Freude am Garten 1/2014

michlig

Wirkungsvolle Winterzeit

Nr. 1/2014 | 54. Jahrgang | Januar/Februar | Preis: CHF 7.90

| Januar/Februar | Nr. 1/2014 |

| IDEEN | TIPPS | TRENDS | SEIT 1960 |

Im Herzen des

Schweizer Jura

Neu: Im Fokus

Mauern bilden

Räume

Ziergarten

Gärtnern im

Hochbeet

Technik

freudeamgarten.ch

freudeamgarten.ch

WIRKUNGSVOLLE

WINTERZEIT


Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Ist es nicht erstaunlich? 91 Prozent der Schweizer

lesen eine Zeitung, gar 93 Prozent eine Zeitschrift.

Weiter liest eine Person sogar neun verschiedene

Titel. Diese Aussage basiert auf einer Studie der WEMF

AG für Werbemedienforschung.

Jedes Magazin entwickelt sich weiter, so auch unser

Magazin FREUDE AM GARTEN. Nächstes Jahr erscheinen

wir sechsmal, davon zweimal mit einer zusätzlichen

Sonderausgabe als Beilage. Die beliebte

Agenda haben unsere Abonnenten mit der letzten

Ausgabe erhalten, den Jahresmondkalender finden

Sie nun als Beilage in dieser Ausgabe. Unser eingespieltes

Team setzt alles daran, Sie weiterhin mit interessanten

und informativen Reportagen, spannenden

Beiträgen und aktuellen Themen rund um die grüne

Branche zu bedienen. Was aber genau erledigt wer im

Team von FREUDE AM GARTEN, vielleicht haben Sie

sich das auch schon gefragt?

Die Redaktion

Am Anfang steht die Themensuche. Wichtigste Suchinstrumente

sind Ohren und Augen. Was hört man

von Kollegen, was liest man, welche Themen sind aktuell

oder werden die Leserinnen und Leser bald beschäftigen?

Unser Chefredaktor Dr. Uwe Messer,

selbst gelernter Gärtner, begeisterter Staudenfreund

und Pflanzenfotograf – sehr viele Fotos in jeder Ausgabe

stammen von ihm – hat so viele Themenideen

und ist bestens in der grünen Brache vernetzt, dass er

monatlich ein Magazin rausgeben könnte. Er pflegt

einen grossen und kompetenten Autorenstamm und

kann auf diesen jederzeit zurückgreifen, welcher zusätzlichen

Input bringt.

um, wovon Sie sich in dieser Ausgabe selbst überzeugen

können. Unser Art-Director René Michlig setzt

mit seinem Team alles daran, das Magazin wie auch

die digitalen Medien für FREUDE AM GARTEN weiter

auszubauen. Inzwischen haben wir bereits über 1.100

«Gefällt mir»-Angaben auf dem sozialen Netzwerk

Facebook, auch hier sind wir neben unserer gut besuchten

Homepage aktiv.

Der Verkauf

Gestiegene Produktions-, Papier-, Transport- und Portokosten

haben Printprodukte stark verteuert. Je nach

Abonnentenstamm können damit die Kosten kaum

gedeckt werden. Daher sind Magazine wie wir zusätzlich

auf Inserate angewiesen. Unser Verkaufsleiter

Hermann Rohner schafft den Spagat zwischen den

Bedürfnissen von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser,

und denen der Inserenten. Meist fügen sich Inserate

ideal in den Text ein und dienen als zusätzlicher Service

sowie als Bezugsquelle bei bestimmten Themen.

Wir hoffen, Ihnen gefällt die neue Ausgabe. Weihnachten

ist das Fest der Liebe. Empfehlen Sie unsere

Zeitschrift weiter! Schenken Sie Ihren Lieben Blumen

mal anders. Für nur CHF 49.50 jährlich oder nur

CHF 95.– für zwei Jahre sind Sie dabei.

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Start ins 2014.

Blumige Grüsse

Titelfoto (Uwe Messer):

Früchte der Schönfrucht

(Callicarpa bodinieri)

Die Druckvorstufe

Nun beginnt die Produktion. Unsere neue Grafikerin

Oriana Gerster setzt die Ideen der Redaktion visuell

Markus Probst

Verlagsleiter

3


INSPIRATION

FÜR GARTEN UND

UMGEBUNG!

Sie suchen eine zeitgemässe

Gestaltung für Ihren Aussenraum?

Besuchen Sie unsere

Showrooms und erleben Sie

unsere Produkte aus Beton

und ethischem Naturstein in

stilvollem Ambiente und mit

kompetenter Beratung.

Showroom Sihlbrugg

Blegistrasse 5 / 6340 Baar ZG

Tel. 041 769 59 33 / tschuemperlin-ag.ch

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag

Samstag

Showroom Bauarena Volketswil

Industriestrasse 18 / 8604 Volketswil ZH

Tel. 043 399 50 85 / tschuemperlin-ag.ch

10.00 – 18.00 Uhr

09.00 – 16.00 Uhr

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Freitag 09.30 – 18.30 Uhr

Samstag

09.00 – 16.00 Uhr

Montag*

09.00 – 19.00 Uhr

* freier Zugang zum Showroom, ohne Beratung

4


Inhalt

Seite 8: Neuheiten –

Mini-Anzucht-Set

Seite 10: Pflanzenporträt –

Elfenblumen, Staude des

Jahres 2014

Seite 28: Praxiswissen – jetzt

den Frühling ins Haus holen

Seite 44-45: Neue Rubrik –

Forum & Digital

Aktuelles

Magazin

Sammeln

Wer, Wo, Was

Neu

Neu

3

Editorial

6

Innehalten

8

Neuheiten

30

Wissen

Bionik – der Natur

abgeschaut

34

Ganz unverblümt

Fette Vögel

44

Forum & Digital

52

Bio-Aktuell

Interview mit Anne Lorch

54

Im Fokus

Im Herzen des Schweizer

Jura

10

Pflanzenporträt

Elfenblume – Staude des

Jahres 2014

16

Ziergarten

Mauern bilden Räume

22

Praxiswissen

Januar & Februar

46

Reportage

Grün in allen Schattierungen –

Gärtnerei «Blattgrün»

56

Technik

Gärtnern im Hochbeet

62

Reportage

Trend Permakultur: Gemüse

und Mittelmeerkräuter in

Höhenlagen

35

Wissen

Zeigerpflanzen (Teil 1)

37

Küche

Apfeldessert mit

karamellisierten Nüssen

38

Küche

Gerstlsuppe

39

Wissen

Algen, Flechten, Moose und

Kletterpflanzen an Bäumen

41

Nutzgarten

Weinreben richtig

schneiden

28

Mondkalender

Januar & Februar

68

Impressum

Fotonachweise,

Redaktions- und Inserenten-/

Herstellerverzeichnis

69

Rätsel und Gewinner

70

Grüne Service Seite

72

Trends, Schau- &

Marktplatz

74

Vorschau

Das Garten-TV mit 1001 Praxistipps

1001

Videos

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5


Fotografieren

Sie gerne?

Schicken Sie uns Ihre Pflanzen-,

Tier- und Landschaftsbilder (mind.

2 MB gross, jpg-Format) entsprechend

der Jahreszeiten zu. Wir wählen die

schönsten aus und platzieren diese auf der

«Innehalten-Seite». Senden Sie uns einfach

eine E-Mail mit Ihrer Adresse an info@

freudeamgarten.ch. Bitte die Bildernamen

entsprechend mit Ihrem Namen

versehen.

7

Fotos: Uwe Messer


Neuheiten

Neues im Januar + Februar

Mini-Anzucht-Set – gesundes Gärtnern auf kleinem Raum

Wer sagt, dass man zum Gärtnern einen Garten braucht? Selbstgezogene

Blumen, Kräuter oder Gemüse – das geht sogar auf kleinstem

Raum. Nur ein Plätzchen an der Sonne wird benötigt, sei es vor der

Haustür, im Hochbeet, auf dem Balkon, auf der Terrasse oder gar auf

der Fensterbank in der Wohnung. Gemüse und Kräuter aus der eigenen

Ernte schmecken sowieso am besten. Ganz einfach klappt die

Kultur mit dem neuen Mini-Anzuchtset von Sperli, die es für unterschiedliche

Kräuter gibt. Das Set enthält eine Portion hochwertiges

Saatgut, einen dekorativen Pflanzbeutel und einen Quellblock aus

100 % reinen Kokosfasern ohne Torfanteile. Einfach Beutel öffnen,

Wasser in den Beutel geben, quellen lassen, Substrat lockern, Samen

aufstreuen, an einem hellen Platz aufstellen, feucht halten und ein

paar Wochen warten – fertig ist die erste Ernte.

Bauernorchidee ’Tinkerbelle Mix’

Zart und elfengleich wie ein luftiger Sommertag: Die neue Bauernorchideen-Mischung

‘Tinkerbelle Mix’ (von Sperli) ist etwas für

Romantik-Fans! Sie begeistert mit ihrer bunten Blütenfülle und ihrer

aussergewöhnlichen Blütenform. Die Blütenblätter erscheinen in

wunderschönen Pastellfarben von Weiss, Rosa und Violett und bezaubern

mit fein gezeichneten und kontrastreichen Mustern. Sie ist

als Gefiederte Spaltblume oder Schmetterlingsblume bekannt. Sie

passt in den Cottage- oder Bauerngarten ebenso wie im Topf auf

den Balkon oder die Terrasse. Die Bauernorchidee wird bis zu

30 cm hoch und blüht ab Juni bis Oktober. Aussaat von März bis Mai

auf der Fensterbank oder in Direktsaat von April bis Mai ins Beet.

Beide Sperli-Neuheiten finden Sie im Handel, weitere Infos unter

www.sperli.de.

Kaktus des Jahres 2014 – der Weihnachtskaktus

Im Winter, wenn es grau und trist ist, bringt er Farbe in unser Heim.

Besonders in dieser Zeit schätzen wir eine behagliche Wohnatmosphäre.

Da ist ein Weihnachtskaktus mit Blüten in Rot, Rosa, Orange

oder elegantem Weiss besonders willkommen. Grund genug, den

Weihnachtskaktus zum Kaktus des Jahres 2014 zu küren. Die rot

blühende Wildart Schlumbergera truncata ist die Grundlage der Hybridsorten,

die heute als Weihnachtskakteen erhältlich sind. Bei entsprechender

Pflege steht er um die Weihnachtszeit in voller Blüte.

Im Handel ist er dann zahlreich anzutreffen. Die Einzelblüte hält vier

bis sieben Tage. Da die Blüten sich nach und nach öffnen, kann eine

Pflanze uns bis zu drei Wochen mit ihrer Blüte erfreuen. Nach der

Blüte braucht die Pflanze ca. sechs Wochen Ruhe und sollte dann

kühl und trocken stehen. Wenn der Neutrieb beginnt, können die

ihrem Topf entwachsenen Pflanzen umgetopft werden. Dann ist

auch wieder reichlicher zu giessen mit vereinzelten Düngergaben.

Staunässe ist zu vermeiden.

Gegossen werden sollte

immer dann, wenn die Erde

ausgetrocknet ist.

Weitere Infos: Schweizerische

Kakteen-Gesellschaft,

www.kakteen.org.

8


www.dennenlohe.de

Hängeampel «Pure Violett»

Die Hoheit für den Luftraum in den eigenen

vier Wänden haben nicht nur Lampen!

Auch manche Pflanzen schweben

gern über den Dingen – diese Vorliebe

kann man mit einem farblich passenden

Ampelgefäss wunderschön auspendeln.

Spielerisch deutet die nach unten zugespitzte

Form dieser Hängeampel «Pure

Violet» von Scheurich, dass alles ausbalanciert

ist. Der trendige Brombeerton

des hoch glänzenden Topfes passt sich

perfekt einem Wohninterieur an, das mit

frischen Farben plakative Akzente setzt.

Weitere Infos unter www.scheurich.de

Neuerscheinungen

Neuheiten

Hansjörg Haas

Das grosse GU Praxishandbuch

Pflanzenschnitt

Das Praxishandbuch vermittelt

in leicht verständlichen

Anleitungen, wo,

wann und wie Schere und

Säge zielgerichtet zum Einsatz

kommen. Auf 312 Seiten

sowie rund 900 Farbfotos

und -illustrationen erfahren

Hobbygärtner ganz individuell, bei welcher

Pflanze zu welchem Zeitpunkt welche Arbeitsschritte

nötig sind.

Gräfe Unzer Verlag 2012. Das Buch gewann

zwei Auszeichnungen: Bester Ratgeber

beim Deutschen Gartenbuchpreis 2013 und

den DGG-Buchpreis 2013.

Ab CHF 40.90, ISBN 978-3-8338-2536-1

2013

Bester

Ratgeber

Verleihung durch

D e u t s ch e r

G a rt e n b u ch p r e i s

Schloss Dennenlohe

– gesponsert

von STIHL

Redouté Rosen Kalender 2014

Dieser Wochenkalender mit 56 Blättern

zeigt zahlreiche historische Abbildungen

von Rosen. Er ist das perfekte Geschenk

für Rosenliebhaber.

Format 24 x 32 cm mit Spiralbindung.

Thorbecke Verlag 2013, ab CHF 30.80

ISBN 978-3-7995-0373-0

Wildbienen-Kalender 2014

Der Jahreskalender von wildBee.ch lädt dazu

ein, die Wildbienen des aktuellen Monats

kennenzulernen und auch draussen zu

entdecken. Vorgestellt werden sehr häufige

Arten, die man an den Blumen im Garten

oder auf Spaziergängen leicht antreffen

kann. Der Wandkalender gibt dabei

auch saisonale Tipps und stellt verschiedene

Möglichkeiten vor, wie man die wichtigen

kleinen Bestäuber fördern kann. Dabei

findet sich auf den Monatsseiten auch

Platz für Notizen, Termine oder Geburtstage.

Der Kalender mit 14 Seiten ist im Format

A4 quer gehalten und auch ein schönes

Geschenk für grosse und kleine Naturund

Gartenfreunde. Zu bestellen ist er

für CHF 25.– unter

www.genaurichtig.ch/wildbienen.

Marketa Haist

Röslein tot

Landkrimi

Der Mörder ist immer der

Gärtner? Falsch. Diesmal ist

er das Opfer. Jemand hat den

alten Sepp erschlagen, der

die Rosen und den Holunder

immer so hingebungsvoll

hegte. Dass sich die Pflanzen

nicht vom Fleck rühren können, hindert sie

nicht daran, den meuchelnden Täter zu entlarven:

In der Beschaulichkeit eines Voralpen-Dorfes

beginnt die ungewöhnlichste

Mörderjagd der Krimigeschichte.

Emons Verlag 2013, 189 Seiten.

Ab CHF 17.90, ISBN 978-3-95451-151-8

Walter Friedl

Bunte Körbe aus Gräsern

und Kräutern selbst hergestellt

Die Technik des Korbwickelns

neu entdeckt.

Schöne Blumensträusse, Gräser

und Kräuter müssen nicht

auf dem Kompost enden! In

Schritt-für-Schritt-Bildfolgen

wird gezeigt, wie jeder aus getrockneten

Pflanzen dekorative und nützliche

Körbe selbst herstellen kann.

92 Seiten, viele farbige Abbildungen

Ökobuch Verlag 2013.

Ab CHF 27.50, ISBN 978-3-936896-74-9

9


Staude des Jahres 2014

Elfenblumen –

elegante Schönheiten

für den Schattengarten

Wegen ihrer Schönheit und Robustheit wurde

die Elfenblume (Epimedium), eine pflegeleichte

und langlebige Bodendeckerstaude mit

schönem Blattschmuck und zierlichen Blüten,

zur Staude des Jahres 2014 gekürt.

10


1

12

3


Pflanzenport rät

1) Epimedium grandiflorum

‘Chris Norton’ hat dreiteilige, eiförmig

zugespitzte Blätter und wird zwischen 15 und

30 cm hoch. Ihre Blüten sind gross und

auffallend.

2) ‘Rose Queen’ (Epimedium grandiflorum) ist

eine grossblütige Sorte mit tiefrosafarbenen

Blüten.

3) Elfenblume horstig wachsend und

langblühend (E. x youngianum ‘Niveum’)

2

4) Die Blüten von Elfenblumen sollte man

näher betrachten. Hier zeigt E. x warleyensis

‘Orangekönigin’, welche Formen- und

Farbvielfalt in der Gattung vorherrschen.

5) Sie lieben Halbschatten

Elfenblumen beleben auch schwierige

Standorte unter Bäumen, da sie dem

Wurzeldruck standhalten und lichten

Halbschatten mögen.

6) E. x versicolor ‘Sulphureum’

Diese wintergrüne, hellgelb blühende Hybride

ist die am meisten verbreitete Sorte. Ihre

Blätter sind grün, oft rot und braun gefleckt.

4

Diese Art (E. pubigerum) wird bis zu 50 cm

hoch. Aus den herzförmigen Blättern spriessen

im Mai lockere kleine rahmweisse Blüten mit

zwischen 20 und 30 Blüten pro Rispe.

5 6

6 13


Die zarten weiss-roten Blüten von E. x rubrum zeigen sich von April bis

Mai. Die Sorte wird 20 – 35 cm hoch und ist wintergrün.

Die Sorte E. x perralchicum ‘Frohnleiten’ ist auch im Winter grün. Im Frühjahr

zieren sie attraktive gelbe Blüten. Sie bildet schöne, dichte Teppiche.

Wie kleine Elfen tanzen die Blüten

im Frühjahr über dem

zarten Blätterdach. Diese zierlichen

Blüten und Blattaustriebe haben der

Pflanze ihren Namen eingebracht. Die Rede

ist von Elfenblumen (Epimedium). Elfenblumen

sind Waldpflanzen, die sich

besonders im lichten Schatten wohlfühlen.

Sie kommen in der nördlichen Hemisphäre

von den Südalpen bis nach Algerien,

Japan und China vor und haben sich nicht

nur unter Experten einen Namen gemacht.

«Viele Arten und Sorten sind schon in

deutschen Gärten verbreitet», weiss Anne

Eskuche, Staudengärtnerin aus Ostenholz.

Es gibt allerdings ständig neue gartenwürdige

Arten und Hybriden zu entdecken.

Der Bund deutscher Staudengärtner hat

die Elfenblumen wegen ihrer Schönheit

und Robustheit zur «Staude des Jahres

2014» gekürt.

Blütenzartheit kombiniert

mit Robustheit

«Der Name Elfenblume drückt eine gewisse

Zartheit aus», so Eskuche. «Sieht

man die zierlichen Blüten und den zarten

Austrieb der Blätter, so glaubt man anfangs

nicht, dass sich daraus widerstandsfähige,

ledrige Blätter und eine robuste Pflanze

entwickeln», erklärt die Staudengärtnerin.

Allen Elfenblumen gleich ist die charakteristische

Blütenform, die aus vier inneren

und vier äusseren Blütenblättern besteht.

Die äusseren Blütenblätter sind teilweise

als Sporne ausgebildet, was den Blüten

noch mehr Anmut verleiht. Die Farbpalette

der Elfenblumen reicht von Goldgelb

über Hellgelb, Weiss, Rosa, Rot bis hin zu

Violett, oft sind sie auch zweifarbig. «Die

Blüten vieler Arten sind dezent und es

lohnt sich, genauer hinzuschauen», rät die

Expertin – wie bei der Alpen-Elfenblume

(E. alpinum). Bis zu 25 zweifarbige rotgelbe

kleine Einzelblüten erscheinen ab

April an zierlichen Rispen. Der anspruchslose,

sommergrüne Bodendecker breitet

sich durch Ausläufer aus und verträgt auch

Trockenheit sehr gut. Weitere interessante

Sorten gibt es bei E. grandiflorum. ‘Akebono’

ist eine Sorte, die durch ihre reiche Blüte

in Weiss mit Lila-Rosa besticht. Sie wird

nur ca. 20 cm hoch und ist eine sehr verträgliche,

horstig wachsende Neuheit.

Verlässliche Bodendecker

für schattige Bereiche

«Elfenblumen lieben lichten Halbschatten

und fühlen sich in frischen, locker-humosen

Böden wohl», erklärt Eskuche. Einige

Arten vertragen sogar erstaunlich viel Trockenheit,

tiefsten Schatten und Wurzeldruck

und eignen sich daher besonders zur

Unterpflanzung eingewachsener Gehölze.

«Diese Standorte sind oft Problemzonen

im Garten», so Eskuche, «Arten wie E. x

perralchicum ’Frohnleiten’ sorgen mit ihren

Ausläufern auch an diesen Stellen für

attraktive Laubteppiche. Einmal eingewachsen

sind sie sehr pflegeleicht und lassen

kaum Unkraut durch.» ’Frohnleiten’ ist

ausserdem auch im Winter grün und bildet

gelbe Blütenschleier im Frühjahr. Der

grosse Staudengärtner Karl Förster schreibt

zu diesem Thema: «Die Elfenblumen sind

ebenso zarte und zauberhafte Erscheinungen,

wie es gleichzeitig sehr robuste

Pflanzen sind, die es an Lebensalter mit

Menschen aufnehmen.»

Dieser ausläufertreibende und sommergrüne

Bodendecker (E. alpinum) verträgt Trockenheit

und blüht ab April mit zweifarbigen Blüten.

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Gärtnertipp – Pflege von

Elfenblumen im Garten

TIPP «Elfenblumen sind eine der pflegeleichtesten

und langlebigsten Pflanzen

im Garten», sagt Eskuche («Rückschnitt

von Elfenblumen», wir berichteten darüber

ausführlich in Ausgabe 2/2012). Beachtet

man einige Tipps, so steht dem Elfenglück

im Garten nichts entgegen. «Damit

die Blüten im zeitigen Frühjahr gut zur

Geltung kommen und ungehindert austreiben

können, sollten bei wintergrünen

Arten die alten Blätter kurz vor dem neuen

Laubaustrieb entfernt werden», empfiehlt

Eskuche. Die Wurzeln der Elfenblumen

breiten sich recht oberflächennah aus. Entscheidend

sei daher, dass die Rhizome im

Winter geschützt sind. Falllaub über den

einziehenden Sorten deshalb immer liegen

lassen oder zusätzliches Laub auf die

Pflanzen geben. Gerade die grossen, stark

wachsenden Arten seien hervorragende

Laubschlucker! Mulch oder Reisig kann

bei Bedarf ebenfalls als Winterschutz verwendet

werden. «Vermeiden Sie vollsonnige,

zugige Standorte und bevorzugen Sie

geschützte Lagen», so die Staudenfachfrau,

«dann kommen die grazilen Schönheiten

gut über den Winter.» Und noch ein Tipp:

In der Floristik ist das derbe, lang haltende

Laub als Beiwerk für viele Spätsommerund

Herbststräusse ebenfalls beliebt, einfach

mal ausprobieren!

Elfenbegleiter

Elfenblumen erfreuen als Stauden ohnehin

schon den Betrachter. Ihre Wirkung lässt

sich durch andere Pflanzen aber noch steigern.

Zu beachten ist, dass manche Elfenblumen

sehr ausbreitungsfreudig sind und

sich mit ihren Ausläufern stark durchsetzen.

Diese Arten, wie E. x perralchicum ‘Frohnleiten’

oder E. pinnatum ssp. Colchicum,

sollten nur mit Pflanzen kombiniert werden,

die ebenfalls starkwüchsig sind. «Funkien

(Hosta) mit ihren attraktiven Blättern,

Kerzenknöterich (Bistorta amplexicaulis)

oder der weissblühende Waldgeissbart

(Aruncus) können dem Ausbreitungsdrang

der Elfenblumen entgegenhalten und ergeben

mit ihnen zusammen ein tolles Gartenbild»,

weiss Eskuche. Es gibt auch Elfenblumen,

die horstig wachsen und verträglicher

sind. Sorten von E. grandiflorum oder E. x

youngianum zum Beispiel lassen sich mit

vielen Schattenstauden wie Farnen (Asplenium,

Polypodium), Zwergherzblume (Dicentra

formosa), Kaukasus-Vergissmeinnicht

(Brunnera macrophylla) oder Schattengräsern

wie Segge (Carex) oder Japanischem

Berggras (Hakonechloa) kombinieren.

Die Blütenkerzen von Silberkerze

(Cimicifuga) oder die duftigen violetten

Blütenstände der Wiesenraut (Thalictrum)

sind ebenfalls tolle Partner. «Genial ist die

Kombination mit Zwiebelpflanzen, die im

ausgehenden Winter blühen», schwärmt die

Pflanzenport rät

Staudengärtnerin. Schneeglöckchen (Galanthus),

Winterlinge (Eranthis), Buschwindröschen

(Anemone nemorosa) oder

Krokus (Crocus) eröffnen den Farbreigen

im Beet und lassen dann die Blüten der Elfenblumen

in den Vordergrund treten.

Gartenjuwele – besonders attraktive

Elfenblumen

Neben den bekannten stark wachsenden

Elfenblumen-Arten wie E. pinnatum ssp.

colchicum oder E. x perralchicum ’Frohnleiten’

gibt es weitere Arten, die man als echte

Gartenjuwele bezeichnen kann. Eine asiatische

Hybride ist E. ’Arctic Wings’. Sie besticht

mit ihrem glänzenden länglichen

Laub, das auch im Winter grün ist und im

Frühjahr mit einer prächtigen Rotfärbung

beeindruckt. Die grossen, zierlichen Blüten

erscheinen von April bis Juni in strahlendem

Weiss. In Lichtorange zeigen sich

die attraktiven Blüten von E. x warleyense

’Orangekönigin’. Danach setzt der schöne

Neuaustrieb des Laubs Akzente. Die

20 – 35 cm hohe Sorte ist äusserst robust, bildet

dichte Teppiche und behauptet sich so

auch an schwierigen Standorten. Diese Sorte

E. x rubrum ’Galadriel’ zeichnet sich

durch rubinrote Blüten aus. Die sommergrüne

Elfenblume ist wüchsig und robust.

Die Blätter ziert ein attraktiver roter Rand.

(Quelle GMH/BDS)

Sortenempfehlungen:

Botanischer Name Blüte Höhe Eigenschaften

Epimedium x rubrum ‘Galadriel’ rubinrot, reichblühend 25 – 35 cm

sehr gute Bodendeckung, sehr gute Blattschmuckwirkung

Epimedium pinnatum subsp. colchicum gelb, reichblühend 25 – 35 cm

wintergrün, sehr gute Blattschmuckwirkung,

hohe Widerstandsfähigkeit,

bildet Ausläufer

Epimedium x warleyense ‘Orangekönigin’ lichtorange, früh, reichblühend 35 – 40 cm bildet Ausläufer, sehr widerstandsfähig

Epimedium x versicolor ‘Sulphureum’

schwefelgelb mit leuchtend

gelben Petalen

30 – 40 cm

ausläuferbildend, sehr gute Bodendeckung,

sehr widerstandsfähig

Epimedium x setosum weiss, reichblühend 15 – 20 cm horstig wachsend, gute Widerstandsfähigkeit

Epimedium pubescens ‘Blütentanz’

weiss mit bernsteinfarbenen

Petalen, sehr reichblühend

20 – 30 cm horstiger Wuchs, wintergrün

Epimedium grandiflorum ‘Akebono’ weiss mit lilarosa, reichblühend 15 – 25 cm horstig, gute Blattschmuckwirkung

Epimedium grandiflorum ‘Nanum’ weiss, reichblühend 15 cm horstig, gute Blattschmuckwirkung

Epimedium x youngianum ‘Niveum’ weiss mit langer Blütezeit 15 – 20 cm horstig wachsend

Epimedium x cantabrigiense rot mit gelb, sehr reichblühend 30 – 40 cm

ausläuferbildend, Herbstfärbung gelblich, sehr

gute Bodendeckung, hohe Widerstandsfähigkeit

Epimedium ‘Kaguyahime’

hellrosa und purpurfarben,

reichblühend

15 – 20 cm

Epimedium Hybr. ‘Arctic Wings’ reinweiss, IV – VI 25 cm

sehr gute Blattschmuckwirkung,

kurze Ausläufer bildend

Laub wintergrün, im Frühjahr rötlich,

Wuchs horstig

15


Mauern bilden

Räume

für Gärten, die

Geschichten erzählen

Gärten berühren die Seelen der Menschen,

sie sind Rückzugsraum oder Treffpunkt.

Individuell nach den eigenen Vorstellungen

formen wir unsere grünen Oasen. Überraschend

vielfältig erweist sich dabei der

Einsatz von Gartenmauern.

16


Ziergarten

17


Ziergarten

Mauern prägen als Gestaltungselemente auf vielfältige

Weise das Bild eines Gartens. Dabei geht ihre Funktion

weit über das rein funktionale Abstützen hinaus. Mauern

können abgrenzen, aber auch umschliessen, können Räume

unterteilen und einem abgesenkten Sitzplatz Geborgenheit geben.

Sie können Tieren und Pflanzen einen wertvollen Lebensraum

bieten, können uns vor Blicken schützen, Ebenen schaffen

oder auch als Sitzbänkchen dienen.

Gute Ideen brauchen Zeit

Schier unerschöpflich sind die Möglichkeiten der Gestaltung –

daher ist es selbstverständlich, dass man als Gartenbesitzer oft

eine Vielzahl an Fragen und Ideen im Kopf hat. Jeder Garten sollte

etwas ganz Persönliches sein – ein individuelles Unikat, massgeschneidert

auf den Eigentümer. Nehmen Sie sich daher Zeit, und

sammeln Sie Ihre Gedanken. Ihre Wünsche und Vorstellungen

sind die Grundlage für ein fundiertes Beratungsgespräch beim

Fachmann. Persönlicher Geschmack und äussere Gegebenheiten

spielen bei der Auswahl der passenden Mauer eine wichtige Rolle.

Setzen Sie sich mit Ihren Vorstellungen auseinander. Welche Optik

gefällt mir? Wie ist mein Garten bisher gestaltet, und welche

Formen und Materialien fügen sich stimmig in das Gesamtbild

ein? Möchte ich regionales Material verwenden oder will ich südländische

Urlaubsatmosphäre mit einem exotisch anmutenden

Stein in den Garten bringen? Wie lassen sich meine Ideen technisch

umsetzen?

Es muss zum Haus passen

Der Duden bezeichnet eine Mauer schlicht als eine «Wand aus

Steinen». Jedoch ist die Fülle von Materialien und Möglichkeiten

gross. Ob romantisch, modern oder natürlich, ob geradlinig oder

verspielt, ob Naturstein oder Beton – für jeden Gartentyp gibt es

passende Lösungen. Wünschen Sie sich einen klassischen oder

romantischen Garten, so können Sie für Mauern und Abstützungen

aus einer Vielzahl wunderbarer Steinmaterialien wählen.

Beispielsweise Granit, exakt bearbeiteter Kalkstein oder Dolomit

können verwendet werden. Aber auch Sandstein ist ein hochwertiges

Material, das mit zunehmendem Alter eine schöne Patina

bekommt. Wählen Sie nach Möglichkeit einen Stein, der zu Ihrem

Haus oder den bereits im Garten verbauten Materialien passt,

dann ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild. Filigran bearbeitete

Trockenmauern in Schicht- oder Wechselschichtbauweise bringen

die gewünschte Eleganz für diesen Gartenstil.

Kunststeine und Fugen als Lebensraum

Eine exakt gearbeitete Trockenmauer aus Naturstein in Wechselschichtbauweise

herzustellen, ist eine zeitaufwändige Arbeit. Daher

gibt es inzwischen auch einige aus Beton hergestellte Kunststeine

(s. Abb. 1), aus denen sich günstiger ebenfalls sehr schöne

Mauern herstellen lassen. Durch die Beimischung verschiedener

Sande lässt sich der Betonstein optisch oft kaum von einem Naturstein

unterscheiden. In einen Garten, der naturnah gestaltet

werden soll, passt eine Trockenmauer aus rustikalen, eher grob

bearbeiteten Mauersteinen. In den unregelmässigen trockenen

Fugen finden viele Pflanzen und Tiere Unterschlupf. Statt mit

einer solchen klassischen Trockenmauer kann für diesen Gartentyp

aber auch mit grösseren, weniger stark bearbeiteten Quadern

z. B. aus Maggia-Stein (s. Abb. 2) ein schöner Effekt erzielt werden.

Wenn beispielsweise ein Höhenunterschied an einer son-

nigen Stelle abgefangen werden muss, bieten verschieden grosse

Steine, die schräg übereinander in den Hang versetzt und mit Erde

verfugt werden, ebenfalls wertvollen neuen Lebensraum. Mit

einem solchen Trockenhang lassen sich seltene Tiere wie Eidechsen

in den Garten locken. Bepflanzt mit Gräsern und Stauden wie

zum Beispiel Grasnelken und mediterranen Kräutern wird aus

dem Hang eine blühende und duftende Kräuterwiese. Empfehlenswerte

Steine für diesen Gartentyp sind beispielsweise Haigerlocher

Muschelkalk oder Travertin. Selbst schattige Mauern lassen

sich mit zahlreichen Pflanzen begrünen. So beispielsweise fühlt

sich der Felsenteller (Ramonda myconi), eine rosettenförmige

und ausdauernde Staude mit blau-lila Blüten in feuchten, schattigen

Mauerspalten wohl. Ebenso liebt der Lerchensporn (Corydalis)

derartige Standorte und nicht zuletzt auch jede

Menge Farne, wie der Schwarzstielige Streifenfarn

(Asplenium trichomanum), die Mauerraute

(Asplenium ruta-muraria) oder

der Hirschzungenfarn (Aspleni-

um scolopendium).

18

Abb. 1 Abb. 2


Pflanzen für Fugen und Mauern

für den Schatten (Auswahl):

Ziergarten

1) Streifenfarn

(Asplenium trichomanes)

2) Hirschzungenfarn

(Asplenium scolopendrium)

1

2

3) Kissenprimel

(Primula vulgaris)

4 Hohler Lerchensporn

(Corydalis cava)

5) Lerchensporn

(Pseudofumaria lutea)

3

4

6) Aurikel

(Primula auricula)

Pflanzen für Fugen und Mauern

für die Sonne (Auswahl):

5

6

7) Blaukissen

(Aubrieta-Hybride)

8) Bitterwurz

(Lewisia Cotyledon-Hybride)

9) Felsensteinkraut

(Aurinia saxatilis)

7

8

10) Hängeglockenblume

(Campanula poscharskyana)

11) Grenobler-Nelke

(Dianthus gratianapolitanus)

9

10

12) Fetthenne (Sedum siboldii)

Kaum zu erkennen, dass diese Trockenmauer

aus Kunststein besteht (Bild ganz links). Statt

eine klassische Trockenmauer ist diese

Quadermauer (Bild rechts) aus Maggia-Stein

eine gute Alternative (Fotos: GRIMM Gärten

GmbH, www.grimm-garten.ch).

11

12

19


Ziergarten

Bucht ipps

Jana Spitzer, Reiner Dittrich

Trockenmauern für den Garten

Trockenmauern haben in

unserer Kulturlandschaft

eine lange Tradition. Als attraktive

Gestaltungselemente

sind sie zudem sehr

gut geeignet, um auch im

Hausgarten Hangflächen zu

terrassieren, Sitzplätze oder

Hochbeete einzufassen oder

als Einfriedungsmauern zu

dienen. Daneben bieten ckenmauern wertvollen Lebensraum für ei-

Trone

Vielzahl von Tieren und Pflanzen, sind

also für jeden Hausgarten eine ökologische

Bereicherung.

96 Seiten, viele farbige Abbildungen

Ökobuch Verlag 2012

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Natursteinmauerformen

mit ihren Einsatzorten,

verschiedenen Ideen

und Varianten. Es zeigt an

einigen Beispielen Schritt für

Schritt, wie die Natursteine

bearbeitet und die Natursteinmauern

aufgebaut werden.

Arbeitsabläufe, Werkzeuge,

Materialien und zu beachtende

Besonderheiten

werden

aufgezeigt. Es vermittelt xiswissen für Trocken-, Bruchstein- und Kie-

Praselsteinmauern,

Quadermauerwerk und

Verblendmauern. 176 Seiten, Eugen Ulmer

Verlag 2011

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Moderne Betonmauer

Zu modernen Gartenanlagen passen Betonelemente häufig sehr gut. Glatt vor Ort geschalte

Ortbetonmauern oder auch Betonwinkelsteine bringen klare, strenge Linien in

den Garten. Werden diese Mauern dann mit lebendigen Pflanzungen kombiniert, so ergibt

sich eine wunderbar harmonische Symbiose von strenger Architektur und lebendiger

Natur. Natürlich macht eine Mauer alleine noch keinen vollkommenen Garten. Am besten

wenden Sie sich an ein fachlich qualifiziertes Gartenbau-Unternehmen. Oft können

Sie schon auf den Internetauftritten der Firmen Beispielbilder von Mauern sehen und so

entscheiden, wer zu Ihnen und Ihrem Garten passt. Der Gartenbauer kann Ihnen auch

lokale Materialien empfehlen und Sie generell zu Ihrem Gartenprojekt beraten.

Viele Gartenbau-Unternehmen bieten inzwischen auch qualifizierte Gartenplanungen

an. In eine solche Gartenplanung zu investieren lohnt sich häufig, denn Sie haben so

schon vor Baubeginn ein genaues Bild davon, wie ihr zukünftiger Garten aussehen wird,

und es kommt nachher nicht zu unangenehmen Überraschungen.

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als Abgrenzung. Violett blüht hier gerade die

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21


Januar und Februar

Nutzgarten

Während die Natur im Januar

noch weitgehend

ruht, werden die Tage im

Februar schon etwas länger,

und auch die Lichtmenge

nimmt beachtlich

zu. Für unsere Pflanzen

heisst das: Der Winter ist

zwar noch nicht vorbei,

aber es geht schon wieder

voran. Am Fenstersims

oder im Gewächshaus darf

ausgesät werden, denn jeden

Tag geht es den heranwachsenden

Pflänzchen

etwas besser, die dunkle

Jahreszeit ist bald vorbei.

Keimende Radiespflanzen

Siegfried Stein

22


Vorkultur auf der Fensterbank oder im Gewächshaus

Frühgemüse werden schon im Februar gesät. Tomaten, Kopf- und

Eissalate beginnen Anfang März, mit Gurken und Kürbisgewächsen

kann man bis Anfang April warten. Benutzen Sie saubere Gefässe

mit lockerer, keimfreier, nährstoffarmer Aussaaterde. Empfehlenswert

sind Torfquelltöpfe, die bei Zugabe von lauwarmem Wasser

bald aufquellen. Man kann sie besäen und später mit durchgewurzeltem

Ballen ohne weitere Störung auspflanzen. «Zimmergewächshäuser»

aus transparentem Kunststoff verhindern das Austrocknen

bis zur Keimung und sorgen danach für ein feuchtes, günstiges

Kleinklima. Falls nicht vorhanden, können Sie je eine Aussaatschale

in einen Plastikbeutel schieben. Sofort nach dem Aufgang

lüften, sonst faulen die Sämlinge!

Tipp:

Für die Anzucht von Jungpflanzen, aber auch für die Vermehrung

durch Stecklinge gibt es spezielle Aussaat- und

TIPP

Vermehrungserde, die wenig Dünger enthält, dafür aber eine lockere,

luftige Struktur besitzt und Stoffe, die die Wurzelentwicklung

fördern.

Eigener, ausgereifter Kompost ist wegen der enthaltenen Pilze und

Bakterien nur für Aussaaten geeignet, wenn man ihn vorher sterilisiert.

Füllen Sie die benötigte Menge in einen Topf oder eine Bratfolie.

Anschliessend im Backofen erhitzen (Stunde bei 150 °C oder 15

Minuten in der Mikrowelle bei 500 Watt). Nach dem Abkühlen bald

verwenden.

So lange dauert die Anzucht

Praxiswissen

Gemüse Aussaat Pflanzung Wochen Ernte ab

Asia-Salate Februar Mitte März 4 – 5 Mitte April

Chinakohl Mitte Juni Ende Juli 4 – 5 September

Eissalat, früh Mitte Feb. Anfang April 7 Anfang Mai

Gurken Anfang April Mitte Mai 6 – 7 Juli

Knollenfenchel Mitte März Ende April 6 Juni

Kohlrabi Mitte Feb. Anfang April 5 – 6 Ende Mai

Kopfsalat, früh Mitte Feb. Ende März 5 – 6 Ende April

Kopfsalat Anfang April Mitte Mai 5 Mitte Juni

Pflücksalat Ende März Anfang Mai 4 – 5 Ende Mai

Radicchio Mitte Juni Mitte Juli 4 – 5 Ende Sept.

Schnittsalat Februar Direktsaat 4 – 5 Ende März

Sellerie Mitte März Mitte Mai 8 – 9 Ende Juli

Tomaten Ende Feb. Mitte Mai 10 – 12 Juli

Weiss- und

Rotkabis

Anfang April Anfang Mai 4 – 5 Ende Juni

Was ist jetzt zu tun im Januar + Februar?

✔ Auf der warmen Fensterbank Treibkohlrabi, Erdbeeren

und Treibsalat starten

✔ Im frostfreien Gewächshaus frühe Sorten von Spinat,

Radieschen, Rettichen, Rucola und Gartenkresse aussäen

✔ Auf der Fensterbank Keimsprossen, Kresse und Rucola

in Gefässen ziehen und ernten

✔ Auf dem warmen Fenstersims im Februar Paprika, Auberginen,

Ende des Monats auch schon Tomaten aussäen

✔ Obstbäume mit Manschetten oder Draht gegen Kaninchen

und Rehe schützen

✔ Wühlmäuse bekämpfen mit Fallen oder Köder, Schnittwunden

an Gehölzen mit Wundverschluss behandeln

✔ Bodenuntersuchung durchführen lassen

✔ Bei frostfreiem Wetter Obstbäume, Spalierobst und Beerenobststräucher

auslichten und beschneiden, Kiwi und Wein

auf wenige Augen zurückschneiden

23


Kulturdaten für Sä- und Pflanzgemüse übers ganze Jahr

Saatgutformen

Um feinen Samen im weiten Abstand auszusäen,

braucht man schon einige Übung. Gute

Hilfen sind z. B. Saatbänder (s. Abb. oben links),

bei denen der Samen in weitem Abstand zwischen

die Lagen eines Papierstreifens gelegt

wurde, der später zu Humus zerfällt. Man legt

die Streifen meterweise aus und kann auch auf

vorprogrammierte Mischkulturen oder Kräutermischungen

zurückgreifen. Ideal sind Saatbänder

auch für Gemüse oder Blumen auf dem

Balkon.

Pillensaatgut wurde mit einer tonhaltigen

Hüllmasse umgeben, sodass sich die Körner

gut fassen und im exakten Abstand auslegen

lassen.

Saatscheiben sind hauptsächlich für Balkongärtner

gedacht. Zwischen den runden Lagen

aus sich zersetzendem Papier sind in präzisem

Abstand Samen von leicht wachsenden Kräutern

wie Salatrauke, Basilikum, Peterli oder

Balkonblumen enthalten. Man legt die Saatscheiben

auf mit Erde gefüllte Töpfe, bedeckt

sie leicht mit Substrat und giesst sorgfältig an.

Das ist schon alles. Ohne weiteres Pikieren

wachsen die Pflanzen zu schönen Büschen heran,

die man in Gefässen, Balkonkästen oder

an Wegeinfassungen auspflanzen kann.

Erste Aussaaten im Gemüsegarten

Ab Mitte Februar, sobald der Boden offen und

abgetrocknet ist, beginnen die Aussaaten im

Gemüsegarten, mit frühen Kopfsalat- oder

Kabis-Sorten, die für März/April zum Auspflanzen

ins Frühbeet oder Freiland gedacht sind. In

günstigen Lagen am See, im Wallis und Waad

kann man, sofern es schnee- und frostfrei ist,

schon Ende Februar Spinat, Dicke Bohnen und

Schwarzwurzeln aussäen, bei mildem Wetter

eventuell unter Folie und im Frühbeetkasten

Radiesli (Sorten: ’Saxa Treib’, ’Cyros’, ’Eiszapfen’),

Rettiche (Sorten: ’Ostergruss rosa’ und

’Rex’, weiss) und Rüebli (Sorten: ’Selma-Cara’,

lang, ’Sugar Snax’, ’Pariser Markt’, rund). Ende

des Monats beginnen wir im Gewächshaus

oder am Fensterbrett mit der Aussaat von Peperoni,

Tomaten und Auberginen.

Gemüse Aussaat Ernte Abstand

Reihe in cm

+ Auberginen Februar-Anfang Aug.-Okt. 40 40

März

* Buschbohnen Mai-Anfang Juli Mitte Juli-Okt. 30 4 – 6

* Stangenbohnen Mitte Mai-Mitte Ende Juli-Okt. 60 60

Juli

* Puffbohnen Februar-April Juni-Juli 30 – 40 3 – 5

* Sojabohnen Mai Aug.-Sept. 30 3 – 4

* Markerbsen Mitte April-Mitte Mitte Juni-Sept. 20 – 30 2 – 3

Juli

* Schalerbsen Ende März-Mai Anfang-Ende 20 – 30 2 – 3

Juni

* Kefen Anfang April-Mitte Juli Mitte

20 – 30 2 – 3

Juni-Sept.

* Endivien Ende Mai-Mitte Juli Juli-Nov. 35 35

Abstand

in der Reihe

in cm

* Nüsslisalat Ende Juli-Sept. Sept.-März 10 – 15 2 – 3

+ Fenchel April-Mitte Juni Juni-Nov. 30 – 40 20 – 25

+ Gurken April-Anfang Juni Aug.-Okt. 100 – 150 25 – 30

+ Gurken, Treib März-Juli Juni-Okt. 100 40

+ Kohlrabi Feb. -Anfang Juli Mitte April-Okt. 30 25

+ Kabis, Kopf- März-Anfang Juli Mitte Juni-Nov. 40 – 50 50 – 60

+ Blumenkohl März-Juni Ende Juni-Nov. 50 40

+ Brokkoli April-Juni Mitte Juni-Nov. 40 40

* Chinakohl Mitte Juni-Anfang

August

Ende Aug.-Nov. 40 25 – 30

+ Federkohl Mai-Anfang Juli Okt.-Jan. 40 30

+ Rosenkohl April-Mai Okt.-Jan. 40 – 50 40

+ Kürbis April-Anfang Juni Sept.-Okt. 150 – 250 40

* Mangold März-Juni Juni-Okt. 30 30

+ Melone Ende März-April Ende Aug.-Sept. 120 – 150 30

+ Paprika Mitte Feb.-Mitte Aug.-Sept. 60 40

März

* Radies März-September Ende Apr.-Nov. 20 5 – 10

* Rettich März-Anfang Mai-Nov. 30 20

August

* Randen Mitte Mai-Juni Mitte Juli-Okt. 25 – 30 8 – 12

+ Salat, Kopf-

+ Eissalat

Jan.-Anfang Aug.

März-Juni

Ende Apr.-Okt.

Mai-Sept.

25

30

25

30

* Pflücksalat Februar-August Apr.-Okt. 30 20

* Schwarzwurzeln März-April Ende Sept. 30 8 – 12

+ Sellerie März-Anfang April Aug.-Nov. 40 40

* Spinat, Frühjahr

* Herbst

März-Anfang Mai

Mitte Juli-August

Anfang

Mai-Juni

Mitte Sept.-Okt.

20 – 25 3 – 5

+ Tomaten Ende Feb.-März Ende Juli-Okt. 80 40

+ Zucchetti Apr.-Anfang Juni Mitte Juli-Okt. 80 80

+ Zuckermais Apr.-Ende Mai Ende Aug.-Sept. 80 40

* Zwiebeln, Frühj.

* Winterende

Ende März-April

Juli-Mitte Aug.

+ Pflanzgemüse: Pflanzenanzucht empfehlenswert

* Sägemüse: Direktsaat ins Freie

Juli-Sept.

Juni-Anfang Juli

25 – 30 4 – 6

24


Aussaat in Töpfe oder Schalen

So wird gesät: Die Schale oder die Töpfe mit feuchter Erde füllen,

leicht andrücken und den Samen darauf gleichmässig und mit einigem

Abstand verteilen. Mit einem Brettchen oder der Hand andrücken

und danach in der 2 – 3-fachen Samendicke mit Erde bedecken.

Sehr feiner Samen wie Sellerie, Lichtkeimer und einige Kräuter

werden nur angedrückt, mit feiner Brause angegossen und anschliessend

feucht gehalten.

Schon bald nach dem Aufgang benötigen die Sämlinge mehr Platz.

Sie werden mit einem Hölzchen oder einem Pikierstab vorsichtig

gelockert und mit eingekürzter Wurzel in etwas kräftiger gedüngte

Erde umgesetzt (pikiert). In Schalen, Topfplatten oder Torftöpfen

wachsen die Jungpflanzen an einer hellen, aber nicht prallsonnigen

Stelle weiter. 2 – 3 Mal flüssig düngen, zuletzt kurz vor dem Auspflanzen

eine Startdüngung geben, das erleichtert das Anwachsen. Um

Rückschläge zu vermeiden, werden die Pflanzen durch ausgiebiges

Lüften oder Herausstellen ins Freie an frischer Luft abgehärtet.

Praxiswissen

Tipp:

Mit der Aussaat in Topfplatten können Sie sich das oft

TIPP mühsame Pikieren sparen. Säen Sie pro Töpfchen je 2 – 3

Samen und lassen Sie nach dem Aufgang nur die beste Pflanze weiter

wachsen. So werden die Pflanzen nicht gestört, gedeihen schneller

und entwickeln einen gut durchwurzelten Ballen.

Pflanzenwohlfuhlbox

Genuss- und Heilpflanze Meerrettich

Das Orakel von Delphi soll gesagt haben, Meerrettich sei sein

Gewicht in Gold wert. Auch Hildegard von Bingen berichtete

in ihren botanischen Schriften von der Heilwirkung des Meerrettichs

und nutzte ihn als natürliches Antibiotikum, vorbeugend

gegen grippale Infekte, und setzte ihn bei Brust- und

Bauchschmerzen, Beschwerden der Verdauung, Blähungen

und hartnäckigem Husten ein. Die hohe Konzentration an

ätherischen Senfölen und seine zum Teil antibiotisch wirkenden

Stoffe machen den Meerrettich zu einer Pflanze für

Gourmets und zu einer wirkungsvollen Heilpflanze.

Zu den zahlreichen heilend wirkenden Stoffen zählen Vitamin

B 1, Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Phosphor

und Eisen. Meerrettich enthält doppelt so viel Vitamin C wie

eine Zitrone! Auch die antibiotischen Inhaltsstoffe Allicin und

Sinigrin entwickeln eine Wirkung, die dem Penicillin ähnelt.

Meerrettich stärkt das Immunsystem, fördert den Kreislauf,

die Durchblutung der Schleimhäute, regt die Produktion von

Verdauungssäften an und wirkt blutdrucksenkend. Die Senföle

wirken zudem auf Bakterien und bestimmte Pilze (Candida

albicans) keimhemmend. Ein Effekt ist auch bei Viren

sichtbar. Unreine und abgespannte Haut kann mit einer Meerrettichkur

wieder verbessert werden. Dafür werden über

mehrere Wochen hinweg täglich ein paar Gramm geriebener

Meerrettich gegessen.

Eine Kundin von mir konnte sich sogar mit täglicher Meerretticheinnahme

und weiteren natürlichen Mitteln – zum Erstaunen

ihres Arztes – eine Gebärmutteroperation ersparen.

Christines Rezept für einen Meerrettich-Dip:

Mischen Sie 1 Becher Bio-Crème fraîche mit einem 1 EL frisch

geriebenem Meerrettich und einem halben Apfel.

Christine Rosa Thanner

(www.rollender-garten.ch,

www.hormon-power.ch)

25


Januar und Februar

Ziergarten

Früchte der Schönfrucht (Callicarpa)

Unbedingt Zeit wird es

für die Gartenplanung,

schliesslich brauchen neue

Ideen auch Vorbereitung.

Wie wäre es mit neuen

Pflanzen, mit einem neuen

Stil in den Gartenbeeten,

mit mehr immergrünen

Gehölzen oder Bodendeckern

oder einer rustikalen

Weidenbordüre, für die das

Gartencenter passendes

Material zum Selbermachen

oder auch fertige

Zaunelemente vorhält?

Siegfried Stein

26


Oleander nicht

austrocknen lassen

Oleander zählt zu den wenigen

Pflanzen, die man kaum

vergiessen kann. In seiner

Heimat am Mittelmeer

wächst die beliebte Kübelpflanze

am Uferrand von

Flüssen, die im Sommer

scheinbar austrocknen, in

der Tiefe aber dennoch

Wasser führen. Geben Sie

den Pflanzen einen Untersatz,

reichlich Nährstoffe

und Wasser während der Sommermonate und vor allem einen

regengeschützten sonnigen Platz. Wenn sich gelbe Blätter bilden,

steht die Pflanze zu trocken oder sie ist unterernährt.

Oft sieht man auch Pflanzen, bei denen ganze Zweige und Blätter

aber auch Blütenstände abgestorben sind, verwelkt und

braun. Chemische Bekämpfungsmethoden gegen die Welkekrankheit

sind weder erfolgversprechend noch erwünscht. Dennoch

sind die Pflanzen nicht verloren. Schneiden Sie alle Triebe

bis ins gesunde Gewebe zurück, in schweren Fällen bis handhoch

über den Boden. Geben Sie den Pflanzen neue nährstoffreiche

Blumenerde und regen Sie durch Dezimierung des oft verfilzten

Wurzelballens zu neuem Wachstum an. Blütentriebe vom letzten

Jahr dabei nicht abschneiden – hieraus entwickeln sich bald

neue Blüten. Ansonsten ist ein mutiger Rückschnitt von Zeit zu

Zeit angebracht. Ältere Pflanzen erneuern sich aus neuen Trieben

willig.

Omas Trompetenzunge

Salpiglossis sinuata, die Trompetenzunge,

gehört zu den halb vergessenen

Schätzen aus Grossmutters

Blumengarten. Die mit Petunien eng verwandten

Sommerblumen tragen über die Sommermonate

(Juni bis August) wunderschön nostalgisch

geaderte Trichterblüten und wecken damit

Anklänge an Orchideen. Die Pflanzen werden ca. 60 cm hoch,

wachsen aufrecht und sind mehrfach verzweigt. Auf sonnigen oder

halbschattigen Rabatten und in Gefässen ziehen sie unwillkürlich

bewundernde Blicke auf sich. Die Anzucht gleicht der von Petunien,

also Aussaat von Januar bis April in Schalen oder im Frühbeet, danach

auspflanzen im Abstand von 25 – 30 cm (z. B. im Sortiment von

Samen Mauser).

Akzente im winterlichen Garten

Es lohnt sich sehr, mehr auf Farbe im winterlichen Garten zu achten.

Gewiss gibt es viele fruchttragende Gehölze wie Stechpalme (Ilex)

oder Schönfrucht (Callicarpa). Aber selbst um diese Jahreszeit kann es

an vielen Ecken blühen. Anders als im Rausch der heissen Jahreszeit

hat man an Stauden wie den Christ- und Lenzrosen und Gehölzen wie

Zaubernuss (Hamamelis) und Duftschneeball

(Viburnum x bodnantense ’Dawn’) wochenlang

Freude. Fast ein halbes Jahr dauert

der mehr oder weniger traurige, laublose

Zustand an, von November bis April! In England

und im Süden der Alpen kann man bei

mitunter wenig milderem Klima sehen, was

das grüne Gartenparadies sogar im Winter

bieten kann: immergrüne Gehölze, gelbgrüne

oder weissgrüne Blätter, leuchtende

Beeren, filigrane Gräser, schöne, ausdrucksvolle

Rinde, Winterheide in voller Blüte, Efeu

in Weissgrün oder mit zierlichen Blättern,

Goldmelisse (Lamiastrum) als Bodendecker,

anspruchsvolle Kunst aus Bronze, Keramik

oder Stein.

27


Praxiswissen

Quelle: Mathematisch-Astronomische Sektion, Goetheanum, 4143 Dornach, Service-Adresse: Haben Sie Fragen zum Mondkalender, so senden Sie

uns eine E-Mail an redaktion@freudeamgarten.ch.

Mondkalender 2014

Januar

1 Sa A

A 23.30

1 Mi g

31 Fr

2 Do h 16.30

3 Fr h

3 Mo S

4 Sa A 12.30

4 Di S

5 So A

6 Mo S 6.30

6 Do 9 D

7 Di S

8 Mi 9 S

8 Sa F

9 Do D

9 So F

10 Fr D

11 Sa F 1.30

11 Di G

12 So F

13 Mo G

13 Do H

14 Di G 0.30

15 Mi G

15 Sa 6 a

16 Do 6 H 9.30

16 So a

17 Fr H

18 Sa a 3.30

18 Di s

19 So a

19 Mi s

20 Mo a

21 Di s 1.30

21 Fr d

22 Mi s

23 Do s

23 So f

24 Fr 7 d 16.30

25 Sa d

25 Di g

26 So f 2.30

27 Mo f

27 Do h

28 Di g 4.30

29 Mi g

30 Do 8 h 23.30

Pflanzzeit

2/2014

Februar

2 So S 16.30

5 Mi D 10.30

7 Fr F 7.30

10 Mo G 6.30

12 Mi H 15.30

14 Fr a 9.30

17 Mo s 7.30

20 Do d 22.30

22 Sa 7 f 9.30

24 Mo g 12.30

26 Mi h 14.30

28 Fr A 10.30

9 zunehmender Mond 8 Neumond

7 abnehmender Mond 6 Vollmond

Wurzelpflanzen Blattpflanzen

Blütenpflanzen

Fruchtpflanzen

Pflanzengruppen, die positiv kosmisch beeinflusst

werden. Die Zeiten geben den richtigen Zeitpunkt

für Gartenarbeiten an.

Pflanzzeit

Frühling in Zimmer- und

Wintergarten (s. Abb. 1)

Sind Sie glücklicher Besitzer eines Wintergartens?

Dann können Sie trotz Eis und

Schnee schon die Freuden des Frühlings

im Süden geniessen. Viele Pflanzen aus

warmen Ländern haben jetzt Hochsaison.

Flamingoblumen zum Beispiel, Amaryllis,

Frauenschuh-, Cattleya- und Kahnorchideen,

süss duftender Jasmin mit weissrosa

angehauchten Blüten (Jasminum

polyanthum). Ebenso Kamelien und Azaleen

(Rhododendron simsii), die herrlichen

Winterblüher. Beide stammen aus

Asien und haben in der Pflege vieles gemeinsam:

Sie lieben es kühl (unter 15 °C)

und vertragen keine trockene Zimmerluft.

Beide brauchen saure Erde und wollen

immer mit weichem Regenwasser

oder entkalktem Wasser gegossen werden.

Lassen Sie die Pflanzen nie ganz austrocknen,

sonst rieseln bald die Knospen.

Azaleen stehen meistens in so kleinen

Töpfen, dass sie sich schlecht von oben

giessen lassen. Tauchen Sie entweder die

Pflanzen bei beginnender Trockenheit

oder giessen Sie in Untersetzer. Wasser,

das nach einer halben Stunde nicht aufgesogen

ist, unbedingt abgiessen, denn

stauende Nässe wird (auch von Kamelien)

nicht vertragen.

Richtig Spass macht es auch, jetzt schon

aus blühenden Zwiebelblumen, Primeli

und früh blühenden Stauden oder Zwerggehölzen

Schalen zu pflanzen. Die Auswahl

ist gross und schnell geht das Pflanzen

auch.

Zauberhafte Wildalpenveilchen

(s. Abb. 2)

Wenn jetzt draussen nichts mehr blüht und

nur an einigen Stellen rosa oder weisse Blüten

hervorleuchten, dann kann es sich nur um

Wildalpenveilchen handeln. Sie breiten sich

als kleine Teppiche aus und lohnen auf jeden

Fall das Hinsehen. Cyclamen coum, das Vorfrühlingsalpenveilchen

aus dem Kaukasus,

blüht eigentlich erst ab Februar. Doch in milden

Wintern beginnt es schon ab November

mit der Blüte und hält diese üppig bis zum

März durch. Wenn Sie die Pflanzen in Gartencentern

oder Staudengärtnereien entdecken,

lohnt sich das Zugreifen, denn die Winzlinge

mit den attraktiv gezeichneten dunkelgrün-weissen

Blättern und hübschen, aber

nur 10 cm hohen Blütchen sind ausdauernd

und verwildern mit der Zeit. Sie brauchen einen

halbschattigen Platz, an dem sie nicht

gestört werden, in Trögen, im Steingarten

oder unter Azaleen, die im Winter ohne Laub

dastehen.

Gasaustausch durch Stängel

(s. Abb. 3)

Gräser am Teichrand sehen bei Reif und

Schnee bezaubernd aus. Schade, wenn sie

schon im Herbst dem Grossreinemachen zum

Opfer fallen. Lassen Sie unbedingt abgestorbene

Reste von Binsen, Schilfrohr und Flachwasserstauden

stehen, denn in zugefrorenen

Gewässern entweichen durch ihre Leitungsbahnen

giftige Faulgase, frischer Sauerstoff

dringt ein und fördert günstige (aerobe) Umsetzungsprozesse.

Den Teichlebewesen bekommt

das gut.

Bei Schnee und Eis ist das Betreten

des Rasens tabu. Bleiben Sie lieber

TIPP auf den vorgesehenen Wegen,

denn die starr gefrorenen Halme brechen unter

dem Druck der Schritte allzu leicht und die

Gräser werden wichtiger Organe beraubt. Hat

der Wind auf dem Rasen erneut Laub angesammelt,

sollten Sie Tauwetter nutzen, um die

Blätter zu entfernen. Denn Lichtentzug bekommt

den empfindlichen Gräsern nicht, sie

verfaulen sehr leicht.

28


1) Holen Sie sich jetzt den Frühling z. B. mit blühenden Primeli ins Haus

Praxiswissen

Knollengewächse starten

Mit einem wahren Blütenregen in Rosa,

Weinrot oder Gelb erfreuen die romantisch

herabhängenden Sorten der Knollenbegonien

von Mai bis zum Frost.

Sie sind echte Dauerblüher und pflegeleicht

obendrein. Ob auf dem Balkon,

in einer Veranda, im Wintergarten,

im Halbschatten oder sogar im

tiefen Schatten – die langen Blütengirlanden

(z. B. Sorte ’Illumination’ von Benary)

sind in Gefässen oder herabhängend

von Mauern eine tolle Pracht. Hängebegonien

fühlen sich im Halbschatten am wohlsten, an die pralle Sonne können

sie sich nur schwer gewöhnen. Die Pflanzen vertragen keinen

Frost. Deshalb dürfen sie erst ins Freie, wenn nach Mitte Mai keine

Gefahr mehr besteht.

Jetzt werden alle Sorten von Knollenbegonien, zu denen auch die

Ampelbegonien zählen, ähnlich wie Canna, das Indische Blumenrohr,

in Töpfe oder Schalen mit feuchter Blumenerde gesetzt und

auf dem warmen Fenstersims oder im Gewächshaus bei 18 – 20 °C

angetrieben. Die runde Seite der Knolle muss dabei nach unten, die

hohle nach oben zeigen. Schon bald entwickeln sich aus dort befindlichen

Knospen kräftige Triebe.

2) Das Vorfrühlingsalpenveilchen (Cyclamen coum) kann in milden

Wintern bereits im November blühen.

3) Lassen Sie am Teich Binsen und Schilfrohr stehen. Durch ihre Leitungsbahnen

können giftige Faulgase aus zugefrohrenen Teichen

entweichen.

Was ist jetzt zu tun im Januar + Februar?

✔ Glücksklee nicht wegwerfen – es lohnt sich die Weiter-

kultur, zum Beispiel als Bodendecker zu Kübelpflanzen.

Auspflanzen nach den Frösten ins Freie bringt essbare

leckere Rübchen im Herbst.

✔ Kaltkeimer wie Himmelsschlüssel, Duftveilchen, Troll-

blumen, Bärlauch im Freien in Töpfe säen

✔ Immergrüne Gehölze an frostfreien Tagen giessen

✔ Falls noch nicht geschehen, Sträucher gegen Schnee-

bruch zusammenbinden, zu viel Schnee von Gehölzen

entfernen

✔ Vogelnistkästen reinigen und neue anbringen

✔ An frostfreien Tagen Auslichten von sommerblühenden

Ziergehölzen wie Deutzien, Weigelien, Perückenstrauch

✔ Zweige von Forsythien, Zierquitten, Kirschen und

Äpfeln in der Vase antreiben

✔ Ab Februar Aussaat von Fleissigen

Lieschen, Löwenmaul, Leberbalsam,

Petunien

29


Ziergarten

Regentropfen, wie

hier auf einer Storchschnabelblüte,

dienten als Vorbild

für die Lupe.

Der Natur abgeschaut –

Bionik

In unserem Alltag begleiten uns Produkte, die praktisch

und funktional sind, wie beispielsweise der Klettverschluss.

Kaum einem ist bewusst, dass die Idee und

die Wirkungsweisen von der Natur abgeschaut wurden.

Es ist und bleibt spannend, welche Pflanzen und Tiere

uns als Vorbild dienten und dienen werden.

30


Wissen

1) Der Klettverschluss,

zweibändig

mit Ösen und Haken

2) Blütenkopf der

Grossen Klette

(Arctium lappa) mit

den typischen Haken

1 2

3) Selbst schwere

Dinge wie Werkzeuge

können mittels

Klettverschluss (z. B.

von TESA) einfach

und schnell

fixiert werden.

So waren die Giftstacheln von Bienen und Hornissen beispielsweise

Vorbilder für Spritzen. Als Vorlage für den Bau

von Propellern diente die Flügelfrucht des Ahorns. Und die

Astgabeln von Bäumen standen Pate für die Bauingenieurskunst.

Sie haben abgerundete und durch sekundäres Dickenwachstum

verstärkte Kerbformen. Damit optimiert der Baum diese lokale

Schwachstelle, denn Astgabeln sind besonders hohen mechanischen

Belastungen beispielsweise durch Wind ausgesetzt.

Durch diese optimierte Kerbform ohne Spannungsspitzen auf der

Oberfläche minimiert der Baum seine lokalen Schwachstellen.

Physiker haben daraus gelernt, und hochbelastete Aussenbereiche

von Bauteilen wurden so lange verstärkt, bis eine Form ohne Spannungsspitzen

entstand. So können leichte und sehr stabile Bauteile

hergestellt werden, die vielseitig einsetzbar sind.

Von der Natur lernen

Wenn wir von der Natur lernen, dann sprechen wir von Bionik.

Bionik setzt sich aus den Begriffen BIOlogie und TechNIK zusammen.

Pflanzen und Tiere sind Ideengeber für die Übertragung von

Wirkprinzipien aus der Natur in die Technik. Die Bionik hat daher

nichts mit Biotechnologie zu tun, in der Enzyme, Zellen und Organismen

in technischen Anwendungen genutzt werden.

Der Klettverschluss

Ein sehr gutes Beispiel für Bionik ist der Klettverschluss, der vom

Schweizer Ingenieur Georges de Mestral (1907 – 1990) erfunden

wurde. Bereits als Kind interessierte sich Mestral für technische

Prozesse. Im zarten Alter von zwölf Jahren liess er ein mit Stoff

bespanntes Modellflugzeug patentieren. Nach dem Studium an

der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne arbeitete

er in einem Ingenieurbüro. Als der begeisterte Jäger nach einem

Ausflug die Früchte der Grossen Klette (Arctium lappa, s. Abb.

oben rechts) an seiner Hose und auch am Fell seines Hundes fand,

wollte er genau wissen, weshalb diese kugeligen Früchte so gut

haften blieben. Er legte diese unters Mikroskop und untersuchte

sie. Dabei stelle er fest, dass die Samen an jeder Spitze winzige

elastische Häkchen trugen. Bei Kontakt mit gewobenem Stoff oder

Fell setzen sie sich daran fest. Aus dieser Beobachtung entwickelte

Mestral ein Verschluss-System, welches zwei Materialien auf einfache

Weise miteinander verbindet. Er kreierte ein Band, welches

sowohl aus Haken als auch aus Ösen bestand, der Vorläufer des

heutigen zweibändigen Klettbandes. Erst zehn Jahre später liess er

diese Erfindung unter dem Namen «Velcro», frz. velours (Samt)

und crochet (Haken), patentieren und gründete eine eigene Firma

namens «Velcro Industries». Wir finden heute Klettverschlüsse an

Schuhen, Taschen oder an Jacken. Mittlerweile gibt es besonders

starke Klettbänder (z. B. von TESA, s. Abb. oben), mit denen man

sogar schweres Werkzeug wie Bohrmaschinen an der Wand zum

Aufbewahren «festkletten» kann.

3

31


Wissen

Bucht ipp für Kinder:

Sigrid Belzer und Peter Nishitani

Die genialsten Erfindungen der

Natur: Bionik für Kinder

Salzstreuer, Klettverschluss

und seltsam geformte Autos

– Gegenstände, die jedes

Kind kennt. Doch kaum jemand

weiss, dass sich hinter

der Entwicklung solcher Alltagsgegenstände

eine ganze

Wissenschaft verbirgt. Die

Natur hat über Milliarden Jah-

re Strategien und Konzepte

entwickelt, um Lebewesen an

ihren Lebensraum anzupassen.

351 Seiten, Fischer Taschenbuch, 2011

ISBN 978-3-596-85389-2, ab CHF 27.50

Igelstacheln als Dämpfer

Dass der heimische Igel und ebenso das

Stachelschwein mit ihren Stachelkleidern

als Vorbild für optimierte Dämpfungen

und zur Herstellung technischer Stossdämpfer

herangezogen wurden, ist oft wenig

bekannt. Bei Gefahr rollt sich der Igel

ein. Wird dann vom Feind versucht, die

Kugel zu öffnen, und fällt der Igel dabei

beispielsweise einen Hang hinunter, federn

ihn die Stacheln wunderbar ab, und

dem Igel passiert nichts. Von diesen Beobachtungen

inspiriert, bauten Forscher

und Physiker ein Dämpfermodel nach,

welches aus Stäben, die als lasttragende

Biegefedern (Stachel des Igels) fungieren,

und einer Elastomerscheibe (Haut des

Igels) besteht, in die die Stäbe eingebettet

sind. Durch die Einbettung sind die Stäbe

zudem gegen Ausbeulen geschützt.

Bambus und Saugnäpfe von Käfern

Bambus wird in seiner Heimat als natürliches

Baumaterial verwendet. Die stabilen

Bambushalme haben eine optimierte

Struktur, und ihr technischer Aufbau wurde

bei Faserverbundmaterial angewandt.

Ähnliche Vorbilder für optimierte Strukturen

sind die Wabenstrukturen mancher

Algen oder die Leichtkonstruktion

von Bananenblättern, die Natur

hat recht viele Beispiele zu bieten

(s. Tabelle rechts oben). Nicht nur

im Pflanzenreich finden wir diese

Vorbilder, ebenso bei Tieren. So über-

nahmen Forscher die Lüftungssysteme

eines Termitenbaus für Lüftungssysteme

in Häusern. Die Saugnäpfe mancher Käfer

und Kraken dienten als Vorlage für Saugnäpfe

an Greifern zum Transport von Glasscheiben

oder Bodenplatten. Viele Vögel

sind in einer Leichtbauweise gebaut, um

damit kostbare Energie zu sparen, denn

jedes Gramm, das bewegt werden muss,

kostet wertvolle Energie. Daher finden wir

ähnliche Bauweisen in der Luft- und

Raumfahrt und im Fahrzeugbau wieder –

es sind Konstruktionen, die gleichzeig

leicht und stabil sind, wie das Beispiel der

Knochen zeigt.

Faszinierende

Spinnenseide

Im Herbst und mit dem Altweibersommer

konnten

wir uns wieder davon überzeugen,

wie stark die Fäden

der Spinnen sind, wenn wir

uns darin verfingen. Die Hälfte

der 40.000 bekannten Spinnenarten

auf der Welt bauen Seidennetze,

mit denen sie ihre Beute fangen.

Das Radnetz der Gartenkreuzspinne hat sicher schon jeder

gesehen. Wie kunstvoll es durch stabile Seidenfäden für Rahmen

und Speichen geflochten ist und wie elastisch die Fangspiralen

sind, wenn sich ein Insekt darin verfängt. Spinnennetze bestehen

aus unterschiedlichen Seidenarten und sind reissfester als Stahl

und sogar flexibler als Gummi – ein faszinierendes Material dank

langkettiger Eiweissmoleküle mit kristallinen Bereichen, welche

die Zugbelastung aufnehmen. Dabei ist der natürliche Herstellungsprozess

der Spinnenseide für die Forscher interessant, der

nachgeahmt wurde, um ebenso faszinierende Materialien entstehen

zu lassen wie die Spinnenseide. Heute werden mittels Spinnenseiden-Technologie

Hydrogele, Schäume, Filme oder Mikrokapseln

hergestellt, die in der Medizin zum Transport von Medikamenten

im Körper oder auch in der Industrie eingesetzt werden.

Vorteile für die Umwelt

Die durch Bionik entstandenen optimierten Produkte, Prozesse

und Lösungen tragen zur Ressourcenschonung (Energieeffizienz),

zum Emissionsschutz (z. B. weniger Feinstaube, weniger

CO 2 ), zur Umweltentlastung, da weniger Schadstoffe eingesetzt

werden, oder zum Umweltschutz bei. Immer häufiger arbeiten

Ingenieure mit Biologen Hand in Hand, um von den Konstruktionen

der Natur zu lernen. Die Natur hat durch ihre biologische

Evolution und durch «Versuch und Irrtum» viel gelernt. Denn

Pflanzen und Tiere mussten sich an ihren Lebensraum immer

wieder anpassen – wir nutzen dieses Wissen nun für unsere technischen

Probleme. Daher: Schützen Sie die Natur, denn wir brauchen

sie auch weiterhin in der Zukunft, um selbst zu überleben!

Dr. Uwe J. Messer

32


Beispiele aus der Natur:

Knochenbälkchen im Inneren von Knochen

Nagetierzähne, meist die nachwachsenden Schneidezähne

(z. B. bei Mäusen oder beim Biber)

Perleffekt von Blättern (z. B. der Lotusblume (s. Abb. 1),

von Kohlrabi, Kapuzinerkresse, Wirsing)

Samen, Früchte und Fruchtstände von Klette (Arctium),

Klettenlabkraut (Galium), Hexenkraut (Circaea, s. Abb. 2)

Palmwedel der Fächerpalme (s. Abb. 3)

In Knospe gefaltete Buchenblätter

Schirmflieger

(z. B. Samen von Löwenzahn, Weiden, Disteln, Waldreben)

Flügelflieger (z. B. Samen von Ahorn (s. Abb. 4), Birken, Linden)

Regenwurm (feine Borsten, einzelne Körperringe)

Kletterpflanzen und ihre Haftmechanismen auf verschiedensten

Untergründen und unter unterschiedlichsten Bedingungen (z. B.

Affenkamm (Pithecoctenium, trop. Liane), Efeu (Hedera), Kletterfeige

(Ficus pumila), Vanille (Vanilla spec.)

Dornen des Osagedorns (Maclura pomifera, s. Abb. 5)

Kapsel der Mohnblume (Papaver, s. Abb. 6)

Beispiele aus der Technik:

Leichtbauten, wie z. B. der Eifelturm

Wissen

Selbstschärfende Klingen für Schneidewerkzeuge

(Lösung: Verwendung von unterschiedlich harten Materialien

wie z. B. Stahl mit einer Keramikschicht)

Selbstreinigende Oberflächen (u. a. auch bei Fenstern,

damit diese nicht so schnell verschmutzen)

Klettverschluss (meist zweibändig) zum Zusammenoder

Anheften.

Faltstrukturen: Aluminiumprofile mit Faltkern

Anwendung der Falttechnik bei Solarsegeln

Gewichtsreduktion durch gefüllte Hohlräume und Vergrösserung

des Luftwiderstandes, z. B. bei der Fallschirmtechnik oder

beim Propellerbau bei Flugzeugen

Dübelprinzip, z. B. Baudübel

Allgemeine Haftmechanismen werden analysiert und auf ihre

technische Umsetzbarkeit überprüft.

Stacheldraht (früher waren es Gebüschzäune mit Stacheln, um

Wildtiere von Nutztieren fernzuhalten)

Prinzip der Mohnkapsel als Streuer für Haushalt

(z. B. Salzstreuer) und medizinische Zwecke

1) Lotus-Effekt als

Beispiel für selbstreinigende

Oberflächen

1 2

4

3

2) Gewöhnliches Hexenkraut

(Circaea lutetiana)

mit seinen

hakigen Früchten

3) Palmwedel einer

Fächerpalme als Vorbild

für Faltstrukturen

4) Die Flügel des

Ahorns (Acer) waren

Vorlage für den Propeller.

5) Dornen des Osagedorns

als Vorbild für

Stacheldraht

5

6

6) Der Salzstreuer

wurde den Samenkapseln

des Mohns

nachempfunden.

33


Ganz unverblühmt

Jedes Jahr werden zwischen fünfzig bis hundert Kilo Vogelfutter pro

Haushalt an die gefiederten Freunde verfüttert.

Fette Vögel

Jedes Jahr warte ich darauf, dass die Vögel in meinem Garten

vom Himmel fallen und sich nicht wieder aufrappeln. Todesursache:

Herzinfarkt. Bis heute ist es zwar noch nie passiert,

aber so wie die Futterlage im Moment ist, steuern sie möglicherweise

direkt auf dieses Szenario zu.

Die Winterfütterung ist ein Volkssport. Pro Haushalt gehen jedes

Jahr zwischen fünfzig bis hundert Kilo Vogelfutter über den Ladentisch.

Grossverteiler wie die Migros bieten neben den Standardmischungen

auch eine «Gourmet» Linie für unsere lieben

Singvögel an. Das zeigt, wie sehr wir an unseren gefiederten Nachbarn

hängen. Doch nützen die vielen Tonnen Sonnenblumen-,

Hanf- und Weizenkörner den Amseln, Blaumeisen und Grünlingen

auch etwas?

Die offizielle Haltung der Schweizerischen Vogelwarte Sempach

ist klar: nein. Sie schreibt auf ihrer Webseite: «Biologisch gesehen

ist das Füttern im Winter nicht notwendig. Vögel, die bei uns überwintern,

sind sehr gut an die kalte Jahreszeit angepasst.» Immerhin

schadet massvolles Füttern nicht, wie es weiter heisst. Ich bin

etwas ratlos.

Etwas mehr Licht in den dunklen Vogelmagen wirft eine Studie

aus Grossbritannien. Forscher haben in einem mehrjährigen Experiment

zeigen können, dass die Jungen von Blaumeiseneltern,

die in den Genuss einer Winterfütterung gekommen sind, eine

zwanzig Prozent grössere Überlebenschance haben als die Jungen

von Eltern ohne Körnerkur.

Die Forscher erklären sich das mit einem erhöhten Vitaminangebot.

Sonnenblumenkerne beispielsweise enthalten Vitamin E, ein

Antioxidans. Die Eltern speichern es bis zum Frühling in ihrer

Leber und geben es dann an ihre Eier ab. Mit diesem Nährstoff-

Upgrade steigt die Lebenserwartung der Küken.

Doch mit den extra Kalorien und Nährstoffen helfen wir vor allem

Vogelarten, die ohnehin häufig sind. Die Zugvögel, die im Frühling

nach einer langen, erschöpfenden Reise in unsere Gärten

zurückkehren, gehen leer aus. Zu allem Überfluss müssen sie sich

nun gegen superfitte Blaumeisen behaupten.

Auf diese Weise greifen wir jedes Jahr in das wohl ausbalancierte

Ökosystem unserer Gärten ein. Wenn also ein Vogel aufgrund

eines Herzinfarkts vom Himmel fällt, dann ist es ein Zugvogel,

weil er gegen die Supermeisen keine Chance hat.

Häufige Volgelarten wie

die Blaumeise werden

zusätzlich von uns

gefüttert, die Zugvögel

müssen sich gegen sie

behaupten – ist dies

eine faires

Eingreifen durch

uns Menschen?

Atlant Bieri (www.wildergarten.ch)

34


Zeigerpflanzen

- was sie über den

Standort verraten

Serie: Teil 1

Manchmal wundert man sich, warum bestimmte

«Unkräuter» immer an der gleichen Stelle wachsen

oder woher der schlaue Gärtner erkennt, wie der Boden

oder der Untergrund beschaffen sind. Lernen Sie, was

Pflanzen über ihren Standort verraten.

Haben Sie den einjährigen Acker-Rittersporn

(Consolida regalis) im Garten, ist dies

ein Anzeichen für eine gute Bodengare.

35


Wissen

Viele wildwachsende Pflanzen wie

Moose, Flechten oder Gefässpflanzen

sind aufgrund ihrer hohen Ansprüche

an den Standort geeignet, als Indikator

zu dienen. Sie geben Auskunft beispielsweise

über die Bodenfeuchtigkeit

(z.B. Staunässe, feuchter Boden), über die

Bodengare (Idealzustand eines fruchtbaren

Bodens), üben den PH-Wert (z. B.

saurer oder kalkhaltiger Boden), über den

Salzgehalt, die Versorgung mit Nährstoffen

(z. B. stickstoffreicher oder -armer

Boden), über die Wärme (z. B. erwärmt

sich Sandboden schnell) und über die Beleuchtungsstärke

(z. B. Licht- oder Schatten-Zeigerpflanzen).

Somit kann man

ganz einfach und schnell den Standort

«ansprechen», ohne aufwändig auf die Ergebnisse

eines Bodentests oder dergleichen

zu warten. Bemerken wir im eigenen

Garten, dass sich dort beispielsweise

Brennnesseln stark vermehren, ist dies ein

Anzeichen für einen nährstoffreichen,

leicht sauren Boden. Vielleicht macht Ihr

Hund dort regelmässig sein kleines Geschäft

und reichert damit den Boden mit

Stickstoff an.

Wir stellen Ihnen im Folgenden die Standorte

und Beispiele wichtiger Zeigerpflanzen

vor, manche Pflanzen tauchen mehrfach

auf.

Dr. Uwe J. Messer

Garten-Wolfsmilch (Euphorbia peplus)

Kuh- oder Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris)

Kohldistel (Cirsium oleraceum)

Saurer, kühler Boden (stickstoffreich):

Zeigerpflanzen: z. B. Kleine Brennnessel

(Urtica urens), Gemeiner Erdrauch (Fumaria officinalis),

Knoblauchsrauke (Allium petiolata), Garten-Wolfsmilch

(Euphorbia peplus), Heidelbeere

(Vaccinium myrtillus), Kleiner Sauerampfer (Rumex

acetosella), Besenheide (Calluna vulgaris)

Kalkhaltiger, warmer Boden mit guter Gare

(stickstoffreich):

Zeigerpflanzen: z. B. Franzosenkraut (Galinsoga

parviflora), Weisse Lichtnelke (Silene latifolia),

Acker-Rittersporn (Consolida regalis), Kuhschelle

(Pulsatilla vulgaris)

Feuchter Boden:

Zeigerpflanzen: z. B. Kohldistel (Cirsium oleraceum),

Trollblume (Trollius europaeus), Sternlebermoos-Arten

(Riccia spec.), Kleiner Wegerich

(Plantago intermedia), Ampfer-Knöterich

(Polygonum lapathifolium), Sumpf-Ruhrkraut

(Gnaphalium uliginosum)

Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense)

Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare)

Brennnessel (Urtica dioica)

Staunässe:

Zeigerpflanzen: z. B. Acker-Schachtelhalm

(Equisetum arvense), Ackerminze (Mentha arvense),

Huflattich (Tussilago farfara), Acker-

Gänsedistel (Sonchus arvensis), Gemeines Rispengras

(Poa trivialis), Kriech-Hahnenfuss (Ranuculus

repens), Gänse-Fingerkraut (Potentilla

anserina)

Lehmiger bis verdichteter Boden:

Zeigerpflanzen: z. B. Breitwegerich (Plantago

major), Wiesenmargerite (Leucanthemum vulgare),

Löwenzahn (Taraxacum vulgaris), officinlis

Rainfarn (Tanacetum vulgare), Quecke

(Agropyron repens), Kriechender Hahnenfuss

(Ranuculus repens)

Stickstoffreicher Boden:

Zeigerpflanzen: z. B. Brennnessel (Urtica diocia),

Vogelmiere (Stellaria media), Hahnenfuss

(Ranuculus acris), Kletten-Labkraut (Galium

aparine)

Teil 2 finden Sie in der nächsten Ausgabe.

36


Für 4 Personen

Apfeldessert

mit karamellisierten

Nüssen

Rezepte

Zutaten:

600 g Äpfel

1 dl Apfelwein

1 Zimtstange

50 g Zucker

50 g Baumnüsse

250 g Magerquark

250 g Bifidus-Joghurt

4 – 5 EL Birnel,

Birnendicksaft

Zubereitung:

Äpfel schälen, vierteln und entkernen.

Viertel in Scheiben schneiden. Apfelwein

mit Zimtstange aufkochen, Äpfel zufügen,

zugedeckt etwa 5 Minuten köcheln. Auskühlen

lassen.

Zucker hellbraun karamellisieren. Baumnüsse

beigeben und kurz schwenken. Auf

Backpapier geben und erkalten lassen.

Grob hacken.

Quark, Joghurt und 3 Esslöffel Birnel zusammen

verrühren. Apfelkompott, Baumnüsse

und Creme in Gläser füllen, mit restlichem

Birnel beträufeln.

Rezept: Brigitte Aeberhard / Foto: bildlich.ch

37


Rezepte

Gerstlsuppe

Traditionsgericht der Tiroler Küche, schmeckt

besonders gut in der kalten Jahreszeit

Zutaten:

125 g Rollgerste

1 mittelgrosse Zwiebel

Öl

1,5 l Wasser

750 g Selchrippen

1 Karotte

1 kleiner Lauch

½ Dose steirische Käferbohnen

(Feuerbohnen)

bzw. über Nacht

eingeweichte Bohnen

Suppenwürze, Salz,

Pfeffer, Schnittlauch

Zubereitung:

1) Die Rollgerste einige Stunden in Wasser

einweichen. Die Zwiebel klein schneiden

und in Öl glasig anschwitzen. Die Rollgerste

abschütten und kurz mit anrösten, wenig

salzen. Mit dem Wasser aufgiessen und

aufkochen lassen. Die Selchrippen hinzufügen

und etwa 1 ½ Stunden mit köcheln,

bis das Fleisch weichgekocht ist. Dann die

Rippen herausnehmen, das Fleisch vom

Knochen lösen und klein schneiden.

2) Die klein geschnittene Karotte, den geschnittenen

Lauch und die steirischen Käferbohnen

(eingeweichte Bohnen vorher

mit den Selchrippen weich kochen) in die

Suppe geben und einige Minuten mitkochen.

Dann das geschnittene Fleisch wieder

hinzugeben und mit etwas Suppenwürze,

Salz und Pfeffer abschmecken. Mit

fein geschnittenem Schnittlauch garnieren

und mit selbst gebackenem Brot servieren.

Tipp von Hüttenwirt Robert:

Etwas Stangensellerie gibt der

Suppe einen besonderen Geschmack.

Wer die Suppe sämig mag, kann

eine weiche Speckschwarte mitkochen.

Die Suppe kann man sehr gut portionsweise

einfrieren.

Rezept aus dem Buch:

Stefan Winter, Georg Hohenester

Das Original-Hütten-Kochbuch

Bergrezepte und alpine Lebensart

168 Seiten, ca. 160 Farbfotos

BLV Verlag 2013

ISBN: 978-3-8354-1061-9

Ab CHF 40.90

©Peter Raider/BLV Buchverlag

38


Algen, Flechten, Moose

und Kletterpflanzen

an Bäumen:

Sind sie schädlich?

Die im Titel genannten Organismen gehören zur Gruppe

der Epiphyten. Das ist die Bezeichnung für Lebewesen,

die auf einem anderen Organismus wachsen, aber nicht

auf dessen Kosten leben. Im Deutschen wurde der anschauliche

Begriff «Aufsitzerpflanzen» geprägt.

Vorteilhaft bei der Lebensweise der Epiphyten an Bäumen

ist, dass sie besser belichtet sind und dadurch auch besser

assimilieren können, als wenn sie auf der Bodenoberfläche

wachsen und unter Umständen von anderen Gewächsen stark

beschattet werden würden. Im Nachfolgenden stellen wir Ihnen

diese Organismen im Detail vor.

Die Moose

Sie entwickeln sich an feuchteren Standorten und sind vor allem

an der Stammbasis, in Astgabeln und auf der Oberseite von flach

verlaufenden Ästen zu finden. Die Rinde wird nur als Haftunterlage

genutzt, die Nährstoffe werden über Niederschläge aufgenommen.

Moose verhindern ein rasches Abtrocknen der Rinde

und können so zu einem Befall mit pilzlichen Krankheitserregern

führen. Die Moose selbst schaden dem Baum jedoch nicht. Durch

konsequente Schnittmassnahmen erreichen wir eine bessere Belichtung

und eine Durchlüftung der Kronen.

39


Wissen

Der Efeu (s. Abb. 1)

Kletterpflanzen besiedeln gerne Bäume, weil sie in der Höhe gute

Lichtbedingungen vorfinden. Efeu kann sich an Bäumen stark entwickeln.

Obwohl es sich nur mit Haftwurzeln an Stamm und Ästen hält,

zeigt es mehrere Nachteile. Durch die starke Beschattung wird die

Fotosyntheserate des Baumes zumindest teilweise reduziert. Die Gewächse

können zudem so schwer werden, dass kleine Äste unter der

Last brechen. Ein starker Wuchs führt im Wurzelbereich des Baumes

auch zu einer erheblichen Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe.

Die Flechten (s. Abb. 2)

Sie treten in vielen Farben und Formen auf. Dabei handelt es sich

nicht um einen eigenen Organismus, sondern um eine Symbiose

(Lebensgemeinschaft) aus Pilzen und Cyanobakterien oder Algen.

Die Algen liefern dem Pilz Kohlenhydrate; der Pilz gibt der Alge ein

«Gerüst», schützt sie vor dem Austrocknen und verbessert ihre Wasser-

und Mineralstoffversorgung.

Der Pilz verankert die Flechte am Substrat (z. B. der Baumrinde) und

gibt ihr die Form. Die Algen bzw. Bakterien liefern – eingebettet im

Pilzgeflecht – über die Fotosynthese die nötige Energie. Flechten besitzen

keine Wurzeln; sie müssen das Wasser in gasförmiger und

flüssiger Form über ihre Oberfläche aufnehmen. Bei trockener Witterung

können sie rasch fast vollständig austrocknen, ohne dass sie

dadurch Schaden nehmen. In diesem Zustand vermögen Flechten

sehr lange in einer Art Ruhephase zu verharren und überstehen auch

extreme Hitze und Kälte.

Es ist kaum bekannt, dass Flechten in einer grossen Artenvielfalt

vertreten sind und in der Schweiz nahezu 600 baumbewohnende

Arten nachgewiesen wurden. Leider gehören aber genau diese an

Bäumen lebenden Flechten zu den stark bedrohten Organismen, weil

sie gegenüber Luftverunreinigungen (Schwefeldioxid, Schwermetalle

etc.) sehr empfindlich sind. Aus diesem Grund gelten sie als Bioindikatoren

für die Luftqualität. Dort, wo man sie findet, kann man

von einer guten Luftqualität ausgehen. Flechten beeinträchtigen die

Gesundheit eines Baumes nicht – im Gegenteil: Sie dienen verschiedenen

Kleinlebewesen und Mikroorganismen als Nahrungssubstrat,

Schutz, Eiablage- und Überwinterungsort. Dazu zählen neben

Springschwänzen, Nematoden und Tausendfüssern auch Raubmilben

und räuberische Wanzen. Darum wäre es verfehlt, die Flechtenbeläge

abkratzen zu wollen.

Die Algen

Es handelt sich nicht um die bekannten Grünalgen, die man im

Sommer in Gewässern beobachten kann. Diese Luftalgen besiedeln

Felsen, aber auch Baumrinden oder Gehwegplatten an schattigen

Orten im Garten, wo sie nur langsam abtrocknen können.

Auf der Wetterseite der Stämme, manchmal vor allem im unteren

Stammbereich, kann sich ein rotbrauner Belag entwickeln. Die

rotbraune Fadenalge (Trente pholia umbrina) ist jedenfalls auf ein

Substrat angewiesen, das regelmässig feucht wird. Der Algenbelag

schadet den Bäumen nicht. Die Rotfärbung entsteht durch eine

starke Überlagerung des grünen Chlorophylls von anderen Farbstoffen.

Die Misteln (s. Abb. 3)

Anders als die genannten Algen, Flechten, Moose und Kletterpflanzen

fügt die Mistel (Viscum album) als Halbschmarotzer

den Bäumen direkten Schaden zu. Mit speziellen Organen, die im

Holzgewebe versenkt sind, werden dem Baum Wasser und Mineralstoffe

entnommen, während in den grünen Blättern das Chlorophyll

den Zucker und andere Stoffe aufbereiten hilft.

Befallen werden häufig Pappeln, Robinien und Ahorne; bei den

Obstbäumen vor allem der Apfelbaum. Steinobstbäume werden

offenbar nicht infiziert. Die weissen Beeren sind für Vögel ein

willkommenes Winterfutter. Drosseln, Amseln und Stare verschlucken

die Beeren unzerteilt. Die klebrigen Samen bleiben

auch nach der Magen-Darm-Passage keimfähig und können auf

geeigneten Bäumen zu weiterem Mistelbefall führen.

Das Ausmass des Schadens ist relativ schwierig abzuschätzen. Die

Wirkung bei Weisstannen kann stark sein. Bei Apfelbäumen führt

der Nahrungsentzug möglicherweise dazu, dass der befallene Ast

oder gar der ganze Baum eingeht.

Da eine chemische Bekämpfung nicht möglich ist, könnte man

versuchen, die Auswüchse auf dem Baum abzuschneiden oder

abzubrechen. Allerdings kann sich die Mistel aus den im Baum

verbliebenen Teilen regenerieren. Ob ein geringfügiger Besatz toleriert

werden kann, ist Ermessenssache. Allenfalls ist der befallene

Ast ganz zu entfernen.

Ruedi Baeschlin

40

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3


Weinreben

richtig schneiden

Reben werden jedes Jahr stark zurückgeschnitten. In den

ersten Jahren dienen die Schnitte nur der Erziehung.

Also: Erst die Erziehung, dann jedes Jahr aufs Neue der

passende Winterschnitt! Weinreben brauchen den Rückschnitt,

sowohl im Weinberg als auch an Haus, Pergola

oder Klettergerüst. Der häufigste Fehler beim Rebschnitt

ist eigentlich der, dass zu wenig geschnitten wird.

In der Praxis gibt es zwei Schnittmethoden für Reben, den Zapfen- und den Bogenschnitt.

Wer seine Rebe über die Jahre beobachtet, wird sehen, auf welche Schnittform

sie besser anspricht. Normalerweise werden die modernen Sorten, auch Hybrid-, Amerikaner-

oder Direktträgerreben genannt, auf Zapfen geschnitten. Erkundigen Sie sich

also schon beim Kauf einer neuen, jungen Pflanze nach der gängigen Schnittmethode.

Übernehmen Sie alte Pflanzen in einem bestehenden Garten, so ist ihr Beobachten über

einige Jahre nötig.

41


Nutzgarten

Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4

Pflegeschnitt (Stickelrebe)

nach dem 1. Jahr

Pflegeschnitt (Stickelrebe)

ab dem 2. Jahr

Pflegeschnitt (Spalier)

nach dem 1. Jahr

Pflegeschnitt (Spalier)

nach dem 2. Jahr

Zeichnungen: Lubera AG

Nach der Auswahl der richtigen Sorte

(s. Bericht über «Tafeltrauben» in

Ausgabe 6/13) und dem Pflanzen

einer jungen Rebe wird je nach Art der Erziehung,

d. h. am Einzelpfahl oder am Spalier,

vorgegangen. Beim Pflanzschnitt am

Einzelpfahl werden schwache Triebe entfernt

und Hauptriebe auf 50 cm Höhe gekürzt

(s. Abb. 1). Beim Spalier wird der

stärkste Trieb auf den ersten Draht heruntergebunden

(s. Abb. 3). Nach dem ersten

Jahr lässt man einen oder mehrere Haupttriebe

wachsen und kürzt im folgenden

Jahr alle neuen Seitentriebe auf bis zu fünf

Augen ein (s. Abb. 2 bzw. 4). Wichtig ist

dabei der Zeitpunkt im zeitigen Frühling.

Dabei erfolgt ein Schnitt mitten zwischen

den Augen und nicht wie bei anderen Gehölzen

direkt über einem Auge. Die Haupttriebe

bzw. Schenkel, auch «Kordon» genannt,

bindet man an stabilen Klettergerüsten,

Drähten oder Pergolapfosten fest.

Begriffe der Rebbauern

Als Fruchtholz werden Triebe bezeichnet,

die in der kommenden Vegetationsperiode

Früchte bringen. Die Schnittarten «Zapfen»

und «Bogen» beziehen sich auf dieses

Fruchtholz und dessen Länge. Ein Ersatzholz

ist ein schwacher Trieb, der aber in der

anstehenden Periode kräftiges Holz bilden

kann und bei extremen Frostschäden mithilft,

den geschädigten Stock neu aufzubauen.

Stammholz hingegen sind Triebe,

die künftig als Stammverlängerung gebraucht

werden, um die weitere Erziehung

fortzusetzen und die Rebe flächendeckend

aufzubauen.

Ab wann schneiden?

Der Zeitpunkt zum Rückschnitt ist bei

Weinreben wichtig, denn er darf nicht zu

spät erfolgen, also erst dann, wenn der Saft

schon steigt. Am besten wird bei frostfreiem

Wetter Ende Februar oder Anfang März geschnitten.

Später könnten Weinreben regelrecht

«ausbluten», aus der Wunde tropft wochenlang

wie aus einem Wasserhahn der

Saft, was die Rebe stark schwächt.

Schnitt und Ertragsmenge

Der Winterschnitt bestimmt die Erträge im

kommenden Jahr. Eine Faustregel besagt,

dass man maximal 10 bis 20 Augen pro

Quadratmeter stehen lässt. Eine Rebe von

10 qm Wandfläche ist so zu schneiden, dass

insgesamt ca. 150 Knospen stehen bleiben.

Sollten diese im Folgejahr 1 – 2 Traubenstände

tragen, so sind je nach Sorte auch

über hundert Trauben von 200 – 500 Gramm

zu erwarten. Insgesamt also etwa 30 Kilo

Trauben. Um grössere Trauben zu erhalten,

kann man jeweils die Fruchtstände ausdünnen,

ein Vorgehen, welches ebenso bei

Obstbäumen gängig ist.

Wie richtig schneiden?

Weinreben darf man im Gegensatz zu den

meisten anderen Pflanzen nicht direkt über

einer Knospe zurückschneiden, sondern in

der Mitte zwischen zwei Knospen, also etwa

3 – 5 cm über dem letzten Auge. Nach den

Formierungen im ersten und zweiten Jahr

werden ab dem 3. oder 4. Jahr die neuen, gut

verholzten Seitentriebe einer jungen Rebe

oder auch eines Wasserschosses an einer

schon älteren Hausrebe, geschnitten. Der

Rückschnitt erfolgt auf zwei Augen, wobei

am Übergang zwischen hellem und dunkelbraunem

Holz, also in der Triebachsel, oft

noch ein drittes, «schlafendes» Auge treiben

kann. Für den fertig formierten Zapfen erfolgt

der Schnitt jeweils ca. 1 – 2 cm über

dem letzten Auge, sodass ein Zapfen verbleibt,

dessen Austrocknen das Auge dann

nicht in Mitleidenschaft zieht.

Das wichtigste Prinzip beim Zapfenschnitt

ist: Der weiter weg vom Stamm stehende

Trieb wird komplett abgeschnitten mit

Überstand von vielleicht 5 mm (Vorschnitt

ins dunkelbraune Altholz). So bleibt der

über die Jahre mehr und mehr knorrig werdende

Abgang trotzdem nah am Stamm –

das erhöht seine Lebensdauer. Hat ein drittes

Auge aus der Achsel getrieben, werden

von den drei Trieben die zwei oberen komplett

entfernt.

Grobe Schnitte wie das Entfernen alter Seitenenden

oder ganzer Kordons können

schon im Vorjahr erfolgen, damit die Stellen

im Frühjahr nicht zu stark bluten. Beim Bluten

werden mit dem Wasser auch Mineralstoffe

und Zucker, also das «Frostschutzmittel»

der Rebe ausgeschwemmt, sodass ein

späterer Frost die Pflanze schädigen kann.

Wann erfolgt ein Sommerschnitt?

Eine Art des Weinrebenschnitts, nämlich

das Entspitzen der Triebe vor der Blüte,

führt zur besseren Entwicklung der Blütenanlagen

und auch dazu, dass sie besser

«fruchten». Die Triebe werden auf 80 bis

100 cm entspitzt. Zum Sommerschnitt zählt

auch das «Entlauben» der Bereiche mit Traubenständen

ab dem Spätsommer. Blätter,

die die Trauben verdecken, werden entfernt.

Die Trauben werden zwar durch das Entlauben

nicht süsser, aber sie färben schöner

aus. Nach Regenfällen trocknen die Früchte

schneller ab und Grauschimmel tritt seltener

auf.

Bert Stankowski

42


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45


Reportage

Der Gärtnerei Blattgrün in Rifferswil

ist ein verwunschener Park mit Teich und

altem Baumbestand angegliedert.

46


Reportage

Grün in allen

Schattierungen

Mit ihrer neu aufgebauten Spezialitätengärtnerei «Blattgrün»

hat sich die Staudenkultivateurin Elisabeth Jacob

einen Traum verwirklicht. Mit einem ausgesuchten Sortiment

zeigt sie, wie attraktiv die Schattenseiten des Gartens

sein können. Denn auch in absonnigen Lagen muss

niemand auf Pflanzenvielfalt verzichten.

Praktisch jeder Garten hat auch seine «Schattenseiten» in

Form von Staudenrabatten, die praktisch ohne Sonne auskommen

müssen. Während der Gartenliebhaber an sonnenexponierten

Orten bei der Planung einer Pflanzung aus dem

Vollen schöpfen kann, ist das Anlegen einer neuen Schattenrabatte

anspruchsvoller, da das Sortiment begrenzter ist. Die Staudenkultivateurin

Elisabeth Jacob hat sich dem Thema angenommen

und im zürcherischen Rifferswil die Spezialitätengärtnerei

«Blattgrün» eröffnet, welche die Schattenpflanzen ins Rampenlicht

rückt. In den vergangenen drei Jahren hat sie ein erlesenes

Sortiment an Gräsern, Farnen und Blattschmuckstauden aufgebaut,

das heute rund 700 verschiedene Arten und Sorten umfasst.

Wer die Gärtnerei besucht, betritt eine andere Welt. Soeben noch

auf einem Feldweg inmitten landwirtschaftlich genutzter Wiesen

findet man sich unvermittelt in einem waldartigen Naturparadies

mit lockerem Föhren- und Birkenbestand wieder. Darunter gedeihen

prachtvolle, jahrzehntealte Rhododendren. Auf einer Lichtung

liegen langgezogene Pflanzquartiere, in denen hunderte

Töpfe mit verschiedenen Stauden aufgereiht sind. Neu angelegte

Wege aus Betonplatten trennen die verschiedenen Flächen voneinander.

In beschatteten Tunneln wachsen die Mutterpflanzen, die

für die Vermehrung verwendet werden. Die Einfassungen sind

moosbewachsen und verwittert. Sie zeugen von vergangenen

Zeiten. Der verwunschene Ort ist eng verknüpft mit der Familiengeschichte

von Elisabeth Jacobs Partner Fredy Ungricht. Dessen

Vater hatte hier mit seinem Bruder 1971 eine Rhododendron-

Baumschule eröffnet, die ihrem Gartenbaubetrieb angegliedert

47


Reportage

1

2

48

3

4


Reportage

1) Diese Glockenblume (Campanula ‘Sarastro’) blüht an sonnigen bis

halbschattigen Lagen.

2) Die zurückhaltende crèmefarbene Blüte der Peltoboykinia watanabei

ist typisch für viele Schattenstauden. Länger wirken die ahornartigen

Blätter.

3) Das Japangras (Hakonechloa macra ‘Aureola’) braucht etwas Zeit bis

es sich entwickelt.

4) Als Solitär ist das Schaublatt (Rodgersia) eine ausgesprochene Blattschönheit

für frisch-feuchte Stellen im Garten.

Staudenkultivateurin Elisabeth Jacob

war und bis 1999 betrieben wurde. Das Gelände grenzt direkt an

die bekannte Rhododendren- und Azaleenschau Seleger Moor.

Elisabeth Jacob verstand es, die Spuren aus alten Zeiten mit den

neuen Strukturen ihrer Gärtnerei charmant zu verbinden. Die

einzelnen Birken, die mitten in den Pflanzenkulturen stehen,

schaffen eine natürliche Atmosphäre. Das Sortiment, so die Staudengärtnerin,

sei sozusagen aus der Situation heraus gewachsen.

Nebst Stellen mit feuchtem und trockenem

Boden ist der Untergrund in weiten Teilen

humos und schwer. Aufgrund des Baumbestands

sei das Thema Schatten allgegenwärtig.

Ideal für Pflanzen wie verschiedene Knötericharten

(Persicaria) oder die noch wenig

verbreitete Boehmeria, eine nesselartige

Staude mit speziell ausgeformten Blättern,

die ursprünglich aus China stammt. Für Farbe

sorgt die rotlaubige Japanische Petersilie

(Cryptotaenia japonica), die nicht nur dekorativer

Blattschmuck ist, sondern auch in der

Küche verwendet werden kann, etwa als Beigabe

für die Gemüsesuppe. Schattige Lagen

verträgt auch die Wasabipflanze, auch unter

dem Namen japanischer Meerrettich bekannt.

Ihre Wurzelrhizome finden als scharfes

Gewürz Verwendung. An geschütztem

Platz ist Wasabi bei uns gut winterhart. Sehr

dekorativ und aussergewöhnlich ist überdies

die kletternde Version des Tränenden Herzens (Dicentra scanends),

die sich an geschützten Mauern oder in Sträuchern hochrankt.

Elisabeth Jacob trägt ihre Raritäten aus der ganzen Welt

zusammen, ist gut vernetzt mit Staudengärtnern im In- sowie im

Ausland und testet auch immer wieder Neues aus internationalen

Samenkatalogen. Besonders interessant für die Kultivierung in der

Schweiz erscheinen ihr Pflanzen aus Nordamerika sowie Teilen

Asiens. Von dort stammt ursprünglich auch die zur Familie der

Steinbrechgewächse (Saxifragaceae) gehörige japanische Blattschmuckpflanze

Peltoboykinia watanabei, die mit ihren geschlitzten

Blättern Struktur ins Beet bringt.

Blatt vor Blüte

Die meisten Schattenpflanzen warten nicht mit auffälligen Blüten

und knalligen Farben auf. Oftmals ist ihr Blütenschmuck

sehr unscheinbar und zurückhaltend und fällt nur dem geübten

Auge auf. Vielmehr sind es die Blattformen

und -texturen, welche den Reiz dieser

Pflanzen ausmachen. Gekonnt kombiniert,

entstehen spannungsvolle Arrangements,

in denen die verschiedenen Grüntöne harmonisch

zusammenspielen. Nebst üppigen,

grossen Pflanzen wie etwa dem Schaublatt

(Rodgersia) gibt es auch sehr kleine Schattenpflänzchen

wie den Sauerklee Oxalis

squamata oder den Sibirischen Portulak,

ein zierlicher, rosa blühender Bodendecker,

der auch unter Nadelgehölzen gedeiht.

Ähnlich filigran ist der mehrjährige Borretsch

(Borago pygmaea) mit hellblauen

Blüten. Nebst aussergewöhnlichen Farnen

wie dem rötlich überhauchten Rotschleierfarn

(Dryopteris erythrosora) haben es Elisabeth

Jacob auch die Gräser angetan. Im

Schatten gedeihen verschiedene Carex-Arten,

aber auch das noch wenig bekannte

Nepal-Reitgras (Calamagrostis emodensis) oder das Flattergras

Millium effusum ‘Aureum’. Momentan testet die Staudengärtnerin

ausserdem das Japanische Waldgras auf seine Eignung in

unseren Breitengraden. In grossen Versuchsbeeten am Rande

des Pflanzenquartiers präsentiert sie in Musterbeeten mögliche

Kombinationen. Elisabeth Jacob ist mitten im Prozess, ihre

Gärtnerei biologisch zertifizieren zu lassen, da sie aus Überzeugung

im Einklang mit der Natur arbeitet und bereits heute auf

torffreie Substrate (z. B. von Ökohum) setzt.

49


Reportage

1

2

50


Reportage

1) Die Gärtnerei ist idyllisch in die waldartige

Landschaft eingebettet.

2) Elisabeth Jacob und ihr Partner Fredy Ungricht

im Mutterpflanzenquartier, umgeben

von Funien und Farnen.

3 4

Foto: Beni Dittli

Im Park

Zur Gärtnerei gehört ein weitläufiger Park, der den Besuchern frei

zugänglich ist. Das gesamte Areal umfasst insgesamt 1,2 Hektaren.

Die Parkanlage mit Baumschule und grossem Teich war auf

einer Wiese entstanden. Fredy Ungricht, der in Zürich ein eigenes

Landschaftsarchitekturbüro führt, erinnert sich, dass er als Jugendlicher

ab und zu im Park und in der Baumschule mitgearbeitet

hat. Als Elisabeth Jacob und Fredy Ungricht vor fünf Jahren das

Gelände erkundeten, wurde ihnen bewusst, wie schön der Ort ist

und welches Potenzial darin steckt. Langsam reifte die Idee heran,

nochmals etwas Neues anzupacken und eine kleine, exklusive

Nischengärtnerei aufzubauen. Veränderungen gehören bei Elisabeth

Jacob zum Leben, hat die Journalistin doch vor rund zehn

Jahren eine Zusatzausbildung als Staudenkultivateurin und Obergärtnerin

in Angriff genommen. Ihr Wissen hat sie in verschiedenen

Fachbetrieben in der Schweiz, in Südafrika, Deutschland

und Italien vertieft.

Mit den Jahren ist der Naturpark in Rifferswil teils verwildert, sein

Grundkonzept nicht mehr klar ablesbar. Zu den zukünftigen Projekten

Jacobs und Ungrichts zählt es, die teils zugewachsene

Teichfläche freizulegen, damit die Wasserfläche als offenes, ruhendes

Element wieder zum Tragen kommt. Aus- und Einblicke

sollen bewusst inszeniert werden, die Wege zwischen den alten

Rhododendren verschiedenen Themen wie den Farnen oder Hostas

gewidmet werden. Schritt für Schritt verwirklichen sich die

beiden mit ihrem Wirken in Gärtnerei und Park ihren Lebenstraum.

Caroline Zollinger

3) Die beschatteten Tunnels stammen noch

aus den Zeiten der Rhododendronbaumschule.

4) Elisabeth Jacob und Fredy Ungricht im Park

TIPP

Praxis-Tipp von Elisabeth Jacob

«Wir haben festgestellt, dass den Mäusen die Wurzeln des

Fingerhuts nicht schmecken und sie diese unbehelligt lassen.

So haben wir an Stellen mit lästigem Mäusevorkommen zunächst

einen Fingerhutbestand gepflanzt und konnten die Nager so nachhaltig

verdrängen.»

51


Interview mit der Autorin

und EM Expertin Anne Lorch

Kresse ohne EM (links)

und mit EM (rechts)

: Was sind Effektive

Mikroorganismen, und wie wirken sie?

Anne Lorch: «Effektive Mikroorganismen»

– oder kurz «EM» genannt – ist eine Mischung,

die hauptsächlich aus im Boden

lebenden Bakterien, Hefen und Pilzen besteht.

Die Mixtur wurde vor gut 30 Jahren

in Japan als Bodenhilfsmittel entwickelt.

Mit dieser Rezeptur wird ein EM für Europa

aus heimischen, gentechnikfreien Mikroben

hergestellt. Da EM Leben aufbauende

(regenerative) Prozesse unterstützt und abbauende,

fäulnisbildende Vorgänge unterbindet,

stellte sich heraus, dass diese Mikroben-Zusammensetzung

nicht nur der

Gesundung unserer strapazierten Böden

dient, sondern in fast allen Lebensbereichen

eingesetzt werden kann. Und das

macht EM so unglaublich interessant.

Wie sind Sie zu diesem Thema

gekommen?

In Sache Umweltschutz schon länger unterwegs, bin ich seit der

Jahrtausendwende immer wieder auf EM gestossen und neugierig

geworden. Ich habe Seminare besucht, Symposien, EM-Studienreisen

innerhalb Europas, nach Thailand, Vietnam und nach Ägypten

mitgemacht und auch darüber berichtet. So bin ich immer tiefer in

die EM-Geschichte eingestiegen. Susanne Schütz (Biokurszentrum

Birnbaum bei Zollbrück) hatte das Thema bereits in ihre Kurse eingebaut

und meinte, dass sie dringend ein Anwenderbuch über EM

brauche. So entstand bis 2006 das Standardwerk «EM Eine Chance

für unsere Erde», in dem alle EM-Einsatzbereiche geschildert werden.

Dieses Buch habe ich letzten Winter bereits zum 2. Mal überarbeitet

und erweitert. Susanne Schütz fand, dass es Zeit sei, noch

ein EM-Buch speziell nur für den Garten zu machen. Diese Zusammenarbeit

war wie immer anregend, begeisternd und inhaltsreich.

Als passionierte Gartenplanerin habe ich die blumige Seite eingebracht.

Alles zusammen hat uns beiden viel Spass bereitet und bereichert.

Bei den Recherchen für beide Bücher sind mir stets sehr

umweltbewusste und aktiv engagierte Menschen begegnet, die mich

jedes Mal aufs Neue motovierten.

Die Effektiven Mikroorganismen

scheinen

auf vielen Ebenen

auf äusserst positive Art

zu wirken.

Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt

es, und welche Erfahrungen haben Sie

gemacht?

Ja, wo soll ich da anfangen, wo aufhören?

Es hat sich herausgestellt, dass die Effektiven

Mikroorganismen ein Breitbandspektrum

haben, das immer noch nicht

ausgereizt ist, und das macht es so spannend.

Vom Anwender wie mich, der EM

im Garten, Haus und in der Körperpflege

einsetzt und täglich ein für den Menschen

zugelassenes EM schluckt, um Heilungsprozesse

zu fördern und Immunkräfte zu

stärken, bis hin zum Landwirt für den

Feldanbau und die Viehzucht und weiter

zum industriellen Einsatz z. B. im Baugewerbe

bis zu Sanierungen nach Naturkatastrophen:

Die Effektiven Mikroorganismen

scheinen auf vielen Ebenen auf äusserst

positive Art zu wirken. Das bestätigen

auch viele Studien. Ich habe etliche

Inhaber von grossen Landwirtschaftsbetrieben

erlebt, wie sie mit leuchtenden Augen erzählten, dass sie am

Rande des Ruins mit dem Einsatz von EM aus Gesundheitsproblemen

beim Vieh herausfanden oder sich der Ertrag und die Qualität

der Ernten wieder massiv erhöhten, wie Landwirte neuen Mut

schöpften oder gar beste wirtschaftliche Resultate erzielten.

Wie kann man EM im Garten

oder im Haus anwenden?

Auch hier sind kaum Grenzen gesetzt. Das flüssige EM wird als stark

verdünnte Lösung gespritzt oder gegossen. EM-Keramik gibt es als

Pulver für den Einsatz im Boden oder als Hohlröhrchen (EM-Pipes)

für Wasseranwendungen. Alles Gemüse und Obst, das mit EM-Pflege

heranwächst, hat eine bessere Haltbarkeit, ein intensiveres Aroma

und mehr Gehalt an Gesundstoffen. Blumen strahlen farbiger,

Schad erreger bleiben weg, weil sie keine geschwächten Pflanzen

vorfinden. Nassbiotope (Wasserspiele, Teich) sind ein Eldorado für

die Mikrobenmixtur, welche nicht nur das Wasser wieder aus der

Veralgung herausführen kann, sondern auch die Sedimente (Verschlammung)

abbaut. In Wohnräumen, die mit EM gepflegt wer-

52


den, setzt sich weniger Staub an (weniger Hausstaubmilben), es entsteht

eine wohltuende Raumatmosphäre. Gerüche werden eliminiert.

In Küche, Bad und WC ist die Hygiene anhaltend, weil die Flächen mit

dem antioxidativ wirkenden EM besetzt werden, das Oxidation (Abbau,

Korrosion) nicht zulässt, d. h., die krankmachenden Keime finden

keinen Platz mehr, um sich auf die soeben gereinigten Flächen

niederzulassen. Weil alles Wasser, auch das zum Putzen, mit EM-

Zusatz eine feinere Struktur erhält, ist die Reinigungskraft gross, denn

der Wasserfilm kann sich leichter unter die Schmutzverkrustungen

schieben. Das gilt auch für die Anwendung in der Waschmaschine

oder dem Geschirrspüler. Es sind kaum andere Reinigungsmittel

mehr nötig. Wer die Funktionsweise der Effektiven Mikroorganismen

verstanden hat, wird kreativ und findet oft weitere Einsatzmöglichkeiten

heraus.

Wie oft muss ich EM anwenden, damit eine gute Wirkung

erzielt wird?

Das kann nicht pauschal beantwortet werden, auch die Rezepturen

im Buch sind nur Leitlinien. Jeder Boden und jedes Wasser ist anders.

Das Wetter, die Ansprüche der Pflanzen, eine magere oder eine satte

Erde sind Kriterien, die den Einsatz von EM bestimmen. Oft ist hier

weniger mehr. Anfangs erscheint die EM-Anwendung vielleicht etwas

kompliziert, ist aber im Grunde viel einfacher und auch kostengünstiger

als konventionelle Gartenbearbeitung. Wichtig ist die eigene

Beobachtung, das Einfühlen in die Pflanzenwelt, in die «Mitarbeiter»

im Boden und Wasser, eben in das wundersame Naturgeschehen.

Aber auch der schnelle, nicht so intensive Gartenbetreuer wird bei

anfangs regelmässiger EM-Pflege saftiges und gesundes Grün erleben.

Später, nach zwei bis drei Jahren stellt sich eine stabile Boden- und

Pflanzengesundheit ein und erfordert weniger EM-Einsatz. Im Haushalt

wird EM als umweltbelebende Alternative zu herkömmlichen

Mitteln bei jedem Reinigungsvorgang eingesetzt. Es sind nur geringe

Mengen (ca. 30 ml pro 10 Liter Wasser) erforderlich.

Kann ich EM auch selber herstellen oder woher bekomme ich

die Produkte?

Aus einem Liter der Grundlösung EM1 können 33 Liter aktiviertes EM

(EMa) selber vermehrt werden. Im Internet gibt es viele Informationen

über EM-Produkte (s. Infokasten). Dort sind auch die regionalen

Verkaufsstellen aufgelistet. Der EM-Verein Schweiz (www.ig-em.ch)

organisiert Veranstaltungen und Exkursionen. In Ortsgruppen wird

der Erfahrungsaustausch gepflegt (EM-Stammtisch).

Das Interview hat Dr. Uwe J. Messer mit Anne Lorch geführt.

EM-Shop

EM Schweiz AG

Titlisstrasse 11

6020 Emmenbrücke

Tel. 041 260 44 74

www.em-schweiz.ch

Kurse & EM-Shop

Susanne und Martin

Schütz

Vorder Birnbaum 562

3436 Zollbrück

Tel. 034 496 71 48

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Tipps aus Susannes Erfahrungsschatz.

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Das Gartenjahr und alles,

was dazugehört, werden

Monatsweise vorgestellt –

zusammen mit umfangreichen

praktischen lungen für den Einsatz von EM (Effektiven

Empfeh-

Mikroorganismen). Das Praxisbuch folgt

den natürlichen Kreisläufen der Natur, rückt

mit zauberhaften Fotos all das ins Blickfeld,

was den Garten und den Gärtner nährt und

das ganze Jahr über Freude bringt.

2013, 240 Seiten, über 700 Abbildungen

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und Praxis

Die Wirkungsweise dieser

Organismen wird in ausdrucksstarken

Bildern und in

informativen Texten sichtbar

gemacht und förmlich zum

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Mitarbeiter und Nutzniesser

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Funktionssystems den, das in der Lage ist, weltweites Chaos

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können Sie ein Buch gewinnen.

53


FELCO SA im

Herzen des

Schweizer Jura

Die elektrische Schere FELCO

820 mit aussergewöhnlicher

Schnittleistung.

Die Stutzund

Schneidwerkzeuge

von FELCO sind

weltweit ein Begriff in Sachen

Qualität, Zuverlässigkeit und

Langlebigkeit. Die Scheren mit dem

roten Griff kennt jeder Gärtner, und

wer einmal mit einer Felco gearbeitet

hat, möchte keine andere

Schere mehr besitzen.

54


Im Fokus

1) Das Hauptgebäude

der FELCO in

Les Geneveys-sur-

Coffrane

1

2) Letzte Kontrolle

der Zweihandscheren

FELCO 210A-60

Die Firma, 1945 von Félix Flisch gegründet, ist nach wie vor

ein Familienbetrieb mit rund 150 Mitarbeitern. Die im

eigenen Werk konstruierten und mit den besten Rohstoffen

und nach strengsten Fertigungsverfahren hergestellten

FELCO Werkzeuge werden täglich von Millionen Benutzern weltweit

hoch geschätzt. Die Baum-, Reb- und Gartenscheren wurden

für ein Arbeiten im Einklang mit der Natur entwickelt. Baumgärtner

weltweit schätzen die Klingen und Gegenklingen der verschiedenen

Modelle, die einen sauberen und präzisen Schnitt ermöglichen,

der wiederum eine rasche Vernarbung der Schnittwunden

gewährleistet.

Hauptsitz in Neuchâtel

FELCO SA hat seine Wurzeln im Herzen des Schweizer Jura. Sein

Hauptsitz liegt bei Neuchâtel, einer Region, die weithin für ihre

Uhrenfabriken und Feinmechanikbetriebe berühmt ist. Die Konzeption

eines jeden Projekts zielt darauf ab, in optimaler Weise auf

die je nach spezifischen Bedürfnissen unterschiedlichen Erwartungen

des Kunden einzugehen. Und so sind denn Ergonomie,

Komfort und Wartung der Werkzeuge sowie Kundendienst und

Lieferung in alle Welt allesamt Punkte, auf die FELCO SA mit

grösster Sorgfalt eingeht.

Weltweiter Marktführer

Im Laufe der Jahre sind die FELCO Produkte zum Qualitätsmassstab

für Schnitt- und Stutzprofis geworden. FELCO SA bekräftigt

heute seine Position als weltweiter Marktführer bei Baum-, Rebund

Gartenscheren. Im Verlaufe der letzten Jahre hat FELCO seine

Astscherenpalette um neue leistungsstarke und leichte Werkzeuge

erweitert, so wie die Zweihandscheren mit Aluminium- und Karbongriffen

(verfügbar in drei Längen) und die Modelle mit dem

innovativen Kraftübersetzungssystem. Bei Letzteren sind zwei

Modelle mit Amboss verfügbar, die FELCO 230 und FELCO 231

sowie eine By-pass-Astschere, die FELCO 220 (Gesamtlänge 80

cm).

Erste Elektrische Schere von FELCO Motion

Im Jahre 2010 wurde ein Schwesterunternehmen der FELCO, die

Firma FELCO Motion gegründet, mit dem Ziel, elektrische Werkzeuge

zu entwickeln und zu produzieren. Zwei Jahre später präsentierte

die Firma ihre erste elektrische Schere, die FELCO 820.

Sie ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen FEL-

CO, FELCO Motion und hoch qualifizierten Schweizer Entwicklungsbüros.

Mit ihrem Schnittdurchmesser von bis zu 45 mm

bietet die FELCO 820 eine aussergewöhnliche Schnittleistung.

Eine besondere Eigenschaft der FELCO 820 besteht darin, dass

doppeltes Drücken auf den Abzugshebel den Schneidkopf halb

öffnet. Dies sorgt für Zeitersparnis bei kleinen und mittelgrossen

Schnitten. Das Tragesystem ist kompakt und leicht, wodurch ein

optimaler Tragekomfort und eine hervorragende Autonomie gewährleistet

werden. Die Tragegurte lassen sich leicht an verschiedene

Benutzer anpassen. Sie liegen eng am Körper an und bieten

optimale Bewegungsfreiheit. Die superleichten und flachen Akkus

Li-Po liefern genügend Energie für einen ganzen Arbeitstag.

Sie können in 2 Stunden aufgeladen werden.

Innovatives Modell – Felco 801

Mit der Lancierung der elektrischen Baumschere FELCO 801 im

September dieses Jahres hat FELCO sein Angebot an elektrischen

Baum-, Reb- und Gartenscheren erweitert. Dieses innovative Modell

eignet sich dank seines schlanken Designs

vor allem für Arbeiten in Weingärten. Die FELCO 801 schneidet

schnell, ist leicht und ergonomisch und passt problemlos in die

Zwischenräume der zu schneidenden Äste. Das Werkzeug schneidet

Durchmesser bis zu 30 mm und eignet sich für zahlreiche

andere Einsatzbereiche. Es bleibt spannend, was in Zukunft in

diesem Segment Neues entwickelt wird.

Eric Boschung

2

FELCO SA

Rue de la Rinche 3

2206 Les Geneveys-sur-Coffrane

Tel.: 032 737 18 80

www.felco.ch

55


1

15

14

16

Das Hochbeet im Frühling: 1 Radieschen

2 Kopfsalat 3 Rettiche 4 Eissalat 5 Radieschen

6 Kohlrabi weiss und blau 7 Spinat 8 Spitzkohl

9 Pflücksalat, Mischkultur aus 10 Steckzwiebeln und

11 Schwarzwurzeln 12 Asiasalate und Salatwiese

13 Immertragende Erdbeeren 14 Kerbel 15 Gartenkresse

16 Petersilie 17 Rucola (aus dem Buch «Hochbeet»

Stein/Kosok-Pokorny, s. Buchtipp S.60)

17

1 2 3 4 5 6 7 8 9

11

10

12

13

56


Technik

Gärtnern

im Hochbeet

Ein Hochbeet ist günstig für alle, die sich mühsames

Graben ersparen wollen, Rückenprobleme haben oder

denen das gebückte Arbeiten am Boden schwer fällt.

Aussäen, Pikieren oder Pflegen kann man am Hochbeet

bequem im Stehen und oft sogar vom Gartenstuhl

wie auch Rollstuhl aus. Das ist nicht nur willkommen

bei stressgeplagten Büromenschen und Senioren.

Vor allem in kleinen Familiengärten weiss man das

leichte Gärtnern auf wenig Raum zu schätzen.

2

1) Das abgebildete Hochbeet zum Bearbeiten

in Sitzposition aus gefastem Lärchenholz mit

unverwüstlichen Aluminium-Eckpfeilern wird

von der Firma WG-Holzideen (www.wg-holzideen.at)

hergestellt.

2) Das innovative und durchdachte Holzhochbeet

«Veg Trug» ist der Gemüsegarten der Zukunft

(www.neogard.ch).

Hochbeete sind praktisch, weil man damit auf umweltfreundliche

und kostensparende Weise Grünabfälle entsorgen

kann. Heckenschnitt und Zweige verschwinden als

unterste Lage im Bauch des voluminösen Kastens. Als nächstes

schluckt er eine dicke Lage aus Kohlblättern, Küchenabfällen,

Häckseln aus dem Schredder, Blättern oder Laub. Als Abschluss

nach oben dient eine Schicht Reifekompost oder Blumenerde aus

dem Gartencenter, in der man ohne Unkrautprobleme säen oder

pflanzen kann. Das alles wandelt sich im Hochbeet in nahrhaften

Humus um. Dabei entsteht Wärme, die den Pflanzen gut bekommt.

Sie danken es durch rasantes Wachstum und tolle Erträge.

Wer sich das Giessen ersparen will, installiert einen Tropfschlauch

oder eine andere automatische Bewässerung (z. B. von Tropf-Blumat,

Beckmann, Gardena). Einige Hersteller von Hochbeeten, wie

z. B. Gartenfrosch, bieten gleich entsprechende Bewässerungs-

Sets als Zusatzprodukte mit an.

Die Fülle der im Handel angebotenen Modelle, Grössen, Ausstattungen

und Materialien wie z. B. Holz (u. a. auch alte Transportkisten),

Weidengeflecht, Metall (z. B. Aluminium, Eisen, Cortenstahl),

Stein (u. a. Gabionen), Kunststoff, aus denen Hochbeete

bestehen können, ist enorm und erleichtert die Eingliederung und

Integration im Garten, auf der Terrasse und auf dem Balkon oder

mit dem «Rollenden Garten®» selbst im Haus. Durch einen flotten

Anstrich in modischem Blau, zurückhaltendem Grün oder

leuchtendem Gelb wird das Hochbeet aus Holz ganz nach Geschmack

zum Gestaltungselement und zu einem Gartenmöbel,

das durch seine Umweltfreundlichkeit beispielhaft ist. Ist es erst

einmal gefüllt (Anleitung s. Kasten S. 60), machen Hochbeete

kaum Arbeit. Sie sind ideal für Jung und Alt. Wer technisches

Verständnis und kreatives Geschick hat, kann es leicht selber bauen

(s. Buchtipp S. 60).

57


Technik

Vielfältige Nutzung

Ein Hochbeet kann man ganz unterschiedlich nutzen. Im Frühling

bietet es Platz für die Aussaat früher Gemüsesorten sowie

Kräutern oder für Blumen- und Gemüsesetzlinge. Später liefert es

nicht nur frischen Salat, Erdbeeren zum Naschen, gesunde Karotten

oder Radieschen knackfrisch und giftfrei auf den Tisch, sondern

ebenso fühlen sich wärmeliebende Gurken und Tomaten

darin wohl. Duftende Blumen und Kräuter vereinen sich in

Mischkultur – alles dekorativ in Augen- und Nasenhöhe und ein

weiterer Vorteil ist, dass Hochbeete für Schnecken weniger gut

erreichbar sind. Hochbeete eignen sich prächtig für diese praktische

Anbaumethode, denn alle Dimensionen lassen sich auf

engstem Raum ausnutzen. In die Höhe wachsen zum Beispiel

Paprika und Buschtomaten. Die Fläche wird mit Kohlrabi, Spitzkabis,

Lauch, Chinakohl, Rüebli, Zwiebeln, Fenchel und zarten

Salaten besät und bepflanzt. An den Rändern zieren allerhand

duftende Kräuter wie beispielsweise Schnittlauch, Salatrauke,

Kerbel, Koriander und Petersilie. Über den Rand baumeln zusätzlich

Rankgewächse wie Gurken, Melonen und Kletterzuchetti. Sie

tragen auch auf dem Weg nach unten viele Früchte und sind zudem

attraktiv. Wer farbige Gemüse wählt, trägt ebenfalls zur Abwechslung

bei. Blaue und weisse Kohlrabis, Chili-Peperoni und

Tomaten in auffälligen Tönen. Grüne und rote Kopf- und Pflücksalate

(wie z. B. ’Lollo Rossa’, ’Lollo Bionda’, ’Forellenschluss’ oder

’Teufelsohren’), rote und weisse Radieschen, blaugrüne Lauchstangen

für den Winter und sattgrüner Nüsslisalat – die Liste der

möglichen Kulturen ist lang und interessant. Sogar Raritäten wie

Erdnüsse oder Süsskartoffeln werden hier üppig gedeihen. Dazu

als Herbstkultur süss-aromatischer Fenchel. Hohe Erträge liefern

Minigurken, Kletterzuchetti, Tomaten, Pflücksalate, Rucola und

Sprossenkohl (Brokkoli). Beim Pflanzen gilt es, besonders den

Sonneneinfall zu beachten, damit kein Gemüse dem anderen zu

viel Licht wegnimmt. Hohe Pflanzen stehen daher im Norden,

niedrigere in der Mitte und ganz vorn diejenigen mit buschigem

flachem Wuchs oder hängenden Trieben. Mit drei Sä- oder Pflanzterminen

nutzen Sie Ihr Hochbeet optimal aus – so gibt es rund

ums Jahr immer reichlich zu ernten und mit dem «Rollenden

Garten®» kann man das mobile Hochbeet den Winter

über ins Haus holen, um dort weiter

zu ernten.

Ideal zur Pflanzenanzucht

Wird das Hochbeet mit einem Tunnel und luftigem Vlies darüber bespannt,

wandelt es sich im Frühling (oder auch später noch, denn es

gibt immer etwas auszusäen) zur Pflanzenkinderstube. Gemüse- und

Blumensetzlinge wachsen unter der luftigen Decke schnell und sicher

heran. In den Sommermonaten weicht das Vlies einem engmaschigen

Kunststoffnetz, es hat sich als wirksame Barriere gegen Hagel, Schnecken,

Schadinsekten oder Vögel erwiesen. Gut geschützt gegen Blattläuse,

Erdflöhe, Kohl- und Möhrenfliege oder die Schmetterlinge des

Kohlweisslings mit seinen bald schlüpfenden Raupen, wachsen hier

leckere Karotten, Radieschen, Rettiche, Kohlrabi und andere Gemüse

in appetitlicher Frische heran. Auch die Sommeraussaaten mit Jungpflanzen

von Chinakohl, Pak Choi, Endivien, Radicchio, Asiasalaten

oder zweijährigen Beetpflanzen wie Bartnelken, Vergissmeinnicht,

Hornveilchen oder Islandmohn und Fingerhut sind vor den in der

warmen Jahreszeit besonders aktiven Schädlingen geschützt. Nützlich

ist eine Ablage rings um das Hochbeet. Sie sollte breit genug sein,

um Saattüten, Stifte und Etiketten, kleine Handgeräte, einen Erntekorb

oder gar ein Glas mit einem Erfrischungsgetränk abzustellen.

Siegfried Stein

Die Vorteile:

Hochbeete sind eine feine Sache. Die praktischen, nach oben

und unten offenen eckigen oder abgerundeten Kästen lösen

viele Probleme:

➜ Riesenernten auf ganz wenig Platz

➜ Elegante Verwertung von Grünabfällen wie Äste, Laub,

Stau den- und Gemüsereste – sie alle verschwinden

im Inneren und verrotten langsam in 3 – 5 Jahren

➜ Schnelles Wachstum und frühe Ernten, weil sich selbst

lehmig-tonige Erde leicht erwärmt

➜ Bequemes Bearbeiten und Ernten aus ca. 1 Meter Höhe

➜ Das Gärtnern ist überall möglich: auf verdichteten,

tonigen, zu harten oder verunkrauteten Böden, ja sogar

auf nacktem Beton

PC-Lichtkuppel 1,25 m mit Polycarbonat-Deckplatte. Kuppelhöhe 45 cm dazu

die Treibbeetrahmenhöhe. PC-Fenster 1,25 m mit Lichtplatte aus Polycarbonat

in soliden, verzinkten Stahlrahmen gefasst, leichtes Gewicht.

(möglich mit PC-Fenster), www.schneckenzaun.ch

Praktisches

Hochbeet

«VegTrug» von

Neogard zum

zusammenklappen

58


Technik

1) Neu ist die Verwendung von Hochbeeten in Hanglagen. Viele Gärten

können so optimaler genutzt werden. (www.sager-gartengalerie.ch)

2) Immer häufiger werden Hochbeete auf Terrassen eingesetzt.

Auf der Dachterrasse der Bioforce / A.Vogel in Roggwil kann eine

solche Anlage besichtigt werden. (www.sager-gartengalerie.ch)

3) Dank verschiedenen Materialien findet jeder ein passendes

Hochbeet für seinen Garten. (www.sager-gartengalerie.ch)

2

1 3

Ein Hochbeet kann ein Frühbeet ersetzen

Ob Salat, Kohlrabi, Frühkohl oder Sommerblumen wie Bechermalven,

Löwenmäulchen oder Astern – in 80 – 90 cm Beethöhe

kann man nicht nur viel bequemer, einfacher und leichter ohne

Bücken säen, auch den keimenden Pflanzen bekommen die

Bedingungen in angewärmter Luft besser. Freudig wachsen sie

in einer 5 – 8 cm dicken Schicht von lockerer, unkrautfreier Aussaat-

oder Blumenerde heran. Zur gleichen Zeit lässt sich das

Hochbeet auch als Kulturfläche nutzen. Während sich die Aussaaten

zu Jungpflanzen entwickeln, gedeihen nebenan schon

die ersten Radieschen, Mairüben, Salate oder Salatrauke für

eine frühe Ernte. Die Abdeckung mit einem Tunnel aus Vlies

hilft dabei. Man kann darunter Sägemüse wie frühe Radieschen,

Rettiche, Spinat, Winterportulak und Salatrauke bis

zur Ernte kultivieren, die unter einer Vliesabdeckung 3 – 4

Wochen früher beginnen kann als im Freien. Auch Schnittsalat

und Pflücksalate sind Kulturen, die schnellen Ernteerfolg

bringen. Man sät sie am besten am Rand aus und hält

sich die Mitte frei für die Anzucht von Setzlingen von Pflanzgemüsen.

4) Das «Grow Cam

Tomaten- und Balkonhochbeet,

ideal,

um auf kleinstem

Raum etwas Eigenes

anzubauen

(www.neogard.ch)

4

5

5) Formschön für den

Balkon ist der galvanisierte

Pflanzkübel

«Naomi» aus Stahlblech

(www.neogard.ch).

59


PEFC/04-32-0928

nicht

so Ihre

und

acht

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Tipps

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Hochbeete

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Technik

Bucht ipps

Renate Hudak, Harald Harazim

Hochbeete

Hochbeete haben vielerlei

Vorzüge: Zum einen ermöglichen

sie Gartenarbeit

in bequemer Höhe. Zum

anderen produziert das im

Inneren verrottende Material

Wärme und setzt Nährstoffe

frei. Beides kommt

zum Beispiel benden Gemüse-Kulturen sehr zugute: Die

wärmelie-

Pflanzen wachsen besser und bringen höhere

Erträge.

64 Seiten, mit ca. 75 Farbfotos

Gräfe Unzer Verlag 2013, CHF 11.90

978-3-8338-2886-7

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Hochbeete

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Lust auf Erntefreuden

Entdecken Sie die Vielseitigkeit von Hochbeeten! Denn Hochbeete

bieten nicht nur ideale Wachstumsbedingungen für viele Nutz- und

Zierpflanzen, sie verschaffen Ihnen zudem eine Fülle an raffinierten

Gestaltungsmöglichkeiten für Ihren Garten. Unsere Autoren Renate

Hudak und Harald Harazim zeigen Ihnen a les Wissenswerte über

Hochbeete und geben Ihnen bewährte Tipps und vielseitige praktische

Anregungen für das Hochbeet im eigenen Garten.

Grundwissen kompakt: Von Standortwahl und Bau bis hin zu

Bep flan zung und P flege fi nde n Si e a les, was Sie über Hochbeete

wissen so lten – so steht Ihren Erntefreuden nichts mehr im Weg.

Gartengestaltung extra: Von klassisch bis modern – holen Sie sich

kreative Ideen und praktische Vorschläge für die Gestaltung Ihres

Gartens mit Hochbeeten.

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Sie die unverzichtbaren 10 GU Erfolgstipps auf der hinteren Klappe.

Der GU Leserservice: Brauchen Sie weiteren Rat zum Thema? Wir

helfen Ihnen gerne und beantworten Ihre Fragen ➝ Seite 64.

Hochbeete sind vielfältig, im Nutzgarten genau

so wie im Ziergarten – einfach umblättern!

Siegfried Stein, Gernot Kosok-Pokorny

Hochbeete

Selber bauen und bepflanzen

Gesunde Pflanzen gesunde

Gärtner: Beete in angenehmer

Arbeitshöhe. Schrittfür-Schritt-Anleitungen

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Selberbauen verschiedener

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und Pflegetipps: müse, Kräuter, Essbare Blüten, Naschobst.

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96 Seiten, BLV-Verlag, 2013, CHF 19.90

ISBN 978-3-8354-1083-1

So wird das Hochbeet befüllt:

➜ Damit sich keine Wühlmäuse einnisten

können, nageln Sie vor dem

Aufstellen des Hochbeetes einen

Schutz aus verzinktem engmaschigem

Kaninchendraht fest. Jetzt

das Hochbeet am vorgesehenen

Platz aufstellen und befüllen.

➜ Ganz nach unten kommen zu

nächst 30 cm hoch Grünabfälle aus

groben Zweigen, Ästen, Laub, Holz

häcksel usw.

➜ Die nächste Schicht besteht aus

30 cm Gartenerde oder grobem

noch unreifem Kompost.

➜ Darauf 20 cm hoch reifen Kompost

schichten. Hierzu eignet sich

besonders gut unkrautfreies gütegesichertes

Material von öffentlichen

Kompostanlagen (ist billig

und in Mengen zu haben).

➜ Den Abschluss bildet eine 10 cm

hohe Schicht aus Reifekompost

oder noch besser aus unkrautfreier,

gedüngter fertiger Blumenerde aus

dem Gartencenter. Sie eignet sich

hervorragend zum Säen und Pflanzen.

Sackt der Inhalt des Hochbeetes

im Laufe der Zeit zusammen,

können Sie damit immer

wieder ausgleichen.

➜ Wichtig bei Hochbeeten aus Holz:

Kleiden Sie das Hochbeet von innen

mit einer isolierenden

Noppenfolie aus, damit Rottebakterien

keinen Zugang zum Holz

erlangen und es lange haltbar

bleibt.

➜ Mancher mag Hochbeete als unansehnliche

Bauwerke aus Stämmen

oder grob zusammengefügten

Brettern in Erinnerung haben.

Das war in den Anfangszeiten

üblich. Inzwischen bietet der Handel

eine Vielzahl von Modellen

an, die nicht nur praktisch,

sondern auch attraktiv anzusehen

sind. Ein Blick ins Internet liefert

eine Auswahl an Bausätzen in

allen möglichen Preislagen. Zum

Bearbeiten bequemer sind

Modelle, die sich nach unten

verjüngen und deshalb Beinfreiheit

bieten oder sogar für das

Pflegen im Sitzen auf einem

Stuhl oder im Rollstuhl geeignet

sind.

Tipp: Zum Gedeihen von

Gemüse, Kräutern und

TIPP Blumen genügt schon

eine ca. 25 cm dicke Schicht aus

nahrhafter, humusreicher Erde.

Soll Ihr Hochbeet keine Gehölzabfälle

entsorgen, muss es deshalb

nicht gänzlich mit Erde befüllt

werden. Sie können die benötigte

Menge z. B. mit einem Zwischenboden

aus Holzbrettern reduzieren.

Stabilen Halt für diese Auflage

bieten z. B. hinein gestellte grosse

Kanister oder rundum angeschraubte

Kanthölzer aus Holz.

Bezugsquellen (Auswahl):

Während andere

Hochbeete im Winter

draussen bleiben,

kann der «Rollender

Garten®» ins Haus

gerollt und den

ganzen Winter über

weiter geerntet werden

z.B. Pilzkraut,

Kaffir-limette, Zitronengras

oder das

Kraut der Unsterblichkeit.

Gartenfrosch GmbH, D-86492 Egling

(www.gartenfrosch.com):

- Hochwertige Hochbeete aus heimischem Lärchenholz,

mit Frühbeetaufsatz

- aus Weidengeflecht mit Stahlrahmen und Lärchenholz

Neogard AG, CH-5728 Gontenschwil

(www.neogard.ch):

- Frühbeete von Growcamp, VegTrug, Hochbeete aus

Metall / Edelstahl aus Schweizer Produktion

Rollender Garten®, CH-9613 Mühlrüti

(www.rollender-garten.ch)

- Das mobile Hochbeet für 365 Tage

- Das Hochbeet für Draussen und Drinnen

R. Sager Gartengalerie, CH-9108 Gonten AL

(www.sager-gartengalerie.ch)

- Hochbeete aus Granit, Lärchenholz,

Terrassen-Hochbeete etc.

60


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Rollender Garten®

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Kombiniert sind es schöne Kleingewächshäuser aus heimischem

Lärchenholz. Augenmerk liegt dabei kompromisslos

auf Funktionalität verbunden mit ansprechender

Gestaltung. Hohe Ernteerträge und harmonisches Aussehen

schließen einander nicht aus! Diese Beete fügen

sich nahtlos in den Garten ein, ohne dabei dominant

vom Wesentlichen - der gewachsenen Natur - abzulenken.

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61


Reportage

Blick aus dem Erdtreibhaus

(s. kleines Foto), hier kann man ab Februar

mit der Arbeit beginnen.

62


Trend Permakultur

Gemüse und

Mittelmeerkräuter

in Höhenlagen

Reportage

Im zweitgrössten Permakultur (PK) Projekt Europas auf der

Schweibenalp ob Brienz gedeihen verschiedene

Gemüsesorten ebenso wie wärmeliebende Kräuter, Beeren

und Zuckermais. Seit Neuestem gibt es dort auf

1100 M.ü.M. sogar eine Staudengärtnerei. Möglich ist dies

dank raffinierten Erdtreibhäusern, mit unterschiedlichen

Beetformen und Mikroklima-Zonen, die der PK Designer

Markus P. Pölz geschaffen hat.

Oberhalb des typischen Herbst-Nebelmeers scheint die

Sonne und wärmt die Steine der geschwungenen Kräuterterrassen,

die sich im oberen Teil der Schweibenalp elegant

den Hang entlang schmiegen. Eine wunderschöne grüne

Idylle, dabei hatte es hier vor einem Jahr noch eher trostlos ausgesehen.

Damals war es eine etwas seltsam anmutende Steinwüste

gewesen, heute wachsen hier Heil- und Tee-Kräuter verschiedenster

Sorten wie Sonnenröschen, Beifuss, Beinwell, Mutterkraut,

Rainfarn, Zimbelkraut, Zittergras, Dill, Rosmarin und Peterli,

allein vom Thymian gibt es mehr als sechs Sorten. Auch das

Pfefferminz-Sortiment kann sich sehen lassen: Orangen- und

Englische-, Apfel- und Bergamotteminze, Schweizer- und Ricolaminze

lassen die Herzen von Teeliebhabern höher schlagen. Sogar

dem wärmeliebenden französischen Estragon gefällt es augenscheinlich

sehr gut.

Wärmespeichernde Kräuterterrassen

Markus P. Pölz, der verantwortliche Designer des Projekts, staunt

am meisten darüber, dass der Griechische Bergtee so gut gedeiht

und Ende Oktober noch Blüten hervorbringt. «Diese Pflanze

braucht sehr viel Wärme, scheinbar haben wir hier die idealen

Umstände für sie geschaffen!», so Pölz. Dazu war ein grosser Aufwand

notwendig, monatelang wurde gebaggert, aufgeschüttet,

gerodet und gepflanzt. «Diese Kräuterterrassen sind mit viel

Schotter und wenig Erde gefüllt», erklärt Pölz. «Die äusseren

Steine erwärmen sich und geben die Wärme dann nach innen ab,

sodass die Pflanzen ein ganz anderes Klima haben, als wenn sie

einfach in den Boden gesetzt würden.» Er prophezeit, dass schon

nächstes Jahr kein Untergrund mehr sichtbar sein wird vor lauter

wuchernden Pflanzen. Dann werden die Perma-Kulturisten noch

mehr Arbeit damit haben, die Kräuter zu beernten und weiterzuverarbeiten!

Schon jetzt stellen die acht Personen, die während

der Saison hier beschäftigt sind, in Handarbeit unzählige Produkte

her, und die Staudengärtnerei ist in ihrer ersten Saison

schon mächtig in Fahrt gekommen. Verkauft werden die leckeren

Sachen (wie z. B. Holunder-Estragonessig, Wildstaudensetzlinge,

Tees, Badesalze, Fussbalsam, Bio-Alpenkräuter- und Gemüse-Samen)

direkt im Kurs-Zentrum der Schweibenalp oder auf Märkten.

Pölz betont: «Permakultur bedeutet Fülle und Vielfalt!»

Fruchtbäume in Mischkultur

Wie gut das Experiment Fruchtbäume ausgehen wird, ist ungewiss,

da kein Händler für diese Höhenlage Erfahrungswerte angeben

konnte. Doch die Chance, dass die rund 80 Bäume, die auf der

ehemaligen Kuhweide in den heute terrassierten Nordhang gesetzt

wurden, bald saftige Früchte hervorbringen werden, ist

gross. Die Obstbäume wurden in einer Mischkultur mit anderen

Pflanzen (Förder-, Ablenkungs- und Nutzpflanzen) zu einer

Obstbaum-Lebensgemeinschaft gepflanzt. Schliesslich wird auch

gut, sprich dick, gemulcht, und diese Heudecke, auch Baumkreis

genannt, schafft optimale Bedingungen. Unter ihr bleibt die Erde

locker, kann also genügend Sauerstoff speichern. Zudem wird

63


Reportage

unerwünschter Aufwuchs auf der Baumscheibe verhindert, was

für die Gehölze förderlich ist. Die Mulchschicht sorgt auch dafür,

dass es die Mikroorganismen im Boden gut haben und den Baum

so optimal nähren können. Zudem wurde beim Einpflanzen Terra

Preta beigegeben, sodass u. a. auch für genügend Nährstoffe

gesorgt ist. «Terra preta» ist Portugiesisch und bedeutet «schwarze

Erde», sie besteht aus einer Mischung aus Holzkohle, Dung und

Kompost. Da die Kohlestückchen den Stickstoff speichern, ist die

Beigabe eine gute Investition in die Zukunft! Ähnlich förderlich

auf Pflanzen und das Bodenleben wirken Effektive Mikroorganismen

(EM) oder Bokashi (s. Bericht ab Seite 44 in dieser Ausgabe).

Pilzgarten und Gemüse-Mischkulturen

Die Schweibenalp liegt am Nordhang des Tales. «Hier auf dieser

Höhe etwas anzubauen, ist normalerweise fast nicht möglich,

dank der Permakultur-Gestaltungs-Strategien aber gut machbar»,

sagt Pölz, der die natürlichen Begebenheiten wie Himmelsrichtung,

Erdbeschaffenheit, Sonnenstand, Windrichtung, Sturmhäufigkeit

und Schattenwurf stets genau beobachtet und alles mit

einbezieht, bevor er einen Plan zeichnet. So gibt es hier an den

schattigen Lagen einen vom Schweizer Spezialisten Daniel Ambühl

angelegten Pilzgarten. An weniger gut besonnten Standorten

wurden wenig pflegeintensive Beerensträucher und Obstbäume

gepflanzt. Zum Glück verfügt das Grundstück auch über ein Plateau,

welches Stellen hat, die den ganzen Tag besonnt sind. Hier

schmiegen sich die bereits erwähnten Kräuterterrassen an den

Hang und unzählige Hügelbeete, auf denen Gemüse-Mischkulturen

gedeihen. Auf der stürmischen Westseite wurden drei Reihen

heimische Sträucher gepflanzt, wenn sie grösser sind sollen

sie als Windschutzhecke fungieren.

Früher Frühling dank Erdtreibhaus

Gut geschützt ist auch das Erdtreibhaus. Die Neigung der Scheiben

ist so angeordnet, dass die Sonneneinstrahlung im Frühling und

im Herbst optimal ist, sodass man hier bereits im Februar mit der

Arbeit anfangen kann. Die in die Erde eingelassenen Sonnenbeete

haben den Vorteil, dass die Pflanzen mehr Wärme bekommen

und bei Bedarf rasch geschützt werden können. Das klingt einleuchtend.

Überhaupt scheint es, als gäbe es in der PK tatsächlich

für alles eine einfache und natürliche Lösung – eigentlich ein sehr

schöner Gedanke!

Die Hügelbeete werden mit einer dicken Mulchschicht aus Heu bedeckt.

Diese bewahrt die Erde vor dem Austrocknen, damit die Mikroorganismen

geschützt sind. So ergibt sich ein gutes Kleinklima, in dem die jungen

Pflanzen (Gemüse) gut gedeihen können.

64


Reportage

Bild oben: Die Sonnenbeete liegen

geschützt in der Erde. Bei Bedarf

können die Pflanzen darin

schnell überdacht werden.

Bild rechts: Auf den Kräuterterrassen

wachsen auf den sich schnell

erwärmenden Schottersteinen

wärmeliebende Pflanzen wie der

Griechische Bergtee (Sideritis).

Was ist Permakultur?

Mit PK (permanente Agrikultur) kann man Paradiese schaffen.

Man gestaltet Landnutzungssysteme, die nachhaltig und ökologisch

sind, Kreisläufe werden geschlossen und befruchten sich

selbst. Dazu muss zu Anfang vieles umgestaltet werden, dafür hat

man später weniger zu tun. Es ist auch ein ethisches System,

welches Zusammenarbeit und Teilen betont. Ursprünglich für die

Landwirtschaft entwickelt, ist sie inzwischen ein Denkprinzip, das

auch Bereiche wie Energieversorgung, Landschaftsplanung und die

Gestaltung sozialer Infrastrukturen umfasst. Grundprinzip ist ein

ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften mit

allen Ressourcen.

Schweibenalp – Zentrum der Einheit

Entstanden ist das alpine PK Projekt innerhalb der letzten drei

Jahre. Noch nicht vollständig angelegt ist das Weihersystem,

welches zusätzliche Vielfalt und Mikroklimas schaffen wird.

Selbst die Haltung von seltenen Nutztierarten aus dem wurde

eingeplant. So können Hühner ein an den Stall gebautes Erdtreibhaus

wärmen, sodass die Temperaturen auch im Winter nicht

unter 0 Grad fallen. Ähnlich dem Prinzip in Bauernhäusern, wo

der Kuhstall unter dem Wohnbereich lag und diesen ebenso

wärmte.

Nell Andris

Sie wollen dieses Projekt unterstützen?

Die Schweibenalp freut sich über Unterstützung, man kann

auch Baumpatenschaften übernehmen.

Das Kurs- und Ausbildungsprogramm findet sich auf:

www.alpine-permakultur.ch

Postadresse:

Schweibenalp

3855 Brienz

Tel. 033 952 20 00

65


David Holmgren

Reportage

Bucht ipps

David Holmgren

Permakultur

Gestaltungsprinzipien für zukunftsfähige

Lebensweisen:

Permakultur (von englisch

Gestaltungsprinzipien für

zukunftsfähige Lebensweisen

«permanent» und «agriculture»)

wurde in den 1970er-

Jahren von den Australiern Bill

Mollison und David Holmgren

als Methode einer dauerhaft

nachhaltigen Landwirtschaft

entwickelt. Inzwischen schät-

zen und praktizieren Menschen in aller Welt

die Permakultur als besonders sanfte und

ganzheitliche Weise der Bodenbestellung

und Kulturgestaltung. 400 Seiten, mit zahlreichen

Illustrationen, Drachen Verlag, Auslieferung:

Frühjahr 2014

ISBN 978-3927369-76-4, ab CHF 59.–

Kurt Forster

Mein Selbstversorger-Garten

am Stadtrand

Es ist erstaunlich, was auf

einem nur 700 qm großen

Grundstück alles angebaut

und wie viel Nahrung geerntet

werden kann! Der Autor

zeigt, wie sich die Prinzipien

der Permakultur ganz

praktisch auch im kleinen Gar-

ten erfolgreich anwenden lassen.

125 Seiten, viele farbige Abb.

Ökobuch Verlag 2013

ISBN 978-3-936896-72-5, ab CHF 22.90

Weiterführende Infos:

➜ Markus P. Pölz ist derzeitig der angesagteste

PK Designer in der Schweiz. Der gebürtige

Österreicher hat seine Liebe zur

Natur schon in der Kindheit entdeckt,

später lernte er bei unzähligen Experten,

darunter der berühmte Sepp Holzer. Unter

anderem führt er seit 2004 das Unternehmen

«down to earth PERMACUL-

TURE DESIGN» und leitet die «down to

earth ACADEMY FOR PERMA-CULTURE

DESIGN». Infos über seine Arbeit, seine

Kurse und Ausbildungen unter

www.permakultur-design.com

➜ Mit Pilzen kann man feuchte Schatten-

Ecken im Garten nutzbar machen. Bei

Daniel Ambühl, Schweizer Pilzfachmann,

können Interessierte lernen, wie

das geht: www.pilzgarten.info

➜ Terra Preta wertet jeden Boden auf, Infos

über das Schweizer Produkt findet man

hier: www.swiss-biochar.com

PK Designer Markus P. Pölz

➜ Dank einer Komposttoilette kann man

Humus gewinnen und den natürlichen

Kreislauf schliessen. Diejenigen von

Kompotoi sind nicht nur umweltfreundlich,

sondern auch geruchsfrei, man kann

sie kaufen oder mieten:

www.kompotoi.ch

➜ Effektive Mikroorganismen (EM) im

Garten: Mithilfe der EM-Technologie

wird das Milieu im Gartenboden so beeinflusst,

dass aufbauende, regenerative

Prozesse möglich werden. Durch den

Einsatz von EM stellt sich ein natürliches

Gleichgewicht der nützlichen Mikroorganismen

im Gartenboden wieder ein, dadurch

werden Fäulnisprozesse oder

Pflanzenkrankheiten minimiert und die

Pflanzen werden gestärkt. Mehr Infos unter

www.em-schweiz.ch, www.emiko.de

sowie unter www.em-biogarten.ch (EM-

Fachgeschäft, Kurse und Beratung)

(Weitere Infos auf Seiten 52 – 53 in dieser

Ausgabe)

Die Kompost-Toilette

Bequemer Zugang

zu den Hochbeeten

66


Reportage

Anlegen der Kräuterterrassen

Erdsubstrat (Humus, Kompost, Bruchschotter)

Pappkarton

Anstehender Boden

Natursteine zur Beetbegrenzung

Skizze Querschnitt

Kräuterbeete

im Kräutergarten

Die Kräuterterrassen sahen nach dem Bau wie eine Steinwüste aus (links). Schon nach einer Vegetationsperiode

wuchsen die Pflanzen darin sehr gut und fühlten sich wohl (rechts).

67


Impressum

Fotonachweise

Redaktions- und Inserenten-/

Herstellerverzeichnis

FREUDE AM GARTEN

Das grösste unabhängige Schweizer Gartenmagazin

54. Jahrgang

Erscheint 6 x pro Jahr + 2 Sonderausgaben

Einzelpreis: CHF 7.90

Auflage: 14’000 Expl.

Besuchen Sie uns auf Facebook

Redaktions- und Verlagsadresse

Verlag FREUDE AM GARTEN

Schörisfeldweg 7

CH-9463 Oberriet

Telefon +41 71 760 00 82, Fax +41 71 760 00 81

kontakt@freudeamgarten.ch

Verlagsleitung

Markus Probst

Dr. Uwe J. Messer (Stv.)

Chefredaktor/Redaktionsleitung

Dr. Uwe J. Messer

Verkaufsleitung

Hermann Rohner (Medienberater)

rohner@freudeamgarten.ch

Telefon +41 71 960 10 05 und +41 78 902 46 98

Lektorat

Katharina Raub

Art Director

Brandwork AG

Redaktion / Freie Mitarbeiter

Brigitte Aeberhard, Nell Andris, Ruedi Baeschlin,

Atlant Bieri, Eric Boschung, Dr. Uwe J. Messer, Arnika Nabbe,

Bert Stankowski, Siegfried Stein, Christine Thanner,

Caroline Zollinger

Abonnemente / Adressänderungen

FREUDE AM GARTEN

c/o AVD Goldach AG

Sulzstrasse 10 – 12

CH-9403 Goldach

Hotline 0800 373 833 (kostenlos)

Telefon +41 71 844 92 42, Fax +41 71 844 93 45

abo@freudeamgarten.ch

1-Jahres-Abo (6-mal + 2 SA): CHF 49.50 inkl. MwSt.

2-Jahres-Abo (12-mal + 4 SA): CHF 95.00 inkl. MwSt.

Auslandspreise*:

1-Jahres-Abo (6-mal + 2 SA): EUR 53.50 (Europa)

2-Jahres-Abo (12-mal + 4 SA): EUR 99.00 (Europa)

*Übersee auf Anfrage

Kündigung des Abonnements bitte schriftlich

4 Wochen vor Ablauf der Abo-Periode!

Produktion

MESPRO AG

Druck

AVD GOLDACH AG, Sulzstrasse 10-12

CH-9403 Goldach, www.avd.ch

© Alle Rechte für Bilder und Textbeiträge liegen beim Verlag

FREUDE AM GARTEN. Sie dürfen ohne Erlaubnis des Verlages

nicht verwendet werden.

www.freudeamgarten.ch

Titelfoto Uwe Messer (1)

3 MESPRO AG (1)

5 Sperli AG (1), GMH/Bettina Banse (1),

Uwe Messer (1), A.Vogel (1)

6-7 Uwe Messer

8-9 Hersteller

10-15 Ulrike Bosch (5), GMH/Chrstine Bach (2),

GMH/Bettina Banse (2), Uwe Messer (1),

Zeichung: biolib.de

16-21 Uwe Messer (14), GRIMM garten gestalten

(3), Burgstaller Zäune (1), Sol AG (1)

22-29 Uwe Messer (12), Fotolia/Ian Grainger (1),

Mid-Maine Greenhouse Growers

Association (1), Anna reg_wikipedia (1),

Pethan_wikipedia (1)

30-33 Fotolia/Chrstina Fischer (1),

Fotolia/mariusz szczygie (1), Alexander

Klink_wikipedia (2), Uwe Messer (7), Randy

Nonenmacher_wikipedia (1),

http://nanotechnology4today.blogspot.de

(1), tesa tape Schweiz AG (1)

34 Atlant Bieri (1), Fotolia/Vasyl Helevachuk (1)

35-36 Uwe Messer (5), Jan Eckstein_wikipedia (1),

Ivar Leidus_wikipedia (1)

37-38 bildlich.ch (1),

Peter Raider/BLV Buchverlag (1)

39-40 Uwe Messer (3), Ruedi Baeschlin (1)

41-42 Bert Stankowski (2), Felco SA (1),

Zeichnungen: Lubera AG (4)

44-45 otterbox (3), GU-Verlag (3), A.Vogel (2)

48-51 Caroline Zollinger (10), Beni Dittli (1)

52-53 Anne Lorch (2)

54-55 Felco SA (3)

56-61 Bio-Gartengeräte Pfau (1), c-m GmbH (1),

Neogard AG (4), R. Sager (3), Siegfried Stein

(1), Zeichnung: aus dem Buch «Hochbeete»

(BLV Verlag)

62-67 Nell Andris (12), Zeichnung: Alpine

Permakultur, Schweibenalp (1)

72-73 Birchmeier Sprühtechnik AG (1),

Soglio-Produkte AG (1),

Gardena (Schweiz) (1),

Wekatex Handesl GmbH (1)

74 Elisabeth Gertsch (1), Fermob (1), Artmetal

GmbH (1)

43, 74 Artmetal GmbH, Montlingen

45 Bacher Garten-Center AG, Langnau am Albis

44 Bioforce AG, Roggwil TG, Otter Products,

LLC, USA

45, 70,

72 Birchmeier Sprühtechnik AG, Stetten

38, 60 BLV Verlag, D-München

45 Brack Electronics AG, Mägenwil

37 Bundesamt für Landwirtschaft BLW, Bern

20, 21 Burgstaller Zäune AG, Salmsach

74 Camping Gaz (Schweiz) AG, Givisiez

25, 57, 58,

60, 61 c-m GmbH, Rollender Garten®, Mühlrüti

66 Drachen Verlag GmbH, D-Klein Jasedow

53, 66 EM Schweiz AG, Emmenbrücke

9 Emons Verlag, D-Köln

53 Engeli & Co NaturProdukte, Bärteswil ZH

45, 70 Eric Schweizer AG, Thun

20 Eugen Ulmer Verlag, D-Stuttgart

2.UG, 41,

54/55 FELCO SA, Les Geneveys-sur-Coffrane

74 Fermob, F-THOISSEY

57, 60,61 Gartenfrosch GmbH, D-Egling a. d. Paar

45, 70 Gartenpflanzen Daepp, Münsingen

45 Giardina Gartenmesse, Zürich

9, 45, 60 Gräfe Unzer Verlag, D-München

18, 20 GRIMM garten gestalten, D-Hilzingen

45 Hauenstein AG, Rafz - Zürich - Baar

45, 70 Huplant Pflanzenkulturen AG, Hirschthal

72 Husqvarna Schweiz AG, Mägenwil

9 Jan Thorbecke Verlag, D-Ostfildern

45 Jardin Suisse, Aarau

5, 42 Lubera AG, Buchs

45 Nägeli Swiss AG, Güttingen

57, 58, 59,

60, 69,

4.UG Neogard AG, Gontenschwil

9 oekom verlag GmbH, D-München

45 öga - Die Fachmesse der Grünen Branche, Koppigen

20, 66 Ökobuch Verlag GmbH, D-Staufen

59, 60, 61 R. Sager Gartengalerie, Gonten

45 RICOTER Erdaufbereitung AG, Aarberg/Frauenfeld

45, 70 Roth Pflanzen AG, Kesswil

32 S. FISCHER Verlag GmbH, D-Frankfurt

27 Samen Mauser AG, Winterthur

9 Scheurich AG, D-Kleinheubach/Main

65 Schweibenalp, Brienz

8 Schweizerische Kakteen-Gesellschaft

45 Silvedes AG, Brütten

45 Soba Inter AG, Dättwil

73, 3.UG Soglio-Produkte AG, Castasegna

20, 21 SOL AG, Grenchen

8 Sperli GmbH, D-Everswinkel

31, 69 tesa tape Schweiz AG, Bergdietikon

58, 61 Thomas Pfau, Biogarten-Geräte, Würenlos

4, 21 A. Tschümperlin AG, Baar

43, 45, 73 Wekatex Handels GmbH, Sirnach

56/57 WG-Holzideen, AT-Mettmach

9 wildBee.ch, Bassersdorf

45 Wyss Samen und Pflanzen AG, Zuchwil

45, 70 Zulauf AG, Schinznach-Dorf - Liestal

68


Gewinner 5/2013

Die richtige Lösung lautet: Herbstfreude

Rät sel

1.–3. Preis: Je ein grosses hochwertiges

Badetuch mit Stickerei der Silvedes AG

(www.silvedes.ch) im Wert von CHF 86.–

H. R. Möhrle, Steffisburg

Belinda Boschetti, Vezia

Lilly Andermatt, Mühlau

4.–6. Preis: Je den neuen Heissklebe-Stift

«Glue Pen» mit Lithium-Ionen-Akku von

Bosch (www.bosch.ch) im Wert von

CHF 60.–

Caroline Kressibucher, Berg

Susanne Lehner, Gränichen

Verena Fässler, Buttisholz

7.–11. Preis: Je eine Wintervlieshaube (Grösse

180x120 cm) von der Silvedes AG zum

Schutz empfindlicher Pflanzen im Wert

von CHF 51.– inklusive Versand.

1.Preis

Ruth Lehmann, Kirchberg

Brigitte Rickli, Stadel

Erika Ipser, Metnau

Ito Baroffito, Seltisberg

Sandor Süle, Bischofszell

1. Preis: Pflanztrog «Vegtrug klein»

(100x78x80 cm, 100 % FSC-Holz, inkl.

Schutzvlies) von der Firma Neogard AG

(www.neogard.ch) im Wert von CHF 189.–

2. Preis: Pflanztrog «Vegtrug

Poppy» grau/lime

(65x40x79 cm, zusammenlegbar)

von der Firma Neogard

AG (www.neogard.ch)

im Wert von CHF 89.–

3.–10. Preis: «Pflegeprodukte

für die Frau» (Duschbad,

Lotion, Gesichtspflege,

Handcreme, Deo, Labello) von Nivea inkl.

Kulturtasche der Firma TESA im Wert

von ca. CHF 25.–

11.–13. Preis: Das Buch «Mit EM

durchs Gartenjahr» von Anne

Lorch im Wert von CHF 24.50

Bitte senden Sie die richtige Lösung an: Verlag «FREUDE AM GARTEN», Stichwort: Kreuzworträtsel, Schörisfeldweg 7, 9463 Oberriet oder

per E-Mail an kontakt@freudeamgarten.ch. Es können nur Lösungen mit der Angabe Ihrer vollständigen Adresse berücksichtigt werden.

Einsendeschluss ist der 27. Februar 2014. Viel Spass, Ihre Redaktion.

69


Alle Pflanzen...

für Freude am Garten

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Zulauf AG, CH-5107 Schinznach-Dorf

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T +41 (0)56 463 62 62, www.zulaufquelle.ch

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Via San Bernardino 14, 6532 Castione

Industriestrasse 24, 8404 Winterthur

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(März/April, erscheint am 27.02.2014, inkl. Sonderausgabe

«Giardina 2014» (Grossauflage) ist

am 31.01.2014

Die Themen der nächsten Ausgabe u.a.:

Gartenmöbel und Grills

Whirlpools und Schwimmteiche

(inkl. Technik)

Verbotene Neopyhten im Handel

Asiatischer Laubholzbockkäfer

Schweizer Bergfrühling

Krankheitsprävention in Hobbygärten

Meristemvermehrung bei Orchideen

Aus zum LiebeGarten.

Alles rund um den Zier- und Nutzgarten, Tipps, Trends,

Praxiswissen, Pflanzenporträts, Neuheiten,

Reportagen, Wettbewerbe, Ausflugstipps, ...

Haben Sie Fragen?

Hermann Rohner, Verkaufsleitung,

freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme: Tel. 071 960 10 05

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Diese Sonderausgabe erfolgt in enger

Zusammenarbeit mit der Messeleitung

und erscheint mit der Normalausgabe

von FREUDE AM GARTEN

Nr. 2/14 (März/April) vom 27.02.2014

12. bis 16. März 2014

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Inserateschluss ist am Freitag, den 31.01.2014

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Trends, Schau- und Marktplatz

Streuen statt gipsen

Einfach und sparsam kann man mit dem Granomax von Birchmeier

Salz und Taumittel ausbringen. Das gleichmässige Streubild

verhindert, dass vereinzelte Eisflächen nicht abtauen. Der Handstreuer

verfügt über keine störanfällige Bauteile und benötigt keine

Batterien. Mit bis zu 8 Kilogramm Streumittel ist der Granomax

auch über längere Zeit leicht zu tragen. Der Durchfluss ist einstellbar.

Dank des ausgeklügelten Tragesystems kann die Streuhöhe

und Breite der Situation angepasst werden. Das Taumittel landet

dort, wo es muss!

Birchmeier ist seit über 130 Jahren einer der führenden Hersteller

von Sprüh- und Dosiergeräten. Das Unternehmen ist international

im Garten, der Landwirtschaft, im Gewerbe und in vielfältigen

Industrien tätig. Funktionalität und Zuverlässigkeit der Produkte

und der Nutzen für den Anwender stehen dabei im Mittelpunkt.

Birchmeier Sprühtechnik AG

Im Stetterfeld 1

5608 Stetten

Tel. 056 485 81 81

www.birchmeier.com

Dreimal Bestnote für

GARDENA Spaltaxt 1600S

Das GARDENA Äxte-Sortiment ist erst seit Kurzem auf dem

Markt, überzeugt aber schon auf ganzer Linie. Die führenden

Fachredaktionen sind sich einig: Die neue GARDENA Spaltaxt

1600S ist «sehr gut». Selbst ist der Mann, selber machen und GartenFlora

kamen in voneinander unabhängigen Tests zu dem gleichen

Ergebnis und vergaben jeweils ihre Bestnoten.

chen verstaut werden. GARDENA gewährt auf alle Äxte eine Garantie

von 10 Jahren.

Der Winter steht vor der Tür. Jetzt heisst es: Brennholz machen!

Daher haben die Tester der drei Zeitschriften die neue GARDENA

Spaltaxt 1600S genau unter die Lupe genommen. Überzeugt waren

sie vor allem von der Handhabung. Denn schon mit wenig

Schwung wird eine hohe Spaltleistung erzielt und so jede Menge

Kraft gespart. Der innovative Hohlschliff des beschichteten Axtkopfes

sorgt zusätzlich für optimale Ergebnisse. Pluspunkte konnte

die neue GARDENA Spaltaxt auch durch den integrierten

Schlagschutz aus Edelstahl sammeln, der den glasfaserverstärkten

Kunststoffgriff schützt, falls mal ein Schlag danebengeht. Überzeugend

fanden die kritischen Tester auch den speziell gefrästen

Hammer an der Axtkopfrückseite, der es ermöglicht, Keile aus

Holz, Kunststoff oder Alu in das Holz einzutreiben.

Wird die Axt nicht mehr gebraucht, kann sie mit der mitgelieferten

Transport- und Aufbewahrungshalterung sicher im Gerätehäus-

Husqvarna Schweiz AG/Gardena

Industriestrasse 10

5506 Mägenwil

www.gardena.ch

72


Trends, Schau- und Marktplatz

Der richtige Schuh

für den Garten!

Wer oft im Garten oder im

Freien arbeitet, der kenn das

Problem, kalte und feuchte

Füsse in Schuhen, die bei Regen

oder Schnee schnell

durchnässen. Nicht so bei

WEKATEX. Die Schuhe besitzen

folgende unvergleichbare

Eigenschaften:

Oberleder wasserundurchlässiges, atmungsaktives Spezialoberleder,

extrem abriebfest und säurebeständig,

Stärke 2,0 mm

Anstosskappe aus abriebfestem Nitrilkautschuk

Futter naturbelassenes Orthopädielederfutter

Zehenkappe hohe, breite FreeToes-Sicherheitszehenkappe aus

Stahl mit flexibler Übergangslippe

Fussbeet auswechselbare Fussbetteinlage mit Kugelferse

und ausgeprägter Senkfussstütze

Brandsohle echtes Leder, pflanzlich gegerbt

Grössen 39 - 47*, Sondergrössen 48 - 50 in klebegezwickter

Ausführung

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Natürliche Pflege mit Soglio

Sohle

Duo Soft-Sohle (Gummi-PU), gefertigt nach dem von

uns patentierten «Sealing Sole Edge System» Patent Nr.

403677

• Nitrilkautschukschale (rutschfest, mikroben- und

säurebeständig, öl- und benzinfest)

• Polyurethanschaumkörper (leicht, schockabsorbierend,

dauerelastisch)

• hohe Schale gewährt guten Wasserschutz

• wärme- und kälteisoliert nach EN ISO 20345:2012

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durch neuentwickeltes Sohlenprofil

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Tel.: 071 969 43 83

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Soglio im südbündnerischen Bergell ist einer der bekanntesten

Kraftorte im Alpenraum. Hier wurden vor 35 Jahren unsere ergiebigen

und gehaltvollen Produkte entwickelt; komponiert aus

einheimischen Bergkräutern (wild gewachsen oder biologisch

angebaut) und veredelt mit weiteren hautfreundlichen Rohstoffen.

Zusammen mit Bergbauern aus dem Valsertal bereiten

wir heute in Castasegna nebst anderen wohltuenden, entspannenden

und gut riechenden Produkten für die Körperpflege

auch das Alpenziegenbutteröl für Soliofit, Valserbalsam und

unsere beliebten Fusspflegeprodukte auf. Auch die wertvolle

Schafmolke, die wir verwenden, stammt aus den Bündner Bergen.

Stellen Sie hohe Ansprüche, und freuen Sie sich auf jedes

SOGLIO-Produkt für die tägliche Anwendung und die anspruchsvolle

Spezialpflege. SOGLIO bringt den warmen Ton der

Zufriedenheit in Ihre tägliche Hautpflege. Jedes Produkt weckt

Erinnerungen an unvergleichliche Landschaften und den weiten

Himmel hoch über den Tälern. Gerade wenn Ihre Haut im Alltag

grossen Strapazen ausgesetzt ist, dürfen Sie sich auf SOGLIO

verlassen. Spezielle Rezepturen und eine sorgfältige Rohstoffauswahl

entspannen, beleben und pflegen Ihre Haut zwischendurch

oder bei der Intensivkur. SOGLIO-Pflegeprodukte regenerieren

den Körper, bereichern die Sinne und stärken die Seele;

dabei ist uns ein verträglicher Hautschutz ein besonderes Anliegen.

SOGLIO-PRODUKTE AG

7608 Castasegna

Tel. 081 822 18 43

www.soglio-produkte.ch

73


Vorschau

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Anzeigenschluss für die

Ausgabe 2/14 (März/April) ist am 31.01.2014!

Ihre Prämie beim

Abschluss eines Abos

Prämie A1

Fugenkratzer zum Entfernen

von Moos und Unkraut

in Plattenfugen

Natur erleben

Schweizer Bergfrühling

Prämie A2

Buch «Aus die Laus»

(Thomas Lohrer), 160

Krankheiten und Schädlinge

erkennen und bekämpfen.

Prämie A3

Kräuterschere mit kurzen

und spitzen Klingen für präzise

und feinste Schnitte

Prämie B1

Mini-Pflegeset mit Doppelhacke,

Kleinfächerbesen, Kleingerätestil

und Blumenkelle

Saisoneröffnung

Neue Gartenmöbel und Grills

Prämie B2

Exklusives FREUDE AM GARTEN-Sackmesser

(Victorinox) mit 8 Funktionen

Weitere Themen

Verbotene Neopyhten im Handel

Asiatischer Laubholzbockkäfer

Krankheitsprävention in Hobbygärten

Meristemvermehrung bei Orchideen

Prämie C

FREUDE AM GARTEN

Sammelordner

Nur solange Vorrat! Abo-Prämien können leider

nicht ins Auslang verschickt werden, da die Zollund

Portokosten zu hoch sind!

74


Natürlich

gepflegt.

Unsere Manufaktur im Bergell

veredelt seit 35 Jahren

Alpenrohstoffe zu hochwertigen

Spezialitäten für die Körperpflege.

Engagement und Handarbeit

verbinden sich dabei zu einem

respektvollen Umgang

mit der Bergwelt.

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Unsere Produkte sind speziell

entwickelt für Menschen mit

empfindlicher Haut.

Gerade bei der Gartenarbeit

oder einem intensiven

Aufenthalt in der freien Natur

werden Sie SOGLIO-Produkte

zu schätzen wissen.

Übrigens:

ca. 50% unserer Kräuter

stammen aus Wildwuchs.

Den Rest bauen wir in eigenen

Gärten an. Dazu pflegen wir

Kooperationen mit Kleinbauern

und Oekobetrieben.


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