Schwerhörige - Netzwerk - Pflege und Versorgungsforschung

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Schwerhörige - Netzwerk - Pflege und Versorgungsforschung

Hören · Verstehen · Engagieren

Deutscher Schwerhörigenbund

Landesverband Niedersachsen e.V.


Was bedeutet

Schwerhörigkeit?

Informationen über Bedürfnisse bei Teilhabe und

Versorgung einer vergessenen Bevölkerungsgruppe

Referent: Dipl.-Ing. Rolf Erdmann

Landesverbandsvorsitzender

Deutscher Schwerhörigenbund

Landesverband Niedersachsen e.V.


Danke für die

heutige

Einladung!


Zunächst stelle ich mich vor:

Mein Name ist Rolf Erdmann

Ich bin beidseitig taub, kann aber mit 2 Cochlea

Implantaten recht gut kommunizieren

Seit 30 Jahren bin ich ehrenamtlich engagiert in der

Hörgeschädigtenarbeit, unter anderem:

• Vorsitzender des DSB-Landesverbandes Nds.

• Leiter des DSB-Referats TECHNIK auf Bundesebene

• Mitglied der Regions-Arbeitsgruppe „Barrierefreies

Krankenhaus Siloah“

• Sprecher der Hörgeschädigten-SHG an der VHS

Hannover


Inhalt meines Vortrages:

• Grundsätzliches zur Schwerhörigkeit,

• Ursachen von Hörschäden,

• Anzahl und Arten der Hörgeschädigten,

• Verständigungsprobleme und Folgen,

• Teilhabe in der Gesellschaft,

• Versorgung mit Hörhilfen.


In der Gesellschaft wird das

Thema Schwerhörigkeit

ignoriert und sogar tabuisiert.

Wie kommt das?

Hauptsächliche Ursache sind

falsche Vorstellungen über

Schwerhörigkeit!


Warum ist es für Guthörende so schwer,

sich Schwerhörigkeit vorzustellen?

• Schwerhörigkeit ist unsichtbar.

• Schwerhörigkeit kann nicht nachempfunden

werden, wie etwa

Blindheit.

• Schwerhörigkeit ist schmerzfrei, die

Betroffenen schreien nicht.

• Schwerhörigkeit entwickelt sich meist

schleichend über Jahre hinweg.


Warum ist es für Guthörende so schwer,

sich Schwerhörigkeit vorzustellen?

• Gutes Hören wird als etwas absolut

Selbstverständliches angesehen.

• Die Wichtigkeit des Hörens wird vielen

Menschen erst dann klar, wenn sie

selbst von einer Einschränkung

betroffen sind.

• Die Gesellschaft weiß zu wenig über

Schwerhörigkeit und deren Folgen.


Wie hören schwerhörige

und von Tinnitus

betroffene Menschen?


Wie hören schwerhörige und von Tinnitus betroffene Menschen?

Hier gibt es meist

völlig unzutreffende

Vorstellungen.

Auch Experten haben hier oft

total falsche Auffassungen.


Wie hören schwerhörige und von Tinnitus betroffene Menschen?

Wie klingt Sprache bei

Schwerhörigkeit?

Eine Simulierung der

Hochtonschwerhörigkeit mit

Klangdarstellung auf einer CD wird

nach der Mittagspause vorgeführt.


Wie hören schwerhörige und von Tinnitus betroffene Menschen?

Zusätzlich leiden

die meisten Schwerhörigen

(etwa 60 %!) unter

Ohrgeräuschen. Daher werde ich

hierzu einige Geräuschbeispiele

vorführen.


Wie hören schwerhörige und von Tinnitus betroffene Menschen?

Ohrgeräusche

(Fachwort: Tinnitus)

sind ebenfalls eine für

Guthörende

nur schwer

nachzuvollziehende

Erscheinung.


Wie klingt Tinnitus?


Wie hören schwerhörige und von Tinnitus betroffene Menschen?

Erläuterungen zu Tinnitus

Ohrgeräusche können extrem lästig

und bedrohlich für die Betroffenen

sein, insbesondere wenn Lautstärke

und Klang wechselhaft sind.

Sie können Auslöser von

Verzweiflung und sogar

Suizid-Absichten sein.


Wie hören schwerhörige und von Tinnitus betroffene Menschen?

Bei Schwerhörigkeit

UND Ohrgeräuschen

wird das Verstehen und damit

die Kommunikation äußerst

stark beeinträchtigt.


Neben der

Kommunikationsfunktion

gibt es weitere

Aufgabenstellungen des Gehörs

wie die Alarmierungs-, die

Orientierungs- und die

Diagnose-Funktion.


Die wichtigste Funktion

ist die

Kommunikationsfunktion.

Spracherwerb und

soziale Entwicklung sind

eng mit dem Gehör verknüpft.


Alle Gehörfunktionen sind

Träger von Botschaften und

können von hörgeschädigten

Menschen nicht genutzt werden.

So fehlen ihnen

viele wichtige Hinweise

über die Umwelt wie auch

über ihre Mitmenschen.


Die fehlenden Gehör-Funktionen

müssen mit Ersatz-Mechanismen

kompensiert werden.

Dies kostet den Hörgeschädigten

viel psychische wie auch

physische Kraft.


Verständigungsprobleme bei

Hörbeeinträchtigungen

Auswirkungen der

Schwerhörigkeit auf die

Kommunikation


sind ein großes Problem

für schwerhörige

Menschen!

Eine visuelle Darstellung


So versteht ein Normalhörender bei

starken Nebengeräuschen:


Ein Guthörender hat mit

Nebengeräuschen kaum Probleme.

Sogar bei großem Lärm,

z.B. im Straßenverkehr

oder bei Partys,

kann er verstehen.


Beim

mittelgradig Schwerhörigen

sieht es bei wenig Nebengeräuschen so

aus:


Und bei starken

Nebengeräuschen:


Nun zum hochgradig

Schwerhörigen, zunächst bei

geringen Nebengeräuschen:


ei mittleren Nebengeräuschen:


Und nun bei starken

Nebengeräuschen:


Hier wird deutlich:

Nebengeräusche

sind für hochgradig

Schwerhörige Gift!

Bereits bei mittleren

Nebengeräuschen können sie

nichts mehr verstehen!


Bei Schwerhörigkeit kann man

wichtige Nuancen nicht mehr

hören…

…die durch

Tonfall, Sprachmelodie und

Betonung

sehr verschiedene Emotionen

auszudrücken vermögen wie

z.B.


Sympathie, Freude,

Überraschung,

Antipathie, Ärger. Zweifel,

Skepsis,

Trauer, Mitleid, Ironie oder

Spott.


Ein einzeln gesprochenes

„JA“

kann - je nach Betonung und Klang -

bedeuten

eine Bejahung,

eine Frage,

oder sogar eine Verneinung.

Diese Unterschiede können

Schwerhörige aber nicht wahrnehmen.


Wenn ein Schwerhöriger die Silbe

„ein“ hört, kann folgendes gesagt

• B ein

• d ein

• f ein

• H ein (bzw. Hain)

• k ein

• kl ein

• m ein

• n ein

worden sein:

• P ein

• r ein (bzw. Rain)

• Sch ein

• Schr ein

• Schw ein

• s ein

• St ein

• W ein

oder auch nur ein


Sie sehen:

Der erste Konsonant

kann entscheidend

für das richtige Verstehen

eines Wortes sein!


Daher kann der Schwerhörige

den Sinn des Gesagten

oft nur durch

Kombinieren

erschließen.


Er muss

nachdenken

und braucht dafür vor allem

Zeit!


Daher ist Sprachverstehen

für Schwerhörige

Schwerstarbeit!

Sie brauchen deshalb

Zeit !!

Daher:

Bitte L-A-N-G-S-A-M sprechen!


Ein Beispiel:

Bitte versuchen Sie zu erraten,

was dieser Satz wohl bedeutet:


Zur Erleichterung sehen Sie hier

die fehlenden Puzzleteile:


Hier sehen Sie den gesamten

Satz:

Gutes Hören

ist wie gutes

Sehen.


Die Anzahl und Arten

hörgeschädigter Menschen in

Deutschland


Anzahl und Arten hörgeschädigter Menschen

In Deutschland leben etwa

13,3 Millionen

hörgeschädigte Menschen!

(gemäß SOHN-Studie 1999)

Hiervon sind etwa

7,5 Millionen Menschen

im Seniorenalter über 60 Jahren!


Anzahl und Arten hörgeschädigter Menschen

Diese Zahlen haben durch die weiterhin

wachsende Lärmbelastung

in Freizeit und Beruf

eine

stark zunehmende Tendenz.


Anzahl und Arten hörgeschädigter Menschen

Sie sehen:

Hörgeschädigte Menschen

sind keine

vernachlässigbare kleine

Randgruppe -

es handelt sich im Gegenteil um eine der

größten Behindertengruppen

überhaupt!


Anzahl und Arten hörgeschädigter Menschen

Die unterschiedlichen Arten

der Hörgeschädigten

Schwerhörige

Menschen

über 13 Millionen Personen

in Deutschland, 98% aller

Hörgeschädigten


Anzahl und Arten hörgeschädigter Menschen

Die unterschiedlichen Arten

der Hörgeschädigten

Spätertaubte Menschen

200.000 Personen in

Deutschland, ca. 1% aller

Hörgeschädigten


Anzahl und Arten hörgeschädigter Menschen

Die unterschiedlichen Arten

der Hörgeschädigten

Cochlea-Implant-Träger

über 30.000 Personen wurden in

Deutschland seit 1985 operiert.

Diese drei Hörgeschädigten-Gruppen leben in der

hörenden Umwelt und sprechen normal.


Anzahl und Arten hörgeschädigter Menschen

Die unterschiedlichen Arten

der Hörgeschädigten

Gehörlose Menschen

etwa 80.000 Personen in Deutschland,

unter 1% aller Hörgeschädigten

kommunizieren mit Gebärden, werden

deshalb öffentlich stark wahrgenommen.


Anzahl und Arten hörgeschädigter Menschen

Bevölkerungsanteile der Schwerhörigen:

unter 30 Jahre alt: ca. 3%

30 bis 50 Jahre alt: ca. 11%

50 bis 60 Jahre alt: ca. 25%

60 bis 70 Jahre alt: ca. 37%

über 70 Jahre alt: ca. 54%!


Schwerhörigkeit in Deutschland

geordnet nach Altersgruppen


Es gibt verschiedene Arten von Schwerhörigkeit:

Schallleitungsschwerhörigkeit

(auch Mittelohrschwerhörigkeit genannt)

wird durch (meist operationsfähige)

Erkrankungen im Mittelohr

verursacht.

Man hört mit dieser selteneren Form der

Schwerhörigkeit alle Frequenzen leiser.


Dies kann man sich bildlich so

vorstellen:


Es gibt verschiedene Arten von Schwerhörigkeit:

Schallempfindungsschwerhörigkeit

(auch Innenohrschwerhörigkeit genannt)

tritt wesentlich häufiger auf und wird

durch nicht behandelbare

Erkrankungen im Innenohr

verursacht.


Es gibt verschiedene Arten von Schwerhörigkeit:

Bei Schallempfindungs-

Schwerhörigkeit werden

manche Frequenzen leiser

oder auch gar nicht gehört.

Hilfestellung bieten nur

technische Hörhilfen.


Bei Schallempfindungs-

Schwerhörigkeit hört man...

… aus hohen Frequenzen

bestehende Konsonanten

gar nicht oder

sehr schlecht,

z.B. s, sch, ch, f, p, g, k, v, z, tz, t.

Das erschwert enorm das

Sprachverstehen.


Es ist wichtig zu wissen, dass die

hohen Frequenzen, die das Innenohr nicht

mehr wahrnehmen kann, auch mit

den besten Hörgeräten

nicht wieder gehört werden können.

Sie fehlen dann beim Sprachverstehen.


Bildlich sieht das etwa so aus:


Man kann sich das Innenohr

auch als Klavier vorstellen.

Dann besitzt ein Guthörender

sozusagen alle „Klaviertasten“.


Dagegen fehlen dem

Schwerhörigen einige

„Klaviertasten“.

Er kann

manche Frequenzen

überhaupt nicht

wahrnehmen!


Folgen von

Schwerhörigkeit

oder

Ertaubung


Zitat eines Betroffenen

„Es ist Schwerstarbeit, wissen Sie, als

Hörgeschädigter, mit jemandem zu reden. Ich

versuche dauernd zu hören, was Sie sagen; man

kann sich mit jemand einfach nicht entspannt

unterhalten, wenn man auf der Stuhlkante sitzt,

lauert, horcht und dauernd denkt: ‚Hab ich das

alles richtig verstanden?‘ oder ‚Entschuldigung,

was haben Sie gesagt?‘ Das ist eine reine

Schinderei, am Ende denkt man: ‚Oh verflucht, ich

möchte allein sein und wieder zu Atem kommen.‘ “

JONES


Schwerhörigkeit

bedeutet

in jedem Lebensalter

Verlust an

menschlicher Nähe.


Die Folgen einer Hörschädigung können sein:

kaum spürbare Beeinträchtigungen

in der Lebensweise

bis hin zur

ernsten Lebenskrise mit Suizid-

Absichten.


Ein wichtiges

Unterscheidungsmerkmal ist

das Alter, in dem die

Schwerhörigkeit erstmals

auftritt.


Frühschwerhörige Menschen

haben meist nur

geringfügige Probleme

mit der

Annahme der Behinderung.

Sie kennen das Leben nur mit

Schwerhörigkeit und vermissen daher

nicht die Fähigkeit, gut hören zu können.


Dagegen erleben Menschen, die als

Erwachsene oder als Senioren

schwerhörig werden oder ertauben,

einen krassen,

oft äußerst schmerzhaften

Bruch in der Lebensplanung.


Die bisher im Leben verwendete

Kommunikationsform

funktioniert nur noch

unvollkommen.


Das führt zu

erheblicher Verunsicherung

und nicht selten zu

großen Ängsten

vor sozialen Kontakten.


Die Empfindung einer

Einschränkung der

Handlungsfähigkeit in

Gesprächen

ist für einen Hörgeschädigten

allgegenwärtig.


Zudem lässt im Alter die Lernfähigkeit nach.

Hilfsmöglichkeiten wie

Mundabsehen,

Verwendung von Gebärden

oder die

Nutzung von technischen

Zusatzgeräten

können manchmal nur noch

vermindert genutzt werden.


Schwerhörigkeit führt zu

Vertrauensstörungen –

sowohl beim hörgeschädigten

Menschen als auch bei seinem

gut hörenden

Gesprächspartner.


Vertrauensstörung durch Schwerhörigkeit

Vertrauen ist ein sehr wichtiger

Faktor in unserem Leben.

Bei hörgeschädigten Menschen ist

das Vertrauensverhältnis zur

Umwelt fast immer gestört.


Vertrauensstörung durch Schwerhörigkeit

Das Gespräch wird belastet durch

die Unsicherheit auf Seiten des

Hörgeschädigten, richtig

verstanden zu haben und

angemessen zu reagieren.


Vertrauensstörung durch Schwerhörigkeit

Diese Unsicherheit ist natürlich

auch beim guthörenden

Gesprächspartner vorhanden:

"Hat sie/ er mich auch richtig

verstanden?"


Vertrauensstörung durch Schwerhörigkeit

Dies führt oft dazu, dass sich beim

Hörgeschädigten Misstrauen,

Verletzbarkeit und Ungeduld

entwickeln und das

Selbstbewusstsein verloren geht.

Folge sind Rückzug und

Selbst-Isolierung des Betroffenen.


Rückzug auch wegen deprimierender

Erfahrungen im Gespräch:

• trotz mehrfacher Hinweise wird

schnell, unverständlich und

leise gesprochen.

• oft besteht wenig Bereitschaft

zum Wiederholen bei

Nichtverstehen.


Vertrauensstörung durch Schwerhörigkeit

Und: guthörende Menschen

gehen Gesprächen mit

Hörgeschädigten möglichst

aus dem Wege und sagen

nur das Allernotwendigste.


Oft wird Hörgeschädigten als

Trost gesagt:

„Es ist doch nicht so

schlimm, wenn Sie nicht

alles verstehen. Es wird

meist Unsinn geredet."


Das mag ja stimmen.

Bei dieser Betrachtungsweise wird

der Schwerhörige jedoch

entmündigt

und fremdbestimmt,

was oft als sehr entwürdigend

empfunden wird.


Nicht selten sind behinderte

Menschen im Beruf, aber auch

sonst, bevorzugte

Opfer gezielten Mobbings.

Weil sie sich schlecht wehren können,

werden besonders oft

Hörgeschädigte gemobbt.


Hörgeschädigte sind ständig auf den

guten Willen ihrer

Gesprächspartner

angewiesen, dass sie

hörgeschädigtengerecht

mit ihnen sprechen.

Daher haben die Gesprächspartner eine

sehr große Macht.


Und guter Wille ist

eingeschränkt, wenn etwas

schnell gehen soll.

Beispiele hierfür sind beruflicher

Alltag mit Stress oder auch die

gehetzte Situation in der Pflege.


Es ist wissenschaftlich

nachgewiesen, dass bei

Schwerhörigkeit

überproportional viele

Freundschaften enden und

Partnerschaften zerbrechen.


Schwerhörigkeit verursacht

häufig Ängste, Depressionen,

Schlaflosigkeit und

Konzentrationsstörungen.


Schwerhörigkeit führt oft zu

wechselseitigem Misstrauen,

daraus entstehen Ungeduld,

Reizbarkeit und Verletzbarkeit.

Hörgeschädigte fühlen sich

ausgegrenzt und nicht zugehörig.


Schwerhörigkeit engt

Spontanität und

Handlungsfreiheit

sehr erheblich ein – und

zwar auf beiden Seiten!


Schwerhörige erleben

Kommunikation oft als Stress.

Weil nicht alles verstehen können,

führen sie oft Monologe.

Dadurch verschrecken ihre

guthörende Umwelt, die mit

Ablehnung reagiert.


Schwerhörigkeit verursacht viele

Missverständnisse

und Fehlverhaltensweisen.

Aber auch

Fehlinterpretationen sind

nicht selten:


Welchen Eindruck kann man leicht

bekommen, wenn ein

schwerhöriger Mensch

konzentriert zuhört?


Es sieht manchmal so aus,

als ob dieser Mensch sehr

grimmig guckt.


Dabei strengt er sich

nur SEHR STARK an,

um möglichst

viel zu verstehen.

Die damit zusammenhängende Verkrampfung

kann die Gesichtszüge entstellen.


Es wird oft gemeint, dass

Schwerhörige aggressiv sind.

Schwerhörige können die

Lautstärke ihrer eigenen Stimme

meist nur ungenügend kontrollieren und

sprechen daher oft, ohne es zu merken,

unangepasst laut.

Dies wird ihnen als Aggressivität

angekreidet, obwohl es

meist nicht zutrifft.


Das größte Problem ist

nicht die Hörstörung selbst,

sondern die daraus sich entwickelnde

Kommunikationsstörung mit

der guthörenden Umwelt.


Aus der Kommunikationsstörung

entwickeln sich sehr oft

soziale Beziehungsstörungen,

die psychische Auswirkungen

und physische Erkrankungen

nach sich ziehen.


Die psychischen Probleme

bleiben oft unbehandelt und

können somit zu erheblichen

gesundheitlichen

Beeinträchtigungen führen.


In vier Spezial-Kliniken

für Hörgeschädigte werden

Kuren und weitere Reha-

Maßnahmen für schwerhörige

Patienten angeboten.


Dabei finden mit den Betroffenen

auch sehr hilfreiche

psychotherapeutische Gespräche

statt.

Leider fällt man nach der Kur oft in

ein tiefes Loch, weil es vor Ort

keine weiterführende

Behandlung gibt.


DSB-Ortsvereine, DSB-

Beratungsstellen und

Selbsthilfegruppen bieten Hilfen

für schwerhörige Betroffene an.

Leider ist auch das nur ein

Tropfen auf den heißen Stein,

da es in Deutschland weitaus zu

wenige solcher Angebote gibt.


Teilhabe schwerhöriger

Menschen in der

Gesellschaft


An den Anfang stelle ich

ein Zitat des Philosophen

Immanuel Kant


Nicht SEHEN heißt:

Den Menschen

von den

DINGEN

trennen.


Nicht HÖREN heißt:

Den Menschen

von den

MENSCHEN

trennen.


In unserer Gesellschaft wird das

Thema Schwerhörigkeit

leider nur mit

sehr geringem Interesse

behandelt.


Dabei sind die Folgen einer

Hörminderung sowohl

für die Betroffenen als auch

für das Umfeld sehr gravierend.


Diese Auswirkungen werden

jedoch von der Gesellschaft

absolut unterschätzt.

Die Bedürfnisse schwerhöriger

Menschen werden fast immer

vergessen.


Da sich schwerhörige

Menschen meist

zurückziehen, werden sie

gesellschaftlich kaum

bemerkt.


Die unterschiedlichen Belange der

Hörgeschädigten-Gruppen

Schwerhörige – Ertaubte – Gehörlose

werden nicht gleichwertig behandelt.


Gesellschaftliche

Fehlentwicklungen haben zu

erheblichen Versäumnissen

und Benachteiligungen

gegenüber schwerhörigen und

ertaubten Menschen

geführt.


Teilhabe und

Selbstbestimmung sind ist

bei dieser

Bevölkerungsgruppe

keineswegs gewährleistet!


Nachfolgend drei Beispiele für

die falsche gesellschaftliche

Behandlung schwerhöriger

und ertaubter Menschen:


Beispiel 1:

In den Niedersächsischen

Landesbehindertenbeirat wurde

ein gebärdenorientierter

Gehörlosenfunktionär berufen.

Er soll die Belange aller

Menschen mit Hörschädigungen

in Niedersachsen vertreten.


Aus Sicht des DSB hat sich gezeigt,

dass er ausschließlich die Interessen

Gehörloser vertritt.

Ein Vertreter der überwiegenden

Mehrheit der Hörgeschädigten, der

lautsprachorientierten Schwerhörigen

und Ertaubten, wurde nicht berufen.


Mit dieser Entscheidung wurde

der Mehrheit der Menschen mit

Hörbehinderungen in

Niedersachsen Teilhabe und

Selbstbestimmung in einem

wichtigen Gremium verweigert.


Beispiel 2, ganz aktuell:

Eine Arbeitsgruppe des

Landesrates der Beiräte und

Beauftragten für Behinderte hat

eine Broschüre erarbeitet, Titel:

„Es ist normal, verschieden zu sein“.


Die Broschüre wurde im Oktober

2012 veröffentlicht und enthält

Handlungsvorschläge zur

Umsetzung der UN-

Behindertenrechtskonvention in

den Niedersächsischen

Kommunen.


In dieser Broschüre werden die

Bedürfnisse schwerhöriger und

ertaubter Menschen nahezu gar

nicht angesprochen.

Dagegen werden Gebärden

mehrmals in den Vorschlägen

erwähnt.


Eine genaue Textanalyse ergab z.B.,

dass die Wörter „Gebärden“ bzw.

„Gebärdendolmetscher“ 11mal

aufgeführt waren, dagegen fehlten die

analogen Wörter „Schriftdolmetscher“

und „Hörhilfen“ vollständig.

Zwar waren die Begriffe „Höranlage“

und „Hellschreiber“ je 1mal enthalten,

dabei handelt es sich jedoch um völlig

veraltete Bezeichnungen aus den 90ern.


Ich frage mich, wie sich

die kommunalen

Behindertenbeauftragten bzw.

–Beiräte angesichts dieses

festzustellenden geringen

Kenntnisstandes die Vertretung

der Belange schwerhöriger

Menschen vorstellen.


Beispiel 3:

Auch die Medien in Hannover sind

wenig behindertenfreundlich, das

beklagen alle Behindertenverbände.

So gab es in den Tagezeitungen

keinen Bericht über den

Bundeskongress des DSB, der

2009 erstmals nach

46 Jahren in Hannover stattfand.


Ganz aktuell: In diesem Jahr hat

die VHS Hannover einen Kurs für

schwerhörige Menschen, die

Hörgeräte benötigen, angeboten.

Erneut haben hannoversche

Medien keine Meldung darüber

veröffentlicht, obwohl sie

rechtzeitig vom Presseamt der

Stadt Hannover informiert wurden.


Hannoversche Medien wurden so

wiederholt ihrer Aufgabe nicht

gerecht, die sie aufgrund Artikel 8

der UN-BRK haben – nämlich

Menschen mit Behinderungen zu

unterstützen und zur

Bewusstwerdung der Behinderung

in der Öffentlichkeit beizutragen.


Nahezu überall erschweren uns

das Leben sehr.


Die notwendigen Hilfestellungen

werden äußerst selten angeboten.

Dies betrifft fast alle Bereiche des

Lebens, z.B. Arbeitsplatz, kulturelle

Angebote (Theater, Kino),

Bildungsangebote, Behörden,

Krankenhäuser, Seniorenheime, Ärzte,

Wahl-Kundgebungen,

Informationsveranstaltungen, usw.


Große Probleme haben

schwerhörige Menschen bei

öffentlichen Verkehrsmitteln.

In Bahnhöfen, auf Flughäfen wie

in den Verkehrsmitteln sind die

Durchsagen unverständlich,

oft auch für Guthörende.

Hilfen? Meist Fehlanzeige!


Rundfunk und Fernsehen

haben für ältere Menschen eine

sehr hohe Bedeutung zur

Information über das

Tagesgeschehen, über

politische Entwicklungen,

auch über kulturelle

Nachrichten.


Beide Medien ermöglichen es

Senioren, sich weiterzubilden

und sich auf aktuellem

Wissensstand zu halten.

Leider sind

Rundfunk und Fernsehen

nicht frei von

Kommunikationsbarrieren:


Redebeiträge werden mit Musik oder

Hintergrundgeräusche untermalt und

dadurch unverständlich gemacht.

Das betrifft sogar

Verkehrsfunkmeldungen und

kann tödliche Folgen haben!


Nur ca. 19% aller Sendungen im

Fernsehen werden untertitelt!

Im Umkehrschluss: 81% sind für

Hörgeschädigte ungeignet.

Bei den meisten Privatsendern

gibt es gar keine Untertitel!

Diese Sender verhalten sich

weder senioren- noch

behindertengerecht!


Die Qualität der Untertitel

lässt oft zu sehr wünschen übrig.

Angekündigte Untertitel fallen

häufig ohne Begründung aus.


Diese Mängel müssen behoben

werden, damit schwerhörige

Menschen Rundfunk und

Fernsehen barrierefrei und

uneingeschränkt genießen

können.

Dies ist auch eine Forderung in

Art. 30 der UN-BRK.


Entgegen landläufiger Meinung

sind

Gebärdensprachdolmetscher

keinerlei Hilfe

für schwerhörige und ertaubte

Menschen.

Diese beherrschen keine

Gebärden, von wenigen

Ausnahmen abgesehen.


Die richtigen Hilfen sind

Übertragungsanlagen

(FM-Anlagen oder Induktionsschleifen)

und Schriftdolmetscher,

an die aber meist nicht gedacht wird.


Das Personal in Heimen,

Krankenhäusern oder Arztpraxen ist

selten im Umgang mit schwerhörigen

Patienten geschult.

Maßnahmen zur Barrierefreiheit sind

in der Regel nicht bekannt.


Hörgeschädigte Pflegepatienten

werden vom MDK und vom

Pflegepersonal oft für demenzkrank

gehalten und völlig falsch behandelt.

Zudem wird die länger dauernde

Kommunikation bei Festlegung der

Pflegezeiten nicht berücksichtigt!


Die missliche Situation in der

Gesellschaft wird mit verursacht

durch den

sehr geringen

Organisationsgrad

schwerhöriger und ertaubter

Menschen,

der weit unter 1% liegt.


Das ist nicht nur in

Deutschland so, sondern

ein weltweites Problem!


Grund ist die Tatsache, dass die

überwiegende Mehrzahl

erst als Erwachsene,

oft im Seniorenalter

schwerhörig wird oder ertaubt.


Besonders ältere

Schwerhörige bekennen sich

sehr ungern zu ihrer

Behinderung.

Es gibt eine plausibel klingende

Theorie.


Eltern sagen oft ihren Kindern,

wenn diese nicht gehorchen:

„Warum gehorchst Du nicht,

bist Du denn schwerhörig?“


Dieser Satz gräbt sich tief in das

Unterbewusstsein ein.

Wenn ein erwachsener Mensch

dann merkt, dass er

schwerhörig wird,

meldet sich bedrohlich sein

Unterbewusstsein:


„Schwerhörigkeit ist was

ganz Schlimmes! Die Eltern

haben davor gewarnt!“

Und daher wird die eigene

Betroffenheit geleugnet,

so lange es irgend geht.


Deshalb werden Hilfen wie

Hörgeräte erst angenommen,

wenn der Leidensdruck

übermächtig wird.

Vom Beginn der Hörschädigung bis

zur Anpassung von Hörgeräten

vergehen 7 Jahre und mehr.


Versorgung mit

Hörhilfen und Zubehör


Hörgeräte

Moderne Hörgeräte sind unverzichtbare

technische Wunderwerke und können…

• durch Schallverstärkung hörbar machen, was

sonst nicht oder zu schwach gehört würde,

• den Schall differenziert in unterschiedlichen

Frequenzbändern verstärken,

• in gewissem Grade Störschall abschwächen,

• Sprache an ihrer akustischen Struktur

erkennen und hervorheben, und zwar auch

automatisch und programmierbar.


• Dennoch sind Hörgeräte im Prinzip nur

„Lautermacher“. Es gibt leider bisher keine

Verstehgeräte!

• Probleme im Störlärm wird es nach meiner

Meinung immer geben.

• Verloren gegangene Frequenzen können

mit Hörgeräten nicht zurück gewonnen

werden.


Von den 13 Mio. Schwerhörigen

tragen nur

ca. 2,5 Mio. Menschen

Hörgeräte.

Warum verzichten so viele

Menschen darauf?


Weil sie nicht zugeben wollen,

schwerhörig zu sein.

Weil Hörgeräte - im Gegensatz zur Brille

- allgemein ein schlechtes Image haben.

Weil die Anpassung von

Hörgeräten mühsam, anstrengend

und umständlich ist und mehrmals

durchgeführt werden muss.


UND VOR ALLEM:

Weil die Hörgeräteversorgung

mit

hohen eigenen Kosten,

von durchschnittlich

1.600 €,

verbunden ist.


Menschen im Rentenalter,

mit Niedrigeinkommen oder

in der Ausbildung

können sich diese hohen Kosten

oft schlicht nicht leisten…


und müssen sich mit

zuzahlungsfreien, das

bedeutet: zweitklassigen

Billig-Hörgeräten

zufrieden geben,


…die

kein ausreichendes

Sprachverstehen

ermöglichen…


und dann in der

Schublade

landen.


Etwa 40% aller Hörgeräte

verstauben in der Schublade!

Eine gewaltige

Ressourcenverschwendung

im Gesundheitswesen!


Hintergrund der hohen Eigenleistungen:

2004 haben die Spitzenverbände

der Krankenkassen einen

einheitlichen Festbetrag in Höhe

von 421,28 Euro für ein Hörgerät

festgelegt.


Dieser Festbetrag galt bisher

für alle Geräte, ungeachtet der

Schwere der Hörschädigung

und des Umfanges der

notwendigen

Hörgeräteversorgung.


Dieser Festbetrag ist erst jetzt, im Jahre

2012, teilweise verändert worden!

Aber nicht für alle Hörgeräte, sondern

nur für besonders lautstarke Geräte, die

für an Taubheit grenzend Schwerhörige

geeignet sind.

Hier beträgt der Festbetrag nun 841,94 €.


Für das zweite Hörgerät wurde

ein sachlich unbegründeter,

nicht nachvollziehbarer

Abschlag von 20% festgelegt.


Es ist unbekannt, wie die völlig

unzureichenden Festbeträge

ermittelt wurden.

Die Krankenkassen weigern

sich, hierüber zu informieren.


Es besteht der Verdacht einer

willkürlichen Festlegung des

Festbetrages ohne sachliche

Grundlage.


Leider lassen sich zu viele

Schwerhörige die Willkür der

Krankenkassen gefallen.

Mir sind etliche Urteile bekannt, in

denen die Krankenkasse verurteilt

wurde, die Hörgeräteversorgung

vollständig zu bezahlen.

Aktuelle Grundlage ist das Urteil

des BSG vom 17.12.09.


Die Werbung für Hörgeräte

weckt oft

zu hohe Erwartungen,

die nicht eingelöst werden

können.


Hörgeräte sind keineswegs

das „zweite Gehör“!

Auch ist mit Hörgeräten ein

„Hören wie damals“

nicht möglich, das volle

Hörvermögen kann nicht wieder

hergestellt werden!


Übertreibende Werbung führt

dazu, dass das guthörende Umfeld

meint: „Du trägst doch jetzt

Hörgeräte, da musst Du doch

alles verstehen!“

Und bisher erfolgte Hilfestellung

entfällt, da gemeint wird, mit den

neuen Hörgeräten sei das nicht

mehr nötig.


Die von der Industrie besonders

gern umworbenen „unsichtbaren

Hörgeräte“ besitzen

weder Induktionsspule

noch Audio-Eingang

und tragen zur öffentlichen

Isolation ihrer Träger bei!


Besonders die Werbung für

unsichtbare Hörgeräte hält der DSB

für kontraproduktiv.

Das Verstecken von Hörgeräten läuft

den Interessen der Betroffenen zuwider!

Es ist besser, sich zur Schwerhörigkeit

zu bekennen, als nach

Falschverstehen für

begriffsstutzig gehalten zu werden.


Denn die Werbung mit

„unsichtbaren Hörgeräten“

unterstützt die - aus unserer

Sicht - falsche Haltung vieler

Schwerhöriger, ihre

Schwerhörigkeit zu verstecken.


Einige Anmerkungen zum

Cochlea-Implantat (CI).

Ich selbst höre

beidseitig mit

zwei Cochlea-

Implantaten.

Modell zeigen


Hören mit dem Cochlea-Implantat


Hören mit dem Cochlea-Implantat

Der Schall wird mit dem

Mikrofon aufgenommen

und im Sprachprozessor

verarbeitet, Die dabei

entstehenden Stromimpulse

werden mit einem Kabel auf

den magnetisch am Kopf

gehaltenen Überträger geleitet, der sie per Funk dem

unter der Haut befindlichen Implant zuführt. Von dort

gelangen die Stromimpulse mit einer Elektrode zum

Hörnerv und werden wie beim normalen Hören über die

Hörbahn an das Gehirn weitergeleitet.


Hören mit dem Cochlea-Implantat

• Mit dem CI kann man die verloren

gegangenen hohen Frequenzen wieder

hören,

• So ist gutes Verstehen von Sprache

und meist auch Musik hören möglich.

• Ganz tiefe Frequenzen können jedoch

kaum oder nicht mehr gehört werden.


Vor allem für spätertaubte

Menschen ist das Cochlea-

Implant eine wunderbare Hilfe!

Auch taub geborene Kinder profitieren

enorm vom CI! Sie lernen normal sprechen

und gehen oft in die Regelschule.

Die ersten, etwa 1990 operierten Kinder

haben jetzt das Studium aufgenommen.


Meist wird das CI für ein Ohr ohne

Probleme genehmigt.

Um das 2. CI müssen Betroffene

noch immer lange kämpfen, weil

der MDK die einohrige Versorgung

für ausreichend hält.


Dabei ist erwiesen, dass mit 2

CIs ein wesentlich besserer

Hörerfolg erreicht wird.

NIEMAND trägt heute ein

Monokel!

Aber der MDK will etwas

Vergleichbares den ertaubten

Menschen vorschreiben!


Auch wenn Hören und Verstehen

mit dem CI nicht immer perfekt sind

– das CI bringt eine gewaltige

Steigerung der Lebensqualität

für CI-Träger und ihre Familien mit

sich!


Anmerkungen zu Zusatztechnik

Es gibt viele zusätzlichen

technischen Hilfen, deren

Kostenübernahme von den

Krankenkassen abgelehnt

wird.

Beispiele:

Lichtklingeln und FM-Anlagen.


Lichtklingeln sind

LEBENSNOTWENDIG!

Im Gefahrenfalle (z.B. Feuer) muss

der Hörgeschädigte in seiner

Wohnung erreichbar sein.

Sonst besteht Lebensgefahr!


FM-Anlagen wurden bis vor

Kurzem von den Krankenkassen

nur für Schulkinder bezahlt.

Erwachsene erhielten bisher

Ablehnungen, das wurde nun endlich

geändert, wohl auch aufgrund der

UN-Behindertenrechtskonvention.


Tipps für den Umgang mit schwerhörigen

und ertaubten Menschen

Das Gesicht muss zum

Mundabsehen

stets gut sichtbar sein,

gute Raumbeleuchtung

sollte vorhanden sein.


Tipps für den Umgang mit schwerhörigen

und ertaubten Menschen

Notwendig ist

langsames und

deutliches Sprechen

mit guter Betonung.


Tipps für den Umgang mit schwerhörigen

und ertaubten Menschen

Auf keinen Fall darf

überlaut gesprochen oder

gar ins Ohr geschrieen werden.

Dadurch versteht der Hörgeschädigte noch

schlechter und wird unnötig nervös.

Und wer lässt sich schon gern anschreien?


Tipps für den Umgang mit schwerhörigen

und ertaubten Menschen

Es darf nicht mit

Zigarette, Pfeife oder Zigarre

im Mund oder mit der

Hand vor dem Mund

gesprochen werden.

Dadurch wird das Mundabsehen unmöglich gemacht!


Es ist uns klar,

dass unsere Wünsche

nicht sofort zu erfüllen sind

und sicherlich nur schrittweise erfüllt

werden können.

Aber vielleicht können

auch mit Ihrer Hilfe

Fortschritte erreicht werden.


Kommunikation ist ein

Menschenrecht.

Die Verweigerung einer

angemessenen

Kommunikation ist aus unserer

Sicht ein Angriff auf die

grundgesetzlich geschützte

Menschenwürde.


Seien Sie bitte unsere

Verbündeten, um

menschenwürdige Zustände

für hörgeschädigte Menschen

in unserer Gesellschaft

zu erreichen.


Vielen Dank für Ihre

Aufmerksamkeit!


Für Fragen stehe ich Ihnen

jetzt gern zur Verfügung

Sollten Sie nähere Informationen benötigen,

wenden Sie sich bitte an folgende Kontaktadresse:

Deutscher Schwerhörigenbund

Landesverband Niedersachsen e.V.

1. Vorsitzender:

Dipl.-Ing. Rolf Erdmann, Linzer Str. 4, 30519 Hannover

Tel./ Fax: 0511/ 8 38 65 23

e-Mail: erdmann.rolf@gmx.de


Hören · Verstehen · Engagieren

Deutscher Schwerhörigenbund

Landesverband Niedersachsen e.V.

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