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Viral – Kampagnen im Netz

Kerstin Boller

Moderne Kampagnen setzen auf die Möglichkeiten des Web 2.0, denn eine Botschaft

und ein Aufruf zur Beteiligung lässt sich hierüber leicht verbreiten. Social

Media bietet hier zahlreiche Möglichkeiten für Non-Profit-Organisationen. Vom

aufwändigen Facebook-Spiel bis zur kostenlosen Kampagnen-Plattform gibt es

verschiedene Angebote.

Dass die Mehrheit der Deutschen, vor

allem die jungen unter ihnen, regelmäßig

online ist, über private Internetanschlüsse

verfügt und immer häufiger auch

mobiles Internet nutzt, muss kaum noch

hervorgehoben werden. Sicher ist, dass

dem sozialen Aspekt bei der Streuung von

Inhalten im Internet eine besondere Rolle

zukommt. Deshalb stellt sich weniger die

Frage, ob man das Internet für die Verbreitung

einer Kampagne nutzt, sondern wie

soziale Medien dabei eingebunden werden

können. Offline-Aktivitäten sollen hierbei

nicht ersetzt sondern lohnend ergänzt werden.

Wichtig ist es, crossmedial zu denken

und zu arbeiten, verschiedene Kanäle sowie

On- und Offline zu verknüpfen. Gleichzeitig

sollten die Aktivitäten auf jene Tools beschränkt

werden, die man beherrscht und

die man im Rahmen der verfügbaren Ressourcen

bedienen kann.

Grob lassen sich Image-, Aufklärungs- und

Mobilisierungskampagnen unterscheiden.

Vielfältig sind auch die Ziele, die im Rahmen

einer Kampagne über soziale Medien-Aktivitäten

erreicht werden können.

Dazu zählen Infoarbeit, Mobilisierung von

Akteuren, Anregung zur Beteiligung und

zum Dialog, Lobbyarbeit, Fundraising,

Eventkommunikation und die Erhöhung

der Reichweite und damit auch der Aufmerksamkeit

– möglichst viral. Der Vorteil

ist, dass sich neben dem Einrichten einer

Facebook- oder Google+-Seite eine Reihe

an Möglichkeiten bietet, die den Zielen

der Kampagne und den verfügbaren Ressourcen

entsprechend ausgewählt werden

kann.

Kanäle und Tools für Kampagnen

in sozialen Netzwerken

Videos: Filme zur Kampagne werden

nicht nur auf der Webseite veröffentlicht,

sondern auch bei YouTube und Facebook

hochgeladen. Neben Pressemitteilungen

und Newslettern bieten sich auch Postings

in sozialen Netzwerken an, um das nähere

Umfeld und die Community darüber zu

informieren. Um die Viralität zu steigern,

wird der Film bei relevanten Bloggern und

Akteuren (Politiker, andere Facebook-Seiten,

Mitstreiter) platziert.

Live-Stream: Gibt es eine besondere Aktion,

wie zum Beispiel beim Spendenlauf

Oxfam Trailwalker, empfiehlt sich eine Live-

Berichterstattung über das Internet, um die

Zuschauer möglichst direkt und ungefiltert

am Event teilhaben zu lassen. Hier bieten

sich Anknüpfungspunkte, um mit ihnen ins

Gespräch zu kommen, über die Kampagne

zu informieren und zu Aktionen aufzurufen.

Facebook: Die eigene Webseite lässt sich

so gestalten, dass Nutzende mit Facebook-

Account sehen, welche Freunde virtuell mit

der Kampagne verbunden sind, gespendet

oder an einer Aktion teilgenommen haben.

Wem das aus Gründen des Datenschutzes

zu gewagt ist, kann Social Plugins (Share

Buttons, Follow Buttons u.A.) installieren,

die sich datenschutzkonform gestalten lassen.

Serious Games: Spiele

wie Farmville oder

Sims Social werden in

sozialen Netzwerken

von Millionen Usern

zur Unterhaltung genutzt.

Trotz aller Kritik

sind diese Spiele,

die mit der Einbindung

anderer Spieler/Freunde

(Social

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