Erfahrungs- und Forschungsbericht 2012 - Ensi

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Erfahrungs- und Forschungsbericht 2012 - Ensi

Projektziele

Gemäss den Vereinbarungen zur Zusammenarbeit

in der generischen Strahlenschutzforschung wurden

für 2012 folgende Projektziele mit dem ENSI

vereinbart:

(12/1) Durchführung einer Doktorarbeit auf

dem Gebiet der radioaktiven Ausbreitung

(12/2) Fachbegleitung der Doktorarbeit

(12/3) Dokumentation zur Bestimmung

von Aerosolverlusten in komplexen

Leitungssystemen

(12/4) Erstellung neuer radiologischer

Karten der Schweiz

(12/5) Mitarbeit bei der internationalen

Normung in Strahlenmesstechnik

(12/6) Teilnahme der Radioanalytik an

internationalen Vergleichsmessungen

(Gamma- und Alpha-Spektrometrie, Tritium,

Strontium, usw.)

(12/7) Anwendung der validierten ISOCS/

LABSOCS-Software für Dichte-, Summationsund

Geometrie-Korrekturen in der Gamma-

Spektrometrie

(12/8) Absolutmessungen reiner β-Strahler

mit der TDCR-Methode für Halbwertszeitbestimmungen

langlebiger Nuklide ( 10 Be, 32 Si,

63

Ni, 93 Zr, 129 I)

(12/9) Dokumentation der Studien in

n-Dosimetrie mit neuer Auswertetechnik

für CR-39-Detektoren

Durchgeführte Arbeiten

und erreichte Ergebnisse

(12/1) Durchführung einer Doktorarbeit auf

dem Gebiet der radioaktiven Ausbreitung

Im Jahr 2012 wurden verstärkt die turbulenten Einströmbedingungen

für LES (Large Eddy Simulations)

untersucht, da die Ergebnisse der Simulationen

von den Anfangs- und Randbedingungen

abhängig sind. Im Gegensatz zu RANS (Reynolds

Averaged Navier Stokes)-Simulationen, die zu Beginn

der Doktorarbeit durchgeführt wurden, muss

die Turbulenz explizit vorgegeben oder im Modell

erzeugt werden.

Zunächst erfolgten Testsimulationen in einem leeren

Gebiet mit fünf verschiedenen Einströmprofilen,

danach wurde ein zusätzlicher Block eingebaut.

Bei der Darstellung der turbulenten Momente

, σ u und σ w fiel auf, dass insbesondere die

Standardabweichung der horizontalen Geschwindigkeit

σ u nicht mit den Referenzwerten der Literatur

übereinstimmt. Grund hierfür war eine fehlende

Entwicklung der turbulenten Grenzschicht. Die

Ergebnisse wurden beim 3. Internationalen EU-

LAG Workshop in Loughborough Ende Juni präsentiert

und diskutiert.

Weitere Simulationen in einem Gebiet mit Aare (s.

Figur 1) zeigten, dass der Einströmbereich sehr lang

sein muss, damit sich eine Grenzschicht ausbildet.

Die Rechenzeit würde sich in diesem Fall verlängern,

daher erfolgte der Umstieg von offenen zu

zyklischen Randbedingungen. Da das Gebiet westlich

der Aare höher ist als das Gebiet im Osten,

wurde ein künstlicher Hügel eingebaut, so dass die

beiden Ebenen im Aus- und Einströmbereich auf einer

Höhe liegen. Die künstliche Erhebung hat keinen

Einfluss auf die Ergebnisse, weil lediglich der

Bereich vor dem Hügel von Interesse ist.

(12/10) Mitarbeit in EURADOS-Programmen

mit direktem Bezug zu aktuellen Fragestellungen

in der Schweiz

(12/11) Ad-hoc-Probleme des ENSI nach

Absprache mit dem Projektleiter

y / m

70

60

50

40

30

20

30

28

26

24

22

20

18

16

14

12

10

8

6

Height above ground / m

10

4

2

100 200 300 400 500 600 700 800 900

x / m

0

Figur 1:

Leeres Gebiet mit unterschiedlichen Höhen westlich und

östlich der Aare.

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ENSI Erfahrungs- und Forschungsbericht 2012

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