Wirtschaftliches Umfeld - Sparkasse Zollernalb

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Wirtschaftliches Umfeld - Sparkasse Zollernalb

Blatt 1

Bericht zur Offenlegung nach § 26a KWG

zum 31. Dezember 2011

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort .................................................................................................................................................................. 2

2 Anwendungsbereich (§ 323 SolvV).................................................................................................................... 2

3 Risikomanagement (§ 322 SolvV)...................................................................................................................... 2

4 Eigenmittelstruktur (§ 324 SolvV) ..................................................................................................................... 3

5 Eigenmittelausstattung (§ 325 SolvV) und Ermittlungsverfahren (§§ 325, 330, 331 SolvV) ................... 3

6 Derivative Adressenausfallrisiko- und Aufrechnungspositionen (§ 326 SolvV) ......................................... 5

7 Adressenausfallrisiko (§ 327 SolvV) .................................................................................................................. 5

8 Adressenausfallrisiko Kreditrisiko-Standardansatz (§ 328 SolvV) ............................................................... 9

9 Operationelles Risiko (§ 331 SolvV) ................................................................................................................ 10

10 Adressenausfallrisiko: Beteiligungen im Anlagebuch (§ 332 SolvV).......................................................... 10

11 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (§ 333 SolvV) ...................................................................................... 11

12 Adressenausfallrisiko Verbriefungen (§ 334 SolvV) ..................................................................................... 12

13 Kreditrisikominderungstechniken (§ 336 SolvV) .......................................................................................... 12


Blatt 2

1 Vorwort

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat mit dem Regelwerk Basel II internationale Standards zur

angemessenen Eigenkapitalausstattung von Banken definiert. Im Rahmen des Drei-Säulen-Modells verfolgt

die Bankenaufsicht mit der Umsetzung der 3. Baseler Säule in nationales Recht das Ziel, durch das

Instrument der Offenlegung von Informationen zu den Eigenmitteln und Risikopositionen bzw. zum

Risikomanagement der Kreditinstitute die Mechanismen des Kapitalmarkts zur Stärkung der Solidität und

der Sicherheit des Finanzsystems zu nutzen. Die Säule 3 ergänzt die Mindesteigenkapitalanforderungen

(Säule 1) und das aufsichtsrechtliche Überprüfungsverfahren (Säule 2).

Nach § 26a Abs. 1 Satz 1 KWG haben Institute regelmäßig Informationen über ihre Eigenkapitalsituation,

eingegangene Risiken, Risikomessverfahren und Risikomanagement zu veröffentlichen. Die näheren

Anforderungen sind nach § 10 Abs. 1 Satz 9 Nr. 7 KWG in der entsprechenden Rechtsverordnung - der

Solvabilitätsverordnung (SolvV) - geregelt. Die Vorgaben der Banken- und Kapitaladäquanzrichtlinie

(CRD III) finden durch eine Änderung der SolvV auch für deutsche Institute Anwendung und entfalten damit

Wirkung für den Offenlegungsbericht 2011. Änderungen ergeben sich insbesondere in den Bereichen

Marktrisiko (§ 330 SolvV) sowie Verbriefungen (§ 334 SolvV). Darüber hinaus wurden aufgrund von

Prüfungsfeststellungen der Deutschen Bundesbank die Ausführungen zu § 327 Abs. 2 Nr. 3 und 5 SolvV

angepasst.

Die Sparkasse Zollernalb kommt den handelsrechtlichen Offenlegungspflichten durch den Lagebericht und

den Jahresabschluss nach, die im Bundesanzeiger veröffentlicht werden. Darüber hinaus enthält dieser

Bericht zur Offenlegung die nach der SolvV erforderlichen Angaben, die nicht schon im Lagebericht 2011

oder im Jahresabschluss 2011 enthalten sind. Die Angaben in diesem Bericht beziehen sich auf den

Stichtag 31. Dezember 2011.

2 Anwendungsbereich (§ 323 SolvV)

Die Sparkasse Zollernalb ist kein übergeordnetes Unternehmen einer Institutsgruppe. Handelsrechtliche

und aufsichtsrechtliche Konsolidierungspflichten bestanden nicht.

3 Risikomanagement (§ 322 SolvV)

Informationen zum Risikomanagement können dem im Rahmen des Lageberichts veröffentlichten

Risikobericht entnommen werden.


Blatt 3

4 Eigenmittelstruktur (§ 324 SolvV)

Die in nachfolgender Übersicht dargestellten Beträge der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel entsprechen den

Werten der Sparkasse zum 31. Dezember 2011 gemäß Meldeformular E UEB:

Eigenmittelstruktur der Sparkasse

TEUR

Eingezahltes Kapital -

Sonstige anrechenbare Rücklagen 180.362

Sonderposten für allgemeine Bankrisiken (§ 340g HGB) 3.000

Andere Kapitalbestandteile -

- darunter: Sonstiges Kapital (§ 10 Abs. 4 KWG) -

Sonstige Abzugspositionen vom Kernkapital -334

Gesamtbetrag Kernkapital nach § 10 Abs. 2a KWG 1 183.028

Summe aus Ergänzungskapital 2 nach § 10 Abs. 2b KWG

und Drittrangmittel nach § 10 Abs. 2c KWG

Summe der Kapitalabzugspositionen nach

§ 10 Abs. 2a Satz 2 Nr. 6 und 7 KWG

- darunter: Summe der Kapitalabzugspositionen nach

§ 10 Abs. 6 und 6a KWG

- darunter: Abzugsbeträge nach § 10 Abs. 6a Nr. 1 und

2 KWG

Gesamtbetrag des modifizierten verfügbaren Eigenkapitals

nach § 10 Abs. 1d KWG und der anrechenbaren

Drittrangmittel nach § 10 Abs. 2c KWG

1, 2

ohne Abzugspositionen nach § 10 Abs. 2a Satz 2 Nr. 6 und 7 KWG und Abs. 2b Satz 2 KWG

138.443

-

-

-

321.471

Das Kernkapital besteht aus sonstigen anrechenbaren Rücklagen. Diese umfassen die durch jährliche

Thesaurierung des Jahresüberschusses gebildeten Rücklagen. Im Kernkapital ist außerdem ein Sonderposten

für allgemeine Rücklagen nach 340 g HGB enthalten.

Das Ergänzungskapital der Sparkasse setzt sich aus Vorsorgereserven nach § 340f HGB zusammen. Darüber

hinaus werden noch längerfristige Nachrangverbindlichkeiten (vor allem nachrangige Sparkassenbriefe)

angerechnet, die die Anforderungen nach § 10 Abs. 5a KWG erfüllen. Hinsichtlich der

Nachrangverbindlichkeiten verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss.

Drittrangmittel hat die Sparkasse zum Stichtag 31. Dezember 2011 keine im Bestand.

5 Eigenmittelausstattung (§ 325 SolvV) und

Ermittlungsverfahren (§§ 325, 330, 331 SolvV)

Nachfolgende Übersicht zeigt die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen zum 31. Dezember 2011.

Bei der Ermittlung der Anforderungen aus dem Adressenausfallrisiko wurde der Kreditrisiko-

Standardansatz zu Grunde gelegt. Die Anforderungen für Marktpreisrisiken sowie für

Fremdwährungsrisiken wurden nach der Standardmethode berechnet; eigene Risikomodelle wurden nicht

eingesetzt. Rohwaren- und sonstige zu unterlegende Risiken bestanden zum 31. Dezember 2011 nicht. Die

Anforderungen für das operationelle Risiko für aufsichtsrechtliche Zwecke wurden mittels

Basisindikatoransatz ermittelt. Die Beurteilung der Angemessenheit des internen Kapitals erfolgt mittels

des im Risikobericht des Lageberichts beschriebenen Risikotragfähigkeitskonzepts.


Blatt 4

Kreditrisiko

Eigenmittelanforderung

in TEUR

KSA-Standardansatz (ohne Verbriefungen): 125.941

- Zentralregierungen -

- Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften 4

- sonstige öffentliche Stellen 838

- Multilaterale Entwicklungsbanken -

- Internationale Organisationen -

- Institute 2.027

- Unternehmen 36.681

- Mengengeschäft 53.122

- durch Immobilien besicherte Positionen 18.425

- überfällige Positionen 2.416

- Beteiligungen 3.672

- von KI emittierte gedeckte Schuldverschreibungen 115

- Investmentanteile 6.571

- sonstige Positionen 2.068

Verbriefungen

Verbriefungen im Standardansatz -

Abwicklungsrisiken

Abwicklungsrisiken -

Marktrisiken 1)

Fremdwährungsrisikopositionen (§ 294 SolvV) 0

Rohwarenrisikopositionen (§ 296 SolvV) -

Handelsbuchrisikopositionen (§ 298 – 307 SolvV) -

Allg. Kursrisiko Zinsnettoposition (§ 300 SolvV) -

davon Jahresbandmethode (§ 301 SolvV) -

davon Durationsmethode (§ 302 SolvV) -

Besonderes Kursrisiko Zinsnettoposition (§ 303 SolvV) -

Allg. Kursrisiko Aktiennettoposition (§ 304 SolvV) 2) -

Besonderes Kursrisiko Aktiennettoposition (§ 305 SolvV) -

Investmentanteile (§ 307 SolvV) -

Besonderes Kursrisiko Verbriefungen Handelsbuch -

Besonderes Kursrisiko Correlation Trading Portfolio -

Andere Marktrisikopositionen (§ 312 SolvV) -

Operationelle Risiken

Basisindikatoransatz 11.951

Gesamtsumme 137.892

1)

§ 325 Abs. 2 Nr. 3 SolvV i. V. m. § 330 Abs. 1 SolvV

2)

enthält auch Aktienindexpositionen (§ 306 SolvV)

Zum 31. Dezember 2011 ergab sich für die Sparkasse eine Gesamtkapitalquote von 18,7 % und eine

Kernkapitalquote von 10,6 %.


Blatt 5

6 Derivative Adressenausfallrisiko- und Aufrechnungspositionen

(§ 326 SolvV)

Die Sparkasse geht derivative Finanzgeschäfte zur Aktiv-Passiv-Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos

ein. Die Sparkasse verwendet für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen im Rahmen der

Solvabilitätsverordnung die Marktbewertungsmethode.

Aufbauend auf den mittels Marktbewertungsmethode ermittelten Kreditäquivalenzbeträgen und den

daraus resultierenden Eigenkapitalanforderungen bestimmt sich die Obergrenze für Kredite an

Kontrahenten. Grundsätzlich werden nur Geschäfte mit Kontrahenten abgeschlossen, die eine gute Bonität

aufweisen. Für jeden Kontrahenten wird für derivative Finanzprodukte eine separate Obergrenze festgelegt.

Die Überwachung dieser Obergrenze erfolgt anhand eines Limitsystems, welches neben Derivaten auch für

alle anderen wesentlichen Risikokategorien eingerichtet wurde.

Bei der Sparkasse werden keine Sicherheiten für Derivate hereingenommen.

Für die Bilanzierung und Bewertung der derivativen Finanzinstrumente gelten die allgemeinen Grundsätze

des HGB. Auf eine Rückstellung für negative Zeitwerte wurde verzichtet, soweit ihnen positive

Wertveränderungen in den abgesicherten Grundgeschäften gegenüber standen.

Zur Ermittlung der Risikobeträge von Markt- und Kontrahentenrisiken setzt die Sparkasse

Standardverfahren nach der SolvV ein. Hierbei erfolgt eine additive Betrachtung der Risikobeträge.

Korrelationen von Markt- und Kontrahentenrisiken werden hierbei nicht betrachtet.

Bei der Sparkasse bestehen keine Verträge, die die Sparkasse im Falle einer Herabstufung ihres Ratings zur

Leistung von Sicherheiten bzw. zum Nachschuss von Sicherheiten verpflichten.

Positive Wiederbeschaffungswerte

Da die Sparkasse weder Aufrechnungsmöglichkeiten nutzt noch Sicherheiten anrechnet, können die

positiven Wiederbeschaffungswerte aus den Anhangangaben des Jahresabschlusses entnommen werden.

Betrag des Kontrahentenausfallrisikos nach der Marktbewertungsmethode

Der Betrag des anzurechnenden Kontrahentenausfallrisikos belief sich nach der Marktbewertungsmethode

auf 3.225 TEUR.

7 Adressenausfallrisiko (§ 327 SolvV)

Die nachfolgenden Übersichten enthalten den Gesamtbetrag der Forderungen, jeweils aufgeschlüsselt nach

den verschiedenen Forderungsarten zum Offenlegungsstichtag. Nicht enthalten sind dabei die Angaben zu

Beteiligungen, da deren Offenlegung in Abschnitt 11 dieses Berichtes erfolgt. Die bilanziellen und

außerbilanziellen Geschäfte werden jeweils mit ihren KSA-Bemessungsgrundlagen gemäß § 49 Abs. 2 SolvV

vor Kreditrisikominderung zzgl. Wertberichtigungen und Rückstellungen ausgewiesen, die derivativen

Instrumente mit ihren Kreditäquivalenzbeträgen.

7.1 Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsarten

Da die Beträge am Offenlegungsstichtag wesentlich von den Durchschnittsbeständen abweichen, erfolgte

eine ergänzende Darstellung der Durchschnittsbeträge.


Blatt 6

Gesamtbetrag der Forderungen nach

Forderungsarten

Kredite,

Zusagen und

andere nichtderivative

außerbilanzielle

Aktiva

Betrag in TEUR

Wertpapiere

Derivative

Instrumente

Betrag in TEUR Betrag in TEUR

Gesamtbetrag der Forderungen 3.376.203 782.862 3.225

Durchschnittlicher Gesamtbetrag der Ford. 3.363.532 750.932 2.753

7.2 Verteilung der Forderungen auf geographische Hauptgebiete

Die Sparkasse ist ein regional tätiges Unternehmen. Da der überwiegende Anteil der Forderungen (99,1 %)

auf Deutschland entfällt, haben wir gemäß § 26a Absatz 2 KWG auf eine weitere geographische

Aufgliederung der Forderungen verzichtet.

7.3 Verteilung der Forderungen auf Hauptbranchen

Hauptbranchen

Kredite,

Zusagen und

andere nichtderivative

außerbilanzielle

Aktiva

Betrag in TEUR

Wertpapiere

Derivative

Instrumente

Betrag in TEUR Betrag in TEUR

Banken 699.738 650.279 3.225

Investmentfonds (inkl. Geldmarktfonds) 24.829 91.480 -

Öffentliche Haushalte 68.317 - -

Privatpersonen 1.481.501 - -

Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige

Personen

davon:

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und

Aquakultur

Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung,

Bergbau und Gewinnung von

Steinen und Erden

1.053.977 41.103 -

11.022 - -

58.570 757 -

Verarbeitendes Gewerbe 235.454 3.212 -

Baugewerbe 104.283 - -

Handel; Instandhaltung und Reparatur

von KFZ

Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung

Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

154.419 - -

34.751 - -

138.811 37.134 -

Grundstücks- und Wohnungswesen 130.667 - -

Sonstiges Dienstleistungsgewerbe 186.000 - -

Organisationen ohne Erwerbszweck 7.930 - -

Sonstige 39.911 - -

Gesamtbetrag der Forderungen 3.376.203 782.862 3.225


Blatt 7

7.4 Gliederung der Forderungen nach den vertraglichen Restlaufzeiten

Restlaufzeiten

Kredite,

Zusagen und

andere nichtderivative

außerbilanzielle

Aktiva

Betrag in TEUR

Wertpapiere

Derivative

Instrumente

Betrag in TEUR Betrag in TEUR

< 1 Jahr 647.212 4.329 -

1 Jahr bis 5 Jahre 901.657 684.874 -

> 5 Jahre bis unbefristet 1.827.334 93.659 3.225

Gesamtbetrag der Forderungen 3.376.203 782.862 3.225

7.5 Gliederung der notleidenden und der in Verzug geratenen Forderungen nach

Hauptbranchen

Die Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei

Kreditengagements zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im Jahresabschluss durch Risikovorsorge

(Einzelwertberichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen. Hinsichtlich der handelsrechtlichen Bewertung

verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang zum Jahresabschluss vom 31. Dezember 2011. Die

Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft ob Risikovorsorgebedarf besteht. Soweit

uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen,

erfolgt eine außerordentliche Überprüfung. Die Höhe der im Einzelfall zu bildenden Risikovorsorge

orientiert sich zum einen an der Wahrscheinlichkeit, mit der der Kreditnehmer seinen vertraglichen

Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Basis hierfür ist die Beurteilung der wirtschaftlichen

Verhältnisse und das Zahlungsverhalten des Kunden. Darüber hinaus erfolgt eine Bewertung der

Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen

nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet werden. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und

Direktabschreibungen werden per Antrag kompetenzgerecht entschieden. Es erfolgt eine regelmäßige

Überprüfung der Angemessenheit und ggf. daraus resultierende Anpassungen. Bei nachhaltiger

Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers, die eine Kapitaldienstfähigkeit

erkennen lassen, erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge. Die Erfassung, Fortschreibung und Auflösung

der Risikovorsorge erfolgt bei der Sparkasse in einem zentralen System. Für latente Ausfallrisiken bildet die

Sparkasse Pauschalwertberichtigungen. Darüber hinaus bestehen Vorsorgen für allgemeine Bankrisiken

nach § 340f HGB. In den Arbeitsanweisungen sind die Berechnungsweisen sowie die Prozesse zur

Genehmigung der Risikovorsorgen geregelt.

Als „notleidend“ werden in den nachfolgenden Übersichten solche Forderungen ausgewiesen, bei denen

nach den vorgenannten Kriterien Risikovorsorge im Jahresabschluss gebildet wurde, während es sich bei

den „Forderungen in Verzug“ um Positionen handelt, die in der Solvabilitätsmeldung zum 31.12.2011 der

Forderungsklasse „überfällige Positionen“ zugewiesen wurden und für die keine Risikovorsorge

erforderlich war.


Blatt 8

Hauptbranchen

Gesamtinanspruchnahme

aus notleidenden

Forderungen

Bestand

EWB

Bestand

PWB

Bestand

Rückstellungen

Nettozuführung/Auflösungen

von

EWB/PWB 1 /

Rückstellungen

Direktabschreibung

abzügl.

Eingänge auf

abgeschriebene

Forderungen

Forderungen

in Verzug

(ohne

Risikovorsorge)

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Banken - - - - -

Investmentfonds

(inkl. Geldmarktf.)

- - - - -

Öffentl. Haushalte - - - - -

Privatpersonen 37.494 15.367 314 -1.391 5.816

Unternehmen und

wirtsch. selbst. Pers.

davon:

Land- und Forstwirtschaft,

Fischerei

und Aquakultur

Energie- u. Wasserversorgung,

Entsorgung,

Bergbau

und Gewinnung von

Steinen und Erden

Verarbeitendes

Gewerbe

101.330 42.289 3.000 -3.584 8.111

1.156 410 - 303 108

- 96 14 -156 -

47.312 20.092 2.217 -3.357 1.636

Baugewerbe 10.658 5.118 478 1.048 1.367

Handel; Instandhaltung

und Re-.

paraturen von KFZ

Verkehr und

Lagerei, Nachr.-

übermittlung

Finanz- und Versicherungsdienstl.

Grundstücks- und

Wohnungswesen

Sonstiges

Dienstleistungsgew.-

Organisationen ohne

Erwerbszweck

11.913 5.949 59 729 1.455

1.673 913 - 136 489

562 314 - -167 308

15.636 4.556 101 -1.116 722

12.420 4.841 131 -1.004 2.026

204 25 - 12 189

Summe 139.028 57.681 3.614 3.314 -4.861 -48 14.116

1

Bei den einzelnen Hauptbranchen sind nur EWB und Rückstellungen enthalten. Die Zuführungen bzw. Auflösungen bei den PWB

wurden als Gesamtbetrag in der Spaltensumme berücksichtigt.

7.6 Gliederung der notleidenden und der in Verzug geratenen Forderungen nach

geographischen Hauptgebieten

Da der überwiegende Anteil der Forderungen (99,8 %) und der Summe der Risikovorsorge (99,7 %) auf

Deutschland entfallen, haben wir gemäß § 26a Absatz 2 KWG auf eine weitere geographische Aufgliederung

der Forderungen und Risikovorsorge verzichtet.


Blatt 9

7.7 Entwicklung der Risikovorsorge

Die folgende Aufstellung zeigt die Veränderungen der Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Geschäftsjahr

2011:

Anfangsbestand

der

Periode

Zuführung Auflösung Verbrauch

Wechselkursbedingte

und

sonstige

Veränderungen

Endbestand

der Periode

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

EWB 62.344 9.808 8.207 6.501 237 57.681

Rückstellungen 3.614 260 316 7 -237 3.314

PWB 3.512 102 - - - 3.614

8 Adressenausfallrisiko Kreditrisiko-Standardansatz (§ 328 SolvV)

Nachfolgende Übersicht enthält die von der BaFin anerkannten Ratingagenturen und die KSA-

Forderungsklassen, für die die Ratingagenturen bei der Sparkasse jeweils nominiert sind.

Forderungskategorie Forderungsklasse Ratingagentur(en)

Staaten

Zentralregierungen

Regionalregierungen

Sonstige öffentliche Stellen

Institute

Von Kreditinstituten emittierte gedeckte

Schuldverschreibungen

Moody’s Investors Service

Standard & Poor’s Rating Services

Unternehmen Unternehmen Moody’s Investors Service

Standard & Poor’s Rating Services

Die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen erfolgt für diese Forderungsklassen auf Grundlage der

Bonitätsbeurteilungen der nominierten Ratingagenturen (externe Ratings).

Grundsätzlich wird jeder Emission ein externes Rating zugeordnet. Existiert für eine Forderung kein

Emissionsrating, wird geprüft, ob das Rating anderer Emissionen des Schuldners gemäß § 45 SolvV auf die

Forderung übertragen werden kann. Ist dies nicht möglich, wird auf ein ggf. vorhandenes externes Rating

des Schuldners abgestellt (Emittentenrating). Ansonsten werden die Forderungen im Rahmen der

Eigenmittelanforderungen mit pauschalen Anrechnungssätzen berücksichtigt. Die beschriebene

Verfahrensweise wird programmtechnisch unterstützt.

Summe der Positionswerte

Die Sparkasse nimmt keine Kreditrisikominderungstechniken im Rahmen der SolvV in Anspruch.

Nachfolgende Tabelle beinhaltet die jeweilige Summe der Positionswerte, die den dargestellten

Risikogewichten zugeordnet sind. Vorhandene Investmentfonds sind in den Zeilen 50 % und 100 %

enthalten.


Blatt 10

Summe der Positionswerte

Risikogewicht in %

Standardansatz

Betrag in TEUR

0 1.277.485

10 14.351

20 142.578

35 658.048

50 80.854

75 885.364

100 584.274

150 12.121

Kapitalabzug -

Summe 3.655.075

9 Operationelles Risiko (§ 331 SolvV)

Zur Bestimmung des bankaufsichtlichen Anrechnungsbetrags für das operationelle Risiko nutzt die

Sparkasse den Basisindikatoransatz.

10 Adressenausfallrisiko: Beteiligungen im Anlagebuch (§ 332 SolvV)

Die Beteiligungen im Anlagebuch der Sparkasse wurden aufgrund langfristiger strategischer Überlegungen

eingegangen, um den S-Finanzverbund zu stärken und/oder eine Zusammenarbeit mit den einzelnen

Institutionen in der Region zu ermöglichen. Sie dienen letztlich der Erfüllung des öffentlichen Auftrages

durch den Gesetzgeber sowie der Förderung des Sparkassenwesens. Eine Gewinnerzielung steht somit

nicht im Vordergrund. Grundsätzlich gliedert die Sparkasse ihre Beteiligungen in strategische, Funktionsund

Kapitalbeteiligungen.

Hinsichtlich der Bewertungs- und Rechnungslegungsgrundsätze verweisen wir auf den Anhang.

Wertansätze für Beteiligungsinstrumente - Unrealisierte Neubewertungsgewinne/-verluste

Regelmäßig wird bei den strategischen Beteiligungen und den nicht börsennotierten Beteiligungen anhand

geeigneter Bewertungsverfahren überprüft, ob der beizulegende Zeitwert über dem Buchwert liegt. Eine

exakte Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt weder für externe noch für interne Zwecke. Insofern

wurden in der nachfolgenden Darstellung die Buchwerte auch als beizulegende Zeitwerte angegeben.

Der Wert der Beteiligungen hat sich gegenüber dem Vorjahr verändert.


Blatt 11

Gruppen von

Beteiligungsinstrumenten

Strategische Beteiligungen

Buchwert 1

Vergleich

Beizulegender

Zeitwert

(Fair Value)

Unrealisierte Neubewertungsgewinne/-verluste

Börsenwert 2 Insgesamt Dav. im Ergänzungskapital

berücksichtigt

TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR

Börsennotiert - - - - -

Andere 39.454 39.454 - -

Funktionsbeteiligungen

Börsennotiert - - - - -

Andere 1.182 1.182 - -

Kapitalbeteiligungen

Börsennotiert - - - - -

Andere 4 4 - -

1

Der Buchwert entspricht dem Wertansatz aus der Bilanzierung nach HGB.

2

Der Börsenwert ist der zum Kassakurs am Berichtstag ermittelte Wert der Beteiligung.

Realisierte Gewinne/Verluste aus Beteiligungsinstrumenten

Realisierte Gewinne/Verluste aus Verkäufen und Abwicklungen von Beteiligungen ergaben sich nicht.

11 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (§ 333 SolvV)

Hinsichtlich der Zinsänderungsrisiken verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht des

Lageberichts. Die Zinsänderungsrisiken der Sparkasse ergeben sich im Zusammenhang mit

Handelsgeschäften und auf Gesamtbankebene aus der Fristentransformation. Die Risiken ergeben sich

grundsätzlich durch ansteigen, absinken oder drehen der Zinsstrukturkurve.

Der Ermittlung des Zinsänderungsrisikos liegen folgende Annahmen zu Grunde:

• Simulation des Kundengeschäfts mit einem Wachstum von ca. 1,7 % bei den Kundenforderungen und

ca. 0,8 % bei den Kundenverbindlichkeiten für 2012

• Kein pauschales Wachstum der eigenen Wertpapiere und Spezialfonds, Verlängerung der Fälligkeiten

zu den aktuellen Bedingungen.

Zur Berechnung des Risikos simuliert die Sparkasse unterschiedliche Zinsentwicklungen:

• Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um + 200 Basispunkte (overnight)

• Simulation auf Basis der vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband ermittelten Grenzszenarien. Die

höchste Belastung der Zinsspanne tritt bei Erhöhung des Zinsniveaus im kurzen und mittleren

Laufzeitband ein (Grenzszenario P0P).

Nachfolgende Übersicht enthält den Rückgang der Erträge bei den oben beschriebenen Szenarien.


Blatt 12

Beträge in TEUR

Verschiebung um + 200 Basispunkte

(overnight)

Ertragsrückgang

Zinsänderungsrisiken

Ertragszuwachs

-3.835 -

Grenzszenario P0P -3.533 -

12 Adressenausfallrisiko Verbriefungen (§ 334 SolvV)

Die Sparkasse ist in der Forderungsklasse "Verbriefungen" nicht investiert.

13 Kreditrisikominderungstechniken (§ 336 SolvV)

Für Zwecke der SolvV berücksichtigt die Sparkasse anrechnungsmindernd keine Sicherheiten und nutzt

keine Aufrechnungsvereinbarungen nach §§ 206 ff. SolvV.

Impressum

Sparkasse Zollernalb

Friedrichstraße 3

72336 Balingen

Telefon: 07433/13-0

Telefax: 07433/13-7300

E-Mail: info@spkza.de

www.sparkasse-zollernalb.de

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