Infoblatt Download (2,5 MB) - Ausgabe 4/2013 - Burgenländischer ...

bljv.at

Infoblatt Download (2,5 MB) - Ausgabe 4/2013 - Burgenländischer ...

INFO

Ausgabe

Blatt

4/2013

Aujeszky´sche Krankheit

Rotwild in der Zwickmühle

Verlagspostamt 7000 Eisenstadt | GZ 02Z030809 M | P.b.b.

Förderung alter Wälder


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Aujeszky´sche Krankheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Rotwild in der Zwickmühle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8

Förderung alter Wälder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11

Zusammenfassung der gesetzlichen Bestimmungen

über die Neuvergabe von Jagdgebieten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Landeshubertusfeier . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20

Bgld. Jagdhundeprüfungsverein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Schweißsonderprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Werkstatt Natur – News . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Aus den Bezirken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Impressum

Eigentümer, Herausgeber und Medieninhaber

Burgenländischer Landesjagdverband (BLJV), 7000 Eisenstadt, Johann Permayer-Straße 2a

Telefon 02682/66878, Fax 02682/66878-15, E-Mail: info@bljv.at, Homepage: www.bljv.at

Impressum

Redaktion und Bearbeitung

Verbandskanzlei des BLJV, Geschäftsstellenleiter Dipl.-Ing. Andreas Duscher

Nach dem Mediengesetz für den Inhalt verantwortlich

Landesjägermeister Dipl.-Ing. Peter Prieler

Für die Beiträge, die mit Namen gezeichnet sind, trägt der Autor die Verantwortung.

Anzeigenkontakt

Margareta Kadanka, Telefon 07416/504-591, E-Mail: kadanka@muttenthaler.com

Produktion

Druckservice Muttenthaler GmbH, Ybbser Straße 14, 3252 Petzenkirchen

Telefon 07416/504-0*, E-Mail: druckservice@muttenthaler.com

Druckerei

EUROPRINT, 7423 Pinkafeld

Redaktionsschluss

Info-Blatt 1/2014:

15. Feber 2014

Nächster Erscheinungstermin:

Anfang März


Der Vorstand des

Burgenländischen Landesjagdverbandes

wünscht ein gesegnetes Weihnachtsfest

sowie ein gutes und erfolgreiches

Jahr 2014!

Landesjägermeister Dipl.-Ing. Peter Prieler

Landesjägermeister-Stellvertreter Dipl.-Ing. Peter Traupmann

Vorstandsmitglied HRL Johann Steiner

Vorstandsmitglied EBJM Ing. Herbert Kraut


terminvorschau 2014

Terminvorschau 2014

Änderungen vorbehalten!

Nähere Angaben im nächsten Info-Blatt (1/2014)

Bezirksjagdtage 2014

Bezirk Termin Veranstaltungsort Beginn

Neusiedl/See Sonntag, 30. März 2014 Vila Vita, Seewinkelhalle, Pamhagen 14:00 Uhr

Eisenstadt Samstag 29. März 2014 Gasthaus Bauer, Leithaprodersdorf 15:00 Uhr

Mattersburg

noch kein Termin

Oberpullendorf Sonntag, 27. April 2014 Gasthaus Stocker, Lackenbach 10:00 Uhr

Oberwart Samstag, 12. April 2014 Mehrzweckhalle Eisenberg 10:30 Uhr

Güssing Sonntag, 6. April 2014 Mehrzweckhalle Güttenbach 09:30 Uhr

Jennersdorf Samstag, 5. April 2014 Kulturzentrum Jennersdorf 09:30 Uhr

Jungjäger- und Jagdaufsehervorbereitungskurse 2014

Bezirk Kursbeginn Kursort bzw. Anmeldung

Neusiedl/See Dienstag, 7. Jänner 2014, 18:00 Uhr Gasthof Turmhof Zeiss, 7123 Mönchhof, Hauptgasse 4;

(Kurs in Folge jeweils Dienstag und Anmeldung bei BJM Ing. Roman Leitner,

Freitag von 18:00 bis 21:00 Uhr) Tel. 0664/463 55 55 oder E-Mail: bjm.neusiedl@bljv.at

Anmeldegebühr: € 100,– (am ersten Kurstag vor Ort zahlen)

Eisenstadt und

Mattersburg

Oberpullendorf

Oberwart

Güssing

Jennersdorf

Samstag, 8. März 2013, 14:00 Uhr

(Kurs in Folge jeweils Dienstag und

Freitag von 18:00 bis 21:00 Uhr und

Samstag von 14:00 bis 18:00 Uhr)

Freitag, 10. Jänner 2014, 18:00 Uhr

Freitag, 31. Jänner 2014, 18:00 Uhr

(Kurs in Folge jeweils Freitag von

18:00 bis 22:00 Uhr)

Samstag, 8. Feber 2014, 18:00 Uhr

kein Vorbereitungskurs

Schiefer Schenke, 7024 Hirm, Haydnstraße 2;

Anmeldung bei Kursbeginn;

Anmeldegebühr: € 100,–

Restaurant Krail, 7350 Oberpullendorf, Hauptstraße 37;

Voranmeldung bei BJM Ing. Reinhold Iby, Tel. 0664/4250631

oder Anmeldung bei Kursbeginn; Anzahlung: € 100,–

Gasthof Landauer, 7503 Großpetersdorf, Hauptplatz 5;

Voranmeldung bei FOI Rainer Hofmeister, BH Oberwart,

Tel. 057-600/4515, E-Mail: rainer.hofmeister@bgld.gv.at erbeten

Gasthaus Kedl, 7540 Urbersdorf Nr. 33;

Anmeldung bei Martina Csandl,

BH Güssing, Tel. 057-600/4638

Kursgebühr inklusive Kursunterlagen und einem Weiterbildungsscheck € 590,–

Weitere Termine:

4Jägertagung Gumpenstein: 13. bis 14. Feber 2014, Thema: „Gamswild und Niederwild“, Aigen im Ennstal

4Hohe Jagd: 20. bis 23. Feber 2014, Messezentrum Salzburg

4Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen: 22. Juni 2014, Güssing

4Internationale Jagdkonferenz: 3. bis 4. Juli 2014, Nordrhein Westfalen

4Jagdhornbläsertreffen: 31. August 2014, Antau

2


einladung zum bezirksjägerball

Einladung zum Bezirksjägerball

des Bezirkes Mattersburg 2014

am Freitag, 31. Jänner 2014, im Kulturzentrum Mattersburg

Einlass 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr

Tischreservierungen erbeten: 02626/62095

Kartenvorverkauf: 0680/1340268

Programm:

Eröffnung durch die Jagdhornbläsergruppe Mattersburg-Rosalia

Unterhaltungsmusik: Music-Men

Damenspende, Tombola,

Preisschießen, Schätzspiel

Mitternachtseinlage

Kein Trachten-Kleidungszwang!

Der Reinerlös kommt wieder einem bedürftigen

Menschen aus dem Bezirk zugute!

3


aujeszky´ sche krankheit

Aujeszky’sche Krankheit –

Verantwortungsvoller Umgang aller Hundeführer unerlässlich!

Die Zeit der Herbst-Drückjagden auf

Schwarzwild ist nicht nur die Zeit für

verstärkten Hundeeinsatz. Durch die

vermehrte Bewegung und den „Stress“

durch Treiber und Hunde kommt es

zur „Aktivierung“ des Aujeszky-Virus

bei den Wildschweinen. Ein vermehrtes

Vorkommen/Ausscheiden des Herpesvirus

im Blut oder über Schleimhäute

ist möglich.

Dies sollte vor allem bei der Jagd mit

Hunden berücksichtigt werden und

eine Aufnahme von Organen bzw.

Schweiß durch den Hund ist zu verhindern.

Bei Nichteinhaltung droht

der qualvolle Tod des vierbeinigen

Jagdgehilfen!

Im Folgenden hat Landesveterinär -

referentin Dr. Charlotte Klement alle

relevante Fakten zusammengefasst

und mit den neuesten Zahlen aktua -

lisiert.

Seit über 100 Jahren bekannt

Die weltweit verbreitete und durch

ein Herpesvirus hervorgerufene Aujeszky’sche

Krankheit (Pseudowut,

Juckseuche) wurde 1902 in Ungarn

erstbeschrieben. Das Haus- und Wildschwein

fungieren als natürliche Haupt -

wirte und Reservoire für SHV-1. Endwirte

sind Hunde, Katzen, Frettchen

und andere Fleischfresser sowie Rinder,

Schafe und Ziegen. Für End -

wirte verläuft die AK meist tödlich,

eine Übertragung zwischen Endwirten

(z. B. Hund zu Hund) erfolgt nicht.

Neben dem Schwarzwild sind bei freilebenden

Wildarten Fälle bei Rotwild,

Reh, Fuchs, Dachs, Fischotter, Marder,

Iltis, Feldhase, Kaninchen, Ratten und

Luchs beschrieben. Menschen sind für

das Virus der Aujeszky’schen Krankheit

nicht empfänglich.

Die Aujeszky’sche Krankheit ist eine

bei Hausschweinen anzeigepflichtige

Tierseuche und hat in betroffenen

Ländern nicht nur klinische, sondern

4

auch wirtschaftliche Bedeutung (Handelshindernis).

Österreich gilt bezüglich

des Hausschweinebestandes seit

1997 als frei von AK. Vorausgegangen

war ein Ausmerzprogramm bei Hausschweinen

in Österreich, nunmehr besteht

ein Überwachungsprogramm in

Hausschweinebeständen. Österreichische

Schwarzwildbestände wurden ab

dem Jahr 2011 stichprobenartig untersucht.

Eine Impfung gegen die AK ist

in Österreich beim Schwein verboten.

Die für das Schwein international

entwickelten Lebendimpfstoffe wären

für Rinder, Katzen und Hunde krankmachend.

Gegen das Virus der Aujeszky’schen

Krankheit sind Des -

infektionsmittel auf Chlor-, Ammonium-

oder Formalinbasis wirksam,

Alkohol und Phenole wirken nicht!

Variable Symptomatik

Die AK beim Schwein und Wildschein

führt nach einer Inkubationszeit von

wenigen Tagen bei Ferkeln/Frischlingen

zu Fieber, Symptomen des Zentral -

nervensystems (Bewegungsstörungen,

Kreisbewegungen, Schluck lähmung,

Juckreiz), Erbrechen, Krämpfen bzw.

Lähmungserscheinungen. Die Sterblichkeit

bei Saugferkeln liegt je nach

Alter bei 50 bis 100 %. Ältere Ferkel/

Frischlinge zeigen Nasenausfluss, Fieber,

Atemnot und Depression der Futter -

aufnahme, bei Mastschweinen/Überläufern

treten Atemwegserkrankungen,

Teilnahmslosigkeit und nur mehr selten

zentralnervöse Störungen auf und die

Sterblichkeit beträgt nur mehr wenige

Prozent. Bei Zuchtschweinen und erwachsenen

Wildschweinen stehen

Fruchtbarkeitsprobleme (z. B. Abortus)

im Vordergrund. Symptomlose Virusträger

und Ausscheider sind bei älteren

Schweinen/Wildschweinen möglich.

Bei Wildschweinen werden die Symptome

häufig nicht beobachtet.

Endwirte wie Hund, Katze, Rind oder

auch Wildwiederkäuer erkranken im

Zuge der AK an einer Gehirn- und

Rückenmarksentzündung mit zentralnervösen

Erscheinungen, Speichelfluss

und sehr starkem Juckreiz, wobei

die Erkrankung in der Regel nach ein

bis drei Tagen tödlich endet. Differentialdiagnostisch

zur Tollwut haben

die an AK erkrankten Endwirte Durst,

keine Wasser scheu, zeigen keine

Aggressivität, dafür aber häufig

Symptome einer Atemwegsinfektion.

Beim Hund ist die AK durch eine rasch

fortschreitende und fatal verlaufende

Gehirnentzündung gekennzeichnet.

Häufig beim Schwarzwild

In zahlreichen europäischen Ländern

wurden in den letzten Jahren Untersuchungen

zur Verbreitung von Antikörpern

gegen die AK bei Schwarzwild

durchgeführt. So konnten in Italien bei

51 %, in Kroatien, Spanien und der

Tschechischen Republik bei 30 %, in

Slowenien bei 26 % der untersuchten

Wildschweine spezifische Antikörper

nachgewiesen werden, was auf eine

Infektion hinweist.

Im Rahmen der Stichprobenunter -

suchungen seit 2011 konnten in der

Osthälfte Österreichs (Teile NÖ’s,

Bgld.) die Antikörper in rund 20 %

der Proben festgestellt werden. Lokal

konnten in Einzelfällen sogar in 60 %

des Schwarzwildbestandes Antikörper

fest gestellt werden (telefonische

Auskunft AGES Mödling Nov. 2013).

Übertragung meist

durch Kontakt

Die Virusübertragung erfolgt beim

Haus- und Wildschwein sowohl über

Tröpfcheninfektion (Nasen-, Rachenund

Bronchialsekret), durch direkten

Kontakt (auch Deckakt) als auch durch

Kannibalismus bei Ferkeln/Frischlingen.

Das Virus ist gegenüber Umwelteinflüssen

relativ stabil und kann vor

Sonneneinstrahlung geschützt und bei

niederen Temperaturen bis über Wochen

und sogar Monate ansteckungsfähig

bleiben. Fleischfresser können


Kontakt zu Wildschweinen oder die Aufnahme von Organen sind häufige

Infektionsquellen für (Jagd)Hunde

sich sowohl durch direkten Kontakt mit lebenden oder erlegten

(Wild)Schweinen als auch durch das Fressen am Kadaver oder Anschneiden

erlegter Stücke mit dem Virus der AK infizieren. Das „Genossen

machen“ mit Wildschweinorganen oder Verfüttern roher Wildschweinprodukte

an Hunde ist eine potente Infektionsquelle. Auf Hunde

ist die Übertragung auch durch den Biss eines infizierten Wildschweines

möglich. Kleinste Mengen von infektiösem Fleisch oder Organen reichen

für eine Infektion, auch Blut kann virus hältig sein (Ein- und Ausschuss!),

Losung und Urin bergen nur geringes Risiko.

Aujeszky und Hund

Der Krankheitsverlauf der AK nimmt beim Hund immer ein letales Ende!

Die Erstsymptome treten in der Regel innerhalb von drei bis fünf Tagen

auf, die Krankheit selbst dauert zwischen 16 und 48 Stunden. Plötzlich

einsetzen des Kratzverhalten, hohes Fieber, erhöhte Atem- und Pulsfrequenz,

vermin derte Reaktionsbereitschaft auf äußere Reize und Krampfanfälle

sind typische Symptome für eine AK beim Hund. Der Juckreiz

führt bis zur Selbstverstümmelung. Erkrankte Hunde versterben meist

innerhalb von ein bis zwei Tagen nach Einsetzen der klinischen Symptome,

es gibt keine Therapie. Bei solchen Krankheitsverläufen muss natürlich

differentialdiagnostisch auch an andere virale Gehirnentzündungen

wie Tollwut gedacht werden, zumal es aktuelle Tollwutfälle in Oberitalien

gibt. Diagnostiziert und bestätigt wurden die AK-Fälle an der Veterinärmedizinischen

Universität Wien und an der AGES Mödling.

Risikofaktoren

Besondere Risikofaktoren im Zusam menhang mit dem Auftreten von AK

bei Wildschweinen und einer möglichen Übertragung auf Hausschweine

oder (Jagd-)Hunde sind Freilandschweinehaltungen und die Produktion

von „Waldschweinen“ (Kreuzung von Wild- mit Hausschweinen), der

Frischlingsfang mit Aussetzen

der Frischlinge an anderen Orten,

das „Genossen machen“

von Jagdhunden, der Kontakt

von Jagdhunden mit erlegtem

Schwarzwild, „Schwarzwild-

Übungsgatter“ (Kleingatter zur

Ausbildung von Jagdhunden,

besonders in Deutschland), das

Deutliche Hautrötung und Haarverlust

am Ohr durch exzessives Kratzverhalten

illegale Verfüttern von Abfällen

an Hunde/Schweine sowie der

5


aujeszky´ sche krankheit

Umstand, dass Wildschweine (und

Waldschweine!) aus landwirtschaftlichen

Wildtiergattern an Jagdgatter

und in die freie Wildbahn geliefert

werden. Epidemiologisch bedenklich

ist die Erlaubnis des Frischlingfanges,

wenn die gefangenen Frischlinge in

anderen – oft weit entfernten – Revieren/Jagdgattern

wieder ausgesetzt werden

oder zu Kreuzungszwecken

(„Waldschweine“) in Hausschweinestallungen

geraten. Schweinehalter,

die zugleich Jäger sind, sollten auch

keines falls Schwarzwild am Gehöft

aufbrechen.

Schutzmaßnahmen

So können sie ihren Jagdhund schützen:

4Kein „Genossen machen“ mit

Organen vom Schwarzwild!

4Kein intensiver Kontakt zu

Ein- und Ausschusswunden!

4Anschneiden von Schwarzwild

verhindern!

4Kontakt zu Aufbrüchen oder

zu Schwarzwildstrecken hat

zu unterbleiben!

Der intensive Kontakt von Jagdhunden mit erlegten Wildschweinen sollte weitgehend

vermieden werden (angeleint Ablegen!)

4Nur den nötigsten Kontakt zu

lebenden und erlegten Schweinen!

4Der Hund ist am Aufbrechplatz anzuleinen

bzw. angeleint abzulegen!

Nach derzeitigem Wissensstand ist eine

Infektion bei der Nachsuche auf der

Schweißfährte möglich, beachtet man

die Überlebensfähigkeit des Virus.

Allerdings scheint diese unwahrschein -

lich (zumindest wurde bis jetzt kein

einziger Fall diesbezüglich beschrieben),

da zur Infektion eine gewisse

Virusmenge notwendig ist. Wenn die

Schutzmaßnahmen eingehalten werden,

ist die AK als „Berufskrankheit“ von

Jagdhunden mit hoher Sicherheit zu

verhindern.

Am Aufbrech- und Streckenplatz

sind Hunde anzuleinen!

„Onkel Mile“ - Büchsenmacher

Sein Geschäft befindet sich in

2471 Pachfurth, Rochusgasse 24.

Reparaturen, Montagen von Zieleinrichtungen aller Art,

Schäftungen, Kaliberänderungen, Einsteck- sowie Wechselläufe,

Restaurationen von Waffen usw…

Sonderwünsche werden nach Möglichkeit erfüllt.

Sämtliche Arbeiten werden in der eigenen Werkstätte

durchgeführt.

Öffnungszeiten sind:

Dienstag und Freitag von 09.00 – 18.00 Uhr sowie nach tel. Vereinbarung.

Tel.: 0699 / 11226469, Fax: 02164 / 20072,

E-Mail: milenko.s@gmx.at,

www.onkel-mile.at

6


otwild in der zwickmühle

Rotwild

in der Zwickmühle

Ing. Stefan Maurer „Der Anblick“

im Gespräch mit Veterinärrefe -

rentin Dr. Charlotte Klement:

In vielen österreichischen Revieren

ist Rotwild seit Jahrzehnten als Standwild

vorhanden und nun kommt das

Schwarzwild als Bereicherung hinzu.

Durch die zwangsläufig scharfe Be -

jagung der Sauen kommt es zu einer

Folgebeunruhigung des Rotwildes und

damit zu Schäden – ein Teufelskreis?

Während Schwarzwild in den gebirgigen

Bundesländern erst im Kommen

ist, hat man im Burgenland hinlänglich

Erfahrung damit gesammelt. Und

man weiß auch um die Problematik,

die aus der gemeinsamen Bejagung

mit Rotwild und damit zweier sensibler

Schalenwildarten resultiert. Besonders

gut tritt die Wechselwirkung im Bezirk

Güssing zutage, der sich dazu noch mit

Ungarn im Osten und der Steiermark

im Westen zwischen jagdgesetzlichen

Sonderregelungen eingekeilt sieht – in

einem Wildlebensraum, der ohnehin

schon für sich genommen eine Heraus -

forderung darstellt. Auf einer Fläche

von rund 50.000 ha wurden dort im

Vorjahr 130 Stück Rotwild und 2.115

Stück Schwarzwild erlegt.

Doppelter Jagddruck

„Das Rotwild an sich steht bei uns

schon sehr unter Druck“, meint Dr.

Charlotte Klement, in deren Heimat -

region Rotwild nicht zwischen Schutzwald

und Almen, sondern inmitten

von Weingärten, Maisäckern und Forst -

flächen zu leben gelernt hat. Damit

verbunden ist natürlich ein ganz anderes

Schadpotenzial, das durch den jagd -

lichen Einfluss noch verstärkt wird.

Dazu kommt die zwangsweise Folgebeunruhigung

des Rotwildes durch die

Schwarzwildbejagung im selben Wild -

lebensraum. Denn wenn man Schwarz -

wild regulieren will, muss man das

konsequent vom Anfang bis zum Ende

tun. Die Hauptjagdart wird hierbei

immer der Ansitz sein, zumindest am

Anfang – und das zwölf Monate im

Jahr. Später kommen ergänzend

Drückjagden hinzu, und das Rotwild

muss auswandern. Meistens sucht es

sich seinen Einstand in nicht begeh -

baren Waldflächen oder Maisäckern.

Rotwild hat gelernt, dass es in Maisund

Rapsfeldern vor Freizeitnutzern

sicher ist. Es tritt auf Freiflächen nicht

mehr aus, der Nahrungsbedarf muss

in Zwangseinständen gedeckt werden

und zwar mit Äsung, die am schnells -

ten und einfachsten verfügbar ist:

Fichtenwipfel, Rinde, Mais, Kürbis usw.

Biologische Wechselwirkung

Ist in solchen Gebieten die Weißbuche

reichlich vorhanden, sind die anderen

Holzarten davor relativ sicher, geschält

zu werden. Ihre Rinde hat den

höchsten Mineralstoff- und Tanningehalt

sowie einen hohen Nährwert, und

die Rinde im Saft lässt sich mit wenig

mechanischem Aufwand lösen. „Wird

die auf Jungwuchsflächen alles überschirmende

Weißbuche von Forstleuten

jedoch vernichtet, dann kommt

dort die Brombeere, dann stellt sich

der Hirsch in einen Zwangseinstand,

was hat er dort nicht? Die Weißbuche.

8

Gerät Rotwild unter Druck, geht es verstärkt

zu Schaden – wie hier in einem Maisacker.

Dann greift er zu den Wirtschaftsbaumarten“,

wundert sich Klement

weiter. Und auch in der Landwirtschaft

sei vieles aus falschem biolo -

gischen Verständnis hausgemacht:


otwild in der zwickmühle

Direkt an den Einstand angrenzende Äcker

machen die Bejagung fast unmöglich.

„Wenn der Mais bis zum Waldrand

gesetzt wird, hat man als Jäger keine

Möglichkeit mehr, einwechselndes

Schwarzwild abzufangen. Gleichzeitig

wächst der Mais am Waldrand wegen

des Nährstoffmangels ohnehin schlecht

und er könnte dort durch andere Kulturen

ersetzt werden.“ Vorteile für

Jäger und Bauern wären die Folge.

Revier-Egoismen

Als wenig zweckdienlich haben sich

auch die verschachtelten Revierstrukturen

erwiesen, wie sie im Bezirk

Güssing üblich sind. Es überwiegen

Genossenschaftsjagdgebiete zwischen

200 und 1.000 Hektar. Eigenjagdgebiete

stellen die Ausnahme dar. „Es

wird immer ein paar geben, die

klammheimlich füttern, weil die eine

Bache im Revier bleiben soll“, so

Klement.

Dann sind da noch die Wildäcker, die

eigentlich Schießäcker heißen sollten,

wie Klement meint. Denn wenn rund

um eine von Jägern angelegte Kultur

Hochsitze stehen, könne man das wohl

nicht anders bezeichnen. In den Revieren

gibt es dazu nach Pächterwunsch

und -wille unterschiedliche Be -

jagungsformen. In einigen Revieren

wird Schwarzwild von ortsansässigen

Jägern permanent bejagt, in anderen

Revieren (meist von ausländischen

Jägern gepachtet) finden Schwerpunktbejagungen

statt, meist nur an

wenigen Tagen im Jahr.

Fast ein Raubtier

Schwarzwild ist nicht zuletzt deshalb

so schwierig zu bejagen, weil es sich

entwicklungsgeschichtlich in einer

Über gangsphase zum Raubtier befindet.

Anders als verhältnismäßig wenig

lernfähige Wiederkäuer sind Wildschweine

zu ganz anderen Denkleis -

tungen fähig: „Sauen machen gezielt

Suche auf Rehkitze, selbst ein einzelnes

Rotwildkalb ist nicht sicher. Die

Sau steigt mit ihrem Vorderlauf drauf

und beißt die Beute in Stücke, wie das

auch primitive Raubtiere tun“, erläutert

Klement.

Sauen praktizieren auch ein aktives,

systematisches Mäusefangen, obwohl

sie bei der Nahrungssuche generell

nur einzelne kleine Beutestücke aufnehmen.

Das alles lässt sich in der Be -

wegung aufnehmen und fressen, doch

sobald sich ein Stück länger als einige

Sekunden irgendwo aufhält, folgt die

gesamte Rotte nach. Wenn eine Sau

beispielsweise einen Junghasen findet

und den mit dem Vorderlauf fixiert,

versucht die Rotte ihr die Beute abzujagen.

Oft genug geht der Finder dann

leer aus. Diese Verhaltensweise kann

man sich auch zunutze machen z. B.

bei Kirrungen: Eine Sau findet mehr,

als sie auf einmal aufnehmen kann,

damit folgt die gesamte Rotte. Und

das machen Sauen nicht täglich auf

derselben Fläche, sondern sie ziehen

von Natur aus vagabundierend und

9


otwild in der zwickmühle

Wenn man Schwarzwild regulieren will, muss man das konsequent vom Anfang bis zum Ende tun – zwölf Monate im Jahr.

Das bedingt einen enorm hohen Jagddruck für alle Schalenwildarten.

periodisch über die Flächen hinweg.

Andernfalls würden sie sich ja ihrer

eigenen Lebensgrundlage berauben.

Und Sauen fressen dabei alles ab der

Größe von Weißbuchensamen, also

beispielsweise auch Zirbennüsse sowie

Wurzelfasern vom Schnittlauch

aufwärts.

Jagen wie ein Raubtier

Auch dem Menschen bringt es Vor -

teile, wenn er sich jagdstrategisch wie

ein Raubtier verhält. Wenn beispielsweise

Großkatzen in der Savanne

Beute schlagen, ist ab dem Moment

für den Rest der Herde die Gefahr

vorbei. Mit dem Zeitpunkt, wo die

Jagd erfolgreich war, klingt die Panik

ab. Und darauf ist im Grunde auch

unser Schalenwild programmiert.

Herrscht nach einem – durchaus auch

intensiven – Jagdeinsatz Ruhe, stellt

sich das Wild relativ rasch darauf ein.

Wird aber permanent gejagt, was ja

gerade beim Vorhandensein von

Schwarzwild eher die Regel denn die

Ausnahme ist, kommt das System

durcheinander. Vor allem Rotwild

kann damit gar nicht umgehen, verschanzt

sich im Zwangseinstand und

geht dort zu Schaden. Hat man

Schwarzwild im Revier, erzwingt das

also eine gänzlich neue Jagdstrategie.

10

Großes Wild – große Räume

Die Aussage von Prof. Friedrich

Reimoser, wonach großes Wild große

Räume braucht, sollte berücksichtigt

werden – über Staats- und Landesgrenzen

hinweg. Große Lebensräume

und Rückzugsmöglichkeiten können

im schmalen Bundesland nämlich nur

mithilfe der Nachbarländer geschaffen

werden. Eine moderne wildökologische

Großraumplanung würde somit bedeuten,

die Schusszeiten zwischen dem

Burgenland und Ungarn anzugleichen

und die rotwildfreie Zone im westlichen

Nachbarland Steiermark aufzuheben.

Alle Erkenntnisse der Wissenschaft

bezüglich Vernetzung der Lebens -

räume, Ruhe und Sicherheit bei der

Äsungsaufnahme als auch angepasste

Jagdstrategien sind nutzlos, wenn sie

niemals von der Theorie in die Praxis

umgesetzt werden. Aus der Sicht des

vielstrapazierten Begriffes „Jagd-Ethik“

müsste von der Jägerschaft eine massive

Ablehnung gegen rotwildfreie

Zonen erfolgen. Bei dieser Jagdpraktik

werde eine äußerst sensible Tierart

wie das Rotwild über weite Landstriche

der Steiermark, die an das reguliert

bewirtschaftete Burgenland angrenzt,

wahllos abgeschossen, bedauert

Klement. Es sollte eine Regelung,

die vor einem halben Jahrhundert von

einem Landesjägermeister wohl nicht

ganz uneigennützig getroffen wurde,

von einer zeitgemäßen wildökologischen

Großraumplanung abgelöst werden.

Ing. Stefan Maurer

(Quelle: Der Anblick)

Großes Wild

braucht große Räume

Rotwild kommt zunehmend unter

Druck, was sich besonders im

zwischen Ungarn und der Steiermark

eingekeilten Bezirk Güssing

(Burgenland) zeigt. Eine moderne

wildökologische Großraumplanung

wür de nicht an Staats- und Landes -

grenzen haltmachen, sondern sich

an den Bedürfnissen des Wildes

orientieren.


förderungen für alte wälder

Förderungen

für alte Wälder

Ein aktuelles Projekt der Burgen -

län dischen Landesregierung bietet

die Möglichkeit der geförderten

Außernutzungsstellung von Waldparzellen,

Einzelbäumen sowie die

Errichtung von Horstschutzzonen.

Text und Fotos: Mag. Manfred Fiala

Derzeitige Situation

Knapp 90 % der burgenländischen

Wälder sind Wirtschaftswälder, 70 %

aller Bäume sind jünger als 60 Jahre,

die besonders wertvollen dicken Totbäume

(stehend wie liegend) so gut

wie nicht vorhanden. Die Beeinflussung

dieses Lebensraumes durch den

Menschen ist enorm hoch. Speziell in

den letzten Jahren ist der Wald durch

einen immer stärker werdenden Biomasse-Boom

massiv unter Druck geraten.

Holz als Alternative zu fossilen

Energieträgern lautet eine der Ant -

worten auf die globale Erderwärmung

und die Nachfrage nach dieser begrenzten

Ressource ist größer denn je.

Wald wird nicht mehr als Lebensraum

gesehen, sondern immer mehr als

Holzproduktionsstätte. Auch die seit

langem sowohl ökonomisch wie ökologisch

mit deutlich mehr Nach- wie

Vorteilen nachgewiesene Kahlschlagwirtschaft,

wird bei uns immer noch

in viel zu hohem Maße praktiziert,

selbst in den burgenländischen Europaschutzgebieten

(Natura 2000).

Doch der Wald ist weit mehr als nur

Wirtschaftsraum. Er stellt ein komp -

liziertes Ökosystem dar, das von funktionierenden

Stoffkreisläufen abhängig

ist und sollte primär als Lebensraum

gesehen werden. Je naturbelassener

dieser Lebensraum, desto höher ist

seine Artenvielfalt und desto gesünder

sind der Wald und seine Bewohner.

Wozu Wald-Außernutzungsstellungen?

Ein großes Problem für die nächsten

Generationen ist, dass sie mit einer

durch den Menschen veränderten Umwelt

in einem bisher noch nie dage -

wesenen Ausmaß aufwachsen. Für

unsere Kinder entsprechen all diese

Veränderungen dem Normalzustand.

Wie sollen sie nun einen Bezug zu

einer natürlichen Umwelt herstellen,

wenn sie diese nie kennengelernt

haben? Hinzu kommt, dass altes und

über Jahrhunderte beziehungsweise

Jahrtausende erworbenes Wissen über

Praktiken für ein Leben mit der Natur

immer weiter verloren geht. Auf lange

Sicht ist unser Überleben jedoch auf

eine intakte und gesunde Umwelt angewiesen.

Zerstören wir diese, zerstören

wir unsere Lebensgrundlage, vergleichbar

einer Bakterienpopulation

in einer Petrischale. Ist das Nährmedium

aufgebraucht oder vergiftet, stirbt

die Population.

Wollen wir den Fortbestand der

Mensch heit sichern, müssen wir unseren

Nachkommen eine funktionierende

Umwelt hinterlassen, die ein lebens-

Alte Wälder ziehen jeden in ihren Bann

11


förderungen für alte wälder

wertes Leben erlaubt. Das bedeutet,

dass wir die naturgegebene Biodiversität

(Artenvielfalt, Lebensraumvielfalt

und genetische Vielfalt) als Natur -

erbe erhalten und an unsere Kinder

weitergeben müssen, auch wenn diese

von uns nicht vermarktet werden kann.

Vielleicht wollen unsere Nachkommen

eines Tages Antworten auf Fragen finden,

an die wir heute noch gar nicht

denken. Unbewirtschaftete und sich

selbst überlassene Wälder sind somit

nicht nur für die Natur von unschätzbarem

Wert, letztlich sind auch wir

Menschen Teil dieser Natur und auf

sie angewiesen. Vergessen wir auch

nicht das emotionelle Erlebnis. Sieht

man sich einem Urwald mit seiner

ungezügelten Natur und seinen kolossalen

Baumriesen einmal gegenüber,

wird das eigene Tun oft in realistischere

Dimensionen gerückt (z. B. um

mehr Demut und Bescheidenheit zu

erzeugen).

Aber wir dürfen den Wald nicht nur

aus der Sicht des Menschen betrachten.

Wir nützen ihn zwar und profi -

tieren von seinen Ökosystemleistungen

(sauberes Wasser, gesunde Luft,

Früchte des Waldes, Holznutzung,

Freizeit, Erholung uvm.), doch wir

leben nicht unmittelbar in und von

ihm. Anders sieht es bei unseren Wildtieren

aus. Für die bedeutenden jagd -

baren Wildarten wie Reh-, Rot-,

Schwarz- oder Raubwild sind natur -

belassene Wälder von immens hoher

Bedeutung. Viele Wildarten, sind sogar

von ihnen abhängig, wie Auerhuhn,

Haselhuhn oder der Weißrücken specht.

geschätzt bis zu 60 % der Hirsche an

Unterernährung. Ab einer Schnee -

decke von 15 cm beginnen die Tiere

in diese alten Waldbestände zu ziehen.

Die alten Baumbestände dieser Wälder

fangen mit ihren hohen und recht dichten

Nadelbaumkronen einen Großteil

des Schnees ab, lassen aber durch den

„richtigen“ Abstand der Bäume zueinander

ausreichend Sonnenlicht zum

Boden durch, sodass dort genügend

Futterpflanzen, wie Heidelbeeren oder

Flechten, wachsen können. Die nach

Kahlschlägen neu angelegten Pflanzungen

bilden zwar nach etwa 25 Jahren

ein dichtes Kronendach, das den

Schnee abfängt, aber durch einen zu

dichten Wuchsabstand nicht genügend

Sonnenlicht zum Boden durchlässt,

um ausreichend Futterpflanzen für

die Ernährung der Tiere gedeihen zu

lassen, mit dem Resultat, dass die

Tiere verhungern.

Projekt

Waldumwelt maßnahmen

Einen kleinen Hoffnungsschimmer

bietet das Anfang 2012 von der Burgenländischen

Landesregierung (Abteilung

4b – Hauptreferat Forsttechnik

und der Abteilung 5/III – Hauptreferat

für Natur- und Umweltschutz) initiierte

Projekt „Waldumweltprogramm“.

Es erlaubt Wäldern die Möglichkeit

zur Selbstgestaltung (Prozessschutz)

und lässt langfristig vielleicht wieder

eine Entwicklung zu den von vielen

Menschen herbeigesehnten Urwäldern

zu – auch wenn wir und die nächsten

Generationen diese nicht mehr erleben

werden. Im Folgenden ein Überblick

über die Fördermöglichkeiten innerhalb

dieses Projektes:

I) Flächige Wald-Außernutzungsstellungen:

Naturwaldzellen sind Lebensraum für

Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen.

Sie binden vermehrt Kohlendioxid

und puffern somit die Erderwärmung

ab, ebenso speichern und

reinigen sie in ihren Böden Wasser.

Eine lange Außernutzungsstellung ermöglicht

eine störungsfreie Langzeitbeobachtung

und Erforschung von bedeutenden

ökologischen Prozessen in

natürlichen Lebensräumen.

Ziel flächiger Wald-

Außernutzungsstellungen:

Erhaltung ausgewählter naturnaher

Waldflächen und Begünstigung einer

Entwicklung zur natürlichen poten -

tiellen Waldvegetation.

Förderungen: € 160,–/ha/Jahr (wird

mit jeder neuen Förderperiode (sieben

Jahre) in Anlehnung an den jeweiligen

Verbraucherindex, erhöht).

Verpflichtungszeitraum: 40 Jahre

Voraussetzungen: der Baumbestand

muss auf zumindest 70 % der Fläche

ein Mindestalter von 80 Jahren be -

sitzen – heimische und standorts -

gerechte Baumarten vorausgesetzt.

Welch hohe Bedeutung unbewirtschaf -

tete Wälder für viele Waldbewohner

haben und welch massive Schäden

Menschen diesem Ökosystem zufügen,

wurde mittlerweile in unzähligen

Studien nachgewiesen. Ein sehr interessantes

Beispiel dafür, wenn auch

geografisch weit entfernt vom Burgenland,

wird aus den Küstenregenwäldern

Südost-Alaskas und West-Kanadas

beschrieben. Dort sterben in sehr

schneereichen Wintern infolge der

massiven Abholzungen der Urwälder

12

Alte Bäume – Lebensräume


förderungen für alte wälder

Nicht an dieses Bestandesalter gebunden

sind Sonderwaldgesellschaften

wie Au-, Bruch-, Moorrand-, Trocken-,

Flaumeichen- und Schluchtwälder.

II) Außernutzungsstellung

von Einzelbäumen:

Doch nicht nur die flächige Außer -

nutzungsstellung, sondern auch Einzelbäume

sind von hoher Bedeutung,

beispielsweise als lebende Samenbank

oder als Lebensinsel für viele Tierarten.

Selbst als Totbäume erfüllen sie noch

eine wichtige ökologische Aufgabe.

1) Alt- und Totbäume

Ziel: Belassen von Alt- und Totbäumen

für Spechte, Eulen, Fledermäuse

und andere höhlenbewohnende Tier -

arten als Brut- und Rückzugsraum

sowie als Nahrungshabitat.

Spechte, wie hier der Schwarzspecht

profitieren vom alten Baumbestand

2) Außernutzungsstellung

von Horstbäumen

Ziel: Schutz und Erhaltung von Horstbäumen

seltener Vogelarten.

Verpflichtungszeitraum: 40 Jahre

(gilt für alle standortsgerechten und

einheimischen Baumarten)

III) Horstschutzzonen gefährdeter

Brutvogelarten:

Ziel: Errichtung von Ruhezonen im

Umkreis von beflogenen Baum- und

Felshorsten sowie Schlafplätzen gefährdeter

und störungsempfindlicher

Vogelarten.

Förderungen: einmaliger Bauschsatz

in der Höhe von € 200,–/ha.

Verpflichtungszeitraum: fünf Jahre

Vogelarten für die eine Horstschutzzone

errichtet werden kann:

Nachtreiher, Schwarzstorch, Wespenbussard,

Schwarzmilan, Rotmilan,

Zwergadler, Kaiseradler, Seeadler,

Sakerfalke, Uhu, Habichtskauz.

Geben wir ausgewählten Wäldern

wieder das Recht auf Selbstgestaltung

zurück. Speziell jetzt, im Zuge des

Klimawandels mit immer länger andauernden

Trocken- und Hitzeperioden

und Starkniederschlägen, brauchen

wir – und besonders unsere Kinder

– Orientierungsmöglichkeiten, in

welche Richtung die Natur sich entwickelt.

Der Mensch kann bei dieser

Entwicklung nur zusehen und versuchen,

von sich selbst überlassener

Natur zu lernen. Weiters stellen diese

Wälder für zukünftige Gesellschaften

einen wichtigen Anhaltspunkt in deren

Natur- und Umweltorientierung dar.

Wir können heute nicht voraussagen,

wohin sich der gesellschaftliche Wandel

entwickelt und welche neuen Wert -

zuweisungen die nächsten Genera -

tionen vornehmen werden. Gerade

deshalb ist es unsere Pflicht, unser

Naturerbe in vollem Umfang und in

einem funktionierenden Zustand weiter -

zugeben, denn auch unsere Kinder

haben ein Recht auf Urwälder und

unberührte Naturlandschaften.

Ansprechpartner zu diesen

Maßnahmen sind:

burgenlandweit

(ohne Natura-2000-Gebiete)

Naturschutzbund Burgenland

Esterhazystraße 15, 7000 Eisenstadt

Mag. Manfred Fiala,

Tel.: 0676/6062564

E-Mail: fiala.manfred@aon.at

Burgenländische Natura-2000-Gebiete

Verein BERTA

Esterhazystraße 15, 7000 Eisenstadt

DI Gottfried Reisner,

Tel.: 0676/6409145

E-Mail:

gottfried.reisner@berta-naturschutz.at

MIT UNTERSTÜTZUNG

VON BUND, LAND UND

EUROPÄISCHER UNION

3) Belassen von seltenen

Baumarten:

Speierling, Mehlbeere, Elsbeere,

Flaum-Eiche, Ulme, Edelkastanie,

Steinweichsel und Wildbirne.

Förderungen: einmalige Prämie von

€ 160,– ab einem Baumdurchmesser

von 50 cm bzw. 40 cm bei seltenen

Baumarten.

Alte Einzelbäume sind als Lebensinsel bzw. Horstbaum für den Schwarzstorch wichtig.

Für gewisse Arten ist die Ausweisung von Horstschutzzonen bedeutend.

13


schwarzwilddiskussion

Als Reaktion auf den Schwarzwildartikel von Dr. Oliver Keuling (Tierärztliche Hochschule Hannover) hat uns folgender

Leserbrief von Dr. Friedrich Völk (Österreichische Bundesforste) erreicht, den wir hier in ungekürzter Form drucken:

Schwarzwildbejagung –

traditionelle Empfehlungen und deren Ziele

Zahlreiche Empfehlungen für eine

„strukturgerechte Bejagung“ des

Schwarz wildes (z. B. in Jagdzeitschriften

und in mündlicher Überlieferung

von Schwarzwild-Bewirtschaftern) berufen

sich auf Aussagen und Meinungen,

die in den „Schwarzwild-Klassikern“

häufig zu finden sind, z. B. bei

Snethlage, Stubbe, Briedermann

und insbesondere Meynhardt.

14

Weder Snethlage, noch Stubbe, Briedermann

oder Meynhardt haben Untersuchungs-Ergebnisse

zur Bejagungsstruktur

veröffentlicht. Diese Autoren

haben lediglich Vermutungen angestellt,

warum sich das Schwarzwild so

stark vermehren kann – und eine dieser

Vermutungen lautete: Weil es vermehrt

frühreife Frischlingsbachen gibt.

Auch wenn es stimmt, dass es vermehrt

„frühreife Frischlingsbachen“

gibt – ist aber deren Begründung dafür

jeweils eine reine Vermutung, und

zwar eine falsche. Vermutet wird, dass

das eine Folge „der stark verjüngten

Schwarzwildbestände auf die Eingriffe des

Menschen in den Altersklassenaufbau“

sei. Der höhere Zuwachs wird dem

„Fehlen des sozialen Stresses“ zugeschrieben.

„Für die Richtigkeit dieser

Hypothese“ – meinen u. a. Stubbe &

Stubbe (1977, Seite 170) – spreche die

Tatsache, „dass im vorigen Jahrhundert

und in noch früheren Zeiten die Fortpflanzung

von Frischlingsbachen als

außerordentliche Seltenheit“ verzeichnet

werde. Meynhardt schloss sich dem an.

Dass seltenere Mastjahre und schlechtere

Ernährungsbedingungen der Haupt -

grund gewesen sein könnten, wird von

den Autoren in diesem Kontext nicht

angeführt – obwohl der Ernährungszustand

für die Geschlechtsreife an

anderer Stelle als entscheidend bezeichnet

wird! Denn die Frischlinge

werden selber befruchtungsfähig, sobald

sie ein bestimmtes „Grenzgewicht“

überschreiten. Und dieses Mindestgewicht

erreichen sie bei verbesserten

Ernährungsbedingungen eben

früher – unabhängig davon, ob die

Sauen „strukturgerecht“ bejagt werden

und ob es in der Rotte eine Leitbache

gibt oder nicht. Heinz Meynhardt

(1978, Seite 108) hält an anderer Stelle

sogar explizit fest: „Dass die Geschlechtsreife

im engen Zusammenhang

mit dem Futter angebot und dadurch

mit der Entwick lung der Frischlinge

steht, hatte ich bereits beschrieben“.

Stubbe & Stubbe (1977, Seite

161) schätzen sogar selber ein solches

„Mindestgewicht“ an, und zwar mit

28 kg (aufgebrochen), weil das im

Wildforschungsgebiet Hakel das Gewicht

einer aufgebrochenen, föten -

tragenden Frischlingsbache war.

Weshalb dann die „Hypothese“ der

strukturgerechten Bejagung?

Welche Ziele verfolgt

„strukturgerechte“ Bejagung?

Eine „strukturgerechte Bejagung“ wird


von den „Schwarzwild-Bewirtschaftern“

aus rein jagdwirtschaftlichen Gründen

eingefordert: Weil es um die Produktivität

des Schwarzwild-Bestandes

geht und um die Ernte starker Keiler.

Diese Ziele werden bei den genannten

Autoren auch mehrfach angesprochen

und in den Vordergrund gestellt. Zum

Beispiel bei Stubbe & Stubbe (1977,

Seite 171): „Da wir in der DDR bei der

Bewirtschaftung des Schwarzwildes

durch einen programmierten Wahlabschuss

zur Verbesserung der Altersklassenstruktur

und des Trophäen -

anteils übergegangen sind …..“ und

auch bei Heinz Meynhardt (1978,

Seite 203): „Daraus ist klar ersichtlich,

dass durch eine Verbesserung der

Alters struktur bei unseren Schwarzwildbeständen

zugunsten der mittelalten

Stücke bei einem weitaus nied -

rigeren Stammbestand ein höherer

Zuwachs zu erzielen ist“.

Frage: Wollen wir heute einen höheren

Zuwachs erzielen und darf angesichts

der Probleme mit Wildschäden die

Ernte starker Keiler im Vordergrund

stehen?

Noch ein interessantes Argument von

Meynhardt für eine „strukturgerechte“

Bejagung (1977, Seite 198): „durch

das Fehlen dieser mittelalten männlichen

Stücke beteiligen sich bereits

Frischlingskeiler an der Reproduktion;

es erfolgt eine Schwächung der in der

Entwicklung stehenden Frischlings -

keiler, die sich später bei der Trophäen -

bildung negativ auswirken muss“.

Wer also starke Trophäen erzielen will,

dem empfiehlt er, „strukturgerecht“

zu jagen.

Ein angeblicher Beitrag zur

Wildschadensvermeidung

Zum Abschluss eine Aussage zum

Thema Ablenkfütterung: Meynhardt

schreibt (1977, Seite 182): „Wichtig ist

allerdings nun, die Gegenseite, d. h.

die Kosten des Futtermitteleinsatzes

festzustellen, wobei noch zu berück -

sichtigen wäre, dass sich die Erlöse

aus dem Wildbretverkauf verdoppelt

hatten, da infolge der Verdoppelung

des Bestandes ein erhöhter Abschuss

möglich war.“ Ablenkfütterung ist also

offenbar zur Wildschadensreduktion

eingesetzt worden – und gleichzeitig

ein erfolgreiches Mittel zur Erhöhung

des Bestandes gewesen. Meynhardt

gibt sogar konkret an (Seite 196):

„Durch tägliche Ablenkfütterung bei

einem Futtereinsatz von 0,3 bis 0,4 kg

Mais pro Tag und Tier ließ sich der

Stammbestand des Schwarzwildreviers

um rund 100 % erhöhen, ... Der Wild -

bretertrag von dieser Rotte stieg innerhalb

der Jahre von zwei Stücken auf

elf Stücke an“. Mein Resümee: Nur

wer das anstrebt, möge eine Ablenkfütterung

betreiben.

Schlussfolgerung

Die zitierten Bewirtschaftungs-Empfehlungen

diverser „Klassiker-Autoren“

zur Schwarzwildbewirtschaf tung beruhen

auf den Haupt-Ziel setzungen,

„produktive“ Schwarzwildbestände zu

haben, die eine nachhaltig hohe jähr -

liche Wildbretmenge sowie einen

hohen Anteil an starken Trophäen-

Keilern gewährleisten. Schon 1951

beklagte Oloff (Seite 65): „Dass sich

die Schwarzwildbestände erheblich

vermehrten, wurde von den meis ten

Jägern – leichtsinnig genug – freudig

begrüßt“.

Wer Schwarzwild reduzieren will, ist

gut beraten, jenen Empfehlungen nicht

zu folgen, die auf Produktivitäts-Steigerung

und Vermehrung von Trophäen-

Keilern abzielen!

Weidmannsheil,

Dipl.-Ing. Dr. Friedrich Völk;

ÖBf

Zitierte Literatur

Meynhard, H., 1978: Schwarzwild-Report. Vier

Jahre unter Wildschweinen. Verlag J. Neumann-

Neudamm. Melsungen, Berlin, Basel, Wien.

207 Seiten.

Oloff, H.B., 1951: Zur Biologie und Ökologie

des Wildschweines. Verlag Dr. Paul Schöps,

Frankfurt/Main. 95 Seiten.

Stubbe, W., Stubbe, M., 1977: Vergleichende

Beiträge zur Reproduktions- und Geburtsbiologie

von Wild- und Hausschwein – Sus scrofa L.,

1758. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung X,

153 – 179.

15


der bljv informiert: neuvergabe von jagdgebieten

Zusammenfassung der gesetzlichen Bestimmungen

über die Neuvergabe von Jagdgebieten

für die nächste Jagdperiode vom

1. Feber 2015 bis 31. Jänner 2023

Die aktuell laufende Jagdperiode

endet mit 31. Jänner 2015. Bereits

ab Feb er 2014 können die Weichen

für eine Verpachtung der Jagdre -

viere im Burgenland gestellt werden.

Die dazu relevanten gesetzlichen

Bestimmungen wurden von Rechts -

anwalt Dr. Csokay zusammengefasst.

Er führt eine Kanzlei in Wien und

war viele Jahre Jagdpächter und Jagd -

leiter verschiedener Reviere im Seewinkel.

1. Jagdgebiete:

1.1. Die Jagdgebiete (Genossenschafts -

jagdgebiete oder Eigenjagdge -

biete) wurden von den Bezirksverwaltungsbehörden

für die kom -

mende Jagdperiode vom 1. Feber

2015 bis 31. Jänner 2023 festgestellt

(§ 14 JG).

1.2. In Jagdgebieten bis zu 500 ha ist

ein, bei einem Jagdgebiet bis zu

1.000 ha sind zwei und bei einem

Jagdgebiet von über 1.000 ha drei

Jagdaufseher zu bestellen. Für

Jagdgebiete, die vorwiegend aus

Waldungen bestehen und ein Ausmaß

von mehr als 1.500 ha haben

sowie für sonstige Jagdgebiete,

die ohne Rücksicht auf die Kulturgattung

ein Ausmaß von mehr

als 2.500 ha umfassen, ist wenigs -

ten ein Revierjäger hauptberuf -

lich zu bestellen.

1.3. Eine der Zahl der Jagdaufseher

entsprechende Anzahl von geeigneten

Jagdhunden muss gehalten

werden. Für Jagdgebiete bis 1.500

ha ist mindestens ein auf Schweiß

geprüfter Jagdhund und für Jagd -

gebiete über 1.500 ha sind mindes -

tens zwei auf Schweiß geprüfte

Jagdhunde zu halten (§ 98 JG).

2. Jagdausschuss:

2.1. Die Durchführung der Wahl des

Jagdausschusses obliegt einer von

der Bezirksverwaltungsbehörde be -

stellten Wahlkommission. Wahlberechtigt

sind alle Mitglieder der

Jagdgenossenschaft, die aus den

Eigentümern von Grundstücken,

welche in einem festgestellten

Genossenschaftsjagdgebiet liegen

und auf denen die Jagd nicht ruht,

gebildet wird. Wahlvorschläge

für den Jagdausschuss sind spätes -

tens am 8. Tag vor dem Wahltag

schriftlich beim Bürgermeister

einzureichen. Wurde kein Wahlvorschlag

eingebracht, so hat die

Wahl zu unterbleiben. Dann erfüllt

der Gemeinderat die Funktion

des Jagdausschusses.

2.2. Das Wahlergebnis ist vom Bürgermeister

zu verlautbaren und

kann von jedem wahlberechtigten

Mitglied der Jagdgenossenschaft

innerhalb von zwei Wochen nach

Verlautbarung angefochten werden.

2.3. In der ersten Sitzung des Jagdausschusses

ist der Obmann, dessen

Stellvertreter, der Kassier und

der Schriftführer zu wählen. Ein

Mitglied des Jagdausschusses ist

von der Beratung und Beschlussfassung

ausgeschlossen, wenn die

Beschlussfassung die Vornahme

eines Rechtsgeschäfts zwischen

ihm und der Jagdgenossenschaft

betrifft. Den Mitgliedern der Jagdgenossenschaft

ist die Teilnahme

an den Sitzungen des Jagdausschusses

gestattet.

2.4. Die Beschlüsse des Jagdaus -

schusses werden im Allgemeinen

mit einfacher Stimmenmehrheit

gefasst. Bei Stimmengleichheit

gibt die Stimme des Obmannes

den Ausschlag. Für Beschlüsse

des Jagdausschlusses über die

Verlängerung des Jagdpachtverhältnisses

und über die Vergabe

einer Genossenschaftsjagd im

Wege eines freien Übereinkommens

ist eine Mehrheit von zwei

Drittel sämtlicher Mitglieder des

Jagdausschusses notwendig. Die

gleiche Mehrheit ist erforderlich,

wenn der Pachtbetrag nicht zur

Gänze an die Grundbesitzer ausgeschüttet

werden soll.

3. Eigenjagd:

3.1. Eine unverpachtete Eigenjagd

(zusammenhängende Grundfläche

von mindestens 300 ha) ist durch

den Eigentümer oder einen Jagdverwalter

auszuüben (§ 61 JG).

3.2. Die Verpachtung einer Eigenjagd

durch die zur Eigenjagd berechtigte

Person ist der Bezirksverwaltungsbehörde

binnen acht Tagen

anzuzeigen. Die Verpachtung

hat auf die Dauer einer Jagdpe -

riode oder für den Rest einer Jagdperiode

zu erfolgen. Wenn eine

längere Dauer der Verpachtung im

Interesse der Jagd- oder Landeskultur

liegt, kann die Bezirks -

verwaltungsbehörde eine längere

Dauer der Verpachtung genehmigen.

Für die Eignung zur Pachtung

einer Eigenjagd gelten die gleichen

Bestimmungen wie bei der

Pachtung eines Genossenschaftsjagdgebietes.

4. Verwertung der

Genossenschaftsjagd:

4.1. Die im Bereich einer Katastral -

gemeinde gelegenen Grundstücke,

16


der bljv informiert: neuvergabe von jagdgebieten

die nicht als Eigenjagdgebiet anerkannt

sind, bilden das Genossen -

schaftsjagdgebiet. Die Genossenschaftsjagd

ist

4durch Verlängerung des bestehenden

Jagdpachtverhältnisses (§ 44 JG)

4im Wege des freien Übereinkommens

(§ 42 JG)

4oder im Wege der öffentlichen Versteigerung

(§ 37 ff JG)

für die Dauer der Jagdperiode zu verpachten.

4.2. Eignung zur Pacht:

4.2.1. Einzelpersonen sind zur Pachtung

nur zuzulassen, wenn sie

in den letzten zehn Jagdjahren

mindestens drei Burgenländische

Jahresjagdkarten oder Jahreskarten

eines anderen Bundeslandes,

in dem zur Erlangung

der ersten Jagdkarte eine Eignungsprüfung

vorgesehen ist,

besaßen. Im Jagdgesetz ist nicht

geregelt, unter welchen Voraussetzungen

EU-Bürger, die ihren

ordentlichen Wohnsitz nicht in

Österreich haben und keine

österreichische, aber ausländische

Jahresjagdkarten besitzen,

zur Pachtung zugelassen werden.

Weiters müssen Einzelpersonen

das 19. Lebensjahr vollendet

haben. Ausschlussgründe

(z. B. Gründe zur Verweigerung

der Jagdkarte, Vertragsbruch als

Jagdpächter in der letzten Jagdperiode,

etc.) dürfen nicht vorliegen.

4.2.2. Jagdgesellschaften, juristische

Personen:

Wenn zwei oder mehrere physische

Personen beabsichtigen, ein

bestimmtes Jagdgebiet gemeinsam

zu pachten, so haben sie

schriftlich einen Gesellschaftsvertrag

abzuschließen. Die Mitglieder

der Jagdgesellschaft haben

einen Jagdleiter zu bestellen.

Dieser muss die Voraussetzungen

für die Pachtung einer Genossen -

schaftsjagd als Einzelperson

erfüllen. Bei den übrigen Mitgliedern

der Jagdgesellschaft

darf kein Ausschlussgrund vorliegen.

Jeder Wechsel eines

Mitglieds der Jagdgesellschaft

bedarf der Zustimmung des

Jagdausschusses und muss der

Bezirksverwaltungsbehörde angezeigt

werden. Diese kann

innerhalb von acht Wochen die

Aufnahme oder das Ausscheiden

untersagen.

Juristische Personen sind zur

Pachtung eines Genossenschafts -

jagdgebietes zuzulassen, wenn

sie einen Jagdleiter bestellen,

der die Voraussetzungen für die

Pacht als Einzelperson erfüllt.

Vereine im Sinne des Vereins -

gesetzes sind ebenfalls juristische

Personen. Die Anzahl der

Vereinsmitglieder ist nicht beschränkt,

während bei einer

Jagdgesellschaft auf jeden Gesellschafter

mindestens 115 ha

Jagdfläche entfallen müssen.

Die Mitglieder einer Jagdge -

sellschaft haften für alle Verbindlichkeiten

aus der Zeit ihrer

Mitgliedschaft, insbesondere auch

für Jagd- und Wildschäden zur

ungeteilten Hand. Dies bedeutet,

dass von jedem Jagdgesellschafter

Schadenersatz in voller

Höhe begehrt werden kann. Bei

einem Verein haften die Vereins -

mitglieder nicht für Verbindlichkeiten

des Vereins. Die Vorteile

eines Vereins als Jagdpächter

gegenüber einer Jagdgesellschaft

überwiegen bei Weitem.

Der Wechsel von Vereinsmitgliedern

ist meines Erachtens

nicht einem Wechsel im Kreis

der Jagdgesellschafter gleichzusetzen.

Dies bedeutet, dass ein

Wechsel der Vereinsmitglieder

nicht der Genehmigung des Jagd -

ausschusses bedarf und auch nicht

bei der Bezirksverwaltungsbehörde

angezeigt werden muss.

Allerdings benötigen Vereinsmit -

glieder für die Einzeljagd ohne

Begleitung durch den Jagdleiter

oder durch das von ihm be -

stellte Jagdschutzorgan einen

Jagderlaubnisschein.

Zu beachten ist, dass der Verein

bei Beginn der Versteigerung

bereits im Vereinsregister regis -

triert sein muss, da der Nachweis

für das Bestehen der juris -

tischen Person erbracht werden

muss. Darüber hinaus muss

nachgewiesen werden, dass der

Verein einen geeigneten Jagdleiter

bestellt hat.

Die Kosten der Gründung und

Registrierung eines Vereins sind

nicht hoch. Die vorsorgliche

Gründung eines Vereins mit

einer Mindestanzahl von Mitgliedern

(Obmann, Schriftführer

und Kassier) erscheint durchaus

sinnvoll. Weitere Mitglieder

können jederzeit ohne behörd -

liche Bewilligungen beitreten

oder auch wieder austreten.

4.3. Verlängerung des Jagdpachtver -

hältnisses:

Wenn die Neuverpachtung einer

Genossenschaftsjagd im Laufe

einer Jagdperiode für deren rest -

liche, drei Jahre nicht übersteigende

Dauer erfolgt ist, kann der

Jagdausschuss mit der Zustimmung

von mindestens zwei Drittel

sämtlicher Mitglieder beschließen,

das bestehende Jagdpachtverhältnis

unter allfälliger Neuvereinbarung

des Pachtbetrages für die folgende

Jagdperiode zu verlängern.

4.4. Verpachtung im Wege des freien

Übereinkommens (§ 42 f JG):

Im vorletzten Halbjahr der laufenden

Jagdperiode (1. Feber bis

31. Juli 2014) kann der Jagdausschuss

mit einer Mehrheit von

zwei Drittel sämtlicher Mitglieder

des Jagdausschusses beschließen,

die Genossenschaftsjagd im Wege

eines freien Übereinkommens zu

verpachten; dieser Beschluss ist

binnen vier Wochen an der Amts-

17


der bljv informiert: neuvergabe von jagdgebieten

tafel der Gemeinde mit dem Hinweis

zu verlautbaren, dass ein

Widerspruch dagegen von den

Mit gliedern der Jagdgenossenschaft

binnen vier Wochen nach

Verlautbarung eingebracht werden

kann. Der Beschluss des Jagdausschusses

tritt außer Kraft und das

Genossenschaftsjagdgebiet ist im

Wege der öffentlichen Verstei -

gerung zu verpachten, wenn die

Widerspruch erhebenden Mitglieder

der Jagdgenossenschaft über

das Eigentum von mehr als der

Hälfte der im Genossenschaftsjagdgebiet

gelegenen Grundfläche

verfügen. Das Außerkrafttreten

des Beschlusses ist ortsüblich

kund zumachen.

4.5. Öffentliche Versteigerung:

4.5.1. Eine Genossenschaftsjagd ist

im Wege der öffentlichen Versteigerung

aufgrund von der

Bezirksverwaltungsbehörde genehmigten

Versteigerungsbedin -

gungen an diejenige zur Pachtung

zugelassene Person zu verpachten,

die das höchste Angebot

in der Versteigerung stellt.

4.5.2. Im vorletzten Halbjahr der laufenden

Jagdperiode hat der Jagd -

ausschuss Pachtbedingungen (Versteigerungsbedingungen)

zu ent -

werfen, welche von der Bezirksverwaltungsbehörde

geprüft, allen -

falls berichtigt und ergänzt werden

müssen. Die Versteigerungs -

bedingungen sind entsprechend

einem von der Landesregierung

vorgeschriebenen Muster zu ent -

werfen. Es erscheint sinnvoll, in

die Versteigerungsbedingungen

eine dem § 177 Abs. 3 und Abs. 4

Exekutionsordnung entsprechende

Bestimmung aufzunehmen:

„Der Leiter der Versteigerung ist

befugt, alle zur Wahrung der

Ruhe und Ordnung sowie zur

Hintanhaltung unerlaubter Verabredungen,

Einschüchterungen

und sonstiger Verhinderungen von

Anboten nötigen Verfügungen zu

treffen und sie zwangsweise, erforderlichenfalls

mit Unterstützung

der den Sicherheitsbehörden

zur Verfügung stehenden

Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes,

durchzuführen.

Vereinbarungen, wonach jemand

verspricht, bei einer Versteigerung

als Mitbieter nicht zu erscheinen

oder nur bis zu einem

bestimmten Preis oder sonst nur

nach einem gegebenen Maßstab

oder gar nicht mitzubieten, sind

ungültig. Die für die Erfüllung

dieses Versprechens zugesicherten

Beträge, Geschenke oder

andere Vorteile können nicht

ein geklagt werden. Was dafür

wirklich gezahlt oder über -

geben worden ist, kann zurück -

gefordert werden.“

4.5.3. Vereinbarungen, durch die das

Jagdgebiet zum Zwecke der

Jagdausübung der Fläche nach

aufgeteilt wird oder Begünstigungen

versprochen werden,

die nicht in den Versteigerungsbedingungen

aufgenommen sind,

insbesondere solche, durch die

auf den Pachtbetrag oder auf

den Ersatz von Jagd- und Wildschaden

ganz oder teilweise

verzichtet wird, sind verboten

und rechtsunwirksam.

4.5.4. Innerhalb von vier Wochen nach

Zustellung der von der Bezirksverwaltungsbehörde

genehmigten

Pachtbedingungen ist ein

Versteigerungstermin vom Obmann

des Jagdausschusses anzuberaumen.

Zwischen Anberaumung

der Versteigerung und

dem Versteigerungstermin muss

mindestens ein Zeitraum von

vier Wochen liegen. Die Kundmachung

des Versteigerungs -

termins erfolgt durch Anschlag

an der Amtstafel der Gemeinde

und der Bezirksverwaltungs -

behörde sowie durch Einschaltung

im Landesamtsblatt für

das Burgenland.

4.5.5. Die Ausschreibung hat Ort

und Zeit der Versteigerung, die

Verpachtungsbedingungen, den

Aus rufpreis, das zu erlegende

Vadium und die Dauer der Verpachtung

anzugeben sowie die

wesentlichen Angaben über die

zu versteigernde Jagd, insbesondere

das Ausmaß des Jagdgebietes,

die vorhandenen Waldund

Wasserflächen und der

Schongebiete, die im Jagdgebiet

als Stand- und Wechselwild

vorkommenden Wildarten und

den durchschnittlichen Jahresabschuss

der letzten Jagdperiode

zu enthalten.

4.5.6. Vorgang bei der Versteigerung

(§ 40 JG):

Die Versteigerung wird vom

Obmann des Jagdausschusses

oder einer von ihm beauftragten

Person in der Regel in der

Gemeinde, in der das Jagdgebiet

gelegen ist, durchgeführt.

Als Bieter ist nur zuzulassen,

wer das Vadium ordnungsgemäß

erlegt hat. Personen, die

als Bieter auftreten, müssen

nachweisen, dass sie die Vor -

aussetzungen für die Eignung

als Pächter erbringen. Mitbietende

Jagdgesellschaften haben

den Gesellschaftsvertrag vorzulegen

und nachzuweisen, dass

sie die Voraussetzungen für die

Eignung als Pächter erfüllen.

Juristische Personen müssen

ihren aufrechten Bestand durch

Vorlage eines Firmenbuchauszuges

oder eines Auszuges aus

dem Vereinsregister und die

Bestellung eines geeigneten

Jagdleiters nachweisen.

Nach Verlesung der Versteigerungsbedingungen

fordert der

Ausrufer auf, Angebote zum

Ausrufungspreis oder höher abzugeben.

Diese Angebote sind

18


der bljv informiert: neuvergabe von jagdgebieten

dreimal mit dem Beisatz „zum

ersten Mal“, „zum zweiten Mal“

und wenn eine Überbietung des

Anbotes nicht erfolgt, mit dem

Ruf „zum dritten Mal“ deutlich

zu wiederholen. Zwischen dem

zweiten und dritten Ausruf muss

eine Pause von mindestens zehn

Minuten liegen. Nach dem letzten

Ruf bestätigt der Ausrufer

den Schluss der Versteigerung

durch Schlag mit dem Hammer.

Wird das in den Pachtbedin -

gungen festgelegte Mindestanbot

(Ausrufpreis) nicht erreicht

und meldet sich trotz dreima -

ligem Ausrufes desselben kein

Bieter, so ist die Versteigerung

als ergebnislos abzubrechen. In

diesem Fall hat die Bezirksverwaltungsbehörde

eine neuerliche

Versteigerung anzuordnen, für

welche sie nach Befragung des

Jagdausschusses den Ausrufpreis

festsetzt. Im Gesetz ist nicht geregelt,

nach welchen Kriterien

diese Festsetzung zu erfolgen hat.

Meines Erachtens ist der neue

Ausrufpreis so festzulegen, dass er -

wartet werden kann, dass bei der

neuerlichen Versteigerung zumindest

ein Angebot abgeben wird.

Die im Wege der öffentlichen

Versteigerung vorgenommene Ver -

pachtung ist vom Obmann des

Jagdausschusses innerhalb von

vier Wochen nach der Zuschlagserteilung

der Bezirks -

verwaltungsbehörde anzuzeigen.

Diese kann binnen acht Wochen

den Zuschlag außer Kraft setzen

und eine neuerliche Versteigerung

anordnen oder auch unter

bestimmten Voraussetzungen dem

Zweitbieter den Zuschlag erteilen,

sofern dieser die Pachtung

noch anstrebt.

4.6. Genossenschaftsjagdverwaltung:

Kann eine Genossenschaftsjagd

weder durch öffentliche Verstei -

gerung noch im Wege des freien

Übereinkommens noch durch Ver -

längerung des bestehenden Jagdpachtverhältnisses

verpachtet werden,

so ist zur Ausübung der Jagd

und zur Betreuung des Genossenschaftsjagdgebietes

ein Genossen -

schaftsjagdverwalter zu bestellen.

Die öffentliche Versteigerung des

Genossenschaftsjagdgebietes ist

jedoch spätestens innerhalb dreier

Monate nach Beginn der Jagdperiode

neuerlich vorzunehmen und,

wenn sie auch jetzt erfolglos geblieben

ist, in der Folgezeit dann

zu wiederholen, wenn sich begründete

Aussichten für eine erfolgreiche

Versteigerung ergeben.

Die Kosten der Verwaltung der

Genossenschaftsjagd einschließlich

des Ersatzes von Jagd- und

Wildschäden sind von der Jagd -

genossenschaft zu tragen, wel -

cher auch die sich ergebenden

Einnahmen zufließen.

4.7. Gemeinsame Bestimmungen für

alle Arten der Verpachtungen:

4.7.1. Die durch die Verpachtung erwachsenden

Kosten (Versteigerung,

etc.) sind vom Pächter zu

ersetzen.

4.7.2. Kaution:

Der Pächter eines Genossenschaftsjagdgebietes

hat bei der

Bezirksverwaltungsbehörde eine

Kaution in der Höhe eines

Jahrespachtbetrages spätestens

innerhalb von zwei Wochen

nach Beginn der Jagdperiode,

wenn aber die Anzeige der Verpachtung

später erfolgt ist,

innerhalb von zwei Wochen

nach Rechtswirksamkeit der

Anzeige in Form einer Sparurkunde

(Einlagebuch) oder einer

Bürgschaft eines Kreditinstitutes

mit dem Sitz in einem EUoder

EWR-Mitgliedstaat zu erlegen.

4.7.3. Erlag des Pachtbetrages:

Der erste Pachtbetrag ist binnen

zweier Wochen nach Rechtswirksamkeit

der Verpachtung und

jeder folgende spätestens vier

Wochen vor Beginn des Jagdjahres

beim Jagdausschuss zu

erlegen.

Gegen die Außerkraftsetzung des

Zuschlags und Erteilung des Zuschlags

an einen anderen Bieter

kann Berufung erhoben werden.

19


landeshubertusfeier rudersdorf

Landeshubertusfeier Rudersdorf

am 3. November 2013

Die diesjährige Landeshubertusfeier

fand in der Pfarrkirche in Rudersdorf

statt. Nach einem kurzen Platzkonzert

der Marktmusikkapelle Rudersdorf am

Antoniusplatz zogen rund 150 Jägerinnen

und Jäger zur Pfarrkirche, wo

sie von Pfarrer Viktor Ludwig Oswald

und Pfarrerin Mag. Evelyn Bürbaumer

empfangen wurden. Den ökumenischen

Dankgottesdienst gestaltete die Jagdhornbläsergruppe

Jennersdorf. Im

Anschluss wurde die Strecke gesegnet.

Bei der Hubertusfeier ehren Jägerinnen

und Jäger das Wild, das sie entnehmen

durften und danken dem hl. Hubertus

als Schutzpatron für ein erfolgreiches

und gesundes Jagdjahr.

Auch heuer konnten wir wieder zahlreiche

Ehrengäste bei der Landeshuber -

tusfeier begrüßen. So sprachen sich

LR Verena Dunst (in Vertretung von

LH Hans Nießl) und LAbg. Norbert

Sulyok (in Vertretung von LH-Stv.

Mag. Franz Steindl) klar für die Jagd

aus und bedankten sich für den Einsatz

in und für die Natur. Beide wiesen auch

auf die Wichtigkeit der Jagd als Lebens -

mittelproduzent hin. LR Dunst war

auch die sorgsame und umsichtige Vergabe

der Jagden ein besonderes Anliegen.

Grußworte an die anwesenden Jägerinnen

und Jäger richteten auch Bezirkshauptmann

DDr. Hermann Prem

und LAbg. Vizebgm. Ewald Schnecker.

Landesjägermeister-Stv. Dipl.-Ing. Peter

Traupmann unterstrich in seiner Ansprache

die Wichtigkeit und Bedeutung

der Jägerinnen und Jäger in Belangen

des Naturschutzes und dem

Erhalt der Biodiversität. Für die an -

stehenden Jagdverpachtungen appellierte

er an Grundstückseigentümer

und Pächter, sich wieder der ursprünglichen

Werte zu besinnen und die wirtschaftlichen

Interessen nicht über die

Verpflichtung gegenüber nachfolgenden

Generationen, nachhaltig zu wirtschaften

und zu jagen, zu stellen.

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde

durch den ersten Bgld. Jägerchor das

Liederbuch der burgenländischen Jäger -

schaft vorgestellt, das ab sofort auch

in der Verbandskanzlei erhältlich ist.

20


förderwerkstätte eisenstadt beliefert landesjagdverband

Förderwerkstätte Eisenstadt

beliefert Landesjagdverband

Die diesjährigen Weihnachtsgrußkarten

des Burgenländischen Landesjagd -

verbandes gestalteten die KlientInnen

der Förderwerkstätte Eisenstadt von

Rettet das Kind.

Das liebevoll gestaltete Motiv wurde

in Handarbeit (Fingerdruck) erstellt

und zeigt Hirsche, einen Baum und

einen Stern. Durch den individuellen

Fingerdruck der KlientInnen ist jede

Grußkarte damit ein Unikat.

Der Landesjagdverband bedankt sich

für die nette und unkomplizierte Zusammenarbeit!

Susanne Csmarich, Leiterin Sabine

Haindl und Landesjägermeister Peter

Prieler bei der Übergabe der Karten.

Burgenländisches Jägerliederbuch

NEU!!! NEU!!!

NEU!!!

€ 10,– pro Stück

Zu bestellen im Verbandsbüro unter der Telefonnummer 02682/66 878-12,

per Mail unter bestellungen@bljv.at oder im Online-Shop auf unserer Homepage www.bljv.at

21


eröffnung des verbandsbüros

Eröffnung des

Verbandsbüros

Am 25. Oktober war es so weit: Das

neue Verbandsbüro des Burgenlän di -

schen Landesjagdverbandes wurde im

Rahmen eines feierlichen Festaktes in

der Johann Permayer-Straße 2a eröffnet.

Die Segnung der Räumlichkeiten

wurde von emer. Bischof Dr. Iby sowie

von Pfarrer Dr. Rampler durchgeführt.

An dem Festakt nahmen rund 80

Personen teil. Beim anschließenden

Buffet konnten die neuen Räumlichkeiten

ausgiebig bestaunt werden.

Folgende Ansprechpartner stehen Ihnen wie gewohnt zur Verfügung:

Dipl.-Ing. Andreas Duscher, Geschäftsstellenleiter Andreas.Duscher@bljv.at, 02682/66878 DW 11

Ute Roth Ute.Roth@bljv.at, 02682/66878 DW 13

Carina Stahleder Carina.Stahleder@bljv.at, 02682/66878 DW 12

Tanja Schindler (vormitttags) Tanja.Schindler@bljv.at, 02682/66878 DW 14

Weiters möchten wir Ihnen folgende neue E-Mail-Adressen bekannt geben:

Bestellungen und Anträge für Jagdgastkarten

Anträge auf Förderungen aus der Jagdabgabe,

Förderungen betreffend das Jagdhundewesen,

Kühleinrichtungen, Baujagd, etc.

Kursanmeldungen und Anfragen

bestellungen@bljv.at

foerderungen@bljv.at

kurse@bljv.at

22


in der verbandskanzlei erhältlich

In der Verbandskanzlei erhältlich

Verbandsabzeichen à € 4,00

Autoplakette à € 1,10

(Innen- oder Außenaufkleber)

Seidenkrawatte à € 15,00

T-Shirt à € 15,00

Polo-Shirt (Damen, Herren) à € 22,00

Kappe à € 10,00

Signalschal à € 10,00

Kochbuch

„Wild gekocht, gebraten, gegrillt …“ à € 15,00

(Kochbuch: für Verbandsmitglieder € 5,– Rabatt)

Jägerliederbuch à € 10,00

Werte-Wandel-Weidgerechtigkeit à € 17,00

Bewertung von Wildschäden im Wald à € 30,00

Ringbuchmappe „Jagdrecht Burgenland“ à € 50,00

(inkl. Berechtigung zur Nutzung der Internet-Ausgabe „Jagdrecht“)

Leitfaden für einen geordneten Jagdbetrieb à € 5,00

Leitfaden „Jagdliches Brauchtum“ à € 3,00

Wildbret-Hygiene à € 26,00

Wildbret-Direktvermarktung à € 16,00

Wildlebensräume à € 14,00

Abschusslisten à € 0,50

Abschusspläne à € 0,50

Wildbretanhänger à € 0,25

Trophäenanhänger à € 0,10

zahlbar mittels Erlagschein zuzüglich Versandkosten

€ 0,90 pro Stück

bei Abgabe von 10 Stück € 0,80 pro Stück

ab 50 Stück – € 0,65/Stück

ab 100 Stück – € 0,50/Stück

POLO-SHIRT FÜR DAMEN

erhältlich in den Größen S und M

€ 22,– pro Stück

Zu bestellen im Verbandsbüro unter der Telefonnummer

02682/66878-12, per Mail unter bestellungen@bljv.at

oder im Online-Shop auf unserer Homepage www.bljv.at

23


uniqa informiert

UNIQA

informiert

Alfred THALLER von der UNIQA ist

der Ansprechpartner der Burgenlän -

dischen Jägerschaft in allen Versicherungsangelegenheiten!

Für Mitglieder des Bgld.

Landesjagdverbandes bestehen

folgende Versicherungsverträge

bei UNIQA:

4Jagdhaftpflichtversicherung

Pol.-Nr. 2268/000261-9

Geltungsbereich: ganz Europa

4Jagdrechtsschutz-Versicherung

Pol.-Nr. 2228/008994-1

Geltungsbereich: ganz Europa

4Jagdunfall-Versicherung

Pol.-Nr. 2618/000029-6

Geltungsbereich: weltweit

4Einbruch/Diebstahlversicherung

für Jagdwaffen und Jagdoptik

Pol.-Nr. 6445217200

Geltungsbereich: Österreich und

Nachbarstaaten

4JagdPLUSVersicherungspaket

Pol.-Nr. 2618/000098-1 (Nur gültig

nach Einzahlung von 36,– Euro.)

Jagdhaftpflichtbestätigungen in aus -

ländischer Sprache bitte unbedingt

telefonisch bei Frau Stahleder (BLJV)

unter Tel. 02682/66878-12 oder per

Mail carina.stahleder@bljv.at anfordern

– Bestätigung wird umgehend

und kostenlos durch UNIQA zugestellt.

Schadensmeldungen: Schadensformulare

fordern Sie direkt bei UNIQA

Österreich Versicherungen AG,

Herrn Alfred Thaller an. Zusendung

erfolgt sofort. Die Bearbeitung des

Schadens durch UNIQA kann erst

nach Unterschrift durch den Bgld.

Landesjagdverband (= Versicherungs -

nehmer) erfolgen. Diese Unterschrift

holt Herr Thaller für Sie ein.

UNIQA Companion: Für UNIQA-

Kunden ist guter Rat gratis – unsere

MitarbeiterInnen sind für Sie in sieben

europäischen Ländern an 70 Servicestellen

da, wenn Sie Informationen

oder Hilfe benötigen:

Tel.-Nr.: +43 1 204 2222 Österreich,

Italien, Kroatien, Polen, Slowakei,

Tschechien und Ungarn. Nennen Sie

die Pol.-Nr. 2268/000261-9 und Ihren

Namen (Jäger als Mitglied des Bgld.

Landesjagdverbandes) und man wird

Ihnen Informations- und Organisationsleistungen

kostenlos an 365 Ta -

gen und 24 Stunden am Tag liefern!

Für die kommenden Jagdtage: Un -

fallfreies Jagen, Gesundheit und ein

kräftiges Weidmannsheil!

Alfred Thaller

LD Burgenland

Die Jahrestagung der Jagdverbandsbetreuer von UNIQA Österreich Versicherung AG wurde Ende Oktober vom

BLJV organisiert und ausgerichtet. Das Programm war vielfältig und bot an eineinhalb Tagen neben Fachvorträgen

von Dr. Peter Lebersorger (Zentralstelle Österr. Landesjagdverbände), LJM Dipl.-Ing. Peter Prieler (BLJV) und

Dr. Gerhard Dickinger (UNIQA) auch die Möglichkeit zur praktischen Betätigung. So konnten sich die Teilnehmer

am Schießplatz Steinbrunn im Tontauben- und Kleinkaliberschießen messen und die Außenanlage in der Werkstatt

Natur ausgiebig testen. Vor allem der Umfang und das Leistungsangebot in Marz, charmant durch Mag. Verena

Hrabanek vorgestellt, beeindruckte die Vertreter aus den anderen Bundesländern sehr.

Seitens des Burgenländischen Landesjagdverbandes bedanken wir uns für die gute Zusammenarbeit mit der UNIQA!

24


Bgld. Jagdhundeprüfungsverein

bgld. jagdhundeprüfungsverein

Die Feld- und Wasserprüfung wurde am 29. September 2013 im Bezirk Mattersburg abgehalten;

Prüfungsleiter: Stefan Migsich

26 Hunde waren genannt, 23 sind angetreten und davon konnten 18 durchgeprüft werden;

ein Hundegespann hat die Wasserprüfung und zwei die Feldprüfung bestanden.

Preis Hunderasse Hundeführer / Eigentümer Zwingername des Hundes Punkte

1a Deutsch Drahthaar Dr. Susan Grimminger Dux Soonwalds 307

1b Deutsch Drahthaar Rainer Jandrisits Finni v. Koglberg 299

1c Magyar Vizsla Kurzhaar Florian Fabsich/Eduard Fabsich Laura v. Laaer Land 288

1d Deutsch Drahthaar Walter Wild Falk v. Koglberg 285

1e Deutsch Drahthaar Michael Schindler Amy II v. Wulkaboden 283

2a Deutsch Drahthaar Dipl.-Ing. Dr. Leopold Cecil Sammy v. d. Morgenpirsch 288

2b Deutsch Kurzhaar Wolfgang Wiener Gwendy v. Lafnitzgrund 278

2c Weimaraner Kurzhaar Mf. Johann Dobrovits/Uwe Bauer Hella v. Dürbucher-Forst 273

2d Magyar Vizsla Drahthaar Johann Graf Alenke v. Margarethner Moos 273

2e Deutsch Drahthaar Leopold Smetaczek Arik v. Carlhof 259

2f Deutsch Langhaar Thomas Baumgartner Nox v. Werlacke 254

3a Deutsch Drahthaar Gerhard Leier Ceus v. d. Bärenleiten 301

3b Deutsch Drahthaar Stefan Zoncsich Flora v. Koglberg 286

3c Weimaraner Kurzhaar Leopold Seyer Attila v. Leonhardiberg 260

3d Deutsch Drahthaar Anton Filipich jun. Falko v. Koglberg 231

Wasserprüfung

Preis Hunderasse Hundeführer / Eigentümer Zwingername des Hundes Punkte

2 Deutsch Drahthaar Kurt Mayer Heidi v. Wollsberg 84

Feldprüfung

Preis Hunderasse Hundeführer / Eigentümer Zwingername des Hundes Punkte

2a Cesky Fousek Dr. Artur Possnigg Quitta z. Hlozku 189

3a Großer Münsterländer Katharina Klancnik/

Christa Klancnik-Mayer Bodo v. Bahnhofviertel 216

Die Vollgebrauchsprüfung wurde am 28. September 2013 im Raum Kohfidisch abgehalten;

Prüfungsleiter: Ing. Georg Oktabec

Es waren zwölf Hunde genannt; acht Hunde konnten durchgeprüft werden.

Prüfungsergebnisse

Preis Hunderasse Hundeführer / Eigentümer Zwingername des Hundes Punkte

1a Deutsch Kurzhaar Mf. Ing. Gregor Prantl Nora v. Esterhazyhof 385

2a Deutsch Drahthaar Johann Hirsch Ronda v. d. Morgenpirsch 399

2b Deutsch Langhaar Adalbert Baumgartner Eros v. d. Wasserscheide 387

2c Magyar Vizsla Drahthaar Balázs Kenderesy Cinkos Áldozóvölgyi-Drótos 381

2d Pudelpointer Walter Geisendorfer Cajus v. Grafen-Stein 358

2e Deutsch Langhaar Friedrich Schlüter Vinz v. Kettenluss 357

2f Deutsch Drahthaar Manfred Zach Artos v. d. Sitzenau 356

2g Deutsch Drahthaar Johann Roth Rocko v. d. Morgenpirsch 346

Danke den Revierinhabern, welche die gut besetzten Reviere zur Verfügung gestellten haben.

Ebenso gilt der Dank allen Richterkollegen, Richteranwärtern und Revierführern für ihre tatkräftige Mithilfe!

25


jagdprüfungen 2013

Jagdprüfungen 2013

Der Burgenländische Landesjagdverband gratuliert nachstehenden

Personen zur bestandenen Prüfung!

Jungjäger

ANDERT Andreas

Pamhagen

ANDERT Hermann

Pamhagen

BALDASTI Gernot Neuhaus i. d. W.

BAUMANN Monika

Oslip

Dr. BAUMGARTNER Eva Maria Weite, Schweiz

BAUMGARTNER Hubert

Unterwart

BERGER Anita

Frauenkirchen

BERGER Ferdinand

Frauenkirchen

Dr. BIERBACHER Karin

St. Georgen an der

Stiefing

Dipl.-Ing. (FH) BIERBACHER Thomas St. Georgen an der

Stiefing

BILGER Peter

Kaindorf an der Sulm

BIRNBAUER Peter

Landsee

BLEICH Dietmar

Pamhagen

BLEICH Thomas

Pamhagen

BÖHM Stefan Manuel

Piringsdorf

BONIVER Brando

London,

Großbritannien

BREZOVICH Stefan

Stoob

BRÜCKE Franz

Linz

BURANICH Michael

Kroatisch Geresdorf

CHIRITA Benjamin

Stotzing

Mag. CROY Clemens

Stadl-Paura

CSUKOVITS Dominik

Wiesen

CSUKOVITS Eugen

Wiesen

DECKER Nina

Weichselbaum

DEUTSCH Stefan

Pamhagen

Ing. DOBLER Alfred

Jois

DURAS Manfred

Lang

DUSCHANEK Christian

Horitschon

ECKER Maximilian

Neckenmarkt

EICHER Andrea

Steinberg-Dörfl

ERHARDT Benjamin

Hammerteich

ERTL Raphael

Klagenfurt

EZSÖL David

Mönchhof

FASCHING Walter

Bernstein

FEILER Gerhard

Gols

FELLINGER Mathias

Hochneukirchen

FEUTL Johann

Neumarkt/Raab

FILIPOVITS Jürgen

Bernstein

FLECK David

Redlschlag

FRESSNER Daniel

Güssing

FRITZ Markus

Unzenmarkt

FRÜHWIRTH Andreas

FURTMÜLLER Florian BA

GABRIEL Christian

GEBERT Martin

GEBHARDT Wilhelm

GELBMANN Thomas

GLOBOSITS Patrick

GNEGELER Dietmar

GNEGELER Sven

GOBER Birgit Maria

GOLDENITSCH Michael

GOLLOBICH Christian

GÖSCHL Christoph

GOSTENCNIK Norbert

GRAS Christina

GRASCH Rudolf

GRATZL Horst

GRATZL Thomas

GREGER Stefanie

GROSINA Herwig Ernst

Dipl.-Ing. GRUBER Hans Anton MBA

GRUBER Patrick

GRUBER Patrick

GRÜNWALD Karl

GÜLLY Michael

Ing. HAAS Helmut

Dipl.-Ing. HAAS Peter

HABURKA Oskar

HABURKA Victoria-Maxine

Dipl.-Ing. HAGMANN Elmar MBA

HAIDER Johann

HAINZL Philipp

HARKAMP Hannes

Dr. HARNONCOURT Franz

HAUSER Michael

HEINSCHINK Josef

HESCHL Monika

HESCHL Richard

HETTEGGER Peter

Dipl.-Ing. (FH) HÖBART Jan

HOFFMANN Maximilian

Mag. HOLZER Helmut

Güssing

Offenhausen

Rechnitz

Neckenmarkt

Forchtenstein

Pamhagen

Gerersdorf

Ennigerloh,

Deutschland

Ennigerloh,

Deutschland

Kohfidisch

St. Andrä/Zicksee

Stotzing

Neusiedl am See

Spielfeld

St. Margarethen

Leibnitz

Deutsch-Ehrensdorf

Unterwart

Podersdorf am See

Siegendorf

Wien

Pamhagen

Pinkafeld

Litzelsdorf

Wien

Hermagor

Hermagor

Wien

Wien

Kaltenleutgeben

Illmitz

Oberkurzheim

Kaindorf an der Sulm

Linz

Deutsch Gerisdorf

Leithaprodersdorf

Kemeten

Kemeten

Großarl

Wien

Burgauberg

St. Andrä/Zicksee

26


jagdprüfungen 2013

HORSTMANN Luis

Anif

HORVATH Alfred

Güssing

HORVATH Karin

Oberwart

HORVATH Matthias

Jennersdorf

HÖSCH Thomas

Jennersdorf

HOSCHOPF Alexander

Karl

HOSP Johannes

St. Gilgen

Mag. Dr. HUBER Hermann

St. Urban

Mag. JAGSCHICH Stefan

Schützen am Gebirge

JAKUBEK Franz

Bad Erlach

JOST Jürgen

Eltendorf

Mag. (FH) KAIN Ronald

Wulkaprodersdorf

KALCH David

Kroatisch-Ehrensdorf

KAMLEITNER Johannes

St. Martin/Karlsbach

KAMPEL Anton

Ottendorf/Rittschein

KAPPEL Michael

Redlschlag

KAPPEL Roman

Redlschlag

KAPUY Andreas

Strem

KARASEK Florian

Wien

KARNER Christian

Mönchhof

KARNER Ernst

Willersdorf

KAROLY Renate

Steinberg-Dörfl

KAST Johannes

Neusiedl am See

KHEVENHÜLLER-METSCH Luis Pellendorf

KIRCHKNOPF Michael

St. Andrä/Zicksee

KIRSCHNER Johannes

Mönchhof

KLEMEN Klaudia

Kroatisch Geresdorf

KLOIBER Christian

Jennersdorf

KNAUDER Robert

Gallneukirchen

Mag. KOBALD Roland

Güssing

KOCH Lukas

Mattersburg

KOCH Martin

Pinkafeld

KÖHRER Thomas

Allerheiligen bei

Wildon

KOLLER Margit

Rust

KOLLER Wolfgang

Gerasdorf bei Wien

KÖLLERER Horst

Draßmarkt

KONRAD Thomas Neuhaus i. d. W.

KOPP Alexander

Parndorf

Dr. KÖRNER Ulrich

Wollerau, Schweiz

KOS Andreas

Schützen am Gebirge

Ing. KOVACS David

Sieggraben

KROPEJ Florian

Wien

KUGLER Guido

Stoob

KULOVITS Armin Neuhaus i. d. W.

KULOVITS Michael Neuhaus i. d. W.

LAABER-KÖSTNER Birgit

Neusiedl am See

LACKNER Wolfgang

St. Margarethen

LAKI Christoph

Güssing

LEBITSCH Silvia

Strem

LEDINEGG Helmut

Gamlitz

LEIER Kevin

Pamhagen

LEITNER Michael

LEITNER Waltraud

LENSING Lisa

LENTZ Heinrich

LOUDON-VORST-GUDENAU Remigius

LUKA Cornelia

MAITZ Jan

MALITS Markus

MARBEK Harald

MARBEK Melanie

MAYER Alexander

MENZEL Rudolf

MILLONIG Herbert

MOHAPP Daniel

MÖRZ Eva-Maria

Mag. MÖSTL Sabine

MOUSAA Andreas

MÜLLER Martin

MÜLLER-MEZIN Felix

MUSSER David

NEUBAUER Rene

NEUBERGER Peter

NEUN Gernot

Mag. NEUNTEUFEL Bernhard

NITTMANN Martin

NOITZ Wolfgang

OBERNDORFER Markus

PAIL Michael

PAL Stefan

PECK Walter

PETZ Nikolaus

PFEILER Markus

Dipl.-Ing. PICCARDI Christian

PICHLER Werner

PIMPERL René

PLANEGGER Clara

PÖLZER Harald

POSCH Werner

PRANCKH Maximilian

Dipl.-Ing. PRATTES Karl

PRENNER Dagmar

PUHR Joachim

PUHR Jürgen

RAMSAUER Markus

RECKER Ludwig

REICHEL Johannes

REINISCH Christa

REINISCH Franz

RESCH Nino

RIBITS Stefan

Kaisersdorf

Wiener Neustadt

Wien

Wien

Wien

Mörbisch am See

St. Kathrein

Güssing

Völkermarkt

Völkermarkt

Rohrbach

Graz

Hohenthurn

Oberdrosen

Hirm

Gießhübl

Wien

Wiesen

Graz

Kemeten

Bocksdorf

Pöttelsdorf

Oberwart

Mondsee

Neusiedl am See

Bad Sauerbrunn

Loipersdorf

Wien

Gols

Pamhagen

Jennersdorf

Kaisersdorf

Wien

Straden

Kitzladen

Wien

St. Andrä/Zicksee

Sinabelkirchen

Dublin, USA

Graz

Wolfau

Redlschlag

Redlschlag

Wien

Güssing

Klagenfurt

Hainsdorf im

Schwarzautal

Wolfsberg im

Schwarzautal

Oberpullendorf

Steinbrunn

27


jagdprüfungen 2013

RINGHOFER Wilhelm

Bad Tatzmannsdorf

STÖGERER Ingrid

Dechantskirchen

ROM Bernd

Donnerskirchen

STUMBAUER Friedrich

Rainbach im

RÖSSLER Melanie

Oberpullendorf

Mühlkreis

SALY Rudolf

Güssing

SZYMANSKI Jolanta

Wien

SCHADLER Bernhard

Bad Gleichenberg

TANKI Alexander

Gerersdorf

SCHAFFARICH Matthias

Parndorf

TAUBER Marco

Neumarkt/Raab

SCHARDL Phillip

Neuhaus/Klb.

TEUSCHLER Arno

Bad Waltersdorf

SCHARF Norbert

Bad St. Leonhard

THURNHERR Timothy

Wittenbach, Schweiz

SCHIEBEL Sophia

Wien

TIEBER Christian

St. Andrä/Zicksee

SCHIRNHOFER Mario

Grafenschachen

TILLY Gerd

Magdalensberg

SCHMID Maximilian

Baden

Dr. TRATTLER Birgit

Klagenfurt

SCHMIT Johannes

Oggau

Mag. TRAUNER Christa

Graz

SCHNEDL Regine Aloisia

Fehring

TSCHIDA Johann

Wallern im Bgld.

SCHNELZER Nina

Dobersberg

TÜRK Kevin

Jennersdorf

SCHÖLL Daniel

Neckenmarkt

ULREICH Maximilian

Aschau

Ing. SCHREMPF Othmar

Pinkafeld

Dr. UMFAHRER Bernhard

Villach

SCHÜLLER Robert

Purbach am See

URBAUER Evelyne

Glashütten bei

SCHÜTZ Sandra

Oberpullendorf

Schlaining

SCHWENNINGER Günther

Heiligenkreuz/L.

VLASICH Benjamin

Wien

Dipl.-Ing. (FH) SIMML Michael

Feldbach

VON KEMPIS Paul

Grabern

Mag. SIMON Beate

Unterkohlstätten

WACHTER Georg

Wien

SIMON Hans Markus

Unterkohlstätten

WÄCHTER Karin

Oberpullendorf

SITTINGER Roman

Mönchhof

WAHLMÜLLER Cornelia

St. Leonhard

SOMMER Kevin

Eisenberg/Raab

WALDSICH Thomas

Pama

SORAVIA Erwin

Wien

WEICHSELBAUM Thomas

Feldkirchen

STADLER Patrick

Piringsdorf

WEISZ Daniela

Podersdorf am See

STANGL Anton

Güssing

Dipl.-Ing. WENKEL Jenni

Wien

STANGL Florian

Güssing

WIND Alois

Rust am See

STEINER Christian

Neusiedl bei Güssing

WINTER Thomas

Wien

Mag. STEININGER Robert

Wien

WITTMANN Alfred

Nickelsdorf

Mag. STEININGER Robert

Waidhofen/Ybbs

WOGG Dominik Claus

Rudersdorf

STEURER Christian

Wien

WOGG-LUEGER Sonja Maria

Oberwart

STIASSNY Johannes

Weiden am See

ZECHMEISTER Werner

Mönchhof

Mag. STINAKOVITS Klaus

Oberrabnitz

ZEINER Engelbert

Poggersdorf

STIPITS Andreas

Rechnitz

Mag. ZENKL Walter

Klagenfurt

STIPITS Michael

Rechnitz

ZINGGL Christina

Dechantskirchen

STOCKER Patrick

Granitzen

ZUMPF Christian

Rettenbach

STOCKER Thomas

Granitzen

ZWITKOVITS Martin

Stegersbach

Jagdhüter

ANDERT Christian

Pamhagen

BALDASTI René Neuhaus i. d. W.

BÖHM Andreas

Stuben

BRANTWEINER Fritz

Güssing

BRUCKNER Georg

St. Kathrein

Mag. DORFER Georg

Ing. DORNER Kurt

DUSCHANEK Werner

ELÖ Günther

FELKAR Martin

Feldkirchen

Münchendorf

Horitschon

Tadten

Deutsch Goritz

28


jagdprüfungen 2013

FUCHS Andreas

HABETLER Raimund

HAFNER Robert

HESCHL Dietmar

HOFFMANN Thomas

JANISCH Manfred

KAINTZ Martin

KARNER Christian

KEIL Gunhard

KOLLER Dominik

KROIS Marlies

KUGLER Dietmar

Ing. LEDERER Roland Emil

MAIER Karl

Dr. MESZNER David

Dipl.-Ing. MORAWITZ Wolfgang

NOVAKOVITS Christian

Hartberg

Markt Neuhodis

Steinberg-Dörfl

Kemeten

Burgauberg

Stegersbach

Frauenkirchen

Weiden am See

Kohfidisch

Kemeten

Oberdrosen

Wien

Mogersdorf

Stegersbach

Neusiedl am See

Wiesen

Unterwart

PELZMANN Christian

PETZ Maximilian

PFEIFFER Jürgen

POTZ Gerhard

RAMFTL Markus

Dr. RIEGLER Rudolf

SATTLER Hannes

SCHMIDT Erich

SCHUNERITSCH Markus

TANKI Julian

TOTH Andreas

TRIEBAUMER Erich

UNGER Michael

WALTER Katrin

WEINZETTL Leopold

WERNER Reinhard

WETSCHKA Martin-Lukas

Güssing

Jennersdorf

Eltendorf

Pama

Strem

Wien

Pamhagen

Purbach am See

Karl

Gerersdorf

Heiligenkreuz/L.

Pöttsching

Pamhagen

Mischendorf

Pamhagen

Weichselbaum

Jois

Ausgehrecht in 800 ha

Revier im Bezirk

Oberpullendorf

zu vergeben!

Reh- und Schwarzwild.

Rotwild nach Vereinbarung.

Abschusspaket ab 1.500,-

Tel.: 0664/4543065

Zeitangaben beziehen sich auf Wien.

St. Pölten + 3 Min., Graz + 4 Min.,

Linz u. Klagenfurt + 8 Min., Salzburg

+ 13 Min., Innsbruck + 20 Min.,

Bregenz + 26 Min.

Zeitangaben beziehen sich auf Wien.

St. Pölten + 3 Min., Graz + 4 Min.,

Linz u. Klagenfurt + 8 Min., Salzburg

+ 13 Min., Innsbruck + 20 Min.,

Bregenz + 26 Min.

Zeitangaben beziehen sich auf Wien.

St. Pölten + 3 Min., Graz + 4 Min.,

Linz u. Klagenfurt + 8 Min., Salzburg

+ 13 Min., Innsbruck + 20 Min.,

Bregenz + 26 Min.

Hier könnte

Ihre

Klein anzeige

platziert

werden!

Mit freundlicher Genehmigung der Jagdzeitschrift WEIDWERK,

Österreichs auflagenstärkster Jagdzeitschrift

29


schweißsonderprüfung

Schweißsonderprüfung des Österreichischen

Jagdgebrauchshundeverbandes (ÖJGV)

Den Erfordernissen im täglichen Jagdbetrieb

folgend und um die Bedeutung

der Arbeit auf der Wundfährte ent -

sprechend hervorzuheben, wurden 1980

im ÖJGV-Vorstand Überlegungen zur

Ausrichtung einer rasseübergreifenden

Prüfung angestellt.

Noch im selben Jahr wurde eine Probeprüfung

in Piringsdorf (Burgenland),

offen für alle Jagdhunderassen,

abgehalten. Unter anderem führten bei

dieser Prüfung auch die damaligen

Vorstandsmitglieder des ÖJGV Mf.

Dr. Hubert Haas und Mf. Alexander

Prenner ihre Hunde. Die Prüfung verlief

erfolgreich und noch im selben

Jahr wurde eine entsprechende Prüfungsordnung

erarbeitet und für Ok -

tober 1981, in Piringsdorf (Burgenland),

die erste Prüfung festgesetzt.

Die Kriterien der Prüfung sind:

4Fährtenlänge mindestens

1.200 Schritte

41/4 Liter Wildschweiß

4reine Riemenarbeit

4Stehzeit mindestens 20 Stunden

(„Übernachtfährte“)

4maximale Arbeitszeit eine Stunde

Seit 1981 durchläuft diese Prüfung in

steter Reihenfolge die Bundesländer;

im Burgenland haben wir sie bereits

30

vier Mal veranstaltet. In die Ausrichtung

wird immer einer der Verbandsvereine

des ÖJGV eingebunden.

Die 33. Schweißsonderprüfung des

ÖJGV, in Zusammenarbeit mit dem

Verein für Deutsche Wachtelhunde in

Österreich, wurde am 18. und 19. Ok -

tober 2013 in Schlins (Vorarlberg) zum

vierten Mal veranstaltet. Bei dieser

selektiven Prüfung darf von jeder

Jagdhunderasse nur ein Hund antreten.

Die Rasse Magyar Vizsla wurde

in diesem Jahr durch die junge und

sehr ambitionierte Hundeführerin

Carina Stahleder mit ihrer Hündin

„Jenny vom Herzen des Wulkatals“

aus Zagersdorf vertreten.

Carina Stahleder war der Richtergruppe

4, bestehend aus Leistungsrichter -

referent Peter Hübler vom ÖJGV,

Leistungsrichter Ludwig Haaser vom

Österreichischen Schweißhundeverein

und dem Leistungsrichter-Anwärter

Gerhard Gmeiner vom Österreichischen

Verein für Deutsche Wachtelhunde,

zugeteilt.

Die künstliche Schweißfährte wurde

am 18. Oktober im Revier Thüringen

gemäß der Prüfungsordnung für Einzelleistungen

des ÖJGV von den beiden

Leistungsrichtern und dem Leis -

tungsrichter-Anwärter hergestellt.

Am Prüfungstag, dem 19. Oktober,

konnte die junge Hundeführerin den

brauchtumsmäßig verbrochenen Anschuss

den Leistungsrichtern genau

erklären und die damit verbundenen

Pirschzeichen deuten. Von Anfang an

zeigte das Nachsuchengespann den

Leistungsrichtern eine sehr ruhige und

konzentrierte Arbeit auf der künstlichen

Schweißfährte. Die Hündin ließ

sich nur einmal durch ein sichtiges

Eichkätzchen, das die Fährte vor ihr

überquerte, verleiten, zeigte aber

guten Gehorsam, da sie dem Ruf „zur

Fährte“ der Führerin sofort folgte und

die Fährte wieder freudig aufnahm.

Von da an folgte die Magyar Vizsla-

Hündin zielstrebig der Fährte und bewies

damit, dass sie das Stück finden

wollte. Nach einer Arbeitszeit von 38

Minuten gelangte das Gespann beim

ausgelegten Stück am Ende der Fährte

an. Der Beutebruch für Hund und

Führerin wurde unter den Klängen

des Jagdhornbläsersignals „Hirsch tot“

von den Leistungsrichtern überreicht.

Frau Stahleder trat das erste Mal bei

einer Schweißsonderprüfung an und

erreichte mit ihrer noch sehr jungen


schweißsonderprüfung

Hündin den I.c-Preis mit 56 Punkten.

Das gesamte Leistungsrichterkollegium

freute sich mit der Hundeführerin über

den Erfolg. Die siebenhundert Kilometer

weite Anreise vom Burgenland

im Osten nach Vorarlberg im Westen

Österreichs hat sich somit bezahlt gemacht,

um die Rasse Magyar Vizsla,

die zum ersten Mal einen I. Preis bei

den Schweißsonderprüfungen des ÖJGV

erzielen konnte, erfolgreich zu vertreten.

Die SSP des ÖJGV ist Abschluss und

Höhepunkt des Jagdhundeprüfungs -

geschehens in Österreich. Um die

Prüfung attraktiver zu gestalten, wurde

anlässlich der 25. SSP ein Wander-

preis in Form einer Schützenscheibe ge -

stiftet. Jedes Jahr wird der Gewinner

der Prüfung darauf verewigt und er

darf sie ein Jahr, bis zur nächsten Prüfung,

in Verwahrung nehmen. In all

diesen Jahren konnten sich von den in

Österreich geführten Jagdhunderassen

(etwa 45 bis 50) viele in die Sieger -

liste eintragen, beziehungsweise haben

ausgezeichnete Leistungen erbracht.

Dies ist ein Beweis für die vielseitige

Veranlagung und, bei entsprechender

Ausbildung, mannigfache Einsetzbarkeit

unserer Jagdhunde.

Mf. Ing. Alexander Prenner

Ehrenpräsident des ÖJGV

Peter Hübler

Leistungsrichterreferent des ÖJGV

31


werkstatt natur –

news

Werkstatt Natur –

News

Saisonstart ins Schuljahr

2013/14 in der Werkstatt Natur

Auch in diesem Herbst hat mit Schulbeginn

der Ansturm auf die Werkstatt

Natur begonnen. Bereits in der ers -

ten Septemberwoche haben sich sehr

viele LehrerInnen und Kinder garten -

pädagogInnen ihre Termine für das

bevorstehende Schuljahr gesichert.

Bis Ende September war dann der

Terminkalender entsprechend der dies -

jährigen Kapazitäten voll und bis auf

ein paar Restplätze ist die Werkstatt

Natur auch in diesem Schuljahr wieder

ausgebucht. Eine Vielzahl von Schulen

und Kindergärten haben sich auch in

diesem Jahr erneut für eines unserer

Jahresprojekte entschieden, um den

Kreislauf der Natur in den verschie -

denen Jahreszeiten zu erleben. Die

Jahresprojekte wirken nachhaltig auf

Kinder und stärken ihr Bewusstsein

rund um die Zusammenhänge in der

Natur und veranschaulichen die wichtige

Stellung des Jägers und Försters

in diesem Wirkungsgefüge.

Auch das Interesse an unseren Sonderprojekten

ist ungebrochen. So erfreuen

sich unsere „Waldweihnachten mit

dem Jäger“ im Dezember oder die

„Kindergeburtstagsfeier mit dem Jäger“

an den Wochenenden größter

32

Beliebtheit. Eine besonders gute Möglichkeit

auch in diesem Bereich den

Jäger und sein Tun ins rechte Licht zu

rücken. Bestätigt wird dies häufig

durch Aussagen von Eltern wie „Unglaublich,

was die Jäger Tolles anbieten“

oder „ich dachte zuvor, Jäger

schießen nur Tiere tot“.

Um die Werkstatt Natur auch „ins

Land hinaus“ zu tragen, wird das österreichweit

innovative Projekt „Werkstatt

Natur on Tour“ weiter forciert.

Der große Anhänger des Burgenländischen

Landesjagdverbandes, der die

Werkstatt Natur in Kleinformat in sich

trägt, kommt bei der Bevölkerung sehr

gut an und bekommt nun seinen letzten

Schliff. Die Beklebung der Außenwände

steht kurz bevor und macht

dann diese fahrende Einrichtung zu

einem perfekten Instrument, um jagdliche

Öffentlichkeitsarbeit an fast

allen Orten des Burgenlandes professionell

zu betreiben.

Somit steht einem neuen arbeitsreichen

Schuljahr nichts mehr im Weg

und wir freuen uns schon sehr da -

rauf, wieder tausenden Kindern nicht

nur die Zusammenhänge von Wild,

Wald und Natur näherzubringen, sondern

auch auf die wichtigen Auf gaben

des Jägers hinzuweisen, um das Ansehen

der Jägerschaft für die Zukunft

zu wahren.

Die Seminarreihe 2013 des

BLJV geht erfolgreich zu Ende

Nach einem erfolgreichen Jahr der

BLJV-Seminarreihe 2013 ging diese

mit dem „Zerwirkkurs“ und dem

„Wildbretveredelungskurs“ nun zu

Ende. An diesen beiden Seminaren

ist sehr deutlich die immer größer

werdende Nachfrage nach jagdlicher

Weiterbildung zu beobachten. Für

beide Seminare mussten aufgrund der

Buchungslage Zusatztermine anberaumt

werden, um das große Interesse

in diesem Bereich zu stillen. Auch ist

dadurch zu sehen, dass das Thema

Wildbret bzw. Wildbretvermarktung

einen immer größeren Stellenwert in

der Jägerschaft einnimmt. Aber auch

das Interesse unter der „Zivilbevöl -

kerung“ nimmt diesbezüglich stark

zu. So konnte nicht nur bei diesen

beiden Seminaren der eine oder andere

Nichtjäger begrüßt werden, sondern

auch beim Wildkochkurs des WIFI,

der mit Unterstützung des BLJV in

Eisenstadt stattfand.

Alles in allem kann man sicher sagen,

dass das Prinzip des lebenslangen

Lernens auch am jagdlichen Sektor

immer mehr zum Tragen kommt und

die Bewusstseinsbildung der burgenländischen

Jägerschaft in diesem Bereich

deutlich spürbar wird.

Es wird auch schon eifrig an einem

Aus- und Weiterbildungsprogramm

2014, das im nächsten Info-Blatt wieder

als Beilage erscheint, gearbeitet,

um unseren Mitgliedern eine zeitgeistgerechte

und praxisorientierte Weiterbildung

in verschiedensten jagdlichen

Bereichen zu ermöglichen.

Zerwirkkurs/

Wildbretveredelungskurs

Bei den Seminaren, die sich intensiv

mit dem Thema Wildbret auseinandersetzen,

mussten sowohl beim Zer -

wirkkurs als auch beim Wildbretver -

edelungskurs aufgrund der großen

Nachfrage Zusatztermine angeboten

werden. Dies liegt nicht nur am interessanten

Inhalt der beiden Seminare,

sondern auch an dem überaus kompetenten

Referententeam, die sehr fundiert

und praxisorientiert diese Themen

aufbereitet und vermittelt haben.

Landesveterinärreferentin BJM-Stv. Dr.

Charlotte Klement referierte in gewohnter

Qualität zum Thema Wildkrankheiten

und Wildbrethygiene und

zeigte sehr viele praxisrelevante Beispiele

dieser Themen betreffend auf.

Dass die Ausweitung ihres Parts von

vielen Kursteilnehmern gewünscht

wurde, unterstreicht nicht nur ihre


werkstatt natur –

news

Sie verstehen es, mit Humor und sehr

vielen praktischen Tipps zum „Selbermachen“

zu begeistern und nehmen

die Scheu, Wild selbst fachgerecht zu

zerlegen und zu verarbeiten. Bei der

anschließenden Wildbret-Verkostung

standen die Referenten den Kursteilnehmern

noch lange Rede und Antwort.

außerordentliche, fachliche Kompetenz,

sondern auch die Fähigkeit ihr

Wissen sehr verständlich an die Kursteilnehmer

weiterzugeben.

Den praktischen Teil „am Stück“ übernahm

wieder das bewährte Referenten -

team rund um Vzlt. Hans Krenn und

Gerhard Schaller. Ihr Wissen rund um

das Thema Wildbret beindruckt die

Kursteilnehmer immer wieder auf ś

Neue und so manch „alter Hase“

konnte sich noch den einen oder an -

deren Kniff von den beiden abschauen.

33


aus den bezirken

Aus den

Bezirken

Eisenstadt

Keiler schlägt fünf Hunde

Bei einer Treibjagd auf Schwarzwild und weibliches Rotund

Muffelwild am 16. November 2013, im Eigenjagdgebiet

der Urbarialgemeinde Kleinhöflein, Jagdbezirk Eisenstadt,

wurden fünf Deutsche Jagdterrier von einem Keiler innerhalb

einer viertel Stunde so schwer geschlagen, dass sie

eine intensive tierärztliche Behandlung benötigten.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Beginn des 1. Triebes,

wodurch fünf von sieben eingesetzten Hunden ausfielen

und der weitere Verlauf der Jagd stark beeinträchtigt war.

Die Tagesstrecke betrug daher nur zwei Stück Schwarz -

wild. Zusätzlich wurde ein weiterer Jagdterrier, der von

einem der Vorstehschützen in den Trieb geschickt wurde

von einem anderen Stück Schwarzwild geschlagen.

Der aggressive Keiler war nur 80 m vom stark frequentierten

Wanderweg Eisenstadt-Hornstein, in einem rund 2 ha

großen mit Brombeeren durchsetzten Jungwald, eingeschoben.

Nachdem er von den Hunden gestellt wurde, schlug er

bei ständigem Standortwechsel auf kleinstem Raum einen

Hund nach dem anderen ab und griff den zu Hilfe eilenden

Hundeführer Mf. B. Schranz sofort an, worauf er von diesem

erlegt wurde.

Der Keiler wog aufgebrochen nur 48 kg, zeigte keinerlei

Verletzungen und war stark rauschig (brunstig). Das geringe

Gewicht und die Rauschigkeit erklären auch seine Wendigkeit

und Angriffslust.

Dieses tragische Ereignis bestätigt auch für erfahrene

Schwarzwildjäger und Hundeführer, dass die Sauen eine

der intelligentesten und unberechen barsten Wildarten

sind. Ihre Bejagung erfordert neben Fachwissen vor allem

Flexibilität in verschiedensten Situationen.

Dieser Vorfall soll auch die Jägerschaft ermutigen, jene

Waldbesucher, die ihre Hunde noch immer frei herumlaufen

lassen, über die unvorhersehbare Angriffslust einzelner

Sauen verstärkt aufzuklären. Den Waldbesuchern muss bewusst

gemacht werden, dass Verletzungen ihrer Hunde, die

in Begegnungen mit Schwarz wild unerfahren sind, wesentlich

leichter erfolgen und

schwerer sein können als

bei erfahrenen Jagdhunden

wie den Deutschen Jagdterriern.

Die Urbarialjagdgesellschaft

Kleinhöflein und alle Teilnehmer

an dieser Treibjagd

danken den mitwirkenden

Hundeführern Mf. B. Schranz, Mf. Dipl.-Ing. (FH)

M. Prenner, Dipl.-Ing. R. Prenner, G. Ringhofer, Ing. J.

Stadlmann und Mf. OFö. Ing. A. Prenner für ihren vorbildlichen

Einsatz und wünschen den Patient/Innen baldige und

vollständige Genesung.

Dipl.-Ing. F. Prandl

Jagdleiter der EJ Kleinhöflein

Übergabe – Reinerlös 1. Jägerball des Bezirkes

Eisenstadt

Nach Abschluss der Arbeiten für den 1. Jägerball des Be -

zirkes Eisenstadt konnten wir Dank der tatkräftigen Unterstützung

des Büchsenmachers Egon Kriebernegg, des Res -

taurants „Der Reisinger“ und der großzügigen Unterstützung

der Stadtgemeinde, drei unverschuldet in Not geratenen

Familien aus dem Bezirk Eisenstadt den Rein erlös von

Euro 2.500,–

übergeben.

Gerade jetzt vor Weihnachten ist es schön auch diejenigen

an dem Erfolg teilhaben zu lassen, die es im Leben nicht

so gut getroffen haben.

Herzlichen Dank an die zahlreichen Besucher und Mit -

wirkenden!

34


aus den bezirken

Mattersburg

Brauchbarkeitsprüfung 2013

Die Brauchbarkeitsprüfung 2013 für die Bezirke Mattersburg

und Eisenstadt-Umgebung fand am 27. Oktober 2013

im Genossenschaftsjagdrevier Pöttsching statt.

Es waren fünf Hundegespanne zur Prüfung genannt (eines

aus dem Bezirk Mattersburg, eines aus dem Bezirk Güssing,

eines aus dem Bezirk Neusiedl und zwei aus dem Bezirk

Eisenstadt-Umgebung). Diese sind auch angetreten und

haben die Prüfung bzw. Teile der Prüfung bestanden.

Jägerschaft alle bei herrlichem Wetter bei der „Schihütte“

begrüßen. Dort war die vom Bgld. Landesjagdverband zur

Verfügung gestellte „Werkstatt Natur on Tour“ aufgebaut. Die

Möglichkeit die präparierten Wildtiere anzuschauen und auch

berühren zu können begeisterte die Kinder. BJM Ing. Reinhold

Iby, der auch dieses Mal unterstützend zur Seite stand, und die

Jäger hatten alle Hände voll zu tun, die Fragen der Kinder zu

beantworten bzw. das Können der Jagdhunde vorzuführen. Anschließend

wurden alle mit Würstchen und Getränken versorgt.

Folgende Hunderassen waren vertreten: ein Deutsch Kurzhaar,

zwei Labrador Retriever, ein Magyar Vizsla Kurzhaar,

ein Chesapeake Bay Retriever.

Es wurden von drei Hunden (zwei Labrador Retriever, ein

Deutsch Kurzhaar) die Feld-Wasser-Schweiß-Prüfung und

von zwei Hunden (ein Magyar Vizsla Kurzhaar und ein

Chesapeake Bay Retriever) die Wasser-Schweiß-Prüfung

erfolgreich abgelegt.

Als Leistungsrichter des ÖJGV waren BJM Mf Ing. Gregor

Prantl, Heinrich Tinhof und Ing. Georg Oktabec anwesend.

Für das zur Verfügung gestellte Revier gilt dem Jagdauf -

seher Heinrich Tinhof von der Genossenschaftsjagd Pöttsching

besonderer Dank.

Oberpullendorf

Volksschulausflug „Wald“

Die Jagdgesellschaft Neckenmarkt hat am 1. Oktober 2013

gemeinsam mit der Volksschule Neckenmarkt eine Schulveranstaltung

abgehalten. Es wurden alle vier Klassen (ca.

60 Kinder), das Lehrpersonal unter der Führung von Frau

Direktor Christine Heinrich sowie die Elternvertreter ins

Revier eingeladen. Nach einer Wanderung konnte die

35


aus den bezirken

Oberwart

Brauchbarkeitsprüfung 2013

Zur diesjährigen Brauchbarkeitsprüfung gemäß § 93 Abs. 5

der Verordnung der Bgld. Landesregierung vom 21. Feb er

2005, LGBl. Nr. 23/2005 im Bezirk Oberwart waren 15

Hunde gemeldet. 14 sind zur Prüfung angetreten. Die

Prüfung fand am 20. Oktober 2013 in den Revieren Jabing

und Großpetersdorf statt. Von den 14 angetretenen Hunden

konnten alle in den jeweils gemeldeten Prüfungsfächern

(Feld-, Wasser- oder Schweißprüfung) die Prüfung bestehen.

Die Hunde waren durchwegs gut vorbereitet und

konnten das Richterkollegium von ihrer Brauchbarkeit

überzeugen.

Hund Rasse/Geschlecht Führer

Arni vom Fuchskogel Tiroler Bracke/Rüde Christian Lang, Wiesfleck

Cheffe vom Hirschbrandboden Bayrischer Gebirgsschweißhund/Rüde Markus Kallinger, Karl

Ricardo von Ackan Cocker Spaniel/Rüde Manfred Kainz, Dreihütten

Ivy in Red vom Kastell Stegraifenpach Labrador Retriever/Hündin Dipl.-Ing. Josef Krutzler, Pinkafeld

Faro vom Kastell Stegraifenpach Labrador Retriever/Rüde Dipl.-Ing. Josef Krutzler, Pinkafeld

Baku von Saggauspitz Deutsch Drahthaar/Rüde Andreas Schiesl, Spitzzicken

Ines von Obermayerhofen Deutscher Jagdterrier/Hündin Komm.Rat Siegfried Fleischacker,

Welgersdorf

Ambra vom Lenzgarden Labrador Retriever/Hündin Josef Baumann, Welgersdorf

Falk vom Haslergrund Deutscher Wachtel/Rüde Eduard Leyrer, Stuben

Caro von Bernhardstal Kleiner Münsterländer/Rüde Josef Petrakovits, Großpetersdorf

Flori vom Grafenwald Deutsch Drahthaar/Rüde Ferdinand Bauer, Eisenzicken

Fiona vom Grafenwald Deutsch Drahthaar/Hündin Josef Kajtar, Oberwart

Agmand Napvirag Dolgos Magyar Vizsla Drahthaar/Rüde Christian Unger, Neustift/L.

Dasco vom Traunwald Kleiner Münsterländer/Rüde Karin Sitsch, Wien

Als Richter haben BJM Ing. Klaus Gmeiner, BJM-Stv. Kurt Schuch, Revierjäger Gerhard Wukits und Bezirksjagdhunde -

referent Mf. Dipl.-Ing. (FH) Michael Prenner fungiert.

Einen herzlichen Weidmannsdank an die Jagdpächter für die jahrzehntelange Zurverfügungstellung der Prüfungsreviere.

Güssing

Alle Jahre wieder – Hubertusfeier in Deutsch

Tschantschendorf

In der Jagdgesellschaft Deutsch Tschantschendorf wird die

Pflege des jagdlichen Brauchtums sehr groß geschrieben.

So wurde bereits vor vielen Jahren mitten im Revier eine

Hubertuskapelle errichtet.

Vor dieser Kapelle lädt die Jagdgesellschaft jedes Jahr am

Nationalfeiertag die Ortsbevölkerung der Gemeinde zu

einer Hubertusmesse ein.

So konnte Jagdleiter Josef Fischl viele Jäger und einheimische

Freunde der Jagd begrüßen.

Die Messe zelebrierte Pfarrer Mag. C.M. Angelo Rajaseelan,

der in der Predigt das Verhältnis der Jagd zur Natur und die

Verantwortung des Jägers für eine intakte Umwelt, Mensch,

Flora und Fauna zur Sprache brachte.

Die Jagdhornbläsergruppe Güssing unter Landeshornmeister

Stefan Messenlehner umrahmte in gewohnter Manier mit

jagdlichen Klängen den Gottesdienst.

Nach der Messe bedankte sich Jagdleiter Fischl beim Herrn

Pfarrer für die würdige Gestaltung der Messe und den

Bläsern, dass sie jedes Jahr die Hubertusmesse zu einem

Erlebnis werden lassen.

Selbstverständlich dankte er den Gästen für ihr Kommen und

lud alle zum „Schüsseltrieb“ ins Gasthaus Guttmann.

Dass alle die Einladung annahmen, zeigt, dass das Verhältnis

Jäger und Ortsbevölkerung in Ordnung ist.

36


kinder aufgepasst

Bastelanleitung für

einen Waldwichtel!

Ihr benötigt dazu:

Zapfen

Holzkugel

Zahnstocher

Hagebutten oder Perlen

Buntpapier

Schnur

Klebstoff, Schere

Filzstifte

Anleitung:

1. Ein Gesicht auf die Holzkugel aufmalen und eventuell aus Wollfäden o. ä. einen Bart ankleben

2. Für die Mütze trockenes Laub verwenden oder eine Mütze aus Buntpapier, Filz o. ä. formen und auf den Kopf kleben

3. Den Kopf auf den Zapfen kleben

4. Als Arme seitlich zwei Zahnstocher in den Zapfen stecken und Hagebutten oder Perlen an den Enden befestigen

5. Abschließend eventuell Füße aus Filz ankleben

6. Der fertige Wichtel kann mit einer Schnur auch auf den Christbaum gehängt werden

Viel Spaß beim Basteln!

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine