Wupper II - Kunstwanderungen

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Wupper II - Kunstwanderungen

BL 14

Wupper II

Marienheide – Klaswipper – Wipperfürth – Hückeswagen

Streckenwanderung

5 Stunden und 00 Minuten reine Wanderzeit

H’wagen

M’heide

Bus 336

Mo-Fr 8.10, 9.44,auch abends, Sa 8.23, 9.31,auch abends, So 9.18, 10.29,auch abends

Mo-Fr 8.40, 10.14,auch abends, Sa 8.56, 10.03,auch abends, So 9.49, 11.00,auch abends

Wir gehen in Marienheide vom Busbahnhof geradeaus zur Innenstadt und

bald darauf auf der Durchfahrtsstraße links.

4 Minuten später wandern wir in die Kirche von

Marienheide.

Ein Einsiedler Henricus wird 1417 als „ …unser lieben Frauen Knecht auf der

Mergenhey de“ … erwähnt. Marienheide gehört zu jener Zeit zur Grafschaft Mark. Die

Waffengewalt zwischen den Brüdern Adolf und Gerhard von Kleve bringt Marienheide

schließlich unter die Herrschaft Gerhards, der den Dominikaner Leonardus de Florentia

1420 heißt, dort ein Kloster zu errichten. Das wird schließlich – nun wieder unter Adolf

von Kleve, der jetzt Herzog ist – erbaut und besteht bis 1803. Metall-, Maschinen- und

Elektroindustrie machen heute den Haupterwerb Marienheides aus.

*

**** St. Mariä Heimsuchung. Die dreischiffige kreuzförmige

Hallenkirche entstammt dem 15. Jh. geprägt, das auf mächtigen

Rundpfeilern ruht.

Das Chorhaus. Die Decke ist mit einem Distelrankenwerk der

Spätgotik geschmückt. – Am Chorbogen: Maskenkapitelle. –

Der Hauptaltar mit Akanthusrankenwerk der Zeit um 1700

von oben nach unten: Muttergottes; Himmelfahrt Mariens, von

Hyazinth (links) und Petrus (der Apostel im Gewand des Dominikaners

Petrus Martyr) flankiert; Dreifaltigkeitsbild mit Dominikus

(links) und Thomas von Aquin.


Spätgotisches Chorgestühl des 16. Jhs., in barocker Fassung.

Die figürlichen Schnitzereien des linken Gestühls, außen vorne:

Martin und Muttergottes, unter Cäcilia und Dorothea; an dieser

Stirnkante: Prophet, unter einer weiblichen Heiligen; hinten

innen: Margaretha und eine Heilige, unter einem Bischof neben

Dominikus; an dieser Stirnkante: Agnes, unter einem Propheten;

außen hinten: Sebastian und Nicasius.


Linker Querschiffarm. Frontwandaltar des 18. Jhs. mit der Figur

des Salvators, unter der Figur des Dominikus.

Rechter Querschiffarm. Frontwandaltar des 18. Jhs. mit der

Skulptur der Muttergottes, dem Gnadenbild des 15. Jhs.; darüber:

Überreichung des Rosenkranzes an Dominikus.

Linkes Seitenschiff. Beichtstuhl, 1762. – Taufbecken von 1609.

Rechtes Seitenschiff. Beichtstuhl von 1762.

Das Mittelschiff. Am Chorbogen: Kanzel des 18. Jhs. mit dem

Guten Hirten auf dem Schalldeckel. – Das letzte Joch ist unter

der Decke mit Distelranken spätgotisch bemalt. – An der

Rückwand: Christophorus-Wandgemälde, um 1500.

uns rechts, wandern auf der Brücke über die Wipper und halten uns nun immer

links – später hinter Häusern auf einem Steg über die Wipper. Links fließt

die Wipper.

9 Minuten später wandern wir auf der gekrümmten Landstraße rechts.

3 Minuten später wandern wir über die Querstraße und sofort rechts auf den

einstigen Bahndamm. Rechts fließt die Wipper.

8 Minuten später wandern wir an nur schwer sichtbarer Gabelung rechts auf

einem Pfad bergab und linksversetzt über die Straße auf „Seehaus-Straße“.

25 Minuten später wandern wir in den Weideflächen bei linker Wipper-Furt

durch die Zaunöffnung und folgen weiter der Rhombe.

8 Minuten später wandern wir am Ende links erbauter Hallen links auf einem

Steg über den Kanal, auf der Querstraße rechts, kurz darauf links und folgen

der Rhombe.

70 Min.

12 Minuten später wechseln wir auf der Straße das Ufer und gehen auf dem

Radweg wieder nächst der Wupper.

12 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts nach „Klaswipper“

und halten uns links.

6 Minuten später wandern wir in die Kirche von 111 Min.


Klaswipper,

*** Ev. Kirche. Der klassizistische Bruchsteinbau, ein Saal mit

vorgesetztem viergeschossigen Westturm und großen Rundbogenfenstern,

wurde 1837 nach dem Normalplan Karl Friedrich

Schinkels errichtet.

Das Innere ist seit dem Jahr 1900 mit einer Kassettendecke

geschlossen und besitzt einen Altar-Kanzel-Aufbau sowie umlaufende

Emporen, seit 1964 marmorierend bemalt.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf gekommenem Weg zurück.

5 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts auf den Radweg nächst

der Wipper.


8 Minuten später wandern wir hinter Haus „Wupperstraße 12“ links und

halten uns rechts.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche von 186 Min.

Wipperfürth.

Die Hansestadt Wipperfürth entsteht im 11. Jahrhundert an der Kreuzung des Heerwegs

Köln-Westfalen mit der Eisenstraße Siegerland-Solingen. Die erste urkundliche Erwähnung

rührt aus dem Jahre 1131. Im Mittelalter steht die Krakenburg über der Stadt.

1217 erhält Wipperfürth Stadtrecht und ist somit die älteste Stadt im Herzogturm Berg.

Im 13. und 14. Jh. ist die Stadt bedeutender Marktort und Handelsplatz, sogar Mitg lied

der Hanse. 1795 verheert ein Brand die gesamte Bausubstanz mit Ausnahme der Pfarrkirche.

*

**** Historisches O rtsbild aus verschieferten Fachwerkhäusern

macht die Stadt zu einem Bergischen Museum.

**** St. Nikolaus. Die dreischiffige Basilika entstammt dem

12. Jh. 1230 wurden die Nebenchöre ausgebaut und das Mittelschiff

gewölbt. Der Turm wurde 1875 erneuert.

Das Innere erzielt Wirkung durch den schlichten Übergangsstils

von der Romanik zur Gotik.

Die Glasgemälde in den Apsiden sind von Paul Weigmann, 20.

Jh.


Am Chor. Glasgemälde des Engelbert. – Die Säulen am Chor

sind aus dem Sinter der römischen Wasserleitung gestaltet.

Linkes Seitenschiff. Apsis: Taufstein, 14. Jh. – An der Wand: 1.

Beichtstuhl;


Rechtes Seitenschiff: 1. Chorgestühl, mittelalterlich; 2. Heinrich,

neugotisches Glasgemälde; 3. Anna, um 1430; 4. Kalkstein-Altaraufsatz,

um 1630: Jüngstes Gericht, zwischen Nikolaus

und Agatha (oben), Abendmahl, zwischen Muttergottes

und Petrus (mitte), Taufe Jesu (links) und Antonius Eremit (unten).

Das Mittelschiff. Linke Pfeiler: 1. Petrus, um 1900, und Nikolaus,

um 1710; 2. Antonius, neugotisch; 3. Apollonia. – Rechte

Pfeiler: 1. Paulus, um 1900, und Agatha, um 1710; 2. Josef; 3.

Die Turmhalle: Thronende Muttergottes, um 1400, im 18. Jh.

gefasst


Neugotische Bank mit Schnitzereien: Christus und die zwölf

Apostel.

Wir gehen aus dem rechten Ausgang der Kirche hinaus, rechtsversetzt über

die Quergasse und auf der Ortsdurchfahrtsstraße rechts.

3 Minuten später wandern wir links auf die „Marktstraße“ in Gegenrichtung

und kurz darauf an der Kreuzung hinter Haus 13 rechts bergauf.

2 Minuten später wandern wir in die Kirche

*** St. Antonius von Padua. Das Gotteshaus wurde 1674 für

die hier ansässigen Franziskaner erbaut.

Das Chorhaus. Im Hochaltar von 1720 befindet sich oben das

Bild des Gregor von Nazians (1910), flankiert von Maria und

Johannes Baptist; an Stelle des ehemaligen Altarbildes: Kruzifixus.

Das Langhaus. Linke Wand: 1. Kanzel, barock; 2. Franziskus,

19. Jh.; 3. Johannes Nepomuk, 1727; 4. Cäcilia, 18. Jh. – Rechte

Wand: 1. Justina, 18. Jh.; 2. Antonius, 19. Jh.; 3. Barbara, 18.

Jh.; – Hinten: 1. Pietà, barock; 2. Antonius, 19. Jh.

Wir gehen aus der Kirche hinaus und auf gekommenem Weg zurück.

2 Minuten später wandern wir links von der Sparkasse in die Gasse, rechtsversetzt

über die Querstraße, linksversetzt über die Quergasse, vorbei am Haupteingang

der Kirche und halten uns links auf gekommenem Weg zurück.

3 Minuten später wandern wir auf der Querstraße links und bleiben nun immer

au f dem Radweg nächst der Wupper.


Wupper, auf dem Querweg vor der Mauer rechts, an der Gabelung links und

nun nächst der Mauer entlang der Landstraße.

3 Minuten später wandern wir im Kreisverkehr zur „Altstadt“.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung rechts und sofort links auf die

Fußgängerzone „Islandstraße“, auf der wir bleiben in

276 Min.

Hückeswagen.

Die Stadt wird erstmalig erwähnt im Jahre 1085 als Hukengeswage. Funde belegen

allerdings, dass das Gebiet schon in der Jungesteinzeit besiedelt war. Vom 9. bis 12.

Jahrhundert ist Eisenverhüttung nachweisbar. Das Grafengeschlecht der Hukinger

taucht im 12. Jahrhundert auf. Ihre Besitztümer gehen allerdings 1260 an die Herren

von Berg. Um 1350 wird Hückeswagen Bergisches Amt. Nach Veräußerungen wegen

Geldmangels und Leidtragung im 30jährigen Krieg geht der Ort 1675 an Pfalzgraf

Wilhelm. Im 18. Jahrhundert machen der Siebenjährige Krieg und Feuersbrünste den

Einwohnern zu schaffen. 1808 kommt Hückeswagen an den Kreis Lennep, wird 1859

Stadt, kommt 1932 in den Rhein-Wupper-Kreis und gehört heute zum Oberbergischen

Kreis.

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***** Historisches O rtsbild aus verschieferten Fachwerkhäusern

macht die Stadt zu einem einzigen Bergischen Museum.

2 Minuten später wandern wir an der Kreuzung links auf „Kölner Straße“.

3 Minuten später wandern wir zur

*** Johanniskirche der ev.-lutherischen Gemeinde, von 1837.


Wir kehren um und halten Richtung.

2 Minuten später wandern wir in die evangelische

*** Pauluskirche, von 1786. Die Ausstattung ist einheitlich

klassizistisch aus der Zeit um 1830: Umlaufende Emporen sowie

Altar-Kanzel-Orgel-Prospekt.


Wir gehen aus der Kirche hinaus, auf der Querstraße links und entlang dem

*** Schloss. Die im Kern mittelalterliche Anlage besteht aus

Der einst eingeschossige Saal im Ostflügel ist wieder in zwei

Stockwerke unterteilt.

2 Minuten später wandern wir durchs Portal der aufgelassenen Kirche ins

*** Heimatmuseum (So 10-12, Mi 15-17 Uhr).

Wir gehen aus dem Museum hinaus und halten uns links zunächst durch die

** Anlage mit Bergischem Gartenhaus, dann entlang der Schlossmauer.

2 Minuten später wandern wir an der Gabelung mit Laterne unter der Pauluskirche

rechts, auf dem Querweg rechts und halten uns rechts.

3 Minuten später wandern wir zu Bushaltestelle. 300 Min.

Marienheide – Klaswipper – Wipperfürth – Hückeswagen

Wupper II

BL 14

Ende

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