Freude am Garten 5/2013

michlig

Nr. 5/2013 | 53. Jahrgang | September/Oktober | Preis: CHF 7.90

freudeamgarten.ch |September/Oktober | Nr. 5/2013 |

| Ideen | Tipps | TRENDS | SEIT 1960 |

Schwarzwurzeln Seite 18

Wasserspeicher Seite 30

Zwiebelneuheiten Seite 66

www.freudeamgarten.ch

Die Esskastanie Seite 10

Rasenpflege im Herbst Seite 39

Massnahmen gegen

Bodenmüdigkeit Seite 41

Tee- und

Badekräuter Seite 61

1 kg Äpfel gratis

bei unserem

Leserangebot

Seite 47


INSPIRATION

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Dienstag bis Freitag 09.30 – 18.30 Uhr

Samstag

09.00 – 17.00 Uhr

Montag*

09.00 – 19.00 Uhr

* freier Zugang zum Showroom, ohne Beratung


Editorial

Liebe Leserinnen, lieber Leser

Impressum

Freude am Garten

Mein Schweizer Gartenmagazin

53. Jahrgang

www.freudeamgarten.ch

Erscheint 6 x pro Jahr + 2 Sonderausgaben

Einzelpreis: CHF 7.90

Auflage: 14’000 Expl.

Besuchen Sie uns auf Facebook

Redaktions- und Verlags adresse

Verlag Freude am Garten

Schörisfeldweg 7

CH-9463 Oberriet

Telefon +41 71 760 00 82

Fax +41 71 760 00 81

kontakt@freudeamgarten.ch

Verlagsleitung

Markus Probst

Dr. Uwe J. Messer (Stv.)

Redaktionsleitung

Dr. Uwe J. Messer

Verkaufsleitung

Hermann Rohner (Mediaberater/ Verkauf)

rohner@freudeamgarten.ch

Telefon +41 71 960 10 05

und +41 78 902 46 98

Lektorat

Katharina Raub

Art Director

MICHLIG Est., René Michlig

Grafik/DTP

h7 Mediengestaltung GmbH

Sarah Buob

Redaktion / Freie Mitarbeiter

Brigitte Aeberhard, Atlant Bieri, Sarah Fasolin, Karolina Frei,

Elisabeth Gertsch, Marianne Gehring, Peter Hänzi, Judith Ladner

Callipari, Dr. Uwe J. Messer, Dr. Monika Oertner, Bert Stankowski,

Siegfried Stein, Gabriele Steindler-Hermann, Christine Thanner

Alexandra von Ascheraden, Rebekka Wild, Caroline Zollinger

Abonnemente/Adressänderungen

Freude am Garten

c/o AVD Goldach AG

Sulzstrasse 10-12

CH-9403 Goldach

Hotline 0800 373 833 (kostenlos)

Telefon +41 71 844 92 42

Fax +41 71 844 93 45

abo@freudeamgarten.ch

1-Jahres-Abo (8-mal): CHF 49.50 inkl. MwSt.

2-Jahres-Abo (16-mal): CHF 95 inkl. MwSt.

Auslandspreise*:

1-Jahres-Abo (8-mal): eur 48.90 (Europa)

2-Jahres-Abo (16-mal): eur 93.80 (Europa)

*Übersee auf Anfrage

Kündigung des Abonnements bitte schriftlich 4 Wochen

vor Ablauf der Abo-Periode!

Produktion

meSPRO AG

Druck

AVD Goldach AG, Sulzstrasse 10-12,

CH-9403 Goldach

Vielen Dank für die rege Teilnahme an unserem Pflanzenrätsel in der

letzten Ausgabe. Dass wir so viele richtige Einsendungen erhalten würden,

hätten wir nicht gedacht. Daran erkennt man, dass Sie, liebe Leserinnen

und Leser, unser Magazin sehr gut studieren und dass Sie ein grosses Interesse

und Pflanzenwissen haben. Dies motiviert und zeigt uns auf, dass wir

mit unserer fachlich fundierten Publikumszeitschrift genau im Trend der

Zeit liegen, in der sonst vieles schnell und oberflächlich abgehandelt wird.

Nur durch ein breites und tiefgreifendes Wissen versteht man die komplexen

Zusammenhänge der Natur, dies macht vor dem Zier- oder Nutzgarten

keinen Halt. Denn wie heisst es so schön: «Man ist, was man isst».

Wenn wir gerade beim Essen sind: Geniessen Sie im Herbst frische Schwarzwurzeln,

die Spargeln des Herbstes. Sie gelten längst als Rarität, werden Sie

hierzulande kaum mehr angebaut, obwohl dieses Gemüse äusserst

wohlschmeckend ist und roh als Salat oder gekocht als Gratin ein Genuss.

Noch dazu sind Schwarzwurzeln kalorienarm, vitaminreich, leicht

verdaulich und für Diabetiker geeignet. Bevorzugen Sie beim nächsten

Einkauf regionales Gemüse, nur so werden die Erzeuger vor Ort unterstützt

und deren seltene Sorten bleiben erhalten, wir profitieren alle von dieser

Biodiversität. Lesen Sie mehr über den Anbau von Schwarzwurzeln ab Seite

18, und wie Sie die Welt nur mit Genuss retten können, erfahren Sie im Buch

«Zukunftsmenü» von Sarah Wiener, Buchtipp der Redaktion auf Seite 52.

Der heisse und trockene Sommer hat bei vielen Pflanzen Trockenschäden

verursacht oder sie sind gar ganz vertrocknet. Dass auch bei uns das Wasser

knapp werden kann, ist uns dieses Jahr wieder mehr ins Bewusstsein

gerückt. Wer nicht mit kostbarem Trinkwasser aushelfen wollte oder

konnte, der sollte sich aufs nächste Jahr besser vorbereiten, mit geeigneten

unterirdischen Regenwasserzisternen oder oberirdischen Regenwasserspeichern.

Mehr zu diesem Thema ab Seite 30. Wer sich in den Ferien an das

Rauschen des Meeres gewöhnt hat und es zu Hause vermisst, der kann es

zwar nicht ersetzen, aber ein wenig die Atmosphäre mithilfe von Brunnen,

Wasserspielen und -wänden in den Garten oder auf die Terrasse und den

Balkon holen. Lesen Sie darüber und über Produktneuheiten ab Seite 56.

Im Herbst werden nicht nur Kastanien oder Kürbis geerntet, sondern auch

gepflanzt. Denken Sie jetzt bereits an den Frühling, und freuen Sie sich auf

die vielen Blumenzwiebelneuheiten, die wir auf den Seiten 66 und 67 vorstellen.

Statt einer floristischen Anleitung zeigen wir in dieser Ausgabe, wie

Sie einfach Kastanienseife (Seite 60) herstellen oder aus Kürbissen (ab Seite

22) lustige Tiere für Halloween schnitzen.

Munteres Herbsttreiben und frohes Zwiebelnstecken wünscht Ihnen

Ihr

© Alle Rechte für Bilder und Textbeiträge liegen beim Verlag

Freude am Garten. Sie dürfen ohne Erlaubnis des Verlages

nicht verwendet werden.

www.freudeamgarten.ch

Chefredaktor, Dr. Uwe J. Messer

3


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Inhalt

Herbst

Jetzt ist Erntezeit für knackige Äpfel

Titelbild: Uwe Messer

Neuheiten

Prächtige Heuchera

Seite 6

Schnelles Rezept mit Pep

Frittata aus Kartoffeln, Spinat

und roten Zwiebeln

Seite 38

Selbstgemacht

Kastanienseife

Aktuelles

Editorial........................................................... 3

Neuheiten........................................................6

Mondkalender – September & Oktober...........................28

Gewinner des Pflanzenrätsels .................................... 33

Ganz unverblümt – Antibakterieller Schaum......................34

FREUDE AM GARTEN Kolumne ...................................46

Leserangebot – Apfel «Red Love» ................................. 47

Bio-Aktuell ...................................................... 52

Pflanzenwohlfühlbox: Der Granatapfel...........................54

Im Garten

Pflanzenporträt – Die Esskastanie................................ 10

Reportage – Traumgarten Rosenparadies ......................... 14

Gemüseporträt – Schwarzwurzeln................................ 18

Praxiswissen – September & Oktober.............................24

Pflanzenschutz – Die Kastanienminiermotte......................43

Kräuterheilkunde – Kräuter im Trend............................. 61

Ziergarten – Blumenzwiebelneuheiten .......................... 66

Technik – Trinkwasser sparen - Regenwasser nutzen..............30

Wasserspiele und -brunnen......................................56

Im Haus

Kreativ – Kürbisse schnitzen...................................... 22

Kastanienseife.................................................. 60

Sammeln

Wissen – Bachblüten (Teil 4) ...................................... 35

Bodenmüdigkeit................................................. 41

Küche – Birnen-Tomatensuppe.................................... 37

Frittata aus Kartoffel, Spinat und roten Zwiebeln..................38

Ziergarten – Rasenpflege im Herbst..............................39

Wer/Wo/Was

Impressum........................................................ 3

Forum............................................................54

Rätsel und Gewinner ............................................. 55

Grüne Seite..................................................... 68

Trends, Schau- & Marktplatz......................................70

Veranstaltungskalender.......................................... 72

Redaktions- und Inserentenverzeichnis........................... 73

Vorschau......................................................... 74

Seite 60

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5


Felco 801

für intensive

Schneidarbeiten

‘Franziska’

‘Rania®’

Dornenarme Stachelbeere

Mit der Einführung von RANIA® hat HÄBERLI® eine neue Königin der

Stachelbeeren «gekrönt». Mit FRANZISKA hat RANIA® nun eine

grüngelbe Prinzessin neben sich. Mit diesen beiden robusten Sorten von

unterschiedlicher Reifezeit können Sie von Mitte/Ende Juni bis Ende Juli/

Anfang August köstliche Stachelbeeren von dornenarmen Sträuchern

ernten. RANIA® wurde aus eigener Häberli Sortensammlung ausgelesen.

FRANZISKAs grüngelbe, mittelgrosse, glatte, süss-saftige Beeren mit

dünner Schale reifen ab Mitte/Ende Juni. Im Anschluss daran können Sie

RANIA® mit kugelrunden, dunkelroten, glatten, süssen Beeren bis Ende

Juli/Anfang August beernten. Das dunkelgrüne Laub ist äusserst robust,

bisher gab es keinen Befall mit Mehltau (auch nicht an den Früchten),

Rost und Blattfallkrankheit. Vorausgesetzt die Pflanzen haben einen gut

durchlüfteten Standort und die Pflanze ist locker geschnitten. Die

dornenarmen Triebe beider Sorten erleichtern die Pflege- und

Erntearbeiten. RANIA® hat aufrechten Wuchs, der von FRANZISKA ist

leicht überhängend. Weitere Infos unter

www.häberli-beeren.ch.

Mit der FELCO 801 erweitert

FELCO sein Angebot an

elektrischen Baum-, Reb- und

Gartenscheren. Die FELCO 801

schneidet schnell, ist leicht und

ergonomisch und passt problemlos

in Zwischenräume der zu

schneidenden Äste. Das Werkzeug

schneidet Durchmesser bis zu 30 mm

und eignet sich für zahlreiche andere

Einsatzbereiche. Selbst für Linkshänder

steht eine Spezialanfertigung zur

Verfügung. Mit einem vollgeladenen

Akku kann man, je nach Festigkeit und

Durchmesser des zu schneidenden

Holzes, einen Tag lang arbeiten. Die

Lithium-Polymer-Akkus sind in zwei

Stunden wieder aufgeladen. Die

Schneidköpfe können, wie die Akkus,

ausgetauscht werden. «Der erfolgreiche

Schweizer Cyclocross-Meister Julien

Taramarcaz begeisterte die Firma Felco

aufgrund seiner Leistungen und

Persönlichkeit – ein idealer Botschafter für

das neue Produkt», so Christophe Nicolet,

Generaldirektor von FELCO. Die neue Schere

ist im Fachhandel erhältlich, weitere Infos

unter www.felco801.com.

Öpfelgarte Juckerhof

Im zürcherischen Seegräben wird Landwirtschaft einmal mehr neu

definiert. Der innovative Juckerhof am Pfäffikersee wartet mit einer

neuen Erfindung auf: dem ÖpfelGarte – einer begehbaren Obstplantage

in Form von zwei Irrgärten und einem Labyrinth. Aus über 5900

Apfel-Säulenbäumen wurde auf einer Fläche von 70 Aren eine nie

dagewesene Obstplantage gepflanzt. Die Äpfel werden für die

Produktion des hofeigenen Süssmosts und der Apfelschorle verwendet.

Da Säulenbäume nur sehr kurze Äste haben, konnten sie enger gesetzt

und die Anlage in Form von zwei Irrgärten und einem Labyrinth

begehbar gestaltet werden. Über zwei Kilometer Irrwege mit

unterschiedlichsten Informationen in Form von Lehrpfaden rund um die

Themen Äpfel, Labyrinthe und Landwirtschaft

laden zum Entdecken ein. Die Äpfel können –

in der Reifezeit – direkt vom Baum gegessen

werden. Zudem kann man jeden Sonntag

zusehen, wie Süssmost gepresst wird, und

selber Hand anlegen. Weitere Infos unter

www.juckerfarm.ch.

6


Neuheiten

Neuerscheinungen

‘Electra’ ‘Berry Smoothie’ ‘Lime Marmalade’ ‘Cinnabar Silver’

Prächtige Heuchera

Neue Website für

Schweizer Obst

Der Schweizer Obstverband (SOV) hat seine

Website aufgefrischt und ist nun auch auf

Twitter und Facebook präsent. Neu sind die

Seiten Apfelsaft.ch und Kirschsuisse.ch auf der

SOV-Hauptseite integriert, wie der Verband

schreibt. Der SOV hält auch in den sozialen

Netzwerken Einzug und ist neu auf Facebook,

Twitter und Youtube vertreten. Zudem wird

ein eigener Früchteblog geführt. Mehr auf

www.swissfruit.ch.

Geht im herbstlichen Garten der Blütenflor zu Ende, treten die dekorativen Blattfarben des

Purpurglöckchens (Heuchera) umso prächtiger in Erscheinung. Aus einer unscheinbaren

nordamerikanischen Staude sind durch fantasievolle Arbeit der Pflanzenzüchter wahre

Superpflanzen geworden. Mit einer enormen Vielfalt von Blattfarben überrascht das Sortiment

von Volmary. Dabei fallen besonders die Sorten ‘Cinnabar Silver’ (silbriges Laub mit rosa Blüten),

‘Lime Marmalade’ (hellgrün), ‘Berry Smoothie’ (herrlich himbeerrotes Laub mit dekorativen

dunklen Blattadern), ‘Peach Flambe’ (grosse, pfirsichfarbene Blätter) und die neue Sorte ‘Electra’

(herrlich dekorative rote Blattaderung auf goldfarbenem Grund) ins Auge. Heuchera sind

immergrün und winterhart, für Sonne, Halbschatten und Schatten gleichermassen geeignet.

Fragen Sie in Ihrer Gärtnerei oder im Gartencenter nach diesen Sorten aus dem Volmary-

Fenster-Sichtschutz-

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geriffeltem Glas. Praktische Rolle für bis zu 3 m

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Philippe Perderau, Didier

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Leichtigkeit

Kommen Sie mit auf eine

Reise durch beeindruckende

und faszinierende

Gräsergärten. Bewundern Sie die

dekorativen Blüten- und Fruchtstände, die

lebendige Farbigkeit und Ausdauer des

Laubes und die naturnahe Wirkung in

verschiedensten Pflanzenkompositionen.

168 Seiten, Eugen Ulmer Verlag 2012

ISBN 978-3-8001-7772-1, ab CHF 43.90

«Filigrane Leichtigkeit» wurde mit dem

2. Platz beim European Garden Award 2013

ausgezeichnet.

Dorothée Waechter, Josh Westrich

Zwiebelblumen

«Historische Sorten»

Mit einzigartiger Farbenpracht

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Leuchtkraft lädt dieser

Bildband zu einer Entdeckungsreise

in die Welt

der historischen Zwiebelblumen

ein. Alte Tulpensorten,

Schwertlilien, Traubenhyazinthen,

Blausterne, Narzissen und Schneeglöckchen

sowie zahlreiche bekannte und

weniger bekannte Zwiebelblumen werden

wunderschön vor hellem Hintergrund

porträtiert.

Jan Thorbecke Verlag, 2012, 136 Seiten

ISBN 978-3-7995-0768-4, CHF 59.90

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7


Innehalten

Mollklang des Herbstes

Ohne Astern, diesen brausenden Anziehungspunkten

für Menschen und Insekten, ist der Herbst in einem der

wichtigsten Punkte sang- und klanglos. Sie verklären

den Mollklang des Herbstes.

Karl Foerster (1874-1970)

Foto: Aster novae-angliae ‘Purple Dom’ (Uwe Messer)

8


Darf ich mich vorstellen?

Ich bin die

Esskastanie.

Was wäre das sonnige Tessin

ohne Kastanienwälder? Was

wäre eine Herbstwanderung

durch diese herrlichen Wälder,

ohne es einmal zu versuchen,

meine Nussfrucht, die

Kastanie, aus der stacheligen

Schale herauszuknobeln.

Kastanienwälder haben

übrigens zu jeder Jahreszeit

einen ganz besonderen Reiz.

Im Frühling, wenn meine

Blätter treiben. Im Sommer,

wenn sich die stacheligen

Fruchtbecher bilden. Im

Herbst wenn sich mein Laub

gelb färbt und die Kastanien

auf den Waldboden fallen.

Oder im Winter, wenn sich die

grauen Stämme im Regen

mattgrün färben.

10


Doch wer mich pflanzen will, sollte

daran denken, dass ich gerne und

gut 20 Meter hoch aufwachsen

kann. Was ihr braucht, ist also ein entsprechend

geeigneter, halbschattiger bis sonniger

Platz, wenn ihr mich pflanzen wollt.

Passt aber auf die Grenzabstände auf und

vergesst die Nachbarrechte nicht. Ist der

Platz gefunden, dann steckt ihr einfach

eine meiner Nussfrüchte in die Erde.

Pflanzzeit ist im Herbst, denn ihr müsst

eine frisch vom Baum gefallene Kastanie

nehmen und diese sofort pflanzen. Sie

darf nicht ausgetrocknet sein. Der Boden

zum Pflanzen sollte tiefgründig, kalkarm

und locker sein. Jetzt dürft ihr neugierig

warten, bis der Frühling kommt. Dann

schaut nach mir. Ich keime aus, und ein

kleines Pflänzchen wächst aus der Erde,

das mit den Jahren zu einem stattlichen

Baum heranwachsen wird. Natürlich

könnt ihr mich auch in einen Topf mit Erde

stecken. Ich wachse auch als Kübelpflanze

heran. Doch da ich gross werden

will, müsst ihr mich stets zurückschneiden.

Zum Giessen nehmt ihr für mich,

wenn möglich, nur Regenwasser. Kalkhaltiges

Wasser mag ich gar nicht.

Die Kastanienwälder in der

Schweiz stehen unter Naturschutz

Als sommergrüner Baum bin ich in Europa

zu Hause. In der Schweiz komme ich vor

allem im Tessin vor. Die Kastanienwälder

sind von einzigartiger Schönheit und stehen

unter Naturschutz. Im Herbst werfe

ich mein gelb bis braun verfärbtes Laub

dann zusammen mit den Nussfrüchten,

Pflanzenport rät

die ich bilde, ab. Ihr könnt sie sammeln

und rösten. Sie schmecken vorzüglich und

sind auch sehr beliebt. Wenn wir in den

Geschichtsbüchern zurückblättern, lesen

wir, dass die Edelkastanie (Castanea sativa)

schon in der griechischen Antike kultiviert,

und aus ihren Früchten Mehl gemahlen

wurde. Daraus hat die Bevölkerung

schwarzes Brot gebacken und Suppen gekocht.

Die Römer verbreiteten den Baum

in ihrem grossen Reich. Nebst der Verwendung

meiner Früchte, der Kastanien und

meines Holzes wurde auch Honig aus meinen

Blüten sowie Medizin aus meiner Rinde,

den Blätter und den Blüten hergestellt.

Während Jahrhunderten waren meine beliebten

Nussfrüchte für die Landbevölkerung

in vielen Bergregionen von Südeuropa

und auch in der Schweiz ein wichtiges

Die Edelkastanie wird weltweit angebaut.

Hauptanbauland ist China mit einer Ernte von jährlich ungefähr 850 Tonnen Kastanien. Es

folgen Südkorea, Türkei, Italien, Portugal, Japan, Griechenland, Frankreich, Spanien und

Nordkorea. Italien liefert jährlich 52 Tonnen und Frankreich etwa 9,5 Tonnen.

▼ Gemeinsam mit dem gelben Laub werden

im Herbst die Früchte abgeworfen. Die Nüsse

enthalten 39 % Wasser, 43 % Stärke und 2.5 %

Fett . Bis zu sieben Nüsse sitzen in einer

stacheligen Frucht.

1

11


Nahrungsmittel.

Mancherorts sagte man,

ich sei die Kartoffel

oder das Brot der armen

Leute. Dafür

schäme ich mich gar

nicht. Nein, ich bin

stolz, so stattlich zu sein

und so viele Früchte

hervorzubringen, die euch Menschen und

auch vielen Tieren Nahrungsmittel sein

können.

Man nennt mich auch den

Baum der Weisen

Ein Kastanienstumpf kann immer wieder

austreiben. Darum spricht man von uns in

der Mythologie auch als von dem «Baum

der Weisen». Und wer ein Maroni-Amulett

trägt, der ist geschützt vor bösen Hexen.

Wir Kastanien haben also auch mystische

Kräfte. Mit der Rosskastanie (Aesculus)

lasse ich mich nicht gerne verwechseln.

Wir haben nur eine teilweise Namensübereinstimmung.

Diese beruht auf der

oberflächlichen Ähnlichkeit unserer

Früchte. Botanisch sind wir nicht verwandt.

Die Früchte der Rosskastanie sind

für Menschen ungeniessbar.

Mein Botanischer Steckbrief

Als Castanea gehöre ich in die Familie der

Buchengewächse (Fagaceae). Ursprünglich

komme ich aus Kleinasien. Ich wachse

zum stattlichen Baum bis zu 25 Meter

hoch. In Mitteleuropa werde ich ungefähr

200 Jahre, in Westeuropa 500 bis 600 Jahre

alt. Meine Borke ist gefurcht. Mein

Stammumfang durchschnittlich zwei bis

vier Meter. Meine Jahrringe sind deutlich

zu erkennen, und Holzstrahlen (diese dienen

der radialen Versorgung des Holzkörpers

mit Nährstoffen und Wasser) sind

zahlreich vorhanden. Mein Holz ist

begehrt. Es ist auch ohne Konservierung

sehr witterungsbeständig. Mein Wurzelwerk

ist kräftig. Ich lasse als Sämling im

ersten Jahr eine 40 Zentimeter lange

Pfahlwurzel wachsen. Im zweiten und

dritten Jahr folgen dann Seitenwurzeln.

Dieses Wurzelwerk treibt horizontal und

vertikal in den Boden und verankert mich

dort gut.

Wechselständige Blätter

und aufrechte Kätzchen

Mit dem Blattaustrieb beginne ich Ende

April. Die Laubblätter sind etwa 12 bis

20 Zentimeter lang und stehen wechselständig.

Die Blattform ist länglich-elliptisch

bis breit-lanzettlich. Der Blattrand

ist gezähnt. Die Zähne haben einen Stachelspitz.

Die Oberseite der Blätter ist tiefgrün

und glänzend. Die Unterseite ist etwas

heller. Sie fühlen sich lederartig an.

Erst nach der Laubbildung im Juni fange

ich an zu blühen. Die männlichen und

weiblichen Organe sind in getrennten Blüten

auf einer Pflanze. Die männlichen,

köpfchenartigen Teilblütenstände stehen

an langen aufrechten Kätzchen. Die

weiblichen hingegen meist zu dritt an der

Basis der männlichen Kätzchen. Sie

blühen ungefähr 10 Tage nach den männlichen

Blüten. Wie meine Blüten bestäubt

werden, ist umstritten. Ich kann mich,

so nimmt man an, sowohl von Insekten

wie auch vom Wind bestäuben lassen.

Stacheliger Fruchtbecher

Meine Früchte stehen namensgebend für

einen warmen, braunen Farbton mit

einem Stich ins Rötliche. Sie sind von

rundlicher oder plan-konvexer Form. An

der Basis ist eine Narbe zu finden. Im lus-

Edelkastaniensorten

für den Garten:

Bouche de Betizac (mittelfrühe, grosse

Früchte) und

Brunella (mittelspät, kleine süsse Früchte)*

Bezug: Baumschule Pavel Beco

Albisbodenhof

9115 Dicken

Tel.: +41-71/377 19 24

www.albisboden.ch

Maraval (mittelfrüh, grosse Früchte) und

Belle Epine (mittelspät, grosse Früchte)*

Bezug: Lubera Baumschulen

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9470 Buchs SG

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*Hinweis: Je zwei unterschiedliche Sorten

pflanzen wegen Befruchtung!

Zubereitung von Kastanien.

Kastanien können vielseitig verwendet werden.

Esskastanien sind frisch geröstet besonders im

Winter beliebt, und als Beilage zu Fleischgerichten

(z. B. Wild) sehr begehrt. Das Kastanienmus kommt

in der Dessert- und Gebäckküche gerne zum

Einsatz. Vermelles mit Vanilleeis und Rahm sind

wohl ein weltweiter Begriff und überall gerne

gegessen. Rezepte für die Verwendung mit

Kastanien gibt es unzählige. In Zucker oder Sirup

eingelegte Kastanien sind lange haltbar. Früher

wurden getrocknete Kastanien zu Mehl gemahlen,

ähnlich wie die Datteln bei den Nomaden Afrikas,

und zum Backen von Brot verwendet. Das Mehl ist

heute wieder sehr beliebt und erlebt gerade ein

Comeback.

12


Pflanzenport rät

tigen, stacheligen Fruchtbecher (Cupula)

sitzen meist drei Nüsse. Manchmal auch

mehr. Als Wildform haben diese Fruchtbecher

eine Grösse von fünf bis sechs Zentimetern.

Bei den Kulturformen wachsen

sie sogar bis zu zehn Zentimeter heran.

Sind die Nüsse reif, öffnen die Fruchtbecher

vier Klappen und lassen die Kastanien

herausfallen. Der Fruchtbecher selbst

löst sich bei manchen Sorten mitsamt den

Nussfrüchten vom Baum. Eichhörnchen,

Krähen, Schiebekäfer und Siebenschläfer

verbreiten die Früchte in den Kastanienwäldern.

Sie verstecken Nahrungsvorräte.

Werden diese nicht verzehrt, keinem im

Frühling neue Bäume aus. Aus Samen gekeimte

Bäume tragen erstmals nach 25 bis

35 Jahren Früchte.

nienkrebs und die Tintenkrankheit. Aus

Amerika wurde der Pilz (Cryphonectria

parasitica) eingeschleppt. Er ist verantwortlich

für den Kastanienkrebs. Wir erkrankten

daran und unsere Bestände gingen

stark zurück. Die Tintenkrankheit,

auch durch Pilze hervorgerufen, kann uns

ebenfalls schaden. Das Myzel der Pilze

dringt zu unseren Wurzeln vor und führt

zu Blattwelke und fehlender Fruchtbildung.

Ist ein Baum von dieser Krankheit

befallen, bilden sich am Stamm auch häufig

dunkle, tintenartige Exsudate (daher

der Name Tintenkrankheit), und er kann

absterben.

Elisabeth Gertsch

Krankheiten

Krankheiten, die uns Kastanien zu schaffen

machen, sind unter anderen der Kasta-

▶ Die weiblichen Blütenkätzchen erscheinen

im Juni/Juli und werden bis 30 cm lang.

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13


14 1


Traumgarten

Rosenparadies

Reportage

Am südöstlichen Sonnenhang

Menzikens liegt eine verwinkelte

Strasse. Verpasst man die richtige

Einfahrt, so steht man wie wir

direkt im Wald. Also zurück,

richtig abbiegen, und es

empfängt uns die Einfahrt zu

einem prächtigen Anwesen, voll

mit duftenden Rosen. Es ist das

Reich von Annarös Erismann.

1. Der interessant gestufte Garten liegt in leichter Hanglage.

Nach englischem Vorbild besitzt er mehrere durchgehende

Blickachsen.

2. Keramische Turteltauben und weitere Kunstobjekte

runden den blumigen Garteneindruck ab. Verschiedene

Bronzefiguren sind Annarös Ehrismanns ganzer Stolz.

3. Immer noch ein Dauerbrenner ist die herrlich duftende

und lachsorange leuchtende ‘Super Star’, eine Züchtung

von Tantau aus dem Jahre 1960!

2 3

15


Das Haus mit dem tief gezogenen

Dach stammt aus den frühen 60er-

Jahren, schmuck und adrett, gut

gepflegt und umgeben vom Garten – mit

Rosen und Rasen ausgestattet. Der terrassierte

Hanggarten wurde 1985 angelegt.

Ihren Kindern war der Garten lange Jahre

ein lieber Ort zum Herumtollen. Als Gemüsegarten

und Spielplatz wurde er dann

nach dem Auszug der Kinder überflüssig,

sodass sich Annarös Erismann Gedanken

über eine Neuorientierung machte. Seit

über 20 Jahren ist sie nun bei den Schweizer

Rosenfreunden, Sektion Aargau, eingeschriebenes

Mitglied. «Noch tief in den

Vorkriegszeiten meinte mein Vater immer,

Rosen kann man nicht essen. Als Kind be-

wunderte ich immer die beiden einzigen

Rosenstöcke in unserem Garten. Da kaufte

mir meine Mutter meinen ersten Rosenstock

und die Liebe zu den Rosen ist mir bis

heute geblieben.»

Herrliche Düfte und Genüsse

Heute ist der Garten ein richtiges Schmuckstück,

speziell für Rosen und deren Begleitpflanzen

geschaffen. Mühelos kann man

auf den gepflegten Rasenstreifen Terrasse

um Terrasse besuchen, die vielen verschiedenen

Farben und Düfte geniessen. Unter

Rosenbögen oder auf verwunschenen

Bänklein lassen sich ruhige Stunden verbringen.

Einen Punkt des Gartens bildet

eine mächtige, ausladende Coloradotanne

(Abies concolor), die dank ihrer langen,

blauen Nadeln auch im Winter ein Blickfang

ist. Ein flacher Teich am Eingang lädt

zum ersten Verweilen ein. Das warme Wasser

behagt den Rosen, die gerne stehendes

Wasser haben, den Seerosen. Etwas weiter

unten wird der Durchblick quer durch den

ganzen Garten von mehreren Rosenbögen

gerahmt. Mit den Rosen zusammen klettern

Clematis und Wicken um die Wette.

Rosenbäumchen sind eine besondere Vorliebe

der Hausherrin. Sie stehen einzeln

oder auch oft in Rabatten mit anderen Rosen.

Harmonische Bilder in Farben, Formen

und Düften sind das Ergebnis ihrer

gärtnerischen Bemühungen.

Bert Stankowski

1 2

3

1. Die rosarote Bodendeckerrose ‘Bonica‘

macht auch als Bäumchen einen sehr guten

Eindruck. Neben grosser Blühwilligkeit ist

auch ihre ausserordentliche Gesundheit

erwähnenswert. 2003 wurde sie sogar zur

Weltrose gewählt.

2. Ganz entzückend ist die in dichten Büscheln

blühende, zweifarbige Rose ‘Little Artist’,

als kleinwüchsige Randpflanze reichblühend

und dankbar.

3. Die «Schildkröte» von Husqvarna ist ein

idealer «Gartenbewohner», der nicht nur

älteren Gartenbesitzern das Leben

erleichtert.

16


Annarös Erismann im Interview

«Gärtnern hält jung», diese Weisheit verkörpert auch Annarös

Erismann, denn ihr ist ihr Alter nicht anzusehen. Wir freuten uns, dass

sie uns in einem Interview bereitwillig in ihren Garten und ihre

Gedanken Einblick gab.

FREUDE AM GARTEN: Frau Erismann,

Ihr Garten ist ein Paradies mit

Blumen, Gehölzen und Stauden: Wie

sind Sie bei der Planung

vorgegangen? Welches Konzept

liegt dem Garten zugrunde?

Annarös Erismann: Ich hatte ohne

grosse Pläne angefangen und Beet

um Beet angelegt. Dann habe ich

mehrere Reisen nach England

unternommen und war fasziniert:

Ein Wunder! Die Engländer stellen

ihre Gärten so, dass man praktisch

von vorne bis hinten den Garten

durchschauen kann. Durchsichtige,

durchlässige Gärten mit einer

geraden Linie als Achse, als

Durchblick, imponierend! Mein

eigenes Konzept liegt in den auszuführenden Arbeiten: Pflegen,

Düngen, Spritzen. Unterdessen lebt bei mir die «Schildkröte», mein

Rasenmäherroboter von Husqvarna. Ein Spezialist hat mir die nötigen

Kabel verlegt. Das Gerät mäht sogar meine schrägen, steilen Borde. Ein

Superding, das ich erst seit Kurzem besitze, mir aber enorm viel Arbeit

abnimmt. Man wird älter und muss sich die Dinge bequemer

einrichten!

Welche Rose lieben Sie am meisten? Oh, da gibt es einige, oder sogar

viele! Dazu gehören sicher mal ‘Elina’, mit ihren locker gefüllten Blüten

in sehr zartem Gelb. Sie zeigt auch ihre vielen Staubbeutel den Bienen

und Hummeln die sich gerne darin tummeln. In meinem Garten gibt

es auch viele Hummeln und sie sind geschützt, es soll bis zu 70 Arten

geben. Dann die Kletterrose Rosa helenae, sie ist weiss und einmal

blühend, dafür schmückt sie den Rosenbogen vom August bis

November mit vielen roten zierlichen Hagebutten.

Was denken Sie über die Pflanzenkombination mit Stauden,

Blumenzwiebeln und Sommerflor? Da muss man aufpassen. Nicht zu

nahe an die Rosen setzen. Den Rosen tut die Nähe nicht gut. Also den

Abstand halten, je nach Art. Neben Lavendel empfehle ich besonders

niedrige Gräser und andere schmal aufrechte Gräser. Auch eine

Zwergföhre finde ich sehr passend, wenn sie wirklich Zwerg bleibt,

und mit dem nötigen Abstand. Rosenbäumchen sind schön in

kontrastierenden Beeten mit niedrigen Rosen, z. B. weisses Bäumli in

rosa Beet.

Welches ist Ihr schönstes Erlebnis in Zusammenhang mit Ihren Rosen?

Es ist nicht ein spezielles Erlebnis, sondern die Gemeinschaft: Man

trifft viele liebe Freunde aus dem Rosenverein. Jeder Garten hat die

Handschrift desjenigen, der ihn hegt und pflegt. Gegenseitige Besuche

und Einladungen, das ist das Schönste für mich.

Wie sieht die Zukunft des Gartens aus? Ich werde sicher nicht mehr

viel ändern. Mit meinen 86 Jahren bin ich für Änderungen zu alt. Im

Moment interessiere ich mich mehr dafür, herauszufinden, wie meine

Grossmutter, eine Ostpreussin, lebte und ihr schweres Leben meisterte.

Lebensfreude, die weiter wächst ...

traumgaerten.ch

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Gemüserarität

Powerwurzel

für den Winter

18

1


Gemüseport rät

2 3

Was im Frühsommer der Spargel, ist im Herbst

die Schwarzwurzel. Sie lässt sich im Hausgarten

auf durchlässigen Böden gut kultivieren

und bereichert in den Wintermonaten den

Menüplan mit ihrer individuellen Geschmacksnote.

Familie Fust aus Waldkirch baut die zarte

Wurzel auf ihrem Bio-Hof seit vielen Jahren an

und gibt Tipps zu Pflege und Zubereitung.

1. Die Schwarzwurzelsaison hat begonnen! Beim

Ausstechen ist Vorsicht geboten, damit die

wertvollen Wurzeln nicht verletzt werden.

2. Peter Fust aus Waldkirch hat jahrelange

Erfahrung im Anbau von Schwarzwurzeln.

3. Mit einer speziellen Grabgabel lassen sich die

Wurzeln am besten ausgraben.

Nebelschwaden hängen über den

Feldern, es ist ein kühler Herbsttag,

an dem sich die Sonne hartnäckig

versteckt hält. Auf dem Biohof der Familie

Fust im sanktgallischen Waldkirch

bei Gossau ist heute die Schwarzwurzel-

Ernte angesagt. Seite an Seite mit seinem

Angestellten arbeitet sich Peter Fust mit einer

speziellen Grabgabel, die mit zwei langen

Metallzinken ausgestattet ist, Stück für

Stück vorwärts. Mit dem Fuss stösst er

das Spezialwerkzeug – umgangssprachlich

auch «Blackenstecher» genannt – tief in die

Erde, wiegt es mit etwas Druck hin und her

und zieht mit der Hand sorgfältig eine lange,

erdige Schwarzwurzel aus dem Boden.

Behutsam legt er sie in eine grosse Erntekiste,

die bereits randvoll ist. Dabei achtet

er darauf, dass keine Verletzungen oder

Bruchstellen entstehen, denn das Auslau-

fen des Milchsafts würde zur Austrocknung

führen und die Wurzel wertlos machen. In

der Schweiz ist der Schwarzwurzelanbau

zur Seltenheit geworden. Während im

St. Galler Rheintal einst grosse Felder zu

finden waren, wächst das Wurzelgemüse

heute in der gesamten Schweiz nur noch

auf rund sechs Hektaren. Grund genug für

die Familie Fust, sich der alten, leckeren

Gemüserarität anzunehmen und sie zu bewahren,

indem sie im eigenen Hofladen im

Rickenhueb als aussergewöhnliches Nischenprodukt

feilgeboten wird.

Altes Gemüse neu entdecken

Auch in den Hausgärten ist die Schwarzwurzel

ein viel zu selten gesehener Gast.

Eigentlich schade, denn nicht nur der

nussig-buttrige, zartwürzige Geschmack,

sondern auch die vielen wertvollen In-

Schwarze Wurzel –

schwarze Finger?

Der Milchsaft, der in den Schwarzwurzeln

enthalten ist, verursacht bei der Zubereitung

hartnäckige, schwarzklebrige

Flecken auf den Händen. Es wäre aber viel

zu schade, deshalb auf die gute Wurzel

zu verzichten! Verschiedene Tricks schaffen

Abhilfe:

Beim Schälen Haushalts-Handschuhe

anziehen

Die Wurzeln vor dem Schälen in

Essigwasser einlegen

Trocken schälen und erst nachher

waschen

Wurzeln unter fliessendem Wasser

schälen

Und sollten die Finger doch einmal einen

schwarzen Fleck abbekommen, so hilft

Zitronensaft bei der Reinigung.

19


haltsstoffe machen sie zu einem unverzichtbaren

Wintergemüse. Wem jetzt der

typische Geschmack von Schwarzwurzeln

aus der Dose auf der Zunge liegt, der vergesse

ihn gleich wieder, denn dieser wird einer

frisch ausgegrabenen und kreativ zubereiteten

Wurzel aus dem eigenen Garten nie

und nimmer gerecht! Sie lässt sich auf unzählige

Arten in die winterliche Küche einbinden,

sei es in der Suppe, als gekochte

Gemüsebeilage mit einer Sauce Hollandaise

oder zur Abwechslung in Teig frittiert.

Sehr schmackhaft und von ihren Kindern

ganz besonders geschätzt, so erzählt Selma

Fust, sei die Zubereitung der Schwarzwurzeln

im Ofen in Form eines Gratins, in

Kombination mit Speckwürfeln und Reibkäse.

Zu den Geheimtipps für Gourmets

gehört es, die Wurzel roh geraffelt in den

Salat zu geben, mit etwas Zitronensaft und

Sauerrahm vermischt. Doch damit nicht

genug: Die «Spargel des Winters», wie sie

aufgrund ihrer weissen Farbe oft genannt

wird, strotzt nur so von gesunden Inhaltsstoffen.

Sie weist einen hohen Anteil an Vitaminen

und Mineralstoffen auf, darunter

Vitamin B1 und E sowie Kalium, Calcium,

Magnesium und Eisen. Mit nur gerade rund

18 kcal pro 100 g ist sie ausserdem ideal für

kalorienbewusste Menschen. Das leicht

verdauliche Gemüse enthält Inulin, eine

Art Zucker, welches für Diabetiker in besonderem

Masse geeignet sein soll.

Mai direkt ins Freiland, in Reihen mit

25–30 cm Abstand. Nach Auflaufen der

Saat sollten Sie die zu Beginn grasartigen

Sämlinge auf rund 5 cm Endabstand ausdünnen.

Schwarzwurzeln mögen übrigens

keine frischen Mist- oder Kompostgaben.

In den ersten Wochen ist etwas Jätarbeit nötig,

später schliesst sich das langovale,

spitzzulaufende Blattwerk zu einer dichten

Decke. Zu den bekanntesten Sorten, von

denen auf dem Markt auch Saatgut erhältlich

ist, gehören ‘Duplex’ oder ‘Russische

Riesen’. Schwarzwurzeln sind eigentlich

ausdauernde Pflanzen, werden jedoch im

Gemüsegarten meist einjährig kultiviert.

Wer ein Exemplar stehen lässt, kann sich im

kommenden Jahr über gelbe, dekorative

Korbblüten freuen, die dem Wiesenbocksbart

gleichen (dessen Wurzeln übrigens

auch essbar sind).

Spätherbstlicher Erntedank

Sobald die Wurzeln im Oktober/November

dick genug sind, kann die Erntezeit begin-

Säen, pflegen und ernten

Die Schwarzwurzel, botanisch Scorzonera

hispanica genannt, stammt ursprünglich

von der iberischen Halbinsel, von wo aus

sie im 17. Jahrhundert nach Mitteleuropa

gelangte. Bald schon verdrängte sie die damals

weit verbreitete Verwandte, die Haferwurzel

(Tragopogon porrifolius) vom

Markt. Im Mittelalter wurden der Powerwurzel

auch Heilkräfte zugeschrieben. Sie

helfe, so die Überlieferung, Schlangenbisse

zu heilen und bringe Warzen zum Verschwinden

… Die dunkle Farbe verdankt

sie einer schwärzlichen Korkauflage, die

eine verdunstungshemmende Wirkung

hat. Damit das Wintergemüse seine Pfahlwurzeln

optimal und ohne Verzweigungen

ausbilden kann, sind gut aufgelockerte,

tiefgründige und eher sandige Böden optimal.

Gesät wird Mitte April bis Anfang

Selma und Peter Fust’s Praxistipp:

Die frisch geschälten Wurzeln sofort in kaltes Wasser legen, damit sie sich

nicht braun verfärben. Wenn dem Kochwasser ein «Gutsch» Milch

beigegeben wird, bleiben die Schwarzwurzeln bis zum Genuss schön weiss.

Im Hofladen der Familie Fust gibt’s ab Ende Oktober wieder Schwarzwurzeln

in Bio-Qualität zu kaufen. Infos unter: www.fusts-bioladen.ch

1

20


nen. Am besten lassen sie sich an trockenen

Tagen herausnehmen. Solange der

Boden nicht gefroren ist, kann laufend

frischer Nachschub geholt werden. In

feuchtes Zeitungspapier eingeschlagen,

halten sich die Wurzeln im Kühlschrank

für ein paar Tage. Wer den Verdacht hegt,

in seinem Garten könnten Wühlmäuse am

Werk sein, der erntet sicherheitshalber das

gesamte Beet bereits im Herbst. Es wäre

doch zu schade, die wertvollen Wurzeln,

die während einer ganzen Saison herangewachsen

sind, an die gierigen Nager zu

verlieren … Um die Haltbarkeit zu optimieren,

lässt sich die Ernte im Keller in

einer Kiste mit feuchtem Sand lagern. Bei

der Familie Fust kommen die Schwarzwurzeln

– es sind pro Saison stattliche

300 kg – jeweils in den Kühlraum und werden

über die kommenden Monate im Hofladen

an eine eingeschworene Feinschmecker-Kundschaft

verkauft. Bis jedoch die

letzte Wurzel aus dem Boden gezogen ist,

wird es noch eine Weile dauern … Und wer

Gemüseport rät

weiss, vielleicht zeigt sich ja morgen die

Sonne wieder, trocknet den Boden ab und

erleichtert so die Ernte.

Caroline Zollinger

Bezugsquellen für

biologisches Saatgut:

www.sativa-rheinau.ch

www.zollinger-samen.ch

www.arthasamen.ch

2 3 4

1. Schwarzwurzel-Ernte in Handarbeit. Peter Fust und sein Mitarbeiter ernten jährlich

rund 300 kg.

2. Damit die Schwarzwurzeln schön weiss bleiben, dem Kochwasser etwas Milch beigeben.

3. Lässt man die Wurzeln im Herbst stehen, öffnet die mehrjährige Pflanze im nächsten

Jahr eine wunderschöne Blüte.

4. Die Haferwurz (Tragopogon porrifolius) wurde von der Schwarzwurzel verdrängt.

Ihre Blüten sind ebenso attraktiv wie die gelben der Schwarzwurzel.

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Kürbisse schnitzen

Schritt für Schritt

Seit Halloween aus den USA auch zu uns in die Schweiz herüber geschwappt

ist, ist auch Kürbisschnitzen aktuell wie nie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie auch

ohne hochentwickelte künstlerische Ader zu ansprechenden Ergebnissen

kommen, was Sie mit den übrig gebliebenen Kernen anfangen können und

wie Sie die Kürbisse so behandeln, dass sie möglichst lange halten.

Alexandra von Ascheraden (Text und Bilder)

1

Zuerst muss ein Loch hinein. Dazu eignet

sich der klassische Handbohrer. Wer keinen

hat, kann sich auch mit einem dicken

Kreuzschlitzschraubendreher behelfen, den

er mit dem Hammer vorsichtig

hineinschlägt.

2

Je nach Grösse des Kürbisses kommen nun

ein Küchenmesser oder eine Säge zum

Einsatz. Achten Sie darauf, den Deckel

konisch herauszusägen. Er muss oben dicker

sein als im Inneren des Kürbisses, so fällt er

später nicht hinein.

3

Damit wäre der heikelste Teil schon erledigt.

Heben Sie den Deckel heraus, und legen Sie

ihn zur Seite.

4

Nun geht es ans Aushöhlen. Dabei können

all die Werkzeuge zur Anwendung kommen,

die Sie auch beim Räbeliechtli-Schnitzen

verwenden. Schaben Sie sorgfältig so viel

Fruchtfleisch und Kerne heraus wie möglich.

Die Kürbiskerne aufbewahren, die brauchen

wir im nächsten Schritt wieder.

Jetzt im Herbst gibt es Kürbisse in unglaublicher

Sortenvielfalt. Lassen Sie sich von

den Farben und Formen inspirieren. Einzige

Bedingung: Der Kürbis muss so gewachsen

sein, dass er eine sichere Standfläche

hat.

5

Jetzt wird geschnitzt. Für Vorzeichnungen

eignet sich ein Bleistift. Grosse Formen

werden mit dem Küchenmesser herausgeschnitten.

Nun kommen auch die vorhin

aufbewahrten Kürbiskerne als «Erbrochenes»

wieder zum Einsatz. Bitte nur Kerne

der essbaren Kürbissen verzehren!

22


Haltbarkeit

Was das Haltbarmachen von geschnitzten Kürbissen betrifft, kursieren die unterschiedlichsten

Ratschläge. Soll das geschnitzte Kunstwerk länger als drei bis vier Tage halten, muss man

die komplette Innenseite und alle Schnittflächen behandeln, um den Verfall ein paar Tage

hinauszuzögern. Die oftmals empfohlene Vaseline lässt sich auf der riesigen, noch dazu

feuchten Innenseite kaum auftragen. Klarlack sieht kurze Zeit schön aus, bildet aber Risse,

sobald der Kürbis anfängt zu trocknen und sich somit an der Oberfläche zu verändern. Am

besten eignet sich ein Wäschemittel in der Sprühflasche, das einige Prozent Bleichmittel

enthält. Dank Sprühflasche ist es zudem auch im eher schwer zugänglichen Inneren des

Kürbisses gut aufzutragen. Im Grünabfall hat ein so behandelter Kürbis nichts mehr zu suchen.

Ausgehöhlte Zierkürbisse muss man meist nicht behandeln, sie trocknen recht gut aus, ohne

die Form zu verändern.

Pikante Kürbiskerne

Kreat iv

Entfernen Sie so weit wie möglich das

Fruchtfleisch der Speisekürbisse, ohne die

Kerne jedoch zu waschen. Sie büssen sonst

Geschmack ein. Pro grosser Tasse Kürbiskerne

fügen Sie nun einen Teelöffel Salz und

einen Teelöffel geschmolzene Butter hinzu.

Das Ganze gut mischen und auf einem mit

Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten.

Bei 180 Grad etwa eine halbe Stunde im

Backofen rösten, dabei nach der Hälfte der

Zeit wenden. Aus dem Ofen nehmen und

am besten noch warm knabbern.

Ideen mit Kürbissen

Vampir

Ein Vorschlag, bei dem es nur einige

Accessoires braucht: Den Zierkürbis von

unten oder hinten aushöhlen, ein nach innen

konisch zulaufendes Loch in der Grösse des

Plastik-Vampirgebisses hineinschneiden.

Zwei Wackelaugen aufgeklebt – fertig. Je

nach Augenstellung guckt der Vampir

bedrohlich oder harmlos.

Glubschaugen herstellen

Auch Zierkürbisse lassen sich vielseitig

verwenden. Diesmal wird der Kürbis über ein

hinten oder unten hineingeschnittenes Loch

ausgehöhlt. Anschliessend zwei Sagexkugeln

mit Eddingstiften als Augäpfel bemalen, zwei

Löcher für die Augenhöhlen herausschneiden

und den Mund nicht vergessen.

Und schon ergibt sich ein Effekt mit

herausquellenden Augen. Dieser Kürbis guckt

sehr freundlich. Mit einer anderen

Mundstellung könnte man auch vor

Entsetzen herausquellende Augen erzeugen.

Büsi

Aus zwei Zierkürbissen entsteht mit wenig

Aufwand eine Katze. Ein Kürbis mit schön

gewachsenem Stiel ergibt den Körper, der

andere den Kopf. Augen und Maul mit einem

Messer oder Linolschnittwerkzeug schnitzen.

Zwei schwarze Stecknadelköpfe sorgen dafür,

dass die Pupillen schön plastisch wirken.

Das Übel naht ...

Während sich Büsi friedlich die Herbstsonne

auf den Pelz brennen lässt, naht die Gefahr.

Ein Flaschenkürbis (ebenfalls mit

Stecknadelpupillen) sucht Nahrung...

Oh weh! Das sieht nicht gut aus! Ob sie

flüchten kann?

Hier kommt jede Hilfe zu spät! Was mischt

sich die Mandarine auch unter die Kürbisse?

Gleiche Farbe hin oder her – sie ist deutlich

leckerer als die ungeniessbaren Zierkürbisse.

23


Praxiswissen

Nutzgarten

Siegfried Stein

Mit etwas Glück können wir im September

noch einige warme Sommerabende

erhaschen, dabei ist die Luft aber nicht mehr

drückend schwül, sondern rein, klar und

angenehm. Weinreben voller leckerer Früchte

lassen schon die künftigen Genüsse ahnen.

Vorerst aber schmecken die Trauben frisch am

besten. Wie wäre es mit einem Test? Jetzt ist

die beste Gelegenheit dazu. Äpfel, Birnen,

Beeren an Sträuchern und Spalieren wollen

beim Produzenten oder im Gartencenter

degustiert werden, denn nur wer selbst

probiert hat, weiss, welche Sorte demnächst

gepflanzt werden sollte.

In Grossbritannien wird Meerkohl (Crambe) im

Frühjahr durch Tongefässe gebleicht, wie

Garden Manager Markus Radscheit bei der Royal

Horticultural Society in Wisley demonstriert.

Wichtige Pflegearbeiten

In diesem Monat sind das Anhäufeln von Lauch

und Fenchel, das Bleichen von Endivien, Cardy

und Bleichsellerie wichtig, um optimales

Gemüse mit feinem Geschmack zu ernten. Die

Engländer bleichen im Frühjahr gerne Mehrkohl

(Crambe, s. Abb.). Das Zusammenbinden oder

der Lichtentzug durch Bleichhauben und

schwarze Folie macht das Gemüse zarter,

entzieht Bitterstoffe, verbessert den Geschmack.

Besonders leicht gelingt das bei Endivien.

Decken Sie die fast reifen Köpfe mit grossen

Suppentellern für ca. 3 Wochen ab (sie können

die Bleichhauben der Profis ersetzen). Nach dem

Abnehmen sind die Herzblätter appetitlich

gelbgrün.

Schnittknoblauch

Winterheckezwiebeln, auch Winterzwiebel

Höchste Zeit für

Zwiebelspezialitäten

Letzter Termin ist jetzt für die Aussaat von

Winterheckezwiebeln (Allium fistulosum, s.

Abb.), im Freien wie im Gewächshaus. Dort in

Töpfen oder Kistchen ausgesät, dienen sie

häufig als wüchsiger Schnittlauchersatz. Sie

bilden keine richtige Zwiebel, nur Laub, sind

allerdings besonders winterhart und sollten

daher in keinem Garten fehlen. Gemüse oder

Blume? Der Schnittknoblauch oder Chinalauch

(Allium tuberosum) trägt jetzt hübsche weisse,

sehr lange haltbare Blütenstände, die man

nicht nur in die Vase stellen, sondern auch in

knospigem Zustand essen kann. Doch dafür

sind sie fast zu schade. Die langen, flachen,

riemenförmigen Blätter schmecken wie

Knoblauch – dank enthaltenem Chlorophyll

vergeht ihr Geruch sehr schnell – ein grosser

Vorteil.

24


Winterportulak wächst

schneller als Nüssler

Eine leckere Alternative zum Nüssler ist

Winterportulak, oft auch «Postelein» genannt.

Das Gemüse mit den saftreichen, tellerförmigen

Blättern stammt aus Nordamerika,

verträgt Frost und gedeiht sowohl im Freien

als auch im Frühbeet oder im Gewächshaus.

Die Kultur ähnelt Nüsslisalat, also dünn verteilt

in Reihen von 10–15 cm Abstand säen oder in

Topfballen vorziehen und nach Freiwerden der

Beete pflanzen. Die zarten Blätter schmecken

mild wie Spinat, werden gekocht oder als Salat

verwendet.

Bei Rosenkohl die Spitzen kappen

Rosenkohl setzt im September zum Endspurt an: Die leckeren Röschen bilden sich. Schneiden Sie

die Spitzen ab, das hindert die Pflanzen am Weiterwachsen und lenkt die Kraft in die Knospenentwicklung.

Sie bilden sich dadurch viel gleichmässiger aus – wie Perlen an einer Schnur – und

reifen früher. Unterbleibt die Massnahme, öffnen sich die unteren Röschen vorzeitig und die

oberen werden vielleicht nicht mehr reif.

Was ist jetzt zu tun im

September + Oktober ?

ÆÆ

Noch Aussaat von Asia-Gemüse, Schnitt- und

Pflücksalat, Radieschen zur Ernte in den Herbstmonaten.

ÆÆ

Ebenso Nüsslisalat, Winterportulak, Löffelkraut

und Spinat zur Überwinterung und Ernte im

Frühjahr.

ÆÆ

Feuerbohnen liefern jetzt reichlich saftige Hülsen,

später auch leckere Kerne, die man halbreif

ausgekernt für Bohnensalate und Balkansuppen

verwenden kann.

ÆÆ

Rhabarber teilen und neue Beete anlegen.

ÆÆ

Ernte von Salaten, Kohlrabi, Radieschen, Rettichen,

Endivien, Spinat, Kräutern, Kabis und Lauch.

ÆÆ

Gemüse unter Schutz-Netz vor Läusen und

Raupen der Schadschmetterlinge (z. B. Kohlweisslinge)

bewahren.

ÆÆ

Erdbeerbeete pflegen (Blätter zurückschneiden)

und düngen.

Bienenfreund (Phacelia) als Gründüngung

Den Boden auf

Bio-Art verbessern

Auf abgeernteten Beeten können die

schnellwüchsigen Sorten von Senf, Phacelia

oder ‘Raschwachsend’ (Spinat) als Gründüngung

gesät werden. Bei Trockenheit

ist für ausreichend Feuchtigkeit während

der Keimung zu sorgen.

Bucht ipp

Erntefrisch

Saisonal kochen und verarbeiten

Ernten Sie bereits Ihr eigenes Obst und Gemüse oder kennen einen

regionalen Händler um die Ecke? Dann brauchen Sie dieses Kochbuch!

Über 150 Rezepte feiern die Fülle des saisonalen Angebots.

192 Seiten, Thorbecke Verlag 2013, ISBN 978-3-7995-0739-4 ab CHF 34.90

25


Mexikanische Minze

Aus Mittelamerika kommt die Mexikanische Minze, auch Duftnessel

oder Anisysop genannt (Agastache foeniculum). Diese schöne, robuste

Pflanze hat viele Vorzüge. Das Aroma ihrer Blätter ähnelt Minze. Sie

werden in Mexiko für Tees, Süssspeisen (spart den Zucker) und als Würze

in frischen Salaten verwendet. Sie lässt sich leicht aus Samen ziehen

oder auch teilen, denn mit etwas Schutz durch Reisig oder Laub

übersteht sie unsere Winter. Schon im ersten Jahr gibt es üppige Blüten

und herrlichen Duft. Die 15–20 cm langen grünlich-weissen,

violettblauen oder je nach Sorte auch rosa Blütenähren halten

geschnitten lange in der Vase. Sie sehen im sonnigen Beet attraktiv aus

und sind ein Eldorado für Bienen, Hummeln, nützliche Schwebfliegen

und vor allem für Schmetterlinge. Viele farbenprächtige Arten fühlen

sich magisch angezogen und finden sich gerne – besonders im Herbst

am Nektar- und Pollenbüffet ein. Besonders attraktiv wirken die

Pflanzen in sonnigen Staudenrabatten, aber auch in grösseren Gefässen

oder im Duft- und Kräutergarten.

Keine Maden mehr

an Radieschen

Der beste Schutz gegen die zahlreichen

Gemüsefliegen und den anschliessenden

Madenbefall ist das Abdecken der Beete mit

Kulturschutznetz. Doch nicht jeder schätzt

Kunststoffe im Garten. Die Spätsaat von

Radieschen löst das Problem auf natürliche

Weise, denn jetzt sind die Schädlinge kaum

mehr unterwegs. Verwenden Sie nur

schnellwüchsige Sorten wie ‘Saxa’, ‘Topsi’ oder

‘Cherry Belle’ (alle rund und rot), die länglichen

weissen «Minirettiche» aus der Sorte

‘Eiszapfen’ oder die hübschen rotweissen

‘Bicolor’ und ‘French Breakfast’. Weil das Licht

schon stark nachlässt, immer auf weiten

Abstand säen: 25 cm zwischen den Reihen und

auf 6-8 cm vereinzeln. Letzter Sätermin ist

Ende September, bis Anfang Oktober kann

man im Gewächshaus aussäen.

Erdbeeren pflegen

Frisch gepflanzte Erdbeeren sind dankbar für jede Art von Mulch

(Rasenschnitt, Sägespäne, gehäckseltes Stroh), denn der Boden soll jetzt

nicht unbedeckt bleiben. Genügend Wasser bekommt auch den

vorjährigen Beständen gut, ebenfalls Gaben von langsam wirkenden

organischen Düngern. Sie legen zurzeit die Knospen fürs nächste

Frühjahr an. Falls noch nicht geschehen, bei der Erdbeerwiese (Sorte

‘Florika’) durch Rückschnitt der Blätter mit der Sense oder dem

Rasenmäher für Erneuerung sorgen. Auch hier mit organischen Düngern

für Nährstoffe sorgen.

26


Ziergarten

Siegfried Stein

Zahllose funkelnde Spinnennetze auf

Kiefern und Fichten deuten auf

«Witwensömmerli» hin, das

andernorts auch Theresien- oder

Birgittensommer genannt wird. In

Nordamerika nennt man das

Farbenspektakel mit leuchtenden

Blattfarben, das gegen Ende des

Monats oder Anfang Oktober erfreut,

«Indian Summer». Jetzt ist die beste

Gelegenheit zum Aussuchen von

Gehölzen, die einen zweiten

Höhepunkt im Gartenjahr bieten.

Die Wirkung einer Mulchschicht

Praxiswissen

Empfindliche Kübelpflanzen, wie das

Samtveilchen (Tibouchina) dürfen schon Ende

September ins Winterquartier.

Frostempfindliche

Kübelpflanzen ins Warme

Kübelpflanzen sind noch bestens im Freien

aufgehoben. Solange es irgend geht, sollten sie

die Sonne geniessen können – umso gesünder

gehen sie der lichtarmen Jahreszeit entgegen.

Viele sind noch in voller Blüte, bei anderen reift

schon das Holz aus – eine wichtige Voraussetzung

zum problemlosen Überwintern. Jetzt nicht mehr

düngen, denn das heizt nur das Wachstum an.

Eine übergeworfene Decke oder ein Vlies schützen

sie bei gefährlich niederen Temperaturen, die

besonders in Höhenlagen auftreten können. In

ungünstigen Lagen gehen die empfindlichen

Kübelpflanzen wie Veilchenbaum (Tibouchina, s.

Abb.), Papyrus, Blaue Mauritius, Banane oder

Baumtomate (Cyphomandra) gegen Ende

September, ansonsten aber erst im Oktober ins

Winterquartier. Noch viel Zeit haben Pflanzen des

Mittelmeerraums wie Feigen, Palmen und

Zitrusgewächse, die Temperaturen dicht über Null

vertragen.

Eine Mulchschicht kann sowohl aus bodendeckenden Pflanzen bestehen als auch aus anorganischen

(z. B. Kies) oder organischen Materialien. Vorwiegend wird im Garten auf Rindenmulchprodukte zurückgegriffen,

darüber hinaus sind Holzschnitzel, Miscanthus-Häcksel, Stroh, Holzdekor, Kakaoschalen als

Bodenbedeckung möglich und sorgen so für eine exklusive Abdeckung und Schmuck zugleich. Der Vorteil

einer Mulchabdeckung ist vielseitig. Vorwiegend sollen der Boden geschützt und das Bodenleben gefördert

werden. Eine Mulchschicht hält die Bodenfeuchtigkeit zurück, eine

dunkle Mulchschicht erwärmt sich schneller und lässt Unkräuter

durch das Abgeben von Säure, insbesondere bei Rindenprodukten,

weniger gut aufkommen. Wichtig ist, dass man vor dem Ausbringen

die Fläche mit einem stickstoffbetonten Dünger versorgen muss. Da

die organischen Mulchstoffe von Bakterien langsam abgebaut werden,

entziehen diese dem Boden Stickstoff, der dann den Pflanzen am Ende

fehlt (Kümmerwuchs). Daher ist eine Vorratsdüngung z. B. mit Hornmehl

Kakaoschalen als Abdeckmaterial mit

dekorativer Optik

sinnvoll. Die Aufbringhöhe sollte ca. 5 cm betragen, bei lockerem

Mulchmaterial dürfen es auch bis zu 10 cm sein.

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04.00

13.00

07.00

02.00

14.00

24.00

02.00

03.00

24.00

18.00

13.00

11.00

12.00

Pflanzzeit

Quelle: Mathematisch-Astronomische Sektion, Goetheanum, 4143 Dornach, Schweiz

Service-Adresse: Haben Sie Fragen zum Mondkalender, so Pflanzzeit senden Sie uns eine E-Mail an redaktion@freudeamgarten.ch.

Wurzelpflanzen

z. B. Karotte, Kartoffel,

Knoblauch, Radieschen, Randen,

Rettich, Sellerie, Zwiebel etc.

Blattpflanzen

Praxiswissen

z. B. Balkon-/Kübelpflanzen,

Fenchel, Kohl, Kräuter, Lauch,

Rasen, Rhabarber, Rosenkohl,

Bemerkung: Die Stellungen des Mondes sind in Bezug auf die Tierkreisbilder (und nicht die Tierkreiszeichen) angegeben.

Weitere Unterlagen zu diesem Thema können bezogen werden über: Mathematisch-Astronomische Sektion, Goetheanum, Postfach,

9 CH zunehmender 4143 Dornach, E-Mail: Mond mas@goetheanum.ch, 8 Neumond Fax +41 61 706 42 23.

7 abnehmender Mond 6 Vollmond

Blattpflanzen

Pflanzzeit

Pflanzzeit

Wurzelpflanzen

Fruchtpflanzen

z. B. Aubergine, Beeren, Bohnen,

Erbse, Früchte, Gurke, Nüsse,

Kirschen, Kürbis, Mais, Paprika,

Tomaten, Zucchini etc.

Blütenpflanzen

z. B. Artischocke, Balkon-/

Kübelpflanzen (Blütenschmuck),

alle Blumen, Blumenzwiebeln,

Brokkoli, Teekräuter (Blüten) etc.

Fruchtpflanzen

Blütenpflanzen

Pflanzengruppen, die positiv kosmisch beeinflusst

wird. Die Zeiten geben den richtigen Zeitpunkt für

Gartenarbeiten an.

zunehmender Mond

abnehmender Mond

Neumond

Vollmond

1/2013 FREUDE AM GARTEN Erscheinungsdatum

Pflanzengruppen, die positiv kosmisch beeinflusst

werden. Die Zeiten geben den richtigen Zeitpunkt

für Gartenarbeiten an.

Mondkalender Salat, Spinat, Teekräuter etc. 2013 «Lasagne-Technik»

t September

Oktober November 4 Monate Frühling Dezember

in Blumenkistchen

So d

s 0.00

1 So H 20.00

1 Di a

1 Fr s

1

2 Mo H

2 Mi a

2 Sa und sTöpfen

30 Mo a 22.00 30 Mi a

30 Sa d 21.00 30 Mo f

31 Do

3 Di a 14.00

3 Do s 16.00

3 So d 10.00

3 Di f

4 Mi a

4 Fr s

4 Mo f 18.00

5 Do a

5 Sa s

5 Di f

5 Do g

6 Fr s 08.00

6 So s

6 Mi g 19.00

7 Sa s

7 Mo d 02.00

7 Do g

7 Sa h

8 So s

8 Di f 1100

8 Fr h 21.00

9 Mo d 20.00

9 Mi f

9 Sa h

10 Di d

10 Do g 14.00

10 So A 21.00

10 Di S

11 Mi f 05.00

11 Fr g

11 Mo A

11 Mi S

12 Do f

12 Sa h 17.00

12 Di S 17.00

13 Fr g 09.00

13 So h

13 Mi S

13 Fr D

14 Sa g

14 Mo A 16.00

14 Do S

15 So h 11.00

15 Di A

15 Fr D 14.00

15 So F

16 Mo h

16 Mi S 11.00

16 Sa D

16 Mo F

17 Di A 09.00

17 Do S

17 So F 12.00

18 Mi A

18 Fr S

18 Mo F

18 Mi G

19 Do S 03.00

19 Sa D 08.00

19 Di F

19 Do G

20 Fr S

20 So D

20 Mi G 10.00

21 Sa D 23.00

21 Mo F 05.00

21 Do G

22 So D

22 Di F

22 Fr H 19.00

22 So a

23 Mo F 20.00

23 Mi F

23 Sa H

23 Mo a

24 Di F

24 Do G 04.00

24 So a 13.00

25 Mi F

25 Fr G

25 Mo a

25 Mi s

26 Do G 19.00

26 Sa H 12.00

26 Di a

26 Do s

27 Fr G

27 So H

27 Mi s 10.00

27 Fr s

28 Sa G

28 Mo a 05.00

28 Do s

29 So H 04.00

29 Di a

29 Fr s

6/2013

Pflanzzeit

Pflanzzeit

Pflanzzeit

Pflanzzeit

2 Mo f 04.00

Die Pflanzzeit für Blumenzwiebeln naht.

Auch auf dem Balkon ist

4 Mi

ein langer

g 05.00

blütenreicher Frühling möglich, der sich

über 100 Tage, also viele Wochen, hinzieht.

Hierzu braucht man tiefe Balkonkästen

6 Fr h

und Blumenzwiebeln jeder Art. Auf 05.00

eine

5 cm hohe Schicht mit gut strukturierter Blumenerde werden zunächst

10–15 Narzissenzwiebeln pro Laufmeter verteilt. Darauf wieder 5 cm

8 So A

Erde schichten und 15–20 Stück Tulpenzwiebeln 03.00

verschiedener Sorten

auslegen, ausserdem 15–20 9 Mo Traubenhyazinthen. S 22.00 Dann wieder Erde

auffüllen und in die oberste Schicht Kleinblumenzwiebeln wie

Wild- und Kulturkrokusse, Blaustern (Scilla sibirica), Schneeglöckchen,

Winterlinge oder Balkan-Anemone auslegen. Wichtig: Diese vielen

Blumenzwiebeln sollen zunächst gut durchwurzeln, wozu man sie

12 Do

schon jetzt, also rechtzeitig, einsetzt.

D 20.00

Der Balkonkasten wird über die

Wintermonate an einer Hauswand oder unter einer Laubdecke frostfrei

aufgestellt, sodass die Blumenzwiebeln im Winter keinen Frostschaden

14 Sa

erleiden. Je nach Bedarf lässt sich F dann 18.00

die Blütenpracht starten: Für

den Wintergarten im Januar, zum Schmuck des Einganges im Februar,

für den Balkon im März. Wenn das Wetter mitspielt, erzielen Sie so mit

wenig Aufwand einen 100 Tage-Frühling dicht am Haus. Tipp:

Besonders schön sind Pflanzungen 17 Di G 17.00 in sorgsam abgestimmten

Farbtönen. Da die Auswahl der speziellen Sorten nicht ganz einfach ist,

haben sich fertige Packungen «Ton-in-Ton» bewährt.

1/2014

20 Fr H 02.00

21 Sa a 20.00

24 Di s 18.00

28 Sa d 07.00

29 So f 15.00

31 Di g 16.00

Pflanzzeit

Was ist jetzt zu tun im

September + Oktober ?

Pflanzzeit

ÆÆ

Im September die jungen Setzlinge von Pensees

und anderen Zweijährigen wie Hornveilchen,

Islandmohn, Bartnelken, Bellis, Fingerhut,

Vergissmeinnicht an die bevorzugte Stelle

auspflanzen.

ÆÆ

Nochmals Formieren von grünen Skulpturen aus

Formgehölzen wie Eibe, Stechpalme (Ilex),

Nadelgehölzen oder Spindelstrauch (Euonymus).

ÆÆ

Deutzien, Bauernjasmin, Kerrien auslichten.

ÆÆ

Beschneiden von Buchen-, Feldahorn- und

Eibenhecken.

ÆÆ

Fische nicht mehr füttern. Faden- und Grünalgen

mit Keschern und geeigneten Mitteln bekämpfen.

Im Schwimmteich Skimmer oder Überlaufsiebe

regelmässig reinigen. Filter kontrollieren.

ÆÆ

Gehölze mit Kalidüngung gegen Frostschäden

stärken.

ÆÆ

Solange die Bodentemperaturen über 12 °C liegen,

noch Dickmaulrüssler mit Nematoden bekämpfen.

16.11.12 10:58

28


Praxiswissen

Grosse Stauden wie z. B. der

Zierrhabarber (Rheum tanguticum)

können jetzt noch geteilt oder

umgepflanzt werden.

Anlage von neuen Staudenbeeten

Stauden können jetzt wieder geteilt, umgepflanzt oder auch neu

gepflanzt werden. Der Zeitpunkt ist günstig, denn noch ist der

Boden warm, und die Pflanzen haben sich noch nicht hormonell

auf Winterruhe eingestellt. Das gilt vor allem für die üppigen

Pfingstrosen und Zierrhabarber (Rheum tanguticum, s. Abb.)

sowie für alle Stauden in Containern. Gräser und bestimmte

Staudenastern-Sorten pflanzt man besser im Frühjahr, denn bei

ihnen macht sich der nahende Winter bereits bemerkbar. Wer

Schwertlilien noch nicht geteilt hat, sollte sich beeilen, sonst

blühen die Pflanzen im ersten Jahr nicht.

Beeren der Felsenmispeln (Cotoneaster)

Beerenschmuck mit Ökowert

Während süsse Weintrauben und vitaminreiche Hagebutten (die Früchte

der Wildrosen) schon in den Herbstmonaten geflügelte Abnehmer

finden, dienen Früchte der Berberitzen, Zieräpfel (Malus), Mispeln

(Cotoneaster), Apfelbeeren (Aronia melanocarpa), Feuerdorn (Pyracantha

coccinea), Vogelbeeren (Sorbus aucuparia) und Schneeball (Viburnum

opulus) den Vögeln noch lange als Nahrungsquelle.

Blauraute

Ein besonderer Gartenschatz ist die Blaue- oder Sibirische Raute

(Perovskia abrotanoides, u.a. ist diese im «Herbstzauber-Sortiment»

von Kientzler zu finden). Der Halbstrauch blüht von Ende Juli bis

Oktober mit herrlichen hellblauen Blüten und ist ein Eldorado für

Schmetterlinge, Hummeln und Bienen. Die Pflanzen sind winterhart

und fühlen sich an sonnigen, trockenen Stellen besonders wohl. Da die

Pflanzen langsam wachsen, wählen Sie

am besten möglichst grosse

Exemplare, die in Containern im

Angebot sind. Beim

Auspflanzen das

Aufreissen der Ballen nicht

vergessen, damit sie schnell

zum Einwurzeln angeregt

werden.

◀ Sibirische Blauraute

(Perovskia abrotanoides)

blüht bis in den Oktober.

Hornveilchen ‘Twix Orange’

Gute Partner: Hornveilchen,

Vergissmeinnicht und Rosen

Rosen sind schwierige Partner, wenn es um Beipflanzungen geht. Tulpen

wären gut, um die lange Zeit bis zum Laubaustrieb zu überbrücken, doch

blühen sie schon nach dem ersten Jahr äusserst lückenhaft. Ideal sind

dagegen Hornveilchen (Viola cornuta, die Abb. zeigt die Sorte ‘Twix

Orange’) mit ihrem buschartigen Wuchs und vielen, aber kleinen Blüten.

Jetzt sollten die Pflanzen noch auf Abstand gesetzt und separat gepflegt

werden, damit sie sich gut entwickeln können. Gepflanzt wird dann erst

nach dem Rückschnitt der Rosen im November oder besser noch im

zeitigen Frühjahr. Eine ideale Lösung sind auch zwischen Rosen

gepflanzte Vergissmeinnicht, die schon im zeitigen Frühjahr vor dem

Austrieb der Rosen für Farbe sorgen. Anschliessend bald herausziehen,

damit sich die Rosen entwickeln können. Ein Vorteil: Weil Schnecken

keine Vergissmeinnicht mögen, bleiben die Beete schneckenfrei.

29


Trinkwasser sparen

Regenwasser

nutzen

30

1


Technik

Regen – davon gibt es hierzulande ja

reichlich! Und die Tropfen fallen erst

noch kostenlos vom Himmel. Warum

sich nur darüber ärgern, wenn es

wieder einmal so richtig «wie aus

Kübeln» schüttet? Regenwasser

kann sinnvoll genutzt werden, das

spart Geld und ist ein wertvoller

Beitrag an die Umwelt!

2

1. Die Erdtanks z. B. «Carat Komplettpaket

Professionell» von der der Otto Graf GmbH

(z. B. über die Faserplast AG, www.faserplast.

ch) sind mit einer automatischen Pumpe,

Ansauggarnitur mit Feinfilter und Schlauch

ausgestattet. Die Faserplast AG kann auf ein

über 40-jähriges Know-how zurückblicken

und weist eine hohe Fachkompetenz auf.

2. Aus dieser 150 Liter fassenden,

sockelerhöhten Regentonne wird das

angesammelte Wasser durch einen

Messinghahn direkt in eine Giesskanne oder

auch einen angeschlossenen Wasserschlauch

geleitet. Befüllt werden kann sie über eine

kleine, runde Öffnung im Deckel.

(www.manufactum.ch)

Die Vorteile der Regenwassernutzung:

Ungefähr 160 Liter Trinkwasser verbrauchen

Herr und Frau Schweizer

durchschnittlich pro Tag für

Körperpflege, WC-Spülung, Kleider waschen,

Kochen, Putzen, Pflanzen giessen

usw. Davon werden nur etwa drei Liter für

die Zubereitung von Speisen und zum

Trinken verwendet. Warum also so viel

kostbares und teures Trinkwasser verschwenden?

In allen «Nicht-Trinkwasser»-

Bereichen kann genauso gut Regenwasser

genutzt werden, wie etwa für die WC-Spülung,

die Waschmaschine,zum Putzen

oder zur Bewässerung des Gartens.

Bis zu 50 % Trinkwasser kann gespart werden.

Die Belastung der Kanalisation und Kläranlage wird reduziert.

Durch den Einsatz von kalkfreiem Regenwasser werden teure Geräte

wie z. B. Waschmaschinen geschont.

Verbrauch für Entkalker, Weichspüler und Waschpulver sinkt bis zu 50 %, die

Wäsche wird zudem geschont.

Einige Städte und Gemeinden bieten Zuschüsse für Regenwasseranlagen an.

Trinkwasser- und Abwassergebühren werden reduziert.

Optimales, nährstoffreiches und weiches Wasser für die Gartenbewässerung,

Düngemittelverbrauch wird reduziert. Viele Pflanzen vertragen kalkhaltiges

Wasser schlecht.

Pflanzentöpfe ohne Kalkränder

Investition in die Zukunft, persönlicher Beitrag zur Umweltschonung

Regenwasser sammeln,

lagern und aufbereiten

Das Regenwasser kann bereits kostengünstig

in einfache Auffangbehälter (Regentonnen)

geleitet und gesammelt werden.

Ohne besondere weitere Massnahmen

kann dieses Wasser zum Bewässern

des Gartens und der Pflanzen im Haus

verwendet werden. Auch der Einsatz der

Toilettenspülung ist mit diesem ungereinigten

Wasser problemlos möglich. Dazu

müssen allerdings feste Leitungen installiert

werden und grössere Wasserspeicher,

meist unterirdische Zisternen, installiert

werden. Regenwassertonnen- und speicher

sind in diversen Formen (z. B. als antike

Amphore, als schlanke Vase in modernem

Design, als Wandtank in Holzoptik etc.),

Materialen (z. B. recyclierbarem Kunststoff,

Holz, Beton) und Farben erhältlich.

Neu werden dekorative 2in1 Produkte angeboten,

als Gefäss und Wasserspeicher

zugleich z. B. von der Firma Graf. Aufgestellt

werden sie unter dem Fallrohr der

Dachrinne. Ist da kein Platz, wird das Nass

über ein ansteckbares Rohr in die Regentonne

geleitet. Im Handel sind Dachwässerungssysteme

erhältlich, mit denen nur so

viel Wasser in die Tonne gelassen wird, bis

diese voll ist. Dabei wird aus dem Fallrohr

31


1 2

3

ein Stück herausgesägt. Dieses Loch wird

durch den Regensammler, der mit einem

Steckanschluss für einen Gartenschlauch

ausgestattet ist, wieder geschlossen. Wichtig

ist auf jeden Fall, die Tonne abzudecken,

damit das Wasser vor groben Verschmutzungen

verschont bleibt und Kleinkinder

oder auch Tiere nicht auf die Idee

kommen, darin ein Bad zu nehmen. Neu

sind auch farbige Regentonnen oder Regenfässer.

Wassertanks

Wer einen grossen Garten besitzt und von

der örtlichen Wasserversorgung möglichst

unabhängig sein möchte, sollte sich die

Anschaffung eines Wassertanks überlegen.

Das Regenwasser wird in fest installierten

ober- oder unterirdischen Zisternen

gesammelt und vorher über Filter gereinigt.

Diese Tanks werden entweder im

Garten oder, noch vorteilhafter, im Keller

aufgestellt, oder unter der Garagenzufahrt.

Eine kühle und dunkle Lagerung des Regenwassers

erstreckt dessen Haltbarkeit

auf mehrere Monate. Dieses Wasser eignet

sich zusätzlich zum Waschen oder um das

Auto zu putzen.

Regenwasseraufbereitungsanlagen

Bei intensiver Nutzung bietet sich eine Regenwasseraufbereitungsanlage

an. Diese

wird meist erdverlegt und bereitet das Wasser

so auf, dass es auch zur Körperpflege

(waschen, duschen, baden) verwendet

werden kann. Diese Anlagen sind wohl

teuer, rechnen sich jedoch längerfristig. Es

ist eine Investition für die Zukunft und ein

wertvoller Beitrag für die Umwelt. Von der

Zisterne aus wird das Wasser mittels einer

Pumpe ins Wasserleitsystem des Hauses

gepumpt, wo es dann entsprechend eingesetzt

werden kann. Damit das Regenwasser

nicht mit dem Trinkwasser vermischt wird,

ist ein separates Leitungssystem nötig. Bei

einem Hausbau lohnt es sich also, vorher

zu überlegen, ob eine solche Anlage eingebaut

werden soll. Dies kommt günstiger als

eine Nachrüstung. Ist der Vorrat der Zisterne

einmal aufgebraucht, wird automatisch

auf die Zufuhr von Trinkwasser umgestellt,

ohne Zusatzaufwand für den Hausbesitzer.

Achtung! Das Dach, das den Regen

auffängt, darf keine Schadstoffe oder

Schwermetalle enthalten, die ausgewaschen

werden können. Ein weiterer positiver

Nebeneffekt für die Umwelt ist, dass

bei anhaltenden Regenfällen nach einer

längeren Trockenperiode die fast leeren

Zisternen dazu beitragen, die Hochwassergefahr

in dicht bebauten Gebieten zu mindern,

indem sie einen Teil des Wassers

auffangen und speichern.

Erkundigen Sie sich für eine auf Sie zugeschnittene

Regenwasseraufbereitungsanlage

oder den für Sie geeigneten Wassertank

bei örtlichen Firmen, denn wer es

nicht richtig macht, kann schnell Probleme

bekommen, und vergessen wir einfach

den Spruch «Wasser sucht sich seinen

Weg und ist immer schlauer als der Ingenieur!»,

denn wir bieten dem Wasser einen

sicheren Hafen im Garten oder unterm

Haus.

Rebekka Wild

Bezugsquellen:

Neogard AG (www.neogard.ch)

Manufactum AG (www.manufactum.ch)

Faserplast AG (www.faserplast.ch)

Wyttenbach GmbH (www.r-wyttenbach.ch)

Regenwassercenter (www.wassernutzung.ch)

Otto GRAF GmbH Kunststofferzeugnisse

(www.graf-online.de)

3P Technik Filtersysteme GmbH

(www.3ptechnik.de)

32

4

1. Der 3P Regenspeicher «Evergreen» ist einem

Eichenstamm nachempfunden und fasst

475 Liter. (www.3ptechnik.de)

2. Der praktische Regenwassersammler

inkl. Wasserhahn und Anschlussset

(über www.neogard.ch).

3. Mit dieser originalgetreuen Nachbildung einer

Amphore holen Sie sich einen Hauch Toskana

in Ihren Garten. Dieser Wasserspeicher von

3 P fasst 300 Liter. (www.3ptechnik.de)

4. Der Color 2in1 Regenspeicher von Graf z. B. in

der Farbe Cassis ist ein modernes Pflanzgefäss

und Wasserspeicher zugleich. (Anfragen

direkt unter Telefon 0049 7641-58950, oder

mail@graf.info)


Gewinner

Wettbewerb

von unserem

Pflanzenrätsel

In Ausgabe 4/13 (Juli/August) konnten Sie Ihr

Wissen im Pflanzenrätsel auf die Probe stellen.

Es gab etliche Einsendungen mit einer 100 %

richtigen Lösung, aber nur die vier Schnellsten

konnten Preise gewinnen. Dennoch finden wir

die Leistung, die Sie, liebe Leserinnen und Leser,

vollbracht haben, bemerkenswert, denn das

Rätsel war gar nicht so einfach und allen, die

keinen Preis gewonnen haben, gehört ebenso

ein grosses Lob für die richtigen Lösungen.

Ihr FREUDE AM GARTEN-Team

Die Gewinner sind:

1. Preis: Pflanzgefäss «Roberto» im Wert

von CHF 395.–, der Eternit (Schweiz) AG

Monika Kaufmann, Sursee

2. Preis: Entsafter «Infiny Press Revolution»

von Moulinex im Wert von CHF 349.–

Claire Gabriel, Breil/Brigels

3. Preis: Akku-Multifunktionswerkzeug

«Dremel 8100» im Wert von CHF 149.–

Margrit Leutert, Maschwanden

4. Preis: Set «Landhaus Balkonkistli» von

EMSA im Wert von ca. CHF 72.–

Edith Rosenkranz, Rothenburg

Lösung

A 6, B 26, C 4, D 9, E 12, F 15, G 20, H 1, I 16, J 10,

K 5, L 18, M 21, N 2, O 23, P 7, Q 11, R 22, S 25, T 17,

U 8, V 13, W 24, X 14, Y 19, Z 3

1. Preis

2. Preis

3. Preis

4. Preis

33


Ganz unverblümt

Antibakterieller

Schaum

Eines der merkwürdigsten Schauspiele

in unseren Gärten ist wohl das

plötzliche Aufschäumen eines

Baumstamms. Das passiert meistens nach

längeren Regenfällen, wenn der Stamm so

richtig trieft. Das hat jedoch nichts mit

Umweltverschmutzung zu tun. Vielmehr

ist es Ausdruck der Genialität der Pflanzen.

Der Schaum stammt von einer Stoffgruppe

namens Saponine. Das sind

Kampfstoffe, mit denen sich Pflanzen gegen

Pilze und Bakterien verteidigen. Vor

allem die Rinde enthält hohe Konzentrationen

von ihnen. Das darum, weil diese

eine Haupteintrittspforte für unerwünschte

Mikroorganismen ist. Die in der Borke

eingelagerten Saponine halten das Innere

des Baumes zuverlässig von den Schädlingen

fern. Saponine sind chemisch verwandt

mit Seife und bilden darum in wässrigen

Lösungen Schaum. Bei starkem Regen

lösen sie sich aus der Borke und bedecken

bald den ganzen Stamm mit Bläschen.

Tatsächlich waren sie die erste Naturseife

der Menschheit. Schon die Kelten

verwendeten das weit verbreitete Seifenkraut

(Saponaria) als Waschmittel. Dazu

schnitten sie ein Stück einer Wurzel ab und

rieben die Textilien damit ein. In dieser

Ähnlichkeit zur Seife liegt auch das Geheimnis

ihrer Schlagkraft verborgen. Saponine

greifen die Fettmoleküle der Zell-

membran an. Man könnte sagen, sie waschen

sie ab, wie ein Spülmittel das Fett

von der Oberfläche einer Bratpfanne entfernt.

Das ist für eine Zelle so, als würde

uns jemand die Haut abziehen. Auf diese

Weise zerstören sie Bakterien und Pilze.

Saponine sind meistens bitter. Doch es gibt

eine berühmte Ausnahme: Lakritze. Ihr

unverkennbarer Geschmack stammt vom

Saponin Glycyrrhizin aus dem Süssholz.

Es besitzt eine 50-mal stärkere Süsskraft

als Zucker. Für uns Menschen ist es übrigens

nicht giftig, sondern gesund. Studien

zeigten, dass Lakritze eine therapeutische

Wirkung gegen Magengeschwüre hat.

Atlant Bieri (www.wildergarten.ch)

34


Bachblüten

Teil 4: «Dr. Bach’s aussagekräftige Blüten»

Wissen

Dieser vorletzte Teil unserer Serie listet die einzelnen Blüten auf und

knüpft dadurch an die sieben Gemütszustände an. Dies soll die Gedanken

von Dr. Bach verständlich machen. Im Folgenden werden die einzelnen

Bachblüten aufgelistet, wir richten uns nach den originalen Bezeichnungen,

die deutschen Namen hatten wir bereits in Teil 3 (Ausgabe 4/13

auf Seite 36) genannt.

Gabriele Steindler-Hermann

Aspen

Cenntaury

Chicory

Gentian

Beech

Chestnut

Crapp Apple

Gorse

AGRIMONY: Harmoniebedürfnis, Angst sich zu öffnen, Nervosität,

Angst vor Alleinsein, ständiges Lächeln, gespielte Fröhlichkeit

ASPEN: Verlustängste, übersensibel, böse Vorahnungen,

Verfolgungswahn, Albträume, Angst vor Dunkelheit, Angst vor

Alleinsein

BEECH: eingebildet sein, Vollkommenheitswahn, kritisieren,

besserwisserisch, intolerant, Meinungen nicht akzeptieren,

überheblich

CENTAURY: zu gutmütig, Minderwertigkeitskomplexe, immer auf

Wünsche anderer eingehen, unterwürfig, durchsetzungsunfähig,

nicht nein sagen

CERATO: ohne Meinung, kein Selbstvertrauen, wirken

unselbständig, Unsicherheit, beeinflussbar, Rat anderer suchend

CHERRY PLUM: Neigung zur Hysterie, zwiespältig, ohne

Selbstkontrolle, unbeherrscht, angespannt, jähzornig, verkrampft,

Neigung zur Gewalttätigkeit

CHESTNUT BUD: nichts aus Fehlern lernen, in Scheinwelt lebend,

nachlässig, ohne Konsequenzen, desinteressiert, schlechtes

Gedächtnis, oberflächlich, naiv

CHICORY: aufopfernd, selbstlos, andere beeinflussen, Übermütter/-

väter, zu hilfsbereit, egoistisch, suchen Dankbarkeit, kümmern sich

um alles

CLEMATIS: Flucht in Scheinwelt, teilnahmslos, in Illusionen

versunken, Apathie, Hang zu Drogenkonsum, still, gleichgültig,

desinteressiert

CRAPP APPLE: pedantisch, Sauberkeitstick, Ansteckungsangst,

kleinlich, Zwanghaftigkeit, neurotische Strukturen

ELM: Schwächeanfälle, mutlos, Angst zu versagen, Verantwortung

ablehnen, Erschöpfungszustände, Ohnmachtsgefühl, überfordert

GENTIAN: schnell entmutigt, melancholisch, skeptisch, ständig mit

dem Schlimmsten rechnen, depressiv, negative Lebenseinstellung,

pessimistisch

GORSE: entmutigt, an nichts mehr glauben, Passivität,

hoffnungslos, alles schlecht reden und denken, Selbstaufgabe,

Gefühl der Ausweglosigkeit

35


Wissen

HEATHER: im Mittelpunkt stehen, ausgeprägte Ich-Bezogenheit,

übertriebene Gesprächigkeit, extrovertiert, weggetreten sein, nur

die eigenen Probleme sehend, Angst vor Alleinsein

HOLLY: cholerisch, eifersüchtig, jähzornig, Hassgefühle,

schadenfroh, wütend, schlecht gelaunt, leicht gekränkt,

eifersüchtig, neidisch, missgünstig

HONEYSUCKLE: interesselos für Gegenwart, Sehnsucht, in

Erinnerung schwelgen, in Vergangenheit lebend, Trennungsangst,

unkonzentriert, Heimweh, verträumt

HORNBEAM: schlapp, müde, kraftlos, antriebslos, matt, ohne

Schwung, sich verstecken, geistige-seelische-körperliche

Erschöpfung

IMPATIENS: hastig, in Eile, nervös, die treibende Kraft, anderen ins

Wort fallen, schnell sprechend, impulsiv

LARCH: Nutzlosigkeits-/Minderwertigkeitsgefühl, erfolglos,

schüchtern, weinerlich, passiv, wenig Selbstvertrauen,

Versagerangst

MIMULUS: Angst vor Schmerz und Tod, zurückhaltend, schüchtern,

Zukunfts- und Verlustangst, körperliche Empfindlichkeit, schnelles

Erröten, Stotterneigung

MUSTARD: Melancholie, traurig, schwermütig, introvertiert,

ernsthaft, depressiv ohne ersichtlichen Grund, Stimmungswechsel

OAK: zuverlässig, geduldig, kräftig, zäh, tapfer, ausdauernd, müde,

kraftlos, nie aufgebend, überarbeitet

OLIVE: ausgelaugt sein, lustlos, hilfsbereit, überfordert, blass,

energielos, kraftlos, Erschöpfungszustände, Schlafstörungen

PINE: schlechtes Gewissen, Minderwertigkeitsgefühl,

selbstkritisch, Zweifler, bedrückt, hart zu sich selbst, unzufrieden,

deprimiert, Schuldgefühle

RED CHESTNUT: sorgenvoll, Angst, Überbesorgtheit, nicht

loslassen, keine positive Gelassenheit, kein Vertrauen,

kontrollierend

ROCK ROSE: Herzklopfen, Panik, Schweissausbrüche, Angstgefühle,

schwache Nerven, leicht erregbar, überreagierend, selbst

blockierend, Hysterie, Gefühl des Gelähmtseins

ROCK WATER: Idealvorstellungen, Selbstdisziplin, unflexibel,

streng, halsstarrig, Perfektion, Spartaner, vorbildlich, zuverlässig,

fanatisch, Lebensprinzipien

SKLERANTHUS: unkonzentriert, sprunghaft, zwiespältig, ratlos,

innere Ungewissheit, zerfahren, ohne Entscheidungsfähigkeit,

instabile Stimmungslage, unentschlossen

STAR OF BETHLEHEM: negative Schlüsselerlebnisse, das Gefühl,

unvollständig zu sein, Entgleisung, Unglück, Schockzustand,

Krankheit, gelähmt, Disharmonie, Schmerz, Leiden, Unfälle, Trauer

SWEET CHESTNUT: hoffnungslos, Ohnmachtsgefühl, einsam,

hilflos, tiefe Verzweiflung, innere Leere, Leid, kraftlos, Schwäche

VERVAIN: aufgedreht, gereizt, begeisterungsfähig,

unternehmungslustig, übertriebene Selbstaufopferung,

angespannt, nervös, leidenschaftlich, energiegeladen,

überschwänglich, schwärmerisch

VINE: willensstark, selbstsicher, Durchhaltevermögen, Überblick

behaltend, autoritär, ehrgeizig, rücksichtslos, unnachgiebig,

tyrannisch, arrogant

WALNUT: anfällig, beeinflussbar, ohne Durchsetzungsvermögen,

Umstellung, in Lebensphasen steckenbleiben, Mut verlieren,

Veränderung, Unsicherheit

WATER VIOLET: sieht keine Möglichkeit sich mitzuteilen,

Kontaktarmut, einsam, introvertiert, zurückhaltend, Einzelgänger,

das Gefühl, in Ketten zu liegen, distanziert, Unabhängigkeit, Stolz,

hochmütig

WHITE CHESTNUT: innere Spannung, unkonzentriert, nervös,

unausgeglichen, ständiges Plappern der Gedanken, fühlt sich in

einer Tretmühle, schlaflos, aufgewühlt, ohne abzuschalten

WILD OAK: vielseitig interessiert, Begeisterung, Unzufriedenheit,

begabt, rastloses und ständiges Suchen, orientierungslos, unsicher,

Unklarheit über den Lebenssinn, ziellos, frustriert

WILD ROSE: aufgeben, energielos, resignieren, phlegmatisch,

hoffnungslos, Langeweile, Passivität, ausdruckslos, Müdigkeit,

innere Leere

WILLOW: negative Ereignisse, hilflos, nachtragend, anderen Dingen

oder Personen Schuld zuweisend, Wut, alles geht schief, negative

Gedanken, missgünstig, verbittert

Honeysuckle

Mimulus

Impatiens

Mustard

mit neuen, ausdrucksstarken

elt der Bach-Blüten. Der Autor

eil die grundlegenden Wirkwei-

Dr. Bach´s Weg zu den Blütenerstellung,

sowie einen kurzen

en Therapien mit Bach-Blüten.“

sowohl Buch, als auch Kartenlüten

Fotos sind durch Perforation

ar und so auch als Kartenset, zum

er passenden Blütenessenz für Erder

gleichermassen, ideal geeignet.

efindet sich auf der Rückseite der

eschreibung der Indikation der Blüte.

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Pine

Sweet Chestnut

Star of Bethlehem

Walnut

36


Birnen-Tomatensuppe

Für 4-6 Personen

Rezepte

Zutaten

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750 g reife Birnen, z. B. Williams

750 g Tomaten

1 Zwiebel

1 Chilischote

2 EL Olivenöl

1 EL Tomatenpüree

5-6 dl Gemüsebouillon

Salz, Pfeffer

10 schwarze Oliven

1/2 Bund Basilikum

Zubereitung

Birnen schälen, entkernen und in Stücke

schneiden. Tomaten grob würfeln.

Chilischote entkernen und fein hacken.

Zwiebel fein hacken. Öl erhitzen,

Zwiebel und Chili andünsten.

Tomatenpüree, Tomaten und Birnen

zufügen, ein paar Minuten mit dünsten.

Bouillon dazu giessen, aufkochen und

15–20 Minuten köcheln lassen. Suppe

durch ein Sieb streichen, mit Salz und

Pfeffer abschmecken.

Oliven entsteinen und klein würfeln.

Basilikum fein hacken. Beides mischen

und über die Suppe streuen.

Rezept: Brigitte Aeberhard

Foto: bildlich.ch

37


Rezepte

Schnelles, einfaches Rezept mit Pep

Frittata aus Kartoffeln, Spinat

und roten Zwiebeln

Für 1 Springform, ca. 22 cm Durchmesser

Zutaten

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Butter für die Form

600 g Kartoffeln (festkochende Sorte,

z. B. Sieglinde)

200 g junger Blattspinat

2 rote Zwiebeln

4 Eier

250 g Sahne

Salz, Pfeffer, geriebene Muskatnuss

1 TL Thymian

2 EL frisch gehobelter Parmesan

2 EL frisch gehackte Blattpetersilie

Zubereitung

Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die

Kartoffeln in einem Topf mit Salzwasser

ca. 25–30 Minuten garen. Eine

Springform ausbuttern. Die Kartoffeln

pellen und in Scheiben schneiden. Den

Spinat waschen, verlesen, putzen und

trocken schleudern. Die Zwiebeln

schälen und in Scheiben schneiden. Die

Eier mit der Sahne verrühren und mit

Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Thymian

würzen. 1/3 der Kartoffelscheiben in der

gebutterten Form verteilen und mit

einigen Spinatblättern bedecken.

Diesen Vorgang noch zweimal

wiederholen, bis die Kartoffeln und der

Spinat aufgebraucht sind. Die Eiersahne

darüber giessen, mit den

Zwiebelscheiben bedecken und im

vorgeheizten Ofen ca. 25 Minuten

goldbraun backen. Mit dem Parmesan

und der Petersilie bestreut servieren.

Cornelia Adam

Gute

Kartoffeln

Die grosse Liebe zur

kleinen Knolle

Kaum eine Pflanze

hat eine solche Erfolgsgeschichte

wie die Kartoffel. Sie ist heute nicht nur

ein wichtiges Grundnahrungsmittel,

sondern in all ihren Verarbeitungsformen

ein Liebling der Kinder,

eine Delikatesse für Gourmets, ein

Nahrungsmittel für Vegetarier usw.

191 Seiten, ab CHF 35.50

Dort-Hagenhausen Verlag 2012

ISBN 978-3-86362-009-7

Rezept aus dem Buch: Gute Kartoffeln

38


Rasenpflege

Ziergarten

im Herbst

In diesem Jahr hat sich der Frühling nicht gerade von seiner besten

Seite gezeigt. Genauer gesagt hat er eigentlich gar nicht stattgefunden.

Deshalb wurden auf vielen Rasenflächen gar keine oder

nur die nötigsten Unterhaltsarbeiten durchgeführt. Der Herbst ist ein

idealer Zeitpunkt, um mangelhafte Rasenflächen wieder auf

Vordermann zu bringen, aber auch um neue Rasenflächen anzulegen.

Die richtige Mischung gibt einen schönen Rasen.

Die Auswahl an Rasenmischungen

ist enorm gross. Um einen

schönen Rasen zu erhalten,

sollten wir uns bei der Mischungswahl

darüber im Klaren sein, dass die Rasenmischung,

die Nutzungsintensität

und die Rasenpflege aufeinander abgestimmt

sein müssen. Je stärker ein Rasen

belastet wird, desto intensiver

muss die Pflege sein. Wird die Pflege

trotz hoher Belastung vernachlässigt,

entstehen Lücken und Kahlstellen, in

denen sich Unkräuter und unerwünschte

Gräser breitmachen.

Schattenrasen

Schattenlagen bereiten auf vielen Rasenflächen

grosse Probleme mit Moos,

Unkräutern und generell schlechtem

Wachstum. Schattenrasenmischungen

enthalten entsprechend Gräser, welche

auch in Schattenlagen relativ konkurrenzstark

und belastbar sind.

Nachsaatmischung

Eine Rasennachsaat erfolgt in einen

bestehenden Rasenbestand der, je

nach Unkrautbesatz, vorgängig einer

Unkrautbekämpfung unterzogen wurde.

Da die bestehenden Rasengräser

die Nachsaat konkurrieren, muss eine

Nachsaatmischung aus sehr schnell

keimenden Gräsern bestehen.

Unterhalt des

Hausrasens im Herbst

Der Herbst eignet sich bestens, um Rasenarbeiten,

Nachsaaten und Neusaaten

durch zu führen. Die Temperaturen

gehen zurück, es ist wieder mehr

Feuchtigkeit vorhanden als im Sommer

und die Unkräuter konkurrieren

den Rasen bei Nach- oder Neusaaten

weniger. Ist der Rasen in sehr schlechtem

Zustand, drängt sich unter Umständen

eine Neuansaat auf. Wir

möchten Ihnen bei der Entscheidung

helfen, welche Arbeiten auszuführen

sind, ob der Rasen saniert oder neu angelegt

werden soll.

Moos im Rasen, was tun?

Viele Rasenflächen sind von Moosen

befallen. Ist viel Moos vorhanden,

sollte dieses als Erstes mit einem geeigneten

Moosvertilger bekämpft werden.

Wenn das Moos abgestorben ist,

sollte es unbedingt mit der Vertikutiermaschine

oder einem Rechen entfernt

werden. Sollten viele Lücken auftreten,

ist eine Nachsaat notwendig.

Unkrautbekämpfung

Mangelhafte Rasenpflege, klimatische

oder standortbedingte Probleme äussern

sich meist in einem mehr oder

weniger hohen Befall an Unkräutern.

Oft ist es auch der hohe Anteil an

Unkräutern, welcher die Rasenbesitzer

dazu bewegt, Renovationsmassnah-

39


Ziergarten

1

2

1. Vertikutieren kann auch im Hebst

durchgeführt werden.

2. Bei hohem Unkrautbesatz lohnt sich

eine Neuansaat.

men zu ergreifen. Unkräuter im Rasen

sollten früh im Herbst (Mitte bis Ende

August) bekämpft werden. Dazu kann

ein selektives Herbizid verwendet

werden. Zirka zwei Wochen nach der

Unkrautbehandlung sollten die abgestorbenen

Unkräuter mit der Vertikutiermaschine

entfernt werden. Sollten

dadurch Lücken entstehen, ist eine

Nachsaat nötig.

Nachsaat oder Neusaat?

Rasenflächen mit wenig Unkraut und

kleinen Lücken können mit einer

Nachsaat- oder Regenerationsmischung

erneuert werden. Auf jeden Fall

sollte vor der Nachsaat vertikutiert werden,

damit die Rasensamen auf den

Boden gelangen können, um zu keimen.

Bei einem Unkrautbesatz von

mehr als 30 % oder einem hohen Besatz

an Ungräsern ist es sinnvoll, die

ganze Rasennarbe mit einem Totalherbizid

abzubrennen und neu anzusäen.

Idealer Zeitpunkt für den Einsatz eines

Totalherbizides ist Mitte August. Nach

dem Einsatz des Totalherbizides warten,

bis die Pflanzen abgestorben sind.

Danach stark vertikutieren, um die abgestorbenen

Pflanzenreste zu entfer-

nen. Mit geeigneter Rasenerde können

Unebenheiten ausgeglichen werden.

Nach der Saat die Samen oberflächlich

einrechen und mit Sand oder Rasenerde

ein wenig abdecken. Danach muss

die Fläche während ca. zwei Wochen

feucht gehalten werden, um die Keimung

des Rasens zu ermöglichen.

Düngung

Die gezielte Düngung des Rasens ist

notwendig, damit dieser belastbar ist,

Unkräuter, Moos und Klee verdrängt

und eine gesunde, grüne Farbe aufweist.

Mangelhafte Rasenflächen sind

sehr oft auf mangelhafte oder fehlende

Düngungen zurückzuführen. Auch im

Herbst muss der Rasen noch gedüngt

werden. Bei einer Neu- oder Nachsaat

erfolgt die Düngung mit einem Starterdünger

gleichzeitig mit der Saat. Erfolgt

keine Saat, sollte Anfang bis Mitte

September die Herbstdüngung als letzte

Düngung im Jahr ausgebracht werden.

Dazu eignen sich spezielle Herbstdünger

oder auch normale Unterhaltsdünger.

Peter Hänzi

(Wyss Samen und Pflanzen AG)

Das Zusammenspiel von Mischung, Nutzung, Belastbarkeit und Pflege:

Rasenmischung Belastbarkeit Düngungen Schnitthöhe Schnitte Pflegeaufwand

Zierrasen gering gering 3-5 2-3 cm > 40 sehr hoch

Sportrasen sehr hoch 3-5 3-5 cm >30 hoch

Strapazier- und

Spielrasen

hoch 2-3 3-5 cm 25-30

mittel-hoch

Hausrasen mittel-hoch 2-3 4-6 cm 20-25

mittel

Parkrasen mittel 2-3 5-8 cm 15-20 gering-mittel

Extensivrasen gering 1-2 5-8 cm 12-15 gering

naturnaher Blumenrasen gering keine 6-10 cm 5-7 gering

40


Förderung gesunder Pflanzenwurzeln

Wissen

Wenn der

Boden müde ist

Damit eine Pflanze gut gedeiht,

braucht sie gesunde Wurzeln.

Diese können – verborgen in der

Erde – vielen verschiedenen

Schaderregern und Stressfaktoren

ausgesetzt sein. Diagnosen und

eine direkte Bekämpfung sind oft

schwierig. Vorbeugung ist der

beste Schutz.

Werden die Wurzeln durch Bodenschädlinge wie Larven des

Dickmaulrüsslers oder Engerlinge geschädigt, sind dies

Eintrittspforten für weitere Schaderreger.

Der irische Schriftsteller Oscar

Wilde sagte einmal: «Es ist

wichtiger, dass jemand sich

über eine Rose freut, als dass er ihre

Wurzeln unter das Mikroskop legt.»

Dem Poeten war das Phänomen der

Rosenmüdigkeit wahrscheinlich nicht

bekannt. Dieses kann auftreten, wenn

Rosen über längere Zeit am selben

Standort wachsen oder nachgepflanzt

werden. Mit der Zeit gedeihen sie immer

schlechter und können schliesslich

verkümmern. Wer sich also früh

genug um die Wurzeln kümmert, kann

sich länger über die Blüten freuen.

Ursachen oft unklar

Das Phänomen tritt nicht nur bei Rosen

auf, sondern häufig auch bei ande-

ren Rosengewächsen, beispielsweise

Obst- und Beerenarten wie Apfel, Birne,

Kirsche, Pflaume, Erd-, Him- und

Brombeeren, aber auch bei Zierpflanzen

wie Feuerdorn und Spieren. Auch

andere Gartenpflanzen können betroffen

sein, vor allem Doldengewächse

wie Karotten, Sellerie, Fenchel, Petersilie

und Dill. Generell spricht man dann

von Bodenmüdigkeit. Diese kann je

nach Boden, Pflanzenart, -sorte oder

auch Unterlage verschieden ausgeprägt

sein und durch zusätzliche Stressfaktoren

wie beispielsweise Trockenheit

und Staunässe gefördert werden. Die

Ursachen der Bodenmüdigkeit sind

noch immer wenig bekannt und können

je nach Fall unterschiedlich sein.

Wichtige Faktoren scheinen dabei aber

ein einseitiger Nährstoffentzug durch

die Pflanzen sowie die Akkumulierung

von schädlichen Bodenorganismen zu

sein.

Wurzeln fördern Schaderreger

Bestimmte Ausscheidungen der Pflanzenwurzeln

können die direkte

Wurzelumgebung beeinflussen. Dies

kann zum Beispiel zu einer verbesserten

Verfügbarkeit von Nährstoffen

führen. Diese Stoffe können aber auch

pflanzenschädigende Bakterien, Pilze

und Nematoden im Wurzelbereich fördern

oder hemmen. Mit der Zeit können

solche Schadorganismen um die

Wurzel herum angereichert werden

und die Wurzelfunktionen beeinträchtigen.

Spätestens wenn Wasser- und

41


Wissen

1. Die Kohlhernie zeigt sich als

knotenartige Verdickungen an den

Wurzeln verschiedener Kohlarten.

2. Der essbare Pilz Hallimasch ist ein

Schwächeparasit an verschiedenen

Baumarten.

Ein ganz besonderes Bodenbakterium

1

2

Nährstoffaufnahme nicht mehr optimal

funktionieren oder wenn gar

schon die Wurzeln faulen, sind die

Auswirkungen auf die Pflanze auch

oberirdisch sichtbar.

Mangelhafte Fruchtfolge

Eine Art von Bodenmüdigkeit ist auch

die Ansammlung von bekannten

Schadorganismen über eine längere

Anbaudauer. Wird beispielsweise Kohl

über mehrere Jahre am selben Standort

angebaut, reichert sich die Kohlhernie,

ein einzelliger Schadorganismus, im

Boden an. Dieser führt zu knotigen

Verdickungen der Wurzeln, was die

Nährstoff- und Wasserversorgung beeinträchtigt.

Die Pflanze verkümmert

oder stirbt sogar ab.

Vorbeugungsstrategien

Die Liste der über die Wurzeln in die

Pflanze eindringenden Schaderreger

ist lang: Beispiele sind Pilze, meist

Schwächeparasiten, wie Phytophthora,

Verticillium, Pythium, Fusarium, Chalara,

Hallimasch, Bakterien wie Erwinia

und Pseudomonas, aber auch

pflanzenparasitische Nematoden. Die

Bestimmung des Schaderregers ist

selbst für Fachleute oft schwierig. Eine

direkte Bekämpfung von Schaderregern

und der Bodenmüdigkeit ist im

Hobbygarten kaum möglich. Schlimmstenfalls

kann zwar bei bestehender

Es gibt eine Vielzahl von Bakterien und Pilzen (Mykorrhizen), die mit Pflanzenwurzeln

in enger Gemeinschaft leben. Beide Partner ziehen dabei Vorteile aus diesem

Zusammenleben. Ein besonderes Bodenbakterium ist dabei das Bacillus

amyloliquefaciens, welches in geringen Mengen natürlicherweise in unseren Böden

vorkommt. Es wird aber auch vermehrt und findet als Pflanzenstärkungsmittel

Anwendung in Landwirtschaft und Gartenbau (z. B. RhizoPlus 42). Dessen positive

Eigenschaften auf Pflanzenwachstum und -gesundheit konnten in vielen Versuchen

bestätigt werden. Werden Pflanzen mit dem Bacillus behandelt, keimen die

Bakteriensporen aus und besiedeln junge Wurzeln. Pflanzenhormonartige Substanzen,

welche durch das Bakterium gebildet werden, stimulieren dabei das Wurzel- und

Triebwachstum und verbessern die Nährstoffaufnahme. Zusätzlich verdrängen die

Bakterien pilzliche Krankheitserreger im Boden. Das Resultat ist eine schnellere

Entwicklung von Jungpflanzen, ein Schutz vor bodenbürtigen Schaderregern sowie

höhere Erträge. Produkte auf Basis von Bacillus amyloliquefaciens sind auch für die

Anwendung im biologischen Landbau und für den Biogarten bewilligt. RhizoPlus 42

kann zum Angiessen der Aussaat oder nach dem Pikieren respektive Topfen sowie am

Endstandort oder auch zur Beizung von Saat- und Pflanzgut verwendet werden.

Bodenmüdigkeit die Erde ausgetauscht

oder eine Pflanze ausgegraben, von der

alten Erde gesäubert und an einen neuen

Standort gepflanzt werden. Folgende

vorbeugenden Massnahmen

sind aber weniger aufwändig:

Verwendung von gesundem Saatund

Pflanzgut

Fruchtwechsel: Die Anbaupause

zwischen derselben Kultur und verwandten

Arten soll mindestens 3 Jahre,

bei Erbsen, Gurken und Zwiebeln mindestens

4 Jahre betragen. Treten bodenbürtige

Krankheiten auf, soll bei

Kreuzblütlern (z. B. Kohl) eine Anbaupause

von 8–10 Jahren, bei Erbsen und

Zwiebeln von 8 Jahren und bei den

restlichen Arten von mindestens 4 Jahren

eingehalten werden.

Ausgewogene Pflanzenernährung

und allgemeine Förderung des Bodenlebens

durch Verwendung von Kompost,

Einsatz von Gründüngung (z. B.

wirken Senf und Roggen gegen Verticillium

und Tagetes gegen pflanzenparasitäre

Nematoden); wichtig ist auch der

zurückhaltende Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

und der Verzicht auf

synthetische Düngemittel.

Vermeiden von weiteren Stressfaktoren

wie Staunässe und Bodenverdichtung.

Vermeiden von Wurzelverletzungen

durch Bodenbearbeitung und

Bodenschädlinge (z. B. Engerlinge oder

Dickmaulrüsslerlarven), welche Eintrittspforten

für Schaderreger bilden

können.

Anwendung von Pflanzenstärkungsmitteln

(siehe Kasten).

Mit einer guten Vorbeugung von Bodenmüdigkeit

kann man sich wieder

über die Blüten und Erträge freuen und

muss keine Pflanzenwurzeln unters

Mikroskop halten. Ganz im Sinn von

Oscar Wilde.

Judith Ladner Callipari

Andermatt Biogarten AG

42


Pflanzenschutz

1 2

Eine Motte frisst

sich durch

Die Rosskastanien-Miniermotte verbreitet

sich unaufhaltsam. Sie sorgt dafür, dass

weissblühende Rosskastanien alljährlich

vorzeitig ihre Blätter verlieren. Was ist das

für ein Tier – und was kann man tun?

1. Die Kastanienminiermotte ist nur 5 mm

gross. Am auffallendsten sind die langen

Antennen und die federartig ausgefransten

Flügel. Die Vorderflügel sind weiss

gebändert. Der kleine Schmetterling fliegt

nur kurze Strecken, kann aber vom Wind

vertragen werden.

2. Die Larven fressen Gänge in die

Kastanienblätter und bringen sie so zum

Absterben. Die Frassgänge der Larven

können bei starkem Befall das ganze Blatt

durchziehen.

(Fotos: Beat Wermelinger, WSL)

43


1 2

1. Rotblühende Kastanien schmecken den

Miniermotten nicht, daher werden diese

nun öfter gepflanzt.

2. Leimstreifen mit Duftstoffen sollen die

männlichen Motten anlocken, bringen aber

kaum merkliche Entlastung für die Bäume.

Kleines Bild: Typische Frassgänge (Minen)

der Larven im Blattgewebe.

Kastanienalleen, die im Sommer

vorzeitig ihr Laub abwerfen, gehören

fast schon zum gewöhnlichen

Stadtbild. Auch wer das Glück hat, eine

weissblühende Rosskastanie (Aesculus

hippocastanum) im eigenen Garten stehen

zu haben, kennt das Problem höchstwahrscheinlich:

Lange bevor der Herbst

kommt, färben sich die Blätter des prächtigen

Baumes braun, rollen sich ein und

fallen schliesslich ab. Schuld daran ist die

Kastanienminiermotte (Cameraria ohridella).

Ihren Namen bekam sie wegen der

Frassgänge (Minen), die ihre Larven in

den Rosskastanienblättern anlegen. Die

Larven trennen beim Anlegen ihrer Minen

die Blattoberhaut vom darunter liegenden

Blattgewebe. Dadurch trocknen die Bereiche

oberhalb dieser Gänge aus und werden

braun. Bei starkem Befall beginnen

die Blätter sich einzurollen – und die Vegetationsperiode

ist für den Baum vorzeitig

beendet.

Viele Larvenstadien

Ein Kastanienminiermottenweibchen legt

etwa 20 Eier. Auf einem einzigen Kastanienblatt

wurden schon bis zu 300 Eier ge-

Laub konsequent wegräumen

Die wirkungsvollste Bekämpfungsmethode

ist nach wie vor, das Laub regelmässig

und konsequent wegzunehmen und einer

professionellen Verwertungsanlage zuzuführen.

Im Hauskompost werden gewöhnzählt.

Nach etwa drei Wochen schlüpfen

daraus die Larven. Im ersten Larvenstadium

saugt die Larve vom Zellsaft der Blattoberhaut.

Erst ab dem zweiten oder dritten

Larvenstadium zeigt sich das Schadbild.

Dann beginnt die Larve nämlich,

Blattgewebe zu fressen und erzeugt die gut

sichtbaren Minen. Wohlweislich schädigen

die Larven die Leitungsbahnen in den

Blättern nicht, um sich nicht selbst vorzeitig

um ihren Lebensraum zu bringen.

Nach insgesamt vier bis fünf Larvenstadien

folgen zwei spinnende Stadien, in denen

die Tiere nicht mehr fressen, sondern

ein Gespinst anlegen. Anschliessend verpuppen

sich die Larven im Blatt. Zwei Wochen

später schiebt sich die Puppe auf der

Blattoberseite ein Stück aus der Mine heraus,

und der Falter schlüpft. Er ist sofort

geschlechtsreif. Der nächste Zyklus kann

beginnen.

Alle zwei Monate

eine neue Generation

Je nach Witterung dauert die Entwicklung

einer Generation zwischen sechs und acht

Wochen. Gewöhnlich gibt es drei Generationen.

Jeweils im Mai, Juli und September

kann man die unauffälligen, da kleinen

Falter beobachten. Die erste Generation tut

sich gewöhnlich im unteren Kronenbereich

gütlich. Bereits die folgende Sommergeneration

kann aber die Blätter des gesamten

Baumes minieren. Häufig setzt darum

der Laubfall bereits im August ein. Spätestens

Ende September sind stark befallene

Bäume kahl. Wirklich bekämpfen kann

man die Kastanienminiermotte nicht. Biologische

Spritzmittel gegen sie gibt es in der

Schweiz zurzeit nicht, herkömmliche stehen

immer wieder im Verdacht, auch Nützlinge

zu schädigen. Ganz davon abgesehen,

dass es sehr schwierig ist, sie sinnvoll auf

einem solch riesigen Baum wie einer jahrzehntealten

Rosskastanie auszubringen.

Beat Wermelinger von der Forschungsanstalt

Wald, Schnee und Landschaft (WSL)

meint denn auch: «Mit der Kastanienminiermotte

müssen wir uns abfinden.»

44


lich nicht überall die Temperaturen erreicht,

die nötig wären, um die Puppen

abzutöten. Emanuel Trueb, Leiter der Stadtgärtnerei

Basel, ergänzt: «Wenn man den

Baum auf dem Rasen stehen hat, sollte man

keinesfalls über das Laub mähen. Die Puppen

sind nur reiskorngross, fallen beim

Aufnehmen durch und liegen dann unerreichbar

zwischen den Grashalmen.» Besser

ist es, die intakten Blätter wegzuräumen

und erst anschliessend zu mähen. «Wenn

man mindestens einmal pro Woche alles

Laub konsequent beseitigt, kann man sehr

viel erreichen», bestätigt Trueb aus eigener

Erfahrung. Das gelte besonders für das

Laub im Herbst, in dem die letzte Generation

verpuppt überwintere.

Meisenkästen und Klebfallen

Basel-Stadt hat mehrere Versuchsreihen

laufen, die die winzigen Schmetterlinge bekämpfen

sollen. So haben die Stadtgärtner

überall Meisenkästen an den Kastanienbäumen

angebracht. «Es hat allerdings einige

Zeit gedauert, bis die Meisen darauf gekommen

sind, sich an den reichlich vorhandenen

Larven direkt vor ihrer Haustür

zu bedienen», so Trueb. An mit Sexuallockstoffen

(Pheromonen) versehenen Leimstreifen

um den Stamm blieben zwar Tausende

männliche Motten kleben. Es waren

aber bei Weitem nicht genug, um einen

Baum merklich befallsärmer zu bekommen.

Deshalb glaubt Trueb auch nicht,

dass Fallen, die im Fachhandel erhältlich

sind, viel bringen. Da müsste man schon

eine enorm grosse Zahl Fallen aufhängen.

Pflanzenschutz

Rotblühende als Rettung

Die wirkungsvollste Gegenmassnahme

zeugt von Kapitulation: Die meisten Stadtgärtnereien

pflanzen nur noch rotblühende

Kastanien. Die munden den Mottenlarven

nicht. Immerhin kann Beat Wermelinger

von der WSL beruhigen: «Die Mortalität

der Bäume steigt wegen der Kastanienminiermotte

nicht.» Die Bäume treiben im

folgenden Jahr lediglich etwas geringer aus

und die Blätter sind etwas kleiner. «Die

Bäume ziehen ja Nährstoffe vor dem Blattfall

ins Holz zurück. Bei den befallenen

Rosskastanien verkürzt sich zwar die Vegetationsperiode,

aber offenbar werden sie

nicht nachhaltig geschädigt», so Wermelinger

weiter.

Alexandra von Ascheraden

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Vorname / Name

Strasse / Nr.

PLZ / Ort

naturzyt_basissujet_tierherzen_190-125.indd 1 04.06.13 10:13

45


Gartenkolumne

Eine Hand für

einen Garten

Bevor ich durch das Törchen trat,

blieb ich davor stehen, wie ich es oft

mache, wenn ich das erste Mal in

einen Garten komme. Das Grundstück lag

ein paar Tritte tiefer als die Strasse, sodass

ich einen schönen Überblick hatte über die

blühenden Nachtviolen, die Färberwaid,

die Rosen und Wildstauden. Unter mir lag

ein Teppich von Blüten und Blättern, über

dem Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge

ihre Runden drehten. Zwischen

Stauden und Bäumen entdeckte ich Gemüsebeete,

kreativ verteilt, da und dort. Der

Grundriss: Ein simples Rechteck. Darin

alles verspielt, ineinandergreifend und

doch irgendwie wohl geordnet. Ein Garten,

wie man ihn sich leisten kann, wenn

man die botanischen Abläufe kennt, die

Zusammenhänge, die einzelnen Pflanzen

und ihre Eigenschaften. Dann kann man

es wild werden lassen, ohne im Dickicht

unterzugehen.

Ich wusste, dass ich hier den Garten eines

Pflanzen- und Gartenkenners betrat. Ich

kannte ihn bloss von seinen Artikeln, die

er manchmal für Fachhefte schrieb. Ich

stand noch immer an der Strasse und

schaute, da trat er aus dem Weidentunnel,

mit Strohhut auf dem Kopf. «Komm herein»,

rief er mir zu und schlängelte sich

zwischen seinen Stauden hindurch mir

entgegen. Er lachte, begrüsste mich, fing

sogleich an zu erzählen, und erst da sah

ich, dass ihm die linke Hand fehlte. Unterhalb

des Ellenbogengelenkes hörte der

Arm auf.

Er zeigte mir seine Sitzecke, den Trockenstandort,

das Beet, in dem Spargeln und

Blumen miteinander wachsen. Erklärte,

dass sich seine Pflanzen zum Teil behaupten

müssten, weil sie dicht neben anderen

stünden. Die Rosen müssen sich durchsetzen,

Johannisbeeren auch, Himbeeren sowieso.

Er berichtete von seinen Experimenten,

das viele Lehrgeld, das er schon

bezahlt hat. Er zeigte mir seine Schätzelis,

die er bibäbelet, auf dass sie sich ja nie

verabschieden. Ich staunte ob der vielen

seltenen Wildstauden wie der behaarten

Karde, dem gelben Hornmohn oder – seinem

ganzen Stolz – dem Mäuseschwänzchen.

Dieses schafft er sogar, durch Samen

selbst zu vermehren.

Sein Garten lag nicht etwa bequem vor

dem Haus, sondern ein paar hundert Meter

davon entfernt bei einem Bauernhof.

Bevor er das Stück Land pachten konnte,

weideten hier Rinder. Sämtliche klassischen

Unkräuter machten sich bemerkbar,

als er seinen Garten anlegen wollte:

Winde, Baumtropf, Schnurgras. Und er

stellte fest, dass der Boden voller Samen

ist. Wo immer er die Erde bewegt, keimt es

sofort und wächst.

Das alles erzählte er ohne Ärger oder Klage.

Er stellte es bloss fest als eine Tatsache,

die zu diesem Fleck Erde gehört.

Ich folgte ihm durch sein Blütenfeld. Notierte

die vielen Geschichten, die ihm

überall einfielen. Wie er zum Beispiel mit

einer besonders schönen Weide aus den

Ferien aus Frankreich zurückkam und die

Rute in ein Wasserfass stellte, um sie später

setzen zu können. In diesem Fass

wächst sie noch immer, mittlerweile seit

sieben Jahren. Er mag Wurzeln von Kohlgewächsen,

die er nach der Ernte irgendwo

auf Sichthöhe platziert, damit man nicht

ungeachtet an ihnen vorbeigeht. Und einige

Pflanzen mag er vorwiegend wegen ihrem

klangvollen lateinischen Namen. Die

Engelwurz. Angelica archangelica!

Ganz am Schluss drängte sich mir dann

doch die Frage auf, wie er dies alles macht

mit nur einer Hand. Er selbst hatte es mit

keinem Wort erwähnt. Pflanzen, Erlebnisse

und Garten-Geschichten standen

die ganze Zeit im Vordergrund. Schon

wollte ich ihn fragen, wie er dies schafft,

so alleine und mit so viel Arbeit. Da wurde

mir klar, dass es wohl ist, wie mit anderen

Dingen. Tatsachen, die einfach zu einem

Stück Land oder Leben gehören. Dass die

fehlende Hand für seine Garten- und

Pflanzenleidenschaft keine Bedeutung

hat.

Ihre

46


Apfel «Redlove»

Kennen Sie einen so rotfleischigen Apfel wie

die Sorte «Redlove® Era» von Lubera? Dieser

rotblühende Apfel (Niederstamm, 2-jährig,

10 Liter-Topf) aus Schweizer Züchtung

trägt mittelgrosse, runde Früchte. Das rote

Fruchtfleisch ist fest und knackig, das

Verhältnis zwischen Zucker und Säure ist sehr

ausgeglichen und wird von Liebhabern

süsslicher und säuerlicher Äpfel gleichermassen

geschätzt. Dieser Apfelbaum ist schwachwachsend

und extrem fruchtbar, geerntet

werden kann ab ca. 10. bis 20. September

genussreif direkt vom Baum. Die Äpfel sind

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47


PUBLIREPORTAGE

48


Tradition in Grün –

der Hausbaum

Ob Hofbaum, Hausbaum, Geburtstagsbaum, Schirmbaum, Biergartenbaum,

Alleebaum, Zierbaum, alles sind Bäume die eines

gemeinsam haben: Sie haben einen langen Stamm, womit es sich

um sogenannte Hochstämme handelt. Die Kultur eines solchen

Baumes braucht Jahre, ja ganz nach Stammdicke sogar Jahrzehnte.

Keine Pflanze also, die der Baumschulist so schnell mal hopp, hopp

produzieren kann.

Linke Seite: Als typischer Hausbaum bietet die

Linde (Tilia cordata) neben Schatten auch Blüten

für gesunden und erfrischenden Tee.

Mittlere Spalte, oben: Der Kugelahorn (Acer

platanoides ’Globosum’) eignet sich besonders gut

als stilvoller, klein bleibender Hausbaum.

Mittlere Spalte, unten: Mit geringen

Korrekturschnitten bleibt dieser Trompetenbaum

(Catalpa bignonioides ’Nana’) toll in Form.

Rechte Spalte: Als Hausbaum, aber auch als

Schattenbaum im Hof von Gaststätten, ist die

Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) nach wie

vor beliebt. Sehr schnittverträglich und wüchsig.

spender verwendet. Hier waren es besonders

Gehölze, die sich ohne Nachteil beschneiden

liessen. Dazu gehören vor allem

Der Haus- oder Hofbaum hat besonders

rund um die Bauernhäuser eine

Jahrhunderte alte Tradition. Hier wurden

vor allem Linden verwendet. Aber auch

Walnussbäume, Kirsch- und andere

Fruchtbäume spendeten in heissen Sommern

Schatten auf Vorplätzen und luden

zum Verweilen nach dem meist langen

Tagewerk ein. Man verwendete also vorwiegend

Bäume, die auch einen Nutzen

für die Familie hatten.

Mit dem Wechsel der arbeitenden Gesellschaftsschichten

vom Land in die Dörfer

und Städte, kamen mehr und mehr auch

andere Gehölze als Hochstämme zum Zug.

Sie mussten sich in den Vorgärten besonders

durch reichen Blütenschmuck oder

eine tolle Herbstfärbung auszeichnen.

Zier gehölze aus aller Herren Länder wurden

angezogen und eroberten die Gärten.

Vor den Gaststätten und in Biergärten wurden

ebenfalls Hochstämme als Schattendie

Rosskastanie, Platane und seltener

auch der Ahorn. Die Bäume wurden

schirmförmig gezogen um bei möglichst

wenig Platzbedarf eine grosse Fläche zu

über decken und zu schattieren.

Wenig Platz und doch ein eigener

Baum?

Vorgärten und Grundstücke wurden wegen

der verdichteten Bauweise moderner

Architektur immer kleiner. Die «alten»

Baumarten fanden nicht mehr genügend

Platz vor. Die Baumschulisten reagierten

schnell und verlegten sich auf die Kultur

schlanker oder kleinkroniger Arten. Einige

Sorten wachsen kugelförmig, ohne dass sie

speziell beschnitten werden müssen. Be-

49

Freude am Garten 49


PUBLIREPORTAGE

Blühende Hochstämme Blüten Blütezeit Besonderes

Aesculus carnea ’Briotii’ Scharlachkastanie rot V–VI wenig Miniermotten

Aesculus flava Gelbe Pavie gelb V–VI wenig Miniermotten

Albizia julibrissin Seidenbaum rosa VII–VIII geschützter Standort

Amelanchier arborea ’Robin Hill’ Felsenbirne weiss IV tolle Herbstfärbung

Catalpa bignonioides Trompetenbaum weiss VI–VII lange Schoten im Winter

Cornus mas Kornelkirsche gelb III–IV essbare Früchte

Fraxinus ornus Blütenesche weiss V tolle Herbstfärbung

Koelreuteria arborea Blasenbaum gelb VII–VIII blasenartige Früchte

Magnolia loebneri ’Merrill’ Sternmagnolie rosa IV duftende Blüten

Malus ’Evereste’ Zierapfel weiss IV–V im Herbst Früchte

Prunus serrulata ’Kanzan’ Nelkenkirsche rosa IV tolle Herbstfärbung

Mächtige Hausbäume

Höhe

Acer platanoides ‘Royal Red’ Blutahorn 10–12 m

Acer pseudoplatanus Bergahorn 15–20 m

Aesculus hippocastanum Rosskastanie 15–18 m

Carpinus betulus Hainbuche 10–12 m

Fagus sylvatica Rotbuche 15–20 m

Fagus sylvatica ‘Atropunicea’ Blutbuche 8–10 m

Juglans regia Walnuss 15–20 m

Platanus hispanica Platane 15–20 m

Populus tremula Zitterpappel 15–20 m

Quercus robur Stieleiche 12–15 m

Tilia cordata Winterlinde 12–15 m

«Schlanke» Bäume

Acer platanoides ’Columnare’ Säulen-Spitzahorn

Carpinus betulus ’Fastigiata’ Pyramidenhainbuche

Carpinus betulus ’Frans Säulenhainbuche

Fontaine’

Corylus colurna

Baumhasel

Ginkgo biloba ’Blagon’ Säulenginkgo

Quercus robur ’Fastigiata’ Säuleneiche

Kugelbäume

Acer platanoides ’Globosum’

Catalpa bignonioides ’Nana’

Liquidambar styraciflua

’Gum Ball’

Prunus eminens

’Umbraculifera’

Robinia pseudocacia

’Umbraculifera’

Tilia cordata ’Green Globe’

Kugelahorn

Kugeltrompetenbaum

Kugelamberbaum

Steppenkirsche

Kugelakazie

Kugellinde

Linke Spalte von oben nach unten: Die Kugelakazie

(Robinia pseudoacacia ’Umbraculifera’) hat ein

feines, elegantes Laubwerk, dass sich im Herbst

goldgelb verfärbt.

Auch die einheimische Hainbuche (Carpinus

betulus) braucht sich vor anderen Zierbäumen mit

ihrem herrlichen Herbstlaub nicht zu verstecken.

Schirmförmig gezogene Platanen (Platanus

hispanica) sind unter anderem für Vorplätze,

lauschige Hinterhöfe und über Parkfelder als

Schattenspender beliebt.

Rechte Spalte oben: Für Standorte, an denen sich

ausladende Bäume nicht eignen, ist diese

schlank wachsende Hainbuche (Carpinus betulus

’Frans Fontaine’) ideal.

sonders attraktiv ist der Kugelahorn (Acer

platanoides ’Globosum’), da er im Herbst

eine tolle, goldgelbe Farbe zeigt. Seine Krone

kann einen Durchmesser von etwa 2

Meter bekommen. Mit kleinen, gefiederten

Blättern präsentiert sich die Kugelakazie

(Robinia pseudoacacia ’Umbraculifera’).

Sie ist langsam wachsend und bildet dicht

verzweigte Kronen. Auch blühende Kugelformen

gibt es: Die Steppenkirsche (Prunus

eminens ’Umbraculifera’) öffnet im

Mai eine Unzahl kleiner weisser Blüten

und trägt anschliessend kleine dunkelrote

Früchte.

Selbst ist der Mann,

beziehungsweise die Gärtnerei

Einige grössere Baumschulen in der

Schweiz und im EU-Raum haben sich auf

die Kultur von Hochstämmen spezialisiert.

Andere Betriebe kaufen vorgezogene

Jungpflanzen, also Hochstämme mit geringer

Dicke ein und kultivieren sie weiter.

So hat die Gärtnerei Schwitter in Inwil

kürzlich eine nahe dem Hauptbetrieb gelegene

Baumschule aufgekauft und sich damit

direkten Zugang zu beeindruckenden

Exemplaren verschafft. Das 2003 erbaute

Fachgeschäft mit 86-jähriger Firmengeschichte

hat sich auf den Verkauf von

Gartenpflanzen spezialisiert und offeriert

50

50 Freude am Garten


neben dem umfassenden Standard angebot

und vielen Spezialitäten jetzt auch noch

exklusive Bäume. Mit eigenen Kulturen

kann Schwitter nun Allee- und Zierbäume

aus seiner neu erworbenen Baumschule in

Pfaffwil anbieten. Hochstämme bis zu 20

m Höhe sind all die Jahre sorgfältig und

regelmässig umgraben (verschult) worden,

so dass sie jetzt im Frühling und Herbst

verkauft und gepflanzt werden können.

Schwitter hat keine eigene Gartenbauabteilung,

ein grosser Teil seiner Hochstämme

wird an profes sionelle GaLa-Bauer verkauft.

Diese, oder ihre Kunden selber, lesen

die Bäume direkt in der Bauschule vor

Ort aus und pflanzen sie in ihren Kundengärten

und Neuanlagen. Die Firma Schwitter

hat sich im Gehölzsektor seit Jahren

besonders auf Rhododendren, Japanische

Ahorne, Magnolien und Blumenhartriegel

spezialisiert. Nun sind diese Gehölze auch

im Grossmass verfügbar. Zudem wird die

Container-Produktion ausgebaut. Als

«Container» werden die Kunststofftöpfe

bezeichnet, welche es dem Gärtner heutzutage

erlaubt, alle Arten von Gewächsen

das ganze Jahr über zu verkaufen. Im Moment

stehen zum Beispiel Bäume in Container

mit bis zu 6 m Höhe zur Verfügung!

Dieses Frühjahr wurden in der neuen

Baumschule 1000 Bäume verpflanzt,

sowie deren 600 neu gesetzt. Darunter

be finden sich 60 Ahornsorten, von denen

1500 neu aufgeschult wurden.

Kurzes Firmenportrait

Roman Schwitter führt den Betrieb seit

1999 in dritter Generation. Die Firma wurde

1927 von Josef Schwitter in Kriens

gegründet und während 1961–1998 von

Fritz Schwitter weiterentwickelt. Der

Linke Spalte von oben nach unten:

Roman Schwitter ist sehr an einem winterharten

und abwechslungsreichen Sortiment an

Japanischen Ahornen interessiert.

In der Freilandbaumschule werden diese

prächtigen Schirmplatanen gross gezogen und

regelmässig umgeschult.

Alte Hochstämme verschiedener Laubgehölze

stehen verpflanzfertig in der neuen Baumschule.

Rechts: In Reih und Glied präsentieren sich die

jüngeren Bäume wie hier die Blutpflaume (Prunus

cerasifera ’Woodii’).

Betrieb umfasst heute 24 ha, davon sind

13 ha Freilandflächen mit Gehölz- und

Staudenkulturen. Die Verkaufsfläche der

Gärtnerei umfasst rund 3 ha, davon ist

1 ha überdacht. 70 Parkplätze, an Wochenenden

sogar deren 220, bieten ausreichend

Platz für die Kunden, welche aus einem

Umkreis von bis zu 50 km kommen. Die

Gärtnerei hat 70 Mitarbeitende, die mehrheitlich

in Inwil arbeiten. Der ehemalige

Kern betrieb in Kriens wird nun sukzessive

nach Inwil verlagert. Bis zum Jahre 2016

soll dieser Prozess abgeschlossen sein.

Ein weiterer Anziehungspunkt der Gärtnerei

Schwitter ist der grosszügige, abwechslungsreiche

Schaugarten, der gleich an die

Verkaufsfläche angrenzt. Als Rhododendren-

und Azaleenspezialist hat Schwitter

grossen Wert auf die Pflanzung mit diesen

Arten gelegt. Obwohl der Schaugarten über

das ganze Jahr hin attraktiv ist, liegt seine

Hauptpracht eindeutig während der Blütezeit

dieser prächtigen Moorbeetpflanzen

im Mai/Juni sowie Oktober. Der Garten ist

auch an Sonn tagen offen und lädt deshalb

Besucher von Nah und Fern zu einem

abwechslungsreichen Bummel ein. Beschriftungstafeln

geben Auskunft über

die Namen der Pflanzen.

Öffnungszeiten Schaugarten:

von April bis Oktober:

Montag bis Freitag:

Samstag:

Sonntag:

Gärtnerei Schwitter AG

Herzighaus, 6034 Inwil

Tel. 041 455 58 00

Fax 041 455 58 10

www.schwitter.ch

08.30 – 18.30 Uhr

08.00 – 16.00 Uhr

09.00 – 18.00 Uhr

51

Freude am Garten 51


Kolumne

Geranien, das

traditionelle

Mückenmittel?

Stark duftende Zitronengeranien

vor dem Fenster

schrecken Mücken ab.

Wer gerne mit offenem Fenster

schläft, kennt das Dilemma: Kaum

legt man sich abends zur Ruh,

surrt es um die Ohren. Soll man nun

aufstehen und Mücken jagen oder

liegen bleiben und sich stechen

lassen? Wenn es am nächsten Tag

überall juckt, wird man es bereuen!

Heutzutage stehen den süssblütigen

Menschen, die gerne Opfer von

blutdurstigen Mücken werden, viele

Mittel gegen die Plagegeister zur

Verfügung. (Es ist natürlich nicht das

süsse Blut, das die Mücken anlockt,

sondern Atemluft, Körperduft und

die warme Haut).

Die meisten Bekämpfungsmethoden

haben jedoch einen Haken:

Chemische Mückensprays mit dem

Wirkstoff DEET können Allergien

hervorrufen, die Schleimhäute

angreifen oder das Nervensystem beeinträchtigen. DEET taucht

auch als Verunreinigung in Gewässern wieder auf – man wäscht

den Stoff beim Duschen ab, und die Kläranlage kann ihn nicht

vollständig abbauen. Gesünder für Mensch und Umwelt,

allerdings auch weniger wirksam, sind Insektensprays mit

natürlichen Inhaltsstoffen. Eine mehrstündige gute Wirkung

zeigen in einem Test die Sprays, welche Citriodiol, einen Stoff

aus der Eukalyptuspflanze, enthalten.

Wer sich nicht selbst einsprayen will, kann per Anti-Mücken-Stecker

das ganze Schlafzimmer mit einem Insektizid bedampfen. Die

Mücken sinken zwar in Scharen zu Boden, sensible Personen

erwachen jedoch statt durch Mücken-Brummen durch ihren

eigenen Brumm-Schädel. Da ist ein Moskitonetz sicher die bessere

Lösung.

Mücken stechen ja nicht erst seit gestern. Was haben denn unsere

Vorfahren gegen die Insektenplage getan? Ein Hausmittel sind

die stark duftenden Zitronengeranien, Pelargonium graveolens, die

im Blumenkistchen vor dem Fenster als Wächter die Mücken

abschrecken. Geraniol findet sich auch als Wirkstoff in natürlichen

Insektenrepellents. Die typischen Geranien vor den Schweizer

Bauernhaus-Fenstern sind also nicht nur Schmuck, sondern eine

praktische Tradition, um Insekten davon abzuhalten, in die gute

Stube zu kommen! Ihr Nachteil: Sie bieten den Bienen weder Nektar

noch Pollen. Wer gleichzeitig den Bienen ein Freund und den

Mücken ein Feind sein möchte, pflanzt in seinen Kistchen neben

den Geranien auch Lavendel. Diesen mögen die Mücken ebenfalls

nicht, die Bienen lieben ihn jedoch heiss.

Weitere Tipps für ein giftlos glückliches Leben: www.giftlos.ch

Ihre

Marianne Gehring (Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch)

Bio Rosen sind keine Hexerei

Haben Sie auch schon den Spruch «Rosen kann man nicht biologisch

pflegen» gehört? Leider ist diese Meinung weit verbreitet. Je nach Art

und Sorte brauchen Rosen vor allem Pflege. Das heisst, ein jährlicher

Rückschnitt ist unerlässlich, damit sie vital bleiben. Auch die Ernährung

spielt eine wichtige Rolle. Pflanzen, die so viele Blüten produzieren und

ein so starkes Wachstum aufweisen, brauchen entsprechend viele

Nährstoffe. Fehlen sie, ist der erste Schritt zur Krankheit bereits getan.

Der Boden sollte ebenfalls gepflegt werden. Die effektiven Mikroorganismen,

kurz EM, können da wichtige Helfer sein. Durch sie ist der

Boden belebt, Pilze fühlen sich in diesem Klima nicht wohl und suchen

einen anderen Ort. Ist der Boden belebt, bleibt noch die Frage der

Nährstoffe zu lösen. Im biologischen Anbau werden keine Kunstdünger

verwendet. Es gibt spezielle biologische Dünger, die mehrmals während

der Vegetationsperiode verabreicht werden. Die erste Düngung sollte

Mitte April erfolgen, die letzte ca. Mitte Juli. Spezielle Rosendünger sind

sinnvoll, da der Stickstoffanteil nicht zu hoch sein darf, da sonst das

Pilzwachstum gefördert wird. Die Bio-Staudengärtnerei Frei aus

Wildensbuch, die u.a. ein Sortiment an Bio-Knopse Rosen führt, belebt

und düngt den Boden mit einem hauseigenen Produkt, das den Namen

Bokashi trägt und mit dem bisher sehr gute Erfahrungen gesammelt

wurden. Bokashi ist ein mit EM (Effektive Mikroorganismen)

fermentiertes organisches Material. Es hat den Vorteil, dass eine Gabe

im Frühjahr genügt, damit die Rosen prächtig gedeihen. Bis im Herbst

bleiben dann die Blätter grün und glänzend. Die Anwendung ist einfach,

man gräbt ca. 20 cm neben der Pflanze ein Loch, gibt eine Handvoll

Bokashi hinein und bedeckt alles wieder mit Erde.

Karolina Frei (Frei Weinlandstauden AG)

Bucht ipp der Redakt ion

Sarah Wiener

Zukunftsmenü

Warum wir die Welt nur mit Genuss retten können

Das Plädoyer für einen neuen Umgang mit unseren

Nahrungsmitteln. Sarah Wiener hat eine Leidenschaft für gutes

Essen, das frisch und mit regionalen Zutaten, ehrlich und kernig

zubereitet wird. Immer mehr Menschen ernähren sich von industriell

vorgefertigten Speisen. Das hat nicht nur zur Folge, dass die

Geschmackserlebnisse immer uniformer und flacher, die sinnlichen

Erfahrungen mit dem Essen immer dürftiger werden.

224 Seiten, Riemann Verlag 2013

ISBN 978-3-570-50150-4, CHF 28.50

Hinweis: Die neue Lebensmittelmarke von Sarah Wiener ist in der

Schweiz ab Mitte August in den Regalen von Globus erhältlich.

52


Interview

mit Autor Markus Gastl über sein neues

Buch «Drei-Zonen-Garten»

Bio-Aktuell

FREUDE AM GARTEN: Warum

haben Sie eigens ein Buch

über Ihren Garten

geschrieben? Was

beabsichtigen Sie, was ist

Ihre Botschaft an den Leser?

Markus Gastl: Sehr viele

Menschen wünschen sich

mehr Natur in ihrem Garten,

eine Blumenwiese oder einen

Steingarten etwa. Doch die

wenigsten Bücher zeigen den

interessierten Laien, wie es

geht, oder man findet in den

einschlägigen Büchern

falsche Informationen oder Texte, die von woanders schon falsch

übernommen wurden. Am Beispiel Steingarten, wie dieser oft falsch

angelegt wird: Einen Haufen Erde, begrenzt mit Steinen und mit ein

paar Steinen garniert, fertig ist der Steingarten. Meist ist es eben nur ein

Beet mit Steinen und Stauden, aber dies ist ein ganz anderes Lebensumfeld

im Gegensatz zu einem richtig angelegten Steingarten. Wichtig

ist mir, dass der Leser die Zusammenhänge erkennt, dass ein Steingarten

eine Drainage benötigt, mageres Substrat und richtige Pflanzen, die mit

den kargen Bedingungen zurechtkommen.

Warum haben Sie Ihren Garten genau in drei Zonen aufgeteilt?

Mein Garten soll ein geschlossenes Kreislaufsystem darstellen und ohne

Zufuhr von Energie oder anderen Stoffen von aussen funktionieren.

Entscheidend ist dabei die Zirkulation der Nährstoffe. Mit den 3 Zonen

gelingt dies ohne grossen Aufwand. Es entstehen durch die Anlage der

drei Zonen Puffer (aussen), Hotspot (Mitte) und Ertrag (innen), ein

System, welches wie die Natur nahezu von alleine funktioniert. Vielfalt,

Schönheit und Nutzen stellen sich ein.

Welche Bereiche können Leser auch in ihrem Garten schnell und einfach

umsetzen und so zu mehr Vielfalt für die Fauna beitragen?

Die Fauna sind ja unsere Tiere, und Tiere brauchen neben Lebensraum

erst einmal etwas zu fressen. Die Nahrungspyramide zeigt den Aufbau:

Ganz unten sind die Pflanzen (Blüten und Blätter), dann kommen die

Insekten, dann die Insektenfresser (Vögel, Reptilien, Amphibien usw.)

und dann irgendwann als letzter der Mensch, d.h. die Basis muss

geschützt und stabilisiert werden. Die Pflanzen und die Insekten, der

Rest kommt dann von alleine. Blumen und Insekten lassen sich am

einfachsten in der Hotspot-Zone mittels Steingartenanlagen und

Blumenwiese fördern.

Welche Art von Pflanzen sollen in keinem Garten fehlen und warum?

Stellen wir die Frage andersrum. Auf was können Sie im Garten definitiv

verzichten? Auf alle gefüllt blühenden Pflanzen, denn sie haben keinen

Nektar und Pollen für Insekten. Auf alle fremdländischen Pflanzen, denn

diese haben kaum Nutzen für die einheimische Tierwelt. Auf alle

Pflanzen, für die teure Pflegeprodukte (z. B. Spezialdünger,

Pflanzenschutzmittel) gekauft werden können (wie Edelrosen,

Rhododendron, Clematis usw.), denn sie scheinen nur mit hohem

Aufwand schön zu werden und beleben lediglich das Geschäft.

Auf alle Nadelbäume, denn sie kommen in unseren Breitengraden (von

der Lärche einmal abgesehen) nicht vor.

Wie aufwändig ist die Pflege Ihres Gartens, womit hätten Sie nie

gerechnet?

Die Pflege eines Naturgartens ist wegen der intensiven Vernetzung aller

beteiligten Einzelteile äusserst gering, oder haben Sie schon einmal

gesehen, dass die natürlichen Steingärten in den Alpen, dort wo Enzian

und Edelweiss blühen, aufwendig von Gärtnern betreut werden? Je

besser Sie die Natur verstehen und mit der Natur gestalten, desto

weniger Arbeit haben Sie in Ihrem eigenen Garten. Die meisten Gärtner

haben leider keine Ahnung mehr von den Zusammenhängen in der

Natur.

Gab es ein Schlüsselerlebnis, als Sie Ihren Garten anlegten? Wenn ja,

was haben Sie daraus gelernt?

Wenn man den Mut hat umzudenken, Althergebrachtes infrage zu

stellen, kreative Lösungen zu suchen, wenn man bereit ist, der Natur

Raum zu geben, anstatt sie zu bekämpfen, dann kann man viel Geld und

Energie sparen. Ebenso kann man trotzdem oder gerade deswegen

einen Garten anlegen, der unter all den 0815-Gärten heraussticht.

Mein Hortus Insectorum auf 7000 qm gehört nach nur sechs Jahren

Entstehungszeit zu den 70 schönsten Gärten von Bayern, das haben

andere, die Jahrzehnte an ihren Gärten herumdoktorn nicht geschafft!

Welche Projekte haben Sie in Zukunft vor? Was raten Sie anderen

Gartenbesitzern für die Zukunft?

Mein neues Projekt ist der Hortus Felix, der glückliche Garten, der

ergiebige, der fruchtbare Garten. Hier will ich zeigen, dass ein Garten

nach den Prinzipien der Permakultur angelegt werden kann und reiche

Ernte bringt, ohne von aussen Dünger oder andere Energieträger zu

benötigen. Jede Gärtnerin und jeder Gärtner sollte zu seinem Land eine

innige Beziehung eingehen und einen intensiven Dialog mit der ihr/ihm

anvertrauten Erde halten – es lohnt sich für beide.

Mehr Infos zum Garten von Markus Gastl unter

www.hortus-insectorum.de

Bucht ipp

Markus Gastl

Drei-Zonen-Garten

Vielfalt, Schönheit, Nutzen

160 Seiten,Verlag Dr. Friedrich Pfeil 2013

ISBN 978-3-89937-154-3, Ab CHF 28.50

53


Forum

Sie haben Fragen zum Garten?

Hier erhalten Sie Antworten auf die täglich anfallenden Gartenfragen. Schreiben Sie

uns eine Mail an kontakt@freudeamgarten.ch oder an die Verlagsadresse.

Leserbrief an die Redaktion

Frage von Claudia Müller, Naters: | Seit

Jahren bin ich begeisterte Abonnentin.

Jetzt habe ich eine Frage. Ich besitze einen

40 Jahre alten Birnenbaum, Gute Luise.

Jedes Jahr blüht er kräftig, verliert dann

aber fast alle Birnen, wenn sie ca. 6-8 cm

gross sind. Ich habe es dann mit Spritzen im

Frühling probiert, trotzdem sind wieder

fast alle Früchte abgefallen.

Antwort | Vielen Dank für Ihre Anfrage und

dass Sie eine begeisterte Abonnentin sind,

das hört man gerne. Wir haben die Experten

der ACW in Wädenswil angefragt, das

Problem mit dem Fruchtfall der Guten Luise

ist nicht neu. Diese Sorte braucht viel

Wärme und eine optimale Befruchtung. Es

wäre zu prüfen, ob eine Befruchtersorte

gemäss Flugschrift Agroscpe vorhanden ist.

Wenn nicht, eventuelle aufzweien. Aus der

Phytopathologie ist zu sagen, dass ein starker

Befall von Birnengitterrost sichtbar ist.

Diese Pilzkrankheit ist jedoch nicht die Ursache

des beschriebenen Problems. Der

Standort ihres Baumes an der Mauer ist nicht

optimal. Deshalb könnte es sein, dass der

Baum nicht im physiologischen Gleichgewicht

ist, und deshalb viele Blüten produziert,

dann aber die Birnen nicht bis zur Reife

behalten kann. Um das physiologische

Gleichgewicht des Baumes zu erlangen sind

viele Faktoren wichtig, wie Düngung, Schnitt

und Pflege. Man müsste eine Vorort-Begehung

machen, um eine genaue Beurteilung

zu machen, eine Ferndiagnose ist immer

schwierig.

Pflanzen-Wohlfühl-Box

Der Granatapfel –

für weibliche

Hormone und

Gesundheit der

Prostata

Seinen Nährstoffen wird ein günstiger und

verjüngender Einfluss auf die Gesundheit des

Körpers und auf das Hautbild zugeschrieben.

Der Saft alleine bringt es nicht. Es sind die

Granatapfelkerne, die wertvolle Phytoöstrogene

enthalten. Das sind natürliche Vitalstoffe,

die besonders in den Wechseljahren und in der

Zeit danach einen wichtigen Beitrag zur

Ergänzung der Ernährung leisten können. Sie

unterstützen auf vielfältige positive Weise den

Stoffwechsel, Haut, Knochen und auch die

Prostata. Vor allem in arabischen Ländern

verzehrt man Granatapfelkerne seit Urzeiten,

«um jung zu bleiben». Schneidet man einen

Granatapfel in der Mitte durch, dann gleicht die

samenreiche Frucht dem Eierstock mit seinen

zahlreichen Keimzellen. In den Granatapfelsamen

fand man schon vor Jahrzehnten ein

schwach wirksames Östrogen. Durch diese

Östrogenwirkung können die Kerne dieses

«Apfels der Aphrodite» eine positive Wirkung

bei manchen typischen Wechseljahresbeschwerden

der Frau haben, wie z. B. bei durch

Östradiolmangel verursachten Hitzewallungen.

Auch die Gesundheit der Prostata kann von den

Granatapfelkernen profitieren.

Tipp: Schneiden Sie einen Granatapfel in der

Mitte auseinander, geniessen Sie den Inhalt der

beiden Hälften, indem Sie ihn in der Badewanne

sitzend auslöffeln – begleitet von Ihrer

Lieblingsmusik und Kerzen. Die rosa Spritzer,

die sonst auf Boden und Wänden im Esszimmer

landen, kommen ins Badewasser und auf

die Haut.

Christine Rosa Thanner (www.hormon-Power.ch

und www.rollender-Garten.ch)

54 Freude am Garten


Gewinner 3/2013

Die richtige Lösung lautet:

Sonnenschutz

Rätsel

1. Preis | COMFORT Sonnen-, Regen-,

Wind- und Sichtschutz (SKINCOM AG,

www.skincom.com) im Wert von CHF 540.–

Jean Thybaud, Lausanne

2. - 11. Preis | Je eine hochwertige

Gartenschere Felco 6 im Wert von

CHF 65.– (www.felco.ch)

Elisabeth Breitler, Basadingen

Ursula Züfle, Winznau

Nathanja Walter, Ternen

Paul Fäh, Kaltbrunn

Joseph Keller, Kriens

Christine Jäggi, Zuchwil

Christian Sternath, Wasterkringen

Joel Zimmermann, Kerzers

Roger Frey, Basel

Ernst Frischknecht, Lupsingen

1. - 3. Preis

12. - 16. Preis | Je eine 1,5 kg Dose «Profi-

Langzeit-Dünger» der Deltaplan AG im Wert

von CHF 39.90 (www.langzeitdünger.ch)

Martin Alig-Kemmler, Ermenswil

Irene Schuler Stäger, Pfäffikon

Corinna Benderer, Gasel

Eva-Maria Rüegger, Zofingen

Sabine Benz, Tägerig

17. - 19. Preis | Je 1 x Buch «Lust auf Garten»

Beobachter Verlag im Wert von CHF 39.–

(www.beobachter.ch)

Fritz Klöti, Monte Carasso

Fortunat Sprecher, Fanas

Robert Locher, Oberrohrdorf

1. - 3. Preis | Je ein grosses hochwertiges

Badetuch mit Stickerei der Silvedes AG

(www.silvedes.ch) im Wert von CHF 86.–

4. - 6. Preis | Je den neuen Heissklebe-Stift

«Glue Pen» mit Lithium-Ionen-Akku von Bosch

(www.bosch.ch) im Wert von CHF 59.–. Ein

handlicher Helfer für Hobby, Haushalt

und Büro.

7. - 11. Preis | Je eine

Wintervlieshaube (Grösse

180 x 120 cm) von der

Silvedes AG zum Schutz

empfindlicher Pflanzen im

Wert von CHF 51.– inklusive

Versand.

Bitte senden Sie die richtige Lösung an: Verlag «Freude am GARTEN», Stichwort: Kreuzworträtsel, Schörisfeldweg 7, 9463 Oberriet oder per E-Mail

an: kontakt@freudeamgarten.ch. Es können nur Lösungen mit der Angabe Ihrer vollständigen Adresse berücksichtigt werden. Einsendeschluss ist

der 31. Oktober 2013. Viel Spass, Ihre Redaktion.

Freude am Garten 55


Wasser marsch

Kompakter und robuster Wasserfall aus

hochwertigem Edelstahl (Oase, über Neogard)

mit stimmungsvoller LED-Beleuchtung.

Man benötigt nur eine geeignete Wand zur

Montage.

56


Technik

Wer gerade seine Ferien am Meer oder in den Bergen an einem

rauschenden Bach verbracht hat, der hat Wasser und seine Geräusche

lieben gelernt. Das Rauschen von Wasser beruhigt, kühlt die Atmosphäre

und lässt Urlaubsstimmung aufkommen. Für zu Hause gibt es viele

Möglichkeiten, diese Stimmung nachzuahmen – mit Wasserspielen,

Wasserwänden, Brunnen oder Miniteichen.

1 2 3

Zugegeben, ein Springbrunnen im

Garten kann kein Meeresrauschen

ersetzen. Aber dennoch beruhigt

das kontinuierliche Plätschern. Auf dem

Markt werden unzählige Produkte angeboten,

auch selbst kann man aktiv werden

und sich seinen eigenen Brunnen, seine

eigene Wasserwand oder Wasserspiele bauen.

Manchmal genügt bereits eine ausgediente

Badewanne, Wassertränke, ein

halbes Holzfass oder eine alte Waschschüssel

aus Email, welche man mit Wasserpflanzen,

Steinen und Sumpfpflanzen

als Miniteich für eine Saison gestalten

kann. Noch ein paar Schwimmkerzen dazu

– fertig ist ein kleines Idyll. Vielleicht

gesellen sich ja im Laufe des Jahres noch

ein paar Libellen oder Jungfern hinzu und

beleben diese kleine Wasserstelle auf dem

Balkon oder auf der Terrasse?

Fontänen per Knopfdruck

Wem dies zu ruhig ist, der findet gewiss

andere Möglichkeiten. Neu sind komplette

Wasserspiele für die Terrasse mit variierenden

Fontänen inklusive LED Beleuchtung,

so z. B. das Water Quintet von Oase

(über Neogard). Es ist sofort einsatzbereit.

Die Fontänen können von 30 bis 140 cm

variieren, ebenso kann die Lichtintensität

als festes Programm abgespielt werden. Eine

Fernbedienung hilf dabei, selbst noch

aus 80 m Entfernung, die Programme auszuwählen.

Sie können das Water Quintet

1. Eine grosse Schale genügt vielmals, um sich

eine kleine Wasserwelt zu bauen. Einfach

ein paar schwimmende Accessoires wie

Kugeln, Schwimmerkerzen oder künstliche

wie echte Blüten hinein – fertig ist eine

originelle Deko.

2. Ein Wasserspiel kann man mit alten

Holzfässern und wasserspeienden Figuren

leicht selber bauen.

3. Wasser ist Leben: Sobald kühles Nass in der

Nähe ist, kommen bereits die ersten

Insekten, wie diese schillernde Jungfer.

57


1

2 3 4

5 6 7

58


auf verschiedensten Untergründen aufstellen,

da eine robuste Bodenplatte Schutz

vor Beschädigungen bietet. Ebenso verbrauchen

die Pumpen und die LED Beleuchtung

wenig Energie, und das Wasserspiel

kann sogar in Schwimmteichen eingesetzt

werden.

Wasserwände und Wasserfälle

Wer einen natürlichen Wasserfall in seinem

Garten hat, der ist ein Einzelfall und

Glückspilz zugleich. Alle anderen können

aber auf innovative fertige Wasserfälle zurückgreifen

oder mit grossen Steinen selber

bauen. Wichtig bei Letzerem ist, dass

man die Pumpenstärke lieber etwas grösser

wählt, damit die Enttäuschung am Ende

nicht gross ist, wenn zu wenig Wasser

«herabstürzt». Ebenso müssen die Ränder

beim Wassereintritt hoch genug mit Folie

ausgestattet sein, damit nicht zu viel Wasser

beim Aufprall verloren geht. Bei den

Fertigbausätzen wird einfach eine Edelstahlrinne

fest an eine Mauer geschraubt.

Diese gibt es in Grössen von 30, 60 oder

90 cm Länge und die Montage kann nur in

Verbindung mit einem Wasserbecken oder

Teich erfolgen, aus dem das Wasser gepumpt

werden kann. Durch den Wasserkreislauf

kommt sehr viel Sauerstoff ins

Wasser, was für die Tiere und Wasserqualität

von Vorteil ist. Nebenbei gibt es eine

schöne Geräuschkulisse und neu wird der

Wasserfall auch mit Illumination angeboten,

einfach stimmungsvoll. Etwas komplizierter,

dafür sehr edel sind selbstgemachte

Wände aus grossen, flachen Natursteinen,

in der oben eine Rinne direkt in

den Stein gefräst wird, in der das Wasser

über den Stein laufen kann. Dies sollte

Technik

aber nur vom Fachmann durchgeführt

werden, da ein Naturstein nicht so einfach

zu bearbeiten ist.

Brunnen einfach zum Mitnehmen

Natursteine als Brunnen sind sehr schön,

aber auch schwer. Daher werden Alternativen

aus Fiberglas-Mineral-Verbund

(GFK) angeboten, die bis zu 70 % leichter

als Naturstein sind. So sind die Brunnen

von Esteras by Emsa UV-beständig, in unterschiedlichen

Farben wählbar und sofort

einsetzbar, inklusive Pumpe – ein extra

Wasseranschluss ist nicht notwendig. Somit

können Sie leicht auf dem Balkon oder

der Terrasse umgestellt werden. Ergänzend

zu den Brunnen werden ebenso passende

Deko-Kugeln geliefert – da wird das Gartenzimmer

zur Wohlfühl-Oase.

Dr. Uwe J. Messer

1. Komplettes Wasserspiel «Water Quintett»

mit sparsamer LED Beleuchtung und

ferngesteuerten Fontänen bis 140 cm hoch

(Oase, über Neogard)

2. Ein klassischer Brunnenstein aus Granit der

Quellit Gärten AG (www.quellit.ch). Er ist

dauerhaft und sehr robust.

3. Teichwasserfall Ammonite aus Edelstahl, inkl.

Pumpe und Anschlussset (über Neogard)

4. Durch das hochmoderne GFK-Material wiegt

dieser Brunnen von Esteras (von Emsa) bis zu

70 Prozent weniger als klassische Modelle

aus Granit oder Stein. Dank mitgelieferter,

leiser Pumpe und warm-weisser LED-

Beleuchtung ist er sofort auf Balkon oder

Terrasse einsatzbereit.

5. Kompakter und robuster Wasserfall von

Oase aus hochwertigem Edelstahl. Ideal für

den Garten- oder Schwimmteich.

(über Neogard, www.neogard.ch)

6. Jurakalkbrunnen mit Originalsäule

19. Jhd. von der Gartengalerie Sager

(www.sager-gartengalerie.ch)

7. Für grössere Gartenanlagen oder für

Innenhöfe ist dieses runde Gratnitbecken

mit Sprudel geeignet (Gartengalerie Sager).

Dann kann sich das Wasserspiel

plätschernd präsentieren.

Pflege von Brunnen und

Wasserspielen:

Damit erst gar keine Algen

oder üblen Gerüche in

Zierbrunnen, dekorativen

Becken und Wasserspielen

auftreten, gibt es spezielle

Pflegeprodukte, die das

Wasser dauerhaft frisch

sowie klar halten und gegen

einen schmierigen Biofilm

wirken. Ebenso verhindern

sie Kalkablagerungen und wirken gegen

Bakterien- und Pilzbildung. Für den Einsatz

in Biotopen mit Tier- und Pflanzenbesatz

sind sie nicht geeignet.

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Gartenhochbeete

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antike Brunnen

59


Kreat iv

Kastanienseife

selbst gemacht

Die Rosskastanie (Aesculus) gehört

zur Familie der Seifenbaumgewächse

(Sapindaceae). Leider sind die so

schön braun glänzenden Früchte nicht

essbar, da sie Saponine enthalten.

Man kann sie trotzdem zu mehr als

nur zum Basteln nutzen. Früher

wusste man das noch zu nutzen und

stellte aus Kastanien Seife her. Das

geht ganz einfach.

Alexandra von Ascheraden

(Text und Bilder)

1

2 3

Zuerst muss die braune Schale entfernt

werden, denn die Saponine stecken im hellen

Inneren. Das geht am besten mit einem

Nussknacker, notfalls auch mit einem Messer

(dann am besten die Hand, die die Kastanie

hält, mit einen Gartenhandschuh schützen,

man rutscht beim Schneiden leicht ab).

Kastanien, die nicht mehr frisch riechen,

dabei aussortieren.

Anschliessend das Innere in möglichst kleine

Stücke schneiden. So entsteht viel Oberfläche,

an der das Wasser später die Saponine

herauslösen kann. Dazu muss man die

Kastanien entweder fein hacken oder an einer

Reibe in Scheiben raspeln.

Darauf achten, dass Kinder diese verlockenden

weissen Stücke nicht essen, da sie giftig sind.

Will man die Seife verschenken, kann man die

entstandenen Stückchen einfach in Säckchen

füllen. Der Beschenkte bekommt eine kleine

Anleitung dazugelegt, er möge die Kastanienstücke

in einem leeren Marmeladenglas mit Wasser

begiessen, ab und zu schütteln und warten, bis das

Wasser trüb wird und leicht zu schäumen beginnt.

Dann kann er die Stückchen heraussieben. Die

zurückbleibende Flüssigkeit eignet sich bestens als

Flüssigseife. Sie schäumt sogar. Die fertige Seife hat

eine leicht gelbliche Farbe, die sich auch auf weisse

Wäsche übertragen kann. Die leichte Färbung

verschwindet beim Nachspülen aber sofort.

60


Kräuterheilkunde

Zimmerknoblauch (Tulbaghia violacea). Das

Liliengewächs aus Südafrika verträgt zwar einen sommerlichen

Aufenthalt im Freien, braucht aber für den Winter Wärme. Der Clou

sind die schmalen riemenförmigen Blätter, die man wie Knoblauch

oder Schnittlauch zum Würzen abernten kann.

Kräuter im

Düfte und Aromen gegen den Tagesstress

Chinalauch, Schnittknoblauch (Allium tuberosum). In

Geschmack und Eigenschaften ähnelt er dem Knoblauch, doch sein Geruch

vergeht schon nach kurzer Zeit. Die aus China stammenden Pflanzen mit

weissen Blüten sind winterhart und lassen sich auf der Fensterbank treiben.

Trend

Kräuter sind Tausendsassa. Sie geben Speisen die

richtige Würze, sie duften herrlich und

präsentieren sich zudem dekorativ im Beet. Gross

ist die Vielfalt an Geschmack und Aussehen – und

jedes Jahr kommen neue interessante

Züchtungen hinzu.

61


Kräuterheilkunde

Besonders wertvolle Kräuterhits:

Aztekisches

Süsskraut

(Lippia dulcis ‘Colada’)

Die hübsche Topfpflanze stammt

aus dem tropischen Südamerika.

Die Blättchen eignen sich ideal

zum Naschen, Lutschen, für

Partygetränke, Cocktails, Tees und

Suppen. Auch süssen sie ohne

Kalorien und sind daher

besonders gut geeignet für

Diabetiker. Ihr Aroma ist

angenehm minzig. Der üppige

Wuchs ist eher hängend oder

flach ausgebreitet, Höhe 20–30

cm. Die weissen Blüten

erscheinen fast übers ganze Jahr

(z. B. aus dem Volmary-Sortiment).

Ananassalbei

(Salvia rutilans)

Erst im Herbst erscheinen die

feuerroten hübschen Blüten dieser

wüchsigen Salbeiart. Ihre Heimat ist

Mexiko. Ihr Wuchs ist üppig, aber

man kann ihn durch Rückschnitt

und durch laufendes Abernten der

herrlich fruchtig nach Ananas

schmeckenden Blätter gut bremsen.

Die samtig behaarten Blätter und

Blüten werden zum Würzen von

süssen und salzigen Speisen oder

Desserts und Tees verwendet.

Ananassalbei gedeiht bis zum Frost

am besten als Kübelpflanze im

Garten. Über Winter braucht er

einen hellen, frostfreien Platz. Dort

kann die Ernte weitergehen. Bei

Bedarf lässt sich die attraktive

Pflanze stark kürzen. Sie treibt willig

wieder aus.

Currykraut

(Helichrysum italicum)

Silbriges, nadelartiges Laub,

würziger Duft und ein Geschmack,

der der berühmten asiatischen

Curry-Mischung sehr ähnlich ist,

sind die Kennzeichen dieser

robusten Pflanze von der Adria. Nur

an der gelben, kleinen Blüte lässt

sich erkennen, dass diese

silberblättrige Pflanze zu den

Strohblumen gehört. Milde Winter

bis -10 Grad übersteht das 30–

40 cm hohe Gewächs im Freien.

Thai-Basilikum

(Ocimum basilicum ‘Siam Queen’)

Basilikum gibt es jetzt auch mit

Lakritzgeschmack, mit dem das

Thai-Basilikum aufwarten kann.

Die Pflanzen haben samtige

Blätter und rosa-violette, hübsche

Blüten, die das Würzkraut auch

zum optischen Genuss machen.

Thai-Basilikum kann wie üblich an

Salate, Braten und Pizzen gegeben

werden. Man sät auf der warmen

Fensterbank jederzeit, im Freiland

erst ab Mitte Mai.

Zitronengras

(Cymbopogon citratus oder

C. reflexus)

Zitronen- oder Lemongras ist in

Thailand, Vietnam, Indien, kurz im

ganzen tropischen Ostasien sehr

beliebt und in jedem Haushalt zu

finden. So wie bei uns

Lorbeerblätter in vielen Gerichten

mitgekocht und später entfernt

werden, sind in Ostasiens Küchen

Zitronengrasblätter immer als

Grundwürze mit dabei. Fein

gewiegte Blätter oder die verdickten

Stengelteile der stark wachsenden,

immergrünen Gräser bringen ein

pikantes Zitronenaroma hervor. Wer

über einen Wintergarten oder ein

Gewächshaus verfügt, kann die

genügsamen und üppig

wachsenden Pflanzen den Winter

über als interessante Kübelpflanzen

halten. Lassen Sie das Sumpfgras

nie austrocknen. Man kann davon

laufend ernten. Zitronengras liebt

im Sommer die Wärme und ist für

nährstoffreiche Erde, reichlich

Feuchte und regelmässige

Düngung dankbar. Den Winter

verbringt es wie Engelstrompeten

bei 7–10 °C in einer hellen Veranda

oder im Wintergarten.

62


Afrikanisches

Strauchbasilikum

(Ocimum basilicum ‘Magic Blue’)

Im Gegensatz zu den anderen

Basilikum-Sorten ist diese aus

Afrika stammende Art mehrjährig

und gut zum Erzielen von

Stämmchen oder wüchsigen

Topfpflanzen geeignet. Ob im Beet

ausgepflanzt oder in Gefässen, aus

den dekorativen braun-grünen

Blättern entwickeln sich bald viele

hübsche violett-blaue

Blütenrispen, die ein Anziehungspunkt

für Bienen, Hummeln und

Falter sind. Umwerfend aber sind

der intensive Duft und der

ange-nehme Geschmack. Schon

wenige Blättchen machen einen

Salat schmackhaft und verhelfen

gegrilltem Fleisch oder einem

Braten zu ungeahnten

Geschmacksvarianten.

Süsskraut, Honigkraut

(Stevia rebaudiana)

Dem Süsskraut aus Paraguay ist ein

sensationeller Erfolg beschieden,

der rund um den Erdball reicht. Die

Blätter der immergrünen

Topfpflanze süssen intensiv – aber

kalorienfrei – nicht nur den

Mate-Tee sondern auch Desserts,

Suppen und Getränke. Anstelle von

Zucker findet man Extrakte davon in

japanischer Coca-Cola Light, in

Ice-Teas und zahlreichen Süss-

Getränken. Die frostempfindlichen

Pflanzen gedeihen gut auf der

Fensterbank, verbringen aber den

Sommer gern an frischer Luft im

Freien. Die weissen Blütchen der

Kurztagspflanze sind unscheinbar

– erst im Spätherbst oder Winter

zeigen sie sich an den straffen

Trieben.

Estragon-Tagetes

(Tagetes lucida)

Die eng mit der Studentenblume

verwandte Estragon-Tagetes aus

Mexiko schmeckt noch besser als

Estragon, das Standardgewürz für

Fisch. Ernten Sie die Blättchen rund

ums Jahr aus Töpfen oder Schalen.

Dicht säen, hell und warm stellen,

vor der Blüte ernten (z. B. von Wyss).

Jiaogulan, Pflanze

der Unsterblichkeit

(Gynostemma pentaphyllum)

Die zierliche Schlingpflanze wird

auch Süsse Teeranke oder

Rankender Ginseng genannt. Sie ist

ein Heilkraut aus China und Japan,

das eine ähnliche Wirkung

entfaltet wie Ginseng. Sie werden

in Asien wie Pfefferminztee täglich

genossen und sollen zu hohem

Alter führen. Der zu den Kürbisgewächsen

zählende mehrjährige

Schlinger bringt in nahrhafter Erde

schnell üppige Erträge. Die bis

-18 °C winterharten Pflanzen

ziehen im Freien ein und beginnen

im nächsten Frühjahr aus

Rhizomen ihr neues Wachstum an

Rankgittern oder Tauen. Die Liste

der nachgewiesenen Wirkungen ist

beeindruckend, danach beugt

Jiaogulan ähnlich wie Ginseng

stressbedingten Krankheiten vor.

Aus den frischen oder getrockneten

Blättern lässt sich ein

wohlschmeckender Tee herstellen.

Die jungen Blätter und Triebe

verleihen als Würze anderen

Salaten eine exotische Note.

Gewürzpaprika

(Peperoni und Chili)

Auffällige Fruchtfarben, die sich

ständig wandeln, von hellem Gelb

zu Orange, von Grün zu Violett und

Rot, dazu ein kompakter buschiger

Wuchs, viele Früchte und gesunde

Vitamine – kein Wunder, dass die

würzigen Peperoni immer mehr

Garten-, Balkon- und Terrassenbesitzer

begeistern. Einige

schmecken mild wie die

zipfelförmigen Sorten ‘Texana Mild

Bicolor’ und ‘Merida’, andere höllisch

scharf wie z. B. die kegelförmige

‘Texana Hot Yellow’– vorsichtiges

Probieren oder Nachfragen beim

Einkauf der meist in Töpfen

offerierten Pflanzen ist angebracht.

Bis zum Frost zieren die aus den

Tropen stammenden Farbenbringer

mit voller Pracht – sehr gut auch für

Balkonkästen, wenn bei Geranien

und Petunien die Blütenfülle

nachlässt. Und natürlich zum

Würzen von Grillgerichten, zu

Salaten, zum Trocknen und als Deko.

Es ist auch möglich, die Pflanzen im

Haus an einem hellen und warmen

Ort zu überwintern und als

Zimmerpflanzen zu halten.

63


Kräuterheilkunde

Eine Wohltat im Herbst und Winter sind

entspannende Erkältungsbäder z. B. mit

frischen, heilsamen Kräutern aus dem

Kiepenkerl® Profi-Line®-Pflanzen-Programm.

Appetitanregend, gesund und mit ihren

Blüten und Blättern auch noch

sehr dekorativ sind fast alle Kräuter.

Erst durch ihr Aroma erhält der Braten den

richtigen Geschmack und der Salat den entscheidenden

Pfiff. Mit einer Kräutersammlung

kommt mehr Lebensqualität ins Haus.

Rauke und Basilikum vom Mittelmeer oder

aus Thailand, Strauchbasilikum aus Afrika,

Thymian aus der Provence: ganz gleich, ob

der Sinn nach einem zünftigen Barbecue

steht oder ob das Kochen im Wok angesagt

ist – aus Samen oder Pflanzen gezogene

Kräuter stehen immer bereit. Wer wenig

Platz hat, bringt sie in Schalen, Töpfen und

Balkonkästen unter. Auf einem Rondell

nach nostalgischem Muster oder auf einer

Kräuterspirale finden viele Kräuter den optimalen

Standort. Dill und Petersilie gehören

zu den wichtigsten Kräutern, die man

im Freien aussäen oder als Balkongärtner

aus Saatscheiben in Töpfen und Kästen heranziehen

kann. Besonders schmackhaft

ist Italienische Blattpetersilie (Sorten: ‘Rialto’,

‘Gigante d’Italia’), die mit grossen

Blättern und intensivem Geschmack aufwartet.

Man kann sie zum Würzen fast aller

Fleisch-, Pilz- und Eiergerichte und für Salate

nutzen. Auch Salatrauke kann man

jetzt noch aussäen. Besonders würzig ist

die Wilde Rauke ‘Rucula’. Ihr intensiver

pikant-nussiger Geschmack ist sehr beliebt,

vor allem in der italienischen Küche. Die

Wilde Rauke ist winterhart und mehrjährig.

Sie eignet sich gut für Balkonkästen

und Gartenbeete.

Gesunde Tee- und Badekräuter

Jahrtausendelang gab es Kräuterfrauen,

Mönche und hochgelehrte Mediziner, die

von der Heilkraft der Kräuter wussten und

die besten von ihnen aus Kloster-, Bürgerund

Bauerngärten holten. Viele ihrer

Kenntnisse sind heute als stichhaltig anerkannt,

zum Beispiel: Kamillentee zaubert

Erkältungen weg, Fencheltee lindert den

Husten, Baldriansaft beruhigt, Melissentee

verschafft eine gute Nachtruhe und Rettichsaft

ist ein zuverlässiges Hausmittel gegen

Schnupfen und Husten. Die scharf

schmeckenden Wirkstoffe eines heiss gebrühten

Pfefferminztees sind optimal gegen

Übelkeit. Pflanzen Sie sich diese herrlich

duftenden Hausmittel in den Garten,

dann haben Sie zur Linderung der kleinen

Beschwerden des Alltags stets eine erholsame

Hilfe zur Hand. Weil auch die chinesische,

indische, arabische oder Indianermedizin

viel zu bieten haben, nimmt die

Zahl der Kräuter stetig zu. Ginseng ist ein

berühmtes Beispiel, aber schwierig in der

Kultur. Mit Jiaogulan, dem Kraut des Lebens

als Alternative, mit Heiligem Basilikum

aus Indien und Zucchero (Stevia),

dem Mate-Süsskraut aus Paraguay als Zuckerersatz

schicken sich weitere Heil- und

Würzpflanzen an, unsere Gärten zu verschönern.

Jedes Jahr aufs Neue sind in den

Herbst- und Wintermonaten verstopfte Nasen

und Erkältungen an der Tagesordnung.

Eine Wohltat ist dann ein heisses entspannendes

Bad mit frischen Kräutern. Ihre

ätherischen Öle entfalten sich schnell im

angenehm wärmenden Wasser, beruhigen

die Atemwege und beleben wohltuend die

Sinne. Befreiend für die Nase wirkt nicht

nur die heimische Pfefferminze, seit Langem

als wirksames Hausmittel bekannt. Im

Gartencenter finden sich auch kräftige

Pflanzen neuerer Sorten mit verbesserten

speziellen Eigenschaften, zum Beispiel die

Thüringer ‘Multimentha’ mit besonders

hohem Mentholgehalt (ideal zum Baden)

oder die kräftig schmeckende marokkanische

Minze ‘Marokko’ mit Spearmint-

Aroma, bevorzugt unter den Liebhabern

von stark gezuckertem Tee. Herrlich fruchtiges

Aroma verströmen die Schokoladenminze

‘Chocolate’ und die Ingwerminze

‘Ginger’. Bei Heiserkeit, Husten und gereiztem

Rachen lindert das heilende Aroma

von Salbei die Beschwerden. Auch hier gibt

es zum normalen heimischen Salbei (Sal-

64


via officinalis) attraktive Alternativen wie

den silberblättrigen Dalmatinischen Salbei

‘Culinaria’ mit guter Winterhärte, reizvollem

Aussehen und feinem Aroma, ideal

auch zum Grillen und Braten. Zusätzlich

zur Küchen- und Medizinnutzung können

der Buntblattsalbei ‘Hexenmantel’ (dreifarbig

grün-weiss-purpur), die gelb-grün

gefleckte Salbeisorte ‘Goldblatt’ und der

dunkelpurpurne ‘Purpurmantel’ mit zierenden

farbigen Blättern punkten. Beim

Thymian wirken die ätherischen Öle

schleimlösend, deshalb ist er bei Husten so

bewährt. Zitronig herb duften und schmecken

die Sorten Limone’ und ‘Mystic Lemon’,

feinwürzig ist das Aroma von ‘Silver

Queen’. Wer sich matt und schlapp fühlt,

kommt mit Rosmarin wieder in Schwung.

Die Sorten‘Blue Winter’ und ‘Riviera’ enthalten

ein besonders starkes ätherisches

Öl, das eine stimulierende Wirkung auf Gehirn

und Lebensgeister hat. Schon ein paar

frische Blätter ins heisse Badewasser gegeben,

bewirken ein wohltuendes Baderlebnis.

Wichtig: Pflanzzeit ist auch jetzt noch.

Während die üblichen heimischen Versionen

dieser Kräuter mit leichtem Winterschutz

durch Zweige über den Winter kommen,

empfiehlt sich für die aus anderen

Regionen stammenden Zierformen zum

Eingewöhnen eine Kultur in Töpfen mit

kalter, aber frostfreier Überwinterung im

Wintergarten oder Frühbeet. Dafür kann

man auch im Winter davon ernten.

Siegfried Stein

Mit

Schweizer

Wurzeln.

Hustensaft mit Salbei

und Thymian

Für ca. 250 ml benötigt man:

100 g geschälte, zerkleinerte Zwiebel

250 ml Wasser

1 EL Thymian

1 EL Salbei

brauner Kandis (nach Bedarf)

Die Kräuter klein hacken, die Zwiebel fein

würfeln. In einen Topf mit dem Wasser

geben, den Kandiszucker zufügen und alles

kurz aufkochen. Etwa 10 Minuten ziehen

lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat

und abschmecken. Den Sud durch ein Sieb

giessen und in eine kleine Flasche füllen. Im

Kühlschrank ist der Saft ein paar Tage

haltbar. Dosierung: täglich 4 x 2 EL

www.schweizerpflanzen.info

65


Blumenzwiebel-

Neuheiten

Viele Gärtnerinnen und

Gärtner freuen sich nur auf

den Herbst, weil man da

bereits den Frühling pflanzen

kann. Eine kleine Auswahl an

Blumenzwiebel-Neuheiten

finden Sie hier.

Narzisse ‘Sweet

Pomponette’

Munter strahlende Osterglocken

sind pure Vorfreude für den

Frühling. Diese gefüllt blühende

Neuheit von Kiepenkerl hat einen

cremeweissen Blütenkranz mit

stark gefüllter, vorgewölbter

gelber Mitte. Das Zweifarbenspiel

bringt einen tollen Effekt.

Die neue Sorte von Kiepenkerl

ist standfest dank kräftiger

Stiele. Selbst bei Regen lassen sie die

Köpfe nicht hängen. Stehen sie an einem

unge-störten, sonnig bis halbschattigem

Plätzchen vermehren sie sich zu üppigen

Büscheln – ideal auch in Blumenwiesen.

Bezugsquellen:

Bakker Holland Gartenversand AG (www.bakker.ch)

Bruno Nebelung GmbH/Kiepenkerl und Sperli GmbH

(www.kiepenkerl.de/www.sperli.de, in Gartencenter und

Gärtnereien mit Kiepenkerl/Sperli-Sortiment)

Samen Mauser AG (www.samen-mauser.ch)

Frühlingsgarten

‘Magic Charme’

Trendfarben zum Dahinschmelzen:

Lavendellila und hellrosa Blüten ergänzen

sich bei dieser Mischung zu einer

ungewöhnlichen Harmonie. Mit den

neuen Tulpen ‘Mango Charme’ & ‘Magic

Lavender’ von Sperli können Sie sich

diesen Traum erfüllen. Pflanzen Sie die

kraftvollen Tulpenzwiebeln locker

verstreut in Terrassennähe – als Liaison

in Pastell. Zur Hauptblütezeit im April

schiessen die straffen Stiele bis 40 cm

in die Höhe. Mit rosafarbenen

Vergiss-meinnicht entsteht eine

aparte Kombination, das liegt ganz

im Trend. Auf geht’s in den Garten,

mit dem Blumenzwiebelpflanzer als

praktischen Helfer.

Rosen-Tulpe ‘Black Hero’

Einen Höhepunkt schaffen Sie mit der

Spitzensorte ‘Black Hero’. Schwarz wie die

Nacht: ungewöhnlich, von magisch

violett-schwarzer Farbe mit üppiger

Füllung – das ist das Kennzeichen dieser

rosenartigen Tulpe. Sie ist etwas ganz

Aussergewöhnliches und passt durch

ihre ungewöhnliche Farbe besonders

gut in Beete mit weisser oder

rosafarbener Pflanzung. ‘Black Hero’

von Sperli zählt zu den spät

blühenden Sorten, die ihre grossen

runden Knospen ab Mitte Mai öffnen. Durch

die gewachsten, relativ kurzen Blütenblätter

sind sie unempfindlich gegen Regen und

Pilzkrankheiten. Das Wasser perlt an ihnen ab

und die mystische Pracht bleibt erhalten.

66


Ziergarten

Gefüllte, späte Tulpe

‘Boa Vista’

Wer es gerne speziell und exklusiv haben

möchte, ist mit dieser gefüllten Tulpe ‘Boa

Vista’ (Samen Mauser) gut bedient. Sie blüht

von März bis April und wird 35 cm hoch.

Botanische Krokusse

‘Prins Claus’

Botanische Krokusse sind die allerfrühesten

Frühjahrsblüher. Die Blütenblätter dieser

Krokusse (Crocus chrysanthus ‘Prins Claus’, bei

Bakker) haben eine weisse Innenseite, die

Aussenseite hat einen schönen lila Fleck! Diese

botanischen Krokusse können sowohl in den

Garten als auch in einen Blumenkasten

gepflanzt werden. Für einen schönen Effekt

sollten Sie sie in Gruppen pflanzen!

Rosen-Tulpe

‘Rosa & Orange’

Ebenso wie Rosen die Königinnen unter den

Gartenblumen sind, entwickeln sich die

Rosen-Tulpen zu den Königinnen unter den

Frühjahrsblühern. Kein Wunder, ähneln doch

ihre üppig gefüllten Blüten dieser Mischung

von Kiepenkerl den zauberhaften Rosen oder

auch den Pfingstrosen sehr. Diese Mischung ist

eine extravagante Neuheit mit kräftigen

Stielen, gut aufrecht wachsend und mit stark

gefüllten Blüten, die sich ab Mai entfalten.

Pflanzen Sie diese Tulpen bis November in

etwa 10 cm Tiefe in die Erde. In Gruppen 10 bis

15 cm entfernt voneinander kommen die

Blüten gut zur Geltung.

Traubenhyazinthe

‘Pink Surprise’

Normalerweise sind Traubenhyazinthen blau

oder weiss, selten gibt es diese in Rosa. Diese

Traubenhyazinthe (Muscari armeniacum ‘Pink

Surprise’, bei Bakker) hat eine prächtige rosa

Röte, und man kann sie schön mit blauen

Sternhyazinthen kombinieren. Diese

Traubenhyazinthe ist ideal zum Verwildern

unter Bäumen und Sträuchern.

Gefüllte Tulpe ‘Danceline’

Sehr dekorativ und ungewöhnlich ist diese

reinweisse, gefüllte Tulpe mit feinen roten

Streifen und Punkten. Dieser Hingucker von

Samen Mauser im Blumenbeet wird zwischen 40

und 50 cm hoch und blüht im Wonnemonat Mai.

Zierlauch ‘Silver Spring’

Duftende Allium-Sorte mit purpurner Mitte

und rosa bis weissen Sternblütchen. Die Blüte

ist halbkugelförmig und hat einen

Durchmesser von ca. 10 cm. Sie ist als

Schnittblume geeignet und wird 90 cm hoch,

blüht von Mai bis Juni (Samen Mauser).

Botanische Tulpe (Tulipa

humilis) ‘Alba coerulea’

Zierliche Schönheit, die zwischen 10 und 15 cm

hoch wird. Daher ist sie auch sehr gut für

Balkonkistchen und Schalenbepflanzung

geeignet. Ihre blaue Mitte ist eine Seltenheit

bei Tulpen. Sie blüht von März bis April (Samen

Mauser).

Narzisse ‘Sinobel’

Hübsche, besondere Narzisse, die nicht oft

vorkommt! Die duftenden elfenbeinweissen

Blüten haben eine auffallende grüne Krone,

die sich später gelb färbt. Diese Narzisse von

Bakker ist eine frühe Sorte und kündigt den

Frühling an! Geben Sie diesen prächtigen

Narzissen einen schönen Platz in Ihrem Garten!

67


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12 cm-Topf 7.40/St., 14 cm-Topf 11.50/St.

Spezialitäten

Alpinpflanzen

alpine Pflanzen

Beerenpflanzen

Christbäume in Miete

Spezielle Kräuter, alte Beerensorten und

Versand ganze CH, Kataloge gratis

Ein Ausflug nach Graubünden

Versand ganze CH, Kataloge gratis

Gartenfest Filisur

Sonntag, 12. Mai 2013

Besuch im Alpin Gartencenter

Filisur/Graubünden:

Ein Ausflug Einkauf mit der mit Rhätischen Rabatt, Festwirtschaft,

Bahn (Unesco) oder dem Auto ist ein

Kinderprogramm

besonderes Erlebnis.

CH-7477 Filisur GR

Tel. 081 410 40 70

Fax 081 410 40 77

www.schutzfilisur.ch

Der nächste Anzeigenschluss für Ausgabe 6/13

(November/Dezember, erscheint am 31.10)

ist am 04.10.2013

Die Themen der nächsten Ausgabe u.a.:

Neue Gartenhäcksler

Ungewöhnliche Gehölzraritäten

Komposter und Hilfsmittel

Resistente Tafeltrauben

Nussbäume

Tulpenlexikon

Edelweiss zur Heilmittelherstellung

Innovative Produkte aus Kork

Haben Sie Fragen?

Hermann Rohner, Verkaufsleitung/Medienberater, freut

sich auf Ihre Kontaktaufnahme: Tel. 071 960 10 05

oder via Mail: rohner@freudeamgarten.ch

Buchsbaum-Zünsler

biologisch bekämpfen

mit Delfi n ® gegen Buchsbaum-Zünsler

www.biogarten.ch/info/delfi n

6146 Grossdietwil, Tel. 062 917 50 00, Fax 062 917 50 01, www.biogarten.ch

Wenn Frauen ins Schwitzen kommen

Publireportage

Drei von vier Frauen in den Wechseljahren leiden unter Hitzewallungen und Schweissausbrüchen.

Das Schwitzen und die Wärmegefühle gehören nicht nur zu den verbreitetsten Begleiterscheinungen

der Wechseljahre, sondern auch zu den unangenehmsten. Jetzt gibt es eine pflanzliche

Alternative, um diese Beschwerden zu reduzieren. Vor Kurzem haben Forscher den Salbei als

natürliche Hilfe bei Wechseljahrbeschwerden wiederentdeckt. Seine schweisshemmende

Wirkung ist traditionell überliefert, und aktuellen Anwendungstests zufolge reduziert das

Frischpflanzenextrakt aus Salbeiblättern die Anzahl und die Intensität der Hitzewallungen und

Schweissausbrüche nachweislich. Auch Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen,

A. Vogel/Bioforce AG

Grünaustrasse 4

CH-9325 Roggwil TG

www.bioforce.ch

Müdigkeit tagsüber sowie Energielosigkeit werden

gelindert. Zudem deuten die Resultate darauf hin, dass

Salbei bei psychischen Beschwerden wie Stimmungsschwankungen

oder Reizbarkeit Abhilfe verschafft. Erhältlich

in Apotheken und Drogerien.


Umwelt Arena Spreitenbach

Grüne Ideen haben jetzt ein Zuhause

Nachhaltigkeit, erneuerbare Energie und Natur. Wie passt das

zusammen mit meinen Bedürfnissen in Sachen Wohnen, Mobilität und

Energie? Wie geht das ohne Komforteinbussen und Mehrkosten?

Antworten finden Besucher in den 45 interaktiven Ausstellungen der

Umwelt Arena Spreitenbach. Gruppenführungen wie «Allgemeine

Führung», «Blick hinter die Kulissen» oder «Mein nächstes Auto ist grün»

sind sehr beliebt. Ausstellungen mit Produkten und Dienstleistungen

zum modernen, bewussten Leben laden ein zum Anfassen, Erleben und

Ausprobieren. Der Bereich «Bin im Garten» zeigt wie ein Schwimmteich

ohne Chemie auskommt, wie eine Betonwand dank Pet-Flaschen

begrünt und im Garten ohne einen Warmwasseranschluss warm

geduscht werden kann. Besucher entdecken auf Gewinnerpfaden

(z. B. FamilienTour, SparTour) verblüffende Antworten auf Alltagsfragen,

gewinnen durch die Beantwortung der Wettbewerbsfragen mit Spass

Wissen und haben die Chance auf einen der attraktiven Monatspreise.

Beliebt sind auch die Indoor-Parcours, wo man Elektromobile, E-Bikes,

Segways sowie Tretkarts und Trottinetts testen kann. Die Ausstellungen

sind sowohl für Familien mit Kindern, Laien als auch Fachleute geeignet.

Öffnungszeiten:

Besucher: Do/Fr 10-18 Uhr, Sa/So 10-17 Uhr;

Gruppen/Führungen/Events: Di-So, nach Vereinbarung

Umwelt Arena Spreitenbach

www.umweltarena.ch

Meinen Wunschbaum

persönlich aussuchen

Die Baumschule Hauenstein AG in Rafz ist bekannt für ein riesiges

Sortiment an winterharten Pflanzen. Weit über 3’500 verschiedene

Sorten wachsen auf 90 Hektaren in vielen verschiedenen Formen und

Grössen. Etliche Gehölze haben bereits ein Alter von 20 oder 30 Jahren

und sind teilweise über 10 Meter hoch. Dank konstanter, professioneller

Pflege lassen sie sich trotzdem erfolgreich verpflanzen.

Wussten Sie, dass Sie Ihren Baum oder Grossstrauch persönlich in

unserer Baumschule aussuchen können? Einfach vorgängig telefonisch

einen Termin vereinbaren. Unser Obergärtner begleitet Sie gezielt zu

den gewünschten Gehölzen, berät Sie kompetent, zeigt Ihnen die

verschiedenen Exemplare und beantwortet allfällige Fragen. Zum

Schluss wählen Sie Ihren individuellen Wunschbaum aus. Die ideale

Zeit, um grosse Gehölze auszusuchen, ist im September. Dann

präsentieren sie sich am besten und die Auswahl ist am grössten.

Erfüllen Sie sich Ihren Traum, und kommen Sie zu uns in die

Baumschule nach Rafz.

Hauenstein AG

Baumschulen • Garten-Center

Tel. 044 879 11 22

www.hauenstein-rafz.ch

70


Bei Schutz Filisur Graubünden –

Weihnachtsbäume zum Mieten

Trends, Schau- und Marktplatz

«Kennen Sie die Geschichte des kleinen Tannenbaumes? Diese

Geschichte kann man umschreiben. Denn die grösseren Brüder, die

in die Stadt gebracht wurden, kehren nach Weihnachten zurück.»

Aber nur die Weihnachtsbäume, die in der Alpin Baumschule

Schutz Filisur auf 1000 m.ü.M im Topf gewachsen sind.

Eine echte und nachhaltige Alternative zum herkömmlichen

geschnittenen Weihnachtsbaum: Schutz Filisur vermietet

Weihnachtsbäume, die in Töpfen gewachsen sind. Der Baum wird

nach Weihnachten zurückgegeben. In der Alpin Baumschule

wächst der Baum weiter, wird gepflegt und steht nächstes Jahr

wieder zur Miete bereit.

Der echte nachhaltige Weihnachtsbaum! Auch für Sie!

Mietchristbäume in der Alpin Baumschule Filisur

Schutz Filisur, Alpin Gartencenter

7477 Filisur

Tel 081 410 40 70

gartencenter@schutzfilisur.ch

Gräfliches Schlossfest

Insel Mainau

3. bis 6. Oktober

Bereits zum 8. Mal öffnet die Gräfliche Familie Bernadotte das im 18.

Jahrhundert erbaute Barockschloss Mainau für das Gräfliche Schlossfest.

Die hochwertige Verkaufsveranstaltung steht auch in diesem Jahr wieder

unter dem Motto: «Mode, Schmuck und edle Accessoires». Der

Wappensaal, die Bibliothek, die historischen Schlossflure und Salons

bieten exklusiven Ausstellern von Dekor bis Mode einen Rahmen der

Extraklasse. Entdecken Sie während der vier Ausstellungstage sonst nicht

öffentlich zugängliche Schlossräumlichkeiten, lassen Sie sich verzaubern

von barocker Pracht, und decken Sie sich mit den Besonderheiten der

Aussteller ein. Im Weissen Saal, dem barocken Festsaal des Schlosses,

erwartet Sie täglich ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Rahmenprogramm mit

stilvollen musikalischen Darbietungen, historischen Modenschauen und den beliebten Gräflichen

Hutmodenschauen mit den neusten Kreationen aus Gräfin Dianas Hutatelier. Beim Schau-

Schnapsbrennen inmitten der botanischen Herbstausstellung im Palmenhaus können Sie den

Profis über die Schulter sehen und dabei Köstlichkeiten aus der Mainau-Schnapsbrennerei

probieren und erwerben. Beim langen Einkaufsabend am Samstag, 5. Oktober, hat die

Verkaufsausstellung bis 20 Uhr für Sie geöffnet. Parallel lädt eine «verwunschene und

verzauberte» Abendveranstaltung mit Köstlichkeiten der Mainau-Köche im subtropischen

Ambiente des Palmenhauses zum Verweilen ein.

Die Insel Mainau ist ganzjährig von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.

Mainau GmbH

www.mainau.de

71


Veranstaltungskalender 31. August bis 30. Oktober 2013

Gartenbau

7. September,

8.30 Uhr, bzw.

11.9., 18 Uhr

14. September

8.30 bis 11.30 Uhr

Kurs: Kompostieren im Hausgarten

Ort: Weinfelden

Kurs: Naturweiher im Garten

Kosten CHF 55.-*

www.ebenrain.ch

KVA Thurgau, Weinfelden

Tel. 071 626 96 26

www.kvatg.ch

Landwirtschaftliches

Zentrum Ebenrain/Sissach

Tel. 061 552 21 21

25. Oktober,

13.30 Uhr, bzw.

26.10., 8.30 Uhr

Einwinterungskurs: Pflanzen, Garten,

Geräte

Kostenlos*

Genuss & Gesundheit

14. September

10 bis 11.30 Uhr

Gärtnerei Schwitter, Inwil

Tel. 041 455 58 00

www.schwitter.ch

Vortrag mit Degustation: Kohl leicht Merian Gärten Brüglingen,

und bekömmlich – besser als sein Ruf Basel

www.meriangaerten.ch

Tel. 061 319 97 80

21. September

9 bis 16 Uhr

27. September

19 bis 21 Uhr

Kurs: Trockenmauern fachgerecht

erstellen, Ort: Roosweg 20, Seengen

Kosten: CHF 175.-*

Gartenbaukurs: Garten für den Winter

vorbereiten, Gründüngung, Samen

ernten, Ort: Gärtnerei Kloster Kappel

Kosten: CHF 40.-*

Bioterra Schweiz

Tel. 044 454 48 48

www.bioterra.ch

Bioterra Schweiz

Tel. 044 454 48 48

www.bioterra.ch

14. September

9 bis 17 Uhr

26./28.

September bzw.

5./8. September

Einführungskurs mit Workshop:

Pilzgarten

Kosten: CHF 290.- *

www.pilzgarten.info

2-teiliger Pilzkurs

Einführungsabend und Exkursion

Kosten: CHF 70.-*

ZHAW/IUNR Institut für

Umwelt und Natürliche

Ressourcen

Campus Grüental

Naturschule St. Gallen

Tel. 071 228 85 70

www.naturschule.ch

28. September

14 bis 16 Uhr

28. bis 29.

September

jew. 10 bis 17 Uhr

5. Oktober, 9 bis 11

Uhr, bzw. 7.10., 14

bis 16 Uhr

9. Oktober

14 Uhr

12. Oktober

13 bis 17 Uhr

26. Oktober

14 bis 16.30 Uhr

Gartenpraxis

14. September

9 Uhr

21. September

14 bis 17 Uhr

24. September, 1./

10./17. Ok to ber,

jew. 16 Uhr

5. Oktober

9.30 Uhr

11. Oktober

14 bis 17 Uhr

16. bzw. 23.

Oktober

jew. 14 Uhr

19. Oktober

13 bis 17 Uhr

Kurs: Gartenteiche naturnah gestalten

Ort: Erlen

Kosten: CHF 30.-*

Zweitägiger Kurs: Ein Garten für alle

Sinne – mit Permakultur durch das

Gartenjahr

Kosten: EUR 139,-*

Kurs: Hecken- und Bodendecker

Kostenlos*

Kurs: Grabbepflanzungen und

-schmuck

Kostenlos

Kurs: Staudenbeete fachgerecht

planen

Kosten: EUR 45.-*

Kurs: Garten dekorativ einwintern

Ort: Schlieren

Kosten: CHF 25.-*

Kurs: Echinacea/Roter Sonnenhut:

Herkunft, Züchtung, Sortiment,

Verwendung und Pflege

Kosten: CHF 10.-*

Praktikum zu Zwiebel- und

Knollenpflanzen

Kosten: EUR 55.-*

Vortrag: Dauerhafte Grabbepflanzung

www.gaissmayer.de

Kurs: Schneiden, schützen, einwintern

von Kübel- und Freilandpflanzen

Kostenlos

Blumenzwiebel-Workshop

Kosten: EUR 12.-*

www.gaissmayer.de

Kurs: Winterschutz für immergrüne

Gehölze und Kübelpflanzen

Kosten: CHF 10.-*

Kurs: Formobst - Obstkultur mit

langer Tradition

Kosten: EUR 55.-*

Bioterra Schweiz

Tel. 044 454 48 48

www.bioterra.ch

Staudengärtnerei

Gaissmayer, Illertissen (DE)

Tel. +49 7303 72 58

www.gaissmayer.de

Gärtnerei Schwitter, Inwil

Tel. 041 455 58 00

www.schwitter.ch

Zulauf AG, Schinznach-Dorf

Tel. 056 463 62 62

www.zulaufquelle.ch

Staudengärtnerei

Gaissmayer, Illertissen (DE)

Tel. +49 7303 72 58

www.gaissmayer.de

Bioterra Schweiz

Tel. 044 454 48 48

www.bioterra.ch

Garten Hauenstein, Rafz

Tel. 044 879 11 22

www.hauenstein-rafz.ch

Mainau Akademie (DE)

Tel. +49 7531 30 32 02

www.mainau-akademie.de

Staudengärtnerei

Gaissmayer, Illertissen (DE)

Tel. +49 7303 72 58

Zulauf AG, Schinznach-Dorf

Tel. 056 463 62 62

www.zulaufquelle.ch

Staudengärtnerei

Gaissmayer, Illertissen (DE)

Tel. +49 7303 72 58

Garten Hauenstein, Rafz

Tel. 044 879 11 22

www.hauenstein-rafz.ch

Staudengärtnerei

Gaissmayer, Illertissen (DE)

Tel. +49 7303 72 58

www.gaissmayer.de

29. September

10 bis 17 Uhr

4. bis 5. Oktober

jew. ab 8.30 Uhr

Pilzausstellung

www.wildnispark.ch

Obstsorten-Verkostung: Brettacher

Gewürzapfel trifft Roten Berlepsch

www.baumschule-ammann.de

11. bis 12. Oktober Obstdegustation

www.hauenstein-rafz.ch

19. Oktober

8 bis 17 Uhr

Apfeltag

Mit Beratung und Degustation

www.lehmann-baumschulen.ch

Haus & Wintergarten

31. August bis 2.

September

jew. 8 bis 18 Uhr

3. September

19.30 Uhr

7. September,

bzw. 6.10., jew. 13

bis 16.30 Uhr

7. September

10 bis 17 Uhr

11. bzw. 13.

September

16.30 bis

18.30 Uhr

17. September

17 bis 18 Uhr bzw.

18.30 bis

19.30 Uhr

18. September,

18 Uhr, bzw. 19.

Oktober, 9 Uhr

28. September

11, 13, bzw. 15 Uhr

1. Oktober

19.30 Uhr

Luzerner Orchideentage

Thema: Südamerika

Vortrag: 3D-Streifzug durch

Thailands Orchideenwelt

Orchideenkurs: Giessen, umtopfen,

Pflanzenschutz, Standort

Kosten: CHF 45.-*

Herbst-Tagung der Schweizerischen

Kakteen-Gesellschaft

Motto: Mit Kakteensuchern unterwegs

Mit Vorträgen und Pflanzen- und

Samenbörse

Ort: Bildungszentrum Wallierhof

Riedholz (SO)

Tageskurs: Urbanes Gärtnern:

Herbst- und Wintergemüse auf dem

Balkon Ort: GartenLaden Bern

Kosten: CHF 40.-*

Führung: Dracula-Orchideen –

charmante Fliegenmörder

Treffpunkt: beim Brunnen, Ecke

Institutsgebäude, Eintritt frei

Workshop: Orchideen umtopfen

und pflegen

Kosten: CHF 50.-*

Kurs: Gefässbepflanzungen mit Obst

und Beeren für Balkon und Terrasse

Orte: Zuchwil, Aaarau, Muttenz,

Oberwil, Oster mundingen und

Voketswil, kostenlos

Orchideentauschbörse

www.orchideen-bern.ch

Wildnispark Zürich

Tel. 044 722 55 22

Ammann Gartenkultur,

Steisslingen (DE)

Tel. +49 7738 92 65 25

Garten Hauenstein,

Zürich-Schwamendingen

Tel. 044 322 06 66

Lehmann Baumschulen AG,

Büren an der Aare

Tel. 032 351 15 19

Luzerner Garten Ebikon

Tel. 041 375 60 70

www.orchideenschau.ch

Orchideenverein Bern

Tel. 022 776 33 43

www.orchideen-bern.ch

Orchideen-Amsler, Sirnach

Tel. 071 960 02 92

www.orchideen-amsler.ch

Schweizerische Kakteen-

Gesellschaft

Tel. 056 406 34 50

www.kakteen.org

Wyss Samen und Pflanzen

AG Zuchwil

Tel. 032 686 68 68

www.wyssgh.ch

Botanischer Garten der

Universität Basel

Tel. 061 267 35 19

www.botgarten.unibas.ch

Meyer Orchideen, Wangen

Tel. 044 833 24 01

www.swissorchid.ch

Wyss Samen und Pflanzen

AG Zuchwil

Tel. 032 686 68 68

www.wyssgh.ch

Orchideenverein Bern

Tel. 022 776 33 43

72 Freude am Garten


Veranstaltungskalender online auf www.freudeamgarten.ch

12. Oktober

14 bis 17 Uhr

Kreatives

6./7. bzw. 13./14.

September, bzw.

25./26. Oktober

7. September bzw.

19.10., jew. 9 bis

12.30 Uhr

28. September

14 bis 17 Uhr

15. Oktober

9 bis 17 Uhr

Kübelpflanzenpraktikum

Kosten: EUR 50.-*

Pflanzenwissen

1. September

10.15 Uhr bzw.

15.15 Uhr

3. September

17 bis 18 Uhr bzw.

18.30 bis

19.30 Uhr

11. September,

18 Uhr bzw. 15.

September,

14 Uhr

14. September

15 Uhr

15. September

bzw. 13. Oktober,

jew. 11 Uhr

29. Oktober

17.30 bis

18.30 Uhr

Unterwegs

31. August

14 bis 18 Uhr

1., 8., 15., 22. bzw.

29. September

jew. 14 Uhr

5. September

18 bis 19 Uhr

7. bis 8.

September

jew. 9 bis 18 Uhr

14. September

10 bis 18 Uhr

Zweitageskurs: Schnitzen mit der

Kettensäge, Kosten: CHF 420.-*

Ort: Wald Raum Ottoberg (TG)

Weidenflechtkurs: Kugeln und

Schalen

Kosten: CHF 120.- (plus Material)*

Kurs: Gartenfotografie

Kosten: EUR 160.-*

www.landhaus-ettenbuehl.de

Kreativkurs: Weihnachtlicher Tür- und

Wandschmuck, Kosten: CHF 330.-*

www.knowhow.ch

Vortrag und Führung: Sporen,

Früchte, Samen

Treffpunkt: Vortragsraum

www.botanischergarten.stadt.sg.ch

Führung: Aufsitzerpflanzen –

Spezialisten der tropischen

Baumkronen, Eintritt frei

Treffpunkt: Brunnen/Institutsgebäude

Führung: Geniessen, sättigen, sterben

– Faszinierendes von Tomaten und

anderen Nachtschattengewächsen

Kostenlos

Führung: Wie Pflanzen Samen

verbreiten

www.meriangaerten.ch

Vortrag und Rundgang: Beetstunde

Gärtnertipps und Wissenswertes zu

einem aktuellen Gartenthema

www.graefin-von-zeppelin.de

Vortrag: Giftpflanzen - Naschen

verboten! Kosten: EUR 5.-*

www.gaissmayer.de

Lippenblütler-Tag: Salbei, Thymian,

Rosmarin & co.

Mit Vorträgen, Führungen,

Degustationen, Pflanzenverkauf

www.unifr.ch/jardin-botanique

Führung durch Park Arenenberg

www.napoleonmuseum.tg.ch

Führung durch den Chinagarten

Kosten: CHF 15.-

Treffpunkt: Eingang Chinagarten

Fest: Illertisser Gartenlust

Motto: Garten – Blüte und Frucht

Eintritt: EUR 8,-

Herbstfest

Mit Vorträgen und Festwirtschaft

www.syringa-pflanzen.de

Mainau Akademie (DE)

Tel. +49 7531 30 32 02

www.mainau-akademie.de

Anatol Stäheli, Neuwilen

Tel. 079 421 48 75

www.schnitzophren.ch

Flechtart, Affoltern am Albis

Tel. 043 817 15 49

www.flechtart.ch

Landhaus Ettenbühl,

Hertingen (DE)

Tel. +49 7635 827 97 17

Know how

Bildungszentrum, Wangen

Tel. 044 242 21 82

Botanischer Garten

St. Gallen

Tel. 071 288 15 30

Botanischer Garten der

Universität Basel

Tel. 061 267 35 19

www.botgarten.unibas.ch

Botanischer Garten Bern

Tel. 031 631 49 45

www.botanischergarten.ch

Merian Gärten Brüglingen,

Basel

Tel. 061 319 97 80

Staudengärtnerei Gräfin

von Zeppelin Sulzburg (DE)

Tel. +49 7634 6 97 16

Staudengärtnerei

Gaissmayer, Illertissen (DE)

Tel. +49 7303 72 58

Botanischer Garten der

Universität Freiburg

Tel. 026 300 88 86

Schloss und Park

Arenenberg, Salenstein (TG)

Tel. 071 663 32 60

Grün Stadt Zürich

Tel. 044 412 46 21

www.stadt-zuerich.ch

Staudengärtnerei

Gaissmayer, Illertissen (DE)

Tel. +49 7303 72 58

www.gaissmayer.de

Syringa, Hilzingen-

Binningen (DE)

Tel. +49 77 39 14 52

14. bis 15.

September

jew. 10 bis 18 Uhr

28. bis 29.

September

jew. 10 bis 17 Uhr

4. bis 5. Oktober

jew. 10 bis 18 Uhr

5. Oktober

9 bis 16 Uhr

6. Oktober

10 bis 18 Uhr

16. Oktober

17 Uhr

Herbstfest mit Spezialitätenmarkt

Mit Kinderprogramm und

Festwirtschaft

www.graefin-von-zeppelin.de

Grosser Tulpenzwiebelmarkt

Historische Raritäten und Klassiker

für den Garten

Festtage: Bunte Blumenzwiebelei

Mit Vorträgen und Festwirtschaft

www.graefin-von-zeppelin.de

Gartenflohmarkt: Gras & Krempel

www.gaissmayer.de

Herbstfest im Arboretum

www.arboretum.ch

Führung: Wonnemonat Oktober:

Blüten, Früchte und Herbstfarben

www.meriangaerten.ch

Staudengärtnerei Gräfin

von Zeppelin Sulzburg (DE)

Tel. +49 7634 6 97 16

Schloss Wildegg

Tel. 084 887 12 00

www.museumaargau.ch

Staudengärtnerei Gräfin

von Zeppelin Sulzburg (DE)

Tel. +49 7634 6 97 16

Staudengärtnerei

Gaissmayer, Illertissen (DE)

Tel. +49 7303 72 58

Nationales Arboretum der

Schweiz im Vallon de

l’Aubonne

Tel. 021 808 51 83

Merian Gärten Brüglingen,

Basel

Tel. 061 319 97 80

Bei allen mit * markierten Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich!

Weitere Termine finden Sie online auf: www.freudeamgarten.ch.

Terminbekanntgabe bitte an: veranstaltungskalender@freudeamgarten.ch.

Redaktions- und Inserenten-/Herstellerverzeichnis

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Firma

3P Technik Filtersysteme GmbH, D-Donzdorf

Andermatt BIOGARTEN AG, Grossdietwil

Artha Samen, Münsingen

Bakker Holland Gartenversand AG, St. Margrethen

Baumschule Pavel Beco, Dicken

Bioforce AG, Roggwil TG

Birchmeier Sprühtechnik AG, Stetten

BLV Verlag, D-München

Bruno Nebelung GmbH/Kiepenkerl/Sperli, D-Everswinkel

Bundesamt für Landwirtschaft BLW, Bern

C. und R. Zollinger, Les Evouettes

c-m GmbH, Rollender Garten®, Mühlrüti

Dort-Hagenhausen Verlag, D-München

Dremel/Robert Bosch AG, Solothurn

EMSA GmbH, D-Emsdetten

Eric Schweizer AG, Thun

Eternit (Schweiz) AG, Niederurnen

Eugen Ulmer Verlag, D-Stuttgart

Faserplast AG, Rickenbach

FELCO SA, Les Geneveys-sur-Coffrane

FlorArt, St. Gallen

Frei Weinlandstauden AG, Wildensbuch

Gartenpflanzen Daepp, Münsingen

Gärtnerei Schwitter AG, Inwil

Häberli Fruchtpflanzen AG, Neukirch-Egnach

Hauenstein AG, Rafz - Zürich - Baar

Huplant Pflanzenkulturen AG, Hirschthal

Isotrop Verlag, Bad Camberg

Jan Thorbecke Verlag, D-Ostfildern

Jardin Suisse, Aarau

Jucker Farm, Seegräben

Kientzler Jungpflanzen GmbH & Co. KG, D-Gensingen

Lubera AG, Buchs

Mainau GmbH, Insel Mainau

Manufactum AG, Otelfingen

Moulinex/GROUPE SEB SCHWEIZ GmbH, Glattpark

Neogard AG, Gontenschwil

OASE GmbH, D-Hörstel

Otto Graf GmbH, D-Teningen

Quellit Gärten AG, Murten

R.Sager Gartengalerie, Gonten

Regenwassercenter, Kleindöttingen

RICOTER Erdaufbereitung AG, Frauenfeld

Riemann Verlag/Verlagsgruppe Random House GmbH, D-München

Robert Bosch AG, Solothurn

Roth Pflanzen AG, Kesswil

Samen Mauser AG, Winterthur

Sativa Rheinau AG, Rheinau

Schutz Filisur Alpin Gartencenter, Filisur

Schweizer Obstverband, Zug

Silvedes AG, Brütten

Sperli GmbH, D-Everswinkel

Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin OHG, D-Sulzburg-Laufen

Stiftung Praktischer Umweltschutz Schweiz Pusch, Zürich

Tschümperlin AG, Baar

Verlag Dr. Friedrich Pfeil, D-München

Volmary GmbH, D-Münserter

Waschbär Triaz GmbH, D-Freiburg

Wyss Samen und Pflanzen AG, Zuchwil

Wyttenbach GmbH, Gerlafingen

Zulauf AG, Schinznach-Dorf - Liestal

Recherche und Text: Dr. Monika Oertner

Freude am Garten 73


Vorschau

Die nächste Ausgabe von FREUDE AM GARTEN erscheint am 31. Oktober 2013

Ziergarten

Zauberhafte und

ungewöhnliche

Gehölzraritäten

Technik

Gartenhäcksler

Nutzgarten

Tafeltrauben für den

eigenen Garten

Weitere

Themen

ÆÆEdelweiss zur

Heilmittelherstellung

ÆÆTulpenlexikon

ÆÆGartenhäcksler

ÆÆNussbäume

ÆÆInnovative Produkte aus Kork

Anzeigenschluss für die Agenda 2014 sowie

die Ausgabe 06/13 (November/Dezember) ist

am 04. Oktober 2013.

Fotonachweise

Titelfoto | Uwe Messer, Titelbilder klein (v.o.n.u.) | Caroline Zollinger, Otto Graf

GmbH, Samen Mauser AG, Seite 3 | Markus Murschetz, Seite 5 | Uwe Messer

(1), Bruno Nebelung GmbH/Kiepenkerl (1), Alexandra von Ascheraden (1), aus

dem Buch «Gute Kartoffeln», Dort-Hagenhausen Verlag 2012 (1), Seite 6-7 |

Häberli Fruchtpflanzen AG (2), FELCO SA (1), Juckerfarm (2), Bruno Nebelung

GmbH/Kiepenkerl (4), Waschbär Triaz GmbH (2), Schweizer Obstverband (1),

Eugen Ulmer Verlag (1), Jan Thorbecke Verlag (1), BLV Verlag (1), Seite 8-9 |

Uwe Messer, Seite 10-13 | Elisabeth Gertsch (5), Uwe Messer (1), Seite 14-17 |

Bert Stankowski (7), Seite 18-21 |Caroline Zollinger (5), Uwe Messer (2), Seite 22-

23 | Alexandra von Ascheraden (12), Seite 24-29 | Uwe Messer (15), I Bulb (1), Ina

Koys (1), Kientzler Jungpflanzen GmbH (1), Jan Thorbecke Verlag (1), RICOTER

Erdaufbereitung AG (2), Seite 30-32 | Otto Graf GmbH (2), Neogard AG/Oase

(1), 3P Technik Filtersysteme GmbH (2), Manufactum GmbH (1), Seite 33 |

Hersteller, Seite 34 | Atlant Bieri, Seite 35-36 | Uwe Messer (14), Wikipedia_Jerry

Kirkhart (1), Wikipedia_Dapfni (1), Seite 37-38 | Bildlich.ch (1), aus dem Buch

«Gute Kartoffeln», Dort-Hagenhausen Verlag, 2012, Seite 39-40 | Oestergarten

(1), Wyss Samen und Pflanzen AG (2), Seite 41-42 | Uwe Messer (1), Daniel

Schüpbach (1), Werner Stirnimann (1), Seite 43-45 | Beat Wermelinger, WSL (2),

Alexandra von Ascheraden (1), Uwe Messer (2), Seite 46 | Sarah Fasolin (1),

Seite 48-51 | Gärtnerei Schwitter AG, Seite 52-53 | Uwe Messer (2), Riemann

Verlag (1), aus dem Buch «Drei-Zonen-Garten», Verlag Dr. Friedrich Pfeil 2013 (2),

Seite 54 |Claudia Müller (1), Uwe Messer (2), Seite 55 | Silvedes AG (2), Robert

Bosch AG (1), Seite 56-59 | Neogard AG /Oase (5), Uwe Messer (2), Jeannette

Gabathuler (1), Quellit Gärten AG (1), R. Sager Gartengalerie (2), Emsa (1), Seite

60 | Alexandra von Ascheraden (5), Seite 61-65 |Bruno Nebelung GmbH/

Kiepenkerl (1), Friederike Kasten (1), Uwe Messer (13), Seite 66-67 | Bruno

Nebelung GmbH/Kiepenkerl (2), Sperli GmbH (2), Samen Mauser AG (4),

Bakker Holland Gartenversand AG (3), Seite 70-71 | Umwelt Arena

Spreitenbach (3), 74Hauenstein AG (2), Schutz Filisur (1), Insel Mainau GmbH (2),

Seite 74 | Uwe Messer (2), AL-KO GERÄTE GMBH (1)

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Prämie A2

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Lohrer), 160 Krankheiten und

Schädlinge erkennen und

bekämpfen.

Prämie A3

Kräuterschere mit kurzen

und spitzen Klingen für präzise

und feinste Schnitte

Prämie B1

Mini-Pflegeset mit Doppelhacke,

Kleinfächerbesen, Kleingerätestil

und Blumenkelle

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2-schneidige Gartenschere

für Vielschneider

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