Learning from Detroit - ZeitOrte

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Learning from Detroit - ZeitOrte

Donnerstag, 27. Juni 2013, 19:00 Uhr

„Rasende Ruinen“ – Was kann Wolfsburg von Detroit lernen?

Lesung und Gespräch mit Katja Kullmann und Martina Heßler

Ort: Antoniensaal Schloss Wolfsburg, Schloßstr. 8, 38440 Wolfsburg

Im Rahmen des Begleitprogramms der Ausstellung „Learning from Detroit“ wird die Autorin Katja Kullmann

nach Wolfsburg kommen und ihre 2012 im Suhrkamp Verlag erschienene Reisereportage „Rasende Ruinen.

Wie Detroit sich neu erfindet“ vorstellen. Begleitet wird die Buchvorstellung von einem Beitrag von Martina

Heßler, die seit 2010 Professorin für Neuere Sozial-, Wirtschafts- und Technikgeschichte in Hamburg ist.

Einer ihrer Forschungsschwerpunkte ist die vergleichende Analyse von „Autostädten“. Im Anschluss daran

moderieren Justin Hoffmann (Kunstverein Wolfsburg) und Günter Riederer (IZS) ein Gespräch, das sich den

Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Stadtentwicklung in Detroit und Wolfsburg widmet.

Sonntag, 11. August 2013, 15.00 Uhr

Gartenfreu(n)de in Wolfsburg und Detroit

Vorträge und Gespräch zur Kleingartenbewegung und zu Urban Gardening

Ort: Kleingärtnerverein Fallersleben Ost e.V., Dresdener Str. 18a, 38442 Wolfsburg

Ganz „gartennah“ im Vereinsheim, bei schönem Wetter im Außenbereich, des Kleingärtnervereins beginnt

der Nachmittag mit zwei Impulsreferaten zur Entwicklung der deutschen Kleingartenbewegung und des Urban

Gardening in Detroit. Anschließend werden die beiden Referenten und zwei örtliche Vertreter der jeweiligen

Gartenbewegungen für eine Gesprächsrunde mit dem Publikum zur Verfügung stehen. Mit anschließender

Gartenparty.

Gäste: Johann B. Walz – Entwicklung der deutschen Kleingartenbewegung, Andreas Main – Urban Gardening/

Farming in Detroit, Tim Fahse – Gartenprojekt „Die Plantage – Raum zum Wachsen“ in Hattorf, Friedrich

Grünberg – Kleingärtnerverein Fallersleben Ost e.V.

Moderation: Anne Kersten

Freitag, 16. August bis Sonntag, 25. August

Ausstellung: Wolfsburg-Detroit Research

Eröffnung: Donnerstag, 15. August, 18:00 Uhr

Ort: Raum für Freunde, Kunstverein Wolfsburg, Schloss Wolfsburg, Schloßstr. 8, 38440 Wolfsburg

Lokale Liaison – Kunstvermittlung im Kunstverein Wolfsburg & Geschichtswerkstatt des IZS

„Lokale Liaison“ schafft Beziehungen zwischen den Themen und künstlerischen Arbeiten der Ausstellungen

im Kunstverein Wolfsburg und verschiedenen AkteurInnen vor Ort. Ausgehend von der Ausstellung „Learning

from Detroit“ forschen Auszubildende verschiedener Wolfsburger Betriebe und SchülerInnen der Eichendorffschule,

der Hoffmann-von-Fallersleben-Realschule sowie der Berufsbildenden Schulen I zur Entwicklung der

Autoindustrie und ihrem Zusammenhang mit der Stadtentwicklung. Künstlerische Beispiele der Umnutzung

brachliegender Stadtlandschaften, betriebliche Partizipation und Entscheidungsstrukturen, die Rolle der Gewerkschaften,

die Idee der Community, die Musikszene Wolfsburgs und Detroits werden in Gesprächen,

künstlerischen Kartierungen und kleinen Events untersucht. Die Forschungsergebnisse werden in Form von

Plakaten, Playlists, Installationen, Collagen und Performance-Lectures präsentiert.

Freitag, 7. Juni 2013, 22.00 Uhr

FIFTYFIFTY presents – House Music ON –

Ort: Rizz Club Wolfsburg, Heinrich-Nordhoff-Str. 71, 38440 Wolfsburg

Das Label FIFTYFIFTY präsentiert ein Detroit-Special mit: Robin Drimalski (Watergate), Platino&Zato (FIFTY-

FIFTY / Ametist Records), Sergio De Flaviis (FIFTYFIFTY), Rene Schneider (Mission Rakete), Marc Schlicht

(Mission Rakete), Marco Supernak (FIFTYFIFTY), SOULFOUL Brothers (Waveline)

Veranstalter

Learning from Detroit

Anlässlich des 75. Jubiläums der Stadt Wolfsburg laden der Kunstverein Wolfsburg, das Institut für Zeitgeschichte

und Stadtpräsentation (IZS) und FILTER DETROIT zur Ausstellungseröffnung „Learning from Detroit“ ein.

Mit verschiedenen Themenbereichen und Veranstaltungsformaten beleuchtet das Gemeinschaftsprojekt Entwicklung,

Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Autostädte Detroit und Wolfsburg außerhalb der

eigentlichen Autoproduktion.

Unterstützt von

Lions Club Wolfsburg


Freitag, 24. Mai bis Sonntag, 25. August

Mittwoch, 5. Juni 2013, 19:00 Uhr

Donnerstag, 13. Juni, 19:00 Uhr

Ausstellung: Learning from Detroit

Eröffnung: Donnerstag, 23. Mai, 19:00 Uhr

Ort: Kunstverein Wolfsburg, Schloss Wolfsburg, Schloßstr. 8, 38448 Wolfsburg

Begrüßung: Bürgermeisterin Elke Braun

Grußwort: Generalkonsulin Inmi Kim Patterson, Amerikanisches Generalkonsulat Hamburg

Projektübersicht: Justin Hoffmann, Kunstverein Wolfsburg und Anita Placenti-Grau, IZS

Ausstellungseinführung: Kerstin Niemann, FILTER DETROIT

anschließend: „Spoken Word Poetry Performance“ der Detroiter Künstlerin jessica Care moore

ab 20.30 Uhr: Mike Huckaby, DJ, Produzent, Sounddesigner und Dozent aus Detroit wird in einer DJ-Lecture

über die Entwicklung von Detroit Techno, den Einfluss der Stadt auf die Musik und die Künstler sprechen und

dazu Platten auflegen, die den Sound der Stadt weltweit bekannt gemacht haben.

Motown oder Wie ein Fließbandarbeiter der Automobilindustrie den Soul erfand

DJ-Talk

Ort: CITY GALLERY, Alvar-Aalto-Kulturhaus, Porschestr. 51, 38440 Wolfsburg

Ein Plattenauflegen mit Gespräch zwischen Thorsten Skowronski (Sauna-Klub) und Justin Hoffmann (Kunstverein

Wolfsburg)

Der Fabrikarbeiter Berry Gordy hatte bereits sein Talent als Songschreiber und Musikproduzent erkannt, als

er 1959 in Detroit sein eigenes Independent Label gründete. Er nannte es nicht Motor City, sondern Motown,

weil ihn das Gemeinschaftsgefühl der Bewohner Detroits mehr an eine Kleinstadt als an eine Großstadt

erinnerte. Motown ist mit Diana Ross & The Supremes, Stevie Wonder oder Michael Jackson eine einzige

Erfolgsgeschichte. Es war auch das erste Label mit Black Music, das in großem Maße von weißen Amerikanern

gehört wurde.

Städte im laufenden Bild – Kommunale Werbe- und Imagefilme im Vergleich

Screening und Gespräch

Ort: Antoniensaal Schloss Wolfsburg, Schloßstr. 8, 38440 Wolfsburg

In den 1950er und 1960er Jahren erfuhren Stadtwerbefilme einen enormen Aufschwung. In der Zeit des

Wirtschaftswunders ließen sich viele aufstrebende Städte die Herstellung eines Imagefilms etwas kosten.

Die Veranstaltung wirft mit jeweils einem Film aus Wolfsburg und Detroit einen vergleichenden Blick auf

das Phänomen der filmischen Repräsentation von Kommunen. Darüber hinaus sollen am Beispiel des im Jahr

2011 entstandenen „Wolfsburg – die Stadt“ aktuelle Fragen des Stadtmarketing mittels Filmen diskutiert

werden.

Gezeigt werden: Wolfsburg – Stadt im Aufbau (1958), Detroit: City on the Move (1965), Wolfsburg – die

Stadt (2011)

Als Diskutanten nehmen teil: Katrin Minner, Historikerin (Münster), Peter Stettner, Leiter des Kulturarchivs

der Hochschule Hannover, Ali Altschaffel, Wolfsburger Filmemacher und Fotograf

Moderation: Anita Placenti-Grau, Leiterin des IZS, Günter Riederer, IZS

Gruppenausstellung mit Arbeiten von: Mira Burack und Kate Daughdrill, jessica Care moore, Susan Goethel

Campbell, Tyree Guyton (The Heidelberg Project), Scott Hocking, Steve Hughes, I. T. U. mit Danielle Aubert und

Maia Asshaq, Karin Jobst, Chido Johnson, Living Archive FILTER DETROIT (Fieke van Berkom, Cordula Ditz, Nina

Könnemann), Gilda Snowden, Submerge: featuring Underground Resistance, Corine Vermeulen

Wolfsburg und Detroit sind als sogenannte „Motowns“ oder „Autostädte“ bedeutende Produktionsorte der

Automobilindustrie. Entsprechend sind ihre Einwohner von der wirtschaftlichen Entwicklung dieses Industriezweigs

in vieler Hinsicht abhängig. Die momentane wirtschaftliche Situation beider Standorte zeigt zwei

unter schiedliche Ausgänge der städtischen Entwicklung und verschiedene Ansätze im Umgang mit wirtschaftlichen

Wendepunkten. Im Vergleich zu Wolfsburg, welches seine Krisenphasen durch eine Umstrukturierung

des Volkswagen-Konzerns sowie eine urbanistische Neukonzeption weitgehend überwunden hat, bewältigt das

US-amerikanische Detroit seinen wirtschaftlichen Abstieg auf ganz andere Weise: Die Einwohner nehmen die

Krisenbewältigung größtenteils selbst in die Hand.

So sind in Detroit „Urban Gardening“ und „Urban Farming“ weit verbreitet. Viele Bewohner nutzen die Freiflächen,

leer stehenden Häuser und Fabrikgebäude um ihre Selbstversorgung abzusichern oder diese künstlerisch zu gestalten,

mit ihnen zu experimentieren. Die wachsende Zahl dieser oftmals nachbarschaftlichen Projekte, der „Community

Art Projects“, gleicht dem Aufbau eines neuen wirtschaftlichen Produktionszweiges in dem die Einwohner der

Stadt die Parameter ihrer Lebensqualität selbst bestimmen und mit künstlerischen Mitteln gestalten.

Die Gruppenausstellung „Learning from Detroit“ ermöglicht einen momentanen Einblick in die künstlerische und

kulturelle Bewegung der Stadt. Dabei werden nicht nur alt eingesessene und neu hinzugezogene, sowie kurze

Zeit in Detroit arbeitende Künstler und -gruppen vorgestellt, sondern auch Entwicklungsprozesse kultureller Zusammenarbeit

mit Nicht-Künstlern. Im Kunstverein Wolfsburg im Schloss Wolfsburg und in der CITY GALLERY

im Alvar-Aalto-Kulturhaus werden insgesamt 12 künstlerische Positionen vorgestellt. Die Bandbreite reicht von

Malerei, Fotografie, Installation, Skulptur bis zu Aktionskunst. „Learning from Detroit“ entstand in Zusammenarbeit

mit FILTER, einer Plattform internationaler zeitgenössischer Kunst.

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