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ETF-NEWSLETTER FÜR PRIVATANLEGER UND ANLAGEBERATER

In Kooperation mit:

KompetenzCenter für ETFs

Ausgabe 48/02.12.2013

marktkommentar

DAX KNACKTE DIE MARKE VON 9.400 PUNKTEN

Die Jahresendrallye läuft auf vollen Touren. Es ist noch

nicht allzu lange Zeit her, da überschritt der DAX die

9.000-er Marke. In der vergangenen Woche knackte er

nun schon bereits die Schwelle von 9.400 Punkten. Zu

verdanken ist die Fortsetzung des Aufwärtstrends

hauptsächlich weiterhin der lockeren Geldpolitik der

Notenbanken. Aber auch gute konjunkturelle Vorgaben

aus den USA gaben dem Markt positive Impulse. So lief

das Geschäft am „Black Friday“, dem traditionellen

Weihnachtseinkaufstag nach dem Feiertag „Thanks

Giving“ ausgesprochen gut, vor den Kaufhäusern bildeten

sich lange Schlangen. Rückenwind gab es auch aus der

Politik. Der erfolgreiche Abschluss der Atomverhandlungen

mit dem Iran, der eine Lockerung der

Sanktionen zur Folge hat, könnte zur weiteren Verbilligung

des Rohölpreises führen. Und das dürfte die

weltweite Konjunktur ankurbeln. Zudem verringert die

Übereinkunft die globalen geostrategischen Risiken. In

Deutschland sorgte zudem der erfolgreiche Abschluss der

Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD für gute

Stimmung am Aktienmarkt. Deutlich aufgehellt hat sich

auch das Konsumklima in Deutschland. Der GfK-

Konsumklimaindex stieg im Dezember von revidiert 7,1

auf nunmehr 7,4 Punkte. Die Anschaffungsneigung der

Deutschen erhöhte sich gar auf ein Siebenjahreshoch.

Einer der Profiteure davon ist die Bauindustrie. Die

Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe stiegen im

Vergleich zum Vorjahresmonat preisbereinigt um 5,6

Prozent. Im Einzelhandel scheint zumindest im Oktober

die gute Stimmung noch nicht angekommen zu sein. Die

Umsätze sanken saison- und preisbereinigt um 0,4

Prozent.

Auch Euro Stoxx 50 wieder im Aufwärtstrend

Deutlich moderater legten die Kurse anderer europäischer

Aktienmärkte zu. Immerhin stieg der Euro Stoxx

50 auf Wochensicht um 1 Prozent. Insbesondere Bankenwerte

profitierten vom Aufwärtstrend (+2,27 Prozent).

Regional zu den Gewinnern der Vorwoche zählten die

Aktienmärkte in den EU-Peripheriemärkten Griechenland

(+1,53 Prozent), Portugal (+2,95 Prozent) oder Spanien

(+1,66 Prozent). In Ländern wie Frankreich und Österreich

konnten Aktien nur geringfügig zulegen mit jeweils +0,39

Prozent. Aus der Eurozone kamen gemischte Nachrichten:

Einerseits stieg der BCI-Geschäftsklimaindex

leicht von revidiert -0,08 auf nunmehr plus 0,18 Punkte.

Das ist der höchste Stand seit Juli 2010. Andererseits gab

es deutliche Verluste beim State Street Investor

Confidence-Index für Europa, der von 111,3 auf 101,5

Zähler gefallen ist.

GLOBAL

Land/Index

Länder- und Regionen-Indizes

Kurs

02.12.2013

1 Woche

in %

2013

in %

MSCI World 1.628,42 0,29 21,66

DJ Global Titans 50 229,85 0,11 17,89

MSCI Emerging Markets 1.018,28 0,76 -3,50

DEUTSCHLAND

DAX 9.405,30 2,02 23,55

MDAX 16.334,28 1,15 37,10

SDAX 6.848,22 1,18 30,46

TecDAX 1.154,89 1,70 39,46

EUROPA

DJ Stoxx 50 2.901,39 0,40 12,56

DJ Euro Stoxx 50 3.086,64 1,00 17,10

MSCI Europe 985,47 1,08 18,80

DJ Stoxx 600 325,16 0,74 16,26

DJ Stoxx 600 Banks 193,92 2,27 18,83

DJ Stoxx 600 Basic Res. 398,48 0,29 -13,84

DJ Stoxx 600 Real Estate 137,38 0,59 6,24

Frankreich CAC40 4.295,21 0,39 17,97

Griechenland FTSE/ASE 20 395,20 1,53 27,62

Großbritannien FTSE 100 6.650,57 -0,36 12,76

Österreich ATX 2.645,67 0,39 10,18

Portugal PSI-20 6.537,77 2,95 15,61

Russland RTS 1.411,02 -1,57 -7,59

Schweden OMXS30 1.307,71 0,76 18,37

Schweiz SMI 8.264,20 0,17 21,13

Spanien IBEX 35 9.837,60 1,66 20,45

Türkei ISE NAT 30 92.364,08 -0,08 -5,49

NORDAMERIKA

MSCI North America 1.872,72 -0,03 24,56

DOW JONES IND. 16.086,41 0,48 22,76

NASDAQ 100 3.487,82 2,50 31,08

S&P 500 1.805,81 0,55 26,62

RUSSELL 1000 1.004,97 0,56 27,23

Kanada S&P/TSX 771,86 -0,72 8,15

SÜDAMERIKA

MSCI EM Latin Amerika 3.291,73 -0,60 -13,33

Argentinien MERVAL 5.718,68 6,00 100,35

Brasilien BOVESPA 52.482,49 -0,60 -13,90

Mexiko IPC 42.499,13 3,16 -2,76

ASIEN

MSCI AC Asia ex Japan 557,83 1,23 1,85

MSCI Pacific ex Japan 1.365,05 -0,18 2,88

MSCI EM Asia 452,31 1,42 1,10

China HSCEI 11.519,61 1,16 0,73

Hongkong Hang Seng 23.996,56 1,32 5,91

Indien MSCI India 799,41 0,82 4,60

Japan NIKKEI 225 15.655,07 0,23 50,60

Malaysia MSCI Malaysia 649,16 0,71 8,59

Korea MSCI Korea 600,97 1,49 3,62

Taiwan MSCI Taiwan 205,75 3,76 7,52

Vietnam MSCI Vietnam 546,72 -0,53 5,71

AFRIKA

FTSE/JSE Africa Top40 39.981,20 0,54

1

14,90


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Ausgabe 48/02.12.2013

marktkommentar

Besonders US-Technologiewerte profitierten vom

Aufwärtstrend

Während der Dow Jones mit +0,48 Prozent und der S&P

500 mit +0,55 Prozent nur ein geringes Wochenplus

verzeichneten, konnte der Technologieindex NASDAQ 100

mit +2.50 Prozent kräftig zulegen. Zahlreiche

Konjunkturdaten signalisierten vergangene Woche einen

Aufwärtstrend der US-Wirtschaft. Die Frühindikatoren

stiegen im Oktober gegenüber dem Vormonat unerwartet

um 0,2 Prozent. Auch die Verbraucherstimmung der

Universität Michigan legte von 73,2 im Vormonat auf 75,1

Punkte zu. Analysten waren von einem Rückgang auf 72,0

Zähler ausgegangen. Gesunken sind auch die Erstanträge

auf Arbeitslosenhilfe. Die Hauspreise sind so stark

gestiegen wie seit den vergangenen sieben Jahren nicht

mehr und die Zahl der Baugenehmigungen legte zu. Auch

der State Street Investor Confidence-Index für

Nordamerika kletterte um 3,2 Punkte auf 89,4 Zähler.

Geplante Reformen treiben chinesische Indizes

Eine angekündigte Flexibilisierung des Yuan durch die

chinesische Regierung sorgte für Kauflaune bei

chinesischen Aktien. Der China HSCEI legte um 1,16

Prozent zu, der Hongkong Hang Seng um 1,32 Prozent.

Der japanische Aktienmarkt legte dagegen eine

Verschnaufpause ein und schaffte es nur auf ein leichtes

Wochenplus von 0,23 Prozent.

Name

Devisen

Kurs

02.12.2013

1 Woche

in %

2013

in %

EURO/USD 1,360 0,62 3,04

EURO/PFUND 0,829 0,93 -2,01

EURO/YEN 139,390 -1,43 -17,99

EURO/SFR 1,231 0,12 -1,96

Name

Edelmetalle/Rohstoffe

Kurs

02.12.2013

1 Woche

in %

2013

in %

Gold (USD/Unze) 1.246,27 0,38 -25,65

Gold (Euro/Gramm) 29,52 -0,67 -27,06

Silber (USD/Unze) 19,83 -0,50 -34,43

WTI - Öl 93,24 -1,69 1,55

Aluminium (USD/Tonne) 1.710,00 -1,60 -16,22

Kupfer (USD/Tonne) 7.054,25 -0,62 -10,78

Kaffee (USD/Tonne) 110,85 -0,49 -30,87

Weizen (US-

Cent/Scheffel)

673,50 2,51 -19,03

BLICKPUNKT

Trotz immer neuer Allzeithochs beim DAX bleiben unabhängige Vermögensverwalter weiterhin

optimistisch hinsichtlich der weiteren Kursentwicklung. Nur 5 Prozent der Befragten im Profi

Börsentrend der DAB Bank gehen von sinkenden DAX-Kursen aus. 47 Prozent dagegen rechnen in den

nächsten vier Wochen mit weiter steigenden Kursen, weitere 47 Prozent gehen in diesem Zeitraum von

gleichbleibenden Kursen aus.

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Ausgabe 48/02.12.2013

etf-markt im detail

US-AMERIKANER FEIERN, MÄRKTE STEIGEN

WEITER

Einmal mehr konnten die weltweiten Börsen weiter

zulegen, und dies zeitweise sogar ohne Unterstützung

durch die US-Börsen. Am Donnerstag feierten die US-

Amerikaner Thanksgiving und nutzten traditionell den

anschließenden Freitag, auch Black Friday genannt, zum

Start in die Shopping-Wochen vor Weihnachten. Auch die

Börsen schlossen an diesem Tag früher. Umso mehr

erstaunte es, dass die Börsen in kleinen Schritten weiter

zulegen konnten. Die generell gute Stimmung der

Marktteilnehmer blieb eine weitere Woche erhalten.

Bei den ETF-Anlegern in Stuttgart waren die Anlegertrends

indes gemischter als in den Vorwochen. Einige

Trends schwenkten von einem Kaufüberhang auf einen

ausgeglichenen Anlegertrend. Angesichts neuer Höchstkurse

bei einigen Indizes nutzte der ein oder andere

Anleger die Möglichkeit, Gewinne mitzunehmen.

Bei ETFs mit Bezug auf Deutschland stand bei den

Anlegern wiederholt ein MDAX-ETF auf der Kaufliste ganz

oben. Bezogen auf Europa war bemerkenswert, dass ein

ETF auf den griechischen Leitindex nachgefragt wurde.

Weiterhin sehr uneinheitlich präsentiert sich die Situation

bei ETFs auf die Schwellenländer. Hier verunsicherte die

Anleger vor allem die eskalierende Situation in Thailand.

Dort forderten Demonstranten den Rücktritt der

amtierenden Regierungschefin.

Einmal mehr hatten auch die Edelmetalle eine schwere

Woche mit leicht sinkenden Notierungen. Diese machen

auch weiterhin den Minengesellschaften schwer zu

schaffen. Die ETF-Anleger in Stuttgart waren ebenfalls

geteilter Meinung, ob die Korrektur bereits überstanden

ist. Einige Anleger nutzten die günstigen Kurse vieler

Minenunternehmen um über ETFs in diesen Bereich zu

investieren. Da sich aber auch Anleger von Beständen

trennten, blieb es bei einem insgesamt ausgeglichenen

Anlegertrend.

Käufe/Verkäufe *² Anlegertrend

> 70:30 StrongBuy

> 55:45 Buy

< 55:45 Neutral

< 45:55 Sell

< 30:70 StrongSell

*² Verhältnis ausgeführter Kauf- zu Verkaufsorders an der Börse Stuttgart.

*³ vorläufige Jahresdaten 2013 auf Kalenderwochenbasis. Alle

Auswertungen beruhen auf vorläufigen Statistikdaten der Börse Stuttgart.

Anlegertrends nach Anlageklassen

Geldmarkt

Anleihen

Anleihen

Anleihen Short

Aktien Gesamtmarkt

- Europa

Deutschland (Long)

Deutschland, gehebelt (Leverage)

Deutschland, negativ (Short)

Deutschland (Nettoposition)

Eurozone (Long)

Eurozone, gehebelt (Leverage)

Eurozone, negativ (Short)

Eurozone (Nettoposition)

Sektor-Indices

- Amerika, Asien, Global

Nordamerika

Südamerika

Asien

Global ex EM

- Schwellenländer

Emerging Markets

EM Europa, Middle East, Afrika (EMEA)

EM Asien

EM Lateinamerika

Rohstoffe

StrongSell

Buy

Sell

Neutral

Neutral

StrongBuy

Buy

Neutral

Neutral

StrongBuy

Buy

Neutral

Neutral

Buy

Sell

Neutral

Buy

Sell

Neutral

Neutral

Sell

Neutral

Umsätze in ETFs nach Anlageklassen in Euro

Geldmarkt 76.101

Anleihen Long 11.308.222

Anleihen Short 408.596

Aktien Long 96.414.183

Teilklasse Aktien Long 3.713.081

Aktien Short 7.819.353

Teilklasse Aktien Short Hebel 2.204.041

Rohstoffe 2.046.371

Gesamtumsatz 124.781.688

Jahresdurchschnitt *³ 108.538.030

Jahreshoch 192.833.014

Jahrestief 56.386.876

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etf-markt im detail

Top 30 der meistgehandelten ETFs

Rang WKN Name Trades Total in € Anlegertrend

1 593393 iShares DAX (DE) 214 17.235.770 Sell

2 DBX1DS db x-trackers Short DAX 193 4.761.959 Buy

3 593392 iShares MDAX (DE) 180 8.369.151 Buy

4 DBX1DA db x-trackers DAX® UCITS ETF 81 5.749.637 Neutral

5 ETF001 ComStage DAX 80 9.596.951 Neutral

6 DBX0BY db x-trackers SHORTDAX X2 DAILY UCITS ETF 71 1.397.353 Buy

7 A0HGZR iShares MSCI World 69 1.733.591 StrongBuy

8 LYX0AD Lyxor ETF LevDAX 67 2.534.073 Buy

9 ETFL01 ETFlab DAX 62 1.152.883 Buy

10 ETFL02 ETFlab Euro STOXX 50 61 1.163.750 Sell

11 A1H53P iShares MSCI Japan Monthly Euro Hedged 56 1.228.736 Buy

12 ETF091 ComStage ETF NYSE Arca Gold BUGS 54 606.976 StrongBuy

13 593395 Euro STOXX 50 (DE) 53 867.290 Sell

14 264388 iShares S&P 500 52 2.258.831 Buy

15 DBX1MW db x-trackers MSCI WORLD INDEX UCITS ETF 51 739.371 StrongBuy

16 A0X9AA ETFX DAX 2x Short (ShortDAX x2) 49 511.068 StrongBuy

17 263530 iShares STOXX 600 (DE) 48 523.011 Buy

18 A0F5UF iShares NASDAQ 100 (DE) 45 497.254 Buy

19 A0F5UH iShares STOXX Global Select Dividend 100 45 1.146.500 StrongBuy

20 DBX1EM db x-trackers MSCI EMERGING MARKETS INDEX UCITS ETF 42 390.183 StrongSell

21 DBX0BZ db x-trackers LEVDAX® DAILY UCITS ETF 36 365.660 StrongBuy

22 ETF004 ComStage ETF ShortDAX TR 33 2.800.104 StrongBuy

23 LYX0BF Lyxor ETF FTSE ATHEX 20 33 181.262 StrongBuy

24 ETFL14 ETFlab IBOXX Euro Liquid Sov. Diversified 5-7Y 32 1.003.989 StrongBuy

25 A1C8QT iShares Markit iBoxx Euro High Yield 32 1.326.223 Buy

26 DBX1DG db x-trackers STOXX® GLOBAL SELECT DIVIDEND 100 UCITS ETF 31 345.157 Sell

27 A0MMBG RBS Market Access AMEX Gold Bugs 29 785.444 Buy

28 DBX1EU db x-trackers DJ Euro STOXX 50 27 737.919 Buy

29 628930 iShares DJ Euro STOXX Banks (DE) 27 390.332 StrongSell

30 A0H074 iShares DJ Asia Pacific Select Dividend 30 (DE) 27 214.751 Buy

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Ausgabe 48/02.12.2013

etf im fokus

ETF im Fokus

WKN

Name

Region/Land

TER

Anlageklasse

Ausschüttungsart

Abbildungsmethode

Datum

Erstlisting

593393 iShares DAX Aktien Europa/Deutschland 0,16% thesaurierend vollständig 03.01.2001

ETFL01 Deka DAX UCITS ETF Aktien Europa/Deutschland 0,15% thesaurierend vollständig 14.03.2008

DBX1DA db x-trackers DAX UCITS ETF Aktien Europa/Deutschland 0,15% thesaurierend synthetisch 10.01.2007

LYX0AC Lyxor ETF DAX Aktien Europa/Deutschland 0,15% thesaurierend synthetisch 01.06.2006

ETF001 ComStage DAX TR UCITS ETF Aktien Europa/Deutschland 0,12% thesaurierend synthetisch 21.08.2008

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kommentar zu etf im fokus

AKTIEN SCHEINEN ALTERNATIVLOS

Bereits gestern, am 1. Dezember 2013, war meteorologischer Winteranfang. Und geht es nach Wetterprognosen,

zieht spätestens Ende der Woche zum Nikolaustag tatsächlich der Winter mit Schnee und Eis in Deutschland ein.

Ganz anders als frostig ist dagegen das aktuelle Börsenwetter in Deutschland. Der DAX steigt derzeit von

Allzeithoch zu Allzeithoch. Seit Anfang 2013 hat der DAX um mehr als 23 Prozent zugelegt. Und derzeit gibt es für

viele Marktteilnehmer keine Anzeichen auf ein baldiges Ende der Rallye. Dafür sprechen unter anderem die guten

Konjunkturaussichten in Deutschland, die günstigen Bewertungen der deutschen Standardwerte und die gute

Stimmung der Marktteilnehmer.

Statistik spricht für weitere Kurszuwächse

Für einen weiteren Aufstieg des DAX sprechen auch statistische Daten. So ist der deutsche Leitindex seit 1988 laut

„Handelsblatt“ in 94 Prozent aller Fälle im Dezember nach oben geklettert, wenn er bereits in den ersten neun

Monaten des jeweiligen Jahres gestiegen ist. Einer der Gründe dafür: Fondsmanager kaufen häufig im letzten

Monat des Jahres Aktien nach, die schon hervorragend gelaufen sind. Dies wird im Börsenjargon als Window

Dressing bezeichnet – eine Strategie, die darauf abzielt, am Jahresende ein Fondsportfolio präsentieren zu können,

das vor allem Highflyer enthält.

Zahlreiche DAX- ETFs im Angebot

Der DAX ist in Deutschland der meistinvestierte Index über ETFs. Zahlreiche Anbieter bieten auf diesen Index ihre

Produkte an. Fondsvolumenstärkster ETF ist mit knapp 16 Mrd. EUR der iShares DAX ETF (WKN: 593393). Der Index

wird physisch repliziert, Erträge werden thesauriert. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,16 Prozent. Ebenso auf

vollständige Replikation des DAX und Thesaurierung der Erträge setzt der Deka ETF (WKN: ETFL01). Die

Gesamtkostenquote beträgt 0,15 Prozent.

Nach wie vor sehr beliebt bei den Anlegern ist auch der DAX-ETF von db x-trackers (DBX1DA). Hierbei wird der DAX

synthetisch über Swaps abgebildet. Die Erträge werden ebenfalls thesauriert. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,15

Prozent. Ebenfalls beliebt bei den Anlegern ist das Produkt von Lyxor (WKN: LYX0AC). Kostengünstigster ETF auf

den DAX hinsichtlich der Gesamtkostenquote ist aktuell der von ComStage (WKN: ETF001) mit einer

Gesamtkostenquote von 0,12 Prozent.

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indexpicker

INDEX IM FOKUS: EURO STOXX 50

52-Wochen-Hoch 3.092 50 Titel im Index.

52-Wochen-Tief 2.512 Indexkonzentration

Schluss 29.11.2013 3.087 gering*

externer beitrag

präsentiert von:

Thorsten Winkler,

Geschäftsführer

thorsten.winkler@ad-vanced.de

Der Euro Stoxx 50 Index bildet die Wertentwicklung der 50 wichtigsten Unternehmen aus dem Euroraum ab.

Französische Aktien bilden mit 36,1% den Schwerpunkt bei der Indexgewichtung. Danach folgen Titel aus

Deutschland mit 33,1% und Spanien mit 12,4%. Unter den Branchen haben Finanzwerte mit 26,7% und

Konsumgüter mit 16,6% über die höchsten Gewichtungen. Bei den einzelnen Indexmitgliedern verfügt die Aktie

des Energiekonzerns Total mit 5,3% über die höchste Indexgewichtung. Danach folgen das Pharmaunternehmen

Sanofi mit 5,0% und der deutsche Technologiekonzern Siemens mit 4,3%.

Am letzten Freitag hat der Euro Stoxx 50 Index mit 3087 Punkten geschlossen. Damit notiert der Index auf einem

Niveau, das er zuletzt im Februar 2011 erreicht hat. Sollte es dem Index gelingen, sich nachhaltig über die Marke

von 3100 Punkten abzusetzen, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Rallye.

Ein Blick auf den Kursverlauf der letzten Jahre zeigt eine spannende Ausgangslage für den Index. So kann aus

dem Chartbild eine mehrjährige Doppel-Boden-Formation abgeleitet werden. Dabei gilt das Tief aus dem Frühjahr

2009 als erster Boden (B1). Ein Bereich für die Nackenlinie lässt sich zwischen 3025 bis 3080 Punkten durch die

Hochpunkte der Jahre 2010 und 2011 modellieren. Die Basis für den zweiten Boden bilden die Tiefs der Jahre

2011 und 2012. Sollte sich der Euro Stoxx 50 Index nachhaltig über dem Bereich der Nackenlinie etablieren, dann

kann die Doppel-Boden-Formation als vollendet bewertet werden. Aus einer vollendeten Formation lässt sich

weiteres Potenzial ableiten, was in etwa der Entfernung vom Boden bis zur Nackenlinie entsprechen kann. Im

Falle einer Korrektur sollte der Bereich der Nackenlinie eine erste Unterstützung bieten. Danach könnte ein Test

der untergeordneten Trendlinie (2) bei 2950 Punkten anstehen. Spätestens an der übergeordneten

Aufwärtstrendlinie (1) bei 2850 Punkten sollte eine Abwärtsbewegung stoppen, um die positive Grundausrichtung

nicht zu gefährden.

*Definition Indexkonzentration:

Hoch: Die Top 5 Indexgewichte haben zusammen eine Gewichtung von über 50%. Mittel: Die Top 10 Indexgewichte haben zusammen eine

Gewichtung von über 50%. Gering: Die Top 10 Indexgewichte haben zusammen eine Gewichtung von unter 50%.

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1x1 der etf’s

WAS BEDEUTET EIGENTLICH… ORDER: LIMIT?

Das Limit bezeichnet die für einen Börsenauftrag gültige Preisgrenze. Beim Kauf eines Wertpapiers legt der

Anleger damit die obere bzw. beim Verkauf die untere Preisgrenze fest, zu welcher der Auftrag ausführt werden

soll.

Hier geht’s zum Glossar

börse stuttgart tv

EUROPÄISCHE SCHULDENKRISE: DIE RUHE VOR DEM STURM?

Es wurde verdächtig still in Sachen Schuldenkrise in den vergangenen

Wochen. In Zeiten von Rekordständen an den Börsen mag derzeit kaum

jemand etwas von schwelenden Problemen in der Europeripherie hören. Doch

ist die Krise tatsächlich ausgestanden? "Mitnichten," meint Alexander Berger.

Der Vermögensverwalter bei Börse Stuttgart TV.

Hier geht’s zum Video

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Boerse Stuttgart AG

Börsenstraße 4

70174 Stuttgart

Registergericht // Amtsgericht Stuttgart, HRB 21060

Vorsitzender des Aufsichtsrates // Thomas Munz

Vorstand // Christoph Lammersdorf (Vorsitzender),

Dr. Christoph Boschan, Sönke Björn Vetsch

USt-IdNr. DE 191191166

Stand // Dezember 2013

Textredaktion // Norbert Paul

Telefon: 0800 – 2268853 (kostenfrei)

Anrufe aus dem Ausland: +49 711 222985-579

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