Rotkreuz ahoi! - Österreichisches Rotes Kreuz

roteskreuz.at

Rotkreuz ahoi! - Österreichisches Rotes Kreuz

Das rote kreuz

Nr. 2f/August 2011

P.b.b., Verlagspostamt 1040 Wien, GZ 02Z031122 M

Coverfoto: Daniela Klemencic; Japanisches Rotes Kreuz

Rotkreuz ahoi!

SICHER & SORGENFREI: BETREUTES REISEN MIT DEM ROTEN KREUZ

INNPOWER Die große Bundesübung zum Katastrophenschutz

HILFE FÜR JAPAN „Wir starten neu durch“ GESUNDHEIT Die kühlsten

Hitze-Tipps für den Sommer PFLEGE Notwendige Reformschritte

VORARLBERG Leben retten ist kinderleicht


Inhalt

ImpressuM

Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichisches Rotes Kreuz

(ÖRK Einkauf und Service GmbH), Wiedner Hauptstraße 32, 1041 Wien.

ZVR-Zahl: 432857691. Verlagsort: Wien. Geschäftsführung: Dkfm. Dr. Wolfgang

Kopetzky, Dr. Werner Kerschbaum. Unternehmensgegenstand: humanitäre Aufgaben

im Sinne der Vereinssatzungen. Die Zeitung „Das Rote Kreuz“ ist offizielles

Organ des Österreichischen Roten Kreuzes unter Mitarbeit der Landesverbände

und informiert Mitglieder, Gönner, Mitarbeiter und Rotkreuz-Interessierte über

Aktivitäten, Neuerungen, Ereignisse und Hintergründe des Roten Kreuzes.

Gesamtleitung: Mag. Michael Opriesnig. Chefredaktion: Mag. Gabriela Hartig,

Telefon: 01/589 00-350, Telefax: DW 159, E-Mail: gabriela.hartig@roteskreuz.at.

Homepage: www.roteskreuz.at. Schlussredaktion: Mag. Michael Achleitner.

Fotos: Österreichisches Rotes Kreuz, ÖRK/LV Vorarlberg. Für die Landesverbände:

Mag. Tobias Mindler (B), Mag. Melanie Reiter (K), Mag. Sonja Kellner, Andreas

Zenker (NÖ), Stefan Neubauer (OÖ), August Bäck, Valentin Krause (Stmk.), Mag.

Janine Gozzi, Dir. Roland Gozzi (V), Christian Listopad (W).

Produktion: Wortbild Medienproduktion, Wien, Tel.: 01/523 69 49. Grafische

Gestaltung: Mag. Ute Jicha. Lektorat: Mag. Florian Praxmarer, Mag. Sabine

Wawerda. Druck/Herstellung: Leykam Druck GmbH & Co KG, Bickfordstraße 21,

7201 Neudörfl. Gedruckt auf umweltfreundlichem Papier.

Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf die gleichzeitige Verwendung

weib licher und männlicher Per sonenbegriffe (Mitarbeiter, Mit arbeiterin bzw.

MitarbeiterIn) verzichtet und die männliche Nominalform angeführt. Gemeint

und angesprochen sind natürlich

immer beide Geschlechter

Rotkreuz-

Servicestelle

Erhalten Sie „DAS ROTE

KREUZ“ mehrfach?

Rufen Sie einfach unsere

Service-Nummer an:

05522/770 00-9050

E-Mail:

rkcard@v.roteskreuz.at

(siehe auch ÖRK-Satzungen

§ 23).

INNPOWER 2011

Mehr als 1500

Rotkreuz-Mitarbeiter

trainierten in Ried

für den Ernstfall.

SEITE 6

HITZE-TIPPS

Temperaturen über 30 Grad

machen vielen Menschen zu

schaffen. Kleine Tricks helfen,

den Sommer zu genießen.

SEITE 12

VORARLBERG

Die „Support Unit

Austria“ ermöglicht die

Kommunikation bei

Katastrophenhilfseinsätzen.

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Alle Modelle sind führerscheinfrei, zulassungsfrei und

ohne Mopedprüfung auf allen öffentl. Straßen zu benützen!

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FREIWILLIGE DES JAHRES

Meine selbst gewählte Aufgabe bestärkt und

erfüllt mich. Ich bekomme unheimlich viel

von den Menschen, die ich begleite, zurück. Auch

meine Familie gewinnt durch die Freiwilligkeit. Wir

pflegen heute einen ganz offenen Umgang mit

dem Thema Sterben und Tod.“

EVA DINNEWITZER wurde in einer gemeinsamen

Aktion von Rotem Kreuz und der „Kronen Zeitung“

zur „Freiwilligen des Jahres“ gekürt. Sie begleitet

unheilbar kranke Menschen im Salzburger Helga

Treichl Hospiz.

August 2011 i DasRoteKreuz 3


Vorarlberg

Leben retten ist kinderleicht

Das 10. Bundesjugendlager fand 2011 in Dornbirn statt.

Wenn sich mehrere Hundert

Jugendliche aus

ganz Österreich an

einem Juniwochenende in einer

Zeltlagerstadt in Dornbirn treffen,

dann hat das Bundesjugendlager

der Jugendgruppen im Roten

Kreuz begonnen. Ziel des Lagers,

das alle zwei Jahre in einem anderen

Bundesland stattfindet,

ist es, den Teilnehmern den Rotkreuz-Gedanken

näherzubringen

Der direkte Draht

zum Landesverband

Vorarlberg

Für Anfragen und Auskünfte stehen

wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Telefon

05522/770 00-0

Fax

05522/770 00-9009

Krankentransport

05522/201-2500

online

www.roteskreuz.at/vorarlberg

und Kontakte zu

Gleich gesinnten

aus ganz Österreich

zu vermitteln.

„Wenn lebensrettende Themen

mit Spaß verknüpft werden,

lernen die Jugendlichen Erste Hilfe

spielend leicht“, weiß Rotkreuz-

Präsident Siegi Gasser.

Künftige Ersthelfer

Während des Wochenendes wurde

ein Erste-Hilfe-Bewerb in Theorie

und Praxis für verschiedene

Altersstufen durchgeführt und

dabei der Erste-Hilfe-Bundesmeister

gekürt. Die einzelnen Jugendgruppen

trainierten wochenlang

im Vorfeld. „Leben zu retten ist

keine Frage des Alters, ich bin

stolz auf unsere Rotkreuz-Jugend“,

so der Rotkreuz-Präsident.

Bei den Bewerben galt es, einen

kühlen Kopf zu bewahren und in

der jeweiligen Situation die richtigen

Erste-Hilfe-Maßnahmen zu

ergreifen. Dabei wurde nicht nur

die Einzelleistung beurteilt, sondern

besonders das Zusammenspiel

in der Gruppe. Denn das

Funktionieren der Rettungskette

an einem Unfallort

hängt wesentlich

davon

ab, dass die anwesenden

Ersthelfer gut zusammenarbeiten.

Abseits des Lagers

Wenn nicht trainiert wurde, waren

die Jugendlichen auf Exkursionen,

z. B. in der Rappenlochschlucht,

in der Inatura oder im

Dunant-Museum in der Schweiz.

Zwischendurch gab es auch Workshops,

die ihren Schwerpunkt besonders

auf das freiwillige Engagement

legten.

Da in der Rotkreuz-Jugendarbeit

der Funfaktor ein fixer Bestandteil

ist, durften gesellige

Abende mit Disco oder ein Singwettbewerb

mit dem Titel „Lagermania“

in der Zeltlagerstadt

nicht fehlen. Bei der Siegerehrung

konnten die Jugendlichen das Adrenalin,

das sich bei den Bewerben

angesammelt hatte, wieder

loswerden und die Großveranstaltung

mit einem eigenen Fest zu

einem gebührenden Abschluss

bringen.

n

8

DasRoteKreuz i August 2011


Vorarlberg

Karrieresprung

Harald Sonderegger

wird Gemeindeverbandspräsident.

Mag. Harald Sonderegger, langjähriger Vizepräsident

des Österreichischen Roten Kreuzes, Landesverband

Vorarlberg, wurde zum Präsidenten des

Vorarlberger Gemeindeverbandes gewählt. Aus diesem

Anlass gratulierte RK-Präsident Dipl.-Vw. Siegfried

Gasser seinem Vorstandskollegen Bgm. Mag. Harald

Sonderegger im Kreise der Vizepräsidenten und der

Geschäftsleitung zum Karrieresprung. Gleichzeitig

sprach Präsident Gasser die Bitte aus, dass Gemeindeverbandspräsident

Sonderegger auch künftig dem Roten

Kreuz in seiner Funktion erhalten bleiben möge. n

Mag. Harald Sonderegger (2. von rechts)

Neuer Notarzt

Dr. Ernst Eichinger führt künftig die

Sekundär-Notarzteinsätze im Roten

Kreuz Vorarlberg durch.

Nach vielen Jahren

als Notarzt und

Anästhesist in der

Steiermark hat Dr. Ernst

Eichinger seinen Lebensmittelpunkt

nun nach Vorarlberg verlegt. Wir konnten

den erfahrenen Mediziner dafür gewinnen, künftig die

Sekundär-Notarzt einsätze für das Rote Kreuz Vorarlberg

durchzuführen. Bei diesen Sekundär-Notarzteinsätzen

handelt es sich um Verlegungsfahrten zwischen

Krankenhäusern, bei denen eine Arztbegleitung erforderlich

ist. Das Rote Kreuz Vorarlberg begrüßt

Dr. Eichinger sehr herzlich und freut sich auf die

Zusammenarbeit mit ihm. n

Zwei moderne Stützpunkte

Die Rotkreuz-Abteilungen Bludenz und Lustenau beziehen ihre neuen Arbeitsstätten.

Gleich zwei neue Abteilungen

öffnen 2011 ihre

Pforten: Die Rotkreuz-

Teams in Bludenz und in Lustenau

dürfen sich über neue Räumlichkeiten

freuen. Beide Häuser wurden

mit festlichen Eröffnungen

und vielen Ehrengästen, darunter

Landeshauptmann Dr. Herbert

Sausgruber, die Bürgermeister

der Gemeinden sowie Vorarlbergs

Rotkreuz-Präsident Siegfried Gasser,

eingeweiht.

Neueröffnungen in Bludenz und

Lustenau

Bestens gerüstet

Sausgruber bedankte sich für das

Engagement, das von den Hilfsund

Rettungsorganisationen des

Landes tagtäglich zum Wohle der

Menschen vor Ort aufgebracht

wird. „Mit modernen Stützpunkten

haben sich die Einsatzkräfte

für künftige Anforderungen bestens

gerüstet“, so der Landeshauptmann.

Synergien nutzen

Für beide Rotkreuz-Abteilungen

ist kennzeichnend, dass sie gemeinsam

mit anderen Sozial- und

Hilfsorganisationen ihre Häuser

bezogen haben. In Bludenz sind

die Wasser- und die Bergrettung

im gleichen Gebäude untergebracht.

Das Sozialzentrum Schützengarten

vereint sogar alle großen

sozialen Institutionen der

Gemeinde unter einem Dach. Rotkreuz-Präsident

Siegi Gasser dazu:

„Es ist uns wichtig, verantwortungsvoll

mit Ressourcen umzugehen

und Synergien zu nutzen.“ n

August 2011 i DasRoteKreuz 9


Vorarlberg

Lebenslanges Lernen

Vier schwedische Senioren besuchen

ihre Rotkreuz-Kollegen in Österreich.

Im Europäischen Jahr der Freiwilligen

führt das Rote Kreuz

Vorarlberg ein EU-Projekt mit

dem Schwedischen Roten Kreuz

durch. Unter dem Motto „Lebenslanges

Lernen“ ist jeweils ein

Team von vier über 50-jährigen

Ehrenamtlichen drei Wochen

lang bei der Partner-Organisation

zu Besuch.

Breite Unterstützung

Landeshauptmann Herbert

Sausgruber ist vom

Projekt überzeugt. „Ältere

freiwillig Engagierte

bringen sehr viel Lebenserfahrung

mit und haben

ein breites Wissen

durch ihren langjährigen

Einsatz. Es ist ein gutes

Zeichen, dass gerade diese

Menschen nun neues

Wissen in ihre Abteilung

bringen können.“

Rotkreuz-Präsident Siegi

Gasser hebt bei dem

Projekt den europäischen Kontext

hervor: „Schon immer waren für

das Rote Kreuz internationale Beziehungen

von großer Bedeutung.

In diesem Projekt können wir

sehr viel von einer Rotkreuz-Partnerorganisation

aus einer vergleichbaren

Region in Europa lernen.“

Die Schweden zu Gast

Im Mai waren schwedische Rotkreuz-Gäste

drei Wochen lang mit

der Rotkreuz-Abteilung Lustenau

im täglichen Einsatz. Der Schwerpunkt

lag darauf, aufzuzeigen,

was das Rote Kreuz in einer einzelnen

Gemeinde bewirken kann,

welche Aufgaben es hat und was

gemeinsam bewegt werden kann.

Ob bei Blutspendeaktionen, beim

Ambulanzdienst, im Krankentransport,

beim Bewegungskurs

für Körper und Geist, beim Besuch

der Rotkreuz-Jugend oder beim

Erste-Hilfe-Kurs – das schwedische

Rotkreuz-Team war überall

mit vollem Einsatz dabei.

Wissbegierig

„Wir haben durch den Arbeitsalltag

hautnah erfahren, welche

Dienstleistungen es gibt und wie

genau die Arbeit funktioniert“,

sagt Marianne Skardéus, eine

der Rotkreuz-Austauschehrenamtlichen

aus Schweden. Die Gäste

zeigten sich vor allem ob der

„gut strukturierten Organisation,

der Fülle an ehrenamtlichen

Dienstleistungen und der sehr

guten Zusammenarbeit“ beeindruckt.

Auch der Slogan „Aus Liebe

zum Menschen“ gefällt Skardéus

sehr gut, vor allem, da er mit

Leben erfüllt und keine reine

Worthülse sei.

Die Gäste erwiesen sich während

ihres gesamten Besuches als

sehr wissbegierig. Denn auch die

Lebensbedingungen, der

Lebensstil, die Geschichte

und Entwicklung unseres

Landes haben sie sehr interessiert.

Mit einem breiten

Hintergrundwissen ist nachvollziehbar,

wie sich die

einzelnen Tätigkeitsfelder

des Roten Kreuzes entwickelt

haben.

Gegenbesuch

Das ehrenamtliche Team

aus Lustenau, das im September

für drei Wochen in

Schweden sein wird, bereitet sich

schon seit über einem Jahr auf

diesen Austausch vor. Mit Unterrichtseinheiten

zur Landeskunde,

Kommunikationstraining und

Englischstunden fühlt sich das

Team für den Einsatz gut gerüstet.

„Wir freuen uns auf unseren Aufenthalt

und sind schon gespannt,

was wir in Schweden beim Roten

Kreuz sehen, lernen und erfahren

dürfen“, sind sich die vier Ehrenamtlichen

aus Lustenau einig. n

10

DasRoteKreuz i August 2011


Vorarlberg

Die Telekommunikations-Profis

Die „Support Unit Austria“ ermöglicht die Kommunikation bei nationalen und

internationalen Katastrophenhilfseinsätzen.

Die „Support Unit Austria“

funktioniert als lokale

Leitstelle im Katastrophengebiet.

Es können sämtliche in

einem Katastrophengebiet arbeitenden

Einsatzkräfte von dieser

Leitstelle im Auftrag der Einsatzleitung

alarmiert und informiert

werden.

Zu diesem System gehören

Telefonsys teme, Satellitentelefone

und Funksysteme, um im Bedarfsfall

mit der Außenwelt zu

kommunizieren. Mobiler Datenaustausch

und Alarmierung können

ebenso sichergestellt werden

wie ein leistungsstarker Internetzugang

über Satellit.

Geschulte Experten

Diese international einsetzbare

Katastrophenhilfseinheit wird

vom Land Vorarlberg betrieben

und kann in Notfällen bei Großschadensereignissen

und Katastrophen

die Kommunikation für

die Hilfskräfte in einem Katastrophengebiet

aufrechterhalten.

Die Mitarbeiter der Einheit sind

speziell geschulte Experten und

mehrfach einsatzerprobt. Jeder

arbeitet bereits seit Jahren für eine

Rettungs- oder Hilfsorganisation

in Vorarlberg, wie für das Rote

Kreuz, die Feuerwehr, die Bergrettung,

die Wasserrettung oder die

Landeswarnzentrale.

Die beste Technik ist nur dann

von großem Nutzen, wenn es

kompetente Menschen gibt, die

damit umgehen können. Deshalb

fand im Frühling eine internationale

Katastrophenübung in Weeze

mit Vorarlberger Beteiligung

der Support Unit Austria statt. Die

Teilnahme an europäischen und

internationalen Übungen dient

der Vorbereitung auf reale Einsätze

und führt zu gemeinsamen

Erfolgserlebnissen. Die Zusammenarbeit

mit Teams anderer

Nationen fördert die kulturelle

Kom petenz, die bei einem Kata -

s tropheneinsatz im Ausland unabdingbar

ist.

Vorarlberger Leitung

Andreas Ascherl vom Roten Kreuz

Vorarlberg war bei der Katastrophenübung

mit dabei. Der Leiter

der Support Unit, der im zivilen

Leben Diplomingenieur ist, betreut

diese wichtige Einheit mit

vollem Einsatz und großer Begeisterung.

Er wird auch weiterhin an

regelmäßigen nationalen und internationalen

Übungen teilnehmen,

um für den Notfall gut vorbereitet

zu sein.

n

August 2011 i DasRoteKreuz 11

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