DER LETZTE SCHÖNE HERBSTTAG - Babylon Kino

babylon.kino.fuerth.de

DER LETZTE SCHÖNE HERBSTTAG - Babylon Kino

präsentiert:

ein Film von:

Denis Dercourt

eine Produktion von:

busse & halberschmidt, Düsseldorf

Kinostart: 19. September 2013

in Koproduktion mit:

CITÉ Films und MACT Productions, Paris

in Zusammenarbeit mit:

COFINOVA 9

Farbkult

kineo Film

mit Unterstützung von:

Film- und Medienstiftung NRW

MDM - Mitteldeutsche Medienförderung

Mini Traité - Deutsch Französisches Abkommen

DFFF Deutscher Filmförderfonds

im Verleih von:

X Verleih

www.zumgeburtstag.x-verleih.de


INHALTSVERZEICHNIS

Kurzinhalt und Pressenotiz ................................................................................................................... 3

Besetzung und Stab ............................................................................................................................... 7

Interview mit Regisseur Denis Dercourt ............................................................................................... 5

Die Filmcharaktere .................................................................................................................................. 8

Langinhalt ................................................................................................................................................ 9

Vor der Kamera

Mark Waschke (Paul) ............................................................................................................................. 11

Marie Bäumer (Anna) ............................................................................................................................. 12

Sylvester Groth (Georg) ......................................................................................................................... 13

Sophie Rois (Yvonne) ............................................................................................................................ 14

Saskia Rosendahl (Emilie) ..................................................................................................................... 15

Johannes Zeiler (Daniel) ......................................................................................................................... 16

Hinter der Kamera

Denis Dercourt (Regie) ............................................................................................................................17

Matteo Cocco (Bildgestaltung) ............................................................................................................... 18

Hansjörg Weißbrich (Schnitt) .................................................................................................................. 18

Jerôme Lemonnier (Komponist) .............................................................................................................. 19

X Verleih ................................................................................................................................................ 20

Pressebetreuung:

Media Office

Pestalozzistr. 72

10627 Berlin

Tel. +49 (0)30 - 88 71 44 0

Fax +49 (0)30 - 88 71 44 22

info@media-office-presse.com

Technische Daten:

Deutschland, 2013

Länge: 86 min.

Bildformat: 2,35:1

Tonformat: Dolby Digital

Pressematerial:

www.x-verleih.de

X Verleih:

X VERLEIH AG

Kurfürstenstr. 57

10785 Berlin

Tel. +49 (0)30 - 269 33 676

Fax +49 (0)30 - 269 33 700

presse@x-verleih.de

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KURZINHALT

Das perfekte Leben von Anna und Paul ändert sich mit einem Schlag, als eines Tages Georg als neuer

Chef in Pauls Büro steht: Man kennt sich aus Jugendtagen. Plötzlich tauchen kompromittierende Bilder

auf, die Paul mit seiner Sekretärin zeigen, geschäftliche Misserfolge werden ihm angelastet.

Paul wird allmählich bewusst, dass ihn eine längst vergangene Geschichte aus der gemeinsamen

Vergangenheit brachial einholen könnte. Seine Lüge - damals mit einem gefälschten Liebesbrief - war nur

eine Seite der Medaille: Georg, der in Teenagerzeiten mit Anna zusammen war, überließ Paul Anna

bereitwillig. Er stellte jedoch die Bedingung, dass er Anna in jedem Fall zurückbekäme, wenn er sie

wiederhaben wolle.

Nun ist Georg da und mit ihm seine undurchschaubare Frau Yvonne; leise dringen beide immer mehr in

die Familie ein, und Georg umgarnt besonders die hübsche Tochter Emelie. Auch die Ehe zwischen Anna

und Paul wird von den Schatten der Vergangenheit belastet.

Muss Paul Anna tatsächlich freigeben? Was haben Georg und Yvonne vor? Oder bildet sich Paul einen

Hinterhalt nur ein?

„Meine Art, Drehbücher zu schreiben, hat viel mit Komponieren zu tun. Ich brauche einen Kontrapunkt,

Auflösungen, Tempiwechsel... Am allerwichtigsten ist es mir, eine eigene Welt zu konstruieren.“

(Denis Dercourt)

PRESSENOTIZ

Großartige deutsche Schauspieler stehen sich in diesem modernen Film Noir des Regisseurs Denis

Dercourt gegenüber: Mark Waschke (BARBARA, FENSTER ZUM SOMMER, BUDDENBROOKS), Marie

Bäumer (MITTE ENDE AUGUST, DIE FÄLSCHER, „Das Adlon“, „Im Angesicht des Verbrechens“),

Sophie Rois (DREI, LIEGEN LERNEN) und Sylvester Groth (INGLOURIOUS BASTERDS, DER

VORLESER, „Unsere Mütter, Unsere Väter“,) sowie Saskia Rosendahl (LORE, European Shooting Star

2013) und Johannes Zeiler (FAUST).

Dercourt, dessen Drama DAS MÄDCHEN, DAS DIE SEITEN UMBLÄTTERT 2006 erfolgreich beim

Festival von Cannes lief, setzt sein Ensemble in dem dichten Psychothriller packend in Szene. Die durch

reduzierte Gesten spannungsreich gespielte und von einer kühl beobachtenden Kamera eingefangene

Ménage-à-quatre verbindet einen Krimiplot mit der facettenreichen Beobachtung der menschlichen Seele

- ein elegantes Kammerspiel voller Intrigen.

Bereichert wird der Film von der faszinierenden, größtenteils von einem Streichquartett gespielten Musik

des Komponisten Jerome Lemonnier. X Verleih bringt den ersten in Deutschland gedrehten Film des

französischen Regisseurs im September in die deutschen Kinos.

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DIE BESETZUNG

Mark Waschke

Marie Bäumer

Sylvester Groth

Sophie Rois

Saskia Rosendahl

Johannes Zeiler

Markus Quentin

Annette Lober

Paul

Anna

Georg

Yvonne

Emelie

Daniel

Lukas

Sabine

u.v.a.

DER STAB

Buch & Regie

Produzenten

Bildgestaltung

Schnitt

Originalmusik

Szenenbild

Kostüm

Maske

Assoziierter Produzent

Ton

Produktionsleitung

Casting

Denis Dercourt

Marcelo Busse & Markus Halberschmidt,

busse & halberschmidt Filmproduktion

Matteo Cocco

Hansjörg Weißbrich

Jerôme Lemonnier

Petra Barchi

Susa Sasserath

Jana Schulze

Peter Hartwig

Jörg Kridrowski, Felix Andriessens, Olivier Do Huu

Sophie Stäglich

Anja Dihrberg, Jacqueline Rietz

u.v.a.

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INTERVIEW MIT REGISSEUR DENIS DERCOURT

Woher stammt die Idee hinter ZUM GEBURTSTAG?

Ich wollte einen von den handelnden Figuren getriebenen Thriller machen, der sich stark am Märchen-

Sujet orientiert. Unter anderem deshalb habe ich in Deutschland gedreht: Märchen gehören hier zur

Kultur, der Teufel als Symbol für das Böse ist hier viel wichtiger als in Frankreich. Und auch die Themen

Schuld und Angst haben etwas damit zu tun, wie ich Deutschland erlebe.

Was war der Auslöser für genau diese Story?

Vor allem wollte ich einfach eine spannende Geschichte erzählen, auf keinen Fall ein feel good-Movie,

denn die üblichen feel-good-Movies geben mir nichts. Mir sind feel-bad-Movies lieber! In der

cineastischen Kultur, aus der ich komme, wird Kino nicht ausschließlich als Unterhaltung gesehen. Und

außerdem bin ich Musiker, das bedeutet: Meine Art, Drehbücher zu schreiben, hat viel mit Komponieren

zu tun. Ich brauche einen Kontrapunkt, Auflösungen, Tempiwechsel... Am allerwichtigsten ist es mir, eine

eigene Welt zu konstruieren. Nur die Zuschauer können später sagen, von welchen Themen ihrer Ansicht

nach der Film handelte.

Was bedeutet das für die Schauspieler?

Dass sie ganz und gar anders spielen als in pseudorealen Filmen, sich anders bewegen und sprechen.

Denn ich glaube, dass man ins Kino geht, um etwas anderes zu erleben als beim Fernsehen. Ich bin sehr

beeindruckt von dem expressionistischen Spiel im deutschen Theater. Glücklicherweise waren meine

Schauspieler von Anfang an mit mir einig. Sie haben alle viel Theatererfahrung: Bei deutschen

Theaterstücken will man ebenfalls keine Pseudorealität, das gefällt mir sehr.

Ihr Film beginnt mit einer Lüge... was hat Sie daran fasziniert?

Ich habe mit der Idee gespielt, dass das Lügen in Deutschland sehr schwer wiegt. In Frankreich ist das

doch ziemlich anders: schlaue Menschen müssen lügen. Aber hier ist es eine große Verfehlung! Ich

bewundere diese Ehrlichkeit. Obwohl ich es als Ausländer hier extrem schwer finde, immer ehrlich zu

sein.

Woran liegt das?

Frankreich ist eine sehr höfliche und irgendwie auch höfische Gesellschaft, schon am Hof von Louis XIV

mussten alle lügen, unsere Präsidenten lügen, unsere Minister...

Die lügen hier auch...

Das heißt doch, dass das Lügen einfach tief in uns verankert ist.

Im Ihrer Geschichte gibt es keine klare Gut-Böse-Zuweisung...

Genau, ich habe kein Interesse an einseitigen Figuren. Meiner Erfahrung nach haben das gute

Schauspieler auch nicht. Die Schauspieler in meinen Filmen müssen darum immer sehr gut sein, und

extrem vielseitig. Klassische gute Helden mag ich nicht.

Fordert das den Zuschauer mehr?

Als Zuschauer will ich nicht unterfordert sein, und ich traue meinem Publikum sehr viel zu! Ein Film wie

ZUM GEBURTSTAG, der aus der europäischen Tradition des psychologischen Kammerspieles stammt,

ist immer eine Koproduktion zwischen Zuschauer und Filmemacher, Leinwand und Sitz. Zwischen diesen

beiden entsteht der Film! Deswegen braucht man ambivalente Figuren, weil sonst im Kopf nichts

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entstehen kann. Und ich lasse beim Schreiben extra viele Lücken, denn so entstehen eigene

Spekulationen. Das habe ich vom großen Meister Hitchcock gelernt.

Die Geschichte beginnt in Ostdeutschland vor Mauerfall, und geht dann in den Westen – welche

Bedeutung hat das?

Als Franzose bin ich einfach besonders neugierig auf Geschichten aus der ehemaligen DDR. Und

interessanterweise kann ich mich außerdem mit einigen Dingen identifizieren: In der DDR waren die

Sommerferien zum Beispiel zwei Monate lang, so ist es in Frankreich noch immer. Oder die Szenerie am

See – der Film beginnt ja mit den Protagonisten an einem Badesee – sieht ein bisschen nach Frankreich

aus.

Warum interessieren Sie diese Ost-West-Entwicklungen?

Als Ausländer in Deutschland nehme ich wahr, dass vieles im Verhältnis zwischen ehemaligen

Ostdeutschen und Westdeutschen noch nicht aufgelöst ist, unbewusst scheint es noch große

Unterschiede zu geben, das spüre ich als Regisseur. Ich weiß nicht genau, was es ist.

Welche Bedeutung hat denn das Bankermilieu, in dem die Geschichte spielt?

Das steht für die Leichtigkeit, mit der Lügen in diesem Milieu verbreitet werden. Und einen Teufel in der

Bank zu haben, das klingt ja auch ganz normal – in Zahlen liegt doch etwas Teuflisches!

Warum leben Sie in Berlin?

Zwar gibt es in Frankreich, besonders in Paris, etwas, das hier kaum existiert: die „Cinephilie“. Diese

Kinoliebe kommt von einer riesigen Kenntnis von Filmen aus der ganzen Welt. Man trifft sie überall, in

alltäglichen Gesprächen. Aber als Filmemacher glaube ich, dass das Kino sich gerade ändert, man muss

ihm wieder neue Nahrung geben, die nicht zwingend aus dem Kino stammt. Ich hätte in die USA gehen

können, aber fand, hier war es viel interessanter. Zusätzlich zu einem gewissen Zeitgeist gibt es die

Theaterszene, die Musikszene, die Kunstszene. Für einen Franzosen ist das spannend.

Ist das Arbeiten mit deutschen Schauspielern anders als mit französischen?

Meiner Erfahrung nach, ja, da gibt es große Unterschiede: Deutsche Schauspieler arbeiten jeden Tag,

entweder auf der Bühne, oder für Fernsehen oder Kino. Genau wie ein Musiker, der jeden Tag probt. Am

Set sind sie vorbereitet, die Arbeit geht schnell. Und sie können immer den Text – in Frankreich ist das

leider anders...

Ihre Muttersprache ist Französisch – ist das beim Regieführen ein Thema?

Nein, überhaupt nicht – ich habe sogar in Japan gedreht, obwohl ich kein Wort Japanisch spreche. Ich

sehe das eher wie ein Konzert: Da höre ich als Musiker ja auch, ob ein anderer falsch spielt. Ich brauche

eben wirklich gute Schauspieler, und die habe ich glücklicherweise auch gehabt. Zum Beispiel wollte ich,

dass in meinem Film alle etwas langsamer sprechen, etwas langsamer spielen als normal – das ist

schwieriger, und man kann nicht betrügen, weil das Spiel viel deutlicher wahrgenommen wird.

Gibt es weitere Unterschiede beim Drehen zwischen Deutschland und Frankreich?

Ein großer Unterschied besteht meiner Ansicht nach in der Darstellung von weiblichen Figuren. In

Deutschland gibt es Potential für großartige, weibliche Ikonen. Überraschenderweise werden sie im

hiesigen Kino oft gar nicht so wunderschön inszeniert. Ich wollte aber, dass die Darstellerinnen in ZUM

GEBURTSTAG wunderbar aussehen! Mit Schauspielerinnen wie Sophie Rois, Marie Bäumer oder Saskia

Rosendahl war das natürlich nicht schwierig.

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Wegen der Märchenthematik sollte alles fantastisch und überhöht sein - ist das auch eine Frage

der Kameraarbeit?

Ja, zuerst aber des Szenenbilds: Wir arbeiten monatelang am Szenenbild, das gehört für mich eng mit

der Kameraarbeit und meiner eigenen Arbeit zusammen. Gemeinsam mit Petra Barchi, der

Szenenbildnerin und Matteo Coco, dem Kameramann, haben wir versucht, einzigartige, überwältigende

Bilder zu finden. Das Motto war: Wenn etwas nicht schön ist, hat es kein Recht, im Film zu sein. Das hat

sich auch auf die Kostüme und auf das Set ausgewirkt.

Die Orte, an denen der Film spielt, sind ohnehin märchenhaft: Das kleine Wochenend-

Waldschloss, auf dem die Jagd stattfindet... Wo steht denn das Schlösschen überhaupt?

Am Stadtrand von Görlitz. Und die Stadtwohnung ist in Krefeld. Das war ebenfalls wichtig. dass im Film

ehemalige West- und Ostdrehorte genutzt werden, denn das macht etwas mit der Atmosphäre. Ich habe

sehr lange nach Drehorten gesucht, denn ich wollte wegen der Märchenatmosphäre keine renovierten,

sanierten, modernen Gebäude. Auch die Bank, in der Paul (Mark Waschke) arbeitet, ist alt, sie steht unter

Denkmalschutz. So ein Haus hat viel mehr Charme, als ein neues.

Welches Konzept steckt hinter Ihrer Musik?

Ich arbeite schon zum fünften Mal mit dem Komponisten Jerome Lemonnier zusammen, wir verstehen

uns sehr gut. Diese enge Zusammenarbeit ist wichtig, weil, wie gesagt, das Drehbuch selbst ja schon wie

eine Partitur komponiert ist. Das Besondere an der Geschichte war aber, dass Marie Bäumers Charakter

Pianistin ist, und für mich war es sehr wichtig, dass Marie das Stück auch tatsächlich eigenhändig spielt.

Also hat sie zwei Monate lang geübt, und es dann ganz wunderbar gemacht.

Hat Marie Bäumer also für Ihren Film mal eben Klavierspielen gelernt!?

Na ja, sie konnte es wohl vorher auch schon ein bisschen...

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DIE FILMCHARAKTERE

„Jetzt ist sie mein.“ (Paul über Anna)

PAUL ist ein erfolgreicher Finanzberater, dessen „Backkünste” bei seiner Familie "berüchtigt" sind.

Obwohl am Anfang seiner großen Liebe eine Lüge stand, hat sich die Beziehung zu Anna als dauerhaft

und gut erwiesen. Paul und Anna sind mit ihren Kindern glücklich. Doch vielleicht wird Paul jetzt von der

Vergangenheit eingeholt: Im Beruf gibt es Probleme, Anna misstraut ihm, und nicht mal sein Freund

Daniel kann ihm helfen. Muss Paul dafür bezahlen, was er vor 30 Jahren tat?

„Dieser Mann ist der Teufel.“ (Paul über Georg)

GEORGs Vater ist Polizist, und „hat ihm einige Tricks beigebracht“. Georg ist undurchschaubar. Obwohl

er und Anna einst ein Liebespaar waren, gab Georg sie im Handumdrehen frei, nachdem Paul ihm einen

Liebesbrief zeigte, der angeblich von Anna stammte. Genauso schnell suchte Georg sich eine neue

Freundin. Deren Freund brachte er durch Denunziation ins Gefängnis. Paul glaubt, dass Georg

Börsenkurse manipulieren kann, und dass er die Einlösung des Paktes von damals einfordern möchte.

Will er Paul seine Tochter Emelie wegnehmen, die der jungen Anna so ähnlich sieht?

„Früher hättest Du mich anders geküsst.“ (Anna zu Georg)

ANNA Ist eine talentierte Pianistin, die später Biologin wird. Sie liebte erst Georg und dann Paul. Mit Paul

hat sie eine Familie gegründet, einen Sohn und eine Tochter bekommen, Emelie hat ihre Liebe zur Musik

geerbt. Anna muss sich überlegen, ob sie Paul glaubt, dass die Seitensprung-Fotos mit seiner Assistentin

gefälscht sind. Zudem erfährt sie, dass Paul Georg damals versprochen hat, ihm Anna zurückzugeben,

wenn Georg es will. Aber was sagt Anna dazu?

„Weißt du noch, wie du meinen Exfreund an die Volkspolizei verraten hast? Das hat dich so getroffen!“

(Yvonne zu Georg)

YVONNE ist damals am See mit Georg mitgegangen und bei ihm geblieben. Obwohl sie einen Freund

hatte, von dem sie ein Kind erwartete. Sie hörte systemkritische Musik und trug dunkle Kleidung. Sie

weiß, wie man ein Jagdmesser benutzt. Wieso ist sie mit dem Mann zusammen, der ihren Freund bei der

Polizei denunzierte und ins Gefängnis brachte?

„Ich bin eben der Mann für alles“ (Daniel zu Paul)

DANIEL ist Pauls Kollege und sein bester Freund. Er hält zu Paul. Er kümmert sich um die gefälschten

Fotos, verteidigt Paul vor Georgs Anschuldigungen und geht mit Pauls Sohn Lukas angeln, wenn Paul

nicht kann. Alles ganz uneigennützig?

„Ich habe am Samstag Geburtstag. Kommen Sie?“ (Emelie zu Georg)

EMELIE ist die Tochter von Paul und Marie. Bald ist sie 18. Emelie träumt von einer Karriere als

Musikerin. Georg verhilft ihr zu ersten Studioaufnahmen. Sie findet Georg zunehmend interessant, auch

er scheint sich ihr anzunähern. Wird Emelie seinen Avancen nachgeben?

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LANGINHALT

Irgendwo in der DDR, in den 80er Jahren. Der schüchterne Gymnasiast Paul ist in seine Mitschülerin

Anna verliebt, die jedoch mit seinem besten Freund Georg zusammen ist. Pauls Geburtstag verbringen

die drei Jugendlichen gemeinsam an einem Badesee. Während Anna im See schwimmt, zeigt Paul

Georg einen Liebesbrief von Anna – er ist gefälscht. Der selbstsichere Georg reagiert überraschend:

„Nimm es als mein Geburtstagsgeschenk“, sagt er, und behauptet, er habe ohnehin mit Anna Schluss

machen wollen, weil seine Familie umziehe.

Georg stellt allerdings eine Bedingung: „Wenn ich zurück komme, kriege ich sie wieder“. Zudem solle

Paul ihm eine neue Freundin aussuchen. Paul zeigt auf ein Mädchen, das laut systemkritische

Punkmusik hört. Sekunden später fährt Georg mit ihr auf dem Moped davon und lässt ihren Freund

verdutzt zurück. Als Anna aus dem See kommt, behauptet Paul, Georg habe sie für das fremde Mädchen

sitzen lassen. Dann darf Paul Anna küssen.

Fast 30 Jahre später sind die beiden immer noch ein Paar. Paul arbeitet als erfolgreicher Finanzberater,

Anna ist Biologieprofessorin, sie haben eine Tochter und einen Sohn im Teenageralter. Plötzlich taucht

Georg wieder auf: Er ist Pauls neuer Chef in der Bank. Das erste Wiedersehen der beiden alten Freunde

verläuft eher frostig. Georg erzählt von seinen Erfahrungen als Polizist und Plattenproduzent und

behauptet, er habe Probleme mit dem Gedächtnis, er könne sich nicht an Anna erinnern.

Yvonne, das Mädchen, das Paul einst für Georg ausgesucht hatte, ist allerdings immer noch an Georgs

Seite, was Paul verwundert, so zufällig war die Wahl damals auf sie gefallen. Pauls Unbehagen wächst,

als Georg ihm Fotos zeigt, auf denen man Paul in eindeutigen Situationen mit seiner Assistentin Sabine

erkennt. Paul ist sicher: Das ist eine Fälschung. Er lässt die Bilder seinem Freund und Kollegen Daniel

zukommen, der den Betrug beweisen soll. Später erzählt Paul Daniel von dem Pakt, der damals am See

geschlossen wurde. Doch der Womanizer Daniel hat anderes im Kopf; er ist zum ersten Mal ernsthaft in

eine Frau verliebt, die allerdings vergeben ist.

Auch als Anna die Fotos von Paul und seiner Assistentin zugespielt bekommt, reagiert sie verstört.

Gleichzeitig lädt Paul Georg in sein Wochenendhaus ein, zu einem kleinen Ehemaligentreffen inklusive

Treibjagd. An den seltsamen Pakt, kommt bei dem Gespräch heraus, erinnert sich Georg anscheinend

auch nicht mehr. Das beruhigt Paul ein wenig.

Das Wochenenddomizil ist ein altes Herrenhaus. Während Anna ein opulentes Essen vorbereitet, treffen

Georg und seine Frau Yvonne ein – Yvonnes Vorliebe für dunkle Kleidung hat sich nicht geändert. Paul

und Annas Tochter Emelie scheint sich gut mit Georg zu verstehen, der der jungen Songwriterin mit

seiner Produzentenvergangenheit imponiert. Ihr fast volljähriger Sohn Lukas ist von Georgs Auto

begeistert. Georg, Lukas und Emelie unternehmen eine Spritztour. Später beim Abendessen werden

Erinnerungen wachgerufen. Anna erzählt, wie sie damals aus unerfindlichen Gründen von Georg

verlassen wurde. Und Yvonne erinnert ihren Mann daran, wie dieser ihren oppositionellen Ex-Freund an

die Volkspolizei verraten habe. Auch Annas Verdacht bezüglich Pauls Untreue kommt ans Tageslicht.

Als Anna nach dem Essen für die Gäste Klavier spielt, bekommt Paul einen Anruf: In einem afrikanischen

Land, in dem Pauls Firma investiert hat, ist ein Anschlag verübt worden. Die Reaktionen der Märkte sind

fatal für die Bank. Das Merkwürdige ist, dass Georg anscheinend bereits vorher davon wusste. Paul

erzählt Anna erstmalig auch von dem gefälschten Liebesbrief und davon, was er Georg damals

versprechen musste. Anna ist schockiert. Sie beschließt jedoch, Georg zu verführen, um

herauszubekommen, was er wirklich will.

Am nächsten Morgen findet die Treibjagd statt. Dabei gibt Anna vor, sich den Knöchel verstaucht zu

haben und lässt sich von Georg nach Hause bringen. Doch ihr Flirtversuch endet für Anna mit einer

Zurückweisung: Sie sei ihm zu alt, sagt Georg. Währenddessen übernimmt Pauls Sohn Georgs Gewehr

und schießt einen Hasen an, dem Yvonne mit ihrem Messer den Garaus macht.

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Nachdem Georg und Yvonne wieder weggefahren sind, sprechen Paul und Anna sich aus. Die

Beziehung zwischen den beiden scheint wieder in Ordnung zu sein. Doch im Büro gibt es weiteren Ärger

für Paul, als Georg den Angestellten vorwirft, die von dem Anschlag betroffene Region in ihrer Stabilität

überschätzt zu haben - allen voran Paul. Daniel hält zu seinem Freund.

Am nächsten Morgen hat sich die Lage in dem afrikanischen Land entspannt, und die Kurse steigen

wieder. Emelie bekommt einen Anruf von Georg, dem sie ihre Demo-CD geschickt hat, und er schlägt ihr

vor, professionelle Musikaufnahmen zu machen. Als Paul davon erfährt, schöpft er den Verdacht, dass

Georg sich an ihm rächen will, indem er statt seiner Frau seine Tochter haben will. Anna hält das für

absurd.

Paul folgt heimlich Georg und Emelie, die sich für die CD-Aufnahmen im Studio von ihm neu einkleiden

lässt. Nach der erfolgreichen Session lädt Emelie Georg und Yvonne als Dankeschön zu ihrem 18.

Geburtstag ein, der am Wochenende im Landhaus von Paul und Anna stattfindet. Bei der Party, die sich

über alle Etagen erstreckt, eskalieren die Ereignisse, die in einem gefälschten Brief und einem Pakt vor

30 Jahren ihren Anfang fanden. Und Paul findet endlich heraus, was wirklich hinter der Sache steckt...

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VOR DER KAMERA

Mark Waschke

als Paul

Mark Waschke, 1972 in Wattenscheid geboren, absolviert seine Schauspielausbildung an der

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin. Von 1999 - 2008 ist er Mitglied des Ensembles der

Berliner Schaubühne, wo er unter anderem mit den Regisseuren Thomas Ostermeier und Falk Richter

zusammenarbeitet. Seit 2005 spielt er in Fernsehfilmen und -serien wie dem mehrfach preisgekrönten

„KDD - Kriminaldauerdienst“ oder „Abschnitt 40“. In Heinrich Breloers ausgezeichneter Literaturverfilmung

BUDDENBROOKS übernimmt er 2008 die Hauptrolle des Thomas Buddenbrook, außerdem überzeugt er

in der Hauptrolle von Stefan Krohmers Fernsehfilm „Mitte 30“. Ein Jahr später ist er in Matti Geschonneks

Fernseh-Zweiteiler „Entführt!“ zu sehen. Mit Hendrik Handloegten arbeitet er 2007 für dessen Fernsehfilm

„Ein spätes Mädchen“ zusammen. Im Kino kann man ihn unter anderem 2007 in Angela Schalenecs

NACHMITTAG erleben; den Bayerischen Filmpreis als Bester Darsteller bekam er 2009 für seine

Hauptrolle im deutsch-österreichischen Drama HABERMANN unter der Regie von Juraj Herz. 2011 spielt

er in Nick Baker-Monteys Komödie DER MANN, DER ÜBER AUTOS SPRANG, in Eran Riklis Drama

PLAYOFF und in Christoph Hochhäuslers Drama UNTER DIR DIE STADT. Für seine Nebenrolle im

ebenfalls 2011 entstandenen DER BRAND wird er 2013 mit dem Deutschen Schauspielerpreis geehrt.

2012 sieht man ihn neben Nina Hoss in Christian Petzolds mehrfach preisgekröntem Drama BARBARA,

das unter anderem auf der Berlinale 2012 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wird. Mark Waschke

lebt in Berlin.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

Regie

2013 ZUM GEBURTSTAG Denis Dercourt

2012 BARBARA Christian Petzhold

SCHILF

Claudia Lehmann

2011 UNTER DIR DIE STADT Christoph Hochhäusler

DER MANN, DER ÜBER AUTOS SPRANG

Nick Baker-Montey

FENSTER ZUM SOMMER

Hendrik Handloegten

DER BRAND

Brigitte Bertele

2010 HABERMANN Juraj Herz

2009 Entführt (TV) Matti Geschonnek

2008 BUDDENBROOKS Heinrich Breloer

2007 KDD - Kriminaldauerdienst (TV, mehrere Episoden) div.

Ein spätes Mädchen (TV)

Hendrik Handloegten

Mitte 30 (TV)

Regie: Stefan Krohmer

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Marie Bäumer

als Anna

Marie Bäumer wächst in Hamburg auf. Sie absolviert Schauspielausbildungen im Tessin und in Hamburg

und spielt bereits während ihres Studiums an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater in Detlev

Bucks preisgekrönter Komödie MÄNNERPENSION. Unter der Regie von Oskar Roehler erspielt sie sich

in DER ALTE AFFE ANGST (2002) den Bayerischen Filmpreis und den Preis der deutschen Filmkritik.

2006 bringt ihr ihre Darstellung in Stefan Krohmers TV-Film „Ein toter Bruder“ den zweiten Jupiter ein.

2008 ist sie in Nikolai Rohdes Drama 10 SEKUNDEN zu sehen, ein Jahr später in Sebastian Schippers

MITTE ENDE AUGUST. Für ihre Rolle in Dominik Grafs außergewöhnlicher TV-Serie „Im Angesicht des

Verbrechens“ erhält sie als Mitglied des Schauspielensembles 2010 den Deutschen Fernsehpreis und

2011 den Grimme-Preis. Neben ihren vielen Kino- und Fernsehengagements tritt Marie Bäumer seit den

90ern auch in Theaterstücken auf, unter anderem spielt sie 2007 die Buhlschaft in „Jedermann“ bei den

Salzburger Festspielen. Im Januar 2011 inszeniert sie ihr selbstverfasstes Theaterstück „Abschied“ an

den Hamburger Kammerspielen.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

Regie

2013 ZUM GEBURTSTAG Denis Dercourt

DER GESCHMACK VON APFELKERNEN

Vivian Naefe

2010 Im Angesicht des Verbrechens (TV) Dominik Graf

DER GROSSE KATER

Wolfgang Panzer

2009 MITTE ENDE AUGUST Sebastian Schipper

2008 10 SEKUNDEN Nikolai Rohde

2005 Dresden (TV) Roland Suso Richter

Ein toter Bruder (TV)

Stefan Krohmer

Nachtschicht – Tod im Supermarkt (TV)

Lars Becker

2003 DER ALTE AFFE ANGST Oskar Roehler

2002 VIEL PASSIERT – DER BAP-FILM Wim Wenders

2001 DIE AUFERSTEHUNG Vittorio & Paolo Taviani

DER SCHUH DES MANITU

Bully Herbig

1998 Neonnächte (TV) Peter Ily Huemer

1995 MÄNNERPENSION Detlev Buck

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Sylvester Groth

als Georg

Sylvester Groth, 1958 in Jerichow in Sachsen-Anhalt geboren, studiert an der Staatlichen

Schauspielschule Berlin (später Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“) und spielt seit den frühen

80er Jahren an namhaften Theaterbühnen wie dem Staatsschauspiel Dresden, dem Deutschen Theater,

der Schaubühne, dem Residenztheater und den Münchner Kammerspielen, dem Wiener Burgtheater und

bei den Salzburger Festspielen. Seit 1982 ist er auch in Kino und Fernsehen zu sehen: Für Frank Beyers

DER AUFENTHALT wird ihm 1982 beim Nationalen Spielfilmfestival der DDR der

Nachwuchsdarstellerpreis verliehen, Klaus Gendries besetzt ihn 1984 als Hauke Haien in „Der

Schimmelreiter“. 1986 spielt er in der Literaturverfilmung MOMO, 1992 in Joseph Vilsmaiers

STALINGRAD und 2001 in Bernd Böhlichs zweiteiligem Fernsehfilm „Der Verleger“. Für seine Darstellung

eines Stasiagenten in Hermine Huntgeburths Fernsehfilm „Romeo“ bekommt er 2002 den Adolf-Grimme-

Preis und einen Sonderpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste verliehen. 2006

übernimmt er die Rolle des Joseph Goebbels in Dani Levys MEIN FÜHRER, wofür er ein Jahr später mit

dem Deutschen Kritikerpreis geehrt wird. In Andreas Dresens WHISKY MIT WODKA und Quentin

Tarantinos Meisterwerk INGLOURIOUS BASTERDS ist er in entscheidenden Rollen zu erleben. Neben

der Mitwirkung bei einigen „Tatort“-Krimis übernahm er 2013 zusammen mit Claudia Michelsen die Rolle

der Ermittler im in Magdeburg angesiedelten „Polizeiruf 110“.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

Regie

2013 ZUM GEBURTSTAG Denis Dercourt

Unsere Mütter, unsere Väter (TV)

Philipp Kadelbach

2012 FRISCH GEPRESST Christine Hartmann

2011 Beate Uhse - Das Recht auf Liebe (TV) Hansjörg Thurn

2009 WHISKY MIT WODKA Andreas Dresen

INGLOURIOUS BASTERDS

Quentin Tarantino

2008 BUDDENBROOKS Heinrich Breloer

2007 MEIN FÜHRER Dani Levy

2003 THE THIRD WAVE Anders Nilsson

Das Wunder von Lengede (TV)

Kaspar Heidelbach

2001 Der Verleger (TV) Bernd Böhlich

Romeo (TV)

Hermine Huntgeburth

2000 Der Briefbomber (TV) Torsten C. Fischer

1993 STALINGRAD Joseph Vilsmaier

1986 MOMO Johannes Schaaf

1984 Der Schimmelreiter (TV) Klaus Gendries

1982 DER AUFENTHALT Frank Beyer

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Sophie Rois

als Yvonne

Sophie Rois wird 1961 in Oberösterreich geboren. Ihre Schauspielausbildung absolviert sie von 1983 bis

1986 am Max Reinhardt Seminar in Wien. Ab 1987 spielt sie an verschiedenen Berliner Bühnen. Seit

1993 gehört sie zum Ensemble der Volksbühne in Berlin und spielt dort unter der Regie von Christoph

Schlingensief, Frank Castorf, Christoph Marthaler und René Pollesch. 1995 erhält sie für ihre Darstellung

der Brunhilde in „Ring des Nibelungen“ den Theaterpreis. Am Burgtheater Wien arbeitet sie regelmäßig

als Gast. Im Kino ist sie unter anderem in Detlev Bucks WIR KÖNNEN AUCH ANDERS und in Stefan

Ruzowitzkys DIE SIEBTELBAUERN zu sehen. Für ihre Darstellung der Erika Mann in Heinrich Breloers

mehrfach preisgekröntem Mehrteiler „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ bekommt sie 2002 einen

Adolf-Grimme-Preis. Für ihre Mitwirkung in Ina Weisses DER ARCHITEKT wird sie 2009 mit dem

Deutschen Filmpreis als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. 2006 wird ihr der Deutsche

Hörbuchpreis verliehen. 2010 spielt sie die Hauptrolle in Tom Tykwers DREI und wird dafür mit dem

Deutschen Filmpreis, dem Bayerischen Filmpreis und dem Preis der deutschen Filmkritik geehrt. Der

Club der Berliner Filmjournalisten verleiht ihr den Ernst-Lubitsch-Preis für die „Beste komödiantische

Leistung“ im deutschen Film. 2012 wird ihr die Auszeichnung „Schauspielerin des Jahres“ der Zeitschrift

„Theater heute“ und der Theaterpreis Berlin der Stiftung Preußische Seehandlung verliehen. Rois lebt in

Berlin.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

Regie

2013 ZUM GEBURTSTAG, Denis Dercourt

2010 DREI Tom Tykwer

180° Cihan Inan

2009 DER ARCHITEKT Ina Weisse

2004 FRÄULEIN PHYLLIS Clemens Schönborn

2003 LIEGEN LERNEN Hendrik Handloegten

2001 DUEL – ENEMY AT THE GATES Jean-Jacques Annaud

Die Manns – Ein Jahrhundertroman (TV)

Heinrich Breloer

1999 DIE SIEBTELBAUERN Stefan Ruzowitzky

1998 LIEBE DEINE NÄCHSTE! Detlev Buck

1996 Dr. Knock (TV) Dominik Graf

1993 WIR KÖNNEN AUCH ANDERS Detlev Buck

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Saskia Rosendahl

als Emelie

Saskia Rosendahl wird 1993 in Halle an der Saale geboren. Zwischen 2001 und 2011 ist sie Mitglied

beim Kinderballett der Oper Halle, von 2008 bis 2011 wirkt sie in Inszenierungen eines

Improvisationstheaters und des Neuen Theaters Halle mit. In Wolfgang Dinslages Kinofilm FÜR ELISE

spielt sie 2010 die Rolle der Lena, ein Jahr später überzeugt sie in ihrer ersten Hauptrolle als Lore im

gleichnamigen, mehrfach ausgezeichneten Kinofilm der Regisseurin Cate Shortland und erhält dafür

verschiedene Preise, u.a. den Australischen Filmpreis sowie die Ehrung als Beste Schauspielerin auf

dem 23. Stockholmer Film Festival. Im Rahmen der Berlinale 2013 wird sie als European Shootingstar

ausgezeichnet.

2013 ist sie außer in ZUM GEBURTSTAG in Vivian Naefes Kinofilm DER GESCHMACK VON

APFELKERNEN neben Marie Bäumer, Hannah Herzsprung und Meret Becker zu sehen.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

Regie

2013 ZUM GEBURTSTAG Denis Dercourt

DER GESCHMACK VON APFELKERNEN

Vivian Naefe

2011 LORE Cate Shortland

2010 FÜR ELISE Wolfgang Dinslage

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Johannes Zeiler

als Daniel

Der gebürtige Österreicher studiert zunächst Germanistik und Geschichte, bevor er seine

Schauspielausbildung am renommierten Max-Reinhardt-Seminar in Wien absolviert. Es folgen unter

anderem Engagements am Landestheater Coburg und den Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. Zwischen

1999 und 2001 ist er Mitglied des Faust-Ensembles von Peter Stein. Danach sieht man Zeiler u.a. am

Schauspielhaus in Wien. Parallel dazu arbeitet er außerdem für Film und Fernsehen; die erste Produktion

1996 „ Der Unfisch“ unter der Regie von Robert Dornhelm an der Seite von Maria Schrader. Diverse

Serienformate folgen, „Kommissar Rex“, „Soko Donau“, „Schnell ermittelt“ und „Tatort: Kinderwunsch“.

Erwähnenswert auch seine Mitwirkung 2010 in Andreas Prochaskas „Der erste Tag“ oder Hansjörg

Thurns Inszenierung „Isenhart“ (2011). Einem breiten Publikum wird Johannes Zeiler mit seiner

beeindruckenden Hauptrolle des FAUST in der gleichnamigen Verfilmung von Alexander Sokurow

bekannt, die 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen in Venedig mit dem Goldenen Löwen

ausgezeichnet wird.

Zuletzt sieht man ihn in der österreichischen Krimiserie „CopStories“ als Oberst Andreas Bergfeld an der

Seite von Fahri Yardim und in Detlevs Bucks DIE VERMESSUNG DER WELT.

Zudem wird er diesen Herbst auch im neuen Film des Oscar® nominierten Regisseurs Götz Spielmann

neben Nora von Waldstätten, Sebastian Koch und Ursula Strauss in OKTOBER / NOVEMBER in einer

Hauptrolle zu sehen sein.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

Regie

2013 ZUM GEBURTSTAG Denis Dercourt

OKTOBER / NOVEMBER

Götz Spielmann

Polizeiruf 110 - Kinderparadies (TV)

Leander Haussmann

CopStories (TV)

Paul Harather u.a.

2012 DIE VERMSSEUNG DER WELT Detlev Buck

Das Wunder von Kärnten (TV)

Andreas Prohaska

Braunschlag (TV)

David Schalko

2011 FAUST Alexander Sokurow

Isenhart (TV)

Hansjörg Thurn

2010 Der erste Tag (TV) Andreas Prochaska

Die Hebamme - Auf Leben und Tod (TV)

Dagmar Hirtz

2008 Tatort - Kinderwunsch (TV) Walter Bannert

2007 Der schwarze Löwe(TV) Wolfgang Murnberger

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HINTER DER KAMERA

Denis Dercourt

Regie & Drehbuch

Denis Dercourt, 1964 in Paris geboren, studierte nach dem Abitur - mit 16 Jahren - zunächst Philosophie.

Der Sohn eines Produzenten und einer Klavierlehrerin erhielt schon früh Violinunterricht. Nach einer Zeit

als Solobratschist (1988 bis 1993) im Orchestre Symphonique Français, unterrichtet Dercourt seit 1994

als Professor für Kammermusik am Straßburger Konservatorium.

Seine Filmkarriere begann er 1997 mit der Komödie "Le déménagement“ (aka "The Move“). Seither

zeichnet er sowohl für Drehbuch als auch Regie für seine Filme verantwortlich – darunter die

Produktionen "Die Freiberufler“ (OT: "Les cachetonneurs“), "Lise et André“ (2000) und "Mes enfants ne

sont pas comme les autres“ (2003).

2007 kam Dercourts viel beachteter, von der Kritik hoch gelobter Thriller DAS MÄDCHEN, DAS DIE

SEITEN UMBLÄTTERT in die deutschen Kinos. Der Film wurde für drei Césars nominiert und lief 2006 in

der Sektion "Un certain Regard“ bei den Filmfestspielen in Cannes.

Zuletzt schrieb und inszenierte Denis Dercourt das Drama DEMAIN DES L’AUBE (aka TOMORROW AT

DAWN) mit Vincent Perez in der Hauptrolle, der 2009 in Cannes ebenfalls in "Un certain Regard“ gezeigt

wurde.

ZUM GEBURTSTAG ist Dercourts erster Film, der in Deutschland realisiert wurde.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

2013 ZUM GEBURTSTAG

2013 LA CHAIR DE MA CHAIR

2009 DEMAIN DÈS L'AUBE

2006 DAS MÄDCHEN, DAS DIE SEITEN UMBLÄTTERT (La tourneuse de pages)

2003 Mes Enfants Ne Sont Pas Comme Les Autres

2000 Lise Et André

1998 Les Cachetonneurs (Die Freiberufler)

1997 Le Déménagement

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Matteo Cocco

Bildgestaltung

Der gebürtige Italiener Matteo Cocco studierte Kamera an der Hochschule für Film Cinecittà in Rom.

Parallel arbeitete er als Kameraassistent für diverse italienische und internationale Kinoproduktionen.

Seit 2007 lebt Matteo Cocco in Köln, wo er als freier Kameramann arbeitet. Seine Filme liefen auf

mehreren deutschen und internationalen Festivals. 2010 wurde er mit „Dresdenprag“, der 2009 auch in

Cannes´ Shortfilm Corner zu sehen war, für den Deutschen Kamerapreis nominiert. Im Oktober 2011

erhielt er den ersten Preis des Internationalen Kamerafestivals „Golden Eye“ für seine Arbeit in dem

Kurzfilm „Zima“.

ZUM GEBURTSTAG ist sein Langfilm-Debüt.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

Regie

2013 ZUM GEBURTSTAG Denis Dercourt

HÜTER MEINES BRUDERS

Maximilian Leo

2012 Brüder (Kurzfilm) Türker Süer

2011 Zima (Kurzfilm) Katarina Stankovic

Escape (Kurzfilm)

Rosa Hannah Ziegler

2010 DIE FRAU DES POLIZISTEN (2. Kameramann) Philip Gröning

Dresdenprag (Kurzfilm)

Maximilian Leo

Hansjörg Weißbrich

Schnitt

Hansjörg Weißbrich, geboren 1967 in Siegen, studierte nach dem Abitur Musik, Französisch und Theater-

, Film- und Fernsehwissenschaften und arbeitet seit 1995 als freiberuflicher Editor.

Ab diesem Zeitpunkt arbeitet er eng mit dem Regisseur Hans-Christian Schmid zusammen und zeichnet

seitdem für den Schnitt aller seiner Spielfilme verantwortlich.

Die Liste seiner Zusammenarbeit mit weiteren namhaften Regisseuren ist lang: So arbeitet er u.a. mit

Vivian Naefe, Florian Gallenberger, Marco Kreuzpaintner, Leander Haußmann, Andres Veiel oder

Oscar®-Preisträger Bille August.

Hansjörg Weißbrich ist Mitglied der deutschen und der europäischen Filmakademie. Seine Arbeiten

wurden schon mehrfach ausgezeichnet. Bereits dreimal erhielt er den Deutschen Schnitt-Preis (für

LICHTER, REQUIEM und DER LIEBESWUNSCH), zweimal den Preis der deutschen Filmkritik (für

LICHTER und STURM), für „Frauen lügen besser“ von Vivian Naefe bekam er den Deutschen

Fernsehpreis, für Gregor Schnitzlers WAS TUN, WENN’S BRENNT? und Leander Haußmanns NVA den

Deutschen Kamerapreis in der Kategorie Bester szenischer Schnitt und schließlich ehrte ihn die

Filmakademie mit dem Deutschen Filmpreis für STURM – vier weitere Male wurde er bislang für den

Preis nominiert, zuletzt 2011 für seine Arbeit an Andres Veiels WER WENN NICHT WIR.

FILMOGRAPHIE (Auswahl)

Regie

2013 ZUM GEBURTSTAG Denis Dercourt

NACHTZUG NACH LISSABON

Bille August

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X VERLEIH

www.x-verleih.de

Im Jahr 2000 wurde die X Verleih AG mit Sitz in Berlin von X Filme Creative Pool GmbH gemeinsam mit

der LBB Beteiligungsgesellschaft mbH und Senator Entertainment AG gegründet. Ziel war und ist, eine

enge Zusammenarbeit zwischen Produzenten, Regisseuren und dem Verleih zu gewährleisten. Statt

Reibungsverluste zwischen Produktion und Verleih zu akzeptieren, begreift man sich als freundschaftlichkritische

Gruppe, die vor allem eines gemeinsam hat: Die Liebe zu guten Filmen und großem Kino. X

Verleih bringt nicht nur exklusiv alle Produktionen von X Filme Creative Pool in die Kinos, sondern

arbeitet außerdem mit einer Vielzahl weiterer nationaler und internationaler Produktionsfirmen

zusammen. Neben der Akquise und Kinoherausbringung engagiert sich X Verleih darüber hinaus in der

Auswertung aller Nebenrechte sowie im Einzelfall als Koproduzent. Ziel ist ein breit gefächertes

Verleihprogramm, das das ganze Spektrum von anspruchsvollem und unterhaltendem Kino abdeckt. Das

Unternehmen wird operativ von den Vorständen Manuela Stehr, Martin Kochendörfer und Andreas

Dobers geführt.

Alle Filmtitel der X Verleih AG finden Sie unter www.x-verleih.de.

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