Blaulichtshow - bei Polizeifeste.de

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Blaulichtshow - bei Polizeifeste.de

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D

LIZEI

EIN ARTNER

P

Regionalgruppe

Steinburg-Dithmarschen

Gewerkschaft der Polizei

Terisa

Polizei-Bigband Schleswig - Holstein

Freitag, 02. November 2012

Elbeforum Brunsbuttel

:

Rudolfo

Reyes

Blaulichtshow


www.VDPolizei.de

POLIZEI –

02.11.2012,

20.00 Uhr

Elbeforum

Brunsbüttel

Gewerkschaft der Polizei

Regionalgruppe

Steinburg-Dithmarschen

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xxxx Söhnke Behrmann, Heide

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Gestaltung und Layout: Jana Kolfhaus

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DTP KUK & GmbH, Druck Düsseldorf GmbH & Co. KG, Düsseldorf

© 2012

Grußworte

Programm

Artikel

Danksagung

Blaulichtshow

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05/2012/103

VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBH

© 2011

Anzeigenverwaltung


Grußwort

So unterschiedlich die konkreten Tätigkeiten der einzelnen ,,Blaulichter“

auch sein mögen – Sie alle haben etwas ganz Wesentliches gemeinsam:

Sie leisten täglich einen Dienst an der Gemeinschaft, die

nicht nur Ihnen, sondern auch Ihren Familien viel abverlangt.

Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in Brunsbüttel – was mag da passiert sein?

Das klingt doch verdächtig nach einer Großschadenslage! Eine solche Konzentration

engagierter Helferinnen und Helfer ist jedenfalls eigentlich nur bei Großbränden, schweren

Unfällen oder Naturkatastrophen zu erleben. Weit gefehlt: Wer helfen kann, kann

auch feiern und im Brunsbütteler Elbeforum dreht sich am 02. November 2012 alles um

die Blaulichtshow.

So unterschiedlich die konkreten Tätigkeiten der einzelnen ,,Blaulichter“ auch sein mögen

– Sie alle haben etwas ganz Wesentliches gemeinsam: Sie leisten täglich einen Dienst an

der Gemeinschaft, die nicht nur Ihnen, sondern auch Ihren Familien viel abverlangt. Ihr

Engagement gilt dem Schutz und der Sicherheit von Leib und Leben, Hab und Gut Ihrer

Mitbürger; Sie sind bereit, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen, sind

bei Tag und Nacht in jeder Notsituation hilfsbereit zu Stelle, setzen manches Mal Ihre

Gesundheit aufs Spiel oder riskieren sogar Ihr Leben. Das verdient großen Respekt und

höchste Anerkennung.

Bei allem Einsatz ist es wichtig, ab und zu selber einmal Kraft zu tanken. Wie gut, dass

die Regionalgruppe Steinburg-Dithmarschen der GdP Landesbezirk Schleswig-Holstein

e. V. zu einer „Nachtschicht“ der ganz anderen Art eingeladen hat und Ihnen mit der

Blaulichtshow 2012 die Chance gibt, einmal selbst das Nachleben unbeschwert genießen

zu könne, das Sie im beruflichen Alltag Ihren Mitmenschen ermöglichen. Wir danken

der GdP herzlich für die Organisation dieses Festabends.

Wenn die Polizei-Big-Band des Landes Schleswig-Holstein ihren unverwechselbaren

Big-Band-Sound ertönen lässt, wenn Mario Reimer mit Udo, Heino und Karel prominente

Showgrößen mit nach Brunsbüttel bringt, wenn außerdem noch Varieté angesagt ist,

dann ist ein kurzweiliger, fröhlicher Abend Programm. Wir wünschen Ihnen allen beste

Unterhaltung und nutzen die Gelegenheit, Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich für Ihren

verantwortungs- und oft auch gefahrvollen Dienst an der Gemeinschaft herzlich danke

zu sagen.

Hans-Friedrich Tiemann

Kreispräsident

Dr. Jens Kullik

Landrat

Kreis Steinburg

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Grußwort

Die Polizei-Big-Band des Landes Schleswig-Holstein beweist mit

peppigen Sounds und mehreren Soloeinlagen, dass die Gastgeber

musikalisch mehr können als Tatü-Tata. Die Promi Puppet Show von

Mario Reimer strapaziert die Lachmuskeln aller Gäste, die Blaulicht

als durchaus entspannend erleben dürfen und können.

Geselliger Abend unter den Augen der Polizei

80 Jahre und kein bisschen leiser ist das original Horn, das zur original Blaulichtshow

gehört wie die Trillerpfeife zum Schiedsrichter. Als besonderes Signal für „bevorrechtigte

Wegebenutzer“ regelt das „Martin-Horn“ aus der Deutschen Signal-Instrumentenfabrik

die Vorfahrt. Das weiß jeder junge Verkehrsteilnehmer spätestens nach dem ersten Besuch

des Verkehrskaspers. Bei der Blaulichtshow, die Freitag, den 2. November 2012, 20 Uhr,

im Brunsbütteler Elbeforum stattfindet, muss niemand warten. Neben Feuerwehren,

Rettungskräften und Polizeien ist auch die interessierte Öffentlichkeit vorgeladen und

herzlich willkommen.

Wenn auch die Blaulichtshow der Gewerkschaft der Polizei Regionalgruppe Steinburg-

Dithmarschen als traditionelles Fest mit Sicherheit jüngeren Datums ist, genießt ihr Name

in einschlägigen Kreisen einen Ruf wie die geschützte Wortmarke „Martin-Horn“ aus

dem ISO-zertifizierten Unternehmen Max B. Martin. Blaulichtshow und Martin GmbH

stehen für Qualität.

Die Polizei-Big-Band des Landes Schleswig-Holstein beweist mit peppigen Sounds und

mehreren Soloeinlagen, dass die Gastgeber musikalisch mehr können als Tatü-Tata. Die

Promi Puppet Show von Mario Reimer strapaziert die Lachmuskeln aller Gäste, die Blaulicht

als durchaus entspannend erleben dürfen und können.

Statt eines Kriminal-Tangos rundet eine besondere Varieté-Show das Event im Elbeforum

ab. Was anschließend bleibt, sind schöne Eindrücke von einem geselligen Abend unter

den aufmerksamen Augen der Polizei.

Karsten Peters

Kreispräsident

Dr. Jörn Klimant

Landrat

Kreis Dithmarschen

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Grußwort

Als noch amtierender Leiter der Polizeidirektion

Itzehoe freue ich mich über

die erneute Ausrichtung der ,,Blaulichtshow“,

bietet sie doch Ihnen allen Gelegenheit,

losgelöst vom dienstlichen Arbeitsalltag

für die Bürgerinnen und Bürger

unserer Landkreise Steinburg und Dithmarschen

zusammenzukommen und

wahrlich unbelastet zu reden, zu genießen,

zu feiern...

Das langsam zu Ende gehende Jahr 2012

hat vielen von Ihnen erneut große und

kleinere Einsätze beschert, in denen Sie

gemeinsam oder – ganz nach der jeweiligen

Lage – im jeweiligen Aufgabenfeld

Ihre Blaulichter haben setzen müssen. Ich

denke dabei an die so genannten „alltäglichen

Einsätze“ wie Brände, Verkehrsunfälle

und sonstige Schadenslagen,

Die Gewerkschaft der Polizei bietet Ihnen

mit der Blaulichtshow 2012 eine

tolle Gelegenheit, auch mit vielen anderen

„24-7-Kräften“ diese „Garantenstellung“

gebührend zu feiern.

aber ebenso an die vielfältigen polizeilichen

Ermittlungslagen. Häufig geht es

aber auch darum, normale Festlichkeiten

wie z. B. die Glückstädter Matjeswochen,

das Itzehoer Weinfest oder die Albersdorfer

Pfingstfete für den feiernden Bürger

so gut als möglich zu gewährleisten.

Besonders ragt natürlich – wie jedes Jahr

– das Wacken Open Air-Festival heraus.

Es ist ein begeisterndes Beispiel für die

außerordentlich gute Zusammenarbeit

aller „Blaulichtorganisationen“. Übrigens

bundesweit zudem sogar beispielgebend

für ein professionelles Einvernehmen

mit der Ordnungsbehörde und

dem Veranstalter, wie uns von vielen Kollegen

aus dem Bundesgebiet und dem

benachbarten Ausland erst kürzlich wieder

bestätigt wurde...

All diese großen und kleinen Aufgaben in

unserer Gesellschaft gewährleisten Sie

durch Ihr Engagement, durch Ihren persönlichen

Einsatz, häufig auch zu Lasten

der eigenen Freizeit. Die Gewerkschaft der

Polizei bietet Ihnen mit der Blaulichtshow

2012 eine tolle Gelegenheit, auch mit vielen

anderen „24-7-Kräften“ diese „Garantenstellung“

gebührend zu feiern. Genießen

Sie den Abend und haben Sie schöne

Stunden...

Ich wünsche Ihnen allen Gesundheit und

Erfolg bei den sicherlich ebenso zahlreichen

künftigen Einsätzen!

Dieter Böckel

Leiter der Polizeidirektion Itzehoe

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Programm

Gewerkschaft der Polizei

Regionalgruppe

Steinburg-Dithmarschen

Programm

POLIZEI-BIGBAND

SCHLESWIG-HOLSTEIN

SORGT FÜR DEN MUSIKALISCHEN RAHMEN

MARIO REIMER

PROMI PUPPET SHOW

Wir wünschen allen Besuchern

des heutigen Festabends frohe

Stunden in beschwingter und

heiterer Atmosphäre.

RUDOLFO REYES &

TERISA

DIE FREIHEIT DER BALANCE UND

CIRCLES IN MOTION

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Programm

DES LANDES SCHLESWIG-HOLSTEIN

Den musikalischen Rahmen wird die Polizei-Bigband

des Landes Schleswig-Holstein gestalten.

Die Polizei-Bigband ist das musikalische Aushängeschild

der Landespolizei Schleswig-Holstein. In dieser

Formation spielen 18 angestellte Musiker und

vier musizierende Beamte vorwiegend bei Polizeiveranstaltungen.

Die Band repräsentiert darüber

hinaus die Landespolizei bei zahlreichen Benefizkonzerten

im Lande und tritt auch bei Privatveranstaltungen,

wie z. B. Jubiläen, Stadtfesten o. ä. auf.

Das Repertoire umfasst die komplette Bigbandliteratur,

bearbeitet in zeitgemäßen, modernen Arrangements.

Geleitet wird die Band von dem Saxofonisten Jiri

Halada, Kontaktaufnahme ist möglich unter der Tel.-

Nr. 0431/21070-84 oder -85.

POLIZEI-BIGBAND

RUDOLFO REYES & TERISA

DIE FREIHEIT DER BALANCE UND CIRCLES IN MOTION

Eine Varieté-Show wird das Event abrunden und den Gästen Spannung

und schöne Eindrücke verleihen.

Die Freiheit der Balance: Rodolfo Reyes – international gefeiert, mehrfach

ausgezeichnet, sensationell anzusehen, ein Programm das fasziniert,

sprachlos macht, begeistert. Es ist weniger das Risiko des Absturzes,

das den Betrachter fasziniert, als vielmehr die scheinbar völlige

Negation sämtlicher physikalischer Gesetze. Wie kann Bewegung

ruhen? Wo ist die Gravitation? Artistische Balance im Kopfstand,

Jonglage mit Händen und Füßen.

Die Faszination der Bewegung: Terisa. Staunend stehen wir vor der

Bewegung. Es tanzt. Es wirbelt. Immer mehr und mehr. Dennoch der

überwältigende Eindruck von Ruhe, von Konzentration. Hypnotisch.

MARIO REIMER

PROMI PUPPET SHOW

Die Promi Puppet Show von Mario Reimer

wird unsere Lachmuskeln strapazieren und

zu einem unvergessenen Erlebnis machen.

Mario Reimer, Bauchredner, Puppet-Entertainer,

Comedian, Moderator. Erleben Sie eine

moderne Show “aus dem Bauch heraus” mit

viel Comedy, Parodie und Esprit. Ausdrucksvolle

und verrückte Puppen (Udo Lindenberg,

Heino, Marylin, Karel Gott, Roberto Blanco,

Mandy von Malzahn), viel Wortwitz und einen

Schuss Esprit, machen diese grandiose

Bauchrednershow zu einem einmaligen Erlebnis.

Dies ist Entertainment des 21. Jahrhunderts.

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Polizei

LAUFBAHN

BEI DER POLIZEI

In der Festschrift zum 60-jährigen Bestehen der GdP im Jahr 2010 hat der Kollege

Lars Otterbach, zur Zeit PBR Heide, seinen Blick auf die Polizei dargestellt.

Diese Eindrücke sind sicherlich auch heute noch aktuell bzw. aktueller denn je,

deshalb sollen hier Auszüge aus diesem Artikel abgedruckt werden:

„Während meiner nunmehr 13-jährigen

Laufbahn bei der Polizei wurde ich immer wieder

durch lebens- und berufserfahrene Kollegen

mit dem Zitat „Das ist nicht mehr meine

Polizei!“ konfrontiert. Um die Hintergründe

zu beleuchten, will ich ein wenig Revue passieren

lassen:

1995 entschloss ich mich nach dem Abitur, aus

Überzeugung bei der Polizei mein Glück zu

versuchen. Dienst am und für den Bürger, krisensicherer

Job mit möglichen Aufstiegschancen

und das Gefühl, positiv auf die Sicherheit

im Land Einfluss nehmen zu können, waren meine

damaligen Beweggründe.“

Dann beschreibt Lars seine ersten Jahre bei

der Landespolizei in Hessen, bis er dann

2001 den Wechsel in sein Heimatland

Schleswig-Holstein vollzog. Sein dienstliches

Erleben in Schleswig-Holstein

schilderte

er folgendermaßen:

„2001 schaffte ich den

Sprung zurück nach

Schleswig-Holstein. Flensburg

war 110 Kilometer

von zu Hause (Dithmarschen)

entfernt. Für mich

also schon heimatnah.

Flensburg, gerade von

einer regionalen

Umstrukturierung betroffen,

wies ein für mich neues

Konzept auf. Während

das erste Revier personell

aufgestockt ausschließlich

für den ersten Angriff

tätig war, wurden parallel

dazu Polizeistationen

(an sozialen Brennpunkten)

eingerichtet. Diese

nahmen sich neben

Ermittlungsvorgängen

primär Prävention und

Bürgernähe an. Ein System, das sowohl bei den

Flensburgern als auch bei den Kolleginnen und

Kollegen weitestgehend auf positive Resonanz

stieß — bis heute! Wie es aber tatsächlich im

Land zwischen den Meeren aussah, sollte ich

erst später erfahren.

Es folgten Lehrgänge und Fortbildungen in der

PDAFB. Neben den Lehrinhalten dienen diese

„Treffen“ auch dem Erfahrungsaustausch. Hier

treffen Kolleginnen und Kollegen aus dem ganzen

Land, unabhängig ihrer Verwendung, des

Dienstgrades und der Arbeitsplatzbeschreibung

zusammen. Themen wie REKO III, Digitalfunk,

angedachte Zusammenlegung der Leitstellen,

gesteigerte (Auslands-) Einsätze der

(Einzeldienst-) Hundertschaften, Erweiterung

der Aufgabenbereiche bei gleichzeitiger Reduzierung

des Personals, Einschränkung der täglichen

Arbeit durch Zielvereinbarungen, Rückzug

aus der Fläche durch mögliche Schließungen

kleinerer Polizeistationen sowie Null-Runden

in der Bezahlung und die desolate Beförderungslage

zeigten eine deutliche Unsicherheit

innerhalb der Belegschaft. Berufsverdrossenheit?

2005 wurde ich unverhofft auf der Landesjugendkonferenz

der JUNGEN GRUPPE der GdP

zum stellvertretenden Landesjugendvorsitzenden

gewählt. Nun galt es, sich für die Belange

besonders der jungen Kolleginnen und Kollegen

einzusetzen. Im Herbst 2005 fand der Landesdelegiertentag

der GdP statt. Wir von der

JUNGEN GRUPPE der GdP hatten die Möglichkeit,

eine Fragerunde mit Kollegen der

ersten Stunde nach Beendigung des Zweiten

Weltkriegs zu führen. Eine bis dato einmalige

Gelegenheit, reflektiert zu bekommen, mit welchen

sozialen und mentalen Unwägbarkeiten

die damaligen Kollegen sich für das heute so

selbstverständlich hingenommene Sozialsystem

einsetzen mussten.

Unser Herr Ministerpräsident P. H. Carstensen

überzeugte mich mit seiner Rede und dem Ver-

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Polizei

sprechen, sich für uns einsetzen zu wollen und

weitere finanzielle Eingriffe bei den Polizeibeamtinnen

und -beamten nicht zulassen zu wollen.

Aber dieses Versprechen des „Landesvaters“

sollte bekanntermaßen schon wenige

Monate später gebrochen werden, was auch

bei mir zu einer schnellen Ernüchterung und

dem Verlust an Vertrauen in die Politik führte.

Des Weiteren stand Heiligendamm 2007 auf

unserer TOP-Liste. Eine eigens hierfür organisierte

Podiumsdiskussion mit Referenten aus

Politik, der Polizeiführung und dem „Gegenüber“

(attac) erhielt zwar wenig Resonanz aus

dem Kollegenkreis, zeigte dennoch (in Vergleich

zu Köln 1999) Folgendes: Eine gesteigerte

Gefahr durch das Gegenüber und den

möglichen Terror sowie mehr Transparenz

durch Aufklärung durch die Polizeiführung nahmen

die Unsicherheit und sensibilisierten für

das, was kommen sollte.

Insbesondere durch den Einsatz des Hauptpersonalrates

der Polizei sowie der GdP waren

Einsatzabwicklung, Betreuung und Logistik auf

ein Bestmögliches optimiert worden — wenn

auch nicht für alle gleichermaßen gerecht. Viele

Einheiten waren bis über die Grenzen ihrer

Belastung beansprucht worden. Exemplarisch

seien hierbei der DEMO Einsatz in Rostock und

54-Stunden-Dauer-Einsatz in der Kontrollstelle

genannt. Alle Kolleginnen und Kollegen zeigten

ein hohes Maß an Disziplin und Einsatzwillen.

Gerade erst zurückgekehrt hatte ich die Möglichkeit,

dem damaligen Innenminister Dr. Stegner

die gewonnen Erfahrungen vorzutragen

und stellte nicht ganz emotionslos Forderungen

zu Verbesserungen.

Im Juli 2007 hatten wir von der JUNGEN

GRUPPE der GdP in einem persönlichen

Gespräch mit dem Innenminister Dr. Stegner

die Möglichkeit, auf Missstände erneut hinzuweisen

und unsere Eindrücke von Aus- und Fortbildung

zu schildern. Die gewonnenen Aussagen

seinerseits waren, wie nicht anders zu

erwarten, unbefriedigend.

Kehre ich nun zu meinem einleitenden Zitat

„Das ist nicht mehr meine Polizei!“ zurück, stelle

ich Folgendes für mich fest: Genau wie die

Gesellschaft unterliegt auch die Polizei einem

stetigen Wandel. Wir leben schon lange nicht

mehr im stillen Gehorsam, sondern in Freiheit

und Demokratie — privat wie beruflich. Auch

die Polizei unterliegt somit einem ständigen

Generationswechsel und wird nie dieselbe wie

vor 60 Jahren sein.

Ein Wandel und möglicher Wunsch nach Veränderung

können nur dann Erfolg versprechen,

wenn sie aus einem selbst heraus wachsen und

von allen getragen werden. Würde ein jeder

aus Politik und Führung dies akzeptieren, ohne

ständig intervenieren zu wollen (Projekt „Polizei

2012“), würde man feststellen, wie sehr wir

noch alle aus Überzeugung unsere Arbeit auf

der Straße gerne und verdammt gut machen.“

Auch heute wieder steht die Polizei vor

Veränderungen. In allen Polizeidirektionen

befasst man sich mit der Struktur der

Landespolizei und versucht, Organisationsformen

zu finden, die es uns gestatten,

mit dem wenigen uns zur Verfügung

stehenden Personal immer mehr Aufgaben

zu bewältigen. Auch wenn die Politik

uns verspricht, dass es bei der Polizei keine

weiteren Personaleinsparungen gibt, kann

man nicht darüber hinweg sehen, dass die

Personaldecke bei der Polizei zu dünn ist.

Seit einigen Jahren werden Frauen bei der

Landespolizei beschäftigt, was der polizeilichen

Arbeit sicherlich gut getan hat.

Nur leider haben die Politiker, die diese

Entscheidung gefällt hatten, ein damals

gegebenes Versprechen nicht gehalten. Es

wurde damals zugesagt, dass genügend

Personal eingestellt werden würde, um

die durch Mutterschutz, Erziehungsurlaub,

Teilzeit pp. entstehenden Fehlzeiten

aufzufangen. In diesem Zusammenhang

entwickelte sich ein Konzept zur „Vereinbarkeit

von Familie und Beruf“, das wir

sehr begrüßen. Dieses Konzept ermöglicht

es Müttern und Vätern, Dienstzeitvereinbarungen

zu treffen oder Auszeiten zu

nehmen, um das beste Verhältnis zwischen

Arbeit und Familie für sich und ihre Angehörigen

herzustellen. Dadurch sind auch

Väter in Erziehungsurlaub gegangen oder

arbeiten Teilzeit.

Bei der Personalersatzplanung für das Jahr

2011 wurden offiziell 125 fehlende „Vollzeitäquivalenten“

festgestellt. Das heißt,

es fehlen 125 Personen für die vorhandene

Arbeit, weil Kolleginnen und Kollegen

von ihrem Recht Gebrauch machen, Mutterschutzzeiten,

Erziehungsurlaub pp. in

Anspruch zu nehmen.

Nun hat eine Arbeitsgruppe, die AG Stellenverteilung,

vom Landespolizeidirektor

den Auftrag erhalten, zu prüfen, wie die

Arbeitsbelastung, insbesondere die Nachtdienstbelastung,

im Lande verteilt ist. Die

Arbeitsgruppe hat festgestellt, dass es Polizeidirektionen

gibt, in denen die Kollegen

deutlich mehr belastet sind als in anderen

Direktionen. Anstatt aber nun die zugegebenermaßen

fehlenden 125 Stellen zu

besetzen und zu verteilen, geht man hin

und verstreut das vorhandene, eh schon

zu geringe Personal neu. Dazu werden

Planstellen aus Bereichen, in denen bis

dato gute Arbeit geleistet wurde, abgezogen

und in höher belastete Bereiche abgegeben.

Andere Bereiche, so u.a. bei der Prävention,

werden personell geschwächt

oder gar kleine Dienststellen geschlossen.

Das entlastet zwar die Kollegen in den

hoch belasteten Direktionen, führt aber zu

einer Mehrbelastung der Kollegen in den

abgebenden Direktionen. Und das,

obwohl es nach den Verlautbarungen aus

der Politik und den Umfragen in der

Bevölkerung zur Zufriedenheit mit der

Polizei niemals Hinweise gab, dass die

Kollegen in den weniger belasteten Bereichen

zu wenig arbeiten.

Als zwingende Folge dieser Berechnungen

der AG Stellenverteilung folgen, wenn

auch in einigen Bereichen bereits vorher

angeschoben, Überlegungen zu Organisationsänderungen,

um mit dem dann zur

Verfügung stehenden Personal weiterhin

gute Arbeit zu leisten. Das führt dazu, dass

kleinere Dienststellen aufgelöst bzw.

zusammengelegt werden sollen. Hier wird

dann wieder ein „politischer Spagat“ hingelegt,

indem gesagt wird: Es gibt keinen

Rückzug aus der Fläche, sondern eine

Konzentration in der Fläche!“

Als zusätzliche Belastung ist die Zunahme

von Kriminalität im und um das Internet

herum zu betrachten. Die Kriminellen sind

sachlich und personell meist erstklassig

ausgestattet. Dem gegenüber stehen

schlechte bis unzureichende technische

Ausstattung im Bereich der EDV sowie

heute schon unterbesetzte Dienststellen

zur Computeranalyse pp., die für die hinzu

kommenden Aufgaben keine Personalaufstockung

zu erwarten haben.

Da wir in der Polizeidirektion Itzehoe, also

in den Kreisen Steinburg und Dithmarschen,

durch dieses Ergebnis besonders

betroffen sind, wir sollen insgesamt 56

Planstellen (Beamtenstellen bei der

Schutz- und Kriminalpolizei sowie Tarifpersonal)

abgeben, hat die Regionalgruppe

Steinburg-Dithmarschen der GdP

Aktionen und Veranstaltungen geplant

und durchgeführt.

Im Dezember 2011 haben wir mit Info-

Ständen in Heide und Itzehoe die Bürgerinnen

und Bürger auf die anstehenden

Änderungen in der Polizei aufmerksam

gemacht. Schließungen oder Zusammenlegung

kleinerer Dienststellen und Perso-

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Polizei

nalabbau sowie die daraus zu erwartenden

Folgen für die Bürgerinnen und Bürger

wurden dargestellt.

In Zusammenarbeit mit der DPolG und

dem BDK hat die GdP, Regionalgruppe

Steinburg-Dithmarschen, am 20.01.2012

ein Informationsgespräch mit den aus den

Kreisen Steinburg und Dithmarschen

stammenden Mitgliedern der Regierungsfraktion

veranstaltet. Auch der Innenminister

ließ es sich nicht nehmen, an dieser

Veranstaltung teilzunehmen. In dieser Veranstaltung

haben wir die für die PD Itzehoe

zu erwartenden Auswirkungen der

Ergebnisse der AG Stellenverteilung dargelegt.

Leider war hier zwar viel Verständnis

bei den Gästen vorhanden, aber es wurde

schnell deutlich, dass die Ursache, nämlich

der Personalmangel, nicht beseitigt

werden wird und somit keine Alternativen

zur Planstellenumverteilung gesehen

wurden. Hier half auch der Hinweis des

GdP-Regionalgruppenvorsitzenden nicht,

dass ein Ausgleich der fehlenden „Vollzeitäquivalenzen“

(125 Stellen) die Umverteilung

der vorhandenen Planstellen beinahe

entbehrlich machen würde. Hierauf

wusste der damalige Innenminister Klaus

Schlie nur zu sagen: „Jetzt rechnen Sie ja

mit Vollzeitäquivalenzen, das haben wir

ja noch nie gemacht!“ Dem Vorsitzenden

fiel hierzu nur ein kurzer Satz ein: „Dann

wird es aber Zeit!“

Am 12.04.2012 veranstaltete die GdP

Regionalgruppe Steinburg-Dithmarschen,

wiederum in Zusammenarbeit mit DPolG

und BDK, im Colosseum in Wilster eine

Podiumsdiskussion. Hier sollten alle Spitzenkandidaten

der zum Wahlkampf antretenden

Parteien zu den Themen Personalmangel,

Stellenabbau, Dienststellenschließungen,

Stellenverschiebungen pp.

befragt werden und Stellung beziehen

können. Nicht alle Spitzenkandidaten

nahmen sich die Zeit für uns, schickten

jedoch wenigstens einen Vertreter. Somit

hatten wir als Gäste:

Klaus Schlie (CDU), Innenminister des

Landes Schleswig-Holstein

Wolfgang Kubicki, Fraktionsvorsitzender

der FDP in Schleswig-Holstein

Dr. Robert Habeck, Fraktionsvorsitzender

von Bündnis 90/Die Grünen

Stefan Bolln (SPD), Landtagskandidat

für den Kreis Steinburg

Wolfgang Dudda, Landtagskandidat

der Piratenpartei

Lars Harms, Parlamentarischer

Geschäftsführer des SSW

Uli Schippels, Parlamentarischer

Geschäftsführer Die Linke

Während dieser Veranstaltung bekräftigten

viele Kollegen, aber auch Bürgermeister

und Bürger aus ländlichen Gemeinden,

ihre Befürchtungen um die Entwicklung

der Inneren Sicherheit, wenn kleinere

Dienststellen aufgelöst bzw. zusammengelegt

werden. Es wird von den Kollegen

als fehlende Wertschätzung ihrer Arbeit

gesehen, wenn plötzlich gesagt wird,

„Eure Dienststellen sind nicht mehr zeitgemäß,

die Arbeit kann auch zentral erledigt

werden“.

Nun haben wir eine neue Landesregierung.

Die Wahlprogramme der Gewinner

unterscheiden sich in einigen Bereichen

von dem Koalitionsvertrag. Bleibt für uns

zu hoffen, dass die neue Regierung den

„Wert“ der Inneren Sicherheit und der

Polizei erkennt bzw. anerkennt und

berücksichtigt, dass wir, das sind alle Polizeibeschäftigten,

bereits mehrfach unseren

Beitrag zu Einsparungen geleistet haben.

Das Ende der Fahnenstange ist erreicht.

Die Polizei braucht Ruhe und Sicherheit

von Seiten der Politik, aber auch ausreichend

Personal, um Ruhe und Sicherheit

für die Bürgerinnen und Bürger unseres

Landes zu gewährleisten.

Für die GdP Regionalgruppe Steinburg-

Dithmarschen: Wilfried Rutschmann,

Vorsitzender und Sönke Behrmann,

stellv. Vorsitzender

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Polizei

Jochen Schwarck

Bericht von der Podiumsdiskussion zum Thema

„INNERE SICHERHEIT –

in Steinburg und Dithmarschen noch gewährleistet?“

WILSTER In einem waren sich alle einig: „Die Innere Sicherheit ist gewährleistet.“ Die Frage ist allerdings: Wie lange

noch? Die Polizei in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg macht sich Sorgen um die Zukunft. Über ihr schwebt

das Damoklesschwert eines Stellenabbaus von 56 Beamten, die allerdings nicht entlassen, sondern in andere Polizeidirektionen

– zum Beispiel in den Kreis Pinneberg – „verschoben“ werden sollen.

Darum ging es in einer gut besuchten Podiumsdiskussion, die im Colosseum Wilster veranstaltet wurde und mit

hochkarätiger politischer Prominenz besetzt war.

Diskussionsrunde über die Innere Sicherheit (von links): Innenminister Klaus Schlie (CDU),Wolfgang Dudda (Piratenpartei), Andreas Kropius

(GdP),Wolfgang Kubicki (FDP), Moderator Carsten Rauterberg, Dr. Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Torsten Gronau

(DPolG), Heinz-Werner Jezewski (Die Linke), Stefan Nietz (BDK) und Stefan Bolln (SPD). (Foto Jochen Schwarck)

Im Namen der Veranstalter – der

Gewerkschaft der Polizei, der Deutschen

Polizei-Gewerkschaft und des Bundes

Deutscher Kriminalbeamter – eröffnete

GdP-Kreisgruppenvorsitzender Wilfried

Rutschmann die Diskussion, zu der er

neben Beschäftigten der Polizei aus beiden

Landkreisen auch Kollegen aus anderen

Kreisen sowie interessierte Bürger begrüßte.

Dazu gehörten insbesondere Bürgermeister

jener Landgemeinden, deren Polizeistationen

auf der „Streichliste“ einer

Expertenkommission der Landespolizei

stehen – so wie Beidenfleth, St. Margarethen,

Brokstedt, Wrist, Wacken, Hohenaspe

und Nordhastedt.

Innenminister Klaus Schlie (CDU) sprach

von veränderten Polizeistrukturen, mit

denen die Sicherheit „durch Konzentration

in der Fläche“ gewährleistet werden

solle. Den Verlust von 56 Planstellen

bezeichnete dagegen der Landtagskandidat

der Piratenpartei, Wolfgang Dudda,

als nicht vertretbar. „Die Polizei läuft

schon jetzt personell und finanziell auf

dem Zahnfleisch“, wetterte er. FDP-Spitzenkandidat

Wolfgang Kubicki stellte

nachdrücklich fest, dass die Umstrukturierung

der Landespolizei keine politische

Entscheidung, sondern eine polizeiinterne

Maßnahme sei. Eine Lanze für den Fortbestand

der Inneren Sicherheit brachen

auch Grünen-Spitzenkandidat Dr. Robert

Habeck sowie der Landesvorsitzende der

Deutschen Polizei-Gewerkschaft, Torsten

Gronau. Dennoch warnte er: „Die Polizei

arbeitet schon beim jetzigen Personalbestand

am Limit.“ In der vorgesehenen

Umschichtung von Planstellen in andere

Kreise befürchtet Gronau „den Anfang

vom Ende des ländlichen Polizeidienstes“.

Als Landesvorsitzender des Bundes Deutscher

Kriminalbeamter hob Stefan Nietz

die gute Polizeiarbeit im Lande hervor.

Der Stellenabbau in Steinburg und Dithmarschen

könnte diese Qualität gefährden

und dazu führen, dass nur noch der Mangel

verwaltet und Prävention nur noch mit

Gummigeschossen geführt werde. „Wie

sollen denn hier noch Polizeiaufgaben

erfüllt werden, wenn die 56 Stellen abgezogen

werden?“, fragte Nietz. Sein Kollege

Andreas Kropius von der GdP meinte

kurz, die Innere Sicherheit sei zwar

gewährleistet, aber nicht mehr auf dem

bisherigen Niveau. Mehr Ressourcen in

die Innere Sicherheit zu stecken, forderte

10


Polizei

Heinz-Werner Jezewski von den Linken.

Er frage sich, ob die Polizei weiterhin

Schwertransporte begleiten und Fußballspiele

schützen müsse. Innenminister

Schlie wies diese Kritik zurück. Es sei eben

eine gesetzliche Aufgabe der Polizei, im

öffentlichen Raum für Sicherheit zusorgen;

dazu gehören auch Schwertransporte und

Fußballstadien. SPD-Landtagskandidat

Stefan Bolln sah es als gesellschaftlichen

Kraftakt an, Maßnahmen zu treffen, damit

das Sicherheitsgefühl der Bürger wachse.

Dieses Sicherheitsgefühl sah Innenminister

Schlie nicht bedroht: „Bei der Polizei

wird nicht gespart und keine einzige Stelle

gestrichen.“ Im Gegenteil – bei den Teilzeitkräften

werden sogar 20 bis 25 Prozent

mehr Stunden bereit gestellt, um diese

Stellen auf Vollzeitstellen auszuweiten.

Auch die Beförderungsquote werde mit

zirka 650pro Jahr konstant bleiben, sagte

der Minister zu. Er räumte aber auch ein:

„Klar ist, dass wir insgesamt zu wenig

Polizisten haben.“ Wenn man aber am

Konsolidierungskurs festhalten wolle und

müsse, gäbe es keinen Spielraum für mehr

Planstellen. Robert Habeck bezifferte „die

strategische Lücke“ beim Personalbestand

der Polizei mit 160 Planstellen, die man

bei der augenblicklichen Haushaltslage

auch nicht werde schließen können. Wolfgang

Kubicki fügte hinzu, dass die Polizei

der einzige Bereich sei, der von jeglichen

Personaleinsparungen ausgeklammert sei.

Für Gewerkschafter Torsten Gronau

brachte die Diskussion „viel Nebel und

wenig Greifbares“. „Was die Polizei an

Veränderungen durchgemacht hat, geht

auf keine Kuhhaut.“ Er bedauerte, dass es

den Dorfschutzmann, „der seine Schweine

am Gang erkennt“, bald nicht mehr

geben werde. Die dezentrale Polizeiorganisation

habe sich bewährt und sei es wert,

erhalten zu werden. Dagegen sah Robert

Habeck in der Konzentration von ländlichen

Polizeistationen keinen Verlust an

Polizeipräsenz. Der Zusammenschluss,

das habe er in seinem Heimatdorf erlebt,

führe sogar zu mehr Polizeipräsenz und

dazu, dass die Beamten „jetzt ihre Schweine

auch mit dem Streifenwagen verfolgen

könnten“.

In der Diskussion sprach Nordhastedts

Bürgermeister Jürgen Hinz die Befürchtung

aus, dass mit dem Abzug des Dorfpolizisten

Personen- und Ortskenntnisse

verloren gingen. Innenminister Schlie

erkannte zwar die Argumentation des Bürgermeisters

an, aber die objektiven Kriterien

der Landespolizei ließen eine Konzentration

sinnvoll erscheinen. „Sie ist

sicherheitspolitisch notwendig!“ Wackens

Bürgermeister Axel Kunkel ist besorgt,

dass die dreimännige Polizeistation seiner

Gemeinde aufgelöst werden soll. Darüber

– so Minister Schlie – sei das letzte Wort

noch nicht gesprochen. Er sagte eine offene

und transparente Diskussion dieser Frage

zu, könne sich aber eine Zusammenlegung

der Station Wacken mit der Polizeistation

in Schenefeld vorstellen. St. Margarethens

„Dorfsheriff“ Dieter Broda ist von der

angestrebten Strukurveränderung persönlich

betroffen. „Ich bin 24 Stunden am Tag

Schutzmann und für die Bürger da“, sagte

Broda. Sein Diensttelefon sei sogar auf sein

privates Handy umgeleitet, so dass er

jederzeit erreichbar sei. Dieser unmittelbare

Kontakt gehe verloren. Er kritisierte,

dass seit Jahren immer weniger Personal

eingestellt werde, als Kollegen in den

Ruhestand treten. Dem widersprach der

Innenminister: Es werde immer die gleiche

Zahl neu eingestellt, wie drei Jahre später

in den Ruhestand treten. Den Rückzug der

Polizei aus der Fläche bezeichnete

Wewelsfleths Bürgermeister Ingo Karstens

als Fehler. Er wandte sich damit gegen die

Auflösung der benachbarten Polizeistation

in Beidenfleth, die auch für seine

Gemeinde zuständig ist. „Warum werden

jetzt Beamte versetzt, obwohl die Innere

Sicherheit gerade noch gewährleistet ist?“,

wunderte sich Ingo Karstens. Als Gegenargument

führte Schlie den Bevölkerungsrückgang

in der Fläche an, dem man mit

veränderten Polizeistrukturen begegnen

müsse. Damit werde sich die Sicherheit

für die Bürger sogar verbessern, weil die

polizeiliche Arbeit für den ländlichen

Raum effektiver werde. Der Polizeibeamte

Ingo Paaschen aus Brunsbüttel erhielt den

Beifall des Saales: „Wir brauchen mehr

Personal und müssen als erstes die strategische

Lücke schließen!“

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pressto gmbh, Köln

Betrug

HILFSBEREITE

TRICKBETRÜGER

Sie erschleichen sich das Vertrauen ihrer Opfer

Es tauchen immer neue Varianten von Trickbetrug auf. Zwei besonders perfide

Maschen: Russischsprachige Migranten erhalten Schockanrufe in ihrer Muttersprache.

In anderen Fällen stehlen die Täter ihren Opfern beim Einkaufen

unbemerkt den Hausschlüssel. Als angeblich hilfsbereite Mitbürger sprechen

sie die Opfer dann vor deren Haustür an und sagen, dass der Hausschlüssel

im Supermarkt abgegeben worden sei. Während der Bestohlene dorthin

zurückgeht, um den Schlüssel zu holen, rauben die Täter die Wohnung aus.

Die Schockanrufe wenden sich an eine

kleine Gruppe von Opfern, berichtet Martin

Ploch, Sachbearbeiter bei der Zentraldirektion

63 der Hamburger Polizei. Mit

ihnen werden gezielt russisch sprechende

Menschen ins Visier genommen: „Diese

Personen werden in ihrer Muttersprache

angerufen. Dann wird erzählt, ein Verwandter

von ihnen, ein Sohn oder eine

Tochter, habe einen Verkehrsunfall verursacht,

bei dem der vermeintliche Unfallgeschädigte

zwar ernsthaft, aber nicht

lebensbedrohlich verletzt worden sei. Es

wird mit einer Anzeige gegen den Angehörigen

und mit dessen Inhaftierung

gedroht. Dabei ist bei einigen Telefonaten

im Hintergrund eine jammernde Person

als vermeintlich betroffener Angehöriger

zu hören gewesen.“ Die Opfer sollen eine

litauische Handynummer anrufen, unter

der sich ein angeblicher Polizeibeamter

meldet und den im ersten Telefonat

geschilderten Sachverhalt bestätigt. Zur

Vermeidung der Inhaftierung soll die Zahlung

der Entschädigung möglichst sofort

an einen „zufällig“ in der Nähe befindlichen

Verwandten des vermeintlichen

Unfallopfers oder einen angeblichen Polizeibeamten

erfolgen.

Die Opfer werden eine Zeitlang mit unsinnigen

Beschäftigungen wie Niederschreiben

eines vom Anrufer diktierten Kautionsantrags

oder Notieren von Geldschein-Nummern

am Telefon gehalten:

„Das kann bis zu einer Stunde dauern, je

nachdem, wie lange die Abholer brauchen,

um dort vor Ort zu erscheinen“, weiß Martin

Ploch. Dann wird unten auf der Straße

das Geld übergeben: „Die Opfer gehen

dafür nicht zur Bank. Sie haben das Geld

meistens zu Hause deponiert.“ Erst nach

Beendigung des Telefonats und der Geldübergabe

kommen den Opfern Bedenken

und sie fragen bei den echten Angehörigen

nach.

Der vermeintlich ehrliche

Informant

Eine Bande von vier Trickdieben hat die

Polizei in Köln-Deutz unlängst fassen können.

Sie hatten ihren Opfern – meist älteren

Menschen – beim Einkauf unbemerkt die

Wohnungsschlüssel gestohlen. Anschließend

folgten sie ihnen nach Hause und

gaben vor, dass sie den Schlüssel gefunden

und im Supermarkt abgegeben hätten. Die

Senioren machten sich dankbar zurück

Richtung Supermarkt auf und erfuhren

dort, dass gar kein Schlüssel gefunden

worden sei. Währenddessen nutzten die

Trickdiebe die Zeit, öffneten die Haustür

mit dem Wohnungsschlüssel und stahlen

dort Geld und Schmuck. In einem Drogeriemarkt

in Köln-Deutz flog der Schwindel

schließlich auf. Einem Ladendetektiv fielen

vier Personen auf. Er beobachtete, wie

einer 83-jährigen Seniorin der Schlüssel

aus der Jackentasche gestohlen wurde. Die

21-jährige Täterin hatte eine Jacke über

ihren Arm gelegt. Ein Mittäter schirmte

sie mit seinem Körper ab. Die Diebin griff

von der Jacke verdeckt mit einer Hand in

die Tasche der Seniorin und entwendete

den Schlüsselbund. Zwei Mittäter beobachteten

die Straße vor dem Geschäft. Die

Polizei, die das Quartett wenige Minuten

nach dem Anruf des Ladendetektivs festnahm,

fand im Auto der Diebe nicht nur

die Schlüssel der 83-Jährigen, sondern

noch einen weiteren Schlüsselbund. Scheiterten

die Diebe in diesem Fall, so waren

sie oder andere wenige Tage zuvor in

Köln-Buchforst erfolgreich. Hier wurde

eine 76-Jährige auf dem Rückweg vom

Einkauf von einem jungen Mann angesprochen,

der ihr sagte, sie habe in einem

Geschäft ihr Schlüsselbund verloren. Es

sei gefunden worden und sie könne es dort

abholen. Nachdem die Frau vergeblich im

Supermarkt nachgefragt hatte, kehrte sie

zu ihrer Wohnung zurück. Dort hatten die

Diebe dann bereits ihr Bargeld und ihren

Schmuck entwendet.

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Danksagung

VIELEN

www.VDPolizei.de

DANK!

Liebe Inserenten!

Mit der Beteiligung in der Festschrift anlässlich unserer Blaulichtshow

haben Sie uns sehr geholfen. Wir danken Ihnen dafür sehr

herzlich!

Liebe Leser!

Alle Inserate dieser Festschrift verdienen Ihre Aufmerksamkeit.

Bitte berücksichtigen Sie diese Unternehmen bevorzugt bei Ihrer

nächsten Disposition.

Ihre

Gewerkschaft der Polizei

Regionalgruppe Steinburg-Dithmarschen

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