Aktuelle Ausgabe > 4 MB - Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt

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Aktuelle Ausgabe > 4 MB - Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt

NR. 6 | Juni 2013

Bad Segeberg, 66. Jahrgang

Schleswig-Holsteinisches

Ärzteblatt

Herausgegeben von der Ärztekammer Schleswig-Holstein

mit den Mitteilungen der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein


Krankenhaus-Allianz

Landesweiter Protest

gegen Unterfinanzierung

Seite 12

WEITERE THEMEN IN DIESEM HEFT

Augenärzte erfolgreich: im Verbund und als Solisten Seite 20 116. Deutscher

Ärztetag in Hannover Seite 48 Ergebnisse der Kammerwahl Seite 57


Wir haben 60 Jahre ohne

Fernsehen gelebt, und

wir werden auch noch weitere

60 Jahre ohne Fernsehen

auskommen.

(Avery Brundage, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, 1960)

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Seite 3

Nur eines ist auf Dauer gesehen teurer als Bildung ...

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ärztetage haben ihre eigene Dynamik. Spätestens nach der Hauptversammlung des Marburger Bundes und

nach der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vor Beginn des 116. Deutschen Ärztetages

in Hannover war klar, dass die Zukunft der ambulanten Weiterbildung die 250 Delegierten intensiv beschäftigen

würde.

Unstrittig ist, dass die Weiterbildung sich in Zukunft weiter in Richtung ambulanter Versorgungseinrichtungen

entwickeln wird. Weil zunehmend Leistungen aus dem stationären in den ambulanten Bereich verlagert

werden, können bestimmte Inhalte und Kompetenzen nur noch dort vermittelt werden. Die teils heftige und

emotional geführte Debatte entzündete sich jedoch an der KBV-Forderung nach einer „ambulanten Pflichtweiterbildung“.

Der MB lehnt dies vehement ab, solange die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen

für junge Ärzte nicht stimmen. Die KBV wiederum appellierte an den Ärztetag, mit der Aufnahme der

ambulanten Pflichtweiterbildung in die Muster-Weiterbildungsordnung ein deutliches Signal an die Politik zu

senden, um der Forderung nach öffentlicher Finanzierung Nachdruck zu verleihen.

Als die von beiden Lagern mit hoher Emotionalität geführte Diskussion keine Lösung mehr zuzulassen schien,

trat eine junge Berliner Ärztin ans Rednerpult: „Wir wollen kein Pfand für eure Standespolitik sein.“ Mit ihrer

deutlichen Absage an Lagerdenken und Klientelpolitik sorgte sie für Nachdenklichkeit. Und vielleicht hat sie

dazu beigetragen, dass sich schließlich auf Vermittlung des Bundesärztekammervorstandes die vorherigen

Kontrahenten noch einmal zusammenrauften und nach sechsstündiger Verhandlung einen echten Kompromiss

erzielten, der ein Stück weit den Ärztetag rettete und der sowohl der Sache als auch den Interessen der

Betroffenen gerecht wird.

Kompetenzen und Inhalte, die nur in der ambulanten Versorgung vermittelbar sind, sollen Ärztinnen und Ärzte

in der Weiterbildung künftig auch dort erlernen. Aber bevor entsprechende Vorgaben in die Muster-Weiterbildungsordnung

aufgenommen werden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört die Etablierung

ausreichender Weiterbildungskapazitäten ebenso wie ein reibungsloser und unterbrechungsfreier

Übergang zwischen den Weiterbildungsstätten. Dazu gehören aber auch tarifliche Bedingungen für weiterzubildende

Ärzte in der Praxis, die denen im Krankenhaus mindestens gleichwertig sind.

Anders als im Krankenhaus, wo Weiterbildung durch die Arbeitsleistung des approbierten Arztes/Ärztin finanziert

wird, erlaubt dies das Sozialrecht in der Niederlassung nur in sehr beschränktem Umfang. Weil aber eine

bessere ambulante Weiterbildung dazu dient, eine flächendeckende wohnortnahe ambulante Versorgungsstruktur

mit Haus- und Fachärzten aufrecht zu erhalten, wird die Finanzierung über den Gesundheitsfonds und

die gesetzliche Krankenversicherung gefordert. Damit ist jetzt zunächst der Gesetzgeber am Zuge.

Auch das Konzept für die Novellierung der Muster-Weiterbildungsordnung fand in Hannover großen Beifall. Sie

soll künftig anhand von Kompetenzen strukturiert und vorrangig über Inhalte definiert werden. Die Richtzahlen

für definierte Untersuchungs- und Behandlungsverfahren werden verringert und stärker an didaktischen Anforderungen

ausgerichtet. Ärztliche Weiterbildung muss flexibler und planbarer werden.

Alles in allem war Hannover ein guter Ärztetag für den ärztlichen Nachwuchs und ein Beleg für das Funktionieren

der ärztlichen Selbstverwaltung. Wir wollen und können unsere beruflichen Belange selbst gestalten.

Deshalb bedanke ich mich auch ganz herzlich bei allen, die diesen Willen durch ihre Beteiligung an der Kammerwahl

in Schleswig-Holstein zum Ausdruck gebracht haben.

... keine Bildung.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Ihr

Dr. med. Franz-Joseph Bartmann

Präsident

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INHALT

18

Apotheker Gerd Rehme

hat das MediCo in

Stockelsdorf etabliert.

20

Augenarzt Dr. Jon-Marten

Heisler hat mit dem

Verbund GIO Erfolg.

24

Bernhard Ziegler plant

die Zukunft des Klinikums

Itzehoe.

SEITE 3

Klinikhilfen: am liebsten asymmetrisch.................. 17

NACHRICHTEN IN KÜRZE 06

IdH-Medienpreis für Heike Stüben.........................06

St. Adolf-Stift mit neuer Dialyse-Station.................06

Akademisches Lehrkrankenhaus in Lübeck.......... 07

Flensburg eröffnet Praxis ohne Grenzen...............08

Tinnitus-Liga unterstützte den Tag gegen Lärm.... 08

Kirchentag: Rückbesinnung auf ärztliches Ethos... 08

Erfolgreiches erstes Jahr für Inselklinik Fehmarn... 09

Bioresorbierbaren Stents im Herzzentrum............. 09

Curagita übernimmt Hanserad................................10

DIALOG 10

Jede Bewertung ist subjektiv..................................10

Ermutigend und informativ......................................10

„Anrüchige“ KBV-Kampagne?................................11

Dr. med.: Bewährte Regularien...............................11

TITELTHEMA 12

Klinikproteste am Aktionstag: Gute Resonanz kurz

vor den Kommunalwahlen..........................................12

SCHLESWIG-HOLSTEIN 18

MediCo: viele Ärzte unter einem Dach................... 18

GIO: ein erfolgreicher Verbund für Augenärzte..... 20

Portrait: Augenarztpraxis ohne Verbund................22

Medcomm-Tagung zur Gesundheitsversorgung... 23

Klinikum Itzehoe plant die Zukunft.........................24

Lubinus Clinicum stemmt sich gegen die Krise..... 26

Nordische Gesundheitstage in Lübeck..................28

Land investiert in die Krankenhäuser.....................29

Der Gesundheitsreport der AOK Nordwest............ 30

Neues Angebot der Akademie................................31

Schlichtungsfälle in Schleswig-Holstein................32

Rückblick: das PJ-Tagebuch endet........................42

Serie: Tagebuch einer PJ‘lerin................................43

PERSONALIA 33

Geburtstage und Verstorbene................................33

Lübecker Forscher ausgezeichnet.........................34

DMykG ehrte Prof. Peter Kujath..............................34

4 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


INHALT

„Gewissenskonflikte in der

Krankenpflege sind äußerst

vielfältig, sie finden in allen

Bereichen statt und stellen eine

große Belastung dar.“

Katja Freund,

Klinisches Ethik-Komitee MHH

47

26

Dr. Philipp Lubinus (links) und sein Verwaltungschef

Manfred Schmid arbeiten an einem neuen Konzept

für das Lubinus-Clinicum.

Neuer Chefarzt in der Kompass-Klinik Kiel............ 34

Werner-Körte-Medaille für Dr. Franz Bartmann...... 35

Neuer Chefarzt in Lübeck........................................35

Gefäßzentrum unter gemeinsamer Leitung............ 36

Neuer Chefarzt in Ratzeburg...................................36

Nachruf auf Dr. Michael Krause..............................37

MEDIZIN UND WISSENSCHAFT 38

Adipositas: ärztlich strukturierte Programme........ 38

Kooperation: Aktive Kids und Junior Marvelesse.. 41

Vibrio vulnificus in der Ostsee.................................45

MITTEILUNGEN DER AKADEMIE 44

FORTBILDUNGEN 55

MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER 57

Kammerwahl 2013: Die Ergebnisse.......................57

Anerkennungen nach Weiterbildungsordnung...... 65

KASSENÄRZTLICHE VEREINIGUNG 68

ANZEIGEN 73

TELEFONVERZEICHNIS 81

(Titelbild: Klinikum Nordfriesland)

(Fotos: di)

MITTEILUNGEN DES ECS 46

GESUNDHEITS- UND SOZIALPOLITIK 47

Gewissensfragen in der Medizin.............................47

Bericht vom 116. Deutschen Ärztetag...................... 48

Seltene Erkrankungen – viele Betroffene................52

Einheitlicher Versicherungsmarkt mit Folgen........ 54

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NACHRICHTEN IN KÜRZE

IdH-Medienpreis für Heike Stüben

Heike Stüben von den Kieler Nachrichten

hat den Medienpreis 2012 der Interessengemeinschaft

der Heilberufe (IdH) in Schleswig-Holstein

erhalten. Der Medienpreis ist mit 2.000

Euro dotiert. Ausgezeichnet wurden in erster Linie

ihre Artikel „Ich bin doch viel zu gerne Arzt“, ein Beitrag

über die Honorarsituation niedergelassener

Ärzte, und „Grippeschutz mit Hindernissen“, der die

Auswirkungen des Engpasses bei Grippeimpfstoffen

im Herbst 2012 darstellt. Nach Ansicht der Jury

stehen diese Artikel stellvertretend für die vielen Beiträge,

die Heike Stüben rund um das Thema Gesundheit

geschrieben hat. Die KN-Redakteurin sei in ihrer

Berichterstattung immer sachlich, fair und ausgewogen.

Ihre Artikel – auch die kritischen – seien geprägt

von einer fundierten Fachkenntnis des Gesundheitswesens

in Schleswig-Holstein, sagte Dr. Monika

Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH, die turnusmäßig

die Geschäfte der IdH führt. Der Medienpreis

der IdH wird seit 2001 verliehen. (PM/Red)

Heike Stüben

(Foto: KVSH)

St. Adolf-Stift mit neuer Dialyse-Station

Das Reinbeker St. Adolf-Stift hat eine neue Dialysestation

in Betrieb genommen. Damit müssen dialysepflichtige

Patienten nicht länger in das nahe

gelegene Nephrologische Zentrum transportiert

oder auf den Stationen des Krankenhauses konsiliarärztlich

betreut werden. Das Zentrum wird von vier

niedergelassenen Internisten und Nephrologen betrieben.

Vor allem dialysepflichtige, stationär aufgenommene

Patienten mit Verschlüssen in Hals-, Arm-,

Becken- und Beinarterien sollen von der vertieften

Kooperation profitieren. Für Patienten mit schwerer

Arteriosklerose an den Beingefäßen und schlecht

heilenden chronischen Wunden, bei denen eine Katheterbehandlung

oder Gefäßoperation nicht mehr

infrage kommt, kann durch die Kooperation ab sofort

die neue Rheo-Apherese-Behandlung unter stationären

Bedingungen angeboten werden. Die räumliche

Nähe vereinfacht die konsiliarische Tätigkeit der Nephrologen

in der Gefäßchirurgie und die Tätigkeit der

Gefäßchirurgen bei den Nephrologen. Das Hypertonie-Zentrum

Reinbek ist nach eigenen Angaben das

erste Zentrum in Hamburgs Osten und das zweite in

ganz Schleswig-Holstein, das die Anforderungen zur

Diagnostik und Therapie von Bluthochdruck-Erkrankungen

der Deutschen Hochdruckliga erfüllt. Das

Zentrum in Reinbek kooperiert auch mit dem Dermatologikum

Hamburg: die Immunapherese-Therapie

für Patienten mit Neurodermitis bietet sie als einziges

Klinikum im Raum Hamburg an.

Die Nephrologische Praxis hat 220 Quadratmeter

im Krankenhaus angemietet, die neben einer Anmeldung

und Arztzimmern insgesamt zehn Behandlungsplätze

für liegende und sitzende Patienten

beherbergen. Die Logistik des Hauses wird von der

Praxis mit genutzt, die medizinischen Geräte und

pflegerisches Personal werden von der Praxis gestellt

und unterhalten. Im Jahr 2012 wurden über 750

Dialysen und über 100 Apheresen in der ambulanten

Praxis für stationäre Patienten des St. Adolf-Stiftes

durchgeführt. (PM/Red)

6 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Neues Akademisches Lehrkrankenhaus in Lübeck

Das AMEOS Klinikum für Psychiatrie und Psychotherapie

Lübeck wurde zum Akademischen Lehrkrankenhaus

ernannt. Medizinstudenten können dort

künftig das Praktische Jahr (PJ) in der Psychiatrie ableisten.

Bislang gab es für Medizinstudenten in und

um Lübeck keine Möglichkeit, sich außeruniversitär

mit dem Fach Psychiatrie intensiver zu beschäftigen.

Das AMEOS Klinikum kann nun je Trimester drei

Plätze vergeben.

Ursprung der jüngst erfolgten Ernennung ist ein 2007

geschlossener Kooperationsvertrag zwischen der

Uniklinik und dem Klinikträger AMEOS. Gefördert

werden sollte die konstruktive

Zusammenarbeit

beider Partner in der

Hansestadt. Zum einen

sollten sich die Angebote

so ergänzen, dass

sich die Gesamtversorgung

psychisch kranker

Menschen in Lübeck

verbessert, zum anderen

wurde eine konkrete

Zusammenarbeit im Bereich

wissenschaftlicher

Projekte angeregt.

„Die sehr gute Kooperation

im Versorgungsbereich

wird jetzt durch

die Ernennung des

AMEOS Klinikums zum

Akademischen Lehrkrankenhaus auf den Bereich

der praktischen Ausbildung von Medizinstudenten

und wissenschaftlichen Zusammenarbeit erweitert“,

sagte Prof. Fritz Hohagen, Ärztlicher Direktor der Universitätsklinik

für Psychiatrie und Psychotherapie Lübeck.

Im AMEOS Klinikum Lübeck können die Studenten

auch die Gerontopsychiatrie und die Tagesklinik kennenlernen.

„AMEOS bietet in der Kahlhorststraße

mit den Bereichen Gerontopsychiatrie und Tagesklinik

zwei wichtige Bausteine in der psychiatrischen

Versorgung“, sagt die Chefärztin des Klinikums, Dr.

Sylvia Wachholz.

Mit dem zweiten Ausbildungsort in der Hansestadt

erhöht sich auch der Wettbewerb um die besten

Nachwuchsmediziner, ist sich Prof. Jürgen Westermann

von der Universität Lübeck sicher. Westermann

ist verantwortlich für die Praktische Ausbildung von

Medizinstudenten und sieht die Entwicklung laut Mitteilung

des Unternehmens äußerst positiv. „Die Medizinstudenten

werden immer das bessere Angebot

auswählen. AMEOS und das Universitätsklinikum

werden sich um ihre Attraktivität Gedanken machen“,

so Westermann. Dies sei eine Konkurrenzsituation,

die sich für alle positiv bemerkbar machen wird.

„Wir freuen uns natürlich, Akademisches Lehrkrankenhaus

zu sein. Es ist einerseits eine Anerkennung

unserer qualitativ hochwertigen Arbeit. Andererseits

Frank Ulrich Wiener, Prof. Dr. Fritz Hohagen und Dr. Sylvia Wachholz (v. l.)

(Foto: AMEOS)

bietet es uns die Möglichkeit, Nachwuchsmediziner

stärker für die Psychiatrie zu interessieren“, so Wachholz.

Seit 2007 stellt das Klinikum zusammen mit

dem Universitätsklinikum Lübeck die psychiatrische

Versorgung der Hansestadt sicher. In der ehemaligen

Kinderklinik befinden sich zwei psychiatrischpsychotherapeutische

Stationen, eine Tagesklinik,

eine Institutsambulanz und das in Schleswig-Holstein

einzige Gerontopsychiatrische Zentrum. Ältere

Menschen mit psychischen Erkrankungen finden

hier spezialisierte Behandlungsangebote stationär,

tages klinisch und ambulant unter einem Dach.

Die Zahl psychischer Erkrankungen im Alter steigt

deutlich. Auch der Bedarf an spezialisierten Behandlern

und tagesklinischer Behandlung erfährt laut Klinik

stärkere Bedeutung. (PM/Red)

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NACHRICHTEN IN KÜRZE

Auch Flensburg eröffnet Praxis ohne Grenzen

Nach Bad Segeberg, Stockelsdorf, Husum, Rendsburg

und Preetz bekommt auch Flensburg eine

Praxis ohne Grenzen. Eine Initiativgruppe unter Beteiligung

des Flensburger Ärztevereins will in der

Praxis mittellosen Menschen helfen, die nicht krankenversichert

sind. Zehn Ärzte und Angehörige anderer

Berufsgruppen haben sich zur ehrenamtlichen

Mitarbeit bereit erklärt. Um jeden Mittwochnachmittag

eine Sprechstunde anbieten zu können, benötigt

die Gruppe weitere personelle Unterstützung. „Je

mehr Ärzte sich beteiligen, umso seltener ist der einzelne

durch Dienst in der Praxis gebunden“, warb der

Vereinsvorsitzende Dr. Henning Baur um eine Verteilung

auf möglichst viele Schultern. Die Räume für die

Praxis ohne Grenzen stellt die Stadt Flensburg kostenlos

im Gesundheitshaus in der Norderstraße zur

Verfügung, ein gebrauchtes Ultraschall und ein EKG

stellt das Diakonissenkrankenhaus. Mit der Praxis

ohne Grenzen lehnt sich Flensburg an das Vorbild in

Bad Segeberg an, das durch Allgemeinmediziner Dr.

Uwe Denker im Jahr 2010 gegründet wurde. Neben

den sechs bestehenden Praxen ist eine weitere in Lübeck

geplant. Denker hofft, dass auch in Mölln und

im Raum Pinneberg-Elmshorn Praxen entstehen. (di)

Tinnitus-Liga unterstützte den Tag gegen Lärm

Angesichts einer anscheinend erheblich wachsenden

Krankheitslast durch Lärm unterstützte die Deutsche

Tinnitus-Liga (DTL) den „Tag gegen Lärm“ am

24. April besonders auch in Schleswig-Holstein. Der

Aktionstag wird von der Deutschen Gesellschaft für

Akustik (DGA) veranstaltet und findet schon seit 1998

ein Mal jährlich im April statt, zeitgleich mit dem „International

Noise Awareness Day“ in den USA. Die DTL

führt an diesem Tag deutschlandweit Aufklärungsveranstaltungen

zum Teil mit den in der DGA vertretenen

Hörgeräteakustikern durch, diesmal von Bayern, Berlin

und Göttingen bis Schleswig-Holstein (Heide und

Glinde). In Glinde (Kreis Stormarn) informierte die regionale

Selbsthilfegruppe „Tinnischluss“, deren großer

Einzugsbereich zwischen Hamburg und Trittau

liegt, über die zum Teil noch recht begrenzten Möglichkeiten

bei Tinnitus aurium, Hörsturz, Morbus Menière

und Hyperakusis. Schwerpunkt der Aktion war

hier das Thema „Eigenverantwortung zur Lärmvermeidung“

in sämtlichen Bereichen des täglichen Lebens.

Wirklich spezialisierte Ärzte, hieß es, gebe es

nur sehr wenige. (hk)

Rückbesinnung auf ärztliches Ethos

Der Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg

ist vorbei, nicht aber seine vielfältigen Anregungen.

Mit seinem auf Maßhalten und Gerechtigkeit zielenden

Bibel-Motto „So viel du brauchst“ passte er gut

in das Vorfeld des 116. Deutschen Ärztetages, wo es

um Ökonomisierung der Medizin sowie um Armut

und Gesundheit ging. Das „rechte Maß“ kann auch

die Medizin gut brauchen, in Forschung und Lehre, in

Diagnostik und Therapie. Eine Reihe von Ärzten war

in Hamburg dabei: als Moderatoren oder Referenten,

als Mitwirkende, oder Teilnehmer bei den 2.500 Veranstaltungen

– zumal als Tagesgäste aus Hamburg,

Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Teilnehmer

in der Nebenfunktion als ehrenamtliche Notärzte

gab es noch nicht, „da Rettungskräfte der Johanniter

zahlreich (1.200) vor Ort waren“.

Ein Besuch des ökumenisch ausgerichteten und

atmosphärisch angenehmen Kirchentages („Lebensfreude,

Humor und Glauben“, so die Hamburger

Bischöfin Kirsten Fehrs) machte Sinn auch aus

Sicht der Gesundheitsberufe. Es gab Kontakte zu

zahlreichen Einrichtungen und Gruppen des Gesundheitswesens

wie christliche Krankenhäuser und

Hilfseinrichtungen, Organisationen wie beispielsweise

Pro und Contra Organspende, Krankenhausseelsorge,

Betroffenen- und Selbsthilfegruppen (hk)

8 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Erfolgreiches erstes Jahr für

die Inselklinik Fehmarn

Die Inselklinik auf Fehmarn kurz nach der Fertigstellung im vergangenen Jahr. Inzwischen wurden dort rund

14.000 Patienten behandelt. (Foto: di)

Ein positives Fazit des ersten Jahres im Neubau hat

Klinikchef Dr. Stephan Puke für das Krankenhaus auf

Fehmarn gezogen. In den ersten zwölf Monaten wurden

in der Inselklinik rund 1.400 Patienten stationär

und rund 12.000 ambulant behandelt. Außerdem gab

es rund 650 ambulante Operationen.

Die 30-Betten-Klinik war wie berichtet neu errichtet

worden, nachdem am alten Gebäude schwere Mängel

an der Bausubstanz festgestellt worden waren.

Das Konzept in der neuen Klinik ist geprägt von enger

Kooperation zwischen Klinik und niedergelassenen

Ärzten. So wird etwa die Chirurgie vom niedergelassenen

Arzt Dr. Hu bert Waldheim geleitet. Waldheim

wurde vergangenen Monat außerdem zum neuen

Ärztlichen Direktor der Inselklinik ernannt, weil Chefanästhesist

Dr. Uwe Schewe mit Vollendung seines

65. Lebensjahres das Amt aufgegeben hat. Neben

der Chirurgie bietet die Klinik auch Sprechstunden

in anderen Fächern an. Die Inselklinik gehört zu den

Sana Kliniken Ostholstein. Sie ist außer für die Versorgung

der Bevölkerung wichtig für die medizinische

Versorgung der zahlreichen Urlauber in der Sommersaison.

In der Bevölkerung ist das Interesse an dem

Neubau nach Angaben der Klinik ungebrochen. Die

Klinikführung hat sich deshalb entschlossen, monatlich

eine Führung durch das Krankenhaus anzubieten.

In der Klinik sind 49 Mitarbeiter tätig, darunter

zehn Ärzte. Hinzu kommen acht Ärzte in sieben Praxen,

die sich im Klinikgebäude befinden. Zahlen zur

Wirtschaftlichkeit nannte das Unternehmen auch auf

Nachfrage nicht. In gemeinsamer Anstrengung gelinge

es, die Klinik effizient zu betreiben, hieß es. (di)

Herzzentrum arbeitet mit bioresorbierbaren Stents

Neue Ära in der Katheter-Therapie von Herzgefäßerkrankungen:

Als einzige Klinik in Norddeutschland

arbeitet das Herzzentrum der Segeberger Kliniken

in einem Netzwerk von 16 Schwerpunktkliniken in

Deutschland mit, in dem Patienten mit bioresorbierbaren

Stents in größerem Umfang versorgt werden.

Chefarzt Prof. Gert Richardt erwartet, dass damit erkrankte

Herzkranzgefäße geheilt werden können. Für

den Einsatz der auflösenden Stents kommen nach

Angaben der Klinik insbesondere junge Menschen

mit koronaren Herzerkrankungen infrage, bei denen

der erste Gefäßeingriff erfolgt. (PM/Red)

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NACHRICHTEN IN KÜRZE/DIALOG

Curagita übernimmt Hanserad

Nach mehreren Monaten ist die Unsicherheit für die

Beschäftigten der insolventen Hanserad Radiologie

vorbei: Nach Angaben der Insolvenzverwalter

übernimmt die Heidelberger Curagita Holding AG

die norddeutsche Radiologie-Gruppe, die auch in

Neumünster und in Geesthacht Standorte hat. Der

Betrieb wird nach Angaben der Insolvenzverwalter

fortgeführt. Allerdings werden wohl nur Dreiviertel

der Beschäftigten vom neuen Betreiber übernommen.

Die Hanserad Radiologie betreibt insgesamt sieben

Standorte in Hamburg und Umgebung sowie

in München. Ende vergangenen Jahres hatte sie

wie berichtet Insolvenz angemeldet. Für Hanserad

Radiologie arbeiten insgesamt 40 Radiologen und

Nuklearmediziner an den verschiedenen Standorten.

Die Gruppe betreibt 30 Großgeräte (MRT, CT,

PET) und erwirtschaftet einen Umsatz von 20 Millionen

Euro. Nach Angaben der Insolvenzverwalter

gab es mehrere Interessenten für die Übernahme.

Nach Informationen des Schleswig-Holsteinischen

Ärzteblattes sollen auch Anbieter aus dem Land Interesse

gezeigt haben. Ob dabei jeder Standort erhalten

geblieben wäre, ist allerdings nicht bekannt.

Den Ausschlag für Curagita gab nach Angaben der

Insolvenzverwalter das Fortführungskonzept des

Heidelberger Radiologiemanagement-Unternehmens.

„Unser Ziel ist es, die Standorte zu sanieren

und in einem genossenschaftlichen Betreibermodell

mit Beteiligung der bisher angestellten Ärzte

auszubauen. Am Praxisstandort in Hamburg eröffnen

wir außerdem unser Büro Nord und unsere

Zentrale für Shared Services für das gesamte Radiologienetz

Deutschland. So werden wir die Praxengruppe,

die jährlich über eine Million ambulante

und stationäre Patienten für ihre zuweisenden Ärzte

behandelt, in eine erfolgreiche Zukunft führen können”,

sagte Dr. Johannes Schmidt-Tophoff, Vorstand

von Curagita Holding, bei der Bekanntgabe

der Übernahme.

Curagita erwartet, dass Hanserad von den Synergien,

die das Radiologienetz mit dann 360 Radiologen

und Nuklearmedizinern in 100 Arztpraxen und

70 Krankenhausabteilungen bietet, profitieren wird.

Das Unternehmen erwirtschaftete im vergangenen

Jahr einen Umsatz von mehr als 26 Millionen Euro

und gehört dem Management. (PM/Red)

Jede Bewertung ist subjektiv

Dr. Bernhard Benz, Molfsee, zu SHÄ 4/2013, S. 29,

„Praxissoftware“

Sehr spannender Artikel: Welche Praxissoftware

hat Herr Thormann denn nun, welche kennt er?

Eine Praxis-Software kennt man erst nach jahrelanger

Benutzung und Mitarbeit bei der Entwicklung.

Mir ist klar, dass ich trotz 23-jähriger Praxis

mit einer Software nur einen kleinen Teil der Möglichkeiten

nutze – und der reicht uns. Wir machen

alles mit EDV und haben keine Papierkartei mehr.

Das war nicht einfach, hat sich aber gelohnt. Vor

drei Jahren haben wir drei Praxen mit vier Ärzten

und vier unterschiedlichen Praxis-Programmen

fusioniert. In die Entscheidung gingen die

Einschätzungen der Arzthelferinnen, die mehrere

der Systeme kannten, und eine mehrstündige Demonstration

der drei größten Anbieter ein. Jetzt

gibt es unter allen 20 HNO-Ärzten Kiels nur noch

MediSoftware. Das ist Fakt. Jede Bewertung ist

zwangsläufig subjektiv.

Ermutigend und informativ

Gregor Noeske, Brunsbüttel, zu SHÄ 5/2013, S. 10,

„Tipps für Doktoranden“

Einen solch ermutigenden und informativen Beitrag

hätte ich mir in meinem Studium der Medizin in Hamburg

auch gewünscht, wo gerade die mehr fachlich

als didaktisch exponiertesten Vertreter des Lehrkörpers

immer wieder haben durchblicken lassen, wie

lästig wir Studenten sind, da die Lehrtätigkeit von

Wichtigerem wie Forschung und Versorgung von

P-Patienten abhalte.

Und die wenigen Versuche, einen potenziellen „Doktorvater“

zu finden, habe ich nach der Entmutigung

durch die Frage, was ich denn bieten könne, schnell

aufgegeben. Vielleicht hätte es der Erfahrung eines

bereits Promovierten bedurft, sich da „durchzubeißen“...

Ich hoffe, dass Beiträge wie der Ihre ihren

Weg über das Ärzteblatt, welches wohl von Studierenden

eher selten gesehen wird, hinaus finden wird

zu den jeweiligen Multiplikatoren an Fachbereichen

und/oder Studierendenvertretungen.

10 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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„Anrüchige“ KBV-Kampagne?

Dr. Thomas Thormann, Kiel, zum SHÄ 5/2013, S. 27

So einen furchtbaren und überflüssigen, geldverbrennenden

Unsinn habe ich noch nie erlebt. Alle

Kollegen, die ich gefragt habe, sind von der Sache erschüttert.

Ich brauche keine Darstellung, was ich und

meinen Kolleginnen jeden Tag leisten. Die Menschen,

die uns ihr Vertrauen schenken, zeigen uns das jeden

Tag.

Die meisten Menschen, mit denen man als Arzt zu

tun hat, wissen, was wir leisten. Wie in vielen anderen

Berufen auch. Dazu braucht es keiner Filmchen

vor der Tagesschau. Die, die es nicht wissen, werden

durch millionenschwere Fernsehsendungen davon

nicht überzeugt – nein – möglicherweise tritt das Gegenteil

auf. PR-Kampagnen haben immer etwas Anrüchiges.

Man bekommt das Gefühl, die Gruppe, das

Unternehmen habe das nötig. Die überflüssige Hetzkampagne

der Krankenkassen war eine kurze Mediennotiz,

daraus die Berechtigung so einer Kampagne

herzuleiten ist absurd. Die Patienten haben davon gar

nichts mitbekommen. Um es rundheraus zu sagen:

KV und KBV sind mir in keinster Weise sympathisch,

ich glaube, diese Organisationsstruktur ist überflüssig

und hat mir in meinem Leben als niedergelassener

Arzt nur Nachteile gebracht, finanziell wie auch

bürokratisch. Ich möchte nicht, dass Organisationen,

denen ich nicht vertraue, mich instrumentalisieren für

allgemeine Werbekampagnen mit mehr als fragwürdiger

Notwendigkeit. Ich möchte nicht, dass die Menschen

denken, ich hätte etwas mit diesen Institutionen

gemein oder sie wären mein Sprachrohr. Ist das nicht

eher eine PR-Kampagne für die sogenannte ärztliche

Selbstverwaltung? Es tut mir weh, wenn ich an die Millionen

denke, die dort verpulvert wurden. (Ich weiß,

es sind nur ein paar Cent pro Arzt und Jahr, es bleiben

aber 15.000.000 Euro) Vom Stil ganz zu schweigen:

Die Plakate und das Gesamtkonzept wirken wie

die alte „Lucky-Strike-Werbung“ mit schwarzem Hintergrund

und dem KBV-roten Emblem. Es wirkt nicht

nur nicht innovativ, sondern auch unangenehm, dass

der gleiche Transportmechanismus, der für Zigaretten

gewirkt hat, jetzt für das Verständnis von Ärzten wirken

soll. Für alle Zukunft: Politiker entschieden schon

über meinen Kopf hinweg. Lassen Sie das als KV oder

KBV in Zukunft ohne wenigstens geringe demokratische

Legitimation.

Dr. med.: Bewährte Regularien

Prof. Carl Schirren, Midlum, zum Leserbrief

SHÄ 3/2013, S. 10/11

Die Dissertation führt dazu, dass man anschließend

den Titel eines Doktors der Medizin (Dr. med.)

seitens der Medizinischen Fakultät erhält. Die dafür

erforderlichen Leistungen sind nicht leicht. Um

sicher zu sein, dass der Beginn einer Dissertationsarbeit

auch zu einem glücklichen Ende führt,

sind nach meinen Erfahrungen folgende Voraussetzungen

sehr wesentlich:

1. Der Wille zu einem erheblichen Arbeitseinsatz ist

erforderlich.

2. Den erwählten „Doktorvater“ sollte man aus seinen

Vorlesungen kennen. Ein Gespräch darüber

mit Studienkollegen ist ratsam.

3. Ich habe mit jedem Doktoranden vor Beginn

ein Gespräch von einer Stunde geführt, um mir

ein Bild von dem Kandidaten zu machen. Darin

wurde u. a. festgelegt, dass während der Arbeit

eine Unterbrechung nur im Einverständnis mit

mir möglich sei.

4. Jeder Kandidat wurde von mir darüber befragt,

ob er ggf. bereits eine Arbeit begonnen hatte,

diese aber abbrach, weil ein Gerät defekt wurde,

dessen Reparatur der Leiter ablehnte. Dann war

es notwendig, sich bei dem vorherigen Dozenten

abzumelden.

5. Ein regelmäßiger Kontakt d. h. alle 14 Tage Vorstellung

bei mir, war erforderlich, um nicht alleinzustehen.

6. Wenn man mit diesem Vorgehen einverstanden

sei, sollte eine erneute Vorstellung bei mir erfolgen

mit Zusage zu meinen Bedingungen.

Diese Regularien haben sich bewährt, sind immer

gerne akzeptiert worden und haben den Kandidaten

vermittelt, dass ich als Betreuer immer für sie

zu Gesprächen bereit war. Ein Alleinsein war damit

ausgeschlossen.

Leserbriefe sind erwünschte Reaktionen auf

unsere Artikel oder gesundheitspolitische und

medizinische Themen, die Sie an

aerzteblatt@aeksh.org senden oder per Fax an

04551/803-188 schicken können. Die Redaktion

behält sich das Recht auf Kürzungen vor.

Ausgabe 6 | Juni 2013 11


TITELTHEMA

Stationäre Versorgung

Nur in Schleswig-Holstein: Protest

gegen Finanzmisere in der Klinik

Protesttag unmittelbar vor der Kommunalwahl: Eine Allianz machte am 25. Mai

auf die Finanznot der Krankenhäuser im Norden aufmerksam. Gute Resonanz.

„Können Sie helfen? Wir sind zu wenig“, steht auf

einer Stellwand mitten im Kieler Citti-Markt. Die

Wochenendeinkäufer bummeln vorbei, die Augen

auf das Schaufenster auf der anderen Seite gerichtet.

Bis Sabine Schmidt sie anspricht.

So wie die Pflegedirektorin haben sich am letzten

Sonnabend im Mai Vertreter aus der Geschäftsleitung

und der Mitarbeitervertretung des Städtischen

Krankenhauses Kiel in der Einkaufspassage postiert,

um Menschen auf die schwierige Finanzsituation der

Kliniken aufmerksam zu machen. Der Aktionstag am

25. Mai soll wachrütteln – und bei vielen Menschen,

die in insgesamt sieben Städten des Landes an diesem

Tag angesprochen werden, gelingt dies mit Gesprächen

und Aktionen, bei denen die Menschen

selbst aktiv werden müssen. So lässt Schmidt etwa

gerade zwei Frauen selbst ihren Blutdruck und ihren

Blutzucker messen. Damit zeigen die Initiatoren, was

Klinikmitarbeiter in Zukunft vielleicht nicht mehr leisten

können, wenn die Probleme Unterfinanzierung

und Personalknappheit nicht gelöst werden.

Immer wieder sind die Menschen erstaunt, wenn die

Pflegedirektorin, EDV-Mitarbeiter Uwe Janzen oder

Kollegen ihnen erzählen, dass Schleswig-Holsteins

Kliniken weniger Geld für die gleichen Behandlungen

bekommen als Krankenhäuser in anderen

Bundesländern. „Warum lassen sich unsere Politiker

das gefallen?“, fragen sie dann. „Wir haben die

schlechteste Lobby und die meiste Arbeit“, vermutet

Schmidt. Wenige Meter neben ihr diskutieren ihr Verwaltungschef

Dr. Roland Ventzke und der Betriebsratsvorsitzende

Axel Bethge mit Staatssekretärin

Anette Langner aus dem Kieler Gesundheitsministerium.

Sie unterstützt die Aktion und hofft, dass sie

auch in Berlin wahrgenommen wird. Denn dort sitzen

nach ihrer und auch nach Überzeugung der meisten

Heide: Viele Menschen leisteten ihre Unterschrift

für eine faire Klinikfinanzierung. (Foto: WKK)

Husum: Gute Stimmung am Rande des Wochenmarktes

- trotz des Regens. (Foto: Klinikum NF)

12 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Krankenhausmitarbeiter die Verantwortlichen für die

Unterfinanzierung. Bethge betont, dass es um alle

Berufsgruppen im Krankenhaus geht. Er wünscht

sich, dass die Krankenhäuser die Öffentlichkeit weiter

wachrütteln – möglichst bis zur Bundestagswahl.

Kiel war nur einer von den landesweit sieben Standorten,

an denen insgesamt 13 Krankenhäuser aus

Schleswig-Holstein am 25. Mai präsent waren. Mit

Sicherheit hatten sich die Kieler mit der Einkaufspassage

den trockensten Ort ausgesucht. Der Dauerregen

konnte die Initiatoren in den anderen Städten

aber nicht stoppen, wie ein Überblick über die Erfahrungen

an den einzelnen Standorten zeigt:

Neumünster: Hier buhlen Jörg Klaenhammer

und seine Kollegen vom Friedrich-Ebert-Krankenhaus

(FEK) Neumünster vor einem kleinen Pavillon

um die Aufmerksamkeit der Passanten. Sie stehen

in Konkurrenz zu den Parteien, die die Menschen

mit Blumen ansprechen und mit dem angrenzenden

Wochenmarkt. Wenige Meter weiter haben sich Mitarbeiter

des Krankenhauses Rickling postiert. Nach

kurzer Zeit sind hier fast alle nass, aber noch immer

motiviert, Menschen anzusprechen. Viele von ihnen

kommen in den kleinen Pavillon, um eine Unterschrift

für die Petition für eine faire Klinikfinanzierung

zu unterschreiben. Denn das Thema scheint viele

Menschen zu bewegen. „Meine Mutter ist gerade im

Krankenhaus. Dort ist kaum Personal vorhanden und

sie wird demnächst entlassen, obwohl es eigentlich

Neumünster: Mitarbeiter des Krankenhauses Rickling

sehen das Krankenhaus am Tropf. (Foto: KGSH)

Ein verkleideter Arzt auf Stelzen war der Blickfang

vor dem FEK-Stand in Neumünster. (Foto: di)

Ausgabe 6 | Juni 2013 13


TITELTHEMA

viel zu früh ist. Das verstehe ich nicht, sie hat schließlich

ihr ganzes Leben lang Beiträge gezahlt“, erzählt

eine Frau, die sich gerade mit ihrem Ehemann in die

Unterschriftenliste einträgt.

Heide: Ein Wäscheberg, der wegen der Personalknappheit

von den Mitarbeitern der Klinik nicht

zusammengefaltet werden konnte – also müssen die

Heider Mitbürger selbst Hand anlegen. Diese Idee litt

zwar wie die gesamte Aktion unter dem Wetter, unter

dem Strich aber ist Mit-Initiator Matthias Steher

mit der Resonanz sehr zufrieden. Auch wurden unter

einem Pavillon Blutdruck selbst gemessen, Informationsmaterial

verteilt und vor allem viele Gespräche

geführt. „Es war ein mühsames Geschäft, aber die

Menschen sind interessiert. Deshalb sind wir zufrieden“,

bilanziert Stecher. Er und seine Mitstreiter sammeln

in den Kliniken von Heide und Brunsbüttel nun

weitere Unterschriften.

Flensburg: 107 Unterschriften für mehrere Stunden

Dauerregen – die Bilanz aus Flensburg in Zahlen.

Helmut Andresen, Kaufmännischer Direktor des

Malteser Krankenhauses St. Franziskus, hätte sich

mehr gewünscht. Aber in Anbetracht des Wetters

lautet sein Fazit: „Gelungen.“ Zusammen mit der benachbarten

Diako waren Geschäftsleitung und Mitarbeitervertretungen

in der Fußgängerzone präsent,

um das Gespräch mit den Menschen zu suchen. Positiv

verbucht Andresen auch, dass sich die Klinikvertreter

mit den Parteien, die an diesem Tag einen

ähnlich schweren Stand hatten, austauschen konnten.

Husum: „Am Stand war immer was los“, berichtet

Michael Mittendorf aus dem Klinikum Nordfriesland.

Auch in Husum Dauerregen, der die Resonanz beeinträchtigte.

Aber es gab vor dem Geriatriebus als

Blickfang nach Angaben Mittendorfs interessante

Gespräche – auch hier mit den Vertretern der örtlichen

Parteien. Das Klinikum Nordfriesland will an

seinen Standorten in Husum, Niebüll, Tönning und

Wyk auf Föhr weiter Unterschriften sammeln und

überlegen, wie die Anliegen des Aktionstages weiter

vorangetrieben werden können.

Bad Bramstedt: „Viel Solidarität gespürt“ haben

die Mitarbeiter des Klinikums Bad Bramstedt, die am

Sonnabend auf dem Marktplatz Menschen mit Informationsmaterial

zur Krankenhausfinanzierung versorgt

haben. Unter ihnen auch der Ärztliche Direktor

Dr. Klaus Kutzner, der die Resonanz der Menschen

in Anbetracht des Wetters als befriedigend einstufte.

Von seinen ärztlichen Kollegen, die sich an manchen

Standorten nur vereinzelt am Aktionstag beteiligten,

wünscht er sich Solidarität mit allen Beschäftigten im

Krankenhaus. Kutzner schloss nicht aus, dass es in

Bad Bramstedt weitere Aktionen geben könnte. Er

kündigte eine enge Abstimmung mit dem Betriebsrat

an.

Lübeck: „Alarm in den Nord-Kliniken“ – so titelte

am Aktionstag die Lübecker Nachrichten. Der

Bericht stellt die Probleme der Krankenhäuser dar

und erklärt, warum die Kliniken in Schleswig-Holstein

weniger Geld erhalten als die Häuser in anderen

Bundesländern – was den meisten Lesern

Flensburg: Klinikmitarbeiter machten in der Fußgängerzone auf die Folgen der Krankenhausfinanzierung

aufmerksam.

(Foto: Malteser Krankenhaus)

14 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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bislang unbekannt gewesen

„Strukturelle Defizite“

sein dürfte. Allein für das regionale

Presseecho hat sich

der Aktionstag aus Sicht von

Klaus Abel, Geschäftsführer

der Lübecker Sana-Kliniken,

gelohnt. Zusammen mit vier

Mitarbeitern verteilte er am

Herr Wortmann, sind die Proteste

berechtigt?

Wortmann: Von einer generellen

Unterfinanzierung der Kliniken

kann keine Rede sein. Wir

brauchen dringend eine Diskussion

Aktionstag Informationsmaterial

über neue Strukturen in der

in der Lübecker Fußgängerzone.

Auch wenn die

Klinik landschaft.

Ihre Vorschläge?

Bereitschaft der Menschen,

Wortmann: Im internationalen

sich bei strömendem Regen

mit einem sperrigen Thema

wie Klinikfinanzierung auseinanderzusetzen,

begrenzt

ist, zieht Abel ein positives Fazit:

Thomas Wortmann (Foto: BARMER GEK)

Vergleich gibt es in Deutschland

zu viele stationäre Kapazitäten.

Nur gut drei Viertel dieser Betten

sind belegt. Hinzu kommt,

dass die moderne Medizin zunehmend

„Es hat sich dennoch gelohnt.“

Die Lösung aus Sicht der meisten Menschen wäre

wohl, den Kliniken schnell und unbürokratisch zusätzliche

Mittel zu gewähren. Die Krankenkassen

dagegen halten den pauschalen Ruf nach mehr

Geld für zu einfach und werfen dem Land vor,

sich finanziell nicht ausreichend zu engagieren.

Armin Tank, Chef der Landesvertretung der Ersatzkassen

in Schleswig-Holstein, erinnert in diesem

Zusammenhang an die Verpflichtung der öffentlichen

Hand, die sich nach seiner Meinung immer

mehr aus der Investitionskostenfinanzierung

zurückzieht. Folge: Die Kliniken müssten immer

mehr Investitionen aus dem laufenden Haushalt finanzieren.

„Dieser Betrag fehlt somit für die Versorgung

der Patienten – und wird zudem einseitig

der gesetzlichen Krankenversicherung aufgelastet“,

kritisierte Tank. Ähnlich argumentiert Thomas

Wortmann von der Barmer GEK (siehe Interview auf

dieser Seite).

Dr. Franz-Joseph Bartmann, Präsident der Ärztekammer

Schleswig-Holstein, sieht zwar die Notwendigkeit

für schnelle Hilfe, um „Schlaglöcher“ in

den Kliniken zu stopfen. Er betont aber auch: „Das

schnelle Geld aus Berlin kann keine grundlegende

Sanierung der Krankenhausfinanzen ersetzen. Wir

brauchen nach der Bundestagswahl eine „Große

Krankenhauskoalition“, die endlich eine dauerhaft

tragfähige Finanzierung unserer Kliniken auf den

Weg bringt.“ Bartmann sieht aber auch die Länder

in der Pflicht, weil die Krankenkassen laut Gesetz

eigentlich nur die medizinischen Leistungen der

ambulanter wird und auch die Infrastruktur

der Kliniken häufiger ambulant oder kurzstationär

genutzt werden sollte. Planbare Behandlungen

und Operationen sollten in spezialisierten Zentren

durchgeführt werden. Wer immer nur mehr Geld

fordert oder andere für die Probleme verantwortlich

macht, erweckt den Anschein, strukturelle Defizite

in den eigenen Häusern nicht lösen zu können

oder zu wollen. Solange die Kliniken keine schlüssigen

Antworten auf diese wichtigen Fragen liefern,

verbietet es sich, über weitere Finanzspritzen nachzudenken.

Wie reagieren Ihre Versicherten?

Wortmann: Uns liegen keine Reaktionen von Versicherten

zur Klinikfinanzierung vor. Klar ist: Die

Versicherten sind mit den Krankenhäusern sehr zufrieden.

Was können die Krankenhäuser verbessern?

Wortmann: Wir sind der falsche Adressat für Forderungen

der Kliniken. Sie müssten darauf drängen,

dass die Länder ihrer Verpflichtung zur

Investitionsfinanzierung endlich umfassend nachkommen.

Längst nicht alle Häuser nutzen Kooperationsmöglichkeiten.

Warum wird die prekäre Finanzlage der Kliniken

nicht aus den Rücklagen der Kassen entschärft?

Wortmann: Dies beabsichtigt die Bundesregierung

mit ihrem Hilfsprogramm ja. Eine Unterstützung

nach dem Gießkannenprinzip ist aber fragwürdig.

Besser wäre gezielte und nachhaltige Hilfe für wirtschaftlich

arbeitende Kliniken, die für die Versorgung

im ländlichen Raum unverzichtbar sind.


Ausgabe 6 | Juni 2013 15


TITELTHEMA

Krankenhäuser bezahlen müssen – für bauliche Investitionen

sind die Bundesländer zuständig.

„Sicherheit und Qualität gibt es nicht zum Schnäppchenpreis:

Ärzte fangen ebenso wie das Pflegepersonal

seit Jahren den Druck auf, der durch die

unsolide Krankenhauspolitik von Bund und Ländern

entsteht. Der enorme Zeitdruck, unter dem Ärzte stehen,

birgt die Gefahr, dass Beinahe-Fehler oder Fehler

passieren“, warnt Bartmann.

Die Ärztekammer ist wie berichtet Mitglied der Allianz,

der sich u. a. auch die Krankenhausgesellschaft

und zahlreiche weitere Organisationen aus dem Gesundheitswesen

im Norden angeschlossen haben.

Unstrittig ist, dass in Schleswig-Holstein Krankenhäuser

und Politik parteiübergreifend für einen bundeseinheitlichen

Basisfallwert eintreten. „Es gibt

keinen nachvollziehbaren Grund, warum für dieselbe

Krankenhausbehandlung in einigen Bundesländern

weniger finanzielle Mittel als in anderen zur Verfügung

gestellt werden. Zumal jeder Patient bundesweit

den gleichen Beitragssatz für die gesetzliche

Krankenversicherung zahlt“, sagt Schleswig-Holsteins

Gesundheitsministerin Kristin Alheit, die unmittelbar

vor dem Aktionstag einen weiteren Vorstoß

in Sachen Basisfallwerte auf einer Konferenz der Gesundheitsministerien

der Länder unternahm.

Die Krankenhäuser brauchen die politische Unterstützung,

wissen aber auch um die zähen Prozesse

bis zur Umsetzung solcher Forderungen. Zugleich

steigen die Kosten für sie aber weiter. „Durch Personalabbau

und Arbeitsverdichtung sind zusätzliche

Ausgaben nicht mehr aufzufangen, es sei denn,

die Krankenhäuser reduzieren ihre Leistungen bei

Behandlung, Pflege und Zuwendung. Das kann

niemand wollen“, gibt der Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft

Schleswig-Holstein, Bernd Krämer,

zu bedenken. Deshalb fordert die Allianz einen

bundeseinheitlichen Basisfallwert, eine nachhaltige

Finanzierung und mehr Geld für das Klinikpersonal.

Zur Begründung heißt es u. a.: „Die Kliniken im

Land brauchen gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter.

Leistungsträger, die ausgeruht und verantwortungsbewusst

arbeiten. Personal, das auch die

Zeit hat, Sie so zu betreuen, wie Sie es im Krankenhaus

erwarten. Das geht nur, wenn genügend Menschen

in den Kliniken arbeiten.“ Krämer schätzt die

Stimmungslage in den Kliniken des Landes so ein,

dass man mit der bundesweiten Soforthilfe (siehe

Seite 17) nicht zufrieden sein wird. Negativ kommt

nach seiner Einschätzung an, dass es auf die Forderungen

aus dem Norden noch keine Reaktion

aus Berlin gegeben hat. „Darauf warten wir bislang

vergeblich“, sagte Krämer dem Schleswig-Holsteinischen

Ärzteblatt. Schon jetzt denkt die Allianz deshalb

über eine Fortführung des Protestes nach. Ein

Termin steht noch nicht fest. Klar ist nur: Er soll vor

der Bundestagswahl stattfinden – und bei besserem

Wetter. Dirk Schnack

Kiel: Dr. Roland Ventzke und Axel Bethge diskutierten

mit Staatssekretärin Anette Langner.

Eine Mitarbeiterin des SKK informierte Passanten in

der Einkaufspassage.

(Fotos: di)

16 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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„Es wird immer schlimmer“

„Wir sagen jedes Mal dasselbe, aber es wird immer

schlimmer.“ Jürgen Marx von der Kieler Lubinus-

Stiftung verfolgt wie viele andere Klinikvertreter aus

Norddeutschland die gesundheitspolitische Entwicklung

mit Sorge, warnt oft vor den Konsequenzen

– und erlebt schließlich, dass die Mahnungen

wenig Wirkung zeigen.

Tatsächlich weisen die Krankenhäuser in Schleswig-Holstein

seit vielen Jahren immer wieder auf

die prekäre Lage infolge der Finanzausstattung hin.

An Verständnis der Politiker mangelte es in dieser

Zeit nicht. Zahlreiche Landes- und Bundespolitiker

erlebten bei Besuchen in verschiedenen Krankenhäusern

vor Ort, wo die Probleme liegen. Nur: Passiert

ist in den meisten Fällen nichts. Immerhin war

kurz vor den von der Landeskrankenhauskonferenz

veranstalteten 14. Norddeutschen Gesundheitstagen

in Lübeck die Entscheidung gefallen, den

deutschen Krankenhäusern einen Zuschlag von

insgesamt 1,1 Milliarden Euro zu gewähren. Trotz

der auf den ersten Blick beträchtlichen Summe war

von Euphorie in Lübeck nichts zu spüren. Stattdessen

wurde schnell deutlich, dass die Klinikvertreter

diese Summe nicht für ausreichend halten, um die

größten Probleme im stationären Sektor zu lösen.

Denn auch in diesem Jahr erwarten die Krankenhäuser

ein Defizit von etwa zwei Prozent. Bei einem

Haus mit 300 Betten entspricht dies rund 15 Vollzeitstellen.

Marx schlug deshalb vor, die zusätzlichen Mittel

zwischen den Bundesländern asymmetrisch zu

verteilen. Bundesländer mit niedrigen Landesbasisfallwerten

sollen diesem Vorschlag nach besser

gestellt werden als Länder mit höheren Landesbasisfallwerten.

Schleswig-Holstein müsste nach

Rechnungen der Klinikverantwortlichen bei einer

symmetrischen Verteilung rund 30 Millionen Euro

zusätzlich erhalten, bei einer asymmetrischen Verteilung

entsprechend mehr. „Damit könnte bislang

benachteiligten Ländern geholfen werden, ohne

dass Kliniken in anderen Ländern etwas verlieren“,

warb Marx für den Vorschlag. Auch Bernd Krämer,

Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft,

Dr. Arthur Friedrich vom Verband leitender

Krankenhausärzte und Hans-Martin Kuhlmann,

Landesvorsitzender im Verband der Krankenhausdirektoren

(VKD) begrüßten den Vorschlag. Kuhlmann

sagte: „Das könnte das Ungleichgewicht

verringern.“

Aktuell beträgt der Landesbasisfallwert in Schleswig-Holstein

3.012 Euro, dies ist bundesweit der

niedrigste Wert. In Rheinland-Pfalz, dem bundesweiten

Spitzenreiter, beträgt der Landesbasisfallwert

laut Landeskrankenhauskonferenz 3.250

Euro. Die Differenz erhalten die Kliniken in besser

gestellten Bundesländern für jeden behandelten

Fall in ihren Abteilungen mehr an Erlösen. Damit

stehen in Krankenhäusern in den Ländern mit hohem

Landesbasisfallwert deutlich mehr Mittel bereit,

die sie etwa in Personal investieren können.

Denn gerade die dünne Personaldecke ist eines

der größten Probleme der Kliniken im Norden,

wie Pflegedirektor Christian de la Chaux aus

dem Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in Neumünster

als Vertreter des Bundesverbands Pflegemanagement

in der Pressekonferenz während der

Tagung berichtete. Nach seinen Erfahrungen ist

das Thema Bezahlung bei den Pflegekräften nachrangig

gegenüber der Arbeitsbelastung. Die ist

inzwischen so groß, dass viele der rund 36.000 Beschäftigten

in den 94 Krankenhäusern zwischen

Nord- und Ostsee lieber mehr Kollegen als eine

bessere Bezahlung ihrer Arbeit hätten. Dies bestätigte

auch Wolfgang Gagzow, Geschäftsführer der

Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern

(KGMV): „Es sind nicht die Kliniken, sondern

die Mitarbeiter, die leiden.“ Im Nachbarland ist die

Not der Krankenhäuser vergleichbar – ihr Landesbasisfallwert

liegt nur leicht über dem von Schleswig-Holstein.

Unabhängig davon sorgen sich die Klinikverantwortlichen

in Schleswig-Holstein aber, ob und wie

viel von den bei symmetrischer Verteilung zu erwartenden

30 Millionen Euro vor Ort ankommen

werden. Ganz unbegründet ist die Sorge nicht – die

Krankenhausvertreter verwiesen auf die Erfahrungen

der niedergelassenen Ärzte. Die hatten sich

nach einer bundesweit ausgehandelten Honorarerhöhung

gewundert, wer von den Zuschlägen profitiert

hatte. In vielen Arztpraxen, hieß es damals,

sei von der Honorarerhöhung nichts angekommen.

Dirk Schnack

Ausgabe 6 | Juni 2013 17


SCHLESWIG-HOLSTEIN

Ärztezentren

Erst entstand das Vertrauen,

dann folgte die Zusammenarbeit

Für das MediCo Gesundheitszentrum in Stockelsdorf haben fünf Praxen ihre

früheren Standorte verlegt. Die Zusammenarbeit soll noch intensiviert werden.

In Stockelsdorf haben sich die Wege für Patienten

seit Jahresbeginn verkürzt. Ärzte aus dem Lübecker

Vorort haben sich in einem weiteren Zentrum

niedergelassen – das MediCo Gesundheitszentrum

entstand in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem

bereits etablierten Ärztehaus. Eine direkte Verbindung

war zwar nicht möglich, doch durch die räumliche

Nähe der beiden Einrichtungen haben die

häusliche Krankenpflege, Optiker, Hörgeräteakustiker,

Podologie und einen Zahnarzt vereint. Eine

Fläche von rund 200 Quadratmetern ist noch frei.

Hierfür schwebt Rehme eine Time-Share-Praxis vor:

Ärzte sollen wechselseitig mieten und Sprechstunden

anbieten können. „Das kann eine Zweigpraxis

oder eine rein privatärztliche Sprechstunde sein“,

sagt der Apotheker.

Sie alle arbeiten in dem zum Jahresbeginn eröffneten MediCo Gesundheitszentrum in Stockelsdorf (Foto oben).

Patienten nun zahlreiche unterschiedliche Fachrichtungen

unter zwei Dächern im Zentrum des Ortes.

Ärzte wechseln aus berechtigten Gründen nicht

leichtfertig ihren Praxisstandort. In Stockelsdorf gelang

es dem Apotheker-Ehepaar Astrid und Gerd

Rehme, gleich fünf etablierte Praxen aus dem Ort

zum Umzug in ein neues Zentrum zu bewegen. Nach

den ersten Monaten zeigt sich, dass die Patienten

das MediCo gut annehmen.

„Wir hatten vom Start weg eine gute Frequenz. Das

liegt auch daran, dass kein Arzt Newcomer war“,

sagt Gerd Rehme einige Monate nach Eröffnung

des MediCo. Zusammen mit seiner Frau Astrid betreibt

er die Lübbers Apotheke in Stockelsdorf, die

im Ärztezentrum nun einen zweiten Standort eröffnet

hat. Rehme ist Mitinitiator und Geschäftsführer

des MediCo, das auf 2.400 Quadratmetern neben

fünf Arztpraxen verschiedener Fachrichtungen u. a.

eine Apotheke, Logo-, Ergo- und Physiotherapie,

Vorbild für das MediCo in Stockelsdorf war ein vergleichbares

Zentrum in Lübeck, das ebenfalls ein

breites medizinisches Spektrum bietet und von den

Patienten nach Beobachtung der Stockelsdorfer

gut angenommen wird. Der Gründung in ihrem Ort

gingen regelmäßige Treffen der Ärzte und des Apotheker-Ehepaares

voraus. In dieser Zeit wuchs der

Wunsch der Einzelpraxen nach Zusammenarbeit.

Dass er auch in die Tat umgesetzt wurde, führt

Rehme auf die regelmäßigen Treffen zwischen Ärzten

und Apothekern und auf das daraus entstandene

Vertrauen zurück. „Wichtig war auch, dass die Zeitplanung

eingehalten wurde. Jeder hat langfristige

Mietverträge“, berichtet Rehme.

Orthopäde Dr. Tom Breitwieser ist überzeugt, dass

die Zusammenarbeit gelingt: „Die Kooperation wird

immer besser“, sagte Breitwieser. Er hat seinen früheren

Standort in der Nachbarschaft zugunsten des

Zentrums verlassen. Fünf Jahre war Breitwieser am

18 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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(Foto: di)

Vor der Entscheidung zum Umzug trafen sich die Heilberufler zwei Jahre lang regelmäßig. (Foto: MediCo)

alten Standort, zuvor kannten die Patienten seine

Praxis über viele Jahre durch den Vorgänger. Das

Risiko, durch den Wechsel Patienten zu verlieren,

schätzt Breitwieser jedoch gering ein. Bislang hat

er nur positive Resonanz erfahren: „Meine Patienten

gratulieren mir jeden Tag zum neuen Standort.“

Neben neuen Räumen und einer modern eingerichteten

Praxis ist für den Orthopäden die Nähe

zu den Kollegen wichtig. Neben ihm hat ein Frauenarzt

seine Praxis eröffnet, auf anderen Stockwerken

praktizieren ein HNO-Arzt, ein Pädiater sowie

eine hausärztlich-internistische Doppelpraxis. Breitwieser

erwartet, dass sich die Zusammenarbeit zwischen

den Kollegen erweitern lässt, etwa durch

gemeinsames Qualitätsmanagement.

Rehme sieht in dem neu entstandenen Verbund

auch eine gute Basis für Verhandlungen mit den

Kostenträgern über Selektivverträge. Mit fünf Arztpraxen

ist das MediCo zwar vergleichsweise klein,

im Verbund mit dem Lübecker Vorbild aber könnte

das Interesse der Krankenkassen steigen, hofft der

Geschäftsführer.

Ein anderer Baustein für eine engere Kooperation

sind feste Termine, die die im MediCo ansässigen

Ärzte bei ihren Kollegen für Sprechstunden buchen

können, womit die Wartezeiten ihrer Patienten verringert

werden können. Gegenseitige Urlaubsvertretungen

durch das Personal sind ebenfalls angedacht,

ein gemeinsamer Personalpool bislang dagegen

noch nicht.

Damit die Ärzte sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren

können, nimmt das zentrale Management

ihnen auf Wunsch Aufgaben ab. Begleitet wird das

MediCo durch eine Unternehmensberaterin, mit der

auch künftig regelmäßige Treffen stattfinden, um bislang

nicht genutzte Möglichkeiten der Kooperation

auszuloten.

Dirk Schnack

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SCHLESWIG-HOLSTEIN

Ophthalmologie

Verbünde der Augenärzte sorgen

für internen Diskussionsstoff

GIO, GOA und andere bündeln die Interessen einzelner Augenärzte mit Erfolg.

Der Verband warnt vor den Konsequenzen. Geraten Einzelkämpfer ins Abseits?

Betriebswirtschaftlich gesehen macht die Gesellschaft

für integrierte ophthalmologische Versorgung

(GIO) derzeit wahrscheinlich fast alles richtig: Selektivverträge

mit den Krankenkassen unterstreichen

die steigende Akzeptanz des Verbunds genauso

wie der rege Zulauf von Kollegen: 32 angestellte und

freiberufliche Ärzte aus zehn Praxen gehören inzwischen

zur GIO, die mit schlichter Größe zu einem

schon etwas länger an elf Standorten im gleichen

Gebiet arbeitet. Damit ist bei den Augenärzten die

gleiche Entwicklung zu beobachten, wie sie auch

etwa bei Orthopäden oder HNO-Ärzten eingetreten

ist: Niedergelassene Ärzte entdecken die Vorzüge

des Zusammenschlusses und nutzen damit Vorteile

wie Marktmacht in den Verhandlungen mit Kostenträgern

und beim Einkauf, bei der Spezialisierung,

im kollegialen Austausch oder bei internen Fortbildungen.

GIO-Vorstand Dr. Jon-Marten Heisler aus Rendsburg

berichtet, dass die Gemeinschaft erst nach massiven

Widerständen ihre derzeitige Position erkämpft

hat. Zum Start fühlte sich der augenärztliche Verbund

weder von Kostenträgern noch von Organisationen,

Verbänden und Konkurrenten auf Augenhöhe

behandelt. „Heute werden wir anders wahrgenommen“,

sagt Heisler.

„Wir wollen auf Augenhöhe mit den

anderen Fachgruppen agieren.“

Maren Morawe

(Fotos: di)

wichtigen Faktor in der augenärztlichen Versorgung

im Norden geworden ist. Immerhin beschäftigen die

Praxen des Verbunds inzwischen 432 Mitarbeiter an

21 Standorten in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Die Ärzte operieren im Jahr insgesamt 8.500 Patienten

in sieben OP-Zentren und behandeln 50.000

Menschen konservativ.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2005 hat sich die GIO

kontinuierlich und weitgehend geräuschlos zu einem

landesweiten Verbund niedergelassener Augenärzte

entwickelt und damit zu einem Wettbewerber zur

Gemeinschaft operierender Augenärzte (GOA), die

Die positive Entwicklung der Gemeinschaft führt er

auch auf die partnerschaftliche Struktur zurück, in

der nicht eine große Praxis die anderen Mitglieder

des Verbunds dominiert. „Wir haben klare demokratische

Strukturen mit einem gewählten Vorstand.

Bei uns entscheidet nicht einer allein“, sagt Heisler.

Neben Einzelpraxen etwa in Neumünster und

Schenefeld zählen auch größere Einheiten wie das

Augenzentrum Nord mit allein sechs Standorten im

südöstlichen Schleswig-Holstein zu den GIO-Mitgliedern.

Unter ihnen sind zwei rein konservativ tätige

Augenärzte, die anderen operieren auch. Schranken

20 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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für die Mitgliedschaft gibt es nicht: „Wir sind offen für

weitere Kollegen“, betont Heisler.

Ohne professionelle Unterstützung ist die Organisation

eines solchen Verbunds kaum möglich. GIO-Geschäftsführerin

Maren Morawe ist Ökonomin, sie hat

viel Zeit in die Verhandlungen mit Kostenträgern investiert.

Mittlerweile gibt es Verträge mit allen Krankenkassen.

Die Geschäftsführerin denkt schon über

die bestehenden Verträge hinaus, hält auch Kooperationen

mit anderen Berufsgruppen für sinnvoll.

Eine gemeinsame Dachmarke könnte etwa das Auftreten

als Netz mit entsprechender Förderung ermöglichen.

Wichtig ist für sie dabei: „Wir wollen auf

Augenhöhe mit den anderen Fachgruppen agieren.“

Nach seiner Einschätzung sind in der Honorarpolitik

die Anreize falsch gesetzt worden. Danach lohnen

sich Operationen mehr als die konservative Versorgung.

Folge ist, dass die Operationen in den großen

Verbünden eine immer stärkere Rolle spielen. Die

„Wir haben klar demokratische Strukturen

mit einem gewählten Vorstand.

Bei uns entscheidet nicht einer allein.“

Dr. Jon-Marten Heisler

Gegründet hat sich die GIO mit dem Ziel, die augenärztliche

Versorgung durch freiberuflich tätige Ärzte

sicherzustellen. Durch den Verbund sollte zugleich

die Wettbewerbsfähigkeit der Mitglieder gestärkt

und die Qualität gesteigert werden. Effizientere Zusammenarbeit

und ein intensiverer Informationsaustausch

waren weitere Ziele. Bei allen Zielen sehen

Morawe und Heisler die Gemeinschaft vorangekommen.

Ob aber auch die Kollegen, die nicht in Verbünden

arbeiten, mit der Entwicklung zufrieden sein können,

ist für Dr. Barnhard Bambas fraglich. Der Vorsitzende

des Berufsverbands (BVA) weiß zwar, dass

er die Zusammenschlüsse nicht verhindern kann,

verweist aber auf die nach seiner Ansicht damit verbundenen

Risiken. „Es besteht die Gefahr, dass die

Verbünde sich auf Operationen konzentrieren und

die Flächenversorgung leidet“, warnt Bambas. Der

in Bad Segeberg niedergelassene Augenarzt sieht

über die Verbünde einen stärkeren Verdrängungswettbewerb

und befürchtet, dass die Entwicklung

einer Spaltung seiner Berufsgruppe (derzeit 178 niedergelassene

Augenärzte in 130 Praxen) Vorschub

leisten könnte. Er betont aber auch: „Dem einzelnen

Augenarzt kann man keinen Vorwurf machen, wenn

er sich einer solchen Gemeinschaft anschließt.“

von der GIO genannten Zahlen zu konservativ behandelten

und operierten Patienten scheinen dies

zu unterstreichen. Denn nach Bambas Angaben liegt

der Verbund über der bundesweiten Relation.

Lösen ließe sich dieses Problem nach seiner Ansicht

am ehesten durch mehr Geld im Honorartopf, das

dann vorwiegend in die konservative Behandlung

fließen sollte. So schlägt der Berufsverband etwa

eine eigene Ziffer für Patienten von über 75 Jahren

vor. Besonders durch die wachsende Zahl an älteren

Patienten steigt auch der Bedarf, wie auch Heisler

bestätigt. Schon jetzt haben Augenärzte nach Hausund

Frauenärzten die meisten Patientenkontakte in

Deutschland.

Die Anforderungen werden nach Einschätzung

Heislers noch zunehmen. Zugleich steigen damit

auch die Möglichkeiten, dass Patienten außerhalb

des Kollektivvertrags Leistungen in Anspruch nehmen.

In der Fachgruppe haben schon heute privat

gezahlte Leistungen und über Selektivverträge abgerechnete

Leistungen mehr Bedeutung als in den

meisten anderen Fachgruppen. Einen Vorteil für die

Einzelkämpfer unter den Augenärzten hat die starke

Rolle der Verbünde trotz aller Bedenken des BVA:

Ärzte, die ihre Praxis abgeben wollen, stoßen bei den

Verbünden auf starkes Interesse. Dirk Schnack

Ausgabe 6 | Juni 2013 21


SCHLESWIG-HOLSTEIN


Erfolgreiche Augenarztpraxis ohne Verbund

„Für uns könnte es nicht besser sein.

Zähe Entscheidungsprozesse kennen

wir nicht.“

Dr. Bernhard Bambas

(Foto: di)

Trotz des Zulaufs zu den Verbünden: Es gibt noch

immer zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftspraxen

in Schleswig-Holstein, die losgelöst von Zusammenschlüssen

arbeiten und damit gute Erfahrungen

sammeln. Ein Beispiel ist die Gemeinschaftspraxis

von Dr. Carmen und Dr. Bernhard Bambas in Bad

Segeberg, die das Ehepaar vor genau 20 Jahren

gegründet hat. Dr. Bernhard Bambas ist sich sicher,

dass dies nicht nur die richtige Entscheidung zum

Start war, sondern dass die verbundfreie Praxis eine

Zukunft hat. Bambas begründet seine Prognose vor

allem mit der schnellen Abstimmung, die bei ortsübergreifenden

Verbünden in dieser Form kaum

möglich ist. Manchmal sind dort zeitraubende Abstimmungen

und Diskussionen erforderlich. Aber

auch die Patienten profitieren nach Ansicht des Augenarztes:

„Patienten wollen am liebsten immer den

gleichen Ansprechpartner. Kontinuität ist wichtig“,

sagt Bambas. Das bedeutet nicht, dass Patienten

deswegen auf medizinische Verfahren verzichten

müssen, die die Gemeinschaftspraxis nicht anbietet.

„Wenn wir an unsere Grenzen stoßen, haben

wir kein Problem damit, einen Patienten an entsprechend

qualifizierte Kollegen zu vermitteln“, sagt der

Landesvorsitzende des Berufsverbandes der Augenärzte.

Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt,

dass Einzel- und Gemeinschaftspraxen auch unter

den derzeitigen Bedingungen ohne Zusammenschlüsse

erfolgreich sein können. Das Ehepaar

Bambas hatte sich 1993 unmittelbar vor der Zulassungssperre

in Bad Segeberg niedergelassen. Den

Standort hatten sich die Augenärzte sorgfältig ausgesucht:

ganz Norddeutschland stand zur Auswahl.

In der engeren Wahl blieben am Ende Quickborn

und Bad Segeberg. Die Kreisstadt erhielt schließlich

den Zuschlag, weil Bambas dort aufgewachsen war.

Und es gab nur zwei weitere augenärztliche Praxen

– mit zum Teil langen Wartezeiten. Schon drei

Wochen vor Eröffnung wurden Termine vergeben,

die Patienten nahmen die Praxis hervorragend an.

Schon im ersten vollständigen Quartal lag die Gemeinschaftspraxis

über dem für Schleswig-Holstein

damals geltenden Durchschnitt. Das blieb auch so.

Um den Andrang bewältigen zu können, war zunächst

eine Erweiterung und vor Kurzem der Umzug

in eine größere Immobilie notwendig. Als wichtigen

Erfolgsfaktor betrachtete Bambas auch laufende

Investitionen, um die Praxis auf einem modernen

Stand zu halten. „Früher haben Augenärzte ein Mal

in die Ausstattung investiert und das hat dann gereicht.

Das ist heute nicht mehr möglich“, sagt Bambas.

Mindestens ebenso wichtig ist für ihn aber die

Teamarbeit in der Praxis. Das mittlerweile achtköpfige

Team ist es gewohnt, Verantwortung übertragen

zu bekommen. „Die Rolle des Praxisteams wird

oft unterschätzt. Man braucht fachlich hochqualifizierte

Mitarbeiter, an die wir Aufgaben delegieren

können“, sagt Bambas. Dabei verlässt sich das Ehepaar

nicht darauf, dass sich fertiges Personal bewirbt.

In den 20 Jahren haben sie 15 Auszubildende

in der Praxis gehabt. Eine von ihnen ist heute Praxismanagerin

in der Bismarckallee.

Eine weitere Voraussetzung für den Erfolg ist sicherlich

der Optimismus des Ehepaars: „Wir versuchen,

aus den bestehenden Rahmenbedingungen

das Beste zu machen und offen zu bleiben für neue

Wege.“ (di)

22 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Fachkräfte

Investitionen in Köpfe und in

Technik sichern die Versorgung

Auf einer Konferenz zur Gesundheitswirtschaft in Bad Segeberg stand die

Gewinnung von Fachkräften für das Gesundheitswesen im Mittelpunkt.

Anja Vollack, Staatssekretär Ralph Müller-Beck, Landrätin Jutta Hartwieg und

Nadine Sevegnani vom Regionalmanagement Gesundheit Südholstein. (Foto: di)

In fast allen Bereichen

des Gesundheitswesens

werden Fachkräfte gesucht.

Land, Kreis und

Krankenhäuser der Region

Segeberg haben

eine gemeinsame Initiative

gestartet, um

Personal im Gesundheitswesen

zu gewinnen.

Zu den Instrumenten

zählen u. a. ein gemeinsames

Stellenportal, Präsenz

auf Messen und

Werben für die Gesundheitsberufe

in den Schulen.

Gestartet wurde die Initiative

Ende April in Bad

Segeberg, wo die einzelnen Module vorgestellt wurden.

Zugleich wurde im Rahmen einer Podiumsdiskussion

ausgelotet, wie man dem Fachkräftemangel

begegnen kann. Kammerpräsident Dr. Franz-Joseph

Bartmann riet in diesem Zusammenhang, in Köpfe

und Technik zugleich zu investieren. Er verwies auf

die in den vergangenen Jahren stets steigende Zahl

von Medizinern – bei allerdings stärker wachsender

Nachfrage nach ärztlichen Leistungen. „Wir müssen

uns von der Idee trennen, das Problem nur quantitativ

lösen zu können“, sagte Bartmann beim Start der

Initiative. Er hält Investitionen in die technische Infrastruktur

für erforderlich. Entlastung könnte nach seiner

Ansicht auch die rasche Zuordnung zur richtigen

Versorgungsebene bringen. Nicht für jede Frage von

Patienten könne ein Arzt bereitstehen, warnte Bartmann.

Auf die Verantwortung der Unternehmen verwies

Anja Vollack von der UKSH Akademie. „Fachkräftegewinnung

beginnt in der Ausbildung. Zugleich müssen

wir eine Unternehmenskultur schaffen, damit die

Menschen kommen und bleiben“, sagte Vollack. Wie

wichtig diese Einstellung ist, zeigt ein Vergleich von

Staatssekretär Ralph Müller-Beck. Nach seinen Angaben

gehen in Schleswig-Holstein jedes Jahr mehr

Menschen in den Ruhestand, als Absolventen die

Schulen verlassen. Im Konkurrenzkampf um die Arbeitskräfte

steht der Kreis Segeberg derzeit noch

gut da. Rund 13.000 Menschen im Kreis arbeiten

laut Landrätin Jutta Hartwieg in der Gesundheitswirtschaft.

Damit potenzielle Beschäftigte sich einen

Überblick über die vorhandenen Stellen und die

Region insgesamt verschaffen können, investieren

Kreis, Land und die Kliniken in die Kampagne, die

u. a. einen Imagefilm und ein Stellenportal beinhaltet,

in dem die beteiligten Kliniken der Region kostenfrei

ihre Stellen anbieten können.

Dirk Schnack

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SCHLESWIG-HOLSTEIN

Kliniken

40 Jahre nach dem Grundstein:

Klinikum Itzehoe plant die Zukunft

Vor 40 Jahren wurde in der Kreisstadt der Grundstein gelegt. Bis heute bildet

das Gebäude den Kern für das moderne und erfolgreiche Krankenhaus.

oben: Klinikum Itzehoe: Hier entsteht

demnächst ein Erweiterungsbau mit Platz

für zwölf Arztpraxen.

links: Foto von 1973 - Das damals gebaute

Klinikum ist bis heute der Kern der

Einrichtung, die durch ständige Investitionen

an die Anforderungen der modernen

stationären Versorgung angepasst

wurde.

(Fotos: di/Klinikum Itzehoe)

Geplant waren zunächst nur 420 Betten in einem 18

Millionen DM teuren Neubau. Doch der Planungsstand

für das Klinikum Itzehoe aus den 60er Jahren

war schnell überholt. Der für Bau und Betrieb errichtete

kommunale Zweckverband wartete zur Grundsteinlegung

am 29. Mai 1973 und zur Inbetriebnahme

1976 mit aktualisierten Zahlen auf: über 600 Betten

und Kosten von 90 Millionen DM.

Dabei blieb es nicht. Heute liegt Itzehoe bei rund

700 Betten und Behandlungsplätzen und ist die zentrale

Gesundheitseinrichtung des Kreises Steinburg.

24 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Expansion nicht gegen die einweisenden

Ärzte: Verwaltungsdirektor

Bernhard Ziegler ist fast die Hälfte

der Zeit seit Grundsteinlegung im

Klinikum Itzehoe.

Inzwischen lassen sich hier rund 27.500 Patienten

jährlich behandeln. Den Kern dafür bietet noch immer

das kompakte Gebäude, für das vor 40 Jahren

der Grundstein gelegt wurde. Damit das Wachstum

möglich war, investierte der Träger in den folgenden

Jahren fast im Jahresrhythmus in Millionenhöhe in

Aus- oder Umbauten. Insgesamt wurden seitdem in

Itzehoe 46 Millionen Euro investiert, berichtet Verwaltungschef

Bernhard Ziegler.

Zuschüsse aus öffentlicher Hand bewegten sich

zwischen null und 60 Prozent für die verschiedenen

Maßnahmen. Der kommunale Träger konnte also immer

nur investieren, wenn mit dem laufenden Betrieb

auch Gewinn erwirtschaftet wurde. Das ist in den

vergangenen Jahren bis auf 2011 immer gelungen.

„Für 2013 traue ich mir allerdings keine Prognose

zu“, sagt Ziegler mit Blick auf die derzeit unsichere

wirtschaftliche Lage für Krankenhäuser in Schleswig-Holstein.

Fest steht dagegen, dass das Haus mit rund 1.800

Mitarbeitern längst einer der wichtigsten Arbeitgeber

der ganzen Region ist. Fest steht auch, dass Ziegler

bei dieser Expansion das sensible Verhältnis zu

den einweisenden Ärzten bislang im Blick behalten

hat. Zwar befinden sich inzwischen 14 Kassenarztsitze

in Händen von MVZ der Klinik. Ziegler legt aber

Wert darauf, dass keine allgemeinmedizinischen und

keine internistischen Sitze darunter sind. „Nichts

ohne Absprache mit den Einweisern“ – nach dieser

Formel soll auch ein Erweiterungsbau entstehen,

für den noch in diesem Jahr Baubeginn sein wird.

Dort entsteht Platz für insgesamt zwölf Praxen. Drei

Viertel der Fläche sind bereits vergeben. Klar ist für

Ziegler, dass auch hier aus Rücksicht auf die einweisenden

Ärzte nicht an Allgemeinmediziner vermietet

wird, denn: „Die Hausärzte gehören in die dezentrale

Versorgung, nicht in die Klinik.“

Es werden weitere Veränderungen folgen. Eine Palliativstation

und eine psychosomatische Tagesklinik

sollen kommen, das MVZ im Itzehoer Stadtzentrum

soll erweitert werden, ein Patientenhotel, ein Bildungszentrum

und der Neubau der Psychiatrie stehen

auf der Wunschliste. Ziemlich viel für ein Haus,

das im Bundesland mit dem niedrigsten Landesbasisfallwert

die meisten Investitionen aus eigener Tasche

stemmen muss. Doch Ziegler weiß auch, dass

er mit Gewinnen, wenn sie denn realisiert werden

können, auch arbeiten kann – im Gegensatz zu vielen

privaten Häusern, die Konzernumlagen leisten

und Gewinne abführen müssen. Derzeit spürt das

Klinikum Itzehoe noch einen weiteren wichtigen Vorteil

der kommunalen Trägerschaft: Die Beschäftigten

entdecken die Vorteile dieser Arbeitgeber. Die Nähe

zu Hamburg macht es möglich, dass viele zuvor in

privaten Kliniken unzufriedene Beschäftigte sich für

Itzehoe interessieren. Ziegler: „Wir haben noch relativ

wenig Probleme bei der Personalgewinnung.“

Dirk Schnack

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SCHLESWIG-HOLSTEIN

Stationäre Versorgung

Das Kieler Lubinus Clinicum

stemmt sich gegen die Krise

Neue medizinische Angebote sollen Patientenzahl erhöhen. Verbesserte Konditionen

beim Einkauf. Synergieeffekte durch Zusammenschluss mit dem SEK.

Lubinus: ein Name, der nicht nur eng mit der Medizin

in Kiel verbunden ist, sondern auch für Tradition, einen

guten Ruf und bislang auch immer für schwarze

Zahlen stand. Seit Kurzem aber sorgt das erfolgsverwöhnte

Krankenhaus am Steenbeker Weg für Gesprächsstoff

in der gesundheitspolitischen Szene

rund um die Landeshauptstadt: Erstmals seit dem

Krieg schrieb das Haus 2012 rote Zahlen. Die Patientenzahl

entwickelte sich im vergangenen Jahr nicht

wie gewünscht, Mitarbeiter mussten auf ihr gewohntes

Weihnachtsgeld verzichten und der Marburger

Bund lässt derzeit eine Gehaltskürzung für Ärzte gerichtlich

klären. Der kaufmännische Vorstand der

Lubinus-Stiftung, Dr. Moritz Thiede, ist im April auf

eigenen Wunsch aus der Stiftung ausgeschieden,

um sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Welche Konsequenzen hat diese ungewohnte Entwicklung?

Zumindest sieht Dr. Philipp Lubinus keinen

Grund für Untergangsstimmung. „Wir sind zum

ersten Mal in den roten Zahlen und damit in der

gleichen Situation wie 40 Prozent aller Kliniken in

Deutschland“, sagt Lubinus, der seit Gründung der

Lubinus-Stiftung an deren Spitze steht und damit

auch die Entwicklung an beiden Kieler Standorten –

die Lubinus-Stiftung hatte wie berichtet das Sankt

Elisabeth Krankenhaus (SEK) im Königsweg übernommen

– mit Aufmerksamkeit verfolgt. Lubinus

verweist auf Investitionen in seinem Haus: „Das würden

wir sicherlich nicht machen, wenn die Situation

hochdramatisch wäre.“

Nach der Trennung von Thiede holte Lubinus zunächst

Alt-Geschäftsführer Manfred Schmid zurück,

allerdings ist sein Engagement bis zum Jahresende

befristet. Bis dahin soll nicht nur ein neuer

Geschäftsführer gefunden sein, sondern auch das

Konzept stehen, mit dem sich das Haus gegen die

Krise stemmt. Zunächst zur aktuellen Lage:

Das vergangene Jahr wurde bei einem Umsatz

von rund 50 Millionen Euro mit einem Minus von

einer Million Euro abgeschlossen.

26 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Die Patientenzahl an beiden Kieler Standorten

ging von zusammen 10.042 2011 auf 9.900 im vergangenen

Jahr zurück.

Die Mitarbeiter mussten auf Geld verzichten, u. a.

durch nicht gezahltes Weihnachtsgeld.

Als Ursachen für diese Entwicklung nennt Lubinus

u. a. die Probleme, mit denen alle Krankenhäuser im

Land zu kämpfen haben: den bundesweit niedrigsten

Landesbasisfallwert und die Förderquote des

Landes, die eine erhebliche Eigenbeteiligung des

Trägers bei Investitionen erforderlich macht.

Hinzu kommen die Kosten für die Integration des

SEK: „Bevor man von den Synergieeffekten profitiert,

muss man erstmal Geld in die Hand nehmen“,

sagt Lubinus. Ein weiterer Grund für das Defizit liegt

im Einkauf: Implantate wurden zu ungünstigen Konditionen

eingekauft.

Lösen wollen Schmid und Lubinus die Probleme, indem

sie an der Kosten- und an der Erlösschraube

zugleich drehen. Die personellen Ressourcen sollen

der zurückgehenden Nachfrage angepasst werden –

allerdings möglichst ohne Entlassungen, denn Lubinus

weiß auch: „Das kann man sich bei dem aktuellen

Fachkräftemangel gar nicht leisten.“ Zugleich

sei das Haus durch den Zusammenschluss „ein

wenig zu kopflastig geworden“. Konkret heißt das:

Die derzeitige Mitarbeiterzahl von 540 Beschäftigten

(davon 71 Ärzte) wird „im Rahmen der normalen

Fluktuation“ angepasst, sprich: Nicht jede frei werdende

Stelle wird wieder besetzt.

Zugleich wurden zwei Pflege-Einheiten stillgelegt,

Mitarbeiter bummeln derzeit früher angehäufte

Überstunden ab. Bei anziehender Nachfrage kann

das Haus flexibel reagieren und wieder aufstocken.

Die Einkaufsbedingungen für die Implantate werden

überarbeitet. Auch der restliche Einkauf soll günstiger

werden, hier wirkt sich die größere Menge durch

den Zusammenschluss mit dem SEK schon positiv

aus.

Außerdem will sich das Haus „auf die Wurzeln des

Clinicums zurückbesinnen“, wie Schmid sagt. Dazu

gehört zum einen, dass man die konservative Orthopädie

im Haus wieder stärkt, aber auch, indem man

bei medizinischen Angeboten wieder eine Vorreiterrolle

anstrebt. Dies war dem Haus in der Vergangenheit

mehrfach gelungen; so war man etwa beim

ambulanten Operieren und bei der integrierten Versorgung

einer der Pioniere in Schleswig-Holstein,

was sich auch wirtschaftlich positiv auswirkte. Dies

will man erneut erreichen mit einem neuen Zentrum

für septische Knochen- und Weichteilchirurgie. „Hier

werden wir die vorhandene medizinische Kompetenz

in unserem Haus nutzen und in einem Zentrum bündeln“,

kündigt Schmid an.

Um Spekulationen vorzubeugen: Kein Thema ist die

Schließung eines der beiden Standorte, wie Lubinus

versicherte: „Wir wollen die Marke SEK erhalten und

stärken. Das Sankt Elisabeth Krankenhaus ist gut

angesehen in der Landeshauptstadt.“

Bei der weiteren Entwicklung wird Schmid Lubinus

noch maximal bis zum Jahresende unterstützen.

Der inzwischen 68-jährige Klinikmanager stand zuvor

24 Jahre an der Spitze der Lubinus-Verwaltung

und stellt klar, dass er gern für eine Interimsphase

als Feuerwehrmann, nicht aber längerfristig zur Verfügung

steht.

Dirk Schnack

Der alte und neue Geschäftsführer Manfred Schmid

hilft Dr. Philipp Lubinus beim Bewältigen der aktuellen

Schieflage. Der Patientenandrang am Lubinus

Clinicum hat im verangenen Jahr abgenommen - mit

neuen Angeboten soll die Patientenzahl wieder anziehen.

(Fotos: di)

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SCHLESWIG-HOLSTEIN

Norddeutsche Gesundheitstage

„Krankenhausplanung sollte bei

den Landesbehörden bleiben!“

Breites Themenspektrum in Lübeck: von Gesundheitspolitik über Telemedizin

und Rechtsprechung bis Hygiene reichte die Palette bei den Gesundheitstagen.

Praxisnah und lebendig referierte die Dortmunder

Fachanwältin für Medizinrecht, Dr. jur. Claudia Mareck.

Sie nahm Bezug auf die vorangegangenen Ausführungen

der Staatssekretärin Anette Langner aus

dem schleswig-holsteinischen Sozialministerium zur

Krankenhausplanung. In der Tat, so Mareck, gingen

die Länder immer mehr zu einer bloßen Rahmenplanung

über, wollten aber Details über Qualitätsanforderungen

regeln. Das sei dann problematisch, wenn

die Qualitätsnormen aus Leitlinien einzelner Fachgesellschaften

abgeleitet würden: „Sollen Fachgesellschaften

quasi Krankenhausplanung betreiben? Das

sollte Aufgabe der Landesbehörden bleiben!“

Zur aktuellen kartellrechtlichen Entwicklung sagte

sie, Krankenhäuser sollten nicht erst bei Fusionen,

sondern bei jeder lockeren Zusammenarbeit etwa

beim Einkauf darauf achten, dass als weiteres Ziel

über die Erhaltung des Krankenhauses hinaus auch

die Wahlfreiheit der Patienten gesichert werde. Dies

sollte in Abspracheunterlagen ausdrücklich festgehalten

werden, sonst drohe eine Beanstandung

durch das Kartellamt.

Zur Frage von Sicherstellungszuschlägen für Krankenhäuser:

Laut Mareck kann aus der Landesplanung

kein Anspruch abgeleitet werden, wenn

benachbarte Krankenhäuser in für Patienten akzeptabler

Entfernung die abteilungsspezifische medizinische

Versorgung ebenso leisten können. Wenn

Klinikträger eine Arztstelle aus einem von ihnen kontrollierten

MVZ in ein anderes verlegen wollen, gebe

es nur eine Möglichkeit: Der im MVZ angestellte Arzt

beantragt eine eigene Zulassung, nimmt diese mit in

das andere MVZ und wandelt zurück in eine dortige

Anstellung. Die Frage einer verdeckten Konzentration

ist nach ihren Angaben noch nicht obergerichtlich

entschieden: Wenn ein Klinikträger Arztsitze

aufkauft und Patienten nicht erkennen können, warum

sie bevorzugt in ein Haus eingewiesen werden,

werde dies bisher noch nicht zusammenhängend

geprüft, sondern herkömmlich getrennt nach ambulanter

(MVZ) und stationärer (Krankenhaus) Seite.

Die neuen Hygienevorschriften stellte Dr. Bärbel

Christiansen (Zentrale Einrichtung Interne Krankenhaushygiene

im UKSH und Kommissionsvorsitzende

beim RKI) vor. Die rechtlichen Voraussetzungen für

eine sichere Krankenhaushygiene seien geschaffen,

nur die Umsetzung müsse folgen: „In Schleswig-Holstein

sind alle Beteiligten engagiert bei der

Sache.“ Die neue Landesverordnung über die Infektionsprävention

in medizinischen Einrichtungen

(entsprechend im übrigen Bundesgebiet geltenden

Vorschriften) ermögliche stärkere Kontrollen der Kliniken

durch die Gesundheitsämter. Für die Einstellung

von eigenem Hygienefachpersonal sei laut

Bundesinfektionsschutzgesetz nur noch Zeit bis

2016. Das sei bei Hygienefachkräften (qualifizierten

Pflegekräften) nicht so problematisch, während

bei (ärztlichen) Krankenhaushygienikern ein ernster

Mangel bestehe. Für diese Positionen komme

am ehesten ein Facharzt für Hygiene- und Umweltmedizin

oder auch ein Facharzt für Mikrobiologie,

Virologie und Infektionsepidemiologie infrage. Um

den akuten Bedarf bis 2016 decken zu können, hat

die Bundesärztekammer eine strukturierte curriculare

Fortbildung „Krankenhaushygiene“ entwickelt.

Diese Fortbildung umfasst sechs Module und hat einen

Gesamtumfang von 200 Stunden. Die Teilnehmer

müssen darüber hinaus zwei Jahre lang unter

Supervision 50 Prozent ihrer Arbeitszeit in der praktischen

Hygiene tätig sein. Der hier genannte Kurs

wurde in einer gemeinsamen Aktion der Ärztekammern

Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein

konzipiert und wird aufgrund der zentralen Lage in

Hamburg durchgeführt (vgl. Programmheft 2/2013,

S. 23 f. der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung

der ÄKSH). Horst Kreussler

28 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Klinikinvestitionen

Förderung plus Eigenbeteiligung:

die Formel zur Modernisierung

Die Beteiligtenrunde hat über die Fördermaßnahmen an den Kliniken in Schleswig-Holstein

entschieden: 16 Maßnahmen an 15 Kliniken werden unterstützt.

Bau am Westflügel des Städtischen Krankenhauses Kiel.

(Foto: Städtisches Krankenhaus Kiel GmbH)

Die 15 Krankenhäuser erhalten für ihre Baumaßnahmen

eine Gesamtsumme von 43 Millionen Euro

aus dem Investitionsprogramm für Krankenhausbau.

Dies entschied die Beteiligtenrunde, in der u. a.

Vertreter der Kommunen, der Kostenträger und der

Krankenhausgesellschaft mit dem Gesundheitsministerium

über die Investitionsfinanzierung beraten.

Im Fokus der Maßnahmen steht der Ausbau von Kapazitäten

in der Intensivmedizin, Intermediate-Care

und der Funktionsdiagnostik. Auch der Ausbau der

gestuften Versorgung in der Psychiatrie wird gefördert,

um die wohnortnahe ambulante Versorgung zu

stärken. Viele Klinikträger leisten im Norden hohe Eigenbeteiligungen

für Investitionen.

Viele Baumaßnahmen an den Kliniken erstrecken

sich über viele Jahre, für die die Finanzierung nach

Bauabschnitten erfolgt. Wie lange sich die Baumaßnahmen

hinziehen können, zeigen aktuell die Großbaustellen

in Kiel und Neumünster. Am Städtischen

Krankenhaus Kiel etwa haben die Planungen für den

Neubau des Westflügels 2006 begonnen, jetzt ist ein

Ende der Baumaßnahmen in der Landeshauptstadt

absehbar. Der Planungs- und Genehmigungszeitraum

erstreckte sich über drei Jahre. Die Investitionssumme

des Gebäudes liegt bei 27,2 Millionen

Euro, das Land beteiligt sich mit rund 20 Millionen

Euro.

Modernisierungsbedarf bestand in Kiel vor allem

in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, die im

Westflügel mit 56 Betten und zwei Eltern/Kind-Zimmern

neue Räumlichkeiten finden wird und zudem

durch einen kurzen Verbindungsweg der Station für

Neugeborene und Intensivmedizin direkt an die Entbindungsstation

der Frauenklinik angeschlossen ist.

Auch die internistische und operative Intensivmedizin,

die Geriatrische Klinik mit der Gerontopsychiatrie

sowie diverse Funktionsräume werden sich

künftig im Westflügel befinden. (di)

Ausgabe 6 | Juni 2013 29


SCHLESWIG-HOLSTEIN

Gesundheitsreport

Rücken und Psyche machen die

Schleswig-Holsteiner krank

Fast jede Krankenkasse hat ihren eigenen Gesundheitsreport. Die Ergebnisse

gleichen sich: Rücken- und psychische Erkrankungen sind auf dem Vormarsch.

44 Prozent der erwachsenen Schleswig-Holsteiner

litten in den vergangenen zwölf Monaten unter Rückenschmerzen.

Fast jeder zweite Befragte glaubt,

dass seine Schmerzen in Zusammenhang mit der

beruflichen Tätigkeit stehen. Dies ist Ergebnis einer

Umfrage, die die AOK Nordwest in Zusammenhang

mit ihrem aktuellen Gesundheitsbericht in Auftrag

gegeben hatte.

Zugleich sind Rückenschmerzen für einen erheblichen

Teil der Arbeitsunfähigkeitstage von AOK-Versicherten

verantwortlich – insgesamt für 1,2 Millionen.

Mit 24 Prozent stehen Muskel- und Skeletterkrankungen

denn auch mit Abstand an erster Stelle der Ursachen

für Krankschreibungen. Als Vorbeugung rät

die Kasse zu regelmäßiger Bewegung, Stressabbau,

ergonomischen Arbeitsplatzbedingungen und Informationen

über die Entstehung von Rückenschmerzen

und einen adäquaten Umgang damit. Spezielle

Präventionsangebote gibt es bereits: an 430 Bewegungskursen

beteiligten sich im vergangenen Jahr

3.000 Menschen.

Auf den weiteren Plätzen der Ursachen für AU-Tage

folgen Verletzungen und Vergiftungen (zwölf Prozent),

psychische Erkrankungen (elf Prozent) und

Atemwegserkrankungen (zehn Prozent). Eines der

vielfältigen Probleme bei Rückenschmerzen: „Eine

spezifische körperliche Ursache kann nur selten diagnostiziert

werden“, wie AOK-Präventionsexperte

Prof. Michael Tiemann bei der Vorstellung des Gesundheitsberichtes

sagte. Denn mehr als 80 Prozent

aller Rückenschmerzen sind nach seinen Angaben

unspezifisch.

„Das Wichtigste für einen gesunden Rücken ist regelmäßige

Bewegung. Diese kräftigt die Muskeln,

stabilisiert die Wirbelsäule und fördert die körperliche

Fitness und Leistungsfähigkeit. Schonung und

Inaktivität dagegen schwächen den Rücken“, sagte

Tiemann.

Insgesamt lag der Krankenstand bei den rund

277.000 erwerbstätigen AOK-Mitgliedern in Schleswig-Holstein

2012 wie im Vorjahr wieder bei 5,2 Prozent

und damit signifikant über dem Bundesschnitt

von 4,9 Prozent. Auffällig ist der Zusammenhang

zwischen Krankenstand und Lebensalter: Liegt der

Krankenstand bei Arbeitnehmern bis zum 35. Lebensjahr

zwischen 3,5 und fast vier Prozent, steigt

er mit zunehmendem Alter kontinuierlich auf 8,5

Prozent bei den Frauen und 9,2 Prozent bei den

Männern in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen.

Den höchsten Krankenstand in Schleswig-Holstein

gab es im vergangenen Jahr es in den Branchen Öffentliche

Verwaltung/Sozialversicherung (6,2 Prozent),

Energie/ Wasser/Entsorgung (6,1 Prozent)

sowie im verarbeitenden Gewerbe (5,7 Prozent). Den

geringsten Krankenstand verzeichneten Banken und

Versicherungen sowie die Land- und Forstwirtschaft

mit jeweils 3,3 Prozent.

Die Zahlen überraschen genauso wenig wie die

Feststellung, dass psychische Erkrankungen weiter

zunehmen; auch dies stellen die Krankenkassen seit

einigen Jahren in ihren Gesundheitsreports für die

Regionen übereinstimmend fest. Die Zahl der Ausfalltage,

die laut AOK durch psychische Erkrankungen

verursacht wurden, stieg zwischen 2010 und

2012 um rund 15 Prozent an. Die Ausfallzeiten dauern

mit durchschnittlich 25 Kalendertagen je Fall mehr

als doppelt so lange wie der Durchschnitt der allgemeinen

Krankheitsdauer mit 12,4 Tagen je Fall. Auch

zur Schlussfolgerung der AOK waren andere Kostenträger

schon vorher gekommen: Man erwartet, dass

in den Betrieben mehr zur Vorbeugung getan wird.

Die AOK bietet den Unternehmen Kooperationen an,

um durch gezielte Maßnahmen arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

identifizieren zu können.

Dirk Schnack

30 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Neues Fortbildungsangebot

Virtuelle Leichenschau ohne

Zeit- und Ortsbindung

Blended Learning ist ideal für Ärzte, die sich flexibel und frei von zeitlichen und

örtlichen Einschränkungen fortbilden wollen. Akademie ist darauf eingestellt.

Fortbildung nach dem Blended Learning umfasst

Präsenz- und anschließende Onlinephasen, in der

die Teilnehmer ihr erworbenes Wissen anwenden,

vertiefen oder sich weiteres Wissen erarbeiten. Ziel

der Akademie ist es, die Vorzüge des Präsenzlernens

mit den Vorteilen des multimedialen eLearnings zu

kombinieren, um insgesamt die Effizienz der Fortbildung

zu steigern. Dabei ist zu beachten, dass sich

nicht jedes Fortbildungsthema in eine Blended Learning-Veranstaltung

fassen lässt. Die traditionelle

Form der Wissensvermittlung in Kursen und Seminaren

hat also noch lange nicht ausgedient.

Die Akademie erwartet allerdings, dass die Nachfrage

nach Blended Learning-Angeboten in den

nächsten Jahren zunehmen wird und stellt sich

schon heute darauf ein. Viele medizinische Fakultäten

in Deutschland setzen Blended Learning in

der Ausbildung ein. Die kommende Ärztegeneration

wird sich diese Form der Fortbildung also auch berufsbegleitend

wünschen. Die Akademie nutzt die

Online-Lernplattform ILIAS (Integriertes Lern-, Informations-

und Arbeitskooperations-System), um

ihr Konzept umzusetzen. Jedem Teilnehmer bietet

die Plattform einen „Persönlichen Schreibtisch“, auf

dem sich Lernmaterial wie Literatur, Vortragsskripte

und Präsentationen befinden. Zudem wird dort auch

die Möglichkeit geboten, sich in Foren und Diskussionen

mit anderen Teilnehmern auszutauschen. Bei

technischen Problemen stehen die Mitarbeiter der

Akademie den Kursteilnehmern zur Seite.

Alle Blended Learning Veranstaltungen der Akademie

werden unter Beachtung der „Qualitätskriterien

eLearning“ der Bundesärztekammer entwickelt. Bei

Einhaltung dieses Kriterienkatalogs erhält die Maßnahme

wegen ihrer besonderen didaktischen Qualität

zusätzliche Fortbildungspunkte. Aktuell bietet

die Akademie den Kurs „Ärztliche Leichenschau –

unter Einsatz virtueller Fallbeispiele“ an. Hier wird

der Präsenzteil durch mehrere virtuelle Fallbeispiele

ergänzt. Der Präsenzteil befasst sich neben einem

Repetitorium zu Leichenerscheinungen, der Darstellung

der rechtlichen Rahmenbedingungen und der

Belange des öffentlichen Gesundheitswesens auch

mit Aspekten bei der praktischen Durchführung einer

Leichenschau. In der Onlinephase können die

Teilnehmer sechs simulierte Leichenschau-Fälle

vom eigenen PC aus orts- und zeitunabhängig bearbeiten.

Dabei können lebensnah ungewöhnliche,

aber realistische Situationen geübt werden. Der wissenschaftliche

Leiter Prof. Dr. Dr. jur. Hans-Jürgen

Kaatsch, Leiter des Instituts für Rechtsmedizin am

UKSH, hat mit seinem Mitarbeiterteam im Vorfeld die

simulierten Leichenschau-Fälle eingehend auf Relevanz

und praktischen Nutzen geprüft. Er sieht in den

zu bearbeitenden virtuellen Fallbeispielen eine gute

Möglichkeit, das theoretische Wissen zur ärztlichen

Leichenschau aus dem Präsenzteil der Veranstaltung

anzuwenden und zu vertiefen. Zudem können

während der Onlinephase kursbezogene Fragen an

das wissenschaftliche Team gerichtet werden. (Aka)


Blended Learning-Kurs

Ärztliche Leichenschau unter Einsatz virtueller

Fallbeispiele am Mittwoch, 25. September 2013,

16:00-19:15 Uhr

Gebühr: 105,00 €

Fortbildungspunkte: 16 Punkte

Veranstaltungsort: Hörsaal Rechtsmedizin, UKSH,

Campus Kiel

Anmeldung: Akademie für medizinische Fort- und

Weiterbildung, Esmarchstraße 4, 23795 Bad Segeberg,

Dipl.-Psych. Alexander Waschkau,

Tel. 04551/803-206, Fax -194,

E-Mail: akademie@aeksh.org

Ausgabe 6 | Juni 2013 31


SCHLESWIG-HOLSTEIN

Norddeutsche Schlichtungsstelle

Zahl der Patienten-Anträge

im Norden ist konstant

362 Patienten aus Schleswig-Holstein haben sich 2012 an die Schlichtungsstelle

gewandt. In 30 Prozent der entschiedenen Fälle bekommen Patienten Recht.

Die Ärztekammer Schleswig-Holstein arbeitet im

Bereich der Schlichtung mit den Kammern in Hamburg,

Niedersachsen, Bremen, Berlin, Mecklenburg-

Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und

Thüringen zusammen. Bei der gemeinsamen Norddeutschen

Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen

in Hannover gingen 2012 insgesamt 4.330 neue

Anträge ein – deutlich mehr als 2011 (4.040 Anträge).

Im Kammerbezirk Schleswig-Holstein liegt die Zahl

der Anträge allerdings seit fünf Jahren konstant zwischen

300 und 400 Neufällen. 2012 wandten sich

362 Patienten an die Schlichtungsstelle, um ihren

Verdacht auf eine falsche Diagnose, Behandlung

oder Aufklärung überprüfen zu lassen.

In 180 neuen und alten Fällen aus Schleswig-Holstein

wurde 2012 entschieden. 64 Anträge von Patienten

wurden als begründet eingestuft. 116 Anliegen

erwiesen sich laut Schlichtungsstelle als unbegründet.

29 Anträge wurden zurückgezogen. In 133 Fällen

lehnten betroffene Krankenhäuser oder Ärzte ein

Schlichtungsverfahren ab.

17

22

Arthrosen

Schleswig-Holstein: Krankheiten, um die es bei Entscheidungen

der Schlichtungsstelle am häufigsten ging

2011: N = 184 (dunkel blau)

2012: N = 180 (hell blau)

5

8

gutartige Neubildungen

5

8

Krankheiten

des Weichteilgewebes

4

8

Verletzung

Ellenbogen,

Unterarm

Die Quote von rund 30 Prozent Entscheidungen zugunsten

der Patienten entspricht auch den Daten,

die der Medizinische Dienst der Krankenkassen

Mitte Mai für das vergangene Jahr vorgelegt hat.

Bei den Anträgen aus Schleswig-Holstein ging es

2012 in den meisten Fällen um Arthrosen, gutartige

Neubildungen, Krankheiten des Weichteilgewebes

sowie Verletzungen an Ellbogen/Unterarm, Hand/

Handgelenk oder Knie/Unterschenkel. Zu 70 Prozent

war der Krankenhausbereich betroffen; zu 30 Prozent

ging es um Behandlungen durch niedergelassene

Ärzte. Im Bereich der stationären Versorgung waren

vor allem Unfallchirurgie (20 Prozent), Orthopädie

(16 Prozent), Allgemeinchirurgie (10,4 Prozent), Innere

Medizin (7 Prozent) und Frauenheilkunde (9 Prozent)

betroffen. Im Zusammenhang mit Behandlungen

durch Niedergelassene ging es ebenfalls am häufigsten

um die Orthopädie (19,4 Prozent), gefolgt von

Frauenheilkunde (14,5 Prozent), Allgemeinchirurgie

(12,9 Prozent), Innere Medizin (9,7 Prozent), Augenheilkunde

(8 Prozent) und Allgemeinmedizin (6,5 Prozent).

3

8

Verletzung

Hand, Handgelenk

9

8

Verletzung

Knie, Unterschenkel

Mit der Schlichtungsstelle

bieten die Ärztekammern

Patienten eine

kostenlose und einfache

Möglichkeit, ihren Verdacht

auf eine falsche

Diagnose oder eine falsche

Behandlung prüfen

zu lassen. So lassen

sich teure und zeitaufwendige

Gerichtsverfahren

vermeiden. Neun

von zehn Entscheidungen

werden laut Schlichtungsstelle

von beiden

Seiten akzeptiert. (TR)

32 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Geburtstage

Veröffentlicht sind nur die Namen der Jubilare, die

mit der Publikation einverstanden sind.

Dr. Thorwald Ahlborn, Sylt, OT Munkmarsch,

feiert am 22.06. seinen 75. Geburtstag.

Dr. Claus-Peter Finck, Kiel,

feiert am 05.07. seinen 90. Geburtstag.

Dr. Ernst-Sönke Fiedler, Flensburg,

feiert am 08.07. seinen 80. Geburtstag.

Dr. Karin Hahn-Müther, Ratzeburg,

feiert am 08.07. ihren 75. Geburtstag.

Dr. Karl Schröder, Achterwehr,

feiert am 08.07. seinen 85. Geburtstag.

Barbara Homann, Tangstedt,

feiert am 09.07. ihren 70. Geburtstag.

Dr. Hans-Helge Hoßfeld, Oldenburg,

feiert am 09.07. seinen 75. Geburtstag.

Dr. Ilse Lommel, Kiel,

feiert am 12.07. ihren 90. Geburtstag.

Ursula Franke, Quickborn,

feiert am 14.07. ihren 75. Geburtstag.

Dr. Thomas Pluder, Kaltenkirchen,

feiert am 15.07. seinen 80. Geburtstag.

Dr. Manfred Niewerth, Ahrensburg,

feiert am 16.07. seinen 70. Geburtstag.

Dr. Eberhard Poland, Kronshagen,

feiert am 17.07. seinen 85. Geburtstag.

Dr. Antje Uterharck, Helgoland,

feiert am 18.07. ihren 90. Geburtstag.

Dr. Gisela Waack, Schönkirchen,

feiert am 19.07. ihren 85. Geburtstag.

Dr. Katharina Gesler, Schleswig,

feiert am 20.07. ihren 90. Geburtstag.

Dr. Hedwig Horn, Rendsburg,

feiert am 24.07. ihren 70. Geburtstag.

Dr. Hans-Helfrich Petersen, Heikendorf,

feiert am 25.07. seinen 70. Geburtstag.

Dr. Irmingard Fehrmann, Ahrensburg,

feiert am 26.07. ihren 90. Geburtstag.

Gudrun Frey, Eckernförde,

feiert am 31.07. ihren 70. Geburtstag.

Wir gedenken der Verstorbenen

Dr. med. Herbert Schulz, Stade,

geboren am 22.5.1946, verstarb am 31.12.2012.

Dr. Norbert Lenz, Tellingstedt

geboren am 01.08.1928, verstarb am 18.01.2013.

Christian Kron, Alkersum/Föhr,

geboren am 18.10.1951, verstarb am 16.02.2013.

Dr. Heinz Moeser, Kaltenkirchen,

geboren am 29.11.1917, verstarb am 12.04.2013.

Dr. Martin Beese, Lübeck,

geboren am 18.05.1955, verstarb am 15.04.2013.

Dr. Maria Thielemann, Rendsburg,

geboren am 30.12.1927, verstarb am 24.04.2013.

Dr. Michael Krause, Molfsee,

geboren am 23.04.1952, verstarb am 26.04.2013.

Horst Giermann, Ellingstedt,

geboren am 18.03.1930, verstarb am 03.05.2013.

Dr. Ludmilla Hohl, Kiel,

geboren am 05.01.1955, verstarb am 06.05.2013.

Dr. Hartmut Kampen, Scharbeutz,

geboren am 19.09.1938, verstarb am 07.05.2013.

Ausgabe 6 | Juni 2013 33


PERSONALIA

Lübecker Forscher ausgezeichnet

Dr. rer. nat. Christian Karsten (37) aus dem Institut

für Systemische Entzündungsforschung an der Uni

Lübeck hat den ersten Preis in der Kategorie Grundlagenforschung

des diesjährigen Paul-Janssen-Preises

Dermatologie/Immunologie erhalten. Er wurde

ihm auf der 47. Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen

Gesellschaft in Dresden verliehen.

Mit dem Preis würdigt Janssen-Cilag herausragende

Forschungsaktivitäten dermatologischer und immunologischer

Wissenschaftler in Deutschland. Karsten

erhielt ihn für eine im vergangenen Jahr in „Nature

Medicine“ veröffentlichte Arbeit, in der er einen bisher

unbekannten Mechanismus beschreibt, über den

Antikörper Entzündungsreaktionen hemmen können.

Dies ist überraschend, da Antikörper typischerweise

eine Entzündungsreaktion verursachen, in deren

Folge pathogene Mikroorganismen abgetötet werden.

(PM/Red)

DMykG ehrte Prof. Peter Kujath

Die deutschsprachige Mykologische Gesellschaft

e. V. (DMykG) hat Prof. Peter Kujath die Johann Lukas

Schönlein-Plakette verliehen. Die Auszeichnung

für den Lübecker Thoraxchirurgen erfolgte während

der Abschlussveranstaltung der 130. Tagung der

Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in München.

Laut Laudatio von Prof. Herbert Hof (Mannheim) und

Prof. Werner Mendling (Wuppertal) erfolgte die Verleihung

in Anerkennung der außerordentlichen Arbeiten

Kujaths bei der Erforschung und Behandlung

von Mykosen in der Abdominal- und Thoraxchirurgie.

Die Johann Lukas Schönlein-Plakette ist die höchste

Auszeichnung der DMykG. Sie wird in unregelmäßigen

Abständen für hervorragende Verdienste um die

medizinische Mykologie verliehen, bislang wurden

erst 19 Personen damit ausgezeichnet. (PM/Red)

Chefarzt in der Kompass-Klinik Kiel

Dr. Martin Grütters

(Foto: Kompass-Klinik)

Seit Januar 2013 ist Dr. Martin Grütters Chefarzt der

Kompass-Klinik Kiel. Grütters hatte zuvor die Abteilung

für Innere Medizin und Kardiologie in einer anderen

Reha-Einrichtung geleitet und war zusammen mit

seinem Oberarzt Peter Fuhrmann in die Kompass-Klinik

gewechselt. Grütters und Fuhrmann haben ihre

kardiologische Ausbildung in der 3. Medizinischen

Klinik des UKSH Kiel absolviert. Als weitere Qualifikation

verfügt Grütters über die Zusatzbezeichnung

Sozialmedizin. Dieses ist besonders für die Betreuung

und Beurteilung von berufstätigen Rehabilitanden

von Bedeutung, bei denen nach kardiologischen

oder kardiochirurgischen Eingriffen häufig Entscheidungen

in Bezug auf die weitere berufliche Belastbarkeit

gefordert werden. Grütters strebt nach eigenen

Angaben an, den Bereich der ambulanten Rehabilitation

auszubauen. (PM/Red)

34 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


www.aerzteblatt-sh.de

Werner-Körte-Medaille für Dr. Franz-Joseph Bartmann

(Foto: Peter Schmalfeldt)

Hohe Auszeichnung für Dr. Franz-Joseph Bartmann:

Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH)

hat den Präsidenten der Ärztekammer Schleswig-

Holstein sowie Dr. Annette Güntert (stellvertretende

Hauptgeschäftsführerin der Bundesärztekammer)

mit der Werner-Körte-Medaille in Gold ausgezeichnet.

Die Medaille wird seit rund 40 Jahren an Persönlichkeiten

verliehen, die die Aufgabengebiete

der Gesellschaft wesentlich befördert haben. Mit der

Auszeichnung in München durch DGCH-Präsident

Prof. Karl-Walter Jauch (rechts im Bild) und Generalsekretär

Prof. Hans-Joachim Meyer (links) würdigte

die DGCH die Verdienste Bartmanns in der Fort- und

Weiterbildung junger Chirurgen. Der Präsident wurde

für seine partnerschaftliche Kooperation und seine

vielfältige Unterstützung der Gesellschaft, vor allem

auch bei der Entwicklung eines innovativen Modells

zur Muster-Weiterbildung, geehrt. (Red)

Neuer Chefarzt in Lübeck

Seit April ist Prof. Joachim Weil neuer Chefarzt der

Medizinischen Klinik II in den Sana Kliniken Lübeck.

Er bildet gemeinsam mit Dr. Birke Schneider, die den

Bereich der Kardiologie seit 1999 in Lübeck aufgebaut

und zu einer überregional anerkannten Klinik

ausgebaut hat, die neue Doppelspitze.

Weil war nach verschiedenen anderen Stationen seit

2004 Oberarzt der Medizinischen Klinik II im UKSH in

Lübeck. Nach Klinikangaben gehört Weil zu den führenden

Experten in der interventionellen Behandlung

der arteriellen Hypertonie. Seine klinischen Schwerpunkte

liegen in der interventionellen Behandlung

des akuten Koronarsynsdroms sowie in der Versorgung

von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz.

Seine Erfahrungen bringt Weil unter anderem auch

in das neue kardiologische Kompetenzzentrum Sana

CardioMed Herzmedizin Nord ein. Ziel der Chefärzte

der hieran beteiligten Sana Kliniken Ostholstein, Lübeck

und Wismar ist es, eine flächendeckende Versorgung

anzubieten und die Stärken des jeweiligen

Standortes gemeinsam zu nutzen. Die noch engere

Kooperation der drei Kliniken soll den Patienten eine

wohnortnahe und hoch spezialisierte medizinische

Versorgung ermöglichen. Das Mitte April eingeweihte

neue Herzkatheter-Labor in Lübeck erweitert das

Leistungsspektrum und ermöglicht nach Klinikeinschätzung

eine Behandlung auf dem neuesten Stand

der Technik.

Die Sana Kliniken Lübeck sind einer der größten Anbieter

medizinischer Akutversorgung im östlichen

Schleswig-Holstein. 130 Ärzte sind im Haus beschäftigt.

(PM)

Ausgabe 6 | Juni 2013 35


PERSONALIA

Gefäßzentrum unter gemeinsamer Leitung

Die Leiter des Gefäßzentrums, Dr. Oliver Hader und

Dr. Claas Schulze, gemeinsam mit dem Pinneberger

Gefäßchirurgen Dr. Gert Labitzky (v. l.).

(Foto: Regio Klinik Elmshorn)

Das Zentrum zur Behandlung von Gefäßkrankheiten

am Regio Klinikum Elmshorn wird seit Kurzem

von Angiologe Dr. Oliver Hader und Gefäßchirurg Dr.

Claas Schulze gemeinsam geleitet. Hader ist bereits

seit neun Jahren Leiter des Gefäßzentrums. 2006

wurde der heute 49-jährige Chefarzt der Klinik für Innere

Medizin am Regio Klinikum Pinneberg. Der Angiologe

ist Experte für Bluthochdruck. Er wendet in

Elmshorn die renale Denervierung zur Behandlung

chronischen Bluthochdrucks an.

Schulze arbeitet schon seit 15 Jahren für die Regio

Kliniken. Seit April verantwortet er als Leitender Arzt

die Gefäßchirurgie und zusammen mit Hader das Gefäßzentrum.

Der Facharzt für Allgemein-, Gefäß- und

Unfallchirurgie ist geprüfter Studienleiter und widmet

sich neben seiner Arbeit im Krankenhaus der Forschung

auf dem Gebiet der Gefäßmedizin.

Das Gefäßzentrum gewährleistet nach Klinikangaben

eine enge Zusammenarbeit zwischen Medizinern verschiedener

Fachrichtungen aus Kliniken und Praxen.

„Angiologen und Gefäßchirurgen sowie Radiologen,

Nephrologen und Diabetologen arbeiten in dem Zentrum

Hand in Hand“, hieß es in einer Pressemitteilung

der Klinik. „Die Diagnostik kann dank der Zusammenarbeit

noch zielgerichteter erfolgen und Operationen

können zum Teil vermieden werden“, sagte Schulze.

Im Gefäßzentrum werden nach eigenen Angaben im

Jahr rund 2.500 Patienten behandelt. Operationen

werden standortübergreifend von Chirurgen aus den

Krankenhäusern in Elmshorn und Pinneberg vorgenommen.

(PM/Red)

Neuer Chefarzt in Ratzeburg

Dr. Jan Schmielau ist neuer ärztlicher Leiter der Röpersbergklinik

in Ratzeburg. Der 48-Jährige trat als

Chefarzt die Nachfolge von Dr. Petra Schönrock-Nabulsi

an. Zuvor war er neun Jahre in Lübeck als leitender

Oberarzt in der Hämatologie und Onkologie tätig.

Schon während seiner Promotion befasste sich

Schmielau mit der Immuntherapie von Krebserkrankungen

und absolvierte später in den USA einen

mehrjährigen Forschungsaufenthalt mit dem

Schwerpunkt Tumorimmunologie. Laut Mitteilung

der Klinik verfügt Schmielau über langjährige Erfahrung

im Bereich der Hochdosis-Chemotherapie und

Stammzelltransplantation, der Lymphom- und Leukämietherapie

sowie der Behandlung solider Tumoren

einschließlich der Erkrankungen der Lunge, des Magen-Darm-Traktes

und der Brust. (PM/Red)

Dr. Jan Schmielau

(Foto: Röpersbergklinik)

36 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


www.aerzteblatt-sh.de

Nachruf auf Dr. Michael Krause

Wir trauern um Dr.

Michael Krause, Gründer

und Inhaber des Labors

Dr. Krause & Kollegen

in Kiel, und seinen Sohn

Sören. Mitten aus einem

Leben voller Schaffenskraft

und Pläne sind

beide bei einem tragischen

Flugzeugabsturz

tödlich verunglückt.

Dr. Michael Krause ist

durch sein Labor vielen

Kollegen in Kiel und

weit über die Region hinaus

bekannt. Geboren

1952 in Kronshagen, verbrachte

er die Schulzeit

bis zum Abitur 1971 in Wiesbaden. Nach dem Medizinstudium

in München, Mainz und Kiel mit Approbation

zum Arzt 1979, führte sein beruflicher Weg

zunächst in die Kinderheilkunde. So promovierte er

an der Universitäts-Kinderklinik in Kiel bei Professor

Simon und arbeitete ab 1980 als Assistenzarzt in der

Kinderklinik in Rendsburg, in der städtischen Kinderklinik

in Kiel und von 1983 bis 1992 an der Universitätskinderklinik

in Würzburg, wo er 1987 die

Ausbildung mit dem Facharzt für Pädiatrie abschloss.

Doch die Kinderheilkunde war ihm nicht genug. Sein

Interesse galt schon lange auch der Labormedizin

und so führte sein Weg zurück nach Kiel und Rendsburg,

wo er in den Laboren Dr. Ballies und Dr. Ecker &

Königsmann in der Labormedizin ausgebildet wurde.

Dr. Michael Krause träumte von einem eigenen Labor

und 1996 nach Abschluss der Facharztausbildung realisierte

er diesen Traum mit der Niederlassung als

Arzt für Laboratoriumsmedizin und Gründung des Labors

Dr. Krause und Kollegen an der Lubinus-Klinik

im Steenbeker Weg in Kiel.

Dr. Michael Krause war ein Kämpfer für die freie, ärztlich

geführte und unabhängige Laborpraxis, die unabhängig

von ausländischen Laborketten und von

internationalen Finanzinvestoren gute Labormedizin

bietet. Er vertrat seine Meinung stets offen und

ehrlich. Taktieren oder politische Winkelzüge waren

ihm fremd. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft unabhängiger

Labore (AULA e. V.) ebenso wie im Bund

Dr. Michael Krause mit seinem Sohn Sören

(Foto: Privat)

Deutscher Laborärzte (BDL) vertrat er stets die Interessen

des unabhängigen Laborarztes, eingebunden

in Ärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung.

Als Arzt mit großem unternehmerischen Talent

baute er sein Labor zu einer beachtlichen Größe mit

über 100 Mitarbeitern aus und half 2008 bei der Neugründung

eines weiteren unabhängigen Regionallabors

in Hamburg als Gründungsgesellschafter des

Labors Dr. Heidrich & Kollegen. Über 400 Ärzte schicken

regelmäßig Proben in sein Labor.

Neben seiner Familie gehörte seine Leidenschaft

der Fliegerei. Schon als Student jobbte er auf dem

nahe gelegenen Flugplatz. „Über den Wolken muss

die Freiheit wohl grenzenlos sein ...“, von dieser

Freiheit und diesem Lebensgefühl war Dr. Michael

Krause fasziniert. Sein Sohn teilte die Begeisterung

fürs Fliegen. Beide starben am 26. April 2013 beim

Anflug auf den Flugplatz in Rotenburg (Wümme),

während sie gemeinsam ihrer Leidenschaft nachgingen.

Tief betroffen hinterlässt Dr. Michael Krause nicht

nur seine Frau Marlene Kühl-Krause und seine

Tochter Birte, sondern auch seine Mutter Hildegard

Krause, viele Verwandte, Freunde, Kollegen und Mitarbeiter,

die ihm treu folgten.

Ich verdanke Dr. Michael Krause meine berufliche

Existenz. In Dankbarkeit und stetem Gedenken,

Dr. Jens Heidrich, Facharzt für Labormedizin, Labor

Dr. Heidrich und Kollegen, Hamburg

Ausgabe 6 | Juni 2013 37


MEDIZIN UND WISSENSCHAFT

Adipositas

Therapie-Programme führen zu

nachhaltiger Verhaltensänderung

Immer mehr Ärzte sehen adipöse Patienten in ihren Praxen. Die Zahl der Betroffenen

steigt weiter. Klassische Ernährungsberatung stößt hier an ihre Grenzen.

In den letzten Jahrzehnten ist es in vielen Industrieländern

und auch in einer Reihe von Schwellenländern

zu einem teilweise dramatischen Anstieg von

Übergewicht und Adipositas gekommen. Die Auswirkungen

auf die Gesundheit werden in unserer Gesellschaft

zunehmend bewusst wahrgenommen. Es

mangelt bisher jedoch an den notwendigen Maßnahmen,

dieses gravierende Gesundheitsproblem in

den Griff zu bekommen.

Ein etabliertes und weltweit anerkanntes Instrument

zur Klassifizierung des Körpergewichts ist der Body-

Mass-Index (BMI). Ein ansteigender BMI gilt als Risikofaktor

für eine Reihe chronischer Krankheiten, zu

denen kardiovaskuläre Krankheiten wie die Hypertonie,

die koronare Herzkrankheit und die zerebrale

Ischämie, Stoffwechselkrankheiten wie der Diabetes

mellitus Typ 2 und die Dyslipoproteinämie und einige

häufige Krebskrankheiten wie der Brustkrebs der

Frau und der Dickdarmkrebs bei beiden Geschlechtern

gehören.

Die 2005 veröffentlichten Daten der nationalen

Verzehrstudie II, der ersten umfassenden Untersuchung

der Ernährungsgewohnheiten in Gesamtdeutschland,

sind alarmierend 1 . Die Studie beruht

auf einer Befragung von mehr als 19.000 Teilnehmern

im Alter von 14 bis 80 Jahren und ergab,

dass 66 Prozent der Männer und 50,6 Prozent der

Frauen übergewichtig oder adipös waren (BMI =

> 25 kg/m 2 ). 20 Prozent der Männer und 21 Prozent

der Frauen waren adipös (BMI = > 30 kg/

m 2 ) und 19,1 Prozent der Jungen und 16,4 Prozent

der Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren waren

ebenfalls übergewichtig oder adipös. Je höher der

Schulabschluss, desto geringer war bei Männern

und Frauen der BMI. So waren 26,6 Prozent der

Probanden mit Volks- und Hauptschulabschluss

adipös, aber nur 13 Prozent mit Fach- oder Hochschulreife.

Mokdad und Mitarbeiter veröffentlichten 2004 und

2005 eine wichtige retrospektive Studie, in der sie

zum Ergebnis kamen, dass für fast die Hälfte aller

jährlichen Todesfälle in den USA „vermeidbare“ Todesursachen

verantwortlich waren 2 . An der Spitze

der Todesursachen standen das Rauchen und die

Adipositas (in Verbindung mit Bewegungsmangel).

Die Autoren gingen von einem weiteren Anstieg der

Prävalenz der Adipositas aus und erwarten, dass die

adipositasbedingten Todesfälle diejenigen durch

Rauchen in den nächsten Jahren übertreffen werden.

Die Studienergebnisse von Mokdad et al. weisen vor

dem Hintergrund der oben zitierten Nationalen Verzehrstudie

II auf eines der größten gesundheitlichen

Probleme hin, die wir derzeit auch in Deutschland

haben. Wenn wir die Daten der amerikanischen Untersuchung

auf Deutschland übertragen, müssen wir

davon ausgehen, dass die Zahl der jährlichen Todesfälle

durch Adipositas und deren Folgeerkrankungen

in der Größenordnung der jährlichen Todesfälle

durch Rauchen liegen. Die Todesfallrate durch raucherabhängige

Erkrankungen liegt bei ca. 110.000

bis 140.000 pro Jahr 3,4 . Die weitere Krankheitslast,

d. h. die Zahl der adipositasbedingten chronischen

Krankheiten, beträgt ein Vielfaches davon.

Die wichtigsten Zusammenhänge zwischen dem

BMI und der allgemeinen bzw. krankheitsspezifischen

Mortalität lassen sich am besten durch prospektive

Langzeitstudien an einer großen Zahl von

Personen untersuchen. Im Jahr 2009 wurde im Lancet

die internationale Metaanalyse der Prospective

Studies Collaboration veröffentlicht, an der mehr als

50 Arbeitsgruppen aus Europa, Nordamerika und

vielen anderen Ländern mitgearbeitet haben 5 . Es ist

die bis heute aktuellste, größte und beweiskräftigste

Studie zu diesem wichtigen Thema und hat für klare

Erkenntnisse auf diesem Gebiet gesorgt.

38 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Aus der Studie ist abzuleiten, dass der BMI ein aussagekräftiger

Vorhersagefaktor für die Gesamtmortalität

oberhalb und unterhalb eines Optimums von 22,5

bis 25 kg/m 2 ist. Der Anstieg der Mortalität oberhalb

dieses Bereichs war zu einem großen Teil vaskulär

bedingt und ist wahrscheinlich kausal. Bei einer Adipositas

Grad 1 bzw. einem BMI von 30 bis 35 kg/m 2

war die mittlere Überlebenszeit um zwei bis vier

Jahre, bei einer Adipositas Grad 3 bzw. einem BMI

von 40 bis 45 kg/m 2 sogar um acht bis zehn Jahre

reduziert. Diese Effekte sind vergleichbar mit den Effekten

des Rauchens. Bei Rauchern sind die Effekte

des BMI auf die Mortalität etwa verdoppelt. Der Anstieg

der Mortalität unterhalb von 22,5 kg/m 2 war vor

allem durch das Rauchen bedingt, aber damit nicht

vollständig erklärt.

Die Ergebnisse der Metaanalyse der Prospective

Studies Collaboration weisen eindringlich darauf

hin, dass der Ärzteschaft die rund 15 Millionen

Deutschen mit einer Adipositas wegen der erhöhten

Mortalität aufgrund von Folgekrankheiten und der

dadurch bedingten hohen Folgekosten nicht gleichgültig

sein dürfen 6 . So belaufen sich in Deutschland

die jährlichen Ausgaben für Folgeerkrankungen, an

erster Stelle für Diabetes mellitus Typ 2, auf 13 Milliarden

Euro 7 .

Neue Ansätze für Prävention

und Therapie

Diese Daten machen auch deutlich, dass neue Ansätze

für eine effektive Vorbeugung (Primärprävention)

und Therapie (Sekundärprävention) der

Adipositas und Aufklärung der Bevölkerung auf diesem

wichtigen Gebiet der Gesundheitsvorsorge und

Prävention dringend erforderlich sind. Von daher ist

nicht nachvollziehbar, dass die Krankenkassen die

ärztliche Adipositastherapie nach unseren Erfahrungen

nur in geringem Umfang und viel zu spät finanzieren,

obwohl die Einordnung als Krankheit ab

Adipositas Grad 1 (BMI ab 30) anerkannt ist und die

Krankenkassen ein Übergewicht (BMI 25 bis 29,9)

als therapiebedürftig einschätzen, wenn gleichzeitig

eine ernährungsabhängige Erkrankung wie ein

Diabetes mellitus Typ 2 oder eine Fettstoffwechselstörung

vorliegt. Die Rechtsgrundlage findet sich im

§ 27 SGB V, der bei Krankheitsverdacht oder bestehender

Erkrankung einem Versicherten Behandlung

zusichert. Ohne Nachweis einer Adipositas oder

weiterer ernährungsabhängiger Erkrankungen kann

eine Ernährungsberatung nach § 20 SGB V durchgeführt

werden, die nach dem Präventionsleitfaden

des GKV-Spitzenverbandes in Gruppen durchzuführen

ist.

Ärztliche Therapien werden zurzeit bei Essstörungen

oder bei hochgradiger Adipositas von den

Krankenkassen finanziert. Im Einzelfall werden auch

chirurgische Interventionen wie Magenband, Magen-

Bypass oder Magenballon auf Antrag übernommen,

häufig allerdings erst nach sozialgerichtlichen Auseinandersetzungen.

Obwohl im Mittelpunkt der Adipositastherapie

– insbesondere betrifft das Grad 1 bis 2

sowie Übergewicht in Verbindung mit ernährungsabhängigen

Erkrankungen – eine Verhaltenstherapie

stehen sollte, sind aktuell für dieses Patientenklientel

insbesondere Ernährungsfachkräfte (Oecotrophologen,

Diätassistentinnen) für die Therapie nach

§ 43 SGB V zugelassen. Die klassische Ernährungsberatung

allein ist hier jedoch langfristig meist nicht

ausreichend effektiv. Die Kosten von Ernährungstherapien

nach § 43 SGB V durch Ärzte werden zwischenzeitlich

nach unseren Erfahrungen auf Antrag

von manchen Krankenkassen anteilig übernommen.

Sinnvoller wäre aus unserer Sicht jedoch eine generelle

Lösung.

Neben der klassischen Ernährungsberatung beruht

eine erfolgreiche Adipositastherapie vor allem

auf einer ständigen und langfristigen Motivation

der Betroffenen, am besten durch das strukturierte

persönliche ärztliche Gespräch in der Praxis, wie

kürzlich in zwei eindrucksvollen randomisierten Interventionsstudien

nachgewiesen wurde 8,9 . So

konnten Appel et al. in einer Studie an 415 adipösen

Patienten (mittlerer BMI 36,6 kg/m 2 ) zeigen, dass die

Patienten mit Motivation per Telefon/E-Mail oder im

persönlichen Gespräch durchschnittlich 4,6 kg bzw.

5,1 kg in 24 Monaten abgenommen hatten, während

in der Kontrollgruppe ohne regelmäßige Interventionen

eine Gewichtsabnahme von im Mittel nur 0,8 kg

zu verzeichnen war 7 . In einer zweiten randomisierten

Interventionsstudie kamen Wadden et al. zu vergleichbaren

Ergebnissen 10 .

Die Berufsgruppen, die eine strukturierte Verhaltenstherapie

zur Motivationsbildung im Gewichtsmanagement

durchführen könnten, erhalten dafür

jedoch trotz erfolgter Weiterbildung derzeit nur sehr

eingeschränkt eine Zulassung vonseiten der Krankenkassen.

Aufgrund der jetzt klaren Datenlage über

den deutlichen Anstieg der Mortalität bei Adiposi-

Ausgabe 6 | Juni 2013 39


MEDIZIN UND WISSENSCHAFT

tas mit zunehmend negativen Auswirkungen auf die

Lebenserwartung und die nachgewiesenen Erfolge

bei der Adipositastherapie ist das ein nicht hinnehmbarer

Zustand für die Betroffenen und für die

auf dem Gebiet der Adipositastherapie qualifizierten

und tätigen Ärzte.

Strukturiertes Therapieprogramm

Zur Umsetzung einer effektiven Adipositasbehandlung

in der Arztpraxis kann die Anwendung strukturierter

Therapieabläufe sinnvoll sein. Mit „Leicht

im Team“ steht seit mehreren Jahren ein etabliertes

strukturiertes Therapieprogramm zur Verfügung.

Die Verhaltenstherapie wird mit dem Konzept des

LebensCompetenzTraining ®11 , zentrales Element

des Programms, durchgeführt. Der Kurs kann auch

in der Ernährungsberatung in der Primärprävention

nach § 20 SGB V eingesetzt werden.

Zunächst erfolgt in einem ErnährungsCheck eine

eingehende Anamnese zu Essgewohnheiten, Begleiterkrankungen

und aktueller Medikation sowie

ggf. zu Hinweisen für eine depressive Veranlagung.

Befundet werden dann unter anderem die biometrischen

Daten Bauchumfang und BMI, fakultativ die

Körperzusammensetzung sowie die aktuelle Bereitschaft

zur Verhaltensänderung. Bei ausreichender

Änderungsbereitschaft wird dem Patienten ein Therapieplan

angeboten. Für den Therapeuten sind alle

Einheiten des Programms Schritt für Schritt in Form

von Karteikarten vorbereitet.

Zu Beginn der Intensivphase der Verhaltensänderung

werden die Motivation erhöht sowie die Selbstwahrnehmung

für das eigene Essverhalten, das geändert

werden soll, eingeleitet. Auf Basis der verschiedenen

typischen Situationen, die in einem persönlichen

Situationsprofil gesammelt werden, kommt es

zur Änderung des Essverhaltens durch das Finden

von Lösungen für diese kritischen Situationen hin zu

günstigen Verhaltensweisen. In der nachfolgenden

Stabilisierungsphase sollen die gefundenen Lösungen

für die kritischen Situationen weiter geübt und

gefestigt werden. Dieses wirksame Rückfallmanagement

erfolgt durch die Begleitung des Patienten für

die Dauer von bis zu zwölf Monaten nach Programmstart.

So können die früheren typischen Situationen,

in denen Essen häufig zur Bewältigung emotionaler

Spannungen missbraucht wurde, langfristig durch

Alternativverhalten ersetzt werden.

Zusammenfassung und Fazit

Übergewicht und Adipositas gehören in den Industrieländern

weltweit, aber auch in vielen Schwellenländern,

zu den sich explosionsartig ausbreitenden

Gesundheitsstörungen. In Deutschland zeigte die

nationale Verzehrstudie II, dass 66 Prozent der Männer

und 50,6 Prozent der Frauen in Deutschland

übergewichtig oder adipös waren. Bereits im Kindes-

und Jugendalter sind die Entwicklungen

alarmierend. Eine Abhängigkeit des Anteils übergewichtiger

und adipöser Kinder und Jugendlicher

vom Bildungsgrad konnte ebenfalls festgestellt werden.

Mokdad und Mitarbeiter zeigten, dass in den

USA etwa die Hälfte aller Todesfälle „vermeidbar“

gewesen sei, d. h. durch ungünstige Lebensstilfaktoren

begünstigte Krankheiten betrafen. Hierzu zählten

insbesondere das Rauchen und die Adipositas,

die jeweils etwa gleich hohe Todesfallraten nach sich

zogen. Für Deutschland entspricht das zusammen

ca. 220.000 bis 280.000 Todesfällen pro Jahr. Auch

die 2009 publizierte internationale Metaanalyse der

Prospective Studies Collaboration machte deutlich,

dass aufgrund der großen Zahl von rund 15 Millionen

Adipösen in Deutschland, der großen weiteren

Gesundheitsrisiken sowie auch der ökonomischen

Folgen sofortiger Handlungsbedarf besteht. In der

Therapie ist in der Regel nicht die klassische Ernährungsberatung

ausreichend, sondern das motivierende

und das Verhalten verändernde ärztliche

Gespräch angezeigt. Für diese Form der Verhaltenstherapie

sind entsprechend ausgebildete Ärzte geradezu

prädestiniert.

Zur Umsetzung einer ärztlichen strukturierten Ernährungstherapie

steht seit einiger Zeit das Programm

„Leicht im Team“ zur Verfügung. Zentrales Element

ist hier das LebensCompetenzTraining ®11 . Das Programm

setzt sich aus einem ErnährungsCheck, einer

Intensivphase im Einzel- oder Gruppensetting

sowie aus einem sich anschließenden Rückfallmanagement

zusammen. Neben dem Einsatz in der

Therapie findet der Kurs „Leicht im Team“ auch in

der Primärprävention Anwendung.

Literatur bei den Verfassern oder im Internet unter

www.aerzteblatt-sh.de

Dr. Ulf Ratje, Eckernförde,

E-Mail ratje@praxis-prinzenstrasse.de

Prof. Klaus-Dieter Kolenda, Kronshagen,

E-Mail klaus-dieter.kolenda@gmx.de

40 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


www.aerzteblatt-sh.de


„Junior Marvelesse“ und „Aktive Kids“ kooperieren

An Ideen und Konzepten im Kampf gegen Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen mangelt es nicht.

Oft sind es lokale Angebote, die von niedergelassenen Ärzten und Kliniken ins Leben gerufen wurden. Das

nach eigenen Angaben größte ambulante Trainingsprogramm in Schleswig-Holstein für adipöse Kinder und

Jugendliche ist Junior Marvelesse des Segeberger Allgemeinmediziners Dr. Michael Emken, das an neun

Orten im Land präsent ist. Emken kooperiert seit Kurzem mit dem UKSH, das in Lübeck nach dem Konzept

Aktive Kids (www.active-kids.uk-sh.de) schult. Die Programme sind inzwischen angeglichen worden. Bei Interesse

und Wohnortnähe wird den Betroffenen auch das Konzept des Kooperationspartners angeboten.

„Zukünftig kann das neue Netzwerk Behandlungsplätze

in zwölf Gruppen an zehn Standorten anbieten“,

teilten die Partner mit. Ziel sei es, die Erfahrungen

gemeinsam zu nutzen, um die Ergebnisqualität bestehender

Therapieprogramme zu verbessern. Ärztlicher

Leiter des Lübecker Programms ist Dr. Ingo Menrath.

„Kinder und ihre Eltern werden ein Jahr lang von einem

professionellen Team aus Sporttherapeuten, Ernährungsfachkräften,

Verhaltenstrainern und Ärzten

trainiert. Zusätzlich suchen wir die aktive Zusammenarbeit

mit einem Sportverein“, erklärt Menrath.

Anbieter solcher Programme stehen vor dem Problem,

dass trotz des steigenden Bedarfs die Gruppen

nicht so ausgebucht sind, dass kostendeckend gearbeitet

werden kann. Dies hat Hausarzt Emken in den

beiden vergangenen Jahren erfahren, als er seine

Präsenz von zwei auf neun Standorte in Schleswig-

Holstein ausweitete. In Bad Segeberg und Neumünster

erreicht er inzwischen ausgebuchte Gruppen, die

anderen Standorte (Überblick unter wwww.juniormarvelesse.de.)

sind davon zum Teil noch weit entfernt.

„Das ist noch ein ehrenamtliches Geschäft“,

Dr. Michael Emken

(Foto: di)

sagt Emken. Noch arbeitet er selbst weitgehend ohne Bezahlung und opfert viel Freizeit für sein Konzept.

Zehn Kinder benötigt er in jedem Kurs für die Kostendeckung, das schafft er an den meisten der 2011 eröffneten

Standorte noch nicht. Ziel sind zwölf Kinder pro Gruppe. Unterstützung erhofft er sich durch verstärkte

Hinweise etwa von Kinder- und Jugendärzten auf das Programm.

Junior Marvelesse beschäftigt sich mit der Frage, wie man adipöse Kinder und Jugendliche erfolgreich zum

Abnehmen bewegen kann. Die interdisziplinären Einheiten sollen den Kindern Erfolgserlebnisse vermitteln,

indem u. a. Kraft, Ausdauer und Koordination trainiert werden. Ein anderer Bestandteil ist das Kompetenztraining,

bei dem das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt wird, aber auch Ernährungsgewohnheiten veranschaulicht

werden. Wichtig ist für Emken auch die Einbeziehung der Eltern: „Die müssen das unterstützen,

damit die Kinder dauerhaften Erfolg haben“, sagt Emken. Deshalb werden Eltern ebenfalls zur Schulung

eingeladen. „Die Einbindung der Eltern in den Therapieprozess ist von besonderer Bedeutung. Sie werden

in eigenen Trainingseinheiten über die wichtigen Zusammenhänge und erfolgreiche Strategien informiert.

Nur dann können sie ihre Kinder wirksam und konsequent bei der Umsetzung ihrer Ziele unterstützen“, sagt

Emken. Die Eltern müssen zunächst die Kosten des Programms (jeweils 130 Euro über zwölf Monate) tragen.

Fast alle gesetzlichen Krankenkassen erstatten nach Einzelfallprüfung aber zwischen 60 und 95 Prozent

der Kosten.

Dirk Schnack

Ausgabe 6 | Juni 2013 41


MEDIZIN UND WISSENSCHAFT

Serie

Von schlaflosen Nächten im PJ

bis zum bestandenen Examen

Ende des Tagebuchs. Hohe Resonanz und gemischte Reaktionen auf die Probleme

der Studierenden: von „Weinerlichkeit“ bis Aufmunterung.

„Ständiges Meckern hilft nicht!“

Rat einer Kollegin in SHÄ 12/2012

Es waren manchmal schlaflose Nächte, die unsere

Tagebuch-Autorin durch das PJ begleiteten. Der Titel

zum Start der Serie in der Novemberausgabe 2011

machte deutlich, mit wie viel Aufregung und Unsicherheit

diese wichtige Phase ihres jungen Arbeitslebens

verbunden war. Diese Aufregung, ihr Zorn über

die Arbeitsbedingungen auf manchen Stationen und

die Arroganz mancher altgedienter Kollegen, ihr Problem

mit dem ersten toten Patienten, aber auch die

Freude über die eigenen Fortschritte und über die

Reaktionen der Patienten hielt sie Monat für Monat

für das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt fest. Sie

ließ uns teilhaben an ihren Selbstzweifeln, an ihrem

Unverständnis und an ihren Erfolgen. Jetzt hat sie es

geschafft, ist Ärztin und das Tagebuch endet mit der

dieser Ausgabe.

Bis zur jetzigen Ausgabe erreichten die Redaktion

Leserzuschriften auf die Eindrücke der jungen Kollegin.

Die Reaktionen waren gemischt. Bei manchen

rief sie Unverständnis hervor, bei manchen Verwunderung,

bei anderen Zustimmung. Fest steht, dass

ihr Tagebuch regelmäßig gelesen wurde. Ob die

junge Frau überhaupt „das Richtige studiert“, wie

es im Titel zum Tagebuch in der Oktoberausgabe

von 2012 hieß, bezweifelte eine Kollegin. Sie hatte

eher den Eindruck, dass die Autorin sich ständig beklagte.

Sie mahnte die künftige Kollegin, die Vorzüge

des deutschen Systems nicht zu vergessen: freie

Wahl über die Gestaltung ihres Berufs oder hohe eigene

Kosten für das Studium in manchen anderen

Ländern. Ihr Rat: „Ständiges Meckern hilft nicht.“

Ein erfahrener Kollege hielt die Ausführungen der

Autorin gar für „an Weinerlichkeit nicht zu überbieten“

und sah sie schon als „Kandidatin für eine Praecox-Form

des Burnout-Syndroms“. Er fragte sich, ob

sie nicht lieber auf das Examen verzichten sollte.

Inzwischen ist nicht nur das Examen bestanden,

sondern auch viel Rückendeckung von Lesern gekommen,

die ihr Tagebuch ganz anders als oben

beschrieben wahrgenommen haben. Ein seit Jahrzehnten

niedergelassener Arzt, als kritisch bekannt,

sah in den Berichten eigene Erfahrungen bestätigt.

Eine erst vor wenigen Jahren examinierte Kollegin

konnte die geschilderten Probleme „100prozentig“

nachempfingen und ein anderer Arzt schrieb dem

oben genannten Kritiker des Tagebuchs gar eine vier

minus für mangelndes Feingefühl ins Stammbuch.

Auch die Vorbereitung aufs Examen und die Doktorarbeit

sorgten für Resonanz. In der Maiausgabe

und in diesem Heft nahmen erfahrene Kollegen die

von der Autorin geschilderten Probleme zum Anlass,

Doktoranden Tipps zu geben, die noch in diesem

Heft von einem Leser als „ermutigend und informativ“

gelobt werden.

„An Weinerlichkeit nicht zu

überbieten“

Reaktion eines Lesers in SHÄ 2/2013

„Feingefühl vier minus“:

Reaktion eines Kollegen auf den o.g. Leserbrief

Die Redaktion bedankt sich für die vielen Zuschriften,

besonders aber bei der Autorin für ihre zuverlässig

niedergeschriebenen Tagebucheinträge, mit

denen sie unsere Leser trotz des hohen Arbeits- und

Lerndrucks an ihren Erfahrungen teilhaben ließ. Für

den Start in ihr Berufsleben wünschen wir ihr alles

Gute und dass es für sie nicht ständig, wie in der Aprilausgabe

2012, „Wochenende ade“ heißt. (di)

42 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Tagebuch einer PJ‘lerin

Endlich bin ich

Ärztin!

Nach dem Lernmarathon war es endlich soweit: die

Abschlussprüfungen. Zunächst stand der schriftliche

Teil auf dem Plan. Ich ging noch einmal falsch

gekreuzte Fragen und häufige Themen durch. Meine

Aufregung hielt sich in Grenzen. Nachdem ich Tausende

von Altfragen gekreuzt hatte, wollte ich das

Ganze endlich hinter mich bringen. Die Einzelfragen

und Fallgeschichten am ersten Tag waren lösbar und

halfen, Nervosität abzubauen. Der zweite Tag sorgte

bei vielen für Kopfzerbrechen und Panikattacken:

das IMPP mit seinen 15 Spezialfragen zur Chronisch

lymphatischen Leukämie. Auch ich wurde ganz hektisch,

als ich merkte, dass ich bei jeder Frage raten

musste. Ich machte eine kleine Pause, versuchte

mich wieder zu beruhigen und dann die restlichen

Fälle zu lösen. Der dritte und abschließende Tag

war der leichteste, sodass die Sorgen vom Vortag

wie weggeblasen waren. Jeden Nachmittag gab ich

meine Antworten beim Medi-Learn Examensservice

ein und verglich sie mit den prognostizierten Lösungen.

Und jedes Mal konnte ich aufatmen, da es besser

gelaufen war als erwartet und selbst der CLL-Fall

war gar nicht so schlecht. Die letzte Unsicherheit

wurde durch die offiziellen Ergebnisse vom Landesprüfungsamt

beseitigt. Geschafft!

Vor der mündlichen Prüfung war ich mal die Ruhe

selbst, weil ich die letzten Fragen gut beantwortet

hatte. Zu anderer Stunde hatte ich Muffensausen,

weil ich meinte, wenig behalten zu haben. Der Besuch

bei den Prüfern zum Vorgespräch soll eigentlich

Ängste abbauen, was bei mir aber nicht der Fall

war. Zwei der vier Prüfer sprachen nur davon, was alles

nicht ausreichend ist und schlecht ankommt, was

mich nur noch mehr verunsicherte.

Am ersten Prüfungstag bekamen wir morgens einen

Patienten. Erst lief alles gut, doch in der letzten

Stunde wurde ich hektisch. War der Aufnahmebogen

ausführlich genug, wo war die Patientenakte

und was muss ich noch alles zur Vorgeschichte

(Foto: di)

wissen? Habe ich Wesentliches übersehen? Über

Mittag konnte ich mich beruhigen. Ich übte die Patientenpräsentation

und überlegte mir mögliche Fragen.

An Essen war bei dem flauen Magen nicht zu

denken. In den ersten Sätzen am Patientenbett löste

sich die Spannung. Die Präsentation lief gut und die

Prüfer stellten lösbare Fragen zu Untersuchungstechniken.

Am Patientenbett und im Prüfungsraum

war ich mit meiner Leistung zufrieden. Abends grübelte

ich über meine Antworten, hatte ich wirklich

genug gewusst? Was hatte ich für dumme Fehler in

der Aufregung gemacht! Die Nacht war unruhig. Am

Morgen ging ich nochmal die wichtigsten Themen

durch. Früh war ich am Prüfungsraum und hatte mir

vorgenommen, ruhig und langsam zu antworten –

was nicht gelang. Auch mit dem zweiten Tag war

ich zufrieden – und die Noten bestätigten mein Gefühl.

Jetzt bin ich tatsächlich Ärztin! begriffen habe

ich das noch nicht. Viel Zeit bleibt nicht, schon heißt

es wieder: nach vorne schauen, organisieren, umziehen

und die Kliniken als Assistenzärztin unsicher

machen. Auf geht’s in ein neues Abenteuer!

Der Name der PJ‘lerin ist der Redaktion bekannt.

Hiermit endet unser PJ-Tagebuch.

Ausgabe 6 | Juni 2013 43


MEDIZIN MITTEILUNGEN UND WISSENSCHAFT

DER AKADEMIE

Akademie für medizinische Fortund

Weiterbildung

Esmarchstr. 4

23795 Bad Segeberg Tel. 04551/803-166

Geschäftsführerin: Helga Pecnik M. A. www.aeksh.de/akademie

Büroleiterin: Petra Petersen

E-Mail akademie@aeksh.org

Institut für Psychosomatische

Medizin und Psychotherapie

Das Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

bietet ab dem 10. August 2013 einen

neuen Ausbildungszyklus des Weiterbildungscurriculums

für die Bereiche Psychosomatische Medizin,

Psychiatrie und Psychotherapie, Kinder- und Jugendpsychiatrie

und Fachgebundene Psychotherapie Verhaltens-

und Tiefenpsychologie an. Die Ausbildung

umfasst insgesamt 8 Semester und findet einmal im

Monat an einem Samstag statt (Ferienzeiten sind ausgenommen).

Veranstaltungsort ist jeweils die Akademie.

Im Verlauf der 8 Semester wird der gesamte

theoretische Fachbereich der Psychosomatischen

Medizin und Psychotherapie abgedeckt. Der Veranstaltungstag

beginnt jeweils um 9:00 Uhr c. t. mit einer

Vorlesung von hochkarätigen Dozenten zum semesterbezogenen

Themenbereich. Ab dem 10. August

2013 finden Vorlesungen zum Themenschwerpunkt

„Verhaltenstherapie“ statt, die seit dem 01.04.2013

für Gäste gebührenfrei buchbar sind. Nach der Vorlesung

haben die Teilnehmer die Möglichkeit in

Kleingruppen direkt Fragen an den jeweiligen Vorlesungsdozenten

zu stellen und die Inhalte eingehend

zu diskutieren. Nach einer Pause findet dann die fachspezifische

Weiterbildung in den entsprechenden

Jahrgängen statt.

Das Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

bietet aber nicht nur die theoretischen

Weiterbildungsinhalte an, sondern ist auch in allen

praktischen Fragen der Weiterbildung behilflich und

kann hier auf die langjährige Erfahrung der Dozenten

zurückgreifen. Die Geschäftsstelle des Instituts,

Rabea Brunke, erreichen Sie telefonisch unter der

Rufnummer 04551/803-197. Gerne nehmen wir Ihre

Anmeldungen entgegen und stehen für weiterführende

Informationen telefonisch oder per E-Mail zur

Verfügung.

Veranstaltungen 2013 - Ausblick

10. August, Beginn: 9:00 Uhr c. t.

Curriculum Psychotherapie

7. September, 9:30-17:00 Uhr

Jahresveranstaltung der Akademie – Prävention

lebensstilbedingter chronischer Krankheiten

9.-14. September, jeweils 8:30-18:00 Uhr

Intensivkurs Innere Medizin

19./20. September, jeweils 9:00-17:30 Uhr

Transfusionsverantwortliche & Transfusionsbeauftragter

22.-26. Oktober, Beginn: 9:00 Uhr

Fachkunde Strahlenschutz-RöV/Medizin

1.-3. November und 6.-8. Dezember,

Beginn: 16:00 Uhr

Diabetologische Grundversorgung

6.-9. November, jeweils 8:30-17:30 Uhr

Intensivkurs Neurologie

8./9. November, Beginn: 15:00 Uhr

Suchtmedizinische Grundversorgung –

Baustein I

9./10. November, jeweils 8:30-18:00 Uhr

Interdisziplinäre Notaufnahme

9./10. November 2013, 6./7. Dezember 2013,

15.-19. Januar 2014, 14./15. März 2014,

Beginn: 9:00 Uhr

Ernährungsmedizin

1.-15. November, Beginn: 9:15 Uhr

Intensivmedizin – theoretische und praktische

Grundlagen der allgemeinen Intensivmedizin

23.-30. November, Beginn: 9:30 Uhr

80-Stunden-Kurs zum Erwerb der Zusatzbezeichnung

Notfallmedizin (Fachkunde Rettungsdienst)

2.-6. Dezember, Beginn: 9:30 Uhr

Sonographie-Grundkurs für Abdomen und

Schilddrüse

44 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Infektionen

Vibrio vulnificus in der Ostsee:

Selten, aber gefährlich

Bei Personen mit chronischen Vorerkrankungen kann es innerhalb weniger

Stunden zu einer primären Sepsis mit Multiorganversagen kommen.

Vibrio vulnificus kommt natürlicherweise in Brackwasser

und im Meerwasser in Nord- und Ostsee vor.

Bei Wassertemperaturen über 20°C vermehren sich

die Bakterien und können schnell hohe Konzentrationen

erreichen. Erkrankungen durch Vibrionen sind in

Deutschland zwar selten, können aber bei Menschen

mit chronischen Vorerkrankungen und damit einhergehender

Immunschwäche (Lebererkrankungen,

Diabetes mellitus, hämatologische Erkrankungen,

Kortisontherapie) oder offenen Wunden zu schweren

Verläufen führen. Diese äußern sich in Form von

Gastroenteritiden mit wässrigen Durchfällen nach

Verzehr kontaminierter Lebensmittel (Meerestiere,

Muscheln). Bei Personen mit chronischen Vorerkrankungen

kann es innerhalb weniger Stunden zu einer

primären Sepsis mit Multiorganversagen kommen.

Wundinfektionen entstehen nach Hautverletzungen

durch Schalentiere (Muscheln, Krebse) oder durch

Eindringen in vorbestehende Hautverletzungen bei

Kontakt mit erregerhaltigem Wasser. Die Infektionsdosis

ist mit 100 Keimen sehr gering.

Wegen der kurzen Inkubationszeit (12 bis 72 Stunden)

und des raschen und schweren Krankheitsverlaufs

ist die frühzeitige Diagnose und

Therapie entscheidend. Der Erregernachweis erfolgt

aus Stuhlproben, Blutkulturen und aus Wundsekret.

Der klinische Verdacht muss dem Labor ausdrücklich

mitgeteilt werden (telefonische Ankündigung),

damit spezielle Maßnahmen zur Diagnostik vorbereitet

werden können. Die Therapie muss unmittelbar

nach der Materialentnahme einsetzen, ohne dass

die mikrobiologischen Ergebnisse vorliegen („if you

think of Vibrio vulnificus, treat it“). Geeignet sind

Cephalosporine der dritten Generation, Chinolone

und Tetrazykline).

Die Infektion trat Mitte der 90er Jahre nach Auftreten

von schweren Einzelfällen nach dem Baden in der

Ostsee ins Bewusstsein der Ärzte. Die Erkrankungen

sind nach wie vor selten. Im Bereich der Ostsee-Anrainerstaaten

belaufen sich die Schätzungen auf 20

bis 30 Fälle pro Jahr, davon ca. zwei bis fünf Fälle

im deutschen Bereich. Die Dunkelziffer ist hoch, eine

explizite Meldepflicht nach Infektionsschutzgesetz

besteht nicht. Dennoch sollten Ärzte das zuständige

Gesundheitsamt informieren, damit die Quellensuche

und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden

können.

Mit einem erhöhten Auftreten ist immer dann zu

rechnen, wenn das Ostseewasser im Bereich der

Badestellen 20°C oder wärmer ist. Im Zuge der prognostizierten

mittleren Erwärmung des Ostseewassers

bei abnehmendem Salzgehalt wird eine

Zunahme der Fälle diskutiert [Baker-Austin et al.

Nature Climate Change 3:73 (2013)].

In einem orientierenden Monitoring-Projekt des Medizinaluntersuchungsamtes

Lübeck in der Badesaison

2012 im Auftrag des Ministeriums für Soziales,

Gesundheit, Familie und Gleichstellung konnten in

68 von insgesamt 79 Proben neun verschiedene Arten

von Vibrionen nachgewiesen werden. Darunter

fand sich bei Temperaturen des Ostseewassers

zwischen 18°C und 20°C fünf Mal (7,4 Prozent) die

Spezies Vibrio vulnificus in niedriger Konzentration.

Erkrankungsfälle sind uns nicht bekannt geworden.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass die Badegewässer

in Schleswig-Holstein eine sehr gute bis exzellente

Qualität haben (http://badewasserqualitaet.

schleswig-holstein.de). Infektionen mit Vibrio vulnificus

sind denkbar, dürften allerdings sehr selten

bleiben. Wegen der Schwere der Erkrankung ist es

jedoch wichtig, dass behandelnde Ärzte in den Sommermonaten

an die Möglichkeit denken.

Literatur bei den Verfassern.

Prof. Werner Solbach, Nina Krause, Medizinaluntersuchungsamt,

UKSH Campus Lübeck,

E-Mail werner.solbach@uksh.de

Ausgabe 6 | Juni 2013 45


EDMUND-CHRISTIANI-SEMINAR

Esmarchstr. 2

23795 Bad Segeberg

Tel. 04551/8813-292

Fax 04551/8813-228

E-Mail ecs@aeksh.org

EDMUND-CHRISTIANI-SEMINAR

Berufsbildungsstätte der

Ärztekammer Schleswig-Holstein

Diabetesassistentin DDG

In Kooperation mit der Schleswig-Holsteinischen

Gesellschaft für Diabetes e. V.

6. Seminarreihe

Ziel der Weiterbildung ist es, unter der Leitung des

verantwortlichen Arztes, den Gruppenunterricht für

Patienten mit Typ 2 Diabetes selbstständig zu planen

und durchzuführen. Desweiteren den Arzt in der

Betreuung von Patienten mit Typ 1 Diabetes zu unterstützen.

Inhalt:

Pädagogik und Psychologie für Beratung und

Unterricht

Kommunikation und Gesprächsführung

Lehren lernen inkl. Medieneinsatz

Praktische Übungen mit Videoauswertung

Medizinisch-Diabetologische Grundlagen

Prüfung

Klausuren am Ende von Block 1 und 2

Schriftliche Ausarbeitung einer Unterrichtsstunde

Lehrprobe (15 Minuten)

Fachgespräch am 24.05.2014 (Samstag)

Hinweis:

Zwischen den Blöcken findet eine einwöchige

Hospitation (40 Std.) statt.

Termin: Block 1: 24.02. - 07.03.2014

Block 2: 12.05. - 21.05.2014

Montag - Donnerstag 9:00 - 16:30 Uhr

Freitag 9:00 - 14:00 Uhr

Gebühr: 1.300,00 €

Prüfungsgebühr: 150,00 €

Zertifikatgebühr DDG: 35,00 €

August 2013

01.08. Tipps zum Ausbildungsstart

03.08. Notfallsituationen in der ärztlichen Praxis

05.08. Strahlenschutzkurs für medizinisches

Assistenzpersonal

07.08. Wundversorgung und Kompressionstherapie

09.08. Sachkunde gem. § 4 der Medizinproduktebetreiberverordnung

09.08. „Interkulturelle Kompetenz“ im Gesundheitswesen

16.08. Arbeits- und Lernmethoden

17.08. GOÄ Grundkurs

21.08. Aktualisierung der Kenntnisse/Fachkunde im

Strahlenschutzkurs

24.08. Kleines Medizinerlatein

30.08. Fachzertifikat Ambulantes Operieren

30.08. Professionell kommunizieren und motivieren

31.08. Impfen leicht gemacht - Crashkurs

31.08. Impf-Meeting/Reise-Impf-Meeting

September 2013

06.09. Fachzertifikat Wundmanagement

06.09. Fachzertifikat EKG

09.09. Strahlenschutzkurs für medizinisches

Assistenzpersonal

14.09. Diabetes: Formen, Therapie und Ernährung

14.09. EKG/Kompakt

13.09. GOÄ/Aufbaukurs

20.09. Grundlagen der Onkologie und Palliativmedizin

21.09. Körpersprache und Umgangsformen

23.09. Erweiterte Aktualisierung der Kenntnisse/

Fachkunde im Strahlenschutz

27.09. Fachzertifikat Onkologie

27.09. Fachzertifikat Palliativmedizin

28.09. Spritzen, na und...? Kompakt

Ansprechpartnerin

Gabriele Steens, Tel. 04551/8813-292

Unser gesamtes Fortbildungsprogramm finden Sie unter: www.aeksh.de/ecs

46 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Tagungsbericht

Gewissensfragen in der Medizin:

Kommunikation als Lösung

Vielfältige Gewissenskonflikte in der Medizin belasten Ärzte und anderes medizinisches

Personal. Die Evangelische Akademie Loccum näherte sich dem Thema.

Wenn ärztliche Tätigkeit vermehrt von nichtmedizinischen

Vorgaben bestimmt wird, stehen Gewissenskonflikte

ins Haus. Wie können Ärzte und Pflegende

heutzutage „mit gutem Gewissen arbeiten“?

Darüber informierte eine Tagung des Zentrums für

Gesundheitsethik an der Evangelischen Akademie

Loccum in Hannover (Leitung: Dres. theol. Michael

Coors und Thorsten Moos). Hilfreiche Antworten gab

es, jedenfalls am ersten Tag, nicht so viele, eher eine

differenzierte Annäherung an die Probleme. Das begann

schon mit der Definition von Gewissen – recht

unterschiedlich in Philosophie, Theologie, Recht,

Psychologie und Soziologie. Prof. Joachim Jähne,

Ärztlicher Geschäftsführer und Leitender Chirurg

des Diakoniekrankenhauses Henriettenstift in Hannover,

zitierte die Ärztliche (Muster-)Berufsordnung

(§ 2 Abs.1-3): „Ärztinnen und Ärzte üben ihren Beruf

nach ihrem Gewissen, den Geboten der ärztlichen

Ethik und der Menschlichkeit aus ... haben ihren

Beruf gewissenhaft auszuüben ... Eine gewissenhafte

Ausübung des Berufs erfordert insbesondere

die notwendige fachliche Qualifikation und Beachtung

des anerkannten Standes der medizinischen

Erkenntnisse.“ Gewissen werde hier unter moralischen

und Qualitätsaspekten verstanden. Ähnlich

das Genfer Ärztegelöbnis: „Ich werde meinen Beruf

mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben.“

Der Gewissensbegriff im Arztrecht lässt sich mit

der höchstrichterlichen Definition des Bundesverfassungsgerichts

zur Wehrdienstverweigerung aus

Gewissensgründen zusammenbringen: Gewissen

ist danach die Fähigkeit eines Menschen, eine Entscheidung

zwingend aus den persönlich verinnerlichten

Kategorien von Gut und Böse, Gerecht oder

Ungerecht abzuleiten.

Für den Arzt, hier den Chirurgen, sah Jähne vier

Arten von Gewissensfragen: Schon bei der Indikationsstellung

für oder gegen einen operativen Eingriff,

z. B. nicht unbedingt erforderliche Operation

bei bedrohter Wirtschaftslage des Krankenhauses?

Ferner sehr rasch erforderliche intraoperative sowie

postoperative Entscheidungen (z. B. wie weit Intensivmedizin

bei inkurablen Erkrankungen?) sowie

die Akzeptanz der eigenen Grenzen. Insoweit seien

Ärzte täglich mit Gewissensfragen, nicht immer

gleich Gewissenskonflikten, konfrontiert. Woran sich

halten? „Das ärztliche Gewissen sollte sich an sittlich-moralischen

Gegebenheiten der Gesellschaft

orientieren. Dazu gehören z. B. Fairness, Respekt,

Ehrlichkeit und Verlässlichkeit.“

Verständlich wurde dieses Fazit auch im Referat zum

Gewissen aus Sicht der Pflege. Pflegende treffen

nicht die großen Entscheidungen, sind aber meist

näher am Patienten und betreuen ihn zumal im Intensiv-

und Palliativbereich stärker, woran Katja Freund,

Geschäftsführerin des Klinischen Ethik-Komitees

der Medizinischen Hochschule Hannover, erinnerte.

Sie sagte: „Gewissenskonflikte in der Krankenpflege

sind äußerst vielfältig, sie finden in allen Bereichen

statt und stellen eine große Belastung dar.“

Sie nannte typische Beispiele: Ein Patient widersetzt

sich (vom Arzt angeordneten) pflegerischen Maßnahmen

wie Verbandswechsel, Medikamentengabe,

Mobilisation – ein Gewissenskonflikt zwischen Autonomie

des Patienten und Fürsorgepflicht der Pflege.

Oder Probleme mit Angehörigen, die in großer Zahl

zum Krankenbesuch kommen und das Mehrbettzimmer

mit Beschlag belegen. Oder (bei Personal- und

Zeitknappheit) die Prioritätensetzung in der Pflege

Schwerkranker.

Wo liegt, formal gesehen, die Lösung? Katja Freund

sagte: „Die Lösung liegt immer in der Kommunikation,

eventuell mithilfe einer Ethikberatung. Es geht

darum, sich auf einen sachlichen Dialog einzulassen

mit dem Ziel, einen Konsens zu finden.“

Horst Kreussler

Ausgabe 6 | Juni 2013 47


GESUNDHEITS- UND SOZIALPOLITIK

116. Deutscher Ärztetag

Ärztliche Fort- und Weiterbildung

im Zeichen der Generation Y

Eine emotionale Debatte über die Pflicht zur ambulanten Weiterbildung prägte

das Delegiertentreffen in Hannover. Am Ende gab es einen Kompromiss.

Eigentlich sah alles nach einem ruhigen Delegiertentreffen

aus. Eigentlich. Denn einen Tag vor der feierlichen

Eröffnung des 116. Deutschen Ärztetages in

Hannover verabschiedete die Vertreterversammlung

der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) einen

Beschluss, der den 250 Vertretern aus 17 Ärztekammerbezirken

ein emotionsgeladenes Topthema

bescherte: Die Vertreterversammlung forderte den

Ärztetag auf, die ambulante Weiterbildung als Pflicht

in die Muster-Weiterbildungsordnung aufzunehmen.

Ohne ein solches Signal, so KBV-Chef Dr. Andreas

Köhler später auf dem Ärztetag, werde man gegenüber

der Politik die Forderung nach einer Finanzierung

der ambulanten Weiterbildung über den

Gesundheitsfonds nicht durchsetzen können.

Insbesondere Vertreter des Marburger Bundes (MB),

darunter Schleswig-Holsteins MB-Landesvorsitzender

und Kammervorstandsmitglied Dr. Henrik

Herrmann, wandten sich gegen eine generelle

Pflicht zur ambulanten Weiterbildung und warnten

vor einem Flaschenhals, der junge Mediziner ebenso

abschrecken werde wie die Aussicht auf ein geringeres

Praxis-Gehalt im Vergleich zur Weiterbildungszeit

im Krankenhaus. Viele befürchteten zudem, die

Kassenärztlichen Vereinigungen wollten sich Einfluss

auf die Gestaltung der Weiterbildungsordnung

sichern.

Nach einer mehrfach unterbrochenen und teilweise

sehr emotionalen Debatte trafen sich dann auf Vermittlung

der Bundesärztekammer (BÄK) Vertreter

der KBV, des MB, des NAV-Virchow-Bundes, des

Hausärzteverbandes und des Berufsverbandes

Deutscher Internisten für sechseinhalb Stunden hinter

verschlossenen Türen. Sie einigten sich auf einen

Kompromissvorschlag, der am letzten Tag von den

Delegierten mit überwältigender Mehrheit angenom-

„Das Gesundheitswesen

ist so

gut, weil es die

ärztliche Freiberuflichkeit

gibt.“

Das Bekenntnis von

Gesundheitsminister

Daniel Bahr hörte BÄK-

Präsident Prof. Frank

Ulrich Montgomery

gern.

(Foto: Jürgen Gebhardt)

48 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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men wurde. Danach ist nicht mehr die Rede von einer

„Pflicht“-Weiterbildung und die Aufnahme in die

Muster-Weiterbildungsordnung soll erst erfolgen,

wenn bestimmte Rahmenbedingungen, darunter an

erster Stelle die Finanzierung, erfüllt sind. Zudem

sollen bei den Ärztekammern Koordinierungsstellen

für die ambulante Weiterbildung eingerichtet werden

(lesen Sie zum Thema bitte auch „Seite 3“).

Begonnen hatte der Ärztetag harmonisch. Bereits im

Wahlkampfmodus, streichelte Bundesgesundheitsminister

Daniel Bahr die Arzt-Seele. Der FDP-Politiker

legte bei der Eröffnung ein klares Bekenntnis

zur Freiberuflichkeit des Arztes ab und wandte sich

„Mit der WBO-Novelle orientieren

wir uns an den Interessen der

Betroffenen.“

Dr. Franz-Joseph Bartmann,

Vorsitzender der BÄK-Weiterbildungsgremien

(Foto: Jürgen Gebhardt)

kämpferisch gegen die von SPD und Grünen favorisierte

Bürgerversicherung. Das glich in Hannover

einem Elfmeter aufs leere Tor, denn auch der Ärztetag

sprach sich tags darauf nahezu einstimmig gegen

die „Einheitsversicherung“ und für den Erhalt

des dualen Systems aus gesetzlicher und privater

Krankenversicherung aus. Die Bundesärztekammer

(BÄK) hat dazu ein eigenes Finanzierungskonzept

vorgelegt. Darin schlägt die BÄK unter anderem

auch vor, für jedes in Deutschland geborene Kind ein

Gesundheitssparkonto einzurichten, das als kapitalgedecktes

Ansparprogramm die finanziellen Folgen

der zukünftigen demografischen Entwicklung abfedern

soll.

Sowohl Bahr als auch Niedersachsens Ministerpräsident

Stephan Weil griffen die seit Monaten anhaltende

Diskussion um „Ärzte-Korruption“ auf und

sprachen der Ärzteschaft ausdrücklich ihren Respekt

aus. Bundesärztekammer-Präsident Prof. Frank

Ulrich Montgomery kritisierte in diesem Zusammenhang

Medien, Krankenkassen und Politik für ihren

Umgang mit dem Thema: „Wir sind gegen jede Form

von Korruption, gegen beeinflussende Schleichwerbung

und gegen entscheidungsändernde Nebeneinnahmen.

Aber in der Art, wie man gerade mit den

niedergelassenen Ärzten in dieser Debatte umgegangen

ist, sind die Dimensionen komplett verlorengegangen.“

Dr. Martina Wenker, Präsidentin der gastgebenden

Ärztekammer Niedersachsen, griff zur Eröffnung des

Ärztetages eine jüngst veröffentlichte Analyse zur

Befindlichkeit der Mediziner-Generationen von den

Wirtschaftswunderkindern und Babyboomern über

die Generation X zur Generation Y auf. Für letztere ist

laut Studie die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und

Freizeit der entscheidende Wert. „Die jungen Mediziner

wollen Planbarkeit, Struktur, regelmäßiges Feedback“,

so Wenker. Der Begriff der „Generation Y“

zog sich denn auch wie ein roter Faden durch die

Debatten. Bessere Planbarkeit und mehr Flexibilität

sind entsprechend auch wichtige Leitmotive für die

in Hannover behandelten Reformen im Bereich der

Fort- und Weiterbildungsordnung.

Obwohl die Ärzteschaft der privaten Krankenversicherung

(PKV) trotz politischen Gegenwindes

den Rücken stärkt, sperrt sich die PKV nach wie

vor gegen eine angemessene Anpassung der Gebührenordnung

für Ärzte (GOÄ). Daniel Bahr forderte

BÄK und PKV in Hannover noch einmal zum

gemeinsamen Vorgehen auf. Doch die Geduld der

BÄK schwindet. Seit 1996 betrage die Inflation in

Deutschland 30,4 Prozent – der Punktwert in der

Ausgabe 6 | Juni 2013 49


GESUNDHEITS- UND SOZIALPOLITIK

Mit neun Delegierten

war

Schleswig-Holstein

beim 116.

Deutschen Ärztetag

vertreten.

(von links): Dr. Thomas

Schang, Peter Grae ser,

Matthias Seusing,

Dr. Gisa Andresen,

Dr. Hannelore Machnik,

Dr. Vera Meyer, Rosemarie

Müller-Mette,

Dr. Henrik Herrmann

und Kammerpräsident

Dr. Franz-Joseph Bartmann

(es fehlt Petra

Imme). (Foto: TR)

GOÄ sei hingegen gleich geblieben, betonte Montgomery.

Der Ärztetag verabschiedete dann auch einen

Antrag, in dem die Politik aufgefordert wird, die

GOÄ auf der Basis des von der BÄK inzwischen entwickelten

Vorschlags ohne weitere zeitliche Verzögerung

umzusetzen. Als Übergangslösung müsse

ein Inflationsausgleich geschaffen werden.

Als Selbstläufer erwies sich die Überarbeitung der

(Muster-)Fortbildungsordnung. Sie berücksichtigt

veränderte berufliche und technische Rahmenbedingungen

und trägt der Tatsache Rechnung, dass

Ärzte neben medizinischer Expertise auch über

Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation,

Management, Gesundheitsberatung oder Wissensvermittlung

verfügen müssen.

Mit Blick auf die bessere Vereinbarkeit von Familie

und Beruf enthält die neue Muster-Fortbildungsordnung

jetzt eindeutige Regelungen zum Umgang mit

Unterbrechungszeiten aufgrund von Mutterschutz,

Elternzeit, Pflegezeit oder wegen einer länger als


„Keine Mengenvereinbarungen in Arbeitsverträgen“

Der Deutsche Ärztetag hat nahezu einstimmig einem Antrag aus Schleswig-Holstein zugestimmt, der Zielvereinbarungen

zur Menge von invasiven Eingriffen oder technischen Prozeduren in ärztlichen Arbeitsverträgen

ablehnt. In dem von Dr. Thomas Schang in Hannover erläuterten und gemeinsam mit den Delegierten

Dr. Gisa Andresen, Dr. Vera Meyer und Matthias Seusing eingebrachten Antrag werden die jüngsten Vereinbarungen

zwischen Bundesärztekammer (BÄK) und Deutscher Krankenhausgesellschaft (DKG) als wichtiger

erster Schritt begrüßt. Beide Organisationen empfehlen den generellen Verzicht auf mengenbezogene

Boni, halten qualitätsbezogene Boni aber für sinnvoll. „Der Verzicht auf Mengenzielvereinbarungen allein

reicht aber nicht aus, ökonomischen Druck von der ärztlichen Entscheidung zu nehmen“, so Schang beim

Ärztetag. „Empathie und menschliche Sorge lassen sich nicht kaufen, aber besser honorieren.“ Die Vergütungssysteme

müssen sich nach dem Votum des Ärztetages stärker an Ergebnis- und Prozessqualität (Indikationsstellung,

Patientenbeteiligung, sektorenübergreifende Integration, Ablaufsicherheit) orientieren.

Die Kammerversammlung Schleswig-Holstein hatte im März 2013 ein Positionspapier zum Thema „Zielvereinbarungen“

verabschiedet, das auf intensiver Vorarbeit des Ausschusses „Medizin und Ökonomie“ fußt

und das die Ärztekammer der BÄK und DKG zur Verfügung gestellt hatte (Ärzteblatt 03/13 und 04/13). (TR)

50 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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„Wir brauchen intelligente, an

Inhalten ausgerichtete Konzepte und

keinen Zwang.“

Dr. Henrik Herrmann zur Diskussion um die ambulante

Weiterbildung

(Foto: TR)

drei Monate andauernden Erkrankung. Zudem beschloss

der Ärztetag, dass Veranstalter einer Fortbildung

sowie deren wissenschaftliche Leitung und

Referenten Interessenskonflikte gegenüber den Teilnehmern

offenlegen müssen.

Viel Lob der Delegierten erhielt Schleswig-Holsteins

Ärztekammerpräsident Dr. Franz-Joseph Bartmann.

Als Vorsitzender der Weiterbildungsgremien

der BÄK stellte er den Sachstand zur Reform der

(Muster-)Weiterbildungsordnung (MWBO) vor. Die

Delegierten beauftragten die BÄK und die Landesärztekammern,

die in einem transparenten Online-

Beratungsverfahren eingegangenen Hinweise und

Vorschläge der Berufsverbände und Fachgesellschaften

noch im laufenden Jahr zu beraten. Eine

beschlussreife Novelle soll möglichst schon dem

Ärztetag 2014 vorgelegt werden.

Die neue MWBO bildet die Inhalte der Weiterbildung

in Kompetenzblöcken anstelle der bisherigen kleinteiligen

Spiegelstrich-Aufzählungen ab. Ziel ist eine

strukturiertere und praxisbezogenere Weiterbildung.

„Die Spiegelstrich-Aufzählungen waren teilweise zu

differenziert und in der Kürze der Weiterbildungszeit

kaum zu leisten“, erläuterte Bartmann. Deshalb

sollen auch die Richtzahlen für definierte Untersuchungs-

und Behandlungsverfahren reduziert und

stärker an didaktischen Anforderungen sowie der

Versorgungsqualität ausgerichtet werden. „Wir brauchen

mehr Flexibilität. Ärztinnen und Ärzte sollen

schon zu Beginn ihrer Weiterbildung mehr Planungssicherheit

haben“, betonte Bartmann.

Der Ärztetag forderte in einem weiteren Beschluss,

Regelungen zu schaffen, die eine strukturierte Weiterbildung

auch im Rahmen von Teilzeittätigkeiten

und im Verlauf von Schwangerschaften sicherstellen.

Die Ergebnisse der Evaluation, an der sich 2011

mehr als 9.000 Weiterbildungsbefugte und über

20.000 weiterzubildende Ärztinnen und Ärzte beteiligt

hatten, zeigen, dass sich viele Betroffene unter

anderem strukturiertere Weiterbildungspläne und familienfreundlichere

Arbeitszeitmodelle wünschen.

Die nächste bundesweite Befragung zur Qualität der

Weiterbildung soll im Jahr 2015 stattfinden.

Passend zum Tag der Organspende Anfang Juni

legte der Deutsche Ärztetag ein klares Bekenntnis

zur Organspende ab. „Organspende verdient Vertrauen,

weil wir klar und eindeutig sehen, dass die

von Selbstverwaltung und Gesetzgeber nach dem

Transplantationsskandal ergriffenen Maßnahmen

für mehr Kontrolle und Transparenz bei der Organvergabe

greifen“, sagte BÄK-Präsident Montgomery.

„Tausende Patienten verdanken ihr Überleben der

Transplantationsmedizin und der Bereitschaft von

Menschen, Organe zu spenden. Diesen Menschen

kann ich mit gutem Gewissen sagen: Nie war die

Transplantationsmedizin sicherer als heute.“

Thomas Rottschäfer




Alle Infos zum Deutschen Ärztetag:

www.baek.de

Offizielle Dokumente und Videodokumentation

der Bundesärztekammer

www.aerzteblatt.de/aerztetag2013

News, Hintergrundbeiträge, Videos und Fotos

im Onlineportal des Deutschen Ärzteblattes

Ausgabe 6 | Juni 2013 51


GESUNDHEITS- UND SOZIALPOLITIK

Seltene Erkrankungen

Selten ist gar nicht so selten: fast

vier Millionen Menschen betroffen

Zentren wie jetzt in Lübeck verbessern die Versorgungssituation. Auch der Informationsaustausch

über seltene Erkrankungen ist für Patienten und Ärzte wichtig.

In der Europäischen Union gilt eine Erkrankung als

selten, wenn nicht mehr als fünf von 10.000 Menschen

von ihr betroffen sind. Etwa 7.000 bis 8.000

Erkrankungen der rund 30.000 bekannten Krankheiten

werden hiernach als selten eingestuft. Schätzungen

zufolge leiden etwa vier Millionen Menschen

in Deutschland an einer Seltenen Erkrankung, in

der gesamten Europäischen Union sind es rund 30

Millionen. Selten ist also gar nicht so selten. Diagnose-

und Therapiemöglichkeiten bei Krankheiten

mit geringer Prävalenz stellen Patienten und Ärzte jedoch

vor besondere Herausforderungen.

Für Patienten und ihre Angehörigen bedeutet die

schwierige Versorgungslage eine starke psychische

Belastung und oft einen langen Leidensweg. Denn

bis eine Seltene Erkrankung sicher als solche erkannt

wird, können Jahre vergehen. Viele Patienten

leben und leiden ohne Diagnose bzw. mit einer oder

sogar mehreren Fehldiagnosen. Die zugrunde liegenden

Erkrankungen sind häufig schwerwiegend

und werden gar nicht oder falsch therapiert. Aber

auch mit einer zutreffenden Diagnose ist nur der

erste Schritt getan und neue Probleme tun sich auf:

Wo finde ich einen Arzt, der sich mit diesem seltenen

Fall auskennt? Wer kann therapieren? Wie kann ich

diesen Spezialisten überhaupt erreichen? Zudem ist

die diagnostische und therapeutische Infrastruktur

europaweit gesehen generell lückenhaft.

Für viele Seltene Erkrankungen gibt es keine adäquate

medikamentöse Behandlung. Da für die

pharmazeutische Industrie aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten

keine Forschungs- und Entwicklungsanreize

bestehen, sogenannte Orphan Drugs (von

engl. orphan = Waise) zu entwickeln, muss die Arzneimittelentwicklung

durch verschiedene gesetzgeberische

Maßnahmen in diesem Bereich gefördert

werden: In den USA geschieht dies bereits seit 1983,

in der EU seit 1999 (siehe www.orpha.net).

Die Liste der einzelnen Erkrankungen und Erkrankungsgruppen

ist lang. Allein die mehr als 500

genetisch bedingten Störungen des Intermediärstoffwechsels

erfüllen sämtlich die Kriterien der Seltenen

Erkrankungen. Exemplarisch zu nennen sind

ferner – neben einer Vielzahl anderer Erkrankungen –

erbliche Netzhauterkrankungen, neurologische

Erkrankungen, parenchymatöse Lungenerkrankungen,

primäre Immundefizienz-Erkrankungen,

urorektale Fehlbildungen, Skelettdysplasien.

Prof. Ertan Mayatepek, Vizepräsident der Deutschen

Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V.,

fasst wesentliche gemeinsame Charakteristika der

Seltenen Erkrankungen zusammen: Rund 80 Prozent

der Seltenen Erkrankungen werden durch Gendefekte

verursacht. Mehr als die Hälfte manifestieren

sich bereits im Kindesalter und können schon in den

ersten Lebensjahren schwere Schäden verursachen.

Seltene Erkrankungen sind zumeist schwerwiegend,

fortschreitend und häufig lebensbedrohlich. Sie führen

mit hoher Frequenz zu chronischer Behinderung

mit Einschränkung von Lebensqualität und Selbstständigkeit.

Betroffene finden schwer Spezialisten

und geeignete Behandlungszentren. Oft existiert nur

eine symptomatische, jedoch keine kausale Therapie.

Die psychische Belastung ist für Patienten und

deren Familien hoch und fordert zusätzliche Aufmerksamkeit.

Um existierende Initiativen zur Verbesserung der Lebenssituation

für Patienten mit Seltenen Erkrankungen

zu bündeln, neue Projekte anzustoßen und sich

dabei die in Europa vorhandenen Strukturen zunutze

zu machen, wurde vor drei Jahren das Nationale Aktionsbündnis

für Menschen mit Seltenen Erkrankungen

(NAMSE) vom Bundesgesundheitsministerium

und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung

gegründet. Es vereint das Expertenwissen

der Patientenorganisationen, der Gesundheitsver-

52 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


www.aerzteblatt-sh.de

sorgung und der Forschung. Insgesamt sind 26

maßgebliche Akteure im deutschen Gesundheitswesen

beteiligt. Eine der Aufgaben des NAMSE ist es,

Qualitätskriterien für die zahlreichen Zentren für Seltene

Erkrankungen zu entwickeln, die in den letzten

Jahren bundesweit an verschiedenen Universitätskliniken

entstanden sind.

Seit Mitte April zählt auch das Universitätsklinikum

Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, dazu. Im April

wurde das „Lübecker Zentrum für Seltene Erkrankungen“

gegründet. Eines der Gründungsmitglieder

ist Prof. Christine Klein, die sich aktiv am NAMSE-

Prozess beteiligt hat. Klein ist Genetikerin und Kopf

der Instituts für Neurogenetik. „Für viele der Seltenen

Erkrankungen sind Vernetzungen und interdisziplinäre

Diagnostik und Versorgung notwendig und

angesichts des hohen Anteils an genetischen Auffälligkeiten,

oft mit Beginn im Kindesalter, ist die

Bildung eines Zentrums mit Einbindung von Humangenetik

(Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach) und

Pädiatrie (Prof. Olaf Hiort) wichtig“, sagt Meike Kasten,

Neuropsychiaterin und eine der Ansprechpartnerinnen

im neuen Zentrum. Entsprechend geht es

vorrangig um die engere Vernetzung von Fachbereichen,

die in Forschung, Diagnostik und Therapie von

Seltenen Erkrankungen eine tragende Rolle spielen:

die Humangenetik, die Neurogenetik, die Kinderund

Jugendmedizin, die Dermatologie, Psychiatrie,

Neurologie und die Sozialmedizin. „Letztere haben

wir mit ins Boot geholt, um ermitteln zu können, ob

unser Tun auch tatsächlich Auswirkungen auf die

Versorgungslage hat.“

„Wir arbeiten bis zur offiziellen Eröffnung am siebten

Dezember an einem Stufenkonzept für unser Zentrum:

Ziel ist, Anlaufstelle für Patienten, Angehörige

und behandelnde Ärzte zu werden, gerne auch für

Anfragen aus dem Ausland. Zudem soll es bundesweite

Kooperationen mit den vergleichbaren universitären

Zentren geben. Auf unserer Webseite sind

in Kürze die notwendigen Kontaktinformationen zu

finden, unter anderem eine Checkliste für die benötigten

Unterlagen. Aber der erste und einfachste

Kontakt kann und sollte über das Telefon erfolgen“,

rät Kasten.

Beim Umgang mit Seltenen Erkrankungen benötigen

auch Mediziner und Therapeuten Unterstützung. Die

meisten der Erkrankungen sind wenig erforscht und

spärlich beschrieben. Hilfe bietet die Allianz Chronischer

Seltener Erkrankungen (ACHSE e. V.). Sie

ACHSE-Lotsin Dr. Christine Mundlos

(Foto: Charité Wiebke Peitz)

stellt einen Ansprechpartner, einen sogenannten

Lotsen, in Person von Dr. Christine Mundlos. Ihr Büro

befindet sich im Virchow Klinikum auf dem Campus

der Charité. Dort arbeitet sie an der Schnittstelle von

Selbsthilfe, Medizin und Forschung. Ihr Kontakt-

Netzwerk aus Experten aller drei Bereiche hilft ihr,

Ärzte, Therapeuten und Patienten aktiv bei der Diagnosefindung

oder bei anderweitigen Fragen zu Seltenen

Erkrankungen zu unterstützen.

„In Kliniken und Praxen fehlt im normalen Arbeitsalltag

die Zeit, sich auf die aufwendige Suche

nach Informationen zu machen – ich habe diese

Zeit für Recherche, die den praktizierenden Ärzten

oft fehlt“, erklärt die Lotsin. Sie übernimmt Rechercheaufgaben

und beantwortet Fragen, etwa: Wo

finde ich die aktuellsten Veröffentlichungen zu einer

bestimmten Therapie? Bei wem könnte ich eine

Zweitmeinung einholen? An welche Patientenorganisation

kann man sich wenden? Sie findet heraus,

ob es Experten, Selbsthilfegruppen, spezialisierte

Therapeuten in erreichbarer Nähe gibt, und stellt auf

Wunsch den Kontakt zwischen Arzt und Patient, zwischen

Patienten untereinander, aber auch zwischen

ärztlichen Kollegen her. Seit April 2009 hat sie über

300 Anfragen erhalten. „Das Aufkommen an Anfragen

in unserer Betroffenenberatung ist natürlich weit

höher“, erläutert Mundlos. Dies verdeutlicht aber ein

Problem: Ärzte erkennen das Vorliegen einer Seltenen

Erkrankung nicht immer.

Judith Eick

Ausgabe 6 | Juni 2013 53


GESUNDHEITS- UND SOZIALPOLITIK

Krankenversicherung

Einheitlicher Versicherungsmarkt

mit Folgen für das Honorar

Ohne Kompensation drohen Ärzten Einnahmeausfälle in Milliardenhöhe. Gesundheitsökonom

Prof. Jürgen Wasem hat verschiedene Szenarien berechnet.

Über einen einheitlichen Versicherungsmarkt ohne

Trennung zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung

wird in Deutschland immer wieder

diskutiert. Für die Ärzte wären damit Einnahmeausfälle

in Milliardenhöhe verbunden, wie eine Untersuchung

des Gesundheitsökonomen Prof. Jürgen

Wasem von der Universität Duisburg-Essen zeigt.

Wasem hatte im Auftrag der Techniker Krankenkasse

(TK) verschiedene Modelle untersucht, in denen die

private Krankenversicherung abgeschafft wird.

Im Extremfall würde dies bis zu sechs Milliarden

Euro pro Jahr an Einnahmeausfällen für die niedergelassenen

Ärzte bedeuten. Wasem hatte für eine

PKV-Auflösung verschiedene Szenarien analysiert,

die kürzlich der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Im ersten Modell werden alle bislang privat Versicherten

sofort in das neue einheitliche System integriert.

Der Honorarausfall würde allein im Jahr 2013

rund 4,6 Milliarden Euro betragen, im Jahr 2030 fast

sechs Milliarden. Um dies vollständig zu kompensieren,

wäre über die gesamte Laufzeit ein Zuschlagsfaktor

auf die ärztlichen Vergütungen von derzeit

13,7 Prozent ansteigend auf über 17 Prozent im Jahr

2030 erforderlich.

In einem zweiten Szenario, bei dem PKV-Bestände

unberührt bleiben, aber keine Neuzugänge außer

Kindern von PKV-Versicherten mehr aufgenommen

werden, sind die finanziellen Auswirkungen deutlich

geringer. Von derzeit null Euro stiege der Honorarausfall

für die Ärzte auf 1,5 Milliarden Euro im Jahr

2030. Der Zuschlagsfaktor müsste bei diesem Modell

nur langsam auf bis zu 4,7 Prozent ansteigen.

Im dritten Modell hat Wasem ein einmaliges Wahlrecht

für PKV-Versicherte unterstellt. Diesem Modell

liegt die Annahme zugrunde, dass 20 Prozent der unter

50-Jährigen und die Hälfte der über 50-Jährigen

von ihrem Wechselrecht in das einheitliche System

Gebrauch machen würden und Neuzugänge nicht

mehr möglich wären. Hier würde der Honorarausfall

im ersten Jahr 1,6 Milliarden Euro betragen und im

Jahr 2030 3,1 Milliarden Euro. Der Zuschlagsfaktor

für eine Kompensation würde von 5 auf 9,5 Prozent

ansteigen müssen.

Diese Kompensationszahlungen wären keine Selbstverständlichkeit,

wie die TK in einer Publikation zur

Studie feststellt. Nach ihrer Ansicht wäre ein finanzieller

Ausgleich am ehesten beim ersten Modell begründbar,

im zweiten Modell am schwersten.

Wie stark die Ärzte in den einzelnen Bundesländern

von einem einheitlichen Versicherungsmarkt betroffen

wären, hängt laut Wasem stark vom gewählten

Modell ab. Ein Beispiel: Wird entsprechend den Vergütungsverlusten

kompensiert, entstünde in diesem

Jahr in Mecklenburg-Vorpommern ein Kompensationsbedarf

von 43 Milliarden Euro. Wird dagegen im

Verhältnis der bisherigen Gesamtvergütungen kompensiert,

hätten die Ärzte an der Ostsee 95 Milliarden

Euro zu erwarten.

TK-Chef Dr. Jens Baas hält die finanziellen Auswirkungen

nicht für so gravierend, dass an ihnen ein

einheitlicher Krankenversicherungsmarkt scheitern

könnte. Er verspricht sich von einem einheitlichen

Krankenversicherungsmarkt, dass die derzeitigen

Schwächen von privater und gesetzlicher Krankenversicherung

abgestellt werden.

Fest steht, dass die TK sich von einem einheitlichen

Vergütungssystem eine höhere Transparenz

der Vergütung, mehr Verteilungsgerechtigkeit

und Patientenorientierung, sektorenübergreifende

Vergütungselemente, die Förderung von Qualität

und eine Begrenzung medizinisch nicht indizierter

Leistungsausweitungen verspricht. Derzeit sind in

Deutschland rund neun Millionen Menschen in der

PKV versichert, rund 70 Millionen Menschen in der

GKV.

Dirk Schnack

54 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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FACHÜBERGREIFEND/SONSTIGE

THEMA

10-jähriges Bestehen Chemopavillon

TERMIN

21. Juni 2013

VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT

UKSH, Klinik für Frauenheilkunde und

Geburtshilfe, Ratzeburger Allee 160,

Chemopavillon, Haus 14, 23538 Lübeck,

Tel. 0451/500-5075

THEMA

Erkrankungen der Erythropoese,

Myelodysplastische Syndrome, Akute

Leukämien, Erkrankungen des lymphatischen

Systems, Sekundäre Knochenmarkveränderung

TERMIN

21.-24. August 2013

VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT

HELIOS Klinikum Bad Saarow, Institut für

Pathologie, Pieskower Str. 33, 15526 Bad

Saarow, Tel. 033631/73-210, Fax -010,

E-Mail pathologie.badsaarow@helioskliniken.de,

Internet www.saarow-zyto.de

THEMA

Hernien – Materialfehler oder technisches

Versagen

TERMIN

29. Juni 2013, 3 Punkte

VERANSTALTUNGSORT

Atlantic Hotel, Schmiedestr. 9-15,

23552 Lübeck

VERANSTALTER/KONTAKT

UKSH, Campus Lübeck, Klinik für

Chirurgie, Ratzeburger Allee 160,

PD Dr. M. Kleemann, Tel. 0451/500-2001

THEMA

Studienkursleiter

TERMIN

23.-25. August 2013

VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT

Fernstudienzentrum der Universität zu

Lübeck, Ratzeburger Allee 160, Haus 64,

23538 Lübeck, Consuela Popko,

Tel. 0451/500-5581, Fax -2999,

E-Mail popko@zks-luebeck.de,

Internet www.zks-luebeck.de

THEMA

Hepatitis – Ursachen, Krankheitsbild und

Behandlung

TERMIN

14. August 2013

VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT

AHG Klinik Lübeck, Weidenweg 9-15,

23562 Lübeck, Tel. 0451/5894-302, Fax -331,

E-Mail luebeck@ahg.de,

Internet www.ahg.de/luebeck

THEMA

44. Internationaler Seminarkongress in

Grado/Italien

TERMIN

26.-31. August 2013

VERANSTALTER/KONTAKT

Bundesärztekammer, Dezernat 1, Fortbildung,

Prävention und Bevölkerungsmedizin,

Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin,

Frau Del Bove, Tel. 030/400456-415,

Fax -429, E-Mail cme@baek.de,

Internet: http://baek.de

Fortbildungen die nach Redaktionsschluss eingereicht worden, finden Sie im Internet www.aerzteblatt-sh.de

Alle Angaben ohne Gewähr

Ausgabe 6 | Juni 2013 55


FORTBILDUNGEN

THEMA

Evidenzbasierte Medizin – 16. Lübecker

Grundkurs und 14. Aufbaukurs

TERMIN

26.-30. August 2013, 41 Punkte

VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT

UKSH, Campus Lübeck, Institut für

Sozialmedizin und Epidemiologie (ISE),

Ratzeburger Allee 160, Haus 50,

23538 Lübeck, Dr. Annika Waldmann,

Tel. 0451/500-5447, Fax -5455,

E-Mail annika.waldmann@uksh.de,

Internet www.sozmed.uni-luebeck.de

HALS-NASEN-OHRENHEILKUNDE

THEMA

DEGUM-Kurse A- und B-Bild-Sonographie

der Kopf-Hals-Region mit Einführung in die

Dopplertechnik und Übungen zur

gezielten Aspirationszytologie

TERMIN

5./6. Juli 2013, 24 Punkte

VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT

UKSH, Campus Kiel, Klinik für Hals-,

Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie,

Arnold-Heller-Str. 3, Haus 27,

24105 Kiel, Tel. 0431/597-2240, Fax -2272,

E-Mail quetz@hno.uni-kiel.de

Medizin I, Arnold-Heller-Str. 3, Haus 6,

24105 Kiel, Prof. Dr. Heiner Mönig,

Tel. 0431/597-1271, Fax 1302,

E-Mail heiner.moenig@uk-sh.de

PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE

THEMA

Metakognitive Therapie bei Angststörungen

und Depression

TERMIN

2./3. August 2013

VERANSTALTER/VERANSTALTUNGSORT/KONTAKT

IFT-Nord gGmbH, Ambulanz- und

Ausbildungssekretariat, Harmsstraße 2,

24114 Kiel, Heike Thodt,

Tel. 0431/57029-33, Fax -49,

Internet www.ift-nord.de

INNERE MEDIZIN

THEMA

Der besondere Fall – Teil 2: Hepatologie,

Fettstoffwechsel, Endokrinologie/

Diabetologie

TERMIN

26. Juni 2013, 4 Punkte

VERANSTALTUNGSORT

Kunsthalle zu Kiel, Düsternbrooker Weg 1,

24105 Kiel

VERANSTALTER/KONTAKT

UKSH, Campus Kiel, Klinik für Innere

56 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Ergebnis der Kammerwahl 2013

Der Wahlvorstand hat folgendes Wahlergebnis festgestellt:

Wahlkreis Dithmarschen

Wahlberechtigte: gesamt: 563 (m: 334 w: 229)

Stimmzettel: gesamt: 263 (gültig: 249 ungültig: 14)

Stimmen: gesamt: 452

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Annette Kathrin Güldenring 23

Marianne Birresborn 22

Dr. med. Henrik Herrmann 94

Dr. med. Thomas Birker 49

Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Kuipers 10

Dr. med. Karsten Kleinert 19

Jan Rahder 22

insgesamt: 239

Wahlvorschlag II

Katja Reisenbüchler 108

Dr. med. Joachim Klatt 105

insgesamt: 213

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 1 Sitz

Wahlvorschlag II 1 Sitz

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Henrik Herrmann, Linden, 26.09.58

Vertreterin: Dr. med. Christiane Sause, Heide,

19.08.62

Katja Reisenbüchler, Meldorf, 26.03.65

Vertreterin: Dr. med. Andrea Bräuer-Bercx,

Brunsbüttel, 24.06.57

Wahlkreis Flensburg

Wahlberechtigte: gesamt: 700 (m: 410 w: 290)

Stimmzettel: gesamt: 343 (gültig: 315 ungültig: 28)

Stimmen: gesamt: 775

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dr. med. Gisa Andresen 96

Carmen Timke 48

Dr. med. Franz-Joseph Bartmann 150

Dr. med. Volker Klotz-Regener 74

Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Franke 76

insgesamt: 444

Wahlvorschlag II

Dr. med. Ingeborg Kreuz 74

Almuth Schlotheuber 80

Dr. med. Joachim Rümmelein 89

Ralf-Detlev Strobach 88

insgesamt: 331

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 2 Sitze

Wahlvorschlag II 1 Sitz

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Gisa Andresen, Husby, OT Markerup,

13.10.62

Vertreterin: Dr. med. Ulrike Andersen, Flensburg,

19.05.65

Dr. med. Franz-Joseph Bartmann, Flensburg,

27.07.50

Vertreterin: Dr. med. Petra Drewniok, Flensburg,

02.05.67

Dr. med. Joachim Rümmelein, Flensburg,

06.09.61

Vertreterin: Dr. med. Christine Stegmann,

Flensburg, 17.11.61

Wahlkreis Herzogtum Lauenburg

Wahlberechtigte: gesamt: 770 (m: 411 w: 359)

Stimmzettel: gesamt: 295 (gültig: 260 ungültig: 35)

Stimmen: gesamt: 584

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dr. med. Renata von Breymann 145

Raimund Leineweber 101

Dr. med. André Kröncke 54

insgesamt: 300

Ausgabe 6 | Juni 2013 57


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Wahlvorschlag II

Dr. med. Maria Noftz 92

Dr. med. Andreas Schmid 111

Dr. med. Patrick Lohmann 81

insgesamt: 284

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 2 Sitze

Wahlvorschlag II 1 Sitz

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Renata von Breymann, Mölln, 13.02.68

Vertreterin: Dr. med. Christina Krus, Mölln, 11.05.66

Raimund Leineweber, Büchen, 22.08.72

Vertreter: Dr. med. Klaus Bibow, Hamwarde, 27.06.55

Dr. med. Andreas Schmid, MaHM, Ratzeburg,

28.08.58

Vertreter: Dr. med. Roland Preuss, Mölln, 15.02.59

Wahlkreis Kiel

Wahlberechtigte: gesamt: 2.513 (m: 1.366 w: 1.147)

Stimmzettel: gesamt: 887 (gültig: 825 ungültig: 62)

Stimmen: gesamt: 5.701

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dr. med. Sabine Reinhold 283

Dr. med. Sandra Köhncke 125

Dr. med. Susanne Steinberg 100

Dr. med. Hanna Stoba 186

Dr. med. Wanda Mäuser 117

Dr. med. Anke Haackert-Scheiderer 171

Dr. med. Christian Dellien 130

Dr. med. Thorsten Raff 112

Dr. med. Roland Kurth 84

Bertram Bartel 115

Dr. med. Arne Carstens 166

Dr. med. Nils Haake 124

Prof. Dr. med. Peter Dohrmann 287

Dr. med. Daniel Bläser 78

insgesamt: 2.078

Wahlvorschlag II

Dr. med. Anke Bohm 170

Dr. med. Julia Buschenhenke 153

Dr. med. Margot Henke 112

Dr. med. Nicola Humm 119

Petra Imme 175

Dr. med. Antje Jaeger 195

Catherina Pekdeger 100

Maike Prange 145

Dr. med. Bartosz Anuszkiewicz 68

Dr. med. Norbert Baier 39

Priv.-Doz. Dr. med. Erol Cavus 82

Dr. med. Volker Frey 54

Dr. med. Ludwig Helmke 91

Dr. med. Christoph Hinrichs 67

Dr. med. Norbert Jaeger 213

Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Klomp 156

Dr. med. Michael Lauterbach 188

Gerhard Leinz 37

Dr. med. Johannes Müller-Steinmann 38

Dr. med. John-Kilian Rehbein 72

Dr. med. Ralf Wilhelm Schmitz 91

Dr. med. Michael Schroeder 164

Dr. med. Jürgen Schultze 126

Dr. med. Christian Sellschopp 191

Dr. med. Götz Serocki 120

Matthias Seusing 216

Dr. med. Gert Sötje 198

Dr. med. Sven Henrik Stübinger 160

Priv.-Doz. Dr. med. Ralf Trappe 83

insgesamt: 3.623

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 4 Sitze

Wahlvorschlag II 8 Sitze

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Anke Bohm, Kiel, 11.07.62

Vertreter: Dr. med. Frank Worthmann, Kiel, 26.12.64

Prof. Dr. med. Peter Dohrmann, Kiel, 02.10.50

Vertreter: Prof. Dr. med. Fred Fändrich, Kiel,

26.10.59

Dr. med. Anke Haackert-Scheiderer, Kiel, 11.11.65

Vertreter: Dr. med. Hans Henning Ohnesorge, Kiel,

13.07.65

Petra Imme, Kiel, 13.09.53

Vertreter: Dr. med. Wolfhart Priesack, Kiel, 14.08.40

Dr. med. Antje Jaeger, Kiel, 24.07.60

Vertreter: Dr. med. Human Bolouri, Kiel, 23.12.65

Dr. med. Norbert Jaeger, Kiel, 06.11.59

Vertreter: Dr. med. Thomas Thormann, Kiel,

16.02.62

Dr. med. Michael Lauterbach, Schwentinental,

18.04.52

58 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Vertreter: Dr. med. Detlef Duncker, Kiel, 19.07.56

Dr. med. Sabine Reinhold, Kiel, 28.03.63

Vertreterin: Prof. Dr. med. Ilka Vogel, Kiel, 24.07.64

Dr. med. Christian Sellschopp, Kiel, 01.12.48

Vertreter: Dr. med. Heiko Giesel, Kiel, 23.10.44

Matthias Seusing, Kiel, 22.01.51

Vertreter: Dr. med. Joachim Bloem, Kiel, 16.07.46

Dr. med. Gert Sötje, Altenholz, 01.01.60

Vertreter: Priv.-Doz. Dr. med. habil. Holger

Hinrichsen, Altenholz, 29.08.63

Dr. med. Hanna Stoba, Selent, 22.07.60

Vertreter: Dr. med. Jens Drost, Kronshagen,

27.09.70

Wahlkreis Lübeck

Wahlberechtigte: gesamt: 2.191 (m: 1.165 w: 1.026)

Stimmzettel: gesamt: 898 (gültig: 830 ungültig: 68)

Stimmen: gesamt: 5.236

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dr. med. Waltraud Anemüller 308

Dr. med. Kristin Baumann 173

Priv.-Doz. Dr. med. Birgit Kahle 254

Dr. med. Iris Jahnke 157

Dr. med. Inge Derad 144

Dr. med. Hauke Nielsen 338

Dr. med. Sven-Olaf Süfke 260

Dr. med. Andreas Recke 139

Dr. med. Reiner Schäfer 202

Dr. med. Jan-Christoph Lewejohann 194

Dr. med. Dr. jur. Joachim Hübner 118

Dr. med. Robert Kalow 110

insgesamt: 2.397

Wahlvorschlag II

Dr. med. Meike Wedemeyer 201

Dr. med. Martina Horn 300

Dr. med. Marita Mans 226

dr.(Univ.Zagreb) Ursula Steidle-Katic 122

Dr. med. Christiane Wildt 143

Britta Poppe 166

Dr. med. Frank Niebuhr 402

Dr. med. Martin Federsel 261

Dr. med. Christian Höppner 211

Dr. med. Richard Jung 116

Dr. med. Ralf Staiger 294

Mathias Rosenbaum 206

Dr. med. Thomas Legler 191

insgesamt: 2.839

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 5 Sitze

Wahlvorschlag II 6 Sitze

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Waltraud Anemüller, Lübeck, 27.11.58

Vertreterin: Dr. med. Anna Lena Recke, Lübeck,

23.06.82

Dr. med. Martin Federsel, Lübeck, 05.12.61

Vertreter: Dr. rer. nat. Andreas Bobrowski, Lübeck,

01.01.56

Dr. med. Martina Horn, Lübeck, 14.06.58

Vertreterin: Dr. rer. nat. Hildegard Trautwein,

Lübeck, 05.12.51

Dr. med. Christian Höppner, Lübeck, 07.04.63

Vertreter: Dr. med. Martin Frambach, Lübeck, 26.09.62

Priv.-Doz. Dr. med. Birgit Kahle, Lübeck, 05.11.61

Vertreter: Prof. Dr. med. Morten Schütt, Niendorf,

04.05.67

Dr. med. Marita Mans, Lübeck, 22.01.57

Vertreterin: Dr. med. Esther Maria Nitsche, Lübeck,

09.01.62

Dr. med. Frank Niebuhr, Lübeck, 18.03.58

Vertreter: Dr. med. Jörg Ruser, Lübeck, 12.11.60

Dr. med. Hauke Nielsen, Buchholz, 15.03.58

Vertreter: Dr. med. Georg Nowak, Lübeck, 19.05.50

Dr. med. Reiner Schäfer, Lübeck, 28.01.54

Vertreter: Dr. med. Martin Großherr, Lübeck, 22.03.65

Dr. med. Ralf Staiger, Lübeck, 01.12.63

Vertreter: Prof. Dr. med. Jens-Martin Träder, Lübeck,

25.11.54

Dr. med. Sven-Olaf Süfke, Timmendorfer Strand,

19.03.68

Vertreterin: Dr. med. Beate Sedemund-Adib,

Ahrensbök, 02.05.58

Wahlkreis Neumünster

Wahlberechtigte: gesamt: 478 (m: 284 w: 194)

Stimmzettel: gesamt: 232 (gültig: 207 ungültig: 25)

Stimmen: gesamt: 358

davon erhielten:

Ausgabe 6 | Juni 2013 59


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Wahlvorschlag I

Elke Feldmann 64

Dr. med. Minu Seddigh-Brettschneider 52

Dr. med. Dirk Marquardt 72

insgesamt: 188

Wahlvorschlag II

Martina Gomolinsky 51

Dr. med. Ingo Schmalbach 55

Dr. med. Rolf Drews 64

insgesamt: 170

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 1 Sitz

Wahlvorschlag II 1 Sitz

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Rolf Drews, Neumünster, 12.04.55

Vertreter: Heinz-Holger Brammer, Ehndorf, 01.05.57

Dr. med. Dirk Marquardt, Neumünster, 13.10.72

Vertreterin: Dr. med. Angela Neumann, Quarnbek,

12.10.62

Wahlkreis Nordfriesland

Wahlberechtigte: gesamt: 781 (m: 477 w: 304)

Stimmzettel: gesamt: 315 (gültig: 293 ungültig: 22)

Stimmen: gesamt: 710

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dr. med. Sabine Menke 106

Dr. med. Heidrun Mumm 61

Dr. med. Kathrin Kallinowski 74

Karsten Lüders 97

Dr. med. Thomas Maurer 147

insgesamt: 485

Wahlvorschlag II

Insa Schröder 49

Dr. med. Sandra Hachfeld 55

Dr. med. Mark Dankhoff 67

Dr. med. Eberhard Wenzel 54

insgesamt: 225

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 2 Sitze

Wahlvorschlag II 1 Sitz

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Mark Dankhoff, Sylt/OT Westerland,

22.07.61

Vertreterin: Andrea Magaard, Husum, 07.08.64

Dr. med. Thomas Maurer, Leck, 15.11.56

Vertreter: Dr. med. Bodo Stoschus, Sylt,

OT Westerland, 19.08.61

Dr. med. Sabine Menke, Niebüll, 10.03.58

Vertreterin: Dr. med. Wiebke Peters, Reußenköge,

31.08.70

Wahlkreis Ostholstein

Wahlberechtigte: gesamt: 1.280 (m: 755 w: 525)

Stimmzettel: gesamt: 509 (gültig: 473 ungültig: 36)

Stimmen: gesamt: 2.052

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dr. med. Iris Koper 163

Dr. med. Gudrun Geist 67

Dr. med. Barbara Mensing 79

Iris Pinnow 41

Dr. med. Hans-Joachim Frercks 123

Dr. med. Uwe Becker 127

Dr. med. Joachim Schur 55

Dr. med. Clemens Brüggemann 59

Dr. med. Friedrich Schroeder 71

Dr. med. Jörg Pöppelmeier 127

Dr. med. Jan Andresen 60

Dr. med. Joerg Beardi 94

Dr. med. Denis Fauter 93

Dr. med. habil. Franz Hartmann 75

insgesamt: 1.234

Wahlvorschlag II

Heike Köller-Viethen 68

Dr. med. Bettina Schultz 139

Dr. med. Hilke Sommer 99

Thomas Montag 114

Dr. med. Holger Andresen 98

Dr. med. Gerdt Hübner 161

Dr. med. habil. Thomas Schang 139

insgesamt: 818

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 4 Sitze

Wahlvorschlag II 2 Sitze

60 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Uwe Becker, Bad Malente-Gremsm.,

14.06.45

Vertreter: Dr. med. Frank Himmel, Eutin, 16.12.77

Dr. med. Hans-Joachim Frercks, Bad Malente-

Gremsm., 13.03.51

Vertreter: Dr. med. Peer-Gunnar Knacke, Eutin,

15.02.60

Dr. med. Gerdt Hübner, Eutin, 14.06.63

Vertreter: Dr. med. Thomas Schaum, Neustadt,

20.03.70

Dr. med. Iris Koper, Oldenburg, 15.02.60

Vertreterin: Dr. med. Astrid Clausen, Ahrensbök,

14.02.61

Dr. med. Jörg Pöppelmeier, Neustadt, 14.08.62

Vertreter: Dr. med. Ulrich Kosfeld, Neustadt, 24.09.54

Dr. med. habil. Thomas Schang, Eutin, 12.05.54

Vertreter: Dr. med. Franz-Wilhelm Körkemeyer, Bad

Malente-Gremsmühlen, 06.02.59

Wahlkreis Pinneberg

Wahlberechtigte Ärzte: gesamt: 1.141 (m: 603 w: 538)

Stimmzettel: gesamt: 316 (gültig: 291 ungültig: 25)

Stimmen: gesamt: 729

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dr. med. Vera Meyer 220

Atossa Kouchekmanesh 97

Hans-Henning Harden 177

Kristofer Wintges 75

Erik Voges 85

Klaus Fischer 75

insgesamt: 729

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 5 Sitze

Es sind somit gewählt:

Hans-Henning Harden, Elmshorn, 25.04.61

Vertreterin: Annette Krause-Göring, Elmshorn, 22.03.62

Atossa Kouchekmanesh, Hamburg, 20.06.80

Vertreterin: Birte Leykum, Bönningstedt, 19.04.71

Dr. med. Vera Meyer, Elmshorn, 19.04.60

Vertreterin: Gabriele Ziegeler-Botzet, Elmshorn,

15.11.57

Erik Voges, Hamburg, 11.06.80

Vertreter: Christian Mörs, Hamburg, 24.02.84

Kristofer Wintges, Hamburg, 24.08.85

Vertreterin: Isabelle Claus, Hamburg, 02.05.83

Wahlkreis Plön

Wahlberechtigte: gesamt: 574 (m: 322 w: 252)

Stimmzettel: gesamt: 250 (gültig: 228 ungültig: 22)

Stimmen: gesamt: 424

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Anja Walczak 29

Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Pohl 67

Dr. med. Thomas Quack 32

Dr. med. Roland Bauer 12

Dr. med. Carsten Tesch 10

Dr. med. Cay Kellinghusen 27

Dr. med. Jorg-Dieter Pabel 16

Dr. med. Wigbert Schulze 17

Dr. med. Walter Voß 9

Dr. med. Gero Wenzel 19

Dr. med. Alexander Baumgarten-Walczak 14

Dr. med. Daniel Lohmann 36

Dr. med. Winfried Lenk 7

Dr. med. Wolfgang Müller 17

Dr. med. Frank Schubert 42

insgesamt: 354

Wahlvorschlag II

Dr. rer. nat. Catharina von Lany 26

Dr. med. Kai-Massimo Backens 44

insgesamt: 70

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 2 Sitze

Wahlvorschlag II 0 Sitze

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Dr. rer. nat. Joachim Pohl, Ascheberg,

05.11.48

Vertreter: Dr. med. Gerold Menne, Plön, 25.08.50

Dr. med. Frank Schubert, Preetz, 09.09.60

Vertreter: Dr. med. Frank Bokelmann, Preetz,

06.04.68

Ausgabe 6 | Juni 2013 61


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Wahlkreis Rendsburg-Eckernförde

Wahlberechtigte: gesamt: 1.386 (m: 824 w: 562)

Stimmzettel: gesamt: 514 (gültig: 472 ungültig: 42)

Stimmen: gesamt: 2.012

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dörte Paulsen 213

Miriam Weiß 139

Dr. med. Sebastian Irmer 122

Dr. med. Helmut Scholz 165

Andreas Stanisak 134

Sven Tetzlaff 110

Holger Elbing 102

insgesamt: 985

Wahlvorschlag II

Petra Struve 228

Dr. med. Miriam Philipp 219

Dr. med. Axel Rohne 86

Manfred Zeipert 98

Dr. med. Roland Panzer 124

Dr. med. Arndt Kosmahl 120

Prof. Dr. med. Stephan Hellmig 152

insgesamt: 1.027

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 3 Sitze

Wahlvorschlag II 3 Sitze

Es sind somit gewählt:

Prof. Dr. med. Stephan Hellmig, Kiel, 04.11.73

Vertreter: Dr. med. Michael Heukamp, Kiel, 01.05.60

Dörte Paulsen, Eckernförde, 27.03.62

Vertreter: Priv.-Doz. Dr. med. Nour Eddine

El Mokhtari, Rendsburg, 17.02.68

Dr. med. Miriam Philipp, Kiel, 19.10.71

Vertreter: Dr. Christhos-A. Papachrysanthou,

Dänischenhagen, 23.01.64

Dr. med. Helmut Scholz, Rendsburg, 06.01.49

Vertreter: Dr. med. Dirk Löffler, Eckernförde, 02.09.52

Petra Struve, Bornstein, 29.07.62

Vertreter: Dr. med. Dr. jur. Hans-Michael Steen,

Eckernförde, 08.09.48

Miriam Weiß, Eckernförde, 24.10.74

Vertreter: Harm Piening, Eckernförde, 26.03.55

Wahlkreis Schleswig-Flensburg

Wahlberechtigte: gesamt: 711 (m: 437 w: 274)

Stimmzettel: gesamt: 359 (gültig: 337 ungültig: 22)

Stimmen: gesamt: 871

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Silke Molt 53

Dr. med. Wilken Boie 124

Dr. med. Thomas Jens Hansen 91

insgesamt: 268

Wahlvorschlag II

Heike Margrit Beneke-Voigtländer 64

Dr. med. Armin Kalmbach 36

Dr. med. Martin Grabowski 74

Dr. med. Christian Freyer 63

Michael Ullrich 27

insgesamt: 264

Wahlvorschlag III

Dr. med. Heike Roth 124

Dr. med. Hans-Joachim Commentz 139

Axel Bartsch 76

insgesamt: 339

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 1 Sitz

Wahlvorschlag II 1 Sitz

Wahlvorschlag III 1 Sitz

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Wilken Boie, Handewitt, 24.03.51

Vertreter: Lars Utecht, Glücksburg, 19.07.76

Dr. med. Hans-Joachim Commentz, Schaalby,

27.06.45

Vertreter: Dr. med. Ralf Günter Wegers, Schleswig,

03.09.62

Dr. med. Martin Grabowski, Schleswig, 04.12.65

Vertreter: Dr. phil. Henning Ohlen, Kropp, 21.10.53

62 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Wahlkreis Segeberg

Wahlberechtigte: gesamt: 1.110 (m: 602 w: 508)

Stimmzettel: gesamt: 423 (gültig: 390 ungültig: 33)

Stimmen: gesamt: 1.263

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Rosemarie Müller-Mette 191

Dr. med. Ilka Petersen-Vollmar 150

Dr. med. Franz-Bernhard Bambas 140

Dr. med. Svante Gehring 162

Christian Kraus 105

insgesamt: 748

Wahlvorschlag II

Stephanie Liedtke 103

Dr. med. Sylvia Hakimpour-Zern 100

Dr. med. Dietmar Hertle 83

Sönke Bax 98

Dr. med. Ralf Pychynski 83

Shahrokh Kholgh Amoz 48

insgesamt: 515

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 3 Sitze

Wahlvorschlag II 2 Sitze

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Svante Gehring, Norderstedt, 16.03.63

Vertreter: Dr. med. Uwe Bannert, Klein Rönnau,

22.05.53

Dr. med. Sylvia Hakimpour-Zern, Bad Bramstedt,

03.01.69

Vertreterin: Dr. med. Ann-Kathrin von Hielmcrone,

Bad Segeberg, 10.07.84

Stephanie Liedtke, Bad Segeberg, 01.12.69

Vertreter: Christoph Kalmutzke, Ahrensbök, 24.01.77

Rosemarie Müller-Mette, Henstedt-Ulzburg,

16.10.49

Vertreterin: Signe Denker, Bad Segeberg, 12.05.60

Dr. med. Ilka Petersen-Vollmar, Bad Segeberg,

24.03.63

Vertreterin: Ilka Tornieporth, Klein Rönnau, 21.02.73

Wahlkreis Steinburg

Wahlberechtigte: gesamt: 573 (m: 307 w: 266)

Stimmzettel: gesamt: 259 (gültig: 238 ungültig: 21)

Stimmen: gesamt: 404

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Katrin Klewitz 116

Gerhard Marioth 65

insgesamt: 181

Wahlvorschlag II

Dr. med. Heike Lehmann 118

Dr. med. Andreas Sachs 105

insgesamt: 223

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 1 Sitz

Wahlvorschlag II 1 Sitz

Es sind somit gewählt:

Katrin Klewitz, Schenefeld, 09.01.66

Vertreter: Dr. med. Jörg Wendtland, Wilster, 23.06.65

Dr. med. Heike Lehmann, Elmshorn, 09.11.58

Vertreterin: Dr. med. Petra Hell, Seester, 21.06.64

Wahlkreis Stormarn

Wahlberechtigte: gesamt: 980 (m: 500 w: 480)

Stimmzettel: gesamt: 389 (gültig: 365 ungültig: 24)

Stimmen: gesamt: 1.202

davon erhielten:

Wahlvorschlag I

Dr. med. Martina Haidasch 79

Dr. med. Ulrike Kändler 100

Dr. med. Tahsin Balli 59

Michael Roemer 64

Robert Winkler 65

insgesamt: 367

Wahlvorschlag II

Karen Hartwig 145

Birgit Löffler-Burmeister 165

Dr. med. Hans Irmer 199

Dr. med. Thomas Giehrl 151

Marcus Jünemann 175

insgesamt: 835

Ausgabe 6 | Juni 2013 63


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Nach dem System d’Hondt erhält:

Wahlvorschlag I 1 Sitz

Wahlvorschlag II 4 Sitze

Es sind somit gewählt:

Dr. med. Thomas Giehrl, Bargteheide, 21.10.53

Vertreterin: Monika Engel, Bargteheide, 09.03.56

Dr. med. Hans Irmer, Ahrensburg, 03.02.61

Vertreter: Ulrich Lauterbach, Ahrensburg, 20.05.58

Marcus Jünemann, Großhansdorf, 16.11.66

Vertreter: Michael Seifert, Reinfeld, 21.03.73

Dr. med. Ulrike Kändler, Hamburg, 26.07.56

Vertreter: Dr. med. Christian Hillert, Hamburg,

25.10.66

Birgit Löffler-Burmeister, Ahrensburg, 20.03.47

Vertreter: Carl-Christian Richers, Ahrensburg,

11.08.46

Die Ermittlung des Wahlergebnisses wurde am 9. Juni 2013 um 12:06 Uhr geschlossen. Das Wahlergebnis

wurde vom Wahlvorstand festgestellt durch

Rechtsanwalt und Notar Friedrich W. Cochanski, Wahlleiter

Dr. med. Barbara Immelmann, Stellvertreterin des Wahlleiters

Dr. med. Dieter Freese, Beisitzer

Dr. med. Rolf Scheuer, Beisitzer

Die Wahlbeteiligung betrug im Landesdurchschnitt 39,69 Prozent.

Gegen die Wahl oder die Feststellung des Wahlergebnisses kann jede oder jeder Wahlberechtigte innerhalb

von zwei Wochen nach der Bekanntmachung des Wahlergebnisses im Schleswig-Holsteinischen Ärzteblatt

Einspruch erheben. Der Einspruch ist bei dem Wahlleiter, Ärztekammer Schleswig-Holstein, Bismarckallee

8 – 12, 23795 Bad Segeberg, schriftlich oder zur Niederschrift zu erklären.

Bad Segeberg, 9. Juni 2013

Friedrich W. Cochanski

- Wahlleiter -

64 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


www.aerzteblatt-sh.de

Im I. Quartal 2013 wurden von der Ärztekammer Schleswig-Holstein aufgrund

erfüllter Voraussetzungen folgende Anerkennungen nach Weiterbildungsordnung

ausgesprochen:

Facharztkompetenzen

Allgemeinchirurgie

Dr. Martin Ballhausen, Reinbek

Dr. Dominik von Malsen-Waldkirch,

Hamburg

Allgemeinmedizin

Dirk Hagmann, Kronshagen

Julia Hansmann-Wiest, Kiel

Ingeborg Kaup, Kiel

Dr. Catharina Mildenstein-Vent,

Bäk

Nanna Pietsch, Reinbek

Janet Rossmann, Wyk auf Föhr

Anne-Christine Runnebaum, Lübeck

Beate Schadwinkel, Wees

Wenke Schmedt auf der Günne,

Felde

Dr. Petra Serocki, Kirchbarkau

Ariane Smit, Midlum/Föhr

Jan-Ulrich Stähr, Heikendorf

Dr. Britta Teupke, Kiel

Christiane Zechlin, Krummwisch

Anästhesiologie

Dr. Martin Bienemann, Kiel

Felix Peer Bomhoff, Wangels

Dr. Matthias Friedrich, Lübeck

Dr. Christine Langefeld, Kaaks

Dr. Markus Mielke, Bad Malente-

Gremsmühlen

Yvonne Rose-Marie Nowak, Lübeck

Eike Jannsen Oltmanns, Mönkeberg

Johannes Manuel Richter, Heide

Marco Rumohr, Flensburg

Peter Johann Rösch, Kronshagen

Dr. Maria Christine Trautmann,

Lübeck

Dr. Jan Wnent, Lübeck

Arbeitsmedizin

Dr. Wibke Hagenah, Wesseln

Dr. Cordula Jerg, Wedel

Eva-Manuela Kühnel, Klein Nordende

Dr. Ann-Katrin Pflug, Kiel

Augenheilkunde

Katrin Klase, Neudorf-Bornstein

Konstantine Purtskhvanidze, Kiel

Dr. Joshua Torrent Despouy, Lübeck

Chirurgie

Jens-Peter Last, Bad Schwartau

Dr. Olaf Scheel, Hamburg

Diagnostische Radiologie

Dr. Jörg Richter, Jevenstedt

Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

Ulla Katharina Burdack, Flensburg

Tatjana Djakin, Kronshagen

Dr. Isabelle Andrea Eisenhauer-

Werner, Kiel

Dr. Camilla Finn, Kiel

Sabine Brigitte Ingeborg Kaiser,

Kiel

Dr. Moritz Kanzow, Kiel

Britta Margarete Anneliese Schlüter,

Hamburg

Gefäßchirurgie

Aysel Can, Kiel

Dr. Katja Ulrich, Kiel

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde

Dr. Robert Böscke, Lübeck

Dr. Katrin Hasselbacher, Lübeck

Dr. Eva-Maria Carolina Koch, Kiel

Haut- und Geschlechtskrankheiten

Dr. Ozan Haase, Lübeck

Thepmongkol Kriangyutachai, Lübeck

Innere Medizin

Nils Dümmer, Wesseln

Dr. Christian Geuchen, Lübeck

Claudia Maria Hackenberg, Dahme

Dr. Maria Raili Noftz, Lübeck

Dr. Andreas Nolte, Heikendorf

Stefanie Scherl, Kiel

Grit Marlen Schorcht, Lübeck

Dr. Birte Stelck, Kiel

Dr. Julia Thaler, Lübeck

Steffen Tuleweit, Hamburg

Innere Medizin und

Angiologie

Dr. Wolfgang Ries, Handewitt

Innere Medizin und

Gastroenterologie

Priv.-Doz. Dr. med. Carsten Schrader,

Strande

Innere Medizin und

Nephrologie

Dr. Daniela Wittmaack, Neumünster

Kinder- und Jugendmedizin

Dr. Lara Kaisarly, Alveslohe

Dr. Ingo Menrath, Groß Grönau

Dr. Jeannine Rübbert, Lübeck

Dr. Tina Wiemann, Rathmannsdorf,

Gem. Felm

Kinder- und Jugendpsychiatrie

und -psychotherapie

Dr. Melanie Kehn, Kronshagen

Dr. Dirk Naumann, Lohe-Rickelshof

Ausgabe 6 | Juni 2013 65


MITTEILUNGEN DER ÄRZTEKAMMER

Kinderchirurgie

Britta Müller-Wiefel, Stade

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Nicolai Purcz, Kiel

Neurochirurgie

Dr. Claudia Ditz, Zarpen

Neurologie

Dr. Marieluise Heits, Kiel

Britta Koch, Kiel

Dr. Kathrin Kraus, Kronshagen

Birte Mesche, Flensburg

Dr. univ. Maria Pieridou, Heide

Dr. Dr. rer. medic. Florian Carolus

Roessler, Lübeck

Arkadiusz Russjan, Heide

Nuklearmedizin

Dr. Ingo Janssen, Lübeck

Dr. Roland Wilhelm, Kiel

Orthopädie und

Unfall chirurgie

Ina Marie Gadow, Kiel

Dr. Jan Hanebeck, Zarrentin/

Meckl.

Dr. Markus Kleinpoppen, Kiel

Dr. Kerstin Ohrendorf, Kiel

Thomas-John Pieper, Damp

Annika Eva Romahn, Neustadt

Dr. Tim Schäfer, Kiel

Dr. Ulrich Vock, Hamburg

Physikalische und

Rehabilitative Medizin

Thomas Ernst Schmidt, Neustadt

Psychiatrie und

Psychotherapie

Ulrike Gundlach, Itzehoe

Susanne Herschel, Bad Oldesloe

Christina Cornelia Prawda, Groß

Grönau

Psychotherapeutische

Medizin

Michael Knittel, Lübeck

Dr. Cornelia Schadeberg, Lübeck

Radiologie

Christian Grahl, Lübeck

Dr. Hans-Christian Knuth, Kiel

Strahlentherapie

Dr. Jan-Dirk Küter, Utecht/Meckl.

Thoraxchirurgie

Dr. Mark Schlemminger,

Mönkeberg

Urologie

Dr. Stephan Bogun, Eckernförde

Anke Hallbauer, Itzehoe

Dr. Anne-Kathrin Munk-Hartig,

Kiel

Visceralchirurgie

Dr. Mark Schlemminger, Mönkeberg

Schwerpunktkompetenzen

SP Gastroenterologie

Dr. Marc Birnbaum, Lübeck

Dr. Christoph Willgrod, Kiel

SP Hämatologie und Internistische

Onkologie

Dr. Kirsten Braasch, Flensburg

SP Kardiologie

Dr. Johannes Hermann Karl Baulmann,

Lübeck

Dr. Marco Biallek, Kiel

Peter Fuhrmann, Kiel

Dr. Dominique Hamann, Kiel

Sebastian Rehse, Preetz

Dr. Andrea Reuschell de Pomarino,

Bargteheide

SP Nephrologie

Dr. Alexander Bauer, Eutin

Dr. Philip Muck, Lübeck

SP Pneumologie

Melanie Knopf, Hamburg

SP Spezielle Geburtshilfe

und Perinatalmedizin

Priv.-Doz. Dr. med. Dorothea Fischer,

Lübeck

SP Unfallchirurgie

Dr. Ove Schröder, Wankendorf

Zusatzweiterbildungen

Akupunktur

Barbara Jürgens, Kronshagen

Dr. Ingrid Muhs, Flensburg

Margrit Riede, Norderstedt

Dr. Martin Teffner, Lübeck

Philipp Wolf, Neustadt

Allergologie

Dr. Dr. Ulf Eberhard Meyer-Hoffert,

Kiel

Andrologie

Dr. Daniar Osmonov, Kiel

Dermatohistologie

Dr. Mariella Fleischer, Lübeck

Geriatrie

Niels Körting, Lübeck

Dr. Bernward Lindemann, Glücksburg

Handchirurgie

Dr. Nina Duckstein, Lübeck

Homöopathie

Dr. Britta Bütje, Lensahn

Dr. Ulrike Moeller, Lübeck

Infektiologie

Prof. Dr. med. Thorsten Feldkamp,

Kiel

Prof. Dr. med. Egbert Herting, Lübeck

66 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Intensivmedizin

Dr. Astrid Ellen Berggreen, Lübeck

Dr. Jürgen Eggers, Hamburg

Priv.-Doz. Dr. med. Christoph

Härtel, Lübeck

Dr. Arne Kowalski, Kiel

Dr. Thomas Nordmeyer, Preetz

Manuelle Medizin/

Chirotherapie

Dr. Jakob Fay, Kiel

Dr. Carsten Haas, Lübeck

Dr. Jana Köbcke, Kiel

Dr. Ingmar Maethner, Preetz

Jan-Ulrich Stähr, Heikendorf

Sonja Walter, Alt Duvenstedt

Medizinische Informatik

Dr. Sven Sömmer, Neustadt

Naturheilverfahren

Holger Jürchott, Wewelsfleth

Dr. Gudrun Röhling, Henstedt-

Ulzburg

Notfallmedizin

Kai Siegward Berndt, Kiel

Robert Breternitz, Kiel

Dr. Nicole Grimske, Hamberge

Holger Haas, Heide

Claudia Hirsch, Felm

Mathias Jurascheck, Kiel

Dr. jur. Ulrich Lindner, Seedorf

Andreas Pöppel, Kiel

Dr. Susanne Ramm, Kiel

Kristina Rohmann, Lübeck

Dr. Paul Leszek Zimmermann, Kiel

Palliativmedizin

Dr. Torsten Ahnsel, Flensburg

Dr. Jens-Uwe Asmussen, Groß

Wittensee

Dr. Burkard Behm, Rendsburg

Dr. Alexander Cegla, Wenningstedt/Sylt

Dr. Markus Dohrmann, Hamburg

Dr. Henning Eggers, Tellingstedt

Dr. Hans-Henning Gernhardt,

Plön

Dr. Petra Hell, Seester

Dr. Björn-Niklas Heydrich, Kiel

Jürgen Kiunke, Kiel

Malte Steffen Koch, Pinneberg

Dr. Jan Moritz Laturnus, Lübeck

Dr. Dirk Nazarenus, Lübeck

Annette Rogge, Bad Segeberg

Janet Rossmann, Pinneberg

Ute Schmelzer, Albersdorf

Dr. Markus Schäfer, Lübeck

Dr. Cornelia von Stockhausen,

Heikendorf

Dr. Karin Sylla, Gettorf

Dr. Barbara Taubitz, Kisdorf

Priv.-Doz. Dr. med. Patrick Terheyden,

Ratzeburg

Dr. Barbara Tüxen-Ahnsel, Flensburg

Psychotherapie

Birgit Braun, Lübeck

Dr. Elke Mohme-Bannert, Klein

Rönnau

Psychotherapie

- fachgebunden - tiefenpsychologisch

fundiert

Dr. Nina Grabener, Rendsburg

Sozialmedizin

Cora Albrecht, Norderstedt

Meike Lopau, Lübeck

Spezielle Schmerztherapie

Leif Burmeister, Hamburg

Dr. Frank Papengut, Kiel

Dr. Martin Peller, Kiel

Spezielle Unfallchirurgie

Dr. Stefanie Oestern, Kiel

Karsten Wiese, Kiel

Sportmedizin

Constantin Baumgarte, Kiel

Dr. Jens Lassen, Kiel

Dr. Guido Winkler, Lübeck

Die Liste ist nicht vollständig. Sie

enthält nur die Namen derjenigen

Ärztinnen und Ärzte, die sich mit

der Veröffentlichung einverstanden

erklärt haben.

Ausgabe 6 | Juni 2013 67


MITTEILUNGEN DER KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG

Öffentliche Ausschreibung von Vertragsarztsitzen gemäß § 103 Abs. 4 SGB V

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein schreibt auf Antrag von Ärzten/Psychotherapeuten deren

Vertragsarztsitz zur Übernahme durch einen Nachfolger aus, sofern es sich bei dem maßgeblichen Planungsbereich

um ein für weitere Zulassungen gesperrtes Gebiet handelt.

Nähere Informationen zu den ausgeschriebenen Praxen erhalten Sie unter folgenden Telefonnummern:

Ärzte: 04551 883-259 Psychotherapeuten: 04551 883-378

04551 883-346 04551 883-291

04551 883-561

04551 883-462

Fachgebiet/Arztgruppe Planungs bereich* Praxisform Bewerbungs frist** Ausschreibungsnummer

Hausärzte - halber

Kiel EP 30.06.2013 3376/2013

Versorgungsauftrag -

Hausärzte

Stadt Flensburg/ EP 31.07.2013 3893/2013

Schleswig-Flensburg

Hausärzte Segeberg EP 31.07.2013 4478/2013

Hausärzte

Neumünster/Rendsburg-Eckernförde

BAG 31.07.2013 4269/2013

Hausärzte Plön BAG 31.07.2013 3894/2013

Hausärzte Segeberg BAG 30.06.2013 3758/2013

Hausärzte Segeberg BAG 31.07.2013 3712/2013

Hautärzte Kiel MVZ 30.06.2013 4459/2013

* Die Stadt Kiel und die Stadt Lübeck stellen jeweils einen Planungsbereich dar. Alle übrigen Planungsbereiche

richten sich nach den Kreisgrenzen, außer der Kreisregion Stadt Neumünster/Kreis Rendsburg-Eckernförde

(NMS/RD-E) und der Kreisregion Stadt Flensburg/Kreis Schleswig-Flensburg (FL/SL-FL).

** Die Bewerbungsfrist ist eine Ausschlussfrist, das heißt es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die

innerhalb der Bewerbungsfrist eingehen. Sollte innerhalb der Bewerbungsfrist keine Bewerbung eingehen, so

gilt die Ausschreibung maximal für ein weiteres Jahr. Die Bewerbungsfrist ist gewahrt, wenn aus der Bewerbung

eindeutig hervorgeht, auf welche Ausschreibung sich die Bewerbung bezieht, für welche Adresse die

Zulassung beantragt wird und ein Arztregisterauszug beigefügt wurde.

Folgende Vertragsarztsitze/Vertragspsychotherapeutensitze waren bereits ausgeschrieben,

jedoch hat sich innerhalb der Bewerbungsfrist niemand beworben,

sodass Sie sich um diese Sitze weiterhin bewerben können:

Fachgebiet/Arztgruppe Planungs bereich Praxisform Ausschreibungs nummer

Anästhesisten

Kiel BAG 15471/2012

- halbe Zulassung -

Frauenärzte Lübeck EP 8961/2012

Hausärzte NMS/RD-E EP 7078/2012

Hausärzte Nordfriesland EP 8904/2012

68 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


MITTEILUNGEN DER KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG

Hausärzte Stormarn EP 11288/2012

Hausärzte FL/SL-FL EP 11950/2012

Hausärzte FL/SL-FL EP 11845/2012

Hausärzte Herzogtum Lauenburg EP 11664/2012

Hausärzte Ostholstein EP 12847/2012

Hausärzte Pinneberg MVZ 14421/2012

Hausärzte Nordfriesland EP 13651/2012

Hausärzte Plön EP 14006/2012

Hausärzte FL/SL-FL EP 14988/2012

Hausärzte NMS/RD-E BAG 15914/2012

Hausärzte Pinneberg BAG 14713/2012

Hausärzte Plön BAG 15192/2012

Hausärzte FL/SL-FL EP 23/2012

Hausärzte Herzogtum Lauenburg EP 217/2013

Hausärzte NMS/RD-E EP 15933/2012

Hausärzte NMS/RD-E EP 15917/2012

Hausärzte NMS/RD-E EP 623/2013

Hausärzte Plön BAG 15796/2012

Hausärzte Lübeck EP 542/2013

Kinder- und Jugendmedizin Herzogtum Lauenburg EP 7080/2012

Kinder- und Jugendmedizin FL/SL-FL EP 383/2013

Kinder- und Jugendmedizin Stormarn BAG 15935/2012

Nervenärzte Pinneberg EP 9682/2012

Der Bewerbung sind ein Auszug aus dem Arztregister sowie ein unterschriebener Lebenslauf beizufügen. Ferner

ist ein polizeiliches Führungszeugnis der Belegart „O“ (Behörden führungszeugnis) zu beantragen.

Hinweis: Die Wartelisteneintragung ersetzt die Bewerbung nicht!

Bewerbungen richten Sie bitte an: Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Zulassung/Praxisberatung,

Bismarckallee 1 - 6, 23795 Bad Segeberg

Für folgende Vertragsarztsitze/Vertragspsychotherapeutensitze, die sich in

einem für weitere Zulassungen/Anstellungen nicht gesperrten Planungsbereich

befinden, werden Nachfolger gesucht. Es handelt sich hierbei nicht um Ausschreibungsverfahren

nach § 103 Abs. 4 SGB V.

Fachgebiet/Arztgruppe Planungsbereich Praxisform Chiffrenummer

Hausärzte Steinburg EP 5649/2011

Nähere Informationen zu den aufgeführten Praxen sowie dem Zulassungsverfahren erhalten Sie unter den

oben angegebenen Telefonnummern.

Ausgabe 6 | Juni 2013 69


MITTEILUNGEN DER KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG

Fortführung von ausgeschriebenen Vertragsarztsitzen als Zweigpraxen

Für folgende Vertragsarztsitze ist die Bewerbungsfrist seit einem Quartal abgelaufen, ohne dass eine Bewerbung

eingegangen ist. Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein würde für die

hier aufgeführten Sitze eine Zweigpraxisgenehmigung erteilen, wenn sie von einem anderen Vertragsarzt als

Zweigpraxis fortgeführt werden sollen:

Fachgebiet/Arztgruppe Planungsbereich Ausschreibungsnummer

Hausarzt Nordfriesland 6289/2012

Kinder- u. Jugendmedizin Segeberg 4822/2012

Nervenärzte Pinneberg 9682/2012

Hausärzte FL/S-FL 14988/2012

Kinder- u. Jugendmedizin Herzogtum Lauenburg 216/2013

Hausärzte Nordfriesland 6057/2012

Kinder- u. Jugendmedizin Herzogtum Lauenburg 7080/2012

Hausärzte NMS/RD-E 15933/2012

Das Statut über die Durchführung von Gemeinschaftsaufgaben und von Maßnahmen zur Sicherstellung der

vertragsärztlichen Versorgung in Schleswig-Holstein sieht unter II 3 a) ff. vor, dass eine finanzielle Förderung

für die Fortführung der ausgeschriebenen Vertragsarztsitze als Zweigpraxis möglich ist. Die finanzielle Förderung

erfolgt durch einen einmaligen Zuschuss, der schriftlich beantragt werden muss. Für nähere Auskünfte

zu der Möglichkeit der Fortführung einer Praxis als Zweigpraxis setzen Sie sich bitte unter den oben genannten

Telefonnummern mit der Abteilung Zulassung/Praxisberatung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein

in Verbindung.

Folgende Ärzte wurden ermächtigt bzw. bei folgenden Ärzten haben sich Änderungen

ergeben (Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Ermächtigungsverzeichnis

auf www.kvsh.de.):

Name Fachgruppe Ort

Dr. med. Knut Peer Walluscheck Gefäßchirurgie Flensburg

Dr. med. Harald Held Innere Medizin/Hämatologie Neumünster

Dr. med. Jörg Pöppelmeier Innere Medizin/Rheumatologie Neustadt

Andreas Nottelmann Psychiatrie Heide

Dr. med. Stefan Kuster Innere Medizin Ratzeburg

Priv.-Doz. Dr. med. Ernst-Peter

Horn

Oliver-G. Kron

Anästhesiologie

Hämatologie und Internistische Onkologie

Pinneberg

Itzehoe

Dr. med. Christoph zur Verth Hämatologie Itzehoe

Dr. med. Jörn Pfeiffenberger Allgemein-, Gefäß- und Viszeral - Itzehoe

chirurgie

Dr. med. Birgit Riemer Radiologie Rendsburg

70 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


MITTEILUNGEN DER KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG

Dr. med. Christian Kugler Chirurgie Großhansdorf

Dr. med. Guido Pannier Neurochirurgie Bad Bramstedt

Tip Dr. (TR) Ismail Yildiz Kinder- u. Jugendmedizin Neumünster

Folgende Ärzte/Psychotherapeuten wurden zugelassen und haben um

Veröffentlichung gebeten:

Name Ort Fachgruppe Beginn Nachfolger von

Dipl.-Psych. Manfred

Tallarek

- halbe Zulassung -

Dr. med. Joshua Torrent

Despouy

22926 Ahrensburg,

Bornkampsweg 36

23730 Neustadt,

Lienaustraße 2

Psychologischer

Psychotherapeut

Augenheilkunde 01.04.2013

01.06.2013 Dipl.-Psych. Bert

Jan Herrmann

Christiane Zechlin

- halbe Zulassung -

24328 Selent, Lütjenburger

Straße 2

Allgemeinmedizin 01.05.2013 Dr. med. Florian

Zechlin

Dr. med. Camilla Finn

- halbe Zulassung -

24103 Kiel, Sophienblatt

1

Frauenheilkunde und

Geburtshilfe

01.04.2013 Dr. med. Karl-

Peter Giese

Dipl.-Psych. Gabriele

Kuß

Dipl.-Psych. Patricia

Fiedler

- halbe Zulassung -

Katharina Simon

- halbe Zulassung -

Antonia Reisser

- halbe Zulassung -

Beate Schadwinkel

22848 Norderstedt,

Ochsenzoller

Straße 147

21465 Reinbek,

Klaus-Groth-Straße 9

23566 Lübeck,

Brandenbaumer

Landstraße 207

23566 Lübeck,

Brandenbaumer

Landstraße 207

24999 Wees,

Birkland 2

Psychologische

Psychotherapeutin

Psychologische

Psychotherapeutin

03.06.2013 Dr. phil. Dipl.-

Päd. Horst

Kämpfer

01.07.2013 Dr. med. Ingo

Fiedler

Allgemeinmedizin 01.07.2013 Günter Lüdtke

Allgemeinmedizin 01.07.2013 Günter Lüdtke

Allgemeinmedizin 11.04.2013

Dipl.-Med. Irmgard

Jacob

24536 Neumünster,

Uferstraße 4

ausschließlich

psychotherapeutisch

tätige Fachärztin für

Innere Medizin

15.05.2013 Dipl.-Psych. Ina

Krüger

Dipl.-Psych. Maike

Grotwinkel

- halbe Zulassung -

23564 Lübeck,

Hüxtertorallee 41

Psychologische

Psychotherapeutin

01.06.2013 Dipl.-Psych. Michaela

Berndt-

Jeschke

Ausgabe 6 | Juni 2013 71


MITTEILUNGEN DER KASSENÄRZTLICHEN VEREINIGUNG

Folgende Ärzte/MVZ haben Anstellungsgenehmigungen erhalten und um Veröffentlichung

gebeten:

Name des anstellenden

Arztes/MVZ

Dr. med. Alfred Pauer

Dr. med. Alfred Pauer

Dr. med. Bernd Jacobi

Ort Fachgruppe Beginn Name des

Angestellten

22880 Wedel,

Rosengarten 5

22880 Wedel,

Rosengarten 5

23795 Bad Segeberg,

Dorfstraße 3a

Augenheilkunde 01.03.2013 Dr. med. (Tr) Semse

Özmen

Augenheilkunde 01.03.2013 Dr. med. Angela

Höpfner

Allgemeinmedizin 11.04.2013 Kerstin Anja

Schneider

Raif Gülcan-Mülligans

MVZ Stormarn GmbH

Dres. med. Axel

Schmidt,

Oliver Drieschner,

Christoph Huttegger

ViGeZ Villa Schwensen

Gesundheits-

Zentrum Brücke MVZ

GmbH

Dr. med. Julia Ankermann

und Dr. med.

Ben Petersen

Dr. med. Karin

Burdack

24972 Steinbergkirche,

Holmlück 15a

22844 Norderstedt,

Langenharmer

Weg 19

22850 Norderstedt,

Stettiner Straße 16

24768 Rendsburg,

Hollesenstraße 25

24106 Kiel, Holtenauer

Straße 315

sowie 24106 Kiel, Holtenauer

Straße 236

24116 Kiel, Arndtplatz

6

Allgemeinmedizin 01.05.2013 Dr. med. Jörg Braun

Innere Medizin,

Schwerpunkt Hämatologie

und Internistische

Onkologie

Orthopädie und

Unfallchirurgie

Psychiatrie und Psychotherapie

01.07.2013 Dr. med. Handangül

Keles-Dahlke

11.04.2013 Dr. med. Marcus Alexander

Rümmler

01.05.2013 Christiane Stöhr

Allgemeinmedizin 01.04.2013 Dr. med. Britta

Teupke

Frauenheilkunde u.

Geburtshilfe

01.07.2013

Folgende Ärzte haben die Genehmigung zur Verlegung ihrer Vertragspraxis erhalten

und um Veröffentlichung gebeten:

Name Fachgruppe von nach Datum

Rolf Paul Beiring Allgemeinmedizin 25813 Husum,

Krämerstraße 12

Stefan Dangel Allgemeinmedizin 24837 Schleswig,

Bahnhofstraße 12

Rainer Maack Allgemeinmedizin 24214 Gettorf,

Herrenstraße 8a

25813 Husum,

Markt 10

24837 Schleswig,

Lange Straße 9

24214 Gettorf,

Meierhof 1

01.05.2013

01.07.2013

01.07.2013

72 Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt


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Berlin: Telefon 030 / 761 80-663, Telefax 030 / 761 80-680

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verwirklichen. Bewerbungen von Frauen sind daher besonders erwünscht.

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E-Mail info@aeksh.org, Internet www.aeksh.de

Vorstand

Präsident

Dr. med. Franz-Joseph Bartmann

04551/803-124

franz-joseph.bartmann@aeksh.org

Vizepräsidentin

Dr. med. Hannelore Machnik

04551/803-124

hannelore.machnik@aeksh.org

Sekretariat

Tanja Holst-Oldenburg

04551/803-124, Fax 04551/803-180

vorstand@aeksh.org

Verantwortung/

Koordination Geschäftsführung

Hauptgeschäftsführer

Dr. med. Carsten Leffmann

carsten.leffmann@aeksh.org

Sekretariat

Janina Dittmann

04551/803-125, Fax 04551/803-180

sekretariat@aeksh.org

Ärztliche Referentin, Qualitätssicherung

Dr. med. Uta Kunze, MPH

04551/803-165

uta.kunze@aeksh.org

Ärztliche Stellen nach RöV und StrlSchV

Cornelia Ubert

04551/803-324,

aerztliche-stelle@aeksh.org

Fachkunde Strahlenschutz nach RöV

Manja Hückstedt

04551/803-212

manja.hueckstedt@aeksh.org

Gesundheitsziel Verringerung koronarer

Herzkrankheiten

Dr. oec. troph. Michael Lohmann

04551/803-247, michael.lohmann@aeksh.org

Beratende Kommission Sucht und Drogen

Dr. med. Uta Kunze, MPH

04551/9088180, aeksh@web.de

Vertrauensstelle Krebsregister

Mirja Wendelken, Birgit Schwarz

04551/803-104, 04551/803-108

krebsregister-sh@aeksh.org

Kaufmännische Angelegenheiten/

Allgemeine Verwaltung

Kaufmännischer Geschäftsführer

Karsten Brandstetter

04551/803-139

Finanzen

Leitung: Sven Sager

04551/803-333, Fax 04551/803-315

Beitrag

Tatjana Voß, Yvonne Rieb

04551/803-555, kammerbeitrag@aeksh.org

Buchhaltung

Christine Braun, Angelika Wolff, Janina Zander

04551/803-140, 04551/803-323,

04551/803-137

Ärzteverzeichnis

Christine Gardner, Sandra Russow,

Kerstin Schon

04551/803-170, 04551/803-236,

04551/803-162, Fax 04551/803-220,

mitglied@aeksh.org

EDV

Leitung: Wolfgang Dahncke

wolfgang.dahncke@aeksh.org

Büroleitung: Frank Kunert

04551/803-193, edv@aeksh.org

Zuständige Stelle MFA/OTA

Leiter med. Fachberufe: N. N.

04551/803-290

ecs@aeksh.org

Sekretariat: Ulrike Messerig

04551/8813-135, Fax 04551/8813-234

MedizinischeAssistenzberufe@aeksh.org

Weiterbildung

Manuela Brammer

04551/803-143, Fax 04551/803-222

weiterbildung@aeksh.org

Evaluation der Weiterbildung

Dr. med. Uta Kunze, MPH

04551/803-165

evaluation@aeksh.org

Fachkundige Stelle BuS

Antje Gosch

04551/803-196, Fax 04551/803-222

FachkundigeStelle@aeksh.org

Ausgabe 6 | Juni 2013 81


Telefonverzeichnis

Lebendspende

Sandra Russow

04551/803-236, lebendspende@aeksh.org

Rechtsangelegenheiten

Justiziare: Dr. Jessica Siering, Carsten Heppner

04551/803-133, 04551/803-151

rechtsabteilung@aeksh.org

Referent juristische Angelegenheiten, GOÄ,

Ethikkommission

Carsten Heppner

04551/803-151

goae@aeksh.org, ethik@aeksh.org

Patientenombudsmannverein

Hans-Peter Bayer

04551/803-327, Fax 04551/803-180

ombudsverein@aeksh.org

Informationsdienste/Service

Caroline Wangari-Dose

04551/803-308

patienteninfo@aeksh.org

Kommunikation/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Katja Willers

04551/803-119

presse@aeksh.org

Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt

Leiter und Redakteur: Dirk Schnack

Katja Willers

04551/803-119, 04551/803-127

aerzteblatt@aeksh.org

Online-Redaktion

Bärbel Kühl

04551/803-127, onlineredaktion@aeksh.org

Akademie für med. Fort- und Weiterbildung der

Ärztekammer Schleswig-Holstein

Akademie-Leitung: Dr. med. Henrik Herrmann

Geschäftsführerin: Helga Pecnik

04551/803-146,

Fax 04551/803-194

helga.pecnik@aeksh.org

Petra Petersen

04551/803-166, akademie@aeksh.org

Fortbildung

Marlies Doose-Heidborn, Juliane Hohenberg

04551/803-204, 04551/803-218

fortbildung@aeksh.org

Edmund-Christiani-Seminar - Berufsbildungsstätte

der Ärztekammer Schleswig-Holstein

Leiter med. Fachberufe: N. N.

04551/8813-290

Fax 04551/8813-228

ecs@aeksh.org

Gästehaus „Lohmühle“

Leitung: Helena Willhöft

04551/8813-178, Fax 04551/9658-234

gaestehaus@aeksh.org

Versorgungseinrichtung

Geschäftsführer: Harald Spiegel

04551/803-110, hspiegel@veaeksh.de

Sekretariat

Brigitte Nielsen, Ingrid Lehmkuhl, Tanja Dollinger

04551/803-300, sekretariat@veaeksh.de

Justitiarin: Uta Ufen-Brümmer

04551/803-118,

rechtsabteilung@veaeksh.de

Impressum

Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt

Herausgeber: Ärztekammer Schleswig-Holstein

V. i. S. d. P.: Dr. Franz Bartmann

Redaktion: Dirk Schnack (Ltg.),

Thomas Rottschäfer, Katja Willers,

Telefon 04551/803-119, -127, Fax -188

Zuschriften redaktioneller Art bitte an:

Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt,

Bismarck allee 8-12, 23795 Bad Segeberg,

E-Mail aerzteblatt@aeksh.org

Ständige Mitarbeiter: Judith Eick,

Jörg Feldner, Horst Kreussler.

Die Beiträge geben die Auffassung der

na ment lich ge nan n ten Autoren wie der,

die der Meinung der Redaktion nicht zu

entsprechen braucht. Hono ra re für Beiträge

wer den nicht gezahlt. Die Redaktion

muss sich das Recht vorbe halten,

über die Ver öffent lichung, aber auch die

Ge stal tung des Bei trages, einschließlich

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ent schei den. Ände run gen, die den Sinn

des Bei trages be tref fen, wer den mit dem

Autor abge stimmt. Die Redaktion freut

sich auch über unverlangt ein gesandte

Ma nuskripte und bittet um Verständnis,

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auch die weibliche Form gemeint.

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen

Bei träge und Ab bil dungen sind urheberrechtlich

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gesetzlich zu ge las senen Fälle ist eine

Verwertung ohne Ein willigung des Verlages

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Quintessenz Verlags-GmbH, Ifenpfad 2-4,

12107 Berlin, Telefon 030/76180663,

Fax 030/76180693

Konto: Commerzbank AG Berlin,

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