Geschäftsbericht 2007 - Stadtwerke Osnabrück

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Geschäftsbericht 2007 - Stadtwerke Osnabrück

GeschäftSbericht 2007

UNTERWEGS

IN DIE ZUKUNFT.

Immer für Sie da.


KENNZAhLEN.

KENNZAhLEN.

2007 2006

bilanz/Gewinn- und

Verlustrechnung

Bilanzsumme Mio. € 333,4 323,3

Eigenkapital Mio. € 72,6 70,5

Umsatzerlöse Mio. € 298,1 269,2

Umsatzerlöse je Mitarbeiter Tsd. € 318,5 279,0

Anlagevermögen Mio. € 218,7 207,0

Investitionen Mio. € 26,4 25,6

Abschreibungen Mio. € 17,1 16,2

Personal Mitarbeiter (am Jahresende) Anzahl 936 965

Elektrizitätsversorgung

Personalaufwendungen Mio. € 45,4 48,5

Personalaufwand je Mitarbeiter Tsd. € 48,5 50,2

Stromabgabe GWh 1.081,1 1.029,4

Hausanschlüsse Anzahl 35.416 35.229

INhALT.

INhALT.

Länge des Netzes km 2.158 2.137

Wärmeversorgung Wärmeabgabe GWh 47,0 48,9

Hausanschlüsse Anzahl 252 250

Länge des Netzes km 8 7

Gasversorgung Gasabgabe GWh 1.906,4 2.104,4

Hausanschlüsse Anzahl 27.696 27.555

Länge des Netzes km 698 692

Wasserversorgung Wasserabgabe Mio. m³ 10,1 10,9

Hausanschlüsse Anzahl 31.097 30.972

Länge des Netzes km 627 623

Länge des Transportnetzes km 84 84

Entwässerung aufbereitete Abwassermenge Mio. m³ 20,9 17,5

bäder Anzahl Bäder Anzahl 3 3

Besucher Tsd. 1.013,4 1.067,8

Verkehrsbetrieb Fahrgäste Mio. 35,7 35,3

Linien Anzahl 14 13

Omnibusse

(eigene/angemietete)

Anzahl 137

(93/44)

143

(102/41)

hafen Schiffsgüterumschlag Tsd. t 560,9 614,4

Bahngüterumschlag Tsd. t 665,2 661,9

4 _ Aufsichtsratsvorsitzender

und Vorstand

Neue chancen für die Zukunft.

Kompetenzen und Kooperationen.

8 _ Energie

Vorsprung macht

den Unterschied.

Auch Wessels + Müller vertraut

auf Energie der Stadtwerke.

10 _ Alternative Energien

Natürlich mehr gewinnen.

Osnabrücker Familie setzt

auf Strom aus Sonnenkraft.

12 _ Netze

hand in hand für Osnabrück.

Gemeinsam mit der Stadt

für moderne Netze.

14 _ Dienstleistungen

Expertenwissen weitergeben.

Kompetente Wasserversorgung

für Bissendorf.

16 _ Dienstleistungen

Entwicklung fördern durch

mehr Komfort.

Neueste Bädertechnik für

Therapiebad Anne-Frank-Schule.

18 _ Verkehr

Sauber unterwegs.

Neue Linien und neue Busse.

20 _ Personal

Fit für die Zukunft.

Gesundheit der Mitarbeiter fördern.

22 _ Soziales Engagement

Nette Wassererlebnisse.

Stadtwerke fördern Umweltprojekte.

24 _ NordWestbahn

Weichen stehen auf Wachstum.

NordWestBahn erweitert

das Streckennetz.

26 _ Flughafen Münster / Osnabrück

Gute Verbindungen

in die Welt.

Zahl der Fluggäste am FMO

ist stark angestiegen.

28 _ osnatel

Mehr Anschluss für die Region.

osnatel mit neuen Ortsnetzen

und Mobilfunk präsent.

30 _ Jahresabschluss

32 _ bilanz

34 _ Gewinn- und

Verlustrechnung

35 _ Anhang

40 _ Anlagespiegel

42 _ Lagebericht

51 _ bericht des

Aufsichtsrates

52 _ bestätigungsvermerk

EITE2

Unterwegs in die Zukunft

Titelfoto: Dr. Thomas Freye, Mitarbeiter und seit 2007 das „Gesicht“ in Anzeigen der Stadtwerke Osnabrück.


Optimistisch blicken der Vorstand der Stadtwerke Osnabrück und

Aufsichtsratsvorsitzender Boris Pistorius in die Zukunft.

NEUE chANcEN

FÜR DIE ZUKUNFT.

Kompetenzen und Kooperationen.

Was waren aus Ihrer

Sicht wichtige Meilensteine

und Themen im

Geschäftsjahr 2007?

EITE4

Vorstandsvorsitzender Manfred Hülsmann.

Unterwegs in die Zukunft

Aufsichtsratsvorsitzender Boris Pistorius.

Das Geschäftsjahr 2007 ist abgeschlossen und die Stadtwerke Osnabrück haben

Bilanz gezogen. Zu den wichtigsten Themen 2007 und den Chancen für die

Zukunft nehmen der Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann, der Vorstand

Verkehr und Hafen Dr. Stephan Rolfes sowie der Aufsichtsratsvorsitzende und

Oberbürgermeister Boris Pistorius Stellung.

„Unterwegs in die

Zukunft“ ist das Motto

des Geschäftsberichts

für das Jahr 2007.

Was heißt das für Sie?

Aufsichtsratsvorsitzender

und Oberbürgermeister

boris Pistorius: Die Rahmenbedingungen

für ein kommunales Stadtwerk

verändern sich weiter massiv. Das Motto

„Unterwegs in die Zukunft“ steht dabei

für den Weg, den die Stadtwerke Osnabrück

eingeschlagen haben, um diesen

Veränderungen entgegen zu treten. Einen

Teil der Wegstrecke hat das Unternehmen

bereits erfolgreich zurückgelegt. Jetzt gilt

es, den Weg zielstrebig weiterzugehen.

Die Kunden haben klare Vorstellungen

von ihrem modernen Dienstleister. Verantwortungsvolles

Handeln, eine sichere

Versorgung, umfassende Leistungen,

qualitativ hochwertige Angebote und

kompetenter Service sind nur einige

dieser Ansprüche. Ich bin sicher, dass

die Stadtwerke Osnabrück diesen

Ansprüchen auch künftig vollkommen

gerecht werden.

Vorstandsvorsitzender

Manfred hülsmann: Der Wettbewerb

ist in allen Bereichen stärker

geworden. Dieser Entwicklung begegnen

wir mit zukunftsfähigen Produkten

und Dienstleistungen, effizienten

Prozessen zur Kostenreduzierung sowie

einem großen Engagement aller Mitarbeiter.

Ein Stadtwerk, wie wir es sind,

ist ein Modell der Zukunft – ein Infrastrukturdienstleister

mit kommunaler

Verankerung, der in Verantwortung

gegenüber seinen Kunden, Mitarbeitern

und der Umwelt nachhaltig und

rentabel handelt.

Manfred hülsmann: Ein ganz wichtiger

Meilenstein war sicherlich unser

Einstieg in die Energieeigenerzeugung.

Im Oktober ging das Gas- und Dampfkraftwerk

in Hamm-Uentrop ans Netz,

mit dem wir jährlich etwa elf Prozent

unseres gesamten Stromabsatzes

erzeugen. Modellcharakter hat dabei

die Zusammenarbeit mit 27 weiteren

Stadtwerken sowie Regionalversorgern.

So eine Kooperation ist bislang einzigartig

und wird Schule machen. Der

Einstieg in die Stromerzeugung bietet

uns und unseren Kunden zahlreiche

Vorteile. Wir haben uns vom reinen

Stromhändler zum Stromerzeuger

gewandelt und können uns so von

den Großhandelspreisen unabhängiger

und damit wettbewerbsfähiger machen.

Dank unserer guten Preispolitik

gehören wir bereits seit Jahren zu den

günstigsten Versorgern.

Stolz sind wir auch auf den Ausbau

unseres Dienstleistungsangebotes.

Wir sind in all unseren Bereichen sehr

gut. Jetzt gilt es, unsere Kompetenz

auch nach außen zu vermarkten.

Beispiele hierfür sind die Übernahme

der Betriebsführung der Wasserversorgung

in Bissendorf und die technische

Sanierung des Therapiebades Anne-


Der Start des Netzes 07 und der

Umweltbusse waren Meilensteine

für den Verkehrsbetrieb.

Frank-Schule durch unsere Fachleute. Und nicht zuletzt war

die Einführung des gemeinsamen Baustellenmanagements

von der Stadt und den Stadtwerken ein großer Schritt. Da

arbeiten wir jetzt noch stärker Hand in Hand.

Vorstand Verkehr und hafen Dr. Stephan Rolfes:

Ein weiterer Höhepunkt nicht nur für uns, sondern vor allem

für unsere Fahrgäste war der Start des „Netz 07“ zum

Fahrplanwechsel Ende August. Wir haben das Liniennetz

in der Stadt grundlegend optimiert und den veränderten

Bedürfnissen der Osnabrücker angepasst. Bisherige „weiße

Flecken“ auf der Stadtkarte wie zum Beispiel das Gebiet

rund um die Agentur für Arbeit oder die Hochschulen am

Westerberg gibt es nicht mehr.

Der nächste Meilenstein war die Anschaffung unserer neuen

Umweltbusse. Damit setzen wir technologische und umweltschonende

Standards, denn diese Busse erfüllen schon

jetzt die Norm für das nächste Jahrzehnt. Auf Osnabrücks

Straßen sind derzeit die saubersten Busse Deutschlands

unterwegs. Darauf können wir zu Recht stolz sein und uns

als Vorreiter bezeichnen.

Ein weiterer wichtiger Schritt war

der Start des Projekts KOSMOS2020.

Was bedeutet dieses Projekt für

alle beteiligten?

Manfred hülsmann: Die jeweiligen Aufsichtsräte,

Geschäftsleitungen und Betriebsräte ziehen an einem Strang.

Das Besondere an KOSMOS2020 ist das Engagement der

Mitarbeiter beider Unternehmen. Nicht wir haben vorgegeben,

was als Ergebnis herauskommen soll, sondern die Mitarbeiter

haben in gemischten Arbeitsgruppen selbstständig

Ergebnisse ermittelt.

Welche Themen sind Ihnen für die

Zukunft der Stadtwerke wichtig?

Manfred hülsmann: Neben so wichtigen Themen wie

der Anreizregulierung im Energiebereich steht für uns das

Thema Umweltschutz im Vordergrund. Als kommunales

Unternehmen sind wir uns der hohen Verantwortung

bewusst und wollen unsere seit langem bestehende Umweltkompetenz

weiter stärken. Einen ersten Schritt haben

wir getan: 2007 fiel der Startschuss für das Projekt KompetenzUmweltKlima

(KUK). Es geht darum, unsere vielfältigen

Umweltaktivitäten in den verschiedenen Geschäftsfeldern zu

bündeln und weiter auszubauen. Das reicht von der Anschaffung

von Dienstfahrrädern für die Mitarbeiter bis hin zum

Ausbau der regenerativen Energien. Durch KUK können wir

ein lebendiges Umweltbewusstsein aufbauen – zum Vorteil

Osnabrücks.

boris Pistorius: Dieses Projekt spiegelt das Motto „Unterwegs

in die Zukunft“ wider. KOSMOS2020 steht für die

Bezeichnung Kommunale Stadtwerke Münster Osnabrück,

wobei die Zahl 2020 zum einen die Perspektive und zum

anderen die Partnerschaft auf Augenhöhe symbolisiert. Hier

kooperieren zwei sehr ähnlich strukturierte kommunale Unternehmen,

um Synergieeffekte auf beiden Seiten zu fördern.

Das ist eine Vorzeigepartnerschaft, die sich sicherlich auch

auf andere gemeinsame Projekte der beiden Friedensstädte

Münster und Osnabrück übertragen lässt.

Dr. Stephan Rolfes: Wir sind ein kommunales Stadtwerk

und wollen es bleiben. Uns war wichtig, innerhalb dieser Kooperation

mit Münster eigenständig und unabhängig zu sein.

Bei den Kooperationsmöglichkeiten auf den verschiedenen

Feldern handelt es sich ausschließlich um operative Prozesse

hinter dem Kundenvorhang. Die Stadtwerke Münster kaufen

ebenso wie wir regelmäßig Busse ein. Schaffen wir die Busse

aber gemeinsam an, erzielen wir allein durch diese Maßnahme

wichtige wirtschaftliche Vorteile.

Dr. Stephan Rolfes: In Zukunft geht es verstärkt darum,

das Bewusstsein der Mitarbeiter für die Stadtwerke-Familie

zu schärfen und die Identifikation mit dem Gesamtunternehmen

zu stärken. Wir sind eine Familie und wollen weiter

zusammenwachsen. Unsere Beteiligungen schließen wir mit

ein. Wir haben bei unserer jährlichen Mitarbeiterveranstaltung

dieses Thema spielerisch aufgegriffen. Unsere Mitarbeiter

konnten im Rahmen einer Rallye quer durch Osnabrück

die vielfältigen Geschäftsfelder der Stadtwerke und ihrer

Beteiligungen entdecken. Das kam bei unseren Kolleginnen

und Kollegen sehr gut an und wird in diesem Jahr wiederholt.

boris Pistorius: Die Stadtwerke-Familie funktioniert, die

Mitarbeiter ziehen an einem Strang. Das ist wichtig, um für

die kommenden Anforderungen gewappnet zu sein. „Aus

der Region, für die Region“ wird weiter das Motto der

Stadtwerke sein. Das Unternehmen weiß, was seine Kunden

erwarten. Und wer kann diese Erwartungen besser erfüllen

als motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die hier zu Hause sind? Von daher möchte ich allen

Beschäftigten der Stadtwerke abschließend meinen Dank

für die geleistete Arbeit aussprechen.

„Aus der Region, für die Region“ ist das Motto der Stadtwerke.

Stadt und Stadtwerke arbeiten Hand in Hand.

EITE6

Unterwegs in die Zukunft


VORSPRUNG MAchT

DEN UNTERSchIED.

Auch Wessels + Müller vertraut

auf Energie der Stadtwerke.

„An erster Stelle steht für uns die

Zuverlässigkeit des Stromlieferanten.

Genauso wichtig ist uns jedoch die

persönliche Betreuung durch einen

Anbieter vor Ort. Aus diesen Gründen

haben wir uns vor Jahrzehnten für die

Stadtwerke Osnabrück entschieden

und sind sehr zufrieden“, betont Ralf

Reuwer, Vorstand Finanzen und Controlling

der Wessels + Müller AG. Der

Kfz-Teilehändler und Werkstattausrüster

ist einer von zahlreichen Großkunden,

die von den Stadtwerken rund

um die Uhr Energie beziehen. Mit mehr

als zehn Millionen Kilowattstunden

Strom beliefern die Stadtwerke die

rund 80 Standorte von der Ostsee

bis zum Bodensee mit Strom. Für die

Zukunft ist die bundesweite Versorgung

aller Verkaufshäuser mit Erdgas

geplant.

Seit mehr als 60 Jahren ist die Wessels

+ Müller AG, einer der größten

Teilehändler Deutschlands, Kunde der

Stadtwerke. Ein Jahr vor der Fusion des

Osnabrücker Großhändlers zur Wessels

+ Müller AG hatte das Unternehmen

im Jahr 2000 einen Rahmenvertrag

über die bundesweite Belieferung mit

elektrischer Energie geschlossen. Mit

der Expansion des Unternehmens

in den Folgejahren wuchs auch der

Strombedarf für die Verkaufshäuser.

Die Elektrizität wird dort überwiegend

für die Beleuchtung und das Computernetzwerk

genutzt. „Die größte

Stromabnahmestelle ist jedoch unser

Logistikzentrum in Lotte. Kilometerlange

Förderwege müssen in dem

viergeschossigen Hochregallager Tag

und Nacht mit Strom versorgt werden“,

erklärt Ralf Reuwer.

Nicht nur die Wessels + Müller AG

profitiert von dem Know-how der

Stadtwerke, auch das Versorgungsunternehmen

schätzt die Kompetenz

ihres Stromkunden: „Besonders im

Verkehrsbereich ist die Wessels + Müller

AG unser langjähriger Partner und

beliefert uns regelmäßig mit Material

für unseren Fuhrpark. Für das 2006 eröffnete

Busdepot stellte das Unternehmen

das technische Equipment bereit“,

erläutert Jürgen Körber, Geschäftskundenbetreuer

bei den Stadtwerken. „Es

besteht eine sehr angenehme wechselseitige

Beziehung zwischen uns.“

Neue attraktive

Angebote.

Faire Konditionen, eine hohe Zuverlässigkeit

und guter Service sind die Gründe,

warum sich Gewerbekunden und

tausende Haushalte in Osnabrück für

das Angebot der Stadtwerke entscheiden.

Seit Jahren zählt das Versorgungsunternehmen

deutschlandweit zu den

preisgünstigsten Anbietern von Strom

und Erdgas. Um ihren Kunden künftig

noch mehr Komfort bieten zu können,

führten die Stadtwerke im April 2007

das neue Produkt EasyOnline mit einer

Erstlaufzeit von einem Jahr ein. Der

Vorteil: Alle Vertragsmodalitäten werden

online abgewickelt. Bis Ende 2007

hatten sich 194 Strom- und Erdgaskunden

mit 282 Verträgen für EasyOnline

entschieden und wurden einmalig mit

einem Bonus nach Wahl – von einem

Gutschein für die Osnabrücker Bäder

bis zu einer Busmonatskarte – belohnt.

Mit einem Fixpreisprodukt reagierten

die Stadtwerke im November 2007

auf die anstehende Preiserhöhung für

Strom und Erdgas. Die Energiepreise

mussten zum Januar 2008 erhöht werden.

Haushalten und Gewerbekunden

boten die Stadtwerke eine attraktive

Alternative: Bis Ende Dezember hatten

sie die Möglichkeit, sich für das neue

Produkt zu entscheiden und damit

den Preis für eine bestimmte Laufzeit

„einzufrieren“. Die Kunden nahmen das

Angebot positiv auf: Insgesamt haben

sich 1323 Haushalte für EasyStromFix

entschieden, 58 Gewerbekunden beziehen

nun das Produkt ProfiStromFix.

1210 Kunden nutzten darüber hinaus

die Chance, den Gaspreis durch Easy-

GasFix konstant zu halten.

Nicht nur mit Fixpreisen sorgen die

Stadtwerke dafür, dass sie in Zukunft

wettbewerbsfähig bleiben. Im Oktober

2007 stieg das Unternehmen mit dem

effizienten Gas- und Dampfkraftwerk

Hamm-Uentrop in die Stromerzeugung

ein. Damit beteiligen sich die

Stadtwerke am ersten kommunalen

Gemeinschaftskraftwerk in Deutschland.

20 Megawatt der 425 Megawatt

starken Doppelblockanlage halten die

Stadtwerke. Jährlich fließen 100.000

Megawattstunden in das Stromnetz.

Mit der Eigenerzeugung und einem

konstant guten Preis-Leistungs-Verhältnis

bleiben die Stadtwerke trotz

des zunehmenden Wettbewerbs ein

attraktiver Energieversorger für die

Menschen in der Region.

KUNDENORIENTIERT

EITE8

Unterwegs in die Zukunft

Wessels + Müller AG: in Osnabrück zu Hause.

Sehr zufrieden ist Ralf Reuwer (Vorstand Wessels + Müller AG)

mit den Leistungen der Stadtwerke.

Die Wessels + Müller AG ist einer der größten Kfz-Teilehändler Deutschlands.


VERANTWORTLIch

NATÜRLIch MEhR GEWINNEN.

Osnabrücker Familie setzt auf Strom aus Sonnenkraft.

„Wir möchten einfach unseren Beitrag

für die Umwelt leisten. Daher war für

uns schon beim Hausbau vor vier Jahren

klar, dass wir den Einsatz erneuerbarer

Energien fördern möchten“, freut

sich Kerstin Etzold. Seit März 2007

wandelt eine Photovoltaikanlage auf

dem Gebäude der vierköpfigen Familie

Sonnenenergie in Elektrizität um. Nicht

nur für Kerstin und Norbert Etzold war

es ein besonderer Moment, als die

PV-Anlage mit einer Leistungsstärke

von 3,6 kWp in Betrieb ging. Durch

die Montage wurde bereits im Frühjahr

2007 die installierte Gesamtleistung

von 1000 kW „Sonnenstrom“ in Osnabrück

erreicht.

Bis Ablauf des Jahres erhöhte sich die

Zahl der Stromerzeuger auf privaten

und gewerblichen Dächern noch.

Zahlreiche Osnabrücker setzten auf die

umweltschonende Energiegewinnung

durch Solarzellen: Ende 2007 waren

rund 250 Photovoltaikanlagen mit

einer Gesamtleistung von 1649 kW am

Netz. Damit tragen die Dächer insgesamt

etwa 14.000 Quadratmeter der

blauen Solarzellen.

„Wenn das Wetter gut ist und die

Sonne kräftig scheint, merken wir,

dass die Anlage mit den 24 Modulen

effektiv arbeitet“, sagt Kerstin Etzold

aus Hellern. „Die Anlage funktioniert

reibungslos. Wir haben nur gute

Erfahrungen gemacht.“ Das Ehepaar

und ihre beiden Kinder Sören und Jörn

liefern den gewonnenen Strom für

49,21 Cent pro Kilowattstunde für die

nächsten 20 Jahre an die Stadtwerke.

Die Vergütungshöhe richtet sich nach

dem Erneuerbare-Energien-Gesetz

(EEG), das im Jahr 2000 in Kraft trat.

Aktiv für den

Klimaschutz.

Die Einspeisevergütung sorgt für eine

Wirtschaftlichkeit der Anlagen und

hat dazu geführt, dass Solarstrom für

Osnabrücker immer attraktiver wurde.

1993 war die erste PV-Anlage in Betrieb

gegangen und galt damals noch

als Sonderfall. Heute ist der Trend zum

Solarstrom auf vielen Dächern weithin

sichtbar. Das kommt vor allem dem

Klima zugute. Denn durch den Einsatz

der Osnabrücker Photovoltaikanlagen

wurde ein CO 2

-Ausstoß von etwa

490 Tonnen vermieden. Aber nicht nur

viele Solarstromanlagen sind 2007 in

Osnabrück installiert worden. Auch

die Förderung der Stadtwerke für

den Einbau thermischer Solaranlagen

wurde stark in Anspruch genommen.

In Osnabrück gibt es etwa 850

Anlagen mit einer Kollektorfläche von

insgesamt etwa 5800 Quadratmetern.

Mit rund 480.000 Euro förderten die

Stadtwerke im Förderzeitaum seit 1992

diese Anlagen.

„Es ist kein großer Aufwand nötig, jeden

Tag etwas für die Umwelt zu tun“,

sagt Kerstin Etzold, die lieber mit dem

Fahrrad als mit dem Auto unterwegs

ist. „Ich würde mir wünschen, dass

sich noch mehr Osnabrücker für

regenerative Energien entscheiden.“

Die Stadtwerke setzen auf

die Kraft aus der Sonne.

EITE 10

Unterwegs in die Zukunft

Die Osnabrücker Familie Etzold leistet aktiven Klimaschutz.


Bei den Planungen und auf der Baustelle behalten Udo Vogelsang

und Ralf Mittendorf den Überblick.

Jürgen Schmidt, Franz Schürings, Ansgar Joachimmeyer

und Matthias Hackmann bringen das Baustellenteam voran.

hAND IN hAND FÜR OSNAbRÜcK.

Gemeinsam mit der Stadt für moderne Netze.

SIchER

„Die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken auf der Baustelle

Parkstraße hat reibungslos funktioniert. Sämtliche Tiefbaumaßnahmen

– von der Erneuerung der Versorgungsleitungen

über den Kanalbau bis zum Straßenbau – waren eng

miteinander verzahnt. Durch die hervorragende Koordination

konnten wir nicht nur während der gesamten Bauzeit die

Versorgung der Anwohner aufrechterhalten, sondern die

Arbeiten auch termingerecht abschließen“, betont Franz

Schürings, Fachbereichsleiter Städtebau bei der Stadt Osnabrück.

Die Parkstraße ist nicht die einzige Großbaustelle, die

2007 das ganze Know-how der Fachleute erforderte. Hand

in Hand arbeiten die Teams seit 2006 auch auf der Meller

Straße. Ende 2009 sollen die Arbeiten dort beendet sein.

Bei rund 2000 Baustellen jährlich, etwa 750 Kilometern

Straßennetz, 170 Brücken und tausenden von Kilometern an

Ver- und Entsorgungsleitungen im Osnabrücker Stadtgebiet

ist eine gute Abstimmung zwischen Stadt und Stadtwerke

notwendig. Bevor die ersten Bagger anrollen können, werden

die geplanten Baumaßnahmen bis ins Detail mit allen

Beteiligten abgestimmt. Bei der Koordinierungsstelle laufen

die Fäden zusammen. „Die Bauabschnitte werden so geplant,

dass wir uns bei den Arbeiten nicht gegenseitig behindern,

die Beeinträchtigungen für die Anlieger gering sind und die

Baustelle nur so lange wie nötig dauert“, erklärt Matthias

Hackmann, Leiter Netzbau der Stadtwerke Osnabrück.

Ob Leitungen für Strom, Gas, Wasser oder Schmutz- und

Regenwasser – die Menschen an der Parkstraße haben eine

komplett neue Infrastruktur bekommen. Dort wurde vom

Mischsystem auf das moderne Trennsystem umgestellt.

Die fast 100 Jahre alten Rohre waren mit der Zeit marode

geworden. Nach den Kanalbauarbeiten wurde die Straßendecke

erneuert.

Doch viele aufwändige Arbeiten können nicht gleichzeitig

erfolgen. Die Tiefbauer müssen beispielsweise erst ein neues

System installieren, bevor sie das alte abstellen können.

Trotz der Größe der Baumaßnahme seien zahlreiche Arbeiten

unbemerkt von den Anliegern vonstatten gegangen,

berichtet Ansgar Joachimmeyer, Mitarbeiter Bau, Kanalnetze

der Stadtwerke Osnabrück. „Die Monteure waren bis

in die Nacht in den Häusern beschäftigt und haben an den

Anschlüssen gearbeitet. Das haben die wenigsten Anwohner

gesehen.“

Große herausforderungen.

Im Zuge der Baumaßnahme Parkstraße mussten die Verantwortlichen

große Herausforderungen bewältigen: So

entstand an der Parkstraße zeitgleich zu den Tiefbauarbeiten

ein neues medizinisches Zentrum. „In diesem Fall gab es

einen erhöhten Abstimmungsbedarf. Damit die Arbeiten auf

der Baustelle Medipark vorangehen konnten, mussten wir

beispielsweise die Zufahrten für den Schwerlastverkehr freihalten.

Das Problem haben wir dank der guten Zusammenarbeit

lösen können“, sagt Jürgen Schmidt, Leiter Fachdienst

Straßenbau bei der Stadt Osnabrück.

EITE 12

Unterwegs in die Zukunft

Auf der Baustelle ist das optimale

Zusammenspiel aller Beteiligten gefragt.


Dirk Rust von der Gemeinde Bissendorf kontrolliert die Druckerhöhungsanlage.

Die Druckerhöhungsanlage in Bissendorf –

gebaut von den Stadtwerken Osnabrück.

EXPERTENWISSEN WEITERGEbEN.

Kompetente Wasserversorgung für bissendorf.

KOMPETENT

„Mit den Stadtwerken haben wir einen

starken und kompetenten Partner an

unserer Seite. Die Zusammenarbeit

funktioniert reibungslos. So können

wir unsere Versorgung in Zukunft

wirtschaftlicher und effizienter gestalten“,

betont Karl-Heinz Senkel, Leiter

des Fachdienstes Planen und Bauen

der Gemeinde Bissendorf. Seit April

2007 unterstützen die Stadtwerke die

Gemeinde in allen Fragen rund um die

Wasserversorgung: von der Überprüfung

der Speicher- und Druckerhöhungsanlagen

über die Wartung bis zur

Kontrolle des Trinkwassers durch das

eigene akkreditierte Labor.

Für eine Laufzeit von drei Jahren

hat die Gemeinde den Stadtwerken

die technische Betriebsführung ihrer

Anlagen übertragen. Die Wasserversorgung

über das 54 Kilometer lange

Leitungsnetz bleibt nach wie vor in

den Händen der Gemeinde Bissendorf.

Mehr als 300.000 Kubikmeter Wasser

wurden 2007 in Bissendorf gefördert.

In den vergangenen Jahren wurden zunehmend

Baugebiete erschlossen und

das erweiterte Rohrnetz erforderte

deutlich mehr Aufwand. Angesichts

dieser Entwicklung suchte die Gemeinde

nach einer neuen Lösung. Für

Karl-Heinz Senkel liegen die Vorteile

der Zusammenarbeit auf der Hand:

„Wir bekommen wertvolle Tipps, wie

wir die Betriebsabläufe bei der Wasserversorgung

in Bissendorf optimieren

können und halten so Schritt mit den

Ansprüchen, die an eine moderne

Wasserversorgung gestellt werden.“

Qualität wird überwacht.

Nicht nur die Gemeinde, auch die

Einwohner Bissendorfs profitieren vom

Know-how und dem Rund-um-die-

Uhr-Service der Stadtwerke Osnabrück.

So gehört zum Leistungskatalog nicht

nur die Überwachung des reibungslosen

Betriebs der sieben Brunnen im

Versorgungsgebiet. Die Mitarbeiter der

Stadtwerke sind auch vor Ort, wenn

Störungen im Netz auftreten. Kleinere

Reparaturen können sie schnell erledigen.

Den Stadtwerken obliegt die

gesamte Qualitätsüberwachung.

In Bissendorf entnommene Wasserproben

werden in dem modernen Trinkund

Abwasserlabor der Stadtwerke

untersucht. Es ist von der Deutschen

Akkreditierungsstelle Chemie GmbH

als fachlich kompetentes Prüflabor

bestätigt und als eine zugelassene

Trinkwasseruntersuchungsstelle in

Niedersachsen eingetragen.

„Durch den fortschreitenden Wissensstand

gibt es beispielsweise immer

wieder neue Analyseverfahren. Zu

Beginn der Wasserversorgung kannte

man fünf bis sechs Parameter, heute

sind es mehr als 60. In Zukunft werden

die Anforderungen größer und die

Verfahren vielfältiger. Das stellt vor

allem kleine Wasserversorger vor ganz

neue Herausforderungen. Als Dienstleister

sind wir auf diese Entwicklung

vorbereitet und stellen unser Wissen

gerne zur Verfügung“, erklärt Joachim

Nolte, Leiter Wasserbereitstellung bei

den Stadtwerken.

Mit ihrer langjährigen Erfahrung

wollen die Stadtwerke diese besondere

Dienstleistung künftig auch anderen

Gemeinden anbieten und den Bereich

weiter ausbauen. „Eine solche Zusammenarbeit

hat zahlreiche Vorteile. Wir

bringen unsere Kompetenzen ein, entlasten

die Gemeinden und stellen eine

moderne Wasserversorgung sicher“,

sagt Joachim Nolte.

EITE 14

Unterwegs in die Zukunft

Joachim Nolte und Karl-Heinz Senkel nehmen

gemeinsam eine Wasserprobe in Bissendorf.


NAh

ENTWIcKLUNG FÖRDERN

DURch MEhR KOMFORT.

Neueste bäder technik für

Therapiebad Anne-Frank-Schule.

Kinder machen im Therapiebad ihre ersten Schwimmzüge.

EITE 16

Tony Reimann, Jürgen August und Roland Kettler

arbeiteten bei der Sanierung Hand in Hand.

Sicher und entspannt fühlen sich die Kinder im Therapiebecken.

Unterwegs in die Zukunft

Vorsichtig streckt Moritz seinen

großen Zeh ins Wasser. „Das ist ja

ganz warm“ ruft der Achtjährige

und gleitet langsam mit dem ganzen

Körper in das 32 Grad warme Wasser.

Sichtlich genießt der Schüler des

zweiten Schuljahres den Unterricht

in dem neuen Schwimmbad. Seit Juli

2007 können die Kinder der Anne-

Frank-Schule dort das Element Wasser

kennen lernen und erste Schwimmzüge

machen. Innerhalb eines Jahres

wurde das Therapiebad der Förderschule

für körperliche und motorische

Entwicklung baulich und technisch saniert

– mit kompetenter Unterstützung

der Stadtwerke und dem gesamten

Fachwissen der Bäder.

„Wir verfügen nun über ein modernes

Bad, das technisch auf höchstem

Niveau ist“, freut sich Schulleiter Tony

Reimann. Das 1976 erbaute Bad wies

erhebliche Mängel auf. Es fehlten nicht

nur eine behindertengerechte Toilette

und getrennte Duschen für die Jungen

und Mädchen, auch die technischen

Probleme erschwerten einen reibungslosen

Ablauf im Schwimmbad. „Die

Wünsche der Schule sind dank der

guten Kooperation zwischen der Stadt

und den Stadtwerken Osnabrück

AG nahezu gänzlich erfüllt worden.

Unsere Schüler haben aufgrund ihrer

körperlichen Beeinträchtigungen

Schwierigkeiten in einem normalen

Schwimmbad. Deshalb sind wir froh,

dass wir eine eigene Wasserwelt in

unserem Haus haben, in der wir mit

unseren Schülern therapeutisch arbeiten

können“, sagt Therapeutin Ute

Böschemeyer-Schmieding.

Mehr als 200 Kinder aus Stadt und

Landkreis Osnabrück besuchen die

Anne-Frank-Schule in der Dodesheide.

Beide Kommunen finanzierten die Sanierung

des Bades mit insgesamt einer

Million Euro. Die Projektkoordination

legten sie in die kompetenten Hände

der Stadtwerke. „Das Vorhaben stellte

uns vor ungewöhnliche Herausforderungen“,

betont Roland Kettler, Leiter

der Bäder der Stadtwerke. „Bei der gesamten

Planung und Umsetzung mussten

wir die besonderen Ansprüche der

behinderten Schüler im Blick behalten.

Wir haben dabei eng mit den Therapeuten

der Schule und den Partnern

vom Fachbereich Eigenbeteiligung, Immobilien-

und Gebäudemanagement

der Stadt zusammengearbeitet.“

besondere Ansprüche.

Eine große Erleichterung für die Kinder

und die Therapeuten ist das neue

Deckenliftsystem. Mithilfe des kleinen

„Krans“ kann ein Schüler liegend oder

sitzend in das maximal 1,20 Meter

tiefe Therapiebad gelassen werden.

Neben dem 70 Quadratmeter großen

Becken steht den Badbesuchern ein

kleines Therapiebecken zur Verfügung,

in dem das Wasser mit seinen

36 Grad nahezu Körpertemperatur

erreicht. Die Optik des gesamten

Bades sollte nach den Wünschen der

Schule möglichst schlicht und reizarm

sein, um den wahrnehmungsgestörten

Kindern eine ruhige Atmosphäre bieten

zu können.

Nicht nur das therapeutische und

räumliche Angebot in dem Bad ist

enorm, auch die Bädertechnik ist auf

hohem Niveau. „Wir haben vieles

eingebracht, was wir im Nettebad

nutzen. Immerhin zählt das Freizeitund

Sportbad zu den modernsten

Anlagen in Niedersachsen“, erklärt

Jürgen August, Leiter der Bädertechnik.

So ist für das kleine Therapiebecken

eine Membranfiltrationsanlage im

Einsatz, die moderne Badewasseraufbereitungsanlage

erfüllt höchste

Hygienemaßstäbe. „Eine technisch

vergleichbare energie- und wassersparende

Anlage läuft erfolgreich im

Nettebad“, erläutert Jürgen August.

Für die Spezialisten der Stadtwerke

ist die Arbeit nach Abschluss der

Sanierung noch lange nicht getan.

Einmal wöchentlich kontrolliert ein

Mitarbeiter, ob im Schwimmbad alles

nach Plan läuft. „Die langfristige

Betreuung ist uns sehr wichtig. Wir

sind froh, dass die Stadtwerke diesen

Service zu unserer vollsten Zufriedenheit

leisten“, sagt Tony Reimann.

Die Sanierung des Therapiebades

Anne-Frank-Schule ist für die Stadtwerke

ein wichtiges Projekt im Rahmen

ihres neuen Dienstleistungsangebotes.

Von dem speziellen Know-how

sollen schließlich in Zukunft noch mehr

Bäder profitieren. „Wir beraten bereits

einige Badbetreiber in der Region und

arbeiten beim Personal über unsere

Dienstleistungsgesellschaft ServOS

eng zusammen. Wir hoffen, dass viele

Partner unsere Kompetenz nutzen

werden“, unterstreicht Roland Kettler.

Gezielte Förderung und Wasserspaß stehen im Therapiebad im Vordergrund.


Harald Schulte und Michael Witte haben das Netz mitgestaltet.

SAUbER UNTERWEGS.

Neue Linien und neue busse.

DYNAMISch

„Besonders bei schlechtem Wetter

steigt man gerne in den Bus. Toll,

dass wir mit der neuen Linie zur Uni

fahren können. So kommt man immer

entspannt und trocken an“, erzählt Jan

Krüwel begeistert. Seit Einführung der

Linie 21 nutzt der Student der Betriebswirtschaftslehre

regelmäßig den

Bus, um zur Haltestelle Caprivistraße

zu fahren. Die Hochschullinie ist eine

der wesentlichen Neuerungen, mit denen

das Netz 07 am 30. August 2007

an den Start ging.

„Moderner. Mobiler. Osnabrücker“

heißt es seitdem auf vielen Stadtwerke-

Bussen, die in der Friedensstadt Tag

und Nacht unterwegs sind. Denn auch

im Netz 07 bleibt der Bus das Transportmittel

Nummer 1 der Osnabrücker.

Jeden Tag steigen tausende Fahrgäste

bei den Stadtwerken ein. Durch veränderte

Linienwege und Verknüpfungen

von Linienästen sowie zahlreiche Verbesserungen

im Detail sind sie in der

Stadt komfortabel unterwegs.

Bei der Planung und Umsetzung des

Netzes standen Wirtschaftlichkeit und

Attraktivität gleichermaßen im Vordergrund.

Veränderte Stadtstrukturen, die

sich wandelnde Nachfrage der Fahrgäste

und gewachsene Ansprüche

an die Wirtschaftlichkeit des ÖPNV

hatten eine Anpassung des Netzes im Stadtverkehr notwendig gemacht. Die

Stadtwerke hatten insbesondere die Entwicklung der Wohngebiete in der Stadt im

Blick. Da der Bus in manchen Gebieten der Stadt in Zukunft aufgrund der Bevölkerungsentwicklung

weniger genutzt wird, reduzierten die Stadtwerke in Teilen das

Angebot und passten es den veränderten Bedürfnissen an.

Mit dem Angebot werden die Stadtwerke auch den Ansprüchen eines gewachsenen

Hochschulstandortes gerecht: Marieme Alcindor hält über die Linie 21 beste

Verbindungen zur Universität: „Es ist so praktisch, dass man nicht am Neumarkt

umsteigen muss und vom Rosenplatz direkt zum Westerberg fahren kann. Das

spart Zeit und Nerven“, sagt die 21-Jährige, die International Business and Management

studiert. Und auch wer ab Kreishaus/Zoo in Nahne oder der Haltestelle

Hauptbahnhof fährt, bleibt auf einer Linie: Alle Hochschulstandorte in der

Innenstadt und am Westerberg sind mit der Linie 21 bequem erreichbar. Erstmalig

wurden auch die Agentur für Arbeit und das Finanzamt über die Linie 51/52/53

mit eigenen Haltestellen an das Netz angeschlossen.

Umweltschonende

Standards.

Nicht nur das Netz 07 gewann im

vergangenen Jahr an Fahrt. Mit der

neuen Flotte besonders schadstoffarmer

Serien-Dieselbusse setzten die

Stadtwerke bundesweit technologische

und umweltschonende Standards. Die besonders umweltfreundlichen Busse nach

EEV (Enhanced Environmentally Friendly Vehicle) halten schon jetzt die Norm für

das nächste Jahrzehnt ein. Die EEV-Norm ist der zurzeit anspruchsvollste Abgasstandard

für Busse und Lkw und strenger als die ab Oktober 2008 geltende

Euro 5-Norm. Die ersten zehn der insgesamt 20 neuen Neoplan-Busse von MAN

starteten im November 2007. Im Rahmen einer großen Präsentation gratulierte

Christian Wulff, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, zu der neuen Flotte.

Die Ergebnisse der umweltschonenden Technik können sich sehen lassen: So verursachen

die neuen Busse der Stadtwerke 80 Prozent weniger Feinstaub, 30 Prozent

weniger Kohlenwasserstoffe, minimieren den Anteil der Stickoxide um nahezu die

Hälfte und reduzieren den Kohlenmonoxidausstoß um fast 30 Prozent – ein Plus

für die Umwelt.

EITE 18

Unterwegs in die Zukunft

Die Studenten Marieme Alcindor, Jan Krüwel

und Katharina Blömer nutzen die Linie 21.


VERANTWORTLIch

Ulrich Schepers baut durch die Übungen gezielt Muskulatur auf.

Ulrike Schalldach ist mit Freude dabei.

FIT FÜR DIE ZUKUNFT.

Gesundheit der Mitarbeiter fördern.

EITE 20

„Den ganzen Tag sitze ich am Schreibtisch.

Die Gymnastik ist ein guter

Ausgleich für mich, um Verspannungen

vorzubeugen und meine Rückenmuskulatur

aufzubauen“, sagt Barbara

Rehder. Statt Mittagspause in der

Kantine heißt es für die Sekretärin

Sportstunde auf der roten Gymnastikmatte.

Einmal die Woche verwandelt

sich der Besprechungsraum im Verwaltungsgebäude

der Stadtwerke in

eine kleine Turnhalle. Unter Anleitung

der Kursleiterin Margitta Spellmeyer

machen sich dort Mitarbeiter fit für die

Zukunft. Die wöchentliche Sportstunde

ist ein Angebot der Stadtwerke, um die

Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern.

Auch Aktionen wie Gesundheitstage,

Vergünstigungen in Fitnessstudios und

Angebote zur Raucherentwöhnung

helfen, Erkrankungen frühzeitig vorzubeugen.

Unterwegs in die Zukunft

Nicht nur aufgrund des großen

Erfolges der Maßnahmen und ihrer

Verantwortung für das Wohlbefinden

ihres Teams haben die Stadtwerke im

September 2007 das Projekt „Betriebliches

Gesundheitsmanagement“

gestartet. Handlungsbedarf sahen die

Initiatoren des Projekts auch mit Blick

auf den demografischen Wandel. Nach

einer im Frühjahr 2007 durchgeführten

Altersstrukturanalyse wird die Belegschaft

bis 2015 in vielen Bereichen älter

sein. „Das Thema Gesundheit gewinnt

für uns noch mehr an Bedeutung. Wir

möchten den Mitarbeitern geeignete

Hilfestellung bieten und neue Angebote

schaffen. Ziel ist es, ein nachhaltiges

Konzept zum Gesundheitsmanagement

zu entwickeln, das die

Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter

sichert und den Krankenstand

senkt“, sagt Björn Knabke, Personalreferent

und Projektleiter.

In individuellen Gesprächen mit den

Mitarbeitern sollen neue Möglichkeiten

aufgezeigt werden. „Nur wenn

wir die Beschwerden der Mitarbeiter

kennen, können wir sie entsprechend

fürsorglich beraten und etwas ändern.“

Dabei kann die Ergonomie des Arbeitsplatzes

im Büro ebenso berücksichtigt

werden wie der rückenfreundliche

Fahrersitz im Bus.

„Auch Wirbelsäulengymnastik dient

dem Ausgleich einer sitzenden Tätigkeit“,

sagt Margitta Spellmeyer. Die

Kursleiterin bietet einmal wöchentlich

ein Muskelaufbautraining an. Dieses

zielt vorrangig auf die Gesunderhaltung

der Wirbelsäule ab, wobei

Übungen zur Mobilisation und

Dehnung mit einfließen. Christiane

Kiesewalter ist seit mehr als vier Jahren

regelmäßig dabei und gehört zu den

Ersten, die ihre Mittagspause für den

Sport nutzen. „Das Angebot ist eine

gute Ergänzung zu meinem Sport

Karate. Nach einigen Stunden Wirbelsäulengymnastik

spürt man schon, wie

sich die Muskulatur verbessert“, freut

sich die Sekretärin.

Kooperationen mit

Fitnessstudios.

Die Rückenschule ist nur eine von

vielen Aktionen der Stadtwerke

zugunsten der Fitness ihrer Mitarbeiter.

Eine attraktive Alternative bietet

das Unternehmen zudem seit Jahren

durch Kooperationen mit Osnabrücker

Fitnessstudios. Dort können die Mitarbeiter

zu vergünstigten Konditionen

trainieren. Beliebt sind zudem die

Aquafitness-Kurse in den Bädern der

Stadtwerke. Um den Rücken drehte

sich alles bei den Gesundheitstagen,

die 2007 bei den Stadtwerken stattfanden.

„Zukünftig werden weitere

Herausforderungen auf unser Unternehmen

zukommen. Deshalb gilt

unser Augenmerk besonders dem

Wohlbefinden und der Gesundheit der

Belegschaft. Mit dem betrieblichen

Gesundheitsmanagement sind wir auf

einem guten Weg“, betont Projektleiter

Björn Knabke.

Margitta Spellmeyer unterstützt

Christiane Kiesewalter

bei ihren Übungen.


NETTE WASSERERLEbNISSE.

Stadtwerke fördern Umweltprojekte.

ENGAGIERT

Kräftig pumpt das Mädchen das

Wasser aus dem Brunnen: „So viel

Wasser kommt aus der Erde“, sagt

Jule begeistert. Staunend beobachtet

die Fünfjährige, wie das Nass durch

die vier Holzrinnen fließt und in der

Erde versickert. Spielerisch erfährt die

Kleine gleichzeitig, welche Mengen

Trinkwasser ein Osnabrücker täglich

verbraucht: „50 Liter verbraucht man

jeden Tag zum Baden und Duschen“,

heißt es auf einem Schild an der

Lernstation. Die Trinkwasser-Station

ist Teil des Projektes Nette-Erlebnis

am Lernort Nackte Mühle. Von der

umweltschonenden Energiegewinnung

aus Wasserkraft bis zur Trinkwasserversorgung

der Stadtwerke – bei dem

interaktiven Projekt dreht sich alles um

das wertvolle Nass.

Im April 2007 haben die Stadtwerke

die Stationen gemeinsam mit dem

Verein für Jugendhilfe e.V. eröffnet.

Seither sind die Stationen entlang der

Regenrückhaltebecken der Nette zum

Anziehungspunkt für zahlreiche Kinder

und Spaziergänger geworden. „Die

vier Stationen des Nette-Erlebnisses

sollen Spaß machen und den Kindern

spielerisch die Bedeutung des

Wassers vermitteln“, betont Björg

Dewert vom Technisch-ökologischen

Lernort Nackte Mühle in Haste. Die

Kombination von Lernen und Erleben

in der freien Natur hat die Stadtwerke

Osnabrück und die Deutsche Bundesstiftung

Umwelt und weitere Partner

überzeugt.

Als regionales Unternehmen sind sich

die Stadtwerke ihrer Verantwortung

bewusst und fördern daher kontinuierlich

Sozial-, Umwelt- und Bildungsprojekte

in der Stadt Osnabrück. Ein

großer Erfolg war neben dem Nette-

Erlebnis der Umweltunterricht, den die

Stadtwerke im vergangenen Jahr ins

Leben gerufen haben. Auf dem Lehrplan

in den Grundschulen stand vor

allem das Thema Energiegewinnung:

Anhand eines funktionstüchtigen

Modells einer Dampfmaschine lernten

die Kinder, wie aus dem Dampf im

Kessel Strom erzeugt wird. Ziel des

Umweltunterrichts ist es, Grundschüler

frühzeitig für den Klimaschutz zu

sensibilisieren und zum Energiesparen

anzuregen. Damit das Erlernte auch zu

Hause umgesetzt werden kann, bekamen

die Kinder eine Energiesparlampe

von den Stadtwerken geschenkt.

Das Angebot Nette-Erlebnis richtet

sich nicht nur an die Kinder, die an den

Veranstaltungen der Nackten Mühle

teilnehmen. „Wir wollten auch Spaziergänger

erreichen, die sich auf dem

Weg über das Element Wasser informieren

möchten“, sagt Björg Dewert,

Diplomingenieurin für Landschaftsentwicklung.

So können sich die Kinder

und Spaziergänger an der Nette auf

einen abwechslungsreichen Parcours

durch die „Wasserwelt“ begeben.

Parcours durch

die Wasserwelt.

Gleich an der ersten Station an

der Nackten Mühle entdecken die

Naturfreunde die Kraft des Wassers

und bekommen Informationen zur

Wassermühle. Auf Infotafeln erfahren

die erstaunten Besucher, wie enorm

die Leistung der Francis-Turbine an

der Haster Mühle ist: Sie erzeugt rund

30.000 kWh pro Jahr. Vor Ort können

sich die Interessenten ein Bild von

einer ökologischen Energiegewinnung

machen. Denn seit Februar 2008 wird

auch an der Nackten Mühle Strom

durch reine Wasserkraft gewonnen

und in das Netz der Stadtwerke eingespeist.

Die Anlage wurde von den

Stadtwerken finanziell gefördert.

Aktiv werden auch die Kinder an der

Trinkwasser-Station des Nette-Erlebnisses.

„Die Konstruktion aus Holz

mit vier Rinnen ist dem Rohrleitungssystem

der Stadtwerke nachempfunden“,

erklärt Björg Dewert. Damit das

Wasser aus der Erde sprudeln kann,

wurde extra ein Brunnen gebohrt.

Mithilfe einer Schwengelpumpe

können die Kleinen das Wasser zutage

fördern und in die Holzrinnen leiten.

„Die Kinder können richtig experimentieren

und spielerisch beispielsweise

durch Stöckchen und Steine den Lauf

des Wassers verändern.“ Gleichzeitig

klären sie Schilder über den Wasserverbrauch

auf. So benötigt jeder

Osnabrücker im Durchschnitt 35 Liter

am Tag zum Waschen und Putzen.

Ein besonderer Hingucker erwartet

die Spaziergänger an der Station, die

über die Köcherfliege informiert: Eine

drei Meter große und zwei Tonnen

schwere Skulptur einer Köcherfliegenlarve

aus der Nette ist ein Naturobjekt

zum Anfassen und Klettern. Die

Funktion der Nette-Seen beleuchtet

die vierte Station des Parcours in

Nachbarschaft zum Nettebad. „Vielen

Spaziergängern sind die Nette-Seen

nur als Naherholungsgebiet bekannt“,

sagt die Fachfrau vom Lernort Nackte

Mühle. „Sie wurden jedoch als Regenrückhaltebecken

angelegt und erfüllen

eine wichtige Funktion. Sie helfen,

Überschwemmungen und Hochwasserkatastrophen

zu vermeiden.“

EITE 22

Unterwegs in die Zukunft

Spielerisch entdecken die Jüngsten die Umwelt.

Björg Dewert informiert über Wasserkraft.

Kleine Forscher nehmen die Umwelt an der Nackten Mühle unter die Lupe.


Martin Meyer-Luu hat die neuen Strecken im Blick.

Immer mehr Fahrgäste nutzen die NordWestBahn.

WEIchEN STEhEN AUF WAchSTUM.

NordWestbahn erweitert das Streckennetz.

DYNAMISch

Seit dem Betriebsstart im Jahr 2000 ist

die NordWestBahn (NWB) zu einem

der größten privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen

gewachsen. Dynamisch

geht es auf den Strecken vom

Ruhrgebiet bis zur Nordseeküste voran:

Mit einem modernen Nahverkehrsangebot

und freundlichem Service ist das

Unternehmen in den Regionen präsent.

Für die kommenden Jahre sind die

Weichen auf Wachstum gestellt.

Auf neuen Strecken ist die NWB

weiterhin gut unterwegs. Im Dezember

2007 startete die NordWestBahn

auf den Schienen zwischen Farge und

Vegesack im Bremer Norden. Auf der

zehn Kilometer langen Strecke bietet

das Verkehrsunternehmen seither

im Auftrag des Bremer Senators für

Umwelt, Bau, Verkehr und Europa

Verbindungen im 30-Minuten-Takt.

Den Zuschlag hatte die NordWestBahn

bereits 2006 erhalten.

„Ein zuverlässiges Verkehrsangebot,

komfortable Züge und nicht zuletzt

kompetente, freundliche Mitarbeiter

sind der Motor für unseren Erfolg“,

sagt Martin Meyer-Luu, Geschäftsführer

der NordWestBahn GmbH. Diese

Vorteile überzeugen immer mehr

Fahrgäste im Freizeit- und Berufsverkehr.

Im Jahr 2007 stiegen mehr als

16 Millionen Kunden in die Züge der

NordWestBahn ein. „Die Tendenz ist

sowohl bei der Anzahl der Fahrgäste

als auch bei den Streckenkilometern

steigend. Gestartet sind wir mit einem

270 Kilometer langen Streckennetz.

Heute sind es bereits 840 Kilometer und

in den nächsten Jahren werden unsere

Züge in einem Netz von mehr als 1000

Kilometern rollen“, so Meyer-Luu.

Unterwegs an

Rhein und Weser.

Einen neuen Vertrag hat die NWB in

Nordrhein-Westfalen geschlossen. Ab

2009 sorgt sie in dem 225 Kilometer

großen „Niers-Rhein-Emscher-Netz“ für

einen attraktiven Nahverkehr. Rund 30

Fahrzeuge des Typs CORADIA LINT 41

werden im Zuge der Streckenerweiterung

angeschafft und die NordWest-

Bahn-Flotte ergänzen. Zunächst werden

der „Niers-Express“ RE 10 und „Der

Niederrheiner“ RB 31 ihren Betrieb

aufnehmen. Die blauen Züge der Nord-

WestBahn werden ab 2009 zwischen

Kleve, Kempen, Krefeld und Düsseldorf

verkehren. Der „Niederrheiner“ RB 31

wird auf der Strecke Duisburg, Rheinhausen,

Moers und Xanten fahren. Im

Jahr 2010 sollen die Linien „Ruhrort-

Bahn“ RB 36 (Oberhausen – Duisburg

Ruhrort) und „Der Dorstener“ RB 44

mit den Zielen Oberhausen, Bottrop

und Dorsten folgen.

Vor dem Hintergrund der Expansion

werden die Themen Umweltschutz und

Wirtschaftlichkeit immer bedeutender:

Eine Aktion unter dem Titel „Spritsparendes

Fahren“ rief die NordWestBahn

2007 ins Leben. So wurden die Triebfahrzeugführer

geschult und angeleitet,

den Motor bei längeren Standzeiten im

Bahnhof abzustellen. Darüber hinaus

reduzieren die Mitarbeiter durch

Ausschalten des Tempomats nachhaltig

den Spritverbrauch.

Synergieeffekte erzielt die NordWest-

Bahn durch eine intensive Zusammenarbeit

mit den Stadtwerken Osnabrück.

Nicht nur für die Kunden ergeben sich

insbesondere durch einen gemeinsamen

Vertrieb und gebündelte Angebote

im Freizeit- und Ausflugsverkehr

zahlreiche Vorteile. So sind die Mobilitätszentrale

der Stadtwerke am Neumarkt

und das Servicebüro der Nord-

WestBahn unter einheitlicher Führung.

„Wir arbeiten in zahlreichen Projekten

kundenorientiert zusammen, nutzen

Kontakte zu Kooperationspartnern und

vermarkten unsere Produkte gemeinsam“,

sagt Falko Lüders-Kubersky,

verantwortlich für Marketing und

Vertrieb. Abgestimmt auf die Wünsche

der Kunden sind Ausflugsangebote mit

Bus und Bahn im Programm. Die BUS-

Reisen der Stadtwerke und StreifZüge

der NordWestBahn finden eine große

Resonanz bei den Kunden. „Damit

sind wir auch in Zukunft ein attraktiver

Partner im Freizeit- und Ausflugsverkehr

für unsere Region.“

EITE 24

Unterwegs in die Zukunft

Gut unterwegs ist die NordWestBahn seit 2007 im Bremer Norden.


ZIELORIENTIERT

GUTE VERbINDUNGEN IN DIE WELT.

Zahl der Fluggäste am FMO ist stark angestiegen.

„Seit 2001 fliegen wir zweimal im Jahr vom FMO in den

Urlaub. Wir sind rundum zufrieden mit dem Service. Die Abfertigung

klappt reibungslos“, freut sich Gunda Kemper. Die

58-Jährige macht mit ihrem Mann am liebsten Urlaub in der

Türkei und startet an ihrem „Lieblingsflughafen“ in Greven.

„Bequemer und freundlicher geht es nicht“, schwärmt die

Osnabrückerin.

Gunda Kemper und ihr Mann Hannes gehören zu den über

1,6 Millionen Fluggästen, die 2007 am Flughafen Münster/

Osnabrück in die Wolken abhoben. So wuchs die Zahl der

Passagiere um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit

diesem Ergebnis hat der FMO wieder das Niveau des Jahres

2001 erreicht, in dem das zweitstärkste Fluggastaufkommen

überhaupt verzeichnet wurde. Neben dem Passagierverkehr

konnte der FMO im Cargo-Bereich seine wichtige

Position ausbauen. Mit 13.915 Tonnen wurden 9,5 Prozent

mehr Güter umgeschlagen als im Jahr zuvor. Die positive

Entwicklung zeigte sich auch bei den Baumaßnahmen. So

ging im Januar 2007 ein neues Luftfrachtgebäude in Betrieb.

Ein Cateringgebäude wurde im Juni an die LSG, die Lufthansa-Catering-Tochter,

übergeben.

Der Airport ist nicht nur wichtiger Verkehrsknotenpunkt für

die Regionen Münster und Osnabrück. Bedeutend ist er vor

allem für den Touristikflugverkehr sowie den Geschäftsreiseverkehr.

Wachstumsmotor war 2007 insbesondere der

Ausbau von Low-Cost-Strecken: „Die Aufnahme der Strecke

nach Berlin und die Aufstockung der Frequenzen nach München

haben zu einer deutlich stärkeren Nachfrage geführt.

Über das Drehkreuz der Air Berlin am Flughafen Berlin-Tegel

bestehen jetzt sehr gute Verbindungen nach Skandinavien

und Russland“, erklärt Andrés Heinemann, Leiter Marketing

und Kommunikation am FMO. Seit März 2007 fliegt TUIfly

Venedig an. Insgesamt 38 Low-Cost-Ziele standen 2007 auf

dem FMO-Flugplan.

Anschluss zu

200 Zielen weltweit.

Neben der

Verbindung nach

Berlin entwickelte

sich das Angebot

der Deutschen

Lufthansa nach Frankfurt äußerst positiv. Viermal täglich

geht es ab dem FMO zum größten Umsteigeflughafen in

Deutschland. „Mit den Drehkreuzen München und Frankfurt

haben Urlauber und Geschäftsreisende ab Münster/

Osnabrück einen hervorragenden Anschluss zu 200 Zielen

in 80 Ländern weltweit“, unterstreicht Heinemann. Seit Mai

2008 fliegt Air France vom FMO nach Paris.

Gunda Kemper nutzt zweimal im Jahr die bequeme Verbindung

nach Antalya – eine Destination, die 2007 besonders

gefragt war. 70.300 Fluggäste steuerten ab FMO den

türkischen Badeort an. Daraus resultierte ein Plus von 36

Prozent im Vergleich zum Jahr 2006. Im Sommer 2007

stellte die Fluggesellschaft EAE ihren Betrieb ein. Anstelle

der EAE schafft seither der Lufthansa-Partner Cirrus Airlines

eine Verbindung nach Stuttgart.

Um die Erreichbarkeit des FMO für die Fluggäste und die

Logistik weiter zu verbessern, wird ein direkter Autobahnzubringer

zur Autobahn A1 gebaut. Bereits im Dezember 2007

erfolgte der erste Spatenstich. Auch das Ehepaar Kemper

schätzt den Vorteil, dass der Flughafen direkt vor der Haustür

liegt: „Von Osnabrück sind wir in 25 Minuten Fahrt am

Flughafen. So kommt man ohne Stress in den Urlaub.“

EITE 26

Unterwegs in die Zukunft

Das Ehepaar schätzt die gute

Erreichbarkeit des Flughafens.

Gunda und Hannes Kemper entspannt vor dem Check-In.

Das Ehepaar Kemper hat den Urlaubsstart vom FMO fest im Blick.


Tobias Johannigmann und Christian Flake bieten gute Beratung.

Tobias Uchtmann schafft neue Verbindungen.

MEhR ANSchLUSS FÜR DIE REGION.

osnatel mit neuen Ortsnetzen und Mobilfunk präsent.

SERVIcEORIENTIERT

Bei dem Telekommunikationsunternehmen osnatel GmbH

standen die Zeichen 2007 klar auf Wachstum. Nicht nur in

sieben neuen Ortsnetzen im Landkreis Osnabrück telefonieren

und surfen Kunden seither mit osnatel. Auch im Kreis

Steinfurt ist die osnatel im vergangenen Jahr erfolgreich an

den Start gegangen. Damit konnte das regionale Unternehmen

seine herausragende Position am Markt weiter ausbauen.

„Wir haben unser Anschlussgebiet deutlich erweitert und

konnten überall sehr gute Marktanteile erreichen“, freut sich

Gerd Stallmeyer, technischer Prokurist bei der Stadtwerke-

Tochter osnatel.

So konnte die osnatel 2007 ihre Ortsnetze komplettieren

und neue Anschlüsse für Kunden in Bad Essen, Bohmte,

Bramsche-Engter, Melle-Buer und Ostercappeln schaffen.

„Wir sind froh, dass osnatel nun auch in Ostercappeln präsent

ist. Im Sommer 2007 haben wir uns für einen osnatel-Anschluss

entschieden und sind seitdem bestens verbunden“,

sind Ursula und Eckart Arensmann begeistert. Im Zuge der

Netzerweiterung gewann das Unternehmen darüber hinaus

in Recke und Tecklenburg zahlreiche neue Kunden hinzu.

„osnatel ist ein Unternehmen aus der Region und für die

Region. Unsere Kunden können auf attraktive Angebote und

einem kompetenten Service vertrauen“, betont der technische

Prokurist. Besonders gefragt war dabei der beliebte

Tarif „Hallo Nachbar“, der das kostenlose Telefonieren innerhalb

der Ortsnetze mit anderen osnatel-Kunden ermöglicht.

Seit Januar 2008 steht Kunden zudem in 15 weiteren Ortsnetzen

im Norden des Landkreises Osnabrück und im Kreis

Steinfurt die gesamte Produktpalette – vom leistungsstarken

Telefon- und DSL-Anschluss bis zu individuellen Kommunikationslösungen

für Geschäftskunden – zur Auswahl. Mit

einem neuen Shop ist osnatel seit März 2008 auch in

Quakenbrück präsent.

„Strategisch erschließen wir uns den Wirtschaftsraum

Osnabrück und ermitteln, wo Potenziale vorhanden sind.

Ziel ist es, keine so genannten weißen Flecken mehr auf

unserer Karte zu haben. Uns ist es wichtig, vor Ort und

möglichst nah beim Kunden zu sein“, erläutert Stallmeyer.

Positiv entwickelte sich die Zahl der DSL-Kunden: 73.600

Internetnutzer waren im zurückliegenden Geschäftsjahr

mit osnatel im weltweiten Datennetz unterwegs.

Einstieg in den

Mobilfunkmarkt.

Gewachsen ist jedoch

2007 nicht

nur das Netz,

auch die Produktpalette

wurde

größer. So stieg osnatel im Frühjahr in den Mobilfunkmarkt

ein. Ob Festnetz, Internet oder Handy: Kunden bekommen

bei der osnatel alles aus einer Hand. Auf große Resonanz

stießen bereits bei der Einführung die attraktiven Paket-Angebote

mit Handy-Flatrate. Das Mobilfunkangebot umfasst

fünf Standard- und vier Minutentarife. Für Wenigtelefonierer

hält osnatel Prepaid-Angebote vor. Auch Familie Arensmann

interessiert sich für den osnatel-Handytarif: „Das ist

ein tolles Angebot. Vor allem, weil der Service bei osnatel

stimmt", sagt Ursula Arensmann.

EITE 28

Unterwegs in die Zukunft

In Ostercappeln haben Ursula und ihre Tochter Katharina Arensmann guten Anschluss.


JAhRESAbSchLUSS.

30 _ Jahresabschluss

32 _ bilanz

34 _ Gewinn- und

Verlustrechnung

35 _ Anhang

40 _ Anlagespiegel

42 _ Lagebericht

51 _ bericht des Aufsichtsrates

52 _ bestätigungsvermerk

EITE 30

Unterwegs in die Zukunft


ZUM 31 DEZEMbER 2007.

bILANZ ZUM 31. DEZEMbER 2007.

AKTIVA 31.12.2007 31.12.2006

A. Anlagevermögen

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.252.278 2.911.385

II. Sachanlagen 204.178.438 194.642.464

III. Finanzanlagen 12.236.270 9.428.801

b. Umlaufvermögen

I. Vorräte

Euro

Euro

218.666.986 206.982.650

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.349.612 1.546.573

2. Unfertige Leistungen 224.097 96.786

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1.573.709 1.643.359

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 82.115.588 75.210.903

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 296.799 19.210

3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

6.570.938 6.935.475

4. Sonstige Vermögensgegenstände 17.566.328 25.839.007

106.549.653 108.004.595

III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.401.113 6.576.252

114.524.475 116.224.206

c. Rechnungsabgrenzungsposten 188.075 67.932

PASSIVA 31.12.2007 31.12.2006

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 20.457.113 20.457.113

II. Kapitalrücklage 28.480.931 28.366.592

III. Gewinnrücklagen

1. Gesetzliche Rücklage 2.315.467 2.315.467

2. Andere Gewinnrücklagen 16.208.650 13.260.750

Euro

Euro

18.524.117 15.576.217

IV. Jahresüberschuss 5.170.600 6.138.900

72.632.761 70.538.822

b. Sonderposten aus Investitionszuschüssen

und gemäß § 6b EStG 31.961.236 26.575.536

c. Empfangene Ertragszuschüsse 12.932.382 14.603.341

D. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.868.391 2.794.794

2. Steuerrückstellungen 2.264.700 35.184

3. Sonstige Rückstellungen 48.973.712 32.934.240

54.106.803 35.764.218

E. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.589.283 21.408.768

2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 259.980 185.519

3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.616.931 24.027.490

4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 341.649 237.544

5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

5.298 443.606

6. Sonstige Verbindlichkeiten (davon aus Steuern 4.965.535 €;

Vorjahr 1.564.560 €) (davon im Rahmen der sozialen

70.894.104 67.565.575

Sicherheit 227.013 €; Vorjahr 247.081 €)

101.707.245 113.868.502

F. Rechnungsabgrenzungsposten 60.039.109 61.924.369

333.379.536 323.274.788

333.379.536 323.274.788

EITE 32


GEWINN UND VERLUST

GEWINN- UND VERLUSTREchNUNG 2007.

ANhANG.

ANhANG.

EITE 34

2007 2006

Umsatzerlöse 298.112.769 269.189.540

Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 127.310 18.684

Andere aktivierte Eigenleistungen 3.796.411 2.525.094

Sonstige betriebliche Erträge 18.189.966 28.871.927

Euro

Euro

320.226.456 300.605.245

Materialaufwand

a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für

bezogene Waren

194.223.625 169.519.407

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 22.883.823 24.973.319

Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 35.074.899 38.088.332

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und

für Unterstützung (davon für Altersversorgung T Euro 2.739;

10.358.420 10.370.191

Vorjahr T Euro 3.346)

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen

17.112.287 16.207.031

Sonstige betriebliche Aufwendungen 25.807.568 28.695.548

305.460.622 287.853.828

betriebsergebnis 14.765.834 12.751.417

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen

des Finanzanlagevermögens 603.665 501.578

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.130.427 727.110

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.546.217 3.795.986

Finanzergebnis ./. 2.812.125 ./. 2.567.298

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11.953.709 10.184.119

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.667.177 4.517.685

Sonstige Steuern 115.932 ./. 472.466

Jahresüberschuss 5.170.600 6.138.900

I. Allgemeine Angaben

zur Form und Darstellung

von bilanz bzw.

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Vorschriften des Handelsgesetzbuches

(HGB), des Aktiengesetzes

(AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes

(EnWG) werden angewendet.

Die Gliederung der Bilanz zum

31.12.2007 erfolgt gemäß § 266 HGB;

die Gewinn- und Verlustrechnung

wird gemäß § 275 Abs. 2 HBG unter

Anwendung des Gesamtkostenverfahrens

gegliedert.

1.

II. Erläuterungen zu

den Positionen von

bilanz und Gewinnund

Verlustrechnung

bezüglich Ausweis,

bilanzierung und

bewertung

bilanzierungs- und

bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände

und die Sachanlagen sind zu

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

bewertet worden, wobei auf die

eigenen Leistungen neben den direkt

zurechenbaren Kosten auch anteilige

Gemeinkosten berechnet wurden.

Nach § 253 Abs. 2 HGB notwendige

Abschreibungen wurden vorgenommen.

Den planmäßigen Abschreibungen

liegen die in den steuerlichen

Abschreibungstabellen vorgegebenen

Nutzungsdauern zugrunde, wobei alle

Anlagenzugänge zu den steuerlich zulässigen

Höchstwerten degressiv abgeschrieben

wurden. Von der Möglichkeit

des Übergangs von der degressiven zur

linearen Abschreibungsmethode wird

Gebrauch gemacht.

Die beweglichen Wirtschaftsgüter des

Anlagevermögens werden seit dem

01.01.2004 monatsgenau abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter

wurden voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten

bzw. mit dem niedrigeren

beizulegenden Wert angesetzt. Die

übrigen Beteiligungen und Wertpapiere

sind zu Anschaffungskosten, die sonstigen

Ausleihungen, bei denen es sich

um Darlehen handelt, zum Nennwert

bilanziert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind

zu fortgeschriebenen durchschnittlichen

Anschaffungswerten oder zum

niedrigeren Tagespreis angesetzt. Die

Bewertung der unfertigen Leistungen

entspricht der der selbsterstellten

Anlagen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

werden mit den

Nennwerten oder mit den niedrigeren

beizulegenden Werten angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen sind zum

versicherungsmathematisch ermittelten

Teilwert angesetzt; es wurde ein Rechnungszinsfuß

von 4% zugrunde gelegt.

Dabei wurden die Richttafeln 2005

G von Dr. Klaus Heubeck angewendet.

Bei den übrigen Rückstellungen

sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag

passiviert.

2.

Angaben zu Positionen

der bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens

wird im Anlagespiegel gezeigt.

In den Forderungen aus Lieferungen

und Leistungen ist auch der abgegrenzte

Energie- und Wasserverbrauch

zwischen Ablese- und Bilanzstichtag

enthalten. Von den Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen haben

10,7 Tsd. € eine Restlaufzeit von mehr

als einem Jahr.

In den Forderungen gegen verbundene

Unternehmen werden insbesondere

Ansprüche aus Gesellschafterdarlehen

in Höhe von 200,5 Tsd. € sowie

Ansprüche aus Lieferungen und

Leistungen in Höhe von 96,2 Tsd. €

ausgewiesen. Die Forderungen gegen

verbundene Unternehmen mit einer

Restlaufzeit von mehr als einem Jahr

betragen 200,5 Tsd. €.

Die Forderungen gegen Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht, beinhalten im Wesentlichen

Darlehensforderungen in Höhe von

5.731,8 Tsd. € sowie Forderungen aus

Lieferungen und Leistungen in Höhe

von 840,0 Tsd. €.

Die sonstigen Vermögensgegenstände

beinhalten insbesondere Forderungen

aus kurzfristigen Schuldscheindarlehen

in Höhe von 10.000,0 Tsd. € und

Forderungen aus Cash-Pooling in Höhe

von 4.902,0 Tsd. €.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen

haben 6,7 Tsd. € eine Restlaufzeit

von mehr als einem Jahr.

Das Grundkapital ist unverändert

in 40.010 Stückaktien, die auf den

Namen lauten, eingeteilt und beträgt

20,457 Mio. € (§ 5 der Satzung der

Stadtwerke Osnabrück AG).

Laut Beschluss der Hauptversammlung

vom 18.07.2007 wurde aus dem

Jahresüberschuss 2006 ein Betrag von

2,9 Mio. € in die anderen Gewinnrücklagen

eingestellt.

Der Sonderposten aus Investitionszuschüssen

und gemäß § 6b EStG

beinhaltet die Erneuerungsrücklage

in Höhe von 23,3 Mio. €, die ab dem

01.01.2003 vereinnahmten Baukostenzuschüsse

in Höhe von 7,9 Mio. €

sowie Rücklagen gemäß § 6b EStG in

Verbindung mit § 247 Abs. 3 HGB

in Höhe von 0,7 Mio. €.

Ab dem Berichtsjahr 2003 wird unter

dem Sonderposten aus Investitionszuschüssen

und gemäß § 6b EStG

die vormals bei den empfangenen

Ertragszuschüssen gezeigte Erneuerungsrücklage,

die für die Erneuerung von Anlagegütern

im Bereich der Stadtentwässerung

verwendet wird, ausgewiesen.

Die Auflösung der Erneuerungsrücklage

erfolgt unter den sonstigen betrieblichen

Erträgen.

Die ab dem 01.01.2003 vereinnahmten

Baukostenzuschüsse werden vor dem

Hintergrund des BMF Schreibens vom

27.05.2003 zur Behandlung von Bau-


RESTLAUFZEITEN.

ANhANG.

kostenzuschüssen in den Sonderposten

aus Investitionszuschüssen und gemäß

§ 6b EStG eingestellt und entsprechend

der Abschreibung der Verteilungsanlagen

über die sonstigen betrieblichen

Erträge aufgelöst.

Unter den empfangenen Ertragszuschüssen

werden ferner die aufgrund

der Verordnungen über die Allgemeinen

Bedingungen für die Elektrizitäts-,

Wärme- und Gasversorgung von

Tarifkunden sowie für die Versorgung

mit Wasser berechneten Baukostenzuschüsse,

die vor dem 01.01.2003 vereinnahmt

wurden, ausgewiesen. Diese

werden linear aufgelöst und unter den

Umsatzerlösen ausgewiesen.

Von den sonstigen Rückstellungen

entfallen u.a. 3,8 Mio. € auf Sonderzahlungen

sowie auf Urlaubsansprüche

und Über- bzw. Gleitzeitstunden,

8,1 Mio. € auf Vorruhestands- und

Altersteilzeitverpflichtungen,

5,2 Mio. € auf unterlassene Instandhaltung,

10,5 Mio. € auf Abrechnungsrisiken,

17,8 Mio. € auf ausstehende

Kreditorenrechnungen u.a. für

Strom- und Gasbezug, 0,2 Mio. € auf

Umlagen aus unerledigten Schadensfällen

im Verkehrsbetrieb, 2,0 Mio. €

auf Entsorgungsmaßnahmen,

0,3 Mio. € auf Jahresablesung und

– abschlussprüfung und 0,9 Mio. €

auf sonstige Rückstellungen.

RESTLAUFZEITEN DER VERbINDLIchKEITEN (IN TSD. EURO)

Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten gg. verbundenen Unternehmen

Verbindlichkeiten gg. Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

Sonstige Verbindlichkeiten

Vorjahreswerte in Klammern

Gesamt

Von den Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten sind 5,0 Mio. € durch

Grundpfandrechte gesichert. Die

sonstigen Verbindlichkeiten enthalten

insbesondere mit 57,0 Mio. € Anzahlungen

auf den Energie- und Wasserverbrauch

sowie Darlehensverbindlichkeiten

gegenüber der Osnabrücker

Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft

GmbH in Höhe von

7,0 Mio. €.

Die Verbindlichkeiten gegenüber

verbundenen Unternehmen und

Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht, beinhalten

im Wesentlichen Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten

werden mit

59,9 Mio. € im Wesentlichen Forfaitierungen

ausgewiesen.

davon mit einer Restlaufzeit

bis 1 Jahr 1 – 5 Jahre über 5 Jahre

20.589 1.125 3.470 15.994

(21.409) (820) (4.252) (16.337)

260 260 - -

(186) (186) - -

9.617 9.617 - -

(24.027) (24.027) - -

342 342 - -

(238) (238) - -

5 5 - -

(443) (443) - -

70.894 64.198 1.068 5.628

(67.565) (60.374) (500) (6.691)

101.707 75.547 4.538 21.622

(113.868) (86.088) (4.752) (23.028)

3. haftungsverhältnisse

und sonstige finanzielle

Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestehen aus elf

selbstschuldnerischen Bürgschaften in

Höhe von insgesamt 21,2 Mio. €, die

für zwei Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht, übernommen

wurden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen

aus einem Gebäude-Leasingvertrag

betragen für die Restlaufzeit

von 2 Jahren und 10 Monaten insgesamt

nominal 2,2 Mio. €.

Mittelbare Versorgungszusagen gegenüber

der Arbeitnehmerschaft bestehen

bei der Versorgungsanstalt des Bundes

und der Länder (VBL).

Die Altersversorgung wird durch Umlagen

finanziert. Die Höhe des Umlagensatzes

beträgt 7,86 %. Dieser setzt sich

aus einem Arbeitgeberanteil von

6,45 % und einem Arbeitnehmeranteil

von 1,41 % zusammen. Der zusätzlich

vom Arbeitgeber zu zahlende

Sanierungszuschuss beträgt 0,91 %.

Im Berichtsjahr betrug die Höhe der

verbeitragten Löhne und Gehälter

31,6 Mio. €.

Für 2008 sind Investitionen von

32,06 Mio. € (Bau- und Beschaffungsplan)

genehmigt.

4.

Angaben zu Positionen

der Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen (ohne Innenumsätze)

in Höhe von insgesamt

298,1 Mio. € betreffen 254,3 Mio. €

die Versorgungsbetriebe, 12,3 Mio. €

die Entwässerung, 3,8 Mio. € die Bäder,

20,3 Mio. € den Verkehrsbetrieb,

3,2 Mio. € den Hafen und 4,2 Mio. €

die Beteiligungen und Dienstleistungen

bzw. den sonstigen Bereich.

Von den sonstigen betrieblichen

Erträgen entfallen 2,1 Mio. € auf

periodenfremde Erträge. Diese beinhalten

die Erträge aus der Auflösung

von Rückstellungen, die Erträge aus

Anlagenabgängen und die Erträge aus

der Auflösung von Sonderposten mit

Rücklageanteil gem. § 6b EStG.

In den Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen

sind 0,9 Mio. € Sonderabschreibungen

enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen

enthalten 0,8 Mio. € periodenfremde

Aufwendungen für Einstellungen

in den Sonderposten mit

Rücklageanteil gem. § 6b EStG und

für Verluste aus Anlagenabgängen.

In den sonstigen Steuern sind Erträge

aus Stromsteuererstattungen aus

Vorjahren in Höhe von 0,2 Mio. €

enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom

Ertrag entfallen in voller Höhe auf das

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

III. Angaben zum

Jahresergebnis

Die Gewinn- und Verlustrechnung

weist einen Jahresüberschuss von

5.170.600 € aus. Der Vorstand schlägt

vor, zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung

einen Betrag von

2.585.300 € in die anderen Gewinnrücklagen

einzustellen und den verbleibenden

Bilanzgewinn in Höhe von

2.585.300 € an die Stadt Osnabrück

und an den Betrieb gewerblicher

Art „Verpachtung einer Stadthalle“

im Verhältnis der gehaltenen Anteile

auszuschütten.

IV. Angaben gemäß

§ 10 Abs. 2 EnWG

Im Geschäftsjahr wurden keine

Geschäfte größeren Umfangs mit

verbundenen oder assoziierten

Unternehmen der Stadtwerke

Osnabrück AG getätigt.

EITE 36


AUFSIchTSRAT.

ANhANG.

ANTEILSbESITZ.

ANhANG.

2. Anteilsbesitz

V. Ergänzende Angaben

Eine Übersicht über die Unternehmen, an denen die Stadtwerke Osnabrück AG zum 31.12.2007 Anteile besitzen,

enthält die nachstehende Tabelle:

1.

Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen

für Organe und Organkredite

Dem aus zwei Mitgliedern bestehenden Vorstand gehören Dipl.-Ing. (FH) Manfred

Hülsmann als Vorstandsvorsitzender und Dr. jur. Stephan Rolfes als Vorstandsmitglied

Verkehr und Hafen an.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

· boris Pistorius Oberbürgermeister, Vorsitzender

· clemens haardiek Betriebsratsvorsitzender, Arbeitnehmervertreter, 1. Stellvertreter

· Dr. Fritz brickwedde Beigeordneter, 2. Stellvertreter

· Alice Graschtat Verwaltungsbeamtin, Ratsmitglied

· Nils Peters Beigeordneter

· Ulrich hus Lehrer, Beigeordneter

· Volker bajus Ratsmitglied

· Lutz Pullwitt stellvertr. Betriebsratsvorsitzender, Arbeitnehmervertreter

· christiane Kiesewalter kfm. Angestellte, Arbeitnehmervertreterin

· Peter Krzeminicki Leiter Objektmanagement, Arbeitnehmervertreter

· Karl-Josef Leyendecker 1. Stadtrat

· Anette Meyer zu Strohen Dipl. Ing. Agrar, Ratsmitglied und Beigeordnete, MdL

· Reinhard Niemann freigestelltes Betriebsratsmitglied, Arbeitnehmervertreter

· Dr. Thomas Thiele Arzt, Beigeordneter

· Josef Thöle Oberstudienrat, Ratsvorsitzender.

bETEILIGUNGSVERhäLTNISSE

Name

Entwicklungsgesellschaft Güterverkehrszentrum

Osnabrück mbH (EGVZ)

Sitz

beteiligungsquote

Eigenkapital

letztes

Jahresergebnis

(%) Tsd Euro Tsd Euro

Osnabrück 100 24 ./. 6

ESOS - Energieservice Osnabrück GmbH Osnabrück 100 24 ./. 1

KausOS - Kaufmännische Dienstleistungen GmbH Osnabrück 100 24 ./. 1

NordWestVerkehr GmbH Osnabrück 100 24 ./. 1

osnabus GmbH Osnabrück 100 39 3

REOS - Rationelle Energieerzeugung GmbH Osnabrück 100 24 ./. 1

ServOS GmbH Osnabrück 100 36 10

Sörensen Charter Tours GmbH * Lotte 100 25 k.A.

ZAMOS - Zähler-, Mess- und Abrechnungswesen GmbH Osnabrück 100 27 2

NordWestService GmbH Osnabrück 66,50 117 8

FAMOS - Facility Management Osnabrück GmbH Osnabrück 51 49 ./. 1

Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück

Osnabrück 50 36 23

GbR (PlaNOS)

NordWestBahn GmbH Osnabrück 26 3.752 2.225

ITEBO Informationstechnologie Emsland

Osnabrück 25,83 1.854 62

Bentheim Osnabrück GmbH

osnatel GmbH Osnabrück 25,05 1.062 2.735

FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH Greven 17,20 30.424 ./. 1.618

Wasserversorgung Wallenhorst GmbH Wallenhorst 10,27 1.759 70

Baukooperation Twer/Osnabrück GbR Osnabrück 8,33 k.A. k.A.

Trianel Power Projektgesellschaft Kohlekraftwerk

Aachen 3,88 14.295 ./. 418 **

mbH & Co. KG

Trianel Power – Kraftwerk Hamm-Uentrop

Aachen 2,45 81.699 ./. 1.794

GmbH & Co. KG

GWZ Gas- und Wasserwirtschaftszentrum

Bonn 0,7 230 ./. 29

GmbH & Co. KG, Bonn

* mittelbare Beteiligung, ** Rumpfgeschäftsjahr vom 09.08. – 31.12.06

EITE 38

Von der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB in Hinblick auf die Angabe der

Gesamtbezüge des Vorstands wird Gebrauch gemacht.

Für die ehemaligen Vorstände wurden insgesamt 153,3 Tsd. € aufgewendet. Die

Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 23,1 Tsd. €. Die Pensionsrückstellungen

für ehemalige Vorstände belaufen sich auf 1,8 Mio. €.

Von den vorgenannten Beteiligungen werden die Beteiligung

an der Entwicklungsgesellschaft Güterverkehrszentrum

Osnabrück mbH (EGVZ), der osnabus GmbH, der

ServOS GmbH, der ESOS - Energieservice Osnabrück

GmbH, der KausOS - Kaufmännische Dienstleistungen

GmbH, der NordWestVerkehr GmbH, der REOS - Rationelle

Energieerzeugung GmbH, der ZAMOS - Zähler-,

Mess- und Abrechnungswesen GmbH, der NordWest-

Service GmbH und der FAMOS - Facility Management

Osnabrück GmbH als Anteile an verbundenen Unternehmen

ausgewiesen. Alle anderen Beteiligungen werden unter

den Beteiligungen geführt. Die Beteiligung an der Sörensen

Charter Tours GmbH wird nur mittelbar über die Nord-

WestVerkehr GmbH, Osnabrück, gehalten.

3. belegschaft

Im Jahresdurchschnitt 2007 wurden 889 Mitarbeiter (ohne

Vorstände und Auszubildende) beschäftigt, davon 449 gewerbliche

Arbeitnehmer und 440 Angestellte.

Osnabrück, den 31. März 2008

Dipl.-Ing. (FH) Manfred Hülsmann,

Vorstandsvorsitzender

Dr. jur. Stephan Rolfes

Vorstand Verkehr und Hafen


ANLAGESPIEGEL.

ANSchAFFUNGS- bZW. hERSTELLUNGSKOSTEN AbSchREIbUNGEN RESTbUchWERTE

I. Immaterielle

Vermögensgegenstände

01.01.2007 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2007 01.01.2007 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2007 31.12.2007 31.12.2006

Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro

1. Konzessionsähnliche Rechte 2.015.930 4.825 0 0 2.020.755 1.743.687 84.723 0 0 1.828.410 192.345 272.243

2. EDV-Programme 11.142.312 595.543 66.884 351.358 12.022.329 8.503.170 1.523.786 64.972 412 9.962.396 2.059.933 2.639.142

13.158.242 600.368 66.884 351.358 14.043.084 10.246.857 1.608.509 64.972 412 11.790.806 2.252.278 2.911.385

II. Sachanlagen

1. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte und Bauten einschließl.

der auf fremden Grundstücken 130.025.005 1.116.572 3.368.098 3.959.714 131.733.193 62.437.336 2.751.933 3.058.955 4.386 62.134.700 69.598.493 67.587.669

2. Grundstücke, grundstücksgleiche

Rechte mit Bahnkörper und Bauten

des Schienenweges

341.482 0 0 0 341.482 13.989 0 0 0 13.989 327.493 327.493

3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung

und Sicherungsanlagen

7.445.097 18.361 39.232 0 7.424.226 6.425.148 182.863 39.232 0 6.568.779 855.447 1.019.949

4. Fahrzeuge für Personenverkehr

und Güterverkehr

5. Techn. Anlagen und Maschinen

einschließlich Verteilungsanlagen

6. Andere Anlagen, Betriebs- und

Geschäftsausstattung

7. Geleistete Anzahlungen und

Anlagen im Bau

27.578.194 4.674.898 3.115.613 3.130 29.140.609 24.125.963 1.581.786 3.115.613 0 22.592.136 6.548.473 3.452.231

302.390.662 9.823.869 1.439.518 5.658.549 316.433.562 199.248.797 8.998.516 1.405.821 -4.386 206.837.106 109.596.456 103.141.865

22.391.575 1.632.779 806.120 435.270 23.653.504 15.247.841 1.988.680 774.659 -412 16.461.450 7.192.054 7.143.734

11.969.523 8.557.068 58.548 -10.408.021 10.060.022 0 0 0 0 0 10.060.022 11.969.523

502.141.538 25.823.547 8.827.129 -351.358 518.786.598 307.499.074 15.503.778 8.394.280 -412 314.608.160 204.178.438 194.642.464

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 286.059 94.714 0 0 380.773 0 0 0 0 0 380.773 286.059

2. Beteiligungen 12.119.709 2.758.474 1.670 0 14.876.513 3.320.173 0 0 0 3.320.173 11.556.340 8.799.536

3. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.653 0 0 0 4.653 0 0 0 0 0 4.653 4.653

4. Sonstige Ausleihungen 338.906 0 44.382 0 294.524 353 0 333 0 20 294.504 338.553

12.749.327 2.853.188 46.052 0 15.556.463 3.320.526 0 333 0 3.320.193 12.236.270 9.428.801

528.049.107 29.277.103 8.940.065 0 548.386.145 321.066.457 17.112.287 8.459.585 0 329.719.159 218.666.986 206.982.650

EITE 40


LAGEbERIchT.

EITE 42

I. Geschäfts- und

Rahmenbedingungen

1. Gesamtwirtschaft

Die Konjunktur entwickelte sich im Jahr

2007 leicht unter dem Vorjahresniveau.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg um

2,5 % an und wurde durch Wachstumsbeiträge

sowohl aus der Außenwirtschaft

als auch aus der Inlandsnachfrage

geprägt.

Folgewirkungen auf die Inlandsnachfrage

aus den am Jahresende 2007

begonnenen Finanzmarktturbulenzen

und rückläufige außenwirtschaftliche

Impulse waren im Geschäftsjahr 2007

noch nicht erkennbar. Der Arbeitsmarkt

verbesserte sich gegenüber dem

Vorjahr weiterhin, so dass die Beschäftigungszahlen

im Herbst 2007 einen

langjährigen Höchststand der letzten

Jahre erreichten und die Einkommen

ebenso zulegen konnten. Dazu beigetragen

haben die geringeren Lohnzusatzkosten,

welche zu einer Entlastung

der Unternehmen und gleichzeitig zur

Stärkung der Kaufkraft der Beschäftigten

geführt haben.

2. branche

Der Primärenergieverbrauch in

Deutschland betrug rund 472 Mio. t

SKE und lag damit 5 % unter dem

Vorjahresergebnis. Ursache waren

das hohe Energiepreisniveau und die

milden Temperaturen. Die Rohstoffund

Rohölpreise befinden sich weiterhin

auf einem hohen Niveau, so dass

entsprechende Preissteigerungen bei

den verschiedenen Produkten die Folge

waren. Daneben darf bei der Preisbetrachtung

von Energie der mittlerweile

bei rd. 40 % liegende staatliche

Abgabenanteil am Energiepreis - beim

Produkt Strom sind dies die Stromsteuer,

die Konzessionsabgabe, die

Abgaben nach dem Kraft-Wärme-

Kopplungsgesetz, die Abgaben nach

dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und

die Umsatzsteuer - nicht vernachlässigt

werden. Seit der Liberalisierung im

Jahre 1998 hat sich der Staatsanteil

fast verdoppelt, während der reine

Netto-Strompreis noch unter dem

Wertansatz von 1998 liegt.

Im Dezember 2007 hat das Bundeskabinett

das „Integrierte Energie- und

Klimaprogramm“ mit 29 Maßnahmen

beschlossen. Diese sollen vor allem zugunsten

von mehr Energieeffizienz und

erneuerbaren Energien die energiepolitische

Weichenstellung unterstützen.

Das Investitionsvolumen von mehreren

Milliarden Euro für die erneuerbaren

Energien wird somit zu einem wirtschaftlichen

Wachstum beitragen.

Das seit dem 13. Juli 2005 in Kraft

getretene Energiewirtschaftsgesetz

(EnWG) prägt auch noch weiterhin

die Zukunft der Energiebranche, denn

maßgebliche Veränderungen haben

noch nicht in allen Bereichen die volle

Auswirkung entfaltet.

Die Kraftwerks-Netzanschlussverordnung

ist am 30. Juni 2007 in Kraft getreten

und stellt den diskriminierungsfreien

Anschluss neuer Kraftwerke an

das Stromnetz sicher. Netzanschluss

und Netzzugang sind folglich gesetzlich

gewährleistet, im Gasbereich wird

der Netzzugang durch das Zweivertragsmodell

wesentlich erleichtert.

Nach den ersten Preisgenehmigungen

der Netzentgelte (NE) für Strom und

Gas in 2005/2006 steht aktuell am

Jahreswechsel 2007/2008 die 2. Runde

der NE-Genehmigungen an. Auch im

2. Genehmigungsverfahren sind deutliche

Kürzungen zu erwarten, die die

Ergebnissituation der Energieversorger

nachhaltig belasten wird.

Die Anreizregulierungsverordnung

ist am 6. November 2007 in Kraft

getreten, so dass nach der 2. Genehmigungsrunde

der NE-Strom und NE-Gas

in 2008 die Anreizregulierung ab dem

Geschäftsjahr 2009 wirken wird. Obergrenzen

für die Netzerlöse werden

zu Beginn vorgegeben, anschließend

werden über 10 Jahre die NE weiter

abgesenkt werden. Der unternehmensindividuelle

Effizienzwert und die

sektorale Produktivitätssteigerungsvorgabe

für den Netzbereich werden die

Höhe des rückläufigen Erlöspfades bei

den NE-Strom und NE-Gas bestimmen.

Neben der Entflechtung des Netzbereichs

aus wettbewerblichen Gründen

soll auch weiterhin die Versorgungssicherheit

gewährleistet werden. Dieser

Konflikt zwischen Kostenoptimierung

und Sicherheit soll durch Qualitätskriterien

gelöst werden; deren konkrete

Ausgestaltung durch die Behörden

steht aber immer noch aus. Auf EU-

Ebene wird zudem über die Vorgaben

aus dem nationalen EnWG hinaus

die eigentumsrechtliche Entflechtung

intensiv diskutiert. Die EU-Kommission

favorisiert diese vollständige Eigentumsentflechtung,

da sie hohe positive

Wirkungen auf Preise und Investitionen

unterstellt.

Im öffentlichen Personennahverkehr in

Deutschland ist die Zahl der Fahrgäste

im Jahr 2007 voraussichtlich um 0,4 %

angestiegen, während bundesweit der

Busbereich um 0,6 % rückläufig war.

Die Bereitschaft, vom Individualverkehr

auf den öffentlichen Personennahverkehr

(ÖPNV) umzusteigen, ist sicherlich

auch durch die hohen Energiepreise

und die Klimadiskussion gefördert

worden. Angesichts der Kürzungen

der Regionalisierungsmittel haben die

Verkehrsunternehmen durch Effizienzsteigerungen

das Verkehrsangebot

beibehalten. Es gilt daher, ausreichend

finanzielle Mittel bereitzustellen, um

damit einen leistungsfähigen und attraktiven

ÖPNV dauerhaft anzubieten.

Die Verkehrsunternehmen wurden

auch im Jahr 2007 durch steigende

Energiepreise belastet, zwischenzeitlich

ist es aber auch wieder zu Preisrückgängen

gekommen. Der Verkehrssektor

kann mittels Bus und Bahn als

umweltfreundlichstes Mobilitätssystem

einen bedeutsamen ökologischen Beitrag

leisten, um Schadstoffemissionen

und Energieverbräuche zu reduzieren.

3. Geschäftstätigkeit

des Unternehmens

Die Stadtwerke Osnabrück AG betätigt

sich in verschiedenartigen Geschäftsfeldern.

Neben den klassischen

Bereichen Strom, Gas, Wärme und

Wasser betreibt die Stadtwerke Osnabrück

AG die Bereiche Entwässerung,

Busverkehr und Hafen sowie Bäder.

All dies geschieht mit einem einheitlich

geschlossenen Auftritt der Stadtwerke

Osnabrück AG, um Synergiepotenziale

und auch Führungsverständnis

zu nutzen. Darüber hinaus bestehen

Anteilsverhältnisse mit verbundenen

Unternehmen und Beteiligungen, welche

die Geschäftsfelder der Stadtwerke

Osnabrück AG unterstützen oder diese

um zusätzliche erweitern.

4. Marktentwicklung

der Geschäftsfelder

Die einzelnen Geschäftsfelder haben

sich auch im Geschäftsjahr 2007

wieder unterschiedlich entwickelt. Das

umsatzstärkste Geschäftsfeld ist der

Energiebereich. Im Geschäftsfeld Strom

sind Absatzzuwächse, beim Gas jedoch

erneut witterungsbedingt Absatzrückgänge

festzustellen. Der Bäderbereich

behielt die Eine-Million-Besuchermarke

bei, während im Busverkehr die Anzahl

der Fahrgäste wieder zunahm. Der

Hafenbereich verzeichnete bei den

Umschlägen einen Gesamtrückgang.

Strom

Der Absatz beträgt 1,9 Mrd. kWh und

der gesamte Umsatz des Geschäftsfeldes

Strom beläuft sich auf 161,3

Mio. €. Die Abgabe an Endkunden

belief sich im Jahr 2007 auf 1.081

Mio. kWh. Vor allem aufgrund der

Rückgewinnung von Sondervertragskunden

lag die Abgabe damit um rd.

5,0 % über dem Vorjahreswert. Die

Stadtwerke Osnabrück AG führt auch

die Energiebeschaffung von Strom als

Dienstleistung für andere Weiterverteiler

durch. Gegenüber dem Vorjahr

stieg hierfür das Beschaffungsvolumen

um 55,5 %. Dementsprechend ist auch

eine Steigerung des Gesamtbezugs zu

verzeichnen.

Der Tarifkundenbereich sank absatzseitig

um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Sonderverträgen und Mengen

außerhalb des eigenen Netzbereichs

stieg der Absatz deutlich um 9,4 %.

Die Umsätze erhöhten sich sowohl

durch gestiegene Bezugskosten als

auch durch die Ausweitung der dienstleistenden

Energiebeschaffung für

andere Weiterverteiler.

AbSäTZE DER EINZELNEN GESchäFTSFELDER

Gas

Insbesondere temperaturbedingt

wurde 9,4 % weniger an Erdgas abgesetzt.

Dabei wurden Umsatzerlöse von

insgesamt 73,9 Mio. € erzielt. Die Erdgasnachfrage

sank im gesamten Jahr

aufgrund einer extrem milden Witterung

überdurchschnittlich. Aber auch

das hohe Preisniveau und die damit

verbundenen Energiesparbemühungen

haben sich auf das Verbrauchsverhalten

der Kunden ausgewirkt. Im Industriekundenbereich

hat neben dem

Witterungseinfluss, der auch für dieses

Absatzsegment von großer Bedeutung

ist, zusätzlich die schlechte Auftragslage

einiger Großkunden zu Absatzrückgängen

geführt. Damit verteilt sich

der Erdgasabsatz in 2007 insgesamt

zu rd. 50 % auf die privaten Haushalte

und zu 50 % auf die Sondervertragskunden.

Wärme

Die erneut milde Witterung führte

in fast allen Einzelanlagen zu Absatzrückgängen.

Lediglich ein neues

Blockheizkraftwerk erzielte durch den

ganzjährigen Betrieb einen größeren

kompensierenden Zuwachs, obgleich in

Summe der Wärmebereich einen Absatzverlust

von -3,8 % auf insgesamt

47 Mio. kWh erfährt.

Wasser

Gegenüber dem Vorjahr ging der Trinkwasserabsatz

um 7 % auf 10,1 Mio. m³

zurück. Der Anteil der Haushaltskunden

blieb mit einem Absatzanteil

von rd. 67 % annähernd konstant,

2007 2006 Veränderung

(in %)

Strom Mio. kWh 1.890,0 1.541,7 22,6

Gas Mio. kWh 1.906,4 2.104,4 -9,4

Wärme Mio. kWh 47,0 48,9 -3,8

Wasser Mio. m³ 10,1 10,9 -7,0

Abwasser Mio. m³ 20,9 17,5 18,9

Bäder Mio. Besucher 1,0 1,1 -5,1

Busverkehr Mio. Fahrgäste 35,7 35,3 1,1

Hafenumschlag Mio. t 1,2 1,3 -3,9

während es in den Kundensegmenten

Gewerbe, Industrie und öffentliche

Einrichtungen zu Verschiebungen

zwischen den Segmenten gekommen

ist. Der Absatzrückgang spiegelt sich

ertragsseitig ebenso wider.

Entwässerung

In den beiden Klärwerken in Eversburg

und Hellern wurden im Jahr 2007

insgesamt 20,9 Mio. m³ aufbereitet.

Gegenüber dem Vorjahr nahm die aufbereitete

Abwassermenge um 18,9 %

zu, was auf höhere Niederschlagsmengen

und einer fehlenden Trockenperiode

zurückzuführen ist. Die laufende

Umstellung vom Misch- auf das Trennsystem

ist auch im Jahr 2007 fortgesetzt

worden.

bäder

Auch im Jahr 2007 wurde die Eine-Million-Besuchermarke

in den Bereichen

Schwimmbad, Warmbad und Sauna

überschritten. Mit 0,6 Mio. Besuchern

erbringt das Nettebad als überregionales

Sport- und Familienfreizeitbad

den größten Leistungsanteil der 3

Bäderstandorte – Nettebad – Moskaubad

– Schinkelbad. Das Moskaubad als

Freibadstandort erlebte witterungsbedingt

eine schlechte Freibadsaison und

musste einen Besucherrückgang um

20 % feststellen.

Verkehr

Der Verkehrsbereich der Stadtwerke

Osnabrück AG hat sich im Jahr 2007

wieder positiv behauptet. Die Einnah-


INVESTITIONEN.

LAGEbERIchT.

PERSONAL.

LAGEbERIchT.

EITE 44

men sind im Jahr 2007 auch aufgrund

von Tarifmaßnahmen um 4,6 % gestiegen.

Die Fahrgastzahlen in Osnabrück

stiegen ebenfalls um 1,1 % an und

sind damit gegen den Bundestrend im

Busbereich gewachsen. Bei einer leicht

gestiegenen Nutzungsrate von 215

Fahrten pro Einwohner und Jahr ist die

Marktausschöpfung mit 35,69 Mio.

Fahrgästen nach wie vor sehr hoch.

Die leichten Rückgänge im Mehrfahrtenkartenbereich

wurden durch

Zuwächse in anderen Fahrscheinbereichen,

insbesondere einer Steigerung

im Schülerverkehr, mehr als kompensiert.

Die Abonnementzahlen bewegen

sich weiterhin auf einem hohen Niveau.

Zur Jahresmitte 2007 wurde das

Netz 07 erfolgreich in Betrieb genommen.

Mit dem Netz 07 haben die

Stadtwerke Osnabrück AG nach 10

Jahren den Nahverkehr in Osnabrück

neu konzipiert und damit bedarfsgerecht

und wirtschaftlich für die Zukunft

aufgestellt. Auch steigenden Energiekosten,

die sich kostenbelastend auf

die Treibstoffpreise auswirken, können

durch das Netz 07 teilweise kompensiert

werden.

hafen

Der Osnabrücker Hafen hatte ausgehend

von einem hohen Vorjahresniveau

einen Rückgang im Jahr 2007

um 3,9 % auf eine Gesamttonnage

von 1,2 Mio. Tonnen zu verzeichnen.

Zwischen den beiden Verkehrsträgern

Bahn und Schiff gab es jedoch

gegenläufige Effekte. Während der

Bahnverkehr erneut seine Leistung mit

665,2 Tsd. Tonnen um 0,5 % ausbauen

konnte, ging beim Schiffsverkehr

das Umschlagsvolumen um 8,7 % auf

560,9 Tsd. Tonnen zurück.

5. Investitionen

Im Jahr 2007 haben die Stadtwerke

Osnabrück AG insgesamt 26,4 Mio. €

investiert. Die Investitionsmittel wurden

in den verschiedenen Geschäftsfeldern

planmäßig in Anspruch genommen.

Jahresübergreifende Einzelmaß-

nahmen sind ebenso in die Betrachtung

eingeflossen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung der getätigten Investitionen für

immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen auf die einzelnen Bereiche

des Unternehmens:

INVESTITIONSVOLUMEN (IN MIO. EURO)

2007 2006

abs. % abs. %

Versorgung u. Entwässerung 19,0 72,0 19,7 77,3

Verkehr und Hafen 5,3 20,0 2,9 11,4

Bäder 0,6 2,3 1,0 3,9

Sonstiges/Gemeinsames 1,5 5,7 1,9 7,4

Investitionen gesamt 26,4 100,0 25,5 100,0

Im Geschäftsjahr 2007 haben die Investitionsschwerpunkte unverändert im Bereich

der Ver- und Entsorgung gelegen. Insbesondere wurde in Netze, Hausanschlüsse

und Kanäle investiert, um die Ver- und Entsorgungssicherheit und die hohe Qualität

der Dienstleistungen weiterhin sicherzustellen. Im Verkehrsbereich wurden

4,6 Mio. € in 20 neue Busse investiert, welche die ersten umweltfreundlichen Dieselbusse

nach EEV-Standard in Niedersachsen sind und einen bedeutsamen Beitrag

zum lokalen Umwelt- und Klimaschutz leisten.

Der Wachstumskurs bei den Beteiligungen spiegelt sich in den Finanzinvestitionen

der Stadtwerke Osnabrück AG wider.

In der Trianel Power Projektgesellschaft Kohlekraftwerk mbH & Co. KG (TPK)

haben sich mehrere Stadtwerke und Energieversorger zusammengeschlossen, um

zukünftig gemeinsam ein Kraftwerk zu errichten und zu betreiben. Angesichts der

Verknappung bei den technischen Komponenten sind schon in der Projektphase

für Reservierungen höhere Kapitalbeträge fällig geworden. Der Kapitalanteil der

Stadtwerke Osnabrück AG an der TPK betrug im Jahr 2007 insgesamt 2,1 Mio. €.

Nachdem im Herbst 2005 bei der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH

(FMO) ein grundsätzlicher Gesellschafterbeschluss zum Ausbau der Start- und

Landebahnverlängerung getroffen worden ist, werden zur Finanzierung in Zwischenschritten

Eigenkapitalerhöhungen fällig. Im Jahr 2007 erfolgte durch die

Gesellschafter des FMO eine weitere Eigenkapitalerhöhung, davon betrug der

Anteil der Stadtwerke Osnabrück AG 1,2 Mio. €. Zur Realisierung der nächsten

entscheidenden Etappen und deren Finanzierung sind noch weitere Eigenkapitalerhöhungen

und Gesellschafterbeschlüsse notwendig.

Bei der NordWestVerkehr GmbH wurde im Dezember 2007 die Kapitalrücklage

um 90 T € aufgestockt, um mit einer besseren Eigenkapitalausstattung den

Erwerb einer Beteiligung zu unterlegen.

Insgesamt betrug der Zugang zum Anlagevermögen 29,3 Mio. €.

6. Personal

Die Stadtwerke Osnabrück AG gehört

zu einem der größten Arbeitgeber im

Raum Osnabrück.

Am Ende des Geschäftsjahres 2007

waren insgesamt 936 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter beschäftigt. Im

abgelaufenen Geschäftsjahr sank die

Zahl der Beschäftigten gegenüber dem

Vorjahr um 3 %, was insbesondere auf

die vielfachen Abschlüsse von Altersteilzeitvereinbarungen

in der Vergangenheit

zurückzuführen ist.

Das Durchschnittsalter der Beschäftigten

lag im Geschäftsjahr 2007 bei

43,4 Jahren (Vorjahr 42,9 Jahren).

Die Ergebnisse einer durchgeführten

Altersstrukturanalyse zeigen, dass der

Altersdurchschnitt der Belegschaft

durch den demografischen Wandel

in den nächsten Jahren weiter steigen

wird. Deshalb galt im Jahr 2007 dem

Thema Gesundheit ein besonderes

Augenmerk.

Ein erster Baustein für den Erhalt der

Beschäftigungsfähigkeit der Beschäftigten

wurde mit dem Pilot-Projekt

„Betriebliches Gesundheitsmanagement“

für den Fahrdienst ins Leben

gerufen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung

eines nachhaltigen Konzeptes

zum betrieblichen Gesundheitsmanagement,

dem Erhalt eines geringen

Krankenstandes und der Vorbeugung

von Langzeiterkrankungen.

Mit der Einführung des Pilot-Projektes

„Vertrauensarbeitszeit auf der 2.

Führungsebene“ geht die Stadtwerke

Osnabrück AG den Weg zu einer

neuen Führungs- und Unternehmenskultur

mit mehr Eigenverantwortung

der Beschäftigten konsequent weiter.

Durch die Einführung der Vertrauensarbeitszeit

erhalten die betreffenden

Leiter größere Gestaltungsspielräume

für einen prozess- und ergebnisorientierten

Einsatz ihrer Arbeitszeit.

Mit der Einbeziehung der beigestellten

städtischen Beschäftigten des

Geschäftsfeldes Entwässerung in das

bestehende „Leistungs- und erfolgs-

PERSONALSTRUKTUR

orientierte Entgeltsystem (LES)“ ist

die Stadtwerke Osnabrück AG einen

weiteren Schritt zur Integration der

beigestellten Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter gegangen. Seit Abschluss

der Betriebsvereinbarung sind die

Kolleginnen und Kollegen nicht nur

aktiv an der Zielerreichung des Unternehmens

beteiligt, sondern nehmen

erstmals auch am finanziellen Erfolg

der Stadtwerke Osnabrück AG teil.

Das Führungskräfteentwicklungsprojekt

„Führen mit Teamgeist und

Herzblut“ wurde im Jahr 2007 mit der

3. und 4. Führungsebene abgeschlossen.

Alle Führungskräfte der Stadtwerke

Osnabrück AG haben somit an dem

Projekt teilgenommen, so dass das Ziel

der kontinuierlichen Weiterentwicklung

der Führungskompetenzen und der

Stärkung der Führungsverantwortung

in weiten Teilen erreicht wurde. Die

Führungsaufgabe soll nunmehr durch

neue Führungsinstrumente intensiver

mit den Mitarbeitern gelebt werden.

7. beteiligungsgesellschaften

Die Beteiligungsgesellschaften sind

insbesondere in den Märkten der

Stromerzeugung, der Telekommunikation,

der Informationstechnologie, des

Schienenverkehrs, der Infrastruktur für

Luftverkehr und -fracht sowie verschiedenen

Dienstleistungsbereichen tätig

und entwickeln sich positiv.

Die osnatel GmbH erzielte als Anbieter

im Telekommunikationsmarkt mit 202

männlich weiblich 2007 2006 Veränderung

zum Vorjahr

Gewerbliche Mitarbeiter 425 15 440 471 -31

Angestellte 271 170 441 440 1

Auszubildende/Trainees 40 15 55 54 1

Gesamt 736 200 936 965 -29

Mitarbeitern einen Umsatz von rd.

60,6 Mio. € und übertraf damit den

Vorjahreswert um rd. 8 Mio. € (+

13,3%). Stärkstes Umsatzsegment

ist der Telefondienst, nachfolgend

der Internetbereich. Ergänzt

wurde das Produktangebot im Jahr

2007 durch die Neueinführung

des Mobilfunks bei der osnatel

GmbH. Der Kundenbestand beträgt

mittlerweile rd. 92.500. Die osnatel

GmbH hat ihre Position als führender

Wettbewerber der Deutschen

Telekom in der Region Osnabrück

weiterhin erfolgreich ausbauen

können.

Die ITEBO GmbH ist ein erfahrenes

IT-Dienstleistungsunternehmen für

Kommunen, Versorgungsunternehmen,

kirchliche Einrichtungen und

mittelständische Unternehmen mit

130 Mitarbeitern. Im Geschäftsjahr

2007 erzielte die ITEBO GmbH

einen Umsatz von rd. 14,2 Mio. €,

der gegenüber dem Vorjahr um rd.

0,6 Mio. € rückläufig war.

Die NordWestBahn GmbH (NWB),

eine Beteiligung der Veolia Verkehr

GmbH, der VWG Verkehr und

Wasser GmbH Oldenburg sowie der

Stadtwerke Osnabrück AG erbringt

mit 328 Mitarbeitern Personennahverkehre

auf einem Streckennetz

von rd. 840 km Länge. Der Umsatz

der NWB betrug im Jahr rd. 93,7

Mio. €, es wurden insgesamt rd.

16,4 Mio. Fahrgäste in Niedersachsen

und auch Nordrhein-Westfalen

befördert.


UMSATZ.

LAGEbERIchT.

Die FMO Flughafen Münster/Osnabrück

GmbH (FMO) ist für die Errichtung

und den Betrieb des Verkehrsflughafens

Münster/Osnabrück zuständig.

Die Stadtwerke Osnabrück AG sind

nach den Stadtwerken Münster und

dem Kreis Steinfurt der drittgrößte

Gesellschafter. Die Fluggastzahlen -

mit einem 3,6 %-tigen Anstieg auf

rd. 1,6 Mio. Fluggäste - wurden durch

den überproportionalen Zuwachs beim

Linien- und Low-Cost-Verkehr geprägt,

so dass sich der Gesamtumsatz auf

rd. 22,4 Mio. € belief.

Mehrere kommunale Stadtwerke und

Regionalversorger sind im August

2004 der Trianel Power – Kraftwerke

Hamm-Uentrop GmbH & Co. KG

beigetreten, um eigenständig im

Stromerzeugungsmarkt mittels eines

Gas- und Dampfturbinenkraftwerks

(GuD) tätig zu werden.

Die Stadtwerke Osnabrück AG halten

an dem 850 MW Kraftwerk einen Anteil

von 2,45 %. Die Doppelblockanlage

mit je 425 MW gehört mit einem

Wirkungsgrad von bis zu 58 % zu den

effizientesten Stromerzeugungsanlagen.

Nach dem Baubeschluss im

Mai 2005 ist am Jahresende 2007

das Kraftwerk in den kommerziellen

Betrieb gegangen.

Aktuell befindet sich die Stadtwerke

Osnabrück AG noch in weiteren

Stromerzeugungsprojekten, die im

Rahmen der potentiellen Realisierungsphase

als rechtlich selbständige

Erzeugungsgesellschaften umgesetzt

werden sollen.

Zum operativen und strategischen

Ausbau des Verkehrsbereichs erwarb

die NordWestVerkehr GmbH die

Sörensen Charter Tours GmbH,

welche seit dem Jahr 1998 die

Flughafenlinie X 150 im Auftrag

der Stadtwerke Osnabrück AG

bedient. Der Standort in Lotte wird

mit der vorhandenen Infrastruktur

und seinen notwendigen Betriebsmitteln

fortgeführt.

8. Sonstiges

Informationstechnologie

Moderne und optimierte Prozessunterstützungen

stellen die aktuellen

Herausforderungen an die Informationstechnologie

(IT). Anfang des

Jahres 2007 wurde bei der Stadtwerke

Osnabrück AG die Hauptsoftware

SAP R/3 erfolgreich im Rahmen eines

4-monatigen Upgradeprojekts auf

SAP ERP 6.0 (Enterprise Ressource

Planning) umgestellt. Durch das Upgrade

können zahlreiche neue und

erweiterte ERP-Funktionalitäten

genutzt werden, die die Wettbewerbsfähigkeit

der Stadtwerke Osnabrück

AG stärken.

Mit Inkrafttreten des EnWG wurden

auch die Anforderungen an eine

unbundlingkonforme IT gestellt. Im

Rahmen dieser Entwicklung nimmt

der elektronische Datenaustausch

(EDI) eine besondere Rolle im Informationsfluss

ein. Dementsprechend

wurden durch die Bundesnetzagentur

zum einen am 11.07.2007 die Geschäftsprozesse

zur Kundenbelieferung

mit Elektrizität (GPKE) durch den Beschluss

BK6-06-009 und zum anderen

durch den Beschluss BK7-06-067 vom

20.08.2007 die Geschäftsprozesse

und Datenformate für den Lieferantenwechsel

im Gassektor (GeLi Gas)

festgelegt. Im Geschäftsjahr 2007

wurden bei der Stadtwerke Osnabrück

AG in einem Projekt die Anforderungen

gemäß GPKE erfolgreich umgesetzt,

für das Jahr 2008 wurde bereits eine

weitere Projektgruppe zur Umsetzung

der GeLi Gas gestartet.

Umwelt- und Klimaschutz

Schon vor der aktuellen Umweltdiskussion

hatte sich die Stadtwerke Osnabrück

AG das Thema Umwelt- und

Klimaschutz zu Eigen gemacht.

Vorbildliche Maßnahmen in fast

allen Geschäftsfeldern werden schon

langjährig durchgeführt, wie z.B. ein

Ökostromprogramm für die Energiekunden,

PKW-Fuhrpark mit Gasfahrzeugen,

eine Solarabsorberanlage im

Nettebad oder eine umweltfreundliche

Busflotte mit Rußpartikelfiltern und

schon dem zukünftigen EEV-Standard

(Enhanced Environmentally Friendly

Vehicle).

Um auch frühzeitig die nächsten Generationen

an das Thema heranzuführen,

geht die Stadtwerke Osnabrück AG in

die Grundschulen der Stadt Osnabrück

und bietet den Schulklassen Unterricht

zum Thema „Energie erleben und

verstehen“ an. Auf diesem Wege soll

vermittelt werden, dass Energiesparen

auch aktiver Umweltschutz ist.

Diese und alle anderen Aktivitäten

sollen gebündelt und ausgebaut

werden. Dafür wurde jetzt das Projekt

„KompetenzUmweltKlima (KUK)“ ins

Leben gerufen.

II. Ertrags-, Finanzund

Vermögenslage

1. Ertragslage

Der Gesamtumsatz der Stadtwerke Osnabrück

AG betrug für das Jahr 2007

insgesamt 298,1 Mio. € und lag damit

um 10,7 % (+ 28,9 Mio. €) über dem

Wert des Vorjahres (269,2 Mio. €). Die

Verteilung des Gesamtumsatzes auf die

einzelnen Bereiche ist aus der nebenstehenden

Übersicht zu entnehmen.

Der Anstieg des Gesamtertrags auf

320,2 Mio. € (Vorjahr 300,6 Mio. €)

resultiert insbesondere aus dem

Umsatzanstieg von 28,9 Mio. € bei

rückläufigen sonstigen betrieblichen

Erträgen.

Der Umsatzzuwachs im Strombereich

wurde mit 40,3 Mio. € sowohl durch

gestiegene Preise als auch durch einen

Mengenzuwachs, insbesondere durch

Lieferungen an andere EVU, hervorgerufen.

Die Ertragsseite im Gasbereich

verzeichnete witterungs- und preisbedingt

deutliche Umsatzrückgänge

um 13,6 Mio. €. Durch den weiteren

investiven Ausbau des Entwässerungssystems

durch die Stadtwerke

Osnabrück AG nehmen auch die Erlöse

dieses Bereichs um 1,7 Mio. €

zu. Die Verkehrserlöse konnten um

1,1 Mio. € gesteigert werden.

Der deutliche Ertragsrückgang

begründet sich in geringeren Rückstellungsverbräuchen

sowie wegfallenden

Auflösungen derselben.

Der vorjährige Einmalertrag aus der

Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens

ist ebenso

entfallen.

Entsprechend den Umsatzveränderungen

bei Strom und Gas sind die

Bewegungen bei den Materialaufwendungen

nachvollziehbar. Der

Personalaufwand, der im Vorjahr

deutliche Rückstellungszuführungen

für die neu abgeschlossenen Altersteilzeitfälle

enthielt, ist im Jahr 2007

um 3 Mio. € zurückgegangen.

UMSäTZE (IN MIO. EURO)

2007

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen

und die Sachanlagen steigen

gegenüber dem Vorjahr leicht um

0,9 Mio. € an, wesentlich ist der Zuwachs

bei der Entwässerung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen

liegen in Summe mit

25,8 Mio. € um 2,9 Mio. € unter

dem Vorjahresniveau. In dieser Aufwandsposition

zeigt sich parallel

zum Ertragsrückgang der Wegfall

der Rückstellungsverbräuche.

Das in Summe negative Finanzergebnis

wird durch den hohen Fremdfinanzierungsanteil

maßgeblich begründet. Die

Gewinn- und Verlustrechnung weist für

das Geschäftsjahr 2007 ein Ergebnis

der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

von 12,0 Mio. € (Vorjahr 10,2 Mio. €)

aus, von welchem noch die Steuern

in Abzug zu bringen sind, so dass ein

Jahresüberschuss von 5,2 Mio. € erzielt

werden konnte. Unter Berücksichtigung

der verschiedensten positiven

und negativen Sondereffekte wird

damit ein gutes Ergebnis erreicht.

Veränderung zum

Vorjahr (in %)

Anteil am Gesamtumsatz

(in %)

Stromversorgung 161,3 33,3 54,1

Gasversorgung 73,9 -15,5 24,8

Wasserversorgung 16,1 -4,9 5,4

Wärme-/Stromerzeugung 2,7 -1,4 0,9

Entwässerung 12,3 16,5 4,1

Bäder 3,8 4,4 1,3

Verkehr 20,3 5,7 6,8

Hafen 3,2 -2,1 1,1

Dienstleistungen 4,1 0,1 1,4

Sonstiges 0,4 0 0,1

Umsatz gesamt 298,1 10,7 100,0

EITE 46


FINANZLAGE.

LAGEbERIchT.

2. Finanz- und Vermögenslage

KAPITALFLUSSREchNUNG (IN MIO. EURO)

2. Risikokategorien

EITE 48

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 333,4 Mio. € (+ 3,1 % zum Vorjahr) erhöht.

bILANZSTRUKTUR (IN MIO. EURO)

300

200

100

0

VERMÖGENSSTRUKTUR

114

219

116

207

2007 2006

Umlaufvermögen

Anlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wuchs insbesondere im Ver- und

Entsorgungsbereich sowie Verkehrsbereich an. Der Verkauf

des Grundstücks ehemaliges Niedersachsenbad mit 5.300 m²

war der größte Anlagenabgang. Die Aufstockung der Eigenkapitalien

beim FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH

und der Trianel Power Projektgesellschaft Kohlekraftwerk

mbH & Co. KG bewirkten die deutliche Zunahme des Finanzanlagevermögens.

Das Umlaufvermögen ist in Summe, trotz

eines höheren Forderungsbestands aus der Verbrauchsabgrenzung,

durch die zurückgegangene Finanzausstattung

gegenüber dem Vorjahr rückläufig.

Das gezeichnete Kapital betrug weiterhin 20,5 Mio. € und

beläuft sich zusammen mit den angestiegenen Kapital- und

Gewinnrücklagen auf 67,5 Mio. €. Die Eigenkapitalquote ist

leicht auf 24,4 % (Vorjahr 24,2 %) angestiegen.

Den langfristig gebundenen Vermögenswerten von 218,7

Mio. € stehen langfristige Mittel von 199,4 Mio. € gegenüber,

so dass der Deckungsgrad 0,91 (Vorjahr 0,95) beträgt.

300

200

100

0

KAPITALSTRUKTUR

134

132

67

127

132

64

2007 2006

kurzfristiges

Fremdkapital

langfristiges

Fremdkapital

Eigenkapital

Die Kapitalflussrechnung weist die Zahlungsströme nach

Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit und

den Finanzmittelbestand aus.

Sowohl der operative als auch der investive Cashflow erreichten

fast das Vorjahresniveau. Der investive Cashflow

ist in Summe deutlich rückläufiger, was sich insgesamt am

geringeren Zugang des Anlagevermögens erkennen lässt.

Im Bereich der Finanzanlagen kam es bei den bestehenden

Beteiligungen FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH

sowie der Trianel Power Projektgesellschaft Kohlekraftwerk

mbH & Co. KG zu weiteren Kapitalerhöhungen.

Zudem flossen an die Stadt Osnabrück aus der Dividendenausschüttung

für das Geschäftsjahr 2006 Mittel

aus der Finanzierungstätigkeit ab. Die Finanzierung der

Investitionen erfolgte sowohl aus dem laufenden operativen

Geschäft als auch aus der Veränderung der Finanzmittelfonds.

1.

2007 2006

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 20,9 21,6

Cashflow aus der Investitionstätigkeit -27,8 -29,9

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -0,4 31,9

Veränderung des Finanzmittelbestandes -7,3 23,6

Finanzmittelbestand zum Jahresanfang 28,6 5,0

Finanzmittelbestand zum Jahresende 21,3 28,6

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer

bedeutung nach Schluss

des Geschäftsjahres

Die Bescheide der BNetzA über die

Festsetzung der Netzentgelte Strom

und Gas für das Jahr 2008 liegen der

Stadtwerke Osnabrück AG noch nicht

vor. Eine Absenkung der Netzentgelte

Strom und Gas wurde bereits weitgehend

in der Wirtschaftsplanung 2008

antizipiert.

Der GEKKO Vorschaltgesellschaft mbH

& Co. KG (GEKKO) ist die Stadtwerke

Osnabrück AG am 1. Februar 2008

mit 7 weiteren Energieversorgern als

Kommanditisten beigetreten. Die

GEKKO hat anschließend am 19.

Februar 2008 mit weiteren 15 direkt

beteiligten Stadtwerken und der RWE

Power AG die Kraftwerksgesellschaft

Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle

Hamm GmbH & Co. KG zum Bau und

Betrieb eines Steinkohlekraftwerks mit

1.530 MW gegründet. Die Stadtwerke

Osnabrück AG wird aus diesem Kraftwerk

voraussichtlich ab dem Jahr 2011

eigenen Strom beziehen.

Weitere Vorgänge von besonderer

Bedeutung, die dann zu einer wesentlich

anderen Vermögens-/ Finanz- und

Ertragslage geführt hätten, haben sich

nicht nach dem Schluss des Geschäftsjahres

2007 bis zur Berichtserstellung

ereignet.

1.

IV. Risikobericht

Risikomanagement und

Risiken der zukünftigen

Geschäftsentwicklung

Die Stadtwerke Osnabrück AG ist

durch die verschiedenen Geschäftsfelder

und auch Beteiligungsgesellschaften

unterschiedlichsten Risiken

ausgesetzt. Unter Risiko wird die

Gefahr verstanden, die aus Ergebnissen

oder Handlungen resultiert, die

die geplanten Ziele der Gesellschaft

negativ beeinflussen.

Die den Fortbestand der Gesellschaft

gefährdenden Entwicklungen sollen

früh erkannt und mit Maßnahmen zur

Risikominimierung begegnet werden

können.

Die beiden Merkmalsausprägungen

Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit

werden im Risikobericht

zu einem Risikowert verdichtet. Dieser

Risikowert ermöglicht eine Skalierung

aller Risiken und somit eine Einordnung

der Risiken.

Die Risikobetrachtung beschränkt sich

nicht nur auf das laufende Jahr, sondern

berücksichtigt auch den mittelfristigen

Fortbestand der Gesellschaft.

Das Risikomanagement ist ein revolvierender

Prozess, um weiterhin vollständig

die Risiken der Stadtwerke Osnabrück

AG identifizieren, dokumentieren

und reduzieren zu können.

Umfeldrisiken

Aus dem politischen, rechtlichen, gesetzlichen

und regulatorischen Umfeld

ergeben sich für die Stadtwerke

Osnabrück AG Chancen und Risiken.

Auch die konjunkturelle Entwicklung

wird sich positiv oder negativ auf die

Ergebnisentwicklung der Gesellschaft

auswirken.

Unternehmensstrategische

Risiken

Die Geschäftsfelder Verkehr und Bäder

gehören zu den öffentlichen Aufgabenbereichen,

die innerhalb von kommunalen

Stadtwerken nicht kostendeckend

arbeiten. Zur Begrenzung

der Belastung und auch Tragfähigkeit

der Finanzlasten aus diesen beiden

speziellen Bereichen für die gesamte

Stadtwerke Osnabrück AG erfolgt im

Rahmen der Festlegung des jährlichen

Wirtschaftsplans ein Beschluss über

die maximale Belastungshöhe beider

Geschäftsfelder. Unterjährig wird die

Belastungshöhe durch ein laufendes

Reporting beobachtet und bei Bedarf

mit Maßnahmen unterstützt.

Leistungswirtschaftliche Risiken

Die staatliche Genehmigung der Netznutzungsentgelte

für Strom und Gas

und deren Vergütungshöhen stellen

einen massiven Eingriff in die Preisund

Ergebnissituation des Netzbereichs

dar. Durch Strategieüberarbeitung

und Effizienzverbesserungen sowie

rigoroses Kostenmanagement soll diesem

Einschnitt begegnet werden. Die

ca. 30-40 jährigen Investitionszyklen

und laufenden Unterhaltungsaufwendungen

im Netz- und Kanalbereich

werden einer nachhaltigen Betrachtung

unterzogen.

Die Stadtwerke Osnabrück AG bildet

für eine potenzielle Mehrerlösabschöpfung

hinsichtlich der bis zum

31.12.2007 erhobenen Netzentgelte

keine Rückstellung. Zum einen schätzt

die Stadtwerke Osnabrück AG im

Einvernehmen mit juristischer Beratung

die Rechtslage derart ein, dass die


PROGNOSEbERIchT.

LAGEbERIchT.

bERIchT AUFSIchTSRAT.

bERIchT DES AUFSIchTSRATES.

höchstrichterliche Klärung die in dieser

Frage ablehnende Haltung der Netzbetreiber

bestätigen wird. Zum anderen

ist selbst bei einer anderen richterlichen

Wertung der Vollzug durch die Bundesnetzagentur

nicht wahrscheinlich. Im

Rahmen einer angemessenen Risikobetrachtung

hat die Stadtwerke Osnabrück

AG die Mehrerlösabschöpfung

auch wertmäßig im Risikomanagement

aufgenommen.

Der Bezug und Absatz von Erdgas

unterliegt den branchenüblichen

Mengen- und Preisrisiken. Durch

entsprechende Liefervereinbarungen

mit Mengenflexibilitäten und Preisgleitklauseln

soll dieses Marktrisiko

begrenzt werden.

Risiken sieht die Gesellschaft in Preissteigerungen

bei Strom und Gas auf

der Beschaffungsseite, die aufgrund

der aktuellen öffentlichen Diskussionen

und Verhaltensweisen von Institutionen

nicht mehr in vollem Umfang bei

Kunden durchsetzbar sind. Insbesondere

im mengenstarken Sondervertragskundengeschäft

wird versucht, durch

die höchstmögliche Synchronisation

von Beschaffung und Vertragsabschlüssen

das Risiko zu minimieren.

Betriebstechnischen Risiken und

Störungen, die sich in den einzelnen

Bereichen mit komplexen Anlagen

ergeben können, wird durch verschiedene

Maßnahmen begegnet. Durch

die Anwendung von Richtlinien und

Verfahrensanweisungen, Zertifizierungen,

Mitarbeiterschulungen und

Qualitätskontrollen sollen neben dem

Wartungs- und Instandhaltungsmanagement

die technisch-operativen

Risiken begrenzt und die Funktionsfähigkeit

sowie die Betriebssicherheit der

Anlagen gewährleistet werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Der Ausfall von Geschäftspartnern als

Adressenausfallrisiko kann zu einem

Verlust bzw. einem entgangenen

Gewinn führen. Dieses Risiko wird

durch die permanente Einhaltung von

Einzellimiten gesteuert. Zinsrisiken bei

bestehenden Darlehen wurde durch

langfristig fixierte Zinsbindungen

begegnet.

Bestehenden Risiken wird durch gezielte

Maßnahmen und laufender Steuerung,

bilanzielle Vorsorge in Form von

Rückstellungen und Versicherungen

entgegengesteuert. Unter Berücksichtigung

des Gesamtbildes der Risiken und

der Maßnahmen zur Risikobewältigung

ist nach unseren derzeitigen Einschätzungen

eine Bestandsgefährdung der

Stadtwerke Osnabrück AG nicht zu

erkennen.

V. Prognosebericht

Insgesamt geht die Stadtwerke Osnabrück

AG im Geschäftsjahr 2008 weiterhin

von einer positiven Fortentwicklung

des Geschäfts aus, wenngleich

deutliche Einschnitte bei den Netzentgelten

zu erwarten sind. Einsparungen

und Verbesserungsmaßnahmen in allen

Unternehmensbereichen sollen die

Ergebnissituation wieder auf das bisherige

Niveau zurückbringen. Die danach

einsetzende Anreizregulierung wird zu

weiteren Erlösrückgängen führen. Dem

wird die Stadtwerke Osnabrück AG

durch eine permanente Optimierung

aller Prozesse und einem gezielten

Asset-Management im Netzbereich

begegnen müssen, um die Ertragslage

der nächsten Jahre zu stabilisieren. Der

Netzbereich erarbeitet folglich eine

neue, den Marktverhältnissen angepasste

Netzstrategie.

Der Ausbau der Stromeigenerzeugung

der Stadtwerke Osnabrück AG soll

noch über weitere Projekte fortgesetzt

werden. Neben den auf konventionellen

Energieträgern beruhenden

Projekten soll auch die Erzeugung auf

Basis regenerativer und alternativer

Energien zukünftig gestärkt werden.

Ergänzend zu den Projekten im

eigenen Netzbereich, u.a. Ausbau der

Windkraftnutzung am Piesberg, ist

die Stadtwerke Osnabrück AG einer

Kooperation von 45 konzernunabhängigen

Stadtwerken beigetreten, die

gemeinschaftliche Projekte im Bereich

der Offshore-Windkraftnutzung,

Geothermie, Photovoltaik und Holzgaserzeugung

prüfen, entwickeln und

umsetzen wollen.

Weiterhin wurde im Jahr 2007 das

gemeinsame Projekt KOSMOS2020

der Stadtwerke Osnabrück AG und der

Stadtwerke Münster GmbH gestartet.

Im Rahmen des Projektes wird

eine Kooperation in den operativen

Prozessen beider Unternehmen intensiv

geprüft. Mögliche Synergiepotenziale

sollen dazu beitragen, in einem sich

veränderndem Energiemarkt weiterhin

erfolgreich zu bestehen. Beide Stadtwerke

wollen kommunal bleiben, sie

sind aufgrund ihrer ähnlichen Rahmenbedingungen

Partner auf Augenhöhe

und wollen eine langfristige Perspektive

als kommunale Stadtwerke.

Angemessene wirtschaftliche Rahmenbedingungen

können dazu beitragen,

dass in der Zukunft in den Kerngeschäftsfeldern

Energie, Verkehr und

Bäder wieder wirtschaftliche Zuwächse

erzielt werden können.

Die Stadtwerke Osnabrück AG als

kommunales Unternehmen wird alles

tun, um die Erfolge der letzten Jahre

abzusichern und auch in der Zukunft

weiterhin erfolgreich zu sein. Hierbei

soll auch die Verbundenheit mit der

Stadt und Region Osnabrück eine

entscheidende Rolle spielen.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2007 die ihm nach

Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben pflichtgemäß

wahrgenommen. Er ist durch den Vorstand regelmäßig über

die Lage und Entwicklung des Unternehmens sowie über

geplante unternehmenspolitische Maßnahmen mündlich

und schriftlich unterrichtet worden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss zum

31. Dezember 2007 und der Lagebericht der Gesellschaft

sind von der durch die Hauptversammlung am 18. Juli 2007

als Abschlussprüfer gewählten PricewaterhouseCoopers

AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Osnabrück, geprüft

und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

gem. § 322 HGB versehen worden. Nach § 10 Abs. 4

EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten

zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach

§ 10 Abs. 3 EnWG. Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis

zustimmend Kenntnis genommen.

In seiner Sitzung am 14.05.2008 hat der Aufsichtsrat den

vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss, den Lagebericht

und den Vorschlag, aus dem Jahresüberschuss 2007 in Höhe

von 5.170.600,00 € einen Betrag von 2.585.300,00 € in die

anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den dann noch

verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 2.585.300,00 €

aus dem festgestellten Jahresabschluss 2007 an die Stadt

Osnabrück (Stadt Osnabrück und Betrieb gewerblicher Art

„Verpachtung einer Stadthalle“ im Verhältnis der gehaltenen

Anteile) auszuschütten, ohne Einwendungen genehmigt.

Damit ist der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

nach § 172 AktG festgestellt.

Für die im Geschäftsjahr 2007 geleistete erfolgreiche

Arbeit spricht der Aufsichtsrat allen Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der Stadtwerke Osnabrück AG Dank und

Anerkennung aus.

Osnabrück, den 14.05.2008

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke

Osnabrück Aktiengesellschaft

Boris Pistorius, Aufsichtsratsvorsitzender

EITE 50


ESTäTIGUNGSVERMERK.

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-

und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung

der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke

Osnabrück AG, Osnabrück, für das Geschäftsjahr vom

1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Nach § 10 Abs. 4

EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten

zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach

§ 10 Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung

von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen

handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen

der Satzung sowie die Einhaltung der Pflichten

nach § 10 Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des

Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der

Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung

über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung

und über den Lagebericht sowie über die interne

Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB

unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer

(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger

Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung

so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten

und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den

Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger

Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten

Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt

werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt

werden kann, ob die Pflichten nach § 10 Abs. 3 EnWG in

allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung

der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die

Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche

Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über

mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden

die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen

Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben

in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie

in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG

überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die

Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze

und der wesentlichen Einschätzungen

des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des

Jahresabschlusses und des Lageberichts der Gesellschaft

sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung

der Konten in der internen Rechnungslegung nach

§ 10 Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt

sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir

sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung

der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen

geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung

gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss

den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden

Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung

der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein

den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,

vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage

der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der

zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung

in der internen Rechnungslegung nach § 10 Abs. 3 EnWG

hat zu keinen Einwendungen geführt.

IMPRESSUM.

herausgeber

Stadtwerke Osnabrück AG

Redaktion

Unternehmenskommunikation

Pia Zimmermann (verantwortlich)

Ann-Christin Gottschling

Texte

Sandra Joachim-Meyer

Konzeption und Gestaltung

HEESE | Fotografie + Grafik

Sandra Joachim-Meyer

Fotografie

Detlef Heese

Oliver Pracht

Osnabrück, den 04.04.2008

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Kramer, Wirtschaftsprüfer

Wolfgang Deppe, Wirtschaftsprüfer

EITE 52

Dieser Geschäftsbericht ist auf FSC-zertifiziertem Papier

aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung gedruckt.


Stadtwerke Osnabrück AG

Alte Poststraße 9

49074 Osnabrück

Telefon 05 41 344-0

Telefax 05 41 344-369

www.stadtwerke-osnabrueck.de

Immer für Sie da.

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