Mainz - Kunstwanderungen

kunstwanderungen.de

Mainz - Kunstwanderungen

RK E05

Mainz-Budenheim

Mainz – Gonsenheim – Budenheim/Niederwalluf

Vorbemerkung

Diese W anderung sollte man im Sommer und an Sonn- oder Feiertagen unternehmen.

Dann kann man mit der Fähre nach Niederwalluf über den Rhein

setzen. – An den übrigen Tagen muss man von Budenheim nach Mainz mit

dem Zug zurückfahren, um dann mit dem Zug nach Niederwalluf zu reisen, wo

dann am Bahnhof am nächsten Tag die W anderung fortgesetzt wird. –

Außerdem: Da die Wanderung nur kurz ist, kann man heute verpasste Sehenswürdigkeiten

in Mainz nachholen.

2 Stunden und 35 Minuten reine Wanderzeit

Zug

Niederwalluf tägl. 8.31, 18.31, 20.31, Mo-Fr 19.31, 21.31, Sa 9.31, 21.31

Wiesbaden, Hbf. tägl. 8.44, 18.44, 20.44, Mo-Fr 19.44, 21.44, Sa 9.44, 21.44

Wiesbaden, Hbf. tägl. 8.50, 18.50, 20.50, Mo-Fr 18.50, 21.50, Sa 9.50, 21.50

Mainz, Hbf. tägl. 9.01, 19.01, 21.01, Mo-Fr 19.01, 22.01, Sa 8.01, 22.01

Wir gehen in Mainz aus dem Bahnhof hinaus, rechtsversetzt über den Bahnhofsvorplatz

auf die „Bahnhofstraße“ , queren später den „Münsterplatz“ und

gelangen Richtung haltend auf die „Schillerstraße“, auf der wir uns leicht

links halten. – Später gelangen wir auf den langgestreckten „Ballplatz“ .

2 Minuten später wandern wir auf dem „Willigisplatz“ links treppauf und halten

uns rechts.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche zur Besichtigung von 14 Min.

Mainz 3

*** St. Stephan. Über Bauteilen des 10. Jhs. wurde die Kirche

ab 1257, vorwiegend aber im 14. Jh. errichtet. 1338 war sie

noch nicht ganz fertiggestellt.


Das Obergeschoss des Turmes wurde 1495 aufgesetzt. Der

Turm ist heute mit einer Barockhaube gedeckt, über der sich eine

Laterne erhebt.

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg hat man die Kirche

wieder aufgebaut.

Das Innere. Die kreuzförmige doppelchörige Hallenkirche ist

im Chor, im Querhaus und im Turm noch ursprünglich kreuzgewölbt.

Das Langhaus ist seit Kriegsende flach gedeckt.

Die Glasfenster schuf Marc Chagall um 1979.


Linkes Seitenschiff. Spätgotischer Taufstein.

Rechter Querschiffarm. Frontwand: Retabel der Zeit um 1400

Das Mittelschiff. An der Orgelempore des 18. Jhs. befindet sich

eine neue Cäcilienfigur.

Wir gehen aus dem rechten Seitenschiff hinaus in den

**** Kreuzgang von 1499. Der Gang mit seinen Epitaphen,

hübscher Totenleuchte und einem Kreuzigungsrelief von 1401,


steht jenem am Dom an Schönheit nur um weniges nach.

Im spätgotischen, teils Netz-, teils Sterngewölbe befinden sich

figürliche Schlusssteine.

Im Kapitelsaal, der auf einer einzigen Mittelsäule ruht, ist ein

Ölberg aufgebaut, 1677.


Wir gehen aus dem linken Seitenausgang der Stephanskirche hinaus, halten

*** Gautor von 1670, mit Martinsgruppe (Kopie) im Giebel.

Wir halten Richtung auf „Am Gautor“.

3 Minuten später wandern wir über die Durchfahrtsstraße bergauf. Hier stehen

*** Die Römersteine der ehemaligen römischen Wasserleitung

nach Mainz aus dem 1. Jh. n. C. Die rekonstruierten Stümpfe

der Pfeiler ragen bis zu sieben Metern hoch.


3 Minuten später wandern wir hinter dem Schild „An den Römersteinen“

rechts bergab.

3 Minuten später wandern wir auf der Querstraße rechts und halten uns links.

1 Minute später wandern wir auf den

*** Judenfriedhof mit alten Grabsteinen

und einem Totenhaus im maurischen Stil.

Wir gehen aus dem Friedhof hinaus, nach links und links auf den

*** Aureusfriedhof.

Auf dem Hauptfriedhof der Stadt befin-den sich vorzügliche

Grabdenkmäler des neunzehnten und frühen zwanzigsten

Jahrhunderts.

1 Minute später wandern wir rechts auf der Allee.

2 Minuten später wandern wir am Rondell mit dem Löwenmal links.


2 Minuten später wandern wir inmitten der Wegkreuzung vorbei an einer

Pietà, dahinter rechtsversetzt über den Querweg und auf dem Querweg vorm

Tempel mit der Pietà rechts.

1 Minute später wandern wir vor dem Krematorium rechts und auf der Brücke

über die Straßen auf den nächsten Friedhof. Trinkwasser.

2 Minuten später wandern wir beim Wasserbecken links.

1 Minute später wandern wir hinter vier Treppenstufen rechts und gehen mit

dem Weg in den Linksknick.

50 Min.

1 Minute später wandern wir rechtsversetzt über die Durchfahrtsstraße, auf

den Parkplätzen vor dem „Werkstoffhof“ rechts und nun linkshaltend über die

Parkplätze, immer au f dem Pflaster.

1 Minute später wandern wir Richtung haltend auf den Weg mit dem

Rad/Fußwegschild und der „Feuerwehrzufahrt“.

3 Minuten später wandern wir an der Gabelung vor der Eiche rechts und

halten uns links.

3 Minuten später wandern wir auf dem Asphaltquerweg vor Haus Nr. 12

rechts und halten Richtung.

3 Minuten später wandern wir links auf die „Kerschensteinerstraße“.

4 Minuten später wandern wir auf dem Querweg hinter dem Gleisübergang

rechts.

1 Minute später wandern wir an der Kreuzung vor dem Gonsbach links und

nun immer rechtshaltend auf Pfaden wie Wegen nächst dem Bach und stets

auf diesem Ufer.

6 Minuten später queren wir auf dem Asphaltweg den Bach und biegen kurz

daruf links ab auf den Wiesenpfad. Wir gehen nun wieder nächst dem Bach

und stets auf dieser Seite.

3 Minuten später wandern wir auf dem Asphaltquerweg links und Richtung

haltend auf „An der Nonnenwiese“ .

5 Minuten später wandern wir rechtsversetzt über die Landstraße, auf „Im

Niedergarten“, sofort hinter der Gonsbachbrücke links und nächst dem Bach.

sowie stets auf dieser Seite.

6 Minuten später wandern wir auf dem Querweg mit Brückchen rechts.

1 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links. Gasthof.

2 Minuten später wandern wir an der Gabelung in 92 Min.

Gonsenheim


vor dem Verwaltungsgebäude rechts; es ist das

*** Rathaus, ein Renaissancebau von 1615.


1 Minute später wandern wir in die Kirche

*** St. Stephan. Der Rheinhessen-Dom mit einem Chor von

1870 und markanter Doppelturmfront sowie der dreischiffigen

Halle und Querschiff wurde 1905 in frühgotischen Formen

errichtet.

Das Innere besitzt äußerst farbige Glasgemälde aus verschiedenen

Stilrichtungen des 20. Jhs.


Die Vierung. Am hinteren rechten Pfeiler eine Immaculata des

18. Jhs.


Rechter Nebenchor. Über dem Eingang: Das Jesuskind und die

14 Nothelfer, Skulpturen des 18. Jhs. – Innen: Barockgemälde

der Pietà.

Linkes Seitenschiff. linke Wand: Josef, Figur des 18. Jhs.;

Seitenkapelle: Kreuzgruppe von 1704.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf die „Kirchstraße“ und halten Richtung.

7 Minuten später wandern wir an der Kreuzung „Graf-Stauffenberg-Straße“

rechts.

Anlage. Wir kommen vorbei an einer ergänzten * Kreuzgruppe aus Buntsandstein.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung „Am Geisköpfel“ rechts.

1 Minute später wandern wir beim Wildgehege über „Am Sportfeld“.

5 Minuten später wandern wir in die 112 Min.

*** Nothelferkapelle. Die Kapelle wurde 1895 erbaut. Auf

dem Dach sitzt ein kleiner Glockenturm.

Das Innere ist einheitlich skulpturell neugotisch ausgestattet

und besitzt einen individuellen Kreuzweg.

Der Chor. Auf dem Hochaltar befinden sich die 14 Nothelfer.

Das Langhaus. Linker Frontaltar: Zimmermannswerkstatt.


Rechter Frontaltar: Pietà.

Wir gehen aus der Kapelle hinaus, nach rechts auf den „Wendelinusweg“ auf

der Brücke über die Autobahn und halten fortan Richtung.

Kurz darauf passieren wir zuerst links das ehem. ** Forsthaus, wohl aus der

Zeit um 1840, war dann beliebtes Ausflugslokal und ist heute kath. Jugendheim.

Danhinter gehen wir vorbei an linker alter Kapelle

*** St. Wendelin von 1776, ein spätbarocker Walmdachbau.

Das Innere birgt einen neugotsichen Altar mit der Kreuzgruppe.


Links davon: Figur des Wendelin, spätbarock.

Wir passieren die gegenüber liegende neue Kapelle

*** St. Wendelin. Die neue Kirche wurde 1866 im neugotischen

Stil erbaut und mit einem Türmchen versehen.

Später gehen wir dann Richtung haltend weiter auf der „Gonsenheimer

Straße“, dann am Ende Richtung haltend auf die „Hauptstraße“.

Budenheim.

*** St. Pankratius von 1734, wahrscheinlich um 1840 eingewölbt.

Die Ausstattung entstammt der Zeit um 1840.

Der Chor. Zwei Heiligenfiguren, 18. Jh.: Wandmalerei, um

1920, spätnazarenisch.

Wir gehen aus der Kirche hinaus, wenden uns nach rechts, gehen unter den

Gleisen her, Gasthof, und auf die „Rheinstraße“ , auf der wir bleiben.

8 Minuten später sind wir zur Rheinfähre nach Niederwalluf. 155 Min.

Budenheim

Niederwalluf

Fähre

10-19 sommers an Sonn- oder Feiertag bei gutem Wetter

10-19 sommers an Sonn- oder Feiertag bei gutem Wetter

Ansonsten:

Zug

Budenheim, Bf. tägl. 18.18, 19.18,

Mainz, Hbf. tägl. 18.22, 19.22,

Mainz, Hbf. tägl. 18.56, 19.56,

Wiesbaden, Hbf. tägl. 19.07, 20.07,

Wiesbaden, Hbf. tägl. 19.12, 21.12,

Niederwalluf, Bf. tägl. 19.23, 21.23,

Bus

Budenheim mehrfach Verbindungen

Mainz

mehrfach Verbindungen

Mainz

mehrfach Verbindungen

Wiesbaden mehrfach Verbindungen

Niederwalluf mehrfach Verbindungen

Auf der Fähre bleibt Zeit, sich ein kurzes Gedicht vom größten deutschen Lyriker

zu lesen.


Rhein und Main

von

Johann Wolfgang Goethe

Zu des Rheins gestreckten Hügeln,

hochgesegneten Gebreiten,

Auen, die den Fluss bespiegeln,

weingeschmückten Landesweiten

möget mit Gedankenflügeln

ihr den Treuen Freund begleiten.

An die Stelle des Genusses

trete Bildchen holden Scheins

zu Erinnerung des Flusses

der Terrasse, dieses Hains.

Wohl erleuchtet, glühend-milde

zog der Fluss im Abendschein,

über Brück und Stadtgebilde

Finsternisse sanken ein.

Doch am Morgen ward es klar,

neu begann’s umher zu grünen

nach der Nacht, wo jenes Paar

sternengleich uns angeschienen.

Du bist auch am Rhein gewesen,

auch am Hof zu Bieberich;

magst nun an dem Maine lesen,

wie es lustig war um dich.

Also lustig sah es aus,

wo der Main vorüberfloss,

als im schmucken Hain und Haus

festlich Elfer überfloss.

Ferner Freunde ward gedacht:

Denn das heißt genießen,

wenn zu Fest- und Flusses Pracht

tausend Quellen fließen.

Wasserfülle, Landesgröße,

heitren Himmel, frohe Bahn!

Diese Wellen, diese Flöße

landen auch in Winkel an.

Fluss und Ufer, Land und Höhen

rühmen seit geraumer Zeit

so dein Kommen, so dein Gehen,

Zeugen deiner Tätigkeit.

*

Wir gehen an Land, halten auf der Kirchgasse Richtung, wandern auf der

Durchfahrtsstraße rechts und links auf die „Neustraße“ .

5 Minuten später wandern wir in den Bahnhof von Niederwalluf. 162 Min.

Mainz – Niederwalluf

RK E05

Ende

*

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine