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AUDIO So günstig kann High End sein (Vorschau)

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09 / 2013<br />

HIFI · SURROUND · HIGH END · MUSIK<br />

www.audio.de Deutschland 6,- €<br />

5.1 – oder gleich 9.2?<br />

Surround-Sets ab 1000€ – mit<br />

Preis-Leistungs-Hammer<br />

<strong>So</strong> <strong>günstig</strong> <strong>kann</strong><br />

<strong>High</strong> <strong>End</strong> <strong>sein</strong><br />

Klangstarke und wertstabile Musik- Komponenten,<br />

die trotzdem nicht die Welt kosten<br />

Boxen: 7 feine Kompakte bis 500€<br />

Verstärker: T-22 – Das Tier von T.A.C<br />

Phono-Preamp: Vincent-Röhre für 500€<br />

Vinyl: Ingenium – der kleinste AVID<br />

Very Musical!<br />

In der 3. Generation noch besser:<br />

D/A-Wandler Musical Fidelity V90 DAC<br />

Very British!<br />

Arcam AVR-450: der englische Surround-Amp,<br />

der Stereo-Genießer verblüfft<br />

Röhre oder<br />

Transistor?<br />

Der neue DAC-<br />

Vorverstärker<br />

von AMC – und<br />

welche <strong>End</strong>stufe<br />

am besten<br />

dazu passt<br />

Österreich € 6,70 - Schweiz sfr 12,00<br />

Spanien € 7,95 - BeNeLux € 7,00<br />

Griechenland € 9,00 - Italien € 7,95<br />

Finnland € 8,85 - Slowenien € 7,95


NEU in der<br />

Serie 15<br />

Modern Fidelity.<br />

RCD-1570<br />

CD-Player<br />

7/2013<br />

RA-1570<br />

Stereo-Vollverstärker<br />

Ihre neue Wertanlage von ROTEL.<br />

Ein kraftvoller Vollverstärker bleibt auch im Digitalzeitalter das<br />

Herzstück eines hochwertigen Stereo-Musiksystems. <strong>So</strong> wie der<br />

neue RA-1570 von ROTEL, der perfekt auf die Anforderungen des<br />

modernen HiFi-Enthusiasten abgestimmt wurde. Seine Bauweise<br />

verbindet die klassischen Analog-Prinzipien mit den modernen Anschlussvarianten<br />

zur Wiedergabe einer Vielzahl digitaler Quellgeräte<br />

wie z.B. iPhone, iPad oder iPod. Und das in einer Klangqualität, die<br />

selbst eingefleischte Musikliebhaber begeistert. Neben den symmetrischen<br />

XLR-Eingängen, einem Phono-MM-Eingang und kraftvollen<br />

2x120Watt (RMS/8Ω) verfügt der neue RA-1570 über rückseitige<br />

koaxiale und optische Digitaleingänge. Ein USB-2.0-PC-Anschluss<br />

steht für die Verarbeitung hochwertiger LPCM-Audiosignale in einer<br />

Auflösung von bis zu 24Bit/192kHz bereit. Der mitgelieferte USB-<br />

Bluetooth-Adapter ermöglicht zudem die drahtlose Musikwiedergabe<br />

von nahezu allen mobilen Handgeräten – egal welchen Betriebssystems.<br />

Und für die bestmögliche Wiedergabe Ihrer umfangreichen<br />

CD-Sammlung haben wir dem RA-1570 mit dem RCD-1570 einen<br />

MP3-fähigen <strong>High</strong>end-CD-Player zur Seite gestellt. Er lässt sich über<br />

die Systemfernbedienung des RA-1570 mitbedienen und verfügt<br />

dank Wolfson-D/A-Wandler über die gleiche hochwertige Signalverarbeitung<br />

und klangliche Akkuratesse wie <strong>sein</strong> Verstärkerpendant.<br />

<strong>So</strong> stellt dieses ROTEL-Duo eine echte Wertanlage dar, mit der Sie<br />

das Maximum aus Ihren Musikschätzen herausholen. Die Serie 15<br />

von ROTEL – kompromissloser Klang für eine vernetzte Welt<br />

Mehr Infos und den ROTEL Fachhändler in Ihrer Nähe finden Sie auf: www.gute-anlage.de und www.rotel.com


Bernhard Rietschel<br />

brietschel@wekanet.de<br />

<strong>AUDIO</strong>PHIL IST RELATIV<br />

Meinung › EDITORIAL<br />

Ein Leser stellte mir letzte Woche eine interessante Frage: ob man denn irgendwo<br />

lernen könne audiophil zu hören? Vielleicht in Form einer Anleitung, eines Workshops<br />

oder Lernprogramms? Die Antwort darauf ist schwierig, weil schon der<br />

Begriff „audiophil“ mit zahlreichen Interpretationen überfrachtet und mitunter auch<br />

vergiftet ist. Wörtlich übersetzt wäre ein Audiophiler ein Freund oder Liebhaber des<br />

Hörens. Es ist also kein bestimmter Musikstil, kein technischer Perfektionsgrad und<br />

auch keine bestimmte Klangphilosophie vorgeschrieben. Wenn wir dieses Reizwort<br />

überhaupt noch verwenden, dann höchstens, weil wir es uns nicht von Besserwissern,<br />

Foren-Pöblern und anderen Spaßbremsen verbieten lassen wollen.<br />

Entscheidend dafür, dass aus Spaß am Musikhören Audiophilie wird, ist das<br />

besonders starke Interesse, die Neugier, wie bestimmte Klänge zustandekommen,<br />

und warum ein Streichquartett in einer Aufnahme so anders klingt als in einer<br />

anderen. Bei der Beantwortung solcher Fragen sind hoch auflösende, neutrale und<br />

breitbandige Anlagen ein nützliches Werkzeug, und zum Glück – das zeigen<br />

mehrere Tests in diesem Heft – müssen solche Anlagen kein Vermögen mehr<br />

kosten.<br />

Auch der Titel unserer Heft-CD ist mit einer Prise Salz zu nehmen. Nicht jeder Titel<br />

auf dieser musikalisch hochspannenden, prall gefüllten CD erfüllt die dogmatische<br />

Bedeutung des Begriffs „audiophil“. Einfach, weil wir, wenn wir eine Vielfalt von<br />

Musik hören wollen, unweigerlich auch mit einer Vielfalt an Aufnahmetechniken<br />

und -Qualitäten konfrontiert werden. Die wirklich audiophile Anlage ist nicht die, die<br />

unseren Horizont einschränkt, weil sie mit 90% aller CDs ungenießbar klingt – aber<br />

auch nicht die, die jede Produktion gleich angenehm klingen lässt. Das individuelle,<br />

spezielle jeder einzelnen Aufnahme zu erkennen, vielleicht auch deren Schwächen,<br />

und zugleich noch Spaß daran zu haben, das wäre die ideale Kombination.<br />

Überrascht war ich, wie audiophil – nun auch im strengeren Sinne – unser CD-<br />

Sponsor Philips an die Entwicklung <strong>sein</strong>er meist eher preiswerten Geräte geht: Es<br />

ist der einzige mir be<strong>kann</strong>te Hersteller, der in der Abstimmung <strong>sein</strong>er Geräte<br />

systematische Blind-Hörtests mit aufwendig geschulten und zertifizierten Hörergruppen<br />

einsetzt – ein Riesenaufwand, der dem global agierenden Konzern nicht<br />

nur ermöglicht, ein Gerät X an entgegengesetzten <strong>End</strong>en der Welt mit reproduzierbaren<br />

Ergebnissen zu checken, sondern auch bewirkt, dass selbst preiswerte<br />

Geräte messtechnisch wie klanglich auf sehr hohem, konsistentem Niveau spielen.<br />

Das Trainingsprogramm, das Philips für die eigenen Zwecke noch weiterentwickelt<br />

hat, stammt übrigens aus der Toningenieurs-Ausbildung und heißt „Golden Ears“<br />

– womit ein weiterer gerne verspotteter Begriff, nämlich der des Goldohrs, rehabilitiert<br />

wäre.<br />

Präzises, reproduzierbares Hören <strong>kann</strong> man also tatsächlich trainieren, wenn man<br />

bereit ist, Zeit, Geld und Arbeit zu investieren. Das Audiophile kommt einem<br />

dagegen zugeflogen. Es muss noch nicht einmal teuer <strong>sein</strong>.<br />

20%<br />

auf alle<br />

nuLine Boxen<br />

der Serie ** 2<br />

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nuLine 32, 82, 102, 122, CS-42, CS-72,<br />

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Deutschlands versandkostenfrei!<br />

Viel Spaß mit diesem Heft wünscht<br />

www.audio.de ›09 /2013<br />

3<br />

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Inhalt › <strong>AUDIO</strong> 09/2013<br />

44<br />

Zum Vorglühen:<br />

VINCENT PHO-700<br />

PHONO-PREAMP<br />

46<br />

Zum Einheizen:<br />

RÖHRENVERSTÄRKER<br />

T.A.C. T-22 40<br />

Genial abgedreht<br />

Avids neuer Plattenspieler heißt Ingenium, kostet in der<br />

Basisversion 1700 Euro und ist ein echter Hingucker. Ob<br />

der kleinste Avid auch klanglich überzeugen <strong>kann</strong>?<br />

MAGAZIN<br />

6<br />

12<br />

News Neue Mehrkanal-Vor/<strong>End</strong>-Kombi<br />

von Yamaha # Futuristischer Streamer von<br />

Chord # B&W setzt der CM-Serie einen<br />

Tweeter aufs Dach # Naim feiert den 30.<br />

und präsentiert dazu gleich drei neue Amps<br />

# Arcam präsentiert den besten Receiver<br />

aller Zeiten # Regas neuer Phono-Preamp<br />

hat es in sich # Neues HiFi-Zubehör: Kabel<br />

von Chord Company, Kopfhörerständer von<br />

Klotz und ein UPnP-Empfänger von<br />

In-akustik # Nachruf zum Tod von Dr. Bose<br />

Szene HiFi-Events und Termine<br />

RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

71 Markt<br />

136 Bestenliste<br />

144 Leserbriefe<br />

144 Impressum<br />

146 <strong>Vorschau</strong><br />

LAUTSPRECHER<br />

14<br />

24<br />

126<br />

Vergleichstest: Kompaktboxen<br />

Sie kosten allesamt um die 450 Euro, sehen<br />

schick aus und ergeben mit dem passenden<br />

Verstärker erwachsen klingende Zweitanlagen.<br />

Test: Aktivbox<br />

Quadral hat bei der vollaktiven Altan nichts<br />

anbrennen lassen und ihr viele Features mit<br />

auf den Weg gegeben. Welche klanglichen<br />

Vorteile das bringt, verrät der Test.<br />

Test: Kompakte Surround-Sets<br />

Die drei Surround-Sets von B&O, Jamo und<br />

KEF sind die ideale Lösung, wenn es<br />

Mehrkanal <strong>sein</strong> soll, aber bitte schick und<br />

auffällig. Doch können die Mini-Sets auch<br />

klanglich überzeugen? PLUS Praxischeck:<br />

Mit zwei dieser Sets zum 3D-Raumklang<br />

– lohnt sich das?<br />

VERSTÄRKER<br />

40<br />

26<br />

44<br />

Test: Röhrenverstärker<br />

Der T.A.C. T-22 <strong>kann</strong> auch etwas watthungrigere<br />

Boxen antreiben. Doch Leistung ist<br />

be<strong>kann</strong>tlich nicht alles – wichtiger ist die<br />

Frage, ob der 1400-Euro-Amp auch klingt.<br />

Test: DAC/<strong>End</strong>stufen-Kombi<br />

Der US24192i von AMC ist nicht nur DAC,<br />

sondern auch Preamp. Dazu gibt es die<br />

Auswahl aus gleich zwei Stereo-<strong>End</strong>stufen<br />

aus dem selben Hause, einmal Röhre,<br />

einmal Transistor. Eine preiswerte und<br />

wohlklingende Vor/<strong>End</strong>-Kombi ist im Nu<br />

zusammengestellt.<br />

Test: Phono-Preamp<br />

Der Vincent PHO-700 ist so winzig, dass<br />

man gut auf ihn aufpassen sollte. Aber<br />

stopp: Mit Röhren-Schaltung und externen<br />

Stromversorgung klingt der Kleine ganz<br />

schön groß!<br />

4 www.audio.de ›09 /2013


Inhalt › <strong>AUDIO</strong> 09/2013<br />

<strong>AUDIO</strong>phile Pearls<br />

1. We Are Tony Seven Kinds Of Crazy 3:17<br />

mit freundlicher Genehmigung von <strong>So</strong>ulkitchen GmbH / Membran<br />

2. Aoife O’Donovan Beekeeper 4:24<br />

mit freundlicher Genehmigung von Yep Roc Records / Cargo<br />

3. Jonny Lang Not Right 4:32<br />

mit freundlicher Genehmigung von Mascot-Provogue Records GmbH<br />

4. Rob Moir You Lost Me At Hello 2:07<br />

mit freundlicher Genehmigung von Make My Day Records / Alive AG<br />

5. Lescop Ljubljana 3:38<br />

mit freundlicher Genehmigung von Le Pop Records / Groove Attack<br />

24<br />

6. Beathotel Happy With You 432:51<br />

mit freundlicher Genehmigung von Focus Records / BSC Music<br />

7. Little Axe Down To The Valley4 5:35<br />

mit freundlicher Genehmigung von Echo Beach Lifefidelity<br />

8. Edgar Knecht Lilofee 6:07<br />

mit freundlicher Genehmigung von Ozella Music<br />

HEISSE VERSUCHUNG<br />

Was kommt heraus, wenn ein Lautsprecher-<br />

Spezialist eine Aktivbox konzipiert? Im Fall<br />

von Quadral eine betörend natürlich klingende<br />

Kompakte namens Altan Aktiv.<br />

FORMEL V<br />

Volume 4<br />

9. Blackfield Pills 3:37<br />

mit freundlicher Genehmigung von K Scope Records / Edel Germany<br />

10. Lorenz Kellhuber Trio Cross Country <strong>So</strong>ng 6:23<br />

mit freundlicher Genehmigung von Blackbird Music / <strong>So</strong>ulfood<br />

11. Tollak Drama Queen 5:13<br />

mit freundlicher Genehmigung von <strong>So</strong>ulkitchen GmbH / Membran<br />

12. The Rides Don’t Want Lies 4:43<br />

mit freundlicher Genehmigung von Mascot-Provogue Records GmbH<br />

13. Qeaux Qeaux Joans Golden Cage 4:51<br />

mit freundlicher Genehmigung von Blackbird Music / <strong>So</strong>ulfood<br />

14. Dieter Geike Atmen 5:10<br />

mit freundlicher Genehmigung von Prudence / BSC Music<br />

15. Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (Klaviertranskription: Mikhail Pletnev)<br />

Konzertsuite aus dem Ballett »Dornröschen«, op. 66: Introduction (Prolog) 6:31<br />

Claire Huangci, Klavier<br />

mit freundlicher Genehmigung von Berlin Classics / Edel<br />

Konzeption & Produktion: Christof Hammer, Mastering: Alexandros Mitropoulos @ <strong>AUDIO</strong>-Studios Stuttgart<br />

Weitere Infos: www.soulkitchen.biz, www.cargo-records.de, www.mascotlabelgroup.com, www.makemydayrecords.de, www.lepop.de,<br />

www.bscmusic.com, www.echobeach.de, www.ozellamusic.com, www.blackbird-music.de, www.edel.com. Foto: Archiv<br />

Gesamtspielzeit: 68:58<br />

36<br />

Der kleine V-DAC II von Musical Fidelity<br />

geniesst in HiFi-Kreisen Kultstatus. Jetzt<br />

kommt <strong>sein</strong> Nachfolger: Der V90-DAC. Ob<br />

er an den Erfolg anknüpfen <strong>kann</strong>?<br />

<strong>AUDIO</strong>phile<br />

Pearls<br />

Volume 4<br />

Auch als Playlist auf<br />

Musik von:<br />

Blackfield,<br />

Lescop,<br />

Little Axe,<br />

The Rides,<br />

Qeaux Qeaux Joans<br />

We Are Tony ...<br />

DARF’S EIN BISSCHEN<br />

MEHR SEIN?<br />

Wir verwöhnen Sie ja stets gerne mit<br />

unserer CD-Serie „<strong>AUDIO</strong>phile Pearls“,<br />

aber diesmal haben wir uns dabei fast<br />

selbst übertroffen: Folge 4 bringt satte<br />

14 Top-Tracks aus Pop, Rock und Jazz<br />

plus eine hinreißende Piano-Preziose<br />

von Tschaikowsky – genießen Sie fast<br />

70 Minuten Musik in exzellentem Klang.<br />

50<br />

IM TEST<br />

A/V-RECEIVER<br />

Arcam AVR-450....................................32<br />

D/A-WANDLER<br />

AMC US24192i<br />

......................................26<br />

Muscial Fidelity V-90 DAC<br />

..................36<br />

ENDSTUFEN<br />

AMC 2100 MKII<br />

.....................................26<br />

AMC CVT 2100 MKII ...........................26<br />

KOMPAKTBOXEN<br />

Canton GLE 436.................................14<br />

Dali Zensor 3.....................................14<br />

Epos Epic 1 .......................................14<br />

Focal Chorus 705.................................14<br />

Magnat Quantum 673<br />

.........................14<br />

Tannoy Revolution DC4.......................14<br />

Quadral Aurum Altan Aktiv VIII .........24<br />

NAS-PLATTEN<br />

Buffalo Linkstation 420 .......................38<br />

PHONO-VERSTÄRKER<br />

Vincent PHO-700 ..................................44<br />

PLATTENSPIELER<br />

Avid Ingenium ......................................46<br />

RÖHREN-VOLLVERSTÄRKER<br />

T.A.C. T-22 .............................................40<br />

SUB-/SAT-BOXENSETS<br />

B&O Beolab 14 5.1 .............................126<br />

Jamo S35 HCS + SUB 800 ................126<br />

KEF E305 .............................................126<br />

DIE BESTENLISTE<br />

Alle Tests im Überblick .....................136<br />

Bilder: Titel: J. Bauer, MPS; Inhalt: J. Bauer, H. Härle, MPS, Andrew MacNaughtan, Archiv<br />

32<br />

DIGITAL<br />

36<br />

38<br />

Test: A/V-Receiver<br />

Der AVR-450 von Arcam fährt ein ganzes<br />

Arsenal an nützlichen, praxisorientierten<br />

Features auf. Seine wahre Stärke zeigt er<br />

aber beim Klang, der auf ganzer Linie<br />

überzeugt.<br />

Test: D/A-Wandler<br />

Der Musical Fidelity V90-DAC geht als<br />

Nachfolger der bewährten V-Serie-Wandler<br />

an den Start.<br />

Praxis: DSD-fähige NAS<br />

Die Buffalo Linkstation 420 ist die erste<br />

Netzwerk-Festplatte, die mit dem<br />

Ein-Bit-Format umgehen <strong>kann</strong>. Doch wie<br />

gut funktioniert das Streamen in der Praxis?<br />

ANALOG<br />

46<br />

REPORT<br />

50<br />

Test: Plattenspieler ohne System<br />

Es gibt Neuigkeiten aus dem Hause Avid:<br />

Der Ingenium kommt standardmäßig mit<br />

einem wertigen Tonarm von Pro-Ject.<br />

Welche Trümpfe er sonst noch bietet, zeigt<br />

der Test.<br />

HEFT-CD: <strong>AUDIO</strong>phile Pearls Vol. 4<br />

<strong>AUDIO</strong> hat sich mächtig ins Zeug gelegt, um<br />

Ihnen die vierte Folge der „<strong>AUDIO</strong>phile<br />

Pearls” präsentieren zu können. Alle<br />

Hintergrundinfos zu den 15 erstklassigen<br />

Tracks, präsentiert von unserem Partner<br />

Philips Fidelio, finden Sie ab Seite 50.<br />

MUSIK<br />

56<br />

57<br />

60<br />

64<br />

66<br />

67<br />

69<br />

Pop-CDs<br />

Franz Ferdinand, White Lies, Buddy Guy,<br />

Jonny Lang, David Lynch, Helge Schneider,<br />

Jay-Z, Booker T, Blackfield, Bell X1, Abby ...<br />

Die Audiophilen<br />

Paul O’Brien, Trampled Under Foot:<br />

<strong>So</strong>ngwriter-Folk und bluesige Roots-Music<br />

in lupenrein-dynamischem <strong>So</strong>und<br />

Geheimtipp<br />

Aoife O’Donovan: von der Bluegrass-Lady<br />

zum „It-Girl“ des Alternative Folk<br />

Vinyl Special, Folge 5<br />

LP-Schätze von Edgar Knecht, Miles Davis ...<br />

Oldie-CDs<br />

Billy Joel, Yes, Tom Robinson Band ...<br />

Jazz-CDs<br />

Dave Murray: Saxophon-Jazz mit Ecken,<br />

Kanten und Charisma<br />

Klassik-CDs<br />

Timotheus live: ganz großes Konzert-Kino<br />

www.audio.de ›09 /2013<br />

5


Magazin › NEWS<br />

SEPTEMBER 2013<br />

GANZ GROSSES KINO<br />

Links, rechts, vorne, hinten, oben, unten – und dazwischen:<br />

Yamaha verspricht mt <strong>sein</strong>em neuen AV-Vor-/<strong>End</strong>stufen-Team<br />

filmreifen, dreidimensionalen Klang ganz in der Tradition highendiger<br />

Geräte mit strikter Arbeits-/Gehäusetrennung. Schließlich<br />

inszenieren der AV-Prozessor Aventage CX-A5000 und <strong>End</strong>stufe<br />

MX-A5000 Heimkino-Blockbuster mit sagenhaften 11.2-Kanälen.<br />

33 DSP-Programme sorgen überdies für authentische Vielfalt in<br />

puncto Raum-Klang, darunter finden sich virtuell zwölf weltweit<br />

renommierte Konzertsäle und Music Clubs. Bevor die Heimkino-<br />

INNERE WERTE:<br />

Fürs echte Kinogefühl zu Hause sorgen<br />

ein speziell für den MX-A5000<br />

entwickelter Ringkerntrafo und <strong>End</strong>stufen<br />

mit elf mal 280 Watt.<br />

Session losgeht, erfasst das automatische Mehrpunkt-Einmesssystem<br />

YPAO R.S.C. den Hörraum inklusive der Messung von<br />

Lautsprecherwinkeln. Acht HDMI-Eingänge dienen als Schnittstellen<br />

für hochauflösende Datenkost bis hin zu Ultra-HD (4K).<br />

Standard- oder HD-Daten skaliert der CX-A5000 auf Wunsch<br />

hoch. Der MHL-Standard unterstützt HD-Input von Smartphones.<br />

Der 11-Kanal-Pre-Out ist symmetrisch ausgelegt und für die<br />

highendige Wandlerarbeit sorgt der eingesetzte DAC 9016 des<br />

kalifornischen Spezialisten ESS. Der CX-A5000 lässt sich obendrein<br />

ins heimische Netzwerk einbinden – als DLNA-zertifizierter<br />

UPnP-Streaming-Client, der sich bis zu WAV- und FLAC-Formaten<br />

von 24Bit/192kHz aufschwingt. Die Rolle des Musikelprotzes<br />

übernimmt die komplett diskret aufgebaute 11-Kanal-<strong>End</strong>stufe<br />

MX-A5000 mit jeweils 280 Watt Power (6 Ohm).Der Leistungsverstärker<br />

arbeitet mit Stromrückkopplung und einer dreistufigen<br />

Darlington-Schaltung. Bi-Amping ist ebenso selbstverständlich<br />

wie störungsumempfindliche XLR-Verbindungen. Zudem verstärkten<br />

die Japaner den Rahmen des Metallgehäuses, fügten<br />

Querverstrebungen sowie einen doppelten Boden ein, um eventuelle<br />

klangminimierende Vibrationen zu<br />

unterbinden. Die Preise liegen bei 2200<br />

Euro für dem CX-A5000 und 2500 Euro<br />

für den MX-A5000 (schwarz oder silber).<br />

www.yamaha.de cd<br />

Fotos: Archiv, Shutterstock.com<br />

6<br />

www.audio.de ›09/2013


Magazin › NEWS<br />

HIGHEND-NETZWERKER<br />

Als einen der weltweit fortschrittlichsten uPnP-Netzwerk-<br />

Musikplayer bezeichnen die <strong>High</strong><strong>End</strong>er von Chord aus der<br />

Grafschaft Kent ihren neuen Zuwachs zur Choral-Serie: den CodeX.<br />

In das stylische Gehäuse packten die Ingenieure einige Features<br />

des Top-Streamers DSX1000 – beispielsweise das Frontend und den Kontrollprozessor.<br />

Der kürzlich vorgestellte D/A-Wandler QBD76 HDSD erlaubt dem<br />

CodeX das Streaming von DSD64 und 192-kHz-PCM-Daten sowie via USB Auflösungen<br />

bis zu 384 kHz. Der noble handgefertigte Brite unterstützt dabei Formate wie MP3,<br />

WMA, WAV, AAC, ALAC und FLAC. Der Preis soll bei 5690 Euro liegen.<br />

www.chordelectronics.co.uk cd<br />

BRITISCHE TOP TEN<br />

Bowers & Wilkins setzt <strong>sein</strong>em neuen Flaggschiff der CM-Serie eine Hochtonkalotte aufs<br />

Haupt. Die Abstrahlcharakteristik der Tweeter-on-top-Technologie basiert auf der Referenzserie<br />

800 Diamond und soll die räumliche Abbildung verbessern. Das Kalotten-Design<br />

selbst erneuerten die Briten mit einer zweiten Aluminiumschicht zur Randverstärkung.<br />

Durch die doppellagige Kalotte steigt die erste Eigenresonanzfrequenz auf 38 kHz. Der<br />

sickenlose Mitteltöner aus FST-Kevlargewebe wurde vom übrigen Gehäuse entkoppelt, um<br />

mögliche Verfärbungen zu minimieren. Die noblen Standlautsprecher bietet B&W in den<br />

Echtholzausführungen Nussbaum rot und Wenge sowie in schwarz glänzendem Lack oder<br />

Schleiflack weiß an. Kostenpunkt rund 3600 pro Paar. www.bowers-wilkins.de cd<br />

NAIT-DEBATTE<br />

Zum 30. Geburtstag der Nait-Serie von Naim feiern drei neue Vollverstärker ihr Debüt: Die Modelle Nait<br />

5si, Nait XS 2 und Supernait 2 betreten den <strong>High</strong><strong>End</strong>-Ring mit optimierten Schaltungen und Signalpfaden,<br />

hochwertigeren Bauteilen sowie leistungsstärkeren Trafos. Der Supernait 2 arbeitet nun mit der frischen<br />

Naim-DR-Netzteiltechnik, die mit diskreten Spannungsreglern eine sehr saubere Stromzufuhr garantieren<br />

soll. Allerdings muss der Power-Gentleman nun ohne den D/A-Wandler des Vorgängermodells auskommen<br />

– Naim verweist darauf, dass immer mehr Haushalte über separate DACs oder Streamer verfügten. Mit 80<br />

Watt pro Kanal an 8 Ohm steht er ganz ordentlich im Futter. Zukunftsträchtige technische Upgrades holt<br />

er sich via USB-Port. Schön: Ein Class-A-Kopfhörerverstärker soll im Supernait 2 sowie im Nait XS 2<br />

für highfidele Muschel-Sessions sorgen. Die Preise: rund 1200 Euro (Nait 5si), knapp 2200 Euro<br />

(Nait XS 2) und rund 3750 Euro (Supernait 2); www.naimaudio.com cd<br />

www.audio.de ›09 /2013 7


Magazin › NEWS<br />

STAR-REGISSEUR<br />

SURROUND-BLOCK BUSTER:<br />

Der AVR750 soll die Performance<br />

sämtlicher bisher gebauten Arcam-<br />

AV-Receiver toppen.<br />

Andy Moore, Senior Engineer von Arcam, hält den neuen AVR-<br />

750 für den besten AV-Receiver, den Arcam je gebaut hat. Hört,<br />

hört: Für <strong>sein</strong>e 7.1-Surround-Regiearbeit mit je 100 Watt pro<br />

Kanal (8 Ohm) versteht sich der Bolide auf Formate wie Dolby<br />

TrueHD, Dolby Digital Plus, Dolby Digital EX, Dolby Pro Logic IIx,<br />

dts-HD Master Audio, dts-ES 6.1 Discrete oder dts-ES 6.1 Matrix.<br />

Für vielfältigen Anschluss sorgen zum Beispiel jeweils sieben<br />

HDMI-Video- und Audioeingänge sowie vier Coax-SPDIF-, zwei<br />

Toslink- und sechs RCA-Eingänge. USB, Ethernet und Internetradio<br />

beherrscht der AVR750 ebenso. Auch auf 4K-/Ultra-HD und<br />

3D versteht sich der Kanal-Arbeiter. Übrigens: Laut Moore soll<br />

der Neue auch der beste je von Arcam gegertigte Stereo-Amp<br />

<strong>sein</strong>... Für rund 5000 Euro zeigt der AVR750 <strong>sein</strong> Können zu<br />

Hause. www.arcam.de cd<br />

POWER FÜRS DREHMOMENT<br />

Für Vinyl-Fans schuf die britische <strong>High</strong><strong>End</strong>-Manufaktur Rega einen Phonoverstärker<br />

mit zwei komplett separat aufgebauten Phonostufen und<br />

getrennten Anschlüssen für MC- und MM-Tonabnehmer. Die MC-Sektion<br />

des Aria beackern rauscharme Feldeffektransistoren in sogenannter<br />

Komplementär-Darlington-Anordnung, die Störungen durch Offsetströme<br />

am Eingang verhindern. Eine harmonische Anpassung von MC-Tonabnehmern<br />

lässt sich zwischen 70 und 400 Ohm sowie im Bereich zwischen<br />

1000 und 4200 Picofarad kapazitiv verändern. Der MM-Port ist mit<br />

rauscharmen Bipolartransistoren ebenfalls im Komplementär-Darlington-<br />

Prinzip bestückt. Die Umschaltung via Relais zwischen MC und MM ist<br />

überdies diskret mit Einzeltransistoren ausgelegt. Der Preis: rund 1200<br />

Euro. www.rega-audio.de cd<br />

VIER HIFI-MARKEN FRISCH UNTER NEUEM VERTRIEB<br />

Der australische Zubehörspezialist<br />

Eichmann Technologies International<br />

(ETI) vertraut <strong>sein</strong>e Stecker- und<br />

Kabelprodukte in Deutschland ab sofort<br />

dem Vertrieb von Audio Int'l (AEC,<br />

Musical Technology) an; www.audikron.com.<br />

Auch Final Audio Design<br />

hat hierzulande eine neue Adresse. Die<br />

Japaner machten sich in den 70er und<br />

80er Jahren mit verschiedenen HiFi-<br />

Produktgattungen einen Namen. Heute<br />

setzen sie auf Kopfhörer, die nun von der<br />

Sintron Vertriebs GmbH (Vincent, Dual)<br />

betreut werden; www.sintron.de. Die<br />

Schwarzwälder HiFi-Experten von Reichmann<br />

Audio Systeme (Musical Fidelity,<br />

Triangle) vertreiben nun auch Geräte der<br />

Traditions-Plattenspielermarke Thorens;<br />

www.reichmann-audiosysteme.<br />

de. Und der TAD-Audiovertrieb, bislang<br />

be<strong>kann</strong>t durch Marken wie Rega, Tivoli<br />

Audio oder Gryphon, übernahm jüngst<br />

den Vertrieb der britischen Lautsprecher-<br />

Traditionsfirma Tannoy; www.tadaudiovertrieb.de.<br />

cd<br />

8 www.audio.de ›09 /2013


Magazin › NEWS<br />

AN DIE LEINE!<br />

ZUBEHÖR<br />

Gute Connections sind wichtig – deshalb entwickelten die britischen Kabelspezialisten der Chord Company<br />

neue Edelstrippen auf der Basis ihrer Top-Leinen Sarum Tuned Aray: Nun tragen auch die<br />

Modelle Signature und Indigo die begehrte Bezeichnung. Das Indigo Tuned Aray verbindet<br />

dabei als komplette Neuentwicklung Komponenten mit versilberten Leitern und<br />

hohem Querschnitt. Die Isolierung nebst Außenmantel bestehen überdies aus<br />

robustem Polytetrafluorethylen, kurz PTFE. In der Cinchversion sitzt ein versilberter<br />

Mittelstift in einem PTFE-Block und ein präzise gefertigtes Acryl-<br />

Steckergehäuse soll für exzellente Kontakte sorgen. Die Preise: rund 1225<br />

Euro (2 Mal Cinch auf Cinch, ein Meter). www.chord.co.uk cd<br />

KOPF-STÜTZEN<br />

Accessoires mit Köpfchen aus Skandinavien: Cecilia Lütz<br />

und Michael Hollesen von der Designerschmiede Klutz<br />

aus Sundbyberg bei Stockholm kreierten aparte Stative<br />

für Kopfhörer. Ihre sogenannten CanCans fräsen sie aus<br />

Massivholz, lackieren sie oder überziehen die Ständer<br />

mit Leder. Ein Alu-Fuß mit einer Gummimatte auf der<br />

Unterseite sorgt für sicheren Stand. Die Preise starten<br />

bei rund 530 Euro für die lackierten Modelle und bei<br />

rund 700 Euro für die Lederversionen. www.klutzdesign.com<br />

cd<br />

DRAHTLOS AUF SENDUNG<br />

Die Badener HiFi-Experten von in-akustik packen einen DLNA-Streamer in einen<br />

HDMI-Stick und animieren damit zu kabellosem Entertainment via WLAN: Am HDMI-<br />

Port des TVs angedockt, lassen sich so Musik, Videos oder Fotos von Smartphone,<br />

Tablet oder Laptop genießen – dies soll markenübergreifend mit nahezu sämtlichen<br />

DLNA-fähigen Geräten funktionieren. Kostenpunkt: 119 Euro. www.in-akustik.de cd<br />

KEINE KOMPROMISSE.<br />

Vollverstärker M6i Eingänge: 4 x Cinch, 1 x XLR, 1 x USB; Ausgänge:<br />

1 x Lautsprecher, Tape-Out, Pre-Out; Leistung 200 Watt/Kanal, silber<br />

oder schwarz, 17Kg, 2.549,-€<br />

MEHR PRODUKTE UND HÄNDLER:<br />

TELEFON 077 28 - 10 64 · WWW.REICHMANN-<strong>AUDIO</strong>SYSTEME.DE


Evolutionär<br />

Der Name NAIT steht nicht nur für eine Produktserie, sondern für eine Philosophie, die 1983 mit<br />

der Geburt des ersten Naim-Vollverstärkers entstand. Sie verlangt die intensive Beschäftigung mit<br />

jedem noch so kleinen Konstruktionsdetail, denn nur dadurch lässt sich höchste Klangqualität erzielen.<br />

Und aus gutem Grund findet die letzte Prüfung jeder Naim-Entwicklung nicht im Labor, sondern<br />

im Hörraum statt. Der NAIT 5si, der NAIT XS 2 und der SUPERNAIT 2 sind der nächste Schritt in der<br />

Evolution dieser Philosophie. Sie dienen einem einzigen Ziel: Ihnen Ihre Musik näherzubringen.<br />

NAIT 5si |2x60 Watt |4Eingänge | Kopfhörerausgang<br />

NAIT XS 2 |2x70 Watt |6Eingänge | Class-A-Kopfhörerverstärker<br />

SUPERNAIT 2 |2x80 Watt |6Eingänge | DR-Netzteiltechnologie | Class-A-Kopfhörerverstärker<br />

www.music-line.biz | +49 4105 77050


Erhältlich bei<br />

Radio Körner<br />

01067 Dresden | +49 351 4951342 | www.radiokoerner.de<br />

UNI HIFI<br />

04103 Leipzig | +49 341 9605050 | www.uni-hifi.de<br />

Raum & Klang<br />

09112 Chemnitz | +49 371 420044 | www.raum-und-klang.de<br />

HiFi im Hinterhof<br />

10963 Berlin | +49 30 2537530 | www.hifi-im-hinterhof.de<br />

<strong>So</strong>und & Vision<br />

20249 Hamburg | +49 40 4801660 | www.soundvisionfidelity.de<br />

Projekt Akustik<br />

23611 Bad Schwartau | +49 451 2033300 | www.projekt-akustik.de<br />

Mainstreet Audio<br />

26122 Oldenburg | +49 441 506023<br />

UNI HIFI<br />

28203 Bremen | +49 421 324711 | www.unihifi.com<br />

Alex Giese<br />

30159 Hannover | +49 511 35399737 | www.alexgiese.de<br />

Hifi-Palast<br />

40479 Düsseldorf | +49 211 4931555 | www.hifi-palast.de<br />

Amadeus Hi-Fi Studio<br />

42853 Remscheid | +49 2191 294029<br />

Analog Hifi Atelier<br />

44143 Dortmund | +49 231 598147 | www.analog-hifi-atelier.de<br />

AURA HI-FI<br />

45131 Essen | +49 201 721207 | www.aura-hifi.de<br />

Hifi Atelier<br />

50968 Köln | +49 221 8004440 | www.hifi-atelier-koeln.de<br />

KLANGPUNKT<br />

52064 Aachen | +49 241 35206 | www.klangpunkt.de<br />

Loftsound <strong>High</strong>-<strong>End</strong> Studio<br />

59755 Arnsberg | +49 2932 5109570 | www.loftsound.de<br />

Wiessler highfi<br />

60316 Frankfurt | +49 69 439215<br />

Beisler<br />

63768 Hösbach | +49 6021 51053 | www.beisler.biz<br />

MT HiFi Tonstudio<br />

68161 Mannheim | +49 621 101353 | www.mt-hifi.de<br />

Hifi-Studio Wittmann<br />

70195 Stuttgart | +49 711 696774 | www.wittmann-hifi.de<br />

SG Akustik<br />

76133 Karlsruhe | +49 721 9414580 | www.sg-akustik.de<br />

HiFi Studio Gogler<br />

79098 Freiburg | +49 761 26666 | www.hifi-gogler.de<br />

HiFi Concept<br />

81667 München | +49 89 4470774 | www.hificoncept.de<br />

Enzinger<br />

84524 Neuötting | +49 8671 97700 | www.enzinger.com<br />

Mach One<br />

85049 Ingolstadt | +49 841 33670 | www.machone.de<br />

<strong>High</strong> Fidelity Studio<br />

86150 Augsburg | +49 821 37250<br />

TV-HIFI Studio KEMPER<br />

89073 Ulm | +49 731 67398 | www.kemper-ulm.de<br />

Die Steiner Box<br />

90478 Nürnberg | +49 0911 467696 | www.steinerbox.de<br />

Die Steiner Box<br />

91052 Erlangen | +49 9131 27792 | www.steinerbox.de<br />

Longtone Hi-Fi<br />

1070Wien | +43 1 5237025 | www.longtone.at<br />

Der GROSS<br />

4020 Linz | +43 732 7816160 | www.dergross.at<br />

Hifi-Studio STENZ<br />

4655Vorchdorf | +43 7614 6395 | www.hifi-studio.at<br />

Kreil GmbH<br />

6850 Dornbirn | +43 5572 23208 | www.visionsforyou.at<br />

HiFi-Team Czesany<br />

8010 Graz | +43 316 8228100 | www.hifiteam.at<br />

Magazin › NACHRUF<br />

BOSE: EIN LEBEN FÜR DIE FORSCHUNG<br />

Better <strong>So</strong>und Through Research: Das Streben nach dem besseren Klang<br />

mit Hilfe der Forschung sind bei Bose keine leeren Marketing-Hülsen.<br />

Gründer, Unternehmenschef und Technischer Direktor Dr. Amar G. Bose<br />

war die personifizierte Forschernatur. Am berühmten Massachusetts<br />

Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, machte er <strong>sein</strong>en<br />

Doktor der Elektrotechnik und wurde 1956 Professor. Mit <strong>sein</strong>en Forschungsarbeiten<br />

legte er den Grundstein für viele Patente im Bereich<br />

Akustik, Elektronik, Nichtlineare Systeme und Kommunikationstheorie,<br />

die er als Basis für die Gründung der Bose Corporation 1964 nutzte – bis<br />

heute ein privat geführtes Unternehmen. Welchen Stellenwert die Forschung<br />

in <strong>sein</strong>em Leben hatte, zeigt ein Zitat der Leiterin <strong>sein</strong>er Fakultät<br />

am MIT: „Er fand die Herausforderung immer reizvoll, etwas zu vollbringen,<br />

was andere für unmöglich hielten“. <strong>So</strong> wundert es nicht, dass zu<br />

den großen Entwicklungen von Bose genau solche Produkte zählen, die<br />

man anfangs für unmöglich gehalten hätte: Eine Box, die nicht direkt auf<br />

den Zuhörer richtet, sondern die reflektierenden Wände nutzte (901). Aktive<br />

Lärmbekämpfung mit Gegenschall in Kopfhörern (Noise-Cancelling).<br />

Ein ganzes Unterhaltungssystem in einem kompakten Äußeren (Wave-<br />

Radio). Die Forscherneugier von Dr. Bose und <strong>sein</strong>en Mitarbeitern führte<br />

sie auch in Gebiete jenseits der Audio-Welt mit elektromagnetischen<br />

Federungen fürs Auto oder hochentwickelten Prüfinstrumenten. Als<br />

Professor war Amar Bose legendär für <strong>sein</strong>e Akustik-Vorlesungen, als<br />

Bose-Gründer war er Mentor und Antreiber für <strong>sein</strong>e Mitarbeiter und als<br />

Wissenschaftler hinterlässt er der Welt viele Erfindungen und Erkenntnisse.<br />

Er starb am 12.Juli 2013 im Alter von 83 Jahren. ct<br />

www.audio.de ›09 /2013 11


Magazin › SZENE<br />

HIFI-TERMINE<br />

9. 8. - 13. 9. PhonoPhono, 10961 Berlin<br />

informiert jeden Freitag (Bergmannstr. 17, 17 bis 19 Uhr) über analoge<br />

Klangkultur sowie spannende „digitale“ Aspekte. Die Themen der<br />

kommenden Wochen. 9. August: Preiswerte HiFi-Technik – wie man gute<br />

Geräte erkennt und sinnvoll kombiniert. 16. 8.: Platten waschen und<br />

reinigen – alles über Platten-Waschmaschinen, Spezial-Reiniger und den<br />

Umgang mit verschmutzen LP-Schätzen. 23. 8.: Tonabnehmer im<br />

Vergleich – welcher Abtaster passt zu welchem Plattenspieler, welchen<br />

Einfluss hat der Nadelschliff? 30. 8.: <strong>High</strong>-<strong>End</strong> für Kenner und Genießer –<br />

hochwertige Vinyldreher namhafter Hersteller im Vergleich. 6. September:<br />

Tuning-Tipps für HiFi-Anlagen – PhonoPhono erklärt, wie man<br />

Schwachstellen einer Kette aufspürt, noch mehr Klang auch aus besten<br />

Komponenten herauskitzeln <strong>kann</strong> und zeigt Zubehör von Kabeln bis zu<br />

Racks und Stellflächen. 13. 9.: HiFi-Technik: CD-/SACD-Spieler unterschiedlicher<br />

Preisklassen im Vergleich. Klingt die SACD immer besser als<br />

die CD? Was bieten andere Digitalformate? www.phonophono.de<br />

10. 8. / 30. 8. / 14. 9. Radio Ferner, 38100 Braunschweig<br />

rückt mit <strong>sein</strong>en Eventreihen „Im Fokus“ (jeden zweiten Samstag des<br />

Monats) und „Die Kleine Hörprobe“ (jeweils am letzten Freitag des<br />

Monats) regelmäßig aktuelle HiFi-Technik in den Blickpunkt. Am 10.<br />

August „im Fokus“: die Firma Revox und deren neue Streaming-Reihe Joy:<br />

Diese „feine Art des Streamings“ spielt Musik im gesamten Haus ab – und<br />

zwar ohne iPad, denn die Fernbedienung der Joy-Serie braucht keine Hilfe<br />

von außen. Die „Kleine Hörprobe“ steht sich am 30. August dann unter<br />

dem spannenden Motto: „Folk-Explosion – Dylan war gestern!“. Das<br />

Team um Stefan Sander spielt zeitgenössische Singer-/<strong>So</strong>ngwriter-Musik<br />

und Artverwandtes – natürlich auf einem spannenden HiFi-System, das<br />

für einige Überraschungen gut ist. Und am 14. September locken in Hintern<br />

Brüdern 2 dann Neuheiten aus dem Hause Rega. www.radio-ferner.de<br />

24. 8. HiFi Concept, 81667 München<br />

lädt nach dem abgeschlossenen Umbau zum kombinierten Neueröffnungs-/<strong>So</strong>mmerfest.<br />

Die Wörthstr. 38 erstrahlt in frischem Glanz – lasssen<br />

Sie sich überraschen! www.hificoncept.de<br />

16./17. 8. Luna Audio Lounge, 90471 Nürnberg<br />

nimmt „Preis-Leistungs-Knüller“ unter die Lupe. Denn wohl nie waren<br />

Stand-Lautsprecher von 600 bis 800 Euro pro Paar so interessant wie<br />

heute – verbauen Hersteller doch Materialien aus teureren Modelle<br />

inzwischen oftmals auch in den Einstiegs-Serien. Luna-Audio-Chef<br />

Thomas Mathejczyk rückt an diesem Wochenende vor allem Boxen in den<br />

Fokus, die via Stereo überzeugen und sich zudem zum Surround-<br />

System erweitern lassen. Im Euckenweg<br />

17 treten auf: die Wharfedale Diamond<br />

sowie einige Modelle aus dem Hause<br />

Dali (Zensor, Zensor 5, Zensor 7) – die<br />

dänische Marke ist seit kurzem neu bei<br />

Luna Audio im Port folio. Zum Vergleich<br />

stehen die bestens be<strong>kann</strong>ten Wharfedale<br />

Diamond 10.6 und Diamond 10.7<br />

bereit. www.luna-audio.de<br />

30. 8. / 5. 9. Boxen Gross, 10999 Berlin<br />

verwandelt sich am 30. August zum HiFi-Tanzschuppen. Denn im Rahmen<br />

der kultigen Linn Lounge sorgen diesmal die legendären Disco- und<br />

Funk-Klassiker von Chic & Nile Rodgers für beste Stimmung – natürlich<br />

in top-Studio-Master-Qualität über eine Streaming-Kette der schottischen<br />

<strong>High</strong>-<strong>End</strong>er Linn. Also: „Good Times“ für Streaming- und<br />

Disco-Fans! Beim Donnerstags-Workshop (jeden ersten Donnerstag im<br />

Monat ab 17 Uhr) dreht sich am 5. September dann alles um das<br />

Thema Subwoofer und Boxen. Das Team um Siegfried Wörner erklärt,<br />

welche Maßnahmen sinnvoll sind und was man eher nicht tun sollte. Und<br />

zum Schluss wird alles mit flotter Musik überprüft. www.boxengross.de<br />

2. 9. - 14. 9. Max Schlundt Kulturtechnik, 10623 Berlin<br />

begleitet die IFA in Berlin mit einer eigenen Ausstellung. Vom 2. bis 14. 9.<br />

können HiFi-Fans in der dritten Etage des Berliner Stilwerk (Kantstr. 17)<br />

beste Elektronikkomponenten und Lautsprecher in relaxter Atmosphäre<br />

beschnuppern. Eine Reihe der dort gezeigten Produkte wird hier erstmals<br />

einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt, und auch im Inneren des Studios<br />

gibt es Musik satt in höchster Klangqualität. Außerdem eröffnet am 7. 9.<br />

das neue Burmester-Studio bei Max Schlundt, und das Stilwerk-Forum<br />

bietet vom 7. 9. bis 11. 9. zusätz liche Fläche für Vorführungen – herrlicher<br />

Blick über die Dächer Berlins inklusive. www.maxschlundt.de<br />

6. 9. HiFi-Studio Falkensee,14612 Falkensee<br />

veranstaltet im Herbst eine Reihe von Hörabenden. Los geht’s am 6.<br />

September mit einem Analogabend, bei dem Phonovorstufen der<br />

Spitzenklasse (Allnic H 1500 MK 2 SE und H 5000, Aestetix Rhea, Bauer<br />

Phono Vorstufe, Esoteric E 03, Lector Phonosystems, Manley Steelhead<br />

MK 2 und einige andere) an Laufwerken der Spitzenklasse gegeneinander<br />

antreten. Da die Plätze begrenzt sind, wird um eine Voranmeldung<br />

erbeten: Tel.: 03322 / 2131655 / Mobil: 0172 / 3844155 www.berlin-hifi.de.<br />

6./7. 9. Klassik Center, 34134 Kassel<br />

hat sie: die neuen Elac-Referenzlautsprecher der Serien 400 und 500 in<br />

Stereo und Mehrkanal. Zu hören sind die Elacs mit Material von CD und<br />

SACD über Blu-ray-Audio bis zu DSD-Files im ELAC-Stützpunkt beim<br />

Klassik Center, Glöcknerpfad 47. Showtime ist am von 16 bis 20 Uhr und am<br />

Samstag von 10 bis 16 Uhr. www.klassikcenter-kassel.de<br />

6. 9. - 11. 9. Internationale Funkausstellung,14055 Berlin<br />

<strong>So</strong> ziemlich jeder HiFi-Fan besitzt ja auch einen Kühlschrank und eine<br />

Kaffeemaschine. Von daher: Wer gerade Bedarf hat, <strong>kann</strong> in den Hallen<br />

am Berliner Messedamm ja mal eben die Neuheiten des Jahres checken<br />

– und dann das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Denn nach wie<br />

vor gibt es auf der IFA auch den Bereich Unterhaltungselektronik, und der<br />

ist – auch wenn die Musik in Sachen <strong>High</strong> <strong>End</strong> längst in München spielt<br />

– durchaus einen Besuch wert.<br />

Vom 6. bis 11. September stehen vor allem die Themen Heimvernetzung<br />

und „smarte“ Technologiekonzepte im Mittelpunkt – da könnte schon<br />

manch Interessantes dabei <strong>sein</strong>. Und bei den Konzerten im lauschigen<br />

<strong>So</strong>mmergarten sorgen diesmal Helge Schneider (5. 9.), Philipp Poisel und<br />

die Alin Coen Band (6. 9.), Unheilig (8. 9.) und Heino (9. 9.) für Live-Vergnügen.<br />

Geöffnet täglich 10-18 Uhr. www.ifa-berlin.de<br />

12 www.audio.de ›09 /2013


Magazin › SZENE<br />

Fotos: Archiv, dowiliukas / Sergey Kandakov – Shutterstock.com<br />

MUSIK IM HANDEL<br />

Service-Wüste Plattenladen? Keineswegs – es gibt sie noch, die engagierten und<br />

kompetenten Tonträger-Händler. <strong>AUDIO</strong> stellt in Zusammenarbeit mit der Handelsgemeinschaft<br />

Aktiv Music Marketing (www.amm.de) regelmäßig spannende record<br />

shops vor und fragt nach audiophilen Tipps und musikalischen Entdeckungen.<br />

DISCY – MUSIK BUCH FILM<br />

Hubert-von-Herkomer-Str. 111<br />

86899 Landsberg<br />

Internet: www.discy.de<br />

mail: info@discy.de<br />

<strong>AUDIO</strong>: Welche (Wieder-)Veröffentlichung können<br />

Trade). Wie ihr viel zu früh<br />

Sie aus klanglicher Sicht besonders empfehlen?<br />

verstorbener Vater Chris Whitley findet Tochter Trixie ganz<br />

Edmund Epple: „Pale Green Ghosts“ (Cooperative<br />

Music) von John Grant. Grant stammt aus<br />

Blues und <strong>So</strong>ul funktionieren, und hält sich trotzdem<br />

individuelle musikalische Wege. Sie weiß genau, wie<br />

Colorado und ist doch so ganz anders als der<br />

nicht immer daran. Gesegnet mit einer fantastischen<br />

Durchschnittsamerikaner. Er ist schwul, verfügt<br />

Stimme, die auch großen Vergleichen standhält (z. B.<br />

über einen beißenden zielsicheren Humor, den<br />

Mavis Staples, Bettye Lavette), macht sie ihr eigenes<br />

man eher als britisch verorten würde, und spricht<br />

Ding. „Fourth Corner“ ist für mich schon jetzt eines der<br />

sechs Sprachen fließend. Nach „Queen Of<br />

Alben des Jahres!<br />

Denmark“ ist ihm nun ein weiterer großer Wurf gelungen. Zu Der Laden<br />

hören ist eine Mischung aus Singer-<strong>So</strong>ngwriter-Qualitäten und Discy gibt es seit 1985 in Landsberg. Die Kernkompetenz liegt in der<br />

Electro, wie man sie bisher nicht ge<strong>kann</strong>t hat. Bei diesem Album, Musik: Geschulte, erfahrene Mitarbeiter bieten besten Service bei der<br />

entstanden mit den isländischen Electro-Pionieren Gus Gus, ist Suche nach der passenden CD, egal ob in Klassik, Jazz, Pop oder<br />

alles an <strong>sein</strong>em Platz, und es klingt fantastisch, vor allem auf Vinyl. Weltmusik. Komplettiert wird der Service durch eine interessante<br />

?: Welche Neuerscheinung sticht für Sie musikalisch hervor? Auswahl an Literatur und Hörbüchern sowie eine umfangreiche<br />

Holger Dehno: Trixie Whitley: „Fourth Corner“ (Unday / Rough DVD-Abteilung mit Neuheiten und Klassikern der Filmgeschichte.<br />

_0AYP1_BoseAnz_SIE2i_W_Audio_9_13_1_2_quer.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);17. Jul 2013 13:38:48<br />

FÜR SPORTLER<br />

ENTWICKELT.<br />

Bose® SIE2i Headphones<br />

Sport<br />

Mit exklusiver Fitness-Armtasche von<br />

Um beim Sport an Ihre Grenzen gehen zu können, brauchen Sie Headphones, die mitmachen.<br />

Bose ®<br />

SIE2i Sport Headphones sind mit Ihrem iPhone oder iPod kompatibel und wurden speziell<br />

für Sportler entwickelt. Sie bieten preisgekrönten Bose Spitzenklang, sind schweiß- und wetterresistent,<br />

sitzen sicher und bequem im Ohr und werden mit einer exklusiven Reebok ®<br />

Fitness-<br />

Armtasche geliefert. Auch als reine Audio-Variante erhältlich. Beim Sport geben Sie alles –sollten<br />

Sie nicht auch von Ihren Headphones alles fordern?<br />

Jetzt scannen.<br />

m.bose.eu/<br />

shm_de<br />

©2013 Bose Corporation. Die Fernbedienung und das Mikrofon werden nur vom iPod nano (ab der 4. Generation), iPod classic (120 GB/160<br />

GB), iPod touch (ab der 2. Generation), iPhone 3GS, iPhone 4, iPad sowie MacBook und MacBook Pro (jeweils ab den 2009-Modellen)<br />

unterstützt. Die Fernbedienung wird vom iPod Shuffle (ab der 3. Generation) unterstützt. Audio wird von allen iPod-Modellen unterstützt.<br />

REEBOK ist ein eingetragenes Warenzeichen und Dienstleistungsmarke der Reebok International Limited.


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

DIE KLEINE VON NEBENAN<br />

Wer eine möglichst platzsparende, preiswerte und natürlich wohlklingende Zweitanlage<br />

aufbauen möchte, sollte sich diese sieben Kompakten genauer anschauen. Zusammen<br />

mit dem passenden Verstärker können daraus richtig erwachsene Systeme entstehen.<br />

■ Test: Alexandros Mitropoulos<br />

14 www.audio.de ›09/2013


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

HiFi ist die Suche nach dem idealen<br />

Klang für Daheim. Hat man diesen<br />

im Haupt-Hörraum irgendwann gefunden,<br />

wächst bei vielen der Wunsch nach<br />

einer kompakten Zweitanlage für einen anderen<br />

Raum des Hauses. Diese Nebenanlage<br />

sollte im Idealfall aber nicht nur gut klingen,<br />

sondern gleichzeitig so kompakt und <strong>günstig</strong><br />

<strong>sein</strong>, wie nur irgendwie möglich. Prinzipbedingt<br />

eignen sich besonders Regalboxen als<br />

Schallwandler in einer solchen Anlage. Denn<br />

was einer Kompakten an Gehäusevolumen<br />

und somit an Bass fehlt, gleicht eine wandnahe<br />

Aufstellung in einem Regal oder auf einem<br />

Sideboard in aller Regel aus. Jedenfalls<br />

TEST<br />

Preiswerte Kompaktboxen für die Zweitanlage<br />

CANTON GLE 436 440 €<br />

DALI ZENSOR 3 400 €<br />

EPOS EPIC 1 425 €<br />

FOCAL CHORUS 705 400 €<br />

INDIANA LINE TESI 260 350 €<br />

MAGNAT QUANTUM 673 460 €<br />

TANNOY DC4 500 €<br />

dürfte unter diesen sieben Lautsprechern<br />

um 450 Euro für jeden das Richtige dabei<br />

<strong>sein</strong> – und eine hervorragende kleine Anlage<br />

ist mit den passenden Verstärker-Empfehlungen<br />

auf Seite 23 im Nu zusammengestellt.<br />

Fotos: Julian Bauer, MPS, Archiv<br />

www.audio.de ›09/2013<br />

15


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

CANTON<br />

GLE 436 440 EURO<br />

Die GLE-Serie ist aktuell die <strong>günstig</strong>ste<br />

Möglichkeit, an eine HiFi-<br />

Box von Canton zu kommen.<br />

Vor Kurzem bekamen sämtliche GLE-<br />

Modelle eine Komplett-Überarbeitung<br />

spendiert: Neben dem neuen Äußeren<br />

fällt dem kundigen Canton-Jünger sofort<br />

die veränderte Treiberbestückung<br />

auf. In der kompakten GLE 436 sind ein<br />

18er-Tiefmitteltöner mit Alu-Konus und<br />

eine 25mm-Gewebekalotte für die<br />

Schallerzeugung verantwortlich. Der<br />

Tweeter sitzt in einer nach innen gewölbten<br />

Waveguide-Mulde, die den Klang im<br />

Übergangsbereich linearisieren soll. Der<br />

Woofer erhielt eine neue Sicke, die größeren<br />

Hub und damit eine noch linearere<br />

Wiedergabe ermöglicht. Die Übergangsfrequenz<br />

zwischen Tiefmittel- und<br />

Hochtöner liegt bei 3 kHz. Wegen der<br />

Arbeitsweise als reines Zweiwege-System<br />

kommt die Frequenzweiche der<br />

GLE 436 mit einer Handvoll Elkos, Ferritkernspulen<br />

und Widerständen aus. Ein<br />

konventionelles Reflexsystem soll dem<br />

Bass unter die Arme greifen. Dessen<br />

Rohr mündet auf der Rückseite des makellos<br />

verarbeiteten Gehäuses, was auf<br />

den ersten Blick einen gewissen Mindest-Abstand<br />

zur Rückwand sinnvoll<br />

erscheinen lässt.<br />

JE NÄHER DESTO BESSER<br />

Jedoch, das Gegenteil war der Fall: Während<br />

des Hörtests profitierte die Canton<br />

von wandnaher Aufstellung enorm. Das<br />

Tieftonfundament erhielt bei John Ozilas<br />

„Funky Boogie” einen knalligeren Punch,<br />

und die Abbildung wirkte nicht nur brei-<br />

ter und größer, sondern insgesamt stimmiger<br />

– irgendwie vollständiger. Auch<br />

der klare Mittelton gefiel den Testern:<br />

Stevie Wonders Stimme bei „Visions”<br />

klang klar und besaß selbst bei leiseren<br />

Passagen eine gute Verständlichkeit.<br />

Ein stärkeres Anwinkeln der Boxen verhalf<br />

dem tendenziell warmen Hochton<br />

etwas direkter und somit frischer zu klingen.<br />

Die Devise lautet demnach eindeutig:<br />

Ruhig an die Wand mit der Canton!<br />

WENIGER IST MEHR: Die Weiche ist recht<br />

spartanisch ausgestattet. Doch mehr als ein<br />

Paar Spulen und Elkos braucht sie auch nicht.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

Direkt an eine Wand stellen,<br />

Abbildung gewinnt dadurch an<br />

Homogenität. Hörabstand<br />

1,5-2m, 30-40 Grad anwinkeln.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 136.<br />

CANTON<br />

GLE 436<br />

Canton Elektronik<br />

0 60 83 / 28 70<br />

canton.de<br />

440 Euro<br />

5 Jahre<br />

19 x 36 x 28 cm<br />

6,7 kg<br />

– / • / –<br />

Esche Schwarz, Mocca Weiss,<br />

Nussbaum, Weiss, Silber.<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

–<br />

ÅFunktioniert bei wandnaher<br />

Aufstellung sehr gut, breite<br />

Abbildung, klare Mitten.<br />

Í Könnte etwas mehr Attacke<br />

im Hochton haben.<br />

65<br />

65<br />

65<br />

70<br />

65<br />

70<br />

65<br />

70<br />

sehr gut<br />

67 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

D<br />

G<br />

H<br />

F<br />

MESSLABOR<br />

Der Frequenzgang der Canton verläuft weitestgehend<br />

gerade (1), der Peak um 19kHz<br />

ist unkritisch. Seitlich gemessen wir der<br />

Hochton etwas milder. Die untere Grenzfrequenz<br />

(-3dB) liegt bei 65Hz, die obere<br />

bei 25kHz. Der Maximalpegel beläuft<br />

sich auf laute 100,5dB. Die Klirrmessung<br />

(2) zeigt erst ab 100dB Auffälligkeiten um<br />

120Hz und 2,5kHz, darunter bleibt die Box<br />

sehr klirrarm. AK=60.<br />

Canton GLE 436<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Canton GLE 436<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

16<br />

www.audio.de ›09/2013


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

DALI<br />

ZENSOR 3 400 EURO<br />

Dalis Einsteiger-Serie hört auf<br />

den Namen Zensor und heimste<br />

seit dem Marktstart nicht nur<br />

von Fachpresse und Handel, sondern<br />

auch von Konsumenten viel Lob ein.<br />

Kein Wunder: Für relativ kleines Geld<br />

gibt es einfach viel HiFi. Nun erhält die<br />

Modellreihe Verstärkung. Die neue Kompaktbox<br />

Zensor 3 zeigt im Wesentlichen<br />

die selben technischen Merkmale wie<br />

die Zensor 1 (<strong>AUDIO</strong> 10/11) – nur eben<br />

alles eine Nummer größer: Das Gehäuse<br />

schoss um acht Zentimeter in die Höhe<br />

und der Tiefmitteltöner misst erwachsenere<br />

17,8 Zentimeter im Durchmesser.<br />

Der identische Woofer wird<br />

auch bei der Standbox Zensor 7 (1/12)<br />

eingesetzt. Der Bass weist die für den<br />

dänischen Hersteller typische, mit Holzfasern<br />

gepresste Papiermembran auf.<br />

Diese Kombi stellt einen eleganten Kompromiss<br />

aus Steifigkeit und Resonanzarmut<br />

dar. Den Hochton übernimmt ab 2,6<br />

kHz ein standardmäßiger 25mm-Dome-<br />

Tweeter. Ein Waveguide hält das Abstrahlverhalten<br />

der höheren Frequenzen<br />

unter Kontrolle. Ein auf 46Hz getrimmtes<br />

Reflexsystem bringt schließlich noch<br />

etwas Bums im <strong>So</strong>undkeller. Die Zensor<br />

3 ist, wie auch schon ihre älteren<br />

Schwestern, vorbildlich verarbeitet: Die<br />

Chassis sind millimetergenau eingebaut<br />

und die Gehäuseoberfläche – beim Testmodell<br />

ist es eine hübsche Folie in Wallnuss-Optik<br />

– perfekt aufgeklebt.<br />

DANISH DELIGHTS<br />

Anders als die Canton wollte die Dali<br />

Zensor 3 nur ungern direkt an der Wand<br />

stehen. Viel wohler fühlte sie sich etwa<br />

30 Zentimeter davon entfernt: Die Tester<br />

waren von ihrer großen und präzisen<br />

Bühne beeindruckt. Stereoeffekte (beispielsweise<br />

die hin und her wandernde<br />

Bassdrum im Intro von „Sun King” von<br />

den Beatles) übertrug die Dali Zensor 3<br />

akkurat und mit hervorragendem Timing.<br />

Der Bass reichte erstaunlich tief herab,<br />

ohne dabei an Präzision einbüßen zu<br />

müssen.<br />

HAND ME DOWNS: Der Woofer weist den<br />

Dali-typischen, mit Holzfasern verstärkten<br />

Papierkonus auf und kommt aus der Zensor 7.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

TESTSIEGER<br />

KOMPAKTBOXEN<br />

DALI<br />

ZENSOR 3<br />

Dali Deutschland<br />

07 31 / 14 11 68 61 0<br />

dali-deutschland.de<br />

400 Euro<br />

5 Jahre<br />

20,6 x 39,4 x 30 cm<br />

6 kg<br />

– / – / •<br />

schwarz hochglänzend,<br />

weiß hochglänzend<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

–<br />

ÅGutes Timing, druckvoller<br />

und für die Größe tiefer Bass;<br />

sehr gute Verarbeitung.<br />

Í –<br />

65<br />

70<br />

70<br />

65<br />

65<br />

70<br />

70<br />

70<br />

sehr gut<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

D<br />

Etwa 20-30cm Abstand zur<br />

Wand einhalten, nur minimal<br />

10-15 Grad anwinkeln,<br />

Hörabstand um 2 Meter.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 136.<br />

68 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

G<br />

H<br />

F<br />

09/13<br />

MESSLABOR<br />

Axial gemessen zeigt der Frequenzverlauf<br />

der Dali einen ab 10kHz einsetzenden, relativ<br />

kräftigen Anstieg des Hochtons um etwa<br />

3dB (1). 30 Grad seitlich ist genau das<br />

Gegenteil der Fall. Ansonsten homogener<br />

Verlauf. Die untere Grenzfrequenz liegt bei<br />

57Hz, die obere bei 26kHz (bei -3dB). Der<br />

Maximalpegel ist mit 98dB durchschnittlich.<br />

Ab 95dB ist hauptsächlich im Mitteltonbereich<br />

Klirr erkennbar (2). AK=59.<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

Dali Zensor 3<br />

Frequenzgang<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Dali Zensor 3<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.audio.de ›09/2013 17


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

EPOS<br />

EPIC 1 425 EURO<br />

Um die Kosten der Epic-Serie so<br />

niedrig wie möglich zu halten,<br />

ohne aber die Qualität darunter<br />

leiden zu lassen, setzt Epos auf modernste<br />

computergesteuerte Fertigungsmethoden.<br />

Und tatsächlich: Die<br />

Epic 1 ist zwar der <strong>günstig</strong>ste Schallwandler<br />

im Portfolio des Herstellers,<br />

macht optisch aber einiges her und erinnert<br />

sogar an die teurere Elan-Serie. Für<br />

die Schall- und Gehäusewände verwendet<br />

Epos bei der Epic 35mm starkes, exakt<br />

bearbeitetes MDF und verziert dieses<br />

mit einer hübschen Kirsch-Folie. Typisch<br />

Epos: Jeder Box liegen zwei Frontblenden<br />

bei: Eine „audiophile” ohne Bespannung<br />

sowie eine normale mit Stoff,<br />

die die Treiber vor Beschädigungen<br />

schützt. Beide Frontblenden schließen<br />

mit den Gehäusekanten und dem Waveguide<br />

des 25mm-Tweeters bündig ab,<br />

wodurch die Entstehung unerwünschter<br />

Kantenbrechungseffekte unterdrückt<br />

wird. Für die Montage der Frontblende<br />

liefert Epos ein Werkzeug mit, das von<br />

der Rückseite durch die Box gesteckt<br />

wird (siehe Foto rechts). Hoch- und Tiefmitteltöner<br />

sind Neuentwicklungen,<br />

wollen aber den typischen Epos-Klang<br />

liefern. Die Epic 1 nutzt eine 15-Zentimeter-Membran<br />

aus Polypropylen, die eine<br />

hohe innere Dämpfung und damit ein<br />

gleichmäßiges Abstrahlverhalten erreichen<br />

soll.<br />

AUCH FÜR LEISE-HÖRER<br />

Bereits nach den ersten Takten fiel auf,<br />

dass die Epic 1 zwar nicht ganz so energisch<br />

zur Sache ging wie etwa die Can-<br />

ton oder Dali, dafür aber noch authentischer<br />

klang: Im Intro von Nylons „Glück”<br />

wirkten die Instrumente plastisch und<br />

Details (wie Fellresonanzen der Bassdrum)<br />

realistischer. Generell bekam man<br />

den Eindruck, die Epos wäre darauf bedacht,<br />

so zu agieren, wie es der Musiker<br />

gewollt hätte: Mal dynamischer – mal<br />

zurückhaltender. Die klare Stimmwiedergabe<br />

war dem typisch-frischen Epos-<br />

Klang anzurechnen: Selbst bei niedrigeren<br />

Pegeln waren Aufnahmen gut durchzuhören,<br />

was die Epic 1 auch für Leisehörer<br />

interessant macht.<br />

AUSTAUSCHBAR: Die Frontblende löst<br />

man mit einem Spezial-Tool, das durch eine<br />

Öffnung auf der Rückseite gesteckt wird.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

D<br />

Wandnah (20-30cm) aufstellen<br />

und überhaupt nicht oder nur<br />

minimal (10 Grad) anwinkeln.<br />

Hörabstand ab 1,5 Meter.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 136.<br />

EPOS<br />

EPIC 1<br />

Reson Audio<br />

0 77 53 / 62 43 35<br />

reson.de<br />

425 Euro<br />

5 Jahre<br />

18,5 x 31 x 24,5 cm<br />

5,9 kg<br />

– / • / –<br />

Kirscher, Schwarz<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

austauschbare Frontblende<br />

ÅNatürlicher Klang, große<br />

Abbildung, selbst bei leisen<br />

Pegeln enorm detailreich.<br />

Í Stellenweise und je nach<br />

Aufnahme etwas frisch.<br />

65<br />

70<br />

70<br />

70<br />

65<br />

65<br />

65<br />

65<br />

sehr gut<br />

67 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

G<br />

H<br />

F<br />

MESSLABOR<br />

Bis auf eine leichte Welligkeit um 1kHz und<br />

einem frühen Bassabfall verläuft der Frequenzgang<br />

der Epos axial gemessen relativ<br />

geradlinig und breitbandig (1). Seitlich tritt<br />

ein früher Hochtonabfall ein. Obere Grenfrequenz<br />

beträgt 32kHz, die untere lediglich<br />

82Hz. Durch den begrenzten Tiefgang <strong>kann</strong><br />

die Epic 1 jedoch sehr laut spielen (103,5).<br />

Bei 95dB unauffälliger Klirr (2), der ab 100dB<br />

besonders im Bass zunimmt. AK=63.<br />

Epos Epic1<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Epos Epic1<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

18<br />

www.audio.de ›09/2013


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

FOCAL<br />

CHORUS 705 AB 400 EURO<br />

Die kleinste und gleichzeitig <strong>günstig</strong>ste<br />

Box aus Focals kürzlich<br />

überarbeiteten Chorus-7er-Linie<br />

trägt die Bezeichnung 705. Die Kompakte<br />

nutzt den identischen 13-Zentimeter-Tiefmitteltöner<br />

wie ihre große<br />

Schwester Chorus 714 (<strong>AUDIO</strong> 6/13).<br />

Das Besondere am Woofer: Seine Papier-Membran<br />

ist mit einer dünnen<br />

Schicht Glas partikeln verbacken und soll<br />

dadurch steifer und belastbarer <strong>sein</strong> als<br />

ein konventioneller Konus. Zweites <strong>High</strong>light<br />

ist der invertierte Alu-Magnesium-<br />

Hochtöner, der eine Aufhängung aus Poron<br />

bekommen hat – ein Material, das<br />

sich weder verformt noch porös wird.<br />

Die Fertigung der Treiber und die <strong>End</strong>montage<br />

findet in Handarbeit in Frankreich<br />

statt. Die Gehäuse werden in Osteuropa<br />

gefertigt, um die Kosten zu senken.<br />

Die Verarbeitungsqualität <strong>kann</strong> sich<br />

jedoch sehen lassen: Wie die restlichen<br />

Chorus-Modelle beeindruckt auch die<br />

705er mit einem wertigen Aussehen<br />

und ist selbst im Inneren tadellos verarbeitet.<br />

Gegen 60 Euro Aufpreis bekommt<br />

man die Focal mit einem schicken<br />

Kunstleder-Bezug, der die Front,<br />

den Deckel und die Rückseite schmückt<br />

– „Black Style” nennt sich das Ganze und<br />

sieht sehr edel aus. Wer es doch rustikaler<br />

mag, wählt die <strong>günstig</strong>ere Walnussoder<br />

Rosenholz-Variante.<br />

OHNE SCHUTZ NATÜRLICHER<br />

Zunächst einmal ein Tipp: Falls nicht akute<br />

Beschädigungsgefahr durch Kinderfinger<br />

besteht, einfach mal das Schutzgitter<br />

vom Tweeter abnehmen. Die Ab-<br />

bildung war ohne den Schutz natürlicher<br />

und detailreicher. Der etwas weichere<br />

Charakter des Hochtons ging glücklicherweise<br />

nicht auf Kosten des Detailreichtums:<br />

Die Gitarre bei „Rhinelander”<br />

von Cougar besaß genügend Attacke –<br />

wirkte dabei stets entspannt und gutmütig.<br />

Der Polyglass-Woofer vermochte<br />

selbst tiefste Bassnoten druckvoll und<br />

mit akkuratem Timing wiederzugeben –<br />

sehr schön!<br />

LACK UND LEDER: ...beziehungsweise<br />

Kunstleder: Kostet 60€ extra und sieht täuschend<br />

echt und ziemlich schick aus.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

D<br />

Direkt an einer Wand am<br />

ausgewogensten. Eine starke<br />

Anwinkelung fördert den<br />

Detailreichtum.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 136.<br />

FOCAL<br />

CHORUS 705<br />

Music Line GmbH<br />

04 105 / 77 050<br />

music-line.biz<br />

400 Euro<br />

5 Jahre<br />

19 x 31,5 x 22,7 cm<br />

5,7 kg<br />

– / • / –<br />

Walnuss, Rosenholz, Black<br />

Style<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

–<br />

ÅKräftiger, präziser Bass,<br />

entspannte Wiedergabe, Verarbeitung<br />

und Aussehen.<br />

Í –<br />

65<br />

65<br />

65<br />

70<br />

65<br />

70<br />

70<br />

70<br />

überragend<br />

67 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

G<br />

H<br />

F<br />

MESSLABOR<br />

Der Frequenzgang der Focal Chorus 705 (1)<br />

verläuft axial gemessen bis auf einen Anstieg<br />

um 6kHz ausgewogen und zeigt ein<br />

sehr gutes, gleichmäßiges Rundstrahlverhalten.<br />

Der Peak bei 24kHz ist harmlos. Die<br />

untere Grenzfrequenz beträgt 73 Hz (-3dB),<br />

die obere 28 kHz. Der Maximalpegel beträgt<br />

92,5dB, limitierend wirkt die dann einsetzende<br />

Kompression im Bass, die subjektiv<br />

aber wenig auffällt. AK=67.<br />

Focal Chorus 705<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Focal Chorus 705<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.audio.de ›09/2013 19


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

INDIANA LINE<br />

TESI 260 350 EURO<br />

Der hierzulande noch relativ unbe<strong>kann</strong>te<br />

Hersteller Indiana<br />

Line feierte in <strong>AUDIO</strong> 7/13 <strong>sein</strong><br />

Debut und heimste sich mit dem Topmodell<br />

Diva 655 viel Lob ein. Jetzt muss<br />

sich die Kompaktbox Tesi 260 beweisen,<br />

die zwar zur Low-Budget-Serie des Herstellers<br />

gehört, aber eine tadellose Verarbeitung<br />

vorzuweisen hat. Trotz des engen<br />

Entwicklungs-Budgets haben sich<br />

die Italiener einige technische <strong>High</strong>lights<br />

einfallen lassen: Die gummierte Front<br />

soll klangschädigende Reflexionen an<br />

der Schallwand unterdrücken und wirkt<br />

wertig. Die Montageplatte des ab 2,5kHz<br />

einsetzenden Tweeters ist unten ausgeschnitten,<br />

wodurch er dichter an den<br />

Tiefmitteltöner rückt und dem Ideal einer<br />

Punktschallquelle näher kommt. Im<br />

Hochtöner arbeitet eine 26mm-Seidenkalotte<br />

mit kräftigem Neodym-Magneten<br />

im Antrieb. Die ganze Treiber-Einheit<br />

sitzt in einer Kunststoff-Kammer, deren<br />

Geometrie Interferenzen ausschalten<br />

soll. Der Tiefmitteltöner im üppigen<br />

16cm-Format lässt eine Konus aus Glimmer-gefülltem<br />

Polypropylen schwingen,<br />

der Mineralzuschlag soll dem Kunststoff<br />

die gewünschte Festigkeit verleihen. Ein<br />

feststehender Gummi-Phaseplug soll<br />

den akustischen Beitrag der Membran<br />

im Mittelton zusätzlich linearisieren.<br />

SCHICKE ALLESKÖNNERIN<br />

Am Referenzverstärker von T+A, aber<br />

auch an erschwinglichen, kleineren Transistoren,<br />

beeindruckte die kleine Tesi<br />

mit einer ausgewogenen und homogenen<br />

Abbildung. Eher auf der neutralen<br />

Seite einzuordnen, gelang es der Indiana<br />

Line Aufnahmen jeglicher Stilrichtung<br />

erstaunlich detailreich darzustellen: Die<br />

Zupf- und Spielgeräusche bei Tommy<br />

Emmanuels „Train To Düsseldorf” tönten<br />

beispielsweise feinaufgelöst<br />

und brillant. Bei basslastigen<br />

<strong>So</strong>ngs lieferte die Tesi 260 einen<br />

satten, dennoch stets<br />

präzisen und unaufdringlichen<br />

Tiefton.<br />

EINGESCHLOSSEN: Die<br />

Tweeter-Einheit sitzt in einer<br />

Kammer, die sie vor<br />

Interferenzen schützen soll.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

D<br />

Wandnah etwa 10-20<br />

Zentimeter aufstellen und<br />

etwa 20 Grad anwinkeln.<br />

Hörabstand um 2 Meter.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 136.<br />

INDIANA LINE<br />

TESI 260<br />

HVH<br />

0 26 63 / 73 47<br />

indiana-line.de<br />

350 Euro<br />

3 Jahre (nach Registrierung)<br />

17,5 x 34 x 30 cm<br />

5,9 kg<br />

– / • / –<br />

Kirsche, Eiche Dunkelgrau<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

–<br />

ÅNeutraler Klang, detailreich,<br />

feinauflösend, Verarbeitung,<br />

Technik.<br />

Í –<br />

70<br />

70<br />

70<br />

65<br />

65<br />

70<br />

70<br />

65<br />

sehr gut<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

68 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

G<br />

H<br />

F<br />

EMPFEHLUNG<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

09/13<br />

MESSLABOR<br />

Im Frequenzgang (1) fällt eine leichte Mitteltonsenke<br />

auf. Die Welle um 800 Hertz<br />

könnte von einer Membranresonanz herrühren,<br />

die sich bei dieser Frequenz auch im<br />

Wasserfalldiagramm (o.Abb.) zeigt. Insgesamt<br />

leicht fallender, „warmer“ Verlauf. Größenbezogen<br />

sehr laut (104dB Maximalpegel)<br />

und bis auf einen kleinen Gipfel bei 800<br />

Hertz (besagte Resonanz) auch recht klirrarm<br />

(2). AK=64.<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

Iniana Line tesi 260<br />

Frequenzgang<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Iniana Line tesi 260 Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

20<br />

www.audio.de ›09/2013


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

MAGNAT<br />

QUANTUM 673 460 EURO<br />

Magnats Kompakte Quantum<br />

653 wurde (wie auch der Rest<br />

der Boxenserie) überarbeitet,<br />

und heißt jetzt 673. Doch die bewährte<br />

Gehäuseform hat die Revision überlebt:<br />

Die gewölbten Seitenteile machen stehenden<br />

Wellen im Boxeninneren den<br />

Garaus. In Kombination mit aufwendigen<br />

Innenverstrebungen besitzt die<br />

Quantum 673 ein steifes und damit resonanzarmes<br />

Gehäuse. Der recht große<br />

bedämpfte 30mm-Tweeter mit Kunstseiden-Kalotte<br />

und breiter Sicke setzt<br />

auf eine Ferro-Fluid-Kühlung in der<br />

Schwingspule. <strong>So</strong>mit soll der Hochtöner<br />

weniger Klirr produzieren und dank des<br />

horn-artigen, im Vergleich zum Vorgängermodell<br />

etwas abgeflachten Waveguides<br />

etwas mehr Wirkungsgrad bringen.<br />

Die Übergangsfrequenz liegt bei relativ<br />

hohen 3,1 kHz. Für die 17cm-Membran<br />

des Woofers kommt eine steife<br />

und agile Sandwich-Konstruktion aus<br />

Aluminium und Keramik zum Einsatz.<br />

Der Korb besteht aus einem Karbon-Verbundsstoff<br />

und ist deswegen nicht magnetisch.<br />

Die Verarbeitungsqualität ist<br />

prinzipiell gut und die Folie auch sauber<br />

verklebt, doch die Woofer des Testpaares<br />

könnten etwas passgenauer sitzen.<br />

KEINE MACHOBOX<br />

Das machte aber nichts, denn der Klang<br />

der kompakten Magnat machte es wieder<br />

gut: Der Hochton spielte detailreich<br />

und luftig, was zu einer glaubwürdigen<br />

Darstellung der Bühne führte. Die Rechnung<br />

der Tweeter-Kühlung schien aufzugehen.<br />

Tiefe Töne von E-Bass und Co.<br />

besaßen zwar Druck, blieben aber stets<br />

neutral und verzichteten auf Effekthaschereien.<br />

Die Abbildung verlor etwas<br />

an Räumlichkeit, wenn die Magnat direkt<br />

an der Wand stand. Realistischer<br />

empfanden es die Tester, wenn die Boxen<br />

wandnah spielten – und am besten<br />

unangewinkelt. Dadurch wirkte der<br />

Hochton nach wie<br />

vor detailreich, aber<br />

etwas plastischer,<br />

ohne sich aufzudrängen.<br />

OPTIMIERT: Der Waveguide des 673er-<br />

Hochtöners wurde etwas abgeflacht. Die<br />

Schwingspule nutzt eine Ferro-Fluid-Kühlung.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

D<br />

10-20 Zentimeter von der Wand<br />

entfernt und unangewinkelt<br />

aufstellen. Direkt an einer<br />

Wand etwas zweidimensional.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 136.<br />

MAGNAT<br />

QUANTUM 673<br />

Audiovox<br />

040 / 53 32 03 59<br />

magnat.de<br />

460 Euro<br />

5 Jahre<br />

20,2 x 35 x 28 cm<br />

6,8 kg<br />

– / • / –<br />

Esche Schwarz, Mocca. Jeweils<br />

mit schwarzer Frontplatte<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

–<br />

ÅUnangestrengte, natürliche<br />

Abbildung; kräfiger Bass.<br />

Í Chassis könnten etwas<br />

genauer in das Gehäuse<br />

verbaut <strong>sein</strong>.<br />

65<br />

65<br />

70<br />

70<br />

65<br />

65<br />

70<br />

70<br />

gut<br />

67 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

G<br />

H<br />

F<br />

MESSLABOR<br />

Der Frequenzgang der Magnat ähnelt dem<br />

der Dali Zensor 3: Bis auf den Anstieg des<br />

Hochtons (auf Achse) und einigen wenigen<br />

Welligkeiten in den Mitten homogener<br />

Verlauf (1). Die untere Grenzfrequenz beträgt<br />

67Hz. Der Maximalpegel sind laute<br />

100,5dB. Etwas Klirr ohne ausgeprägte<br />

Peaks ab 95dB, dann auch einsetzende<br />

Kompression im Bass.<br />

Magnat Quantum 673<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Magnat Quantum 673 Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.audio.de ›09/2013 21


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN<br />

TANNOY<br />

REVOLUTION DC4 500 EURO<br />

Beim Wort „Koax-Chassis” fällt einem<br />

unweigerlich der Name eines<br />

Herstellers ein: Tannoy; der<br />

schottische Boxenprofi hat <strong>sein</strong>e „Dual<br />

Concentric”-Treiber über Jahrzehnte<br />

verfeinert, was maßgeblich zum Erfolg<br />

des Unternehmens beitrug. Die kleinste<br />

und <strong>günstig</strong>ste Box mit dem berühmten,<br />

kürzlich wieder überarbeiteten Tannoy-<br />

Koax ist die Revolution DC4. Der Dual<br />

Concentric basiert hier auf einer beschichteten,<br />

zehn Zentimeter großen<br />

Papiermembran. Im Zentrum des Tiefmitteltönerchens<br />

sitzt wie gewohnt der<br />

Tweeter, in diesem Fall mit einer 19mm-<br />

Titankalotte, der ab 1,5kHz mit <strong>sein</strong>er Arbeit<br />

anfängt. Das Besondere am Tweeter<br />

ist der patentierte „Tulip Waveguide”–<br />

eine lange, hornähnliche Schallführung,<br />

die dem Hochtöner eine gewisse<br />

Bündelung, aber auch höheren Wirkungsgrad<br />

und geringeren Klirr beschert.<br />

Die trapezoide Gehäuseform verhindert<br />

die Entstehung stehender Wellen innerhalb<br />

der Box und minimiert Eigenresonanzen.<br />

Angesichts der putzigen 27 Zentimeter<br />

Höhe der DC4 sind erste aufkeimende<br />

Zweifel an der generellen Bassfähigkeit<br />

der Kompaktbox nicht ganz<br />

auszuschließen.<br />

BERAUSCHENDE WIRKUNG<br />

Aber von wegen: Die zierlich Box lieferte<br />

(eine Aufstellung direkt an der Wand natürlich<br />

vorausgesetzt) ausreichend tiefe<br />

Töne und bewies damit, dass man sich<br />

nicht stur an Äußerlichkeiten und Messwerten<br />

orientieren darf. Zumal die Tannoy<br />

trotz ihrer Horn-Eigenschaften aus-<br />

gewogen, ja sogar geradezu neutral tönte:<br />

Die Mitten klangen weder nasal noch<br />

wie durch ein Telefon gesprochen, sondern<br />

klar und angenehm direkt. Der<br />

Hochton erwies sich ebenfalls eher konventionell<br />

und glänzte mit <strong>sein</strong>er seidigcremigen<br />

Präsenz. Der Koax schuf eine<br />

große, atmosphärische Bühne, was Musikhören<br />

trotz der Limits im Tiefbass zu<br />

einem berauschenden Erlebnis machte.<br />

AUF DEN PUNKT: Der kleine Koax kommt<br />

dem Ideal einer Punktschallquelle schon<br />

ziemlich nahe.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

D<br />

Für kleine Räume und kurze<br />

Hörentfernungen. Wandnähe<br />

bevorzugen, um Bassanteil zu<br />

vergrößern.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 136.<br />

TANNOY<br />

REVOLUTION DC4<br />

TAD Audiovertrieb<br />

0 80 52 / 95 73 27 3<br />

tad-audiovertrieb.de<br />

500 Euro<br />

5 Jahre<br />

15,2 x 27 x 16,2 cm<br />

3,7 kg<br />

– / • / –<br />

Eiche hell, Espresso<br />

2 Wege, Bassreflex<br />

–<br />

Koax<br />

ÅErstaunlich große Abbildung;<br />

schöne Optik, sehr gute Verarbeitung.<br />

Í Begrenzter Tiefgang (bedingt<br />

durch Gehäusegröße)<br />

70<br />

65<br />

70<br />

70<br />

70<br />

65<br />

65<br />

60<br />

sehr gut<br />

67 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

G<br />

H<br />

F<br />

MESSLABOR<br />

Der Frequenzgang (1) ist im Mittelhochton<br />

leicht wellig, insgesamt aber ausgewogen,<br />

der Hochton richtet merklich. Leichte Betonung<br />

im Oberbass um 150 Hertz, praktisch<br />

kein Tiefbass, lässt sich mit einem Subwoofer<br />

bei ca. 100Hertz Trennfrequenz auch gut<br />

als 2.1- oder 5.1-System betreiben. Größenbezogen<br />

mit 98dB Maximalpegel noch recht<br />

laut und bis 95dB auch sehr klirrarm. AK=69.<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

Tannoy Revolution DC4<br />

Frequenzgang<br />

axial 10*hoch 30*seitl.<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />

Tannoy Revolution DC4 Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

22<br />

www.audio.de ›09/2013


FAZIT<br />

Alexandros Mitropoulos<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Unter den sieben Kompakten dürfte<br />

für jeden Klanggeschmack das<br />

Richtige dabei <strong>sein</strong>: Die Tannoy ist<br />

wegen des Koaxes mit Hörnchen<br />

vielleicht nicht jedermanns Sache,<br />

doch an einer kleinen Röhre und<br />

als Nahfeldbox ein mitreissendes<br />

Hörerlebnis. Canton und Focal<br />

spielten etwas weicher als die restlichen<br />

Boxen im Vergleich, hatten<br />

aber noch genügend Detailreichtum<br />

und beeindruckten auf ihre eigene<br />

Art. Magnat und Epos sind im<br />

Gegenteil dazu frischer im Hochton<br />

abgestimmt und bleiben (bei korrekter<br />

Aufstellung) stets gelassen.<br />

Den sinngemäßen Spagat zwischen<br />

dem cremigen <strong>So</strong>und der Focal<br />

und der Luftigkeit der Magnat<br />

schafften die Boxen von Dali und<br />

Indiana Line: Sie klingen ausgewogen,<br />

ohne ein Frequenzband großartig<br />

zu betonen oder gar zu verfärben,<br />

und zeigen beide gutes Timing.<br />

VERSTÄRKER-EMPFEHLUNGEN<br />

CANTON GLE 436 / CREEK EVO 2 (<strong>AUDIO</strong> 1/10) 780€<br />

Ein adäquater Spielpartner bringt die Qualitäten der Canton zum Vorschein, die vielleicht<br />

mit anderen Amps versteckt geblieben wären. Am Creek Evo2 erreicht die Kompaktbox<br />

einen ausgewogen und stimmigen <strong>So</strong>und.<br />

DALI ZENSOR 3 / YAMAHA A-S 700 (<strong>AUDIO</strong> 3/09) 580€<br />

Der runde, feingliedrige Charakter des Yamaha-Vollverstärkers passte zur stimmigen Art<br />

der Dali wie die Faust aufs Auge: Der Bass tönte „analoger” und der Hochton erhielt eine<br />

gesunde Portion Wärme.<br />

EPOS EPIC 1 / NAD C 326 BEE (<strong>AUDIO</strong> 8/09) 460€<br />

Am NAD zeigte die Epic1 genau jene Qualitäten, die man mit anderen Verstärkern vermisste:<br />

Das Timing war auf den Punkt genau, der Hochton wurde auf dezente Art entschärft<br />

und Bass spielte wuchtig-satt.<br />

Bornto<br />

be<br />

SMART<br />

FOCAL CHORUS 705 / ROTEL RA-12 (<strong>AUDIO</strong> 10/12) 750€<br />

Die Focal spielt an für sich ausgewogen und neutral, könnte je nach Hörgeschmack einen<br />

Hauch mehr Frische vertragen. Genau den verleiht ihr der Rotel RA-12 und zieht nebenbei<br />

auch das Timing etwas an.<br />

AV Receiver<br />

RX-V775 / RX-V675 /<br />

RX-V575 / RX-V475<br />

INDIANA LINE TESI 260 / AMC XIA (<strong>AUDIO</strong> 10/10) 450€<br />

Den neutralen Charakter der Indiana Line bewahrt man sich am besten mit einem ebenso<br />

neutralen Amp. Der Redaktions-Liebling AMC XIA passte hervorragend zur Tesi und die<br />

Amp-Lautsprecherkette spielte herrlich.<br />

MAGNAT QUANTUM 673 / DENON PMA-720AE (<strong>AUDIO</strong> 9/12) 400€<br />

Die natürliche, tendenziell weichere Art des Denon gefiel der Magnat besonders gut. Der<br />

Klang dieser Kombi tönte so straff und detailreich, die Höhen wirkten stimmiger und<br />

etwas ausgewogener.<br />

TANNOY REVOLUTION DC4 / PURE SOUND A10 (<strong>AUDIO</strong> 11/12) 700€<br />

Für eine Tannoy hat die DC4 eine hohe AK von 69. Dennoch zeigte sie sich ausgerechnet<br />

an einer Röhre am überzeugendsten. Der Bass gewann nebenbei etwas an Punch.


Lautsprecher › AKTIVBOXEN<br />

HOT CHOCOLATE<br />

Quadral hat sich bei der Entwicklung der neuen Aktivbox Altan mächtig ins Zeug gelegt. Mit satten<br />

2800 Euro ist die Kompakte zwar kein Schnäppchen – hat es dafür aber faustdick hinter dem Bändchen.<br />

Ob das ausreicht, um in der Aktiv-Welt ein Wörtchen mitreden zu können?<br />

■ Test: Alexandros Mitropoulos<br />

Zur Zeit herrscht eine große Nachfrage<br />

an Aktivboxen und viele<br />

Hersteller ergänzen ihr Portfolio<br />

entsprechend. <strong>So</strong> auch Quadral: Die<br />

Hannoveraner präsentierten auf der letzten<br />

<strong>High</strong> <strong>End</strong> eine aktivierte Version der<br />

kompakten Aurum Altan VIII. Bei der<br />

Entwicklung der 2800€-Box überließ<br />

Lautsprecher-Experte Sascha Reckert<br />

nichts dem Zufall.<br />

Das Ergebnis: Die Altan Aktiv <strong>kann</strong> mit<br />

einigen technischen Besonderheiten<br />

protzen. Der Tiefmitteltöner stammt etwa<br />

aus der Titan-Serie und bekam für<br />

<strong>sein</strong>en Einsatz in der Altan eine längere<br />

Schwingspule. Die Altan-Membran verwendet<br />

eine Mischlegierung aus Alu,<br />

Magnesium und Titan, was Steifigkeit<br />

und ein schnelles Ansprechverhalten ergibt.<br />

Der Bändchenhochtöner arbeitet<br />

nach dem magnetostatischen Prinzip,<br />

was ihm gegenüber konventionellen Kalotten<br />

ein schnelleres und präziseres Timing<br />

verleiht.<br />

Auch das Gehäuse bekam eine aufwendige<br />

Spezialbehandlung: Die Innenwände<br />

sollen dank einer ganzflächigen hochdichten<br />

Schaumstoff-Dämmung Gehäuseresonanzen<br />

minimieren und so eine<br />

natürliche Mitteltonwiedergabe ermöglichen.<br />

Die Gesamtleistung der integrierten<br />

Digital-<strong>End</strong>stufen beträgt pro Box<br />

150W, davon gehen 50W an den Tweeter<br />

und 100W an den Tiefmitteltöner.<br />

Die Altan fährt ein ganzes Arsenal an aktiven<br />

Filtern auf, die eine Anpassung an<br />

die Raumakustik und den Aufstellungsort<br />

ermöglichen. <strong>So</strong> lässt sich ein semiparametrischer<br />

Equalizer zuschalten, der<br />

eine stufenlose Anpassung um +/- 6dB<br />

zwischen 30 und 200 Hz ermöglicht.<br />

Noch effektiver geht man (durch Raummoden<br />

verursachtem) Bass-Wummern<br />

mit einer dreistufigen „Room Gain”-<br />

Schaltung an den Kragen: Der Modus<br />

„Roll Off” entschärft den Tiefton und<br />

bringt nebenbei auch eine höhere Pegelfestigkeit.<br />

Ein ab 3kHz wirkendes Potentiometer<br />

regelt die Lautstärke des Bändchens<br />

stufenlos um bis zu +/- 3dB. Besonders<br />

bei Hörräumen mit einer lebendigen<br />

beziehungsweise dunklen Akustik<br />

ist dieses Feature wichtig – das mit in<br />

Nullstellung rastenden Potis allerdings<br />

noch praktischer zu bedienen wäre.<br />

Musik empfängt die Altan Aktiv wahlweise<br />

über unsymmetrische Cinch- oder<br />

symmetrische XLR-Buchsen und ermöglicht<br />

problemlosen Anschluss an eine<br />

Vorstufe oder gar direkt an ein (in der<br />

Lautstärke regelbares) Quellgerät. In Sachen<br />

Optik ist die Quadral ein wahrer Augenschmaus:<br />

Das dunkel gebeizte Eichenfurnier<br />

– die Hannoveraner nennen<br />

die Farbe „Choco” – sieht mit der Hochglanzlackierung<br />

besonders edel aus.<br />

PROBLEMLÖSER<br />

Freistehend im <strong>AUDIO</strong>-Hörraum platziert<br />

wirkte die Quadral (mit den Potis<br />

auf Nullstellung) ausgewogen und phänomenal<br />

präzise. Die Abbildung fiel bei<br />

einem leichten Anwinkeln enorm breit<br />

und tief aus. Den Testern gelang es Auf-<br />

RAUM UND<br />

AUFSTELLUNG<br />

Raumgröße<br />

K M<br />

Akustik<br />

T<br />

D<br />

A<br />

Aufstellung<br />

W<br />

G<br />

H<br />

F<br />

Minimal anwinkeln. Hörabstand<br />

etwa ab 2,5m. Dank<br />

Klangregelung auch wandnah<br />

sehr aufgeräumt im Bass.<br />

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />

auf Seite 136.<br />

24<br />

www.audio.de ›09/2013


Lautsprecher › AKTIVBOXEN<br />

FAZIT<br />

Alexandros Mitropoulos<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />

Quadral hat es geschafft, eine<br />

hervorragende kompakte Aktivbox<br />

zu entwickeln. Die Altan Aktiv<br />

muss sich in Sachen Optik und<br />

erst recht nicht in Sachen Klang<br />

vor potenziellen Mitstreitern verstecken.<br />

Mit einem Paarpreis von<br />

2800 Euro bietet sie Aktivboxen-<br />

Fans einen enormen HiFi-Gegenwert.<br />

PIMP YOUR SOUND: Die Quadral bietet viele Einstellmöglichkeiten, mit denen der Klang<br />

an die Raumakustik, den Aufstellungsort und das eigene Hörempfinden anpassbar ist.<br />

nahmen durchzuhören, Instrumente und<br />

allerfeinste Details spielend zu orten.<br />

Der Bass tönte knochentrocken mit bemerkenswerten<br />

Tiefgang. Im Laufe der<br />

Hörsession entschieden sich die Tester,<br />

den Bereich bei 50Hz um 1,5dB anzuheben.<br />

Das Ergebnis: Die tieferen Register<br />

zeigten nach wie vor ein perfektes Timing,<br />

nur eben mit einer Idee mehr<br />

„Umpf” im Bass, was Pop-<strong>So</strong>ngs wie<br />

„Karaokebar” von Nylon gut stand. Bei<br />

selbigem Track kam ein weiteres klangliches<br />

<strong>High</strong>light zum Vorschein: Die Altan<br />

präsentierte einen derart natürlichen<br />

Mittelton, dass die Tester für einen Moment<br />

dachten, Sängerin Lisa Bassenge<br />

hätte sich in den <strong>AUDIO</strong>-Hörraum verirrt.<br />

Dann folgten die „Problembären” –<br />

<strong>So</strong>ngs, mit denen schon so mancher<br />

Lautsprecher <strong>sein</strong>e Schwachstellen offenbarte.<br />

Beispiel: „Spanish Harlem“ in<br />

der fast schon satirisch über-audiophilen<br />

Version von Rebecca Pidgeon auf<br />

Chesky Records. Im Intro können die gelegentlich<br />

in den Mix kullernden Klavier-<br />

Verzierungen schon mal blechern und<br />

engbrüstig klingen – bei einfacher gestrickten<br />

Boxen. Nicht so mit der Quadral:<br />

Das Klavier brillierte mit einer Plastizität<br />

und einer hohen Auflösung, die<br />

dem Bändchen und dem daraus resultierenden<br />

flinken Hochton anzurechnen<br />

war. Die Trompete bei Art Blakeys Uralt-<br />

Klassiker „Moanin” wiederum sprudelte<br />

förmlich vor Frische und Attacke, was<br />

aber stets den Detailreichtum förderte<br />

und nie störte. Selbst unausgewogene<br />

Aufnahmen (wie Joe Jacksons „You<br />

Can´t Get What You Want”) gewannen<br />

an Homogenität.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

Furnier/Folie/Lack<br />

Farben<br />

Arbeitsprinzipien<br />

Raumanpassung<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Neutralität (2x)<br />

Detailtreue (2x)<br />

Ortbarkeit<br />

Räumlichkeit<br />

Feindynamik<br />

Maximalpegel<br />

Bassqualität<br />

Basstiefe<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL 1<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

EMPFEHLUNG<br />

HOMOGENE ABBILDUNG<br />

QUADRAL<br />

AURUM ALTAN AKTIV VIII<br />

Quadral<br />

05 11 / 19 04 0<br />

quadral.de<br />

2800 Euro<br />

5 Jahre<br />

22,2 x 40,5 x 34,5 cm<br />

15,6 kg<br />

• / – / •<br />

schwarz/weiß hochglanz,<br />

Kirsche, Eiche schocko, Eiche<br />

natur<br />

2-Wege aktiv, Bassreflex<br />

• (mittels Filter)<br />

Bändchentweeter, Filter<br />

ÅRealistischer und ausgewogener<br />

Klang, Verarbeitung.<br />

Í –<br />

90<br />

90<br />

90<br />

90<br />

85<br />

85<br />

90<br />

85<br />

überragend<br />

89 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

1<br />

Einstufung als Kompakt-Lautsprecher<br />

09/13<br />

MESSLABOR<br />

Mit den Filtern in Nullstellung verläuft der<br />

Frequenzgang (1) der Altan Aktiv breitbandig<br />

und enorm geradlinig (roter Verlauf).<br />

Grün zeigt die Wirkung des Bassstellers,<br />

blau die des Tweeterpotis. Lila stellt die<br />

Wirkung der drei Roomgain-Stellungen dar.<br />

Die untere Grenzfrequenz beträgt 51Hz, die<br />

obere liegt bei 30kHz und der Maximalpegel<br />

bei lauten 102dB. Nennenswerter Klirr<br />

erst ab 100dB erkennbar (2).<br />

Quadral Aurum Altan (Steller)<br />

Frequenzgang<br />

100 dB<br />

neutral Boost/Rolloff EQ 30/200Hz +/-6dB TW +/-3dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kH<br />

Quadral Aurum Altan Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

www.audio.de ›09/2013 25


XXX Verstärker › XXX› DAC/ENDSTUFEN-KOMBI<br />

TEST<br />

DAC-Vorverstärker mit zweierlei <strong>End</strong>stufen<br />

AMC US24192i 750 €<br />

AMC 2100 MkII 600 €<br />

AMC CVT 2100 MkII 1300 €<br />

26 www.audio.de ›09 /2013<br />

Naim hat ihn. T+A jetzt auch. Linn<br />

gleich mehrfach. Ein neuer Gerätetyp<br />

nimmt Form an, den man als<br />

moderner HiFi-Hersteller einfach im Programm<br />

haben muss: DAC-Vorstufen, ausgelegt<br />

primär für digitale Musikquellen,<br />

mit hochwertiger Wandlertechnik und<br />

verlustarmer Lautstärkeregelung. Mit moderner<br />

Anschlussvielfalt, die natürlich den<br />

PC und vielleicht sogar das Smartphone<br />

als Player einbezieht – aber ohne große<br />

Analog-Steckfelder, die ungenutzt verdorren<br />

würden. Und das Ganze bitte zu einem<br />

fairen Preis. Schließlich hat der New Au-


Verstärker › DAC/ENDSTUFEN-KOMBI<br />

DIE TRENDSETTER<br />

DAC-Vorstufen wie die US-24192i von AMC sind die modernen<br />

Nachfolger des guten alten Vorverstärkers. Was nicht<br />

heißt, dass man sie nicht auch mit einer Röhrenendstufe<br />

kombinieren könnte. Vor allem, wenn sie so <strong>günstig</strong> ist...<br />

■ Text: Bernhard Rietschel<br />

diophile, so nennt Linn die Zielgruppe, womöglich<br />

Tausende Alben auf <strong>sein</strong>er Festplatte,<br />

mit dem ersten echten Job aber<br />

sicher kein sechsstelliges Jahresgehalt.<br />

Die AMC-Geräte in diesem Test <strong>kann</strong> er<br />

sich sogar schon während des Studiums<br />

zusammenjobben: Mit 750 Euro steht die<br />

Wandler-Vorstufe US-24192i in der Preisliste.<br />

600 Euro sind für die passende <strong>End</strong>stufe<br />

2100 MkII fällig. Und wer etwas höher<br />

einsteigen will, <strong>kann</strong> alternativ zur<br />

CVT-2100 MkII greifen, die ihrer Transistorkollegin<br />

namentlich und optisch stark<br />

ähnelt, technisch aber ein völlig anderes<br />

Gerät darstellt, nämlich eine ausgewachsene,<br />

kraftvolle Röhrenendstufe für immer<br />

noch schlanke 1300 Euro.<br />

Spielt AMC nur die Rolle des HiFi-Opportunisten,<br />

der für jeden Technik-Trend das<br />

Passende bieten will, nun also auch Röhren,<br />

weil die gerade angesagt sind? Amcli<br />

Fotos: J.Bauer, Archiv<br />

www.audio.de ›09 /2013<br />

27


Verstärker › DAC/ENDSTUFEN-KOMBI<br />

Lin, Mitgründer und Namensgeber der Firma<br />

mit Sitz in Kalifornien und Taiwan, ist<br />

dessen völlig unverdächtig, hat er der Röhre<br />

doch auch in Zeiten die Treue gehalten,<br />

als kaum ein Hersteller noch etwas damit<br />

zu tun haben wollte. Etwa in den frühen<br />

90ern, als er die HiFi-Welt mit Vollverstärkern<br />

überraschte, denen man wahlweise<br />

transistorisierte oder röhrenbestückte<br />

Amp-Module einpflanzen konnte.<br />

Stets standen Optik und Techno-Romantik<br />

dabei im Hintergrund – von außen sieht<br />

man den schlichten Amps damals wie<br />

heute ihre Betriebsart nicht an. Lin bevorzugt<br />

Röhren, weil sie bauartbedingt, mit<br />

Übertragern und nur per Elektronenflug<br />

überwindbaren Vakuumstrecken, besser<br />

von den Rückwirkungen des Lautsprechers<br />

entkoppelt sind. Was zwar nicht den<br />

Klirr per se, dafür aber aber einige <strong>sein</strong>er<br />

klanglich besonders unhübschen Komponenten<br />

am Entstehen hindert.<br />

Fetten, warmen Tube-<strong>So</strong>und hätte Li einfacher<br />

haben können – mit einer Röhren-<br />

Eingangsstufe für die Klirrsignatur und<br />

Transistoren für die Power, so, wie es zahllose<br />

Hybrid-Amps machen. Die AMC-<br />

Röhren sind Hybride mit vertauschten Rollen:<br />

Eingang und Treiber der CVT 2100<br />

MkII arbeiten solid state, die Leistungsstufe<br />

dagegen mit wuchtigen Beam-Tetroden<br />

des Typs 6550, paarweise liegend in<br />

Keramiksockeln montiert und bei Bedarf<br />

durch darunter plazierte Propeller gekühlt.<br />

Wobei die Lüfter zum Glück während des<br />

gesamten Tests unhörbar blieben. Die Tetroden-Pärchen<br />

lieferten im Labor erstaunliche<br />

Leistungen von fast 100W pro Kanal<br />

– dank eigener Übertrager-Anzapfungen<br />

sowohl an 4Ω- als auch 8Ω-Lasten. <strong>So</strong> etwas<br />

geht nicht ohne üppig dimensionierte<br />

Netz- und Ausgangstrafos – die dann auch<br />

nicht zu übersehen sind: Die <strong>End</strong>stufe ist<br />

bis zur letzten Lücke vollgepackt und erschreckend<br />

schwer.<br />

Hat man die CVT unter leisem Fluchen an<br />

ihren Platz gestellt und lupft danach die im<br />

identischen Gehäuse steckende Transistorschwester,<br />

glaubt man zunächst eine<br />

jener Amp-Attrappen in den Händen zu<br />

halten, mit denen Möbelhäuser zweifelhafte<br />

Phonoschränke dekorieren. Nach<br />

dem CVT subjektiv fast schwerelos, bringt<br />

die 2100 freilich schon acht Kilo auf die<br />

Waage. Das Innenleben ähnelt der <strong>End</strong>stufe<br />

des 750-Euro-Vollverstärkers 3100<br />

MkII (<strong>AUDIO</strong> 2/12): kanalgetrennte Hochkant-Verstärkerplatinen<br />

mit jeweils einem<br />

Paar <strong>End</strong>transistoren, die sich an einem<br />

habhaften Ringkerntrafo laben, und die im<br />

Labor das Herstellerversprechen von<br />

100/140 Watt um 20% überboten.<br />

Wer noch mehr Leistung braucht, <strong>kann</strong><br />

sich zwei 2100 kaufen und als gebrückte<br />

Monoblöcke mit doppelter Power verwenden.<br />

Bi-Amping-Fans andererseits<br />

freuen sich, dass jedem Cinch-Eingang<br />

ein paralleler Durchschleif-Ausgang zur<br />

Seite steht. Sie können, sollte die zweite<br />

<strong>End</strong>stufe einen geringeren Gain aufweisen<br />

als die 2100, auch die Eingangspegelsteller<br />

prima gebrauchen.<br />

DIE CVT WIEGT 20 KILO – VIEL SCHWERER KRIEGT<br />

MAN EIN GERÄT DIESER GRÖSSE NICHT HIN<br />

HEISSE RUSSINEN: Die<br />

Svetlana-6550 im CVT haben einen<br />

sehr guten Ruf. Vor dem ersten<br />

Einschalten sollte man ihren festen<br />

Sitz im <strong>So</strong>ckel prüfen – sie können<br />

sich auf dem Transport losrütteln.<br />

Eine kräftige, universelle, unprätentiös<br />

preiswerte <strong>End</strong>stufe also, ein Arbeitstier,<br />

das sauberes, leckeres Futter verdient hat.<br />

Hier kommt die US24192i ins Spiel, eine<br />

Vorstufe, die ihre Fähigkeiten bereits mit<br />

ihrem sperrigen Namen verrät: Sie ist ausschließlich<br />

mit digitalen Eingängen bestückt,<br />

die allesamt Signale bis<br />

24bit/192kHz vertragen.<br />

Daten in geringerer Auflösung (die auch in<br />

Zukunft der Normalfall <strong>sein</strong> dürften), rechnet<br />

ein Abtastratenwandler-Chip von Burr-<br />

Brown auf ungeradzahlige Vielfache hoch<br />

(44.1kHz etwa auf 192kHz), bevor er sie<br />

dem aus gleichem Haus stammenden<br />

D/A-Wandler übergibt. Sinn des Zahlen-<br />

MESSLABOR<br />

Die US-24192i zeigt linealgerade Frequenzgänge<br />

(1), die die Bandbreite hochauflösender<br />

Tonformate voll ausnutzen.<br />

Der Störabstand liegt bei sehr guten<br />

111dB, die Ausgangsspannungen (2,1/4,2V<br />

via Cinch/XLR) und –Widerstände<br />

(115/315Ω) sind praxis- und normgerecht.<br />

Die Vorstufe ist sehr klirrarm und hat ein<br />

harmonisch zu höheren Ordnungen abfallendes<br />

Oberwellenspektrum, das auch unter<br />

zunehmender Aussteuerung vorbildlich<br />

stetig bleibt. Sehr gut auch der Jitter: via<br />

Koax 250ps, am USB-Eingang sogar nur<br />

150ps (2). Im Betrieb zieht die Vorstufe 11<br />

Watt, Standby gibt es nicht.<br />

Die CVT-2100 MkII ist offenbar für den<br />

Betrieb an den 8Ω-Klemmen optimiert,<br />

hier ist sie beachtlich breitbandig, über<br />

die 4Ω-Zapfung fällt der Hochton zu früh<br />

28<br />

www.audio.de ›09 /2013


XXX › XXX<br />

LUFTIGE LEISTUNG: Die beiden<br />

Gusskühler für die <strong>End</strong>stufen der 2100<br />

sind sehr großzügig dimensioniert.<br />

Wie in allen AMC-Geräten finden sich<br />

zahlreiche bunte Kabelbäume von mitunter<br />

üppiger Länge.<br />

COOLE DETAILS: Die 2100 (oben) hat Pegelsteller und ein drittes Ein/<br />

Ausgangspärchen für Monobetrieb, die CVT (Mitte) lässt sich dank austauschbarem<br />

Eingangsmodul auf XLR- und Brückenmodus umrüsten. Für die 24192i (unten) gibt es<br />

eine Reihe von Optionen von der WLAN-Steuerkarte bis zum <strong>End</strong>stufen-Modul.<br />

spiels ist nicht der Gewinn echter Mehrinformation<br />

– das würde selbst deutlich rechenstärkere<br />

Chips überfordern –, sondern<br />

eine Entkopplung von Quell- und<br />

Wandlertakt, um die eigentliche Wandlung<br />

auf eine stabilere Zeitbasis zu stellen.<br />

Dass der Trick funktioniert, legt zumindest<br />

das Labor nahe, das dem 24192 exzellente<br />

Jitterwerte entlockte, die via USB –<br />

dank asynchroner Verbindung zum Rechner<br />

– noch besser ausfielen als über die<br />

anderen Eingänge – von einem AES/EBU<br />

über zwei Koax- bis hin zu drei optischen.<br />

Nach der Wandlung folgen ein motorisiertes<br />

Lautstärkepoti, abschaltbare Klangund<br />

Balanceregler sowie ein „Direct<br />

ab. Die CVT ist rauscharm (101dB Störabstand),<br />

klirrt reichlich, aber mit schönem<br />

Spektrum und stetiger Leistungsabhängigkeit<br />

in der Harmonischen-Analyse (3). Mit<br />

2x98/95W (8Ω/4Ω) ist sie für Röhrenverhältnisse<br />

sehr kräftig (4), die AK beträgt 56.<br />

Die 2100MkII ist erwartungsgemäß noch<br />

etwas kräftiger (5), bei nicht ganz so elegantem<br />

Klirrverlauf (6).<br />

www.audio.de 09 /2013 29


Verstärker › DAC/ENDSTUFEN-KOMBI<br />

LANGER WEG: Nach dem Upsampling reisen<br />

die Daten im 24192i durch eine lange<br />

Kabelwurst von der hinteren zur vorderen<br />

Platine, die den DAC beherbergt. Die Jitter-<br />

Performance scheint darunter nicht zu leiden.<br />

FAZIT<br />

Bernhard Rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Chefredakteur<br />

DAC“-Knopf, den man tunlichst nicht anfassen<br />

sollte, wenn die 24192 direkt an einer<br />

<strong>End</strong>stufe oder einem Paar Aktivboxen<br />

hängt – der Schalter umgeht nämlich die<br />

Lautstärkeregelung.<br />

Im Hörtest spielte die AMC-Vorstufe an<br />

einem Linn Sneaky als Koax-Datenquelle,<br />

ein MacBook Pro mit Decibel als Playerprogramm<br />

übernahm die Rolle des USB-<br />

Lieferanten. Unabhängig vom Zuspieler –<br />

die Eingänge waren hier klanglich kaum<br />

unterscheidbar – musizierte die 24192i<br />

ausgewogen, geschmeidig-sanft und auffallend<br />

klangfarbenfreudig. Wer diese<br />

Stoßrichtung noch unterstreichen will,<br />

sollte unbedingt die CVT-2100 MkII dazu<br />

probieren, die selbst für Röhrenverhältnisse<br />

ungewöhnlich sanft und geschmeidig<br />

verstärkte, dabei aber auch große, hochbelastbare<br />

Lautsprecher zu richtig hohen<br />

Pegeln antrieb. Die Dynavox-Röhrenmonos<br />

VR-80E erwiesen sich als passende<br />

Sparringspartner, wirkten etwas neutraler<br />

und konturenschärfer, dafür aber nicht so<br />

cremig-sanft. Klanglich auf gleichem Gesamtniveau,<br />

boten die Dynavox trotz Mono-Konstruktion<br />

sogar einen Hauch weniger<br />

Power, heizten sich im Hörraum aber<br />

auch lange nicht so auf wie der hochverdichtete<br />

AMC-Klangreaktor. Universelle<br />

Röhrenamps, die mit vielen Boxen zurechtkommen,<br />

sind beide.<br />

Mit der exzellent aufgenommenen<br />

„Offramp Rodeo“ des dänischen Wüstenfolk-Quartetts<br />

The De<strong>So</strong>to Caucus wechselten<br />

die Tester schließlich zur kleineren<br />

AMC-<strong>End</strong>stufe und stellten fast, dass der<br />

Klang nur ganz geringfügig an Faszination<br />

verlor, je nach Lautsprecher sogar etwas<br />

an Bassdefinition hinzugewann. An harmonierenden<br />

Lautsprechern bot die CVT<br />

schon mehr Zauber, aber was die Kombi<br />

aus 24192i und 2100 bereits an Größe,<br />

Sauberkeit und Musikalität präsentierte,<br />

das war durchaus großer, teurer Boxen<br />

würdig – etwa der Focal Stella Utopia, die<br />

wegen eines Tests für <strong>AUDIO</strong>phile gerade<br />

den Hörraum dominiert und die an dem<br />

nicht mal ein Hundertstel kostenden<br />

AMC-Amp trotz ihrer gigantischen Auflösungs-Fähigkeiten<br />

keinen wirklich bösen<br />

Makel aufspüren konnte.<br />

STECKBRIEF ENDSTUFEN<br />

AMC<br />

2100 MKII / CVT-2100 MKII<br />

Vertrieb<br />

Audium<br />

0 30 / 613 47 40<br />

www.<br />

audium.com<br />

Listenpreis<br />

600 / 1300 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

43 x 11,2 x 28,8 cm<br />

Gewicht<br />

8 / 20 kg<br />

AUSSTATTUNG 2100 CVT-2100<br />

Eingänge Cinch / XLR 2 (+1xMono) / – 2/ –<br />

Pegelsteller • –<br />

Kanäle<br />

2 (mono schaltb.) 2 (mono opt.)<br />

Ferneinschaltung – –<br />

Leistungsanzeige – –<br />

Besonderheiten<br />

CVT: 3 Input-Module erh.(mono<br />

XLR, stereo XLR, stereo Cinch)<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Klang Cinch<br />

Klang XLR<br />

Ausstattung<br />

Bedienung<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

ÅMusikalischer, stimmiger<br />

Klang; vielseitig<br />

ÍManchmal fast etwas<br />

zu sanft<br />

80 / 90<br />

–<br />

gut<br />

sehr gut<br />

gut<br />

80 / 90 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

EMPFEHLUNG<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

09/13<br />

Es ist kein Zufall, dass die AMCs<br />

etwas an alte NAD-Verstärker erinnern<br />

– die NADs wurden früher<br />

bei AMC gebaut und zum Teil<br />

auch entwickelt. Auch in der Philosophie<br />

gibt es Parallelen – zumindest<br />

in dem Bestreben, preiswerte<br />

Geräte zu bauen, die zwar<br />

wenig Glamour bieten, aber musikalisch<br />

voll überzeugen. Die drei<br />

Komponenten in diesem Test erfüllen<br />

diesen Anspruch zu 100<br />

Prozent.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Abmessungen B x H x T<br />

Gewicht<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Klang Cinch<br />

Klang XLR<br />

Ausstattung<br />

Bedienung<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

AMC<br />

US-24192i<br />

Audium<br />

0 30 / 613 47 40<br />

audium.com<br />

750 Euro<br />

2 Jahre<br />

43 x 8,2 x 30 cm<br />

5 kg<br />

DIGITAL IN/OUT<br />

USB Host / Stream / iPod – / • (asynchron) / –<br />

Bluetooth / Codecs – (optional) / –<br />

Cinch/optisch/BNC/AES 2 / 3 / – / 1<br />

Digitalausgang<br />

• (opt. + coax.)<br />

AUSGÄNGE<br />

Cinch / XLR 1 / 1<br />

Pegel regelbar<br />

•<br />

schaltb. Digitalfilter –<br />

AUSSTATTUNG<br />

Fernbedienung<br />

•<br />

Anzeige kHz / Bit – / –<br />

max. Abtastrate<br />

192kHz (USB und S/PDIF)<br />

Besonderheiten<br />

Steuerung auch via RS232<br />

und Ethernet (optional)<br />

ÅElegant klingende<br />

DAC-Vorstufe<br />

ÍDirect-Schalter an<br />

der Front <strong>kann</strong> Boxen<br />

gefährden<br />

115<br />

115<br />

sehr gut<br />

gut<br />

gut<br />

115 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

EMPFEHLUNG<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

09/13<br />

30<br />

www.audio.de ›09 /2013


Beseitigt Kabeleinflüsse.<br />

Eliminiert Timing-Fehler. Killt<br />

Voodoo-Zeugs. Weckt Hörlust.<br />

Xeo. Die einzig wahre <strong>High</strong>-<strong>End</strong>-<br />

Anlage ohne Anlage.<br />

www.dynaudio.de/xeo<br />

All there is.


Verstärker › AV-RECEIVER<br />

Sicher, rein äußerlich ist ein neuer<br />

Arcam-Receiver so überraschend<br />

wie ein Schraubenschlüssel oder<br />

ein Hammer: Die Form folgt der Funktion<br />

und bleibt im Grunde immer die Gleiche.<br />

Dennoch zeigte jüngst eine be<strong>kann</strong>te<br />

Baumarktkette, dass man durch die Verwerndung<br />

von Panzerstahl und eine entsprechende<br />

Story selbst um ein simples<br />

mechanisches Werkzeug großen Wirbel<br />

machen <strong>kann</strong>. Einen Überhammer versprechen<br />

auch die ansonsten nicht gerade<br />

durch Überheblichkeit auffallenden<br />

Briten vom 5000 Euro teuren Flaggschiff<br />

ihrer runderneuerten Receiver-Flotte<br />

(siehe Magazin Seite 8). Der kleine Bruder<br />

des „besten Arcam-Receivers beziehungsweise<br />

-Verstärkers aller Zeiten“<br />

(Arcam über den AVR 750) heißt kurz<br />

und bündig AVR 450 und kostet 2300 Euro<br />

weniger, brüstet sich dennoch mit<br />

dessen wichtigsten Merkmalen. Das<br />

machte uns neugierig – wir bestellten<br />

den Neuen zum ersten Test.<br />

Trotz des immensen Preisunterschieds<br />

gibt es rein äußerlich betrachtet selbst<br />

für Arcam-Verhältnisse erstaunlich wenig<br />

Unterschiede zwischen dem AVR<br />

450 und dem 750er. Die Abmessungen<br />

sind identisch, die Anschlüsse auch. Die<br />

Frontplatte mit ihren kaum von einander<br />

zu unterscheidenden Knöpfchen taugte<br />

ohnehin noch nie als Differenzierungsmerkmal<br />

im markeninternen Klassenkampf.<br />

In diesem Fall hilft allerdings die<br />

an den AV-Prozessor AV 888 angelehnte<br />

Spalte im unteren Bereich, das neue Modell<br />

zumindest vom direkten Vorgänger<br />

AVR 400 zu unterscheiden. Der hatte<br />

VOLL TOOL, MANN!<br />

Technische Spielereien waren nie die Sache von Arcam. Hektische Modellwechsel<br />

auch nicht. Evolutionäre Änderungen sollen den neuen AVR 450<br />

zum Universal-Tool im AV-System adeln. Macht ihn das zum Überhammer?<br />

■ Text: Stefan Schickedanz<br />

TEST<br />

7-Kanal-AV-Receiver<br />

ARCAM AVR 450 2700 €<br />

32 www.audio.de ›09 /2013


Verstärker › AV-Receiver<br />

nach Datenblatt zumindest im Stereo-<br />

Betrieb geringfügig mehr <strong>End</strong>stufenleistung<br />

aufzufahren, muss aber in Sachen<br />

zeitgemäßer Konnektivität passen: Die<br />

vier S-Video-Eingänge machten zusätzlichen<br />

HDMI-Anschlüssen Platz und auch<br />

der Komponenten-Ausgang fiel der Evolution<br />

zum Opfer.<br />

Ansehnliche Ausstattung<br />

Statt knauserigen fünf Eingängen und<br />

nur einem Ausgang für das <strong>High</strong> Definition<br />

Multimedia Interface gibt es jetzt sieben<br />

respektive zwei dieser Allround-Anschlüsse.<br />

Damit braucht sich das neue<br />

Modell genausowenig hinter der zahlenmäßig<br />

überlegenen japanischen Konkurrenz<br />

zu verstecken wie mit <strong>sein</strong>er aufgerüsteten<br />

Video-Verarbeitung. Waren die<br />

Engländer beim Vorgänger schon glücklich<br />

als audiophiler Nischenhersteller vor<br />

Sankt-Nimmerleinstag mit HDMI 1.4a<br />

und <strong>sein</strong>en Segnungen wie Audio-Rückkanal<br />

(ARC), CEC-Steuerung und Durchschleifen<br />

von 3D-Bildern aufzuwarten,<br />

<strong>kann</strong> der Neue sogar Ultra-HD nicht nur<br />

einfach von der Quelle zum Monitor<br />

durchreichen. Mit <strong>sein</strong>em 4K-Upscaling<br />

verhilft er Standard-Videos zu einer Auflösung<br />

von 3840 x 2160 Pixeln. Was Aktualität<br />

betrifft, liegt Arcam damit auf Augenhöhe<br />

mit einem der gewichtigen Global-Player:<br />

Pioneer führt dieses verkaufsträchtige,<br />

aber nicht zwingend nötige<br />

Feature auch erst mit diesem Jahrgang<br />

ein.<br />

Diese massive Nachrüstung im Video-<br />

Bereich unterstreicht das Bestreben,<br />

den AVR 450 noch stärker zum zentralen<br />

Knoten des AV-Systems zu machen.<br />

Deshalb steht zur Integration in Customer-Installation-Lösungen<br />

neben den<br />

12-V-Trigger- und RS-232-Buchsen auch<br />

die Steuerung über Ethernet zur Verfügung.<br />

Überhaupt tat sich im Bereich Benutzerkomfort<br />

eine ganze Menge. Bisher<br />

betätigte sich Arcam als Trittbrettfahrer,<br />

um das allgegenwärtige Thema<br />

Apps abzudecken. Statt einer Eigenentwicklung<br />

verteilten die Briten via iTunes<br />

eine Adaption der „<strong>So</strong>ngbook App“. Mit<br />

der kostenlosen Ableitung der kostspieligen<br />

Universal-<strong>So</strong>ftware des App-Anbieters<br />

Bookshelf ließen sich via iPhone<br />

oder iPad die Streaming-Funktionen des<br />

Receivers in Zusammenhang mit UPnP-<br />

Servern steuern und <strong>So</strong>undfiles direkt<br />

Fotos: Shutterstock, Archiv<br />

www.audio.de ›09 /2013<br />

33


Verstärker › AV-RECEIVER<br />

BABY CAMBRIDGE: Arcam erschließt dem<br />

AVR 450 die gleiche Konnektivität wie dem<br />

AVR 750, sparte allerdings geringfügig an den<br />

Lautsprecher-Klemmen der 7-Kanal-<strong>End</strong>stufe,<br />

die beim kleinen Bruder nicht aus Vollmetall<br />

bestehen. Das Innere des solide aufgebauten<br />

Receivers wird dominiert von einem mächtigen<br />

Ringkerntransformator.<br />

vom Smartphone an das AV-System funken.<br />

Mit der „ArcamRemote“ kommt<br />

pünktlich zum Debüt der neuen Receiver-Generation<br />

eine neue Gratis-App<br />

fürs iPad in den iTunes Store, die das<br />

ganze Programm an Einstellungen abdeckt.<br />

Gerade für Multi-Room-Systeme<br />

gibt das dem Benutzer ein mächtiges<br />

Tool in die Hand, um dem AVR 450 die<br />

Einstellungen mit einem Fingerzeig auf<br />

dem Touchscreen zuzuweisen. Die Betonung<br />

liegt auf Tool. Verglichen mit<br />

dem spielerisch eleganten Setup der<br />

vorbildlichen „iControlAV-App“ von Pioneer<br />

wirkt das sachlich nüchterne, mit<br />

komplexen Funktionen überladene<br />

Screen-Design wie ein Werkzeug mit<br />

dem Charme einer Excel-Tabelle.<br />

G-KLASSE NICHT FÜR ALLE<br />

Gar keine Frage, Arcam verfolgt einen<br />

ernsten Ansatz. Das äußert sich auch in<br />

der Schaltungsauslegung. Der AVR 450<br />

hat zwar nicht ganz so eine aufwendige<br />

Vorstufensektion wie der AVR 750. Und<br />

auch die <strong>End</strong>stufe arbeitet wie bisher<br />

nach dem Class-AB-Prinzip, während<br />

die Class-G-<strong>End</strong>stufe des Flaggschiffs<br />

in Stereo bis 20 Watt pro Kanal in Rein-<br />

Class-A-Betrieb ohne Nulldurchgangsverzerrungen<br />

arbeitet. Die Entwickler<br />

legten trotzdem größten Wert darauf,<br />

die erschwinglichere Heimkino-Steuerzentrale<br />

ebenfalls mit den Sekundärtugenden<br />

eines veritablen analogen Stereo-Verstärkers<br />

auszustatten.<br />

Das Manöver glückte offensichtlich. Es<br />

bedurfte nur weniger Takte, um sich von<br />

der Musikalität des Briten mitreißen zu<br />

lassen. Klar, so wenig wie man von der<br />

äußerlichen Gestaltung etwas anderes<br />

als Schattierungen von Grau erwartet<br />

hätte, so wenig überraschte das ausgewogene<br />

Klangempfinden. Das heißt<br />

aber nicht, dass in der neuen Generation<br />

die über Jahre gepflegten Arcam-Tugenden<br />

keine spürbare Nachschärfung erfahren<br />

hätten. Die Homogenität und der<br />

MESSLABOR<br />

Der AVR 450 liefert stramme 5 x 101/139 Watt an 8/4 Ohm. In<br />

Stereo legt er mit 2 x 130/201 W noch mal eine Schippe drauf. Die<br />

AK liegt bei trotzdem nur bei 65, der Stabilitätswürfel offenbart gewisse<br />

Schwierigkeiten mit Phasendrehungen an niedrigen Impedanzen.<br />

Der tadellose Frequenzgang (-2 dB bei 100 kHz) lässt eine<br />

sehr breitbandige Abstimmung des Receivers erkennen. Auch der<br />

Klirrverlauf erscheint harmonisch in der Abstufung. Harmloser k2<br />

behält weitgehend die Oberhand. Rauschen ist ebenfalls kein Thema<br />

für den Briten. Der Analog-Eingang kommt auf 94 dB, wer den<br />

Digital-Eingang verwendet, kommt sogar auf 103 dB.<br />

34<br />

www.audio.de ›09 /2013


Spielfluss lagen mit CD via auf „Direct“<br />

geschalteten Analog-Eingänge auf einem<br />

derart hohen Niveau, dass man unter<br />

AV-Receivern lange nach etwas Vergleichbarem<br />

suchen muss. Der explosive<br />

Punch und die Kontrolle im Tiefbass,<br />

die Attacke in den Mitten und Höhen sowei<br />

die Transparenz lagen auf einem Niveau,<br />

das sich mit audiophilen Stereo-<br />

Amps messen <strong>kann</strong>. Nicht mal hinter betörenden<br />

Röhren-Verstärkern wie dem<br />

in dieser Ausgabe getesteten T.A.C.<br />

T-22 brauchte sich der aus dem Film-<br />

Business stammende Receiver verstecken.<br />

An der PMC Fact 12 (<strong>AUDIO</strong> 8/12)<br />

stand ihm das Multi-(Kanal)-Talent in<br />

Spielfreude, Plastizität und Homogenität<br />

in nichts nach. Lediglich das letzte<br />

Quäntchen Schmelz müssen Heimkino-<br />

Fans bei einem Abstecher in die Musik-<br />

Welt gegenüber der Ausnahme-Röhre<br />

abschreiben – ein fairer Kompromiss.<br />

DER KANN KINO – UND WIE<br />

Keine Kompromisse gilt es bei Surround<br />

-DVDs einzuplanen. Hier geht höchste<br />

Authentizität mit höchster Emotionalität<br />

einher. Bei diesem Receiver lassen sich<br />

Spannung und Spezialeffekte mit allen<br />

Sinnen fühlen. In vielen Filmszenen<br />

überrannte einen der Ton mit solch einer<br />

Macht, dass man Gänsehaut bekam.<br />

Mit HD-Ton von der Blu-ray offenbarte<br />

sich schließlich die ganze Raffinesse,<br />

die in dem Engländer steckt. Die Streicher<br />

auf „Divertimenti“ (Trondheim <strong>So</strong>listene)<br />

erklangen selten so plastisch<br />

und feinzeichnend wie mit dem AVR<br />

450. Wo sie sonst schon mal zur Strenge<br />

neigen und bisweilen die Säge ausgepackt<br />

wird, ließ sich jeder Bogenstrich<br />

mit der Struktur der Natursaiten seidig<br />

und beinahe lebensecht nachvollziehen.<br />

Ebenso das Ausklingen der Noten samt<br />

Nachhall. Außerdem wirkte der Raum<br />

zusammenhängender als sonst. Neben<br />

hinten und vorne gab es auch eine Mitte,<br />

man schien sogar die Decke des Saals<br />

über sich zu spüren.<br />

Um es mit George Orwell (Animal Farm)<br />

zu sagen: Alle Arcams sind gleich, aber<br />

manche sind gleicher als die anderen.<br />

Mit dem AVR 450 schufen die Briten ein<br />

magisches Universal-Tool des Home<br />

Theatres, das mit Musik und Film ein<br />

Maximum an Nervenkitzel fabriziert.<br />

FAZIT<br />

Stefan Schickedanz<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

Da kommen selbst eingefleischte<br />

Audiophile ins Grübeln, ob nicht<br />

dieser rundum ausgewogene, erschwingliche<br />

AV-Receiver eine Alternative<br />

zu etlichen separaten<br />

Stereo-Komponenten <strong>sein</strong> könnte<br />

– vom Filmspass mal ganz abgesehen.<br />

Streaming oder Bi-Amping<br />

lassen sich damit bequem abhaken,<br />

der Klang ist der Hammer.<br />

EMPFEHLUNG<br />

STECKBRIEF<br />

AUSSTATTUNG & KLANG<br />

ARCAM<br />

AVR 450<br />

Vertrieb<br />

GP Acoustics<br />

02 31 / 98 60 320<br />

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Listenpreis<br />

2700 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

43,3 x 17,1 x 42,5 cm<br />

Gewicht<br />

15,5 kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC – / –<br />

Line In / Rec Out 6 / –<br />

Analog-Video In 4 FBAS ; – YC ; 3 YUV<br />

Analog-Video Out 1 FBAS ; – YC ; – YUV<br />

Frontanschlüsse 1 Mic, 1 Kopfhörer<br />

Digital In<br />

4 koaxial / 2 optisch<br />

Ethernet / gapless • /–<br />

HDMI In/Out/Version 7 / 2 / 1.4a<br />

Mehrkanaleingang –<br />

Boxen Front / Center /<br />

Surr / Surr. Back /<br />

andere<br />

USB / iphone digital<br />

Verstärker › AV-RECEIVER<br />

1 P. / 1 / 1P. / 1P.<br />

(alt. Biamp, Zone)<br />

• / •<br />

Pre-out 7.1<br />

FUNKTIONEN<br />

Decoder HD-Ton DTS-HD, Dolby-HD<br />

Einmessung<br />

•<br />

LipSync Delay<br />

0 - 220 ms a 10 ms<br />

Bass-Trennfrequenz 40 - 200 Hz Hz, 7 Freq.<br />

Fernbedienung lernfähig • / •<br />

Video-Konverter bis 4K, auch HDMI<br />

On-Screen-Menü •<br />

Besonderheiten<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅDas Empire hat keine<br />

Kolonien mehr, aber dieser<br />

Receiver macht sich alle<br />

Boxen Untertan.<br />

Í Die Tasten an der Front (vor<br />

allem für Lautstärke) sind ein<br />

Fall von britischem Humor.<br />

Klang Stereo 95<br />

Klang Surround 98<br />

Klang HD 115<br />

Ausstattung<br />

sehr gut<br />

Bedienung<br />

sehr gut<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

103 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

09/13<br />

Für jeden<br />

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Halle 1.2 · Stand 212<br />

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www.audio.de ›09 /2013<br />

35


Digital › D/A-WANDLER<br />

90-Grad-Wende<br />

Mit V-DAC und V-DAC II etablierte Musical Fidelity die Grundidee von viel Wandler für wenig Geld.<br />

Der Nachfolger V90-DAC macht nur eines anders: Er zeigt auch äußerlich <strong>sein</strong> HiFi-Gesicht.<br />

■ Text: Christine Tantschinez<br />

Beim ersten V-DAC von Musical Fidelity<br />

in der Ausgabe 1/2009 gab<br />

es gleich zwei Gründe für erstaunte<br />

Blicke in der <strong>AUDIO</strong>-Redaktion. Zum<br />

einen wusste man nicht so recht, wo an<br />

dem brikettförmigen Kasten jetzt eigentlich<br />

vorne und hinten war – immerhin lugten<br />

beidseitig an den schmalen <strong>End</strong>en<br />

Buchsen hervor. Zum anderen bot er für<br />

den veranschlagten Preis ein konkurrenzlos<br />

gutes Klang- und Leistungsverhältnis.<br />

Mit dem V-DAC II brachte Musical Fidelity<br />

2011 einen ebenso erfolgreichen, optisch<br />

leicht aufpolierten Nachfolger ins<br />

Spiel, dem allerdings immer noch eines<br />

fehlte: ein klassisches HiFi-Gewand mit<br />

definierter Front- und Rückseite.<br />

Das endlich bietet nun der V90-DAC all<br />

jenen, denen die ursprüngliche Serie optisch<br />

vielleicht doch eine Spur zu minimalistisch<br />

war. Die Idee eines bezahlbaren,<br />

aber klanglich vollwertigen Wandlers<br />

steckt jetzt in einem soliden Aluminiumgehäuse,<br />

das keine Rätsel mehr aufgibt.<br />

Alle Anschlussöffnungen – vom externen<br />

12-Volt-Netzteil über die beiden optischen<br />

Schnittstellen nebst jeweils Koaxund<br />

USB-Digitaleingang bis zum analogen<br />

Cinch-Out – tummeln sich nun erkennbar<br />

auf einer Längsseite. Firmenlogo<br />

und zwei Kippschalter für Power sowie<br />

Eingangswahl und die Bestätigungs-<br />

Diode weisen die gegenüberliegende<br />

Quaderwand unmissverständlich als<br />

Frontseite aus.<br />

Innen bleibt fast alles wie gehabt und bewährt.<br />

Wie schon beim V-DAC II sorgt<br />

ein TAS2010 USB-Controller-Chip für<br />

den asynchronen Datenaustausch mit<br />

dem Computer via USB, ebenfalls nur<br />

bis maximal 96kHz/24 bit. Alle eintreffenden<br />

Digitalsignale werden, genau wie<br />

bei <strong>sein</strong>en Vorgängern, auf 192/24-Größe<br />

glattgerechnet, bevor sie dann vom<br />

einem der neuesten BurrBrown-Wandlerchips<br />

(PCM 1795) mit 32-bit-Rechenkapazität<br />

in analoge Signale umgesetzt<br />

werden. Vor den Cinch-Ausgängen sorgen<br />

noch ein Dual- sowie ein vierfacher<br />

Operations-Verstärker für ausreichende<br />

Kräftigung der Analog-Impulse.<br />

Im Hörtest musste sich der V90-DAC natürlich<br />

erstmal gegen die eigene Verwandtschaft<br />

beweisen. Beliefert über<br />

Koax vom Hörraum-Veteranen Sneaky<br />

DS von Linn und angeschlossen an den<br />

Referenz-Amp PA 3000 HV von T+A, galt<br />

das Duell alt gegen neu, V-DAC versus<br />

V90-DAC. Schon beim ersten Durchgang,<br />

einer 96/24-Flac-Version des Police-Klassikers<br />

„Driven To Tears“, wirkte<br />

der V90 kräftiger und runder – die Bassdrum<br />

war tiefer, die Strukturen besser<br />

herausgearbeitet. Mehr Grundton und<br />

eine damit verbundene weitere Bühne<br />

und cremige Geschmeidigkeit waren<br />

auch in allen anderen Teststücken, von<br />

den Villagers bis zu Tom Morgan, durchgängig<br />

auszumachen. Übrigens auch via<br />

USB: Ob Sneaky DS oder Macbook Pro<br />

nun als Quelle zuspielten, war allein am<br />

Klang nicht auszumachen – selbst wenn<br />

die USB-Jittermessung mit 145ps sogar<br />

noch eine Spur exzellenter ausfiel als über<br />

Koax. Erst im Vergleich mit weitaus teure-<br />

36<br />

www.audio.de ›09/2013


KEHRTWENDE:<br />

Die Platine des<br />

V90 ist nahezu<br />

identisch bestückt<br />

wie jene im V-DAC<br />

II – nur die<br />

Anschlüsse sind<br />

jetzt alle um 90<br />

Grad gedreht auf<br />

einer Längsseite<br />

zu finden.<br />

ren Wandlern wie dem Styleaudio Carat<br />

Sapphire (Test <strong>AUDIO</strong> 8/10, 675 Euro)<br />

waren dann kleine Unaufmerksamkeiten<br />

zu erhaschen, wie der vergleichsweise<br />

etwas unverbindlicher wirkende, weicher<br />

gezeichnete Hochton oder die tief reichenden,<br />

aber im Tempo leicht entschleunigten<br />

Bassimpulse. Für den veranschlagten<br />

Preis von unter 300 Euro aber hat Musical-Chef<br />

Antony Michaelson eigentlich<br />

alles in den V90-DAC gesteckt, was ohne<br />

wirtschaftlichen Ruin möglich ist: sehr<br />

guten Klang, viele Anschlussmöglichkeiten<br />

und jetzt auch HiFi-Optik.<br />

FAZIT<br />

Christine Tantschinez<br />

Stv. Chefredakteurin <strong>AUDIO</strong><br />

Schön, dass der V90-DAC schon<br />

sehr bald ein paar optisch passende<br />

Kollegen bekommen wird. Geplant<br />

sind ein Phono-Pre-Amp, ein<br />

Kopfhörer-Verstärker und ein kleiner<br />

Digital-Amp. Die Serie wird<br />

auf jedenfalls sowohl auf Schreibtisch<br />

als auch HiFi-Rack eine hervorragende<br />

Figur machen.<br />

MESSLABOR<br />

Auch deutlich teurere DACs dürften<br />

sich messtechnisch nicht viel<br />

besser präsentieren. Frequenzgänge<br />

(Abb.) sind tadellos, das<br />

Upsampling bügelt auch noch<br />

kleinste Jitterfehler glatt: 145 ps<br />

über USB, 169ps über Koax. Auch<br />

bei der Klirrmessung (o.Abb.) und<br />

beim Rauschabstand mit 113,5 dB<br />

zeigt sich der V90 in Bestform.<br />

STECKBRIEF D/A-WANDLER<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Abmessungen B x H x T<br />

Gewicht<br />

DIGITAL IN/OUT<br />

USB Host / Stream / iPod – / • / –<br />

Bluetooth / Codecs – / –<br />

Cinch/optisch/BNC/AES • / • / – / –<br />

Digitalausgang –<br />

AUSGÄNGE<br />

Cinch / XLR 1 / –<br />

Pegel regelbar –<br />

schaltb. Digitalfilter –<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Klang Cinch<br />

Klang XLR<br />

Ausstattung<br />

Bedienung<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Digital › D/A-WANDLER<br />

MUSICAL FIDELITY<br />

V90-DAC<br />

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2 Jahre<br />

17 x 4,7 x 10 cm<br />

600 Gramm<br />

AUSSTATTUNG<br />

Fernbedienung –<br />

Anzeige kHz / Bit – / –<br />

max. Abtastrate<br />

192 kHz Koax / 96 kHz USB<br />

Besonderheiten<br />

Asynchr. USB, Eingangswahlschalter,<br />

Upsampling<br />

auf 192kHz<br />

ÅViel Leistung fürs Geld<br />

Í USB nur bis 96/24<br />

110<br />

–<br />

sehr gut<br />

sehr gut<br />

sehr gut<br />

EMPFEHLUNG<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

110 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

09/13<br />

HiFi<br />

Chrono SLS Serie<br />

Für jeden<br />

Halle 1.2 · Stand 212<br />

Anspruch<br />

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Digital › NAS-LAUFWERK MIT DSD-SERVER<br />

<strong>High</strong>-Res-Büffel<br />

Wer einen Netzwerkplayer hat, braucht einen schnellen, möglichst flexiblen Server. <strong>So</strong>ll auch DSD-<br />

Streaming funktionieren, ist die Auswahl klein – die neuen Buffalo Linkstation-Modelle gehören dazu.<br />

■ Test: Bernhard Rietschel<br />

Alle Mediaserver-Programme, vom<br />

allgegenwärtigen Twonky Media<br />

bis hin zu Audio-only-<strong>So</strong>ftware<br />

wie etwa AssetUPnP, waren bislang auf<br />

den DSD-Auge komplett blind. Die Files<br />

konnten also säuberlich im Musikordner<br />

der Hörraum-NAS liegen, wurden aber<br />

dem DSD-fähigen Netzwerkplayer – etwa<br />

dem Lumin oder dem im letzten Heft vorgestellten<br />

Pioneer-Receiver SC-LX87 –<br />

gar nicht erst angeboten.<br />

Zunächst war der einzige Server, der DSD-<br />

Formate korrekt in die NAS-Sammlung<br />

einbindet, eine Freizeit-Fleißarbeit namens<br />

MinimServer – stabil, erstaunlich lückenlos<br />

in der Funktion, aber nicht für alle<br />

NAS-Betriebssysteme verfügbar und<br />

schon gar nicht beim Kauf fix und fertig<br />

vorinstalliert. Diesen entscheidenden<br />

Schritt geht der amerikanische NAS-Spezialist<br />

Buffalo nun als erster – in Kooperation<br />

mit Pioneer, deren neuer AV-Receiver<br />

SC-LX87 (8/13) auch mit DSD-Streamingfähigkeit<br />

kommt und dringend auf eine<br />

leicht verfügbare, fix-und-fertige, nicht zu<br />

teure Serveroption angewiesen ist. Eine<br />

<strong>So</strong>nderversion des Serverprogramms<br />

Twonky 7, das auch DSD-Dateien unterstützt,<br />

ist serienmäßig auf den neuen Buffalos<br />

der LS400-Serie installiert, diese<br />

NAS-Systeme werden voraussichtlich<br />

auch als Bundle mit den DSD-fähigen Pioneer-Receivern<br />

angeboten werden.<br />

Unser Vorab-Testmuster machte schon einen<br />

sehr guten Eindruck: Dank ordentlicher<br />

Schreibgeschwindigkeit verlor auch<br />

der Transfer eines knappen Terabyte an<br />

Daten vom Hörraum-Server einen Teil <strong>sein</strong>es<br />

Nervpotentials. Schön wäre hier,<br />

wenn Buffalos Backup-Manager aktiv von<br />

externen Laufwerken auf ein lokales Share<br />

kopieren könnte. Ohne diese Fähigkeit,<br />

und wenn der Quell-NAS die Fähigkeit<br />

fehlt, sich selbst extern zu sichern, bleibt<br />

zur Datenmigration nur der Weg über den<br />

Rechner. Umso angenehmer ist bei großen<br />

Musiksammlungen, dass der schnelle<br />

Prozessor der Buffalo die Bibliothek bei<br />

Änderungen sehr schnell aktualisiert und<br />

die Listen sich auf den Steuer-Apps auch<br />

dann noch zügig und flüssig aufbauen,<br />

wenn sie z.B. 2000 Einträge umfassen.<br />

Einen Twonky-Bug fanden die Tester noch<br />

in der Vorab-Version: Während DSD- und<br />

CD-Material völlig problemlos und kontinuierlich<br />

streamte, bekamen die Player<br />

(nicht nur der Pioneer, sondern auch etwa<br />

ein Linn Klimax DS) bei HiRes-FLACs (mit<br />

z.B. 96 oder 192kHz Sampling rate) offenbar<br />

missverständliche<br />

UPnP-Botschaften,<br />

die sie zu<br />

willkürlichem<br />

Titelsprung<br />

mitten<br />

im laufenden<br />

Track<br />

veranlasste.<br />

Da Twonky<br />

hier bisher<br />

nie Probleme<br />

machte, sollte<br />

sich das aber<br />

38<br />

www.audio.de ›09/2013


problemlos mit dem nächsten Firmware-<br />

Update der Linkstation beheben lassen.<br />

Um die 400 Euro kostet die LS420 mit<br />

zwei Platten à 2TB; auch 2x3 und 2x4 TB<br />

sind lieferbar, das Volumen <strong>kann</strong> entweder<br />

komplett verwendet (RAID0) oder als<br />

RAID1-Verbund mit redundanter Sicherung<br />

und folglich halbierter Kapazität betrieben<br />

werden – was <strong>AUDIO</strong> ausdrücklich<br />

empfiehlt. Ein separates Backup ist<br />

dennoch Pflicht, aber im RAID-Modus<br />

bleibt der Server (und damit für viele die<br />

Haupt-Musikquelle) auch mit einer ausgefallenen<br />

Platte nutzbar. Die NAS läuft sehr<br />

leise, aber natürlich nicht ganz geräuschlos<br />

– zwei 3,5-Zoll-Festplatten und den für<br />

deren Kühlung unvermeidlichen Lüfter bekommt<br />

man nie zu 100% gedämmt.<br />

Da Twonky 7 aktuell in keiner Version nach<br />

Erscheinungsdatum sortiert und auch den<br />

Zugang nach „Composer“-Tags nicht anbietet,<br />

müssen sich Musikfreunde, die einen<br />

dieser Zugänge unbedingt brauchen,<br />

mit Tricks behelfen: Die Player von Linn<br />

Digital › NAS-LAUFWERK MIT DSD-SERVER<br />

und Lumin lassen sich mit dem Lumin-<br />

App steuern, das auch Daten abfragt, nach<br />

denen Twonky selbst nicht sortiert – und<br />

diese dann für eine eigene <strong>So</strong>rtierung heranzieht<br />

– dort ist dann auch der Zugang<br />

über „Year“ möglich.<br />

Ein weiterer Work around besteht darin,<br />

den von vielen Hörern kaum genutzten<br />

„Genre“-Tag aufzubohren: Dieses Feld darf<br />

mehrere Werte enthalten, separiert durch<br />

ein Komma und ohne Abstand. Stünde<br />

hier also nicht nur „Jazz“, sondern<br />

„Jazz,2013“ würde das Album unter „Genre“<br />

einmal im Ordner „Jazz“ und einmal<br />

im Ordner „2013“ auftauchen. Unter<br />

„Genre“ kommen dann also zunächst alle<br />

in der Sammlung vorhandenen Erscheinungsjahre,<br />

weil Zahlen an den Anfang<br />

sortiert werden. Dann folgen die Genre-<br />

Ordner in gewohnter alphabetischer Reihenfolge.<br />

Man <strong>kann</strong> das eigentliche Genre<br />

auch ganz opfern und stattdessen den<br />

Komponisten hinzunehmen, also Genre-<br />

Tags der Form „Händel,2009“ vergeben.<br />

Dann bekäme man unter „Genre“ erst die<br />

Jahres- und dann die Komponistenliste.<br />

Die Änderung der Genre-Tags lässt sich<br />

Programmen wie MP3Tag nach etwas<br />

Ausprobieren bequem automatisieren,<br />

aber auch hier gilt: keine Massenänderung<br />

ohne Backup!<br />

HiFi<br />

GLE Serie<br />

Halle 1.2 · Stand 212<br />

Für jeden<br />

Anspruch<br />

die passende<br />

Klanglösung<br />

FLEISSIG: Twonky 7 sortiert akribisch nach<br />

Genre (mit dreierlei Untersortierungen). Mit<br />

einem Trick lässt sich dieses Feld aber auch für<br />

Jahr und/oder Komponist zweckentfremden.<br />

LÄUFT WIE GESCHMIERT: Am Buffalo-<br />

Server spielte der Pioneer SC-LX87 (links das<br />

Kontroll-App) DSD mit einfacher und doppelter<br />

Rate (2,4 und 5,8MHz) ohne jedes Problem.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Abmessungen B x H x T<br />

Gewicht<br />

AUSSTATTUNG<br />

Betriebsarten<br />

Plattengrößen<br />

Media Server<br />

Anschlüsse<br />

BUFFALO<br />

LINKSTATION 420<br />

Buffalo Technology<br />

+31 (0)23 554 6010<br />

buffalo-technology.com<br />

ca. 400€ (2x2TB)<br />

2 Jahre<br />

8,7 x 12,7 x 20,4 cm<br />

2,5 kg<br />

RAID0, RAID1<br />

3,5'', bis 4TB<br />

Twonky 7 (lizensiert)<br />

Gigabit LAN, 1x USB<br />

Ideal für Einsteiger:<br />

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GLE-Lautsprecher für<br />

preisbewussten Klanggenuss.<br />

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Verstärker › RÖHREN-VOLLVERSTÄRKER<br />

TAC-Sausen<br />

statt Glimm-Bimm<br />

Manch ein Röhrenverstärker schrammt haarscharf am<br />

Kitsch vorbei, manch ein Käufer am Bankrott. Wer weder<br />

Geschmacksnerven noch Konto überstrapazieren<br />

will, findet mit dem T-22 ein echte Alternative.<br />

■ Test: Stefan Schickedanz<br />

Mit Röhrenverstärkern verhält es sich ähnlich<br />

wie mit mechanischen Armbanduhren:<br />

Bereits totgeglaubt, feierten sie eine<br />

glorreiche Wiederauferstehung. In deren Folge bildete<br />

sich auf der Welle des Nostalgiehypes ein<br />

schier unüberschaubares Angebot, bei dem nicht<br />

selten die Form im Vordergrund steht, wenn nicht<br />

sogar zum Selbstzweck verkommt. Doch ähnlich<br />

wie etwa Piloten durchaus einen Chronographen<br />

oder eine zweite Zeitzone gebrauchen können, sprechen<br />

sachliche Gründe für die Glimmer-Kolben: Über<br />

viele Jahrzehnte gereifter Röhrenklirr besitzt eine<br />

einzigartige Konsistenz und einen hohen Gehalt an<br />

den Vitaminen K2 und K4, was Gourmets ins Schwärmen<br />

bringt. Nicht fern der Tag, an dem Johannes<br />

„Hannes“ Maier – mit Klirrdiagrammen auf Du-und-<br />

Du – darüber einen Roman aus Sicht der Röhre<br />

schreibt: „Ich – einfach unverbesserlich.“<br />

Dem Kollegen hätte der T-22 sicher ein Déja-vù beschert.<br />

Schließlich testete Maier bereits vor Jahren<br />

den Röhren-Vollverstärker T.A.C. 34, dessen Schaltungen<br />

sich der T-22 bedient. Für jemanden, der<br />

nicht akribisch den Signalweg im Schaltplan verfolgt<br />

wie ein Boy Scout die Landkarte liest, wäre<br />

dieser Umstand leicht zu übersehen. Schließlich<br />

haben die Entwickler die Topologie gründlich aufgemischt.<br />

Im T.A.C. 34 saßen sämtliche Röhren in<br />

der ersten Reihe, die drei Trafos in der zweiten. Das<br />

Glaskolben-Ensemble stand wie auf einer Bühne,<br />

der Betrieb ohne Gitter drängte sich förmlich auf. In<br />

der Mitte saßen je zwei 6N3-Doppeltrioden. Mit<br />

ihrer Hilfe wurde (und wird) das invertierte Signal,<br />

das man zur symmetrischen Ansteuerung der mit<br />

je zwei auf den äußeren Rängen untergebrachten<br />

EL34 bestückten Gegentakt-<strong>End</strong>stufe benötigt,<br />

gleich in der Vorstufensektion erzeugt.<br />

SAME BUT DIFFERENT<br />

Diese Konfiguration wirbelten die Konstrukteure so<br />

gründlich durcheinander wie die Stadtbilder jener<br />

Orte, denen ein staatlich geplanter Wachstumsschub<br />

verordnet wird. Die Trafos bilden jetzt in der<br />

Mitte aufgereiht das Rückgrat des neuen T-22, die<br />

Röhren von Vor- und <strong>End</strong>stufe kauern daneben: kanalgetrennt<br />

nach links und rechts verbannt. Dabei<br />

wirken sie fast schon ein wenig verloren wie eine<br />

kleine Hütte neben einem der riesigen Wohnsilos,<br />

die im Reich der Mitte inzwischen wie Shiitake-Pilze<br />

aus dem Boden schießen. Die radikale Umgestaltung<br />

des Röhrenbiotops sorgt zwar für einen<br />

ausgewogenen, zentralen Schwerpunkt, doch die<br />

wenig schmuckvollen schwarzen Schutzgitter können<br />

jetzt getrost drauf bleiben: Was darunter zum<br />

Vorschein kommt, ist ähnlich ernüchternd, als würde<br />

jemand die Haushaltsbücher einiger berüchtigter<br />

Europleiteländer öffnen.<br />

Glanzvoller lesen sich da schon die Meßschriebe.<br />

Der T-22 besitzt eine „Ultralinear“-Schaltung, in<br />

der ein Mittelabgriff des Ausgangstrafos aufs<br />

Schirmgitter der Pentode zurückgeführt wird, was<br />

40<br />

www.audio.de ›09/2013


Verstärker › RÖHREN-VOLLVERSTÄRKER<br />

TEST<br />

Röhren-Vollverstärker<br />

T.A.C. T-22 1400 €<br />

www.audio.de ›09/2013 41


Verstärker › RÖHREN-VOLLVERSTÄRKER<br />

klirrmindernd wirkt. Die Bandbreite<br />

scheint darunter nicht zu leiden, wie der<br />

fast transistor-glatte, mühelos bis über<br />

100kHz reichende Frequenzgang verrät.<br />

Der dennoch recht hohe Klirr wird durch<br />

den Umstand gemildert, dass die unverlangten<br />

Zugaben weitestgehend frequenzunabhängig<br />

und stets in akkurat<br />

harmonischer Stufung auftreten.<br />

Die Hörstudie beweist eindrucksvoll,<br />

dass Interessenten weder ihren Ohrenarzt<br />

noch den HiFi-Fachhändler zu Risiken<br />

und Nebenwirkungen dieses über<br />

die Jahre verfeinerten Rezepts befragen<br />

brauchen: Direkt nach dem Anschalten<br />

verwandelt sich das hässliche Entlein in<br />

einen bildschönen Schwan. Zumindest,<br />

wenn man die Augen schließt und sich<br />

mit der Musik treiben lässt. In dieser<br />

Preisklasse gibt es – Röhre hin, Transistor<br />

her – kaum einen zweiten Verstärker,<br />

der mit einer derart makellosen Homogenität,<br />

Transparenz und Detailverliebtheit<br />

aufwarten <strong>kann</strong>. Und mit so einer<br />

hohen und breiten Hörbühne. Um ihm<br />

einen würdigen Gegner zur Seite zu stellen,<br />

mussten wir schon zum Lyric Ti-60<br />

greifen – für 1400 Euro ebenfalls ein<br />

Ausnahmegerät. Der zeigte sich in der<br />

Summe ebenbürtig, wirkte aber bei großen<br />

Lautstärken etwas angestrengter<br />

und entlockte der nach dem Trial-and-<br />

UNTERGRUND-ORGANISATION: Über Kopf montierte<br />

Platinen gepaart mit Point-to-point-Verdrahtung zu den<br />

<strong>End</strong>röhren treten unter der Bodenplatte zum Vorschein.<br />

Error-Verfahren als perfekte Partnerin<br />

ermittelten PMC Fact 12 (<strong>AUDIO</strong> 8/13)<br />

im Bass nicht jenen knochentrockenen,<br />

endgültigen Punch.<br />

HISTORY REPEATING<br />

Kaum zu glauben, wie respektlos der<br />

chinesische T.A.C die teure britische<br />

Box ungeachtet der ein ganzes Stück<br />

au<strong>sein</strong>anderliegenden AKs nach <strong>sein</strong>er<br />

Pfeife tanzen ließ. Was Bass-Kontrolle<br />

betrifft, spielt der T-22 eher in der Transistor-Liga.<br />

Für <strong>sein</strong>e äußert präzise, mühelose<br />

und mitreißende Performance an<br />

der in der letzten Ausgabe unberechtigterweise<br />

als schwer beherrschbar gebrandmarkten<br />

PMC-Box waren nicht<br />

einmal die 8-Ohm-Klemmen von Nöten.<br />

Der toughe T.A.C. stemmte diese Aufgabe<br />

noch griffiger und überzeugender<br />

an <strong>sein</strong>en 4-Ohm-Anschlüssen, während<br />

der Lyric via 8 Ohm angezapft souveräner<br />

auftrat.<br />

Dass die beiden „Schwächlinge“ mit<br />

der vermeintlichen Diva (AK 79) so gut<br />

klarkamen, ist nur auf den ersten Blick<br />

überraschend: Alles ist relativ – offenbar<br />

auch die für den schnellen Überblick hilfreiche<br />

<strong>AUDIO</strong>-Kennzahl, die hier durch<br />

eher geringen Wirkungsgrad und hohe<br />

Impedanz nach oben schnellt. Letzeres<br />

jedoch kommt Röhren, die ihre Leistung<br />

von Natur aus lieber über hohe Spannungen<br />

als über fette Ströme erzeugen, sogar<br />

entgegen. Und zwar ganz besonders<br />

dann, wenn dieser Widerstand dank aufwendiger<br />

Linearisierung über den gesamten<br />

Audiobereich linealglatt verläuft.<br />

Aber auch ohne PMC: Wer nach einer<br />

neuen Verstärker-Perle ohne Protzfaktor<br />

sucht, sollte sich den T.A.C unbedingt<br />

anhören – selbst, wenn eigentlich der<br />

Kauf eines Transistors anstand.<br />

Fotos: Julian Bauer, Archiv<br />

MESSLABOR T.A.C. T-22<br />

Mit den Messungen kommt man dem Klanggeheimnis<br />

nur bedingt auf die Spur: Der Frequenzgang<br />

verläuft extrem glatt und breitbandig,<br />

dafür sieht der Stabilitätswürfel (Abb.1)<br />

aus, als wäre ein Elefant drauf getreten. Der<br />

Klirrverlauf (2) geht gerade an ansteigender<br />

und abfallender Leistung in Ordnung, der absolute<br />

Klirrpegel ist recht hoch. Die Leistung<br />

liegt für eine Röhre sehr hoch: An 8-Ohm-<br />

Klemmen sind es 42/17 Watt Sinus an 8/4<br />

Ohm, an den 4-Ohm-Klemmen 34/46 Watt.<br />

42 www.audio.de ›09/2013


FAZIT<br />

Stefan Schickedanz<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

Die Mondfähre war auch nicht unbedingt<br />

schön, aber perfekt für ihren<br />

Job. Wer Performance über Prunk<br />

und Protz stellt, bekommt fürs Geld<br />

kaum einen musikalischeren Amp –<br />

egal ob Röhre oder Transistor.<br />

KEIN KOLBEN-<br />

DRESSER: Viel<br />

nüchterner als den<br />

T.A.C. T-22 <strong>kann</strong><br />

man einen<br />

Röhrenverstärker<br />

nicht aufbauen.<br />

Selbst ohne Gitter<br />

wirkt er so anheimelnd<br />

wie eine<br />

Werkbank.<br />

STECKBRIEF<br />

Vertrieb<br />

www.<br />

Listenpreis<br />

Garantiezeit<br />

Maße B x H x T<br />

Gewicht<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC<br />

Hochpegel Cinch / XLR<br />

Festpegel Eingang<br />

TapeOut<br />

Pre Out Cinch / XLR<br />

Kopfhörer<br />

FUNKTIONEN<br />

Aufnahmewahlschalter<br />

Klangregler / abschaltbar<br />

Loudness<br />

Besonderheiten<br />

EMPFEHLUNG<br />

UNIVERSELLE RÖHRE<br />

T.A.C.<br />

T-22<br />

Sintron<br />

0 72 29 / 18 29 98<br />

vincent-tac.de<br />

ab 1400 Euro<br />

2 Jahre<br />

33 x 16,5 x 39 cm<br />

19,6 kg<br />

– / –<br />

4 / –<br />

–<br />

–<br />

1 / –<br />

–<br />

–<br />

–<br />

–<br />

Fernbedienung<br />

09/13<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Phono MM/MC<br />

Klang<br />

Ausstattung<br />

Bedienung<br />

Verarbeitung<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

ÅSehr homogen, große<br />

Abbildung, extrem<br />

detailreich, transparent,<br />

knackiger Bass.<br />

Í –<br />

–<br />

100<br />

gut<br />

sehr gut<br />

sehr gut<br />

100 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

FAZON MIKRO<br />

DAS INSTRUMENT FÜR<br />

ECHTEN KLANG<br />

Kompakte Abmessungen, flexibel einsetzbar, exzellente Klangqualität:<br />

das ist der neue DALI FAZON MIKRO. Sensationell ist <strong>sein</strong>e voluminöse<br />

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Kontakt: DALI GmbH, Tel: +49 (0)731 141 16 86 10, kontakt@dali.dk<br />

Vertrieb Österreich: <strong>AUDIO</strong>PHIL – SOUND AND VISIONS, Tel.: +43 (0)699 13 35 73 63<br />

Vertrieb Schweiz: Horn Distribution CH AG, Tel: +41 (0)43 52 16 05


Verstärker › PHONO-VORVERSTÄRKER<br />

HEISSER OFEN<br />

Da hat man einen teuren Vollverstärker gekauft und soll<br />

für den Phonozweig 500 Euro extra berappen? Wenn<br />

so viel Dynamik und Tempo herauskommen, unbedingt!<br />

■ Text: Bernhard Rietschel<br />

Eingebaute Phonoteile spielen in<br />

Vollverstärkern eine undankbare<br />

Rolle: Selbst, wenn ausnahmsweise<br />

wirklich großer Schaltungsaufwand<br />

betrieben wurde, findet dieser in einem<br />

Vollverstärkergehäuse ähnlich ideale Arbeitsbedingungen<br />

vor wie ein Uhrmacher<br />

in einem Stahlwerk. Da verwundert<br />

es nicht, dass externe Phonostufen einfach<br />

besser klingen.<br />

Vincent geht beim PHO-700 besonders<br />

gründlich vor und baut dem MM- und<br />

MC-tauglichen Phono-Preamp nicht nur<br />

ein eigenes, gut geschirmtes Blechgehäuse,<br />

sondern lagert das gesamte Netzteil<br />

in ein zweites Stahlhäuschen aus, mit<br />

edler Alufront wie das Herrenhaus, nur<br />

ohne dessen kreisrundes Glasfenster.<br />

Hinter dem Bullauge glimmt eine Doppeltriode<br />

des Typs 6AU7, die als Ausgangsstufe<br />

zwischen dem angeschlossenen<br />

Vor- oder Vollverstärker und der IC-basierten,<br />

aber fein aufgebauten Entzerrerschaltung<br />

auf der Hauptplatine des PHO-<br />

700 vermittelt. Wer das Glimmen der<br />

Röhre tagsüber zu blass findet, <strong>kann</strong> ein<br />

dreistufiges LED-Taghörlicht zuschalten.<br />

Neben dieser klanglich völlig irrelevanten<br />

Illumination und dem Umschalter zwischen<br />

MC und MM gibt es keine weiteren<br />

Einstellmöglichkeiten – man muss<br />

mit den vorgegebenen, zum Glück normgerechten<br />

Werten zurechtkommen.<br />

Wobei allzu ausartender Anschlusswerte-Experimentiertrieb<br />

ohnehin meist bei<br />

klanglich minderbemittelten Phonostufen<br />

aufkommt. Wenn ein Preamp dagegen<br />

auf Anhieb stimmig, dynamisch und<br />

mit ungebremstem musikalischen Fluss<br />

spielt, hindern ihn daran auch geringfügige<br />

Fehlanpassungen nicht. Deren klanglicher<br />

Einfluss wird häufig überschätzt.<br />

<strong>So</strong> spielte etwa das Ace L von Benz, das<br />

offiziell nach eher extravaganten 1000Ω<br />

verlangt, an den standardmäßigen 100Ω<br />

des Vincent keinen Deut unfrisch, sondern<br />

knackig und durchhörbar, mit rhythmisch<br />

treibender, kraftvoll-markanter<br />

Percussion. Sehr leise MCs wie das Linn<br />

Klyde hätten vielleicht noch etwas mehr<br />

Rauschabstand gebrauchen können, ansonsten<br />

benahm sich der PHO-700 sehr<br />

brav und geräuscharm und empfahl sich<br />

als betont dynamischer, offener und vitaler<br />

Spielpartner für anspruchsvolle Vinyl-Freunde.<br />

Und außerdem als – dank<br />

<strong>sein</strong>er Röhren-Ausgangsstufe – philosophisch<br />

wie klanglich optimal passender<br />

Kompagnon zu unserem Röhren-Vollverstärker<br />

des Monats, dem T.A.C T-22 von<br />

Seite 40.<br />

SOWAS GEHT NUR EXTERN: PHO-700 (r.)<br />

mit großzügigem Schaltungslayout, durchweg<br />

ordentlichen Bauteilen und externem Netzteil.<br />

MESSLABOR<br />

Der Frequenzgang des PHO-700 (rechts) zeigt<br />

leichte Ungenauigkeiten in der RIAA-Entzerrung,<br />

die eher kosmetischer Natur sind. Die<br />

MM-Eingangskapazität ist etwas hoch (400pF),<br />

was mit Normsystem einen leichten Resonanzbuckel<br />

ergibt. Der geringe Klirr ist röhrentypisch<br />

perfekt strukturiert (o.Abb.). Ebenfalls<br />

typisch Röhre: der hohe Ausgangswiderstand<br />

(900Ω) – an kurzen Kabeln kein Problem.<br />

Störabstand: 83dB mit MM, 68dB mit MC.<br />

TEST<br />

Phono-Vorverstärker mit Röhren-Ausgangsstufe<br />

VINCENT PHO-700 500 €<br />

STECKBRIEF<br />

VINCENT<br />

PHO-700<br />

Vertrieb<br />

Sintron<br />

0 7229 / 18 29 98<br />

www.<br />

vincent-tac.de<br />

Listenpreis<br />

500 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T 2x je 13 x 8,2 x 22,5<br />

Gewicht<br />

Netzteil 1,5kg, Verst. 1,2kg<br />

ANSCHLÜSSE<br />

Phono MM / MC • / •<br />

Eingänge Cinch / XLR • / –<br />

Ausgänge Cinch / XLR • / –<br />

Anpassung Widerstand – (100Ω MC, 47kΩ MM)<br />

Anpassung Kapazität MM – (400 pF)<br />

FUNKTIONEN<br />

Fernbedienung –<br />

A/D-Wandler –<br />

Variable Entzerrung –<br />

Gain/Lautstärkeregelung – / –<br />

Besonderheiten –<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Åkerniger, dynamischer und<br />

transparenter Klang<br />

Íkönnte bei MC noch rauschärmer<br />

<strong>sein</strong><br />

Klang Cinch / XLR 105<br />

Ausstattung<br />

befriedigend<br />

Bedienung<br />

sehr gut<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

105 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

44 www.audio.de ›09 /2013


Klang unfassbar.<br />

Kabel unsichtbar.<br />

Samsung <strong>So</strong>undbar.<br />

Samsung HW-F750<br />

Wunderbar vielseitig: Samsung <strong>So</strong>undbar HW-F750.<br />

Sie feiern gern mal ein Fest für die Sinne? Dann sollten Sie unbedingt die neue <strong>So</strong>undbar HW-F750 von Samsung einladen.<br />

Einmal per Bluetooth ® mit einem kompatiblen Mobilgerät verbunden, sorgen der integrierte Röhrenverstärker und der drahtlos<br />

verbundene Subwoofer* für einen raumfüllenden HiFi-<strong>So</strong>und. Mit satten Bässen und warmem analogem Klang über das<br />

gesamte Spektrum. Dabei harmoniert die HW-F750 dank ihres edlen Metallgehäuses auch hervorragend mit Ihrer Wohnung.<br />

www.samsung.de/soundbars<br />

*<br />

Subwoofer nicht abgebildet.


Analog › PLATTENSPIELER<br />

■ Text: Bernhard Rietschel<br />

Ganz preiswerte Plattenspieler<br />

sind in ihrem Potential meist<br />

durch Kompromisse bei der Materialauswahl<br />

und dem Bearbeitungsaufwand<br />

limitiert. Wenn jedes einigermaßen<br />

präzise gedrehte Werkstück, jede<br />

Minute, die für Montage oder Qualitätskontrolle<br />

verbraucht wird, die Kalkulation<br />

zu sprengen droht, braucht es<br />

schon eine gehörige Portion Genialität,<br />

um überzeugende Laufwerke zu bauen.<br />

Entsprechend klein ist die Zahl der Hersteller,<br />

die das immer noch hinbekommen<br />

– mit Rega und Pro-Ject sind eigentlich<br />

schon alle aufgezählt.<br />

Kommt man in den vierstelligen Preisbereich,<br />

arbeitet es sich schon komfortabler,<br />

lässt das Budget Platz für technische<br />

Lösungen, die nicht nur zweckmäßig<br />

sind, sondern auch eine gewisse Eleganz<br />

ausstrahlen. Hier ist der Bereich, in<br />

dem Conrad Mas sich wohlfühlt. Allen<br />

Spielern von <strong>sein</strong>em Zeichenbrett, vom<br />

kleinen Diva (<strong>AUDIO</strong> 4/09) bis zum teuren<br />

Acutus (5/05), merkt man die Lust<br />

am schönen Maschinenbau an, die aus<br />

technischen Geräten mechanisch-ästhetische<br />

Statements macht.<br />

Der Ingenium ist Conrad Mas' Vorschlag<br />

zur Güte an alle, die <strong>sein</strong>e bisherigen<br />

Spieler zu teuer fanden: Schaut her Leute,<br />

weniger geht jetzt wirklich nicht<br />

mehr: das Lager schaut ja schon zur<br />

Hälfte aus dem Chassis raus!<br />

46 www.audio.de ›09 /2013


Analog › PLATTENSPIELER<br />

Das Chassis ist in diesem Fall ein T-förmiges<br />

Gebälk aus massivem Aluminium.<br />

Am rechten <strong>End</strong>e des langen Hauptbalkens<br />

sitzt die Tonarmbohrung, am linken<br />

der kurze Querbalken und kurz davor, etwas<br />

nach vorne versetzt, das invertierte<br />

Tellerlager. Diese Plazierung bewirkt,<br />

dass das jeweils vordere Viertel der polierten<br />

Lagerglocke im Freien rotiert,<br />

was sehr cool aussieht. Vor allem jedoch<br />

bleibt dadurch nicht nur unter, sondern<br />

auch hinter dem Lager reichlich Aluminium<br />

stehen, was dem Balken maximale<br />

statische Festigkeit verleiht. Diese bombenstabile,<br />

auch im mikroskopischen<br />

Sinn unverrückbare Positionierung von<br />

Tellerlager und Tonarm zueinander ist eine<br />

entscheidende Voraussetzung für<br />

präzise Abtastung. Wohl auch deshalb<br />

hat sich Mas gegen austauschbare Adapter<br />

für unterschiedliche Tonarm-Bohrungen<br />

entschieden: Avid <strong>kann</strong> passende<br />

Bohrungen für Rega-, Linn- oder<br />

SME-Arme liefern, man muss sich aber<br />

Fotos: Julian Bauer, Archiv<br />

TEST<br />

Analog-Laufwerk mit freier Arm-Wahl<br />

AVID INGENIUM AB 1400€<br />

Bei den gehobenen, aber noch nicht absurd teuren Plattenspielern<br />

gibt es wenig Auswahl. Der Ingenium bedeutet interessanten<br />

Zuwachs für diese Kategorie – hat der kleinste Avid-<br />

Spieler vielleicht sogar das Zeug zum Gigantenkiller?<br />

AVID UND GOLIATH<br />

www.audio.de 09 /2013<br />

47


Analog › PLATTENSPIELER<br />

HARTE PAARUNG: Unter dem<br />

Messingdeckel des Tellerlagers<br />

rotiert ein Spiegel aus synthetischem<br />

Saphir auf einer Kugel<br />

aus Wolframkarbid. Die<br />

Seitenführung übernimmt eine<br />

Buchse aus poröser, ölgetränkter<br />

Spezialbronze.<br />

LEICHTE KOST: Der Teller des Ingenium<br />

besteht aus lackiertem, präzise gedrehtem MDF,<br />

die fest verklebte Matte aus bewährtem Kork-<br />

Gummi-Mix. Das Avid-typische Klemmgewicht<br />

passt, ist aber nicht serienmäßig dabei.<br />

vor dem Kauf für einen dieser Standards<br />

entscheiden. Nachher mal eben schnell<br />

umswitchen geht nicht.<br />

Wer sich gar nicht entscheiden <strong>kann</strong>,<br />

darf den Ingenium auch als doppelarmige<br />

Version bestellen. Der Hauptbalken<br />

ist dann über die Querstrebe hinaus verlängert<br />

und trägt am linken <strong>End</strong>e eine<br />

zweite Armbohrung. Da zudem unterschiedliche<br />

Balkenlängen lieferbar sind,<br />

wächst die Zahl der möglichen Kombinationen<br />

ins Schwindelerregende. Man<br />

könnte etwa rechts den wunderschönen,<br />

langen M2-12 von SME als <strong>So</strong>nntagsarm<br />

einplanen und links einen einfachen<br />

Rega mit entsprechend <strong>günstig</strong>erem<br />

Tonabnehmer für Flohmarktfunde,<br />

wellige Platten und alle sonstigen Situationen,<br />

die eine etwas rustikalere Ab-<br />

tastkombi erfordern. Der Zweiarm-Ingenium<br />

ist zwar teurer, gemessen am Preis<br />

anderer Mehrarm-Spieler aber dennoch<br />

eine erfreuliche Bereicherung.<br />

Zum Test hatten wir aber erstmal nur die<br />

Basisversion bestellt, vorbereitet für einen<br />

Neunzoll-Arm mit Linn-Geometrie<br />

und -Bohrung – Maße, welche praktischerweise<br />

auch Pro-Ject verwendet.<br />

<strong>So</strong> lässt sich mit dem unter den Neu-<br />

Armen konkurrenzlos preiswerten Kohlefaser-Querlenker<br />

Pro-Ject 9cc eine<br />

Einstiegskombi bilden, die ohne System<br />

unter 1700 Euro liegt. Und die nicht nur<br />

sehr sexy aussieht, sondern im Test –<br />

bestückt mit einem Ortofon 2M Blue<br />

und somit komplet immer noch luftig unter<br />

2000€ – klanglich enorm anmachte:<br />

Ein ruhiger Hintergrund mit ungetrübtem,<br />

stabilem Rillenrauschen verriet<br />

gleich nach dem Aufsetzen der Nadel<br />

viel über die Qualität des Tellerlagers;<br />

die ersten Töne von der aufnahmetechnisch<br />

eher schwachen, musikalisch jedoch<br />

unglaublich starken „Trouble Will<br />

Find Me“ von The National klangen dann<br />

so geschmeidig als hätte jemand die LP-<br />

Oberfläche mit Vaseline behandelt.<br />

„Fast schon zu geschmeidig“, begannen<br />

die Timing- und Dynamikhörer Verdacht<br />

zu schöpfen – und in der Tat konnte ein<br />

Rega RP6 noch griffiger, im positiven<br />

Sinn trockener und direkter spielen. Die<br />

Klangfarbenvielfalt und Durchhörbarkeit<br />

MESSLABOR<br />

Der Gleichlauf des Test-Avid verbesserte<br />

sich mit jedem Tag Laufzeit um einige Nachkomma-Stellen<br />

– vermutlich durch Einlaufen<br />

des eng tolerierten Tellerlagers – und wird<br />

die gemessenen, eher mäßigen ±0,2% (1)<br />

noch unterbieten – <strong>AUDIO</strong> wird nachmessen.<br />

Das Störspektrum (2) ist absolut sauber,<br />

der Avid läuft mit 73,5dB/83,5dB Rumpelabstand<br />

(Platte/Koppler) extrem leise.<br />

48<br />

www.audio.de ›09 /2013


Analog › PLATTENSPIELER<br />

DICKE SCHLAPPEN: Der Avid steht auf drei voluminösen Pucks aus<br />

Kaugummi-weichem <strong>So</strong>rbothan mit Filzsohlen. Dank letzterer lässt sich der<br />

Spieler verspannungsfrei und möbelschonend aufstellen. Das Laufwerk ist<br />

unkritisch, was den Aufstellort anbetrifft, sollte jedoch – da reagiert es sensibel<br />

– penibelst in die Waage gebracht werden.<br />

FAZIT<br />

<strong>sein</strong>es britischen Landsmannes konnte<br />

der Rega aber nur mit Mühe und kleinen<br />

Kompromissen nachspielen.<br />

Im Tiefbass vollbrachten beide Spieler<br />

keine Wunder: Der Avid wurde ganz unten<br />

etwas zu blumig und breit, der Rega<br />

bohrte tiefere, aber recht schlanke Wurzeln<br />

in den musikalischen Untergrund.<br />

Beides war aber absolut tolerabel und<br />

hinterlässt auch auf sehr breitbandigen<br />

Anlagen nie den Eindruck, einem „kleinen“<br />

Spieler zu lauschen.<br />

Um das Potential des Spielers noch weiter<br />

zu sondieren, tauschten die Tester<br />

schließlich den Pro-Ject-Arm gegen<br />

deutlich teurere Linn-Exemplare: Der<br />

Akito, mittlerweile leider erschreckende<br />

1785€ teuer, brachte einen enormen Zuwachs<br />

an Grip, Dynamik und Sauberkeit,<br />

stellt also, eventuell auch als Gebrauchtkauf,<br />

einen attraktiven Upgrade-Weg<br />

dar. Zumal sich für den Pro-Ject schnell<br />

ein dankbarer Abnehmer finden sollte –<br />

etwa um damit einen weiteren Avid-Einstieg<br />

preislich noch etwas zu drücken.<br />

Auch Linn Ekos gibt es gelegentlich gebraucht<br />

zu kaufen – neu kostet der Arm<br />

mehr als das Vierfache des Avid-Laufwerks<br />

und ist damit kontraindiziert. Unbedingt<br />

<strong>sein</strong> muss er aber eh nicht, weil<br />

der Ingenium bereits mit dem Akito weitestgehend<br />

ausgereizt schien – ein Versuch<br />

mit einem älteren, top erhaltenen<br />

Ekos brachte keine dramatischen Verbesserungen<br />

mehr.<br />

Unter 2000 Euro zählt die „kleine“<br />

Avid-Kombi mit dem Pro-Ject-Arm<br />

zu den interessantesten Spielern,<br />

zumal ambitionierte Vinylfans sehr<br />

schön upgraden können. Wer noch<br />

einen Rega- oder Linn-Arm zuhause<br />

liegen hat, nimmt natürlich den<br />

und kauft nur das Laufwerk.<br />

STECKBRIEF<br />

AVID<br />

INGENIUM / 9CC<br />

Vertrieb<br />

Progressive Audio<br />

020 54 / 9 38 57 93<br />

www.<br />

progressiveaudio.de<br />

Listenpreis<br />

1700 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Maße B x H x T<br />

ca. 38 x 15 x 30 cm<br />

Gewicht<br />

ca. 6 kg<br />

Antrieb<br />

Rundriemen<br />

Geschwindigkeiten<br />

33, 45 U/min<br />

Drehzahlumschaltung manuell<br />

Arm-Höhenverstellung •<br />

Füße höhenverstellbar –<br />

Pitch-Regelung –<br />

Vollautomat / <strong>End</strong>abschaltung. – / –<br />

Besonderheiten<br />

auch für 2 Arme lieferb.<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅGeschmeidig-feiner<br />

Klang, vielseitig kombinierbares<br />

Laufwerk<br />

ÍGleichlauf im Neuzustand<br />

könnte besser <strong>sein</strong>.<br />

Klang 93<br />

Ausstattung<br />

ausreichend<br />

Bedienung<br />

befriedigend<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

Bernhard Rietschel<br />

<strong>AUDIO</strong>-Chefredakteur<br />

93 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

THE NEW STATEMENT -<br />

Die Erfolgsgeschichte geht<br />

weiter...<br />

Das Maß der Dinge bei HECO!<br />

„The New Statement“ entwickelt<br />

das erfolgreiche Grundkonzept der<br />

Ur-Statement noch einmal deutlich<br />

weiter. Der unbändige Drang nach<br />

Perfektion und die Liebe zur Musik<br />

waren der Impuls für diesen <strong>High</strong>-<br />

<strong>End</strong>-Lautsprecher der Extraklasse.<br />

Entscheidende Innovationen sind<br />

der seitlich sanft gerundete Korpus<br />

und der phasenoptimierte Gewebehochtöner.<br />

Die Quint-essenz ist ein<br />

grandioses Dynamikverhalten bei<br />

noch weiter gesteigerter Transparenz<br />

des Klangbildes.<br />

Weitere Informationen erhalten Sie<br />

unter: www.heco-audio.de.<br />

www.audio.de 09 /2013<br />

49<br />

Besuchen Sie uns auf der IFA!<br />

Halle 1.2/Stand-Nr. 213


Titel-CD › <strong>AUDIO</strong>phile Pearls Volume 4<br />

HIGH FIDELIO<br />

Mit Fidelio hat Philips eine eigene <strong>High</strong>-<strong>End</strong>-Marke speziell für HiFi- und Musik-Fans geschaffen.<br />

Exquisite Kopfhörer, aufwendig gestaltete und abgestimmte Komplett-Anlagen und optisch wie<br />

akustisch raffinierte Lautsprecher gehören zum Portfolio. Zusammen mit Philips Fidelio präsentiert<br />

<strong>AUDIO</strong> nun eine ebenso aufwendige und raffinierte Musik-Kollektion: „<strong>AUDIO</strong>phile Pearls<br />

Volume 4“. Okay – Beethovens „Fidelio“ ist zwar nicht mit dabei. Dafür sorgen aber Top-Acts<br />

wie Blackfield und Jonny Lang sowie Entdeckungen wie Lescop oder Rob Moir für beste Unterhaltung<br />

von Folk über Rock bis Wavepop. Vorhang auf also für Philips und viel feine Musik!<br />

■ Text: Christof Hammer, Christine Tantschinez, Alexandros Mitropoulos<br />

<strong>AUDIO</strong>phile Pearls<br />

1. We Are Tony Seven Kinds Of Crazy 3:17<br />

mit freundlicher Genehmigung von <strong>So</strong>ulkitchen GmbH / Membran<br />

2. Aoife O’Donovan Beekeeper 4:24<br />

mit freundlicher Genehmigung von Yep Roc Records / Cargo<br />

3. Jonny Lang Not Right 4:32<br />

mit freundlicher Genehmigung von Mascot-Provogue Records GmbH<br />

4. Rob Moir You Lost Me At Hello 2:07<br />

mit freundlicher Genehmigung von Make My Day Records / Alive AG<br />

5. Lescop Ljubljana 3:38<br />

mit freundlicher Genehmigung von Le Pop Records / Groove Attack<br />

6. Beathotel Happy With You 432:51<br />

mit freundlicher Genehmigung von Focus Records / BSC Music<br />

7. Little Axe Down To The Valley4 5:35<br />

mit freundlicher Genehmigung von Echo Beach Lifefidelity<br />

8. Edgar Knecht Lilofee 6:07<br />

mit freundlicher Genehmigung von Ozella Music<br />

Volume 4<br />

9. Blackfield Pills 3:37<br />

mit freundlicher Genehmigung von K Scope Records / Edel Germany<br />

(P) 2013<br />

compilation<br />

WEKA<br />

This 09/13<br />

MEDIA<br />

<strong>AUDIO</strong><br />

sale.<br />

PUBLISHING<br />

for not<br />

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– copy<br />

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performances<br />

Unauthorizedcopying,publicperformances<br />

public<br />

Unauthorizedcopying, reserved. music recorded the<br />

All of<br />

rights owner of the the and producer<br />

broadcasting prohibited. Promotional copy –<br />

10. Lorenz Kellhuber Trio Cross Country <strong>So</strong>ng 6:23<br />

mit freundlicher Genehmigung von Blackbird Music / <strong>So</strong>ulfood<br />

11. Tollak Drama Queen 5:13<br />

mit freundlicher Genehmigung von <strong>So</strong>ulkitchen GmbH / Membran<br />

12. The Rides Don’t Want Lies 4:43<br />

mit freundlicher Genehmigung von Mascot-Provogue Records GmbH<br />

13. Qeaux Qeaux Joans Golden Cage 4:51<br />

mit freundlicher Genehmigung von Blackbird Music / <strong>So</strong>ulfood<br />

14. Dieter Geike Atmen 5:10<br />

mit freundlicher Genehmigung von Prudence / BSC Music<br />

15. Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (Klaviertranskription: Mikhail Pletnev)<br />

Konzertsuite aus dem Ballett »Dornröschen«, op. 66: Introduction (Prolog) 6:31<br />

Claire Huangci, Klavier<br />

mit freundlicher Genehmigung von Berlin Classics / Edel<br />

Gesamtspielzeit: 68:58<br />

Konzeption & Produktion: Christof Hammer, Mastering: Alexandros Mitropoulos @ <strong>AUDIO</strong>-Studios Stuttgart<br />

Weitere Infos: www.soulkitchen.biz, www.cargo-records.de, www.mascotlabelgroup.com, www.makemydayrecords.de, www.lepop.de,<br />

www.bscmusic.com, www.echobeach.de, www.ozellamusic.com, www.blackbird-music.de, www.edel.com. Foto: Archiv<br />

n<br />

<strong>AUDIO</strong>phile<br />

Pearls<br />

<strong>AUDIO</strong>phile<br />

Pearls<br />

Volume 4<br />

Volume 4<br />

pti<br />

Auch als Playlist auf<br />

Musik vo<br />

Blackfield<br />

Lescop,<br />

Little Ax<br />

The Rid<br />

Qeaux<br />

We Ar<br />

50 www.audio.de ›09 /2013


Titel-CD › <strong>AUDIO</strong>phile Pearls Volume 4<br />

MUSIK FÜR KOPF(-HÖRER) UND SEELE<br />

Von <strong>So</strong>ul bis Dub, von Blues- bis Progrock, dazu exquisiter Piano-Jazz und ein Tschaikowsky zum<br />

Verlieben: „<strong>AUDIO</strong>phile Pearls Vol. 4“ bringt fast 70 Minuten feinste Musik in exzellentem Klang.<br />

1. WE ARE TONY: SEVEN KINDS OF<br />

CRAZY (aus der CD „Seven Kinds Of Crazy“;<br />

<strong>So</strong>ulkitchen SK233763 / Membran; siehe S. 61)<br />

New York? Los Angeles? Kein bisschen:<br />

Lediglich Sänger Tony Potts stammt aus<br />

den USA, der Rest dieses Fünfers kommt<br />

aus Berlin bzw. Hamburg. Und doch klingen<br />

We Are Tony verblüffend „amerikanisch“<br />

– Grund also für ...<br />

... 3 FRAGEN AN WE ARE TONY<br />

?: Woher kommt euer immenses Faible für diesen<br />

70er-Jahre-inspirierten US-<strong>So</strong>und?<br />

!: Wir stellen immer wieder fest, dass es in unserer<br />

Musik viel zu entdecken gibt. Und die beschriebenen<br />

Facetten stimmen natürlich meist, genügen<br />

aber nicht als alleini ges Genre. Aber klar: In den<br />

70ern gab es in den USA fantastische Bands, die<br />

zeitlose Platten gemacht haben, daher: Danke für<br />

das Kompliment. Vor allem waren es Bands im traditionellen<br />

Sinne, die analog aufgenommen haben<br />

und einfach spielen können mussten. Die gesamte<br />

„Motown-Bande“ hat jeden Musiker seitdem<br />

beeinflusst, uns natürlich auch. Mit „What's Goin<br />

On“ kam 1971 auch ein Album raus, das unserem<br />

Ideal ziemlich nahe kommt.<br />

?: We Are Tony steht, wie ihr selbst sagt, für ein<br />

bestimmtes Lebensgefühl – könnt ihr das etwas<br />

präzisieren? Was ist „tony-esk“, was nicht?<br />

!: „Tony-esk“ ist schön gesagt. Schon die Mühe,<br />

das so zu verdeutlichen ist „tony“ (lacht). „Tony“ ist<br />

ein guter Moment, ein gutes Gefühl. Das ist schwer<br />

zu beschreiben, ohne in Klischees zu verfallen. Es<br />

ist auf jeden Fall Freiheit, folglich sind Nazis „untony“.<br />

Prince ist tony, Bushido ist nicht tony. Analoge<br />

Mischpulte sind tony, aber ProTools eben auch.<br />

Außer es läuft als Playback bei Unheilig ...<br />

?: Wie habt ihr den fast livehaften <strong>So</strong>und hinbekommen?<br />

Die CD klingt mehr nach einem Livemitschnitt<br />

als nach einer Studioproduktion ...<br />

!: Wir haben uns ins Studio gestellt und gespielt.<br />

Mehr gibt es dazu fast nicht zu sagen, außer dass<br />

wir den Luxus einer exzellente Amek-Analog-Konsole<br />

hatten und mit Geoff Peacey einen Engineer,<br />

der tatsächlich auch noch damit umgehen <strong>kann</strong>.<br />

LAMPEN, RÖHREN UND HIGH FIDELITY<br />

Es begann mit Glühlampen. Heute, 122 Jahre später, gehört Philips zu den<br />

be<strong>kann</strong>testen Elektronik-Herstellern der Welt. Auch in der HiFi-Geschichte<br />

brachte Philips mit innovativen Meilensteinen schon oft Licht ins Dunkel.<br />

VON DER LAMPE ZUM RADIO<br />

Am 15.Mai 1891 beginnt im holländischen Eindhoven eine fast<br />

märchenhafte Erfolgsgeschichte. Maschinenbau-Ingenieur<br />

Gerard Philips (Bild rechts) gründet mit der finanziellen<br />

Unterstützung <strong>sein</strong>es Vaters Frederik die Firma Philips & Co<br />

und startet die Produktion von Glühlampen. Um die Jahr-<br />

hundertwende gehört sie zu den bedeutendsten europäischen Lampenherstellern. Der<br />

Übergang zum internationalen Elektronik-Anbieter beginnt 1918 mit der ersten Radioröhre<br />

von Philips. 1927 übertragen Philips Forscher eine Stunde Musik über Kurzwelle und erhal-<br />

ten Antwort aus Australien, Indonesien und Südamerika. Im gleichen Jahr erobert der<br />

Philips Paladin (links) als erstes vollständiges Netzradio den Markt und macht Philips bald<br />

zu einem der größten Radiohersteller weltweit. Noch kurz vor Ausbruch des Zweiten<br />

Weltkriegs stellt Philips auch <strong>sein</strong> erstes Fernsehgerät der Weltöffentlichkeit vor. Mit der<br />

berühmten Philletta gelingt den Holländern 1940 bis 1967 die am längsten gebaute Serie<br />

eines europäischen Radiogerätes. Das beliebte Empfangsgerät bekommt regelmäßig<br />

Verbesserungen und neue Empfangstechniken spendiert – z.B. die Ultrakurzwelle oder<br />

Luxus-Versionen mit magischem Auge.<br />

www.audio.de ›09 /2013 51


Titel-CD › <strong>AUDIO</strong>phile Pearls Volume 4<br />

2. AOIFE O’DONOVAN: BEEKEEPER<br />

(aus der CD „Fossils“, Yep Roc Records 00062541 /<br />

Cargo; siehe S. 60) Der Alternative Folk hat<br />

ein neues „It-Girl“: Aoife O’Donovan, die<br />

als Stimme der Bluegrass-Band Crooked<br />

Still, glänzt auf ihrem <strong>So</strong>lodebüt „Fossils“<br />

mit klassischem Country, fast chansonesken<br />

Liedern und angerockten <strong>So</strong>ngwriterperlen<br />

wie „Beekeeper“, in dem<br />

sich Banjo und pedal steel mit rockigen E-<br />

Gitarren duellieren.<br />

3. JONNY LANG: NOT RIGHT<br />

(aus der CD „Fight For My <strong>So</strong>ul“; Provogue PRD74192<br />

/ Mascot / Rough Trade; siehe S. 60) Los geht’s<br />

mit fast soften Popsounds, doch sogleich<br />

geben Rock- und Blues-Elemente „Not<br />

Right“ die be<strong>kann</strong>te Lang’sche <strong>So</strong>ngstruktur.<br />

<strong>So</strong>ul-Vocals mit Prince-Appeal<br />

sowie Funk-Rhythmen und kleine Saitenarabesken<br />

im background verleihen dem<br />

<strong>So</strong>ng zusätzliche Komplexität, und gut<br />

abgestufte <strong>So</strong>und-Parts wie die sauber<br />

differenzierten Vocals zeugen von Jonny<br />

Langs Faible für ein akkurates Klangbild.<br />

4. ROB MOIR: YOU LOST ME AT<br />

HELLO (aus der CD „Places To Die“; Make My<br />

Day Record MMD 077 / Alive; siehe S. 61)<br />

Spielt hier Neil Young jr.? Jeff Tweedys<br />

jüngerer Bruder? Rob Moir braucht nur<br />

wenige Takte, um den Hörer auf <strong>sein</strong>e<br />

Seite zu ziehen – so schnörkellos, authentisch<br />

und direkt aus der Seele kommt die<br />

Musik dieses Gitarristensängers aus Toronto.<br />

Egal ob rauher Rock oder Balladen<br />

wie das lässig trabende, dabei leicht slackerhafte<br />

„You Lost Me At Hello“: Moir<br />

agiert mit der Authentizität eines Straßenmusikers,<br />

der alles gibt, auch wenn<br />

er nur acht Zuschauer vor sich hat.<br />

5. LESCOP: LJUBLJANA<br />

(aus der CD „Les cop“; Le Pop LPM039-2 / Groove<br />

Attack, siehe S. 60) Stardesigner Hedi Slimane<br />

(er fotografierte das Covermotiv) ist<br />

ganz vernarrt in <strong>sein</strong>e Musik, und auch<br />

der nicht eben frankophile New Musical<br />

Express zeigt sich beeindruckt: Mathieu<br />

Lescop sorgt mit <strong>sein</strong>em druckvoll-ätherischen,<br />

in scharfen Schwarz-weiß-Kontrasten<br />

gezeichneten Elektropop derzeit<br />

für mächtig Wirbel. Eines von vielen<br />

<strong>High</strong>lights eines starken Albums: „Ljubljana“,<br />

das glatt auch im Manchester des<br />

Jahres 1982 entstanden <strong>sein</strong> könnte.<br />

6. BEATHOTEL: HAPPY WITH YOU<br />

(aus der CD „Back & Forth“, Focus 07681 / BSC Music;<br />

siehe S. 58) Nein, diese Fab Four kommen<br />

nicht aus Liverpool, sondern aus<br />

München. Aber klar: Die Band um Leader<br />

Fredrik Forsberg hatn sich ganz den<br />

<strong>So</strong>unds der Sixties verschrieben. Nach<br />

vier elektrifizierten Discs spielt man sich<br />

auf „Back & Forth“ nun unplugged durch<br />

melodischen Pop mit vorwiegend britischen<br />

Genen. Kostprobe: „Happy With<br />

IMMER AUF DER RICHTIGEN TON-SPUR<br />

1 2 3 4 5 6<br />

Zahlreiche prägnante Entwicklungen, besonders bei der Tonaufzeichung und<br />

-Wiedergabe, machen das Unternehmen weltbe<strong>kann</strong>t. Philips wird zu einem<br />

wichtigen Motor und Wegbereiter dafür, wie wir Musik bis heute erleben.<br />

1950 tritt Philips in den Tonträger-Markt ein, etabliert den Produktbereich<br />

Musik. Das mündet in einer 80prozentigen Beteiligung an der Deutschen<br />

Grammophon Gesellschaft (später PolyGram). 1956 folgt der erste vollautomatische<br />

Plattenspieler namens Mignon, der auch unterwegs einsetzbar und<br />

sogar in einer Variante für den Einbau ins Auto vorgesehen ist (1).<br />

Auf der IFA 1963 präsentiert Philips die Compact Cassette und den ersten<br />

Kassettenrekorder der Welt (2 + 3). Der Kunststoffkasten misst kaum mehr<br />

als eine Zigarrenkiste und erinnert an einen silbernen Schuhkarton – ist aber<br />

eine technische Sensation, ermöglicht er doch die einfache Aufzeichung und<br />

Wiedergabe von Radiosendungen und LPs zuhause.<br />

1980 folgt die Ankündigung und 1981 auf der IFA die Präsentation der<br />

Compact Disc und des ersten Players (4 +5) . Zusammen mit <strong>So</strong>ny legt Philips<br />

den bis heute geltenden Red-Book-Standard für die Audio-Datenaufzeichung<br />

auf CD fest. 1997 folgt der erste CD-Recorder. 2001 stellt Philips, ebenfalls auf<br />

der IFA, den ersten europäischen DVD-Rekorder vor (6). Damit ist der<br />

Abschied vom analogen Magnetband hin zum digitalen Medium endgültig<br />

besiegelt.<br />

52 www.audio.de ›09 /2013


Titel-CD › <strong>AUDIO</strong>phile Pearls Volume 4<br />

You“ mit sonnigen Menge feel-good-Harmonien<br />

und fein verzahnten <strong>So</strong>lo- und<br />

Satzgesängen.<br />

7. LITTLE AXE: DOWN TO THE VAL-<br />

LEY (aus der CD „Return“, Echobeach 094;; siehe S.<br />

66) Einst sorgten sie bei der Hausband<br />

des Sugarhill-Labels für funky Grooves,<br />

seit Mitte der 90er Jahre bringen Skip<br />

McDonald und Doug Wimbish als Little<br />

Axe dem Blues das Tanzen bei. Die wichtigsten<br />

<strong>So</strong>ngs der Alben „The Wolf That<br />

House Built“ und „Slow Fuse“ plus diverse<br />

Remixe und special versions bündelt<br />

nun die CD „Return“. Einer den stärksten<br />

Tracks: „Down To The Valley“ mit griffigem<br />

Refrain und dubbigen Dialogen zwischen<br />

Piano, Bass und Perkussion.<br />

wickelt er ein kontemplativ-lyrisches Thema,<br />

formuliert mit <strong>sein</strong>en Begleitern elegante<br />

Dialoge und variiert mit famosem<br />

Timing Rhythmus und Intensität.<br />

9. BLACKFIELD: PILLS (aus der CD „Blackfield<br />

IV“, K Scope 1082263KSC / Edel, ab 30. 8. erhältlich;<br />

siehe S. 61) Seit 2004 schon bespielen<br />

Porcupine-Tree-Mastermind Steven<br />

Wilson und der israelische Musiker Aviv<br />

Geffen als Blackfield die eher kompaktere<br />

Seite des Prog-Rock. Jetzt gibt’s das<br />

vierte Album „IV“ – Grund genug für ...<br />

... 3 FRAGEN AN AVIV GEFFEN<br />

?: Du lebst in Israel, Steven nahe London: Führt Ihr<br />

eine musikalische Fernbeziehung, die Blackfield<br />

zum ewigen Gelegenheitsprojekt macht?<br />

!: Nachdem Steven dem gitarrendominierten<br />

Prog-Metal abgeschworen hatte, sah ich meine<br />

Chance gekommen, aus Blackfield die neuen Procupine<br />

Tree zu machen. Es ist mein wichtigstes<br />

internationales Projekt. Ich schreibe alle <strong>So</strong>ngs,<br />

ich bin der Produzent des Blackfield-Babys.<br />

?: Und Wilson gibt Blackfield mit <strong>sein</strong>en <strong>So</strong>undidealen<br />

als Leihmutter die Brust?<br />

!: Steven mag die alten <strong>So</strong>unds der 70’s, ich bin<br />

8. EDGAR KNECHT: LILOFEE (aus der CD<br />

„Dance On Deep Waters“; Ozella OZ 047 / Galileo<br />

MC; siehe S. 65) Geht’s um die besten deutschen<br />

Jazz-Pianisten, zählt auch <strong>sein</strong> Name<br />

dazu: Edgar Knecht zählt zu den stillen,<br />

aber beeindruckenden Persönlichkeiten<br />

an den schwarz-weißen Tasten. „Lilofee“<br />

zeigt exemplarisch die Kunst des in Kassel<br />

lebenden Virtuosen: Mit großer Ruhe entder<br />

Modernisierer: Auf diesem Spannungsfeld<br />

fußt Blackfield. Ich will langfristig weg aus der<br />

Enge des Progrock, was vielleicht ein bisschen<br />

radikal klingt. Der allgegenwärtige Radikalkonformis<br />

macht es ja auch lächerlich einfach,<br />

nonkonformistisch zu wirken, wenn man den<br />

Hamoniegesang von Crosby, Stills & Nash auf<br />

Dub-Step treffen lässt. Bei Blackfield ist alles<br />

möglich – solange es Klasse besitzt.<br />

?: Deine alleinige Regieführung setzt in „Blackfield<br />

IV“auf drei Gastsänger: als Statisten?<br />

!: Blackfield bietet mir eine Traumkulisse, die<br />

Gäste illustrieren die <strong>So</strong>ngs mit ihren Stimmen<br />

wie Szenen eines Films. Ich hatte zwar die<br />

Befürchtung, damit in der Ecke der „Featuring“-<br />

Alben zu landen. Aber als ich die Musikhistorie<br />

betrachtete, fand ich, dass langlebige Musik<br />

nie von Gesichtern, sondern von Stimmen und<br />

Instrumentalisten lebt, die wiedererkennbar<br />

waren, ohne ständig ihre Visage in die Kamera<br />

halten zu müssen. Blackfield besitzt unsichtbare<br />

Prominenz, fast wie Pink Floyd – dabei wollte ich<br />

weg vom Prog-Rock!<br />

10. LORENZ KELLHUBER TRIO: CROSS<br />

COUNTRY SONG (aus der CD „Cosmos“,<br />

Blackbird BR-2013-10 / <strong>So</strong>ulfood; siehe S. 68) Er<br />

ist ein Traditionalist im besten Sinne:<br />

Feinsinnig agiert Lorenz Kellhuber an den<br />

Tasten, versteht sich auf die Kunst des<br />

HÖREN &<br />

PRÜFEN<br />

2010 wird mit dem von der <strong>AUDIO</strong> hervorragend getesteten<br />

iPod-Dockingsystem DS9000 Philips Fidelio geboren. Die<br />

Idee hinter Fidelio: Alles wird explizit auf beste<br />

Klangeigenschaften abgestimmt – vom Design bis zu den<br />

eingesetzten Materialien. <strong>So</strong> fallen die Fidelio-Produkte mit<br />

unverwechselbarer Optik und exquisiter Verarbeitung auf,<br />

aber immer mit dem Fokus auf beste Akustik. Ingenieure<br />

und Hörexperten prüfen jeden Entwicklungsschritt – in<br />

einem der beeindruckensten Laboratorien, die ein <strong>AUDIO</strong>-<br />

Redakteur jemals zu Gesicht bekam. Im belgischen Leuven<br />

unterhält Philips ein ganzes Forschungs- und Testzentrum,<br />

in dem alles, was den Namen Fidelio tragen soll,<br />

genauestens geprüft wird. Mehrere exzellente Hörräume<br />

stehen zur Verfügung, und sie werden nicht irgendwie, sondern<br />

nach einem präzise organisierten Blindtest-System<br />

genutzt – von Testhörer-Gruppen, die ausgebildet und zertifiziert<br />

sind nach in einem aus der Toningenieurs-Ausbildung<br />

übernommenen Trainingsprogramm. Dieser „Golden Ears“-<br />

Prozess ermöglicht sehr präzise Beurteilungen und macht<br />

die Ergebnisse verblüffend reproduzierbar. Nach <strong>AUDIO</strong>-<br />

Kenntnisstand ist Philips der einzige Hersteller weltweit,<br />

der sich diesen Aufwand leistet – obwohl solche systematisch-objektivierten<br />

Bewertungen der eigenen Arbeit gerade<br />

auch teuren <strong>High</strong>-<strong>End</strong>-Firmen gut zu Gesicht stünde.<br />

ZENTRALE: In Leuven, Belgien, dreht sich<br />

bei Philips alles rund um <strong>High</strong> Fidelity.<br />

WERKSTATT: Hier wird mit Materialien,<br />

Form und Werkstoffen experimentiert...<br />

HÖRRAUM: ...und mit präzise organisierten<br />

Blindtests systematisch geprüft.<br />

www.audio.de ›09 /2013 53


Titel-CD › <strong>AUDIO</strong>phile Pearls Volume 4<br />

stringenten Dialoges und gibt <strong>sein</strong>en Mitstreitern<br />

viel Platz für <strong>So</strong>li. <strong>So</strong> entwickelt<br />

sich der bestechend dynamisch aufgenommene<br />

„Cross Country <strong>So</strong>ng“ zum<br />

wunderbaren tête-a-tête eines der besten<br />

deutschen Piano-Trios.<br />

11. TOLLAK: DRAMA QUEEN (aus der CD<br />

„Press On“, <strong>So</strong>ulkitchen SK233720 / Membran; siehe<br />

S. 59) Schon gewusst? Die deutsche Musikinstrumentenfirma<br />

Hohner – be<strong>kann</strong>t<br />

vor allem für Mundharmonikas und Akkordeone,<br />

betreibt seit 2012 auch ein Label:<br />

Mit der Hamburger Company <strong>So</strong>ulciety<br />

bietet man den „Masters Of The Harmonica“<br />

eine eigene Plattform. Eines der<br />

ersten Signings: Tollak Ollestad. Der Alaska-Man,<br />

schon für Stars wie Sea und Al<br />

Jarreau im Einsatz, ist ein Grenzgänger<br />

zwischen Rock, <strong>So</strong>ul und Blues – nachzuhören<br />

in „Drama Queen“, einem funky<br />

<strong>So</strong>ulrock-Stomper, in dem er <strong>sein</strong>e Hohner<br />

CX12 so furios bearbeitet wie einst<br />

Jimi Hendrix <strong>sein</strong>e Fender Stratocaster.<br />

12. THE RIDES: DON’T WANT LIES (aus<br />

der CD „Can’t Get Enough“, Provogue 412 / Mascot,<br />

ab 23. 8. er;hältlich siehe S. 59) Diese drei Topstars<br />

haben sich gesucht und gefunden:<br />

Stephen Stills, Kenny Wayne Sheppard &<br />

Barry Goldberg sind The Rides – und von<br />

Anfang an atmete ihre Arbeit eine besondere<br />

Vertrautheit: „Don’t Want Lies“<br />

klingt nach relaxter Jam-Session und erinnert<br />

mit bluesigem Roots-Rock an <strong>High</strong>lights<br />

von Clapton oder den Eagles: top!<br />

13. QEAUX QEAUX JOANS: GOLDEN<br />

CAGE (aus der CD „No Man’s Land“, Blackbird<br />

Music BR201312 / <strong>So</strong>ulfood; siehe S. 61) Folk,<br />

<strong>So</strong>ul und Pop – stilistisch gesehen hantiert<br />

Qeaux Qeaux Joans mit konventionellen<br />

Zutaten. Was der Twen aus Amsterdam<br />

allerdings daraus macht, atmet jenen Tick<br />

Finesse, der aufhorchen lässt. Das Piano-<br />

Gitarren-bestimmte „Golden Cage“ erinnert<br />

an Kolleginnen wie Norah Jones<br />

oder Sam Browne und zeigt nachdrücklich,<br />

warum „CoCo“ in den Niederlanden<br />

schon auf dem Sprung zum Topstar ist.<br />

14. DIETER GEIKE: ATMEN (aus der CD<br />

„No Indigo“, Prudence 398.6795.2 / BSC Music; siehe<br />

S. 62)) Er hat einfach einen Hang zur<br />

Schönheit: Dieter Geike alias Blonker ist<br />

ein Feingeist auf der Gitarre und ein Ästhet<br />

auch in grafischer Hinsicht – das<br />

Glasmosaik-Bild auf dem Cover von „Indigo“<br />

stammt aus eigener Hand. Harmonie<br />

und rhythmische Präzision bestimmen<br />

auch „Atmen“, das mit <strong>sein</strong>en romantischen<br />

Saitenmotiven und dem gelassener<br />

Flow <strong>sein</strong>er Grooves einen Ankerpunkt<br />

für Ohr und Seele darstellt.<br />

15. PJOTR I. TSCHAIKOWSKY: KON-<br />

ZERTSUITE AUS DEM BALLETT<br />

»DORNRÖSCHEN«, OP. 66: PROLOG<br />

(Claire Huangci, Klavier; aus der CD „The Sleeping<br />

Beauty“, Berlin Classics 0300548BC / Edel; siehe S.<br />

69) Wie behende die Amerikanerin chinesischer<br />

Abstammung die Hände über die<br />

Tasten fliegen lässt – das fasziniert vom<br />

ersten Ton an und lässt die Virtuosität des<br />

Dornröschen-Prologs trügerisch erscheinen.<br />

Doch Claire Huangci verfügt auch<br />

über immensen Charme und Klangfarbenreichtum<br />

und genießt hörbar die Chance,<br />

in der Klaviertranskription durch Mikhail<br />

Pletnev „loszulassen und jenseits der gewöhnlichen<br />

Grenzen des Klavierspiels<br />

auf Entdeckungsreise gehen zu können.“<br />

Fotos: Philips<br />

MIT TEST<br />

UND SIEGEL<br />

Der Aufwand lohnt sich und die Fidelio-Produkte heimsen<br />

zu Recht hervorragende Testurteile ein: <strong>So</strong> beeindruckten<br />

die ungewöhnlichen AirPlay-Lautsprecher DS9800W alias<br />

<strong>So</strong>undsphere in der <strong>AUDIO</strong> 10/2011 nicht nur mit ihrer<br />

außergewöhnlicher Optik. Durch ihre solide und gewichtigen<br />

Konstruktion aus jeweils zwei hand geschnitzten<br />

Massivholz-Halbschalen mit darüber sitzenden<br />

Schwanenhals-Hochtöner werden Vibrationen und<br />

Eigenresonanzen reduziert. Der Klang konnte die Tester mit<br />

Ausgewogenheit und Detailfülle durchweg überzeugen. Die<br />

AirPlay-Lautsprecher werden über Funk von iPod, iPad &<br />

Co. komplett kabellos mit Musik versorgt.<br />

Auch die Fidelio-Kopfhörer-Reihe zeigt vom kleinsten Modell M1<br />

bis zum Flagschiff X1 (im Bild) neben hervorragender<br />

Verarbeitung auch durchweg ausgewogenen und bestens abgestimmten<br />

Klang. Im Test in der <strong>AUDIO</strong> 2/13 sicherte sich der X1<br />

gar mit überragenden Preis-Leistung-Verhältnis eine klare<br />

<strong>AUDIO</strong>-Empfehlung. Der offen konstruierte Hörer mit 50mm-<br />

Treibern sitzt nicht nur dank lederbezogenen Bügel und feinstem<br />

Velour auf den Ohrmuscheln super bequem, er konnte die<br />

Redaktion vor allem mit <strong>sein</strong>er Neutralität, Abbildung und dem<br />

stets akkuraten Bassfundament fesseln.<br />

KLANGURTEIL<br />

SPITZENKLASSE<br />

10/11<br />

EMPFEHLUNG<br />

PREIS-LEISTUNG<br />

02/13


Titel-CD › <strong>AUDIO</strong>phile Pearls Volume 4<br />

„AP4“ IM DETAIL: VON DER PRODUKTION BIS ZUM MASTERING<br />

<strong>AUDIO</strong> hat neue Freunde – quasi täglich auf<br />

unserer Facebook-Seite (facebook.com/redaktionaudio),<br />

aber auch in Sachen Musik-CDs: Für<br />

Folge 4 der Serie „<strong>AUDIO</strong>phile Pearls“ konnte<br />

Musikredakteur und Produzent Christof<br />

Hammer eine ganze Reihe neue Partner begrüßen.<br />

Zum Beispiel das Progrock-Toplabel K<br />

Scope oder die Berliner von Blackbird, be<strong>kann</strong>t<br />

für Hochwertiges von Pop bis Jazz. Oder das<br />

auf spannende Klänge aus Frankreich spezialisierte<br />

Kölner Label Le Pop, die Hamburger<br />

Black-Music-Schmiede <strong>So</strong>ulkitchen sowie die<br />

ebenfalls an der Elbe ansässige Dub-/Reggae-<br />

Company Echobeach. Weil parallel dazu<br />

bewährte Mitstreiter wie Ozella Music,<br />

Mascot/Provogue oder Berlin Classics ihr<br />

Engagement fortsetzten, wuchs das Programm<br />

von AP4 (so der interne Projektname) auf satte<br />

69 (!) Minuten an. Und für jeden Einzelfall <strong>kann</strong><br />

<strong>AUDIO</strong> aus tiefster Überzeugung sagen: Wir<br />

1<br />

sind stolz, mit solch renommierten Partnern<br />

zusammenarbeiten zu können – merci allerseits<br />

für die tolle und großzügige Unterstützung!<br />

Nach erfolgreicher Repertoire-Akquise nahm<br />

dann Redaktionskollege Alexandros Mitropoulos<br />

das Material im „<strong>AUDIO</strong>-Tonstudio”<br />

unter <strong>sein</strong>e Fittiche und spielte <strong>sein</strong> geschultes<br />

Ohr sowie das Know-how als Toningenieur aus.<br />

Mit <strong>sein</strong>em Equipment macht sich Mitropoulos<br />

zunächst an die Abstimmung der <strong>So</strong>ngs auf ein<br />

homogenes Dynamikniveau (wie immer ohne (!)<br />

Komprimierung, sondern mittels akkuratem<br />

Pegelabgleich). Anschließend verlieh er einigen<br />

hauchfeinen Klangdetails den allerletzten<br />

Schliff. Beispielsweise wurde im fünften Track<br />

„Ljubljana” die Mitten bei 3,6kHz um 0,7dB<br />

abgesenkt, um ein etwas stimmigeres<br />

Gesamtbild zu erhalten. Das gleiche beim Folge-<br />

Track „Happy With You” – hierbei bezogen sich<br />

die Änderungen auf die Stereokanäle, wo die<br />

Gitarren etwas stark auftraten. Bei „Down To<br />

The Valley” kam ein ein De-Esser zum Einsatz,<br />

um scharfe S-Laute abzuschwächen, und<br />

„Pills” bekam noch etwas mehr Bass – sonst<br />

passten die restlichen <strong>So</strong>ngs wunderbar.<br />

MASTERING-RIG: Die<br />

Signalkette war zwar denkbar<br />

einfach, aber von allerfeinster<br />

Güte: ProTools HD 9 auf einem<br />

Apple MacbookPro, der via<br />

USB an einem Luxman DA06<br />

hing. Weiter ging’s zu einem<br />

T+A PA 3000 HV und zur (für<br />

den <strong>AUDIO</strong>-Hörraum perfekten)<br />

B&W 802 Diamond.<br />

NEXT GENERATION<br />

2<br />

Philips führt die Fidelio-Marke konsequent weiter. Im Bluetooth-Kopfhörer<br />

1<br />

M1BTBL (1) vereinen sich die klanglichen Gene des X1 mit drahtlosen<br />

Musikgenuss inklusive Headset-Funktion. Der Apt-x-Codec sorgt dabei für<br />

eine verlustfreie Kodierung und Übertragung der Audiodaten in<br />

CD-Qualität. Ebenfalls brandneu ist die optisch wie akustisch bemerkenswerte<br />

Aktiv-Box namens Fidelio PS-1 (2), mit schwebend aufgesetzten<br />

Hochtönern über den handgefertigten Kugellautsprechern. Dieser individuelle<br />

Aufbau garantiert nicht nur bewundernde Blicke, er vermindert vor<br />

allem interne Resonanzen und Verzerrungen. Dazu gesellen sich<br />

modernste Philips Audio-Technologien, die sogar MP3-komprimierte<br />

Musik wieder klarer und lebendiger klingen lassen. Mit dem AirPlay-Dock<br />

AD7050 (3) und der <strong>So</strong>undBar HTL9100 (4), die dank abnehmbarer, kabelloser Rear-Speaker echten 5.1-Surround-<br />

<strong>So</strong>und on Demand beherrscht, wird die Fidelio-Reihe 2013 noch vielfältiger.


Musik › POP & ROCK<br />

| POP | OLDIES | JAZZ | KLASSIK | auf CD, SACD und LP<br />

POP-CD DES MONATS<br />

56<br />

BUNTER HUND? MENSCH MAYER, WAS ’NE COOLE SOCKE!<br />

Es gibt nicht viele Menschen, die flamingofarbene Anzüge tragen können.<br />

Dieser hier schon: Mayer Hawthorne ist ein lässiger <strong>So</strong>ulpopper<br />

mit sicherem Stilgefühl – und gibt dem US-R`n´B <strong>sein</strong>e Seele zurück<br />

Jeder Trend trägt in sich schon den Keim<br />

<strong>sein</strong>es Nachfolgers – es dauert nur, bis<br />

der so richtig heranwächst und den Zustand<br />

der (Markt)-Reife erreicht.<br />

Was den us-amerikanischen R `n´ B betrifft,<br />

scheint nun der Zeitpunkt des backlashs,<br />

des Umkehrschwunges von einem Trend<br />

zum anderen, erreicht. Jahrelang dominierte<br />

eine immer technoidere Produktionsweise<br />

das Genre – neue R `n´ B-Platten<br />

verabschiedeten sich zunehmend von<br />

der Kunst der Komposition und glichen<br />

mehr einer Olympiade der Chip-Entwickler<br />

und <strong>So</strong>unddesigner, jüngst gipfelnd in<br />

Kanye Wests größenwahnsinnigem Klanggewitter<br />

„Yeezus“ und Justin Timberlakes<br />

ungleich eleganterem, aber ebenfalls technik-dominierten<br />

opus magnum „The 20/20<br />

Experience“.<br />

Der soulige, handgemachte Gegenentwurf<br />

kommt nun in Person von Andrew Mayer<br />

Cohen alias Mayer Hawthorne – für <strong>sein</strong><br />

Künstler-Ego kombinierte der Anfang-<br />

Dreißiger kurzerhand <strong>sein</strong>en zweiten Vornamen<br />

mit den Namen der Straße, in der<br />

er aufwuchs: der Hawthorne Road von Ann<br />

Arbor, Michigan.<br />

Das deutet auf Understatement und ein<br />

unprätentiöses Selbstbild hin; wirkt andererseits<br />

aber fast schon wieder verdächtig<br />

clever & smart – und an eben dieser<br />

Schnittstelle platziert Mayer Howthorne<br />

denn auch <strong>sein</strong>e Musik. Entspannt und<br />

lässig klingt <strong>sein</strong> 60er- und 70er-Jahreinspirierter,<br />

schwarz-weißer <strong>So</strong>ulpop, und<br />

auch im Jazz kennt sich der Bursche hörbar<br />

aus. In dieser Zusammensetzung und in<br />

www.audio.de ›05 /2013<br />

Verbindung mit raffiniert wattigen, mehrstimmigen<br />

Gesangsspuren und einem<br />

Instrumenta rium von E-Piano über Vibraphon<br />

bis Mello tron und Glockenspiel verrät<br />

das, gänzlich unmaskiert übrigens, ein<br />

Faible für die einzigartigen Steely Dan, die<br />

<strong>End</strong>e der 70er Jahre dieses <strong>So</strong>undmuster<br />

zu leichtfüßiger Perfektion führte. Ist<br />

dieser Mayer Hawthorne also so etwas<br />

wie der kleine Bruder von Donald<br />

Fagen? Nun, die Intellektualität des<br />

Fagen’schen <strong>So</strong>lowerkes und dessen<br />

präzise Arrangements erreicht Mayer<br />

nicht, setzt auch eher auf entschleunigten<br />

HipHop („Her Favorite <strong>So</strong>ng“)<br />

oder knisternd-verschleppten Reggae<br />

(„Allie Jones“) als auf Duke-<br />

Ellington-Bezüge.<br />

Also: „Where Does This Door Go“?<br />

Auf alle Fälle hin zu gepflegter Unterhaltung<br />

auf gehobenem Niveau. Kein<br />

Wunder, dass eine ganze Horde breitbeiniger<br />

Rap-Poser wie Snoop Dogg<br />

und Kanye West diesen Kerl zu ihrem<br />

derzeitigen Lieblingsmusiker erklärten:<br />

Mayer Hawthorne besitzt ziemlich exakt<br />

all das, was sie selbst auch gerne hätten.<br />

Christof Hammer<br />

A Strange Arrangement (2008); Steely Dan,<br />

Mark Morrison, Maroon 5<br />

Where Does This Door Go<br />

Republic/Universal (CD, 2 CDs, 2 LPs)<br />

MAYER<br />

HAWTHORNE<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

R`n´B, <strong>So</strong>ul-Pop


<strong>AUDIO</strong>PHILE CDS DES MONATS<br />

Paul O’Brien<br />

Long May You Sing<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Trampled Under Foot Badlands<br />

Musik › POP & ROCK<br />

Stockfisch/in-akustik (Stereo-SACD, 180-Gramm-Direktschnitt-LP)<br />

Von außen betrachtet herrschte zuletzt ein wenig Ruhe beim<br />

Stockfisch-Label. Aber hinter den Studiotüren wurde natürlich<br />

eifrig gearbeitet, und so gibt’s jetzt viel frische Ware aus dem Hause<br />

Pauler Records – durchweg in jenem für die Nordhessen so typischen,<br />

vollmundig-leuchtenden Akustik-<strong>So</strong>und. Im Fall von Paul O’Brien gibt’s<br />

den obendrein in bestem SACD-Klang: noch einen Tick weiträumiger<br />

und feiner aufgelöst als über die bereits makellose CD-Spur. Musikalisch<br />

gefällt „Long May You Sing“ als wunderbar in sich ruhendes „great<br />

canadian songbook“. In 13<br />

Liedern kanadi scher Künstler, Walk Back Home; Allan Taylor<br />

von Joni Mitchells „Big Yellow<br />

Taxi“ über den Gordon-<br />

Lightfood-Evergreen „If You<br />

Could Read My Mind“ bis zu<br />

Cohens „Hallelujah“, huldigt<br />

der Brite <strong>sein</strong>er Wahlheimat,<br />

in deren Nordwest-Zipfel er<br />

seit rund zehn Jahren lebt: so<br />

gelassen im Ton, als musiziere<br />

O’Brien quasi nur für sich<br />

selbst – und gerade deshalb<br />

kommt er dem Hörer ungemein<br />

nahe. Christof Hammer Musik:<br />

Klang:<br />

Telarc/in-akustik (CD)<br />

Auf dem Stadtfest oder im Szeneclub <strong>kann</strong> es noch so flott zugehen:<br />

Wenn’s zu voll wird, wird die Sache irgendwann ungemütlich.<br />

Auch in der Musik neigen zu viele Instrumente dazu, sich klanglich auf<br />

den Füßen zu stehen. Umso schöner allerdings, wenn der Spagat zwischen<br />

„ordentlich was los“ und „immer noch schön durchhörbar“ dann<br />

richtig gut gelingt – so wie bei hier: Tony Braunagel (Produktion) und<br />

Ruben Cohen (Mastering) packten ein typisches Bluesrock-Instrumentarium<br />

(Gitarre, Bass, Drums, Wurlitzer) in einen dynamischen Mix, der in<br />

Beth Hart & Joe Bonamassa, Joe Cocker<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

den Balladen (schön: „Mary“,<br />

„Desperate Heart“) viel<br />

Luft um die Saiten und Felle<br />

bekam, und in den druckvolleren<br />

<strong>So</strong>ngs ordentlich Biss und<br />

Präsenz. Und der <strong>So</strong>und der<br />

Geschwister Danielle, Nick<br />

und Kris Schnebelen kommt<br />

zwar traditionsbewusst, aber<br />

nicht altbacken rüber und<br />

integriert Elemente aus <strong>So</strong>ul<br />

und East Coast Music mit<br />

jenem Quäntchen Verve, das<br />

auch jüngere Hörer die Ohren<br />

spitzen lässt. Christof Hammer<br />

SCHÄTZE DES MONATS<br />

Diverse Interpreten Ghost Brothers Of Darkland County<br />

Concord/Universal (CD; auch als E-Book im iBook-Store von Apple)<br />

Musik und Literatur spannend<br />

ineinander verschränkt: John<br />

Mellencamp hatte die Idee und<br />

komponierte 17 <strong>So</strong>ngs, Bestsellerautor<br />

Stephen King schrieb das<br />

Libretto, und T-Bone Burnett<br />

produzierte den <strong>So</strong>undtrack für<br />

dieses Drama über einen Brudermord<br />

in den Mississippi-Sümpfen.<br />

Natürlich war eine Frau im Spiel, die<br />

den Mörderreigen auslöste, und die<br />

Brüder leben fortan als Geister in<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

einer Hütte weiter, die eines Tages<br />

von ihren Neffen aufgesucht wird.<br />

Hokuspokus? Auch – und doch basiert diese Story auf einer wahren<br />

Begebenheit. 13 Jahre tüftelte das Trio an dem Projekt, ehe es 2012<br />

<strong>sein</strong>e Musical-Premiere in Atlanta erlebte. Während Stars wie Elvis<br />

Costello, Kris Kristofferson, Taj Mahal, Rosanne Cash u. a. düstere<br />

<strong>So</strong>ngs zwischen Folk, Blues und Rock kreieren, lesen Schauspieler wie<br />

Matthew McConaughey und Meg Ryan aus Kings Libretto. Fließend<br />

verzahnen sich so Zitate über Liebe, Lust und Rache und erdiger Roots-<br />

Rock in präzisem Klang zu einem Epos aus Wort und Musik, das auch<br />

ohne Bühnenambiente gespenstische Dichte erreicht. Willi Andresen<br />

John Mellencamp; Blues Masters Vol. 8: Mississippi Delta Blues<br />

Moderat II<br />

Monkeytown / Rough Trade (CD, LP, 2 LPs)<br />

Als Modeselektor (Gernot Bronsert & Sebastian Szary) und<br />

Apparat (Sascha Ring) bilden sie momentan die Speerspitze der<br />

deutschen Digital-Musik zwischen Underground und großer Pop-<br />

Bühne. Doch die drei Berliner gibt’s auch im Paket – zusammen sind<br />

sie das Projekt Moderat. Das zweite Album der Elektro-Supergroup<br />

versucht nun den Ausgleich zwischen analogem Life und digitalem<br />

Style, zwischen <strong>So</strong>undscapes und <strong>So</strong>ngs, zwischen technoiden<br />

Beats und melancholischen Melodien. Dass sich alle Beteiligten<br />

als Profis ihres jeweiligen Metiers auf erlesene Zutaten verstehen:<br />

keine Frage. Die Grooves haben Wucht und Schärfe, die Loops<br />

schweben weiträumig und atmosphärisch dicht. Doch das Trio ringt<br />

nicht um Dominanz, sondern gesteht sich gegenseitig jene Freiräume<br />

zu, die ein jeder Musikstil zum Atmen braucht. Dabei wechseln<br />

Tracks mit eher klarer Handschrift („Milk“ groovt mehr im Modeselektor-Stil;<br />

„Let In The Light“ ist<br />

filigraner Apparat-Stoff) mit jenen,<br />

in denen sich beide <strong>So</strong>undwelten<br />

auf Ohrenhöhe treffen („Ilona“,<br />

„Bad Kingdome“, „Damage Done“,<br />

„This Time“). Wer ein urbanes<br />

<strong>So</strong>undcluster des Jahres 2013<br />

sucht: voilà. Christof Hammer<br />

Apparat: The Devil’s Walk<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Fotos: Warner Music, Petra Stadler / Universal / Harmonia Mundi / <strong>So</strong>ny


Musik › POP & ROCK<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Short Shots<br />

MS MR Secondhand Rapture (<strong>So</strong>ny);<br />

CD, LP)<br />

Mächtige Trommelwirbel, weitläufig<br />

verhallende Streicher, die<br />

extravagante Stimme von Lizzy<br />

Plapinger: Ein wenig wirkt dieses<br />

New Yorker Duo wie die amerikanische<br />

Antwort auf englischen<br />

Voodoo-Pop Marke Florence And<br />

The Machine. Auf Albumlänge<br />

nutzt sich dieser <strong>So</strong>und zwar<br />

etwas ab, aber zwei, drei <strong>So</strong>ngs<br />

(„Hurricane“, „Bones“) machen<br />

durchaus Eindruck. ham<br />

Booker T <strong>So</strong>und The Alarm (Stax/Concord/<br />

Universal; CD, LP)<br />

Der fette <strong>So</strong>und <strong>sein</strong>er Hammond<br />

B3 plus die typischen Bläser des<br />

US-<strong>So</strong>ul der Sixties, dazu Scratches,<br />

Effekte und „Youngster“ wie<br />

Gary Clark jr., Mayer Hawthorne<br />

und die Avila-Brüder (Usher, Mary<br />

J. Blige) als Produzenten: Stax-Legende<br />

Booker T gelingt mit „<strong>So</strong>und<br />

The Alarm“ ein prima Spagat zwischen<br />

Gestern und Heute. ham<br />

Helge Schneider <strong>So</strong>mmer, <strong>So</strong>nne,<br />

Kaktus! (Universal; CD, CD+DVD)<br />

Dass er ein ziemlich guter Musiker<br />

ist, versteckt Helge Schneider<br />

so geschickt hinter der Fassade<br />

parodistischer Performances, dass<br />

man diesen Aspekt <strong>sein</strong>er Kunst<br />

oft übersieht. Auch die 14 Tracks<br />

von „<strong>So</strong>mmer, <strong>So</strong>nne, Kaktus!“<br />

darunter mit „Mr. Bojangles“,<br />

„<strong>So</strong>mewhere Over The Rainbow“<br />

und„It Ain’t Necesarily <strong>So</strong>“ drei<br />

Klassiker des „Great American<br />

<strong>So</strong>ngbook“, bewegen sich so virtuos<br />

zwischen Dada und Gaga, dass<br />

der Hörer permanent rätselt, mit<br />

was er es gerade zu tun hat. ham<br />

Gaudi In Between Times (Six Degrees /<br />

Exil / Indigo; CD)<br />

Seit 20 Jahren tummelt sich der<br />

Italiener Daniele Gaudi zwischen<br />

Techno, Wave, Reggae und World<br />

Music – „In Between Times“ bündelt<br />

diese Einflüsse nun in einem<br />

65-minütigen, lässig gechillten bis<br />

krass abgefahrenen <strong>So</strong>undkosmos.<br />

Auf dem Programm: bassschwerer<br />

Raggamuffin, elektrifizier ter Dub<br />

und flötendominierte afrikani sche<br />

Meditationen, an denen Gäste wie<br />

Michael Rose (Black Uhuru), Lee<br />

„Scratch“ Perry und die Elektro-<br />

Tüftler The Orb mitmischten. ham<br />

Brit-Pop<br />

Franz Ferdinand<br />

Right Thoughts, Right Words, Right Action<br />

Pop, R `n´B<br />

Domino / Indigo (CD, 2 CDs, LP)<br />

Auch wenn’s wehtut: Selbst bei Lieblingsbands<br />

ist man vor Enttäuschungen nicht<br />

sicher. Diesmal erwischt es Franz-Ferdinand-<br />

Fans, denn nach drei famosen bis passablen<br />

Alben springen die Schotten diesmal doch<br />

reichlich kurz. „Hier fehlt doch was ...“, denkt<br />

der Hörer fast durchweg, und ohne den<br />

entscheidenden Schuss Extravaganz und<br />

Dringlichkeit bleibt halt auch der FF-<strong>So</strong>und<br />

bloß netter Indie-Mainstream. Zwar besitzen<br />

manche Basslines und Synthie loops durchaus<br />

noch Hinhör potenzial und charmantes low-fi-<br />

Flair, aber zu oft hängen die <strong>So</strong>ngs dramaturgisch<br />

durch und kommen ohne große Chorusse<br />

und Hooklines daher. Der Klang? War bei<br />

dieser Band noch nie relevant. Christof Hammer<br />

das 2004er-Debüt: ein Klassiker; Bloc Party<br />

Musik:<br />

AlunaGeorge<br />

Body Music<br />

Island/Universal (CD, 2 LPs)<br />

Klang:<br />

Die Aufgabenverteilung ist ganz klassisch.<br />

Aluna Francis singt, George Reid macht die<br />

Musik. Zusammen produziert das Londoner<br />

Duo astreinen Pop. Wie so viele andere – und<br />

eigentlich nicht weiter erwähnenswert, denken<br />

Sie jetzt? Falsch, denn George hegt eine<br />

Vorliebe für experimentierfreudige Subgenres<br />

der elektronischen Musik wie Glitch, Leftfield-<br />

HipHop oder UK Bass Music. Unschuldiges<br />

Stimmchen versus crazy Beat-Science: Nicht<br />

immer gelingt dieser Clash so gut wie auf der<br />

Single „Your Drums“, aber allein wegen dieses<br />

genial subversiven Über-Tracks voll synkopierter<br />

Beats und Bassschläge lohnt es sich, das<br />

Album anzuhören. Pop jenseits von Vorhersehbarkeit.<br />

Großartig. Michael <strong>So</strong>hn<br />

Sugababes, Disclosure<br />

HipHop<br />

Jay-Z<br />

Magna Carta ... Holy Grail<br />

Beat-Pop<br />

Def Jam / Universal (CD)<br />

Auch eine HipHop-Ikone wie Jay-Z <strong>kann</strong> den<br />

Erfolg eines Genres wie Trap nicht ignorieren<br />

– also gibt’s zum Auftakt in „Holy Grail“ ein<br />

Feuerwerk aus HiHat-Wirbeln und kickenden<br />

Subbässe (und den Refrain von Nirvanas<br />

„Smells Like Teen Spirit“, gesungen Justin<br />

Timberlake). Ansonsten alles wie gehabt:<br />

Superstar-Parade (Nas, Frank Ocean und Beyoncé<br />

natürlich), dickste Timbaland-Produktion<br />

plus souveräner Jay-Z-Rap. Für den erfolgreichen<br />

Unternehmer ist ein Album wahrscheinlich<br />

nur noch ein Projekt unter vielen, das im<br />

Terminkalender platziert werden muss. Und<br />

so fehlen neue kreative Impulse, die HipHop<br />

nach vorne bringen. Das machen mittlerweile<br />

Kollegen wie Kendrick Lamar. Michael <strong>So</strong>hn<br />

Kanye West, The Notorious B.I.G.<br />

Musik:<br />

Beathotel<br />

Back & Forth<br />

Klang:<br />

Focus / BSC Music / Rough Trade (CD, LP)<br />

Produziert haben Beathotel ihr fünftes Album<br />

im Beatheaven-Studio (in Taufkirchen), und<br />

wer je noch Zweifel haben sollte, dass<br />

Bandleader Fredrik Forsberg und <strong>sein</strong>e drei<br />

Begleiter große Beatles-Fans sind, der höre<br />

nur Track 6 auf dieser <strong>AUDIO</strong>-Heft-CD: Mit<br />

entspannt trabendem Beat, geschmei digen<br />

harmony vocals und perlenden Akustikgitarren<br />

tönt dieser fluffige Gute-Laune-<strong>So</strong>ng, als<br />

wäre er 1962 in Liverpool aufgenommen. Mit<br />

Sitar und indischem Harmonium erweisen<br />

Beathotel dann explizit George Harrison<br />

Referenz, und abgerundet wird diese Zeitreise<br />

zurück in die Sixties durch charmante<br />

Coverversionen von „Honey Pie“ und Neil<br />

Youngs „Hey Hey, My My“. Christof Hammer<br />

F. Forsberg: Welt als Wille und Fiktion; Simon & Garfunkel<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

58<br />

www.audio.de ›09 /2013


Retro-Wave<br />

Rock, Bluesrock<br />

<strong>AUDIO</strong> MUSIK:<br />

SO TESTEN WIR JEDEN<br />

MONAT DIE NEUEN CDS<br />

Musik › POP & ROCK<br />

White Lies<br />

Big TV<br />

Fiction/Universal (CD, LP)<br />

Musikmachen ist ein bisschen wie Cocktails<br />

mixen: Etwas zu viel hiervon, ein Tick zu<br />

wenig davon – und schon schmeckt’s nur<br />

noch halb so gut. Für ihr 2009er-Debüt „To<br />

Lose My Life“ schüttelten die drei Londoner<br />

Retro-Waver das richtige Mischungsverhältnis<br />

aus Synthies und Gitarren traumwandlerisch<br />

präzise aus dem Handgelenk. Auf „Big TV“<br />

erwischten die White Lies nun leider etwas zu<br />

viel Süßstoff in Form von Hochglanz-Synthies,<br />

die nur noch wenig Platz für morbide Untertöne<br />

lassen; auch die Vocals von Harry Mc-<br />

Veigh sind arg auf Pathos gebürstet. Das alles<br />

macht (wie in „Getting Even“) noch immer<br />

Eindruck, enthält aber zu wenig Bitter stoffe für<br />

den ganz großen Genuss. Christof Hammer<br />

To Lose My Life; Editors, The Big Pink, Simple Minds<br />

The Rides<br />

Can’t Get Enough<br />

Provogue / Mascot / Rough Trade (CD)<br />

„Die Bluesband meiner Träume“ – so<br />

schwärmt Folk-/Westcoast-Altmeister<br />

Stephen Stills für das frisch gebackene All-<br />

Star-Trio The Rides. Mit Gitarrist Kenny Wayne<br />

Shepherd und <strong>So</strong>ngwriter/Keyboarder Barry<br />

Goldberg (Dylan, Cocker, Steve Miller) huldigt<br />

er hier dem raubeinigen Blues der 40er und<br />

50er Jahre – mit Leidenschaft und Spielfreude:<br />

Das Trio zelebriert Uptempo-<strong>So</strong>ngs voll<br />

zackiger Gitarrensoli ebenso wie genüssliche<br />

Slow-Motion-Nummern wie „Don‘t Want<br />

Lies“ (Track 12 der <strong>AUDIO</strong>-Heft-CD), das dank<br />

Stills‘ Stimmkraft und Shephards souveränen<br />

Riffs mitreißt. Auch der knackige, tonal ausgewogene<br />

Klang <strong>kann</strong> überzeugen – aufgenommen<br />

wurde auf 2-inch-Analogtape. Claus Dick<br />

Gary Moore, Kenny Wayne Shepherd<br />

● <strong>AUDIO</strong> Musik stellt jeden Monat die<br />

wichtigsten neuen Tonträger vor.<br />

Erfahrene Rezensenten bewerten nach<br />

den folgenden Kriterien:<br />

● Musik (Pop, Oldies, Jazz) bzw. Interpretation<br />

(Klassik): für die künstlerische Leistung<br />

● Klang für die Aufnahmequalität<br />

● Bei DVDs nach Bild, Inhalt und Klang<br />

● <strong>AUDIO</strong>-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes<br />

Album von hoher Qualität oder Interpret mit<br />

ähnlichem Musikstil<br />

● In allen Sparten vergibt <strong>AUDIO</strong> Musik<br />

null bis fünf Ohren.<br />

Das Raster:<br />

überragend<br />

sehr gut<br />

gut<br />

befriedigend<br />

ausreichend<br />

<strong>AUDIO</strong>-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes<br />

Album von hoher Qualität oder Interpret<br />

mit ähnlichem Musikstil.<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Eine Kostprobe aus diesem Album finden<br />

Sie auf der <strong>AUDIO</strong> REFERENCE-CD<br />

zu diesem Heft.<br />

... und läuft!<br />

Rock `n´ <strong>So</strong>ul, Jazzpop<br />

Electronica/Ambient<br />

Was zu Hause so rauf- und runterläuft:<br />

<strong>AUDIO</strong>-Redakteur Christof Hammer<br />

erinnert an vergessene Perlen und verrät<br />

Dauerbrenner sowie Platten für die Insel.<br />

Tollak<br />

Press On<br />

Membran/<strong>So</strong>ny (CD)<br />

Die Mundharmonika führt in der Rockmusik<br />

eher ein Schattenda<strong>sein</strong> – zu Unrecht, wie<br />

Tollak Ollestad auf „Press On“ zeigt. Zwischen<br />

Rock, <strong>So</strong>ul und Blues daheim, setzt der<br />

Typ aus Seward, Alaska, <strong>sein</strong>e Hohner CX12<br />

zwar traditionsbewusst ein – eines <strong>sein</strong>er<br />

Vorbilder heißt hörbar Stevie Wonder. Dennoch<br />

wirkt <strong>sein</strong> <strong>So</strong>und nie altbacken, sondern<br />

cool und zupackend (wie im dynamischen<br />

„Drama Queen“; Track 11 der <strong>AUDIO</strong>-Heft-<br />

CD). In „Wonder Of It All“ und „2AM“ lässt<br />

dann Deutschlands Jazz-Aufsteiger Nils Wülker<br />

Flügelhorn und Trompete luftig schweben<br />

– eingehüllt in ein leicht angerauhtes Klangbild,<br />

das prächtig zum diesem mal erdigen,<br />

mal eleganten <strong>So</strong>und passt. Christof Hammer<br />

Across The Rubicon (2009); S. Winwood, S. Wonder<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Boards Of Canada<br />

Tomorrow’s Harvest<br />

Warp / Rough Trade (CD, 2 LPs + MP3-Download)<br />

Nach fünf Jahren Pause zaubern Marcus Eoin<br />

und Mike Sandison aka BOC wieder ihre<br />

melancholisch-psychedelische Breitwandelektronik<br />

aus den Tiefen ihrer Festplatten<br />

hervor. Downtempo-/HipHop-Grooves und<br />

geschichtete Synthflächen verbinden sich<br />

mit grobkörnigen Melodien und gemorphten<br />

Stimmschnipsel zu kaleidoskopischen Miniaturen,<br />

schummrigen Ambient-Labyrinthen und<br />

episch pulsierenden Tracks. Diese komplexe,<br />

verdichtete Kleinteiligkeit ist typisch für die<br />

Eigenheit des Duos – niemand klingt so wie<br />

die Boards: zu gleichen Teilen nostal gisch und<br />

futuristisch, irgendwo zwischen Retro-Sci-Fi,<br />

Mysterythriller-<strong>So</strong>undtrack und der Tonspur einer<br />

Discovery-Channel-Doku: top! Daniel Vijanic<br />

Geogaddi; John Carpenter: „Die Klapperschlange“<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Innocence: Belief (Cooltempo) Summer<br />

in the city, Teil 2: Auch diese Scheibe<br />

ist eine der coolsten Antworten auf heiße<br />

Tage jenseits der 30°-Marke. Nur knapp<br />

drei Jahre, von 1990 bis ’92, gab’s dieses<br />

Londoner Quartett um Frontfrau Gee Morris,<br />

und über Album Nummer 2 („Build“)<br />

muss man nicht größer Worte<br />

verlieren. Das Debüt aber ist ein<br />

Juwel voll edelster <strong>So</strong>ngs zwischen<br />

Downbeat, Deep House<br />

und British R`n´B; fast Pink-<br />

Floyd-artige Psychedelic-<strong>So</strong>unds<br />

inklusive: exzellent!<br />

Strange Cargo: Hinterland (1995;<br />

N-Gram) Bevor er sich als Madonna-<br />

Produzent verdingte, tüftelte William Orbit<br />

als Strange Cargo an visionären<br />

Electronic-<strong>So</strong>undscapes. Ein<br />

<strong>High</strong>light: das bizarr-verwunschene<br />

„Hinterland“; ein Mix<br />

aus Ambient, Synthiepop und<br />

TripHop: Musik wie ein Eisberg<br />

oder ein gefrorener Wasserfall.<br />

www.audio.de ›09/2013 59


Musik › POP & ROCK<br />

Elektro-Pop<br />

Elektro-Pop<br />

Blues-(Rock)<br />

Lescop<br />

Lescop<br />

Maps<br />

Vicissitude<br />

Buddy Guy<br />

Rhythm & Blues<br />

Le Pop / Groove Attack (CD, LP)<br />

Mute / Good To Go (CD, LP+MP3-Download)<br />

Concord/<strong>So</strong>ny (2 CDs, 2 LPs)<br />

Hoppla, da hat aber jemand die Uhr kräftig<br />

zurückgestellt – ungefähr bis ins Jahr 1982:<br />

Dunkel und wavig geht es zu auf dem Debüt<br />

von Michel Lescop, das der Franzose in London<br />

aufnahm und mit viel britischer Coolness<br />

würzte. Mit metronomischen Rhythmen,<br />

minimalistischen Riffs und kühler Elektronik<br />

revitalisiert Lescop den <strong>So</strong>und einschlägiger<br />

Genre-Pioniere – „La Fôret“ verweist auf „A<br />

Forest“ von The Cure; in „Le Mal Mon Ange“<br />

weht ein Hauch von Visages „Fade To Grey“<br />

aus den Boxen. Heimliches <strong>High</strong>light eines<br />

reizvoll nachtblau leuchtenden Synthiepop-<br />

Werkes: „Ljubljana“, Track 5 von „<strong>AUDIO</strong>phile<br />

Pearls Vol. 4“, das glatt aus dem Hause Factory<br />

Records stammen könnte. Christof Hammer<br />

New Order, Ultravox, Alan Vega<br />

Einerseits ist Maps’ Musik so melodisch und<br />

eingängig, dass man sich an die mitreißende<br />

Pop-Euphorie der Pet Shop Boys erinnert<br />

fühlt. Andererseits steht auch James Chapmans<br />

drittes Album, das zwar mit Hilfe einer<br />

Akustikgitarre geschrieben wurde, aber stark<br />

elektronisch dominiert ist, immer noch mit einem<br />

Bein im in den 90ern so beliebten Genre<br />

Shoegazing. Das bedeutet: Die Konturen von<br />

– leicht ausdruckslosen – Vocals und freudig<br />

vibrierenden Synthesizern zerfließen in<br />

hübsch wabernden <strong>So</strong>und-Nebeln. Bevor alles<br />

zu diffus-ätherisch wird, nageln allerdings<br />

entschlossene, technoide Beats die zehn<br />

Tracks zuverlässig fest. Etwas flacher Klang in<br />

weit aufgezogenem Klangraum. Michael <strong>So</strong>hn<br />

Boards Of Canada, New Order<br />

Mit dem Nachfolger des Grammy-prämierten<br />

2010er-Albums „Living Proof“) widmet sich<br />

der 77-jährige, thematisch gesplittet auf je<br />

einem Tonträger, dem Rhythm und Blues. Mit<br />

unterschiedlichen Gästen zerrt der laut Eric<br />

Clapton „beste Blues-Gitarrist“ an den Saiten<br />

<strong>sein</strong>es Chicago-<strong>So</strong>unds. Die Bandbreite reicht<br />

von rhythmischen Krachern wie „What’s Up<br />

With That Women“ (mit Scratch-Einlage)<br />

bis zu schweren Blues-Schleppern à la „My<br />

Mama Loved Me“. Während die Auftritte von<br />

Kid Rock und Keith Urban durchwachsen<br />

anmuten, markieren die Einsätze von Gary<br />

Clark Jr., Beth Hart und Steven Tyler & Joe<br />

Perry die <strong>High</strong>lights dieser mitreißenden Sause<br />

in durchdringendem Klang. Willi Andresen<br />

Complete Chess Studio Recordings; Live! The Real Deal<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Bluesrock, Pop, <strong>So</strong>ul<br />

GEHEIMTIPP<br />

Claus Dick<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

Was für eine Erfahrungsdichte mit<br />

gerade mal 30 Jahren: Im <strong>High</strong>school-<br />

Alter verbrachte Aoife O‘Donovan ihre <strong>So</strong>mmer<br />

mit traditioneller Musik in Irland. Noch<br />

als Teenager gründete die Wahl-New-Yorkerin<br />

aus Massachussetts dann die entzückende<br />

Country-Streicher-Band Crooked Still, später<br />

musizierte sie mit den Wayfaring Strangers,<br />

dem Frauen-Trio <strong>So</strong>metymes Why und<br />

mit Bluegrass- und Jazzgrößen wie Alison<br />

Krauss oder Yo-Yo Ma. Höchste Zeit also für<br />

ein Debüt-<strong>So</strong>loalbum – und zwar genau für<br />

dieses, auf dem sie ihre Trümpfe souverän<br />

ausspielen <strong>kann</strong>. Wunderbar feinfühlig,<br />

finessenreich, dabei unerhört unbeschwert<br />

und unpathetisch, schafft sie mit einer<br />

treffsicher spielenden Band einen eigenständigen<br />

Kosmos aus Americana, Folk und<br />

Roots-Klängen. Bläser- und Akkordeon-Tupfer<br />

umschmeichelt dabei eine himmlische Pedal-<br />

Steel-Gitarre, Mellotron und Fiddle schweben<br />

zart im Raum, und E-Gitarren-Einsprengsel<br />

nebst kantigen Drums kontrastieren dezent<br />

die melodiösen Country-Stimmungen – wie<br />

auf „Beekeeper“(Track 3 der <strong>AUDIO</strong>-Heft-CD).<br />

Und die Tontechnik fing die Feindynamik und<br />

Prägnanz der Instrumentierung sowie die<br />

Klarheit ihrer sensiblen Stimme schön ein.<br />

CDs von Crooked Still (Vertrieb: in-ak); Emmylou Harris<br />

Jonny Lang<br />

Fight For My <strong>So</strong>ul<br />

Provogue / Mascot / Rough Trade (CD, LP)<br />

Ein verbissener Stilpurist ist Jonny Lang,<br />

einst als Gitarren-Wunderkind gefeiert, nie<br />

gewesen. Und so wartet auch „Fight For My<br />

<strong>So</strong>ul“ mit allerlei würzenden Zutaten auf. Im<br />

Opener „Blew Up (The House)“ bricht Jonnys<br />

<strong>So</strong>ul-Faible durch, „Breakin’ In“ ist rhythmisch<br />

pointierter Rock-Pop, und „We Are The Same“<br />

setzt funky Akzente – alles kombiniert mit<br />

immenser gitarristischer Fingerfertigkeiten.<br />

Und „Not Right“ bereichert <strong>AUDIO</strong>s aktuelle<br />

Heft-CD an Position 3 mit viel Rock, etwas<br />

Blues und Vocals in Prince-Manier. Dazu<br />

gesellt sich Balladeskes à la Bryan Adams,<br />

ab und an in fast orchestraler Inszenierung.<br />

Für Freunde saftiger, stilistisch vielseitiger<br />

Saitensounds ein Volltreffer! Claus Böhm<br />

Robert Cray, Kenny Wayne Shepherd, Jeff Healey<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Aoife O’Donovan<br />

Fossils<br />

Yep Roc / Cargo (CD, LP)<br />

Musik:<br />

Klang:


Short Shots<br />

Folkrock<br />

<strong>So</strong>ul, Pop<br />

Rob Moir<br />

Places To Die<br />

<strong>So</strong>ul, Funk, Rock<br />

Make My Day Records / Alive (CD, LP)<br />

Gut, ein paar Kumpels an pedal steel, Violine<br />

oder Dudelsack mischen auch mit. Dennoch<br />

verkörpert Rob Moir im Grunde die klassische<br />

Ein-Mann-Kapelle: Der <strong>So</strong>ngwriter aus Toronto<br />

singt und musiziert quasi im Alleingang<br />

durch Folk und Rock: mal satt elektrisch (in<br />

„Goodnight/Sleeptight“ sägen die Riffs fast<br />

wie bei Toco tronic), mal beinahe komplett<br />

akustisch wie in „You Lost Me At Hello“, Track<br />

4 der „<strong>AUDIO</strong>-Heft-CD. Am jungen Springsteen<br />

ist <strong>sein</strong> <strong>So</strong>ngwriting ebenso geschult<br />

wie an Kollegen wie Frank Turner und Billy<br />

Bragg – und stets hört man, dass Rob Moir<br />

das Musikmachen eine Herzenssache ist: Seine<br />

<strong>So</strong>ngs kommen aus tiefster Seele – und<br />

treffen den Hörer ebendort. Christof Hammer<br />

Frank Turner, Billy Bragg<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

We Are Tony<br />

Seven Kinds Of Crazy<br />

Membran/<strong>So</strong>ny ( CD)<br />

Die Mitglieder dieses Quintetts tummelten<br />

sich schon in Studio musikerkreisen von<br />

Seattle, Berlin und Hamburg – die Hansestadt<br />

dient nun auch als „homebase“ für das<br />

gemeinsame Projekt We Are Tony. Mit Tony<br />

Potts steht ein US-<strong>So</strong>ulman mit charismatischem<br />

Timbre am Mikro, die Fender Rhodes<br />

von Christoph Spangenberg und Olaf Schildts<br />

Gitarre spielen sich lässig die Bälle zu, und<br />

die Grooves von Hajo Schüler (dr) und Martin<br />

Werner (b) haben Funkyness und Wärme.<br />

Prima Kostprobe dieses mal smoothen, mal<br />

zupackenden Grenzganges zwischen <strong>So</strong>ul,<br />

Rock und Funk: der Titelsong „Seven Kind Of<br />

Crazy“ mit leichtem Steely-Dan-Touch (Track 1<br />

von „<strong>AUDIO</strong>phile Pearls Vol. 4“). Christof Hammer<br />

Jamiroquai, Steely Dan, Maroon 5<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Qeaux Qeaux Joans<br />

No Man’s Land<br />

Prog-Rock, Pop<br />

Blackbird / <strong>So</strong>ulfood (CD+Bonus-DVD „Live At The Church“)<br />

Mit sieben schreibt sie erste <strong>So</strong>ngs, mit 17<br />

studierte sie am Amsterdamer Konservatorium,<br />

um nach vier Jahren bewusst ohne<br />

Abschluss die Aura von Musikclubs zu<br />

erschnuppern und sich Fans zu erspielen.<br />

Nun legt Qeaux Qeaux Joans ein bemerkenswertes<br />

Debütalbum hin: Mit Produzent Reyn<br />

Ouwehand (Ane Brun, Stephan Eicher) schafft<br />

sie radiotauglichen <strong>So</strong>ul-Pop („Can‘t Steal<br />

My Heart“), zarte Piano-Balladen („What It“)<br />

und erdig-groovenden <strong>So</strong>ul wie im Titelsong.<br />

Dass Joans echte Live-Qualitäten hat, zeigt<br />

die Bonus-DVD mit sieben Album-<strong>So</strong>ngs. Und<br />

das ganze gibt’s klanglich in feiner Auflösung<br />

und mit prima Raumgefühl, wie etwa auf<br />

„Golden Cage“, Track 13 der Heft-CD. Claus Dick<br />

Feist, Sade, Amy Winehouse<br />

Musik:<br />

Blackfield<br />

Blackfield IV<br />

Klang:<br />

K Scope / Edel (CD, CD+DVD, LP)<br />

Bei Blackfield geht es zu wie einst bei Frank<br />

Zappa: Als casteten sie eine Film-Crew, so<br />

suchen sich Aviv Geffen und Steven Wilson<br />

für ihre Progrock-Exkursionen die passenden<br />

Gäste. Brett Anderson von Suede verleiht<br />

dem düsteren „Firefly” zusätzliche Dramatik,<br />

Vincent Cavanagh von Anathema macht<br />

aus „X-Ray” eine bittersüße Traumsequenz,<br />

während Mercury Revs Jonathan Donahue<br />

das trotzige, geigen- und harfenschwere „The<br />

Only Fool Is Me” mit Folk-Leichtigkeit kontrastiert.<br />

Und wenn Wilson in „Jupiter” und<br />

„Pills” (Track 9 der Heft-CD) selbst vors Mikro<br />

schreitet, klingen Blackfield ein bisschen so,<br />

wie Coldplay gerne nochmal klingen würde:<br />

nach fast perfekter Popmusik. Michael Loesl<br />

Blackfield II; Henry Fool, XTC<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

David Munyon Purple Cadillacs<br />

(Stockfisch/in-akustik; CD)<br />

Ruhig, ruhiger, Munyon: In <strong>sein</strong>en<br />

13 neuen Liedern drosselt der<br />

ohnehin schon gelassene <strong>So</strong>ngwriter<br />

aus Alabama nochmals die<br />

Gangart verleiht <strong>sein</strong>en Balladen<br />

einen kontemplativen, fast religiös<br />

besinnlichen Touch. Ergebnis: 68<br />

Minuten andächtiger Acoustic-<br />

Folk, eingespielt mit Gästen wie<br />

Mike Silver und Ian Melrose und<br />

aufgezeichnet in bestechend sauberem<br />

Stockfisch-Klang. ham<br />

New Order Live At Bestival<br />

(Sunday Best / Rough Trade; CD, LP+CD)<br />

Sie gehen flott auf die 60 zu, die<br />

äh ... Jungs von New Order – wie<br />

interpretiert man <strong>sein</strong> Werk in dieser<br />

Lebensphase? Bei ihrem Auftritt<br />

im September 2012 auf der Isle<br />

Of Wight verpassten die Herren Musik:<br />

Klang:<br />

Sumner, Morris & Co. ihren größten<br />

Hits von „Regret“ über „Blue<br />

Monday“ bis hin zum Joy-Division-<br />

Klassiker „Love Will Tear Us Apart“<br />

ein stellenweise etwas technoideres<br />

Outfit als in den Studioversionen.<br />

Ein im positiven Sinn routinierter, ab<br />

und an sogar mitreißender Auftritt in<br />

ordentlicher Klangqualität. ham<br />

Hubert von Goisern Im Jahr des Drachen<br />

(Blanko Musik / <strong>So</strong>ny; 2 CDs)<br />

Das 18 <strong>So</strong>ngs starke Destillat <strong>sein</strong>er<br />

„Brenna tuats“-Tournee zeigt den<br />

österreichischen Weltenbummler<br />

eingängig wie immer, vielfältig wie<br />

nie. Dieser Ethno-Pop aus dem Salzkammergut<br />

tut einfach gut. ham<br />

Bell X1 Chop Chop (Belly Up / Alive;<br />

CD, LP)<br />

Besser mal einen Gang zurückschalten,<br />

sagten sich Bell X1. Statt U2<br />

nachzueifern, entschied sich das<br />

irische Trio auf „Chop Chop“ lieber<br />

für dezent kunstvollen, tasten- und<br />

bläserbetonten Pop im Stil von Elbow<br />

oder The Blue Nile. Eine meist<br />

angenehm kontemplative statt klebrig<br />

plakative <strong>So</strong>ngkollektion. ham<br />

Abby Friends & Enemies (Island/<br />

Universal; CD, LP)<br />

Aus der Mannheimer Pop-Akademie<br />

auf die großen Bühnen? Der Elektro-<br />

Indiepop dieses Berliner Quartetts<br />

könnte tatsächlich einige Freunde<br />

finden: Mal klingt’s folkig, mal fast<br />

dancefloor-orientiert, aber fast<br />

immer sympathisch – wenn auch<br />

manchmal noch etwas brav. ham<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

www.audio.de 09 /2013 61


Musik › POP & ROCK<br />

Ethno-Pop<br />

Rock, Folk<br />

Ambient-Gitarrenmusik<br />

La Caravanne Passe<br />

Gypsy For One Day<br />

Szenario Arts / Exil / Indigo (CD)<br />

Dieser in Paris residierende Musikantenhaufen<br />

ist ein Phänomen: Überaus souverän<br />

und lustbetont tänzelt Toma Feterman mit<br />

<strong>sein</strong>er Caravane Passe durch fast archaische<br />

Balkan-Rhythmen, französisch angehauchte<br />

Roma-Klänge mit Django-Reinhardt-Flair („T‘as<br />

La Touche Manouche“) und Errungenschaften<br />

der Moderne wie HipHop-Grooves („Shouf La<br />

Chapka“) oder punky Coolness à la Iggy Pop /<br />

David Bowie („I Wanna Be Your Slave“). Dazu<br />

gibt’s beschwingten Pop mit Augenzwinkern<br />

(„Saint Tropez“), Folk samt Maultrommel-<br />

Effekten, Chansoneskes, Spirituelles und<br />

sogar Disco-Rhythmen. Eine musikalische<br />

Weltreise in 18 Tracks und prickelndem<br />

<strong>So</strong>und, die mächtig Laune macht. Claus Böhm<br />

Manu Chao, Fanfare Ciorcarlia, Muchachito Bombo Inf.<br />

Rose Windows<br />

The Sun Dogs<br />

Sub Pop / Cargo (CD, 2 LPs)<br />

Freunde gepflegter, hymnischer Psychedelia<br />

und folkiger Bodenständigkeit sollten dieser<br />

tollen Band unbedingt ein Ohr schenken.<br />

Irgendwo zwischen Jefferson Airplane, Neil<br />

Young und Jethro Tull bezieht das Septett ästhetisch<br />

Stellung und zaubert schicke, knackig<br />

produzierte <strong>So</strong>ngs aus dem gebatikten Ärmel.<br />

Unter der Ägide eines männlich-weiblichen<br />

Wechsel gesangs brodeln und schwelen<br />

Gitarren, Schweineorgel, Querflöte und<br />

Streicher und sorgen für mal explosive, („Native<br />

Dreams“) mal sanftmütige („Wartime<br />

Lovers“) Stimmungen. Dabei wirkt nichts<br />

überladen oder konstruiert, sondern besticht<br />

durch einen sonnigen, völlig selbstverständlichen<br />

Erzählfluss: ein <strong>High</strong>light. Daniel Vujanic<br />

Dungen, The Polyphonic Spree<br />

Dieter Geike<br />

Indigo<br />

Prudence / BSC Music / Rough Trade (CD)<br />

„Indigo“? Da war doch was ... Richtig: 1978<br />

war’s, als Dieter Geike mit der Band Blonker<br />

diesen Hit landete, der längst zum Evergreen<br />

avancierte. Nach langer Pause meldet sich<br />

der große Romantiker unter Deutschlands Gitarristen<br />

nun zurück: unter eigenem Namen,<br />

mit harmonisch-ruhigen Instrumentals – plus<br />

einer Neuaufnahme von „Indigo“. Inzwischen<br />

fast 70 Jahre alt, musiziert er mit der Gelassenheit<br />

des Alters, ganz der Schönheit <strong>sein</strong>er<br />

Melodien und dem ambientartigen Fluss<br />

<strong>sein</strong>er Rhythmen vertrauend.„Tanzen“, „Weiße<br />

Segel“ oder „Atmen“ (Track 14 der Heft-<br />

CD) heißen diese Kompositionen, und stets<br />

folgen sie Geikes selbstgewähltem Motto:<br />

„Musik geht direkt in die Seele“. Sven Schäfer<br />

Zeitreise – Blonker-Gitarrenmusik von 1978-2003<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

World Music<br />

Blues<br />

TripHop-Blues<br />

Ravi Shankar<br />

The Living Room Sessions Part 2<br />

East Meets West Music / harmonia mundi (CD)<br />

Der indische Sitar-Virtuose Ravi Shankar starb<br />

im Dezember 2012. Für Teil 1 <strong>sein</strong>er Wohnzimmer-Sessions<br />

vom Oktober 2011 bekam<br />

er posthum einen Weltmusik-Grammy. Der<br />

nun vorliegende Part 2 klingt noch ausgeruhter,<br />

vergnügter, spielfreudiger und entspannter<br />

(und damit auch viel entspannender für<br />

europäische Ohren) als die erste. Außerdem<br />

tönt Part Two transparenter – die Instrumental-Dialoge<br />

mit dem Tabla-Handtrommler<br />

Tammoy Bose können hier klanglich weit<br />

besser nachvollzogen werden. Bei solchen<br />

Frage-und-Antwort-Spielen entlockte Shankar<br />

<strong>sein</strong>em Instrument gerne ein paar Geräusche,<br />

die wie eine Hommage an Gitarristen klingen,<br />

die den Sitar-<strong>So</strong>und kopieren. Winfried Dulisch<br />

Anoushka Shankar, Nishat Khan<br />

Diverse Interpreten<br />

Remembering Little Walter<br />

Blind Pig Records / Fenn (CD)<br />

Als erster Bluesharp-Bläser setzte sich „Little<br />

Walter“ Jacobs (1930-1968) gegen die zunehmend<br />

lauter werdenden E-Gitarristen durch,<br />

indem er <strong>sein</strong>e Mundharmonika mit einem<br />

Gitarren-Amp verstärkte. Diesem Lehrmeister<br />

huldigen sechs Harp-Virtuosen beim vorliegenden<br />

Mitschnitt ihres Tribute-Concerts.<br />

Charlie Musselwhite präsentiert die virtuosesten<br />

Zwischentöne, Sugar Ray Norcia den vollmundigsten<br />

Harp-<strong>So</strong>und. Mark Hummel nutzt<br />

am kreativsten die Rückkoppelungseffekte<br />

<strong>sein</strong>es Mundharmonika-Mikrofons. Für Billy<br />

Boy Arnold fährt das Blasinstrument eigentlich<br />

nur auf einem Nebengleis der Vokalarbeit,<br />

er gräbt bei dieser Session aber am tiefsten<br />

nach <strong>sein</strong>en Folkblues-Wurzeln. Winfried Dulisch<br />

Ben Harper & Charlie Musselwhite: Get Up!<br />

David Lynch<br />

The Big Dream<br />

Sunday Best / Rough Trade (CD, LP)<br />

Schon witzig: Während jüngere bis mittelalte<br />

Blues-Men (siehe links) die traditionellen Werte<br />

hochhalten, entpuppt sich just ein schon<br />

67 Jahre alter „Fachfremder“ als momentan<br />

kühnster Blues-Innovator. Als Musiker<br />

gereift, übersetzt Regisseur David Lynch die<br />

Bildsprache <strong>sein</strong>er triplebödigen cineastischen<br />

Vexierwelten ins Zwölftakt-Genre und kreiert<br />

sozusagen den TripHop-Blues: Mit dylaneskem<br />

Ge raune spürt er den (Alp-)Träumen der<br />

Gegenwart zu Chris-Isaak-Gitarren, schlurfenden<br />

Beats und dunklen Synthieloops<br />

nach. Dieser Blues spielt nicht mehr auf den<br />

Baumwollfeldern des Südens, sondern in den<br />

Sidestreets und Kaschemmen der Großstädte<br />

jenseits ihres urbanen Glamours. Christof Hammer<br />

Twins Peaks: die <strong>So</strong>undtracks; Robbie Robertson, B. Dylan<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

62<br />

www.audio.de ›07 /2013


Die beste Rock ’n’ Roll Band der Welt. Aber aufeinander.<br />

Zum 40. Geburtstag (<strong>End</strong>-<strong>High</strong> seit 1973!) schenken unsere klangverrückten Ingenieure sich einfach selbst was: die perfekte Kombo<br />

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Musik › POP & ROCK<br />

SCHWARZES GOLD, FOLGE 5<br />

Die Vinyl-Quellen sprudeln weiter: Auch für Folge 5 unserer derzeitigen Serie an LP-Specials<br />

fischten die <strong>AUDIO</strong>-Analogexperten leckere Neuheiten und interessante Re-Issues aus dem<br />

Schwarzgold-See.<br />

Blues-Rock<br />

Jazz-Prog-Rock<br />

Sixties-Pop, Folk<br />

Scott Walker The Collection 1967-1970<br />

Oldie-Vinylboxen sind nicht immer sinnvoll,<br />

dieses Fünferpack Pop-Diamanten<br />

schon: In vielen Plattenschränken fehlt<br />

Scott Walker gänzlich, und ihre Besitzer<br />

wissen oft nicht mal, was für ein traumhaft<br />

schöner, edler Bariton ihnen entgeht.<br />

Zudem ist ein Ausmaß an Kreativität und<br />

musikalischer Entwicklung zu bestaunen,<br />

das in Anbetracht des Zeitraums<br />

atemberaubend ist: von 1967 bis 1969<br />

erstrecken sich die Veröffentlichungsdaten<br />

der vier schlicht durchnumerierten Walker-<br />

<strong>So</strong>loalben „Scott“ bis „Scott 4“. Das fünfte<br />

Album „When the Band Comes In“ von<br />

1970 ist ebenfalls in dieser Box enthalten<br />

und nice to have, wenn auch nicht so<br />

mächtig wie die Vorgänger.<br />

Walker, in den Credits mit bürgerlichem<br />

Namen als Noel Scott Engel geführt,<br />

zeichnet auf „Scott“, der ersten <strong>So</strong>lo-LP,<br />

immerhin schon für drei der zwölf Stücke<br />

verantwortlich, sie bilden zusammen mit<br />

drei Jaques-Brel-Stücken die eindeutig<br />

dunklere, tiefere Hälfte der <strong>So</strong>ngs. Dieser<br />

Anteil weitet sich über „Scott 2“ bis hin zu<br />

„Scott 4“, das nur noch Eigenkompositionen<br />

enthält, kontinuierlich aus. Es ist eine<br />

Reise von romantischen Sixties-Schlagern<br />

in opulenten Orchester-Arrangements<br />

(die dank besagter Stimme durchaus ein<br />

Genuss sind) zu immer beunruhigenderen,<br />

karger instrumentierten, komplexer<br />

komponierten und gewagter getexteten<br />

Stücken, die vor allem auf „Scott 4“ von<br />

zeitloser Kraft und Eleganz sind.<br />

Umso besser, dass alle fünf Alben vom<br />

damaligen Philips-Tonmeister Peter Olliff<br />

superb in Szene gesetzt wurden, und die<br />

Neupressungen (180g, leider in ungefütterten<br />

Hüllen, dafür jeweils im Originalcover<br />

und komplettiert mit einem schönen<br />

LP-formatigen Booklet) dieser Qualität voll<br />

gerecht werden. Bernhard Rietschel<br />

Fontana/Mercury/Universal<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Remaster:<br />

Pressqualität:<br />

Paul Desmond Desmond Blue<br />

Wieder mal so ein Jazz-Album, bei dem<br />

man sich erstaunt die Trommelfelle reibt:<br />

Was haben die nur für einen <strong>So</strong>und hingekriegt<br />

vor 50 Jahren! Genauer gesagt<br />

1962 in der Webster Hall in New York<br />

City, in die Produzent George Avakian und<br />

Techniker Ray Hall den Namensvetter und<br />

Gitarristen Jim Hall sowie eine ungenannte<br />

Rhythm Section und natürlich das von<br />

Bob Prince arrangierte Streicherensemble<br />

gebeten hatte. Um dem coolen Mr. Take<br />

Five, Altsaxer Paul Desmond ein ganz<br />

neues, ungewohntes Klanggewand zu<br />

schneidern. Ray Staff hat die Sammlung<br />

geschmack- und meist ruhevoll dahinswingender<br />

Standards bei Air Mastering<br />

exzellent wiederaufbereitet. Halls flüssige<br />

Läufe und des Meisters vollmundiger Ton<br />

kommen bestens zur Geltung. Und wer<br />

<strong>So</strong>ft Jazz nicht mag, der hört hier einfach<br />

eine hervorragende Beruhigungsplatte zur<br />

Nacht.<br />

Justus Schlierbacher<br />

Pure Pleasure / Speakers Corner<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Remaster:<br />

Pressqualität:<br />

Beth Hart Leave The Light On<br />

Wie war das mit dem Eisen und dem<br />

Schmieden? Keine Frage, die US-Shouterin<br />

ist seit ihren Kooperationen mit<br />

Gitarrenhexer Joe Bonamassa schwer auf<br />

Erfolgskurs. Und warum nicht die Gunst<br />

der Stunde nutzen und ihren 2003er-Longplayer,<br />

ergänzt mit fünf Live-Bonustracks<br />

anno 2005 auf Seite 4, wieder herausbringen?<br />

Auf feinem 180-Gramm-Vinyl<br />

selbstverständlich? Bezüglich Tracks und<br />

deren Reihenfolge existieren mehrere<br />

unterschiedliche CD-Versionen – halten<br />

wir uns ans erstmals erhältliche, in<br />

manchen Zwischenrillen leicht knackende<br />

Vinyl. Misses Hart (zur Trauer der Männerwelt<br />

glücklich verheiratet) schielt zwar<br />

auf Seite A mit später hinzugefügten<br />

Titeln europäischer Versionen zum Teil<br />

Jazz<br />

hörbar auf die AOR-Charts. Aber starke<br />

Nummern wie das knackige Duett mit<br />

Barry Hay „I Don’t Want To Be“, das kräftig<br />

rock`n´rollende „Broken & Ugly“ oder der<br />

schöne Titelsong (mit super Live-Version) –<br />

und überhaupt die Seiten 3 und 4 – reißen<br />

es locker raus. Auch vor zehn Jahren galt<br />

schon: Hart is hot. Justus Schlierbacher<br />

Music On Vinyl / Cargo (2 LPs)<br />

Musik: Klang: /<br />

Remaster:<br />

Pressqualität:<br />

Miles Davis Four & More<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Live-Aufnahmen von Miles Davis genießen<br />

nicht umsonst Kultstatus. Speziell<br />

dieses 1964 in der Philharmonic Hall des<br />

Lincoln Center in New York aufgenommene<br />

Album, das aus zwei separaten<br />

Live-Sessions besteht, ist ein energiegeladenes<br />

Zeugnis von Davis’ aus heutiger<br />

Sicht radikal anachronistischem Geltungsund<br />

Gestaltungswillen. Angestachelt von<br />

Tony Williams’ treibenden Trommelspiel<br />

rotiert Davis einem Pulsar gleich, in halsbrecherischem<br />

Tempo durch die Stücke.<br />

Die ekstatische Energie der Musiker und<br />

deren unterschiedliche Improvisationskunst<br />

innerhalb der einzelnen <strong>So</strong>li bei<br />

gleichzeitig enorm rhythmischer Komplexität<br />

des Gesamtwerks fasziniert und<br />

begeistert zugleich.<br />

Durch das neue Mastering von Krieg<br />

Wunderlich wurde die Aufnahme auf<br />

ein referenziöses Niveau gehievt. Das<br />

180-Gramm-Vinyl tönt nicht nur glanzvoll<br />

64 www.audio.de ›09 /2013


und mit Live-wahrhaftiger Atmosphäre,<br />

sondern lässt die Instrumente sonor,<br />

körperhaft und mit traumhafter Tiefenstaffelung<br />

erklingen. Diese Tour de Force des<br />

exzentrischen Genies Davis und <strong>sein</strong>en<br />

Mitstreitern (neben Williams zaubern Ron<br />

Carter, Herbie Hancock und George Coleman)<br />

ist der Inbegriff von funkelndem,<br />

mitreißendem Jazz. Fritz Schwertfeger<br />

<strong>So</strong>ul-Rock, Acid Jazz<br />

MFSL / Sieveking <strong>So</strong>und (2 LPs)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Pressqualität:<br />

Jamiroquai Emergency On Planet Earth<br />

Wahrscheinlich weiß heute kein Schwein<br />

mehr, wer vor 20 Jahren außer Mützen-<br />

Notoriker Jay Kay noch so bei Jamiroquai<br />

mitmischte. Macht auch nix. Der Sänger<br />

und <strong>So</strong>ngschreiber prägte von Beginn<br />

an die Band und ihren speziellen <strong>So</strong>und,<br />

für deren treibenden, bläserverstärkten<br />

Groove sich Labelmanager und Journalisten<br />

den doofen Begriff Acid Jazz einfallen<br />

ließen. Der Frontmann erinnerte stimmlich<br />

an Stevie Wonder, die Rhythmen funkten<br />

wie einst bei Sly Stone oder James<br />

Brown. Das bärenstarke Debüt schoss in<br />

England auf Nummer 1, in Deutschland<br />

immerhin bis 17.<br />

Was den Klang betrifft: Der Groove<br />

braucht in analoger Form nun mal Platz –<br />

und dankenswerter Weise presste Music<br />

On Vinyl die etwa 55 Minuten großzügig<br />

auf vier LP-Seiten. Da tanzt die Nadel. Warum<br />

allerdings der Hit „Too Young To Die“<br />

statt in der originalen Ultralangversion (mit<br />

10:17) nur in der später üblichen 6:04-Fassung<br />

ins 180-Gramm-Vinyl gepresst<br />

wurde, bleibt Geheimnis der Lizenzgeber.<br />

Genug gequengelt – die mit bedruckten<br />

Innenhüllen und einem Kay-Essay ausgestattete<br />

Scheibe lohnt auch so den Kauf.<br />

Justus Schlierbacher<br />

Music On Vinyl / Cargo (2 LPs)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Remaster:<br />

Pressqualität:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Noch mehr LP-Tipps finden Sie in der<br />

! kommenden <strong>AUDIO</strong>-Ausgabe 10/13<br />

Piano-Jazz<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Edgar Knecht Dance On Deep Waters<br />

Manchmal muss man einfach poetisch<br />

werden: Die Kompositionen von Edgar<br />

Knecht entführen den Hörer wie von<br />

Geisterhand auf eine entrückte Reise<br />

durch einen frühlingshaften Zauberwald.<br />

Das zweite Album des Pianisten greift mit<br />

Virtuosität und eleganter Nonchalance die<br />

Romantik alter Volkslieder auf, bezaubert<br />

mit knisternder Lebensfreude und macht,<br />

ja: Glück hörbar! Leichtigkeit, Spielwitz und<br />

Verträumtheit liegt dieser außergewöhnlichen<br />

Musik inne, die feinsinnig gewebten<br />

Dialoge der Instrumentation schicken Klavier<br />

sowie Rolf Deneckes Bass, die Drums<br />

von Tobias Schulte und Stephan Emigs Perkussion<br />

auf ein gemeinsames Abenteuer,<br />

das – mal ruhig, mal stürmisch – den Hörer<br />

in den Zustand des elegisch-träumerischen<br />

Dauerwohlbefindens schickt. Das klingt<br />

schon auf CD famos – und begeistert als<br />

180 Gramm schweres Vinyl mit vollmundig<br />

lebendigen, anspringenden, weit umspannenden<br />

Klang-Panoramen. Appetizer:<br />

„Lilofee“, Track 8 der aktuellen Heft-CD, das<br />

zunächst filigran beginnt und sich dann<br />

mit steigernden dynamischen Variationen<br />

zu einem sehnsuchtsvollen Höhepunkt<br />

emporrankt: ein wunderbarer Einblick in<br />

die musikalischen Tiefen beziehungsweise<br />

Grand-Canyon-artigen Schluchten von<br />

„Dance On Deep Waters“, das Lust auf<br />

mehr macht.<br />

Fritz Schwertfeger<br />

4 AD / Indigo (2 LPs + Bonus-CD)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Pressqualität:<br />

Anouk Sad Singalong <strong>So</strong>ngs<br />

Auch schon wieder 14 Jahre her, dass<br />

uns die Niederländerin Anouk Teeuwe<br />

mit ihrem vulkanesken Zweitwurf „Urban<br />

<strong>So</strong>litude“ (1999) einen saftigen <strong>So</strong>ulrock-<br />

Kracher servierte. Nun ist sie wieder<br />

europaweit präsent, doch die durchweg<br />

selbstgetexteten „Sad Singalong <strong>So</strong>ngs“<br />

haben so gar nichts Explosives mehr. Das<br />

implodiert vielmehr in halb-orchestralen,<br />

akustischen Arrangements mit Geige,<br />

Bratsche, Cello, Trompete und Posaune<br />

durchaus reizvoll zwischen pathetischem<br />

Singer-<strong>So</strong>ngwriter<br />

<strong>So</strong>ngwriter-<strong>So</strong>und und Kunstlied. Und<br />

überhaupt: Mit ihrer tollen Stimme könnte<br />

die Neuntplatzierte des diesjährigen Eurovision<br />

<strong>So</strong>ng Contest wohl auch das Amsterdamer<br />

Telefonbuch singen – man wäre<br />

hingerissen. Die aus mehreren Studios<br />

stammende Produktion könnte allerdings<br />

etwas luftiger und lockerer klingen.<br />

Justus Schlierbacher<br />

Latin-Bluesrock<br />

Music On Vinyl / Cargo<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Pressqualität:<br />

Carlos Santana & Buddy Miles Live!<br />

Am Neujahrstag 1972 spielten Carlos Santana<br />

sowie einige Jungs aus <strong>sein</strong>er Band<br />

zusammen mit Buddy Miles, Drummer /<br />

Sänger aus Jimi Hendrix’ Band Of Gypsies<br />

und Teilen <strong>sein</strong>es späteren Express, in<br />

einem erloschenen Vulkankrater auf Hawaii.<br />

Bänder liefen mit, doch hält sich bis<br />

heute das Gerücht, dass das resultierende<br />

„Live!“-Album trotz Ausrufezeichen nachträglich<br />

im Studio aufgehübscht wurde: Zu<br />

viel LSD hätte doch die Spielqualität arg<br />

geschmälert. Es gibt Bootlegs, wo man<br />

das angeblich nachvollziehen <strong>kann</strong>. Wie<br />

auch immer: Zumindest der die komplette<br />

zweite Seite einnehmende Mega-Jam<br />

„Free Form Funkafide Filth“ erlangte<br />

Kultstatus. Speakers Corner hat eine<br />

tadellos gefertigte Neuauflage des Hippie-<br />

Scheibchens zusammen mit dem alten<br />

Infoblatt in das manierlich reproduzierte<br />

originale Klappcover gesteckt – so macht<br />

Wiederhören auch mit <strong>So</strong>ngklassikern wie<br />

„Evil Ways“ oder „Them Changes“ Spaß.<br />

Justus Schlierbacher<br />

<strong>So</strong>ny / Speakers Corner<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Pressqualität:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Musik › POP & ROCK<br />

www.audio.de ›09/2013<br />

65


Musik › OLDIES<br />

The Allman<br />

Brothers Band<br />

Eat A Peach /<br />

Brothers And Sisters<br />

OLDIE-CD DES MONATS<br />

Universal MFSL / Sieveking (2 CDs mit <strong>So</strong>und 40 <strong>So</strong>ngs (SACD) / Box-Set bzw. Island mit 6 / CDs Universal in Pappschubern (2-CD-Deluxe, + 44-Seiten-Buch)<br />

4-CD-Super-Deluxe, 1 LP)<br />

Doo-Wop-Pop<br />

Billy Joel<br />

An Innocent Man<br />

Columbia/MFSL/Sieveking <strong>So</strong>und (SACD)<br />

Nach dem grandiosen Konzertmitschnitt 1971 aus dem Fillmore East wurde die Allman Brothers<br />

Band von zwei tragischen Unglücken überrollt. Am 29.10.1971 starb Duane Allman bei<br />

einem Motorradunfall, ein Jahr später widerfuhr Bassist Berry Oakley das gleiche Schicksal. In<br />

dieser Phase erschien „Eat A Peach“, das neben neuen Studiosongs wie „Ain’t Wastin’ Time<br />

No More“ und „Melissa“ vier weitere <strong>So</strong>ngs aus dem Fillmore-Auftritt offerierte. Die finalen<br />

Aufnahmen mit Duane Allman wurden jetzt als SACD im lichtklaren Bühnen- und Studiosound<br />

des MFSL-Teams neu veröffentlicht (Musik: 4, Klang: 4).<br />

Die post-Duane-Ära der Allmans sollte indes trotz keinen Einbruch erleiden, im Gegenteil. Mit<br />

„Brothers And Sisters“ brachten Gregg Allman & Co. im August 1973 ihr erfolgreichstes Album<br />

heraus, das von den Hits „Ramblin’ Man“ und „Jessica“ gepusht wurde. Die verschiedenen<br />

Formate zum 40. Jubiläum basieren auf einem klanglich verbesserten Original, dem einiges an-<br />

Tonträger-Mehrwert beigefügt wurde. <strong>So</strong> gibt’s bereits auf der Normal-Version neun Raritäten (<br />

Proben, Outtakes und Studio-Jams) als Zugabe. Die Super-Deluxe-Edition liefert als Bonus zwei<br />

weitere CDs mit 16 meist unveröffentlichten <strong>So</strong>ngs eines Konzertes vom 26. 9.1973 aus dem<br />

legendären Winterland in San Francisco. Nach der Ansage von Promoter Bill Graham rockten<br />

die Allmans mit Lumar Williams als Oakley-Ersatz in absoluter Topform. Willi Andresen<br />

Live At Fillmore East<br />

Für den Nachfolger von „The Nylon Curtain“<br />

(harte Arbeit, das!) sehnte sich Billy Joel<br />

nach einem lupenreinen Spaß-Album.<br />

Resultat: „An Innocent Man“, das beschwingt<br />

dem Doo-Wop der Fifties und dem frühen<br />

Motown-<strong>So</strong>ul huldigte und mit den Hits „The<br />

Longest Time“, „Uptown Girl“ und „Tell Her<br />

About It“ vor allem in England und den USA<br />

reüssierte. Die von Rob LoVerde gezogene<br />

Neuauflage näherte sich den Originalbändern<br />

ehrfurchtsvoll: Jegliche Eingriffe waren tabu.<br />

Um den Klang bestmöglich zu konser vieren,<br />

wurden lediglich die analogen Mastertapes<br />

mit 2,8 Mhz ins DSD-Format übertragen.<br />

Fazit: leicht mehr Punch via CD; etwas runder,<br />

feiner aufgelöst die SACD. Christof Hammer<br />

Piano Man, The Stranger; 52nd Street; Marc Cohn<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Art-Rock<br />

Blues, Dub, Elektronics<br />

(Pub-)Rock<br />

Yes<br />

Close To The Edge / Going For The One<br />

Atlantic / Audio Fidelity / Sieveking <strong>So</strong>und (je 1 SACD)<br />

Good news für SACD-Fans: US-Studiofuchs<br />

Steve Hoffmann transferierte gleich zwei Yes-<br />

Original werke auf Hybrid-SACD – die ersten<br />

aus dem Hause Audio Fidelity seit zehn Jahren<br />

übrigens. Das Suite-artige „Close To The<br />

Edge“ stand 1972 mit epischem Prog-Rock<br />

ganz im Zeichen von Jon Andersons Hang<br />

zum Spirituellen. Griffiger geriet 1977 „Going<br />

For The One“ mit den Klassikern „Wonderous<br />

Stories“ und „Parallels“. Hoffmann nutzte hier<br />

für die CD- und die SACD-Spur je einen eigenen<br />

DA-Converter und legte vor allem Wert<br />

darauf, den Raumklang des Mountain-Studios<br />

in Montreux zu erhalten sowie den Bass in<br />

jener Tiefe zu reproduzieren, wie er auf den<br />

Originaltapes zu hören war. Christof Hammer<br />

90125; Genesis, Alan Parsons Project<br />

Little Axe<br />

Return<br />

Echobeach / Indigo (CD)<br />

Der Blues kennt seit jeher viele Facetten. Mal<br />

rumpelte er rau und erdig, mal wimmerte<br />

er traurig und archaisch, mal erstrahlt er in<br />

modernen Interpretationen. Skip McDonald<br />

verpasst dem Genre seit 21 Jahren eine weitere<br />

Dimension: Raumklang und hypnotische<br />

Kraft. Als Little Axe möbelt er mit Doug<br />

Wimbish, Keith LeBlanc (das Trio bildete einst<br />

die Sugarhill Gang) und Adrian Sherwood alte<br />

Riffs und Rhythmen mit sphärischen Elementen<br />

aus Dub und Elektronik auf. „Return“<br />

bündelt nun Originaltracks der ersten Discs<br />

„The Wolf That House Built“ und „Slow Fuse“<br />

mit Remixen und raren Spezial-Versio nen wie<br />

„Down In The Valley“ (Track 7 der Heft-CD):<br />

ein mitreißend-kompakter <strong>So</strong>und. Willi Andresen<br />

CDs von On-U: Sherwoods Reggae-/Dub-Labor<br />

Tom Robinson Band<br />

Anthology 1977-1979<br />

EMI Catalogue / EMI (3 CDs + 1 DVD; Bild: 4:3; Stereo)<br />

Da hat die EMI aber alles ausgegraben, was<br />

die Archive hergaben: In satten 57 Tracks und<br />

auf 72 DVD-Minuten erzählt dieses Set die<br />

Story der Tom Robinson Band, obwohl das<br />

Ensemble nur knapp drei Jahre und gerade<br />

mal zwei Alben lang durch das England der<br />

späten 70er Jahre bretterte: eigentlich vom<br />

Folk kommend und mehr dem Pub-Rock<br />

verpflichtet als „richtigem“ Punk – nachzuhören<br />

etwa in der Schwulenhymne „Glad To<br />

Be Gay“ oder einer stupenden Version von<br />

Dylans „I Shall Be Released“ (der Single-B-<br />

Seite von „2-4-6-8 Motorway“, dem großen<br />

Hit der Band). Selbst für ein Remastering und<br />

ein 20-Seiten-Booklet war Geld da: eine respektvolle<br />

Würdigung der TRB. Christof Hammer<br />

The Clash, Graham Parker, Billy Bragg, Elvis Costello<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

66 www.audio.de ›09 /2013


Jazz<br />

Bear Family präsentiert:<br />

Das deutsche Chanson<br />

Folk-<strong>So</strong>ng und Volkslied, Kunstlied und<br />

Schnulze, Weltverbesserungsvorschläge<br />

und intime Bekenntnisse: Irgendwo<br />

dazwischen und gleichzeitig total<br />

daneben liegt das deutsche Chanson. 100<br />

Jahre Schangßong-Historie würdigen die<br />

Backkatalog-Experten von Bear Family<br />

nun unter dem Titel „Das deutsche Chanson<br />

und <strong>sein</strong>e Geschichte(n) – 100 Jahre<br />

Brettlkunst“ in vier liebevoll ausgestatteten<br />

Digi-Pacs mit jeweils drei CDs. Das<br />

erste Dreierpaket folgt den Spuren des<br />

literarischen Kleinkunst-Gesangs von Paris<br />

nach Berlin, beim Finale singt Bert Brecht<br />

<strong>sein</strong>en „Mäckie Messer“.<br />

Teil 2 erinnert auf CD 4 und 5 an „Die<br />

Goldenen Jahre“, als Friedrich Holländer<br />

eine „Hungerkünstlerin“ die Massenarbeitslosigkeit<br />

besingen ließ. CD 6 liefert<br />

teils belanglose Liedchen von Zarah Leander<br />

und anderen UFA-Stars – aber auch<br />

zeitkritische Poesie von Kabarettisten, die<br />

vor den Nazis geflüchtet waren.<br />

CD 7 befriedigt klanglich schon fast audiophile<br />

Ansprüche. Auf der 60er-Jahre-CD<br />

kommen auch Polit-Liedermacher zu Wort,<br />

doch die Wortführer dieser Ära waren<br />

Johanna von Koczian („Das bisschen<br />

Haushalt“) und Curd Jürgens („60 Jahre<br />

und kein bisschen weise“). CD 9 schafft<br />

gar den Spagat zwischen Harald Juhnke<br />

und dem DDR-Oppositionellen Stephan<br />

Krawczyk.<br />

Beim vierten CD-Set beschreiben Chansoniers<br />

von Kreisler über Danzer bis Wecker<br />

und Tukur ihr Liebesleben – von „Gestatten<br />

Sie, Monsieur“ bis zum „Glück der<br />

schwulen Pärchen“, ehe die Reise mit Wir<br />

sind Helden und Jan Delay „Im neuen<br />

Jahrtausend“ endet. Winfried Dulisch<br />

Fusion<br />

Motema/Membran (CD)<br />

Lange Zeit galt Dave Murray als treibende Kraft hinter dem World Saxophone Quartet und<br />

war damit Teil einer selbstbewussten schwarzen Avantgarde, die ihren eigenen Platz in der<br />

Jazzwelt einforderte. Inzwischen lebt der Kalifornier meist in Paris, ist etwas versöhnlicher geworden.<br />

„Be My Monster Love“ ist das erste Album mit <strong>sein</strong>em Infinity Quartet, einer Fusion<br />

starker Charaktere, die auf wundersam altmodische Weise modern klingt. Marc Cary etwa ist<br />

bestimmt kein Erneuerer am Piano, dafür aber als langjähriger Begleiter von Abbey Lincoln profund<br />

in souliger, gospeliger Tradition verankert. Bassist Jaribu Shahid, einst im Umkreis des Art<br />

Ensemble Of Chicago aktiv, zählt zu den so unauffälligen wie profunden Groove-Spezialisten.<br />

Drummer Nasheet Waits wiederum, be<strong>kann</strong>t durch Bands mit Dave Holland, <strong>kann</strong> quasi alles<br />

und legt eine kraftvoll-differenzierte Basis. Darüber lässt Murray <strong>sein</strong> Tenorsaxofon als bluesig<br />

spirituelle Stimme erklingen, der er einige solistische Extravaganzen durchgehen lässt. Dazu<br />

stoßen Sängerin Macy Gray und deren Kollege Gregory Porter: Erstere gibt sich inzwischen als<br />

soulige Diva mit Eartha-Kitt-Timbre, etwas schnippisch in der Phrasierung und gerade dadurch<br />

markant, eigen. Letzterer geht hier weit mehr aus sich heraus als auf eigenen Discs und wird<br />

vom schön klingenden Bariton zum energischen Geschichtenerzähler. <strong>So</strong> ist „Be My Monster<br />

Love“ ein bisweilen raues, störrisches Werk, aber gerade deshalb eine Wohltat. Ralf Dombrowski<br />

Gregory Porter, James Blood Ulmer, Marc Cary<br />

Musik:<br />

Chick Corea<br />

The Vigil<br />

Concord/Universal (CD)<br />

Klang:<br />

Modern Jazz<br />

Mack Avenue / Codaex (CD)<br />

JAZZ-CD<br />

DES<br />

MONATS<br />

Dave Murray Infinity Quartet<br />

Be My Monster Love<br />

The New Gary Burton Quartet<br />

Guided Tour<br />

Musik › JAZZ<br />

Teil 1 (CD 1-3 + 156-Seiten-Booklet)<br />

Bear Family BCD 17221 CP<br />

Teil 2 (CD 4-6 + 180-Seiten-Booklet)<br />

Bear Family BCD 17222 CP<br />

Teil 3 (CD 7-9 + 196-Seiten-Booklet)<br />

Bear Family BCD 17223 CP<br />

Teil 4 (CD 10-12 + 188-Seiten-Booklet)<br />

Bear Family BCD 17224 CP<br />

Musik/Wort:<br />

Klang:<br />

Alle Achtung. Chick Corea, 72, verschmilzt<br />

mit den wesentlich jüngeren Top-Musikern<br />

<strong>sein</strong>er Band The Vigil die rhythmische Pracht<br />

und Melodienseligkeit, die er in den 1970ern<br />

mit der Band Return To Forever in den Jazz<br />

einführte, mit dem Powerplay <strong>sein</strong>er späteren<br />

Elektric Bands. Sein Faible für vertrackte,<br />

trotzdem eingängige Arrangements prägt die<br />

77 Minuten ebenso wie die Fähigkeit, aus<br />

knappen, impulsiv wirkenden Melodiefetzen<br />

große Bögen zu spannen. Die fünf verleihen<br />

dem komplexen Werk jene federnde Leichtigkeit,<br />

die einst RTF auszeichnete. Ein Vigil war<br />

im alten Christentum die Vorfeier auf ein Fest,<br />

das Medikament Vigil ist ein Wachmacher.<br />

Letzteres ist auch diese Band. Werner Stiefele<br />

Return To Forever<br />

Als Gary Burton vor ein paar Jahren <strong>sein</strong> New<br />

Quartet vorstellte, freuten sich die Insider,<br />

dass der lange Zeit wenig innovationsfreudige<br />

Vibrafonist sich jungen Kollegen stellte, die<br />

ihm das Wasser reichen konnten. „Guided<br />

Tour“ knüpft an diese Phase an und bildet mit<br />

Gitarrist Julian Lage, Bassist Scott Colley und<br />

Drummer Antonio Sanchez eine ausgezeichnete<br />

Kernzelle musikalischer Energie. Von<br />

den perkussiven Zwiegesprächen über die<br />

betörende Musikalität von Lage bis hin zur<br />

gemeinsamen Gestaltungskraft bietet die<br />

CD sehr amerikanischen, geschmackvollen<br />

Modern Jazz. Dieses neue Burton Quartet beherrscht<br />

die Kunst der Alten Schule und klingt<br />

doch kein bisschen verzopft. Ralf Dombrowski<br />

Warren Wolf, Steve Nelson<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

www.audio.de 09 /2013<br />

67


Musik › JAZZ<br />

Piano-Trio<br />

Lorenz Kellhuber Trio<br />

Cosmos<br />

Vokal-Jazz<br />

Blackbird Music / <strong>So</strong>ulfood (CD)<br />

Er scheint völlig aus der Generation gefallen.<br />

Während viele jüngere Jazzpianisten die<br />

Rhythmen von HipHop, House oder Techno in<br />

ihr Spiel integrieren, orientiert sich der 23-jährige<br />

Lorenz Kellhuber an den großen Lyrikern<br />

des Instruments. Mit Arne Huber (Kontrabass)<br />

und Gabriel Hahn (Schlagzeug) spannt er weite<br />

Bögen, in denen er einem Thema immer<br />

wieder neue Facetten entlockt, es dreht und<br />

wendet, den Kern herausschält und garniert<br />

(wie im „Cross Country <strong>So</strong>ng“, Track 10 der<br />

Heft-CD): ein spannungsreiches Auf und Ab<br />

mit einem Trio, das sich blind versteht. Deshalb<br />

fällt auch der Mitschnitt aus dem Berliner<br />

Club A-Trane so gelassen aus, dass die 73<br />

Minuten wie im Flug vergehen. Werner Stiefele<br />

Hubert Nuss Trio: The Book Of Colours<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Barbara Bürkle Band<br />

Look For The Silver Lining<br />

Neuklang / New Arts International (CD)<br />

Die Stuttgarter Sängerin Barbara Bürkle läuft<br />

hier zu Topform auf. Ihre feste, zugleich sanfte<br />

Stimme windet sich elegant an komplexen<br />

Melodielinien entlang, ihre Band bildet eine<br />

bewundernswerte Einheit und zeigt auch<br />

solistisch Klasse: Alexander „Sandi“ Kuhn mit<br />

markantem Sax, Gee Hye Lee mit behenden<br />

Piano-Sprüngen, Jens Loh, Bass, und Daniel<br />

Mudrack, Drums, als elastische Rhythmiker.<br />

Im Programm finden sich Klassiker von Cole<br />

Porter bis Thelonious Monk neben drei feinen<br />

Originals der Chefin. Nur Billy Joels „I Go To<br />

Extremes“ geht voll baden: Den Draufgänger-<strong>So</strong>ng<br />

vertüddelt Bürkle als swingende<br />

Schwester Leichtfuß mit zu viel Dididididu.<br />

Fabelhafter Klang. Matthias Inhoffen<br />

New York Voices, Karen <strong>So</strong>uza, Jane Monheit<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Fusion<br />

Lenny White<br />

Lenny White Live<br />

Drumming<br />

Challenge / New Arts International (CD)<br />

Dieses Masterband hat schon ein paar Jahre<br />

auf dem Buckel. Denn 1997 bekam der<br />

Drummer Lenny White das Angebot, mit<br />

einer eigenen Band durch Japan zu touren.<br />

Er stellte sich eine All-Star-Combo zusammen<br />

unter anderem mit Victor Bailey am Bass,<br />

Foley an der Gitarre und Saxofonist Bennie<br />

Maupin. Alle waren Fusion-erfahrene Groovemeister,<br />

und so konnten Aufnahmen entstehen,<br />

die das damals eigentlich unpopuläre<br />

Stilidiom mit schweren Grooves und vielen<br />

technischen Effekten für den japanischen<br />

Geschmack perfekt inszenierten. Veröffentlicht<br />

in der Rückschau wirkt diese Musik auf<br />

historische Manier unzeitgemäß und damit<br />

schon wieder cool.<br />

Ralf Dombrowski<br />

Steve Jordan, Poogie Bell<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Günter Baby <strong>So</strong>mmer<br />

Dedications<br />

Intakt / Harmonia Mundi (CD)<br />

Günter Baby <strong>So</strong>mmer kommt aus einer<br />

anderen Zeit – und das ist gut so. Denn<br />

der Schlagwerker aus Dresden wurde in<br />

einer Ära groß, als Jazz noch ästhetischer<br />

Widerstand <strong>sein</strong> konnte. Diese Haltung<br />

des Kontra- Produktiven im eigentlichen<br />

Wortsinn bestimmt ihn noch heute und<br />

macht eine <strong>So</strong>lo-Platte wie „Dedications“ zu<br />

einem Erlebnis. Denn <strong>So</strong>mmer verneigt sich<br />

einerseits vor Größen von Baby Dods bis Paul<br />

Lovens, konstruiert aber auf den anderen<br />

vielschichtige Hörstücke mit so ziemlich<br />

allem, was beim Schlagen Klang erzeugt. Das<br />

hat Witz, einen inwendigen Groove und diese<br />

sanfte Schwingung der Anarchie, die vielen<br />

jungen Kollegen abgeht. Ralf Dombrowski<br />

Pierre Favre, Han Bennink<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Traum-Partner<br />

<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />

Werner Stiefele<br />

hat unter vielen neuen<br />

Duo-Veröffentlichungen vier<br />

besonders schöne entdeckt<br />

Sie umgarnen sich. Sie herzen sich,<br />

sie kitzeln sich hoch, sie lassen<br />

sich fallen: Der italienische Klarinettist<br />

Nico Gori und der amerikanische<br />

Pianist Fred Hersch kommunizieren<br />

auf „Da Vinci“ so melodienverliebt, als<br />

wollten sie das Kribbeln der Schmetterlinge<br />

im Bauch eines Liebespaars<br />

in Töne fassen. Eingerahmt von „Old<br />

Devil Moon“ und „Tea For Two“ spielen<br />

sie vor allem Kompositionen Herschs.<br />

Weniger sprunghaft fällt die Begegnung<br />

„Only Many“ von Fred Hersch<br />

mit dem Trompeter Ralph Alessi aus.<br />

Klangtupfer und knappe Melodien<br />

sowie raue und strahlende Trompetentöne<br />

prägen die Atmosphäre: ein<br />

Paradies der Gegensätze. Das lässt die<br />

14 Stücke sperriger als die Duette von<br />

Hersch und Gori wirken. Faszinierend,<br />

wie das US-Duo knappe Einwürfe zu<br />

zusammenhängenden Stücke formt.<br />

Nochmal dieselbe Besetzung, diesmal<br />

Rainer Winterschladen, Trompeter<br />

der NDR Bigband, und der Pianist<br />

Hans Lüdemann. Dank der starken<br />

Blues- und Gospelbezüge der beiden<br />

und Winterschladens facettenreicher<br />

Intonation, die von ausgefransten,<br />

zerrissenen Klängen bis zu strahlenden<br />

Kantilenen reicht, fällt das Duoalbum<br />

„Heavy Hearts“ härter und kantiger als<br />

Herschs Scheiben aus.<br />

Den Gegenpol bildet die Disc „Ventana<br />

Al Verano“ der kubani schen Pianistin<br />

Marialy Pacheco und des Bremer<br />

Kontrabassisten David Jehn. Ein<br />

sanfter Puls durchweht die Interpretationen<br />

von Kompositionen Ingo Hörichts.<br />

<strong>So</strong> viel romantischen Schmelz<br />

wie diese beiden haben die drei<br />

anderen Duos nicht.<br />

Nico Gori & Fred Hersch Da Vinci<br />

Bee Jazz / Edel:Kultur (CD)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Ralph Alessi & Fred Hersch Only Many<br />

CamJazz / Edel:Kultur (CD)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Winterschladen / Lüdemann Heavy Hearts<br />

Ajazz / NRW Vertrieb (CD)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

M. Pacheco / D. Jehn Ventana Al Verano<br />

Wonderland Jazz / Wonderland (CD)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

68<br />

www.audio.de ›09 /2013


KLASSIK-CD DES MONATS<br />

Händel / Mozart / Mosel<br />

Timotheus oder die Gewalt der Musik<br />

Invernizzi, Güra, Finley, Singverein der Gesellschaft<br />

der Musikfreunde, Concentus Musicus Wien, Nikolaus<br />

Harnoncourt<br />

<strong>So</strong>ny Classical (2 CDs)<br />

Ein Lobpreis der Musik ist es, das Oratorium „Alexander’s Feast<br />

or the Power of Musick“, das Händel 1735 für <strong>sein</strong>e Londoner<br />

Operngesellschaft komponierte. 1790 ergänzte es Mozart für Wien<br />

mit extra Streicherpartien und Bläsersätzen. 22 Jahre später, im<br />

November 1812, kam „Das Alexanderfest“ erneut in Wien zum<br />

Einsatz, nochmals erweitert durch Kapellmeister Ignaz Franz von<br />

Mosel - diesmal durch Passagen für große Trommel, die krachen<br />

wie Kanonenschläge – um die Gründung der „Gesellschaft der<br />

Musikfreunde in Wien“ zu feiern. An die 600 Musiker wirkten mit<br />

an dieser Fassung, die man mit „Timotheus oder die Gewalt der<br />

Musik“ betitelte.<br />

200 Jahre später, also zum 200. Geburtstag der Gesellschaft der<br />

Musikfreunde, rekonstruierten Nikolaus Harnoncourt und <strong>sein</strong><br />

Concentus Musicus das historische Konzert im Großen Musikvereinssaal<br />

in einer für heutige Verhältnisse riesigen Besetzung<br />

(an die 180 Musiker und Sänger). <strong>So</strong>ny war live dabei und hat den<br />

Event der Nachwelt erhalten. Harnoncourt, <strong>sein</strong>e Musiker und<br />

der Singverein tun alles, um den Hörer in Wallung zu bringen;<br />

die Streicher rauschen, die Bläser schmettern und strahlen, der<br />

Chorklang brandet. Mit Roberta Invernizzi, Werner Güra und Gerald<br />

Finley sind auch die <strong>So</strong>loparts meisterhaft besetzt. Wenn „Gewalt“<br />

im Sinne von „mitreißend“ und „überwältigend“ verstanden wird,<br />

dann tut das Wiener Jubiläumskonzert dem Titel der Veranstaltung<br />

alle Ehre. Laszlo Molnar<br />

Alexander‘s Feast; Palmer, Roberts, Rolfe-Johnson; Kammerchor Stockholm, Concentus Musicus Harnoncourt (Teldec)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik › KLASSIK<br />

Klavier<br />

Klavier<br />

Orchester<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Johannes Brahms Klavierwerke Vol. 4<br />

Hardy Rittner, Klavier<br />

MD+G (SACD)<br />

Zwei Alleinstellungsmerkmale zeichnen diese<br />

jetzt fast vollständige Gesamtaufnahme der<br />

<strong>So</strong>lo-Klavierwerke von Johannes Brahms aus:<br />

Das interessanteste Merkmal ist die Verwendung<br />

originaler, historischer Musikinstrumente<br />

(hier in Vol. 4 von 1846, 1856 und 1868),<br />

die der Pianist Hardy Rittner passend zur<br />

Entstehungszeit der Kompositionen spielt.<br />

Der zweite Aspekt ist die Mehrkanaltechnik,<br />

die die Darstellung der Opera 4, 39, 76 und<br />

79 mit wunderbarer Detailfülle abbildet, und<br />

die sich ebenso stereophon mit geänderter<br />

Hörperspektive erleben lässt. In der Summe<br />

hören wir so ein bisher einmaliges Klangkonzept,<br />

gepaart mit einem tiefen Verständnis<br />

für Brahms‘ Tonsprache. Andreas Lucewicz<br />

Katchen (Decca), Oppitz (RCA)<br />

P.I. Tschaikowsky / S. Prokofiev<br />

The Sleeping Beauty Claire Huangci, Klavier<br />

Berlin Classics / Edel (CD)<br />

Eine Debüt-CD, die aufhorchen lässt: Claire<br />

Huangci, Amerikanerin mit chinesischen<br />

Wurzeln, die in Hannover lebt und studiert,<br />

hat dafür „Dornröschen“ und „Romeo und<br />

Julia“ sowie den Zuckerfee-Tanz aus dem<br />

„Nussknacker“ in Mikhail Pletnevs Klavierbearbeitungen<br />

eingespielt – mit viel Verve<br />

und blitzsauberer Technik, vor allem aber mit<br />

der überragenden Fähigkeit zur Differenzierung.<br />

Indem sie den tänzerischen Grundimpuls<br />

betont und ihrem Instrument eine<br />

Vielzahl von Klangfarben entlockt, gelingt es<br />

ihr, den Kern der Orchester-Charakterstücke<br />

freizulegen. Da auch das natürliche Klangbild<br />

überzeugt, macht es immens viel Spaß, diese<br />

Ohrwürmer neu zu entdecken. Andreas Fritz<br />

Dornröschen: Pletnev (Virgin)<br />

Tschaikowsky/Schönberg <strong>So</strong>uvenir de<br />

Flor. / Ver. Nacht Emerson String Quartet; Neubauer, Carr<br />

<strong>So</strong>ny (CD)<br />

Zwei Sextette, nur neun Jahre au<strong>sein</strong>ander<br />

komponiert – und doch Welten voneinander<br />

getrennt: Tschaikowskys „<strong>So</strong>uvenir de<br />

Florence“ (1890), bewegt sich in traditioneller<br />

Romantik, Schönbergs „Verklärte Nacht“<br />

(1899), stößt bis an die Grenzen zur Atonalität<br />

vor. Das New Yorker Emerson Quartet, durch<br />

Paul Neubauer und Colin Carr zum Sextett<br />

erweitert, durchlebt beide Werke klangschön,<br />

glutvoll und mitreißend. Vor allem Schönbergs<br />

Opus erblüht zu einem großen, fein gewebten<br />

und tiefenpsychologisch aufrauschenden<br />

Klangpoem. Zu kurz allerdings kommen die<br />

Härte, die Wucht und die Schroffheit der<br />

expressionistischen Gesten und grenzgängerischen<br />

Harmonien. Otto Paul Burkhardt<br />

Schönberg: RSO Frankfurt, Inbal (Denon)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

www.audio.de 09 /2013<br />

69


Musik › KLASSIK<br />

Crossover<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Sinfonik<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Klavier<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

Bach Re-invented Div. Re-Inventions Simone<br />

Dinnerstein (Piano); Absolute Ensemble, Kristjan Järvi<br />

Dabringhaus und Grimm (SACD)<br />

Zum Beispiel Bachs allbe<strong>kann</strong>te Invention Nr.<br />

1 C-Dur: Hier passieren Wunder mit ihr. Sie<br />

gerät in Schräglage, dehnt sich ins Surreale.<br />

Rockt mit Dröhn-Gitarre, groovt und jazzt auf<br />

und davon, hebt mit Bandoneon- und Ethno-<br />

<strong>So</strong>unds vollends ab. Einmal spricht sogar<br />

Bachs Voice: Es komme nur drauf an, sächselt<br />

die mitten im Getümmel, „zum rischtigen<br />

Zeitpunkt die rischtige Dasde zu driggen“.<br />

Bach durchgedreht? Ach was: Bach neu erfunden!<br />

Ein fantastisches Werk: Järvi und <strong>sein</strong><br />

Absolute Ensemble toppen mit Reinventions<br />

von Gene Pritsker, Daniel Schnyder und Tom<br />

Trapp alles, was je über Bach so musiziert<br />

wurde. Die Freiheit (und Frechheit) der Improvisation:<br />

Hier explodiert sie. Otto Paul Burkhardt<br />

Bach, Swingle Singers (Universal)<br />

Berg/Schönberg Orchesterstücke op. 6 /<br />

Pelleas und Melissande op. 5 Dortmund Phil. Orch.<br />

MD+G (SACD)<br />

Die dunklen Schatten des Ersten Weltkriegs<br />

sind in Bergs drei Orchesterstücken von 1913<br />

unüberhörbar: In <strong>sein</strong>em ersten großformatigen<br />

Werk geht es hart und gewalttätig zu.<br />

Bei einer so komplizierten Partitur zeigt sich<br />

die Qualität des Dirigenten: Jac van Steen<br />

führt die Dortmunder Orchestergruppen<br />

souverän durch die rhythmischen Untiefen.<br />

Ebenfalls alle Ehre macht dem Traditionsorchester<br />

die Interpretation von Schönbergs<br />

„Pelléas und Mélisande“: Die Vertonung des<br />

Maeterlinck-Stoffes besticht durch Eloquenz<br />

der Phrasierung und Sinnlichkeit der Klangfarben.<br />

Lehrer Schönberg und Schüler Berg in<br />

einer reizvollen, klar und kraftvoll klingenden<br />

Gegenüberstellung. Andreas Fritz<br />

Schönberg: WDR Sinfonieorchester, Saraste (Hänssler)<br />

Liszt, Strawinsky, Tschaikowsky, Bizet<br />

Div. Klavierwerke.; François-Xavier Poizat, Klavier<br />

Ars / Note 1 (SACD)<br />

Der junge französisch-schweizerische Pianist<br />

François-Xavier Poizat (Jahrgang1989) legt<br />

auf dieser „Pianorchestra“ untertitelten<br />

SACD mit dem ersten Mephisto-Walzer einen<br />

eher verhaltenen Start hin. Mit Strawinskys<br />

„Petruschka“ zünden <strong>sein</strong>e Finger dann<br />

gewissermaßen, wobei die drei anschließenden<br />

Bearbeitungen von Tschaikowskys<br />

„Nussknacker“ und dem 3. Satz aus <strong>sein</strong>er<br />

Sinfonie „Pathétique“ wiederum eine auf Sicherheit<br />

angelegte Spielweise betonen. Die<br />

„Aragonaise“ nach Georges Bizet bildet den<br />

Schlusspunkt einer klanglich überzeugenden<br />

Aufnahme, die eine seriöse Visitenkarte ist,<br />

mehr aber auch (noch) nicht. Andreas Lucewicz<br />

Strawinski: Pollini (DG); Liszt: Hough (Virgin)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Chormusik<br />

Klavier<br />

Oper<br />

KLANG<br />

TIPP<br />

F. Mendelssohn-Bartholdy Elias Gächinger<br />

Kantorei und Bach-Collegium Stuttgart, Helmuth Rilling<br />

Hänssler Classic / Naxos (2 CDs)<br />

Die Wiederbegegnung mit Rillings „Elias”-<br />

Aufnahme von 1994 hinterlässt gemischte<br />

Gefühle: Wie fast immer herrscht bei<br />

Helmuth Rilling höchste Genauigkeit und<br />

eine ausgeprägt sachliche Stimmung vor, in<br />

der sich das Wort in aller Deutlichkeit und<br />

Prägnanz ausbreiten <strong>kann</strong>. Das ist schön<br />

und fein gemacht, doch fehlt es an jener<br />

emotionaler Dichte und Persönlichkeit, die<br />

z. B. Nikolaus Harnoncourts Aufnahmen so<br />

fesselnd machen. Aber das <strong>So</strong>listenquartett<br />

(Cornelia Kallisch, Wolfgang Schöne, Christine<br />

Schäfer und Michael Schade – letztere<br />

beide auf dem Weg zum Weltruhm), ist<br />

brillant, und die Aufnahmetechnik tadellos.<br />

Laszlo Molnar<br />

Elias: Fleming, Terfel, Orch. Of The Age Of Enlighten (Decca)<br />

Bach, Busoni, Mozart, Liszt u. a.<br />

Make Up: Klavierstücke Janka Simowitsch, Klavier<br />

Ars / Note 1 (SACD)<br />

Paraphrasen, Bearbeitungen von Franz Liszt,<br />

Ferruccio Busoni, Alfred Grünfeld, Sigismund<br />

Thalberg und Karol Tausig, schließlich im<br />

Zentrum Brahms‘ originale „Studien“ über<br />

ein Thema von Paganini, bilden das Entrée<br />

der Nachwuchspianistin Janka Simowitsch<br />

(geb.1987) auf dieser SACD. Ein vielseitiges<br />

Virtuosenprogramm, mit dem die ernsthafte<br />

und spielfreudig agierende Künstlerin dem<br />

Hörer die Ohren „füttert“. Zu dem pianistischen<br />

Können kommt noch eine exzellente<br />

Aufnahmequalität, die sowohl mehrkanalig<br />

wie auch stereophon überzeugt. Andreas<br />

Lucewicz<br />

Brahms: Leonskaja (Teldec), Biret (Naxos)<br />

W. A. Mozart Klavierkonz. KV 459, Klaviersonate<br />

KV 545 u. a. Mozarteumorch. Salzburg, Ivor Bolton<br />

<strong>So</strong>ny (CD)<br />

Xavier De Maistre hat die Harfe als <strong>So</strong>loinstrument<br />

populär gemacht. Da es kaum<br />

Repertoire für das Instrument gibt, spielt<br />

er oft Bearbeitungen von Klavierwerken, so<br />

auch auf dieser CD: Pianokonzert und -sonate<br />

entlockt er neue Brillanz und Eleganz. Auf der<br />

Strecke bleibt notgedrungen das perkussive<br />

Element des Anschlags. Beim original für<br />

Flöte und Harfe geschriebenen Konzert<br />

vermisst man hingegen nichts: De Maistres<br />

Zusammenspiel mit Magali Mosnier ist ein<br />

ebenso spannender wie sensibler Dialog, aufmerksam<br />

begleitet vom Orchester und gut<br />

balanciert aufgenommen von der Tontechnik.<br />

Schade nur, dass das Booklet keine Informationen<br />

über die Musiker bietet. Andreas Fritz<br />

Grimaud, Kammerorchester des BR (KV 459, DG)<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

Musik:<br />

Klang:<br />

70 www.audio.de ›09 /2013


Lautsprecher › SURROUND-SETS<br />

MEHR HÖREN, WENIGER STÖREN<br />

Wer Surround hören will, braucht mindestens fünf Lautsprecher. Die können im Wohnzimmer unangenehm<br />

auffallen – oder sich mit frischen Design und kompakten Maßen optimal einfügen. B&O,<br />

Jamo und KEF haben für verschiedene Geschmäcker und Budgets von 3000, 2000 und 1000 Euro da<br />

genau das Richtige.<br />

■ Text: Christine Tantschinez<br />

Bang & Olufsen Beolab 14 5.1<br />

TEST<br />

Schicke Design-Surround-Sets<br />

BANG & OLUFSEN BEOLAB 14 5.1 3300 €<br />

JAMO S35 HCS + SUB 800 1850 €<br />

KEF E 305 1000 €<br />

KEF E 305<br />

DAMIT WURDE GEHÖRT<br />

2L - THE NORDIC SOUND: Aus DXD-<br />

Mastermaterial des norwegischen Labels<br />

zusammengestellter Blu-ray-Sampler mit verschiedensten<br />

Künstlern aus dem 2L-Repertoire<br />

–immer nach der Aufnahmemethode „mitten<br />

drin, statt nur dabei“.<br />

DIE FANTASTISCHEN VIER –<br />

HEIMSPIEL: Ein Live-Zusammenschnitt des<br />

Jubiläumkonzerts der Stuttgart-Rapper mit<br />

kleinen Fehlern, aber dafür umso authentischer<br />

und sehr aussagekräftig in puncto<br />

Bass, Atmosphäre und Pegelfestigkeit.<br />

126 www.audio.de ›09 /2013


Lautsprecher › SURROUND-SETS<br />

Fotos: Archiv, MPS, photobank.ch – Shutterstock.com<br />

Mit Surround-<strong>So</strong>und verbindet<br />

so manchen Kinofreund eine<br />

regelrechte Hassliebe. Einerseits<br />

wäre es ja doch ganz schick, den<br />

dank Blu-ray Disc schöneren, schärferen<br />

und immer öfter auch dreidimensionalen<br />

Bildern den passenden Rundumklang<br />

zu spendieren. Andererseits bedeutet<br />

Mehrkanal auch mehr Aufwand<br />

– bei Aufstellung, Budgetierung und nicht<br />

zuletzt Überzeugungsarbeit mitspracheberechtigter<br />

Mitbewohner. Oft genug<br />

endet der Versuch mit einer Schar bunt<br />

zusammengewürfelter Lautsprecher –<br />

die bewährten Stereo-Stand-Boxen<br />

übernehmen die Front-Arbeit, während<br />

die betagten Kompakten aus dem Arbeitszimmer<br />

und der Flohmarkt-Fund<br />

Center- und Rear-Kanäle vertreten. Mit<br />

genauso oft eher unbefriedigenden<br />

klanglichen Ergebnis, einem Machtwort<br />

der besseren Hälfte und dem abschließenden<br />

Kauf einer praktischen <strong>So</strong>undbar.<br />

VON 5.1 BIS ZU 9.2<br />

Nun, nichts gegen <strong>So</strong>undbars, aber Surround-<strong>So</strong>und<br />

geht auch anders. Ein Set<br />

aus identischen Lautsprechern samt<br />

technisch abgestimmtem Woofer bringt<br />

weitaus mehr als die Kombination verschiedener<br />

Boxenarten und -konstruktionen.<br />

Dass solche Sets technisch anspruchsvoll,<br />

aber auch platz- und diskussionssparend<br />

klein und fein <strong>sein</strong> können,<br />

zeigen die Beispiele auf dieser Seite. Für<br />

den geschmackvollen Einsteiger könnte<br />

das 1000-Euro-Set von KEF mit den charakteristischen<br />

Koax-Eiern genau das<br />

Richtige <strong>sein</strong>. Für knapp das Doppelte<br />

an Budget würden die kugelrunden Jamo-Satelliten<br />

mit ihrem potenten Basswürfel<br />

für 360-Grad-<strong>So</strong>und sorgen. Und<br />

mit dem Beolab 14 bietet die dänische<br />

Designschmiede Bang & Olufsen geradezu<br />

ein 5.1-Schnäppchen für rund 3000<br />

Euro an – für B&O-Verhältnisse ein echter<br />

Einsteiger-Preis.<br />

Übrigens: Schicke Surround-Sets müssen<br />

nicht bei 5.1-Kanälen aufhören. Gerade<br />

geschmackvolle kleinere Satelliten<br />

lassen sich gut zu wohnraumtauglicher<br />

3D-<strong>So</strong>und-Wiedergabe einspannen. Wir<br />

haben es ausprobiert, mit nativen<br />

7.1-<strong>So</strong>undtracks bis hin zu den allerneuesten<br />

9.2-Aufbauten. Das Ergebnis lesen<br />

Sie auf Seite 134.<br />

Jamo S35 HCS + Sub 800<br />

FROM THE BASEMENT: Eigentlich eine<br />

Art Podcast-TV-Sendung, die besonders<br />

Independent-Künstler aus den USA und GB in<br />

Studioatmosphäre featured. Als DVD mit<br />

simpler, aber gut gemachter 5.1-DD-Tonspur<br />

mit viel Live-Eindruck.<br />

JAMES BOND - CASINO ROYAL: Der<br />

erste James Bond mit Daniel Craig beeindruckt<br />

nicht nur mit einer guten Story, sondern<br />

mit Mehrkanal-PCM-Ton und einer<br />

abwechlungsreichen Effektkulisse, besonders<br />

in der Szene am Miami Airport.<br />

www.audio.de ›09 /2013<br />

127


Lautsprecher › SURROUND-SETS<br />

B&O BEOLAB 14 UM 3300 EURO<br />

Kaum jemand lebt Design so konsequent<br />

wie die Dänen. Besonders<br />

bei Wohnraum und Unterhaltungselektronik<br />

setzen unsere nordischen<br />

Nachbarn gerne die Maßstäbe.<br />

Erst recht, wenn es darum geht, ersteres<br />

mit letzterem zu kombinieren. Bang<br />

& Olufsen ist das dänische Paradebeispiel<br />

für stilvolle und aufwendig verpackte<br />

Technik – inklusive entsprechendem<br />

Preisschild.<br />

Wobei man beim Beolab 14 für B&O-<br />

Verhältnisse schon fast von preiswert<br />

sprechen <strong>kann</strong>. Fünf Boxen samt Woofer<br />

für rund 3300 Euro könnte so manchen<br />

heimlichen Fan schon locken, zumal<br />

die kreisrunden, circa 16 Zentimeter<br />

im Durchmesser fassenden und gerade<br />

mal 6 Zentimeter tiefen Satelliten samt<br />

hochgewachsenen Kegel-Woofer schon<br />

rein optisch einiges hermachen. Die<br />

Herstellung der unter 170 Tonnen Druck<br />

flach gepressten Aluminiumringe <strong>kann</strong><br />

übrigens genau so wie die sechs Farbvarianten<br />

für die abnehmbare Textilbespannung<br />

auf der Herstellerwebseite<br />

begutachtet werden. Unter der Abdeckung<br />

verbirgt sich jeweils ein zierlicher<br />

Breitbänder, der ab Frequenzen oberhalb<br />

120 Hertz anspringt. Im Komplett-<br />

Set nicht enthalten sind die optionalen<br />

passenden Boden- und Tischständer,<br />

die nicht nur die Kabel im hohlen Inneren<br />

elegant verstecken, sondern die Boxen<br />

auch noch leicht für die ideale Hörposition<br />

anwinkeln. Tiefere Frequenzbereiche<br />

obliegen dem nach unten abstrahlenden<br />

20-Zentimeter-Bass im rund 50 Zentimeter<br />

hohen Klangkegel. Dort steckt<br />

aber auch die eigentliche Verstärkerarbeit:<br />

Sechs Schaltendstufen versorgen<br />

die angeschlossenen Satelliten und den<br />

eigenen Tieftöner mit der nötigen Leistung,<br />

zuvor von einem digitalen Signalprozessor<br />

entsprechend aufgeteilt und<br />

fortwährend überwacht. <strong>So</strong>llte es einem<br />

der kleinen Breitbändern zuviel werden,<br />

schreitet der DSP reglementierend ein<br />

und senkt den Pegel aller Lautsprecher<br />

entsprechend.<br />

Allerdings fehlt dem Woofer ein Digital-<br />

Dekoder – die Audioinformationen müssen<br />

ihm bereits fein säuberlich in diskreten<br />

Kanalhäppchen serviert werden.<br />

Das übernimmt im B&O-Idealfall ein<br />

hauseigener Fernseher – der dann praktischerweise<br />

auch noch gleich mit sei-<br />

MESSLABOR<br />

Die Beolab 14-Satelliten wurden in Kombinaton<br />

mit dem Woofer als aktive Boxen gemessen<br />

– mit entsprechend DSP-kontrollierten, austarierten<br />

Freqzenzgang (1). Bei der Klirramplitudenmessung<br />

(2) schaffen die Breitbänder die<br />

85dB kompressionsfrei, darüber hinaus wird es<br />

schon enger – die Maximallautstärke liegt bei<br />

93dB. Der Woofer zeigt mit 100 dB Pegel und<br />

38 Hz Tiefgang gute Werte, der Frequenzgang<br />

ist stabil, nur ab 90dB komprimiert er.<br />

Bang & Olufsen Beolab 14 Aktiv Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

80 dB 85 dB 90 dB 95 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

128<br />

www.audio.de ›09 /2013


Lautsprecher › SURROUND-SETS<br />

INNENLEBEN: Der Woofer des Beolab 14 (linkes Bild) vereint in <strong>sein</strong>er Kegelform sechs Class-D-<strong>End</strong>stufen, DSP und Acht-Zoll-Bass. In den<br />

Satelliten arbeitet ein kleiner Breitbänder, abgeschirmt von Textilbespannungen in verschiedenen Farben (Mitte). Die eleganten Ständer dazu<br />

sind optional, im Lieferumfang enthalten sind die Wandbefestigungen für die Speaker (rechts).<br />

nen Lautsprechern den Center-Kanal ersetzen<br />

<strong>kann</strong>; das passende Beolab 14<br />

Set mit vier Boxen samt Woofer kostet<br />

dann rund 3000 Euro. Wer einen Fremd-<br />

TV oder Beamer nutzen will, muss etwas<br />

umständlicher agieren. Via mitgelieferter<br />

Kabelpeitsche lässt sich ein externer<br />

AV-Receiver (im Hörraum war es der<br />

Denon AVR X 4000) an den Woofer anschließen,<br />

allerdings wird das Signal gewöhnungsbedürftig<br />

direkt an den fünf<br />

Lautsprecherklemmen samt Subwoofer-Pre-Out<br />

angezapft und über eine serielle<br />

Schnittstelle (Sub-D) an die Kontrolleinheit<br />

weitergeleitet. Alternativ (jedoch<br />

separat zu bestellen) ist eine Verbindung<br />

über mehrere Cinch-auf-RJ45-<br />

Adapter möglich, die jeweils zwei Pre-<br />

Out-Kanäle auf die B&O-eigene Powerlink-Schnittstelle<br />

bündeln. Die empfohlene<br />

Bassmanagement-Einstellung für<br />

beide Anschlussarten ist übrigens identisch:<br />

Alle Lautsprecher auf „large“ gestellt,<br />

denn die Frequenzaufteilung soll<br />

ja erst im aktiven Woofer erfolgen.<br />

FEINE DÄNISCHE ART<br />

Dieser ist auch das Glanzstück im Set.<br />

Abgesehen von <strong>sein</strong>er Rolle als <strong>End</strong>stufe<br />

samt Frequenzmanager und der außergewöhnlichen<br />

Optik bietet er auch alle<br />

obligatorischen Woofer-Einstellungen:<br />

LFE-Gain um 10dB falls nötig, Phasenkorrektur<br />

und eine dreistufige Anpassung<br />

an den Standort – wandnah, in der<br />

Ecke oder freistehend. Im Hörtest bevorzugten<br />

die Tester die freistehende Variante,<br />

innerhalb der Links-Rechts-Bühne<br />

der Front-Satelliten, für eine möglichst<br />

homogene Abbildung. Tatsächlich gefiel<br />

der Woofer nicht nur mit einem sauberen<br />

und trockenen Bass, der sich selbst<br />

vom Getümmel eines Hip-Hop-Live-<br />

Konzerts der Fantastischen Vier (Blu-ray<br />

„Heimspiel“, <strong>So</strong>ny) nicht aus dem Konzept<br />

bringen ließ, sondern unterstützte<br />

auch auffallend unauffällig die Satelliten<br />

in ihrer Grund- und Mitteltonarbeit.<br />

Die zierlichen Scheibenboxen zeigten im<br />

ersten Hördurchgang eine eher feine, detailreiche<br />

Abstimmung. Die Musik-DVD<br />

„From the Basement“, ein Stelldichein<br />

begnadeter Independent-Künstler in heimeliger<br />

Studio-Atmosphäre, geriet insbesondere<br />

mit zarten Folk-Tönen und<br />

akustischen Gittarenspiel à la Laura Marling<br />

(„Your Only Doll“) unaufgeregt intim,<br />

dennoch lebendig. Erst wenn man den<br />

Volumeregler zu beherzt nach rechts<br />

drehte, die gehobene Zimmerlautstärke<br />

weit hinter sich ließ, brachen Klangbild<br />

und Dynamik ein: Höhen wurden merklich<br />

spitzer, Mitten dünner und die Abbildung<br />

gepresster, Stimmen und elektrische<br />

Gitarren aufdringlicher und ungenauer.<br />

Wer nachbarschaftsgefährdende<br />

Kinosessions bevorzugt, sollte sich nach<br />

einem anderen Spielpartner umsehen;<br />

die feineren Töne jedoch <strong>kann</strong> man mit<br />

diesem Set entspannt geniessen.<br />

STECKBRIEF<br />

B&O<br />

BEOLAB 14 5.1-SET<br />

Vertrieb<br />

Bang & Olufsen<br />

xxxxxxxxxxx<br />

www.<br />

bang-olufsen.com/de<br />

Listenpreis<br />

3300 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Front ø x T / Gewicht 15,8 x 6 / kg<br />

Sub ø x H / Gewicht 29,3 x 51 cm / 11,5 kg<br />

Furnier/Folie/Lack – / – / •<br />

Farben<br />

weiß, Textilabdeckung<br />

variabel<br />

Typ<br />

5.1 Sub/Sat-Set<br />

Empfohlene Trennfrequenz automatisch<br />

Raumanpassung wandnah, frei, Ecke<br />

Besonderheiten<br />

kein extra Center, Aluminiumring,<br />

aktiver Woofer mit DSP,<br />

Ständer gegen Aufpreis<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Åguter Bass, exklusive<br />

Optik, gute Auflösung<br />

Í Pegelgrenzen der Sats,<br />

aktiver Woofer ohne Digitaleingänge-<br />

und Dekoder<br />

Klang Musik 67<br />

Klang Film 69<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

68 PUNKTE<br />

GUT<br />

www.audio.de ›09 /2013 129


Lautsprecher › SURROUND-SETS<br />

JAMO S35 HCS + SUB 800 UM 1850 EURO<br />

Dänisches Design, zum Zweiten:<br />

Jamo gehört zwar mittlerweile<br />

zur Klipsch Gruppe, stammt<br />

aber natürlich aus Dänemark und ist<br />

schöner Formsprache gegenüber nicht<br />

ganz abgeneigt. Die Kugelform der S35-<br />

Satelliten im Pac-Man-Stil ist aber nicht<br />

allein optischen, vielmehr klanglichen<br />

Gründen geschuldet. Eine 25-Millimeter-Hochtonkalotte<br />

aus Aluminium im<br />

oberen Kugeldeckel schallt schräg auf<br />

die darunter liegende Membran des Mitteltöners.<br />

Im Zusammenspiel soll dies<br />

eine großflächige Schallverteilung ergeben,<br />

eine Art 360-Grad-Klang – und erklärt<br />

damit den übergreifenden Namen<br />

der Produktreihe: 360 Series. Neben der<br />

hier im Test verwendeten S35 gibt es<br />

nämlich noch eine kleinere Version namens<br />

S25. Beide Modelle im wahlweise<br />

schwarzen oder weißen Kunststoffgehäuse<br />

sitzen auf erstaunlich schweren<br />

und soliden Alu-Standfüßen, die bei Bedarf<br />

auch als Wandhalterung dienen<br />

können. Das gilt auch für den Center, der<br />

allerdings <strong>sein</strong>e zwei Wege ganz konventionell<br />

nach vorne abstrahlt.<br />

Das Set aus Satelliten und Center würde<br />

eigentlich 1200 Euro kosten. Allerdings<br />

benötigen die kugelrunden Gesellen<br />

dringend Unterstützung in den tiefen<br />

Frequenzen. Optisch und akustisch dafür<br />

optimal geeignet ist der Jamo Sub<br />

800 für rund 650 Euro. Der ebenfalls entweder<br />

weiß- oder schwarzglänzende<br />

Kubus (20 x 20 x 20 Zentimeter) strahlt<br />

aktiv mit einem 16-Zentimeter-Tieftöner<br />

nach vorne ab, angetrieben von einer<br />

platz- und wärmeunkritischen Schaltendstufe,<br />

zusätzlich mit zwei hilfreich<br />

unterstützenden Passiv-Membranen an<br />

den Seiten. Die Rückseite des Woofers<br />

glänzt zudem mit allen Optionen, die der<br />

Bassfetischist benötigt: Pegel, Phase (in<br />

mehreren Stufen) und Tiefpassfrequenz<br />

lassen sich per Drehregler einstellen<br />

oder, im letzteren Fall, auch für das Bassmanagement<br />

durch einen AV-Receiver<br />

ganz abschalten. Auch der Power Modus<br />

lässt sich variabel handhaben – im<br />

Automatik-Betrieb wird der Subwoofer<br />

von ankommenden Tonsignalen aus<br />

dem Schlaf aufgeweckt, solange sie laut<br />

genug sind. Wer auch bei sehr leisen Pegel<br />

auf Nummer sicher gehen will, lässt<br />

den Woofer ansonsten einfach immer<br />

an.<br />

MESSLABOR<br />

Die Jamo-Kugeln (Nennimpedanz 4 Ohm) gehen<br />

bis zu einer Maximallautstärke von 91,5<br />

dB, benötigen dazu aber eine gewisse Power<br />

des Verstärkers (AK 85). In der Klirramplitudenmessung<br />

(2) zeigen sie bis 95dB sehr gute Pegelstabilität.<br />

Die ungewöhnliche Ausrichtung<br />

des Hoch- und Mitteltöners manifestieren sich<br />

in den Schwankungen der Frequenzgangmessung<br />

(1) – die sich aber mit wachsenden Hörabstand<br />

bis zum Ohr relativen dürften.<br />

Jamo 360 S 35<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

130<br />

www.audio.de ›09 /2013


Lautsprecher › SURROUND-SETS<br />

BIPOLAR: Bei den S35-Satelliten strahlt der Hochtöner nach unten<br />

ab, der Mitteltöner dagegen seitlich nach oben. Zusammen schaffen<br />

beide eine räumliche Klangverteilung.<br />

UNIVERSAL: Der Sub 800 lockt auf <strong>sein</strong>er Rückseite mit allen möglichen<br />

Einstellungen. Wichtig beim Betrieb mit AV-Receivern: die<br />

Trennfrequenz-Einstellung lässt sich komplett abstellen.<br />

DAS RUNDE UND DAS ECKIGE<br />

Die empfohlene Übergangsfrequenz für<br />

die Satelliten liegt bei 120 Hz bis 150 Hz<br />

– im <strong>AUDIO</strong>-Surround-Raum klang es<br />

deutlich besser, je früher der Woofer in<br />

das Geschehen eingreifen durfte. Zum<br />

einen spielten die Kugel-Boxen dann befreiter<br />

auf, zum anderen machte der Subwoofer<br />

einen so guten Job, dass man<br />

<strong>sein</strong>e Anwesenheit gar nicht mehr bemerkte.<br />

Er ging einiges tiefer als der<br />

Woofer aus dem B&O-Set, rumpelte niemals<br />

einfach schwammig daher, sondern<br />

verhalf den S35 zu einer präzisen,<br />

körperhaften, soliden Substanz. Über<br />

das Bassmanagement des Denon AVR X<br />

4000 spendierten die Tester dem Woofer<br />

dann zusätzlich noch ein paar Extra<br />

Dezibel Pegel und siehe da, es wurde sogar<br />

noch gehaltvoller, ohne irgendwo ein<br />

Loch in die homogene Abbildung zu reißen.<br />

Explosionen, ob im Weltall (Star<br />

Trek) oder auf dem Flughafen (James<br />

Bond, Casino Royal) donnerte der Sub<br />

800 ebenso unerschütterlich hervor wie<br />

die Bassrhythmen der Fantastischen<br />

Vier oder die beeindruckende Drum-<br />

Beats der White Stripes (From the Basement<br />

- „Red Rain“).<br />

Besonders imposant war diese Leistung<br />

im Zusammenspiel mit den Satelliten.<br />

Die angepeilte 360-Grad-Klangverteilung<br />

füllte tatsächlich deutlich hörbar<br />

den Raum und erschuf eine weitaus größere<br />

Abbildung, als man es den kleinen<br />

Lautsprechern jemals zugetraut hätte.<br />

Die Bühne wuchs einfach rechts und<br />

links um die Front-Kanäle noch um ein<br />

paar zusätzliche Meter hinaus, gewann<br />

an Luftigkeit und erstaunlicherweise<br />

auch Natürlichkeit. Spezialeffekte in Kinofilmen<br />

wirkten sofort um einiges größer<br />

und energiereicher, aber auch Musik<br />

profitierte von der raumfüllenden Kraft:<br />

Die Live-Atmosphäre im Open-Air der<br />

Fantastischen Vier war selten so gut<br />

spürbar, die aufwendigen Mehrkanal-<br />

Aufnahmen von Morten Lindberg und<br />

<strong>sein</strong>em 2L-Label – das Mikrofon immer<br />

mitten im Streichorchester platziert –<br />

verursachten fast wohlige Gänsehaut,<br />

so intensiv füllten auch die Surround-Kanäle<br />

den Testraum aus.<br />

Zwar benötigen die Satelliten sowohl<br />

messtechnisch als auch praktisch deutlich<br />

mehr Leistung als vergleichsweise<br />

die KEF-Boxen des E305-Sets, aber jeder<br />

AV-Receiver ab 500 Euro sollte dazu<br />

ohne Probleme in der Lage <strong>sein</strong>. Bis zu<br />

95 dB spielten die Satelliten mühelos mit,<br />

erst bei nachweislich gehörschädlichen<br />

Pegeln ging den Zwei-Wege-Boxen allmählich<br />

die Kraft und Stabilität aus.<br />

Mögen andere, größere Sat-Systeme<br />

vielleicht auch etwas mehr Fein- und<br />

Grobdynamik zeigen als die Jamo-Kugeln,<br />

keines wird bei kompakter Bauweise<br />

eine solche gewaltige und gleichzeitig<br />

natürlich-harmonische Klangbühne erschaffen<br />

können – erst recht, wenn der<br />

Sub 800 für den richtigen Schub sorgt.<br />

Im wahrsten Sinne: Großes Kino!<br />

STECKBRIEF<br />

JAMO<br />

S35 HCS + SUB 800<br />

Vertrieb<br />

Osiris Audio AG<br />

06122 727 60-0<br />

www.<br />

www.osirisaudio.de<br />

Listenpreis<br />

1200 + 650 Euro<br />

Garantiezeit Passiv/Sub 2 Jahre<br />

Front B x H x T<br />

17 x 12 x 12 cm<br />

Center B x H x T<br />

31 x 15 x 17cm<br />

Sub B x H x T / Gewicht 20 x 20 x 20 cm / 4,6kg<br />

Furnier/Folie/Lack – / – / •<br />

Farben<br />

schwarz/weiß<br />

Typ<br />

5.1 Sub/Sat-Set<br />

Empfohlene Trennfrequenz 150 Hz<br />

Raumanpassung –<br />

Besonderheiten<br />

Kugellautsprecher<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

Å Räumlicher als so manch<br />

„große" Sat-Box, sehr guter<br />

Woofer<br />

Í fummelige Anschlussterminals<br />

Klang Musik 71<br />

Klang Film 74<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

73 PUNKTE<br />

SEHR GUT<br />

09/13<br />

EMPFEHLUNG<br />

KLEINE BOX, GROSSE BÜHNE<br />

www.audio.de ›09 /2013 131


Lautsprecher › SURROUND-SETS<br />

KEF E 305 UM 1000 EURO<br />

Als KEF auf der diesjährigen <strong>High</strong><br />

<strong>End</strong> das E 305-Set vorstellte,<br />

ging ein Raunen durch die anwesende<br />

Journalistenmenge. Beim Preis<br />

für die fünf Koax-Boxen inklusive dem<br />

als Dinosaurier-Ei getarnten Woofer<br />

fragten einige dann doch etwas verdutzt<br />

nach: nur 1000 Euro für das komplette<br />

Set? Trotz echtem UniQ-Koax-Chassis<br />

samt Waveguide-Technologie? Trotz<br />

Look-and-Feel der legendären KHT-Serie,<br />

die mit Sets wie dem 3005SE weltweit<br />

Erfolge feiern konnte?<br />

Tatsächlich ist die E-Serie eine in Details<br />

abgespeckte Variante der KHT-Reihe:<br />

Das Gehäuse der „Eier“ ist aus mattschwarzem<br />

oder -weißem Kunststoff<br />

statt aus Aluminiumdruckguss, ein ziemlich<br />

hartnäckig verankertes Metallgitter<br />

ziert die Blende, kein abnehmbares Textilgewebe,<br />

und die Lautsprecheranschlüsse<br />

sind nicht ganz so edel gestaltet.<br />

Im Center stecken zudem keine zusätzlich<br />

flankierenden Tieftöner mehr, er<br />

zeigt die selbe Bestückung wie die Satelliten.<br />

Und der Woofer hat den seitlichen<br />

25-Zentimeter-Treiber samt passiver<br />

Begleitung, die noch im KHT-Begleitbassisten<br />

HTB-SE2 steckten, gegen<br />

einen nach unten feuernden, etwas<br />

kleineren Tieftöner eingetauscht.<br />

Mit dem 115mm-UniQ-Chassis findet<br />

man aber in den Satelliten die Gene<br />

hochgepriesener Kompaktboxen wie<br />

die Q300 (Test in der <strong>AUDIO</strong> 5/2011).<br />

Äußerlich haben die KEF-Eier sowieso<br />

nichts an Attraktivität verloren – die so<br />

individuellen wie hübschen Boxen machen<br />

sich sowohl an der Wand montiert<br />

als auch auf Sideboard oder Regal stehend<br />

einfach hervorragend.<br />

DYNAMISCH UND DIREKT<br />

Als Übergabefrequenz von Satelliten an<br />

Woofer gibt KEF erstaunlich tiefe 90 Hz<br />

an – und in der Tat stiegen die Eier mühelos<br />

weit genug in den Frequenzkeller<br />

hinab, ohne müde oder angestrengt zu<br />

wirken. Die Koax-Konstruktion scheffelte<br />

genügend Raum und Fülle in die Darbietung<br />

und blieb dennoch absolut pegelfest<br />

und ungemein dynamisch. Besonders<br />

die quicklebendige, sehr direkte<br />

und detailreiche Ansprache der KEF-<br />

Böxchen faszinierte die Tester nachhaltig:<br />

Ob nun ein Streicherbogen die Saiten<br />

zittern ließ oder das Flugzeug haar-<br />

MESSLABOR<br />

Ausgewogener geht es in dieser Preisklasse<br />

kaum: die Satelliten-Eier (und auch der baugleiche,<br />

nur waagrecht liegende Center) zeigen<br />

einen sehr eindrucksvollen Frequenzgang<br />

(1). Mit einem Maximalschalldruck von 100 dB<br />

sind die Boxen auch in der Klirramplitudenmessung<br />

sehr pegelfest (2). Der Subwoofer schafft<br />

ebenfalls 99dB, unter 80Hz sogar 103dB und<br />

eine für die Größe sehr beeindruckende Pegelstabilität.<br />

Kef E301<br />

Pegel- & Klirrverlauf<br />

110 dB<br />

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />

100 dB<br />

90 dB<br />

80 dB<br />

70 dB<br />

60 dB<br />

50 dB<br />

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />

132<br />

www.audio.de ›09 /2013


Lautsprecher › SURROUND-SETS<br />

AUFGESETZT: Das System gibt es in Schwarz oder Weiß, jeweils<br />

aber immer mit sehr schwer und kaum zerstöungsfrei abnehmbaren<br />

Metallgitter vor dem eigentlich sehr hübschen Koax-Chassis.<br />

DRUNTER GESCHAUT: Der 20-Zentimeter-Bass im geschlossenen<br />

Gehäuse feuert nach unten ab. Dort sitzen auch die<br />

Einstelloptionen für Aufstellung (flat, cut oder boost) und Phase.<br />

scharf noch den Durchstart am Ohr des<br />

Zuschauers vorbei schaffte, die jeweiligen<br />

Klangeckdaten waren stets scharf<br />

gezeichnet. Temporeiche Action und<br />

präzises Timing waren für die KEF-Satelliten<br />

die Paradedisziplin bis in erstaunlich<br />

hohe Pegel hinein. Eventuell könnte<br />

bei höheren Lautstärken die Direktheit<br />

auch stellenweise auf Kosten der Natürlichkeit<br />

überhand nehmen – im Hördurchgang<br />

war dies aber nur sehr dezent<br />

bei Frauenstimmen oder sehr präsenten<br />

Streicherelementen erahnbar. Die Abbildung<br />

der Bühne war nicht so überragend<br />

weit gefächert und breit wie bei<br />

den omnipolar arbeitenden Jamo-Kugeln,<br />

aber noch ausgewogen stabil und<br />

sehr gut von den Boxen losgelöst. Auch<br />

die Sprachverständlichkeit der Dialoge,<br />

eine der wichtigsten Aufgaben des Center-Speakers,<br />

war durchweg hervorragend.<br />

Beeindruckend souverän zeigte sich<br />

auch der Woofer, wenngleich er nicht<br />

ganz die tiefgehende Präzision des Jamo-Subs<br />

erreichte. Etwas kraftloser<br />

und stellenweise diffuser, aber mit erstaunlicher<br />

Lässig- und Natürlichkeit<br />

spielte der KEF-Bassist im Klanggefüge<br />

eine erfreulich unauffällige Rolle –<br />

er reihte sich ganz harmonisch in das<br />

Geschehen ein, sorgte zur richtigen<br />

FAZIT<br />

Christine Tantschinez<br />

Stv. Chefredakteurin <strong>AUDIO</strong><br />

Bang & Olufsen bietet mit dem Beolab<br />

14 vor allem den eigenen TV-<br />

Käufern eine attraktive Surround-<br />

Lösung an. Universeller sind da die<br />

beiden Sets von KEF und Jamo.<br />

Die KEF-„Eier“ sind ein wahres<br />

Mehrkanal-Schnäppchen – mehr<br />

Klang in so einer schicken Schale<br />

bekommt man für 1000 Euro wohl<br />

nirgends. Bei Jamo erstaunt die<br />

Natürlichkeit und die riesige Bühne,<br />

die mit den kleinen Kugeln<br />

samt potentem Woofer entsteht.<br />

Feine, anpassungsfähige Böxchen,<br />

und ganz großes Kino.<br />

Zeit für die nötigen Vibrationen in der<br />

Magengegend und setzte auch rhytmisch<br />

knochentrocken die Akzente.<br />

Das KEF-Gespann machte übrigens<br />

auch mit ganz normalen Musik-CDs<br />

im 2.1-Modus durch <strong>sein</strong>e agile und<br />

dynamische Gangart viel Freude.<br />

Der ambitionierte Surround-Einsteiger<br />

findet im KEF E 305-Set somit<br />

wirklich alles, was er für zwei oder<br />

mehr Kanäle braucht. Wer das große<br />

Gedeck mit 7.1 oder gar 9.2 aufbauen<br />

will, könnte hier zugreifen und ein<br />

zweites Set bestellen – wie der Praxis-Versuch<br />

auf der nächsten Seite<br />

zeigt.<br />

STECKBRIEF<br />

KEF<br />

E 305<br />

Vertrieb<br />

GP Acoustics GmbH<br />

0231/9860 320<br />

www.<br />

kef.com/de<br />

Listenpreis<br />

1000 Euro<br />

Garantiezeit<br />

2 Jahre<br />

Front B x H x T / Gewicht 13 x 26 x 16 cm / 2,4 kg<br />

Center B x H x T / Gewicht 22 x 16 x 16 cm / 2,4 kg<br />

Sub B x H x T / Gewicht 43 x 32 x 27 cm / 7,25 kg<br />

Furnier/Folie/Lack – / – / • (matt)<br />

Farben<br />

schwarz, weiß<br />

Typ<br />

5.1 Sub/Sat-Set<br />

Empfohlene Trennfrequenz 90 Hz<br />

Raumanpassung flat, cut, boost<br />

Besonderheiten<br />

Koax-Chassis mit Bassreflex<br />

<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />

ÅDynamisch, agil, ansprechend,<br />

sehr high fidel.<br />

Í Könnte bei hohen Pegeln<br />

sehr direkt wirken<br />

Klang Musik 69<br />

Klang Film 71<br />

Verarbeitung<br />

sehr gut<br />

KLANGURTEIL<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

70 PUNKTE<br />

ÜBERRAGEND<br />

EMPFEHLUNG<br />

PREIS/LEISTUNG<br />

www.audio.de ›09 /2013 133<br />

09/13


Lautsprecher › PRAXIS-TEST<br />

PRAXIS-CHECK: AUS 5.1 MACH 9.2 - MIT ZWEI<br />

SUB/SAT-SETS UND 3D-RAUMKLANG-VERFAHREN<br />

Würden sich die kleinen, aber hochwertigen<br />

Sets aus dem Testfeld nicht auch für eine<br />

wohnzimmerfreundliche Raumklang-<br />

Installation anbieten? Und - was bringt das<br />

wirklich? Da es momentan nur zwei explizit<br />

auf DTS Neo X gemasterte <strong>So</strong>undtracks gibt<br />

– zwei Actionkracher in der jeweiligen<br />

US-Version – prüfte <strong>AUDIO</strong> mit gewöhnlichen<br />

5.1 und 7.1-Spuren die drei Verfahren<br />

von Dolby, Audyssey und DTS allgemein auf<br />

Praxistauglichkeit. Fazit: Wer vorwiegend<br />

mit einem Flach-TV Konzert- und<br />

Kinoabende geniesst, wird die Höheninformationen<br />

kaum vermissen. Anders aber<br />

Cineasten mit großer Leinwand und Beamer<br />

wie im <strong>AUDIO</strong>-Hörraum: Egal, ob bei einem<br />

5.1-<strong>So</strong>undtrack oder einer echten 7.1-DTS-<br />

Abmischung, die Klangbühne wurde durch<br />

die mitspielenden Height-Boxen angehoben<br />

und passte akustisch besser zum Bild. Auch<br />

Filmsound tracks profitierten von der nun<br />

besser platzierten <strong>So</strong>undebene – von der<br />

effektvolleren Surround-Kulisse durch die<br />

verdoppelten Rear-Speaker RATGEBER ganz zu schweigen.<br />

Der zweite Woofer brachte im akustisch<br />

optimierten <strong>AUDIO</strong>-Hörraum weniger<br />

Gewinn als erwartet. Klanglich vermeinten<br />

die Tester einen leichten Vorteil beim DTS-<br />

Verfahren auszumachen: Stimmen wirkten<br />

eine Spur fokussierter, weniger diffus als mit<br />

DSX oder PL IIz.<br />

1 1<br />

2<br />

3<br />

2<br />

VERSUCHS-AUFBAU: Der siebenkanalige Denon AVR X 4000 (1400 Euro, Test<br />

<strong>AUDIO</strong> 7/13) <strong>kann</strong> neben Dolby PL IIz und Audyssey DSX auch DTS Neo<br />

X-Algorithmen. Zwei Sets des KEF E 305 wurden zum 9.2-Aufbau benutzt: Neben<br />

den be<strong>kann</strong>ten Surround-Level (2) mit Front, Center, Surround und Surround-<br />

Backs kommen nun noch zwei Front-Height-Boxen (1), angetrieben von einer<br />

Rotel-<strong>End</strong>stufe, sowie ein zweiter Woofer (3) ins Spiel.<br />

2<br />

KINO: Auch eine<br />

5.1-DD-Tonspur weckte durch<br />

virtuelle Höheninformationen<br />

viel Aha-Erlebnisse– die vier<br />

Rear-Kanäle konnten hier (Star<br />

Trek X, Nemesis) durchaus<br />

beeindrucken.<br />

MUSIK: Eine 5.1-DTS-HD und<br />

eine 7.1 DTS-HD-Aufnahme<br />

jeweils mit Neo X, DSX-Height<br />

und PL IIz gehört, hob die<br />

Klangbühne jeweils passend<br />

zum Bild an. DSX wirkte dabei<br />

etwas diffuser, Neo X konturierter.<br />

134 www.audio.de ›09 /2013


Wie damals ...<br />

Wir hatten uns ein bißchen aus den Augen verloren,<br />

aber wir haben nie aufgehört zu existieren!<br />

CS 455-1<br />

Voll-Automatik Plattenspieler<br />

„Sieht gut aus, funktioniert gut,<br />

klingt gut –was will man mehr?“*<br />

CS 460-4<br />

Voll-Automatik Plattenspieler<br />

„Ausgestattet mit drei Geschwindigkeiten und einem<br />

hochwertigen Präzisionstonarm –und los gehts!“<br />

CS 505-4<br />

Semi-Automatik Plattenspieler<br />

„auspacken, anschließen Platte drauf –fertig!<br />

* Zitat LP 5/2013<br />

Sintron Vertriebs GmbH · Südring 14 · 76473 Iffezheim · info@sintron.de<br />

made in Germany<br />

www.sintron-audio.de


HiFi-Service › RAUMAKUSTIK<br />

AKUSTIK ASSISTENT<br />

Nicht jede Box klingt in jedem Raum<br />

gleich gut. Um Sie vor Fehlkäufen zu bewahren,<br />

gibt <strong>AUDIO</strong> bei jedem getesteten<br />

Lautsprecher an, für welche Umgebung<br />

er sich voraussichtlich gut eignet.<br />

Sie müssen dafür Ihren Raum und Ihre<br />

Hörsituation nach drei Kriterien beurteilen:<br />

Raum größe, Raumakustik und<br />

Boxenauf stellung bzw. Wandabstand. Anschließend<br />

suchen Sie in der Bestenliste<br />

nach Boxen, bei denen alle drei Merkmale<br />

Ihrer Hörsituation – z.B. Klein, Hallig,<br />

Wandnah – mit einer grünen Empfehlung<br />

markiert sind. Voila, der Lautsprecher<br />

wird aller Voraussicht nach passen! Die<br />

<strong>AUDIO</strong>-Empfehlungen sind allerdings nur<br />

als grobe Hinweise zu sehen, in Einzelfällen<br />

<strong>kann</strong> es trotzdem nicht funktionieren.<br />

Deshalb: Probe- und Vergleichshören ist<br />

in jedem Fall ein guter Rat!<br />

K<br />

T<br />

D<br />

M<br />

A<br />

W<br />

G<br />

H<br />

F<br />

RAUMGRÖSSE<br />

K<br />

KLEINER RAUM<br />

(UM 15 m 2 )<br />

Der Hörabstand liegt um oder unter<br />

zwei Meter – die Box muss auch im<br />

Nahfeld homogen spielen und darf<br />

nicht dröhnen. Die Anforderungen an<br />

Pegel und Bündelung sind geringer.<br />

M<br />

MITTELGROSSER RAUM<br />

(UM 24 m 2 )<br />

Abstände von zwei und drei Metern<br />

zwischen Box und Hörer sind typisch,<br />

ansonsten ist diese Raumgröße ideal<br />

– sofern der Lautsprecher etwas<br />

Pegel und Bassdruck produziert.<br />

G<br />

GROSSER RAUM<br />

(UM 45 m 2 )<br />

Bei Hörabständen von vier Metern<br />

oder mehr sind nicht nur die Anforderungen<br />

an Schalldruck und Bass deutlich<br />

höher, auch muss der Lautsprecher<br />

noch fokussieren können.<br />

RAUMAKUSTIK<br />

T<br />

TROCKENER RAUM<br />

Polster, Teppiche und Vorhänge<br />

dämpfen und drücken die Nachhallzeit<br />

im Mittelton unter 0,4 Sekunden,<br />

oft sind die Höhen stärker bedämpft.<br />

Der Lautsprecher darf weder dunkeldumpf<br />

noch zu direkt klingen.<br />

A<br />

AUSGEWOGENER RAUM<br />

Absorbierende Flächen wie Teppich,<br />

Polster etc. und reflektierende Wände<br />

halten einander die Waage.Die<br />

Nachhallzeit beträgt 0,4-0,6 Sekunden,<br />

der Raumhall ist zudem über die<br />

Frequenzen ähnlich verteilt.<br />

H<br />

HALLIGER RAUM<br />

Parkett, Glas, Beton und hartes Holz<br />

überwiegen – die Akustik wird als<br />

hallig empfunden, die Nachhallzeit<br />

übersteigt 0,6 Sekunden. Die Box<br />

muss den Schall bündeln, um nicht<br />

diffus oder scheppernd zu klingen.<br />

AUFSTELLUNG<br />

D<br />

DIREKT AN DER WAND<br />

Zwischen dem Lautsprecher und der<br />

Wand dahinter liegen weniger als 30<br />

Zentimeter. Dies verstärkt den Bass<br />

und macht den Grundton träge – eine<br />

sehr schlanke Abstimmung oder eine<br />

Ortsentzerrung sind notwendig.<br />

W<br />

WANDNAH<br />

Der Wandabstand beträgt zwischen<br />

30 und 90 Zentimeter. Der Bass wird<br />

hörbar fetter und neigt je nach Raumgröße<br />

zum Dröhnen. Boxen mit<br />

schlank abgestimmtem oder sehr trockenem<br />

Bass harmonieren hiermit.<br />

F<br />

FREISTEHEND<br />

Lautsprecher und hintere Wand sind<br />

mehr als einen Meter voneinander<br />

entfernt. Die Box muss auf Bassverstärkung<br />

verzichten, ein satter,<br />

druckvoller oder sogar etwas fetterer<br />

Bass sind von Vorteil.<br />

136 www.audio.de ›09 /2013


Service › BESTENLISTE<br />

DIE BESTENLISTE<br />

Die <strong>AUDIO</strong>-Bestenliste ist eine zuverlässige<br />

Orientierungshilfe für Ihren Kauf. Sie basiert<br />

auf gründlichen Hörvergleichen der Kandidaten<br />

mit konkurrierenden Produkten.<br />

• Arbeitsreferenzen sind fett gedruckt<br />

• neu getestete Geräte orange<br />

Trotzdem empfiehlt die Redaktion, Hifi-Ketten<br />

nicht wahllos „nach Punkten“ zusammenzustellen.<br />

Verstärker müssen etwa mit dem<br />

Lautsprecher harmonieren und Boxen wiederum<br />

mit dem Hörraum und der Aufstellung.<br />

<strong>AUDIO</strong> bietet deshalb den einmaligen<br />

Service der <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK) und des<br />

<strong>AUDIO</strong>-Akustik-Assistenten.<br />

INHALT<br />

LAUTSPRECHER<br />

1. Standboxen Heft 8/13<br />

2. Kompaktboxen Seite 137<br />

3. Sub-/Sat-Boxensets Seite 138<br />

4. Surround-Sets+Stereo-Frontboxen Seite 138<br />

5. Subwoofer Aktiv Seite 138<br />

6. PC-Boxen / Nahfeldmonitore Heft 7/13<br />

7. Wireless-Boxen Heft 6/13<br />

VERSTÄRKER<br />

1. Transistor-Vollverstärker Seite 138<br />

2. Röhren-Vollverstärker Seite 139<br />

3. Vorverstärker Seite 139<br />

4. <strong>End</strong>stufen Seite 139<br />

5. Phono-Vorverstärker Seite 142<br />

6. Kopfhörer-Verstärker Heft 8/13<br />

7. AV-Receiver Seite 142<br />

8. AV-Vorstufen Heft 7/13<br />

9. Mehrkanal-<strong>End</strong>stufen Heft 7/13<br />

10. Passiv-Vorstufen Heft 7/13<br />

ANALOG-PLAYER<br />

1. Plattenspieler ohne System Seite 142<br />

2. Plattenspieler mit System Heft 8/13<br />

3. Tonabnehmer Seite 142<br />

DIGITAL-PLAYER<br />

1. CD-/SACD-Player Seite 143<br />

2. Musik-Server Heft 8/13<br />

3. Netzwerk-Player Heft 8/13<br />

4. D/A Wandler Seite 143<br />

5. NAS-Systeme Seite 143<br />

6. Mobil-Player Heft 8/13<br />

KOPFHÖRER<br />

1. HiFi-Kopfhörer Heft 8/13<br />

2. Mobile Kopfhörer (On-Ears) Heft 8/13<br />

3. Mobile Kopfhörer (In-Ears) Heft 8/13<br />

4. Noise-Cancelling-Kopfhörer Heft 8/13<br />

KOMPLETT-ANLAGEN<br />

1. Stereo-Komplettsysteme Heft 8/13<br />

2. Heimkino-Komplettsysteme Heft 8/13<br />

3. Komplettsysteme ohne Boxen Heft 8/13<br />

4. One-Box-Systeme (Stereo) Heft 5/13<br />

5. One-Box-Systeme (Surround) Heft 5/13<br />

LAUTSPRECHER<br />

2. KOMPAKTBOXEN<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell Akustik-Assistent Test Preis Punkte<br />

ME Geithain RL 922 M G T A D W F a 3/09 10500 100<br />

ME Geithain RL 930 G T A D W F a 3/11 7380 97<br />

ME Geithain ME 806 K M T A H W F a 5/13 7720 97<br />

Adam Tensor Delta TA M G T A W F 56 6/09 7600 95<br />

Adam Tensor Delta A M G T A W F a 6/09 8400 95<br />

JBL Array 800 M G T A H F 60 2/09 4800 92<br />

Klipsch Palladium P17B M T A H W F 59 2/09 4000 91<br />

B&W 805 Diamond K M T A F 60 4/10 4500 91<br />

Dali Epicon 2 K M T A F 66 7/13 4500 91<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Cabasse Bora M G T A H D W F 51 12/10 2500 90<br />

Genelec 8240 APM K M T A H D W F a 5/13 2800 90<br />

Tannoy Definition DC8 M G H A W F 56 2/09 3000 90<br />

Pioneer/TAD S-4EX K M T A H F 70 12/10 4000 90<br />

Quadral Aurum Altan Aktiv VIII K M T A H D W F a 9/13 2800 89<br />

Focal Electra 1008 BE K M A W F 62 2/10 3500 89<br />

My Audio Design My Clapton M G T A W 54 2/12 4400 89<br />

Elac 330 CE M G T A D W 60 2/10 3300 88<br />

Adam Compact MK3 Active K M T A D W F a 2/10 2800 87<br />

Canton Reference 9.2 DC K M T A W F 63 12/09 2400 86<br />

Harbeth Compact 7/ES3 M G T A F 62 8/11 2550 86<br />

KEF R300 K M A H W F 63 3/12 1200 85<br />

Kef XQ 20 M G T A H F 60 7/10 1800 85<br />

ProAcTablette Anniversary K M T A W F 76 10/11 1950 85<br />

<strong>So</strong>nus Faber Liuto Monitor K M T A W 69 12/09 2100 85<br />

Thiel SCS 4 K M G A H D W F 62 12/09 2200 85<br />

AVM Audition S3 K M T A D W 65 8/12 2250 85<br />

B&W PM1 K M T A F 77 03/12 2500 85<br />

B&W CM 5 K M T A D W 62 5/09 1200 84<br />

Canton Vento 830.2 K M T A W F 62 12/11 1300 84<br />

Quadral Aurum Altan VIII M G T A F 60 7/10 1400 84<br />

<strong>So</strong>nics Argenta Edition K M T A W F 64 6/07 1600 84<br />

<strong>So</strong>nics Argenta Aktiv K M T A W F a 6/08 2600 84<br />

Nubert NuVero 4 K M G T A W F 66 7/09 1140 83<br />

Chario Syntar 523R M G T A F 63 3/12 1250 83<br />

Elac BS 244 K M T A W F 64 5/09 1350 83<br />

ME Geithain ME 25 K M T A W F 58 8/06 1380 83<br />

ATC SCM 11 K M T A D W F 78 5/11 1450 83<br />

Harbeth P3 ESR K T A D W 82 3/12 1750 83<br />

Dynaudio Focus 110 A K T A D W F a 6/09 1800 83<br />

<strong>So</strong>nus Faber Auditor M K M T A F 67 1/08 3800 83<br />

SVS Ultra Bookshelf K M A W F 59 7/13 1000 82<br />

Nubert NuVero 3 K M T A D W 73 3/12 1080 82<br />

Dynaudio Excite X16 M T A F 63 8/12 1150 82<br />

Abacus A-Box 10 K T A D W a 3/11 1190 82<br />

<strong>So</strong>nus Faber Venere 1.5 K M A H F 77 7/13 1200 82<br />

Triangle Comete Anniversary K M T A H D F 62 4/12 1200 82<br />

T+A KR 450 K M T A W F 73 8/12 1500 82<br />

T+A Criterion TR 400 K M T A W F 71 6/07 1500 82<br />

Audiodata Petite K M T A W F 77 9/03 2700 82<br />

Epos Elan 15 M G T A W 58 8/12 950 81<br />

Canton Vento 820 K M T A W 57 7/09 1100 81<br />

KEF LS50 K M T A H W F 73 3/13 1100 81<br />

Tannoy Precision 6.1 K M T A W F 56 3/13 1100 81<br />

KS Digital Coax C5 K M T A H D W F a 10/10 1190 81<br />

KS Digital KSD 2010 K M T A W F a 3/13 1500 81<br />

PMC DB 1 I K T A W F 72 5/11 1500 81<br />

Yamaha <strong>So</strong>avo 2 K M T A W F 61 11/07 1500 81<br />

Boston M25 K M A W F 69 10/12 800 80<br />

Klipsch RB-81 II G A H F 52 5/11 800 80<br />

Pionner S-71B K T A F 74 3/13 1000 80<br />

Linn Majik 109 K M T A D W 62 6/09 1200 80<br />

Roksan Kandy K2 TR-5 K M A F 70 7/09 1200 80<br />

Canton Chrono SL520 + WA100 K M D A D W F a 4/10 1240 80<br />

Cabasse Minorca K M T A H D W 57 4/09 800 79<br />

PSB Imagine B K M T A W F 66 10/12 1000 79<br />

Quad 12 L Studio Active K M T A D W a 6/08 1200 79<br />

KEF Q 300 K M T A H W F 63 5/11 600 78<br />

German Maestro Linea S B-ONE K M A W F 65 7/10 800 78<br />

Heco Celan XT 301 K M G T A W F 58 4/09 800 78<br />

PSB Imagine Mini K T A D W 71 10/11 800 78<br />

ATC SCM 7 K T A D W 79 10/11 850 78<br />

Dali Ikon 2 MK II M T D W 65 7/10 860 78<br />

Chario Syntar 520 K M A H F 68 10/12 900 78<br />

Dali Mentor Menuet K T A D W 68 10/12 960 78<br />

Nubert NuPro A20 K M T A D W F a 3/11 530 77<br />

Elipson Planet L 73 10/11 770 77<br />

Adam Artist 5 K M T A D W F a 8/12 800 77<br />

Elac BS 184 M G T A D W 64 7/10 800 77<br />

Leema Acoustics Xero K T AW 72 7/12 900 77<br />

KEF R100 K M A H W F 65 8/12 800 76<br />

Canton Ergo 620 K M T A W F 55 4/09 900 76<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Genelec 6020 A K T A D W a 7/07 820 75<br />

Dynaudio MC 15 K T A D W F a 7/07 1000 75<br />

Tannoy Reveal 601 A K M T A W F a 10/10 540 74<br />

Nubert NuLine 32 KM T A W F 64 3/10 570 74<br />

Canton Chrono SL 520 K T A D W 63 3/10 640 74<br />

Belves Aesthet 1 K M G T A W F 66 9/08 800 74<br />

Magnat Quantum 703 K T A W F 61 2/07 800 74<br />

MB Quart Alexxa B-1 K M T A W F 67 2/07 800 74<br />

Elac AM 150 K T A D W F a 8/10 500 73<br />

Quadral Platinum M 2 K M T A W 63 3/10 600 73<br />

Tannoy Reveal6D K M T A D W F a 7/07 650 73<br />

JBL LSR 2325P K T A H D W F a 8/10 520 72<br />

Dynaudio DM 2/7 65 1/10 650 72<br />

Triangle Titus M G T A W 62 7/12 650 72<br />

Monitor Audio Silver RX 2 M A W F 56 3/10 670 72<br />

Genelec 6010 A a 11/09 480 71<br />

Nubert NuWave 35 K M T A W F 65 5/07 530 70<br />

Fostex PM 1 Mk 2 M T A F a 10/10 570 70<br />

B&W 685 K M T A F 62 8/07 600 70<br />

Heco Metas 300 K M T A W F 60 5/07 500 69<br />

Mission Esprit E 52 K T A D W 64 2/08 650 69<br />

Mordaunt-Short Mezzo 2 K M T A F 64 2/08 700 69<br />

B&W CM 1 K T A D W 83 4/06 800 69<br />

Indiana Line Tesi 260 K M T A W 64 9/13 350 68<br />

Dali Zensor 3 K M T A W 59 9/13 400 68<br />

Focal Chorus 706V K M T A W F 62 5/07 470 68<br />

Wharfedale Evo2-10 K M T A F 60 5/07 600 68<br />

Dali Ikon 2 M T A D W 59 2/07 800 68<br />

Focal Chorus 705 K A D 67 9/13 400 67<br />

Epos Epic 1 K M T A W 63 9/13 425 67<br />

Canton GLE 436 K A D 60 9/13 440 67<br />

Magnat Quantum 673 K M T A W 58 9/13 460 67<br />

Tannoy Revolution DC4 K T A D 69 9/13 500 67<br />

Nubert NuBox 381 M G T A W F 56 10/08 380 67<br />

Dali Lektor 2 M G T A W 70 7/12 400 67<br />

PSB Image B5 K T A D W 64 2/10 400 67<br />

Mordaunt Short Aviano2 K M A F 67 2/10 460 67<br />

Monitor Audio Bronze BX 2 M A F 62 11/10 350 66<br />

Magnat Interior Power a 11/09 400 66<br />

Jamo C 603 K M T A H W 67 3/08 440 66<br />

B&W 686 K T A D W F 77 1/08 460 66<br />

Elac BS 123 K T A D W 68 8/07 600 66<br />

Heco Aleva 200 K T M A W F 66 1/08 600 66<br />

Quad 11L2 K M T A W 64 5/07 600 66<br />

Dali Zensor 1 K M T A D W F 67 10/11 260 65<br />

Magnat Quantum 553 M T A D W 59 2/10 300 65<br />

Mordaunt Short Aviano1 K M T A W F 71 11/10 300 65<br />

Canton GLE 420-2 K T A W F 64 11/10 360 65<br />

Magnat Quantum 603 K M T A W 63 3/08 400 65<br />

Quadral Rhodium 20 K T A W 70 10/08 400 65<br />

Jamo S 404 K M T A D W 77 11/10 300 63<br />

PSB Image B4 K T A D 68 11/10 300 63<br />

PSB Alpha B1 K M T A W 57 3/09 300 63<br />

JBL ES 30 M G T A F 65 3/08 400 63<br />

Tannoy F1 Custom K M A D W 60 3/09 240 62<br />

Mordaunt Short 902i K M T A D W 71 3/07 250 62<br />

Nubert nuBox 311 K M T A D W 63 3/07 280 62<br />

Dali Lektor 1 K M T A W 73 3/09 340 62<br />

Magnat Monitor Supr. 200 K M T A W 65 1/09 180 61<br />

MITTEL-KLASSE<br />

31-60 PUNKTE<br />

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />

Mission M 32i K M T A W 58 11/06 300 60<br />

Jungson BD 2 Mk 2 K M A F 67 9/08 500 60<br />

Wharfedale Vardus 100 63 1/09 200 59<br />

Mission M 31i 65 3/07 230 58<br />

Wharfedale Crystal 2-10 K T A D W 66 6/08 150 57<br />

<strong>So</strong>nos SP-100 66 6/08 180 54<br />

www.audio.de ›09 /2013<br />

137


Service › BESTENLISTE<br />

3. SUB-/SAT-BOXENSETS<br />

Die Bewertung von Boxensets mit Satelliten und Subwoofer ist mit den Noten für Stereo-<br />

Boxen nicht direkt vergleichbar. Die Einstufung der Sets erfolgt mit einer Mittelnote aus<br />

Surround und Stereo.<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Teufel System 10 THX Ultra 2 57 11/11 8000 99 106/92<br />

Jamo D600 THX Ultra 2 (Set) 58 12/11 4000 97 93/100<br />

Teufel System 9 THX Ultra 2 56 4/08 4000 92 96/87<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Infinity Cascade Model 9/12/3 73 6/06 4300 83 81/85<br />

Teufel Theater LT 7 53 9/06 4800 83 85/81<br />

Audio Pro Avanti A.70/A.20/A.10/A 60 2/08 4100 80 81/78<br />

System Audio SA 1750/705/720 57 2/08 4300 79 83/74<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Elipson Planet M + Planet Sub 74 6/12 1800 74 74/73<br />

Focal Dôme 76 2/09 1850 74 72/75<br />

Teufel Cubycon 2 54 6/12 1300 73 72/73<br />

B&W MT-50 74 6/12 1575 73 71/74<br />

Jamo S35 HCS + Sub 800 85 9/13 1850 73 74/71<br />

Cabasse Eole 2 57 2/09 1300 72 74/69<br />

Tannoy Revolution DC4/DC4LCR/S1001 68 8/08 1300 72 69/75<br />

Teufel Columa 900 59 5/09 1500 72 74/69<br />

KEF KHT 3005 1/07 1500 71 72/70<br />

B&W MT-20 72 2/07 1800 71 70/72<br />

Heco Ambient 5.1a 76 6/12 700 70 68/72<br />

Boston A2310 HTS 77 8/11 800 70 68/71<br />

Heco Music Colors 5.1 56 12/11 900 70 70/70<br />

KEF E 305 70 9/13 1000 70 71/69<br />

Teufel Motiv 10 69 2/09 1200 70 71/69<br />

Canton Movie CD 202 62 8/08 1350 70 70/70<br />

KEF KHT 2005.3 74 8/08 1000 69 68/69<br />

Canton Movie 160 69 6/12 720 68 68/68<br />

B&O Beolab 14 5.1-Set a 9/13 3300 68 69/67<br />

MITTEL-KLASSE<br />

31-60 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Teufel Concept S 74 11/05 565 60 60/60<br />

Cabasse Xo 2 44 2/06 1000 58 62/54<br />

Teufel Concept R 55 9/05 295 57 59/55<br />

Audio Pro Cinema Precision 64 5/06 700 55 56/54<br />

4. SURROUND-SETS<br />

MIT STEREO-FRONTBOXEN<br />

Die Bewertung von Surround-Sets, die als Frontlautsprecher vollwertige Standboxen<br />

oder basstaugliche Kompaktboxen enthalten, ist in Stereo voll mit der Stereo-Bestenliste<br />

kompatibel. Die <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl der Box sollte für den Stereo-Betrieb gleich oder kleiner<br />

als die Verstärker-AK <strong>sein</strong>. Die Einstufung der Sets erfolgt mit einer Mittelnote aus<br />

Surround und Stereo.<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

B&W 803 Diamond Set 55 10/10 22450 101 102/99<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Canton Vento 830.2/810.2/858.2/Sub 850R 62 12/11 5400 91 98/84<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

B&W CM8/CM1/CM Centre/ASW 10CM 67 12/11 4620 90 95/85<br />

Nubert nuLine 122 Set 5.0 61 5/08 3600 88 89/86<br />

T + A Criterion TS 300/TR450/TC500 65 3/09 5000 88 85/91<br />

Gamut Phi5 / Phi 3 / Phi LCR (5.0) 70 9/11 5500 88 84/92<br />

<strong>So</strong>nus Faber Toy Tower Set 5.0 63 3/09 3350 82 80/84<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte Sur/St<br />

Teufel Theater 4 Hybrid (teilaktiv) 52 9/07 1100 72 75/69<br />

Tannoy Mercury F4-Set 56 3/06 1700 68 69/67<br />

Canton LE 207 Set 60 8/08 1500 67 68/65<br />

Monitor Audio Bronze B4-Set 61 3/06 1450 66 66/66<br />

5. SUBWOOFER AKTIV<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte St/Surr<br />

Revel Ultima Sub 30 9/04 8900 98<br />

B&W DB1 10/10 4250 97 99/94<br />

ME Geithain Basis 14 K 9/10 3900 96 101/90<br />

Velodyne DD 12+ 5/11 4000 96 99/93<br />

Paradigm Signature Sub 1 9/10 4000 95 96/93<br />

Velodyne DD-18 4/09 3700 94 96/92<br />

Klipsch Palladium P-312 W 4/09 4000 93 92/94<br />

Elac Sub 2080D 9/10 3000 92 93/90<br />

Klipsch SW-311 5/11 1900 91 93/88<br />

Velodyne SPL 1200 Ultra 9/10 2100 91 93/89<br />

Martin Logan Depth I 5/11 2200 91 93/88<br />

Sunfire True Subwoofer EQ Signature 4/09 2700 91 92/89<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte St/Surr<br />

Klipsch SW 115 4/12 1200 88 84/92<br />

Teufel S 8000 SW THX Ultra II 5/11 1700 88 81/97<br />

Velodyne SPL 1200 R 4/07 1950 88 91/85<br />

Martin Logan Dynamo 1000 4/10 1300 87 90/84<br />

Nubert NuVero AW-13 DSP 10/11 1300 87 90/83<br />

Martin Logan Dynamo 1000 (Wireless) 4/10 1500 87 90/84<br />

Velodyne EQ Max 12 8/12 870 86 87/85<br />

T+A Criterion TW 600 6/07 1800 86 91/80<br />

Velodyne CHT-12 Q 7/09 900 84 86/81<br />

KEF HTB 2 SE 4/10 900 83 80/86<br />

KEF HTB 2 SE-W (Wireless) 4/10 1000 83 80/86<br />

Canton Sub 10 7/11 600 81 82/80<br />

Klipsch SW-110 7/11 700 81 82/79<br />

Infinity Classia PSW-310 W 7/09 800 81 79/82<br />

Teufel US6112/6 RHD 9/12 1000 81 79/83<br />

KS Digital Q Sub 2 3/09 1200 81 88/74<br />

Heco Metas Sub 251A 7/11 600 80 83/77<br />

PSB Sub 5i 7/11 600 80 80/80<br />

Nubert NuLine AW-560 4/08 510 78 77/79<br />

ASW Opus SW-200 7/09 650 78 82/74<br />

Velodyne MicroVee 10/08 900 77 79/75<br />

Dynaudio Sub 250 10/08 850 76 81/71<br />

Sunfire HRS 8 10/08 800 76 80/71<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte St/Surr<br />

Velodyne Impact 10 5/10 400 75 76/74<br />

Audio Pro B 1.19 5/10 450 75 78/71<br />

Yamaha NS-SW 310 7/09 300 74 77/71<br />

VERSTÄRKER<br />

1. TRANSISTOR-VOLLVERSTÄRKER<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

T+A PA 3000 HV 82 4/13 10 000 135<br />

Pass INT 30A 64 1/10 7500 130<br />

Symphonic Line RG 10 MK IV Ref HD 68 1/13 8300 130<br />

Accuphase E-560 56 4/10 8900 130<br />

Krell FBI (FB) 82 10/07 19 000 130<br />

Audreal A 600 E 73 3/13 4000 125<br />

Yamaha A-S3000 66 8/13 4800 125<br />

Pathos Inpol Remix 21 6/12 5000 125<br />

Accuphase E-450 (FB) 74 8/07 6000 125<br />

Symphonic Line RG 10 MK IV Ref 2011 68 6/11 6800 125<br />

Musical Fidelity AMS 35i 50 6/11 7500 125<br />

McIntosh MA 7000 AC 75 1/10 8500 125<br />

Wadia Intuition 01 73 7/13 7800 123<br />

Naim Supernait (FB) 59 1/08 3300 120<br />

Naim NAC152XS/NAP155XS/FlatcapXS (FB) 57 11/09 3600 120<br />

Densen B-150 66 6/10 4100 120<br />

Naim SuperUniti (+Streaming Client) 61 1/12 4200 120<br />

Resolution Audio Cantata 50 48 5/11 4200 120<br />

Atoll IN 400 72 1/12 4500 120<br />

Accuphase E-260 65 2/13 5000 120<br />

T + A V 10 (FB) (R) 55 11/03 5000 120<br />

Electrocompaniet ECI 6 DS 68 12/12 5900 120<br />

Musical Fidelity kW-550 88 10/07 7800 120<br />

Accuphase E-550 (FB) 58 3/06 7900 120<br />

Denon PMA-SA1 / AU-S1 58 10/07 8000 120<br />

Audionet SAM V2 63 8/08 3000 115<br />

Burmester 051 63 6/06 4950 115<br />

AVM Evolution A5.2 T 73 2/13 5300 115<br />

Gamut Si 100 (FB) 69 7/08 5300 115<br />

TACT M 2150 (FB) 72 7/03 5500 115<br />

Shanling A 2.1 64 5/13 1400 110<br />

Audreal XA 6950II 42 6/13 1500 110<br />

Anthem Intergrated 225 78 8/10 1900 110<br />

Creek Destiny 2 63 4/07 2000 110<br />

Musical Fidelity A-5.5 Integrated 76 2/09 2200 110<br />

Musical Fidelity M6i 76 8/10 2450 110<br />

Moon i-3.3 63 4/07 2580 110<br />

Naim NAC152XS / NAP155XS (FB) 57 11/09 2650 110<br />

Krell S 300 i 71 6/09 2750 110<br />

Accustic Arts Power ES 59 3/11 3000 110<br />

AVM Evolution A3 NG 63 3/11 3000 110<br />

T + A PA 1260 R 62 11/09 3200 110<br />

Vincent SV-236 Mk 69 4/09 1700 105<br />

Naim Nait XS 57 2/09 1800 105<br />

<strong>So</strong>nus Faber Musica 56 2/09 1950 105<br />

T + A Power Plant Balanced 70 1/12 1990 105<br />

AVM Evolution A3 NG (FB) 57 4/07 2000 105<br />

Unison Unico Secondo 65 4/09 2000 105<br />

Pathos Classic One MK3 50 2/10 2200 105<br />

Unison Unico SE (FB) 69 4/07 2200 105<br />

Denon PMA-2020 AE 67 1/13 2300 105<br />

Audio Aéro Prima Amplifier (FB) (R) 60 4/07 2400 105<br />

Luxman L-505 f 63 5/06 3000 105<br />

T + A R 1260 R (Receiver) 62 11/09 3600 105<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Harman HK 990 (+Raumprozessor) 73 10/09 1500 100<br />

Hegel H70 54 12/11 1500 100<br />

Unison Unico Primo 59 6/10 1500 100<br />

Magnat MA-800 60 4/09 1500 100<br />

T + A Power Plant 70 12/07 1500 100<br />

Cambridge 840 A V2 67 4/08 1500 100<br />

Yamaha A-S 2000 (FB) 65 1/08 1600 100<br />

AstrinTrew AT-2000 58 2/09 1800 100<br />

Marantz PM-15 S2 60 3/10 1800 100<br />

Creek Destiny IA (FB) 59 4/07 1900 100<br />

Denon PMA-2010 AE 67 2/10 2000 100<br />

Croft Acoustics Integrated R 46 9/11 2100 100<br />

Cyrus 8 vs 2 / PSX-R (FB) 58 4/07 2100 100<br />

Electrocompaniet Prelude PI 2 (FB) 65 4/07 2100 100<br />

AMC 3150 MKII 71 3/12 1000 95<br />

Exposure 2010 S2 IA 59 8/13 1000 95<br />

Naim Nait 5i 54 8/11 1000 95<br />

Musical Fidelity M3i 57 2/11 1150 95<br />

Creek Evolution 5350 66 6/10 1350 95<br />

NAD C-375 BEE 71 12/11 1400 95<br />

Arcam A 90 63 4/08 1450 95<br />

Heed Obelisk Si /DAC 42 1/10 1450 95<br />

Densen B-110 58 3/06 1500 95<br />

Musical Fidelity A 3.5 68 3/06 1500 95<br />

Audio Analogue Puccini 70 53 3/06 1600 95<br />

Electrocompaniet PI 1 57 7/07 1600 95<br />

Advance Acoustic MAP-800 75 2/09 2000 95<br />

Rotel RA-1570 70 8/13 1500 92<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Exposure 1010 A 51 9/11 660 90<br />

Rega Brio R 48 7/11 700 90<br />

Vincent SV-400 53 9/11 700 90<br />

Dynavox VR 3000 29 2/13 750 90<br />

NAD C 356 BEE 62 4/11 750 90<br />

Rotel RA 12 60 10/12 750 90<br />

Creek Evo 2 58 1/10 780 90<br />

Teac AI-501 54 6/13 800 90<br />

Music Hall A 35.2 67 9/11 800 90<br />

Creek Evolution 50A 55 4/13 845 90<br />

Arcam A 28 (FB) 61 10/08 1000 90<br />

Cambridge 740 A 67 3/08 1000 90<br />

Denon PMA-1510AE 62 2/11 1000 90<br />

Pioneer A-70 58 1/13 1000 90<br />

Roksan Kandy K2 65 9/09 1000 90<br />

Teac AI 1000 65 3/12 1000 90<br />

Vincent SV-232 (FB) 68 10/08 1000 90<br />

Yamaha A-S 1000 (FB) 64 7/08 1000 90<br />

Cyrus 6a 53 3/13 1080 90<br />

Exposure 2010 S (FB) 58 4/06 1100 90<br />

Marantz PM-KI Pearl Lite 60 2/11 1200 90<br />

Wadia 151 PowerDAC Mini (nur Digital-In) 50 9/10 1300 90<br />

Cayin A 50 T 42 2/06 1500 90<br />

Dynavox TPR-3 + ET-100 43 5/12 520 85<br />

Yamaha A-S 700 66 3/09 580 85<br />

Gold Note AP-7 33 3/13 600 85<br />

Rega Brio 3 46 7/08 600 85<br />

Arcam A 18 46 9/08 700 85<br />

Onkyo A-9555 67 6/06 700 85<br />

AMC 3100 MKII 64 2/12 750 85<br />

Audiolab 8000 S 54 10/06 750 85<br />

Cambridge Azur 651 A 49 8/12 800 85<br />

Marantz PM 7001 KI 60 5/07 800 85<br />

Marantz PM 8003 60 1/09 800 85<br />

Onkyo A-933 60 12/05 800 85<br />

Arcam A 70 54 3/08 850 85<br />

138<br />

www.audio.de ›09 /2013


Service › BESTENLISTE<br />

Vincent SV-226 MK 2 63 2/06 890 85<br />

Rotel RA 1520 60 9/09 900 85<br />

Advance Acoustic MAP 305 DA (mit DAC) 65 9/06 950 85<br />

Audio Analogue Primo Cento VT 45 3/08 980 85<br />

Cyrus 6vs2 46 1/07 1000 85<br />

Onkyo A-9755 68 4/06 1000 85<br />

Roksan Kandy L3 65 1/07 1080 85<br />

Music Hall A 50.2 63 9/09 1100 85<br />

Onkyo A-9070 66 1/13 1200 85<br />

System Fidelity SA-270 (FB) 54 12/08 400 80<br />

Yamaha A-S 500 64 1/11 420 80<br />

AMC XIA 52 10/10 450 80<br />

Marantz PM 6004 51 2/12 450 80<br />

NAD C 326 BEE (FB) 56 8/09 460 80<br />

Harman/Kardon HK 980 (FB) 63 12/08 500 80<br />

Marantz PM 7001 60 6/06 500 80<br />

Pioneer A 6 53 2/07 500 80<br />

Teac A-H01 46 2/12 500 80<br />

Vincent SV-129 53 8/08 650 80<br />

Pioneer A 9 56 2/07 800 80<br />

Peachtree iDecco ( DAC, iPod-Dock) 44 9/10 1200 80<br />

Peachtree Nova (DAC, <strong>So</strong>nos-Dock) 47 6/09 1300 80<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Dynavox VR-307 33 5/10 300 75<br />

Advance Acoustic MAP 101 52 10/09 370 75<br />

Denon PMA-720 AE 56 9/12 400 75<br />

Rotel RA-04 SE 46 10/10 400 75<br />

Denon PMA-710 AE 55 10/09 400 75<br />

Rotel RA-04 49 8/06 400 75<br />

Advance Acoustic MAP 105 (FB) 59 6/07 400 75<br />

Advance Acoustic MAP 103 58 5/06 400 75<br />

Audio Block V-100 46 9/12 450 75<br />

NAD C 325 BEE 57 8/06 450 75<br />

Cambridge 350 A 44 10/10 450 75<br />

King Rex T-20U + PSU 11 5/10 460 75<br />

Harman Kardon HK 3490 (FB, Receiver) 67 9/08 500 75<br />

Dynavox VR-70 E 35 5/06 500 75<br />

Advanced Acoustic Max 250 64 2/12 650 75<br />

Pioneer A-30 57 9/12 300 70<br />

NAD C 316 BEE 56 10/10 350 70<br />

Advance Acoustic EZY-7 (iPod-Dock) 46 10/07 600 70<br />

Magnat MC1 (Receiver mit SACD-Player+FB) 55 1/08 990 70<br />

Denon PMA-520 AE 54 8/12 250 68<br />

Onkyo TX-8050 63 8/11 400 68<br />

Denon PMA-510 AE 53 6/09 250 65<br />

System Fidelity SA-250 (FB) 50 10/08 275 65<br />

Cambridge 340 A (FB) 43 1/06 300 65<br />

Marantz PM 5004 49 10/10 330 65<br />

Marantz PM 5003 48 8/09 330 65<br />

Yamaha AX-497 60 3/07 330 65<br />

Onkyo A 9355 53 12/07 370 65<br />

Marantz PM 6002 (FB) 53 11/07 400 65<br />

Onkyo A-5 VL 56 8/09 400 65<br />

MITTEL-KLASSE<br />

31-60 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte<br />

Yamaha AX 397 56 10/07 270 60<br />

Pro-Ject Receiver Box 33 5/10 425 60<br />

Denon DRA-700 AE (FB, Receiver) 62 1/07 410 60<br />

Onkyo A-9155 53 10/07 230 55<br />

2. RÖHREN-VOLLVERSTÄRKER<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Unison Performance Limited 40 3/13 12 000 135<br />

Westend Audio Monaco 46 7/13 15 000 135<br />

Line Magnetic LM-219 IA 34 1/13 10 300 130<br />

Synthesis Action A100T 56 5/13 6500 125<br />

Lyric Ti 120 Signature 41 1/12 3800 120<br />

Unison Research S6 37 3/11 3800 120<br />

Octave V 70 / Super Black Box 49 8/05 6100 120<br />

Unison Simply Italy 24 6/12 2000 115<br />

Cayin VP 100 i 44 6/09 3600 115<br />

Octave V40 SE 45 12/09 4100 115<br />

Unison Research Sinfonia 35 12/09 4100 115<br />

Lua Belcanto (FB) 52 1/08 4500 115<br />

Quad II Classic Integrated 30 3/11 5500 115<br />

Audio Research VSi 55 49 5/08 2900 110<br />

Cayin A88T MK2 Selection 42 11/12 2000 108<br />

Ayon Orion 50 2/10 2000 105<br />

Magnat RV 1 47 2/09 2000 105<br />

T.A.C. K-35 40 12/11 2000 105<br />

Audio Aéro Prima Amplifier (FB) 60 4/07 2400 105<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Cayin MA 80 41 11/12 1000 100<br />

T.A.C. T-22 41 9/13 1400 100<br />

Lyric Ti-60 41 6/10 1400 100<br />

Cayin A-55 T (FB) 42 9/07 1700 100<br />

Pure <strong>So</strong>und A 30 38 9/07 1780 100<br />

Audreal V30 50 11/12 1590 98<br />

Cayin MT-34L 36 7/13 850 95<br />

Lyric Ti-24 13 5/10 1200 95<br />

Opera Audio M100 Plus 39 7/07 1700 95<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Audreal MT 1 30 2/13 640 90<br />

Cayin MT 12 N 14 2/13 650 90<br />

Puresound A10 19 11/12 700 90<br />

Unison Unico P (R) 47 5/06 1000 90<br />

Melody SP-3 (R) 25 7/10 1100 90<br />

Audio Analogue Verdi 70 (R) 54 4/06 1200 90<br />

PrimaLuna Prologue (R) 42 2/06 1000 85<br />

T.A.C. 34 41 2/06 1150 85<br />

Dynavox VR-20 (R) 20 7/10 400 80<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Dynavox VR-70 E 35 5/06 500 75<br />

3. VORVERSTÄRKER<br />

Die Einstufung von Vorverstärkern nimmt <strong>AUDIO</strong> aufgrund ihrer Klangqualität vor. Maßgeblich<br />

ist der bestklingende Hochpegel eingang. Mit der Einstufung von Vollverstärkern<br />

oder <strong>End</strong>stufen sind die Punktzahlen nicht vergleichbar. (R) steht für Röhrengeräte, (Phono)<br />

für die Preisangabe einschließlich (optionalem) Eingang für Vinyl-Platten spieler.<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte<br />

Ypsilon Electronics PST-100 MK2 12/12 23 100 135<br />

Dan D´Agostino Momentum Preamp 6/13 30 000 132<br />

AVM PA 8 10/12 6450 130<br />

Pass XP 20 5/09 9750 130<br />

McIntosh C 500 C / C 500 T (R, Phono) 6/10 12 900 130<br />

Accuphase C-2810 (Phono) 9/06 18 870 130<br />

McIntosh C 1000P AC (Transistor, Phono) 12/06 20 800 130<br />

Octave Jubilee 5/08 22 600 130<br />

TAD C2000 6/12 24 000 130<br />

Burmester 077 / Ext. Netzteil (Phono) 7/09 31 000 130<br />

Audio Research LS-27 11/11 7300 128<br />

Octave HP 500 SE 10/11 7450 128<br />

T + A P 10₂ 11/10 7500 128<br />

McIntosh C 50 4/11 7900 128<br />

Musical Fidelity M8 Pre 5/13 4500 125<br />

Brinkmann Calvin 8/09 5500 125<br />

Octave HP 300 SE 6/13 5500 125<br />

Pass XP-10 8/09 6000 125<br />

T + A P 10 11/06 6000 125<br />

Marantz SC-7 S2 2/07 7000 125<br />

Musical Fidelity Primo 9/09 7800 125<br />

Belles LA-01 6/08 7900 125<br />

Symphonic Line RG2 Reference HD 10/12 8000 128<br />

Mark Levinson No. 320 S 3/06 8900 125<br />

Audionet Pre G2 2/08 9500 125<br />

Convergent SL1 Ultimate MK2 8/06 9900 125<br />

Krell Evo 202 8/06 12 000 125<br />

McIntosh C 1000 T AC (Röhre, Phono) 12/06 20 800 125<br />

Sugden LA 4 3/13 2850 120<br />

Ayre K-5 XE MP 8/09 3800 120<br />

Linn Akurate Control 10/11 5000 120<br />

Audionet PRE 1 G3 + EPS 9/09 5380 120<br />

Ayon S3 3/12 5700 120<br />

Linn Akurate DSM 2/12 6450 120<br />

Audionet PRE I G3 12/07 3290 115<br />

Audio Research LS-17 12/08 4000 115<br />

McIntosh C 220 AC 11/08 4450 115<br />

Moon 350 P 4/12 2500 110<br />

Lyngdorf DPA-1 (+Raumkorrektur, D/A-Wandler) 10/09 3000 110<br />

Electrocompaniet EC 4.8 6/09 3700 110<br />

Ayre K-5xe 4/08 3800 110<br />

Atoll PR 300 9/10 1500 105<br />

Cambridge 840 E 7/09 1500 105<br />

Croft Micro 25R 4/12 1700 105<br />

Primare Pre 32 9/12 2100 105<br />

AVM PA-3.2 4/12 2700 105<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte<br />

Exposure 3010 S2 Pre 8/11 1200 100<br />

Audiolab 8200 CDQ (CD-Laufwerk, DAC) 5/11 1200 100<br />

Vincent SA-94 9/10 2100 100<br />

Naim NAC 152 XS / Flatcap XS 11/09 2200 100<br />

Cayin SP-30 S 6/08 2300 100<br />

NAD C-165 BEE 10/10 900 95<br />

Quad Elite Pre 10/10 1000 95<br />

Naim NAC-N 172 XS 3/13 2300 95<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte<br />

Vincent SA-31 Mk 7/09 1100 90<br />

Rotel RC-1580 4/12 1200 90<br />

Chord Chordette Prime 1/11 1000 90<br />

Peachtree Nova (+<strong>End</strong>stufe+DAC+<strong>So</strong>nos-Dock) 6/09 1300 90<br />

Quad 99 PRE 1/09 1300 90<br />

Naim NAC 122x 2/08 1300 90<br />

AVM V 3 NG 11/06 1600 90<br />

Densen B-200 11/06 1500 90<br />

Advance Acoustic MPP 205 7/06 450 85<br />

NAD C 162 (Phono) 2/05 650 85<br />

Astin Trew At 1000 8/07 800 85<br />

Advance Acoustic MPP 505 2/08 850 85<br />

Dynavox TPR-3 5/12 300 80<br />

Pro-Ject Pre Box SE 5/10 325 80<br />

Rotel RC-06 7/06 500 80<br />

Vincent SA-96 7/06 500 80<br />

Cyrus Pre VS 2 7/07 900 80<br />

Audiolab 8000Q 11/08 1100 80<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte<br />

Pro-Ject Pre Box 11/07 225 70<br />

4. ENDSTUFEN<br />

Die Rangfolge unter den <strong>End</strong>stufen bestimmt <strong>AUDIO</strong> allein aufgrund der Klangqualität.<br />

Einen Hinweis auf passende Lautsprecher gibt Ihnen die einmalige <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl<br />

(AK). Diese sollte größer oder gleich der AK der Laut sprecher <strong>sein</strong> – dann ist optimale<br />

Dynamik garantiert. (R) bedeutet Röhrenverstärker, bei Mono-<strong>End</strong>stufen gibt <strong>AUDIO</strong> Paar-<br />

Preise an.<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Pass XA 100.5 (mono) 73 5/09 17 750 135<br />

T + A M 10 (mono) 89 11/10 20 000 135<br />

Ypsilon Electronics Aelius (mono) 76 12/12 23 100 135<br />

Dan D'Agostino Momentum 76 11/12 30 000 135<br />

Octave Jubilee (R, mono) 72 5/08 44 000 135<br />

Krell Evolution 900 (mono) 99 6/07 48 000 135<br />

McIntosh 2 KW AC (mono) 104 12/06 67 500 135<br />

AVM SA 8 77 10/12 9900 130<br />

Audionet Max (mono) 82 03/08 12 500 130<br />

Krell Evo 402 86 8/06 19 000 130<br />

TAD M2500 65 6/12 21 000 130<br />

Convergent JL 2 Signature MK 2 (R) 61 8/06 21 900 130<br />

Accuphase M-6000 (mono) 79 5/08 24 000 130<br />

McIntosh MC 2301 AC (R) 73 6/10 25 900 130<br />

First Watt SIT 1 13 5/13 10 000 128<br />

Audio Research VS-115 61 11/11 7300 125<br />

Audionet Amp (mono) 76 9/09 8000 125<br />

Octave RE290 (SuperBlackBox) 50 10/11 9250 125<br />

Sugden MPA 4 (mono) 64 3/13 9400 125<br />

Symphonic Line RG7 Reference 71 10/12 9500 125<br />

Musical Fidelity AMS-50 57 9/09 9700 125<br />

Musical Fidelity M8 700 94 5/13 10 000 125<br />

Mark Levinson No. 432 87 3/06 10 900 125<br />

Krell Evo 302 85 12/07 12 000 125<br />

Octave MRE 130 + Super Black Box (R) 61 3/06 13 400 125<br />

Marantz MA-9 S2 (mono) 84 2/07 14 000 125<br />

Accuphase P-7100 76 9/06 14 900 125<br />

Ayre V5 XE 69 8/09 5800 120<br />

Brinkmann Stereo 59 8/09 5850 120<br />

Pass XA 30.5 66 8/09 6500 120<br />

Quad II Eighty (Mono,R) 51 8/08 7900 120<br />

Belles MB-200 78 6/08 7900 120<br />

Electrocompaniet AW 400 (Mono) 84 6/09 9500 120<br />

Audio Research Reference 110 58 12/08 10 000 120<br />

Audionet AMP I V2 74 12/07 4490 115<br />

McIntosh MC 252 AC 74 11/08 5900 115<br />

Moon 330 A 64 4/12 3000 105<br />

Vincent SP-995 (Mono) 70 9/10 3300 105<br />

Linn Akurate 2200 67 10/11 4000 105<br />

Quad II Forty (Mono, R) 42 8/08 4900 105<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Atoll AM 200 66 9/10 1350 100<br />

Vincent SP-331 Mk 73 7/09 1600 100<br />

Croft Series 7R 46 4/12 1700 100<br />

T+A Amp 8 59 8/13 1800 100<br />

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<strong>AUDIO</strong> erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH, Richard-<br />

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Datum<br />

✗<br />

Unterschrift<br />

WK 3030 E09


Service › BESTENLISTE<br />

Cambridge 840 W 76 7/09 2000 100<br />

Linn Majik 2100 56 3/07 2200 100<br />

Exposure Mono 68 8/11 2400 100<br />

Rotel RB-1090 83 12/06 2500 100<br />

Rotel RB-1091 (mono) 87 12/06 3000 100<br />

AVM MA-3.2 76 4/12 4500 100<br />

Densen B-305 (Bi-Amping, Paar) 53 11/06 2200 95<br />

Cayin SP-40 M (R) 46 6/08 2300 95<br />

Quad II Classic (Mono, R) 27 8/08 3180 95<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell . AK Test Preis Punkte<br />

Naim NAP 100 53 6/13 890 90<br />

AMC CVT2100 MKII (R) 56 9/13 1300 90<br />

Dynavox VR-80E (Paar) 53 2/12 1400 90<br />

Naim NAP 155 XS 57 11/09 1400 90<br />

Advance Acoustic MAA 705 (Paar) 73 2/08 1900 90<br />

Quad 99 Mono 70 1/09 2000 90<br />

Primare A 34.2 71 9/12 2100 90<br />

NAD C 245 BEE 56 11/11 600 80/85<br />

Pro-Ject AMP Box SE Mono 56 5/10 730 85<br />

Rotel RB-1552 69 4/12 850 85<br />

Chord Chordette Scamp 40 1/11 1000 85<br />

Musical Fidelity M1 PWR 58 11/12 1050 85<br />

Astin Trew At 5000 52 8/07 1200 85<br />

Pro-Ject AMP Box SE 50 5/10 325 80<br />

Cyrus 6 Power 55 7/07 600 80<br />

AMC 2100 MKII 64 9/13 600 80<br />

Audiolab 8000M (Paar) 60 11/08 1600 80<br />

Dynavox ET-100 43 5/12 220 75<br />

Pro-Ject Amp Box Mono (Paar) 40 11/07 450 75<br />

5. PHONO-VERSTÄRKER<br />

Die Einstufung lehnt sich an die der Phono-Eingänge von entsprechend ausgestatteten<br />

Vorverstärkern an. (MM) = Moving Magnet-Tonabnehmer, (MC) = Moving Coil<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Audio Research Reference Phono 2 8/10 12 950 135<br />

Octave Phono Modul 7/10 4400 130<br />

Pass XP 15 (MM/MC) 6/09 4650 130<br />

AMR PH-77 (USB-Ausgang) 8/10 8800 130<br />

Burmester 100 (USB-Ausgang) 8/10 9800 130<br />

Audio Research PH6 1/11 3800 125<br />

Naim SuperLine / HI-CAP 8/08 4300 125<br />

Esoteric E-03 11/09 5000 125<br />

Creek Wyndsor Phono Preamp (MM/MC) 6/11 1850 120<br />

Linn Uphorik (MM/MC) 7/10 2200 120/120<br />

Transrotor Phono 8 MC Sym (MC) 6/11 2400 120<br />

Ayre P-5 XE (MM/MC) 7/10 2800 120/120<br />

Renaissance RP-01 8/08 2900 120<br />

Fosgate Signature Phono 12/12 2500 117<br />

Manley Labs Chinook 12/12 2500 117<br />

Pro-Ject Phono Box RS 9/12 840 115/115<br />

Musical Fidelity M1 Vinl 3/12 850 115<br />

Audiolab 8000 PPA 12/08 950 115<br />

Chord Chordette Dual 7/10 950 115<br />

Whest Two 3/12 1000 115<br />

Pure <strong>So</strong>und P10 / T10 12/12 1060 115<br />

Clearaudio Balance+ / Accu+ 12/08 2000 115<br />

Goldenote PH7 12/12 600 113<br />

Aqvox Phono 2 CI (MM/MC) 3/06 700 110<br />

Densen DP-Drive / DP-04 (MM/MC) 1/07 850 110<br />

Musical Fidelity V-LPS/V-PSU (MM/MC) 7/10 360 105/105<br />

Moon 110 LP (MM/MC) 6/11 550 105<br />

Musica Ibuki Phono (MM/MC) 7/11 700 90/105<br />

Vincent PHO-700 + PHO-700ps (MM/MC) 9/13 500 103<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Musical Fidelity V-LPS II (MM/MC) 9/12 150 100<br />

Cambridge 640 P (MM/MC) 7/08 160 95<br />

Musical Fidelity V-LPS (MM/MC) 7/10 165 95/95<br />

Clearaudio Nano (MM/MC) 7/08 200 95<br />

Micromega MyGroove 7/13 200 95<br />

Pro-Ject Tube Box MK II (MM/MC) 3/06 300 95<br />

Pro-Ject Phono Box USB V (MM/MC) mit USB-Ausgang 6/12 155 92<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Rega Fono Mini A2D mit USB-Ausgang 6/12 130 90<br />

NAD PP 3 (MM/MC) mit USB-Ausgang 7/08 150 90<br />

Dynavox UPR-2.0 mit USB-Ausgang 6/12 90 85<br />

Pro-Ject Phono Box MK II USB 7/08 125 85<br />

Thorens MM-005 7/08 180 85<br />

7. AV-RECEIVER MIT HD-TON<br />

Die Bewertung setzt sich zu je einem Drittel aus den Klangnoten für Analog-Stereo, DVD-<br />

Surround (Dolby, DTS) und HD-Surroundton zusammen.<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD<br />

Pioneer SC LX 90 (Susano) 76 9/08 7000 117 105/120/125<br />

Yamaha DSP-Z 11 71 6/08 5500 113 105/115/120<br />

Arcam AVR-600 64 4/09 4400 110 105/110/115<br />

Denon AVC-A1 HD 72 6/08 5500 108 100/110/115<br />

Rotel RSX-1562 66 5/12 2700 105 93/103/118<br />

Primare SPA-22 71 4/09 4000 105 95/105/115<br />

Arcam AVR-450 65 9/13 2700 103 95/98/115<br />

Rotel RSX-1560 66 3/09 2500 102 90/100/115<br />

Denon AVR-4810 70 6/10 3000 102 90/100/115<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD<br />

Denon AVR-4520 71 12/12 2500 100 90/95/115<br />

Yamaha RX-A 3010 70 2/12 1980 99 90/98/110<br />

Onkyo TX-NR 3009 69 2/12 1980 99 90/98/108<br />

Arcam AVR-360 62 11/12 1800 98 90/95/110<br />

Onkyo TX-NR 5007 70 11/09 2500 98 90/95/110<br />

NAD T 765 HD 66 1/10 2650 98 90/95/110<br />

Rotel RSX-1550 65 3/09 1900 97 85/95/110<br />

<strong>So</strong>ny STR-DA5700 66 5/12 2400 97 83/98/110<br />

Denon AVR-X4000 68 7/13 1400 96 90/90/108<br />

NAD T 747 64 10/09 1400 96 90/90/108<br />

Arcam AVR-400 64 11/11 2200 96 83/98/108<br />

<strong>So</strong>ny STR-DA5600 ES 66 2/11 2500 96 83/95/110<br />

Harman Kardon AVR-760 62 1/10 2500 96 85/95/108<br />

Yamaha RX-V 3067 70 4/11 1750 95 83/93/108<br />

Anthem MRX 700 69 2/11 2200 95 83/98/105<br />

Denon AVR-4311 66 2/11 2200 95 88/93/105<br />

Pioneer SC-LX 82 72 1/10 2300 95 82/95/108<br />

Anthem MRX 500 64 11/11 1900 94 83/98/102<br />

Yamaha RX-V 2065 64 6/10 1000 93 85/90/105<br />

Pioneer VSX-LX 52 66 10/09 1200 93 85/90/105<br />

Marantz SR 7007 68 11/12 1600 93 88/90/105<br />

Marantz SR 7005 67 2/11 1700 93 88/88/102<br />

Pioneer SC-LX 75 73 11/11 1900 93 80/93/102<br />

Denon AVR-2311 65 3/11 1000 92 85/90/100<br />

Yamaha RX-A-1010 65 12/11 1050 92 80/90/105<br />

Yamaha RX-V 1067 65 3/11 1050 92 80/90/105<br />

Denon AVR-3313 67 9/12 1300 92 85/90/100<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD<br />

NAD T-748 63 10/11 900 90 80/90/100<br />

Marantz SR-6006 67 10/11 1000 90 80/90/100<br />

Onkyo TX-NR 807 68 10/09 1000 90 80/85/105<br />

Onkyo TX-NR 818 68 8/12 1200 90 80/90/100<br />

Pioneer VSX-LX 53 66 10/10 1300 90 82/90/98<br />

Onkyo TX-NR 1008 68 10/10 1330 90 80/90/100<br />

Pioneer SC-LX 71 73 1/09 1700 90 80/90/100<br />

Pioneer VSX-2021 66 10/11 1000 87 80/85/95<br />

Pioneer VSX-2020 66 3/11 1000 87 75/90/95<br />

<strong>So</strong>ny STR-DA 3700 64 8/12 1200 87 75/88/98<br />

<strong>So</strong>ny STR-DA-2800 ES 64 7/13 1200 87 75/88/98<br />

<strong>So</strong>ny STR DA 5400 ES 64 1/09 1900 87 75/90/95<br />

Marantz SR-5004 60 2/10 700 85 75/85/95<br />

Harman/Kardon AVR 460 62 3/11 1000 85 75/85/95<br />

<strong>So</strong>ny STR-DN 2010 62 3/11 1000 85 75/85/95<br />

Yamaha RX-V 1065 62 10/09 825 84 72/85/95<br />

Yamaha RX-V 711 62 8/11 680 83 75/80/95<br />

Pioneer VXS-1021 63 8/11 700 82 72/82/92<br />

Onkyo TX-SR 707 61 2/10 800 82 72/82/92<br />

Harman/Kardon AVR 360 62 9/10 900 82 70/82/95<br />

Onkyo TX-NR 708 66 9/10 900 82 72/82/92<br />

Harman/Kardon AVR-265 62 8/11 700 81 72/82/90<br />

Pioneer VSX-1019H 56 2/10 800 81 72/80/90<br />

Onkyo TX-SR 507 62 7/09 400 80 70/80/90<br />

Denon AVR-1912 62 8/11 550 80 70/80/90<br />

Pioneer VSX-920 61 8/10 500 79 65/82/90<br />

Onkyo TX-SR 578 62 8/10 450 78 68/70/85<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD<br />

Pioneer VSX-819H 60 7/09 400 75 65/75/85<br />

Yamaha RX-V 465 54 7/09 400 75 65/75/85<br />

Kenwood KRF-V 9300 61 2/09 600 75 70/75/80<br />

<strong>So</strong>ny STR-DG 820 60 7/08 450 73 65/70/85<br />

Samsung HW-C 700 60 8/10 400 72 65/72/78<br />

Panasonic SA-BX 500 60 2/09 600 72 65/72/78<br />

ANALOG-PLAYER<br />

1. PLATTENSPIELER OHNE SYSTEM<br />

Die Bewertung erfolgt mit Referenz-Tonabnehmern; sie bezieht sich allein auf die<br />

Klangqualität von Laufwerk und Tonarm. Die Preise sind ohne Tonabnahmer angegeben.<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte<br />

Transrotor Artus 6/06 118 000 125<br />

Linn LP 12 SE Radikal 6/09 13 800 125<br />

Linn LP 12 + Keel + Ekos SE + Lingo 7/07 12 000 120<br />

Garrard 501 Inspiration 10/05 14 500 120<br />

SME 20/12 + 312 S 7/07 16 800 120<br />

Transrotor Ambassador TMD + SME 3500 5/05 11 000 115<br />

EAT Forte S 7/11 5070 110<br />

Linn LP 12 + Lingo + Ekos + Trampolin 1/04 6300 110<br />

Dr. Feickert Blackbird 7/11 6490 110<br />

Roksan Xerxes + Artemiz + DX 2 1/09 8000 110<br />

Avid Acutus + Dynavector DV 507 II 5/05 13 500 110<br />

VPI Scout II 2/13 2900 107<br />

Well Tempered Amadeus 4/09 2900 105<br />

Pro-Ject Xtension 10 Evolution 2/13 3150 105<br />

Transrotor ZET 3 + Konstant M1 + Tr. 5009 6/07 5300 105<br />

Clearaudio Innovation / Universal 11/08 8300 105<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte<br />

T+A G 1260 R 6/10 2000 100<br />

Pro-Ject RPM 10 7/06 2000 100<br />

Transrotor ZET 1 / 250 STR 2/06 2000 100<br />

Thorens TD-160 HD / RB-250 4/09 2200 100<br />

Rega P7 6/08 2500 100<br />

Avid Diva II + Jelco 4/09 3000 100<br />

Clearaudio Avantgarde / Satisfy 10/06 3000 100<br />

Clearaudio Ambient / Unifiy / VTA-Lifter 5/06 3990 100<br />

Avid Ingenium 9/13 1700 93<br />

Rega RP6 5/12 1300 93<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte<br />

Rega P3-24 Piano Edition 1/10 1100 90<br />

Roksan Radius 5 / Nima 8/04 1160 90<br />

Thorens TD 810 9/06 1300 90<br />

Clearaudio Emotion / Tangent 3/05 2000 90<br />

Rega RP3 2/12 780 85<br />

Thorens TD 700 1/07 1000 85<br />

Pro-Ject RPM 5 9/05 550 80<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte<br />

Pro-Ject Xpression 2 5/06 400 75<br />

Pro-Ject RPM-1 9/07 300 65<br />

MITTEL-KLASSE<br />

31-60 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Numark TT-500 4/07 350 60<br />

Omnitronic DD-2250 4/07 180 50<br />

3. TONABNEHMER<br />

Beachten Sie, dass Ihr Verstärker je nach Tonabnehmer-Typ einen passenden Phono-<br />

Eingang aufweisen muss: (MC) bedeutet Moving Coil System, (MM) Moving Magnet,(MI)<br />

Moving Iron, (HO) <strong>High</strong> Output.<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Benz Micro LP-S (MC) 8/09 2900 110<br />

EAT Yosegi (MC) 12/11 1500 105<br />

Benz Ebony (MC HO) 9/04 2400 105<br />

Clearaudio Stradivari 12/06 2400 105<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Lyra Delos (MC) 7/11 1100 100<br />

Kiseki Blue NOS (MC) 7/11 1600 100<br />

Lyra Dorian 11/07 800 95<br />

Benz Glider SL 2/09 900 95<br />

Ortofon SPU Royal N 2/09 1250 95<br />

142 www.audio.de ›09 /2013


Service › BESTENLISTE<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Clearaudio Concept MC 12/10 500 90<br />

Ortofon SPU Classic N 2/09 575 90<br />

Benz ACE L 2/09 590 90<br />

Benz Micro ACE L 2000 12/10 600 90<br />

Denon DL-103 SA (MC) 8/07 600 90<br />

Clearaudio Maestro (MM) 3/07 620 90<br />

Clearaudio New Symphony (MC) 10/06 890 90<br />

Denon DL-103 R 4/06 350 85<br />

Sumiko Blue Point Special Evo III 12/10 430 85<br />

Nagaoka MP-300 (MI) 3/09 450 85<br />

Ortofon Vivo Blue 12/10 325 80<br />

Goldring 2500 (MI) 3/09 360 80<br />

Ortofon 2M Black 3/08 530 80<br />

OBERKLASSE<br />

61-75 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Nagaoka MP-150 (MI) 3/09 200 75<br />

Ortofon Salsa (MC) 1/07 240 75<br />

Ortofon Vivo Red 12/10 250 70<br />

Goldring 2300 (MI) 3/09 260 70<br />

Ortofon Samba (MC) 1/07 200 65<br />

MITTEL-KLASSE<br />

31-60 PUNKTE<br />

<strong>So</strong>lide Abtaster, die weder beim Hören noch beim allfälligen Austausch Kopfschmerzen<br />

bereiten. Genuss ohne Reue.<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Ortofon 2M Blue (MM) 8/07 180 60<br />

Goldring 2200 (MI) 3/09 200 60<br />

Goldnote Babele (MM) 7/12 120 55<br />

Ortofon 2M Red (MM) 8/07 90 48<br />

DIGITAL-PLAYER<br />

1. CD-/SACD-PLAYER<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD<br />

Accuphase DP-800 / DC-801 3/07 25 200 140 / 140<br />

Moon 750 D 5/10 9450 135<br />

Audio Research CD-8 11/09 10 500 135<br />

Wadia 581i SE 5/08 12 000 135<br />

Accuphase DP-600 4/09 12 400 135 / 135<br />

DCS Puccini/U-Clock (+USB-DAC) 10/09 18 100 135 / 135<br />

Teac Esoteric P 03 / D 03 10/06 24 000 140 / 135<br />

Accuphase DP-700 1/08 15 700 135 / 135<br />

Moon 650 D 12/11 6800 130<br />

McIntosh MCD 500 4/09 7950 135 / 130<br />

Ayre DX-5 (+Blu-ray, USB-DAC) 10/10 10 800 120 / 130<br />

Yamaha CD-S3000 8/13 4200 125/125<br />

Audionet ART G2 5/07 4500 125<br />

Accuphase DP-400 1/09 4500 125<br />

Naim CDX 2 7/07 4600 125<br />

Acoustic Plan DriveMaster/DigiMaster 2/13 5000 125<br />

Symphonic Line Der CD-Spieler 7/07 5000 125<br />

T + A D 10 4/06 5500 135 / 125<br />

McIntosh MCD 301 AC 11/08 5280 135 / 125<br />

Accuphase DP-500 5/07 5600 125<br />

Audio Research CD-5 5/09 6000 125<br />

Rega Valve Isis CD-Player (USB-DAC) 1/12 9000 125<br />

Meridian 808 1/06 11 000 125<br />

Unison Research Unico CDE 9/10 2900 120<br />

Linn Majik CD 6/07 3000 120<br />

T + A SACD 1250 R 7/07 3000 130 / 120<br />

TAC C-60 11/09 3200 120<br />

Naim CD 5 XS / Flatcap XS 11/09 3300 120<br />

Restek Epos 7/07 3570 120<br />

Burmester 052 6/06 3750 120<br />

AVM Evolution CD 5.2 2/13 4000 120<br />

T + A SACD 1260 R 10/09 4000 135 / 120<br />

Denon DVD-A1 UD (+Blu-ray) 9/09 5000 125 / 120<br />

Audio Aéro Capitole Reference 4/06 6500 120<br />

Teac Esoteric X-03 4/06 7500 135 / 120<br />

Burmester 061 5/07 7700 120<br />

Raysonic CD-138 11/09 1800 115<br />

NAD M5 10/07 2250 125 / 115<br />

Naim CD 5 XS 11/09 2350 115<br />

Ayon CD-1S 11/09 2500 115<br />

T + A CD 1260 R 11/09 2500 115<br />

Cayin CDT-17 A 4/06 2500 115<br />

AVM CD3.2 12/11 2750 115<br />

T + A Music Player Balanced(+Netzwerk/FM) 1/12 2890 115<br />

Lyric CD-100 12/09 1300 110<br />

Pure <strong>So</strong>und A-8000 9/10 1500 110<br />

Shanling CD 2.1 5/13 1500 110 / 110<br />

Astin Trew AT 3500 3/08 1800 110<br />

Cyrus CDXt / DAC XP (integr. Vorstufe) 6/07 4600 110<br />

Cambridge 840 C 5/07 1500 105<br />

Marantz SA-15 S1 7/07 1500 115 / 105<br />

Cayin SP-CD 300 6/08 1600 105<br />

Advance Acoustic MCD-403+MDA-503 6/08 1600 105<br />

Denon DCD-2000 AE 6/07 1650 115 / 105<br />

Marantz SA-15 S2 3/10 1800 115 / 105<br />

AVM Evolution CD 3 8/06 1800 105<br />

Atoll SACD 200 (SACD 5.1) 7/10 2000 120 / 105<br />

Marantz SA 15 S2 LE 12/11 2000 105<br />

T + A Music Player E2 (+Netzwerk-Client) 12/07 2000 105<br />

Exposure 3010 S 6/07 2000 105<br />

Arcam CD 36 3/08 2175 105<br />

Densen B 420 3/08 2200 105<br />

Rega Apollo R 7/12 800 103<br />

Marantz SA-KI Pearl Lite 2/11 1200 115 / 103<br />

Exposure 2010 S2 CD 8/13 1000 102<br />

Rotel RCD-1570 8/13 900 102<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD<br />

Rotel RCD 12 10/12 600 100<br />

Vincent CD-400 9/11 700 100<br />

Creek Evolution CD 5/07 760 100<br />

AMC XCDI VT 3/12 800 100<br />

NAD C 565 BEE 5/09 900 100<br />

Marantz SA 8003 1/09 900 115 / 100<br />

Pioneer D 9 12/07 900 110 / 100<br />

Vincent CD-S 1.1 9/07 990 100<br />

Denon DCD-1510AE 2/11 1000 113 / 100<br />

AMC CD6d 9/10 1000 100<br />

Cambridge 740C 5/09 1000 100<br />

Astin Trew At 3000 8/07 1000 100<br />

Rega Apollo 7/08 1000 100<br />

Cyrus 6 SE 2 3/13 1080 100<br />

Musical Fidelity M3CD 2/11 1150 100<br />

Yamaha CD-S 2000 2/08 1300 115 / 100<br />

East <strong>So</strong>und CD-E5 SE 6/07 1400 100<br />

Quad 99CDP-2 (Variable Out/6 Digital-In) 7/08 1470 100<br />

Densen B-410 6/07 1600 100<br />

<strong>So</strong>ny SCD-XA 5400 ES 1/09 2000 105 / 100<br />

Audio Aéro Prima 5/07 2100 100<br />

NAD C546 BEE 8/12 560 98<br />

Rotel RCD- 06 SE 8/12 600 98<br />

Harman/Kardon HD 980 12/08 300 95<br />

System Fidelity CD-270 12/08 400 95<br />

Pro-Ject CD Box SE 5/10 520 95<br />

NAD C 545 BEE 8/09 550 95<br />

Gold Note CD-7 3/13 600 95<br />

Harman/Kardon HD 990 5/09 600 95<br />

Exposure 1010 D 9/11 620 95<br />

Music Hall CD 35.2 9/11 700 95<br />

Arcam CD 17 9/08 700 95<br />

Vincent CD-S2 8/08 740 95<br />

Cambridge Azur 651 C 8/12 800 95<br />

Teac CD 1000 3/12 800 110 / 95<br />

Marantz SA 7001 KI 7/07 900 110 / 95<br />

Yamaha CD-S 1000 7/08 900 110 / 95<br />

<strong>So</strong>ny XA 1200 ES 9/07 900 110 / 95<br />

Pioneer D 6 2/07 500 100 / 95<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD<br />

Marantz CD-5004 10/10 300 90<br />

NAD C 515 BEE 4/08 300 90<br />

Denon DCD-720 AE 9/12 400 90<br />

Marantz CD-6002 11/07 400 90<br />

NAD C 525 BEE 2/07 400 90<br />

Cambridge 350 C 10/10 450 90<br />

Yamaha CD-N500 11/12 500 90<br />

Denon DCD-520 AE 8/12 250 88<br />

Yamaha CD-S 300 1/11 270 85<br />

Advance Acoustic MCD 200 10/09 350 85<br />

Audio Block C-100 9/12 400 85<br />

Pioneer PD-30 9/12 400 100 / 85<br />

Onkyo C-S5 VL 8/09 400 90 / 85<br />

Yamaha CD-S 700 3/09 480 85<br />

Denon DBP-2012 UD (+Blu-ray) 6/11 850 105 / 85<br />

Yamaha CDX-497 3/07 270 80<br />

System Fidelity CD-250 10/08 275 80<br />

AMC XCDI 10/10 350 80<br />

4. D/A WANDLER<br />

Die erste Bewertung ist für Cinch-Ausgänge – die zweite falls vorhanden für die<br />

Symetrische-Ausgänge (XLR).<br />

REFERENZ-KLASSE<br />

AB 101 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

MSB Technology Analog DAC 4/13 9000 140/140<br />

Audio Research Reference DAC 7/12 15000 140/140<br />

Resolution Audio Cantata MC 7/10 5900 135/135<br />

M2Tech Vaughan 4/13 7000 135/135<br />

Luxman DA-06 8/13 5000 130/135<br />

Auralic Vega 8/13 3300 130/130<br />

Ayre DX-5 (nur USB, + 5.1SACD, CD, Blu-ray) 10/10 10800 125/130<br />

NAD M51 2/13 1700 125/125<br />

T+A DAC 8 7/12 1850 125/125<br />

Arcam FMJ D33 6/12 3000 125/125<br />

Mytek 192Stereo-DSD DAC 8/13 1500 120/125<br />

Ayre QB-9 (nur USB) 9/09 2800 120/125<br />

Naim DAC 3/10 3000 125/ –<br />

Atoll DAC 200 10/12 1500 120/120<br />

Wadia 121 6/12 1500 120/120<br />

Fostex HP-A8C 10/12 1650 120 / –<br />

Naim DAC-V1 6/13 1700 120 / –<br />

Nuforce DAC9 6/12 1800 120/120<br />

Auralic ARK MX+ 5/12 1800 120/120<br />

Antelope Zodiac + 7/11 2200 120/120<br />

Acoustic Plan DigiMaster 2/13 2500 120/ –<br />

Audio Research DAC-7 10/08 3500 –/120<br />

Teac UD-501 6/13 800 115/118<br />

Cayin DAC 11 7/13 1200 118/118<br />

Audreal D2 6/13 1400 118/118<br />

Benchmark DAC2 HGC 4/13 2400 118/118<br />

M2Tech Young 4/11 1100 118 / –<br />

Leema Elements DAC 4/12 1500 118/118<br />

Hegel HD 20 (USB, Cinch) 9/11 1400 115/118<br />

Benchmark DAC1 USB 8/10 1300 115/118<br />

Moon 300 D 8/10 1400 115/118<br />

Musical Fidelity M1 SDAC 4/13 1150 115 / –<br />

Chord Chordette QX 8/13 1280 115 / –<br />

Teac UD-H01 5/12 350 113/115<br />

Asus Xonar Essence One 1/12 400 113/115<br />

KingRex UD-384 1/12 450 115 / –<br />

Musical Fidelity M1 DAC 8/10 500 113/115<br />

Styleaudio Carat-SAPPHIRE 8/10 675 115/ –<br />

Cambridge DACMagic Plus 4/12 630 115/115<br />

AMC US24192i 9/13 700 115/115<br />

Vincent DAC-1 5/12 700 115/115<br />

Music Hall DAC 25.3 1/12 700 115/110<br />

Rega DAC 5/11 700 115/ –<br />

Audiolab M-Dac 4/12 750 115/115<br />

Shanling DAC H1.1 2/13 800 115/115<br />

Chord Chordette Peach 1/11 1000 115/ –<br />

Exposure 2010 S2 DAC 6/12 1500 115/ –<br />

Hegel HD11 5/12 1050 113/115<br />

Audiolab 8200 CDQ (CD-Laufwerk, Vorverstärker) 5/11 1200 115/115<br />

Peachtree Audio iDac (iPod-Dock) 5/11 1200 115/ –<br />

North Star ESSENSIO 11/10 1300 115/ –<br />

Peachtree Nova (+Vor/Vollverstärker/<strong>So</strong>nosdock) 6/09 1300 115/ –<br />

Calyx DAC 24/192 7/11 1500 115 /115<br />

Restek MDAC + 8/10 1500 115/ –<br />

Peachtree DACit 1/12 500 113/ –<br />

Moon 100 D 4/11 550 113/ –<br />

Musical Fidelity V-DAC II (USB, Cinch) 9/11 240 110/ –<br />

Musical Fidelity V90-DAC 9/13 280 110/ –<br />

Micromega MyDac 7/13 300 110/ –<br />

Arcam RDAC 11/10 400 110/ –<br />

Musical Fidelity V-DAC mit V-PSU 8/10 435 110/ –<br />

NuForce Icon HDP 8/10 450 110/ –<br />

Atoll DAC 100 8/10 550 110/ –<br />

Furutech GT 40 (USB-In/Out, Phono-In) 9/11 500 103/ –<br />

Cambridge DAC Magic 1/09 400 100/105<br />

HIGH-END-KLASSE<br />

91-100 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Kingrex UD-01 (nur USB) 1/09 190 100/ –<br />

Pro-Ject DAC Box FL 5/10 210 100/ –<br />

Pro-Ject DAC Box S USB 8/12 160 95/ –<br />

SPITZENKLASSE<br />

76-90 PUNKTE<br />

Modell Test Preis Punkte<br />

Pro-Ject USB Box (nur USB) 1/09 100 85/ –<br />

5. NAS-SYSTEME<br />

Network Attached Storage oder Netzwerk-Laufwerke bieten Speicherplatz und Medienserver<br />

für die digitale Musiksammlung. Nicht alle NAS-Systeme auf dem Markt eignen<br />

sich aber für Audio-Streaming-Zwecke. Deswegen untersucht <strong>AUDIO</strong> verschiedene<br />

Systeme auf Sicherheit, Bedienbarkeit und Performance.<br />

Modell .Test Preis<br />

Seagate GoFlex Home (2TB) 5/11 150<br />

Synology DS-211+ 5/11 400<br />

Buffalo Linkstation 420 9/13 400<br />

Netgear ReadyNAS Ultra2 5/11 500<br />

Asus EeeBox 1501U 5/11 550<br />

QNAP TS-259 Pro+ (2TB) 5/11 600<br />

AssetNAS 2x1TB 5/11 800<br />

Ripnas <strong>So</strong>lid V2 (500GB, Ripping-Funktion, Asset Upnp) 4/13 2000<br />

Certon Systems Integrita (2,5TB, Twonky, Raid6) 4/13 3460<br />

www.audio.de › 09 /2013<br />

143


S. 70<br />

Italien € 6,75<br />

Spanien € 6,75<br />

Finnland € 7,35<br />

Slowakei € 6,75<br />

Griechenland € 7,50<br />

IMPRESSUM<br />

Verlag:<br />

WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH<br />

Anschrift der Redaktion:<br />

Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart;<br />

Postfach 105254: 70045 Stuttgart,<br />

Telefon 0711 / 207030-4500, Fax -4501<br />

Bereichsleiter Unterhaltungselektronik<br />

Andreas Stumptner<br />

Chefredakteur und Leiter Test & Technik<br />

Bernhard Rietschel (br)<br />

Stv. Chefredakteurin<br />

Christine Tantschinez (ct)<br />

Redaktion Test & Technik<br />

Alexandros Mitropoulos (am)<br />

Autor Test & Technik<br />

Johannes Maier (jm)<br />

Magazin<br />

Christof Hammer (ham), Claus Dick (cd), Christine<br />

Tantschinez<br />

Schlussredaktion<br />

Christine Tantschinez<br />

Layout<br />

Tilman Schreiber<br />

Produktion / Lithografie / Bildredaktion<br />

produktivBüro Klaus Schlappa<br />

www.promooffice.de<br />

Sekretariat und Leserservice<br />

Sibylle Hänsch<br />

Messlabor TESTfactory<br />

Peter Schüller (Laborleitung; ps), Dipl.-Ing. Michael<br />

Götzinger (mg)<br />

Fotografie<br />

Julian Bauer, mps-Fotostudio<br />

Testgeräteverwaltung<br />

Kristian Rimar<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />

Claus Dick (cd), Stefan Schickedanz (sts)<br />

Musik<br />

Christof Hammer<br />

Mitarbeiter Pop: Willi Andresen, Claus Böhm, Claus Dick,<br />

Michael <strong>So</strong>hn, Daniel Vujanic<br />

Mitarbeiter Klassik: Otto Paul Burkhardt, Andreas Lucewicz,<br />

Dr. Andreas Fritz, Laszlo Molnar, Thomas Voigt<br />

Mitarbeiter Jazz: Matthias Inhoffen, Werner Stiefele<br />

Ralf Dombrowski ; Vinyl Spezial: Fritz Schwertfeger,<br />

Justus Schlierbacher<br />

Anzeigen-Abteilung<br />

Dr. Michael Hackenberg (verantwortlich),<br />

0711 207030-8502, mhackenberg@wekanet.de<br />

Vedran Budimir, 089 25556-1181; vbudimir@wekanet.de<br />

Nadine Stiegler, 089 25556-1125; nstiegler@wekanet.de<br />

Jennifer Jung, 089 25556-1237; jjung@wekanet.de<br />

Ihr Kontakt für private Kleinanzeigen:<br />

Telefon: 0711 182-188; Fax: 0711 182-1783,<br />

email: hifimarkt-ga@motorpresse.de<br />