Protokoll vom 12.09.2013

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Protokoll vom 12.09.2013

Ergebnisprotokoll „Runder Tisch in der Kindertagespflege“ am

02.09.2013

Anwesend:

Frau Berg, Frau Brünninghaus, Frau Dittrich, Frau Eck, Frau Gneisinger, Frau Günes-

Uyanik, Frau Klose, Frau Maier, Frau Michalke, Frau Minor, Frau Stolte, Frau Zouaoui,

Frau Hahn

1. Begrüßung durch Frau Hahn (Landesjugendamt)

2. Information und Austausch:

Termine in 2014:

06.03.2014

26.06.2014

04.09.2014

11.12.2014

Frau Hahn informiert über die Arbeitstagung zur Kindertagespflege in Münster des

Deutschen Vereins.

Die wesentlichen Inhalte waren:

1. Ein- und Ausblicke der Forschung zur aktuellen Situation in der

Kindertagespflege –Dr. Gabriel Schoyerer DJI, München

2. Vorstellung der neuen kompetenzorientierten Qualifizierung für

Kindertagespflegpersonen des DJI. durch Frau Lucia Schuhegger DJI, München

3. Kindertagespflege im Kontext der Umsetzung des Rechtsanspruches – Frau

Vierheller Rechtsanwältin und Referentin im Bereich Kindertagespflege, Usingen

4. Vernetzung der Kindertagespflege und Kindertageseinrichtungen in der Praxis –

Angelika Främke, Geschäftsführerin Spielraum- Projekt Vereinbarkeit gGmbH,

Hamburg

5. Anstellung von Kindertagespflegepersonen – Frau Schumacher ESF Regiestelle

Aktionsprogramm Kindertagespflege, Berlin

6. Fachpolitische Forderungen zur Herstellung von Gleichrangigkeit – Frau Dr.

Gerszonowicz, Bundesverband Kindertagespflege, Berlin

Frau Eck bittet um Informationen wie die einzelnen Finanzierungsmodaltäten in

den anderen Kommunen sind (Krankheits- und Urlaubsregelungen, Höhe der

Geldleistung…). Sie erstellt eine Exceltabelle, die dann über das Landesjugendamt

allen zugesandt wird. Die Ergebnisse stellt Frau Eck dann zusammen und Allen zur

Verfügung.

In Anbetracht einer eventuellen weiteren KiBiz Revision wünschen sich die

Teilnehmerinnen einen Termin, um das zusammen zu tragen, was aus Sicht der

regionalen AKs in eine Revision aufgenommen werden sollte. Hierzu wurde der

erste Termin in 2014 (06.03.) ausgewählt.


Frau Michalke informiert über ein Gutachten des DIJuF, in dem es unter anderem

um die Gleichwertigkeit von Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, das

Wunsch- und Wahlrecht der Eltern und den Inhalt der Pflegeerlaubnis im Hinblick

auf die Anzahl der betreuten Kinder, sowie die Anzahl der Betreuungsverträge, die

Tagespflegepersonen in Großtagespflege abschließen können, geht. Das

Gutachten ist zu finden in: „Das Jugendamt“ 07-08/2013, Seite390-393. Der

Auszug ist an das vorliegende Protokoll als PDF angefügt.

Frau Klose berichtet über den Entzug einer PE in Köln. Sie stellt ein Muster für

einen solchen Bescheid zur Verfügung.

Es wurde ein großer Bedarf an Fortbildung zum Thema Öffentlichkeitsarbeit

geäußert.

2014 gibt es drei Fortbildungsmodule zum Thema Öffentlichkeitsarbeit im

Landesjugendamt Rheinland:

Tag 1 (10 Uhr bis 17 Uhr) 19.02.2014

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kompakt

Grundzüge der Öffentlichkeitsarbeit (Grafik „4 Säulen der Öffentlichkeitsarbeit“)

Die andere Seite des Schreibtisches: So denken und arbeiten Journalisten

Pressetexte schreiben: knapp und wirkungsvoll

Hilfe, ich werde interviewt: Umgang mit Journalisten und Vorbereitung auf

Gespräche

Tag 2 (10 bis 17 Uhr) 19.03.2014

Öffentlich wirken: überzeugen, planen und gestalten

Ich wirke durch meine Person: Stimme, Haltung, Positionen

Image aufbauen: Themen, Texte und Aktionen

Öffentliche Wirkung strategisch planen

Tag 3 (10 bis 17 Uhr)07.05.2014

Fachöffentlichkeit: moderieren für „Einsteiger“:

Fachtage:

So bereiten Sie sich auf Themen und Menschen vor (Referenten und Publikum)

So behalten Sie die Fäden in der Hand (Inhalt, Pausen, Organisation)

Wirkungsvoller Einstieg, entspannter Schluss

Die Themenliste für die zukünftig zu bearbeitenden Themen wurde gemeinsam

aktualisiert:

1. Vertretung

2. Standards Fachberatung

3. Finanzierung

4. Standards Qualifizierung


Arbeitsgruppen Standards Großtagespflegestellen:

Gelingende Strukturen für die Zusammenarbeit

- Transparenz und die Schaffung einer Vertrauensebene unter den

Tagespflegepersonen

- Teamarbeit auf Augenhöhe

- Eine der Tagespflegepersonen sollte mindestens zwei Jahre Erfahrung in der

Tagespflege haben, die begleitende Fachberatung soll unterstützend wirken,

hier gilt es eine Hierarchiebildung zu verhindern

- Ein kaufmännisches Verständnis sollte vorhanden sein oder erworben werden

(Existenzgründungsseminare)

- Gemeinsame Planung und Entwicklung von pädagogischen Kriterien (z.B.

vertragliche und pädagogische Zuordnung der Kinder)

Finanzierung

- Kommunale Zuschüsse zur Miete und Ausstattung in Form einer Pauschale

(nur Belegung von Kindern aus eigener Kommune?) oder der Erhöhung der

Sachkosten / Kind (auch Kinder aus anderen Kommunen)

- Bei Anstellung der Tagespflegepersonen soll leistungsgerechte Bezahlung

erfolgen angelehnt an TVöD S2 Stufe 2

Beratungsprozess

- Vorabberatung

- Spezielle rechtliche Bedingungen der Großtagespflegstelle

- Räumliche Voraussetzungen:

Größe, Ausstattung, Eignung

Einbeziehung der sonst noch zuständigen Behörden: Bauordnungsbehörde,

Gesundheitsamt, Feuerwehr

- Absprachen und Information der Vermieter

- Finanzielle Überlegungen

- Empfehlung Existenzgründerseminar

- Zusammenarbeit mit dem Amt für Wirtschaftsförderung

- Team- und Einzelberatung (Findung und Begleitung)

- Beratung bei der Erstellung des pädagogischen Konzepts

Fortbildung

- Spezielle Fortbildungen für Großtagespflegestellen entwickeln und anbieten

- Bestimmte Anzahl von Fortbildungen sollen verpflichtend sein

- Vernetzungstreffen (Input, aktuelle Themen, Infos, Austausch)

- Team Supervision

Elternarbeit

- Ausführliche Information der Eltern

- Elternbegleitete Eingewöhnung

- Erziehungspartnerschaft leben


- Elterngespräche sollen außerhalb des Betreuungssettings stattfinden (Ruhe,

Zeit, angenehme Atmosphäre, gute Vorbereitung)

- Qualifizierung der Tagespflegepersonen in Kommunikation, Gesprächsführung,

Konfliktbewältigung….

- Elternabende und Feste

Hygiene

- Einbeziehung der jeweils zuständigen Gesundheits- und Veterinärämter

- Bei der Verwertung von Lebensmitteln oder bei einer Versorgung mit Essen,

sind die Vorgaben der Lebensmittelhygiene zu beachten.

Infektionsschutz

- Grundsätzlich empfiehlt sich für Tagespflegepersonen eine Belehrung gem. §§

33 bis 35 Infektionsschutzgesetz (IFSG) durch die Jugendämter

- In der Qualifizierung der Tagespflegepersonen sollte der Infektionsschutz

thematisiert werden.

- Für alle Tagespflegepersonen, die eigenverantwortlich Lebensmittel

verarbeiten, empfiehlt sich außerdem eine Belehrung nach §§ 42 und 43 IFSG.

- Inwiefern es Auflagen für die Kindertagespflege in anderen geeigneten

Räumen durch das Veterinäramtes gibt, sollte mit den zuständigen Behörden

vor Ort geklärt werden.

Nächster Termin ist am 04.12.2013. Schwerpunkt ist das Thema Vertretung.

Gez. Petra Hahn

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