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Aktuelle Meldungen des Monats

Präsident

„Der Mutter-Kind-Pass, dessen 40jähriges Jubiläum wir heuer begehen, gehört wohl zu

den größten Erfolgsgeschichten der modernen Medizin. Während bei Einführung 1974

die Säuglingssterblichkeit in Österreich bei 23,5 Promille lag, und damit weit über jener

vergleichbarer Länder, verzeichnen wir heute mit 3,2 Promille den niedrigsten Wert der

Geschichte“,

betont MR Dr. Thomas Fiedler in einer Presseaussendung

vom 17. Jänner 2014. Um Müttern und Kindern einen

optimalen Nutzen zu bringen, müsse laut Dr. Fiedler dieses

hervorragende Instrument aber laufend begleitet und

an den aktuellen Stand des medizinisch-wissenschaftlichen

Fortschritts angepasst werden. Aus diesem Grund wurde

eine interdisziplinäre Expertenkommission konstitutiert, deren

Vorsitz Dr. Fiedler als Obmann der Bundesfachgruppe

Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Österreichischen

Erste Ausbildungszertifikate

vergeben

Die Kurie der angestellten Ärzte hat das Ausbildungszertifikat

eingeführt um jene Abteilungen, die eine gute

Ausbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen ermöglichen,

auszuzeichnen. Bisher haben neun Primarii

um die Verleihung angesucht. Da alle Voraussetzungen

erfüllt waren, wurde diesen Abteilungen das Zertifikat

vom 01.01.2014-31.12.2015 erteilt. Die offizielle Überreichung

wird am 06.05.2014 stattfinden.


Ärztekammer übernommen hat.

Die Expertenkommission „Mutter-

Kind-Pass“ soll in den kommenden

Monaten den Mutter-Kind-Pass im

Licht der wissenschaftlichen Evidenz

evaluieren und auf dieser Basis

Empfehlungen für gegebenenfalls

erforderliche Änderungen im Leistungsangebot

entwickeln. ■

Erfolgreiche

OÖ Ärzte-Umfrage

Im Zeitraum November bis Jänner wurden unsere LeserInnen

der OÖ Ärzte bezüglich Ihrer Meinung zu unserem

Magazin befragt. 469 Antwortbögen hat unsere Abteilung

erhalten – das sind um 145 mehr als 2012! Nicht nur die

zahlreichen Einsendungen, auch das Ergebnis ist mehr als

erfreulich. 345 Personen finden die Inhalte der OÖ Ärzte

sehr interessant (157 stimmen voll zu, 188 eher zu). Was die

Verständlichkeit und Klarheit der Informationsdarstellung

angeht, so stimmen 225 voll zu, 168 eher. Auch die umfassende

Präsentation der Inhalte und deren Hintergrundwissen

wurden sehr gut bewertet. Volle Zustimmung haben

wir von 156 Personen erhalten, 188 stimmen eher zu. Ein

klares Nein kristallisiert sich bei der Frage heraus, die OÖ

Ärzte von einer Druckausgabe auf eine Onlineversion umzustellen.

218 Personen sprachen sich voll dagegen aus.

Die Gewinner der drei MedAk-Gutscheine stehen ebenfalls

schon fest. Der Fortbildungsgutschein im Wert von € 700

geht an Dr. Veronika Praxmarer aus Vöcklabruck. Den € 300-

Fortbildungsgutschein erhält MR Dr. Gerhard Sonnenschein

aus Weyer und den Gutschein über € 200 Dr. Peter List

aus Öpping. Wir gratulieren! Den Gewinnern werden die

Gutscheine in den nächsten Tagen per Post übermittelt. ■

ELGA darf uns nicht behindern

In Oberösterreich standen und stehen wir zwar ELGA kritisch gegenüber, wir

haben aber auch immer den Nutzen gesehen, falls es tauglich umgesetzt wird.

Von einer solchen tauglichen Umsetzung sind wir aber meilenweit entfernt.

ELGA muss so beschaffen sein, dass

ihre Bedienung zu keiner Einschränkung

der medizinischen Tätigkeit führt. Aus

unserer Sicht sei das größte Problem die

„unzumutbar umständliche“ Suchfunktion.

Derzeit sei ELGA als eine Ansammlung

von isolierten PDF- und Bilddateien

konzipiert und hinke elektronischen Systemen

hinterher, die als Standard längst

einsetzbar seien. So wie das System jetzt

aufgesetzt ist, müsste ein Arzt, der nach

einem bestimmten Schlagwort – z.B.

Blutbild der letzten Krankenhausaufenthalte

– sucht, jeden dieser einzelnen

Befunde, Entlassungsbriefe etc. öffnen.

Diese Zeit hat ein keiner von uns. Wie

jeder von uns weiß, kommen im ärztlichen

Alltag immer wieder Situationen

vor, in denen eine medizinische Information

sofort, per Mausklick, gebraucht

wird. Hier geht es somit nicht nur

darum, dass die Abläufe umständlicher

und die Wartezeiten noch länger werden

könnten, sondern im Ernstfall auch

um die Patientensicherheit. Natürlich ist

auch ganz wichtig, dass die vermehrten

Kosten, die ELGA verursachen wird, den

Ärztinnen und Ärzten abgegolten wird.

Zwang ist der falsche Weg

Was mich besonders ärgert und auch

bedenklich stimmt, ist die Tatsache,

dass ich als Bürger gezwungen werde,

dabei zu sein. Sie werden sagen: wir sind

ja auch gezwungen Steuern zu zahlen

oder oft sind wir gezwungen in unserem

Beruf sinnlose Vorschriften einzuhalten.

Natürlich haben Sie da Recht, hier werden

aber ganz persönliche Daten von

jedem von uns der Gefahr ausgesetzt,

durch Missbrauch – denken Sie nur an

die NSA-Affäre – öffentlich zu werden.

Wenn sich die Betreiber von ELGA der

Sinnhaftigkeit ihres Produktes so sicher

sind wie sie sagen, dann wäre es konsequent,

ein OPT IN zuzulassen und das

OPT OUT durch große Hürden nicht

– vor allem für ältere Menschen – fast

unmöglich zu machen. Ich persönlich

bin zum Zeitpunkt, wo Sie dieses Editorial

lesen, bereits ausgestiegen.

Ausbildungszertifikat:

gute Ausbildung vor den Vorhang

Die OÖ Ärztekammer vergibt seit

3 Monaten ein Ausbildungszertifikat.

Voraussetzung ist bei der österreichweiten

Ausbildungsevaluation durch die

Turnusärzte eine Bewertung der Ausbildung

mit mindestens gut und besser

(es müssen mindesten 5 Kolleginnen

oder Kollegen bewertet haben) und die

Einhaltung genau definierter Strukturqualitätskriterien,

die für eine optimale

Ausbildung notwendig sind. Einige

Abteilungen – wird in der Mitteilung

der OÖ. Ärztekammer verlautbart –

haben dieses Zertifikat bereits erhalten.

In diesen Abteilungen möchte ich den

Kolleginnen und Kollegen danken, dass

sie sich so engagiert für die Ausbildung

einsetzen. Alle jene Abteilungen, die

ein solches Zertifikat besitzen, sind ein

Vorbild, an dem man sich messen kann.

Bedingt durch den Turnusärzte-Mangel

kann es natürlich auch sein, dass manche

Abteilung kaum zu einer Bewertung

von 5 Kollegen kommt. Für diese Fälle

werden wir uns noch eine Lösung überlegen.

Genauso wollen wir jene, die das

Zertifikat erhalten, in einem festlichen

Rahmen für ihr Engagement danken.

Patientenströme lenken

In einer Presseaussendung haben Dr.

Harald Mayer und Dr. Thomas Fiedler

Präsident Dr. Peter Niedermoser

gemeinsam festgehalten, dass es in Zukunft

notwendig ist die Patientenströme

zu kanalisieren. Aus Sicht von Dr. Mayer

ist es ganz klar, dass die Ambulanzen zu

häufig in Anspruch genommen werden,

verbunden mit der dadurch zunehmenden

Belastung der Kolleginnen und

Kollegen, die oft schon über das Erträgliche

hinausgeht. In Analogie gehen

auch die Belastungen im niedergelassenen

Bereich an die Grenze der eigenen

Arbeitskraft. Hier bedarf es einerseits

Lösungen durch die Politik zu finden,

andererseits aber auch das Bewusstsein

in der Bevölkerung zu stärken, dass

Gesundheitsleistungen nicht gratis sind

und alle im Gesundheitswesen gerne

und engagiert sich für die Patienten

einsetzen, aber wir auch das Recht

besitzen einen geregelten Alltag zu

haben. Hier bedarf es aber auch der

Ehrlichkeit der Politik, dem Menschen

zu sagen, dass bei weniger Mitteleinsatz

im Gesundheitswesen nicht mehr

und bessere Leistungen möglich sind,

sondern es schlussendlich Leistungsverminderungen

geben wird, um jene

Kolleginnen und Kollegen, die dieses

Manko bis jetzt mit vermehrten Arbeitseinsatz

ausgeglichen haben schlussendlich

nicht im Regen stehen zu lassen.

Denn das führt kurzfristig dazu, dass

viele am Ende ihrer Kräfte sein werden.

Wir werden mit aller Kraft an diesem

Problem arbeiten und die Verantwortung

der Politik einfordern. ■

Ihr Präsident Dr. Peter Niedermoser

Linz, im Jänner 2014

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