welche Glocke zu welcher

Stunde läuten wird, darüber berät noch

unser neuer »Glockenausschuss«.

Als die Martin-Luther-Kirche 1963

erbaut wurde, »gönnte« sich die Kirchengemeinde

ein vergleichsweise üppiges

fünfglockiges Geläut. Andere Kirchengemeinden

vergleichbarer Größe haben

in aller Regel nur drei bis vier Glocken.

Auch das nur 8 Jahre ältere Geläut der

Christuskirche in Mannheim hat »nur«

fünf (zwar etwas größere) Glocken. Und

die Heiliggeistkirche in Heidelberg besitzt

nur vier Glocken, jedoch samt hölzernem

Glockenstuhl original erhalten

von 1739.

Bei der Glockenweihe am 19. Juli 1964

wünschte der damalige Bürgermeister

Trapp in seiner Rede, »dass dieses Geläut

vom Fleiß der Bürger, der Eintracht

in der Gemeinde und von Frieden und

Freiheit zum Lobe Gottes künden möge.

Der eherne Klang soll auch mahnen, dass

der Mensch nicht nur dem irdischen Leben

verantwortlich ist.« Diese Worte sind

immer noch aktuell.

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… von Frieden

zum Lobe

Gar nicht so einfach zu fotografieren: Ein Blick in unsere


und Freiheit

Gottes …

Glockenstube, unten beginnend mit der größten Glocke.

Aus der Gemeinde

Unsere größte Glocke mit 1.300 kg ist

auf den Ton es 1 gestimmt, sie trägt die

Worte »Eine feste Burg ist unser Gott«

und die Lutherrose als Zeichen der Namensgebung

der Kirche.

Die zweite Glocke wiegt 1.090 kg und

trägt die Inschrift »Ehre sei Gott in der

Höhe« sowie Krone und Kreuz. Sie erklingt

im Ton f 1 .

Dann folgt in g 1 die dritte Glocke

mit dem Spruch »Friede auf Erden«,

einem Kreuz mit der Weltkugel und einer

Widmungsinschrift, weil sie mit der

nächstkleineren Glocke in b 1 von der

politischen Gemeinde gestiftet wurde.

Ihr Gewicht ist 920 kg, während die b-

Glocke 550 kg wiegt. Deren die Inschrift

lautet »Den Menschen ein Wohlgefallen«,

und sie trägt das Christuszeichen. Die

kleinste, im Volksmund als »Armesünderglöcklein«

bezeichnete Glocke wiegt

400 kg. Sie klingt in c 2 und ist mit der

Schrift »Lasset die Kindlein zu mir kommen«

und den »Betenden Händen« verziert.

Das Geläut ist auf die Glocken von

St. Peter und die Kirchen in Seckenheim

abgestimmt worden.

Wir werden Sie in der nächsten Ausgabe

des kirchenfensters über den Stand

beim Tagzeitläuten informieren. Bis

dahin werden unsere Glocken zu den

»normalen« Anlässen bei Gottesdiensten,

Hochzeiten, Beerdigungen, beim

Vaterunser, am Wochenende oder in der

Neujahrsnacht läuten wie bisher – nur

vielleicht noch ein paar Sekunden genauer.

Thomas Weisser

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Aus der Gemeinde

Kirchkaffee und kein Ende

Der »Kirchenkaffee« geht ins dritte Jahr.

Jeden ersten Sonntag im Monat sind

alle Kirchenbesucher eingeladen, im

Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindehaus

bei Kaffee und Kuchen miteinander

ins Gespräch zu kommen.

Regelmäßig nutzen bis zu 40 Kirchgänger

das Angebot, das verschiedene Kreise,

aber auch Privatpersonen vorbereiten.

Dabei sind keine großen Backkünste vonnöten,

auch gekaufte Kekse erfüllen ihren

Zweck; Kaffeepulver und -maschine stehen

bereit. Wer will, darf sich auch austoben:

Neben den raffiniertesten Werken aus dem

heimischen Backofen gab es auch schon

Weißwürste mit Brezeln und Zwiebelkuchen

mit neuem Wein (siehe Bild).

Als weiteres Highlight findet am Sonntag,

9. Dezember (ausnahmsweise am 2.

Sonntag im Monat) ab 11 Uhr ein Eintopfessen

statt (Kesselgulasch am offenen Feuer

gekocht). Bitten melden Sie sich ausnahmsweise

bis zum 3.12. im Pfarramt an.

Kigo: »Ihr seid das Licht der Welt«

»Ihr seid das Licht der Welt. Setzt euer

Licht auf einen Leuchter, damit es allen

leuchtet.« Als im Kindergottesdienst am

11. November die Geschichte von St. Martin

erzählt wurde, entdeckten die Kinder,

dass auch in ihnen die Möglichkeit schlummert,

anderen Gutes zu tun.

Die Eltern, die an diesem Kindergottesdienst

teilnahmen, waren sich einig:

In ihrem Haus sind die Kinder das Licht,

das ihnen jeden Tag leuchtet.

Und so sieht es in Ilvesheim im Advent

aus, wenn es aus jedem Haus heraus

warm leuchtet. Eben ganz so, wie in den

gebastelten Häusern aus dem Kindergottesdienst.

Daniela Edler

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Schon gehört?

Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts

archaisch

modern

spröde

elysisch

Romantische Chöre« ist der Untertitel

dieser CD. Eigentlich ein Titel zum

Gruseln, denn was so verkauft wird, erinnert

meist an Kuschel(ba-)rock oder

Kaufhausberieselung.

Nicht so hier. Erstens musiziert der

Dresdner Kreuzchor, der auf 700 Jahre

Tradition zurückblickt, sehr homogen

und beweglich, manchmal fast manieriert,

aber stets auf höchstem Niveau.

Und zum anderen birgt das Repertoire

neben Standards (Mendelssohn:

»Der 100. Psalm«, Bruckner: »Locus iste«,

Brahms: »Warum«, Reger: »Unser lieben

Frauen Traum« und »Nachtlied«) auch

weithin Unbekanntes von Komponisten

bis in das 20. Jahrhundert, z. B. von Kaminski,

Becker, Stier und Weyrauch.

Jedes Mal tief berührt bin ich aber von

der Motette »Wie liegt die Stadt so wüst«

von Rudolf Mauersberger, der den Chor

von 1930 bis 1971 leitete; Er komponierte

sie am Karfreitag 1945 unter den Eindrücken

der Bombenangriffe auf Dresden, die

Uraufführung fand in der ausgebrannten

Kreuzkirche statt. Die Texte wählte er aus

den Klageliedern Jeremias, die wie eigens

für das Not und Elend in der Stadt geschrieben

scheinen: »Wie liegt die Stadt so wüst,

die voll Volks war. Alle ihre Tore stehen öde.

Wie liegen die Steine des Heiligtums vorn

auf allen Gassen zerstreut. Er hat ein Feuer

aus der Höhe in meine Gebeine gesandt und

es lassen walten. Ist das die Stadt, von der

man sagt, sie sei die allerschönste, der sich

das ganze Land freuet.«

Thomas Weisser

ff »Warum ist das Licht gegeben«

Dresdner Kreuzchor

Leitung: Gothart Stier

Berlin classics CD (1992),

ca. 10 €

Ausgebrannte Dresdner Kreuzkirche 1945 © Deutsche Fotothek

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Kirchenmusik

40 Jahre

Weigle-Orgel

in der

Martin-Luther-

Kirche

Im Jahre 1964 zog die evangelische

Kirchengemeinde von der alten Kirche

(heutige Ge meindebibliothek in der

Verbindungsstraße) in ihre neu erbaute

Kirche in der Neuen Schulstraße um.

Zunächst musste noch das Orgelpositiv

der alten Kirche die musikalischen Aufgaben

im Gottesdienst erfüllen. Aber

das kleine Instrument war dem großen

Kirchenraum akustisch nicht gewach sen.

So war bald allen klar, dass mit der Beschaffung

einer neuen größeren Orgel der

Kirchenge meinde eine riesige finanzielle

Aufgabe bevorstand.

Ein Orgelausschuss wurde gebildet,

der sich über Details der geplanten Orgel

informierte. Neue Orgeln verschiedener

Firmen wurden aufgesucht und angehört.

Beratungen mit dem Kirchengemeinderat,

dem Orgel- und Glockenprüfungsamt

aus Karlsruhe, sowie einigen

Orgelexperten ließen die Konturen der

neuen Orgel allmählich sichtbar werden.

Damit trat auch der Kaufpreis des Instruments

ins Zentrum der Überlegungen.

In ersten Angeboten wurde ein Preis von

mindestens 100.000,— DM genannt. Nun

wurden auch Stimmen laut, die den Kauf

einer Elektronenorgel befürworteten. Um

sich über diese Alternative eine Meinung

bilden zu können, gab es einen Gottesdienst

mit elektronischer Orgelmusik.

Zum Glück war diese Präsentation nicht

überzeugend. Danach entschied sich der

Kirchengemeinderat mit Un terstützung

der Gemeinde zum Kauf einer Pfeifenorgel.

Da mit einem finanziellen Zuschuss

der Landeskirche nicht zu rechnen war,

begann in der Kirchengemeinde eine

bis dahin beispiellose Spendenaktion.

In wenigen Jahren war der Betrag nahezu

erreicht. Der Bau einer neuen Orgel

wurde ausgeschrieben, und unter vielen

22


Kirchenmusik

Gottesdienstprogramm). Darüber hinaus

fand am gleichen Tag noch ein Konzert

statt, bei dem der Evangelische Kirchenchor

und Wolfgang Dallmann (Kantor

an der Lutherkirche Heidelberg und

Professor an der Hochschule für Kirchenmusik)

an der Orgel mitwirkten.

Fast auf den Tag genau nach 40 Jahren,

nämlich am 16. Dezember 2012

(ebenfalls am 3. Advent) um 19.00 Uhr,

wollen wir mit einem Orgelabend dieses

Jubiläums gedenken.

Dieter Kegelmann

Nur für Könner: der Spieltisch unserer Orgel

Bewerbern erhielt die 1845 gegründete

Orgelbaufirma Weigle aus Leinfelden bei

Stuttgart den Auftrag.

In der Orgel befinden sich 1 796 Pfeifen.

Sie hat 2 Manuale, 25 Register und

besitzt Schleifladen mit mechanischer

Spiel- und elektrischer Register traktur,

3 Normalkoppeln, 4 freie Kombinationen,

2 freie Pedalkombinationen, Organo

pleno (»volles Werk«) und 4 Zungen-Einzelabsteller.

Im Spätherbst 1972 wurde die Orgel

innerhalb von drei Wochen in der

Kirche aufgebaut und am 17. Dezember

(am 3. Advent) in einem Festgottesdienst

mit Herrn Dekan Blail einge weiht. Dabei

erklang die Orgel zum ersten Mal (siehe

Konzert »40 Jahre Weigle-Orgel«

ff Sonntag, 16. Dezember 2012

19 h Martin-Luther-Kirche

23


Rückblick

Erinnerungen in Wort und Bild

War da was?

Zur Erhaltung der Platane an der Kirche war am 26.

Juli seit langem wieder ein gründlicher Schnitt nötig.

9. November: Ein nicht enden wollender Zug von Kindern, Eltern mit Fackeln, Laternen und Kerzen wälzt sich durch

den Mahrgrund – der Martinsumzug der Sonnenburg

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Rückblick

Ernst Edinger (2. v. r.) bleibt Vorsitzender der Gemeindeversammlung.

Am 9. September wurde Gerhard

Kühn (ganz rechts) zu seinem Stellvertreter gewählt.

Am 12. September trafen sich die Konfis – in der

Sonnenburg! Zusammen mit Hr. Sasse-Rösch, Leiter

der Sonnenburg und gelernter Koch, wurde gekocht,

gebacken, gelacht, gearbeitet, kennengelernt. Dabei

dachten sich die Konfis eigene Gruppennahmen aus.

Unter dem Thema »Israel« stand am 21. Oktober der zweite musikalische Abendgottesdienst in diesem Jahr. Auch

dieses Mal hatte sich spontan ein kleiner Chor zusammengefunden, der mit einigen Instrumentalisten mitreißende

Lieder aus Israel vortrug und somit für den angemessenen Rahmen sorgte.

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Aus Landeskirche und Kirchengemeinderat

Kirchenwahlen 2013

Im November 2013 endet die Amtszeit des

jetzigen Kirchengemeinderates und es stehen

Neuwahlen an. Der Kirchengemeinderat

leitet zusammen mit der Pfarrerin

die Gemeinde, setzt inhaltliche Impulse,

überlegt, wie Finanzen sinnvoll eingesetzt

werden können, übernimmt Aufgaben

rund um den Gottesdienst. Kirchengemeinderat

sein bedeutet:

•• auf Zeit besondere Verantwortung in

der Gemeinde übernehmen;

•• überlegen, wie die Gemeindearbeit

strukturiert werden soll und wie

die Kirchengemeinde zukunftsfähig

bleiben oder werden kann;

•• einen Teil der eigenen Zeit für die

Gemeinde zur Verfügung stellen;

•• evtl. auch in Gremien des Kirchenbezirks

mitarbeiten;

•• in einem Team dabei sein und neben

der Arbeit auch Freude, Gemeinschaft

und Sinn erfahren.

Gewählt werden kann jedes volljährige

Mitglied unserer Kirchengemeinde.

Wählen dürfen alle Gemeindeglieder ab

14 Jahren.

Haben Sie selbst Interesse an dieser

Aufgabe oder kennen Sie jemanden, den

Sie für geeignet halten? Dann sprechen

Sie uns an.

Gottes Mühlen –

oder: Die unendliche Geschichte mit der Rampe

Rot-weißes Flatterband sperrt schon seit

vielen Monaten aus Sicherheitsgründen

die alte Rampe zum Kirchenvorplatz ab.

Viel zu lange, finden wir. Schon im September

2011 haben wir darum wegen einer

neuen Rampe mit dem Kirchenbauamt in

Karlsruhe Kontakt aufgenommen.

Die große Zahl der zuständigen Köche

verhindert aber eine rasche Umsetzung:

das Kirchenbauamt als Aufsichtsbehörde,

gemeinsam mit der »Evangelische

Stiftung Pflege Schönau« als Eigentümerin

der Martin-Luther-Kirche vertreten

durch die outgesourcte prokiba, Architekt

Striffler aus Mannheim als Inhaber des

Urheberrechts an der architektonischen

Gestaltung des Kirchengebäudes, das Amt

für Naturschutz in Sinsheim als zuständige

Behörde für das »Naturdenkmal Platane«,

das Bauamt der Gemeinde Ilvesheim, deren

Trottoir tangiert wird. Und nicht zuletzt

unsere Kirchengemeinde in Ilvesheim als

Bauherrin, vertreten durch die Architekten

des Bauausschuss, die eine für unsere

Bedürfnisse optimale Lösung zu vertretbaren

Kosten anstreben.

Die grobe Planung sieht denn auch

eine Fertigstellung erst im Sommer 2013

vor. Schließlich heißt es im Lied weiter:

»Gottes Mühlen mahlen langsam, / mahlen

aber trefflich fein. / Was in Langmut er sich

säumet, / holet er in Schärfe ein.«

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Kasualien

Jahreslosung 2013:

Hebräer 13,14

Neues Leben – Taufen

15.07.2012 Celine Grün

15.07.2012 Noah Janis Leuteritz

16.09.2012 Benjamin Daniel Otto

16.09.2012 Amelie Schäfer

16.09.2012 Mika Valentin Stein

21.10.2012 Maximilian Peter Huck

21.10.2012 Leonard Christian Huck

21.10.2012 Maxim Schulz

Gemeinsames Leben – Trauungen

11.08.2012 Krisztina Kamáromy-Dommberger und

Uwe Dommberger

07.09.2012 Kathrin und Benito Pohl

20.10.2012 Martina und Jens Ludwig

Vollendetes Leben – Bestattungen

02.07.2012 Frieda Schaaf, geb. Appel, *1927

04.07.2012 Peter Dillmann, *1939

09.08.2012 Irma Renner, geb. Förster, *1931

09.08.2012 Ingeborg Lang, geb. Schwarz, *1923

16.08.2012 Erich Johnen, *1934

16.08.2012 Margareta Leßmann, geb. Mohr, *1936

17.08.2012 Erna Kreuz, geb. Kühnlein, *1942

21.08.2012 Gertrud Wagner, geb. Erdmann, *1925

23.08.2012 Oswald Moog, *1941

13.09.2012 Gertrud Butzko, geb. Miesler, *1924

17.09.2012 Rosalie Heller, geb. Nagel, *1924

10.10.2012 Irmgard Harpe, geb. Schulze, *1923

15.10.2012 Kurt Schröder, *1930

30.10.2012 Werner Henes, *1926

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Musik und Texte

im Advent

Die 7. Neuauflage unserer Reihe von vier

konzertant-meditativen Veranstaltungen an

den Freitagen im Advent, jeweils um 19 Uhr

in der Martin-Luther-Kirche Ilvesheim

30. 11. 12 Tanz & Texte

Dagmar Klopsch-Güntner

07. 12. 12 Dieter Kegelmann, Orgel, und

Angela Weisbrod, Querflöte

14. 12. 12 Taizé-Andacht mit dem

Evangelischen Kirchenchor

21. 12. 12 Andreas Wendolsky, Gitarre

Das neue kirchenfenster erscheint zu Ostern 2013.

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