Erfahrungs- und Forschungsbericht 2012 - Ensi

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Erfahrungs- und Forschungsbericht 2012 - Ensi

239,240

Pu und 241 Am einer Betonprobe aus dem p-

Kanal, bei der eine Neutronenaktivierung wahrscheinlich

ist, bestimmt werden. Mittels Mikrowelle

konnte die Probe total aufgeschlossen

werden. Die Ausbeuten der einmaligen Bestimmung

lagen für 239,240 Pu bei 100%, für 241 Am bei

33%, für 234 U und 238 U bei 88% und bei 230 Th und

232

Th bei 50%, die Aktivitäten von 239,240 Pu und

241

Am bei 23 mBq/g, respektive 28 mBq/g und damit

deutlich höher (ca. einen Faktor 100) als bei

Messungen anderer aktivierter Betonproben. Eine

Querkontamination beim Pulverisieren der Probe

kann nicht ausgeschlossen werden.

Im März 2013 ist es erneut möglich, Proben aus

dem p-Kanal zu sammeln und die Analysen zu wiederholen.

(12/9) Optimierung extraktionschromatischer

Trennungen von Am und Cm aus Bodenpro-ben

mittels DGA-Resin

Wie bereits unter Punkt 12/7 gezeigt, kann die neue

Aktiniden/ 90 Sr-Trennmethode für Sediment- und

Bodenproben angewandt werden. Wichtigste Neuerungen

dieser Methode sind das Leachen mit 6 M

HCl anstelle von 8 M HNO 3 und die Vorkonzentration

der Aktiniden mittels «DGA normal offen» anstelle

der Oxalatfällung. Im Vergleich zu der alten

Trennmethode wurden für 6 Bodenpro-ben rund

um das Zwilag, PSI und KKW-Beznau Ausbeuten für

241

Am von 81% ± 21% anstelle von 76% ± 16%,

für 238 Pu und 239,240 Pu von 80% ± 2% anstelle von

64% ± 7% erreicht. Für 90 Sr sind die Ausbeuten für

beide Methoden vergleichbar (alt: 89% ± 1%; neu:

87% ± 3%). Mit der neuen Methode wurden auch

zwei IAEA-Proben gemessen und die Resultate in

der folgenden Tabelle zusammengestellt:

Tabelle 2 zeigt, dass IAEA-375 nicht nur eine gute

Übereinstimmung mit den Referenzwerten aufweist,

sondern dass auch die Ausbeuten sehr hoch

sind. Bei der IAEA-6-Probe, die zu ca. 14% aus Calcium

besteht, sind zwar die Aktivitätskonzentrationen

gut übereinstimmend mit den Referenzwerten,

aber die Ausbeuten von 239,240 Pu und 90 Sr

nicht zufriedenstellend. Aus diesem Grunde werden

noch weitere Versuche gemacht, um die Ca-

Mengen in den Proben zu reduzieren, z.B. durch

Ca(OH) 2 -Fällung.

(12/10) ad hoc Probleme des ENSI

nach Absprache mit dem Projektleiter

Aufgrund einer Anfrage des ENSI wurde an der

letzten Quartalssitzung ENSI-PSI im November

2012 zu den generischen und praktischen Forschungsvereinbarungen

mündlich über die Problematik

der Mikrophonie bei Strahlenmessgeräten

informiert. Es wurde dabei detailliert beschrieben,

welche internationalen Normen in welchem Umfange

mechanische Prüfungen eines Messinstruments

und damit des Mikrophonieverhaltens verlangen.

Elektronische Dosimeter sind meist mit

einem Sensor am Gehäuse ausgerüstet, welcher

zuverlässig verhindert, dass Mikrophonie von elektronischen

Bauteilen zu registrierten Messsignalen

führt.

Nationale Zusammenarbeit

Auf nationaler Ebene fanden eine intensive Kollaboration

in mehreren Teilprojekten mit dem Institut

de Radiophysique (IRA) und fachliche Beratungen

für das METAS statt.

Bewertung 2012 und Ausblick

2013

Die Projektziele 2012 wurden gemäss den Vereinbarungen

zur Zusammenarbeit in der praktischen

Strahlenschutzforschung aus der Sicht des PSI er-

IAEA-375

(PSI-Resultat)

N = 6

241

Am [Bq/kg] *0.15 ± 0.03

Ausbeute [%] 95.8 ± 11

239,240

Pu [Bq/kg] 0.30 ± 0.03

72.8 ± 13.3

238

Pu [Bq/kg] 0.074 ± 0.020

Ausbeute [%] 72.8 ± 13.3

90

Sr [Bq/kg]

Ausbeute [%]

106 ± 2.43

88.2 ± 0.2

IAEA-375

(Referenzwert)

IAEA-6

(PSI-Resultat)

0.13 (0.11–0.15) 0.29 ± 0.01

62.1 ± 7.2

0.30 (0.26–0.34) 1.04 ± 0.06

38.8 ± 4.1

0.071 (0.056–0.085) 0.04 ± 0.02

38.8 ± 4.1

108 (101–114) 30.0 ± 0.66

19.1 ± 0.3

IAEA-6

(Referenzwert)

N = 2

1.04 (0.96 – 1.11)

30.34 (24.2 – 31.67)

* 241 Pu wurde von den 6 IAEA-375-Proben je einzeln bestimmt und das eingewachsene 241 Am seit 31.01.1991 berechnet.

Diese 241 Am-Aktivität wurde dann pro Probe abgezogen und der Mittelwert berechnet.

Tabelle 2:

IAEA-375- und IAEA-6-

Aktivitätskonzentrationen

im Vergleich mit

den Referenzwerten.

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