name gesucht - Ernst von Bergmann

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name gesucht - Ernst von Bergmann

name gesucht

Das Mitarbeitermagazin des Klinikums Ernst von Bergmann

und der Tochtergesellschaften Dezember 2007 I Ausgabe 01/07

Vision 2011

Auf dem Weg zum Gesundheitspark


2 Vorwort

Einweihung

Am 16.11 ist das Gebäude BB feierlich

eingeweiht worden, am 21.11 der

erste Hubschrauber auf der Landplattform

gelandet und bis heute sind fast

alle Bereiche umgezogen.

Weitere Details, Hintergrundinfos und

viele Fotos finden Sie auf Seite 8.

Strategie 2011

Wie sieht die mittelfristige Strategie

des Klinikums Ernst von Bergmann

aus? Warum braucht ein Klinikum

eine Vision, Mission und ein Leitbild?

Was genau verbirgt sich hinter der

Zentrumsstruktur? Und was hat das

alles mit den ganzen geplanten baulichen

Veränderungen und Umzügen

zu tun?

Erfahren Sie mehr über die Hintergründe

dieser Strategie.

Was ist eigentlich…?

In der Rubrik ‚Was ist eigentlich...’

möchten wir hinter die Kulissen

der verschiedenen Bereiche des

Klinikums schauen und Personen

mit außergewöhnlichen Arbeitsplätzen

oder Aufgaben vorstellen.

In der ersten Folge dreht sich alles

um die Krankenhausapotheke.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

ich freue mich, dass wir Ihnen heute die

erste Ausgabe des Mitarbeitermagazins

präsentieren können.

Seit meinem Start als Geschäftsführer

im Juni 2007 haben sich einige Veränderungen

vollzogen – notwendige Veränderungen,

die sich in neuen Strukturen

und Prozessen aber auch Arbeitsanforderungen

bemerkbar machen und teils

im Transformationsprozess Ihren Ursprung

hatten. Diese Veränderungen

konnten nicht immer durch Mitarbeiter-

Informationsveranstaltungen im Haus

kommuniziert werden. Bisher gab es

keine etablierte Plattform, Informationen

intern weiterzugeben.

In Zeiten des stetigen Wandels, insbesondere

auch hier im Klinikum Ernst von

Bergmann und aller Tochterunternehmen

ist eine interne Identifikation der

Mitarbeiter mit dem Klinikum unabdingbar.

Denn ein solcher Wandel geht nicht

spurlos an uns allen vorbei.

Eine Identifikation mit dem Klinikum

kann sich aber nur auf fruchtbarem Bo-

den entwickeln, wenn alle Mitarbeiter

die Möglichkeit haben, sich mit getroffenen

Entscheidungen auseinander zu

setzen und diese nachvollziehen und

verstehen können.

Die Mitarbeiterzeitung ist ein erster

Schritt in Sachen Transparenz und neuer

Kommunikationskultur am Klinikum

Ernst von Bergmann und dessen Töchtern.

Neben den Mitarbeiter-Informationsveranstaltungen

wollen wir verstärkt

auch das Intranet nutzen, um intern

miteinander zu kommunizieren und

zu informieren. Diesen Weg einer offenen

internen Kommunikationskultur

möchten wir zielstrebig zusammen mit

Ihnen einschlagen und kontinuierlich

ausbauen. Ich hoffe, dass dieses Mitarbeitermagazin

– auch in Zukunft – alle

Mitarbeiter und Familien erreicht und

auf Interesse oder sogar Begeisterung

stößt.

Ganz herzlich bedanke ich mich bei allen

Redaktionsmitgliedern und den freiwilligen

Journalisten und Fotografen,

die geholfen haben, die erste Ausgabe

auf die Beine zu stellen. Weiter so! Ich

wünsche dem Magazin für die Zukunft

alles Gute.

Wie bereits erwähnt stand das abgelaufene

Jahr für Wandel und Veränderungen.

Blicken wir jedoch auf das Geleistete,

so können wir mit Zuversicht auf

das Jahr 2008 blicken – auch wenn weitere

Veränderungen und Anstrengungen

uns alle erwarten. Wir befinden uns

auf dem richtigen Weg, um dem Wandel

im Gesundheitswesen positiv zu begegnen.

Wir werden als Klinikum Ernst

von Bergmann mit samt den Töchtern

gestärkt aus dieser Veränderungsphase

hervorgehen.

Ihr Steffen Grebner

Geschäftsführer


Inhalt

3

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Sie halten gerade die erste Ausgabe der neuen Mitarbeiterzeitung

des Klinikums Ernst von Bergmann und seiner Tochtergesellschaften

in der Hand.

Lesen Sie über Strategien und Neuigkeiten aus der Geschäftsführung,

über aktuelle Themen aus den Abteilungen oder über

sonstige Ereignisse, die die KollegInnen aus den verschiedenen

Bereichen bewegen.

Sollten Sie dabei Neuigkeiten oder Themen vermissen, zögern

Sie nicht und lassen Sie uns Ihre Geschichte wissen. Beteiligen

Sie sich an der nächsten Ausgabe als Ideengeber, Autor oder

Fotograf – jeder Beitrag ist uns willkommen.

Denn: Diese Publikation soll vor allem eines sein: eine Zeitung

von MitarbeiterInnen für MitarbeiterInnen.

Berichten Sie über Ihre Abteilung oder privates Engagement, die

Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen mitteilen möchten. Im Intranet

unter „Allgemeines/Mitarbeitermagazin“ finden Sie die Kontaktdaten

der Redaktion. Wir freuen uns über Ideen, Lob, Kritik

und sonstige Anmerkungen.

Übrigens: Um die Lesefreundlichkeit zu erhöhen werden wir

künftig für Begriffe wie etwa Mitarbeiter nur die männliche

Schreibweise verwenden. Selbstverständlich verstehen wir dies

als Synonym für alle männlichen und weiblichen Personen, die

damit gleichberechtigt angesprochen werden.

Viel Spaß beim Lesen,

Ihr Redaktionsteam

In Bewegung

Titelthema: Strategie 2011 – 4

auf dem Weg zum Gesundheitspark

Das Leben im Zentrum –

Die neue Organisationsform des Klinikums 6

Wohnen nach Wunsch? Erste Einblicke in die

anstehenden Umbaumaßnahmen im Klinikum 7

Medizin & Pflege

Feierliche Schlüsselübergabe

im Funktions- und OP-Zentrum 8

Sicherheit geht vor:

16 % weniger Stichverletzungen 10

Ausgezeichnet! Zwei Zertifikate für die ZSVA 10

Was ist eigentlich ...

name gesucht

Unsere neue Mitarbeiterzeitung braucht einen Namen und

dafür brauchen wir Sie. Denn für Sie, für uns alle, soll diese

Zeitung sein.

Deswegen: Der Titel ist Programm und sollte die Ziele einer solchen

Zeitung unterstreichen und verdeutlichen. Das heißt, die

direkte Ansprache, Information und Diskussion, Wissenswertes,

Nützliches und Amüsantes aus dem Klinikum Ernst von

Bergmann und seinen Tochtergesellschaften. Ihre Anregungen

und Ideen sind gefragt. Schicken Sie uns – allein oder gemeinsam

mit Ihrer Abteilung – Ihre Ideen für einen Namen unserer

gemeinsamen Mitarbeiterzeitung.

Senden Sie Ihre Vorschläge an: dhunsmann@klinikumevb.de

oder per Hauspost an „Redaktion Mitarbeitermagazin“

Den neuen Namen und natürlich auch den oder die Gewinner

stellen wir in der nächsten Ausgabe vor. (hw)

…die Krankenhausapotheke ? 11

Kurz notiert

Ehrung durch den Bundespräsidenten 12

Wir kommen der Grippe zuvor – Impfaktion 12

Lachen ist die beste Medizin! 13

Schüler helfen helfen –

100 Euro für die Roten Nasen 13

Persönlich

Keine bittere Pille –

Betriebliches Eingliederungsmanagement 14

Unsere Jubilare 14

Der Reiz des Laufens 15


4 In Bewegung

Strategie 2011 –

auf dem Weg zum Gesundheitspark

Wie sieht die mittelfristige Strategie

des Klinikums Ernst von Bergmann

aus? Warum braucht ein Klinikum

eine Vision, Mission und ein Leitbild?

Was genau verbirgt sich hinter

der Zentrumsstruktur? Und was hat

das alles mit den ganzen geplanten

baulichen Veränderungen und Umzügen

zu tun?

Der deutsche Krankenhausmarkt befindet

sich in einem großen Umbruch.

Die Krankenhäuser sehen sich großen

Herausforderungen konfrontiert: steigende

Personalkosten aufgrund allgemeiner

Tarifsteigerungen und der Umsetzung

der EU-Arbeitszeitrichtlinie,

steigende Sachkosten aufgrund der

>> Wie ich schon im Rahmen der beiden

Mitarbeiter-Informationsveranstaltungen

betont habe, sehe ich eine hohe Kompetenz

der Mitarbeiter, gerade im medizinischen

und pflegerischen Bereich.


In Bewegung

5

Interview

mit dem Geschäftsführer:

Pressereferentin Damaris Hunsmann

hat sich mit dem Geschäftsführer

Steffen Grebner getroffen und gemeinsam

mit ihm über die Hintergründe

des Wandels, über seine ersten

sechs Monate als Geschäftsführer

und die Zukunft des Klinikums gesprochen.

Frage Damaris Hunsmann:

Ihre ersten 6 Monate als Geschäftsführer

des Klinikums Ernst von Bergmann

haben Sie nun hinter sich. Wie haben

Sie diese erlebt?

Steffen Grebner:

Ich muss sagen, dass ich sehr offen

empfangen worden bin und mich von

Anfang an herzlich willkommen gefühlt

habe. Als sehr positiv empfinde ich,

dass der direkte Weg von den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern gesucht wird

– bei Fragen, Wünschen, Ideen aber

auch Problemen. Meine Tür steht jedem

offen! Auch die Offenheit gegenüber

neuen Ideen erlebe ich seit meiner Ankunft

und freue mich sehr über diese

Einstellung. Mein Wunsch ist es, dass

diese Zusammenarbeit weiterhin so

bleibt.

Was empfinden Sie als größte Stärke

des Klinikums?

Steffen Grebner:

Wie ich schon im Rahmen der beiden

Mitarbeiter-Informationsveranstaltungen

betont habe, sehe ich eine hohe

Kompetenz der Mitarbeiter – gerade im

medizinischen und pflegerischen Bereich,

von der Augenklinik bis zur Zentralen

Sterilgutversorgung. Letztere ist

ja übrigens in diesem Jahr zertifiziert

worden. Es gilt, diesen hohen Standard

beizubehalten und auszubauen.

Als weitere Stärke möchte ich die hohe

Umsetzungsgeschwindigkeit und auch

Umsetzungsbereitschaft nennen, die

im Rahmen des Transformationsprozesses

an den Tag gelegt wird. Am Beispiel

des OP-Managements konnte ich

diese Stärke bereits selbst hautnah miterleben.

Wo hat das Klinikum Ihrer Einschätzung

nach noch größeren Handlungsbedarf?

Steffen Grebner:

Wir müssen unseren Patienten einfach

eine bessere Hotel-Service Qualität

bieten. Insbesondere müssen daher die

Stationen und der Eingangsbereich

aufgewertet werden. In dem Punkt stehen

wir bereits in Verhandlung mit dem

Gesellschafter.

Die Trainings „Patientenorientierte

Kommunikation“ sind ja schon ein erfolgreicher

Schritt in diese Richtung.

Sie werden intern sehr gut angenommen

und daher auch im nächsten Jahr

fortgesetzt. Ihr Ziel: alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter in allen patientennahen

Bereichen zu schulen.

Ein sehr wichtiges Thema wird in Zukunft

die Prozessoptimierung entlang

der Patientenpfade sein – von der Einbestellung

und Aufnahme über die Diagnostik

und Therapie bis hin zu Entlassung.

Da liegt noch Verbesserungspotential,

das wir angehen müssen.

Eine spürbare Verbesserung habe ich

bereits in der Kooperation zwischen

dem Klinikum und dem Gesundheitszentrum

Potsdam sowie dem Seniorenheim

Geschwister-Scholl wahrgenommen.

Allerdings ist auch hier noch Potential

offen, was noch nicht genutzt

wird.

Sie sprechen immer wieder vom Gesundheitspark

Ernst von Bergmann. Ist

dieser noch eine ferne Zukunftsvision –

bis 2011 ist ja noch ein langer Weg –

oder müssen wir uns als Mitarbeiter

jetzt schon auf konkrete Veränderungen

einstellen?

Vom Bezirkskrankenhaus über das

Klinikum zum Gesundheitspark

primär

Prävention

ambulant

stationär

ambulante

REHA

Fortsetzung auf S. 6

Steffen Grebner:

Ein Teil des Gesundheitsparks besteht

doch schon heute. Denken Sie an das

Gesundheitszentrum, das Kurzzeittherapiezentrum,

die teilstationäre und stationäre

Versorgung und das Seniorenheim.

Präventionszentrum

Spezialambulanzen

Sozialdienst

Die Vision:

Vom Bezirkskrankenhaus über das Klinikum hin zum Gesundheitspark

Die Mission:

Der Gesundheitspark bietet an einem Ort:

• moderne, integrierte medizinische Versorgung auf universitärem

Spitzenniveau,

von der Prävention über die ambulante und stationäre Behandlung bis

hin zur Reha und Nachsorge,

• unter Berücksichtigung der individuellen Wertschätzung jedes

einzelnen Patienten.

Dies sichert nachhaltig unsere Profitabilität und damit die Arbeitsplätze!

t

stationäre

REHA

ambulante

Pflege

Senioren

Ambulantes

REHA &

Pflegezentrum


6 In Bewegung

In Projektgruppen werden Themen wie

Prävention und ambulante Reha & Pflege

in den nächsten Monaten erarbeitet.

Wir wollen diese 2008 anbieten, um das

ganzheitliche Angebot des Gesundheitsparks

weiter zu vervollständigen.

Dabei prüfen wir auch immer, ob wir die

notwendigen Leistungen alleine anbieten

können oder mit einem externen

Partner.

Im Jahr 2006 hat das Klinikum Ernst von

Bergmann den Transformationsprozess

initiiert. Ist die Strategie 2011 nun etwas

Neues oder als Teil des Transformationsprozesses

zu betrachten?

Steffen Grebner:

Der Transformationsprozess wird weiter

laufen und kontinuierlich um weitere

Teilbereiche ergänzt, die innerhalb der

Module 1 bis 5 abgearbeitet werden.

Die Strategie definiert dabei den Rahmen,

an dem sich die einzelnen Projekte

orientieren. Die Strategie beschreibt

den Weg zum Ziel – hin zum Gesundheitspark

Ernst von Bergmann. Die zielstrebige

Verfolgung der Vision sichert

nachhaltig unsere Profitabilität und damit

die Arbeitsplätze!

Herr Grebner, herzlichen Dank für das

Gespräch.

Das Leben im Zentrum –

die neue Organisationsform im Klinikum

Zum 1. Oktober 2007 wurde die Bildung

von 9 Zentren beschlossen, um

dem zunehmenden Wettbewerbsdruck

und den Veränderungsprozessen im

Gesundheitswesen entgegen wirken zu

können. Diese neue Organisationsform

im Klinikum soll als langfristige Unternehmensstruktur

etabliert werden.

Mit der Zentrenbildung werden

folgende Ziele verfolgt:

• Zusammenführung und Stärkung der

medizinischen Kompetenz – nach

außen und innen

• Optimierung der Aufbaustruktur /

kurze Entscheidungswege

• Delegation von Verantwortung und

Handlungsspielräumen

• patientenorientierte Optimierung der

Prozessstruktur

• Realisierung von Synergieeffekten

durch gemeinsamen und effizienteren

Ressourceneinsatz, räumliche Nähe

Diese Struktur bietet viele Vorteile. In

den Zentren werden gezielt interdisziplinär

medizinische Kompetenzen gebündelt.

Diese Zusammenarbeit um

den Patienten und für den Patienten

führt dazu, dass sich übergreifend die

Berufs- und Fachgruppen effektiv an

der Behandlung der einzelnen Patienten

beteiligen. Die einzelnen Fachbereiche

durchbrechen ihre Disziplin und betrachten

sich als Ganzes. Wo heute jede

Klinik bzw. Fachrichtung noch für

sich arbeitet, kann es in einem gemeinsamen

Zentrum unter einer Führung zu

hohen Synergien kommen. Diese Neuordnung

minimiert Schnittstellen und

vermindert Reibungsverluste.

Durch die Delegation von Verantwortung

und Handlungsspielräumen organisieren

sich die Zentren mit hoher

Selbständigkeit. Durch die angestrebte

Budgetverantwortung und auch Ergeb-

Zentrum für Chirurgie

• Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie

• Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

• Klinik für Urologie

Zentrum für Frauen- und

Kinderheilkunde

• Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

• Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Zentrum für Hämatologie,

Onkologie und Strahlenheilkunde

• Klinik für Hämatologie und Onkologie

• Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, Brachytherapie

• Klinik für nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie

Herz-Thorax-Gefäßzentrum

• Klinik für Kardiologie, Angiologie und Konservative Intensivtherapie

• Zentrale Notaufnahme

• Klinik für Gefäß- und Thoraxchirurgie

• Lungenzentrum

Geschäftsführer

Klinikumsleitung

Kopf- und Hautzentrum

Zentrum für Innere Medizin

• Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

• Klinik für Augenheilkunde

• Klinik für Dermatologie und Allergologie

• Klinik für Neurologie

• Fachbereich Neuochirurgie

• Klinik für Nephrologie und Endokrinologie

• Klinik für Gastroenterologie

Zentrum für Anaesthesie,

Intensivtherapie und

OP-Management

• Operative Intensivtherapie

• Intermediate Care

• Anaesthesie

• Zentrales OP-Management

• Kurzzeittherapiezentrum

Zentrum für Psychiatrie,

Psychotherapie und

Psychosomatik

• Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

• Tagesklinik

• Psychiatrische Institutsambulanz

Zentrum für Diagnostik

• Diagnostische und Interventionelle Radiologie

• Labor

• Pathologie

• Apotheke

Organisationschart Zentrumsstruktur


In Bewegung

7

Den Bettenhäusern E und C

wird äußerlich nichts von den bevorstehenden

Umzugs- und Baumaßnahmen

anzusehen sein.

nisverantwortung wird dies noch unterstützt.

Dabei kann der Ressourceneinsatz

innerhalb der Zentren optimiert und

die Prozessqualität gesteigert werden.

Da bleibt es nur allen Beteiligten für Ihre

neuen Aufgaben im Rahmen der Zentrumsstruktur

ein gutes Gelingen zu

wünschen. Viel Erfolg bei den anstehenden

Aufgaben und der Verantwortung

bei dem Aufbau der Zentrumsstruktur.

In den folgenden Ausgaben

der Mitarbeiterzeitung werden die einzelnen

Zentren, deren Management

und die Aufgabengebiete vorgestellt.

Wohnen nach Wunsch?

Erste Einblicke in die anstehenden Umbaumaßnahmen

im Klinikum

In vielen Bereichen im Klinikum

wird neu gebaut, umgebaut oder saniert.

Ein Zeichen, dass das Klinikum

weiter investiert – zum Wohl der Patienten

aber auch für die Mitarbeiter.

Das Ziel der anstehenden Baumaßnahmen

ist zum einen die Sanierung der

Bettenhäuser. Im Rahmen der Hotel-

Service Qualität möchte das Klinikum

seinen Patienten zukünftig auf allen

Stationen einen hohen Komfort bieten.

Dazu gehört beispielsweise ein eigener

Sanitärbereich in jedem Zimmer.

Zum anderen ist, durch die Neubauten

2 und 6 und die organisatorischen Veränderungen

im Sinne der Zentrumsstruktur,

ein Überdenken der Stationsanordnung

im Klinikum notwendig geworden.

Im Sinne der Prozessverbesserungen

und Nutzung von Synergien,

wird die Schaffung räumlicher Nähe

von Stationen und Abteilungen eines

Zentrums angestrebt.

Die Sanierung der 3 Bettenhäuser C, D

und E wird sich über die nächsten 2 Jahre

erstrecken. In dieser Zeit werden viele

Stationen, Abteilungen Übergangsquartiere

beziehen, anderen Stationen

weichen müssen und in frisch sanierte,

neue Räumlichkeiten einziehen dürfen.

Dieser logistische Aufwand ist leider

notwendig, da relativ große Bauabschnitte

realisiert werden sollen. Dies

ist sehr im Sinne aller Betroffenen und

auch der Patienten, da hierdurch die

Zeit der Belastungen verkürzt wird. Die

Bauabteilung wird sich bezüglich der

genauen Terminabsprachen mit Ihnen

in Verbindung setzten.


8 Medizin & Pflege

Der Neubau hat eine Grundfläche (bebaute

Fläche) von 1.301m 2 und eine Gesamtnutzfläche

von 3.200m 2 . Das Gebäude verfügt

über sechs Ebenen und ist insgesamt 26m

hoch. 900 Tonnen Beton und 5.100 m 2 Stahl

wurden verbaut. Eine Glasfläche von ca.

20.000 m 2 umschließt das Gebäude. Der

Hubschrauberlandeplatz hat einen Durchmesser

von 26m und ist für Maschinen von

bis zu 6 Tonnen geeignet.

Feierliche Schlüsselübergabe

im Funktions- und OP-Zentrum

Mit einem feierlichen Festakt in

den Räumen der neuen Notaufnahme

(BB1) wurde am 16. November

der Klinikumsneubau BB eingeweiht.

Über 100 Gäste waren dabei, als Architekt

Dipl. Ing. Erhard Bachmann,

von B M B W Architekten BDA + Partner

in München, den Schlüssel des

Neubaus an den Ärztlichen Direktor

Professor Dr. Hubertus Wenisch

übergab.

In seiner Rede zeigte sich auch der Ehrengast

Matthias Platzeck, Ministerpräsident

des Landes Brandenburg überzeugt,

dass sich die Investition in den

Neubau lohne. Durch die Modernisierung

brauche das Klinikum Ernst von

Bergmann einen Vergleich mit den großen

Kliniken in Berlin nicht scheuen.

Vielmehr könne es jetzt in der Ersten Liga

der Krankenhäuser mitspielen, so

der Ministerpräsident.

Auch der Oberbürgermeister von Potsdam,

Jann Jakobs, sprach der Klinikumsleitung

und allen Mitarbeitern seine

Anerkennung für die gute Arbeit der

vergangenen Jahre aus. „Die Bilanzen

der letzten Jahre haben gezeigt, dass

auch kommunale Kliniken effektiv geführt

werden können“, betonte der

Oberbürgermeister. „Ich bin sicher,

dass die Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung

zum Verbleib

des Klinikums in städtischer Trägerschaft

richtig gewesen ist.“

Nach dem Festakt hatten die Teilnehmer

noch die Gelegenheit, den Neubau

und die Hubschrauberlandeplattform

zu besichtigen. In den Räumen der Rettungsstelle,

des OP-Bereiches, der Intensivmedizin

und der Funktionsdiagnostik

erläuterten die Chef- und Oberärzte

des Klinikums die Vorzüge der

neuen Stationen und die Funktion der

neuen modernen medizin-technischen

Geräte.


Medizin & Pflege

9

Chronologischer Rückblick

Frühjahr 2002

Die ersten Planungszeichnungen, auch

für die Stellungnahme zur Arbeitssicherheit,

werden fertig gestellt.

Mai 2004

Das Ministerium für Arbeit, Soziales,

Gesundheit und Familie des Landes

Brandenburg erteilt den Bewilligungsbescheid

über die Fördersumme in Höhe

von 68 Millionen.

Mai 2004

Die Baugenehmigung wird erteilt.

Dezember 2004

Am Gebäude O wird eine Bombe gefunden

– es handelt sich dabei um einen

250 kg schweren Blindgänger aus

dem 2. Weltkrieg.

Januar 2005

Das Klinikum muss komplett evakuiert

werden, die Bombe wird erfolgreich

entschärft.

August 2005

Grundsteinlegung

Oktober 2005

Das Klinikum muss erneut evakuiert

werden: eine weitere Bombe aus dem

Zweiten Weltkrieg wird gefunden und

entschärft.

Juni 2005

Die Fundamente werden fertig gestellt.

Mai 2006

Richtfest

Oktober 2007

Es erfolgt die Bauabnahme des Gebäudes

BB. Die KIT (ehemals K1) zieht als erste

Station in den Neubau ein.

16. November 2007

Das Gebäude wird feierlich eröffnet.

21. November 2007

Der erste Hubschrauber landet auf dem

Gebäude. Es ist ein Rettungshubschrauber

des ADAC.

23. November 2007

Die OIT (ehemals E1) zieht ein.

Dezember 2007:

Die OPs, die Notaufnahme und das Endoskopiezentrum

nehmen ihre Arbeit auf.

(eh)


10 Medizin & Pflege

Seit der Einführung des neuen

Entsorgungssystems für Kanülen

ist die Zahl der Stichverletzungen

um 16 % gesunken.

Sicherheit geht vor:

16 Prozent weniger Nadelstichverletzungen!

Ausgezeichnet!

Zwei Zertifikate für die ZSVA

Im Juli erteilte der TÜV Rheinland

der zentralen Sterilgutversorgung (ZSVA)

unseres Klinikums das Gütesiegel – als

Erstem Klinikum im Land Brandenburg.

Das Team der ZSVA konnte nachweisen,

dass sie bei der Wiederaufbereitung von

Instrumenten und anderen Medizinprodukten,

die hohen Anforderungen der geforderten

Normen und Empfehlungen erfüllen.

Durch das mit der Zertifizierung eingeführte

Qualitätsmanagement, werden

die hygienisch einwandfreie Arbeitsweise

und die technisch-funktionale Sicherheit

gewährleistet.

Bei der Übergabe des Zertifikats würdigten

Wilhelm Kahle, Verwaltungsdirektor,

und Klinik-Geschäftsführer Steffen Grebner

die professionelle Arbeit der Abteilung

sowie die Schnelligkeit, mit der die Projektgruppe

die Zertifizierung auf den Weg gebracht

hatte: Nur 12 Monate lagen zwischen

Antragstellung und Zertifizierung.

Herzlichen Glückwunsch

allen Beteiligten!

Seit August 2007 dürfen bei der

Behandlung von Patienten in der Notaufnahme

und bei Patienten mit bekannten

Infektionskrankheiten keine

Kanülen ohne Sicherheitsmechanismus

mehr verwendet werden. Der

Grund: Die Verletzungs- und Anstekkungsgefahr

des klinischen Personals

soll gesenkt werden. Das Klinikum

führte dafür eigens ein neues

Entsorgungssystem ein. Und das mit

Erfolg: Seit September hat die Anzahl

der monatlichen Stichverletzungen

um 16 % abgenommen!

Täglich gehen Ärzte und Pflegekräfte

bei Verletzungen an benutzten Arbeitsgeräten

das Risiko ein, sich mit teilweise

lebensbedrohlichen Krankheiten zu

infizieren. Nach der Neufassung der

Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe

(TRBA) müssen Beschäftigte

im Gesundheitswesen besser vor Infektionen

durch Nadelstichverletzungen

geschützt werden. Die Neufassung

der TRBA schreibt in festgelegten Arbeitsbereichen

eine vollständige Umstellung

auf verletzungssichere Instrumente

vor. So dürfen seit August 2007

grundsätzlich alle Tätigkeiten, bei denen

„Körperflüssigkeiten in infektionsrelevanter

Menge übertragen“ werden

können, nur noch mit ‚sicheren Instrumenten’

zum Schutz vor Verletzungen

und möglichen Infektionen ausgeführt

werden.

Für alle anderen Arbeitsbereiche muss

ein Entsorgungssystem vorhanden

sein, das es Ärzten und Pflegepersonal

ermöglicht, benutzte Instrumente sofort

nach Anwendung in einen Einweg-

Entsorgungsbehälter abzuwerfen.

Nach mehrwöchiger Erprobungs- und

Optimierungsphase wurde ein solches

Entsorgungssystem im August für alle

Arbeitsbereiche im Klinikum eingeführt.

Das System besteht aus Spritzen- und

Blutentnahmetabletts mit passenden

Entsorgungsbehältern. Waren einige

Kollegen sofort begeistert von dem

neuen System, sind andere noch immer

skeptisch. Doch die Zahlen sprechen

für sich: Seit September ist die Anzahl

der Stichverletzungen pro Monat um 16

% zurückgegangen! (eh)

Zertifiziert – (von links nach rechts):

Alexander Bartkowski, Bianka Joachim

(TÜV Rheinland), Wilhelm Kahle,

Rosemarie Fromm, Marcus Weber,

Ramona Herrmann, Steffen Grebner,

Karolina Wlodavezyk, Thomas Else.

Leider nicht auf dem Bild: Marlis Ignatyuk


Was ist eigentlich…

11

Was ist eigentlich …

Wissen Sie, wie der Arbeitsalltag Ihrer

Kollegen auf der Notfallaufnahme

aussieht, wie es sich in den OP-Containern

arbeitet oder welche Aufgaben

es im Seniorenheim Geschwister-

Scholl zu bewältigen gilt? In der Rubrik

‚Was ist eigentlich...’ möchten wir

hinter die Kulissen der verschiedenen

Bereiche des Klinikums schauen und

Personen mit außergewöhnlichen Arbeitsplätzen

oder Aufgaben vorstellen.

In der ersten Folge dreht sich alles

um die Krankenhausapotheke.

… die Krankenhausapotheke?

Unter der Leitung von Diplom-Pharmalogin

Susanne Klein versorgt das 18-

köpfige Team der Krankenhausapotheke

des Klinikums Ernst von Bergmann

die verschiedenen Abteilungen mit Medikamenten,

Blutpräparaten, Labor-,

Anästhesie- und OP-Bedarfsartikeln.

Aber auch Röntgen-, Dialyse- oder Nuklearmedizinischer

Bedarf, Desinfektionsmittel,

Krankenpflegeartikel, Verbandstoffe

sowie medizinische Verbrauchsmaterialien

gehören zu ihrem

Sortiment. Der Jahresumsatz liegt bei

etwa 12 Millionen Euro.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen

einer öffentlichen Apotheke und der Klinikums-Apotheke

ist der direkte Kontakt

zu Patienten. Während es in einer

öffentlichen Apotheke vor allem um die

Beratung des Endkunden, also des Patienten,

geht, haben die Mitarbeiter der

Krankenhausapotheke keinen direkten

Kontakt zum Kunden. Die Mitarbeiter

der Krankenhausapotheke sind vorrangig

für die Arzneimittelversorgung der

Stationen zuständig. Im Vergleich zu einer

öffentlichen Apotheke ist allerdings

der Umfang der herzustellenden Arzneimittel

deutlich größer. Die Mitarbeiter

der Klinik-Apotheke stellen also die Arzneimittel

hauptsächlich selbst her und

prüfen deren Zusammensetzung und

Wirkung (siehe *Rezepturen und *Defekturen).

Mit der Herstellung von ca.

16.000 Zytostatika ist das Klinikum im

Land Brandenburg der zweitgrößte Produzent

dieses Medikaments.

Historie

Auf die Frage, seit wann es in Potsdam

bereits eine Krankenhausapotheke

gibt, hat Frau Klein leider auch keine genaue

Antwort. Geht man nach dem Prägestempel

des Eichgewichts einer der

Apothekerwaagen, so könnte das Jahr

1914 das Gründungsjahr sein. Vielleicht

ist unsere Klinikumsapotheke aber

doch noch älter. So schrieb Hans Goerke

in seinem Buch „Heilberufe im alten

Potsdam“:

„In den Jahren 1848 - 1851 ließ die

Stadt Potsdam ein neues Krankenhaus

erbauen [...]. Dort gab es Räume für die

Verwaltung, die Apotheke und für das

Personal." Seit 1987 belegt die Apotheke

das gesamte Gebäude I mit vier Etagen

und 93 Stufen. Damit ist die Klini-

kumsapotheke wohl nicht die älteste

aber die höchst gelegene Apotheke

Deutschlands.

Logistik

Da die Apotheke über keine eigene Warenannahme

verfügt, müssen sämtliche

Waren von der zentralen Warenannahme

des Klinikums in Containern zur

Apotheke transportiert werden. Alles

wird per Hand entladen und auf 2 Etagen

gelagert. Seit Mai 2007 ist das Belieferungssystem

für die einzelnen Stationen

erfolgreich im Einsatz. Die Arzneimittel

werden nach Anforderung

durch die Stationen von den Mitarbeitern

in der Apotheke zusammengestellt,

in verschlossenen Transportkisten und

Gitterwagen gepackt und dann vom

Bringedienst in die medizinischen Bereiche

gefahren.

Jedoch kann das ausgeklügeltste System

nur reibungslos laufen, wenn alle

Glieder funktionieren. Vergisst eine Station

die Arzneianforderungen rechtzeitig

in die Apotheke zu bringen, sind Lieferprobleme

vorprogrammiert. Ein elektronisches

Bestellsystem ist noch eine

Vision.

Die Klinikumsapotheke versorgt noch

weitere medizinische Einrichtungen in

Potsdam und Umgebung, wie z.B. die

Heinrich-Heine-Klinik in Neu-Fahrland,

das Rettungsamt der Stadt Potsdam

und kleine Reha-Zentren in Berlin, Teltow

und Potsdam.

Mitarbeiterverkauf

Seit einigen Jahren erfreut sich der Mitarbeiterverkauf

großer Beliebtheit. Ob

Babyprodukte, Erkältungs- oder Homöopathische

Mittel, das angebotene

Sortiment ist gut sortiert und preiswerter

als in einer öffentlichen Apotheke.

Die öffentlichen Apotheken unterliegen

der Arzneimittelpreisordnung und kaufen

im Großhandel. Das Klinikum kauft

direkt bei der Industrie – ein Privileg der

Krankenhausapotheke. (hg)

* Eine Rezeptur ist ein für einen Patienten

auf ärztliche Anweisung verordnetes

Arzneimittel, welches individuell in

der Apotheke aus den benötigten Ausgangsstoffen

hergestellt wird. Wird eine

Rezeptur nachweislich häufiger verordnet,

darf die Apotheke diese nach

der Apothekenbetriebsordnung mit Einschränkungen

als Fertigarzneimittel im

Voraus herstellen. In diesem Fall spricht

man auch von Defektur oder verlängerter

Rezeptur. Ferner wird in der Apotheke

auch der Herstellungsort der Rezepturen

als Rezeptur bezeichnet.

Arbeiten auch Sie an einem ungewöhnlichen

Arbeitsplatz? Kennen

Sie Kollegen, die mit einer besonderen

Aufgabe betraut sind? Oder

wollten Sie schon immer mal wissen,

was die Kollegen eines bestimmten

Bereichs des Klinikums oder seiner

Tochtergesellschaften machen?

Dann senden Sie uns Ihre Idee an:

dhunsmann@klinikumevb.de oder

per Hauspost an „Redaktion Mitarbeitermagazin“.

Wir freuen uns, Ihren

Vorschlag in einer der nächsten

Ausgaben umzusetzen!


12 Kurz notiert

Hohe Ehre – Gemeinsam mit seiner

Frau Eva (rechts) überreichte Bundespräsident

Horst Köhler (links) Karin und

Dr. Wolfgang Güthoff (Mitte) den Verdienstorden

der Bundesrepublik

Deutschland.

Ehrung durch den Bundespräsidenten

Bundespräsident Horst Köhler

hat Dr. Wolfgang Güthoff, Oberarzt

am Ernst von Bergmann Klinikum,

und seine Frau Karin für ihren außerordentlichen

Einsatz bei der Bekämpfung

von Aids/HIV im mittelamerikanisches

Belize mit dem Verdienstorden

der Bundesrepublik

Deutschland ausgezeichnet.

Im Herbst 2000 gründeten Karin und

Wolfgang Güthoff, gemeinsam mit anderen

Engagierten die gemeinnützige

Organisation HIV-Projekt Belize e.V. In

diesem relativ kleinen Land in Lateinamerika

stellt die HIV-Infektion ein besonders

großes Problem dar: Zurzeit

der Gründung gab es keinerlei Therapiemöglichkeiten

oder kostenlose Tests.

Die Bevölkerung war kaum über die

Krankheit aufgeklärt. So hat Belize die

höchste HIV-Durchseuchung in Mittelamerika.

Nur zwei Jahre nach der Gründung

eröffnete der Verein im Juni 2002

das erste HIV-Beratungszentrum. Im

März 2004 erfolgte dann der Umzug

nach Dangriga. Der Grund: Diese Region

ist am stärksten von

HIV/Aids betroffenen. Die

Helfer wollten noch näher

bei den betroffenen Menschen

sein.

Karin und Wolfgang Güthoff

reisen regelmäßig

nach Belize, um vor Ort zu

helfen. Auch in dem anstehenden Weihnachtsurlaub

geht es wieder nach Mittelamerika.

Statt Plätzchen essen und

Punsch trinken, stehen dann Prävention,

Beratung und Tests auf dem Programm.

Aber auch der zukünftige Ausbau

weiterer diagnostischer und therapeutischer

Maßnahmen wird geplant.

„HIV-Betroffene haben einen schweren

sozialen Stand in der Gesellschaft“, erklärt

Dr. Wolfgang Güthoff. „Mit unserem

Engagement möchten wir auch dieser

sozialen Ausgrenzung entgegenwirken

und den Menschen ein relativ normales

Leben ermöglichen.“

>> Mit unserem Engagement möchten wir

auch dieser sozialen Ausgrenzung entgegenwirken

und den Menschen ein relativ

normales Leben ermöglichen.


Kurz notiert

13

Schüler helfen helfen –

100 Euro für die Roten Nasen

Die Schüler der Klasse 5 a der Max-Dortu-Grundschule

haben an ihrer Schule

selbstgebackenen Kuchen verkauft und

den Erlös von 100 Euro an den Verein Rote

Nasen e.V. gespendet. Damit möchten Sie

helfen, dass die ClownVisiten am Klinikum

Ernst von Bergmann erhalten bleiben.

Lachen ist die beste Medizin

Lachen ist die beste Medizin,

sagt eine alte Volksweisheit. Lachen

macht Menschen zufriedener, lenkt

von Schmerzen ab und senkt Stresshormone.

Seit Januar 2007 gibt es auf

der Kinderstation die so genannten

„ClownVisiten“, in denen Schauspieler,

Musiker oder Jongleure ihre

Fröhlichkeit in Krankenzimmern verbreiten.

Kunterbunte, große Schuhe schlurfen

über den Flur, darüber eine grün-weiß

geringelte Strumpfhose, Hosenträger,

eine dicke, rote Knubbelnase aus Plastik,

auf dem Kopf ein Filzhut. Schnell

spricht es sich unter Kindern und Eltern

herum: Filou, Widu, Gogo, Mimi Rizzi

und Tinula sind hier – die Clowns vom

Verein Rote Nasen Deutschland e.V. Jeden

Mittwoch unterstützen die ausgebildeten

Künstler unser Pflegepersonal

bei der Betreuung der kleinen Patienten.

Sie zaubern, spielen Verstecken,

machen Kunststücke. Die Patienten

staunen, träumen, kichern – Momente

der Ablenkung und der Freude.

Trotz aller Heiterkeit gehen die Clowns

ganz behutsam vor. Sie klopfen an die

Tür, und erst, wenn sie hereingerufen

werden, betreten sie das Zimmer. In Sekundenschnelle

stellen sie sich auf

die Situation ein: Welche Stimmung

herrscht? Wie alt sind die Kinder, und

wie ist ihr Zustand? Ist gerade Besuch

da, den man mit einbeziehen kann? Aus

ihrem großen Schatz an Erfahrungen

verwenden die Clowns Musik, Zauberei,

Jongelage, Pantomime oder Tanz

und betreuen jedes Kind individuell an

seinem Bett. So verfliegen Kummer und

traurige Gedanken, Angst und Schmerzen

werden gemindert und die positive,

humorvolle Stimmung stärkt das Immunsystem

der kleinen und großen Patienten.

Aus vielen Zimmern hört man

fröhliches Lachen.

Am nächsten Morgen sieht man bei vielen

Kindern strahlende Augen, wenn sie

uns Pflegern vom Besuch der Clowns

erzählen und stolz die roten Nasen zeigen.

(ag)

Die Schüler waren total begeistert, als sie das

erste Mal von der Arbeit des Vereins Rote Nasen

e.V. hörten. Als sie erfuhren, dass das Klinikum

für die ClownVisite noch einen Sponsor

sucht, war ihnen sofort klar: Hier wollen wir

helfen! Schnell waren auch die Lehrer überzeugt.

Und so haben sie in Eigeninitiative an

ihrer Schule einen Kuchenbazar veranstaltet.

Muffins, Mamorkuchen, Schokoladentorte,

Käsekuchen – alle süßen Naschereien wurden

an die Lehrer und Mitschüler verkauft. 100

Euro kamen so für den guten Zweck zusammen.

Lena, Charlotte, Patrik und Felix übergaben

am 21. November 2007 die Spende an die beiden

Clowns Widu und Filu. Gemeinsam haben

die 4 Schüler eine tolle Rede gehalten und

dann zusammen mit den beiden Clowns ein

wenig geblödelt, gezaubert und viel gelacht.

Der Verein Rote Nasen e.V. finanziert sich

komplett über Sponsorengelder und Spenden.

Damit er auch im nächsten Jahr seine Arbeit

noch ausführen kann, werden dringend

Spender gesucht. Wenn Sie Lust bekommen

haben, auch zu helfen, informieren Sie sich unter

www.rotenasen.de. Die Kinder, Eltern sowie

das Ärzte- und Pflegepersonal möchten

die Clowns auf unserer Kinderstation jedenfalls

nicht mehr missen. Auch uns Erwachsenen

hilft der Clown, das Leben ein wenig leichter

zu nehmen...

ohne langes Warten geimpft. Nach anfänglichen

kleinen Startschwierigkeiten

haben sich alle auf die neue Situation

gut eingestellt.

Die Monate Oktober und November

werden seit Jahren vom Robert Koch-

Institut (RKI) und vom Paul-Ehrlich-Institut

(PEI) als ideale „Impfmonate“ empfohlen.

Doch auch im Dezember ist eine

Grippeschutzimpfung noch sinnvoll.

Wer bislang also noch keine Zeit hatte

und sich gesund fühlt, kann jederzeit im

GZP vorbeikommen und sich die für gesetzlich

Krankenversicherte kostenlose

Impfung abholen. (ph)

ÜBRIGENS...

Die Clowns sind ausgebildete Künstler, die in

Workshops und Vorträgen für ihre spezielle Arbeit

geschult werden. Sie alle haben eine Ausbildung

abgeschlossen, die unter anderem

Clowntechniken für Anwendung im kleinen

Kreis, Improvisation und Partnerspiel sowie ein

medizinisches und psychologisches Basiswissen

umfasst. Mehr Informationen finden Sie

unter www.rotenasen.de


14 Persönlich

Herzliche Glückwünsche

an unsere Jubilare!

25

40

25-jähriges Arbeitsjubiläum im

September und Oktober 2007

Angerstein, Ilona

Finanz- und Rechnungswesen

Gläser, Susann

Pathologie

Grothe, Andrea

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

Hänsch, Claudia

Zentrale Operationsabteilung

Jenke, Heike

Hämodialysezentrum

Kirstein, Kerstin

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

Korbizki, Britta

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Krischker-Mann, Manuela

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Krüger, Anneliese

Zentrale Operationsabteilung

Lehmann, Petra

Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

Libor, Ines

Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie

Linow, Sabine

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Loerch, Christine

Klinik für Nephrologie und Endokrinologie

Müller, Silvia

Klinik für Neurologie

Nitschke, Kathrin

Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde

Schmidt, Annegret

Klinik für Radioonkologie und

Strahlentherapie, Brachytherapie

Schönbrunn, Christine

Notaufnahme

Steyer, Kathrin

Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Sünbold, Simone

Klinik für Kardiologie, Angiologie und

Konservative Intensivmedizin

Zeiske, Claudia

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Köhler, Dr. Bernd

Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

Bödeker, Sylvia

Labor

Wolbert, Susanne

Intermediate Care

Schmidt, Gudrun

Klinik für Radioonkologie und

Strahlentherapie, Brachytherapie

40-jähriges Arbeitsjubiläum

im September 2007:

Franziska Garnich

Labor

Keine bittere Pille -

Betriebliches Eingliederungsmanagement

Unfälle, körperliche und seelische

Beeinträchtigungen können

hinderlich sowohl für unser Privatleben

als auch für die Teilhabe am Arbeitsleben

sein. Das Klinikum Ernst

von Bergmann möchte im beiderseitigen

Interesse Arbeitsunfähigkeit

vorbeugen bzw. überwinden, die Gesundheit

aller Mitarbeiter erhalten

und fördern.

Zu diesem Zweck haben sich die Geschäftsführung,

der Betriebsrat und die

Schwerbehindertenvertretung

auf die Einführung eines Betrieblichen

Eingliederungsmanagements

(BEM) verständigt.

Ziel des BEM ist es, selbstverständlich

unter Berücksichtigung

des Datenschutzes, gemeinsam

mit dem Betroffenen

die Ursachen von Arbeitsunfähigkeitszeiten

zu erkennen und

diesen nachzugehen. Daran

anschließend nach Möglichkeiten

zu suchen, künftige Arbeitsunfähigkeitszeiten

zu vermeiden oder zu-

mindest zu verringern und Rehabilitationsbedarfe

rechtzeitig zu erkennen, beziehungsweise

gegebenenfalls hilfreiche

Maßnahmen einzuleiten.

Ausweg:

Wer krank ist, wird zur Not sich fassen.

Gilt's, dies und das zu unterlassen.

Doch meistens zeigt er sich immun,

heißt es, dagegen was zu tun.

Er wählt den Weg meist, den bequemen,

was ein- statt was zu unternehmen!

Eugen Roth

Betriebsrat, Schwerbehindertenvertretung

und Geschäftsführung arbeiten

derzeit an einer Betriebsvereinbarung,

mit welcher Rahmenbedingungen für

die Umsetzung der Ziele des BEM festgelegt

werden sollen. Nach Abschluss

der Betriebsvereinbarung werden alle

Mitarbeiter ausführlich über das Thema,

Inhalte und die Zusammensetzung

des Integrationsteams informieren. (dp)

An dieser Stelle möchten wir auch alle neuen Mitarbeiter des Klinikums

Ernst von Bergmann, Potsdamer Gesundheit Service GmbH, Catering Gesellschaft,

Potsdamer Senioreneinrichtungen Geschwister Scholl gGmbH

und des Gesundheitszentrums Potsdam herzlich begrüßen. Im Namen der

Geschäftsleitung und aller Kollegen wünscht Ihnen allen die Redaktion Ihrer

Mitarbeiterzeitung einen guten Start und viel Erfolg!


Persönlich

15

Nahmen an der Barmer City Nacht

teil: Sven Kopisch, Matthias Ingenlath,

Holger Guse, Hans-Joachim Rupprich

(hinten, von links nach rechts),

Lennhard Göhling (vorn)

Foto unten rechts:

Liefen für den guten Zweck.

Hans-Joachim Rupprich,

Frau Ahland, Holger Guse

„Ick renn durch’n Park, hab Beene wie Quark!“

Regelmäßiges Laufen steigert die

Ausdauer, die physische Belastbarkeit

des Körpers und stärkt das Herz-

Kreislauf-System. Wissenschaftliche

Untersuchungen zeigen: Jogger sind

seltener krank. Das Immunsystem,

so die Forscher, wird bei Sport treibenden

Menschen um 30 bis 50 %

gestärkt. Das Beste: Laufen kann jeder!

Es sah schon seltsam aus, als Anfang

der 80er Jahre einzelne Frauen und

Männer auf den Straßen oder in Parks

laufend ihre Runden drehten. Sie wurden

belächelt, schräg angeschaut, als

Exoten oder Spinner bezeichnet. Viele

waren davon überzeugt, dass sich die

Laufbewegung in kurzer Zeit tot gelaufen

haben würde. Sie sollten eines besseren

belehrt werden. Denn: Das Laufen

bzw. Joggen gehört heute zu den

beliebtesten Sportarten in Deutschland.

In den letzten Jahren ist ein wahrer

Jogging-Boom ausgebrochen. Hinzugekommen

sind weitere Disziplinen –

etwa der Orientierungslauf oder die

„sanfte“ Form des Laufens, (Nordic)

Walking.

Laufen ist ein Sport, der grundsätzlich

von jedermann und ohne großen Aufwand

betrieben werden kann. Einzig ein

Paar gute Laufschuhe sind notwendig.

Diese sollten eine gut dämpfende Sohle

haben, um die Gelenke und Sehnen

zu schonen. Laufen kann allein oder als

vereinsgebundener Leistungs- und

Breitensport ausgeübt werden. Die

Laufart, die Geschwindigkeit oder die

Beschaffenheit und Länge der Wegstrecke

kann der Läufer je nach Leistungsgrad

selbst bestimmen. Laufen

findet an der frischen Luft statt und

kann einfach in den individuellen Tagesablauf

eingebaut werden.

Also, nicht lange warten, wenn sich

nach den Weihnachtsfeiertagen das

schlechte Gewissen meldet. Laufschuhe

anziehen und los geht’s. Denn, wie

schon die Gruppe Nighttrain Ende der

1970er Jahre wusste:

„Ick renn durch’n Park

Hab Beene wie Quark

Ick renn durch’n Park

Denn loofen macht stark.“

Erfolgreiche Läufer

Auch an unserem Klinikum gibt es viele Mitarbeiter,

die in ihrer Freizeit laufen, um sich fit zu

halten: sei es als Klinikstaffel beim Halb- oder

Vollmarathon etwa beim sechsten Sanssouci-

Pokal-Nacht-Lauf 2007 oder bei der Barmer

City Nacht (siehe Foto). Hier erreichte die Staffel

mit einer Zeit von 1:45:10 h sogar den zweiten

Platz in der Firmenwertung. Dass es am Ende

der 2. und nicht der 3. Platz wurde, haben

wir der Disqualifikation der Polizei-Firmenstaffel

zu verdanken. Ein Läufer der Polizei ist eine

Runde zu wenig gelaufen (jeder Läufer muss

das Holländer Viertel 4mal umrunden).

Den Fitness-Aspekt kann man aber auch mit

dem guten Zweck verbinden. Im Juni haben die

Läufer für die Muskoviszidose-Selbsthilfe und

im September im Rahmen des Lauffests im

Luftschiffhafen (7. September) zugunsten der

Stiftung Altenhilfe Potsdam viele Euros erlaufen.

(hg)

Mitarbeiterzeitung der Klinikum Ernst von Bergmann gGmbH

IMPRESSUM

1. Ausgabe,

veröffentlicht im Dezember 2007

Herausgeber

Steffen Grebner, Geschäftsführer

Klinikum Ernst von Bergmann

gemeinnützige GmbH

Charlottenstr. 72, 14467 Potsdam

Telefon: 0331/241-0

Telefax: 0331/241-4010

Chefredaktion & Projektleitung

Damaris Hunsmann,

Pressereferentin (-4009)

dhunsmann@klinikumevb.de

Redaktionsteam

Andrea Grothe (ag)

Elke Hinz (eh)

Stefanie Zoll (sz)

Daniela Pokorny (dp)

Heidrun Winkler (hw)

Holger Guse (hg)

Peter Heiß (ph)

Sabine Handke (sh)

Fotos

Elke Hinz (eh)

Ulrich Verloren (uv)

A. Rupprich (ar)

Holger Guse (hg)

Damaris Hunsmann (dh)

Redaktionelle Bearbeitung

Sonja Magnussen, Lübeck

Gestaltung und Layout

stilblüte kommunikation, Berlin

Druck

Druckerei Eppler & Buntdruck, Berlin

Auflage

2.500 Stück

Alle Rechte vorbehalten.

Die Redaktion behält sich vor, eingereichte

Texte stilistisch zu überarbeiten und zu kürzen.


Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

Glück

Freude

Wünsche

Familie

Ruhe

2008

Vorsätze

Pläne

ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr

2007 am Klinikum Ernst von Bergmann geht

zu Ende.

Mit der Eröffnung des Lungenzentrums,

dem Eintritt in die letzte Bauphase des Gebäudes

6, einem neuen Geschäftsführer,

einer Drillingsgeburt aber auch der

Schließung der P2, der Anlieferung der OP-

Module, der Etablierung der Neurochirurgie,

Schaffung einer Zentrumsstruktur,

Einweihung des Funktions- & OP-

Zentrums, Weiterführung des Transformationsprozesses,

Strategie 2011, dem Stillgruppenjubiläum

haben wir alle gemeinsam

viele Erfolge feiern und gleichzeitig die Weichen

für die Zukunft stellen können.

Besinnlichkeit

Zusammen haben wir viel erreicht – und darauf

kann jeder Einzelne von uns sehr stolz

sein. Gemeinsam gestalten wir die Zukunft

unseres Klinikums und seiner Tochtergesellschaften.

So wird auch das Jahr 2008 im

Zeichen der Strategie 2011 und der Vision –

vom Bezirkskrankenhaus über das Klinikum

Ernst von Bergmann zum Gesundheitspark

– stehen.

An dieser Stelle möchten wir uns als Klinikumsleitung

bei jedem Einzelnen von Ihnen

bedanken – für Ihr persönliches Engagement

und Ihren Einsatz, der oftmals über die

alltäglichen Aufgaben hinausgeht. Bedanken

möchten wir uns auch für Ihr Vertrauen,

das Sie uns entgegengebracht haben, und

für Ihre Offenheit uns gegenüber. Nur gemeinsam

können wir uns den künftigen Herausforderungen

stellen, Erfolge feiern,

Rückschläge verdauen. Wichtig dabei ist

aber, dass wir Vertrauen haben, dass wir uns

auf dem richtigen Weg in eine sichere Zukunft

befinden.

Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und

Freunden, erholsame Feiertage, ein frohes

Weihnachtsfest und einen guten

Start in das Jahr 2008.

Ihre Klinikumsleitung

Prof. Dr. Hubertus Wenisch, Wilhelm Kahle,

Helga Kuler, Steffen Grebner

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