w assers am finnischen meerbusen - Helda

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Peter Ax, Turbellarienfauna des Küstengrundwassers

Auf Grund dieser Sachlage erschien es mir sehr wertvoll, im Rahmen

vergleichend-ökologischer Untersuchungen über die Turbellarienfauna europäischer

Brackwassergebiete einen persönlichen Einblick in die ökologischen

Verhältnisse der östlichen Ostsee zu gewinnen. Stipendien der Universität

Helsingfors und der Deutschen Forschungsgemeinschaft ergaben die Möglichkeit

hierzu, und so konnte ich in der Zeit vom 15.8-9.9.1953 einer Einladung

von H errn Prof. A. LuTHER zu einem Arbeitsaufenthalt an der Zoologischen

Station Tvärminne Folge leisten.

Im Finnischen Meerbusen war bis vor kurzem ein Lebensraum ganz

unbearbeitet geblieben, das K ü s t e n g r u n d w a s s e r. Dieser subterrane

Bereich des sandigen Meeresstrandes ist nach den ersten orientierenden

Untersuchungen in der Kieler Bucht ( REMA~E und SCHULZ 1935) gerade in

den letzten Jahren von REMANE und Mitarbeitern an verschiedenen europäischen

Küstengebieten besonders intensiv durchforscht worden, und im

Herbst 1952 konnte Prof. A. REMANE seine Grundwasserstudien erstmalig

auch auf die Uferzonen des Finnischen Meerbusens ausdehnen. Teilergebnisse

über die Grundwasserfauna der Finnischen Küste sind daraufhin in einigen

Spezialbearbeitungen der Gastrotrichen, Nematoden und Entomostraken

publiziert worden {REMANE 1952, GERLACH 1953, OODT 1953).

Es lag nunmehr sehr nahe, auch die fast unbekannte Turbellarienfauna

dieses Lebensraumes näher zu verfolgen, und Herr Prof. A. LuTHER schlug

mir die Bestandsaufnahme der Turbellarien des Küstengrundwassers als

eine spezielle Aufgabe für den Aufenthalt an der Zoologischen Station Tvärmlnne

vor.

Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in folgendem Beitrag vorgelegt.

Die Darstellung beschränkt sich hier bewusst auf die Fauna des Küstengrundwassers;

nur soweit, wie es zum Verständnis der im subterraneu Lückensystem

nachweisbaren ökologischen Gesetzmässigkeiten notwendig erscheint,

findet die Turbellarienfauna der angrenzenden, wasserbedeckten Uferzonen

Berücksichtigung.

Herrn Prof. A. LuTHER möchte ich auch an dieser Stelle herzlich Dank

sagen für die gastfreie Aufnahme in Finnland, für die hilfreiche Unterstützung

meiner Untersuchungen und für vielfältigen Ratschlag in allen Detailfragen

unseres gemeinsamen Arbeitsgebietes.

Der Universität Helsingfors und der Deutschen Forschungsgemeinschaft

danke ich für die gewährte finanzielle Beihilfe.

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