Kundeninformation zu Geschäften in Wertpapieren und weiteren ...

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Kundeninformation zu Geschäften in Wertpapieren und weiteren ...

Kundeninformation zu Geschäften in Wertpapieren

und weiteren Finanzinstrumenten


Die vorliegende Kundeninformation basiert auf den Ergebnissen des DSGV-Projektes

„Umsetzungsprojekt MiFID“. Alle Rechte an den im Projekt erarbeiteten Inhalten liegen

beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V.

Alle Angaben wurden sorgfältig ermittelt, für Richtigkeit und Vollständigkeit kann

jedoch keine Gewähr übernommen werden.

© 2013 Deutscher Sparkassen Verlag GmbH, Stuttgart

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung

außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des

Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen,

Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen

Systemen.

Lektorat: Kerstin Ulm

Herstellung: Deborah Forbrich

Druck: M. P. Media-Print Informationstechnologie GmbH, Paderborn

Printed in Germany

6. Auflage 2013

310 366 014B


Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,

angesichts unseres Leitmotivs eines redlichen sowie professionellen Handelns im bestmöglichen Kundeninteresse und vor dem

nachfolgend skizzierten rechtlichen Hintergrund, soll Ihnen die vorliegende Informationsbroschüre einen Überblick über uns

und unsere Wertpapierdienstleistungen, über unseren Umgang mit möglichen Interessenkonflikten und über Zuwendungen,

die wir von Vertriebspartnern erhalten, geben. Ergänzt wird diese Broschüre über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der

DKB, unsere Allgemeinen Grundsätze der Auftragsausführung bei Wertpapiergeschäften, unsere Preise für Dienstleistungen im

Wertpapiergeschäft, die Bedingungen für das Wertpapiergeschäft und die Sonderbedingungen DKB-Broker, in der jeweils

aktuellen Fassung.

Verschiedene gesetzliche Neuregelungen aus der jüngeren Vergangenheit, wie z. B. das Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz

(FRUG), das Schuldverschreibungsgesetz sowie das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnSFuG), haben

sich die Stärkung des Wettbewerbs zwischen den Wertpapierdienstleistungsunternehmen und die Verbesserung des Anlegerschutzes

zum Ziel gesetzt. Die genannten Ziele sollen u. a. durch die Erhöhung der Markttransparenz, eine Ausweitung und

Standardisierung der Informationspflichten für Wertpapierdienstleistungsunternehmen (z. B. durch die Einführung eines

Produktinformationsblattes für Privatkunden) sowie die EU-weite Harmonisierung der Aufsichtsregeln für die Erbringung von

Wertpapierdienstleistungen erreicht werden.

Das gesetzlich vorgegebene Schutzniveau unterscheidet sich dabei je nach Kundengruppe (Privatkunden, professionelle

Kunden, geeignete Gegenparteien). Im Interesse eines höchstmöglichen Kundenschutzes werden wir Sie, sofern keine abweichende

Regelung getroffen wird, in die Kategorie „Privatkunde“ einstufen. Weitergehende Informationen erhalten Sie von uns

auf Nachfrage gerne.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Deutsche Kreditbank AG

3


Informationen über das Finanzinstitut und

seine Dienstleistungen

Gemäß den Vorgaben aus § 31 Abs. 3 Satz 3 Nr. 1 bis 4

Wertpapierhandelsgesetz erteilen wir Ihnen hiermit folgende

Informationen über uns und unsere Wertpapierdienstleistungen.

A. Informationen über das Finanzinstitut

Deutsche Kreditbank AG

Taubenstraße 7–9

10117 Berlin

Telefon: +49 30 120 300 00

E-Mail: info@dkb.de

Web: www.DKB.de

Bankerlaubnis und zuständige Aufsichtsbehörde

Wir besitzen eine Bankerlaubnis gemäß § 32 KWG. Zuständige

Aufsichtsbehörde ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht,

Graurheindorfer Straße 108, 53117 Bonn, und

Marie-Curie-Straße 24-28, 60439 Frankfurt/Main (Internet:

www.bafin.de).

Kommunikationsmittel und -sprache

Sie können mit uns per Email, fernmündlich oder schriftlich in

deutscher Sprache kommunizieren. Kundenaufträge können

in deutscher Sprache persönlich, fernmündlich oder schriftlich

übermittelt werden. Bitte beachten Sie, dass für Online-

Aufträge die vereinbarten Kommunikationsmittel und

-wege gelten.

Mitteilungen über getätigte Geschäfte

Sie erhalten über jedes ausgeführte Geschäft von uns eine

Abrechnung. Diese wird für Sie in der Postbox im Internet-

Banking bereit gestellt. Einmal jährlich erhalten Sie einen

Auszug über den Inhalt Ihres Wertpapierdepots.

Hinweis zum Bestehen eines freiwilligen Einlagensicherungssystems

Wir sind Mitglied des Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes

Öffentlicher Banken Deutschlands. Durch diesen

Einlagensicherungsfonds sind Einlagen über die gesetzlichen

Anforderungen hinaus grundsätzlich ohne Haftungsbegrenzung

gesichert.

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Die Mittel des Einlagensicherungsfonds werden von den

angeschlossenen Mitgliedsinstituten freiwillig aufgebracht.

Im Sicherungsfall eines Mitgliedsinstituts stehen die Fondsmittel

für alle zur Hilfestellung gebotenen Maßnahmen,

insbesondere auch unmittelbare Zahlungen an den Anleger,

zur Verfügung.

Der Einlagenschutz umfasst Einlagen von Privatpersonen,

Wirtschaftsunternehmen und Kommunen, insbesondere

Sparguthaben, Sichteinlagen, Termingelder sowie auf den

Namen lautende Schuldverschreibungen. Von der Einlagensicherung

ausgeschlossen sind insbesondere Verbindlichkeiten,

über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat.

Pfandbriefe und Kommunalobligationen bieten dem Anleger

aufgrund ihrer rechtlichen Konstruktion eine umfassende

Sicherheit und werden nicht zusätzlich geschützt. Näheres

regelt die Satzung des Fonds, die beim Bundesverband

Öffentlicher Banken Deutschlands bzw. auf dessen Homepage

unter www.voeb.de erhältlich ist.

B. Umgang mit Interessenkonflikten

Wir haben Vorkehrungen getroffen, damit sich mögliche

Interessenkonflikte zwischen uns, unserem Vorstand, unseren

Beschäftigten und vertraglich gebundenen Vermittlern oder

anderen Personen, die mit uns direkt oder indirekt durch

Kontrolle verbunden sind, und Ihnen oder zwischen den

Kunden untereinander nicht auf die Kunden interessen

auswirken. Details dazu finden Sie ab Seite 6.

Wertpapierverkaufsprospekte, die nach dem Wertpapierprospektgesetz

veröffentlicht wurden, sowie gegebenenfalls auch

wesentliche Anlegerinformationen zu Investmentfonds und

Produktinformationsblätter sind auf der Homepage des

Emittenten abrufbar.

D. Allgemeine Informationen für Kunden

über Zuwendungen

Informationen über Zuwendungen, die wir von unseren

Vertriebspartnern erhalten, finden Sie ab Seite 8.

E. Informationen über Ausführungsplätze

Informationen über die von uns avisierten Ausführungsplätze

entnehmen Sie bitte unseren Allgemeinen Grundsätzen der

Auftragsausführung bei Wertpapiergeschäften (Best-Execution-Policy),

die Sie gesondert erhalten.

F. Kosten und Nebenkosten

Informationen über Kosten und Nebenkosten entnehmen Sie

bitte unserem Preisverzeichnis bzw. den Preisen für Dienstleistungen

im Wertpapiergeschäft, die Sie gesondert erhalten.

G. Bedingungen für Wertpapiergeschäfte

Mit Beginn des Vertragsverhältnisses gelten die Bedingungen

für Wertpapiergeschäfte in der jeweils aktuellen Fassung.

C. Informationen über Dienstleistungen

Wir betreiben alle banküblichen Geschäfte (insbesondere

Kreditgeschäft, Kontoführung, Einlagengeschäft, Wertpapierund

Depotgeschäft, Zahlungsverkehr u. Ä.).

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Darstellung möglicher Interessenkonflikte

Damit sich mögliche Interessenkonflikte zwischen uns,

unserer Geschäftsleitung, unseren Beschäftigten und vertraglich

gebundenen Vermittlern oder anderen Personen, die mit

uns direkt oder indirekt durch Kontrolle verbunden sind, und

Ihnen oder zwischen den Kunden untereinander nicht auf die

Kundeninteressen auswirken, stellen wir Ihnen in den

Abschnitten I. und II. mögliche Interessenkonflikte und unter

Abschnitt III. die von uns zum Schutz Ihrer Interessen getroffenen

Maßnahmen dar.

I. In unserer Bank können Interessenkonflikte auftreten

zwischen unseren Kunden und unserer Bank, den in unserer

Bank beschäftigten oder mit diesen verbundenen relevanten

Personen, inkl. unserer Geschäftsleitung, Personen,

die durch Kontrolle mit unserer Bank verbunden sind und

anderen Kunden bei folgenden Wertpapier-

Dienstleistungen/-Nebendienstleistungen:

Finanzkommissionsgeschäft (Anschaffung oder Veräußerung

von Finanzinstrumenten im eigenen Namen für

fremde Rechnung),

Eigenhandel (Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten

für eigene Rechnung als Dienstleistung für

andere),

Abschlussvermittlung (Anschaffung oder Veräußerung

von Finanzinstrumenten in fremdem Namen für fremde

Rechnung),

Anlagevermittlung (Vermittlung von Geschäften über die

Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten

oder deren Nachweis),

Emissionsgeschäft (Übernahme von Finanzinstrumenten

für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme

gleichwertiger Garantien),

Platzierungsgeschäft (Platzierung von Finanzinstrumenten

ohne feste Übernahmeverpflichtung),

Finanzportfolioverwaltung (Verwaltung einzelner oder

mehrerer in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für

andere mit Entscheidungsspielraum),

Anlageberatung (Abgabe von persönlichen Empfehlungen

an Kunden oder deren Beauftragte, die sich auf Geschäfte

mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern

die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen

Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet

dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle

oder für die Öffentlichkeit bekannt

gegeben wird),

Depotgeschäft (Verwahrung und Verwaltung von Finanzinstru

menten für andere und damit verbundene Dienstleistungen),

Gewährung von Krediten oder Darlehen an andere für die

Durchführung von Wertpapierdienstleistungen, sofern das

Unternehmen, das den Kredit oder das Darlehen gewährt,

an diesen Geschäften beteiligt ist,

Beratung von Unternehmen über die Kapitalstruktur, die

industrielle Strategie sowie die Beratung und das Angebot

von Dienstleistungen bei Unternehmenskäufen und Unternehmenszusammenschlüssen,

Devisengeschäfte, die im Zusammenhang mit Wertpapierdienstleistungen

stehen,

Erstellung, Verbreitung oder Weitergabe von Finanzanalysen

oder anderen Informationen über Finanzinstrumente

oder deren Emittenten, die direkt oder indirekt eine Empfehlung

für eine bestimmte Anlageentscheidung enthalten,

Dienstleistungen, die in Zusammenhang mit dem Emissionsgeschäft

stehen und Dienstleistungen, die sich auf einen

Basiswert im Sinne von § 2 Absatz 2 Nummer 2 oder 5

WpHG beziehen.

Insbesondere aber auch aus persönlichen Beziehungen re-

6


levanter Personen (Geschäftsleiter oder Mitarbeiter oder

mit diesen verbundene Personen) unserer Bank mit Emittenten

von Finanzinstrumenten, z. B. über die Mitwirkung

in Aufsichts- oder Beiräten, bzw. von Emittenten von Finanzinstrumenten

mit unserer Bank (z. B. als Kunden unserer

Bank) sowie aus Beziehungen unserer Bank zu Emittenten

von Finanzinstrumenten dadurch, dass der jeweilige Emittent

Tochterunternehmen unserer Bank ist oder unsere

Bank an dem jeweiligen Emittenten von Finanzinstrumenten

direkt oder indirekt beteiligt ist.

Daneben kann es zu Interessenkonflikten kommen, wenn

unsere Bank an Emissionen des jeweiligen Emittenten von

Finanzinstrumenten mitwirkt, Kredit-/Garantiegeber des

jeweiligen Emittenten von Finanzinstrumenten ist, an der

Erstellung einer Finanzanalyse zum jeweiligen Emittenten

von Finanzinstrumenten beteiligt ist, Zahlungen an/

von den/dem jeweiligen Emittenten von Finanzinstrumenten

erbringt/erhält, mit dem jeweiligen Emittenten von Finanzinstrumenten

Kooperationen eingegangen ist oder

mit dem jeweiligen Emittenten von Finanzinstrumenten

gemeinsame direkte oder indirekte Tochterunternehmen/Beteiligungen

betreibt/hält.

II. Es können Interessenkonflikte auch dadurch auftreten,

dass

a. unsere Bank oder einzelnen relevanten Personen unserer

Bank Informationen vorliegen, die zum Zeitpunkt eines

Kundengeschäfts noch nicht öffentlich bekannt

sind,

b. Anreize zur Bevorzugung eines bestimmten Finanzinstruments

z. B. bei Analyse, Beratung, Empfehlung oder

Auftragsausführung vorliegen.

c. Grundsätze oder Ziele, die den Umsatz, das Volumen

oder den Ertrag der im Rahmen der Anlageberatung

empfohlenen Geschäfte unmittelbar oder mittelbar betreffen

(Vertriebsvorgaben), aufgestellt werden.

III. Zur weitgehenden Vermeidung dieser Interessenkonflikte

ist unsere Bank Teil einer mehrstufigen Organisation mit

entsprechender Aufgabenverteilung zwischen unserer

Bank, der Bayerischen Landesbank (Konzernmutter) und

Dienstleistern.

Wir als Wertpapierfirma selbst wie auch unsere Mitarbeiter

sind entsprechend der gesetzlichen Grundlagen verpflichtet,

die unter Ziffer I. genannten Wertpapierdienstleistungen

und Wertpapier nebendienstleistungen ehrlich, redlich

und professionell im Interesse unserer Kunden zu erbringen

und Interessenkonflikte, soweit möglich, zu vermeiden.

Unabhängig davon haben wir eine Compliance-Organisation

eingerichtet, die insbesondere folgende Maßnahmen

umfassen kann:

a. Die Einrichtung von Vertraulichkeitsbereichen mit sogenannten

„Chinese Walls“, d. h. virtuelle bzw. tatsächliche

Barrieren zur Beschränkung des Informationsflusses.

b. Alle Mitarbeiter, bei denen im Rahmen ihrer Tätigkeit Interessenkonflikte

auftreten können, sind zur Offenlegung

aller ihrer Geschäfte in Finanzinstrumenten verpflichtet.

c. Führung von Beobachtungs- bzw. Sperrlisten, in die Finanzinstrumente,

in denen es zu Interessenkonflikten

kommen kann, aufgenommen werden. Geschäfte in Finanzinstrumenten

aus der Beobachtungsliste bleiben

erlaubt, werden aber zentral beobachtet; Geschäfte in

Finanzinstrumenten aus der Sperrliste sind untersagt.

d. Führung eines Insiderverzeichnisses. In dieses Verzeichnis

werden alle relevanten Personen unserer Bank, die

bestimmungsgemäß Insiderinformationen haben (mit

Zeitpunkt und Art der Information), aufgenommen.

e. Eine laufende Kontrolle aller Geschäfte der in unserer

Bank tätigen relevanten Personen.

f. Bei Ausführung von Aufträgen handeln wir entsprechend

unserer Best-Execution-Policy (siehe gesonderte

Unterlage) bzw. der Weisung des Kunden.

g. Regelungen über die Annahme von Geschenken und

sonstigen Vorteilen, insbesondere für die an der Erstellung

von Finanzanalysen beteiligten Mitarbeiter.

h. Schulung unserer Mitarbeiter.

i. Überwachung der Einhaltung der Kundeninteressen bei

Ausgestaltung und Umsetzung der Vertriebsvorgaben.

IV. Sind Interessenkonflikte in Einzelfällen ausnahmsweise

nicht durch die obige Aufgabenteilung oder unsere Compliance-Organisation

vermeidbar, werden wir unsere Kunden

entsprechend dieser Policy darauf hinweisen. Wir werden

ggf. in diesen Fällen auf eine Beurteilung, Beratung

oder Empfehlung zum jeweiligen Finanzinstrument verzichten.

V. Auf Wunsch werden wir Ihnen weitere Einzelheiten zu diesen

möglichen Interessenkonflikten zur Verfügung stellen.

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Allgemeine Informationen für Kunden

über Zuwendungen

Wir erhalten von unseren Vertriebspartnern Zuwendungen in Form von

Geldzahlungen oder sonstigen geldwerten Vorteilen. Dabei stellen wir

organisatorisch sicher, dass diese Zuwendungen Ihren Interessen als

Kunde nicht entgegenstehen, sondern dafür eingesetzt werden, die

Qualität der von uns erbrachten Wertpapierdienstleistungen aufrecht zu

erhalten und weiter zu verbessern.

Unabhängig hiervon erhalten Sie außerhalb einer Anlageberatung auf

Anfrage Informationen jeweils über die aktuellen Zuwendungen

(Vergütungen in Geld oder sonstige geldwerte Vorteile 1 ) bzgl. Finanzinstrumente,

die wir von unseren Vertriebspartnern insbesondere

––

beim Erwerb von Anteilen an Investmentfonds,

––

bei Vermittlung einer fondsgebundenen Vermögensverwaltung,

––

beim Erwerb von Anlagezertifikaten oder strukturierten Anleihen,

––

beim Erwerb verzinslicher Wertpapiere oder

––

bei Zeichnung von Aktienneuemissionen

durch bzw. an Sie erhalten. Darüber hinaus finden Sie nachfolgend

allgemeine Informationen zu Zuwendungsleistungen, mit denen wir

eine größtmögliche Transparenz als Grundlage für Ihre Anlageentscheidung

schaffen wollen.

Aus den nachfolgend aufgeführten Vergütungen, die unsere Vertriebspartner

für die jeweiligen Finanzprodukte erheben, erhalten wir

regelmäßig entsprechende Zuwendungen:

1

Zuwendungen in Form geldwerter Vorteile können wir von Dritten insbesondere durch die Bereitstellung von technischer

Unterstützung und Informationsmaterial, aber auch für die Durchführung von Schulungsmaßnahmen sowie für die

Durchführung besonderer kunden- oder produktbezogener Vertriebsaktionen erhalten. Wir stellen dabei organisatorisch

sicher, dass die Dienstleistungen Ihnen gegenüber stets im ausschließlichen Kundeninteresse erbracht werden.

1. Erwerb von Anteilen an Investmentfonds

Ausgabeaufschlag: Investmentgesellschaften erheben bei der Ausgabe

von Fondsanteilen einen Ausgabeaufschlag. So wird auch bei den

„Classic-Fonds“ des DekaBank-Konzerns verfahren.

Vom Ausgabeaufschlag, der in Abhängigkeit der Anlageklasse von

0,25 % bis zu 5,50 % bei „Classic-Fonds“ des DekaBank-Konzerns und bei

anderen Anbietern von 0,10 % bis zu 6,00 % (in Ausnahmefällen bis zu

8,00 %) der Anlagesumme betragen kann, erhalten wir eine Zuwendung

bis zur Höhe des gesamten Ausgabeaufschlages.

Fonds, die in andere Fonds investieren, werden Dachfonds genannt.

Auch bei diesen Produkten wird ein Ausgabeaufschlag erhoben, der uns

bis zur vollen Höhe als Zuwendung zufließt.

Vertriebsprovision: Bei „Trading-Fonds“ des DekaBank-Konzerns bzw.

sogenannten „No-load-Fonds“ wird kein Ausgabeaufschlag erhoben,

sondern dem Fondsvermögen zur Verbesserung der Qualität unserer

Dienstleistungserbringung eine Provision entnommen. Diese Provision

kann bei Fonds des DekaBank-Konzerns von 0,05 % bis zu 0,72 % p. a.

und bei Fonds anderer Anbieter bis zu 2,00 % p. a. des Wertes der von

Ihnen gehaltenen Fondsanteile betragen und fließt uns teilweise oder in

voller Höhe zu. Diese Zuwendung erhalten wir für den Zeitraum, in dem

Sie die Fondsanteile in Ihrem Depot verwahren lassen.

Bei Dachfonds wird dem Fondsvermögen in der Regel monatlich zur

Verbesserung der Qualität unserer Dienstleistungserbringung eine

Provision von 0,30 % bis zu 1,50 % p. a. des Wertes der von Ihnen

gehaltenen Dachfonds-Anteile entnommen, die uns teilweise oder in

voller Höhe zufließt, so lange Sie die Fondsanteile in Ihrem Depot

verwahren lassen.

Teilweise wird auch bei Fonds mit Ausgabeaufschlag eine Vertriebsprovision

erhoben, die typischerweise geringer ausfällt, als bei Fonds ohne

Ausgabeaufschlag. Die Höhe beträgt bei den Fonds der DekaBank bis zu

0,50 % p. a.

Verwaltungsvergütung: Die Investmentgesellschaften entnehmen

dem jeweiligen Fondsvermögen eine Verwaltungsvergütung, die in

Abhängigkeit der Anlageklasse bei Fonds des DekaBank-Konzerns von

0,20 % bis zu 2,25 % p. a. und bei Fonds anderer Anbieter 0,24 % bis zu

2,60 % p. a. des Wertes der von Ihnen gehaltenen Fondsanteile betragen

kann und die wir teilweise oder in voller Höhe als Zuwendung erhalten.

8


Bei Dachfonds entnimmt die Investmentgesellschaft dem Fondsvermögen

eine Verwaltungsvergütung, die in Abhängigkeit von der Dachfondsvariante

0,10 % bis zu 2,00 % p. a. des Fondsvermögens betragen

kann. Wir erhalten von der Verwaltungsvergütung einen jährlichen Anteil

zugewendet. Dieser Anteil beläuft sich bei Fonds des DekaBank-Konzerns

auf bis zu 90 % der Verwaltungsvergütung. Bei Fonds anderer

Anbieter kann uns die Verwaltungsvergütung bis zur vollen Höhe

zugewendet werden.

Die genannten Zuwendungen erhalten wir jeweils für den Zeitraum, in

dem Sie die Dachfondsanteile in Ihrem Depot verwahren lassen.

Zusätzlich können wir für die im Dachfonds enthaltenen Investmentfonds

(sog. Zielfonds) einen Anteil der jährlichen, auf die von Ihnen

gehaltenen Dachfondsanteile entfallenden Verwaltungsvergütung

dieser Fonds als Zuwendung erhalten, so lange Sie die Dachfondsanteile

in Ihrem Depot verwahren lassen. Dieser Anteil beläuft sich bei Fonds

des DekaBank-Konzerns auf höchstens die Hälfte der Verwaltungsvergütung.

Bei Fonds anderer Anbieter kann uns die Verwaltungsvergütung

bis zur vollen Höhe zugewendet werden.

Vertriebserfolgsvergütung: Aus der Verwaltungsvergütung können

wir von unseren Vertriebspartnern eine zusätzliche Vergütung erhalten,

wenn wir aus dem Gesamtangebot des Vertriebspartners Produkte in

einem Umfang vertreiben, der einen vorab definierten Schwellenwert

überschreitet. Einzelheiten über die Höhe einer solchen Vergütung teilen

wir Ihnen auf Nachfrage gerne mit.

2. Vermittlung einer fondsgebundenen Vermögensverwaltung

Eintrittsgebühr: Für die Vermittlung von fondsgebundenen Vermögensverwaltungen,

bei denen eine einmalige Eintrittsgebühr erhoben

wird, erhalten wir diese teilweise oder in voller Höhe als Zuwendung.

Diese kann bei Vermittlung einer fondsgebundenen Vermögensverwaltung

der DekaBank von 0,45 % bis zu 2,50 % betragen.

Vermögensmanagement-Gebühr: Bei fondsgebundenen Vermögensverwaltungen

erheben unsere Vertriebspartner eine laufende Vermögensmanagement-Gebühr

aus dem zu verwaltenden Vermögen. Je

nach Anlagevariante erhalten wir diese Gebühr teilweise oder in voller

Höhe zugewendet. Diese kann bei Vermittlung einer fondsgebundenen

Vermögensverwaltung der DekaBank von 0,22 % bis zu 1,40 % betragen.

All-In-Fee: Bei fondsgebundenen Vermögensverwaltungen mit einer

All-In-Fee erhalten wir diese teilweise oder in voller Höhe zugewendet.

Bestandsvergütung: Bezüglich bestimmter Zertifikate oder strukturierter

Anleihen erhalten wir bestandsabhängige Zuwendungen, solange

sich die entsprechenden Zertifikate in Ihrem Depot befinden. Die

bestandsabhängigen Vergütungen können bis zu 1,50 % p. a. des

Kurswertes oder des Nominalbetrages/Nennwertes betragen.

Vertriebserfolgsvergütung: Wir können von unseren Vertriebspartnern

bezogen auf einen getätigten Absatz eine zusätzliche Vergütung von bis

zu 0,85 % des Gesamtumsatzes erhalten.

4. Erwerb verzinslicher Wertpapiere

Wir erhalten beim Ersterwerb (Zeichnung) verzinslicher Wertpapiere in

Abhängigkeit von der Laufzeit des jeweiligen Wertpapiers Zuwendungen

vom Emittenten oder Vertriebspartner von 0,125 % bis zu 1,50 % (in

Ausnahmefällen bis zu 3,50 %) des Kurswertes oder des Nominalbetrages/Nennwertes.

Für den Vertrieb von Wertpapieren im Zweiterwerb

erhalten wir Zuwendungen vom Emittenten oder Vertriebspartner von

bis zu 1,50 % (in Ausnahmefällen bis zu 3,50 %) des Kurswertes oder des

Nominalbetrages/Nennwertes.

5. Aktienneuemissionen

Bei Zeichnung von Aktienneuemissionen erhalten wir in manchen Fällen

vom Emittenten nach Zuteilung eine Vergütung auf die Gesamtzuteilungssumme

(Vertriebserfolgsvergütung). Die Rahmenbedingungen

werden vom Emittenten bzw. dem Emissionskonsortium festgelegt. Ob

und in welcher Höhe Zuwendungen fließen, teilen wir Ihnen auf

Nachfrage gerne mit.

6. Erwerb anderer Finanzinstrumente

Soweit wir Zuwendungen, die der Verbesserung der Qualität unserer

Dienstleistungen dienen, bezüglich anderer Finanzinstrumente erhalten,

werden wir Ihnen diese im Einzelfall gesondert mitteilen.

Außerhalb einer Anlageberatung erhalten Sie auf Nachfrage

Detailinformationen zu sämtlichen vorgenannten Zuwendungen

(Ziff. 1 bis 6) gerne im Vorfeld Ihrer Anlageentscheidung.

Stand: 2011

3. Erwerb von Zertifikaten oder strukturierten Anleihen

Ausgabeaufschlag: Die Emissionshäuser berechnen bei einem Teil der

von ihnen aufgelegten Zertifikate oder strukturierten Anleihen einmalige

Ausgabeaufschläge, die je nach Produkt-ausgestaltung (Bonus-Zertifikate,

Express-Zertifikate, Alpha-Zertifikate, usw.) und Laufzeit bis zu 5,00 %

des Kurswertes oder des Nominalbetrages/Nennwertes betragen

können. Wir erhalten diesen Ausgabeaufschlag teilweise oder in voller

Höhe als Zuwendung.

Provision: Unabhängig von Ausgabeaufschlägen können wir einmalige

Provisionen als Vergütungen von bis zu 7,00 % des Kurswertes oder des

Nominalbetrages/Nennwertes von den Emissionshäusern erhalten.

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