Erfahrungs- und Forschungsbericht 2012 - Ensi

static.ensi.ch

Erfahrungs- und Forschungsbericht 2012 - Ensi

Figur 3:

Energie- und Winkelabhängigkeit

der geprüften

Dosimeter.

Figur 4:

Summe Untergrundund

Probenmesszeit

für die CL-Freigrenze

von 60 Co.

Response normalized to S-Cs 0°

3.5

DoseRAE2 (1)

3

DoseRAE2 (2)

Polimaster

2.5

Min. Anforderung

2

Max. Anforderung

Polimaster Winkel

1.5

DosRAE2 (1)

Winkel

1

DosRAE2 (2)

Winkel

DMC 3000 (1)

0.5

DMC 3000 (2)

0

10 100 1000 10000

E (keV)

ologischen Eigenschaften führten zur Entscheidung

des PSI, das Mirion/MGP DMC 3000 als

neues elektronisches Standarddosimeter am PSI

einzuführen.

(12/4) Messungen zum Thema «Übernahme der

Clearance-Werte aus dem zukünftigen

eu-ropäischen Regelwerk für die maschinelle

Freimessung»

Im Bestreben, den Strahlenschutz in den einzelnen

Mitgliedsländern auf qualitativ hohem Stand zu nivellieren,

ist die Europäische Union daran, die Anforderungen

an den Strahleschutz in der European

Basic Safety Standards Directive (BSSD) [3] zu formulieren.

In der Richtlinie werden auch Ausschlussund

Freigabekriterien, basierend auf nuklidspezifischen

Freigabewerten für die spezifische Aktivität

(Clearance levels, CL) [4], enthalten sein. Da gegenwärtig

die schweizerische Strahlenschutzverordnung

(StSV) revidiert wird, drängt sich auf, die

Übernahme dieser BSSD-Freigabewerte für die spezifische

Aktivität in die StSV zu diskutieren.

Dieses Teilprojekt befasste sich mit den Konsequenzen

dieser potentiellen Übernahme der CL für

die maschinelle Freimessung [5].

Die in ISO-Normen für die Berechnung der Nachweisgrenze

angegebene Formel kann nach der Probenmesszeit

t s aufgelöst werden [6]:

wobei

k 1-α , k 1-β = Statistische Parameter,

= Erwartungswert der Untergrund-

R E0

R Es

t 0

Zählrate,

= Erwartungswert der Probenzählrate,

und

= Messzeit des Untergrundes.

Als Erwartungswert der Probenzählrate R Es wird bei

der maschinellen Freimessung mit RADOS-

Freimess anlagen das Produkt von Summenfreigrenze

für den entsprechenden Nuklidvektor,

Messgutmasse und Detektorwirkungsgrad in Prozent

eingesetzt und die Probenmesszeit t s nach der

oben angegebenen Gleichung berechnet. Damit

wird gewährleistet, dass die Messzeit so gewählt

wird, dass die spezifische Grenzwertaktivität mit

der Sicherheit der angewandten statistischen Parameter

nachgewiesen werden kann [6].

Der Detektorwirkungsgrad ist dabei abhängig vom

angewandten Nuklidvektor. Für den Nuklidvektor

«100% 60 Co» lässt sich gemäss Figur 4 die CL-Freigrenze

von 0.1 Bq/g mit nur 25 s Messzeit für Untergrund

und Probe nachweisen (Berechnung der

Nachweisgrenze mit k 1-α = k 1-β = 1.96, t 0 = 10 s,

R 0 = 1720 Ips, Messgutmasse = 300 kg und Detektorwirkungsgrad

= 0.15%).

Wird nun aber z.B. für den für die damalige PSI-

Freimesskampagne «Füllkies SAPHIR» gültigen Nuklidvektor

«12% 137 Cs + 77% 99 Tc + 11% 90 Sr»

(Tab. 1) kalibriert, so wird im Algorithmus der Freimessanlage

wegen der beiden nicht messbaren Betastrahler

eine Hochrechnung durchgeführt [7],

welche den Detektorwirkungsgrad verschlechtert.

Für die aus den entsprechenden Nuklidvektoren

abgeleiteten CL-Summenfreigrenzen von 0.48

Bq/g für den Füllkies SAPHIR (Tab. 1) bzw. 0.18

Bq/g für den Colemanitbeton DIORIT und einem in-

Tabelle 1:

Nuklidvektor für den

Füllkies SAPHIR.

Nuklid

Spez. Aktivität

[Bq/kg]

CL

[Bq/g]

Anteile NV Anteil NV/CL

[g/Bq]

137

Cs

99

Tc

90

Sr

5.00E+00

3.20E+01

4.40E+00

0.1

1.0

1.0

0.12

0.77

0.11

1.21

0.77

0.11

Total 4.14E+01 1.00 2.09

CL-Summenfreigrenze in Bq/g: 0.48

256

ENSI Erfahrungs- und Forschungsbericht 2012

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine