24.02.2014 Aufrufe

AUDIO 9 ideale Anlagen (Vorschau)

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8 / 2012 www.audio.de Deutschland 5,50 €

XXX › XXX

HIFI · SURROUND · HIGH END · MUSIK

9 ideale Anlagen

JOAN ARMATRADING

Neues Album „Starlight": Gewagter

Alleingang – mit audiophilem Ausgang

Die Erfolgsgeschichte geht weiter:

2000-Euro-Ketten, die perfekt auf den

Punkt spielen.

GENIALER

NETZWERK-

WOOFER

Der Sonos Sub: Wie er klingt,

wie man ihn am besten nutzt,

womit man ihn kombiniert.

28

Neuheiten im Test:

Boxen, Player,

Verstärker, Kopfhörer...

TRAUMBOX FÜR 5500 EURO:

Die neue T+A Criterion im Exklusivtest

Cambridge StreamMagic 6

Für 1 1000 www.audio.de Euro: ›10 Top-Wandler, /2011 Spitzen-Streamer, tolle App-Steuerung

Österreich € 6,30 - Schweiz sfr 11

Spanien € 7,45 - BeNelux € 6,50

Griechenland € 7,70 - Italien € 7,45

Finnland € 8,10 - Slowenien € 7,45


CineMate

® 1 SR

Digital Home Cinema Speaker System

Stellen Sie sich vor, Sie könnten endlich Home Cinema Sound ohne

Lautsprecher im ganzen Raum genießen. Eine Innovation von

Bose ermöglicht jetzt raumfüllenden Klang –mit nur einem

sichtbaren Lautsprecher, der unauffällig unter Ihrem Fernsehgerät

Platz findet, und einem kabellosen, versteckt platzierbaren

Acoustimass ® Modul. Hören Sie das CineMate ® 1 SR System selbst und entdecken

Sie, wie Bose Ihre Vorstellung von Home Cinema für immer verändert.

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Meinung › EDITORIAL

nuVero11

Bernhard Rietschel

brietschel@wekanet.de

AUSSEN HUI, INNEN HUI?

Als HiFi noch ein echtes Männerhobby war, man sich noch an spannungsführenden

Röhrenverstärker-Gehäuseteilen den Tod holen konnte und beim Hantieren mit

dem Plattenspieler Sicherheitsschuhe tragen musste, in grauer Vorzeit also, als

Herren noch mit Hausjacke, Cognac und Pfeife vor dem Höraltar Platz nahmen,

muss ein Kanon von stilistischen Grundregeln dieses Hobbys entstanden sein, die

wir bis heute spüren – auch wenn ihre technische Grundlage, sofern einst überhaupt

vorhanden, längst weggefallen ist. Eine dieser Regeln brachte mich kurz ins

Zaudern, als es darum ging, das Titelmotiv dieser Ausgabe festzulegen: Was gut

aussieht, kann nicht gut klingen. Ich kann nachvollziehen, wie es zu dieser Haltung

kommt – gerade bei Lautsprechern, wo höchste Glaubwürdigkeit stets mit einer

gewissen Scheußlichkeit einherging und -geht, die man heldenhaft-humorvoll in

Kauf nahm und irgendwann dann sogar schön fand. Man denke nur an Klipschorn,

Naim DBL, Tannoy Westminster, JBL Everest und unzählige andere Herrenhörer-

Vehikel, die ich auch alle jederzeit und mit Freuden in meinem Wohnzimmer

platzieren würde – wenn ich mir sie denn leisten könnte.

Man muss auch zugeben, dass sich Design-HiFi nicht ganz zu Unrecht zu einem

Schimpfwort entwickelt hat – viel Abscheuliches mussten wir in den vergangenen

Jahrzehnten kommen und gehen sehen – und zum Glück nicht alles davon auch

hören. Das Sonos-Musiksystem auf dem Titel trägt also ein schweres Erbe, für das

es gar nichts kann. Es sieht gigantisch gut aus (sagen zumindest auch Leute ohne

meine HiFi-Vorbelastung), und die Satelliten bestehen zu allem Überfluss auch

noch aus Plastik. Was nach rotem Tuch roch, bekam sowohl im Messlabor als auch

im Hörraum sattgrünes Licht. Nicht dass mich das überrascht hätte. Schließlich

hatte ich mit den Sonos-Komponenten schon einen versehentlichen Blindtest mit

dem womöglich kritischsten Publikum der Welt gemacht – 2011 auf der High End

in München, mit den Besuchern unserer Vorführung. Wer damals dabei war, hat

den wichtigsten Schritt schon hinter sich: Trauen Sie sich und probieren Sie Neues

aus. Sie werden feststellen, dass nicht in jeder schicken Schale ein fauler Kern

steckt, und in mancher vielleicht sogar die Saat für das HiFi der Zukunft schlummert.

Die alten Tannoys werden dadurch ja nicht schlechter.

Viel Spaß mit diesem Heft wünscht

„Standbox des Jahres“

– das 3. Jahr in Folge

Leserwahlgewinner bei Audio und Stereoplay

Kategorie Standboxen bis 3000 €

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nuVero 11: „Dürfte so schnell kaum zu toppen sein“ Stereoplay-Highlight

4/09 · „Unter den ganz schlanken Lautsprechern

klanglich einer der mächtigsten“ Klangtipp Referenzklasse

HiFi Test 4/09 · 520/360 Watt · Höhe 113 cm · 1345,-/Box*

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www.audio.de ›08 /2012

3

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Schwäbisch Gmünd und D-73430 Aalen ■ Bestell-Hotline mit

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Inhalt › AUDIO 08/2012

Gebündelte Power :

T+A TCD 210 S 24

Ideale Anlagen

34

Und wieder dürfen neun spannende Händler-Anlagen

zeigen, was sie zu bieten haben.

4B Vollverstärker

Cambridge 651 A

SPITZEN-

TRUMPF

5B CD-Player

NAD C546 BEE

SPITZEN-

TRUMPF

1B

Vollverstärker

Denon PMA-520 AE

Preis €

Sinusleistung 4/8Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

SPITZEN-

TRUMPF

800

119/82

49

6

85

8/12

3C Standlautsprecher

Wharfedale Diamond 10.7

Preis €

560

Fehlerkorrektur bis mm 1,1/2,4

Störabstand dB

110

Ausgangswiderstand Ω 165

AUDIO-Klangpunkte 98

Test in Ausgabe

8/12

9B Aktiv-Lautsprecher

ADAM Artist 5

SPITZEN-

TRUMPF

SPITZEN-

TRUMPF

Preis €

Sinusleistung 8/4Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

250

58/82

54

5

68

8/12

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

900

3,5

50

22

80

8/12

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

800

2

7

7

77

8/12

MAGAZIN

8 News

Das BeoPlay A8 von Bang&Olufsen

bekommt ein schickes Design und Airplay

spendiert. Und der Bose-Klassiker Wave

ist in einer neuen Version verfügbar.

Chesky stellt seine legendären Kunstkopf-Aufnahmen

zum Download bereit, und

bei Linn Records gibt es jetzt auch

HighRes-Files von Labels wie Universal

oder Warner.

10 Szene HiFi-Events & Termine

RUBRIKEN

3 Editorial

79 Markt

132 Bestenliste

144 Leserbriefe

144 Impressum

146 Vorschau

LAUTSPRECHER

16 Vergleichstest: Kompaktboxen

Drei Neulinge von AVM, Epos und Dynaudio

wollen mit optimierten Schallwänden für

einen besseren Klang sorgen – ob ihnen das

auch gelingt?

24 Test: T+A TCD 210 S

HiFi für Erwachsene: Die neue Standbox

von T+A nutzt ausgeklügelte Technik und

legt verblüffende Stärken an den Tag.

28 Test: Subwoofer

Ein Sub von Velodyne-Sub bringt eine

schlaue Raum-Einmessfunktion zu einem

verblüffend günstigen Preis. Wenn jetzt

auch noch der Klang überzeugt ...

30 Test: Subwoofer

Der smarten Sonos-Netzwerksystem hat

eigentlich nur eines gefehlt: ein drahtloser

Sub. Bis jetzt ...

KOMPLETTANLAGEN

34 Ideale Anlagen um 2000 Euro, Teil 2

Neun weitere spannende Ketten, vorgeschlagen

von kundigen HiFi-Händlern,

müssen die Karten auf den Tisch legen:

Möge das Spiel beginnen ...

36 Die erste Anlage besteht aus nagelneuer

Elektronik von Denon und einer Standbox

von Phonar –der Veritas P4 Next.

41 Ein Rega RP1 beliefert einen Naim Nait

5i/2 mit analogen Signalen. Die kompakte

B&W 686 übernimmt dann den Rest.

42 Die Wharfedale Diamond 10.7 und eine

Amp/Player-Kette von Exposure bilden in

dieser Anlage ein Dream-Team.

44 Die KEF R 100 bezaubert an Elektronik

von Cambridge mit Spitzenklang.

48 Die fünfte Anlage trumpft mit Dynaudios

Excite X16 plus einem Verstärker und

einem neuen CD-Laufwerk von NAD auf.

50 Ein Hit nicht nur für Retro-Fans: Yamaha-

Elektronik an der Standbox Boston A 360.

4 www.audio.de ›08 /2012


Inhalt › AUDIO 08/2012

16

WAND-STARK:

AVM, Dynaudio und Epos optimieren

bei ihren Kompaktboxen nicht nur die

Chassis und Weichen, sondern auch

die Schallwand der Gehäuse.

TON-NETZ

Neue AV-Receiver verbinden Surround-

Klang mit Netzwerkfunktionen. Onkyo und

Sony wollen zeigen, was sie können.

MELODY

GARDOT

In 80 Takten rund um die Welt: An locations

von Marokko bis Portugal entstand mit „The

Absence“ ein Barjazz-Album der Extraklasse.

69

58

126

44

HIFI-KOPFHÖRER FÜR JEDERMANN

IM TEST

AV-RECEIVER

Onkyo TX-NR 818, Sony STR-DA

3700ES ..................................................58

CD-PLAYER

Cambridge Azur 651C .........................44

Denon DCD-520 AE .............................38

NAD C 546 BEE ....................................48

Rotel RCD-06 SE ..................................54

D/A-WANDLER

Pro-Ject Dac Box S USB ..................... 51

HIFI-KOPFHÖRER

Beyerdynamic T90, Focal Spirit One,

Fostex TH-900, PSB M4U 2, Sony

MDR-MA900 .......................................126

IPOD-DOCKS

Creative Ziisound D5x, Klipsch G-17

Air, Logitech UE Air Speaker, Sony

RDP-XA900iP ......................................122

KOMPAKTBOXEN

Adam Artist 5 .......................................56

AVM Audition, Dynaudio Excite X16,

Epos Elan 15 .........................................16

KEF R 100 ..............................................44

T+A KR 450............................................ 51

NETZWERK-PLAYER

Cambridge Stream Magic 6 ...............12

STANDBOXEN

Phonar Veritas P4 Next .......................36

T+A TCD 210 S ......................................24

Wharfedale Diamond 10.7 ..................42

SUBWOOFER

Sonos Sub ............................................30

Velodyne EQ-Max 12 ...........................28

VOLLVERSTÄRKER

Cambridge Azur 651A .........................44

Denon PMA-520 AE .............................38

Bilder: Titel: Archiv, J. Bauer, Michael Robert Williams; Inhalt: Archiv, H. Härle, MPS, Universal

51 Vielseitig: Ein Sonos Connect versorgt

über einen D/A-Wandler von Pro-Ject

einen Verstärker von Rotel. Die T+A

KR450 ist für die Schallwandlung zuständig.

54 Und erneut eine B&W-Box: Die CM5 trifft

auf eine Rotel-Kette. Mit dabei: der neue

CD-Player RCD-06 SE!

56 Und zum Finale räumt die aktive Kompakt

box von Adam, die Artist 5, mit dem

digitalen Alleskönner Audiolab 8200 CDQ

ganz groß ab.

VERSTÄRKER

58 Vergleichstest: AV-Receiver

Die neuen Surround-Spezialisten von Sony

und Onkyo sind nicht nur Experten in

Sachen Mehrkanalton, sondern wollen

auch mit smarter Netzwerktechnik

punkten.

KOMPLETTSYSTEME

122 Vergleichstest: iPod-Docks

Klein, aber oho: Vier One-Box-Lösungen

von Klipsch, Logitech, Creative und Sony.

KOPFHÖRER

126 Test: HiFi-Kopfhörer

Fünf Testkandidaten bieten alles, was man

für audiophilen Musikgenuss benötigt.

DIGITAL-QUELLEN

12 Test: Netzwerk-Player

Der Stream Magic 6 von Cambridge:

Allrounder und Klangwunder in einem.

REPORT

64 Serie: Kult-Tracks

Die neue AUDIO-Serie nimmt Musik-Meilensteine

unter die Tontechnik-Lupe und

erklärt wie sie entstanden sind.

MUSIK

67 Pop-CDs

Tom Jones, Blackmore’s Night, Patti Smith,

Rush, Maximo Park, Joe Jackson, Rumer,

Ultravox, Slash, Joe Walsh, Glenn Frey ...

68 Die Audiophilen

Joan Armatrading, Cassandra Wilson:

Songwriter-Delikatesse von Jazz bis Folk

70 Geheimtipp

A Place To Bury Strangers: New Yorker

Noise-Rock mit Gänsehautgarantie –

und ohne Kompromisse

72 Musik Blu-ray, DVD

The Beatles, Simply Red, The Raconteurs ...

74 Oldie-CDs

David Bowie, Paul Simon, Kylie Minogue ...

75 Jazz-CDs

Marcus Miller und seine fulminante

„Renaissance“ des Funk-Jazz

76 Klassik-CDs

Meister der Präzision: wie das Mandelring

Quartett Mendelssohn-Bartholdy seziert

www.audio.de ›08 /2012

5


Das audiophile Dream-Team

CM9 und CM5

jetzt ebenfalls in

Weiß erhältlich.

PV1D – der

neue digitale

Aktiv-Subwoofer.

68%

ÜBERRAGEND

CM 8

CM5

Weiß – Synonym für Vollkommenheit und die Farbe der

Freude und des Glücks. So auch für den audiophilen

Klang-Gourmet. Denn ausgestattet mit den neusten B&W-

Klangtechnologien begeistern die Lautsprecher der CM-Serie

selbst anspruchsvolle Musik- und Design-Liebhaber mit ihrem

einzigartig natürlichen Klang sowie einer zeitlos eleganten

Erscheinung. Dank vielfältiger Kombinationsmöglichkeiten

auf Basis der Standlautsprecher CM 9 und CM 8 mit den

Kompaktmodellen CM 5 und CM 1 sowie dem CM-Center,

steht auch einem mitreißenden Heimkinoerlebnis nichts im

Weg. Zudem sind die genannten Modelle ab sofort in der

hochwertig neuen Ausführung Schleiflack-Weiß erhältlich.


Die CM-Serie in Weiß

Jetzt erhältlich bei folgenden autorisierten B&W Fachhändlern:

01067 Dresden

Radio Körner

Könneritzstr. 13

23611 Bad Schwartau

Projekt Akustik

Tremskamp 51-51a

38106 Braunschweig

Wyrwas Hifi - Special

Humboldtstr. 23

53881 Euskirchen

Klangforum

Postweg 4

71101 Schönaich

Hifi und Wohnen

Cheruskerstr. 6/1

91074 Herzogenaurach

Radio Haberzettl

Erlanger Str. 58

01259 Dresden

EP: Radio Hanel

Bahnhofstr. 70a

24119 Kiel-Kronshagen

Begehr Bild-Tontechnik

Kieler Str. 62-64

40210 Düsseldorf

Hifi-Referenz

Steinstr. 31

54290 Trier

Hifi Kohr & Roensch

Jüdemerstr. 28-32

71711 Murr

Hifi Keller

Gottlieb-Daimler-Str. 37

91083 Baiersdorf

Hifi Forum

Breslauer Str. 29

04103 Leipzig

Uni Hifi

Goldschmidtstr. 14

24837 Schleswig

Audio Point

Kornmarkt 3

40477 Düsseldorf

Hifi-Audio Ulrike Schmidt

Eulerstr. 50

55116 Mainz

Hifi Profis

Rheinstr. 4

72764 Reutlingen

Akustik Studio Biegler

Kanzleistr. 53

97072 Würzburg

Audioladen

Kliebertstr. 3

04109 Leipzig

media@home Schöne

Hainstr. 1

26655 Westerstede

Coldewey

Burgstr. 6

42853 Remscheid

Amadeus Hifi Studio

Hindenburgstr. 31

55294 Mainz/Bodenheim

Klangstudio Pohl

Mainzer Str. 73

76133 Karlsruhe

SG-Akustik

Amalienstrasse 45

97437 Haßfurt

Euronics Schlegelmilch

Godelstatt 8

07743 Jena

Röhlig Vision & Sound

Holzmarkt 1

28203 Bremen

Uni Hifi

Am Dobben 23

44141 Dortmund

RAE Akustik

Märkische Str. 125

56068 Koblenz

Schmitz Hifi-Video

Emil-Schüller-Str. 37-39

77855 Achern

Audio-Box

Hauptstr. 87

97783 Karsbach-Weyersfeld

MD Sound

Im Wiesgarten 5

08056 Zwickau

Röhlig Vision & Sound

Äußere Schneeberger Str. 93

08523 Plauen

media@home Hifi Böhm

Unterer Steinweg 8

10178 Berlin

Saturn Alexanderplatz

Alexanderplatz 3

10623 Berlin

King Music

Uhlandstr. 20-25

10789 Berlin

Saturn Europa-Center

Tauentzienstr. 9

30159 Hannover

Thorenz

Karmarschstr. 43

30159 Hannover

Alex Giese Hifi+TV Technologie

Theaterstr. 14

30167 Hannover

Uni Hifi

Königsworther Str. 8

30173 Hannover

Musikus-Hifi

Hildesheimer Str. 119

32049 Herford

EP Unger

Mindener Str. 85

44805 Bochum

HiFi Center Liedmann

Harpener Hellweg 22

45127 Essen

Hifi Spezialist Werner Pawlak

Schwarze Meer 12

45472 Mülheim

HiFi Zentrum Werner Pawlak

Humboldtring 13

45888 Gelsenkirchen

Audio Fidelity

Bulmker Str. 32 a

47877 Willich

Hifi Schluderbacher

Schmelzerstr. 26

56727 Mayen

Musikhaus Geiermann

Göbelstr. 12

59065 Hamm

Auditorium

Feidikstr. 93

60318 Frankfurt

Hifi Profis

Am Eschenheimer Tor 2

63067 Offenbach

Hifi im Hinterhof

Geleitsstraße 50

63739 Aschaffenburg

Hifi Dillity

Würzburger Str. 33

79098 Freiburg

Hifimarket Esser

Gauchstr. 17

79539 Lörrach

Akustik Studio Herrmann

Wallbrunnstr. 57

80333 München

HEC-Store

Kardinal-Döpfner-Str. 6

80798 München

sound reference

Schellingstr. 103

81369 München

Hifi Treffpunkt

Albert-Roßhaupter-Str. 40

Österreich:

1010 Wien

Mediamagic

Opernring 4

1020 Wien

Downtown HiFi

Praterstr. 1

1080 Wien

Raum-Akustik

Lerchenfelder Str. 30

1090 Wien

Audio Emotion

Schwarzspanierstr. 11

10963 Berlin

HiFi im Hinterhof

Großbeerenstr. 65

12163 Berlin

Saturn Berlin-Steglitz

Schloßstr. 110

12203 Berlin

Triangle Trading Enterprise

Gardeschützenweg 86

12555 Berlin

media@home Wuntke

Bahnhofstr. 33-38

17033 Neubrandenburg

Heuer Hifi-TV-Video

Behmenstr. 6

20095 Hamburg

Wiesenhavern

Mönckebergstr. 11

20146 Hamburg

Audiophonie

Rentzelstr. 10

21337 Lüneburg

RAE-Akustik

Dahlenburger Landstr. 72

32423 Minden

Knicker & Wortmann

Königstr. 45

33100 Paderborn

Sound Systems

Detmolder Str. 192

33415 Verl

Beckhoff Technik & Design

Uhlandstr. 2

33602 Bielefeld

Hört sich gut an

Zimmerstr. 8

34117 Kassel

A E S

Oberste Gasse 17

34117 Kassel

Maurer e.K.

Fünffensterstr. 2a

35039 Marburg

Acoustics Hifi-Studio

Neue Kasseler Str. 62

35108 Allendorf

Sound Studio Allendorf

Besenacker 8

48143 Münster

Auditorium

Alter Steinweg 22-24

48431 Rheine

Radio Saatjohann

Münsterstr. 1a

48720 Rosendahl

Wolbeck Hifi

Schöppinger Str. 28

49078 Osnabrück

HiFi SPECTRUM

Arndtplatz 2

49084 Osnabrück

Ton-Art Studio

Hannoversche Str. 99

50667 Köln

MSP - HiFi Studio

Cäcilienstr. 48

50670 Köln

Saturn

Maybachstr. 115

51109 Köln

Rheinklang

Olpener Str. 955

64283 Darmstadt

Hifi Profis

Grafenstr. 29

65185 Wiesbaden

Hifi Profis

Rheinstr. 29

66113 Saarbrücken

Elektro R. Meyer

Friedrich-Hecker-Str. 1

66265 Heusweiler

Elektro R. Meyer

Holzerstr. 54

66424 Homburg

expert Axel Ulmcke

Talzentrum / Talstr. 38b

67071 Ludwigshafen

Hirsch + Ille

Hedwig Laudien Ring 21

67655 Kaiserslautern

Phoenix Hifi-Studio

Richard-Wagner-Str. 65

68161 Mannheim

Die Media Profis

N4, 21-23

81667 München

Hifi Concept

Wörthstr. 45

84030 Landshut

M&K Hifi

Neidenburgerstr. 6

85055 Ingolstadt

Media@Home Ostermeier

Freyberger Str. 27

86150 Augsburg

High-Fidelity Studio

Dominikanergasse 7

87439 Kempten

Hifi Hartmann

Heiligenkreuzer Str. 16+17

88131 Lindau

Blank Hifi

Anton-Gies-Str. 2

89073 Ulm

Hifi Kemper

Neue Str. 50

89073 Ulm

Ton und Bild Kemper

Hafenbad 1

2334 Vösendorf-Süd

HeimkinoWelt

Shopping City Süd,

Top G264

4020 Linz-Donau

Der Gross

Landstr. 47

4840 Vöcklabruck

Ton Art Franz Stöger

Freileiten 6

5301 Eugendorf

Cinema Audio

und Videotechnik

Ischlerbahnstr. 23a

6020 Innsbruck

Sound Gallery Innsbruck

Pembaurstr. 14

6850 Dornbirn

Visions for you Kreil

Rathausplatz 4

8010 Graz

Hifi Team Czesany

Am Fuße des Schloßberges 4

22175 Hamburg

Hifi Studio Bramfeld

Bramfelder Chaussee 332

35390 Gießen

Schäfer & Blank

Sonnenstr. 1-3

52064 Aachen

Klangpunkt

Karlsgraben 35

69115 Heidelberg

Expert Esch Heidelberg

Sofienstr. 3

90552 Röthenbach

EP: Grau

Martin-Luther-Str. 1

9020 Klagenfurt

Hifi Video Majdic

Inglitschstr. 26

22457 Hamburg

Fidelity Acker & Buck

Frohmestr. 5

38100 Braunschweig

Radio Ferner

Neue Str. 22/23

53113 Bonn

Hifi Linzbach

Adenauerallee 124

70178 Stuttgart

Studio 26

Sophienstr. 26

90762 Fürth

Audioviel

Gustavstr. 12

9500 Villach

Hifi Video Majdic

Kärtnerstr. 34

Mehr zur CM-Serie auf:

www.gute-anlage.de und

www.bowers-wilkins.de


Magazin › NEWS

AUGUST 2012

COUPE DANMARK

MIT APFEL

Schon in AUDIO 4/2011 begeisterte

die augenfällige Klangskulptur Beo-

Sound 8 von Bang & Olufsen, zum

Beispiel mit superber Höhen-Auflösung

und enormer Pegelfestigkeit.

Kein Wunder, dass das von Designer

David Lewis entworfene Sound-Tool

zum meistverkauften System von

Bang & Olufsen avancierte.

Nun setzen die Dänen noch eins drauf

und spendieren ihrer neuen BeoPlay A8

Apple-Appeal: Via AirPlay lassen sich

so Songs drahtlos direkt vom iPhone oder

iPad streamen; eine spezielle App erleichtert

überdies die Installation. Zusammen mit den

angestammten Tugenden wie der „Adaptive

Bass Linearisation“ aus der Haus-Trickkiste

(einer Equalizer-Schaltung mit Pegelüberwachung)

und dem Stereo-Zweiwegelautsprechersystem

sowie diversen stylischen Farben

für die Textilabdeckung dürfte die BeoPlay A8

viele Augen und Ohren auf sich ziehen. Der

Preis der Schönheit: rund 1150 Euro. www.

bang-olufsen.com cd

NEW WAVE

Auch wenn das Design vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein mag, bereichert Bose mit seinem Tischradio Wave

bereits seit vielen Jahren die Hörlandschaft. Nun kommt das Wave in der Version III mit verfeinerter Ausstattung: Der

UKW-Tuner wurde empfangsstärker, außerdem empfängt die amerikanische Tisch-Anlage nun das Digitalradio DAB+.

Wer die flache Fernbedienung einmal verlegt hat, kann das neue Wave in Grundfunktionen auch über die „Touch-Top“-

Kontrollfläche auf dem Gehäuse bedienen – eine Funktion, die wir beim alten Wave oft vermissten. Ebenfalls neu: die

duale Weckfunktion, die zwei verschiedene Zeiten speichern kann. Mit Extra-Paketen (rund 100 Euro) können auch

iPhone & Co andocken oder Bluetooth-Gerätschaften Lieblingssongs drahtlos auf das Wave III beamen. Zum Glück

beim Alten geblieben ist der sehr kräftige, sonore Klang. Preis der Basisversion: rund 500 Euro. www.bose.de cd

8

www.audio.de ›08 /2012


Magazin › NEWS

BLACK-BOX

MIKRO-KOSMOS

iPhone, iPad, iPod und MacBook lassen sich auch als

Aufnahmeleiter einsetzen: Für klangstarke Musik-Takes

oder Interviews rüstet der Spezialist MicW Apple-

Geräte mit seinem ultrakleinen Mikrofon i266 auf. Das

Vier-Zentimeter-Zäpfchen arbeitet mit Nieren-Richtcharakteristik

und soll dank relativ großer Membranflächen

selbst subtile Details aufnehmen. Durch iTunes-Synchronisation

und im Verbund mit diversen Apps lassen

sich die Mitschnitte komfortabel verwalten. Auch an

Geräte anderer Hersteller kann das i266 andocken –

wenn diese ihm eine vierpolige 3,5-mm-Klinkenbuchse

bieten. Der Preis: 132 Euro; mit Zubehör-Kit 169 Euro.

www.mic-w.com cd

Arcam stellt mit seinem

neuen rPac einen smarten, USBbetriebenen

Digital-/Analogwandler vor – ideal

für mobilen Klanggenuss: Das 300 Gramm leichte schwarze

Alukästchen soll PC, Mac oder Laptops ohne extra Treiber zu

einer klangstarken Performance beflügeln. Dazu wandelt der

rPac die Musikdaten aus dem Computer mit Abtastraten von

bis zu 24-Bit/96kHz um. Der Clou: Der rPac agiert auch als

Kopf hörerverstärker – so lassen sich Lieblingssongs unterwegs

oder zuhause ungestört genießen. Und mit dem Cinch-Line-

Level-Ausgang schickt die Black-Box ihre Soundfracht direkt an

HiFi-Verstärker. Dafür braucht das schwarze Zauberkästchen

kein Netzteil – den nötigen Saft holt es sich via USB-Bus. Der

Preis: rund 200 Euro. www.arcam.de cd

Fotos: Archiv, billybear (2) – Shutterstock.com

KUNST IM KOPF

Die Soundprofis des New Yorker Labels

Chesky schaffen Raum: Was zum Beispiel

die Mikrofon- und Kopfhörer-Cracks Sennheiser

bereits in den 70ern forcierten, wollen

die Cheskys nun audiophilem Publikum

verfeinert auf die Ohren geben: Kunstkopf-

Aufnahmen mit 192 kHz / 24 Bit, aufgenommen

mit dem Neumann-Kunstkopf KU-100,

bei dem zwei Mikros in den Gehörgängen

eines Dummys sitzen. In der Binaural+-Serie

sind für 2012 vier Alben geplant, in den USA

als Downloads auf www.hdtracks.com erhältlich.

Ob sie in Deutschland downloadbar

sein werden, steht noch nicht fest, die physischen

Tonträger vertreibt in-akustik. www.

chesky.com; www.in-akustik.com cd

HIGHEND-MAINSTREAM

Tonträger limitieren je nach Format oft das ursprüngliche Aufnahmepotenzial. Hochauflösende

Downloads können das Problem lösen und theoretisch sogar den Klang von SACD

oder DVD hinter sich lassen. Linn Records und das Berliner Portal Highresaudio bieten

solch edle Klangkost schon seit geraumer Zeit zum Herunterladen an – neuerdings auch

Aufnahmen von großen Companies wie Universal oder Warner. So kommen Audiophile

in den hochauflösenden Genuss von Top-Acts wie Tom Petty And The Heartbreakers,

George Harrison oder Diana Krall. Über 400 Studio-Master-Alben sind bereits auf Linn

Records erhältlich, von den Beatles bis zu den Rolling Stones. Die Kooperation der

Schotten mit Universal baut das Angebot nun aus. „Wir wissen, dass eine steigende

Zahl unserer Künstler dem Wunsch nach höherer Klangqualität in der Digitaldomäne und

anderen Formaten sehr positiv gegenübersteht", so Andrew Daw, Vice President für Strategisches

Marketing bei der Universal Music International. Und auch Neil Young machte

sich bei der diesjährigen Dive-into-Media-Konferenz für eine höhere Klangqualität stark.

Warner will ebenfalls stärker ins Geschäft einsteigen und Musik in Studio-Masterquali tät

zum Download über Highresaudio anbieten. Losgehen soll es mit dem Eagles-Klassiker

„Hotel California“ und „Under Rug Swept“ von Alanis Morissette. www.highresaudio.

com, www.linnrecords.com cd

www.audio.de ›08 /2012

9


Magazin › XXXXXXXXXXXXXXX

SZENE

HIFI-TERMINE

6. 7. - 3. 8. PhonoPhono, 10961 Berlin

informiert immer freitags (Bergmannstr. 17, 17 bis 19 Uhr) schwerpunktmäßig

über analoge Klangkultur. Die Themen der kommenden Veranstaltungen.

6. Juli: moderne Plattenspieler aus verschiedenen Preisklassen

im Direktvergleich. 13. 7.: Preiswerte HiFi-Technik – woran erkennt man

gute Geräte, wie kombiniert man eine komplette, top klingende HiFi-

Anlage? PhonoPhono zeigt an praktischen Beispielen, wie gut Einsteiger-

Anlagen anno 2012 klingen können. 20. 7.: Platten waschen & reinigen –

Tipps & Tricks zum Thema Schmutz und Staub, Waschmaschinen und

Spezialreiniger. 27. 7.: Tonabnehmer im Vergleich – wie klingt ein

preiswertes MM-System, welchen Einfluss hat der Nadelschliff, welcher

Tonabnehmer passt zu welchem Plattenspieler? 3. August: High-End für

Kenner und Genießer – hochwertige Plattenspieler namhafter Hersteller

im direkten Vergleich. www.phonophono.de

7. 7. SG Akustik, 76133 Karlsruhe

lädt zum Karlsruher Analog-Forum. Themen sind unter anderem das

Digitalisieren von Schallplatten und Vergleiche zwischen unterschiedlichen

Tonabnehmern und Laufwerkkonzepten. Die Anzahl der

Plätze ist begrenzt; um Anmeldungen wird gebeten. Telefon: 0721 /

941 45 80. email: www.sg-akustik.de

2. 8. Boxen Gross, 10999 Berlin

veranstaltet jeden ersten Donnerstag im Monat (18-20 Uhr) einen

HiFi-Workshop. Thema am 2. August: ein Systemvergleich verschiedener

Aktivlautsprecher-Konzepte. Das Team um Siegfried Wörner erklärt die

Vorteile der „Aktiven“ und deren Arbeitsweisen anhand diverser

Vertreter der Aktivtechnik. Mit dabei. die Audium Comp5 aktiv als

anpassbarer Breitbänder mit integriertem Sub; das Dynaudio-Set Xeo 5

(wireless) + Fokus 110a + Sub250 als Vergleich zwischen einer aktiven

Standbox und einem aktiven Sub-/Sat-System; die Linn Isobarik mit

schrittweiser nachträglicher Aktivierung sowie die Linn Klimax 350 Aktiv,

die mit einer Membrankontrolle im Bass aufwartet. www.boxengross.de

13./14. 7. Musik im Raum, 65183 Wiesbaden

freut sich auf den Besuch von

Werner Strehl vom ATC-Vertrieb,

der zusammen mit Musik-im

Raum-Chef Bernd Hauptmann die

exklusive „Privat-Edition“ der ATC

SCM-50 präsentiert – für Aktivboxen-Fans

eine der aktuell wohl

spannendsten und attraktivsten

Boxen der Szene (ausführlich

getestet wurde die lederummantelte

Schönheit in der aktuellen Ausgabe

von AUDIOs High-End-Sonderheft

AUDIOphile, die jetzt erhältlich ist).

Zudem stehen beide HiFi-Experten

für’s Fachsimpeln und zum

highfidelen Meinungsaustausch

bereit. Anmeldung erbeten unter

Telefon 0611 / 52 46 48.

14. 7. / 27. 7. Radio Ferner, 38100 Braunschweig

erwartet im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Im Fokus“ (jeweils am

zweiten Samstag des Monats) die dänische Elektronikfirma Gryphon

sowie die Schweizer Lautsprecherschmiede Piega. Hermann Noch vom

deutschen Vertriebspartner T.A.D. stellt diese beiden für kompromisslose

Qualität stehenden Highend-Marken vor und zeigt aktuelle Neuheiten. Die

Präsentationen beginnen jeweils um 11, 14 und 16 Uhr. Die zweite

Radio-Ferner-Eventreihe „Die Kleine Hörprobe“ (jeden letzten Freitag im

Monat von 18-20 Uhr) widmet sich am 27. 7. dann den beiden Herstellern

Primare und Sonus Faber: Schwedische Präzisionselektronik trifft auf

italienische Lautsprecher-Eleganz. Anmeldung erbeten unter Telefon 0531

/ 494 87; mail: verkauf@radio-ferner.com www.radio-ferner.com

17.-28. 7. Luna Audio Lounge, 90471 Nürnberg

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt: Da wollte Thomas

Mathejczyk im Juli in aufgeräumter Sommerlaune den 1. Geburtstag

seiner „Luna Audio Lounge“ feiern – weil aber kurzfristig der Eigentümer

der Geschäftsimmobilie gewechselt hat und das Gebäude künftig

anderweitig genutzt wird, steht statt einer Party jetzt ein Umzug an.

Deshalb gibt es in der Breslauer Str. 406 vom 17.-28. Juli eine „Räumungsverkauf

wegen Umzug“-Aktion: Alle vorrätigen Lautsprecher, HiFi- und

Surround-Komponenten werden in diesem Zeitraum mit massiven

Preisnachlässen abverkauft. Jeder Interessent kann so quasi beim Umzug

helfen und sich sein persönliches HiFi-Schnäppchen sichern. Ab August/

September (der genaue Termin steht noch nicht fest) bezieht Luna Audio

dann seine neuen Räumlichkeiten. Die Adresse: Euckenweg 17, 90471

Nürnberg. Telefon: 0911 / 4310 727; mail: luna-audio@gmx.de AUDIO

wünscht auch am neuen Standort viel Erfolg und viele zufriedene Kunden.

www.luna-audio.de

20./21. 7. Graf HiFi, 70182 Stuttgart

will unter dem Motto „Drahtlos für Fortgeschrittene“ zeigen, wie

highendig moderne Wireless-Systeme inzwischen klingen können.

Dazu präsentieren Torsten Graf und sein Team in der Charlottenstr.

die neuen Drahtlos-Speaker XEO von Dynaudio, demonstrieren,

wie die AirPlay-Geräte von Apple Musik und Videobilder drahtlos

durch’s ganze Haus streamen können und präsentieren den RS

220 von Sennheiser – den vielleicht besten Funk-Kopfhörer der

Welt. Vorgeführt wird am 20. 7. von 16-19 Uhr und am 21. 7. von

10-20 Uhr. www.graf-hifi.de

21. 7. HiFi Concept, 81667 München

Edel, edler, Accuphase: High-Ender schwärmen nicht ohne Grund

von der japanischen Traummarke Accuphase. Bekannte Bestseller

sowie aktuelle 2012er-Neuheiten aus dem Portfolio der

Nobelmarke sind nun in der Wörthstr. 45+38 zu sehen und zu

hören. Als Lautsprecherpartner assistiert – ebenfalls den Besuch

wert – die neue Sasha von Wilson Audio. Neben dem HiFi-Concept-Team

um Robert Heisig sind Mitarbeiter des deutschen

PIA-Vertriebs sind vor Ort und freuen sich auf’s Fachsimpeln mit

HiFi-Freunden. www.hificoncept.de

www.audio.de ›08 /2012


Magazin › SZENE

27. 7. HiFi auf dem Bauernhof, 87452 Altusried

lädt jeden letzten Freitag im Monat zu einem Musikabend. Im

gemütlichen Dachstudio des im schönen Allgäu gelegenen „HiFi-

Bauernhofs“ treffen sich ab 19 Uhr HiFi- und Musikliebhaber, um auf

spannenen Anlagenkonfigurationen und in lockerer Atmosphäre

aktuelle Tonträger und interessantes Zubehör kennen zu lernen. Und

für’s leibliche Wohl gibt es Snacks und Getränke. Nächster Termin

ist der 27. 7. – ein Livemusik-Event ist in Planung ... Die

Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt; daher

bitte vorher anmelden. Telefon: 083 73 / 7019.

www.hifi-bauernhof.de

4. 8. B&M Service-Center Süd, 70806 Kornwestheim

veranstaltet in Stuttgart einen Workshop mit Lautsprechern der

Aktivspezialisten Backes + Müller. Abwechselnd werden Modelle aus

der Prime- und aus Line-Serie vorgeführt; als Zuspielgeräte kommen

Komponenten von Restek zum Einsatz. Besucher dürfen gerne eigene

Vorführ-CDs mitbringen bzw. im Vorfeld individuelle Musikwünsche

äußern. Anmeldung und Infos unter Telefon 07154 / 4413. Dort

erfährt man auch den genauen Veranstaltungsort.

mail: info@service-sued-backesmueller.de.

www.service-sued-backesmueller.de

27./28. 7. Sound @ Home,

72764 Reutlingen

ist (siehe 13./14. 7.) ebenfalls eine Station der

„Private Edition"-Tournee der Lautsprechermarke

ATC. Matthias Schneider von Sound@Home und

Werner Strehl vom ATC-Vertrieb werden diese

exklusive Aktivbox mal so richtig von der Leine

lassen – und zeigen natürlich auch die ganze Fülle

der individuellen, frei nach persönlichem

Geschmack wählbaren Gehäusefinishings!

www.sound@home.de

MUSIK IM HANDEL

Service-Wüste Plattenladen? Keineswegs – es gibt sie noch, die engagierten und

kompetenten Tonträger-Händler. AUDIO stellt in Zusammenarbeit mit der Handelsgemeinschaft

Aktiv Music Marketing (amm) jeden Monat einen spannenden record

shop vor und fragt nach audiophilen Tipps und musikalischen Entdeckungen. Eine

Übersicht über alle amm-Händler gibt es online unter www.amm.de

CD LOUNGE

Georg Kruse

Wilhelminenstr. 25

64283 Darmstadt

Telefon: 06151-291705

cdlounge@amm.de

Fotos: Archiv, J. Bauer, dowiliukas / Sergey Kandakov / billybear – Shutterstock.com

AUDIO: Welche (Wieder-)Veröffentlichung können Sie aus

klanglicher Sicht derzeit besonders empfehlen?

Kruse: Alan Parsons Project: „Tales Of Mystery And Imagination“

(Mercury/Universal veröffentlichte kürzlich eine „Deluxe

Edition“). Die Platte hält, was der Titel verspricht. Eine auch

klanglich hervorragende Umsetzung der haarsträubenden

Geschichten von Edgar Allan Poe. Wie hier mit zum Teil ganz

wenigen Mitteln eine vielschichtige Atmosphäre geschaffen

wurde, ist für mich immer noch unerreicht.

?: Welche Neuerscheinung sticht

für Sie musikalisch hervor?

!: Richard Hawley: „Standing At

The Sky’s Edge“ (Parlophone/

EMI). Schon das erste Stück zeigt

die Vielfalt dieser Platte: Leise

Passagen wechseln sich mit

lauteren ab, ohne krawallig oder

gar verzerrt zu wirken. Mein Favorit

ist der Titelsong. Hier entstehen faszinierende Klangwelten, bei

denen man sich wirklich wie am Rande des Himmels fühlt.

Der Laden

Nicht nur aus Darmstadt, sondern aus dem gesamten Odenwald

oder gar aus Wiesbaden und Worms kommen Musikfans

in die Wilhelminenstr. 25 – aus gutem Grund: Auf etwa 100

Quadratmetern bietet die CD Lounge ständig 10.000 Titel auf

CD und DVD aus Klassik, Jazz und Pop an. „Wir verkaufen gute

Musik aus jedem Bereich“, fasst Georg Kruse die Philosophie

des Hauses zusammen, „Qualität spielt die entscheidende

Rolle.“ Dazu gibt’s einen Bestellservice sowie vier Abhörplätze,

und dank elektronischer Datenbanken kann praktisch in das

gesamte Repertoire des verfügbaren CD-Marktes hineingehört

werden. Besonderen Wert legt man bei der CD Lounge auf die

Preisvielfalt: Kruse und sein Team leisten gerne auch Hilfestellung

bei der Titelrecherche für den kleinen Geldbeutel. Ebenfalls

viel Raum ist Raritäten und Vinylerscheinungen gewidmet.

www.audio.de ›08 /2012

11


Stream Magic 6? Bei einer solch verheißungsvollen

Bezeichnung

drängt sich der Gedanke an Druiden,

wallende Gewänder und an sagenumwobene

Locations wie Stonehenge

förmlich auf. Es ist uns ja kein Geheimnis,

dass die Engländer neben Einfallsreichtum

und ausgefallenem Humor

auch einen ausgeprägten Hang zum

Magischen und Okulten pflegen. Und

tatsächlich: Schaut man ein wenig genauer

hin, stellt man fest, dass Winston

Churchill im Jahre 1908 in die Albion Loge

der „Ancient Order Of Druids“ eintrat,

und Königin Elisabeth II. nach wie

vor als Ehrendruidin der walisischen

„Gorsedd Of Bards“ vorsteht.

Der technische Oberdruide von Cambridge

Audio nun heißt Matthew Bramble

– und auch er kreiert in seiner HiFi-

Hexenküche regelmäßig neue digitale

Zaubereien. Doch für seine neueste

Schöpfung, den Stream Magic 6, wollte

12 www.audio.de ›08 /2012

Mr. Bramble nicht nur Altbewährtes in

den Kessel werfen – sondern konzeptionell

einen Schritt weitergehen. Dass die

Cambridge-Magier dabei auf das Erbgut

von bereits bestens beleumundeten

Kreationen wie dem Sonata NP 30

(AUDIO 3/12) sowie dem DacMagic Plus

(AUDIO 4/12) zurückgreifen, ist so naheliegend

wie vielversprechend – komplett

neu zu erfinden braucht Cambridge die

Gerätekategorie der Netzwerkplayer

schließlich nicht. Und ihre Kompetenz in

dieser Produktklasse haben die Briten

auch schon hinreichend bewiesen.

Und doch entstand mit dem Stream

Magic 6 nicht bloß ein schlichtes Derivat,

vielmehr leitet er eine eigenständige

Weiterentwicklung ein: Er ist ein Netzwerkplayer,

der eine D/A-Wandlereinheit

mit High-End-Anspruch in einem Gehäuse

vereint. Von außen betrachtet, wirkt

der Brite dabei zunächst unscheinbar.

Erst eine genauere Inspizierung lässt erahnen,

dass die Entwickler bei Cambridge

von Frugalität nichts wissen wollten

– weder in Sachen Wiedergabevielfalt

noch bei den inneren Werten. Bescheiden

und kärglich dürfen ruhig andere

sein.

UNDERSTATEMENT?

NICHT MEHR ALS NÖTIG!

Gegenüber der so naheliegenden wie

beliebten Kombination aus einem einfachen

Streamer (etwa einer Squeezebox)

und einem separaten DAC hat der

Stream Magic – wie jeder andere hochwertige

Netzwerkplayer – einen eingebauten

Vorteil: Player- und Wandlerseite

sind füreinander konstruiert und kommunizieren

praktisch jitterfrei miteinander –

eine in diesem Punkt heikle S/PDIF-Verbindung

entfällt.

Um in Sachen Digitalwandlung ja nichts

anbrennen zu lassen, wurden gleich zwei

hochwertige WM8740 von Wolfson ver-


Digital-Quellen › MUSIKSERVER

MUSIK-MAGIER

Anschlüsse für fast alle Fälle? Klar! Ein stimmiges Bedienkonzept, wertige Verarbeitung? Aber

sicher! Mit dem Stream Magic 6 präsentiert Cambridge einen Allroundplayer, der kaum Wünsche

offenlässt – und zudem jenes gewisse klangliche Etwas besitzt, das ein überzeugendes Gerät zum

einem außergewöhnlichen macht.

■ Text: Fritz I. Schwertfeger

TEST

Ein Netzwerkplayer mit britischen Genen

CAMBRIDGE STREAM MAGIC 6 1000 €

Fotos: Archiv, MPS, H. Härle, B. Rietschel

pflichtet, von denen jeder ein sich spiegelndes

Signalpaar zur Verfügung stellt.

Dies schiebt nicht nur die Störabstände

in noch weitere Ferne, sondern ermöglicht

über die XLR-Buchsen eine lupenrein

symmetrische Ausgabe. Ebenfalls

eine Spezialität von Cambridge ist die

Upsampling-Digitalfilterung: Das im

Wolfson bereits implementierte und mit

Taktraten von 24/192 spielerisch umgehende

Digitalfilter verschmähend, jazzt

hier ein 32-Bit-DSP von Analog Devices

das Signal mit dem „ATF 2“ genannten

Upsampling-Verfahren auf respektable

24/384 hoch. Gemeinsam mit der aus

der Schweiz stammenden Firma Anagram

Technologies entwickelt, soll dieses

Verfahren durch die sogenannte

Poly nominterpolation eine präzisere und

geschmeidigere Annäherung an die Sinuswellenform

des Originalsignals ermöglichen.

Und nebenbei – dank eines

speziellen Modells bei Pufferung und

Neutaktung der Datenpakete – dem gefürchteten

Jitter den Garaus machen.

Doch der DSP kann noch mehr. Drei per

Knopfdruck wählbare Variationen des Digitalfilters

erlauben eine Veränderung im

Klang-Timbre und somit eine Anpassung

an persönliches Hörempfinden. Erreicht

wird dies über Filteralgorithmen, die entweder

die Gruppenlaufzeit linearisieren,

die Impulswiedergabe optimieren oder

oberhalb des Durchlassbandes sehr

steilflankig abfallen. Diese an sich bereits

beeindruckende Phalanx aus komplexer,

hochgradiger Rechen kapazität

sowie feinsten Ingredienzen in Sachen

D/A-Wandlung wird von einem höchst

seriösen Aufbau der Stromversorgung

und der Ausgangsstufen flankiert.

Schweift der Blick dann ans hintere

Anschlussfeld, kommt weitere Freude

auf. Für Freunde des kabellosen Understatements

ist das lokale Netzwerk dank

integriertem WLAN ohne Umstände erreichbar.

Optional erhältlich ist das Bluetooth-Modul

BT 100, mit dem Streaming

von jedem Android- oder iOS-Gerät ganz

ohne Zauberei zum Kinderspiel wird.

USB-Festplatten oder -Sticks sowie PC/

Mac nebst vorhandener NAS finden

ebenfalls unkomplizierten Anschluss –

sei es per Netzwerkkabel, normalem

USB oder asynchronem USB-Eingang.

Sehr erfreulich, dass die Qualität der

Wolfson-Wandler auf Wunsch auch anderen

Gerätschaften wie z. B. einem älteren

CD-Player oder einem Apple-TV

zur Verfügung steht.

Bleibt man auf der digitalen Domäne,

übernimmt der Cambridge gerne auch

die Funktion einer Vorstufe. Symmetrische

sowie auch unsymmetrische Ausgänge

lassen sich entweder an aktive

Lautsprecher oder direkt an Endstufen

anschließen, die Lautstärkeregelung erfolgt

entweder über die Fernbedienung

oder über eine eigene App. Die Bedie-

www.audio.de ›08 /2012

13


Digital-Quellen › MUSIKSERVER

MAGIE GIBT'S NICHT UMSONST:

Cambridge hat die Hauptplatine des

Stream Magic luxuriös bestückt.

Rechts unter der schwarzen Haube

sitzt der Netzwerk-Chipsatz, in der

Mitte der große, quadratische

Upsampling-DSP, darüber der USB-

Pro zessor von XMOS und ganz links

die Audio stufe mit zwei doppelt-differentiell

beschalteten Wolfson-DACs.

nung und Einrichtung ist beinahe selbsterklärend

und auch für Netzwerkphobiker

zu bewältigen. Beste Dienste leistet

dabei eine hervorragend programmierte

und sehr gut agierende, kostenlose App

namens Stream Magic Remote. (für Android

sowie iOS). Damit wird zum Beispiel

die Anzeige der Plattencover oder

die Zusammenstellung von Wiedergabelisten

(„Queues“) zu einer derart fixen

und bequemen Angelegenheit, dass

man sich fragt, wie man all die Jahre bloß

ohne derlei Annehmlichkeiten ausgekommen

ist. So sorgt der Cambridge für

vielfältigen musikalischen Input – sei es

durch das Potpourri des lokalen Netzwerkes

oder die zahlreichen Streaming-

Dienste wie etwa AUPEO! oder Rhapsody.

Auch Podcasts und der ganze Ozean

an Internetradiostationen ergießt sich

aus dem Stream Magic 6 – selbst ausgefallene

Vorlieben bleiben nicht unerfüllt.

An der Front mittig platziert, bietet das

azurblau schimmernde Display reichlich

Informationen, beschränkt sich dabei jedoch

auf alphanumerische Zeichen.

Durchdacht konstruiert und solide verarbeitet,

strebt der Stream Magic 6 unübersehbar

nach höheren Weihen. Der

schwere Drehknopf liegt satt in der Hand

und erlaubt eine prompte Navigation. Im

Vergleich zum bereits sehr gut verarbeiteten

NP 30 wirkt alles nochmals eine

Klasse satter und wertiger.

DER GROSSE BRUDER

TRUMPFT AUF

Im Hörraum traten dann die beiden Camridge-Brüder

zum Kräftemessen an. Dabei

zeigte der Große dem Kleinen bei

„Hold On“ von Angus & Julia Stone, wie

eine tiefe und stabile Raumabbildung

auszusehen hat. Spielte der NP 30

vordergründiger und mit beinahe ungestümem

Willen, so schien der Stream

Magic 6 aus den Tönen ein feines Netz

zu spinnen, das die Musik in zarter Erhabenheit

trägt und wiegt, sie losgelöst

und befreit wirken lässt. Alles klang feinfühliger,

seidiger, mehr in die Tiefe des

Stücks hineinleuchtend. Die reichen

Schattierungen in Julia Stones Stimme

stellte er besonders plastisch-intensiv

dar, überspannte dabei aber nie den Bogen

ins Analytische, sondern begeisterte

durch homogenen wirkende Spielfreude.

Erst der zum Vergleich herangezogene

Linn Sneaky DS war ihm ein ebenbürtigen

Gegner. Arnold Schönbergs „Verklärte

Nacht op. 4“ (Fassung für Streich-

MESSLABOR

Der Stream Magic nutzt die Bandbreite der unterstützten

Samplingraten (192kHz als Koax- und

USB-DAC, 96kHz als Netzwerk- und USB-Player)

voll aus, wie die ausgewogenen Frequenzgänge

(2) zeigen. Exzellent sind Störabstand (um

115dB) und Ausgangswiderstand (48/94Ω über

Cinch/XLR); der Klirr (o.Abb.) ist sehr gering mit

harmonischem Verlauf über den gesamten Dynamikbereich.

Hervorragend gering (143ps Koax,

166ps Streaming) ist auch der Jitter (1).

14

www.audio.de ›08 /2012


orchester) mit ihren fünf Abschnitten wirkte über den Sneaky

eine Spur dramatischer, körperhafter und gewährte zum

Beispiel dem Streichorchester etwas leuchtendere Farben,

während sich der Cambridge mit seiner leichteren, dennoch

luftigen und sensiblen Spielweise einen gleichrangigen Platz

in den Herzen des Auditoriums erspielte.

FAZIT

Fritz I. Schwertfeger

AUDIO-Mitarbeiter

Der Cambridge ist ein universelles und vielseitiges

Gerät, das kaum Wünsche offen lässt und klanglich

in hohe Regionen vorrückt. Einerseits zart und fein,

dennoch voller Punch, erinnert der Stream Magic 6

den Autor an den altehrwürdigen Trank namens

Lagavulin 16. Dessen unvorsichtige Einnahme kann

kann jedoch zu Wahrnehmungs- und Koordinationsschwierigkeiten

führen. Der Cambridge hingegen

vermag nur zu berauschen, befreit von all den

vorher genannten Nebenwirkungen.

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Schneller Vor/Rücklauf –

Erweiterte Playlists (Queue) •

Bluetooth/Airplay • (optional) / –

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Radio FM/DAB – / –

Internetradio/Anbieter

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Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN

FRONT-ANSICHTEN

Dass eine Kompaktbox der High-End-Klasse beste Chassis und eine sorgsam abgestimmte

Frequenzweiche enthält, ist selbstverständlich. Doch manche Hersteller denken weiter -

etwa durch eine ausgeklügelte, akustisch optimierte Gestaltung der Schallwand. Die nebenbei

auch verdammt schick aussehen kann.

■ Text: Malte Ruhnke, Stefan Schickedanz

Fotos: H. Härle, Archiv, MPS, FotoYakov – Shutterstock.com

16 www.audio.de ›08 /2012


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN

Wieviel Einfluss hat die Gestaltung

der Schallwand auf den

Klang? Er ist größer, als viele

denken. Denn ein Gutteil der Schallenergie

, die die Chassis in alle Richtungen abstrahlen,

wird von selbiger mehr oder

minder gleichmäßig reflektiert und in den

vorderen Halbraum Richtung Hörer zurückgeworfen.

Je breiter die Front selbst,

desto tiefere Frequenzen können von ihr

TEST

2-Wege-Kompaktboxen mit besonderer

Schallwandgeometrie

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AVM AUDITION 2250 €

noch gebündelt werden. Harte Absätze

und Kanten sollten insbesondere im Bereich

um den Hochtöner vermieden werden.

Doch auch der Rand spielt eine starke

Rolle: Strahlen einzelne Treiber, gerade

im Hochton, breit ab, bilden sich an

der Abrisskante fiese Reflexionen, die

das Klangbild verschlechtern. In die Gestaltung

der Schallwand muss ein Hersteller

deshalb viel Sorgfalt und akustisches

Feintuning investieren. Bei dendrei

Kompakten dieses Testfeldes entdeckte

AUDIO besonders durchdachte

Lösungen: AVM setzt auf eine Alu- Platte

mit integrierter Schallführung, Dynaudio

auf eine großzügig angefaste Konstruktion.

Und Epos liefert gar zwei Schallwände

mit: einmal ohne, einmal mit Bespannung

– damit das Klangbild in jeder

Betriebsvariante stets gleich bleibt.

www.audio.de ›08 /2012

17


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN

DYNAUDIO EXCITE X16 UM 1150 EURO

Effizienz und Dynamik sind gerade

in aller Munde, wenn es um Fortbewegung

geht. In Zeiten wie diesen

können sich selbst die in High-Regionen

gemeinhin eher zur Verschwedung

neigenden Audio-Spezialisten diesem

Trend nicht verschließen. So verspricht

Dynaudio für seine aus Stand- und Kompakt-Lautsprechern

bestehende Excite-

Linie, dass jedes Modell das Maximum

aus der eingespeisten Verstärkerleistung

macht. Die Dänen sollen auch mit

einfachen Verstärkern zur Höchstform

auflaufen. Das ist gerade im Bereich der

kompakten Excite X16 eine äußerst sinnvolle

Eigenschaft, die Upgrades durch

bessere Boxen erleichtert. Um die Anforderungen

an den angeschlossenen

Verstärker zu senken, stiegen die Anforderungen

an die Qualität der Chassis.

GROSSZÜGIGE CHASSIS

Deshalb spendierten die Entwickler

dem mit 18 Zentimetern Durchmesser

für eine Zweiwege-Kompaktbox reichlich

üppigen Tief-Mitteltöner einen besonders

großen Antriebsmagneten aus

hochverdichtetem Ferrit. Dazu kommt

eine besonders lange Schwingspule für

großen linearen Hub der für Dynaudio typischen

Membran aus Magnesium-Silikat

. Weil die Schwingspule für hohe Belastbarkeit

und breitflächige Kraftübertragung

auf den Konus auch den für den

Hersteller aus Skanderborg üblichen

großen Durchmesser aufweist, verbot

sich der Einsatz von Kupferdraht. Dessen

Gewicht wäre bei diesen Gardemaßen

für den Einsatz im Mitteltonbereich

viel zu hoch gewesen. So griffen

die Dänen zu leichtem Aluminium.

Weiteres Augenmerk legten sie auf die

Belüftung der Antriebsspule, was durch

eine hinterlüftete Zentrierspinne erreicht

wird. Um die langen Stege schmal, steif

und aerodynamisch günstig zu halten,

bestehen sie aus Aluminiumdruckguss.

Der untere Treiber des 2-Wege-Bassreflex-Systems

gibt bereits bei 1800

Hertz an den Hochtöner ab, um Bündelungen

zu vermeiden, die auf Grund seines

großen Durchmessers im Mitteltonbereich

entstehen könnten.

Diese den Messungen auf Seite 27 zufolge

erfolgreiche Strategie macht dafür

allerdings einen Hochtöner erforderlich,

der weiter als üblich hinunter kommt.

Das ließ wiederum seinen Durchmesser

auf 2,7 Zentimeter anwachsen. Unter

den Kalotten der Konkurrenz wirkt der

beschichtete Seiden-Dome damit ein

wenig wie Pamela Anderson zwischen

Magermodels, erfüllt aber seinen Zweck

und schlägt sich auch außerhalb der

Achse achtbar. Damit sich das Potenzial

der hochkarätigen Chassis in einer Kom-

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

K M

Akustik

T

A

Aufstellung

W

D

G

H

20 Grad am Hörer vorbei

oder parallel zur Wand.

Abstand zu Seiten- und

Hinterwand wahren.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 132.

F

STECKBRIEF

DYNAUDIO

EXCITE X 16

Vertrieb

Dynaudio

04108 / 41 80-0

www.

dynaudio.com

Listenpreis

1.150 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T

20 x 35 x 29 cm

Gewicht

9 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / •

Farben

Ahorn, Kirsche, Rosenholz,

Hochglanz Schwarz/Weiß

Arbeitsprinzipien 2-Wege-Bassreflex

Raumanpassung –

Besonderheiten –

AUDIOGRAMM

ÅPräzise, feinzeichnende

und räumlich korrekt abbildende

Box mit natürlicher

Abstimmung.

Í Könnte bei hohen Pegeln

etwas sanfter und offener

agieren.

Neutralität (2x) 90

Detailtreue (2x) 90

Ortbarkeit 85

Räumlichkeit 95

Feindynamik 85

Maximalpegel 60

Bassqualität 60

Basstiefe 75

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

82 PUNKTE

SEHR GUT

18 www.audio.de ›08 /2012


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN

paktbox entfalten kann, galt es noch, die

Gehäuse mit dicken Wänden ruhig zu

stellen. Ein übriges zur klanglichen Sauberkeit

der aus der Oberklasse stammenden

Dänin und deren hoher Sozial-

Verträglichkeit in Bezug auf Amps aus

der Arbeiter-Klasse steuert die phasenkorrigierte

Frequenzweiche bei. Diese

bewährte Schlichtungsmaßnahme soll

Impedanzwogen im gesamten Übertragungsbereich

glätten und damit weniger

laststabilen Verstärkern das Leben erleichtern.

California“ von den Eagles in der Live-

Version des viel beanspruchten Konzertmitschnitts

„Hell Freezes Over“. Als die

Stimme von Don Henley dazu kam, hätte

allerdings ein wenig mehr Wärme und

Relaxtheit nicht unbedingt geschadet.

Es schien, als sei die Excite in letzter

Konsequenz mehr auf Durchhörbarkeit,

Abbildungspräzision und Detailauflösung

getrimmt als darauf, die letzten

feinsten Nuancen und Schattierungen

aus der Klangfarbenpalette herauszuschälen.

Kurzum: ein Lautsprecher für

Kopf-Hörer.

KONTUR-GUT

Im Hörtest gab sich die Dänin dementsprechend

umgänglich und entwickelte

selbst an preiswerten Verstärkern ein

gehöriges Maß an Spielfreude. Ihre herausragende

Stärke war die besonders

großflächige, von den Boxen gelöste

Abbildung. Die transparente Excite erzeugte

den Eindruck eines hohen, breiten

und tiefen Raums, was sich sehr

schön mit Klassik-Aufnahmen heraushören

ließ. Der Bassbereich überzeugte

durch ein gehöriges Maß an Präzision,

könnte allerdings ganz unten etwas

mehr Druck und Volumen vertragen.

Dennoch meisterte die kleine Dynaudio

auch die in den untersten Oktaven sehr STEELY DANE: Der Korb des Tiefmitteltöners besteht aus solidem Aluminiumfordernden

ersten Minuten von „Hotel Druckguss und lässt aerodynamische Optimierungen erkennen.

_06XKV_Reichmann_Audio_12_11_RZ.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 92.00 mm);24. Oct 2011 11:37:59

KEINE KOMPROMISSE.

Vollverstärker M6i Eingänge: 4xCinch, 1xXLR, 1xUSB; Ausgänge:

1xLautsprecher, Tape-Out, Pre-Out; Leistung 200Watt/Kanal, silber

oder schwarz, 17Kg, 2.450,-€

MEHR PRODUKTEUND HÄNDLER:

TELEFON 077 28-1064·WWW.REICHMANN-AUDIOSYSTEME.DE


Lautsprecher › STANDBOXEN

EPOS ELAN 15 UM 950 EURO

Um die Schöpfungen von Michael

Creek ranken sich viele Mythen

– man denke nur an seine legendären

Verstärker. Dem Heldenepos des

englischen Star-Entwicklers wurde ein

neues Kapitel hinzugefügt, als Creek gegen

Ende des letzten Jahrtausends die

1983 von Robin Marshall gegründete

Lautsprechermarke Epos kaufte. Seitdem

beglückt er eine eingeschworene

Anhängerschaft mit klanglich eigenständigen

und sehr spritzigen Boxen.

Die Elan 15 ist wie die Dynaudio Excite

X16 die größere der beiden Kompakt-

Boxen in ihrer Baureihe. Allerdings gibt

es bei den puristischen Briten keine speziellen

Heimkino-Erweiterungen. Auch

aufwändige Frequenzweichen sind bei

den Briten tabu: Simpel und straight lautet

die Devise in Sachen Konstruktion,

und die für Epos offenbar essentielle Bedeutung

besitzt. Die Übergangsfrequenz

der mit Metalloxyd-Wiederständen und

hochwertigen Polypropylen-Kondensatoren

umgesetzten, phasenunkritischen

Filter zweiter Ordnung liegt bei 3,2 Kilohertz

und verlangt dem Tief-Mitteltöner

einiges ab. Dafür trennt sie die beiden

Chassis der Zwei-Wege-Bassreflex-Box

nicht mitten im kritischen Bereich der

menschlichen Stimme auf, wo es besonders

störend auffallen könnte.

EIN GESCHOSS VON CHASSIS

Damit der Tief-Mitteltöner auch unter

hoher Beanspruchung steif bleibt wie

Sherlock Holmes in einem britischen

Club, setzten ihm seine Entwickler eine

Staubschutzkappe in Form einer Gewehrkugel

auf. Durch diese formstabile,

optimal bedämpfte Lösung soll unter anderem

das Roll-Verhalten des Polypropylen-Konus

an der Grenze des Arbeitsbereichs

optimiert werden. Das 18,7-

Zentimeter-Chassis entstand als Neuentwicklung

mit Hilfe von CAD-Computer-

Simulation. Schließlich sind auch Klanggurus

in good old England mit den Segnungen

der Neuzeit gewappnet. Damit

der Hochtöner mit diesem Geschoss

von einem Chassis mithalten kann, verpasste

man ihm einen kurzen Hornfortsatz

zur Steigerung des Wirkungsgrades.

Damit ihm der angeschlossene Verstärker

auch richtig Dampf machen kann,

soll eine Ferrofluidkühlung der Schwingspule

seiner 2,5-cm-Kunststoffkalotte

zu hoher Wärmeableitung verhelfen.

Die Gehäusewände der Elan 15 bestehen

aus 18 Millimeter dickem MDF. Weil

diese Stärke nicht gerade safeartige Verwindungsteifigkeit

verheißt, vertrauen

die Entwickler auf interne Versteifungen.

Das Holzfurnier ist von guter Qualität,

die Schallwand liegt einmal mit und einmal

ohne Bespannung bei. Sie lässt sich

durch Clips auf der dahinterliegenden

Frontplatte fixieren. Daher blickt man

auch ohne Bespannung auf eine glatte,

seitlich und zu den Treibern hin gerundete

Fläche. Die Chassis sind perfekt organisch

eingepasst und weisen keinerlei

offenliegende Schrauben auf, die mit ihren

Kanten den Klang brechen oder das

Auge des Betrachters stören könnten.

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

K M

Akustik

T

A

Aufstellung

W

D

G

H

20 Grad am Hörer vorbei

oder parallel zur Wand.

Abstand zu Seiten- und

Hinterwand wahren.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 132.

F

STECKBRIEF

EPOS

ELAN 15

Vertrieb

Reson

07753 / 624 335

www.

reson.de

Listenpreis

950 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T

21 x 41 x 28 cm

Gewicht

8,8 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / –

Farben

Eiche schwarz, Kirsche,

Arbeitsprinzipien 2-Wege-Bassreflex

Raumanpassung –

Besonderheiten –

AUDIOGRAMM

ÅDynamische, feinzeichnende

und lebendige Box

mit kräftigem Fundament, bei

allen Pegeln souverän.

Í Könnte in der Mitte etwas

direkter aufspielen.

Neutralität (2x) 80

Detailtreue (2x) 85

Ortbarkeit 95

Räumlichkeit 75

Feindynamik 90

Maximalpegel 70

Bassqualität 80

Basstiefe 65

Verarbeitung

gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

81 PUNKTE

ÜBERRAGEND

20 www.audio.de ›08 /2012


Lautsprecher › STANDBOXEN

Klanglich störte rein gar nichts den Auftritt

der Epos. Die kleine Engländerin

musizierte mit gehöriger Homogenität.

Stimmen und Naturinstrumenten verlieh

sie die angestammten Klangfarben. Besonderen

Respekt verschaffte ihr allerdings

der für diese Klasse extrem knackige,

satte und konturierte Bass. In den

Hörtestprotokollen verdiente er sich das

Prädikat „sauschnell“. Allerdings kam

diese Stärke nur mit geeigneter Musik

richtig zum tragen, etwa mit Elektro-

Beats oder Schlagzeugsoli. Wenn es mit

Rockmusik, Pop oder Jazzaufnahmen in

allen Bereichen gleichzeitig zur Sache

ging, wirkten die Mitten geringfügig distanziert,

während die Höhen mitunter

davon galoppierten – denn die waren

noch etwas „schneller“ als der Bass.

Insgesamt ließen sich diese kleinen

Eigenheiten durch die für Epos typische

wandnahe, parallele Aufstellung mindern

und auch die Abbildung wirkte unter

diesen Voraussetzungen äußerst stabil

und plastisch. Und was Musikalität

und Spielfreude betrifft, macht die Elan

ihrem Namen ohnehin alle Ehre.

FAZIT

Stefan Schickedanz

AUDIO-Mitarbeiter

IMMER ADRETT: Abnehmbare Bespannung war gestern. Epos legt zwei

Schallwände bei, die der Besitzer nach belieben verwenden kann.

_08J1S_Magnat_Audio_08_HECO_Phalanx.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 95.00 mm);08. Jun 2012 12:01:45

Für mich sind kompakte Zwei-

Wege-Boxen nicht nur einfach ein

Kompromiss in Sachen Kosten und

Platzbedarf. Wegen der üblicherweise

sehr großen Homogenität

und Natürlichkeit solcher Konzepte,

die sich nicht mit unzähligen

Chassis und komplexen Mehrwegeweichen

herumschlagen

müssen, lässt sich damit stundenlang

stressfrei Musik hören. Die

Kompaktgehäuse verbessern zudem

die Abstrahlung. Die Dynaudio

und die Epos sind gelungene

Beispiele, die zudem auch im Bass

beachtliche Qualitäten offenbaren.

270 mm

238 mm

PHALANX MICRO 200A

Die kleine „Walze“ macht mächtig viel Power und das

gleich mit drei 200 mm Alu-Membranen!

Im ursprünglichen, altgriechischen Sinne beschreibt „Phalanx“

eine Kampfformation oder eine Walze. Beide Interpretationen sind

sehr zutreffend für diesen 300 Watt starken Aktiv-Subwoofer. Der

Phalanx Micro 200A arbeitet mit einer Aktiv-Membran und zwei

Passiv-Membranen, die als Langhub-Bassradiatoren ausgelegt

sind und in einem geschlossenen Gehäuse den Job zweier

Bassreflexrohre übernehmen. Das Ergebnis: viel Bass-Spaß bei

extrem geringen Abmessungen...

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.heco-audio.de.

245 mm


Lautsprecher › STANDBOXEN

AVM AUDITION S3 UM 2250 EURO

Der Ruf von AVM begründet sich

seit über 25 Jahren auf highendige,

gleichwohl nach besten

deutschen Ingenieurstugenden entwickelten

und dennoch nicht zu teuren

Elektronikkomponenten. Eine Kompaktbox

der Edelklasse war nun eher nicht

das Produkt, was man von den Badenern

erwarten konnte. Geschäftsführer

Udo Besser führte auch eher praktische

Gründe an, warum die „Audio Video Manufaktur“

sich an dieses Projekt wagte:

Zu den edlen Vollverstärkern des Hauses

– und besonders dem CD-Receiver – Inspiration

C8 gibt es schlicht keine optisch

passenden Lautsprecher am Markt.

Natürlich kann man selbst als erfahrener

„Entwickler mit Goldohren“ keine 25 Jahre

Erfahrung im Chassisbau über Nacht

aufholen. So ließen sich die Badener die

Komponenten für ihre Audition S3 bei

Elac maßschneidern: Der 15er-Tiefmitteltöner

besteht aus einem verdeckt arbeitenden

Pappkonus, der mit einer gerundeten

Inverskalotte aus tiefgezogenem

Aluminium großzügig verklebt wird

und so selbst bei höchsten Auslenkun-

gen steif und schnell bleibt. Um den notwendigen

Hub bei energiereichen Tiefbässen

zu begrenzen, unterstützt unter

70 Hz ein rückwärtiges Bassreflexrohr

den kleinen Konus, das bei Positionierung

im Regal auch verschlossen werden

kann.

Auch der Hochtöner stammt von Elac,

die sich mit ihrem JET als Spezialisten für

Air-Motion-Transformer schon lange

einen hervorragenden Ruf erworben

haben. AVM orderte natürlich die neueste

Variante dieses mit gefalteten Lamellen

arbeitenden magnetostatischen Töners,

doch in einer Spezialversion, die mit der

hauseigenen Schallwand eine akustische

Synergie erzeugt: Schallführung

und Schallwand sind nämlich aus dem

vollen Alu hergestellt und begrenzen den

Abstrahlwinkel des Hochtöners sanft. In

Kombination mit der überstehenden

Schallwand verhindert das Kantenreflexionen

sehr effektiv.

WENIG HUB, VIEL RAUM

Mit etwas weniger Hubraum, sprich Volumen,

musste die Audition S3 gegen

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

K M

Akustik

T

A

Aufstellung

W

D

G

H

Ungefähr auf den Hörer

richten. Im Regal oder

direkt an der Wand

Reflexrohr verschließen.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 132.

F

die teils deutlich preiswertere Konkurrenz

wie die B&W CM5 antreten – und überflügelte

diese besonders mit ihrer feinseidigen

Auflösung und ihrer unbändigen

Spielfreude. Detaildarstellung und Transparenz

bei Johann Strauss’ „Fledermaus“

(Boskowsky) waren schlicht sensationell,

den feinen dynamischen Schattierungen

folgte die AVM genauer und mit besserem

Timing als die etwas cremigere, dafür

auch gemächlichere B&W.

Im Tiefbass kannte die Audition physikalisch

bedingte Grenzen: Sie brillierte bei

Ani DiFrancos „Evolve“ zwar mit einem

knackigen und eher leicht federnden

Bass, ließ allerdings den letzten Schub

ganz unten vermissen und kannte für

Lauthörer auch bemerkbare Grenzen im

Pegel. Doch beides verbesserte sich,

wenn man sie direkt an der Wand platzierte

und das Reflexrohr verschloss:

Dann gewann das Timing nochmals, zugleich

wurde das akustische Gesamtbild

noch plastischer und dynamischer. Ihre

Raumdarstellung war nicht so tief wie

anderswo schon gehört, aber wunderbar

zur Seite und nach oben aufgespannt.

STECKBRIEF

AVM

AUDITION S3

Vertrieb

AVM

07246 / 4285

www.

avm-audio.de

Listenpreis

2.250 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T

23 x 34,5 x 24 cm

Gewicht

10 kg

Furnier/Folie/Lack – / – / •

Farben

Hochglanz Schwarz, Weiß je

mit Alu-Front

Arbeitsprinzipien 2 Wege Bassreflex

Raumanpassung –

Besonderheiten

AMT-Hochtöner

AUDIOGRAMM

ÅSehr lebendige, hochauflösende

und neutrale Kompakte

mit tollem Timing.

Í Tiefbasskraft kennt naturgemäß

Grenzen.

Neutralität (2x) 90

Detailtreue (2x) 100

Ortbarkeit 95

Räumlichkeit 85

Feindynamik 95

Maximalpegel 55

Bassqualität 75

Basstiefe 60

Verarbeitung

überragend

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

85 PUNKTE

SEHR GUT

22 www.audio.de ›08 /2012


Lautsprecher › STANDBOXEN

Für eine Kompaktbox eine hervorragende

Vorstellung, die weit über den Design-Appeal

der Audition hinausgeht.

FAZIT

Malte Ruhnke

AUDIO-Redakteur

AUSSEN UND INNEN: Die Lamellen des AMT schwingen in einem starken Magnetfeld, der

Waveguide ist in die Schallwand eingefräst. Rechts die edel bestückte Frequenzweiche

Die HiFi-Geschichte ist voller Anekdoten

über Hersteller, die sich in

fremden Gewässern verfahren haben.

Umso mehr freut es mich, dass

AVM mit seiner High-End-Box einen

Volltreffer gelandet hat: Wer nicht

brüllend laut hört, erhält hier einen

herausragend genauen und homogen

klingenden Monitor. Angesichts

des superben Front-Finishs fallen mir

auf Anhieb einige Komponenten ein,

zu der die Audition perfekt passt ...

MESSLABOR

Die Schallwände der drei Kompakten sind offensichtlich so abgestimmt,

dass die Abstrahlung nur im Sweet-Spot frei von Interferenzen

und Bündelungseffekten bleibt – in der Praxis sollte man

deshalb genau anwinkeln und mit der Höhe experimentieren.

Die AVM mit ihrem kleinsten Innenvolumen mobilisiert bei der

Maximalpegelmessung erstaunliche 102 Dezibel, bis sie die Klirrgrenze

erreicht, im Hörtest geht sie sogar noch etwas lauter. Die

Dynaudio ist im Oberbass bei 100 Dezibel limitiert – hier kommt

es auf die Zusammensetzung des Musikmaterials an, wie laut sie

wirklich geht. Pegelwunder ist naturgemäß die Epos, die allerdings

im Bass auch nur bis 47 Hz (-6dB) reicht, während die Dynaudio die

40-Hz-Marke erreicht.

AVM Audition 3

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

Dynaudio Excite X16

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

Epos Elan 15

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

90 dB

90 dB

80 dB

80 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

70 dB

16 Ohm

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

8 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

60 dB

4 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

AVM Audition 3

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

Dynaudio Excite X16 Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

Epos Elan 15

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

90 dB

90 dB

80 dB

80 dB

80 dB

70 dB

70 dB

70 dB

60 dB

60 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

AVM AUDITION S3

Neutral, recht tief, Sweet-Spot aber wegen

Bündelungseffekten nicht so groß. Impedanz

etwas schwankend, aber unkritisch.

Klirr noch gut mit Reserven im Bass.

AK: 65

4 Ohm

DYNAUDIO EXCITE X16

Ausgewogen mit kräftigem, sehr tiefem

Bass, gleichmäßiges Rundstrahlverhalten.

Impedanz leicht zu treiben. Mittelhochton

blitzsauber, im Oberbass limitiert.

AK: 63

4 Ohm

EPOS ELAN 15

Ausgewogen, aber leichte Mittensenke und

sanft fallender Bass. Guter Wirkungsgrad

und unkritische Impedanz. Klirr durchweg

sehr gering, hohe Bassreserven.

AK: 58

4 Ohm

www.audio.de ›08 /2012

23


Lautsprecher › STANDBOXEN

Führungskraft

Eine Box, die große Räume beherrschen soll, braucht ausgeklügelte

Technik. Die neue TCD 210 von T+A hat genau das, und ihr Name

ist Programm: T steht für Transmissionline, CD für Constant

Direc tivity, also konstante Schallbündelung. Sind Sie bereit für ein

wirklich großes Konzert?

■ Text: Malte Ruhnke

Mit der Solitaire-Linie betrat T+A

jüngst akustisches Neuland:

Der Zeilenstrahler aus Elektrostat

und Mitteltöner-Array erwies sich in

Hörtests als der Geheimtipp, um schwierige

Räume und große Hördistanzen zu

beherrschen. Schon die kleine CWT 500

brachte im AUDIO-Hörraum eine Detailauflösung

und Direktheitheit des Klangbilds,

wie man es sonst nur von Flächenstrahlern

und Hörnern erwarten kann –

siehe Test in Heft 9/11. Diese Technik 1:1

auf die neue Criterion-TCD-Linie zu übertragen,

musste jedoch schon am enormen

Material- und Fertigungsaufwand

scheitern. Gleichwohl wurde die TCD

210 S – anders als ihre Vorgängerin – explizit

für eine deutliche Schallbündelung

optimiert, wie sie bei Hörabständen oberhalb

drei Metern und schwach bis mittel

bedämpften Räumen akustisch klar von

Vorteil ist.

Dafür musste man sich bei T+A durchaus

von liebgewonnenen technischen

Lösungen verabschieden, etwa dem

hochgelobten Ringradiator: Im Hochtonbereich

arbeitet bei der TCD stattdessen

eine klassische Einzoll-Gewebekalotte,

die mittels einer mehrere Zentimeter

tiefen Hornführung auf das gewünschte

konstante Bündelungsmaß

mit etwa 100 Grad horizontalem Abstrahlwinkel

gebracht wird. Bereits ab

2000 Hz greift diese Konstruktion – da

die Schallführung zugleich den Kennschalldruck

steigert, vollführt die Kalotte

Höchstleistungen ohne erkennbaren

Klirr. Damit die Mitteltöner im Übernah-

mebereich eine ähnliche Schallbündelung

aufweisen und der durch den Raum

mehrfach reflektierte indirekte Schall

verfärbungsfrei bleibt, arbeiten zwei davon

parallel – einer oberhalb, einer unterhalb

des Hochtöners. So stellt sich

nach der Theorie von d’Apollito eine

deutliche vertikale Bündelung mit

zunehmender Frequenz ein. Die hat zugleich

den positiven Nebeneffekt, dass

Boden- und Deckenreflektionen, die das

menschliche Gehör als direkte Schallereignisse

missinterpretieren könnte,

weitgehend ausgeblendet werden.

DIE ZUTATEN

Die Mitteltöner im 17-Zentimeter-Format

sind als typische T+A-Spezialität in

Anlehnung an die Solitaire-Modelle ausgeführt:

Die Membran, von T+A Greycone

genannt, besteht aus einem Mix

aus Holzfasern und Graphitpartikeln,

was die innere Dämpfung erhöht. Damit

sich keine Membranresonanzen und

Partialschwingungen ausbilden, werden

die Konen in schrägen Linien eingeschnitten

und anschließend wieder verklebt.

Ein Phaseplug innerhalb des

Schwingspulendurchmessers sorgt dafür,

dass sich im oberen Einsatzbereich

auch in der Luft keine Resonanzen und

TEST Interferenzen ausbilden, die das Abstrahlverhalten

Pegelstarke Standboxen verschlechtern mit erwachsenen könnten.

Mit Basstönern der großen und 3-/4-Wege-Technik

Membranfläche der zwei

17er CANTON ist es CHRONO T+A möglich, SL 595.2 den gesamten 2400 €

Grundtonbereich CHARIO SYNTAR 533 bis 200 Hz hinunter 1650 €

von QUADRAL den Mitteltönern ASCENT 90 wiedergeben 1200 zu €

lassen, wovon sich Boxenentwickler

Fotos: H. Härle, Archiv, MPS

www.audio.de ›08 /2012

25


Lautsprecher › STANDBOXEN

Die Mitteltonmembran ist vielfach geprägt und mit einem Phaseplug ausgestattet, um

Resonanzen zu bedämpfen. Rechts sieht man die Hornführung des Hochtöners.

Jochen Fabricius eine besonders homogene

und dynamische Stimmwiedergabe

verspricht.

Die Tieftöner im mächtigen 22-Zentimeter-Format

werden in ähnlicher Form

auch in der Spitzenserie Solitaire eingesetzt.

In der Criterion TCD sind allerdings

ihre Parameter leicht verändert, weil sie

hier nicht aufs geschlossene Gehäuse

spielen, sondern auf eine Transmissionline.

Dieser zweifach gefaltete Schallkanal,

der das ganze Innenvolumen der

210er ausfüllt, arbeitet ähnlich wie eine

Orgelpfeife und versetzt die Luft lediglich

durch seine Länge in effizienzsteiger

nde Schwingung, ohne auf das Prinzip

eines Helmholtz-Resonators mit

Luftfeder und Masse vertrauen zu müssen,

wie wir es von einem Bassreflexrohr

oder einer Passivmembram kennen.

Von dieser Technik versprechen sich die

T+A-Entwickler einerseits mehr Dynamik

als vom geschlossenen System gleicher

Membranfläche, aber auch eine

leichtere Ansprache und einen trockeneren,

homogeneren Tieftonbereich als

beim Reflexsystem.

IN VOLLENDUNG

Bei dieser geballten Ladung Technik

überrascht, dass auch ins Äußere der

Criterion viel Geld und Entwicklungszeit

floss: Dank der angerundeteten, echtholzfurnierten

Seitenwangen sieht die

210er deutlich eleganter aus, als sie breit

ist. Der überragend gemachte Klavierlack

über dem Holz und die mit bestmöglichen

Spaltmaßen installierte Glasplatte

auf der Oberseite verraten eine

Liebe zum Detail, die auch einer doppelt

und dreifach so teuren Box gut zu

Gesicht gestanden hätte.

Im Hörraum forderte sie Sorgfalt ein: Die

ersten Takten von Chris Andersons „You

Dont Know What Love Is“ offenbarten

einen gigantisch druckvollen Bass, der

sämtliche Hörer vor Staunen erstum-

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

M

K

Akustik

T

D

A

Aufstellung

W

G

H

15-20 Grad am Hörer vorbei

oder parallel zur Wand.

Hörabstände 3 bis 6 m sind

ideal, wandnah zu fett.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 132.

F

26 www.audio.de ›08 /2012


men ließ, ein extrem plastisches, doch

auch sehr direkt abgebildetes Panorama,

dazu ein fast energischer Hang zur Auflösung.

Das verschwand bei einer Vergrößerung

des Hörabstandes, mit weniger

Einwinkelung und konsequent wandferner

Aufstellung – so spielte die T+A im

Hörraum überragend stimmig. Sie malte

bei Prokofieffs 2. Klavierkonzert (Litton)

ein plastisches, hervorragend gestaffeltes

Klangbild in den Raum und zeichnete

die Wucht von Flügel, Kontrabässen und

Pauken mit voller Kraft, aber auch atemberaubender

Homogenität nach. Streicher

und Holz bewahrte sie mit unbedingter

Neutralität und Transparenz im

Klangbild, blieb gleichwohl dem Hörer

akustisch immer sehr nahe. Ihr Tieftoncharakter

war eindeutig auf der voluminösen,

doch federnd-beschwingten Seite

einzuordnen, was besonders beim

Hören zu nächtlicher Stunde ein Vorteil

ist: Zusammenhalt und Struktur des

Klangbildes blieben auch bei Flüsterpegeln

voll erhalten, ihre überragende

Detailauflösung holte sie nicht über

einen energisches Hochtonbereich, sondern

über eine feintransparente Klarheit

und ein eher warm-seidiges Klangbild.

Quer durch alle Genres erwies sich die

T+A als musikalisches Allround-Talent.

Den größten Spaßfaktor indes entfalteten

ältere Rockaufnahmen, denen es

über andere Boxen an Substanz mangelt.

Queens „Prophet Song" habe ich nur selten

so kraftvoll und vollständig gehört.

FAZIT

Malte Ruhnke

AUDIO-Redakteur

Die neue T+A überrascht gleich

mehrfach: Dieses Kraftpaket weckt

das Kind im Manne, wenn sie dynamisch

und basstechnisch loslegt

wie eine große PA beim Rockkonzert.

Doch sie ist das Gegenteil einer

plumpen Partybox, kann auch bei

Zimmerlautstärke mit überraschend

vollen und seidigen Klängen überzeugen.

Die Optimierung für große

Hörabstände geht voll auf – nur kleine

Räume sind mit ihrem Bass

schlicht überfordert.

MESSLABOR

Der Frequenzgang zeigt auf Achse eine

leichte Unruhe oberhalb 7 kHz, die aber

seitlich schnell und vollständig verschwindet.

Trotz deutlicher Bündelung

überrascht der große Sweet-Spot praktisch

ohne Einbrüche 30 Grad seitlich.

Die Transmissionline reicht recht tief

(38Hz) und klirrt bauartbezogen sehr

wenig. Oberhalb 120 Hz ist kaum Klirr

erkennbar, in der Praxis geht die TCD

lauter als die rechnerischen 107 Dezibel.

T+A Criterion TCD 210 S Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

STECKBRIEF

Vertrieb

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

Furnier/Folie/Lack

Farben

Arbeitsprinzipien

Raumanpassung –

Besonderheiten –

AUDIOGRAMM

T+A

TCD 210 S

T+A

05221 / 7676-0

taelektroakustik.de

ab 5.500 Euro

5 Jahre

30 x 122 x 44 cm

47 kg

• / – / •

Nussbaum, Kirsch, Makassar,

schwarz, weiß u.a.

3 Wege Transmissionline

ÅSehr ausgewogene, enorm

druckvolle und seidige Box

mit gigantischer Kraft auch in

großen Räumen.

Í Braucht viel Platz und

Liebe bei der Aufstellung.

Neutralität (2x) 95

Detailtreue (2x) 100

Ortbarkeit 105

Räumlichkeit 100

Feindynamik 100

Maximalpegel 95

Bassqualität 90

Basstiefe 90

Verarbeitung

überragend

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

97 PUNKTE

ÜBERRAGEND

16 Ohm

8 Ohm

4 Ohm

T+A Criterion TCD 210 S Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

EMPFEHLUNG

GROSSE RÄUME

08/12

made in Germany

Dual steht nach wie vor für höchste Qualität,

lange Lebensdauer und kundenorientierter

Service. Aus diesem gutem Grunde hat Dual

sich etwas neues ausgedacht:

Der Vollautomat CS-460

The spirit of

the 70s...

Jazz hört man

auf Vinyl

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Dieser Plattenspieler

beherrscht alle Tricks!

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Sintron Vertriebs GmbH · Südring 14 · D-76473 Iffezheim

Tel.: 0 72 29 - 18 29 50 · Fax.: 0 72 29 - 18 29 51


Lautsprecher › SUBWOOFER

MAXIMATOR

Ein Sub, der druckvollen Film und ausgewogene Musikwiedergabe

beherrscht, sich mit Mikrofon und Equalizer an die Raum akustik

anpasst und bezahlbar ist – das kann ja gar nicht sein! Kann es

doch: Der amerikanische Spezialist Velodyne bringt mit dem

EQ-Max 12 einen Alleskönner – für sage und schreibe 870 Euro.

■ Text: Malte Ruhnke

Ein Sub kann für sich genommen

noch so gut klingen – unter realen

Bedingungen bestimmt die Raumakustik

mindestens zur Hälfte die

Wiedergabequalität. Denn im Frequenzbereich

unter 100 Hertz gibt es kaum effektive

Bedämpfung, sorgen Raumresonanzen

nicht nur für ein unausgewogenes

Klangbild, sondern auch für Dröhnen

und einen Verlust an klanglicher Homogenität.

Ein Equalizer packt

diese Probleme zwar nicht an

der Wurzel, kann aber das

Klangbild so deutlich verbessern,

dass auch Musikwiedergabe

wieder Spaß macht. Parametrische

Equalizer mit manuellem

Abgleich allerdings sind

etwas für Profis – einfacher

geht es mit einem One-Touch-

System, bei dem der Subwoofer

die Einmessung per Mikrofon

selbst vornimmt.

Solche Systeme waren bisher

teuer. Velodyne bietet die

Selbsteinmessung in der EQ-

Max-Serie nun bereits ab 540

Euro für die 8-Zoll-Version an,

wobei das zweitgrößte Modell,

der EQ-Max 12, den besten

Kompromiss aus Preis und

Membranfläche bietet. Das

30-Zentimeter-Chassis wird

von einem 225 Watt Sinus starken

Schaltverstärker angetrieben,

der seine Ströme in eine

zweifach gewickelte Kupferschwingspule

abgibt. Das Bassreflexrohr

arbeitet downfire, um

unter kontrollierten Bedingungen das

28 www.audio.de ›08 /2012


Lautsprecher › SUBWOOFER

Fotos: Archiv, MPS, comodore – Shutterstock.com

Chassis im Tiefstbass zu unterstützen.

Vielseitigkeit und Bedienkomfort des

EQ-Max brauchen auch den Vergleich

mit mehrfach so teuren Subs der Konkurrenz

nicht zu fürchten: So lässt sich

der Pegel bequem mit der Fernbedienung

angleichen und am großen LED-

Display kontrollieren; ebenso kann die

automatische Equalization gestartet und

die Phasenlage in 90-Grad-Schritten

fernbedient werden, um direkt am Hörplatz

die Einstellung mit optimaler Schalladdition

zu erwischen. Arbeitet der

Woofer optimal mit den Hauptboxen zusammen,

ist der IR-Sender dennoch

nicht arbeitslos: Vier vorgegebene EQ-

Presets (etwa „Classical“ für Neutralität

und „Cinema“ für maximalen Pegel) lassen

sich ebenso anwählen wie der

„Night“-Modus, der den Pegel nachbarschaftsschonend

bei Spitzen begrenzt.

GEHT NICHT? GIBT´S NICHT!

Das war im AUDIO-Hörraum naturgemäß

nicht notwendig. Nach einem sehr

kurzweiligen Einmessprozess mit dem

Mikrofon auf dem Hörplatz und einigen

Testsignalen legte der Velodyne im Hörtest

in Zusammenarbeit mit der ideal für

den 2.1-Betrieb abgestimmten Cabasse

Minorca bei Joe Satrianis „Engines Of

Creation“ los. Aber wie! Sein Tiefbass

klang satt und souverän, ohne zu verfetten,

und musikalischen Strukturen folgte

er behände, ohne allzu trocken zu

agieren. Bei Stevie Ray Vaughans „Pride

And Joy“ stürmte das Trio musikalisch

voran, der Velodyne gab der Musik den

entscheidenden Kick und die Energie.

Anspruchsvolle klassische Werke wie

Brittens „War Requiem“ untermalte er

mit furchteinflössenden Pauken- und

MESSLABOR

Mit 108 Dezibel Maximalpegel in Neutralstellung

gehört der EQ-Max klassenbezogen

zu den potenten Woofern, wenn auch

nicht zu den allerlautesten. Offensichtlich

war hier der Tiefgang (sehr gute 31 Hz bei

-6dB) wichtiger, im-Preset „Cinema“ dagegen

geht er sehr viel lauter – bei etwas

weniger Tiefstbass (o. Abb.). Das Klangbild

ist bis 40 Hz hinab vorbildlich sauber

und zeigt keinen hörbaren Klirr.

AUF KNOPFDRUCK: Die Fernbedienung

steuert Pegel und Betriebsarten, setzt aber

auch die Einmessung per Mikrofon in Gang.

Trommeleinsätzen, ohne sich in den Vordergrund

zu drängen. Allenfalls ein Tick

an Präzision fehlte, um in die Riege der

mehrfach teureren High-End-Woofer

aufzusteigen. Auf der anderen Seite

konnte er auch gut zulangen: Der Vorspann

des „Herrn der Ringe“ geriet selten

so souverän, den Zuschauern stockte

der Atem vor Spannung – sofern man

den Velodyne im „Cinema“-Modus mit

minimal weniger Tiefbass betrieb.

FAZIT

Malte Ruhnke

AUDIO-Redakteur

Entweder starkes Heimkino oder

ausgewogene Musik – bezahlbare

Subs bedeuten oft einen Kompromiss.

Beim EQ-Max habe ich davon

nichts gespürt. Selbst nach dem

Genuss von mehreren „Maximator"

macht er noch Spaß – dabei

handelt es sich übrigens um ein

ähnlich vielseitiges bayrisches

Starkbier. Prost!

Velodyne EQ Max 12 BVE Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

VIELSEITIG: Der Velodyne akzeptiert

Cinch- wie Hochpegelsignale.

STECKBRIEF

VELODYNE

EQMAX 12

Vertrieb

Audio Reference

040 / 533 203 59

www.

audio-reference.de

Listenpreis

870 Euro

Garantiezeit

3 Jahre (5 Jahre auf Chassis)

Maße B x H x T

41,5 x 45,5 x 46 cm

Gewicht

28 kg

Furnier/Folie/Lack – / • / –

Farben

Kirsche, Ebenholz

Arbeitsprinzipien Bassreflex

AUSSTATTUNG

Standby-Automatik •

Phase Invers/regelb. • / • (in 90 Grad Schritten)

Remote Pegel/Frequenz • / –

Raumanpassung • (selbsteinmessender EQ)

Input Cinch/XLR/LS • / – / •

Output Cinch/XLR/LS • / – / •

Hochpassweiche •

Besonderheiten

Limiter-Mode, 4 Preset-EQs

AUDIOGRAMM

ÅSehr vielseitiger, kräftiger,

musikalischer und sauberer

Woofer mit toller Einmessung.

ÍBei lautem Filmbetrieb

nicht ganz so tief.

Klang Musik 87

Klang Film 85

Ausstattung/Bedienung überragend/sehr gut

Verarbeitung

gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

86 PUNKTE

ÜBERRAGEND

EMPFEHLUNG

FLEXIBILITÄT

08/12

www.audio.de ›08 /2012

29


Lautsprecher › Netzwerk-Musiksystem

Auf der HIGH END 2011 in München

passierte dem Autor dieses

Tests ein kleines, lehrreiches

Missgeschick: In der AUDIO-Vorführung

mit feinsten Netzwerkplayern aller Preisklassen

tippte er die falsche Schaltfläche

auf dem iPad an – und startete nicht

die große Anlage mit ihren ausgewachsenen

KEF Q900 und den dicken Class-

A-Endstufen von Vincent, sondern das

eher zum Spaß parallel aufgebaute System

aus zwei Sonos S5. Robbie Williams

samt Big Band swingte folglich

aus zwei unscheinbaren Kunststoffgehäusen

jeweils vom Format eines besseren

Kofferradios – und keinem der 40

anwesenden Zuhörer (den Vorführer eingeschlossen)

fiel auf, dass die Musik

nun nicht mehr aus den daneben stehenden,

großvolumigen Standboxen kam.

Der S5 – mittlerweile umgetauft in

Play:5 – mag nach nichts aussehen, aber

er birgt in seinem Inneren fünf hochwertige

Lautsprecher, individuelle Endstufen

für jeden sowie eine digitale Aktivweiche.

Und das ist noch der einfachere

Teil. Er kann als Einzelkämpfer einen

Raum mit Stereomusik aus dem Internet

Bass erstaunt

Das erfolgreichste Netzwerk-Musiksystem baut Sonos schon. Jetzt legen

die Amerikaner nach: Der neue Netzwerk-Woofer Sonos Sub lässt sich mit

den bestehenden Playern zu phantastisch klingenden Anlagen kombinieren.

AUDIO nahm alle Konfigurationen im Hörraum unter die Lupe.

■ Text: Bernhard Rietschel

Test

Wireless-Netzwerk-Woofer für Sonos-

Musiksysteme

Sonos Sub 700 €

30 www.audio.de ›08 /2012


Lautsprecher › Netzwerk-Musiksystem

Fotos: Archiv, MPS, J. Bauer, B. Rietschel

www.audio.de ›08 /2012

31


Lautsprecher › NETZWERK-MUSIKSYSTEM

oder von beliebigen im Heimnetz erreichbaren

Festplatten versorgen – ähnlich,

wie das auch die anderen Sonos-

Playermodelle können. Oder er kann mit

einem zweiten Play:5 jenes Stereopaar

bilden, dessen Klangfülle und -Genauigkeit

uns damals so gründlich foppte. Die

gleichen Möglichkeiten, nur in etwas

kleinerem Maßstab, eröffnen sich mit

dem preiswerteren Play:3, das wie sein

großer Bruder sowohl als One-Box-Lösung

als auch als Stereo-Aktivbox mit

eingebautem Netzwerkplayer dient.

ENDGÜLTIG ERWACHSEN

Und nun können Sonos-Besitzer die

starken Duos um einen maßgeschneiderten

Subwoofer ergänzen. Wobei in

der Terminus in die Irre führt: Mit dem

typischen Heimkino-Basswürfel hat der

Sonos Sub nichts zu tun, er hat nicht einmal

konventionelle Toneingänge. Man

könnte ihn als auf Bass spezialisierten

Netzwerkplayer bezeichnen, der sich

mit minimalem Wisch und Tipp in ein bestehendes

Sonos-Netzwerk integriert.

Das Setup verläuft Sonos-typisch intuitiv

in wenigen Schritten (siehe Screenshots

oben rechts): Nachdem die Steuersoftware

(verfügbar für Android, iOS,

OSX und Windows) das neue Familienmitglied

entdeckt hat, muss man ihr lediglich

mitteilen, mit welchem Player

oder Player-Paar es zusammenspielen

soll. Handelt es sich dabei um Play:3

oder Play:5, stellen sich diese und der

Sub automatisch auf die perfekt passende

Trennfrequenz ein. Man erhält ein

maßgeschneidertes Sub-Sat-System

mit allen Vorteilen (neben dem tieferen

Bass also auch weniger Klirr und höhere

Pegelfestigkeit), aber ohne die damit

normalerweise einhergehenden Umstände:

Die einzigen Kabel, die zu den

drei Komponenten führen müssen, sind

die Stromkabel, und die sonst heikle Anpassung

der jeweiligen Arbeitsbereiche

entfällt bis auf die erwähnten zwei, drei

Dialogschritte.

Die weitestgehende Kabellosigkeit ermuntert

zu Experimenten mit der Platzierung

des stattlichen Quaders: Vom

Design her zwar für stehenden Betrieb

vorgesehen, ist der Sub so konstruiert,

dass er auch flach auf der Seite liegend

– womöglich sogar unter einem anderen

EINFACHES SETUP: Die Steuer-App (hier fürs iPhone) ordnet den Sub seinen Partnern zu

(1). Testtöne erleichtern die Phasen- und Pegelanpassung (2). Manuelle Trennfrequenz-

Auswahl (3) ist nur beim Connect:Amp möglich – bei den Play-Modellen geht’s automatisch.

Möbelstück – voll einsatzfähig ist. Besonders

umgänglich wird der Sub durch

seine Treiberanordnung: Zwei ovale Alumembran-Chassis

stehen sich im Mittelschlitz

des Gehäuses exakt gegenüber,

ebenso – darüber und darunter –

die zugehörigen Reflexports. Was dazu

führt, dass Vibrationen, die die Chassis

bei ihrem harten Job ans Gehäuse abgeben,

sich gegenseitig kompensieren.

KRÄFTEGLEICHGEWICHT: Zwei stabile

Alumembran-Bässe mit jeweils eigenen

Endstufen pumpen im Gleichtakt Luft in den

Mittelschacht. In dessen Boden und Decke

münden, wiederum symmetrisch, die beiden

Reflexkanäle.

Der Erfolg ist ein Woofer, der selbst hohe

Pegel scheinbar unbeteiligt abgibt –

das glänzend schwarze, beachtlich

schwere Kabinett bleibt tatsächlich ruhig

wie ein Grabstein.

RICHTIG KOMBINIERT

Da der Sub theoretisch mit allen Sonos-

Geräten mit Ausnahme des reinen Netzwerkplayers

Connect zusammenspielt,

STECKBRIEF

SONOS

SUB

Vertrieb

Sonos

0800-000 5339

www.

sonos.com

Listenpreis

700€, ab Herbst auch matte

Version für 600€

Garantiezeit

2 Jahre

Maße B x H x T

40,2 x 38 x 15,8 cm

Gewicht

16 kg

Furnier/Folie/Lack – / – / •

Farben

schwarz

Arbeitsprinzipien 2x Bassreflex

AUSSTATTUNG

Standby-Automatik •

Phase invertier-/regelb. • / –

Remote Pegel/Frequenz • / •

Raumanpassung –

Input Cinch/XLR/LS – / – / – (SonosNet via LAN /

Output Cinch/XLR/LS – / – / – Wireless)

Hochpassweiche über Connect:Amp

Besonderheiten

Nur in Sonos-Umfeld nutzbar

AUDIOGRAMM

ÅPerfekte Funktion, sauberer

Klang, tolle Anlagen-

Möglichkeiten

Í Kein Netzschalter.

Klang

105 (mit zwei Play:5)

(als Stereo-Komplettsystem)

95 (mit zwei Play:3)

Ausstattung/Bedienung sehr gut / gut

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

105 / 95 PUNKTE

ÜBERRAGEND

32

www.audio.de ›08 /2012


Lautsprecher › NETZWERK-MUSIKSYSTEM

Sonos Sub + 2 Sonos Play:5, 1500€ Der Play:5 kann

im Einzelbetrieb fast schon zu warm und rund

klingen. Das gibt sich bereits im Stereobetrieb,

weil die DSP-Weichen hier eine andere Arbeitsteilung

vorgeben. Im 2.1-Betrieb arbeiten die Play:5

dann nur noch bis ca. 80 Hertz hinunter, wovon

Abbildung und Klarheit im Mittelhochton enorm

profitieren. Als Stereo-Komplettsystem bei korrekt

platziertem Woofer mühelos 105 Punkte – und

damit seinen Preis mehrfach – wert.

Sonos Sub + 2 Sonos Play:3, 1300€ Hochkant wie

liegend betreibbar, passt der Zweiwege-Play:3 fast

überall hin – die Aktivweiche passt ihre Charakteristik

sogar automatisch an die Ausrichtung an.

Rechts und links sollten aber logischerweise gleich

stehen und ein vernünftiges Stereodreieck bilden.

Trotz perfekter Messwerte und nur minimal

günstigerem Preis klingt die Kombi etwas dünner

und weniger griffig-lebendig als die große Version.

Als Stereo-Komplettsystem 95 Punkte.

Sonos Sub + Connect:Amp 1200€ Der Connect:

Amp entält neben dem Sonos-Netzwerkteil einen

knackigen Vollverstärker mit Schaltendstufen.

Wird er mit dem Sub gepaart, lässt sich dessen

Trennfrequenz siebenstufig (zwischen ca. 50 und

100Hz) an die vorhandenen Boxen anpassen, der

Amp filtert dann seinerseits deren Signal passend.

Die resultierende Entlastung von der Bassarbeit

scheint dem Verstärker auch klanglich gut zu tun.

Kombinieren Sie ihn idealerweise mit nicht zu

hellen Boxen, etwa KEF oder Dynaudio.

stellt sich natürlich die Frage, welche

Kombinationen die sinnvollsten sind. Die

Antwort haben wir oben in einer kleinen

Tabelle zusammengefasst. Natürlich

kann man auch einen einzelnen Play:5

und sogar einen Solo-Play:3 mit Bassunterstützung

betreiben. Da der Woofer

aber das Doppelte eines Play:3 kostet

und der kleine Speaker im Solobetrieb

praktisch mono spielt, sollte man in diesem

Fall unbedingt zuerst ein Steropaar

daraus machen – bereits dadurch profitiert

der Bass übrigens erheblich. Auch

die Kombination mit einem einzelnen

Play:5 ist eher ungewöhnlich, zumal ein

zweiter Play:5 wiederum deutlich günstiger

kommt als der Woofer.

Absolut phantastisch klingen die Play-

Modelle als Paar mit Woofer. Die Play:5-

Kombi ist schon ganz großes, erwachsenes

HiFi – ausgewogen, detailreich, pegelfest

und breitbandig. Und das ganze

aus einer Kette, die unterm Strich 1500

Euro kostet, sich ganz unscheinbar im

Wohnzimmer integrieren lässt und jederzeit

in beliebig viele weitere Räume

erweiterbar ist – ohne dass man je mehr

als ein paar Netzkabel verlegen muss.

FAZIT

Bernhard Rietschel

AUDIO-Chefredakteur

Messtechnisch wie klanglich ist

der Sub die ideale Ergänzung für

die Sonos-Aktivbox-Player: Die mit

ihnen erreichbare Klangqualität

macht durch die Entlastung im

Bass – und dessen kompetente

Wiedergabe – einen Riesenschritt.

MESSLABOR

Bild 1 zeigt den Woofer-Frequenzgang

(schwarz) mit der automatisch gewählten

Trennfrequenz für das Play 3. Dessen – übrigens

perfekt linearer – Frequenzgang (rot)

ist ebenfalls automatisch (hochpass-)gefiltert,

der Übergang passt wie im Bilderbuch.

Der Sub reicht nicht extrem tief (-6dB bei

ca. 30Hz), ist aber sehr ausgewogen und

klirrarm (2). Ab 100dB setzt ein dezenter

Tiefstbass-Limiter ein.

Sonos SUB

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.audio.de ›08 /2012

33


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

9 MAL KLUG

Wer gute HiFi-Komponenten kombiniert, bekommt recht zuverlässig

auch eine gute Anlage. Aber erst die kluge Auswahl jedes einzelnen

Kettenglieds lässt etwas Neues entstehen, eine Kombi, die besser

klingt als die Summe ihrer Einzelteile. Neun Händler zeigen hier trotz

knappem Budget, wie man's richtig macht.

■ Text: Bernhard Rietschel, Alexandros Mitropoulos, Fritz I. Schwertfeger

TEIL 2

Die Anlagen in diesem Artikel

basieren auf Händlerempfehlungen,

AUDIO hat nur den Preisrahmen

vorgegeben, sämtliche Anlagen im

Hörraum nachgebaut und ver glichen.

Bislang ungetestete Geräte –

darunter viele brandaktuelle

Neuheiten – wurden dabei

natürlich gleich getestet.

34 www.audio.de ›08 /2012


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

Man kann sich die Anschaffung

einer HiFi-Anlage leicht machen

und einfach den erstbesten

Gerätestapel kaufen. Oder eine Lebensaufgabe

darin sehen und seine Zeit

mit Grübeln, Hadern, rastlosen Tauschaktionen

und nervenzehrender Recherche

verbringen. Von beidem rät AUDIO

ab – im ersten Fall ist die Chance groß,

dass der Klang nachher nicht zum Hörer

passt, und im zweiten Fall wird man zum

Sonderling, der vor lauter HiFi irgendwann

nicht mehr zum Musikhören kommt.

Der goldene Mittelweg führt direkt zum

Ziel: Nutzen Sie die Erfahrung und Leidenschaft

eines guten, aktiven Händlers.

Auch da wird vielleicht nicht gleich die erste

Kombi genau das sein, was Sie sich

vorgestellt haben – schließlich hat jeder

Mensch ein eigenes Paar Ohren. Aber die

Treffsicherheit, mit der auch die neun

Spezialisten in Folge 2 unserer großen

Anlagenberatung ihre Ketten zusammengestellt

haben, zeigt: Diese Leute verstehen

ihr Handwerk und haben Ihr Vertrauen

verdient.

TEST

9 Anlagen mit folgenden Neutests:

LAUTSPRECHER

Phonar Veritas P4 Next 1600 €

Wharfedale Diamond 10.7 900 €

KEF R100 800 €

T+A KR-450 1500 €

ADAM Artist 5 800 €

CD-SPIELER / DACS

Denon DCD-520 AE 250 €

Cambridge 651C 800€

NAD C-546BEE 550€

Rotel RCD-06 SE 600€

Pro-Ject DAC Box S USB 150€

VERSTÄRKER

Denon PMA-520 AE 250€

Cambridge 651A 800€

Fotos: Archiv, MPS, H. Härle, J. Bauer, Hywit Dimyadi – Shutterstock.com

www.audio.de ›08 /2012

35


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

1C Lautsprecher

Phonar Veritas P4 Next

NEU

IM

TEST

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

1A CD-Spieler

Denon DCD-520 AE

Preis €

Fehlerkorrektur bis mm

Störabstand dB

Ausgangswiderstand Ω

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

1600

2,5

35

25

83

8/12

NEU

IM

TEST

250

1,2

111

464

88

8/12

1B Vollverstärker

Denon PMA-520 AE

Preis €

Sinusleistung 8/4Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

NEU

IM

TEST

250

58/82

54

5

68

8/12

Luna Audio

Thomas Mathejczyk

90471 Nürnberg

Tel.: 0911 / 4310727

www.luna-audio.de

OLD SCHOOL

Thomas Mathejczyk steckt den

Löwenanteil seines Budgets in die

Lautsprecher – wie man das schon

vor 30 Jahren empfohlen bekam. Selten

hat Vernunft so gut geklungen.

Laufkundschaft dürfte Thomas

Mathejczyks Hörräume wohl nur

selten erreichen. Luna Audio versteckt

sich diskret in einer Büroetage,

bietet dafür aber umso mehr Ruhe und

beste Bedingungen zum Vorführen und

Experimentieren. Auf die AUDIO-Frage,

doch mal eine optimale 2000-Euro-

Kette zusammenzustellen, reagierte der

Nürnberger blitzschnell und mit einer

auf den ersten Blick sehr konservativen,

fast klassischen Empfehlung.

80% BOXEN, 20% ELEKTRONIK

Wuchtige Standboxen aus deutscher

Fertigung verschlingen glatt vier Fünftel

des Budgets. Mit den verbleibenden

400 Euro kommt Mathejczyk dann zwar

doch nicht ganz hin, schafft es aber mit

preiswerter japanischer Elektronik, am

Schluss nur um 100 Euro über dem Limit

zu liegen. Das ist völlig in Ordnung, zumal

der von ihm gewählte Lautsprecher

so neu ist, dass selbst sein Hersteller

Phonar überrascht war, ihn bereits in

einer „idealen Anlage“ wiederzufinden.

In der mittlerweile finalisierten Preisliste

kostet die Phonar Veritas P4 Next 1600

Euro, solange man mit einer exzellenten,

seidigen Lackoberfläche zufrieden ist.

Echtholz, darunter ein berückend schönes

Walnussfurnier, kostet 200 Euro extra.

Die Box aus Deutschlands hohem

Norden überrascht angesichts ihrer grazilen

Erscheinung mit knackigen 20 Kilo

Kampfgewicht. Ihr Gehäuse ist intern

zweigeteilt: Zwei Drittel des Volumens

stehen dem Tieftöner zur Verfügung, ein

Drittel dem Tiefmitteltöner; die beiden

Treiber arbeiten bis 800 Hertz parallel,

der obere übergibt dann bei relativ tiefen

2,2kHz an den Hochtöner. Der breite Einsatzbereich

bringt Vorteile im Abstrahlverhalten,

läst sich aber nur mit technisch

hervorragendem Material problemlos

realisieren. Die Entwickler griffen

daher zu einem relativ teuren Hochtöner,

dem D-2604 von Scan Speak. Diese

Einzoll-Gewebekalotte mit auffallend

breiter Sicke ist nicht nur sehr breitbandig,

sondern vor allem ausgesprochen

klirrarm – eine Eigenschaft, die auch auf

die mit hochwertigen Markenbauteilen

(MKP- und MKT-Folienkondensatoren

sowie Luftspulen von Intertechnik) aufgebaute

Frequenzweiche zutrifft. In der

Praxis sehr sinnvoll ist die Option, über

eine Steckbrücke den Hochtonpegel

feinfühlig zu beeinflussen: Je nach Aufstellung,

Hörgeschmack und Raumakustik

lässt sich der Tweeter damit gegenüber

der neutralen Grundstellung um ein

Dezibel anheben oder absenken.

Die beiden Bässe stammen von Peerless

und haben Membranen aus der Aramidfaser

Nomex. Ihr Konusdurchmesser

von nur 13 cm ermöglicht den Einbau

in eine schicke, schmale Schallwand,

die durch ihre auch akustisch sinnvolle

MESSLABOR

Der Frequenzgang der Phonar (1) ist fast perfekt

linear, mit einem Minibuckel im Oberbass

und einem zu den Höhen ganz leicht fallenden

Verlauf. Der resultierende, warme Charakter

wird durch die Tatsache unterstützt, dass der

Hochtöner (in Neutralstellung gemessen) sich

ab 30° Abstrahlwinkel merklich ausblendet.

Die Phonar spielt weitestgehend klirrfrei (2)

und mit 108dB Maximalpegel auch enorm laut

– beachtlich für eine Box ihrer Größe. AK=56.

Phonar Akustik Veritas P4 Pegel- Next & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

36

www.audio.de ›08 /2012


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

GUTES MATERIAL: Die Tieftöner der Veritas stammen aus dem Programm von Peerless,

die Innenverkabelung erfolgt über „Stream“-Solidcore-Kabel von Wireworld.

leichte Rückneigung eine sehr elegante,

entfernt an Klassiker von Audio Physic

erinnernde Silhouette entstehen lässt.

SCHLANKE BOX, FETTE DYNAMIK

Befürchtungen, das schicke Böxchen

könnte mit heftigeren Pegeln in Bedrängnis

kommen, erwiesen sich jedoch

als völlig unbegründet: Breitbandig und

STECKBRIEF

PHONAR

VERITAS P4 NEXT

Vertrieb

Phonar

0 4638 / 8924-0

www.

phonar.de

Listenpreis

1600 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T

19 x 92,7 x 29,5 cm

Gewicht

25 kg

Furnier/Folie/Lack – / – / • (Furnier +200€)

Farben

schwarz, silber matt

Arbeitsprinzipien 2,5-Wege Bassreflex

Raumanpassung Hochton ±1dB (Steckbrücke)

Besonderheiten

Wireworld-Innenverkabelung

AUDIOGRAMM

ÅTop-Verarbeitung,

schlankes Design, erwachsener

Klang, sehr hohe

Pegelreserven.

ÍKann je nach Amp etwas

bedeckt klingen

Neutralität (2x) 90

Detailtreue (2x) 80

Ortbarkeit 85

Räumlichkeit 85

Feindynamik 75

Maximalpegel 85

Bassqualität 80

Basstiefe 80

Verarbeitung

überragend

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

83 PUNKTE

SEHR GUT

dynamisch rockten die Phonars mit „The

Grudge“ von Tool (Album: „Lateralus“)

den AUDIO-Hörraum. Die dicht im Mix

gedrängten, verzerrten Gitarrenspuren

kippten dabei nicht ins Nervig-Schrille,

sondern behielten auch bei höchsten

Pegeln ihre sonore Röhrenamp-Signatur

bei, die Drums trumpften herrlich tief

und druckvoll auf. Trotz messtechnisch

absolut linearer Abstimmung wirkte die

Veritas dabei stets eher ein wenig der

warmen Seite zugeneigt – die Hochtöner

brachten Details, Klangfarben und

Raumanteile auch ohne wildes Gezimbel,

ganz mühelos und unspektakulär an

den Tag. Die preislich vergleichbare Canton

Chrono SL 570.2 (AUDIO 4/12) wählte

einen anderen Ansatz und präsentierte

die Musik deutlich spektakuärer, noch

detailreicher und lebendiger, aber auch

mit schlankeren Stimmen

und etwas mehr

Eigenklang.

Auch wenn die Canton

unterm Strich auf einen

Punkt mehr kam, ist die

Entscheidung zwischen

ihr und der Phonar in

erster

Linie

Geschmacks sache: Gefällt

einem die eine, wird

man die andere nicht so

mögen und umgekehrt.

Selbst Hörer, die das

vornehme Wesen der

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

K M

Akustik

T

D

A

Aufstellung

W

G

H

Wandfern und direkt auf den

Hörer gerichtet aufstellen, auch

noch stärkere Einwinklung kann

vorteilhaft sein.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 132.

F

NEU

IM

TEST

PHONAR

VERITAS P4 NEXT

UM 1600 EURO

www.audio.de ›08 /2012

37


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

NEU

IM

TEST

NEU

IM

TEST

DENON PMA-520AE UM 250 EURO / DCD-520AE UM 250 EURO

Phonar schätzen, werden jedoch versuchen,

es nicht noch mit einem obenherum

zurückhaltenden Verstärker zu kombinieren

– das wäre dann des Guten zuviel.

Thomas Mathejczyk bewies bei der

Verstärkerwahl ein gutes Händchen:

Sein Tipp, der Denon PMA-510 AE (AU-

DIO 6/09) kostet nur 250 Euro und kombiniert

beachtlichen Bass-Punch mit

freien, detailreichen Höhen – an manchen

Boxen schon fast zu silbrig, passte dieser

Klang zur Phonar wie angegossen.

DENON 520AE: PERFEKTES TIMING

Gleichzeitig mit dem 510er, den der Autor

für die Hörtests noch einmal angefordert

hatte, traf jedoch ein weiteres Paket

in der Redaktion ein, dessen Inhalt die

Anlage sogar noch besser machte: Denon

hatte nämlich gleich noch ein Exemplar

des brandneuen, gerade fertiggestellten

510er-Nachfolgers eingeflogen

und mitgeschickt. Der PMA-520AE kostet

das Gleiche wie sein Vorgänger, bietet

aber weniger Ausstattung: Die zweite

Tapeschleife fehlt, ebenso die Möglichkeit,

per Umschalter zwischen zwei

Lautsprecherpaaren zu wählen. Das verbleibende

Boxen-Klemmenpaar ist dafür

etwas hochwertiger geworden, und

auch der Rest des Ersparten ist nicht in

Denons Kasse geflossen, sondern hat in

Form besserer Bauteile im Inneren des

Geräts seinen Niederschlag gefunden.

So arbeitet das Netzteil jetzt mit neuen,

schnelleren Schottky-Dioden, und die

neue Eingangsstufe begrüßt das Musiksignal

mit Feldeffekt-Transistoren statt

mit bipolaren Halbleitern. Die neue Eingangsschaltung

vereinfacht nebenbei

auch den Signalweg – wenig überraschend

also, dass der 520er im AUDIO-

Hörraum merklich sauberer klang als

sein Vorfahr. Das reizvoll Offene, Feinperlende,

das schon den 510er auszeichnete,

bleibt dabei voll erhalten, aber

ohne dessen Neigung, gelegentlich

auch mal rauh und zimbelig über die

Stränge zu schlagen. Am anderen Ende

des Spektrums knurrte und groovte der

Bass etwas weiger dominant, dafür aber

MESSLABOR

Gegenüber dem Vorgänger 510AE hat der 520

geringfügig an Leistung und Laststabilität (1) zugelegt

(2x58/82W an 8/4Ω, AK=54). Der Klirrverlauf

in der Harmonischen-Analyse (2) hat sich

kaum verändert und sollte akustisch unauffällig

bleiben. Sehr ordentlich ist der Phono-Eingang

mit geringem Rauschen (-78dB) und ausgewogenem

Frequenzgang (o.Abb.), der dank niedriger

Abschlusskapazität (216pF) auch an realen

MM-Systemen erhalten bleibt.

38 www.audio.de ›08 /2012


www.teufel.de

VON GENERATION ZU GENERATION: Der PMA-520AE ist auf den ersten Blick kaum

von seinem älteren Bruder 510 zu unterscheiden – der wiederum war schon ein nahezu identischer

Klon des PMA-500. Dennoch steckt viel Feinarbeit in jedem Modellwechsel.

aufgeräumter und melodischer als beim

PMA-510AE. Beide klanglichen Neuerungen

passten wunderbar zur Phonar,

die im Oberbass und Grundton ohnehin

schon recht rund spielt, ganz oben aber

etwas Spritzigkeit bestens verträgt.

Dass Denon auch den CD-Spieler-Bruder

des PMA-520 überarbeitet hat,

macht die ganze Sache zusätzlich rund.

Der ebenfalls in Heft 6/09 getestete

DCD-510 AE hatte damals nicht restlos

begeistert, wirkte etwas kraftlos und

blechern. Das kann man dem ausgewogener

und fundierter spielenden DCD-

520AE nun nicht mehr vorwerfen. Die

Denon-Entwickler überarbeiteten so

ziemlich alle Baugruppen mit einem Eifer,

der eines High-End-Geräts würdig

gewesen wäre. Nur mussten sie sich dabei

an enge Preisgrenzen halten. Immerhin

schaffte es ein neuer Wandlerchip in

das 2012er-Modell, ein moderner 32-Bitler

von Burr-Brown. Außerdem soll der

zentrale Takt-Oszillator jetzt noch genauer

arbeiten – eine Maßnahme, die vor

allem dem neuen Schaltungslayout geschuldet

ist, also zwar Entwicklungszeit

kostet, das Gerät in der Herstellung aber

nicht teurer macht.

STECKBRIEF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

DENON

PMA-520AE

Denon

0 21 57 / 12 08 0

denon.de

250 Euro

3 Jahre

43,5 x 12,1 x 30,9 cm

6,5 kg

ANSCHLÜSSE

Phono MM / MC • / –

Hochpegel Cinch / XLR 5 / –

Festpegel Eingang –

PreOut / TapeOut 0 / 1

Lautsprecherpaare 1

Kopfhörer


FUNKTIONEN

Aufnahmewahlschalter –

Klangregler/ abschaltbar • / •

Loudness


Besonderheiten

Buchsen für Steuerung über

Netzwerkplayer

AUDIOGRAMM

ÅKlar und fein zeichnender,

schwungvoller Klang, ordentlich

Punch im Bass.

Í Nichts, was man ihm bei

diesem Preis vorwerfen

könnte.

Phono MM/MC 63/–

Klang Cinch / XLR 68/–

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

68 PUNKTE

SEHR GUT

Thorsten Reuber

Geschäftsführer bei Teufel

Raumfeld HiFi-Streaming

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Audio-Streaming-Systeme kombinieren

herausragende Klangeigenschaften und

riesige Musikvielfalt mit einfacher Bedienbarkeit.

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und Internet-Musikdienste im ganzen

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Klangqualität, auf Raumfeld Speakern oder

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und Rückgaberecht | 12 Jahre

Garantie auf Lautsprecher | Bester Sound

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Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

DA WÄRE NOCH EIN BISSCHEN PLATZ: Nicht besetzte Platinenbereiche etwa in der Analog-Ausgangsstufe (rechts oben) deuten an,

dass auf der 520er-Plattform auch ein noch etwas größerer Player wachsen kann – der DCD-720 AE.

MESSLABOR

Der Frequenzgang des DCD-520AE

(o.Abb.) ist strichgerade, beachtlich für

einen Player seiner Preisklasse sind

aber vor allem der relativ niedrige Jitter

(263ps, Bild rechts), der gute Störabstand

(111dB) und die sehr ordentliche

Fehlerkorrektur (bis 1.2mm). Der ausgangswiderstand

könnte noch niedriger

sein (464Ω), ist an normalen Kabeln

aber völlig unkritisch.

Erhalten geblieben ist dem kleinsten Denon-Player

die Fähigkeit, neben normalen

Audio-CDs auch Datenscheiben mit

Ordnern voller MP3-Files wiederzugeben.

Dank des alphanumerischen Punktmatrix-Displays

kann man dann sogar

Track- und Ordnernamen sauber ablesen

wie bei einem Netzwerkplayer.

Apropos Netzwerk: Wer einen Denon-

Streamer besitzt oder anschafft (momentan

gibt es nur den DNP-720AE, der aber

sicher bald passende Brüder bekommt),

kann den CD-Spieler und sogar den Verstärker

über die Steuer-App des Netzwerkplayers

mitbedienen. Er muss dazu

nur vom DNP ein Remote-Käbelchen zu

den entsprechenden Buchsen an Amp

und Player führen. Konservativere Geister

freuen sich, dass beiden Geräten die

neue Systemfernbedienung beiliegt, die

den vollen Funktionsumfang der ganzen

Produktfamilie beherrscht.

Was sollte man tun, wenn man diese Anlage

noch verbessern will? Die Box hat

allemal das Potential für noch hochkarätigere

Mitspieler, aber unmittelbarer Handlungsbedarf

sieht anders aus – und hört

sich anders an. Ohne den direkten Vergleich

kann man mit Thomas Mathej czyks

Kette stunden- und nächtelang zufrieden

Musik genießen, ohne vom Upgradefieber

befallen zu werden. Im Zweifel sollte

man sich zunächst eine weitere Quelle

gönnen, einen Netzwerkplayer etwa, der

nicht nur potenziell besser klingt, sondern

vor allem die mediale Vielfalt erhöht. br

STECKBRIEF

DENON

DCD-520 AE

Vertrieb

Denon

0 21 57 / 12 08 0

www.

denon.de

Listenpreis

250 Euro

Garantiezeit

3 Jahre

Maße B x H x T

43,5 x 12,1 x 30,9 cm

Gewicht

4 kg

AUSSTATUNG

Zufallstitelwahl


Spielzeit Titel / CD / Programierung

• / • / –

Restzeit Titel / CD / Programierung

• / • / –

Wiederholung CD / Titel / • / • / •

A–B

Fernbedienung


Ausgang regelbar / fixed – / •

Ausgang Cinch / XLR • / –

Digitalausgang Cinch / – / •

Optisch

Kopfhörerausgang / regelbar – / –

Digitaleingang Cinch / – / – / –

Optisch / USB

USB-Host / iPod – / –

Besonderheiten

spielt MP3-CDs

AUDIOGRAMM

ÅFeiner, lebendiger

Klang.

Í–

Klang CD / SACD 88 / –

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

88 PUNKTE

SEHR GUT

40

www.audio.de ›08 /2012


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

2B Vollverstärker

Naim Nait 5i/2

2C

Kompaktlautsprecher

B&W 686

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

Preis €

Sinusleistung 8/4Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

460

2

8

5

66

1/08

1000

2x 58/98

54

4

95

8/11

2A Plattenspieler

Rega RP1

Preis €

Maße cm

Gewicht kg

Drehzahl U/min

Tonarmmasse eff. g

Test in Ausgabe

350

44,5x12x38

5

33, 45

10,5

2/11

SG Akustik

Stefan Gellrich

76133 Karlsruhe

Tel.: 0721 / 9414580

www.sg-akustik.de

ANALOG-POWER

Stefan Gellrich baut seine Kette aus

der Mitte heraus auf: ker mit Phono-Beiboot trifft Platten-

Top-Vollverstärspieler

und Kompaktbox der geho-

benen Einstiegsklasse – stimmig!

Da muss ein gescheiter Verstärker

dabei sein, sinniert Dynamikfreund

Gellrich am Telefon und

verwirft einen ersten Ansatz mit größeren

Boxen – da bleibt nicht genug Geld

für den Amp übrig. Seit der Autor noch

selbst bei SG-Akustik Anlagen verkaufte,

hat sich viel getan in der HiFi-Welt. Manches

ist aber auch beim Alten geblieben:

Ein „gescheiter Verstärker“ ist in Karlsruhe

Synonym für Naim, in diesem Fall

für den handgefertigten Nait 5i/2, der

den zentralen Platz in der Kette einnehmen

soll, nein – muss. Was dann auch

gelingt, nachdem die preiswerte B&W

686 entsprechend Luft im Budget geschaffen

hat. Die Box ist zwar günstig,

aber durchaus nachhaltig konstruiert

und mit zehnjähriger Garantie gesegnet

– das passt zum Amp, dessen Unverwüstlichkeit

ohnehin legendär ist.

Auch der Plattenspieler ist ein alter Bekannter.

Regas RP1 überraschte die Tester

in Heft 1/11 mit einem Klang, den

man einem 350-Euro-Spieler bis dahin

nicht zugetraut hätte. Im Grunde verstößt

Gellrich mit der Wahl des Rega

dennoch gegen die alte Analogregel,

nach der es nichts bringt, am Laufwerk

zu sparen. Streng genommen würden

sowohl der Autor als auch der SG-Akustiker

mindestens zu einem RP3 raten,

der mit einem steiferen Tonarm und geräuschärmerem

Laufwerk mehr Entwicklungspotenzial

für hochwertige Tonabnehmer

bietet. Dann jedoch wäre der

Preisrahmen definitiv gesprengt. Ande-

rerseits – wer weiß? Vielleicht hat der

Händler ja ein Auslauf-, Vorführ- oder

sonstwie günstigeres Exemplar an der

Hand. Gerade bei Händlern mit ausgeprägtem

Analogschwerpunkt wie SG

lohnt sich das Nachfragen immer.

Was nicht heißt, dass das Konzept nicht

auch mit dem RP1 perfekt aufgeht. Es

macht immer wieder ein Riesenspaß zuzuhören,

was ein Weltklasse-Vollverstärker

aus einem unscheinbaren Böxchen

wie der 686 zu machen imstande

ist. Anders als etwa die Standboxen-basierenden

Ketten in dieser Geschichte

lässt sich die Karlsruher Anlage dabei

auch hervorragend in kleineren Räumen

betreiben: Der Plattenspieler bevorzugt

ohnehin ein stabiles Plätzchen auf einem

Wandhalter – zur Not einfach aus Baumarktwinkeln

gezimmert – und die

B&Ws können, wenn schon nicht direkt

an der Wand, so doch zumindest in

Wandnähe erfolgreich betrieben

werden. Von dort aus – ob auf einem

Ständer oder auf einem Regal

beziehungsweise Sideboard

– überraschen die britischen

Kompakten mit tief reichendem,

sauberem Bass, hervorragender

Detailarbeit und einem

Raum, der auch kompakte

Studentenbuden in Konzertsäle

verwandeln kann. Genau im letzteren

Punkt leistet der Naim-Verstärker

besonders inten sive

Schützenhilfe: Versuchsweise

angeschlossene, preiswertere

Amps konnten folglich zwar genauso

laut wie der Naim (weil das Pegel-Limit

hier klar durch die Box definiert ist), ließen

aber lange nicht so tief in die Aufnahmen

hineinhören wie der akkurat

durchzeichnende, zugleich wunderbar

lebendig spielende britische Amp. „Let

My Baby Ride“ von der mittlerweile zum

Hörraum-Standard avancierten LP

„Come On In“ von R. L. Burnside (Fat

Possum) ließ sich jedenfalls fast so

erleben, als säße man mit im Studio.

Fast hätten wir ein wichtiges Bindeglied

vergessen: Da der Naim-Amp keine internen

Phonoeingänge hat und die externe

Naim-Lösung hier viel zu teuer

wäre, fungiert als Mittler zwischen Rega

und Naim der bewährte, verblüffend

preiswerte Musical Fidelity V-LPS MkII

(oben), der genug Potential für eine

lange Analog-Karriere mitbringt. br

SCHLICHTER GEHT'S NICHT: Einfaches

Strangprofil beherbergt einen Phono-Preamp, der

vielfach teurere Modelle in Bedrängnis bringen kann.

www.audio.de ›08 /2012

41


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

3C Standlautsprecher

Wharfedale Diamond 10.7

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

NEU

IM

TEST

900

3,5

50

22

80

8/12

3B Vollverstärker

Exposure 1010 A

Preis €

Sinusleistung 8/4Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

660

47/57

51

4

90

9/11

3A CD-Spieler

Exposure 1010 CD

Preis €

Fehlerkorrektur bis mm

Störabstand dB

Ausgangswiderstand Ω

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

620

0,6

103

101

95

9/11

HiFi Haus Berlin

Jan Förster

13156 Berlin

Tel.: 030 / 21 46 14 66

www.hifi-haus-berlin.de

BRITISH DYNAMITE

Große englische Namen finden im

HiFi Haus Berlin zueinander: Exposure

und Wharfedale bilden eine

Kette, deren klangliche Sprengkraft

zu diesem Preis kaum zu schlagen ist.

NEU

IM

TEST

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

K M

Akustik

T

D

WHARFEDALE

DIAMOND 10.7

UM 900 EURO

Jan Försters Anlage kann man getrost

als anglophil bezeichnen – auch wenn

Wharfedale und Exposure, die beiden

Marken, die an der Kette beteiligt

sind, längst chinesische Besitzer oder

Geldgeber haben. So hat die IAG-Gruppe,

die sich vor einigen Jahren das damals

kränkelnde Traditionsunternehmen

Wharfedale gönnte, penibel darauf geachtet,

dass Stil und Identität der Marke

erhalten bleiben, womöglich sogar

wieder stärker zum Vorschein kommen

als noch vor der Übernahme.

Diamond heißt die Einstiegsserie bei

Wharfedale schon seit vielen Jahren,

aber mit jeder Generation bekommen

die Modelle einen feineren Schliff – ohne

freilich ihre wichtigste

A

Aufstellung

W

G

H

Fern von jeder Wand aufstellen,

leicht zum Hörer anwinkeln, auf

wackelfreien Stand achten,

Spikes gut anziehen.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 132.

F

Grundtugend zu verlieren:

das gute Preis-

Leistungsverhältnis.

Die 10.7, größtes Modell

der aktuellen Generation,

treibt es auf

die Spitze: Mehr Box

ist für 900 Euro Paarpreis

beim besten Willen

nicht machbar. Auf

der gut einen Meter

hohen, glänzend

lackierten Schallwand

findet sich ein

stattliches Treiberquartett, das nach

dem Dreieinhalb-Wege-Prinzip arbeitet

und das nur deshalb so preiswert zu haben

ist, weil IAG sämtliche Chassis bis

zum letzten Kleinteil komplett selbst

baut. Tief- und Tiefmitteltöner im üppigen

17-cm-Format lassen Membranen

aus schwarz eingefärbtem Kevlar schwingen

und erhalten Unterstützung von

einem rückseitig angebrachten, großkalibrigen

Reflexrohr. Die höheren Frequenzen

kommen aus Gewebekalotten, wobei

vor allem der Mitteltöner interessant

ist, der den Bereich zwischen 800 und

4500 Hertz abdeckt: Die 50-Millimeter-

„Bärennase“ ist für schnelles, transparentes

Ansprechen bekannt, aber selbst in

höheren Preisklassen sonst selten zu finden.

Auch die Anschlussterminals mit

den schlau versetzten, selbst mit Wurstfingern

problemlos greifbaren Schraubklemmen

und die mitgelieferten, schönen

Metallspikes würden einem teureren

Lautsprecher alle Ehre machen. Zugeständnisse

muss der Diamond-Fan

nur bei kosmetischen Dingen machen:

An der 10.7 ist nicht alles Metall, was

glänzt, und es ist auch nicht alles Holz,

was braun und gemasert daherkommt

UMWERFENDE DYNAMIK

Wie fast alle Mitbewerber trägt die Diamond

statt Furnier Foliendekor, aber das

ist auch das einzige, was man an dieser

Box als dünn bezeichnen darf. „Impossible

Soul“ von Sufjan Stevens jedenfalls

hat der Autor mit erschwinglichen Boxen

42 www.audio.de ›08 /2012


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

DIE NASE DES BÄREN: Kalotten-

Mitteltöner funktionieren nur in echten

Dreiwegeanordnungen vernünftig und sind

etwas aus der Mode gekommen – zu Unrecht.

(die ruhig auch das Doppelte kosten dürfen)

selten so prachtvoll und vielschichtig

erlebt. Der 25-minütige Song-Kawentsmann,

der Stevens’ bislang bestes

Album „The Age Of Adz“ abschließt,

kann verschlossen wirken, wenn ihm

unten das Fundament fehlt, er kann chaotisch

und dissonant klingen, wenn es

der Kette an Auflösung mangelt. Oder er

kann sich im Hörraum entfalten, mit

jeder Wendung an Farbe und Kraft hinzugewinnen

und direkt mit der Seele

des Hörers kommunizieren – die 10.7 beherrschte

dieses Kunststück.

Dabei bestach sie weniger durch Neutralität

als durch Dynamik, Abbildungsmaßstab

und Spielfreude. Im Mittelton

konnte die britisch-chinesische Box sehr

direkt spielen, und manchen Instrumenten,

etwa den Violinen in der Sinfonia zu

Händels „Acis and Galatea“ (Dunedin

Consort, Linn Records; Studio Master

Download) schien es etwas an feinsten

Farbschattierungen zu mangeln. Andererseits

wirkte die Darstellung des Aufnahmeraums

absolut überzeugend,

konnten es sich Instrumenten- und Sängergruppen

auf einer weiten Bühne

bequem machen.

Die wahren Qualitäten der Wharfedale

kamen jedoch mit modernerer Musik

zum Vorschein: Selbst eine in Dynamikfragen

alles andere als zimperliche Canton

Chrono SL 570, immerhin 60 Prozent

teurer als die 10.7, hatte der vereinten

Energie der Wharfedale-Treiber nur zaghaften

Widerspruch entgegenzusetzen.

Wer das feine, elektronisch pulsierende

Popalbum „What?“ der Berliner Band

Bodi Bill mit vollem Kick genießen, den

brillanten Rapper Eminem mit allem Ingrimm

heraufbeschwören oder den

durchgeknallten Krautrock der neuen

Beak-Scheibe „>>“ hemmungslos zelebrieren

wollte, griff intuitiv zur breitbandigen,

fein- wie grobdynamisch noch

lebendiger spielenden Wharfedale.

Mit einem untenherum dicken, oben

runden Amp braucht man der Wharfedale

aber nicht zu kommen: Schlank,

schnell und energiereich muss die Elektronik

klingen, wenn sie passen soll. Jan

Förster hat mit dem Exposure 1010 die

ideale Wahl getroffen: Ohnehin einer der

besten Amps seiner Preisklasse, zeigte

er perfekte Kontrolle im Bass und kompensierte

den etwas zurückhaltenden

Grundton der Box mit seiner direkten,

griffigen Spielweise in diesem Bereich.

Unterm Strich ist diese Kombi möglicherweise

die stärkste der insgesamt

18 vorgestellten 2000-Euro-Anlagen

zumindest für Pop- und Rockhörer. br

STECKBRIEF

WHARFEDALE

DIAMOND 10.7

Vertrieb

IAD

02161 / 61783 0

www.

iad-audio.de

Listenpreis

900 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T

22,3 x 96,5 x 30,1 cm

Gewicht

22 kg

Furnier/Folie/Lack – / • / –

Farben

Rosewood, Walnuss, Ahorn

hell & dunkel, Kirsche,

Wenge, Esche schwarz

Arbeitsprinzipien 3,5 Wege, Bassreflex

Raumanpassung –

Besonderheiten

Kalotten-MT

AUDIOGRAMM

ÅRiesige Dynamik, druckvoller

Bass.

Í Mitten etwas verfärbt.

Neutralität (2x) 70

Detailtreue (2x) 80

Ortbarkeit 80

Räumlichkeit 85

Feindynamik 90

Maximalpegel 85

Bassqualität 80

Basstiefe 80

Verarbeitung

gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

80 PUNKTE

ÜBERRAGEND

EMPFEHLUNG

PREIS/LEISTUNG

08/12

MESSLABOR

Die Wharfedale zeigt auf Achse gemessen eine

leichte Grund- und Mitteltonsenke, 30 Grad

seitlich ist diese weniger ausgeprägt, aber immer

noch vorhanden (1). Der Wirkungsgrad ist

sehr gut, der Bass sehr kräftig und tiefreichend.

Im Ausklingspektrum (o. Abb.) bleibt die Box

über den gesamten Frequenzbereich sehr sauber,

das Klirrdiagramm (2) zeigt dagegen eine

etwas frühe, nichtlineare Zunahme im Präsenzbereich,

die im Hörtest aber folgenlos blieb.

Wharfedale Diamond 10.7

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Wharfedale Diamond 10.7 Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.audio.de ›08 /2012

43


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

4A CD-Player

Cambridge 651 C

4C

Kompaktlautsprecher

KEF R 100

NEU

IM

TEST

Preis €

Fehlerkorrektur bis mm

Störabstand dB

Ausgangswiderstand Ω

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

NEU

IM

TEST

800

0,7/1,9

119

47,4

95

8/12

4B Vollverstärker

Cambridge 651 A

NEU

IM

TEST

NAGELNEU

HiFi Schluderbacher

Krey Baumgartl

47877 Willich

Tel.: 02154 / 88570

www.hifi-schluderbacher.de

Preislich schießt die Anlage von Krey

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

800

2

7

6,6

76

8/12

Preis €

Sinusleistung 4/8Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

800

119/82

49

6

85

8/12

Baumgartl von HiFi-Schluderbacher

am Ziel vorbei, ist aber mit drei

aktuellen, ungetesteten Geräten von

KEF und Cambridge äußerst reizvoll.

KEF

R100

UM 800 EURO

NEU

IM

TEST

44 www.audio.de ›08 /2012

Als das AUDIO-Team vor einigen

Monaten die Prem iere der neuen

R-Serie von KEF miterlebte und

die R700 hörte, war eines klar: Die wollen

wir testen! Schon in Heft 1/12 war es

dann soweit – und die kompakte R 300

sorgte im Redaktions-Hörraum mächtig

für Furore (AUDIO 3/12). Doch das kleinste

Mitglied der Familie, die R

100, hatte bislang keine

Chance zu beweisen, was

in ihr steckt.

Umso erfreulicher, dass

Krey Baumgartl von HiFi-

Schluderbacher in seinem

Anlagen-Tipp die kleine

KEF empfiehlt. Noch interessanter

wird diese

2400-Euro-Kette, weil mit

den nagelneuen Elek tronik-

Komponenten von Cambridge,

die auf der HIGH

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

M

K

Akustik

T

D

A

Aufstellung

W

G

H

Freistehend und wandnah

ausgewogen. Direkt auf die

Ohren des Hörers richten.

Hörabstände bis 2m wahren.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 132.

F

END ihren ersten Auftritt hatten, in dieser

Anlage zwei weitere, aufsehenerregende

2012er-Neulinge ihre Premierenvorstellung

geben. Somit umfasst das

Set gleich drei brandneue Geräte.

PATEN-ONKEL: BLADE

Für die R-Serie diente kein geringerer als

das KEF-Flaggschiff Blade als Vorbild.

Viele deren technischer Merkmale finden

sich daher auch bei der R 100. Im

Mittelpunkt steht das neu entwickelte

Uni-Q-Chassis, bei dem Hoch- und Tieftöner

quasi wie eine Einpunktschallquelle

arbeiten. Ein 25-Millimeter-Tweeter mit

harter Aluminium-Kalotte soll dank eines

starken Neodym-Magneten die Höhenfrequenzen

präziser wieder ge ben. Durch

die Belüftung des Hochtöners wollen die

KEF-Ingenieure den Schalldruck hinter

der Kalotte senken, damit der Tiefmitteltöner

ungestört werkeln kann und die

beiden sich frequenztechnisch nicht in

die Quere kommen. Beim 13-cm-Woofer

kommt leichtes Aluminium in der

Schwingspule zum Einsatz, was eine

flottere Wiedergabe garantieren soll. Die

Membran des Basskollegen besteht aus

einer Magnesium-Legierung. Für ein satteres

Fundament greift ein während der

Entwicklungsphase per Computer optimiertes

Bassreflex-System dem Tiefton

zusätzlich unter die Arme.

Wahlweise ist es möglich, die 2-Wege-

Box mit einem geeigneten Verstärker

(mit vier Endstufen) auch im Bi-Amping-

Modus zu betreiben. Hoch- und Tiefton


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

SCHLAUE LÖSUNG: Die R 100

unterstützt Bi-Wiring. Mit den

Drehschaltern stellt man den

Modus ein – Brücken sind unnötig.

MEHRTEILIG: Der HF/MF-Treiber der KEF R 100 basiert auf Blade-Technologie.

Markantestes Beispiel dafür ist der Tangerine-Waveguide, der dafür sorgen soll, dass hochfrquente

Schallanteile breiter abgestrahlt werden.

werden dann getrennt von einander verstärkt,

was in aller Regel einen hörbar

besseren Klang liefert. Über das sauber

eingefügte Anschlussfeld auf der Rückseite

lassen sich insgesamt zwei Kabelpaare

einstöpseln. Nettes Detail: Um die

Box auf Bi-Amp-Betrieb umzuschalten,

muss man nicht zwingend Brücken einsetzen

– ein Switch am kleinen Drehschalter

genügt vollkommen.

Die Verarbeitung der kleinsten R-Box ist

tadellos: Die schwarze Hochglanz-

Lackierung ist perfekt ausgeführt und

verleiht der KEF einen edlen Look. Wer

es etwas moderner mag, kann das

Gehäuse auch in hochglanz-weiß ordern.

Klassischere Ausführungen mit Nussbaum-

oder Palisander-Furnier sind ebenfalls

verfügbar – hübsch anzusehen sind

sie alle.

SAHNE-KEFCHEN

Cremig und charmant geriet der Ton

während des Hörtest: An einem NAD-

Verstärker tönte die KEF präzise und

schnell im Tiefton, wenngleich sie auf

Grund ihres kleineren Volumens nicht

ganz so voll klang wie mancher es gerne

hätte. Den Hochton empfanden die AU-

DIO-Tester als leicht zurückhaltend – und

so wirkte auch die räumliche Abbildung

trockener.

Dank dieses gediegeneren Charakters

machte sich die R 100 jedoch exzellent

bei entspannteren akustischen Aufnahmen.

Und besonders mit dem richtigen

Verstärker mauserte sich das KEF-Böxchen

zum wahren Jazz-Meister. Der

Creek Destiny 2 (Test: AUDIO 4/07) gefiel

nach langer Suche am besten. Und

so schufen die Engländerinnen etwa bei

„I Understand” von den Zoot Sims (aus

dem Album „In Paris”) einen ausgewogeneren

Sound als vorher und flirteten den

Hörer mit einer gehörigen Portion

Charme an – blieben aber im Hochton

nach wie vor eher schüchtern. Metal-

Cracks und Fans von ultra-feinauflösenden

Aufnahmen könnte diese Gutmütigkeit

aber fast etwas zu weit gehen.

STECKBRIEF

KEF

R 100

Vertrieb

GP Acoustics

0231 / 98 60 32 0

www.

kef-audio.de

Listenpreis

800 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T

18 x 28 x 28,9 cm

Gewicht

6,6 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / •

Farben

Nussbaum, Palisander, Hochglanz

schwarz, -Weiß

Arbeitsprinzipien 2 Wege Bassreflex, Koaxial-

Mittel-Hochtöner

Raumanpassung –

Besonderheiten

Bi-Wiring

AUDIOGRAMM

ÅTechnik, schneller und

präziser Bass.

Í Könnte spritziger und

mit mehr Höhen spielen,

trockene Abbildung.

Neutralität (2x) 85

Detailtreue (2x) 80

Ortbarkeit 80

Räumlichkeit 60

Feindynamik 70

Maximalpegel 70

Bassqualität 70

Basstiefe 60

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

76 PUNKTE

GUT

MESSLABOR

Im Mit Frequenzgang 0,048% Hochtonverzerrungen (Abb. rechts) ist eine und Betonung

um 800Hz erweist erkennbar. sich Konstanter das Talismann Abfall v2

110µ

Abtastfähigkeit

Gold ab 2kHz als sogar bis in den noch obersten sauberer Hochtonbereich.

als sein Kollege

Senke Yoseki von von rund EAT 5dB – wobei im Bereich beide um in 15kHz diesem und

Punkt bei 20kHz. jenseits Obere von Grenzfrequenz Gut und Böse liegen. oberhalb Nicht von

40kHz ganz ideal (Messmikrofone ist der markante bis Hochtonanstieg

40kHz begrenzt)

zwischen und die untere 5 und bei 10kHz 55Hz (o. . Die Abb.). Klirrmessung Das Laufwerk

(Abb. misst ganz sich dafür rechts) deutlich zeigt erst rumpelärmer bei 100dB (Bild Auf-2fälligkeiten

85,5dB am mit Koppler) leichter als Kompression der EAT, bei gleicher-

im Bass.

Maximallautstäre maßen exzellentem beträgt Gleichlauf 98dB. (Bild AK=65. 1, ±0,05%).

KEF R100

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.audio.de ›08 /2012

45


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

NEU

IM

TEST

CAMBRIDGE

AZUR 651 A

UM 800 EURO

NEU

IM

TEST

CAMBRIDGE

AZUR 651 C

UM 800 EURO

RANDVOLL: Die englischen Entwickler

haben den 651A mit zahlreichen neuen technischen

Features ausgestattet.

Vom englischen Hersteller Cambridge

stammt die Elektronik der empfohlenen

Anlage. Dabei lösen der Vollverstärker

651A und das CD-Laufwerk

651C die alte 650er-Reihe ab.

Zwar sehen die zwei Neuen ihren

Vorgängern zum Verwechseln ähnlich,

doch bei genauerer Betrachtung

zeigt sich, dass der Cambridge-Amp

(verfügbar nach wie vor im gebürsteten

Edelstahl-Look) ein höheres

Gehäuse bekam. Grund dafür

dürften die Neuerungen sein, die

die Entwickler dem 651A spendiert

haben: So sitzen jetzt insgesamt

acht Elkos (vier für jeden Kanal)

direkt neben einem riesigen Endstufen-

Kühlkörper. Und ein üppig dimensionierter

Ringkerntrafo sorgt für eine

konstante Stromversorgung.

Anschlüsse hat der Verstärker

auch jede Menge an

Bord: Neben vier Boxenklemmen für den

Betrieb von zwei Lautsprecherpaaren

stehen fünf analoge Cinch-Eingänge bereit,

was den meisten Nutzern vollkommen

genügen dürfte. Eine weitere Neu-

STECKBRIEF

CAMBRIDGE

AZUR 651 A

Vertrieb

Taurus High-End

040 / 55 35 35 8

www.

cambridgeaudio.com

Listenpreis (Paar) 800 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Maße B x H x T

43 x 12 x 35 cm

Gewicht

8,4 kg

ANSCHLÜSSE

Phono MM / MC – / –

Hochpegel Cinch / XLR 5 / 0 (+ 1x 3,5mm-Klinke)

Festpegel Eingang –

PreOut / TapeOut 1 / 2 (+ 1x Subwoofer-Out)

Lautsprecherpaare 2

Kopfhörer


FUNKTIONEN

Aufnahmewahlschalter –

Klangregler/ abschaltbar • / •

Loudness –

Besonderheiten

USB-Interface für Computer

AUDIOGRAMM

ÅSatte Basswiedergabe,

viele Anschlussmöglichkeiten,

solide Verarbeitung,

USB-Anschluss.

Í bis auf USB keine zusätzlichen

digitalen Eingänge

Phono MM/MC – –/–

Klang Cinch / XLR sehr gut 85/–

Ausstattung

sehr gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

85 PUNKTE

sehr gut

MESSLABOR

Mit Die 0,048% Klirrmessung Hochtonverzerrungen (Abb. rechts) ergab und eine 110µ sehr gute

Abtastfähigkeit Verteilung von K2 erweist und K3. sich Der das Frequenzgang Talismann v2 (ohne

Abb.) Gold als für sogar niederohmige noch sauberer Boxen als zeigt sein einen Kolle-

unauffälligen

Yoseki Verlauf. von EAT Bei – hochohmigen wobei beide in Boxen diesem spielt der

Punkt 651A nicht jenseits ganz von so Gut breitbandig. und Böse Der liegen. Würfel Nicht (Abb.

ganz rechts) ideal ist zeigt der markante einen deutlichen Hochtonanstieg Abfall der Ausgangsleistung

5 und bei 10kHz positiven (o. Abb.). Phasendrehungen. Das Laufwerk Die

zwischen

Leistung misst sich bei dafür 4/8 deutlich Ohm fällt rumpelärmer mit 119/82 Watt (Bild pro 2,

Kanal 85,5dB üppig am Koppler) aus. Der als Rauschabstand der EAT, bei gleichermaßen

exzellentem Gleichlauf (Bild 1,

beträgt 108dB.

AK=49

±0,05%).

46 www.audio.de ›08 /2012


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

erung ist der integrierte USB-Eingang,

über den der 651A direkt mit einem Computer

kommunizieren kann. Dabei erscheint

der Amp quasi wie eine Soundkarte

und übernimmt die D/A-Wandlung

anstelle der meist kümmer lichen On-

Board-Soundkarten von PCs, die in aller

Regel Unmengen an Jitter und Störgeräuschen

verursachen.

An den Referenzboxen (den KEF 207/2)

lieferte der 651A im Vergleich zu seinem

Vorgänger einen druckvolleren und vor

allem präziseren Bass. Sein Hochton tönte

aber deutlich frischer – das gefällt sicherlich

nicht jedem, sorgt aber für eine

bessere Detailabbildung und Auflösung.

MESSLABOR

Mit Der 0,048% Frequenzgang Hochtonverzerrungen des Cambridge 651C und 110µ ist

Abtastfähigkeit brettgerade (ohne erweist Abb.). sich Der das Störabstand Talismann liegt v2

Gold bei sehr als sogar guten noch 119 dB, sauberer und der als Ausgangswiderstange

Yoseki beträgt von lediglich EAT – wobei 47,4Ohm. beide Die in diesem Korrektur-

sein Kollefähigkeit

Punkt jenseits des Laufwerks von Gut und erzielt Böse mit liegen. 0,7/1,9mm Nicht

ganz recht ideal anständige ist der markante Werte. Die Hochtonanstieg

Harmnischen-Analyse

(ohne 5 Abb.) und 10kHz zeigt einen (o. Abb.). ungleichmäßigen

Das Laufwerk

zwischen

Verlauf misst sich von dafür K3 und deutlich K5 zwischen rumpelärmer -6dB und (Bild 0dB. 2,

Der 85,5dB Jitter am (Abb. Koppler) rechts) als erzielte der EAT, mit bei 167ps gleichermaßen

exzellentem Werte. Gleichlauf (Bild 1,

hervorragende

±0,05%).

EDEL: Der englische Hersteller lässt mit der analogen Ausgangsstufe nichts anbrennen:

Jede Menge hochwertiger ICs sind jeweil für einen der beiden Stereo-Kanäle zuständig.

NEUER CAMBRIDGE-PLAYER

Der CD-Kollege 651C präsentiert sich im

selben Edelstahl-Kleid und macht – wie

auch der 651A – einen unkaputtbaren

Eindruck. Und das Innenleben des Briten

hält, was die edle Optik verspricht: Gleich

zwei hochwertige Wolfson-DAC-Chips

vom Typ WM8742 (mit 192kHz/24bit)

teilen sich die Konvertierung der Kanäle.

Erwähnenswert ist der extrem aufwendige

Aufbau der analogen Ausgangsstufe

(siehe Detailbild oben rechts). Hier löteten

die Cambridge-Entwickler nicht einfach

nach dem Motto „Hauptsache, es

spielt“ irgendwelche Teile zusammen,

sondern wollten erkennbar das Optimum

an Klangqualität aus dem 651C rausholen.

So nutzten sie etwa bei der Konzeption

eine doppelseitige Bauteilmontage,

um die Signalwege so kurz wie möglich

zu halten.

Im A/B-Vergleich mit dem 650C besaß

der neue Cambridge-Spieler einen weicheren

Bass und eine leichte Präsenzbetonung.

Die AUDIO-Tester kombinierten

ihn daher mit einem NAD 326BEE,

der dank dunklerer Abstimmung den gewünschten

Ausgleich im Ton brachte.

BRITISCH, PRAKTISCH, GUT

In dieser Konfiguration ergänzten sich alle

Komponenten auf wunderbare Art.

Denn die Frische der Cambridge-Geräte

verschwand auf Grund des leicht hochtonarmen

Klanges der KEFs. So sorgte

die Kette im AUDIO-Hörraum während

den ersten Takten von Zainichi Funks „Kizu”

für große Augen – und Ohren. Ihr

Klang fiel herrlich direkt aus – man wähnte

sich quasi, als säße man zentral vor

den R 100. Diese Nähe im Ton entstand,

weil sich die kleine KEF erstaunlich

schnell den Dynamiksprüngen der Musik

anpasste. Der Tiefton war präzise und

gefiel auf Grund seiner Bassgüte. Richtig

tief in den Basskeller ging es dann aber

doch nicht, weil der kleine 13er-Woofer

an seine Grenzen kam. Direkt auf die Ohren

des Hörers gerichtet, sorgte der KEF-

Tweeter für einen gediegener Klang, mit

einem interessanten Analog-Flair. Gerade

aufgestellt, dominierte eine große

Bühne und ein natürliches Gefühl von

Raumtiefe – und die Anlage spielte bei

dieser Aufstellung sogar noch entspannter

und cremiger.

am

STECKBRIEF

CAMBRIDGE

AZUR 651 C

Vertrieb

Taurus High-End

040 / 55 35 35 8

www.

cambridgeaudio.com

Listenpreis

800 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Maße B x H x T

43 x 8,5 x 30,5 cm

Gewicht

4,8 kg

AUSSTATUNG

Zufallstitelwahl


Spielzeit Titel / CD / Programierung

• / • / •

Restzeit Titel / CD / Programierung

• / • / •

Wahlwiederholung CD / Titel • / • / •

/ A–B

Fernbedienung


Ausgang regelbar / fixed – / •

Ausgang Cinch / XLR • / –

Digitalausgang Cinch / Optisch • / •

Kopfhörerausgang / regelbar – / –

Digitaleingang Cinch / Optisch – / – / –

/ USB

USB-Host / iPod – / –

Besonderheiten

AUDIOGRAMM

ÅGute Verarbeitung

und Ausstattung.

ÍKlang etwas schlank.

Klang CD / SACD 95 / –

Ausstattung

sehr gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

95 PUNKTE

GUT

www.audio.de ›08 /2012

47


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

5A CD-Player

NAD C546 BEE

5C Kompaktlautsprecher

Dynaudio Excite X16

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

Preis €

Fehlerkorrektur bis mm

Störabstand dB

Ausgangswiderstand Ω

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

1150

2

10

9

82

8/12

NEU

IM

TEST

560

1,1/2,4

110

165

98

8/12

5B Vollverstärker

NAD C326 BEE

Preis €

Sinusleistung 4/8Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

460

66/65

56

7

80

8/09

HiFi-Studio Helmig

Eberhard Mattausch

32756 Detmold

Tel.: 05231 / 23561

www.hifi-studio-helmig.de

KLANG-LUPE

NAD und Dynaudio gehören für

Eberhard Mattausch einfach zusammen.

Die aus einer Hand geführten

Marken ergänzen sich denn auch zu

einer edlen Kette, die glücklich macht.

War die KEF-Cambridge-Kette

eher für entspannteres Musikhören

geeignet, dürften HiFiisten

mit Wunsch nach maximaler Auflösung

beim Vorschlag von Eberhard

Mattauschs die Ohren spitzen. Der Geschäftsführer

des HiFi-Studios Helmig

aus Detmold kombiniert Dynaudios

Kompaktbox Excite X16 mit einem

Elektro nik-Duo aus dem Hause NAD.

FRISCH: Die Dynaudio Excite 16 überzeugt mit

einer detailreichen Abbildung und einem lebendigen,

spielfreudigen Klang.

Genaueres zur Dynaudio findet sich in

dieser Aus gabe ab Seite 16, deshalb

widmet sich dieser Test ihren Qualitäten

in Kurzform: Sowohl in Sachen Verarbeitung

wie auch im Klang kann die Dänin

überzeugen. Ihre Trümpfe sind ein sattes

Fundament und ein detailverliebter,

hochaufl ösender Hochton. Manchen

könnte die Frische im Klang, sogar ein

bisschen zu viel des Guten sein. Daher

muss man ihr einen passenden Verstärkerpartner

gönnen, der tonal zur Excite

passt – sprich: etwas dunkler klingt. Wie

gut sie sich in einer Kette schlägt, hängt

also stark vom empfohlenen Amp ab.

Und da kommt der altbewährte C326

BEE ins Spiel (AUDIO 8/09), der in der

Redaktion nach wie vor gern gesehen

ist. Dank der musikalischen, aber eher

gutmütigeren Höhenabstimmung dürfte

der starke NAD-Amp gut zur flinken Dynaudio

passen – was aber noch im Hörtest

geklärt werden muss.

THE BEE SHE IS

Doch der Reihe nach: Denn größtes

Highlight der Mattausch-Anlage ist der

nagelneue C546 BEE, der seinen großen

Amp-Bruder mit CD-Signalen versorgt.

Viele Hersteller bringen momentan

neue CD-Player auf den Markt – entsprechend

moderne Features sind darin

verbaut. Bleibt etwa der NAD längere

Zeit untätig, versetzt er sich automatisch

in den Ruhezustand. Neue EU- Richtlinien

schreiben den Herstellern nämlich vor,

dass aktuelle Geräte einen bestimmten

Stromverbrauch selbst im Standby-

Betrieb nicht überschreiten dürfen – für

den C546 BEE also kein Problem.

Ganz in NAD-Manier besteht seine

Frontpartie aus einer massiven Metallplatte,

die auch sämtliche Knöpfchen

STECKBRIEF

NAD

C546 BEE

Vertrieb

Dynaudio

04108 / 41 80 0

www.

nad.de

Listenpreis

560 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Maße B x H x T

43,5 x 8,9 x 30,7 cm

Gewicht

4,9 kg

AUSSTATUNG

Zufallstitelwahl


Spielzeit Titel / CD / Programierung

• / • / •

Restzeit Titel / CD / Programierung

• / • / •

Wahlwiederholung CD / Titel • / • / •

/ A–B

Fernbedienung


Ausgang regelbar / fixed – / •

Ausgang Cinch / XLR • / –

Digitalausgang Cinch / Optisch • / •

Kopfhörerausgang / regelbar – / –

Digitaleingang Cinch / Optisch – / – / •

/ USB

USB-Host / iPod – / –

Besonderheiten

AUDIOGRAMM

ÅMusikalischer Klang

der Spaß macht, tolle

Ausstattung.

Í–

Klang CD / SACD 98 / –

Ausstattung

sehr gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

98 PUNKTE

ÜBERRAGEND

EMPFEHLUNG

PREIS/LEISTUNG

08/12

48

www.audio.de ›08 /2012


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

NEU

IM

TEST

NAD C546 BEE UM 560 EURO

beherbergt – etwa, um durch die CD zu

zappen oder die Quelle anzuwählen.

Denn der NAD verarbeitet auch digitale

Signale über den frontseitigen USB-Eingang

(im MP3- und WMA-Format), wodurch

USB-Sticks und externe Festplatten

Anschluss finden. Ein Drehpoti auf

der Gerätefront erlaubt es dann, die darauf

enthaltenen Alben zu durchforsten.

Um Verstärker mit Musik zu beliefern

stehen ganz klassisch, ein analoger Ausgang

und jeweils ein coaxialer und optischer

Ausgang auf der Rückseite bereit.

Beim Hörtest, in dem die AUDIO-Tester

die drei neuen CD-Player in dieser Strecke

gegeneinander antreten ließen, fiel

sofort der lebendige Klang des NAD-

Spielers auf. Als Vergleichs-CD diente

unter anderem Jimi Hendrix „Axis – Bold

As Love”. Über die Referenzkette (Ayre

Vor-/End mit den KEF 207/2) lieferte der

C546 BEE etwa beim Klassiker „Little

Wing” einen wunderbar musikalischen

Ton – was zu spontanem Mitwippen des

Test-Teams führte. Entscheidenden Anteil

daran hatte der Bass, der mit Präsenz

und dynamischem Spiel glänzte.

Der Hochton geriet präzise und angenehm

warm (eben typisch NAD), und

Details wie Hallfahnen kamen absolut

sauber rüber.

DYNAUDIO + NADX2

Die von Eberhard Mattausch zusammengestellte

Anlage mit den Dynaudios

als Schallwandler unterstrich diesen detailverliebten

Charakter des NAD-Players.

Dabei entschärfte sein Verstärker-Pendant,

der C326 BEE, den Hochton der

Excite 16 so weit, dass es immer noch

feinzeichnend frisch tönte und dabei

nicht aufdringlich

wirkte. Besonders

überzeugend

agierte die NAD-

Dyn audio-Kombination

in Sachen

Bassqualität: Auch

schwierigste Basslinien

vermochte

sie präzise und

gleichzeitig druckvoll

abzubilden. Im

Hörraum erwies

sich eine relativ

stark angewin-

kelte Ausrichtung der Boxen (45 Grad)

als optimale Positionierung: So entlockte

man der Anlage eine unglaublich hohe

Auflösung mit tiefstem Raumgefühl,

und einen herrlich direkten Klang. Auch

bestach die Kombi bei etwas härteren

Sachen wie bei Tools „The Grudge”

(„Lateralus“) mit blitzschnellem Sound

– und mit enormen Pegelreserven. am

KLARER FALL: So viel muss gar nicht drin

stecken, damit gute Töne raus kommen – der

NAD C546 BEE ist der beste Beweis.

MESSLABOR

Die Frequenzmessung zeigt einen linealgeraden

Verlauf mit leichtem Höhen-Verlust

bei Nutzung der Filter (ohne Abb.). Der Ausgangswiderstand

beläuft sich auf 165Ohm.

Die Korrekturfähigkeit des Laufwerks beträgt

1,1/2,4mm und der Störabstand 110 dB ist sehr

gut. Die Harmnischen-Analyse (Abb. rechts)

zeigt einen gleichmäßigen Verlauf von K3 und

K2 bis 0dB. Der Jitter (Abb. ganz rechts) erzielte

mit 218ps recht niedrige Werte.

www.audio.de ›08 /2012

49


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

6A CD-Spieler

Yamaha CD-S 700

6C Lautsprecher

Boston A 360

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

Preis €

Fehlerkorrektur bis mm

Störabstand dB

Ausgangswiderstand Ω

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

800

3

25

20

75

4/11

480

3,0/3,0

109

624

85

3/09

6B Vollverstärker

Yamaha A-S 700

Preis €

Sinusleistung 4/8Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

580

188/124

66

6

85

3/09

HiFi-Referenz

Hans Weiß

40210 Düsseldorf

Tel.: 0211 / 325152

www.hifi-referenz.de

OLD SCHOOL

Mit wunderschön im Retro-Look

gehaltener Yamaha-Elektronik und

einer klassischen 3-Wegebox von

Boston atmet die Kette von Hans

Weiß unwiderstehlichen Charme.

Wer sich zu Hause eine tige Anlage in den Hörraum

vernünfstellen

will, muss tief in die

Tasche greifen. High-Fidelity kann einfach

nicht preiswert sein – das zumindest

glauben viele HiFi-Neulinge. Aber

halt: Auch in bezahlbaren Regionen gibt

es Boxen und Amps, die einen einen exzellenten

Gegenwert bieten und einen

freudvollen Einstieg ins Hobby HiFi garantieren.

Genau so eine Kombination

aus (fast) highendigen Preis-Leistungs-

Hits empfiehlt Hans Weiß von HiFi-

Referenz aus Düsseldorf.

Wer bereits einen Blick auf die Quartett-

Karten oben am Seitenkopf geworfen

hat, wird drei alte Bekannte erkannt haben:

So kommt als Schallwandler die beliebte

Boston A 360 (Audio 4/11) zum

Einsatz: Die 3-Wege-Standbox punktet

mit einer klug durchdachten, aufwendigen

Gehäusekonstruktion und einer sauberen

Verarbeitung (sehr hübsch: die

weiße Lackierung). Klanglich gefällt sie

wegen ihrer Flexibilität: Einerseits spielt

sie gemütlich und eignet sich ideal für

lange Hörsessions – kann aber auch ordentlich

den Putz von der Decke holen.

Voraussetzung dafür ist jedoch der passende

Verstärker. Hans Weiß kombiniert

die Boston mit einer Elektronik-Kette

von Yamaha: Der bullige Vollverstärker

A-S 700 (AUDIO 3/09) besitzt massig

Leistung und gefällt dem AUDIO-Team

besonders wegen seiner 70er-Jahre-

Optik mit den flachen Metallpotiknöpfen

und dem überdimensionierten Lautstär-

keregler. Auch klanglich spielt er in sei-

ner Preisklasse ganz weit oben mit und

wird für seinen warmen Sound geschätzt.

Als CD-Lieferant dient der CD-S

700 (AUDIO 3/09), der im selben Edelstahl-Kleid

wie sein Amp-Bruder steckt.

WOHLKLANG FÜR JEDERMANN

Gespannt, wie sich das Trio als Kombi

macht, versammelten sich die AUDIO-

Tester im Hörraum. Gefüttert mit dem

Elektro-Soul von Jo Bartmes („Modular

Soul”, Indigo), zeigte die Anlage einen

dynamischen, sehr feinfühligen Klang.

Eine freistehende, auf den Hörer gerichtete

Aufstellung der Boxen erwies sich

dabei als ideal. Und bei „Your Guts” hielt

die Kombi mit schön runden Bäsen und

angenehm seidigen Höhen all das, was

sie in der Theorie versprochen hatte –

Vorhang auf für entspanntes stundenlanges

Hörvergnügen.

am

REICH BESTÜCKT: Unüblich für diese Preiskategorie sind die vier Transistoren auf jeder

Seite. Den Platz auf der Hochkantplatine (ganz rechts) teilen sich der Phono- und der

CD-Eingang. Die übrigen Eingänge befinden sich auf der Platine links daneben.

50 www.audio.de ›08 /2012


7B D/A-Wandler

Pro-Ject DAC BOX S USB

Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

7D Lautsprecher

T+A KR 450

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

NEU

IM

TEST

1500

2

11

8

82

8/12

Preis €

D/A-Wandler-Chip

Gewicht g

Samplingrate USB bis kHz

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

7A Netzwerk-Client

Sonos Connect

PRO-JECT

DAC BOX S USB

UM 160 EURO

Preis €

Samplingrate bis kHz

Benötigter Server

Netzwerk

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

NEU

IM

TEST

160

TI 24/96

680

96

95

8/12

Wie bei einem Budget von (okay, in diesem

Fall etwas mehr als) 2000 Euro das

Segeln auf allen Meeren möglich sein

kann, zeigt Heiko Dräger vom Stuttgarter

Stud!o 26. Über den typischen Tellerrand

des HiFi-Marktes hinausblickend,

vereint er Bewährtes mit Modernem.

Zukunftsfähig ist dieses Set mit dem

Netzwerkplayer Connect von Sonos allemal

– holt der doch die ganze weite

Welt von Internet-Radios und Streaming-Diensten

ins Haus oder fischt sich

die auf einem NAS abgelegte eigene

Musiksammlung, ist blitzschnell einge-

350

48

Keiner

LAN/WLAN

100

1/09

7C Vollverstärker

Rotel RA-04SE

Preis €

Sinusleistung 8/4Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

NEU

IM

TEST

400

51/77

46

5

75

10/10

richtet – und

via Smartphone,

Tablet

oder PC

bzw.Mac

auch wunderbar

zu steuern.

Bei Bedarf lässt

sich natürlich ein

schöner Plattenspieler

anschließen.

Dazu kommen bei Heiko Dräger der klassisch

analoge Amp RA-04 SE von Rotel

(dessen Qualität in AUDIO 10/10 überzeugte)

und die im edlen Aluminiumgewand

auftretende Zwei-Wege-

Box KR-450 von T+A – die

AUDIO noch nicht kannte.

Noch was vergessen? Tatsächlich:

Wohl ließe sich der Sonos

Connect mit seinen analogen

Ausgänge auch solo betreiben.

Aber der Weg über die DAC BOX S

USB von Pro-Ject ist klanglich und

auch dank der an Bord befindlichen

drei Digital-Eingänge die klar cleverere

Variante. Zumal sie nebenbei

auch den direkten Anschluss von

PC/Mac erlaubt – eine immer wichtigere

Option in der Multimedia-

Welt. Innerhalb des smarten Böxchen

der Österreicher werkelt

ein DAC von Texas Instruments,

der optisch und koaxial Daten

bis 24/96, per USB angeschlossen

immerhin noch

HEIMSPIEL

Stud!o 26

Heiko Dräger

70178 Stuttgart

Tel.: 0711 / 294444

www.studio26.de

Heiko Dräger vom Stuttgarter Studio

26 baut eine ebenso schicke wie

moderne Kette: Netzwerkspieler von

Sonos, Boxen von T+A, Amp von

Rotel – und einen DAC als Bonus.

16bit/48kHz versteht. Im Aufbau zwar

puristisch, macht der Pro-Ject aber

klanglich eine mehr als ordentliche Figur.

Vom Grundcharakter her eher ruhig und

sanft, ergatterte er sich mit schön akzentuiertem

und auch untenrum sattem

Spiel respektable 95 Punkte und reihte

sich damit genau zwischen seinen bereits

getesteten Geschwistern, der DAC

Box FL und der USB Box ein.

Gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe

in Sachen äußere Erscheinung und technologischem

Know-How schlägt T+A

mit seiner als Regallautsprecher konzipierten

KR 450. Durch das aus Aluminium

gefertigte Gehäuse ergibt sich eine

TIEFSTAPLER: Pro-

Ject huldigt dem Minimalismus

– dank SMD-

Bauweise dominieren

kurze Signalwege.

www.audio.de ›08 /2012

51


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

hohe Stabilität und Resonanzarmut bei

gleichzeitig enorm schmalen Gehäusewänden.

Aufgrund dieses Effektes vergrößert

sich das zur Verfügung stehende

Nettovolumen – was schon allein rein

physikalisch für besseren Klang sorgt.

Dank modernster maschineller Fertigung

ist diese Bauweise nunmehr auch in

preislichen Regionen realisierbar, die

früher undenkbar waren. Neue Materialien

machen indes auch neue Chassis

erforderlich, und so wurden der 15-Zentimeter-Tiefmitteltöner

und die bei 2200

Hz einsetzende und auf geringen Klirr

STECKBRIEF

PRO-JECT

DAC BOX S USB

Vertrieb

ATR

0 2 08 / 88 26 60

www.

audiotra.de

Listenpreis

160 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x T 10,3 x 3,6 x 11,5 cm

Gewicht

680 g

DIGITAL IN/OUT

USB Host / Stream/iPod • / – / –

USB Host: Formate WAV

Koax/optisch/BNC/AES 1 / 1 / – / –

Digitalausgang –

AUSGÄNGE

Cinch / XLR / DIN 1 / –

Pegel regelbar – / –

schaltb. Digitalfilter – / –

AUSSTATTUNG

Fernbedienung –

Anzeige kHz / Bit – / –

Software updatefähig –

Besonderheiten –

AUDIOGRAMM

ÅUnaufgeregter, entspannter

Klang. Etwas „soft“ im

oberen Bereich. Unkompliziert

im Anschluss an PC

/ Mac

Í Sehr leise, Ausgangspannung

recht niedrig.

Klang Cinch 95

Klang USB 95

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

95 PUNKTE

GUT

NEU

IM

TEST

T+A KR 450 UM 1.500 EURO

getrimmte 25-Millimeter-Gewebekalotte

eigens für das Gehäuse der KR 450

entwickelt und abgestimmt.

Präzise Feinarbeit wurde auch bei der

Frequenzweiche geleistet. Hier geht

T+A andere Wege als die Konkurrenz

und setzt statt auf eine flache lieber auf

steilflankigere Filterung, die zwar einen

größeren Materialaufwand erfordert,

dafür aber das Abstrahlverhalten sowie

die Basswiedergabe verbessern soll.

Wer glaubt, dass solch ein Lautsprecher

„blechern“ klingen könnte, wird von der

KR 450 schnell eines Besseren belehrt.

Laura Gibsons „La Grande“ aus dem

gleichnamigen Album (City Slang) erklang

mit feinfühligem und farbenfrohen

Grundcharakter. Rhythmisch treibend

bearbeitet in diesem Stück der Schlagzeuger

mit filzbewährten Sticks sein Instrument

– erstaunlich, mit welcher Verve

und Geschmeidigkeit die T+A hier

agierte und dabei nie die Übersicht zu

verlieren schien. Trotz ihrer geringen Abmaße

geizte sie nicht mit Tiefgang und

heimste damit anerkennendes Kopf-

MESSLABOR

Mit Die 0,048% DAC Box Hochtonverzerrungen verbindet den Ausgang und ihres 110µ

Abtastfähigkeit Wandlerchips direkt erweist mit sich den das Buchsen. Talismann Das v2

erklärt Gold als die sogar niedrige noch Ausgangsspannung sauberer als sein Kollege

0,81V Yoseki und von den EAT leichten – wobei Bassabfall beide in im diesem Fre-

von

quenzgang Punkt jenseits (-1dB von bei Gut 10Hz, und o.Abb.). Böse liegen. Der Ausgangswiderstand

ganz ideal ist markante ist mit 600Ω Hochtonanstieg

etwas hoch,

Nicht

zwischen der Rauschabstand 5 und 10kHz mit (o. 103dB Abb.). aber Das völlig Laufwerk in

Ordnung. misst sich Für dafür diese deutlich sehr einfache rumpelärmer Konstruktion (Bild 2,

sehr 85,5dB gut am ist der Koppler) Jitter als (276ps, der EAT, 2), auch bei gleichermaßen

exzellentem Klirrverlauf (1) Gleichlauf ist gutmütig. (Bild 1,

der dynamische

±0,05%).

52 www.audio.de ›08 /2012


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

K M

Akustik

T

A

Aufstellung

W

D

G

H

20 Grad am Hörer vorbei oder

parallel zur Wand. Abstand zu

Seiten- und Hinterwand

wahren.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 132.

DEUTSCHER TRESOR: Das formschönes, ultrastabile Gehäuse besteht aus Aluminium –

ein Holzgehäuse wäre bei gleichem Innenvolumen deutlich opulenter. Die frontseitigen Bassreflexausgänge

erlauben eine Aufstellung auch im Regal oder auf dem Sideboard (linkes Bild).

F

dergabe der am Anfang einsetzenden

Bläser in deren dynamischen Schattierungen

und bildete mit Genauigkeit und

Eleganz das gesamte Orchester im Hörraum

ab.

Wandnah statt frei aufgestellt, bot die

KR 450 sogar mehr Homogenität und

heimst durch ihre Fähigkeit, auch bei geringen

Pegeln zu überzeugen, ein Leisehörprädikat

ein. Im direkten Vergleich

mit der als Konkurrentin gut geeigneten

CM 5 von Bowers & Wilkins (AUDIO

5/09) lieferten sich die beiden ein spannendes

Duell: Agierte die CM 5 leichtfüßig,

spritzig und fast autoritär, konterte

die KR 450 mit Finesse und Geschmeidigkeit,

blieb tonal ausgeglichen und gab

gewissermaßen den Fels in der Brandung.

Letztlich hatte die B&W mit 84

Punkten gegenüber der T+A (82) aber

knapp die Nase vorn. Lautsprecher zum

Verlieben, die endloses, stressfreises

Hörvergnügen garantieren, sind aber

beide – äußerlich wie klanglich.

So erfrischt diese Kombination die Sinne

wie eine Brise auf offenem Meer. Das

ist vergleichbar mit einem schnellen und

wendigen Katamaran, der grazil begeisternd

und mit außergewöhnlicher Erhabenheit

durch die Wellen pflügt. fis

KLEINE PEGEL

STECKBRIEF

dB

T+A

GROSSER KLANG

KR 450

Vertrieb

T+A

05221 / 76 76 0

www.

taelektroakustik.de

Listenpreis

1.500 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Maße B x H x T

19 x 30 x 27 cm

Gewicht

8 kg

Furnier/Folie/Lack – / – / – (eloxiert)

Farben

Schwarz/Aluminium

Arbeitsprinzipien 2 Wege Bassreflex

Raumanpassung –

Besonderheiten –

nicken der Redakteure ein. Dass sie

auch pegelstarke Hörsessions meistern

kann, bewies sie mit „Trials Of The Past“

von SBTRKT vom ebenfalls gleichnamigen

Album (Indigo). Die atmosphärischen

Dubsteb-Beats drangen glasklar und

energiegeladen aus den Lautsprechern.

Steuerte das musikalische Programm in

ruhigere Gewässer wie z. B. bei Jean

Sibelius’ Finlandia, Op. 26, No. 7 (mit

Herbert von Karajan; DG), bot die KR

450 ein weitläufig-breit gefächertes

Panorama. Sie schwelgte bei der Wie-

AUDIOGRAMM

ÅSouveräne, musikalische

Box. Homogenes, fein

austariertes Klangbild.

Unaufdringlich und aufstellungsunkritisch.

Í Kein Bi-Wire-Terminal,

braucht für optimale Dynamik

potente Verstärker.

Neutralität (2x) 95

Detailtreue (2x) 90

Ortbarkeit 80

Räumlichkeit 90

Feindynamik 85

Maximalpegel 60

Bassqualität 65

Basstiefe 60

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

82 PUNKTE

SEHR GUT

MESSLABOR

Mit Die 0,048% KR-450 reicht Hochtonverzerrungen im Bass nicht sehr und tief 110µ und

Abtastfähigkeit zeigt im Oberbass erweist nur eine sich ganz das Talismann leichte Betonung

als – ist sogar also noch auch bedingt sauberer für als wandnahen sein Kolle-

v2

Gold

ge Betrieb Yoseki geeignet. von EAT Der – wobei Frequenzgang beide in diesem (1) ist sehr

Punkt ausgewogen; jenseits der von leichte Gut und Höhenanstieg Böse liegen. auf Nicht

Achse ganz ideal ist im ist Raum der markante durch einen Hochtonanstieg entprechenden

Abfall zwischen außerhalb 5 und 10kHz der Achse (o. Abb.). kompensiert. Das Laufwerk Die

Maximallautstärke misst sich dafür deutlich ist durch rumpelärmer den ab 95dB (Bild stark 2,

zunehmenden 85,5dB am Koppler) Klirr im als Bass der EAT, begrenzt bei gleichermaßen

exzellentem ist der Gleichlauf Klirr unkritisch. (Bild 1,

(2), im

Mittelhochton ±0,05%).

T+A KR 450

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

T+A KR 450

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.audio.de ›08 /2012

53


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

8B Vollverstärker

Rotel RA-04 SE

8C

Kompakt-Lautsprecher

B&W CM 5

Preis €

Sinusleistung 8/4Ω W

AUDIO-Kennzahl

Eingänge

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

400

51/77

46

5

75

10/10

8A CD-Spieler

Rotel RCD-06 SE

NEU

IM

TEST

HiFi Market Esser

Peter Esser

79098 Freiburg/Breisgau

Tel.: 0761 / 222 02

www.hifi-market.de

GUTE FREUNDE

Zwei Mal Rotel-Elektronik plus eine

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

1200

2

6

5

84

5/09

Preis €

Fehlerkorrektur bis mm

Störabstand dB

Ausgangswiderstand Ω

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

600

2

113

100

98

8/12

Kompaktbox von B&W – fertig ist

eine Kette, die perfekt harmoniert.

Ein Trio, das wie für einander gemacht

wirkt.

Auch die von Peter Esser vorgeschlagene

Kombination aus

Rotel-CD und -Amp sowie der

B&W CM 5 erinnert an alte Freunde, die

sich lange nicht mehr gesehen haben –

und die bei einem zufälligen Treffen feststellen,

dass einfach alles immer noch

genauso passt wie früher.

Das beginnt schon bei der Optik – diese

Anlage harmoniert als vornehmes, elegantes

Gesamtgebilde. Als Verstärker

und Steuerzentrale kommt auch hier der

Rotel RA-04 SE (AUDIO 10/10) zum

Einsatz: grazil und schlank in seinem

Aufbau, mit hochwertigen Bauteilen ausgestattet,

solide und durchdacht in der

inneren Gliederung. Ein großzügig

dimensionierter Ringkerntransformator

liefert ordentlich Saft, während der in der

Mitte des Gehäuses platzierte Kühlkörper

dafür sorgt, dass es den Einzeltransistoren,

die im Gegentakt schuften,

nicht allzu heiß wird. Abschaltbare

Klangregler

und ein Anschluss für

NEU

IM

TEST

ein zweites Boxenpaar (im Gegensatz

zum puristisch-direkt verbundenen A-

Pärchen mit stabilitätsförderlichen Boucherot-Gliedern)

lassen zusätzlich aufhorchen

– vor allem wenn man bedenkt,

dass man es hier mit einem Amp der

400-Euro-Klasse zu tun hat. Neben seinem

gut umgesetzen und fein tönendem

Phono-Eingang bietet der Rotel

fünf weitere Hochpegel eingänge und

sogar einen Vorstufen ausgang. Und sollten

dem Besitzer eines Tages die zwei

mal 75 Watt pro Kanal zu dürftig erscheinen,

lässt sich über eine separate Endstufe

umgehend und unkompliziert Abhilfe

schaffen. Lediglich eine Fernbedienung

lässt der Rotel vermissen, dafür ist

er einfach zu sehr Purist.

Als musikalischen Zuspieler empfahl

Peter Esser den Rotel RCD-06 SE.

Genauso wie beim dazugehörigen Amp

signalisiert hier das Kürzel SE in der

Typen bezeichnung, dass der Hersteller

hier kürzlich noch ein wenig Feinschliff

geleistet hat. So wurde die D/A-Wandlung

dem bestens bekannten 8740 von Wolfson

anvertraut, während die analogen

Filterstufen mit Styroflex-Kondensatoren

aufgewertet wurden. Alles in allem

ebenfalls ein solider Player, der mit dem

Rotel-Amp nicht nur äußerlich, sondern

auch klanglich wundervoll harmonierte.

Koppelte man Amp und CD mit anderen

Geräten, zeigte sich eine vorher nicht

vorhandene Nervosität, die erst dann

wich, als die Rotels wieder gemeinsam

musizierten. Dass sich hier zwei

gefunden hatten, die einfach zusammen

gehören, war recht schnell klar.

Interessant war die Frage, wie sich lautsprecherseitig

die CM 5 von Bowers &

Wilkins in dieses Gefüge einreihen würde.

Schließlich ist die Komination in

Deutschland zwar wegen des gemeinsamen

Verriebs naheliegend, aber das

muss technisch/klanglich ja noch nichtes

heißen. Die in traditioneller Quaderform

gehaltene Kompaktbox arbeitet

nach dem Zweiwege-Konzept und vereint

ausgeklügelte, aus der 800er-Serie

ROTEL

RCD-06 SE

UM 600 EURO

54 www.audio.de ›08 /2012

ROTEL

RA-04SE

UM 400 EURO


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

abgeleitete Technik mit schmuckem Äußeren.

Vor allem in schwarz glänzender

Ausführung ist die CM 5 ein echter Eyecatcher.

Mittlerweile sind auch drei echte

Holzfuniere bestellbar – da sollte für

jeden Geschmack der passende Look

dabei sein.

Edel in ihrer optischen Wirkung: die beiden

in Aluminium eingefassten Chassis.

Zudem stören keinerlei Befestigungshalterungen

für die (magnetisch haftende)

Frontblende. Der 17er-Tiefmitteltöner

sticht mit seiner in charakteristischem

Signalgelb strahlenden, aus Kevlar

gewobenen Membran deutlich hervor,

während der über ihm arbeitende

Aluminium-Hochtöner echtes Understatement

praktiziert. Ausgestattet mit

der sich nach hinten verjüngenden Röhre

aus der Nautilus-Entwicklung, macht

er unschöne Resonanzen quasi ganz en

passant zunichte. Die Frequenzweiche

kommt mit wenigen, aber dafür sehr

edlen Bauteilen aus. Von jeglicher Komplexität

befreit, wirkt sie fast spartanisch

und bedingt dadurch eine ausgezeichnete

Qualität der vorgeschalteten Chassis.

Bereits mit den ersten Tönen machte

dieses Trio ungemein viel Freude. „Der

Mond hatte

frei“ von Nylon

(aus „10

Lieder über

Liebe“, Boutique/Universal)

drang

offen und

fein timbriert

aus der CM

5. Diese vermochte

nicht nur eine

große

Bühne zu zeichnen, sondern reichte

feinste Infor mationen, die manch anderer

Wandler gerne mal verschluckt, wie

selbstverständlich und unaufgeregt-seidig

zum Hörer durch. Dank des hohen

Wirkungsgrads von 88 db schien der Rotel-Amp

zudem frei von jeglicher Anstrengung,

was ihm die CM 5 mit einem

kontrollierten, lebhaften Klang dankte.

„The Daily Growl“ vom Lambchop- Album

„Is A Woman“ (City Slang) begeisterte

wiederum mit toller Tiefenstaffelung.

Kurt Wagners Stimme wurde mit einer

erdigen, an warmes Umbra erinnernden

Farbe wiedergegeben. Kraftvoll im Bass

und dank zarter, dabei gleichzeitig gestochen

scharfer Hochtonauflösung ist hier

auch das Leise hören ein absoluter Genuss.

Doch hohe Pegel sind genauso erlaubt

– die CM 5 bleibt sauber und frei

von Kompression. Als echtes Schmankerl

für eine spannende Hörprobe wanderte

dann der Track „Kizu“ von Zainichi

Funk in den Player. Damit entfachte die

B&W-Rotel-Kette dann ein geradezu infernalisches

Funk-Feuerwerk, dass man

einer Box dieser Größe nie zugetraut hätte.

Kraft und Eleganz finden hier in überzeugender

Art und Weise zusammen –

eine ideale Anlagenkombination. fis

STECKBRIEF

ROTEL

RCD-06 SE

Vertrieb

B&W Deutschland

052 01 / 8717-0

www.

gute-anlage.de

rotel-hifi.de

Listenpreis

600 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Maße B x H x T

43,5 x 7,2 x 31,3 cm

Gewicht

5,0 kg

AUSSTATUNG

Zufallstitelwahl


Spielzeit Titel / CD / Programierung

• / • / •

Restzeit Titel / CD / Programierung

• / • / •

Wahlwiederholung CD / Titel • / • / –

/ A–B

Fernbedienung


Ausgang regelbar / fixed – / •

Ausgang Cinch / XLR • / –

Digitalausgang Cinch / • / –

Optisch

Kopfhörerausgang / regelbar – / –

Digitaleingang Cinch / – / – / –

Optisch / USB

USB-Host / iPod – / –

Besonderheiten –

AUDIOGRAMM

ÅAusgewogener,

seidiger Klang mit

gutem Timing und hoher

Musikalität.

Í–

Klang CD / SACD 98

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

AUFGEWERTET:

Passend zum

neuen DAC-Chip

haben die Roteliers

auch die analoge

Ausgangsstufe

neu abgestimmt –

unter anderem mit

den langbeinigen

(weil Löthitzeempfindlichen)

Styroflex-Folienkondensatoren.

98 PUNKTE

SEHR GUT

MESSLABOR

Mit Niedriger 0,048% Ausgangswiderstand Hochtonverzerrungen (100Ω) und und 110µ

Abtastfähigkeit sehr guter Störabstand erweist (112dB) sich das lassen Talismann auf eine v2

Gold sorgfältige als sogar Konstruktion noch sauberer von Wandler- als sein Kollege

Yoseki von schließen EAT – wobei – obwohl beide sich in diesem letztere

und Ausgangsstufe

einen Punkt ganz jenseits leichten von Gut Bassabfall und Böse im liegen. Frequenzgang

ideal (o. Abb.) ist der leistete. markante Für ein Hochtonanstieg

penibles Digital-

Nicht

ganz

zwischen Layout spricht 5 und auch 10kHz der (o. sehr Abb.). niedrige Das Laufwerk Jitter

(173ps, misst sich 2), dafür zumal deutlich der Player rumpelärmer diesen Wert (Bild ohne 2,

Abtastratenwandlung 85,5dB am Koppler) als erzielt. der EAT, Unauffällig-harmoniscmaßen

exzellentem ist auch der Gleichlauf Klirrverlauf (Bild (1). 1,

bei gleicher-

±0,05%).

www.audio.de ›08 /2012

55


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

9A Player-Vorverstärker

Audiolab 8200 CDQ

9B Aktiv-Lautsprecher

ADAM Artist 5

NEU

IM

TEST

Max Schlundt Kuturtechnik

Max Schlundt

10623 Berlin

Tel.: 030 / 31 51 53 40

www.maxschlundt.de

Preis €

Anzahl Wege

Volumen l

Gewicht kg

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

800

2

7

7

77

8/12

Preis €

Fehlerkorrektur bis mm

Störabstand dB

Ausgangswiderstand Ω

AUDIO-Klangpunkte

Test in Ausgabe

1200

2

109


Komplettanlagen › HÄNDLER-TIPPS

REGELZENTRALE: Stereolink verbindet

beide Lautsprecher untereinander. Zur individuellen

Raumanpassung gibt’s regelbare Filter.

bräuchte es dann aber einen separaten

Phono-Pre. Die vollwertige analoge

Lautstärkeregelung und die symmetrischen

Ausgänge laden förmlich zu einer

störungsfreien, lange währenden Verbindung

mit den aktiven ADAMs ein.

Und: Die kompakte, apart in Weiß oder

Schwarz hochglanzlackierte und nur sieben

Kilo leichte Artist 5 hat es genauso

faustdick hinter den Ohren.

Als Weiterentwicklung der in Studio- wie

HiFi-Kreisen gleichermaßen beliebten

A5 verfügt sie über mehr Leistung: zwei

nach Einsatz gebiet getrennte Leistungsabteilungen

mit je 50 Watt in Inneren

nehmen die Zügel fest in die Hand und

kontrollieren somit die Chassis optimal.

Gelblich schimmernd, blinzelt der auf

den Air- Motion-Transformer von Oskar

Heil zurückgehende Hochtöner, den

ADAM X-ART getauft hat. Dessen gefaltete

Membran ist extrem leicht und effizient,

was für ein frei auspielenden Klang

bei exzellentem Impulsverhalten bürgt.

Der 13,9 Zentimeter große, aus einem

aufwendigen Materialmix gefertigte

Tiefmitteltöner arbeitet bis in den Grundtonbereich

hinein und überlässt ab 2500

Hz dem Hochtöner das Feld. Zahlreiche

Finessen – Pegelanpassung für den

Hochton, verschiedene Shelving-Filter

zur Ortsanpassung des Bassbereichs –

sucht man bei passiven Boxen schon

prinzipbedingt vergeblich. Mal eben den

PC / Mac oder einen iPod direkt und unkompliziert

anschließen? Neben der gewohnten

Cinch-/XLR-Anbindung stehen

für genau diese Zwecke ein USB-Anschluß

und eine 3,5-mm-Klinke parat,

letztere frontseitig. Da beide Boxen über

einen kompletten Elektronik-Einschub

verfügen, ist keiner des anderen Sklave,

kanalgetrennte Lautstärkeregelung damit

kein Problem. Will man aber nur über

eine Box regeln, sich dadurch auch noch

die Vorstufe sparen, können die ADAMs

dank Stereolink auch das.

Im Hörtest mit Musik aus dem Audiolab

versorgt, zeigten die Berliner Boxen

recht schnell, aus welchem Holz sie geschnitzt

sind. Sie spielten sehr neutral,

gleichzeitig sehr leichtfüßig und schnell.

Dazu gesellte sich ein kontrollierter, zwar

nicht abgrund tiefer, aber dafür steppenartig

trockener Bass, der kaum Wünsche

offen ließ, außer nach längerem

Hören den nach einem Kaltgetränk.

„Everybody Hurts“ von R.E.M. bildeten

die ADAMs ultrapräzise ab und sorgten

mit einer weit in die Tiefe des Stücks

leuchtenden Raumabbildung für große

Emotionalität und Gänsehaut-Feeling.

„Ringo No Utah“ von Tokyo Jihen überzeugte

mit Druck, Dynamik und außerordentlichem

Detailreichtum. Dieses tiefe

Eindringen in die Musik kam vor allem

bei Klassik deutlich zum Tragen und unterstrich

den gehobenen Anspruch dieser

Kette. Jenseits jeglicher Genre-Grenzen

spielten die ADAMs wie aus einem

Guss und feurig nicht nur im Hochtonbereich.

Schätzt man eine etwas analytische

Gangart, die kleinste Details offenbart,

ist man hier genau richtig.

Für ihre Größe zeichnet die Artist 5 ein

beachtlich großes Bühnenbild, das auch

bei wandnaher Aufstellung nicht in sich

zusammenschrumpfte. Sie empfahl sich

somit nicht nur für eine freie Aufstellung,

sondern auch für wandnahes Nahfeldhören

– dank Anpassung auch ohne jegliches

Bassproblem. Neutral, ehrlich und

für Lautstärken geeignet, die locker das

nächstgelegene SEK auf den Plan rufen,

begeisterte diese Kombi mit rasanter

Feurigkeit: Tabasco für die Ohren! fis

WOLF IM SCHAFSPELZ: Hinter der unscheinbaren Front des Audiolab steckt eine satte Portion

an Ausstattung und Klang. Gut zu sehen: die Anzeige der fernbedienbaren Lautstärkeregelung.

MESSLABOR

Wer glaubt, die ARTist 5 sei nur eine aufgehübschte,

verteuerte A5, sieht sich nach

Betrachtung der Messungen aufs Angenehmste

widerlegt: Deutlich ausgewogener

und mit tiefer reichendem Bass zeigt sich der

Frequenzgang (1,wie immer in Neutralstellung

gemessen), auch der Klirr (2) hat deutlich abgenommen,

was wiederum den erreichbaren

Maximalpegel erhöht – auf größen- und bandbreitenbezogen

respektable 98dB.

Adam ARTist 5

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Adam ARTist 5

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.audio.de ›08 /2012

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Verstärker › AV-RECEIVER

TEST

7-Kanal AV-Receiver

ONKYO TX-NR 818 1200 €

SONY STR-DA 3700 ES 1200 €

GET TOGETHER

Moderne AV-Receiver erhalten durch ihren Netzwerk-Anschluss Zugriff auf eine

Fülle an Medieninhalten. Unsere beiden satt ausgestatteten Testkandidaten Onkyo

TX-NR818 und Sony STR-DA 3700ES zu je 1200 Euro können aber noch viel mehr.

■ Text: Holger Seybold

58 www.audio.de ›08 /2012


Verstärker › AV-RECEIVER

AV-Receiver sind wahre Ausstattungswunder.

Ihr Tätigkeitsfeld

geht schließlich weit über die Signalverstärkung

und Quellenumschaltung

hinaus: Sie wandeln analoge in digitale

Signale und umgekehrt, dekodieren unterschiedliche

Surround- und Komprimierungs-Formate,

skalieren Videobilder

und messen den Hörraum via Mikrofon

aus. Und neuerdings sind sie Mitglied im

heimischen Computerverbund.

NICHT OHNE MEIN NETZWERK

Der Ethernet-Buchse hat sich im Rahmen

dieser Entwicklung zur wichtigsten Anschlussoption

gemausert. Sowie nämlich

die Receiver im Heimnetz angemeldet

sind, legen sie erst richtig los. Tausende

Radiosender, davon über 1700

deutschsprachige inklusive Exoten wie

Radio Siam aus Bangkok, strömen als Datenpakete

ins heimische Wohnzimmer.

Die gesamte Musikbibliothek des Netzwerkservers

(NAS) oder die freigegebenen

Inhalte des Computers finden ihren

Weg in den AV-Receiver. In Kombination

mit einem WLAN-Router kommunizieren

sie zudem mit dem Smartphone. Sie

greifen nicht nur auf dessen Medien-

Inhalte zu, sondern lassen sich mittels einer

kostenlosen App (die es sowohl für

Apple- als auch für Android-Geräte gibt)

äußerst komfortabel fernsteuern. Die

beiliegenden Infrarot-Fernbedienungen

haben dieser kinderleichten Bedienführung

via App nicht wirklich etwas entgegenzusetzen

und dürften fortan in der

Schublade verstauben. Die beiden

Receiver könnten übrigens ebenfalls

komplett im Schrank verschwinden, ohne

ihre alltägliche Funktionalität einzubüßen.

Damit steigt der HAF (Hausfrauen-Akzeptanz-Faktor)

um ein Vielfaches.

Und weil der WLAN-Funk meist durch

das ganze Haus reicht, gewinnen die

weiteren Hörzonen (Onkyo: 2 Zonen,

Sony: 1 Zone) an Bedeutung. Die letzte

Hürde zum Multiroom-Audio-System ist

fortan nur noch das Lautsprecherkabel.

Das „V“ in der Gerätegattung AV-Receiver

steht ja bekanntlich für „Video“. Das

nimmt der Sony STR-DA3700ES wie

schon sein großer Bruder DA5700ES

(Test: AUDIO 5/2012) beim Wort und

streamt konsequenterweise sogar Video-Inhalte.

Nach aktuellem Kenntnisstand

kann das zur Zeit noch keiner der

Konkurrenten am Markt. Wobei es vermutlich

nur eine Frage der Zeit ist, bis die

anderen nachziehen und ihren Netzwerk-

Fotos: Archiv, H. Seybold, Sinisa Botas – Shutterstock.com

www.audio.de ›08 /2012

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Verstärker › AV-RECEIVER

ONKYO

TX-NR 818

UM 1200 EURO

SEKTIONELL: Der Onkyo ist sehr eindeutig

in drei Bereiche unterteilt. Das vordere

Drittel teilen sich Trafo und Lüfter, in der

Mitte reihen sich senkrecht die

Endstufenkanäle, und im Heck stapeln sich

übereinander alle Platinen zur Signal-

Verwaltung und -Bearbeitung.

Sektionen diese Fähigkeiten anerziehen.

Noch aber muss auch der aktuelle Onkyo

TX-NR 818 in dieser Hinsicht zurückstecken

– weiß aber mit anderen Qua litäten

gegenzuhalten.

DAS SCHLACHTSCHIFF

Etwa mit seiner coolen Aluminium-Frontblende,

die sich in nichts von jenen der

teureren 9-Kanal-Modellen unterscheidet

und so vom ersten Augenblick an

mächtig Eindruck schindet. Sein Kampfgewicht

von gut 18 Kilo unterstreicht die

Solidität. Das Gros der Bedienelemente

verstaut er ganz dezent hinter einer breiten

Blende. Auf seiner Rückseite offenbart

sich die erfreulich breit gefächerte

Anschlussvielfalt: Neben den sieben HD-

MI-Eingängen bietet er zwei ebensolche

Ausgänge für TV und Beamer. Dabei

blickt Onkyo schon weit in die Zukunft

und skaliert auf bis zu 4K (Quad-HD)

hoch, also zweimal so breit und zweimal

so hoch wie Full HD. Bild-Perfektionisten

erfreuen sich zudem über die exakte Videokalibrierung

nach dem isf-Standard.

Das beste Pferd aus dem Audyssey-Stall,

MultEQ XT 32, kümmert sich im Rahmen

der Selbsteinmessung um den akustischen

Abgleich. Was die Surroundformate

angeht, liegt der Onkyo ebenfalls voll

auf der Höhe der Zeit und verarbeitet mit

DTS Neo:X beziehungsweise Dolby Pro

Logic IIz bis zu 9.1-Kanäle, die er allesamt

an Vorverstärker-Ausgänge weiterreicht.

Seine sieben eingebauten Endstufen

sind für das volle Programm allerdings

wahrlich zu wenig, dazu muss schon ein

separater Verstärker unterstützend eingreifen.

Seine knappen Ressourcen verteilt

er dennoch sinnvoll und je nach Bedarf

auf insgesamt elf Lautsprecherklemmen,

so dass unterschiedlichste

Konfigurationen inklusive zweier weiterer

Stereo-Hörzonen ohne Umstöpseln

an der Anschlussleiste Kontakt finden.

Im Bi-Amping-Betrieb der Hauptlautsprecher

trennt er die beiden Wege sogar

aktiv voneinander. Das „Digital Processing

Crossover Network“ eröffnet

mit einer wählbaren Trennfrequenz zwischen

250 Hz und 5 kHz in 1/3-Oktave-

Schritten verschiedene Anwendungsmöglichkeiten.

Für den häufigen Fall, dass sich in der

Box eine nicht zu umgehende Weiche

befindet, überlappt der Prozessor einfach

die Trennfrequenzen, so dass beide

Wege bis zur Übernahmefrequenz das

volle Signal erhalten. In jedem Fall profitiert

die Box durch die nachgeschaltete

Korrektur von Pegeldifferenzen bis zu ±6

dB sowie die Möglichkeit, Laufzeitunterschiede

elektronisch auszugleichen.

Anstelle eines LAN-Kabels darf es beim

Onkyo auch der optionale WLAN-Adapter

UWF-1 (um 50 Euro) sein, der die Ver-

PLUSPUNKT: Der Phono-Eingang, eine

PC-Buchse, der vollkanalige Vorverstärker-

Ausgang sowie elf Lautsprecherklemmen

sind die rückseitigen Vorzüge des Onkyo.

60

www.audio.de ›08 /2012


Verstärker › AV-RECEIVER

SONY

STR-DA 3700 ES

UM 1200 EURO

KLEINE HÜTTE: Unter dem Blechkleid des

Sony geht es recht beengt zu. Der Aufbau

wirkt zudem etwas ungeordnet. Unter dem

Lüfter sitzt ein Kühlkörper, der wahrscheinlich

zum Signalprozessor gehört.

bindung ins Heimnetz herstellt. Mit der

Remote-App (im Test auf einem Android

2.3-Smartphone) gelingt die Bedienung

intuitiv. Lediglich der unsensible Lautstärke-Bargraph

ist nix für Grobmotoriker

– daher sollte man im Sinne der Nachbarschaft

und zum Schutz der angeschlossenen

Lautsprecher die Lautstärkebegrenzung

aktivieren. Sind die Voreinstellungen

und Favoritenlisten erst einmal

eingerichtet, läuft alles derart

reibungslos, dass es richtig Spaß macht.

LIEBE AUF DEN ZWEITEN BLICK

Ausstattungs-Fetischisten kommen

beim Sony STR-DA 3700 ES auf den ersten

Blick nicht ganz so auf ihre Kosten,

wie mit dem prall gefüllten Onkyo. Dem

Fehlen von Phono-Eingang und Vorverstärker-Buchsen

setzt er FBAS- und

YUV-Video-Ausgänge für die Zone 2 entgegen.

Ansonsten sind es hauptsächlich

die „Goodies“, auf die man beim Sony

verzichten muss. Dem Gros aller Anwender

genügt eine HDMI-Ausgang mit

1080p Full-HD-Skalierung vollkommen

aus, und mehr als sieben Lautsprecher

sind ebenfalls nur selten in heimischen

Wohnzimmern anzutreffen.

Der Vorrat an Surround-Formaten passt

exakt zur verfügbaren Kanalanzahl, bietet

also logischerweise keine 9.1- oder

11.1-Varianten wie Pro Logic IIz oder

Neo:X. Genauso wie beim Onkyo dürfen

es aber gerne hochauflösende Tonspuren

à la Dolby TrueHD, Dolby Digital Plus

sowie DTS HD Master sein. Beide Receiver

begrüßen am HDMI-Eingang sogar

den datenintensiven DSD-Strom eines

SACD-Spielers. Die etablierten Audioformate

wie MP3, WAV und FLACs bis zu

192/24 futtern beide Receiver gerne; der

Onkyo verdaut zudem WMAs. Das bereits

erwähnte erweiterte Nahrungsangebot

des Sony umfasst MPEG-, AV-

CHD- und Xvid-Filme. Windows Media-

Dateien wollte er in unserem Test allerdings

nicht verarbeiten, obwohl er laut

Anleitung WMA- und WMV-verträglich

sein soll.

Neben einigen klassischen Raumklang-

Setups hat der 3700er das authentische

Surround-Programm „Berlin Philharmonic

Hall“ an Bord, dessen Parameter im

Berliner Original eingefangen und im Prozessor

hinterlegt wurden. Mit der Einmessautomatik

D.C.A.C., die auch die

Phase der Lautsprecher korrigieren soll,

setzt Sony ebenfalls auf hauseigenes

Know-How. Sein Ass im Ärmel ist allerdings

die starke Netzwerk-Sektion. Das

fängt schon beim Anschluss an. Statt einer

einzigen Ethernet-Buchse wartet der

3700er mit einem vierfachen Netzwerk-

Switch auf, der die Datenpakete an drei

weitere Peripheriegeräte wie beispielsweise

Bluray-Player, Spielekonsole und

SEINER ZEIT VORAUS: Der Sony erfreut

mit einem integrierten Ethernet-Switch, der

die Datenpakete aus Web und Netzwerk an

die Peripherie wie Internet-TV, Spielekonsole

und Bluray-Spieler weiterverteilt.

www.audio.de ›08 /2012

61


Verstärker › AV-RECEIVER

Internet-TV verteilt und so die Verkabelung

vereinfacht. Die passenden Webangebote

holt er sich über derzeit rund

25 vorprogrammierte Zugänge diverser

TV-Sender, der Berliner Philharmonie sowie

Youtube & Co. Wie am heimischen

Computer zeigt er die Inhalte in vollem

Bildschirmformat.

Der Startbildschirm der Fernsteuer-App

„Remote ES“ ist mit seiner hübsch gestalteten

Benutzeroberfläche am Fernseher

fast identisch und wirft in den Basisfunktionen

keinerlei Fragen auf. Die Bedienung

flutscht allerdings nicht so zackig

wie mit der Onkyo-Applikation. Die aktuelle

Version (1.0.0) ist leider nicht an den

Zugang „Sony Entertainment Network“

gekoppelt und in den Internet-Funktionen

nicht nutzbar. Sie zeigt an einigen

Ecken auch noch etwas Verbesserungspotential

– so funktioniert etwa der Serverzugriff

mit fremden Streaming-Apps

wie „iMediaShare“ oder „allShare“ deutlich

bedienfreundlicher.

DER SCHÖNE UND DAS BIEST

Der Sony startete im analogen Stereo-

Modus mit Katie Meluas „Ghost Town“

ausgesprochen neutral, als wolle er hierbei

bloß nichts falsch machen. Der

Onkyo ging hingegen etwas rauhbeiniger,

aber auch glanzvoller und dynamischer

zur Sache. Besonders Fetziges

wie „Barbossa Is Hungry“ vom Soundtrack

des Blockbusters „Fluch der Karibik“

ließ er seine Muskeln spielen und schüchterte

den naturgetreuen Sony etwas ein.

Der wiederum rappelte sich im Surround-

Mode wieder auf und setzte dem sympathisch

schmutzigen Onkyo ein akkurateres

Feingefühl entgegen.

Bis dahin sah es schon nach einem Patt

aus, doch der Onkyo setzte sich mit seiner

präziseren Raumaufteilung doch wieder

knapp vor den Sony. Das gleiche Bild

bot sich mit HD-Material, mit dem sich

beide Kandidaten nochmals steigern

konnten. Auch wenn sie auf ähnlich hohem

Level spielten, taten sie dies mit unterschiedlichem

Charakter: Der Onkyo

führt sich auf wie ein hartgesottener cooler

Rapper, während der Sony den professionellen

Standard-Tänzer auf edlem

Parkett abgibt.

FAZIT

Holger Seybold

AUDIO-Mitarbeiter

Allein durch seine Fähigkeit, nun

auch Bildinhalte zu streamen, verdient

sich der Sony STR-DA 3700ES

seinen Zuspruch, schließlich gehört

das Bild in Zeiten von Youtube & Co

schlicht und einfach mit dazu. Das

STECKBRIEF

ONKYO

SONY

TX-NR 818

STR-DA 3700 ES

Vertrieb

Onkyo

0 81 42 / 42 08 -10

Sony

0 30 / 25 75 55 0

www. onkyo.de sony.de

Listenpreis 1200 Euro 1200 Euro

Garantiezeit 2 Jahre 2 Jahre

Maße B x H x T 43,5 x 19,9 x 43,6 cm 43,0 x 16,2 x 38,8 cm

Gewicht 18,3 kg 13,2 kg

ANSCHLÜSSE

Phono MM / MC • / – – / –

Line In / Out 6 / Zone2 + Zone3 7 / 2 + Zone2

Analog-Video In 4 FBAS / 2 YUV / 1 D-Sub 4 FBAS / 2 YUV

Analog-Video Out 1 FBAS Monitor / 1 YUV Monitor 1 FBAS + Monitor + Zone2 / 1 YUV Monitor

+ Zone2

Frontanschlüsse

Kopfhörer, USB (inkl. iPod), HDMI, AV

(Cinch), Digital-In optisch, Setup-Mic

Kopfhörer, Setup-Mic, USB (inkl. iPod), AV

(Cinch), HDMI

Digital In 2 optisch / 3 koaxial 3 optisch / 1 koaxial

Digital Out - –

HDMI In / Out / Version 7 / 2 / 1.4a 5 / 1 / 1.4a

unterstützte Funktion HDMI 3D, ARC, Deep Colour, x.v.Color, LipSync, 3D, ARC, Deep Colour, x.v.Color, Control

Control

Docking-Port / USB / RS232 – / • (front + rück) / • – / • / •

Mehrkanaleingang – –

Boxen Front / Cent. / Surr 1P. / 1 / 1P. / 1P. / front wide + Zone2 / front 1P. / 1 / 1P. / 1P. (o. FH / Zone2) + Front B

/ Back

high + Bi-Amp + Zone3

Zahl Endstufen 7 7

Bi-Amping

• (mit digitaler Frequenzweiche, Pegel- •

Frontlautsprecher

korrektur, Zeitkorrektur)

Pre Out 9.2 2 Subwoofer

FUNKTIONEN

Decoder HD-Ton Dolby TrueHD + Digital Plus, DTS-HD, DSD Dolby TrueHD + Digital Plus, DTS-HD, DSD

Vollw. Einmessung • (Audyssey MultEQ XT 32) • (D.C.A.C.)

LipSync Delay • (bis 800ms; 10ms-Schritte) • (bis 300ms; 10ms-Schritte, je Quelle)

Bass-Trennfrequenz 40-200 Hz, 10Hz-Schritte 40-200 Hz, 10Hz-Schritte

Fernbedienung /program- • / • / • • / • / –

mierbar / lernfähig

Video-Konverter 4K (bis 4096 x 2160) 1080p

Netzwerk / Webradio / • / • / • • / • / •

UPnP

Smartphone Controll-App Onkyo Remote (AndroidOS 2.1


Verstärker › AV-RECEIVER

MESSLABOR

Der Onkyo TX-NR818 zeigt zwar recht

früh ansteigende Klirrkomponenten,

dafür aber einen kontinuierlichen Verlauf

ohne deutliche Unlinearitäten. Am

Powerwürfel ist nur ein minimal abfallendes

Spannungsniveau sichtbar, bis

zu 3 Ohm gibt er sich jedoch unbeeindruckt

gegenüber komplexer Last.

Die geradzahligen Klirrkomponenten

k2 und k4 des Sony STR-DA 3700ES

steigen erst mit zunehmender Leistung

merklich an, hingegen bleiben

die ungeraden Klirrkomponenten k3

und k5 auf höherem Niveau konstant.

Unterhalb von 4 Ohm reagiert der

Sony merklich sensibler gegenüber

induktiver als auch kapazitiver Last

und reduziert die Ausgangsspannung.

ONKYO TX-NR818: Sinus an 8/4Ω:

2x142/214W; 5x71/133W, Musik

an 8/4Ω: 2x159/244; 5x121/151W;

7x107/133 W. AK=68

SONY STR-DA3700ES: Sinus

an 8/4Ω: 2x124/178 W; 5x89/103

W, Musik an 8/4Ω: 2x133/185 W;

5x93/104W; 7x71/73 W. AK=64

_08JLZ_Bose_Soundlink_Wireless_Audio_08_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);12. Jun 2012 11:19:06

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Serie › KULT-TRACKS

Alexandros Mitropoulos

AUDIO-Redakteur

THE EAGLES

HOTEL

CALIFORNIA

Die AUDIO-Serie „Geheimnisse der Tontechnik” enthüllte

zuletzt viele Tricks der Studio-Profis und erklärte

die Grundlagen der Tontechnik. Genau dort knüpft nun

die Folge-Serie „Kult-Tracks” an – und nimmt Meilensteine

der Musikgeschichte unter’s Klangmikroskop. In

Teil 1 auf dem Plattenteller: der Eagles-Klassiker

„Hotel California“ und sein legendärer Titelsong.

Das Fieber, mit dem die Fans der

Eagles im Winter 1976 auf das

angekündigte neue Album ihrer

Lieblingsband warteten, war förmlich

spürbar – satte 18 Monate hatten sie sich

nach dem Nachfolger des 75er-Topsellers

„One Of These Nights“ gesehnt.

Doch ihre Geduld sollte belohnt werden:

Nach rund neun Monaten im Tonstudio

hatten die Westcoast-Stars ein Album

kreiert, das Musikgeschichte schreiben

sollte. Vom Tag der Veröffentlichung

(dem 8. Dezember 1976) kam es in Fankreisen

exzellent an, avancierte dank des

Zuspruch von Millionen neuer Fans zur

meistverkauften Platte der Band – und

wurde über die Jahrzehnte hinweg zum

mythenumwobe nen Kultalbum, das mit

magischer Musik und schillernden Songtexten

fasziniert, in denen Eagles-Jünger

immer neue verrätselte Botschaften zu

entdecken glauben.

„Hotel California“ war das erste Werk

ohne den langjährigen, überwiegend von

der Country Music geprägten Gitarristen

Bernie Leadon. Seinen Platz nahm Joe

Walsh ein, wodurch die Band hörbar rockiger

klang. Zudem füllte Don Henley

(git., dr.) auch die Rolle als Lead-Sänger

und Textautor immer besser aus, agierte

deutlich souveräner am Mikrofon und

schrieb bestechende Liedtexte.

So markierte „Hotel California“ einen

Wendepunkt für die Band – nicht nur in

personeller Hinsicht, sondern auch durch

den stilistischen Wandel zum Mainstream-Rock.

Und durch einen markanten

Zuwachs an Kreativität: Das neun

Songs starke Opus erzählt als

Konzeptalbum eine durchgehende

Geschichte vom Verfall

des „American Dream of Live”

in einer fiktiven südkalifornischen

Szenerie, die dank der

grandiosen musika lischen Ausarbeitung

nochmals an Intensität

gewinnt.

TON-GENIE SZYMCZYK

Neben der Band selbst war für

den Erfolg des Albums indes

auch der Mann hinter dem Pult

entscheidend verantwortlich:

Bill Szymczyk. Der Produzent

und Tontechniker aus Michigan

war bereits 1973 für die

Aufnahmen von „On The Border”

und im Folgejahr für „One

Of These Nights” zuständig.

Als die Sessions für „Hotel California”

begannen, waren alle Beteiligten

also gut aufeinander eingespielt –

und wild entschlossen, in jeder Hinsicht

neue Maßstäbe zu setzen. Doch das sollte

sich als Kraftakt erweisen, zumal in

zwei Studios gearbeitet wurde: Szymczyk

standen das „Record Plant” in Los

Angeles wie auch das „Criteria” in Miami

zu Verfügung (hier wurde dann auch das

ZWEI LEGENDEN: Tontechnik-Guru Bill Szymczyk hört

während einer Session mit B.B. King gespannt zu.

64

www.audio.de ›08 /2012


Serie › KULT-TRACKS

Fotos: Archiv, Lorrie Sullivan (Elektra Asylum Records)

Abmischen der Mehrkanalspuren auf

das Mastertape vorgenommen). Der

Tontechniker arbeitete während der Produktion

mit Geräten, von denen die meisten

Kollegen heute nur träumen können:

In beiden Locations veredelten zahlreiche

Urei 1176, Universal Audio LA3A

und jede Menge Pultec EQP1 das

Aufnahme signal. Zudem stand im Kontrollraum

des Studios in L.A. ein exzellentes

API-Mischpult – es ist noch heute für

seinen extrem musikalischen Klang berühmt.

Das Hauptaufnahmepult in Miami

war eine reine Class-A-Konsole von Trident.

Für den Masteringprozess kam im

selben Studio eine modifizierte Version

eines MCI-Pultes zum Einsatz, die auf 24

Kanäle erweitert war.

Richtet man das Augenmerk auf den bekanntesten

Track – den Titelsong „Hotel

California” –, fällt der aus tontechnischer

Sicht saubere Klang der Aufnahme auf.

Das ist insofern bemerkenswert, da alle

Instrumente wie Schlagzeug, Bass und

Rhythmus-Gitarren im selben Raum und

zur selben Zeit aufgenommen wurden.

Lediglich die Stimmen und die Solo-Gitarren

wurden nachträglich im „Overdub”-

Verfahren auf Band gebracht. Szymczyk

nutzte aus diesem Grund spezielle schallabsorbierende

Trennwände („Gobos”),

um Übersprechungseffekte der Mikrofone

zu minimieren. Und bei der Auswahl

der Schallwandler wechselte er gerne

das Modell, um je nach Song das bestmögliche

Ergebnis zu erzielen.

Eine Konstante bei der Aufnahme war,

dass Randy Meisners E-Bass-Verstärker

(ein Ampeg) zwar entsprechend

mikrofoniert, aber zusätzlich direkt über

eine „DI-Box” (Direct-Insert-Box) in das

Mischpult wanderte. Eine DI-Box wandelt

das hochohmige Signal des Tonabnehmers

eines Instrumentes in ein

niederohmiges, wodurch es vom Pult

korrekt verarbeitet werden kann. Somit

erhält man neben dem mikrofonierten

Klang (der in der Regel auch Raumanteile

enthält) ein staubtrockenes zweites

Signal, was im Bass einen druckvolleren

Klang ergibt. Ein

Equalizer (vermutlich

der eingebaute

des API-Pultes) hat

ihn um 63Hz verstärkt

(Grundfrequenz

des E-Basses)

und Frequenzen

ab 4 kHz abgeschwächt.

Einer der

vielen Urei 1176

komprimierte das

Signal anschließend

mit einer Ratio von

4:1 bis 8:1 (mit einer mittleren Attackund

Release-Zeit).

WENIGER IST MEHR

Für das Schlagzeug hatte Szymczyk insgesamt

neun Mikrofone zur Auswahl.

Standardmäßig setzte er ein AKG D88

vor die Bassdrum und bearbeitete die

Spur danach mit einem Pultec (in der

30Hz-Einstellung). Ein Urei übernahm

dann den Rest und komprimierte die Pegelspitzen

mit einer Ratio von 8:1 und einer

(typisch) kurzen Attackzeit. Für die

Snare kam das Arbeitstier Shure SM57

(und eventuell noch ein Sennheiser

414er) zum Einsatz. Alles andere geschah

mit Hilfe von Overhead-Mikros (vermutlich

Kleinmembraner von Neumann) und

mit Buskompressoren des Pultes. Im

Falle der Drums standen nur wenige

Gobos um die Trommeln, da Szymczyk

einen mächtigen Klang erzielen wollte –

was ihm bekanntlich prächtig gelang.

Für die Amps der elektrischen Gitarren

nahm der Tontechniker Mikros wie zuvor

erwähntes Shure SM57 / SM58 sowie

verschiedene Sennheiser. Da verzerrte

Gitarrensounds bereits durch die übersteuernden

Röhren komprimiert werden,

ist es erfahrungsgemäß unnötig, sie

zusätzlich zu begrenzen. Doch um die

vielen Gitarrenspuren miteinander zu

verbinden, empfahl sich ein sehr dezent

arbeitender Buskompressor als ideale

Lösung. Ein Paar Neumann KM84 nahmen

die akustischen Gitarren in speziellen

Isolationskammern ab – so auch Don

Henleys zwölfsaitige Gitarre im Intro.

Um einen geeigneten Tonwandler für die

Stimmen zu finden, experimentierte

Szymczyk lange, ehe er sich für je ein

Neumann 67 und 87 entschied.

PRÄZISIONSARBEIT

Die Aufnahmen dauerten auch deshalb

so lange, weil die Eagles ohne fertig geschriebene

Songs ins Studio gingen. So

lautete der Arbeitstitel für „Hotel California”

zunächst „Mexican Reggae” – der

Text und der endgültige Titel entstand

erst später. Da Band und Studiocrew

also sehr viel ausprobieren mussten, entstanden

von diesem Song mehrere Aufnahmen

(„Takes”). Szymczyk musste

dann in mühseliger Feinarbeit die einzelnen

Teile („Parts”) miteinander verbinden.

Eine besondere Herausforderung war

etwa der Moment bei 3:28, wo der

Refrain in einen ruhigeren Teil übergeht,

um schließlich wieder in der Strophe zu

landen. Hört man genau hin, erkennt

man die Stelle, an der zwei Parts miteinander

verbunden wurden.

Soviel zum wohl größten aller Eagles-

Songs, der ob seiner Komplexität nicht

nur zu den Kult-Tracks der Musikgeschichte,

sondern auch zu denen der

Tontechnik zählt. In AUDIO 9/12 geht es

dann um einen weiteren Titel, der

musi kalisch als auch tontechnisch Furore

machte. Vorschläge und Wünsche sind

übrigens jederzeit willkommen:

amitropoulos@wekanet.de

www.audio.de ›08 /2012 65


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| POP | OLDIES | JAZZ | KLASSIK | auf CD, SACD, LP und Blu-ray/DVD

POP-CD

DES MONATS

INDIE/FOLK

GLEN

HANSARD

Rhythm And Repose

Anti (Indigo); CD, LP

Musik:

Klang:

HEIMLICH, STILL UND LEISE LEIDEN

Große Emotionen, zärtliche Songs: „Once“-Star Glen Hansard veröffentlicht sein Solo-Debütalbum.

Fotos: Shutterstock.com, Conor Masterson / Anti

Fast überrascht es, dass Glen Hansard

jetzt erst sein Solodebüt gibt. Zu gut

und lang glaubt man den irischen Singer/

Songwriter mit der markanten, immer etwas

traurigen Stimme schon zu kennen.

Seit 1991 veröffentlicht er Platten mit seiner

Band The Frames, 2006 wird er mit

dem Musikfilm „Once“ einem breiten

Publikum bekannt und gewinnt für den

berührenden Song „Falling Slowly“ einen

Grammy und einen Oscar. Mit Filmpartnerin

Marketa Irglová betreibt er seither

das Folk-Duo The Swell Season, das auch

schon zwei Studioalben vorweisen kann.

Was kann da solo noch kommen?

Antwort: Es sind noch leisere Töne, die

Hansard auf „Rhythm And Repose“ anschlägt.

Jene sind von Thomas Bartlett

(Antony & The Johnsons) perfekt und

transparent ausproduziert. Mal erinnert

das an Fleetwood Macs „Rumours“, mal

an Prefab Sprout und mal an die Indieband

Midlake. Hansards melancholische Songs

sind auch auf „Rhythm And Repose“

intim, Liebe und Trennung bestimmen

seine Geschichten. In „Philander“ etwa

durchlebt er in kürzester Zeit alle Stufen

der Trauer über das Ende einer Beziehung

– von Nichtwahrhabenwollen über Wut

und Trauer bis zur Akzeptanz der neuen

Situation. Glen Hansard ist ein Meister

darin, starke Emotionen in einen zarten

Drei-Minuten-Popsong zu bannen. Auf

„Rhythm And Repose“ zeigt er dieses

Können eindrucksvoll. Andrea Schmidt

Midlake „The Trials Of Van Occupanther“


Musik › POP UND ROCK

AUDIOPHILE POP-CDS DES MONATS

SONGWRITER

JOAN ARMATRADING

Starlight

Hypertension (Soulfood); CD

Musik:

Klang:

KLANG

TIPP

Es gibt Künstler, denen hört

man auch nach einem Dutzend

Platten noch gerne zu. Zu

jenen zählt Joan Armatrading:

Dass sie, die in den frühen 70er-

Jahren ihre Karriere startete

und später unverhoffte Single-

Hits landete („Drop The Pilot“,

„Walk Under Ladders“, „I’m

Lucky“), seit einigen Jahren

weit weniger im Fokus steht,

hört man ihr kein bisschen an.

Spielfreude und Positivismus

prägen auch ihr neuestes Werk,

warmherzig und beseelt agiert die inzwischen 61-Jährige, und

wohltuend uneitel. Konzeptionell knüpft „Starlight“ an seine

beiden Vorgänger an – nur steht statt dem Zwölftakt-Genre

(„Into The Blues“, 2007) und dem Rock („This Charming Life“,

2010) diesmal der Jazz im Mittelpunkt. Schlagzeug und Bass

wandeln bisweilen auf verschlungenen Pfaden, das Piano

streut aparte blue notes ein. Doch natürlich hat die stilkompetente

Kosmopolitin viel zu viel Spaß auch an anderen Genres

– Abstecher in Reggae, Rock und Pop stehen also auch auf

dem Spielplan. Auch produktionstechnisch gibt’s eine Überraschung:

Das komplette Instrumentarium spielte die in Sachen

Keyboards, Gitarre, Bass und „drum programming“ gleichermaßen

versierte Alleskönnerin im Alleingang ein und setzte

alles mit ihren Mitstreitern Tim Young (Mastering) und Graham

Dickson (Mix) in einem verblüffend dynamischen Mix wieder

zusammen – schöne Raumdarstellung und tiefer, gut konturierter

Bass inklusive. Man hört also eine Ein-Frau-Kapelle in

einer lebhaften, nach einer „richtigen“ Bandproduktion klingenden

live-im-Studio-Atmosphäre. Christof Hammer

CHANSON/BLUES/SOUL

CASSANDRA WILSON

Another Country

Membran (Sony); CD

Musik:

Klang:

KLANG

TIPP

Ebenfalls fast drei Jahrzehnte

im Geschäft ist nun schon

Cassandra Wilson, Amerikas

große, Grammy-ausgezeichnete

Grenzgängerin zwischen

Jazz und Blues. „Another

Country“, Album Nummer 18

der 56-Jährigen aus Jackson,

Mississippi, schlägt nun die

Brücke zwischen den Sounds

ihrer Südstaaten-Heimat und

eher europäisch-chansonesk

angehauchtem Songwritertum.

Vor allem Akkordeonspieler

Julien Labro sorgt mit beschwingt-melancholischem

Spiel für bisher bei Miss Wilson nicht gehörte Klangfarben

und Stimmungen. Aber auch die Beiträge von Bass-Mann

Nicola Sorato und Gitarrist (sowie Co-Songwriter und Produzent)

Fabrizio Sotti sind Paradebeispiele für genreübergreifend

exquisite Musizierkunst und ein von Sensibilität und

Gleichberechtigung geprägtes Zusammenspiel zwischen

einer eher im Hintergrund agierenden Begleitband und ihrer

prominent-charismatischen Frontfrau. Ob’s nun wirklich

eine Coverversion des neapolitanischen Evergreens „O Sole

Mio“ gebraucht hätte, mag Geschmackssache sein – aber

auch die bewältigt Cassandra Wilson mit fein dosiertem

Schmelz in ihrer wohltemperierten Altstimme. Ein vollmundiger,

luxuriöser Klang, der die Musik wie ein schwerer Samtteppich

trägt und in ein warmes Licht taucht, macht dieses

kammermusikalisch-elegante Gesangs-Glanzstück vollends

zu einem Tipp für eine entspannt-kontemplative Hörsession,

bei der die Welt für knapp über 48 Minuten draußen vor der

Türe bleibt.

Christof Hammer

Edel, gepflegt– und ein

wenig langweilig: Glenn Frey.

FOLK-ROCK

GLENN FREY

After Hours

Concord (Universal); CD, Deluxe Edition

Musik:

Klang:

INDIE-ROCK

MAXIMO PARK

The National Health

Vertigo (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

Eagles-Sänger

Glenn Frey huldigt

auf diesem

Album mit Coverversionen

seinen Idolen Tony Bennett, Nat

King Cole und Dinah Washington.

Auch wenn Freys Begeisterung für

die Musik seiner Eltern echt sein

mag – ihnen ist das Album gewidmet

–, als Crooner taugt er nicht

wirklich. Selbst edelste Piano- und

Streicherklänge können das aufkommende

Gefühl der Langweile

nicht besiegen.

EL

The Eagles „The Long Run“

Maximo Park

sind zurück – und

keiner hat mehr

darauf gewartet.

„The National

Health“ heißt das vierte Album des

quirligen Quintetts aus Newcastle,

das Mitte der Nullerjahre mit seinem

romantischen wie tanzbaren Postpunk

den i-Punkt auf den Indierock-

Hype tupfte. An ihrem typischen

Sound hat sich dank Paul Smiths Dialekt

und markanten Hooklines nicht

viel verändert. Was auch für diese

Band sprechen kann. FS

„Quicken The Heart“

Fotos: Concord / Universal, Decca / Universal


Augen zu – und von der

vergangenen Weltreise

geträumt: Melody Gardot.

Musik › POP UND ROCK

INDIE-ROCK

THE WALKMEN

Heaven

Cooperative (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

POP/CHANSON

DIVERSE

Heute hier, morgen dort

Mercury (Universal); CD

Musik:

Klang:

POP/JAZZ

MELODY GARDOT

The Absence

Decca (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

Hamilton

Leithausers Band

feiert Zehnjähriges!

Sie haben

kurz angestoßen,

aber dann sofort ein neues Album

aufgenommen. Das strotzt nur so

vor grimmigen Songwriter-Rock-

Verweisen. Dazu Leithausers

wandelbar-faszinierende Stimme,

tüchtig Country-Einflüsse und den

Fleet-Foxes-Produzenten Phil Ek

am Mischpult. Insgesamt unaufdringlich,

aber deswegen nicht weniger

eindrucksvoll.

KT

Neil Young, The Strokes, Arcade Fire

Als der Lulatsch

1969 seine ersten

Songs aufnahm,

da nannte man

sowas „Liedermacher“.

War damals cool, cooler

ging’s nimmer: sein Sinn fürs Absurde,

der Mix aus Romantik und

Sozialkritik, der trockene Humor.

Max Prosa, Tiemo Hauer, Anna Depenbusch

und elf weitere junge Fans

aus Pop und Elektro zeigen mit ihrem

„Salut an Hannes Wader“, wie aktuell

dieser „Volkssänger“ jetzt, mit 70,

immer noch ist. Sehr anregend. MI

Hannes Wader, Reinhard Mey

Innerhalb weniger

Jahre hat die

amerikanische

Jazzsängerin

Melody Gardot

Weltruhm erlangt, für ihre neue

Platte „The Absence“ ist sie um die

halbe Welt gereist: von Argentinien

über Marokko nach Frankreich und

Portugal. Mitgebracht hat sie vielfältigste

Sounds – von Bossa Nova

bis Chanson –, die sie gekonnt zu ihren

eigenen macht. Ein sommerlichentspanntes

Barjazz-Album mit

Weltmusik-Einflüssen. AS

Stacey Kent „The Lyric“

ROCK/POP/JAZZ

JOE JACKSON

The Duke

earMusic (edel); CD, LP

Musik:

Klang:

SONGWRITER/JAZZ/POP

RUMER

Boys Don‘t Cry

Atlantic (Warner); CD, Deluxe Edition, LP

Musik:

Klang:

BLUEGRASS

SARA WATKINS

Sun Midnight Sun

Nonesuch (Warner); CD

Musik:

Klang:

ROCK

SLASH

Apocalyptic Love

Roadrunner (Warner); CD, CD + DVD

Musik:

Klang:

Der „Duke“ ohne

Bläser: Es war

laut Joe Jackson

die einzige Regel,

der er sich für

sein Ellington-Tribute „The Duke“

unterwerfen wollte. Wobei: Auch

sonst ließ der wendige Eklektiker

seinen eigenen Ideen sehr freien

Lauf: „I‘m Beginning To See The

Light“ wird zum Easy-Listening-Orgel-Funk,

„Perdido“ erst durch Elektro-Texturen

gebrochen, dann zur

sexy Bossa-Nummer. Oft spannend,

teils etwas zu poppig-konform. RS

„Night And Day II“, „Rain“

Auch Männer

können und

dürfen Gefühle

zeigen. Davon ist

Sängerin Rumer

fest überzeugt. Deshalb interpretiert

die Jazzpop-Britin auf „Boys Don‘t

Cry“ intime Kleinode von (fast) vergessenen

70er-Songwriter-Ikonen:

Jimmy Webb („P. F. Sloan“), Todd

Rundgren („Be Nice To Me“) oder

Terry Reid („Brave Awakenings“) –

und das so gefühl- und geschmackvoll,

dass es selbst gestandene

Männer rühren sollte. SW

Norah Jones, Melody Gardot

Mit „Sun

Midnight Sun“

beschreitet die

Instrumentalistin

und Sängerin

Sara Watkins Solopfade. Das Mitglied

der Bluegrass-Band Nickel

Creek mischt ihr virtuoses Fiedelspiel

mit den Genres, die sie in

der Kindheit prägten: Bluegrass,

Country und Folk. Musikalisch einwandfrei,

irritiert das Album leider

durch den Sound. Besonders bei

den Streichersoli klingt es ein wenig

wie Rohmaterial. NH

Sheryl Crow, The Chieftains

War da was?

Über frühere

Zerwürfnisse mit

Rock-Frontschweinen

wie

Scott Weiland oder Axl Rose kann

Gitarrist Slash inzwischen wohl nur

noch müde lächeln. Vielleicht ist sein

neuer, fester Sänger Myles Kennedy

(Ex-Creed, Alter Bridge) einfach

pflegeleichter. Diese Vermutung

legt „Apocalyptic Love“ zumindest

nahe: Slash kann seine Vision von

schnörkelloser Rockmusik hier kompromisslos

ausleben. NT

Chickenfoot, Alter Bridge

POP

ULTRAVOX

Brilliant

Capitol (EMI); CD

Musik:

Klang:

Es hört, nein,

es fühlt sich so

an wie damals.

Schon nach 30

Sekunden des

Openers „Live Again“ weiß man: Niemand

klingt wie Ultravox. Und kaum

jemand hat eine so außergewöhnliche

Stimme wie Midge Ure. „Brilliant“

heißt ihr Comeback-Album, auf

dem die Briten ganz bewusst an ihre

Vergangenheit anschließen: Sie liefern

epischen, pathosreichen, teils

romantischen Synthie-Rock – fast

so gut wie damals.

RS

„Vienna“, „Lament“

AUDIO MUSIK:

SO TESTEN WIR JEDEN MONAT DIE NEUEN CDS

AUDIO Musik stellt jeden Monat die wichtigsten

neuen Tonträger vor.

Erfahrene Rezensenten bewerten nach den

folgenden Kriterien:

Musik (Pop, Oldies, Jazz) bzw. Interpretation

(Klassik): für die künstlerische Leistung

Klang für die Aufnahmequalität

Bei DVDs nach Bild, Inhalt und Klang

AUDIO-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes

Album von hoher Qualität oder Interpret mit

ähnlichem Musikstil

In allen Sparten vergibt AUDIO Musik

null bis fünf Ohren.

Das Raster:

überragend

sehr gut

gut

befriedigend

ausreichend

AUDIO-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes

Album von hoher Qualität oder Interpret

mit ähnlichem Musikstil.

www.audio.de › 08/2012

69


Musik › POP UND ROCK

GEHEIM-

TIPP

Christof Hammer

AUDIO-Redakteur

NOISE-ROCK

A PLACE TO BURY

STRANGERS

Worship

Dead Oceans (Cargo); CD, LP

Musik:

Klang:

Kompromisse?

Fehlanzeige. A

Place To Bury

Strangers,

dieses düsterdoomige

New Yorker Trio nimmt

keine Rücksicht auf etablierte

Hör- (und Sende-)gewohnheiten.

Nichts verwässert diesen

psychedelischen Rock’n’ Roll,

der die Errungenschaften von

Krachmachern wie The Jesus

& Mary Chain und das sinistre,

noch nicht in die Weltschmerz-

Ästhetik der frühen 80-er weggekippte

Postpunk-Feeling der

sehr frühen Joy Division mit dem

Flair des aktuellen New Yorker

Underground verbindet. Die

Chuzpe, mit einer solch resoluten

Mischung aus Scheuklappen

und ausgestrecktem Mittelfinger

zu musizieren, könnte aus

Ackermanns finanzieller Unabhängigkeit

resultieren: Hauptberuflich

beliefert er Größen

wie U2-Saitenmann The Edge

mit handgefertigten Effektpedalen

– seine Band ist ihm Vehikel

uneingeschränkter Selbstverwirklichung.

Zart besaitete Hörer

könnten bei Tracks wie „Why

I Can’t Cry Anymore“ schnell

den Raum verlassen – meist

ein sicheres Zeichen für gute,

wichtige Rockmusik. Wer länger

dabei bleibt, wird in diesem wütend

hingeworfenen Haufen aus

wüsten Gitarren, hyperaktivem

Brummel-Bass und nervösen

Reverb- und Feedback-Effekte

durchaus geordnete (aber nie

poppige) Strukturen erkennen

– und als Belohnung ein adrenalingeladenes

Wiederhören mit

lange vergangener musikalischer

Anarchie erleben.

Black Rebel Motorcycle Club

SOUL

MIC DONET

Plenty Of Love

Universal (Universal); CD

Musik:

AMERICANA/COUNTRY

GIANT GIANT SAND

Tucson

Fire (Cargo); CD, LP

Musik:

Klang:

„Plenty Of Love“

sei „grammywürdig“

– so pries

Xavier Naidoo in

der Castingshow

„Voice Of Germany“ das von seinem

Schützling Mic Donet in Eigenregie

produzierte Album an. Preise (für

Originalität) wird der 32-jährige

Soul-Sänger und Songschreiber

trotzdem nicht gewinnen: In den

besten Fällen streben Klangbild

und Songs nach organisch-üppigen

70er-Vorbildern. Oft genug hört man

aber auch seichten Soft-Pop. SW

Xavier Naidoo, Max Mutzke

INDIE-POP

FIONA APPLE

The Idler Wheel ...

Epic (Sony); CD, LP, Deluxe Edition

Musik:

Klang:

Fiona Apple liebt

Klangexperimente.

Auf „The Idler

Wheel ...“ (wieder

ein Albumtitel

mit 23 Worten!) droht sie Hörnerven

beinahe überzustrapazieren. Die

Songs warten mit einer Vielfalt von

akustischen Momenten auf, dazu

kommen Geräusche wie Türenknarzen,

Herzschlag und Dosengeklapper

– das Ganze ist aber sauber

abgemischt. Ein komplexes Songwriter-Album,

das seine Schönheit

nur langsam enthüllt. NH

Wallis Bird, Ani DiFranco

Klang:

Giant Sand sind

Giant Sand, auch

wenn sie dieses

mal Giant Giant

Sand heißen. Die

Dopplung verdankt sich einer Truppe

von Mariachi-Typen aus Tucson,

sowie Streichern und Sänger/innen

aus dem Dänemark-Umfeld von

Howe Gelbs Truppe. „Tucson“ ist ein

vertontes Roadmovie, das alle Register

einer echten Rock-Oper zieht,

über der eine tiefgründige Aura aus

Americana-, Country- und Wüstenrock-Fragmenten

schwebt. CA

Calexico, Lambchop

PROG-ROCK

RUSH

Clockwork Angels

Roadrunner (Warner); CD, LP

Musik:

Klang:

Das Trio Rush

ist seit fast 40

Jahren in der gleichen

Besetzung

unterwegs und

noch immer bringt es beeindruckende

Progrock-Platten heraus.

„Clockwork Angels“, ein Konzept-

Album über ein fiktives Steam-Punk-

Universum, bildet da keine Ausnahme.

Und ist gewohnt virtuos: Um

sich ganz auf sein Schlagzeugspiel

zu konzentrieren, wurde Drummer

Neil Peart per Taktstock von Produzent

Nick Raskulinecz dirigiert. BH

Queensryche, Dream Theater

MITTELALTER-FOLK

BLACKMORE‘S NIGHT

A Knight In York

Ariola (Sony); CD, LP, DVD, Blu-ray

Musik:

AMERICANA/BLUES

TOM JONES

Spirit In The Room

Island (Universal); CD, Deluxe Edition

Musik:

Klang:

Gitarrist Ritchie

Blackmore (Deep

Purple, Rainbow)

hat sich mit seiner

Frau Candice

Night vollkommen den musikalischen

Klängen des Renaissance-

Zeitalters hingegeben. „A Knight

In York“ dokumentiert (auch als

DVD) ein – solide abgemischtes –

Live-Konzert des Duos mit seiner

sechsköpfigen Backing-Band. Das

ist wunderschön verträumt und

romantisch, wirklich mitreißend ist

das Ganze aber nur selten. BH

Corvus Corax, Schandmaul

Klang:

Zu einem zweiten

Johnny Cash wird

Tom Jones sicher

nicht mehr. Denn

auch wenn er

mit „Spirit In The Room“ bereits zum

zweiten Mal – gemeinsam mit Produzent

Ethan Johns (Ryan Adams)

– fremde Songs (von Paul McCartney,

Paul Simon, Blind Willie Johnson)

auf ihre rohe Essenz reduziert:

Das Röhren des „Tigers“ übertönt

einfach manche Feinheiten der

Originale. Nichtsdestotrotz ein stilsicheres

und altersreifes Werk. SW

„Praise And Blame“, Johnny Cash

Alles andere als bequem: Rush

fordern den Hörer immer noch heraus.

ROCK

JOE WALSH

Analog Man

Concord (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

20 Jahre hat sich

der Eagles-Gitarrist

für sein neues

Soloalbum Zeit

genommen –

mit durchwachsenem Ergebnis.

Einerseits steckt hier die stoische

digitale Verweigerung drin („Analog

Man“), andererseits aber auch

eine großartige Produktion von

Jeff Lynne, die das Album an einigen

Stellen souverän aus dem

Rock’n’Roll-Klischee heraushebt.

Aber das wird Walsh-Fans nicht davon

abhalten, blind zuzugreifen. KT

The Eagles, Tom Petty

Immer noch eher

Exzentriker als

Existenzialist: Tom Jones.


Patti Smith und ihr neues

Album „Banga“ sind heiterer

und gelassener, als es die Fotos

erahnen lassen.

Musik › POP UND ROCK

PUNK‘N‘ROLL

THE BONES

Monkeys With Guns

People Like You/Century Media (EMI); CD, LP

Musik:

Klang:

„Schuster bleib

bei Deinen

Leisten“. Das

dachten sich

wohl auch The

Bones mit „Monkeys With Guns“:

Denn wenn man etwas gut kann –

und das können die Punk‘n‘Roller

aus Schweden –, sollte man nicht

allzu viel ändern: Schrammelnde

Gitarren, Upbeat-Drums und raue

Vocals bleiben ihr Markenzeichen.

Das rockt, doch der letzte Schritt

hin zur Eigenständigkeit wurde

auch dieses Mal verfehlt. BH

Backyard Babies, Social Distortion

WELTMUSIK/POP

IVETE, GIL, VELOSO

Especial

Wrasse (Harmonia Mundi); CD

Musik:

Klang:

Immer locker bleiben.

Das müssen

die Brasilianer im

Blut haben. Bei

dieser für TV und

CD mitgeschnittenen Liveshow mit

großer Band schwappen die Gefühlswogen

oft hoch, doch die Hits

und Evergreens kommen stets leicht

und beschwingt rüber. So empfiehlt

sich der Liederreigen, den die hierzulande

noch wenig bekannte Ivete

Sangalo mit den Ikonen Gilberto Gil

und Caetano Veloso anstimmt, für

die Sommerparty im Garten. MI

Chico Buarque, Ivan Lins

ROCK

PATTI SMITH

Banga

Columbia (Sony); CD, LP

Musik:

Klang:

2007 erschien

das bisher letzte

Lebenszeichen

der musikalischen

Seite von

Rock-Ikone Patti Smith: ein Album mit Coverversionen namens „Twelve“,

das ungewöhnliche Interpretationen von Songs wie „Smells Like Teen

Spirit“ beinhaltete. Eine Provokation? Ein Spaß? „Banga“ legt jetzt nahe,

dass die 65-Jährige inzwischen völlig losgelöst von solchen Zuschreibungen

agiert und ein beinahe ein weises und verträgliches Alterswerk

vorlegt. Typischer Patti-Smith-Gesang trifft hier auf harmonische, leicht

rockende Klänge – ganz ohne Schockeffekte, einige meditative Momente

gibt‘s ebenfalls. Textlich huldigt sie Amy Winehouse („This Is The Girl“)

und singt Johnny Depp mit „Nine“ ein Geburtstagslied. Aber als Patti

Smith darf man so was machen, ohne schief angeguckt zu werden. KT

Warpaint, Cat Power

SOUL

DEXYS

One Day I‘m Going To Soar

Buback (Indigo); CD, 2LP

Musik:

Klang:

SONGWRITER/SOUL

COLD SPECKS

I Predict A Graceful ...

Mute (GoodToGo); CD, LP

Musik:

Klang:

POWER-/PUNK-POP

THE DB‘S

Falling Off The Sky

Blue Rose (Soulfood); CD, LP

Musik:

Klang:

INDIE-ROCK

SILVERSUN PICKUPS

Neck Of The Woods

Dangerbird (Warner); CD, LP

Musik:

Klang:

Fotos: Julie Schuchard / Dead Oceans, Roadrunner / Warner, Island / Universal, Yep Roc Records, Steven Sebring / Sony

27 Jahre sind

seit dem letzten

Album der

britischen Soul-

Erneuerer Dexys

Midnight Runners vergangen. Nun

wagt deren Kopf Kevin Rowland ein

Comeback mit Songdramen, die von

männlicher Einsamkeit und grandiosem

Scheitern erzählen. Seine

Stimme erinnert an Van Morrison,

gepaart mit der nervösen Kraft

eines New-Wave-Kämpfers. Ein

Sound, wie ihn so tatsächlich nur

Kevin Rowland hinbekommt. EL

Dexys Midnight Runners „Too Rye Ay“

INDIE-POP

ELENI MANDELL

I Can See The Future

Yep Roc Records (Make My Day Records); CD, LP

Musik:

Klang:

Das achte

Solo-Album der

kalifornischen

Singer/Songwriterin

Eleni

Mandell ist ihre erste reguläre Veröffentlichung

bei einem Plattenlabel.

Zusammen mit Produzent Joe

Chiccarelli (The Strokes) zeigt sie

auf „I Can See The Future“, welch

Meisterin zartbitterer Indie-/Folkpop-Nummern

sie ist. Besonders

toll: das Duett „Never Have To Fall

in Love Again“ mit Indierock-Sänger

Benji Hughes.

AS

The Living Sisters „Love To Live“

Rauchig-soulige

Stimme, melancholische

Gospel-

Stimmung, gute

Musiker – fertig ist

„I Predict A Graceful Expulsion“, das

einnehmende Debüt von Al Spx alias

Cold Specks. Selbst nennt die Kanadierin

ihren Sound „Doom Soul“,

Vergleiche zu Mahalia Jackson, Alan

Lomax oder Tom Waits drängen sich

auf. Produziert hat Jazzgröße Jim

Anderson, und wer auf sphärischen

Songwriter-Soul steht, muss diese

Platte gehört haben.

KT

Bill Callahan, PJ Harvey, Macy Gray

Hut ab: Eleni

Mandell begeistert mit

zartbitteren Songs.

The dB’s wüteten

bereits vor über

30 Jahren irgendwo

zwischen

Power-Pop und

Melody-Punk. Sie klangen so, als

ob die bekifften Beatles mit beschwingten

Undertones um die Wette

jammen würden. „Falling Off The

Sky“, das erste Lebenszeichen seit

25 Jahren, soll die vier Schrammler

nun ins aktuelle Musik-Bewusstsein

portieren. Das klingt eigentümlich –

und wirft die Frage auf: Ist das alles

nun cool? Oder doch nur nett? CA

The Undertones, Big Star

FOLK-PUNK

THE LEVELLERS

Static On The Airwaves

On The Fiddle (Roughtrade); CD, LP

Musik:

Klang:

Natürlich hören

die Folkpunks aus

Großbritannien

jetzt nicht plötzlich

damit auf

auf, unzufrieden und wütend zu sein.

Logisch richten sich die Texte gegen

das korrupte System. Und doch: Die

folkigen Klänge der Levellers, mal

mit E-Gitarre, mal mit der Fiddel gekrönt,

sind diesmal fast ein wenig

anschmiegsam. Sozusagen Feierabendmusik

für müde Widerstandskämpfer,

die das Ziel nicht aus den

Augen verloren haben. KT

Billy Bragg, Against Me

Es bleibt eine

seltene Gabe,

einen Sound zu

entwickeln, der

zwischen allen

anderen hervorsticht. Brian Aubert

und seine Band Silversun Pickups

knüpfen mit diesem dritten Album

nahtlos an ihren ganz eigenen

Klangkosmos an. Shoegaze, Indie-

Rock, Noise und Elektronik wurden

hier mit höchster Präzision zu Popsongs

abseits der gewohnten Pfade

gestaltet. Keine einfache Kost, Ausdauer

wird aber belohnt. KT

Smashing Pumpkins, Eels

SOUL/POP

IMANY

The Shape ...

B1 Recordings (Universal); CD

Musik:

Klang:

Nach zehn

Jahren als Model

in New York

kehrt die aus der

Pariser Vorstadt

stammende Imany in ihre Heimat

zurück und widmet sich der Musik.

Auf ihrem aufwendig produzierten

Debütalbum „The Shape Of A

Broken Heart“ klingt der Soulpop

der Franko-Afrikanerin kantig, zeitlos

und berührend – und ihre Stimme

einzigartig, irgendwo zwischen

Tracy Chapman, Kelis, Macy Gray

und Erykah Badu.

AS

Erykah Badu „Baduizm“

www.audio.de › 08/2012

71


Musik › DVD / BLU-RAY

POP

THE BEATLES

Yellow Submarine

EMI (EMI); DVD, Blu-ray

B: I: K:

Heute noch farbenfroher als 1968:

Die Beatles und ihr „Yellow Submarine“.

BLUES-ROCK

THE RACONTEURS

Live At Montreux 2008

Eagle Vision (Edel); DVD, Blu-ray

B: I: K:

Schwarz-Weiß-Denken in einer

knallbunten Comic-Welt: Der lange

vergriffene Zeichentrickfilm

„Yellow Submarine“ (1968) über,

von und mit

den Beatles

erscheint in einer

aufwendig

restaurierten

DVD-Fassung –

und erstmalig

auch auf Blu-Ray Disc. Das friedliche

Pepperland wird durch die

fiesen Blaumiesen bedroht. Die

einzige Hoffnung für das Land des

Glücks sind die Fab Four Ringo,

John, Paul und George. Ausgerüstet

mit einem quietschgelben

Unterseeboot und „bewaffnet“ mit

den größten Songs der Liverpooler

Jungs, geht es den Blaumiesen an

den Kragen. „Yellow Submarine“

ist eine bunte Wundertüte für Jung

und Alt. Durch die liebevolle Restaurierung

strahlen die Farben satt

und der Sound wurde gehörig aufpoliert.

Macht auch nach 45 Jahren

noch tierisch viel Spaß. NT

The Beatles „Help“

SOUL/POP

SIMPLY RED

Live At Montreux

Eagle Vision (Edel); DVD, Blu-Ray

B: I: K:

„Live At Montreux“ ist das Quasi-

Vermächtnis von Simply Red – einer

der erfolgreichsten britischen

Schmuse-Soul-Pop-Bands der

letzten Jahrzehnte.

Herzstück des

Silberlings ist

ein Auftritt bei

der 2003-er

Ausgabe des

Montreux Jazz-

Festivals, bei der die Band um den

charismatischen Frontmann Mick

Hucknall Hits wie „Something

Got Me Started“, „You Make Me

Feel Brand New“ und „Holding

Back The Years“ zum Besten gab.

Als Bonus wurden weitere sieben

Songs ausgewählt, welche die

Band bei ihrem letzten Montreux-

Besuch 2010 mitschneiden ließ.

Darunter die Kuschel-Pop-Perlen

„Out On The Range“, „For Your Babies“

und „If You Don‘t Know Me

By Now“.

RS

Wet Wet Wet, Lionel Richie

ROCK‘N‘ROLL

THE BASEBALLS

String‘n‘Stripes Live

Warner (Warner); DVD, Blu-ray

B: I: K:

Der King lebt. Nein, nicht im Kühlregal,

sondern im Trio The Baseballs.

Mit ihrem Crossover aus 50er-Jahre

Retro-Rock‘n‘Roll und Cover-

Songs aktueller

Chart-Hits

bringen sie auf

ihrem Live-

Mitschnitt

„Strings‘n‘

Stripes Live“

das restlos

ausverkaufte

Kölner E-Werk zum Kochen. Das

vorwiegend weibliche Publikum

gerät buchstäblich in Ekstase,

wenn Sam, Digger und Basti zu Lil‘

Waynes „Candy Shop“ die Hüften

kreisen lassen, bei Katy Perrys

„California Girls“ die Vorzüge von

Frauen preisen und bei Jason Mraz‘

„I‘m Yours“ ganz viel Gefühl in ihre

nostalgisch klingenden Stimmen

legen. Der 5.1-Surround-Sound versprüht

Konzertatmosphäre, dafür

ist das Bild manchmal etwas körniger.

Nach zweieinhalb Stunden

Konzert ist aber noch lange nicht

Schluss: Fans freuen sich auf einen

kurzen, aber sympathischen Blick

hinter die Kulisse, bei dem selbst

die Bühnen-Roadies zu Wort kommen

dürfen.

NT

Elvis, Dick Brave & The Backbeats

Nachdem es in letzter Zeit etwas

still um The Raconteurs geworden

ist, kommt der Mitschnitt „Live At

Montreux 2008“ gerade recht, um

sich das Blues-

Rock-Quartett

wieder ins

Gedächtnis zu

holen. Auf der

DVD enthalten:

16 Songs ihrer

beiden bisherigen

Alben. Auf der DVD nicht

enthalten: Bonusmaterial. Das

macht aber nichts, denn das würde

womöglich nur von den genialen

Songs der Band um Jack White (The

White Stripes) und Brendan Benson

ablenken. Das Publikum frisst

der Band zu jeder Zeit aus der Hand,

und das nehmen The Raconteurs

gerne hin: Jetzt-schon-Klassiker

wie „Steady As She Goes“, „Consoler

Of The Lonely“, „The Switch And

The Spur“ und „Many Shades Of

Black“ werden von den Fans frenetisch

abgefeiert. Der Sound kommt

äußerst druckvoll und transparent

aus den Boxen, weist in den Höhen

aber ein paar Übersteuerungen auf.

Das Bild schwächelt im Gegensatz

zum Sound deutlich und hat mit

Kantenflimmern und Unschärfen

zu kämpfen. Auf die Spielfreude der

Band hat das freilich keinerlei Auswirkungen.

BH

„Under Blackpool Lights“

Rock‘n‘Roll und

moderne Pophits?

The Baseballs

gelingt der Spagat.

Fotos: EMI / Subafilms Ltd. / Fabian Stürtz / Warner

72 08/2012 › www.audio.de


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Musik › OLDIES

WHAM! BAM!

THANK YOU, MAM!

Nicht umfangreich, aber besser remastert: An der

Neuauflage von „Ziggy Stardust“ werden sich die

Geister scheiden – an den Songs jedoch nicht.

GLAMROCK

DAVID BOWIE

Ziggy Stardust

EMI (EMI); CD, LP + Audio-DVD

Musik:

Klang:

Wie oft kann man

die Geschichte

von „Ziggy Stardust“

(1972) noch wiederholen?

Von diesem lose

erzählten Konzeptalbum,

in dem ein Außerirdischen

vom Himmel

herabsteigt, um den

Menschen angesichts

ihrer baldigen Auslöschung eine Botschaft der Hoffnung

zu vermitteln? Von einem Hippie-Folkster

namens David Bowie, der alle ihm zur Verfügung

stehenden Register zog, um mit der

Figur zum Glamrock-Superstar aufzusteigen?

Der in seiner Rolle vollends und

in letzter Konsequenz aufging?

Nein, die „40th Anniversary

Edition“ erzählt die Geschichte

dieses Rock-Meilensteins nicht

neu. Sie zeigt das Album aber

als Einheit von elf makel- und

zeitlosen Klassikern.

Im Gegensatz zur letzten Neuauflage

aus dem Jahr 2002 enthält die neue

CD keine Bonustracks. Schade, sind zugunsten

der „Ziggy“-Story weggelassene und später „nur“ als

B-Seiten veröffentlichte Songs wie etwa „Velvet Goldmine“

oder das Jacques-Brel-Cover „Amsterdam“ doch ein wichtiger

Bestandteil der Entstehungsgeschichte des Albums.

Dafür können die frisch remasterten Songs glänzen, denn

viele Makel des 2002-Remasters – wie etwa die Kanalvertauschung

– wurden beseitigt.

Rechtfertigt das schon die erneute Anschaffung? Originalgetreuer

waren die Details auf jeden Fall noch nie zu hören:

Der sanfte Herzschlag-Beat am Anfang der Piano-Pop-Streicherhymne

„Five Years“. Die krachenden Riffs, die unfassbare

Saxofon-Bridge von „Moonage Daydream“. Das Cembalo

im Blues-Rock von „It Ain‘t Easy“. Und die kurze, drei-Noten-

Bridge zwischen „Ziggy Stardust“ und „Suffragette City“.

Und wem das nicht reicht, der mag vielleicht zur ebenfalls

neuen LP samt Bonus-Audio-DVD greifen: Dort wird die

Geschichte von „Ziggy Stardust“ auf audiophilem Vinyl, in

exzellentem 5.1-Surround-Sound und zumindest in vier Bonustracks

(„Moonage Daydream (Instrumental)“, „The Supermen“,

„Velvet Goldmine“ und „Sweet Head“) ein wenig

ausführlicher weitererzählt.

Stefan Weber

Ganz in Schale

und Pose: David

Bowie alias

„Ziggy Stardust“.

74

08/2012 › www.audio.de


Nachdenklich: Paul

Simons Arbeit an „Graceland“

war ein Politikum.

Musik › JAZZ

Fotos: Brian Ward / David Bowie Archive / EMI, Debora Feingold / Sony Music Archives, Mathieu Zazzo

WELTMUSIK/POP

PAUL SIMON

Graceland

Legacy (Sony); CD, CD + DVD, LP, Boxset

Musik:

FOLK/POP/ROCK

PAUL MCCARTNEY

Ram

Concord (Universal); CD, 2 CD, LP, Boxset

Musik:

Klang:

„Bock“ Lennon

gegen „Schaf“

McCartney: Im

Schlagabtausch

der beiden

Sturpilzköpfe gingen die Qualitäten

von „Ram“ (1971) ziemlich unter.

Von den versteckten Gemeinheiten

gegen seinen Ex-Kollegen abgesehen

ist das Album, das nun in

diversen Formaten neu erscheint,

eines der schönsten McCartneys:

Nonsens und Nichtigkeiten, Kunst

und Kitsch, Folk und Rock vereinten

sich hier zu genialen Songs. NT

„McCartney“, Beatles „Abbey Road“

POP

KYLIE MINOGUE

The Best Of

EMI (EMI); CD, CD + DVD

Musik:

Klang:

Wie oft hat man

diese Songs

schon im Radio

gehört? Jeder

kann „You Can

Call Me Al“ und „Diamonds On The Soles Of Her Shoes“ wenn nicht mitsingen,

dann zumindest mitsummen. 25 Jahre ist das Grammy-prämierte Album

„Graceland“ jetzt alt, und zu diesem Anlass erscheint eine Sonderedition,

die ihm zum einen ein paar Demo- und frühe Versionen hinzufügt. Und

zum anderen eine DVD enthält, auf der der Dokumentarfilm „Under African

Skies“ von Joe Berlinger („Metallica: Some Kind Of Monster“) zu sehen

ist. Jener liefert faszinierende Einblicke in die Entstehungsgeschichte des

Albums zwischen Johannesburg und New York und die politische Kontroverse

um die Aufnahmen im von Apartheid geprägten Südafrika der 80er-

Jahre. Ein Klassiker der Popgeschichte zum Neu-Entdecken. AS

„So Beautiful Or So What“, Vampire Weekend

Klang:

Pop – richtig verstanden:

Bei Kylie

Minogue reichte

die Reihung der

Silbe „La“, um

2001 ihre lahmende Karriere wieder

in Schwung zu bringen. Und so bildet

„Can‘t Get You Out Of My Head“ nun

den Anfang dieser 21-Song-Retrospektive

(plus Musik-Videos auf der

Bonus-DVD), die noch einmal zeigt,

wie das Soap-Mädchen in 25 Jahren

(„I Should Be So Lucky“) zur allseits

respektierten Liebes und Pop-Göttin

(„All The Lovers“) wurde. SW

Madonna, Robbie Williams

FILMMUSIK

MARTIN BÖTTCHER

Die 85 größten Film- und ...

Warner (Warner); 4-CD-Set

Musik:

Klang:

„Silva‘s Melodie“

aus der ZDF-

Serie „Forsthaus

Falkenau“ hätte

es wohl nicht gebraucht.

Unter den restlichen 84 der

„größten Film- und TV-Melodien“

von Komponist Martin Böttcher

sind jedoch viele Instrumental-

Klassiker: Von seinen unsterblichen

„Winnetou“-Melodien über Easy-

Listening-Versionen von Standards

wie „Moon River“ bis hin zu TV-

Arbeiten für 70er-(Krimi)-Serien

reicht das erschöpfende Set. RS

James Last, Klaus Doldinger

HEAVY METAL

SAXON

The Carrere Years 1979-1984

EMI (EMI); 4-CD-Set

Musik:

Klang:

Früher „New

Wave“ (of British

Heavy Metal),

reiten Saxon bis

heute die Erfolgswelle

im Bereich harter Gitarrenmusik.

Neu und aufregend war

aber vor allem ihr Beginn: Auf „The

Carrere Years 1979-1984“ befinden

sich die ersten sieben Alben des

Metal-Flaggschiffs auf vier Discs

wieder – natürlich in remasterter

Form und mit vielen Bonustracks

und Linernotes versehen. Für echte

Metalheads essenziell. BH

Iron Maiden, Judas Priest

JAZZ-CD DES MONATS

FUNK-JAZZ

MARCUS MILLER

KLANG

TIPP

Renaissance – Dreyfus (Soulfood); CD

Musik:

Klang:

Einerseits ist Marcus Miller ein Tausendsassa.

Er spielt Klavier, Bassklarinette,

Bassgitarre natürlich, arbeitet

als Komponist, Arrangeur, Produzent, hat

an hunderten CDs mitgewirkt und den

Fusion-Sound der zweiten Generation ab

den späten siebziger Jahren nachhaltig

geprägt. Auf der anderen Seite aber hatte er sich seit einiger

Zeit nicht mehr wirklich weiterentwickelt und drehte sich auf immens

hohem Niveau um sich selbst. Insofern ist „Renaissance“

ein ebenso konsequentes wie konservatives Album, das trotzdem

einen Schritt voran bedeutet. Denn Marcus Miller ist inzwischen

in die Rolle geschlüpft, die früher seine Arbeitgeber wie

etwa Miles Davis innehatten. Das Team des Albums ist jung,

zum Teil dem Stab von „Tutu Revisited“ entsprungen, kraftvolle

Bläser wie der Trompeter Sean Jones oder der Saxofonist Alex

Han, den der Bassist als Student eines seiner Meisterkurse

kennengelernt hatte. Die juvenile Vitalität mischt sich mit dem

Impetus, an die eigenen Wurzeln der Soul-Siebziger anzuknüpfen,

und Miller verwirklicht diesen Plan mit eigenen Songs und

Adaptionen von War bis Ivan Lins. Ein paar Gäste

wie Urgestein Dr. John, der Salsa-Prediger Rubén

Blades oder Sängerin Gretchen Parlato ergänzen

das Klangfarbenspektrum. Im Kern jedoch geht

es um die Wiederentdeckung der Bassgitarre als

erzählendes, vokal-nahes, stellenweise höllisch

groovendes Instrument. Wuchtig, aber nicht aufdringlich

gemischt, wird „Renaissance“ damit zu einem Fest

einer Funkyness, die bei Marcus Miller vom Stil zur Haltung

geworden ist. Ralf Dombrowski

Stanley Clarke, Victor Wooten,

Richard Bona, Miles Davis

Cooler Jazzer?

Basser Markus

Miller groovt

höllisch.

75


Musik › JAZZ

Lasziv und sexy:

Caro Josée.

VOCAL JAZZ

CARO JOSÉE

Turning Point

Skip Records (Soulfood); CD

Musik:

Klang:

PIANO TRIO

BENJAMIN SCHAEFER ...

Leaves Like Snow

Double Moon (Sunny Moon); CD

Musik:

Klang:

KOLUMNE

KAMMER-JAZZ

DANIEL SCHLÄPPI

Essentials

Catwalk (Harmonia Mundi); CD

Musik:

Klang:

Wer Gedichte

mag, entdeckt oft

beim erneuten

Lesen zwischen

den Zeilen vieles,

was ihm anfangs verborgen blieb. So

verhält es sich auch mit den Duetten

von Kontrabassist Daniel Schläppi

und Pianist Marc Copland: Zunächst

scheinen sie dahinzuplätschern.

Wer genau hinhört, merkt aber, wie

beide kommunizieren: Sie brauchen

keine effektvollen Frage-Antwort-

Figuren, sie verbindet ein gemeinsamer

Bewusstseinsstrom. WS

C. Haden / H. Jones „Come Sunday“

KAMMER-JAZZ

AVISHAI COHEN

Duende

Blue Note (EMI); CD

Musik:

Klang:

Von Israel zog

Avishai Cohen

nach New York,

um sich im Jazz

zu bewähren. Inzwischen

ist er zurück in Tel Aviv:

„Duende“, im Duo mit dem Pianisten

Nitai Hershkovits eingespielt, dokumentiert

ein homogenes Team im

fragilen Zwiegespräch im Studio. Ein

Hauch von Folk färbt die kammerjazzige

Klangwelt, die ansonsten von

Feinheit, Klarheit, künstlerischer

Intimität geprägt ist. Stellenweise

wunderschöne Musik. RD

Bill Evans & Eddie Gomez

Mal federt ein

gelenkiger

Kontrabass, mal

schleichen sich

seidige Streicher

in die Gehörgänge. Dass man aufmerksam

lauscht, liegt aber an der

Stimme, die sich lasziv, sexy, fragil

im musikalischen Kuschelbett räkelt.

Die Hamburgerin Caro Josée

taucht mit „Turning Point“ tief in die

Schummerwelt des Mitternachtsjazz

– ein Wendepunkt für die auch

Soul-Pop-erprobte Sängerin. Aber:

Diese Kleider stehen ihr gut. MI

Melody Gardot, Rickie Lee Jones

MODERN BIG BAND

ARTURO SANDOVAL

Dear Diz

Concord (in-akustik); CD

Musik:

Klang:

Wer erinnert

sich? An Dizzy

Gillespie & The

United Nation Orchestra

mit „Live

At The Royal Festival Hall“, eine

Platte für die Ewigkeit, aufgenommen

1989? Einer der Trompeter

im Line-up war Arturo Sandoval.

Jetzt verneigt er sich mit Big Band

und Gästen wie Organist Joey De

Francesco vor seinem Mentor.

„Dear Diz“ ist swing-boppender

Ensemblejazz, cool, perfekt gespielt

und ein bisschen „schmaltzy“. RD

Count Basie Big Band

BIG BAND

RON CARTER

Ron Carter‘s Great Big Band

Sunnyside (Harmonia Mundi); CD

Musik:

Klang:

Er hat mit allen

Großen gespielt

und auf 2500

Alben mitgewirkt.

Nur eins hat sich

der Kontrabassist Ron Carter erst

zum 75. Geburtstag gegönnt: eine

Platte mit einer eigenen Bigband.

13 Titel arrangierte ihm Robert M.

Friedman: prächtig swingende Versionen

von Standards und Raritäten.

Und bei Carter spielt es keine Rolle,

ob das Thema einst cool oder hitzig

daherkam. Seine Mainstream-Version

macht einfach gute Laune. WS

Sammy Nestico & The SWR Big Band

Nur wenige Takte

benötigt Benjamin

Schaefer, um

den Zuhörer in

seine wohltemperierte

Musik hineinzuziehen. Der

31-Jährige hat „Roots And Wings“

(so der Titel seines tollen Albums

von 2008): Klassisch und modern

emanzipiert spielt er auf, die lyrische

Delikatesse ist schlicht zeitlos. Mit

seinem Trio (Robert Landfermann,

Kontrabass, Marcus Rieck, Drums)

liefert Schaefer hier mal wieder

eine Glanzleistung ab. MI

Yaron Herman, Tingvall Trio

FUSION

MIKE STERN

All Over The Place

Heads Up (in-akustik); CD

Musik:

Klang:

Zu Unrecht

erschrickt, wer

die vielen Namen

liest, die an Mike

Sterns Album

mitgewirkt haben – acht Weltklasse-Bassisten

in elf Titeln lassen

ein krudes Patchwork erwarten.

Irrtum. Ihm gelang ein schlüssiges

Album, dessen Spektrum vom heiteren

Song über weltmusikalische

Bezüge bis zum kernigen Blues

reicht. Harte, präzise Rhythmen und

permanente Farbenwechsel – so

macht Fusion Spaß. WS

Yellowjackets „Yellowjackets“

KAMMER-JAZZ

LOUIS SCLAVIS ...

Sources

ECM (Universal); CD

Musik:

Klang:

KLANG

TIPP

KLANG

TIPP

Bei Louis Sclavis

kann man sich

nie sicher sein,

was als Nächstes

kommt: Improvisation?

Ballettmusik? Andere Projekte?

Mit dem Atlas Trio (Gitarrist

Gilles Coronado und Keyboarder

Benjamin Moussay) leistet sich der

Klarinettist nun ein Kraftspiel im

kleinen Kreis: „Sources“ klingt nach

freien 70ern aus der Perspektive der

Gegenwart – assoziativ, motivreich,

kollektiv. Musik mit verstecktem

Witz in der Ernsthaftigkeit. RD

Michael Riessler, Michel Portal

Werner Stiefele

AUDIO-Mitarbeiter

ALLES MIT

GEIGE

Gute Jazzgeiger sind rar. Umso erstaunlicher

ist, dass in den letzten

Wochen gleich mehrere Scheiben

mit Geigentönen erschienen sind.

Adam Bałdych steht mit rauem

Saitenklang im Zentrum von „Imaginary

Room“. Den füllen der Pole

und seine Baltic Gang mit kraftvollen

Groove-Tunes. Der Trompeter

Verneri Pohjola und der Saxofonist

Marius Neset bringen zusätzliche

Farbe ins Geschehen.Gábor

Bollas Albumtitel „Find Your Way“

kann durchaus programmatisch

verstanden werden. Der Ungar

trumpft mit kernigem Saxofonton

auf und lässt durch den Geiger

Lajos Sārközi die Verbindung vom

kraftvollen, aus Hardbop, Rock und

Funk inspirierten Jazz zur Folklore

der Roma herstellen. Noch ein Brückenschlag:

In einigen Stücken auf

Salsafuerte Featuring Yumarya

bringt Gregor Hübner Geigentöne

in die Salsa. In ihr lodert afrokubanisches

Feuer – und doch stammen

fast alle Musiker aus Deutschland.

Großartig: die aus Curacao stammende

Sängerin Yumarya. Jürgen

Friedrich hat eine „Monosuite“ für

Jazzquintett und Streichorchester

komponiert. Seine Version des

„Third Stream“ zwischen Klassik

und Jazz ist ausgereifter als das

meiste, was in diesem Zwischenbereich

in den letzten 50 Jahren

erschienen ist.

ADAM BAŁDYCH &

THE BALTIC GANG

Imaginary Room

ACT (edel:Kultur)

Musik:

Klang:

GÁBOR BOLLA

Find Your Way

ACT (edel:Kultur)

Musik:

Klang:

SALSAFUERTE FEAT. ...

Salsafuerte

edel:Content (edel:Kultur)

Musik:

Klang:

JÜRGEN FRIEDRICH

Monosuite

Pirouet (edel:Kultur)

Musik:

Klang:

KLANG

TIPP

Fotos: Thilo Müller / Skip, Uwe Arens

76 08/2012 › www.audio.de


Musik › KLASSIK

DURCHDACHTE DETAILS

Erst Schostakowitsch, jetzt Mendelssohn-Bartholdy: Das Mandelring

Quartett begeistert mit präzisen und detailverliebten Aufnahmen.

KAMMERMUSIK

FELIX MENDELSSOHN-

BARTHOLDY

COMPLETE CHAMBER

MUSIC FOR STRINGS

VOL. I (STREICHQUAR-

TETTE OP. 12, 13 UND

ES-DUR)

Mandelring Quartett

KLANG

Audite (edel); SACD (Hybrid)

TIPP

www.mandelringquartett.de

Musik:

Klang:

Gut gelaunte Meister

der Präzision: das

Mandelring Quartett.

Nach der mehrfach preisgekrönten Gesamteinspielung

der Schostakowitsch-Streichquartette widmet sich

das Mandelring Quartett jetzt also den Streicherwerken

Mendelssohns. Der Start der Aufnahmereihe ist mehr als

verheißungsvoll: Die reizvollen Jugendwerke des frühreifen

Komponisten verbeugen sich zwar zweifelsohne vor

Haydn, Mozart und Beethoven, versprühen aber auch jenen

schwärmerisch-märchenhaften Ton, der im Violinkonzert,

in der Hebriden-Ouvertüre und im Sommernachtstraum so

fasziniert. Diesen Ton trifft das Kleeblatt aus Neustadt an

der Weinstraße frappierend präzise. Das liegt daran, dass

die Vier einen ebenso frischen wie emotionalen und unkonventionellen

Interpretationsansatz haben: Da erklingt

beispielsweise im Kopfsatz von op. 12 eine laute Stelle jäh

leise oder eine schnelle Passage betont langsam. Es sind

solche überraschenden, aber durchdachten Details, die diese

Einspielung weit über den Durchschnitt herausragen lassen.

Hinzu kommt, dass in den Scherzi, die Mendelssohn

Canzonetta, Intermezzo und Minuetto genannt hat, souveräne

Akzentsetzungen pure Spielfreude und tänzerischen

Schwung vermitteln. Und einem fast Mahlerschen Stich ins Herz gleicht der Beginn des

Prestos von op. 13 – nicht zuletzt deshalb, weil der Klang extrem räumlich, lebendig und

transparent ist. Die Aufnahme erweckt den Eindruck, als sitze der Hörer inmitten der

Musiker. Das lesenswerte Booklet rundet diese tolle Produktion ab, die Mendelssohns

frühe Streichquartette als würdige Ergänzung der Gattungsklassiker präsentiert. Auf die

weiteren Veröffentlichungen der Gesamteinspielung darf man sich freuen. Andreas Fritz

Alban Berg Quartett (op. 12 und 13, EMI)

SCHLAGZEUG

FRIEDRICH CERHA

KONZERT FÜR SCHLAG-

ZEUG UND ORCHESTER,

IMPULSE FÜR ORCHESTER

Martin Grubinger (Schlagzeug),

Wiener Philharmoniker,

Peter Eötvös (Konzert),

Pierre Boulez (Impulse)

Kairos (Harmonia Mundi) CD

www.kairos-music.com

Musik:

Klang:

Von der Natur

lässt sich auch

ein Komponist

wie der 1926 in

Wien geborene

Cerha inspirieren – im zweiten

Satz seines Schlagzeugkonzerts

von knackenden Zweigen und raschelndem

Laub. Multipercussionist

Grubinger beweist hier einmal

mehr sein Können an Vibraphon,

Glocken und Gongs. Nicht weniger

virtuos geht er in den Ecksätzen mit

Trommel, Xylophon und Co. um. Die

Wiener begleiten ihn konzentriert

und liefern bei den folgenden Impulsen

eine brillante Interpretation.

Live-Aufnahmen voller Dynamik.

AF

Musik für Schlagzeug und Orchester

(Xenakis, Nörgard etc., BIS)

OPERETTE

JOHANN STRAUSS

PRINZ METHUSALEM

Jana Frey (Mezzo), Jessica

Glatte (Sopran) u.a.,

Staatsoperette Dresden,

Ernst Theis

cpo (Otto Preiser), 2 CDs

www.staatsoperette-dresden.de

Musik:

Klang:

„Die Politik

verlangt nun mal

zu lügen“, heißt

es immer wieder.

Mit „Prinz Methusalem“

(1877) hat Johann

Strauss eine echte Offenbachiade

geschrieben – über zänkische

Kleinstaaten, eitle Monarchen,

Kriegsspiele, wankelmütiges Volk

und zickige Künstler. Die Staatsoperette

Dresden unter Ernst Theis

wirft sich mit viel Walzerschmäh

ins turbulente Geschehen. „Steuerzahler,

euer Geld“: Derlei Chöre

sind stets aktuell. Und das obligate

Liebespaar zwischen den Fronten

(stark: Jana Frey, Jessica Glatte)

pfeift auf die Politik. Satire pur, liebenswürdig

präsentiert. OPB

Offenbach, La Grande-Duchesse de

Gerolstein (Virgin)

www.audio.de › 08/2012

77


Musik › KLASSIK

SINFONIK

BEETHOVEN

SINFONIE NR. 9

Yano, Höffgen,

Wunderlich, Adam,

Sinfonie-Orchester des HR,

Dean Dixon

Audite (edel:Kultur), CD

www.audite.de

Musik:

Klang:

Die Neunte: Sie

hat unter den

Aufnahmen mit

dem Jahrhunderttenor

Fritz

Wunderlich bisher gefehlt. Doch

die von audite nun entdeckte Monoeinspielung

von 1962 mit dem

Sinfonie-Orchester des HR unter

dem schwarzen Chefdirigenten

Dean Dixon (damals noch eine

Aufsehen erregende Personalie)

ist weit mehr als ein Lückenfüller.

Sie ist das Live-Dokument einer

Sternstunde: Dixon entfesselt einen

Finaljubel ohnegleichen, und

Wunderlichs Tenor-Solo („Froh,

wie seine Sonnen fliegen“) packt

mit wahrhaft himmelsstürmendem

Elan. Glänzend.

OPB

The Art of Fritz Wunderlich, DG (7 CD)

Wilde Lockenpracht,

diskutables

Spiel: Geiger

Nemenja

Radulovic.

VIOLINE

ANTONIO VIVALDI /

ALEKSANDAR SEDLAR

THE 5 SEASONS

Nemanja Radulović

(Violine),

Double Sens (Vivaldi),

The Devil’s Trills (Sedlar)

Artact (Harmonia Mundi), CD

www.artact.org

Musik:

Klang:

Wild sieht er aus

auf dem Cover,

der serbische

Geiger Radulović.

Bei weitem nicht

so wild, aber recht unkonventionell

sind seine Vier, pardon Fünf

Jahreszeiten: Da wird schon mal

aus einem Allegro ein Adagio oder

die Begleitung auf zwei Violinen

reduziert. Herausgekommen ist

eine auch klanglich frische, hörenswerte

Interpretation. Etwas

zu gefällig wirkt hingegen „Spring

in Japan 2011“ – ein Stück, das

Radulović unter dem Eindruck der

dortigen Natur- und Nuklearkatastrophe

bei Landsmann Sedlar bestellte.

Für Entdecker. AF

Joshua Bell (Sony, Vier Jahreszeiten)

VOKAL

GABRIELI, SCHÜTZ

POLYCHORAL SPLENDOUR

Capella Murensis, Cornets

Noirs, Johannes Strobl

Audite (edel: Kultur); SACD

www.audite.de

Musik:

Klang:

KLANG

TIPP

Surround-

Klang ist keine

Erfindung des 20.

Jahrhunderts:

Auf der Schwelle

von der Renaissance zum Barock

experimentierten viele Komponisten

mit Mehrchörigkeit und im

Raum platzierten Instrumenten.

So ungewohnt der weiträumige

Kirchenklang mit kräftigem Einsatz

der Surround-Kanäle zuerst

erscheinen mag, so stimmig und

faszinierend wirkt die Multikanal-SACD

über die Länge mit

wechselnden Aufstellungen und

Besetzungen. In Stereo bleibt das

wenig spektakulär, doch beweisen

sowohl Chor als auch Instrumentalisten

mit ihrer feinsinnigdezenten

Spielweise viel Gespür

für Alte Musik.

MR

„Römische Mehrchörigkeit“ (Tölzer

Knabenchor, Spektral)

VOKAL

J. S. BACH

MOTETTEN BWV 225-230

Monteverdi Choir,

John Eliot Gardiner

SDG (Harmonia Mundi), CD

www.solideogloria.co.uk

Musik:

Klang:

KLANG

TIPP

Ein ungewöhnliches

Cover-Bild.

Was hat der Seiltänzer

mit Bachs

Motetten zu

tun? Doch das Gehörte deckt

sich mit diesem nur scheinbar

gewagten Bild. Bachs Motetten

für fünf- bis achtstimmigen Chor

scheinen in dieser Neuproduktion

Gardiners ebenfalls zu schweben.

Völlig schwerelos klingen die Sängerinnen

und Sänger des Monteverdi

Choirs, ein wundervoller

Klang nach dem anderen entströmt

ihren Kehlen. Die Stimmen werden

zu Instrumenten, deren Klänge

John Eliot Gardiner auf das Raffinierteste

abmischt und schattiert.

Eine ungemein erlesene, kostbare

Einspielung, die das Hinreißende

dieser Musik in vollem Glanz erstrahlen

lässt.

LM

Bach, Kantaten, Gardiner (SDG)

OPER

G. F. HÄNDEL

ATALANTA

Labelle, Ryden, Slattery,

Curlip u. a., Philharmonia

Baroque Orchestra,

Nicholas McGegan

PBP (Harmonia Mundi), 2 CDs

www.philharmonia.org

Musik:

Klang:

Leider hält der

Rest nicht, was

die Ouvertüre

verspricht. Die

klingt nämlich

wunderbar präsent, geschmeidig,

souverän und inspiriert. Dirigent

McGegan hat seinem Konkurrenten

René Jacobs doch einiges

an Sensibilität voraus. Aber es

fehlen ihm eben die Mittel eines

potenten CD-Labels. Auf dem orchester-eigenen

reichte es nur für

einen Mitschnitt, und der vereint

die Nachteile der Live-Akustik: Es

rumpelt und poltert in einem fort,

die Solisten klingen angestrengt.

So taugt diese Einspielung eher

als Souvenir denn als Dokument

einer originellen Händel-Oper.

LM

Haydn, Sinfonien, McGegan (PBP)

OBOE

RICHARD STRAUSS /

SKALKOTTAS / AHO

KONZERT / CONCERTINO /

7 INVENTIONS WITH

POSTLUDE

Yeon-Hee Kwak (Oboe),

David Pia (Cello), Münchner

Rundfunkorchester,

Johannes Goritzki

MDG, SACD

www.mdg.de

Musik:

Klang:

KLANG

TIPP

Einem amerikanischen

Soldaten

verdankte

Strauss 1945 die

Idee zum Oboenkonzert

– ein Glücksfall: Es wimmelt

darin von Eulenspiegeleien und Rosenkavalieren.

Yeon-Hee Kwak und

ihre Mitstreiter vermitteln mitreißend

die Heiterkeit des Werks. Ihr

Ton ist wandlungsfähig, was auch

dem reizvollen Concertino des

griechischen Schönberg-Schülers

Skalkottas und den lyrischen, schöne

Cello-Soli bietenden Inventionen

des Finnen Aho zugute kommt. Eine

spannende, transparent klingende

CD für Entdecker.

AF

Holliger (Strauss, Alto)

Foto: PR

78 08/2012 › www.audio.de


Komplett-Anlagen › I-POD-DOCKS

STANDFEST

TEST

Vier edle One-Box-Systeme

CREATIVE ZIISOUND D5X 300 €

KLIPSCH G-17 AIR 550 €

LOGITECH UE AIR SPEAKER 350 €

SONY RDP-XA900IP 500 €

Wer auch im Arbeitszimmer oder auf dem Balkon hochwertig Musik hören

will, greift am besten zu einer smarten One-Box-Lösung. Vier Testgeräte

müssen beweisen, ob sie dafür audiophil genug sind.

■ Text: Alexandros Mitropoulos

KLIPSCH

G-17 AIR

UM 550 EURO

Lautsprecher des amerikanischen

Herstellers Klipsch werden in hifidelen

Kreisen hoch geschätzt. Viel-

■ Text: Alexandros Mitropoulos

leicht ist es ihr nonkonformer Aufbau mit

Hörnern, der jenen besonderen Charme

ausmacht, mit dem Klipsch sich von der

breiten Masse absetzt. Daher wird dieses

Konstruktionsmerkmal konsequent

weitergeführt: Was bereits im legendären

Klipschorn steckte, findet sich (in

überarbeiteter Form) auch in den moderneren

Boxen-Serien wieder.

Und auch Freunde kleiner dimensionierter

HiFi-Technik sowie Apple-Fans dürfen

sich freuen: Gab es von Klipsch bislang

nur konventionelle Docks für iPod & Co.,

präsentierten die Ingenieure aus Arkansas

kürzlich den G-17 Air. Ganz in Klipsch-Manier

kümmern sich zwei kleine Kompressionstreiber

mit Alu-Membran, eingelassen

in ein Hörnchenkleid, um den Hochton.

Den Tiefmittelton übernehmen zwei

MESSLABOR

Auf Im Frequenzgang Achse gemessen rechts zeigt deutlich der Klipsch zu einen

fast schnurgeraden Der Bass geht Frequenzgang nicht beson-

mit

erkennen:

ganz ders laut, leichter die Bass- Senke und um Höhenbetonung

150 Hertz, um

(Abb. 2,5 kHertz rechts). eine Die prägnantere untere Grenzfrequenz Spitze. Genau

in 46Hz dieser bei Frequenz -3dB und schwingt die obere das liegt Go bei

beträgt

+ 24kHz. Play auch Die Maximal-Lautstärke nach (o. Abbildung). beläuft Die Klirramplitudenmessungen

89dB. Die Klirr-Messung belegt (ohne bei hohen Abb.) er-

sich

auf

gab Pegeln bis (85dB dB) gute eine Ergebnisse. Kompression Bei schon lauteren ab

Pegeln 500 Hertz. entsteht Pegeln minimaler (85 dB) eine Klirr im Kompressi-

Bass und

Mittelton schon ab bis 500 etwa Hertz. 1kHz.

2,5-Zoll-Woofer mit zusätzlicher Hilfe eines

Reflex-Systems. Die Öffnung des

Rohres mündet an der linken Geräteseite:

So lässt sich das Dock nicht nur per Standfuß

aufstellen, sondern auch an die Wand

schrauben. Gegenüber befinden sich die

Knöpfe, um den G-17 zu steuern, falls die

mitgelieferte Fernbedienung gerade nicht

zur Hand ist. Ein Stoffkleid verhüllt auf

Wunsch einen Teil der Front des schwarzen

Hochglanzlack-Gehäuses.

Wie der Namenszusatz „Air” andeutet,

versteht das Klipsch-Dock Apples drahtloses

Übertragungsprotokoll AirPlay. Musik

lässt sich also via iPhone, iPod oder

iPad, aber auch von einem Computer

(PC/Mac) mit installiertem iTunes-Programm

auf Knopfdruck streamen – sofern

ein funktionierendes WLAN-Netzwerk

existiert. Alternativ verarbeitet ein

rückseitiger Miniklinken-Eingang analoge

Signale, und ein USB-In digitale von

Klipsch G17 Air

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl. -30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

einem iPod. Klanglich spielte das Klipsch

unaufgeregt und weich, tönte aber vergleichsweise

mittig und engbrüstig.

STECKBRIEF

KLIPSCH

G-17 AIR

Vertrieb

Osiris Audio AG

0 23 1 / 878 004 40

www.

osiris-audio.de

Listenpreis

550 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x T 42,8 x 17,8 x 10,2 cm

Gewicht

4 kg

Fernbed. / iPod-Steuerung • / • (Musik-Menü)

ANSCHLÜSSE

Line In / Out /Subwoofer 1 (3,5 mm Klinke) / – / –

Kopfhörer –

Video –

USB

• (für iPods)

Digital Koax / optisch – / –

LAUTSPRECHER

Kanalzahl / Wege Stereo / 2

Aktivweiche –

schaltbarer Hochpass –

FUNKTIONEN

Display / OSD – / –

Radio / CD / DVD – / – / –

Internetradio/Streaming – / • (via Airplay)

Klangregler / Wecker – / –

Batteriebetrieb –

Bluetooth –

AUDIOGRAMM

ÅInbetriebnahme und

Bedienung sehr einfach.

Í Leicht verfärbend, begrenzte

Lautstärkereserven.

Klang 75

Pegelfestigkeit

befriedigend

Praxis

sehr gut

Verarbeitung

gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

75 PUNKTE

BEFRIEDIGEND

122 www.audio.de ›08 /2012


Komplett-Anlagen › I-POD-DOCKS

CREATIVE

ZIISOUND D5X

UM 300 EURO

Fotos: Archiv, MPS

MESSLABOR

Den Frequenzgang des Creative ZiiSound

(Abb. rechts) kann man bis auf eine leichte

Senke in den Mitten um 6kHz als durchweg

ausgewogen bezeichnen. Der Bass reicht

bis 64Hz herab (bei -3dB), und die obere

Grenzfrequenz liegt bei 22kHz. Die Maximal-Lautstärke

beträgt 86,5dB. Bei der Klirramplitudenmessung

(ohne Abb.) zeigt sich

erst ab 90dB deutlich Klirr mit Kompression

in den tiefen Frequenzen.

Oft schaut man etwas skeptisch

auf Lautsprecher von Herstellern,

die eigentlich in der PC-

Welt beheimatet sind. Mit viel Plastik

versuchen diese Firmen, eine möglichst

pompöse Optik hinzubekommen und

schenken der Klangqualität keine große

Beachtung – so lautet zumindest das

weit verbreitete Vorurteil. Doch nicht immer

ist das Misstrauen berechtigt: Creative

etwa bewies mit einer Reihe von

preiswerten und gut klingenden Audio-

Produkten des öfteren das Gegenteil.

Mit dem nötigen Know-How im Gepäck

machten sich die Entwickler nun daran,

mit dem ZiiSound D5x eine möglichst

gut klingende, drahtlose One-Box-Lösung

zu erschaffen.

Um den Lizenzgebühren von Apple zu

entgehen, nutzt der zierliche Klangriegel

kein Airplay, sondern das altbewährte

Bluetooth-Protokoll – ein WLAN-Netzwerk

ist somit auch nicht nötig. Der beiliegende

Apple-Adapter erlaubt es iPhone,

iPod und iPad sogar, mit dem neuen

aptX-Standart zu streamen. Zwingend

notwendig für den Betrieb ist der Dongle

aber nicht – für das Creative-Dock

kommen auch die üblichen Bluetooth-

Signalgeber als Zuspieler in Frage. Alternativ

zur kabellosen Übertragung kommt

das D5x dank AUX-Eingang auch mit

analogen Signalen klar. Das mittig platzierte

Bedienelement ist ein Touchpanel:

Lautstärke und Setup sind somit per

Fingertipp steuerbar.

Wer mehr will, kann zusätzliche Zii-

Sound-Module im Verbund nutzen: Entweder

arbeiten dann zwei D5x mit passendem

Subwoofer (DSx) als 2.1-System

zusammen – oder man nutzt bis zu

drei Docks, um mehrere Räume gleichzeitig

zu beschallen. Doch selbst mit

einem D5x tönte es detailreich, lebendig

Creative ZiiSound

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl. -30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

und unverfärbt. Zudem beeindruckten

die enormen Pegelreserven und der tief

hinabreichende Bass.

STECKBRIEF

CREATIVE

ZIISOUND D5X

Vertrieb

Creative Deutschland

0 03 53 / 18 06 67 07

www.

de.creative.com

Listenpreis

300 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x T 42,5 x 10,3 x 10 cm

Gewicht

2,4 kg

Fernbed. / iPod-Steuerung – / • (Musik-Menü)

ANSCHLÜSSE

Line In / Out /Subwoofer 1 (3,5-mm Klinke) / – / –

Kopfhörer –

Video –

USB –

Digital Koax / optisch – / –

LAUTSPRECHER

Kanalzahl / Wege Stereo / 2

Aktivweiche –

schaltbarer Hochpass –

FUNKTIONEN

Display / OSD – / –

Radio / CD / DVD – / – / –

Internetradio/Streaming – / –

Klangregler / Wecker – / –

Batteriebetrieb –

Bluetooth


AUDIOGRAMM

ÅÜberzeugender Klang,

starke Basswiedergabe.

Í –

Klang 85

Pegelfestigkeit

sehr gut

Praxis

gut

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

85 PUNKTE

ÜBERRAGEND

KAUFTIPP

PREIS/LEISTUNG

08/12

www.audio.de ›08 /2012

123


Komplett-Anlagen › I-POD-DOCKS

LOGITECH

UE AIR SPEAKER

UM 350 EURO

Zweiter im Bunde der PC-Profis ist

Logitech. Auch dieser Hersteller

kann auf zahlreiche Erfolge im Audio-Bereich

zurückblicken. Bekanntestes

Beispiel ist sicher die Squeezebox-

Familie, mit der Musik-Streaming zum

reinsten Kinderspiel wird. Aber auch viele

eher unscheinbar wirkende PC-Lautsprecher

überraschen mit einem exzellenten

Preis-/Leistungsverhältnis.

Die Verschmelzung der zwei Welten –

Streaming und Schallwandler – beschert

Apple-Jüngern nun ein kompaktes Allround-System:

den Logitech UE Air

Speaker. Doch auch PC-Nutzer kommen

via iTunes per Knopfdruck in den drahtlosen

Musikgenuss. Grundvoraussetzung

für Airplay ist ein funktionierendes

WLAN-Netzwerk. Bei der Übertragung

der Musikdateien findet eine Echtzeit-

Konvertierung in das Apple-Lossless-

Format statt. Neigt sich die Akkuladung

MESSLABOR

Auf Achse gemessen ausgewogener Frequenzverlauf

des Logitech (mit minimaler,

für Docks typischer Welligkeit, Abb. rechts).

Zehn Grad hoch, Einbruch bei 9kHz erkennbar.

Die untere Grenzfrequenz liegt bei 71Hz

bei -3dB die obere bei 17kHz. Die Klirrmessung

(ohne Abbildung) erzeilte bis 80dB gute

Werte, darüber zeigte sich leichter Klirr im

Bassbereich. Die Maximallautstärke beträgt

84 dB.

bei dieser Stromfress-Orgie ihrem Ende

zu, kann man seinen iPod getrost auf das

frontseitig ausfahrbare, mechanische

Dock stecken – und dabei auch gleich

Musik hören. Dank LAN-Buchse auf der

Rückseite kann der AirSpeaker auch per

Kabel mit dem heimischen Netzwerk

kommunizieren. Noch einfacher geht es

nur über den Miniklinken-Eingang, wo

beliebige Hochpegel-Zuspieler andocken

können.

Für die Einrichtung der WLAN-Verbindung

muss das iOS-Gerät zunächst auf

die Docking-Schublade Platz nehmen.

Nach dem Download einer kostenlosen

App führt das Setup den Nutzer durch

die nötigen Schritte – und schon strömen

die ersten Töne aus dem UE Air.

Das Spiel des Logitech tönte unaufgeregt

mit einer minimalen Tiefmittenbetonung.

Etwas bassarm, stellte es Stimmen

angenehm direkt, aber anderer-

Logitech Airspeaker

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl. -30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

seits – wohl auch durch Gehäuseresonanzen,

die sich in der Labormessung

zeigten – etwas nasal verfärbt dar.

STECKBRIEF

LOGITECH

UE AIR SPEAKER

Vertrieb

Logitech GmbH

089 / 89 46 70

www.

logitech.de

Listenpreis

350 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x T 55 x 17 x 15 cm

Gewicht

3 kg

Fernbed. / iPod-Steuerung – / • (Musik-Menü)

ANSCHLÜSSE

Line In / Out /Subwoofer 1 (3,5-mm Klinke) / – / –

Kopfhörer –

Video –

USB –

Digital Koax / optisch – / –

LAUTSPRECHER

Kanalzahl / Wege Stereo / 2

Aktivweiche –

schaltbarer Hochpass –

FUNKTIONEN

Display / OSD – / –

Radio / CD / DVD – / – / –

Internetradio/Streaming – / –

Klangregler / Wecker • (über App) / –

Batteriebetrieb –

Bluetooth –

AUDIOGRAMM

ÅFormschönes Design,

entspannter Klang.

Í Leichte Mittenbetonung.

Klang 75

Pegelfestigkeit

gut

Praxis

gut

Verarbeitung

gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

75 PUNKTE

GUT

124 www.audio.de ›08 /2012


Komplett-Anlagen › I-POD-DOCKS

SONY

RDP-XA900IP

UM 500 EURO

Aus dem Land der aufgehenden

Sonne kommt das vierte Dock im

Testfeld. Noch vor einigen Jahren

glänzten Sonys HiFi-Produkte mit hoher

Verarbeitungsqualität und kultiviertem

Klang. Nachdem man diese Tugenden

zeitweise etwas vernachlässigte, bemüht

sich der japanische Weltkonzern

nun wieder verstärkt darum, hochwertige

Produktfamilien zu lancieren.

Exemplarisch dafür ist das RDP-

XA900iP: Der neueste Spross aus Sonys

Dock-Serie macht bei einer ersten

Begutachtung den mit Abstand edelsten

Eindruck im Testfeld. Das Gerät ist

robust verarbeitet, und die gebürsteten

Edelstahl-Elemente verleihen ihm einem

noblen Look. Doch die Entwickler

investierten auch viel Zeit in die Technik.

Im Inneren des Gehäuses arbeiten insgesamt

fünf Lautsprecher: Zwei 20-Millimeter-Tweeter

bedienen den Hoch-,

MESSLABOR

Am Frequenzgang des Sony (Abb. rechts)

wird eine leichte Senke im Bass und eine

Anhebung der Höhen deutlich, die Entwickler

erwarten offenbar einen wandnahen

Betrieb und haben diesen vorab kompensiert.

Untere Grenzfrequenz beläuft sich

auf 99Hz/-3dB, und die obere auf 21kHz.

Die Maximal-Lautstärke beträgt sehr laute

97,5dB. Bei der Klirrmessung (ohne Abb.)

zeigt sich erst ab 95dB minimaler Klirr.

und zwei 70-mm-Woofer den Tiefmittelton.

Für Druck im Bass sorgt schließlich

ein 135-mm-Sub.

Um das RDP-XA900iP mit Musik zu versorgen,

steht eine üppige Palette an

Anschlüssen bereit: Neben einer ausfahrbaren

Docking-Schublade für iOS-

Geräte beherrscht das Sony auch Apples

Airplay-Standard. Per Kabel finden

Audio- Signale ihren Weg entweder

durch ein optisches Digitaltürchen oder

analog via AUX-Eingang in das Dock.

Sogar eine Composite-Out-Buchse für

die Übertragung von Videos gibt’s auf

der Rückseite. Und wer daheim kein

WLAN nutzt, greift einfach zu einem

Netzwerk-Kabel – auch hierfür ist ein Anschluss

installiert. Das WLAN-Setup

funktioniert übrigens über einen Browser

(Firefox, Safari etc.). Nachdem dort

das Netzwerk-Passwort eingetragen ist,

kann der Streaming-Spaß auch schon

Sony RDP-XA900iP

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl. -30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

beginnen: Sehr präzise und neutral tönte

das Sony; auch das dynamische Spiel

mit seinem spritzigen Ton kam bei den

Testern gut an.

STECKBRIEF

SONY

RDP-XA900IP

Vertrieb

Sony Deutschland

0 92 61 / 99 0

www.

sony.de

Listenpreis

500 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x T 60 x 20 x 20,1 cm

Gewicht

7 kg

Fernbed. / iPod-Steuerung • / • (Musik-Menü)

ANSCHLÜSSE

Line In / Out /Subwoofer 1 (3,5 mm Klinke) / – / –

Kopfhörer –

Video

1 (Composite)

USB


Digital Koax / optisch – / –

LAUTSPRECHER

Kanalzahl / Wege Stereo / 2.1

Aktivweiche –

schaltbarer Hochpass –

FUNKTIONEN

Display / OSD – / –

Radio / CD / DVD – / – / –

Internetradio/Streaming – / –

Klangregler / Wecker – / –

Batteriebetrieb –

Bluetooth –

AUDIOGRAMM

ÅNeutraler Klang, hochwertige

Verarbeitung.

Í –

Klang 85

Pegelfestigkeit

sehr gut

Praxis

sehr gut

Verarbeitung

überragend

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

85 PUNKTE

SEHR GUT

www.audio.de ›08 /2012

125


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

TEST

Fünf Kopfhörer für gehobene bis

höchste audiophile Ansprüche

BEYERDYNAMIC T 90 500 €

FOCAL SPIRIT ONE 200 €

FOSTEX TH-900 1700 €

PSB M4U 2 450 €

SONY MDR-MA900 300 €

126 www.audio.de ›08 /2012


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

REINE KOPFSACHE

Ein guter Kopfhörer gehört einfach in jedes Haus. Sie haben noch keinen? Dann lassen Sie sich

von diesen fünf unterschiedlich teuren und technisch ganz verschieden aufgebauten Neulingen

verführen. Eines nämlich haben alle gemeinsam: Sie spielen auf hifidelem, ja sogar highendigem

Niveau.

■ Text: Alexandros Mitropoulos

BEYERDYNAMIC T 90 UM 500 EURO

Fotos: Archiv, MPS

Fällt der Name Beyerdynamic, ist

nicht nur HiFi-Experten klar: Jetzt

geht’s um Kopfhörer. Bereits 1937

entwickelte die Firma des aus Russland

eingewanderten Tüftlers Eugen Beyer

den DT 48 – den ersten in Serie produzierten

dynamischen Kopfhörer der Welt,

der auch heute noch zum Sortiment

gehört. Seither entwickelten die Beyer-

Ingenieure am Standort Heilbronn ständig

neue Meilensteine im Kopfhörersegment.

Aktuelles Highlight im Portfolio ist

die „Tesla”-Serie, die mit dem T1 (Test

AUDIO 12/09) ins Leben gerufen wurde

– und der mit seinem sehr kultivierten

Ton überzeugte.

In den neu entwickelten Treibern sorgt

ein Neodym-Ringmagnet für ein stärkeres

Magnetfeld, was einen höheren Wirkungsgrad

ergeben soll. In Kombination

mit einer neuen Treibermembran, die

aus einer dreilagigen Sandwich-Folienkonstruktion

besteht, erhoffen sich die

Entwickler einen transparenteren Klang.

Neuester Zuwachs der Kopfhörer- Familie

MESSLABOR

Der Frequenzgang des Beyerdynamic T 90

verläuft bis 5kHz schnurgerade. Im oberen

Hochtonbereich fällt die Linie jedoch leicht

ab, bricht aber erst deutlich über 20kHz

ein. Der Bass reicht sehr tief hinab. Der

Wirkungsgrad des T 90 beträgt 95,5 dB

(1mW bei 32Ohm) bei einer Impedanz von

274,5/279, 2 Ohm (L/R).

ist der T 90: Als erstes Modell in offener

Bauweise soll er für ein natürliches

Hörgefühl sorgen – der Eindruck, akustisch

von der Außenwelt abgeschottet zu

werden, soll beim Aufsetzen erst gar

nicht entstehen.

Die Verarbeitung des T 90 ist über alle

Zweifel erhaben: Massive, fein gearbeitete

Edelstahlbügel verleihen ihm nicht

nur ein wertiges Aussehen, sondern

auch eine enorme Stabilität. Beim Kopfbügel

und den Ohrmuschelpolstern setzen

die Heilbronner auf weiches Mikrofaser-Material,

was in Kombination mit

einem Gewicht von 330 Gramm für exzellenten

Tragekomfort sorgt. Obwohl

seine Nennimpedanz von 250 Ohm gerade

noch ausreicht, um ihn mit Portis zu

nutzen, ist er dafür auf Grund seiner

offenen Bauweise eigentlich nicht

gedacht – Stichwort Außenlärm.

Nein, die Welt des T 90 ist viel mehr das

heimische Hör- oder Wohnzimmer. Und

dort zeigt er, angetrieben von einem

guten Kopfhörerverstärker (etwa dem

ANGESCHNITTEN: Der Querschnitt eines T

90-Treibers zeigt die Konstruktion des Neodym-

Ringmagneten und der dreilagigen Membran.

Lehmann Black Cube Linear, AUDIO

12/10) ein derart ausgewogenes Klangbild,

dass man gerne auf den mobilen

Einsatz verzichtet. Das Klavier auf Aaron

Parks „Riddle Me This” (aus „Invisible

Cinema“) überzeugte mit einem offenen

und natürlichen Ton. Auch der Bass

reichte bis in die untersten Register und

blieb dabei stets definiert und dynamisch.

Und selbst bei hohen Pegeln

blieb der T 90 gelassen und fing nicht an

zu komprimieren.

BEYERDYNAMIC T 90

Vertrieb

Beyerdynamic GmbH

www

beyerdynamic.de

Garantiezeit

2 Jahre

Gewicht

330 Gramm

Zubehör

AUDIOGRAMM

EMPFEHLUNG

PRÄZISION

vergoldeter 6,3-mm-Klinkensteckeradapter,

Transporttasche

ÅTransparenter Klang, präziser

und tief herabreichender Bass,

hoher Tragekomfort, tadellose

Verarbeitung.

ÍKabel nicht steckbar.

Verarbeitung sehr gut

KLANGURTEIL 85

PREIS/LEISTUNG SEHR GUT

08/12

www.audio.de ›08 /2012

127


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

FOCAL SPIRIT ONE UM 200 EURO

AUFWENDIG: Der trickreiche Aufbau des

Focal soll Außenlärm um bis zu 18dB senken.

MESSLABOR

Mit einem Wirkungsgrad von 96,5dB bei

einer Impedanz von 33,9/34,4 Ohm (1mW)

eignet sich der Focal Spirit One hervorragend

für die mobile Nutzung mit einem Porti.

Die Klirrmessung ergab erst ab einem Pegel

von 110dB vermehrt Klirr im gesamten

Spektrum. Der Frequenzgang verläuft relativ

ausgewogen mit einem Einbruch bei 3-3,5

kHz und einem abfallenden Hochton.

Eignet sich der Beyerdynamic auf

Grund seiner etwas hohen Nennimpedanz

und vor allem wegen

seiner offenen Bauweise weniger gut

für den mobilen Einsatz, so ist der Focal

Spirit One mit einer Impedanz von

32Ohm ganz bewusst auch für den Outdoor-Betrieb

konstruiert. Der französische

Hersteller kann auf eine lange Geschichte

im Boxenbau zurückblicken.

Was mit einem kleinen Zwei-Mann-

Betrieb zu Beginn der 80er Jahre anfing,

ent wickelte sich schnell zu einer der renomiertesten

französischen HiFi-Firmen

– auch im Studiobereich übrigens. Mit

dem Spirit One betritt Focal nun Neuland

und versucht, auch in der Kopfhörerwelt

Fuß zu fassen.

Und weil man bei der Produktpremiere

schließlich beste Eindrücke hinterlassen

möchte, ist der Spirit One auch penibelst

verarbeitet. Dank seiner Edelstahlteile

wirkt er sogar geradezu edel – von Spielzeugflair

trotz des relativ günstigen Preises

also absolut keine Spur. Der eigentliche

Clou ist die extrem aufwendige

Konstruktion des Hörers: Verschiedene

technische Tricks sollen zu einer passiven

Minderung des Außenlärms von bis

zu 18dB (!) führen. Ermöglichen soll das

zum einen eine angepasste Form der

Hörermuscheln, die zusätzlich isolierend

wirken – und zudem ein raffinierter Kopfbügelaufbau:

Durch zwei seitliche Gelenke

drückt sich der Spirit One nicht nur

wie üblich von oben an den Kopf, sondern

auch von der Seite an die Ohren.

Eine pfiffige Idee – allerdings dürften

Brillenträger je nach Art des Gestells daher

einen erhöhten Druck verspüren.

Tatsächlich zeigte der Focal während

des Hörtests einen verblüffenden Isolationseffekt,

der zu einer deutlichen Reduzierung

des Außenlärms führte. Da

nimmt man als HiFi-Fan mit Nasenfahrrad

auch weniger Tragekomfort in Kauf

– zumal der Spirit One mit seinen 40-mm-

Treibern herrlich hochauflösend spielte.

Mit angenehmer Frische waren feinste

Details (etwa das Geräusch der laufenden

Tonbandmaschine auf Aloe Blaccs

„I Need A Dollar”) zu hören. Doch trotz

dieser Detailfülle konnte man über den

Focal stundenlang entspannt Musik hören,

ohne sich überfordert zu fühlen.

Ebenfalls sehr schön: der volle, warm

tönende Bass, der basslastiger Musik eine

ordentliche Spielfreude einhauchte.

FOCAL SPIRIT ONE

KLEINE PEGEL

Vertrieb

Music Line

dB

www

music-line.biz GROSSER KLANG

Garantiezeit

2 Jahre

Gewicht

225 Gramm

Zubehör

6,3-mm-Adapter, 1,2 m-Kabel mit

iPod-Steuerung und Mikro, Transporttasche,

Flugzeugadapter.

AUDIOGRAMM

Verarbeitung

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

ÅGut klingender Mobilhörer,

gute Isolationswirkung.

ÍEingeschränkter Tragekomfort

für Brillenträger.

sehr gut

75 PUNKTE

SEHR GUT

128 www.audio.de ›08 /2012


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

ist auch das hochwertige, stoffummantelte

Verbindungskabel, über das der

TH-900 mit Signalen gefüttert wird.

Und die verträgt der Edel-Hörer ausgesprochen

gut: Die 50-mm-Membrane

lieferten etwa bei Joan Armatradings

„Close To Me” („Starlight“, siehe S. 68)

einen beacht lichen Tiefbass. Die Bassdrum

drückte satt, und das virtuose Begleitspiel

der Bassgitarre tönte präzise

und natürlich. Die Becken, die mit anderen

Hörern schon mal etwas schroff klingen

können, wirkten dank eines seidigen

Hochtons angenehm weich. Klangeffekte

wie Hallfahnen gab der Fostex

bei „Summer Kisses” vom selben Album

akkurat wieder und glänzte zudem

mit einer realis tischen Abbildung der

Bühne.

FOSTEX TH-900 UM 1700 EURO

In einer ganz anderen Liga spielt das

neue Topmodell des japanischen

Herstellers Fostex. Selten bekommt

man als Tester die Chance, einen derart

hochwertig gearbeiteten Luxus-Kopfhörer

wie den TH-900 in den Händen zu

halten. Verarbeitungsqualität wird im

Land der aufgehenden Sonne nämlich

ganz groß geschrieben. Man betrachte

nur einmal die Hörermuscheln: Deren

Gehäuse besteht aus japanischer Zierkirschen-Birke,

wird in mühseliger Handarbeit

mit Silberfolie veredelt und anschließend

mit traditionellem „Urushi”-

Lack versiegelt. Nach Einsetzen der aus

Platin hergestellten Fostex-Logos wird

MESSLABOR

Der Fostex besitzt mit einer Impedanz von

lediglich 25,1/25,0 Ohm exzellente Werte

für den Betrieb mit leistungsschwachen Geräten

wie mobilen Playern. Der Wirkungsgrad

beträgt laute 101,5 dB (1mW). Der Frequenzgang

zeigt keine Auffälligkeiten bis auf

eine leichte Welligkeit um 400 Hz und 3 kHz.

Die Klirramplitude offenbart erst bei einer

Lautstärke von 115 dB messbare Werte.

die Oberfläche schließlich in vielen Arbeitsschritten

per Hand auf Hochglanz

poliert und für die lange Trocknungszeit

vorbereitet. Sind die Gehäuseschalen

für den nächsten Arbeitsschritt bereit,

gesellen sich die Verkabelung und die

großen 50-mm-Treiber hinzu.

Ein Neodym-Magnet sorgt für eine Feldstärke

von ungefähr 1,5 Tesla, was einen

enorm großen Wirkungsgrad ergeben

soll. Last but not least kommt feinstes

Leder für die auswechselbaren Ohrpolster

und für den Kopfbügel zum Einsatz.

Letzterer ist erstaunlich flexibel – beides

zusammen führt zu einem schlicht hervorragenden

Tragekomfort. Prachtvoll

BASSWUNDER: Entfernt man die Ohrpolster des

TH-900, kommt die 50-mm-Membran des penibel

eingesetzten „Biodyna”-Treibers zum Vorschein.

FOSTEX TH-900

Vertrieb

Mega Audio

www

megaaudio.de

Garantiezeit

4 Jahre

Gewicht

400 Gramm

Zubehör

Kopfhörer-Ständer

AUDIOGRAMM

ÅNeutraler, sehr spielfreudiger

Klang, extrem hohe Verarbeitungsqualität,

sehr guter

Tragekomfort.

ÍKabel nicht steckbar.

Verarbeitung überragend

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

95 PUNKTE

SEHR GUT

EMPFEHLUNG

AUDIOPHILER KLANG

08/12

www.audio.de ›08 /2012

129


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

Die kanadischen Lautsprecher-

Spe zialisten von PSB liefern den

einzigen Kopfhörer im Testfeld

mit aktiver Lärmunterdrückung. Doch

anders als die meisten anderen Noise-

Canceller kann der M4U 2 auch rein passiv

spielen. So ist er auch dann noch

nützlich, wenn den zwei AAA-Batterien

mal der Saft ausgeht. Die Stromgeber

befinden sind in der rechten Hörermuschel,

während die gesamte Elektronik

gegenüber im linken Teil sitzt. Die PSB-

Ingenieure gingen sogar einen Schritt

weiter und spendierten dem tadellos

verarbeiteten Hörer neben den zwei

schon erwähnten Modi auch noch einen

aktiven dritten. Doch warum dieser ganze

Aufwand?

Ganz einfach: Dank der verschiedenen

Arbeitsweisen ist der M4U 2 universell

einsetzbar. Ein kleiner, in die linke Muschel

integrierter Schiebschalter (siehe

FACETTENREICH: Der kleine Schalter

stellt die drei Modi ein. Die Elektronik übernimmt

dann den Rest der Arbeit.

PSB M4U 2 UM 450 EURO

MESSLABOR

Der Wirkungsgrad des PSB beträgt 95,5dB

(1mW) bei einer Impedanz von 36,1/35,5

Ohm im passiven, und 12,4/12,6 kOhm im

aktiven Modus (ideal also für Portis). Ausgewogener

Frequenzgang im Passivbetrieb mit

leichter Betonung um 4kHz und Senke um

600Hz. Ähnlich im aktiven Modus, aber mit

präsenterem Bass. Im Noise-Cancelling-Betrieb

ist eine Betonung bei 1-2kHz erkennbar.

Detailbild) stellt die Betriebsart ein. Im

passiven Betrieb (Schalter auf „OFF”)

kann er ganz normal an einem Verstärker

laufen. Im aktiven („ON”) zwar auch,

doch in diesem Fall kommt er vor allem

auch mit signalschwachen Portis klar.

Da letztere oft etwas engbrüstig klingen,

passt sich der Frequenzgang des Kopfhörers

entsprechend an. Steht der Schalter

auf „ANC”, springt die Lärmunterdrückung

an, weshalb der PSB auch für

Vielreisende interessant ist – zumal die

Muscheln platzsparend einklappbar sind.

Dass diese, wie auch der Rest des Gehäuses,

etwas mikrofonisch sind, ist für

diesen Zweck aber eher suboptimal.

Im passiven Modus lieferte der PSB

einen ausgewogenen Klang. Die Bühne

bei „A Real Hero” von College bildete

der M4U 2 realistisch ab und gefiel dank

seiner lockeren Art. Die zweite Betriebsart

(„ON”) bedient Freunde basslastiger

Musik: Der Tiefton gewann deutlich an

Fundament, auch Stimmen kamen klarer

rüber. Der ANC-Modus tönte wie eine

Mischung aus den anderen zwei: Aufgeräumt

im Bass und klar in den Mitten

– und der lästige Außenlärm verschwand

fast komplett.

PSB SPEAKERS M4U 2

Vertrieb

PSB Lautsprecher Deutschland

www

psb-lautsprecher.de

Garantiezeit

2 Jahre

Gewicht

300 Gramm

Zubehör

Transport-Tasche, 6,3mm-Klinkenadapter,

Flugzeugadapter, 2x

AAA-Batterien

AUDIOGRAMM

Verarbeitung

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

EMPFEHLUNG

VIELSEITIGKEIT

ÅVielseitig einsetzbar, guter Klang

in allen drei Modi, viel Zubehör.

ÍGehäuse etwas mikrofonisch.

sehr gut

80 PUNKTE

SEHR GUT

08/12

130 www.audio.de ›08 /2012


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

Um mit Signalen von verschiedensten

Quellen klarzukommen (Portis, Verstärker,

Computer) nutzt der Sony-Hörer einen

Schaltkreis zur Impedanzlinearisierung.

Zudem soll die hauseigene „Acoustic

Bass Lens”-Technologie trotz offener

Bauweise für einen satteren Bass

sorgen.

Und den lieferte der MDR-MA900 auch

prompt. Doch seine eigentlichen Qualitäten

waren andere: Der Sony schuf einen

sehr feinfühligen, kultivierten Ton. Zusammen

mit einer beeindruckenden Detailtreue

stellte sich vor allem – aber nicht

nur – bei akustischen Aufnahmen Wohlgefühl

ein. Bei Jimmy Cobbs „My Romance”

(Cobbs Corner / Chesky) bekam

man regelrecht den Eindruck, direkt zwischen

den Musikern zu sitzen.

SONY MDR-MA900 UM 300 EURO

Für Musikfreunde, die das abgeschottete

Gefühl beim Tragen von

geschlossenen Kopfhörern nicht

mögen, sind offene Modelle die bessere

Lösung: Ihr Klang wirkt oft natürlicher,

und auf Grund der besseren Belüftung

bekommt man selbst nach stundenlangem

Musikhören keine feuchten Ohren.

Größter Nachteil dieser Bauweise: Sie

isoliert nicht so gut vor Außenschall,

was sie auf die Nutzung in den heimischen

vier Wänden begrenzt.

Der MDR-MA900 von Sony ist genau

solch ein offenes Exemplar. Das Topmodell

des japanischen Herstellers beeindruckt

bei einer ersten Begutachtung

MESSLABOR

Der Frequenzgang des Sony MDR-MA900

verläuft bis 3kHz linear. Darüber ist eine

leichte Betonung der Mitten erkennbar. Erst

über 20kHz wird ein Frequenz-Einbruch

deutlich. Der Bass fällt bei 60 Hz stetig ab

und reicht bis in den untersten Bassbereich.

Klirr erkennbar erst ab 110dB (ohne Abb.).

Wirkungsgrad 103dB bei einer äußerst niedrigen

Impedanz von 14/14,7 Ohm.

mit einer filigran anmutenden Optik.

Die dünnen Kopfbügel verleihen

ihm nicht nur eine hervorragende

Flexibilität, sondern mindern auch

das Gewicht auf flauschige 195

Gramm – da vergisst man schnell, einen

Kopfhörer zu tragen.

Doch natürlich kommt es auch auf die

inneren Werte an – und da wartet Sony

mit vielen technischen Finessen auf: Die

Entwickler spendierten dem MA900 riesige

70-Millimeter-Treiber, die in den

nach hinten offenen Muscheln sitzen.

Starke Neodym-Magnete und eine

Schwingspule aus sauerstofffreiem

Kupfer vervollständigen die Eckdaten.

BIG-MAG: Ein leistungsstarker Neodym-

Magnet bringt den riesigen 70-mm-Treiber

zum Schwingen. Die Schwingspule besteht

aus sauerstofffreiem Kupfer.

SONY MDR-MA900

Vertrieb

Sony Deutschland

www

sony.de

Garantiezeit

2 Jahre

Gewicht

195 Gramm

Zubehör

Klinkenadapter (6,3mm).

AUDIOGRAMM

ÅKultivierter, sehr natürlicher

Klang, guter Tragekomfort.

ÍKaum Zubehör, Kabel nicht

steckbar.

Verarbeitung überragend

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

85 PUNKTE

SEHR GUT

KAUFTIPP

PREIS/LEISTUNG

08/12

www.audio.de ›08 /2012

131


HiFi-Service › RAUMAKUSTIK

AKUSTIK ASSISTENT

Nicht jede Box klingt in jedem Raum

gleich gut. Um Sie vor Fehlkäufen zu bewahren,

gibt AUDIO bei jedem getesteten

Lautsprecher an, für welche Umgebung

er sich voraussichtlich gut eignet.

Sie müssen dafür Ihren Raum und Ihre

Hörsituation nach drei Kriterien beurteilen:

Raum größe, Raumakustik und

Boxenauf stellung bzw. Wandabstand. Anschließend

suchen Sie in der Bestenliste

nach Boxen, bei denen alle drei Merkmale

Ihrer Hörsituation – z.B. Klein, Hallig,

Wandnah – mit einer grünen Empfehlung

markiert sind. Voila, der Lautsprecher

wird aller Voraussicht nach passen! Die

AUDIO-Empfehlungen sind allerdings nur

als grobe Hinweise zu sehen, in Einzelfällen

kann es trotzdem nicht funktionieren.

Deshalb: Probe- und Vergleichshören ist

in jedem Fall ein guter Rat!

K

T

D

M

A

W

G

H

F

RAUMGRÖSSE

K

KLEINER RAUM

(UM 15 m 2 )

Der Hörabstand liegt um oder unter

zwei Meter – die Box muss auch im

Nahfeld homogen spielen und darf

nicht dröhnen. Die Anforderungen an

Pegel und Bündelung sind geringer.

M

MITTELGROSSER RAUM

(UM 24 m 2 )

Abstände von zwei und drei Metern

zwischen Box und Hörer sind typisch,

ansonsten ist diese Raumgröße ideal

– sofern der Lautsprecher etwas

Pegel und Bassdruck produziert.

G

GROSSER RAUM

(UM 45 m 2 )

Bei Hörabständen von vier Metern

oder mehr sind nicht nur die Anforderungen

an Schalldruck und Bass deutlich

höher, auch muss der Lautsprecher

noch fokussieren können.

RAUMAKUSTIK

T

TROCKENER RAUM

Polster, Teppiche und Vorhänge

dämpfen und drücken die Nachhallzeit

im Mittelton unter 0,4 Sekunden,

oft sind die Höhen stärker bedämpft.

Der Lautsprecher darf weder dunkeldumpf

noch zu direkt klingen.

A

AUSGEWOGENER RAUM

Absorbierende Flächen wie Teppich,

Polster etc. und reflektierende Wände

halten einander die Waage.Die

Nachhallzeit beträgt 0,4-0,6 Sekunden,

der Raumhall ist zudem über die

Frequenzen ähnlich verteilt.

H

HALLIGER RAUM

Parkett, Glas, Beton und hartes Holz

überwiegen – die Akustik wird als

hallig empfunden, die Nachhallzeit

übersteigt 0,6 Sekunden. Die Box

muss den Schall bündeln, um nicht

diffus oder scheppernd zu klingen.

AUFSTELLUNG

D

DIREKT AN DER WAND

Zwischen dem Lautsprecher und der

Wand dahinter liegen weniger als 30

Zentimeter. Dies verstärkt den Bass

und macht den Grundton träge – eine

sehr schlanke Abstimmung oder eine

Ortsentzerrung sind notwendig.

W

WANDNAH

Der Wandabstand beträgt zwischen

30 und 90 Zentimeter. Der Bass wird

hörbar fetter und neigt je nach Raumgröße

zum Dröhnen. Boxen mit

schlank abgestimmtem oder sehr trockenem

Bass harmonieren hiermit.

F

FREISTEHEND

Lautsprecher und hintere Wand sind

mehr als einen Meter voneinander

entfernt. Die Box muss auf Bassverstärkung

verzichten, ein satter,

druckvoller oder sogar etwas fetterer

Bass sind von Vorteil.

132 www.audio.de ›08 /2012


Service › BESTENLISTE

DIE BESTENLISTE

bietet eine Übersicht über 1000 Geräte für HiFi, High End, Netzwerk und Surround, die die Redaktion

getestet hat. Doch sie hilft auch bei der richtigen Kombination der einzelnen Komponenten.

Die AUDIO-Bestenliste kann auf über 20

Jahre Kontinuität zurückblicken und ist eine

zuverlässige Orientierungshilfe für Ihren

Kauf. Sie basiert auf gründlichen Hörvergleichen

der Kandida ten mit konkurrierenden

Produkten.

• Arbeitsreferenzen sind fett gedruckt

• neu getestete Geräte orange

Trotzdem empfiehlt die Redaktion, Hifi-Ketten

nicht wahllos „nach Punkten“ zusammenzustellen.

Verstärker müssen etwa mit dem

Lautsprecher harmonieren und Boxen wiederum

mit dem Hörraum und der Aufstellung.

AUDIO bietet deshalb den einmaligen

Service der AUDIO-Kennzahl (AK) und des

AUDIO-Akustik-Assistenten.

INHALT

LAUTSPRECHER

1. Standboxen Seite 133

2. Kompaktboxen Seite 134

3. Sub-/Sat-Boxensets Heft 6/12

4. Surround-Sets+Stereo-Frontboxen Heft 4/12

5. Subwoofer Aktiv Seite 135

6. PC-Boxen / Nahfeldmonitore Seite 135

7. Wireless-Boxen Seite 135

VERSTÄRKER

1. Vollverstärker Seite 135

2. Vorverstärker Seite 136

3. Endstufen Seite 137

4. Phono-Vorverstärker Seite 137

5. Kopfhörer-Verstärker Seite 140

6. AV-Receiver Seite 140

7. AV-Vorstufen Heft 6/12

8. Mehrkanal-Endstufen Heft 3/12

ANALOG-QUELLEN

1. Plattenspieler ohne System Seite 140

2. Plattenspieler mit System Seite 140

3. Tonabnehmer Heft 7/12

DIGITAL-QUELLEN

1. CD-/SACD-Player Seite 141

2. Musik-Server Heft 5/12

3. Netzwerk-Player Seite 141

4. D/A Wandler Seite 142

5. Digital Porties Heft 2/12

6. Blu-Ray-Player Heft 5/12

KOPFHÖRER

1. HiFi-Kopfhörer Seite 142

2. Noise-Cancelling-Kopfhörer Seite 142

3. Mobile Kopfhörer Seite 143

4. Headsets/Mobilhörer mit Mikro Seite 143

KOMPLETT-ANLAGEN

1. Stereo-Komplettsysteme Seite 143

2. Heimkino-Komplettsysteme Heft 2/12

3. Komplettsysteme ohne Boxen Heft 6/12

4. AV-Komplettsysteme ohne Boxen Heft 2/12

5. One-Box-Systeme (Stereo) Seite 143

6. One-Box-Systeme (Surround) Heft 2/12

LAUTSPRECHER

1. STANDBOXEN

AUDIO bewertet Lautsprecher unabhängig vom Preis durch intensive Klangvergleiche

(Qualitätsklassen und Punkteschlüssel siehe Anfang der Bestenliste). Mit anderen

Sparten (etwa CD-Player) sind die Qualitätsklassen nicht vergleichbar. Einen Hinweis auf

passende Verstärker gibt Ihnen die einmalige AUDIO-Kennzahl (AK). Diese sollte beim

Lautsprecher kleiner oder gleich der AK des Verstärkers sein – dann ist optimale Dynamik

garantiert. Boxen für Surround finden Sie in zwei weiteren Rubriken. Ein „a“ anstelle der

AUDIO-Kennzahl steht für Aktivbox, „ta“ für teilaktiv.

REFERENZ-KLASSE

AB 101 PUNKTE

Ohne Rücksicht auf Preis und Größe perfektionierte Lautsprecher, bis ins Detail optimiert

und meist von Hand produziert – die Formel 1 der Schallwandler.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

JBL Everest DD 66000 G A H W F 35 4/07 49 800 108

Backes&Müller BM35 M G T A H D W F a 2/07 56 000 107

KEF Blade K M G T A H W F 63 11/11 25 000 105

TAD Evolution One K M G T A F 58 6/12 28 000 105

Canton Reference 1.2 DC G T A F 53 8/09 20 000 104

B&W 800 Diamond M G T A F 58 7/10 22 000 104

ME Geithain ME 804 K G T A H D W F a 3/12 22 000 104

Revel Ultima Salon2 K M G T A W F 71 12/07 24 800 104

T+A Solitaire CWT 500 G T A H W F 66 9/11 14 000 103

Canton Reference 2.2 DC M G T A W F 53 8/09 15 000 103

Klipsch Palladium P-39 F G T A H F 43 1/08 16 000 103

Martin Logan Summit X (ta) G T A H F 58 7/09 16 800 103

Revel Ultima Studio 2 K M G T A D W F 61 12/08 16 900 103

KEF Reference 207/2 M G T A H W F 52 9/07 18 000 103

Martin Logan CLX G T A H F 71 3/09 28 000 103

Thiel CS 3.7 M G T A F 61 11/08 13 800 102

Elac FS 509 VX-Jet M G T A H F 61 2/12 14000 102

Eternal Arts Dipol K M G T A W F 82 2/11 15000 102

Backes&Müller BM15 M G A H D W F a 10/09 20 000 102

Sonus Faber Stradivari Hom. 56 10/05 31000 102

Burmester B 100 51 4/06 44 900 102

Quadral Titan 8 M G T A F 56 11/11 11 000 101

Backes&Müller BM Prime 14 M G T A H D W F a 8/10 15 000 101

Isophon Cassiano II D K M T A W F 69 12/08 17 800 101

Focal Scala Utopia M G T A F 57 12/08 19 900 101

Apogee Scintilla Mk 4 K M G T A W F 89 2/11 20000 101

ProAc Response D 100 M G T A F 50 8/07 24 900 101

Isophon Arabba M T A F 69 10/06 32 900 101

HIGH-END-KLASSE

91-100 PUNKTE

Lautsprecher nach dem Stand der Technik mit Klang- und Gehäuse-Qualität auf extrem

hohem Niveau. Oft garantiert Serienproduktion ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Martin Logan Ethos K M G T A W F 60 2/11 8300 100

Martin Logan Spire (ta) G A H F 65 10/08 9800 100

Elac FS 609 X-Pi CE M G A H F 60 11/08 16 000 100

Sonics Passion K M T A F 57 6/06 24 000 100

Revel Perf. F-52 K M G T A W F 65 7/06 7800 99

ME Geithain ME 160 G T A H F 48 3/10 7800 99

Jamo R 907 M G T A H F 68 3/09 8000 99

KEF Reference 205/2 M G T A H W F 58 1/08 8800 99

Blumenhofer Genuin FS 3 G T A H D W 53 3/10 8900 99

B&W 803 Diamond M G T A W F 55 10/10 9000 99

Burmester B30 M G A W F 63 3/10 9000 99

Dynaudio Sapphire K M G T A W F 60 1/08 12 000 99

B&W 804 Diamond M G T A W F 64 7/12 7000 98

Naim Ovator S600 M T A F 63 5/10 7800 98

Backes&Müller BMPrime6 M G T A H D W F a 4/12 8000 98

Piega Coax 30 K M T A F 6/11 8000 98

Klipsch Palladium P-37 F M G T A H F 53 10/08 8000 98

Sonus Faber Cremona M M G T A F 58 12/10 8400 98

Neat Ultimatum XL 6 M T A F 70 9/11 9 980 98

Dynaudio Confidence C4 58 4/02 13 500 98

Voxativ Ampeggio G A F 34 5/10 16 900 98

Linn Artikulat 350 A (aktiv) a 9/05 31 900 98

T+A Criterion TCD 210 S G T A H F 57 8/12 5500 97

Martin Logan Theos G T A H F 66 6/12 5900 97

Dynaudio Focus 380 M G T A F 60 08/11 6200 97

Focal Electra 1028 Be M T A F 55 11//09 6200 97

Sonics Allegra II K M G T A W F 57 9/08 6200 97

JBL Array 1000 M G T A H F 58 11/06 6800 97

Audiodata Avancé 66 9/04 9000 97

PMC EB-1 M G T A F 66 2/08 10 600 97

Avantgarde Uno Nano (ta) G A H W F 13 11/06 11 000 97

Adam Tensor Gamma (ta) K M T A D W F 64 2/08 11 600 97

Naim Ovator S-400 K M T A W F 65 9/11 4200 96

ME Geithain ME150 K M G T A W F 59 9/07 4900 96

Adam Audio Column Mk 3 M G T A W F 60 9/09 5400 96

KSD 2030 M G T A D W F a 3/11 5500 96

Monitor Audio PL 200 K M G T A F 58 9/09 5900 96

Backes+Müller BM 2s K M T A D W F a 1/08 7800 96

Focal Electra 1037 Be M T A F 56 4/07 8000 96

Isophon Europa 2 70 1/03 8000 96

JBL K2 S5800 G T A H F 43 10/03 20 000 96

Canton Vento 890.2 DC M G T A F 54 1/12 3200 95

Klipsch RF-7 II G A H W F 40 11/10 3800 95

Nubert NuVero 14 G T A W F 64 1/09 3900 95

Heco Statement M G T A F 59 1/09 4000 95

Quadral Montan VIII M G T A F 64 12/09 4600 95

PMC Fact 8 K M T A D W F 61 12/10 5500 95

Zu Audio Essence G T A H W F 45 5/10 5700 95

Thiel CS 2.4 K M T A W F 63 7/04 5900 95

Canton Reference 5.2 M G T A F 55 9/08 6000 95

Dynaudio Contour S 5.4 64 8/03 7000 95

Linn Akurate 242 69 7/04 8200 95

Quad ESL 2905 G T A H F 80 4/07 9500 95

Vivid Audio B1 68 6/05 11 000 95

KEF R 700 K M G A H F 57 1/12 2600 94

Dynaudio Focus 260 K M T A D W F 63 1/12 3400 94

Elac FS 248 Black Edition K M G T A W F 56 1/12 3900 94

PMC Twenty 24 K M T A W F 65 3/12 3940 94

BC Acoustique Act A3 M G T A H F 69 6/07 4000 94

Elac FS 249 K M G T A F 58 11/07 4000 94

Sonus Faber Liuto M G T A W F 63 6/09 4000 94

T + A Criterion TS 200 M G T A F 65 10/07 4000 94

Thiel SCS 4T K M T A H D W 59 6/11 4000 94

KSD 2020 M T A H W F a 9/11 4200 94

Revel Performa F-32 73 6/04 4800 94

Pioneer TAD S3 EX M G T A H F 59 9/07 5000 94

GamuT Phi 7 K M T A W F 65 4/09 5300 94

Dali Helicon 400 Mk 2 M T A W F 52 11/07 5400 94

PMC OB 1i M G T F 70 4/09 5800 94

Burmester B 25 M G T A H W F 66 1/08 6000 94

Klipsch Klipschorn KH 60th G A H D 19 7/06 14 000 94

Dali Fazon 5 K M T A D W 61 6/12 3000 93

KEF XQ 40 K M G T A H F 53 3/08 3000 93

Teufel Ultima 800 MK2 M G A W F 56 3/12 3000 93

ATC SCM 40 K M T A D W 75 6/10 3400 93

T&A KS Active K M T A W F a 4/12 4400 93

PSB Synchrony One K M G A W F 62 4/09 4600 93

TMR Standard III C M T A F 61 10/07 6200 93

Quad ESL 2805 G T A H F 76 7/06 6900 93

Teufel Ultima 800 MK2 M G A W F 56 3/12 3000 93

Wharfedale Opus2 - 2 M G T A F 60 6/10 3000 92

Gamut Phi 5 K M T A D W 73 9/11 3200 92

Neat Momentum 4i K M T A D W F 68 4/09 3500 92

Sonus Faber Grand Piano 62 10/05 4000 92

Dynaudio Contour S 3.4 64 7/03 4500 92

Tannoy Glenair 10 K M G T A H W F 49 5/07 4500 92

Mordaunt Short Performance 6 61 8/06 5000 92

Ascendo C8 Renaiss. M G A H W F 70 9/07 5800 92

Piega P 5 LTD 67 7/04 7300 92

Teufel Ultima 800 K M G T A D W F 65 1/10 2800 91

Monitor Audio Gold GX 200 K M T A W F 61 4/11 2900 91

T+A Criterion TS 300 M G T A F 65 3/09 3000 91

JBL LS 80 G A H F 56 9/08 3200 91

Audium Comp7 Drive K M A D W F 74 2/12 3500 91

Piega P 5 MK2 67 2/05 3900 91

Elac FS 210 A K M T A W F 61 12/06 4000 91

Pioneer TAD S-1 EX 64 12/05 7600 91

SPITZENKLASSE

76-90 PUNKTE

Lautsprecher für ambitionierte Musik-Genießer. Die Klangqualität lässt in üblichen Wohnräumen

kaum Wünsche offen, die Verarbeitungsqualität genügt hohen Ansprüchen.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Canton Chrono SL 595.2 DC K M G T A W F 55 7/12 2400 90

Quadral Platinum M5 M G T A F 53 1/10 2400 90

Dynaudio Excite X36 K M G T A F 58 4/11 2600 90

Nubert NuVero 11 M G T A D W F 70 2/09 2700 90

ASW Genius 410 M G T A W F 54 4/11 3200 90

www.audio.de ›08 /2012

133


Service › BESTENLISTE

Ikon Akustik Antaris 69 9/06 6900 90

Magnat Quantum 805 M G T A H W F 56 5/12 2000 88

Nubert NuVero 10 M G T A D W F 70 1/11 2450 88

Cabasse Majorca M G T A H F 48 4/11 1900 87

Canton Karat 770.2 DC K M T A W F 64 1/11 2000 87

PSB Imagine T Tower K M A W F 59 5/12 2000 87

Martin Logan Motion 12 M G T A F 62 3/11 1880 86

Neat Motive 1 K M T A W F 75 5/12 1950 86

Canton Karat 790 DC K M G T A F 58 10/07 2000 86

Focal Chorus 836 V M G T A F 54 10/07 2000 86

Nubert nuLine 122 M G T A W F 61 5/08 2130 86

Heco Celan XT 901 M G A F 52 2/09 2200 86

KEF Q 900 M G A H F 6/11 1600 85

B&W CM8 K M T A F 67 12/11 1800 85

System Audio Aura 60 M T A F 68 5/12 1850 85

Elac FS 189 M G T A F 52 10/09 2000 85

Elac FS 247 K M T A W F 58 4/08 2000 85

T+A KS350 K M A F 69 5/12 2000 85

Linn Majik 400 M G T A F 64 4/12 2400 85

B&W 703 63 7/05 3000 85

Audiodata Jolie 66 9/06 4600 85

Audiodata Echelle 2 64 5/03 3600 85

Klipsch RF-82 II G T A H W F 41 2/12 1300 84

Monitor Audio Silver RX 8 M G T A F 57 7/12 1450 84

Canton Chrono SL 570.2 K M T A W F 58 4/12 1500 84

Chario Syntar 533 M G T A F 68 7/12 1650 84

Sonus Faber Toy Tower K M T A W 63 3/09 1800 84

Audium Comp 5 M T A H F 71 5/10 2000 84

Canton Vento 880 DC K M T A F 55 6/10 2000 84

Jamo C-807 M G T A H F 63 11/07 2000 84

Chario Cygnus K M T A W F 70 12/10 2300 84

System Audio Mantra 60 K M T A W 66 6/10 2400 84

Dynavox Impulse III M G A H D W 40 2/12 1300 83

Adam Artist 6 K M T A D W F a 4/12 1400 83

Phonar Veritas P4 Next M G A D F 56 8/12 1600 97

Dynavox Impulse V K T A D W 41 11/11 1600 83

Audio Physic Yara 2 Superior K M T A W 63 12/08 2000 83

Magnat Quantum 709 M G T A F 60 10/07 2000 83

Pioneer S-71 K M A H F 72 6/10 2000 83

T+A Criterion TS 350 M T A F 65 4/08 2000 83

B&W XT 4 80 10/05 2500 83

KEF XQ30 K T A H DW 64 6/10 2600 83

Heco Celan GT 502 M G T A W F 50 4/12 1400 82

KEF Q 700 M G A H F 60 4/12 1400 82

Acoustic Energy Radiance 2 K M T A H W F 60 4/10 1500 82

PSB T6 Tower M G A F 63 9/10 1500 82

Canton Chrono SL 580 DC K M G T A W F 55 9/10 1600 82

Revel F-12 57 11/05 1600 82

T+A Talis 62 10/05 2000 82

Epos Epic 5 M G T A D W F 51 8/11 1100 81

Quadral Ascent 90 M G T A F 57 7/12 1200 81

Canton Chrono 508.2 K M T A W F 57 8/11 1200 81

German Maestro Linea S F-0ne K M G T A W F 60 4/10 1400 81

Dynaudio DM 3/7 K M G A W F 68 4/12 1450 81

KEF iQ 90 M G A H F 51 5/09 1600 81

Kudos X2 K M T A W F 70 10/11 1650 81

Mission 794 K T A D 69 12/08 2000 81

Wharfedale Diamond 10.7 M G T A F 64 8/12 900 80

KEF Q 500 K M T A H W F 64 12/10 1000 80

Klipsch RF-62 II M G A H W F 49 8/11 1100 80

Dali Ikon 5 Mk 2 K M T A F 67 8/11 1100 80

Dali Lektor 8 G T A F ´57 9/09 1340 80

Mulidine Bagatelle V2 K M T A W F 58 7/12 1350 80

Quadral Platinum M4 M G T A F 57 4/10 1400 80

B&W CM 7 67 6/06 1600 80

Heco Celan XT 701 M G A F 54 4/10 1600 80

Tannoy Revolution DC6 T K M A H F 64 9/10 1200 79

System Audio Aura 30 K M T A W F 70 10/11 1250 79

Elac FS 187 K M T A W 63 9/10 1340 79

Heco Celan XT 501 M G T A W F 53 9/09 1400 79

Cabasse Java MC 40 G T A W F 58 5/09 1500 79

Epos M22i K M T A W F 65 12/08 1800 79

Triangle Antal ESW 63 1/06 1800 79

Sonus Faber Grand Piano Home 58 9/00 2600 79

Piega TP5 K M T A F 63 3/07 2770 79

Mordaunt Short Mezzo 6 K M G T A W F 59 9/09 1300 78

Nubert nuLine 102 K M G T A W F 64 12/07 1450 78

Triangle Antal 202 57 6/04 1660 78

Naim Ariva 58 3/05 2000 78

Triangle Celius ES 55 3/05 2300 78

Monitor Audio Silver RX 6 M A F 61 1/10 1030 77

Heco Metas XT 701 M G T A F 56 1/10 1100 77

Epos M 16 i K M T A D W 65 7/08 1350 77

B&W 683 M T A F 66 6/07 1400 77

ASW Cantius 604 59 1/06 1800 77

Elac FS 68.2 K M G T A W F 56 1/11 900 76

Heco Metas XT501 M G A W F 56 1/11 900 76

Jamo S 608 K M T A W F 59 1/10 1000 76

PSB Image T5 K M T A W F 62 1/10 1000 76

Focal Chorus 726 V M T A F 58 7/07 1140 76

Cabasse MT 4 Moorea M T A H W 52 6/06 1200 76

Tannoy Rev. Signature DC6T K M A H W F 60 12/07 1500 76

Audio Pro Avanti A.70 K M G T A D W 64 2/08 1600 76

OBERKLASSE

61-75 PUNKTE

Überdurchschnittlich gute Klangqualität, dennoch erschwingliche Preise – das ist typisch

für die Boxen dieser Klasse.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Boston A 360 M T A F 69 4/11 800 75

Canton GLE 490.2 M G T A F 51 4/11 800 75

Klipsch RF-52 II M A H W F 47 1/11 800 75

Mordaunt Short Aviano 6 K M T A F 60 10/09 860 75

Infinity Classia C336 M G T A F 55 8/08 1200 75

Epos M 15.2 K M T A D W 69 6/06 1250 75

Canton GLE 470.2 M T A W F 52 12/10 700 74

Dali Zensor 7 M T A F 58 1/12 700 74

Jamo C-605 M G T A H F 58 4/08 700 74

Magnat Quantum 655 M G A F 61 12/10 700 74

Monitor Audio Bronze BX5 M T A F 61 12/10 700 74

Elac FS 58.2 M G T A F 56 4/11 800 74

Quadral Argentum 390 M G T A F 58 1/11 900 74

Elac FS 127 K M T A W F 64 8/06 920 74

Dali Lektor 6 M G T A F 55 10/09 940 74

GamuT Dana 1650 K M T A W F 55 10/09 990 74

Canton Chrono 507DC M T A W F 52 11/07 1000 74

Teufel Ultima 5 65 5/05 1000 74

Mordaunt Short Aviano 8 M A F 66 1/10 1060 74

Teufel Ultima 7 M G T A F 69 7/08 1300 74

Spendor S5e 80 3/05 2000 74

Nubert NuBox 511 K M T A F 61 12/06 760 73

Magnat Quantum 657 G T A H F 58 4/11 900 73

Focal Chorus 716 V M G T A F 57 11/08 950 73

Heco Aleva 400 K M T A F 60 11/08 1000 73

Mordaunt-Short 908i K M T A F 60 6/07 1000 73

Audio Pro Blue Dia. V2i K M T A D W F 62 7/08 1400 73

Heco Victa II 701 M G T A F 51 2/11 560 72

Teufel T 500 G A H F 64 12/10 700 72

Yamaha NS-525 F 58 8/06 1000 72

Jamo S 606 M G A H F 67 8/09 600 71

Wharfedale Diamond 9.6 M T A F 60 4/08 650 71

Boston A 250 K A F 66 1/12 700 71

Visonik Evolution 6 62 11/05 900 71

Teufel Ultima 40 M T F 58 2/11 400 70

Mission M 34i K M T A W F 52 1/07 550 70

JBL Studio 180 M A H W F 69 2/11 600 70

Triangle Polaris S 55 8/03 720 70

Magnat Quantum 507 57 5/05 760 70

Cabasse MT 3 Tobago M T A F 61 4/07 800 70

Nubert nuBox 481 M T A W F 55 1/07 500 69

Quadral Argentum 07.1 M T A F 53 1/07 500 69

Teufel M 320 F (teilaktiv) K M T A W F 68 6/08 600 69

Wharfedale Diamond 10.5 K A F 62 2/11 600 69

Focal Chorus 714 V K T A F 59 2/07 700 68

Magnat Quantum 508 56 12/06 700 68

Tannoy Mercury F4 56 2/06 600 67

JBL Northridge E 100 59 6/04 800 66

JBL Northridge E 80 54 8/03 600 65

Magnat Monitor Supr. 1000 M G T A F 61 1/09 400 64

KEF Cresta 30 K M T A W F 63 5/08 450 64

JBL Northridge E 60 63 2/05 500 64

Wharfedale Vardus VR-400 M G T A F 66 1/09 400 63

Mission M 33 K M T A W 55 9/06 400 63

Tannoy Fusion 3 62 8/05 400 62

Heco Victa 301 K M T A W 59 6/11 220 61

Boston A 25 K M A D W 68 6/11 260 61

Magnat Monitor 880 M G A F 59 9/06 360 61

Eltax Liberty 5+ 68 8/03 480 61

MITTEL-KLASSE

31-60 PUNKTE

In diesem Segment reicht die Klangqualität von ordentlich bis dürftig. Unbedingt vorher

anhören.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Wharfedale Vardus VR-300 M T A F 67 8/08 300 60

Wharfedale Vardus VR-200 K M T A D 67 8/08 250 58

Teufel Ultima 20 K M T F 64 6/11 200 57

Reference S 200 62 12/06 130 39

Pure Acoustic Dream 77 57 12/06 470 39

Paramax LM 48 61 9/09 400 36

STANDARDKLASSE

0-30 PUNKTE

Die Klangqualität genügt kaum rudimentärsten Anforderungen. Hier ist vor dem Kauf

Vorsicht geboten.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Dragon Audio Dream 5 67 12/06 225 30

Novex Smartline 600 54 12/06 74 29

NIC HCS 1 63 12/06 88 23

2. KOMPAKTBOXEN

Die Bewertung der Kompaktboxen ist mit der von Stand boxen identisch. Prinzipiell gilt

auch für die AUDIO-Kennzahl (AK) das Gleiche. Wenn keine großen Pegel gefragt

sind, darf die AK der Kompaktbox aber um 10 bis 30 Zähler über der des Verstärkers

liegen. Im Zweifelsfall die Kombination probehören.

HIGH-END-KLASSE

91-100 PUNKTE

Die Referenz--Klasse ist hier nicht besetzt, da Kompakt boxen hinsichtlich Bass und

Pegelfestigkeit weniger Punkte sammeln können. Die hier gelisteten Lautsprecher haben

das Klangniveau exzellenter Standboxen und besitzen – gemessen an ihren kompakten

Ausmaßen – überdurchschnittliche dynamische Fähigkeiten.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

ME Geithain RL 922 M G T A D W F a 3/09 10500 100

ME Geithain RL 930 G T A D W F a 3/11 7380 97

Adam Tensor Delta TA M G T A W F 56 6/09 7600 95

Adam Tensor Delta A M G T A W F a 6/09 8400 95

JBL Array 800 M G T A H F 60 2/09 4800 92

Klipsch Palladium P17B M T A H W F 59 2/09 4000 91

B&W 805 Diamond K M T A F 60 4/10 4500 91

SPITZENKLASSE

76-90 PUNKTE

Diese Boxen bieten feine Qualität in Klang und Material und sind sehr wohnraumfreundlich.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Cabasse Bora M G T A H D W F 51 12/10 2500 90

Tannoy Definition DC8 M G H A W F 56 2/09 3000 90

Pioneer/TAD S-4EX K M T A H F 70 12/10 4000 90

Linn Artikulat 320 A a 9/05 17900 90

Sonics Arkadia M G T A W F 56 5/06 2400 89

Focal Electra 1008 BE K M A W F 62 2/10 3500 89

My Audio Design My Clapton M G T A W 54 2/12 4400 89

Elac 330 CE M G T A D W 60 2/10 3300 88

Adam Compact MK3 Active K M T A D W F a 2/10 2800 87

Canton Reference 9.2 DC K M T A W F 63 12/09 2400 86

Harbeth Compact 7/ES3 M G T A F 62 8/11 2550 86

Linn Akurate 212 69 10/03 5000 86

KEF R300 K M A H W F 63 3/12 1200 85

Kef XQ 20 M G T A H F 60 7/10 1800 85

ProAcTablette Anniversary K M T A W F 76 10/11 1950 85

Sonus Faber Liuto Monitor K M T A W 69 12/09 2100 85

Thiel SCS 4 K M G A H D W F 62 12/09 2200 85

AVM Audition S3 K M T A D W 65 8/12 2250 85

B&W PM1 K M T A F 77 03/12 2500 85

B&W CM 5 K M T A D W 62 5/09 1200 84

Sonics Argenta K M T A W F 56 2/06 1200 84

Canton Vento 830.2 K M T A W F 62 12/11 1300 84

Quadral Aurum Altan VIII M G T A F 60 7/10 1400 84

Sonics Argenta Edition K M T A W F 64 6/07 1600 84

Sonics Argenta Aktiv K M T A W F a 6/08 2600 84

Manger Zerobox 109 K M A H W F 74 9/06 4000 84

Nubert NuVero 4 K M G T A W F 66 7/09 1140 83

Chario Syntar 523R M G T A F 63 3/12 1250 83

Elac BS 244 K M T A W F 64 5/09 1350 83

ME Geithain ME 25 K M T A W F 58 8/06 1380 83

ATC SCM 11 K M T A D W F 78 5/11 1450 83

Harbeth P3 ESR K T A D W 82 3/12 1750 83

Dynaudio Focus 110 A K T A D W F a 6/09 1800 83

Sonus Faber Auditor M K M T A F 67 1/08 3800 83

Nubert NuVero 3 K M T A D W 73 3/12 1080 82

Dynaudio Excite X16 M T A F 63 8/12 1150 82

Abacus A-Box 10 K T A D W a 3/11 1190 82

Triangle Comete Anniversary K M T A H D F 62 4/12 1200 82

T+A KR 450 K M T A W F 73 8/12 1500 82

T+A Criterion TR 400 K M T A W F 71 6/07 1500 82

Audiodata Petite K M T A W F 77 9/03 2700 82

Epos Elan 15 M G T A W 58 8/12 950 81

Canton Vento 820 K M T A W 57 7/09 1100 81

KS Digital Coax C5 K M T A H D W F a 10/10 1190 81

PMC DB 1 I K T A W F 72 5/11 1500 81

Yamaha Soavo 2 K M T A W F 61 11/07 1500 81

Klipsch RB-81 II G A H F 52 5/11 800 80

Linn Majik 109 K M T A D W 62 6/09 1200 80

Dynaudio Focus 110 K T A W F 75 3/06 1200 80

Roksan Kandy K2 TR-5 K M A F 70 7/09 1200 80

Canton Chrono SL520 + WA100 K M D A D W F a 4/10 1240 80

Cabasse Minorca K M T A H D W 57 4/09 800 79

Quad 12 L Studio Active K M T A D W a 6/08 1200 79

KEF Q 300 K M T A H W F 63 5/11 600 78

German Maestro Linea S B-ONE K M A W F 65 7/10 800 78

Heco Celan XT 301 K M G T A W F 58 4/09 800 78

PSB Imagine Mini K T A D W 71 10/11 800 78

ATC SCM 7 K T A D W 79 10/11 850 78

Dali Ikon 2 MK II M T D W 65 7/10 860 78

Nubert NuPro A20 K M T A D W F a 3/11 530 77

Elipson Planet L 73 10/11 770 77

Adam Artist 5 K M T A D W F a 8/12 800 77

Elac BS 184 M G T A D W 64 7/10 800 77

Focal Chorus 807 V M T A F 59 10/06 800 77

Triangle Comete Es 58 3/06 800 77

Leema Acoustics Xero K T AW 72 7/12 400 67

Revel Concerta M-12 K M T A F 68 3/06 900 77

Tannoy Autograph Mini K T A D 71 8/06 1980 77

KEF R100 K M A H W F 65 8/12 800 76

Canton Ergo 620 K M T A W F 55 4/09 900 76

Expolinear T 120 LIM 72 4/01 1800 76

134

www.audio.de ›08 /2012


Service › BESTENLISTE

OBERKLASSE

61-75 PUNKTE

Feine Lautsprecher fürs Regal oder für Lautsprecher- Ständer – mit einer Klangqualität für

gehobene Ansprüche.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Genelec 6020 A K T A D W a 7/07 820 75

Dynaudio MC 15 K T A D W F a 7/07 1000 75

Tannoy Reveal 601 A K M T A W F a 10/10 540 74

Nubert NuLine 32 KM T A W F 64 3/10 570 74

Canton Chrono SL 520 K T A D W 63 3/10 640 74

Belves Aesthet 1 K M G T A W F 66 9/08 800 74

Magnat Quantum 703 K T A W F 61 2/07 800 74

MB Quart Alexxa B-1 K M T A W F 67 2/07 800 74

Spendor S 3/5 K T A W F 84 8/06 1090 74

Elac AM 150 K T A D W F a 8/10 500 73

Quadral Platinum M 2 K M T A W 63 3/10 600 73

Tannoy Reveal6D K M T A D W F a 7/07 650 73

JBL LSR 2325P K T A H D W F a 8/10 520 72

Dynaudio DM 2/7 65 1/10 650 72

Triangle Titus M G T A W 62 7/12 650 72

Monitor Audio Silver RX 2 M A W F 56 3/10 670 72

Genelec 6010 A a 11/09 480 71

Nubert NuWave 35 K M T A W F 65 5/07 530 70

Fostex PM 1 Mk 2 M T A F a 10/10 570 70

B&W 685 K M T A F 62 8/07 600 70

Heco Metas 300 K M T A W F 60 5/07 500 69

Mission Esprit E 52 K T A D W 64 2/08 650 69

Mordaunt-Short Mezzo 2 K M T A F 64 2/08 700 69

B&W CM 1 K T A D W 83 4/06 800 69

Focal Chorus 706V K M T A W F 62 5/07 470 68

Wharfedale Evo2-10 K M T A F 60 5/07 600 68

Dali Ikon 2 M T A D W 59 2/07 800 68

Nubert NuBox 381 M G T A W F 56 10/08 380 67

Dali Lektor 2 M G T A W 70 7/12 400 67

PSB Image B5 K T A D W 64 2/10 400 67

Mordaunt Short Aviano2 K M A F 67 2/10 460 67

Monitor Audio Bronze BX 2 M A F 62 11/10 350 66

Magnat Interior Power a 11/09 400 66

Jamo C 603 K M T A H W 67 3/08 440 66

B&W 686 K T A D W F 77 1/08 460 66

Elac BS 123 K T A D W 68 8/07 600 66

Heco Aleva 200 K T M A W F 66 1/08 600 66

Quad 11L2 K M T A W 64 5/07 600 66

Dali Zensor 1 K M T A D W F 67 10/11 260 65

Magnat Quantum 553 M T A D W 59 2/10 300 65

Mordaunt Short Aviano1 K M T A W F 71 11/10 300 65

Canton GLE 420-2 K T A W F 64 11/10 360 65

Magnat Quantum 603 K M T A W 63 3/08 400 65

Quadral Rhodium 20 K T A W 70 10/08 400 65

Jamo S 404 K M T A D W 77 11/10 300 63

PSB Image B4 K T A D 68 11/10 300 63

PSB Alpha B1 K M T A W 57 3/09 300 63

JBL ES 30 M G T A F 65 3/08 400 63

Cabasse MT 3 Antigua 54 4/06 460 63

Tannoy F1 Custom K M A D W 60 3/09 240 62

Mordaunt Short 902i K M T A D W 71 3/07 250 62

Nubert nuBox 311 K M T A D W 63 3/07 280 62

Dali Lektor 1 K M T A W 73 3/09 340 62

JBL Studio L 830 68 4/06 500 62

Magnat Monitor Supr. 200 K M T A W 65 1/09 180 61

Triangle Stella ES 59 4/06 500 61

MITTEL-KLASSE

31-60 PUNKTE

Solide und seriös gefertigte Kompaktboxen mit zufrieden stellendem Klang – wuchtige

Bässe sind nicht ihr Metier.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Mission M 32i K M T A W 58 11/06 300 60

Jungson BD 2 Mk 2 K M A F 67 9/08 500 60

Wharfedale Vardus 100 63 1/09 200 59

Epos ELS 3 62 9/05 350 59

Mission M 31i 65 3/07 230 58

JBL Northridge E 30 63 7/03 300 58

Focal Chorus 705 V K T A D W 67 11/06 350 58

Wharfedale Crystal 2-10 K T A D W 66 6/08 150 57

Sonos SP-100 66 6/08 180 54

JBL Balboa 10 69 7/06 200 50

JBL Control 1G Universe 59 1/00 200 49

5. SUBWOOFER AKTIV

HIGH-END-KLASSE

91-100 PUNKTE

Für die höchsten Weihen in der Klang-Bewertung müssen Subwoofer extrem leistungsstark,

präzise und tiefschürfend sein – ausnahmslos kostspielige Anforderungen.

Modell Test Preis Punkte St/Surr

Revel Ultima Sub 30 9/04 8900 98

B&W DB1 10/10 4250 97 99/94

ME Geithain Basis 14 K 9/10 3900 96 101/90

Velodyne DD 12+ 5/11 4000 96 99/93

Paradigm Signature Sub 1 9/10 4000 95 96/93

Velodyne DD-18 4/09 3700 94 96/92

Klipsch Palladium P-312 W 4/09 4000 93 92/94

Elac Sub 2080D 9/10 3000 92 93/90

Klipsch SW-311 5/11 1900 91 93/88

Velodyne SPL 1200 Ultra 9/10 2100 91 93/89

Martin Logan Depth I 5/11 2200 91 93/88

Sunfire True Subwoofer EQ Signature 4/09 2700 91 92/89

SPITZENKLASSE

76-90 PUNKTE

In Sachen Tiefbass-Qualität schlagen diese Woofer die meisten üblichen Boxen, die

Quantität genügt meistens.

Modell Test Preis Punkte St/Surr

Klipsch SW 115 4/12 1200 88 84/92

Teufel S 8000 SW THX Ultra II 5/11 1700 88 81/97

Velodyne SPL 1200 R 4/07 1950 88 91/85

Martin Logan Dynamo 1000 4/10 1300 87 90/84

Nubert NuVero AW-13 DSP 10/11 1300 87 90/83

Martin Logan Dynamo 1000 (Wireless) 4/10 1500 87 90/84

Velodyne EQ Max 12 8/12 870 86 87/85

Dynaudio Sub 500 9/04 1750 86 90/81

T+A Criterion TW 600 6/07 1800 86 91/80

B&W ASW 750 9/04 1800 86

Velodyne CHT-12 Q 7/09 900 84 86/81

KEF HTB 2 SE 4/10 900 83 80/86

KEF HTB 2 SE-W (Wireless) 4/10 1000 83 80/86

Nubert AW 1000 9/04 870 82

Canton Sub 10 7/11 600 81 82/80

Klipsch SW-110 7/11 700 81 82/79

Infinity Classia PSW-310 W 7/09 800 81 79/82

KS Digital Q Sub 2 3/09 1200 81 88/74

Heco Metas Sub 251A 7/11 600 80 83/77

PSB Sub 5i 7/11 600 80 80/80

Nubert AW 880 4/06 610 80 78/81

Quadral Sub 400 DV 4/06 700 80 83/76

Nubert NuLine AW-560 4/08 510 78 77/79

ASW Opus SW-200 7/09 650 78 82/74

Tannoy TS 12 4/06 800 77 79/74

Velodyne MicroVee 10/08 900 77 79/75

Dynaudio Sub 250 10/08 850 76 81/71

Sunfire HRS 8 10/08 800 76 80/71

OBERKLASSE

61-75 PUNKTE

Zur Ergänzung kleiner Lautsprecher und für Home-Cinema-Bassdruck sehr gut geeignete

Subwoofer.

Modell Test Preis Punkte St/Surr

Velodyne Impact 10 5/10 400 75 76/74

Audio Pro B 1.19 5/10 450 75 78/71

Yamaha NS-SW 310 7/09 300 74 77/71

6. PC-LAUTSPRECHER /

NAHFELD-MONITORE

Die Bewertung von Boxensystemen für den PC- und Schreibtischeinsatz sowie

Nahfeldmonitoren für den Schnittplatz und Homerecordingbereich ist grundsätzlich mit

der von Kompaktboxen vergleichbar, es wird jedoch nur in kurzen Hördistanzen bis 1,5

Meter und im Tischeinsatz gehört. Die Sets sind in der Regel Aktivboxen mit eingebautem

Verstärker. Die passiven Lautsprecher, die einen externen Verstärker benötigen, sind an

der angegebene AUDIO-Kennzahl (AK) zu erkennen

SPITZENKLASSE

76-90 PUNKTE

Diese Boxen bieten studiotaugliche Wiedergabequalität im Nahfeld, eignen sich auch für

großzügigere Recording-Anwendungen und für den professionelen Studioeinsatz.

Modell AK Test Preis Punkte

Dynaudio Focus 110 A a 6/09 1800 83

Quad 12 L Studio Active a 6/08 1200 79

OBERKLASSE

61-75 PUNKTE

Musikwiedergabe in sehr hoher Qualität für den Einsatz im Homerecording-Studio oder

am heimischen Computer - das zeichnet diese Sets aus.

Modell AK Test Preis Punkte

Genelec 6020 A a 7/07 820 75

Dynaudio MC 15 a 7/07 1000 75

Canton Your Duo (Wireless) a 11/11 500 74

Adam Artist 3 a 3/11 650 74

Adam A5 a 9/08 670 74

Nubert NuPro A10 a 7/11 470 73

XTZ MH-800 (mit ext. Amp) a 11/11 450 72

B&W MM1 (USB) a 5/10 500 72

Audio Pro LV 2 (Wireless, USB) a 4/10 700 72

Genelec 6010 A a 11/09 480 71

Teufel Motiv 2 (Sub/Sat) a 12/08 300 70

John Blue JB 3 (passiv) 60 5/10 350 70

Razer Mako (Sub/Sat) a 4/08 400 70

Teufel Concept C200 USB (Sub/Sat) a 11/09 200 69

Nubert NuBox 101 (passiv) 68 5/10 260 69

Innosound Piccolo PS-200 (USB) a 4/10 300 69

Focal XS (Sub/Sat, iPod-Dock) a 1/10 500 69

Logitech Z Cinema (Sub/Sat) a 12/08 200 68

Teufel Concept B200 USB a 4/10 230 68

Teufel Concept C300 Wireless (USB,Sub/Sat) a 3/11 300 68

Quad 9L2 (passiv) 71 5/10 450 68

Edifier S530D (Sub/Sat) a 7/11 230 66

Magnat Interior Power a 11/09 400 66

Bose Companion 3 Seris 2 (Sub/Sat) a 12/08 300 65

Logitech Z906 (5.1 Sub/Sat) a 7/11 350 65

Canton Plus Media 2.1 (Sub/Sat) a 12/08 350 64

Auluxe Dew A2021 (Sub/Sat) a 7/11 200 61

MITTEL-KLASSE

31-60 PUNKTE

Musikwiedergabe mit zufrieden stellendem Klang für den Einsatz am heimischen Computer

.

Modell AK Test Preis Punkte

Creative Gigaworks T3 (Sub/Sat) a 12/08 200 60

Logitec Z 2300 (Sub/Sat) a 11/09 200 59

Creative Gigaworks T40 II a 11/09 150 58

Altec Lansing Expressionist BASS a 11/09 130 54

7. WIRELESS-BOXEN

Aktivboxen mit drahtloser Signalübertragung und Stereowiedergabe, egal ob

Standboxen, Kompaktboxen oder Sub/Sat-Sets, testet AUDIO im Hörvergleich mit Nahfeldmonitoren

und Kompaktboxen. Der Sender muss jeweils im Gesamtpreis enthalten

sein. Die Angabe in Klammern besagt, welche Signalzuführung das Sendemodul der

Systeme annimmt, wobei USB für einen Betrieb als USB-Soundkarte direkt am PC/Mac

steht. Systeme mit drahtloser Signalübertragung, die als Netzwerk-Client fungieren,

sind in der Rubrik Komplettsysteme eingeordnet, ebenso werden hier keine Subwoofer

und One-Box-Systeme bewertet, auch wenn sie eine Funkstrecke beinhalten.

SPITZENKLASSE

76-90 PUNKTE

Boxen für ambitionierte Musikgeniesser, die auch in mittleren und größeren Räumen ihre

Wirkung entfalten und eine vollständige Hifi-Anlage ersetzen können.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Dynaudio Xeo 5 (Analog, USB, Toslink) a 5/12 2900 87

Dynaudio Xeo 3 (Analog, USB, Toslink) a 7/12 1500 80

Audio Pro LV 3 (Analog, USB) a 5/12 1900 77