Kunst & Kunst- handwerk

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Kunst & Kunst- handwerk

Wege in die Landschaft

im Süden Ostbelgiens

Kunst &

Kunsthandwerk


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Absender und Adressat 3

Gratwanderung zwischen Nutzen und Zeitgeist 4

Wesentliche Grundbegriffe aus der Kunst 6

Gemeinde Amel

Gregor Hoffmann - Born 10

Vera Theiss - Eibertingen 11

Gemeinde Büllingen

Jacques Thannen - Büllingen 12

Horst Schulz-Schwieder - Rocherath 13

Jean-Pierre Bredo - Wirtzfeld 14

Mechtild Brück - Wirtzfeld 15

Gemeinde Burg-Reuland

Bodo Rütten / Heimgard und Lea Merkel - Alster 16

Ingrid Hock-Gennen - Espeler 18

Hanna Jeurgens und Jan Van de Werft - Lengeler 19

Nadine Adams - Maldingen 20

Erika Dupont-Hansen - Steffeshausen 21

Jean Leveque - Steffeshausen 22

Gemeinde Bütgenbach

Barbara Heinen-Müller - Bütgenbach 23

Karte der Ortschaften 24

Barthel Henn - Elsenborn 26

Hubert Noel - Elsenborn 27

Ewald Thönnes - Elsenborn 28

Albert Schäfer - Elsenborn 29

Alexander Van Elst - Elsenborn 30

Prof. Dr. Johannes Wickert - Leykaul 31

Gemeinde St.Vith

Margret Hilgers - Crombach 32

Irene Kohnen - Heuem 33

Helmut Hahn - Hünningen 34

Marianne und Erich Mertes - Hünningen 35

Bernard Schlabertz - Neidingen 37

Pierre Doome - Recht 38

Suzy Kaschten-Kirsch - Rodt 39

Lydia Heinen-Lentz - St.Vith 40

Peter Klemm - St.Vith 41

Helmuth Breuer - Wiesenbach 42

Kreative Ateliers 43

Impressum 47


Einleitung

Absender und Adressat

„Sie erwarten von mir, dass ich Ihnen sage, dass ich Ihnen

definiere, was Kunst ist… Wenn ich es wüsste, würde ich es

für mich behalten.“ Pablo Picasso (1926)

Von Norbert Meyers

n der Tat… Was ist Kunst eigentlich? Eine Frage, die offenbar

selbst international renommierte Protagonisten

nicht schlüssig beantworten können. Fakt ist jedoch:

Kunst ist Kommunikation. Und: Selbst wenn jede Form der

Kommunikation einen eigenen Code hat, setzen alle Botschaften

eines voraus - mindestens zwei Pole, zwei Personen,

heißt: einen Absender und einen Adressaten, einen Sender

und einen Empfänger. In unserem konkreten Fall Künstler und

Publikum.

Der Künstler wirkt, fertigt, arbeitet in der intellektuellen

Sphäre des Publikums, dem er sich stellen muss. Ein Kunstwerk

entsteht also im Zusammentreffen von Talent respektive

Kreativität des Einzelnen mit dem Geschmack des Kollektivs.

Eine Begegnung, die harmonisch verlaufen oder im Missverständnis

enden kann, allerdings eine bis heute unabänderliche

Prämisse der Kunst ist.

Lydia Heinen-Lentz

Es gibt sie nicht, die eine, einzige, richtige Interpretation. Es

gibt stattdessen diverse Bedeutungsschichten, die ineinander

greifen, sich miteinander verbinden und sich dabei gegenseitig

bereichern. Zumal sich Kunst, als visuelle Kommunikation,

nicht allein an den Intellekt wendet, sondern ebenfalls an die

Sinne. Wo Kunst anfängt respektive aufhört, ist vorrangig dem

individuellen Empfinden überlassen. Ästhetisch, intellektuell,

ethisch, emotional… Ein Empfinden, das jeder gemeinsam mit

dem Künstler in seinem Atelier, in seiner Galerie, in seiner

Werkstatt er- und ausleben kann. „Wege in die Landschaft“,

die sich zweifellos lohnen. Für beide Seiten!

„Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre

Seele.“ Maxim Gorki (1932)

3


Einleitung

Gratwanderung zwischen

Nutzen und Zeitgeist

Eine Betrachtung von Francis Feidler *

Wo liegen die Grenzen zwischen Kunst

und Kunsthandwerk? Ganz einfach und

konkret: Während das Kunsthandwerk

Gebrauchs-, also Nutzgegenstände produziert,

erhebt die Kunst keinerlei Anspruch

auf Nützlichkeit.

Kunst ist das, was im gesellschaftlichen

Kontext als Kunst definiert wird. Und

die Bewertung einzelner Kunstwerke

ist elastisch, kann sich im Lauf der Zeit

drastisch ändern. Das hat mit den Intentionen

des „Künstlers“ zunächst einmal

wenig zu tun. Kunst unterliegt der Mode

und der Werteskala von immer neuen

Generationen, die leitende Funktionen

in der Kunst- und Museumslandschaft

übernehmen. Und das ist gut so.

***

Erika Dupont-Hansen

Auf Kulturerzeugnisse aus den Anfängen

der Menschheitsgeschichte trifft vor

diesem Hintergrund eher die Bezeichnung

Kunsthandwerk zu. Die Venus von

Willendorf (in Niederösterreich) oder

die Höhlenmalereien von Lascaux (in

Südwestfrankreich) haben wahrscheinlich

kultischen Charakter, werden von

uns aber heute als „Kunst“ definiert.

Gleiches gilt für zahlreiche Kultgegenstände

von „primitiven“ Völkern. Und

Collagen, Readymades, Performances,

Landart usw. weichen den klassischen

Kunstbegriff bewusst auf und entziehen

sich einfachen Zuordnungen.

Die Grenzen zwischen Kunst und Kunsthandwerk

unter besonderen Umständen

können fließend sein. Im Design sprechen

wir heute von angewandter Kunst.

Der Auftrag zu einer Arbeit (Werk) wird

meistens von einer Firma oder einem

Großunternehmen gegeben, sei es nun

Essbesteck, Autodesign oder was immer

sonst in unserem Alltag als Nutzobjekt

vorkommt. Ein Designer (manchmal ist

es auch ein Künstler) bestimmt in der

Regel durch eine Industriezeichnung

oder PC-Grafik die äußere Form, danach

die Farbe und weitere ästhetischen

Zusätze. Im Bereich der angewandten

Kunst rangieren Anwendung und Zweck

4


weit vor der Kunst. Die Rangfolge „Zweck

vor Kunst“ markiert den wichtigsten Unterschied

zwischen Angewandter und

Bildender Kunst.

Zu unserer Orientierung sollten wir eine

Tatsache nicht aus dem Auge verlieren:

Ein Kunsthandwerker stellt ein Gebrauchsobjekt

her, das in erster Linie

seiner praktischen Funktion nachkommen

muss. Ein Künstler dagegen schafft

ein Kunstwerk, das keiner bestimmten

Funktionalität unterzuordnen ist und als

ein Spiegelbild unserer Zeit und Gesellschaft

wahrgenommen wird und darüber

hinaus wirkt.

***

Im Bereich des Kunsthandwerks treffen

sich viele Menschen regelmäßig in den

kreativen Ateliers, wo sie ihr handwerkliches

Können mit Talent und Kreativität

verbinden, um Gebrauchsobjekte

zu fertigen: Tongefäße,

Knüpf- und Webteppiche,

Metalldeko und

Kunstschmiedearbeiten,

Patchwork, Krippenfiguren,

Gartenanlagen,

Wanddekorationen, Seidenmalerei…

Eine Betätigung,

die keineswegs

abgewertet werden sollte,

denn die mit der Tätigkeit

verbundenen Treffen bilden auch

das Rückgrat einer engagierten und sozial

tragenden Gesellschaft.

***

In Ostbelgien gibt es nur wenige

Künster(innen), die freischaffend tätig

sind, heißt: keinen anderen Beruf wie

den des Künstlers ausüben. Selbstverständlich

gehört dazu eine entsprechend

langjährige Ausbildung, die auf

gleichem Niveau anzusiedeln ist wie die

eines Architekten, Ingenieurs, Wissenschaftlers,

Pädagogen, Musikers, Mediziners,

Forschers, Journalisten…

Da die Menschen aber eine verschiedene

Ausbildung und einen verschiedenen

Lebensweg hinter sich haben, entwickelt

jeder seine eigene, oft sehr subjektive

Definition zu Kunst und Kunsthandwerk.

* Francis Feidler ist Direktor des IKOB in Eupen,

Museum für zeitgenössische Kunst.

5


Einleitung

Übersicht über wesentliche

Grundbegriffe aus der Kunst


Die Abstraktion in der Malerei ist eine sehr vielfältige

Kunstform mit vielen Stilrichtungen, die auf die

Abbildung von Gegenständen, Personen oder Landschaften

fast völlig verzichtet. Sie bildet nicht die

konkrete, sichtbare Wirklichkeit, sondern abstrakte

oder abstrahierte Bewegung, Form, Farbe, Strukturen

und Muster ab. Die reine Komposition rückt dabei in

den Vordergrund der künstlerischen Arbeit. Abstrakte

Malerei wird auch als absolute Kunst oder gegenstandsfreie

Kunst bezeichnet. Sie versucht, innere

Wirklichkeit abzubilden.

Acrylfarben, -lacke oder

-anstriche basieren auf wasserverdünnbaren

Kunststoffdispersionen,

die zu einem

wasserfesten Film austrocknen.

Das Bindemittel in Acrylfarbe

ist zunächst milchig

weiß, wird erst beim Trocknen

transparent. Daher werden

Acrylfarben beim Trocknen

Helmut Hahn

dunkler. Acrylfarbe kann ebenfalls als Alternative zu

Ölfarbe und mit den hier üblichen Techniken verwendet

werden. Die Trockenzeit der reinen Acrylfarbe ist

sehr kurz (10 bis 30 Min.), kann aber mit Malmitteln

künstlich verlängert werden. Die Farbe kann mit Pinsel

oder Spachtel (Malmesser) aufgetragen werden

und trocknet auch in starken Schichten ohne Risse.

Die getrocknete Farbe ist leicht glänzend und bildet

einen elastischen Film auf dem Malgrund. Acrylfarbe

kann auf jedem fettfreien Malgrund (Leinwand, Holz,

Metall und andere) verwendet werden.

Ein Aquarell ist ein mit wasserlöslichen, nicht deckenden

Farben angefertigtes Bild. Hierbei werden

die aus einem Bindemittel und Farbpigmenten bestehenden

lasierenden Farben mit Wasser verdünnt

und mit einem Haarpinsel auf Papier, Pergament oder

andere Materialien aufgetragen. Im Unterschied zu

Gouache oder Tempera

schimmert der Malgrund

durch die Farben hindurch.

Farbmischungen entstehen

in der Regel durch das

Übereinandermalen verschiedener

transparenter

Mechtild Brück

Farbschichten. Weiß entsteht dort, wo der Papiergrund

ausgespart wird.

Der Begriff Bildende Kunst hat sich seit dem frühen

19. Jahrhundert im deutschen Sprachraum als

Sammelbegriff für die visuell gestaltenden Künste

eingebürgert. Im Deutschen wird Bildende Kunst

- anders als im Französischen (les Beaux-Arts), im

Italienischen (le belle arti) oder im Englischen (Fine

Arts) - unterschieden von den darstellenden Künsten

(Theater, Tanz, Filmkunst) und der Literatur sowie

der Musik, wobei es zunehmend Überschneidungen

gibt. Während sich Werke der anderen Künste im

zeitlichen Ablauf vollziehen, existiert ein Werk der

Bildenden Kunst meist als körperlich-räumliches Gebilde,

das durch sich selbst wirkt und keinen Interpreten

benötigt, um vom Betrachter wahrgenommen

zu werden. Zur Bildenden Kunst zählten ursprünglich

die Baukunst, Bildhauerei, Malerei und Grafik sowie

das Kunstgewerbe, das auch als Angewandte Kunst

oder Gebrauchskunst bezeichnet wird. In Folge der

Entwicklung neuer Medien und der fortschreitenden

Ausweitung des Kunstbegriffes im 20. Jahrhundert

wird der Begriff Bildende Kunst heute sehr viel weiter

gefasst und ist im Einzelfall nicht mehr eindeutig von

anderen Kunstformen abzugrenzen.

Bronze ist eine Legierung aus Kupfer mit anderen Metallen,

ausgenommen Zink. Das Material wurde schon

immer für Kunstguss verwendet. Der Begriff Kunstguss

bezeichnet die Herstellung der Kopie eines plastischen,

künstlerischen Objektes. Meist handelt es sich dabei

um ein von einem Künstler geschaffenes Tonmodell.


Eine Büste ist die plastische Darstellung eines Menschen

in Halbfigur oder bis zur Schulter.

Collage ist eine Technik der Bildenden Kunst, bei der

durch Aufkleben verschiedener Elemente ein neues

Ganzes geschaffen wird. Eine künstlerische Collage

kann beispielsweise Zeitungsausschnitte, Stücke

farbigen Papiers oder Fotografien enthalten, die auf

einen festen Untergrund oder auf eine Leinwand geleimt

werden. Spezialfälle der Collage sind die Fotomontage

und die Fotocollage, die ganz oder zum

großen Teil aus Fotografien oder Teilen von Fotografien

bestehen.

Gouache ist eine Maltechnik mit halb deckenden und

deckenden Wasserfarben. Die Farben sind kräftig und

können dünn - fast wie beim Aquarell - oder zähflüssiger

(Fachausdruck: „pastos“) verwendet werden.

Die typischen Gouachefarbtöne und -trübungen

erzeugt man durch Schichtung von Dunkel zu Hell.

Beim Trocknen hellen die Farben typischerweise

gegenüber ihrem nassen Zustand auf, wodurch das

Treffen bestimmter Farbtöne erschwert wird. Um eine

bestimmte Wirkung zu erzielen, braucht man einige

Übung und technisches Wissen über die verwendete

Farbe.

Impasto ist eine Maltechnik, bei der die Farben sehr

dick aufgetragen werden. Man kann die Pinselstriche

oder die Abdrücke des Malmessers, des Spachtels

deutlich erkennen. Die Farbe kann auch so dick

aufgetragen werden, dass einzelne Farben direkt auf

dem Malgrund und nicht auf der Palette gemischt

werden. Nach dem Trocknen bleibt die reliefartige

Struktur erhalten. Impasto wird vorwiegend aus zwei

Gründen eingesetzt. Einerseits wird das Licht durch

die Oberflächenstruktur reflektiert, der Künstler kann

gezielt die Lichteinfälle beeinflussen. Andererseits

erhält das Bild Kraft und Dynamik, der Betrachter

kann die Pinselführung, die Geschwindigkeit und die

Stärke des Farbauftrags erkennen.

Der Begriff der Installation oder Installationskunst

wird in der Bildenden Kunst seit Ende der siebziger

Jahre des 20. Jahrhunderts für ein meist raumgreifendes,

ortsgebundenes und oft auch ortsbezogenes

künstlerisches Werk benutzt. Im Unterschied zum Environment,

dessen Ansatzpunkt oft die Auseinandersetzung

mit der Alltags- und Warenwelt bildete, zielt

die Installation in der Regel nicht auf eine narrative

räumliche Inszenierung ab. Die Installation, als überwiegend

dreidimensionale, raumbezogene Kunstform

im Innen- und Außenraum, ermöglicht die Verwendung

jeglichen Materials, wie auch von Zeit, Licht,

Klang und Bewegung im Raum.

Der Linolschnitt ist eine graphische

Technik, die im Hochdruckverfahren

arbeitet und im

Prinzip dem Holzschnitt gleicht.

Wie im Holzschnitt wird daher

auch hier in die Linolplatte

mit speziellem Werkzeug ein

Negativmuster in das normalerweise

relativ feste Linoleum

Jacques Thannen

geschnitten. Das Material lässt

sich leicht und in jeder Richtung schneiden. Das fertige

Negativmuster wird mit Farbe überwälzt und dann

auf Papier gedruckt. Dabei wird die an den erhobenen

Stellen haftende Farbe auf das Papier übertragen.

Land Art ist eine Kunstrichtung der sechziger Jahre

des 20. Jahrhunderts. Damals war die Kunst mehr

als je zuvor zu einer Plattform für theoretische und

ideologische Auseinandersetzungen geworden. Vor

diesem Hintergrund kennzeichnete die Land Art eine

romantische aber auch eine explizit gesellschaftskritische

Komponente. Dem Besitzbürgertum, das die

Werke der Bildenden Kunst nur noch als Spekulationsobjekte

betrachtete, wollten die Künstler kein

neues Konsumgut liefern. Sie schufen deshalb in den

abgelegenen Wüstengebieten Nordamerikas gigantische

Erdbauwerke, die in keinem Museum, in keiner

Galerie ausgestellt werden konnten, also weder

transportabel, käuflich noch dauerhaft waren. Land

Art wird nicht wie Objekte in die Landschaft gestellt,

nutzt die Landschaft nicht einfach als attraktiven

Hintergrund, sondern wird selbst zur Landschaft.


Die Landschaftsmalerei ist neben dem Historienbild,

dem Porträt, dem Genrebild und dem Stillleben eine

Gattung der gegenständlichen Malerei. Sie umfasst

die Darstellung von Ausschnitten aus dem von der

Natur als auch von Menschenhand bestimmten Raum.

Bildgegenstand können konkrete und idealisierte

natürliche Landschaften, Städte und Architekturen,

Fabriklandschaften, Seestücke und Parklandschaften

sein. Die Landschaftsmalerei des 20. Jahrhunderts

bietet dem Betrachter ein ebenso facettenreiches

Bild von verwirrender Vielfalt wie die Kunst der Gegenwart

überhaupt.

Mineralfarben, auch Silikat-, Wasserglasfarben oder

Keimfarben (nach dem Erfinder Adolf Wilhelm Keim)

genannt, sind grundsätzlich hochwertig, langlebig

und teuer. Sie zeichnen sich aus durch die Lichtbeständigkeit

und bilden nicht wie andere Anstriche

eine Schicht auf dem Untergrund, sondern verkieseln

(versteinern) mit dem Untergrund.

Mit Minimal-Art wird eine Kunstrichtung in den sechziger

Jahren des 20. Jahrhunderts bezeichnet, die

ihren Niederschlag ebenso in der Malerei und Bildhauerei

wie in der Objektkunst findet. Minimal-Art,

in den frühen sechziger Jahren in den USA als Gegenbewegung

zur gestischen Malerei des so genannten

abstrakten Expressionismus entstanden, strebt nach

Objektivität, schematischer Klarheit, Logik und Entpersönlichung.

Typisch für Skulpturen und Objekte

dieser Kunstrichtung ist die Reduktion auf einfache

und übersichtliche, meist geometrische Grundstrukturen.

Obwohl auch in der Malerei Farben und Formen

auf das Einfachste reduziert wurden (auf Grundstrukturen,

monochrome und geometrische Flächen),

findet Minimal-Art ihren Niederschlag vorwiegend in

dreidimensionaler Kunst.

Objektkunst ist eine aus der Assemblage besonders

seit Ende der fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts

weiterentwickelte Kunstform, die einen oder mehrere

vorgefundene Gegenstände - teils auch bearbeitet

oder verfremdet - zum Kunstwerk erklärt. Die Ursprünge

dieser Ausdruckform liegen in den Collagen

des Kubismus und Dadaismus

in den Readymades von Marcel

Duchamps. In den sechziger

Jahren nahm die Objektkunst

monumentale Formen an, entwickelte

sich bis Ende des 20.

Jahrhunderts zu begehbaren

Environments und Architekturgebilden.

Helmuth Breuer

Ölfarbe ist eine Sammelbezeichnung für Anstrichstoffe

und Malfarben auf Grundlage von trocknenden

Ölen als Bindemittel. In der Regel werden Ölfarben

für Künstler pastös in Tuben geliefert. Die Zähigkeit

liegt etwas höher als bei Zahncreme und lässt sich mit

so genannten Malmitteln verdünnen. Ölfarbe unterscheidet

sich vor allem in Bezug auf die Trocknungszeit

von beispielsweise Acryl- und Gouachefarben.

Sie beträgt selbst bei dünnen Auftragsstärken einige

Tage und kann durch spezielle Techniken auf Wochen

ausgedehnt werden. Ölfarben zeichnen sich des Weiteren

durch intensive Farbeindrücke aus. Die hohe

Lichtechtheit, Deckkraft und die Dauerbeständigkeit

sind weitere Vorzüge.

Allerdings

setzt Ölfarbe viel

Erfahrung im

Umgang mit Farben

seitens des

Künstlers voraus.

Die Verarbeitung ist aufwändig, macht eine genaue

Vorplanung des Kunstwerkes erforderlich. Ölgemälde

benötigen aufgrund der Trocknungspausen entsprechend

lange in ihrer Fertigstellung.

Pastellmalerei ist eine Technik, bei der Pigmente auf

einen Malgrund (Papier, Pappe, Leinwand) aufgetragen

werden. Bei der Pastellmalerei mischen sich die

Möglichkeiten des Zeichnens mit denen der Malerei.

Vielfach verwendet der Künstler die runden oder eckigen

Kreiden oder Pastellstifte. Bei der Herstellung

der Pastellkreiden wird den Pigmenten Bindemittel

beigefügt, damit man sie in eine Stiftform pressen

kann. Pastellfarben lassen sich auf dem Papier sehr


gut miteinander mischen. So ist es möglich, zarte

Farbübergänge und neue Farbnuancen auf Papier zu

zaubern.

Im Unterschied zur Skulptur, bei der das Kunstwerk

etwa aus Stein oder Holz herausgehauen respektive

herausgeschnitzt wird („subtraktives“ Verfahren),

wird die Plastik aus bildsamen Massen modelliert - es

kommt also ein „additives“, heißt: aufbauendes Verfahren

zur Anwendung. Klassische Materialien sind

hierbei vor allem Ton (auch Terrakotta und Keramik),

ferner Gips, Porzellan und Wachs. Ein moderner Werkstoff

ist Plastilin, das im Gegensatz zum Ton nicht

ständig feucht gehalten werden muss. Plastiken

entstehen andererseits auch durch Guss, hier vor

allem aus Metall (Bronze, Silbert, Gold, Messing und

Kupfer) und Kunststoffen, aber ebenso aus Gips und

Beton.

Ein Porträt ist ein Gemälde, eine Fotografie, eine

Plastik oder eine andere künstlerische Darstellung

einer oder mehrerer Personen. Absicht eines Porträts

ist es, neben der Darstellung körperlicher Ähnlichkeit

auch das Wesen respektive die Persönlichkeit

der porträtierten Person zum Ausdruck zu bringen.

Daher zeigt das Porträt typischerweise das Gesicht

der Person.

Ein „objet trouvé“ (französisch für „gefundener Gegenstand“)

ist ein Kunstwerk respektive Teil eines

Kunstwerks, das aus vorgefundenen Alltagsgegenständen

oder Abfällen hergestellt wird. Readymades

werden sie genannt, wenn der Künstler am vorgefundenen

Objekt keine oder kaum Eingriffe vornimmt.

Unter Stillleben (zusammengesetzt aus „still“ und

„Leben“, nicht wie fälschlicherweise oft angenommen

aus „Stil“ und „Leben“) versteht man einen Zweig der

Malerei, der die Darstellung lebloser Gegenstände,

wie toter Tiere (Wild, Geflügel und Fische), Haus-,

Küchen- und Tischgeräte, Früchte, Blumen, Kostbarkeiten,

Raritäten usw. zum Gegenstand hat. Diese

Malerei versucht besonders durch ein geschicktes

Arrangement, durch farbliche Reize und feine Beleuchtung

zu wirken. Seit Erfindung der Fotografie im

19. Jahrhundert wurde das Stillleben auch in diesem

Kunstgenre zu einem klassischen Thema.

Skulptur bezeichnet im engeren Sinne ein einzelnes

Werk der Bildhauerkunst. Im weiteren Sinne ist

Skulptur ein Synonym für Bildhauerkunst als Gattung.

Der Begriff Skulptur wird

aber auch, wie entsprechende

Begriffe in anderen europäischen

Sprachen, allgemein

für dreidimensionale künstlerische

Objekte gebraucht.

Fachsprachlich hingegen wird

im Deutschen bisweilen zwischen

Skulptur und Plastik

Gregor Hoffmann

unterschieden.

Mit Tempera werden Farben bezeichnet, deren Pigmente

mit einem Bindemittel aus einer Wasser-Öl-

Emulsion gebunden werden. Echte Temperafarben

sind als fertige Tubenfarben selten im Handel, da sie

sehr leicht verderben und nur unter starkem Einsatz

von Konservierungsmitteln begrenzt haltbar gemacht

werden können. Im Normalfall stellt man sich deshalb

die Farben aus Pigmenten und einer Emulsion

selbst her. Unter Pigmenten (lat. pigmentum, Farbe/Schminke)

versteht man anorganische oder organische,

bunte oder unbunte Farbmittel, die im Gegensatz

zu den Farbstoffen praktisch unlöslich sind.

Terrakotta wird als Materialbezeichnung für gebrannte,

unglasierte Tonobjekte wie Gefäße, Plastiken

und Baukeramik verwendet, gelegentlich auch

als Benennung für einen warmen, erdigen Farbton.

Die vorgenannten Begriffe listen im Grunde nur die gängigen

Stile und Genres, Techniken und Materialien auf (vorrangig

mit Blick auf die Tätigkeit der in dieser Broschüre

vorgestellten Künstler).


G e m e i n d e A m e l

Born

Gregor Hoffmann

Skulpturen & Porträtplastiken

Seine Werke sprechen für ihn - und

mehr noch für seinen Charakter.

Skulpturen von Gregor Hoffmann

atmen Sensibilität und Nachdenklichkeit.

Kein Wunder, immerhin steht im

Mittelpunkt seines Schaffens seit jeher

der Mensch, den der Künstler in einer

möglichst großen Dichte in den Raum

zu projizieren sucht. Stets im strikten

Verzicht auf Bewegungen oder Gesten,

die vom Wesentlichen, vom Kern ablenken

könnten.

ganz bewusst Wert legt auf den Raum,

der die Skulpturen und Porträtplastiken

„umgibt“.

In seine Werke, bevorzugt aus Terrakotta und Bronze, legt Bildhauer

Gregor Hoffmann stets auch ein Stück seiner eigenen Seele,

jedoch im strikten Verzicht auf Bewegungen oder Gesten.

Gregor Hoffmann

4770 Amel/Born

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 66 10

Bevorzugte Materialien sind Terrakotta

und Bronze, in die der Künstler auch

ein Stück seiner eigenen Seele hineinlegt.

Weshalb seine Ernsthaftigkeit

keine Distanz schafft, sondern eher die

Kommunikation

stimuliert,

da der Betrachter

immer wieder aufs Neue

bemüht ist, in die Skulptur,

in die Plastik hinein zu schauen,

also quasi hinter die Stirn des Menschen

zu blicken, der hier in exakten

10

Gregor Hoffmann, dessen intensive

Ausbildung ihn ab Mitte der siebziger

Jahre nach Oberammergau und Nürnberg

führte, hält es bei der Wertung

seiner Arbeiten gerne mit dem englischen

Bildhauer Henry Moore, der es

als Fehler ansieht, wenn ein Bildhauer

häufig über seine Objekte spricht […]

So tritt auch Gregor Hoffmann, seit

1984 als freischaffender Künstler tätig,

hinter seine Werke zurück. Wichtig

ist ihm stattdessen, den Menschen in

seiner Würde und Verletzbarkeit zu belassen,

um etwas von der tieferen Existenz

der Kreatur sicht- und greifbar zu

machen. Weshalb er bei Ausstellungen

Formen „nachgezeichnet“ wurde. Dass

die Werke dabei oftmals eine herbe

Schönheit ausstrahlen, die Gesichtszüge

durchaus auch eckig und kantig sein

können, ist sicher nicht nur ein künstlerischer

Wesenszug, sondern auch ein

Spiegel der Gegend und der Menschen,

die Gregor Hoffmann umgeben.


G e m e i n d e A m e l

Eibertingen

Vera Theiss

Mineral- und Acrylbilder

Ihre Werke sind kaum zu übersehen!

In der Tat hat sich Vera

Theiss aus Eibertingen seit längerem

auf großformatige Bilder spezialisiert.

Vorrangig ausgerichtet ist ihre

Tätigkeit auf Mineral- und Acrylbilder,

in die viele verschiedene Materialien

einfließen können.

Die Ursprünge gehen zurück auf die Einrichtung

ihres Hauses in Eibertingen, wo

ihr die passenden Bilder zur Gestaltung

der Wände fehlten. So hat sie sich halt

selbst an die Arbeit gemacht! Bei ihren

ersten künstlerischen Gehversuchen

setzte sie auf die Begleitung des Malmedyer

Malers Roby Hoffmann, doch stellte

sie bald fest, dass die kleinen Aquarelle

Bei Mineralbildern verwendet

Vera Theiss vor

allem

Naturmaterialien

wie Stein, Stand, Holz, Blütenstaub

oder auch Tee. Hinzu kommen diverse

Pasten, durch deren schichtweises Auftragen

mal feinere, mal kräftigere Reliefs

entstehen. Zudem ergibt sich die

Ausrichtung des Bildes meist erst im

Verlauf der „Fertigung“. Auch versteht

sich die Künstlerin als Vertreterin der

Minimal Art, eine amerikanische Kunstrichtung,

die Form und Farbe auf die

einfachsten Elemente reduziert.

Die Werke von Vera Theiss sind niemals fertige Einrichtungsobjekte,

orientieren sich stets an bestehenden räumlichen Vorgaben, wie

Fläche, Platz, Hintergrund, Material, Farbe und Form.

Zur

fand

Kunst

Vera

T h e i s s ,

g e l e r n t e

S p o r t l e h -

rerin, in

erster Linie

„aus Eigennutz“.

nicht so ihr Ding waren. Sie bevorzugte

nun mal größere Formate, um ihre Kreativität

voll ausleben zu können.

Auch sind die Werke von Vera Theiss

niemals fertige Einrichtungsobjekte,

sondern orientieren sich stets an bestehenden

räumlichen Vorgaben, so Fläche,

Platz, Hintergrund, Material, Farbe

und Form der Inneneinrichtung. Ihre

persönliche Ausrichtung tendiert eher

zu Erdtönen, aber mit durchaus möglicher

kräftiger Akzentuierung. Grundsätzlich

fertigt Vera Theiss bevorzugt

„auf Bestellung“, heißt: die Anordnung

des Raumes, der Farben oder der Möbel

sind erste Quelle ihrer Inspiration.

Vera Theiss will durch ihre Bilder einem

Raum ein neues Ambiente, eine eigene

Atmosphäre geben. Kurzum: Der Raum

soll anders, soll neu „atmen“.

Vera Theiss

Eibertingen 12

4770 Amel

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 34 11 22

11


G e m e i n d e B ü l l i n g e n

Büllingen

Jacques Thannen

Druckgrafik & Holzschnitt

SJedes Blatt ein Unikat! So die

künstlerische Philosophie von

Jacques Thannen aus Büllingen,

der in erster Linie an der Handpresse

arbeitet. Hier entstehen, nach zahlreichen

Einzelschritten und Vorarbeiten,

seine mehrfarbigen Grafiken.

Jahrzehntelange Erfahrung beweist der

Die Drucke von Jacques Thannen, meist abstrahierte, jedoch noch

erkennbare Frauengestalten, zeichnen sich aus durch ihre innere

Spannung, die den Betrachter unmittelbar berührt.

Jacques Thannen

Malmedyer Str. 49

4760 Büllingen

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 64 30 47

oder jaquesleon.

thannen@belgacom.

net

Absolvent der Académie des Beaux-Arts

Verviers in der meisterlichen Beherrschung

der komplizierten Technik des

Linol- und Holzschnitts. Beim Holzschnitt

„zeichnet“ der Künstler quasi

„mit dem Messer“ seine Motive auf die

Druckplatten. Alle Teile, die beim Drucken

nicht sichtbar sein sollen, werden

weggeschnitten. Auf die verbleibenden

Flächen wird die Druckpaste aufgetragen

und unter der Presse an das Papier

abgegeben.

Wobei seine Motive vielfach um meist

abstrahierte, jedoch noch erkennbare

Frauengestalten drehen.

Überaus variantenreich setzt Jacques

Thannen die Farben ein, die in ihrer

sanften Abstufung durchaus der Beruhigung

dienen, jedoch mittels kräftiger

Akzente ein Bild durchaus auch „befeuern“

können. Es ist letztlich

die Kombination von

bildnerischer Kraft und

kompositorischer

Klarheit,

die den Drucken und Schnitten

ihr ureigenes Gepräge geben.

12

Die Drucke von Jacques Thannen zeichnen

sich aus durch ihre innere Spannung,

die den Betrachter unmittelbar

berührt und bewegt, gegebenenfalls

auch irritiert. Der langjährige Pädagoge

setzt in seinen Werken vielfach

auf die Zähmung gegensätzlicher Bildelemente,

die im Ergebnis zu großer

Lebhaftigkeit und Harmonie führt.


G e m e i n d e B ü l l i n g e n

Rocherath

Horst Schulz-Schwieder

Malerei

Lange Jahre war die Malerei für

Horst Schulz-Schwieder lediglich

Nebensache, für die er nur selten

die gewünschte Zeit aufbringen konnte.

Seine hauptberufliche Tätigkeit als

Werbefachmann mit eigener Agentur

(u.a. für Beschriftungen) nahm den

Absolventen der Hochschule für Gestaltung

in Offenbach und

der Kunsthochschule in

Köln derart in Anspruch,

dass er Pinsel und Spachtel

leider zu selten zur Hand nehmen

konnte. Erst Mitte der neunziger Jahre

widmete er sich wieder seiner ersten

Leidenschaft - es entstanden vor allem

Aquarelle, gleichfalls aufwendige Glasbilder

mit erstaunlicher Tiefenwirkung.

Nicht zuletzt kleine, aus Alu gegossene

Skulpturen ließen sein vielschichtiges

Talent erkennen.

Bei Horst Schulz-Schwieder sticht vor allem eines ins Auge: Seine

Werke zeugen von ausgewiesenem perspektivischen Sehen und einer

hervorragenden Beobachtungsgabe.

Seit seiner Umsiedlung nach Ostbelgien,

wo er im Jahre 2000 in Rocherath

eine neue Heimat fand, hat Horst

Schulz-Schwieder endgültig die Muße

gefunden, um die Staffelei auszupacken,

auf der durchweg Landschaften

und Stillleben entstehen. Einmal abgesehen

von Porträts verschließt sich

der Künstler übrigens keinem Genre.

Hierbei sticht vor allem eines ins Auge:

Seine Werke zeugen von ausgewiesenem

perspektivischen Sehen. Für die

hervorragende Beobachtungsgabe von

Horst Schulz-Schwieder spricht zudem

die farbige Umsetzung der Natur in seinen

Bildern, ganz gleich ob nun Aquarell,

Öl oder Spachteltechnik.

Horst Schulz-

Schwieder

Rocherath 81

4760 Büllingen

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 64 21 50

Eine Plattform für seine künstlerische

Tätigkeit findet Horst Schulz-Schwieder

in jüngerer Zeit in der Kreativa in Amel,

wo er Kindern, Anfängern und Fortgeschrittenen

in ihrer Annäherung an

Aquarelle und Zeichnungen wertvolle

Hilfestellung leistet.

13


G e m e i n d e B ü l l i n g e n

Wirtzfeld

Jean-Pierre Bredo

Mosaik/Bodenteppich & Skulpturen

Es ist ein Spiel der Farben, das die

Kunst von Jean-Pierre Bredo seit

einigen Jahren prägt. Seine Farben

sind belgisch - schwarz, gelb, rot.

Eine Besessenheit, wie er selbst eingesteht.

Angefangen hat alles mit einem

weißen Putzlappen, mit drei dünnen

Die Kunst von Jean-Pierre Bredo wird seit einigen Jahren von den

belgischen Farben geprägt - schwarz, gelb, rot. Eine philosophische

Besessenheit, wie er selbst eingesteht.

Jean-Pierre Bredo

Wirtzfeld 17

4760 Büllingen

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 64 71 88

oder

Tel. 0473 71 22 07

14

Streifen in den Landesfarben. Vor diesem

Hintergrund drängte sich bei ihm

die Frage auf: Was bedeutet Heimat

für uns? Weshalb seine künstlerische

Tätigkeit seither, heißt: seit 1999, um

das Spiel mit den belgischen Farben

oder vielleicht treffender: mit der belgischen

Identität dreht.

Und das kann konkret wie folgt aussehen:

An einer Wand hängen zusammengenähte

Putzlappen mit Streifen in

den drei Landesfarben - als Symbol für

den Zusammenhalt Belgiens. Für den

Künstler gibt es weder bei der Umsetzung

seiner Ideen noch bei der Wahl

der Materialien (neben Naturstoffen

durchaus auch Alltagsgegenstände)

irgendwelche Eingrenzungen. Sofern

nicht gerade bei einer Ausstellung,

haben die Kunstobjekte ihren Platz in

Jean-Pierre Bredos Anwesen in Wirzfeld,

wo der Staveloter seit einigen

Jahren sein Atelier betreibt. Und hier

ist spürbar, dass jede Arbeit seine ganz

eigene Message entwickeln soll.

Der Absolvent der Acacémie Royale

des Beaux-Arts in Brüssel, der mehrere

Auszeichnungen gewinnen konnte, legt

seine künstlerische Tätigkeit überaus

vielschichtig aus, wie u.a. auch diverse

Mosaike respektive Bodenteppiche

zeigen. Und

immer wieder schlägt

sein Credo durch, das da

lautet: „Gibt es ein schwarz-gelb-rotes

Lebensgefühl? Gar eine Belgitude?“

Oder anders: „Drei Farben für eine Utopie?!“


G e m e i n d e B ü l l i n g e n

Wirtzfeld

Mechtild Brück

Malerei

Na, dann… Mahlzeit! Ja, wer

eine Ausstellung von Mechtild

Brück besucht, darf getrost gesunden

Appetit mitbringen. Immerhin

„verarbeitet“ die Künstlerin aktuell

vielfach kulinarische Motive, bei denen

das Auge mit isst. Jedoch ist das

Schaffen der Absolventin diverser angesehener

Schulen und

Akademien in Belgien

deutlich weiter gesteckt,

wie ein Blick in ihr Atelier

im heimischen Wirtzfeld zeigt.

Mechtild Brück erkannte bereits in jungen

Jahren ihr Faible und vor allem ihr

Talent für die Malerei, wobei sie ihr

Wirken niemals an einem bestimmtem

Stil, an einer bestimmten Technik festmachte.

Zeichnungen in Kohle, Pastell

oder Aquarell unterstreichen ihre Vielfalt

wie ihre Fertigkeit und stehen

zugleich als beredte Beispiele für das

offene Wesen der Künstlerin selbst, die

gerne auf frische Farben setzt.

Ins Auge springen bei Mechtild Brück die filigranen Linien, die ihren

Werken ein ungewohnt nerviges Gewebe geben, auf dem Farben

und Formen förmlich „sprießen“.

Reizvoll ist zweifellos ihre Exkursion in

den Obstgarten. Jedes Blatt ist einer

einzigen Frucht vorbehalten, doch lassen

sich die Motive durchaus auch zu

zwei, drei oder vier gruppieren. Ansprechend

nicht zuletzt die Serien, die etwa

das markante Aufblühen einer Amaryllis

künstlerisch „dokumentieren“. Modernes,

zeitgemäßes Stillleben, das einfach

Appetit auf mehr macht. Und stets

steht die gewählte Technik, das ausgesuchte

Material im Dienste der Kommunikation,

was für eine reiche Erfahrung

ebenso wie für einen beständigen Reifeprozess

spricht. Ins Auge springen

nicht zuletzt die filigranen Linien, die

ihren Werken ein ungewohnt nerviges

Gewebe geben, auf dem Farben und

Formen förmlich „sprießen“. Das wirkt

irgendwie alles natürlich leicht, angetrieben

von einer selbstverständlichen

Motorik.

Mechtild Brück

Wirtzfeld 98

4760 Büllingen

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 86 39 32

oder

0474 32 98 28

oder mechtild.

brueck@skynet.be

15


G e m e i n d e B u r g - R e u l a n d

Alster

Familie Rütten-Merkel

In Alster, auf einem vorbildlich renovierten alten Bauernhof, leben

Heimgard Merkel, Lea Merkel und Bodo Rütten ihre kreative und

künstlerische Philosophie.

Heimgard Merkel &

Bodo Rütten

Lea Merkel

Alster 12

4790 Burg-Reuland

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 32 93 48

Malerei, Illustration & Handweberei

Zu einem Kleinod der Kreativität

ist in den vergangenen Jahren

der vorbildlich renovierte alte

Bauernhof der Familie Rütten-Merkel

in Alster avanciert. In einem außergewöhnlich

idyllischen Umfeld gehen

Heimgard Merkel, Lea Merkel und Bodo

Rütten nicht nur ihrer künstlerischen

respektive kunsthandwerklichen Tätigkeit

nach, nein, sie leben ihre kreative

Philosophie regelrecht.

Heimgard Merkel, vormals als Kunsterzieherin

aktiv, betreibt seit Anfang der

achtziger Jahre erfolgreich Handweberei.

Das Besondere: Bei ihren exquisiten,

hochwertigen Produkten stammt

teils alles aus einer Hand - vom „Rohstoff“

über den eigenen Entwurf bis zum

Endprodukt. Die eigenen Schafe decken

einen Teil ihres Bedarfes an Wolle, die

sie selber spinnt, alsdann

mit Pflanzenfarbe

färbt und anschließend

auf einem ihrer alten

Webstühle in Alster webt. Damit das

fertige Produkt, vielfach Jacken, Schals,

Decken…, jedoch nicht den Kostenrahmen

sprengt, muss Heimgard Merkel

auch regelmäßig Wolle zukaufen.

16


Entwickelt hat Bodo Rütten, als Autodidakt,

seine Fertigkeit aus der Miniaturmalerei,

die er bei mehreren Reisen

durch Indien in den siebziger Jahren

kennen und schätzen lernte. Der Realismus

in seinen Arbeiten zeigt dabei

fast nie ausschließlich Sachlichkeit,

sondern vermittelt dem Entdecker atmosphärisches

Feeling, das von fast

heimeliger Wärme über hintergründigen

Humor bis zu fantastischer Überhöhung

oder Illustration einer noch nicht geschriebenen

Geschichte variiert. Seine

Bildinhalte befassen sich in den letzten

Jahren überwiegend mit der Alltagskultur

und der vom Menschen geprägten

Landschaft. Bodo Rütten agiert dabei

als Chronist seines eigenen Lebensumfeldes

und seiner Sicht auf die Welt. In

Alster selbst ist übrigens nur eine begrenzte

Auswahl seiner Werke zu sehen,

der Großteil findet sich bei Ausstellungen

und in seinem Atelier im Kunstund

Kulturzentrum in Monschau.

Komplettiert wird das Künstler-Triumvirat

durch Tochter Lea Merkel, in Aachen geboren,

in Ostbelgien aufgewachsen und

an der „Academie Beeldende Kunsten“

in Maastricht erfolgreiche Absolventin

in visueller Kommunikation, Grafikdesign

und Fotografie. Die selbstständige Illustratorin

mit Atelier im KuK in Monschau

entwickelt einerseits eigene Kreationen

(bevorzugt Kunstpostkarten oder Lesezeichen,

häufig mit Engeln, Hexen und

Burgen), fertigt andererseits Illustrationen

„auf Bestellung“ für Publikationen

(etwa Storybords für Werbefilme). Zudem

arbeitet sie gerne in Aquarell und Öl, mal

Landschaften, mal Kinderbilder.

17


G e m e i n d e B u r g - R e u l a n d

Espeler

Ingrid Hock-Gennen

Malerei

Harmonie in Spachteltechnik…

Dergestalt zweifellos der erste

Eindruck des Betrachters vor

einem Werk von Ingrid Hock-Gennen

aus Espeler. In der Tat ist es diese ungetrübte

farbliche Frische, die aus ihren

Bildern unmittelbar in die Seele durchstößt.

Helle Farben, die jedoch niemals

Mit ihrer ausgefeilten Spachteltechnik kreiert Ingrid Hock-Gennen

vor allem Momentaufnahmen, hinter denen, zumindest am Rande,

ein Stück Seele der Künstlerin hervorlugt.

Ingrid Hock-Gennen

Espeler 3

4790 Burg-Reuland

Besichtigung

dienstags nach

Absprache unter

Tel. 080 32 92 19

18

knallig, schrill oder gar aufdringlich

wirken, sondern vor allem eines verströmen:

Optimismus. Hinter diese

farbliche Harmonie tritt die Künstlerin

bewusst zurück, sie drängt es nicht ins

grelle Rampenlicht. Im Gegenteil: Sie

lässt ihre Bilder für sich sprechen.

Kurse bei Pierre Doome, André Paquet

und vor allem während zehn Jahren

bei Roby Hoffmann haben eine Künstlerin

heranreifen lassen, die seit Mitte

der neunziger Jahre u.a. auch bei der

sommerlichen Werkschau der EVBK, der

Europäischen Vereinigung Bildender

Künstler aus Eifel und Ardennen, in der

alten Abtei Prüm mit ihren kontrast-

und facettenreichen Farbkompositionen

ein breites Publikum anspricht.

Ein buntes, bewegtes Spiel, das die

vormalige Pädagogin seit ihrer Kindheit

fasziniert.

Der Kommunikation zwischen Künstlerin

und Betrachter förderlich ist zweifellos

die Tatsache, dass Ingrid Hock-

Gennen ihre Werke unbetitelt lässt.

Mit ihrer ausgefeilten Spachteltechnik

kreiert sie vor allem Momentaufnahmen,

ganz gleich ob nun Landschaftsmotiv

oder Alltagsszene, ganz gleich

ob figürliche Darstellung

oder abstrakte Empfindung.

Und hinter allem

lugt, zumindest am Rande,

ein Stück Seele der Künstlerin hervor.

Wobei überrascht, wie viel Energie,

Dynamik und sogar Leidenschaft eine

ansonsten als sehr ruhig bekannte Person

in ihre Bilder „packen“ kann. Alles

getragen von der kommunikativen

Kraft der Farben.


Skulpturen & Objekte in Ton und Glas

ier ist Kunst reine Familiensache!

Hanna Jeurgens und Jan

van de Werff, Mutter und Sohn,

beide Autodidakten, unterhalten in

Lengeler, am künftigen Radwanderweg,

ein so genanntes „3D Kunstatelier“,

das nach umfassenden Renovierungsarbeiten

einem breiteren Publikum zugänglich

gemacht wird.

Vor ihrer vollständigen

Zuwendung zu Kunst

und Kunsthandwerk war

Hanna Jeurgens als Modelehrerin tätig.

Nunmehr hat sie sich ganz der Arbeit

mit Ton und Glas verschrieben, wobei

sie gemeinsam mit Jan van de Werff

etliche ihrer Arbeitstechniken selbst

entwickelt hat, so etwa spezielle Gießformen.

Und auch bei der Zusammenstellung

des Tons selbst probieren sie

G e m e i n d e B u r g - R e u l a n d

Lengeler

Hanna Jeurgens & Jan Van de Werff

immer neue Kombinationen

aus.

Ihre Techniken sind

vielfältig,

reichen

vom afrikanischen Sägemehlbrand

bis hin

zu modernen Vorgehensweisen.

Genannt

Hanna Jeurgens hat sich ganz der Arbeit mit Ton und Glas verschrieben,

wobei sie gemeinsam mit ihrem Sohn Jan van de Werff

etliche ihrer Arbeitstechniken selbst entwickelt.

sei etwa Pitt-Fire, wo in eine Mulde

im Sand die Keramik umgekehrt hinein

gelegt wird, beschichtet mit Holz,

wodurch die Asche reizvolle Farbkonturen

ergibt. Oder die Raku-Technik,

bei der Objekte im elektrischen Ofen

vorgebrannt werden, dann mit tausend

Grad in den Gasofen kommen, ehe es

in den Sägemehltopf geht. Die Folge:

Durch den Kälteschock entstehen dekorative

Risse. Zum kunsthandwerklichen

Spektrum gehören u.a. auch Arbeiten

in Pappmaché (etwa Tierfiguren oder

Masken).

Nicht weniger packend als ihre kunsthandwerklichen

Ideen und Fähigkeiten

ist ihre ansteckende Lebensfreude,

wenn sie über ihre Liebe zum Ton erzählt.

Eine Begeisterung, die ganz

einfach Lust macht, sich selbst einmal

in der Ton- und Glasfertigung zu versuchen.

Hanna Jeurgens &

Jan van de Werff

Lengeler 6

4790 Burg-Reuland

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 42 04 26

oder

Tel. 0478 53 17 87

19


G e m e i n d e B u r g - R e u l a n d

Maldingen

Nadine Adams

Malerei

Wie die Feder oft den Schreiber

diktiert, so verraten mir

die Stifte meine persönlichen

Empfindungen in Formen, Farben und

Figuren.“ So Nadine Adams bei einer

Ausstellung Mitte der achtziger Jahre in

Kerpen. Jene Zeit, als ihre Zeichnungen

im Literaturmagazin „Krautgarten“ ein

angetanes, aufgeschlossenes Publikum

fanden. Als „meditatives Malen“

umreißt die Künstlerin aus Maldingen

heute ihre von intensiver Farbgebung

geprägten Werke. In ihren gefühlsbetonten

Motiven fordert sie den Betrachter

auf, unvoreingenommen in die

Erlebniswelt ihrer Formen und Farben

einzutauchen. Auch ein Grund, weshalb

sie einen Großteil ihrer Exponate unbetitelt

lässt.

Portion Zynismus haben hier durchaus

Platz.

In den Bildern von Nadine Adams bleibt Platz für individuelle Deutungen,

geleitet von der Poesie, vom Optimismus oder vom Witz in

ihren vielschichtigen Motiven.

Nadine Adams

Maldingen 4

4790 Burg-Reuland

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 51 70 39

oder

Tel. 0474 24 46 86

Ihre Arbeiten geben dem Betrachter

die Möglichkeit, Formen nachzugehen,

Strukturen aufzuspüren, Linien nachzuzeichnen

oder ganz einfach eigene

Empfindungen zu „testen“. Malerei ist

aus dem Blickwinkel von Nadine Adams

eine starke Verknüpfung

von Natur, Geist und

Seele und vor diesem

Hintergrund eine bildnerische

Auseinandersetzung mit der

menschlichen Existenz und der damit

verbundenen Freuden und Leiden.

Kurzum: Spiegel der Zeit.

20

Grundsätzlich bleibt Platz für individuelle

Deutungen, geleitet von Poesie,

Optimismus oder Witz in ihren vielschichtigen

Motiven. Dabei gaukeln

ihre mal abstrakten, mal figurativen

Bilder und Zeichnungen keineswegs

nur heile Welt vor. Ihre Stimmungen

(„meine Bilder entstehen aus dem

Bauch heraus“) können auch unter die

Haut gehen. Disharmonie oder gar eine


G e m e i n d e B u r g - R e u l a n d

Steffeshausen

Erika Dupont-Hansen

Malerei

Auf ein farb- und sinnenfrohes

Feuerwerk darf sich der

Besucher im einladenden

Rahmen der hauseigenen Galerie von

Erika Dupont-Hansen im malerischen

Steffeshausen freuen. Und die Motive

wechseln in schöner Regelmäßigkeit,

immerhin ist die Künstlerin als überaus

kreativ und rege

bekannt und geschätzt.

Langeweile hat bei ihr

keine Chance, einzig die

Technik in Öl (wahlweise mit Pinsel

oder Spachtel) steht für Kontinuität.

Selbst wenn sie jüngst schon mal auf

Materialien wie Sand und Lehm zurückgriff,

um mit plastischer Konturierung

die Sinne des Betrachters anzuregen.

Die gelernte Pädagogin mit dem Fachgebiet

Romanische Sprachen hat bereits

früh ihre Liebe zur Malerei entdeckt,

dennoch verging einige Zeit, bis

sie ihre schlummernden Talente vollständig

schürfen konnte. Übrigens autodidaktisch!

Seit Mitte der neunziger

Jahre ließ Erika Dupont-Hansen dann

verstärkt aufhorchen - und zwar nicht

Stets atmen die Werke von Erika Dupont-Hansen Direktheit, die

zwar mitunter durch Emotionalität oder Melancholie überlagert

scheint, aber punktgenau den Nerv trifft.

allein in Ostbelgien, wie Auszeichnungen

und Kritiken bei Ausstellungen

in Belgien, Luxemburg und Deutschland

unterstreichen.

Stets atmen ihre Bilder Direktheit, die

zwar mitunter durch Emotionalität oder

Melancholie überlagert scheint, aber

dennoch punktgenau den Nerv des Betrachters

trifft. Ihr Spiel mit farblichen

wie thematischen Kontrasten, mit Licht

und Dunkel, mit Nähe und Tiefe kreiert

nicht selten Provokation, die durch die

fotografische Präzision der Umsetzung

noch geschärft wird. Letztlich schafft

Erika Dupont-Hansen aber immer wieder

den gewagten Spagat zwischen

ungestümer Kraft und zerbrechlicher

Sensibilität. Und macht vor allem neugierig.

Erika Dupont-

Hansen

Steffeshausen 13 j

4790 Burg-Reuland

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 42 02 12

oder

ferdi.dupont@

skynet.be

21


G e m e i n d e B u r g - R e u l a n d

Steffeshausen

Jean Leveque

Wachskerzenskulpturen

Er war seit jeher von Wachskerzen

fasziniert… Und so sammelte

Jean Leveque bereits früh zu

Hause alle verfügbaren Kerzenstumpen,

die er wiederum einschmolz und

zu neuen Kerzen verarbeitete. Wobei

er als Docht ausrangierte Schnürsenkel

nutzte. Ein Hobby, aus dem im Laufe

von knapp vierzig Jahren ein Kunsthandwerk

eigener Prägung wurde. Der

Autodidakt steckte seine Nase in Fachliteratur,

fragte Chemikern ein Loch in

den Bauch und entwickelte nach und

nach seine eigenen „Rezepte“ zur Kreation

handgefertigter Kerzen.

Jedoch sollten es bald nicht nur einfache

Schmuckkerzen sein, weshalb

Jean Leveque seine Kreationen zusätzlich

skulptierte. Ein recht aufwendiger

Prozess, der Fantasie, Ideenreichtum

und Fingerfertigkeit voraussetzte.

So fertigte er, ausgehend von seinen

Skulpturen, filigrane Formen aus

Metall, die er alsdann mit flüssigem

Wachs ausgoss. Es folgten zusätzliche

Gravuren und Verzierungen sowie nicht

zuletzt diverse dekorative Elemente,

etwa mit Blattgold.

Bei Jean Leveque erhält, dank Gravuren und Verzierungen, jede

Kerze ihr eigenes „Gesicht“, wird vom schlichten Gebrauchs- zum

attraktiven Kunstgegenstand erhoben.

Jean Leveque

Steffeshausen 21

4790 Burg-Reuland

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 51 06 55

oder

Tel. 0494 44 93 87

oder

artisanbougies

@yahou.fr

Bis es Jean Leveque jedoch zu einer

solchen Kunstfertigkeit brachte, investierte

er ungemein viel

Zeit und Energie, siedelte

zwischendurch gar

nach Frankreich um, wo

er Mitte der achtziger Jahre eine offizielle

Anerkennung als „Maître Cirier“

erhielt. Ein Titel, dem er seither durch

ständig neue Kreationen gerecht wurde

- immer gemäß seiner selbst entwickelten

Technik, die er auch in seiner neuen

Heimat, im südlichsten Zipfel Ostbelgiens,

in Steffeshausen, beständig

verfeinert.

22


G e m e i n d e B ü t g e n b a c h

Bütgenbach

Barbara Heinen-Müller

Malerei

Seit Kindertagen begleitet sie die

Malerei. Ein Hobby, dass Barbara

Heinen-Müller aus Bütgenbach

im Laufe der Jahrzehnte zu einer

dauerhaften Freizeitbeschäftigung

entwickelte. Und zwar anfangs mit

durchaus wechselnden Techniken und

Materialien. Waren es unter Anleitung

von Horst Kreusch Ende

der neunziger Jahre bevorzugt

Aquarellstifte,

die sie zur Hand nahm,

so versuchte sie sich später in Kursen

mit Roby Hoffmann auch in Acryl. Und

hatte damit ihren künstlerischen Weg

gefunden… Vorrangiges Ausdrucksmittel

ist heute Acryl, wobei Barbara

Heinen-Müller überwiegend in Spachteltechnik

„arbeitet“.

Ihre Motivvielfalt ist beachtlich, reicht

von Blumen und Pflanzen über „moments

musicaux“ bis hin zu mitunter

etwas düsteren Begegnungen. Eines

ist allen Genres gemeinsam: Die Werke

atmen Tiefe und sprechen unmittelbar

an, selbst wenn sie mitunter Spielraum

zur individuellen Interpretation lassen.

Barbara Müller-Heinen gehörte, neben

einigen Gemeinschaftsausstellungen,

zur Reihe der Bütgenbacher

Kunst-Botschafter“, die die jüngsten

Werkschauen von Künstlern aus Monschau

und Bütgenbach gestalteten.

Vorrangiges Ausdrucksmittel für Barbara Heinen-Müller ist Acryl,

wobei sie überwiegend in Spachteltechnik „arbeitet“, im Dienste

einer beachtlichen Motivvielfalt.

Viel beachtete Ausstellungen, die als

menschliche Brücke unter guten Nachbarn

längst ihren festen Platz in der

grenzübergreifenden

Kulturagenda

haben. Und hier ließ Barbara Heinen-

Müller u.a. durch ihre expressionistisch

angehauchten Exponate aufhorchen.

Ein Stil, der angesichts der Qualität der

Darstellung auch ihren weiteren künstlerischen

Weg eng begleiten respektive

bestimmen könnte.

Barbara Heinen-

Müller

Zur Hütte 1

4750 Bütgenbach

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 44 55 86

oder

Tel. 0474 72 37 15

23


BÜTGENBACH

BÜLLINGEN

Lüttich

Verviers

Bernister

Malmedy

Bévercé

Burnonville Chôdes

Mont

Xhoffraix

Longfaye

Ovifat

Robertville

Walk

Sourbrodt

Outre-Warche

Faymonville

Schoppen

Möderscheid

Hepscheid

Büllingen

Mürringen

Hünningen

Honsfeld

Heppenbach

Valender

Mirfeld

Eibertingen

Amel

Iveldingen

Montenau

Deidenberg

Holzheim

Lanzerath

Ondenval

Thirimont

Géromont

Arimont

Hédômont

Bellevaux

Lamonriville

Ligneuville

Pont

Nidrum

Elsenborn

Bütgenbach

Weywertz

Bruyères Champange

Gueuzaine

Libômont

Waimes

Wirtzfeld

Rocherath

Berg

Merlscheid

E42

A27

Lac de

Robertville

Stausee

Bütgenbach

0 10 km

13

14

15

3

1

4

6

7

5

24


ST.VITH

AMEL

BURG-REULAND

Prüm

Trier

Emmels

Hinderhausen

Neundorf

St.Vith

Crombach

Maspelt

Auel

Thommen

Braunlauf

Aldringen

Wallerode

Dürler

Lascheid

Malscheid

Bracht

Steffeshausen

Stubach

Schönberg

Espeler

Grüfflingen

Lengeler

Weweler

Burg Reuland

Oudler

Neidingen

Lommersweiler

Steinebrück

Galhausen

Maldingen

Weisten

Wereth

Born

Meyerode

Medell

Herresbach

Eimerscheid

Medendorf

Manderfeld

Weckerath

Krewinkel

Berterath

Heuem

Schlierbach

Setz

Rötgen

Ouren

Hünningen

Amelscheid

Atzerath

Recht

Wiesenbach

Mackenbach

Rodt

Alster

E421

E42

E42

A60

A27

12

16

11

10

2

19

17

9 8

18

Gemeinde Bütgenbach

Bütgenbach

Elsenborn

Leykaul

Gemeinde St.Vith

Crombach

Heuem

Hünningen

Neidingen

Recht

Rodt

St.Vith

Wiesenbach

16

17

18

19

20

21

13

14

15

Gemeinde Amel

Amel

Born

Eibertingen

Gemeinde Büllingen

Büllingen

Mürringen

Rocherath

Wirtzfeld

Gemeinde Burg-Reuland

Alster

Espeler

Lengler

Maldingen

Steffeshausen

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

22

23

20

21

22

23

25


G e m e i n d e B ü t g e n b a c h

Elsenborn

Barthel Henn

Malerei

Er ist in der Eifeler Kunstszene

seit über fünfzig Jahren ein geschätzter

Name: Barthel Henn aus

Elsenborn kam bereits früh zur Malerei,

nicht zuletzt angezogen von den stimmungsvollen

Vennlandschaften „vor

seiner Haustür“. Motive, die ihn längst

weit über seine Heimat hinaus bekannt

Bei seinen Vennlandschaften setzt Barthel Henn auf atmosphärische

Wahrnehmung durch den Betrachter, der vor einem Bild in

eine bestimmte Stimmung eintauchen kann.

Barthel Henn

Gartenstraße 23

4750 Bütgenbach/

Elsenborn

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 44 40 75

gemacht haben (wie nicht zuletzt die

lange Liste seiner Ausstellungen unterstreicht,

auch im Ausland).

Bei seinen Landschaften setzt der Autodidakt

vorrangig auf atmosphärische

Wahrnehmung durch den Betrachter,

der mit Blick auf das Bild in eine bestimmte

Stimmung eintauchen kann.

Vor diesem emotionalen Hintergrund

bietet sich das Hohe Venn in all seinen

Facetten bestens als „Plattform“

an. Eine Landschaft im steten Wechsel

zwischen bedrohlicher Rauheit und

farblicher Anmut. Gerade Frühjahr und

Herbst, die Zeit des Werdens und Vergehens,

liefern unzählige Motive für einen

Künstler, der den Charakter seiner

Lieblingslandschaft intuitiv erfasst und

sich in all den Jahren den ganz spezifischen

Blick auf die Nuancen der Natur

„ermalt“ hat, so etwa verhangene

Nebel vor dunklen Tannen, erster Frost

vor kahlen Laubbäumen oder durchsichtig

schimmerndes

Sonnenlicht auf Frühlingstau.

Stimmungen,

die er stets live vor Ort

einfängt, weshalb er sehr oft Richtung

Venn unterwegs ist.

Auch seine Stillleben, Blumenmotive

und Tiere, besonders Pferde, zeigen die

tiefe Verwurzelung von Barthel Henn,

vormals im Hauptberuf Eisenbahner,

in und mit seinem Umland, seiner

Nordeifeler Heimat. Anfangs Pinsel und

Ölfarbe zugetan, hat Barthel Henn in

der Zwischenzeit zur Spachteltechnik

gewechselt, lediglich Details, wie etwa

feine Äste, arbeitet er mit dem Pinsel.

26


G e m e i n d e B ü t g e n b a c h

Elsenborn

Hubert Noel

Korbflechten

Es waren regelmäßige Museumsbesuche,

die bei Hubert Noel aus

Elsenborn das Interesse an einem

traditionsreichen Kunsthandwerk geweckt

haben. Stets hat er die Fingerfertigkeit

unserer Vorfahren bestaunt,

etwa beim Korbflechten. Vormals eine

berufliche Vollzeitbeschäftigung, ist

dieses Handwerk aber

im Laufe der Jahrzehnte

infolge der Mechanisierung

in Vergessenheit

geraten. Was für Hubert Noel eine zusätzliche

Herausforderung darstellte,

denn eine Einarbeitung im üblichen

Sinne gab und gibt es nicht.

Der Kunsthandwerker verarbeitet bei

seinen Produkten vorrangig eigene

Weiden, die er im Advent „erntet“, also

in jener Jahreszeit, da die Weiden all

ihre Blätter verloren haben. Sofern der

„Rohstoff“ zu trocken ist, muss er gewässert

werden. Weshalb Hubert Noel

der im Grunde „ausgestorbenen“ Tätigkeit

des Korbflechtens mit Weiden

bevorzugt im Winter nachgeht. Flechten

mit Stroh ist dagegen ganzjährig

möglich. Und auch hier setzt der Handwerker

auf einen Anbau, vorrangig

Roggen, da dieses Stroh eine längere

Haltbarkeit aufweist. Grundsätzlich ist

es so, dass der Korbflechter sein feines

Gespür für das Material und seine Einsatzmöglichkeiten

entwickeln muss.

Hubert Noel gibt seine selbst erworbenen Kenntnisse im Korbflechten

gerne weiter, will so ein in Vergessenheit geratenes Handwerk

in die nächste Generation hinüber „retten“.

Seine ersten Gehversuche in dem neuen

Hobby gehen auf Mitte der achtziger

Jahre zurück, als er im Kreativen

Atelier in Neundorf die ersten Kniffe

erlernte. Heute gibt Hubert Noel seine

Kenntnisse gerne weiter, auf Anfrage

bietet er Kurse für Gruppen bis zu vier

Personen vor Ort in Elsenborn an (mit

Schwerpunkt Körbe und Blumenübertöpfe).

In dieser Initiative sieht er die

Chance, der nachrückenden Generation

sein Wissen um ein traditionelles Eifeler

Handwerk weiterzugeben.

Hubert Noel

Unter den Linden 4

4750 Bütgenbach/

Elsenborn

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 44 53 83

27


G e m e i n d e B ü t g e n b a c h

Elsenborn

Ewald Thönnes

Holzschnitzerei

Vom Werkstoff Holz fühlte sich

Ewald Thönnes in Elsenborn

schon früh angezogen. Die

künstlerischen Möglichkeiten, aus

scheinbar wertlosen Holzgebilden ein

kunsthandwerklich attraktives Objekt

zu gestalten, entdeckte er vor allem

bei seinen zahlreichen Spaziergängen

bedarf es noch künstlerischen Talents

und handwerklichen Geschicks, um

den natürlichen „Rohstoff“ in eine

Kunstform umzuwandeln. Erst wenn

Ewald Thönnes einige Zeit gezielt mit

Stecheisen, Hohlbeitel und Klüpfel zu

Werke gegangen ist, hat das vormals

unscheinbare Holz förmlich ein neues

Gesicht, eine neue Form erhalten.

Ewald Thönnes hat im Laufe der Zeit ein Gespür entwickelt, ob

respektive inwieweit hinter einem noch so knorrigen Ast- und Wurzelwerk

ein potenzielles Kunstwerk stehen kann.

Ewald Thönnes

Trierer Straße 56

4750 Bütgenbach/

Elsenborn

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 44 67 19

Seine

Kunstfertigkeit

handwerkliche

investiert

Ewald Thönnes zudem

in den Krippenbau, wobei auch

hier vielfach Wurzeln das „Fundament“

bilden. Nicht zuletzt erweist er sich in

der fachkundigen Restaurierung alter

Möbel als Könner seines Fachs.

durch Wald und Flur. Weshalb er es

nicht bei der Wahrnehmung „auf den

ersten Blick“ belässt, sondern hinter

jedem noch so knorrigen Ast- und

Wurzelwerk stets auch das potenzielle

Kunstwerk sieht.

28

Voraussetzung sind ein feines Gespür

und eine schier ungebremste Fantasie,

um in einem abgebrochenen Ast

oder einer ausgebrochenen Wurzel ein

Tier oder eine Pflanze zu „erahnen“.

Allerdings reicht der Blick „hinter das

Gebilde“ allein nicht aus, zusätzlich


G e m e i n d e B ü t g e n b a c h

Elsenborn

Albert Schäfer

Ornament- und Figurenschnitzerei

Seine Liebe galt und gilt der Musik…

Was auch einen sichtbaren

Niederschlag findet in vielen

Motiven, die Albert Schäfer aus Elsenborn

in Holz „umsetzt“. Dabei war Holz

im Grunde sein erster Rohstoff, doch

nach der Ausbildung zum Bau- und Möbelschreiner

wandte sich Albert Schäfer

der Musik zu, ehe er

nach dem Studium u.a.

der Querflöte, wieder

zur Holzverarbeitung zurückkehrte

- diesmal als Absolvent an

verschiedenen Kunstakademien, wo er

sich vorrangig der Ornament- und Figurenschnitzerei

verschrieb.

Dabei kann der Kunsthandwerker sich

nicht auf eine Stilrichtung fixieren, sondern

seine Tätigkeit sehr breit auslegen,

ausgehend von Louis XIV. bis XVI. mit

all den regionalen Nuancen, die den

Reiz der Schnitzerei über die Jahrhunderte

ausgemacht haben. Einen puren

Stil gibt es nicht, hat Albert Schäfer in

seiner Ausbildung und Tätigkeit erfahren

(u.a. auch bei einem Meisterschnitzer).

Es sind die geografisch wie chronologisch

ausgerichteten Übergänge zwischen den

Genres, die die Arbeit prägen.

Nachdem Albert Schäfer in einem Privatbetrieb

(mit den Schwerpunkten

Denkmalschutz und Restaurierung),

später im Unterrichtswesen tätig war,

stieß er durch Zufall auf ein Musikgeschäft

in Aachen, das auf die Instandsetzung

von Instrumenten spezialisiert

In der Ornament- und Figurenschnitzerei kann sich Albert Schäfer

nicht auf einen Stil fixieren, richtet seine Arbeit an geografischen

wie chronologischen Übergängen aus.

war (Streich- wie Blasinstrumente).

Was den Elsenborner motivierte, sich

im Geigenbau weiterbilden zu lassen,

vorrangig in Reparatur und Lackierung.

Aktuell arbeitet er für das Fachgeschäft

„Musique Fraipont“ mit Werkstatt in

Eupen. Daneben ist er „im privaten

Auftrag“ aktiv, fertigt Tür-, Kassetten-

oder Deckenfüllungen, Truhen, Notenständer,

Spiegel- oder Bilderrahmen,

Statuen, Wand- und Standuhren, Kruzifixe,

Reliefs, Leuchter, Ohrringe, Zierrosetten,

Profilkränze, Haarschmuck oder

Krippen(figuren). Am liebsten setzt er

dabei eigene Ideen und Skizzen um.

Albert Schäfer

Im Kulei 50

4750 Bütgenbach/

Elsenborn

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 44 68 20

(Infos nach 18 Uhr

oder am Wochenende)

29


G e m e i n d e B ü t g e n b a c h

Elsenborn

Alexander Van Elst

Holzschnitzerei

Seine künstlerische Wiege steht in

Bayern, wohin es Alexander Van

Elst im Alter von elf Jahren bei

der Vertreibung aus dem heimatlichen

Oberschlesien verschlug und wo seine

Begabung einem Pfarrer auffiel (für

den der junge Hobbykünstler eine orientalische

Krippe aus Karton gefertigt

Alexander Van Elst machte seine ersten kunsthandwerklichen Gehversuche

in der Herrgottsschnitzerei, wo er es mit Klüpfel, Stecheisen

und Hohlbeitel zu hoher Fertigkeit brachte.

Alexander Van Elst

Buchenweg 16

4750 Bütgenbach/

Elsenborn

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 44 71 93

30

hatte). Weshalb,

so der Wunsch

des

Seelsorgers

an die Adresse

des Vaters, „der

Junge unbedingt

Herrgottsschnitzer

werden und

nach Oberammergau gehen“ sollte.

Gesagt, getan! Nach erfolgreicher Aufnahmeprüfung

und einem vierjährigen

S t u d i u m

folgte ab

Anfang der

f ü n f z ige r

Jahre eine

zehnjährige

Tätigkeit

in einer

Werkstatt

in dem bek

a n n t e n

oberbayrischen Passionsspielort, ehe

sich der Kunsthandwerker selbstständig

machte. Nebenher arbeitete

Alexander Van Elst

als Bühnenbildner für

die Theater in München

und Augsburg.

Nach dem Ruhestand zog es Alexander

Van Elst weg aus den Bergen… nach

Ostbelgien, wo er sich im Jahre 2000 mit

seiner früheren Schülerin und heutigen

Lebensgefährtin Maria Sels (gebürtig aus

Flandern) in Elsenborn niederließ. Eine

Option, die vorrangig durch die ruhige

Lage und das deutschsprachige Umfeld

motiviert wurde.

Aus gesundheitlichen Gründen musste

er zwar in der Zwischenzeit Klüpfel,

Stecheisen und Hohlbeitel öfters als gewünscht

aus der Hand legen, doch zeigt

Alexander Van Elst weiter gerne seine

Werke in der hauseigenen Werkstatt oder

steht interessierten Besuchern respektive

Hobbykünstlern für Fragen und Ratschläge

bereit. Auch gibt es bei ihm frei

Haus wertvolle Tipps und Tricks bei der

Holzarbeitung.


G e m e i n d e B ü t g e n b a c h

Leykaul

Prof. Dr. Johannes Wickert

Malerei

Nach dem Studium der freien

Malerei an den Hochschulen in

Stuttgart, Nürnberg und Florenz

ist Prof. Dr. Johannes Wickert aktuell als

Dozent an der Universität zu Köln tätig.

Doch nimmt er sich daneben ausreichend

Zeit, in seinem „Haus Campanula“

in Leykaul seiner ersten Leidenschaft,

dem Malen, zu frönen.

Malerisch sucht er dabei,

was im Menschen ist und

wessen er bedarf. Seine

Technik, ausschließlich Öl, eignet sich,

durch ständiges Korrigieren einen prägnanten

Ausdruck zu erzielen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt bei der

Kirchenmalerei. Seine vielfach europaweit

ausgestellten Werke sind nicht selten

Spiegel des Leids, er selbst schlüpft

in die Haut von Menschen, die vom Los

gezeichnet in die Orientierungslosigkeit

abzudriften drohen. Vor diesem Hintergrund

setzt er sich in seinen Bildern

nicht selten auch mit der religiösen Dimension

des Menschseins auseinander.

Die Kunst kann, so seine Erfahrung, den

biblischen Texten ein

neues, eigenes Gesicht

geben, vor allem

zeitgemäßer.

Und dann wären da

noch die Füße, die

in der Kunst von Johannes

Wickert eine

In seinen Bildern setzt sich Johannes Wickert oft mit der religiösen

Dimension des Menschseins auseinander, versucht den biblischen

Texten ein zeitgemäßeres Gesicht zu geben.

auffällige Rolle spielen. Quasi wie ein

digitaler Fußabdruck, durch den der

Künstler in die Psyche der gezeichneten

Personen vorstößt. Füße quasi als

Spiegel einer Geisteshaltung… Ein Aspekt,

der - im Gegensatz etwa zur Bedeutung

der Hände - bis dato in der

Kunst unterentwickelt sei, so Johannes

Wickert. Nachdem er bereits vor Jahren

in Ostbelgien seine Wahlheimat gefunden

hat, wünscht Johannes Wickert,

den regionalen Kulturraum, frei von

Grenzen, durch seine Arbeiten bereichern

zu können.

Prof. Dr. Johannes

Wickert

Haus Campanula

Rurstraße 15

4750 Bütgenbach/

Leykaul

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 44 88 02

31


G e m e i n d e S t . V i t h

Crombach

Margret Hilgers

Malerei

Ihre Bilder lassen sich nicht in

die gängigen Schubladen packen,

die so gerne geöffnet werden,

um gegebenenfalls Unsicherheit zu

kaschieren. Nein, Margret Hilgers aus

Crombach hat in den vergangenen Jahren

diverse Entwicklungen durchlaufen,

wobei die Autodidaktin stets darauf

Die Werke von Margret Hilgers entstehen mit ganz persönlichen

Hintergedanken, doch steht es dem Betrachter frei, seine eigene

Interpretation zu suchen und zu finden.

Margret Hilgers

Crombach 13a

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 61 56

oder

hilgersmargret@

hotmail.com

32

achtet, selbst die Richtung vorzugeben.

Eine Philosophie, die bereits ihren

Niederschlag in den Formaten findet.

Auf großflächiger Leinwand ebenso wie

auf extrem minimalem Untergrund von

nur wenigen Quadratzentimetern.

Es ist eine beachtliche Schaffenskraft,

die die Künstlerin seit Ende der neunziger

Jahre an den Tag gelegt und die

ihren verdienten Niederschlag in zahlreichen

überregionalen Einzelausstellungen

gefunden hat. Leiten lässt sie

sich in ihren Motiven gerne von ihren

Beobachtungen, in deren Fokus der

Mensch und die Natur stehen. Margret

Hilgers verarbeitet ihren Alltag, lässt

dabei Hand und Kopf freie Bahn. So

wie andere Menschen etwas erzählen,

dabei Freude, Bedrängnis oder gar Wut

zum Ausdruck bringen, so schafft sie

es, Gefühle zu malen, den Emotionen

Form und Farbe zu geben. Bevorzugt in

Aquarell und Acryl, nicht selten auch in

einer Kombi aus Acryl und Pastell. Mal

figurativ, mal abstrakt, aber stets mit

dem Ziel, eine Geschichte zu erzählen.

Ihre Bilder entstehen mit ganz persönlichen

Hintergedanken, doch steht es

dem Betrachter frei, seine eigene Interpretation

zu suchen

und zu finden. Gerade

ihr stimmiges Spiel mit

zwischenmenschlichen

Nuancen verleiht den Werken von

Margret Hilgers die Tiefe, die letztlich

die Auseinandersetzung mit der Kunst,

mit dem Objekt, mit dem Motiv anfeuert.


G e m e i n d e S t . V i t h

Heuem

Irene Kohnen

Malerei

Individuell, sensibel… Adjektive,

die sicher am schlüssigsten

die Kunst von Irene Kohnen aus

Heuem charakterisieren. Ihre Werke

spiegeln vorrangig das wider, was sie

in und an der Welt berührt. Und gerade

deshalb berührt ihre Kunst so ungemein,

getragen von ihrer Philosophie:

„Der Sinn meiner Bilder

sind die Bilder.“ Also

Selbstzweck im positiven

Sinne des Wortes.

Die Absolventin der Académie des

Beaux-Arts in Verviers zeigt in ihren

Werken Alltäglichkeit, Dynamik und

Motorik, die aber weit hinaus reicht

über Banalität und Zweckmäßigkeit.

Zwischen der Rolle der Betrachteten

und der Betrachterin siedelt sie

ihre Kunst an - „irgendwo dazwischen

handle ich, male ich“.

Bei Irene Kohnen findet das Publikum

Bei Irene Kohnen sind Bilder vor allem Begegnungen, Erlebnisse.

Was geschieht, ist „ihre“ Sache - ehe sie es auch zur Sache des

Betrachters macht.

die Erkundung der Malerei mit figurativem

Anklang. Erstaunt ist der Betrachter

stets aufs Neue über das verblüffende

Universum dieser ungemein

fantasievollen Bildererzählerin, der es

auf packende Art und Weise gelingt,

Bewegung zu schildern und einzufangen.

Mit Worten aus Farbe!

Bilder sind zudem Begegnungen, Erlebnisse.

Was geschieht, ist „ihre“ Sache -

ehe sie es auch zur Sache des Betrachters

macht. Und das mit einer Kraft, die

unmittelbar berührt, anspricht. Wer sich

auf Irene Kohnen und ihre Werke einlässt,

wird es nicht bereuen, muss aber

auch sich selbst einbringen. Visuelle

Wahrnehmung wird hier zur zwischenmenschlichen

Kommunikation. Indem

Irene Kohnen mittels ihrer Kunst die

Empfindsamkeit für die tieferen Schichten

des Wesens weckt, überwindet sie

Stillstand, Starre, Fesseln. Leben wird

möglich in ungehemmter Fülle.

Irene Kohnen

Heuem 27

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 76 62

33


G e m e i n d e S t . V i t h

Hünningen

Helmut Hahn

Malerei &

Naturinstallationen

s seien „hüpfende Bilder“,

schrieb ein Kritiker

über Helmut Hahns erste

expressive Bilder. Seine Motive

waren die Dörfer und Landschaften

der Eifel, gesehen

wie durch gebogenes Plexiglas:

Weil die Bilder von Helmut Hahn irgendwie von innen heraus leuchten,

atmen sie Lebensfreude, Optimismus, Dynamik. Auch erschließen

sie die Natur und die Sinne.

Helmut Hahn

Hünningen 15

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 68 20

34

Verzerrt, krumm neigen die Häuser

ihre Dachfirste zueinander. Es entsteht

unweigerlich Intimität, Wärme - als

sei nur ein »krummes« Dasein ein ehrliches

Dasein. Manche Gebäude bücken

sich in Bescheidenheit, andere scheinen

sich zu brüsten. Als stünde hinter

jedem Giebel ein Mensch mit Bewegungen.

Als lebe das Dorf hinter seinen

Häuserfronten. Und weil diese Bilder

irgendwie von innen heraus leuchten,

atmen sie Lebensfreude, Optimismus,

Dynamik.

Helmut Hahn, Autodidakt, bricht aus

seinem Alltag als Angestellter aus, als

sei die Vermittlung der Natur über das

künstlerische Gestalten seine Berufung.

So fährt er mit seinem Rad über

die Dörfer, sammelt Eindrücke. Natur

und Sinne erschließen - dergestalt

Helmut Hahns Antriebsfeder. Bei seiner

künstlerischen Tätigkeit wechselt

er spontan, intuitiv von Bleistift zu

Pinsel und zurück. Graphit auf Papier,

Acryl auf Leinwand - seine Technik

ordnet Helmut Hahn dem Motiv, der

Aussage, der Perspektive unter. Es ist

wie vormals der Unterschied zwischen

Schwarzweiß- und Farb-Fotografie. Jedes

Genre hatte seinen Zweck, seinen

Reiz, seinen Wert.

Daneben hilft der Künstler

aus Hünningen bei

St.Vith Naturflächen

pflegen und schützen,

plant und baut mit Kindern und Lehrern

an Schulen Abenteuerspielplätze,

mit Zonen zur kreativen Betätigung,

mit Arealen zur gelebten Naturerfahrung.

Fußend auf dem Konzept der Holunderschule.

„Hier haben die Kinder

ihre Welt in der Hand und unter den

Füßen“, lautet eine seiner wichtigsten

Erfahrungen. Genau wie der Künstler

selbst, der sein Atelier in der umgebauten

Scheune seines Anwesens eingerichtet

hat, mit Steinboden, Lehmwänden

und Holzdecke. Greifbare Natur

als Sinneserfahrung und Inspiration.


G e m e i n d e S t . V i t h

Hünningen

Marianne & Erich Mertes

Krippenbau & Enkaustik

Ja, haben wir denn schon Weihnachten?!

Im Kalender zwar noch

nicht, im Haus Nr. 106 in Hünningen

aber durchaus. Erich Mertes widmet

sich seit Ende der neunziger Jahre

dem Krippenbau. Da darf es nicht wundern,

dass die Quelle der kunsthandwerklichen

Inspiration in Hergersberg

lag, in der Krippana, der

größten Kirchenkrippenausstellung

Europas (wo

Erich Mertes heute auch

dem Verband der Krippenfreunde Belgiens

angehört).

Seine ersten Gehversuche in der Schnitzerei

machte Erich Mertes im Kreativen

Atelier in Neundorf in einem Kurs mit

Bildhauer Gregor Hoffmann aus Meyerode/Crombach,

ergänzte später seine

Zum Krippenbau kam Erich Mertes über Schnitzarbeiten an der heiligen

Familie. Marianne Mertes hat sich der Enkaustik verschrieben,

der der „Rohstoff“ Wachs zugrunde liegt.

Fähigkeiten bei Albert Schäfer in Elsenborn.

Auslöser seines Hobbys waren

Schnitzarbeiten an der heiligen Familie,

über die er buchstäblich den Weg zur

Krippe fand. Heute ist seine „architektonische“

Ausrichtung recht weitläufig,

reicht von der orientalischen Bauweise

über alpenländische Konstruktionen

Marianne & Erich

Mertes

Hünningen 106

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 77 04

mit filigranen Balkonen und Erkern bis

zum urigen Bauernhaus aus der Eifel

mit aufwendigen Steinmauern und sauber

gestriegeltem Strohdach. Vorgaben

für den Krippenbau sind, neben handwerklichem

Geschick, vor allem Ideenreichtum

und Harmonie.

35


Schwerpunktmäßig der Enkaustik hat

sich Marianne Mertes verschrieben,

eine Maltechnik, bei der in Wachs gebundene

Farbpigmente heiß auf den

Maluntergrund aufgetragen werden.

Die Technik hat eine deutlich längere

Tradition als die der Ölmalerei. Sie

erlebte ihre Blütezeit in der Kunst der

griechisch-römischen Antike. Während

heute elektrisch geheizte Maleisen

verwendet werden, wurden im Altertum

entweder kalte Farben mit heißen

Spachteln, den über glühenden

Kohlenbecken erhitzten „cauteria“,

aufgetragen und anschließend durch

Hobbymalerin Marianne Mertes (die

sich zuerst Blumen, Stillleben und

Landschaften in Öl verschrieben hatte)

ist in einem Internetforum auf Enkaustik

als künstlerisches Ausdrucksmittel

gestoßen, hat alsdann Kurse in Aachen

und Helmond besucht. Enkaustik gilt

als entspannendes und meditatives Malerlebnis,

dessen Grundtechniken sich

in wenigen Stunden erlernen lassen.

Hitzeeinstrahlung (durch glühendes Eisen)

eingebrannt oder heißflüssig auf

Stein, Holz oder Elfenbein aufgebracht.

Wachsbilder überdauern die Zeiten…

Zeugnisse etwa aus dem alten Ägypten

(so genannte Mumienporträts) sind bis

heute erstaunlich gut erhalten geblieben.

36


G e m e i n d e S t . V i t h

Neidingen

Bernard Schlabertz

Korbflechten

Früh übt sich… Und so schaute

Bernd Schlabertz bereits in

jungen Jahren seinem Vater in

Neidingen immer mal wieder über die

Schulter, so dass ihm das Korbflechten

bald zur heimlichen Leidenschaft wurde.

Nur hatte er wegen seines Berufs

als Holzrücker über Jahre hinweg kaum

Zeit, seinem Hobby wie

gewünscht

nachzugehen.

sie ausreichend geschmeidig bleiben. Im

Winter, nunmehr drinnen, wechselt er

das Material, sattelt auf Stroh um.

Während die geflochtenen Produkte in

früheren Jahrzehnten ausschließlich Gebrauchsgegenstände

waren, dienen sie

heute vielfach der Dekoration. Aus wahlweise

Stroh oder Weiden finden sich u.a.

Während die geflochtenen Produkte früher ausschließlich Gebrauchsgegenstände

waren, dienen die Objekte von Bernard Schlabertz

heute vielfach der Dekoration.

Erst infolge eines Arbeitsunfalls, der ihn

Mitte der achtziger Jahre für einige Monate

zur Muße zwang, hat Bernard Schlabertz

seine Liebe zum Korbflechten quasi

neu entdeckt. Eine „Renaissance“, die

nicht ganz einfach fiel. Er musste erst die

alten Körbe seines Vaters vom Dachboden

holen, um sich die Technik nochmals

genau vor Augen zu führen. Aber nur

wenig später hatte er den Dreh wieder

raus! Bei Bernard Schlabertz bestimmt

die Jahreszeit den Arbeitsplatz… Von

Frühjahr bis Herbst arbeitet er draußen,

mit Weiden, die er zuerst wässert, damit

Brot- oder Ostkörbe, ferner Körbe als „Fundament“

für Trockengestecke, Einkaufskörbe

oder Kinderwiegen. Reizvoll sind bei

der Verwendung von Weiden als Rohstoff

die verschiedenen Typen oder auch der

hellere Farbton, wenn die Weiden vorab

geschält werden. Gern gesehener Gast ist

der Korbflechter bei folkloristischen Veranstaltungen,

wo er einerseits für seine

althergebrachte Kunst wirbt, andererseits

mit seinen Ardenner Pferden die Facetten

des traditionellen Holzrückens vor Augen

führt. Nicht zuletzt macht der rüstige

Neidinger gerne den „Taxifahrer“ - mit

seinem Planwagen, der bis zu achtzehn

Personen Platz bietet.

Bernard Schlabertz

Neidingen 51

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter Tel.

080 22 85 88

37


G e m e i n d e S t . V i t h

Recht

Pierre Doome

Malerei, Zeichnung & Installationen

Pierre Doomes Arbeiten sind eine

Reduktion auf das Wesentliche,

seine Arbeiten sind schlicht und

bescheiden wie der Künstler selbst und

deshalb so anspruchsvoll in ihrer Anspruchslosigkeit.

Im wahrsten Sinne

des Wortes, denn es ist die Anspruchslosigkeit

dessen, der Ansprüche fast

Die Arbeiten von Pierre Doome, von seiner Liebe zur Natur geprägt,

sind schlicht und bescheiden wie der Künstler selbst und deshalb so

anspruchsvoll in ihrer Anspruchslosigkeit.

ausschließlich an sich selbst stellt,

auch wenn er es sich anders erlauben

könnte.« So Minister Bernd Gentges im

Sommer 2002 bei der Zuerkennung des

Kaiser-Lothar-Preises der Stadt Prüm

im Rahmen der 45. EVBK-Ausstellung

an den ostbelgischen Künstler.

Nur: Was ist seine Kunst? Zitieren wir

da am treffendsten Claudia Gäbler aus

ihrem Buch „Flucht“: „Die Objektbilder

und Installationen Pierre Doomes zeigen

deutlich die Handschrift eines

Menschen, für den - nicht zuletzt auf

Grund seiner eigenen Biografie - die

Flucht und die damit verbundenen

wechselnden Zustände von Identitätssuche,

Angst, Unter- und Einordnung,

Selbstaufgabe, aber auch das Sich-Aufrichten

und Aufbegehren Themen sind,

die sein Leben ständig begleiten...«

Pierre Doome, Jahrgang 1940, gilt als

Künstler, in dessen Arbeiten die Naturverbundenheit

im Vordergrund steht.

Liebe zur Natur prägt sein Leben, sein

Handeln, sein Suchen. Der vielschichtig

tätige Mitarbeiter des Theaters „Agora“

(seit 1983 punktuell „spiritus rector“

für Bühnenbilder, Kostüme, Plakate

oder Illustrationen) schuf in vielen Installationen

mit Fundstücken aus Holz

oder Steinen ein Werk, das Geist und

Gemüt anspricht.

Pierre Doome

Am Weinberg 1

4780 St.Vith/Recht

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 57 01 17

38

Daneben ist aber auch weiterhin Platz

für seine filigranen Zeichnungen und

Skizzen, die von der zielgerichteten,

sicheren Führung der Hand geprägt

sind. Mit wenigen Strichen macht er

den weiblichen Körper, die fesselnden

Geheimnisse, die offenliegenden

Schönheiten sicht- und spürbar. Und

doch weiß er,

aus gelebter

Erfahrung, dass

„jeder das Recht

hat, Kunst auf

seine Art zu interpretieren“.


G e m e i n d e S t . V i t h

Rodt

Suzy Kaschten-Kirsch

Malerei

Talent, Ehrgeiz und Fleiß - so

drei wesentliche Qualitäten der

künstlerischen Tätigkeit von Suzy

Kaschten-Kirsch aus Rodt, die innerhalb

von zehn Jahren auf eine bedeutende

Entwicklung zurückblicken kann.

Anfangs war es die Öl- und Aquarellmalerei,

doch mit der Zeit fühlte sie sich

Seit einiger Zeit geht Suzy Kaschten-Kirsch konsequent den Weg

zum Abstrakten, in bunten, frischen, hellen und harmonischen

Farbkombinationen.

eher zur Spachtel/Acryltechnik hingezogen.

Von Bäumen in buntem Herbstlaub

über verträumte Küstenregionen bis hin

zum düster-drohenden Gewitterhimmel

lässt sie kaum eine Stimmung aus - in

früheren Jahren durchweg figurativ gehalten,

in frischen Farben und klaren

Linien.

Doch scheute Suzy Kaschten-Kirsch

keineswegs neue Herausforderungen,

Wege, Formen. Einerseits ist der Blick

der Autodidaktin auf die Landschaften

zwischenzeitlich abstrakter geworden,

andererseits wandte sie sich zwischendurch

auch verstärkt Menschen zu. Es

ist grundsätzlich der tiefsinnige Blick

auf das Leben mit all seinen Komponenten,

der in den Werken so unmittelbar

anspricht. Gesichter, Szenen werden

mittels Spachtel mit packendem

Innenleben erfüllt. Sie ist ein durch

und durch positiver Mensch, nicht zuletzt

spürbar in ihren aktuellen Werken,

bei denen sie konsequent den Weg zum

Abstrakten geht. In bunten, frischen,

hellen und harmonischen Farbkombinationen.

Übrigens betreibt Suzy Kaschten-Kirsch

ihre eigene kleine Galerie zu Hause, in

Rodt, im Flur, wo sie bereits manchen

Kunstliebhaber begrüßen und durch ihre

aktuelle Sammlung begleiten konnte.

Und wer nach einem Jahr wiederkommt,

kann in eine völlig neue Welt eintauchen.

Inspiriert von den wechselnden

Szenen des Lebens… oder vielleicht

treffender: des richtigen Lebens.

Suzy Kaschten-

Kirsch

Rodt 124

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 70 24

oder

Tel. 0476 40 92 01

39


Malerei

er eine Ausstellung von Lydia

Heinen-Lentz betritt, muss

angesichts der vielfältigen

Motive, Formen und Techniken nicht

unmittelbar zu dem Schluss gelangen,

dass all die hier gezeigten Werke von

ein und derselben Person stammen

könnten. Und doch! Denn Bilder der

Lydia Heinen-Lentz lebt ihre Leidenschaft für das spontane Spiel

der Farben und Formen. Stets spricht aus den Bildern Licht, Freude,

Dynamik, kurzum: Optimismus.

Lydia Heinen-Lentz

Augustinerinnenweg 1

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 96 28

oder

Tel. 0478 39 66 16

G e m e i n d e S t . V i t h

St.Vith

Lydia Heinen-Lentz

St.Vither Künstlerin führen, selbst

aus einer einzigen Schaffensperiode,

ein ungemein spannendes Eigenleben.

Zeichnungen, Pastell, Aquarell, Öl und

in den letzten Jahren vorwiegend Acryl

- die gelernte Kunsterzieherin spart

kaum eine Technik aus. Alles stets

im Dienste der Frische, Lebendigkeit,

Spontaneität, getragen von zwar mitunter

eigenwilligen, aber dennoch

harmonischen Farbmischungen, verlaufenen

Konturen oder scheinbar wahllos

verstreuten Spritzern.

farben und Sand. Stets spricht aus den

Bildern Licht, Freude, Farbe, Dynamik,

kurzum: Optimismus. Und wenn die

Nuancierung zwischendurch mal von

dem Abstrakten.

Dur nach Moll schwenkt,

bleibt die Melancholie

gedämpft, weicht das

Figurative

zunehmend

Zwar musste Lydia Heinen-Lentz zwischendurch

den Zeichenstift schon mal

ruhen lassen, da ihr keine Zeit blieb

oder der Kopf nicht danach stand. Seit

dem Jahre 2000 jedoch zeugen eine

Vielzahl von Ausstellungen eindrucksvoll

davon, dass sie ihrer Leidenschaft

für das spontane Spiel der Farben und

Formen wieder verstärkt Raum in ihrem

Leben geben konnte und wollte.

40

Papier oder Leinwand, Skizze oder

Großformat, Momentaufnahmen oder

Köpfe - die Bilder von Lydia Heinen-

Lentz wirken stets wie in Farbe geronnene

Stimmungen, atmosphärisch

dicht, niemals vordergründig. Markante

Charaktere erhalten die Werke nicht

zuletzt durch eine Mischung aus Acryl-


G e m e i n d e S t . V i t h

St.Vith

Peter Klemm

Malerei, Zeichnen & Illustration

Sein Betätigungsfeld ist ungemein

breit gefächert, was für die

künstlerische Offenheit von Peter

Klemm aus St.Vith spricht. Bereits

in den sechziger Jahren schrieb und

illustrierte er sein erstes Kinderbuch

„Zwerg Plinzel“. Weitere Geschichten

und Märchen folgten, die der Autor

zusätzlich mit eigenen

Kompositionen

melodisch

vertonte. Seine

Kinderbücher

zeichnen

sich seit frühester Zeit durch ihre farbig-leuchtenden

Illustrationen und

ihre Mimik aus, was vor allem junge

Leser anspricht.

Die Bildmotive von Peter Klemm sind

mal abstrakt, mal gegenständlich

gehalten. Ferner finden sich in der

Palette Landschaften, Tiere und Märchenfiguren.

Die Techniken reichen von

Aquarell und Acryl über Öl und Pastellkreide

bis hin zu Tempera und Sandmalerei.

In Zusammenarbeit mit einem

Künstler aus Worpswede, einem Künstlerdorf

bei Bremen, entwickelte er die

Mischtechnik Leim-Acryl. Einzelausstellungen

führten Peter Klemm quer

durch Deutschland und Ostbelgien.

An der Volkshochschule Prüm ist er seit

Die Kinderbücher von Peter Klemm zeichnen sich seit frühester Zeit

durch ihre farbig-leuchtenden Illustrationen und ihre Mimik aus,

was vor allem junge Leser anspricht.

1995 als Dozent eingetragen. Überaus

belebend wertet er auch seinen Unterricht

in der „Lebenshilfe“ in Schleiden,

einem Wohnheim für geistig und

körperlich behinderte Mitmenschen

zwischen zwanzig und fünfzig Jahren.

Gerade durch vorgenannte Mischtechnik

wird seinen Erkenntnissen zufolge

die Kreativität der Behinderten enorm

gefördert. Hierbei werden Leim und

Farben auf dickem Papier gemischt und

zu einem Bild komponiert, wobei die

Hilfsmittel Pinsel und Spachtel die Formen

herausarbeiten.

Peter Klemm

Prümer Straße 35

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 99 52

41


G e m e i n d e S t . V i t h

Wiesenbach

Helmuth Breuer

Ton/Keramik, Skizzen/Grafiken &

Installationen

Zwar betreibt er sein Atelier in

der nahen Einsiedelei in Wiesenbach,

doch versteht sich Helmuth

Breuer aus Breitfeld keineswegs

als künstlerischer Eremit. Es dauerte

recht lange, bis sich der Kunsterzieher

wie gewünscht seinem Hobby widmen

Mal figurativ, mal abstrakt, aber stets mit einer philosophischen

Aussage. Dennoch lässt Helmut Breuer dem Betrachter die Freiheit,

seine eigene Botschaft zu suchen… und zu finden.

Helmuth Breuer

Wiesenbach 3

(Einsiedelei)

4780 St.Vith

Besichtigung nach

Absprache unter

Tel. 080 22 79 70

konnte - erst nach seiner Pensionierung,

nachdem er jahrelang an Schulen

und in Ateliers sein Wissen vermittelt

hatte. Seither verwirklicht er mit ungebremster

Dynamik künstlerische Fantasien,

in jüngerer Vergangenheit vorrangig

Skulpturen und Objektbilder in

Ton/Keramik und Gussstahl, nicht selten

in Verbindung mit rostigem Blech.

Die Kombination von Keramik und Eisen

übt seit jeher eine besondere Faszination

auf Helmuth Breuer aus. Eine

materielle Nähe, die im Grunde auf der

Hand liegt, immerhin entstehen beide

Materialien durch das Feuer. Dem Metall

gibt er bei seinen Installationen

gerne eine warme, natürliche Farbe,

weshalb er das Eisen, das Blech mittels

Regen und/oder Säure vorab rosten

lässt. Mal figurativ, mal abstrakt, aber

stets mit einer philosophischen Aussage.

Nur findet diese Aussage bewusst

keinen Niederschlag in einem vorgegebenen

Titel, vielmehr

lässt er dem Betrachter

den Raum, die Freiheit,

in den Skulpturen und

Objekten seine eigene Botschaft zu suchen…

und zu finden.

42

Auch oder gerade im Schatten der historischen

Kapelle in Wiesenbach, in

der vorbildlich renovierten Einsiedelei.

Heute ist der Ort zugleich Atelier (mit

Brennofen) und Galerie. Hier findet

Helmuth Breuer auch Muße, sich seiner

ersten Berufung, dem Zeichnen, zu

widmen, oder Besucher und Schulklassen

zu empfangen.


Kreatives Atelier

Gemeinde Amel

KREATIVA AMEL

(Fingerstyle). Zur Auswahl des Weiteren

Büllinger Straße 227

4770 Amel

Workshops in Brandmalerei, Aquarell

oder Tongestaltung sowie diverse

Überaus breit gefächert ist das Angebot

der Kreativa in Amel. Langeweile Deutsch). Nicht zu vergessen die be-

Sprachwochen (Englisch, Französisch,

hat hier keine Chance. Adressaten sind währten Ferienlager für Kids von sechs

ebenso Erwachsene wie Kinder. Von bis zwölf Jahren, täglich von 9 bis 16

Keilrahmenbildern, Pretex-Gestaltungen,

Seidentüchern, Modeschmuck, Naturerleben, Spielen, Basteln u.a.m.

Uhr mit Kurzweil rund um Abenteuer,

Seidenmalerei, Aquarelltechniken,

Tonverarbei-

In der Kreativa sind es u.a. die Ferienlager für Kids von sechs bis

zwölf Jahren, die sich großer Beliebtheit erfreuen und bei denen

tungen, Brandmalerei Langeweile keine Chance hat.

auf Glas und Glasfusing,

Möbelrestaurierung über Näh-, Mal-,

Koch-, Sprach- und Gitarrenkurse bis

hin zu Standard- und Bollywoodtanz

- hier ist für jeden Geschmack etwas

Passendes dabei.

In den Sommerateliers bietet die Kreativa

zudem eine Stoffwoche (Stoff einfärben,

Sitzsack nähen, Patchwork in

Kombi mit Stempeltechnik oder Medaillon-Quilt)

und einen Gitarrenworkshop

Pretex-Büste (Kursleiterin: Irma Girretz)

Festlich dekorierte Kerzen

(Kursleiterin: Irma Girretz)

Infos/Anmeldungen unter

Tel. 080 34 98 87 oder 080 34 13 03,

per Mail unter

kreativa.amel@ belgacom.net

oder kreativa.amel@skynet.be.

Infos zum aktuellen Programm auch

unter http://www.kreativa-amel.be

43


Kreatives Atelier

Gemeinde Büllingen

KREATIVE WERKSTATT MÜRRINGEN

Zur Lehmkaul 2

4760 Büllingen/Mürringen

Das ganze Jahr über setzt die Werkstatt

in Mürringen nachhaltige kreative

Akzente mit einem Angebot verschiedenster

Techniken für Erwachsene.

Klöppeln, Malen und Patchwork sind

nur einige Beispiele unter vielen. Im

Laufe der Zeit hat es im Programm regelmäßig

Anpassungen, Ergänzungen

und Neuerungen gegeben, die vielfach

dem Zeitgeist entsprachen und

durch die steigende Nachfrage motiviert

wurden. Was die Attraktivität der

„Standards“ jedoch nicht entscheidend

schmälern konnte.

Sommerlager

Zwar hat das Programm der Kreativen Werkstatt beständig Ergänzungen

und Neuerungen erfahren, doch hat das die Attraktivität

der „Standards“ nicht schmälern können.

Gerade im Sommer gibt

es intensive Workshops

über mehrere Tage, so

etwa in Malerei (diverse

Techniken) oder in Graffiti. Hinzu kommen

im Juli und August zahlreiche

Ferienangebote für Kinder, wo an verschiedenen

Standorten in der Nordeifel

(also nicht exklusiv in Mürringen)

gemalt, gebastelt, gespielt und getobt

wird. Kreatives, ungezwungenes und

dennoch begleitetes Gestalten - so die

Philosophie für Kinder ab vier Jahren.

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Infos/Anmeldungen unter

Tel./Fax. 080 64 71 70, per Mail unter

kreative.werkstatt@skynet.be.

Infos zum aktuellen Programm auch

unter

http://welcome.to/kreative.werkstatt

Klöppelgruppe


Kreatives Atelier

Gemeinde St.Vith

KREATIVES ATELIER

ST.VITH/NEUNDORF

Neundorf 30

4780 St.Vith

Mut zu eigenen Ideen! So die Devise

im Atelier Neundorf seit mittlerweile

über 25 Jahren. Eine Philosophie, die

sich vor allem in der bunten Auswahl

der kreativen Initiativen

und Kurse niederschlägt.

Kreativität schon bei

Kindern fördern, Erwachsenen

Mut zur Umsetzung eigener Ideen

machen, dazu dienen zahllose Kurse in

vielen Bereichen, die von Kunst und

Kunsthandwerk über Tanz und Bewegung,

Technik und Heimwerken bis hin

zu Basteln und Naturerlebnis reichen.

Das Atelier bietet ein umfangreiches

Herbst/Winter-Programm für Jung und

Alt, veranstaltet jährlich ein Sommeratelier

mit internationaler Beteiligung

und hält für Schulen und andere Gruppen

besondere Angebote bereit.

Ein ebenso kurzweiliger wie bewährter

Schwerpunkt in der Agenda in Neundorf

ist das internationale Sommeratelier,

alle Jahre wieder im Juli. Für einige

Tage abschalten, den Alltag hinter

sich lassen, schöpferisch werden mit

Geist und Händen und im Kreise von

Freunden, in entspannter Atmosphäre,

die eigene Kreativität entdecken

und fördern. Ein Urlaubserlebnis der

Ein ebenso kurzweiliger wie bewährter Schwerpunkt in der Agenda

des Kreativen Ateliers ist das internationale Sommeratelier. Ein

Urlaubserlebnis der besonderen Art.

besonderen Art, das es

nur bei „Kunst im Dorf“

gibt. Das Sommeratelier

versteht sich als Kreativurlaub

für die ganze

Familie: Kurse für Erwachsene

(Goldschmieden,

Patchwork, Malen,

Bildhauen), Workshops

für Eltern und Kind sowie

Ateliers für Jugendliche

und Kinder (u.a.

Tanzen, Töpfern).

Lehmofenbau

(Sommeratelier)

Bildhauen (Sommeratelier)

Infos/Anmeldungen unter

Tel. 080 22 82 82

Infos zum aktuellen Programm auch

unter

http://www.st.vith.be/kreatives-atelier

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46

Notizen


Impressum

Herausgegeben von der Projektgruppe Leader+ „Wege in die Landschaft“:

• DAHMEN Manfred, LEGROS Claudine, MICHAELIS Andrea (Verkehrsamt der Ostkantone)

• BENKER Stephan, HENKES Helmut, VEITHEN Anne-Marie (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Ostbelgiens)

Recherchen & Redaktion: MEYERS Norbert, MICHAELIS Andrea

Endredaktion: MEYERS Norbert (edition.enigma)

Bildnachweis: alle Fotos: MICHAELIS Andrea, außer: S. 10 Skulpturen: HOFFMANN Gregor , S. 14: BREDO Jean-

Pierre, S. 15 Staffelei: BRÜCK Mechtild, S. 16 Jacke: MERKEL Heimgard , S. 26 Portrait B. Henn: Grenz-Echo, S.

26 Uhr: SCHÄFER Albert, S. 30 Skizze: VAN ELST Alexander, S. 34 Portrait: HAHN Helmut, S. 35 alpenländische

Krippen: MERTES Erich, S. 38 Installation: DOOME Pierre, S. 44 Gruppenbild und Klöpplerin: Kreative Werstatt

Mürringen, S. 45 Kreaties Atelier Neundorf

Titelfoto: Korbflechter NOEL Hubert, Acrylgemälde von ADAMS Nadine (Fotos: MICHAELIS Andrea)

Kartengestaltung, Satz und Layout: Indigo, St.Vith (www.indigo.info)

Druck: Imprimerie Massoz, Angleur

Übersetzung: JOSTEN André (Niederländisch, Französisch)

Copyright: Verkehrsamt der Ostkantone, 2007

LEADER+ „100 Dörfer, 1 Zukunft“

LEADER+ ist ein aus den EU-Strukturfonds finanziertes Förderprogramm, welches innovative Maßnahmen zur

Entwicklung des ländlichen Raumes unterstützt. LEADER+ befasst sich im Süden der Deutschsprachigen Gemeinschaft

Belgiens mit der Inwertsetzung von Produkten aus diesem Gebiet. Konkret werden hier Maßnahmen in

den Bereichen Landwirtschaft, Holzwirtschaft, ländlicher Tourismus und Naturerbe durchgeführt. Die Begleitung

dieses Programms erfolgt über die Lokale Aktionsgruppe „100 Dörfer – 1 Zukunft“, welche sich aus Vertretern

öffentlicher sowie privater Einrichtungen und Vereinigungen zusammensetzt.

Kontakt:

LAG „100 Dörfer - 1 Zukunft“, Hauptstraße 54, B - 4780 St.Vith

Tel.: +32/80/28.00.12, E-Mail: st.vith@wfg.be, Internet: www.leader-plus.be

Quellen:

Grenz-Echo

Kunst-Echo

Dreißig Jahre Kunstsammlung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, GEV

Wikipedia - Die freie Enzyklopedie

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Kunst und Kunsthandwerk

Kunst und Kunsthandwerk - in Ostbelgien

unbestritten ein Spektrum, das

seit einigen Jahrzehnten zunehmend

mehr Menschen fasziniert und motiviert.

Sie alle, Künstler wie Kunsthandwerker,

haben besonders eines erreicht:

Durch die intensive(re) Hinwendung zu

ihrem Hobby, durch den sichtbaren Mut

zur Kreativität haben sie ihrem Talent,

ihrer Tätigkeit eine Bühne geschaffen,

die zum Schauen einlädt. Einige Kunsthandwerker

sowie die Kreativen Ateliers

bieten darüber hinaus die Möglichkeit,

sich selbst kreativ zu betätigen.

Kunst gehört heute auch in unserer

Gegend zum gelebten Alltag, im Kleinen

wie im Großen. Steht zugleich für

das gewachsene Selbstbewusstsein von

Menschen, die im Zuge ständig ausgeweiteter

politischer Autonomie ein

Stück jener kulturellen Identität verkörpern,

die die Stärke des Standortes Ostbelgien

ausmachen. Identität, die aus

den Künstlerateliers nach außen strömt

und drängt.

„Wege in die Landschaft“ verstehen

sich vor diesem Hintergrund als Anstoß

zu interessanten, belebenden Begegnungen,

die - neben der Auseinandersetzung

um Farben und Formen, Strukturen

und Techniken, Inhalte und Botschaften

- auch die Diskussion um das Selbstverständnis

der Eifel(er) im europäischen

Kontext, am Schnittpunkt zweier Kulturkreise

weiter anfeuern kann.

WALLONISCHE REGION

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