GESCHÄFTSBERICHT 2010 - jenawohnen

jenawohnen.de

GESCHÄFTSBERICHT 2010 - jenawohnen

Geschäftsbericht 2010

Natur schonen. Energie sparen. Komfortabel wohnen.


INHALT

3

Auf einen Blick

5

Grußwort

7

7

12

18

22

Bericht über die Lage der Gesellschaft

Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 2010

Lage der Gesellschaft

Risikobericht

Prognosebericht

25

Neue Schritte in die Zukunft

31

Dienstleistung auf Augenhöhe

39

Lebenswerter Wohnen

47

Die Kunst gesellschaftlichen Lebens

51

Neue Wege beim Energiesparen

58

59

60

62

64

Jahresabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Bilanz

Anlagen, Rücklagen und Verbindlichkeiten

Rechtliche Verhältnisse

Geschäftsbericht 2010

Natur schonen. Energie sparen. Komfortabel wohnen.

65

Impressum


Auf einen Blick

[ 3 ]

Die Kennzahlen der jenawohnen GmbH

im Abgelaufenen Geschäftsjahr

Gesamtüberblick 2010 2009

Bestand per 31.12.2010

Mieteinheiten 14.227 14.211

- davon Wohnungen 13.987 13.967

- davon Gewerbe 240 244

Vermögensstruktur und Rentabilität

Bilanzsumme 407.925,6 T€ 405.703,1 T€

Eigenkapital 275.587,5 T€ 265.166,5 T€

Eigenkapitalquote 67,60 % 65,4 %

Jahresüberschuss 14.449,8 T€ 11.903,6 T€

Eigenkapitalrentabilität 5,60 % 4,7 %

Gesamtkapitalrentabilität 4,80 % 4,3 %

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 24.097,0 T€ 18.987,0 T€

Dynamischer Verschuldungsgrad 4,1 Jahre 5,5 Jahre

Wohnungswirtschaftliche Kennzahlen

Durchschnittliche Wohnungsmiete 4,69 €/m² 4,54 €/m²

Durchschnittliche Betriebskosten 1,99 €/m² 2,07 €/m²

Leerstandsquote (31.12.2010) 1,4 % 1,3 %

Leerstandsquote vermietbarer Bestand (31.12.2010) 1,0 % 0,9 %

Anteil der Erlösschmälerungen an der Sollmiete 2,0 % 2,3 %

Fluktuationsrate 10,2 % 10,5 %

Ergebnis der Hausbewirtschaftung 15.118,0 T€ 13.118,3 T€

Investitionen

Jährliche Instandhaltungskosten 13,35 €/m² 11,75 €/m²

Jährliche Instandhaltungskosten und nachträgliche Herstellungskosten 17,68 €/m² 21,25 €/m²

Durchschnittlicher Personalbestand

Geschäftsführer 1 1

Mitarbeiter (ohne Mitarbeiter in passiver Altersteilzeit) 128 127

Auszubildende 10 10


GruSSwort

[ 5 ]

Dr. Margret Franz

Werkleiterin jenakultur

„Wo Kultur aufblüht,

leben Menschen

harmonischer miteinander.

In diesem Geist unterstützt

jenawohnen tatkräftig

die kulturelle Landschaft

unserer Stadt und bietet

Wohnkomfort für alle.“

Raum für Kultur

Was wäre eine Stadt ohne Kultur? Wer wollte

sich an einem solchen Ort niederlassen? Mag

der Ausbau von sozialen Services, Bildungsangeboten

und des Gesundheitswesen noch so

wichtig sein – ohne Kultur- und Freizeitangebote

kann die Seele nicht atmen. Deshalb ist das Herz

einer Stadt immer ihre Kultur.

Die hohe Wohn- und Lebensqualität Jenas spiegelt

sich in ihrer kulturellen Vielfalt. Das hat eine

lange Tradition und zog von jeher Kulturschaffende

in die Stadt. Auch Carl Zeiß und Ernst Abbé

wussten um diese „weichen“ Standortfaktoren,

mit denen sie Mitarbeiter und Wissenschaftler

an Jena binden konnten. Mit Arbeitersiedlungen

gaben sie selbst kleinen Leuten die Chance auf

ein bürgerliches Leben. Und mit Einrichtungen

wie dem Volksbad und dem Volkshaus zeigten

sie, dass hoher Lebensstandard eben mehr als vier

Wände bedeutet.

Wo Kultur aufblüht, leben Menschen harmonischer

miteinander. In diesem Geist unterstützt

jenawohnen tatkräftig die kulturelle Landschaft

unserer Stadt und bietet Wohnkomfort für alle.

Kultur schafft Identität, sie prägt das Image

einer Stadt. Gemeinsames kulturelles Erleben

verbindet und stärkt den Zusammenhalt. Wer in

Jena wohnt, kann aus einem vielfältigen Angebot

wählen und jenseits des Alltags Inspiration

finden. „Ist hier was los?“ gehört zu den ersten

Fragen, wenn Menschen eine Wohnung suchen.

So ist Stadtkultur immer auch Wohnkultur.

Neben Museen bietet Jena seinem aufgeschlossenen

und anspruchsvollen Publikum Veranstaltungen

jeder Couleur. So bringt das jährliche

Open-Air-Festival „KulturArena“ internationale

Stars auf die Bühnen der Stadt. Das Jenaer

Theaterhaus, der Kunstverein und die Philharmonie

haben ebenfalls Hochkarätiges zu bieten.

Überall dort engagiert sich auch jenawohnen.

Eines der wichtigsten Projekte der vergangenen

Jahre war sicher die „Wiederbelebung“ der Villa

Rosenthal. Wir freuen uns sehr, dass es uns dank

jenawohnen gelungen ist, der Kultur in unserer

Stadt noch mehr Raum zu geben.


Bericht über die Lage

der Gesellschaft

[ 7 ]

STEFAN WOSCHE-GRAF

GESCHÄFTSFÜHRER DER JENAWOHNEN GMBH

Rahmenbedingungen und

Geschäftsverlauf 2010

Rahmenbedingungen

„Die Rahmenbedingungen

der Stadt Jena werden

durch eine positive

Bevölkerungsentwicklung,

eine hohe Anzahl von

Studierenden und einen

positiven Trend am

Arbeitsmarkt geprägt.“

Die jenawohnen GmbH befindet sich zu

94 Prozent im direkten Eigentum der Stadtwerke

Energie Jena-Pößneck GmbH sowie zu 6 Prozent

im direkten Eigentum der Stadt Jena, zugeordnet

dem Sondervermögen „KIJ – Kommunale

Immobilien Jena“. Die Stadtwerke Energie Jena-

Pößneck GmbH ist eine 64,1-prozentige Tochtergesellschaft

der Stadtwerke Jena GmbH, die

sich zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Jena

befindet. So besteht über den KIJ-Anteil hinaus

noch eine indirekte Beteiligung der Stadt Jena an

jenawohnen.

Die Vermietung von Wohnungen an den Standorten

Jena und Blankenhain ist das Kerngeschäft

von jenawohnen. Die Gesellschaft ist das größte

Wohnungsunternehmen in der Stadt Jena und im

Bereich der Vermietung von eigenen Wohnungen

das größte Wohnungsunternehmen im Freistaat

Thüringen. Die Vermietung von Gewerbeeinheiten,

Stellplätzen und Garagen sowie die Verpachtung

von Gärten stellt eine untergeordnete

Tätigkeit dar.

In Jena betreut jenawohnen 13.728 eigene Wohnungen.

Dies entspricht einem Marktanteil von

25 Prozent am gesamten Wohnungsbestand der

Stadt [Statistik Stadt Jena]. In Blankenhain sind

es 259 Wohnungen.

Die wohndienstjena GmbH ist eine 100-prozentige

Tochtergesellschaft von jenawohnen.

Das Kerngeschäft der wohndienstjena GmbH

ist die Verwaltung von Wohneigentumsanlagen

in Jena. Ziel der Gesellschaft ist die Erhaltung

und Erweiterung des verwalteten Bestandes und

die Sicherung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens.

Die Rahmenbedingungen der Stadt Jena werden

durch eine positive Bevölkerungsentwicklung,

eine hohe Anzahl von Studierenden und einen

positiven Trend am Arbeitsmarkt geprägt. Diese

Rahmenbedingungen werden begleitet von sich

teilweise widersprechenden Bevölkerungsprognosen.

In diesem Umfeld sind die strategischen

Entscheidungen des Unternehmens zu sehen.

Die Bevölkerungsentwicklung für Jena zeigt

weiterhin eine positive Tendenz. Die Zahl der

Einwohner stabilisiert sich auf dem Niveau von

deutlich über 100.000 Bewohnern mit Hauptwohnsitz.

Im Jahr 2010 lebten in Jena 103.756

Einwohner, 2009 waren es 103.006 [Internet Stadt

Jena]. Jena profitierte vor allem in den letzten

Jahren von Wanderungsgewinnen und leichten

Geburten überschüssen.


[ 8 ] [ 9 ]

Geschäftsverlauf und Investitionstätigkeit

Die Anzahl der Studierenden hat sich seit

1992 von 7.930 auf 25.504 im Wintersemester

2010/2011 mehr als verdreifacht und erhöhte sich

gegenüber dem vergangenen Semester nochmals

um 1.915 Studenten [Statistik Stadt Jena].

Durch die zeitlich konzentrierte hohe Nachfrage

der Studenten zu Semesterbeginn entstand ein

vorübergehender Wohnungsengpass, der im

Wohnungsmarkt einer Universitätsstadt üblich erscheint.

Zur Verbes serung der Situation beteiligt

sich jenawohnen an der Initiative „Studentisches

Wohnen – ein Runder Tisch für Jena“.

Der Jenaer Wohnungsmarkt zeichnete sich

im Jahr 2010 durch ein sehr ausgeglichenes

Verhältnis zwischen Haushalten und verfügbaren

Wohnungen aus, was im Geschäftsjahr 2010 zum

Vermietungserfolg von jenawohnen beitrug.

Der Arbeitsmarkt in und um Jena hat sich im

Jahr 2010 weiter positiv entwickelt. Die Anzahl

an Arbeitslosen (SGB II und SGB III) der Stadt Jena

sank – gemessen an der Anzahl aller zivilen Erwerbspersonen

– zum 31.12.2010 auf 7,1 Prozent

(Vorjahr 7,9 Prozent). Der Standort Jena hebt

sich deutlich positiv vom Durchschnitt Thüringens

(8,9 Prozent) sowie der neuen Bundesländer

(11,2 Prozent) ab [Agentur für Arbeit].

„Energetische Aspekte

fließen in alle Investitionsmaßnahmen

ein.

jenawohnen saniert

energie bewusst und sozial

verträglich.“

Die jenawohnen GmbH beendet das Geschäftsjahr

2010 mit einem Jahresüberschuss in Höhe

von 14,4 Mio. € (Vorjahr 11,9 Mio. €).

Die Geschäftsleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung

2010 positiv. Die gesetzten Ergebnisziele

wurden übertroffen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr startete jenawohnen

das Neubauprojekt „Mehrfamilien-

Passivhaus“ in der Kunitzer Straße 12c. Bis Ende

2011 entstehen zwölf barrierefreie Wohnungen

mit einem geplanten Investitionsvolumen von

2,3 Mio. €.

In Jena-Lobeda investierte jenawohnen den

„600-millionsten Euro“ seit 1990. Die vorwiegend

energetische Sanierung des Gebäudekomplexes

in der Werner-Seelenbinder-Straße 16 – 24

erfolgt in zwei Bauabschnitten von 2010 bis Ende

2011. Das Haus beherbergt 220 Mietparteien.

Die geplante Investitionssumme (einschließlich

Brandschutzmaßnahmen) beträgt insgesamt

rund 6 Mio. €, davon entfallen 2,9 Mio. € auf das

Geschäftsjahr 2010. Die jenawohnen GmbH setzt

damit ihre Strategie der langfristigen Stabilisierung

und Entwicklung der Großwohnsiedlung

Lobeda weiter fort.

In der Erich-Kuithan-Straße 2 stellte jenawohnen

2010 die energetische Sanierung von

118 Wohnungen in Jena-Nord fertig. Durch die

Maßnahmen können jährlich mehr als 30 Prozent

Energie eingespart werden.

Energetische Aspekte fließen in alle Investitionsmaßnahmen

ein. jenawohnen saniert energiebewusst

und sozial verträglich.

Weitere Sanierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr

2010 – 2011:

Investitionen

• Umbau der Botzstraße 4a zu drei hoch wertigen

Wohneinheiten (2010– 2011)

• Energetische Sanierung der Lutherstraße 102

• Umbau des Firmensitzes im Löbdergraben 19

(2010– 2011)

Instandsetzungen

• Balkonsanierung in der Werner-Seelen binder-

Straße 10, 12 und 14

• Erneuerung der Fenster in der Max-Steenbeck-

Straße 42 – 46, in der Hugo-Schrade-Straße 2 –12

und in der Ziegesarstraße 9 –11 (insgesamt in

über 200 Wohnungen in Winzerla und Lobeda)

• Kellersanierung in der Karl-Liebknecht-Straße

138 –144

• Erfüllung der Brandschutzauflagen für über

500 Wohnungen in Lobeda

• Sanierung der Aufzüge in sechs Objekten

in Winzerla und Lobeda

• Dacherneuerung in der Tümplingstraße 3 – 9

Die Strategie der umsichtigen Erweiterung des

Portfolios vor allem außerhalb der Großwohnsiedlungen

wurde beibehalten. jenawohnen erwarb

im Gebiet des Jenaer Zentrums vier Objekte mit

insgesamt 25 Wohnungen und Gewerben.

Mit dem Tausch des Grundstückes „Am Friedensberg“

begann die Realisierung eines anspruchsvollen

Projektes aus dem umfangreichen Neubaukonzept,

das im Geschäftsjahr 2010 beschlossen

wurde.


[ 10 ] [ 11 ]

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Leerstand und Fluktuation für Wohnraum 31.12.2010 31.12.2009

Leerstandsquote gesamt 1,4 % 1,3 %

Leerstandsquote (vermietbarer Bestand) 1,0 % 0,9 %

Fluktuationsquote 10,2 % 10,5 %

Zinsbelastung in T€ 2010 2009

Durch repräsentative Mieterumfragen überprüft

jenawohnen regelmäßig die Zufriedenheit

seiner Mieter mit dem Unternehmen und den

Mitarbeitern. So können veränderte Wünsche

und Bedürfnisse der Kunden aufgenommen und

das Angebot unserer Serviceleistungen angepasst

oder verbessert werden. Die Ergebnisse

der schriftlichen Befragungen berücksichtigt

jenawohnen auch in der Planung von Modernisierungen

und Instandsetzungen.

Die Unternehmensstruktur weist eine flache

durchlässige Hierarchie auf, die kurze Entscheidungs-

und Informationswege ermöglicht.

Im Bereich der Personalentwicklung bildet jenawohnen

konsequent Immobilienkaufleute aus

und vertraut bei der Besetzung vakanter Stellen

auf die eigenen Nachwuchskräfte. Das Unternehmen

beteiligt sich aktiv im „Azubi-Pool“ des

Konzerns Stadtwerke Jena.

aus Altverbindlichkeiten 2.239,6 2.697,8

aus sonstigen Krediten 1.891,2 2.085,0

Gesamt 4.130,8 4.782,8

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Leerstandsquote der Wohnungen verharrt

auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres und fällt

im Vergleich zu anderen Wohnungsunternehmen

in den neuen Bundesländern ausgesprochen

positiv aus.

Die Instandhaltungskosten pro Jahr und Quadratmeter

Nutzfläche liegen über dem Niveau

des Vorjahres. Sie betrugen im abgelaufenen

Geschäftsjahr 13,33 €/m² (Vorjahr 11,75 €/m²).

Der Anstieg ergibt sich aus den höheren Ausgaben

für die Instandsetzung der brandschutz- und

Bei der Fluktuation ist mit 1.422 gekündigten

bzw. beendeten Wohnraummietverträgen

weiterhin ein leichter Rückgang feststellbar

sicherheitstechnischen Anlagen der Hochhäuser,

für deren Finanzierung entsprechende Rückstellungen

verwendet wurden.

(Vorjahr 1.473).

Die Zinsbelastung aus Krediten ist gegenüber

dem Vorjahr um 652,0 T€ zurückgegangen.

Der Anteil der Fremdkapitalzinsen an der jährlichen

Ist-Miete (Zinsdeckung) sinkt weiter auf

9,0 Prozent (Vorjahr 10,8 Prozent).

Die im Geschäftsjahr 2010 durchgeführte

Mieterbefragung in den Stadtteilen Jena-Mitte,

Jena-West, Jena-Ost und Jena-Nord wurde als

Vollerhebung ausgeführt. Die Rücklaufquote

der ca. 3.000 angeschriebenen Haushalte lag mit

über 50 Prozent ausgesprochen hoch. Die Befragung

zeigte, dass 89 Prozent unserer Mieter mit

jenawohnen zufrieden oder sehr zufrieden sind.

Drei Viertel der Befragten halten die zu zahlende

Gesamtmiete für ihre Wohnung für angemessen,

ziemlich günstig oder sogar sehr günstig.

Zusätzlich fördert jenawohnen die Karriere und

die Ausbildung von Fachkräften mit den Möglichkeiten

der betrieblichen und außerbetrieblichen

Weiterbildungen.

Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter in den

Struktureinheiten des Unternehmens ist ausgeglichen.

Circa 22 Prozent der Beschäftigten

sind unter 35 Jahre alt, 47 Prozent sind zwischen

35 und 55 Jahre und 31 Prozent sind älter als

55 Jahre. Die Struktur ermöglicht, Erfahrungen

weiterzugeben und neue innovative Ideen in

das Handeln des Unternehmens einzubringen.

„Die Befragung zeigte,

dass 89 Prozent unserer

Mieter mit jenawohnen

zufrieden oder sehr

zufrieden sind.“


[ 12 ] Lage der Gesellschaft

[ 13 ]

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31.12.2010 beträgt

407,9 Mio. € (Vorjahr 405,7 Mio. €).

Das bilanzielle Eigenkapital erhöht sich

gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Mio. € auf

275,6 Mio. € (plus 3,9 Prozent). Durch die im

Geschäftsjahr fortgeführte Reduzierung der

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

um 6,4 Mio. € erhöhte sich die bilanzielle

Eigenkapitalquote auf 67,6 Prozent (Vorjahr

65,4 Prozent).

Im Geschäftsjahr 2010 endete die Zinsbindung

für Darlehen in Höhe von 36.240,5 T€. Diese

Kredite wurden vollständig durch Anschlussfinanzierungen

umgeschuldet oder prolongiert.

Insgesamt wurden 18.506,5 T€ umgeschuldet.

Dabei entfielen 17.736,2 T€ auf Altkredite.

Weitere Altschulden in Höhe von 17.735,9 T€

konnten prolongiert werden.

Die Neuvalutierung in Höhe von 4.171,0 T€

betraf Umschuldungen aus dem Geschäftsjahr

2009, die durch das Unternehmen zwischenfinanziert

wurden.

Der Verschuldungsgrad wurde im Geschäftsjahr

2010 planmäßig weiter gesenkt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden

7,9 Mio. € (Vorjahr 10,0 Mio. €) in das Sachanlagevermögen

investiert, davon 3,5 Mio. €

(Vorjahr 7,9 Mio. €) für die Modernisierung

von Gebäuden, 3,7 Mio. € für den Erwerb

eines Grundstückes per Tauschvertrag und

den Ankauf von vier Gebäuden in der Innenstadt

und 0,5 Mio. € für den Neubau. In die

Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden

0,2 Mio. € investiert.

Das langfristige Vermögen der jenawohnen

GmbH ist vollständig fristenkongruent durch

Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital

gedeckt. Die Vermögenslage ist geordnet.

Tilgungen in T€ 2010 2009

Planmäßige Tilgung 10.423,6 9.728,1

Umschuldung, Prolongation (außerplanmäßige Tilgung im VJ) 36.240,5 5.300,8

Gesamt 46.664,1 15.028,9

Verschuldung 31.12.2010 31.12.2009

Dynamischer Verschuldungsgrad (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit) 4,1 Jahre 5,5 Jahre

Durchschnittliche Verschuldung 118 €/m² 125 €/m²

Vermögensstruktur

31.12.2010

in T€

31.12.2010

in %

31.12.2009

in T€

31.12.2009

in %

Langfristige Investitionen 368.854,9 90,4 371.722,1 91,6

Sonstige kurzfristige Aktiva 39.070,7 9,6 33.981,0 8,4

Gesamtvermögen 407.925,6 100,0 405.703,1 100,0

Kapitalstruktur

(abzüglich Ausschüttung)

31.12.2010

in T€

31.12.2010

in %

31.12.2009

in T€

31.12.2009

in %

Eigenkapital 270.587,4 66,33 260.166,5 64,1

Langfristiges Fremdkapital 104.951,3 25,73 112.372,6 27,7

Sonstige kurzfristige Passiva 32.386,9 7,94 33.164,0 8,2

Gesamtkapital 407.925,6 100,0 405.703,1 100,0


[ 14 ] [ 15 ]

Finanzlage

Ertragslage

Kapitalflussrechnung in T€ 2010 2009

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 24.097,0 18.987,0

Cashflow aus Investitionstätigkeit – 6.339,0 – 9.409,3

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 11.251,0 – 11.869,8

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 6.507,0 – 2.292,1

Finanzmittelbestand zum 01.01. des Geschäftsjahres 12.330,0 14.621,8

Finanzmittelbestand zum 31.12. des Geschäftsjahres 18.837,0 12.329,7

Ergebnisbereiche in T€ 2010 2009

Betriebsergebnis 19.319,4 17.989,0

Zinsaufwendungen – 4.201,7 – 4.870,7

Betriebsergebnis der Hausbewirtschaftung 15.117,7 13.118,3

Sonderabschreibungen, außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen – 10,0 355,3

Sonstiger und a. o. Bereich 240,1 – 888,8

Jahresergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 15.347,8 12.584,8

Steuern vom Einkommen und Ertrag – 897,9 – 681,2

Jahresüberschuss 14.449,9 11.903,6

Über die Finanzlage der Gesellschaft gibt die

Kapitalflussrechnung auf der linken Seite

Auskunft.

Die jenawohnen GmbH nimmt seit dem 16.5.2006

am Cash- und Kapitalpool der Stadtwerke Jena

GmbH (vormals Technische Werke Jena GmbH)

teil. Im ausgewiesenen Finanzmittelbestand

zum 31.12.2010 sind 14.771,3 T€ in den Cashund

Kapitalpool hingegebene Mittel enthalten.

Der bilanzielle Ausweis erfolgt unter dem Posten

„Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen“.

Die jenawohnen GmbH war und ist zu jeder

Zeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen

nachzukommen. Die Finanzlage ist geordnet.

Das Jahresergebnis setzt sich aus den Ergebnisbereichen,

wie in der Tabelle links unten zu sehen,

zusammen.

Die Steigerung des Betriebsergebnisses

um 1,3 Mio. € resultiert hauptsächlich aus den

gestiegenen Umsatzerlösen aus Mieten und aus

sonstigen betrieblichen Erträgen.

Dem sonstigen Bereich wurden im Wesentlichen

die sonstigen betrieblichen Erträge und die sonstigen

betrieblichen Aufwendungen zugeordnet,

die nicht die Hausbewirtschaftung betreffen oder

einmaligen Charakter aufweisen. Das sind hauptsächlich

Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen

(1.031,6 T€; Vorjahr 107 T€) und periodenfremde

Aufwendungen (68,7 T€; Vorjahr 139,9 T€)

sowie Zuführungen zu Wert berichtigungen

(290,3 T€; Vorjahr 497,7 T€). Außerdem wurden

dem sonstigen Bereich die Personalaufwendungen

zugeordnet, die nicht unmittelbar der Hausbewirtschaftung

zuzurechnen sind (PR, Controlling,

Sozialmanagement, Auszubildende).

„Die jenawohnen GmbH

war und ist zu jeder

Zeit in der Lage, ihren

Zahlungsverpflichtungen

nachzukommen. Die

Finanzlage ist geordnet.“


[ 16 ] [ 17 ]

Die nochmals um 101,6 T€ gesunkenen Erlösschmälerungen

resultieren im Wesentlichen aus

dem konstant niedrigen Niveau des Leerstandes

während des gesamten Geschäftsjahres.

Der Anteil der gesamten Erlösschmälerungen an

der Jahressollmiete sinkt weiter auf 2,0 Prozent

(Vorjahr 2,3 Prozent).

jenawohnen erfüllt mit den Mietpreisen für

12.600 Wohnungen die Bedingungen des „Angemessenen

Wohnraumes“ für die Kosten der Unterkunft

nach den Festlegungen der Stadt Jena.

Das entspricht einem Anteil von 90 Prozent aller

Wohnungen, die jenawohnen betreut. Lediglich

1.385 Wohnungen liegen über der Grenze für

die Angemessenheit.

Das Mietpreisniveau zum 31.12.2010 ist in der

Tabelle rechts dargestellt.

Über 60 Prozent des Bestandes liegen im Mietpreisniveau

bis 5,00 €/m² Kaltmiete.

Die durchschnittliche Wohnungsmiete

für das Geschäftsjahr 2010 liegt bei 4,69 €/m²

(Vorjahr 4,54 €/m²). Das entspricht einer Steigerung

um 3,3 Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat

sich gegenüber dem Vorjahr weiter positiv entwickelt.

Die Eigenkapitalrentabilität stieg gegenüber

dem Vorjahreswert um 0,9 Prozentpunkte bei

einer positiven Entwicklung der Eigenkapitalquote

auf 67,6 Prozent (Vorjahr 65,4 Prozent).

Zusammenfassend kann festgestellt werden,

dass die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2010 ein

gutes Jahresergebnis erreicht hat. Die Ertragslage

ist zufriedenstellend.

Umsatzerlöse aus Mieten in T€ 2010 2009

Sollmieten 47.751,1 46.226,6

Erlösschmälerung – 969,5 – 1.071,1

Ist-Miete 46.781,6 45.155,5

Mietpreisniveau der vermietbaren Wohnungen 31.12.2010 31.12.2009

Bis < 3 €/m² 193 230

3 bis < 4 €/m² 2.274 2.624

4 bis < 5 €/m² 5.996 6.407

5 bis < 6 €/m² 4.193 3.741

6 bis < 7 €/m² 1.110 806

Größer oder gleich 7 €/m² 169 106

EBIT in T€ 2010 2009

Jahresergebnis 14.449,8 11.903,6

+ Fremdkapitalzinsen 4.262,1 4.870,9

+ Steuern vom Einkommen und Ertrag 897,9 681,2

EBIT 19.609,8 17.455,7

+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände 94,1 109,3

+ Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen 10.443,1 10.439,2

EBITDA 30.147,0 28.004,2

Rentabilität 2010 2009

Gesamtkapitalrentabilität 4,8 % 4,3 %

Eigenkapitalrentabilität 5,6 % 4,7 %


[ 18 ] Risikobericht

[ 19 ]

Risiken der künftigen Entwicklung

jenawohnen verfügt über ein angemessenes Risi-

Das Institut empirica prognostiziert im Woh-

Im Spannungsfeld zwischen momentaner

Auf die sich ändernden Wohnansprüche der nach-

komanagement. In der Geschäftsleitung werden

nungsmarktgutachten Jena 2010: „Die Leer-

Wohnraumverknappung und widersprüchlichen

rückenden Generationen reagiert jenawohnen

alle zwei Monate die relevanten Risikofaktoren

standsquote in den bestehenden Geschosswoh-

Bevölkerungsprognosen beobachtet und analy-

mit einem anspruchsvollen Neubaukonzept.

analysiert und wenn notwendig Maßnahmen

nungen in Jena wird in den kommenden fünf

siert jenawohnen regelmäßig die Entwicklung

In den nächsten sieben bis zehn Jahren werden

zur Risikobehandlung festgelegt. Zudem werden

Jahren auf rund 7 Prozent ansteigen. Bis zum

der wichtigsten demografischen Faktoren auch in

vorwiegend im Innenstadtbereich unterschiedliche

im Rahmen eines monatlichen Reportings alle

Ende des Prognosezeitraumes im Jahr 2030

Zusammenarbeit mit der interdisziplinär besetz-

Qualitäten entstehen, die den Bestand der Groß-

wesentlichen wohnungswirtschaftlichen Risiko-

werden dann 12 Prozent aller Geschosswoh-

ten Arbeitsgruppe der Stadt Jena, in der weitere

wohnsiedlungen ergänzen und zur Erneuerung

Kennzahlen ermittelt und intern veröffentlicht.

nungen nicht mehr bewohnt sein.“ Auch hier

Wohnungsunternehmen vertreten sind. jena-

des Portfolios beitragen. Die Konzepte werden die

wird von einem Rückgang der Bevölkerung von

wohnen begegnet dem prognostizierten Wandel

Bedürfnisse zukünftiger Generationen berücksich-

Nach heutigem Kenntnisstand bestehen keine

2010 bis 2030 um 5,3 Prozent ausgegangen. Die

der Jenaer Bevölkerungs- und Haushaltsstruktur

tigen und den Ansprüchen von Flexibilität, Nach-

den Bestand des Unternehmens gefährdenden

Wohnungsnachfrage sinkt im gleichen Zeitraum

und dessen mögliche Auswirkungen auf die

haltigkeit und Energieeffizienz gerecht werden.

Risiken.

um 4,1 Prozent oder um ca. 2.300 Haushalte. Bis

Nachfragesituation auf dem Wohnungsmarkt

2015 soll Jena jährlich 900 Einwohner verlieren.

mit besonderer Aufmerksamkeit und sensiblem

Die Finanzmarktkrise hat im abgelaufenen

Die verschiedenen Bevölkerungsprognosen

Danach schwächt sich der Bevölkerungsverlust zu-

Umgang in den Großwohnsiedlungen. jena-

Geschäftsjahr aus unserer Sicht zu keinen Beein-

weichen jedoch erheblich voneinander ab.

nächst ab, wobei langfristig ein Sterbeüberschuss

wohnen betreut ca. 6.700 Wohnungen in Lobeda

trächtigungen bzw. negativen Auswirkungen

dominiert und auch nicht durch positive Zuwan-

und ca. 3.500 in Winzerla. Die Großwohnsied-

auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

So prognostiziert das Institut Analyse & Konzepte:

derung kompensiert werden kann. Auch bei der

lungen machen fast drei Viertel des Bestandes

der jenawohnen GmbH geführt. Aufgrund der

„Die Bevölkerung Jenas wird abnehmen.“ Die

Zahl der Studenten wird von einer rückläufigen

von jenawohnen aus. Das Management sowie die

langfristigen Finanzierung unserer Immobilien ist

wohnungswirtschaftliche Prognose der Haus-

Entwicklung ausgegangen. Empirica schätzt ein,

Sanierungsstrategie in den Großwohnsiedlungen

akut keine Gefährdung der finanziellen Entwick-

haltsentwicklung aus dem Jahr 2007 weist einen

dass die Zahl der Studierenden bis 2015 um ca.

wird die sozioökonomische und demografische

lung unserer Gesellschaft zu befürchten. In 2011

Rückgang um 2.600 Haushalte von 2006 bis

6.000 sinken wird. In den Jahren 2015 bis 2020

Entwicklung berücksichtigen. Der Bestand an

und 2012 auslaufende Zinsbindungsfristen für

2015/2016 aus. Dies entspricht gegenüber dem

verharrt sie auf dem Niveau von ca. 19.000 Stu-

unsanierten und teilsanierten Objekten muss sich

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Basisjahr 2006 im Tiefpunkt (2015/2016) für Jena

denten und könnte danach wieder auf eine Zahl

stark an der Einkommensentwicklung der Haus-

werden rechtzeitig ausgeschrieben, um eine

einen Rückgang um 5,6 Prozent. Differenziert

von ca. 22.000 im Jahr 2030 ansteigen.

halte und am Bedarf an preiswertem Wohnraum

Anschlussfinanzierung auf dem gegenwärtig

nach Planungsräumen könnten die Großwohn-

orientieren.

niedrigen Zinsniveau sicherzustellen.

siedlungen Lobeda und Winzerla bis 2025

Auch die Bertelsmann-Stiftung 2009 geht in

11 Prozent ihrer Haushalte und 13 Prozent ihrer

einer Studie „Wer, wo, wie viele – Bevölkerung

Sollte die demografische Entwicklung, wie von

Durch die Teilnahme am Cash- und Kapitalpool

Einwohner verlieren.

in Deutschland 2025“ von einem Einwohnerrück-

Analyse & Konzepte oder empirica prognostiziert,

der Stadtwerke Jena GmbH kann zudem jederzeit

gang in Jena von 4.020 Personen (3,9 Prozent)

eintreten, müsste gegebenenfalls eine Überprü-

ein kurzfristiger Finanzierungsbedarf über den

Das Thüringer Landesamt für Statistik berechnet:

bis zum Jahr 2025 aus.

fung des Stadtumbauprogrammes gemeinsam

fest zugesagten Entnahmerahmen abgedeckt

„Es wird eine Zunahme der Bevölkerung in Jena,

mit anderen Wohnungsunternehmen und der

werden. Der Cash- und Kapitalpool bietet jena-

Weimar und Erfurt prognostiziert.“ Die 12. koor-

Stadt Jena erfolgen. Dabei ist nicht absehbar,

wohnen damit neben der professionellen Diversi-

dinierte Bevölkerungsvorausberechnung geht

ob zu diesem Zeitpunkt entsprechende Förder-

fikation hingegebener Mittel einen verlässlichen

von einer Zunahme der Bevölkerung Jenas von

instrumente zur Verfügung stehen.

und flexiblen Finanzmittelspielraum.

bis zu 10 Prozent bis 2030 aus.

Wesentlicher Bestandteil der Unternehmens-

Mittelfristig können wir aber derzeit nicht

philosophie bleibt deshalb eine angemessene

ausschließen, dass sich die Finanzierungsmöglich-

Investitionspolitik, um die Wohn- und Lebensqua-

keiten und Finanzierungskonditionen für unser

lität für die Mieterinnen und Mieter zu erhalten

Unternehmen ungünstig entwickeln könnten.

oder zu verbessern und den wirtschaftlichen

Den Finanzierungsbereich werden wir deshalb

Erfolg von jenawohnen langfristig sicherzustellen.

noch stärker als Schwerpunkt in unser Risikomanagement

einbeziehen, um Zinsänderungsrisiken

und Liquiditätsengpässen vorbeugen zu können.


[ 20 ] [ 21 ]

Chancen der künftigen Entwicklung

Finanzinstrumente

In Jena konzentrieren sich eine Vielzahl von Hightech-Unternehmen

und erstklassige Forschungseinrichtungen

auf kleinem Raum. Der Standort

wird von international tätigen Konzernen wie

ZEISS, JENOPTIK und SCHOTT geprägt. Zwei große

Hochschulen und zahlreiche Bundes- und Landesforschungsinstitute

verhalfen Jena zur „Stadt der

Wissenschaft“. Dazu zählen Einrichtungen der

Max-Planck-Gesellschaft, ein Fraunhofer-Institut

sowie zwei Leibniz-Institute. Junge, schnell wachsende

Unternehmen, insbesondere im Bereich der

Biotechnologie, der Medizintechnik und Analytik,

ergänzen das dynamische Bild.

Bemerkenswert ist der Anstieg der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten in Jena seit dem

Jahr 2005 um insgesamt etwa 11 Prozent. In den

letzten fünf Jahren kam es zu einem stetigen

Zuwachs von über 1.000 zusätzlichen Beschäftigten

pro Jahr. Jena hebt sich insofern von der

Entwicklung des Freistaates Thüringen ab, als hier

das Niveau des Jahres 2003 nicht wieder erreicht

wurde.

Die Stadt Jena wird auch zukünftig durch die

angestrebte konsequente Weiterentwicklung des

Standorts ein für Unternehmen und qualifizierte

Arbeitskräfte gleichermaßen attraktiver Wirtschaftsstandort

sein, der eine hohe Anziehungskraft

innerhalb der Region besitzt.

Der hohe Marktanteil in den von der demografischen

Entwicklung voraussichtlich in besonderem

Maße betroffenen Großwohnsiedlungen

Lobeda und Winzerla birgt neben dem benannten

demografischen Risiko ebenso einen entscheidenden

Vorteil. Die hohe Präsenz ermöglicht eine

effektive Steuerung des gesamten Quartiers bzw.

Stadtgebiets bei eintretenden Veränderungen in

der Bevölkerungs- und Haushaltsstruktur.

Ein über die Haushaltsprognosen hinausgehender

Rückgang der Wohnraumnachfrage wird

nicht angenommen, da sich in den Großwohnsiedlungen

Lobeda und Winzerla ein Großteil

des auch zukünftig nachgefragten preiswerten

Wohnraums der Stadt Jena befindet.

Die originären Finanzinstrumente umfassen

auf der Aktivseite im Wesentlichen kurzfristige

Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die kurzfristigen Forderungen bestehen hauptsächlich

aus Mietforderungen und Forderungen

gegenüber dem Cash- und Kapitalpool der Stadtwerke

Jena GmbH.

Den Ausfallrisiken bei Mietforderungen wurde

durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen

Rechnung getragen. Die Ausfallrisiken bei den

übrigen Forderungen sind als eher gering einzuschätzen.

Auf der Passivseite umfassen die originären

Finanz instrumente im Wesentlichen Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten. Es handelt

sich überwiegend um Darlehen mit annuitätischer

Tilgung, welche durch Grundschulden und Bürgschaften

gesichert sind.

Zur Absicherung von Zinsrisiken wurde 2005 ein

CAP abgeschlossen, der 2010 verlängert wurde.

Außerdem werden seit 2006 Zinsswaps als

Sicherungsinstrumente eingesetzt. Der Einsatz

von derivativen Finanzinstrumenten ist durch

die Konzernfinanzierungsrichtlinie definiert und

begrenzt. Es dürfen lediglich Positionen zur Absicherung

von Grundgeschäften mit Kontrahenten

erstklassiger Bonität eingegangen werden.

„Die Stadt Jena wird

auch zukünftig ein

für Unternehmen und

qualifizierte Arbeitskräfte

gleichermaßen attraktiver

Wirtschaftsstandort

sein, der eine hohe

Anziehungskraft innerhalb

der Region besitzt.“


[ 22 ] Prognosebericht

[ 23 ]

Die jenawohnen GmbH rechnet für die Geschäfts-

Diese aktive Gestaltung des Portfolios soll die von

Die Erhaltungsinvestitionen und die Instand-

Innerhalb der nächsten fünf Jahre werden sich

jahre 2011/2012 in Jena mit einem weiterhin

den Beständen der Großwohnsiedlungen stark

setzung des Bestandes werden auf dem derzei-

die geplanten Jahresüberschüsse von 11,7 Mio. €

hohen Nachfragedruck nach Wohnraum in allen

abhängigen Gesamteinnahmen der jenawohnen

tigen Niveau fortgeführt und betragen jährlich

(2011) auf 11,8 Mio. € (2015) leicht steigern. Die

Preissegmenten. Diese Tendenz ergibt sich vor

GmbH weiter diversifizieren. Die Großwohnsied-

9,9 Mio. € bis 10,8 Mio. €. Darin enthalten sind

jenawohnen GmbH rechnet mit einem entspre-

allem aus der ungebrochen hohen studentischen

lungen Lobeda und Winzerla sollen durch eine

Aufwendungen für die Sanierung der sicherheits-

chend positiven weiteren Geschäftsverlauf im

Nachfrage, dem voraussichtlich weiter steigenden

weiterhin umsichtige Investitionsstrategie im

technischen Anlagen der Hochhäuser in Lobeda

Planungszeitraum.

Anteil älterer Single- und Paarhaushalte, aber

überwiegend preiswerten bis mittelpreisigen Be-

und Jena-Nord. Die Sicherheit der Gebäude

auch aus dem noch anhaltenden Zuzug nach Jena.

reich verbleiben. Punktuell wird es aber auch hier

nimmt weiterhin einen hohen Stellenwert in der

Der segmentunabhängige hohe Nachfragedruck

Aufwertungen von einzelnen Standorten oder

Unternehmenspolitik ein, deshalb beginnt im

nach Wohnraum im Bereich der Innenstadt wird

Quartieren in der Wohnqualität im Einklang mit

Geschäftsjahr 2011 die Ausstattung des gesamten

ebenso bestehen bleiben.

stadtplanerischen Aspekten geben. Für die Sanie-

Bestandes mit Rauchwarnmeldern. Die Instand-

rung des Bestandes sind bis 2017 ca. 19 Mio. €

setzungsprogramme zur Sanierung der Balkone

Die Bestandsentwicklungsstrategie sieht daher

vorgesehen.

und der Aufzüge werden kontinuierlich weiter-

eine Erweiterung des Portfolios an Wohnimmo-

geführt.

bilien – insbesondere im Bereich der Innenstadt

Für die Erhaltung und Erweiterung des Immo-

– durch Projektentwicklung und den Ankauf

bilienbestandes sind jährlich Ausgaben zwischen

von Objekten vor. Die verabschiedete Unterneh-

15,5 Mio. € und 24,1 Mio. € eingeplant.

mensplanung beinhaltet den Neubau von ca.

340 Wohnungen bis 2017. Das geplante Investi-

Die für das Geschäftsjahr 2011 geplanten Erwei-

tionsvolumen wurde mit ca. 50 Mio. € kalkuliert.

terungsinvestitionen in Höhe von 13,5 Mio. €

Die Finanzierung der Projekte erfordert eine

enthalten 4,3 Mio. € für die Neubauprojekte

Neu aufnahme von Fremdkapital von ca. 12 Mio. €

„Mehrfamilien-Passivhaus Kunitzer Straße“, „Am

bis 2015. Die weitere Entschuldung des Unter-

Rähmen“ und „Am Friedensberg“. Für Bestands-

nehmens ist dadurch nicht gefährdet.

sanierungen in Lobeda, in Jena-West und in

Jena-Nord werden 5,2 Mio. € bereitgestellt. Für

den Ankauf von Grundstücken und einzelnen

Objekten sind 4,0 Mio. € vorgesehen.

Stefan Wosche-Graf, Geschäftsführer

Jena, den 18.3.2011


Neue Schritte in die Zukunft

[ 25 ]

jenawohnen im ständigen Verbesserungsprozess

Stadtwerke Jena GmbH

Stand April 2011

Unter dem Dach der Stadtwerke

100 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

64,1 % Stadtwerke Jena GmbH

5,9 % Stadtmarketing Pößneck GmbH

10 % Evonik New Energies GmbH

10 % Erdgasversorgungsgesellschaft

Thüringen-Sachsen mbH

10 % E.ON Thüringer Energie AG

100 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

94 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

6 % Stadt Jena

100 % jenawohnen GmbH

Weitere Beteiligungen der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH an:

Gesellschaften der TRIANEL GRUPPE (Stadtwerke-Kooperation mit

über 80 Partnern und Gesellschaftern aus dem kommunalen Bereich)

zwischen 0,53 und 28 Prozent

100 % Stadtwerke Jena GmbH 100 % Stadtwerke Jena GmbH 100 % Stadtwerke Jena GmbH

100 % Jenaer Nahverkehr GmbH

95 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

5 % privater Anteilseigner

100 % ASI GmbH

100 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

94,5 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

5,5 % Stadt Hermsdorf

33,3 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

33,3 % Stadtwerke Leipzig

33,3 % EVH GmbH

66,67 % Stadtwerke Jena GmbH

33.33 % Stadt Jena

50 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

50 % Gleistal Agrar e.G.

17 % Stadtwerke Energie

Jena-Pößneck GmbH

48 % Tele Columbus GmbH

24 % Wohnungsgenossenschaft

Carl-Zeiss e.G.

7 % Sparkasse Jena-Saale-Holzland

4 % JenaTV Beteiligungsgesellschaft mbH

Neue Namen, neue Logos, bewährter Service –

seit März 2010 präsentieren sich 15 Unternehmen

der bisherigen Technischen Werke Jena unter der

neu geschaffenen Dachmarke „Stadtwerke Jena

Gruppe“. Auch jenawohnen und seine Tochter

wohndienstjena gehören zum Unternehmensverbund.

In Zeiten verstärkten Wettbewerbs setzt

die neue Stadtwerke Jena Gruppe auf Synergieeffekte

für Infrastruktur-Dienstleistungen in Jena

und in der Region. Gemeinsam stärkt sie Marktpräsenz,

Kundenbindung und -vertrauen.

Mit dem Zusammenschluss der Unternehmen ist

die Stadtwerke Jena Gruppe regional der größte

Komplettanbieter für Dienstleistungen aus den

Bereichen Energie, Mobilität, Wohnen, Freizeit

und Services. Alle Unternehmen der Gruppe sind

in der Umgebung verwurzelt. Dieses ausgeprägte

regionale Engagement hebt die Unternehmen

von anderen Anbietern ab. Die Ergebnisse ihres

wirtschaftlichen Arbeitens kommen der örtlichen

und regionalen Gemeinschaft wieder zugute. Dafür

zeugten bereits 2008 rund 28 Millionen Euro

Investitionen, ein Umsatz von fast 240 Millionen

Euro, rund 1.200 Arbeitsplätze und 136 Ausbildungsplätze.

Um die Zusammengehörigkeit der Stadtwerke

Jena Gruppe auch mit einem unverwechselbaren,

einheitlichen Erscheinungsbild zu unterstreichen,

wurden die Unternehmenslogos überarbeitet und

optisch vereinheitlicht. Die traditionellen Unternehmensfarben

Blau-Gelb-Orange blieben dabei

erhalten; die Logos wurden ergänzt durch den

Schriftzug „Stadtwerke Jena Gruppe“.

Auch das Logo von jenawohnen war Teil der

Überarbeitung, in deren Folge sämtliche Medien

des Unternehmens – von Geschäftspapieren,

Broschüren und Flyern über die Mieterzeitung

und den Internetauftritt bis hin zu Schaufenstergestaltungen

– an das neue Corporate Design

angepasst wurden. Unter den Kompetenzfeldern

des Konzernverbundes, Energie, Wohnen, Mobilität,

Freizeit und Services, die seit Langem für eine

funktionierende Infrastruktur stehen, besetzt

jenawohnen als größter Vermieter in der Region

eine zentrale Position.

Mit einer Kampagne signalisierte die Stadtwerke

Jena Gruppe öffentlichkeitswirksam ihre neue

Stärke. Großflächenplakate, Anzeigen und TV-

Spots, eine gemeinsame Internetplattform und

Kundenflyer setzten Zeichen und machten die

neue Dachmarke weit über Jena hinaus bekannt.

Auch jenawohnen profitierte von der Kampagne

und präsentierte sich mit zwei Motiven.


[ 26 ] [ 27 ]

Optimierung des Vermietungsprozesses

Immo-Profis aus eigener Schule

Der Wohnungsmarkt verlangt heute, sich stärker

Die Projektgruppe erarbeitete so eine Lösung,

Weil Mitarbeiter unser wichtigstes Potenzial sind,

Ob Energie, Mobilität, Wohnen, Freizeit oder

am Kunden auszurichten. Um die Defizite im Be-

die genau auf die Größe unseres Unternehmens

legen wir im beruflichen Nachwuchs eine solide

Services: Die unternehmens eigene Plattform

reich der Kundengewinnung und Kundenbetreu-

und die Abläufe in unseren Service-Centern

Basis für unseren nachhaltigen Erfolg. Aus diesem

azubi-pool-jena.de ermöglicht Jugendlichen

ung bei jenawohnen anzugehen, befasste sich

zugeschnitten ist.

Grund konnten 2010 bei uns vier Azubis nach

die Ausbildung in insgesamt 16 Berufen im kauf-

eine interne Projektgruppe über Jahre hinweg

dreijähriger Ausbildung erfolgreich die Abschluss-

männischen und gewerblich-technischen Bereich.

mit der Optimierung des Kundenservices.

Neben der Optimierung von Kundenbetreuung,

prüfungen bei der IHK in Gera absolvieren. Seit

Kündigungsprozess und Leerstandsbetreuung

Juli 2010 unterstützen sie verschiedene Abtei-

So starteten im Herbst 2010 wieder vier junge

Zum Ziel setzte sich diese Gruppe aus Mitarbei-

wurde auch eine Interessentendatei angelegt.

lungen unseres Unternehmens.

Leute, um den Beruf Immobilienkauffrau/-mann

tern der Service-Center und der Systembetreuung,

Darüber können Service-Mitarbeiter mit jedem

bei jenawohnen zu erlernen. Die Auszubilden-

den Vermietungsprozess zu vereinheitlichen, um

Interessenten in regel mäßigen Abständen Kontakt

Im Verbund mit der Stadtwerke Jena Gruppe

den gehören in der Regel zu den besten ihrer

in allen Service-Centern eine gleichbleibend hohe

aufnehmen, um die jeweiligen aktuellen und

bot jenawohnen auch im Jahr 2010 wieder Lehr-

Jahrgänge. Alle unsere bisherigen Absolventen

Servicequalität sicherzustellen.

individuellen Wünsche bei der Wohnungssuche

stellen an. Gemeinsam hatten die 16 Unterneh-

konnten ihre Laufbahn erfolgreich gestalten.

zu berücksichtigen.

men rund 30 Ausbildungsplätze im Angebot.

Viele davon in unserem Unternehmen.


[ 28 ] Spielraum für Familien

Beirat jenawohnen

[ 29 ]

jenawohnen punktet nicht nur bei den Mietern

mit familienfreundlichen Angeboten. Die Schwierigkeit,

Job und Familie zu vereinbaren, kennen

wir von unseren jüngeren Mitarbeitern, und wir

kommen ihnen gern entgegen. Damit treten wir

gezielt der demografischen Entwicklung entgegen

und wenden wirtschaftlichen Schaden durch

personelle Engpässe ab. Und Kinder sind die

Zukunft, die wir alle brauchen.

jenawohnen fördert seine jungen Mitarbeiter

durch verschiedene Angebote. Dazu gehört der

gleitende Wiedereinstieg nach der Elternzeit

mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Werdenden

Eltern sichern wir dafür selbstverständlich ihren

Arbeitspatz. An Brückentagen organisieren wir

in eigenen Räumen die Betreuung für Kinder

bis zehn Jahre, damit die Eltern auch bei geschlossenen

Kindergärten und -horten arbeiten

können. In Ausnahmesituationen sind die Kinder

unserer Mitarbeiter auch während der Arbeitszeit

willkommen. Durch Gleitarbeitszeit ist es Müttern

und Vätern möglich, ihre Arbeitszeiten individuell

mit ihrer Kinderbetreuung zu vereinbaren.

Über ein konzerninternes Arbeitsprogramm können

Mütter und Väter in der Elternzeit oder während

längerer Krankheit der Kinder von zu Hause

aus auf Unternehmensdaten zugreifen und diese

bearbeiten. Zudem arbeiten wir mit Vereinen

und Institutionen zusammen, um Kindern eine

attraktive und vielseitige Ferienzeit zu bieten und

den arbeitenden Eltern den Rücken frei zu halten.

Vor vielen Jahren hat jenawohnen einen Beirat

etabliert. Für das Unternehmen ist das Gremium

in erster Linie beratend tätig. Am 14. Juni 2010

wurde in der Villa Rosenthal dieser Beirat neu gewählt.

Zum Vorsitzenden wurde Ortsteilbürgermeister

und Stadtrat Volker Blumentritt berufen.

Er engagiert sich seit 1999 aktiv bei jenawohnen

und war bereits festes Mitglied im Beirat. Dem

Gremium gehören weiterhin Yvonne Probandt

(FDP), Dr. Eckhard Birckner (Bürger für Jena),

Julia Langhammer (Die Linke), Mario Schmauder

(Ortsteilbürgermeister Winzerla), Martin Fürböck

und Thomas Zaremba (beide Geschäftsführer der

Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH), Frank

Jauch (Dezernent für Finanzen, Sicherheit und

Bürgerservice) und Katrin Schwarz (Dezernentin

für Stadtentwicklung) an. Als neue Mitglieder

konnten Sabine Hemberger und Günther Poschinger

(beide im Aufsichtsrat der Stadtwerke

Energie Jena-Pößneck GmbH) gewonnen werden.

Die Mitglieder des Beirats kommen bewusst aus

unterschiedlichen Bereichen. jenawohnen profitiert

von dem breiten Erfahrungshorizont, welchen

sie in den ständigen Entwicklungs prozess

des Unternehmens einbringen.


Dienstleistung

auf Augenhöhe

[ 31 ]

Der Mieter als MaSS aller Dinge

„Das Programm wohnenplus

bietet eine breite Palette

von standardisierten

Möglichkeiten an, die den

Mietern eine ungewöhnlich

große Freiheit eröffnet,

nach ihrem Geschmack

zu wohnen.“

Erfolgreich: wohnenplus

Unsere Mieter bestimmen maßgeblich unser

Handeln. Daher ist es uns wichtig, ihre Bedürfnisse

und Probleme zu verstehen. Den vielfältigen

Lebenslagen kommen wir mit Wohnraum in

verschiedenen Größen und Grundrissen entgegen.

Individuelle Wohnwünsche erfüllen sich unsere

Mieter mit dem Programm wohnenplus. Das

Programm bietet eine breite Palette von standardisierten

Möglichkeiten an, die den Mietern

eine ungewöhnlich große Freiheit eröffnet, nach

ihrem Geschmack zu wohnen. Die wohnenplus-

Mitarbeiter beraten die Kunden ausführlich und

kümmern sich im Anschluss um die Planung und

fachliche Ausführung der gewünschten Arbeiten.

jenawohnen profitiert davon gleich mehrfach:

Zufriedene Mieter bleiben auch gerne. Und je

länger die Mietdauer, umso weniger Kosten

entstehen durch Leerstand und die Suche nach

neuen Mietern. Durch die standardisierte Modernisierung

kann zudem bei Auszug auf den oft

kostspieligen Rückbau in der Wohnung verzichtet

werden.

Seit über vier Jahren können sich interessierte

Mieter auf knapp 120 m² Ausstellungsfläche einen

ersten Eindruck verschaffen, welche individuellen

Gestaltungsmaßnahmen in ihrer Wohnung

möglich sind. Im Dezember 2010 wurde in der

Saalstraße 10 im Zentrum Jenas die bisherige

Ausstellung ergänzt. Es entstanden zwei Musterbäder

sowie eine neuartige Duschecke mit

moderner Duschbadewanne. Hierfür wurden die

alten Ausstellungsstücke demontiert, Anschlüsse

verlegt und neue Fliesen angebracht.

Noch im Jahr 2009 war ein kräftiger Zuwachs

des Auftragsvolumens auf über 820.000 Euro

zu verzeichnen. Aufgrund der wirtschaftlich

unsicheren Lage war 2010 die Nachfrage nach

Modernisierungsmaßnahmen deutlich geringer.

Insgesamt 338 Vereinbarungen (2009: 401 Vereinbarungen)

konnten wir mit Mietern treffen, bei

einem Gesamtvolumen von knapp 658.000 Euro.

Fast die Hälfte der Umbauten wurden in Winzerla

ausgeführt. Vor allem zu einer kompletten

Badsanierung mit Fliesen haben sich viele Mieter

entschlossen, aber auch Duschen und Innentüren

standen weit oben auf der Wunschliste. Einen

starken Zuwachs von 31,8 Prozent gegenüber

2009 konnten wir bei den Umbauten verzeichnen,

die die Mieter selbst finanzierten. Seit 2004

wurden über wohnenplus 2.119 Sanierungsmaßnahmen

durchgeführt.


[ 32 ] [ 33 ]

Hohe Zufriedenheit

Sicherheit mit Rauchmeldern

Messkarten gratis

In unserer zweiten Mieterbefragung im Gebiet

Auf große Zustimmung stößt bei unseren Mietern

Nach den Wohnungsbränden Ende 2009 und

Schlechte Raumluft schadet dem Wohlbefinden

Jena-Stadt gaben uns unsere Mieter nach der er-

im Stadtgebiet das Wohnumfeld. 84 Prozent wür-

Anfang 2010 haben wir uns Gedanken über eine

und der Gesundheit unserer Mieter. Wenn nicht

sten Umfrage 2006 erneut gute Noten. Damit ist

den den Stadtteil nicht oder nur ungern verlassen.

flächendeckende Ausstattung mit Rauchmeldern

regelmäßig und richtig gelüftet wird, kann die

auch die zweite Gesamtbefragung aller unserer

Wenn Kritik geäußert wurde, bezog sich diese

gemacht. Fragen wie Anschaffung, Montage

Luftfeuchtigkeit in der Wohnung stark ansteigen.

Mieter abgeschlossen. Mehr als 50 Prozent der

vor allem auf die Lärmsituation im Wohngebiet

und Wartung wurden schnell geklärt, sodass wir

Neben gesundheitlichen Problemen kann das

angeschriebenen Mieter des Stadtgebiets hatten

oder auf ein im Vergleich zu 2006 als schlechter

im Jahr 2010 beschließen konnten, alle unsere

aber auch zu baulichen Schäden führen.

sich an der Umfrage beteiligt. Sie bescheinigten

empfundenes soziales Gefüge. Was den Mietern

14.300 Wohnungen mit insgesamt mit 49.500

ihre große Zufriedenheit – sowohl mit der Woh-

im Wohngebiet selbst am meisten Probleme be-

Rauchmeldern zu bestücken.

Um die Gefahr von Schimmelbildung zu verhin-

nung als auch mit uns als Vermieter.

reitet, ist die schwierige Parkplatz-Situation. Fast

dern, sind wir darauf angewiesen, dass die Mieter

zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass

Damit sind wir Vorreiter im Freistaat. Denn bisher

selbstständig kontinuierlich für Luftaustausch

82 Prozent der Mieter sind nach wie vor mit

es nicht genügend Stellplätze gebe – allerdings

gibt es lediglich eine Einbaupflicht von Rauchmel-

sorgen. Aus diesem Grund haben wir den Mietern

ihrer Wohnsituation sehr oder ziemlich zufrie-

sehen auch 60 Prozent kaum eine Möglichkeit,

dern für Neu- bzw. Umbauten in Schlafräumen

kostenlose Meteo-Karten in unseren Service-

den, 73 Prozent beurteilen ihre Wohnung positiv.

daran etwas zu ändern.

und Kinderzimmern, sowie Fluren, die gleichzei-

Centern bereitgestellt. Die attraktiven und leicht

Deutlich mehr Mieter als 2006 gaben an, dass

tig Rettungsweg sind. Für den „Bestand“, also

verständlichen Messkarten, die Temperatur und

ihre Wohnung ihren Ansprüchen gerecht werde.

Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass

Wohnungen die älter als zwei Jahre sind, existie-

Luftfeuchtigkeit anzeigen, sind jeweils eine Heiz-

76 Prozent finden das Preis-Leistungs-Verhältnis

89 Prozent aller Befragten angeben, mit uns als

ren in Thüringen keine gesetzlichen Vorschriften.

periode lang anwendbar.

ihrer Wohnung angemessen, günstig oder sogar

Vermieter zufrieden zu sein. Auf positive Reso-

Die Kosten für das Geräteleasing nebst Montage

sehr günstig. Ähnlich verhält es sich bei den Heiz-

nanz stieß dabei besonders die Tätigkeit unserer

und Wartung trägt jenawohnen.

kosten. Als Kritikpunkte wurden am häufigsten

Hausmeister. Auch zur Arbeit unserer Service-

ein fehlender Balkon, knapper Stellraum, eine

Center äußerte sich der größte Teil der Befragten

insgesamt zu geringe Größe der Wohnung und

positiv. Reserven werden in der Hausreinigung,

eine unzureichende Wärmedämmung genannt.

der Sauberkeit der Außenanlagen und der zügigen

Bearbeitung von Beschwerden gesehen. Es

gibt also keinen Grund auszuruhen, denn in vier

Jahren planen wir unsere nächste Mieterumfrage

im Stadtgebiet.


[ 34 ] [ 35 ]

Farbige Trafohäuschen

Bei unserer Quartiersgestaltung achten wir neben

gepflegten Wohnhäusern und Außenanlagen

auch auf ein attraktives Wohnumfeld. Doch in der

ganzen Stadt findet man sie: Trafostationen, die

Sprayer rücksichtslos verunstaltet haben. Das stört

nicht nur viele Jenaer, sondern auch uns.

Deshalb haben wir, wie bereits in den vergangenen

Jahren, auch 2010 eine Reihe von Häuschen

gemeinsam mit den Stadtwerken farbig neu

gestaltet. Diesmal wurden die Trafostationen in

der Fritz-Ritter-Straße in Lobeda-West und in der

Carolinenstraße in Lobeda-Ost kunstvoll bemalt.


[ 36 ] [ 37 ]

Kommunikation für Mieter und Mitarbeiter

Neue Spielplätze

Neue Mülleinhausungen

Als Wohnungsunternehmen in kommunalem

Überdies stellen wir unseren Mietern zu verschie-

Die neue Gestaltung von Spielplätzen gehört

Das Wohnumfeld ist das erste, was einem

Eigentum stehen wir zwischen wirtschaftlichem

denen Themen rund um das Wohnen, vom Heizen

zu unseren selbst auferlegten Pflichten. Davon

Außen stehenden im Wohngebiet auffällt.

Erfolg und gesellschaftlichem Auftrag. Zu

und Lüften bis zur Betriebskostenabrechnung eine

profitierten 2010 unter anderem die Spielplätze

Daher wurden auch 2010 nach den normalen

unseren sozialen Verpflichtungen gehört auch

Vielzahl von Materialien zur Verfügung.

in der Binswanger Straße 6 oder im Quartier 1

winterbedingten Reparaturarbeiten an Wegen

eine transparente Kommunikation mit Mietern,

in Lobeda-West.

und Treppen, der Frühjahrsbepflanzung und

Mitarbeitern und Stadtöffentlichkeit.

Die flächendeckende Information für die Mieter

dem Baumschnitt zahlreiche Maßnahmen zur

kommt gut an und erleichtert eine offene Zusam-

Damit die Kinder gefahrlos auf unseren Spiel-

Verschönerung der Außenanlagen durchgeführt.

Als wichtiges Medium für unsere Mieter hat sich

menarbeit aller Beteiligten. Aus diesem Grund

plätzen klettern, schaukeln und rutschen können,

die Mieterzeitung bewährt. Vier Mal im Jahr

werden wir auch für unsere rund 140 Mitarbeiter

überprüfte der TÜV die Sicherheit der Anlagen.

Einen großen Teil des vorhandenen Budgets inve-

dokumentieren wir darin, wie das Unternehmen

künftig ein eigenes achtseitiges Magazin anbie-

Außerdem tauschten wir wie jedes Jahr den Sand

stierte jenawohnen in eine attraktive Gestaltung

seinen Slogan „Mehr als vier Wände!“ versteht

ten, das für die Identifikation mit dem Unterneh-

bei einer Reihe von Spielplätzen aus.

von Müllplätzen. So konnten wir in Winzerla

und was jenawohnen zur Wohn- und Lebens-

men stärken und den Teamgeist fördern soll.

Mülleinhausungen für die Ernst-Zielinski-Straße

qualität in Jena beiträgt, wir geben verlässliche

1–35 und in Lobeda Containerplätze für die Zie-

Auskünfte rund um das Mietverhältnis und

gesarstraße 9–13 sowie die Wohnhäuser Lobde-

stärken so die Mieterbindung.

burgweg 2/Martin-Niemöller-Straße 1 errichten.

Im Stadtgebiet haben wir neue Müllplätze für die

Juri-Gagarin-Straße 6 und 8, die Karl-Liebknecht-

Straße 58 und die Dornburger Straße 146 gebaut.


Lebenswerter Wohnen

[ 39 ]

Soziales Engagement für mehr Lebensqualität

Schnelle Hilfe im richtigen Moment

„Als Jenas größter

Wohnungsanbieter

sehen wir uns in

der Verantwortung

gegenüber unseren

Mietern und versuchen,

die Auswirkungen von

Armut und Ausschluss

zu bekämpfen und

für Chancengleichheit

einzustehen.“

Wie in der gesamten Bundesrepublik ist auch

in Jena eine tiefe soziale Spaltung festzustellen,

die sich in der Struktur unserer Mieter deutlich

fortsetzt. Langzeitarbeitslose, Menschen mit

schlechter oder fehlender Berufsqualifikation,

Alleinerziehende und Rentner mit niedrigen

Bezügen leben häufig an der Armutsgrenze.

Dadurch wachsen viele Kinder und Jugendliche

in prekären Lebenslagen auf. Als Jenas größter

Wohnungsanbieter sehen wir uns in der Verantwortung

gegenüber unseren Mietern und

versuchen, die Auswirkungen von Armut und

Ausschluss zu bekämpfen und für Chancengleichheit

einzustehen.

Bereits in den 90er-Jahren hat jenawohnen

deshalb eine Mietschuldenberatung eingerichtet

und 2005 ein Sozialmanagement etabliert.

Doch unsere „Sozialarbeiter“ beraten nicht nur

in Geldangelegenheiten, sie sind für Mieter und

Mitarbeiter zu festen Ansprechpartnern geworden,

die sich um viele soziale Belange kümmern.

Seitdem sich jedoch die Fälle häufen, dass Mieter

unverschuldet in Not geraten und sich die Lebenssituation

von immer mehr Menschen etwa durch

Krankheit, Arbeitslosigkeit oder den Verlust des

Partners verschlechterte, entstand die Idee, mit

der Initiative „wohnschirm“ schnell und unbürokratisch

zu helfen.

Mithilfe des „wohnschirms“ konnten wir in den

vergangenen beiden Jahren die Lebenssituation

einzelner Mieter stabilisieren und nachhaltig verbessern.

Auch wenn jenawohnen keine Finanzierung

etwa von Mietschulden oder Betriebskosten

übernimmt, gehen die Hilfsleistungen über reine

Wohnfragen hinaus. Dabei stehen wir mit vielen

sozialen Institutionen in regelmäßigem Austausch

und Kontakt.

Die Schwerpunkte der Unterstützung liegen

nach wie vor in den Bereichen Bildung, Kultur,

Soziales und Sport, in denen auch ganze Projekte

gefördert werden. In einigen Fällen konnten wir

Mieter durch Sachmittel unterstützen, andere

konnten sich Musikunterricht oder eine andere

Fortbildung leisten. Dabei müssen die Mieter, die

eine Förderung erhalten, stets auch einen Eigenanteil

erbringen.


[ 40 ] [ 41 ]

Wandern in der Umgebung

Gute Geschäfte beim 5. Jenaer Marktplatz

Kochbuchprojekt für Kinder

Gemeinsam für Toleranz und Zivilcourage

Für viele Menschen ist die Entpflichtung von

Zum fünften Mal in Folge unterstützten wir die

Gesundheitliche Probleme, die durch Überernäh-

jenawohnen unterstützte 2010 den ersten

beruflicher und familiärer Verantwortung

Bürgerstiftung Zwischenraum bei der Organi-

rung und Bewegungsmangel verursacht werden,

Courage-Cup, eine dreitägige Veranstaltung auf

der Beginn einer lang ersehnten Zeit. Doch die

sation und der Durchführung des Jenaer Markt-

nehmen bei Kindern und Jugendlichen zu. Denn

dem Gelände des KuBuS in Lobeda. Im Mittel-

Freiheit zur Gestaltung dieser Lebensphase birgt

platzes, bei dem Ehrenamtliche und Vereine mit

die Kenntnisse über die Bestandteile gesunder

punkt standen nicht nur der sportliche Spaß

gleichzeitig Chancen und Risiken. Sie fordert

Unternehmen ins Geschäft kommen. Um auf

Mahlzeiten und entsprechende Lebensführung

und das Erleben von Fair Play, sondern auch die

heraus, die neu gewonnene Zeit sinnvoll und be-

Augenhöhe verhandeln zu können, erhalten die

sind in breiten Teilen der Bevölkerung verloren

Ausein andersetzung mit Themen wie Diskriminie-

friedigend mit Inhalten zu füllen sowie Kontakte

Firmen – wenn gewünscht – für ihre Unterstüt-

gegangen. Daher unterstützten wir 2010 das

rung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Der

zu pflegen. Mit unseren offenen Angeboten

zung eine Gegenleistung.

Kochbuchprojekt von Kindern aus Winzerla in

Courage-Cup, ein gemeinsames Projekt von Hin-

möchten wir die persönlichen Interessen und

Kooperation mit dem Kinderbüro Winzerla.

tertorperspektive e. V., KoKont Jena, jenawohnen

Kompetenzen unserer älteren Mieter aufgreifen,

Unter dem Motto „Gute Geschäfte“ trafen sich in

und 13 weiteren Vereinen und Aktionsgruppen,

diese Lebensphase aktiv zu gestalten.

der Rathausdiele im November Vertreter von 25

Bei dem Projekt ging es in erster Linie um den

will für mehr Verständnis im Zusammenleben

Firmen und fast 30 Vereinen, um zwei Stunden

Spaß am gemeinsamen Kochen und Essen. Denn

verschiedener Kulturen in Lobeda werben. Das

Seit 2008 organisieren wir für unsere Mieter

lang über Geschäfte zum gegenseitigen Vorteil

in vielen Familien gehört genau das nicht mehr

Streetsoccer-Turnier, verschiedene Workshops

regelmäßige geführte Wanderausflüge in die

zu verhandeln. Dabei wurden Know-how, Netz-

zum Alltag – oft aus Zeitmangel, weil Eltern

und die Anwesenheit von FCC-Kicker Ralf Schmidt

Umgebung Jenas. Dabei wenden wir uns insbe-

werke oder Sachwerte ausgetauscht. Geld war

beruflich stark eingebunden sind. Kochen aus der

machten die interkulturelle Veranstaltung zum

sondere an ältere Menschen, für die das kosten-

wie immer tabu.

Tüte bestimmt die Ernährung. Mit dem Projekt

vollen Erfolg.

lose Angebot mittlerweile zur beliebten Instituti-

vermittelten wir interessierten Kindern, wie viel

on geworden ist. Die Themen der Wanderungen

In den vergangenen Jahren entstanden bereits

Spaß die Zubereitung einer Mahlzeit aus natür-

orientieren sich an der Jahreszeit oder besonde-

zahlreiche Partnerschaften zwischen Unter-

lichen Zutaten ohne Konservierungsstoffe und

ren Highlights der Umgebung. So boten wir wie-

nehmen und Vereinen, die sich außerhalb des

Geschmacksverstärker machen kann. Am Ende ist

der eine Orchideenwanderung im Leutratal an,

Marktplatz-Projekts gefestigt haben. So traf

ein Kochbuch entstanden. Damit wurden Kinder

entdeckten mit unseren Mietern beim Wandern

jenawohnen zum Beispiel eine Vereinbarung mit

und Jugendliche in die Lage versetzt, sich mit

essbare Pflanzen am Erlkönig und setzten land-

dem Blitz-Verein. Der Träger aus der Jugendarbeit

einfachen Gerichten nun selber ausgewogen

schaftlich reizvolle Ziele wie die Sonnenberge,

suchte Handwerkerleistungen für seine Begeg-

zu ernähren.

den Napoleonstein oder die Lobdeburg. Auch

nungsstätte in Hütten bei Pößneck. Wir ließen die

2011 sind wieder themenbezogene Wanderungen

Arbeiten von unseren Hausmeistern ausführen,

geplant. Mit den unentgeltlichen Touren tragen

und im Gegenzug veranstalten wir dort jedes Jahr

wir zur körperlichen und psychischen Gesundheit

einen Kennenlern-Workshop für unsere neuen

der Mieter bei. Gerade die neuen Kontakte und

Auszubildenden. In diesem Jahr konnten wir dem

Freundschaften, die beim Wandern entstehen,

Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge „Refugio

sind für viele Teilnehmer von großem Wert.

Thüringen“ mit Bürostühlen behilflich sein.


[ 42 ] [ 43 ]

Kicken für krebskranke Kinder

Laufen für einen guten Zweck

Dauerbrenner Sommersport

Schnupperwoche am Jenaer Sportgymnasium

Gutes tun und darüber reden – damit konnte sich

Im April fiel im Sportforum der Startschuss für

Die Sommerferien sind für viele Jugendliche

Auch im Jahr 2010 lud das Jenaer Sportgymnasium

jenawohnen auch beim Benefiz-Soccerturnier

den 5. Jenaer Teamlauf. Auch jenawohnen

eine öde Zeit: Die unkomplizierten Treffen mit

wieder alle Jenaer Grundschüler der Klassen 3

zugunsten krebskranker Kinder profilieren.

schickte ein Team ins Rennen, das gemeinsam mit

anderen in der Schule entfallen. Vereine, Clubs

und 4 zur Schnupperwoche ein. Anfang Februar

Im Sommer 2010 traten zehn Mannschaften an,

sechs weiteren Mannschaften als großes Team

oder Arbeitsgemeinschaften machen Pause. Auch

konnten sich die Schüler in zehn Sportarten

darunter auch ein Team von jenawohnen. Mit

der Stadtwerke Jena Gruppe an den Start ging.

die meisten Sportvereine haben den größten Teil

ausprobieren – darunter Fußball, Schwimmen,

viel Teamgeist, Schweiß und Spaß kämpften sich

Die Benefizveranstaltung stand jedem offen, der

der Ferien geschlossen. Für Kinder in Jena gibt

Leichtathletik, Fechten, Basketball, Ringen, Judo

die Mannschaften durch das Turnier. Für jedes

Spaß an Bewegung hat und gleichzeitig für einen

es allerhand Beschäftigungsangebote, doch nur

und Badminton. Die einzelnen Sportarten wur-

geschossene Tor wurden fünf Euro gespendet.

guten Zweck laufen wollte. Im Jahr 2010 nah-

wenig davon ist für ältere Kinder und Jugendli-

den von erfahrenen Trainern didaktisch sinnvoll

Diese Spende kam der Elterninitiative für krebs-

men 203 Teams, bestehend aus je drei Personen

che interessant. Vor allem die Stadtteile Lobeda

aufbereitet und angeleitet. Die Teilnahme mit

kranke Kinder zugute.

von verschiedenen Firmen, Vereinen, Familien,

und Winzerla
waren früher deutlich unterreprä-

Verpflegung, T-Shirt und Eintrittspreisen kostete

Ämtern oder Schulklassen teil. Start und Ziel war

sentiert.



regulär 50 €. jenawohnen gewährte den Kindern

jeweils im Stadion. Gelaufen wurden dreimal

von Mietern einen Zuschuss von 20 €.

1,9 Kilometer als Staffel. Der Erlös ging an das

Um keinen Frust in den Quartieren aufkommen

Diabeteszentrum für Kinder und Jugendliche.

zu lassen, hat jenawohnen 2007 die Initiative

ergriffen und gemeinsam mit einer Reihe von

Projektpartnern das Konzept „Sommersport“

entwickelt.
Stadtsportbund, Streetwork Lobeda,

Streetwork Winzerla, HUGO, Drudel 11 e. V.,

das Jugendamt Jena und jenawohnen beteiligten

sich auch 2010 wieder an dem Ferienprogramm

für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. An

unterschiedlichen Orten über ganz Jena verteilt

konnten die Jugendlichen etwa Beachvolleyball

spielen oder boxen. Die Organisatoren freuten

sich über viele Teilnehmer und eine gute Ferienstimmung

in den Quartieren.


[ 44 ]

[ 45 ]

Mit neuen Trikots ins Turnier

Sportvereine leisten viel für die gesunde Entwicklung

unserer Kinder. Dabei sind sie auf die Unterstützung

von Sponsoren angewiesen. Seit Jahren

unterstützen wir deshalb die Nachwuchsarbeit

mehrerer Jenaer Fußballvereine und tragen dafür

Sorge, dass die vielfältigen Angebote im Kinderund

Jugendsport beibehalten und gefördert werden.

Gleichzeitig können wir als Unternehmen

mit positiven Ereignissen in Verbindung gebracht

werden, was unserer Imagebildung zugute

kommt.

Im Jahr 2010 spielten Nachwuchskicker des

SV Lobeda 77, des SV Zwätzen und von Einheit 04

sowie die C1 Junioren des FCC in neuen Trikots

mit unserem Logo auf der Brust. Im vergangenen

Jahr kamen die G1er des FCC dazu. Als Dankeschön

für unsere Unterstützung erhielten wir

von mehreren Teams Mannschaftsfotos mit den

Unterschriften der Kids.


Die Kunst

gesellschaftlichen Lebens

[ 47 ]

Kultur pflegen und fördern

„Zu den großen

Veranstaltungen in Jena

gehört die ArenaOuvertüre,

der Auftakt zur KulturArena.

Gemeinsam mit der

Wohnungsgenossenschaft

Carl Zeiss unterstützte

jenawohnen die

ArenaOuvertüre mit

insgesamt 25.000 Euro.“

Kontrastprogramm bei der ArenaOuvertüre

Zu den großen Veranstaltungen in Jena gehört

die ArenaOuvertüre, der Auftakt zur Kultur-

Arena. Im Jahr 2009 musste die mittlerweile

traditionelle Veranstaltung wegen Bauarbeiten

am Festplatz in Jena-Lobeda pausieren. Das

machte nun eine spektakuläre Doppelveranstaltung

im Jahr 2010 mit gleich zwei musikalischen

Höhepunkten wieder wett. Gemeinsam mit der

Wohnungsgenossenschaft Carl Zeiss unterstützte

jenawohnen die ArenaOuvertüre mit insgesamt

25.000 Euro.

Die Rap’n’Breakdance Opera „Schillers Räuber“

würdigte am 16. und 17. Juni den 250. Geburtstag

von Friedrich Schiller. Gemeinsam mit professionellen

Künstlern kamen rund 100 Jugendliche

aus ortsansässigen allgemeinbildenden Schulen,

Vereinen, der Musik- und Kunstschule Jena und

der Hochbegabtenförderung des Musikgymnasiums

Belvedere auf die Bühne.

Die Jenaer Philharmonie präsentierte ihren Zuhörern

in diesem Jahr dagegen Werke großer französischer

Komponisten wie Offenbach, Bizet und

Ravel. Dabei zeigte auch die 17-jährige Violinistin

Hyeyoon Park aus Südkorea ihr Können. Beim

58. Internationalen Musikwettbewerb der ARD

wurde sie 2009 jüngste Preisträgerin. Mit diesem

Programm verabschiedete sich gleichzeitig der

Generalmusikdirektor Nicholas Milton von seinem

Publikum.

Ein klassisches Vergnügen

jenawohnen führte auch 2010 das erfolgreiche

Konzept der Stadtteilkonzerte fort.

In diesem Jahr feierte die Veranstaltungsreihe

ein kleines Jubiläum. Das Konzert im Stadtteilzentrum

LISA war den Geschwistern Fanny und Felix

Mendelssohn-Bartholdy gewidmet. Es war bereits

das 30. Konzert, das wir gemeinsam mit dem

Stadtteilbüro Lobeda und der Jenaer Philharmonie

veranstalteten. Fast einhundert begeisterte

Zuschauer folgten der Einladung. Durch das

Programm führte Philharmonie-Intendant Bruno

Scharnberg. Dem Anlass entsprechend schenkten

wir zur Begrüßung Sekt aus und stießen mit

unseren Gästen auf das Jubiläum an. In der Pause

gab des dann noch eine kleine Überraschung für

alle Besucher.

Weitere Stadtteilkonzerte fanden in Winzerla

statt. In der Aula der Regelschule in der Oßmaritzer

Straße ertönten unter dem Titel „Quintissimo“

Werke von Anton Reicha und Johannes

Brahms. Ein anderes Konzert nahm sich den

schalkhaften Stücken von Wolfgang Amadeus

Mozart an. Für die Eintrittskarten zu den Kulturveranstaltungen

erhielten die Mieter von jenawohnen

wie immer einen Preisnachlass.


[ 48 ] [ 49 ]

Leben in der Villa Rosenthal

Die Villa Rosenthal ist nach langer Zeit auf dem

Zahlreiche Gäste nahmen an vielfältigen Ver-

Vor der Villa Rosenthal erinnert seit 2010 ein

Im kommenden Jahr sollen in der Villa mehr

Weg, sich ihren Platz im kulturellen Leben Jenas

anstaltungen teil und ließen das Haus auf sich

Stolperstein an die einstige Hausherrin. Die Jüdin

Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche

zurückzuerobern. Das Ehepaar Eduard und Clara

wirken. Es dient aber nicht nur als Ort der Erin-

wurde 1941 von den Nationalsozialisten in den

stattfinden. Gemeinsam mit JenaKultur engagiert

Rosenthal hatte das Anwesen in ihrem Testa-

nerung, als Veranstaltungs- und Ausstellungsort,

Freitod getrieben. Der Kölner Bildhauer Gunter

sich jenawohnen dafür, das Schaffen Eduard

ment schon 1924 der Stadt übereignet, um es

es bietet auch jeweils zwei Stipendiaten für sechs

Demnig hat bereits mehr als 22.000 Steine als

Rosenthals sowie das soziale Engagement des

„möglichst für ideale Zwecke (Kunstsammlung

Monate ein Zuhause. So präsentierte der erste

Mahnmale vor Häuser ehemaliger jüdischer

Ehepaares auch in den kommenden Jahren zu

oder Ähnliches)“ zu verwenden. Im Herbst 2009

Stipendiat, der Zeichner Christian Pilz, bereits

Mitbürger gesetzt, um an deren Schicksale zu

würdigen und den Jenaer Bürgern noch mehr ins

endlich öffnete das von jenawohnen aufwendig

die Ergebnisse seiner Arbeit. Stephan Laudien,

erinnern.

Bewusstsein zu rufen.

sanierte Haus seine Türen, um das Vermächtnis

Historiker mit profunder Archivkenntnis und

der einstigen Bewohner einzulösen.

versierter Journalist, forschte gleichzeitig über

die Biografien des Ehepaares Rosenthal.


Neue Wege

beim Energiesparen

[ 51 ]

Neubauten und Sanierungen

„Dass wir mit dem ersten

Mehrfamilien-Passivhaus

in Thüringen den Nerv

der Zeit getroffen haben,

beweist der große

Zuspruch potenzieller

Mieter. Zwölf barrierefreie

Wohneinheiten werden

ab November 2011

bezugsfertig sein.“

Zeit für Veränderung

In Deutschland ist immerhin für gut ein Fünftel

der CO 2

-Emissionen die Energiebilanz von Gebäuden

verantwortlich. Auch einige unserer alten

Gebäude waren und sind noch Energieverschwender.

Doch um dem Klimawandel entgegenzusteuern,

hat die Reduzierung des Energieverbrauchs

und der Kohlendioxidemissionen bei uns oberste

Priorität. Mit Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung

(EnEV 2006) sind wir zudem

als Wohnungsunternehmen verpflichtet, Mietinteressenten

bei der Neuvermietung von Gebäuden

den Energieausweis vorzulegen.

Es ist aber auch unserer eigenen Überzeugung

geschuldet, dass jenawohnen unter anderem

das Fensterprogramm fortführt. Allein der

Austausch alter Fenster führt zu erheblichen

Energieeinspa rungen. Entsprechend werden

Sanierungen und Neubauten bei uns bereits seit

Jahren unter diesem Gesichtspunkt ausgeführt.

Energetisch vorbildlich

Parallel zur aktuellen politischen Debatte um

energetische Anforderungen an Wohngebäude

verfolgt jenawohnen das Ziel, das erste Mehrfamilien-Passivhaus

in Thüringen zu errichten.

Mit der Grundsteinlegung am 12. Oktober 2010

in Jena-Ost ließen wir uns auf eine Investitionssumme

von insgesamt 2,5 Mio. Euro ein, um das

einmalige Projekt voranzutreiben. Zwölf barrierefreie

Wohneinheiten werden ab November 2011

bezugsfertig sein. Die künftigen Bewohner des

energetischen Vorbildprojekts sparen damit etwa

80 Prozent Energie gegenüber dem Verbrauch

eines derzeitigen Standardneubaus.

Die zwölf Wohneinheiten sind auf drei Obergeschosse

verteilt. Auf dem Dach ist eine Terrasse

und eine Solaranlage geplant. Das Erdgeschoss

wird für Pkw-Stellplätze und Nebenräume genutzt.

Trotz der Konzentration auf eine energetisch

optimale Bauweise müssen künftige Mieter nicht

auf Komfort verzichten. An der Südwestseite

wird eine Balkonanlage errichtet. Dass wir mit

unserem Vorzeige-Projekt den Nerv der Zeit

getroffen haben, beweist der große Zuspruch

potenzieller Mieter: Für die zwölf Wohnungen

hatten wir bereits kurz nach Baubeginn über

50 Interessenten.


[ 52 ] [ 53 ]

Erster Elfgeschosser mit Photovoltaik-Anlage

Nicht nur den Spatenstich für das erste Mehr-

Eine effizient einsetzbare Photovoltaik-Anlage

Auf 32 Metern Höhe und idealer Südausrichtung

Parallel zur Installation der Photovoltaik-Anlage

familien-Passivhaus in Thüringen initiierte jena-

benötigt eine sonnige Ausrichtung und möglichst

entlang der Autobahn A4 herrschen ideale Bedin-

begannen wir mit einer umfangreichen Sanie-

wohnen. Wir setzen uns auch an anderer Stelle

geringe Verschmutzung durch Laub. Mit solch

gungen für ungetrübtes Sammeln von Sonnen-

rung des Elfgeschossers, die sich über zwei Jahre

zunehmend für ökologische Maßnahmen zur

einer Fläche konnte jenawohnen dienen. Die

energie: keine Verschattung, kein Laub und keine

erstrecken wird. Die Sanierungsarbeiten haben

Energieeinsparung und zur schonenden Nutzung

Anlage befindet sich auf dem elfstöckigen Wohn-

ästhetischen Probleme für die Anwohner. Das

im Mai 2010 begonnen. In allen Hauseingängen

der natürlichen Ressourcen ein. Daher begeister-

haus Werner-Seelenbinder-Straße 16–24 in Jena-

Pilotprojekt mit einer Investitionshöhe von knapp

wurden die Aufzüge saniert, die Wohnungs-

te uns auch die Idee zu einem ungewöhnlichen

Lobeda. Auf rund 880 Quadratmetern Dachfläche

einer halben Million Euro wird von der job Jenaer

eingangstüren erneuert und neben anderen

Photovoltaik-Projekt der Stadtwerke Energie

wurden 520 Solarmodule montiert, die mehr als

Objektmanagement- und Betriebsgesellschaft, ei-

Brandschutzmaßnahmen auch selbstschließende

Jena-Pößneck.

100.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeu-

ner Tochter der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck,

Brandschutztüren an den Abstellräumen ein-

gen und in das Stromnetz einspeisen werden. Der

getragen.

gebaut. Die Treppenhäuser und Verteilergänge

Jahresverbrauch von etwa 40 Jenaer Haushalten

wurden renoviert, die Balkone vergrößert. Bei der

kann so gedeckt werden.

Modernisierung der Fassade wurde eine Wärmedämmung

angebracht, um Energie einzusparen.

2011 wird die Sanierung in der Werner-Seelenbinder-Straße

20–24 fortgesetzt und fertiggestellt.


[ 54 ] [ 55 ]

Ein neues Quartier entsteht

Villa in der Botzstraße

Seit Mai 2010 gehört jenawohnen am Friedensberg

eine 15.500 Quadratmeter große Fläche

zwischen Forstweg und Friedrich-Schelling-Straße.

Auf diesem Areal wird in den kommenden Jahren

ein attraktives Wohnquartier entstehen mit insgesamt

7.500 Quadratmetern Wohnfläche.

Mit dem Neubau möchte jenawohnen den Wohnungsbestand

im höherpreisigen Mietsegment

erweitern. Die Nachfrage nach entsprechendem

Wohnraum ist in den letzten Jahren deutlich

gestiegen. Im Jahr 2010 erarbeiteten wir ein Gesamtkonzept,

das die Grundlage für die geplante

Mehrfachbeauftragung war. So erhalten wir die

Möglichkeit, aus Entwürfen von verschiedenen

regionalen und überregionalen Architekturbüros

auswählen zu können – die besten Chancen für

ein schlüssiges Konzept und die optimale Entwicklung

des Gebietes.

Mit dem Quartier am Friedensberg möchte jenawohnen

die städtebauliche Qualität des bestehenden

Wohngebietes positiv beeinflussen. Für

eine nachhaltige Stadtentwicklung sorgen hohe

Qualitätsstandards und moderne Architektur,

errichtet unter ökologischen und energetischen

Gesichtspunkten. In die Erschließung des Gebietes

und den Neubau fließen in den kommenden

Jahren 15 Millionen Euro. Im Jahr 2014 sollen die

Wohnungen bezugsfertig sein.

Zentrumsnah in Jena, direkt unter dem Landgrafen

gelegen, befindet sich in der Botzstraße 4a

eine alte Stadtvilla. Das Gebäude wurde 1895

nach den Plänen des bekannten Jenaer Architekten

Ludwig Hirsch errichtet und ging 2009

in das Eigentum von jenawohnen über. Zuletzt

beherbergte es eine Kindertagesstätte.

jenawohnen hat 2010 mit der Sanierung der Villa

und umfangreichen Umbauarbeiten begonnen.

Mit dem Projekt reagieren wir auf die große

Nachfrage im hochpreisigen Segment im Stadtzentrum.

Mietwohnungen in diesem Preissegment

werden jedoch bei jenawohnen auch

künftig Ausnahmen bleiben.

Die Gründerzeitvilla wird umfassend saniert und

erhält eine energiesparende Heizungsanlage.

An der Nordseite des Gebäudes wird ein Anbau

errichtet für Treppenhaus, Küchen und Bäder. Die

Außenwände, die Kellerdecke und das komplette

Dach werden energetisch gedämmt.

Entsprechend dem repräsentativen Charakter der

Villa werden die Räume hochwertig ausgestattet.

Dazu gehören exquisite Badeinrichtungen,

Gegen sprechanlagen mit Videofunktion, Kamine

in den Wohndielen und Parkettfußböden.

Im Herbst 2011 sollen die Mieter einziehen.

Umbau der Hauptgeschäftsstelle

Nach Auszug des Stadtarchivs 2008 bot sich für

uns die Chance, unsere Hauptgeschäftsstelle im

Löbdergraben 19 neu zu strukturieren und die

frei gewordenen Flächen des Stadtarchivs in die

Neugestaltung einzubeziehen. Im März 2010

begannen die Umbauarbeiten. Verschiedene

Unternehmensbereiche mussten dafür vorübergehend

ausgelagert werden.

Für den Umbau wurde das Erdgeschoss des

ehemaligen Schlachthauses komplett entkernt.

Dieser großzügige Raum bildet das neue Foyer

mit Empfangszone und dient gleichzeitig als

Zugang zu den einzelnen Abteilungen.

Das Eckgebäude zwischen Schlachthaus und

Tonnenmühle wurde ebenfalls komplett entkernt.

In diesem Gebäude befindet sich nun das neue

zentrale Treppenhaus mit Aufzug, über das man

alle Ebenen erreichen kann. Das Ergebnis der

Umbauten ist eine klarere Gebäudestruktur und

ein erheblich verbesserter Brandschutz.

Insgesamt stehen 50 Mitarbeitern an diesem

Stand ort 2.500 Quadratmeter Fläche zur Verfügung.

jenawohnen investierte 1,5 Millionen Euro

in den Umbau, der für die nächsten Jahrzehnte

Firmensitz bleiben wird.


[ 56 ]

[ 57 ]

Neues aus Blankenhain

Lutherstraße

Schon im Jahr 2009 wurden in der gesamten

Christian-Speck-Straße in Blankenhain die Türen

der Hauseingänge und Hinterausgänge sowie die

Kellertüren mit neuen Schlössern und geschützten

Schließanlagen versehen. Nach den Hausnummern

22–28 erhielten im Jahr 2010 nun auch die

Nummern 48–54 einen neu gestalteten Eingangsbereich,

renovierte Treppenhäuser sowie eine

Rauch- und Wärmeabzugsanlage.

Kläranlage Obersynderstedt

Noch immer haben wir einige Häuser im Bestand,

die traditionell ihre eigene Kläranlage betreiben.

Auch Kläranlagen haben nur eine begrenzte

Nutzungsdauer und müssen in bestimmten Intervallen

saniert oder erneuert werden. Bei unserem

Objekt Lohmaer Straße 3 in Obersynderstedt hat

jenawohnen aus umwelttechnischen und Kostengründen

entschieden, das Gebäude an das öffentliche

Kanalnetz anzuschließen und die Kläranlage

zu entfernen bzw. zu verfüllen. Im Jahr 2010

haben wir den Auftrag erteilt und dabei auch

die Außenanlagen neu gestalten lassen.

Bereits vor einiger Zeit haben wir die Erweiterung

unseres Wohnungsbestandes in unsere

Unternehmensstrategie aufgenommen. So haben

wir 2010 unter anderem auch das Objekt in der

Lutherstraße 102 mit vier Wohnungen gekauft.

Mit umfangreichen Instandsetzungs- und

Modernisierungsarbeiten erhöht jenawohnen

den Gebrauchswert der Wohnungen nachhaltig

– auch durch die Einsparung von Energie und

Wasser – und verbessert dadurch dauerhaft die

Wohnqualität. Neben einem neuen gedämmten

Dach beauftragte jenawohnen auch die Abdichtung

der Außenwände. Mit der Erneuerung der

Fassade senkten wir nicht nur die Nebenkosten

für unsere Mieter. Das Wohnhaus mit saniertem

Treppenhaus, einer neuen Briefkastenanlage

und einem gepflasterten Hof wurde damit auch

optisch aufgewertet und trägt zum gepflegten

Erscheinungsbild der Jenaer Innenstadt bei.


Jahresabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung [ 59 ]

DER JENAWOHNEN GMBH

IM GESCHÄFTSJAHR 2010

in € 31.12.2010 31.12.2009

Umsatzerlöse

aus der Hausbewirtschaftung 66.818.254,52 63.816.016,64

Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestandes an unfertigen Leistungen – 673.411,73 1.167.254,87

Andere aktivierte Eigenleistungen 12.812,80 17.730,60

Sonstige betriebliche Erträge 2.739.388,94 2.515.628,71

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen

Aufwendungen für Hausbewirtschaftung – 28.790.649,05 – 29.609.016,48

Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen – 645.109,50 – 593.602,32

– 29.435.758,55 – 30.202.618,80

Rohergebnis 39.461.285,98 37.314.012,02

Personalaufwand

Löhne und Gehälter – 5.610.865,08 – 5.226.779,55

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung – 1.053.088,90 – 960.053,96

davon für Altersversorgung (7.686,16) (20.378,72)

– 6.663.953,98 – 6.186.833,51

Abschreibungen

auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen – 10.537.184,02 – 10.548.467,77

Sonstige betriebliche Aufwendungen – 2.898.489,56 – 3.364.850,94

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 163.597,89 250.306,17

davon aus verbundenen Unternehmen (110.202,17) (128.607,21)

Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 – 1.800,00

Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 4.262.092,55 – 4.870.873,58

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 15.263.163,76 12.591.492,39

Außerordentliche Erträge 99.277,45 0,00

Außerordentliche Aufwendungen -5.650,00 0,00

Außerordentliches Ergebnis 93.627,45 0,00

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 897.917,07 – 681.241,18

Sonstige Steuern – 9.029,07 – 6.634,16

Jahresüberschuss 14.449.845,07 11.903.617,05


[ 60 ]

Bilanz

[ 61 ]

Aktiva in € 31.12.2010 31.12.2009

Passiva in € 31.12.2010 31.12.2009

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

Software und Lizenzen 72.270,05 164.728,44

Sachanlagen

Grundstücke mit Wohnbauten 348.490.663,03 357.072.680,81

Grundstücke mit Geschäfts- und anderen Bauten 9.760.144,94 10.124.613,30

Grundstücke ohne Bauten 5.159.737,61 3.208.414,03

Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 87.911,52 87.911,52

Technische Anlagen 41.851,80 47.976,48

Betriebs- und Geschäftsausstattung 646.108,61 629.120,03

Anlagen im Bau 3.899.235,97 184.090,38

Bauvorbereitungskosten 9.626,94 4.786,25

Geleistete Anzahlungen 187.882,72 0,00

368.283.163,14 371.359.592,80

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen 300.000,00 300.000,00

Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.842,87

Wertpapiere des Anlagevermögens 199.500,00 199.500,00

499.500,00 501.342,87

Anlagevermögen insgesamt 368.854.933,19 372.025.664,11

UMLAUFVERMÖGEN

Andere Vorräte

Unfertige Leistungen 17.185.479,68 17.858.891,41

Andere Vorräte 10.462,87 5.928,73

17.195.942,55 17.864.820,14

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Vermietung 532.671,61 471.763,02

Forderungen aus Verkauf von Grundstücken 15.669,33 18.854,16

Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 123.719,61 168.124,13

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.812.127,11 8.424.866,54

Sonstige Vermögensgegenstände 2.317.837,45 2.362.232,92

17.802.025,11 11.445.840,77

Flüssige Mittel

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.065.895,87 4.356.182,85

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 2.100.000,00 2.100.000,00

Kapitalrücklage 2.362.168,49 2.362.168,49

Gewinnrücklagen

1. Sonderrücklage gemäß § 27 Abs. 2 Satz 3 DMBilG 248.800.719,45 248.800.719,45

2. Andere Gewinnrücklagen 971.100,00 0,00

Gewinnvortrag / Verlustvortrag 6.903.617,05 0,00

Jahresüberschuss 14.449.845,07 11.903.617,05

Eigenkapital insgesamt 275.587.450,06 265.166.504,99

SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZULAGEN

ZUM ANLAGEVERMÖGEN 6.328.961,93 6.530.396,29

RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen 185.716,00 183.673,00

Steuerrückstellungen 240.000,00 179.863,03

Sonstige Rückstellungen 5.791.588,56 7.503.156,45

6.217.304,56 7.866.692,48

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.905.388,78 105.353.664,29

Erhaltene Anzahlungen 19.962.514,83 19.579.831,57

Verbindlichkeiten aus Vermietung 398.363,11 398.559,07

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 162.971,18 368.155,56

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 136.370,81 210.427,97

Sonstige Verbindlichkeiten 226.320,32 228.907,44

davon aus Steuern (59.845,24) (62.432,36)

119.791.929,03 126.139.545,90

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Geldbeschaffungskosten 6.848,86 10.631,79

Bilanzsumme 407.925.645,58 405.703.139,66

Bilanzsumme 407.925.645,58 405.703.139,66


[ 62 ]

Anlagen, Rücklagen und Verbindlichkeiten

[ 63 ]

Anlagen in € Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte

Stand

01.01.2010 Zugang Umbuchung Abgang

Stand

31.12.2010

Stand

01.01.2010 Zugang Abgang

Stand

31.12.2010

Stand

31.12.2010

Stand

31.12.2009

Immaterielle Vermögensgegenstände

Software und Lizenzen 486.877,94 1.666,00 0,00 0,00 488.543,94 322.149,50 94.124,39 0,00 416.273,89 72.270,05 164.728,44

486.877,94 1.666,00 0,00 0,00 488.543,94 322.149,50 94.124,39 0,00 416.273,89 72.270,05 164.728,44

Sachanlagen

Grundstücke mit Wohnbauten 587.343.168,82 1.545.670,00 103.430,39 305.235,15 588.687.034,06 230.270.488,01 9.958.345,38 32.462,36 240.196.371,03 348.490.663,03 357.072.680,81

Grundstücke mit Geschäfts- und anderen Bauten 13.838.417,38 0,00 – 32.855,62 47.773,50 13.757.788,26 3.713.804,08 331.612,74 47.773,50 3.997.643,32 9.760.144,94 10.124.613,30

Grundstücke ohne Bauten 3.208.414,03 2.214.726,83 32.855,62 296.258,87 5.159.737,61 0,00 0,00 0,00 0,00 5.159.737,61 3.208.414,03

Grundstücke mit Erbbaurechten Dritter 87.911,52 0,00 0,00 0,00 87.911,52 0,00 0,00 0,00 0,00 87.911,52 87.911,52

Technische Anlagen 55.121,94 0,00 0,00 0,00 55.121,94 7.145,46 6.124,68 0,00 13.270,14 41.851,80 47.976,48

Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.273.589,64 164.095,86 0,00 12.591,44 1.425.094,06 644.469,61 146.976,83 12.460,99 778.985,45 646.108,61 629.120,03

Anlagen im Bau 184.090,38 3.813.789,73 – 98.644,14 0,00 3.899.235,97 0,00 0,00 0,00 0,00 3.899.235,97 184.090,38

Bauvorbereitungskosten 4.786,25 9.626,94 – 4.786,25 0,00 9.626,94 0,00 0,00 0,00 0,00 9.626,94 4.786,25

Geleistete Anzahlungen 0,00 187.882,72 0,00 0,00 187.882,72 0,00 0,00 0,00 0,00 187.882,72 0,00

605.995.499,96 7.935.792,08 0,00 661.858,96 613.269.433,08 234.635.907,16 10.443.059,63 92.696,85 244.986.269,94 368.283.163,14 371.359.592,80

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen 300.000,00 0,00 0,00 0,00 300.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 300.000,00 300.000,00

Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.842,87 0,00 0,00 1.842,87 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.842,87

Wertpapiere des Anlagevermögens 201.300,00 0,00 0,00 0,00 201.300,00 1.800,00 0,00 0,00 1.800,00 199.500,00 199.500,00

503.142,87 0,00 0,00 1.842,87 501.300,00 1.800,00 0,00 0,00 1.800,00 499.500,00 501.342,87

Anlagevermögen gesamt 606.985.520,77 7.937.458,08 0,00 663.701,83 614.259.277,02 234.959.856,66 10.537.184,02 92.696,85 245.404.343,83 368.854.933,19 372.025.664,11

Rücklagen in €

Bestand

31.12.2009

Einstellung im

Geschäftsjahr

Entnahme im

Geschäftsjahr

Bestand

31.12.2010

Kapitalrücklage 2.362.168,49 0,00 0,00 2.362.168,49

Sonderrücklage gem. § 27 Abs. 2, Satz 3 DMBilG 248.800.719,45 0,00 0,00 248.800.719,45

Andere Gewinnrücklagen 0,00 971.100,00 0,00 971.100,00

Verbindlichkeiten in €

Insgesamt

Restlaufzeit

bis zu 1 Jahr

Restlaufzeit

1 – 5 Jahre

Restlaufzeit

über 5 Jahre gesichert Art der Sicherung

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98.905.388,78 11.545.994,18 37.617.779,16 49.741.615,44 98.436.661,99 durch Bürgschaft: 18.567.957,24 €; durch Grundschuld: 79.868.704,75 €

Erhaltene Anzahlungen 19.962.514,83 19.962.514,83 0,00 0,00 0,00

Verbindlichkeiten aus Vermietung 398.363,11 398.363,11 0,00 0,00 0,00

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 162.971,18 162.971,18 0,00 0,00 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 136.370,81 136.370,81 0,00 0,00 0,00

Sonstige Verbindlichkeiten 226.320,32 226.320,32 0,00 0,00 0,00

Gesamtbetrag 119.791.929,03 32.432.534,43 37.617.779,16 49.741.615,44 98.436.661,99


[ 64 ]

Rechtliche Verhältnisse

Firma

jenawohnen GmbH

Anschrift

Löbdergraben 19

07743 Jena

Gründung

19. Dezember 1990

Handelsregistereintrag

9. Oktober 1991

HRB 201.252, Amtsgericht Jena

USt.-IdNr. DE150535885

Stammkapital

2,1 Mio. €

Gesellschafter

Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (mit 94 % der Gesellschaftsanteile)

Kommunale Immobilien Jena (mit 6 % der Gesellschaftsanteile)

Geschäftsführung

Stefan Wosche-Graf, Geschäftsführer

Axel Koch, Prokurist

Cornelia Bergner, Prokuristin

Gesellschafterversammlung

Stadtwerke Jena-Pößneck GmbH, vertreten durch die Geschäftsführer

Kommunale Immobilien Jena, vertreten durch den Werkleiter

Stand: 31.12.2010

Impressum

Herausgeber

jenawohnen GmbH

Löbdergraben 19

07743 Jena

Redaktion

Cornelia Bergner, Prokuristin

Doreen Noack, Marketing

mit freundlicher Unterstützung

der Fachabteilungen von jenawohnen

Fotos

jenawohnen GmbH

Torsten Biel

Oliver Leichsenring

Jürgen Scheere

Gestaltung

Leichsenring Werbung & Gestaltung GmbH

Druck

Ernst Tischendorf Druckerei Buchbinderei


jenawohnen GmbH

Löbdergraben 19, 07743 Jena

Telefon (03641) 884-0, Fax (03641) 884-215

post@jenawohnen.de

www.jenawohnen.de

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