Android User Outdoor - Die besten Apps für viel Fun im Freien (Vorschau)

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Smartphones | Tablets | Apps | Tipps & Tricks | Tests

USER

06/2013 • Juni 2013 • www.android–user.de

Outdoor

Die besten Apps für viel Fun im Freien

City-Guides

Sind die teuren Städteführer-Apps ihr Geld wirklich

wert, was taugen die Gratislösungen?

Fitness-Apps

Diese Apps machen Sie fit für den Sommer

Geheime Codes

Entdecken Sie die verborgenen

Funktionen Ihres Handys

Im HärteDuell:

Samsung Galaxy Xcover 2

gegen das CAT B15 S. 24-27

Papierkorb-Apps

Lieber zweimal löschen als

gleich für immer S. 58

Android & Linux

So viel Linux

steckt noch

in Android

NEU!

20 Seiten Tipps & Tricks

n Akkukiller-Apps aufdecken

n Spezielle Tipps für Sony-Smartphones

n Was tut sich alles in meinem Netzwerk? n Audio-Tipps für Musik- und Hörbuchfans

n So sichern Sie Ihre Google-Daten n Datensauger-Apps ausbremsen

n Ingress-Tipps für Einsteiger und Profis n Play Store: Räumen Sie in Ihren Apps auf

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Service

Editorial

Willkommen bei Android User

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Marcel Hilzinger,

Chefredakteur

Handys

machen

gesund

Das Internet und diverse Zeitschriften sind

voll mit Artikeln darüber, dass Handys bzw.

die Strahlung, die von Handys ausgeht, angeblich

krank machen. Doch je länger man

sich mit dem Thema beschäftigt, desto

komplexer wird es, denn die Strahlung alleine

macht noch keinen Menschen krank,

es sind verschiedene Umstände, die eventuell

zu einer Krankheit führen können.

Lobby-Organisationen mit teilweise fragwürdigen

Studien und Argumenten gibt es

auf beiden Seiten, was soll man da als Nutzer

davon halten?

Think positive!

Ich bin der Meinung, dass Android-Smartphones

gesund machen, wenn man das

Handy entsprechend nutzt. Denn dank sehr

vieler Apps bei Google Play eignen sich die

Minicomputer ideal als Begleiter für Sport,

Spiel und Gesundheit. Egal, ob Sie an

einem Triathlon teilnehmen, einen 4000er

besteigen, eine längere Fahrradtour machen

oder einfach nur ein paar Pfund abnehmen

möchten, Android ist Ihr idealer

Begleiter. Dabei müssen Sie nicht einmal

aktiv Sport treiben, damit Sie sich besser

fühlen (und es Ihnen somit auch besser

geht), es reicht schon, jeden Tag ein paar

Schritte zu tun oder ein paar Meditationsübungen

zu absolvieren.

Welche Apps sich dazu am besten eignen,

zeigen wir Ihnen im aktuellen Fokus von

Android User. Wir stellen Ihnen Fitness-

Apps vor, die sich ideal für das tägliche

Training eignen, aber auch einfache Outdoor-Apps,

die keinen direkten Zusammenhang

mit Sport haben, sondern einfach nur

für Spaß im Freien sorgen. Ein weiterer Artikel

im Fokus widmet sich Städteführer-

Apps. Denn auch der Urlaub gehört dazu,

dass man sich besser fühlt, und mit einem

guten City-Guide, der auch die besten Spaziergänge

kennt, macht der Urlaub gleich

noch mehr Freude. Unser Geheimtipp für

Stubenhocker ist das Spiel Ingress. Es

spricht Leute an, die normalerweise kaum

vom Bildschirm wegzubekommen sind,

und zieht Sie ins Freie. Auch bei mir gehört

der Ingress-Walk inzwischen zum täglichen

Morgenritual, egal ob es regnet, stürmt

oder die Sonne scheint. Und nicht nur laut

meiner Waage wirkt sich das positiv auf die

Gesundheit aus, sondern ich fühle mich

seither auch deutlich fitter.

Das passende Smartphone

Natürlich braucht man für die Aktivitäten

im Freien auch das passende Handy. Wir

haben für diese Ausgabe deshalb die Outdoor-Modelle

Xcover 2 von Samsung und

B15 von Caterpillar getestet und miteinander

verglichen. Einen Testbericht älterer

Outdoor-Smartphones [LINK 1] finden Sie auf

unserer Homepage frei verfügbar.

Marcel Hilzinger

„Laut meiner

Waage wirkt

sich der tägliche

Ingress-Walk

durchaus positiv

auf die Gesundheit

aus.“

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29128

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter

Android-user.de Juni 2013 3


Service

Inhalt

Outdoor

Die besten Apps für viel Fun im Freien

City-Guides

Sind die teuren Städteführer-Apps ihr Geld

wirklich wert, was taugen die Gratislösungen?

S 20

S 12

Fitness-Apps

Diese Apps machen Sie fit für den Sommer

S 16

26

CAT B15

Das passende Handy

zu Blaumann und Bauhelm

Service

3 Editorial

4 Inhalt

6 News

10 Social Android

114 Impressum

QR-Code scannen

und Gratis-Artikel

online lesen!

Fokus

12 Outdoor-Apps

Freiluft-Fun für Androiden

16 Fitness-Apps

Alternativen zu

Runtastic oder

Endomondo

20 City-Guides

Mit Android durch Amsterdam

24 Galaxy Xcover 2

Samsungs Outdoor-Handy in der

zweiten Generation

26 CAT B15

Der stabile Doppel-SIM-Bulldozer

von Caterpillar im Test

Hardware

28 Huawei Ascend Y300

Einer der besten Billig-Androiden

30 Kobo Arc

Das bietet der Konkurrent

des Amazon

Kindle Fire

32 Allview P6 Duo

Dual-SIM-Handy mit AMOLED-

Display im Test

34 Monster Inspiration

Kopfhörer mit aktiver

Rauschunterdrückung

4

Juni 2013

Android-User.de


Einsteiger

70 Google Music Desktop Player

So hören Sie auch am PC Ihre

Google Music

72 Geheime Steuerungscodes

Das bewirken Codes wie

*#*#4636#*#*

Tipps & Tricks

74 Musik-Tipps

Brandaktuelles aus unserer

Musikredaktion

77 Hörbuch-Tipps

Unsere Hörbuch-Empfehlungen

78 Ingress-Tipps

Helfen Sie, die Welt zu retten

82 Sony-Tipps

Tipps & Tricks für Sony-Phones

86 Tipps & Tricks

Praktische Tipps der Redaktion

88 Datensauger einbremsen

Diese Apps saugen Ihre

Datenflat leer

92 WakeLocks

So erkennen Sie Stromfresser

94 Netzwerk-Tools

Sieben LAN-Werkzeuge im Test

60 Neue

SPIELE

Spiele

Unsere Spiele-Vorstellungen

64 HellFire

Fantasy-Kartenspiel mit toller Grafik

und spannendem Gameplay

PowerUser

96 Neue Root-Apps

Root-Apps für Android-

Power-User

98 Next Launcher 3D

Reichlich 3D und Effekte für

den Homescreen

66 Tegra-Spiele

Neue Spiele aus der Tegra-Zone

101 Wireless ADB

Drahtlos zur Android Debug

Bridge verbinden

102 Linux in Android

Das haben Linux und

Android gemein

105 Ubuntu und Android

So kooperieren Ubuntu-Linux

und Android

108 ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-

ROMs und Root-Apps

110 Odroid Set-Top-Box

Do-it-yourself-Media-Center

88 Datensauger

Ihre Datenflatrate ist viel zu schnell am

Ende? Diese Apps könnten der Grund dafür sein.

APPS

44 Prime Guide

38 App-Empfehlungen

Die Favoriten der Redaktion

40 App-Neuheiten

Die besten neuen Apps bei

Google Play

42 Google Keep

Notizen à la Google für

Android und den Desktop

Mehr Übersicht im TV-Dschungel

48 Animationen

So werden aus Bildern kleine

Trickfilme

51 Note l!st free

Für Notizen braucht es nicht

immer Evernote und Co.

52 Any.do

Versäumen Sie keine Deadline

mehr! Nie mehr!

54 Clean File Manager

Schicker Dateimanager im

aktuellen Holo-Stil

58 Mülleimer-Apps

Daten unter Vorbehalt löschen

QR-Code lesen: So geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode Scanner zeigt einen

3. Link auf android-user.de an.

Tippen Sie auf den Link, oder

4. wählen Sie Browser öffnen.

Juli 2012


News

Android-News

Android-News

FairSearch klagt über

Google-Apps

Wenn Sie ein Android-Handy

kaufen,

ist Google praktisch

immer an Ihrer Seite.

Ob Gmail, Maps

oder die Google-Suche: Die Google-Apps

sind auf jedem Android-Gerät mit an Bord.

Die Lobby-Gruppe FairSearch Europe um

Microsoft, Nokia, Oracle oder auch Expedia

beschwert sich nun bei der EU-Kommission

über diese dominierende Stellung.

Laut FairSearch erreicht Google seine marktbeherrschende

Stellung bei Smartphones –

70 Prozent aller im Jahr 2012 verkauften

Smartphones würden unter Android laufen,

wobei Google den mobilen Werbemarkt zu 96

Prozent kontrolliert – nur über eine wettbewerbsverhindernde

Strategie des Unternehmens.

Google würde laut Pressemeldung der

Gruppe „Android als trojanisches Pferd benutzen,

um Partner zu täuschen, den mobilen

Markt zu monopolisieren und Userdaten zu

kontrollieren“.

Die Gruppe wirft Google vor, sein Android-

Betriebssystem quasi „frei“ zu verteilen. Wer

dagegen ein Android-Handy mit den Must-

Have-Apps wie Maps, YouTube oder Play

kommerziell vertreiben möchte, müsse dem

kompletten Google-App-Stack und auch der

Google-Suche prominenten Platz auf dem

Gerät einräumen. Dies würde andere Anbieter

im Wettbewerb stark benachteiligen. Eine

Reaktion der EU-Kommission zu diesen Vorwürfen

steht noch aus.

FairSearch setzt sich aus bekannten Namen

der IT-Branche zusammen. So sind neben

Reiseportalen wie Expedia, Hotwire oder

Kayak auch direkte Konkurrenten von Google

aus dem Handy-Business vertreten. Microsoft

und Nokia bieten selber Smartphones mit

Windows Phone als Betriebssystem an. Microsoft

selber wurde erst im März dieses Jahres

von der EU-Kommission zu einer Geldbuße

in Höhe von 561 Millionen Euro verurteilt,

weil das Unternehmen versäumt hatte,

einen Auswahldialog zur Installation alternativer

Webbrowser in Windows zu integrieren.

Facebook Home

und HTC First

Facebook will mit Facebook Home

anstelle von Apps die Menschen

in den Mittelpunkt stellen. Eine

Phrase, die wir auch von Google

schon anlässlich diverser Präsentationen

gehört haben und an der

es eigentlich nichts auszusetzen

gibt. Facebook Home bringt das

Social Network von Zuckerberg

auf den Home- bzw. Lockscreen

und trifft damit den Nerv vieler

Android-Nutzer, die ihr Smartphone

zu zwei Dritteln zum Social-

Networking einsetzen. Insofern sehen wir in Facebook Home eine sinnvolle

Erweiterung des Android-Universums.

Facebook Home ist ein Ersatz für den Android Launcher, also ein typischer

Homescreen. Vom Aufbau und der Nutzung her gleicht die App

aber mehr dem Lockscreen von Android, ergänzt um Benachrichtigungen

von Facebook und SMS. Facebook Home bringt seine eigene App-

Ansicht mit, die sich beliebig ordnen lässt. Die Hauptansicht nennt sich

Cover Feed bzw. Titel Feed. Sie zeigt in einer Art Slideshow die aktuellen

Statusmeldungen von Freunden an. Aus dem Cover Feed heraus kommt

man über das eigene Profilbild. Hält man es gedrückt, bietet der Launcher

drei Auswahlmöglichkeiten an – wie bei diversen Lockscreens. Sie

können entweder zur letzten benutzten App wechseln, den Facebook

Messenger starten oder den App Drawer von Facebook Home öffnen.

Facebook Home steht seit dem 12. April über Google Play zum Download

bereit. Hier muss man Facebook loben, dass man den offiziellen Weg

über Google Play geht. Zunächst gibt es den Launcher jedoch nur für das

HTC One X(+), das Samsung Galaxy S3 und das Note II, später sollen

weitere Android-Smartphones und auch Tablets folgen. Facebook

möchte dem Laucher jeden Monat ein reguläres Update spendieren.

In den USA kommt Facebook Home zeitgleich mit einem neuen Smartphone

von HTC. Das HTC First ist ein 4,3-Zoll-Smartphone mit LTE-

Modem, 2000 mAh-Akku, Dual-Core-

CPU von Qualcomm und Android 4.1.

Es ist seit dem 10. April bei

AT&T mit Vertrag für 99 US-

Dollar erhältlich. Ohne Vertrag

soll das Handy 449 Dollar kosten.

Ob und wann das HTC First

nach Europa kommen wird,

steht noch nicht fest. Facebook

konnte für den neuen Homescreen

aber auch weitere

Partner finden, die in naher

Zukunft Android-Smartphones

mit dem Facebook-Launcher

ausliefern werden.

Facebook

6 Juni 2013


News

Android-News

Groß, größer, Samsung Mega!

Ist Ihnen das Samsung Galaxy Note 2 mit einem 5,5-Zoll-Display zu klein, dann liefert Samsung demnächst

die passenden Handys. Die zwei Boliden aus der neuen Galaxy-Mega-Reihe werden mit einem

5,8- bzw. 6,3-Zoll-Display und aktueller Technik ausgeliefert, im großen Modell soll eine 3200 mAh

starke Batterie für lange Laufzeiten sorgen.

Im Zentrum der Mega-Reihe steht das riesige Display, wobei der AMOLED-Bildschirm der Megas

„nur“ mit 720p auflösen wird. Aktuelle Android-Top-Modelle bieten bereits 1080p an, allerdings würden

solch hochauflösende AMOLEDs von der Größe der Megas sehr teuer werden. Um den Preis zu

drücken, wählte Samsung daher wohl die einfachere Variante.

Die übrige Ausstattung der Mega-Galaxys liegt hinter der eines Galaxy S4 leicht zurück. Zum Einsatz

kommt beim 6.8 eine Dual-Core-CPU mit 1,7 GHz bei 1,5 GByte RAM, eine 8-MPixel-Kamera auf der

Rückseite (1 MPixel vorne) und ein LTE-Funkmodul (je nach Region unterschiedlich). Der interne Speicher

ist 8 oder 16 GByte groß.

Samsung

Google

Original-Zubehör für

Google Nexus 4 und 10

Wenn Sie bis jetzt noch keine Schutzhülle eines Fremdherstellers

für Ihr Nexus 10 gekauft haben, tun Sie gut

daran, Google Play zu besuchen. Google bietet nun

endlich die schon lange versprochenen Schutzhüllen

für das 10 Zoll große Android-4.2-Tablet im hauseigenen

Online-Shop an.

Die Hüllen gibt es in den Farben Rot und Grau, sie

kosten je 29,99 Euro zuzüglich Versandkosten. Neben

der Schutzfunktion bringen die Cases auch eine praktische

Bedienfunktion mit: Sobald man die Schutzhülle

öffnet, aktiviert das Nexus 10 automatisch den Bildschirm.

Beim Zuklappen wird das Tablet umgehend

wieder in den Ruhemodus versetzt.

Auch für Besitzer eines Nexus-4-Smartphones gibt

es Neues im Google-Shop. Mit einem Headset, einem

Netzteil und einem USB-Kabel ist das erst kürzlich

veröffentlichte Angebot allerdings nicht berauschend.

Wirklich interessantes Zubehör wie etwa eine stabile

KFZ-Halterung oder der schon lange angekündigte

Charging-Orb zum drahtlosen Laden des Nexus 4 fehlen

hierzulande weiterhin.

Google Play Music in

Österreich und Luxemburg

Google hat seinen Musikdienst Google Music

auf sieben zusätzliche Länder ausgeweitet.

Über Google Play Music bietet Google nicht

nur die Option, Musik über den Play Store

zu kaufen, sondern auch die Möglichkeit,

per Upload bis zu 20.000 eigene Songs in die

Google-Cloud zu laden und von dort wieder

auf das Handy zu streamen. So haben Sie Ihre Musik

immer dabei. Nun kommen endlich auch österreichische

und luxemburgische Android-Nutzer in den Streaming-Genuss.

Auch in Belgien, Irland, Portugal, Neuseeland und Australien

gibt es von nun an Musik aus der Google-Cloud. Weiter warten

müssen hingegen die Schweizer.

Apple verliert Patent auf

„Slide to unlock“

Schon seit Monaten machten Samsung und Motorola Apple

gemeinsam das Entriegelungspatent mit der Nummer

EP1964022 in einem Verfahren vor dem Bundespatentgericht

streitig. Das Urteil des Gerichts dürfte den Verantwortlichen aus

dem Apple-Haus wenig gefallen:

Die Richter erkennen Apple das

Patent deutschlandweit ab.

Apple verteidigte das Patent in

mehreren Verfahren bisher wacker,

schließlich geht es um nicht weniger

als eine zentrale Funktion von

allen iPads und iPhones mit einem

hohen Wiedererkennungwert.

Patent-Experten urteilten jedoch

bereits, dass Apple durch den

Verlust des Patents weit weniger

Schaden entstehen würde als von

vielen angenommen.

Android-user.de

Juni 2013 7


News

Android-News

ZTE Grand S und

Grand Memo

Schneller, als von vielen Insidern erwartet,

wurden das 5 Zoll große Grand S und der

fast schon Tablet-artige 5,7-Zöller Grand

Memo auf dem chinesischen Markt eingeführt.

Die auf der CES präsentierten Geräte

machen damit den ersten Schritt auf die

europäischen Endverbraucher zu.

Die chinesische Version des Grand Memo

ist mit einem Snapdragon-S4-Pro-Prozessor

ausgestattet und kostet 2688 Yuan,

rund 340 Euro. In anderen Märkten soll jedoch

ein anderer Prozessor – möglicherweise

der neuere Snapdragon 800 – verbaut

werden. Dazu gibt es Android 4.1.x

Jelly Bean, 2 GByte RAM, eine 13-MPixel-

Hauptkamera, LTE und, wie erwähnt, ein

5,7-Zoll-Display mit 720p Auflösung.

Das kleinere Grand S glänzt hingegen mit

einer 1080p-Auflösung. Das 3399 Yuan

(425 Euro) teure Smartphone hat ansonsten

die gleichen Eckdaten wie das Grand

Memo, der Prozessor wird ebenfalls von

Markt zu Markt variieren. Noch ist unklar,

ob und wann die Geräte auch in Mitteleuropa

angeboten werden. Im Gegensatz

zum Konkurrenten Huawei hält sich ZTE

hierzulande noch etwas zurück.

ZTE

Neues Nexus 7 wird dünner,

schneller und billiger

Das Nexus-7-Tablet war für Google ein herausragender

Erfolg. Dabei zählt nicht nur der Punkt, dass das kleine

Tablet millionenfach verkauft wurde. Durch die hohe Verbreitung

haben endlich auch für Tablets optimierte Apps

einen Schub bekommen. Nun steht der Nachfolger an,

er soll kleiner, leichter und auch günstiger werden.

Diverse Quellen verraten Details zum neuen Nexus 7,

das schon im Juli im Play Store stehen soll: Demzufolge

setzt Google bei der Entwicklung und Produktion

des Tablets erneut auf Asustek als Partner. Diesmal soll die CPU allerdings

von Qualcomm statt von Nvidia kommen. Des Weiteren soll die

Blende um das Display kleiner werden und dieses auch höher auflösen.

Beim Preis soll sich Google angeblich selbst unterbieten wollen, für das neue

Nexus 7 steht ein extrem günstiger Preis von 149 US-Dollar im Raum.

Bleibt nur zu hoffen, dass Google und Asustek beim Marktstart des neuen

Nexus 7 entsprechende Kapazitäten bereitstellen. Asustek plant, 8 Millionen

neue Nexus-7-Geräte in der zweiten Jahreshälfte auszuliefern. Gegenüber

den etwa 4,6 Millionen alten Nexus 7 im selben Zeitraum des vergangenen

Jahres hätte Asustek seine Produktionskapazität verdoppelt.

Preise für AllNet-Flats sinken

Der deutsche Mobilfunk-Serviceprovider Drillisch räumt sein Angebot auf.

Die Marken Simply, Hello Mobil, McSIM und Phonex führen seit April einheitliche

Preise, die unter denen der Konkurrenz liegen.

Angeboten werden in den All-in-Tarifen ab 4,95 Euro pro Monat Pakete mit

Datenflatrates, aber

einem Kontigent an

Sprachminuten oder

SMS. Weitere Telefonate

und SMS wer-

den mit 15 Cent pro

Minute bzw. pro

Nachricht abgerechnet.

In den Tarifen

Flat XS (16,95 Euro,

500 MByte) und Flat XM (24,95 Euro,

1 GByte) sind dage- gen sämtliche Gespräche

in deutsche Telefonnetze inklusive, dafür kosten SMS 9 Cent. Bei

allen Drillisch-Marken besteht die Wahl zwischen dem Netz von O2 und dem

– vermeintlich besseren – Netz von Vodafone. In den Flatrate-Tarifen wird bei

der Wahl von Vodafone ein Aufschlag von 3 Euro fällig.

Google

Asus

Asus Google-TV-Box „Cube“ kommt

Bereits auf der Computer- und Elektronik-Messe CES Anfang des Jahres in Las Vegas stellte Asus seine Android-Box vor,

die Google TV in Form eines kompakten Würfels ins Wohnzimmer oder auf den Schreibtisch bringt. Seit dem 23.

April steht die kleine Box nun auch endlich in den Regalen der Händler. Das schwarze Schmuckstück kostet

in den USA gerade einmal 130 US-Dollar, für Deutschland sind jedoch noch keine Preise bekannt.

Der Cube von Asus kann vieles, was dem Nexus Q von Google verwehrt war. Dazu gehören

das Streamen von Medien ans Gerät und der Support für Spiele und beliebige Apps. Asus

hat dem Würfel dazu eine eigene grafische Oberfläche verpasst, die sich dank vorinstalliertem

Google Play auch durch alternative Launcher ersetzen lässt. Das interessante an

der Asus-Box ist der zusätzliche HDMI-Eingang. Man kann an den Cube also auch eine

TV-Box via HDMI anschließen. Daneben gibt es einen obligatorischen HDMI-Ausgang,

Ethernet und je einen USB-Anschluss an der Front und auf der Rückseite.

Ebenfalls praktisch finden wir die Fernbedienung mit Gyroskop und eingebautem Mikro

für Sprachbefehle. So müssen Sie nicht quer durch das Wohnzimmer brüllen, wenn der

Cube 5 Meter weit vom Sofa entfernt steht.

8

Juni 2013

Android-User.de


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Service

Social Android

Social Android

Liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Möchten Sie sich über Android User

beschweren oder die Redaktion loben? Dann schreiben Sie uns eine

E-Mail oder hinterlassen einen Kommentar auf Google+ oder bei

Facebook. redaktion@android-user.de

Akkupack für Tablets

Ich würde gerne wissen, welcher Zusatzakku für mein

Samsung Galaxy Tab 10.1N GT-P 7501 geeignet ist und welche

externe Festplatte ich daran anschließen kann, damit sich die

Zusatzgeräte mit meinem Tab vertragen.


Daniel B. via Facebook

Android User: Als Akkupack können wir den EasyAcc Superboy empfehlen.

Er ist zwar etwas groß, sorgt aber dank 12.000 mAh und einer maximalen

Ausgangsleistung von 2,1 A dafür, dass auch Tablets genügend

Saft bekommen. Das Akkupack kostet bei Amazon rund 40

Euro [LINK 1]. Bei den externen Festplatten kommt es darauf

an, wie viel Strom diese benötigen. Die

meisten USB-Sticks sollten via USB-

OTG-Kabel problemlos funktionieren,

bei Festplatten

braucht es oft noch eine zusätzliche

Stromquelle. Diese

könnte zum Beispiel auch das

empfohlene Akupack sein.

EasyAcc

AntiVirus PRO

nur 180 Tage?

Mehrere Leserinnen und Leser meldeten

sich bei uns, dass die in Ausgabe 05/​2013

angekündigte Aktion mit AVG AntiVirus

PRO zum Gratis-Download nur 180 Tage

gültig sei. Wie uns AVG nachträglich versichert

hat, lässt sich die Version aber ein

ganzes Jahr lang nutzen. Dazu müssen Sie

allerdings den auf der Aktionsseite verlinkten

kleinen QR-Code für die Lizenz nach

Ablauf der 180 Tage erneut einscannen.

Die Lizenz verlängert sich dann automatisch

um weitere sechs Monate.

Abb. 1: Die AVG-

Lizenz aus Android

User 05/​2013

lässt sich um weitere

180 Tage verlängern.

Samsung

Galaxy Mega-Reihe

Samsung bringt mit der Mega-Serie Smartphones mit 5,8- und 6,3-Zoll-Display auf den

Markt [LINK 2]. Sind das überhaupt noch Smartphones?

5 Zoll für ein Smartphone sind wirklich das Ende der Fahnenstange (meine Meinung)!

Für alles andere hat man dann gegebenenfalls sein Tablet. Ich nehme ja

auch keinen Schöpflöffel zum Essen meiner Suppe oder esse mein Schnitzel mit

Säge und Heugabel.


Markus P. via Facebook

10

Juni 2013

Android-User.de


SErvice

Social Android

Seltsame Startseite

Ich bin regelmäßiger Leser von

Android User und darf mich für

die vielen guten Tipps und Informationen

bedanken. Ich habe nun ein

Problem, bei dem ich euer Expertenwissen

benötige. Wann immer ich meinen Google-

Browser auf meinem Handy starte, öffnet

sich irgendeine chinesische Webseite

(xuan.3….) und egal, was ich bisher versucht

habe, ich kann das nicht beseitigen.

Es handelt sich um die voreingestellte System-App

mit der Bezeichnung „Internet“

auf meinem Galaxy S2.

Ich habe mehrmals den Cache geleert, gefolgt

von diversen Neustarts – ohne Erfolg.

Ich habe über den Anwendungsmanager

die Anwendung angesehen und die Daten

gelöscht, ebenfalls danach einen Neustart

gemacht und ebenfalls ohne Erfolg; nach

dem Start des Browsers geht es erstmal

auf diese ominöse Webseite.


Ralph B. via E-Mail

um eine andere App, die nur das gleiche

Icon hat? Rufen Sie den Standardbrowser

aus der App-Übersicht heraus auf, und

wählen Sie anschließend aus dem

Menü die Einstellungen | Allgemein.

Hier muss es einen Eintrag Startseite

festlegen geben. Ein Tipp auf diesen

Eintrag stellt gleich mehrere Optionen

zur Auswahl. Über Andere können Sie

selbst eine Seite angeben. Stellen Sie

den Eintrag aber am besten mal auf

Leere Seite. Gibt es diese Einstellung

nicht, dann hat wohl irgendjemand

oder irgendetwas einen Link auf Ihrem

Desktop abgelegt, der so aussieht wie

der Standardbrowser, aber nicht der

Standardbrowser ist. Das ist eine Unsitte

von einigen Apps, die wir als

Schadprogramme betrachten. Siehe

dazu auch unseren Malware-Report

aus Ausgabe 04/​2013 [LINK 3].

Android User: Das hört sich alles recht seltsam

an. Eventuell handelt es sich ja gar

nicht um den Standardbrowser, sondern

Flugzeug per Android-App entführen?

Unsere News über den IT-Spezialisten, der mit

„PlaneSploit“ eine App entwickelt hat, mit Hilfe

derer (plus ein bisschen Funktechnik) sich das

Kommando über den Autopilot eines realen Airliners übernehmen

lässt, sorgte für mächtig viele Kommentare.

Interessanterweise geht bei den meisten Artikeln zu dem

Thema das „bisschen Funktechnik“ verloren…


Markus Hagl via Google+


Peinlich, dass sowas so einfach möglich ist. Da

haben die Leute von der Flugsicherheit ordentlich

zu tun, diese Sicherheitslücken zu schließen.

Richard R. via Google+

Was genau haben die Sicherheitslücken mit Android

zu tun? Die sind auch dann noch offen, wenn

man Smartphones einsammeln würde. Der Hack

sollte mit iOS, Windows, Linux oder Amiga OS auf entsprechender

Hardware ebenso realisierbar sein. Wenn etwas

abgegeben werden muss, dann sämtliche Elektronik?


Jan v. N. via Google+

Der Schaden würde eintreten, wenn niemand die

Aufsicht bzw. die Kontrolle über das Luftfahrzeug

hat. Man kann einem solchen „Angriff“ ja entgegenwirken

und ist dem nicht schutzlos ausgeliefert. Solange

vorne jemand sitzt, wird nichts passieren. Der Artikel

ist hoffnungslos überzogen und dient der Verunsicherung.


Tatjana S. via Google+

Alle

Links>

www.android- user.de

www.androiduser.de/facebook

www.androiduser.de/google+

Android-user.de Juni 2013 11


Fokus

Outdoor-Apps

Diese Apps machen im Freien wirklich Spaß

Outdoor-

Apps

Sylwia Nowik, 123RF

Das Smartphone ist der

ideale Begleiter für

Sport und Spiel im

Freien. Wir stellen Ihnen

zehn Apps vor, die Sie

und Ihren Androiden

bewegen werden.

Marcel Hilzinger

Klar kann man das Handy nur zum

Telefonieren, E-Mail-Schreiben und

Spielen benutzen, aber dank GPS

und diverser Sensoren eignet sich

ein Android-Smartphone oder

sogar ein kleines Tablet auch als

idealer Begleiter für draußen.

Wir stellen die zehn besten Outdoor-Apps

vor.

Sky Map – Google Sky

Sie liegen an einem

warmen Frühsommerabend

gemeinsam mit

Freunden auf einer Wiese, und

am dunklen Himmel sind Sterne

zu sehen, doch welche? Sky Map

[LINK 1] beantwortet diese Frage

auf eindrückliche Weise. Halten

Sie einfach Ihr Handy gegen den

Himmel, und schon sind die

Sterne, Sternbilder und Planeten

mit Namen zu sehen. Damit die

App dabei mit dem Display die

Sterne nicht überleuchtet, gibt es

einen praktischen Nachtmodus, der das Display

praktisch komplett abdunkelt und nur

noch die wichtigsten Infos anzeigt. Natürlich

lässt sich die App auch bei Tage nutzen, zum

Beispiel um zu erfahren,

wo sich der Mond

gerade befindet oder

welche Sterne am Himmel

man gerade nicht

sehen kann. Sky Map

hat zwar schon seit

über zwei Jahren kein

Update mehr bekommen,

die App funktioniert

aber auch auf

aktuellen Androiden

tadellos und gehört

aufs Handy von jedem

Sternenliebhaber.

Abb. 1: Dank Nachtmodus eignet

sich Sky Map ganz besonders für

die Outdoor-Nutzung.

Strava Cycling

Sie liegen

nicht gerne im

Gras, sondern

schwingen sich lieber

12

Juni 2013

Android-User.de


Fokus

Outdoor-Apps

auf den Sattel, dann ist

Strava Cycling [LINK 2]

genau die passende App

für Sie. Die App wertet Ihre

Fahrradtouren oder Läufe

aus und zeigt Ihnen auch

gleich an, ob und welche

Fortschritte Sie gemacht

haben. Dabei erhalten Sie

auch Vergleichswerte von

anderen Strava-Cycling-

Nutzern, sodass die Motivation

stets vorhanden ist,

das nächste Mal eine noch

bessere Zeit hinzulegen.

Über einen Login und

die Community können Sie

selbst Touren vorschlagen.

Diese erscheinen dann auf

einer Karte zur Auswahl,

wobei es verschiedene Schwierigkeitsgrade

gibt. Wer über einen passenden Bluetooth-

Sensor von Zephyr verfügt, kann zudem

auch den Puls mitschreiben lassen. Strava

Cycling hebt sich dadurch positiv von den

übrigen Sport-Tracking-Apps ab, dass sie sich

wirklich auf die wichtigsten Funktionen konzentriert

und durch die Vergleichsdaten

immer wieder einen Motivationsschub bereithält.

Die App gibt es aktuell nur auf Englisch,

mit minimalen Englisch-Kenntnissen

sollten Sie aber zurecht kommen.

Abb. 3: Ingress zieht auch die ärgsten

Stubenhocker ins Freie.

Ingress

Auch wenn sich Ingress

[LINK 3] aktuell

noch in einer geschlossenen

Betaphase befindet,

gibt es immer mehr

Agenten, die sich im Dienste

der Resistance- oder der

Enlightened-Fraktion für die

Rettung der Erde vor den Außerirdischen

einsetzen. Falls

Sie in Ihrer Jugend gerne

Cowboy und Indianer oder

Schnitzeljagd gespielt haben,

dann sollten Sie sich unbedingt

um einen Invite für Ingress

bemühen. Das Spiel

macht wirklich Spaß und

zwingt richtig dazu, nach

draußen zu gehen und zu

hacken. Mittlerweile gibt es auch im Internet

schon einige Berichte von Personen, die

durch das regelmäßige Ingress-Spielen ein

paar Kilogramm abgenommen haben. Das

können wir nur bestätigen, denn auch bei

uns gehört der Ingress-Spaziergang seit ein

paar Monaten zu den täglichen Ritualen.

C:Geo

Geocaching ist quasi Ingress für

Nicht-Geeks. Je nach Geokiste

müssen Sie dabei einfach zu einem

bestimmten Ort fahren oder nach einem

Schatz suchen. Manchmal gilt es aber

auch, Rätsel zu lösen, um über mehrere

geografische Punkte zum eigentlichen

Schatz zu gelangen. C:Geo [LINK 4] ist der

ideale Begleiter für solche Schatzsuchen.

Die App greift auf die Daten der

Seite geocaching.com zu. Dementsprechend

werden dieselben Caches wie bei

der offiziellen App der Homepage-

Betreiber gefunden. Allerdings wurde

sie nicht von diesen programmiert,

sondern von unbeteiligten Dritten.

Deswegen kann das Programm kostenlos

im Google Play Store heruntergeladen

und benutzt werden. Auf den ersten

Blick wirkt c:geo weniger bunt

und unübersichtlicher als die offizielle

Geocaching-App. Doch dies liegt nur

an der Fülle der Funktionen.

Da die Bedienung logisch aufgebaut

und die Menüabfolge nachvollziehbar

ist, findet sich der Nutzer bereits

Abb. 4: Die App c:geo beim Anzeigen

eines Fotos als Suchhilfe.

Abb. 5: Der Schrittmesser von Runtastic

protokolliert Ihre Spaziergänge.

Abb. 2: Mit Strava Cycling wird jede Radtour

zum angenehmen Training.

Android-user.de Juni 2013 13


Fokus

Outdoor-Apps

nach wenigen Minuten

Einarbeitungszeit zurecht.

Die Vielzahl an

zusätzlichen Funktionen

stellen bei längerem Benutzen

sogar ein großes

Plus dar (beispielsweise

ist es problemlos möglich,

Karten und Caches

vor einer Tour zu speichern,

so dass später

auch offline gesucht werden

kann). Die Live-

Karte wirkt übersichtlicher

als bei der Original-

App und baut sich

zudem auch signifikant

schneller auf – so können

schnell nahegelegene

Caches auf einem

Stadtplan entdeckt werden.

Sie werden sehen:

der Umgebung an.

Schon nach wenigen Minuten machen Geocaching-Touren

mit c:geo richtig Spaß.

Abb. 7: Der Outdoor Atlas zeigt

Wanderungen und Radtouren in

Runtastic Pedometer

Sie treiben keinen Sport, machen

aber regelmäßig einen Spaziergang?

Dann installieren Sie den Schrittzähler

von Runtastic [LINK 5]. Die App zeichnet

Ihre Schritte auf, auch wenn sich

das Handy gerade im Standby-Modus

befindet. Da das Pedometer zudem

auch ohne GPS auskommt, ist sein

Akkuverbrauch deutlich geringer als

von anderen Sport-Apps. Nach dem

Spaziergang legen Sie dann fest, wie

Ihre aktuelle Stimmung und Verfassung

ist, und natürlich können Sie

das Resultat auch mit Ihren Freunden

auf Google+, Facebook und per

Mail teilen.

Die Pro-Version errechnet zusätzlich

noch die verbrannten Kalorien

und ermittelt die Schrittfrequenz.

Zudem verzichtet sie auf Anzeigen.

Für 99 Cent ein recht guter Kauf,

wie wir finden.

Ape Map

Egal ob Wandern, Radfahren

oder Wintersport:

Mit Ape Map [LINK 6]

haben Sie immer die passenden

Karten dabei. Die App zieht sich

Abb. 6: Mit Ape Map finden Sie jeden

Wanderweg auch in 3D-Ansicht.

Online-Karten diverser Dienstleister

aus Deutschland und Österreich,

Sie können aber auch

eigene Karten in die App einbinden

oder mit In-App-Käufen

Offline-Karten herunterladen.

Die verfügbaren Karten haben

den Maßstab 1:50.000 und erlauben

somit eine recht genaue

Orientierung. Als Besonderheit

bietet Ape Map auch einen 3D-

Modus an, zudem gibt es für

Geocaching-Freunde eine passende

Geocaching-Ansicht via

GC2Apemap [LINK 7]. Sind Sie in

einem Gebiet mit guter Internetabdeckung

unterwegs und

somit nicht auf die kostenpflichtigen

Offline-Karten angewiesen,

dann bietet Ape Map

die perfekten Tourenkarten.

Outdoor Atlas

Eine ähnliche Funktion wie Ape

Map erfüllt auch der Outdoor Atlas

aus der schweizerischen Softwareschmiede

Corridor 5 [LINK 8]. Er bietet Offline-

Karten basierend auf OpenStreetMap und

OpenCycleMap für die Schweiz, Österreich,

Deutschland und viele weitere Länder. Dabei

bettet der Atlas auf Wunsch auch Informationen

aus der Wikipedia ein und zeigt Wanderungen

oder Fahrradtouren aus der Umgebung

an. Via In-App-Kauf lassen sich zudem

die bekannten Alpstein-Karten für Deutschland

und Österreich sowie Wanderkarten der

Schweizer Landestopographie nachrüsten,

sodass Sie für jede Tour bestens gerüstet

sind. Auch für Frankreich, Norditalien,

Spanien, Amerika und Kanada bietet der

Outdoor Atlas passendes Kartenmaterial

gegen Bezahlung an.

Holo Compass

Es gibt sehr viele Kompass-Anwendungen

bei Google Play, aber nur

wenige, die komplett ohne Werbung

auskommen und keinerlei zusätzlichen

Rechte benötigen. Wir empfehlen Ihnen deshalb

die App Holo Compass des Entwicklers

Thesurix [LINK 9], die zugegebenermaßen das

Holo-Theme von Android 4.0 in seiner reinsten

Form anwendet. Nach dem Start der App

sehen Sie deshalb nur einen blauen Kreis mit

einer Gradzahl in der Mitte. Bei 0° ist Norden,

doch wo ist Westen oder Osten?

Schauen Sie dazu einfach die Farbe der vier

für die Himmelsrichtungen stehenden Buchstaben

unterhalb des Kompasses an. Leuch-

14

Juni 2013

Android-User.de


Fokus

Outdoor-Apps

ten zum Beispiel S und E

blau auf, dann zeigt der

Kompass nach Südosten;

ist hingegen nur der Buchstabe

E blau, dann ist das

Handy nach Osten ausgerichtet,

um wie viele Grad,

lesen Sie in der Mitte ab.

Falls das Design für Ihren

Geschmack dann doch

etwas zu reduziert ist, gibt

es vom gleichen Entwickler

auch noch eine Alternative,

die sich Echte Compass

nennt.

Google Now

Wann fährt der

nächste Bus, und

welche U-Bahnen

fahren an diesem Platz ab?

Wie lange brauche ich noch bis nach Hause?

Google Now [LINK 10] ist Ihr Freund und Begleiter,

wann immer Sie unterwegs sind und

Infos zum Verkehr erhalten möchten. Noch

sind nicht alle Länder und Städte in die

Suche integriert, aber in den meisten deutschen

Großstädten und auch in vielen europäischen

Metropolen kennt Google das öffentliche

Verkehrsnetz recht gut. Stehen Sie

also das nächste Mal an einem öffentlichen

Abb. 8: Der Holo Compass reduziert

die Kompass-Funktion auf das

Wichtigste.

Verkehrsknoten, dann öffnen

Sie einfach Google

Now, um eine Liste der

verfügbaren Verkehrsmittel

zu erhalten.

Google Now ist Bestandteil

der Google-

Suche, jedoch erst ab

Android 4.1 verfügbar.

Benutzen Sie bereits ein

Android-Smartphone

oder Tablet mit Version

4.1, dann starten Sie

den Dienst, indem Sie

den Home-Button gedrückt

halten oder mit

einer Wischgeste vom

unteren Bildschirmrand

nach oben fahren.

Blitz und Donner

Eine gute Wetter-App darf

auf keinem Outdoor-Smartphone

fehlen. Dabei spielen

vor allem die Sturm- und Unwetterwarnungen

eine wichtige Rolle, aber

auch Windberichte und Regenradar

sind für viele Outdoor-Aktivitäten unerlässlich.

Hier lohnt es sich in den meisten Fällen,

eine App zu installieren, die lokale und zuverlässige

Daten anbietet. Die meisten hübschen

Wetterwidgets und auch Google Now

sind für diesen Zweck weniger geeignet.

Länderübergreifend arbeitet das Projekt

blitzortung.org [LINK 11]. Zahlreiche öffentliche

Wetterstationen und Freiwillige betreiben

spezielle, an Computer angeschlossene VLF-

Empfänger im Frequenzbereich zwischen 3

und 30 kHz. Kombiniert mit GPS-Empfängern

lassen sich damit Blitze recht präzise

orten. Die gesammelten Daten werden anschließend

auf einem zentralen Server ausgewertet

und praktisch live zu Blitzkarten verarbeitet.

Diese Karten lassen sich mit der zugehörigen

App Blitzortung Gewitter-Monitor

[LINK 12] betrachten und analysieren. Die App

bietet zudem auch eine Warnfunktion für

den aktuellen Standort, die Karten der vergangenen

Stunden und einen übersichtlichen

Warnradar. Besonders gut gelöst haben die

Entwickler die Warnungen: Neben den üblichen

Benachrichtigungen können Sie zusätzlich

auch einen Vibrationsalarm einstellen,

damit Ihnen kein Gewitteralarm entgeht. ● ● ●

Abb. 9: Google Now unterstützt Sie auch im Ausland

mit nützlichen Informationen.

Abb. 10: Mit der App Blitzortung

Gewitter-Monitor verpassen Sie

garantiert kein Unwetter mehr.

Alle

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www.android- user.de/qr/29376

Android-user.de Juni 2013 15


Fokus

Fitness-Apps

Shen En-Min, 123RF

Ganz gleich, ob Sie

nach den langen kalten

und dunklen Wintermonaten

jetzt wieder

mehr Sport treiben

möchten oder gezielt

für einen Wettkampf

trainieren, Ihr Androide

ist immer mit dabei.

Und dieser kann dabei

weitaus mehr leisten,

als Sie mit der richtigen

Workout-Musik zu versorgen.

Jasmin Bauer

Die besten Sport-App-Alternativen zu Runtastic & Co.

Fitnesstrainer

Sie kennen sicher bereits die Apps

Runtastic und Endomondo, die

wir in Android User 11/2012 bereits

vorgestellt hatten und denen

wir deshalb in dieser Ausgabe keinen separaten

Artikel widmen. Im Play Store befinden

sich jedoch darüber hinaus zahlreiche weitere

Fitnessanwendungen, die für Ihr tägliches

Training äußerst nützliche Funktionen

mit an Bord haben. Einige davon stellen wir

Ihnen in diesem Artikel vor. Also aufwärmen

und loslegen!

Fitframe

Sie suchen nach einer nützlichen

App für Ihr Training im Fitnessstudio

oder dem privaten Kraftraum?

Dann versuchen Sie es doch einmal mit Fitframe

[LINK 1]. Mithilfe dieser Anwendung

können Sie Ihre Aktivitäten genau protokollieren

und verschiedene Programme durchlaufen.

Die App beinhaltet zahlreiche Übungen

im Kraftsportbereich mit und ohne Geräte.

Sie tragen ein, was Sie gemacht haben,

und können zusätzlich weitere Daten festhal-

16

Juni 2013

Android-User.de


Fokus

Fitness-Apps

Abb. 1: Fitframe verfügt über sehr

viele Funktionen, die Ihnen besonders

im Fitnessstudio helfen.

Abb. 2: Die recht umfangreiche

Übungsauswahl von Fitframe bietet

für alle eine passende Übung.

Abb. 3: Die Videos von Tägliches

Training helfen Ihnen beim täglichen

Pensum Fitness.

Abb. 4: Effektiv und motivierend:

Die Arbeit mit dem Gymnastikball

macht auch noch Spaß.

ten wie die Anzahl der Wiederholungen und

die jeweilige Gewichtseinstellung. Zudem

können Nutzer persönliche Daten wie Gewicht

und Fettanteil notieren und so die Fortschritte

verfolgen. Sind Sie sich unsicher, wie

stark Ihr Puls in die Höhe schnellen darf oder

möchten Sie wissen, wie hoch Ihr Body-

Mass-Index ist, können Sie dies in den Extras

der Anwendung einfach nachschauen. Im

Logbuchmenü finden Sie zudem nützliche

Features wie eine Stoppuhr und eine Anbindung

zu Ihrer Musikbibliothek.

Zu den einzelnen Übungen gibt es Bilder

und Links zu YouTube-Videos. Dennoch ersetzt

die Anwendung keinen speziell ausgebildeten

Fitnesstrainer, und Sie sollten sich

vorab über den fachmännischen Umgang mit

den Geräten erkundigen, um Verletzungen

zu vermeiden. Die kostenlose Grundversion

der Anwendung beinhaltet bereits sehr viele

Funktionen. Für 3,99 Euro erhalten Sie die

Vollversion ohne Einschränkung und Werbung.

Aufgrund seines Funktionsumfangs ist

Fitframe ein gutes Trainingstagebuch und

wertvolles Hilfsmittel bei der Ausübung Ihres

Kraft- und Fitnessprogramms. So haben Sie

Ihre Daten immer im Blick und wissen

genau, welche Geräte Sie mit welchen Einstellungen

zuletzt genutzt haben.

Tägliche Trainings und

Tägliches Balltraining

Eigentlich wollten Sie ins

Fitnessstudio, aber der innere

Schweinehund rät

Ihnen dringend, bei dem Wetter das Haus

auf keinen Fall zu verlassen? Kein Problem,

das müssen Sie auch nicht. Die kostenlose

Anwendung Tägliche Trainings [LINK 2] zeigt

Ihnen verschiedene Workouts, die Sie bequem

in den eigenen vier Wänden machen

können. Sie haben die Auswahl zwischen

Bauch, Beine, Arme, Po, Ausdauer oder

einem ganzheitlichen Körperprogramm. Die

Trainingsdauer beträgt je nach Bedarf zwischen

10 und 30 Minuten. Für die meisten

Übungen benötigen Sie nichts weiter als eine

Isomatte und bequeme Kleidung. Damit Sie

die Aufgaben leicht ausführen können, läuft

zeitgleich ein Video mit Countdown und

Zeitmesser ab. Die Erläuterungen sind auf

Englisch, was aufgrund der Bilder selbst

ohne Sprachkenntnisse kein Problem darstellen

dürfte. Auf Wunsch können Sie sich

eigene Pläne zusammenstellen. Tägliche

Trainings können Sie kostenlos testen. Zusätzliche

Videos erhalten Sie für 3,06 Euro.

Haben Sie einen Gymnastikball zu Hause,

mit dem Sie nicht so recht etwas anzufangen

wissen, probieren Sie es doch mit der separaten

Anwendung Tägliches Balltraining

[LINK 3]. Die App gibt es derzeit nur in einer

kostenpflichtigen Variante für 2,31 Euro.

Nike Training Club

Mit dem Nike Training Club [LINK 4]

können Sie kostenlos Ihre Ausdauer

verbessern, Kraftübungen machen

sowie gezielt einzelne Muskelgruppen trainieren.

Dies alles von zu Hause aus, ohne

teure Kraftgeräte. Sie benötigen lediglich eine

gute Unterlage, geeignete Kleidung und in

manchen Fällen Utensilien wie beispielsweise

Gymnastikball und Gewichte.

Abb. 5: In der App Nike Training

Club zeigen Videos, wie die Übungen

funktionieren.

Android-user.de Juni 2013 17


Fokus

Fitness-Apps

Abb. 6: Die Rückenschule beinhaltet

zahlreiche Übungen für jede

Situation.

Nach dem ersten Öffnen

der Anwendung erstellen

Sie einen Account oder

melden sich über Facebook

an. Anschließend

setzen Sie Ihre Ziele fest

und geben die Schwierigkeitsstufe

an. In der Übersicht

finden Sie nun zahlreiche

Workouts, die Sie

komplett durchlaufen oder

einzeln anklicken können.

Praktischerweise gelangen

Sie von hier aus direkt zur

Musikbibliothek. Die Videos

motivieren und lassen

vergessen, dass die

Anwendung komplett auf

Englisch ist. Nike Training

Club überzeugte uns im

Test durch das vielseitige

Angebot und die übersichtliche

Aufmachung.

Wünschen Sie weitere Herausforderungen,

können Sie ganz ohne Zusatzkosten weitere

Bonus-Workouts herunterladen.

Abb. 8: Entdecken neuer Wege:

Statt der Kartenansicht können Sie

die Satellitenansicht auswählen.

Rückenschule

Das Tragen schwerer Gegenstände,

eine ständig gebückte Haltung vor

dem PC und falsche Bewegungen

stellen eine enorme Belastung für unseren

Rücken dar, die irgendwann in stechenden

Schmerzen endet. Doch mit einem gezielten

Training für Ihren Rücken muss es nicht so

weit kommen. In der App Rückenschule

[LINK 5] finden Sie zahlreiche Übungen, die

den Rücken stärken und die Sie jederzeit

durchführen können, unabhängig davon, wo

Sie sich gerade befinden. Zusätzlich erhalten

Sie Infos zu den Schmerzarten, zur Entstehung

und können besser vorbeugen.

Abb. 9: Bei Sports Tracker können

Sie auch Fotos machen oder auf

die Musiksammlung zugreifen.

Die Anwendung ist komplett kostenlos, da es

sich um eine Dienstleistung eines Medikamentenherstellers

handelt. Aus diesem

Grund befinden sich hier neben dem Rückenprogramm

noch Produktwerbungen für

Gels und Tabletten sowie ein Apothekenfinder.

Die Rückenschule ist allerdings ohne

Medikamente sehr effektiv und problemlos

in den Alltag zu integrieren.

Figure Running

Regelmäßiges Laufen ist unbestritten

gut für die Figur. Doch Figure

Running spielt nicht etwa darauf

an, sondern bezieht sich auf die Laufroute.

Wieso nicht öfter neue Strecken ausprobieren

und dabei der Kreativität freien Lauf lassen?

Mit Figure Running [LINK 6] umrunden

Sie bestimmte Figuren, die Sie sich selbst

ausdenken können. Während des Laufens

zeichnet das Programm Ihre Route auf, stellt

jedoch keine Verbindung zu Bluetooth-fähigen

Pulsgurten her. Sie können die Farben

frei wählen und so Gesichter, Tiere oder Gegenstände

virtuell in die Gegend zeichnen.

Haben Sie sich vertan, „radieren“ Sie die falsche

Strecke einfach wieder aus. Gemeinsam

mit anderen macht es wirklich Spaß, sich eigene

Figuren auszudenken. So wird Figure

Running zu einer Anwendung mit hohem

Motivationsfaktor. Wie wäre es mit einem

Lauf-gezeichneten Androiden?

Abb. 7: So schön kann Laufen sein: malerische Wege mit Figure Running zurücklegen.

Sports Tracker

Sports Tracker [LINK 7] ist eine kostenlose

Anwendung für Sportarten

wie Laufen, Fahrradfahren, aber

18

Juni 2013

Android-User.de


Fokus

Fitness-Apps

auch Skifahren, Rudern oder

Indoor-Sport. Haben Sie

einen Bluetooth-fähigen Pulsgurt,

kann die Anwendung im

Gegensatz zu vielen anderen

Ihre Herzfrequenz abrufen.

Dafür müssen Sie zunächst

eine Verbindung herstellen

und an Ihrem Gurt eine PIN,

die Ihnen die App anzeigt,

eintippen. Aus der App heraus

haben Sie Zugriff auf

Musikliste und Kamera. Die

Anwendung ist auf Deutsch

und recht übersichtlich, sodass

man sich schnell zurechtfindet.

Sie können sich

bei Sports Tracker registrieren

und sich mit Ihren Freunden

über die Community oder

über Facebook verbinden.

iMapmyfitness + Fitness App

In dieser kostenlosen Anwendung

[LINK 8] geht es nicht nur um sportliche

Betätigung, sondern auch um

die richtige Ernährung und den Austausch

mit anderen. Die App ist für mehrere Sportarten

wie Laufen, Fahrradtouren, Treppensteigen

und Schwimmen geeignet.

Mittels GPS verfolgt die Anwendung bei

Outdoor-Aktivitäten Ihre Route und merkt

sich Ihre Geschwindigkeit. Sie können die

Anwendung wie ein Logbuch darüber hinaus

für zahlreiche Workouts benutzen. Ein integriertes

Ernährungstagebuch sorgt dafür, dass

Sie nicht zu viele Kalorien zu sich nehmen

und Ihr Essverhalten besser kontrollieren

können.

Um den Dienst verwenden zu können,

müssen Sie sich einloggen. Facebook-Benutzer

können sich über Ihren Account eintragen.

Möchten Sie dies nicht, registrieren Sie

Hinweise

Es muss nicht immer das teure Fitnessstudio

sein. Viele Apps helfen Ihnen beim Outdoor-

Sport oder heimischen Programm. Achten Sie

jedoch darauf, dass Sie die Übungen korrekt

ausführen, um sich nicht zu schaden. Zusätzlich

gibt es noch weitere Dinge zu beachten.

Dazu gehört, sich vorher aufzuwärmen, die

Muskeln zu dehnen, ausreichend zu trinken

und während des Trainings auf den Puls zu

achten. Haben Sie Ihren Pulsmesser vergessen,

können Sie mit Anwendungen wie Heart

Rate Ihren Puls ebenfalls kontrollieren. Übertreiben

Sie es nicht. Nur so haben Sie Erfolg

und weiterhin Spaß dabei.

Abb. 10: Sports Tracker kann mit

dem richtigen Pulsgurt Ihre Herzfrequenz

abrufen.

Abb. 11: Die Menüübersicht von

iMapmyfitness. Zum Starten wählen

Sie Datensatz aus.

sich direkt in der Anwendung und tragen

einfach einen neuen Nutzernamen und Passwort

ein. Auf der Internetseite mapmyfitness.

com finden Sie weitere Informationen und

können über die Community Ausschau nach

Trainingspartnern halten oder sich einfach

mit anderen austauschen.

In unserem Test funktionierte iMapmyfitness

recht zuverlässig, obwohl wir anfänglich

einige Schwierigkeiten mit der GPS-Verbindung

hatten. Leider ist die Anwendung

zurzeit nicht mit Bluetooth-Herzfrequenzmessern

kompatibel. Zudem ist das Ernährungstagebuch

nicht ganz genau, da sich

nicht immer exakt das in der Datenbank befindet,

was man konsumiert hat. Zum

Schmunzeln brachte uns die teilweise holprige

deutsche Übersetzung.

Suchen Sie gezielt nach einer Anwendung

für eine bestimmte Sportart wie Fahrradfahren,

Joggen oder sogar mit dem Hund Gassi

gehen, gibt es dafür vom gleichen Hersteller

dafür spezielle Apps im Play Store, die ebenfalls

komplett kostenlos sind und sich in der

Bedienung nicht unterscheiden.

Fazit

Das Angebot an Sport- und Fitnessanwendungen

bei Google Play ist riesig, und somit

hält es für jeden Sportler die passende App

parat, ganz egal, ob Sie Leistungssportler

oder noch Einsteiger sind. Welche Anwendung

für Sie die richtige ist, hängt von Ihren

Zielen und Interessen ab. Sie können die

Apps natürlich auch kombinieren. Also Turnschuhe

schnüren, Android-Smartphone einstecken,

und los geht’s.

● ● ●

Abb. 12: Sogar ein Kalorienzähler

ist bei der Gratis-App iMapmyfitness

fest integriert.

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Android-user.de Juni 2013 19


Fokus

City Guides

Im Test: Städteführer-Apps

Sehenswürdig

Spontan mal nach

Wien? Ein Kurztrip nach

Paris? Oder eine Rundreise

durch die USA?

Mit der passenden

Android-App macht der

Trip noch mehr Spaß.

Doch welche Apps sind

die besten? Carsten Müller

Apps zur Vorbereitung einer Reise

oder zur besseren Orientierung

vor Ort gibt es im Google Play

Store in Hülle und Fülle. Am Beispiel

Amsterdam haben wir uns einige kostenpflichtige

sowie kostenfreie Apps angeschaut.

Viele von ihnen – etwa Tripwolf,

Mtrip oder Marco Polo – sind für zahlreiche

Reiseziele erhältlich. Wenn Sie also statt

nach Amsterdam lieber nach San Francisco

oder Florenz wollen: Wir geben Ihnen einen

Eindruck davon, was Sie von Reiseführer-

Apps grundsätzlich erwarten können.

Tripadvisor

Die Amsterdam-Ausgabe des Tripadvisor

[LINK 1] kommt in englischer

Sprache daher. Die übersichtlich

gestaltete und intuitiv benutzbare App gruppiert

die Städteinformationen in sinnvolle

Rubriken wie Hotels, Essen & Trinken,

Nachtleben, Einkaufen und Attraktionen. Die

Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten

oder Lokalitäten bezieht Tripadvisor

hauptsächlich von Wikipedia und aus

Bewertungen und Kommentaren der Nutzer.

Sehr praktisch sind die Hinweise zu öffentlichen

Verkehrsmitteln in der Nähe eines Ortes

oder die Information, wo sich der nächste

Geldautomat befindet. Wer mit

Englisch kein Problem hat, erhält

mit Tripadvisor Amsterdam

nützliche Anhaltspunkte, was

die Stadt der Grachten so alles

zu bieten hat. Auf besonders

innovative Funktionen oder

eine Offline-Nutzbarkeit der

Karte muss jedoch verzichtet

werden.

Amsterdam City Guide

Der Amsterdam City Guide [LINK 2]

macht beim Start – und später

immer wieder – darauf aufmerksam,

dass es sich um eine nicht mehr weiter

entwickelte Version handelt und man doch

die Multi-City App von GuidePal herunterladen

möge. Über Not right now kann man diesen

Hinweis jedoch überspringen und die

kostenfreie und in Englisch gehaltene App

nutzen. Dann offenbart sich ein optisch

durchaus ansprechender Reiseführer. Die

Detailinformationen zu den einzelnen aufgelisteten

Attraktionen sind durchaus umfangreich

und reichen bis hin zu Öffnungszeiten

und Links zu weiterführenden Informationen

im Web. Ist eine Sehenswürdigkeit interessant,

können Sie sie zu einer persönlichen

My Trip Liste hinzufügen. Praktisch, um

schon im Vorfeld der Reise die Spreu vom

Weizen zu trennen und seinen persönlichen

Stadtrundgang zu planen.

Leider lässt die Informationsbreite

der App zu wünschen übrig.

Amsterdam mutet hier an wie ein

provinzielles Dorf, das nicht allzu

viel zu bieten hat. Da bieten andere

Apps doch deutlich mehr.

Weiterer Knackpunkt: Auf einem

großen Display wie beim

Samsung Galaxy Note ist die Kartendarstellung

nicht optimal.

GuidePal Amsterdam

Wer beim Amsterdam

City Guide

nicht standhaft

bleibt und irgendwann

der Aufforde-

chris willemsen, 123RF

20

Juni 2013

Android-User.de


Fokus

City Guides

Abb. 1: Der kostenfreie Tripadvisor

bietet eine ansehnliche Oberfläche

für die City Tour.

Abb. 2: Amsterdam City Guide ist

zwar kostenlos, aber nicht sonderlich

informativ.

Abb. 3: Die Kartendarstellung lässt

auf hochauflösenden Displays zu

wünschen übrig.

Abb. 4: GuidePal will mit großen

Fotos darüber hinweg täuschen,

dass inhaltliche Lücken klaffen.

rung folgt, die Multi-City App GuidePal

[LINK 3] herunterzuladen, verabschiedet sich

vom kostenfreien Amsterdam-Reiseführer.

Der schlägt nämlich hier mit 3,36 Euro zu

Buche und muss per In-App-Kauf zunächst

freigeschaltet und heruntergeladen werden.

Als Gegenwert erhält man – nun ja – nicht

wirklich viel. Der Informationsgehalt geht

über den des vorgenannten Amsterdam City

Guide nicht hinaus. Die Optik der App ist

zwar anders, aber auch nicht wesentlich

besser. Immerhin bietet GuidePal die Möglichkeit

der Offline-Nutzung, und die Kartendarstellung

ist ebenfalls verbessert. Was allerdings

die Sache nicht wirklich

rund macht, wenn der Reiseführer

inhaltlich solche Lücken

aufweist. Hotels etwa sind in

beiden GuidePal-Apps komplett

Fehlanzeige. Insofern

kann man GuidePal schon

mal eine rote Laterne verpassen.

Das Preis-​Leistungs-Verhältnis dieser

App ist allenfalls für San-Francisco-Reisende

in Ordnung, denn der Reiseführer für die

kalifornische Stadt ist immerhin kostenfrei

enthalten.

Marco Polo

Mit dem Marco Polo Reiseführer

[LINK 4] wagt sich erstmals eine

deutschsprachige App ins Testfeld.

Die App liefert zunächst eine Übersicht der

von Marco Polo angebotenen Städteführer.

Der Reiseführer für Berlin ist kostenfrei enthalten,

alle anderen kosten jeweils 4,49 Euro.

Wer Telekom-Mobilfunkkunde ist, darf sich

freuen: Ihn beglückt die Marco Polo App mit

dem Hinweis auf eine weitere kostenfreie

Stadt. Wir wählen Amsterdam und investieren

die 4,49 Euro dann vor Ort lieber in ein

frisches Grolsch. Dennoch wäre auch die In-

Abb. 5: Marco Polo gibt sich inhaltlich

keine Blöße. Hier waren kompetente

Reisejournalisten vor Ort.

Android-user.de Juni 2013 21


Fokus

City Guides

Abb. 6: Sehr schick und aufgeräumt

stellt sich der Amsterdam-

Guide von Tripwolf dar.

Abb. 7: Mtrip überzeugt sowohl durch

Optik als auch durch Inhalt und ist

eine klare Empfehlung.

vestition der paar Euro durchaus lohnenswert.

Denn Marco Polo beweist mit dieser

App zumindest in Bezug auf ihren Inhalt

Kompetenz. Man merkt sofort, dass hier

nicht bloß die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

der Stadt aus dem Internet zusammengesammelt

wurden, sondern dass hier Reisejournalisten

am Werk waren, die den Zielort

nicht nur vom Hörensagen kennen, sondern

fundierte Kenntnisse mitbringen. So sorgt

bereits die Rubrik Einführung für ergiebigen,

informativen Lesestoff. Zum Beispiel warnt

die App berechtigterweise davor, mit dem

Auto in die Innenstadt zu fahren und rät,

sich als Fußgänger vor rücksichtslosen Radfahrern

in Acht zu nehmen. Wer Amsterdam

noch nicht kennt, für den sind das wertvolle

Tipps! Schön sind auch die Empfehlungen zu

Büchern und Filmen (etwa zum Kultfilm

Verfluchtes Amsterdam) und Beiträge zum

kostengünstigen Amsterdam-Aufenthalt

(Low Budget). Aber auch die typischen

Rubriken wie Sehenswertes, Essen & Trinken

oder Einkaufen sind prall gefüllt.

Sämtliche Lokationen lassen sich selbstverständlich

auch auf einer Karte darstellen.

Die Karte selbst kann zum Sparen von Roaming-Kosten

zur Offline-Nutzung auf das

Gerät geladen werden. Ein Button Route

sollte den Nutzer direkt zu den Zielorten navigieren.

Die Betonung liegt jedoch auf sollte,

denn den Versuch quittiert Marco Polo mit

einem lapidaren Coming

soon… Das gibt Abzüge in

der B-Note. Denn wenigstens

eine Verlinkung mit Google

Maps Navigation sollte bei

einem Stadtführer zu diesem

Preis dann doch noch zu erwarten

sein. Schade ist auch,

dass zahlreiche Orte – selbst

geradezu legendäre wie die

Konzerthalle Paradiso – durch

Abwesenheit jeglichen Fotomaterials

glänzen. Das ist

sehr schade und eigentlich

einer so altverdienten Reiseführermarke

wie Marco Polo

nicht würdig. Dennoch, unterm

Strich lohnt sich die

Marco Polo App alleine wegen

ihrer Informationsfülle.

Tripwolf

Ebenfalls in deutscher

Sprache (und

zum gleichen Preis

von 4,49 Euro) ist die App

tripwolf [LINK 5] mit ihrem

Amsterdam-Führer erhältlich. Tripwolf ist

optisch ansprechend und übersichtlich aufgebaut.

Die App geht bei einzelnen Sehenswürdigkeiten

weiter in die Tiefe als jeder andere

der hier getesteten Konkurrenten. Bei

Museen etwa wird nicht nur die Verkehrsanbindung

berücksichtigt, auch Informationen

zu den Eintrittspreisen und den saisonalen

Öffnungszeiten sind akribisch genau aufgeführt.

Auch das Preisniveau von Restaurants

ist klar gekennzeichnet und hilft, unschöne

Überraschungen zu vermeiden. Über den

Trip-Planer lassen sich Stationen zu einer eigenen

Liste hinzufügen. Die Kartendarstellung

ist herausragend, und vor Ort sorgen

AR-Funktionen (Augmented Reality) für Orientierungshilfe

über die Smartphone-Kamera.

Die App bietet außerdem eine Offline-

Funktionalität. Wer vorher die Daten

heruntergeladen hat, schützt sich so effektiv

vor hohen Roaminggebühren und muss

dennoch auf nichts verzichten. Fehlt eigentlich

nur noch eine Navigationsfunktion.

Auch für Tripwolf wäre zumindest die Verknüpfung

zur Fußgängernavigation von

Google Maps wünschenswert.

Mtrip

Knapp 20 MByte groß ist das Installationspaket

von Mtrip [LINK 6]. Nach

der Installation werden minutenlang

etliche zusätzliche Datenpakete heruntergeladen.

Damit ist Mtrip das mit Abstand

fetteste Paket im Testfeld und sollte definitiv

lieber bereits zuhause bei einer Verbindung

mit dem WLAN installiert werden. Vor dem

Download wird allerdings erstmal der Kaufpreis

von 3,99 EUR fällig. Dafür bietet die

deutschsprachige App dann aber auch allerhand.

Der Einstieg findet sich leicht über die

aussagekräftigen Rubriken, die prall gefüllt

sind mit Reiseinformationen. Fast alle Orte

sind mit Fotos illustriert – sehr vorbildlich!

Die Rubrik Hotels glänzt nicht nur mit Informationen

zur jeweiligen Herberge, sondern

nennt auch konkrete Preisspannen, und auf

Wunsch lässt sich das Hotel sogar per Link

zu Booking.com online buchen. Aufgesuchte

Orte lassen sich per Check-in auf Facebook

teilen, inklusive Zeitpunkt des Besuchs.

Wer’s mag… Richtig cool finden wir auf

jeden Fall aber die Postkartenfunktion. Drauf

geklickt, lässt sich zum Foto der Sehenswürdigkeit

noch ein kleiner Text schreiben, und

Foto und Text können dann per Teilen-Menü

weiterversendet werden, zum Beispiel per

E-Mail oder auf soziale Netzwerke.

Überhaupt haben sich die Entwickler von

Mtrip an vielen Stellen etwas Sinnvolles aus-

22

Juni 2013

Android-User.de


Fokus

City Guides

gedacht. Ein besonderer Clou ist die sehr

umfangreiche und ausgeklügelte Navigationsfunktion

Trip Genius. Die arbeitet sogar

vollständig offline, verursacht also keine horrenden

Kosten. Sie lässt die Wahl zwischen

Navigation als Fußgänger oder per öffentlicher

Verkehrsmittel und ist damit ideal für

die Suche nach dem richtigen Weg auf unbekanntem

Terrain. Für das Kennenlernen der

Navi-Funktionen sollte man sich ein wenig

Zeit nehmen, denn das ganze ist sehr granular

einstellbar – inklusive der Sightseeing-

Vorlieben, anhand derer die Navigation entsprechende

Routen plant. Ein kleines Manko

ist die Kartendarstellung: Die Zoomfunktion

hakt gerne mal, und wir würden häufig

gerne etwas näher heranzoomen, als es möglich

ist. Das ist allerdings bereits Jammern

auf hohem Niveau.

Augmented-Reality-Funktionen, die über

das Kamerabild Informationen zu Sehenswürdigkeiten,

Restaurants und vielen Orten

mehr einblenden, machen Mtrip einmal

mehr zu einer zeitgemäßen App. Das schick

umgesetzte Tagebuch schließlich lädt ein, die

Highlights des Städtetrips auch in Wort und

Bild festzuhalten. Alles in allem: Mtrip ist

eine saubere Sache!

Amsterdam offline Stadtplan

Nicht jeder braucht gleich eine fette

Reiseführer-App. Aber ein Stadtplan

ist immer gut. Der Google Play

Store bietet so ziemlich zu jeder Destination

kostenfreie Stadtpläne zum Download, die

auch offline nutzbar sind. Wie im Falle der

Amsterdam-offline-App [LINK 7] handelt es

sich dabei meist um Kartenmaterial des

OpenStreetMap-Projektes. Diese Karten sind

kostenfrei nutzbar, aber

durchaus sehr hochwertig

und detailgenau. Meist sind

– wie auch im vorliegenden

Fall – Sehenswürdigkeiten,

Hotels, Restaurants etc.

gleich in der Karte eingetragen.

Im Vergleich zu Google

Maps fehlen allerdings weiterführende

Informationen.

Wer einfach nur den guten

alten Stadtplan benötigt, der

liegt hier genau richtig.

Abb. 8: Mit der OpenStreetMap-

Karte ist man auch auf fremdem

Terrain sehr gut ausgestattet.

Annes Amsterdam

Reiseführer gut

und schön. Aber

es sind doch meist

die Geschichten abseits der

allzu ausgetretenen Touristienpfade,

die den besonderen Reiz

eines Reiseziels ausmachen. Suchen

Sie einfach mal im Google Play Store

nach Ihrem Reiseziel. Mitunter finden

Sie ganz besondere App-Perlen, die

einen näheren Blick lohnen. So sind

wir etwa über die App Annes Amsterdam

[LINK 8] gestolpert. Kaum jemand,

der das Tagebuch der Anne Frank

nicht kennt, die Aufzeichnungen des

jüdischen Mädchens, das sich mit seiner

Familie in Amsterdam vor der

Verfolgung der Nazis versteckt hatte.

Bei einem Trip nach Amsterdam ist

der Besuch des berühmten Anne-

Frank-Hauses Pflicht. Diese wunderschöne,

liebevoll gestaltete App verbindet

Vergangenheit und Gegenwart

und lässt Sie Amsterdam aus der

Sicht von Anne Frank kennenlernen.

30 Stationen vermitteln dabei, was in

der Zeit der deutschen Besatzung im

2. Weltkrieg in Amsterdam geschah.

Eine herausragende App!

Fazit

Es ist gar nicht so einfach, eine optimale

Reiseführer-App zu finden. Zwar quillt der

Google Play Store fast über vor Apps dieser

Art. Die Spreu vom Weizen zu trennen, fällt

umso schwerer. Selbst die namhaften Vertreter

unter den Reise-Apps stellen bisweilen

frappierende Lücken zur Schau. Von den getesteten

Apps können wir lediglich Mtrip uneingeschränkt

empfehlen. Pfiffige Ideen wurden

hier kombiniert mit einer hohen Informationsdichte.

Die fehlenden Navigationsfunktionen

lassen die ansonsten guten Apps

von Marco Polo und Tripwolf etwas ins Hintertreffen

geraten. Von den

kostenlosen Apps dürfen Sie

nicht zuviel erwarten –

wirklich gute Reiseführer

gibt es nicht for free. Wer

nur einen Stadtplan braucht,

findet zahlreiche kostenlose

Apps, die auf OpenStreet-

Map basieren und richtig

praktisch sind. Etwas abseits

des eigentlichen Themas

finden sich bisweilen

die eigentlichen Highlights,

die den Besuch einer Stadt

wie Amsterdam zu einem

bleibend eindrucksvollen

Erlebnis werden lassen:

Vor Annes Amsterdam

ziehen wir den Hut und

verbeugen uns tief. ● ● ●

Abb. 9: Annes Amsterdam zeigt die

niederländische Metropole aus der

historischen Sicht von Anne Frank.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29125

Android-user.de Juni 2013 23


Fokus

Galaxy XCover 2

Im Test: Samsung Galaxy Xcover 2 – GT-S7710

Outdoor-

Handy

Samsung

Auf den ersten Blick erkennt man

gar nicht, dass es sich beim

Samsung Galaxy Xcover 2 um ein

waschechtes Outdoor-Handy handelt.

Es ist zwar etwas dicker als die Top-

Handys von Samsung, aber dafür liegt es

perfekt in der Hand, und es hat Charakter.

Erst, wenn man versucht, die Rückabdeckung

zu entfernen, fällt auf, dass man dazu

ein 5-Cent-Stück benötigt.

Mit dem Xcover präsentierte

Samsung vor rund

einem Jahr sein erstes

Outdoor-Handy, das

jedoch nicht wirklich

überzeugen konnte.

Jetzt liefern die Koreaner

den Nachfolger, der

vieles besser macht.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Verarbeitung

‚ FM-Radio

‚ Kamera

‚ Vorinstallierte Apps

„ Audio mit Rauschen

„ Wenig Speicher

Die Hardware

Das Xcover 2 ist Samsung optisch und technisch

deutlich besser gelungen als der Vorgänger.

Das 4-Zoll-Display löst mit angenehmen

480x800 Pixeln auf, verfügt über einen

guten Blickwinkel, aber kein Gorilla Glass.

Samsung gibt die Oberfläche als kratzfest an,

laut ersten Nutzerberichten soll die Widerstandsfähigkeit

aber nicht allzu gut sein.

Die Rückabdeckung ist aus einer dünnen

geriffelten Kunststoffplatte, quasi wie beim

Galaxy Nexus. An der Abdeckung sind auch

die Gummidichtungen befestigt, die das

Xcover 2 vor Wasser und Staub schützen.

Neben dem Power-Button (rechts) und der

Lautstärkewippe (links) verfügt das Xcover 2

über eine separate Kamerataste zur Linken.

Die drei Android-Tasten für Home, Zurück

und Menü sind als Hardware-Buttons realisiert.

Dabei fanden wir es besonders praktisch,

dass man alle drei Buttons drücken

kann, nicht nur die Home-Taste. Gegenüber

dem CAT B15 stellen die Hardwaretasten zugleich

einen Vor- und Nachteil dar: Sie sind

anfällig für Staub und Schmutz, lassen sich

dafür aber intuitiv bedienen. Der Anschluss

für das Micro-USB-Kabel befindet sich unten,

die 3,5-mm-Buchse für die Kopfhörer an der

Geräteoberseite. Beide sind mit Gummiklappen

gegen Staub und Wasser geschützt. Beachten

Sie, dass nur das im Lieferumfang

enthaltene USB-Kabel in die vertiefte Buchse

passt. Im Unterschied zu Caterpillar verzichtet

Samsung auf ein Headset. Das ist insofern

verwunderlich, da das Xcover 2 auch ein

UKW-Radio an Bord hat, das ohne Kopfhörer

nicht funktioniert (Abbildung 1).

Sehr gut gefallen hat uns die 5-Megapixel-

Kamera. Sie macht schöne Fotos und reagiert

recht schnell. Auch Serienaufnahmen liegen

drin. Bei Videos erlaubt das Handy zwar maximal

eine Auflösung von 720p, dafür sind

die Videos absolut ruckelfrei.

Ungenügend schnitt bei unserem Testgerät

hingegen der Kopfhörerausgang ab. Beim

Pausieren von Stücken und beim Wechsel

von einem Song zum nächsten waren deutliche

Knackgeräusche zu hören, ja selbst während

des Playbacks konnte man ein störendes

Rauschen bemerken. Hören Sie oft und

gerne Musik mit Kopfhörern, dann sollten

Sie das Xcover 2 meiden. Das ist insofern

schade, weil der verbaute Lautsprecher wiederum

sehr gut ist. Er sorgt auch bei voller

Lautstärke für einen guten Sound und klingt

deutlich besser als der Speaker des B15.

Das Handy reagiert prompt auf Eingaben

und gibt sich bei der Performance keine

Blöße. Die gemessenen Benchmark-Werte

liegen auf dem Level guter Dual-Core-Handys

24

Juni 2013

Android-User.de


Fokus

Galaxy XCover 2

Abb. 1: Was hat sich Samsung

dabei gedacht, dem Xcover 2 kein

Headset beizulegen?

Abb. 2: Von den 4 GByte Systemspeicher

steht lediglich 1 GByte für

Nutzerdaten bereit.

Abb. 3: Die vorinstallierten Anwendungen

ergänzen das Galaxy

Xcover 2 optimal.

Abb. 4: Auch um Ihre tägliche Fitness

kümmert sich das Outdoor-

Handy von Samsung.

mit 1-GHz-Prozessor, auch gefühlt konnten

wir keinen Unterschied zwischen dem Galaxy

Xcover 2 und dem CAT B15 feststellen.

Gute Software-Auswahl

Das Galaxy Xcover setzt auf Samsungs

eigene Android-Oberfläche Touchwiz. Das

Handy bringt somit von Haus aus eine

Menge zusätzlicher Software mit. Dazu gehören

neben S Memo, S Planner, S Suggest

und all den S-Apps auch Features wie Smart

Stay, die man von den Top-Modellen der

Koreaner her kennt. Als Zusatz-Apps von

Drittanbietern sind Cardio Trainer Pro, Flipboard,

ADAC Maps und Ape Map (beide mit

1-Jahres-Lizenz) vorinstalliert. Als Nachteil

gegenüber dem CAT B15 müssen Sie dafür in

Kauf nehmen, dass der freie interne Speicher

lediglich rund 750 MByte beträgt. Sehr schön

gelöst hat Samsung die Hilfe-App, die Einsteigern

bei der Bedienung des Handys ungemein

entgegenkommt. Auch der Dateimanager

lässt sich sehr leicht bedienen. Die Software-Auswahl

von Samsung haben wir mit

der maximalen Punktzahl bewertet.

Wie das B15 lässt sich auch der Speicher

des Galaxy Xcover 2 per MicroSD-Karte um

weitere 32 GByte vergrößern.

Fazit

Auch wenn das Galaxy Xcover 2 kein perfektes

Outdoor-Handy ist, dürfte es den Anforderungen

der meisten Sportler und Naturfreunde

entsprechen. Im direkten Vergleich

mit dem CAT B15 sieht es nicht nur besser

aus, sondern bringt auch weniger Gewicht

auf die Waage, zudem macht es die deutlich

besseren Fotos. Geschlagen geben muss sich

das Xcover 2 bei der Audiowiedergabe über

Kopfhörer, dem nicht sehr kratzfesten Display

und dem fehlenden zweiten SIM-Kartenslot.

Hier hat das B15 die Nase vorne.

Zudem fehlt dem Samsung-Smartphone das

Headset, das bei Handys mit Radio Standard

sein sollte. Dafür kostet das Xcover 2 mit

rund 250 Euro auch etwas weniger. Dank der

umfangreichen Softwareauswahl und der

deutlich besseren Kamera liegt das Samsung-

Smartphone trotz des schwächeren Akkus in

der Schlusswertung 0,2 Punkte vor dem CAT

B15. Unseren ausführlichen Testbericht zum

Caterpillar-Smartphone B15 lesen Sie auf der

folgenden Doppelseite.

● ● ●

Samsung Galaxy Xcover 2 – GT-S7710

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android Version

Akku

Laufzeit (Standby/​Gesprächszeit)

Gewicht

Preis

Technische Daten und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 17452

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo-Benchmark (HTML5)

Vellamo-Benchmark (Metal)

Video-Wiedergabe

Android-User Bewertung

Samsung

4-Zoll-Smartphone

480 x 800 Pixel

1 GHz, Dual Core

4.1.2 Jelly Bean

1700 mAh

370h/​9h

148g

249 Euro

6625 Punkte

1364 Punkte

353 Punkte

720p

4,2 Punkte

Android-user.de Juni 2013 25


Fokus

CAT B15

Im Test: Caterpillar CAT B15 Outdoor-Handy

Hart und

Smart

Caterpillar

Caterpillar ist nicht wirklich

dafür bekannt,

smarte Spielzeuge herzustellen.

Dennoch

bringt die Firma mit

dem B15 schon das

zweite Android-Handy

auf den Markt. Wir vergleichen

das neue CAT

mit dem Samsung

Galaxy Xcover 2.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Verarbeitung

‚ Dual-SIM-Slot

‚ FM-Radio

‚ Akkulaufzeit

„ Front-Kamera nur VGA

„ Rückabdeckung

Das B10 von Caterpillar

war nicht wirklich ein

gelungenes Android-

Handy. Die Software

war zu alt, die Hardware zu

schwach und das Design etwas

zu stark an einem Bulldozer orientiert.

Mit dem B15 bringt CAT

nun eine komplette Neuauflage,

die eigentlich alles richtig gemacht

hat: Das Handy sieht

recht gut aus, und das System

flutscht dank Android 4.1 und

Dual-Core-Prozessor nur so.

Staub- und wasserfest

Wie der Vorgänger ist auch das aktuelle Modell

laut IP67 gegen Staub und Wasser geschützt.

Immerhin 30 Minuten soll das

Handy laut Hersteller in 1 m tiefem Wasser

baden können. Auch ein Sturz aus 1,8 m

Höhe soll dem in einem Alu-Gummi-Gehäuse

verpackten B15 nichts anhaben können,

selbst wenn das Smartphone auf dem Display

landet. Dank Gorilla

Glass ist das Handy auch

recht unempfindlich gegen

Kratzer. Hier hat das

Samsung-Smartphone klar

das Nachsehen: Samsung

hat beim XCover 2 auf

Gorilla Glass verzichtet

und auch die 1,8 m Fallhöhe

gibt es nur bei CAT

offiziell. Dafür punktet das

XCover mit der deutlich

schlankeren Bauhöhe:

Liegen die beiden Smartphones

nebeneinander,

dann sieht das CAT B15

doppelt so dick aus.

Baustellen-Apps

Das CAT B15 ist kein Outdoor-

oder Sport-Handy, es

Abb. 1: In der SIM-Verwaltung

legen Sie fest, welche Karte Sie für

welche Zwecke benutzen.

will immer noch ein Baustellen-Handy sein.

Das finden wir etwas schade, da es sich eigentlich

auch recht gut für Sportler eignet.

Auf entsprechende Apps hat Caterpillar allerdings

komplett verzichtet: Lediglich Links zu

diversen CAT-Seiten findet man vorinstalliert,

von Sportanwendungen oder Karten-Apps

wie beim Galaxy Xcover 2 fehlt jede Spur.

Immerhin gibt es einen Dateimanager und

eine Aufgaben-App bereits an Bord.

Das weiß zu gefallen

Das CAT-Phone setzt auf eine – bis auf das

Hintergrundbild – unveränderte Android-4.1-

Oberfläche. Zu danken weiß das System das

beim freien Speicher. So bleiben Ihnen von

den 4 GByte Flash-Speicher rund 1,5 GByte

für Fotos und persönliche Daten. Für die

Apps stehen zusätzlich noch 860 MByte an

freiem Speicher bereit. Das Android-System

belegt also lediglich etwa 1,6 GByte. Der freie

Speicher lässt sich via MicroSD-Karte auf

32 GByte erweitern. Gut gefallen haben uns

auch die zusätzlichen Schnelleinstellungen

in der Benachrichtigungsleiste.

Per Wischgeste lassen

sich hier 12 Schnellschalter

erreichen.

Eine weitere Besonderheit

haben wir in den Android-

Einstellungen gefunden. Hier

gibt es einen Menüpunkt

Ein-/​Abschaltung nach Zeitplan,

der genau das macht,

was man vermutet: Die innere

Uhr schaltet das Handy

abends zur gewählten Zeit

aus und bootet es am Morgen

automatisch wieder. Bei der

vom Hersteller angegebenen

Standbyzeit von über 600

Stunden (mit einer SIM-

Karte) schon fast ein Luxus,

den man nur noch von alten

Feature-Handys kennt.

26

Juni 2013

Android-User.de


Fokus

CAT B15

Abb. 2: Die zusätzliche App-Auswahl

beschränkt sich auf ein paar

Icons zu CAT-Webseiten.

Abb. 3: Der freie Speicher bietet

über 2 GByte Volumen und lässt

sich erweitern.

Abb. 4: Der Zeitplan schaltet

das Handy zum gewünschten Zeitpunkt

automatisch aus.

Abb. 5: Beim Hochdrehen der Lautstärke

mit Kopfhörern erscheint ein

Warnhinweis.

Last but not least verfügt das Handy auch

über den deutlich besseren Sound als das

Galaxy Xcover 2 von Samsung, wobei wir es

positiv fanden, dass sich die Lautstärke in

den unteren Bereichen recht detailliert regeln

lässt. Das System zeigt zudem einen Warnhinweis

an, wenn Sie die Lautstärke mit

Kopfhörern hochdrehen.

Eine kleine Besonderheit des CAT B15 ist

der dritte Button zwischen der Lautstärkewippe.

Er lässt sich für Walkie-Talkie-Apps

nutzen. Dazu sind allerdings spezielle Apps

notwendig.

Schwachstellen

Die Rückabdeckung ist nicht über alle Zweifel

erhaben. Achten Sie unbedingt darauf, die

Klappe nach dem Einsetzen/​Wechseln der

SIM-Karte wieder gut zu verschließen und

rundherum gut anzudrücken. Auch zwischen

Kamera und Lautsprecher gibt es kleine

Haken, die einrasten müssen. Sitzen nicht

alle Verschlüsse richtig fest, kann Wasser ins

Gerät eindringen. Besonders fehleranfällig ist

dabei der Einschub für die untere SIM-Karte.

Dieser lässt sich leicht herausziehen, damit

man die Karte besser tauschen kann. Achten

Sie darauf, ihn einzuschieben, bevor Sie den

Akku einlegen (mit oder ohne SIM-Karte).

Sonst lässt sich der Akku nicht richtig einpassen,

und das Gerät ist nicht wasserdicht.

Das Display ist zudem sehr anfällig für Fettflecken,

aber dafür kann man das Handy ja

auch unter fließendem Wasser abspülen.

Im Vergleich zum Samsung-Smartphone

verfügt das B15 klar über die schlechteren

Kameras. Front- und Hauptkamera sind weniger

lichtempfindlich und machen folglich

auch schlechtere Fotos. Auch bei den Videoaufnahmen

(720p) lässt das Xcover 2 das

CAT-Smartphone recht alt aussehen. Zudem

fehlt dem Handy eine Fotoleuchte.

Fazit

Sie brauchen ein robustes Smartphone mit

zwei SIM-Kartenslots? Dann führt aktuell

kein Weg am B15 von CAT vorbei. Aber

auch, wenn Sie einfach auf der Suche nach

einem robusten Smartphone sind, lohnt sich

ein Blick auf das Caterpillar-Handy. Die hervorragenden

Standby- und Sprechzeiten und

der Schutz vor Staub und Wasser machen es

zum idealen Begleiter im Beruf.

● ● ●

Caterpillar CAT B15

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android Version

Akku

Laufzeit (Standby/​Gesprächszeit)

Gewicht

Preis

Technische Daten und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 17450

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo-Benchmark (HTML5)

Vellamo-Benchmark (Metal)

Video-Wiedergabe

Android-User Bewertung

Caterpillar

4-Zoll-Smartphone, Dual-SIM

480 x 800 Pixel

1 GHz, Dual Core

4.1.2 Jelly Bean

2000 mAh

624 h/​16,3 h

170g

299 Euro

6637 Punkte

1342 Punkte

356 Punkte

720p

4,0 Punkte

Android-user.de Juni 2013 27


Hardware

Huawei Ascend Y300

Das Huawei Ascend Y300 im Test

OK-Handy

Wenn ein Top-Handy wie das Nexus 4 für relativ wenig Geld zu

bekommen ist, dann muss die Einsteigerklasse entweder noch

billiger werden oder mehr bieten. Das Huawei Ascend Y300

erfüllt beides. Christoph Langner

Huawei

‚„Plusminus

‚ Preis-Leistungs-Verhältnis

Android 4.1 mit an Bord

‚ Knapper Speicher aufrüstbar

„ Ruckler in der Oberfläche

„ Emotion UI gewöhnungsbedürftig

Auf dem Datenblatt sieht

das Ascend Y300 wie

ein erstklassiges Android-Schnäppchen

aus.

Für etwas mehr als 120 Euro bekommen

Sie ein aktuelles Smartphone

mit Dual-Core-CPU, einem

ordentlichen 4-Zoll-Display, ein

aktuelles Android 4.1 als System

und eine 5-MPixel-Kamera, die

gar nicht mal so schlechte Bilder

macht. Überzeugt das Einsteiger-

Handy aber auch im Alltag? Android

User hat das Gerät im Test!

Das Huawei Y300 im

Überblick

Unter der Haube arbeitet im Y300 ein Snapdragon

S4 mit zwei Kernen, die mit jeweils

einem GHz getaktet werden. Als Arbeitsspeicher

stehen dem System 512 MByte zur Verfügung.

Die Ladekapazität des Akkus ist mit

1950 mAh ordentlich,

Huawei gibt eine Laufzeit

von 320 Stunden

im Standby und 5,3

Stunden durchgängiges

Telefonieren an. Im Alltag

sollte das Ascend

Y300 mehr als nur 24

Stunden durchhalten.

Die Kamera auf der

Rückseite löst mit fünf

MPixel auf, die Frontkamera

für Videochats besitzt

gerade einmal

VGA-Auflösung (0,3

MPixel). Das reicht für

pixelige Videochats, für

mehr aber auch nicht.

Abb. 1: Die Kamera nimmt Bilder mit

5 MPixel und Videos mit bis zu 720p

in HD-Qualität auf.

Fehlt Tageslicht, dann

sorgt eine LED-Fotoleuchte

für mehr Helligkeit

im Bild, allerdings fällt bei schlechtem

Licht schnell ein Rauschen in den Aufnahmen

des Handys auf. Die Kamera zählt nicht

zu den Stärken des Geräts, für Schnappschüsse

zwischendurch reicht sie aber aus.

Der interne Speicher des Ascend Y300 ist

mit 4 GByte knapp bemessen, zudem lässt

das System lediglich 1,75 GByte von diesem

für Ihre Daten und Apps übrig. Mit einer microSD-Karte

erweitern Sie den Speicher jedoch

schnell um bis zu 32 GByte. Stecken Sie

die mitgelieferten Kopfhörer an das Gerät an,

dann empfängt das Y300 mit einer eigenen

App auch UKW-Radio.

Abseits der Zahlen:

Träges System

Das Huawei Ascend Y300 ist trotz seiner

Dual-Core-CPU keine Rakete. Die Performance

des Handys lässt sich nicht mit denen

aktueller Geräte aus der Mittel- oder Oberklasse

vergleichen. Beim Starten größerer

Apps legt das Handy gerne ein

paar Gedenksekunden ein, und

auch die Oberfläche ruckelt

immer wieder einmal.

Beim günstigen Preis des

Handys kann man über diese

Schwachstellen jedoch gerne

hinwegsehen. Sie werden

kaum eine App im Play Store

finden, die aufgrund der Leistung

des Handys nicht auf dem

Y300 funktionieren wird. Auch

beliebte Casual Games laufen

ohne Probleme.

Rundum Kunststoff,

mäßiges Display

Die Verarbeitung des Ascend

Y300 ist solide, nichts wackelt,

nichts fühlt sich wirklich minderwertig

an. Das Gehäuse

28

Juni 2013

Android-User.de


Hardware

Huawei Ascend Y300

Abb. 2: Huawei setzt bei seinen aktuellen

Androiden auf die eigens entwickelte

Emotion UI.

Abb. 3: Widgets für Widgets, das bietet

nur Huaweis Me-Widget aus der

Emotion-UI-Oberfläche.

Ordnern zusammenfassen.

Schnell merkt

man jedoch: Hier fehlt

doch was!

Huawei meint, dass

der App-Drawer, also

der Schirm, auf dem

Sie alle Ihre über den

Play Store installierten

Apps wiederfinden, zu

kompliziert sei, also

lässt man die App-

Schublade lieber gleich

komplett weg. Wie

beim iPhone liegen

Ihre Apps also auf den

Homescreens, neu installierte

Programme

werden einfach auf

dem letzten Homescreen

einsortiert.

Abb. 4: Huawei findet den App-Drawer

zu umständlich und schickt dieses

Android-Merkmal in Rente.

kann zwar verständlicherweise nicht mit

dem aufwendig hergestellten Alu-Unibody

eines HTC One mithalten, doch wenn wir

ehrlich sind, sind bei einem Galaxy S4 auch

nicht gerade die besten Materialien verbaut.

Das Display des Testgeräts gehört ebenfalls

in die Kategorie „Eigentlich können wir

nichts daran aussetzen“, dies gilt selbst im

Vergleich zu deutlich teureren Geräten. Zum

Preis des Ascend Y300 findet sich aktuell

kein anderes Android-Handy auf dem deutschen

Markt, das mit einer Auflösung von

800x480 Pixeln punkten kann.

Die Helligkeit des Touchscreens ist dabei

zwar nicht überragend, doch in den eigenen

vier Wänden oder draußen bei Bewölkung

muss das Display auch nicht heller strahlen.

Einzig in der prallen Sonne würden wir uns

beim Y300 einen Bildschirm mit besserer

Helligkeit wünschen.

Emotion UI, einfach anders

Setzte Huawei bisher eher auf ein ziemlich

unverändertes Android, kommt inzwischen

auf Huaweis Androiden – wie auch schon bei

HTC oder Samsung – eine angepasste Android-Oberfläche

zum Einsatz, Huawei nennt

seine Kreation Emotion UI. Wie immer soll

mit der eigenen Oberfläche alles einfacher,

schneller und bequemer sein.

Auf den ersten Blick werden sich erfahrene

Android-User auch schnell mit der Emotion

UI anfreunden können. Die wichtigsten Apps

liegen in der Home-Bar, auf dem Homescreen

findet sich das zentrale und anpassbare

Me-Widget, und Apps lassen sich wie gewohnt

auf dem Homescreen ablegen und zu

OK-Handy zum OK-Preis

Selten waren wir bei der Bewertung eines

Androiden so hin- und hergerissen. Auf der

einen Seite fehlt dem Ascend Y300 natürlich

der Wow-Effekt, beim Blick auf den aktuellen

Internetpreis von nur etwas mehr als 120

Euro müssen jedoch auch an Top-Handys gewöhnte

User durchaus Respekt zollen: Zu

diesem Preis stimmt das Paket.

Vergleicht man das Ascend Y300 mit ähnlichen

Einsteiger-Androiden, dann bekommen

Sie beim Y300 ein aktuelles Android-System,

eine anständige Kamera, erweiterbaren Speicher

und sogar Bonus-Features wie Radioempfang.

Fällt der Preis wie beim Vorgänger

Ascend Y200 auf 99 Euro, dann fällt Kritik

noch schwerer. Unser Tipp an alle, die möglichst

wenig Geld für einen Androiden ausgeben

möchten: Zugreifen!

● ● ●

Huawei Ascend Y300

Kerndaten

Hersteller

Huawei

Auflösung

800x480 Pixel, 233 ppi

Prozessor

1,0 GHz Qualcomm 8225, Dual-Core

Android-Version 4.1.1 + EmUI 1.0

Akku

1950 mAh

Laufzeit Standby/​Sprechen

320h/​5,3h

Gewicht

130 g

Preis (Internet)

circa 120 Euro

Technische Details und Preisvergleich

http:// android‐user. de/ lp/ 17385

Performance

AnTuTu-Benchmark

5535 Punkte

Vellamo (HTML5/​Metal)

1142/​334 Punkte

Android-User-Bewertung

4,1 Punkte

Android-user.de Juni 2013 29


Hardware

Kobo Arc

E-Books mal nicht von Amazon

Kobo

Arc

Kobo ist in Deutschland

für E-Book-Reader mit

E-Paper-Display

bekannt. Mit dem Kobo

Arc wagt sich der Hersteller

nun in ein Feld,

das von Amazon mit

dem Kindle Fire HD

dominiert wird. Wir testen,

ob Kobos E-Book-

Reader auf Android-

Basis Amazon das

Wasser reichen kann.

Christoph Langner

‚„Plusminus

‚ Viel Speicher für wenig Geld

‚ Update auf Jelly Bean

‚ Guter E-Book-Reader

‚ Google Play Store enthalten

„ Empfindliche Rückseite

„ Nicht immer ruckelfreie GUI

„ Scheppernde Lautsprecher

Sie wollen ein Buch oder

ein E-Book via Internet

kaufen? Dann suchen

die meisten User nicht

lange, Amazon wird’s schon

haben. Doch gerade bei E-Books

hat der Marktführer im Buchmarkt

zahlreiche Konkurrenz, wie etwa

das japanisch-kanadische Unternehmen

Kobo. Dieses vertreibt

unter de. kobo. com schon lange

alles, was der E-Book-Markt hergibt, zudem

hat Kobo diverse E-Book-Reader im Angebot.

Kobo Arc: mehr als E-Books

Mit dem Kobo Arc verkauft Kobo nun erstmals

nicht nur einen simplen E-Book-Reader

auf dem deutschen Markt, sondern ein vollwertiges

Android-Tablet – das natürlich an

die Wünsche von Kobo als E-Book-Vermarkter

angepasst wurde. Dennoch ist das Arc bei

weitem nicht so versperrt wie etwa Geräte

aus Amazons Kindle-Fire-Reihe. Sie erhalten

mit dem Arc ein vollwertiges Android 7-Zöller

inklusive Zugang zu den Google-Apps

und dem Play Store.

Ausgeliefert wurde unser Testgerät mit Android

4.0 als System. Direkt nach dem ersten

Einrichten bietet Ihnen das Tablet jedoch ein

Update an, das Sie auf jeden Fall umgehend

installieren sollten. Es hievt das Kobo-Tablet

auf Android 4.1, sodass Sie Neuerungen wie

Google Now oder die durch Project Butter

beschleunigte Oberfläche nutzen können.

Das Update tut dem Arc spürbar gut, die von

Kobo angepasste Oberfläche arbeitet flotter,

wobei wir uns noch zackigere Animationen

wünschen würden.

Konkurrenz zum Kindle Fire

Kobo verbaut im Arc Technik, wie man Sie

auch in Amazons Kindle Fire HD findet. Das

Arc wird von einer 1,5 GHz schnellen Dual-

Core-CPU mit 1 GByte RAM angetrieben. Gewicht

und Abmessungen sind ähnlich, wenn

auch das Arc mit 364 Gramm etwas leichter

in der Hand liegt (Kindle Fire HD: 396

Gramm). Das ähnlich große Nexus-7-Tablet

von Google ist mit 340 Gramm jedoch nochmals

leichter. Für Video-Chats steht Ihnen

eine Front-Kamera mit 1,3 MPixel zur Verfügung,

deren Qualität für das Skypen ausreicht

für mehr aber auch nicht.

Die Verarbeitung unseres Testgeräts ist ordentlich,

das Tablet macht einen sehr stabilen

Eindruck. Kritikwürdig zeigt sich jedoch

die Gummierung des abnehmbaren Deckels:

Sie ist ein wahrer Dreck- und Staubmagnet,

der sich auch mit einem feuchten Tuch kaum

von Fingerabdrücken befreien lässt. Auch die

integrierten Lautsprecher überzeugen nicht,

bei lauten Klängen scheppern sie schnell.

Der Homescreen scrollt

Dort, wo Sie auf „normalen“ Androiden die

Homebar mit den Ihnen wichtigen Program-

Abb. 1: Wir mussten uns nicht sehr anstrengen, damit

die Rückseite des Arcs so aussieht.

Kobo

30

Juni 2013

Android-User.de


Hardware

Kobo Arc

men sehen, finden Sie auf

dem Arc Empfehlungen für

Bücher, die Ihnen gefallen

könnten – sprich Werbung.

Die Anzeige lässt sich nicht

auf die gewohnte Leiste umstellen,

allerdings stört sie

an dieser Stelle auch nicht

stark. Den App-Launcher

mit den installierten Android-Apps

rufen Sie über das

Launcher-Icon in der rechten

oberen Bildschirmecke

des Homescreens auf.

Der Homescreen unterscheidet

sich beim Kobo Arc

generell von herkömmlichen

Androiden. Statt zwischen

mehreren Homescreens zu

wechseln, gibt es beim Arc

nur einen primären Homescreen,

der sich jedoch nach rechts erweitern

lässt. Legen Sie am rechten Rand ein Icon

oder Widget ab, dann scrollt der Homescreen

von nun an einfach ein Stück weiter. Klicks

auf Lesen, Unterhaltung oder Soziales bringen

Sie zu separaten Homescreens mit

Widgets zum jeweiligen Thema.

E-Books bilden Mittelpunkt

Zentrale Bestandteile von Kobos E-Book-

Reader sind selbstverständlich der integrierte

E-Book-Shop und der entsprechende Reader.

Hier steht das Angebot von Kobo im Kobo

Store kaum dem von Amazon nach. Im Shop

finden Sie aktuelle Neuerscheinungen und

bewährte Klassiker. Bewertungen der Kobo-

Community erleichtern das Auffinden interessanter

Lektüre. Leseproben gestatten Ihnen

einen Einblick in die Bücher, bevor Sie Ihren

Geldbeutel in die Hand nehmen.

Auch beim E-Book-Reader vermissen wir

keine wichtige Funktion. Die Darstellung

der Schrift ist dank des hochauflösenden

Displays scharf und knackig. Schriftgröße,

Schriftart und Layout lassen sich über die

Einstellungen individuell anpassen. Ist Ihnen

der Kontrast bei schwarzer Schrift auf weißem

Grund zu stark, schalten Sie in einen

Nacht- oder Sepia-Modus um. Um die Leser-

Community von Kobo einzubinden, können

Sie zu jeder Seite einen „Pulse“ – einen Kommentar

– hinterlassen, so sehen Sie was andere

Leser über das Buch denken. Eine Bookmark-Funktion

fehlt ebenso wenig.

Abb. 2: Kobo hat den Homescreen

den Anforderungen eines

E-Book-Readers angepasst.

Alternative zum Kindle Fire

Wenn Sie sich für den Kobo Arc als E-Book-

Reader und Android-Tablet entscheiden, bekommen

Sie eine gute Alternative zu Amazons

Kindle Fire HD. Bezüglich der Performance

nehmen sich beide Tablets kaum

etwas, dafür bleiben Sie beim Arc im Android-Ecosystem

mit dem Play Store und allem

drum und dran, das Google für Android anzubieten

hat – ein nicht zu unterschätzender

Vorteil des Kobo Arc.

Auch gegen das Nexus-7-Tablet kann das

Arc punkten. Der Preis des Kobo Arc liegt in

der 32-GByte-Version knapp unter dem eines

Nexus 7. Für etwas weniger Geld erhalten Sie

also ein Gerät mit ähnlich gutem Display und

der Option, mit 64-GByte reichlich Platz für

multimediale Inhalte wie Video zu haben.

Dagegen stattet Google das Nexus-Tablet

immer mit der neusten Android-Version und

einer Quad-Core-CPU aus. Auch in Bezug auf

die Verarbeitung liegt es vorne.

● ● ●

Kobo Arc

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android-Version

Kobo

Akku k. A.

Laufzeit Standby/​Musik/​Video/​Web

Gewicht

Preis (Internet)

Abb. 3: Über den Kobo Store

haben Sie Zugriff auf Tausende

von aktuellen E-Books.

Technische Details und Preisvergleich

http://android-user.de/lp/17364

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo (HTML5/​Metal)

Video-Wiedergabe

Android-User-Bewertung

7-Zoll-Tablet

1280x800 Pixel, 215 ppi

1,5 GHz TI OMAP 4, Dual-Core

4.1.1 (nach Update)

336h/​k. A./​k. A./​10 h

364 g

233 Euro (32 GByte), 280 Euro (64 GByte)

10.603 Punkte

1446/​509 Punkte

1080p

4,1 Punkte

Abb. 4: Bei den Benchmarks liegen

Kobo Arc und Kindle Fire HD

Kopf an Kopf gleichauf.

Android-user.de Juni 2013 31


Hardware

Allview P6 Duo

Im Test: Allview P6 Duo

Dual +

AMOLED

Allview

Die Firma Allview

stammt aus Rumänien

und ist dort der lokale

Marktführer für Smartphones

und Tablets.

Wir haben aus dem

umfangreichen

Repertoire des

Herstellers das P6 mit

Dual-SIM getestet.

Marcel Hilzinger

‚„Plusminus

‚ Formfaktor und Design

‚ Dual-SIM

‚ App-Auswahl

„ Performance

Auch wenn Allview hierzulande

noch weitgehend unbekannt ist,

verfügt der Elektronikdistributor

über ein recht großes Angebot an

Android-Smartphones und Tablets. Für diese

Ausgabe haben wir das Allview P6 Duo bzw.

Stony getestet.

Die Hardware

Von den Abmessungen und vom Formfaktor

her entspricht das P6 Duo dem Galaxy

Nexus, es ist allerdings etwas eckiger. Der

AMOLED-Bildschirm mit Pentile-Matrix

misst 4,65 Zoll und zeigt 1280x720 Bildpunkte

an. Im direkten Vergleich mit dem

Nexus-Gerät von Samsung konnten wir bei

maximaler Helligkeit keine Unterschiede

zwischen den zwei Displays erkennen, allerdings

flimmert das P6 leicht, wenn es die

Helligkeit anpasst. Die Farben sind wie bei

AMOLEDs gewohnt kräftig und wir konnten

keinen negativen Gelb- oder Blaustich erkennen.

Weitere Gemeinsamkeiten zwischen

dem Galaxy Nexus und dem P6 Stony sind

die Bauweise mit der Verdickung nach unten

sowie der Kopfhöreranschluss am unteren

Rand. Auch die Rückabdeckung ist aus

einem ähnlichen Kunststoff gefertigt.

Beim Allview P6 finden Sie die Lautstärkewippe

hingegen rechts und den Einschaltbutton

links. Der MicroUSB-Anschluss befindet

sich auf der oberen Seite.

Entfernen Sie die Rückabdeckung, erhalten

Sie Zugriff auf die zwei SIM-Kartenslots, von

denen sich wie üblich einer für Anrufe und

Daten nutzen lässt, der zweite hingegen nur

für Anrufe/​SMS. Auch ein Kartenslot für

MicroSD hat im Gerät Platz gefunden. Diesen

werden Sie früher oder später benötigen, da

das Allview P6 nur über 4 GByte internen

Speicher verfügt. Der 2100-mAh-Akku des

Smartphones ist fest verbaut und lässt sich

nur wechseln, indem man das Handy auseinanderschraubt.

Sollte sich das Smartphone

einmal komplett aufhängen (was im Test einmal

vorkam), dann müssen Sie entweder den

Powerbutton für mindestens 10 Sekunden gedrückt

halten oder das Cover abnehmen und

den Reset-Button zwischen dem Kameramodul

und dem MicroSD-Kartenslot betätigen.

Diese Infos finden sich auch in der mitgelieferten

Bedienungsanleitung, allerdings

nur auf Englisch und Rumänisch.

Im Packungsumfang enthalten sind neben

dem Ladegerät und dem passenden USB-Kabel

auch ein Headset mit Freisprechfunktion

und eine Displayschutzfolie. Ebenfalls in der

Box finden Sie einen Lizenzschlüssel für die

Premiumversion der vorinstallierten Sicherheitslösung

Bitdefender Mobile Security.

Die Software

Das Allview P6 setzt auf Android 4.0.4 mit

Standard-Holo-Design. Allerdings hat man

das Theme recht intensiv angepasst. Die

Icons sind sehr bunt und wirken etwas zu

verspielt. In den Anwendungen können Sie

das Standard-Theme „Berry“ über die App

Theme Skin ändern oder beliebig anpassen.

Dank Android 4 lassen sich aber auch die

neuen Custom Launcher wie Apex, Atom

oder Nova problemlos auf dem P6 einrichten.

Wie oben erwähnt, sind auf dem Smartphone

neben den Standard-Apps von Google

bzw. den Standard-Android-Apps auch die

Sicherheitslösung Bitdefender vorinstalliert

sowie die Office Suite 7 von Mobisystems,

mit der sich Microsoft-Office-Dokumente und

PDF-Dateien betrachten lassen.

Als Dateimanager ist der ES Datei Explorer

installiert, auch den ES Taskmanager finden

Sie bereits vor. Durch eigene und angepasste

Apps ersetzt hat Allview unter anderem die

Kamera, die Uhr, das Adressbuch und die

32

Juni 2013

Android-User.de


Hardware

Allview P6 Duo

Abb. 1: Die grafische Oberfläche

geizt nicht mit visuellen Reizen.

Abb. 2: Es gibt auch vier alternative

Icon-Sets und Themes.

Abb. 3: PDF- und Microsoft-Office-

Dateien lassen sich auch lesen.

Abb. 4: Die sehr schöne Uhr-App

verfügt über alle Funktionen.

Telefon-App. Die Anpassungen sind aber

relativ moderat und unserer Meinung nach

sehr gut gelungen. An der Uhr-App mit

Timerfunktion könnten sich auch andere

Hersteller ein Beispiel nehmen. Gut gefallen

hat uns auch der Menüpunkt für das geplante

Aus- und Einschalten in den Einstellungen

bzw. der identische Menüpunkt für

den Flugmodus. Damit lässt sich das Handy

zum Beispiel um 23 Uhr automatisch in den

Flugmodus versetzen, aus dem es dann um

6 Uhr wieder aufwacht.

Kritikpunkte

Leider trübt das vorinstallierte Android-System

die Freude am bunten Smartphone

etwas, denn es treten permanent Ruckler auf,

wie man sie leider von Android 4.0 her

kennt. Project Butter aus Android 4.1 würde

dem Allview-Smartphone sehr gut tun. Die

Performance-Probleme zeigen sich auch

beim HTML-5-Benchmark von Vellamo. Hier

schafft das P6 nur gut 1000 Zähler, üblich

sind bei dieser Ausstattung 1300 Punkte.

Auch die Kamera arbeitet alles andere als

flott und schießt nur bei genügend Licht gute

Bilder. Hier schaffen Sie mit einer alternativen

Kamera-App Abhilfe (wir erreichten mit

Camera FV-5 recht gute Resultate). Videos

lassen sich in maximal 720p aufnehmen,

mehr gibt der 1 GHz schnelle Dual-Core-Prozessor

nicht her. Abspielen lassen sich auch

1080p-Filme, allerdings nur mit Rucklern.

Unbedingt nachbessern müssen die Entwickler

die Akkuanzeige. Die Android-Einstellungen

stürzten bei unserem Testgerät reproduzierbar

ab, wenn wir die Informationen

zur Akkunutzung öffnen wollten. Der

2100-mAh-Akku bringt Sie aber problemlos

über den Tag, und die Standby-Zeiten des

Smartphones sind ebenfalls recht gut.

Fazit

Zum aktuellen Preis von 329 Euro bietet das

P6 Stony ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die meisten Dual-SIM-Smartphones verfügen

über deutlich kleinere Displays, und

Handys mit AMOLED-Screen und Dual-SIM-

Funktion kann man an einer Hand abzählen.

Insofern ist das P6 einmalig, wenn Sie genau

diese Kombination suchen. Die Android-

Oberfläche zeigt aber immer wieder mal

Ruckler. Können Sie auf den zweiten SIM-

Slot verzichten, dann finden Sie zu diesem

Preis deutlich performantere Androiden. ● ● ●

Allview P6 Duo Stony

Kerndaten

Hersteller

Formfaktor

Auflösung

Prozessor

Android Version

Akku

Laufzeit (Standby/​Gesprächszeit)

Gewicht

Preis

Technische Daten und Preisvergleich

http:// www. android‐user. de/ lp/ 17465

Performance

AnTuTu-Benchmark

Vellamo-Benchmark (HTML5)

Vellamo-Benchmark (Metal)

Video-Wiedergabe

Android-User Bewertung

Allview

4,6-Zoll-Smartphone

720 x 1280 Pixel

1 GHz, Dual Core

4.0.4 Ice Cream Sandwich

2100 mAh

260 h/​5,5 h

131g

329 Euro

6418 Punkte

1064 Punkte

352 Punkte

720p

3,8 Punkte

Android-user.de Juni 2013 33


Hardware

Monster Inspiration

monstercable.com

Im Test: Monster Inspiration mit Rauschunterdrückung

Bass-

Monster

Die Kopfhörermarke Monster erfreut sich vor allem unter Fans

von satten Bässen großer Beliebtheit. Wir haben das Modell

Inspiration mit Android zusammen getestet. Marcel Hilzinger

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29382

Wer sich Kopfhörer im Wert von

rund 200 Euro kauft, greift

nicht zum erstbesten Produkt.

Unsere Erwartungen an das

Monster-Headset waren denn auch recht

hoch und wurden beim Erhalt des Testgeräts

erstmal nicht enttäuscht. Die zusammenklappbaren

Kopfhörer kommen in einem

sehr schönen Karton und sind zusätzlich in

einer Kunstledertasche verpackt. Neben dieser

Tasche finden Sie zudem einen zweiten

Schmuckbügel in der Box. So haben Sie die

Wahl, ob Sie das Inspiration-Set mit dem

matten Lederband oder doch lieber mit dem

glänzenden in Krokodillederoptik tragen

(beide in Schwarz).Weitere Farben und Stile

gibt es auf der Webseite [LINK 1].

Drei Kabel mit jeweils einem 3,5-mm-Stecker

an jedem Ende (1x gerade, 1x abgewinkelt)

sorgen für den Anschluss ans Handy: eines

mit Mikro und Start/​Stop-Taste für iOS, eines

für Android, das lediglich über ein Mikro

und eine Start/​Stop-Taste verfügt, sowie ein

einfaches Verbindungskabel ohne Freisprecheinrichtung.

Unter Android startet die

Spracheingabe von Google, wenn man den

Play-Button lange gedrückt hält. Drücken Sie

den Button kurz, dann startet/pausiert die

Wiedergabe. Die Lautstärke zu regeln, ist

unter Android nicht möglich.

Verarbeitung und Sound

Die Verarbeitung der Kopfhörer weiß zu gefallen,

allerdings ziehen die schwarzen Hörmuscheln

aus Kunststoff in Klavierlackoptik

Fingerabdrücke ungemein an. Der Tragekomfort

ist gut, und selbst mit den zwei AA-Batterien

ist das Gewicht angenehm.

Die Soundausgabe war uns viel zu basslastig.

Wenn man die Monster-Kopfhörer zusammen

mit Beats Audio benutzt, dann

kommt das am stärksten zum Tragen. Wenn

Sie auf Bässe ohne Ende stehen, dann sollten

Sie diese Kombination ausprobieren. Die

Basslastigkeit lässt sich über den Equalizer

von Android 4 etwas korrigieren, aber einen

wirklich neutralen Sound werden Sie mit

dem Inspiration-Headset nicht erhalten.

Kritikpunkte

Ein besonderes Feature der Kopfhörer ist die

aktive Rauschunterdrückung, die sich über

einen kleinen Schalter an der rechten Hörmuschel

aktivieren lässt. Im Vergleich zum

QuietComfort 15 von Bose (rund 320 Euro)

verdient die Rauschunterdrückung des

Monster-Kopfhörers lediglich das Prädikat

„vorhanden“. Ist Ihnen dieses Feature wichtig,

dann sollten Sie zunächst probehören

und mit anderen Produkten vergleichen.

Gute In-Ear-Kopfhörer sorgen hier schon für

mehr Musik ohne aktive Rauschunterdrückung.

Ebenfalls gestört hat uns ein sehr unangenehmes

Knacksen in der linken Muschel,

wenn wir die Kopfhörer etwas justieren

wollten. Wie wenn die Membran auf

dem Lautsprecher leicht einknicken und sich

wieder ausrichten würde. Es war jedes Mal

klar zu hören, wenn wir den Kopfhörer leicht

gegen die Ohren drückten. Abgesehen davon

gab es aber keinerlei Knackser.

Fazit

Sie können nicht genug Bass kriegen? Dann

ist das Monster Inspriration eine gute Wahl,

aber nicht als Rauschunterdrückung . ● ● ●

34

Juni 2013

Android-User.de


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1Gbit/s

Port


Apps

App-Empfehlungen

In dieser Rubrik stellt Ihnen

die Redaktion jeden Monat

zehn Apps vor, die wir für

besonders gelungen halten.

Arnold Zimprich

Android-User-App-Empfehlungen

Unsere Favoriten

Red Bull F1 Spy

kostenlos

Red Bull F1 Spy bietet alles, was das Herz von Formel-1-Fans begehrt: Fahrerprofile

aus allen Teams, Rennergebnisse, Hintergrundinformationen, Bilder,

aktuelle Positionen aus jeder Runde, Statistiken und Gossip aus der Gerüchteküche

rund um den Weltmeister. Der Spion liefert hautnahe Einblicke in das Fahrerlager,

in die Box und die Geschehnisse auf dem Asphalt.

Die App bietet mehr als nur langweilig aufbereitete Informationen,

sie liefert Insiderwissen. Fans erhalten einen fundierten

Einblick ins Geschehen rund um die amtierenden Weltmeister

und verpassen so leicht nichts mehr – auch nicht das rege

Treiben hinter den Kulissen des Teams. Die App ist ein Musthave

für jeden Formel-1-Fan, der mehr wissen möchte als

der Durchschnittszuschauer – und insgeheim auch den allerneuesten

Grand-Prix-Gossip zuerst erfahren möchte. Für

Vettel- und Webber-Fans gibt es zudem einen exklusiven

Einblick in das Grand-Prix-Tagebuch von Red Bull Racing.

Fachspezifische Fragen werden vom Team hinter Red Bull

F1 Spy beantwortet.

Bewertung: ★★★★★

Zählerstand

kostenlos

Zählerstand ist ein Tool zur Überwachung des Energieverbrauchs in

den eigenen vier Wänden, auch ohne intelligenten Stromzähler.

Smartphone-Nutzer können in der App verschiedene Zähler eintragen

und bestimmen, in welchen Intervallen diese abgelesen werden

sollen. Wenn es an der Zeit ist, die Zählerstände abzulesen,

gibt die praktische Memo-App Bescheid. Basierend auf den eingegebenen

Informationen erstellt die App Statistiken und Graphen

über den eigenen Verbrauch. Bewertung: ★★★★★

Lieferungen

kostenlos

Es gestaltet sich mitunter schwierig, alle Onlineeinkäufe im Blick zu behalten. Mit der App Lieferungen

bekommen Sie den Status Ihrer Bestellungen und Pakete direkt auf den Smartphone-

Bildschirm geliefert. Fügen Sie einfach eine Lieferung anhand der Sendungsnummer hinzu, und

schon werden Sie immer und überall mit nur einem Klick über eintreffende Pakete informiert.

Unterstützt werden alle gängigen Paketdienstleister, die in Deutschland tätig sind: Amazon,

Deutsche Post, DHL, DPD, FedEx, GLS, Hermes, TNT und UPS. Bewertung: ★★★★★

38 Juni 2013

Android-User.de


Apps

App-Empfehlungen

Battery Stats

Plus Pro

2,09 Euro Testversion gratis

Diese App erkennt und meldet Apps, die den Akku zu sehr belasten.

Zudem analysiert Battery Stats Plus die aktuelle Akkunutzung der auf

Ihrem Android-Gerät installierten Anwendungen. Darüber hinaus gibt

es Daten zur CPU-Auslastung und Infos zu Netzwerk-, GPS- und zum

Status anderer Sensoren und zum Ladezustand des Handy-Akkus.

Optional laden Sie die gesammelten Daten in die Cloud und vergleichen

sie mit denen anderer Nutzer. Bewertung: ★★★★★

Metal Sniffer

Metal

Detector

kostenlos

Sind Sie leidenschaftlicher Schatzsucher oder wollen es zumindest werden?

Dann laden Sie sich diese App herunter. Sie erkennt elektromagnetische

Felder anhand des in den meisten Android-Smartphones eingebauten

Magnetometers. Je nach Gerät werden auf diese Weise metallische

Gegenstände bis in 15 Zentimeter Entfernung erkannt, Magnete sogar

aus noch weiteren Entfernungen. Bewertung: ★★★★★

Smart Alarm

(beta)

kostenlos

Haben Sie bei Regen keine Lust, zur

Arbeit zu radeln und nehmen lieber

die U-Bahn? Dann ist Smart Alarm

der Wecker Ihrer Wahl. Anhand voreingestellter

Parameter weckt Sie

die mit einem Wetterservice gekoppelte

App früher oder später – je

nach Witterung.

Bewertung: ★★★★★

Monyt – Server

Monitor

kostenlos

Monyt ist eine App, die IT-

Professionals hilft, ihren Maschinenpark

im Auge zu behalten. Sie ruft

Serverdaten in Echtzeit ab und liefert

Informationen zu CPU- und

RAM-Auslastung, Partitionen und

Uptime in Intervallen zwischen 5 Minuten

und 8 Stunden.


Bewertung: ★★★★★

Changelog

Droid

kostenlos

Changelog Droid ruft automatisch

alle wichtigen Informationen zu den

auf dem Android-Smartphone installierten

Apps und den dafür verfügbaren

Updates direkt vom Play

Store ab. Diese werden dem Nutzer

anschließend übersichtlich zur Verfügung

gestellt.

Bewertung: ★★★★★

Call Log Monitor kostenlos

Call Log Monitor ist eine praktische App zum Verwalten von Anruflisten. Sie hilft etwa dabei,

ungewollte Nummern sofort nach Eingang des Anrufs automatisch zu löschen. Auch Kurznachrichten

können via Call Log Monitor automatisch gelöscht werden. Die App ermöglicht

einen besseren Überblick über die eigenen Anruflisten – diese können nach Telefonnummer,

Datum und eingehend/​ausgehend sortiert werden. Bewertung: ★★★★★

inViu routes –

GPS tracking

kostenlos

inViu routes wurde ursprünglich für die Ortung von Mensch

und Gerät in Unternehmen mit mobilen Mitarbeitern, für

Transportunternehmen oder Fahrzeug- und Baumaschinenvermietungen

entwickelt. Mit den leicht zu handhabenden

Ortungsfunktionen und dem integrierten OSM-Service ist

inViu routes auch im Alltag beim Wandern oder Geocachen

nutzbringend einzusetzen. Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29132

Android-user.de Juni 2013 39


APPS

Neuheiten

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play

Neuheiten

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen besonders beliebte Apps

vor, die neu auf Google Play

sind oder ein Update erhalten

haben. Arnold Zimprich

MeteoEarth

1,99 Euro

MeteoEarth ist Wetter zum Anfassen:

Die Wettervorhersage-App verbindet

eine beeindruckende 3D-

Darstellung mit leistungsstarker

Gaming-Technologie. Ähnlich wie im TV-Wetterbericht kann

man sich Animationen zu Wind, Bewölkung und Temperatur anschauen.

Spielerisch lässt sich die Weltkugel verschieben, um ihre

Achsen drehen und stufenlos zoomen. Bewertung: ★★★★★

System Monitor

1,99 Euro Testversion kostenlos

System Monitor ist eine App für Statistiker

und andere Smartphone-User, die gerne

einen Funktionsüberblick ihres Gerätes

erhalten wollen. Die App bietet neben Graphen

zur CPU- und RAM-Auslastung auch

Informationen zu den Schlaf- und Wachphasen

(Ein/​Aus) des eigenen Androiden.

Ein Graph zur aktuellen Netzwerkauslastung

darf natürlich nicht fehlen. Darüber

hinaus gibt es eine Liste der meist genutzten

Apps. Bewertung: ★★★★★

AntTek Quick

Settings Pro

1,56 Euro Testversion kostenlos

Mit AntTek Quick Settings ändern Sie Einstellungen

im Handumdrehen, starten Apps und richten

Schnellaufrufe ein. Für Wi-Fi, Datenverbindung,

Bluetooth, Einschaltsperre, Bildschirmausrichtung,

Flugmodus, Wi-Fi- und USB-Tethering,

GPS und NFC gibt es Quick-Settings. Darüber

hinaus lassen sich akustische Signale (Ton/​Vibration)

verändern, die Musikwiedergabe steuern

und vieles mehr. Bewertung: ★★★★★

Colourform (HDW

theme pack)

0,99 Euro

Egal, ob Uhr, Wetteranzeige

oder Statusleiste:

Mit der Widget-Auswahl

auf Colourform lassen

sich vielerlei optische

Akzente auf Ihrem Android-Smartphone

setzen.

Alle Widgets sind

im Ice-Cream-Sand-

wich/​Jelly-Bean-Holo-

Style gestaltet und

können farblich individuell

angepasst

werden. Achtung:

Colourform ist ein

Add-on für die App

HD-Widgets.

Bewertung: ★★★★★

Handy Photo

1,54 Euro

Mit Handy Photo können Sie ihre Schnappschüsse

mit vielen unterschiedlichen Tools

nachbearbeiten. Dazu gehört das Magic-Tool,

eine Zauberstabfunktion, mit der ausgewählte

Bildbereiche wie bei Photoshop oder GIMP

ausgeschnitten werden können. Mit dem

Move-Me-Tool lassen sich einzelne Objekte aus

Fotos ausschneiden und verschieben. Auch

das Ausbessern von Fotoausschnitten und die

Farbkorrektur gehen mit Handy Photo mühelos

vonstatten. Bewertung: ★★★★★

40 Juni 2013


Apps

Neuheiten

Google Keep

kostenlos

Google Keep ist ein Notizzettel mit Cloud-Anbindung.

Egal, ob Texte, Bilder, Sprachnotizen

oder Listen zum Abhaken:

Keep fungiert als multifunktionale

Gedächtnisstütze.

Besonders praktisch ist das

Einsprechen der Notiz über

das Mikrofon: Ihre Sprachnachricht

wird dabei gleich

per Spracherkennung in

Text umgewandelt. Das Gesprochene

wird als Attachment

an die Notiz gehängt

und bleibt damit für später

archiviert.

Bewertung: ★★★★★

Koch dir ’was!

kostenlos

Möchten Sie etwas mit den Zutaten kochen, die

Sie gerade zu Hause haben – aber Ihnen fällt

partout kein passendes Rezept

ein? Sie möchten nicht

noch extra einkaufen

gehen, um sich schnell

etwas zu essen zu machen?

Die App „Koch dir

’was!“ schlägt Ihnen vor,

was Sie aus den wenigen

verfügbaren Zutaten zaubern

können, und hat

auch noch weitere praktische

Funktionen zur Rezeptsuche

an Bord.

Bewertung: ★★★★★

9GAG – Offizielle

9GAG-App

kostenlos

Unter dem Motto „Mehr lachen“ bringt

die 9GAG-App jede Menge Spaß auf

Ihren Android-Touchscreen. Comics,

witzige Tierbilder und ‐videos, lustige

Grafiken und vieles mehr: 9GAG vertreibt

im Nu trübe Stimmung und sorgt für

viele Lacher. Besonders witzige Inhalte

können via Facebook, Google+, Twitter

und per Email umgehend mit anderen

geteilt werden. Englischkenntnisse sind

jedoch Pflicht.

Bewertung: ★★★★★

Buzz Launcher

Beta

kostenlos

Der Buzz Launcher ist derzeit einer der

angesagtesten Android-Launcher für

Bastler im Play Store. Er bietet durch

seinen modularen Aufbau umfassende

Gestaltungsmöglichkeiten – für kreative

Köpfe und Individualisten daher ein

sehr heißer Tipp. Kurzum: Dieser Launcher

zeigt, was man aus der Benutzeroberfläche

eines Androiden alles herausholen

kann. Für Smartphone-Anfänger

ist er allerdings ein wenig knifflig

einzurichten.

Bewertung: ★★★★★

GO TouchHelper

kostenlos

Die App TouchHelper des GO Launcher Developer

Teams bringt alle Features auf den Smartphone-Bildschirm,

die man im Alltag braucht. Dazu gehören eine

hübsch gestaltete Uhr, eine Wetteranzeige, Kalender,

Anruflisten und Adressbuch, eine Nachrichtenfunktion,

eine Auflistung der beliebtesten Apps und mehr.

Alle Informationen erscheinen gebündelt auf einer

App, die man stets per Fingerwisch parat hat.

Bewertung: ★★★★★

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29131

Android-user.de Juni 2013 41


Apps

Google Keep

Notizen für Android und den Desktop

Google

Keep

Ob Einkaufsliste, To-dos, Sprachnotizen, Bilder oder einfache

kleine Merkzettel. In Googles neuer Notizbuch-App Keep speichern

Sie alles ab, was Sie im Kopf – oder im Handy – behalten

möchten. Christoph Langner

Abb. 1: Keep speichert Texte, Bilder,

Spracheingaben oder Listen als

kleine Notizzettel.

Google bedient mit seinen Apps

fast alle wichtigen Anwendungsbereiche.

E-Mail, Suche, Browser,

Kalender und Musik werden direkt

von Google unter Android abgedeckt.

Zwei nicht gerade unübliche Anwendungen

hat Google bislang aber komplett ignoriert:

Notizen und To-dos. Zumindet bei den Notizen

legt Google nun mit Keep nach.

Notizzettel für

einfach alles

Keep [LINK 1] möchte nicht nur

ein einfacher Notizzettel für

kurze Texte sein, davon gäbe

es im Play Store genügend Alternativen.

Ob reine Textnotizen,

Bilder, Sprachnotizen

oder einfache Listen zum Abhaken,

alles findet in Keep

seinen Platz.

Besonders praktisch: Sprechen

Sie Ihre Notizen einfach

ein! Die Spracherkennung

wandelt die Eingabe automatisch

in Text um, sodass Sie

auch solche Sprachnotizen

über die Suchfunktion wieder

entdecken können. Ihr Gesprochenes

wird als Attachment

mit an die Notiz gehängt und bleibt so

auch für später archiviert.

Integration in Google Drive

Keep arbeitet eng mit Googles Cloud-Speicherdienst

Drive [LINK 2] zusammen. Ihre Notizen

liegen daher nicht nur lokal auf dem

Handy, sondern werden automatisch über

Drive auf alle unter Ihrem Google-Konto angemeldeten

Androiden

synchronisiert.

Zudem können Sie über

Ihren Browser und die

Seite http:// drive. google.​

com/ keep [LINK 3] auch direkt

von Ihrem PC aus Ihre

Notizen einsehen, bearbeiten

und neue erstellen.

Durch den Datenabgleich

landen die Änderungen

auch wieder automatisch

auf Ihrem Androiden.

Abb. 2: Die einzelnen Zettel färben

Sie unterschiedlich ein, um einen

Überblick zu gewinnen.

Sortieren und

Färben

Die einzelnen Notizen ordnen

Sie per Drag&Drop in

der App beliebig an oder

weisen ihnen über die

Farbpalette in der Menü-

42

Juni 2013

Android-User.de


Apps

Google Keep

leiste unterschiedliche Farben

zu. Damit sortieren

Sie die wichtigsten Einträge

oben in der Liste ein

oder markieren ganz wichtige

To-dos in knalligem

Rot, das sich nur schwer

übersehen lässt. Diese Sortierung

und Farbgebung

findet sich auch im Web-

Frontend von Keep wieder.

Brauchen Sie eine Notiz

nicht mehr, dann wischen

Sie sie ganz einfach nach

rechts oder links über den

Rand. Der so ins Archiv

geschobene Notizzettel ist

jedoch noch nicht ganz

aus der Welt, Sie finden

ihn über das Archiv, wenn

Sie in Keep ganz nach

unten scrollen. Hier lässt

sich der Zettel dann auch komplett löschen.

Abb. 3: Wenn es ganz schnell

gehen soll, dann erstellen Sie Notizen

über die Spracheingabe.

Abb. 4: Sortieren Sie Ihre Notizen

per Drag&Drop, die wichtigsten finden

Sie so schnell wieder.

Notiz per Sprachkommando

Wie bereits angesprochen, wandelt Keep per

Sprache eingegebene Nachrichten automatisch

in Text um. Sie haben aber sogar die

Möglichkeit, Notizen per Sprachbefehl zu erzeugen,

ohne groß in der App herumklicken

zu müssen. Ein Klick auf das Mikro-Symbol

in der Google-Leiste des Homescreens reicht.

Tippen Sie einfach im Google-Suchfeld

rechts auf das Mikrofon oder rufen innerhalb

von Google Now die Spracheingabe auf. Beginnen

Sie dann Ihr Sprachkommando mit

dem Wort „Notiz“, gefolgt vom Inhalt Ihrer

eigentlichen Sprachnotiz. Anschließend verschicken

Sie Ihre Sprachnotiz entweder per

E-Mail oder übernehmen sie in Keep.

Praktische Widgets

Das Erstellen von Notizen geht natürlich direkt

aus der App heraus, aber Ihnen stehen

auch Widgets für den Home- wie auch den

Lockscreen zur Verfügung. Das kleine Widget

dient lediglich zum Erstellen von Notizen,

das große zeigt auch gleich die oben

einsortierten Zettelchen an.

Mit Android 4.2 hat auch der Lockscreen

Widgets spendiert bekommen. Sollte Ihr Androide

schon über so eine neue Version verfügen,

dann können Sie auch direkt über den

Sperrbildschirm Notizen anlegen, ohne das

Handy entsperren zu müssen. Im Zusammenspiel

mit den Sprachnotizen und der

Spracherkennung wird so aus Ihrem Androiden

der perfekte Memo-Rekorder.

Keep braucht Android 4.x

Keep installieren Sie wie auch die anderen

Google-Apps kostenlos über den Play Store.

Allerdings braucht die neue Google-Keep-

App mindestens ein System mit Android

4.0.3. Ältere Androiden mit Version 2.x bleibt

die Installation des Google-Notizzettels verwehrt.

Auch manch eine weiterführende

Funktion fehlt noch: An Notizen lässt sich

zum Beispiel nicht gemeinsam arbeiten, um

so mit mehreren Android-Usern eine Aufgabenliste

abzuarbeiten.

● ● ●

Abb. 6: Die Keep-App bringt gleich Widgets für den Homeund

den Lockscreen mit.

Abb. 5: Beginnen Sie ein Sprachkommando

mit „Notiz“, legt Android

eine Keep-Notiz an.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29122

Juni 2013

43


Apps

Prime Guide

Prime Guide ist reif für die Primetime

TV-Guide

mit Stil

Die deutsche Fernsehlandschaft hat nicht gerade den

besten Ruf. Zu Recht! Doch ein paar Perlen gibt es dennoch,

man muss sie nur finden. Mit der Android-TV-Zeitschrift Prime

Guide klappt das! Christoph Langner

Abb. 1: Die Oberfläche von Prime

Guide macht sowohl auf Handys wie

auch auf Tablets eine klasse Figur.

Sie möchten heute auf der

Couch gammeln und nichts

tun außer fernsehen, wissen

aber nicht, was heute

läuft? Dann ist es vielleicht an der Zeit, sich

Prime Guide auf dem Handy oder Tablet zu

installieren. Die neue TV-Programm-App liefert

Ihnen das komplette Fernsehprogramm

frei Haus und sieht dabei noch klasse aus.

Prime Guide für Android

Prime Guide [LINK 1] befindet sich aktuell in

der öffentlichen Betaphase. Noch sind nicht

Abb. 2: Prime Guide erinnert Sie an Sendungen und überträgt die Termine auch in Ihren Kalender.

alle Funktionen eingebaut, alle Sender aufgeführt

und alle Bugs behoben, funktionieren

tut die App dennoch spitze. Für den deutschsprachigen

Bereich ist das Programmangebot

schon sehr gut ausgebaut. Praktisch jeder relevante

öffentlich-rechtliche, private oder

auch Pay-TV-Sender ist mit an Bord.

Nach dem Start empfängt Sie Prime Guide

umgehend mit den Highlights des Tages, die

Einträge Fernsehprogramm und Senderprogramm

führen Sie zu einem elektronischen

Programmführer (EPG) aller ausgewählten

Sender oder zu einer Übersicht, was die einzelne

TV-Station über den Tag hinweg bringt.

Große Auswahl an Sendern

Im Fernsehprogramm sehen Sie in einer

scrollbaren , großen Zeittafel eine Übersicht

über alle aktiven Sender. Eine dünne pinkfarbene

Linie zeigt Ihnen die aktuelle Zeit an,

sodass Sie sich orientieren können, wie weit

die jeweiligen Sendungen schon fortgeschritten

sind. Die Auswahl der hier angezeigten

Sender lässt sich über die Einstellungen an

Ihre Vorlieben anpassen.

Ein Klick auf eine Sendung führt direkt zur

Beschreibung der ausgewählten Sendung.

Dort lassen sich dann auch gleich passende

Videos – etwa Trailer zum Film – auf You-

Tube heraussuchen. Zudem findet sich an

dieser Stelle auch eine Option, die Sendung

per Teilen-Funktion zu Google+, Facebook

44

Juni 2013

Android-User.de


Apps

Prime Guide

Abb. 3: Auf einem Tablet

haben Sie das Programm

wie auch die Zusatzinfos

komplett auf dem Display.

und Co. an Freunde und Bekannte zu schicken

und im Web, bei Wikipedia, IMDb oder

Amazon nach dem Beitrag zu suchen.

Alarm für Vergessliche

Für Vergessliche ist der Sendungsalarm sehr

praktisch: Ihre Lieblingsprogramme markieren

Sie über das Herz und die Glocke in der

oberen Menüleiste. Der Wecker erinnert Sie

umgehend an den Start einer Sendung, die

Sie auf keinen Fall verpassen möchten. Den

Termin können Sie auch aus der App heraus

in Ihren Google-Kalender übertragen lassen.

Es fehlt allerdings eine Funktion, sich automatisch

über die Sendetermine einer bestimmten

Serie oder wiederkehrenden Sendung

benachrichtigen zu lassen.

Was Fans einer bestimmten Sendung auch

vermissen werden, ist eine Suchfunktion in

der App. Wann kommt das nächste Mal

„Wetten, dass..?“, zu welchen Zeiten und auf

welchem Sender werden die Simpsons gezeigt?

Prime Guide besitzt aktuell keine Möglichkeit,

im Programm nach einzelnen Sendungen

zu suchen.

Für Fernseh-Junkies, die kein gutes Programm

verpassen möchten, gibt es jedoch

ein hübsch gestaltetes Widget für den Homescreen

mit den aktuell laufenden Sendungen.

So müssen Sie nicht immer gleich Prime

Guide für einen Blick ins aktuelle TV-Programm

starten.

Beta kostenlos und werbefrei

Prime Guide zeigt, was mit gutem App-Design

unter Android möglich ist. Die App

sticht aus dem Einheitsbrei heraus, hat tolle

Funktionen und auch Entwickler, die über

Google+ [LINK 2] und Facebook [LINK 3] gut ansprechbar

sind. Uns ist die App eine klare

Empfehlung der Redaktion wert, eine bessere

TV-App finden Sie aktuell nicht auf Google

Play, erst recht nicht, wenn die kleinen genannten

Schwächen behoben wurden und

eine Suchfunktion integriert ist.

Die App lässt sich bis zum Ende der offiziellen

Betaphase kostenlos aus dem Play Store

installieren und beinhaltet auch keine Werbung.

Mit der Freigabe der endgültigen Version

soll es in Zukunft zwei Apps geben.

Eine werbefinanzierte, kostenlose und eine

Variante gegen einen kleinen Obolus. Für

Besitzer eines Google-TV-Geräts hat Prime

Guide eine speziell angepasste Version [LINK 4]

im Programm.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29139

Abb. 4: Alle wichtigen deutschsprachigen Sender, egal ob Pay- oder Free-TV, sind vertreten.

Android-user.de Juni 2013 45


Apps

Animationen

Lubos-Chlubny, 123RF

Bewegte Grafiken unter Android erstellen

Trickfilm

In diesem Artikel stellen

wir Ihnen vier Anwendungen

aus dem Playstore

vor, mit denen Sie

in die Rolle eines Trickfilmproduzenten

schlüpfen oder mit

wenigen Handgriffen

animierte Grüße erstellen

können. Jasmin Bauer

Möchten Sie einen eigenen Animationsfilm

produzieren, der Ihnen

ohne viel Aufwand in kurzer Zeit

gelingt? Vielleicht wollen Sie

eine kleine Geschichte erzählen, einem lieben

Menschen einen speziellen Gruß mit bewegten

Grafiken schicken oder eine komplexe

Angelegenheit anschaulich darstellen.

Möglich ist alles. Dafür benötigen Sie nur

Ihren Androiden und die passende App.

Animating Touch

Wenn Sie ohne lange Vorarbeit direkt

mit Ihrer Animation loslegen

möchten, ist Animating Touch

[LINK 1] eine gute Wahl. Die Grundversion mit

einigen Bildern, Hintergründen und Requisiten

ist sogar kostenlos. So haben Sie alles,

was Sie für Ihre ersten Arbeitsschritte benötigen.

Wünschen Sie eine noch umfangreichere

Bildauswahl, können Sie für 3,99 Euro

die Vollversion mit allen Grafiken freischalten

und eigene Zeichnungen importieren

oder direkt im Programm erstellen. Animating

Touch eignet sich daher gleichermaßen

für Anfänger und Fortgeschrittene, die ihren

Trickfilmen durch eigene Figuren eine individuelle

Note verleihen wollen.

Das Programm fällt positiv durch die bedienfreundliche

Oberfläche auf. Sobald Sie

die Anwendung gestartet haben, sehen Sie

die zur Verfügung stehenden Themen, zwischen

denen Sie einfach mit einer Wischgeste

hin- und herschalten. Zu jedem Thema

stehen passende Objekte zur Verfügung, die

Sie nach Belieben in Ihre Geschichte ein-

Abb. 1: Animating Touch hat viele Funktionen mit an Bord. Sie können

sogar einzelne Körperstellen der Figuren positionieren.

Abb. 2: Dank vorgefertigter Figuren und Requisiten (rechts) haben Sie

schnell eine kleine Geschichte.

48

Juni 2013

Android-User.de


Apps

Animationen

Abb. 3: Bei Stick Draw sehen Sie jeweils das vorherige Bild im Hintergrund

und können dieses einfach nachzeichnen oder kopieren und einfügen.

Abb. 4: Animation Maker mit der Bildanzahl und der Werkzeugleiste. Hier

zeichnen Sie, positionieren Objekte und geben Bewegungsabläufe vor.

bauen können. Diese finden Sie oben in der

Toolbar unter dem Sprechblasen-Icon.

Der knifflige Teil bei Trickfilmanimationen

ist die Darstellung der Bewegungsabläufe. Sie

können natürlich die Figuren jeweils ein kleines

Stück verschieben, doch das spätere Ergebnis

wirkt hölzern, wenn Sie die Beine

oder Arme nicht ebenfalls verändern, um

Fortbewegung zu simulieren. Bei Animating

Touch können Sie mit wenigen Klicks aus

diesem Grund sogar einzelne Körperteile

einer Person positionieren. Auf diese Art erstellen

Sie die nachfolgenden Bilder in Rekordzeit.

Damit der spätere Animationsfilm

möglichst flüssig läuft, sollten Sie allerdings

in jedem Bild nur kleine Veränderungen vornehmen

und dadurch zu große Sprünge vermeiden.

Achten Sie zudem auf die Geschwindigkeit

des Bildwechsels. Geht es Ihnen zu

schnell oder langsam, können Sie dies in den

Einstellungen anpassen.

Die Auswahl an Bildern ist selbst in der

Pro-Version begrenzt, daher empfiehlt es

sich, eigene Zeichnungen mit einzubinden.

Dafür wählen Sie in der Auswahlliste ganz

oben Create your own item. Zeichnen Sie mit

dem Stiftwerkzeug eine Figur oder ein passendes

Requisit für Ihre Geschichte. Mithilfe

der Linie können Sie Ihrer Figur bewegliche

Gelenkstellen verleihen, damit Sie diese später

leicht variieren können.

StickDraw

Stick Draw [LINK 2] ist ein kostenloses

Trickfilm-Programm für Android

im Stil des guten alten Daumenkinos.

Stick Draw blendet Ihnen im Hintergrund

Ihre vorherige Zeichnung ein. Diese

können Sie einfach nachzeichnen und

variieren.

Möchten Sie eine neue Animation erstellen,

wählen Sie rechts oben das Pluszeichen

aus und entscheiden sich dann für das Format

(Porträt oder Landscape). Anschließend

wählen Sie das Zeichenwerkzeug und beginnen

mit dem Entwerfen. Pinselstärke und

Farbe lassen sich frei bestimmen. Haben Sie

sich vertan, machen Sie den letzten Arbeitsschritt

über den Pfeil undo wieder rückgängig

oder bereinigen mit clear die gesamte Arbeitsfläche.

Kleinere Fehler lassen sich mit

dem Radierer, den Sie unter dem Bleistift-

Werkzeug finden, problemlos wieder auslöschen.

Über die Pfeiltasten links unten gelangen

Sie zum jeweils nachfolgenden oder vorherigen

Bild. Achten Sie beim Zeichnen darauf,

dass Sie keine zu großen Veränderungen

vornehmen, um die Bewegungsabläufe

möglichst flüssig aussehen zu lassen.

Den Befehl zum Abspeichern suchen Sie

vergeblich. Um Ihr Projekt zu sichern, müssen

Sie den Arbeitsbereich verlassen und ins

Ausgangsfeld zurückkehren. Das Programm

fragt Sie dann automatisch, ob Sie Ihre Arbeit

speichern möchten. Die fertigen Animationen

finden Sie auf der Startseite. Von dort

können Sie Ihre Filme abspielen, als Video

oder Bild konvertieren, versenden oder in sozialen

Netzwerken mit Ihren Freunden teilen.

Bereits begonnene Projekte können Sie

jederzeit fortführen oder ändern. Wählen Sie

dafür auf der Startseite bei der entsprechenden

Datei das Bleistift-Symbol unten aus,

und schon gelangen Sie wieder in den Arbeitsbereich

und können wie gehabt mit der

Bearbeitung fortfahren.

Stick Draw ist recht einfach zu bedienen.

Möchten Sie hingegen längere Zeichentrickfilme

mit aufwendigen Figuren erstellen,

haben Sie mit der App viel zu tun, da Sie

alles komplett selbst zeichnen müssen.

Animation Maker

Die kostenlose Anwendung Animation

Maker [LINK 3] ist für Trickfilm-

Animationen ebenfalls geeignet und

Android-user.de Juni 2013 49


Apps

Animationen

Abb. 5: Verändern Sie Gesicht und Ton für Ihre individuellen Grüße.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28837

bringt durchaus ein paar recht nützliche

Funktionen mit. Allerdings finden Sie abgesehen

von einem Android-Roboter keine

Bildvorlagen. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig,

und manche Befehle befinden

sich im Programm versteckt. Zudem

können Sie erst durch längeren Fingerzeig

die einzelnen Befehle öffnen und müssen

häufig dann erst noch im Menü unten Ihren

nächsten Schritt bestätigen. Neue Zeichnungen

legen Sie über das erste Icon der Toolbar

an, die sich je nach Bildmodus oben oder

rechts befindet. Im unteren Einstellungsmenü

des Arbeitsbereiches müssen Sie dann

noch create auswählen. Erst dann können

Sie Figuren frei Hand zeichnen, Objekte einpflegen

und diese beliebig anpassen. Um

Einstellungen zu Schriftgröße und Farbe vorzunehmen,

drücken Sie auf das entsprechende

Symbol in der Werkzeugleiste.

Möchten Sie lieber Bilder oder Fotos aus

der Galerie einbinden, wählen Sie diese auf

dem Startbildschirm in der Toolbar direkt

neben dem Zeichensymbol aus. Auch hier

müssen Sie erst eine kurze Zeit den Finger

gedrückt halten und im Menü des Arbeitsbereiches

anschließend über add image ein

Bild festlegen. Dieses sehen Sie auf dem Arbeitsbereich

erst, nachdem Sie noch einmal

auf das freie Feld tippen. Bewegen können

Sie das Bild über das Freihandwerkzeug

neben dem Textfeld. Für komplette Bewegungsabläufe

wählen Sie das Symbol mit den

geraden oder kurvigen Linien und schieben

Ihre Objekte auf der Arbeitsfläche hin und

her. So bekommen Sie relativ schnell ganze

Bewegungsabläufe hin. Hintergrundfarbe,

Bildgröße und den Projektnamen legen Sie in

den Dateieinstellungen fest. Dort verwalten

Sie auch die einzelnen Objekte Ihrer Arbeit,

fügen Sounds hinzu und teilen Ihre fertigen

Projekte. Aufgrund des begrenzten Funktionsumfangs

eignet sich Animation Maker

nicht für längere Trickfilmgeschichten.

Abb. 6: Positionieren des Mundbereiches für die spätere Animation.

Animated Greetings

Würden Sie gerne Grüße vom

Mond oder eine Ansprache mit

Ihnen als Präsident verschicken?

Mit Animated Greetings [LINK 4] können Sie

auch das. Dafür steht eine Auswahl an unterschiedlichen

Vorlagen bereit, die Sie individuell

mit einem eigenen Foto oder gesprochenem

Text versehen. Die meisten dieser

Vorlagen sind kostenlos. Per In-App-Kauf

können Sie weitere Vorlagen dazu erwerben.

Haben Sie eine Vorlage gewählt, tippen Sie

auf das Element, welches Sie ändern möchten,

wie Gesicht oder Ton. Möchten Sie ein

eigenes Foto einbinden, können Sie dieses

passend zuschneiden und den Mundbereich

kennzeichnen, damit die Lippenbewegungen

später wenigstens einigermaßen passen.

Darüber hinaus können Sie sogar einen eigenen

Text einsprechen und einfügen.

Eine perfekte Fälschung erhalten Sie mit

dieser kostenlosen Anwendung natürlich

nicht. Es ist fast unmöglich, das eigene Foto

passgenau zu positionieren oder die Mundbewegungen

abzugleichen. Dennoch ist Animated

Greetings eine nette App und sorgt sicher

für viel Erheiterung.

Fazit

Alle Anwendungen sind zum Produzieren eigener

2D-Animationen geeignet. Welche App

sich für Sie lohnt, hängt vom gewünschten

Ergebnis ab. Im direkten Vergleich schneidet

Animating Touch deutlich besser ab, da dieses

nicht nur mehr Objekte beinhaltet, sondern

wesentlich bedienfreundlicher ist als

die Konkurrenz. Zudem ist die Möglichkeit,

Bewegungsabläufe zu simulieren, für einen

Animationsfilm unverzichtbar. Bei Stick

Draw haben Sie hingegen keine Vorlagenbilder

zur Verfügung und benötigen für Ihre

Animationen viel Geduld und eine ruhige

Hand. Hier können Sie dafür alles frei bestimmen.

Probieren Sie es aus!

● ● ●

50

Juni 2013

Android-User.de


Apps

Note l!st | Notes app

adamson, 123RF

Ist die mit 5000 Downloads eher unbekannte Notel!st-App

ein ernst zu nehmender Konkurrent für die

großen Brüder wie Evernote, Catch und Co.?

Wir testen die App für Sie. Samuel Groesch

Note l!st [LINK 1] kommt in einem

schick designten Holo-Stil von

Android 4.0 daher und setzt

durchgehend auf hübsche, schön

anzusehende Grafiken. Bei der Entwicklung

der App haben die Programmierer sehr auf

die Menüführung und die Organisation der

einzelnen Notizen geachtet. Dies erkennen

Sie als Nutzer relativ bald, und dieser Umstand

fällt positiv auf.

Schlicht und einfach

Note l!st konzentriert sich voll auf eine

Funktion: Notizen anlegen. Darüber hinaus

können Sie verschiedene Ordner erstellen

und diese mit unterschiedlichen Icons versehen.

Durch festzulegende Prioritätsstufen

hilft Ihnen die Android-Anwendung, selbst

bei vielen Aufgaben immer den Überblick

zu behalten sowie ökonomisch und optimal

zu arbeiten.

Viele Einstellungsmöglichkeiten

beinhaltet Note l!st

zwar nicht, aber mit der Option

zur Auswahl der Schriftart

hebt sie sich in einem weiteren

designtechnischen

Punkt von der Konkurrenz

ab. Eine Synchronisation mit

Google Tasks oder anderen

solchen Diensten ist nicht an

Bord, und auch sonst ist die

App eher minimalistisch –

fast spartanisch – ausgestattet.

Dies ist einerseits ein Vorteil,

denn es geht im Grunde

genommen ja nur darum,

kurz und schnell Notizen zu

erstellen. Dennoch wären ein

paar weitere nützliche Features

wie zum Beispiel eine

Erinnerungsfunktion oder die

Abb. 1: Die Einstellungen der App

sind nicht üppig, aber konsequent

an die App angepasst.

oben angesprochene Synchronisationsmöglichkeit

wünschenswert. Des Weiteren fehlt ein Widget

für den Homescreen Ihres Smartphones,

immerhin können Sie über die Einstellungen

eine Verknüpfung anlegen, welche Sie direkt

zum Erstellen einer neuen Notiz führt.

Note l!st finanziert sich durch Werbeeinblendungen.

Möchten Sie die Reklame loswerden,

dann finden Sie im Menü die Option

Remove Ads, die die Werbung für 1,75 Euro

entfernt. Seit April bietet die App darüber

hinaus auch die Möglichkeit, Ordner zu priorisieren

und zu archivieren.

Fazit

Note l!st ist eine kleine, aber feine Anwendung

für private Notizen. Mittlerweile hat die

App die Marke von 10.000 Installationen

überschritten. Wir können Sie in jedem Fall

empfehlen, ganz besonders für Tablets. ● ● ●

Abb. 2: Die Entwickler von Note l!st

haben starken Wert auf die Optik

und die Struktur gelegt.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29304

Abb. 3: Der Notizblock-Look verleiht

Note l!st einen ganz besonderen

Charme.

Android-user.de Juni 2013

51


Apps

Task-Management mit Any.do

bryljaev, 123RF

Erste Schritte mit Any.do

Die beste

ToDo-App

Der Markt der ToDo-

Apps ist mittlerweile ein

recht umfangreicher

und stark umkämpfter.

Die unangefochtene

Nummer Eins ist aber

weiterhin Any.do. Dieser

Artikel erklärt, warum

die App so beliebt ist.

Steffen Leich-Nienhaus

Abb. 1: Die Chrome-Erweiterung von

Any.do unter Windows.

Smartphones und Apps sind toll.

Für eine Anwendung eignen sich

die smarten Dauerbegleiter ganz

besonders: Wie ein persönlicher

Assistent nehmen sie Notizen und neue Aufgaben

auf. Sie speichern die Daten in einem

zentralen, netzweit synchronisierten Repository

und erinnern uns an anstehende Aufgaben.

Mit Any.do [LINK 1] erhalten Sie eine App,

die stylish, schlicht und elegant ist und dabei

dennoch sehr viele Funktionen bietet. Any.

do glänzt in elegantem weißen oder schwarzen

Android-4-basierten Layout. Any.do synchronisiert

über den zentralen Hub auf beliebige

mobile Geräte. Eine Weboberfläche fehlt

zwar noch, ein entsprechendes Feature ist jedoch

schon in Planung. Da es außerdem eine

schön gemachte Chrome-App gibt [LINK 2],

vermisst man nicht viel.

Planen wie Profis

Sie sitzen in einem Meeting

und bekommen den

Auftrag, für ein Projekt zu

recherchieren und dazu

verschiedene Personen zu

kontaktieren. Ihnen fallen

dazu die Partner in San

Francisco und in Shanghai

ein. Da Sie sich in den

nächsten Tagen in San

Francisco aufhalten werden,

tippen Sie die Voice-

Taste neben dem Any.do-

Eingabefeld, sprechen die

Aufgabe „Meet Partner“

per Google Voice auf und

editieren den Task noch

per Tastatur. Dabei schlägt

Any.do bei den ersten

Buchstaben des Namens

den entsprechenden Kontakt

aus dem Telefonbuch

Abb. 2: So funktioniert die Autovervollständigung

eines Eintrages mit

einem Telefonkontakt.

vor. Sie vervollständigen den Task über die

Annahme des passenden Vorschlags und

tippen zum Speichern den Plus-Button im

Eingabefeld an.

Über das Antippen des Eintrages verändern

Sie nun die Metadaten des Tasks, die

bei Any.do überschaubar, aber effizient sind.

Da ist zunächst die Einordnung als wichtiger

Task mit dem !!-Button. Ein solcher Eintrag

zeigt dann eine auffällige rote Markierung

am linken Rand der Taskliste. Die Kategorisierung

von Aufgaben nach Prioritäten setzt

Any.do angenehm schlank um: Da man sich

bei zehn Prioritätsleveln auch einmal vertun

kann, ist die Einteilung in dringend und nicht

dringend ganz handlich.

Der Folder-Button liefert eine Einordnung

des Tasks in ein bestimmtes Themengebiet.

Das Alarmsymbol ordnet dem Task eine Erinnerung

per Alert zu oder setzt den Task auf

wiederkehrend. Auch hier bestehen bereits

praktische voreingestellte Fälligkeitstermine

mit Heute,

Morgen und nächste Woche.

Any.do sortiert die Ansicht

der Tasks später nach Thema

oder Erledigungszeitpunkt

mit Heute, Morgen, Anstehend

und Irgendwann.

Wenn Sie den Titel des

Tasks mit „Meet …“ beginnen,

setzen Sie damit automatisch

den Tasktyp Meeting.

Über einen solchen Task trägt

Any.do direkt einen Termin in

den Android-Kalender ein

(Android 4.x vorausgesetzt).

Tippen Sie auf das Set-Icon

neben dem Eintrag, um zum

Kalendereintrag zu gelangen.

Inzwischen hat Sie ein

Anruf des Partners in Shanghai

erreicht, was Sie aller-

52

Juni 2013

Android-User.de


Apps

Task-Management mit Any.do

dings nicht mitbekommen

haben. Any.do meldet diesen

verpassten Anruf und bietet

wie das Android-System an,

den Anrufer direkt zurückzurufen

oder zu benachrichtigen.

Darüber hinaus gibt es

aber auch die Möglichkeit,

den Rückruf später zu erledigen.

Die App legt dazu einen

Eintrag mit Rückruf-Erinnerung

in der Tasklist an.

Abb. 3: Hier sehen Sie einen verpassten

Anruf in der Any.do-Meldung.

Abb. 4: Any.do bettet sich perfekt

in die Benachrichtigungen von

Android ein.

Coole Zusätze

Da Sie wegen Ihrer Reise

nach San Francisco den Partner

in Shanghai nicht mehr

rechtzeitig selbst kontaktieren

können, übergeben Sie diese

Aufgabe einem Kollegen: Das

User-Icon eines Tasks bringt

Sie zur Sharing-Funktion. Fordern

Sie damit per E-Mail die Mithilfe bei

dieser Aufgabe von einem Kontakt aus Ihrem

Telefon an. Die Eingabe zeigt per Autovervollständigung

verfügbare Google- oder lokale

Telefonkontakte an, die im Adressbuch

mit einer E-Mail-Adresse eingetragen sind.

Besitzt Ihr Android-Smartphone einen NFC-

Chip, delegieren Sie den Task einfach per

Android Beaming an einen anderen Mitstreiter

(Android 4.x und die Kontaktperson vor

Ort vorausgesetzt). Ist der mit der Delegation

Betraute ebenfalls ein Nutzer mit einer Any.

do-ID, so wird die Aufgabe direkt in seiner

Taskliste eingetragen. Ansonsten gibt er per

E-Mail positives oder negatives Feedback.

Bei der Arbeit in Google-Mail erfassen Sie

noch einige E-Mails des Partners in Shanghai

als Task und deligieren die Wiedervorlage an

Ihren Kollegen: Wie bei den verpassten Anrufen

kann Any.do auch die Wiedervorlage

einer E-Mail als Task eintragen. Dafür sorgt

die Chrome-Erweiterung, welche einen zusätzlichen

Button dafür in GMail einblendet.

Den Stand aller Tasks zu diesem Projekt

sehen Sie auf einen Blick auf Ihrem Android-

Desktop mit einer der zahlreichen Widget-

Varianten. Was hier allerdings noch fehlt,

sind Widgets mit Datenfilterungen wie die

auf einen speziellen Folder beschränkte

Ansicht. Allerdings ist selbst das Any.do-

Element in der Statusleiste bereits sehr umfangreich

und sogar interaktiv. Es zeigt Ihnen

die Tasks des Tages an, lässt Sie durch die

Liste blättern oder neue Tasks hinzufügen.

Um auch bei längeren Task-Listen den

Überblick zu behalten, und um konsequent

der „Aufschieberitis“ entgegenzuwirken, bietet

Ihnen Any.do mit „Any.do Moment“ ein

Planungstool, das mit Ihnen all jene Tasks

einzeln durchgeht, die bereits einmal verschoben

wurden oder kein Fälligkeitsdatum

besitzen. Auch Any.do Moment lässt sich

planen. Ist der Moment gekommen, meldet

sich die App mit einem animierten Screen,

der die offenen Tasks anzeigt und Sie danach

fragt, ob die jeweilige Aufgabe heute oder

später erledigt wird, ob sie bereits durchgeführt

ist oder gelöscht werden soll.

Irgendwann kommt für jeden Task der Augenblick,

in dem er erledigt ist oder gelöscht

werden kann: Ihr Kollege meldet die Kontaktergebnisse

vom Partner in Shanghai, und Sie

haben mittlerweile den Partner in San Francisco

befragt. Nur einige Dokumentations-

Tasks stehen noch aus und verlangen noch

etwas Aufwand.

Diese noch ausstehenden Aufgaben setzen

Sie auf eine spätere Fälligkeit. Dazu ordnen

Sie diese in der Liste einfach per Drag und

Drop unter Tomorrow, Upcoming oder Someday

ein. Die fertigen Tasks bearbeiten Sie auf

Any.dos freundlicher grafischer Oberfläche

mit Durchstreichen per Wischgeste. Die dann

als erledigt gekennzeichneten Tasks bekommen

Sie mit einem Schütteln des Geräts aus

der Liste und schaffen damit wieder Platz

für neue Aufgaben.

Fazit

Sie müssen kein Profi sein, um von Any.do

profitieren zu können. Die Android-App

macht auch mit wenigen Aufgaben Spaß,

vielleicht sogar noch etwas mehr: weil man

diese dann öfter verschieben kann… ● ● ●

Abb. 5: So funktioniert das Abarbeiten

der Task-Planung mit dem

Zusatztool Moment.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29266

Abb. 6: Auch die Moments für die

Taskbesprechung von Any.do lassen

sich planen.

Android-user.de Juni 2013 53


Apps

Clean File Manager

Clean File Manager

100%

Holo

Petr Zaika, 123RF

Schnell und einfach Dateioperationen auch mobil auf dem Handy

durchzuführen gehört mittlerweile für viele zum Alltag. Im Play Store

gibt es viele Bewerber für den Platz auf Ihrem Smartphone, wir möchten

Ihnen hier den Clean File Manager vorstellen. Samuel Groesch

Abb. 1: Durch die Schnellstartleiste

können Sie rasch von einem Ort

zum anderen springen.

Ein Dateimanager für Ihr Android-

Smartphone ist quasi unverzichtbar.

Der Clean File Manager alias

100% Holo [LINK 1] legt Wert auf

eine übersichtliche, klare Struktur und zieht

dies durch die komplette Anwendung hindurch.

Das Design und die grafische Oberfläche

sind durchdacht und schön gestaltet.

Intuitive Wischgesten erleichtern die Bedingung

der kostenlos im Play Store erhältlichen

App immens. So müssen Sie, um eine Ebene

in der Ordnerstruktur nach oben zu klettern,

lediglich mit dem Finger nach rechts wischen.

Auf der obersten Ebene bewirkt diese

Geste den Zugriff auf ein Shortmenü, das

schnell Zugriff auf wichtige Orte wie Bilder,

Downloads oder Musik ermöglicht. Die Anwendung

finanziert sich durch Werbeeinblendungen

über der unteren Action Bar,

die sich durch 0,99 Euro via In-App-Kauf entfernen

lassen.

Alles ist da

Zu den wichtigsten Funktionen eines Dateimanagers

gehören das Markieren, Kopieren,

Verschieben und Löschen von Dateien. Diese

Tipp

Wenn Sie lange auf einen Ordner tippen,

können Sie ihn durch das erweiterte

Menü in der rechten Ecke zu den

Lesezeichen hinzufügen. Damit erreichen

Sie, dass der Ordner in der linken

Schnellstartleiste erscheint.

54

Juni 2013

Android-User.de


Apps

Clean File Manager

Abb. 2: Die Einstellungen bieten

viele Optionen, um die App an Ihr

Nutzerverhalten anzupassen.

Abb. 3: Die Funktionen reichen für

den täglichen Gebrauch eines

Dateimanagers problemlos aus.

Abb. 4: Die Sortierreihenfolge hilft,

möglichst schnell zu den gesuchten

Objekten zu gelangen.

Abb. 5: Gehen Sie nach einer

Erstinstallation am besten die

gesamte Konfiguration durch.

Funktionen sind in der App zunächst nicht

offen sichtbar und werden erst angezeigt,

wenn Sie lange auf eine Datei drücken. Dann

können Sie Elemente durch Antippen markieren

und am unteren Displayrand die

auszuführende Aktion auswählen. Zum

Komprimieren von mehreren Dateien zu

einem ZIP-Archiv wählen Sie in dieser Bar

den rechten Button. Sie werden gefragt, ob

Sie ein Archiv erstellen möchten. Nach der

Bestätigung beginnt die App mit dem Komprimierungsprozess

und legt die erstellte

Datei in dem aktuellen Verzeichnis ab.

Dokumente, die Sie kopiert und somit in

der Zwischenablage des Clean File Manager

abgelegt haben, können Sie durch den erscheinenden

Einfügen-Button in der Action

Bar am unteren Bildschirmrand an einer

neuen Stelle einfügen. Durch den integrierten

Bildbetrachter von 100% Holo fällt die

Wartezeit für das Öffnen der Android-Galerie

beim Ansehen von Bildern weg.

Weitere Features können Sie in den Einstellungen

steuern und aktivieren. Beispielsweise

besteht die Möglichkeit, unter Benutzeroberfläche

und Navigation das Theme auf

Holo Dark umzustellen, falls Sie die dunkle

Version des Android-Designs bevorzugen.

Zusatzfunktionen wie Versteckte Dateien und

Ordner anzeigen lassen sich ebenfalls in den

umfangreichen Einstellungen konfigurieren

und an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Fazit

Der Clean File Manager ist ein sehr übersichtlicher

und strukturierter Dateimanager,

der Sie mit seinen Funktionen und seinem

intuitiven Workflow bei der täglich anfallenden

Arbeit mit Dateien auf Ihrem Smartphone

optimal unterstützt. Die App läuft

sehr flüssig und sieht durch die Holo-Optik

von Android 4.0 optisch gut aus. Die Werbeanzeigen

lassen sich vergleichsweise günstig

für 99 Cent entfernen.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29357

web & mobile

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Apps

Mülleimer-Apps

falara, 123RF

Im Test: Mülleimer-Apps

Nicht

löschen

Wenn Sie unter Windows eine Datei löschen, dann landet

diese zuerst im Mülleimer. Warum also dieses Konzept nicht

auch unter Android nutzen? Wir haben entsprechende Apps

getestet. Marcel Hilzinger

Tipp

Falls Sie beim Lesen dieses Artikels

gerade daran denken mussten, dass

Sie heute ja noch die grüne Tonne vor

die Tür stellen sollten: Mit dem Hailo

Müllwecker [LINK 3] gibt es eine äußerst

praktische App bei Google Play, die Sie

stets daran erinnert, an welchem Tag

welche Tonne dran ist.

Wenn Sie unter Android mit

einem Dateimanager oder aus

einer beliebigen App heraus

eine Datei löschen, dann ist

diese auch gelöscht. Zwar lassen sich viele

Dateien mit entsprechenden Apps [LINK 1]oder

speziellen Datenwiederherstellungstools

[LINK 2] wiederherstellen, aber nur, wenn der

entsprechende Bereich auf dem Flash-Speicher

nicht wieder neu belegt wurde. Sind die

Daten erst einmal überschrieben, dann

kommt jede Rettung zu spät. Zudem finden

praktisch alle Undelete-Tools lediglich

Fotos und manchmal auch noch

Videos, aber keine anderen Dateien.

Mülleimer, wozu?

Dass es unter Android keinen Mülleimer

gibt, hat mehrere Gründe. Zum

einen ist der Speicher auf einem Smartphone

üblicherweise deutlich kleiner

als auf einem Desktop-Rechner, sodass

man normalerweise Dateien, die man

löscht, auch gelöscht haben möchte. Zudem

gelangen die Dateien wie Musik oder Videos

meistens vom PC auf das Smartphone, und

das Google-System speichert ja alle Dateien

auch in der Cloud. Folglich hat man stets ein

Backup zur Hand. Wirklich?

Weit gefehlt: Benutzen Sie zum Beispiel den

Bilderupload von Google+ nicht, dann sind

Ihre Fotos in keiner Weise gesichert. Auch

von SMS-Nachrichten oder den via Browser

heruntergeladenen Dateien gibt es kein

Backup. Auf Tablets lassen sich mit passenden

Office-Apps zudem auch einfache Office-

Dateien erstellen. Sofern Sie nicht gerade

Google Drive oder Dropbox benutzen, sind

auch diese Dateien für immer weg, falls Sie

sie versehentlich im Dateimanager löschen.

Ein Papierkorb ist also gar nicht so dumm,

doch wie unser Test zeigte, gibt es lediglich

eine brauchbare App bei Google Play.

Dumpster packt’s

Dumpster [LINK 4] ist aktuell die einzige

App bei Google Play, die einen

zuverlässigen Papierkorb bereitstellt.

Die App gibt es als Gratisversion mit

Werbung. Sie sichert Bilder, Videos, Musikstücke

und Dokumente. Per In-App-Payment

können Sie für 2,99 Euro die Premium-Version

kaufen. Sie enthält ein entscheidendes

zusätzliches Feature: eine Passwortsperre

für den Zugriff auf den Papierkorb. Wie

Dumpster genau arbeitet, dazu bewahrt der

Entwickler Stillschweigen. Da die App aber

ohne Root-Rechte auskommt, müssen Sie

sich um die Sicherheit des Systems keine

Sorgen machen.

Nach dem ersten Start sehen Sie eine leere

Liste und links oben das Dumpster-Icon. Tippen

Sie oben rechts das Menü mit den drei

Punkten an (bzw. wählen Sie auf älteren

Androiden die Menütaste, um das Menü zu

öffnen). Hier legen Sie nun über Options fest,

um welche Dateien sich Dumpster kümmern

soll. Die Checkbox für den Screen lock benö-

58

Juni 2013

Android-User.de


Apps

Mülleimer-Apps

Abb. 1: Dumpster sammelt fleißig

alle Dateien, die Sie in den diversen

Apps gelöscht haben.

tigt, wie erwähnt, die Premium-Version und

schützt die App über einen PIN-Code. Über

den Schieberegler Auto-clean items legen Sie

fest, nach welcher Zeit Dumpster die Dateien

im Papierkorb automatisch löschen soll. Hier

sollten Sie je nach internem Speicher Ihres

Handys vorgehen und einen Zeitraum zwischen

einer oder zwei Wochen und „für

immer“ einstellen. Damit ist die App eingerichtet,

und Sie können nun testweise Bilder

oder Musikstücke löschen. Auch die Android-Downloads

überwacht die Mülleimer-

Apps, wobei aber nicht alle Dateitypen berücksichtigt

werden. Haben Sie zum Beispiel

über das Handy eine exe-Datei heruntergeladen,

um diese auf den PC zu überspielen,

und löschen Sie diese Datei

aus den Downloads, dann ist

sie gelöscht. Hingegen bewahrt

Dumpster ZIP-Dateien

auf sowie APK-Dateien oder

OpenOffice-Dokumente.

Noch besser: Falls Sie eine

App installieren, die Bilder

oder Musikstücke auf dem

Handy sichert, dann speichert

Dumpster diese beim

Löschen der App.

Wieder herstellen

Schauen Sie nach ein paar

Tagen oder Wochen bei

Dumpster vorbei, dann werden

Sie hier allerlei Dateien

finden. Gibt es darunter

auch solche, die Sie aus Versehen

gelöscht haben, dann

Abb. 4: Über die Sortierfunktion finden

Sie die ältesten und größten

Dateien im Papierkorb.

tippen Sie den Eintrag

an und wählen anschließend

im kleinen

Fenster den Button

Restore. Sind Sie sich

(zum Beispiel bei

gleichlautenden Audiodateien)

nicht sicher,

ob es die richtige Datei

ist, dann hilft eine

Preview-Funktion. Sie

zeigt Bilder an, spielt

Audio-Dateien ab oder

startet andere mit dem

Dateityp verknüpfte

Apps (zum Beispiel

einen PDF-Betrachter).

Die gelöschte Datei

landet nach der Wiederherstellung

wieder

genau dort, wo sie vor

dem Löschen lag.

Wenn Sie im Mülleimer etwas aufräumen

möchten oder eine Datei suchen, die Sie erst

kürzlich gelöscht haben, dann wählen Sie

aus dem Menü den Eintrag Sort. Damit

können Sie die Dateien nach Löschdatum,

Dateigröße, Dateiname oder Dateityp sortieren.

Um mehrere einzelne Dateien zu löschen,

wählen Sie aus dem Menü den Eintrag

Multi Select. Möchten Sie den Papierkorb

komplett leeren, dann nutzen Sie Delete All.

Abb. 2: Über das Menü oben rechts

erreichen Sie alle Funktionen der

Mülleimer-App.

Alternativen?

Mit Android Recycle Bin

und Recycle Bin – Restore

Apps stehen zwei weitere

Papierkorb-Apps bei Google Play zum Download

bereit, die aber beide

selber Müll sind. Die erste

App [LINK 5] hat in unseren

Tests keine gelöschten

Dateien erkannt. Ebenfalls

als Müll schätzen wir die

App Recycle Bin – Restore

Apps ein [LINK 6]. Sie führt

eine Liste der gelöschten

Apps, wodurch man die

Apps dann recht einfach

über einen Fingertipp wieder

installieren kann.

Dazu greift die App aber

ganz normal auf Google

Play zu. Zudem hat sich

die App durch intensiven

Gebrauch des GPS als

Akkukiller entpuppt. Wir

raten von der Installation

deshalb dringend ab. ● ● ●

Abb. 3: Die Auto-Clean-Funktion

löscht alte Dateien automatisch

nach einer gewissen Zeit.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29141

Android-user.de Juni 2013 59


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

In dieser Rubrik stellen wir

Ihnen jeden Monat ein paar

neue oder aktualisierte

Spiele aus dem Google Play

Store vor, die uns besonders

gut gefallen. Patrick Neef

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29133

The Room

Die Spieleentwickler von heute

haben immer noch Schwierigkeiten

damit, innovative Spiele

für Mobilgeräte zu veröffentlichen. Die

Flut der Portierungen mit virtuellem

Steuerkreuz oder viel zu kleinen Spielelementen

sind nur zwei immer wiederkehrende

Belege dafür. Nur selten

gelingt es, die Gewohnheiten zu ändern,

und dann kommen so wunderbar

einfache Spiele wie Tiny Wings, Rayman

Jungle Run oder

eben The Room zustande.

The Room ist ein

geheimnisvolles Rätsel-

Spiel, das ein wenig an

Myst erinnert, ohne jedoch

ins Mystische oder

Unheimliche abzudriften,

sondern dem Spieler Apparate

und Maschinen präsentiert, die

mehr verbergen, als man anfangs vermutet.

Da gibt es Schalter, die man erst

umlegen muss, um eine Holzvertäfelung

zu lockern, oder etwa geheimnisvolle

Zeichen, die man erst mit dem

Okular sieht und dann in die richtige

Form bringen kann. Warum man das

alles macht, bleibt zunächst einmal

verborgen. Es gibt Hinweise

Emergency

In Emergency sind Sie der

Retter der Nation! In (nur!) 13

Szenarien werden Sie mit

Katastrophen konfrontiert, bei denen

Sie einen kühlen Kopf bewahren müssen.

Sie verarzten Verletzte, schneiden

Autowracks auf, schicken Krankenwagen

zum Krankenhaus oder löschen

Brände. Das Ganze spielt sich wie ein

Strategietitel, bei dem Sie unter Zeitdruck

die richtigen Entscheidungen

treffen müssen. Das macht Spaß und

ist nervenaufreibend, aber leider auch

schnell vorbei, denn die 13 Missionen

sind schnell absolviert. Außerdem sind

die Einheiten auf hochauflösenden

Smartphones recht klein.

Super Stickman

Golf 2

Beretis der Vorgänger war toll,

aber Super Stickman Golf 2

setzt noch einen drauf: In 20

Golfkursen lernen Sie, den Ball ins

Loch zu schlagen. Zu Beginn übt man

sich an der reinen Spielmechanik, doch

später kommen allerlei Hindernisse,

Besonderheiten und Mützen hinzu.

Mützen? Ganz recht: Mit den Golfmützen

erlangt man besondere Fähigkeiten,

die man im Spiel einsetzen kann.

Die Kurse sind dynamisch, einfallsreich

und werden zunehmend schwerer. Leider

kann man einen Kurs nicht mittendrin

abbrechen. Ein toller Multiplayer-

Modus rundet das grandiose Spiel ab.

10000000

Dieses Spiel vermischt Rollenspiel

und Match-3-Spielmechanik

auf interessante Weise.

Oben rennt Ihre Figur von selbst und

trifft dabei auf Gegner oder verschlossene

Kisten und Türen. Im mittleren

Bereich verschieben Sie ganze Linien

so, dass Sie drei Symbole aneinanderreihen

und damit Angriffe starten oder

Schlösser knacken können. Das geht

anfangs nur zäh voran, doch nach und

nach schalten Sie im Levelmenü Bereiche

frei, in denen Sie Upgrades kaufen

können. Ein tolles Spiel für Fans von

Upgrade- und Rollenspielen.

2,69 Euro

deutsch|Version 1.0.1|412 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.4|34 MByte

★★★★★

1,99 Euro

englisch|Version 1.2.44|15 MByte

★★★★★

60

Juni 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

in Tagebuchform,

wie jemand

zuvor bereits das

Rätsel des Raumes

lösen wollte.

Doch was ist das

Rätsel eigentlich

genau? Es ist zunächst

ein

Schrank, den man öffnet, indem man

sich von Rätsel zu Rätsel hangelt:

Schlüssel, Zeichen, Schieberegler aus

Holz, Knöpfe, Symbole und vieles

mehr sollen gedrückt, gezogen und

gedreht werden. Dann öffnen sich Geheimfächer

oder Verstecke mit weiteren

Hinweisen oder Gegenständen,

die man aufnehmen und verwenden

kann. Der Schrank erweist sich dann

sehr schnell als Matrioschka, in der

weitere Apparaturen und Rätsel versteckt

sind.

Das Ganze ist grafisch herausragend

umgesetzt, lässt sich kinderleicht steuern,

benötigt keinerlei

Eingewöhnungszeit

und ist atmosphärisch

dicht wie ein Roman

von H.P. Lovecraft. Sicherlich

ist die Spielzeit

von knapp zwei Stunden nicht

riesig lang, doch lieber zwei

Stunden Exzellenz als zehn Stunden

Mittelmaß. The Room sollte

man unbedingt gespielt haben!

1,79 Euro

deutsch|Version 0.54|154 MByte

★★★★★

The Croods

Rovio, sonst bekannt für die

Angry-Birds-Spiele, versucht

sich an einem Aufbauspiel à

la Ice Age: The Village oder Die Simpsons

mit Filmlizenz. Das funktioniert

nur halb so gut, macht aber trotzdem

Spaß. Als Manager eines Neandertalerdorfes

fangen Sie Tiere, zähmen

diese dann und lassen sie Früchte, Gemüse

und allerlei andere Dinge ernten.

Dazu müssen sie natürlich regelmäßig

gefüttert werden. Zwei Ingame-Währungen

drücken mit Hilfe von Wartezeit

ständig auf die Bremse, sodass man

sich entweder geduldet, genervt aufgibt

oder In-App-Käufe tätigt. Dennoch

hat das Spiel Charme.

DevilDark: The

Fallen Kingdom

DevilDark: The Fallen Kindom

kann man am ehesten mit

Torchlight vergleichen – für

einen Diablo-Klon ist das Spiel deutlich

zu bunt. Sie steuern einen Helden

durch die Spielwelt, kloppen Gegner

um, erledigen Quests und leveln Ihren

Helden hoch. Das gibt es schon mehrfach

im Play Store, und meistens leider

auch besser. Denn das Spiel stört andauernd

mit nerviger Werbung, bietet

sehr uninspirierte Quests und das, was

ein solches Spiel ausmacht, nämlich

das Verbessern der eigenen Ausrüstung,

ist einfach nicht motivierend

genug. Zum Glück ist es gratis.

Abalone

Die Umsetzung des gleichnamigen

Brettspiels. Auf einem

hexagonalen Spielfeld versuchen

zwei Spieler, eine Kugel des Gegners

ins Seitenaus zu befördern. Man

darf die Kugeln nur in bestimmten

Richtungen und unter bestimmten Bedingungen

verschieben und versucht

fortwährend, den Gegner in eine ausweglose

Position zu bringen. Die Steuerung

ist manchmal etwas fummelig,

aber das geht voll in Ordnung. Das

Spielprinzip bleibt unangetastet genial,

und die gegnerische KI ist richtig fordernd.

Die 60 Herausforderungen sind

wie ein Kampagne, doch noch mehr

Spaß macht es im Multiplayer-Modus.

kostenlos

englisch|Version 1.0.4|27 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.6.3|81 MByte

★★★★★

2,69 Euro

deutsch|Version 1.0.6|16 MByte

★★★★★

Android-user.de Juni 2013 61


Spiele

Neue Spiele

NEU!

bei Google Play

Dynamite Jack

Dynamite Jack – der Titel ist fast ein wenig irreführend.

Denn in diesem Spiel steht das Dynamit gar

nicht so sehr im Vordergrund, sondern eher der Gegensatz

von Licht und Schatten. Sie steuern Jack, einen

Space Marine, durch 28 knifflige Levels. Er versucht, sich

einen Weg durch die Anathema-Minen bis zur Oberfläche zu

bahnen, wobei sich ihm feindliche Soldaten, Laserstrahlen,

Bomben und andere Vorrichtungen

in den Weg stellen. In jedem Level sammeln Sie

zunächst eine Taschenlampe ein, die Sie ein- und ausschalten

können. Jack lässt sich gut per virtuellem Steuerkreuz

bewegen, die alternative Methode des Linienziehens können

wir hingegen nicht so empfehlen. Die Sache ist nämlich die:

Jede unpräzise Aktion wird sofort bestraft! Aus Versehen ins

Licht gelaufen? Entdeckt! In den Scheinwerferstrahl

der Taschenlampe eines Soldaten geraten?

Erwischt! Und „erwischt“ heißt „tot“, wobei die

Speicherpunkte sehr entgegenkommend platziert

wurden. Damit Sie vorwärts kommen, müssen Sie

nicht nur Gegnern ausweichen, sondern auch

Wege frei sprengen und farbige Chipkarten einsammeln,

die ein Weiterkommen erst ermöglichen.

Oft sollen diese Chipkarten in bestimmter

Reihenfolge eingesammelt werden, sodass Sie

recht viel durch die etwas zu klein gehaltenen

Level laufen. Zum Glück gibt es eine übersichtliche

Karte, die Ihnen bei der Orientierung hilft.

Das Spiel glänzt vor allem in der erzeugten

Syder Arcade HD

Hier geht es richtig zur Sache:

Sie steuern ein Raumschiff,

das Sie nach links oder nach

rechts bewegen und so den Gegnermassen

trotzen. Ihr Schiff schießt

dabei von alleine, Sie müssen es lediglich

steuern. Wie im Genre üblich, gibt

es für viele Punkte und Kombos Multiplizierer

und Waffenupgrades, ohne

die Sie die ansteigende Action gar

nicht bewältigen könnten. Sehr angenehm

ist die Abwechslung, denn die

Missionen als auch die Gegner variieren

stark und halten das Spiel frisch.

Syder Arcade HD dürfte allerdings

etwas leichter sein: schon zu Beginn

muss man sich kräftig ins Zeug legen.

Toy Story:

Smash it!

Toy Story: Smash it! ist eine

Art Angry Birds aus der Sicht

der dritten Person. Sie steuern

Buzz Lightyear und sollen die Aliens

von ihren Podesten werfen. Dabei können

Sie Buzz so positionieren, wie es

Ihnen am besten vorkommt. Der Wurf

ist dann kinderleicht: Ziehen und loslassen,

schon fliegt die Kugel los.

Wichtig ist, die Materialien der Türme

zu berücksichtigen und möglichst wenige

Kugeln zu benutzen, um alle drei

Sterne pro Level, derer es 60 gibt, zu

ergattern. Ein unterhaltsames Spiel

ohne Schwächen, das aber die meiste

Zeit einen Tick zu leicht ist.

Earn to die

Earn to die erinnert sofort an

Zombie Road Trip. Doch im

Gegensatz dazu geht es bei

Earn to die viel langsamer zur Sache –

so langsam, dass man zu Beginn das

Gefühl bekommt, das Spiel sei kaputt.

Auch hier brettern Sie mit einem Gefährt

durch die Zombielandschaft,

doch der Sprit reicht zu Beginn gerade

mal für ein paar Meter. Durch ständiges

Spielen besorgen Sie sich zwar

Waffen, Motorupgrades und vieles

mehr, doch das Spiel drückt die ganze

Zeit auf die Spaßbremse. Und spätestens,

wenn Sie sich ein neues Auto

leisten können, geht der zähe Spielspaß

wieder von vorne los.

0,99 Euro

englisch|Version 1.31|50 MByte

★★★★★

0,75 Euro

deutsch|Version 1.01|38 MByte

★★★★★

0,91 Euro

englisch|Version 1.0.6|39 MByte

★★★★★

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Juni 2013

Android-User.de


Spiele

Neue Spiele

Spannung, die sich durch alle Level zieht. Oft steht

man kurz davor, erwischt zu werden, und nicht selten

schleicht man sich ganz nah an die Gegner heran.

Zündet man eine Bombe in der Nähe von Gegnern,

strömen diese sofort herbei und leuchten mit ihren Taschenlampen

alle Winkel aus – auch hier ist Vorsicht

geboten. Mit 28 Levels ist das Spiel zwar nicht besonders

lang, aber es gibt Hunderte, von Spielern erzeugte

Karten, die in der Mehrheit richtig gut sind.

2,28 Euro

englisch|Version 1.0.23|31 MByte

★★★★★

Star Wars Pinball

Star Wars Pinball ist ein sehr

gelungenes Pinball-Spiel. Die

Ballphysik ist überzeugend,

und die Spieltische sind abwechslungsreich

und schön gestaltet – es

macht immer wieder Spaß, die Kugeln

über die Tische zu schicken. Das Star-

Wars-Flair kommt ebenfalls gut rüber:

Vor allem die Sounds überzeugen. Sich

schnell wiederholende Dialogfetzen

oder zu lange Pausen zwischen den

Kugeln stören zwar etwas, trüben den

Spielspaß aber kaum. Im Preis enthalten

ist allerdings nur ein Tisch.

Alien Hive

Ach, dieses Spiel hätte so gut

sein können. Alien Hive ist ein

grafisch sehr ansprechendes

Match-3-Spiel, dem seine eigenwillige

Spielmechanik zum Verhängnis wird.

Denn zum einen darf man nur die Elemente

um die Lücke herum verschieben,

das typische Tauschen zweier Elemente

geht nicht. Zum anderen mutieren

drei oder mehr Symbole zu einem

Element höherer Stufe. Insgesamt gibt

es also viel zu viele verschiedene Elemente

und ein viel zu eingeschränktes

Bewegungssystem.

Sling it

(Pollushot 2)

Es dauert ein paar Minuten,

bis es „Klick“ macht, wenn

man Sling it spielt. Denn man

kann die Schleuder verschieben, mit

der gleichen Fingerbewegung aber

auch den Gummi der Schleuder spannen.

Man muss also immer erst die

Munition einsammeln und kann dann

feuern. Hat man den Dreh erst einmal

raus, macht das Ganze aber viel Spaß.

Grafisch gewinnt das Spiel keinen

Preis, dafür ist es bestens für ein paar

freie Minuten zwischendurch geeignet.

1,52 Euro

englisch|Version 1.0.2|14 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.1.3|35 MByte

★★★★★

1,46 Euro

englisch|Version 1.0.29|37 MByte

★★★★★

Android-user.de Juni 2013 63


Spiele

HellFire

Im Test: Fantasy-Kartenspiel HellFire von Mobage

Himmlisch

Sie mögen Fantasyfilme und Sammelspiele? Dann müssen Sie unbedingt

einmal HellFire ausprobieren. Das Spiel heizt Ihrem Smartphone oder Tablet

so richtig ein! Marcel Hilzinger

Auf den ersten Blick könnte man

HellFire [LINK 1] für ein Geschicklichkeitsspiel

halten. Sie müssen

mit Ihren Fantasykreaturen diverse

Arten von Bällen auf Ihre Gegner schleudern,

um einen Kampf zu gewinnen. Jeder Kampf

besteht aus drei Runden. Je nach Level müssen

Sie mehrere Kämpfe gewinnen, um zum

nächsten Level zu gelangen, an dessen Ende

jeweils ein Bosskampf ansteht. Doch das ist

nur ein kleiner Teil von HellFire, denn neben

der Geschicklichkeit sind auch viel Taktik

und etwas Glück gefragt.

Karten-Sammelspiel

Je länger Sie mit HellFire spielen, desto wichtiger

werden die einzelnen Karten bzw. Charaktere,

die Sie gesammelt haben. Denn spätestens

beim dritten oder vierten Bosskampf

droht Ihrem Team das Aus, wenn Sie Ihre

Feen, Drachen und anderen Kreaturen nicht

genügend vorbereitet haben.

Dazu gibt es mehrere Taktiken. Zum Beispiel

lassen sich zwei gleiche Karten zusammenführen

(Evolve), um ihre Energie in

einem neuen Wesen zu bündeln. Eine weitere

Möglichkeit besteht darin, ein Wesen

sterben zu lassen, um seine Kräfte einem anderen

gutzuschreiben (Reinforce). So machen

Sie Ihre Karten fit für den nächsten

Kampf. Je länger Sie spielen und je höher Ihr

Level wird, desto mehr Zeit werden Sie damit

verbringen, die richtigen Karten für das

nächste Gefecht bereitzustellen und desto

länger dauern auch die Kämpfe.

HellFire hebt sich dadurch von den vielen

restlichen Kartenspielen bei Google Play ab,

dass die App grafisch sehr viel zu bieten hat.

Die Kämpfe sind wunderhübsch animiert

und auch alle Charaktere detailgetreu gezeichnet.

Die faszinierende Hintergrundmusik

sorgt dafür, dass Sie das Spiel schnell in

seinen Bann zieht, selbst wenn Sie zu Beginn

noch gar nicht verstanden haben, worum es

eigentlich geht. Doch irgendwann merken

64

Juni 2013

Android-User.de


Spiele

HellFire

Sie, dass die Zahl neben

dem Angreifer angibt,

nach wie vielen Zügen

das Fantasywesen losschlägt,

und durch die

Tipps zwischen den

Kämpfen lernen Sie

auch, dass man Feuer

am besten mit Wasser

bekämpft und dass Sie

Ihre Truppe abhängig

vom Standort des

Kampfes zusammenstellen

müssen. Je länger

das Spiel dauert, desto

wichtiger wird auch die

richtige Taktik. Zudem

tauchen bei fast jedem

Kampf nützliche Wanderkreaturen

auf, die Sie

unterstützen. Es lohnt

sich also, diese friedlichen Kreaturen in das

eigene Lager aufzunehmen.

Abb. 1: Die ersten Schritte erledigen

Sie mit Hilfe dieser netten Assistentin.

Gratis für den Geduldigen

Wie bei einem Gratisspiel dieser Klasse nicht

anders zu erwarten, setzt der Entwickler

Mobage auf In-App-Käufe. Diese erscheinen

immer dann besonders verlockend, wenn

man gerade den Kampf gegen einen Bossgegner

verloren hat und sich nun von neuen

Karten auch neue Kräfte erhofft. Zu Beginn

des Spiels erscheinen zudem Hinweise, andere

Spiele vom Entwickler zu installieren,

um an ein paar Coins zu kommen. Wir

haben rund eine Stunde bis Level 6 gespielt

und sind problemlos ohne die Mobage-Münzen

über die Runden gekommen.

Abb. 2: Die Bälle müssen genau treffen,

um viel Schaden anzurichten.

Neben den Aufforderungen zu Spiele-Installationen

und den In-App-Käufen haben wir

noch einen echten Kritikpunkt entdeckt: So

scheint die Treffsicherheit bei manchen

Kämpfen gar nicht nötig zu sein. In den Tests

ist es ein paar Mal vorgekommen, dass wir

unseren Ball weit daneben schossen, der

Gegner aber dennoch vernichtet wurde.

Fazit

Wer Fantasyspiele mag, muss HellFire unbedingt

einmal ausprobieren. Allein schon der

sehr schönen Grafik wegen lohnt sich der

Download in jedem Fall, und durch geschickte

Kombination und Ausdauer bringen

Sie es auch ohne Mobage-Währung sehr weit

mit Ihrem HellFire-Team.

● ● ●

Abb. 3: Die Farbe des Spielfelds ist

bei den Kämpfen auch wichtig.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29390

Abb. 4: MobaCoins gibt es gratis,

wenn Sie andere Spiele von

Mobage herunterladen.

Abb. 5: Reinforce ist eine Möglichkeit,

um einem ausgewählten

Spieler zu mehr Kraft zu verhelfen.

Abb. 6: Mit der Paarung gleicher

Karten lassen sich neue, seltene

Kreaturen schaffen.

Abb. 7: Beim Bosskampf konzentrieren

Sie sich am besten ganz auf

den Boss.

Android-user.de Juni 2013 65


Spiele

Tegra-Spiele

Im Test: Real Boxing, The Conduit HD, Ravensword: Shadowlands

Tegra-

News

Smartphones und

Tablets von Nvidia

eignen sich dank Tegra-

Prozessor ganz besonders

gut zum Spielen.

Wir stellen drei neue

Tegra-Games vor.

Marcel Hilzinger

Real Boxing

Sportspiele für Android

gibt es viele, aber keines

wirkt so echt und faszinierend

wie Real Boxing von Vivid Games [LINK 1].

Hier können Sie den Schweiß und die Angst

des Gegners so richtig spüren und auch den

Schmerz, wenn eine volle Gerade vom

Gegner Sie auf die Bretter wirft. Real Boxing

ist Boxen für Android, wie es sein muss.

Schon gleich zu Beginn überzeugt das Game

durch das einfache, aber wirksame Training.

Hier lernen Sie die wichtigsten Schläge und

wie man Ihnen ausweicht. Dann geht es

auch schon gleich ab zum ersten Kampf, aus

dem Sie erst dann wieder herauskommen,

wenn entweder Sie oder Ihr Gegner K.O. am

Boden liegt. Von dort wieder aufzustehen, ist

gar nicht so einfach: Sie müssen sämtliche

Kräfte sammeln und sich wieder Mut machen.

Spielerisch haben die Entwickler das

so gelöst, dass Sie möglichst schnell auf den

Touchscreen tippen müssen. Tun Sie das

nicht schnell oder intensiv genug, dann bleiben

Sie am Boden und haben verloren.

Real Boxing kostet 4,49 Euro. Für diesen

Betrag können Sie das komplette Spiel bestreiten

und sich Runde um Runde nach

oben boxen. Möchten Sie von Anfang an

gelbe Boxhandschuhe oder ein bestimmtes

Tatoo haben, dann müssen Sie zur In-Game-

Währung greifen, für die Sie wiederum echte

Eurocent ausgeben müssen. Das ist aber nur

dann notwendig, wenn Sie nicht die Geduld

aufbringen, sich die nötigen Cent zusammenzuboxen.

Also auf in den Ring. Und sollten

Sie während des Kampfes ein Fiepen in

den Ohren hören, dann hat nicht Ihr Handy

einen Schaden, sondern Ihr Gegner hat

Ihnen mächtig eines auf die Ohren gedroschen.

So muss ein gutes Box-Game sein!

The Conduit HD

In diesem spannenden Ego-Shooter

müssen Sie als Michael Ford die

Welt vor Prometheus retten. Dabei

handelt es sich um einen ehemaligen Agenten,

der die Seiten gewechselt hat, und so

ganz neben bei haben auch noch Außerirdische

Washington D.C. überfallen. Wie das

alles zusammenhängt, müssen Sie in diesem

Actionspiel herausfinden. Die einzige Voraussetzung:

Sie brauchen ein Tegra-3-Gerät,

denn aktuell gibt es The Conduit HD [LINK 2]

nur für Smartphones und Tablets mit Tegra 3.

Das Besondere an The Conduit HD ist

weder die Story noch die Grafik: Es sind das

Spielprinzip und die einfache Steuerung.

Abb. 1: Am Anfang Ihrer Karriere warten bereits schwere Brocken auf Sie.

Abb. 2: Erst wenn der Gegner am Boden bleibt, ist der Kampf gewonnen.

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Android-User.de


Spiele

Tegra-Spiele

Abb. 3: Die orangefarbenen Effekte gibt es nur dank Tegra-3-Chipsatz.

Abb. 4: Am Ende von Level 2 geht es in der Metro so richtig zur Sache.

Denn während Sie sich bei anderen Titeln

vorwärts bewegen, umschauen und schießen

müssen, übernimmt bei The Conduit HD der

Computer die Schießerei. So können Sie sich

komplett auf die Steuerung konzentrieren.

Das vereinfacht nicht nur das Gameplay, sondern

sorgt dabei auch für mehr Spaß und höhere

Geschwindigkeit. The Conduit HD lässt

sich auch mit einem Controller spielen, für

uns war es aber der erste Shooter, den man

auch ohne Gamepad genießen kann. Damit

das Spiel dabei aber nicht zu leicht wird, ist

die Menge der Munition beschränkt. Sie können

also nicht einfach nur blöd drauflosballern,

sondern müssen sich gut überlegen,

wann und wo Sie welche Waffe einsetzen.

Als intuitiv empfanden wir auch den Einsatz

der Handgranaten, die man einfach

durch doppeltes Antippen auf den Touchscreen

nach vorne wirft. Wohin, ist dabei

meistens Nebensache.

Etwas enttäuscht waren wir hingegen nach

Real Boxing und Ravensword von der doch

eher schlichten Grafik des Spiels, die im Prinzip

1:1 die Wii-Version von 2009 übernimmt.

Von den Möglichkeiten des Tegra 3 ist, abgesehen

von ein paar explodierenden Gasflaschen,

nicht viel zu sehen. Dafür sind die

Schauplätze gut gewählt (Flughafen, U-

Bahn-Zug und viele mehr). Die ersten beiden

Levels sind gratis, haben Sie dabei Lust auf

das komplette Spiel bekommen, gibt es die

restlichen Spielewelten für 3,71 Euro.

Ravensword 2

Bei Ravensword [LINK 3] geht es nicht

darum, möglichst schnell einen bestimmten

Feind zu besiegen oder

von einem Level zum nächsten aufzusteigen.

Bei diesem Mix aus Adventure und Rollenspiel

brauchen Sie vor allem eines: Zeit! Zeit,

die riesige Umgebung zu erkunden und mit

den Bewohnern in den Dörfern zu sprechen.

Zeit, auf die Jagd zu gehen und den Rehen

aufzulauern, um sie dann in die Enge zu treiben

und zu erlegen. Und natürlich auch viel

Zeit, um das Rätsel um Ihr Überleben zu

lösen. Laut Story sind Sie der einzige Überlebende

von Heronmar und möchten nun herausfinden,

wie es dazu kam. Dabei müssen

Sie sich in unter- und überirdischen Welten

zurechtfinden und böse Monster ins Jenseits

befördern. Können Sie als Held bestehen?

Finden Sie es in diesem Epischen Abenteuer

heraus, das für 5,37 Euro etliche Stunden

Spielspaß bereitet. Einzige Voraussetzung:

Sie sollten recht gut Englisch können, da es

keine deutsche Übersetzung vom Spiel gibt

und sich die einzelnen Quests kaum ohne

Englischkenntnisse lösen lassen.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29211

Abb. 5: Zu Beginn des Spiels gestalten Sie Ihren Held nach Lust und Laune.

Abb. 6: Bei Ravensword erwartet Sie eine riesige 3D-Welt mit Abenteuern.

Android-user.de Juni 2013 67


Einsteiger

Google-Music-Player

Google Music mit Windows und Mac OS X

Google

Music

Musik unter Android zu kaufen und zu hören, ist

ladyann, 123RF

mit Google Music ein Kinderspiel. Doch wie nutzt

man den Google-Dienst am bequemsten auf

dem PC? Unser Artikel zeigt es. Simon Vetter

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29225

Abb. 1: Das ist nicht Google Play, sondern der Anmeldebildschirm des Google Music Desktop

Player für Windows.

Seit Google Music in Deutschland

an den Start ging, erfreut sich der

Dienst vor allem bei Android-Nutzern

wachsender Beliebtheit.

Google Music bietet für 20.000 eigene Lieder

einen kostenlosen Platz in der Cloud, zuzüglich

der bei Google Play erworbenen Musik.

Besonders Nutzern mehrerer Geräte bringt

der Dienst den Vorteil, da der Abgleich der

Musikbibliotheken entfällt.

Für den Fall, dass kein Internet zur Verfügung

steht, lassen sich auf Android-Geräten

die Titel offline nutzen, indem sie lokal gespeichert

werden. Eine Wiedergabe der

Musik am PC ist offiziell nur über die Webseite

music.google.com möglich. Diese Variante

funktioniert zwar, ist aber wenig komfortabel:

So müssen Sie für jede Aktion

(Start/​Stop der Wiedergabe, Wahl des nächsten

Titels etc.) die Webseite aufrufen. Einen

komfortableren Weg zeigt der folgende Artikel,

der je einen Google-Music-Client für

Windows und Mac OS X vorstellt.

Player für Windows

Das Programm Google Music Desktop Player

[LINK 1] funktioniert unter Windows 7 und 8.

Die Programmoberfläche besteht aus der

gleichen Weboberfläche wie die klassische

Google-Music-Webseite, denn diese wird im

Programmfenster aufgerufen. Das Zentrale

sind jedoch die Zusatzfunktionen.

Hat man sich mit seinem Google-Konto angemeldet,

steht die bekannte Oberfläche zur

Verfügung. Die Ansicht lässt sich auch hier

nach Alben, Titel, Interpret und Genre sortieren,

also alles wie gewohnt. Das Wichtigste

sieht man jedoch nicht auf Anhieb: Die

Musik kann nun mit den Mediatasten, wie

sie nahezu jede Tastatur besitzt, gesteuert

werden. So muss man nicht mehr die Webseite

besuchen, um ein Lied zu pausieren

oder den nächsten Titel anzuwählen, was in

der Praxis einen enormen Vorteil darstellt.

Aufgrund der Vielzahl der möglichen Tastaturen

klappt es leider nicht mit jedem Mo-

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Android-User.de


Einsteiger

Google-Music-Player

dell. Mit den von der Redaktion getesteten

Notebooks klappte es jedoch auf Anhieb.

Unter Windows 7 findet sich in der Taskbar

beim Mouseover über das Icon noch eine

zweite Steuerungsmöglichkeit mit den Buttons

Play/​Pause, Previous und Next.

Klickt man auf den Button Options, finden

sich mehr Funktionen, die man von der Webseite

nicht kennt.

In diesem Menü können Sie zwischen drei

Themes (custom.css) wählen. Diese sind eine

optische Bereicherung für das Programm. Allerdings

sind sie nicht immer logisch gestaltet.

So lässt sich oben links in Abbildung 2

erkennen, dass das Suchfenster sich mit dem

Namen des Künstlers überschneidet. Diese

kleinen optischen Fehler sind je nach Theme

mehr oder weniger vorhanden. Auch hat

nicht jedes Theme dieselben Funktionen, bei

manchen wird das Suchfenster ganz ausgeblendet.

Praktisch ist wiederum die last.fm-

Integration. Einmal angemeldet erteilt sie der

Anwendung den Zugriff auf das eigene

last.fm-Konto, und schon werden sämtliche

über den Google Music Desktop Player gehörten

Titel gescrobbelt. Und das Beste an

diesem Programm: Es ist kostenlos. Ein sehr

fairer Preis für einen so nützlichen Player.

Überzeugte Nutzer finden im Optionsmenü

einen Spendenbutton.

omPlayer für Mac OS X

Auch der omPlayer [LINK 2] benutzt die Weboberfläche

von Google Music und bietet

Scrobbeln zu last.fm an. Der omPlayer verzichtet

aber komplett auf Themes. Entsprechend

gibt es keine unschönen Designfehler.

Hier besteht die Möglichkeit, die Notifications

von Growl zu nutzen. Die Wiedergabe

lässt sich mittels der Mediatasten oder über

eigens auswählbare Tastaturshortcuts steuern.

Zudem ist der omPlayer nicht auf

Google Music festgelegt, sondern bietet auch

Unterstützung für Grooveshark, Pandora und

Deezer. Ähnlich wie beim Google Music

Desktop Player für Windows finden Sie ein

Icon in der Statusleiste. Es ist jedoch weitaus

umfangreicher und ermöglicht zusätzlich zur

Wiedergabe von Musik auch den Aufruf der

Optionen und des Programmfensters.

Der omPlayer ist über den Mac App Store

erhältlich und kostet 1,79 Euro. Bedenkt man

die Zusatzfunktionen und wie komfortabel

die Nutzung von Google Music dadurch

wird, ist der Preis mehr als angemessen. Laut

Entwickler soll in einem der nächsten Updates

sogar die Apple-Remote-Fernbedienung

unterstützt werden, womit sich Google Music

dann auch vom Sofa aus steuern lässt.

Abb. 2: Das Optionsmenü des Google Music Desktop Player: Hier lassen sich Themes, last.fm-

Integration und Pop-ups für Benachrichtigungen über Titel einstellen.

Fazit

Da beide Player auf die Weboberfläche setzen,

fällt der Umstieg allen leicht, die Google

Music bisher nur im Browser nutzten. Daraus

resultiert jedoch auch das einzige

Manko: die fehlende Möglichkeit, Musik offline

verfügbar zu machen, wie etwa am Android-Gerät.

Hier müssen Sie die Original-

Weboberfläche benutzen, um Ihre Songs herunterzuladen.

Schön wäre es auch, wenn

die Grafikbugs der Themes beim Google

Music Desktop Player behoben und mehr

Tastaturen mit Mediatasten unterstützt würden.

Trotz dieser Kritikpunkte erweitern

beide Programme Google Music um Features

wie Scrobbeln und die Kontrolle der Wiedergabe

per Mediatasten. Gerade Letzteres ist

im Alltag sehr hilfreich. Den Windows-Player

gibt es gratis zum Download, die 1,79 Euro

für die Mac-Version sind angemessen. ● ● ●

Abb. 3: Das Statusbar-Menü des

omPlayer: Darüber lässt sich die

Musik steuern und bewerten.

Abb. 4: Die Oberfläche des omPlayer wirkt etwas aufgeräumter als ihr Windows-Pendant.

Android-user.de Juni 2013 71


Einsteiger

Geheime Steuerungscodes

Geheime Steuerungscodes

*#06#

Wenn Sie Ihr Handy für eine Reparatur einschicken müssen,

dann fummelt der Techniker nicht lange in den Menüs

herum. Er gibt einen Code ein und schon erscheinen allerlei

Informationen auf dem Display. Doch welcher Code ist es?

Mirko Mahlberg

Achtung

Die meisten Android-Smartphones

führen die hier beschriebenen

Steuerungscodes ohne

Rückmeldung aus. Da solche

Codes sich auch als Link in einer

Webseite einbauen lassen, können

Sie also mit einem Fingertip

im Browser Ihr komplettes System

zurücksetzen oder die SIM-

Karte sperren, falls das System

keine zusätzliche Sicherheitsvorkehrung

enthält. Android User

empfiehlt deshalb unbedingt die

Installation der App NoTelURL

von Jörg Voss [LINK 1]. Sie verhindert

solche Angriffe. Der Bug

tritt vor allem in Version 4.0 „Ice

Cream Sandwich“ auf. Ab Android

4.1 sollte das Problem behoben

sein.

Über die Telefon-App

von Android kann

man nicht nur Kontakte

anrufen, sondern

mit verschiedenen kryptischen

Zeichenkombinationen

auch in die Innereien des Android-Smartphones

schauen. Die

Codes gibt man in den Dialer

(die Telefon-Anwendung) ein,

und schon führt der eingegebene

Code eine Aktion aus.

Generische Codes

Jeder Hersteller benutzt etwas andere Codes,

es gibt aber auch ein paar Standards, die auf

allen Android-Smartphones funktionieren.

Über *#*#4636#*#* öffnen Sie zum Beispiel

ein erweitertes Info-Menü

des Gerätes. Es ist in Telefoninformationen,

Akkuinformationen,

Nutzungsstatistik

und Wi-Fi-Informationen

unterteilt und

bietet neben den zahlreichen

Daten auch Einstellungsmöglichkeiten.

Unter Telefoninformationen

kann man unter anderem

auswählen, ob sich

das Gerät ins GSM-Netz,

ins UMTS/​GSM- oder ins

UMTS/​GSM/​LTE-Netz

einloggen soll. Sie sollten

an diesen Einstellungen

aber besser nicht herumspielen,

wenn Sie nicht

genau wissen, was Sie tun.

Abb. 1: Die Einstellungen zum bevorzugten

Netz fassen Sie besser nicht an.

Mit einfachen Steuerungscodes wie *#06#

lässt sich die IMEI-Nummer anzeigen. Die

IMEI-Nummer (lang: International Mobile

Station Equipment Identity) ist eine 15-stellige

Seriennummer für GSM- und/​oder

UMTS-betriebene Handys und dient der eindeutigen

Identifizierung. Wenn die eigene

Rufnummer dem Gegenüber nicht übermittelt

werden soll, so können Sie die Rufnummernübermittlung

mit dem Handycode #31#

deaktivieren.

Es gibt noch zahlreiche weitere Codes.

Zum Beispiel schalten Sie via *004# die Rufumleitung

ein (falls eingerichtet) oder fragen

mit *100# das Prepaid-Guthaben ab. Die

meisten dieser Codes funktionieren allerdings

nur bei einem bestimmten Provider,

und zudem unterscheiden sie sich für Prepaid-Nutzer

und für Anwender

mit Vertrag. Diese Codes

hängen also vom Provider

ab, nicht vom Handy. Da Sie

mit den Codes direkt die Einstellungen

Ihres Handys/​Vertrags

ändern können, sollten

Sie sie keinesfalls einfach auf

gut Glück ausprobieren!

Gerätespezifische

Codes

Für die Galaxy-Smartphones

von Samsung gibt es so viele

Codes, dass wir damit ein

ganzes Heft füllen könnten.

Eine Suche nach USSD Code

bei Google fördert mehr als

eine halbe Million Treffer zutage.

Wir haben hier die

72

Juni 2013

Android-User.de


Einsteiger

Geheime Steuerungscodes

nützlichsten und gefährlichsten

herausgepickt.

Mit dem Code *#0*# lässt

sich die verbaute Hardware

testen. Das Menü

nennt sich zwar LCD-

Test, aber Sie können hier

auch die Frontkamera, den

Vibramotor, die Lautsprecher

und die Dimmfunktion

testen. Über die

Kurzwahl *#1234# zeigen

die meisten Samsung-

Geräte die Firmware-Version.

Mit *#8999*8376263#

lassen sich alle Details

einsehen (von der Firmware

der Kamera bis zum

Produktcode und H/​W) .

Dieser Code funktioniert

aber schon nicht mehr bei

allen Samsung-Geräten.

Um das Samsung-Smartphone neu zu starten,

gibt es die Codes #*3849#, #*3851# und

#*3876#. Ihr Samsung-Phone ist voll mit

SMS, und Sie wollen diese loswerden? Kein

Problem, mit dem Code #*5376# löschen Sie

alle SMS auf Ihrem Androiden. Um nach

einem Over-The-Air-Update Ausschau zu

halten, wählen Sie die Ziffern *#8736364#.

Um den Google-Account, sämtliche Einstellungen

und alle heruntergeladenen Dateien

zu löschen, gibt es den Code *#7780#. Unter

keinen Umständen eingeben sollten sie den

Code *2767*3855#. Er setzt das Handy auf die

Werkseinstellungen zurück.

Abb. 2: Der USSD-Code *#*#4636#*#*

ist einer der wenigen, die auch auf

dem Nexus 4 funktionieren.

Auch bei Sony gelangt man

mit der USSD-Kurzwahl

*#*#4636#*#* zu den Telefoninfos.

Und auch hier formatieren

Sie Ihr Gerät mit

*2767*3855# vollständig –

alle Daten gehen dadurch

verloren. Einen GPS-Test

können Sie mit dem Code

*#*#1472365#*#* durchführen,

einen LCD-Test mit

*#*#0*#*#*. Separat lassen

sich bei Sony-Smartphones

auch die Vibration

(*#*#0842#*#*) und der

Touchscreen (*#*#0842#*#*)

testen.

HTC und LG

Für HTC-Smartphones existiert

ein ganz besonderer

Secret Code: *#*#3424#*#*

bringt Sie in das HTC Funktionstest-Programm.

Das ist ein Menü, in dem alle Hardwarekomponenten

überprüft werden können

(wie beispielsweise Ton, Display, Benachrichtigungs-LED,

Kamera etc.). Setzen Sie

einen Haken bei den Funktionen, die getestet

werden sollen, und schon führt Sie die App

durch den Test. Um die Geräteinformationen

(über Batterie, Wi-Fi etc.) auszulesen, gibt es

den generischen Code *#*#4636#*#*. Der

USSD-Code *2767*3855# bewirkt auch hier,

dass Ihr Gerät komplett formatiert wird.

Wie bei den anderen Herstellern starten

Sie auch bei LG-Smartphones das Auslesen

detaillierter Informationen zum Gerät über

die Zahlenfolge *#*#4636#*#*. Falls Sie alle

Daten und Einstellungen löschen möchten,

rufen Sie den Code für die Werkseinstellungen

auf: *2767*3855#. Einen GPS-Test starten

Sie mit *#*#1472365#*#*, den WLAN-Test mit

*#*#232339#*#* und den Bluetooth-Test über

den Code *#*#232331#*#*.

Fazit

Ursprünglich wurden diese Steuerungscodes

entwickelt, damit sich Techniker nicht durch

eine lange Liste von Menüs hangeln müssen,

wenn sie schnell eine Einstellung ändern

oder überprüfen wollen. Diese Funktion

haben die Codes bis heute, sodass sich der

Nutzen für den normalen User in Grenzen

hält. Geben Sie niemals einen Code ein, ohne

sich vorher zu informieren, was er tut! ● ● ●

Abb. 3: Das Testprogramm von HTC gehört zu den

umfangreichsten und benutzerfreundlichsten.

Abb. 4: Dieses geheime Menü öffnen

Sie bei Samsung-Geräten mit

der Tastenkombination *#0*#.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29140

Juni 2013

73


Tipps & Tricks

Musik-Tipps

Audio-Tipps

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik vor. Auf www.android-user.de feiern wir jeden Freitag

ein Album der Woche. In regelmäßigen Abständen erstellen wir auch Playlisten bei Spotify! Christian Ullrich

Frank Turner:

Tape Deck Heart

Frank Turner zog aus, um die Musik zu leben, und fand Songs,

die eine ganze Generation junger Menschen inspiriert. Mit seiner

Gitarre besuchte er die Welt, spielte Tausende Konzerte und

eroberte Herzen im Sturm. Sein neues Album „Tape Deck

Heart“ zeigt ihn auf dem bisherigen Höhepunkt seines Schaffens.

Mitreißende Pop-Rock-Songs denen das seltene

Kunststück gelingt, dem Hörer in jeder Lebenslage

freundschaftlich zur Seite zu stehen. Zusammen

geht es durch den Alltag in dem guten Bewusstsein,

dass da jemand ist, der zuhört, versteht und großartige

Songs singt. [Video-LINK 1]

Genre: Songwriter / Punk / DIY

Für Fans von: Weakerthans, Billy Bragg

Label: Vertigo

Gregory Nolan

Tyler, The Creator:

Wolf

Wäre Tyler, The Creator, eine Märchenfigur, er wäre

Dornröschen, der Prinz und die Dornenhecke in einer

Person. Tyler lebt diese Gegensätze und hat sie zur

Kunstform erhoben. Dafür wird er geliebt und gehasst.

Fakt aber ist: Er ist einer der talentiertesten

Rapper der Gegenwart. „Wolf“ zeigt aber nun, dass

Tyler neben seinem Flow auch als Produzent glänzt.

Die 18 Tracks klingen homogener und eingängiger als

früher. Die Texte provozieren und beschimpfen, schlagen

aber nicht mehr alles und jeden kurz

und klein. „Wolf“ ist vielmehr ein Seelentrip,

der ein manisches Bild des Rappers

zeigt, und die Luftschlösser der Rapmillionäre

als die Abbruchhäuser offenbart,

die sie in Wirklichkeit sind. [Video-LINK 2]

Genre: Rap / Hip Hop

Für Fans von: Wu-Tang Clan

Label: Odd Future LLC

Sony

74 Android-User.de


Musik

James Blake:

Overgrown

James Blake hat 2011 den Dubstep

aus der Nische geholt. Sein Debüt

war ein Wunder. Sein zweites Album

heißt „Overgrown“, steht dem in nichts

nach und ist dem Debüt noch deutlich

überlegen. Es enthält Musik, die sich

auf das Wenige konzentriert und dieses

Wenige hoch dosiert im weiten Raum

klingen lässt. Den Gospel und das

Skizzenhafte lässt er hinter sich. Er schmiegt sich dafür an

Minimal Techno, bereichert sich mit Rap und Grime und findet

gar in der Hektik die Ruhe, die seiner Musik zu Grunde liegt.

James Blake erweitert sein Repertoire angemessen und geht

damit den Schritt vom Wunderkind hin zu einem der besten

Musiker unserer Zeit. [Video-LINK 3]

HiGHLight

Universal Music

Genre: Dubstep / Minimal / Elektro

Für Fans von: Burial / Thom Yorke

Label: A&M Records

Caro Emerald: The

Shocking Miss Emerald

Das goldene Paris der 40er. Swing und

Chanson tanzen fiebrig durch die Jazzclubs

der Stadt. Die niederländische Sängerin

Caro Emerald schlägt mit ihrem zweiten

Album „The Shocking Miss Emerald“ von

dort eine Brücke in die Gegenwart. Entspannte

Hip-Hop-Beats verbinden sich mit

Latino-Rhythmen zu einer Reise quer

durch jenes Zeitalter. Dessen Mode und

Kunst wird greifbar, wenn ihr melancholisch-romantischer

Gesang divenhaft

erklingt. Dazu hauchen

Bläser wie ein

ganzes Orchester

neues Leben in bereits

vergilbte Polaroids.

Es entsteht

ein Album, welches

dem glamourösen

Paris neuen Glanz

verleiht. [Video-LINK 4]

Genre: Swing / Nostalgie

Für Fans von: Waldeck / Shirley Bassey

Label: Grandmono Records

Zeitreise 40er

Yeah Yeah Yeahs:

Mosquito

Die Yeah Yeah Yeahs drehen sich selbst durch den Reißwolf und zeigen

mit ihrem vierten Album „Mosquito“, wie sich Kettensägen-Indie mit

Blumenwiesen-Pop vereinen lässt. Verträumte

Synthesizer Songs wechseln sich mit der rauen

Wirklichkeit des Rock ab. Dazu die unberechenbare

Stimme von Karen O, die wie eh und je

kreischt, singt und alle Nuancen dazwischen bedient.

So muss das klingen. [Video-LINK 5]

Genre: Indie / Rock

Für Fans von: The Gossip / LCD Soundsystem

Label: Polydor

Universal Music

Android-user.de Juni 2013

75


Act to watch

Genre: Techno / Pop

Für Fans von: Bodi Bill / Moderat

Label: Sinnbus

anna.k.o.

The/Das:

Speak Your Mind Speak (EP)

The/​Das gelingt mit den fünf Liedern auf „Speak

Your Mind Speak“ ein wahrer Paukenschlag. Zahlreiche

Elektronikas treffen auf Bläser, Beats und Gitarren,

die sich einreihen, um dem Gesang eine Bühne

zu bereiten. Gibt es alles schon? Vielleicht,

aber nicht die organische Verbindung von

kühler Clubästhetik mit der Wärme von

Indiepop. Dieser Techno ist näher

beim Hörer als ein Songwriter mit

seinen Geschichten und einfallslosem

Pop haushoch

Savages:

überlegen. Überragend.

Silence Yourself

[Stream-LINK 6]

In solcher Konsequenz und mit derlei Energie wurde der Post Punk

lange nicht gespielt. Düster-karge Klangwelten, die dem künstlerischen

Geist des Rocks huldigen. „Silence Yourself“ offenbart die menschliche

Kälte der Gegenwart, die im Materialismus gipfelt. Ein Album voll unbändiger

Kraft. [Stream-LINK 7]

4AD

Genre: Post Punk / Rock

Für Fans von: Joy Division / Gang Of Four

Label: 4AD

DVD

Diese DVD zeigt die Anfänge von Modeselektor

zwischen Naturidyll und Industrieanlagen,

aber vor allem ihren Aufstieg zu den

internationalen Superstars, die sie heute

sind. In ruhigen Bildern, mit zahlreichen

Interviews und ekstatischen Liveaufnahmen

festgehalten, ist „We Are Modeselektor“

eine intime

Dokumentation

ALLE

über das Technoduo, das weltweit (hysterisch)

gefeiert wird. [Trailer-LINK 8]

Links>

TIPP

www.android- user.de/qr/29307

Genre: Techno

Download

Mit „Nothing's Changed“ bietet Tricky die

erste Single seines neuen Albums „False

Idols“ zum kostenlosen

Download

an. Eine Rezension

zum

Album folgt in

der nächsten

Ausgabe.

[Download-LINK 9]

Genre: Trip Hop

TIPP

76

Juni 2013

Android-User.de


Hörbücher

In dieser Rubrik stellen wir Ihnen in regelmäßigen Abständen neue und besonders gute Hörbücher

von Audible.de vor. Martin Lennertz

Silo

Dieses Hörbuch [LINK 1] erzählt von einer Zukunft, in der

die Menschheit in unterirdischen Silos lebt, da der Aufenthalt

an der Oberfläche tödlich ist. Doch sind die Silos

so konzipiert, dass ihre Bewohner die eigentliche Wahrheit

nicht erfahren dürfen, welche mit großem Aufwand

von der IT behütet wird. Frühere Aufstände blieben erfolglos,

jedoch bringen neue Entdeckungen gefährlich

viel Licht ins Dunkel.

29,95 Euro

Autor: Hugh Howey

Sprecher: Peter Bieringer

Dauer: 16 Std. 02 Min.

(ungekürzt)

Genre: Science-Fiction

Der Nachtwandler

Was tun Sie nachts, während Sie schlafen? Vermutlich

liegen Sie im Bett. Der Protagonist dieses Hörbuchs [LINK 2]

jedoch führt anscheinend ein nächtliches Doppelleben,

wovon er aber selbst nichts weiß. Als seine misshandelte

Frau ihn Hals über Kopf verlässt, vermutet er, dass er mit

seinen nachtwandlerischen Aktivitäten dafür verantwortlich

ist, und findet Stück für Stück Unglaubliches über

sich heraus.

Der alte Mann und das Meer

Das war unser Papst

Wie wäre es mal mit einem Klassiker? Ganz egal,

ob Sie den Autor Ernest Hemingway, seine Geschichte

über den alten Mann und das Meer oder

ob Sie den Sprecher Christian Brückner, bekannt

als die deutsche Synchronstimme von Robert De

Niro, mögen – diese drei Stunden Hörbuch [LINK 4]

machen großen Spaß! Oder Sie haben damals im

Englischunterricht nicht aufgepasst und wollen es

mal auf Deutsch versuchen? Dann nutzen Sie die

Gelegenheit mit diesem Hörbuch!

„Wir sind Papst!“, hieß es im April 2005 als Joseph Kardinal

Ratzinger vom Konklave zum Papst gewählt wurde.

Ebenso schlagzeilenträchtig war sein Amtsverzicht im

Februar dieses Jahres. Doch bei all der Popularität stellt

sich auch die Frage, was Papst Benedikt während seiner

Amtszeit geleistet hat. Diese Zusammenschau [LINK 3] verschiedener

Radiobeiträge des SWR berichtet über seine

wichtigsten Stationen.

20,95 Euro

Autor: Sebastian Fitzek

Sprecher: Simon Jäger

Dauer: 07 Std. 26 Min.

(ungekürzt)

Genre: Thriller

5,95 Euro

Autoren: Hans-Michael Ehl,

Stefan Troendle, Petra Pfeiffer

Sprecher: Hans-Michael Ehl,

Stefan Troendle, Petra Pfeiffer

Dauer: 02 Std. 26 Min.

(ungekürzt)

Genre: Bildung & Wissen

13,95 Euro

Autor: Ernest Hemingway

Sprecher: Christian

Brückner

Dauer: 03 Std. (ungekürzt)

Genre: Klassiker

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29351

Android-user.de Juni 2013 77


Tipps & Tricks

Ingress-Tipps

Ingress-Tipps für Fortgeschrittene

Blaugrüne

Agenten

Falls Sie zu den Glücklichen bzw. Auserwählten gehören, die bereits

über einen Invite-Code für Ingress verfügen, dann finden Sie hier ein

paar nützliche Tipps, die das Spielen gleichzeitig spannender und entspannter

machen. Marcel Hilzinger

Roman Rachevskiy, 123RF

Der Ingress-Start im November mit

Temperaturen unter Null hat so

manchen Spieler an den Rand seiner

Kräfte geführt. Im Frühsommer

spielt es sich wesentlich leichter, also

nichts wie los. Dieser Artikel gibt ein paar

Tipps an Spieler, die schon die ersten Erfahrungen

mit Ingress gesammelt haben.

Ingress ist ein Team-Spiel

Spätestens bei Level 4 werden Sie merken,

dass Sie alleine kaum noch weiterkommen.

Denn die stärkeren Portale bekommen Sie

nur mit sehr viel Mühe in die Knie, eigene

Portale fallen jedoch sehr schnell einem Spieler

mit Level 6 oder höher zum Opfer, zumindest

in dicht besiedelten Gebieten. Auf dem

Land sieht das Ganze genau andersherum

aus: Sie haben ein paar L3-Portale erstellt

und mangels Mitspielern können Sie diese

nicht auf L4 anheben, weil Sie nur vier Resonatoren

pro Portal anbringen dürfen. Hier benötigen

Sie Mitspieler. Diese finden Sie entweder

über das Chatfenster von ingress.com/​

intel, indem Sie den Ausschnitt des Fensters

auf einen sinnvollen Bereich der Karte beschränken

(Checkbox restrict to map) und

dann die Postings der eigenen Fraktion lesen.

Per Klick auf einen der Benutzernamen können

Sie einem Mitspieler direkt eine Anfrage

schicken, zum Beispiel ob er Zeit und Lust

hat, zusammen ein feindliches Portal zu hacken

oder hilft, ein bestehendes auszubauen.

Neben der Intel-Map ist Google+ die beste

Anlaufstelle für Gleichgesinnte. Hier gibt es

mehrere Ingress-Communities, die zum Teil

auch nach Bundesland/​Land sortiert sind.

Eine Suche nach Ingress in den Google+-

Communities bringt sehr viele Treffer, ange-

ZFK2JPP9

Abb. 1: Bei Google+ gibt es zahlreiche kleinere und größere Ingress-Gemeinschaften.

78 Juni 2013 Android-User.de


Tipps & Tricks

Ingress-Tipps

Resonatoren richtig setzen

Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, dass

bei einigen Portalen die Resonatoren ganz

nahe beim Zentrum sind, bei anderen hingegen

weiter weg. Dahinter verbirgt sich kein

Zufallsprinzip: Jeder Resonator hat dieselbe

Entfernung vom Zentrum wie der Spieler

zum Zeitpunkt, als er den Resonator gesetzt

hat. Steht der Spieler also in einer Entfernung

von 40 m und platziert so acht L5-Resonatoren,

dann sind

sämtliche L5-Resonatoren

exakt 40 m vom

Zentrum des Portals

entfernt. Geht der Spieler

hingegen zwischen

dem Setzen näher zum

Portal hin, dann befinden

sich auch die Resonatoren

näher dran.

Üblicherweise ist es am

besten, die Resonatoren

so weit wie möglich

vom Portal entfernt

zu setzen.

74369KUY

Abb. 2: Im Idealfall verteilen Sie die

Resonatoren so weit wie möglich

vom Zentrum des Portals entfernt.

fangen

FFJF

von Kleinst-Communities für Landkreise

mit vier bis zehn Mitgliedern bis zur

F76Z

Ingress-Deutschland-Gruppe mit über 650

Mitgliedern. Natürlich gibt es auch Communities

für Österreich und die Schweiz.

Weniger ist

mehr

Jeder Ingress-Spieler ist

anders, aber eines ist

wohl allen gemein:

Liebgewonnene Portale

gibt man nicht gerne preis. Aber gerade darin

besteht einer der Reize von Ingress, Portale

nicht mit den bestmöglichen Resonatoren zu

bestücken, sondern nur mit ein paar L1 oder

Abb. 3: Eine grüne Ingress-Farm sollten

Sie als Resistance-Agent nur mit

genügend XM-Vorräten betreten.

L2. Die gegnerische Seite wird sich dann

ganz bestimmt wieder auf dieses Portal stürzen,

und man hat Zeit, ein anderes aufzubauen,

bzw. das Portal dann wieder einzunehmen.

Dein Feind ist dein Freund

Es gibt kaum einen besseren Weg, schneller

auf ein höheres Level zu kommen, als mit

der anderen Fraktion zusammenzuarbeiten.

So kann man sich gegenseitig Resonatoren

setzen, diese wieder zerstören und das Portal

Abb. 4: Seltene Schilde erhöhen die

Zahl der benötigten XMP, aber nur für

Gegner auf dem gleichen Level.

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Tipps & Tricks

Ingress-Tipps

WPGU7XJV

Abb. 5: Die App Ingress Portal Timer

meldet sich, wenn ein Portal wieder

bereit für einen Hack ist.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29392

umfärben. Die Gegenpartei

bekommt

zwar immer nur die

Hälfte der Punkte,

die es für den Aufbau

gibt, aber wenn

man sich dabei

schön abwechselt,

kann man ganz

schön viele Punkte

sammeln. Leben Sie

also in einer Gegend,

in der es überwiegend

blaue Portale

gibt, dann laden Sie

am besten mal ein

paar Freunde ein, die

für die grüne Fraktion

spielen und für

Sie ein paar Portale

grün einfärben und rund um Ingress herum.

mit L1-Resonatoren

bestücken. Mit wenigen XMP lassen sich

diese Portale als L3- oder L4-Spieler wieder

neutralisieren und erneut bestücken.

Abb. 6: Die App Ingress Portal Calc

bietet am meisten Informationen

L1-Spieler sind Gold wert

Wer neu bei Ingress ist, hat beim Hacken erfahrungsgemäß

etwas mehr Glück als ältere

Spieler. So erhalten Novizen meistens schon

beim ersten Hack den Schlüssel eines Portals,

aber (gefühlt) mindestens bei jedem

dritten Hack. Benötigen Sie also unbedingt

den Schlüssel eines bestimmten Portals,

dann nehmen Sie am besten einen L1- oder

L2-Spieler als Begleitung mit, irgendwann

wird es schon klappen.

Vorsicht vor Ingress-Farmen

Wenn sich ein Spieler der Resistance innerhalb

einer Portal-Ansammlung der Enlightenment-Fraktion

aufhält, dann passiert erst

einmal nichts. Sobald man jedoch ein Portal

hackt oder sogar ein XMP abfeuert, wird

man umgehend angegriffen. Befinden sich

nur L2- oder L3-Portale im Umkreis, dann

ist dies nicht weiter schlimm, aber bei L6-

oder L7-Portalen nimmt die eigene Energie

drastisch ab. Hier empfiehlt es sich, zuerst

genügend Energie zu sammeln

und sich erst anschließend ans

Hacken zu machen.

XMPs richtig feuern

Ein XMP hat umso mehr Kraft, je

näher man es bei einem Resonator

abfeuert. Möchte man ein Portal

alleine angreifen und hat genügend

Munition auf Lager,

schießt man die XMP-Booster am

besten von der Mitte des Portals

aus – immer angenommen, man

hat genügend XM, um den Angriffen

zu widerstehen. Ist man im

Team unterwegs, stellt sich am

besten jeder Spieler in der unmittelbaren

Nähe eines Resonators

auf. Dieser bekommt dann die unmittelbare

Wirkung ab und gibt

recht schnell nach. Erfahrungsgemäß

reichen rund 25 L3-XMP, um

ein komplettes L3-Portal mit L3- und L4-

Resonatoren in die Knie zu zwingen. Um

einen L8-Resonator zu zerstören, benötigen

Sie je nach Schilden ca. fünf L5-XMP.

Ingress-Apps nutzen

Bei Google Play gibt es eine Reihe nützlicher

Tools für Ingress. Mit dem Ingress Portal

Timer [LINK 1] starten Sie die Cooldown-Zeit

für ein Portal. Der Timer meldet dann nach

fünf Minuten, dass das Portal wieder reif für

einen neuen Hack ist. Die nützlichste App ist

Ingress Portal Calc [LINK 2] von Gombosdev

(nicht zu verwechseln mit Ingress Portal Calculator).

Die App stellt alle wichtigen Daten

zu Ingress-Portalen, Leveln und Spielermöglichkeiten

bereit und zeigt auf Wunsch, wie

lang ein Link eines bestimmten Portals sein

sollte, wie viele XMP es benötigt, um einen

bestimmten Resonator zu zerstören und vieles

mehr. Je nach Smartphone nützlich ist

auch Ingress Wake Lock [LINK 3]. Die App

sorgt beim Spielen dafür, dass sich Ingress

nicht schlafen legt und schaltet auf Wunsch

die Synchronisation im Hintergrund aus.

Spielen Sie nicht mehr, können Sie über die

App zudem Ingress richtig beenden.

Der Weg ist das Ziel

Beim Spielen sollten Sie nie vergessen, dass

Ingress kein Spiel ist, das man zu Ende bringen

kann. Insofern ist es auch nicht ratsam,

alle Energie in eine Aufgabe zu stecken, um

dann enttäuscht zu sein, dass das geplante

Riesenfeld nicht zustande gekommen ist. Ingress

ist ein stetiges Geben und Nehmen,

dann macht es auch am meisten Spaß. ● ● ●

80

Juni 2013

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Tipps & Tricks

Sony-Tipps

Tipps & Tricks für Sony-Smartphones

Sony-

Tipps

Sony

Sony lockt Android-User

mit tollen Geräten: Das

Xperia Z setzt in Sachen

Performance und Qualität

Maßstäbe. Aber

auch in Betracht seiner

Software hat Sony einiges

in petto. Wir verraten

Ihnen Tipps & Tricks

zu Funktionen, die Sony

in den Tiefen seiner

Firmware versteckt.

Christoph Langner

Wie inzwischen fast

alle Hersteller von

Android-Handys

knüpft sich auch

Sony die Android-Oberfläche vor

und passt sie an die eigenen Vorstellungen

an. Sony konzentriert

sich auf Multimedia-Features wie

die optisch sehr gelungene Walkman-App

oder auf die Integration

sozialer Netzwerke. In diesem Artikel möchten

wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten

Features geben und auch versteckte

Möglichkeiten beschreiben.

Schnellstarter im Lockscreen

Möchten Sie einfach nur schnell zum nächsten

Song springen oder umgehend eine lustige

Situation per Schnappschuss einfangen,

dann müssen Sie nicht gleich das Handy

komplett entsperren. Im Sperrbildschirm finden

Sie im oberen Bereich links und rechts

Icons mit einer Note beziehungsweise einer

Kamera. Wischen Sie hier nach links oder

entsprechend nach rechts, dann starten Sie

umgehend die Kamera-App oder blenden

Icons zum Steuern der Musikwiedergabe ein.

Homescreen gestalten

Seit Android 4.0 finden Sie Widgets für den

Homescreen eigentlich auch in der App-

Schublade Ihres Handys. Sony hält es jedoch

für besser, sämtliche Gestaltungsoptionen in

einen Dialog zu packen. Sie erreichen diesen

über einen etwas längeren Klick auf eine

freie Stelle auf dem Homescreen. Hier fügen

Sie neue Widgets ein oder verschieben bestehende,

legen neue Apps auf den Schirm, ändern

das Hintergrundbild oder wählen zwischen

bestehenden Designs aus. Zudem sind

Sie nicht auf die sieben Homescreens festgelegt:

Wischen Sie nach links oder rechts ganz

ans Ende, lassen sich über große „+“-Icons

weitere Homescreens generieren.

Apps sortieren

Auf einem „unveränderten“ Android-System

herrscht im App-Launcher alphabetische

Ordnung, Apps werden von A nach Z sortiert.

Schauen Sie gerne über Zattoo fern,

dann müssen Sie immer ans Ende der Liste

scrollen oder die App letztendlich auf den

Homescreen packen, um sie auch ohne Umwege

starten zu können.

Die Sony-Oberfläche ist hier deutlich flexibler.

In der Standardeinstellung Eigene Sortierung

liegen die vorinstallierten Apps auf den

ersten Plätzen, Ihre nachträglich aus dem

Play Store installierten Anwendungen landen

auf der letzten Seite der App-Schublade. Soll

eine App weiter vorne zu finden sein, packen

Sie einfach ihr Icon und ziehen es nach

vorne. Alternativ sortieren Sie die Liste automatisch

nach dem Alphabet oder der Häufigkeit

der Nutzung.

Stamina-Mode für mehr

Laufzeit

Wer von einem „dummen“ alten, herkömmlichen

Handy auf ein modernes, „intelligentes“

Smartphone umsteigt, ärgert sich oft

über die magere Laufzeit des neuen Geräts.

Das große Display und häufiges „Schnellmal-nach-Mails-Sehen“

zehren kräftig am

Akku. Allerdings braucht Ihr Smartphone

auch im Standby viel Energie: Beim Prüfen

auf neue E-Mails oder Facebook-Nachrichten

benötigt das Gerät eine aktive Internetverbindung,

die kostet deutlich mehr Strom als die

Bereitschaft, Anrufe oder SMS zu empfangen.

Damit Ihr Sony-Androide im Alltag etwas

länger durchhält, hat Sony dem System einen

„Stamina-Mode“ spendiert. Diesen aktivieren

Sie bei Bedarf von Hand unter Einstellungen

| Energieoptionen | Erweiterter Standby-Modus.

Ist dieser Modus an, werden bei abgeschaltetem

Bildschirm alle Datenverbindungen

unterbrochen. So klingelt Ihr Handy

nach wie vor bei eingehenden Telefonaten

82

Juni 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Sony-Tipps

Abb. 1: Auf dem Lockscreen finden

Sie Schnellstarter für die

Kamera und die Musik-App.

Abb. 2: Sony packt alle Einstellungen

zur Gestaltung der Homescreens

in eine zentrale Steuerung.

Abb. 3: Sortieren Sie Ihre App nach

Ihren Wünschen. Die wichtigsten

gehören ganz nach vorne.

Abb. 4: Im Stamina-Mode deaktiviert

Sony die Datenleitung, sobald

das Display abgeschaltet wird.

oder Kurznachrichten; E-Mails oder andere

Meldungen aus dem Internet erhalten Sie jedoch

erst wieder dann, wenn Sie den Bildschirm

für einen kurzen Moment entsperren.

USB-Massenspeichermodus

Möchten Sie größere Datenmengen wie Ihre

Musiksammlung oder einen von DVD gerippten

Spielfilm auf Ihren Sony-Androiden kopieren,

dann ist eine schnelle Verbindung

über das USB-Kabel nicht unpraktisch, so erreichen

Sie deutlich höhere Datenraten als

über WLAN. Dies funktioniert jedoch nur,

wenn Sie Ihr Handy mit einem Windows-PC

verbinden. Unter MacOS X oder Linux passiert

beim Anstecken des Handys an den

Computer rein gar nichts.

„Schuld“ daran ist die Entscheidung

Googles, vornehmlich

auf das „Media Transfer Protocol“

zu setzen und den Speicher

des Handys nicht mehr per Massenspeichermodus

wie einen

USB-Stick anzusprechen. Der

Vorteil bei MTP liegt darin, dass

der Speicher nicht mehr partitioniert

werden muss, da Handy

und Computer gleichzeitig auf

die Daten zugreifen können.

Der Nachteil: Nur Microsoft

Windows unterstützt MTP bislang

sauber.

Bei Sony lässt sich jedoch

unter Einstellungen | Xperia |

USB-Verbindung der USB-Verbindungsmodus

ändern. Hier haben

Sie die Wahl zwischen dem Mediendateiübertragungsmodus

(MTP) und

Massenspeichermodus (MSC). Über MSC

lässt sich nur auf den Speicher einer eingelegten

microSD-Speicherkarte zugreifen, für

MacOS-X- oder Linux-User ist dies aber besser

als gar kein Zugang zum Speicher.

Mit Timescape immer aktuell

Sony legt viel Wert auf die Integration sozialer

Netzwerke wie Facebook und Twitter. Mit

Timescape liefern die Japaner gleich eine

entsprechende App auf dem Handy mit.

Damit dort etwas erscheint, müssen Sie unter

Einstellungen | Konten | Konto hinzufügen

Ihre Accounts bei Xperia mit Facebook oder

Xperia mit Twitter eintragen. Anschließend

Abb. 5: Per Massenspeichermodus

(MSC) gelingt auch vom

Mac- oder Linux-PC der Zugriff.

Abb. 6: Timescape visualisiert

den News-Strom aus Ihren sozialen

Netzen aufwendig.

Abb. 7: Ein Klick später antworten

Sie auf die Nachricht oder leiten

Sie an Freunde weiter.

Android-user.de Juni 2013 83


Tipps & Tricks

Sony-Tipps

Abb. 8: Mit dem Personalisierungsleitfaden

passen Sie das Keyboard

an Ihre Vorstellungen an.

Abb. 9: Wischen Sie doch einfach

mal Ihre Worte, anstatt Buchstabe

für Buchstabe einzutippen.

Abb. 10: Die Walkman-App sorgt

ganz automatisch für Ordnung in

Ihrer Musiksammlung.

Abb. 11: Per Link fügen Sie mehrfach

vorhandene Kontakte zu

einem Eintrag zusammen.

fliegen Sie in Timescape durch aktuelle Meldungen

aus Facebook und Co. Ein Klick auf

einen Beitrag vergrößert diesen. Drücken Sie

hier nun noch mal, antworten Sie auf die

Nachricht oder leiten sie gleich weiter.

Sony-Keyboard verbessern

Das Sony-Keyboard überzeugt auf den ersten

Blick nicht gerade mit Features. In der ersten

Ebene finden Sie die QWERTZ-Tastatur ohne

irgendwelche Sonderzeichen, drücken Sie

auf [12!?], erscheinen in der zweiten Ebene

Zahlen, Satz- und Sonderzeichen. Doch die

Tastatur kann deutlich mehr!

Öffnen Sie unter Einstellungen | Sprache &

Eingabe die Settings des Keyboards über das

kleine Regler-Icon neben der Xperia-Tastatur.

Hier haben Sie nun über den Personalisierungsleitfaden

die Chance, das Layout zu ändern

(und somit Sonderzeichen schon auf

der ersten Ebene zu sehen), die Rechtschreibkorrektur

für eine zweite Sprache zu

aktivieren und Punkt, Komma oder Smileys

als eigene Taste einzublenden.

Von Haus aus aktiv – aber versteckt –, ist

die Möglichkeit, Wörter zu „swypen“ statt zu

tippen. Wischen Sie dabei einfach mit dem

Finger ohne abzuheben von Buchstabe zu

Buchstabe. Auch ohne genaues Zielen erkennt

die Tastatur die von Ihnen „gewischten“

Wörter.

Musikbibliothek aufräumen

Sind Sie jemand, der eine fein säuberlich aufgeräumte

Musiksammlung auf dem PC – und

somit auch auf dem Handy – hat, oder gehören

Sie auch eher in die Kategorie „Musik-

Messie“, dem ID3-Tags und eine ordentliche

Organisation fremd sind? Die Walkman-App

Sonys greift Ihnen hier gerne unter die Arme

und schafft dort Ordnung, wo heute noch

das blanke Chaos regiert.

Nachdem Sie Ihre Wunschmusik aufs

Handy kopiert haben und die Walkman-App

den Bestand aktualisiert hat, können Sie aus

den Einstellungen der App heraus über die

Option Musikinfos herunterladen den Besen

schwingen. Das Feature lädt Infos wie Titel,

Künstler und Release-Jahr aus dem Netz und

schreibt diese, wenn der Haken bei Vorhandene

Informationen ersetzen gesetzt ist, zusammen

mit einem passenden Plattencover

auch gleich in die Musikdatei.

Kontakte zusammenführen

Gerade wenn man bei Android einsteigt und

zuvor auch noch nie Kontakte in Gmail gepflegt

hat, herrscht in der eigenen Adresssammlung

nicht gerade Ordnung. Oft waren

Telefonnummern auf der SIM-Karte gespeichert.

Android importiert diese Nummern

zwar in das eigene Adressbuch, doch so finden

sich oft Einträge wie „Stephan Handy“,

„Stephan Arbeit“, „Stephan Zuhause“ doppelt

und dreifach in den Kontakten.

Sony möchte Ihnen helfen, diese Kontakte

zu einem Eintrag zusammenzufassen. Rufen

Sie dazu in der Kontakte-App den Eintrag

Linkkandidaten suchen aus den Einstellungen

auf. Die Funktion durchforstet Ihre zuvor

importierten und auch aus Gmail ausgelesenen

Einträge im Telefonbuch und bietet

Ihnen abschließend an, Duplikate zu einem

Eintrag zusammenzufassen.

● ● ●

84

Juni 2013

Android-User.de


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Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps für

alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das

Arbeiten und Spielen mit Ihrem Android-Gerät einfacher

und angenehmer machen oder einfach nur

tele52, 123RF

cool sind. Christoph Langner

Schnell zur App-Info

In den App-Infos erfahren Sie, wie

viel Platz eine App im internen

Speicher einnimmt, wie viel zusätzliche

Daten sie gespeichert hat oder auch,

welche Berechtigungen ihr bei der Installation

erteilt wurden. Prinzipiell kommen Sie

über Einstellungen | Apps zu diesen Infos.

Soll es etwas schneller gehen, dann tippen

Sie in der Anwendungsübersicht etwas länger

auf eine der kürzlich geöffneten Apps.

Der Eintrag Aus Liste entfernen entspricht

dem „Rauswischen“ des Programms, der

Punkt App-Info führt Sie schließlich zum

gleichnamigen Menüpunkt der

Einstellungen.

Einhändiges

Zoomen bei Maps

Zum Zoomen in

Google Maps benutzen

Sie üblicherweise

die Pinch&Zoom-Geste.

Um den Kartenausschnitt zu

vergrößern, halten Sie Ihr

Handy also in der einen

Hand und spreizen zwei Finger

der anderen über dem

Display. Das funktioniert

mit zwei Händen ganz gut –

Abb. 1: In Maps zoomen Sie per

Doppelklick in die Karte. Heben

Sie den Finger nicht vom Bildschirm,

geht das auch stufenlos.

was aber, wenn Sie gerade nur eine Hand zur

Bedienung des Handys frei haben?

Sie könnten sich per Doppelklick auf die

Karte dem gewünschten Ausschnitt nähern,

doch bis Sie aus der Europa-Übersicht auf

Stadtkarten-Maßstab angekommen sind,

dauert das ein bisschen. Google hat der

Maps-App jedoch neben Pinch&Zoom noch

eine zweite „Zoomgeste“ spendiert.

Tippen Sie dazu zwei mal kurz hintereinander

auf das Display, heben den Finger aber

nach dem zweiten Tipper nicht vom Bildschirm

ab. Ziehen Sie nun den Finger nach

oben oder unten, zoomen Sie stufenlos aus

der Karte heraus oder wieder hinein.

Abb. 2: Drücken Sie länger auf eine

App in der Anwendungsübersicht

erscheint ein Kontextmenü.

Schneller

Zahlen tippen

Mit der vom

Original-Android

mitgelieferten

Tastatur tippen

Sie Zahlen, indem Sie

mit dem Finger für

einen Moment auf

einem der Buchstaben

aus der obersten Tastenreihe

verweilen; das [q]

schaltet dann etwa zur

„1“ um. Alternativ

wechseln Sie mit der

Taste [?123] zur zweiten

Ebene des Keyboards,

dort finden Sie dann

Zahlen, Satz- und Sonderzeichen

extra aufgeführt.

Beide Methoden

86

Juni 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

nerven besonders dann, wenn es gilt, viel

Text und Buchstaben gemischt einzutippen.

Etwas versteckt gibt es noch eine dritte Variante,

Zahlen einzugeben: Drücken Sie mit

dem Finger auf die [?123]-Taste und ziehen

ihn dann – ohne loszulassen – auf die gewünschte

Zahl, erst dort heben Sie Ihren Finger

wieder vom Touchscreen ab. Auf diesem

Weg vermeiden Sie die Warterei beim direkten

längeren Fingerzeig auf die doppelt belegten

Buchstaben, wie auch das Hin- und

Herschalten zwischen den Tastaturebenen

über die [?123]- bzw. [ABC]-Tasten.

App-Wiederherstellung

aufräumen

Android sichert auf Ihren Wunsch

hin diverse Einstellungen und Konfigurationen

in der Google-Cloud.

Setzen Sie Ihr Handy zurück oder installieren

etwa ein Custom-ROM, dann müssen Sie nur

noch Ihren Google-Account neu eintragen:

Ihre Bookmarks, WLAN-Passwörter oder

auch Ihre zuvor über den Play Store installierten

Apps, landen dann wie von Geisterhand

ohne weiteres Zutun auf Ihrem Androiden.

Nachträglich lässt sich diese Funktion

unter Einstellungen | Sichern & zurücksetzen

| Meine Daten sichern de-/​aktivieren.

Gerade aber bei den Apps kommt es

immer wieder zu der Situation, dass die Wiederherstellung

nach dem Zurücksetzen eine

Reihe von Anwendungen installiert, die man

auf dem Handy eigentlich gar nicht haben

möchte. Damit dies nicht geschieht, räumen

Sie am besten im Play Store ein bisschen auf.

Unter Meine Apps | Alle zeigt Ihnen Google

Play die für die Wiederherstellung

vorgemerkten Apps an.

Über einen längeren Klick markieren

Sie hier App für App und

entfernen sie in einem Rutsch

über das „X“ rechts oben. Die

Mehrfachauswahl ist jedoch nur

in der brandaktuellen Version

des Play Store vorhanden, in

den älteren Varianten des Markets

müssen Sie jede App einzeln

löschen.

Daten-Export per

Takeout

Sie schreiben Briefe

mit Google Docs, sichern

Daten bei Drive,

laden Ihre Bilder zu Picasa in

ein Web-Album hoch, teilen

Videos bei YouTube mit Ihren

Freunden und betreiben bei

Blogger ein kleines Blog? Was machen Sie eigentlich,

wenn Google eines Tages seinen Betrieb

einstellen sollte oder Sie Google als Unternehmen

den Rücken kehren möchten?

Google hat für diesen Fall schon vorgesorgt:

Mit Takeout laden Sie Ihre Google-Daten in

einem Rutsch herunter.

Google Takeout öffnen Sie über die Webseite

google. com/ takeout [LINK 1]. Dort laden

Sie alle Ihre Google-Daten oder nur die Daten

einzelner Dienste aus Googles Datencloud

herunter. Praktisch ist dies etwa für Fans des

Feed-Aggregators Google Reader, der seine

Pforten zum 1. Juli schließen wird. So nehmen

Sie wenigstens Ihre wichtigsten Daten

mit, bevor Google den Stecker zieht.

Trotz Googles Bemühungen, den Export

aller Google-Dienste unter Takeout zusammenzufassen,

müssen Sie Ihre über Google

Music gekaufte oder zum Dienst hochgeladene

Musik noch an

anderer Stelle exportieren.

Möchten Sie

nur einen einzelnen

Song oder ein Album

laden, dann markieren

Sie einfach innerhalb

des Web-Frontends

von Google Music die

gewünschten Inhalte

und klicken auf Herunterladen.

Beachten

Sie aber, dass Sie

jeden Titel nur zwei

Mal herunterladen

dürfen. Ihre komplette

Musiksammlung sichern

Sie über das

auch für den Upload

benötige PC-Programm

Google Music

Manager [LINK 2]. ● ● ●

Abb. 3: Zahlen tippen Sie ohne Warterei

indem, Sie Ihren Finger von

[?123] auf eine Zahl ziehen.

Abb. 4: Für den Download Ihrer

kompletten Musiksammlung

benötigen Sie den Google

Music Manager.

Abb. 5: Der neue Play Store bietet

eine Mehrfachauswahl beim Aufräumen

aller gesicherten Apps.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29137

Android-user.de Juni 2013 87


Tipps & Tricks

Datensauger einbremsen

Datensauger unter Android drosseln

Daten

stoppen

Sergey Konyakin, 123RF

Viel Telefonieren und SMS schreiben ist mit AllNet-

Flatrates zu einem billigen Vergnügen geworden.

Ein großes Datenpaket bleibt aber auch heute

noch teurer Luxus. Wir zeigen Ihnen, welche populären

Apps Ihr Inklusivvolumen ganz unauffällig im

Hintergrund aufsaugen. Christoph Langner

Leisten Sie sich den Luxus eines

Handy-Vertrags mit einem GByte

oder mehr an ungedrosselten Upund

Download-Volumens pro

Monat? Dann kommen Sie – wahrscheinlich

– recht selten in den zweifelhaften Genuss

der Warn-SMS Ihres Anbieters, dass Sie Ihr

Datenvolumen bald überschritten haben und

die Verbindung demnächst auf Schneckentempo

gedrosselt wird.

Die meisten Android-User nutzen jedoch

Datentarife mit 500 MByte oder weniger

[LINK 1] an Inklusivvolumen, 15 Prozent

unserer Leser stehen gar maximal

nur 200 MByte zur Verfügung. Geben

Sie daher darauf acht, dass Apps nicht

zu viel über die mobile Datenleitung

jagen. Die häufigsten Traffic-Fallen zeigen

wir Ihnen im Folgenden auf.

Abb. 1: Achten Sie beim WLAN-Tethering

darauf, dass Apps auch über WLAN nicht

beliebig ins Internet funken.

Vorsicht vor Tethering

Unter Tethering versteht

man die gemeinsame Nutzung

der Mobilfunkanbindung

eines Handys mit mehreren Geräten.

Sehr praktisch ist dies zum Beispiel,

wenn man ein reines WLAN-Tablet auch unterwegs

nutzen möchte oder im Urlaub eine

Prepaid-SIM-Karte aus dem Urlaubsland ins

Handy steckt und mitreisende Freunde/​Verwandte

über dieses Handy ins Internet

gehen. Dazu muss unter Einstellungen |

Drahtlos & Netzwerke | Mehr… | Tethering &

mobiler Hotspot nur der Mobile WLAN-Hotspot

aktiviert werden.

Bedenken Sie jedoch dabei, dass viele beliebte

Apps – wie noch im Laufe des Artikels

beschrieben – die Datenleitung intensiv nutzen,

sobald Sie über WLAN ins Internet

gehen. Im Falle der Nutzung eines WLAN-

Hotspots weiß zwar das „Haupt-Handy“,

dass es nur über eine Mobilfunkanbindung

im Internet hängt, bei den anderen Handys

ist jedoch das WLAN aktiv – und demzufolge

laufen auch deren Hintergrunddienste – achten

Sie daher sehr genau darauf, was Ihre

Apps so im Hintergrund treiben.

Google+

Das soziale Netzwerk Googles dient

auch als Online-Fotospeicher. Die

App fragt Sie bei der ersten Benutzung,

ob Sie Ihre mit dem Android-Smartphone

oder -Tablet geschossenen Bilder und

Videos automatisch hochladen möchten. Von

88 Android-User.de


Tipps & Tricks

Datensauger einbremsen

Abb. 2: Google+ dient Google

auch als Online-Bilderbuch für mit

dem Handy geschossene Fotos.

Abb. 3: Der Upload zu Google+

geschieht in der Standardeinstellung

nur über WLAN.

Abb. 4: Auch YouTube lädt auf

Wunsch im Hintergrund Daten

ohne Ihr Zutun auf das Handy.

Abb. 5: Das „Vorab laden“ von You-

Tube-Videos ist jedoch von Haus

aus nicht aktiv.

dort aus teilen Sie Ihre besten Bilder ohne

großen Aufwand gleich mit Ihren Kreisen.

In der Standardeinstellung geschieht dies

lediglich bei einer aktiven WLAN-Verbindung.

Aus den Google+-Einstellungen heraus

lässt sich unter Einstellungen | Sofort-Upload

jedoch auch der Zeitpunkt für Foto-Uploads

bzw. der Zeitpunkt für Video-Uploads

von Nur über WLAN auf Über WLAN oder

Mobilfunknetz umstellen. Wurde der zweite

Punkt von Ihnen aktiviert, kommen schnell

einige hundert MByte an Bilderuploads zu

Google+ zusammen.

YouTube

Googles Video-

Dienst YouTube

kennt keinen Hintergrund-Dienst,

der über

die UMTS-Leitung des Handys

arbeitet. Allerdings

überschreiten Sie sehr

schnell das Limit Ihrer Datenleitung,

wenn Sie via

Tethering ins Netz gehen

und Sie in den Einstellungen

der YouTube-App im

Menüpunkt Vorab laden die

Optionen Abos vorab laden

und „Später ansehen“ vorab

laden aktiviert haben.

Beide Optionen sind

dafür gedacht YouTube-

Videos auf dem Handy zu

speichern, sodass Sie diese

auch unterwegs – ohne

hohen Datenverbrauch –

Abb. 6: In den Einstellungen de-/​

aktivieren Sie das Streamen oder

Laden über das Mobilfunknetz.

betrachten können. Allerdings ist diese Funktion

auch schnell wieder in Vergessenheit geraten.

Aktivieren Sie sie zum Beispiel auf

Ihrem reinen WLAN-Tablet und gehen dann

ausnahmsweise über Ihr Handy ins Netz,

dann tickt der Download-Zähler schneller,

als Ihnen lieb sein könnte.

Google Music

Google Music kann ein fieser Datenschlucker

sein, wenn Sie nicht

entsprechend aufpassen. Die App

spielt lokal gespeicherte, über die App auf

dem Handy gecachte und auch Musik-

Streams ab, die aus Ihrem 20.000 Titel

umfassenden Speicher

des Google Music-

Dienstes direkt aus

dem Internet geladen

werden.

In den Einstellungen

von Google

Music finden sich die

Optionen Nur über

WLAN streamen

und Nur über

WLAN herunterladen.

Die Erste ist

von Haus aus deaktiviert,

die App lädt

also – wenn als

Datenquelle im

Menü Alle Musiktitel

ausgewählt

wurde – noch

nicht auf dem

Handy zwischen-

Abb. 7: Wählen Sie in Google Music

„Alle Musiktitel“ aus, lädt die App

Musik bei Bedarf auch aus dem Netz.

Android-user.de


Tipps & Tricks

Datensauger einbremsen

Abb. 8: Um auch ohne Netz aktuell

zu bleiben, synchronisiert Google

Currents Ihre Nachrichtenstreams.

Abb. 9: In der Grundeinstellung ist

der Hintergrunddienst von Currents

jedoch nur bei WLAN aktiv.

Abb. 10: Im Kleingedruckten der

Beschreibung zum Bild-Upload

weist Facebook zwar darauf hin.

Abb. 11: In der Grundeinstellung

sollte der Upload jedoch nur über

die WLAN-Verbindung aktiv sein.

NICHT Empfohlen!

gespeicherte Musiktitel auch über Ihre wertvolle

Mobilfunkanbindung.

Der zweite Punkt betrifft das Herunterladen

ganzer Alben auf das Handy. In der

Albenansicht oder durch längeres Drücken

auf ein Album finden Sie den Punkt Auf

Gerät belassen mit einer Pin-Nadel als Symbol.

Dieser lädt das Album in den Speicher

der App, sodass Sie es immer auf dem Handy

dabei haben. Ist Nur über WLAN herunterladen

abgewählt, lädt Play Music solche Titel

auch über das Mobilfunknetz herunter.

Google Currents

Auch der Nachrichtenaggregator

Google Currents kennt eine

Datenschlucker-Option. Sie finden

Sie in den Einstellungen der App

unter Synchronisierung im Hintergrund

und Nur über WLAN herunterladen.

Diese Option sollte bei einem kleinen

Datentarif aktiv sein, sonst lädt die App

die letzten News auch über die Mobilfunkanbindung

herunter. In der Standardeinstellung

ist dieser wichtige

Haken allerdings gesetzt.

Facebook

Facebook zeigt an dieser

Stelle, wie man es eigentlich

nicht machen sollte.

Aktivieren Sie den automatischen

Abb. 12: Facebook lädt bei aktivierter

Fotosynchronisierung alle Bilder auch

über UMTS ins Netz.

Bilder-Upload, dann lädt die Facebook-App

jedes neu geschossene Bild umgehend in Ihre

Timeline hoch, ganz egal, wie Sie ins Internet

gehen. Erst in den Einstellungen unter Fotos

synchronisieren werden Sie vor die Wahl gestellt,

Bilder nur über Wi-Fi oder auch über

das Mobilfunknetz zu teilen. Diesen Punkt

müssen Sie jedoch selbstständig aus der App

heraussuchen, bei der Aktivierung des Uploads

werden Sie nicht danach gefragt.

Dropbox

Auch Dropbox kennt einen automatischen

Bilder-Upload. Dropbox

macht es jedoch richtig und lädt die

Bilder in der Standardkonfiguration nur über

WLAN hoch – und das auch erst dann, wenn

der Kamera-Upload aktiviert ist. Die entsprechende

Konfiguration finden Sie in den Einstellungen

der App unter Kamera-Upload.

Beachten Sie aber auch wieder das Tethering

während einer Urlaubsreise. Steckt die

ausländische SIM-Karte in Ihrem Handy

und Ihr(e) PartnerIn geht über Ihr Smartphone

via Tethering ins Netz, um ebenfalls

wichtige E-Mails empfangen zu können,

dann schlägt der Bilder-Upload schnell mit

Dropbox

Es lohnt sich, bei Dropbox den automatischen

Bilder-Upload vom Handy zu nutzen. Der

Dienst schenkt Ihnen [LINK 2] jeweils 500 MByte

zusätzlichen Speicherplatz in der Dropbox-

Cloud für jedes halbe GByte an hochgeladenen

Bildern. Maximal „verdienen“ Sie sich so

3 GByte zusätzlichen Speicher bei Dropbox.

Android-User.de


Tipps & Tricks

Datensauger einbremsen

Abb. 13: Auch Dropbox bietet

einen automatischen Bilder-

Upload an.

Abb. 14: In den Einstellungen können

Sie Dropbox auch bei UMTS

tätig werden lassen.

Abb. 15: Wenn zu viele Daten übertragen

wurden, gibt Android auf

Wunsch eine Warnung aus.

Abb. 16: Beschränken Sie die Übertragung

von Hintergrunddaten,

wenn das Datenpaket knapp wird.

einigen MByte pro Bild zu Buche, stellen Sie

ihn im Urlaub besser gleich ganz ab.

Hintergrunddaten

beschränken

Android selber protokolliert sehr

zuverlässig mit, welche App wieviele

Daten im Laufe der Zeit über

die Leitung schickt. Unter Einstellungen |

Drahtlos & Netzwerke | Datenverbrauch bereitet

das System die gesammelten Daten

übersichtlich auf. Hier können Sie Limits für

eine Verbrauchswarnung festlegen oder auch

eine Obergrenze bestimmen, ab der Ihr

Handy die Mobilfunkverbindung nicht mehr

für Daten benutzen darf – in Deutschland

meist wenig sinnvoll, da bei Überschreitung

des Inklusivvolumens die Übertragungsgeschwindigkeit

reduziert wird, aber keine zusätzlichen

Kosten entstehen.

Praktisch ist jedoch die Option Hintergrunddaten

beschränken im Zusammenspiel

mit der Warnung, dass soundsoviel MByte

des Datenvolumens bereits verbraucht sind.

So lässt sich rechtzeitig das Synchronisieren

von Gmail und Co. deaktivieren – und somit

das Überziehen des Datenvolumens vermeiden,

ohne dass Sie gänzlich auf eine aktive

Internetanbindung verzichten müssen. Nicht

jede App aber hält sich an diesen Schalter,

prüfen Sie daher besser jede von Ihnen nachinstallierte

Android-Anwendung.

● ● ●

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28784

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App Vorstellungen

First touch & view

Smartphone und

Tablet Tests


Tipps & Tricks

Stromfressern auf der Spur

WakeLocks: Stromfressern auf der Spur

Schlaflos im

Android-Land

olillia, 123RFXXX

WakeLocks sorgen

dafür, dass das System

nicht in den Ruhezustand

wechselt. Es wäre

schließlich ungünstig,

wenn während der

Navigation ständig das

Display ausgehen

würde. Doch manchmal

sind die Auswirkungen

alles andere als

erwünscht.

Andreas Itzchak Rehberg

Die meisten Android-Anwender

haben – bewusst oder unbewusst

– bereits mit WakeLocks zu tun

gehabt. Eingangs genanntes Beispiel

verdeutlicht, wo sie in wünschenswerter

Weise zum Einsatz kommen.

Was sind WakeLocks?

Die größte Schwachstelle moderner Handys

ist die kurze Laufzeit. Smartphones sind

längst mehr als nur mobile Telefone mit zusätzlichen

Spielereien – sondern eher moderne

Computer im Mini-Format, mit denen

man auch telefonieren kann. Um möglichst

gute Akku-Laufzeiten zu erreichen, muss

also mit den vorhandenen Ressourcen möglichst

sparsam umgegangen werden, ohne

den Anwender dabei einzuschränken!

Das ist die Aufgabe des Power Managements.

Wenn der Bildschirm abgeschaltet ist,

drosselt das System seinen Leistungsbedarf

am stärksten, indem es sich in einen Ruhezustand

begibt: Die CPU senkt den Takt auf ein

Minimum, und je nach Hersteller, Gerät und

Einstellungen deaktiviert das System auch

das WLAN und andere Dienste. Ein Wake-

Lock [LINK 1] verhindert, dass das System sich

in diesen Ruhezustand begeben kann.

Während dies in vielen Fällen durchaus

sinnvoll ist (Bildschirm für die Navigation

aktiviert lassen, Daten im Hintergrund synchronisieren),

führt eine falsch bzw. schlecht

programmierte App nur zu einem sich

schnell leerenden Akku – wenn eine App beispielsweise

vergisst, einen WakeLock wieder

freizugeben, und dieser damit bis zum

nächsten Reboot bestehen bleibt [LINK 2].

WakeLocks aufspüren

Seit Android 2.3 steht dem Anwender ein

Bordmittel zur Verfügung, das bei der Erkennung

eines solchen Problems helfen kann:

die Akku-Statistiken. Zu finden sind diese in

den System-Einstellungen des Gerätes, meist

unter Info | Akkuverbrauch. Hier werden die

größten Verbraucher seit der letzten Trennung

vom Ladekabel angezeigt.

Über dieser Liste befindet sich eine kleine

Grafik, die sicher so mancher nie für etwas

besonderes hielt. Tippt man auf selbige, wird

der Akku-Verbrauch grafisch dargestellt. Finden

sich unter „Aktiv“ größere blaue Bereiche

an Stellen, die unter „Bildschirm an“

keine Entsprechung haben – dann hat man

mit großer Wahrscheinlichkeit ein Wake-

Lock-Problem. Ebenfalls für ein WakeLock-

Problem bzw. ein Problem mit einer bestimmten

App spricht, wenn an der ersten

Stelle der Energieverbraucher nicht das Display

oder der Ruhezustand, sondern der Eintrag

Android OS steht.

Beide Grafiken verraten nur, dass hier

wohl ein WakeLock-Problem vorliegt – nicht

aber, wer es verursacht hat. Auch geben die

Bordmittel dazu seit Android 2.3 keine weitere

Auskunft mehr: Die noch bei Android

2.2 verfügbaren ausführlichen Statistiken

92

Juni 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Stromfressern auf der Spur

(dort über den „Secret

Code“ *#*#4636#*#*

per Dialer erreichbar)

wurden entfernt. Abhilfe

schafft die App

BetterBatteryStats

[LINK 3]. Sie zeigt die seit

dem letzten Ladevorgang

aufgetretenen

WakeLocks und ihre

Verursacher an.

Schlaflose

Apps finden

In diesem Beispiel ist

der Fall klar: Die App

K-9 Mail hat die Wake-

Locks verursacht.

Schuld ist hier aber

nicht der Entwickler,

sondern die Konfiguration:

Der IMAP Push

Service [LINK 4] benötigt

Abb. 1: System aktiv, aber kein Bildschirm

an? Hier haben WakeLocks

zugeschlagen.

für eine sofortige Benachrichtigung bei eingehender

Mail eine aktive Netzverbindung –

für die die Netzwerk-Komponente des Handys

natürlich wach gehalten werden muss.

Kann man daher mit einer Verzögerung

von 30 Minuten oder mehr leben, empfiehlt

sich hier eine Umstellung auf das althergebrachte

„Polling“, und K-9 Mail fragt in regelmäßigen

Abständen (etwa stündlich) selbstständig

beim Server nach. Diese Änderung

führte im dargestellten Fall zu etwa 10%

mehr Akku-Laufzeit.

Nicht immer ist eine Lösung jedoch vom

Anwender erbringbar – beispielsweise bei

einem Programmierfehler der App. Hält eine

App ein WakeLock etwa unnötig lange oder

vergisst ihn gar wieder freizugeben, kann der

Anwender nicht viel machen. Lässt sich ein

WakeLock daher nicht, wie im Beispiel K-9

Mail, anhand der Konfiguration klären, bleibt

nur eine Anfrage beim Entwickler.

Dessen Kontakt-Daten sollten auf der jeweiligen

App-Seite des Google Play Store zu

finden sein; oft finden sich sogar in der App

selbst die entsprechenden Informationen.

Kann der Entwickler nicht helfen oder reagiert

erst gar nicht, findet sich im Play Store

sicher eine bessere Alternative.

WakeLocks durch den

System-Service

Auch das ist keine Seltenheit: Ein einziger

System-Service ist für 98% der gehaltenen

WakeLocks als verantwortlich ausgewiesen –

und hat das System konstant wach gehalten.

Diese Beschreibung trifft insbesondere auf

Abb. 2: Steht das Android OS an erster

Stelle der Akku-Verbraucher,

dann stimmt etwas nicht.

den LocationManagerService häufig zu.

Schuld ist aber letztendlich nicht unbedingt

der ausgewiesene Service, sondern eine den

Service in Anspruch nehmende App, die zu

häufig (in manchen Fällen sogar ununterbrochen!)

nach dem aktuellen Standort fragt.

Für den LocationManagerService belegt

dies ein Artikel bei Setera.ORG [LINK 5] sehr

gut, der auch zeigt, wie sich der eigentliche

Verursacher aufspüren lässt. In diesem Fall

sind Root-Rechte auf dem Gerät notwendig,

da zur Analyse auf detaillierte Systeminformationen

zugegriffen werden muss.

Weiterführende

Informationen

Natürlich lassen sich nicht alle Spezialfälle in

einem Artikel behandeln. Das Grundproblem

und den grundsätzlichen Umgang sollten wir

aber veranschaulicht haben. Generell ist BetterBatteryStats

das Werkzeug der Wahl, will

man WakeLocks auf den Grund gehen. Da

diese App von einem XDA-Member geschrieben

wurde, finden sich ausführlichere Informationen

zu deren Anwendung natürlich

auch bei den XDA-Developers [LINK 6].

Ebenso werden auf der Website auch

WakeLocks allgemein eingehender behandelt:

Etwa im XDA-Wiki [LINK 7] oder sehr detailliert

in einem Forums-Thread [LINK 8], der

auf etliche Kandidaten (sowohl Kernel-Wake-

Locks, diverse Services als auch für Wake-

Lock-Probleme bekannte Apps) genauer eingeht.

Weiterhin lesenswert ist auch ein Artikel

bei der Brutzelstube [LINK 9], der sich mit

WakeLocks und ihren Folgen befasst. ● ● ●

Abb. 3: BetterBatteryStats zeigt seit

dem letzten Ladevorgang aufgetretene

WakeLocks an.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28172

Android-user.de Juni 2013 93


Tipps & Tricks

Netzwerk-Tools

Mit Ihrem Handy haben Sie

ein praktisches Netzwerk-

Werkzeug immer dabei. Wir

stellen Ihnen sieben leistungsfähige

Netzwerk-Tools

vor. Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29127

Fing

Zuhause in Ihren eigenen vier

Wänden wissen Sie meist sehr

genau, was in Ihrem lokalen

(WLAN-)Netzwerk vorgeht. Nutzt jedoch

ein größerer Kreis an Usern das Netz, gilt

es, die angeschlossenen Geräte im Auge

zu behalten. Für Ihren Androiden finden

Sie im Play Store diverse Tools, mit

denen Sie das Netzwerk analysieren und

kontrollieren können. Wir stellen Ihnen

die besten Netzwerk-Tools vor.

Welche IP-Nummer hat nochmal der

WLAN-Router, und wie erhalten Sie Zugriff

auf dessen Web-Interface? Finden

sich etwa Geräte im heimischen WLAN,

die sich unberechtigten Zugriff verschafft

haben? Welche Freigaben sind im Netz

zu erreichen und welche Rechner öffnen

Netzwerk-Ports für Serverdienste wie

ezNetScan

ezNetScan orientiert sich in

der Funktionsweise stark an

Fing. Aufgaben wie das Scannen

des Netzwerks, Tracerouts, Pings

und Portscans erledigt ezNetScan

ebenso gut. Darüber hinaus besitzt

die App eine ordentliche Tablet-GUI

und auch die Möglichkeit, Informationen

zur Hard- und Software via

SNMP abzurufen. Für Android-User ist

ezNetScan „nur“ die Nummer zwei,

weil es nicht möglich ist, über einen

Portscan gefundene Serverdienste wie

FTP oder SSH gleich an eine App wie

ConnectBot weiterzugeben.

WiFinspect (Root)

Auch WiFinspect schlägt wieder

in eine ähnliche Kerbe wie

Fing oder ezNetScan, allerdings

bietet die App für IT-Spezialisten

weitere Funktionen an, die zum Teil

auch Root-Rechte auf dem Handy erfordern.

So schneidet WiFinspect etwa

den Netzwerkverkehr als Netzwerk-

Sniffer mit oder überprüft einzelne

Rechner im Netz auf Sicherheitslücken.

Im Test missfiel die träge Geschwindigkeit

beim Scannen unseres Firmennetzwerks

nach Rechnern. Was bei der

Konkurrenz in wenigen Sekunden ablief,

brauchte bei WiFinspect Minuten.

FRITZ!App WLAN

FRITZ!App WLAN hilft Ihnen

beim Aufstellen und Ausrichten

Ihres Routers, dabei ist die

Anwendung nicht auf die FRITZ!Box-

Modelle von AVM beschränkt. Die App

zeigt Ihnen den zeitlichen Verlauf der

Signalstärke Ihrer WLAN-Verbindung

an und vergleicht auch noch gleich die

Signalqualität mit anderen WLANs in

Ihrer Nähe. Die Graphen sind zudem

noch nach dem Sendekanal sortiert,

sodass Sie Ihren WLAN-Router auf

einen Kanal programmieren können,

der bisher noch wenig von benachbarten

WLANs frequentiert wird.

kostenlos

englisch|Version 2.1.3|1,8 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.1.2|8,3 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.7.6|2,3 MByte

★★★★★

94

Juni 2013

Android-User.de


Tipps & Tricks

Netzwerk-Tools

FTP, SSH oder HTTP? Mit Fing verschaffen Sie sich

schnell einen Überblick über Ihr Netzwerk.

Fing scannt Ihr Netzwerk nach aktiven Rechnern und

zeigt Ihnen die Treffer in einer Liste zusammen mit

den Rechnernamen an. Ein Klick auf einen der darin

aufgeführten Rechner führt Sie zu weiteren Details

und Optionen. So können Sie den Weg zum Rechner

verfolgen (Trace route), die Zuverlässigkeit der Verbindung

prüfen (Ping) oder auch nach offenen Ports

suchen (Scan services).

Admins mit der Aufgabe, gleich mehrere Netzwerke

regelmäßig zu überwachen, steht die Option offen,

das kommerzielle Angebot des Entwicklers zu nutzen.

Fingbox gleicht die Daten des Netzwerks mit

dem Web-Frontend von Overlook ab. In der Home-

Version des Dienstes für 6,99 US-Dollar pro Monat

haben Sie so Zugriff auf aktuelle Daten aus bis zu

zehn verschiedenen Netzwerken. Entsprechende

Clients gibt es für alle gängigen Betriebssysteme.

1,53 Euro

englisch|Version 2.4|651 KByte

★★★★★

Monyt

Nicht wenige Poweruser

betreiben zuhause oder bei

einem Hoster einen Webserver.

Für sie ist es nicht uninteressant zu

wissen, wie gut es dem Server gerade

geht. Monyt besteht aus einem kleinen

PHP-Skript und der dazugehörigen

App. Das Programm ruft in einem definierbaren

Intervall das Skript auf und

protokolliert dessen Ausgaben über

den Server. So haben Sie die Uptime,

die Auslastung und den Speicherverbrauch

immer im Blick. Bandbreite,

Server-Load und Speicherverbrauch

werden in Graphen protokolliert.

Speedtest.net

Ob Sie nun mit Ihrem Androiden

per WLAN oder über

UMTS/​LTE ins Internet gehen:

Es ist immer sehr ärgerlich, wenn die

Datenleitung nicht das hergibt, was der

Provider verspricht. Speedtest.net ist

ein bewährtes „Tachometer“ für die

Geschwindigkeit Ihrer Internetanbindung.

Die App überträgt Testdaten zu

einer Reihe von Testservern und misst

dabei, wie flott Ihre Datenverbindung

in der Praxis ist. Speedtest.net Mobile

speichert die Messergebnisse, sodass

Sie sie für spätere Vergleiche aus dem

Archiv der App holen können.

Wifi Analyzer

Im Normalfall stellen Sie den

WLAN-Router auf, geben die

Daten Ihres Internetanbieters

ein und laden wenige Augenblicke später

die ersten Webseiten. Doch die

WLAN-Verbindung ist nicht zwingend

optimal, besonders wenn Sie in einem

größeren Mietshaus wohnen. Viele

Router sind auf einen Funkkanal fest

eingestellt, ist dieser überfüllt, wird die

Leitung lahm. Prüfen Sie daher, wie

stark der von Ihrem Router genutzte

Kanal ausgelastet ist, und folgen Sie

den Empfehlungen der App, um Ihre

Verbindung zu optimieren.

kostenlos

englisch|Version 1.1.4|506 KByte

★★★★★

kostenlos (Anzeigen)

deutsch|Version 2.0.9|3,0 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 3.5.2|704 KByte

★★★★★

Android-user.de Juni 2013 95


Poweruser

Neue Root-Apps

Wir haben Google Play

nach neuen Root-Apps

durchwühlt. Ob mehr Laufzeit

oder Platz auf dem Display,

Root-Apps sind immer

interessant. Christoph Langner

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29124

Greenify

Task-Manager für Android

haben unter Power-Usern – zurecht

– einen sehr schlechten

Ruf. Sie kommen gerne den Stromspar-

Mechanismen Androids in die Quere und

verursachen so eher Probleme oder bewirken

das Gegenteil: Das permanente

Beenden und neue Starten von Diensten

verursacht zusätzliche Last und beeinflusst

somit die Akkulaufzeit oft negativ.

Greenify möchte auch den Akkuverbrauch

von Apps einschränken, nutzt

dabei aber andere Mechanismen.

Greenify schickt von Ihnen ausgewählte

Apps im Standby des Handys in eine Art

von Tiefschlaf. Schalten Sie das Handy

wieder an, wachen auch die von Greenify

deaktivierten Apps wieder auf. Während

Sie also Ihr Handy mit Greenify wie ge-

full!screen+

full!screen schlägt in die gleiche

Kerbe wie die Bemühungen

der ROM-Entwickler von

Paranoid Android oder CyanogenMod,

die Leiste mit den virtuellen Buttons für

Zurück, Home oder das Menü aus dem

Bild zu verbannen. So bleibt mehr Platz

für das eigentlich Wichtige auf dem

Display – die Inhalte Ihrer Apps.

full!screen ersetzt die Leiste mit transparenten

Buttons in der linken und

rechten Ecke, deren Belegung sie frei

besetzten können. In der Pro-Version

legen zudem Sie fest, für welche Apps

die Buttons und für welche die normale

Button-Leiste erscheinen soll.

ADB Toggle

Viele Entwickler und Android-

Poweruser haben den USB-

Debugging-Modus immer aktiviert.

Ist das Handy mit dem PC verbunden,

können spezielle Programme

oder das Entwickler-Toolkit Androids

tief in die Handy-Funktionen eingreifen.

Der Modus ist daher auch eine Sicherheitslücke.

Damit Sie nicht immer

in den Menüs graben müssen, installieren

Sie sich ADB Toggle. Die App

stellt Ihnen Widgets zum Umschalten

des USB-Debugging bereit oder macht

dies in der Pro-Version automatisch,

sobald Sie Ihr Handy entsperrt haben.

GMD Speed Time

GMD Speed Time richtet sich

an Fans von Farming-Spielen,

bei denen die verrinnende

Zeit einen essenziellen Faktor darstellt.

Maschinen produzieren pro Minute

eine gewisse Menge Gold, Geld oder

sonstigen Wertstoff; die Zeit müssen

Sie oft absitzen oder den Rohstoff

gegen reale Münze kaufen. Speed

Time beschleunigt das Spiel, indem die

App die Handy-Uhr beschleunigt. Die

Vollversion lässt die Uhr bis auf das

1000-Fache schneller ticken, sodass

selbst der längste Fertigungsprozess in

Sekunden abgeschlossen ist.

kostenlos 1,49 Euro (Vollversion)

deutsch|variiert|variiert

★★★★★

kostenlos 0,75 Euro (Vollversion)

deutsch|Version 1.2|876 KByte

★★★★★

kostenlos 0,75 Euro (Vollversion)

englisch|Version 1.1|189 KByte

★★★★★

96

Juni 2013

Android-User.de


PowerUser

Neue Root-Apps

wohnt benutzen, werden Sie von der Stromspar-

App in keiner Weise eingeschränkt, alle Apps arbeiten

im Normalbetrieb des Handys unbeeinträchtigt

weiter. Das Funktionsprinzip ist zum Beispiel von Titanium

Backup bekannt. Die Back-up-App nennt die

Funktion „Einfrieren“ von Apps, Greenify automatisiert

den Prozess jedoch nun.

Im Standby werden per Greenify eingeschläferte

Apps komplett abgestellt. Sie übertragen keine Daten

mehr ins Internet, lösen keine Nachrichten aus, sie

überwintern quasi. Ein Kandidat für Greenify-App

wäre etwa Facebook: Im Winterschlaf macht die Facebook-App

nichts mehr. Sie erhalten daher auch keine

Benachrichtigungen zu neuen Events mehr. Entsperren

Sie Ihr Handy, wacht auch Facebook wieder auf

und holt sich die neuesten Status-Updates aus dem

Netz. Brauchen Sie Facebook also nicht als Messenger,

dämmt Greenify die Aktivitäten der App deutlich ein,

ohne dass Sie an Komfort verlieren.

kostenlos 2,29 Euro (Donate-Version)

deutsch|Version 1.6|232 KByte

★★★★★

DriveDroid

DriveDroid erlaubt es, ISO/​

IMG-Dateien als bootfähiges

USB-Medium auf dem Handy

einzubinden. So installieren Sie etwa

ein Linux auf Ihrem PC, ohne die

Image-Datei auf eine CD zu brennen

oder einen USB-Stick als Installationsmedium

zu formatieren. Um das Paket

komplett zu machen, laden Sie eine

ganze Reihe von populären Distributionen

direkt über die App auf das Handy.

Die App benötigt jedoch ein Handy mit

USB-Massenspeicher-Modus, testen

Sie daher mit der kostenlosen Version,

ob Ihr Handy auch unterstützt wird.

Network Log

Die App-Berechtigung „android.permission.INTERNET“

erlaubt es Android-Apps auf

das Internet zuzugreifen. Allerdings

bringt Android keine Bordmittel mit,

die Ihnen sagen könnten, wohin sich

die Apps verbinden möchten. Unter

der Haube Androids kontrolliert das

Programm iptables den Netzwerkzugriff

und genau dort klinkt sich Netzwork

Log ein. Die App speichert die

von iptables generiert Log-Ausgaben

ab und präsentiert Sie Ihnen in übersichtlicher

Form. Sie sehen so, wann

sich welche App wohin verbindet.

GMusicFS

Bei Google Music laden Sie

zum Nulltarif bis zu 20.000

Songs in die Google-Cloud.

Der Haken: Unter Android müssen Sie

die Google-Music-App nutzen, andere

populäre Musik-Apps wie Poweramp,

WinAmp oder der n7player bleiben

außen vor. GMusicFS bindet nun jedoch

den Onlinespeicher von Google

Music wie ein externes Laufwerk in die

Datenstruktur Androids ein. Dadurch

sind jetzt auch die genannten Musik-

Player in der Lage, Ihre hochgeladenen

Songs direkt von Google Music aus

dem Netz zu streamen.

kostenlos 1,00 Euro (werbefrei)

englisch|Version 0.7.7|1,1 MByte

★★★★★

kostenlos (Open Source)

deutsch|Version 2.16.0|1,2 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 0.9.4|k. A.

★★★★★

Android-user.de Juni 2013 97


Poweruser

Next Launcher 3D

Die neuen Launcher, Teil 2

Next Launcher 3D

Sie verspüren Langeweile, weil es an Ihrem Handy optisch nichts mehr

zu verbessern gibt? Dann bietet der Next Launcher 3D vielleicht etwas,

von dem Sie bisher nicht wussten, dass es Ihnen fehlt. Peer Kintrup

Der neue 3D-Launcher [LINK 1] bietet neben erweiterten Funktionen auch sehr viel

fürs Auge. Mit „endlosen Überraschungen“ wirbt das Dev-Team, das auch den bewährten

und erfolgreichen Go Launcher EX [LINK 2] geschmiedet hat. Zum letzten

Jahreswechsel hat die neue Homescreen-Oberfläche das Betastadium hinter sich

gelassen und im Play Store einen fehlerfreien Start hingelegt.

Seit März gibt es auch eine kostenlose Trial-Variante,

die sich 36 Stunden lang ausgiebig testen lässt.

Mit vereinzelten 3D-Effekten können auch zahlreiche

andere Launcher aufwarten. Ein Wechsel der Seiten –

zum Beispiel in Form eines sich drehenden Würfels – ist

nicht neu. Der Nachfolger des Go Launcher EX hat aber

ein Facelifting erfahren, das nicht nur für eine außergewöhnliche

3D-Optik in vielen weiteren Details sorgt,

sondern das auch viele neue Ideen zeigt.

Wie jeder Launcher bedarf auch der Next Launcher

3D einer gewissen Umgewöhnungszeit, die aber nicht

nur durch optische Schmankerl versüßt wird, sondern

auch für nette Überraschungen sorgt. Einzigartig ist sicherlich,

dass die Dockleiste nicht nur in 3D-Optik horizontal

verschiebbar ist, sondern auch vertikal dreht.

Die Startseiten

Die Standardoberflächen der Hersteller bieten kaum

Flexibilität bei der Platzgestaltung der Homescreens.

Widgets beanspruchen oft eine ganze Seite. Trotz zunehmend

größeren Displays mit immer höherer Auflösung

verschenkt man viel Platz, wenn Icons, Ordner

und Widgets nur sehr grob platziert werden können.

Der Next Launcher sprengt diese Grenzen: Mit dem

Next Launcher lassen sich Elemente auch unabhängig

vom gewählten Raster gruppieren (zusätzlich zur üblichen

Möglichkeit, Zeilen und Reihen zu vermehren).

Wahlweise kann dabei ein Fadenkreuz eingeblendet

werden, um die Position an benachbarten

Elementen auszurichten. Wird der Platz trotzdem

knapp oder möchte man einfach nur freier gestalten,

dürfen Icons und Widgets sich sogar überlappen.

Natürlich lassen sich auch viele Widgets in der

Größe verändern, die diese Möglichkeit von Haus

aus nicht enthalten.

Die Dockleiste (das Dock)

Bei alternativen Launchern blockiert keine festgenagelte

Dockleiste mehr wertvollen Platz auf den

Startseiten. Das Dock können Sie natürlich auch

beim Next Launcher auf drei scrollbare Seiten er-

98

Juni 2013

Android-User.de


Poweruser

Next Launcher 3D

Abb. 1: Die 3D-Darstellung spielt

besonders in der Dockleiste

(unten) eine zentrale Rolle.

Abb. 2: App-Icons lassen sich an

einer freien Stelle im Beautiful-Widget

durch Schrägstellung betonen.

Abb. 3: Das Karussell ist eine von

drei Varianten der Startseiten-

Übersicht des Next Launcher.

Abb. 4: Die Dockleiste führt je nach

Drehrichtung zu allen Menüs des

Launcher und des Systems.

weitern, dichter belegen und sogar mit Ordnern

und kleinen Widgets bestücken. Neben

der bekannten Anordnung der Apps auf dieser

Leiste zeigt die Leiste nach einem Wisch

nach oben eine Übersicht aller aktuellen

Homescreen-Seiten in Karussellform an. In

dieser Ansicht lassen sich die Homescreens

anpassen, die Seiten können erweitert, gelöscht

oder verschoben werden.

Widgets, Wallpaper & mehr

Nach einem weiteren Dreh der Dockleiste

stehen vier Register zur Verfügung, die das

Hinzufügen von Apps, Widgets, Hintergründen

und Systemeinstellungen erlauben. Je

nach Auswahl des Registers blendet der Next

Launcher 3D darüber die gewünschten Aktivitäten

ein. Die Dockleiste ist also beim 3D-

Launcher gleichzeitig das Tor zu allen System-

und Launcherfunktionen.

Wählen Sie das Widget-Register, dann können

Sie neben den schon vorhandenen Systemwidgets

auch 3D-Widgets des Next Launcher

hinzufügen. Zwar ist das Angebot noch

recht gering, aber bereits der konfigurierbare

Toggle-Switch macht Lust auf mehr. Da auch

dieser vertikal drehbar ist und damit zwei

Funktionsebenen anbietet, stehen Ihnen insgesamt

neun Geräteeinstellungen direkt zur

Verfügung. Android-4-Geräte bieten viele dieser

Schalter in der Benachrichtigungsleiste

integriert an. Aber oft fehlt genau eine bestimmte

Funktion, zum Beispiel der Flugmodus

oder die Taschenlampenfunktion. Ingesamt

20 Funktionen bietet der Next Launcher

3D zur Auswahl. Auch der dem Launcher-

Design angepasste Kalender setzt die 3D-Animationen

konsequent fort. Zwar lässt die

Monatsansicht – wie zumeist leider üblich –

keine lesbaren Termine erkennen, aber in der

Wochenansicht kann man gut durch die

Agenda scrollen.

Das App-Menü

Üblicherweise erfolgen das Hinzufügen und

das Management der App-Icons einheitlich

im App Drawer. Der Next Launcher hat diese

Funktionen getrennt, was etwas Eingewöhnung

bedarf. Nach dem Dreh der Dockingleiste

fügen Sie App-Icons einer Startseite

mittels Mehrfachauswahl hinzu, auf

Wunsch auch gleich in Ordnern. Möchten Sie

nachträglich einen Ordner ergänzen, wird

Ihnen bei der App-Auswahl durch ein grünes

Symbol signalisiert, welche Anwendungen

sich schon in diesem befinden. Doppelbelegungen

werden dadurch vermieden, und die

Auswahl wird übersichtlicher.

Die Funktion, um Ordner direkt zu erstellen,

indem Icons auf dem Startscreen übereinander

geschoben werden, bietet der Next

Launcher 3D hingegen nicht an. Das hängt

damit zusammen, dass sich Icons und Widgets

überlappen können. Zwei aufeinander

geschobene Icons bleiben also zwei aufeinander

geschobene Icons.

Die Bearbeitung der installierten Apps im

Drawer geschieht über das bekannte

6-Punkte-Icon in der Dockingleiste. Deinstallierbare

Apps werden durch ein rotes Löschsymbol

gekennzeichnet. Weitere Funktionen

sind auf den ersten Blick nicht ersichtlich

und erschließen sich erst über das Einstellungsmenü

Ihres Androiden. In der linken

Android-user.de Juni 2013 99


Poweruser

Next Launcher 3D

Themes

Wollen Sie sich derartige Fummeleien im Detail

ersparen, empfehlen wir einen Klick auf

das nun hoffentlich gewohnte Drehdock:

Unter dem Eintrag benutzerdefiniert finden

Sie hier einen IconRedakteur. Bevorzugen Sie

den schrägen Stil, können Sie hier alle Icons

beliebig drehen. Sinnvoller erscheint uns

hingegen, den Symbolen einen der attraktiven

Hintergründe zu verpassen, um sie zum

Beispiel von einem unruhigen Wallpaper hervorzuheben

oder einfach dem

persönlichen Geschmack anzupassen.

Nach unserem Eindruck

macht hier das Next-typische

Layout durchaus Sinn,

um eine Vorschau der Icondarstellung

zu ermöglichen.

Über das benachbarte

„Themen“-Register laden Sie

fertige Styles aus dem Play

Store. Die meisten davon sind

gratis, es gibt aber auch viele

kostenpflichtige.

Abb. 5: Der Launcher mit animierten

Widgets für Schnellstartfunktionen,

Kalender und Uhr.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/28170

Abb. 6: Icons können auf vielfältige

und ungewöhnliche Weise

designt werden.

Abb. 7: Im Themenbereich gestalten

Sie das Layout der Startseitensymbole.

unteren Ecke erscheint dann ein animierter

Symbolkreis, der auch einen Einstellungsbutton

enthält, um zum Beispiel die Laufrichtung

in vertikaler oder horizontaler Richtung

festzulegen oder die Zeilen- und Reihenanzahl

zu verändern. Nicht genutzte Apps lassen

sich hier ausblenden.

Icon-Gestaltung

Halten Sie den Finger auf einem Icon gedrückt,

erscheint ein Kreis mit sechs Bearbeitungsicons.

Obwohl sich das Go-Team um

selbsterklärende Symbole bemüht hat, fanden

wir einige der Funktionen nur durch Herumprobieren

heraus. Eines der Symbole erweitert

den Kreis zum Beispiel auf acht

Icons. Hier können Sie unter anderem das

Icon umbenennen, ein anderes Symbol auswählen

oder es in jedem beliebigen Winkel

drehen. Natürlich stellt sich hier die Frage

„(Wozu) braucht man das?“. Die Antwort

überlassen wir Ihnen. Eine sinnvolle Anwendung

besteht zum Beispiel darin, wichtige

Apps aus der Reihe tanzen zu lassen, indem

man diese schräg stellt.

Fazit

Im Next Launcher wurden

mit viel Liebe zum Detail

nicht nur optische Hingucker

verbaut, sondern die Entwickler

haben auch einige

brauchbare Innovationen umgesetzt.

Bestimmte 3D-Effekte,

die nur bei der Konfiguration des

Launcher eine Rolle spielen, erscheinen zwar

manchmal etwas unnötig, übertrieben und

bisweilen auch umständlich zu erreichen,

machen aber oft einfach Spaß. Besonders bei

selten genutzten Einstellungen wird die persönliche

Bereitschaft, sich auf Neues einzustellen,

schon mal etwas strapaziert; eine

„Gratwanderung zwischen Form und Funktion“,

die Spaß am Design und Experiment

voraussetzt und leider nicht billig ist. Ob

Ihnen die Funktionen und Effekte 12,47 Euro

wert sind, können Sie mit der kostenlosen

Trial-Version selbst herausfinden.

● ● ●

100 Juni 2013


Die Android Debug Bridge drahtlos nutzen

Wireless

ADB

Poweruser

Wireless ADB

Die Android Debug Bridge ist das Mittel der Wahl, um am Android-System

herumzuspielen. Dank Wireless ADB können Sie dabei auch auf

das USB-Kabel verzichten. Samuel Groesch

Wie schön wäre es, wenn man

all die nützlichen Kommandos

der Android Debug Bridge

(kurz ADB) nicht nur über ein

USB-Kabel nutzen könnte! Dank Wireless

ADB ist der Traum Realität. Einzige Voraussetzung:

ein gerootetes Android-Smartphone.

Installation

Laden Sie sich zunächst eine Wireless-ADB-

App aus dem Google Play Store herunter. Die

dort angebotenen Apps unterscheiden sich

alle nur geringfügig, die Entscheidung ist

letztendlich eine Geschmacksfrage. Wir empfehlen

ADB Konnect von Rocko Labs [LINK 1].

Öffnen Sie die von Ihnen bevorzugte Anwendung.

Beim ersten Start müssen Sie die

angeforderten Root-Rechte der App bestätigen

und werden bei Erfolg auf den Startscreen

der App geleitet. Dieser ist bei so gut

wie allen Wireless-ADB-Apps gleich aufgebaut.

Klicken Sie auf den großen Start-Button,

um den Wireless-ADB-Service auszuführen.

Daraufhin müssen Sie lediglich im platform‐tools-Ordner

des Android-SDKs den

Befehl adb devices eingeben, um die vorhandenen

Geräte anzuzeigen. Der Befehl adb

connect [IP Adresse des Android Gerätes]

verbindet Sie dann mit dem Smartphone.

Dieses Kommando wird meistens aber auch

noch mal in der App angezeigt. Ihr Computer

hat sich gerade erfolgreich mit Ihrem Smartphone

verbunden, und Sie können nun gewohnt

mit den diversen ADB-Befehlen Ihr

Gerät ansteuern.

Alle Befehle, die in der kabelgebundenen

Variante funktionieren, sind auch in der kabellosen

Methode verfügbar. So können Sie

zum Beispiel schnell mal ein Custom-ROM

oder eine App „over the air“ einspielen.

Wenn Sie fertig sind, beenden

Sie die Verbindung

mit adb disconnect [IP

Adresse des Android Gerätes].

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29349

Abb. 1: Root-Zugriff ist Pflicht.

Ansonsten ist es nicht möglich,

den drahtlosen Service zu starten.

Abb. 2: Die Interfaces der Apps

unterscheiden sich kaum. Es gibt

einen Start-/Stop-Button.

Fazit

Für Android-Poweruser,

die ADB-Befehle nur so

auf- und abtippen, bieten

die Wireless-ADB-Apps

eine erhebliche Vereinfachung

für das Nutzen der

Android Debug Bridge.

Und zugegeben: Die neueste

ROM-Version mit

einem Befehl kabellos

über das WLAN zu übertragen

ist praktisch und

cool zugleich.

● ● ●

Abb. 3: In den Einstellungen lassen

sich oft weitere nützliche Funktionen

auswählen und bearbeiten.

Android-user.de Juni 2013 101


PowerUser

Linux in Android

Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Android und Linux

Verwandte

Systeme

Android stammt vom

freien Betriebssystem

Linux ab. Doch wie stark

wurde das Original für

den mobilen Einsatz

verändert, und welche

Elemente sind gleichgeblieben?

Im Folgenden

vergleichen wir die

wichtigsten Aspekte der

beiden Systeme.

Marko Dragicevic

Falls Sie noch nie von Linux gehört

haben, dann lesen Sie sich am besten

als Einstieg den historischen

Teil des Linux-Artikels und den Abschnitt

zum Kernel auf der Wikipedia durch

[LINK 1]. Falls Sie Linux bereits nutzen, sollten

Sie dem Artikel gut folgen können.

Grundlegendes

Die innerste Schicht eines Betriebssystems

kümmert sich um Dinge wie die Speicherverwaltung,

die Kommunikation zwischen den

Prozessen und die Ressourcenverteilung. Sie

wird Kernel genannt und ist bei Linux monolithisch,

was bedeutet, dass auch die Gerätetreiber

auf dieser niedrigen Systemebene laufen

und höheren Schichten den Zugriff nur

indirekt über eine Schnittstelle gewähren. Da

der Kernel direkt nach dem Booten geladen

wird, ist dieses Konzept jedoch eher unflexibel:

Das System würde bei einem streng monolithischen

Kernel die Treiber während des

gesamten Betriebs im Speicher behalten und

müsste alle bereits beim Hochfahren des Geräts

laden. Deswegen führten Linux-Entwickler

die sogenannten Kernel-Module ein. Diese

können auch erst im laufenden Betrieb geladen

oder wieder entfernt werden. Auch der

Android-Kernel ist monolithisch und benutzt

bei Bedarf Kernel-Module. Er lässt sich jedoch

deutlich besser an das Gerät anpassen,

da er nicht mit jedem PC kompatibel sein

muss, sondern nur mit dem jeweiligen

Smartphone.

Android basiert ab Icecream Sandwich auf

dem Linux-Kernel 3.x (aktuell ist Android

4.2.2 mit dem Linux-Kernel 3.4.0), die älteren

Fassungen des mobilen OS bauen auf

Version 2.6 des Linux-Kernels auf. Dabei

handelt es sich um den gleichen Kernel, den

auch Serversysteme oder viele Linux-Anwender

auf dem Desktop nutzen. Die Android-

Entwickler mussten aber auch einige Veränderungen

am Original vornehmen: Smartphones

müssen mit weniger Energie und in

der Regel auch mit leistungsschwächerer

Hardware als Desktoprechner auskommen.

Während ein Teil der neuen Power-Management-Features

(wie zum Beispiel autosleep)

nachträglich in den Linux-Kernel zurückflossen,

ist dies bei spezielleren Funktionen

nicht passiert.

Auch beim Multitasking gibt es Unterschiede:

Auf dem Desktoprechner kann der

Benutzer sicher sein, „echtes“ Multitasking

vorzufinden. Jedes geöffnete Programm ist

im Prinzip aktiv und kann Prozessorzeit erhalten.

Auf dem Smartphone ist das nur bei

den Anwendungen der Fall, die sich als Service

(Hintergrunddienst) eintragen. Bei normalen

Apps funktioniert dies aus gutem

Grund anders. Schließlich wäre es auch sinnfrei,

wenn eine Anwendung auf dem mobilen

Gerät die knappen Ressourcen verbraucht,

obwohl der Nutzer sie gerade nicht benötigt,

da er einen Anruf bekommt. Stattdessen

„merkt“ sich das System die Activity (vereinfacht

gesagt die aktuelle Ansicht der App)

und gibt bei Bedarf den von ihr belegten

Speicherplatz frei. Wechselt der Anwender

nach seinem Telefongespräch zurück zur

102

Juni 2013

Android-User.de


PowerUser

Linux in Android

vorherigen App, startet sie wieder

bei der zuletzt verwendeten

Activity. Unter anderem deswegen

sind auch sogenannte „Task

Killer“ aus dem Play-Store nicht

wirklich sinnvoll. Sie geben vor,

Speicherplatz freizugeben, obwohl

das Betriebssystem sich bereits

darum kümmert.

Abb. 1: Der Kernel (rot) ist bei Linux und Android praktisch identisch,

bei den Bibliotheken im grünen Bereich gibt es viele Überschneidungen.

Blau und Gelb gibt es nur bei Android.

Bibliotheken

Der Kernel alleine macht noch

kein Betriebssystem aus. Dazu

gibt es viele Hilfsbibliotheken,

die wichtige Zusatzfunktionen

mitbringen. Unter Linux kommt

hier die Standard-C-Bibliothek

Glibc zum Einsatz. Google

wollte diese aber nicht für Android übernehmen.

Der Grund liegt im rechtlichen Bereich:

Die Glibc nutzt die GNU Public Licence, welche

fordert, dass alle unter ihr lizenzierten

Programme und die daran vorgenommenen

Änderungen immer im Quellcode zugänglich

gemacht werden müssen. Der Suchmaschinenriese

aus Mountain View wollte sich jedoch

die Möglichkeit offen halten, Teile seines

Betriebssystems nicht oder erst mit einer

Zeitverzögerung als Quelltext öffentlich zugänglich

zu machen. Deswegen schrieb man

eine eigene C-Bibliothek namens Bionic

[LINK 2]. Diese ist inkompatibel zur Glibc.

Dalvik Virtual Machine

Große Teile von Linux sind in der Programmiersprache

C verfasst, einige Abläufe wer-

Die heute führenden Spezialisten stammen oft aus der "Freie Software-Szene" und schulen seit

Jahren im Linuxhotel. Das erklärt die Breite und Qualität unseres Schulungsangebotes:

AJAX * Amavis * Android * Angriffstechniken * Apache * Asterisk * BaseX * BayesianAnalysis * Bind * C/C++ * Cassandra *

CiviCRM * Cloud * Cluster * ClusterFS * CouchDB * CSS3 * CUPS * Debian * DHCP * DNS * DNSSEC * Echtzeit Linux *

Embedded Linux * eXist-db * Faces * FAI * Firewall * Forensik * FreeBSD * FreeRADIUS * GeoExt * Git * Grails * GRASS *

Groovy * hadoop * Hochverfügbarkeit * HTML5 * Hudson * iSCSI * IPv6 * ITSM * Java * JavaScript * Jenkins * Kernel * KVM

* LDAP * LibreOffice * Linux * LPI * m23 * MacOSX * MapFish * Mapserver * Maven * Mikrocontroller * MVS/380 * MySQL *

Nagios * Node.js * OpenBSD * OpenLayers * OpenOffice * openQRM * OpenVPN * OPSI * OSGi * OTRS * Perl * PHP *

Postfix * PostgreSQL * Puppet * Python * QuantumGIS * R * Rails * RedHat * Routing * Request-Tracker RT * Ruby * Samba

* SAN * Scala * Scribus * Shell * Sicherheit * SNMP * Spacewalk * Spamfilter * SQL * Struts * Subversion * SuSE * TCP/IP *

Tomcat * Treiber * TYPO3 * Ubuntu * UML * Unix * Univention * Virenfilter * Virtualisierung * VoIP * WebGIS * Webservices *

Windows Autoinstall * Windowsintegration * x2go * xen * XML * Xpath * Xquery * z/OS * Zabbix * Zend

Fast 100% der Teilnehmer empfehlen uns weiter. Siehe www.linuxhotel.de

Ja, wir geben es zu und haben überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei: Unsere Schulungen machen auch Spaß ;-)


PowerUser

Linux in Android

aufgebaut und erlaubt durch seine Struktur

einen ressourcenschonenderen Betrieb auf

Mobilgeräten.

Abb. 2: Der typische Aufbau des Linux-Dateisystems. Die Nutzerdaten befinden sich in /home.

Abb. 3: Nur auf einem gerooteten

Android-Smartphone sehen Sie sämtliche

Verzeichnisse.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29126

den aber auch über Skripte gesteuert. So

befindet sich im Verzeichnis /etc/rc.d eine

Sammlung von ausführbaren Dateien, die

das System in bestimmten Situationen automatisch

aufruft. Diese sind nach Runleveln

geordnet. Wenn ein Linux-Rechner beispielsweise

in eine GUI gebootet wird, läuft er in

Runlevel 5, sodass vorher die Skripte von

rc.1 bis rc.5 ausgeführt wurden. Dieses

Konzept konnte und wollte man für Android

nicht übernehmen. So besteht hier die einzige

Gemeinsamkeit mit Linux darin, dass

beim Booten das Skript init.rc aufgerufen

wird, welches unter anderem die Dalvik

Virtual Machine startet. Dies ist eine spezielle

Laufzeitumgebung und quasi das Herz

von Android: Alle darauffolgenden Initialisierungsvorgänge

liegen unter Android in der

Verantwortung von Systemprozessen, die in

Java programmiert wurden.

Auf einem Smartphone ist die Sicherheit

des Systems noch wichtiger, als sie auf einem

privaten Desktoprechner ohnehin schon ist.

Schließlich wäre es äußerst unangenehm,

wenn eine bösartige App sensible Daten auslesen

oder SMS verschicken könnte. Deswegen

läuft jede App abgeschottet in einer eigenen

virtuellen Maschine – das Betriebssystem

simuliert also für jede Anwendung einen

fiktiven Minicomputer. Der Java-Bytecode

eines Programms wird dabei nochmal separat

in den Dalvik-Code der virtuellen Maschine

übersetzt (das Ergebnis findet sich im

Dateisystem als .DEX-Datei). Nun werden die

Programmierer unter den Lesern aufhorchen:

Ist das wirklich notwendig? Schließlich läuft

der Java-Bytecode auch auf einem fiktiven

Kleinrechner, der (wenn nicht gerade eine

Sicherheitslücke vorliegt) in der Java-Sandbox

eingesperrt ist? Ja, es ist sogar von großem

Vorteil. Dalvik ist wesentlich schlanker

Rechte und Benutzer

Linux ist nahezu perfekt für den Mehrbenutzerbetrieb

ausgelegt. An einem Rechner melden

sich bei Bedarf mehrere Leute mit ihrem

eigenen Zugang an. Für jede Datei und jedes

Verzeichnis speichert das System, wem diese

„gehört“. Erstellt jemand zum Beispiel in seinem

eigenen /home-Verzeichnis einen Text,

so wird das Besitzrecht automatisch ihm zugeordnet.

Dieses könnte er einem anderen

Benutzer komplett übertragen; stattdessen

wäre es aber auch möglich, einfach nur einer

andere Person den Zugriff zu gestatten. Hier

lässt sich auch im Detail festlegen, ob besagte

Datei von dem anderen nur gelesen

oder etwa auch verändert werden darf. Auch

kann der Administrator für eine größere Anzahl

an Benutzern Rechte festlegen, indem er

sie Gruppen zuweist. So hat dann beispielsweise

nur die Benutzergruppe Freunde Zugriff

auf das Verzeichnis ~/Urlaubsfotos.

Android benutzt zwar intern ebenfalls

eines der Linux-Dateisysteme, welches die

Benutzerrechte beachtet, und weist auch Gemeinsamkeiten

bei den benutzten Verzeichnissen

auf. Das ursprüngliche Benutzerkonzept

stellt es aber auf den Kopf: Für jede App

legt es auf Betriebssystemebene einen eigenen

Benutzer an (auch wenn dies dem Anwender

im normalen Betrieb verborgen

bleibt). Auf die Weise können Apps Daten

derart abspeichern, dass keine andere Anwendung

auf diese Zugriff hat – außer, der

Benutzer führt sie auf einem gerooteten

Gerät mit Superuser-Rechten aus. Deshalb

entdecken Sie zwischen dem Dateisystem

eines Linux-Rechners und eines Android-Geräts

nur dann Gemeinsamkeiten, wenn Sie

das Android-Gerät rooten (Abbildung 3).

Dies alles sollte man übrigens nicht mit

der neuen Mehrbenutzerverwaltung von Android

verwechseln: Sie spielt sich auf einer –

im Vergleich zu Linux – viel höheren Ebene

des Betriebssystems ab.

Zusammenarbeit mit Linux

Es gibt zwischen Android und Linux zwar

Gemeinsamkeiten, aber nur beim Kernel und

einigen benutzten Bibliotheken. Android ist

somit mindestens so weit von Linux entfernt,

wie es traditionelle Unix-Systeme sind. Im

folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, welche

Probleme bei der Zusammenarbeit zwischen

Android und Linux entstehen können und

wie Sie diese lösen.

● ● ●

104

Juni 2013

Android-User.de


Android mit Ubuntu zusammen benutzen

Linux

mit Linux

PowerUser

Ubuntu & Android zusammen nutzen

Möchten Sie Daten, Videos oder

Musik zwischen Linux-Rechner

und Smartphone transferieren?

Im Optimalfall klappt dies nach

einem Anstöpseln des Handys ohne Probleme.

Doch was, wenn nicht? Der erste Teil

des Artikels geht hierzu auf ältere Android-

Versionen ein, die sich dem Computer via

USB noch als Massenspeicher anbieten. Danach

folgt eine Darstellung, weswegen der

Zwang neuerer Modelle, das MTP-Protokoll

zu verwenden, ein Problem darstellen kann.

Zum Schluss wird noch auf eine einfache kabellose

Lösung hingewiesen – für den Fall

dass alle Stricke reißen.

Massenspeicher

Wird ein Android-2.3-Smartphone via USB

an einen Computer angestöpselt, verbindet

sich das Handy als externer Massenspeicher

mit dem Betriebssystem. Linux kommt mit

praktisch allen Dateisystemen klar, lediglich

bei exFAT kann es Probleme geben.

Für eine externe Speicherkarte, auf der

man nur ein paar Videos und Musikdateien

ablegt, tut es das gute alte FAT als Dateisystem.

Allerdings stellen sie in punkto Organisation,

Dateizugriff, Dokumentation und der

fehlenden Möglichkeit, Dateizugriffsrechte

mit zu speichern, nicht gerade das Optimum

dar. Der große Vorteil besteht in der Portabilität:

FAT32 ist eine Art kleinster gemeinsamer

Abb. 1: Die benötigten MTP-Treiber richten Sie über einen einzigen Befehl ein.

Nenner, der von den meisten Betriebssystemen

verstanden wird, sodass man seine

Speicherkarte auch leicht anderen Leuten

ausleihen kann.

Möchten Sie unbedingt nicht nur FAT32,

sondern auch exFAT unter Linux nutzen,

wird es etwas umständlich. Microsoft erhebt

Patentansprüche auf exFAT, die verschiedene

Länder (darunter auch Deutschland) anerkennen.

Wegen dieser Problematik liefern die

gängigen Distributionen keinen Treiber für

dieses Dateisystem mit. Der Programmierer

Andrew Nayenko bietet trotzdem einen solchen

als Quellcode an, Sie müssen den Treiber

allerdings selbst kompilieren. Dafür installieren

Sie zuerst die benötigten Pakete via

sudo apt‐get install subversion scons

fuse‐devel gcc und laden den Quellcode mit

svn co http://exfat.googlecode.com/svn/

trunk/ exfat‐read‐only. Im neu angelegten

Verzeichnis (cd exfat‐read‐only) starten Sie

dann den Compiler scons. Nach der Installation

des fertigen Treibers via sudo scons install

lässt sich die entsprechende Speicherkarte

mounten.

Android benutzt als Dateisystem für den

internen Speicher angemessenere Lösungen.

Seit der Version 2.3 setzt es genauso wie

Ubuntu [LINK 1] (und auch die wichtigsten anderen

Linux-Distributionen) als Standard

ext4 ein. Dieses ist hochmodern, wird den

Ansprüchen an das Rechtemanagement gerecht

und erlaubt wesentlich

schnellere

Schreibzugriffe als das

ursprüngliche YAFFS

(Yet another Flash File

System). Samsung verwendete

früher übrigens

eine selbst gestrickte

Lösung (RFS =

Robust File System),

schwenkte dann aber

wegen Kundenprotesten

auch auf den And-

Android und Ubuntu

bauen eigentlich beide

auf einem Linux-Kernel

auf. Trotzdem müssen

sie unter Umständen

durch den ein oder

anderen Kniff erst zur

Zusammenarbeit überredet

werden. Wir zeigen

Ihnen, wie.

Marko Dragicevic

Abb. 2: Der Anschluss eines Android-

Geräts erfolgt seit Version 4.0 nur

noch via MTP oder PTP.

Android-user.de Juni 2013 105


PowerUser

Ubuntu & Android zusammen nutzen

Abb. 3: Mit den richtigen Treibern sieht Ubuntu die gleichen Dateien wie Ihr Smartphone.

roid-Standard um. Manche Stimmen kritisieren,

dass ext4 die Lebensdauer des Flash-

Speichers durch häufige Schreibzugriffe strapaziert,

weil es Journaling verwendet, tatsächliche

Probleme sind aber keine bekannt.

Ext4-Partitionen managt Ubuntu problemlos.

PTP und MTP

Seit Android 4.0 ist eine Verbindung als Massenspeicher

nur noch bei wenigen Herstellern

möglich. Neu realisiert das Handy die

Übertragung via PTP oder MTP. PTP (= Picture

Transfer Protocol) lag ursprünglich der

Gedanke zugrunde, Fotos von Digitalkameras

auf Computer zu übertragen, ohne dass für

jedes Modell ein eigener Treiber notwendig

ist. Das Betriebssystem muss nur das PTP-

Protokoll verstehen können. Inzwischen nutzen

auch andere Geräte – wie etwa Smartphones

– diese Übertragungsmöglichkeit. Als

Erweiterung von diesem entwickelte Microsoft

MTP (= Media Transfer Protocol).

Später erfolgte eine offizielle Klassifizierung

als Erweiterung von PTP durch die USB-IF

(ein Zusammenschluss von Hardware-Herstellern,

der sich um diverse Belange bezüglich

des USB-Anschlusses kümmert).

MTP hat den großen Vorteil, dass es Dateisystemübergreifend

funktioniert: Es ist vollkommen

gleich, auf welche Art und Weise

das angestöpselte Gerät seine Daten organisiert.

Solange das Betriebssystem auf beiden

Seiten das MTP-Protokoll beherrscht, können

die Daten übertragen werden. Außerdem

kann das Handy nun nicht mehr nur Bilder

transferieren, sondern jede beliebige Datei.

Ferner ist es möglich, das Smartphone während

des Übertragungsvorgangs weiter zu

bedienen. Das klingt alles verlockend, der

Linux-Support ist jedoch nicht der beste.

Erst seit Version 1.15.2 unterstützt das

Gnome Virtual File System auch MTP. Allerdings

wird die neueste gvfs-Version erst in

Ubuntu 13.04 „Raring Ringtail“ enthalten

sein. Viele Ubuntu-Anwender bevorzugen

jedoch Version 12.04 mit Langzeit-Support.

Glücklicherweise hat Philip Landale, welcher

auch für die Entwicklung des MTP-

Supports für gvfs verantwortlich zeichnet,

Backports für die Versionen 12.04 und 12.10

erstellt. Dafür muss man zuerst Landales

Paketquelle auf der Shell mittels sudo

Abb. 4: AirDroid generiert ein Zufallspasswort

für die Verbindung zum PC.

Abb. 5: Der Login erfolgt ganz einfach im Browser.

106

Juni 2013

Android-User.de


PowerUser

Ubuntu & Android zusammen nutzen

add‐apt‐repository ppa:langdalepl/

gvfs‐mtp zum System hinzufügen. Natürlich

besteht hier, wie bei jeder Fremdquelle im

System, ein theoretisches Stabilitäts- und

Sicherheitsrisiko. In diesem Fall ist diese

Gefahr jedoch als eher gering anzusehen.

Nun lädt man mittels sudo apt‐get update

und sudo apt‐get upgrade die Updates herunter.

Nach einem Neustart des Computers

baut dieser eine MTP-Verbindung auf, sobald

Sie das Android-Smartphone an den USB-

Port anstöpseln.

Bei unserem Test funktionierte die Übertragung

problemlos und stabil. Sollte es jedoch

auf Ihrem System trotzdem zu Problemen

kommen, möchten Sie es möglicherweise

von den installierten Backports (gvfs und

libmtp) wieder befreien. Entfernen Sie hierzu

auf der Shell die Fremdquelle mit dem Kommando

sudo ppa‐purge ppa:langdalepl/

gvfs‐mtp. Ubuntu ersetzt die Pakete dann

wieder durch die Originalquellen aus der

Distribution.

AirDroid

Funktioniert keine der oben angegebenen

Lösungen, weil ihr Smartphone

beispielsweise noch zu neu

ist, um vom gvfs-Backport unterstützt zu

werden? Oder möchten Sie einfach keine Änderungen

an Ihrem Ubuntu-System vornehmen?

Dann bleibt immer noch die unkomplizierte

drahtlose Übertragung übrig. Installieren

Sie dazu die kostenlose App AirDroid

[LINK 2] auf Ihrem Handy und starten diese.

Geben Sie nun die von AirDroid ausgegebene

Kombination aus IP-Adresse und Passwort in

Ihren Webbrowser ein. Anschließend steht

der Dateiübertragung über das heimische

WLAN nichts mehr im Wege.

● ● ●

Abb. 6: AirDroid stellt die Dateiauswahl auf einer komfortablen Oberfläche dar.

Alle

Links>

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Poweruser

ROM-Küche

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps

ROM-Küche

Die Android-Community ist riesig. Für so gut wie jeden Androiden

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die ROM-

Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und Tipps

zu guten ROMs oder neuen Root-Apps geben. Christoph Langner

CyanogenMod mit Pie-Menü

Google-Handys wie das Galaxy

Nexus oder das Nexus 4 besitzen

keine festen Tasten für die üblichen

Android-Funktionen wie Zurück, Home oder

Menü. Stattdessen blendet das System auf

einem kleinen Teil des Touchscreens permanent

virtuelle Tasten ein, deren Belegung

durch die Software gesteuert werden kann.

Die gewonnene Flexibilität wird jedoch

durch weniger Platz auf dem Bildschirm erkauft,

schließlich sind die virtuellen Tasten –

außer bei Vollbild-Appsimmer im Bild.

Die Entwickler des Paranoid-Android-

ROMs sind daher auf die Idee gekommen, die

virtuellen Tasten in eine Art Kuchenmenü,

das Pie-Menü, zu packen. Inzwischen hat

auch CyanogenMod ein ähnliches Menü

bekommen [LINK 1]. Es muss in den Einstellungen

unter System | Pie Controls aktiviert

werden. Dort lässt sich dann auch bestimmen,

an welchen Bildschirmrändern es erscheinen

soll, in der Standardeinstellung

wird es am

unteren Displayrand eingeblendet.

Damit es dann

auch ins Bild kommt, muss

durch längeres Drücken

auf die An-/​Aus-Taste des

Handys der Erweiterte

Desktop aktiviert werden.

ChaOS, so die Kurzfassung des Namens, basieren

ihr ROM auf den Quellen von CyanogenMod,

bauen aber auch die Theme-Engine

von MIUI [LINK 3] ein. So lassen sich viele Details

des ROMs wie Icons, Schriften oder der

Startbildschirm sehr einfach anpassen.

Neben den optischen Details wurden auch

einige neue Features mit eingebaut. Bei Fullscreen-Apps

blenden Sie etwa die Benachrichtungs-

und Navigationsleiste durch einen

Druck auf die Bildschirmkante ein. Fest integriert

ist auch die Möglichkeit, Apps nach

der Installation gewisse Rechte zu entziehen.

XperianZe für das Galaxy S3

Sony hebt sich mit seinem Android-

Design von der Konkurrenz ab. Wo

bei anderen Herstellern bei Softund

Hardware runde Formen dominieren, ist

Sony eckig und kantig. Sollte Ihnen das

Design der Japaner auch auf Ihrem Galaxy

SIII gefallen, dann können Sie sich mit

Abb. 1: Das neue Pie-Menü von

CyanogenMod schafft mehr Platz

auf dem Display.

ChaOS mit

Berechtigungs-

Management

Chameleon OS

[LINK 2] ist noch

ein sehr junges

ROM mit fertigen Builds

für die Nexus-Geräte, aber

auch für das HTC One X

oder das Galaxy SII und

SIII. Die Entwickler von

Abb. 2: Chameleon OS lässt sich

mit der aus MIUI bekannten Engine

optisch sehr leicht anpassen.

Abb. 3: Apps lassen sich mit dem

Rechtemanagement aus ChaOS in

ihren Rechten einschränken.

108 Juni 2013

Android-User.de


Poweruser

ROM-Küche

XperianZe [LINK 4] die vom

Xperia Z bekannte Optik und

Funktionalität auf Ihr

Samsung-Handy holen.

Die ROM-Köche hinter

XperianZe haben die Bravia-

Engine sowie ClearAudio+

vom Xperia Z auf das Galaxy

portiert. Auch wurden der

ebenfalls von Sony entwickelte

Launcher, das Keyboard,

der Lockscreen sowie

Hintergründe, Sounds und

Klingeltöne übertragen. Die

Sony-Apps wie Walkman,

Torch und Notes sind ebenfalls

mit an Bord.

Dicke Luft bei

CyanogenMod

Android-Entwickler möchten gerne

wissen, wie viele User tatsächlich

ihr Produkt benutzen. Dazu integrieren

viele Developer zum Beispiel Google

Analytics in ihre Apps. Auch für ROM-Köche

ist die Nutzerzahl interessant, damit können

spezielle Anpassungen vorgenommen oder

auch das ROM kommerziell vermarktet

werden.

CyanogenMod hat schon seit längerem

Nutzerinfos gesammelt [LINK 5], doch die

Übertragung musste nach der Installation im

Einrichtungsassistenten oder unter Einstellungen

| Über das Telefon | Anonyme Statistiken

erst aktiviert werden. Von nun an sollte

dies jedoch automatisch geschehen – ein

Opt-Out wurde komplett entfernt.

Einer Ankündigung von CyanogenMod-

Hauptentwickler Koushik Dutta zufolge

[LINK 6] würde CyanogenMod in Zukunft

anonymisiert die IMEI-Nummer bzw. die

Wi-Fi-MAC-Adresse des Handys sowie den

Gerätenamen, die CyanogenMod-Version,

das Land und letztendlich auch den genutzten

Provider sammeln. Entsprechende Änderungen

wurden auch umgehend direkt in die

Nightly Builds des ROMs übernommen.

Abb. 6: Ein Treiber für Windows reicht, um zahlreiche Androiden

über das Android-SDK ansprechen zu können.

Abb. 4: XperianZe bringt Sonys kantige Android-Optik und Apps auf das Display des Samsung Galaxy SIII.

Nach stürmischer Entrüstung der User

machte CyanogenMod-Begründer Steve Kondik

jedoch frustriert einen Rückzieher [LINK 7].

„Man möchte die Wünsche aller respektieren,

die Änderungen seien in guter Absicht

zum Wohle von CyanogenMod vorgenommen

worden. Man möchte aber nicht, dass

CyanogenMod als Software wahrgenommen

wird, die die Privatsphäre der User nicht respektiert.“

Das Opt-Out-Menü ist im dritten

Milestone von CM10.1 nun wieder da.

Universeller ADB-Treiber

Um über ADB (Android Debug

Bridge) Zugriff auf einen Androiden

zu bekommen, ist unter Windows

ein Treiber notwendig. Leider kocht hier

jeder Hersteller sein eigenes Süppchen, sodass

App-Entwickler oder ambitionierte Android-Bastler

gleich ein ganzes Arsenal an

Treibern installieren müssen. Der universelle

ADB-Treiber [LINK 8] von ClockworkMod-Entwickler

Koushik Dutta macht Schluss damit.

Der Treiber funktionierte mit allen Geräten

eines kleinen Android-Testparcours (fast)

perfekt. Gängige Nexus-Geräte wie das

Galaxy Nexus, das Nexus 4 oder Nexus 7,

aber auch Handys von HTC,

Sony und Samsung konnten mit

ADB aus dem Android-SDK

ohne weitere Umstände angesprochen

werden. Auf das mühsame

Zusammenklauben gerätespezifischer

Treiber können Sie

daher von nun an verzichten.

Der Treiber ist für alle Windows-

Installationen von Windows XP

bis Windows 8 geeignet– egal

ob 32- oder 64-Bit.

● ● ●

Abb. 5: CyanogenMod sollte in

Zukunft automatisch anonymisiert

Daten über seine User sammeln.

Alle

Links>

www.android- user.de/qr/29130

Android-user.de Juni 2013 109


Poweruser

Android Set-Top-Box mit Odroid U2

dmstudio, 123RF

im Vergleich zu den schnellsten Klasse-10-

Karten immer noch doppelt so schnell. Die

Größe von 8 GByte reicht locker für Android

aus, wenn Sie Filme und Musik aus der

Cloud, aus dem heimischen Netz oder von

der USB-Platte abspielen. Größen von 16 und

64 GByte sind reiner Luxus, den Sie sich

nach Belieben gönnen dürfen.

Modular und do it yourself geht es bei der

Ausstattung weiter. Bedenkt man, dass zu

den Kosten auf der Herstellerseite noch 19

Prozent EU-Einfuhrumsatzsteuer von FedEx

nachberechnet werden, sollten Sie die restlichen

Komponenten in Europa ordern.

Zum Beispiel lässt sich das WLAN-Modul

auch bei Amazon hier in Deutschland bestellen

[LINK 2], Gleiches gilt für ein Micro-HDMI-

Kabel [LINK 3] zum Anschluss an den TV. Wer

ohne großen Aufwand ein Netzwerkkabel an

den Standort des Fernsehers legen kann,

sollte dieses dem WLAN-Adapter vorziehen.

Ein Bluetooth-Modul braucht man nicht zu

kaufen, dieses wird derzeit nicht unterstützt.

Die offiziellen Google-

TV-Geräte konnten bisher

nicht gerade überzeugen.

Dieser Artikel

nimmt Sie mit auf ein

Abenteuer, an dessen

Ende Ihre persönliche

Android-TV-Box mit CyanogenMod

und 1080p

Hardware-Decoding

steht. Sven Dawitz

Abenteuerlich geht es bereits los,

wenn Sie Ihren Odroid U2 per Internet

[LINK 1] aus Korea bestellen.

Aufgrund der hohen Nachfrage

kann es bis zu eineinhalb Monate dauern,

bis der FedEx-Mann klingelt und Ihnen den

handflächengroßen Odroid überreicht. Intern

werkelt der Exynos-4-Prozessor des Samsung

Galaxy S3 mit 1,7 GHz und stolzen zwei

GByte Arbeitsspeicher. Anschlussfreudig gibt

sich Odroid U2 mit 2 USB-Ports, einem Netzwerkanschluss,

HDMI-Ausgang und einem

Slot für eine microSD-Karte.

Bestellung aus Südkorea

Weiter unten auf der Händlerseite des Odroid

U2 finden Sie noch diverses Zubehör. Bestellen

Sie ein solches Gerät, sollten Sie auf

jeden Fall ein eMMC-Modul dazulegen. So

bleibt nicht nur der SD-Kartenslot frei für

Ihre Daten, der Odroid erzielt auch eine deutlich

höhere Performance.

Bei einem Vergleich mit Android von einer

No-Name-Class-6-SD-Karte lagen Welten

zwischen dieser und dem eMMC-Modul – sowohl

beim Start als auch im Gebrauch des

Systems. Laut Hersteller ist ein eMMC-Modul

Ein- und Ausgabegeräte

Bevor Sie fortfahren, stellen Sie sicher, dass

Ihr Fernseher eine Auflösung von 1080p beziehungsweise

720p darstellen kann. Bei älteren

Geräten kann es vorkommen, dass das

Bild an allen Seiten abgeschnitten ist. Zum

Testen verbinden Sie einen Computer, ein

Notebook oder Ihren Androiden mit HDMI-

Ausgang bei einer Auflösung von 1920x1080

oder 1280x720 mit Ihrem TV-Gerät.

Zur Bedienung des Geräts gibt es zwei

Möglichkeiten: Wer eine USB-Maus für Notfälle

hat, kann mittels der App droidMote im

alltäglichen Betrieb alle Funktionen steuern.

Der droidMote-Server kann so eingestellt

werden, dass er automatisch im Hintergrund

startet. So kann die Maus auch bei einem

Neustart in der Schublade bleiben.

Der Touchscreen des Handys wird mittels

des kostenlosen droidMote-Clients [LINK 4] zur

Steuerung des Mauszeigers benutzt. Weiterhin

bietet die App neben den üblichen

Home-, Menü- und Zurück-Tasten auch Media-Keys

wie Pause oder Play, einen Power-

Knopf und sogar eine Gamepad-Emulation

inklusive Übermittlung der Daten des Neigungssensors:

So wird das Telefon zum

Gamepad. Kostenpflichtig ist lediglich der

droidMote-Server [LINK 5].

Alternativ können Sie auch eine drahtlose

Maus-/​Tastatur-Kombi benutzen. Wichtig

hierbei ist wie zum Beispiel bei den Modellen

Logitech K400 [LINK 6] oder XAiOX Mini

Wireless Keyboard [LINK 7] auf eine Variante

110

Juni 2013

Android-User.de


Poweruser

Android Set-Top-Box mit Odroid U2

Abb. 1: Odroid müssen Sie über das Internet aus einem koreanischen

Online-Store ordern. In Deutschland gibt es ihn bisher nicht.

Abb. 2: Ihr Odroid wird immer zusammen mit einem Kühlkörper geliefert,

der auch gleich als Gehäuse für die kleine Platine dient.

ohne Bluetooth zu setzen. Dies spart lästiges

Pairing, bevor überhaupt Eingaben möglich

sind, und stellt sicher, dass es keine Treiberprobleme

gibt. In CyanogenMod gibt es – wie

in vielen 4.2 basierten Versionen – derzeit

auch keinerlei Bluetooth-Support.

Achten Sie darauf, dass Ihre Tastatur über

eine Taste zum Ein- und Ausschalten verfügt.

Ohne diese erreichen Sie manche Optionen

des Android-Systems wie die Option zum

Neustarten oder auch Features wie einen

Fullscreen-Modus nur schwer.

CyanogenMod installieren

Auf der eMMC-Karte wird die offizielle Android-Firmware

des Herstellers in der Version

4.0.3 vorinstalliert. Diese Firmware überzeugt

jedoch genauso wenig wie das aktuelle

Beta-Release in der Version 4.1.1. Nach dem

Booten möchte etwa ein Lockscreen entsperrt

werden, und in der Statusleiste prangt

ein nutzloses Batteriesymbol. Dies sind jedoch

nur die oberflächlichen Mängel: In

einem kurzen Test der Betaversion rennt das

System bei Weitem nicht so flüssig, wie es eigentlich

dank der reichlich vorhandenen

Power laufen sollte.

Die folgende Anleitung bezieht sich auf die

Installation der aktuellen CyanogenMod-

Firmware auf der 8- oder 16-GByte-eMMC-

Karte der Odroid-Platine. Für das Setup des

Systems auf einer 64-GByte-eMMC-Karte

oder einer SD-Karte nutzen Sie am besten

eine Linux-Installation auf dem PC, die Anleitung

im CyanogenMod-Wiki liefert dann

die nötigen Hinweise zum Vorgehen [LINK 8].

Zuerst laden Sie an einem Windows-PC

das neueste CyanogenMod Monthly-Build

herunter [LINK 9], dazu auch gleich die passenden

Google-Apps (Gapps) [LINK 10]. Hier achten

Sie bitte immer darauf, dass die angegebene

Android-Version der Gapps zur Android-Version

Ihrer CyanogenMod-Installation

passen. Als Letztes laden Sie noch das Odroid-U2-Recovery

[LINK 11] aus dem Netz.

Mit der eMMC-Karte wurde Ihnen ein kleiner,

grüner Adapter mitgeliefert, auf den die

Karte gesteckt werden kann. Der Adapter ermöglicht

das Lesen der Karte in einem Kartenleser

mit SD-Kartenslot. In Einzelfällen

können sehr alte Lesegeräte Probleme bereiten,

aber für den Großteil der Leser sollte

sich unter Windows nun ein neues Laufwerk

öffnen. Hierauf kopieren Sie die gerade heruntergeladenen

ZIP-Dateien. Lediglich das

Recovery muss entpackt werden – direkt auf

die eMMC-Karte.

Nun ziehen Sie die eMMC-Karte wieder

vorsichtig vom Adapter ab und drücken sie

behutsam auf den dafür vorgesehenen Sockel

auf der Platine des Odroid. Diesen Vorgang

können Sie beliebig oft wiederholen, ohne

dass Karte oder Steckplatz Schaden nehmen

sollten. Odroid – an Strom und Fernseher angeschlossen

– sollte nun das ClockworkMod-

Recovery booten.

Die Steuerung erfolgt hier über die angeschlossene

USB-Tastatur. Über die Pfeil-Tasten

des Keyboards navigieren Sie zu den einzelnen

Menüpunkten des Recoverys, die Eingabe-Taste

aktiviert die aktuelle Auswahl,

und über die Backspace-Taste kommen Sie

wieder eine Ebene zurück. Nun erfolgt die

eigentliche Installation des ROMs, wählen

Sie dazu die folgenden Menüeinträge – der

Vorgang ist praktisch identisch zu einer Ins-

Android-user.de Juni 2013 111


Poweruser

Android Set-Top-Box mit Odroid U2

Abb. 3: Aus dem ClockworkMod-Recovery installieren Sie CyanogenMod

wie bei einem Android-Smartphone.

Abb. 4: Bei Ihrem Odroid-Setup auf Ihrem TV-Androiden brauchen Sie die

Navigationsleiste nicht unbedingt.

tallation von CyanogenMod auf einem „normalen“

Android-Handy.

• Wipe data/​factory reset

• Install zip from sdcard

• Choose zip from sdcard – Wählen Sie hier

die CM-Firmware, also etwa

cm‐10.1‐20130304‐EXPERIMENTAL‐odroidu2‐M2.zip

• Choose zip from sdcard – Wählen Sie hier

die Google-Apps, also etwa

gapps‐jb‐20130301‐signed.zip

• Reboot system now

Nun startet Android 4.2.2 in Form von

CyanogenMod auf Ihrem Fernseher. Es ist abzusehen,

dass Odroid dank der Arbeit der

CyanogenMod-Community noch über Jahre

hinweg mit aktuellen Android-Versionen versorgt

wird – ganz unabhängig von der Entwicklung

des Herstellers.

Abb. 5: Die wichtigsten TV-Apps legen Sie direkt auf dem Homescreen des Odroid ab.

Der Google-Account

Was nun folgt, kennen Sie vom Android-Telefon

oder ‐Tablet. Nachdem das System gestartet

ist, werden Sie vom Setup-Wizard begrüßt.

Falls ein WLAN-Adapter angeschlossen

ist, tragen Sie wie gewohnt die Zugangsdaten

zu Ihrem heimischen Netzwerk ein.

Danach möchte das Setup das Login zu

Ihrem Google-Account wissen. Hier gibt es

drei Möglichkeiten mit verschiedenen Vorund

Nachteilen:

• Denselben Google-Account wie auf dem

Handy und Tablet nutzen. Vorteil: Bezahlte

Apps sind ohne nochmalige Zahlung verfügbar.

Nachteil: Der Fernseher und damit

jeder Nutzer dessen hat Zugriff auf Ihre

Kontakte, die Kalendereinträge oder auch

Ihre Mails.

• Einen eigenen Google-Account für den

Fernseher anlegen. Vorteil: strikte Trennung

der Daten von Handy und Tablet.

Nachteil: Bezahlte Apps müssen erneut gekauft

werden, da die Bezahlung an Ihren

Google-Account gebunden ist.

• Als Kompromiss bietet es sich an, Ihren

Haupt-Account zu nutzen und die Kontakte-

und/​oder Kalender-App zu sperren.

Dafür können Sie zum Beispiel auf den

App Locker [LINK 12] zurückgreifen.

Da diese Entscheidung stark vom Nutzerverhalten

abhängt, muss die beste Lösung im

Einzelfall abgewogen werden. Noch ein

Tipp: In jedem Fall sollten Chats wie Google

Talk und die Gmail-Benachrichtigungen in

den Einstellungen deaktiviert werden, da

diese auf dem Fernseher eher stören.

Android auf dem Fernseher

Nun geht es darum, das Android-System auf

Ihrem Odroid den eigenen Vorstellungen anzupassen.

Hier möchten wir einige Denkanstöße

bieten, die individuelle Ausgestaltung

können wir Ihnen jedoch nicht abnehmen:

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Juni 2013

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Poweruser

Android Set-Top-Box mit Odroid U2

Abb. 6: Mit XBMC für Android steht Ihnen ein leistungsfähiges und durch

Plug-ins erweiterbares Media Center zur Verfügung.

Abb. 7: Yatse dient auf Ihrem Android-Smartphone als flexible Fernbedienung

zur Steuerung des XBMC Media Center.

Der Play Store und die And roid-Optionen

bieten Ihnen praktisch unbegrenzte

Möglichkeiten .

Die Navigationsleiste lässt sich in CyanogenMod

ausblenden. Dazu setzen Sie

unter Einstellungen | System | Ein/​Aus-

Taste die Option Erweiterter Desktop auf

Statusleiste anzeigen. Wenn Sie nun die

Ein/​Aus-Taste für mehr als drei Sekunden

gedrückt halten, lässt sich mit der Option

Erweiterter Desktop die Anzeige der Navigationsleiste

ausblenden, ohne die Statusleiste

am oberen Bildschirmrand zu verlieren.

Beim Gebrauch eines Keyboards ersetzt

die [Escape]-Taste den Zurück-Knopf,

[Pos1] dient als Home-Taste, [F2] oder

[Bild-Hoch] übernimmt die Menü-Taste.

[Alt]+[Tabulator] wechselt letztendlich

wie am PC zwischen Apps.

• Beim Launcher ist es von Vorteil, wenn Sie

die untere Dock-Leiste mit Ihren wichtigsten

Apps gleich ganz ausblenden. Legen

Sie alle genutzten Apps direkt auf den

Homescreen, die Dock-Leiste brauchen Sie

nicht unbedingt, auch das Hauptmenü verschwindet

so. Icons, die per Klick die Benachrichtigungen

oder Jelly-Bean-Schnelleinstellungen

ausklappen, sind genauso

hilfreich wie die Liste der kürzlich verwendeten

Apps bei zweifachem Tippen. Die

freie Version des Apex Launchers [LINK 13]

kann all dies.

• Als Medien-Apps bieten sich neben You-

Tube die ZDFmediathek [LINK 14] oder Theke

[LINK 15], die Tagesschau-App [LINK 16], ein

Medien-Player wie etwa der DicePlayer

[LINK 17], der exotische Videoformate auch

mittels Software abspielen kann, Google

Play Music [LINK 18] zum Zugriff auf Ihre

MP3-Cloud bei Google, eine Musikvisualisierung

wie projectM [LINK 19], ein Radio

Player wie TuneIn Radio [LINK 20] und vielleicht

sogar Zattoo [LINK 21] zum Streamen

klassischer TV-Sender an.

Eine besondere Erwähnung verdient zudem

XBMC Media Center, vormals auch bekannt

als XBox Media Center. Längst nicht mehr

nur auf der XBox vertreten, wird es von vielen

als das umfangreichste und ausgereifteste

Mediencenter auf Basis freier Software gewürdigt.

Die aktuellen Builds [LINK 22] der 13.

Version des Media Center auf dem Odroid U2

unterstützen dank eines engagierten CyanogenMod-Entwicklers

auch Hardware-Decoding

von HD-Formaten mit bis zu 1080p.

Filme in hochauflösendem Full-HD werden

so direkt vom Grafikchip entschlüsselt, ohne

dass der Prozessor dabei ins Schwitzen

kommt, Ruckler im Bild sind so Geschichte.

Wer XBMC kennt, schätzt all seine Vorteile,

angefangen bei schier endlosen Möglichkeiten,

auf Netzwerkressourcen zuzugreifen,

über all die verschiedenen Arten der

Fernbedienung des Media Center (etwa

mit Yatse [LINK 23]) bis zur Erweiterbarkeit

mittels Plug-ins für unzählige Video- und

Audio- Streamingdienste wie TED Talks,

SouthPark.de oder Engadget. Die kleine Einschränkung,

dass XBMC die neue Funktion

von Android 4.2 zum Ausblenden aller Navigationselemente

noch nicht nutzt, wird

durch die oben erklärte Option des erweiterten

Desktops aufgehoben.

Mit Odroid wird Ihr TV smart

Sie sind nun am Ende der Reise angekommen:

Mit dem Odroid U2 besitzten Sie jetzt

einen „smarten“ Fernseher mit neuestem Android,

Medien-Apps und der Möglichkeit,

Filme von unterschiedlichsten Quellen abzuspielen.

Sowohl das Abspielen als auch das

Starten und Wechseln zwischen Apps laufen

ohne lästiges Hängen und Ruckeln ab. Was

bleibt, ist weiteres Anpassen auf die individuellen

Bedürfnisse mittels der schier endlosen

Apps im Google Play Store in den nächsten

Wochen und Monaten. Viel Spaß mit Ihrem

neuen Smart-TV auf Android-Basis. ● ● ●

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Android-user.de Juni 2013 113


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Autoren dieser Ausgabe

Arnold Zimprich , Jasmin Bauer, Marcel Hilzinger,

Christoph Langner, Carsten Müller, Sven Dawitz,

Steffen Leich-Nienhaus, Samuel Groesch, Patrick

Neef, Simon Vetter, Mirko Mahlberg, Martin

Lennertz, Christian Ullrich, Peer Kintrup, Andreas

Itzchak Rehberg, Marko Dragicevic

Grafik

Judith Erb (Design und Layout), Kristina Fleischer

Titelgestaltung

Judith Erb

Bildnachweis

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere

Sprachlektorat

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Produktionsleitung

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