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NL € 3,30; L € 3,30; DK dkr. 24,58; A € 3,30; B € 3,30; CH sfr 4,84; D € 3,30 25. Jahrgang November 2013 10413

NUTZ

FAHRZEUGE

ePaper


INHALT 11/2013

Editorial

3 Lückenlose Überwachung

Finanzen

6 AGB auf den Prüfstand stellen

8 Schlüssel zu den Fahrerdaten

10 Erneuter Flottenzuwachs

Aus- & Weiterbildung

12 Arbeitswelt zum Anfassen

16 Team weiter ausgebaut

Verkehrssicherheit

Sicherheit mit System S. 18

Moderne Elektronik hat in den vergangenen Jahren auch mehr Sicherheit ins Nutzfahrzeug

gebracht. Vor allem Kameras und Sensoren ersetzen den Blick des Fahrers. Wir stellen

neue aktuelle Systeme vor.

18 Sicherheit mit System

22 Viele offene Fragen

26 Fit machen für den Erfolg

28 Das Dach unter Fach

30 Achtung, Katastrophenalarm!

32 Schwere Sicherheitssieger

Porträt

34 Ausgewiesene Schwerlastprofis

Neuvorstellung

40 Effizienter Schwergewichtler

58 Vielseitige Verteiler

Anhänger,

Auflieger, Aufbauten

42 Vom Acker auf die Autobahn

44 Klimaneutrales Containerchassis

Kühlverkehr

46 Fit in den Winter

Ladungssicherung

48 Handhabung vereinfacht

Fahrt in eine neue Verbrauchs-Dimension S. 50

Ford bringt mit viel Selbstbewusstsein seinen neuen Transit Connect an den Start.

Der Neue glänzt mit geringem Verbrauch und setzt auch optisch gelungene Akzente.

Fahrbericht

50 Fahrt in eine neue ...

Verbrauchs-Dimension


Tipps & Trends

58 Ein Viertel Jahrhundert

64 Neue Konzepte gefragt

66 Starke Partnerschaft

Rund ums Fahrerhaus

68 Kühler Kopf und warmes Herz

Betriebstankstellen

74 Kostenbremse an der Zapfsäule

Werkstatt

78 Richten aus dem Baukasten

80 Familiäre Atmosphäre in Kassel

82 Einfache Montage

84 Effiziente Oberflächenveredelung

86 Tank in der Grube

Fahrzeugeinrichtungen

88 Echter Tausendsassa

91 5 t Nutzlast mit C1E

92 Leidenschaft zur Innovation

Reifen

94 Winter kann kommen

96 Runderneuert

bei Neuauflage

UDF

98 Was (H)alle(n) brauchen

100 Hier gehen

Lichter auf

102 Intelligent managen

104 Licht per Mausklick

106 Das richtige

„Gemisch“

108 Notruf inklusive

110 Händlerteil

113 Impressum

Kühler Kopf und warmes Herz S. 68

Unter dem Motto „Klimakomfort neu definiert“ hat

Eberspächer neue Konzepte zum Kühlen und Beheizen

von Fahrzeugen vorgestellt. Die Botschaft:

Das Thermomanagement soll vereinfacht werden.

Sicher in die kalte Jahreszeit...

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SICHERHEIT

MIT SYSTEM

Grund genug für die EU, sogenannte

Notbremsassistenten vorzuschreiben.

So müssen bereits jetzt

alle neu entwickelten Nutzfahrzeugtypen

über ein solches System verfügen; ab 2015

muss sogar jedes neu zugelassene Nutzfahrzeug

ein solches Assistenzsystem an

Bord haben. Notbremsassistenten arbeiten

auf Radarbasis. Erkennt beispielsweise

das Radar eines Abstandregeltempomaten,

dass sich der Abstand zum

voranfahrenden Fahrzeug verringert, leitet

das System auch ohne Zutun des Fahrers

eine Bremsung ein. Das erfolgt in abgestufter

Form. Zunächst gibt es eine

Warnung für den Fahrer. Wird die ignoriert,

erfolgt eine Teilbremsung. Einige Systeme,

wie der Active Brake Assist (ABA)

18 NFM 11/2013


Assistenzsysteme. Verkehrsunfälle mit

schweren Nutzfahrzeugen haben nicht selten

fatale Folgen. Fährt ein Truck mit Tempo 70

auf einen am Stauende stehenden Pkw,

so hat ein Crashtest des ADAC ergeben,

sind die Überlebenschancen der Pkw-

Insassen gleich null. Dabei sind gerade die

sogenannten Stau-Unfälle vermeidbar.

im neuen Actros, sind sogar in der Lage,

eine Vollbremsung bis zum Stillstand

durchzuführen. Diese Systeme, da sind

sich Verkehrsexperten sicher, werden die

Verkehrssicherheit auf Europas Straße

nachhaltig verbessern.

Vielfältige Assistenz

Assistiert wird dem Fahrer in Sachen Sicherheit

nicht mehr nur beim Bremsen.

Fahrerassistenzsysteme, wie Abstandsregeltempomaten

oder Spurhalteassistenten,

gibt es bereits seit Jahren und sie haben

einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit

im Straßenverkehr geleistet. Die Arbeit

der Entwickler ist damit noch längst nicht

am Ende angekommen. Der Straßenverkehr

bietet noch reichlich Risiken, die es

zu entschärfen gilt.

11/2013 NFM 19


Vogelperspektive:

So hat der Fahrer alles

im Auge. (Fotos: Continental,

Mercedes-Benz)

So ist etwa starker Wind für großvolumige

Fahrzeuge ein gefährliches Problem. eigene Fahrspur bewegt.

dass sich der Transporter zurück in die

Eine kräftige Windböe ist locker in der

Lage, einen Transporter einfach auf die Tote Winkel entschärfen

Parallel- oder die Gegenfahrbahn zu drücken.

Im neuen Mercedes-Benz Sprinter Nachrüstung geht, ist das 360°-Kamera-

Ebenfalls neu, zumindest, wenn es um die

haben die Mercedes-Benz-Ingenieure diese

Gefahr minimiert. Bei dem neuen Sei-

seiner effektiven Rundumüberwachung

system Continental ProViu ASL360. Mit

tenwindassistenten erfassen Sensoren den sorgt Continental ProViu 360 bereits in

seitlichen Versatz des Fahrzeugs. Das System

arbeitet mithilfe der ohne für andere derfahrzeugen für deutlich mehr Sicher-

der Erstausrüstung von Nutz- und Son-

Assistenzsysteme wie ESP verbauten Sensoren.

Wird das Fahrzeug durch starken und bildet jeden Winkel der Fahrzeugheit

und Komfort. ProViu 360 sieht alles

Wind zur Seite gedrückt, werden die Räder

mithilfe der Elektronik so abgebremst, scharf und in

umgebung detailgetreu ab – gestochen

Echtzeit.

Gefährlicher Seitenwind: Auch dieses Problem

kann elektronisch entschärft werden.

Lebensgefährliches Problem

Besonders im innerstädtischen Verteilerverkehr

kann der Tote Winkel zum lebensgefährlichen

Problem werden, weil sich

mit der Fahrzeuggröße auch der nicht

einsehbare Bereich vergrößert. Der Tote

Winkel kann Fußgänger, Radfahrer und

sogar ganze Pkw „verschlucken“. ProViu

ASL360 ist die Lösung für dieses Problem,

wurde allerdings bislang ausschließlich

von Continental für die Erstausrüstung

gefertigt. „Ein Linienbus ist aber in der

Regel deutlich länger als ein Jahrzehnt

in Betrieb. Das Überwachungssystem ist

deshalb nicht nur für die Erstausrüstung

wichtig“, erklärt Dr. Michael Ruf, Leiter

des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles

& Aftermarket bei Continental.

Wurde ein Bus erst vor Kurzem ohne

Rundumüberwachung angeschafft, gab

es bislang keine Möglichkeit, ein System

nachzurüsten. „Sicherheit sollte immer

an erster Stelle stehen – deshalb hat Continental

eine ProViu-Variante zum Nachrüsten

nun im Programm. Mit ProViu

ASL360 bieten wir ein Produkt an, das alle

Vorteile aus der Erstausrüstung optimal

auf den Ersatzmarkt überträgt“, sagt Ruf.

Elektronische Rundumsicht

Statt Einzelkameras, die nur die Bereiche

an den Türen und hinter dem Fahrzeug

20 NFM 11/2013


überwachen, kann ProViu ASL360 alle

diese Einzelfunktionen integrativ in einem

Bild aus der Vogelperspektive darstellen.

Das macht die 360°-Kamera zum

unverzichtbaren Sicherheitsmerkmal für

Schulbusse und den öffentlichen Nahverkehr.

Der Fahrer erkennt durch die Rundumüberwachung

sofort, ob sich Personen,

Radfahrer oder Fahrzeuge eventuell

in einer möglichen Gefahrenposition befinden.

Möglich wird das durch mehrere

Mikrokameras mit Weitwinkeloptik, die

an den Flanken, dem Heck und der Front

des Fahrzeugs angebracht werden.

Zusammengesetztes Bild

Eine elektronische Steuereinheit setzt diese

vier digitalen, hoch auflösenden und

automatisch in Kontrast und Helligkeit

optimierten Kamerabilder anschließend

zu einem Gesamtbild zusammen, welches

auf einem Display im Cockpit angezeigt

wird. Somit kann der Fahrer sein

Fahrzeug und seine unmittelbare Umgebung

aus der Vogelperspektive sehen und

auch außerhalb seines Fahrzeugs den

Überblick behalten.

Elementare Sicherheit

Diese Eigenschaften machen das ProViu-

ASL360-System auch zu einem elementaren

Bestandteil für Lkw, Bau- sowie

Sonderfahrzeuge. Da Mauervorsprünge,

Hausecken und andere Fahrzeuge angezeigt

werden, beschleunigt das System

auch Rangiervorgänge erheblich. Das Unfallrisiko

sinkt, was kürzere Stand- oder

Ausfallzeiten, geringere Reparatur- und

niedrigere Schadenskosten sowie geringere

Risiken für das abgestellte Fahrzeug

und seine Ladung mit sich bringt. Auch

in kritischen Verkehrssituationen, im

dichten Stadtverkehr, an engen Laderampen,

auf vollen Werkhöfen oder auf

hektischen Baustellen erleichtert das Pro-

Viu-ASL360-System die Bedienung des

Fahrzeugs erheblich. Die Nachrüstung

von ProViu ASL360 kann in geeigneten

Werkstätten durchgeführt werden.

Hohes Unfallvermeidungspotenzial

Sicherheit ist messbar. So gehört der

Schleuderschutz ESP seit November 2011

für alle neuen Pkw- und einen Teil der

Lkw-Modelle zum Pflichtprogramm. Dass

dies ein Schritt in die richtige Richtung

war, zeigen die Ergebnisse der Unfallforscher:

Bei einer serienmäßigen Ausrüstung

aller bereits zugelassenen Lkw auf

deutschen Straßen könnte ESP in Kombination

mit einer Kippstabilisation die

Zahl aller schweren Lkw-Unfälle um bis

zu sechs Prozent reduzieren.

SANFTE GEWALT

Soft Docking – die nächste Generation

EB+ Soft Docking

Die nächste Generation

Haldex Stand Nr. 123, Halle 5

Schnell ist’s passiert, dass es beim Andocken an die Rampe kracht.

Soft Docking beugt dieser Gefahr systematisch vor. Es bewirkt, dass

die Bremsen immer dann automatisch aktiviert werden, sobald das

Geschehen an der Rampe kritisch wird.

Weitere Informationen: www.haldex.com/softdocking

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Kennt alle Ausreden: Johannes Brockmeyer

vom Autobahnpolizeikommissariat Osnabrück.

Betriebsprüfer mit jahrzehntelanger

Erfahrung: Heinz-Hermann Flömer.

Spezialist für Verkehrsrecht: der Bremer

Fachanwalt Wolfgang Lohmann.

Viele offene Fragen

Recht. Die Erwartungen an den digitalen Tachografen waren hoch! Die Verkehrssicherheit sollte

erhöht werden, die Arbeitsbedingungen für die Fahrer sollten sich verbessern und vor allem sollten

die Möglichkeiten zum Manipulieren der Fahrerdaten eliminiert werden.

Ziele, die nach Einschätzung von Experten, auch heute,

sieben Jahre nach Einführung des digitalen Tachografen

und den damit verbundenen Fahrerkarten, nicht erreicht

sind. Zugleich ist der Informationsbedarf bei vielen betroffenen

Unternehmen nach wie vor sehr hoch. Gerade bei den berühmten

und mitunter auch berüchtigten Ausnahmefällen stehen

viele Fragezeichen im Raum. Paradebeispiel dafür sind sogenannte

„Handwerkerregelungen“, die je nach Bundesland in

ihrer Reichweite variieren. Die Voraussetzungen, sich rechtskonform

zu verhalten, sind damit nicht immer einfach.

Eine weitere, komplexe Dimension erhält der digitale Tachograf

durch häufige Erweiterungen der Funktionalitäten und Softwareupdates.

Gerade einmal sieben Jahre nach seiner Einführung

wird bei VDO bereits an der vierten Tachografen-Generation

gearbeitet, die spätestens in fünf Jahren auf den Markt

kommen soll.

beschäftigt sich im Unternehmensbereich Schroiff Technik

mit allen Dienstleistungen rund um Tachografen und ist unter

anderem Vertriebspartner von VDO. Den anhaltend hohen

Informationsbedarf vieler Kunden hat Schroiff jetzt zum Anlass

genommen, eine Konferenz zum Thema „Digitaler Tachograf in

der Praxis“ zu veranstalten.

Mehrwert nutzen

Die Schroiff-Tachospezialisten Lars Beckonert und André Kaemper

sowie Markus Weide von VDO Continental Trading erläuterten

vor zahlreichen Unternehmensvertretern aus der Trans-

Digitaler Tacho in der Praxis

Ein Dienstleister, der immer wieder mit Fragen rund um den

digitalen Tachografen konfrontiert wird, ist das Bremer Systemhaus

Schroiff. Das Unternehmen ist unter anderem in den Bereichen

Flotteninformationen und Telematik unterwegs und

Die digitalen Tachozeiten

sind vielfach

eine Herausforderung.

22 NFM 11/2013


portbranche, von Verkehrsbetrieben sowie Handwerksund

Bauunternehmen aus ganz Norddeutschland über

die rechtlichen Grundlagen, das Thema Datenarchivierung

sowie Features aktueller und künftiger Tachografen-

Generationen. Dabei wurde einmal mehr deutlich, welche

vielfältigen Möglichkeiten der digitale Tachograf bei

der Aufzeichnung von Lenk- und Ruhezeiten bietet. Daten,

die eben nicht nur der gesetzlich vorgeschriebenen

Archivierung dienen, sondern aus denen Flottenbetreiber

durchaus auch Nutzen für das Flotten- und Arbeitszeitenmanagement

ziehen können.

Drohende Konsequenzen

Drei weitere Referenten thematisierten die drohenden

Konsequenzen, wenn Fahrer und Unternehmen ihren

gesetzlichen Verpflichtungen aus dem Fahrpersonalrecht,

der Arbeitszeitordnung und dem Verkehrsrecht nicht

nachkommen. Mit Heinz-Hermann Flömer vom Gewerbeaufsichtsamt

Bremen, Johannes Brockmeyer vom Autobahnpolizeikommissariat

Osnabrück und dem Fachanwalt

für Verkehrsrecht, Wolfgang Lohmann, konnte der

Veranstalter drei Experten gewinnen, die sich teilweise

seit Jahrzehnten mit der Materie auseinandersetzen und

über einen entsprechenden Erfahrungsschatz verfügen.

Die LadeBOX sorgt unter dem Trailer für Ordnung.

Mittels eines durchdachten Innenlebens

können Sie ihre Ladungssicherungssysteme

sicher und übersichtlich an einem einzigen

Platz unter dem Trailer lagern.

Gefährliches Aussitzen

Zentrale Botschaft von Flömer und Brockmeyer, wenn ein

Unternehmen ins Visier der Behörden geraten ist: Die

weit verbreitete Haltung, Bußgelder zu bezahlen und darüber

hinaus Probleme aussitzen zu wollen, ist gefährlich.

Der digitale Tachograf habe die Möglichkeiten der Behörden

deutlich verbessert, Verstöße innerhalb von Minuten

nachvollziehbar zu machen. Die dafür erforderlichen

Möglichkeiten in Form von Computerprogrammen, die

alle Lenkzeitverstöße innerhalb eines definierten Zeit-

NOMINIERT

NOMINATED

Speziell an die Ladungssicherungssysteme

angepasste ausziehbare Ablagefächer erlauben

Ihnen beim Be- und Entladen einen komfortablen

Zugriff. Und auch während der

Fahrt können Ihre Ladungssicherungssysteme

nicht mehr verrutschen.

Die LadeBOX ist als Einsatz für den Palettenstaukasten

PK3000 von HS-Schoch und als

separate BOX zur einfachen und schnellen

Montage im Ersatzradkorb EK1000 von HS-

Schoch erhältlich.

raums herausfiltern, stünden auch den Unternehmen zur

Verfügung. Wer diese Programme nutze, um seine Fahrer

auf Fehlverhalten aufmerksam zu machen, schaffe die

Voraussetzung Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Immer in der Verantwortung

Ein drohendes Problem sieht Flömer in der verpflichtenden

Berufskraftfahrerqualifikation. Wer gewerblich als

Fahrer unterwegs ist, muss spätestens im September kommenden

Jahres mit der Ziffer 95 im Führerschein seine

in Seminaren vermittelten Qualifikationen nachweisen.

Wer das nicht kann, darf nicht mehr gewerblich fahren.

Auch hier hätten sich viele Unternehmen bislang nicht gekümmert.

Ein durchaus gefährliches Ignorieren, schließlich

sei das „Unternehmen immer in der Verantwortung“.

Vertrieb Süd

Am Mühlweg 2

73466 Lauchheim

Vertrieb Nord

Postfach 1206

23764 Fehmarn

+49(0)7363/9609-0

2005 –2013


zeigte sich bei der Polizei durch eine wachsende Zahl von Selbstanzeigen.

Absolut keine Einzelfälle seien Manipulationen am

digitalen Tacho. „Manipulationen“, so Brockmeyer, „stellen immer

eine Straftat dar, da gibt es für die Beamten keine Ermessungsspielräume.

Straftaten sind zu ahnden.“ Nach Aussagen

des erfahrenen Autobahnpolizisten gibt es kaum etwas, was

noch nicht probiert wurde, um den digitalen Tachografen zu

manipulieren. Derzeit werde noch vor allem mit Magneten versucht,

das Gerät außer Gefecht zu setzen.

Ein Teil der Arbeitszeit: Der Aufwand für die vorgeschriebene

Abfahrtkontrolle wird gerne unterschlagen.

Erhöhte Prüfungsgefahr

Dazu gehöre beispielsweise das Verlängern der Fahrzeit oder das

Verkürzen der Ruhezeit um mehr als zwei Stunden. Solange derartige

Verstöße Einzelfälle blieben, seien sie nur ärgerlich wegen

des Bußgelds. Summieren sich solche Verstöße, kann das eine

Betriebsüberprüfung zur Folge haben. Die wiederum ist unangenehm

und nicht selten teuer, da Verstöße bis zu zwei Jahre

rückwirkend geahndet werden können.

Gefährliche Nebenwirkungen

Eine Methode mit gefährlichen Nebenwirkungen, so werden

nicht selten notwendige Sicherheitssysteme wie das ABS mit

lahmgelegt. Bei automatisierten Getrieben komme es darüber

hinaus häufig zu Fehlschaltungen, die schwere Getriebeschäden

nach sich ziehen können. Allerdings ist der Magnet auch

ein Auslaufmodell. Um den digitalen Tachografen gegenüber

Manipulationsversuchen sicherer zu machen, sind bereits die

ersten Geräte mit Geologging-Funktionen am Markt. Diese

können als fahrzeugunabhängiges Bewegungssignal genutzt

werden. Ein anderer Schwerpunkt bei Manipulationsversuchen

ist nach Aussagen Brockmeyers das Nutzen zusätzlicher Fahrerkarten.

Wie diese Möglichkeit einzuschätzen sei, zeige der

Umstand, dass in Deutschland bislang 1,6 Mio. Fahrerkarten

ausgegeben wurden, aber nur 750.000 Fahrer sozialversicherungspflichtig

angemeldet sind.

Wachsende Zahl von Selbstanzeigen

Mit seinem ausgesprochen unterhaltsamen und zugleich sehr

ernsten Vortrag sorgte auch Polizeihauptkommissar Johannes

Brockmeyer für Aufmerksamkeit. Auch er beklagte die Arbeitsbedingungen,

unter denen viele Fahrer zu leiden hätten. Dies

Fahren ohne Karte

Bei Kontrollen fielen darüber hinaus sehr viele Fahrer auf, die es

ganz ohne Karte versuchten. Ein ernstes Warnsignal für kontrollierende

Polizeibeamte, erkennbar an häufigen ??-Einträgen

im Massenspeicher. Sie seien ein erstes Indiz dafür, wie ernst ein

Transportunternehmen das Thema Lenkzeiten nimmt. Wie Flömer

mahnte auch Brockmeyer einen gewissenhaften Umgang

mit dem digitalen Tachografen an. Unternehmen, die häufiger

ins Visier der Ordnungsbehörden geraten, würden automatisch

häufiger kontrolliert.

Die rechtliche Situation rund um den Themenkomplex skizzierte

abschließend der Bremer Rechtsanwalt Wolfgang Lohmann.

Er informierte über die Pflicht der Unternehmer, Verkehrsleiter

zu bestellen, und deren Pflichten. Außerdem erläuterte er die

aktuelle Rechtsprechung zu Verstößen gegen das Fahrpersonalrecht

und das Thema Scheinselbstständigkeit.

Alles auf einer Karte: Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten

sind nachvollziehbarer geworden. (Fotos: Continental, sk)

FAZIT: Eine spannende und ausgesprochen informative

Veranstaltung, die von den Schroiff-Tachospezialisten auf

die Beine gestellt wurde. Die große Resonanz der Teilnehmer

und deren zahlreichen Fragen hat gezeigt, dass das

Thema digitaler Tachograf nach wie vor hochaktuell ist.

24 NFM 11/2013


Scania Active Prediction: Die intelligente

Geschwindigkeitsregelung hilft durch

Geschwindigkeitsanpassungen auf Basis

von GPS-Daten bis zu 3 % Kraftstoff zu

sparen.

Scania Opticruise spart

Kraftstoff mit neuen

Schaltprogrammen.

Die überarbeitete Sonnenblende mit neuen

optionalen Zusatzscheinwerfern schafft eine

aerodynamisch optimierte Dachlinie.

Zu den Verbesserungen

im Fahrerhaus zählen neue

Premiumsitze, neue Farbmuster und

ein Premiumradio mit Navigation

Die neuen Fahrerhausecken

verbessern die Aerodynamik.

Fernzugriff über den

Scania Communicator zur

Fahrzeugdiagnose.

Optimierte Ölstände im Getriebe

und abschaltbare Kompressoren

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um Batterieausfälle zu

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Verkehrssicherheit

Sicherheitsschuhe gehören

in vielen Bereichen

zur Pflichtausstattung.

SICHERHEITSSCHUHREIHEN

Eltens aktuelle

Fußschutztrends

(Foto: Elten)

Ambition, Desire und Horizon heißen

die ersten Modelle eines neuen Fußschutzkonzepts

für den Innenbereich

aus dem Hause Elten. Die Sicherheitsschuhserie

Dimenson Pro ist speziell

für die Anforderungen an Industriearbeitsplätzen

ausgerichtet. Die ersten

Modelle gibt es als Low- und Mid-

Cut-Variante in den Schutzklassen S1

und S3. Die Sicherheitsschuhe Nuria

Low ESD S3, Mid ESD S3 und Easy

ESD S1P lassen dagegen Damenherzen

höher schlagen. Denn mit der Serie

Nova-Fit nimmt Elten spezielle Damensicherheitsschuhe

ins Programm.

Aktuell bleiben auch die Themen orthopädischer

Fußschutz und trendweisende

Designs. Mehr als 90 Prozent der

ausgestellten Elten-Modelle auf der

A+A sind nach BGR 191 für die orthopädische

Zurichtung zertifiziert.

Fit machen für den Erfolg

Internationale Fachmesse A+A in Düsseldorf

Schlüsselfaktoren für den Erfolg sind bietet die A+A in Düsseldorf mit Ausstellung,

Sicherheit und Gesundheit – das gilt

Kongress und Themenparks

auch in der Transport- und Logistikbranche.

in acht Messehallen.

Neuigkeiten, Trends und Hin-

Veranstaltungsspektrum. Ob Corpo-

tergründe zu Arbeitssicherheit und rate Health inklusive Firmenimage-

-schutz präsentiert auch in diesem Jahr Faktor oder Persönliche Schutzausrüstung

die A+A vom 5. bis 8. November 2013

von Kopf bis Fuß – rund 1600

in Düsseldorf.

Aussteller zeigen ihre Produkte und

Kosten gegenüberstellen. Der Erfolg Dienstleistungen rund um betriebliche

von Investitionen in Arbeitsschutz beläuft

Sicherheit. Fester Bestandteil ist auch

sich im Schnitt auf mehr als das der Kongress mit gut 60 Veranstal-

Doppelte der investierten Summe. Dies tungsreihen zu den Bereichen Sicherheit,

ist das Ergebnis einer internationalen

Gesundheit und Ergonomie.

Studie von IVSS, DGUV und BG ETEM. Themenvielfalt. Dabei thematisieren

Eine Möglichkeit, den sogenannten die Vorträge und Diskussionen Reformvorhanden

Return on Prevention zu berechnen,

der nationalen und

gibt die Initiative Gesundheit und europäischen Politik, technische Innovationen

Arbeit mit einem Ausfallkostenkalkulator,

oder wissenschaftliche Er-

der den Geldwert eines Mitarbeiterausfalls

kenntnisse. Die ILO-Konferenz 2013

bezifferbar macht. Das Pro-

startet ebenfalls wieder. In diesem Jahr

dukt- und Dienstleistungsangebot, steht die Veranstaltung unter dem

Regelwerke und sonstige Möglichkeiten

Motto: „Sichtbar machen“ – Anerken-

rund um Safety und Security sind nung, Prävention, Entschädigung von

dabei groß. Einen aktuellen Überblick Berufskrankheiten.

Merkmal moderner Schutzkleidung und PSA ist neben Schutz und Funktion

auch das Design. (Foto: A+A Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann)

26 NFM 11/2013


Besucherschuhe zum Überziehen

Persönliche Schutzausrüstung für Betriebsfremde

Rot, blau und grün stehen je für die

drei Größen. (Foto: Lemaitre Deutschland)

Auch in Transport und Logistik gilt es, Besucher

im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung

vor Schaden zu bewahren. Aber jedem

ein Paar Sicherheitsschuhe geben? Das ist

teuer. Lemaitre Deutschland bietet mit Visitor

protect eine Alternative. Der Überziehschuh

in S, M und XL lässt sich über Straßenschuhe

der Größen 34 bis 50 ziehen

und mit Klettverschluss befestigen. Der

Schuh besitzt beispielsweise eine Alu-Titan-

Kappe gemäß Norm EN 20345, ist nach SRC

zertifiziert für Halt auf rutschigen Böden

und wieder verwendbar.

Haftungsrisiken. „Sicherheitsbeauftragte

sollten das Unfallrisiko ernst nehmen, dem

Werksbesucher ausgesetzt sind“, sagt Detlef

Bieder, Geschäftsführer Lemaitre Deutschland.

„Gerade Betriebsfremde sind in besonderem

Maße gefährdet. Kommt es zu einem

Unfall, haftet das Unternehmen.“

Aktuell.

Praxisorientiert.

Kompetent.

Berufskraftfahrer-

Qualifikation

beim ADAC.

INVESTITIONSTIPPS ZUM THEMA PSA

Basiswissen für persönlichen Schutz

Was für Motorradfahrer, Fußballspieler und Co. üblich ist, gilt auch in Unternehmen:

Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) sind unerlässlich. Aber das Angebot ist vielfältig

und die Auswahl der richtigen PSA für jeden Mitarbeiter eine Herausforderung. Wer

sich im Vorfeld nicht ausreichend informiert, macht leicht Investitionsfehler. Die Broschüre

„Basiswissen Persönliche Schutzausrüstung“,

die Dipl.-Ing. Joachim Berger

im Resch-Verlag veröffentlicht hat,

unterstützt Unternehmer bei der Auswahl

der PSA. Mitarbeitern zeigt sie auf,

welche Bedeutung PSA für den Selbstschutz

hat und wo Leistungsgrenzen liegen

– von Kopf bis Fuß. Die Gelegenheit

zum Stöbern und Blättern haben Interessierte

auf der A+A.

Neben den Sicherheitsbroschüren zu Flurförderzeugen,

Kranen und Co. informiert

der Resch-Verlag auch über Persönliche

Sichern Sie sich und Ihren Fahrern

optimale Trainings bedingungen!

Üben Sie in kleinen Gruppen und

mit kompetenten Trainern, wie Sie

kritische Verkehrssituationen vermeiden

oder entschärfen können.

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0 800 5 12 10 08

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E-Mail: berufskraftfahrer@adac.de

Schutzausrüstung. (Foto: Resch-Verlag)

09:01


Verkehrssicherheit

ROOFSAFETYAIRBAG

Gefahr vermeiden

Es ist eine gefährliche Situation: Vom

vorausfahrenden Lkw lösen sich Eisplatten

und landen mit erheblicher

Wucht neben oder gar auf dem eigenen

Fahrzeug. Jedes Jahr verursachen Eisplatten

viele Unfälle. Die K & M GmbH

aus Lichtenau bietet für genau dieses

Problem eine technische und europaweit

patentierte Lösung, den Roof-

SafetyAirBag (RSAB). Ungewünschte

Dachlasten können somit gar nicht

erst entstehen.

Der RSAB besteht aus einem mittig

zwischen Dachplane und Spriegeln liegenden

Luftschlauch, der durch Zuführung

von Luft aus dem bordeigenen

Druckluftsystem innerhalb von ca. vier

Minuten befüllt wird. Dadurch hebt

sich die Plane und formt aus der flachen

Dachplane ein Satteldach. Die

sich normalerweise in den Standzeiten

des Lkw ansammelnden Wassermassen

fließen links und rechts der Plane

ab. Die Bildung der gefährlichen Eisschollen

bleibt damit aus. Um sicherzustellen,

dass das Fahrzeug bei Fahrtantritt

die höchstzulässige Höhe von

4 m nicht überschreitet, evakuiert der

Schlauch automatisch, sobald der Fahrer

die Bremse betätigt.

Der RoofSafetyAirBag sorgt dafür,

dass gefährliche Eisplatten gar

nicht erst entstehen. (Foto: K & M)

Das Dach unter Fach

Das Dreischlauchsystem sorgt

für die Sicherheit auf dem Dach.

Auch nach der Montage

von Revoplan ist die

Ladefläche vollkommen

frei. (Fotos: Airpipe)

Zwei praktische Lösungen für Lkw und Ladung

Mit seinem Dreischlauchsystem trägt rüstbar und kann für alle Verdecktypen

das Unternehmen Airpipe aus Wallern angewendet werden.

in Oberösterreich zur Sicherheit auf Speziell für Kippfahrzeuge. Ein anderes

Produkt von Airpipe, das zur Si-

den Dächern von Lkw bei. Denn das

Problem bei längeren Aufenthalten cherheit beiträgt, heißt Revoplan. Das

der Lkw ist bekannt – auf der Dachfläche

sammelt sich Regenwasser, welfahrzeuge

wird durch einen elektri-

elektrische Seitenrollverdeck für Kippches

bei der Weiterfahrt auf die Fahrbahn

schwappt oder in der kalten bordeigenen Stromkreis dauerbetrieschen

Antrieb bedient, der über den

Jahreszeit gefriert. Dabei können bis ben werden kann. Bei diesem Verdeck

zu 100 kg schwere Eisplatten entstehen.

Beim Airpipe-Dreischlauchsys-

von einer Muldenbordwand zur ge-

wird die Plane auf einer Wickelwelle

tem werden die Schläuche zwischen genüberliegenden Bordwand gerollt.

Plane und Dachquerspriegel montiert. Dadurch werden störende Planenpakete

im geöffneten Zustand vermie-

Dadurch kann die Dachplane angehoben

werden, was das Ansammeln von den. Das ermöglicht ein freies Laden

Wasser und/oder Eisbildung vermeidet.

Durch die Konstruktion mit drei freien Einstieg in die Mulde.

auf die gesamte Länge sowie einen

Schläuchen ist es auch möglich, das Weniger Wartung. Das Spannen der

schon auf dem Dach vorhandene Eis Plane in geschlossener Position erfolgt

zu entfernen.

durch das Einfahren der Welle in die

Andere Merkmale. Die dazu mitgelieferte

Luftsteuerung hat ausschließlich Verschließanschläge. Die Antriebskon-

an den Verdeckportalen angebrachten

pneumatische Funktionen, daher ist zeption von Revoplan erfordert wenig

kein elektrischer Anschluss erforderlich

und kann auch ohne Zugfahrzeug Ähnliches, wodurch das Produkt we-

bewegte Teile, wie z. B. Gelenke und

betrieben werden. Das System ist nachniger

Wartung benötigt.

28 NFM 11/2013


Schluss mit Toten Winkeln

Sensorensystem Sidescan von Brigade sorgt für Sicherheit

Um die Verkehrssicherheit zu verbessern,

nutzen immer mehr Flottenbetreiber dient wird, aktiviert dieser im Niedrig-

Fahrzeug montiert. Sobald der Blinker be-

zusätzliche Sicherheitssysteme für ihre geschwindigkeitsbereich die Sensoren,

Nutzfahrzeugflotten. Die sollen vor allem die Personen und Gegenstände im Toten

Abbiegeunfälle verhindern. Um die berüchtigten

Toten Winkel zu entschärfen, an mögliche Gefahren erinnert. Das Sys-

Winkel erfassen. Der Fahrer wird auditiv

bietet die Brigade Elektronik GmbH aus tem kann optional durch ein visuelles

Neumünster das Produkt Sidescan. Abstandsdisplay unterstützt werden.

Auf Ultraschallbasis. „Wir wollen gezielt Schutz vor Kollision. Besonders geeignet

dazu beitragen, dass sich die Sicherheit ist der Einsatz von Sidescan in Städten an

beim Abbiegen, Manövrieren und Rangieren

für alle Verkehrsteilnehmer erhöht kehrsampeln, Kreuzungen oder im Kreis-

markanten Konfliktbereichen, wie Ver-

und Werte geschützt werden“, so der Geschäftsführer

Rudolf Rutenbeck. Das Sen-

halten oder vorbeifahren und möglicherverkehr,

wo Fahrradfahrer nah am Lkw

sorensystem Sidescan von Brigade liefert weise vollkommen ungesehen vom Fahrer

das Fahrzeug passieren. Das System

hierzu die Antwort. Sidescan arbeitet auf

Ultraschallbasis und wird seitlich am schützt ebenfalls vor Kollisionen mit

festen Gegenständen, wenn das Fahrzeug

an engen Orten manövriert. Ergänzend

hierzu bietet Brigade seit Jahren auch Seitenkameras

an, zum Ersatz von Spiegeln

in Toten Winkeln der Klassen 5 und 6,

zugelassen nach R46 und 2003/97/EG,

die das Sensorsystem Sidescan optimal

unterstützen.

Zusätzliche Systeme. Neben Sidescan

umfasst die neue Generation der Ultraschallsensorensysteme

weitere Systeme,

die rundum eine Absicherung zur Front-,

Seiten- und Rückdetektion von Objekten

und Personen bieten. Die Systeme überwachen

mittels Sensoren die Bereiche vor,

neben und hinter dem Lkw und warnen

den Fahrer aktiv, wenn sich dem Fahrzeug

während des Abbiegevorgangs oder beim

Rückwärtsfahren ein Verkehrsteilnehmer

nähert oder die Gefahr einer Kollision

mit einem festen Gegenstand besteht.

Überzeugt. Der neue Scania Streamline.

„Mit Feinschliff an den Kabinen, intelligenter Vernetzung von GPS-Tempomat

und Getriebesoftware sowie fein abgestimmten Euro-VI-Motoren startet Scania

in die neue “Streamline”-Generation.“

Ausgabe Nr. 10 vom 31. Mai 2013

„[…], ist dem schwedischen Hersteller mit dem Streamline eine überraschende

Modelloffensive gelungen.“

Ausgabe 11/2013

anzeiger

„Die zweite Generation Euro-6-Motoren ist zwei bis drei Prozent sparsamer

als die Vorgänger.“

Ausgabe 21/2013 vom 24.05.2013

„Gemeinsames Merkmal der vorerst neun Streamline-Motorisierungen:

Sie helfen dem Transportunternehmer seine Kosten zu reduzieren und

die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.“

Ausgabe August 2013

www.scania.de

www.scania.at


Verkehrssicherheit

PANNEN-CUP

Spezielles Pannenhelfertraining

BGI 800 ist mehr als nur eine amtliche

Abkürzung: Dahinter stecken Sicherheitsmaßnahmen

bei Pannen- und

Unfallhilfe sowie Bergungs- und Abschlepparbeiten

auf deutschen Straßen.

Vorgaben, die Leben retten und

auch für die Team-Pannennotrufzentrale

mit 150 Fahrzeugen und ihre

17 Gesellschafter zentrale Kenntnisse

sind. Damit z. B. im dicksten Verkehr

und anderen schwierigen Bedingungen

rund um die Uhr jeder Handgriff routiniert

sitzt, vertiefen die mobilen Team-

Pannenhelfer ihre Kenntnisse in regelmäßigen

Lehrgängen. Ende September

gingen 70 Montagefahrer und Verkaufsleiter

im ADAC Fahrsicherheitszentrum

Nohra beim Pannen-Cup-Workshop an

den Start. Der Reifenhändler-Verbund,

Michelin und Pirelli stellten gemeinsam

das Schulungsprogramm mit

praktischen Sicherheitsübungen und

theoretischer Reifenkunde zusammen.

In einem Wettbewerb konnten die Teilnehmer

ihr Wissen in die Praxis umsetzen

und sich über Preise freuen.

Unfälle in Tunneln können schnell zu einer Katastrophe werden,

daher üben die Einsatzkräfte. (Foto: Asfinag)

Achtung, Katastrophenalarm!

Großübung für Tunnelsicherheit im Katschenbergtunnel

Katschenbergtunnel Richtung Salzburg.

Plötzlich passiert es: ein Lkw phenfall die Alarmkette und die Zu-

Das Ziel. Funktioniert im Katastro-

schleudert, stellt sich quer. Ein Pkw sammenarbeit? Wie lange brauchen

knallt in den Lkw. Feuer bricht aus. Polizei, Feuerwehren, Rotes Kreuz, Behörden

und Asfinag, um vor Ort ein-

Vier weitere Pkw kollidieren knapp dahinter.

Eine Katastrophe – heute zum satzbereit zu sein? Diese und weitere

Glück nur eine großangelegte Übung. Fragen sollen Großübungen, wie die

SPEZIELLE SCHULBÜCHER RUND UM STAPLER UND MEHR

Wissen zu Flurförderzeugen

Ob bei der Be- und Entladung der Fahrzeuge oder für Mehrwertdienstleistungen,

wie Lagern, Kommissionieren oder Montieren: Flurförderzeuge gehören in der

Transportbranche vielerorts zum Arbeitsalltag. Wie auf den öffentlichen Straßen

gelten auch auf innerbetrieblichen Verkehrswegen Sicherheitsregeln.

Der Resch-Verlag unterstützt hier mit Wissen zum Lernen, Nachschlagen und Vertiefen.

Der Klassiker ist die neu überarbeitete Broschüre „Der Gabelstaplerfahrer“

als Schulungsunterlage für Ausbildung, Prüfung und Unterweisung der Geräteführer,

in dem auch Unternehmer und Sicherheitsingenieure Basiswissen finden. Denn

eine Schulung ist günstiger als Unfälle mit Lieferschwierigkeiten, Terminverzögerungen,

Ausfallzeiten sowie auch der Ärger mit Versicherungen oder Gerichten. Wobei

die Schuldfragen oft Unternehmer mit voller Wucht treffen. Neu im Verlagspro-

(Foto: TST)

30 NFM 11/2013


am Katschenbergtunnel, beantworten helfen.

Für die Übung mit knapp 200 Einsatzkräften

ist der Tunnel an diesem Abend bereits

kurz vor dem Übungsstart in beiden

Richtungen gesperrt. Dann ist es so weit. Es

ist Punkt 21 Uhr, Freitagabend – die Großübung

beginnt: In der Asfinag-Überwachungszentrale

St. Michael geht der Alarm

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ein. Ein Unfallbeteiligter konnte den Notruf

betätigen. Die Asfinag-Zentrale schaltet

den Tunnel auf „Rot“ und hält den Verkehr

an. Zeitgleich geht der Alarm an Polizei, Asfinag,

sieben Feuerwehren, zwei Rote-Kreuz-

Stellen sowie Bezirkshauptmannschaften

der Umgebung.

Retten und bergen. Im Krisenraum der

Autobahnmeisterei St. Michael und im Asfinag-Betriebsgebäude

am Südportal des Tunnels

richten die Verantwortlichen umgehend

zwei Einsatzleitungen ein. Neben den

Einsatzkräften sind auch zehn sogenannte

Figuraten von Feuerwehr und Rotem Kreuz

dabei. Sie stellen die „Verletzten“ dar und

sind entsprechend geschminkt. Wie im

Ernstfall müssen die Einsatzkräfte sie über

die Querschläge und die zweite nicht verrauchte

Tunnelröhre retten. Daher auch die

Sperrung beider Fahrtrichtungen während

der Übung.

Gesetzesvorgabe. Gegen Mitternacht ist

dann alles vorbei. Zuerst wird der Tunnel in

Richtungsfahrbahn Villach wieder freigegeben.

Die Unfallröhre folgt nach Räumung

und Reinigung der „Unfallstelle“. Laut

dem Straßentunnelsicherheitsgesetz müssen

Tunnelanlagen in Österreich mit einer

Länge über 500 m alle vier Jahre in entsprechender

Größenordnung beübt werden.

Nicht zu vergessen: Im Falle einer echten

Katastrophe kann das geübte Zusammenspiel

der Einsatzorganisationen und das

Wissen um Löschwasseranschlüsse und andere

Einrichtungen in den Tunnelanlagen

lebensrettend sein.

In den

Seitenspiegeln

ist der

Radfahrer

nicht zu

sehen

aber…

…der Fahrer

weiß bereits,

dass er da ist.

gramm ist auch eine Broschüre, die Unternehmer und Fahrer mit Basisinformationen über

den Einsatz von Flurförderzeugen in explosionsgefährdeten Bereichen versorgt. Zwei weitere

Resch-Broschüren greifen Sicherheitsthemen für Lagertechnikgeräte- und Mitgänger-Flurförderzeugführer

auf. Ebenso wenig darf die

Gruppe der Wagen und Schlepper fehlen,

die sowohl im Innen- als auch Außeneinsatz

bei vielen Unternehmen im Einsatz

sind und zu denen der Resch-Verlag

ebenfalls eine eigene Sicherheitsbroschüre

veröffentlicht hat.

Sicherheit zum Nachschlagen im

Brigade’s SIDESCAN informiert den

Fahrer: Die seitlichen Ultraschallsensoren

erkennen Personen und

unbewegliche Gegenstände und

warnen den Fahrer beim Abbiegen

durch ein akustisches Signal. Sie

werden im Niedriggeschwindigkeitsmodus

aktiviert und dienen als „Erinnerer“

zum Schutz von Menschen

und Werten. Kombiniert mit einem

Seitenkamera-Monitorsystem wird

die Sicht und das Bewusstsein für

tote Winkel sensibel unterstützt.

Vermeidet tote Winkel.

Rettet Leben.

Broschürenformat. (Foto: Resch-Verlag)

Brigade Elektronik GmbH

Telefon: 04321 – 555 360

www.brigade-elektronik.de


Verkehrssicherheit

JAHRESZEITENTIPP

(Ge)Fahren im

Herbst

Lkw über

18 t haben beim

TÜV-Report am besten

abgeschnitten.

(Foto: TÜV Süd)

Im Herbst heißt es für Fahrer oftmals

aufgepasst: Regen, Hagel, Nebel oder

auch erste Glätte und Schnee stehen

hier ebenso auf der Liste, wie Laub auf

den Straßen, die tief stehende Sonne

und kürzere Tage. Umso wichtiger ist

es, die Fahrzeugausstattungen wie aktive

und passive Beleuchtungseinrichtungen

und Reifen genau in Augenschein

zu nehmen.

Schwere Sicherheitssieger

Der zweite TÜV-Lkw-Report wurde veröffentlicht

AUFGEDECKT

BAG kontrolliert Lkw

Für mehr Sicherheit auf den Straßen

sind auch die BAG-Kontrolleure im Einsatz.

Vor Kurzem entdeckte z. B. ein

Kontrolleur der BAG-Außenstelle Hannover

auf der A30 ein ukrainisches

Sattelkraftfahrzeug mit erheblichen

technischen Mängeln. Genauer gesagt,

umfasste der Mängelbericht der Dekra

Osnabrück vier Seiten und insgesamt

35 gravierende Mängel, die sich

weitestgehend auf die defekte Bremsanlage

und durchgerostete, tragende

Teile bezogen.

Durchgerostete Befestigungspunkte,

die die Gefahr bargen, dass der Tank

vom Sattelanhängerrahmen abreißt,

nannten die Experten als schwerwiegendsten

Fehler. Selbst ein Fahren im

leeren Zustand musste als gefährlich

angesehen werden. Der verkehrsunsichere

Tanksattelanhänger war jedoch

mit einer als wassergefährdend

eingestuften Flüssigkeit befüllt. Das

BAG untersagte dem fast 24 Jahre

alten Fahrzeug die Weiterfahrt.

Mehr als 1,2 Mio. Hauptuntersuchungen

(HU) sind die Basis für den TÜV-

Lkw-Report vom Verband der TÜV e. V.

(VdTÜV). Das Ergebnis: Das Sicherheitsniveau

von Nutzfahrzeugen in

Deutschland ist insgesamt hoch. Besonders

positiv zeigt sich die schwere

Klasse. Ein Grund: Wartungsverträge.

Bis 3,5 t. Sorgenkinder sind dagegen

Transporter und leichte Lkw bis 7,5 t,

bei denen bereits jeder Zehnte nach

zwei Jahren bei der HU durchfällt.

Transporter bis 3,5 t prägen mit zunehmendem

Onlinehandel verstärkt das

urbane Bild. Für die Fahrzeuge bedeutet

dies hohe Laufleistungen und Belastungen

durch stop-and-go. Die Folge

sind Probleme am Fahrwerk. Mangelnde

Pflege verursacht hohe Ausfallquoten

beim Licht – insbesondere bei

Rücklichtern. Ebenfalls auffällig: die

Bremsanlage. Bereits nach einem Jahr

müssen beinahe acht von 100 Kleintransportern

in die Werkstatt.

Bis 7,5 t. In der nächstschweren Klasse

bis 7,5 t fallen sogar 9 Prozent im

ersten Jahr durch – nach fünf Jahren

sogar jedes vierte Fahrzeug. Auch hier

nennt TÜV Süd ähnliche Gründe: jährliche

Laufleistungen bis zu 40.000 km,

nachlässige Halter, sorglose oder ungeübte

Fahrer bei den zahlreichen

Leihmodellen. Überdurchschnittlich

viele kaputte Lampen, Schäden an

Bremstrommeln und -scheiben durch

unachtsame Behandlung, schlechtere

Bremswirkung als bei anderen sind die

Folge. Die Quote der verkehrsunsicheren

Fahrzeuge hat sich in diesem Segment

im Vergleich zum letzten Report

von 0,1 auf 0,2 Prozent erhöht.

Bis 18 t. Dagegen schaffen in der

Klasse bis 18 t mehr als 80 Prozent die

HU gleich beim ersten Anlauf, nach

fünf Jahren sind es noch über 56 Prozent.

Die Bremsen erhalten dabei ein

besonderes Plus: Selbst nach fünf Jahren

sind Trommeln und Scheiben in

98 Prozent der Fälle in Ordnung. Laut

TÜV-Experten ganz klar eine positive

Auswirkung von Full-Service-Leasingverträgen

inklusive Wartung. Abschläge

gab es nur bei der Beleuchtung.

Über 18 t. Gewinner des Reports sind

die Schwergewichte ab 18 t. Zwar weisen

auch hier 12 Prozent nach zwei

Jahren erhebliche Mängel auf, allerdings

liegen die Laufleistungen auch

bei bis zu 100.000 km. Nach fünf Jahren

rollt demnach noch die Hälfte der

Schweren mängelfrei über die Prüfgasse.

Vergleichsweise häufige Mängel finden

sich in dieser Klasse bei Beleuchtung,

Lenkspiel und Hinterachse.

32 NFM 11/2013

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