AUDIO Klingt doch glänzend (Vorschau)

186070.02ci3

1 / 2012 www.audio.de Deutschland 5,50 €

HIFI · SURROUND · HIGH END · MUSIK

KLingT DoCh

gLänzenD

3000-euro-Boxen von Canton,

elac, KeF, Dynaudio: ist die

Technik so edel wie der Lack?

ipoD-DoCKS

edelste abspielstationen

für ipod und ipad

anLage-BeraTung

700-euro-Boxen – und wie

man das Beste herausholt

naim SuperuniTi

Die perfekte Kombination aus

Streamer und Verstärker

exKLuSiV: T + a

erster Test der neuen e-Serie:

music player und power plant

Die groSSe LeSerwahL

Preise im Gesamtwert von über 200 000 Euro zu gewinnen


B&W C5

In-Ear-Kopfhörer

Aus Liebe zur Musik

Unsere audiophilen Geschenkideen

B&W P5

Mobiler HiFi-

Kopfhörer

B&W Zeppelin Air

Wireless iPod-

Lautsprechersystem

B&W MM-1

HiFi-Computer-

Lautsprecher

mit AirPlay

Den Fachhändler in Ihrer Nähe finden Sie auf:

www.gute-anlage.de und

www.bowers-wilkins.de


Meinung › Editorial

Der Schweizer Hörgerätespezialist

startet mit Earphones.

Christine Tantschinez

ctantschinez@wekanet.de

GEnau GEnommEn

Schön, wenn es beschaulich zugeht. Gerade jetzt im Winter, in der Weihnachtszeit

und zwischen den Jahren. Vielleicht haben Sie, liebe Leser, es sich just in diesem

Augeblick gemütlich gemacht, um die neueste Ausgabe der AUDIO zu verschlingen.

Vielleicht schneit es gerade draußen ...

Meistens ist der Alltag ja alles andere als beschaulich, bei Ihnen wie auch bei uns in

der Redaktion. Wichtig ist aber, in aller Hektik und allem Trubel trotzdem genau zu

bleiben. Manchmal muss man dafür eben auf die Sensation oder die perfekte

Geschichte verzichten. So war eigentlich für diese Ausgabe geplant, neben dem

genialen SuperUniti von Naim und der zweiten Generation des Music Player von

T+A die Netzwerk-Troika mit dem Linn Akurate DSM zu komplettieren. Da dieser

aber gerade mal zwei Tage vor Redaktionsschluss aus Glasgow eintraf, mussten

wir eine Entscheidung treffen: schnell noch hastig messen, hören und schreiben

oder aber uns die nötige Zeit dafür nehmen, Fragen nachgehen, weiter recherchieren,

dafür aber auf die Geschichte in dieser Ausgabe verzichten. Nun, Sie sehen es

am Inhaltsverzeichnis, wir haben uns für die letztgenannte Option entschieden. Ich

hoffe, Sie sind damit einverstanden und freuen sich mit uns schon mal auf die

kommende Ausgabe.

Wer genau hingeschaut hat, der hat auch die 20 Cent bemerkt, die die AUDIO nun

mehr kostet. Natürlich tut dieser Schritt weh, auch uns als Redaktion, aber er ist

unvermeidlich – gestiegene Papier- und Druckkosten fordern ihren Tribut. Wer es

genauer wissen will: Die letzte Preiserhöhung von 4,80 auf 5,30 erfolgte im

Oktober 2007. Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen für die kommenden vier

Jahre ...

Mit den besten Wünschen zu Weihnachten und für das kommende Neue Jahr

grüßt herzlichst

Sie nehmen Ihn

nie mehr ab...

PFE 232

Sound

Delight

+ mic

PFE 232 + mic

Kundenmeinungen

die überzeugen!

„Die verschiedenen Audiofilter

sind interessant...“

„Sehr hoher Komfort, auch bei

längeren Sessions; sitzt - einmal

angelegt - bombenfest.“

„Ein Top-Hörer für den

audiophielen Musikfreund...“

„Brillant, leichtfüssig, sehr

räumlich, sehr sauberer Bass“

www.audio.de ›01 /2012

3

Südring 14 · 76473 Iffezheim

Ansprechpartner:

Christian Fröhling, froehling@sintron.de

www.sintron-audio.de


Inhalt › Audio 01/2012

Easy Listening:

i-pod-dock

NAD ViSo

154

54

Easy Going:

netzwerk-receiver

NAiM SupERuNiTi

20

prinzipfrAge

Röhre oder Transistor? Mit diesen

Amps werden Freunde beider Welten

glücklich: Atoll und Lyric schickten

ihre feinsten Amps der 4000-Euro-

Klasse.

MAgAzin

6 news

Blaupunkt, Bose und Klipsch machen in

Kopfhörer, Plattencover werden zu

Kunstobjekten und Bluetooth-Speaker

werden immer kleiner

8 tipps WLAN-Adapter von Netgear.

10 szene Umfrage: Händler und ihre

Vorführ-Favoriten, Termine

ruBriken

3 editorial

85 Markt

166 Akustik-Assistent

167 Bestenliste

176 leserbriefe

176 impressum

178 vorschau

titel-cd

14 cd + report: 50 Jahre kef vol 5:

die 2000er

Im fünften und letzten Teil der musikali

schen Zeitreise geht es in das erste

Jahrzehnt des neuen Jahrtausends – mit

Wissenswertem zu KEF und Highlights der

Musikgeschichte. Auf der CD finden Sie

Pop-Klassiker in audiophilen Aufnahmen

und Klassik-Evergreens zur Winter- und

Weihnachtszeit.

verstärker

154 test: vollverstärker

Transistor oder Röhre? Diese Amps

verbinden das Beste beider Welten: Atoll

schickt einen Amp mit röhrentypischem

Klirr, Lyric eine leistungsstarke Röhre.

Plus: passende Lautsprecher

lAutsprecher

24 test: standboxen mit edlem lack

Die Technologieführer in der 3000-Euro-

Klasse lassen bitten: Canton, Dynaudio,

Elac und KEF. Auch die Optik punktet: Edles

Schwarz trifft noch edleren Klavierlack.

40 test: preiswerte standboxen

Nur 700 Euro für ein paar erwachsene

Standboxen? Kein Traum, sondern Realität

bei Boston Acoustics und Dali.

Plus: Verstärker-Empfehlungen

Aktion

60 gewinnspiel die leserwahl

Wählen Sie Ihre Produkte des Jahres

und gewinnen Sie dabei auch noch

attraktive Preise im Gesamtwert von

über 200 000 Euro. Der Hauptpreis ist

eine High-End-Anlage.

4 www.audio.de ›01 /2012


Inhalt › Audio 01/2012

iM TEST

CD-Player

Rega Valve Isis 150

iPoD-DoCks

JBL Onbeat Xtreme,

Loewe Soundbox, NAD Viso1,

Yamaha Restio ISX-800 54

netzwerkPlayer mit CD

T+A Music Player Balanced 34

24

glAnz und gloriA

Den Trend zum Hochglanz Schwarz

treiben die Standboxen der 3000-Euro-Klasse

auf die Spitze Mit dabei

die nagelneue KEF R700 mit schwarzen

Bässen Satter, seidiger Klang

inklusive

winTEr und wEihnAchT

Die CD „50 Jahre KEF Vol 5: die 2000er“ bietet

Musik für ruhige Winterabende: audiophile

Coverversionen bekannter Pop-Songs, dazu

festliche Klassik von Bach, Händel, Mendelssohn

und Crossover von Chick Corea

60

14

dAS

goldEnE ohr

Welche Geräte aus dem

Testjahrgang 2011 sollen

das begehrte „Goldene

Ohr“ erhalten? Nur Sie

bestimmen! Wählen Sie

Ihre Kandidaten und

gewinnen Sie einen von

über 80 Preisen im

Gesamtwert von 200 000€

stanDboxen

Canton Vento 8902,

Dynaudio Focus 260,

Elac FS248 Black Edition,

KEF R700 24

Boston A250, Dali Zensor 7 40

komPlettsystem ohne boxen

Naim SuperUniti 20

Usb-D/a-wanDler

Asus Xonar Essence One,

Fostex HP-A3, KingRex UD-384,

Music Hall DAC 253,

Peachtree DACit 28

VollVerstärker

T+A Power Plant Balanced 34

Atoll IN 400,

Lyric Ti 120 Signature 154

diE BESTEnliSTE

Alle Tests im Überblick 166

Bilder: Titel: Roman Sigaev / Shutterstock.com, H. Härle; Inhalt: Archiv, H. Härle

koMplETTSySTEME

20 Test: netzwerk-receiver

Der neue Naim SuperUniti ist ein audiophiler

Amp in bester englischer Tradition

und beherbergt zusätzlich Streaming-Client,

D/A-Wandler und FM/DAB-Tuner.

34 Test: netzwerk-/cd-player plus

Vollverstärker

Der Music Player von T+A darf als Prototyp

des audiophilen CD-Players mit Netzwerk-

Funktion, Wandler und Tuner gelten - die

neue Version mit symmetrischen XLR-

Anschlüssen gibt es exklusiv im Test. Dazu

den passenden Vollverstärker.

54 Test: ipod-docks

Mit einem Griff den iPod zur Anlage

machen: Diese Docks füllen ganze Räume

mit Musik und fügen sich dennoch

harmonisch in die Einrichtung ein.

digiTAl-quEllEn

46 Test: uSB-dAcs

Audiophiler Klang aus dem PC? Das geht.

Am besten mit der neuesten Generation

D/A-Wandler mit USB-Anschluss.

150 Test: röhren-cd-player

In der Referenzklasse der Silberscheibendreher

müssen es die edelsten Zutaten

sein: Rega spendiert seinem Toploader

Valve Isis eine aufwendige Röhrenstufe.

rEporT

162 Serie: Masterminds

Die neue AUDIO-Serie rund um die Köpfe

hinter den Marken. Diesmal: Raumfeld-

Vordenker Michael Hirsch.

MuSik

70 Jahresrückblick 2011: Die Top-5-

Discs der AUDIO-Redaktion

73 pop-cds

Kate Bush, Rihanna, Scorpions, Nickelback,

Seal, Snow Patrol, Nina Hagen, ...

74 die Audiophilen

Kelpie, Muriel Zoe: Nordic Folk und

Songwriter-Pop in makellosem Klang

76 geheimtipp

Dan Mangan: Modern Folk von Kanadas

vielleicht bestem Ein-Mann-Orchester

78 Musik Blu-ray, dVd

Motörhead, Deep Purple, Randy Newman ...

79 oldie-cds

U2, The Who, Pink Floyd, King Crimson

Jethro Tull, Whitesnake, R.E.M. ...

81 Jazz-cds

Stefano Bollani – Big Band mit Spaßgarantie

83 klassik-cds

Mit Ensemble statt Klavier: Prégardien

singt Lieder von Mahler und Schumann

www.audio.de ›01 /2012

5


Magazin › neWs

januar 2012

Heisses

auf die

OHren

Weihnachten ist das Fest der Liebe

– oder eben nicht, je nachdem, was

wieder unterm Weihnachtsbaum

zu finden war. Dabei gibt es so

schöne Geschenkideen aus der

HiFi-Welt, die garantiert Freude

bereiten. Kopfhörer beispielsweise erfreuen nicht nur das Ohr,

sondern immer öfter auch das Auge. So spendierte Bose der

zweiten Generation seiner mobilen On-Ear-Kopfhörer nicht nur

eine bequemere Passform, sondern auch einen ziemlich schicken

weißen Anstrich. Die Oe2 ohne beziehungsweise Oe2i mit

Freisprecheinrichtung und Bedienung für Apple Smartphones und

MacBooks sind für 150 bzw. 180 Euro erhältlich. www.bose.de

Nostalgiker freuen sich vielleicht über den dJ silver edition von

Blaupunkt. Besonders das Design des geschlossenen Hörers samt

textilummanteltem, 2,20 Meter messendem und abnehmbarem Kabel

erinnern an historische Studiomikrofone. Die übrigens auch klanglich

über den Blaupunkt-Hörer gut zur Geltung kommen sollen: Die leicht

mittenbetonte Abstimmung soll besonders zu Jazz- und Rockstücken

aus den 60ern passen. Für 90 Euro kann man es ausprobieren. www.

blaupunkt.de Weniger schwarz-weiß, dafür umso bunter treiben es

die Bügelhörer von co:caine. Die Hörer des Bremer Labels wollen besonders

die jüngere Generation „High On Music“ machen, setzen dazu

auf poppige Farben und günstige Preise: Für 50 Euro erhältlich unter

www.co-caine.de

OHr-KlipscH

Die US-Amerikaner von Klipsch bauen seit

einiger Zeit auch Lautsprecher zum Mitnehmen –

mit gerne bassgewaltiger Abstimmung. Beispiel

dafür: die Klipsch Image One, getestet in der

AUDIO 7/11 – und seit November nun offiziell im

deutschen Vertrieb bei Oehlbach. Neben

Kopfhörern wird Oehlbach auch die

iPod-Dockingstations und

andere Produkte der

Kategorie

„Personal Audio“

vertreiben.

www.

oehlbach.

com

Fotos: Archiv, lupulluss – Shutterstock.com

6

www.audio.de ›01 /2012


Magazin › newS

StArker JApAner

Dieser exklusive Vollverstärker von esoteric

eignet sich nur bedingt als Last-Minute-Geschenk

für Unentschlossene. Aber als ernsthafte Investition

in die gesicherte HiFi-Zukunft allemal. Für

rund 9500 Euro verfügt der I-O3 nicht nur über

die hervorragenden Dual-Mono-Schaltkreisgene

der Vorstufe C-03, sondern sichert mit kraftvollem

Class D-Aufbau sowie Bi-und Multi-Amping die

langfristige Klangversorgung. www.teac.com

Kleiner Bruder

Gesicherter Netzwerk-Player-Nachschub aus England: Neben dem

Universalgenie SuperUniti (im Test ab Seite 20) schickt naim diesen

Winter auch den reinrassigen Netzwerk-Client nD5 XS auf den Markt, um

Streaming-Fans für die Weihnachtsfeiertage rundum zu versorgen. Der

kleine Bruder des NDX punktet mit schlanken Formen, gapless-Fähigkeit,

Anschlusstelle für das weiße Apple-Kabel und einer eigenen App für iPod

und iPad. Als DAC für Audiostreams bis Auflösungen von 192 kHz /24 Bit

kann er auch noch dienen. Um 2400 Euro. Infos: www.naim.de

MuseuM of Music Arts

Platten fristen ihr Dasein leider häufig eingereiht im Regal. Die oft künstlerisch

wertvolle Cover Art bleibt verborgen. Art Vinyl hat das perfekte

Weihnachtsgeschenk für den visuell anspruchsvollen LP-Fan. Mit den

speziellen Rahmen lassen sich die Hüllen der Lieblings-Scheiben dekorativ

an die Wand hängen – und nach Herzenslust austauschen. Als Einzelrahmen,

im 3er-Set oder gar als Geschenkbox inklusive LP-Meisterwerk.

Ab 40 Euro. www.kleinundmore.de/onlineshop

schweizer Mini

Liebling, ich hab die Boombox geschrumpft! Logitech

beglückt die mobile Generation mit einem winzigen

Bluetooth-Speaker, der auch noch als Freisprecheinrichtung

dient. Für den tiefen Ton aus dem 220 Gramm leichten

Winzling sorgen spezielle Akustikkammern. Auch der

Preis bleibt klein: um die 80 Euro. www.logitech.de

neue SOft- unD HArDwAre VOn LInn

Der neue Streamer/Vorverstärker Linn Akurate DSM verfehlte zwar um

Haaresbreite die Redaktionsschluss-Deadline (siehe auch Seite 3). Wie

weit die Schotten den meisten Netzwerk-Konkurrenten voraus sind, lässt

sich aber mit jedem der existierenden DS-Modelle schon jetzt erahnen:

Wer das neueste – wie immer kostenlose – Software-Update auf seinen

Player lädt, sieht die schon vorher überlegenen Navigations-, Steuer- und

Abspielmöglichkeiten aufs Attraktivste erweitert. So beamt jetzt ein

Progrämmchen namens Songcaster (gibt's für Win7 und OSX ab 10.6) den

kompletten PC-Ton via Netzwerk zum Linn. Es gibt somit fast nichts mehr,

was sich nicht direkt über den DS wiedergeben ließe. Für noch mehr

Vielfalt sorgt die zweite wichtige Neuerung: Die DS-Player lassen sich nun

auch via AirPlay ansteuern. Musikdateien und -Apps auf dem iPhone oder

iPad spielen also mit einem Finger-Tipp auf den schottischen Netzwerkplayern.

br

www.audio.de ›01 /2012 7


Magazin › news

DoPPelte luftbrücke

Netzwerk ohne Kabel: Der Dualband Wireless Adapter von Netgear

versorgt TV, Streaming-Player oder Receiver drahtlos mit Daten.

Fernseher, Blu-ray-Player oder Surround-Receiver: Moderne

AV-Geräte bieten immer öfter den Zugang zum Heimnetzwerk

oder Internet. Zum Leidwesen vieler Kabelphobiker aber meistens

drahtgebunden per Ethernet statt drahtlos durch die Luft.

Wer keine Löcher in Wände bohren und Strippen ziehen will

oder darf, kann sich natürlich mit WLAN-Access-Points behelfen,

Daten per Powerline durch die Steckdose verteilen – oder

dieses kleine clevere Kästchen von Netgear für rund 70 Euro

einsetzen. Der „Universal Dualband Wireless Internet Adapter“

baut eine sehr stabile und vor allem schnelle Datenverbindung

zu einem WLAN-fähigen Router auf. Unterstützt der Router

den neuesten WLAN-Standard 802.11n, nutzt der Netgear das

volle Potential und bündelt mehrere Kanäle auf den beiden verfügbaren

Frequenzen 2,4 und 5 GHz (Dualband). Das machte

er im Praxistest so gut, dass er

auch unkomprimierte DVD-Filme

störungs- und einwandfrei von Netzwerkplatte

zum Blu-ray-Player transportierte.

Bis zu 300 MBit/s schaufelte er so durch die Lüfte.

Eingerichtet wird der Wireless Adapter mit

dem kryptischen Kürzel WNCE3001 einmalig am Computer,

dann wird er per beiliegendem Netzwerkkabel an das mit Daten

zu versorgende Gerät angestöpselt. Fortan signalisiert er

per farbigen Blink- und Leuchtzeichen seinen Betriebszustand.

Strom zieht sich der Kleine wahlweise

von der Steckdose oder

von einem USB-Port, an

dem er andocken darf. ct

einfaches setup, schneller Datendurchsatz

– ein Problemlöser par exellence.

LöWeNPoWeR

In Braunschweig brüllt der Löwe auf dem

Wappen. Und regelmäßig am letzten Oktoberwochenende

steppt dazu auch der Bär. Bereits

seit fünf Jahren lockt die braunschweiger

funkausstellung interessierte HiFi-Fans in

das Foyer der Volkswagen-Halle. Keine große

Messeorganisation steckt dahinter, sondern

das Engagement zweier Händler. Michael und

Stefan Sander führen nicht nur ein schmuckes

Fachgeschäft namens Radio Ferner, sondern

auch die Feder bei der Organisation und Vorbereitung

der Funkausstellung. Und das wird

dankend angenommen: Bei freiem Eintritt und

herrlich sonnigen Herbstwetter zog es am 29.

und 30. Oktober 3580 gezählte Besucher zu

den Ständen der knapp 50 Aussteller. Jung

und Alt, Familien und Paare schlenderten

durch die sehr schön gestalteten, übersichtlichen

Messegänge, informierten sich über

Produkte oder lauschten den Vorführungen

von Audio Components, Dynaudio, Elac, B&W

oder TAD oder den Fachvorträgen zu Themen

wie Digitaler Rundfunk, Smart TV oder HD-

Video.

Informationen zu vergangenen und zukünftigen

Braunschweiger Funkausstellungen unter

www.braunschweiger-funkausstellung.

de ct

samstags in braunschweig: Die einen

bummeln interessiert, die anderen gehen zufrieden,

und viele sitzen bei der Messe in den zahlreichen

Vorführungen. Händler Michael Sander

(rechts) kann zurecht stolz sein auf diese schmucke

Braunschweiger Funkausstellung.

Fotos: Archiv, C. Tantschinez, Anna Wieselmann, lupulluss – Shutterstock.com

8 www.audio.de ›01 /2012


Magazin › TIPPS

RHyTHm'n'Soul

Auch wenn es in der AUDIO vorrangig um Musik und HiFi geht: Wenn Macher aus

der Branche sich in wohltätigen Projekten engagieren, wollen wir das gerne würdigen.

So unterstützt Peter Schulte, Gründer der B&W Deutschland GmbH, schon

seit einigen Jahren mit seinem Förderverein Good Hope Centre e.V. mehrere

wohltätige Aktionen wie das Happy-Watoto-Home in Kikatiki/Tansania (Bilder unten).

Was bei einer privaten Reise 2005 mit dem ersten spontanen, helfenden Handgriffen

bei einem verfallenen Waisenhaus begann, hat sich zu einem von prominenten

Mitstreitern wie Udo Lindenberg oder Peter Maffay unterstützten Hilfsprojekt entwickelt,

das Kindern in Tansania neue Hoffnung auf Bildung und Leben – good hope

– schenkt. Spenden sind jederzeit willkommen und dank SMS auch schnell gemacht:

www.good-hope-centre.de. ct

Von wegen trister Oktober: Auf dem 9.

B&W Rhythm`n’ Blues Festival in Halle /

Westfalen am 29. 10. war von Herbstdepressionen

nichts zu spüren. Acts

wie das Temperamentsbündel Jesse

Martens (Bild unten) machen Lust auf

das kommende Lineup am 27. 10. 2012.

www.bw-blues-festival.de ct

_07624_Denon_Audio_01_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);17. Nov 2011 14:17:22

DIE NETZWERK-DNA

entschlüsselt für Ihre Stereo-Anlage.

Denon Netzwerk-Audio-Player DNP-720AE. Es ist an der Zeit, die geliebte Stereo-Anlage mit den

neuesten Netzwerk-Technologien aufzurüsten. Mit dem neuen Denon DNP-720AE entschlüsseln Sie die

Netzwerk-DNA und genießen neue Musikquellen in echtem Denon-Klang. Über eine drahtlose oder kabelgebundene

Verbindung zum Heimnetzwerk bietet der Player alle Facetten der neusten Audioübertragung

inklusive AirPlay, Internetradio und Streaming von Netzwerkspeichern (NAS) Dank der DLNA 1.5-Unterstützung.

Auch nach über 100 Jahren steht Denon für höchste Klangqualität von jeder Musikquelle. Überzeugen

Sie sich selbst bei Ihrem autorisierten Denon-Händler und im neuen Video mit der Band Young

The Giant auf www.denon.eu/DNP-720AE.

DNP-720AE: Die Perfektionierung Ihrer

Stereo-Anlage mit nur einem Gerät.

Denon ist ein Warenzeichen oder eingetragenes Warenzeichen von D&M Holdings, Inc.


Magazin › SzENE

beim Handel HingeHört

aUdiO fragt nach im Fachhandel: Wo beginnt für Händler „seriöse“ HiFi-Qualität, welche Komponenten

sind für einsteiger empfehlenswert? Und welche tonträger benutzen sie für Vorführungen?

UNSERE FRAGEN AN DEN FACHHANDEL:

1 Wie viel geld muss man aus ihrer

Sicht für den einstieg in seriöse

HiFi-Qualität zirka investieren? Und

welche gerätekombination würden

Sie zu diesem Preis empfehlen?

2 Was sind ihre lieblings-

Vorführ-Cds bzw. -lPs bzw. -dVds

bzw. -blu-rays – und warum?

3 Welche neue marke bzw. welches

herausragende Produkt haben Sie

zuletzt in ihr Portfolio aufgenommen

– und warum?

HiFi-StUDio

HEGENER

Wilhelm Hegener

Bundesstr. 168

59909 Bestwig

1 Seriös ist ein begriff, den jeder Kunde

unterschiedlich versteht. Folgender

Vorschlag repräsentiert für mich eine

anlagen-Qualität, die auch komplexere

musiksignale mit genuss erlebbar

macht: man investiere zirka 1000 euro

für lautsprecher (audio Physic Yara ii

evolution), je zirka 800 euro für Verstärker

(Creek amp evo 2) und Cd-Spieler

(Creek Cd evo 2), ca. 50 euro für nF-

Kabel (Wireworld Solstice nF, 1m), ca.

200 euro für rund 2x3 meter lS-Kabel

(Kimber 4Pr mit Phonosophie-Kupferbananensteckern),

130 euro für eine

netzleiste (Phono sophie Spezial me)

und 120 euro für entstörmaßnahmen

(Phonosophie aktivator-Chips 20mm

und 40mm zur entstörung von Fensterscheiben

etc.). macht also gute 3000

euro; mit abstrichen kommt man auch

schon für 2000 hin.

2 deerhunter: „Halcyon digest“; San

Severino: „les Senegalaises“; Kraak &

Smaak: „Plastic People“; Fat Freddys

drop: „based On a

tru Story“; Fritz reiner:

„the reiner Sound“;

Jon Hassell: „last night,

the moon Came ...“ ...

3 es kommt nicht oft vor, dass ich

neue Produkte ins Portfolio aufnehme.

Von Festplattenplayern etwa von

Olive sowie diversen netzwerkplayern

hoffe ich, dass insbesondere junge

Kunden über diese Schiene wieder

die Qualität der Wiedergabe kennen

und schätzen lernen. neben lautsprechern

von audio Physic, die ich für

das beste an boxen halte, die für geld

zu bekommen sind, schätze ich diverse

entstörkomponenten von Creaktiv

und Phonosophie.

diese entwick-

lungen halte ich für einige der

wichtigsten der letzten Jahre. Wer

sagt, das sei alles „Voodoo“, negiert

jedes klangliche Weiterentwick-

lungpotenzial einer

anlage.

1 Für eine Stereo-Kombi, an der man

lange Spaß hat, sollte man minimum

1000 euro einplanen. mein einsteigertipp:

lautsprecher dali Zensor 5

(um 600 euro) plus Vollverstärker

amC 306d und Cd-Spieler amC XCdi

(aUdiO 10/10; je zirka 350 euro).

2 Jennifer Warnes: „the Hunter“ als

gold-Cd (Sieveking Sound): hervorragende

aufnahme mit vergleichsweise

wenigen instrumenten und famoser

Stimmwiedergabe. außerdem die

„dali Cd Vol. 2“: musikalisch vielseitiger

Sampler mit bekannten aufnahmen in

sehr hoher Qualität. damit lässt sich

prima die allroundtauglichkeit eines

lautsprechers demons-

trieren. Und „touch“ von

Yello (als Cd+dVd): digi-

taler Klang bei genialem

bild. auf erwachsenen Standboxen

oder Systemen mit integriertem Subwoofer

ist das ganz großes Kino!

3 mein geheimtipp: die neue lautsprecherserie

genius von aSW. Überzeugt

durch eine Verarbeitung, wie sie

nur selten zu finden ist, und mit Klangeigenschaften

vom allerfeinsten –

spielt absolut präzise und mit perfekter

bühnenabbildung. Sowohl die

110er als Kompaktlautsprecher wie die

großen 410er-Standlautsprecher (bild;

yoUR HiFi

Dirk Resing

Ellewick 24

48691 Vreden

4/11) lassen einen auch

wohlbekannte Scheiben

ganz neu erleben. Und aufgrund

der Vielzahl verschiedener

Oberflächen (echtholzfurnier,

Schleiflack oder

Klavierlack) und der geschwungenen

gehäuseformen

sind auch die damen

schnell von diesen exquisiten

Klangmöbeln überzeugt.

Fotos: Archiv, dowiliukas / lupulluss / Sergey Kandakov – Shutterstock.com

10 www.audio.de ›01/2012


Magazin › SZENE

MUSIK IM HANDEl

Service-Wüste Plattenladen? Keineswegs – es gibt sie noch, die engagierten und

kompetenten Tonträger-Händler. AUDIO stellt in Zusammenarbeit mit der Handelsgemeinschaft

Aktiv Music Marketing (amm) jeden Monat einen spannenden record

shop vor und fragt nach audiophilen Tipps und musikalischen Entdeckungen. Eine

Übersicht über alle amm-Händler gibt es online unter www.amm.de

HANSE cD

Manfred Schüttler

Große Bleichen 36

20354 Hamburg

www.hanse-cd.de.

mail@hanse-cd.de

AUDIO: Welche Veröffentlichung können Sie aus klanglicher

Sicht derzeit besonders empfehlen?

Schüttler: Jean-Philippe Rameau: L’Orchestre de Louis XV – Le

Concert des Nations; Jordi Savall (AliaVox): Dieses 2-SACD-Set

ist in jeder Hinsicht, besonders aber auch wegen seines

transparenten Klangbildes, sehr empfehlenswert. Begeisternd,

wie plastisch und farbenreich die SACD-Technik die einzelnen

Instrumente abbildet und den Klang auch in den Tutti stets

durchhörbar hält. Eine CD für die Insel!

?: Welche Neuerscheinung sticht für Sie musikalisch hervor?

!: Franz Liszt: Années de Pelerinage – Ragna

Schirmer, Piano, Ensemble Amarcord,

Gesang (Berlin Classics): Die Pilgerjahre

von Liszt mit Gesang? Was zunächst

merkwürdig klingt, erhält seinen Sinn

durch Ragna Schirmers Konzept, die auch

von ihr bereisten Stationen von Liszts

Pilgerfahrten durch Madrigale aus der

Renaissance darzustellen. Die in den

Verlauf der drei Bücher der Années

eingestreuten Vokalstücke bereichern das

Hör vergnügen auf interessante und kurzweilige

Art. Die Pianistin interpretiert besonders in den

lyrischen Passagen auf anrührende Weise, zeigt

jedoch an entsprechender Stelle auch „Pranke“,

und das auf technisch höchstem Niveau. Puren

Wohllaut verbreitet das Vokalensemble Amarcord mit den

sorgfältig ausgewählten Stücken von Carlo Gesualdo und Luca

Marenzio.

Der laden

1983 gegründet, werden bei Hanse CD (unweit von Binnenalster

und Jungfernstieg gelegen), noch heute viele klassische

Fachhandelstugenden gepflegt. So findet der Kunde ein großes,

qualitativ hochwertiges Sortiment, wobei Klassische Musik ein

Schwerpunkt im Angebot ist. Das Jazz-Sortiment verdient das

Prädikat „besonders wertvoll“, und das Angebot an

Discs aus den Bereichen Pop, Clubsound und Weltmusik

orientiert sich an den Wünschen einer anspruchsvol-

len Kundschaft – die entsprechend kompetente

Beratung inklusive.

_06U80_musicline_Audio_12_11.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 92.00 mm);17. Oct 2011 10:24:24

Naim nicht im Versand erhältlich

The world‘s

most powerful

streaming

amplifier.

www.music-line.biz · Tel. 04105 77050


Magazin › SZENE

hifi-TErmiNE

ab sofort: Mediengalerie, 88329 Wangen/Allgäu

heißt ein neues Studio für HiFi, High-End und Heimkino in Wangen/Allgäu.

In drei Vorführstudios und auf 300 Quadratmetern Ausstellungsfläche

präsentiert der Branchen-Insider Gebhard Riedle ab sofort erlesene

Komponenten von erschwinglich bis edel. Im Angebot: Hersteller wie

Ayre, Accustic Arts, Musical Fidelity, Vincent, Revel, Thiel, Focal,

Velodyne, Sonus Faber, Vienna Acoustics, Triangle, Sooloos, finite

elemente, Audioquest usw. Somit hat der Raum Bodensee/Oberschwaben

eine weitere Anlaufstelle für hochwertige Unterhaltungselektronik.

AUDIO gratuliert herzlich zur

Geschäftseröffnung und

wünscht viel Erfolg und viele

zufriedene Kunden. Adresse:

Burgelitz 3, 88239 Wangen.

Telefon: 07522 / 7734 805.

www.mediengalerie.eu

9. 12. - 6. 1. 2012: PhonoPhono, 10961 Berlin

informiert immer freitags (Bergmannstr. 17, 17 bis 19 Uhr) schwerpunktmäßig

über analoge Klangkultur. Die kommenden Termine. 9. Dezember:

Phono-Vorverstärker – welchen Einfluss haben externe Phono-Vorverstärker,

welche Produkte passen zu welchen Plattenspielern, wo liegen

die Unterschiede? 16. 12.: 2011 Alt gegen Neu – ältere Plattenspieler

messen sich mit aktuellen Modellen. 23. 12.: keine Veranstaltung – das

Christkind naht. 30. 12.: Highendige Elektronik plus Lautsprecher für

Kenner und Genießer – PhonoPhono verführt mit „HiFi-Technik der

Champagner-Klasse“. 6. Januar 2012: Plattenspieler justieren – Tipps &

Tricks mit praktischen Hörbeispielen. www.phonophono.de

10. 12.: Blumenhofer Acoustics, 86877 Walkertshofen

erwartet Vinyl-Freunde zu einem Schallplattenabend im Retro-Stil: In

gemütlichem Ambiente werden dabei alte HiFi-Helden an die aktuellen

High-End-Speaker von Blumenhofer angeschlossen, dazu spielen feinste

Plattenspieler edles Vinyl. Anschließend diskutiert das Blumenhofer-

Team mit den Gästen bei Cappuccino und italienischem Gebäck, was

deren alte Anlagen noch so alles zu leisten imstande sind. Voranmeldungen

unter info@blumenhofer-acoustics.de erbeten.

www.blumenhofer-acoustics.de

10. 12. - 7. 1. 2012: Luna Audio Lounge, 90471 Nürnberg

veranstaltet am 10. 12. ein „Around Surround“-Event: Dabei wird eine ganze

Armada an AV-Verstärkern, DVD- und Blu-ray-Playern (etwa von

Denon und Cambridge) sowie eine Reihe von Surround-Lautsprechersets

von Phonar, Wharfedale, Cambridge und Denon für besten Bild und tollen

Ton sorgen. Präsentiert wird in zwei Vorführräumen mit spektakulären

Film- und Konzert-Highlights – und dazu gibt’s Glühwein und Lebkuchen.

Am 17. 12. stellen Thomas Mathejczyk und sein Team bei einem „Best

of“-Tag diverse Verstärker-, CD-Player- und Lautsprecher-Kombinationen

vor, die exzellent miteinander harmonieren und ein Spitzen-Preis-Leistungsverhältnis

aufweisen. Mit dabei unter anderem: die Dynavox Impuls

V mit dem T.A.C.-Röhrenverstärker K 35 und dem CD Player C 35 (siehe

AUDIO 12/2011), die 400er-Serie von Vincent mit den Focal-Standlautsprechern

Chorus 826 V sowie eine Top-Einstiegs-Kombi für rund 1400 Euro

mit dem Standlautsprecher Wharfedale Diamond 10.7 und einem

Verstärker-/CD-Player-Duo von Denon. Als Highlight zu Weihnachten

bekommt jeder Käufer einer der vorgestellten Kombinationen den

jeweiligen CD-Player geschenkt! Aber: Dieses Angebot gilt nur am 17. 12.

Ins Neue Jahr startet Luna Audio dann am 7. Januar unter dem Motto

„Main-Stream“ – hier stehen dann Streamer der Preisklasse von 500 bis

700 Euro (etwa von Denon, Cambridge und Pro-Ject) im Mittelpunkt.

www.luna-audio.de.

11. 12.: RAE Akustik, 21337 Lüneburg

beschert seine Kunden bei der großen „Hol Dir Dein Geschenk“-Weihnachtsfeier.

Beginn: 16 Uhr. Anmeldungen und Info unter Telefon 041 31 /

68 42 81 oder per Mail info@ rae-akustik.de. www.rae-akustik.de

11. 12.: RAE Akustik, 41441 Dortmund

veranstaltet die „Hol Dir Dein Geschenk“-Kunden-Weihnachtsfeier

natürlich auch in der Märkischen Str. 125 in Dortmund; los geht’s auch hier

geht’s ab 16 Uhr. Anmeldungen und Info unter Telefon 0231 / 860 2465 oder

per Mail info@ rae-akustik.de. www.rae-akustik.de

17. 12.: Projekt Akustik, 23611 Bad Schwartau

lädt unter dem Motto „Computer Audiophil“ zum einem Thementag

rund um Aktivlautsprecher, D/A-Wandler & Co. – eben zu allem, was

den Computer zur wohlklingenden Tonquelle machen kann. www.

projekt-akustik.de

17. 12.: HiFi Concept, 81667 München

widmet sich ganz der deutschen Topmarke T+A. Es spielen auf: der

K2 Blu, ein schlauer Zwitter aus 2-Kanal-Receiver, Blu-ray-Player und

Netzwerk-Spieler, die überarbeitete E-Serie (Stichwort: symmetrische

Signalführung), die Stereo-Hybridendstufe S-10 aus der V-Serie

sowie verschiedene Lautsprechermodelle aus der CTW-Reihe.

www.hificoncept.de

10. / 17. / 28. 12.: Sprint Service GmbH, 50389 Wesseling

sorgt auf seiner Tournee mit Lautsprechern der Aktivspezialisten

Backes + Müller gleich drei mal für guten Ton: am 10. 12. in Stuttgart,

am 17. 12. in Berlin und am 28. 12. „zuhause“ in Wesseling. Es treten

auf: die Modelle BM Prime 3, Prime 6, Prime 8 und Prime 14 sowie aus

der Line-Serie die BM Line 15, Line 25 und Line 35. Anmeldung und

Infos unter Telefon 07154 / 4413 (für Stuttgart) bzw. 02236 / 848 445

(Berlin, Wesseling). Dort erfährt man auch den genauen Veranstaltungsort.

www.aktiv-backesmueller24.de

5. 1. 2012: Boxen Gross, 10999 Berlin

veranstaltet einen Plattenspieler-Workshop mit Playern von Linn und

Rega unter besonderer Berücksichtigung des Aspektes „Tuning mit

Werks- teilen“ – spannend! www.boxengross.de

12

www.audio.de ›01 /2012


ANzEigE

MICro-SySTeMaNlaGe

cMt-G2nIP voN SoNy

Kleiner

Klangkünstler

Wer seine Lieblingsmusik im Wohnzimmer genießen will, braucht nicht unbedingt ein großes und

teures Soundsystem. Eine Micro-Systemanlage wie die CMT-G2NIP von Sony füllt den Raum ebenso mit

sattem Klang, überzeugt mit ihrem schicken Design und braucht obendrein noch viel weniger Platz.

Ob donnernde Rockmusik oder

gedämpfte klassische Musik: Die

Micro-Systemanlage CMT-G2NIP

von Sony beeindruckt jeden

Musikliebhaber mit ihrem kristallklaren

Sound. Einen großen Anteil daran haben

die zwei kompakten Lautsprecher, die mit

einer Gesamtleistung von 100 Watt eine

natürliche, akustische Balance schaffen.

Obendrein werden durch eine ausgetüftelte

Erdungstechnologie die Verstärkerverzerrungen

auf ein Minimum reduziert.

Der Zuhörer kann damit direkt in die Musik

eintauchen, ohne sich über störende Geräusche

Gedanken machen zu müssen.

Das gilt auch für das dezente, edle Design

der Anlage. Die Haupteinheit präsentiert

sich in solidem, gebürstetem Aluminium

mit Reglern im Retro-Look, die Lautsprecher

sind in schwarzem Klavierlack gehalten.

Damit fügt sich die Anlage ideal in alle

Wohnzimmerumgebungen ein – dank des

kleinen und kompakten Designs auch dort,

wo es an Platz mangelt.

Anschlüsse sAtt

Auch in punkto Anschlussvielfalt kann die

CMT-G2NIP von Sony durchaus mit großen

Soundsystemen mithalten und bietet für

den Benutzer viele Möglichkeiten, Musik zu

hören. Über die USB-Schnittstelle lassen sich

mobile Geräte wie iPod, iPhone, MP3-Player

oder ein USB-Stick anschließen. Darüber

hinaus können über Internetradio eine Vielzahl

an Radiosendern empfangen werden.

Für die drahtlose Einbindung in das heimische

Netzwerk stehen außerdem WiFi und

DLNA zur Verfügung. Das ist besonders praktisch,

da die Musik vom PC oder dem Server

ganz ohne Kabel auf die Anlage gestreamt

werden kann. Für einfache Bedienung sorgen

dabei der Streaming-Service AirPlay

von Apple sowie die kostenlos erhältliche

Fernbedienungs-App für iPod/iPhone, mit

der sich die Anlage von jedem Ort der Wohnung

aus ansteuern lässt.

CMT-G2NIP von Sony

auf einen Blick:

• Echtes Hifi-System mit hochwertigen

Lautsprechern

• Edles Design in Klavierlack und

Aluminium

• Einbindung ins Heimnetzwerk dank

DLNA und WiFi

• Einfache Bedienung dank Apple

AirPlay

• USB-Anschluss, Audioeingang


Titel-CD › die 2000er

die KeF-cd

Ein ganzes Jahr lang feierte AUDIO zusammen mit der

britischen Lautsprecherfirma KEF den 50. Geburtstag

von KEF. Gemeinsam surfte man durch fünf Jahrzehnte

einer innovativen Lautsprechermarke – und durch ein

halbes Jahrhundert Musikgeschichte. Zum großen

Finale geht es nun durch die 2000er-Jahre – Vorhang

auf für famose Boxen-Technik und berührende Musik.

■ Text: Christof Hammer, Claus Dick, Otto Paul Burkhardt, Malte Ruhnke

Aus rechtlichen Gründen können wir Ihnen in der iPad-Version die

AUDIO-CD nicht anbieten. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis. Sie

können eine Mail schreiben an leserbriefe@audio.de mit dem

Stichwort KEF-CD Volume 5, Ihrer iPad-Kennung und Post-Adresse,

dann schicken wir Ihnen eine CD zu – solange Vorrat reicht.

14 www.audio.de ›01 /2012


Titel-CD › die 2000er

Als Raymond Cooke 1961 seine Firma in

einer Wellblechhütte am River Medway

in der Grafschaft Kent aus der Taufe hob,

hatte der HiFi-Pionier eine klare Vorstellung:

Er wollte seinen Job im Dienste der

Musik und des guten Klangs besser

machen als andere. Dank vieler Pioniertaten

wie dem Einsatz von Computern,

dem Experimentieren mit neuen Mate rialien

und der Konzipierung von ausgeklügelten

Treibern und Gehäuseformen

spielten die Lautsprecher von KEF denn

auch von Anbeginn an vorne mit im High-

End-Konzert. Der 1925 geborene Elektrotechniker

starb 1995. Doch seine Nachder

sOund der zweitausender

Intensive Hymnen zwischen Pop, Songwritertum und Independent-Jazz, weihnachtlich-winterlich

getönte Klassik-Highlights mit Top-Dirigenten und -Solisten: folge 5 der Kef-cd-reihe bringt gut 70

Minuten Musik-highlights aus den 2000er-jahren.

Fotos: Archiv, margita / Gurgen Bakhshetsyan – www.shuttersok.com, Jane Stockdale, Fratelli/PIAS; Ruf Records, Tru Thoughts; Henry Fair, Marc Horn, Andrian Schmidt, Lukas Beck / Sony Music

aufbruch ins neue jahrtausend

1. scala & KOlacny brOthers:

Mensch

(Fratelli Records; aus der CD „Grenzenlos“;

PIASB I80 CD / PIAS-Indigo)

Die Idee: bestechend einfach, simpel geradezu.

Das Ergebnis: an Intensität kaum

zu überbieten, unter die Haut gehend in

seiner Authentizität und dem Verzicht auf

jegliche Tricks oder Effekthaschereien.

Keine spektakulären Mischpult-Zaubereien

bestimmen die Musik von Scala &

Kolacny Brothers – vielmehr rücken die

beiden belgischen Pianistenbrüder Stijn

und Steven Kolacny das natürlichste aller

Instrumente ins Zentrum ihres Projektes:

die Stimme. Beziehungsweise: einen

ganzen Saal voller Stimmen – 60 und

mehr Mädchen und Frauen im Alter von

zirka 14 bis 26 Jahren umfasst nämlich

das Lineup des im flämischen Aarschot

ansässigen Chores bei einer Studioproduktion;

immer noch zwischen 30 und 40

sind es bei einem Live konzert.

Um diesen Stimmzauber herum entwerfen

die zwei Kolacnys leise Klavier- und

Streicherarrangements und schufen damit

einen ganz eigenen Vokal-Kammerpop-Stil,

der inzwischen weltweit zum

Markenzeichen avancierte und der in Werbeclips

ebenso eingesetzt wird wie in

Kinoprodukt ionen. Zwar enthalten Alben

wie „Paper Plane“ (2008) inzwischen

vermehrt auch Selbstkomponiertes, doch

vor allem Fremdbearbeitungen sind es,

mit denen Scala seit ihrer Gründung 1996

für Furore sorgen. Gleich ein Dutzend ausdrucksstarker

Coverversionen versammelte

2005 das Album „Grenzenlos“: von

Kraftwerks „Das Modell“ über „Hungriges

Herz“ von Mia bis zu „Hier kommt

Alex“ von den Toten Hosen. Eines der

Highlights: „Mensch“, der Titelsong von

Herbert Grönemeyers vielleicht bester

Platte „Mensch“ von 2002. Mit leisen

Streicher- und Pianoklängen und dem

geballten, aber sensiblen Chorglanz klingt

Gröne meyers Ode an seine verstorbene

Ehefrau ungemein intensiv, melancholisch

und fast existenzialistisch nackt. Der

Klang stellt die Stimmen auf eine große

Bühne und setzt ganz auf die ungeschminkte

Schönheit von vokaler

Grandezza und filigraner Instrumentalbegleitung.

Große Pioniertaten in den 60er und 70er Jahren, wegweisende Innovationen in den 80er und 90ern:

Seit einem halben Jahrhundert setzt KEF Maßstäbe im Lautsprecherbau. das finale der fünfteiligen

Kef-jubiläumszeitreise in audiO beleuchtet nun die ereignisreiche Dekade von 2000 bis 2009 – und

blickt zugleich über den Tag hinaus. Denn: Auch die Zukunft hat bei KEF bereits begonnen ...

folger führten die Arbeit nach Cookes

Maximen erfolgreich weiter. Und so

stand auch die fünfte Dekade der 50-jährigen

Firmenhistorie im Zeichen bewährter

Tradition und beherzter Innovation.

Die KEF-Ingenieure entwickelten fortlaufend

neue Ideen und erweiterten ihre

Kenntnisse auch im Umgang mit akustischen,

magnetischen und mechanischen

Modellierungstechniken wie der Finite-

Elemente-Analysis.

Auf der Heimkinobühne hob sich 2000

der Vorhang für ein recht eigenständiges

Surround-System. Nachdem die KEF-

Crew bereits Ende der 90er Jahre neue

wie aus deM ei gepellt: Das 2000

aufgelegte Surround-Set KHT 2005 wurde

in der Szene binnen kurzem liebevoll „The Egg“

genannt – warum nur ...?

www.audio.de ›01 /2012

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Titel-CD › die 2000er

2. friend n’ fellow: clocks

(Ruf Records; aus der CD „Discovered, RUF 1165 /

in-akustik)

Zwei gute Bekannte, wieder das Jahr

2002, vertreten durch eine der größten

Popbands der 2000er-Jahre. Und weil

AUDIO über Constanze Friend (Gesang)

und Thomas Fellow (Gitarre) bereits regelmäßig

und viel geschrieben hat (siehe

auch „50 Jahre KEF Vol. 1: „The Sixties“,

AUDIO 1/2011), sollen die beiden nun einfach

mal selbst zu Wort kommen: „`Clocks´

war einer von fast 500 Songvorschlägen,

die wir von unseren Fans für unser Album

`Discovered´ erhielten“, erzählt Thomas.

„Im Ausdruck erinnerte er uns etwas an `I

Still Haven’t Found ...´ von U2, welches

wir ja bereits vor einigen Jahren interpretiert

hatten – damals als offene, ganz und

gar reduzierte Ballade. Eine solche Variante

hätten wir auch wieder wählen können,

aber letztlich entschieden wir uns für eine

Art kleines `Gitarrenorchester´ und Constanzes

Stimme `on top´. Was das endgültige

Arrangement betrifft: Letztlich experimentieren

wir im Studio häufig mit verschiedenen

Ansätzen und verfolgen dann

einen Weg, den wir beide als besonders

interessant empfinden. In diesem Fall gab

es zunächst eine einfache Gitarrenspur,

der ich nach und nach intuitiv weitere

Klänge und Motive hinzufügte. Wir ließen

uns treiben und waren am Ende ebenso

überrascht wie der Hörer. Übrigens erkennt

man einen wirklich guten Song

auch gerade daran, dass er auch bei absoluter

Reduktion noch Bestand hat.“ Und

klanglich? Alles vom feinsten natürlich.

„Die Aufnahmen entstanden im Waldhausstudio

mit Mohi Buschendorf. Das

Studio verfügt über sehr gute natürliche

und zurückhaltende Räume. (Holz, schräge

Wände etc.)“, plaudert Labelchef Thomas

Ruf aus dem Nähkästchen. „Die Gitarren

wurden mit Mikrofonen von

Earthworks (QTC40) und Schoeps (CMC-

64) abgenommen. Außerdem wurde der

Gitarrenpickup zusätzlich aufgezeichnet –

alles in hoher Auflösung (96kHz) in Protools

HD. Für die Stimme wurde ein

Großmem bran mikro von Haun benutzt.

Preamps von Focusrite und RME waren

für die Verstärkung zuständig. Beim Mix

war es wichtig, den glamou rösen Sound

des Ori ginals trotz Gitarrenbesetzung hinzubekommen.

Dabei kam der gute alte

Klassiker Lexicon 480 oft zum Einsatz.

Die Stimme wurde vom Metric Halo Channelstrip

und einem Avalon-Analogkompressor

veredelt. Die Gitarre ist direkt und

kraftvoll aufgenommen; das Picupsignal

wurde stark komprimiert, die Mikrofonanteile

hingegen nicht. Bei einer guten Mischung

beider Signale bekommt man den

typischen `Fellowsound´“.

3. nostalgia 77 feat. alice russell:

seven nation army

(Tru Thoughts; aus der CD „The Garden“, TRUCD

068 / Groove Attack)

Es dauert ja gemeinhin einige Zeit, bis ein

Song zum viel gecoverten Klassiker wird.

Im Fall wirklich großer Hymnen geht es

denn aber doch blitzschnell, und schon

nach kurzem machen unzählige Coverversionen

die Runde. Wie bei „Seven Nation

Army“ von den White Stripes – eine Komposition,

die eine spektakuläre Karriere

hingelegt hat: Geboren 2003 im US-Underground,

eroberte der Song mit dem

markanten Gitarrenriff und dem schunkeligen

Groove erst die Herzen der internationalen

Indierock-Gemeinde, enterte

dann als Fan-Hymne die Sportarenen die-

wie aus einer anderen welt: Das

DVD-Komplettsystem KIT 100 verblüffte 2005

mit einem geradezu futuristischen Look.

namen ist einfach – er bezieht sich auf die

ei-förmigen Satelliten. Weitere Highlights

waren ihr Guss-Alugehäuse und das Einpunkt-Quellen-System

Uni-Q in der bis

dato kleinsten Variante. Das klangstarke

„Ei“ brachte zusammen mit dem Subwoofer

prickelndes Kino feeling ins Wohnzimmer.

Heute begeistern eine ganze

Reihe von Heimkinosystemen von KEF

die Home-Cinema-Fans. Ein echter Ohren-

und Augenschmaus ist etwa die T-

Serie, das als eines der weltweit dünnsten

Hochleistungs-Heimkinosysteme

gelten darf: Ein neu entwickelter Tief-/

Mitteltöner mit Flachmembran spielt im

Team mit einem großen, komplett belüfteten

Hochtöner – so messen die Gehäuse

gerademal zierliche 35 Millimeter

in der Tiefe.

Ein weiterer Pionier betrat vor rund sechs

Jahren die Surround-Bühne: die kEF instant-theater-Reihe,

allen voran das DVD-

Komplettsystem KIT 100. Es sah aus wie

Hochleistungs-Subwoofer-/Satellitensysteme

für den Budgetbereich entwickelte,

schlüpfte zur Jahrtausendwende

das System KHT2005, genannt „The

Egg“. Der Grund für den liebevollen Spitzein

futuristisches 2.1-Satelliten-/Subwoofersystem

– tatsächlich konnte es durch

technische Finessen wie Uni-Q-Systeme

und rückwärtige NXT-Panels als stolzes

4.1-System Hollywood-Blockbuster packend

in Szene setzen. Die KIT-Reihe

hatte so selbst für viele Mitbewerber

eine technische Vorbildfunktion.

2001 ging als Jahr radikaler Erneuerung

in die Firmengeschichte der Kent

Engineering & Foundry ein. Neue Uni-Q-

Systeme mit elliptisch geformten Titan-

Hochtönern sowie einem 19-Millimeter

Hyper-Hochtöner für extrem hohe Frequenzen

hielten Einzug. Trotz 5-Wege-

Technik blieb man im Mittelhochtonbereich

mit dem neuen Flaggschiff Reference

207 aber dem Ideal der Punktschallquelle

treu. Und mit zwei passenden

Center-Speakern und einem Subwoofer

(PSW 4000 und PSW 5000)

konnte man ein R-Pärchen zum Surround-

System erweitern. Die XQ-Serie wurde

16 www.audio.de ›01 /2012


Titel-CD › die 2000er

ser Welt – und tönte in

den späten 2000ern

gar durch die Bierzelte

auf dem Münchener

Oktoberfest. Eine der

prickelndsten Bearbeitungen

stammt von

Benedic Lamdin alias

Nostalgia 77: Dieser

englische Musiker,

Produzent und DJ

tummelt sich ungefähr

seit 2004 im

Grenzbereich zwischen

HipHop, Avantgarde

und Electro-

Jazz. „Als ob Charles

Mingus eine Platte für Mo’ Wax aufgenommen

hätte“, kommentierte ein englischer

Kritiker etwa das 2005er-Werk

„The Garden“. Hier findet sich auch die

Version von „Seven Nation Army“ – maßgeblich

geprägt von Alice Russell, die mit

ihrem ausdrucksstarken Gesang zwischen

Soul und Blues für pure Gänsehaut

sorgt. Drum herum beschwören Bläser,

Kontrabass und Gitarren eine beklemmende

Atmosphäre zwischen Trip-Hop

und Gossen-Jazz. Der lebendige und vibrierende

Klang sorgt zudem für eine spektakuläre

Livehaftigkeit.

4. john johnson: greensleeves

Sharon Isbin, Gitarre (aus der CD „Journey To

The New World“; Sony 88697 54173 2)

Sie zählt zu den Besten ihres Fachs: Die

klassische Gitarristin Sharon Isbin füllt die

weltbesten Konzertsäle, verbindet virtuose

Technik mit exquisiter Tonkultur. Einen

Eindruck ihres unnachahmlich delikaten

Stils geben die Greensleeves-Variationen

des Renaissance-Komponisten John

Johnson, der als Hoflautenist bei Elizabeth

I. diente. Sharon Isbin

entführt uns auf

dieser Einspielung

von 2008 in eine

ganz eigene, faszinierende

Welt: reich

verziert, märchenhaft

und voller Klangpoesie.

5./16 giulio caccini: ave maria

Gábor Boldoczki, Trompete, Hedwig Bilgram, Orgel

/ L’Arpa Festante München, Bachchor Mainz,

Anke Vondung, Alt; aus der CD „Gloria“; Sony

88697 35234 2)

Barock und Blues liegen oft eng beieinander.

Um so mehr, wenn eine schlichte,

traurig-schöne Trompetenmelodie über

leisen Orgelharmonien zu schweben beginnt.

Entstanden ist diese Aufnahme von

Giulio Caccinis „Ave Maria“ 2008 in der

Martinskirche Memmingen. Der Trompeter,

der hier mit glasklarem Ton und seelenvollem

Ausdruck glänzt, heißt Gábor

Boldoczki. Mit butterweichem Timbre

wandelt der junge Ungar auf den Spuren

des französischen Ausnahmetrompeters

Maurice André – begleitet übrigens von

dessen langjähriger Orgelpartnerin Hedwig

Bilgram.

Noch berühmter ist das „Ave Maria“ von

Bach/Gounod – jene Melodie, die Charles

Gounod zu Bachs populärem C-Dur-Präludium

aus dem „Wohltemperierten Klavier“

erfand und die dann 1859 mit dem „Ave

Maria“-Text unterlegt wurde. Man mag

sie kitschverdächtig nennen, doch in dieser

Version (2008) – mit dezenten Harfen-

Arpeggien und mit der weit ausschwingenden

Altstimme von Anke Vondung –

könnte sie selbst Skeptiker bezaubern.

6. antonio vivaldi: die vier jahreszeiten

– der winter (finale)

(Joshua Bell, Violine, Academy Of St. Martin In The

Fields, John Constable; aus der CD „Vivaldi – ›

The Four Seasons“, Sony 88697 711013 2)

Es ist wohl das meist aufgenommene

Werk der Musikgeschichte. Und sicher:

Es gibt extremere, wildere Einspielungen

als diese. Doch Joshua Bells

dann 2002 als erschwingliche kleine

Schwesterreihe zur Reference-Serie gelauncht.

Herzstück auch hier: die Uni-Q-

Chassis, die praktisch eine zeit- und

phasenkohärente Punktabstrahlung erlauben.

Überdies übernahmen die

Modelle teils die Weichentechnik der Q-

und Reference- Familie sowie den

19-Millimeter-Super-Hoch töner im extra

Gehäuse. Ebenfalls 2002 erhielt auch die

Q-Serie mit den wichtigsten Modellen

Q1, Q3 und Q7 ein Update: Mit einem

neuen Alu-Hochtöner und dezenten

Gehäuserundungen setzten sie damals

einen neuen Maßstab in ihrem

Preis bereich.

Eine bis dato streng geheim

gehaltene Technologie sollte

2003 für weitere Furore

sorgen. In diesem Jahr stellte

KEF das „ACE“-Verfahrundum

bestens

beschallt: Die 2002

aufgelegte XQ-Familie war

auf Stereo spezialisiert –

machte aber auch als günstiges

Surround-Set eine

gute Figur.

ren im Surround-System KHT9000 vor.

ACE „vergrößert“ durch den Einsatz von

Aktivkohle im Lautsprechergehäuse das

interne Volumen – das kann die Bassperformance

deutlich optimieren. Diese

Technik sollte ein paar Jahre später für Furore

in den KEF-Flaggschiffen sorgen.

Auf der High End 2006 präsentierte KEF

schon mal den Prototypen Austin, einen

großen Lautsprecher, bestückt mit den

feinsten technischen Zutaten. In dieser

Zeit entstand die Idee für ein „richtiges“

Flaggschiff. Schließlich war die technische

Basis von KEF exzellent – man denke

nur an die ACE-Technologie, die hervorragenden

Treiber und Gehäusekonzepte

und die jahrzehnte lange Erfahrung

in allen Fragen des Lautsprecherbaus

und der Abstimmung. Doch die Engländer

wollten über die technische Ebene hinaus

auch ein definitives Design-Statement

abgeben. Diese Aufgabe sollte ein

Top-Industrie-Designer übernehmen. Die

www.audio.de ›01 /2012

17


Titel-CD › die 2000er

„Jahreszeiten“-Version, fixiert

2007 in London von

Top-Producer Steven Epstein,

lässt etwas aufscheinen,

was andere oft vergessen:

Romantik. Selbst im finalen

„Winter“-Allegro findet

Bell auf seiner 1713er

Stradivari Töne, in denen die ganze Magie

dieser Jahreszeit aufleuchtet.

7./8. johann sebastian bach:

sonata for viola da gamba

und cembalo; 1. satz / 3. satz

(Jan Vogler, Cello; Martin Stadtfeld, Klavier; aus

der CD „Gambensonaten“, Sony 88697 57519 2)

Kaum ein Cellist kann sein Instrument so

feinfühlig singen und sprechen lassen

wie Jan Vogler. Und dass er 2009 Bachs

Gambensonaten nicht mit Cembalo, sondern

in der Besetzung Cello/Klavier (mit

Martin Stadtfeld

als kongenialem

Partner) anbietet,

ist ein Plädoyer

für den „spirit“

der Musik –

abseits von historisch

informierter

Original-

instrumenten-

Rechthaberei. Voglers lyrisches Gespür,

das immer wieder in spirituelle Dimensionen

der Bach- Musik vorstößt, lässt sich in

den langsamen Sätzen (Adagio und Andante)

am besten mitverfolgen.

9./12. johann sebastian bach:

kantate bWv 147 – jesu, bleibet

meine freude / Weihnachtsorstorium

– kantate nr. 6 „nun

seid ihr Wohl gerochen“

(Chamber Orches tra Of Europe, Francois Leleux,

Oboe, aus der CD „Shall Remain My Gladness“,

Sony 88697 11274 2 / Concentus Musicus Wien,

Arnold Schoenberg Chor, Nikolaus Harnoncourt;

aus der CD „Weihnachtsoratorium“, Deutsche

Harmonia Mundi / Sony 88697 33321 2)

Wenn es einen Top-Hit von Bach gibt,

dann diesen: „Jesu bleibet meine Freude“

aus der Kantate BWV 147. Diese 2006

eingespielte Bearbeitung mit dem Chamber

Orchestra Of Europe verströmt unter

Dirigent und Oboist François Leleux einen

schwebeleichten Charme, wie man ihn

selten hört. Ganz anders, vital, federnd

und kräftig durchpulst klingt Nikolaus Harnoncourts

Lesart von Bachs Weihnachtsoratorium.

Was Harnoncourts Concentus

Musicus mit dem Schoen berg Chor

2006/2007 im Wiener Musikverein bot,

ist historische Aufführungspraxis aller-

bester Qualität: Noch im Schlusschoral

„Nun seid ihr wohl gerochen“, angelegt als

rhythmisch kantige Klangrede, ist die

Energie dieser Einspielung spürbar.

10./11. johann sebastian bach:

orchestersuite nr. 3 d-dur –

air; messe in h-moll – gloria;

(Chor der Sächsischen Staatsoper Dresden,

Staatskapelle Dresden, Peter Schreiber; aus der

CD „Festliches Adventskonzert aus der Dresdner

Frauenkirche“; Sony 88697 18262 2)

Das Adventskonzert aus der Dresdner

Frauenkirche, mitgeschnitten 2006, vermittelt

noch viel von der unvergessenen

Aufbruchstimmung nach der Wiedereröffnung

des Gotteshauses im Jahr 2005.

Die Aufnahme mit der Sächsi schen

Staatskapelle ist gleichsam der Nachhall

dieses historischen Augenblicks. Neben

einer luftigen Version des Bachschen

„Air“-Satzes beeindruckt hier besonders

das Gloria aus der H-Moll-Messe mit dem

Chor der Semperoper: ein prächtiges, von

Bachtrompeten überstrahltes Jubelfest,

festlich inszeniert von Peter Schreier.

12. siehe 9.

Wahl fiel nach vielen Gesprächen auf

Ross Lovegrove, einen Briten, der es auf

leidenschaftliche Weise versteht, Form

und Material zu verbinden.

Das Ergebnis war die Muon mit einem

feinen Outfit aus sechs Millimeter dickem

Aluminium – ein Material, das Love grove

bereits in seinen Entwürfen für Stühle

oder Tische verwendete. Die Muon verkörperte

somit quasi die Evolution vom

schnöden Lautsprecher zur spektakulären

Klangskulptur, geschaffen für das

ästhetische Empfinden des 21. Jahrhunderts.

Die Grundprinzipien beim Design

waren Logik und Ästhetik – mit dem Ziel,

ein „Zeugnis erstklassiger britischer

Ingenieursarbeit und überragenden Designs“

abzugeben. In der Muon geben

unter anderem vier 250-Millimeter-Basstreiber

mit einem extrem verzerrungsarm

agierenden Neodym-Magneten den

Ton an. Andrew Watson, Senior-Akustiktechniker

bei KEF, erläutert die Konstrukblickfang:

Mit

der Muon, entworfen

vom britischen

Designer Ross

Lovegrove, gelang

KEF 2007 ein

Hingucker erster

Güte. Die schlanke

Schönheit fasziniert

allerdings nicht nur

durch spektakuläre

Optik, sondern trägt

jede Menge feinste

Technik unterm

edlen Kleid. Auch die

schlanke Taille und

die Gehäuserundungen

haben, so

schick sie auch sein

mögen, explizit

klangliche Gründe.

18 www.audio.de ›01 /2012

13. georg friedrich händel: der

messias – hallelujah (Lautten Comtion

so: „Wir wollten bis an die Grenzen

unserer Technologie gehen – und sie dabei

gleichzeitig weiterentwickeln.“ Im

April 2007 feierte der Superlautsprecher

in Mailand seine rauschende Premiere.

Doch die KEF-Ingenieure wollten nicht

ruhen. 2009 stellten sie auf der Münchener

HIGH END die mit Karbonfibermaterial

konzipierte Concept Blade vor, die

etwas kleiner als die Muon ausfiel und

technologisch wegweisend für alle aktuellen

und künftigen KEF-Entwicklungen

ist. Nach nochmals zwei Jahren akribischer

Detail arbeit markiert nun die Blade

pünktlich zum 50-jährigen Firmenjubiläum

den Gipfel des technisch Möglichen

– mit einer exzellenten Synthese aus Ingenieurskunst

und bahnbrechendem Design

mit ihrem parabolischem Gehäuse:

ein Lautsprecher mit Einpunkt-Schallquellen-Charakter,

der im Inneren mit cleveren

Belüftungs-, Versteifungs- und

Wellensteuerungstechnologien agiert.


Titel-CD › die 2000er

pagney, Dresdner Kammerchor aus der CD „Der

Messias“; DHM/Sony 88697 64142 2)

Die superb räumliche SACD-Aufnahme

zeigt eine ungewöhnliche Seite von Händels

bekanntestem Oratorium: federleicht,

swingend und natürlich verständlich,

ohne Spur von Kraftmeierei oder

übermäßigem Pomp. Gerade das „Halleluhja“

profitiert vom feinfühligen Chor,

dessen Dynamik sich mit Echo-Effekten

vom Piano aus aufbaut. Spannend ist die

Gesamtaufnahme auch durch die Verwendung

ungewöhnlicher Continuo-

Instrumente wie der Laute, sowie durch

den deutschen Text des Dichter Johann

Gottfried von Herder anstelle des englischen

Originals.

14. felix mendelssohn-bartholdy:

elias – Wer bis an das ende

beharrt (Chor der Sächsischen Staatsoper

Dresden, Staatskapelle Dresden, Peter Schreiber;

aus der CD „Festliches Adventskonzert aus der

Dresdner Frauenkirche“; Sony 88697 18262 2)

In seiner schlichten, fließenden Melodik

ist dieser Chor aus dem „Elias“ eines der

schönsten Beispiele romantischer Kirchenmusik.

Die Besonderheit dieses

Live-Mitschnitts 2006 aus der Dresdner

Frauenkirche ist das Klangbild des

Semper opern-Chors, der die liedhaft-innige

Atmosphäre dieser Musik auf berührende

Weise vermittelt.

15. camille saint-saens – oratorio

de noel op. 12 – Quintette

et choeur (Bachchor Mainz, L’Arpa Festante,

Ralf Otto; aus der CD „French Romantic Music

For Christmas“; DHM/Sony 88697 36658 2)

Fast tänzerisch und mit selig-süß entschwebenden

Stimmen: Das Weihnachtsoratorium

von Camille Saint-Saëns, im Alter

von 23 komponiert, entfaltet betörende

Wirkung. Vor allem in dieser Aufnahme,

die Tonmeister Peter Laenger 2008

in der Wiesbadener St.-Kilian-Kirche wunderbar

transparent aufgezeichnet hat.

16. siehe 5

17. gustav holst: in the bleak

midWinter (Angelika Kirchschlager, Mezzosopran;

Tonkünstler­Orchester Niederösterreich, Alfred

Eschwé, aus der CD

„Angelika Kirchschlager

singt Weihnachtslieder,“

Sony 88697 18494 2)

In einer Weihnachtserzählung

des Romantikers

E. T. A.

Hoffmann ist die Rede

von einer „ganz

fernen, aber sehr herr lichen Musik“. So

etwa klingt der von Gustav Holst vertonte

Christmas-Song „In The Bleak Midwinter“,

2007 unter Leitung von Tritonus-Produzent

Andreas Neubronner produziert.

Die Salzburger Mezzosopranistin Angelika

Kirchschlager singt hier ganz einfach,

schnörkellos und mit der natürlichen Grazie

eines Folksongs. Eine wunderschöne

Melodie und eine engelsgleiche Stimme.

18. yo-yo ma & friends: joy to

the World (Yo­Yo Ma, Violoncello, Dave

Brubeck, Piano, Matt Brubeck, Violoncello, Paquito

D’Rivera, Klarinette; aus der CD „Songs Of Joy

And Piece“; 88697 34480 2)

Weihnachtsmusik kann auch herrlich humorig,

schräg und übermütig daherkommen

– etwa wenn Top-Cellist Yo-Yo Ma

mit der Jazzpiano-Legende Dave Brubeck

derart losgroovt, dass es eine Freude ist.

Vollends, wenn Paquito D’Riveras

quietschfidele Klarinette mit einstimmt.

„Joy To The World“ – diese Botschaft

kommt in dem 2008 in New York eingespielten

Kabinettstückchen entwaffnend

ungezwungen und gut gelaunt rüber. Ein

lässiger Crossover-Gipfel zwischen Klassik

und Jazz: Ja, auch so kann „Merry

Christmas“ klingen. Absolut ansteckend

– und mit hinreißend bluesigem Schluss.

kursWechsel: Mit der 207 der ersten

Generation änderte sich Anfang der 2000er

Jahre die Formsprache der Reference-Serie

– Kurven und Rundungen prägten fortan das

Bild.

sprochen, Raymond Cooke – so war es

50 Jahre lang, und so wird es weiter sein.

Denn: Die KEF-Geschichte wird fortgeschrieben

im neuen Jahrzehnt – siehe

Seite 24 ...

Die neuen Basstreiber sind überdies so

aus gerichtet, dass ihr gemeinsames

akus tisches Zentrum genau demselben

Punkt im Raum entspricht, wie das Uni-

Q- Mittel-/Hochtonchassis.

Die Wellblechhütte am Ufer des River

Medway steht längst nicht mehr. Dafür

setzen die KEF-Lautsprecher auf der ganzen

Welt ein musikalisches Statement,

ganz im Sinne von Gründer Raymond

Cooke: „Von allen Kunstformen ist die

Musik die am schwersten definierbare

und die ausdruckstärkste, die am

schwersten zu greifende und die unmittelbarste,

die vergänglichste und die unvergänglichste.

Transformiert in einen Tanz

der Elektronen um einen Draht, lebt ihre

Seele weiter. Wenn die Musik wieder ihrem

gewünschten Zweck zugeführt wird,

zur Unterhaltung Ihrer Ohren und Ihres

Geistes, möchte KEF dies auf dem natürlichsten

Weg tun, ohne Drama, ohne

Übertreibung, ohne Tricks.“ Wohl geblack

beauty: Der 2007 lancierte Top-

Subwoofer 209 bereicherte die ausgehenden

2000er-Jahre mit einem echten Clou: Er hat ein

eigenes Mikrofon an Bord – und erledigt selbstständig

die akustisch korrekte Raumeinmessung.

www.audio.de ›01 /2012

19


Komplett-Anlagen › Streamer-VollVerStärker

Spezial-einheit

Beim SuperUniti steckt Naim alles in eine Kiste: DAB, UKW, Netzwerkplayer, Verstärker, D/A-Wandler.

Und das alles auf so hohem Niveau, dass man sich Einzelkomponenten sparen kann.

■ Text: Bernhard Rietschel

4200 Euro sind viel Geld für ein HiFi-

Gerät. Auch dann, wenn es wie der

Naim SuperUniti eine ganze Anlage

ersetzt. Andererseits deutet der Name

an, dass im besten Kombigerät der Engländer

die Gene des SuperNait stecken

könnten. Eines Verstärkers also, der

alleine schon 3600 Euro kostet, und der

seit dem Test in AUDIO 1/08 in seiner

Preisklasse ungeschlagen ist. So betrachtet,

wäre der Aufpreis von 600 Euro

für den integrierten Netzwerkplayer

samt Tuner doch eher gering.

Wer den SuperUniti hochhebt, meint,

einen massiven Eisenblock zu stemmen:

Fast 13 Kilo bringt der neue Naim auf die

Waage. Wie schon beim Vollverstärker-

Bruder geht gut die Hälfte des Gewichts

aufs Konto eines riesigen Ringkerntrafos;

der Rest steckt mehrheitlich im

Gehäuse – einer Karosserie, die nicht nur

HiFi-Haptiker, sondern auch Schlosser

beeindruckt: die Front aus dem Vollen

gefräst und seidig mattiert, das Chassis

aus 3 mm starkem Alublech, mit sauber

geschnittenen, verstärkten Gewinden

20

überall da, wo etwas zu verschrauben

ist. Perfektion auch da, wo eigentlich

keiner je hinschaut.

Löst man die knackigen M4-Inbus bolzen

aus ihren im Boden versenkten, plangefrästen

Sitzen und lässt dann das

Chassis aus dem Gussmantel herausgleiten,

fällt zunächst besagter Riesentrafo

auf, daneben dann die Hauptplatine,

deren Topologie tatsächlich an die des

SuperNait erinnert. Identisch ist sie

nicht: Statt klassischer Motor-Potentiometer

sind für Lautstärke- und Balancewww.audio.de

›01 /2012


Komplett-Anlagen › sTreamer-VollVersTärker

TesT

Kombinierter Netzwerkplayer-Vollverstärker mit

integriertem UKW/DAB-Tuner und Digitaleingängen

Naim SuperuNiti 4200 €

regelung nun elektronisch gesteuerte

Widerstandsnetzwerke zuständig. Auch

die Endstufensektion springt mit ihrem

geänderten Aufbau sofort ins Auge: Die

Leistungstransistoren des SuperNait

sind anderen, physisch etwas kompakteren

Typen gewichen, und auch deren

Kühlung ist etwas einfacher gestaltet:

Während im Vollverstärker zunächst ein

massiver Alublock für stabile Temperaturverhältnisse

sorgt, sind die Halbleiter

im Kombigerät direkt an den dicken

Chassisboden geflanscht.

Nur wenig zum Gewicht, dafür umso

mehr zum Nutzen des SuperUniti trägt

der integrierte Netzwerkplayer bei. Das

Streaming-Board basiert wie schon bei

den älteren Uniti-Geschwistern auf

Chips des Schweizer Spezialisten Bridge-

Co, wobei die im SuperUniti verbauten

Einheiten bereits einer neueren Generation

entstammen. In der Praxis macht

sich das vor allem für HiRes-Fans

bemerkbar, die mit dem SuperUniti nun

endlich auch höchstauflösende Dateien

im 24bit/192kHz-Format abspielen

können. Gapless-Wiedergabe, also das

unterbrechungsfreie Abspielen ineinander

übergehender Tracks etwa bei Live-,

Opern- oder DJ-Alben, beherrschen die

Naims schon länger, hier macht auch der

SuperUniti keine Ausnahme.

Wer bequem vom Hörplatz aus in seiner

Festplatten-Musiksammlung oder den

Tiefen der Internetradio-Senderlisten

stöbern will, besorgt sich am besten

einen iPod Touch (ab 200 Euro) oder ein

iPhone und lädt aus dem App Store die

kostenlose, für die Naim-Streamer maß-

Fotos: Archiv, MPS

www.audio.de ›01 /2012

21


Komplett-Anlagen › StREaMER-VOllVERStäRKER

DiGitalES OBERHaUS:

Im zweiten Stock links wohnt das

Wandler-Board des SuperUniti,

das mit seiner DSp-gestützten

neutaktung des Digitalsignals

einer Sparversion des naim-DAC

ähnelt. egal, ob es vom huckepack

darauf sitzenden Streaming-

Board oder von den klassischen

Digitaleingängen gefüttert wird

– es liefert stets exzellenten

Klang und rekordverdächtig niedrige

Jitter-Werte.

geschneiderte Kontroll-App n-Stream.

So lassen sich alle Verstärker- und

Streamerfunktionen zuverlässig via

Touchscreen kommandieren.

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Gewicht

Naim

SUpeRUnItI

Music Line

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4200 euro

5 Jahre

43 x 9 x 32 cm

13 kg

QuelleN/aNschlüsse

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–

Analog In/pre Out 2 Cinch 1 DIn / 1 Cinch, 1 DIn

USB

• (Apple-Player, USB-Sticks)

Digital In koax/optisch 2 (Koax + BNC) / 3

Digital out Koax/optisch 1 (BNC) / –

netzwerk

ethernet, WLAn

FuNktioNeN

Display / OSD • (VFD)/ –

Coveranzeige

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Radio FM/DAB

• / •

Internetradio/Anbieter • / vtuner

Formate

FLAC, WAV, MP3, AAC, WMA,

ALAC, AIFF, OGG

benötigter Server Upnp

Gapless


Steuerung via App ... • (Naim n-Stream, 0€)

... überträgt kpl. Playlist •

Max. Auflösung bit/kHz 24/192 Netzwerk/USB/Koax

aUDiOGRaMM

ÅMusikalisch packender,

extrem fokussierter Klang.

Ínetzwerk: kein schneller

Vor/Rücklauf.

Klang lossless 120

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

überragend

klaNguRteil

PReis/leistuNg

120 PuNkte

sehR gut

Neben dem internen Netzwerkplayer

dürfen auch externe Player Daten liefern

– fünf Digitaleingänge stehen dafür bereit.

Dazu gibt es an der Front einen USB-

Eingang, der Musik von Apple-Playern

und Speichersticks saugen kann.

Zwei Fragen drängten sich zum Hörtest

auf: Wie würde der Verstärker im Super-

Uniti im Vergleich zum konstruktiv sehr

ähnlichen SuperNait klingen? Und wie

weit würde man mit dem SuperUniti im

Vergleich zu einer optimal ausgewählten,

gleich teuren Kombination aus Netzwerkplayer

und Vollverstärker kommen?

Zu beiden Fragen gab es überraschende

und unerwartet klare Antworten: Die

Unterschiede zum Vollverstärker-Bruder

waren gering, solange man letzteren

nicht durch den Anschluss externer

Netzteile veredelte – eine Option, die

dem SuperUniti fehlt. Und keine wie

auch immer geartete Einzelkomponenten-Kombi

konnte dem SuperUniti das

Wasser reichen.

Gerade über seinen integrierten Player

klang der Naim furchterregend gut. Er

ließ die KEF Reference 207 mit aufreizender

Lässigkeit aus dem Klanggeschehen

verschwinden, platzierte Instrumente

weit außerhalb der Lautsprecherbasis

und dennoch so absolut stabil,

dass der Tester ihre virtuelle Position mit

dem Zollstock hätte bestimmen können.

Zu dieser phänomenalen Abbildungs-

und Maßstabsgenauigkeit – traditionell

keine typische Naim-Stärke – gesellten

sich die alten Spezialitäten der Engländer:

eine enorme Lebendigkeit und

Durchzugskraft etwa, die Musik vom

ersten Takt an spannend und interessant

machte. So konnte man zwar Verstärker

finden, die mehr Bass produzierten oder

Player mit mehr Höhen, oder gar mehr

von beidem. Eine Kombi zusammenzustellen,

die den Hörer stärker in die

Musik hineinzog, die mehr Intensität vermittelte,

und der das Ganze dann auch

noch so leicht zu fallen schien, gelang

den Testern jedoch beim besten Willen

nicht – oder nur für viel mehr Geld.

Fazit

Bernhard Rietschel

AUDIO-Redakteur

Eine gute anlage zu finden war

noch nie so leicht wie heute:

Naim SuperUniti kaufen, ein Paar

passende Boxen aussuchen. Neben

einer Naim Ovator als naheliegendem

Werks-Partner passen

auch größere KEFs hervorragend

– etwa die R700 aus diesem Heft.

Danach kann man sich in Ruhe

um aufbau und Pflege des Festplatten-Musikarchivs

kümmern.

22

www.audio.de ›01 /2012


Komplett-Anlagen › StREAMER-VOLLVERStäRkER

SOLLtE REichEn:

Klassische 4-mm-Buchsen

für die Boxen, DIN

und Cinch für die analogen

Ein- und Ausgänge,

darüber ein Mini-USB

für Updates, gefolgt von

Netzwerk- und

Digitalschnittstellen –

letztere auch in elektrisch

optimaler BNC-

Ausführung.

MESSLABOR

Naim-typisch zeigt der Frequenzgang

(o.Abb.) leichte Lastabhängigkeit (-0,7dB

von 8 nach 2Ω) und eine milde Bandbegrenzung

(50kHz, -6dB). In der Klirranalyse

(1) dominiert ungeradzahliger k3,

der leistungsabhängige Verlauf ist tadellos.

Die Endstufe ist kräftig (89/139W an

8/4Ω) und sehr laststabil (2). Überragend

(speziell für einen DAC ohne asymmetrisches

Upsampling) ist der Jitter mit

150/161ps (Koax/LAN).

_073Q5_Canton_Video_01_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);11. Nov 2011 11:36:58

WIR WEIHNACHTEN SIE

Gedanken zum Fest

Früher waren die Zeiten besser, die Geschenke größer und an Weihnachten hat es immer geschneit.

Oder auch nicht. Was wirklich zählt, sind aber eigentlich ganz andere Dinge. Die Aufregung und die

Vorfreude, die glänzenden Kinderaugen und die glücklichen Menschen, die genau das haben, was

wir Ihnen wünschen: ein wirklich frohes Fest.

www.canton.de


Lautsprecher › standboxen

black metal

Wer 3000 Euro für ein paar Standboxen ausgibt, will langfristig investieren. Die Technologien

von Canton, Dynaudio, Elac und KEF garantieren Langlebigkeit. Doch wie überlebt

man damit künftige Einrichtungs-Trends? Die einstimmige Antwort lautet: mit tiefem

Schwarz und edlem Lack. Bei Elac und KEF sind sogar die Metallmembranen dunkel.

■ Text: Malte Ruhnke

24

www.audio.de ›01 /2012


Lautsprecher › sTandboxen

Standlautsprecher der gehobenen

HiFi-Klasse sind eine Investition

für’s Leben. Wer heute ein Modell

eines soliden Markenherstellers ersteht,

kann technisch das Thema Passivboxenkauf

für die nächsten 15 oder 20 Jahre

ad acta legen. Trotzdem folgen auch so

langlebige Produkte wie Lautsprecher

gewissen Modetrends. Wenig verwunderlich,

ist doch die Box, gerade wenn

sie akustisch sinnvoll nicht in der Ecke,

sondern frei im Raum steht, das sichtbarste

Aushängeschild der Anlage – und

damit zugleich ein Teil der Einrichtung.

So manchen Trend sahen wir die letzten

Jahre: Wurzelholz, Silber, helle Hölzer

wie Birke, dunkle wie Wenge. Doch

Trends sind eben kurzfristig. Viele Käufer

merkten, dass eine optisch so individuelle

und charakterstarke Box beim Wechsel

der Wohngarnitur oder auch nur der

Wandfarbe nicht mehr mit ihrer Umgebung

harmoniert, und dass gerade die

Dame des Hauses mit solchen Widersprüchen

oftmals nicht leben will. Und

so erlebt der Lautsprechermarkt im Moment

eine Renaissance der schlichtesten

Farbe: Schwarz.

TesT

Vier Standboxen mit schwarzem

Hochglanzlack

Canton Vento 890.2 3200 €

DynauDio foCus 260 3400 €

elaC fs 248 blaCk eDition 3900 €

kef r700 2600 €

der lack machT´s

Schwarze Lautsprecher – bevorzugt in

preiswerter Folie mit Eschen-Prägung –

standen dabei lange in dem Ruf, nur alleinstehenden

Herren und preisbewussten

Hörern Genüge zu tun und in Sachen

Optik und Haptik wenig zu bieten. Das

hat sich mit dem Siegeszug edler Hochglanzlacke

grundlegend geändert. So ist

es kein Zufall, dass Hochglanz Schwarz

die einzige Farbe ist, die alle großen Hersteller

in der Standboxenklasse um 3000

Euro im Portfolio haben. Wobei hier

Hochglanzlack nicht gleich Hochglanzlack

ist: Je mehr Lackschichten aufgetragen,

geschliffen, poliert und erneut aufgetragen

werden, desto glatter und verspiegelter

erscheint die Oberfläche und

desto mehr erreicht das Ergebnis in Optik

und Haptik den höchsten Standard des

Klavierlacks. War diese Qualität noch vor

wenigen Jahren nur Stand boxen der

Oberklasse vorbehalten, fügen sich nun

auch die „3000er“ in fast alle Wohnumgebungen

harmonisch ein. Doch welcher

der vier Kandidaten schlägt sich auch

akustisch im Raum am besten?

Fotos: Archiv, MPS, H. Härle, Ozerina Anna – Shutterstock.com

www.audio.de ›01 /2012 25


Lautsprecher › sTANdBOxeN

CANTON vento 890.2 um 3200 euro

RAum uNd

AufsTelluNg

Raumgröße

K m

Akustik

T

D

A

Aufstellung

W

g

H

f

Von weitem ist der Sprung von

der Vento 890 auf die 890.2

allenfalls eine Evolution, so ähnlich

scheinen sich die beiden Cantons zu

sein. Doch wer näher rangeht, erkennt

die Zeitenwende im oberen Bereich der

Schallwand: Statt des Standard-Aluminium-Hochtöners

spielt in der .2 mittlerweile

eine Alu-Keramik-Kalotte, wie sie

schon der Reference-Serie von Canton

zu höchsten Klangweihen verhalf. Diese

extraharte Schicht auf der Membran verhindert

dabei ein Aufbrechen derselbigen

in Partialschwingungen und lässt

sie dem Musiksignal schneller und akurater

folgen. Damit dies keine Nachteile

in Abstrahlverhalten und Frequenzgang

zeitigt, ist die Einzoll-Kalotte mit einer

ausgeklügelten Schallführung und akustischer

Linse ausgestattet. Diese sorgen

zugleich für einen definierten Ab-

messlABOR

strahlwinkel und einen besseren Wirkungsgrad

im unteren, für die Belastbarkeit

traditionell kritischen Bereich der

Kalotte. Um den Maximalpegel auf einen

dieser Boxengröße angemessenen

Standard zu bringen, wählten die

Canton-Entwickler die Trennfrequenz

zudem mit 3000 Hz eher hoch. Den gesamten

sogenannten Stimm- und Formantbereich,

also Grund- und klingende

Obertöne der Stimmen, spielt der 18

Zentimeter messende Mittelton-Konus

mit seiner Aluminium-Membran. Auch

dieser wird mit 250Hz hoch genug abgetrennt,

um ihn von schwerer Bassarbeit

zu befreien und damit mehr Maximalpegel

zu ermöglichen. Da die beiden

20er-Bässe direkt unter dem Hochtöner

angeordnet sind, ist trotz dieser Trennung

ein homogener Übergang gewährleistet;

auch können beide parallel

Die Vento zeigt sich vorbildlich neutral mit einem durchgehend kräftigen, aber sehr tiefen

Bassbereich (-6dB bei 31 Hz). Der Kennschalldruck ist mit 86,5dB hoch, der Verstärker

sollte aber mit wechselnden Lasten bis 3 Ohm hinab kein Problem haben. Bei

der Pegelmessung erreicht sie erst bei 108dB die Messgrenzen, die kleinen Klirrspitzen

um 60 und 2500 Hz sind subjektiv nicht relevant, da nur langsam steigend. AK 54

Etwa 10 Grad am Hörer vorbei.

Hörabstand flexibel. In kleinen

Räumen und bei Wandnähe

wird der Oberbass zu fett.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 166.

Canton Vento 890-2 DC

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Canton Vento 890-2 DC Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

26 www.audio.de ›01 /2012


Lautsprecher › stanDBoxen

wenn Natürlichkeit in Kombination mit

Opulenz gefragt war: Holsts „Planeten“

unter Prévin donnerten mit einer Extraportion

Bassschwärze los, zeigten im

Verlauf der Suite aber auch seidige bis

gefühlvolle Töne. Einzig wandnah wurde

es dann doch eine Spur zu massig. Die

Canton ist eine überragend spielfreudige

Box für alle Fälle und größere Räume.

schwarz, schmal, stark

Als Spitzenmodell der Vento-Serie wird

die 890.2 auch mal in größeren Räumen

auftreten und darf sich dementsprechend

einen etwas massigeren Auftritt

leisten. So war es auch der beeindruckend

volle, dabei feinfühlig getimte und

harmonisch eingebundene Tiefbass, der

bei Kari Bremnes’ „Over en by“ für erstaunte

Gesichter im Hörraum sorgte.

Die Vento klang spielfreudig und eralu

ohne folie: Canton setzt bei Tief- und Mitteltöner durchgängig auf Leichtmetall.

Die Frequenzweichen für den Bass- und Mittelhochtonbereich residieren auf getrennten Platinen.

betrieben werden. Die Bassreflexunterstützung

arbeitet erst im Bereich

unter 50 Hz, was das Timing im Oberbassbereich

gegenüber einer höheren

Abstimmung kohärenter halten soll.

wachsen wie eine ganz große High-End-

Box und folgte dynamischen Schattierungen

behände und genau wie ein kleiner

Monitor. Besonders die Pegelwendungen

bei Händels „Messias“ (Katzschner,

CD auf dieser AUDIO) stellte sie

mit Verve und Spielfreude in den Hörraum,

die Sänger interpretierten das bekannte

Werk mit einer Extraportion

Stimmkraft und Ergriffenheit. Dabei beeindruckte

immer wieder das überragende

Fundament, was auch beim

Leise hören ein Gefühl von Dominanz

und Vollständigkeit vermittelte, ohne die

klangfarb lichen und rhythmischen Feinheiten

zu über tönen. Überhaupt war die

Canton immer dann in ihrem Element,

_0773U_Yamaha_audio_01_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 95.00 mm);22. Nov 2011 10:02:41

steckBrief

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

Furnier/Folie/Lack

Farben

Arbeitsprinzipien

Raumanpassung –

Besonderheiten Bi-Wiring

auDioGramm

neutralität (2x) 100

Detailtreue (2x) 100

ortbarkeit 95

Räumlichkeit 80

Feindynamik 100

Maximalpegel 90

Bassqualität 85

Basstiefe 95

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

canton

VenTo 890.2DC

Canton

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schattierter Dynamik und

enormem Bassfundament.

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95 Punkte

überragend

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Entspannen Sie sich, schalten Sie ab und genießen Sie Musik,

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bescheinigen muss. Hier wird Sound zum Genuss.

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Hintergrund zu laufen. Entdecken Sie das Restio System heute noch

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Lieferbare Farben: Lila,

Schwarz, Grün und Weiß


Lautsprecher › stAndBOxen

weniger ist mehr: Statt zwei Paar

Kompromiss-Klemmen wählt Dynaudio die

edle und stabile Single-Wiring-Variante.

Schwarz als Membranfarbe hat bei

den Dänen von Dynaudio eine

lange Tradition. Die in der eigenen

Manufaktur gefertigen Konus-Chassis

besitzen eine Membran aus einem von

Dynaudio MSP genannten Material. Dieses

magnesium-silikat-Polymer soll die

positiven Eigenschaften von Kunststoff-

Schwingflächen mit denen von Metall

verbinden – und war von Anfang an

schwarz gefärbt.

Die große Staubschutzkalotte zeigt eine

weitere Besonderheit: Die Schwingspulen

sind bei allen Konus chassis von

enormem Durchmesser, um einerseits

die Membran gleichzeitig anzutreiben

und andererseits eine hohe thermische

Belastbarkeit zu garantieren. Diesem

Zweck dient auch der hochtemperaturfeste

Spulenträger aus schwarzem Kapton

sowie der in mehreren Lagen gewidynAudiO

focus 260 um 3400 Euro

rAum und

AufsteLLung

Raumgröße

K m

Akustik

t

A

Aufstellung

w

d

G

H

f

messLABOr

ckelte Aluminium-Draht. Die kleinste

Standbox der neuen Focus-Serie, die

260, kommt dabei mit zwei Tiefmitteltönern

aus und verzichtet auf einen zusätzlichen

Mitteltöner. Der untere Konus

wird hierbei sanft ausgeblendet, um die

Schallabstrahlung nicht unnötig zu verengen.

Ein homogenes Rundstrahlverhalten

wird auch durch das Frequenzweichendesign

erreicht, was im Übergangsbereich

komplett als Weiche 1.

Ordnung mit einer Flankensteilheit von

nur 6 Dezibel pro Oktave arbeitet – üblich

sind 12 bis 24 dB. Die flachen Filter

minimieren einerseits Phasenfehler und

sorgen andererseits für einen harmonischen

Übergang zur Softdome-Kalotte.

Da diese durch die flache Filterung recht

stark belastet wird, ist sie mit 28 Millimetern

zum einen groß geraten; zum anderen

erhöhen die temperaturfesten

Die Focus zeigt einen linearen Graphen frei von Welligkeiten, vom Bass zu den Höhen

leicht fallend. Der Bass ist unterhalb 60 Hz abgesenkt und reicht dann tief (29Hz). Die

Impedanz ist linearisiert und erreicht nur im Grundton das nominelle Minimum von

4 Ohm, bleibt im Durchschnitt um 6 Ohm, was Röhren-Amps entgegenkommt. Der

Maximalpegel ist im Oberbass bei 101 dB limitiert, darüber praktisch klirrfrei. AK 63

Genau auf den Hörer richten.

Hörabstand ideal 2 bis 3 m, in

ungleichmäßig bedämpften

Räumen zu dunkel. Mit

Wandabstand experimentieren.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 166.

Dynaudio Focus 260

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Dynaudio Focus 260 Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

28

www.audio.de ›01 /2012


Lautsprecher › STaNDBoxEN

BESTE zUTaTEN: Die Schwingspulen der Tiefmitteltöner sind von enormem Durchmesser

– drei Zoll. Dank Aluminiumdraht und Kapton-Träger sind sie hoch belastbar. Die 28-mm-Softdome-Kalotte

ist nach hinten gekühlt, um auch mit hohen Belastungen zurechtzukommen.

einem feinen Klangteppich und einer

pointiert gespielten Rhythmus­Sektion

untermalt. Angesichts der eher hohen

AK ist die Focus 260 auf dem Papier

nicht unbedingt erste Wahl für schwächliche

Röhren­Amps, doch im Hörraum

ergaben sich dennoch Traum­Kombinationen:

etwa mit dem Lyric Ti 120

Signature, der dem Stimmbereich mehr

Wärme verlieh und die Dynaudio auch

feindynamisch in eine neue Klasse

lupfte. Damit erwies sich die Focus 260

weder als lauteste noch als effektvollste

Box ihrer Klasse, dafür aber als äußerst

universeller Schöngeist, der Kennern

und Liebhabern von sanft­audiophilen

Tönen eine Investition für’s Leben sein

will – und kann.

Ferrit­Magnete und die Kühlrippen die

thermische Belastbarkeit. Weil die Kalotte

recht breit strahlt, sind die Kanten

der Standbox großzügig angefast, was

Kanten reflexionen effektiv minimiert.

Ähnlich strömungsoptimiert ist das rückwärtige

Bassreflexrohr, bei dem allerdings

keine Kantenbrechungen, sondern

eher Abrissgeräusche drohten – die aber

durch großzügige Verrundung effektiv

unterdrückt werden konnten. Die Verarbeitung

des Gehäuses ist von erlesener

Qualität, der perfekt aufgetragene

Lack auch an schrägen und Kanten offenbart

Sorgfalt und Liebe zum Detail.

SaNFTE RUHE

Das zeichnete auch den Klangcharakter

der Focus 260 aus. Sie fächerte bei

Brahms „Requiem“ (Janowski) ein opulentes

Füllhorn an musikalischen Details

in den Raum und folgte mit viel Liebe

jedem einzelnen Chorsänger und Instrumentalisten.

Dabei servierte sie diese

aber nie auf dem beleuchteten Silbertablett,

sondern wahrte einen gebühren­

den Abstand zum Hörer, leuchtete einen

breiten und hohen Raum aus und gab

sich betont seidig und transparent.

Naturgemäß erreichte sie nicht ganz die

Bassfülle und Dynamik der Canton Vento,

setzte ihre Reize dafür aber feinfühliger

und gezielter ein. Die Focus ist eine

Box, mit der man stundenlang völlig ermüdungsfrei

hören kann und sich dennoch

immer wieder an ihrer natürlichfeinfühligen

Detaildarstellung erfreut. Sicher,

bei Metal­Brettern wie Dream

Theaters „Metropolis Pt. 2“ hätte man

sich etwas mehr Attacke der Bassdrums

und Biss bei den E­Gitarren gewünscht.

Das Fundament ließ sich aber noch verbessern,

wenn die Focus in kleineren

Räumen oder in der Nähe zu einer Wand

Platz nahm, wodurch sie etwas an Volumen

gewann, ohne ihren Grundcharakter

zu ändern. Der zielte eindeutig weniger

auf brachialen Rock, sondern eher

auf Jazz, Klassik und audiophile Folk­

Aufnahmen. Kari Bremnes’ Stimme

tönte über die Dynaudio wunderbar

sanft und zugleich deutlich, dabei von

STECKBRIEF

dynaudio

FOCUS 260

Vertrieb

Dynaudio

0 41 08 / 4180-0

www.

www.dynaudio.de

Listenpreis

3400 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T 20 x 99 x 29,5 cm

Gewicht

19 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / •

Farben

Walnuss, Rosewood, Ahorn,

Klavierlack Schwarz u. Weiß

Arbeitsprinzipien 2,5-Wege Bassreflex, Gewebe-

Kalotte

Raumanpassung –

Besonderheiten –

aUDIoGRaMM

Neutralität (2x) 100

Detailtreue (2x) 100

Ortbarkeit 90

Räumlichkeit 105

Feindynamik 80

Maximalpegel 75

Bassqualität 90

Basstiefe 90

Verarbeitung

überragend

klangurteil

Preis/leistung

ÅStimmige, seidige und natürliche

Box mit weitem Raum

und schöner Durchzeichnung,

ideal für Röhren.

ÍKönnte etwas dynamischer

und kräftiger spielen.

94 Punkte

sehr gut

MIT DIESEN CDS WURDE GEHÖRT

HäNDEl – DER MESSIaS

(KaTSCHNER): Der Klassiker anders interpretiert

– kammermusikalisch, schlank, mitreißend

und mit deutschem Text. Die

Atmosphäre ist exzellent, das eher feinfühlig

und zart gesungene „Hallelujah“ ist auf der

AUDIO-CD dieser Ausgabe enthalten.

KaRI BREMNES – ovER EN By (INDIGo):

Norwegischer Folk mit jazzigem Einschlag und

zarter Stimme; die durchaus melancholischen

Chansons atmen den Geist Skandinaviens.

Dabei ist besonders die Rhythmusgruppe straff

produziert, was die Scheibe auch für

Audiophile und Rockfans interessant macht.

www.audio.de ›01 /2012

29


Lautsprecher › standBOxen

elac fs 248 black Edition um 3900 Euro

Raum und

aufstellung

Raumgröße

m

K

Akustik

t

D

a

Aufstellung

W

g

H

f

Im grauen Einerlei sich immer ähnlicher

werdender Boxen braucht ein

Hersteller, der 3900 Euro für ein Paar

schmale Standboxen aufrufen will, gute

Argumente und sichtbare technische

Alleinstellungsmerkmale. Die bietet die

neue Black-Edition-Reihe von Elac in

Hülle und Fülle. Schon die Basis des

Chassismaterials ist exquisit – setzen

die Kieler doch im Hochton auf den

firmeneigenen JET-Hochtöner, einen

mehrfach gefalteten Magnetostaten,

der mit geringer Baugröße bei geringstem

Foliengewicht dennoch ein Mehrfaches

an effektiver Membranfläche für

den Hochton aufwenden kann.

Ebenso einzigartig sind die Kristall-Konustöner,

bei denen ein konventionell

geformter Pappkonus und eine frontsei-

messlaBOR

tige, durch ein spezielles Biegeverfahren

in die Kristallform gebrachte Alu-Wanne

per Klebung eine besonders steife wie

für Resonanzen unanfällige Sandwichkonstruktion

ergeben. Die FS 248 wartet

gleich mit vier Tönern dieser Bauart auf,

dazu kommen drei hubstarke 15er-Bässe

und ein 14er-Mitteltöner, der mit

leichterer Schwingkonstruktion und

Pappsicke auf die Wiedergabe von filigraneren,

weil schnelleren Schwingungen

optimiert wurde. Die Beschaltung

des Quintetts ist ungewöhnlich und folgt

dem 3,5-Wege-Prinzip: Der Mitteltönerschwingt

lediglich von 450 bis 2900 und

muss dabei keine großen Hübe vollführen,

der JET setzt darüber an. Weil im

Bereich unter 450 Hz das Bass-Trio

unerwünschte Interferenzen und Bün-

Neutraler Amplitudengang mit enorm tiefreichendem Bass (28 Hz /-6dB). Die Höhen

sind auf Achse gemessen leicht überbetont, was sich aber 30 Grad seitlich und unter

Raumeinfluss nivelliert, da der JET-Hochtöner stärker bündelt. In Bass und Grundton

bietet die Elac hohe Reserven, erreicht erst bei 104 dB die Klirrgrenze. Der Klirr im

Hochton ist leicht erhöht. Die Impedanz liegt konstant bei 4-5 Ohm. AK = 56.

Parallel zur Wand, Hörabstände

ab 2,5 m; in halligen Räumen

zu aggressiv. Beim Wandabstand

flexibel, direkt an der

Wand etwas fetter Bass.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 166.

Elac FS 248 Black Edition Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Elac FS 248 Black Edition Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

30 www.audio.de ›01 /2012


Lautsprecher › StAnDBOxen

delungseffekte erzeugen würde, läuft

nur einer der drei so hoch, die anderen

werden ab 180 Hz sanft abgeblendet.

Die Frequenzweiche und Abstimmung

ist neben der schwarzen Membranbeschichtung

auch der Haupt-Mehrwert

der Black-Edition, kommen hier doch

besonders edle Luftspulen und eine verfeinerte

Abstimmung zum Einsatz.

DAS eneRGIe-BünDel

Das konnte man auch im Hörraum sofort

nachvollziehen – die FS 248 gehörte zu

den schnellsten und knackigsten Boxen

ihrer Klasse und spielte sich besonders

mit ihrem harten, präzise getimten und

tiefen Bass in die Herzen der Pop- und

Rockfans. Bei Dream Theaters kernigen

Rhythmen deklassierte sie die parallel

angetretene Dynaudio glatt und trumpfte

mit Drive und einer beinhart wie ultrapräzise

gespielten Rhythmussektion auf.

Verzerrten E-Gitarren verlieh sie eine

Angriffslust und Attacke, die ihresgleichen

suchte, ohne dabei aber einen

Anflug von schrillem Klang zu zeigen

oder den musikalisch-singenden Charakter

der Gitarrensoli zu konterkarieren.

Diesen Charakter behielt sie auch bei

den Klassik-Durchgängen bei, wodurch

Berlioz’ „Symphonie Fantastique“ noch

etwas fantastischer, spritziger und explosiver

wurde als sie auf der Aufnahme

von Nezet-Seguit ohnehin schon ist. Auf

der anderen Seite war die Elac keine Box

zur säuselnden Hintergrundberieselung:

einerseits, weil sie Musiker gern nah

und präsent zum Hörer darstellte; andererseits,

weil sie ihre unbändige Dynamik

nicht zügelte. Unter den schmalen

Boxen ist die Elac eindeutig die Königin

in Sachen Spielfreude und Dynamik.

_06X5E_Marantz_Stereoplay_NEU.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);21. Oct 2011 11:04:57

StecKBRIeF

elac

FS 248 Black edition

Vertrieb

elac

0431 / 64 774-0

www.

www.elac.de

listenpreis

3900 euro

Garantiezeit

10 Jahre

Maße B x H x t 23 x 117,5 x 37 cm

Gewicht

24,5 kg

Furnier/Folie/lack – / – / •

Farben

Hochglanz Schwarz

arbeitsprinzipien 3,5-Wege-Bassreflex, air-

Motion-transformer

Raumanpassung –

Besonderheiten Bi-Wiring

AUDIOGRAMM

neutralität (2x) 100

detailtreue (2x) 105

ortbarkeit 90

Räumlichkeit 80

Feindynamik 100

Maximalpegel 80

Bassqualität 90

Basstiefe 90

Verarbeitung

überragend

klangurteil

Preis/leistung

ÅSuper timing, exzellentes

Rhythmusgefühl, dynamik,

hohe auflösung und sehr

flexibel.

Íkönnte etwas sanfter und

räumlich tiefer spielen.

94 Punkte

sehr gut

PM-15S2 und

SA-15S2

Limited Edition

Welcome to the Limit

www.marantz.de


Lautsprecher › StAndBOxen

kef r700 um 2600 Euro

Die preiswerte Box ist moderner

als die teure? Mit der Einführung

der neuesten Generation UniQ-

Chassis bei der Einsteigerserie Q brachte

KEF letztes Jahr seine Mid-Price-

Reihe XQ, in der noch das klassische

Koax-Chassis tönte, in Rechtfertigungsnöte.

Eine Evolution desselben schien

angesichts der neuen Forschungsergebnisse

nicht mehr zielführend zu sein, und

so entwickelte man die R-Serie jetzt

gleich vom „blanken Papier aus“.

Herzstück der 2600 Euro teuren R700

ist ein mit 12,5 Zentimetern ungewöhnlich

kleines UniQ-Chassis, also die koaxiale

Verbindung aus Mittel- und Hochtöner.

Die Formgebung erinnert an das

neue Spitzenmodell Blade. Und tatsächlich

bekam die R-Serie für moderates

Geld genau deren Gene eingebaut: eine

große 25-Millimeter-Aluminium-Kalotte

mit eigenem, schallabsorbierendem

Volumen; eine Schallführung mit der

resonanzhemmenden Krone und einem

festen Hornvorsatz sowie die versteifte,

sich langsam öffnende Konusmembran

aus Aluminium. Damit der Hochton auf

keinerlei schallbeugende Hindernisse

trifft, sind sowohl Hornvorsatz wie

Konus als auch Sicke und Einfassring

vollkommen harmonisch geformt und

begrenzen den Abstrahlwinkel. Positiver

Nebeneffekt: Kantenreflexionen sind

trotz des eckigen Gehäuses kein Thema,

weil der Hochton diese gar nicht erst

„sieht“. Die kleine ringförmige Mitteltonmembran,

aus Aluminium geformt und

mittels Prägungen zu größerer Steifig-

RAuM und

AufSteLLung

Raumgröße

k M

Akustik

T

A

Aufstellung

W

D

g

H

f

MeSSLABOR

DIe R700 zeigt sich ausgewogen mit leicht zurückgenommenen Höhen. Der Bass ist

tiefreichend und fällt unterhalb 50 Hz zunächst sanft, um dann bei 32 Hz seinen -6dB-

Punkt zu erreichen. Im Mittelhochton zeigt sich die Box vorbildlich sauber ohne Anzeichen

von Klirr. Der Maximalpegel ist durch eine schmale Kompressionsspitze bei 50

Hz begrenzt (102,5dB), darüber erreicht sie 107dB. AK = 57, Impedanz 4 Ohm

KEF R700

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

KEF R700

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

Genau auf den Hörer richten,

auf UniQ-Höhe hören. Abstand

ab 2m, in bedämpften Räumen

zu dunkel. Wandabstand

experimentell ermitteln.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 166.

90 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

32

www.audio.de ›01 /2012


Lautsprecher › STanDBoxen

Terminal 1 unD 2:

Die Bi-Wiring-Klemmen können per

Schraubverbindung ohne Brücken im

Single-Wiring betrieben werden. Im

oberen Bereich wird die Terminal-

Abdeckung zum Bassreflexrohr.

hiGh Tech: Waveguide,

Konusmitteltöner, Sicke und

Zierring ergeben eine harmonische

Form. So breitet sich der Hochton

homogen und ohne Beugungen und

Reflexionen aus.

keit gebracht, kann indes keine großen

Schalldrücke erzeugen, weshalb sie

schon unterhalb 500 Hz ausgeblendet

wird. Damit dies dennoch zu einem

harmonischen Abstrahlverhalten führt,

sind die beiden schwarz eloxierten

Flachmembran-Bässe im Stile d’Apollitos

über und unter dem Koax angeordnet

und sorgen damit für eine perfekte virtuelle

Punktschallquelle. Auch sie sind

zur Erreichung einer beugungsfreien

Schallausbreitung als Flachmembranen

ausgeführt und mit einem angeschrägten

Zierring versehen. So bleibt die

Formsprache der KEF schwarz-silber.

Nettes Detail am Rande: Das Bi-Wiring-

Terminal kommt ohne Brücken aus,

sondern wird per Schraubverbindung in

Single-Wiring-Betrieb versetzt. Zudem

hat die ganze Konstruktion gegenüber

der XQ-Serie enorm an Stabilität und

Verarbeitungsqualität gewonnen.

ein Traum von raum

Nach dem Siegeszug des Spitzenmodells

Blade waren die AUDIO-Redakteure

natürlich besonders gespannt, wie

sich die bezahlbaren KEFs mit der neuen

Technologie schlagen würden. Und die

Antwort lautet: verdammt ähnlich wie

das Flaggschiff. Besonders die seidig

transparenten, minimal gedeckten

Klangfarben und den tiefen, dabei hart

und genau spielenden Bass schien die

R700 hörbar von der Blade geerbt zu

haben. Dream Theaters „Metropolis Pt.

2“ hämmerte nicht mehr ganz so fett,

dafür aber mit sorgsamerem rhythmischen

Feingefühl und einer ausgeprägteren

Genauigkeit in den Hörraum.

Gegenüber der XQ40, die noch mit

Chassismaterial älterer Generation

bestückt ist, wurde auch die Raumdarstellung

der R-Serie weiter, realistischer

und dennoch traumhaft sicher ortbar,

wenngleich nicht mehr ganz so nah am

Hörer fokussiert. Das Bühnenpanorama,

das die KEF bei Wagners „Meister singer

von Nürnberg“ (Janowski) in den Hörraum

zauberte, verschlug selbst

gewohnheitsmäßigen Konzertgängern

schlicht die Sprache: in alle Richtungen

perfekt ausgeleuchtet, die Stimmen in

Breite und Tiefe ideal gestaffelt – man

konnte den Raum in seiner Ausdehnung

und akustischer Beschaffenheit förmlich

er-hören!

Allenfalls eine leichte Abdunklung des

Raumhalles im Vergleich zur Canton

Vento ließe sich kritisieren, dafür klang

die R700 aber auch im Stimmbereich

eine Spur fokussierter und seidig-transparenter

zugleich. Das brachte ihr bei

längeren Hörsessions einen Vorteil in

der Ermüdungsfreiheit, ohne dass

Dynamik und Auflösung in irgendeiner

Form gelitten hätten. Gäbe es einen

Preis für die natürlichste Box der

2500-Euro-Klasse – die KEF R700 hätte

ihn sicher.

STecKBrieF

kef

R700

Vertrieb

GP Acoustics

0231 / 9860-320

www.

www.kef-audio.de

Listenpreis

2600 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T 21 x 107 x 34,5 cm

Gewicht

26 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / •

Farben

Nussbaum, Palisander,

Hochglanz Schwarz

Arbeitsprinzipien 3-Wege Bassreflex, UniQ-Koax

Raumanpassung –

Besonderheiten Bi-Wiring mit Schraubverbindung

auDioGramm

Neutralität (2x) 95

Detailtreue (2x) 100

Ortbarkeit 110

Räumlichkeit 110

Feindynamik 85

Maximalpegel 75

Bassqualität 85

Basstiefe 85

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

FaziT

ÅAudiophile, ausgewogene

und transparente Box mit unglaublich

realistischem Raum

und schönen Stimmen.

ÍKönnte härter zupacken,

Höhen etwas sanft.

94 Punkte

überragend

Malte ruhnke

AUDIO-Redakteur

eMPfehlung

RAUMABBILDUNG

canton, Dynaudio, elac und KeF

gehören nicht ohne Grund zur

Boxenelite: Dank eigener, extrem

ausgereifter chassis sind sie technologisch

führend und damit den

auf Standardmaterial angewiesenen

herstellern eine naselang

voraus. Die Dynaudio punktet mit

stressfreiem Klangbild und empfiehlt

sich auch, aber nicht nur für

zarte amps, namentlich röhren.

mit räumlichkeit und Transparenz

ist besonders für Klassik und

Jazz die KeF mein persönlicher

Favorit. Bei Pop und rock macht

aber die straffe und unschlagbar

detaillierte elac am meisten

Spaß. Die akustisch größte, dynamischste

und ausgewogenste Box

ist aber die canton – wenn sie

den entsprechenden raum zur

entfaltung bekommt.

www.audio.de ›01 /2012

33


Komplett-Anlagen › Netzwerk-Player uNd Verstärker

Es war Wagnis und zugleich Riesenchance: Als T+A sich 2007 dem Streaming zuwandte, war Musik aus

dem Netzwerk noch weitgehend unbekanntes Terrain für HiFi-Firmen. Aber gerade die Produkte aus der

damaligen E-Serie bereiteten den Weg für die heutige Vielfalt. Und die Revolution geht weiter: mit der

brandneuen zweiten Generation, dem Music Player Balanced und dem Power Plant Balanced.

■ Text: Christine Tantschinez

34 www.audio.de ›01 /2012


Komplett­Anlagen › neTzweRk-PlayeR und vollveRsTäRkeR

Vier Jahre ist die kleine Revolution

nun schon her. Im Herbst

2007 kamen T+A­Chef Siegfried

Amft und Chefentwickler Lothar

Wiemann mit zwei neuen Geräten unter

dem Arm in die AUDIO­Redaktion. Das

wäre nun an sich nichts Ungewöhnliches,

aber neben dem damaligen Chefredakteur

statten sie auch mir in meinem

kleinen Büro einen Besuch ab – und

übergaben ihre kostbaren Geräte direkt

in meine Hände. Darunter der Music

Player, der erste Netzwerk­Player von

T+A und damit einer der ersten von

einem reinrassigen HiFi­Hersteller (nur

die Herren von Linn aus Glasgow waren

genau einen Monat früher dran mit

ihrem Besuch und ihrem ersten Klimax

DS). Damit gehörte er plötzlich in mein

bis dato in Kollegenkreisen als ziemlich

kurios geltendes Reich des Netzwerk­

Streamings.

Heute ist Streaming zu Recht eine der

beliebtesten Arten, Musik zu hören. Das

beweisen nicht nur diverse Marktforschungsinstitute,

sondern auch die

mitunter unüberschaubar große Zahl an

Playern, die wie Pilze aus dem Boden

schießen.

Aber Streaming ist auch zweifellos eine

der komplexesten Arten, Musik zu hören.

Eine Ethernetbuchse am Gerät macht

noch keinen Netzwerk­Player. Es gibt

tatsächlich Dinge, die ein CD­Spieler seinem

Netzwerk­Kollegen oft voraus hat:

Eine Live­CD, ein Konzept­Album oder

eine Sinfonie werden in jedem CD­

Player so abgespielt, wie sie gedacht

waren – unterbrechungsfrei. Bei Netzwerk­Playern

ist dies noch keine Selbstverständlichkeit,

und es gibt immer noch

Entwickler, die bei der Frage nach der

Gapless­Fähigkeit ihres Produktes erstmal

verwundert die Augenbrauen hochziehen.

RevoluTionsfühReR

Lothar Wiemann von T+A gehört nicht

dazu. Der Music Player Balanced, der

nun nach vier Jahren Revolutionsarbeit

und einigen MK­Varianten den Music

Fotos: Archiv, MPS, H.Härle

TesT

Die neueste Generation der E-Serie von T+A

T+A Music PlAyer BAlAnced 2890 €

T+A Power PlAnT BAlAnced 1990 €

www.audio.de ›01 /2012

35


Komplett-Anlagen › Netzwerk-PlAyer uNd Verstärker

CD-Laufwerk der neuesten

Generation mit

Loader aus der R-Serie.

Netzwerk-Board mit dem

BridgeCo-Chipsatz; verarbeitet

nun auch

192/24-Daten.

Zwei Stereo-

Wandler kümmern

sich jeweils nur um

einen Kanal, die

XLR-Ausgänge

erhalten vollsymmetrische

Signale.

Mainboard mit vier

umschaltbaren Quellen:

Netzwerk mit

Internetradio und USB

(auch iPod), CD-Player,

UKW und Wandler-

Sektion mit fünf S/PDIF-

Eingängen.

t+A Music Player Balanced uM 2890 eurO

Player der ersten Generation ablöst, beherrscht

natürlich dieses Grundgesetz

der gepflegten Musikwiedergabe. Auch

T+A hat in den vergangenen vier Jahren

im Bereich Streaming dazu gelernt, getüftelt

und emsig entwickelt. Nach der

E-Serie mit dem Music Player folgte die

luxuriösere R-Serie, schließlich vor einem

halben Jahr der erste Music Receiver

als gelungene Verschmelzung von

Streamer mit Vollverstärker. Sie würden

in Herford gerne noch emsiger entwickeln,

eine eigene iPhone-App zum Beispiel,

wenn ihnen nicht die Programmierer

ausgehen würden. Aber gerade der

Rohstoff „Entwickler“ ist bei Netzwerk-

Funktionen einer der seltensten und

kostspieligsten.

Die Grundlage der Netzwerk-Abteilung

bildet wie bei allen Modellen von T+A

(und vielen anderen Streamern der Konkurrenz)

der Chip-Baukasten von Bridge-

Co. Auch hier hat die Evolution nicht Halt

gemacht – in den letzten vier Jahren haben

die zugekauften Recheneinheiten

erheblich dazu gelernt. Zwar stehen

noch ein paar unerfüllte Einträge auf der

Netzwerk-Wunschliste, wie zum Beispiel

der schnelle Vorlauf, aber mit der

Verarbeitung von Formaten mit Auf-

lösungen bis zu 192 kHz und 24 Bit wird

nun ein oft wiederholtes audiophiles

Stoßgebet erhört.

Natürlich vermag der T+A diese Datenflut

auch entsprechend zu hegen. Nicht

ein Stereo-DAC kümmert sich um die

gebührende Umsetzung, sondern gleich

zwei Edel-Burr-Brows mit jeweils 32-Bit-

Rechenkapazität. Bereits einer dieser

Bausteine wäre mühelos in der Lage,

die Stereo-Informationen komplett symmetrisch

zu bearbeiten, mit zwei exakt

spiegelbildlichen Signalanteilen pro Kanal.

T+A aber setzt noch einen drauf und

lässt jeden DAC jeweils nur auf einen

Neben den XLR-Ausgängen ist auch

ein Anschluss für die Funk-Antenne

zur Verbindung mit der T+A FD100

neu am Music Player.

36 www.audio.de ›01 /2012


Komplett-Anlagen › netzweRK-PlAyeR UnD VOllVeRStäRKeR

Kanal los. Vier rechte und vier linke

Wandlerzüge setzen dann ihre Reise

wie im Lehrbuch zur Differentialverstärkerstufe

fort, die ihrerseits dank der

Fülle der Informationen Rauschen und

andere nicht erwünschte Beigaben auslöscht.

Vollsymmetrisch geht es weiter,

entweder zu den XLR-Ausgängen – den

Namenszusatz Balanced trägt der neue

Music Player also völlig zu Recht. Oder

über einen weiteren Differentialverstärker

zum ebenfalls vorhandenen Cinch-

Ausgang. Wer mag, kann mit einer optionalen

Vorstufen-Platine die Ausgänge

für das direkte lautstärke- und klanggeregelte

Zusammenspiel mit Aktivboxen

oder Endstufen rüsten.

Natürlich steht diese signaltechnische

Wellnessbehandlung auch den vielen

anderen Quellen zu Verfügung, die der

Music Player bietet. Neben UKW wären

da noch iPod-Daten via USB, das eigene

CD-Laufwerk und noch fünf Digitaleingänge,

die den T+A zu einem multifunktionalen

Wandler adeln. Gegen

mögliche Jitterattacken taktet der Music

Player die eintreffenden Digitalsignale

jeweils komplett neu.

ReGIeRUnGSeRKläRUnG

Ein weiterer Anschluss auf der Rückseite

des Music Player Balanced ist neu

gegen über seinen diversen Vorgängern:

der für die Funk-Antenne für die nigelnagelneue,

bidirektionale Fernbedienung

FD 100. Diese soll nicht nur die

Funktion des noch fehlenden Apps, sondern

gleich den ganzen iPod ersetzen.

Die Fernbedienung spiegelt auf ihrem

Display die komplette Anzeige des T+A-

Players und kann einen ganzen Gerätepark

steuern, sofern die einzelnen Komponenten

über den „E-Bus“ miteinander

verbunden sind. Im Music Player Balanced

ist die entsprechende Platine bereits

eingebaut; ältere Geräte, vom K8

bis zur R-Serie, können über externe

und interne Gateways entsprechend gerüstet

werden. Bei den Netzwerk-Playern

dürfte sich das Update lohnen: Die

textbasierte Suchfunktion erleichtert

das Navigieren in großen Serverlisten,

Cover werden angezeigt (farbig, wenn

auch nicht in Opulenz), und alle Funktionen

vom Internetradio bis CD-Player

können aus bis zu 15 Metern Entfernung

ohne Sichtkontakt – also auch aus dem

Nachbarzimmer – mühelos kontrolliert

werden. Besonders schön, wenn der

passende Verstärker per Datenleitung

an den Player gekoppelt ist und man

nebenbei auch Lautstärke und Klangregelung

mitbedienen kann. Funktionen

wie Mute, die bei Amp und Quelle vorhanden

sein können, leitet die Fernbedienung

schlauerweise direkt an die

ausschlaggebende Instanz weiter – also

an den Verstärker.

BASISlAGeR

Zum Erfolg der E-Serie trug nicht nur der

revolutionäre Music Player bei. Gerade

der optisch passende Verstärker mit

dem verheißungsvollen Namen Power

Plant und dem unverschämt verlockenden

Preis von 1500 Euro ließ die HiFi-

Fans die Läden stürmen. Sein Nachfolger

ist knapp 500 Euro teurer, trägt den

Zusatz Balanced, und man ahnt bereits,

StecKBRIeF

Vertrieb

www.

listenpreis

Garantiezeit

Maße b x H x T

Gewicht

T+A

Music Player balanced

T+a

0 52 21 / 76 76 0

taelektroakustik.de

2890 euro

2 Jahre

je 44 x 12 x 39 cm

10 kg

Anschlüsse

laufwerk cd/dVd/bd • / – /–

analog in/Out

– / cinch, Xlr, Kopfhörer

usb

• (iPod und Stick)

digital in koax/optisch 3 / 2

digital out Koax/optisch 1 / –

netzwerk

Wlan, lan

FunkTionen

display / Osd • (LCD)/ –

coveranzeige –

radio FM/dab • / –

internetradio/anbieter •/ vTuner

Formate

Flac, WaV, OGG, MP3, aac,

WMa

benötigter server uPnP 1.1, aV,

Gapless


steuerung via app –

überträgt kpl. Playlist

Max. auflösung bit/kHz. 24/192 streaming, dig. koax

AUDIOGRAMM

Å Toller Klang, Xlr-ausgänge,

Gapless, Hd-auflösung.

Í Kein schneller Vorlauf/

rückspulen über netzwerk

und usb.

Klang Xlr / cinch 115 / 110

bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

klAngurTeil

Preis/leisTung

115 PunkTe

sehr guT

t+A FD100

um 590 EuRO

die Funkfernbedienung nimmt über eine

Antenne (beim Music Player) oder spezielle,

extra kostenpflichtige Gateways (zum

einbau ins Gerät oder auch als stand-alone-

Lösung) mit vielen T+A-Geräten Kontakt auf

und steuert auch damit verbundene

Vollverstärker (beispielsweise über den

„e-bus“, ein isdn-Kabel, das die

steuerinformationen vom Music Player

Balanced an den Power Plant weiter reicht).

der Vorteil: Man muss die Geräte nicht vor

der nase haben, um sie zu sehen und zu

bedienen. das display spiegelt alle

informationen wieder und fügt grafische

elemente wie cd-cover-art hinzu.

www.audio.de ›01 /2012

37


Komplett-Anlagen › NetzwerK-Player UND VerstärKer

Zusätzlich könnte in das Alu- und Stahl-

Gehäuse auch noch ein weiterer Mieter

einziehen: Die MM- oder MC-Phonoplatine

der R-Serie findet nicht nur ausreichend

Platz, sondern auch gleich die

vorbereitete Erdungsklemme vor. Wie

auch im ersten Power Plant sorgen diskret

aufgebaute Schaltendstufen für die

kraftvolle, aber verlustärmere Umsetzung

der Signale in Spannungsimpulse,

mit einem wahrhaft beeindruckenden

Ringkerntrafo als Energiespender im

Rücken. Ein zweites Schaltnetzteil verder

Power Plant ist signal- und

bedientechnisch der ideale

Partner für den Music Player.

wer ihn ohne den t+a

Player betreiben will,

braucht das optionale

Fernbedienungsset

FBS FM100.

t+a Power Plant balanced um 1990 euro

dass seine beiden XLR-Eingänge nicht

nur schmückendes Beiwerk sind, sondern

den vollsymmetrischen Signalweg

des Music Players bis zur Vorstufe fortführen.

Dazu bewohnen die Balanced-

Eingänge sogar eine eigene Platine.

Nebenan bilden die fünf asymmetrischen

Eingänge eine harmonische

WG, und auf einem doppelseitig entkoppelten

eigenen Stockwerk arbeiten –

von störenden Einflüssen weitgehend

unbeeindruckt – die Operationsverstärker.

Messlabor

Das Spannungs-Impedanz-Diagramm (rechts) im Falle des

Power Plant Balanced ergibt einen fast perfekten Würfel,

der den Amp als leistungsstark und äußerst stabil auch bei

Phasendrehungen ausweist. Die ermittelte Sinus-Leistung

von 2 x 121/198W bei 4/8 Ohm und die AK von 70 sprechen

ebenfalls eine deutliche Sprache. Auch bei der harmonischen

Klirranalyse (rechts unten) punktet der T+A mit geradlinig

harmonisch ansteigenden Oberwellen. Der Music

Player Balanced gibt sich ebenso untadelig mit breitbandigen

Frequenzgang (unten).

AK = 70

sorgt den T+A im Stand-by-Betrieb mit

EU-konformen 1,8 Watt.

sIeGesFeIer

Dass der Power Plant auch an kritischen

Boxen jemals ins Schwitzen oder Keu-

stecKbrIeF

T+A

Power Plant Balanced

Vertrieb

t+a

0 52 21 / 76 76 0

www.

taelektroakustik.de

listenpreis

1990 euro

Garantiezeit

2 Jahre

Maße B x H x t

44 x 12 x 39 cm

Gewicht

13 kg

Anschlüsse

Phono MM / Mc

– / – (über Module)

Hochpegel cinch / Xlr 5 / 2

Festpegel eingang •

Preout / tapeout 1 / 1

lautsprecherpaare 1

Kopfhörer


FunkTionen

aufnahmewahlschalter –

Klangregler/ abschaltbar • / •

loudness


Besonderheiten

e-Bus, mit MM- oder Mc-

Phonomodulen erweiterbar

aUDIoGraMM

ÅKraftvoll, stabil, souverän

im tiefton.

ÍKeine eigene Fernbedienung.

Phono MM/Mc – / –

Klang cinch / Xlr 105 / 105

ausstattung

sehr gut

Bedienung

gut

Verarbeitung

überragend

klAngurTeil 105 PunkTe

Preis/leisTung

überrAgend

38 www.audio.de ›01 /2012


chen geraten könnte, war nicht erst nach dem Blick auf

den makellosen Spannungs-Impedanz-Würfel völlig

ausgeschlossen. Schon beim ersten Hördurchgang

spielte der T+A-Amp auf Anhieb mit der anspruchsvollen

KEF Reference 207/2 fantastisch selbstbewusst

und ohne jede Scheu auf. Er verlieh Körpern und Stimmen

durchweg mehr Duktus und Farbe als andere

Amps seiner Preisklasse, stanzte die Protagonisten

relief artig heraus und stellte diese so klar in den Raum,

dass man sie fast greifen konnte. Der zum Vergleich

hinzugezogene Hegel HD 70 arbeitete die tiefen Strukturen

nicht so deutlich kraftvoll heraus, konterte aber

mit einem unglaublich feindynamischen Gespür und

offeneren, natürlicheren Mitten. Allein mit der Vitalität

und jugendlichen Kraft des T+A gerade bei opulenten,

verschachtelten Basskonstruktionen wie auf dem

Massive-Attack-Stück„Teardrop“ konnte der eher distinguiert

wirkende Norweger nicht ganz mithalten.

Ähnlich erging es dem Linn Sneaky DS, der sich mit

dem Music Player Balanced – natürlich via symme trischen

Ausgängen – messen musste. Der Sneaky war

gewohnt präzise, angenehm, aber leicht schüchtern

im Grundton. Der Music Player bot deutlich mehr Substanz

und Dynamik, wirkte aber nicht weniger akurat

oder feingeistig, im Gegenteil. Egal, ob Händels

Barock-Oper „Acis & Galatea“ in 192/24-Aufösung

(als Download von Linn Records) oder Bill Calla hans

„Baby’s Breath“ auf „Apocalypse“ (eines der meistgenannten

Alben in der redaktionsinternen Musik-

Hitliste, siehe Seite 70): Der Music Player wirkte souveräner

im Umgang mit Bass und Grundton, zugleich

seidig und fießend musikalisch. Und zwar sowohl

über Netz- als auch über das CD-Laufwerk.

Das ist womöglich auch das Erfolgsrezept der siegreichen

T+A-Revolution: Bei aller Liebe zu Streaming

und dessen wunderbaren Möglichkeiten, es wird immer

auch ein Plätzchen für die Silberscheibe geben.

Fazit

Christine Tantschinez

AUDIO-Redakteurin

Traumsets

für jeden Anspruch

4/11 3/11

7/10

3/09

Testsieger und

kompakter Preishammer

nuBox WS-201 Set

„Absoluter Tipp... Testurteil: überragend”

Heimkino 4/11.

nuBox WS-201 (Front/Center), 101 (Rear) und

AW-441 (Subwoofer) – Setpreis 1184,-

(TV und Verstärker mit Rack nicht im Lieferunfang)

Referenz und

„Absolute Spitzenklasse“

nuVero 5 Set

Stereoplay-Referenz „Surround-Design-Boxensets“

(elegante Platzspar-Lautsprecher, ideal zu Flachbildschirmen),

Klang: Absolute Spitzenklasse.

Mocca, Perlweiß, Anthrazit. 5.1-Set mit

nuLine AW-1000 Aktivsubwoofer: 3839,-

„Gigantische Bassund

Grundtongewalt“

nuBox 681 Set

„Testsieger... Preisbezogen einzigartige Ausstattung.

Klingt bei sensationeller Dynamik jederzeit

fein und geschmeidig.“

Klang: Absolute Spitzenklasse, Preis/Leistung:

Überragend. Stereoplay Highlight 3/09

nuBox 681 Set (5.1): ab 2094,-

Man erinnert sich immer an das erste Mal.

Mein erster t+a war der Music Player mit seinem

kongenialen Partner Power Plant. Damals

hatte es mir ungemein imponiert, wie

sich ein vergleichsweise kleines Unternehmen

mit soviel Esprit auf ein so ungewisses

abenteuer namens Netzwerk einlassen konnte.

Die neue zweite Generation hat nichts

vom ursprünglichen Charme eingebüßt. Der

Player ist akustisch noch exzellenter und

technisch talentierter, der amp mindestens

so kraftvoll und einen tick nuancenreicher.

Mit wenigen Klicks zu Ihrer Box in

Wunschausführung! Bestellen Sie im

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Direktverkauf, HiFi-/Heimkino-Studios:

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Ehrliche Lautsprecher


Lautsprecher › stAndboxen

test

Zwei elegante Standboxen um 700 Euro

Boston a250 700 €

Dali Zensor 7 700 €

box sucht AMP

Nicht nur bei High-End-Boxen macht es Sinn, den idealen Verstärker

zu suchen, sondern gerade bei Lautsprechern unter 1000 Euro.

Unsere zwei Test-Kandidaten von Boston und Dali sind der Beweis:

Mit passender Elektronik klingt es verlockend gut!

■ Text: Alexandros Mitropoulos

40 www.audio.de ›01 /2012


Lautsprecher › stanDboxen

boston A250 um 700 EuRO

Mächtige Boxen und HiFi gehören

einfach zusammen. Doch

was tun, wenn das Musikzimmer

dafür zu klein ist? Die Lösung liegt

auf der Hand: Man greift zu kleineren

Standlautsprechern, die wandnah oft

besser mit der Raumakustik zu Recht

kommen. In unserem Fall hört die

Lösung auf den Namen Boston A250,

dem kleineren Pendant zur A360.

Bereits die Verarbeitung unserer Testkandidaten

sieht vielversprechend aus:

Die Gehäuse-Wände machen einen

massiven Eindruck und bestanden einen

ersten Klopftest mit Bravour. Drei Farben

stehen zur Auswahl: Neben der hier

abgebildeten Version in Kirsche gibt es

auch eine Ausführung in Schwarz oder

in Weiss (jeweils hochglänzend).

Die zwei Tief-Mitteltöner sind 13 Zentimeter

groß und finden, wie auch der

25-mm-Tweeter, in der oberen Hälfte

der Boxen Platz. Die schwarze Abdeckung

hält sich magnetisch am Gehäuse

fest, was Frust über abgebrochene Befestigungsstifte

erfolgreich verhindert.

Blieb also nur noch, den Verstärker als

eigentlichen Übeltäter auszuschließen.

Dazu hörten sich die AUDIO- Redakteure

durch mehrere Amps und wählten bewusst

einen wärmer abgestimmten Boliden

(siehe Verstärker-Empfehlungen).

Und siehe da: Der Klang war plötzlich

viel durchsetzungsfähiger, und die Stimmen

bei „Voodoo Child” (Angelique Kidjo,

„Oremi”) hörten sich ausdrucksstark

raum unD

aufstellung

Raumgröße

M

k

Akustik

T

a

Aufstellung

D

W

G

H

Ungefähr auf den Hörer richten,

Hörabstände von 2 m sind ideal.

Wandnah etwas betont in den

Tief-Mitten.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 166.

f

Dem klang auf Der spur

Als die Boston A360 auf dem Prüfstand

landete (AUDIO 4/11), konnten die Tester

kaum glauben, wie gut die preiswerte

Box klang. Mit einer gehörigen Portion

Bass tönte sie erwachsen und homogen.

Umso mehr überraschte jetzt die Abstimmung

der A250, denn der Bassbereich

war unausgewogen und konturlos.

Flugs die Stecker kontrolliert, ob

sich vielleicht ein Phasen-Dreher eingeschlichen

hatte – doch Fehlanzeige,

alles war korrekt verbunden.

Lag es etwa daran, dass die Lautsprecher

frei im Raum standen? Also: näher

ran an die Rückwand – die Tester wählten

einen Abstand von etwa 30 Zentimetern.

Aber die erhoffte Stärkung des

Bassfundaments blieb aus, und eine gehörige

Portion Tiefmitten gesellte sich

noch hinzu. Jonny Langs Stimme klang

bei „Lie To me” diffus und ging im Band-

Geschehen schnell unter. Man hatte das

Gefühl, als hätte Herr Lang während der

Aufnahme eine OP-Maske aufgehabt.

kraftpaket: Die leicht durchsichtige Polypropylen-Membran

des Woofers und seine groß ausgeführten

Magnete sind an der Oberseite gut zu erkennen.

Unten: der schmale 25-mm Softdome-Tweeter.

und lebendig an. Besonders die Dynamik

verbesserte sich durch den Verstärker-Tausch:

Saß man vorher wie beim

Friseur regungslos da, bewegte sich der

Fuß fortan rhythmisch zur Musik.

Der Bass tönte kräftiger, und endlich

machte sich im Hörraum gute Laune

breit. Sowohl die Auflösung als auch die

Tiefen-Staffelung verbesserten sich hörbar:

Bei „Hotel California” vom gleichnamigen

Album der Eagles standen die

einzelnen Instrumente klar definiert im

Raum. Die Lautsprecher produzierten

keinen Klang-Brei, sondern Stereo-

Effekte, und feinste Klang-Details tönten

präzise, ohne sich vom Rest zu sehr zu

entfernen.

www.audio.de ›01 /2012

41


Lautsprecher › standBOXen

dali Zensor 7 um 700 euro

Die Dänen gelten neuesten Studien

zu Folge als die glücklichsten

Menschen der Welt. Lebensqualität

wird dort groß geschrieben.

Und zumindest für HiFi­Fans ist Dänemark

tatsächlich ein kleines Paradies,

denn neben High­End­Lautsprechern

produzieren unsere nördlichen Nachbarn

auch exquisite preiswerte Einsteiger­Boxen.

Auf den ungewöhnlichen

Namen „Zensor” hört Dalis neueste

Budget­Serie – und die will trotz der

günstigen Preise bereits audiophilen

Anforderungen gerecht werden.

Tatsächlich konnte der kleinste Ableger,

die Kompaktbox Zensor 1, vor kurzem

im Test beweisen (AUDIO 10/11), dass

guter Klang nicht gleich ein Vermögen

kosten muss. Wem der Regal­Lautsprecher

aber zu wenig Dampf macht oder

auf Grund seiner Größe zu unscheinbar

wirkt, der findet sein persönliches Glück

vielleicht bei dem größten Vertreter dieser

Speaker­Serie: der Dali Zensor 7.

auch für das nötige Stehvermögen

sorgt.

da steppt der Bär

Der Klang des Einsteiger­Models Zensor

1 lag noch ganz frisch im Ohr, als der

große Bruder seinen Weg in den

AUDIO­Hörraum fand. Zuerst musste er

sich beim Song „Hem Of Your Garment”

von Cake (aus „Prolonging The Magic“)

bewähren, wo ihr direkter Klang beeindruckte.

Die Box spielte unglaublich

dynamisch, und der volle Bass machte

richtig Spaß. Nach fünf Minuten Musik

fühlte man sich, als wäre man auf einem

Live­Konzert. „Jeg kan lide“ – dänisch

für: Das gefällt!

Die Mitten klangen ausgewogen, und

dank der luftigen Höhen gingen Details

42 www.audio.de ›01 /2012

raum und

aufstellung

Raumgröße

K

Akustik

t

a

Aufstellung

D

m

W

G

H

Parallel zur Wand aufstellen,

Hörabstände von mehr als 2 m

sind ideal. Bereits freistehend

kräftiger Bass.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

auf Seite 166.

f

Black Beauty

Die Verarbeitung des Lautsprechers

bewegt sich auf sehr hohem Niveau –

man hat das Gefühl, ein viel teureres

Produkt vor sich stehen zu haben. Die

schwarze Hochglanz­Lackierung ist für

diese Preisklasse hervorragend ausgeführt

und verleiht der Box einen

äußerst eleganten Look. Alternativ steht

auch eine Walnuss­Optik oder eine

weiße Lackierung zur Auswahl.

Das Wissen aus der Entwicklung teurerer

Lautsprecher­Serien floss auch in die

Zensor mit ein. So bekam der 25­mm­

Gewebe­Hochtöner einen zweiten Magnet­Ring

spendiert. Zwei Tiefmittel­

Töner verrichten in der Zensor 7 ihren

Dienst: Jeweils 18 Zentimeter groß,

besteht ihre Membran Dali­typisch aus

gepressten Holzfasern.

Frontseitig befindet sich die große

Öffnung des akustisch abgerundeten

Bassreflex­Rohres, die auf Wunsch

unter der schwarzen Front­Abdeckung

verschwindet. Ein nettes Detail ist der

im Preis inbegriffene Edelstahl­Standfuß,

der nicht nur gut aussieht, sondern

Bass und Bässer: Die zwei 18-cmgroßen

Tieftöner sorgen bei der Dali Zensor

7 für ordentlichen Hub. Das Gehäuseinnere

ist sorgfältig mit Dämmwolle ausgelegt.

etwa bei „In My Room” von der japanischen

Sängerin Utada Hikaru („First

Love”) nie unter. Hallfahnen waren spielend

leicht zu verfolgen, und auch die

Stereo­Abbildung geriet hervorragend.

Durch die leichte Betonung im Oberbass

machte die Zensor 7 ordentlich

Dampf.

Manchmal war der Bumms jedoch zu

viel des Guten. Aber an einem Verstärker

angeschlossen, der im Bass etwas

analytischer spielte (siehe Kasten Verstärker­Empfehlungen),

entfaltete die

Box ihr volles Potential. So konnte auch


verstärker-emPFehlungen Für Boston A250

Kombi

AmC XIA

um 450 Euro

Der Fette: Der ideale Partner, wenn es

darum geht, dem Tiefbass vehement

unter die Arme zu greifen. Das Fundament

gewinnt spürbar an Punch und

verleiht dem Gesamt-Klang die nötige

Power. Das Ergebnis: ein viel dynamischeres

Spiel, was in jeder Hinsicht für

mehr Spaß sorgt. Nur zu hell darf der

Raum nicht klingen, denn je nach Akustik

und Aufstellungsort kommen die

Höhen eine Spur zu frisch rüber.

mArAntZ Pm6004

um 450 Euro

Der nette: Der neueste Verstärker aus

dem Hause Marantz wird zwar erst in

einer der kommenden Ausgaben von

AUDIO getestet, aber wir geben schon

mal einen kleinen Vorgeschmack darauf.

An den Bostons ist er der mit Abstand

ausgewogenste Amp. Verglichen mit

dem AMC fällt die Verstärkung des Tiefbasses

zwar geringer aus, Laune kommt

dennoch auf. Die Höhen sind Marantztypisch

weicher, was bei den Boston

A250 aber super passt.

Dynamische Kombination:

Impuls V+Röhrenverstärker TAC K-35

Hier bringen 40 Röhrenwatt richtig große

Räume zum vibrieren. Eine magische,

dynamische Kombination.

verstärker-emPFehlungen Für DAli Zensor 7

Impuls V

Der hohe Wirkungsgrad

der IMPULS V ermöglicht

das Zusammenspiel mit

Röhrenverstärkern bzw.

Verstärkern mit geringer

Leistung und schafft es

auch bei großer Lautstärke,

ohne Verzerrungen,

Live-Atmosphäre ins

Wohnzimmer zu zaubern.

CAmBriDge AuDio 350A

um 450 Euro

Der Präzise: Um die leichte Betonung

der Dali Zensor 7 im Oberbass zu kompensieren,

eignet sich der Cambridge.

Akribisch gibt er die Musik wieder und

macht dabei den Bass schlanker und die

räumliche Abbildung genauer. Feinste

Details sind glasklar zu hören, und obwohl

der Verstärker bei Lautsprechern

sehr wählerisch ist, fällt das Zusammenspiel

Dali-Cambridge homogen im Klang

aus. Sein eher kühler Charakter ist

jedoch Geschmackssache.

yAmAhA A-s 500

um 420 Euro

Der verspielte: Der Verstärker von

Yamaha ist der ideale Begleiter, wenn

man auf einen satten und druckvollen

Klang aus ist. Sein Aussehen ist Programm:

Nicht so feinzeichnend wie der

Cambridge, spielt er vintage-typisch

deutlich wärmer. Nur wandnah dürfen

die Dalis in dieser Kombi nicht stehen.

Denn dann ist der Bass nicht nur voll,

sondern definitiv überdimensioniert und

verliert zudem an Kontur. Freistehend ergänzen

sich die zwei jedoch wunderbar.

www.dynavox-audio.de

Sintron Vertriebs GmbH

Tel: 0 72 29 - 18 29 50 · email: froehling@sintron.de

Schweiz: Sinus Technologies Tel: + 41-323891719

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Österreich: Audio Electronic Hi-Fi Geräte

Tel: + 43-16897694 · email: office@audioelectronic.com


Lautsprecher › staNDboXeN

stecKbrIeF

Boston acoustics

Dali speakers

A 250 Zensor 7

Vertrieb

Marantz

0541 / 404 660

Dali GmbH

0731 / 1411 6861 0

www. bostona.eu dali-deutschland.de

Listenpreis 700 euro 700 euro

Garantiezeit 5 Jahre 5 Jahre

Maße B x H x T 32 x 89,1 x 22,5 cm 20,5 x 97,8 x 31,2 cm

Gewicht 13,4 kg 14,9 kg

Furnier/Folie/Lack – / • / • – / • / •

Farben Kirsche, schwarz, Weiß Wallnuss, schwarz, Weiß

Arbeitsprinzipien 2-Weg-Bassreflex, Gewebe-Kalotte 2-Wege-Bassreflex, Gewebe-Kalotte

raumanpassung – –

Besonderheiten

Membran beim Tiefmitteltöner aus Polypropylen


oPtIMIert: Durch den Wave-Guide soll ein

größerer Abstrahlwinkel und ein optimiertes

resonanzverhalten erreicht werden.

Klassik im Klang beeindrucken: „Farandole

(Allegro decisio)” von Georges

Bizét („L’Arlesienne Suite Nr. 2”) klang

dynamisch und kräftig im Bass. Solange

die Hörraum-Akustik nicht der eines

Bade zimmers ähnelte, spielten die

Höhen frisch, aber nie nervig. Das sich

abwechselnde Kanon-Spiel der Piccolo-

Flöten etwa tönte präzise und lebendig.

Der Tiefbass war dank des passenden

Verstärkers gut, aber nie dominierend.

FazIt

alexandros Mitropoulos

AUDIo-redakteur

es ist alles eine Frage des richtigen

Verstärkers: Mit dem passenden

Kompagnon überwindet die

Dali zensor 7 ihre leichte betonung

im bass und klingt wunderbar

dynamisch. sie entpuppte

sich als vollwertiger HiFi-lautsprecher,

der eine ordentliche

Portion spaß mitbringt. Die boston

a250 eignet sich besonders

für Musikfreunde, die ihren stereo-boxen

keine subwoofer-Fähigkeiten

abverlangen und gerne

unaufgeregter Musik lauschen.

Man sollte sie ausgiebig mit verschiedenen

Verstärkern ausprobieren:

Ist der richtige Partner gefunden,

passt auch der Klang. bei

basslastiger Musik wie r&b und

HipHop greift man gleich zur Dali.

aUDIoGraMM

Messlabor

Oben links: Der Frequenzgang der Boston A 250 weist eine leichte Senke im Bereich

zwischen 1-5 kHz auf. Auffallend erscheint auch der stetige Abfall im Bassbereich ab 100

Hz und die leichte Höhenbetonung ab 12 kHz. Die Maximal-Lautstärke beträgt 103 dB mit

einer unteren Grenzfrequenz von 55 Hz bei - 3 dB. Die Klirramplituden-Messung (oben,

rechts) ergab ein gutes Verhalten bis etwa 95 dB. AK = 66.

Unten links: Am Verlauf des Frequenzganges der Dali Zensor 7 zeigt sich eine Betonung der

Bässe bei 70-150 Hz und bei den hohen Frequenzen ab 8 kHz. Eine minimale Senke fällt

bei etwa 3,5 kHz auf. Ihre untere Grenzfrequenz beträgt 39 Hz bei - 3 dB. Sie spielt mit einer

Maximal-Lautstärke von 100 dB. Ihr Klirrverhalten (unten rechts) ist bis 90 dB vorbildlich und

selbst bei 95 dB noch ausgesprochen gut. Es fällt eine minimale Kompression bei 700 Hz

auf. AK = 58

Boston A 250

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Dali Zensor 7

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

ÅGute Verarbeitungsqualität, angenehm

sanft, weiträumig.

ÍDistanziert, eher undynamisch, unausgewogener

Bass.

neutralität (2x) 65 65

Detailtreue (2x) 70 80

ortbarkeit 80 80

räumlichkeit 90 75

Feindynamik 65 85

Maximalpegel 65 70

Bassqualität 70 70

Basstiefe 60 70

Verarbeitung gut sehr gut

klangurteil 71 punkte 74 punkte

preis/leistung gut sehr gut

Frequenzgang

axial 10*hoch 30*seitl.

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Boston A 250

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

Dali Zensor 7

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

Åerwachsen klingende, dynamisch spielende

Box, hochwertige Verarbeitung.

ÍMinimale oberbass-Betonung.

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

44 www.audio.de ›01 /2012


Detailgetreue Soundqualität

dank hochmoderner

Lautsprecher Treiber

Schlankes Design dank

drehbarer Ohrmuschel

Deluxe-

FloatingCushion

für perfekten Sitz

Luxuriöse

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Ohrpolster für

ultimativen Komfort

Extra leicht

durch robustes

Aluminium

SHL9700 – Ihre Musik wird zum unvergesslichen Erlebnis

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Soundqualität und ultimativen Komfort für unterwegs. Die extraweichen Ohrpolster passen sich automatisch an die Form der

Ohren an und sorgen so für ultimativen Tragekomfort. Der SHL9700 ist

perfekt für Ihren urbanen Lifestyle. Das extraleichte elegante Aluminium-

Design und die ultrakomfortablen Ohrpolster sorgen für stundenlang unbeschwerten

Musikgenuss.

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Digital-Quellen › D/A-WAnDleR

TeST

D/A-Wandler mit USB-Anschluss von 400 bis

700 Euro

KingRex UD-384 450 €

PeachtRee Dacit 500 €

Fostex hP-a3 400 €

asUs xonaR essence one 400 €

MUsic hall Dac 25.3 700 €

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Auf dem Rechner, via Satellit, im CD-Regal – überall wartet digitale Musik darauf, von diesen D/A-Wandlern

veredelt zu werden. Dass die fünf Kandidaten ihre Aufgabe auf höchst individuelle Weise lösen und

dabei auch noch sinnvolle Ausstattungs-Extras mitbringen, macht diesen Test umso spannender.

■ Text: Bernhard Rietschel

46

www.audio.de ›01 /2012


Digital-Quellen › D/A-WAnDleR

ASUS Xonar EssEncE onE um 400 Euro

Fotos: Archiv, MPS

Wer den Essence One auspackt,

erlebt unabhängig von der

Jahreszeit sein ganz privates

Weihnachten: Der Wandler reist in einer

edlen mattschwarzen Papp-Schatulle

mit Magnetverschluss und goldglänzendem

Löwen-Signet an seinen Bestimmungsort,

die serienmäßig beiliegenden

Messdiagramme akkurat gefaltet

und mit Goldkordel gebunden wie eine

Glückwunschkarte.

Auch die Hardware verrät vollen Einsatz:

Das massive Aluprofil-Gehäuse und der

schöne Ringkerntrafo erklären schon

mal das Gewicht von fast drei Kilo. Noch

beachtlicher ist die Chip-Bestückung.

Das fängt beim USB-Eingang an, den

ein topmoderner C-Media CM6631 betreut.

Dieses Interface kapituliert auch

vor High-Speed-Signalen bis 192 Kilohertz

Samplingrate und 32Bit Wortbreite

nicht. Und arbeitet dabei selbstverständlich

asynchron, steuert den Bitstrom

also eigenmächtig stets so, dass

geringstmöglicher Jitter resultiert.

Als Wandlerchip dient der teure 32-Bitler

PCM-1795 von Burr-Brown, und zwar

gleich im Doppelpack. Damit Digitales

jeglicher Abtast rate stets in Bestform an

den DACs erscheint, haben die Entwickler

einen SHARC-Signalprozessor vorgeschaltet

und mit eigenen Upsampling-Algorithmen

programmiert. Nach

den Wandlern folgt eine Luxus-Analogstufe

mit insgesamt neun Operationsverstärkern.

Die Chips sind allesamt besockelt,

was dem Besitzer Klangkosmetik

durch Op-Amp-Tausch erlaubt. Auf

gleiche Weise frisierbar sind die OPs im

schlagkräftigen Kopfhörerausgang.

Die IC-Sockel erhöhen zwar den Spielwert

für Bauteile-Freaks, ändern aber

nichts daran, dass AUDIO die Werksausrüstung

bewerten muss. Die klang

bereits umwerfend: Blitzsauber, sehr

weiträumig und enorm dynamisch spielte

der DAC vor allem über seine symmetrischen

Ausgänge, und vor allem dann,

wenn die Daten via USB ankamen. Aber

auch über die anderen Eingänge (zur

Verfügung stehen ein Koax- und ein optischer

Input) klang der Asus so klar und

wuchtig, dass die Tester schon mehrfach

teurere Wandler aufbieten mussten,

um ihn in die Schranken zu weisen.

Preislich ähnliche Kollegen wie etwa der

Musical Fidelity M1DAC konnten sich

immerhin als charmante, mehr Grundton-Wärme

verströmende Alternative

empfehlen – wenn etwas am Klang des

Asus polarisierte, dann war es seine

eher nüchterne, an Studio-DACs à la

Benchmark oder Antelope (AUDIO 8/10,

7/11) erinnernde Tonalität.

Wie letzterer lässt sich auch der Asus

dank regelbaren Outputs direkt an Aktivboxen

oder Endstufen betreiben. Schade

nur, dass sich das Testgerät nicht mit

Mac-Rechnern zu vertragen schien.

StecKBRIeF

Asus

Xonar EssEncE onE

Vertrieb

asus


www.

asus.de

Listenpreis

400 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

abmessungen B x H x T 26 x 6 x 23 cm

Gewicht

2,8 kg

digitAl in/out

UsB Host / stream/iPod – / • / –

Bluetooth / codecs – / –

cinch/optisch/Bnc/aEs • / • / – / –

Digitalausgang –

Ausgänge

cinch / XLr / DIn 1 / 1 / –

Pegel regelbar

• (getrennt f. KH und Line)

schaltb. Digitalfilter Upsampling schaltbar

AusstAttung

Fernbedienung –

anzeige kHz / Bit • / –

max. abtastrate

192kHz UsB

Besonderheiten

Eigener ASIO-Treiber für

Windows, KH-Verstärker,

Op-Amps (11) austauschbar

AUDIOGRAMM

ÅKlingt groß und präzise,

exzellenter Gegenwert.

ÍUsB nicht Mac-kompatibel

(Störgeräusche).

Klang Cinch 113

Klang XLR 115

ausstattung

sehr gut

Bedienung

gut

Verarbeitung

sehr gut

klAngurteil

Preis/leistung

115 Punkte

überrAgend

www.audio.de ›01 /2012

47


Digital-Quellen › D/A-WAnDleR

FOStex HP-A3 um 400 Euro

Die USB-Strippe zum PC beschert

aktuellen DACs eine neue, extrem

attraktive Musikquelle, verleiht ihnen in

der Praxis aber auch eine gewisse Unberechenbarkeit.

Vier der fünf Kandidaten

überraschten im Laufe der Hörtests

dann auch irgendwann mit mehr oder

weniger exzentrischem Verhalten.

Ganz frei von solchen Merkwürdigkeiten

war im Test nur der Fostex HP-A3. Seine

vorbildliche Betriebssicherheit verdankt

dieser kompakte USB-DAC mit integriertem

Kopfhörerverstärker möglicherweise

einer Eigenschaft, die bei Klangfreunden

eher Argwohn auslöst: Statt

sich offen für eine ganze Liste von

Abtast raten zu zeigen, legt er sich auf

eine einzige fest. 96kHz muss der Rechner

liefern – wie, das ist sein Problem.

Dass der Nutzer von der Besonderheit

unter Umständen gar nichts mitbekommt,

hat zwei Gründe: Erstens passen

PCs und Macs – oder die darauf laufenden

Abspielprogramme – ihre USB-

Samplerate automatisch an die Vorgaben

des angeschlossenen Geräts an.

DACs, die sich wie der Fostex nur mit

einer einzigen unterstützten Rate anmelden,

bekommen abweichende Abtastfrequenzen

also ohne weitere Einstellarbeiten

automatisch gewandelt. Zweitens

muss diese Abtastratenwandlung

nicht unbedingt klangschädlich sein –

wenn sie denn entsprechend sorgfältig

erfolgt. Manche Software-Player, etwa

das auf dem Test-Mac verwendete

Decibel, verwenden hierfür eigene,

besonders aufwendige Algorithmen.

Obigem Sachverhalt kam der Autor erst

auf die Spur, als er nach Gründen für den

verblüffend guten Klang des HP-A3

fahndete. Extrem ausgewogen, substanzreich,

aber ohne übertriebene Wärme,

mit eleganten, ausdrucksstarken

Mitten und einem trockenen, tiefreichenden

Bass, schien der japanische

Klein-DAC einen Mittelweg zwischen

Profi-Präzision und audiophiler Verklärung

zu suchen – und auf wundersame

Weise absolut sicher zu beschreiten.

Auch die Tatsache, dass der Fostex kein

eigenes Netzteil besitzt, sondern seinen

5-Volt-Lebenssaft aus der notorisch

schmutzigen USB-Leitung zapft, hätte

einen so überzeugend stabilen Auftritt

nicht erwarten lassen. Die Stabilisierung

der USB-Spannung in einer „PLL Power

Supply“ getauften Schaltung, die einen

üppigen Teil der kleinen Platine beansprucht,

sowie die große Zahl hochwertiger

Kondensatoren (Nichicon Gold und

Sanyo OsCon) scheinen zu wirken.

Ähnlich wie über seine Cinch-Ausgänge

überzeugte der HP-A3 auch am Kopfhörerausgang

mehr mit Ausgewogenheit

als mit extremer Kraft, Dynamik oder

Größe – eine feine, musikalische Balance,

die dank geregelter Cinch-Ausgänge

auch an Aktivboxen voll überzeugt.

StecKBRIeF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Abmessungen B x H x T

Gewicht

Fostex

HP-A3

Mega Audio

06721 / 9 43 30

megaaudio.de

400 Euro

2 Jahre

10,8 x 3,6 x 14 cm

480 Gramm

digital in/out

USB Host / Stream/iPod – / • / –

Bluetooth / Codecs – / –

Cinch/optisch/BNC/AES – / • / – / –

Digitalausgang

optisch (f s

=96k fix)

ausgänge

Cinch / XLR / DIN 1 / –/ –

Pegel regelbar


schaltb. Digitalfilter –

ausstattung

Fernbedienung –

Anzeige kHz / Bit – / –

max. Abtastrate

96kHz USB, 192kHz optisch

Besonderheiten

Stromvers. über USB, integrierter

Kopfhörerverstärker

mit tauschbarem OP-Amp

AUDIOGRAMM

ÅSehr stabiler USB-Betrieb,

eleganter, musikalischer,

trotzdem präziser Klang.

ÍKlang stärker vom PC/

Playersoftware abhängig.

Klang Cinch 113

Klang XLR –

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

113 Punkte

sehr gut

48

www.audio.de ›01 /2012


Digital-Quellen › D/A-wANDlER

KING REX UD-384 Um 450 EUro

Wie sein Name schon andeutet, ist

der UD-384 ein Technik-Gipfelstürmer:

384kHz beträgt die höchste

von dem koreanischen Edel-Mini unterstützte

Abtastrate. Das ist schon mal

eine Leistung, die noch vor wenigen

Jahren undenkbar gewesen wäre, zumal

die Wortbreite des übertragenen PCM-

Signals bis zu 32 Bit betragen darf.

Dass es jemals nennenswert Musik in

solch immenser Auflösung geben wird,

ist unwahrscheinlich. Im (auf dem Achtfachen

der CD-Abtastrate 44.1kHz basierenden)

Format 352.8/24 sind immerhin

eine Handvoll Aufnahmen etwa von

2L Records verfügbar. Was wiederum

nichts bringt, weil der UD-384 – anders

als etwa der M2Tech Young, den AUDIO

auf der letzten HIGH END zum Abspielen

solcher Dateien verwendete – ausgerechnet

352.8kHz nicht unterstützt.

In den etwas weniger esoterischen Gefilden

bis 192 Kilohertz leistet sich der

Koreaner dann aber keine Lücke mehr

und wandelt via USB alle Abtastraten

der 44.1er-Familie (44.1, 88.2, 176.4kHz)

sowie der 48er-Familie (48, 96, 192kHz)

und mithin alles, was dem Hi-Res-Fan

im wirklichen Leben begegnen kann.

Neben USB gibt es keine weiteren Daten-Eingänge,

wohl aber einen Koax-

Ausgang, der das per USB entgegengenommene

Material digital weiterreicht.

So lässt sich beispielsweise auch

ein vorhandener Edel-DAC, der mangels

USB etwas den Anschluss verloren hat,

aus dem Rechner füttern.

Welchen Wandlerchip der KingRex verwendet,

verraten die Entwickler nicht –

seine Bezeichnung haben sie, ebenso

wie die des USB-Controllers, säuberlich

abgekratzt. Die Auswahl ist aber gerade

bei letzterem so klein, dass Neugierige

die Identität vermutlich leicht herleiten

könnten. Dem Rechner gegenüber gibt

sich der 384 jedenfalls mit seinem offiziellen

Namen zu erkennen, wobei das

Audio-Setup-Fenster im Mac-Betriebssystem

auch korrekt die unterstützten

Abtastraten auflistet. Windows-Nutzer

müssen dazu zunächst einen mitgelieferten

Treiber installieren, bei Apple gilt

seit OSX 10.6 auch für Extrem-Sampleraten

„Plug and Play“.

Der puristische Ansatz – nur ein Eingang,

wenige, hochwertige Bauteile auf kompaktestem

Raum – scheint sich klanglich

zu lohnen: Mit dem UD-384 begann

die Musik seidenweich zu fließen und

sich zugleich kraftvoll strukturiert vor

den Hörern aufzubauen. Meist gibt es

das Eine nur auf Kosten des Anderen:

mit der Dynamik kommt etwas Körnigkeit,

mit der Eleganz ein Hauch Lethargie.

Der KingRex brachte dagegen alles

wunderbar in Einklang und präsentierte

ein besonders farbenprächtiges, plastisches

Bild der Musik, ohne sich ins zu

Bunte oder Skizzenhafte zu verirren.

StEcKBRIEF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Abmessungen B x H x T

Gewicht

KingRex

UD-384

Reson Audio

07753 / 62 43 35

reson.de

450 Euro

2 Jahre

8,2 x 2,4 x 8,8 cm

250 Gramm

digital in/out

USB Host / Stream/iPod – / • / –

Bluetooth / Codecs – / –

Cinch/optisch/BNC/AES – / – / – / –

Digitalausgang

Koax

ausgänge

Cinch / XLR / DIN 1 / – / –

Pegel regelbar –

schaltb. Digitalfilter –

ausstattung

Fernbedienung –

Anzeige kHz / Bit – / –

max. Abtastrate

384kHz USB

Besonderheiten

Optional: Batterienetzteil

UPower (250€)

AUDIOGRAMM

ÅWunderbar ausgewogener,

weicher Klang.

ÍDig.-Ausgang funktioniert

nicht immer korrekt (falsche

Samp lingrate).

Klang Cinch 115

Klang XLR –

Ausstattung

ausreichend

Bedienung

gut

Verarbeitung

sehr gut

KlanguRteil

PReis/leistung

115 PunKte

übeRRagend

www.audio.de ›01 /2012

49


Digital-Quellen › D/a-WanDler

peachtree DACit um 500 Euro

Wie alle bisherigen Peachtrees basiert

auch der kleine DACiT auf einem

Wandler-IC von ESS. In diesem Fall

ist es der Sabre 9022 – ein vergleichsweise

preiswerter, hochintegrierter, für

Entwickler besonders komfortabler Chip,

der eine vollständige Ausgangsstufe besitzt

und durch seine interne, symmetrische

Spannungsversorgung ohne

Koppel-Kondensatoren auskommt. Man

kann den 9022 also direkt an die Ausgangsbuchsen

hängen, was Peachtree

auch tut. Lediglich zwei Mute-Relais finden

sich noch im analogen Signalweg.

Die Wahl zwischen USB-Koax- und optischem

Eingang kann beim bislang

kleinsten „Pfirsichbaum“ sogar fernbedient

erfolgen. Die beiden letzteren

Eingänge schlucken jeweils Samplingraten

bis 192kHz, USB geht bis 96kHz,

unter ominöser Auslassung von 88.2

Kilo hertz. „Riding With The King“ von

B. B. King und Eric Clapton etwa verwendet

in der DVD-Audio-Version diese

Abtastfrequenz. Was aber nicht heißt,

dass sich das Album nicht abspielen

lässt – der Rechner schickt die Daten

dann einfach mit der halbierten Rate,

also im CD-Standard 44.1kHz.

Den angesagten Asynchronous-Modus

beherrscht das USB-Interface des DA-

CiT nicht. Wie schon die sehr guten

Mess- und Hörergebnisse des Fostex

HP-A3 verraten, ist das auch nicht zwingend

nötig, solange man andere Wege

nutzt, die via USB stets etwas wackelig

eintreffenden Daten vor der Wandlung

wieder in Reih und Glied zu sortieren. Im

Peachtree sorgt der ESS mit seiner integrierten

Neutaktung selbst für Ordnung,

und zwar so gründlich, dass seine Jitterwerte

insbesondere am USB-Eingang

fast einen neuen Laborrekord markieren

(siehe auch rechts).

Im Hörraum konnte sich dann auch niemand

über mangelnde Konturenschärfe

beschweren – gerade im Hochton, wo

es ausklingende Becken, feine Rauminformationen

und charaktergebende

Obertonspektren auseinanderzudividieren

gilt, arbeitete der Peachtree mit absoluter

Präzision – die in einem fülligen,

warmen oberen Bass ihr adäquates Gegengewicht

fand. Bot der Klang des

Asus via USB noch etwas mehr Tiefbass,

Energie und Format, hielt der Peachtree

mit einem über alle drei Eingänge noch

konsistenteren Charakter dagegen – unabhängig

davon, wie die Daten ankamen,

musizierte er stets samtig, entspannt

und genussbetont.

Die einzige Einschränkung betraf stark

komprimierte, hoch ausgesteuerte

(Rock-)Aufnahmen, die im Hochton etwas

blondiert wirken konnten. Vermutlich

verschafft sich hier ein ganz knapp

vor der Aussteuerungsgrenze (-0,5dB)

einsetzendes Clipping Gehör, das

ansonsten nicht weiter auffiel.

StecKBrIeF

Peachtree

DACit

Vertrieb

Robert Ross

0 84 66-/ 90 50 30

www.

peachtreeaudio.de

Listenpreis

500 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x t 16,5 x 6 x 16,5 cm

Gewicht

500 Gramm

digital in/out

USB Host / Stream/iPod – / • / –

Bluetooth / Codecs – / –

Cinch/optisch/BNC/AES • / • / – / –

Digitalausgang –

ausgänge

Cinch / XLR / DiN 1 / – / –

Pegel regelbar –

schaltb. Digitalfilter –

ausstattung

Fernbedienung


Anzeige kHz / Bit – / –

max. Abtastrate

96kHz USB, 192kHz S/PDiF

Besonderheiten –

aUDIOGraMM

ÅSamtig-musikalisch abgestimmt,

universell einsetzbar.

ÍLeichtes Clipping bei

digitaler Vollaussteuerung

messbar.

Klang Cinch 113

Klang XLR –

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

113 Punkte

sehr gut

50

www.audio.de ›01 /2012


Messlabor

Labormeister ist Asus: niedriger Ausgangswiderstand (100/200Ω Cinch/XLR), Top-Störabstand

(120dB) und Lineal-Frequenzgang. Via USB nahezu perfekt jitterarm (149ps, 1), der

minimale Klirr zudem günstig gestuft (2). Auch der Fostex ist sehr störarm (112dB), mit

niedrigem Ausgangswiderstand (100Ω) und geringem, günstig verteiltem Klirr (3). Der Frequenzgang

(4) endet via USB bei 48kHz (=96/2), der optische Eingang schluckt dagegen

192kHz (violett). KingRex kann nur USB, das aber sehr breitbandig (5), mit etwas mehr Rauschen

(103dB), dafür sehr gutem Jitter (201ps). Das sehr schöne Klirrspektrum (6) ist bei

minimal abgesenktem Pegel (-1,2dB) aufgenommen; bei 0dB (o.Abb.) verrät ein Störrasen

einsetzendes Clipping. Ähnlich der Peachtree: Pegelabhängig dargestellt (7) nehmen k3

und k4 ab ca. -0,5dB abrupt zu. Ansonsten: 106dB Störabstand, 250Ω Ausgangswiderstand,

extrem niedriger Jitter (130ps) , breitbandiger Frequenzgang (8). Music Hall besticht

via Cinch mit perfektem, röhrentypischem Klirrverlauf (9). Ausgangswiderstand (500Ω),

Rauschabstand (107dB), Jitter (>400ps) sind lediglich OK, der Frequenzgang (10) ebenso.

1

2

3

4

5

7

6

8

HECO MUSIC COLORS –

keine Kompromisse

Der beliebte Regallautsprecher Music Colors

100 bekommt Geschwister. Die neue und sehr

schlanke Standbox Music Colors 200 ist im

Gegensatz zu den meisten Standlautsprechern

für eine wandnahe Aufstellung optimiert.

Ausgestattet ist sie mit 20 cm Seitentreibern für

den Tiefstbass und einem Array aus 3 Chassis

für den Mittelhochtonbereich. Besonders

aufwändig ist die Variante Wenge. Hier werden

Echtholzfurniere zusätzlich mit Glanzlack

veredelt. Ebenfalls erhältlich sind die Dekore

Piano Schwarz und Piano Weiß.

Für Heimkinoliebhaber entwickelt wurde das

System Heco Music Colors 5.1A. Vier 2-Wege-

Satelliten, ein dedicated Center, alle aus MDF

in Piano Schwarz, und ein Aktivsubwoofer mit

20 cm Treiber sollen sowohl Musik als auch

Filmsignale mit hoher Wiedergabetreue liefern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.heco-audio.de

9

10


Digital-Quellen › D/a-wanDleR

und klangen deutlich fahler – über Cinch

dagegen ist der 25.3 ein Hochgenuss,

dem man auch gerne verzieh, wenn er

sich ab und zu bei USB-Abtastratenwechseln

verhaspelte – nach einem

Neustart war er wieder ganz der (gute!)

Alte.

Fazit

Bernhard rietschel

AUDIO-Redakteur

music hall DAC 25.3 um 700 Euro

Der mit halber Standardbreite schon

recht große DAC 25.3 ist mit einer

ebenso reichlich wie vornehm bestückten

Platine gut ausgefüllt. USB-seitig

geht es mit einem Tenor TE-7022 los –

dem gleichen Controller, der auch im

Peachtree werkelt. Stromabwärts findet

zur Jitter-Minimierung für alle Eingänge

ein mehrstufiges Reclocking samt

Abtastratenwandlung (am Burr-Brown

SRC4192) statt. Wobei sich der Sample

Rate Converter nach Gusto auf unterschiedliche

Zielfrequenzen (96, 192kHz)

stellen und auch ganz deaktivieren lässt.

Gerade die letztere Option war in Kombination

mit hochwertigen Koax-Digitalquellen

(etwa dem Linn Sneaky DS) sinnvoll:

Hier brachte das Upsampling mit engerer

Abbildung und eher teigig wirkendem

Timing eigentlich nur Nachteile

gegenüber dem präzise definierten, herrlich

straffen Klang im direkten Modus.

Im positiven Sinn überdeutlich hörte

man dem Music Hall dabei an, dass er

nach seinem D/A-Wandlerchip (einem

Burr-Brown PCM1796) nicht irgendeine

Allerwelts-Ausgangsstufe beschäftigt,

sondern zwei vergleichsweise prominente

Operationsverstärker (OPA2134

und 2604), gefolgt von einer veritablen

Röhre als letzter Pufferstufe.

Die Doppeltriode (eine 6922 von Electro

Harmonix) ist hauptverantwortlich für

den besonders natürlichen Klang und die

große musikalische Überzeugungskraft

des DAC25.3: Ihr Klirrspektrum besteht

praktisch ausschließlich aus der ersten

Oberwelle k2, deren Amplitude zudem

in perfekt linearer Abhängigkeit zur Aussteuerung

steht – ein Verhalten, dem das

menschliche Gehör instinktiv vertraut.

Beim gestrichenen Bass-Intro zu „I’lll Be

Seeing You“ von Rickie Lee Jones

musste man also nicht lange nachdenken:

Hier wurde Musik lebendig und

begann zu atmen, jeder Takt gewann an

Erlebniswert, gefühlt schien man mehr

Zeit zum Hören zu haben. Es war nicht

das ganz große Spektakel, das den

Music Hall auszeichnete, sondern seine

felsenfeste Verbindlichkeit: keine Diskussion

– hier ist der Ton.

XLR- und Kopfhörerausgang müssen

offenbar ohne die Röhre auskommen

Das erstaunliche Preis-leistungsverhältnis

des asus essence One

sollte nicht davon ablenken, dass

man musikspieler (letztlich ist ein

Dac nichts anderes) primär nach

Klangcharakter aussuchen sollte.

hier bietet das testfeld von klassisch-neutral

(music hall, Fostex)

bis hin zu füllig-fein (KingRex),

warm-spritzig (Peachtree) und

wuchtig-trocken (asus) jede

erdenkliche spielart.

stecKBRieF

Music Hall

DAC25.3

Vertrieb

Phonar Akustik

04638 / 89 24 0

www.

phonar.de

Listenpreis

700 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x T 21,5 x 9,5 x 34,5 cm

Gewicht

4,5 kg

digital in/out

USB Host / Stream / iPod – / • / –

Bluetooth / Codecs – / –

Cinch/optisch/BNC/AES • / • / – / –

Digitalausgang –

ausgänge

Cinch / XLR / DIN 1 / 1 / – (+Kopfhörer)

Pegel regelbar

• (nur Kopfhörer)

schaltb. Digitalfilter • (schaltb. Upsampling)

ausstattung

Fernbedienung –

Anzeige kHz / Bit – / –

max. Abtastrate

96kHz USB, 192kHz S/PDIF

Besonderheiten

Röhren-Ausgangsstufe,

Kopfhörer-Verstärker

auDiOGRamm

ÅRichtig erwachsener,

unspektakulär-stabiler

Klang, tolle Musikalität.

ÍKlang via KH geringfügig,

via XLR merklich schwächer

als Cinch.

Klang Cinch 115

Klang XLR 110

Ausstattung

sehr gut

Bedienung

gut

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

115 Punkte

seHr gut

52

www.audio.de ›01 /2012


Komplett-Anlagen › i-Pod-doCKS

Sound-deSign

IPod-Docks sind gefragter denn je. Und das hat seinen Grund: Unsere vier Testkandidaten sind

nicht nur optisch eine Bereicherung für jedes Regal, sondern vor allem auch klanglich.

■ Text: Alexandros Mitropoulos

54 www.audio.de ›01 /2012


Komplett­Anlagen › I-PoD-DocKs

aUFstellUnG

Ungefähr auf den Hörer

richten, Hörabstände 1-2 m

sind ideal. Frei stehend

etwas dünner Bass, am

besten 30 cm vor die Wand

stellen.

yaMaha restIo isx-800 um 600 EuRO

Der Yamaha Restio ist derzeit

sicher eines der ungewöhnlicheren

Docks auf dem Markt. Sein

ansprechendes Design und die schlanke

Gehäusekonstruktion sind alles andere

als öde und machen ihn zur idealen

Lösung für Lifestyle­Fans. Dank vier

verfügbarer Farben (lila, grün, schwarz,

silber) ist mit Sicherheit für jeden Geschmack

das passende Outfit dabei.

In Inneren des Restios arbeiten zwei

3­cm­Hoch­ und zwei 10­cm­Tieftöner.

Musik saugt er sich entweder aus dem

Äther (FM­Radio), einem USB­Stick,

einer CD, einem externen Zuspieler

(über AUX) oder eben vom iPod/iPhone.

Dabei unterstützt der angenehm einfach

zu bedienende Yamaha auch die komprimierten

Formate MP3 und WMA (von

USB und CD). Über die im Lieferumfang

enthaltene Fernbedienung kann man

durch das iPod­Menü zappen, Radio­

Messlabor

Sender suchen, den Wecker einstellen

und den Klang über den EQ verändern.

Die Weckfunktion ermöglicht es, Musik

von einer frei wählbaren Quelle abzuspielen.

Und damit man morgens vor

Schreck nicht aus dem Bett fällt, senkt

der Restio anfangs den Pegel der hohen

Frequenzen etwas ab und fügt sie erst

allmählich wieder hinzu. Ein kleines, aber

äußerst feines Detail.

Das schmale Gehäuse prädestiniert das

Yamaha­Dock geradezu für die Aufstellung

direkt an der Wand. Das macht

nicht nur optisch was her, sondern bietet

auch klangliche Vorteile: Der Bass gewinnt

hörbar an Fundament. Alternativ

kann man mit Hilfe einer op tional erhältlichen

Halterung den Restio wie ein

Gemälde an die Wand hängen.

Bei „Sever” von der Band Karate („Unsolved“)

klang das Dock im gesamten

Raum sehr ausgewogen. Präzise in der

Abbildung, mit luftigen, aber nie aufdringlichen

Höhen, spielte es selbst im

Bass völlig souverän und tönte nie dünn.

stecKbrIeF

yamaha

restio isx-800

Vertrieb

Yamaha Deutschland

0 41 01 / 30 30

www.

yamaha.de

Listenpreis

600 euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x t 41 x 99,7 x 29,5 cm

Gewicht

12 kg

Fernbed. / iPod-steuerung • / • (Musik-Menü)

aNSChLÜSSE

Line in / out /subwoofer 1 (3,5-mm Klinke) / – / –

Kopfhörer –

Video –

UsB


Digital Koax / optisch – / –

LaUTSPREChER

Kanalzahl / Wege stereo / 2

Aktivweiche –

schaltbarer Hochpass –

FUNKTIONEN

Display / osD – / –

radio / CD / DVD • / • / –

internetradio/streaming – / –

Klangregler / Wecker • / •

Batteriebetrieb –

Bluetooth –

Fotos: Archiv, MPS

Im Frequenzgang rechts deutlich zu

erkennen: Die Bässe und Höhen beim

Yamaha werden deutlich betont. In den

Bässen reicht der Restio laut Messung bis

49 Hz (bei ­ 6 dB) herab. Die Messung der

Klirr amplitude (ohne Abb.) offenbarte bei

hohen Pegeln ab 90 dB eine Kompression

in den Bässen bis 200 Hz und wieder bei

Frequenzen ab 1,5 kHz. Die Maximallautstärke

beträgt 82 dB.

Yamaha ISX-800 (i-Dock)

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl. -30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

aUDIoGraMM

Åtolles Design, ausgewogener

Klang.

Í etwas aufstellungkritisch.

Klang 85

Pegelfestigkeit

gut

Praxis

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

KLaNgURTEIL

PREIS/LEISTUNg

85 PUNKTE

SEhR gUT

www.audio.de ›01 /2012

55


Komplett­Anlagen › I-PoD-DocKs

NaD Viso 1 um 600 EuRo

aUFstellUNG

Hörabstände ab 1-2 m, im

Regal oder bei wandnaher

Aufstellung etwas betonter

Bassbereich, am besten

freistehend mit ausreichend

Platz zu den seiten.

Messlabor

Der Frequenzgang des NAD Viso 1 im

„Extended Mode“ (rechts) verläuft bis auf

eine Anhebung in den Höhen (ab 10 kHz)

gerade. Der Bass reicht bis 39 Hz herab (bei

­ 6 dB). Die Klirr amplitudenmessungen (ohne

Abb.) zeigen bis zu einem Pegel von 90dB

ein gutes Klirr­Verhalten mit einer leichten

Kompression in den tiefen Frequenzen

bis etwa 400 Hz. Die Maximal­Lautstärke

beträgt üppige 94 dB.

Handys, Computer und Fernseher

scheinen mit jeder Generation

immer kleiner beziehungsweise

flacher zu werden. Bei Boxen ist

das anders, weil Volumen für eine kräftige

Basswiedergabe noch immer dringend

erforderlich ist. Oder doch nicht?

NAD verspricht beim Viso 1 trotz kompakter

Abmessungen die überzeugende

Wiedergabe auch tiefster Frequenzen.

Neben der Möglichkeit, Musik von einem

iPod/iPhone abzuspielen, ist auch

eine externe Quelle (CD, TV, PC etc.)

über einen Toslink­Eingang anschließbar.

Schön, dass auch Android­Handys (aber

auch entsprechend fähige Laptops) via

Bluetooth das perfekt verarbeitete Viso

1 mit Signalen füttern können. Über

einen Composite­Ausgang sind zudem

Videos auf einem TV oder Beamer abspielbar.

Zwei Sound­Modi bietet das

Dock, die den Klang auf das Hörverhalten

und teilweise auch auf die Raum­

Akustik anpassen: Sitzt man direkt davor,

wählt man am besten die Einstellung

„Near­Field”. Im „Extended Mode” hingegen

ist die Abstimmung höhenbetonter,

um den Klang für größere Hörabstände

zu optimieren. Denn je höher

die Frequenz, desto schneller verliert

der Schall an Energie – sprich an Lautstärke.

Diese Abstimmung soll genau

das kompensieren.

Spontan einen Song ausgewählt (Otis

Taylor mit „Ten Million Slaves”; aus „Recapturing

The Banjo“) – und tatsächlich

beeindruckte ein unglaublich definierter

und druckvoller Bass. Unfassbar, wie

tief der Viso 1 herabreichte, ohne irgendwie

zu nuscheln oder zu dröhnen. Bei

„Hard Times” von Kurtis Blow wiederholte

sich das Spiel: Der NAD blieb sauber

und stets präzise im Bass sowie ausgewogen

im Gesamtklang. Damit eignet

NAD VISO 1 (i-Dock)

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl. -30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

er sich ideal, um auf Partys für den nötigen

Bumms zu sorgen – zumal auch

seine Lautstärkereserven beachtlich

sind.

stecKbrIeF

Nad

Viso 1

Vertrieb

NAD Deutschland

0 41 08 / 41 80

www.

nad.de

Listenpreis

600 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen B x H x T 48 x 26,1 x 30 cm

Gewicht

5,6 kg

Fernbed. / iPod-steuerung • / • (Musik-Menü)

aNSCHLÜSSE

Line in / out /subwoofer – / – / –

Kopfhörer –

Video


UsB

• (nur für Updates)

Digital Koax / optisch – / • (Toslink)

LaUTSPRECHER

Kanalzahl / Wege stereo / 2

Aktivweiche –

schaltbarer Hochpass –

FUNKTIONEN

Display / osD – / –

Radio / CD / DVD – / – / –

internetradio/streaming – / –

Klangregler / Wecker • (Zwei Hör-Modi) / –

Batteriebetrieb –

Bluetooth


aUDIoGraMM

ÅÜberzeugender Klang,

starke Basswiedergabe, viele

Anschlussmöglichkeiten.

Í –

Klang 90

Pegelfestigkeit

überragend

Praxis

überragend

Verarbeitung

sehr gut

KLaNgURTEIL

PREIS/LEISTUNg

90 PUNKTE

ÜbERRagENd

56 www.audio.de ›01 /2012


Komplett-Anlagen › I-poD-DocKs

loeWe soundbox um 500 EuRo

aUFstellUnG

Hörabstand von 1 m ist

ideal. Frei aufgestellt bester

Klang, wandnah und im

Regal leicht mittenbetont.

bass neigt dann dazu, an

dynamik zu verlieren.

Loewes erste Komplett-Anlage mit

iPod-Dock hört auf den simplen,

aber schönen Namen „Soundbox”.

Doch nicht nur der Name, sondern

auch das Design ist gelungen. Das Auge

hört schließlich mit – und so ist es möglich,

das Loewe-Dock individuell zu gestalten:

Bei der Abdeckung auf der Oberseite

kann man (gegen Aufpreis) aus

einer Fülle an Farben und Materialien

wählen und sogar Sonderfarben ordern.

Selbst Edelholz-Varianten stehen zur

Auswahl. Das Gerät selbst ist entweder

in Schwarz oder in Silber erhältlich. Es

ist tadellos verarbeitet und macht einen

sehr massiven Eindruck.

Im Inneren finden zwei zehn Zentimeter

große Breitbänder Platz und verrichten

ihren Dienst, jeweils von einem eigenen

Verstärker angetrieben. Die mitgelieferte

System-Fernbedienung von Loewe ist,

was Funktionalität angeht, richtig gut.

Messlabor

Auffallend am Frequenzgang der Loewe

Soundbox (rechts) ist die begrenzte Bassund

Höhenwiedergabe. Ohne Tiefbass-

Anteile unter 100 Hz ergibt sich eine Maximallautstärke

von 94,5 dB (gemessen ab

111 Hz, bei - 6 dB). Hohe Frequenzen werden

bis etwa 10 kHz wiedergegeben. Die

Klirr messungen (ohne Abb.) zeigen sich bei

niedrigen Pegeln gut. Doch ab einem Pegel

von 85 dB beginnt die Soundbox zu klirren.

So sind auf Knopfdruck auch andere

Loewe-Geräte steuerbar – etwa ein TV,

ein DVD-Player oder ein Recorder. Was

mögliche Wiedergabe-Quellen betrifft,

ist das Dock ebenfalls üppig ausgestattet:

Neben der obligatorischen iPod-/

iPhone-Schnittstelle ist auch ein CD-

Laufwerk vorhanden. Außerdem kann

man Musik von einem USB-Stick streamen,

ganz klassisch Radio hören oder

ein externes Gerät über den AUX-Eingang

einschleifen. Das Display zeigt die

Metadaten von MP3- und WMA-Dateien

oder den gerade eingestellten Radiosender

an. Morgens kommt man wahlweise

mit einem Alarmton, Musik oder

beidem aus den Federn.

Hat man erstmal seinen Ideal-Sound

über die Klangregelung eingestellt, war

der Klang der Soundbox homogen. Bei

der Acapella-Version von „Suzie Q” in

der Version von Bobby McFerrin (von

Loewe Soundbox

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl. -30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

„Simple Pleasures“) verblüffte das

Loewe-Dock mit einer guten Stereo-

Abbildung. Nur bei allzu hohen Lautstärken

ging ihm etwas schnell die Luft aus.

stecKbrIeF

Loewe

soundbox

Vertrieb

Loewe AG

0 92 61 / 99 0

www.

loewe.de

Listenpreis

500 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Abmessungen b x H x T 45 x 14,5 x 17 cm

Gewicht

5,1 kg

Fernbed. / iPod-steuerung • / • (Musik-Menü)

ANSCHLÜSSe

Line In / out /subwoofer 1 (3,5 mm Klinke) / – / –

Kopfhörer

• (3,5 mm Klinke)

Video –

usb


digital Koax / optisch – / –

LAUTSPReCHeR

Kanalzahl / Wege stereo / 1

Aktivweiche –

schaltbarer Hochpass –

FUNKTIoNeN

display / osd • / –

Radio / Cd / dVd • / • / –

Internetradio/streaming – / –

Klangregler / Wecker • / •

batteriebetrieb –

bluetooth –

aUDIoGraMM

Åschöne stereo-Abbildung.

Í Verbindung zum iPod/

iPhone dauert recht lange.

Klang 80

Pegelfestigkeit

gut

Praxis

gut

Verarbeitung

sehr gut

KLANgURTeIL

PReIS/LeISTUNg

80 PUNKTe

SeHR gUT

www.audio.de ›01 /2012

57


Komplett­Anlagen › I-PoD-DocKs

aUFstellUnG

Ungefähr auf den Hörer

richten, Hörabstände ab

2 m sind ideal. bei freier

aufstellung luftiger Klang;

am besten etwas unter der

Ohr-Höhe platzieren.

Jbl onbeat xtreme um 600 euro

Geschwungene Formen und

hochwertige Materialien verleihen

dem neuen JBL­Dock einen

edlen und zugleich interessanten

Look. Neben iPod oder iPhone bietet der

Onbeat Xtreme (über einen Adapter)

auch iPads Halt und lädt dabei gleich

ihren Akku auf. Das Apple­Gerät kann

sowohl hochkant als auch horizontal

platziert werden, was sich besonders in

Sachen Cover­Flow positiv bemerkbar

macht.

Insgesamt vier Schallwandler sitzen im

Dock: Ein 30­Watt­Verstärker versorgt

zwei 30 Millimeter große Alu­Hochtöner

und zwei Achter­Woofer mit Saft. Videos

lassen sich über den Composite­Ausgang

auf Fernsehern und Co. anzeigen,

und für alternative Zuspieler steht ein

AUX­Eingang bereit. Auch Bluetooth

kann der Onbeat Xtreme, damit ihn auch

Smartphones – mit oder ohne Apfel­

Messlabor

Im Den Frequenzgang rechts des JBL deutlich Onbeat zu Xtreme

erkennen: (rechts) kann Der man Bass bis geht auf nicht eine leichte beson­Anderhebung

laut, in die den Senke Mitten um als 150 durchweg Hertz, um li­

2,5 near kHertz bezeichnen. eine prägnantere Der Bass reicht Spitze. bis Genau

herab in dieser (bei Frequenz ­ 6 dB), und schwingt die Maximal­ das Go

42

Hz

+ Lautstärke Play auch beträgt nach (o. 89 Abbildung). dB. Bei den Die Klirramplitudenmessungen

(ohne belegt Abb.) bei hohen zeigt

sich Pegeln ab (85 90dB dB) etwas eine Kompression Klirr; mit einer schon leichten ab

Kompression 500 Hertz. Pegeln über (85 den dB) gesamten eine Kompressiogang

schon verteilt. ab 500

Frequenz­

Hertz.

Logo – mit Musik füttern könnnen. Dank

des integrierten Mikrofons ist es zudem

möglich, normale Telefonate und (bei angedocktem

Apple­Gerät) sogar Videogespräche

zu führen. Der USB­Anschluss

dient dazu, sein iDevice (iPod,

iPhone, iPad) mit iTunes zu synchronisieren

und nicht etwa, um Musik von einem

USB­Stick abzuspielen. Über die kleine,

futuristisch aussehende Fernbedienung

kann man in der Musikbibliothek des

angedockten Gerätes stöbern, Quellen

wählen und den Klang des Docks verändern

– fünf verschiedene Sound­Einstellungen

(Music, Movies, Games, Chat,

Internet­Radio) stehen zur Auswahl.

Beim Song „Joy. Discovery. Invention”

von der schottischen Band Biffy Clyro

(aus „Blackened Sky“) spielte der

Onbeat Xtreme erfreulich neutral. Und

mit seidigen Höhen, einem trockenen

und vollen Bass und der sehr genauen

JBL PV2 (i-Dock)

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl. -30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Stereo­Abbildung konnte das Dock auch

bei „Shy Boy” von Katie Melua (zu finden

auf „Piece By Piece“) massig Punkte

einheimsen.

stecKbrIeF

JBL

Onbeat xtreme

Vertrieb

Harman Kardon Deutschland

0 72 48 / 71 11 32

www.

jbl.com

Listenpreis

600 euro

Garantiezeit

2 Jahre

abmessungen b x H x t 44,5 x 23 x 24,4 cm

Gewicht

4 kg

Fernbed. / iPod-Steuerung • / • (musik-menü)

ANSCHLÜSSE

Line In / Out /Subwoofer 1 (3,5 mm Klinke) / – / –

Kopfhörer –

Video


USb

• (für iTunes Sync)

Digital Koax / optisch – / –

LAUTSPRECHER

Kanalzahl / Wege Stereo / 2

aktivweiche –

schaltbarer Hochpass –

FUNKTIONEN

Display / OSD – / –

radio / CD / DVD – / – / –

Internetradio/Streaming • (Über USB) / –

Klangregler / Wecker • (5 Presets) / –

batteriebetrieb –

bluetooth


aUDIoGraMM

Åneutraler Klang, iPadkompatibel.

Í –

Klang 85

Pegelfestigkeit

sehr gut

Praxis

überragend

Verarbeitung

überragend

KLANgURTEIL

PREIS/LEISTUNg

85 PUNKTE

SEHR gUT

58 www.audio.de ›01 /2012


Wenn die Welt eine perfekte

Box kennt, dann diese.“

Zitat Malte Ruhnke, Audiophile 1/2011

Kombinieren Sie das „Werd‘ Aktiv Programm“ noch bis 31.12.2011 mit allen Produkten

der BM Prime und BM Line Serie. Zum 01.01.2012 werden wir nach vielen Jahren der

Preisstabilität die gestiegenen Produktions- und Einkaufskosten weitergeben. Das führt

zu einer Anpassung von 10% auf die aktuellen Listenpreise.

Das „Werd‘-Aktiv“-Programm bietet einmalige Bedingungen noch aktiver zu werden:

Wir zahlen Ihnen für Ihr vorhandenes Hifi-Equipment bis zum doppelten Gebrauchtmarktpreis

(max. 50.000€) beim Neukauf eines B&M Aktiv-Lautsprechers.

„Werd‘-Aktiv“ Garantie: Egal mit welcher Passiv-Kette Sie momentan hören, garantieren

wir Ihnen eine klanglich deutlich überlegene Lösung für Ihren Hörraum. Sollten Sie wider

Erwarten nicht zufrieden sein, nehmen wir die Lautsprecher zurück und erstatten Ihnen

den vollen Kaufpreis. Ohne Wenn und Aber.

Backes und Müller Premium Partner:

SPRINT SERVICE GmbH

Ihr Ansprechpartner: Hans Gülker

50389 Wesseling (bei Köln & Bonn)

85368 Moosburg (bei München)

Tel. +49 (0) 22 36/848 445

NEU: Büro Zürich/Schweiz

Tel. +41 43 488/3707

info@aktiv-backesmueller24.de

www.aktiv-backesmueller24.de

BM Line 35 | Preis: 60.000,- Euro/Paar

inkl. MwSt., Lieferung frei Haus

Ab 01.01.2012 65.990,- Euro

Backes & Müller

Servicecenter-Süd

Ihr Ansprechpartner: Andreas Kühn

Parkstraße 16 .

70806 Kornwestheim (bei Stuttgart)

Tel. +49 (0) 7154/4413

info@service-sued-backemueller.de

www.service-sued-backemueller.de

B&M Workshops

Frankfurt/Main 03. Dezember 2011 Skyscraper Workshop | Stuttgart* 10. Dezember 2011 | Berlin 17. Dezember 2011 Hauptstadtworkshop |

Wesseling 28. Dezember 2011 Final Workshop | Hamburg 21. Januar | 2012 | Wesseling 25. Januar Mittwoch-Mitternachts-Workshop | High-

End Darmstadt 04.-05. Februar 2012 | München 25. Februar 2012 Eiszeit Workshop | Dresden 17. März 2012 Aktiv im Osten Zürich 31. März

| Wolfsburg 19. Mai Autostadtworkshop |

Begrenzte Teilnehmerzahl. Bitte melden Sie sich für rechtzeitig unter Tel. +49 (0) 22 36/848 445 an. *Anmeldung für Workshops mit Sternchen unter Tel. +49 (0) 71 54/44 13.

Weitere Showrooms: Moosburg (bei München) +49 (0) 87 61/72 999 77 | Showroom Saarbrücken +49 (0) 681/7616 809


Aktion › LeserwahL

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 200 000 Euro

Das GOLDeNe Ohr

Leserwahl 2012

Auch in der siebten Auflage der großen Leserwahl von AUDIO,

stereoplay und Video HomeVision können Sie, liebe Leser,

wieder die Top-Geräte des Jahres küren – und ganz nebenbei jede

Menge attraktiver Preise gewinnen. Geräte und Anlagen im Wert

von über 200 000 Euro werden unter den Teilnehmern verlost.

1. Preis

Das einzige, was Sie dafür tun müssen: Unter den getesteten Geräten

des letzten Jahres bestimmen Sie Ihre Lieblinge. Besonders einfach

ist die Abstimmung im Internet – siehe auch Teilnahmebedingungen

unten rechts. Doch ganz gleich, auf welchem Wege Sie mitmachen:

Die Redaktion drückt Ihnen die Daumen!

gesamtwert:

39 100 euro

Das Herzstück der AUDIO- Anlage ist die

KEF Blade – eine Lautsprecherskulptur,

die nicht mehr Box genannt werden kann.

Die perfekte Punktschallquelle mit dem

zentralen Koaxialtreiber namens UniQ und

den organisch runden Formen klingt so

wunderbar feinsinnig wie räumlich und

ist allein 25 000 Euro wert.

Ultramodern auch die Quelle: Der Linn

Akurate DSM (6500 Euro) kombiniert

Netzwerk- Player, digitale wie analoge

Eingänge und eine vollwertige Vorstufe

inklusive Phono-Input. Streams jeglicher

Herkunft – vom UPnP-Server, PC oder Mac

und sogar direkt vom Apple- und Android-Tablet

– spielt er ebenso perfekt wie

MC- oder MM-Analogsignale.

Zwischen Linn und KEF passt die Endstufe

DS-450 von Audio Research (5600 Euro).

Enorm kräftig mit feinem, sanftem

Klang und dabei hocheffizient, zeigt sie,

dass man auch in zeitgemäßer Schaltverstärker-Technik

echtes High End bauen

kann. Verkabelt ist die Anlage mit Leitungen

nach Wahl von Audioquest im Wert

von 2000 Euro.

Fotos: Archiv, VikaSuh – Shutterstock.com

60

www.audio.de ›01 /2012

o Machen Sie mit auf audio.de/leserwahl


Aktion › LESERWAHL

gesamtwert:

31700 eUrO gesamtwert:

12500 eUrO

1. PreIS 1. PreIS

Diese Kombination hat einen

analogen Schwerpunkt. Kernstück

ist der fantastische Plattenspieler

Rega P9 (4500 Euro)

mit dem überragenden Tonabnehmer

Lyra Delos (1100 Euro).

Beides harmoniert bestens.

Verstärkt werden die Signale

von Tom Evans’ Geheimtipp-

Phono stufe Groove (3200 Euro).

Über die besten NF-Kabel

der in-akustik Referenz-Serie,

die NF 1302 (250 Euro), geht

es dann auf den so kräftigen

wie feinzeichnenden Vollverstärker

Moon 600i (6850 Euro).

Mit seiner hohen Transparenz

passt der Amp hervorragend

zu den grandiosen Standboxen

Isophon Vescova (8000 Euro),

die mit den Top-Boxenkabeln

LS 1603 von in-akustik am

Moon anbandeln. Die Elektronik

steht besonders stabil auf

dem Rack of Silence (1800

Euro) von Solid Tech, das die

Phonostufe durch Schockabsorber

extra entkoppelt.

Hinzu kommen die Hörraum-

Analyse plus Absorber von

Akustik-Experte Thomas Fast

(4000 Euro) sowie ein attraktives

LP-Paket von in-akustik

(500 Euro).

Natürliche Bilder und tiefe 3D-

Einblicke verspricht die

127-Zentimeter-Bild diagonale

des 3D-Plasma Panasonic TX-

P50GT30. Dem Fernseher zur

Seite steht das Funktionswunder

DMR-BST 800, eine Doppeltuner-Sat-Settop-Box

mit

HDTV-Festplattenrecorder und

3D-Blu-ray-Wiedergabe nebst

-Archivierungsfunktion. Über

Netzwerk inklusive WLAN wird

das Gerät zum Filmserver; für

einen umfangreicheren Empfang

können zwei CI+-Module

eingeschoben werden. Akustisches

Herz der Anlage ist der

Onkyo TX-NR 1009, ein

THX-Select2-Plus-zertifizierter

AV- Receiver mit 9.2 Kanälen,

DTS Neo-X und 4K-Videoskalierung.

Seine 9 x 180 Watt

treiben das 5.1-Lautsprecherset

Teufel System 10 THX Ultra

2 an. Die mächtige Boxen-Kombi

mit zwei Subwoofern ist

THX-Ultra2-zertifiziert und garantiert

höchsten Pegelspaß.

Über dieses Heimkino können

Sie dann auch die selbst gedrehten

Full-HD-Filme des Canon-Camcorders

Legria HF

R206 perfekt genießen.

So nehmen Sie an der LeSerwahL 2012 von

aUDIO, stereoplay und Video homeVision teil!

Die Teilnahme per Internet ist einfach. Unter

www.audio.de/leserwahl finden Sie die

Startseite, auf der Sie sich Schritt für Schritt

durch die Leserwahl klicken können. Dort

können Sie in jeder der 41 Kategorien abstimmen,

Enthaltungen sind möglich. Um

einen der Preise zu gewinnen, müssen Sie

im Anschluss Ihre persönlichen Daten eingeben.

Sie haben die Möglichkeit, einen

Wunschgewinn zu äußern, eine Übersicht

finden Sie auf den folgenden Seiten. Leser

ohne Internet benötigen die AUDIO-Ausgabe

12/11 – darin finden Sie auf Seite 65

eine Liste der nominierten Kandidaten und

auf Seite 57 eine Anleitung zur Teilnahme

per Postkarte. Wenn Sie dieses Heft nicht

besitzen, können Sie es beim Leserservice

unter Telefon 0781 / 6394 548 nachbestellen.

Die Postkarte senden Sie dann an

AUDIO, Leuschnerstr. 1, 70174 Stuttgart.

Mitarbeiter der WEKA Media Publishing

GmbH sowie deren Angehörige dürfen an

der Wahl nicht teilnehmen. Die Auslo sung

erfolgt unter juristischer Aufsicht; der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Eine Barauszahlung

der Gewinne ist nicht möglich. Teilnahmeschluss

ist der 13. Januar 2012.

In Einzelfällen kann das gewonnene Produkt

ein neuwertiges Testgerät sein. In der

Regel kommt der Gewinn direkt vom

Anbieter zu Ihnen; einen exakten Liefertermin

kann die Redaktion deshalb nicht zusagen.

www.audio.de ›01 /2012

61


Aktion › LeserwahL

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 200.000 000 Euro

4.

Preis

JAmo

R 907

5.

Preis

BosE

VideoWAVe

Dieser Super-Lautsprecher besitzt

kein Boxengehäuse, sondern

gehört zur seltenen Spezies

der Dipole. Die beiden Basschassis

und der Mittel töner arbeiten

in einer offenen Schallwand.

Das bringt sensationelle

Schnelligkeit ins Klangbild und

verringert effektiv Probleme mit

der Raumakustik, gegen die

breit abstrahlende Lautsprecher

machtlos sind. Im AUDIO-Test

beeindruckte die R 907 mit

einem superb knackigen, tiefen

Bass, ausgewogenen Klangfarben

und Top-Dynamik.

wert:

8000 Euro

Bose hat sich mit dem Video-

Wave eine praktisch unlösbare

Aufgabe vorgenommen – und

sie perfekt gelöst: Der 46er-LCD-

TV macht nicht nur ein brillantes

Bild, sondern enthält ein

selbsteinmessendes, verblüffend

voluminös und räumlich

klingendes Soundsystem. Einzigartig

ist auch der Komfort:

Über die Bose-eigene Clickpad-

Fernbedienung steuert man

den VideoWave und sämtliche

angeschlossenen Zuspieler völlig

intuitiv mit nur einer Handvoll

Tasten.

wert:

7000 Euro

6.

Preis

CAnton

RefeRenCe 5.2 dC

7.

Preis

BACkEs&müLLEr

bMpRiMe 3

wert:

5500 Euro

Diese wohlproportionierte

Standbox aus der Spitzenserie

der Hessen glänzt mit inneren

wie äußeren Werten. Fein

schimmernder Klavierlack auf

dem Echtholzgehäuse unterstreicht

die harmonische Formgebung.

Der Keramik-Hochtöner

sorgt für ungeahnt seidige

und audiophile Klänge

und harmoniert perfekt mit

den kräftig und ausgewogen

spielenden Aluminium-Chassis.

Damit sie richtig dynamisch

zupacken kann, ist die

5.2 DC eine 3-Wege-Box.

wert:

6000 Euro

B&M ist seit fast 40 Jahren die

deutsche Manufaktur für höchstwertige

Aktivboxen. Die BM-

Prime 3 bietet die klassischen

Aktiv-Vorteile: eingebaute, für

jeden Töner getrennte Endstufen,

eine elektronische Frequenzweiche

und einen sensorgeregelten

Bassbereich. Zusammen

mit der geschlossenen 2-Wege-

Konstruktion bringt dies höchste

Neutralität und Präzision. Um

die Box optimal an Raumakustik

und Aufstellung anzupassen,

besitzt sie mehrere regelbare

Ortsfilter.

8.

Preis

LoEwE

ConneCt 40 3d dR+ und Soundbox

9.

Preis

AudionEt

SAM G2

Loewes Connect-Multitalent verbindet frisches, ansprechendes Design

mit herausragenden multimedialen Fähigkeiten. Das brandneue

Spitzenmodell spielt 3D-Filme ab und zeichnet auf eine eingebaute

Festplatte auf. Hinzu kommt Loewes neuester Clou: die Soundbox.

Das wertige iPod-Dock kombiniert CD-Wiedergabe und FM-Radio von

bester Qualität in einer äußerst adretten Verpackung. Das macht sich

in jedem Wohnzimmer perfekt.

Der Vollverstärker namens SAM war schon immer ein absolutes Highlight

im Audionet-Programm. Das feinzeichnende Kraftpaket in der G2-

Version ist allerbestens verarbeitet und prächtig ausgestattet: Zwei

schaltbare Ausgänge erlauben den Anschluss von Subwoofern ebenso

wie den externer Endstufen – was der SAM G2 aber nur im Ausnahmefall

nötig hat. Seine formidablen 200 Watt an 4 Ohm pro Kanal

reichen für so gut wie alle Lebenslagen.

wert:

4200 Euro

wert:

4000 Euro

62

www.audio.de ›01 /2012

o Machen Sie mit auf audio.de/leserwahl


Aktion › LESERWAHL

10.

Preis

NubErt

nuVero 14

11.

Preis

burmEstEr

B 10

Das Spitzenmodell der Schwaben

bietet eine schier unglaubliche

Dichte feinster Technik: Die vier

Bässe und zwei Mitteltöner sind

nach D’Appolito angeordnet, zusammen

mit der Frequenzweiche

erreichen sie tiefste, neutralste

und präziseste Klänge bei wohnraumfreundlich

schmaler Form.

Der Clou: Mit drei Schaltern lässt

sich die Box umfangreich an

Raumakustik und Aufstellungsort

anpassen.

Sie ist der jüngste und fraglos höchst attraktive Spross der noblen

Burmester-Familie. Die B 10 verzaubert mit einem ausdrucksstarken,

wunderbar offenen und transparenten Klangbild. Auch glänzt der

kompakte Zweiwege-Monitor mit der für die Berliner üblichen

traumhaften Verarbeitungsqualität. Die Treiber sind felsenfest in der

Schallwand aus Metall verankert. Und verpackt wurde die B 10 in einem

Gehäuse für die Ewigkeit.

wert:

3500 Euro

wert:

3880 Euro

12.

Preis

DyNauDio

Focus 260

13.

Preis

PhiliPs

cinema Gold + HTs 9520

Die Focus-Linie ist bei Dynaudio

gewissermaßen staatstragend.

Keine andere Serie verkörpert

die ursprünglichen Ideale

der Dänen besser: schlichte,

aber super verarbeitete Gehäuse,

edle Chassis-Technologie

und ein wunderbar neutraler,

warm-stimmiger Klang, der trotz

seiner Detailfülle und Lebendigkeit

zum Musikhören über Stunden

einlädt. Das können nur wenige.

Im stereoplay-Test bekam

die attraktive Box ein dickes

Highlight zugesprochen. Der

Gewinner kann sich freuen!

wert:

3400 Euro

Superbreites Kinobild und geradezu umhüllende Raumklänge: Der

„Cinema 21:9 Gold“-TV leistet alles, was ein Filmliebhaber sich daheim

nur wünschen kann, nämlich ein gleichermaßen großes wie scharfes

Bild. Der passende weiträumige Sound inklusive 3D-Blu-ray-Wiedergabe

kommt von der Anlage mit dem eigenwilligen Namen 360 Sound

HTS 9520. Sie verwandelt das Wohnzimmer auch akustisch in ein ganz

großes Kino.

wert:

3350 Euro

14.

Preis

Dali

Fazon 5

15.

Preis

Elac

Fs 248

Kompaktbox oder Standbox?

Die edle Dali sprengt die Grenzen

des Herkömmlichen. Als

Box kann man die elegant geschwungene

Skulptur eigentlich

nicht mehr bezeichnen. Sie

birgt feinste dänische Technik

von holzfaserverstärkten Bassmembranen

bis zur hochwertigen

Seidenkalotte. Und sie

klingt fein und kräftig wie eine

ganz große Box, wobei sie sich

harmonisch in jeden Wohnraum

integriert.

Mit dem JET-Hochtöner nach

dem Air-Motion-Transformer-

Prinzip haben die Kieler einen

echten Hightech-Trumpf in ihre

FS 248 eingebaut. Und noch

weitere, denn auch die Kristallmembranen

aus Alu sorgen für

präziseste Klänge und einen

aufregend genauen Bass. Dank

neuester Chassis-Technologie

und 3er-Basstöner bleibt die in

edlen Hochglanzlack gekleidete

Box erfreulich schmal und

optisch dezent.

wert:

3300 Euro

wert:

3200 Euro

www.audio.de ›01 /2012

63


Aktion › LeserwahL

Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 200 000 Euro

16.

Preis

AVM

A3.2

17.

Preis

B&W

PM1

Understatement aus Deutschland: Er mag der kleinste Voll verstärker

im AVM-Programm sein, hat aber genügend Leistung, um auch

doppelt so große (und teure) Amps an die Wand zu spielen. Dazu

glänzt er mit vielen nützlichen Features und der Möglichkeit, bis zu

drei Erweiterungsmodule (z.B. Phono, DAC, Tuner) aufzunehmen.

wert:

3000 Euro

Lange Zeit war die CM1 die

schmuckste Kompakte aus dem

Hause B&W. Nun kommt die

noch elegantere und filigranere

PM1. Ihr voller Name: Prestige

Monitor 1 – schließlich stammt

sie in direkter Linie von der

royalen Nautilus-Familie ab. Für

den glücklichen Gewinner natürlich

im Set mit den passenden

Ständern.

wert:

3000 Euro

18.

Preis

T+A

Music ReceiveR

19.

Preis

quAdrAl

PlAtinuM M5

Einer, der alles kann. Der Music Receiver verkörpert auf eleganteste

Weise das moderne HiFi-Erlebnis: Verstärker, Quelle und

Wandler in einem einzigen wunderschönen Alu-Gehäuse. Neben

CD und UKW versteht er sich auch auf Internet-Radio und Musik

aus dem Netzwerk. Eben einer wie keiner.

wert:

2700 Euro

Eine der traditionsreichsten

Lautsprechermarken Deutschlands

bietet mit der Platinum-

Reihe besonders viel Box fürs

Geld. Die M5 ist das Flaggschiff

der Serie: eine ausgewachsene

Standbox mit betont dynamischem

und riesigem Klangbild.

Die Druckkammer bringt kräftigen

Bass, der Ringstrahler

seidige Höhen.

wert:

2600 Euro

20.

Preis

MAgnAT

Rv 2

Die Boxen-Spezialisten von

Magnat haben schon lange

ein Faible für Röhren; ihr

RV 1 wurde der wohl erfolgreichste

Amp der letzten Jahre.

Der RV 2 ist noch besser,

hat mehr Kraft, mehr Raffinesse,

mehr Durchzeichnung.

Ein traumhafter, kleiner

Verstärker, der Lautsprecher

zum Leuchten bringen kann.

wert:

21.

Preis

JBl MuSicAl FidEliTy

studio M3i / M3cd 4312

2500 Euro Eine Stereokombi der Extraklasse: Musical Fidelity hat es auch bei

den M3-Komponenten geschafft, den markentypisch saftigen Klang

mit unaufdringlicher Detailgenauigkeit und reichlich Power zu kombinieren.

Zu gewinnnen gibt es die komplette Kombi aus Vollverstärker

und CD-Spieler (je 1150 Euro).

wert:

2300 Euro

22.

Preis

ASW

Genius 310

Klanglich ist die neue ASW-

Genius-Box wunderbar lebendig,

zupackend und direkt. Die

Doppelbassbestückung sorgt

für satten Tiefton und hohe

Belastbarkeit trotz des

schlank-eleganten Gehäuses.

Letzteres ist, ASW-typisch,

eine Wucht: edel gemacht

und in über 20 verschiedenen

Hölzern zu haben.

wert:

2200 Euro

23.

Preis

JBl

studio 4312

JBL entsinnt sich früherer

Tage und macht jetzt seine

Studiomonitore wieder für die

HiFi-Gemeinde zugänglich.

Studio 4312 heißt das kleine

Kraftpaket, das die Amerikaner

zur Funkausstellung präsentierten

– im klassischen

Studio-Look und mit dem gewohnt

präzis-dynamischen

Klang.

wert:

2200 Euro

64

www.audio.de ›01 /2012

o Machen Sie mit auf audio.de/leserwahl


Aktion › LESERWAHL

24.

Preis

Sharp

LC46LE 830 E + BD HP 90 S

25.

Preis

Nagra

BPS

Die neuen Quattron-TVs von

Sharp besitzen eine verbesserte

Farbaufbereitung inklusive

viertem, gelbem Pixel.

Hochwertige Ausstattung und

Sparsamkeit im Stromverbrauch

schaffen Spaß und

ein gutes Gewissen beim TV-

Abend. Der passende ultraschlanke

Blu-ray-Player liefert

das richtige Filmfutter.

wert:

2050 Euro

Das ist Highest End im Kleinen: Die Nagra BPS ist eine Phono-Vorstufe,

die nicht einmal ein Pfund wiegt und dennoch mit komplett

getrennten Kanälen, aufwendig abgeschirmten Trafos und nicht zuletzt

mit Batteriespeisung aufwartet. Noch beeindruckender ist der

Klang: satt, aufgeräumt, detailreich, fein. Viel mehr geht nicht.

wert:

2000 Euro

26.

Preis

CrEEk

DEStiny CD-PLayEr

27.

Preis

proaC

taBLEttE annivErSary

Er hat das Zeug zu einer Art Dauer-Referenz. Wer immer höhere

Ambitionen hegt, was CD-Player betrifft, muss sich an dem fantastischen

Creek vorbeispielen. Das glückt bei weitem nicht jedem!

Klanglich wunderbar detailreich, offen und fein, ist der Destiny CD

eindeutig der Maßstab seiner Klasse.

wert:

1990 Euro

Seit 1979 beweist ProAc mit

seiner Tablette, wie groß, wie

ausdrucksstark und natürlich

auch kleine Lautsprecher klingen

können – die Tablette sieht

sich in direkter Ahnenfolge

zur legendären LS 3/5a. Und

die neue Anniversary-Ver sion

ist noch punktgenauer und

präziser: High End in Tablettenform.

wert:

1960 Euro

28.

Preis

Naim

Uniti QUtE

Klein, schwarz und stark. Der

ultrakompakte Uniti Qute vereint

Netzwerkplayer, Tuner

und Verstärker. Klar, dass der

kleine Alleskönner über seine

USB-Buchse auch iPods

und iPhones digital an nimmt.

Mit seinem Pre-Out ist er auch

für den Fall gewappnet, dass

die integrierten 2x40 Watt mal

nicht ausreichen.

wert:

1900 Euro

29.

Preis

ToShiba

46yL875G

Die Multiprozessor-Plattform

Cevo Engine ermöglicht mehr

Bildqualität, eine brillante 3D-

Darstellung und viele Funktionen

wie Smart-TV, Online-

Zugang oder USB-Recording.

Das technische Top-Niveau

wird durch das edle Jacob-

Jenssen-Design in sandgestrahltem

Aluminium noch

gesteigert.

wert:

1800 Euro

30.

Preis

SamSuNg

UE 46 D 7090

Der Tausendsassa von Samsung

bietet das weltweit kompakteste

Gehäuse mit phänomenal

schlankem Rahmen.

Darin integriert wurde eine

Bild- und Multimedia-Elektronik,

die in Sachen Vielfalt,

Funktion und letztlich Qualität

ihresgleichen sucht. Der

mehrfache Testsieger setzt

einfach neue Maßstäbe.

wert:

1800 Euro

31.

Preis

EpSoN

EH-tW 6000 W

Der seit einem Jahrzehnt weltweit führende Hersteller von Projektoren

dringt in neue Dimensionen vor. Der 3LCD-Full-HD-3D-Beamer

EH-TW 6000 W macht mit neuen lichtdurchlässigeren Panels und

einer Ansteuerung in 480 Hertz das 3D-Bild noch heller und klarer.

Dank Wireless-HD sind nicht einmal lange Kabel nötig.

wert:

1800 uro

www.audio.de ›01 /2012

65


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Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 200 000 Euro

32.

Preis

Vincent

SV-236 MK

33.

Preis

Denon

1611 UD + AVR-3312

Einen bulligen Hybrid-Vollverstärker für alle audiophilen Lebenslagen

steuert die deutsche Marke Vincent bei: Im SV-236 Mk steuert

ein mit Doppeltrioden aufgebautes Vorstufenteil röhrentypischen

Charme bei, während die transistorbewehrte Endstufe mühelos

jeden Lautsprecher in den Griff bekommt.

wert:

1700 euro

Diese Kombi ist das passende

Herzstück für jedes Heimkino.

Der DBP-1611 UD spielt 3D-

Blu-ray, DVD-Audio und SACD

ab. Sein Partner ist der AV-

Receiver AVR-3312 mit Air-

Play-Unterstützung, der mit

seinen sieben volldiskreten,

hochpotenten Endstufen jedes

Lautsprecher-Set ordentlich

befeuern kann.

wert:

1600 euro

34.

Preis

BenQ

W 1200

Das richtige Heimkino-Feeling

kommt erst mit einem Beamer

auf. BenQ führt jetzt in

der Full-HD-Mittelklasse erstmals

Bewegungskompensation

ein, mindert also intelligent

das Filmruckeln. Mit

einer Lichtstärke von 1800

ANSI-Lumen eignet sich das

schmucke DLP-Gerät tatsächlich

für extragroße Bilder.

wert:

1500 euro

35.

Preis

Sony

KDL-40HX725wert:

Absolut multimedial: Der

Sony KDL-40HX725 kann

etwa auf die exklusiven Plattformen

„Video Unlimited“

und „Music Unlimited“ zugreifen.

Internet-Inhalte werden

über die Bildelektronik

X-Reality PRO kräftig getunt,

damit sie auf dem brillanten

102-cm-Display noch besser

aussehen.

1500 euro

36.

Preis

yaMaha

RX-A 2010

Gar nicht abenteuerlich, sondern grundsolide ist dieser Receiver aus

Yamahas neuer Aventage-Serie aufgebaut: Klassisch am rechten und

linken Rand heizen insgesamt neun Endstufen ein, in der Mitte sitzt

der mächtige Trafo, extra gestützt durch einen fünften Gehäusefuß.

Netzwerkfähigkeit und opulente Ausstattung sind Ehrensache.

wert:

1400 euro

37.

Preis

Lyric

Ti 60

Ein Dauerläufer, wie er im

Buche steht. Der kleine Ti 60

ist der Top-Röhrenamp knapp

über 1000 Euro. Man sollte

sich vom günstigen Preis des

Lyric nicht täuschen lassen.

Denn an effizienten Lautsprechern

klingt der Verstärker so

prächtig, charaktervoll warm

und feinzeichnend wie ein

Großer.

wert:

1400 euro

38.

Preis

uLtraSone

EDiTion 8 PALLADiUM

39.

Preis

M2tech

YoUng

Schönes auf die Ohren: Der

Ultrasone in der edlen Ver sion

Edition 8 Palladium ist „handmade

in Germany“ und klingt

breitbandig, ausdrucksstark,

sehr offen. Zudem verschiebt

die Ultrasone-typische S-

Logic-Plus-Technologie die

Lokalisation auf den Bereich

vor dem Kopf – wie bei Boxen.

Das hat Klasse.

wert:

1300 euro

Gleich zweimal führt der Name

dieses erstaunlichen DACs in

die Irre. Er stammt nicht aus

Fernost, sondern aus Italien.

Und Young bezieht sich nicht

auf die Zielgruppe – nein, die

Entwickler sind Fans von Neil

Young. Und wie der kanadische

Künstler mag es dieser

Wandler hochauflösend: Er

verarbeitet bis zu 384 kHz.

wert:

1200 euro

66

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Aktion › LESERWAHL

40.

Preis

nuForce

OppO BD-93 nuFOrce eDitiOn

Ein Oppo-Universal-Player als Grundlage

ist schon mal kein Fehler. Wenn man die

Vielseitigkeit und Schnelligkeit des Oppo

mit akustischem Feintuning von NuForce

kombiniert, kommt ein Scheibenkünstler für

Blu-ray, DVD-A und SACD heraus.

41.

Preis

Harman/Kardon

BDS 670

Smarter geht es kaum: Die kleine Soundbar

passt perfekt unter den Fernseher, die

tiefen Bässe kommen vom Subwoofer. Doch

das hübscheste Element der BDS 670 ist

fraglos der Blu-ray-Receiver, der mit großem

Klang und scharfem Bild besticht.

42.

Preis

clearaudio

cOncept

Plug and Play – beim Plattendreher. Der

Concept ist nicht nur ein echter Clearaudio,

er ist auch der perfekte Einsteiger-Spieler

für Musikfans, die sich wieder auf die

schwarze Scheibe konzentrieren wollen –

und nicht auf die Justage.

wert:

1.200 euro

wert:

1150 euro

wert:

1100 euro

43.

Preis

German maestro

Linea S B-One

Der Nachfolger der legendären Marke MB

Quart entwickelte seine Linea-S-Reihe klanglich

weiter. Die Kompaktbox B-One tönt sehr

vollmundig und dank Inverskalotte mit verrundeter

Schallwand auch ausgesprochen

feinsinnig.

44.

Preis

sommer cable

eXceLSiOr cLaSSique 1 SpK 3

Mit ihren zwei exakt ineinander verdrillten

Adernpaaren, einem Querschnitt von je

4 mm² und den extrem feindrahtigen,

sauerstofffreien Kupfer-Litzen bringen diese

Kabel den optimalen Klang zu jedem

Lautsprecher.

45.

Preis

b&o

BeOSOunD 8

Die dänische Erfolgsschmiede hat wieder

zugeschlagen: Die Dockingstation für iPod,

iPhone & iPad macht nicht nur optisch eine

sensationell gute Figur. Sie verzückt auch

mit DSP-geregeltem Klang.

wert:

1.050 euro

wert:

1010 uro

_0761Q_Bose_bth_Audio_1_12_1_2_S.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);17. Nov 2011 14:14:18

wert:

1000 euro

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Veränderung...

...passt

es sich

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NEU

Bose ® Bluetooth ® Headset Serie2

Passt sich den Umgebungsgeräuschen

an. Automatisch.

Nur das Bose ® Bluetooth ® Headset

Serie2verfügt über die Adaptive

Audio Adjustment Technology, so dass Sie

Ihren Gesprächspartner in bislang unerreichter

Klangqualität mühelos verstehen können – auch wenn

sich die Lautstärke Ihrer Umgebung verändert. Und dank

des lärmidentifizierenden Mikrofons hört Ihr Gesprächspartner

deutlich weniger von den Hintergrundgeräuschen

in Ihrer Umgebung, selbst wenn es windig oder laut ist. Ihre

Stimme klingt dadurch natürlicher. Dank des ausgewogenen

Designs und des weichen StayHear ® Ohreinsätze sitzt das

Headset auch über Stunden bequem im Ohr und ist über

die intuitiven Steuertasten äußerst leicht zu bedienen. Und

wenn Sie gerade nicht telefonieren, nutzen Sie es einfach für

die Wiedergabe von Podcasts, GPS Navigationshinweisen

und anderen mobilen Media-Inhalten über das A2DP-Profil.

Kein anderes Bluetooth ® Headset hat so viel zu bieten.

Kennziffer

11AKAUD049

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Bose Technologie ausmacht.

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zum autorisierten Bose Partner in Ihrer

Nähe auf.

Die Bluetooth ® Wortmarke ist ein eingetragenes Warenzeichen der Bluetooth SIG, Inc.

Jegliche Nutzung durch die Bose Corporation erfolgt unter Lizenz.


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Gewinnen Sie Preise im Gesamtwert von über 200 000 Euro

46.

Preis

TecHNiSAT

TeCHniVision 32 HD

47-48.

Preis

ADAm

ArTist 3 & ArTist 5

49.

Preis

SoNoS

plAy:5-seT

wert:

900 euro

Mit den kleinformatigen Digitalfernsehern

der TechniVision-HD-Serie bietet TechniSat

die idealen Zweitgeräte mit integriertem

HDTV-Multituner. Der TechniVision 32 HD

ist DVRready und unterstützt die Aufzeichnung

von HDTV-Programmen über USB.

wert:

1000 euro

Aktivboxen für alle Fälle

– das bietet die Einsteiger-Serie

von ADAM.

Die kleine ARTist 3 passt

ideal zum PC, die größere

5er ist eine waschechte

HiFi-Box. Dank

Link-Verbindung und

Ortsfiltern ausgesprochen

flexibel, dank X-

Art-Töner sehr detailgenau.

wert:

920/700 €

Dieses Paket ist der einfachste Einstieg in

die wunderbare Welt von Sonos. Die Bridge

sorgt für die drahtlose Verbindung ins Heimnetzwerk,

und die beiden Play:5 musizieren

getrennt oder gerne auch als Stereo-Paar.

50-52

Preis

TANNoy

HTs 101

Ein Heimkino-Set von überschaubarer Größe

– und dennoch beeindruckendem Poten zial.

Vier gleiche Satelliten und ein nahezu doppelt

so voluminöser Center zaubern mit dem

Subwoofer in den meisten Wohnzimmern

erstaunlich große Klangbilder.

53.

Preis

cHArio

synTAr 516

Die Italiener stehen für feine Boxenbaukunst

und gediegene Holzgehäuse. Mit der neuen

Synthar-Reihe bringt man die Tugenden auch

in bezahlbare Preisbereiche. Die 516er ist

eine 2-Wege-Box und gibt sich besonders

klassisch und anmutig.

54-55.

Preis

kATHreiN

UFs 923si + UFs 923sW (250 GB)

Zwei perfekte HDTV-Settop-Boxen: Dank

Doppeltuner kann man HDTV sehen und

gleichzeitig ein anderes Programm aufzeichnen.

Mittels UPnP-Server und –Client sowie

Netzwerk-Streamer sind beide bestens auf

multimediale Anforderungen vorbereitet.

x3

wert:

Je 700 euro

wert:

700 euro

wert:

Je 520 euro

56-57.

Preis

BeyerDyNAmic

T 70 UnD T 70p

Die Tesla-Familie von Beyerdynamic hat

Zuwachs bekommen. Die Modelle T 70 und

T 70p kommen gerade recht, bringen sie

doch die High-End-Technologie der Topmodelle

T 1 und T 5p erstmals in die Preisklasse

unter 500 Euro.

wert:

Je 450 euro

58-61.

Preis

Heco

mUsiC Colors 100

Die kleine MC 100 ist eigens

für das Regal oder

Sideboard konzipiert:

Dort klingt sie so fein

und audiophil wie eine

deutlich teurere (und

größere) Box. In vier

knackigen Farben gibt

es das Schmuckstück:

Der Gewinner hat die

Wahl!

wert:

Je 400 euro

62-71.

Preis

Pro-JecT

essenTiAl premiUm

Der Essential ist ein schöner Einstieg in

die zauberhafte Welt des Analogen. Der

aufs Wesentliche reduzierte Plattenspieler

wurde mit einem bereits montierten und in

allen Belangen überzeugenden (Moving-

Magnet-)Tonabnehmer Ortofon 2M Blue

ausgestattet. Das Gesamtpaket klingt wunderbar

dynamisch, ausgewogen und sehr

offen. Der Essential Premium braucht keine

lange Vorlaufzeit oder aufwendiges Vorab-

Einstellen: Einfach Platten auflegen und

beherzt drauflos hören!

72-76.

Preis

NAD

Wireless UsB DAC 1

Für die ganz einfache Art, Musik vom Computer

zu genießen: Sendestecker in den PC,

die Empfangs/DA-Einheit mit dem Verstärker

verbinden, und schon läuft’s kabellos.

Der USB DAC 1 schafft bis zu 40 Meter – und

bei der Übertragung echte CD-Qualität.

77-86.

Preis

Telekom

JAmBox

Mit der JAMBOX spendiert die Telekom zehnmal

das perfekte Zubehör für Smartphone

oder Tablet. Per Bluetooth empfängt die Box

Musik und erzeugt satten Sound. Dank

integriertem Mikrofon ist sie auch als Freisprechanlage

nutzbar.

x10

wert:

Je 300 euro

x5

wert:

Je 200 euro

x10

wert:

Je 320 euro

68

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Hören Sie genau hin

... und entdecken Sie Ihre Musik neu!

Der wegweisende AV-Receiver VSX-921 geht mit intuitivem Bedienkonzept

neue Wege und setzt durch seine Vielseitigkeit einen neuen Standard im Home

Entertainment. Legen Sie mit Air Jam* gemeinsame Playlisten mit Freunden an

und steuern Sie über die exklusive App iControlAV2 alle Parameter Ihres Pioneer

AV-Receivers über iPad, iPhone, iPod oder Android Mobiltelefon. Genießen Sie

die gigantische Auswahl aus tausenden von digitalen Internetradiosendern und

streamen Sie Musik zwischen PC und Wohnzimmer über Ihr Heimnetzwerk per

DLNA, Bluetooth oder AirPlay. Der interaktive AV Navigator vereinfacht die

Einrichtung ernorm. Home Entertainment war noch nie so vielseitig und zugleich

so einfach zu bedienen - erleben Sie es jetzt bei Ihrem Pioneer Fachhändler!

VSX-921 AV-Receiver

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*Optionaler Bluetooth-Adapter AS-BT200 erforderlich.

iPhone, iPad und AirPlay sind in den USA und anderen Ländern eingetragene Marken von Apple Inc. „Made for iPod/iPhone/iPad“ bedeutet, dass ein elektronisches Zusatzgerät speziell für den Anschluss an iPod/iPhone/iPad konstruiert ist und vom Entwickler dahingehend

zertifiziert wurde, dass es den Apple-Leistungsnormen entspricht. Apple übernimmt keine Gewähr im Hinblick auf die Verwendbarkeit dieses Geräts oder dessen Konformität mit den Standards für Sicherheit und Funkentstörung. Pioneer ist kein Anbieter von iPods/iPhones/iPads.

Die Bluetooth Wortmarke und Logos sind Eigentum der Bluetooth SIG, Inc., und jegliche Benutzung dieser Marken durch Pioneer erfolgt unter Lizenz. Android ist eine Marke von Google Inc. Die Verwendung dieser Marke bedarf der Genehmigung durch Google. DLNA, das DLNA

Logo und DLNA Certified sind Marken, Dienstleistungsmarken oder Gütezeichen der Digital Living Network Alliance.


Musik › jahresrückblick

Meine

5TOP

A Year In Music

AUDIO-Redakteure und -Autoren halten

Rückschau – und verraten ihre CD-, SACD- und

Blu-ray-Favoriten aus Pop, Jazz und Klassik.

Meine Top 5:

Joan As Police Woman: The Deep Field

PJ Harvey: Let England Shake

Florence And The Machine: Ceremonials

Feist: Metals

Apparat: The Devil´s Walk

jahr der sTarken Frauen

Ist es Zufall, dass mir in diesem Jahr so viele starke Alben von tollen Künstlerinnen

aufgefallen sind? Da wäre die vor Seele, Energie und Talent schier berstende Joan Wasser

alias Joan As Police Woman. Ihre Songs enthüllen intellektuellen Anspruch, bekommen

aber stets die Kurve, um auch einfach ins Ohr zu gehen. Ein Kunststück, das PJ Harvey

schon seit Jahren beherrscht und mit dem neuesten Streich noch mal grandios toppt.

Systemkritik, die so spannend verpackt ist, davon können deutsche Liedermacher nur

träumen. Die zweite starke Britin im Bunde ist Florence Welch mit ihrer Band Florence

And The Machine. Im Kontrast zu ihrem ersten Album kommt das zweite mit viel Prunk und

Synthiesound daher. Was bei anderen schnell peinlich wirkt, ist hier einfach nur großartig

inszeniert. Aus Kanada meldet sich Feist mit einem zu Recht gefeierten Album zurück –

sehr folkig, eigen, zart. Und zuletzt noch ein Mann, der aber gerne auf zarte Frauenvocals

zurückgreift: Der Berliner Sascha Ring alias Apparat

verwebt Wavemelodien mit frühem

Peter-Gabriel-Pathos. Elektrisierend!

Christine Tantschinez

stv. Chef-Redakteurin

Meine Top 5:

Other Lives: Tamer Animals

Evangelista: In Animal Tongues

Jim Sullivan: U.F.O.

PJ Harvey: Let England Shake

Bonnie Prince Billy: Wolfroy Goes To Town

meisTerwerke in mOll

Meine Top 5:

Wagner: Meistersinger (Janowski)

Verdi: Forza del Destino (Mehta)

Schumann/Mahler/Killmayer: Wanderer (Prégardien)

Liszt: Transkriptionen (Fialkowska)

Berlioz: Symphonie Fantastique (Nezet-Seguin)

menschliches,

allzu menschliches

Other Lives starten mit Assoziationen an Philipp Glass und die Beach

Boys (!) ein Konzeptalbum voller ergreifender Melodien, das trotz

Orchester und Chor bescheiden, fast zärtlich bleibt. Meistgehörtes

Album 2011, mit Abstand. Carla Bozulich alias Evangelista singt nicht

einfach, sie öffnet mit ihrer Altstimme zu sparsamen-psychedelischer

Begleitung Abgründe von immenser Sogwirkung – in voller Länge

vorhörbar unter www.cstrecords.com. Noch eine Naturgewalt : PJ

Harvey mit ihrem hochspannenden „Let England Shake“, das bei aller

Zartheit die Kraft eines Erdbebens besitzt. Jim Sullivan verschwand vor

35 Jahren unter mysteriösen Umständen in der Wüste von New Mexico,

von seinem wunderbar melancholisch schillernden, einzigen Album

„U.F.O.“ waren 1969 nur wenige Exemplare erschienen – eine unglaubliche

Wiederentdeckung. Bonnie Prince Billy hat schon zahllose starke Alben

veröffentlicht – die minimalistischen, zwischen Country und Folk

pendelnden Hymnen auf seinem neuesten

Album sind aber selbst für seine

Verhältnisse umwerfend.

Bernhard Rietschel

AUDIO-Redakteur

Wagner für den Konzertsaal statt fürs Theater: Die erste SACD-

Gesamtaufnahme des Zyklus´ unter Marek Janowski verhieß

Großes, die zweite wird auch ohne visuellen Eindruck dank der

charakterstarken Sänger, des brillant präzisen Chores und der

atmenden Klangtransparenz zu einer Wagner-Sternstunde. Eine

Überdosis Oper für alle Sinne liefert dagegen die Blu-ray von Verdis

düsterem Meisterwerk aus der Wiener Staatsoper – dramatischer

und voller geht es kaum. Der Tenor Christoph Prégardien erweist

sich als Meister der leisen Töne und schafft mit den Transkriptionen

für kleines Ensemble eine neue wie spannende Lied-Ästhetik. Zum

Liszt-Jahr 2011 steuert die Kanadierin Fialkowska eine wunderbar

leichthändige und entrückte Einspielung weniger bekannter

Transkriptionen bei. Und der kanadische Dirigent Yannick Nezet-

Seguin lässt einen mit seiner fulminant dynamischen Interpretation

auch ein so abgespieltes Werk wie

Berlioz´ fantastische Sinfonie

vollkommen neu entdecken.

Malte Ruhnke

AUDIO-Redakteur

70

www.audio.de ›01 /2012


Musik › Jahresrückblick

Meine Top 5:

Other Lives: Tamer Animals

Bill Callahan: Apocalypse

Wild Beasts: Smother

James Blake: James Blake

Kate Bush: 50 Words For Snow

analoges und digitales mit stil

Wilco meets Brian Wilson, Americana trifft Orchesterpop: Bei der

amrikanischen Band Other Lives wird eine Liebesheirat daraus.

Zärtliche, skurrile, gespenstische Lieder von massiver Intensität:

Der US-Songwriter Bill Callahan spielt Americana mit Charisma.

Elektro-Gitarren-Artpop voll androgyner Eleganz – die Wild Beasts

verwalten stilvoll das Erbe der späten Talk Talk und verführen mit

einem perfekten Soundtrack für die Stunden zwischen Mitternacht

und Morgengrauen. James Blake verwaltet gar nichts – sondern

montiert Genres wie Soul, Dubstep und Laptop-Folk zu einer

ziemlich eigenständigen digitalen Nachtmusik für die @-Generation.

Kate Bush schließlich hört in kontemplativen Piano-Balladen dem

Schnee beim Fallen zu – und komponierte

wunderschönen Zeitlupen-

Artpop (siehe auch S. 73).

Christof Hammer

AUDIO-Redakteur

Meine Top 5:

Marcus Miller: Tutu – Revisited

Uriah Heep: Into The Wild

Julian Lennon: Everything Changes

Dream Theater: Live At Budokan

Mimi: Road To Last Night

zeitloses von rock bis Jazz

Für „Tutu“ hat sich Marcus Miller an seine Zeit mit Miles Davis

erinnert – und spielt Jazz par excellence. Bei Uriah Heep ist zwar

nur noch Mick Box als Gründungsmitglied der Urbesetzung

übriggeblieben – dennoch gelang den Altmeistern mit „Into The

Wild“ ein Stück Old-School-Rock vom feinsten. Wundervolle Songs

und seine eindringliche Stimme machen das neue Werk von Julian

Lennon zu einem tollem Pop-Album. Erstmals auf Blu-ray erhältlich

ist jetzt das legendäre 2004er-Konzert von Dream Theater – und

dient bis auf weiteres als Referenzscheibe für Bild- und Tonanalysen.

Und bei Mimi war bereits nach dem ersten Anhören klar:

starke Stimme, super Songs

– Westernhagens Tochter scheint

jede Menge Kreativität vom Papa

geerbt zu haben.

Alexandros Mitropoulos

AUDIO-Redakteur

Meine Top 5:

Iiro Rantala: Lost Heroes

Bill Callahan: Apocalyse

Bon Iver: Bon Iver

Tingvall Trio: Vägen

Caecilie Norby: Arabesque

die atmosphäre zählt

Lyrisch, ästhetisch, entspannt: Einem

Soloflügel zu lauschen, wird bei Iiro Rantala

zum puren Vergnügen. Der US-Songwriter

Bill Callahan artikuliert mit sparsamsten

Mitteln Gefühle und Stimmungen, denen

man sich nicht entziehen kann. Hymnisch

und intim, kraftvoll und scheu: Der

amerikanische Einzelgänger Bon Iver

vereint Gegensätze auf berückende Weise.

Jazz? Klassik? Chanson? Wenn Caecilie

Norby Stücke von Ravel, Satie oder Debussy

neu interpretiert, ist Gänsehaut garantiert.

Und mit melodienreichem, atmos phärischem

Jazz auf den Spuren des verstorbenen

Esbjörn Svensson (e.s.t.) glänzt das

Tingvall Trio.

Matthias Inhoffen

AUDIO-Mitarbeiter

Meine Top 5:

Bill Callahan:

Apocalypse

Elbow: Build A Rocket Boys!

Iiro Rantala:

Lost Heroes

Theo Bleckmann: Hello Earth!

Malcolm Braff: Inside

musik mit herzblut

Songwriterkunst in Vollendung – Bill

Callahan singt dunkle, lakonische Lieder

mit großer atmosphärischer Kraft. elbow

führen die Ideen von Peter Gabriel weiter,

wo der Meister sich künstlerisch um sich

selbst dreht. Das schönste Klavier-Solo-

Album des Jahres kommt von Iiro Rantala

– der Finne brilliert hier mit Eleganz und

Humor. Der Sänger Theo Bleckmann

widmet sich der Musik von Kate Bush mit

dezentem Enthusiasmus – und begegnet ihr

auf Augenhöhe. Das Trioalbum von Pianist

Malcolm Braff setzt den Jahresmaßstab in

Sachen kollektiver Spontanität: Kraft, Flow

und Funkyness im Überfluss.

Ralf Dombrowski

AUDIO-Mitarbeiter

Meine Top 5:

Giya Kancheli: Themes From The Songbook

D. Schostakowitsch: Lady Macbeth von Mzensk;

Ingo Metzmacher, Wiener Staatsoper

L. v. Beethoven: Sinfonien 1-9,

Gewandhausorchester Leipzig, Riccardo Chailly

Die Singphoniker: Fragile (A Requiem For Male Voices)

The Beach Boys: The Smile Sessions

magische momente

Kancheli wie ihn keiner kennt: Dino

Saluzzi und Gidon Kremer porträtieren den

Guru der spirituellen Moderne als Meister

melancholischer Filmmelodien. Ingo

Metzmacher zeigt in einer mitreißenden

Liveaufnahme Lady Macbeth als Mörderin

aus Liebe. Grandios, gespenstisch,

leidenschaftlich: Dem Pult-Charismatiker

Riccardo Chailly gelingt ein großer

Beethoven-Wurf. Die Singphoniker mixen

Renaissance-Musik mit Songs von Sting,

Kurt Weill und Eric Clapton – zauberhaft!

Und das legendäre „Smile“-Album der

Beach Boys ermöglicht eine Zeitreise in

Brian Wilsons psychede lisches Klanguniversum

anno 1966/67. Otto Paul Burkhardt

AUDIO-Mitarbeiter

www.audio.de ›01 /2012

71


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PoP-Cd

des monAts

AvAntgArde/PiAno-PoP

kate bush

50 Words For Snow

Fish People (EMI); CD, 2 LP

Musik:

Klang:

klang

tipp

keine worte für diese musik

Kate Bush, die eigenwilligste Pop-Künstlerin Großbritanniens, meldet sich zurück.

Fotos: Shutterstock, Noble & Brits Ltd. / Trevor Leighton / EMI

Kann man Popsongs aus Sicht einer

fallenden Schneeflocke zwischen

Himmel und Erde schreiben („Snowflake“)?

Ist es möglich, die Liebesnacht

mit einem Schneemann über 13 Minuten

zu erzählen („Misty“) oder den

englischen Multikünstler Stephen Fry

50 Synonyme für das Wort Schnee

aufzählen lassen? Kann man auf seiner

neuen Single Mutmaßungen über den

Yeti sammeln („Wild Man“) und erst

nach Minute 35 eines Albums mit dem

ersten Beat einsetzen? Das alles geht

natürlich nicht. Es sei denn, man heißt

Kate Bush. „50 Words For Snow“, das

zehnte Album der 53-Jährigen, ist ein

ruhiges Konzeptwerk für Abende vor

dem Kamin.

Sieben Songs erzählen zu ruhigen

Pianokaskaden und mit Hilfe feiner

Geigenarrangements und klassischer

Chorsänger („Misty“) winterlich-mystische

Geschichten aus dem Skurrilitäten-Kabinett

der Künstlerin. Mit

Elton John singt Bush die etwas überspannte

Ballade „Snowed In At Wheeler

Street“, während ihr 13-jähriger

Sohn Albert den Fallgesang eingangs

erwähnter Schneeflocke intoniert. „50

Words For Snow“ ist ein seltsames,

aber auch herrlich entspanntes Kunst-

Pop-Album voller organischer Klänge.

Musik, die einen dazu zwingt, sich Zeit

zu nehmen.

Und doch ist Kate Bushs zehntes Album

im 33. Karrierejahr auch ein radikales

Werk. Seine größte Provokation

besteht in der zeitlichen Dehnung

sämtlicher Songstrukturen – die Pause

in der Musik wird hier selbstbewusst

abgefeiert. Wer diese Idee mit Langeweile

gleichsetzt, sollte diesmal um

Kate Bush einen großen Bogen machen.

Eric Leimann

✪ „The Dreaming“, Tori Amos „Night Of Hunters“


Musik › POP UND ROCK

audioPHile PoP-cdS deS MonatS

nordic Folk

kelPie – blodig & MelroSe

Desembermane – December Moon

Westpark (Indigo); CD

Musik:

Klang:

klang

tipp

Zwischen den lieblichen südschwedischen

Küsten und der grimmigen arktischen

Finnmark, zwischen Skagerrak

und Nordmeer hat der Winter ein besonderes

Gesicht. Unzählige winterliche

Sagen und Märchen bevölkern die

Literatur, unzählige Lieder die Musik

von Balten, Samen und Lappländern.

Einblicke in diesen Kosmos gibt nun das

Duo Kelpie alias Kerstin Blodig & Ian

Melrose. Sie laden in zwölf Songs zu einer

„Nordic Winter Journey“. Das Cover

führt sowohl die Interpreten- als auch

den Projektnamen, den norwegischen

Originaltitel, dessen englische Übersetzung

und die oben genannte Unterzeile:

etwas verwirrend, das Ganze.

Die Musik aber hat eine klare Richtung:

Traditionals aus Skandinavien und

Songwriter/FolkPoP

Muriel Zoe

Birds And Dragons

Blue Pearls (Indigo); CD

Musik:

Klang:

klang

tipp

dem Angelsächsischen, Selbstkomponiertes

und auch Weihnachtliches deutscher

Herkunft wie „Es ist ein Ros entsprungen“

fügen sich zu einem Reigen

an mal festlichen, mal dunklen Balladen

und folkloristischen Weisen. Die Stimmung

ist kontemplativ bis verwunschen

und dank eines feinen Händchens für

luftig gewobene bis subtil dramatische

Arrangements lebendig. Instrumentiert

wurde mit Akustikgitarren, Harfen und

allerlei Beiwerk wie der Langhals-Laute

Bouzouki, dem Xaphoon oder der in

diesem Umfeld wohlvertrauten irischen

Felltrommel Bodhrán. Und Kerstin Blodigs

teils via Kopfstimme erklingender

Mezzosopran bleibt stets moderat und

integriert sich harmonisch in die Arrangements,

die auch mal fast die Intensität

eines Jan Garbarek erreichen. Die audiophile

Produktion von Tonmeister Jörg

Surrey goss das Ganze in den Berliner

Teldex-Studios schließlich in einen wohlproportionierten

Rahmen, der die Musik

gläsern klar, bassfest und schön ausgeleuchtet

einfasst.

Sehr präsent rückt auch Marc Schettler

(Aufnahme, Mix, Mastering) die

Musik von Muriel Zoe ins rechte Licht:

In den Hamburger Hafenklang-Studios

wurde der überwiegend akustische

Sound von „Birds And Dragons“ auf

eine schön intime Bühne gestellt und

hochdynamisch und in feiner Auflösung

eingefangen. Stilistisch hingegen wirken

die Songs der Sängerin und Gitarristin

anfangs eher unspektakulär – um aber

bald einen ganz eigenen Zauber zu entfalten.

Gestartet in Jazzgefilden beim

renommierten deutschen Label Act, ist

Muriel Zoe auf ihrem vierten Soloalbum

bei einem ruhigen Country-Folk-Pop

angekommen, der zwar dezent auf die

70er-Jahre verweist (Stichwort: Joni

Mitchell), aber angenehm zeitlos und

elegant anmutet. Wem zeitgenössische

Songwriterinnen wie etwa Sheryl Crow

stets etwas zu amerikanisch-plakativ

daherkommen, der findet in der zurückgenommenen,

aber intensiven Gangart

von Muriel Zoe eine distinguierte Alternative.

Christof Hammer

avantgarde/rock

lou reed & Metallica

Lulu

Mercury (Universal); 2 CD, 2 LP

Musik:

Klang:

PoP/Soundtrack

bill ryder-joneS

If ...

Domino (GoodToGo); CD, LP

Musik:

Klang:

Metallica nehmen

Lou Reed in ihre

Mitte: Ein Ganzes

wird daraus leider

nicht.

Von welcher

Seite man sich

dieser Kollaboration

auch nähert:

„Lulu“ ist ein

problematisches

Aufeinandertreffen

von Lou Reed und Metallica.

Während Kritiker die Experimentierfreude

des von zwei Dramen Frank

Wedekinds inspirierten Projekts

hervorheben, erlebt der gemeine

Hörer eine wenig harmonische Verbindung

der Charaktere. Und auch

die klangliche Umsetzung verdient

keinen Integrationspreis. AD

✪ Lou Reed „Metal Machine Music“

Der talentierte

Mr. Ryder-Jones:

Der Ex-Gitarrist

von The Coral

verschreibt sich

auf seinem Solodebüt dem großen

Kino – ohne reale Filmvorlage. Mit

Hilfe eines Orchesters vertonte er

den Metaroman „If On A Winter‘s

Night A Traveller“ von Italo Calvin

opulent und sinister. Eine betörende

Selbsterfahrung – jenseits

der eigenen Psychedelic-/Brit-Pop-

Sozialisation. Nick Cave und Jonny

Greenwood wären neidisch. TM

✪ Jonny Greenwood „There Will ...“

Fotos: Anton Corbijn / Universal, Universal


Lässt die anderen reden

und macht ihr eigenes

Ding: Rihanna.

Musik › POP UND ROCK

pOp

MArIt lArSen

Spark

Columbia (Sony); CD, CD + DVD

Musik:

Klang:

pUnK/rOcK

nInA hAgen

Volksbeat

Polydor (Universal); CD

Musik:

Klang:

pOp

rIhAnnA

Talk That Talk

Def Jam (Universal); CD

Musik:

Klang:

Marit Larsen

bleibt ihrem

Erfolgsrezept

auf ihrem dritten

Album „Spark“ in

jeder Hinsicht treu: Die Norwegerin

gibt zuckersüße Popsongs wie „Coming

Home“ zum Besten, denen es

zwar nicht an Eingängigkeit, dafür

aber an Originalität mangelt. Fürs

Radio sind Larsons Herzschmerz-

Balladen auch diesmal wieder prima

geeignet, auf Albumlänge werden

sie trotz üppiger Arrangements

jedoch schnell langweilig. JH

● „If A Song Could Get Me You“

Texte von Brecht,

Biermann, Dylan

auf der linken,

Punk, NDW und

Pop auf der

rechten Schulter: Dass „Volksbeat“

nicht unter der Last von Nina Hagens

Liebe zu Gott, ihrem Gerechtigkeitsstreben

und guten musikalischen

Vorsätzen zusammenbricht, ist ein

Wunder. Klar: Sie zettelt keine Revolutionen

mehr an, ist hier aber

endlich wieder eher die streitlustige

Musikerin als eine sich selbstinszenierende

Übermutter. RS

● „Unbehagen“, „Angstlos“

Klingt wie?

Während die Pop-

Konkurrenz stets

einander belauert,

belauscht und beklaut,

schafft die Sängerin aus Barbados

mit „Talk That Talk“ ein Kunststück:

Rihanna klingt wie Rihanna.

Ihr Mix aus Dancehall und Dancefloor,

aus R‘n‘B-Schwärmereien und

Elektro-House-Stampfern wirkt auf

ihrem sechsten Album stimmig. Keine

Nervtötereien, dazu kleine Überraschungen

(ein The-XX-Sample) –

macht gute Pop-Unterhaltung. SW

● „Rated R“, „Loud“

pOSt-rOcK

SIgUr róS

Inni

PIAS (Rough Trade); 2 CD + DVD, 2 CD + Blu-ray

Musik:

Klang:

klang

tipp

blUeS/electrOnIcA

DAvID lynch

Crazy Clown Time

PIAS (Rough Trade); CD, LP

Musik:

Klang:

rOcK

chrIS cOrnell

Songbook

Universal (Universal); CD

Musik:

Klang:

SInger/SOngwrIter

SOphIe ZelMAnI

Soul

Sony (Sony); CD

Musik:

Klang:

klang

tipp

„Inni“: Das sind

Sigur Rós live in

London, 2008,

kurz vor Bandpause.

Sowohl

CD als auch DVD eröffnen dabei einen

intimen Blick auf das Konzert:

Die Band spielt in Kernbesetzung,

zu viert, ohne Gäste. Grandios der

Sound, fantastisch die Songs –

egal, ob fragiles Klanggebilde oder

Noise-Wand. Und der schwarzweiße

Konzertfilm wirkt in seiner

avantgardistischen Detailverliebtheit

fast klaustrophobisch. BW

● „Heima“, Jónsi „Go“

Extravagant und

irrational: Dass

das Debütalbum

von Regisseur

David Lynch 68

Minuten lang virtuos verstört, dürfte

Fans seiner Filme kaum überraschen.

Lynch singt nicht, er spricht,

hat den Blues („The Night Bell With

Lightning“), ist im fast eingängigen

„Stone‘s Gone Up“ irgendwie erleuchtet,

und macht aus dem Titelsong

einen Albtraum aus Melodiefetzen

und zwischen den Zähnen

herausgepressten Drohungen. RS

● „Lost Highway“, „Mulholland Drive“

Soundgarden,

Temple Of The

Dog oder Audioslave?

Nein, eine

akustische

Solo-Tournee stand dieses Jahr auf

dem Programm von Chris Cornell.

Nun erscheint mit „Songbook“ das

zugehörige Live-Album, auf welchem

sich neben Erfolgsnummern,

Solostücken und Coverversionen

auch ein neuer Song befindet.

Egal, welchen Titel Cornell singt:

Er überzeugt vor allem mit seiner

einzigartigen Stimme. AD

● „Euphoria Morning“

Seit Mitte der

90er-Jahre veröffentlicht

Sophie

Zelmani regelmäßig

Alben, doch

stets gibt sich nur eine überschaubare

Anzahl an Zuhörern ihren betörenden

Tönen hin. Das ist schade,

denn ihr bewegender Songwriter-

Folk verdient es, gehört zu werden.

„Soul“, der neunte Longplayer der

Sängerin, lebt einmal mehr von instrumentierten

Vibes und Zelmanis

anschmiegsamen Vocals – soulige

Gefühle sind garantiert. CA

● Anna Ternheim, Maria Taylor

InDIe-pOp

grOUplOve

Never Trust A Happy Song

Atlantic (Warner); CD, LP

Musik:

Klang:

Gruppenkuscheln

mit Dame: Grouplove

aus Los

Angeles erfüllen

auf ihrem Debüt

nahe liegende (Vor-)Urteile. Wie

der Bandname vermuten lässt,

ist das Quintett ein liebenswerter

Neo-Hippie-Haufen: Sie kleiden

ihre Folk-Popsongs kunterbunt ein,

stellen sie auf zeitgemäße Dance-

Rock-Absätze und singen dazu

unbeschwert und zweistimmig.

Indie-Pop-Hymnen wie eine überlebensgroße

Umarmung. SW

● Arcade Fire, Modest Mouse

AUDIO MUSIK:

SO TESTEN WIR JEDEN MONAT DIE NEuEN CDS

AUDIO Musik stellt jeden Monat die wichtigsten

neuen Tonträger vor.

Erfahrene Rezensenten bewerten nach den

folgenden Kriterien:

● Musik (Pop, Oldies, Jazz) bzw. Interpretation

(Klassik): für die künstlerische Leistung

● Klang für die Aufnahmequalität

● Bei DVDs nach Bild, Inhalt und Klang

AUDIO-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes

Album von hoher Qualität oder Interpret mit

ähnlichem Musikstil

● In allen Sparten vergibt AUDIO Musik

null bis fünf Ohren.

Das Raster:


überragend

sehr gut

gut

befriedigend

ausreichend

AUDIO-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes

Album von hoher Qualität oder Interpret

mit ähnlichem Musikstil.

www.audio.de › 01/2012

75


Musik › POP UND ROCK

GEHEIM-

TIPP

Hard-rock

scorPIons

Comeblack

Columbia (Sony); CD, Limited Ed., 2 LP

Musik:

Klang:

PoP/rock

snow PaTrol

Fallen Empires

Polydor (Universal); CD, CD + DVD, LP

Musik:

Klang:

Christof Hammer

AUDIO-Redakteur

sonGwrITEr/folk

dan ManGan

Oh Fortune

City Slang (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

Da schau

her – kurz vor

Jahresende

flattert tatsächlich

noch

ein Kleinod im Grenzbereich zwischen

Songwritertum und facettenreichem

Folkrock in die Plattenläden.

Verantwortlich dafür:

Dan Mangan, den man getrost als

schönstes Ein-Mann-Orchester

seit Get Well Soon bezeichnen

kann. Okay, ganz allein hat der

Mann aus Vancouver sein drittes

Album nicht aufgenommen

– einige Mitstreiter aus der kanadischen

Musikszene halfen (an

Streichern oder Blechgebläse)

aus. Komponiert und arrangiert

hat Mangan aber im Alleingang

– und dirigiert darüber hinaus

sein Ensemble als ganzheitlichen

Klangkörper, der fast selbstvergessen

im Dienst eines Mixes

aus Folk, Rock, Psychedelic und

Orchesterpop aufgeht. So entstehen

penible, aber nie intellektuell

gepuzzelte Miniatur-Sinfonien,

die berühren, bewegen und

bezaubern. Dabei kann der Mann

auf die leise Art ebenso faszinieren

wie als E-Gitarren-Rocker, er

versteht sich auf intensive Melodien

wie auf luzide Soundpanoramen

– und klingt nur Takte später

so erdig, als wäre er der kleine

Bruder von Tom Waits. Und durch

und durch atmet Mangans Musik

auf „Oh Fortune“ jenen Touch an

Verschrobenheit, der bereits an

Landsleuten wie den Stars oder

Arcade Fire so angenehm auffiel.

✪ Broken Social Scene, Bon Iver

76 01/2012 › www.audio.de

Sieben eigene

Songs in neuem

Klanggewand,

sechs Fremdkompositionen

im

Scorpions-Kleid – macht zusammen

eine schöne Modenschau?

Leider nur beschränkt: Die Magie

der Originalversionen geht oftmals

verloren, der Mehrwert ist kaum

erkennbar. Positive Ausnahmen

sind die solide Neuauflage von

„Rhythm Of Love“ sowie die Interpretation

des Kinks-Klassikers „All

Day And All Of The Night“. AD

✪ „Blackout“, „Love At First Sting“

soul

sEal

Soul 2

Reprise (Warner); CD

Musik:

Klang:

Eine Vorweihnachtszeit

ohne

Seal-Album? Das

wäre fast so, als

ob der Sänger

ohne Ehefrau Heidi Klum das

Fest der Liebe feiern würde. Aber

im Ernst: Der zweite Teil seiner

„Soul“-Interpretationen ist nicht

das schlechteste Geschenk: Seine

Cover („What‘s Goin‘ On“, „Lean On

Me“) geraten minimalistisch-warm

und kommen ohne größeren Klangkitsch

aus. Und singen kann und

darf Seal ja. Alle Jahre wieder. RS

✪ „Soul“, Sade, Terence Trent D‘Arby

PoP

florEncE & THE ...

Ceremonials

Island (Universal); CD, 2 CD, LP

Musik:

Klang:

Ein schwerer

Nachfolger des

leichten Debüts

„Lungs“: „Ceremonials“,

das

zweite Album von Florence & The

Machine, beeindruckt durch orchestrale

Instrumentierung, bombastische

Produktion (Paul Epworth)

und Florence Welchs ins Mark gehende

Wahnsinnsstimme. Ein Album

wie ein Traum von einer dunklen

Nacht, voller Anstrengung, Eskapismus

und Konfrontation zugleich.

Eine musikalische Katharsis. FS

✪ Zola Jesus, Tori Amos, Rihanna

Snow Patrol werden

wohl keine

Rockstars mehr.

Zu unglamourös,

zu unspektakulär

ist das Auftreten der Band um Gary

Lightbody. Dennoch: Mit ihren Hymnen

auf „Fallen Empires“ scheinen

andere Karrierewege möglich: Vielleicht

die neuen Simple Minds („I‘ll

Never Let Go“)? Die akustischen

New Order („The Weight Of Love“)?

Stadiontauglich („This Isn‘t Everything

You Are“) und die besseren

Coldplay sind sie schon. SW

✪ Coldplay, Travis, Keane

IndIE-rock

aTlas sound

Parallax

4 AD (Indigo); CD, LP

Musik:

Klang:

Was ist

Hauptband, was

Nebenprojekt?

Deerhunter-Vorsteher

Bradford

Cox kennt da keine Rangfolge. Sicher

ist: Unter dem Projektnamen

Atlas Sound kommt der introvertierte

Eigenbrötler in ihm durch, der

in Eigenregie ätherische, hallverliebte

und Bewusstseinsstrom erweiternden

Dream-Pop komponiert.

In den guten Momenten eigenwillig,

in den besten Momenten („Mona

Lisa“) sogar hitverdächtig. NT

✪ Deerhunter, Panda Bear

Götterdämmerung:

Florence Welch

erkundet höchste

Höhen und tiefste

Tiefen.

Ihre Zukunft leuchtet gülden:

Snow Patrol.

folk-rock

BEllowHEad

Hedonism

Navigator (Rough Trade); CD, CD + DVD, LP

Musik:

Klang:

Mit zwei

Alben und einer

konstant guten

Live-Präsenz

avancierten

Bellowhead in ihrer britischen

Heimat zu absoluten Kritiker- und

Publikumslieblingen. Für das dritte

Werk „Hedonism“ arrangierte

Produzent John Leckie (XTC, Radiohead)

eine überaus gelungene

Mischung aus Big-Band-, Funk-,

Vaudeville- und Mittelalter-Standards

um den modern interpretierten

Brit-Folk-Rock der Band. CA

✪ Pogues, Levellers

rock

nIckElBack

Here And Now

Roadrunner (Warner); CD

Musik:

Klang:

Robert „Mutt“

Lange durfte

den Vorgänger

„Dark Horse“

produzieren,

diesmal versuchen es die Erfolgsrocker

um Chad Kroeger wieder im

Alleingang, unterstützt von Joey

Moi und Brian Howes. Die breiten

Klangwände sind jedoch nicht jedermanns

Sache, und auch die Stadionhymnen

und massentauglichen

Balladen werden mehr denn je die

Gemüter spalten. Nicht zuletzt, weil

textlich einiges im Argen liegt. AD

✪ „Silver Side Up“, „All The Right ...“

Fotos: Jonathan Taggert / City Slang, Deidre O‘Callaghan / Universal, Universal


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Musik › DVD / BLU-RAY

pop

randy newman

Live in London

Nonesuch (Warner); DVD + CD

Müssen wohl kaum

befürchten, als eine

Randnotiz der Rock-

Historie zu enden: Black

Country Communion.

hard-rock

deep purple

Live At Montreux 2011

Eagle Vision (edel); DVD, Blu-ray

B: I: K:

Wenn sich Hard-Rocker mit einem

Symphonie-Orchester zusammentun,

kann das eine ziemlich

schmerzvolle Erfahrung für das Rockerherz

werden.

Das haben unter

anderem bereits

Metallica und

die Scorpions

bewiesen. Die

ungewöhnliche

Kombination

kann sich aber auch als zündende

Mischung erweisen – wie im Falle

von Deep Purple. Die Rockband

stand im Juli beim Jazzfestival in

Montreux mit einem Orchester auf

der Bühne und nutzte die streichende

Unterstützung, um an den

richtigen Stellen („Perfect Strangers“,

„When A Blind Man Cries“)

Akzente zu setzen. Vergeigt wurde

keine Nummer – auch nicht der berühmteste

Deep-Purple-Song. Für

„Smoke On The Water“ und alle

anderen Titel gilt: Sie werden von

DVD und Blu-ray Disc mit tollem

Sound wiedergegeben. JS

✪ „Live At Montreux 2006“

hard-rock

motörhead

The Wörld Is Ours – Vol. 1

Motörhead Music (EMI); DVD, Blu-ray

B: I: K:

Sie sind immun gegen kurzlebige

Trends, stets ehrlich und liefern

konstant hochwertigen Hard-Rock

ab: Es gibt viele gute Gründe,

Motörhead zu

mögen. „The

World Is Ours

– Vol. 1“ ist ein

weiterer. Der

Mitschnitt des

knapp 90-minütigen

Konzerts,

das die Rocker im Frühjahr

in Santiago de Chile gaben,

ist komplett in Schwarz-Weiß gehalten

und auf DVD und Blu-ray

Disc mit einem Klang ausgestattet,

der unaufhörlich „Dreh mich

lauter!“ schreit. Frontmann Lemmy

bellt schöner denn je, Mikkey

Dee trommelt sich die Mähne vom

Kopf, und Gitarrist Phil Campbell

gibt sich gewohnt lässig. Gemeinsam

wirbelt das Trio durch alte und

neue Favoriten wie „Overkill“. Im

Bonusteil finden sich neben weiteren

Konzertmitschnitten und Interviews

auch zwei Audio-CDs. JS

✪ „Stage Fright“

hard-rock

black country ...

Live Over Europe

Mascot Records (Rough Trade); 2 DVD, Blu-ray

B: I: K:

Seit ihrer Gründung 2010 haben

Black Country Communion zwei Alben

veröffentlicht und eine Tournee

absolviert. Keine Frage: Die Supergroup

um Ex-

Deep-Purple-

Mann Glenn

Hughes, Gitarrenheld

Joe

Bonamassa,

Keyboarder

Derek Sherinian

und Led-Zeppelin-Sohn Jason

Bonham tut alles dafür, um nicht

als eine Randnotiz der Rock-Historie

zu enden. Die ersten Konzertimpressionen

auf DVD und

Blu-ray Disc zeigen nun, dass es

für derartige Befürchtungen keinen

Grund gibt: Gegenüber den

Studioversionen präsentieren sich

Songs wie die Bonamassa-Paradenummer

„Song Of Yesterday“ sowie

das emotionale „Cold“ live

noch intensiver. Dass „Live Over

Europe“ an mehreren Orten mitgeschnitten

wurde, trübt den Genuss

dabei erfreulicherweise kaum. JS

✪ Deep Purple, Rush

B: I: K:

Das Sympathische an Randy Newman:

Im Normalfall sieht der Kalifornier

auch nicht anders aus als all

die intellektuellen Minderleister

aus dem Mittleren

Westen,

die er in seinen

Songs aufs

Korn nimmt. Für

sein Konzert

in der anglikanischen St. Luke‘s-

Kirche in London tauschte Randy

Newman 2008 jedoch sein übliches

Outfit aus Jeans, Turnschuhen und

zeltartigen Hemden gegen Abendgarderobe.

Gemeinsam mit dem

BBC Concert Orchestra gab Newman

Essenzielles aus seinem Werk

zum Besten: Die Liebesschnulzen

(„Marie“, „Losing You“) zerfließen

in einem Meer aus Streichern, die

Ragtime-Sarkasmen („Laugh And

Be Happy“) kommen auch mal

ohne Orchesterbegleitung aus.

Nicht aber ohne kommentierende

Einlässe – es ist famos, wie Newman

als Conferencier in eigener

Sache durch den Abend führt und

ironische Witze erzählt. Ein Hauch

von Letterman, die pure Unterhaltung.

Es gibt nichts, was man diesem

großen Songwriter vorwerfen

kann. Außer eines, wie Newman

selbst sagt: „Drei Studioalben in 20

Jahren – das ist unentschuldbar.“ –

Das Interview mit dem Meister im

Bonusteil ist herrlich komisch! JS

✪ „Songbook Vol. 2“

Nicht nur seine Lieder

unterhalten: Randy

Newman ist ein begnadeter

Live-Entertainer.

Fotos: Rough Trade. Warner, Anton Corbijn / Universal

78 01/2012 › www.audio.de


Musik › OLDIES

rock

u2

Achtung Baby

Island (Universal); CD, 2 CD, 4 LPs, Boxsets

Musik:

Klang:

von predigern

zu popstars

Zum 20-jährigen Jubiläum erscheint „Achtung

Baby“ von U2 in diversen Neuauflagen.

Das streng limitierte „Achtung Baby“-„Über

Deluxe“-Boxset (6 CDs, 4 DVDs, Vinylsingles,

Hardcoverbuch und, und, und) enthält auch Bonos „The

Fly“-Sonnenbrille. Ein Gag für Fans? Ja und nein. Denn

kein anderes Requisit (der U2-Sänger trug die dunklen

Stubenfliegen-Gläser im gleichnamigen Video) zeigt fast

schon ikonisch, was „Achtung Baby“ zum bemerkenswertesten

Album in der Karriere der vier Iren machte:

Als es 1991 erschien, gelang U2 nicht weniger als eine

– von andern Künstlern ja gern und oft behauptete – radikale

Neuerfindung ihrer selbst.

Superstar-Glamour statt (Selbst-)Gerechtigkeit: Bono

und Co. wagten auf „Achtung Baby“ eine große Inszenierung

– auch musikalisch. Die Rockwelt staunte

über seltsam verzerrte Gitarren, Stimmen und Effekte,

Experimente mit damals angesagten Rave- und Elektro-

Sounds (die zu zahlreichen Remixen führten, die hier auf

zwei CDs zu hören sind), Funk und gar Sprechgesang

(„Numb“ vom Nachfolgealbum „Zooropa“, das hier

ebenfalls enthalten ist). Trotz aller musikalischen, visuellen

und imageverändernden Spielereien (dokumentiert

auf den vier DVDs mit Videos, Doku, Live-Mitschnitten)

zeigt sich aber heute, 20 Jahre später, vor allem eins:

U2 schrieben damals bewegende („One“) und intime

(„Love Is Blindness“) Songs, denen der Zahn der Zeit

nichts anhaben konnte.

Stefan Weber

www.audio.de › 01/2012

79


Musik › OLDIES

Vier Persönlichkeiten, ein letztes großes Album: John Entwistle, Roger Daltrey, Pete Townshend und Keith Moon alias The Who.

rock

The who

Ouadrophenia

Polydor (Universal); 2 CD, Boxset

Musik:

Klang:

Heute gilt „Quadrophenia“ (1973) als das letzte große

Who-Album – auch wenn Kritiker und Fans damals eher

skeptisch reagierten. Es ist das Album, auf dem die Band

nochmals alle Register zog: Pomp, Gloria und Klassik vermengten

sich zu einer kompakt präsentierten Rock-Oper, die

unter dem thematischen Mantel der englischen Mod-Kultur

geschickt die Band-Psyche analysierte.

Nun ist die Doppel-LP in ausschweifender Neu-Aufmachung

erhältlich: Hörern, die eher kompakte Informationen bevorzugen,

sei die 2CD-Deluxe-Version ans Herz gelegt, die neben

neuen Liner-Notes noch zusätzlich elf hörenswerte Demos

aus Townshends Schublade enthält. Wer indes an einer

detaillierten 100-seitigen Aufarbeitung der „Quadrophenia“-

Geschichte aus der Sicht von Pete Townshend interessiert

ist, viel unveröffentlichtes Demo-Material hören und einen

Teil des Albums im Surround-Sound genießen möchte sowie

auf Memorabilia in Form von Poster, 7-Inch und Faksimiles

steht, sollte zur Super-Deluxe-Version greifen.

Unentschlossenen sei gesagt: Die für etwa 80 Euro angebotene

Box steht in einem wirklich sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Aufmachung ist stabil, hochwertig wie

edel, der strukturierte Informationsgehalt überwältigend, die

Optik äußerst geschmackvoll und der Klang mehr als erhaben.

Zwar darf man keine nennenswerten Verbesserungen

gegenüber der ohnehin schon superben Remaster-Version

von 1996 erwarten, doch die bisher unbekannten und überragend

produzierten Demos sowie der neue 5.1-Mix der acht

Primär-Songs aus „Quadrophenia“ bieten für Kenner einen

unbezahlbaren Mehrwert.

Constantin Aravanlis

✪ „Live At Leeds“ (2010 Remaster)

hard-rock

deep purple

The BBC Sessions 68/70

EMI (EMI); 2 CD, 2 CD + 2 LP

Musik:

Klang:

In Anlehnung an

die jüngste Pink-

Floyd-Reissue-

Offensive könnte

man fragen:

Warum, Deep Purple? Ein Großteil der hier versammelten Aufnahmen aus

BBC-Sessions der Anfangsjahre (CD/LP1 Mark I, CD/LP2 Mark II) fanden

ihren Weg bereits als Bonustracks auf die Remasters der ersten drei Alben

(2000) beziehungsweise das Boxset „Listen Learn Read On“ (2002). Dem

kann entgegengehalten werden: Dieses Boxset enthält alle verfügbaren

(der teilweise verschollenen) Sessions von Deep Purple, darunter auf CD1

sieben unveröffentlichte Tracks (von Juni 1968 – also noch vor Veröffentlichung

ihres Debüts). Dazu kommt ein informatives Booklet, alle Aufnahmen

wurden für dieses Set digital aufbereitet. Und ja, nicht nur Hardcore-Fans,

sondern auch Frühwerk-Interessierte kommen dadurch auf ihre Kosten. RS

✪ „Listen Learn Read On“

prog-rock

king crimson

Starless And Bible Black

DGM (Galileo); CD + DVD

Musik:

Klang:

„Wo Yes die Welt

bewundern,

packen King

Crimson sie bei

den Eiern“: So

beschrieb der Kritiker des „Rolling

Stone“ 1974 „Starless And Bible

Black“. Als Teil ihrer „40th Anniversary

Series“ ist das meisterhaft

und selbstbewusst eingespielte

Progrock-Werk nun in hervorragender

Remaster-Qualität als CD

(mit Bonustracks) plus DVD (in

5.1-Abmischung) erhältlich – und

auch heute noch packend. RS

✪ „Larks‘ Tongues In Aspic“

prog-rock

pink floyd

Wish You Were Here

EMI (EMI); CD; 2 CD, LP, Boxset

Musik:

Klang:

Mehr Pink Floyd:

Nach „Dark Side

Of The Moon“

(1973) liegt nun

auch „Wish You

Were Here“ als „Immersion“-Set

vor. Formal ist es fast baugleich.

Es enthält das remasterte Album,

Bonus-CD (groß: die Alternativ-

Version des Titeltracks mit Geiger

Stéphane Grappelli), 5.1-Audio- und

Video-DVD sowie Blu-ray und Memorabilia.

Inhaltlich begeistern die

Klanglandschaften, diese lose Hommage

an Syd Barrett ebenso. SW

✪ „Dark Side Of The Moon“ (2011)

Fotos: Graham Hughes / Universal, Purple Records / EMI, Chrysalis / EMI, Warner, Paolo Soriani / Verve

80

01/2012 › www.audio.de


Musik › JAZZ

hArD-rOCk

JEThrO Tull

Aqualung

Chrysalis (EMI); 2 CD, Boxset

Musik:

Klang:

Ob Porcupine-

Tree-Frontmann

Steven Wilson

bald der Rick

Rubin der Toningenieure

wird? Von seinen audiophilen Mixen schwärmen inzwischen

nicht nur King Crimson (siehe Kritik S.80), sondern auch Jethro Tull. Zum

40-jährigen Jubiläum präsentiert die Band um Ian Anderson nun ihr Meisterwerk

„Aqualung“ in neuen Stereo- und 5.1-Remixen – die von Wilsons

feinem Ohr für Dynamik und Transparenz profitieren. Und die im Boxset in

allen möglichen Varianten (180g Vinyl und CD mit neuem Stereomix; 5.1-

und LPCM-Stereo-Mix sowie 4.1-Quadmix auf baugleicher DVD und Bluray)

vorliegen, sich dadurch aber leider überschneiden. Ausgeglichen wird

dies durch eine Bonus-CD (toll: die Langversion von „Wond‘ring Aloud,

Again“) und die extrem hochwertige Aufmachung des Sets. RS

✪ „Stand Up“ (2010 Remaster)

Denken und flöten quer:

Jethro Tull.

JAZZ-CD DES MONATS

Big BAND JAZZ

Stefano Bollani

Big Band! – Verve (Universal); CD

Musik:

Klang:

klang

tipp

Die Hände zum

Himmel? Stefano

Bollani hat Humor

und Leichtigkeit.

rOCk

whiTESNAkE

Box ‘O‘ Snakes 1978-1982

Sunburst (EMI); Boxset

Musik:

Klang:

Feierten Whitesnake

ihre

größten Erfolge

vor dem größten

Erfolg? Die „Box

‘O‘ Snakes“ plädiert dafür, dokumentiert

die Zeit von der „Snakebite“-

EP (hier in Vinyl enthalten) bis zu

„Saints & Sinners“. Unter den neun

CDs befinden sich die erstmals offiziell

erscheinenden „Reading Rock

Festival“-Mitschnitte (1979/80), dazu

gibt‘s eine 100-minütige DVD mit Videos

und Liveaufnahmen, ein Poster

sowie ein hochwertiges Buch. AD

✪ Deep Purple, Led Zeppelin

Endgültiger Abschied: R.E.M. nehmen

ihren Rückzug gelassen.

SChlAgEr

MAry rOOS

Jugendsünden

Bear Family (Bear Family); 3-CD-Set

Musik:

Klang:

Kennen Sie die

neunjährige kleine

Rosemarie und

ihre „Ferienpolka“

(1958)? Wahrscheinlich

nicht. Denn erst in den

frühen 70er-Jahren wurde die junge

Dame als Mary Roos ein populärer

Schlagerstar. Für dieses 3-CD-Set

durchforsteten die Bear-Family-Macher

nun Archive und förderten ihre

„Jugendsünden“ zu Tage, die teils

skurrile Spät-Wirtschaftswunder-

Lieder, teils großartige deutsche

Jazzschlager sind.

NT

✪ Connie Froboess, Caterina Valente

rOCk

r.E.M.

Part Lies, Part Heart, Part ...

Warner (Warner); 2 CD

Musik:

Klang:

Rückkehr ausgeschlossen:

Mit

der Doppel-Best-

Of „Part Lies,

Part Heart, Part

Truth, Part Garbage“ legen R.E.M.

ihr Vermächtnis vor: 37 Hits, die

den langen Weg vom Underground-Phänomen

zur Superstar-

Rockband, Höhen (vier Songs aus

„Automatic For The People“) und

Tiefen (nur je ein Song von „Up“

und „Reveal“) zeigen. Dazu drei tolle

neue Songs – ein würdiges Ende

einer aufrechten Band. SW

✪ „Best Of IRS Years“

Hinter „Big Band“ steht ein Ausrufezeichen.

Ganz klar: Hier will

einer dokumentieren, dass ihm endlich

etwas gelungen ist, was er sich

schon lange gewünscht hat. Zwar

hatte Stefano Bollani für sein „Concertone“

bereits mit orchestralem

Ensemble gearbeitet und ist im Laufe der Jahre immer wieder

mit großen Ensembles in Berührung gekommen. Eine

eigene, nach seinen Ideen für eine Aufnahme agierende

Big Band aber hatte er noch nicht zur Verfügung. Und so

hört man dem Album, das im Rahmen von Konzerten im

Juni 2010 festgehalten wurde, den Spaß an der Gestaltung

ebenso wie die Verbeugung vor den Vorbildern an. Denn

Arrangeur Geir Lysne orientierte sich in seinen Partituren

für die NDR Big Band deutlich an Gil Evans und dessen

Arbeit mit Miles Davis. Dazu kommt etwas Afrika, eine

Prise Latin und vor allem Stefano Bollani selbst, der dem

kraftvollen Klanggebäude mit viel Humor am Klavier zu einer

besonderen Leichtigkeit verhilft. Überhaupt verknüpfen

Solist und Orchester ihre musikalischen Motivwelten zu einer

unterhaltsamen Mixtur der Präsenz, die zwar mit Opulenz

zu protzen versteht, daraus aber keine Normvorgabe

macht. Dabei hilft auch der Gast-Schlagzeuger Jeff Ballard,

durch seine Arbeit mit Mimose Brad Mehldau im Umgang

mit Pianisten versiert, der Bollani ebenso wie den Orchesterklang

mit amerikanischer Lässigkeit rahmt. „Big Band!“

ist damit ein witziges Ensemblealbum mit vielen schillernden

Farben, italienischem Augenzwinkern, norddeutscher

Präzision, skandinavischer Extravaganz und amerikanischer

Coolness.

Ralf Dombrowski

✪ Diverse Aufnahmen der HR Big Band, WDR und NDR Big Band

www.audio.de › 01/2012

81


Musik › Jazz

In einem dunklen Raum:

Larry Goldings.

piaNO jazz

LaRRy gOLDiNgs

In My Room

Challenge (Sunny Moon); CD

Musik:

Klang:

faKE jazz

jON baLKE

Batagraf – Say And Play

ECM (Universal); CD

Musik:

Klang:

KOLUMNE

WORLD jazz

REz abbasi‘s ...

Suno Suno

Enja (Soulfood); CD

Musik:

Klang:

Die Band ist ein

Versprechen.

Vijay Iyer am

Klavier, Rudresh

Mahanthappa am

Alto, dazu Johannes Weidenmüller

und Dan Weiss als Rhythmusgruppe

– der US-Gitarrist Rez Abbasi kann

sich sicher sein, dass seine extravaganten

Ideen optimal umgesetzt

werden. Darüber hinaus entwickelt

er Hybride aus Modern Feeling und

ethnischer Verankerung, die Improvisation

stimmig mit pakistanischindisch

Bluesigem verknüpft. RD

✪ Nusrat Fateh Ali Khan, Prasanna

piaNO tRiO

DiEtER iLg

Otello Live At Schloss Elmau

ACT (edel: Kultur); CD

Musik:

Klang:

klang

tipp

Seine Liebe zu

Verdis „Otello“

konzentriert der

Kontrabassist

Dieter Ilg in

romantischem Jazz. Elf Themen

suchte er aus, vom „Fuoco di gioia“

über „A questa tua“ bis zum

„Ave Maria“. Wüsste man es nicht

besser, käme kaum der Verdacht

auf, dass Ilg, Pianist Rainer Böhm

und Schlagzeuger Patrice Heral auf

Opernmaterial zurückgegriffen hätten,

so jazzbeseelt grooven diese

Live-Aufnahmen.

WS

✪ Beirach / Hübner „Round About ...“

Manche Pianisten

wollen mit Solo-

Platten beweisen,

wie gut sie spielen,

andere, wie

gut sie komponieren können. Larry

Goldings, bekannt als Organist aus

dem John-Scofield-Umkreis, wählt

einen dritten Weg und setzt auf

Stimmungen. „In My Room“ ist ein

Portfolio von Albumblättern – zum

Teil aus fremder Feder von Abdullah

Ibrahim bis Brian Wilson – und ein

Reigen nachdenklicher, verhaltener

Melodien. Wintermusik. RD

✪ Chick Corea, Keith Jarrett

fUsiON

DivERsE

Jazz For Japan

edel content (edel: Kultur); CD

Musik:

Klang:

Von besonderer

Qualität sind die

Bande zwischen

Kalifornien und

Japan: Über den

riesigen Pazifik hinweg versteht man

sich als Nachbarn. So reagierten die

kalifornischen Jazzer im März 2011

auf den Fukushima-Gau: Producer

Larry Robinson rief 25 Fusion-Cracks

zusammen. Marcus Miller, George

Duke oder Steve Gadd geben 13

Repertoire-Klassikern – von „Maiden

Voyage“ bis „So What “ – einen

modern-eleganten Anstrich. MI

✪ Marcus Miller, Tom Scott

KaMMER-jazz

sEbastiaN giLLE

Anthem

Pirouet (edel:Kultur); CD

Musik:

Klang:

klang

tipp

Lass den Tönen

Zeit und schaue,

dass jeder anders

gefärbt ist. Überstürze

nichts.

Wenn du einen schnellen Lauf gespielt

hast, dann lasse dem letzten

Ton Muße um nachzuwirken, bevor

du etwas Neues beginnst. So etwa

könnte Tenorsaxofonist Sebastian

Gille seine Lebensweisheit zusammenfassen.

Pianist Pablo Held und

kongeniale Kollegen sowie der milde

Klang der Abmischung unterstützen

Gilles Schwebereise. WS

✪ Hubert Nuss „Book Of Colours“

Wunderbar

verschroben!

Jon Balke hat die

„Batagraf“-Idee

weitergesponnen

und ein Album mit Rhythmen

und Sounds kreiert, das den Topos

vom Trommeln als Sprache wörtlich

nimmt. Mit Schlagwerkern wie Helge

Norbakken, Erland Dahlen und

Stimmen von Emilie Christensen und

Torgeir Pedersen konstruiert der

norwegische Pianist Klangräume

von Wortpoesie bis Electronic und

Afrika bis Lappland.

RD

✪ Marie Boine, Miki N‘Doye

piaNO sOLO

KEith jaRREtt

Rio

ECM (Universal); 2 CD

Musik:

Klang:

Solokonzerte von

Keith Jarrett sind

immer etwas Besonderes.

Doch

der Mitschnitt

aus „Rio“ unterscheidet sich von vielen

seiner Vorgänger: So populär, so

bluesbezogen, so erdverbunden griff

der Pianist seit dem „Köln Concert“

nicht mehr in die Tasten. Die Atmosphäre

in Rio öffnete ihm den Weg

zu magischen Ostinati, glückseligen

Melodien, südamerikanischen und

karibischen Rhythmen: ein Feuerwerk

der guten Laune. WS

✪ „The Köln Concert“

KaMMER-jazz

LisbEth qUaRtEtt

Constant Travellers

Traumton (Indigo); CD

Musik:

Klang:

klang

tipp

Wer ist Lisbeth?

Ganz einfach:

Die Bandleaderin

heißt Charlotte

Elisabeth Greve,

und weil ihr Spitzname Lisbeth weniger

sperrig klingt, entschied man sich

für das Leichte, Dahingehauchte.

Passend zur Musik: Mit facettenreichem

Ton improvisiert Lisbeth

elegante Altsax-Melodien. Ihre drei

Begleiter unterstützen das Konzept:

Gelassen schweben die Stücke, bieten

eine wunderbare Alternative zu

Nervosität und Hektik. WS

✪ Charlie Haden Quartet West

Werner Stiefele

AUDIO-Mitarbeiter

GeBOXt

Die Archive der Plattenfirmen sind

prall gefüllt. Boxen-Editionen machen

ganze Werkzyklen zugänglich.

Der Trompeter Ruby Braff

war in den 1950-ern eine Zentralfigur

des swingenden Mainstream.

Die „Complete Bethlehem Recordings“

enthalten im Plastik-Tray

fünf seiner wichtigsten Alben

plus Bonusmaterial: eine Fundgrube

mit guten Kommentaren.

Die „Complete Verve Recordings“

zeigen den Gitarristen Wes Montgomery

auf der Höhe seiner Laufbahn:

gelassen swingend, mit Bigband

oder dem Organisten Jimmy

Smith. Edle Ausstattung, gute

Kommentierung. Der Münchner

Saxofonist Klaus Doldinger zählte

in den 1970-ern zu den weltweit

beachteten Pionieren des Rockjazz.

Fünf bahnbrechende Alben

seiner Band Passport im Mini-LP-

Cover der „Original Album Series“

sind bei einem Ladenpreis unter 20

Euro ein Schnäppchen. Als Miles

Davis 1986 zu Warner wechselte,

legte er mit „Tutu“ einen Klassiker

des Jazz/Funk-Crossovers vor.

Darauf folgten schwächere Filmmusiken

und das 1991 eingespielte

Live-Remake seiner mit Gil Evans

in den 1950-ern entstandenen

Klassiker. Einige Filmnummern

fielen unter den Tisch. Dafür entschädigt

die fünfte Disc der „Warner

Years“ mit Stücken von Chaka

Khan, Zucchero und anderen.

RUby bRaff

The Complete ...

Solar Records (Harmonia Mundi)

Musik:

Klang:

WEs MONtgOMERy

The Complete Verve ...

Verve (Universal)

Musik:

Klang:

KLaUs DOLDiNgER

Original Album Series

Warner (Warner)

Musik:

Klang:

MiLEs Davis

1986-1991 – The Warner ...

Warner (Warner)

Musik:

Klang:

Fotos: PR, Marco Borggreve

82 01/2012 › www.audio.de


Musik › KLASSIK

gEwANDtER

wANDERER

Kräftig, aber nie kraftmeierisch:

Christoph Prégardiens neues

Recital-Album „Wanderer“.

Der inhaltlich zwingende große Bogen von

Prégardiens letzter Recital-CD fehlt dem

„Wanderer“-Programm. Der eher heterogene,

im Ur-Sinne romantische Reigen Schumannscher

Lieder kontrastiert mit Mahlers psychologischer

Doppelbödigkeit und Killmayers

zeitgenössischer, ja postmoderner Reflexion

der Romantik (namentlich der Hölderlin-Texte).

Dass sich die SACD dennoch zu einem der

besten Liedalben der Gegenwart aufschwingt,

ist neben den superben Leistungen von Sänger

und Tontechnik den intelligent-feinfühligen

Arrangements für Kammerensemble zu verdanken.

Statt eines kleinen Orchesters kommt

hier eine Minimalbesetzung zum Zuge, die, wo

notwendig, dem Klavier die dominante Rolle

zukommen lässt, und Klangfarben nie um ihrer

selbst willen einsetzt. Zugleich harmoniert

und interagiert man mit dem Tenor wendig

und behände wie ein Klavierbegleiter. Prégardien

zeigt sich gereift, stimmlich in Bestform,

enthält sich dabei aber jederr Kraftmeierei und

Schönsingerei, sondern entwickelt die Lieder

mit einer Natürlichkeit und Durchdringung, die

ihresgleichen sucht. Ein Liederabend für die

Ewigkeit.

Malte Ruhnke

✪ „Songs Of Life And Death“ (Prégardien)

LIED

SCHUMANN, MAHLER,

KILLMAYER

WANDERER

Christoph Prégardien,

Ensemble Kontraste

Challenge Classics (Sunny Moon); SACD

www.pregardien.com

Musik:

Klang:

klang

tipp

Natürlichkeit und

Durchdringung, die

ihresgleichen sucht:

Tenor Christoph

Prégardien.

CHOR

SCHUBERt, gOUNOD

MESSE G-DUR,

CÄCILIENMESSE

Luba Orgonášová, Christian

Elsner, Gustáv Belácek,

Chor und Symphonieorchester

des Bayerischen

Rundfunks, Mariss Jansons

BR Klassik (Naxos); CD

www.br-klassik.de

Musik:

Klang:

Manche nennen

es Zauber,

andere süßlichen

Kitsch. Wie auch

immer, Gounods

Cäcilienmesse ist ein rauschhaftes

Erlebnis, und Mariss Jansons

entfaltet in dieser Live-Aufnahme

(2007) die volle Klangmagie

des Werks. Schon das Gloria – mit

Harfe, Horn und Summchor – verströmt

bei Jansons auratischen

Glanz. Und das Credo klingt wie

eine pompöse Massenszene im

Stil der grande opéra. Exquisite

Solisten wie Luba Orgonášová –

grandios ihr Schwebesopran im

„Benedictus“ – runden das Ganze

ab. Schuberts G-Dur-Messe? Bei

Jansons eher ein Fall für stille Andacht.

OPB

✪ Haydn: Missa B-Dur (Jansons)

BAROCK

JOHANN S. BACH

ORCHESTERSUITEN 1-4

Freiburger Barockorchester,

Müllejans

harmonia mundi; 2 CDs

www.barockorchester.de

Musik:

Klang:

klang

tipp

klang

tipp

Die Vorzüge der

historischen und

einer konventionellen

Aufführungspraxis

zu

vereinen, gelingt nur wenigen

Ensembles, insbesondere, wenn

Klangvolumen und Spielfreude

aus historischen Instrumente zu

zaubern sind. Die vorliegende

Aufnahme des Freiburger Barockorchesters

bietet beides im

Überfluss, ein nie abreißender

Spannungsbogen durchzieht, ja

elektrisiert die Bachschen Suiten.

Man bewundert die Leichtigkeit

und Präzision, mit der das vonstatten

geht, ist mitgerissen bis

zum letzten Takt – doch vermisst

auch ein wenig das Statische,

Langsame in Bachs Musik. MR

✪ Bach, Matthäuspassion

(Petite Bande, Kuijken)

www.audio.de › 01/2012

83


Musik › KlassiK

Optischer Eindruck wie

gesanglicher Ausdruck: Bei

Teodora Gheorghiu ist beides

vielversprechend.

VIoLInE

IgoR StRAWInSKY /

D. SCHoStAKoWItSCH

divertiMento /

violinsonate

Judith Ingolfsson (Violine),

Vladimir Stoupel (Klavier)

Audite (edel:Kultur); SACD

www.ingolfsson-stoupel-duo.com.

Musik:

Klang:

klang

tipp

Zunächst ist

man einfach nur

hingerissen von

dem glasklaren,

detailreich aufgenommenen

Klang der Violine –

und dann davon, wie die Brodsky-

Schülerin Judith Ingolfsson das

Lorenzo-Guadagnini-Instrument

spielt: höchst beredt, lebendig und

differenziert. In Strawinskys neoklassizistischem

Divertimento sind

es die tänzerischen Passagen, die

ihr besonders gut gelingen, in Schostakowitschs

später Violinsonate

die verlöschenden Töne. Vladimir

Stoupels sensible, nicht in den Vordergrund

drängende Begleitung

macht das Vergnügen perfekt. AF

✪ Haendel (Stravinsky, Supraphon)

oPER

tEoDoRA gHEoRgHIU

arias For anna de aMicis

Les Talens Lyriques,

Christophe Rousset

Aparté (Harmonia Mundi); CD

www.teodoragheorghiu.com

Musik:

Klang:

Um 1770, da

schwärmte die

Opernwelt von

Anna De Amicis.

Mozart fand

ihren Sopran „unvergleichlich“, Vater

Leopold rühmte: „wie ein Engel“.

Den Erfolgen dieser Primadonna

(von Gluck bis Mozarts „Lucio Silla“)

widmet sich nun die rumänische

Sopranistin Teodora Gheorghiu, die

unter anderem im Ensemble der

Wiener Staatsoper singt. Diskret

begleitet von Christophe Roussets

„Talens Lyriques“ zeigt die Sängerin

ihre Stärken: ein helles, zartes

Timbre und quirlige Koloraturen,

besonders in Pasquale Cafaros Bravourarie

„Se balena“. Fazit: noch

sehr verhalten im Ausdruck, doch

vielversprechend.

OPB

✪ Gluck-Recital, Bartoli (Decca)

KLAVIER

W. A. MozARt

Klaviersonaten

Kv 331, 280, 333

Aldo Ciccolini, Klavier

LaDolceVolta (Harmonia Mundi); CD

www.harmoniamundi.com

Musik:

Klang:

Was kann ich

sagen über diese

Interpretation

von drei Klaviersonaten

Mozarts,

die der alte und im Herzen junge

Aldo Ciccolini hier spielt? Dass

sie mich beglückt! Aus langer Erfahrung,

mit innerer Gelassenheit

und Liebe zu Mozart musiziert der

Doyen unter den Pianisten so, dass

sich weiterer Kommentar erübrigt.

Sicher haben auch Raum und

Instrument zu diesem herzerwärmenden

Ergebnis beigetragen. LU

✪ Pires/DG, Gieseking/EMI,

Schiff/Decca

KonzERt

BACH & SonS

Piano concertos

Sebastian Knauer (Klavier),

Zürcher Kammerorchester,

Roger Norrington

Berlin Classics (edel:Kultur); CD

www.sebastianknauer.com

Musik:

Klang:

klang

tipp

Eine durchaus

pfiffige Idee, die

beiden ersten

Klavierkonzerte

von Vater Bach

jeweils einem Gattungsbeitrag

seiner Söhne Carl Philipp Emanuel

und Johann Christian gegenüberzustellen:

So wird klar, dass

die Bachs im 18. Jahrhundert viel

zur Emanzipation des Klaviers

als Soloinstrument beigetragen

haben. Musikalisch überzeugen

Knauer und die Zürcher unter

ihrem neuen Chef Norrington mit

präzisem, historisch informiertem

Spiel, das klanglich ausgewogen

eingefangen wurde. Reizvoller

„Bachlauf“ vom Barock bis zur

Frühklassik.

AF

✪ Perahia (J. S. Bach, Sony)

KLAVIER

fRAnz LISzt

recital

Claire Chevallier, Klavier

LaDolceVolta (Harmonia Mundi); CD

www.clairechevallier.com

Musik:

Klang:

Das größte

Plus dieser

Liszt-CD ist das

Instrument, ein

Original-Érard

von 1876. Dies mag der Klang sein,

den Liszt selbst gehört hat, wenn er

seine von Érard fabrizierten Lieblingsinstrumente

spielte. Leider

zeigt sich Claire Chevallier hier als

Sachverwalterin im akademischen

Sinn: Die kühnen Klangvisionen

Liszts, bestimmt durch Harmonik

und Pedalisierung, klingen hier

ziemlich trocken und fantasielos

exerziert – ein Eindruck, der durch

die eingeschränkte Motorik der Pianistin

noch verstärkt wird. LU

✪ Zimerman (DG), Volodos (Sony),

Brendel (Philips), Ogdon (Testament)

KLAVIER

WoLfgAng A. MozARt

KlavierKonzerte nr. 6,

13 und 16

Orchestre de Chambre de

Lausanne; Christian Zacharias,

Klavier und Leitung

MDG (Codaex); SACD

www.christianzacharias.com

Musik:

Klang:

klang

tipp

Clara Haskil ist

der Name, den

Plattensammler

mit Mozarts Klavierkonzerten

assoziieren. Christian Zacharias

kommt diesem Maßstab sehr nahe:

Die siebte Folge seiner Gesamtaufnahme

hat das Zeug, die aktuelle

Referenz zu werden. Heiterkeit und

Gelassenheit sind die herausragenden

Attribute dieser Einspielung.

Und Mozarts Tiefgründigkeit fließt

hier ohne vorangestelltes Ego völlig

natürlich. Die exzellente Durchhörbarkeit

macht diese Aufnahme auch

klanglich zum Ereignis. LU

✪ Haskil (DG), Anda (DG), Schiff (Decca)

Foto: Caroline Doutre

84 01/2012 › www.audio.de


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Digital-Quellen › CD-Player

NaturtaleNt

Den CD-Playern der englischen Marke Rega wird nachgesagt, dass

sie von Hause aus natürlich klingen. Das müsste doch erst recht für

ihren Nonplusultra-Player Isis zutreffen, den die Briten alternativ

zum Transistor mit röhren-bestückten Ausgangsstufen anbieten.

■ Text: Hans-Ulrich Fessler

test

Englischer, röhrenbestückter CD-Player

mit Filtern für individuelles Klangtuning und

USB-Digitaleingang.

Rega ValVe IsIs 9000 €

150

www.audio.de ›01 /2012


Digital-Quellen › CD-Player

Der fett gedruckte Hinweis auf

dem Karton des Valve Isis ist

durchaus ernst gemeint:

„Schweres Objekt, zwei Personen für

den Transport notwendig.“ Während

ihre Top-Plattenspieler maximal 10 Kilogramm

auf die Waage bringen, steht der

Isis Valve mit satten 19 Kilogramm da.

Die verdankt er in erster Linie seinem

Gehäuse mit zentimeterdicken Aluminium-Wänden,

die Schallattacken von seiner

Elektronik fernhalten sollen. Jegliche

Art von Gerüttel für CD-Spieler ist ungesund,

weil daraus nicht zur Musik gehörende

Misstöne und Jitter resultieren

könnten. Vibrationen könnten der Elektronik

auch über eine Schublade dreinreden.

Deshalb verschließt der Isis wie die Ur-

Regas das Plattenfach mit einer Luke.

Darunter versorgen zwei hauseigene,

opulente Ringkern-Umspanner die analogen

und digitalen Spielersektionen mit

Strom. Nicht weniger als 10 Spannungsstabilisatoren

sorgen dafür, dass sich die

einzelnen digitalen Baugruppen nicht

über die Stromversorgung ins Gehege

kommen.

Bei sensiblen Operationen – wie

den Strategien zur Spurnachführung

oder der Fehlerkorrektur

– verließen

sich die Engländer

nicht etwa auf fix- und

fertig programmierte

ICs von Zulieferern, sondern

verewigten die aus

eigenen Erkenntnissen

gewonnenen Rechenvorschriften

in Speicherchips.

Besetzt im herkömmlichen,

komplett mit Halbleitern bestückten

Isis ein Stereo-Konverter

der amerikanischen Chipmanufaktur

Burr-Brown die Schnittstelle zur

Analogwelt, besorgten sich die Entwickler

für den Röhren-Isis die Konverter aus

Großbritannien. Chips der im schottischen

Edinburgh heimischen Firma Wolfson

Microelec tronics, zwei 192-kHz/24-

Bit-Stereo-Wandler namens WM8741,

entlassen die noch kümmerlichen symmetrischen

Analogsignale. Zuvor dürfen

sich die Entwickler am reichhaltigen Ausstattungsbankett

des Konverters bedienen.

Die digitale Lautstärkeregelung lies

Rega links liegen, um sich umso mehr

Fotos: Archiv

www.audio.de ›01 /2012

151


Digitalquellen › CD­PLAyER

MESSLABOR

Eigentlich hätten die Tester noch etwas

weniger Jitter (als 669 ps) und Rauschen

(95 dB) erwartet. Trotz alledem

sind die gemessenen Werte tadellos.

Dafür setzen sich die Röhren absolut

mustergültig in Szene. Bei einem typisch

„warmen“ Röhrenklang (Trioden) geben

im Spektrum die geradzahlig Vielfachen

der Grundfrequenz den Ton an. Im Klirrspektrum

des Isis dominiert die zweite

Harmonische, ein sicheres Indiz für eine

äußerst natürliche Wiedergabe.

An den Deckel geschraubt: federnd aufgehängtes Laufwerk von Sanyo. Die Röhren (rechts)

arbeiten als Differenzverstärker, Pufferstufen und Treiber für die Ausgangsübertrager.

StECKBRIEF

RegA

VALVe ISIS CD PLAyeR

Vertrieb

TAD Audiovertrieb GmbH

09945 / 9433 65-0

www.

tad-audiovertrieb.de

Listenpreis

9000 euro

Garantiezeit

3 Jahre

Maße B x H x T

43,5 x 11 x 35 cm

Gewicht

25 kg

AUsstAttUng

Zufallstitelwahl


Spielzeit Titel / CD / Programmierung

• /•/ •

Restzeit Titel / CD / Programmierung

• / • / •

Wiederholung CD / Titel / A–B • / • / –

Fernbedienung


Ausgang regelbar / fixed –/ •

Ausgang Cinch / XLR • / •

Digitalausgang Cinch / • / •

Optisch

Kopfhörerausgang / regelbar – / –

Digitaleingang Cinch / Optisch – / – / •

/ USB

USB-Host / iPod – / –

Besonderheiten

schaltbare Filter

AUDIOGRAMM

ÅAuthentischer,

räumlicher Klang ohne

ecken und

Kanten.

ÍUSB-Digitaleingang

nur bis 48 kHz.

Klang CD 130

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

klAngURteil

PReis/leistUng

130 PUnkte

gUt

in die Charakteristiken der angebotenen

Filter zu vertiefen. An drei Varianten fanden

die Entwickler soviel Gefallen, dass

sie diese per Kippschalter auf der Spielerrückseite

anbieten. Nummer Eins zeichnet

sich durch wenig Vor- und Nachschwingen

aus, lässt aber den Frequenzgang

früh abfallen. Nummer zwei ähnelt

der Variante drei, mit weniger Ringing.

Nummer drei, das steilflankige Filter,

entspricht am ehesten dem im herkömmlichen

Isis.

DIE RÖHREN

Zum erstenmal in ihrer knapp 30-jährigen

Geschichte bringt Rega Röhren ins

Spiel. Unmittelbar nach den symmetrischen

Konverterausgängen arbeiten

zwei Trioden vom Typ ECC 82 als Differenzverstärker.

Am Spielerausgang entkoppeln

zwei Doppeltrioden ECC 88 das

Spielerinnere von den angeschlossenen

Verstärkern und treiben den Übertrager

für die symmetrischen Ausgänge.

Moderater Klirr bei hohen Pegeln, ein regelmäßig

abfallendes Klirrspektrum –

die Dokumente aus dem Labor beweisen,

dass Terry Bateman die Röhren

mustergültig in Zaum gehalten hat.

Beim Hörtest machte der Rega alles andere

als „Sound“. Lässig und elegant

setzte er sich in Szene. Der Isis musizierte

„intensiv“ und spielte zu Ende, was

manch andere Player nur andeuteten.

Die herrlich atmenden Instrumente, jenes

packende Gefühl des Dabeiseins,

übermitteln nur wenige erlauchte Player.

Dabei kristallisierte sich als das „richtige“

Filter schnell die Nummer drei heraus.

Es knallte nicht ungestüm los, sondern

unterstrich die dezenten Töne und

klang am meisten nach Rega. Einmal

eingerastet, wird man nicht mehr umschalten.

In dieser Stellung geriet der

Bass am saubersten, formte der Valve

Isis aus Stimmen Münder, reproduzierte

fetzige Rockmusik ohne Ecken und Kanten.

Der Röhrenplayer unterstrich, je

nach Musik, mal die zarten Akzente oder

führte die plastische Spannkraft vor.

Das schrie geradezu nach einem Vergleich

auf höchstem Niveau, nach einem

Duell mit dem in Audio 12/11 getesteten

Moon 650 D. Der Amerikaner brachte

rhythmische Darbietungen noch schneller

in Schwung, holte Feininformationen,

beispielsweise über die Beschaffenheiten

der Aufnahmeräume, noch etwas

akribischer von den Scheiben. Was den

Rega Valve Isis nicht daran hinderte, mit

noch mehr Flair und Aura seine Trümpfe

auszuspielen.

FAzIt

Hans-Ulrich Fessler

AUDIO-Mitarbeiter

Wer sich noch nicht von Langspielplatten

verabschiedet hat, sollte

sich den Valve Isis mit CDs anhören.

Der Player klingt im positivsten

Sinne nach Rega: äußerst fein,

dreidimensional räumlich, ätherisch

und süchtigmachend. Schade

nur, dass sein USB­Digitaleingang

schon bei 48 kHz ausgereizt ist.

152

www.audio.de ›01 /2012


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Raumfeld Speaker mit iPhone App

Soundstarke WLAN HiFi-Kompaktanlage

Bis zu 120 Watt

KinderleichteEinrichtungund Bedienung überiPhone /iPodTouch.Einfach

Apprunterladen, Musik auswählen und los geht’s!WLAN-Empfänger undVerstärkerstecken

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Musik-Streaming!

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Chef der Raumfeld

Softwareentwicklung bei Teufel

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... macht glücklich


Verstärker › VollVersTärker

TesT

Zwei Stereo-Vollverstärker bis 4500 Euro

Atoll IN 400 4500 €

lyrIc tI 120 SIgNAture 3800 €

154 www.audio.de ›01 /2012


Verstärker › VollVerstärker

Fisch oder Fleisch?

Selten fiel die Wahl zwischen Röhre und Transistor so schwer wie heute: Atoll und Lyric mischen in

ihren Vollverstärkern das Beste aus beiden Welten. Doch wie beim Essen zählt auch das Drumherum.

■ Text: Stefan Schickedanz

Fotos: H. Härle, Archiv, MPS

Die Entscheidung zwischen Röhre

oder Transistor ist in besonderem

Maße emotional geprägt

und eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Bei den Kandidaten in diesem

Test fällt die Festlegung besonders

schwer, denn die Konstrukteure von

Atoll und Lyric setzen auf knackige

Cross-Over-Rezepte: Der in Halbleiter-

Technik aufgebaute französische Atoll IN

400 verwendet MOSFET-Endstufen mit

extrem niedriger Gegenkopplung, die

ihm zarten, im besten Sinne röhrenähnlichen

Klang verleihen.

Lyric legt dagegen den Röhren-Amp Ti

120 Signature auf hohe Leistung aus. Mit

seiner im Labor gemessenen Sinusleistung

von 2 x 62 Watt an 8 Ohm könnte

er der Transistor-Fraktion angehören.

Schließlich spendiert Lyric der Ausgangsstufe

des ohnehin nicht gerade

schwächlichen Ti 120 in der neuen, nach

deutschem Gusto nachgewürzten Signature-Version

besonders leistungsfähige

KT120-Kolben.

Diese Gourmet-Zutaten und -Rezepte

sorgen für zwei erschwingliche Verstärker-Neuheiten,

die Audiophilen das

Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Und wir durften vorkosten.

www.audio.de ›01 /2012 155


Verstärker › VollVerstärker

Atoll IN 400 um 4500 EuRO

Die Entstehung von Atollen ist

noch immer mit gewissen Rätseln

verbunden. Ob dabei Vulkane

am Werk waren, wie Evolutionsforscher

Charles Darwin behauptete, bleibt

weiter umstritten. Auf jeden Fall lehrt

die jüngste Geschichte, dass unter den

schlicht-eleganten Gehäusen der Atoll-

Verstärker brodelnde Dynamik wütet.

So konnte sich eine erschwingliche Vor-

Endstufen-Kombination der kleinen

Schmiede in Ausgabe 9/10 gegen namhafte

Herausforderer durchsetzen.

Dabei handelt es sich bei Atoll um eine

äußerst junge Firma. Erst 1997 starteten

die Brüder Stéphane und Emmanuel Dubreuil

mit dem Ziel, den bisherigen

Markt durch erschwingliches High End

zu bereichern, das auch ihren persönlichen

Ansprüchen genügte. Die Zutaten

fanden sie in ihrer französischen Heimat,

wo etwa die Gehäuse oder die speziell

gefertigten schnellen Kondensatoren

entstehen, und in den Nachbarländern.

So besitzt der Vollverstärker IN 400 in

seinem 1000-VA-Netzteil zum Beispiel

einen spanischen Trafo. So weit wie sein

spaciges Design – die eigenwillig geformten

Drehregler für Quellenwahl und

Lautstärke übernehmen durch Drücken

weitere Funktionen – erwarten lässt, ist

der Atoll von der nostalgisch anmutenden

Röhren-Lyric freilich nicht entfernt –

zumindest von der Klangphilosophie.

Die Franzosen wollen mit der durch eine

Darlington-Treiberstufe angesteuerten

MOSFET-Endstufe Schärfe vermeiden.

Die sehr geringe 7dB-Gegenkopplung

fördert günstige Klirrverteilung und

schnelles Ansprechen auf Impulse –

zwei Säulen der Atoll-Philosophie. Weitere

Besonderheiten: Die radikale Kanal-

PrAxisgerecht: Außer einem

Phono-Eingang bietet der IN 400

fast alles, was das Herz begehrt:

eine ausreichende Zahl Cinch- und

XLR-Eingänge, einen Prozessor-

Direktanschluss, Tape- und Pre-out

plus einen Anschluss für USB-

Massenspeicher.

MesslABor

Der Atoll stemmte im Labor richtig Sinus-Leistung an die

Messwiderstände: 2 x 174 und 2 x 292 Watt an 4 respektive

8 Ohm sind Spitzenwerte für einen Vollverstärker. Die

AK 72 unterstreicht die enorme Flexibilität bei der Lautsprecher-Wahl.

Der Stabilitätswürfel lässt keine Empfindlichkeit

gegen niedrige Impedanzen oder Phasendrehungen erkennen

(rechts). Das Klirrspektrum ist beinahe bilderbuchmäßig

abgestimmt mit weichem, zu höherer Ordnung abfallendem

Klirr, wie ihn gewöhnlich Röhren-Verstärker zeigen

(links). Die Frequenzgänge fallen oberhalb von 10 Kilohertz

sanft ab und laufen linear bis 10 Hertz hinunter.

156 www.audio.de ›01 /2012


symmetrisch: Der IN 400 ist mit seinem spiegelbildlichen

Aufbau und dem üppig dimensionierten Netzteil auch innen eine

Augenweide. Für schnelles Ansprechen verwendet Atoll viele

kleine Filterkondensatoren statt weniger großer.

Neu DALI ZENSOR

trennung des mit wenigen Kondensatoren und Brücken

auskommenden Platinenlayouts reicht bis ins analoge Widerstandsnetzwerk

der elektronischen Lautstärkeregelung

hinein. Der USB-Eingang, der in der zum deutschen

Marktstart aktualisierten Serie Signale mit 24Bit/96 kHz

akzeptieren soll, gilt im bei Atoll eher als praktisches Add

on, das keinerlei extreme Ansprüche befriedigen soll.

Im Hörtest gab sich der IN 400 im Hinblick auf die Lautsprecherauswahl

im Gegensatz zu seinem Herausforderer

sehr flexibel. Auch musikalisch erwies er sich als vielseitig.

Nicht nur mit allerlei Riffs von Gitarren und Keyboards bot

der Atoll eine tolle Vorstellung. Bei Creams Revival „Live

At The Royal Albert Hall“ konnte man dem Anreißen und

Ausklingen der Saiten wie mit der Lupe folgen, ohne

jemals das Gefühl zu bekommen, dass Schärfe im Spiel

sei. Diese Mischung aus weitgespreizter Fein- und Grob-

Dynamik plus einer beachtlichen Portion Auflösungsvermögen

auf der einen Seite und sanften, wohl ausbalancierten

Klangfarben auf der anderen erinnert den Autor an

Besuche in Gourmet-Restaurants im Elsass: Nicht nur die

französische Küche glänzt durch besondere Ausgewogenheit

und Raffinesse, auch High-End aus Frankreich kann

ein Genuss für die Sinne sein.

Der Bass fügte sich ins Geschehen wie der Fond einer

guten Fleischsoße – er fiel nicht besonders auf, bildete

allerdings eine makellose Basis für die darauf aufbauende

Performance. Der IN 400 stand für Farbenpracht – sehr

schön zu erleben mit dem neuen Album „Night Of Hunters“

von Tori Amos. Und er steht für Rhythmus. Sein

Timing in „Rhythm Of The Heat“ in der orchestralen Neueinspielung

von Peter Gabriel („New Blood“) überzeugte

ebenso wie in Pop-Songs im Stile von „Empire State Of

Mind“ von Jay-Z und Alicia Keys. Allerdings zeigte sich

beim Experimentieren mit einer Reihe von Lautsprechern:

Der IN 400 ließ sich zwar von keiner Box irgendwelche

Misstöne oder Zeichen von Anstrengung entlocken, wirkte

aber in manchen Kombinationen etwas nüchterner als

die als Vollverstärker eingestufte Naim-Kombination

NAC152XS / NAP155XS / FlatcapXS oder der direkte Gegner

Lyric Ti 120 Signature. Das ist allerdings nicht einmal

ansatzweise als Anflug von Kühle zu verstehen, sondern

allenfalls als Abwesenheit einer greifbaren, anheimelnden

Körperhaftigkeit.

Letztlich sind das aber Luxussorgen, denn der Lyric entzog

sich (siehe nächste Seite) mit seiner Divenhaftigkeit den

meisten Vergleichen ohnehin. Ohne Frage gelang Atoll mit

dem IN 400 ein richtig guter und universell einsetzbarer

Verstärker, der mit seinem USB-Eingang nicht nur Traditionalisten

beglückt, sondern sich auch für neue, jüngere

Käuferschichten öffnet.

ZENSOR 1 ZENSOR 1 ZENSOR 1 ZENSOR Surround-Set

ZENSOR 1 ZENSOR 7 ZENSOR 1

„Früher waralles besser? Quatsch, früher hat es so ein Lautsprecher-

Juwel wie die kleine Dali Zensor gar nicht gegeben. Wer diesen

Lautsprecher einmal »im Ohr hat«, ist für Qualität sensibilisiert. Und

die alte Ausrede,dass man wirklich gute Lautsprecher schon gerne

hätte,die sich aber nicht leisten kann, die hat mit der Dali Zensor1

endgültig ausgedient.”

Wilfried Kress, hifi & records 03/11

Kontakt: DALI GmbH, Tel: 033203 - 180400, kontakt@dali.dk | www.dali-speakers.com

facebook.com/DALI.loudspeakers


Verstärker › VOLLVERStäRkER

DRAht, ABER hERzLich:

Wie auch bei der

Schwestermarke Cayin üblich,

setzt Lyric auf Point-to-Point-

Verdrahtung, die den Ti 120

Signature zu einem handwerklichen

Kleinod macht.

Der Röhren-Verstärker

kommt daher weitgehend

ohne Platinen aus.

LyRic Ti 120 SignaTure um 3800 eurO

MESSLABOR

Cayin Audio Distribution fährt

zweigleisig: Mit Cayin vertreiben

die Kelkheimer ein vorwiegend

aus Röhrengeräten bestehendes

Programm chinesischen Ursprungs. In

ihrer Nobel-Linie Lyric nutzt die Firma

aus der Nähe von Frankfurt ihre engen

Kontakte ins Reich der Mitte zu einer

Kooperation aus deutscher Entwicklung

und auswärtiger Fertigung. So kommt

der Lyric Ti 120 Signature aus der gleichen

Fabrik wie die Cayin-Komponenten,

verdankt aber seine Konzeption

dem deutschen Entwickler Stefan Noll.

Der steht hinter einer ganzen Reihe in

Fachkreisen geschätzter HiFi-Komponenten,

die er in enger Zusammenarbeit

mit Cayin auf die Hörgewohnheiten audiophiler

Röhrenfans abstimmte. Beim

2006 vorgestellten Ti 120 tat er das offenbar

so nachhaltig, dass sich das Gerät

noch immer im Programm befindet.

Allerdings nutzten die Schöpfer zwischenzeitlich

noch das Verbesserungspotenzial,

das in der ursprünglichen

Schaltung steckte. Schon vor einigen

Jahren gab es mit dem Ti 120 Signature

M eine verfeinerte Version, in der neben

den jetzt auch wieder verbauten

Mundorf-Kondensatoren vom Typ M-

Cap leistungsfähigere Röhren zum Einsatz

kamen. Statt des Arbeitstieres

EL34 saßen in der Ausgangsstufe vier

hochwertigere KT88-Leistungsröhren.

In der neuesten Signature-Version des

Lyric Ti 120 ersetzte Noll die KT88 durch

ein Quartett aus KT120-Röhren von

TUNG-SOL. Damit stieg die vom Hersteller

angegebene Nennleistung von 70

auf 80 Watt pro Kanal. Spätestens jetzt

gehört der 28 Kilo schwere Vollverstärker

zu den kräftigsten seiner Art und

fischt schon für einen verhältnismäßig

günstigen Preis in den Gewässern dicker

Röhrenendstufen.

Der Ti 120 bietet sich für Tüfteleien in

der Ausgangs-Bestückung seit jeher an:

Mit seinen von außen zugänglichen,

direkt neben den Sockeln der Leistungsröhren

angebrachten Justageschrauben

und LEDs kann sein Besitzer im Do-ityourself-Verfahren

nach einem Röhrenwechsel

ohne Umstände den Bias einstellen.

Doch so schnell dürften am Sig-

Die Leistungsabgabe des Lyric liegt mit 2 x 62 Watt an 8

und 2 x 77 Watt an 4 Ohm schon auf Transistor-Niveau.

Die niedrige AK 41 geht daher in erster Linie auf die mäßige

Leis tung beim Stabilitätswürfel zurück, der große Sensibilität

gegenüber Phasendrehungen und niedrigen Impedanzen

erkennen lässt (rechts). Auch das Klirrspektrum

erinnert eher an Transistor-Verstärker; der ungeradzahlige

Klirr domininiert, was ein helles Klangbild fördert (links). Das

Klirrverhalten ändert sich relativ stark mit der angeschlossenen

Last, was den Ti 120 nicht gerade als Universalverstärker

ausweist. Der Frequenzgang fällt im Bass früh ab.

158

www.audio.de ›01 /2012


Verstärker › VollVerStärker

SpartaniSch: Der Lyric bietet nur vier Hochpegel-Quellen

Anschluss. Dafür besitzt er wie die meisten Röhren-Verstärker doppelte

Plus-Klemmen zur Anpassung an Lautsprecher mit 4 und 8 Ohm.

nature keine Tuning-Gelüste aufkommen.

Schließlich sind seine KT120 nicht

nur besonders leistungsfähig, sie wurden

auch penibel selektiert. Diese Detailarbeit

fällt beim Ti 120 auf fruchtbaren

Boden. Seine Eingangs- und Treiberstufen

verfügen über eine kanalgetrennte

Spannungsstabilisierung durch je eine

6SN7-Röhre. Der Einsatz gekapselter

Alps-Motor-Potentiometer für die fernbediente

Lautstärkeregelung und die bei

Cayin übliche, sauber ausgeführte Pointto-Point-Verdrahtung

verleiht dem

Ti 120 Signature noch mehr Solidität. Auf

Knopfdruck lässt sich die Gegenkopplung

der Ausgangsstufe verringern,

womit der Besitzer den Klang an seinen

Geschmack anpassen kann. Im Direktvergleich

kam die Hörcrew eindeutig zu

dem Schluss: Weniger ist mehr.

Allerdings galt diese Devise nur für das

Maß an negativem Feedback, nicht für

Impedanzen: Im Hörtest zeigte der Lyric

eine solide Leistung – aber nur, wenn

der angeschlossene Lautsprecher nicht

zu viel Strom forderte. Neigte dagegen

eine Box wie die KEF Reference 207/2

im Bassbereich zu Impedanzminima,

zickte der Lyric beinahe wie der vor 20

Jahren verstorbene Schauspieler Klaus

Kinski: Wenn der Ti 120 Signature sich in

einem Ensemble nicht wohl fühlt, fallen

Flair und Anmut einer gewissen Ordinärheit

zum Opfer, und der Ton kann reichlich

kühl und rau werden. Stimmt die

Paarung wie mit der Dynaudio Focus

_0772I_Genelec_Audio_01.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);22. Nov 2011 09:40:06

260 (siehe nächste Seite), beamt seine

facettenreiche, vollmundige und emotional

ansprechende Performance die

Zuhörer direkt in den siebten Röhrenhimmel.

Der Ti 120 Signature bietet

vollen, keinesfalls schlabbrigen oder aufgeblähten

Bass, farbenfrohe, feinzeichnende

Mitten und klare, fein aufgelöste

Höhen. Seine dynamischen Fähigkeiten

standen den tonalen Tugenden in nichts

nach. Der Lyric lieferte mit Tori Amos

(„Night Of Hunters“) oder Peter Gabriel

(„New Blood“) überzeugende Darbietungen

im Hörraum ab, den er trotz starker

Bedämpfung zünftig erzittern ließ.

Schalldruck sollte in normalen Wohnzimmer

kein Problem darstellen, solange

die Box lyrische Qualitäten fördert.

Vielen Dank für das ausgezeichnete Feedback auf der HIGH END ® ON TOUR in Düsseldorf. Unser neues

8260A 3-Weg-DSP-System erhielt weltweit große Anerkennung sowohl von Zeitungs-Kritikern als auch von

unseren Kunden. Für weitere Informationen über unsere ausgezeichneten Produkte und ihre Verfügbarkeit in

Deutschland wenden Sie sich bitte an Audio Export unter www.genelec.de.


Verstärker › VOLLVERStäRKER

Fazit

Stefan Schickedanz

AUDIO-Mitarbeiter

in diesem test trafen zwei Originale

aufeinander. Und zwar jenseits

der plakativ zur Schau getragenen

Gegensätze von Röhre und transistor.

Der Lyric nimmt selbst in

der Kolben-Fraktion eine Sonderstellung

ein. Er bietet feine zutaten

wie die Kt120-Leistungsröhre,

hohe Selektion und Leistung wie

ein transistor. atoll verbindet

eigenwillige Formgebung und

Bedienung mit geschliffener MOS-

FEt-Power plus praktischem USB-

Eingang. Empfehlenswert sind

beide, doch gilt es, die optimale

Kombination zu finden. Die antwort

auf die grundlegende Frage

„Fisch oder Fleisch“ kann ihnen

allerdings, wie im Spezialitätenrestaurant,

niemand abnehmen.

StEcKBRiEF

Atoll

lyric

In 400

TI 120 SIgnATUre

Vertrieb

Audium

Tel: 0 30 / 613 47 40

Cayin Audio Distribution

Tel: 0 61 74 / 25 97 88-0

www. atoll-electronique.de cayin.com

Listenpreis 4500 euro 3800 euro

garantiezeit 3 Jahre 3 Jahre (2 Jahre auf röhren)

Maße B x H x T 44 x 13 x 37 cm 44 x 22 x 39 cm

gewicht 20 kg 28 kg

AnSchlüSSe

Phono MM / MC – / – – / –

Hochpegel Cinch / XLr 5 / 1 4 / –

Festpegel eingang • –

PreOut / TapeOut 2 / 1 – / 1

Lautsprecherpaare 1 1

Kopfhörer • –

Funktionen

Aufnahmewahlschalter – –

Klangregler/ abschaltbar – / – – / –

Loudness – –

Besonderheiten USB Schaltbare gegenkopplung,

Fernbedienung

aUDiOGRaMM

Åextrem neutraler, feiner und dynamischer

Klang.

Íeigenwilliges Bedienkonzept.

Phono MM/MC – / – – / –

Klang Cinch / XLr 120 / 120 120 / –

Ausstattung gut befriedigend

Bedienung gut sehr gut

Verarbeitung sehr gut sehr gut

klAngurteil 120 Punkte 120 Punkte

PreiS/leiStung Sehr gut Sehr gut

ÅKlingt herrlich vollmundig, lebendig

und breitbandig in der richtigen

Kombination.

Íeine Diva im Bezug auf Boxen.

BOxEn-EMPFEhLUnGEn

atOLL in 400

Der französische Vollverstärker gibt sich

äußerst unproblematisch, was die Wahl

des passenden Lautsprechers betrifft.

Er spielte an jeder Box, die wir ihm vorsetzten.

Nicht einmal an der leicht kritischen

KEF Reference 207/2 musste er

sich im Gegensatz zu seinem Herausforderer

abmühen. Auch wenn die beiden

preislich nicht zusammenpassten, spielten

sie wie aus einem Guss. Knackige

Dynamik, breitbandiges Ausloten der

Aufnahme, frische, dabei keinesfalls

scharfe Höhen und ein kontrollierter,

recht satter Bass gingen einher mit einer

stabilen Abbildung. Dagegen wirkte der

Franzose an der Focus 260, die sich als

Idealbesetzung für den Lyric erwies,

etwas vulgär und plumpsig, ohne besondere

Raffinesse. Deshalb experimentierten

wir weiter in Richtung KEF, wo

wir mit der in dieser Ausgabe getesteten

R 700 auch preislich und stilistisch eine

Art Traumpartner fanden.

JEDEM DiE SEinE: Der Franzose steht auf

die schlanke engländerin aus dem Hause

KeF, die r 700 für 2600 euro. Der Deutsch-

Chinese hat eine Schwäche für Däninnen mit

begradigtem Impedanzverlauf. er läuft an der

Focus 260 für 3400 euro zur Bestform auf.

LyRic ti 120 SiGnatURE

Der einen Freud, des anderen Leid: Der

Lyric versagte an der KEF Reference

207/2, die ihn mit ihrer Impedanz-Senke

im Oberbass aussaugte. Die Folge: Die

stattliche Superbox klang giftig und bassschwach

wie eine mittelprächtige Regalbox.

Deutlicher kann ein Verstärker sich

nicht als Diva outen und den Testern

deutlich machen, dass sie ihn als Exoten

gefälligst nicht noch mit exotischen Lautsprechern

belästigen sollen. Klarer Fall:

Wir fokussierten die Suche auf Dynaudio,

die dafür bekannt sind, ihre Impedanzverläufe

zu linearisieren. Mit der Focus

260, die in dieser Ausgabe zum Test antrat,

gab es so etwas wie Liebe auf den

ersten Takt. Mit einem Mal war Bass in

Hülle und Fülle vorhanden, mit Kick und

Kontur. Die Stimmwiedergabe und die

Klang farben waren ein Gedicht, die

Höhen auflösung und Spielfreude auch.

Auch an Kompaktboxen von Harbeth und

MAD fühlte sich der Ti 120 wohl.

160

www.audio.de ›01 /2012


Q-Series

Die neue Q-Serie

hüllt Sie ein in ein dreidimensionales Klangbild, dessen

Fülle und Klarheit bisher nur mit deutlich teureren

Lautsprechern möglich war.

www.kef.com

GP Acoustics GmbH, Am Brambusch 22, 44536 Lünen, Deutschland. Tel: +49 (0) 231 9860-320 Fax: +49 (0) 231 9860-330


Report › masterminds

HiFi ist mehr als ein

Business. Es ist in vielen

Fällen eine Überzeugung.

Entstanden aus einer Idee,

getrieben von Begeisterung.

Die Köpfe und

Menschen hinter den

Marken, die mit ihren

Einfällen und Eingebungen,

ihren Erfindungen und

manchmal spektakulären

Ansichten diese ganz

entscheidend prägen, sind

Kern der AUDIO-Serie

Masterminds. Der dritte

Teil stellt Michael Hirsch

vor, der als Quereinsteiger

ins HiFi-Business kam und

mit seiner Firma Raumfeld

einen Riesenerfolg landete.

musik im raum

Software für die Musikindustrie projektieren, Startup gründen,

alles auf WLAN- und DSP-Technik aufbauen: Raumfeld

by Teufel ist keine gewöhnliche HiFi-Firma, und Michael

Hirsch ein außergewöhnlicher Entwickler. Zum Glück.

■ Text: Malte Ruhnke

162 www.audio.de ›01 /2012


Report › MasterMinds

Fotos: Archiv, M. Ruhnke, Petr Vaclavek – Shutterstock.com

Begeistert vom Grammophon des

Großvaters, technik-versiert durch

selbstgelötete Röhrenradios, der

Bau einer Box der 100-Kilo-Klasse als

finales Meisterstück: Nicht wenige Karrieren

von HiFi-Entwicklern lesen sich wie

eine Geschichte aus dem Bilderbuch.

Michael Hirsch, Gründer und Mastermind

von Raumfeld, widerspricht diesem

Klischee in jeder nur erdenklichen Art

und Weise. Er gründete die Firma, die

heute zu Lautsprecher Teufel gehört, erst

2008. Sein beruflicher Background hatte

mit HiFi jahrzehntelang nichts zu tun – mit

Musik dagegen umso mehr. Seine Wurzeln

liegen in der Musikindustrie, namentlich

war er für die nur Profis bekannte

Plattform Scope verantwortlich. Zuletzt

war er Entwicklungsvorstand bei Native

Instruments, einem der Pioniere im

Bereich der digitalen Musikproduktion.

Synthesizer, Sampler und Effektgeräte

auf Software-Basis bilden die Kernprodukte;

weltbekannt wurde man durch

den gelungenen Versuch, möglichst realistische

Instrumentensounds aus dem

Sampler zu generieren und so ganze

(Film-)Orchester zu ersetzen. Und Hirschs

Verdienst war es auch, aus dem reinen

Software-Haus einen Komplettanbieter

mit passender Hardware für die Musikindustrie

zu machen.

Die Entscheidung, statt Werkzeugen für

Musikprofis jetzt HiFi-Komponenten

nebst Software für Heimanwender zu

konstruieren, kam Michael Hirsch während

eines Sabbaticals. Das war 2007, als

gerade Apple iPhone und iPod Touch

ihren Siegeszug antraten Und Michael

Hirsch fragte sich, warum sich das

Erfolgsrezept von Apple nur beim mobilen

Musikgenuss, nicht aber im heimischen

Wohnzimmer durchgesetzt hatte.

„Das Problem von Apple liegt in der

Geschlossenheit des Gesamtsystems“

lautete seine kritische Analyse. iTunes

erwies sich als zu unflexibel für Multiroom,

das Apple Lossless Format war

damals noch inkompatibel zu Mobilplayern

von Fremdherstellern, Airplay

und Co. sind für den Musikhörer geschlossene

und proprietäre Systeme, die

sich nicht genug individualisieren lassen.

Denn der begeisterte Musikhörer Hirsch

suchte damals selbst nach einer Möglichkeit,

nicht nur die auf der Festplatte

gelagerte Musik über ein drahtloses System

im Wohnzimmer abzuspielen, sondern

auch den Zugriff auf zigtausende

Internet radio-Stationen zu ermöglichen,

ohne den Rechner ständig laufen zu lassen.

Offene Streaming-Lösungen gab es

bereits, aber sie setzten oft große Hürden

bei Installation und Bedienung, die für

weniger PC-affine Musikhörer kaum zu

überspringen waren. „Die leichte Steuerung

und problemlose Installation des

iPod war schon ein Vorbild für mich“, sagt

er heute im Rückblick auf seine Idee,

intuitive Bedienung, einfache Installation

und ein offenes System auf den verbreiteten

Standards WLAN und UPNP zu

entwickeln.

Vor-leben: Native Instruments – im Screenshot der Sampler „Kontakt“ mit Klaviersimulation

– revolutionierte die Musikindustrie mit realistisch klingenden Instrumentensounds.

Bei Creamware war Michael Hirsch für „klassische“ Sampler verantwortlich.

Viel brain Die Raumfeld-Entwicklung findet

komplett In-House statt, sowohl für Software wie

auch für Hardware. Ein wichtiger Schritt dabei:

ständiges Ausprobieren der Bedienschnittstellen.

www.audio.de ›01 /2012

163


Report › masterminds

„Die Tauglichkeit zum Multiroom-Prinzip

und zum Musikgenuss ohne laufenden

Rechner“ – das waren für Hirsch die weiteren

Anforderungen an die Produktfamilie

Raumfeld. Neben dem draht losen

Streamer namens Connector, der seine

Musik vor allem an die vorhandene HiFi-

Anlage liefern sollte, gehörten dazu kabellose

Aktivboxen und ein eigenes Controller-System

mit Touchscreen. „Erst

der Touchscreen ermöglichte eine wirklich

individuelle Bedienschnittstelle und

hohen Komfort“, erklärt Hirsch. Andere

Lösungen wie Drehrad und Buttons lehnt

er ab. Das einzige konservative Element

bei allen Raumfeld-Produkten ist der zentrale,

auffällig große Lautstärkeregler –

„den werden die Hörer auch in 20 Jahren

noch haben wollen“, so seine Prognose.

lebe lang

„Software ist wichtiger als Hardware,

auch klanglich“ – einer dieser Sätze von

Michael Hirsch, die auf einige High-End-

Fans geradezu wie Häresie klingen. Dahinter

steht die Raumfeld-Idee, die Komponenten

langlebig zu machen, nur auf

Software-Updates zu setzen und die Kunden

nicht ständig mit neuen Versionen zu

verunsichern. Eine konservative, auch im

High-End-Geiste lobenswerte Idee.

Andererseits meint er das aber auch im

Wortsinn, denn in allen Raumfeld-Produkten

ist ein leistungsstarker digitaler

Sig nalprozessor (DSP) eingebaut, der

den Frequenzgang der Lautsprecher

linearisieren kann und theo retisch beliebige

Raumkorrekturen zulässt. So entstanden

in Zusammenarbeit mit einem Berliner

Lautsprecherhersteller diverse Streamer-Aktivlautsprecher,

wobei ein Stereo-

Paar immer aus einer aktiv angetriebenen

Box mit Streaming-Unit plus einem passiven

„Slave“ besteht. Für die Boxentechnologie

suchte man sich in der Zwischenzeit

einen mächtigeren Partner: Lautsprecher

Teufel, ebenfalls aus Berlin. Mittlerweile

ist Raumfeld ein Teil des Berliner

Direktversenders und firmiert mit dem

Namenszusatz „by Teufel“. So konnte

man sich bei Chassis- und Gehäusetechnologie

voll auf das Know-How der Heimkinospezialisten

verlassen, und mit dem

jüngst auf den Markt gekommenen

„Speaker L“ sind die Teufel-Tugenden von

viel Box für bezahlbares Budget auch voll

erfüllt. Doch die Standbox ist ein Raumfeld-Produkt

durch und durch: Das machen

der mittlerweile zum Markenzeichen

avancierte Lautstärkeregler und die

Empfangs antenne klar. Denn auch für

diese Raumfeld-Box ist das WLAN die

Musikdatenquelle Nummer 1, Netzwerkanschluss

und Analog-Eingang sind aber

für den Betrieb am Rechner oder beim

Spontaneinsatz eines MP3-Players ebenfalls

vorhanden. Das gilt auch für das kleine

Komplettsystem „One“, mit dem

Raumfeld by Teufel jetzt das Boxen-Portfolio

komplettiert und für jeden Raum den

passenden Speaker anbietet. Eine der

technischen Klippen, die es dabei zu umschiffen

galt: das Timing. In einer Multiroom-Anlage

müssen alle Komponenten

bis unter eine Millisekunde genau synchron

spielen können, um Echos und andere

hässliche Effekte zu vermeiden. Auf

dem WLAN-Standard, der für eine Echtzeitübertragung

nie gedacht war, ein

höchst kompliziertes Unterfangen. „Als

unser erstes Multiroom-System völlig

synchron spielte, wusste ich: Das wird

ein Erfolg!“ erinnert sich Hirsch. Das

kann man aus heutiger Sicht bestätigen.

Wer sich mit dem Raumfeld-Master mind

eine Weile unterhält, behält den Eindruck

eines Visionärs, der zugleich absolut

bodenständig geblieben ist. High-End-

Freaks mögen seinen Pragmatismus belächeln,

doch mit der intuitiven Bedienung

und den vielfältigen Anwendungen

will sich Michael Hirsch ohnehin lieber an

die HiFi-Fans von morgen wenden.

intuitiv: Die Bedienoberfläche ist auf dem iPod/

iPad sowie dem proprietären Controller annähernd

identisch. Das einzig Klassische: der Lautstärkeregler.

einfach muss es sein: Der neue Raumfeld One ist ein

Stereo-One-Box-System mit WLAN-Streamer. Auch klassisches

HiFi streamt dank Raumfeld: die Standbox Speaker L (rechts).

164 www.audio.de ›01 /2012


BDS 870. Elegant und kompakt. Spielt Blu-ray 3D und Blu-ray Disc , DVDs und CDs in

5.1-Surround-Sound. Der Multimedia-Hub mit mehreren HDMI ® v.1.4a-Eingängen. Finden

Sie die perfekte Verbindung von Design, Klang und Leistung bei harmankardon.com

© 2011 HARMAN International Industries, Incorporated.

Blu-ray 3D und Blu-ray Disc sind Marken der Blu-ray Disc Association. HDMI ist eine eingetragene Marke von HDMI Licensing LLC.


HiFi-Service › RAUMAKUSTIK

AKUSTIK ASSISTENT

Nicht jede Box klingt in jedem Raum

gleich gut. Um Sie vor Fehlkäufen zu bewahren,

gibt AUDIO bei jedem getesteten

Lautsprecher an, für welche Umgebung

er sich voraussichtlich gut eignet.

Sie müssen dafür Ihren Raum und Ihre

Hörsituation nach drei Kriterien beurteilen:

Raum größe, Raumakustik und

Boxenauf stellung bzw. Wandabstand. Anschließend

suchen Sie in der Bestenliste

nach Boxen, bei denen alle drei Merkmale

Ihrer Hörsituation – z.B. Klein, Hallig,

Wandnah – mit einer grünen Empfehlung

markiert sind. Voila, der Lautsprecher

wird aller Voraussicht nach passen! Die

AUDIO-Empfehlungen sind allerdings nur

als grobe Hinweise zu sehen, in Einzelfällen

kann es trotzdem nicht funktionieren.

Deshalb: Probe- und Vergleichshören ist

in jedem Fall ein guter Rat!

K

T

D

M

A

W

G

H

F

RauMgRÖsse

K

KLEINER RAUM

(UM 15 m 2 )

Der Hörabstand liegt um oder unter

zwei Meter – die Box muss auch im

Nahfeld homogen spielen und darf

nicht dröhnen. Die Anforderungen an

Pegel und Bündelung sind geringer.

M

MITTELGROSSER RAUM

(UM 24 m 2 )

Abstände von zwei und drei Metern

zwischen Box und Hörer sind typisch,

ansonsten ist diese Raumgröße ideal

– sofern der Lautsprecher etwas

Pegel und Bassdruck produziert.

G

GROSSER RAUM

(UM 45 m 2 )

Bei Hörabständen von vier Metern

oder mehr sind nicht nur die Anforderungen

an Schalldruck und Bass deutlich

höher, auch muss der Lautsprecher

noch fokussieren können.

RauMakustik

T

TROCKENER RAUM

Polster, Teppiche und Vorhänge

dämpfen und drücken die Nachhallzeit

im Mittelton unter 0,4 Sekunden,

oft sind die Höhen stärker bedämpft.

Der Lautsprecher darf weder dunkeldumpf

noch zu direkt klingen.

A

AUSGEWOGENER RAUM

Absorbierende Flächen wie Teppich,

Polster etc. und reflektierende Wände

halten einander die Waage.Die

Nachhallzeit beträgt 0,4-0,6 Sekunden,

der Raumhall ist zudem über die

Frequenzen ähnlich verteilt.

H

HALLIGER RAUM

Parkett, Glas, Beton und hartes Holz

überwiegen – die Akustik wird als

hallig empfunden, die Nachhallzeit

übersteigt 0,6 Sekunden. Die Box

muss den Schall bündeln, um nicht

diffus oder scheppernd zu klingen.

aufstellung

D

DIREKT AN DER WAND

Zwischen dem Lautsprecher und der

Wand dahinter liegen weniger als 30

Zentimeter. Dies verstärkt den Bass

und macht den Grundton träge – eine

sehr schlanke Abstimmung oder eine

Ortsentzerrung sind notwendig.

W

WANDNAH

Der Wandabstand beträgt zwischen

30 und 90 Zentimeter. Der Bass wird

hörbar fetter und neigt je nach Raumgröße

zum Dröhnen. Boxen mit

schlank abgestimmtem oder sehr trockenem

Bass harmonieren hiermit.

F

FREISTEHEND

Lautsprecher und hintere Wand sind

mehr als einen Meter voneinander

entfernt. Die Box muss auf Bassverstärkung

verzichten, ein satter,

druckvoller oder sogar etwas fetterer

Bass sind von Vorteil.

166 www.audio.de ›01 /2012


Service › Bestenliste

die Bestenliste

bietet eine Übersicht über 1000 Geräte für HiFi, High End, Netzwerk und Surround, die die Redaktion

getestet hat. Doch sie hilft auch bei der richtigen Kombination der einzelnen Komponenten.

Die AUDIO-Bestenliste kann auf über 20

Jahre Kontinuität zurückblicken und ist eine

zuverlässige Orientierungshilfe für Ihren

Kauf. Sie basiert auf gründlichen Hörvergleichen

der Kandida ten mit konkurrierenden

Produkten.

• Arbeitsreferenzen sind fett gedruckt

• neu getestete Geräte orange

Trotzdem empfiehlt die Redaktion, Hifi-Ketten

nicht wahllos „nach Punkten“ zusammenzustellen.

Verstärker müssen etwa mit dem

Lautsprecher harmonieren und Boxen wiederum

mit dem Hörraum und der Aufstellung.

AUDIO bietet deshalb den einmaligen

Service der AUDIO-Kennzahl (AK) und des

AUDIO-Akustik-Assistenten.

inhalt

lautsprecher

1. Standboxen Seite 167

2. Kompaktboxen Seite 168

3. Sub-/Sat-Boxensets Seite 170

4. Surround-Sets+Stereo-Frontboxen Heft 12/11

5. Subwoofer Aktiv Heft 10/11

6. PC-Boxen / Nahfeldmonitore Heft 11/11

VerstärKer

1. Vollverstärker Seite 170

2. Vorverstärker Heft 12/11

3. Endstufen Seite 172

4. Phono-Vorverstärker Heft 12/11

5. Kopfhörer-Verstärker Heft 12/11

6. AV-Receiver Heft 12/11

7. AV-Vorstufen Heft 1/11

8. Mehrkanal-Endstufen Heft 5/11

analog-Quellen

1. Plattenspieler ohne System Heft 12/11

2. Plattenspieler mit System Seite 172

3. Tonabnehmer Heft 7/11

digital-Quellen

1. CD-/SACD-Player Seite 173

2. Musik-Server Heft 10/11

3. Netzwerk-Player Seite 173

4. D/A Wandler Seite 174

5. Digital Porties Heft 1/11

6. Blu-Ray-Player HEft 12/11

Kopfhörer

1. HiFi-Kopfhörer Seite 174

2. Noise-Cancelling-Kopfhörer Heft 10/11

3. Mobile Kopfhörer Heft 10/11

4. Headsets/Mobilhörer mit Mikro Heft 12/11

Komplett-anlagen

1. Stereo-Komplettsysteme Heft 12/11

2. Heimkino-Komplettsysteme Heft 3/11

3. Komplettsysteme ohne Boxen Seite 174

4. AV-Komplettsysteme ohne Boxen Heft 10/11

5. One-Box-Systeme (Stereo) Seite 174

6. One-Box-Systeme (Surround) Heft 12/11

lautsprecher

1. standBoxen

AUDIO bewertet Lautsprecher unabhängig vom Preis durch intensive Klangvergleiche

(Qualitätsklassen und Punkteschlüssel siehe Anfang der Bestenliste). Mit anderen

Sparten (etwa CD-Player) sind die Qualitätsklassen nicht vergleichbar. Einen Hinweis auf

passende Verstärker gibt Ihnen die einmalige AUDIO-Kennzahl (AK). Diese sollte beim

Lautsprecher kleiner oder gleich der AK des Verstärkers sein – dann ist optimale Dynamik

garantiert. Boxen für Surround finden Sie in zwei weiteren Rubriken. Ein „a“ anstelle der

AUDIO-Kennzahl steht für Aktivbox, „ta“ für teilaktiv.

referenz-Klasse

aB 101 punKte

Ohne Rücksicht auf Preis und Größe perfektionierte Lautsprecher, bis ins Detail optimiert

und meist von Hand produziert – die Formel 1 der Schallwandler.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

JBL Everest DD 66000 G A H W F 35 4/07 49 800 108

Backes&Müller BM35 M G T A H D W F a 2/07 56 000 107

KEF Blade K M G T A H W F 63 11/11 25000 105

Canton Reference 1.2 DC G T A F 53 8/09 20 000 104

B&W 800 Diamond M G T A F 58 7/10 22 000 104

Revel Ultima Salon2 K M G T A W F 71 12/07 24 800 104

T+A Solitaire CWT 500 G T A H W F 66 9/11 14 000 103

Canton Reference 2.2 DC M G T A W F 53 8/09 15 000 103

Klipsch Palladium P-39 F G T A H F 43 1/08 16 000 103

Martin Logan Summit X (ta) G T A H F 58 7/09 16 800 103

Revel Ultima Studio 2 K M G T A D W F 61 12/08 16 900 103

KEF Reference 207/2 M G T A H W F 52 9/07 18 000 103

Martin Logan CLX G T A H F 71 3/09 28 000 103

Wilson Watt /Puppy 7+Watch Dog 48 5/05 40 400 103

Thiel CS 3.7 M G T A F 61 11/08 13 800 102

Eternal Arts Dipol K M G T A W F 82 2/11 15000 102

Backes&Müller BM15 M G A H D W F a 10/09 20 000 102

Sonus Faber Stradivari Hom. 56 10/05 31000 102

Burmester B 100 51 4/06 44 900 102

Quadral Titan 8 M G T A F 56 11/11 11 000 101

Backes&Müller BM Prime 14 M G T A H D W F a 8/10 15 000 101

Isophon Cassiano II D K M T A W F 69 12/08 17 800 101

Focal Scala Utopia M G T A F 57 12/08 19 900 101

Apogee Scintilla Mk 4 K M G T A W F 89 2/11 20000 101

ProAc Response D 100 M G T A F 50 8/07 24 900 101

Isophon Arabba M T A F 69 10/06 32 900 101

high-end-Klasse

91-100 punKte

Lautsprecher nach dem Stand der Technik mit Klang- und Gehäuse-Qualität auf extrem

hohem Niveau. Oft garantiert Serienproduktion ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Martin Logan Ethos K M G T A W F 60 2/11 8300 100

Martin Logan Spire (ta) G A H F 65 10/08 9800 100

Elac FS 609 X-Pi CE M G A H F 60 11/08 16 000 100

Sonics Passion K M T A F 57 6/06 24 000 100

Revel Perf. F-52 K M G T A W F 65 7/06 7800 99

ME Geithain ME 160 G T A H F 48 3/10 7800 99

Jamo R 907 M G T A H F 68 3/09 8000 99

KEF Reference 205/2 M G T A H W F 58 1/08 8800 99

Blumenhofer Genuin FS 3 G T A H D W 53 3/10 8900 99

B&W 803 Diamond M G T A W F 55 10/10 9000 99

Burmester B30 M G A W F 63 3/10 9000 99

Dynaudio Sapphire K M G T A W F 60 1/08 12 000 99

B&W Nautilus 802 D 60 1/05 12 000 99

Naim Ovator S600 M T A F 63 5/10 7800 98

Piega Coax 30 K M T A F 6/11 8000 98

Klipsch Palladium P-37 F M G T A H F 53 10/08 8000 98

Sonus Faber Cremona M M G T A F 58 12/10 8400 98

Neat Ultimatum XL 6 M T A F 70 9/11 9 980 98

Dynaudio Confidence C4 58 4/02 13 500 98

Voxativ Ampeggio G A F 34 5/10 16 900 98

Linn Artikulat 350 A (aktiv) a 9/05 31 900 98

Dynaudio Focus 380 M G T A F 60 08/11 6200 97

Focal Electra 1028 Be M T A F 55 11//09 6200 97

Sonics Allegra II K M G T A W F 57 9/08 6200 97

JBL Array 1000 M G T A H F 58 11/06 6800 97

Audiodata Avancé 66 9/04 9000 97

PMC EB-1 M G T A F 66 2/08 10 600 97

Avantgarde Uno Nano (ta) G A H W F 13 11/06 11 000 97

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Adam Tensor Gamma (ta) K M T A D W F 64 2/08 11 600 97

Naim Ovator S-400 K M T A W F 65 9/11 4200 96

ME Geithain ME150 K M G T A W F 59 9/07 4900 96

Adam Audio Column Mk 3 M G T A W F 60 9/09 5400 96

KSD 2030 M G T A D W F a 3/11 5500 96

Monitor Audio PL 200 K M G T A F 58 9/09 5900 96

Backes+Müller BM 2s K M T A D W F a 1/08 7800 96

Focal Electra 1037 Be M T A F 56 4/07 8000 96

Isophon Europa 2 70 1/03 8000 96

JBL K2 S5800 G T A H F 43 10/03 20 000 96

Canton Vento 890.2 DC M T A F 54 1/12 3200 95

Klipsch RF-7 II G A H W F 40 11/10 3800 95

Nubert NuVero 14 G T A W F 64 1/09 3900 95

Heco Statement M G T A F 59 1/09 4000 95

Quadral Montan VIII MGTAF 64 12/09 4600 95

PMC Fact 8 K M T A D W F 61 12/10 5500 95

Zu Audio Essence G T A H W F 45 5/10 5700 95

Thiel CS 2.4 K M T A W F 63 7/04 5900 95

Lua Con Espressione 43 10/03 5900 95

Canton Reference 5.2 M G T A F 55 9/08 6000 95

Dynaudio Contour S 5.4 64 8/03 7000 95

Linn Akurate 242 69 7/04 8200 95

Quad ESL 2905 G T A H F 80 4/07 9500 95

Vivid Audio B1 68 6/05 11 000 95

KEF R 700 G T A H F 57 1/12 2600 94

Dynaudio Focus 260 G T A H F 63 1/12 3400 94

Elac FS 248 Black Edition G T A H F 56 1/12 3900 94

KSD 2020 M T A H W F a 9/11 4200 94

Thiel SCS 4T K M T A H D W 59 6/11 4000 94

Sonus Faber Liuto M G T A W F 63 6/09 4000 94

BC Acoustique Act A3 M G T A H F 69 6/07 4000 94

Elac FS 249 K M G T A F 58 11/07 4000 94

T + A Criterion TS 200 M G T A F 65 10/07 4000 94

Revel Performa F-32 73 6/04 4800 94

Pioneer TAD S3 EX M G T A H F 59 9/07 5000 94

GamuT Phi 7 K M T A W F 65 4/09 5300 94

Dali Helicon 400 Mk 2 M T A W F 52 11/07 5400 94

PMC OB 1i M G T F 70 4/09 5800 94

Burmester B 25 M G T A H W F 66 1/08 6000 94

Klipsch Klipschorn KH 60th G A H D 19 7/06 14 000 94

KEF XQ 40 K M G T A H F 53 3/08 3000 93

ATC SCM 40 K M T A D W 75 6/10 3400 93

PSB Synchrony One K M G A W F 62 4/09 4000 93

TMR Standard III C M T A F 61 10/07 6200 93

Quad ESL 2805 G T A H F 76 7/06 6900 93

Wharfedale Opus2 - 2 M G T A F 60 6/10 3000 92

Gamut Phi 5 K M T A D W 73 9/11 3200 92

Neat Momentum 4i K M T A D W F 68 4/09 3500 92

Sonus Faber Grand Piano 62 10/05 4000 92

Tannoy Glenair 10 K M G T A H W F 49 5/07 4500 92

Dynaudio Contour S 3.4 64 7/03 4500 92

Mordaunt Short Performance 6 61 8/06 5000 92

Ascendo C8 Renaiss. M G A H W F 70 9/07 5800 92

Piega P 5 LTD 67 7/04 7300 92

Teufel Ultima 800 K M G T A D W F 65 1/10 2800 91

Monitor Audio Gold GX 200 K M T A W F 61 4/11 2900 91

T+A Criterion TS 300 M G T A F 65 3/09 3000 91

JBL LS 80 G A H F 56 9/08 3200 91

Piega P 5 MK2 67 2/05 3900 91

Elac FS 210 A K M T A W F 61 12/06 4000 91

Pioneer TAD S-1 EX 64 12/05 7600 91

spitzenKlasse

76-90 punKte

Lautsprecher für ambitionierte Musik-Genießer. Die Klangqualität lässt in üblichen Wohnräumen

kaum Wünsche offen, die Verarbeitungsqualität genügt hohen Ansprüchen.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Dynaudio Excite X36 K M G T A F 58 4/11 2600 90

Nubert NuVero 11 M G T A D W F 70 2/09 2700 90

ASW Genius 410 M G T A W F 54 4/11 3200 90

Ikon Akustik Antaris 69 9/06 6900 90

Quadral Platinum M5 M G T A F 53 1/10 2400 90

Nubert NuVero 10 M G T A D W F 70 1/11 2450 88

Cabasse Majorca M G T A H F 48 4/11 1900 87

Canton Karat 770.2 DC K M T A W F 64 1/11 2000 87

Martin Logan Motion 12 M G T A F 62 3/11 1880 86

Canton Karat 790 DC K M G T A F 58 10/07 2000 86

Focal Chorus 836 V M G T A F 54 10/07 2000 86

Nubert nuLine 122 M G T A W F 61 5/08 2130 86

Heco Celan XT 901 M G A F 52 2/09 2200 86

Isophon Corvara 65 11/04 3000 86

www.audio.de ›01 /2012

167


Service › Bestenliste

Mordaunt Short Aviano 8 m a f 66 1/10 1060 74

modell akustik-assistent aK test Preis Punkte Teufel Ultima 7 m g t a f 69 7/08 1300 74 modell akustik-assistent aK test Preis Punkte

KEF Q 900 m g a H f 6/11 1600 85 Spendor S5e 80 3/05 2000 74 Cabasse Bora m g t a H d w f 51 12/10 2500 90

B&W CM8 K m t a f 67 12/11 1800 85 Nubert NuBox 511 K m t a f 61 12/06 760 73 Tannoy Definition DC8 m g H a w f 56 2/09 3000 90

Elac FS 189 m g t a f 52 10/09 2000 85 Magnat Quantum 657 g t a H f 58 4/11 900 73 Pioneer/TAD S-4EX K m t a H f 70 12/10 4000 90

Elac FS 247 K m t a w f 58 4/08 2000 85 Focal Chorus 716 V m g t a f 57 11/08 950 73 Linn Artikulat 320 A a 9/05 17900 90

B&W 703 63 7/05 3000 85 Heco Aleva 400 K m t a f 60 11/08 1000 73 Sonics Arkadia m g t a w f 56 5/06 2400 89

Audiodata Jolie 66 9/06 4600 85 Mordaunt-Short 908i K m t a f 60 6/07 1000 73 Focal Electra 1008 BE K m a w f 62 2/10 3500 89

Audiodata Echelle 2 64 5/03 3600 85 Audio Pro Blue Dia. V2i K m t a d w f 62 7/08 1400 73 Elac 330 CE m g t a d w 60 2/10 3300 88

Audio Physic Padua 66 10/03 3700 85 Heco Victa II 701 m g t a f 51 2/11 560 72 Adam Compact MK3 Active K m t a d w f a 2/10 2800 87

Sonus Faber Toy Tower K m t a w 63 3/09 1800 84 Teufel T 500 g a H f 64 12/10 700 72 Canton Reference 9.2 DC K m t a w f 63 12/09 2400 86

Canton Vento 880 DC K m t a f 55 6/10 2000 84 Yamaha NS-525 F 58 8/06 1000 72 Harbeth Compact 7/ES3 m g t a f 62 8/11 2550 86

Audium Comp 5 m t a H f 71 5/10 2000 84 Jamo S 606 m g a H f 67 8/09 600 71 Linn Akurate 212 69 10/03 5000 86

Jamo C-807 m g t a H f 63 11/07 2000 84 Wharfedale Diamond 9.6 m t a f 60 4/08 650 71 Kef XQ 20 m g t a H f 60 7/10 1800 85

Chario Cygnus K m t a w f 70 12/10 2300 84 Boston A 250 K a f 66 1/12 700 71 ProAcTablette Anniversary K m t a w f 76 10/11 1950 85

System Audio Mantra 60 K m t a w 66 6/10 2400 84 Visonik Evolution 6 62 11/05 900 71 Sonus Faber Liuto Monitor K m t a w 69 12/09 2100 85

Magnat Quantum 907 62 3/05 2600 84 Teufel Ultima 40 m t f 58 2/11 400 70 Thiel SCS 4 K m g a H d w f 62 12/09 2200 85

Dynavox Impulse V K t a d w 41 11/11 1600 83 Mission M 34i K m t a w f 52 1/07 550 70 B&W CM 5 K m t a d w 62 5/09 1200 84

Audio Physic Yara 2 Superior K m t a w 63 12/08 2000 83 JBL Studio 180 m a H w f 69 2/11 600 70 Sonics argenta K m t a w f 56 2/06 1200 84

Pioneer S-71 K m a H f 72 6/10 2000 83 Triangle Polaris S 55 8/03 720 70 Canton Vento 830.2 K m t a w f 62 12/11 1300 84

T+A Criterion TS 350 m t a f 65 4/08 2000 83 Magnat Quantum 507 57 5/05 760 70 Quadral Aurum Altan VIII m g t a f 60 7/10 1400 84

Magnat Quantum 709 m g t a f 60 10/07 2000 83 Cabasse MT 3 Tobago m t a f 61 4/07 800 70 Sonics Argenta Edition K m t a w f 64 6/07 1600 84

B&W 704 58 10/03 2200 83 Quadral Argentum 07.1 m t a f 53 1/07 500 69 Sonics Argenta Aktiv K m t a w f a 6/08 2600 84

B&W XT 4 80 10/05 2500 83 Nubert nuBox 481 m t a w f 55 1/07 500 69 Manger Zerobox 109 K m a H w f 74 9/06 4000 84

KEF XQ30 K t a H dw 64 6/10 2600 83 Wharfedale Diamond 10.5 K a f 62 2/11 600 69 Nubert NuVero 4 K m g t a w f 66 7/09 1140 83

PSB T6 Tower m g a f 63 9/10 1500 82 Teufel M 320 F (teilaktiv) K m t a w f 68 6/08 600 69 Elac BS 244 K m t a w f 64 5/09 1350 83

Acoustic Energy Radiance 2 K m t a H w f 60 4/10 1500 82 Focal Chorus 714 V K t a f 59 2/07 700 68 mE geithain mE 25 K m t a w f 58 8/06 1380 83

Revel F-12 57 11/05 1600 82 Tannoy Sensys S2 66 5/05 700 68 ATC SCM 11 K m t a d w f 78 5/11 1450 83

Canton Chrono SL 580 DC K m g t a w f 55 9/10 1600 82 Magnat Quantum 508 56 12/06 700 68 Dynaudio Focus 110 A K t a d w f a 6/09 1800 83

T+A Talis 62 10/05 2000 82 Tannoy Mercury F4 56 2/06 600 67 Sonus Faber Auditor M K m t a f 67 1/08 3800 83

Epos Epic 5 m g t a d w f 51 8/11 1100 81 JBL Northridge E 100 59 6/04 800 66 Abacus A-Box 10 K t a d w a 3/11 1190 82

Canton Chrono 508.2 K m t a w f 57 8/11 1200 81 JBL Northridge E 80 54 8/03 600 65 T+A Criterion TR 400 K m t a w f 71 6/07 1500 82

German Maestro Linea S F-0ne K m g t a w f 60 4/10 1400 81 Magnat Monitor Supr. 1000 m g t a f 61 1/09 400 64 Audiodata Petite K m t a w f 77 9/03 2700 82

KEF iQ 90 m g a H f 51 5/09 1600 81 KEF Cresta 30 K m t a w f 63 5/08 450 64 Canton Vento 820 K m t a w 57 7/09 1100 81

Kudos X2 K m t a w f 70 10/11 1650 81 JBL Northridge E 60 63 2/05 500 64 KS Digital Coax C5 K m t a H d w f a 10/10 1190 81

Mission 794 K t a d 69 12/08 2000 81 Wharfedale Vardus VR-400 m g t a f 66 1/09 400 63 PMC DB 1 I K t a w f 72 5/11 1500 81

KEF Q 500 K m t a H w f 64 12/10 1000 80 Mission M 33 K m t a w 55 9/06 400 63 Yamaha Soavo 2 K m t a w f 61 11/07 1500 81

Klipsch RF-62 II m g a H w f 49 8/11 1100 80 Tannoy Fusion 3 62 8/05 400 62 Klipsch RB-81 II g a H f 52 5/11 800 80

Dali Ikon 5 Mk 2 K m t a f 67 8/11 1100 80 Visonik Revo 4 58 2/04 600 62 Linn Majik 109 K m t a d w 62 6/09 1200 80

Dali Lektor 8 g t a f ´57 9/09 1340 80 Heco Victa 301 K m t a w 59 6/11 220 61 dynaudio focus 110 K t a w f 75 3/06 1200 80

Quadral Platinum M4 m g t a f 57 4/10 1400 80 Boston A 25 K m a d w 68 6/11 260 61 Roksan Kandy K2 TR-5 K m a f 70 7/09 1200 80

Heco Celan XT 701 m g a f 54 4/10 1600 80 Magnat Monitor 880 m g a f 59 9/06 360 61 Canton Chrono SL520 + WA100 K m d a d w f a 4/10 1240 80

B&W CM 7 67 6/06 1600 80 Eltax Liberty 5+ 68 8/03 480 61 Cabasse Minorca K m t a H d w 57 4/09 800 79

Tannoy Revolution DC6 T K m a H f 64 9/10 1200 79

Quad 12 L Studio Active K m t a d w a 6/08 1200 79

System Audio Aura 30 K m t a w f 70 10/11 1250 79

Piega C2 62 3/03 2000 79

Elac FS 187 K m t a w 63 9/10 1340 79 Mittel-klasse

31-60 Punkte KEF Q 300 K m t a H w f 63 5/11 600 78

Heco Celan XT 501 m g t a w f 53 9/09 1400 79

Heco Celan XT 301 K m g t a w f 58 4/09 800 78

Cabasse Java MC 40

Epos M22i

g t a w f

K m t a w f

58

65

5/09

12/08

1500

1800

79

79

In diesem Segment reicht die Klangqualität von ordentlich bis dürftig. Unbedingt vorher

anhören.

German Maestro Linea S B-ONE

PSB Imagine Mini

K m a w f

K t a d w

65

71

7/10

10/11

800

800

78

78

Triangle Antal ESW 63 1/06 1800 79

ATC SCM 7 K t a d w 79 10/11 850 78

Sonus Faber Grand Piano Home 58 9/00 2600 79 modell akustik-assistent aK test Preis Punkte Dali Ikon 2 MK II m t d w 65 7/10 860 78

Piega TP5 K m t a f 63 3/07 2770 79 Wharfedale Vardus VR-300 m t a f 67 8/08 300 60 Nubert NuPro A20 K m t a d w f a 3/11 530 77

Mordaunt Short Mezzo 6 K m g t a w f 59 9/09 1300 78 Wharfedale Vardus VR-200 K m t a d 67 8/08 250 58 Elipson Planet L 73 10/11 770 77

Nubert nuLine 102 K m g t a w f 64 12/07 1450 78 Teufel Ultima 20 K m t f 64 6/11 200 57 Elac BS 184 m g t a d w 64 7/10 800 77

Triangle Antal 202 57 6/04 1660 78 Reference S 200 62 12/06 130 39 focal Chorus 807 V m t a f 59 10/06 800 77

Naim Ariva 58 3/05 2000 78 Pure Acoustic Dream 77 57 12/06 470 39 Triangle Comete Es 58 3/06 800 77

Triangle Celius ES 55 3/05 2300 78 Paramax LM 48 61 9/09 400 36 Revel Concerta M-12 K m t a f 68 3/06 900 77

Monitor Audio Silver RX 6 m a f 61 1/10 1030 77

Tannoy Autograph Mini K t a d 71 8/06 1980 77

Heco Metas XT 701 m g t a f 56 1/10 1100 77

Canton Ergo 620 K m t a w f 55 4/09 900 76

Epos M 16 i K m t a d w 65 7/08 1350 77 standardklasse 0-30 Punkte Expolinear T 120 LIM 72 4/01 1800 76

B&W 683 m t a f 66 6/07 1400 77

ASW Cantius 604 59 1/06 1800 77 Die Klangqualität genügt kaum rudimentärsten Anforderungen. Hier ist vor dem Kauf

Elac FS 68.2 K m g t a w f 56 1/11 900 76 Vorsicht geboten.

oBerklasse

61-75 Punkte

Heco Metas XT501 m g a w f 56 1/11 900 76

Jamo S 608 K m t a w f 59 1/10 1000 76 modell akustik-assistent aK test Preis Punkte Feine Lautsprecher fürs Regal oder für Lautsprecher- Ständer – mit einer Klangqualität für

PSB Image T5 K m t a w f 62 1/10 1000 76 Dragon Audio Dream 5 67 12/06 225 30 gehobene Ansprüche.

Focal Chorus 726 V m t a f 58 7/07 1140 76 Novex Smartline 600 54 12/06 74 29

Cabasse MT 4 Moorea m t a H w 52 6/06 1200 76 NIC HCS 1 63 12/06 88 23

Tannoy Rev. Signature DC6T K m a H w f 60 12/07 1500 76

Audio Pro Avanti A.70 K m g t a d w 64 2/08 1600 76

oBerklasse

61-75 Punkte

Überdurchschnittlich gute Klangqualität, dennoch erschwingliche Preise – das ist typisch

für die Boxen dieser Klasse.

modell akustik-assistent aK test Preis Punkte

Boston A 360 m t a f 69 4/11 800 75

Canton GLE 490.2 m g t a f 51 4/11 800 75

Klipsch RF-52 II m a H w f 47 1/11 800 75

Mordaunt Short Aviano 6 K m t a f 60 10/09 860 75

Infinity Classia C336 m g t a f 55 8/08 1200 75

Epos M 15.2 K m t a d w 69 6/06 1250 75

Wharfedale Evo2 30 61 6/06 1300 75

Dali Zensor 7 m t a f 58 1/12 700 74

Jamo C-605 m g t a H f 58 4/08 700 74

Canton GLE 470.2 m t a w f 52 12/10 700 74

Magnat Quantum 655 m g a f 61 12/10 700 74

Monitor Audio Bronze BX5 m t a f 61 12/10 700 74

Elac FS 58.2 m g t a f 56 4/11 800 74

Quadral Argentum 390 m g t a f 58 1/11 900 74

Elac FS 127 K m t a w f 64 8/06 920 74

Dali Lektor 6 m g t a f 55 10/09 940 74

GamuT Dana 1650 K m t a w f 55 10/09 990 74

Canton Chrono 507DC m t a w f 52 11/07 1000 74

Teufel Ultima 5 65 5/05 1000 74

2. koMPaktBoxen

Die Bewertung der Kompaktboxen ist mit der von Stand boxen identisch. Prinzipiell gilt

auch für die aUdIO-Kennzahl (aK) das Gleiche. Wenn keine großen Pegel gefragt

sind, darf die AK der Kompaktbox aber um 10 bis 30 Zähler über der des Verstärkers

liegen. Im Zweifelsfall die Kombination probehören.

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Die Referenz--Klasse ist hier nicht besetzt, da Kompakt boxen hinsichtlich Bass und

Pegelfestigkeit weniger Punkte sammeln können. Die hier gelisteten Lautsprecher haben

das Klangniveau exzellenter Standboxen und besitzen – gemessen an ihren kompakten

Ausmaßen – überdurchschnittliche dynamische Fähigkeiten.

modell akustik-assistent aK test Preis Punkte

ME Geithain RL 922 m g t a d w f a 3/09 10500 100

ME Geithain RL 930 g t a d w f a 3/11 7380 97

Adam Tensor Delta TA m g t a w f 56 6/09 7600 95

Adam Tensor Delta A m g t a w f a 6/09 8400 95

JBL Array 800 m g t a H f 60 2/09 4800 92

Klipsch Palladium P17B m t a H w f 59 2/09 4000 91

B&W 805 Diamond K m t a f 60 4/10 4500 91

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Diese Boxen bieten feine Qualität in Klang und Material und sind sehr wohnraumfreundlich.

modell akustik-assistent aK test Preis Punkte

genelec 6020 a K t a d w a 7/07 820 75

dynaudio mC 15 K t a d w f a 7/07 1000 75

B&W 705 57 12/03 1400 75

Tannoy Reveal 601 A K m t a w f a 10/10 540 74

Nubert NuLine 32 Km t a w f 64 3/10 570 74

Canton Chrono SL 520 K t a d w 63 3/10 640 74

Belves Aesthet 1 K m g t a w f 66 9/08 800 74

Magnat Quantum 703 K t a w f 61 2/07 800 74

MB Quart Alexxa B-1 K m t a w f 67 2/07 800 74

Spendor S 3/5 K t a w f 84 8/06 1090 74

Elac AM 150 K t a d w f a 8/10 500 73

Quadral Platinum M 2 K m t a w 63 3/10 600 73

Tannoy Reveal6D K m t a d w f a 7/07 650 73

JBL LSR 2325P K t a H d w f a 8/10 520 72

Dynaudio DM 2/7 65 1/10 650 72

Monitor Audio Silver RX 2 m a w f 56 3/10 670 72

Expolinear T 100 L 61 8/04 1600 72

Genelec 6010 A a 11/09 480 71

Nubert NuWave 35 K m t a w f 65 5/07 530 70

Fostex PM 1 Mk 2 m t a f a 10/10 570 70

B&W 685 K m t a f 62 8/07 600 70

Heco Metas 300 K m t a w f 60 5/07 500 69

Mission Esprit E 52 K t a d w 64 2/08 650 69

Mordaunt-Short Mezzo 2 K m t a f 64 2/08 700 69

B&W CM 1 K t a d w 83 4/06 800 69

Focal Chorus 706V K m t a w f 62 5/07 470 68

Wharfedale Evo2-10 K m t a f 60 5/07 600 68

Dali Ikon 2 m t a d w 59 2/07 800 68

Nubert NuBox 381 m g t a w f 56 10/08 380 67

PSB Image B5 K t a d w 64 2/10 400 67

168 www.audio.de ›01 /2012


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Service › Bestenliste

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Mordaunt Short Aviano2 K M A F 67 2/10 460 67

Monitor Audio Bronze BX 2 M A F 62 11/10 350 66

Magnat Interior Power a 11/09 400 66

Jamo C 603 K M T A h w 67 3/08 440 66

B&W 686 K T A d w F 77 1/08 460 66

Heco Aleva 200 K T M A w F 66 1/08 600 66

Elac BS 123 K T A d w 68 8/07 600 66

Quad 11L2 K M T A w 64 5/07 600 66

Dali Zensor 1 K M T A d w F 67 10/11 260 65

Mordaunt Short Aviano1 K M T A w F 71 11/10 300 65

Magnat Quantum 553 M T A d w 59 2/10 300 65

Canton GLE 420-2 K T A w F 64 11/10 360 65

Quadral Rhodium 20 K T A w 70 10/08 400 65

Magnat Quantum 603 K M T A w 63 3/08 400 65

Jamo S 404 K M T A d w 77 11/10 300 63

PSB Image B4 K T A d 68 11/10 300 63

PSB Alpha B1 K M T A w 57 3/09 300 63

JBL ES 30 M g T A F 65 3/08 400 63

Cabasse MT 3 Antigua 54 4/06 460 63

Sonus Faber Concertino Home 63 3/02 1000 63

Tannoy F1 Custom K M A d w 60 3/09 240 62

Mordaunt Short 902i K M T A d w 71 3/07 250 62

Nubert nuBox 311 K M T A d w 63 3/07 280 62

Quadral Argentum 03 60 9/05 320 62

Dali Lektor 1 K M T A w 73 3/09 340 62

Visonik Evolution 3 66 12/03 450 62

JBL Studio L 830 68 4/06 500 62

Magnat Monitor Supr. 200 K M T A w 65 1/09 180 61

Triangle Stella ES 59 4/06 500 61

Mittel-Klasse

31-60 PunKte

Solide und seriös gefertigte Kompaktboxen mit zufrieden stellendem Klang – wuchtige

Bässe sind nicht ihr Metier.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Mission M 32i K M T A w 58 11/06 300 60

Triangle Sathis 108 59 7/03 400 60

Jungson BD 2 Mk 2 K M A F 67 9/08 500 60

Wharfedale Vardus 100 63 1/09 200 59

Epos ELS 3 62 9/05 350 59

JBL Northridge E 50 61 6/04 500 59

Mission M 31i 65 3/07 230 58

Infinity Primus 150 64 1/05 250 58

Focal Chorus 705 V K T A d w 67 11/06 350 58

JBL Northridge E 30 63 7/03 300 58

Wharfedale Crystal 2-10 K T A d w 66 6/08 150 57

Wharfedale Diamond 9.1 64 1/06 200 57

Sonos SP-100 66 6/08 180 54

JBL Balboa 10 69 7/06 200 50

JBL Control 1G Universe 59 1/00 200 49

Tawo 203 65 4/05 107 45

Centrum Gali 200 82 7/06 100 44

3. suB-/sat-Boxensets

Die Bewertung von Boxensets mit Satelliten und Subwoofer ist mit den Noten für

Stereo-Boxen nicht direkt vergleichbar. Die Bewertung erfolgt sowohl in Stereo wie

auch in Surround mit dem Subwoofer und einer optimal eingepegelten Weiche in einem

hochwertigen AV- Receiver. Alle Sets in dieser Liste sind ausdrücklich nicht zum Betrieb

mit Stereo-Verstärkern oder AV-Anlagen ohne Bass management empfohlen. Die AUDIO-

Kennzahl spielt bei dieser Betriebsart kaum eine Rolle. Die Einstufung der Sets erfolgt mit

einer Mittelnote aus Surround und Stereo.

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Besser als Kino: Diese Lautsprecher toppen in Verfärbungs-armut und Verzerrungsfreiheit

die meisten Kinos, bei optimaler Einstellung können sie musikalisch überzeugen.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Teufel System 10 THX Ultra 2 57 11/11 8000 99 106/92

Jamo D600 THX Ultra 2 (Set) 58 12/11 4000 97 93/100

Teufel System 9 THX Ultra 2 56 4/08 4000 92 96/87

Teufel Theater 8 (THX Ultra 2) 51 10/02 2495 91 95/86

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Neben hoher Klangqualität meistern Boxen in dieser Klasse große Dynamik. Die Satelliten

sind angesichts der großen Reserven meist kompakt oder für Wandmontage geeignet.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Infinity Cascade Model 9/12/3 73 6/06 4300 83 81/85

Teufel Theater LT 7 53 9/06 4800 83 85/81

Audio Pro Avanti A.70/A.20/A.10/A 60 2/08 4100 80 81/78

System Audio SA 1750/705/720 57 2/08 4300 79 83/74

T+A TAL X3/TAL XM/TAL XC 67 3/03 3250 78 80/76

Piega AP 3, AS 3, P Sub 4 63 8/05 4450 76 76/76

oBerKlasse

61-75 PunKte

Lautsprecher, bei denen nur noch sehr geübte Hörer klangliche Kompromisse feststellen.

Die Maximal- Lautstärke reicht auf jeden Fall für Wohnzimmer- Verhältnisse aus, trotz der

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

oft kompakten Boxen

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Focal Dôme 76 2/09 1850 74 72/75

Teufel Theater LT 2 67 12/07 800 72 71/72

Cabasse Eole 2 57 2/09 1300 72 74/69

Tannoy Revolution DC4/DC4LCR/S1001 68 8/08 1300 72 69/75

Teufel Columa 900 59 5/09 1500 72 74/69

Tannoy Arena Highline 300 73 2/07 2300 72 71/73

KEF KHT 3005 71 1/07 1500 71 72/70

B&W MT-20 72 2/07 1800 71 70/72

Boston A2310 HTS 77 8/11 800 70 68/71

Heco Music Colors 5.1 56 12/11 900 70 70/70

Teufel Motiv 10 69 2/09 1200 70 71/69

Canton Movie CD 202 62 8/08 1350 70 70/70

KEF KHT 2005.3 74 8/08 1000 69 68/69

Mordaunt Short Genie 72 4/05 1200 64 62/65

Mittel-Klasse

31-60 PunKte

In dieser Klasse sind die Boxen oft wohnzimmerfreundlich kompakt, die Klangqualität ist

insgesamt in Ordnung.

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St

Teufel Concept S 74 11/05 565 60 60/60

Focal/JMLab Sib / Cub 58 12/02 1200 59 56/62

Cabasse Xo 2 44 2/06 1000 58 62/54

Teufel Concept R 55 9/05 295 57 59/55

Audio Pro Cinema Precision 64 5/06 700 55 56/54

VerstärKer

1. VollVerstärKer

referenz-Klasse

aB 101 PunKte

Meist sehr kräftige, in jedem Fall klanglich herausragende Verstärker – Materialauswahl

und Verarbeitungsqualität genügen höchsten Ansprüchen.

Modell . AK Test Preis Punkte

Pass INT 30A 64 1/10 7500 130

Accuphase E-560 56 4/10 8900 130

Krell FBI (FB) 82 10/07 19 000 130

Accuphase E-450 (FB) 74 8/07 6000 125

Symphonic Line RG 10 MK IV Ref 2011 (R) 68 6/11 6800 125

Musical Fidelity AMS 35i 50 6/11 7500 125

McIntosh MA 7000 AC 75 1/10 8500 125

Naim Supernait (FB) 59 1/08 3300 120

Naim NAC152XS/NAP155XS/FlatcapXS (FB) 57 11/09 3600 120

Lyric Ti 120 Signature 41 1/12 3800 120

Unison Research S6 (R) 3/11 3800 120

Densen B-150 66 6/10 4100 120

Naim SuperUniti (+Streaming Client) 61 1/12 4200 120

Resolution Audio Cantata 50 48 5/11 4200 120

Atoll IN 400 72 1/12 4500 120

Symphonic Line RG 10 Mk IV 67 9/04 4700 120

T + A V 10 (FB) (R) 55 11/03 5000 120

Accuphase E-408 (FB) 73 12/03 5900 120

Octave V 70 / Super Black Box (R) 49 8/05 6100 120

Musical Fidelity kW-550 88 10/07 7800 120

Accuphase E-550 (FB) 58 3/06 7900 120

Denon PMA-SA1 / AU-S1 58 10/07 8000 120

Mark Levinson No. 383 (FB) 77 1/00 8900 120

Burmester 032 (FB) 67 1/04 11 900 120

Audionet SAM V2 63 8/08 3000 115

Cayin VP 100 i (R) 44 6/09 3500 115

Octave V 70 (R) 49 8/05 3900 115

Octave V40 SE (R) 45 12/09 4100 115

Unison Research Sinfonia (R) 35 12/09 4100 115

Lua Belcanto (R)(FB) 52 1/08 4500 115

Accuphase E-308 (FB) 66 12/04 4500 115

Symphonic Line RG 10 Mk 3/2003 67 7/03 4600 115

Octave V 50 Mk2 (FB) (R) 46 7/03 4700 115

Ayre AX 7 (FB) 54 7/03 4750 115

Burmester 051 63 6/06 4950 115

Gamut Si 100 (FB) 69 7/08 5300 115

Quad II Classic Integrated (R) 3/11 5500 115

TACT M 2150 (FB) 72 7/03 5500 115

McIntosh MA 6900 (FB) 73 12/01 7000 115

Anthem Intergrated 225 78 8/10 1900 110

Creek Destiny 2 63 4/07 2000 110

Musical Fidelity A-5.5 Integrated 76 2/09 2200 110

Musical Fidelity M6i 76 8/10 2450 110

Moon i-3.3 63 4/07 2580 110

Naim NAC152XS / NAP155XS (FB) 57 11/09 2650 110

Krell S 300 i 71 6/09 2750 110

Octave V 40 (FB) (R) 45 2/03 2750 110

T + A PA 1530 R (FB) 71 8/03 2800 110

Audio Research VSi 55 (R) 49 5/08 2900 110

Accustic Arts Power ES 59 3/11 3000 110

AVM Evolution A3 NG 63 3/11 3000 110

Accuphase E-213 (FB) 66 7/05 3150 110

T + A PA 1260 R 62 11/09 3200 110

Bryston B 100 SST (FB) 68 5/05 3500 110

Marantz PM-11 S1 (FB) 71 12/04 3500 110

Symphonic Line RG 9 Mk 4 (FB) 66 12/04 3700 110

Lua Sonata SEL (FB) (R) 50 12/04 4300 110

ASR Schäfer Emitter I Clear Blue (FB) 77 7/03 4500 110

AVM A6 (FB) 65 2/03 4500 110

Vincent SV-236 Mk 69 4/09 1700 105

Naim Nait XS 57 2/09 1800 105

Sonus Faber Musica 56 2/09 1950 105

T + A Power Plant Balanced 70 1/12 1990 105

Ayon Orion 50 2/10 2000 105

T.A.C. K-35 40 12/11 2000 105

Unison Unico Secondo 65 4/09 2000 105

Magnat RV 1 (R) 47 2/09 2000 105

AVM Evolution A3 NG (FB) 57 4/07 2000 105

Pathos Classic One MK3 50 2/10 2200 105

Unison Unico SE (FB) 69 4/07 2200 105

Audio Aéro Prima Amplifier (FB) (R) 60 4/07 2400 105

Vincent SV 238 (FB) (R) 75 8/03 2500 105

Luxman L-505 f 63 5/06 3000 105

Accuphase E-212 (FB) 66 5/02 3050 105

Symphonic Line RG 14 Edition (FB) 66 8/02 3080 105

T + A R 1260 R (Receiver) 62 11/09 3600 105

Cayin 500 MK (FB) (R) 40 7/03 3900 105

Lua Sonata SE (FB) (R) 50 7/02 4100 105

McIntosh MA 6500 69 12/00 4600 105

Krell KAV 300 iL (FB) 76 10/01 5000 105

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Solide Kraft-Zentralen mit weit überdurchschnittlichem Klang und meist eher rudimentärer

Ausstattung.

Modell . AK Test Preis Punkte

Lyric Ti-60 41 6/10 1200 100

Hegel H70 54 12/11 1500 100

Unison Unico Primo 59 6/10 1500 100

Harman HK 990 (+Raumprozessor) 73 10/09 1500 100

Magnat MA-800 60 4/09 1500 100

Marantz PM-15 (FB) 67 6/05 1500 100

T + A Power Plant 70 12/07 1500 100

Cambridge 840 A V2 67 4/08 1500 100

Yamaha A-S 2000 (FB) 65 1/08 1600 100

Cayin A-55 T (FB) (R) 42 9/07 1650 100

Pure Sound A 30 (R) 38 9/07 1780 100

Marantz PM-15 S2 60 3/10 1800 100

AstrinTrew AT-2000 58 2/09 1800 100

Unison Research Simply Two (R) 19 9/04 1800 100

Creek Destiny IA (FB) 59 4/07 1900 100

Denon PMA-2010 AE 67 2/10 2000 100

Croft Acoustics Integrated R 46 9/11 2100 100

Cyrus 8 vs 2 / PSX-R (FB) 58 4/07 2100 100

Electrocompaniet Prelude PI 2 (FB) 65 4/07 2100 100

Musical Fidelity A 5 (FB) 75 3/05 2200 100

Marantz PM-17 Mk II Ki (FB) 60 8/03 2300 100

Naim Nait 5i 54 8/11 1000 95

Lyric Ti-24 (R) 13 5/10 1000 95

Musical Fidelity M3i 57 2/11 1150 95

Creek Classic 5350 SE 58 12/06 1300 95

Creek Evolution 5350 66 6/10 1350 95

Unison Research Unico (FB) (R) 62 9/03 1300 95

NAD C-375 BEE 71 12/11 1400 95

Arcam A 90 63 4/08 1450 95

Heed Obelisk Si /DAC 42 1/10 1450 95

Densen B-110 58 3/06 1500 95

Musical Fidelity A 3.5 68 3/06 1500 95

Audio Analogue Puccini 70 53 3/06 1600 95

Electrocompaniet PI 1 57 7/07 1600 95

Opera Audio M100 Plus 39 7/07 1700 95

Advance Acoustic MAP-800 75 2/09 2000 95

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

In dieser Klasse lässt die Klangqualität kaum noch Wünsche offen, Ausstattung und

Verarbeitung sind in jedem Fall alltagstauglich.

Modell . AK Test Preis Punkte

Exposure 1010 A 51 9/11 660 90

Vincent SV-400 53 9/11 700 90

Rega Brio R 48 7/11 700 90

NAD C 356 BEE 62 4/11 750 90

Creek Evo IA 59 5/07 765 90

Creek Evo 2 58 1/10 780 90

Music Hall A35.2 67 9/11 800 90

Denon PMA-1510AE 62 2/11 1000 90

Roksan Kandy K2 65 9/09 1000 90

Vincent SV-232 (FB) 68 10/08 1000 90

Arcam A 28 (FB) 61 10/08 1000 90

Yamaha A-S 1000 (FB) 64 7/08 1000 90

Cambridge 740 A 67 3/08 1000 90

Creek A 50 iR (FB) 53 9/03 1000 90

Naim Nait 5i (FB) 54 3/04 1000 90

Unison Unico P (R) 47 5/06 1000 90

170 www.audio.de ›01 /2012


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Service › Bestenliste

Melody SP-3 (R) 25 7/10 1100 90

Exposure 2010 S (FB) 58 4/06 1100 90

Marantz PM-KI Pearl Lite 60 2/11 1200 90

Audio Analogue Verdi 70 (R) 54 4/06 1200 90

Wadia 151 PowerDAC Mini (nur Digital-In) 50 9/10 1300 90

Cayin A 50 T 42 2/06 1400 90

Roksan Caspian (FB) 57 9/03 1420 90

Cyrus 8 (FB) 58 5/03 1600 90

Yamaha A-S 700 66 3/09 580 85

Rega Brio 3 46 7/08 600 85

NAD C 355 BEE (FB) 62 4/08 650 85

Arcam A 18 46 9/08 700 85

Onkyo A-9555 67 6/06 700 85

Audiolab 8000 S 54 10/06 750 85

Marantz PM 8003 60 1/09 800 85

Denon PMA-1500 AE 62 12/05 800 85

Marantz PM 7001 KI 60 5/07 800 85

Onkyo A-933 60 12/05 800 85

Vincent SV-121 (FB) 54 9/03 850 85

Arcam A 70 54 3/08 850 85

Atoll IN 100 (FB) 60 3/04 875 85

Vincent SV-226 MK 2 63 2/06 890 85

NAD C 372 (FB) 71 3/04 900 85

Rotel RA-1062 (FB) 60 3/04 900 85

Rotel RA 1520 60 9/09 900 85

Advance Acoustic MAP 305 DA (mit DAC) 65 9/06 950 85

Audio Analogue Primo Cento VT 45 3/08 980 85

Cyrus 6vs2 46 1/07 1000 85

Onkyo A-9755 68 4/06 1000 85

PrimaLuna Prologue (R) 42 2/06 1000 85

CEC AMP 3300 (FB) 37 3/04 1000 85

Cyrus 6 (FB) 46 8/04 1000 85

Roksan Kandy KA-1 Mk III (FB) 63 2/03 1040 85

Rega Mira 3 (FB) 49 9/03 1050 85

Roksan Kandy L3 65 1/07 1080 85

Music Hall A 50.2 63 9/09 1100 85

T.A.C. 34 41 2/06 1150 85

Primare I 20 (FB) 61 9/04 1200 85

Dynavox VR-20 (R) 20 7/10 400 80

System Fidelity SA-270 (FB) 54 12/08 400 80

Yamaha A-S 500 64 1/11 420 80

AMC XIA 52 10/10 450 80

NAD C 326 BEE (FB) 56 8/09 460 80

Harman/Kardon HK 980 (FB) 63 12/08 500 80

Marantz PM 7001 60 6/06 500 80

Pioneer A 6 53 2/07 500 80

Creek 4330 MK 2 57 8/02 630 80

Vincent SV-129 53 8/08 650 80

Audio Analogue Primo 50 8/04 700 80

Pioneer A 9 56 2/07 800 80

Peachtree iDecco ( DAC, iPod-Dock) 44 9/10 1200 80

Peachtree Nova (DAC, Sonos-Dock) 47 6/09 1300 80

oBerKlasse

61-75 PunKte

Dieses Segment ist qualitativ im gehobenen Mittelfeld angesiedelt, Serienproduktion hält

die Preise attraktiv.

Modell . AK Test Preis Punkte

Dynavox VR-307 33 5/10 300 75

Advance Acoustic MAP 101 52 10/09 370 75

Rotel RA-04 SE 46 10/10 400 75

Denon PMA-710 AE 55 10/09 400 75

Rotel RA-04 49 8/06 400 75

Advance Acoustic MAP 105 (FB) 59 6/07 400 75

Advance Acoustic MAP 103 58 5/06 400 75

NAD C 320 BEE (FB) 59 10/05 400 75

Rotel RA-01 51 9/04 400 75

NAD C 325 BEE 57 8/06 450 75

Cambridge 350 A 44 10/10 450 75

King Rex T-20U + PSU 11 5/10 460 75

Harman Kardon HK 3490 (FB, Receiver) 67 9/08 500 75

Dynavox VR-70 E 35 5/06 500 75

Atoll In 50 (FB) 50 10/05 500 75

Harman/Kardon HK 970 (FB) 63 10/05 500 75

Rotel RA-02 (FB) 52 2/03 600 75

Cambridge 640 A V2 57 5/06 600 75

Arcam A 65 Plus (FB) 52 10/04 650 75

Cyrus 5 (FB) 51 3/00 900 75

Marantz PM 4001 50 11/05 300 70

NAD C 316 BEE 56 10/10 350 70

NAD C 315 BEE 55 12/07 350 70

Cambridge Azur 640 A (FB) 55 9/04 500 70

Advance Acoustic EZY-7 (iPod-Dock) 46 10/07 600 70

Rotel RA-972 (FB) 60 6/02 770 70

Magnat MC1 (Receiver mit SACD-Player+FB) 55 1/08 990 70

Onkyo TX-8050 63 8/11 400 68

Denon PMA-500 AE 50 11/06 230 65

Denon PMA-510 AE 53 6/09 250 65

System Fidelity SA-250 (FB) 50 10/08 275 65

Cambridge 340 A (FB) 43 1/06 300 65

Marantz PM 5004 49 10/10 330 65

Marantz PM 5003 48 8/09 330 65

Yamaha AX-497 60 3/07 330 65

Onkyo A 9355 53 12/07 370 65

Marantz PM 6002 (FB) 53 11/07 400 65

Onkyo A-5 VL 56 8/09 400 65

Modell . AK Test Preis Punkte

Harman/Kardon HK 3480 (FB, Receiver) 68 2/05 500 65

Marantz SR 4320 (FB, Receiver) 59 2/05 500 65

Mittel-Klasse

31-60 PunKte

Schon die Einstiegsklasse der Stereo-Verstärker überzeugt durch ihre Qualität, die

Ausstattung ist oft so gut wie in höheren Klassen.

Modell AK Test Preis Punkte

Denon PMA-495 R (FB) 54 4/04 200 60

Yamaha AX 397 56 10/07 270 60

Denon DRA-1000 (FB, Receiver) 61 2/05 400 60

Pro-Ject Receiver Box 33 5/10 425 60

Denon DRA-700 AE (FB, Receiver) 62 1/07 410 60

Onkyo A-9155 53 10/07 230 55

3. endstufen

Die Rangfolge unter den Endstufen (auch Leistungsverstärker genannt) bestimmt AUDIO

allein aufgrund der Klangqualität. Mit anderen Gerätekategorien (etwa CD-Player) sind die

Qualitätsklassen (Punkteschlüssel am Anfang der Bestenliste) nicht vergleichbar. Einen

Hinweis auf passende Lautsprecher gibt Ihnen die einmalige AUDIO-Kennzahl (AK).

Diese sollte größer oder gleich der AK der Laut sprecher sein – dann ist optimale Dynamik

garantiert. Nähere Infos dazu finden Sie am Anfang der Bestenliste und bei www.audio.

de. (R) bedeutet Röhrenverstärker, bei Mono-Endstufen gibt AUDIO Paar-Preise an.

referenz-Klasse

aB 101 PunKte

Feinsinn und große Dynamik zählen zu den Tugenden in der Verstärker-Königsklasse – zu

entsprechenden Preisen.

Modell . AK Test Preis Punkte

Pass XA 100.5 (mono) 73 5/09 17 750 135

T + A M 10 (mono) 89 11/10 20 000 135

Octave Jubilee (R, mono) 72 5/08 44 000 135

Krell Evolution 900 (mono) 99 6/07 48 000 135

McIntosh 2 KW AC (mono) 104 12/06 67 500 135

Audionet Max (mono) 82 03/08 12 500 130

Krell Evo 402 86 8/06 19 000 130

Convergent JL 2 Signature MK 2 (R) 61 8/06 21 900 130

Accuphase M-6000 (mono) 79 5/08 24 000 130

McIntosh MC 2301 AC (R) 73 6/10 25 900 130

Krell Evolution One (mono) 90 7/05 49 000 130

Audio Research VS-115 61 11/11 7300 125

Audionet Amp (mono) 76 9/09 8000 125

Octave RE290 (SuperBlackBox) 50 10/11 9250 125

Musical Fidelity AMS-50 57 9/09 9700 125

Mark Levinson No. 432 87 3/06 10 900 125

Krell Evo 302 85 12/07 12 000 125

Octave MRE 130 + Super Black Box (R) 61 3/06 13 400 125

Marantz MA-9 S2 (mono) 84 2/07 14 000 125

Accuphase A-60 66 8/04 14 900 125

Accuphase P-7100 76 9/06 14 900 125

Burmester 911 Mk III (2 x mono gebr.) 89 1/02 31 800 125

Mark Levinson No. 33H (mono) 77 11/99 32 000 125

VTL Siegfried (mono) 70 6/04 48 500 125

Ayre V5 XE 69 8/09 5800 120

Brinkmann Stereo 59 8/09 5850 120

Pass XA 30.5 66 8/09 6500 120

Linn Klimax Chakra 500 Twin 65 11/04 7000 120

Quad II Eighty (Mono,R) 51 8/08 7900 120

Belles MB-200 78 6/08 7900 120

Pass X 250 75 3/02 7950 120

Electrocompaniet AW 400 (Mono) 84 6/09 9500 120

Lua Alborada Mk 2 (R) 67 10/05 9800 120

Audio Research Reference 110 58 12/08 10 000 120

Spectral DMA 150/II 72 4/04 12 500 120

Burmester 036 (2 x mono gebr.) 81 6/05 12 900 120

Krell 350 Mcx 84 3/05 14 900 120

Mark Levinson No. 436 (mono) 88 1/03 16 800 120

Krell FPB 400 cx 87 9/02 18 000 120

Audionet AMP I V2 74 12/07 4490 115

Krell KAV-2250 81 10/01 5000 115

McIntosh MC 252 AC 74 11/08 5900 115

Pass X 150 74 11/02 6100 115

Bryston 14B SST 90 6/02 7800 115

Mark Levinson No. 431 78 12/03 8800 115

McIntosh MC 2102 (R) 58 9/02 9250 115

Classé CA 401 89 7/02 11 000 115

Burmester 911 Mk III 73 1/02 14 900 115

Burmester 956 (mono) 83 1/01 15 000 115

Burmester 036 66 6/05 5700 110

Accuphase P-3000 69 11/04 5750 110

Spectral DMA-100 S 70 6/00 6500 110

McIntosh MC-402 AC 83 9/03 8000 110

Audio Research VS 55 (R) 48 12/04 3100 105

Vincent SP-995 (Mono) 70 9/10 3300 105

Bryston 4B SST 85 10/03 3800 105

Linn Akurate 2200 67 10/11 4000 105

Quad II Forty (Mono, R) 42 8/08 4900 105

Octave RE 280 Mk II + Blackbox (R) 48 2/02 5000 105

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

In dieser Klasse lässt die Klangqualität keine Wünsche offen, oft helfen gemäßigte

Ausgangsleistung und Serienproduktion zu einem erreichbaren Preisniveau.

Modell . AK Test Preis Punkte

Atoll AM 200 66 9/10 1350 100

Vincent SP-331 Mk 73 7/09 1600 100

Cambridge 840 W 76 7/09 2000 100

Linn Majik 2100 56 3/07 2200 100

Naim NAP 200 48 5/03 2300 100

Exposure Mono 68 8/11 2400 100

Rotel RB-1090 83 12/06 2500 100

AVM M 3 NG (mono) 68 11/06 2800 100

Rotel RB-1091 (mono) 87 12/06 3000 100

Vincent SP-998 (mono) 82 9/05 3600 100

Cayin SP-40 M (R) 46 6/08 1800 95

Densen B-305 (Bi-Amping, Paar) 53 11/06 2200 95

Quad II Classic (Mono, R) 27 8/08 3180 95

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Solide Endstufen-Technik ohne klangliche Kompromisse gibt es in der populärsten Klasse

der Endverstärker.

Modell . AK Test Preis Punkte

Naim NAP 155 XS 57 11/09 1400 90

Naim NAP 150x 55 02/08 1480 90

Advance Acoustic MAA 705 (Paar) 73 02/08 1900 90

Quad 99 Mono 70 1/09 2000 90

Linn 2250 61 10/02 3075 90

Audio Research 300.2 66 12/04 4700 90

Atoll AM 100 58 4/02 675 85

Pro-Ject AMP Box SE Mono 56 5/10 730 85

Advance Acoustic MAA 405 70 7/06 750 85

PrimaLuna ProLogue Four (R) 40 12/05 950 85

Chord Chordette Scamp 40 1/11 1000 115

Creek Classic A 53 58 12/06 1100 85

Astin Trew At 5000 52 8/07 1200 85

Meridian 556 65 1/02 1500 85

Quad 909 65 1/02 1650 85

Pro-Ject AMP Box SE 50 5/10 325 80

Rotel RB-06 62 7/06 500 80

Creek A 43 R MK 2 53 4/02 600 80

Cyrus 6 Power 55 7/07 600 80

NAD C 245 BEE 56 11/11 600 80/85

NAD C 270 69 4/02 690 80

NAD C 272 71 2/05 790 80

Vincent SP-996 67 7/06 800 80

Restek Mini Amp (Paar) 50 2/05 1000 80

Audiolab 8000M (Paar) 60 11/08 1600 80

Pro-Ject Amp Box Mono (Paar) 40 11/07 450 75

Pro-Ject Amp Box 37 11/07 250 70

analog-Quellen

2. PlattensPieler mit SyStem

Die Bewertung erfolgt mit den mitgelieferten Tonabnehmern und bezieht sich auf die

Klangqualität von Laufwerk, Tonarm und Tonabnehmer. Die angegeben Preise sind all

inclusive.

referenz-Klasse

aB 101 PunKte

Vinyl-Rillen enthalten mikroskopische Strukturen; die Spieler dieser Klasse, teils in kleinen

Stückzahlen gefertigt, machen sie dank präzisester Mechanik und perfekt unterdrückten

Resonanzen hörbar.

Modell . . Test Preis Punkte

Transrotor Rondino FMD / SME 5009 / Merlo Refer. 2/11 11000 115

Clearaudio Ovation / Magnify / Talismann v2 Gold 12/11 8100 110

Thorens TD550 / Ortofon AS212s / Lyra Dorian 11/07 8200 110

EAT E-Flat / Yosegi 12/11 5000 107

Transrotor Dark Star / 800-S / Merlo Refer. 2/09 3780 105

Transrotor Enya 12 / TMD / M1 / Merlo 2/08 7440 105

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Aufwendige Spieler, die das Klang-Potenzial von Vinyl-Platten weitestgehend ausloten.

Modell . . Test Preis Punkte

Clearaudio Performance / Satisfy / Maestro 3/07 1950 100

Thorens TD 309 / AT95 3/10 1600 95

Audio Note TT-1 / ARM 1 / iQ-3 8/08 1800 95

Pro-Ject PerspeX Superpack 8/08 1950 95

Denon DP-A 100 12/10 2500 95

T + A G10 / SME M2 (inkl. Phonoverst.) 5/04 4200 95

Transrotor Avorio / 800-S / Goldring MM2500 1