1 Eröffnung Photoausstellung am 14.07.2009 Sehr geehrte Damen ...

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1 Eröffnung Photoausstellung am 14.07.2009 Sehr geehrte Damen ...

Eröffnung Photoausstellung am 14.07.2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Freude darf ich Sie alle heute Abend zur Präsentation der Beiträge des

diesjährigen Photowettbewerbs der Universität und zur Vorstellung der Preisträger begrüßen.

Wir freuen uns, dass so viele gekommen sind; es sind viele interessante und originelle

Vorschläge eingereicht worden, die hier im Foyer der Anatomie aufs Beste präsentiert werden

konnte. Mein erster Dank gilt deshalb dem Hausherren, Herrn Professor Koebke, dafür, dass

er uns diese wunderbare Möglichkeit zur Präsentation eingeräumt hat. Gleich am Anfang

danken möchte ich auch Herrn Salimi, der mit der musikalischen Darbietung die Preis-

Verleihung festlich einrahmt.

Wer selbst über 40 Jahre in der Universität tätig war, ist natürlich gespannt auf Antworten zu

dem Thema:

„Heldinnen und Helden der Universität zu Köln“,

das diesmal als Motto vorgegeben war. Immerhin 116 ganz unterschiedliche Vorschläge sind

dazu eingereicht worden, z.T. sehr originelle und persönliche Sichtweisen, aber die Vielfalt

der zu bewertenden Arbeiten hat die Aufgabe der Jury nicht zu einer Last werden lassen,

sondern zu einem spannenden Ringen beim Abwägen der einzelnen Vorschläge –

insgesamt wiederum ein anregender Prozess, bei dem aufschlussreiche neue Einblicke in das

Innenleben der Universität gewährt wurden und sich ein beachtlich kreatives Potential zeigte.

Ich möchte deshalb zu allererst allen Teilnehmern herzlich dafür danken, dass sie sich an

diesem Wettbewerb beteiligt haben. Die positive Resonanz ist wichtig, davon lebt der

Wettbewerb. Natürlich kann nicht jeder unter den Preisträgern sein, aber gewonnen haben

alle. Gerade deshalb finde ich es auch sehr gut, dass die Ausstellung heute unter dem Motto

laufen kann:

Wir zeigen alle.

Dass wir alle zeigen können, verdanken wir Herrn Prof. Koebke, der uns dafür das Foyer des

Zentrums für Anatomie zur Verfügung gestellt hat.

Mein zweiter Dank geht an die Mitglieder der Jury unter dem Ehrenvorsitz von Frau Renate

Gruber.

Wir wissen es sehr zu schätzen, dass Sie alle Ihre Expertise bei der Beurteilung der Arbeiten

eingebracht haben. Durch die breite Kompetenz der Jury konnten ganz unterschiedliche

Gesichtspunkte eingebracht werden – allein schon die Diskussion zu erleben war ein

spannendes Ereignis.

Es war im Übrigen ein glückliches Zusammentreffen, dass die Auswahlsitzung einen Tag

nach dem 101. Geburtstag von L.F. Gruber stattfand – eine schöne Gelegenheit des Patrons

unseres Wettbewerbs zu gedenken.

Den Photowettbewerb der Universität gibt es schon seit 1999, damals aus Anlass des

10jährigen Bestehens des Gasthörer- und Seniorenstudiums ins Leben gerufen.

Beim 2. Wettbewerb 2003 konnten wir bereits Prof. Gruber dafür gewinnen, den Ehrenvorsitz

der Jury zu übernehmen, und seit 2004/2005 wurde daraus der L.F. Gruber Preis – eine

Hommage der Universität an diesen bedeutenden Kölner Photosammler – der seiner

Universität, die er unter schmerzlichen Umständen verlassen musste, sein langes Leben

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verbunden war. Wenige Monate vor seinem Tod hat er noch die Ehrendoktorwürde der

Philosophischen Fakultät empfangen können.

Die Verbindung mit diesem bedeutenden Namen der traditionsreichen Kölner

Photogeschichte bedeutet für unseren Wettbewerb Anerkennung und Anspruch zugleich.

Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt, hat sich gut entwickelt und hat die Erwartung

erfüllt, die wir damals bei der Konzeption hatten:

- Eine Anregung, die Universität unter unterschiedlichen Blickwinkeln als Lebensund

Schaffensraum für viele Tausende von Menschen kreativ wahrzunehmen,

bewusst zu machen und darzustellen,

- zugleich ein Reservoir an originellen, vielfältigen Bildern zu schaffen, dass jederzeit

nutzbar ist für Darstellungen der Universität, aber über Jahre hinweg auch eine

interessante Dokumentation der Entwicklung des Universitätslebens repräsentiert.

So etwas braucht Zeit, muss sich entwickeln, doch der bisherige Verlauf zeigt schon, dass wir

auf dem richtigen Weg sind.

Aufbauend auf den guten Vorarbeiten unter anderem mit dem Photowettbewerb 1999 habe

ich damals als Rektor die Koordinierungsstelle für das Gasthörer- und Seniorenstudium

gebeten, die praktische Durchführung des Wettbewerbs in die Hand zu nehmen. Das hat sich

bewährt, die Wettbewerbe sind mit originellen Themen ausgeschrieben worden, die ich noch

einmal in Erinnerung rufen möchte:

- Menschen-Räume-Stimmungen (1999)

- UniKöln: Gestern - Heute – Morgen (2003)

- Uni(er)leben (2004/2005)

- Wissensjagd (2006/2007)

- Heldinnen und Helden der Universität zu Köln (2008/2009)

Der Wettbewerb ist ein bereicherndes Element für die Universität, er schafft Identifikation

und beleuchtet die Universität als kulturelle Institution über die Fachgrenzen hinaus – ein

Aspekt, der gerade in Zeiten zunehmender Spezialisierung nicht unerheblich ist.

Herzlichen Dank also an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Koordinierungsstelle, dass

sie die organisatorische Durchführung übernommen und dadurch erneut erfolgreich dazu

beigetragen haben, die Universität aus einem anderen Blickwinkel zu präsentieren.

In diesem Sinne begrüßen wir es auch, dass wir andere für die Photographie wichtige

Institutionen haben einbinden können, z.B. in der Jury die Kunsthochschule für Medien jetzt

vertreten durch Prof. Marcel Odenbach, die Photographische Sammlung der SK-Stiftung,

vertreten durch Frau Conrath-Scholl oder das Museum Ludwig.

Heute Abend sind nicht nur die Beiträge zum Photowettbewerb zu sehen, sondern aus

traurigem aktuellen Anlass auch eine photographische Dokumentation des Einsatzes von

Studierenden des Historischen Seminars bei der Rettung der Archivalien des Historischen

Stadtarchivs. Wir wollen damit nicht – quasi zur Illustration des Themas – die Studierenden

zu „Helden“ stilisieren. Anlass dieser Aktion ist vielmehr die Tatsache, dass vom Einsturz des

historischen Archivs auch persönliche und berufliche Akten, Manuskripte und sonstige

Unterlagen von L. Fritz Gruber, dort als „Bestand Gruber 1319“ geführt, betroffen sind.

Die Spurensuche nach den Dokumenten des Namengebers und Patrons dieses

Photowettbewerbs als auch nach den Nachlässen vieler anderer Menschen aktualisierte auf

unterwartete Weise das Thema des Photowettbewerbs. Die „heimlichen“ Archive vertrauter,

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ekannter, berühmter, ausgezeichneter Menschen wurde durch das Ereignis des

Archiveinsturzes plötzlich zu einem „unheimlichen“ verschütteten Schatz, den es zu bergen

gilt. Dies war der Anlass, die Tätigkeit der Studierenden unserer Universität bei dieser Arbeit

in den Kontext der Ausstellung aufzunehmen.

Die Ausstellung wäre nicht zustande gekommen ohne die Hilfe vieler Menschen:

- Herrn Thies Schöning und sein Team von der Abteilung MedizinFoto der

Uniklinik/Medizinische Fakultät für die sachkundige und tatkräftige Unterstützung

bei der Präsentation

- Der Buchbinderei der Universitäts- und Stadtbücherei

- Herrn Peter Schelenz vom Kulturamt der Stadt Köln

- Frau Prof. Blattmann vom Historischen Seminar und vor allem

- der Fotografin der Serie Inge Simons, Mitarbeiter im 2. Physikalischen Institut der

UzK

Im Zusammenhang mit dem Wettbewerb danken wir in erster Linie den Stiftern der Preise:

- Der Kulturstiftung der Sparkasse KölnBonn

- Dem Kunsthaus Lempertz und

- Köln-Alumni

Herzlicher Dank gilt auch dem Hotel Hopper für die Übernahme der Druckkosten der Plakate,

dem WERKladen für die Bereitstellung der Passepartouts, sowie der Firma SANDER Digital

Pictures für die kostenlose Vergrößerung der 20 besten Arbeiten.

Und schließlich dem fgs-Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums der von

Anfang an unterstützend dabei war und heute insbesondere für die Bewirtung gesorgt hat.

Ich darf nun das Wort an den Hausherrn, Herrn Professor Koebke, übergeben; anschließend

wird uns Frau Kollegin Schumacher-Chilla die Preisträger vorstellen und die Begründung der

Jury vortragen.

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