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*Preise gelten für Deutschland (4 Ausgaben pro Jahr)


Service

Editorial

Android Apps&Tipps Editorial

Frühjahrsputz

Christoph Langner,

Chefredakteur

Liebe Leserinnen,

liebe Leser

Gehören Sie so wie ich zu den Android-

Usern, die immer mehr Apps auf Ihrem Androiden

ansammeln. Ich musste neulich erschreckt

feststellen, dass ich die Grenze

von 200 Anwendungen deutlich überschritten

hatte. Die Konsequenz: Ich war mit der

Performance meines Samsung Galaxy

Nexus nicht mehr ganz so glücklich. Das

Handy genehmigte sich doch die eine oder

andere Auszeit.

Frühjahrsputz auf Android

Nach dem nassen „Frühling“ können Sie

nun auch einmal auf Ihrem Handy einen

Frühjahrsputz wagen. Am einfachsten geht

dies über das Web-Frontend des Google

Play Stores, so müssen Sie sich nicht durch

die Play-Store-App von Anwendung zu Anwendung

hangeln. Öffnen Sie zum Aufräumen

die Webseite des Android Stores in

Ihrem PC-Browser unter play. google. com

und loggen Sie sich über Anmelden rechts

oben ein.

Unter dem Link Meine Android Apps finden

Sie nun sämtliche mit Ihrem Konto verknüpften

Androiden und die jeweils auf

diesem Handy oder Tablet installierten

Apps. Ein Klick auf das kleine Mülleimer-

Symbol neben dem App-Icon schickt die

Anwendung auf Ihrem Handy direkt ins

Nirvana, ohne dass Sie das Gerät auch nur

einmal in die Handy nehmen müssten. Bequemer

geht es eigentlich nicht!

Mehr Platz für neue Apps

Nach dem Großreinemachen sollte Ihr

Handy nun wieder flott laufen und auch

ausreichend Platz für neue Apps bieten!

Damit Sie für Nachschub nicht lange suchen

müssen, bieten wir auch diesmal wieder

reichlich Apps&Tipps. Besonders am

Herzen lagen uns in dieser Ausgabe die

wirklich besten Gratis-Apps, wir stellen

Ihnen unsere Top-100 in den Highlights vor.

Android Apps&Tipps im Abo

Wenn Ihnen Android Apps&Tipps gefällt

und Sie das Magazin regelmäßig lesen

möchten, können Sie sich das Heft ab dieser

Ausgabe im Abonnement nach Hause

liefern lassen. Schreiben Sie zur Bestellung

eine E-Mail an abo@appsundtipps.de. Die

Preise für das monatlich kündbare Abo finden

Sie im Impressum.

Nun wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit

der Ausgabe 03/​2013 von Android

Apps&Tipps.

Christoph Langner

Apps & Tipps 03/2013 3


Service

Inhalt

highlights

7 Die 100 besten Gratis-Apps

Gratis-Apps, die auf keinem

Androiden fehlen dürfen

App-Tipps

28 Google Play

In Googles Kaufhaus shoppen gehen

32 Google Music

Mehr als ein virtueller Plattenladen

36 Google Play Books

E-Books und PDFs auf dem

Androiden lesen

40 Google Currents

Aktuelle News, immer dabei!

44 Google Kalender

Nie wieder einen Termin verpassen

50 Ganz besondere App-Perlen

Nützliche Apps jenseits des

Mainstreams

98 Bump

Filesharing der

besonderen Art

58 aCalendar

Wenn der Google-Kalender nicht

ausreicht!

62 Watchever

Online-Videothek zum Flatrate-Tarif

66 Camera FV-5

Upgrade für die Handy-Kamera

70 Next Browser

Browser der nächsten Generation!

74 Die besten Auto-Apps

Apps für Ritter auf vier Rädern

79 Die zehn schönsten

Tablet-Apps

Diese Apps sollten auf keinem Tablet

fehlen!

Service

3 Editorial

4 Inhalt

194 Impressum

4

03/2013 Apps & Tipps


Service

Inhalt

28

Google Play

Wir zeigen, was der

Google-Shop bietet

85 Atom-Launcher

Reichlich Abwechslung für den

Homescreen

90 PowerAmp vs. PlayerPro

Die vielleicht besten MP3-Player

im Duell!

94 Alben Cover

Mehr Farbe für Ihre Musiksammlung

98 Bump

Datenaustausch per Schulterstoß

101 Folder Sync

Datenabgleich über Grenzen hinweg

106 Linear-Clock

Das etwas andere Uhren-Widget

109 Flipboard

News zum Blättern

Spiele-Tipps

112 Top-Spiele

Diese Games dürfen Sie auf keinen

Fall verpassen!

116 Casual-Spiele

Spiele-Tipps für den Spielspaß

zwischendurch

119 Arcade-Spiele

Action für die Spielhalle

im Hosentaschenformat

122 (Ego-)Shooter

Die besten Spiele für

Hardcore-Gamer

126 Spiele-Emulatoren

Alte Spiele-Klassiker unter Android

wiederbeleben

Einsteiger-Tipps

132 QR-Codes lesen

So nutzen Sie die allgegenwärtigen

Pixel-Codes

134 Apps manuell installieren

Installieren Sie Apps am Play Store

vorbei

137 Android-Sicherheit an Bord

Mehr Sicherheit ganz ohne extra

Security-Apps

137 Android-Sicherheit

Die einfachsten Mittel sind

manchmal die besten

QR-Code lesen: so geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode Scanner zeigt

3. den Link an.

Tippen Sie auf den Link, oder wählen

Sie Browser 4. öffnen.

Juli 2012

Apps & Tipps 03/2013 5


Service

Inhalt

Sergey Kandakov, 123RF

150 Tastatur-Tipps

Schneller tippen dank

intelligenter Funktionen

Tipps & Tricks

142 Galaxy-S4-Tipps

Tipps&Tricks zu Samsungs

neuem Top-Handy

145 Sony-Tipps

Auch bei Sony gibt es

vieles zu entdecken

150 Tastatur-Tipps

Damit Sie morgen noch

schneller tippen

152 Neue Root-Apps

Frische Apps für gerootete Androiden

155 Firewalls

So kommt nicht mehr jede App

ins Netz

158 Windows-8-Treiber

Was Sie zur Nutzung von Android

und Windows 8 wissen müssen

160 Anti-Diebstahl-Apps

Sollte Ihr Androide einmal

gestohlen werden

165 Android entsperren

So umgehen Sie die Android-

Zugangssperren

170 Datensauger einbremsen

Halten Sie Datenverbrauch beliebter

Apps im Zaum

175 AirPush-Werbung beseitigen

So stellen Sie die nervigen

Benachrichtigungen ab

178 Nexus Media Importer

Binden Sie USB-Sticks unter dem

Google-Tablet ein

182 Link2SD

Apps auf die SD-Karte auslagern

186 SD-Card tunen

So verbessern Sie die Schreib-/​

Leseleistung der MicroSD-Karte

190 Motordaten auslesen

Das Handy als Autodiagnostiker

160 Anti-

Diebstahl-

Apps

Handy geklaut? Finden Sie den

Dieb so schnell wie möglich mit

diesen Apps.

6

03/2013 Apps & Tipps


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Die Top 100

Es gibt Apps, die muss man einfach installiert haben oder zumindest kennen.

Wir haben für Sie die 100 besten Gratis-Apps zusammengestellt.

Carsten Müller, Christoph Langner, Jasmin Bauer, Marcel Hilzinger, Peer Kintrup, Samuel Groesch

Alle Links

>

android- user.de/qr/29220

braverabbit, 123RF

Apps & Tipps 03/2013 7


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

CoolReader

Das Open-Source-Projekt CoolReader hat einen sehr

leistungsstarken und komfortablen eBook-Reader für

Android auf die Beine gestellt. Der Reader unterstützt

sämtliche wichtigen Formate wie epub, doc, html, rtf oder

mobi, versteht sich aber als einer der wenigen Apps auch auf

das aus Zeiten der Palm-PDAs populäre pdb Format. Das

macht CoolReader ungemein vielseitig. Nachschub an Lesestoff

bezieht eBook-Reader nicht vom lokalen Speicher,

sondern auch über Online-Kataloge. Bekannte eBook-

Kataloge wie Project Gutenberg oder Legimi sind bereits

vorinstalliert, weitere können hinzugefügt werden.

Stark zeigt sich die App auch bei Darstellung der Bücher. So versteht sich

CoolReader auf umfangreiche Formatierungsfunktionen wie Styles, Tabellen oder

Fußnoten sowie internationale Zeichensätze. Auch zusätzliche Schriftarten überfordern

CoolReader nicht. Sehr bequem ist die Anpassung der Helligkeit über

vertikales Wischen am linken Displayrand. Das Umblättern der Seiten wird schick

animiert und wird wahlweise per Fingertipp oder Wischen ausgelöst. Über zahllose

Einstellungsmöglichkeiten beeinflussen Sie die Optik der App und ihre

Handhabung. Ein Nachtmodus sorgt für bessere Lesbarkeit im Dunkeln. Mächtige

Suchfunktionen erlauben das schnelle Auffinden von Büchern oder Textpassagen.

Erfreulicherweise verzichtet CoolReader auch vollständig auf Werbung.

Mehr eBook-Reader für 0 Euro geht nicht!

Smart Tools –

Werzeugkasten

Mehr und genauere Werkzeuge als

mit der „Schweizer Taschenmesser“-App

haben sie mit den Smart-Tools dabei. In

den Regalen Länge & Winkel, Entfernung,

Licht, Kompass und Schall & Vibration finden

Sie einen Metalldetektor oder auch

Exoten, wie das Gewindesteigungs-Manometer.

Die Kamera unterstützt sogar das

Lot im Augmented-Reality-Style.

Bewertung: ★★★★★

WhatsApp Messenger

WhatsApp muss man einfach

installiert haben, um mit Freunden

in Kontakt zu bleiben. Weltweit sollen

20 Milliarden Nachrichten über

WhatsApp gesendet werden – täglich!

Es können auch mehrere Kontakte in

einem Chatraum vereint werden.

Bewertung: ★★★★★

Sound Hound

Auf einigen Geräten schon vorinstalliert

steht die App zusammen

mit Shazaam an der Spitze der Musik-Detektive.

Welchen Titel Sie gerade hören, beantwortet

die App nach wenigen Sekunden

treffsicher auf Knopfdruck. Die Anwendung

zeigt auch Album, Cover, Songtexte, Tourneedaten,

YouTube-Links an und verweist

auf ähnliche Interpreten. Ihren Fund teilen

Sie via Social Media, Mail oder Twitter.

Bewertung: ★★★★★

Notification Toggle

Nicht jedes Phone beherrscht die

Schnellstart-Einstellungen in der

Benachrichtigungsleiste. Mit Notification

Toggle können Sie dieses Feature nachrüsten

und sich den langen Weg durch das

Geräte-Menü ersparen. Die App erlaubt

den Zugriff auf 45 Systemeinstellungen.

Bewertung: ★★★★★

8

03/2013 Apps & Tipps


Amazon Mobil für Android

Das Einkaufstool hat alle wesentlichen Funktionen

dabei, die Sie aus dem Browser kennen. Die Suchfunktion

beinhaltet außerdem einen Barcodescanner, mit dem man

sich im örtlichen Handel mit einem schnellen Preisvergleich unbeliebt

machen kann. Nach dem Login können Wunschzettel,

Warenkorb, das eigene Konto und Bestellungen eingesehen

und bearbeitet werden. Natürlich sind auch Bestell-Funktionen

wie gewohnt enthalten. Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Palmary

Weather

Suchen Sie eine attraktive, informative und übersichtliche Wetterapp

und können auf ein Widget verzichten, kommt vielleicht „Palmary“ in

Frage. Auf der ersten Seite werden die üblichen aktuellen Daten und

ein Ausblick auf die nächsten 3 Tage angezeigt. Ein zweites Register

gibt eine Vorschau auf jede der nächsten 24 Stunden und auf der dritten

Seite werden mutig die nächsten 10 Tage geweissagt. Etwas versteckt

im Menü werden unter „Charts“ sehr anschauliche Grafiken der

Temperatur-Entwicklung sichtbar. Bewertung: ★★★★★

OpenSignal

EDGE?, UMTS? LTE?…Die App

gibt Ihnen zahlreiche Werkzeuge in

die Hand, mit denen Sie die Sendemasten

Ihres Providers im Umkreis

orten und die Übertragungsleistung

messen

können. Da die Daten

durch die Nutzer an einen

Server übertragen werden

können, ist daraus

eine bundesweite Kartenansicht

entstanden, die

wertvolle Informationen

bereit hält.

Bewertung: ★★★★★

Offizielle Ebay App

In der Bucht können Sie

auch mit der Ebay App komfortabel

fischen. Ein Barcode-Scanner

erleichtert die Suche nach einem

bekannten Artikel. Fotos werden gut

erkennbar wiedergegeben. Eingeloggt

bewachen Sie Ihre Beobachtungsliste,

gehen gespeicherten

Suchanfragen nach, geben Gebote

ab oder bieten Artikel zum Verkauf

an. Geräteinterne Benachrichtigungen

sind konfigurierbar und interessante

Artikel können auf den bekannten

Kanälen geteilt werden.

Bewertung: ★★★★★

Google Currents

Google Currents ist Ihre tägliche

Portion Nachrichten. Die Google-

App enthält komplette Nachrichtenangebote

diversen Zeitungen, Zeitschriften, Blogs und

anderer Webseiten in einem einheitlichen

Design, auch für Android User. Wenn Sie

also gerne und viel lesen, dann sind Sie bei

Google Currents genau richtig. Und das

beste: Sämtliche Beiträge von Google Currents

sind kostenlos und ohne Anzeigen.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/29220

Apps & Tipps 03/2013 9


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

Livesports24 F1 Racing

Wann und wo findet das nächste Rennen statt? Wie ist der aktuelle Stand der Fahrer-

und Team-WM? Für Fans von Bernie Ecclestones Formel-1-Zirkus bietet die

Livesports24 App eine Fülle an Informationen. Dreh- und Angelpunkt der App ist

der aktuelle Rennkalender mit den Daten zur jeweiligen Strecke. Wer das Spektakel nicht

live am Fernseher verfolgen kann, den informiert die App live von der Rennstrecke: Qualifying

und Rennen werden als Liveticker in Textform auf Ihr

Smartphone übertragen. Das macht sogar Spaß, denn die

Kommentierung ist zeitnah und man fühlt sich durchaus

live dabei. Aktuelle Nachrichten aus der Königsklasse des

Motorsports verkürzen die Zeit zwischen zwei Rennwochenenden.

Über den Punktestand in der

Fahrer- und Teamwertung informiert Sie die

App ebenfalls jederzeit. Da sich die WM-

Stände auch während des Rennens aktualisieren

eignet sich die App prima als Zusatzinfo

während der TV-Übertragung. Livesports24

F1 Racing ist optisch sehr ansprechend

gemacht, die App ist allerdings vollständig

in englischer Sprache und gelegentlich

wird eine ganzseitige Werbung

eingeblendet. Dennoch ist die App eine

Pflicht-App für alle Formel-1-Fans.

Grundgesetz

Wissen Sie, was im Grundgesetz

drin steht und welche Rechten

und Pflichten Sie haben? Nein? Kein Problem.

Das Grundgesetz gibt es nun sogar als

Android-App für unterwegs. Sie können in

der App gezielt nach Gesetzen suchen, Hintergründe

zur Verfassung nachlesen, politische

Begriffe nachschlagen oder im Quiz

Ihr Wissen testen. Mit dieser Anwendung

sind Sie für alle Eventualitäten gewappnet.

Bewertung: ★★★★★

AK Minilabor

Chemie ist für viele ein Schreckgespenst.

Allerdings nur für

diejenigen, die AK Minolabor nicht kennen.

Diese nützliche Anwendung enthält

eine umfangreiche Datenbank mit

vielen Informationen und verschiedene

Lernspielen.

Bewertung: ★★★★★

SWR 1000 Antworten

Haben Sie sich schon einmal gefragt,

wie schnell Regentropfen

vom Himmel fallen oder ob es Nahrungsmittel

gibt, die vor Krebs schützen können?

1000 Antworten liefert Ihnen die Lösungen

dazu. Sie können gezielt nach Fragen suchen

oder im Angebot stöbern. Ist ein

Thema nicht dabei, schicken Sie Ihre Frage

einfach ein. Dank der Audiofunktion können

Sie sich dabei entspannt zurücklehnen.

Bewertung: ★★★★★

WDR Hörspielspeicher

Die WDR Hörspiel-App beinhaltet

eine große Auswahl professionell

produzierter Stücke, die selbst lange Autofahrten

kurzweilig machen. Die Sammlung

umfasst ein reichhaltiges Angebot. Alle

Hörspiele können Sie kostenlos herunterladen

und genießen.

Bewertung: ★★★★★

10

03/2013 Apps & Tipps


AOK genießen

Die Anwendung AOK genießen ist ein smartes Kochbuch

mit vielen leckeren Rezepten.Wählen Sie einfach aus, welche

Mahlzeit Sie wünschen, worauf Sie gerade Appetit haben und

wie viel Zeit Sie in die Zubereitung stecken möchten. Zusätzlich beinhaltet

die Anwendung weitere nützliche Zusätze wie Einkaufsliste,

Fettspartipps, Timer, einen BMI-Rechner sowie eine Notizfunktion.

Nur kochen müssen Sie selbst.

Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

NASA App

Wer möchte nicht gerne einmal ins Weltall fliegen? Leider ist so

etwas teuer und mit einigen Strapazen verbunden. Aber um zu wissen,

was sich in unserer Galaxie abspielt, müssen Sie nicht extra in

ein Raumschiff steigen. Dank der NASA App können Sie jederzeit

von Ihrem Androiden aus aktuelle Bilder, Videos und Berichte der

NASA Missionen sehen. Die NASA-Anwendung ist allerdings komplett

auf Englisch.

Bewertung: ★★★★★

Der Periodenkalender

Kalender, mit denen Sie Ihre Periode

verfolgen können, gibt es im

Play Store einige. Der Periodenkalender

punktet allerdings durch

sein schönes Design und

die vielen nützlichen Funktionen,

die dabei helfen,

Ihren Körper besser im

Blick zu behalten. Er berechnet

automatisch Ihre

fruchtbaren Tage und

zeigt, wann Sie das

nächste Mal mit der

Regel rechnen können.

Bewertung: ★★★★★

DEL Deutsche

Eishockey Liga

Eishockey erfreut sich in

Deutschland immer größerer Beliebtheit.

Doch leider ist es den meisten

Fans nicht möglich, alle Spiele

live zu verfolgen. Zum Glück bietet

die App DEL Deutsche Eishockey

Liga nicht nur Liveticker zu den Spielen,

sondern viele Hintergrundinformationen

und Tabellen zum aktuellen

Geschehen. Damit verpassen Sie

künftig keinen Schlagabtausch mehr.

Am besten gleich jetzt installieren,

um den Start nicht zu verpassen.

Bewertung: ★★★★★

Galileo Videolexikon

Die Sendung Galileo erklärt wissenschaftliche

Phänomene auf einfache und anschauliche

Weise. Viele dieser interessanten und unterhaltsamen

Videos stehen für Androidbesitzer in der Anwendung

Galileo Videolexikon kostenlos zur Verfügung. Sie können

sich entweder durch die breite Auswahl klicken

oder mit einer intelligenten Suchfunktion gezielt nach

Themen Ausschau halten. Dafür benötigen Sie allerdings

eine Internetverbindung und die App zeigt

Werbung an.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

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android- user.de/qr/29220

Apps & Tipps 03/2013 11


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

Lotto - bin ich schon reich?

Wenn Sie jeden Mittwoch und Samstag auf die Millionen hoffen, dann ist diese

App genau richtig für Sie. In der Rubrik Ziehungen erhalten Sie sämtliche Informationen

zu den Ziehungsergebnissen, inklusive der Gewinnquoten. Unter

Scheine erfassen Sie Ihre eigenen Spielscheine – Normalscheine oder Systemscheine.

Dabei erlaubt die App auch auf Wunsch die Abgabe des Tippscheins

bei lottoland.com. Bei der Erfassung können Sie die einzelnen

Spielfelder manuell ausfüllen oder den Zufallsgenerator

nutzen. Auch das Einscannen Ihres Papier-Spielscheins ist

möglich. Im Bereich Gewinne schließlich schlägt nach der

Ziehung die Stunde der Wahrheit: Haben Sie

gewonnen oder bleibt es zunächst noch bei der

Hoffnung? Im Bereich +/​- schließlich listet die

App alle Ihre Einsätze und stellt sie den Gewinnnen

gegenüber – so halten Sie Ihre Bilanz

im Blick: Machen Sie beim Tippen unterm

Strich einen Gewinn oder legen Sie drauf? Pfiffig

ist der Gewinn-Wecker der App, der Sie im

Falle eines Gewinnes sofort in der Benachrichtigungsleiste

informiert. Es ist die ideale App

für alle Lotto-Spieler. Die intuitive Oberfläche

und die cleveren Detaillösungen machen genauso

viel Spaß wie das Lottospielen selbst!

AlarmDroid

Dieser funktionsreiche Wecker bietet

für jeden Bedarf die passende

Einstellung. Langschläfer haben es künftig

schwer, einfach die Schlummertaste zu

drücken und zu verschlafen. Denn Sie können

einstellen, dass Sie erst eine mathematische

Aufgabe lösen, bevor der Wecker

Ruhe gibt. Zudem erfahren Sie auf Wunsch

noch die aktuelle Temperatur, damit Sie

wissen, ob kurz oder lang angesagt ist.

Bewertung: ★★★★★

News Republic

In der stylischen Kacheldarstellung

von News Republic wählen

Sie aus soliden Newsquellen diejenigen

aus, die Sie interessieren und

lesen die Neuigkeiten komplett in der

App ohne Browser. Ein passendes

Widget gehört auch dazu.

Bewertung: ★★★★★

Tedict

Sie möchten Ihre Englischkenntnisse

auffrischen? Tedict verwandelt

die interessanten englischen TED-Vorträge

in Sprachlektionen. Haben Sie ein

Video heruntergeladen, können Sie sich

einzelne Sätze daraus diktieren lassen und

diese mitschreiben. Oder Sie sehen sich

die Videos mit deutschen und englischen

Untertiteln an. Ein Wörterbuch zum schnellen

Nachschlagen ist ebenfalls integriert.

Bewertung: ★★★★★

Schweizer

Taschenmesser

Mit dem schon fast sprichwörtlichen

„Schweizer Taschenmesser“ haben

Sie Taschenlampe, Wasserwaage, Lupe, Lineal,

Stoppuhr, Rechner, Kompass, Einheitenkonverter

Spiegel und einen Timer

immer dabei. Die All-in-One-App!

Bewertung: ★★★★★

12

03/2013 Apps & Tipps


Das Örtliche Telefonbuch

Man vergisst es gerne, aber mit einem Smartphone kann

man auch telefonieren, sofern man die entsprechende Telefonnummer

kennt. Mit der App von „Das Örtliche“ können Sie

diese mit dem Smartphone direkt nachschlagen. Die Anwendung

beinhaltet sogar eine Rückwärtssuche, falls Sie jemand mit einer

Ihnen unbekannten Nummer angerufen hat und Sie vor dem Rückruf

gerne erst wissen würden, mit wem Sie es da zu tun haben.

Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

TV Spielfilm

Das altbekannte Fernsehheft mit Programmhinweisen und Hintergrundartikeln

gibt es mittlerweile handlich und übersichtlich als digitale

Version. Besonders gut gefällt uns die Android-App von TV

Spielfilm. Inhaltlich bietet die Anwendung alles, was man von einer

Fernsehzeitschrift erwarten würde: Inhaltsangaben der Sendungen,

Kritiken, Empfehlungen und natürlich eine gute Übersicht, was

wann im Free TV läuft.

Bewertung: ★★★★★

Taschenlampe

Tiny Flashlight

Unter unzähligen Taschenlampen-

Apps gehört Flashlight zu den Alleskönnern,

egal ob weiß und

grell oder farbig bunt bis

agressiv. Neben sieben

Widgets für den schnellen

Zugriff können Sie in der

App auch Morsesignale

auswählen und erstellen.

Last-Not-Least ist die Arbeitslampe

dimmbar, um

Akku und LED nicht zu

überfordern.

Bewertung: ★★★★★

Zählerstand

Egal ob sie Wasser, Strom,

Gas, Fernwärme oder was

auch immer zählen: Mit dieser App

können Sie Ihren Verbrauch zumindest

auch zwischen den jährlichen

Rechnungen laufend kontrollieren

und vielleicht auch optimieren. An regelmäßige

Ablesungen können Sie

sich täglich, wöchentlich oder monatlich

erinnern lassen. Auch um die grafische

Darstellung einschließlich der

Abweichungen vom Durchschnitt

kümmert sich „Zählerstände“, auf

Wunsch taggenau.

Bewertung: ★★★★★

deinPULS

Der neue Sender des Bayerischen Rundfunks

PULS sendet nicht auf UKW, das Programm ist

nur über Kabel, Digitalradio, Satellit und als Online-

Stream zu empfangen. Mit der deinPuls-App gestalten

Sie des Online-Radios das Programm mit. Als Hörer

können Sie Sendungen bewerten, aber auch interaktiv

teilnehmen: Entweder per Online-Voting oder Sie senden

über die App Texte, Sprachnachrichten oder gar

gleich ganze Kommentar-Videos direkt an die Moderatoren

im Studio.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

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Apps & Tipps 03/2013 13


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

Spiegel Online

Das auflagenstärkste Nachrichtenmagazin Europas

setzt auch mit seiner App Maßstäbe. Die App begeistert

mit einem überwältigenden Themenmix, frischer

Optik und cleveren Funktionen. Nachrichten gehen in die Tiefe,

umfangreiche Fotostrecken und Filmbeiträge von Spiegel TV

illustrieren das Geschehen. Fans von Fußball und Formel 1

freuen sich über die Liveticker zu sämtlichen wichtigen Spielen

und Rennen. Auch der Wirtschaftsteil mit aktuellen Informationen

und Börsencharts ist stark. Die Wetterinformationen

lassen sich auf konkrete Orte eingrenzen

und werden grafisch und als Text serviert. Sehr gut

macht sich die Suchfunktion. Über sie finden Sie auch lange zurück liegende Artikel.

Äußerst nützlich für unterwegs ist das Pack & Go Feature: Zuhause packen Sie

ihre gewünschten Artikel ein, unterwegs können Sie sie dann offline lesen. Das

spart Download-Zeit und ‐Kosten. Die Übersicht der aktuellen Beiträge lässt sich

wahlweise in klassischer oder kompakter Ansicht darstellen . Lob gibt es für die

einstellbare Schriftgröße. Erfreulich ist außerdem, dass die App zum Mitmachen

einlädt: Jeder Artikel ist mit der Spiegel-Online-Community verknüpft. Hier können

Sie die Kommentare anderer Leser verfolgen und mitdiskutieren. Die zwei

Widgets transportieren aktuelle Nachrichten direkt auf Ihren Startbildschirm,

und dass Sie mit der Spiegel Online App auch einzelne Artikel über soziale Netzwerke

oder E-Mail teilen können, versteht sich fast schon von selbst.

Automatic File

Mover

Der Browser speichert Downloads

im gleichen Verzeichnis. Automatic File

Mover schafft Abhilfe! Definieren Sie individuelle

Aufgaben mit Dateiart (z. B. .pdf),

Quellverzeichnis (etwa /download) und

Zielverzeichnis – den Rest erledigt die App.

Sie verschiebt automatisch alle entsprechenden

Dateien an den richtigen Platz. So

landen Ihre Dateien am richtigen Platz.

Bewertung: ★★★★★

Klicktel

Egal, ob Sie unterwegs ein Taxi

brauchen, einen Geldautomaten

in der Nähe suchen, Essen oder Einkaufen

möchten – die Klicktel steht hilfreich

zur Seite. Clever: Der Anrufmonitor

löst eingehende Anrufe schon beim

Klingeln in Name und Adresseauf.

Bewertung: ★★★★★

Bubble Wasserwaage

Halten oder legen Sie das Handy

mit dem Display nach oben, erscheint

eine Dosenlibelle, die Ihnen bei der

Ausrichtung eines Objektes – etwa eines Tisches

– in zwei Dimensionen hilft. Senkrecht

gehalten steht die klassische Röhrenlibelle

zur Verfügung – ideal zum Anbringen

eines Bildes an die Wand. Die Kalibrierungsfunktion

justiert die Sensoren. Kein

Profi-Werkzeug aber dennoch praktisch!

Bewertung: ★★★★★

Eventim

Mit der Eventim App verschaffen

Sie sich einen Überblick über Veranstaltungstermine

und können direkt aus

der App heraus die Tickets bestellen – entweder

in Papierform per Post oder als E-Ticket

zum selber drucken. Die App enthält

einen Ticketalarm für Lieblingskünstler.

Bewertung: ★★★★★

14

03/2013 Apps & Tipps


Brutto Netto Gehaltsrechner

Wie wirkt sich eine Gehaltserhöhung auf mein Nettogehalt

aus? Was bringt mir der Wechsel meiner Steuerklasse?

Nach Eingabe von Bruttogehalt, Steuerklasse, Bundesland

und anderer Parameter errechnet die App Ihr Nettogehalt

und weist Steuern- und Abgabenanteil sowie die Versicherungsbeiträge

aus. Die App gefällt dabei auch aufgrund ihrer durchdachte

Logik und der schicken Optik.

Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

3G Watchdog

Ständig aktuelle Wetterdaten und Nachrichtenwidgets auf Ihrem

Smartphone sind sicherlich eine praktische Angelegenheit. Allerdings

benötigen diese permanenten Internetzugang und das kann

schnell teuer werden. Damit es kein böses Erwachen gibt, wacht

der 3G Watchdog auf Ihrem Androiden. Praktische Widgets zeigen

Ihnen Ihre Datennutzung genau an und ermöglichen die mobile

Internetverbindung per Fingerzeig zu beenden.

Bewertung: ★★★★★

Kennzeichen

Wo kommt denn der her? Spätestens,

wenn auf langen Fahrten bei

der Frage nach der Herkunft anderer Fahrzeuge

die Köpfe qualmen,

weil Kennzeichen wie ESW

oder LBZ gerade nicht geläufig

sind, sorgt diese

App für Erhellung. Neben

Deutschland und Österreich

enthält die App auch

die Kennzeichen von acht

weiteren Ländern und

zeigt die Treffer auf einer

Karte an.

Bewertung: ★★★★★

Das Wetter 14 Tage

Während die meisten Wetter-Apps

nur eine Woche abdecken,

liefert Das Wetter die Vorschau

für ganze zwei Wochen, egal

ob Regen, Schnee oder Sonnenschein.

Mit der kartografischen Darstellung

von Wetterwarnungen und

animierten Wetterbildern für den

Verlauf von Regen, Wind, Temperatur

und Druck sind Sie bestens informiert.

Ein schickes Widget liefert

außerdem die Drei-Tages-Vorschau

für Ihren Wunschort direkt auf den

Homescreen.

Bewertung: ★★★★★

Send to SD Card

Selbst beliebte und populäre Apps wie die Zeichen-App

Skitch verzichten häufig auf Funktionen

zum Speichern ihrer Dokumente in einer Datei auf

dem internen Speicher des Androiden. Stattdessen

bieten sie nur die Möglichkeit, Inhalte zu teilen – etwa

mit Instant-Messengern oder der E-Mail-Anwendung.

Send to SD Card fügt sich in das Teilen-Menü ein und

ermöglicht so das Abspeichern sämtlicher Inhalte in

Dateiform auf dem Gerätespeicher oder der SD-

Karte. Ein cleveres und unverzichtbares Helferlein!

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

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Apps & Tipps 03/2013 15


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

HRS Hotel-Suche

Schon im Web hat sich der Hotrel Reservation Service

HRS längst einen Namen gemacht. Für die weltweite

Hotelbuchung gibt es kaum einen leistungsfähigeren

Dienst. Denn HRS greift nicht nur auf eine schier endlose Datenbank

angeschlossener Hotels zurück, sondern überzeugt

stets auch durch Top-Preise für die Übernachtungen. HRS

verfügt dabei zum großen Teil über eigene Zimmerkontingente.

So kann es vorkommen, dass ein Hotel selbst

bereits ausgebucht ist, während Sie über HRS dennoch

freie Zimmer buchen können. Und zwar in der Regel zum günstigeren

Preis. Ein Novum ist die Buchung ohne Kreditkartenzwang – meist ist Ihr guter

Name für die Buchung ausreichend und die Zahlung erfolgt erst im Hotel vor Ort.

Ein My HRS genanntes Nutzerkonto ist zwar hilfreich, um die bereits getätigten

Buchungen im Überblick zu halten – es ist aber nicht zwingend erforderlich. Erfreulich

ist auch die garantierte Stornierbarkeit einer Zimmerbuchung bis 18 Uhr

am Anreisetag. So gibt sich HRS wohltuend kundenfreundlich und serviceorientiert.

Die mobile App geht keine Kompromisse ein und spiegelt den vollen Leistungsumfang

von HRS wieder. Die Hotelsuche geht schnell, leicht und zuverlässig

von der Hand. Es werden stets nur Hotels aufgeführt, die auch wirklich noch

freie Zimmer haben und buchbar sind. Über Filter und Sortieroptionen schränken

Sie die Auswahl individuell weiter ein. Bilder, Videos, Kundenbewertungen

und umfangreiche Informationen runden das Angebot ab.

Sky Map

Die intuitive Handhabung von Sky

Map ermöglicht Anfängern

schnell die Erweiterung des eigenen Horizonts.

Über eine einblendbare Seitenleiste

können verschiedene Elemente des Universums

wie in einem Planetarium einund

ausgeblendet werden. Im Menü findet

sich neben weiteren Einstellungsmöglichkeiten

eine kleine Bildergalerie des Hubble-

Teleskops mit beeindruckenden Fotos.

Bewertung: ★★★★★

Focus Online

Die Nachrichten App ist eine

gelungene Adaption des Magazins

auf mobile Geräte. Sie können entweder

durch alle mit Kurztexten versehenen

Schlagzeilen scrollen oder über

die Seitenleiste gezielt einen der zwölf

Themenbereiche auswählen.

Bewertung: ★★★★★

Finanzen100 Börse

Unter den wenigen Aktien-Anwendungen

ist Finanzen100 eine

App, die keine Anmeldung für Portfolios

oder Watchlisten erfordert. Kurse oder

Nachrichten können Sie sich in einem Widget

anzeigen lassen. Hilfreich ist auch die

Chart-Ansicht von Tag, Woche, Monat,

Halbjahr, Jahr und 5-Jahres-Zeitraum.

Schauen Sie sich auch finanzen.net an,

wenn Sie sich für Aktien interessieren.

Bewertung: ★★★★★

GSam Battery Monitor

Batterie-Leistung ist rar und wird

von vielen Apps klammheimlich

geklaut. Mit GSam spüren Sie die Diebe

auch nachts auf, wenn Sie glauben Ihr

Phone schläft. Neben den vielen Funktionen

ist auch ein Widget und eine Anzeige

in der Benachrichtigungsleiste dabei.

Bewertung: ★★★★★

16

03/2013 Apps & Tipps


Kleiderkreisel

Wenn Ihr Kleiderschrank voll ist, Sie aber trotzdem

nichts zum Anziehen haben, ist Kleiderkreisel die App

Ihrer Wahl. Mit ihr können Sie Kleidung online tauschen, verkaufen

oder verschenken. Über vier Millionen Artikel warten darauf

von Ihnen aufgestöbert zu werden. Gebühren verlangt der Kleiderkreisel

– im Gegensatz zu anderen Flohmarkt-Plattformen –

nicht. Der neuen Hose, Bluse oder Tasche steht nichts im Weg!

Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Zedge

„Attention! Your Girlfriend is calling!“ Zedge erweitert die Benachrichtigungstöne

Ihres Phones um viele Sounds, sodass Sie

die Quelle eines Anrufs schneller identifizieren. Klänge aller Art

können vorgehört, gespeichert und auch direkt einer Funktion

oder einem Kontakt zugeordnet werden. Neben mehr als

700.000 Klingel- und Benachrichtigungstöne werden 6000 Hintergründe

(darunter 2000 Live-Wallpaper) angeboten.

Bewertung: ★★★★★

PushBullet

Haben Sie auch schon öfters mal

interessante Webseiten auf dem

Desktop-PC entdeckt, würden diese aber

ganz gerne am Handy

lesen? Ersparen Sie sich

das erneute Abtippen der

URL, schicken Sie den Link

zur Seite einfach per Push-

Bullet auf das Handy. Im

Zusammenspiel mit

Google Chrome ist der

Datenaustausch zwischen

PC und Handy via Extension

ein Kinderspiel.

Bewertung: ★★★★★

Duolingo

Eine herausragende App

zum Lernen von Fremdsprachen

zum Nulltarif und ohne Werbung,

wie kann dass gehen? Das Geschäftsprinzip

von Duolingo ist clever:

In den forgeschrittenen Kurs-

Elementen arbeiten Sie an Text-

Ausschnitten, deren Übersetzung

im Crowd-Stil sich Dualingo bezahlen

lässt. So entstehen laufend

weitere neue Texte für Anfänger

und Profis. Einen Haken hat die

Sache allerdings noch, die App

gibt es bisher nur auf Englisch.

Bewertung: ★★★★★

TuneIn Radio

Die Nr.1 der mobilen Radios ermöglicht Ihnen

neben einer üblichen Playeroberfläche auch die Bedienung

über Widgets. Stellen Sie sich aus mehr als 70.000

Stationen und über 2 Millionen Podcasts Ihr persönliches

Programm zusammen. Das weltweite Angebot ist in Kategorien

sortiert, so dass Sie neben News, Sport, Comedy

die Musik sogar nicht nur nach Genres, sondern auch nach

Jahrzehnten filtern können. Über die Webseite ist es möglich

Favoriten in der Pro-Version mit anderen Geräten zu

synchronisieren. Das Radiohören klappt aber auch mit

der Gratisversion problemlos. Bewertung: ★★★★★

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Apps & Tipps 03/2013 17


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

ES Datei Explorer

Um den Überblick über all Ihre Dateien zu behalten,

empfiehlt sich die Verwendung eines Dateimanagers.

Der ES Datei Explorer überzeugt mit vielen

Funktionen und einem aufgeräumten, ausgereiften Design.

Die App vrewaltet nicht nur Ihren lokalen Speicherinhalt,

sondern auch entfernten Speicherplatz im lokalen LAN,

über Bluetooth auf anderen Geräten oder via FTP auf externen

Servern. Dies gestaltet das Einsatzgebiet der App sehr flexibel und macht

den ES Datei Explorer zu einem wahren Allrounder. Sie können Themes nachinstallieren

und dadurch zusätzlich das Design an Ihre persönlichen Wünsche anpassen.

Am unteren Bildschirmrand befindet sich die Action Bar, mit welcher Sie verschiedene

Aktionen durchführen: Einen neuen Ordner erstellen, oder die Ansicht

aktualisieren ist hier ebenso möglich, wie die Sortierreihenfolge zu ändern, oder

die Art der Ansicht umzustellen. Durch das Icon in der linken, oberen Ecke öffnen

Sie die Sidebar, die Ihnen schnellen Zugriff auf alle wichtigen Menüpunkte der

App gewährt. Zusammengefasst in fünf Kategorien präsentieren sich hier alle

Funktionen. Unter dem Punkt Werkzeuge verbergen sich viele Features, die Sie

von anderen Apps dieser Art sicherlich nicht gewohnt sind. So hat der ES Datei

Explorer einen integrierten App-Manager zur Verwaltung von installierten Applikationen,

einen Netz-Manager zur Konfiguration der WLAN Einstellungen oder

eine Funktion zur Analysierung der SD-Karte, welche genau darstellt, wie viel

Speicherplatz von welchen Ordnern und Inhalten verwendet wird.

Sparkasse

Mit der Sparkassen App steht für

alle Sparkassenkunden eine kostenlose

und umfangreiche App zur Verfügung,

um auch mobil immer den Überblick

über die eigenen Finanzen zu behalten.

Zudem können Sie sich Geldautomaten in

Ihrer Umgebung einfach auf einer Karte

ansehen, oder Ihren Kontostand über mehrere

Monate auswerten und dadurch Strukturen

in Ihren Finanzen erkennen.

Bewertung: ★★★★★

EyeEm

Die App EyeEm aus Berlin ist

durchaus ein ebenbürtiger Konkurrent

für das große Instagram. Mit der

App können Sie ähnlich wie mit Instagram

Fotos durch Filter und Effekte verschönern

und dann in Ihren Sozialen

Netzwerken mit Freunden teilen.

Bewertung: ★★★★★

Pollenflug-Vorhersage

Viele Deutschen sind auf Pollen

allergisch und möchten deshalb

wissen, wo was blüht. Die Pollenflug App

hilft den Betroffenen mit der integrierten,

ortsbasierten Vorhersage bestmöglich zu

planen und schon vorher zu wissen, wie es

in den nächsten Tagen aussieht. Dabei bietet

die Anwendung nützliche Zusatzinformationen

und eine Übersichtskarte der

Lage für komplett Deutschland.

Bewertung: ★★★★★

ConnectBot

Unterwegs einmal schnell auf den

eigenen Server zuzugreifen, kann

leicht zu einem größeren Unterfangen werden,

selbst wenn es nur darum geht, Windows

neu zu starten. ConnectBot App baut

die Verbindung zum Server auf und unterstützt

Sie bei der Bedienung.

Bewertung: ★★★★★

18

03/2013 Apps & Tipps


Financius

Mit Financius behalten Sie Ihre Ausgaben und Transaktionen

im Überblick. Die App kommt mit einem liebevoll und

hübsch designten Interface daher und besticht mit einer Fülle an

Funktionen. Financius kann vor allem seine Stärken in der Auswertung

der Daten ausspielen. So zeigt die App in einer übersichtlichen

und aufschlussreichen Statisik an, wofür Sie Ihr Geld ausgegeben

haben, sodass Sie dies besser kontrollieren können.

Bewertung: ★★★★★

myTopdeals Falls Sie immer auf der Suche nach Schnäppchen und Deals sind,

wird die myTopdeals App Sie sicherlich auf das eine oder andere

gute Angebot aufmerksam machen. Das Team von mytopdeals.net

trägt für Sie täglich die besten Schnäppchen zusammen und stellt

diese online. Mit der App empfangen Sie bei einem neuen Deal automatisch

eine Benachrichtigung zum Angebot. In den Kommentaren

lesen Sie Erfahrungen von Nutzern über das Produkt und können

sich so besser entscheiden. Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

AccuWeather

AccuWeather bringt das Wetter optimal

auf Ihr Smartphone. In den

unterschiedlichen Reitern sind Menüpunkte

untergebracht, über

die Sie das Wetter und die

Vorhersage für Ihren

Standort betrachten. Die

Vorhersage wird Ihnen in

stündlichen oder täglichen

Abständen angezeigt,

ein optionales Icon

in der Benachrichtigungsleiste

informiert über die

aktuelle Temperatur.

Bewertung: ★★★★★

MX Player

Der MXPlayer ist ein umfangreicher

Medienplayer

für Ihr Android Smartphone. Er ermöglicht

das Abspielen von vielen unterschiedlichen

Formaten, auch mit Untertiteln und sogar

mit zeitversetzten Texten. Die App lässt

sich durch Gesten auf dem

Touchscreen während des

Playbacks bedienen. Diese

intuitive Steuerung trägt

zu einer flüssigen und

simplen Bedienung bei.

Die breite Formatauswahl

rundet MX Player ab.

Bewertung: ★★★★★

Instagram

Instagram ermöglicht es allen Fotobegeisterten

schnell und einfach Fotos zu bearbeiten und

mit Effekten zu versehen. Anschließend werden diese

Bilder im Instagram-Netzwerk geteilt und können von

anderen Nutzern kommentiert oder favorisiert werden.

Mit Instagram lassen sich in kurzer Zeit tolle Bilder

zaubern und sich danach von anderen Handyfotografen

Anregungen holen. Als Alternative für Fans von

Social Networking eignet sich EyeEm, möchten Sie

Ihre Fotos ohne Community verschönern, dann nutzen

Sie besser Snapshot. Bewertung: ★★★★★

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Apps & Tipps 03/2013 19


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

Lieferungen

Heutzutage wird fast alles online bestellt. Von Büchern, über Schuhe, bis hin zu

Küchengeräten. Um den Status all Ihrer Lieferungen, die momentan unterwegs

sind, im Blick zu halten gibt, es die Lieferungen App. Sie fast Ihre Lieferungen zusammen

und benachrichtigt Sie automatisch, sobald ein Statusupdate verfügbar ist. Beim

Hinzufügen einer Sendung über den „+“ Button in der oberen Action Bar, müssen Sie die

Sendungsnummer eintragen sowie einen Sendungsnamen vergeben. Zusätzlich können

Sie anbieterspezifische Angaben machen, wie etwa die PLZ bei dem Versand mit

DHL oder der Deutschen Post. Anschließend erscheint die Sendung im Hauptmenü

und wird ab sofort regelmäßig auf Updates überprüft. Der Abstand in dem geprüft

werden soll, lässt sich in den Einstellungen unter „Benachrichtigungen“ im Punkt

„Aktivierungsintervall“ definieren. Mit Lieferungen ist es sogar möglich, automatisch

neue Amazon Sendungen zu Ihrer Liste hinzuzufügen. Durch diese Synchronisation

fällt das lästige Eintippen der Sendungsnummer weg. Die Detailansicht

jeder einzelnen Sendung bereitet die von den Logistikunternehmen bereitgestellten

Daten übersichtlich auf und zeigt Sie Ihnen an. Sie sehen zeitlich geordnet,

alle Schritte, die Ihre Sendung absolviert. Lieferungen unterstützt sehr viele Anbieter,

darunter alle großen deutschen Unternehmen, wie DHL, DPD, GLS, Hermes

und UPS. Aber auch mit ausländischen Versandfirmen kann die Lieferungen

App umgehen, beispielsweise werden Dienste wie China Post, FedEx,

Hongkong Post und la Poste France unterstützt. Für 0,99 Euro können Sie zusätzliche

Funktionen per In App Kauf freischalten. Dies ist allerdings nicht notwendig,

auch in der Free Version hat Lieferungen viel zu bieten.

Skyscanner

Skyscanner sucht Ihnen mobil

Flüge und Hotels weltweit heraus.

Durch die guten Filtermöglichkeiten finden

Sie schnell das passende Angebot, welches

Sie direkt aus der App heraus buchen

können. Über das integrierte Diagramm

können Sie sich anzeigen lassen, ob es

eventuell günstiger wäre an einem anderen

Tag zu fliegen, um noch ein paar Cent

zu sparen. Perfekt für Vielflieger.

Bewertung: ★★★★★

Turbo Client

Der Turbo Client ist die ideale FTP

App für Ihr Smartphone. Die Anwendung

ermöglicht es schnell und einfach

verschiedene FTP-Accounts anzulegen

und sich anzumelden. Auch ein Editor ist

vorhanden. Dank des schönen Designs ist

die App auch einfach zu bedienen.

Bewertung: ★★★★★

Soundhound

Soundhound stellt einen Dienst

auf Ihrem Smartphone bereit, mit

dem Sie zum Beispiel einen Song im Radio

ganz einfach tracken können und anschließend

von Soundhound Informationen wie

Titel und Interpret genannt bekommen. Die

Anwendung erkennt recht zuverlässig die

vorgespielten Lieder, selbst gesummte

oder selbstgesungene Lieder werden häufig

korrekt erkannt.

Bewertung: ★★★★★

Google Übersetzer

Mit dem Google Übersetzer können

Sie sich Wörter und ganze

Sätze in viele Sprachen übersetzen lassen.

Ein großer Vorteil der Anwendung ist die

Möglichkeit, sich komplette Wörterbücher

herunterzuladen und so die Übersetzung

auch offline zu verwenden.

Bewertung: ★★★★★

20

03/2013 Apps & Tipps


DroidStats

DroidStats ist für Nutzer eines Volumentarifes mit Freiminuten

oder begrenztem High-Speed Internetvolumen

sehr hilfreich. Die App zählt telefonierte Minuten, gesendete

SMS und verbrauchtes Volumen. Diese ermittelten Werte werden

dann anhand der festgelegten Tarifdetails übersichtlich dargestellt.

Somit bietet die App einen schnellen Überblick über

die aktuelle Lage und informiert bei Aufbrauch des Volumens

oder der Freiminuten/-SMS. Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Adobe

Reader

Der Adobe Reader gehört auf jedem Desktop-PC zur Standard Ausrüstung.

Doch auch mobil muss des Öfteren eine PDF Datei geöffnet

werden. Dies lässt sich nach wie vor am besten mit dem Adobe

Reader erledigen. Die App kommt nicht mit besonders vielen Funktionen

daher, dafür kommt sie mit jeder PDF-Datei klar, was bei anderen

Gratis-Apps nicht der Fall ist. In der oberen Action Bar besteht

die Möglichkeit, das Dokument mit Notizen zu versehen, es zu

teilen, oder darin zu suchen. Bewertung: ★★★★★

DB Navigator

Spontan von Hannover nach Berlin

mit dem Zug? Kein Problem mit

dem DB Navigator! Die App sucht für Sie

die bestmögliche Verbindung

und verwendet dabei

alle öffentlichen Verkehrsmittle

wie Bus, Bahn, S-

Bahn etc. Sie können

Fahrpläne offline speichern,

damit Sie sich auch

die nächste Verbindung

heraussuchen können,

wenn gerade keine Datenverbindung

besteht.

Bewertung: ★★★★★

Skype

Skype stellt das mobile Pendant

zur Desktop-Applikation

des Messengers dar. Die App bringt Videotelefonie,

Audioanrufe und Skype-Chats

auf Ihr Smartphone. Die Verläufe der verschiedenen

Konversationen werden automatisch

zwischen der Android-App

und der Desktop-

Anwendung synchronisiert

und abgeglichen. Auch

sämtliche Skype-Kontakte

können Sie auf Wunsch mit

Ihrem Android-Adressbuch

synchronisieren.

Bewertung: ★★★★★

QuickPic

Wenn Ihnen die geräteeigene Galerie zu überladen

und zu träge wirkt, holen Sie sich mit

QuickPic eine gut strukturierte und schnelle Alternative

auf Ihren Homescreen. Die Anwendung ist minimalistisch

aufgebaut, bietet aber dennoch alle nötigen Funktionen

für den alltäglichen Gebrauch. Zudem ist sie

sehr fix und stellt Bilder und Animationen beim Ansehen

auch auf älteren Geräten ohne Verzögerungen

und flüssig dar. Gerade bei großen Bildersammlungen

hat QuickPic deutlich die Nase vorne.

Bewertung: ★★★★★

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Apps & Tipps 03/2013 21


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

Google Chrome

Mit dem Chrome Browser für Android bringt Google seinen

erfolgreichen Browser auch auf mobile Endgeräte.

Google Chrome punktet mit einer guten Bedienung, netten

Features und schneller Surfgeschwindigkeit. Wenn Sie

Google Chrome auch auf Ihrem Computer verwenden, können

Sie durch Einloggen mit Ihrem Google Account an Ihrem Desktop

Computer und Ihrem Smartphone, geöffnete Tabs und Lesezeichen

synchronisieren. So können Sie an Ihrem

Schreibtisch aufhören und mobil, ohne die Seiten neu aufrufen zu müssen,

weiterarbeiten. Die verschiedenen Tabs verwaltet Google Chrome in Form von

Karten, welche Sie simpel mit einem Fingerwisch schließen. Ein weiteres tolles

Feature des Chrome Browsers ist das einfache Wechseln der Tabs. Haben Sie

mehrere Tabs geöffnet, reicht eine Wischgeste von Rand zu Rand, um zu einem

anderen Tab zu wechseln. Über das Menüicon in der oberen Action Bar können

Sie neue Tabs hinzufügen und andere zur Verfügung stehende Menüpunkte aufrufen.

Die Einstellungen sind ähnlich wie im Desktop-Pendant aufgebaut und kategorisiert.

Ein Tipp für all die, die immer auf dem neusten Stand sein wollen und

auch einmal eine nicht ganz stabile Version verkraften können: Im Google Play

Store ist außer dem Google Chrome Browser auch noch eine Beta Version desselbigen

erhältlich, welche immer ein Stück früher die neuen Funktionen erhält.

Aktuell können Sie mit dieser beispielsweise Ihren Datenverkehr komprimieren

und auf diese Weise extrem viel Datenvolumen sparen.

Leo

Die Leo App ermöglich den schnellen

und kostenlosen Zugriff auf das

komplette Online Wörterbuch leo.org. Hier

stehen Wörterbücher in Französisch, Englisch,

Spanisch, Italienisch oder sogar Russisch

und Chinesisch zur Verfügung. Die

Qualität der Ergebnisse ist bei Leo oft deutlich

höher als zum Beispiel bei Google

Translate, dafür müssen Sie aber bei Übersetzungen

mit Leo immer Online sein.

Bewertung: ★★★★★

Blitzortung

Gewittermonitor

Die Wetterbedingungen werden

immer extremer. Da kann es nicht schaden,

wenn man über ein drohendes Gewitter

rechtzeitig informiert wird. Gratis

und perfekt erledigt diese Aufgabe die

App Blitzortung Gewittermonitor.

Bewertung: ★★★★★

Merck PSE

Für alle Schüler, Studenten oder

alle in der Chemiebranche tätigen

ist die Merck PSE App eine wirkliche Bereicherung.

Mit ihr wandert das Periodensystem

in völlig neuer und interaktiver Form

auf Ihr Android-Smartphone. Die umfangreichen

Informationen zu Elementen und

Filtereinstellungen (Aggregatzustand oder

Klassifikation) steigern den Wert eines Periodensystems

immens.

Bewertung: ★★★★★

Viber

Sie benutzen Skype nicht, dann

sind Sie vermutlich Viber-Nutzer.

Die vor allem in den USA sehr beliebte App

ist quasi Skype in Lila. Sie können damit

chatten und VoIP-Anrufe via WLAN oder

3G-Netz starten, sofern Ihr Gegenüber

ebenfalls Viber einsetzt.

Bewertung: ★★★★★

22

03/2013 Apps & Tipps


500px

Sie lieben schöne Bilder? Dann müssen Sie 500px installieren.

Die App der gleichnamigen Foto-Community bietet

Ihnen Zugriff auf praktisch unendlich viele Bilder von Amateur- und

Profi-Fotografen aus aller Welt. Die App macht sich auch auf Handys

gut, kommt aber am besten auf Tablets zur Geltung. Sie können

die Fotos herunterladen oder auf der Webseite in Originalgröße

kaufen. Tipp: Installieren Sie auch die Beta-Version. So erhalten Sie

die neuesten Features als Allererster. Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Facebook

Messenger

Egal, wie man zu Facebook steht: ein paar Kontakte gibt es immer,

die man nun via Facebook erreichen kann. Doch wozu gleich die

komplette Facebook-App mit ihrem Datenhunger installieren, wenn

es auch den schlanken Messenger gibt? Wir empfehlen deshalb

allen Facebook-Fans auf dem Handy bloß den Messenger zu installieren.

Er braucht deutlich weniger Ressoucen und sieht seit den

Chat-Heads auch wirklich toll aus. Im Notfall können Sie Facebook

immer noch im Browser öffnen. Bewertung: ★★★★★

aCalendar

Im Unterschied zur Google-App

verzichtet aCalendar auf optische

Gimmicks und konzentriert sich voll auf die

Kalender-Funktion. Blättern

Sie mit der Lautstärketaste

durch die Wochen

oder wechseln Sie über

eine Wischgeste zum aktuellen

Tag. Und falls

Ihnen die Funktionen der

Gratisversion nicht genügen,

können Sie zur Pro-

Variante aCalendar+ mit

Widget wechseln.

Bewertung: ★★★★★

Flipboard

Fliboard bietet ein Feuerwerk

an Webseiten im Netz

konzentriert auf eine grafisch sehr ansprechende

Oberfläche. Lesen Sie

Ihre Lieblingsseiten auf dem Handy

oder Tablet in einem optisch wirklich

sehr gelungenen Design und wann

immer Sie wollen. Im Unterschied zu

Google Currents bietet Flipboard allerdings

zu den meisten Beiträgen nur

einen Teaser. Für den kompletten Beitrag

muss man die Webseite besuchen.

Wir empfehlen deshalb Google

Currents oder News Republic.

Bewertung: ★★★★★

ZDFheute

Mit der ZDFheute App stellt das ZDF eine App

bereit, mit der Sie das umfangreiche Nachrichtenangebot

auch mobil optimal nutzen können. Der Ticker

informiert schnell über Geschehnisse und stellt aktuelle

Berichte und News zusammen. In den Einstellungen

lässt sich die Benachrichtigung über Eilmeldungen

aktiveren, somit werden Sie in Zukunft in

Echtzeit via Push Notification über News informiert

und wissen so auch von ZDFheute, ob Ihnen das

Hochwasser schon bis zum Hals steht.

Bewertung: ★★★★★

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Apps & Tipps 03/2013 23


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

Snapseed

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein guter Fotograf zu werden: man kauft sich eine

teure Kamera und lernt, wie man gute Bilder macht, oder man benutzt eine Software,

die automatisch tolle Bilder erstellt. Snapseed [7] ist eine solche tolle Software

und gratis noch dazu. Die Google-App gehört deshalb auf jedes Android-Handy.

Snapseed kann man am ehesten mit Instagram vergleichen.

Doch im Unterschied zur Instagram-Community geht es bei

Snapseed nur darum, die eigenen Fotos zu verschönern. Dazu

stehen mehrere professionelle Effekte und Bearbeitungsmöglichkeiten

zur Verfügung. Neben einer automatischen

Bildanpassung lassen sich einzelne Bereiche

bewusst in Szene setzen, und natürlich sind

auch die Standards wie Korrektur der Helligkeit

oder des Kontrasts in der App inbegriffen.

Unbedingt ausprobieren sollten Sie die Tilt-Shift-

Funktion und die zahlreichen Vintage-Filter. Auch

Drama und Grunge machen aus jedem halbwegs

guten Foto eine Star-Aufnahme. Das Rahmen-Angebot

von Snapseed bietet zwar keine

farbigen Rahmen an, dafür können Sie aus über

20 Mustern das passende auswählen. Snapseed

ist gratis und verzichtet komplett auf Werbung.

Ein klarer Fall für eine Must-have-App!

ConvertIt!

Einheitenumrechner

Mit ConvertIt können Sie über 1400

Einheiten umrechnen, zum Beispiel über

150 Währungskurse. Bei ConvertIt sticht

vor allem die schicke Optik ins Auge, welche

im Holo-Style aufgebaut ist und auch

auf Tablets gut aussieht. Funktionen wie

Echtzeitkonvertierung, eine Suche, Favoritenliste

oder die Auflistung der meistgenutzten

Kurse gehören auch zur App.

Bewertung: ★★★★★

iLiga –

Die Fussball App

Fußball-Apps gibt es wie Sand am

Meer. Aber nur wenige mit gutem Funktionsumfang

und noch weniger mit einem

ansprechendem Design. iLiga vereint beide

Eigenschaften mit über 50 internationalen

Fußball-Ligen, Live-Ticker, News & Videos.

Bewertung: ★★★★★

Dropbox

Dropbox ist wohl der bekannteste

Cloud-Service. Dateien aller Art

können in das Internet geladen werden.

Beispielsweise als Backup oder um sie auf

dem Handy abrufen zu können. Und so gibt

es auch für Android eine sehr schöne, kostenlose

App. Features sind die integrierte

Bilderansicht, ein Dokumentenviewer,

Passwortschutz und der Sofort-Upload, der

für Smartphones besonders praktisch ist.

Bewertung: ★★★★★

Google Keep

Mit Google Keep legen Sie Notizen

an. Checklisten, Sprachnotizen,

Anmerkungen oder Fotos hinzufügen

gehören ebenfalls zum Funktionsumfang

der optisch ansprechenden App . Mehrere

Widgets für den Homescreen sowie für den

Lock screen gibt es auch noch.

Bewertung: ★★★★★

24

03/2013 Apps & Tipps


Eye In Sky Weather

Mit Eye In Sky Weather hat der Entwickler Tim Clark großartige

Arbeit geleistet. Die Wetter App ist simpel aufgebaut

und sehr minimalistisch. Sie bietet ein Layout für Smartphones und

Tablets im Holo-Style und insgesamt 13 sehr schöne Icon Sets.

Mehrere Widgets stehen ebenfalls zur Auswahl, welche man größtenteils

selber gestalten kann (Farbe, Transparenz, Icon Set, Schriftfarbe).

Bei Androiden mit Version 4.2 kann man auch den Lockscreen

mit der App schmücken. Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

LoboWiki –

Wikipedia

Reader

Die originalen Apps von verschiedenen Diensten sind nicht immer

die Schönsten und Besten. So auch bei Wikipedia. Zum Glück setzen

sich aber noch andere Entwickler hin und entwickeln sogenannte

3rd-Party-Apps. LoboWiki zeigt Wikipedia-Einträge sehr

schön und komfortabel an. Die Schriftart lässt sich genauso einfach

ändern, wie die Sprache der Einträge. LoboWiki funktioniert

erst ab Android 4.0 und ist 550 KByte klein. Die App gehört auf

jedes Smartphone! Bewertung: ★★★★★

Nine for Android

Sie kennen die Android-App von

9Gag? Nine for Android ist vom

Äußeren und von den Funktionen her besser.

Und so bietet der Entwickler

einen Stream, in

dem die Bilder in voller

Größe dargestellt werden.

Die Beiträge laden alle äußerst

schnell und kommentieren

und liken geht

auch flott von statten. Aus

der App heraus kann man

auch das entsprechende

Bild herunterladen.

Bewertung: ★★★★★

ON AIR –

TV Programm

OnAir ist eine App, die ansprechend

aussieht, gut läuft und

genau das macht, was eine TV-Programm

App machen soll: das Programm

möglichst gut und schnell anzeigen.

Die App basiert auf HTML (eine

native Version kommt bald), dies fällt

aber nicht wirklich auf. OnAir bietet das

Fernsehprogramm von über 200 Sendern

(Sky ist auch dabei) für die nächsten

7 Tage, eine Erinnerungsfunktion

und umfangreiche Beschreibungen der

aktuellen Sendungen.

Bewertung: ★★★★★

Wallbase HD Wallpapers

www.wallbase.cc ist eine der größten Wallpaper-

Seiten im Netz. Passend dazu gibt es auch eine

App von Tim Clark (Entwickler von Eye in Sky Weather).

Falls das aktuelle Hintergrundbild am Smartphone nicht

mehr gefällt, kann man sich mit der Wallbase App von

über 1 Millionen HD Wallpaper ein Neues suchen. Man

kann nach Suchbegriffen suchen oder sich einfach die

populärsten Hintergrundbilder anschauen. Alle Wallpaper

kann man auch auf die SD-Karte speichern oder direkt

als Hintergrundbild setzen.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

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Apps & Tipps 03/2013 25


Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Bewertung:

★★★★★

AirDroid

Auch wenn große Touchscreens und

moderne Tastaturen den Umgang mit

dem Handy erleichtern, spätestens

beim Tippen längerer Nachrichten ist es einfacher

auf einen Desktop-PC oder ein Notebook

mit ordentlicher Tastatur auszuweichen. Mit AirDroid müssen Sie

dabei nicht auf SMS und WhatsApp verzichten, die App dient als Fernbedienung

für Ihr Handy. Die Oberfläche von AirDroid ist sehr einfach gestaltet. Das eigentlich

einzig wichtige Element der App ist der Button QR-Code scannen. Er sorgt dafür,

dass sich Handy und PC finden. Öffnen Sie dazu auf Ihrem Computer die Webseite

web. airdroid. com und lesen nach einem Klick auf den Button den auf der Seite

eingeblendeten Punkt-Code ein. Daraufhin öffnet sich ein virtueller Schreibtisch,

über den Sie auf Ihr Handy zugreifen können.

Über das Web-Frontend von AirDroid schreiben Sie SMS, greifen auf die Ruflisten

zu, managen Ihre Apps oder setzten neue Klingeltöne, ohne das Handy in die

Hand nehmen zu müssen. Sehr praktisch ist auch der integrierte Dateimanager,

über Ihn kopieren Sie Daten vom beziehungsweise auf das Handy, ohne es per

Kabel mit dem Rechner verbinden zu müssen.

Mit der erst kürzlich veröffentlichten zweiten Version AirDroids müssen sich

Handy und PC nicht mehr zwingend im selben WLAN befinden. Die Fernsteuerung

funktioniert auch über das Mobilfunknetz – Dateitransfers schlagen dann

natürlich kräftig beim Inklusiv-Volumen Ihres Vertrags zu Buche.

Scan

Scan ist ein einfacher und zuverlässiger

QR- und Barcode-Scanner

mit Support für QR-Codes, EAN-, UPC-,

und ISBN-Codes. Nach erfolgreichem Abscannen

des Produkts leitet Scan Sie zu

einer Internetseite, auf der Sie Informationen

wie Preis, Kalorien, Gewicht etc. einsehen

können. Falls in der Datenbank von

Scan keine Informationen vorliegen, können

Sie bei Amazon oder Google suchen.

Bewertung: ★★★★★

Google Drive

Sie können in Google Drive 15

GByte an Dateien hochladen und

bearbeiten. Die App bietet alle Funktionen,

die Sie auch am heimischen PC haben. Dateien

hochladen, herunterladen, abrufen,

teilen, erstellen, bearbeiten, drucken.

Selbstverständlich im Android Holo-Style.

Bewertung: ★★★★★

Zxing Barcode Scanner

Ein Barcode Scanner gehört auf

jedes Android-Smarpthone, die

App von Zxing ist die beste. Denn damit

lassen sich nicht nur die geheimen Botschaften

der Quadrate mit den vielen Pixeln

entziffern, auch Lebensmittel oder andere

Produkte mit einem handelsüblichen

Strichcode erkennt die App. Und wenn Sie

möchten, können Sie mit Zxing Barcode

Scanner auch selbst Barcodes erstellen.

Bewertung: ★★★★★

RealCalc

RealCalc ist eine umfangreiche Taschenrechner-App

mit schickem

Design und einigen Funktionen. RealCalc

bietet unter anderem einen Verlauf, welcher

zehn der bisherigen Rechnungen anzeigt.

Zahlen können Sie von einer Einheit

in eine andere Einheit konvertieren.

Bewertung: ★★★★★

26

03/2013 Apps & Tipps


Timetable

Timetable ist die beste kostenlose App vom besten Entwickler.

Wie der Name Timetable schon sagt, ist es eine

Stundenplan-App, entwickelt von Gabriel Ittner. Völlig kostenlos

und ohne Werbung können Nutzer im schönsten Holo-Design

Stunden, Aufgaben und Ferien eintragen. Funktionen wie einen 2

Wochen Modus, Benachrichtigungen für Stunden und Auto-

Stummschaltung während der Stunde sind hier schon lange

enthalten. Bewertung: ★★★★★

Highlights

Die 100 besten Gratis-Apps

Theke

Haben Sie sich schon einmal die offizielle App der ZDFmediathek angesehen?

Besser nicht, kaum jemand gibt ihr im Play Store als Bewertung mehr

als nur einen Stern. Fans der Heute Show oder anderer ZDF-Sendungen

finden mit der Theke jedoch eine klasse Alternative im Play Store. Die App

ist modern gestaltet, es lässt sich einfach in ihr navigieren und dank der

Option MP4-Streams abzuspielen ist die Bildqualität spitze! Einzig das

Streaming in maximaler Auflösung benötigt etwas Handarbeit.

Bewertung: ★★★★★

Öffi – Fahrplanauskunft

Möchte man in großen Städten

mittels öffentlichem Nahverkehr

von A nach B, dann landet man all zu oft in

C. Damit dies nicht passiert,

hilft Ihnen die Fahrplanauskunft

Öffi. Die App

beinhaltet aktuelle Fahrund

Netzpläne zu zahlreichen

Städten im In- und

Ausland, extra Apps für

den jeweiligen ÖPNV-Anbieter

erledigen sich so

meist. Während der Fahrt

hilft Ihnen ein Assistent.

Bewertung: ★★★★★

Power Toggles

Nicht ohne Grund hat

Google in Android 4.2 in die

Benachrichtungsleiste eine zweite

Ebene integriert, über die Sie Features

wie WLAN, Bluetooth oder den

Flugmodus mit einem Klick ab- und

wieder anschalten. Ein ganzen Schritt

weiter geht das Widget Power Toggles.

Die Buttons des Widgets sind frei

konfigurierbar. Schalter für das Kamera-Licht

(als Taschenlampe) oder

die mobile Datenverbindung und

viele weitere Funktionen finden so

Platz auf dem Homescreen.

Bewertung: ★★★★★

VLC

Wie auf dem Desktop-Computer ist der Video

Lan Client für Android ein Schweizer Taschenmesser

für alles, was das Abspielen von Videos angeht.

VLC akzeptiert ohne Probleme jedes gängige Video-

Format, kommt mit mehreren Tonspuren klar, zeigt

Untertitel an und korrigiert auf Wunsch das Seitenverhältnis

des Videos. Praktisch ist auch, dass sich VLC

direkt als Player für Web-Videos anbietet. In Kombination

mit der Desktop-Version des VLC Players lässt

sich die App auch als Fernbedienung nutzen.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

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Apps & Tipps 03/2013 27


App-Tipps

Google Play

Erste Schritte im Google Play Store

Shopping à la

Google

Apps, Bücher, Filme und in Zukunft

auch Magazine und Zeitschriften.

Im Google Play Store finden Sie

genügend Futter, um Ihren Androiden

immer weiter mit interessanten

Inhalten zu füllen.

Marcel Hilzinger

Michael Travers, 123RF

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03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Google Play

Google Play heißt das

zentrale Einkaufcenter

des Android-Systems

von Google [LINK 1]. Der

ehemalige Android Market

enthält inzwischen weit über

800.000 Apps und seit geraumer

Zeit auch zahlreiche Bücher,

Musik-Alben und Videos.

Geplant sind zudem in

Zukunft auch Magazine. Der

virtuelle Zeitschriftenkiosk im

Play Store dürften noch dieses

Jahr starten, wobei sich

Google mit Informationen

dazu wie immmer sehr bedeckt

hält.

Abb. 1: Die Suche listet die Apps

und Bücher getrennt auf.

Der Play Store

Den ehemaligen Android Market

finden Sie unter dem

Namen Play Store unter Ihren Apps. Fehlt die

App, dann ist Ihr Gerät nicht für Google Play

zertifiziert bzw. zugelassen. In den meisten Fällen

lässt sich die App jedoch über das Internet

nachinstallieren. Beim allerersten Start von

Google Play müssen Sie den Nutzungsbedingungen

zustimmen, danach startet der Hauptbildschirm

mit der Überschrift Google Play.

Nutzen Sie die App auf einem Tablet, sieht der

Bildschirm leicht anders aus, da mehr Platz zur

Verfügung steht. Die Nutzung ist aber weitesgehend

identisch zur Handy-Version.

Die wichtigsten Bedienelemente finden sich

oben rechts und links. Über das Symbol mit der

Lupe rechts oben suchen Sie nach einer Anwendung

oder andere Inhalte. Geben Sie hier zum

Beispiel Harry Potter ein und drücken auf Los,

dann sehen Sie, wie viele Apps, Bücher oder Videos

es bei Google Play gibt, die etwas mit

Harry Potter zu tun haben (Abbildung 1). Klicken

Sie auf das Ergebnis, dann zeigt Google

Play die einzelnen Bücher oder Apps an. Spiele

gehören dabei zu den Apps.

Neben dem Lupen-Symbol sehen Sie unter

Android 4 auch ein Icon mit drei Punkten. Darüber

öffnen Sie das Menü von Google Play. Es

enthält unter anderem die Menüpunkte Meine

Apps, Einstellungen und Konten. Dazu später

mehr. Auf nicht mehr ganz frischen Handys mit

Android 2.3 oder noch älter fehlt dieses Symbol.

Hier finden Sie die aufgezählten Menüpunkte

über die Menütaste Ihres Androiden.

Links oben sehen Sie stets das Icon von

Google Play. Befindet sich daneben ein kleines

graues Kleiner-als-Symbol, dann navigieren Sie

per Fingertipp darauf einen Schritt zurück (Alternativ

benutzen Sie die Zurück-Taste des Android-Gerätes).

Fehlt das Kleiner-als-Symbol,

sind Sie im Hauptmenü von Google Play.

Die Navigation

Wählen Sie im Hauptmenü von Google Play

den Eintrag Apps oder Bücher aus, dann landen

Sie auf der zugehörigen Startseite der jeweiligen

Kategorie. Bei Büchern erscheint die Schrift in

Blau (Abbildung 2), bei Apps und Spielen in

Grün, Videos sind in Orange gehalten. Abgesehen

davon unterscheidet

sich die Handhabung

nicht. Über eine

Wischgeste nach

links sehen Sie die

Kategorieren von

Google Play. So können

Sie sich zum

Beispiel alle Bücher

zum Thema Science

Fiction anzeigen

lassen oder alle

Apps zum

Abb. 2: Diese Abbildung zeigt die

Buch-Ansicht von Google Play.

Tipp

Um eine App zu installieren, müssen Sie

nicht Ihr Smartphone oder Tablet benutzen.

Öffnen Sie dazu einfach in einem beliebigen

Browser die Adresse https:// play.​

google. com und melden Sie sich mit

Ihrem Google-Account an. So haben Sie

eine viel bessere Übersicht auf die Apps

und Bücher. Die ausgewählten Apps oder

Bücher landen dann automatisch auf

Ihrem Smartphone.

Apps & Tipps 03/2013 29


App-Tipps

Google Play

Abb. 3: Bei Bezahl-Content zeigt

der farbige Button den Preis an.

Abb. 4: Filme können Sie ausleihen

oder auch gleich kaufen.

Abb. 5: Die Preise für Apps liegen

im Play Store meist unter drei Euro.

Google-Account

Thema Finanzen. Eine Wisch-Geste von rechts

nach links bringt Sie wieder zum Reiter der

Startseite zurück. Nach rechts finden Sie nun

zahlreiche weitere Reiter von TOP KOSTEN-

PFLICHTIG über TOP KOSTENLOS und ERFOLG-

REICHSTE bis zu den TRENDS. Welche Apps

und Bücher hier erscheinen, hängt – wie das

komplette Angebot von Google Play von Ihrem

Standort ab. In Deutschland sehen Sie hier also

nicht die gleiche Auswahl wie in der Schweiz

oder in Frankreich. Ab und an fehlen interessante

Apps aus rechtlichen Gründen.

Um Google Play nutzen zu können, müssen Sie über ein Google-Konto

verfügen. Praktisch alle Smartphones und Tablets bieten beim ersten

Start einen Assistenten an, der unter anderem die Einrichtung des

Google-Zugangs enthält. Haben Sie diesen Schritt übersprungen, wählen

Sie im Einstellungsmenü den Eintrag Konten & Synchronisierung

und hier Konto hinzufügen. Aus der angezeigten Liste, die je nach Hersteller

und vorinstallierter Software deutlich variieren kann, wählen Sie

dann den Eintrag Google aus.

Besitzen Sie bereits ein Google-Konto (zum Beispiel von GMail oder You-

Tube,, dann sollten Sie diese Zugangsdaten auch für Ihr Android-Smartphone

benutzen. Haben Sie noch keinen Google-Account, wählen Sie Erstellen.

Google benötigt dazu Ihren Vor- und Nachnamen, einen Benutzernamen

(der gleichzeitig als Teil der E-Mail-Adresse vor @googlemail.

com gilt) und ein Passwort. Über eine Sicherheitsfrage oder eine bereits

vorhandene E-Mail-Adresse sichern Sie Ihren Account zusätzlich ab, um

bei Problemen dennoch auf Ihre Daten zugreifen zu können.

Die einzelnen Einträge sind dabei als Rechtecke

aufgeteilt, mit einem Symbol und der Bewertung

des Inhalts. Hier sehen Sie auch, ob Sie

eine App bereits gekauft/​installiert haben. Per

Klick auf einen der Einträge lädt die Detailansicht

(Abbildung 3).

Herunterladen oder kaufen

In der Detailansicht sehen Sie oben rechts den

Preis. Steht hier einfach Kostenlos oder Installieren,

dann ist die App/​das Buch/der Film komplett

gratis zu haben. Steht hingegen Installiert,

dann haben Sie die App oder das Buch bereits

über den Play Store gekauft bzw. auf diesem

Gerät installiert. Sie sehen dann zwei Buttons,

um die App zu Öffnen oder zu Deinstallieren.

Per Klick auf den blauen Button (bei Büchern)

starten Sie die Installation.

Generell empfiehlt es sich keine Apps zu installieren,

die unter drei Sternen bewertet wurden.

Lesen Sie zur Sicherheit auch die Erfahrungsberichte

anderer Nutzer. So merken Sie

recht schnell, ob sich die Installation einer App

auch wirklich lohnt. Nach einem Klick auf den

Preis, sehen Sie eine Liste von Berechtigungen,

die die App anfordert. Detaillierte Infos, was

diese Rechte bedeuten, entnehmen Sie unserem

Artikel aus Android User 02/​2011 (online verfügbar

unter [LINK 2]). Für den Kauf tippen Sie

auf Akzeptieren und kaufen.

30

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Google Play

Möchten Sie eine App kaufen, dann benötigen

Sie ein Konto bei Google Wallet. Dieses ist recht

schnell eingerichtet, setzt aber vo raus, dass Sie

über eine Kreditkarte verfügen. Sind Sie bei

einem der großen Mobilfunkanbieter wie der

Telekom, Vodafone oder auch O2, dann können

Sie Apps und alle anderen Medien aus dem Play

Store auch via Mobilfunkrechnung bzw. Prepaid-Karte

bezahlen. Dazu müssen Sie sich

beim ersten Mal über das Mobilfunknetz mit

dem Internet verbinden (nicht via WLAN). Anschließend

finden Sie im Auswahldialog einen

neuen Eintrag nach dem Schema Provider-Konto

belasten. Haben Sie noch keine Kreditkarte hinterlegt,

dann wählen Sie Karte hinzufügen. Gekaufte

Apps lassen sich einmalig innerhalb von

15 Minuten nach dem Kaufvorgang kostenlos

über den Play Store zurückgeben.

Die Einstellungen

Über das Menü mit den drei Punkten aus der

oberen Leiste (bzw. die Menütaste unter Android

2.3) finden Sie den Eintrag Meine Apps. Er

zeigt die von Ihnen derzeit auf dem Gerät installierten

Apps an, um Apps vom Handy zu löschen

oder auch anstehende Updates einzuspielen.

Stören Sie die vielen Update-Hinweise,

rufen Sie die Einstellungen auf. Hier schalten

Sie über die Checkbox Benachrichtigungen die

Meldungen zu neuen Programm-Versionen aus.

Alternativ markieren Sie das Kästchen bei Automatische

App-Updates, um stets die neueste

Version ohne weitere Interaktion zu erhalten.

Auch die Icons auf dem Android-Startbildschirm

lassen sich stoppen. Dazu darf die

Checkbox Widgets automatisch hinzufügen aus

den Einstellungen nicht markiert sein.

Sind Kinder im Haus oder ist der Androide

öfters einmal für Unberechtige zugänglich,

lohnt es sich, die App-Käufe über eine Sicherheitsabfrage

zu sperren. Dazu wählen

Sie innerhalb der Nutzersteuerung die Option

Passwort. Nach dem Setzen des Häckchens

werden Sie bei der Installation kostenpflichtiger

Apps aus dem Play Store nach Ihrem

Google-Passwort gefragt.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28660

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David Sandonato, 123RF

Die Musiksammlung überall dabei: Google Play Music

Let the

Music Play!

Was iTunes in der iPhone-Welt, ist Google Play auf Android:

Der zentrale Marktplatz für Apps, Bücher, Filme – und seit Kurzem auch

Musik. Google Play Music versorgt Sie jedoch nicht nur mit frischen Songs,

sondern speichert die Musik auch in der Cloud. Carsten Müller

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03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Google Music

Der Plattenladen war gestern. Neue

Alben oder einzelne Songs kauft man

bequem über den Google Play Store.

Die Rubrik Musik in der Play Store App sowie

auf der Website des Stores führen direkt zu den

mit tausenden Songs und Alben üppig gefüllten

Plattenregalen. Der Musikeinkauf geht so simpel

vonstatten wie der Kauf einer App. Einfach

auf die Schaltfläche mit dem Kaufpreis drücken

und Kreditkarte zur Zahlung auswählen. Haben

Sie bei der Telekom, Vodafone oder O2 Ihren

Mobilfunkvertrag abgeschlossen, dann können

Sie auch über Ihre Handyrechnung bezahlen.

Nicht in der Schweiz

Aktuell – Stand Mitte Juni 2013 – funktioniert

Google Play Music in Deutschland und Österreich.

In der Schweiz können Sie jedoch nach

wie vor keine Songs kaufen.

Abb. 1: Der Play Store erfreut Musik-Fans mit einer riesigen Auswahl.

Abb. 2: Ganze Alben kosten wesentlich weniger als die einzelnen Titel.

Im Dutzend billiger

Die Kosten für die Musik im Play Store orientieren

sich größtenteils an den auch bei iTunes

oder Amazon üblichen Preisen. Für einzelne

Titel verlangt Google in der Regel zwischen 99

Cent und 1,30 Euro, aktuelle Alben kosten zwischen

7 und 9 Euro. Die Alben sind dabei generell

deutlich günstiger als die Summe der Einzelsongs.

Insbesondere die Preise älterer Alben

sind sehr niedrig: David Bowies „The Rise and

Fall of Ziggy Stardust“ etwa geht für 7,49 Euro

über die Theke. Im Vergleich zum Kauf der elf

einzelnen Titel eine deutlicher Rabatt.

Die eingekauften Lieder im MP3-Format sind

direkt nach Kauf abspielbar und mit dem eigenen

Google-Konto verknüpft. Das ist sehr praktisch,

denn auf diese Weise stehen die Titel auf

jedem Smartphone, Tablet oder PC zur Verfügung,

welche mit Ihrem Google-Konto verknüpft

sind. Zum Abspielen der eigenen Musiksammlung

genügt am PC der Web-Browser.

Über die Adresse http:// play. google. com/ music

greifen Sie auf die Alben und Songs bequem zu.

Und nicht nur das: Google hat in diese Web-

Oberfläche auch gleich einen Player integriert.

Ein Doppelklick auf einen Song spielt diesen ab.

Je nach Internetverbindung kann es beim ersten

Lied einen kurzen Moment dauern, da der

Song zunächst komplett heruntergeladen wird,

bevor die Wiedergabe beginnt. Bei weiteren Liedern

innerhalb der gewählten Playlist oder des

Albums treten keine Verzögerungen mehr auf,

denn der Play Store lädt den jeweils nächsten

Song bereits im Voraus.

Jukebox

Auch Smartphone und Tablet werden zur Jukebox

– und zwar mit der Google Play Music App,

die Sie im Play Store [LINK 1] zum Download fin-

Gratis für Ihre Freunde

Sind Sie bei Google+ aktiv und kaufen oft

Musik? Dann lassen Sie es Ihre Freunde wissen.

Denn bei Google Music gekaufte Musik

können Sie via Google+ teilen. Alle Personen

in Deutschland, die zu Ihren Kreisen gehören,

können dann das gekaufte Album bzw. den gekauften

Song einmal komplett gratis anhören.

Apps & Tipps 03/2013 33


App-Tipps

Google Music

Abb. 3: Der Music Player

von Google Play stellt

die eigene Musiksammlung

übersichtlich dar.

den. Nach ihrer Installation stellt die App einen

komfortablen Zugang zur Musiksammlung bereit.

Oben links können Sie wählen, ob Alle

Musiktitel angezeigt werden sollen oder nur

Nur auf Gerät befindliche, also die lokale Musiksammlung.

Mittels horizontalem Wischen

wechseln Sie zwischen den Ansichten Playlists,

Neueste, Interpreten, Alben, Titel und Genres.

Drei Playlists legt die App dabei automatisch

an: Meine Favoriten mit den am häufigsten abgespielten

Tracks, Zuletzt hinzugefügt mit den

neuesten Uploads sowie Kostenlos und gekauft

mit den über den Play Store erworbenen Titeln.

Über die Auswahl von Neue Playlist können Sie

weitere eigene Playlists erstellen.

Die App enthält einen eigenen Player, um die

Musik sofort abzuspielen. Lokal gespeicherte

Titel starten sofort, bei Online-Tracks dauert es

mitunter wie bei der Web-Seite einen kurzen

Moment, ehe die Musik ertönt.

Songs lokal speichern

Zum Glück bietet Play Music auch die Möglichkeit,

die Songs lokal zu speichern. Dazu drücken

Sie in der App etwas länger auf ein Album-Cover

und wählen Auf Gerät belassen. Ein

kleines Icon mit einer Pinnwand-Nadel kennzeichnet

die auf diese Art lokal gespeicherte

Musik. Die auf dem Gerät zwischengespeicherten

Titel versteckt Google vor anderen Playern

und die MP3-Dateien sind gänzlich ohne MP3-

Tags abgelegt, auch lässt der Dateiname keine

Rückschlüsse zu, um welches Lied es sich handelt.

Das Feature ist offensichtlich ausschließlich

dazu gedacht, mit der Play Music App im

Store gekaufte Musik auch offline abzuspielen.

Etwas komfortabler lassen sich die Titel am PC

speichern. Dazu benutzen Sie den Music Manager,

eine Software, die Ihnen der Play Music

beim erstmaligen Nutzen zum Download anbietet.

Diese Anwendung ermöglicht Ihnen über

den Reiter Herunterladen, Ihre Musiksammlung

herunterzuladen oder auch nur die im Store gekauften

Titel lokal zu speichern. Dabei ist der

Speicherort frei wählbar. Und nach dem Down-

Abb. 4: Die Music App kombiniert

Ihre lokale Sammlung automatisch

mit Google Play Music.

Abb. 5: Die App informiert über

die zuletzt zu Play Music hinzugefügten

Songs.

Abb. 6: Play Music erzeugt automatisch

passende „Schnellmixes“

auf Basis der eigenen Sammlung.

34

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Google Music

load können Sie die MP3-Dateien

natürlich auch an einen

gewünschten Speicherort auf

Ihrem Android-Gerät übertragen.

Ein kleiner Umweg zwar,

aber im Ergebnis die bessere

Lösung, um Ihre Musiksammlung

auch offline sinnvoll zu

organisieren.

Was ist mit meinen

MP3-Dateien?

Der Music Manager ist auch

das Werkzeug der Wahl, um

Ihre bereits vorhandenen

MP3-Songs zu Google Play

Music hinzuzufügen. Dazu

wählen Sie den Reiter Upload

und definieren über Ordner

hinzufügen die Verzeichnisse,

in denen Sie auf dem Computer

Ihre Musik gespeichert

haben. Dabei genügt die Angabe des Hauptverzeichnisses

– Unterverzeichnisse werden automatisch

berücksichtigt. Der Music Manager

geht beim Klick auf Hochladen sofort an seine

Arbeit. Dabei prüft er die gefundenen Titel und

gleicht sie mit der Google Play Store Datenbank

Backup erstellen

Auch wenn Google Music Ihre Musik in der

Wolke speichert, müssen Sie keine Angst

haben, dass Sie zum Beispiel bei der Beendigung

des Dienstes die Dateien nicht mehr abspielen

könnten. Denn im Unterschied zu Apple

erlaubt Ihnen Google den kostenlosen Download

der gekauften Musik im MP3-Format mit

einer Bitrate von 320 KByte/s. Für den Download

öffnen Sie die Google-Music-Webseite

[LINK 2], melden sich mit Ihrem Google-Account

an und klicken dann links auf Kostenlos und gekauft.

Sie sehen nun eine Übersicht über Ihre

Songs und können einzelne Titel oder mehrere

Stücke (mit gedrückter [Strg]-Taste) markieren.

Anschließend wählen Sie oben rechts den Eintrag

Herunterladen. Jedes Stück lässt sich

höchstens zwei Mal herunterladen. Überlegen

Sie sich also gut, wo Sie die MP3-Dateien speichern.

Über diesen Umweg können Sie die

Musik auch aufs Smartphone kopieren, falls Sie

einen anderen Player bevorzugen

Abb. 7: Die blaue Pinwand-Nadel

signalisiert, dass dieser Titel auch

lokal gespeichert ist.

Abb. 8: Auf dem Gerät gespeicherte

Titel werden in einem tief

versteckten Verzeichnis abgelegt.

ab. Ist ihm ein Song bekannt, dann wird dieser

Titel ohne Upload Ihrer Musiksammlung hinzugefügt.

Dieses sogenannte Matching funktionierte

bei unseren Tests jedoch meist nicht zuverlässig.

Der Großteil der Musiksammlung

wurde nicht automatisch erkannt und deshalb

jeder einzelne Titel hochgeladen. Und dieses

Hochladen kann je nach Serverauslastung und

Internetverbindung ganz schön die Geduld beanspruchen.

Immerhin: Wenn Sie zwischendurch

den Upload abbrechen, wird er problemlos

beim nächsten Start des Music Manager

fortgesetzt. Und ist die Sammlung erstmal in

der Cloud, zeigt sich der Vorteil des Google Play

Music Dienstes: Egal wo, egal wann, egal mit

welchem Gerät: Ihre persönliche Musiksammlung

ist immer an Bord.

● ● ●

Abb. 9: Der Music Manager übernimmt das Hochund

Herunterladen von Musik in Ihre Sammlung.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28599

Apps & Tipps 03/2013 35


App-Tipps

Play Books

So lesen Sie Bücher mit Google Play Books

E-Books

Google hat seinen App Store um Bücher erweitert. Der Zugriff erfolgt

einfach mit dem Handy. Wir schauen, was der Buchladen von Google

bietet und ob sich ein Reinschauen lohnt. Rene Gäbler

arrow, 123RF

36

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Play Books

Seit Kurzem findet man bei Google Play

auch Bücher und Filme. Dieser Artikel

stellt Google Play Books [LINK 1] vor und

wirft einen Blick auf das kommerzielle und das

Gratis-Angebot von Google.

Bücher für jeden Geschmack

Bereits auf der ersten Seite von Google Play findet

man einige Buchtitel. Das ganze Angebot

zeigt sich einem nach einem Klick auf „Bücher“.

Alle Titel sind in Kategorien eingeteilt,

sodass schnell das passende Buch gefunden ist.

Jede Kategorie ist mit einer ganzen Reihe Buchtiteln

gefüllt. Dazu kann man sich unter „Angesagt“

vorgeschlagene Titel anschauen und

einen Blick in die Bestsellerliste werfen. Neben

wenigen aktuellen Top-Titeln finden sich hier

auch gut verkaufte Titel, die der ein oder andere

schon vor Jahren gelesen hat. Für den schmalen

Geldbeutel lohnt sich ein Blick in die Rubrik

„Bücher für unter 5,00 Euro“. Hier finden

sich nicht nur günstige Titel, sondern auch

Schmöker wie Jerry Cotton oder John Sinclair.

Allerdings ist das Angebot bunt durcheinander

gewürfelt. Aber das ist ja in der Wühlkiste eines

realen Buchladens auch nicht anders.

Abb. 2: Die Menüführung im Browser

hat uns besser gefallen als in

Google Play.

Abb. 3: Die Bestseller bei Google

Play Books. Sherlock Holmes

scheint aktuell beliebt zu sein.

Die Play Books App

Zu jedem Titel wird eine kleine Vorschau angeboten.

Wählt man diese das erste Mal, wird automatisch

der hauseigene E-Book Reader

zur Installation angeboten [LINK 2].

Die 5,55 MB große App erfordert mindestens

Android 2.2. Der Reader synchronisiert

die gekauften und heruntergeladenen

Bücher mit anderen Android-Smartphones

und E-Book-Readern.

Eine kurze Wischgeste nach

links genügt, und man blättert zur

nächsten Seite um. Mit der Menüschaltfläche

des Smartphones sind

die wenigen Funktionen des Leseprogramms

aufgerufen. So kann man hier

einen Blick in das Inhaltsverzeichnis

werfen, ein Lesezeichen auf die aktuelle

Seite setzen und die Einstellungen

einsehen und korrigieren.

Bei der Anzeigeeinstellung schaltet Abb. 1: Googles E-Book-Store bietet

für jeden Lesegeschmack das

man zwischen Tag und Nacht um. In

der Nachteinstellung wird nur die richtige Buch.

Farbe Weiß für die Schrift verwandt

und der Hintergrund schwarz dargestellt. Bei

der Einstellung Tag ist die Darstellung umgekehrt.

Wer mag, kann die Schriftart wechseln

oder sie vergrößern. Mit einem Schieberegler

lässt sich die Helligkeit individuell anpassen. In

den Einstellungen kann man das Herunterladen

der Titel auf das WLAN beschränken.

Tippen Sie auf eine Seite, wird die Seitenzahl

eingeblendet. Im Kopf sehen Sie Titel des Buches

und den Namen des Autors.

Über eine kleine Pfeilschaltfläche

können Sie auch

eine Google+-Empfehlung

abgeben. Zum Reader gehört

noch eine Suchfunktion, mit

der man den Buchtext nach

bestimmten Inhalten durchsuchen

kann. Mehr Funktionen

gibt es nicht. Das ist auch gar

nicht notwendig. Die aktuelle

Version der Play Books App

unterstützt auch E-Books im

Format EPub, gibt eingebettete

Streaming-Inhalte wieder

und unterstützt die Vorlesefunktion

des Smartphones/​Tablets.

Inzwischen lassen sich

auch eigen Bücher im PDFund

EPUB-Format zu Google

Books hochladen.

Apps & Tipps 03/2013 37


App-Tipps

Play Books

Abb. 4: Leseproben und gekaufte

Bücher landen umgehend in der

Play Books App.

Abb. 5: Der Text der Bücher ist im

E-Book Reader gut lesebar, das

Blättern erfolgt animiert.

Abb. 6: Der E-Book-Reader enthält

nur wenige Funktionen. Das

genügt jedoch vollauf.

Abb. 7: Auf dem großen

Display eines Tablets

liest es sich noch besser.

Reinschauen, kaufen

Auf den ersten Blick erscheint die Vorschau

eines Buches überraschend umfangreich.

George R.E. Martins 3. Band von „Das Lied von

Eis und Feuer“ zählt 576 Seiten. Erwartet hätte

man hier eine Lesevorschau von vielleicht 20

Seiten. Nach einem Klick auf Vorschau landen

in der E-Book-App 363 Seiten. Tatsächlich sind

es jedoch nur 30 Seiten. Die Seitenanzeige in

der gewählten Buchvorschau täuscht einen Umfang

vor, der so auf dem Gerät nicht vorhanden

ist. Das ist jedoch zu verschmerzen. Man will

ja nur in ein Buch hineinlesen und es nicht

gleich fast komplett durchschmökern.

Die einmal gewählte Vorschau findet sich auch

später noch im Reader wieder. Am Ende der Leseprobe

wird dem Leser der Kauf des Buches

angeboten. Im Google Play Shop kann derzeit

nur mit Kreditkarte oder über die Handy-Rechnung

bezahlt werden. Bei einem Kauf werden

die Erstattungsrichtlinien, die AGB von Google

und Hinweise zum Datenschutz zugänglich.

Die Daten der Kreditkarte müssen nur einmal

angegeben werden. Google erstellt hierbei ein

Wallet-Konto für den Anwender, das die Daten

speichert. Später sehen Sie bei einem Kauf nur

noch die letzten vier Ziffern der Kreditkartennummer.

Haben Sie schon einmal Apps bei

Google Play gekauft, dann besitzen Sie bereits

ein Wallet-Konto und können gleich loslegen.

Nach dem Kauf landet im GMail-Account ein

Rechnungsbeleg. Das Buch kann ab da im Reader

gelesen und über das Google-Konto aufgerufen

werden. Auf diese Weise sind Sie nicht an

ein Lesegerät gebunden, sondern können auch

mit einem anderen Smartphone oder Tablet

oder über jeden beliebigen Browser darauf zugreifen.

Google erstellt automatisch beim Kauf

des ersten Buches eine Online-Bibliothek und

überträgt die gekauften Titel in diese. Sie werden

dort, ebenfalls automatisch, als „privat“ gekennzeichnet.

Ein Zugriff mit dem PC ist über

die Google-Play-Seite möglich. Die Anzeige im

Browser ist aber je nach Bildschirm und Brow-

38

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Play Books

ser nicht besonders gut. Die

Lesbarkeit der Buchtexte mit

dem Google Play Reader ist

deutlich besser.

Im Unterschied zu Apps

können Sie Bücher bis zu sieben

Tage lang zurückgeben. In

Ausnahmefällen (technische

Probleme) sogar 30 Tage lang.

Das gilt aber nur für Bücher,

die Sie direkt von Google Play

kaufen. Laut den Nutzungsbedingungen

für Google Play

Books gibt es auch Bücher

von Drittanbietern. Hier gilt

das Rückgaberecht des Drittanbieters.

Die E-Books an andere Personen

zu verleihen, ist verboten.

Sie können aber ein Buch

auf ein anderes Konto übertragen, wenn Sie per

Zufall das falsche Konto für den Einkauf benutzt

haben. Auch hier stellt Google in den

Nutzungsbedingungen aber klar, dass dieses

Feature, das einer gesonderten Bewilligung bedarf,

nur für den persönlichen Gebrauch gedacht

ist, und nicht dazu, Bücher an andere

Personen zu verschenken.

Kostenlose Bücher

Auf den ersten Blick scheint es nur wenige kostenlose

Bücher zu geben. Eine Handvoll Klassiker

sind gratis zu haben. Es gibt aber in der

App keine Kategorie, die auf die Gratis-Bücher

verweist. Doch gibt man als Suchbegriff „Kostenlose

Bücher“ ein, erhält man eine umfangreiche

Liste. Anders ist es, wenn der Google

Play Store über einen Browser besucht wird.

Dann finden sich alle Titel unter einer eigenen

Nicht kompatibel

Amazon, Google und zum Beispiel der Weltbild-Verlag

bieten zwar durchaus ein vergleichbares

E-Book-Angebot und im Fall von Amazon

auch eine vergleichbar gute Lese-App an,

kompatibel sind die elektronischen Bücher jedoch

aufgrund des benutzten Kopierschutzes

nicht. Bei Amazon gekaufte Titel lassen sich

somit nur mit der Kindle-App lesen, Google-

Bücher nur in der App Google Play Books.

Abb. 8: Bei den eingescannten alten Büchern können Sie zwischen der

Textvariante und dem Original wechseln.

Rubrik wieder. Englisch- und deutschsprachige

Titel sind bunt gemischt. Auch „Don Quichote“

auf Spanisch gibt es. Die meisten Titel sind

dabei eingescannte Versionen von frei verfügbaren

Werken. Oft sind jedoch auch Originalscan

und Textversion vorhanden, wie beispielsweise

bei den Nibelungen. Interessant ist es sicher,

einen Blick auf Grimms Kinder- und Hausmärchen

zu werfen. Anders als beim Projekt Gutenberg

und den kostenlosen Klassikern von

Kindle, laden die meisten Gratistitel aber nicht

wirklich zum Schmökern ein.

Fazit

Das Angebot von Google Play Books ist recht

gut. Der Zugriff erfolgt mit jedem Android-

Handy und ‐Tablet über den Play Store, auch

via Desktop-Rechner und Browser müssen Sie

nicht auf die Bücher verzichten. Dass der Kauf

eine Kreditkarte oder einen entsprechenden

Handy-Vertrag voraussetzt und Google in

Deutschland aktuell keine alternativen Zahlungsmethoden

anbietet, dürfte aber dennoch

den einen oder anderen Leser zur Konkurrenz

treiben. Die Reader-App ist simpel, aber durchaus

funktional und auch auf älteren Android-

Geräten verfügbar. Zusätzliche Infos zu den Büchern,

dem Buchmarkt und dem E-Book-Format

sucht man hingegen vergebens. Die Kritiken

oder Rezensionen von Lesern fehlen ebenfalls,

hier hat Amazon noch die Nase vorne. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28645

Apps & Tipps 03/2013 39


App-Tipps

Google Currents

Google

Googles neue Magazin-App

Immer

im Fluss

Sie sind viel unterwegs und möchten dabei

Online-Magazine oder Internet-Blogs lesen,

haben aber nur eine kleine Datenflatrate? In

diesem Fall könnte Google Currents ein

treuer Begleiter auf Ihrem Weg werden.

Christoph Langner


App-Tipps

Google Currents

Abb. 1: Google Currents liefert

Offline-Lesestoff für alle U-Bahn-

Pendler und Bahnfahrer.

Abb. 2: Android User ist natürlich

auch bei Google Currents mit seinem

Online-Angebot vertreten.

Abb. 3: Die Bibliothek wird leider

bislang sehr von amerikanischen

Medien dominiert.

Von Google Currents [LINK 1] haben Sie

noch nie etwas gehört? Macht nichts,

probieren Sie die App am besten gleich

einmal aus. Currents ist ein on- und offline

News-Reader, der von Ihnen gewählte Quellen

zu elektronischen Magazinen kombiniert. Die

Inhalte der in Currents geführten Magazine,

Zeitschriften oder Blogs sind übersichtlich aufbereitet

und bislang immer werbefrei gestaltet.

Beim ersten Start von Currents bittet Sie die

App, den Zugriff auf Ihr Google-Konto zu gestatten.

Anschließend haben Sie die Wahl,

News-Quellen aus vielen verschiedenen Rubriken

zu wählen, um so Ihr individuelles virtuelles

Magazin-Regal zusammenzustellen. Nach

dem Auswählen lädt Currents die Inhalte in die

App, sodass Sie die Beiträge auch offline in der

U-Bahn bzw. über eine volumenbeschränkte

UMTS-Flatrate lesen können, ohne Ihr Inklusiv-

Volumen zu beeinträchtigen.

Die Bibliothek

Nach der Installation gilt es, erst einmal die virtuelle

Bibliothek zu füllen. In der Seitenleiste

finden Sie dazu den Eintrag Abonnements hinzufügen

gelangen Sie in die nach Kategorien

sortierte Bibliothek. Hier finden Sie eine breite

Auswahl an Online-Publikationen, die Sie zu

Ihrer eigenen Bibliothek hinzufügen können.

Das deutschsprachige Angebot ist inzwischen

gut ausgebaut. Natürlich finden Sie auch Android

User auf Currents, für die entsprechenden

Informationen schauen Sie bitte in den Kasten

„Wir bei Google Currents“.

Immer aktuell

Google Currents ist ideal, wenn Sie in den eigenen

vier Wänden oder am Arbeitsplatz über ein

schnelles WLAN ins Internet gehen und unterwegs,

etwa beim alltäglichen Weg mit

Bus&Bahn zur Schule, Uni oder Arbeit in Ruhe

– und ohne Ihr wertvolles Inklusiv-Volumen

Ihrer UMTS-Verbindung zu verbrauchen –

Nachrichten und Berichte aus dem Internet

lesen möchten. Alternativ macht Currents ein

reines WLAN-Tablet zu einer mobilen Tageszeitung,

die Sie auch außerhalb Ihres Zuhauses in

einem Café oder im Garten lesen können.

Wir bei Google Currents

Selbstverständlich ist auch Android User bei

Google Currents vertreten. Inzwischen konnten

wir an die 100.000 Currents-Abonnenten gewinnen.

Sie finden uns in der Rubrik Wissenschaft

und Technik oder gelangen auch direkt

über den im QR-Code hinterlegten Verweis

[LINK 2] zur Currents-Seite der Android User.

Apps & Tipps 03/2013 41


App-Tipps

Google Currents

Abb. 4: Eilmeldungen halten Sie

über die neusten Entwicklungen

auf dem Laufenden.

Abb. 5: Öffnen Sie die Kategorie-

Anpassungen, um das Herunterladen

von Bildern zu aktivieren.

Abb. 6: Setzen Sie den blauen Pin,

um auch Bilder aus den Nachrichten

in den Speicher zu laden.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28770

In den Standardeinstellungen lädt Google Currents

im Hintergrund über das WLAN alle aktuellen

Inhalte Ihrer abonnierten Quelle in den

Speicher der App. So können Sie dann in Ihrer

Bibliothek nach interessanten Berichten stöbern,

ohne weitere Daten übertragen zu müssen.

Von Haus aus lädt Currents jedoch keine

Bilder zu den Artikeln aus dem Netz, dies

müssten Sie für jedes einzelne Magazin über

die Anpassungen der jeweiligen Kategorie nachholen.

Ist der blaue Pin gesetzt, speichert Currents

auch die Bilder.

Viel Inhalt

Zwei der Prämissen Googles für die Einstellung

von Inhalten auf Google Currents sind bislang

werbefreie und vollständige Beiträge. Sie bekommen

daher nicht – wie bei RSS-Feeds oft

üblich – nur einen kurzen Teaser zum Artikel

angezeigt, sodass Sie letztendlich die Webseite

des Angebots im Browser öffnen müssen, sondern

vollständige Artikel, ohne störende Banner-Werbung

oder laut tönende Flash-Animationen.

Daher macht das Lesen der Lieblings-Blogs

und -Magazine aus der Bibliothek viel Spaß.

Ohne Ablenkung stöbern Sie durch die Beiträge

Ihrer bevorzugten Medien – falls diese Ihre Inhalte

bei Google Currents einpflegen lassen –

ohne dass Sie mit den unangenehmen Seiten

der großen Medienhäuser in Form von großformatiger

und animierter Werbung leben müssen.

Für Tablets optimiert

Wie bei Android-Programmen üblich sind soziale

Netzwerke wie Facebook und Google+, E-

Mail und Notiz-Apps gut in Currents integriert.

Im Menü finden Sie immer den Eintrag Teilen,

über den Sie Links zu inte ressanten Beiträgen

an andere Anwendungen oder Ihre Kontakte

weitergeben können.

Tablet-Besitzer werden sich sicherlich freuen,

dass bei der Entwicklung der Currents-App auf

das größere Platz-Angebot bei Android-Tablets

geachtet wurde. Auf Tablets nutzt Google Currents

den reichlich vorhandenen Platz für eine

übersichtliche Darstellung des jeweiligen Angebots

gut aus. Tablets werden so zu einem ernsthaften

Konkurrenten der Morgenzeitung.

Google hat mit Currents ein praktisches Medium

geschaffen, Magazine und Internet-Quellen

auf dem Handy zu lesen. Richtig interessant

wird Currents allerdings erst dann, wenn weitere

Verlage ihre Inhalte einpflegen. Die aktuellen

Angebote sind nur Testballons, um weitere

Verlagshäuser anzulocken. Dies geschieht aber

wohl erst dann, wenn sich mit Currents auch

Geld verdienen lässt, sprich kostenpflichtige

Abos und Anzeigen möglich sind.

● ● ●

42

03/2013 Apps & Tipps


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App-Tipps

Kalender

Kalender unter Android nutzen

Mo, Di, Mi,

Do, Fr, ...

Klassische Terminkalender in Papierform muten zunehmend wie Relikte aus der

Steinzeit an. Smartphones schicken sich an, die Terminplanung zu übernehmen.

Wir erklären die Grundlagen dazu. Carsten Müller

Maksim Pasko, 123RF

44

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Kalender

Abb. 1: Mit verschiedenen Farben grenzt der Google-Kalenderdienst

unterschiedliche Kalender übersichtlich voneinander ab.

Abb. 2: Über Diesen Kalender freigeben lassen sich Google-Kalender

mit anderen Nutzern - um Beispiel in der Arbeit - teilen.

Termine zu verwalten gehört neben der

Telefonie, dem Fotografieren und der

Kontaktpflege über soziale Netzwerke

zu den wichtigsten Aufgaben von Smartphones.

Durch die enge Verzahnung mit Google-Diensten

bringen Android-Geräte hier ideale Voraussetzungen

mit, um jederzeit den Überblick über

die persönliche Zeitplanung zu behalten.

Alles Kalender, oder was?

Für das eine oder andere Fragezeichen sorgt bereits

die Begrifflichkeit: Was unter dem Begriff

Kalender zu verstehen ist, ist keineswegs eindeutig.

Eine klare Unterscheidung der ist notwendig,

um die Arbeitsweise der Terminverwaltung

auf dem Smartphone zu verstehen. Mit

Kalender kann Folgendes gemeint sein:

• die Kalender-App

• der Google-Kalenderdienst

• eine lokale Kalender-Datei

• Online-Kalender im Google-Kalenderdienst

All dies wird regelmäßig gerne schlicht Kalender

genannt, die Unterschiede sind jedoch recht

groß. Die Kalender-App ist die Verwaltungszentrale

der Termine. Sie greift je nach Android-

Version und Smartphone-Hersteller auf einen

lokalen Kalender zu, integriert aber auch die

Kalender, die mit Google synchronisiert werden.

Die App sorgt für Terminübersichten, ermöglicht

die Neuanlage oder Änderung von Terminen

und bietet nützliche Erinnerungsfunktionen.

Der Google-Kalender – oder besser: der

Google-Kalenderdienst – ist eine sehr mächtige

Möglichkeit, Termine online in der Internet-

Cloud zu speichern. Voraussetzung dafür ist lediglich

ein Google-Konto, das für die Nutzung

eines Android Smartphones ohnehin obligatorisch

ist. Die Kalenderdaten werden dann über

die Google- Kontosynchronisation bequem mit

dem Smartphone abgeglichen.

Die eigentlichen Termindaten sind in Kalenderdateien

auf dem Smartphone oder innerhalb

des Google-Kalenderdienstes gespeichert. Diese

einzelnen Kalender verstehen sich wie Kategorien.

Sinnvoll benannt bringen diese Kategorien

Struktur in die Terminflut. So können Sie zum

Beispiel einen separaten Kalender für Ihre persönliche

Termine einrichten und einen zweiten

für Ihre geschäftliche Agenda, einen für den

Fußball-Stammtisch und einen für die wichtigsten

Bundesliga-Begegnungen und so weiter.

Online oder offline?

Auch wenn die Wörter „offline“ und „online“

inzwischen schon fast zum allgemeinen Sprachgebrauch

gehören, möchten wir die Begriffe

hier kurz erklären. Unter einem Offline-Kalender

versteht man eine lokale Kalenderdatei, die

auch dann verfügbar ist, wenn keine Internetanbindung

besteht. Ist der Kalender komplett

offline, dann gibt es keine Kopie davon in den

Google-Kalenderdiensten. Wird Ihnen das

Smartphone gestohlen oder verlieren Sie es,

dann sind die Informationen weg. Als Online-

Kalender bezeichnet man eine Kalender-Datei,

die im Internet auf einem Server gespeichert

Apps & Tipps 03/2013 45


App-Tipps

Kalender

Abb. 3: Eine Kalender-App gehört – hier beim Samsung Galaxy Note – zu jedem

Android- Gerät. Die Möglichkeiten sind von Hersteller zu Hersteller verschieden.

wird (in der Regel bei Google) und von der auf

dem Smartphone nur eine Kopie besteht. Ändern

Sie an diesem Kalender etwas, dann sind

die Änderungen sofort auf allen Geräten sichtbar,

die den Online-Kalender integriert haben.

Android unterstützt seit Version 4.0 von Haus

aus nur noch Online-Kalender (Google und Microsoft

Exchange). Möchten Sie hier einen lokalen

Offline-Kalender anlegen, dann müssen Sie

dazu zunächst eine Google-Kalenderdatei einrichten

und anschließend sämtliche Synchronisationsfunktionen

ausschalten. Beim ersten

Start legt Android eine lokale Kalenderdatei an,

die sich weiterhin nutzen lässt, auch ohne Internetanbindung.

Alternativ nutzen Sie eine andere

Kalender-App. Mehr dazu weiter unten.

Termine enthalten häufig durchaus sensible

Informationen, etwa Namen von Personen, Adressen,

Telefonnummern und vertrauliche Notizen.

Die lokale Speicherung erscheint deshalb

insbesondere im beruflichen Smartphone-Einsatz

auf den ersten Blick als sicherer im Vergleich

zur Online-Speicherung im Google-Kalenderdienst.

Bei genauerem Blick offenbaren

sich jedoch auch Nachteile: Zwar gibt man die

Daten nicht aus der Hand. Doch die Möglichkeit

eines Datenverlusts ist groß: Ein Zurücksetzen

des Handys auf die Werkseinstellungen,

Diebstahl oder technischer Defekt – und die

Termine sind weg. Zumindest, wenn man nicht

regelmäßig mit geeigneter Software wie MyPhoneExplorer

die Daten wenigstens über den eigenen

PC gesichert hat.

Die Nutzung der Online-Kalender von Google

erspart hingegen die eigene Datensicherung.

Die Termine sind jederzeit verfügbar auf den

Google Servern gespeichert und als lokale Kopie

auf dem Handy vorhanden. Handy im Urlaub

verloren? Kein Problem: Über einen beliebigen

Webbrowser lässt sich jederzeit von überall auf

die Kalender zugreifen. Gerätewechsel? Parallele

Nutzung von Smartphone und Android Tablet?

Ebenfalls problemlos. Die Termine sind

überall sofort und aktuell verfügbar.

Öffentliche Terminkalender, zum Beispiel

Sportereignisse oder Schulferien, sind zudem

über die Web-Oberfläche des Google-Kalenderdienstes

bequem importierbar und stehen dann

auch auf dem Smartphone zur Verfügung.

Dabei nutzt der Google-Kalender das iCalendar

Format mit der Dateiendung .ics zum Import.

Öffentliche Kalender in diesem Format werden

von vielen Websites zum Download angeboten.

Egal, ob die Wahl nun auf lokale oder einen

Online-Kalender fällt: Da wie dort ist es möglich

und meist sinnvoll, zur deutlichen Unterscheidung

der Terminarten mehrere Kalender zu erstellen.

Apps und Widgets stellen dann die verschiedenen

Kalenderkategorien in unterschiedlichen

Farben dar. Wichtigkeit und Charakter

eines jeden Termins ist dann bereits auf den

ersten Blick ersichtlich.

Termine gemeinsam im Griff

Nicht um einen Online-Kalender hinweg kommen

Sie, wenn Sie einen Kalender innerhalb der

Familie oder unter Arbeitskollegen gemeinsam

nutzen möchten. Der Google-Kalenderdienst ermöglicht

dies auf sehr komfortable Weise. Entsprechende

Berechtigungen werden über die

Seite Kalender-Einstellungen | Kalender in der

Web-Oberfläche von Google erteilt. Über Diesen

Kalender freigeben trägt man dafür zunächst die

E-Mail- Adressen der Personen ein, die auf den

Kalender zugreifen sollen. Unter Berechtigungseinstellungen

muss dann nur noch definiert

werden, ob die einzelnen Personen Einblick in

die eigene Terminverfügbarkeit oder auch in

Termindetails erhalten sollen, oder ob sie sogar

Termine verändern oder neue Termine anlegen

dürfen. Hinzugefügte Personen haben dann ab

sofort über den Google-Webservice Zugriff auf

den freigegebenen Kalender. Und über die

Google-Kontosynchronisation ihres Handys sind

46

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Kalender

Abb. 4: Business Calendar hält

sich optisch an die Weboberfläche

des Google-Kalenders.

Abb. 5: Die Suchfunktion des Business

Calendars spürt alle Termine

im Handumdrehen auf.

Abb. 6: Eine ausführliche Terminliste

informiert als Widget direkt

auf dem Homescreen.

alle Nutzer des Kalenders auch unterwegs jederzeit

über die Terminplanung informiert.

Sehr praktisch ist auch die Benachrichtigungsfunktion

des Google-Kalenders. Auf der

Seite Benachrichtigungen in den Kalender-Einstellungen

der Google-Webseite stehen mehrere

Optionen zur Verfügung, bei Terminänderungen,

neuen Terminen oder Absagen auf Termineinladungen

automatisch Hinweise per E-Mail

oder SMS zu erhalten.

Die Kalender-App

Egal, ob Sie die Termine auf dem Handy oder

im Netz speichern und ob einzelne Kalender

nun privat sind oder mit anderen geteilt werden:

Für die optimale Terminübersicht und

‐pflege auf dem Smartphone ist die Kalender-

App entscheidend. Die strikte Trennung zwischen

App und den eigentlichen Kalender-Dateien

ermöglicht es, dass Nutzer die für sie perfekte

Kalender-App auswählen können. Von

einer Kalender-App zu einer anderen zu wechseln,

ist ein Kinderspiel. Termine gehen dabei

nicht verloren. Auch die Möglichkeit, mehrere

Kalender-Apps parallel zu nutzen, steht offen.

Android bringt von Haus aus eine Kalender-

App mit, die meisten Hersteller wie Samsung,

HTC oder Motorola ersetzen diese aber normalerweise

durch eigene Apps. Im Google Play

Store finden sich zudem viele Kalender-Apps

für jeden Geschmack. Viele davon bringen

praktische Widgets für den Homescreen mit.

Diese geben bereits beim flüchtigen Blick auf

das Handy Auskunft über anstehende Termine

– das Starten einer App ist häufig gar nicht

nötig. Aus der Flut an Kalender-Apps im Play

Store haben wir drei besonders empfehlenswerte

ausgewählt:

Business Calendar

Mit mehreren Millionen Downloads

zählt der Business Calendar [LINK 1] zu

den populärsten Kalender-Apps für

Android. Und das zu Recht. Denn die von

einem deutschen Entwicklerteam gestaltete App

sieht nicht nur gut aus, sondern überzeugt auch

mit durchdachter Benutzerführung und cleveren

Features. Rein optisch orientiert sich die

App an dem gewohnten Anblick etwa von Outlook

oder dem Google-Kalender im Web. Nach

dem Start zeigt die App die Übersicht einer definierbaren

Anzahl von Kalendertagen mitsamt

ihrer Termine. Über die bekannte 2-Finger-Methode

(Pinch-to-zoom) lässt sich die Darstellung

vergrößern oder verkleinern, und durch

horizontales Wischen oder Verschieben ist eine

Navigation in der Zeitleiste möglich.

Verfügbare Google-Kalender stehen am unteren

Bildschirmrand jeweils mit Namen und

Farbe zur freien Auswahl bereit. Damit werden

Apps & Tipps 03/2013 47


App-Tipps

Kalender

Abb. 7: Jorte integriert Terminübersicht,

Tagestermine und Aufgaben

in einer Ansicht.

Abb. 8: Jorte Kalender unterstützt

neben Google auch lokale

Kalender dateien.

Abb. 9: Die Tagesansicht von aCalendar

präsentiert auch Fotos von

Geburtstagskindern.

einzelne Kalender ein- oder ausgeblendet. Eine

Suchfunktion gestattet das rasche Aufspüren

von Terminen anhand eines beliebigen Suchbegriffes.

Sehr praktisch ist die Terminübersicht,

die sich auf die Auflistung der Termine der

nächsten Tage konzentriert und im Menü zu

finden ist. Ähnliche Terminlisten bieten auch

die in hohem Maße konfigurierbaren Widgets,

die die App mitliefert. Damit bietet Business

Calendar vielseitige Möglichkeiten der Terminübersicht

direkt auf dem Homescreen. Die Widgets

sind dabei sogar scrollbar. Überhaupt

glänzt Business Calendar mit einer atemberaubenden

Fülle an Konfigurationsmöglichkeiten.

Schriftgröße, Farbgebung, Standard-Kalender

und ‐Terminlänge, Startansicht und vieles, vieles

mehr, lässt sich im Einstellungsdialog frei

definieren. Klasse ist, dass die App ohne Anpassung

sofort intuitiv nutzbar ist. Wer es individuell

mag, der findet hier ein wahres Eldorado.

Jorte Kalender

Während Business Calendar eine kostenfreie,

funktional eingeschränkte

Version und eine kostenpflichtige Pro-

Version unterscheidet, ist Jorte Kalender [LINK 2]

komplett gratis. Was sich in weit mehr als 10

Millionen Play Store Downloads niederschlägt.

Dabei kann sich der Funktionsumfang von Jorte

absolut sehen lassen – teilweise geht die Konfigurierbarkeit

von Jorte sogar über das hinaus,

was Business Calendar bietet.

Sehr schön gelöst hat Jorte die übersichtliche

Kombination aus Terminen und Aufgaben. Die

oberen zwei Drittel des Standardbildschirmes

der App zeigt eine Monatsansicht, im unteren

Bereich finden sich die Termine des ausgewählten

Tages sowie eine Liste der noch zu erledigenden

Aufgaben. Diese komprimierte Darstellung

ist praxisnah und gefällt. Auch sehr gut:

Eine Feiertags-Datenbank bringt Jorte gleich

mit. Ein Knopfdruck genügt, und die deutschen

Feiertage sind in den Kalender importiert.

Über Menü | Optionen | Einstellungen hält

Jorte jede Menge Optionen zur Individualisierung

bereit. Der In- und Export von Terminen

und Aufgaben sowie die Möglichkeit, Google-

Kalender in lokale Jorte-Kalender zu überführen

und umgekehrt, machen Jorte zur eierlegenden

Wollmilchsau in Sachen Terminplanung. Für

die schnelle Info über den Homescreen des

Handys hält Jorte eine Vielzahl von Widgets bereit.

Hier bleiben keine Wünsche offen.

Schade, dass einige der zahlreichen Funktionen

von Jorte nicht ins Deutsche übersetzt sind.

In den Menüs muss man derzeit also einen

bunten Mix aus Deutsch und Englisch in Kauf

nehmen. Optisch wirkt Jorte antiquiert. Die

Funktionalität der Gratis-Software beeinträchtigen

diese Schönheitsfehler aber keineswegs.

48

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Kalender

aCalendar

Die App aCalendar [LINK 3] ist vergleichsweise

jung, der Hersteller wies

sie bis vor kurzer Zeit noch als Beta-

Version aus. Dennoch arbeitet die App im Praxiseinsatz

prob lemlos und stabil. aCalendar

spricht insbesondere durch seine aufgeräumte

und durchdachte Oberfläche an. Durch horizontales

Wischen wechselt der User zwischen

den angebotenen drei Ansichten Tag, Woche

und Monat. Bei der Tages- und Wochenansicht

ist ein zusätzlicher Monatsüberblick unten

rechts in die Anzeige integriert. In der Tagesansicht

werden zudem auch die Fotos von bis zu

vier Kontakten angezeigt, die an diesem Tag

ihren Geburtstag feiern.

Überhaupt weiß die Optik von aCalendar zu

gefallen. Die Benutzerführung ist sehr intuitiv,

allerdings beschränken sich die Einstellungsmöglichkeiten

auf die wesentlichen Basisfunktionen.

Dem gegenüber steht ein sehr ambitioniertes

Entwicklerteam, das sich gerne auch

mal innovative Features wie den Terminaustausch

via NFC ausdenkt uns auch künftig noch

für einige Überraschungen sorgen dürfte.

Während die kostenfreie Version von aCalendar

nur auf Google-Kalender zugreift, ermöglicht

die kostenpflichtige aCalendar+ Version

unter anderem die Einrichtung lokaler Kalender.

Erfreulich, dass aCalendar auch in der kostenfreien

Version werbefrei und vollständig ins

Deutsche übersetzt ist. Einen ausführlichen Artikel

zu aCalendar mit finden Sie in dieser Ausgabe

von Android Apps&Tipps ab Seite 58.

Fazit

Die Möglichkeiten, die Android für die Verwaltung

der persönlichen Terminkalender mit sich

bringt, sind beträchtlich. Neben den hier vorgestellten

Apps finden Sie im Play Store auch Lösungen

für sehr spezielle Aufgabenbereiche –

etwa Apps zur Optimierung der Erinnerungsfunktionen,

Tools zur Synchronisation mit Outlook

oder Spezialkalender für Schichtarbeiter.

Finden Sie ganz einfach Ihren persönlichen,

perfekt abgestimmten Zeitmanager!

● ● ●

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App-tipps

20 echte App-Perlen

Iulia Brovchenko, 123RF

Klein aber oho: 20 coole Apps für Geeks und Freaks

Gewusst wie…

Der Löwenanteil an Downloads bei Google Play entfällt auf relativ wenige, extrem

populäre Apps wie Spiele-Blockbuster, YouTube oder Facebook. Doch auch Apps, die

nicht so im Rampenlicht stehen, entpuppen sich bisweilen als kleine Highlights.

Wir stellen einige davon vor. Carsten Müller

50

03/2013 Apps & Tipps


App-tipps

20 echte App-Perlen

Zahlreiche Apps fristen

in den Untiefen des

Play Stores ein Schattendasein.

Android User ist

auf Tauchstation gegangen

und hat ein paar dieser nützlichen

App-Perlen an die Oberfläche

gezogen.

Copy to

Clipboard

Das Teilen von Inhalten

gehört zu

den zentralen Funktionen

von Android: Fotos auf

die Schnelle mit den Facebook-Freunden

teilen, ein PDF

Dokument per E-Mail versenden,

einen Song per Bluetooth

auf ein anderes Handyverschicken

– sogar das von Android

gar nicht vorgesehene Drucken von Dokumenten

wird bequem mit einer entsprechenden

Print-App über die Teilen-Funktion ermöglicht.

Doch es geht noch genialer.

Die Mini-App Copy to Clipboard [LINK 1] ermöglicht

das Teilen von Text direkt in die Zwischenablage.

Ein Beispiel: Der Play Store bietet

in seinem Teilen-Menü das Weiterleiten der

Play-Store-Webadresse einer App an – etwa zur

Weitergabe an Facebook oder Google+. Wählen

Sie hier nun den Eintrag Clipboard aus,

dann wird die URL der App in die Zwischenablage

des Smartphones gelegt. Dieser Text kann

anschließend in jeder App durch langes Drücken

und Auswahl von Einfügen benutzt werden.

Äußerst praktisch, wenn der Text in einer

App benötigt wird, die für das Teilen solcher Inhalte

eigentlich gar nicht vorbereitet ist.

Abb. 1: Wenn Apps keine

Send to SD Card

Viele Apps bieten zwar die Möglichkeit,

Dateien mit anderen Apps zu teilen.

Das Speichern der Dateien auf

die SD-Karte indes ist häufig nicht vorgesehen.

Wer etwa Skitch nutzt, um Fotos mit witzigen

Texten und Grafiken aufzupeppen, wird sich

nicht selten ärgern, dass das Gesamtkunstwerk

nicht lokal gespeichert werden kann. Ein Fall

für die kleine App Send to SD Card [LINK 2]. Einfach

im Teilen-Menü SD Card auswählen, den

Speichern-Funktion kennen, hilft

Send to 2D Card.

Abb. 2: Send to SD Card klinkt sich

in das Teilen-Menü ein und ermöglicht

so das Speichern einer Datei.

Speicherort wählen, und schon liegt das Kunstwerk

sicher verwahrt auf der Speicherkarte!

Directupload Image Sharer

Um Fotos geht es auch bei dieser kleinen,

aber sehr feinen

App [LINK 3].

Sie ermöglicht das kinderleichte

Hochladen von

Handy-Bildern auf den

Server des kostenfreien

Hosting-Dienstes „Directupload“

und stellt sofort

im Anschluss daran Links

zum Online-Foto für die

Zwischenablage bereit.

Besonders nützlich sind

hier HTML-formatierte

Links, die sich etwa zum

Einfügen des hochgeladenen

Fotos bei eBay eignen,

sowie BBCode-formatierte

Links, die direkt

für Online-Foren nutzbar

sind, zum Beispiel in Tapatalk.

Auf Wunsch skaliert

die Directupload das

Foto vor dem Upload automatisch

auf ein schlankes

Format herunter,

Abb. 3: Directupload

Image Sharer macht

das Hochladen von Bildern

extrem leicht.

Apps & Tipps 03/2013 51


App-tipps

20 echte App-Perlen

Abb. 5: Reduce Photo

Size liefert die drei wichtigsten

Funktionen zur

Bildbearbeitung.

damit sich der Datenverkehr

in Grenzen hält und bei der

Ansicht in Foren oder auf

eBay das Bild den Betrachter

nicht durch seine Größe erschlägt.

Toll ist, dass für die

Nutzung des „Directupload“-

Services kein Benutzerkonto

notwendig ist. Eine unverzichtbare

App für Foren und

eBay-Junkies.

Reduce Photo Size

Die schlanke App

Reduce Photo Size

[LINK 4] beschränkt

sich auf drei der häufigsten

Funktionen bei der Bildbearbeitung:

Größe reduzieren,

zuschneiden und drehen.

Wahlweise rufen Sie dazu die

App direkt auf oder wählen „Bildgröße reduzieren“

im Teilen-Menü eines Fotos. Die drei Funktionen

stehen dann sofort zur Verfügung, die

Bedienung der App ist weiter selbsterklärend.

Die veränderten Bilder speichert die App stets

als neues Bild ab, das Original

bleibt immer unverändert

erhalten!

Abb. 4: Gleich nach dem Upload

stellt die App alle wichtigen Links

zur Verfügung.

AutoTeeth

Die oben vorgestellten

Apps

drängen sich

nicht in den Vordergrund,

sondern bieten ihre

Dienste nur an, wenn sie

gebraucht werden. Es geht

jedoch noch dezenter:

Manche Apps bekommt

man fast gar nicht zu Gesicht

– sie erledigen ihren

Job still und leise im Hintergrund.

AutoTeeth [LINK 5] ist

eine kleine, aber feine Service-App

für Nutzer, die

im Büro und zu Hause das

WLAN Netzwerk und unterwegs

eine Freisprecheinrichtung

nutzen. Einmal

installiert und aktiviert

schaltet AutoTeeth beim Verlassen

eines WLAN die Bluetooth-

Funktion ein. Bucht

sich das Gerät wieder in ein

WLAN ein, wird Bluetooth automatisch

wieder abgeschaltet.

Ideal für Menschen, die zu

Hause und im Büro über

WLAN verfügen und dort kein

Bluetooth benötigen. Beim

Verlassen des WLAN wird

Blue tooth eingeschaltet. Denn

dort ist die Wahrscheinlichkeit

groß, dass sich das Gerät im

Auto mit der Freisprecheinrichtung

verbinden soll oder

dass ein Headset zum Einsatz

kommt. AutoTeeth regelt das

vollautomatisch und absolut

zuverlässig.

Automatic File Mover

Ordnung ist ja bekanntlich das halbe

Leben. Beim Stöbern im Internet und

beim Herunterladen von Bildern,

Musik, Videos und vielem mehr kümmert sich

der Web Browser oder die App jedoch meist

nicht um die Ordnung auf dem Telefonspeicher,

sondern knallt alles stumpf in einen /download-Ordner.

Oder in einen sonstigen Ordner,

der aber dummerweise überhaupt nicht der persönlichen

Vorstellung von Verzeichnisordnung

entspricht. Hier hilft die App Automatic File

Mover [LINK 6]. Ihr weisen Sie Aufträge zum Verschieben

oder Kopieren von Dateien zu. Beispiele:

Dateien, die .mp3 enthalten, mögen bitte

von /download nach /Musik verschoben werden.

Dateien, die in ihrem Namen .pdf enthalten,

sollen von /download nach /Dokumente

verschoben werden und so weiter.

Nachdem Sie solche Aufgaben definiert

haben, starten Sie über das Menü der App den

Service. Fortan kümmert sich der Dienst um die

wunschgemäße Verteilung der Dateien. Sobald

in den eingetragenen Verzeichnissen Dateien

auftauchen, die dem Kriterium entsprechen,

schnappt sich die App die Datei und verschiebt

oder kopiert sie an den richtigen Zielort. Wenn

Sie viel mit Dateien jonglieren, dann erspart

Ihnen diese App eine Menge Zeit und Nerven.

52

03/2013 Apps & Tipps


App-tipps

20 echte App-Perlen

Abb. 6: Automatic File Mover

kümmert sich um die Verteilung

von Dateien in Verzeichnisse.

Abb. 7: Einfach einschalten, und

Perfect Ringtone sorgt automatisch

für die passende Lautstärke.

Abb. 8: Einmal die gewünschte

Größe eingestellt, sorgt Image

Shrink für das rasche Verkleinern.

Perfect Ringtone Volume

Wer kennt das nicht: Die Lautstärke

des Klingeltons ist irgendwie immer

falsch. In der lauten U-Bahn ist das

Smartphone nicht zu hören, weil es zu leise

eingestellt ist. Im Meeting im Büro kippen die

Kollegen vom Stuhl, weil das Handy klingelt –

viel zu laut. Perfect Ringtone Volume [LINK 7]

widmet sich der Aufgabe, die optimale Lautstärke

des Klingeltons automatisch einzustellen.

Dabei richtet sich die App

nach den Umgebungsgeräuschen

zum Zeitpunkt des

eingehenden Anrufes und

passt die Klingeltonlautstärke

daran an. In der Disco gibt das

Handy dann künftig Vollgas,

im sonntäg lichen Gottesdienst

hält sich das Gerät vornehm

zurück, sofern Sie vergessen

haben, es ganz stumm zu

schalten. Klasse Sache!

Image Shrink

Irgendwie ein Dilemma:

Für perfekte

Fotos braucht man

eine hohe Bildauflösung, die

zu entsprechend große Dateien

führt. Zum Versenden

Abb. 9: Scan to PDF macht aus

dem Smartphone einen leistungsstarken

Scanner.

per E-Mail wiederum bräuchte man eher

schlanke Formate. Image Shrink [LINK 8] widmet

sich diesem Thema. Die App hängt sich in das

Teilen-Menü von Bildern. Wenn Sie ein Foto

nun zu dieser App teilen, legen Sie die Zielgröße

fest, und die App verkleinert das Foto

umgehend. Anschließend leitet Sie die Image

Shrink erneut zu einem Teilen-Menü, über das

Sie das verkleinerte Bild dann etwa zur E-Mail-

App teilen. Das ursprüngliche Foto bleibt dabei

übrigens unverändert: Die

verkleinerte Version wird als

neue Datei zwischengespeichert.

Scan to PDF

Auch wenn alle Welt

davon träumt: Von

einem papierlosen

Büro sind wir noch immer

weit entfernt. Also brauchen

wir allerorten Schnittstellen

zwischen der Papierwelt und

der digitalen Welt. Digitale

Dokumente müssen ab und an

mal gedruckt werden, und Papiere

müssen gelegentlich mal

digitalisiert werden. Wenn

dafür gerade kein Scanner in

der Nähe ist: Das Android-

Apps & Tipps 03/2013 53


App-tipps

20 echte App-Perlen

Abb. 10: Active Clock erlaubt die

Gestaltung einer ganz persönlichen

Dauer-Uhr.

Abb. 11: Mit Batification legen Sie

beliebige Apps mit einem Fledermaus-Symbol

in die Statusleiste.

Abb. 12: Batification ist gleichsam

App-Starter und Foto-Notiz für die

Benachrichtigungsleiste.

Smartphone hilft. Die App Scan to PDF [LINK 9]

übernimmt den Job. Einfach mit der App das

Dokument fotografieren – anschließend gestattet

die App das Drehen und Zuschneiden, ehe

das Ergebnis dann im PDF Format gespeichert

wird. Dabei verzichtet diese App auch in der

kostenfreien Version auf lästige Wasserzeichen

im PDF – sehr schön!

Active Clock

Die Uhrzeit immer im Blick: Normalerweise

kein Problem, denn das Android-Smartphone

zeigt stets die aktuelle

Zeit oben rechts in der Statuszeile. Aufgeschmissen

ist man jedoch, wenn Apps – zum

Beispiel Spiele – das gesamte Bildschirmformat

füllen und die Statuszeile überlagern. Um auch

in solchen Situationen stets über die Uhrzeit informiert

zu bleiben, installieren Sie sich einfach

die App Active Clock [LINK 10]. Sie sorgt für die

ständige Präsenz des Zeiteisens auf dem Bildschirm.

Batification

Die kleine App Batification [LINK 11]

vom Androidpit-Team ist ein typisches

Beispiel einer App, die ein Problem

löst, von dessen Existenz man zuvor noch

gar nichts ahnte. Umso verblüffender ist die

Nützlichkeit einer solchen App. Batification

könnte man auch als Statusleisten-Launcher bezeichnet.

Die App erlaubt es, beliebige installierte

Apps in die Statusleiste zu legen – also

dorthin, wo auch Benachrichtigungen angezeigt

werden. Wer etwa sehr intensiv und immer

wieder dieselben Apps nutzt, der kann diese

Apps nun in die Statusleiste legen und so ganz

leicht zwischen geöffneten Apps hin- und herwechseln.

Für die Darstellung in der Statusleiste

selbst verwendet die App Batman-Symbole

und den Android Roboter. Zieht man die

Leiste herunter, so können dort die Apps mit

ihrem Icon oder einem frei definierbaren Foto

dargestellt werden. Auf diese Weise eignet sich

Batification sogar für Foto-Notizen in der Statusleiste.

Symbols

Für die Darstellung von Texten verwendet

Android Unicode-Zeichensätze.

Diese enthalten hunderttausende

von Zeichen, darunter auch viele Symbole.

Über die herkömmlichen Android Tastaturen

sind diese Zeichen jedoch nicht zugänglich.

Die App Symbols [LINK 12] hilft hier aus und gewährt

Zugriff auf zahllose Symbole, Pfeile und

sonstige Sonderzeichen. Einfach ein oder mehrere

Zeichen auswählen und in die Zwischenablage

legen – am gewünschten Zielort fügen Sie

dann die Zeichen aus der Zwischenablage in

54

03/2013 Apps & Tipps


App-tipps

20 echte App-Perlen

Ihren Text ein (im Textfeld

länger drücken und Einfügen

wählen). Sehr praktisch,

wenn man gerne in Zeichen

spricht.

Copy your Smiley

Ähnlich wie Symbols

ist auch Copy

your Smiley [LINK 13]

eine App für den Austausch

von Inhalten über die Zwischenablage.

Hier geht es allerdings

nicht um Zeichen,

sondern um Grafiken. Genauer

gesagt um Smileys, die

oft auch als animierte GIFs

vorliegen. Mit dieser App lässt

sich eine persönliche Smiley-

Datenbank anlegen. Smileys

von einer beliebigen Webseite

können mit Ihrer Web-Adresse gespeichert werden.

Kategorien ermöglichen die komfortable

Sortierung der Smileys. Um die gesammelten

Smileys zu nutzen, kopiert die App die Adress-

URL des jeweiligen Smileys in die Zwischenablage.

Für die Nutzung der Smileys in Online-Foren

oder Apps wie Tapatalk umschließt die App

die URL automatisch mit [img] Tags, wie sie in

den meisten Foren unterstützt werden. Auf

diese Weise macht Copy your Smiley die Foren

bunter. Übrigens, das Ganze funktioniert natürlich

auch mit beliebigen anderen Grafiken,

nicht nur mit Smileys.

Clipper

Bleiben wir zum Schluss noch beim

Thema Zwischenablage. Die App

Clipper [LINK 14] bohrt die Android

Zwischenablage mächtig auf und macht aus ihr

die universelle Schaltzentrale für Textbausteine

jeder Art. Clipper klinkt sich auf Wunsch in die

Statusleiste ein und ist so jederzeit und schnell

erreichbar. Die Textbausteine lassen sich thematisch

gruppieren und jederzeit ergänzen. Neue

Textbausteine können manuell oder über die

Zwischenablage angelegt werden. Clipper ist

damit das ideale Werkzeug für Menschen, die

viel in Foren kommunizieren und hier auf

immer wiederkehrende Antworten ganz leicht

zurückgreifen möchten. Auch als Sammelort für

Abb. 13: Shush reaktiviert die Klingeltonlautstärke

nach einer

bestimmten Zeit automatisch.

Abb. 14: Simple Backup erlaubt

die regelmäßige automatische

Sicherung ganzer Verzeichnisse.

SMS- und E-Mail-Textvorlagen eignet sich Clipper

bestens, etwas Persönliches sollte dabei

aber nicht fehlen.

Shush

Shush [LINK 15] ist ein cleverer

Problemlöser in Sachen Lautstärke.

Shush widmet sich jedoch ganz

besonders dem Klingelton. Und zwar für das

zeitgesteuerte Aktivieren des Klingeltons,

nachdem Sie die Klingeltonlautstärke auf

Null gesetzt haben. Das ist genial. Etwa bei

einem einstündigen Meeting im Büro. Stellen

Sie vor dem Meeting über die Lautstärketaste

die Lautstärke auf null, so erlaubt Shush das

automatische Zurücksetzen der Lautstärke

nach einem bestimmten Zeitraum. Also für

das Meeting einfach eine Stunde einstellen,

anschließend klingelt auch das Handy

wieder aus vollem Rohr. Genial. Ein Genuss

ist auch das toll gemachte User Interface der

App. Einstellmöglichkeiten gibt es kaum,

aber die braucht man auch nicht. Lediglich

Lautstärke, Dauer der Leisephase und ob die

Leisephase wieder beendet werden soll

(Taste Pst.), lässt sich definieren. Ob im Job,

beim Arzt, in öffentlichen Verkehrsmitteln –

überall, wo das Handy einen bestimmten

Zeitraum diskret bleiben soll, ist Shush

unverzichtbar.

Apps & Tipps 03/2013 55


App-tipps

20 echte App-Perlen

Abb. 15: Mit Volume Locker legen

Sie geschützte Lautstärkenregler

für diverse Kanäle fest.

Abb. 16: Änderungen an der Lautstärke

können Sie bestätigen

oder ignorieren.

Abb. 17: Default App Reset listet

alle Standard-Apps des Systems

komfortabel auf.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29686

Simple Backup

Wer regelmäßig Backups aller Apps

und ihrer Daten anlegen möchte, um

sie im Fall der Fälle wiederherstellen

zu können, der kommt um Root-Rechte auf seinem

Smartphone nicht herum. Manche Apps

zum Beispiel WhatsApp – speichern Ihre Daten

jedoch nicht im internen, ohne Root nicht zugänglichen

Telefonspeicher, sondern auf der

SD-Karte oder im USB-Speicher des Gerätes. Die

kleine App Simple Backup [LINK 16] eignet sich

für alle Backup-Aufgaben, die keinen Root benötigen,

also etwa regelmäßig das WhatsApp-

Verzeichnis auf die externe SD Karte sichern.

Dazu definieren Sie in Simple Backup einfach

eine Aufgabe (Task) und geben an, welches

Verzeichnis Sie wie häufig (alle 1 bis 14 Tage)

wohin sichern möchten. Die App berücksichtigt

dabei sämtliche Unterverzeichnisse des angegebenen

Ordners. Einmal aktiviert, sorgt Simple

Backup für die regelmäßige und zuverlässige Sicherung

der definierten Verzeichnisbäume.

Volume Locker

Bei vielen Smartphones ist die Lautstärketaste

so angeordnet, dass ein

unbeabsichtigtes Betätigen nicht ausgeschlossen

ist. Volume Locker [LINK 17] ist ein

sehr praktisches Tool, das vor versehentlichem

Ändern der Lautstärkeeinstellungen schützt.

Nach der Installation der App müssen Sie lediglich

den Dienst aktivieren (En able) und gegebenenfalls

unter Locked Volume Settings einstellen,

welche Lautstärkeeinstellungen geschützt

werden sollen: Musik, Klingelton, Alarm, Benachrichtigung,

System… Anschließend überwacht

die App sämtliche Veränderungen der

Lautstärke und alarmiert Sie über die Benachrichtigungsleiste,

dass eine Veränderung der

Lautstärke registriert wurde. Hier haben Sie

dann einige Sekunden (standardmäßig 30) Zeit,

die Veränderung per Druck auf die Benachrichtigung

zu bestätigen. Dann wird die Veränderung

der Lautstärke gespeichert. Tun Sie nichts,

wird die Lautstärke nach Ablauf des Countdowns

wieder auf ihre ursprüngliche Einstellung

zurückgesetzt. Äußerst praktisch.

Default App Reset

Sie kennen das. Klicken Sie auf einen

Youtube-Link, werden Sie gefragt, mit

welcher App Sie das Video ansehen

möchten. Das Gleiche bei Grafiken und Bildern.

Ja sogar die Telefon-App fragt, ob man das Telefonat

nun lieber mit der Telefon-App oder mit

Skype führen möchte. Irgendwann werden Sie

vermutlich den Haken bei Für diesen Vorgang

als Standard verwenden setzen. Wenn Sie es

nicht bereits unbeabsichtigt schon mal getan

haben. Diesen Haken zu setzen, ist einfach. Das

56

03/2013 Apps & Tipps


App-tipps

20 echte App-Perlen

Ganze rückgängig zu machen

– etwa, wenn man nun doch

mal Bilder mit unterschiedlichen

Apps betrachten möchte

– ist schon schwieriger. Dazu

muss man in den Tiefen der

Systemeinstellungen die App

finden, die als Standard gesetzt

ist. Die App Default App

Reset [LINK 18] steht hier mit

Rat und Tat zur Seite. Sie listet

auf Knopfdruck alle Apps auf,

die irgendwo im System als

Standard gesetzt wurden und

erlaubt den bequemen Entzug

des Standard-Privilegs einer

App. Die kleine, schlanke App

sollte daher auf keinem Smartphone

fehlen. Im Fall der Fälle

ist sie äußerst wertvoll.

Abb. 18: Save to Phone speichert

über das Teilen-Menü Inhalte auf

die SD-Karte oder ins Clipboard.

Abb. 19: Hier richten Sie Ihre

Benachrichtigung für die Toastr-

App ein.

Save to Phone

Apps, die sich in das Teilen-Menü

Ihres Smartphones einklinken, sind

häufig ideale Vertreter der Apps appseits

des Mainstreams. Sie sind so herrlich nützlich

und dabei nahezu unsichtbar, dass man

nicht über sie spricht, sondern sie nach kurzer

Zeit als selbstverständlich hinnimmt. Save to

Phone [LINK 19] ist so eine App. Inhalte, die Apps

über das Teilen-Menü an andere Apps weitergeben

können, lassen sich mit Save to Phone als

Datei auf die SD Karte speichern oder als Text in

die Zwischenablage legen. Dabei können Sie

definieren, ob die App jeweils den gleichen

Speicherort wählen oder bei jedem Speichervorgang

nachfragen soll. Die App kommt fast ohne

User Interface aus. Lediglich die Einstellungen

sowie ein Verlauf, also die Anzeige der bisher

gespeicherten Daten, sind die sichtbaren Komponenten

der App. Ansonsten begnügt sich

Save to Phone mit einem Platz im Teilen-Menü,

in dem sich die App mit Sicherheit in kürzester

Zeit zum geliebten Helferlein mausern wird.

Toastr

Zum Abschluss noch ein ganz besonderes

App-Juwel: Toastr [LINK 20].

Diese App hilft Ihnen, wichtige Dinge

nicht zu vergessen, indem Sie eine Meldung auf

dem Homescreen anzeigt. Die Meldung er-

scheint jedes Mal, wenn Sie das Gerät entsperren,

also genau im richtigen Zeitpunkt. Möchten

Sie die Meldungungen lediglich im Standard-Format

anzezeigt bekommen, dann ist

Toastr gratis. Die Pro-Version bietet etwas mehr

Spielraum bei der Farbe und der

Platzierung. Die Bedienung

der App ist denkbar einfach:

Nach dem Start geben Sie

eine Meldung ein, zum Beispiel

Android User kaufen“

und tippen auf die Schaltfläche

Start Toastr. Von nun an

erscheint Ihre Erinnerung

jedes Mal, wenn Sie das

Smartphone oder Tablet entsperrt

haben. So lange, bis Sie

die Toastr-App erneut öffnen

und auf Stopp toastr klicken.

Fazit

Mit der passenden App lässt

sich unter Android praktisch

jede Aufgabe lösen. Dabei

lohnt es sich ganz besonders,

auch nach den kleinen Fischen

Ausschau zu halten.

Oft führen die zu den wahren

Perlen, nicht die großen und

bekannten Apps.

● ● ●

Abb. 20: Die Meldung

von Toastr erscheint

gleich nach dem Entsperren

für ein paar

Sekunden.

Apps & Tipps 03/2013 57


App-Tipps

aCalendar

tele52, 123RF

Natthapong Khromkrathok, 123RF

Im Test: aCalendar

Top-Kalender

Was liegt näher, als unter Android die eigene App von Google und den

Google-Kalender zu benutzen? Doch die Standard-App von Android weist

einige Schwächen auf. Die App aCalendar macht vieles besser. Marcel Hilzinger

58 03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

aCalendar

Ist denn schon wieder Vollmond? Gehören

Sie zu den Personen, die sich diese Frage öfters

stellen? Dann ist aCalendar [LINK 1] definitiv

eine gute Wahl. Die alternative Kalender-

App zeigt nicht nur die Mondphasen an, sondern

verfügt auch über eine sehr durchdachte

grafische Oberfläche, die so manchen Vorteil

mit sich bringt, wenn man sich einmal daran

gewöhnt hat.

Navigation einmal anders

Der aCalendar zeigt nach dem Start die aktuelle

Woche an. Unten rechts befindet sich zudem

eine Monatsübersicht. Halten Sie hier den Finger

gedrückt, dann erscheint ein kleiner Dialog,

über den Sie zu jedem beliebigen Datum springen

können. Bereits bei diesem Dialog werden

Sie merken, dass aCalendar vieles anders macht

als der Standard-Kalender von Google. In den

meisten Fällen bedeutet das, dass sich die App

einfacher und intuitiver bedienen lässt. Die App

aCalendar funktioniert im Hochformat und im

Querformat – sie eignet sich gerade im Querformat

auch sehr gut für Tablets.

Aus dem Hauptdialog heraus navigieren Sie

per Wischgeste auf dem Touchscreen in alle

vier Richtungen. Ein Wisch nach oben bringt

Sie zur Vorwoche, ein Wisch nach unten zur

folgenden Kalenderwoche. Eine Wischgeste

Abb. 2: Über einen langen Druck

auf die Monatsansicht springen

Sie zu einem beliebigen Zeitpunkt

im Kalender.

Abb. 3: Optisch vielleicht etwas

weniger hübsch als bei der

Google-App, aber praktischer:

der Auswahldialog für die Uhrzeit.

nach rechts zeigt den kompletten

Monat als Übersicht an,

streifen Sie den Finger von

rechts nach links landen Sie

bei der Tagesansicht. Landen

Sie dabei immer bei einem

Sonntag, dann haben Sie die

Wischgeste vermutlich auf

dem (leeren) Sonntagsfeld

ausgeführt. Wenden Sie die

Geste hingegen im gewünschten

Feld an, dann

landen Sie immer bei

genau dem Tag. In der

Tages- und Monatsansicht

gelangen Sie über vertikale

Wischgesten zum

Vortag/​Vormonat beziehungsweise

zum Folgetag/​nächsten

Monat. In

der Waagerechten

wechseln sich immer

die drei Ansichten für

den Tag, die Woche und

den Monat ab. Die Navigation

erfordert eingangs etwas Übung, weiß aber bereits

nach wenigen Minuten zu gefallen. Die

Startansicht lässt sich über die Einstellungen jederzeit

ändern (Tag, Woche oder Monat).

Termine im Griff

Ein neuer Termin lässt sich

aus jeder der drei Ansichten

heraus erstellen, indem Sie

den Finger auf dem passenden

Feld gedrückt halten. In der

Monats- und Wochenübersicht

zeigt die App als Erstes jeweils

einen Auswahldialog für den

Startzeitpunkt an. Auch hier

beschreitet aCalendar

einen anderen Weg

als die Google-App:

Das fummelige

Setup per Rädchen

entfällt, Sie

müssen lediglich

auf die passende

Uhrzeit tippen.

Benutzen Sie

aCalendar

Tipp

Abb. 1: In der Grundeinstellung

zeigt aCalendar

die aktuelle Woche

in der Übersicht an.

Probieren Sie zur senkrechten

Navigation auch einmal

die Lautstärketasten aus.

Damit lässt sich in den drei

Ansichten sehr komfortabel

blättern.

Apps & Tipps 03/2013 59


App-Tipps

aCalendar

Abb. 5: Über diesen Dialog

wählen Sie aus, welchen

Termin Sie bearbeiten

oder löschen

möchten.

zum ersten Mal, dann erscheint

bei der Auswahl der

Uhrzeit ein zusätzlicher Dialog,

der wissen möchte, mit

welcher App Sie den Vorgang

durchführen möchten. Hier

lohnt es sich, zunächst bei

jedem Dialog von Hand aCalendar

auszuwählen. Haben

Sie sich für aCalendar als

Standard-App entschieden,

dann markieren Sie die Checkbox

Immer für diese Aktion

verwenden oder wählen bei

aktuellen Androiden mit der

Version den Eintrag Immer

und selektieren danach den

Eintrag aCalendar.

Im neuen Dialog geben Sie

oben einen Namen für den

Termin ein und legen den

Endzeitpunkt fest. Als Standardwert

ist in den Einstellungen eine

Stunde festgelegt. Sie können

den Wert aber problemlos

ändern. Sind auf

Ihrem Android-Gerät

mehrere Kalender eingerichtet,

dann müssen Sie

zudem aus der Dropdown-Liste

über den

Start- und Endzeiten

den gewünschten Kalender

auswählen. Scrollen

Sie etwas nach

unten, finden Sie die

Einstellung für zusätzliche

Erinnerungen

(standardmäßig ist

eine Erinnerung auf

15 Minuten gesetzt),

den Ort des Termins

und Platz für eine

ausführliche Beschreibung.

Ganz

zu unterst richten

Sie das Intervall für

Wiederholungen

ein.

Ein Klick auf OK

schreibt die Informatio-

nen in den Kalender.

Abb. 4: Meist müssen Sie lediglich

den Namen eingeben und zum

Sichern oben auf OK klicken.

Der Termin erscheint nun in

der Wochenübersicht als kleiner

Eintrag. Möchten Sie noch

etwas daran ändern oder den

Termin löschen, tippen Sie

den Eintrag an. Dabei spielt es

keine Rolle, ob sich an dem

Tag gleich mehrere Einträge

befinden, Sie können den gewünschten

im erscheinenden

kleinen Popup per Wischgeste

auswählen. Jeder kleine farbige

Punkt neben dem „X“

oben rechts steht für einen

Eintrag. Der große Punkt markiert

den aktiven Termin, die

Farbe zeigt an, zu welchem

Kalender der Eintrag gehört.

In der Detailansicht zum Editieren

und Löschen eines Eintrages

findet sich zudem noch

ein kleines Schmankerl. Über

das Symbol mit dem Strichcode erstellt

aCalendar einen QR-Code mit den Informationen

zum Termin. Damit übernehmen Sie den

Eintrag auf ein beliebiges Gerät, das QR-Codes

lesen kann.

Geburtstage

Die eingangs erwähnten Mondphasen lassen

sich über die Einstellungen ein- und ausschalten.

Gleiches gilt auch für den Geburtstagskalender

von aCalendar, den die App wie sämtliche

Kalender aus Ihrem Google-Konto zieht.

Um einen neuen Geburtstag einzutragen, gibt

es zwei Möglichkeiten. Vielleicht sind Ihnen bereits

die vier grauen Felder in der Tagesübersicht

aufgefallen. Hier landen Sie per Klick auf

das Pluszeichen im Adressbuch von Android

und können so einen Kontakt auswählen. Dieser

wird dann automatisch dem aktuellen Tag

im Geburtstagskalender zugeordnet. Für den

Fall, dass an einem Tag mehr als vier Ihrer Kontakte

Geburtstag haben, lassen sich die Termine

über einen Infodialog verwalten. Sie erreichen

die Übersicht auch via Kontextmenü und den

Eintrag Geburtstage.

Möchten Sie gleich mehrere Geburtstage eintragen,

dann wechseln Sie über das Kontextmenü

der App zum Eintrag Geburtstage und klicken

hier auf das Plus-Symbol im Kreis. Auch

60

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

aCalendar

Abb. 6: Der generierte QR-Code

enthält sämtliche Informationen

zum Termin.

auf diesem Weg landen Sie im Android-Adressbuch,

um einen Kontakt auszuwählen. Im Anschluss

daran erscheint der Datums picker von

aCalendar, über den Sie Tag, Monat und Jahr

einstellen. Standardmäßig macht aCalendar

sämtliche Personen 32 Jahre alt, das Jahr müssen

Sie somit von Hand einstellen. Ist es unbekannt,

wählen Sie in der Übersicht den gewünschten

Eintrag aus und halten den Finger

darauf gedrückt. Im Einstellungsdialog markieren

Sie nun die Checkbox Jahr

unbekannt.

Auch im Geburtstagskalender

bringt aCalendar ein paar

praktische Zusätze mit. So

zeigt die App auch die Sternzeichen

an und weist zudem

dezent darauf hin, wie alt der

Kontakt zum angegebenen Tag

wird. Per Klick auf das Kontaktbild

erscheint zudem eine

kleine Visitenkarte, aus der Sie

die Person gleich anrufen oder

ihr umgehend eine Nachricht

schicken können.

Abb. 7: Zu jedem Tag lassen sich

maximal vier Kontakte als

Geburtstagskinder anzeigen.

Alles kostenlos?

Die hier beschriebenen Features

finden Sie in der kostenlosen

Testversion von aCalendar.

Möchten Sie den Entwickler

mit rund drei Euro unterstützen,

dann bietet die Plus-

Version des aCalendar zudem

ein Widget mit Monatsansicht,

Sharing-Funktionalitäten und

Einstellungen zur Privatsphäre

und zur Verfügbarkeit. aCalendar

befindet sich zudem in aktiver

Entwicklung, sodass Sie

schon immer wieder mit

neuen Funktionen rechnen

können. Dazu gehören etwa

Widgets in verschiedenen Größen

für den Homescreen oder

auch Lockscreen-Widgets für

Handys mit Android 4.2. Von

Zeit zu Zeit verschiebt der

Entwickler zudem auch Fähigkeiten

der Pro-Version in die

Gratis-Variante. Ein Update

der aCalender-App sollten Sie sich daher auf

keinen Fall entgehen lassen.

Fazit

Auch wenn aCalendar nur nach einem schnöden

Ersatz für den Android-Kalender aussieht:

Die App hat viel zu bieten und macht Spaß.

Zudem fanden wir sie einfacher zu bedienen

als den Standard- Kalender. Ein Blick auf die

Gratisversion lohnt sich definitiv.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29724

Abb 8: Vor allem im

Querformat auf Tablets

spielt aCalender seine

Stärke so richtig aus. Die

App lässt sich hier wie

ein üblicher Tischkalender

bedienen.

Apps & Tipps 03/2013 61


App-Tipps

Watchever

Rahul Pathak, 123RF

Online-Videothek Watchever

Auf Abruf

Die Videothek hat ausgedient. Doch noch längst nicht jeder

Online-Filmverleih verfügt auch über eine passende Android-

App. Neben Google Play Movies hat nur der noch junge Dienst

Watchever eine App im Programm. Wir stellen Ihnen die gelungene

Lösung von Watchever vor. Christoph Langner

62

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Watchever

Die deutsche Video-Streaming-Landschaft

sieht in Bezug auf Android bislang

ziemlich öde aus. Amazons Videoverleih

Lovefilm [LINK 1] verfügt zwar über

eine passable Android-App im Play Store

[LINK 2], doch Video-On-Demand (kurz VoD) ist

für sie trotz zahlreicher Updates in der Vergangenheit

noch ein Fremdwort. Mit ihr lässt sich

lediglich im Angebot des Dienstes stöbern und

Videos – bei entsprechendem Abonnement –

als DVD oder Blu-ray per Post ordern.

Noch schlechter stehen die Konkurrenten

Maxdome [LINK 3] oder Sky Go [LINK 4] da. Beide

Dienste bieten aktuell (Stand Anfang Mai 2013)

in Deutschland keine eigenen Android-Apps an.

Maxdome hatte seine App für Ende 2012 angekündigt

[LINK 5], doch bislang ist von ihr noch

keine Spur im Play Store zu finden. Sky Go verfügt

theoretisch über eine Android-App [LINK 6],

doch diese lässt sich von Deutschland aus nicht

installieren. Fast 1600 Facebook-User klagen in

der Facebook-Gruppe „Ich will SkyGo für mein

Android-Handy“ [LINK 7] über die Vernachlässigung

der deutschen Sky-Abonnenten.

Watchever

Anfang dieses Jahres ist mit Watchever [LINK 8]

ein weiterer VoD-Dienst in Deutschland gestartet,

der gleich mit einer Android-App [LINK 9] loslegt.

Für eine Monatsgebühr von 8,99 Euro bekommen

Abonnenten eine „Flatrate“ mit Zugriff

auf ein Repertoire von mehreren tausend

Filmen und Serien. Der Dienst lässt sich 30 Tage

lang kostenlos testen, danach beginnt das monatlich

kündbare Abonnement.

Anfangs nur für Tablets

Die Watchever-App lies sich nach der ersten

Freigabe im März dieses Jahres lediglich auf

Android-Tablets installieren, Handys mussten

erst einmal draußen bleiben. Mit Watchever

Lite [LINK 10] bietet der Videodienst nun aber

auch einen Client für Android-Smartphones an.

Dieser ist vom Funktionsumfang etwas eingeschränkt,

das Abspielen der Online-Videos ist

davon aber nicht betroffen.

Die Android-App an sich ist handwerklich

sehr gut gemacht. Der Homescreen der Anwendung

empfängt Sie mit einer Übersicht der aktuellen

Tipps, Ihren von Watchever anhand Ihrer

Sehgewohnheiten erzeugten Empfehlungen und

Abb. 1: Für 8,99 Euro im Monat erhatlten Sie Zugriff auf die gesamte Videothek.

den Videos, die Sie auf die „Watchliste“ gesetzt

haben. In den Menüleiste filtern Sie das Angebot

nach Serien, Filmen oder dem eigenen Programmwunsch,

eine Suchfunktion gibt es natürlich

auch. Ein Watchever-Account lässt sich

auf bis zu fünf verschiedenen Geräten nutzen,

bis zu drei Geräte können darüber hinais zur

selben Zeit Videos abrufen.

In der Originalversion

Ein Klick auf eines der Videos bringt Sie der

Ausleihe eines neuen Films näher. Eine kurze

Zusammenfassung erklärt den Inhalt, zeigt bei

Abb. 2: Ein Account lässt sich auf bis zu fünf Geräten gleichzeitig benutzen.

Apps & Tipps 03/2013 63


App-Tipps

Watchever

einer Serie weitere Folgen an und bietet Ihnen

die Möglichkeit das Video zu bewerten. Die

Watchliste dient dabei als Bookmark-Funktion.

Ein Klick auf Ansehen startet das Video nach

ein paar Sekunden Pufferzeit. Das Abspielen

lässt sich auch pausieren, die App merkt sich

automatisch die aktuelle Position, selbst wenn

Sie Watchever komplett beenden und zu einem

späteren Zeitpunkt wieder neu starten sollten.

Nach dem erneuten Start des Films werden Sie

nun vor die Wahl gestellt, ob sie einfach an der

letzten Position fortsetzen oder das Video komplett

neu starten wollen.

Sie können im beliebig Video spulen und bei

vielen Filmen auch zwischen dem Originalton

und der synchronisierten deutschen Fassung

wählen, das Einblenden von Untertiteln unterstützt

Watchever bislang jedoch noch nicht.

Abb. 4: Viele Filme lassen sich herunterladen und 48

Stunden auch offline ansehen.

Videos auch Offline

Mit der Möglichkeit Videos für das Offline-

Schauen abzuspeichern hebt sich Watchever

sehr positiv von der Konkurrenz ab. Der Button

Offline verfügbar zeigt, dass Sie den aktuellen

Titel auf dem Tablet abspeichern können. Nach

dem ersten Anspielen wird die Videodatei nach

48 Stunden aus dem Offline-Speicher entfernt.

Allerdings machen hier Watchever erneut

Vorgaben der Rechteinhaber das Leben schwer.

Damit die DRM-verschlüsselten Offline-Videos

sicher lagern, speichert die App die Daten lediglich

auf dem internen Speicher des Geräts ab.

Externe SD-Speicherkarten werden bisher nicht

unterstützt, um Filesharern ein Bein zu stellen.

Knappes Angebot

Das Angebot des Dienstes ist nach Schulnoten

betrachtet befriedigend. Ältere Film-Hits wie

Terminator, Rambo, Drei Engel für Charlie oder

The Shining sind vorhanden, dafür fehlen allerdings

sämtliche Bond-Titel, Rocky oder auch

die Indiana Jones-Reihe. Wirklich aktuelle Titel

fehlen komplett, sie lassen sich auch nicht

gegen Aufpreis entleihen.

Beim Serienangebot finden sich auch immer

wieder Löcher im Angebot, so gibt es von den

Sopranos nur die Staffeln vier und fünf, die

restlichen Staffeln fehlen. Von der Big Bang

Theory gibt es nur die ersten vier Staffeln, bei

Breaking Bad ist die Sammlung mit fünf Staffeln

jedoch komplett. Am Angebot wird jedoch nach

Angaben von Watchever permanent gefeilt.

Root? Kein Watchever!

Abb. 3: Das Watchever-Angebot ist ausbaufähig, von vielen Serien gibt es nur

die ersten Staffeln. Andere Services wie Lovefilm haben (noch) die Nase vorn.

Die Rechteinhaber der Filmindustrie haben

Angst davor, dass sich ihre digitalen Filme kopieren

lassen. Watchever muss daher mit technischen

Mitteln dafür sorgen, dass der geliehene

Film auf dem Gerät bleibt. Ein Weg eine

digitale Kopie zu extrahieren wären Root-

Rechte auf dem Tablet. Die Watchever-App

prüft daher ob Sie Ihr Android-Tablet gerootet

haben, falls ja quittiert Sie den Dienst. Mit der

richtigen Root-App lässt sich die Blockierung

jedoch oft umgehen [LINK 11]. Leider scheint die

Prüfung auf manchen Android-Exoten auch

fälschlicherweise Alarm zu schlagen, die Bewertungen

der App zeugen von vielen genervten

Android Usern.

64

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Watchever

Manche Titel werden darüber

hinaus wieder aus dem

Programm genommen, Watchever

führt diese Videos

extra in einer „Letzte

Chance“-Rubrik auf. Das Prinzip

der immer verfügbaren

Online-Videothek mit Video-

Flatrate wird hier etwas ab absurdum

geführt.

Watchever Lite für

Handys

Im Gegensatz zur ausgewachsenen

Schwester-App können

Sie mit Watchever Lite [LINK 10]

ausschließlich die Filme ansehen,

die Sie zuvor in Ihrer

Watchliste gespeichert haben.

Das gesamte Repertoire von

Watchever lässt sich mit der

Handy-App auch nicht durchsuchen, allerdings

reicht zum Durchstöbern des Angebots ein simpler

Browser auf dem PC aus. Unter watchever.​

de loggen Sie sich mit Ihren Benutzerdaten ein

und organisieren auf dieser Plattform Ihre

Watchliste. Begleitend zum Handy könnten Sie

Watchever natürlich auch auf Ihrem Android-

Tablet nutzen.

Ansonsten hat Watchever alle essentiellen

Features in die Lite-App integriert. Auch auf

dem Smartphone können Sie daher bei vielen

Videos zwischen dem Original-Ton und der

deutschsprachigen Synchronisierung wählen

Abb. 6: Smartphones müssen auf

das eingeschränkte Watchever

Lite-Angebot zurückgreifen.

Abb. 5: O-Ton: Watchever bietet Filme und Serien in den meisten

Fällen zusätzlich auch in der Originalversion an.

Abb. 7: Auch in der Handy-Variante

der App lassen sich Filme für

später herunterladen.

und Filme zum Offline-Schauen ganz einfachauf

das Handy runterladen. Wie auch bei der

Tablet-Version stehen Ihnen Offline-Filme nach

dem Download sieben Tage lang zur Verfügung,

danach werden Sie automatisch wieder aus der

Anwendung gelöscht.

Fazit

Watchever zeigte sich in unserem Test von der

Licht- aber leider auch von der Schattenseite.

Die Android-Anwendung ist gut gemacht, die

Offline-Funktion und die Möglichkeit, Filme im

Originalton zu betrachten, heben den Dienst

meilenweit von der Konkurrenz ab.

Auf der anderen Seite hat Watchever

mit einigen Startschwierigkeiten

zu kämpfen. Root-User müssen

immer noch damit leben, dass

Watchever nach der Installation

den Dienst quittiert. Auch bei exotischeren

Test-Androiden in unserer

Redaktion meinte Watchever ab

und an, ein gerootetes Gerät vor

sich zu haben und ließ sich nicht

zu einer Kooperation bewegen. Die

meisten Tablets und Smartphones

werden jedoch unterstützt, viele

Film-Fans bekommen mit der App

ein in Deutschland bisher einmaliges

Rundum-Angebot.

lll

Alle Links

>

android- user.de/qr/29656

Apps & Tipps 03/2013 65


App-Tipps

Camera FV-5

Mit der Camera FV-5 besser fotografieren

Profi-Cam

Die meisten Kamera-Apps bieten kaum Einstellungsmöglichkeiten,

sodass man sich vollends auf die Automatik verlassen muss. Legen

Sie lieber selbst Hand an, sollten Sie sich die App Camera FV-5

genauer ansehen. Tim Fuhrländer

Huseyin Bas, 123RF

66

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Camera FV-5

Mit der Camera FV-5 verwandelt sich

Ihr Smartphone-Bildschirm in den

einer gut ausgestatteten Kamera.

Während Sie am linken Rand die allgemeinen

Einstellungen, die Auswahl zwischen Programmautomatik

und dem manuellen Einstellen

der Belichtungszeit, eine Auswahl zwischen

Belichtungsreihen, Selbstauslöser und Bilderserie

sowie die Einstellungen zum Blitz vorfinden,

befindet sich rechts nur ein Schalter zum Beenden

der App, und zum Aufnehmen des Bildes.

Am unteren Bildrand stellen Sie den Weißabgleich,

Fokusmodus, die Belichtungsmessung,

ISO und die Belichtungskorrektur ein.

Am oberen Bildrand werden Informationen

angezeigt, die nicht ganz unwichtig sind. Ein

Blick dorthin verrät welche Belichtungszeit genutzt

wird, welcher ISO-Wert eingestellt ist, wie

viele Bilder noch in den Speicher passen, und

wie voll der Akku noch ist. Außerdem lassen

sich ein Live-Histogramm oder Hilfslinien einblenden.

In den allgemeinen Einstellungen finden

sich außerdem Veränderungsmöglichkeiten

zur Bildqualität und zum Speicherort der Bilder.

Im Menü für die Einstellung der Belichtungszeit

gibt es Vorlagen für lange, kurze, automatische

oder extra lange Belichtungszeit. Zudem

sind für eine Belichtung von 1, 2 und 5 Sekunden

Kurzwahltasten vorhanden. Die achte Auswahlmöglichkeit

ist die benutzerdefinierte Eingabe

der Belichtungszeit. Hier lässt sich eine

Zeit bis 999 Sekunden auf eine Nachkommastelle

genau einstellen.

Auch bei der Funktion der Belichtungsreihe

spart Camera FV-5 nicht an Optimierungsmöglichkeiten.

Es lässt sich auswählen, wie viele

Blenden-Stufen zwischen den Bildern sein sollen

(zur Auswahl stehen hier 1F,3F, 5F und 7F)

und ob über- oder unterbelichtet werden soll.

Aufnahmen auf Zeit

Eine weitere Funktion ist das sogenannte Intervalometer.

Diese nützliche Funktion bietet die

Möglichkeit, einen Zeitabstand für einzelne

Fotos einzustellen. So können Sie etwa alle 20

Sekunden ein Bild aufnehmen, bis eine zuvor

eingegebene maximale Bildanzahl erreicht ist.

Auch der Selbstauslöser ist natürlich vorhanden.

Er lässt sich auf 2, 5 oder 10 Sekunden

programmieren. Durch die Serienbildfunktion

lassen sich beliebig viele Bilder hintereinander

Abb. 1: An die meisten Aufnahme-Einstellungen der Camera FV-5 kommen Sie

ohne Umwege mit nur einem Klick heran.

aufnehmen. Praktisch ist, dass Camera FV-5 die

Bilder erst in einen Zwischenspeicher schreibt

und erst später in voller Größe auf die Speicherkarte

auslagert. So können selbst Handys mit

langsameren Speicherkarten schnelle Bildfolgen

aufnehmen. Der Weißabgleich bietet fünf Modi.

Nebst der Automatik sind das Wolken, Sonne,

Neonlicht und Zimmerbeleuchtung.

Ein weiterer Pluspunkt für die App: Sie bietet

fünf Fokusmodi zur Auswahl. Neben dem normalen

Autofokus gibt es einen Makro-Modus,

einen sogenannten Smileshutter, einen Touch-

Autofokus und eine Einstellung auf endlose Fokussierung.

Die Belichtungsmessung wird in

drei Punkte unterteilt, nämlich in die Matrixmessung,

die mittelbetonte Integralmessung

und die Spotmessung. Auch die ISO-Werte lasseb

sich manuell einstellen. Neben dem Automatikmodus

gibt es hier eine Auswahl zwi-

Abb. 2: Profis werden sich mit diesen Einstellungen sofort zurechtfinden.

Apps & Tipps 03/2013 67


App-Tipps

Camera FV-5

Alle Links

>

android- user.de/qr/29716

schen ISO 100, 200, 400 und 800.

In der Belichtungskorrektur können

Bilder um bis zu zwei Stufen

unter- beziehungsweise überbelichtet

werden.

Sehr gute Qualität

Nun aber weg von den einzelnen

Funktionen, um auf das Wichtigste

zu kommen: Die mit der App aufgenommenen

Bilder. Getestet

wurde die Qualität mit einem HTC

Desire HD und einem Nexus 4. Zunächst

einmal sollte gesagt sein,

dass die App nicht nur für User gedacht

ist, die sich intensiv mit Fotografie

beschäftigen. Camera FV-5

eignet sich auch sehr gut als Ersatz für die Standard-Kamera-App.

In den Tests funktionierte

die Veränderung aller Einstellmöglichkeiten

wunderbar. Je nachdem, was verstellt wurde,

war ein deutlicher Unterschied zu dem im Automatikmodus

aufgenommenen Bild zu sehen.

Auch die Langzeitbelichtungen erzielten den

gewünschten Effekt. Ohne Probleme waren auf

offener Straße „Mitzieher“ bei sich bewegenden

Objekten möglich, bei denen der Hintergrund

auch sehr schön verwischt war. Schade ist jedoch,

dass Camera FV-5 Langzeitbelichtungen

nur in einer Qualität von 0,9 MP speichert. Das

macht sich auch im Ergebnis bemerkbar, da

Farbübergänge teilweise wie in einer 8-Bit-Grafik

wirken. Hier wären Verbesserungen nötig.

Ändern Sie in der App den ISO-Wert, sieht

man das Ergebnis sofort: Das Bild im Liveview

wird augenblicklich heller oder dunkler. So ist

Abb. 4: Das selbe Motiv wie auf Abbildung 3, nur deutlich länger belichtet.

Abb. 3: Eine Aufnahme in einem sehr dunklem Raum. Die App

bewältigt diese schwierige Situation sehr gut.

auch für Nutzer, die sich nicht so gut in der Materie

der Fotografie auskennen, ersichtlich, was

die Veränderung der ISO-Zahl bewirkt. Außerdem

ist auch ein Unterschied zwischen den verschiedenen

Belichtungsmessungen sichtbar. Die

App bietet also nicht nur einen schön eingepackten

Placebo-Effekt, sondern wirkliche

Funktionen, mit der man die Kamera des Smartphones

kreativer einsetzen kann. Natürlich

wird aus Ihrem Smartphone keine Spiegelreflexkamera,

aber der Unterschied zu der normalen

Kamera-App ist sichtbar. Gerade auf Geräten

wie zum Beispiel der Samsung Galaxy Kamera

könnte die App durchaus interessant sein, da

seit dem letzten Update auch die Zoomfunktion

der Galaxy-Cam unterstützt wird, und sie somit

noch kreativer einsetzbar ist.

Fazit

Die Camera FV-5 Pro [LINK 1] ist die 2,99 Euro im

Play Store wirklich wert. Wer die App nur testen

möchte, kann sich die kostenlose Lite-Version

holen [LINK 2]. Diese unterstützt jedoch nur

eine Auflösung von 0,9 MP, was für einen ersten

Eindruck jedoch ausreicht, da alle Funktionen

enthalten sind. Auch wenn die Fotos keine

High-End-Qualität aufweisen, ist es doch möglich,

mit dieser App eine Menge Spaß zu haben.

Langzeitbelichtungen, Belichtungsreihen, Spielereien

mit dem Blitz und verschiedene Autofokusmodi

bieten viele Möglichkeiten, in die Arbeit

der Kamera einzugreifen, und so ein perfektes

Ergebnis zu erzielen und wenigstens ein

bisschen Profi-Gefühl zu verspüren.

● ● ●

68

03/2013 Apps & Tipps


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App-Tipps

Next Browser

Pfiffiger Browser mit Erweiterungen und Bookmark-Sync

Next Browser

Ein moderner Browser muss vor allem schnell arbeiten. Dazu braucht er Tabs,

Erweiterungen, eine moderne Oberfläche und Bookmark-Sync. Der Next Browser

erfüllt diese Anforderungen — doch reicht das? Christoph Langner

70

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Next Browser

Das Go-Launcher-

Team ist für seinen

anpassbaren Go

Launcher EX [LINK 1] bekannt.

Der Launcher gehört mit rund

100 Millionen Installation zu

den beliebtesten Homescreen-

Alternativen. Der kostenlose

Next Browser [LINK 2] stammt

vom gleichen Entwicklerteam

und punktet mit einer ansprechenden

Oberfläche, der Möglichkeit,

Bookmarks über

mehrere Android-Geräte hinweg

abzugleichen und einigen

Erweiterungen.

Next Browser

Als Homescreen zeigt der

Next Browser eine Schnellwahl

mit bis zu acht Webseiten

an, die Sie nach Ihren

Wünschen anpassen können. Die Felder lassen

sich verschieben und gegen andere Seiten austauschen.

Ordner, um mehr als acht Seiten abzulegen,

gibt es an dieser Stelle jedoch nicht.

Der Browser zeigt eine gute Performance. Sowohl

der Start der App wie auch der Seitenaufbau

gehen zügig voran. Gefühlt sogar ein wenig

schneller als beim gerade erst vorgestellten und

überarbeiteten Opera-Browser [LINK 3]. Allerdings

entdeckten wir bei manchen Webseiten

Fehler beim HTML-Rendering. Hier kommt es

zu Artefakten, wenn Webseiten zum Beispiel

via JavaScript und Lightroom-Effekt Bilder vergrößert

darstellen möchten.

Bookmark-Sync via Google

Über das kleine Icon links neben der Adressund

Suchzeile öffnen Sie weitere Tabs, so dass

schnell zwischen mehreren Webseiten gewechselt

werden kann. Bis zu zehn Tabs werden als

kleine Striche am unteren Bildschirmrand symbolisiert.

Öffnen Sie weitere Reiter, wechselt der

Next Browser zu einem Scrollbalken. So kommen

selbst Tab-Messies schnell zum gesuchten

Reiter. Nicht mehr gewollte Browser-Tabs wischen

Sie einfach nach oben aus der Übersicht

heraus. Das Prinzip kennen Sie eventuell von

der Schnellvorschau der Android-Galerie. Bookmarks

lassen sich in Ordner sortieren und auch

Abb. 1: In der Schnellwahl organisieren

Sie bis zu acht Ihrer wichtigstens

Webseiten.

Abb. 2: Webseiten werden vom

Next Launcher auch älteren Androiden

schnell aufgebaut.

über Ihre Androiden hinweg synchronisieren.

Der Next Browser greift dazu auf Ihr Google-

Konto zu. In unserem Test funktionierte die

Synchronisierung ohne Probleme. Es gibt jedoch

auch viele Berichte von Usern, wonach

der Browser-Abgleich fehlschlägt. Falls Sie

schon eine größere Sammlung an Webseiten im

Standard-Browser angehäuft haben, müssen Sie

den Umstieg auf den Next Browser nicht fürchten.

Die App importiert auf Wunsch die Bookmarks

anderer Android-Browser.

Plugins für Evernote

Über eine Plugin-Schnittstelle lassen sich zusätzliche

Funktionen zum Browser hinzufügen.

Aktuell hat der Next Browser jedoch nur zwei

Erweiterungen im Angebot: Es lassen sich Infos

direkt in Evernote [LINK 4] als Notiz übernehmen

oder Webseiten zum später Nachlesen in Pocket

[LINK 5] übertragen. In der Seitenleiste haben Sie

am unteren Rand nochmals Zugang zu den

Browsersteuerungen. Hier navigieren Sie zur

letzten/​nächsten Seite oder fügen die aktuelle

Webseite in Ihre Bookmarks ein.

Im Browser-Menü öffnen Sie den in den Next

Browser integrierten Nachrichten-Dienst „Next

View“. Er zeigt Ihnen aktuelle Nachrichten nach

Themen sortiert direkt im Browser an. Angeboten

werden bisher jedoch nur englischsprachige

Apps & Tipps 03/2013 71


App-Tipps

Next Browser

Abb. 3: Browser-Tabs dürfen bei

einem modernen Webbrowser

nicht mehr fehlen.

Abb. 4: Browser-Bookmarks lassen

sich auf Wunsch per Googles

Online-Dienst abgleichen.

Abb. 5: Die Erweiterungsleiste ziehen

Sie per Wischgeste vom rechten

Bildschirmrand heraus auf.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29689

Abb. 6: Next View integriert Nachrichten-Ströme

aus zahlreichen

Quellen direkt in den Browser.

Abb. 7: Eigene Nachrichten-Feeds

bleiben aktuell außen vor. Das

Angebot ist nur in Englisch.

Medien, eigene Feeds lassen sich nicht zur

Übersicht hinzufügen. Der praktische Nutzen

von Next View hält sich daher – besonders außerhalb

der USA – in Grenzen.

Als sehr praktisch erweist sich die automatische

Suche bei der Eingabe in die Browserzeile.

Sie durchwühlt nicht nur den Seitenverlauf

nach passenden Eingaben, sondern bietet anhand

einer Google-Suche auch im Handumdrehen

stimmige URLs an. So können Sie sich

Tipparbeit ersparen.

Für ältere Androiden

Der Next Browser ist speziell für User mit

schwächeren Androiden eine interessante Option.

Findet man am Standard-Browser des eigenen

Smartphones nur wenig

Gefallen und sind einem die

„großen“ Alternativen wie

Chrome, Opera oder Firefox

zu schwerfällig, ist der Next

Browser den Download wert.

Next View und die bislang

angebotenen Erweiterungen

zeigen aufgrund des beschränkten

Angebots noch

nicht das volle Potential. Sobald

das Go-Launcher-Team

den Fokus seiner Entwicklungsbemühungen

jedoch auf

ein internationales Angebot

(und Publikum) legt, sollte

man sich den Next Browser

auf jeden Fall noch einmal genauer

ansehen - denn in ihm

steckt noch jede Menge Entwicklugspotential.


● ● ●

72

03/2013 Apps & Tipps


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App-Tipps

Auto-Apps

Die zehn besten Apps für Autofahrer

Wir sind

Auto!

Christos Georghiou, 123RF

Android ist der ideale Begleiter für kurze oder lange

Autofahrten und unterstützt Sie auch bei vielen

Detailfragen rund ums Auto. Wir haben aus

der riesigen Auswahl bei Google Play die

zehn Apps ausgewählt, die uns am

besten gefallen.

Peer Kintrup, Marcel Hilzinger,

Christoph Langner


App-Tipps

Auto-Apps

Abb. 1: Clever tanken verrät

Ihnen, wo sich die günstigste

Zapfsäule befindet.

Abb. 2: Die üblichen Verdächtigen

in einer Großstadt lernen Sie

mit Waze recht schnell kennen.

Abb. 3: Mit dem LPG CNG Finder

finden auch Gas-Autos immer

eine Tankstelle.

Deutschland gilt international als Land

der Autofahrer. Ob Tatsache oder Klischee

entzieht sich mangels Objektivität

unserer Beurteilung. Die in Jahrzehnten gewachsene

Mobilität auf den Straßen und die

neue digitale Veränderung in unseren Händen

haben jedenfalls einen gemeinsamen Nenner:

Beides hat unseren Alltag verändert. Wir haben

die erfolgreichsten Apps zusammengestellt, die

Auto und Smartphone optimal verbinden.

Clever tanken

Da es in Deutschland kein Zentralregister

gibt, bei dem Tankstellenbetreiber

ihre Preise hinterlegen, müssen

private Initiativen ein Auge auf die Spritpreise

haben. Eines dieser Projekte mit einer großen

Community ist clever-tanken.de. Hier sorgen

eine Handvoll bezahlter Scouts sowie eine

Heerschar von Freiwilligen für eine möglichst

aktuelle Übersicht über die Benzinpreise in

Deutschland. Über die Webseite oder die praktische

Android-App [LINK 1] lassen sich die gesammelten

Infos bequem vom Auto aus abrufen.

Die clever-tanken.de-App ist generell kostenpflichtig

(1,59 Euro), dafür jedoch frei von Werbung.

Sie zeigt Ihnen die Spritpreise in Ihrer

Umgebung oder in einer ausgewählten Stadt an,

in den Einstellungen bestimmen Sie zudem die

für Sie relevante Kraftstoffsorte. Die Daten sind

dank der großen Community recht aktuell, achten

Sie aber dennoch beim Betrachten der Liste

auf das Einstellungsdatum der Informationen.

Waze

Wer mit dem Auto zum ersten Mal

von A nach B fährt und die Route

nicht genau kennt, benutzt ein Navi

oder eine Navigations-App für Android. Wer

hingegen jeden Tag die gleiche Route fährt,

greift am besten zu Waze [LINK 2]. Die And roid-

App sieht auf den ersten Blick wie eine Navigationslösung

aus, verfügt aber über deutlich

mehr Zusatzfunktionen, die den Community-

Aspekt von Waze ausmachen. So können Sie

zum Beispiel Blitzer oder Baustellen melden

und tragen als Waze-Nutzer dazu bei, dass

Staus frühzeitig erkannt werden. Das ist nicht

nur praktisch, sondern macht auch Spaß.

Wenn Sie täglich zwischen Ort A und B pendeln,

dann merkt sich die App die Strecke.

Schon nach ein paar Tagen Waze-Nutzung wird

Sie die App dann am Morgen mit einer Meldung:

„Möchtest du zur Arbeit nach xyz fahren?“

begrüßen. Die App lernt zudem – durch

andere Fahrer – Ausweichrouten kennen. So

kann es durchaus vorkommen, dass Ihnen

Waze empfiehlt, eine andere Strecke zu benut-

Apps & Tipps 03/2013 75


App-Tipps

Auto-Apps

Abb. 4: Eine hübsche Grafik motiviert,

und so lernt man einfacher

auf die Prüfung.

Abb. 5: Hätten Sie die Antwort auf

die Frage der Pocket Fahrschule

Lite noch gewusst?

Abb. 6: Suchen Sie Ihr künftiges

Traumauto an Hand beliebiger

Kriterien.

zen, wenn es einen Stau oder eine Baustelle bemerkt

hat. In der Grundeinstellung können Sie

dabei die Hände stets am Lenkrad behalten,

Waze verlangt keine Interaktion.

LPG CNG Finder Europa

Wer Erd- oder Autogas tankt, der

fährt deutlich günstiger als mit Benzin

oder Diesel. Je nach Fahrzeug lassen

sich fast die Hälfte der Spritkosten einsparen,

allerdings ist das Gas-Tankstellen-Netz

nach wie vor recht dünn. Man muss daher

genau wissen, wo man überhaupt tanken kann.

Der LPG CNG Finder [LINK 3] listet Gas-Tankstellen

in ganz Europa auf und führt auch deren

Preise. Die Anzahl der Gas-Tanker ist zwar

recht klein, doch die Gemeinschaft ist sehr engagiert,

weitere Gas-Tankstellen zu finden und

die Preise aktuell zu halten. Die App ist gratis.

Pocket Fahrschule Lite

Fahrprüfung gerade vor sich oder

schon lange hinter sich? Letztgenannte

werden überrascht sein, was

man alles vergessen kann! Haben Veteranen

den Führerschein Klasse 3 schon nach ein paar

Fahrstunden erhalten, so werden heute für den

Standard-Führer-Schein B – je nach Region und

Fahrstunden – locker 1000 bis 2000 Euro fällig.

Es lohnt sich also mitunter, mit einem Androiden

interaktiv zu trainieren und macht zudem

auch mehr Spaß. Fahrschule Pocket Lite [LINK 4]

begleitet Sie durch die Prüfung.

Sie können Fragen überspringen und auch als

Favoriten markieren, wenn Sie sich mit einer

Antwort noch einmal näher befassen wollen.

Dass oft mehrere Antworten richtig sein können,

sollte beachtet werden. Sonst ergeht es

Ihnen wie dem Autor, der sich nicht entscheiden

konnte, ob er auf spielende Kinder achten

oder höchstens mit Schrittgeschwindigkeit fahren

soll. (Anm. der Redaktion: In der Praxis tut

er natürlich beides!) Dieses Beispiel macht

deutlich, was nicht nur in der Prüfung oft übersehen

wird, sondern auch im Straßenverkehr!

Neben dem Lernmodus können Sie unter

dem zweiten Reiter die Prüfung simulieren oder

in einer dritten Rubrik die berüchtigte Formelsammlung

trainieren. Dort finden Sie auch die

StVO im PDF-Format, das leider nach einem zumeist

notwendigen Zoom den Text nicht umbricht.

Es gibt außerdem einen Gastmodus für

den Profi, der dem Junior mal zeigen will, wie

es richtig geht. Dessen Antworten werden dann

die Bilanz des Prüflings nicht verschlechtern

können. In der kostenlosen Lite-Version stehen

für die Klasse B (PKW) nur Fragen aus den Themen

Vorfahrt, Gefahrenlehre und Verkehrszei-

76

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Auto-Apps

Abb. 7: In unserem Suchbeispie

gab es bei Mobile.de wesentlich

mehr Treffer als bei Autoscout24.

Abb. 8: Lassen Sie sich durch die

vielen Möglichkeiten von Mein

Auto nicht abschrecken.

Abb. 9: Radarfalle oder Verkehrssicherungsmaßnahme?

Die Rechtslage

zu Blitzer ist unklar.

chen zur Verfügung gestellt. Zum Üben reicht

es. Wer aber lückenlos arbeiten möchte, muss

für das komplette Angebot für dreizehn Führerscheinklassen

mit elf weiteren Prüfungsthemen

stattliche 13 Euro bezahlen, worauf bei jedem

Zurück-Klick penetrant hingewiesen wird. Vergleich

man die Kosten der App mit den gedruckten

Fragebögen, ist der Preis jedoch

durchaus angemessen.

Autoscout 24

Mit dem Führerschein in der Tasche

hilft Ihnen die kostenlose App Autoscout24

[LINK 5], unter zwei Millionen

Angeboten den passenden Wagen zu finden.

Die App überzeugt mit einer aufgeräumten,

logisch strukturierten Oberfläche. Zum

Funktionsumfang gehören natürlich eine sinnvolle

Suchfunktion, eine Bildergalerie und die

Speicherung auf einer Merkliste, um nur einige

wenige zu nennen. Im ersten Schritt können Sie

nach Marke, Modell und Modellvariante wählen

sowie den Bereich für Preis, Erstzulassung

und Kilometerstand eingrenzen. Optional gibt

es die Möglichkeit, das Wunsch auto an Hand

von fünfzehn weiteren Rubriken mit zahlreichen,

detaillierten Kriterien weiter zu definieren,

sodass es einem Konfigurator der Hersteller

bei Neuwagen fast gleichkommt.

Mobile.de

Auch der zweite große Auto-Markt

Mobile.de [LINK 6] bietet mit über einer

Million Fahrzeugen ein großes Angebot.

In unserer Testsuche wurden bei gleichen

Fahrzeugdaten hier überraschenderweise 41

Treffer angezeigt, statt 25 beim Scout. Naturgemäß

sind Händler in beiden Märkten vertreten,

sodass Sie hier viele bekannte Fahrzeuge wiederfinden,

die Sie schon bei Autoscout gesehen

haben. Ein Vergleich erscheint uns dennoch

sinnvoll, denn es prüfe wer sich lange bindet,

ob sich hier was Besseres findet. Was Mobile.de

betrifft, so können das Layout, die Nutzerfreundlichkeit

und der Funktionsumfang in

jedem Fall mit Autoscout24 mithalten.

Mein Auto (My Cars)

Nach dem Kauf ist ein Auto heute

teurer als je zuvor. Um den Überblick

zu behalten und die Kosten in den

Griff zu bekommen, ist ein Blick auf Mein Auto

[LINK 7] empfehlenswert. Das Design dieser App

erinnert zwar etwas an Windows Mobile des

letzten Jahrtausends, weiß aber insgesamt

durch Zweck, Funktionsvielfalt und Übersichtlichkeit

zu überzeugen. In den Grunddaten

können Sie mehrere Fahrzeuge eingetragen, sodass

der Fuhrpark der Familie oder von kleine-

Apps & Tipps 03/2013 77


App-Tipps

Auto-Apps

Alle Links

>

android- user.de/qr/29709

Abb. 11: Die Top5 zeigen an, wo

sich die größten Staus befinden.

ren Firmen gemanagt werden

kann, veranschaulicht sogar

mit einem Foto durch die

Smartphone-Kamera. Zu den

häufigsten Funktionen gehört

natürlich der unvermeidbare

Tankstopp mit den wichtigsten

Datenfeldern Liter, Euro/​

Ltr. und Tankkosten.

Wahlweise gleichen Sie das

Kilometer-Feld mit dem Tachostand

oder den gefahrenen

Kilometern seit der letzten

Füllung (über den Tageszähler)

ab. Neben den Tankdaten

gibt es noch die Register Reparaturen

und Rechnungen, wie

KFZ-Steuer, Versicherungen,

Anschaffungen und dergleichen.

In den Charts steht

Ihnen gut ein Dutzend Grafiken

zur optischen Auswertung zur Verfügung.

Blitzer

Nur der Vollständigkeit halber wollen

wir den Blitzer nicht unerwähnt lassen,

der von fast fünf Millionen Nutzern

aus dem Playstore geladen wurde, aber in

ähnlichem Umfang umstritten ist. Die Rechtslage

ist in Deutschland immer noch in Teilen

unklar, da der Fahrer kein Gerät betreiben darf,

das dafür bestimmt ist (so § 28 StVO) Radarfallen

(so der Volksmund) anzuzeigen. Also darf

sich der Beifahrer schon warnen lassen.

Hier hat der Gesetzgeber wohl

bei der Formulierung geschwächelt.

Umstritten ist ebenso, ob Smartphones

dazu bestimmt sind eben das zu

tun oder ob sie es einfach nur nebenbei

können. Klar ist die Rechtslage

hingegen in der Schweiz. Hier sind

die Blitzer-Apps seit letztem Jahr verboten.

Nun also zu Blitzer [LINK 8]. Der

Name der App ist so kurz wie prägnant

wie ihre Funktion und Darstellung.

Wie viele bewährte Apps, die

seit Jahren erprobt sind und weiterentwickelt

wurden, ist sie mittlerweile

optimal dem Verwendungszweck angepasst.

Ihre aktuelle Geschwindigkeit

wird Ihnen auf dem Display digital

Abb. 10: Sie geben den Ort und

die Art des Treibstoffs an, den Rest

erledigt die App Tanken AT.

angezeigt, genauer ablesbar

als der Standardtacho. Die jeweils

erlaubte Geschwindigkeit

symbolisiert noch prägnanter

ein Icon in Form der

bekannten Schilder am Straßenrand.

Bei Annäherung an

ein Blitzgerät wird dieses grafisch

dargestellt und auch

durch den Lautsprecher verbal

mitgeteilt. Bei aktiver Bluetooth-Verbindung

zum Autoradio

kann das auch über die

Bordlautsprecher erfolgen. Die

hier beschriebene Version ist

gratis und verfügt über alle

wesentlichen Funktionen.

Möchten Sie noch schneller

geprüfte Meldungen in Echtzeit

und Meldungen von weiteren

Partnern des Anbieters

erhalten oder nur das System unterstützen, gibt

es für 5 Euro die Pro-Version.

Tanken AT

In Österreich braucht es keine Community,

um Benzinpreise zu sammeln.

Per Gesetz müssen seit 2011

alle Tankstellen Ihre Preise an eine Regulierungsbehörde

melden. Die Daten werden dann

über einen Spritpreisrechner der Öffentlichkeit

zur Verfügung gestellt. Im Play Store wimmelt

es daher an österreichischen Spritkosten-Apps.

Gut gefallen hat uns Tanken AT [LINK 9], die App

ist schlank und ohne Werbung gestaltet. Die Position

wird entweder per GPS oder über eine

Adresssuche bestimmt, die Daten sind dank der

zentralen Datenbank immer aktuell.

Stau Mobil

Wer öfters auf der Autobahn unterwegs

ist, braucht zuverlässige Stau-

Warnungen. Diese liefert die App Stau

Mobil [LINK 10]. Die App zapft direkt die Daten

des ADAC an und zeigt so stets die aktuellen

Verkehrsinformationen. Wer vor oder während

der Fahrt einen Blick in die App wirft, vermeidet

somit böse Überraschungen. Einziges

Manko: Aktuell gibt es noch keine Benachrichtigungsfunktion.

Man muss sich also vor der

Fahrt immer aktiv informieren.

● ● ●

78

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

Die zehn nützlichsten Apps für Tablets

10 Top-Tools

Im Play Store tummeln sich zahllose Anwendungen, die Ihnen

das Leben leichter machen wollen. Damit Sie nicht den Überblick

verlieren, stellen wir Ihnen die zehn nützlichsten Tools vor,

die auf Ihrem Android-Tablet nicht fehlen sollten. Jasmin Bauer

Apps & Tipps 03/2013

79


App-Tipps

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

Praktische Tools und Apps für Android

stellen wir in jeder Ausgabe von Android

User vor. Doch einige eignen sich

besonders gut für Tablets. Wir haben zehn Rosinen

für das Nexus 7 herausgepickt, die aber

auch auf allen anderen Tablets nicht fehlen sollten.

Abb. 1: Die App "Super Video"

lässt Sie das Videofenster beliebig

verändern und positionieren.

Abb. 2: Übersichtlich: Dank Floating

Browser Flux! haben Sie gleich

mehrere Internetseiten im Blick.

1. Super Video

Ein Video sehen und nebenher noch

auf demselben Gerät die Mails checken?

Mit der kostenlosen Anwendung

Super Video [LINK 1] ist dies problemlos

möglich, da Sie den Videobereich so einstellen

können, dass dieser nicht den ganzen Bildschirm,

sondern nur einen Teil in Anspruch

nimmt. So können Sie das Video immer in

einem kleinen Fenster nebenbei laufen lassen,

während Sie im Internet surfen oder sogar ein

Spiel spielen. Auch wenn Sie zwischen den

Bildschirmen wechseln, bleibt das Videofenster

im Sichtbereich. Die Größe stellen Sie ein,

indem Sie rechts unten mit einem Finger das

Fenster auf die gewünschte Größe ziehen.

Möchten Sie den kompletten Bildbereich in Anspruch

nehmen, tippen Sie einfach oben rechts

auf das Symbol für den Full Screen. Dort finden

Sie auch, wie Sie es vom PC bereits kennen, das

Symbol zum Schließen des Fensters. Die Lautstärke

regeln Sie rechts oben per Wischgeste.

Super Video spielt dank seines Software Decoders,

den Sie beim Starten der Anwendung aktivieren

können, alle gängigen Videoformate ab.

Die Bildqualität des Players ist nicht herausragend,

aber vollkommen ausreichend.

2. Floating Browser Flux!

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie

möchten etwas recherchieren und benötigen

dafür mehrere Internetseiten

gleichzeitig auf dem Bildschirm, so wie Sie es

von Ihrem Computer gewohnt sind? Bisher

mussten Sie noch umständlich zwischen den

einzelnen Ansichten wechseln. Doch dank

Floating Browser [LINK 2], können Sie das Internetfenster

flexibel anpassen, mehrere Fenster

nebeneinander schieben oder gleichzeitig im Internet

surfen, während Sie beispielsweise über

Skype telefonieren oder ein Video schauen. Die

Browseransicht können Sie nach Bedarf platzieren

und die Größe variieren, indem Sie einfach

das Fenster mit Ihrem Finger rechts unten auseinander-

oder zusammenziehen. Mit einem

Fingerzeig auf den Full-Screen-Modus haben

Sie wieder den kompletten Bildschirm zur Verfügung.

Haben Sie die Fenster minimiert, können

Sie einzelne Seiten jederzeit wieder abrufen.

Einen kleinen Haken hat die Sache. Floating

Browser ist im Vergleich zu anderen Browsern

etwas träge, doch das nimmt man für diesen

zusätzlichen Komfort gerne in Kauf.

3. Astro

Dateimanager

Die Darstellung der

Ordner und Dokumente

beim Android-Tablet

unterscheidet sich

stark von dem Ihres Computers.

Sind Sie es gewohnt, über

den Arbeitsplatz oder den Explorer

alles wiederzufinden,

gestaltet sich dies auf dem Tablet

von Haus aus schwieriger.

Gerade wenn Sie viele Dateien

auf Ihrem Androiden haben,

werden Sie ohne Dateimanager

Schwierigkeiten haben,

alle Dokumente wiederzufinden.

Dafür gibt es den kostenlosen

Astro File Manager

[LINK 3]. Im Gegensatz zu vie-

80

03/2013 Apps & Tipps


len seiner Konkurrenten stellt dieser all Ihre

Verzeichnisse übersichtlich dar. So können Sie

künftig schnell auf alle Daten zugreifen, unabhängig

davon, ob Sie sich auf dem Gerät oder

der SD-Speicherkarte befinden. Haben Sie bereits

den Überblick verloren, finden Sie einzelne

Dateien mithilfe der Suche schnell im Getümmel

wieder. Hier können Sie nämlich gezielt angeben,

ob Sie nach einer Textdatei, einem Lied,

einem Video oder einem Bild Ausschau halten.

Die Ansicht Ihrer Verzeichnisse legen Sie in den

Einstellungen fest. Mit einer Wischgeste von

rechts nach links öffnen Sie die Ansicht mit

weiteren Tools des Astro File Managers. Hier

können Sie einzelne Apps durch ein Backup sichern,

Apps verwalten, mit dem Task-Killer Anwendungen

beenden und auf einen Blick sehen,

wie viel Speicher noch zur Verfügung steht.

4. Pocket – Read it later

Pocket [LINK 4] ist ein kostenloser

Dienst, der beliebige Internetseiten

offline abspeichert und sie für das

spätere Lesen bereitstellt. Neben der Speicherung

von Artikeln ist auch das Archivieren von

Videos oder Bilder im Offlinemodus möglich.

Nach der Installation der Anwendung können

Sie beliebige Internetseiten durch die Anweisung

Teilen für Pocket he runterladen. Wenn Sie

das Programm anschließend starten, finden Sie

alle Ihre gespeicherten Artikel wieder und können

diese jederzeit

lesen. Der Reader ist

übersichtlich und beinhaltet

zahlreiche

Einstellungsmöglichkeiten.

Somit macht

das Lesen fast noch

mehr Spaß als direkt

über die Internetseite,

und Sie können nun

alle wichtigen Nachrichten

unterwegs

lesen, selbst wenn Sie

kein Internet zur Verfügung

haben oder

Ihr Datenvolumen

außerhalb Ihres

WLAN-Bereiches

nicht aufbrauchen

möchten.

Abb. 4: Gespeicherte Artikel können

Sie in Pocket – Read it later

jederzeit offline lesen.

5. Team Viewer

Sie sind mit Ihrem Tablet unterwegs,

doch alle wichtigen

Unterlagen befinden sich –

wie sollte es auch anders sein – auf

dem heimischen Rechner. Dank der

kostenlosen Anwendung Team Viewer

[LINK 5] gehört dieses Ärgernis der Vergangenheit

an, vo rausgesetzt Ihr Computer

ist angeschaltet. Dann können

Sie nämlich von unterwegs aus auf

Ihren PC zugreifen. Um die Anwendung

nutzen zu können, installieren

Sie TeamViewer sowohl auf Ihrem Tablet

als auch auf dem entsprechenden

Computer. Nun müssen Sie nur noch

in der App Ihre ID und das Kennwort

eingeben, um danach den Computerbildschirm

auch auf Ihrem Androiden

zu sehen. An die Bedienweise gewöhnt

man sich schnell. Lediglich bei Videos

hakt Team Viewer hin und wieder, ansonsten ist

die App ein solider und zuverlässiger Helfer,

der auf keinem Tablet fehlen sollte.

6. StickMount

Nexus-Besitzer kennen das Problem.

Sie haben nur einen begrenzten Speicherplatz

auf dem Gerät zur Verfügung.

Die Lösung dafür sind entweder Online-

Speicher, sogenannte Clouds wie Dropbox, oder

Abb. 5: Mit Team Viewer greifen

Sie vom Android-Tablet aus auf

einen Windows-8-PC zu.

App-Tipps

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

Abb. 3: Der Astro Dateimanager

spielt seine Stärken auf einem

Tablet besonders gut aus.

Abb. 6: Dank StickMount können

Sie den Speicherplatz Ihres Nexus-

Tablets erweitern.

Apps & Tipps 03/2013 81


App-Tipps

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

Abb. 7: Mit Mighty Text haben Sie

auf dem Tablet Zugriff auf Ihre

Kontakte und SMS.

Abb. 10: Nach der Verknüpfung

von Tablet und PC steht ein zusätzlicher

Arbeitsbildschirm bereit.

Abb. 8: Evernote ermöglicht Ihnen

das Aufzeichnen und Teilen von

wichtigen Notizen.

Sie schließen einfach einen externen Speicher

via USB an Ihr Tablet an. Das funktioniert unkompliziert

mit der Anwendung Stick Mount

[LINK 6] und einem entsprechenden USB-OTG-Kabel,

welches Sie für ein paar Euro im Elektronikfachhandel

bekommen. Sie können Stick-

Mount kostenlos ausprobieren. Die Pro-Version

mit zusätzlichen Funktionen für mehr Komfort

kostet 2,49 Euro. Für die Nutzung von Stick-

Mount ist allerdings Root-Zugriff erforderlich.

Schließen Sie einfach das Kabel mit USB-Stick

beziehungsweise externer Festplatte

an Ihrem Gerät an und starten Sie die

Anwendung, um Zugriff auf alle Ihre

Daten zu erhalten.

7. Mighty Text

Sie möchten auch vom Tablet

aus SMS schreiben und

verschicken? Kein Problem,

sofern Sie eine Anwendung wie

Mighty Text haben [LINK 7],[LINK 8].

Damit Sie diese Funktion nutzen können,

müssen Sie auf Ihrem Smartphone

die zugehörige Anwendung installieren

und sich registrieren. Anschließend

können Sie auf Ihre Nachrichtenkorrespondenzen

zugreifen,

neue SMS versenden und empfangen.

Mighty Text ist ein sehr praktisches

Tool, wenn Ihr Smartphone zu Hause

vor sich hinschlummert

und Sie auf SMS

nicht verzichten wollen.

Die Software gibt

es auch für Windows.

Sie müssen nur darauf

achten, dass Ihr

Handy an ist und Internetzugriff

hat.

8. Evernote

Evernote

[LINK 9] ist

weitaus

mehr als ein einfacher

Notizblock. Sie

können Ihre Aufzeichnungen

mit

mehreren Personen

teilen, Erinnerungen

aufbewahren und all das speichern, was Sie für

wichtig erachten. Nach der Registrierung synchronisieren

Sie Ihre gespeicherten Notizen auf

mehreren Geräten und haben dadurch immer

alles Wichtige dabei. Für einen schnellen Zugriff

auf die Anwendung empfehlen wir zusätzlich

die Installation des zugehörigen Evernote

Widgets [LINK 10]. Damit ist es möglich, vom

Startbildschirm aus direkt neue Notizen anzulegen,

ein Foto zu knipsen, Audioaufnahmen zu

machen oder sonstige Anhänge auf Evernote

hochzuladen. Die Grundversion ist kostenlos.

Möchten Sie Ihre Daten auch offline abrufen,

anderen Personen das Bearbeiten Ihrer Notizen

erlauben oder ein Passwort einrichten, benötigen

Sie einen Premium-Account für 5 Euro/

Monat oder 40 Euro/Jahr.

Abb. 9: Die intelligente Tastatur

SlideIT erkennt die Wörter und

macht Ihnen Vorschläge.

9. SlideIT Tastatur

Auf dem Tablet längere Texte

schreiben ist über die herkömmliche

Bildschirmtastatur mühsam. Doch

nicht immer hat man eine externe Tastatur

dabei oder will sich eine anschaffen. Damit Sie

trotzdem schnell und komfortabel Texte tippen

können, gibt es SlideIT Tastatur [LINK 11]. Diese

ermöglicht nicht nur das Schreiben per Wischgeste,

sondern merkt sich häufige Wörter und

verfügt über eine Rechtschreibkontrolle. Für das

Tool gibt es mehrere Sprachpakete, die Sie einfach

herunterladen können. Auch das Design

82

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Die 10 besten Apps für das Nexus 7

lässt sich nach Belieben anpassen. Mit der

smarten Tastatur tippen Sie nach etwas Übung

schneller als auf der herkömmlichen Tastatur

Ihres Computers. Die Einrichtung dieser alternativen

Tastatur ist einfach, da Sie ein Tutorial

Schritt für Schritt leitet. Daneben gibt es zahlreiche

weitere Einstellungsmöglichkeiten. Bevor

Sie 3,99 Euro in den Kauf der Tastatur stecken,

können Sie Slide IT 15 Tage kostenlos testen.

10. Air Display

Ein Computerbildschirm ist Ihnen zu

wenig, aber Sie haben keinen zweiten

zur Hand? Sofern Sie ein Tablet besitzen,

kann Air Display [LINK 12] Ihnen dabei helfen.

Dafür installieren Sie auf Ihrem PC oder

Mac einfach die entsprechende Setup-Datei und

die Anwendung Air Display auf Ihrem Tablet.

Mit 3,88 Euro hat diese Anwendung zwar einen

recht vernünftigen Preis, leider fiel im Test auf,

dass Air Display nicht auf allen Betriebssystemen,

darunter Windows 8, läuft. Um Ihr Tablet

mit dem Computer zu verknüpfen, öffnen Sie

Air Display auf dem Rechner und wählen das

entsprechende Gerät in der Liste aus. Nun können

Sie den zusätzlichen Bildschirm nutzen –

ganz gleich in welchem Format. Dies ist besonders

praktisch, wenn Sie für Ihre Arbeit einen

aufgeräumten Arbeitsbereich benötigen. Air

Display gibt es nur für Windows und Mac OS X,

eine Linux-Version ist nicht geplant.

Fazit

Alle diese Anwendungen verleihen Ihrem Androiden

einen Mehrwert, weil sie nicht nur die

Arbeit erleichtern, sondern das Tablet zu einem

treuen Begleiter in vielen Lebenslagen machen.

Dank dieser Tools ist das Tablet nicht einfach

ein Ersatz für Ihren Computer, sondern ein eigenständiges

Gerät mit vielen Vorzügen, die es

zu nutzen gilt. So können Sie ohne weiteres

Werkzeug Strecken ausmessen, unterwegs offline

Artikel lesen, die Sie zuvor von Internetseiten

heruntergeladen haben und neben dem Betrachten

von Videos gleichzeitig anderen Dingen

auf Ihrem Gerät nachgehen.

● ● ●

Alle Links

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App-Tipps

Atom Launcher

Atom Launcher: der beste Homescreen für Android

Next Generation

Antonina Bilobrovska, 123RF

Sie möchten Ihr Smartphone wieder mal so richtig auf Vordermann bringen?

Dann verpassen Sie ihm eine komplett neue Oberfläche mit dem super

flexiblen Atom Launcher. Marcel Hilzinger

Apps & Tipps 03/2013 85


App-Tipps

Atom Launcher

Abb. 1: In diesem Bildschirm wählen

Sie den Atom Launcher aus

und tippen dann auf Immer.

Auch das schönste Hintergrundbild

und das tollste Icon-Theme

wird irgendwann langweilig.

Und spätestens, wenn Sie Ihren Homescreen

mit Icons vollgestopft haben, ist

es definitiv Zeit für einen neuen Launcher,

der nicht nur deutlich mehr Möglichkeiten

als der Standard-Launcher

mitbringt, sondern auch noch schick

aussieht und unglaublich schnell ist.

Atom Launcher

Wenn Sie sich mit alternativen Launchern

und vielleicht sogar mit Custom-ROMs

etwas auskennen, dann

dürften Ihnen der Nova Launcher oder

der Apex Launcher bzw. der vom CyanogenMod-Projekt

selbst verbesserte

Launcher bekannt sein. Der Atom

Launcher vereint praktisch alle Funktionen

der genannten Oberflächen

und überzeugt dabei durch eine unglaubliche

Funktionsvielfalt. Die Installation lohnt sich

auch, wenn Sie jetzt zum ersten Mal von einem

alternativen Launcher hören, denn der Atom

Launcher macht Ihr Smartphone wieder flott.

Zur Installation starten Sie Google Play auf

Ihrem Smartphone oder Tablet und suchen

nach „Atom Launcher“. Alternativ scannen Sie

den zu diesem Artikel gehörenden QR-Code, der

Abb. 2: Sie können jederzeit wieder

zu einem anderen Launcher

zurückwechseln.

Abb. 3: Beim ersten Start können

Sie die Icons auf dem Homescreen

übernehmen.

Sie direkt zum Atom Launcher bei Google Play

führt [LINK 1]. Installieren Sie neben dem eigentlichen

Launcher auch gleich die Apps Atom-Widgets

[LINK 2]und Atom Store [LINK 3] mit, die Sie

ebenfalls bei Google Play finden. Damit erhalten

Sie sämtliche Tools, um den Atom Launcher in

seiner vollen Pracht zu erleben.

Erster Start

Jeder Launcher benötigt aus funktionellen

Gründen viele Rechte. Legen Sie höchsten Wert

auf die Sicherheit Ihres Android-Phones, sollten

Sie deshalb keine alternativen Launcher installieren.

Der Atom Launcher wurde von Android

User geprüft und für sicher befunden.

Drücken Sie nach der Installation zum ersten

Mal den Home-Button, dann erscheint ein Dialog

zur Abfrage des Homescreens. Hier lohnt es

sich, gleich beim ersten Mal den Atom Launcher

als neuen Standard-Homescreen festzulegen,

bis Sie sich entschieden haben, ob Ihnen

der Launcher auch wirklich gefällt. Tippen Sie

dazu das Atom-Launcher-Symbol an und anschließend

die Schaltfläche Immer.

Sollten Sie wieder zum Standard-Launcher

Ihres Smartphones zurückkehren wollen, dann

öffnen Sie die Einstellungen und scrollen zum

Eintrag für die Apps. Hier wechseln Sie zum

Reiter Heruntergeladen und suchen den Eintrag

Atom Launcher. Scrollen Sie etwas nach unten,

finden Sie einen Button Standardeinstellung

zurücksetzen.

Einmal angetippt, erscheint

beim Betätigen des Home-Buttons

wieder der Abfragedialog

für den Launcher. Sehen Sie

sich vor dem Problem, dass

der Auswahldialog für den

Atom-Launcher nicht mehr erscheint,

dann müssen Sie in

der kompletten App-Liste

nach dem Standard-Launcher

von Android suchen, der üblicherweise

Übersicht heißt und

hier auf Standardeinstellung

zurücksetzen tippen.

Wie gut der Atom-Launcher

tatsächlich ist, sehen Sie bereits

beim ersten Start. Der

neue Launcher stellt Ihnen in

vier Dialogen die wichtigsten

86

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Atom Launcher

Funktionen vor. Achten Sie besonders auf den

letzten Dialog, der Ihnen anbietet, die App-

Icons auf dem Homescreen zu übernehmen

oder komplett mit den Grundeinstellungen von

Atom zu starten. In den meisten Fällen möchten

Sie wohl die Icons auf Ihrem Standard-

Desktop übernehmen. Wählen Sie dazu Copy

home. Möchten Sie Atom pur erleben, tippen

Sie auf Start Atom. Wir beschreiben hier den

Launcher mit Start Atom.

Nach einem Klick auf Start Atom sehen Sie

das blau-graue Hintergrundbild des Launchers.

Unten gibt es fünf Icons, oben eine Uhr inklusive

Akkuanzeige. Scrollen Sie nach rechts oder

links, finden Sie weitere (leere) Homescreens

vor. Die gilt es mit Leben zu befüllen. Im Unterschied

zum Standard-Launcher von Android

können Sie aber auch über dem Dock bzw.

App-Launcher (Symbol unten in der Mitte)

scrollen. Somit stehen Ihnen fünf Homescreens

und drei App-Screens zur Verfügung (erweiterbar

über die Einstellungen). Wie Sie diese am

besten nutzen, zeigt der folgende Abschnitt.

Oben rechts sehen Sie ein Kleiner-als-Zeichen.

Per Fingertip darauf öffnet sich ein kleines

Menü mit vier Icons, wir nennen es Atom-

Menü. Über das Symbol mit dem Zahnradsymbol

gelangen Sie in die Einstellungen von Android.

Gleich nebenan sehen Sie ein Icon mit

Haus und Zahnrad. Es öffnet die Einstellungen

des Atom-Launchers. Das zweite Symbol

von Links öffnet die Theme-Einstellungen,

und über das Icon ganz

links oben fügen Sie neue Items zu

den Homescreens hinzu. Um das

Atom-Menü zu schließen, tippen Sie

auf das Größer-Zeichen ganz rechts.

Eine weitere Besonderheit von

Atom finden Sie, wenn Sie vom App-

Drawer-Icon aus nach oben wischen

(nicht vom Home-Button aus, sonst

öffnet sich Google Now). Auf den Reitern

Filter, Effects und Transparency

versehen Sie das Hintergrundbild zum

Beispiel mit zusätzlichen Wassertropfen

oder einem Lomo-Effect, während

Effect bestimmt, wie der Wechsel zwischen

den Homescreens stattfindet.

Über Transparency legen Sie die

Durchsichtigkeit der App-Icons und

Widgets fest. In Kombination lassen

sich so sehr schöne Effekte erzielen.

Atom bevölkern

Nun gilt es, die gähnende Leere auf den Homescreens

zu beseitigen. Halten Sie dazu einen

Finger auf einem leeren Bereich des Homescreens

gedrückt, bis das Menü Zum Startbildschirm

hinzufügen erscheint. Hier finden Sie

über Widgets die gewohnten Widgets von And-

Abb. 4: Über das Atom-Menü oben

rechts gelangen Sie in die Einstellungen

des Launchers.

Abb. 5: Mit Effekten und Transparenz

lassen sich ganz coole

Resultate erreichen.

Abb. 6: Die Widgets von Atom sind

nicht nur optische Leckerbissen,

sondern auch sehr vielseitig.

Abb. 7: Das Standard-Theme lässt

sich farblich und mit alternativen

Icons anpassen.

Apps & Tipps 03/2013 87


App-Tipps

Atom Launcher

Abb. 8: Der App-Drawer zeigt

zunächst die Haupt-Apps an, erst

danach die heruntergeladenen.

Abb. 9: Die Apps lassen sich nach

dem ABC getrennt auflisten, was

für mehr Übersichtlichkeit sorgt.

Abb. 10: Die zwischengeparkten

Apps lassen sich bequem auf die

einzelnen Homescreens verteilen.

roid. Da der Atom Launcher aber selbst ein sehr

umfangreiches Repertoire an wirklich schön gemachten

Mini-Apps mitbringt, wählen Sie besser

den Eintrag Atom widget aus. In der Grundeinstellung

sind lediglich sieben Miniprogramme

vorhanden. Haben Sie zusätzlich die

App Atom-Widgets [LINK 2] installiert, dann erhöht

sich das Repertoire hingegen merklich.

Atom macht auch hier einen großen Unterschied:

Entscheiden Sie sich zum Beispiel

für das Kalender-Widget, dann

erhalten Sie nicht einfach ein Widget,

sondern können auch gleich noch aus

vier Farbschemata wählen und passende

Feiertage hinzufügen (aktuell

allerdings noch nicht für Deutschland,

nur für die USA, Japan und ein paar

weitere Länder).

Viele der Widgets lassen sich zudem

in der Größe skalieren, sodass Sie

diese richtig groß auf den verschiedenen

Screens ablegen können. Gefällt

Ihnen das Theme mit den monochromen

Icons nicht, dann halten Sie

einen Finger auf dem Homescreen gedrückt

und wählen aus dem Menü

Zum Startbildschirm hinzufügen den

Abb. 11: Die Einstellungen des Eintrag Theme Settings aus. Hier ändern

Sie über die Einträge Change Icon

Atom Launchers bergen zahlreiche

weitere Funktionen.

und Change Point Color nicht nur die

Symbole, sondern auch das grundlegende Farbschema.

Reicht Ihnen die Auswahl nicht, dann

finden Sie im Atom Store [LINK 3] weitere Icon-

Themes und Widgets zur Auswahl.

Der App-Drawer

In der Grundeinstellung zeigt Ihnen der Atom-

Launcher die vom Hersteller vorinstallierten

Apps mit monochromen Icons, gefolgt von den

heruntergeladenen Apps in alphabetischer Reihen

folge an. Passt Ihnen diese Sortierung

nicht, dann öffnen Sie wieder oben rechts das

Atom-Menü und tippen auf das Symbol in der

Mitte, das aussieht wie der Buchstabe L. Hier

stehen nun zwei alternative Ansichten zur Auswahl:

alphabetisch geordnet und alphabetisch

aber nach dem ABC sortiert. Wer auf seinem

Handy sehr viele Apps installiert hat, dürfte

sich über die zweite Option freuen.

Eine Besonderheit des Atom-Launchers ist

der Edit-Modus. Über ihn können Sie Apps zum

Homescreen hinzufügen oder aus der Liste der

verfügbaren Apps entfernen. Klicken Sie dazu

in der Übersicht All Apps auf das Symbol mit

dem Bleistift, und tippen anschließend die

App(s) an, die Sie bearbeiten möchten. Atom

fügt diese dann zur Schaltfläche mit dem Plus-

Symbol hinzu. Als Optionen stehen Home, Folder,

Delete und Hide zur Auswahl. Während

Folder (fügt die Apps einem Ordner hinzu), De-

88

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Atom Launcher

lete (löscht die Apps) und Hide (versteckt Apps

aus dem Drawer) relativ selbsterklärend sind,

braucht Home eine Erklärung. Es bietet quasi

eine Zwischenablage für die Apps, die Sie

einem der Homescreens hinzufügen möchten.

Durch Antippen fügen Sie beliebig viele Apps

dieser Zwischen ablage hinzu. Betätigen Sie anschließend

nicht die Home-Taste, sondern tippen

Sie oben links auf

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App-Tipps

Alternativen zu Google Play Music

Csuka Laszlo, 123RF

Vergleichstest: Poweramp gegen PlayerPro

Musik-Duell

Zwei Musik-Player stechen aus dem Play Store hervor: Poweramp und

PlayerPro. Sie glänzen mit einem beeindruckenden Funktionsumfang

und wollen Google Music in den Schatten stellen. Wer hat die Nase vorn?

Thomas Raukamp

90

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Alternativen zu Google Play Music

Abb. 1: Das Hauptfenster von

Power amp mit den Icons für

Equalizer und Toneinstellungen.

G

oogle Music genügt zwar den Basiswünschen

an einen Audio-Player, im

Vergleich zu anderen Apps hat sie jedoch

klar das Nachsehen. Kein Wunder also,

dass es im Google Play Store vor Alternativen

nur so wimmelt [LINK 1], wobei Poweramp und

Player Pro die audiophile Liste anführen.

Keine Lücken

Abb. 2: Poweramp-Nutzer haben

die Auswahl zwischen einer Ordner-

und Bibliotheksdarstellung.

Abb. 3: Prunkstück von Poweramp

ist der grafische Equalizer inklusive

Höhen- und Basskontrolle.

Poweramp

Poweramp [LINK 2] wurde mit dem Anspruch

programmiert, den besten Audioplayer

für Android zu schaffen.

Schon bei der Formatauswahl zeigt sich Poweramp

vielfältig: Neben MP3 und den weitverbreiteten

Formaten MP4 und m4a unterstützt

die App u.a. die freie Alternative Ogg Vorbis

sowie die Formate FLAC, ALAC, AIFF und WAV.

Poweramp gibt es bei Google Play in einer 15

Tage lauffähigen Testversion sowie als Kaufversion

für 3,09 Euro, wobei Letztere die Testversion

nur noch freischaltet.

Der Erstkontakt nach der Installation wirkt

etwas verwirrend: Poweramp empfängt seinen

Benutzer mit eingeschalteter Hilfefunktion, die

über eine schwarze Oberfläche mit weißen Bedienelementen

erklärende Texte legt. Das Ergebnis

ist etwas unübersichtlich, hält aber

durchaus ein paar gute Tipps bereit. Ein Besuch

der Einstellungen ist ans Herz zu legen, denn

Poweramp zeigt sich recht großzügig in der

Auswahl der einzulesenden Musiksammlung

und bedient sich aller aufgefundenen Ordner,

was selbst diverse Systemklänge in der Bibliothek

auftauchen lässt. Eine Beschränkung auf

Androids Standard-Musikordner wäre weitaus

ratsamer. Apropos Einstellungen: Diese verbergen

sich in der zweiten Ebene des doppelt aufklappbaren

Optionsmenüs.

Besonders Klassikhörer kennen das Problem: Beim Abspielen von Musiktiteln, die nahtlos ineinander

übergehen sollen, also beispielsweise aufeinanderfolgenden Sätzen einer Sinfonie, entstehen

bei digitalen Formaten oft zwar kurze, aber das Vergnügen schmälernde Unterbrechungen. Diese

werden durch das sogenannte Gapless- beziehungsweise Seamless-Playback vermieden, das den

Anfang von Folgetiteln in einen Pufferspeicher lädt und somit weiche Übergänge ermöglicht. Neuere

Audioformate wie Ogg Vorbis und WMA unterstützen diese unterbrechungsfreie Wiedergabe

von Haus aus, verlustfreie Kompressionsverfahren wie FLAC sind konzeptbedingt unterbrechungsfrei.

Sowohl PlayerPro als auch Poweramp haben Gapless-Playback mit an Bord und verschönern

so den Musikgenuss.

Apps & Tipps 03/2013 91


App-Tipps

Alternativen zu Google Play Music

Abb. 4: Doppeldecker: Das Optionsmenü

von Poweramp wirkt

reichlich überladen.

Abb. 5: Die PlayerPro-UI ist aufgeräumt

und durchdacht. Trotzdem

sind alle Features vorhanden.

Abb. 6: Die Navigationsleiste lässt

den schnellen Zugriff auf Interpreten,

Genre und Titel zu.

Der Player selbst präsentiert sich zurückhaltender:

Im Mittelpunkt steht das Albumcover

des aktuellen Musiktitels, wobei sich der Hintergrund

an das Farbspektrum des Titelbilds anpasst.

Darunter und darüber sind die wichtigsten

Bedienelemente angebracht, die gut erreichbar

sind. Poweramp verzichtet auf eine extra

Bedienungsleiste für die Bibliothek, Wiedergabelisten

sowie Künstler- und Genreangaben.

Diese Sortierung finden Sie per Klick auf das

Icon links von der Titelangabe. Berührt man

das Albumcover etwas länger, lässt sich dieses

durch im Internet gefundene Varianten ersetzen.

Mit so vielen (versteckten) Funktionen

setzt Poweramp durchaus etwas Erkundungswillen

voraus, Google Music und Player Pro sind

für Neueinsteiger einfacher zu erfassen.

Equalizer und Wischgesten

Das eigentliche Highlight von Poweramp sind

jedoch die Equalizer- und Toneinstellungen. Poweramp

glänzt mit einem 10-Band-Equalizer inklusive

Kontrolle der Vorverstärkung. Standardmäßig

werden 16 Voreinstellungen für die wichtigsten

Musikrichtungen mitgeliefert, eigene

Justierungen können abhängig von der Klangausgabe

(Lautsprecher, Kabel- oder Bluetooth-

Headset) gespeichert und sogar auf einzelne

Songs, Alben und Playlisten angewendet werden.

Höhen, Bässe, Balance sowie eine Stereospreizung

werden auf einer eigenen Seite komfortabel

mittels virtueller Drehpotis eingestellt –

das Drehen bei laufender Musik macht Spaß.

Intuitiv erfolgt auch das Wechseln der Titel per

Wischgeste. Poweramp bietet zusätzlich aber

auch eine vertikale Wischgeste an, um gleich

zum nächsten Album zu springen und untermalt

diese Auswahl noch mit einer eleganten

Animation. Wie die Benutzeroberfläche aussieht,

bestimmt die in den Voreinstellungen

ausgewählte Skin-Datei. Standardmäßig liegen

bereits vier Designs bei, zahlreiche weitere finden

sich bei Google Play. Sehr erfreulich ist die

Unterstützung für das Scrobbeln von Titeln

zum Internetdienst Last.fm.

Konkurrenzlos gut gelöst ist die Unterstützung

für Kopfhörer: In der Grundeinstellung

startet der Player automatisch, wenn Sie ein

Headset anschließen und stoppt das Playback,

wenn Sie die Hardware wieder vom Smartphone

trennen. Benutzer von Headsets und

Kopfhörern mit integrierten Tasten können Poweramp

sogar zu einer optimierten Kooperation

überreden. Last but not least lässt sich der

Player auch per Widget vom Android-Desktop

aus bedienen, und Poweramp integriert sich auf

Wunsch auch im Entsperrbildschirm oder ersetzt

diesen gleich komplett. Drei Jahre ist Poweramp

mittlerweile alt – und inzwischen eine

der bewährtesten Android-Apps überhaupt ge-

92

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Alternativen zu Google Play Music

worden. Wir können den Audioplayer

in jedem Fall uneingeschränkt

empfehlen!

3,99 Euro

deutsch|Version 2.0.7|4 MByte

Bewertung: ★★★★★

PlayerPro Music

Player

PlayerPro [LINK 3]

steht wie Poweramp

in einer kostenlosen

Testversion zum eigenen Ausprobieren

im Play Store bereit

– die Evaluierungsphase dauert

allerdings nur sieben Tage.

Am besten installieren Sie das

PlayerPro DSP Pack [LINK 4]

gratis gleich mit. Es bringt

einen Equalizer, Überblendungen

sowie Gapless Playback.

Bisherigen Google-Music-Nutzern dürfte der

Erstkontakt mit der App leicht fallen, schließlich

hält sie Alben-, Genre- und Künstlerinformationen

ähnlich wie die Standard-App am

oberen Bildschirmrand zur schnellen Auswahl

bereit. Auch der schnelle Zugriff auf Playlisten,

Musik- und Videoordner sowie die Songbibliothek

ist möglich. Ähnlich wie bei Poweramp ist

die Oberflächengestaltung von der voreingestellten

Skin-Datei abhängig, der Nachschub

durch kostenlose Skins ist auch hier gesichert.

Zusätzliche Funktionen hält PlayerPro in

einem Aufspringmenü bereit, wenn der Finger

zum Beispiel länger auf ein Albumcover gehalten

wird. Songtitel werden per Wisch gewechselt,

ebenso intuitiv wird ein Titel aus der Musikbibliothek

in eine Playliste oder Wiedergabekette

eingetragen. Spaß macht auch die Bewegungssteuerung:

Ein kurzes Rütteln des Smartphones

reicht, um zum nächsten Titel zu springen.

Allgemein scheint sich PlayerPro enger an

das gewohnte Android-Design zu halten und in

seiner gesamten Gestaltung besser durchdacht

zu sein als Poweramp. So wirkt das Optionsmenü

weitaus übersichtlicher. Als Preis dafür

sind nicht alle Optionen von jedem Programmteil

aus erreichbar: Um zum Beispiel die Einstellungen

zu erreichen, muss vom Player in die

Musikbibliothek zurückgekehrt werden.

Abb. 7: Den grafischen 10-Band-

Equalizer gibt es im kostenfreien

DSP-Zusatzpaket mit dazu.

PlayerPro bringt wie Google Musik und

Poweramp ein lokales Song-Bewertungssystem

mit, das Wertungen aus dem Windows Media

Player und Winamp übernimmt. Ist iSyncr [LINK

5] installiert, klappt auch die Synchronisation

mit iTunes auf Mac und PC. Fast schon selbstverständlich

für einen Player dieser Güte ist das

Scrobbeln von Titeln an Last.fm, etwas ärgerlich

hingegen, dass PlayerPro in unserem Test

Neuankömmlinge im Musikordner oft erst nach

einem manuell gestarteten Scanning erkannt

hat. Das Programm ist mit einem Headset steuerbar,

allerdings sind die Konfigurationsmöglichkeiten

nicht so opulent wie bei Poweramp.

Die Equalizer-Einstellungen sind sehr übersichtlich:

PlayerPro bringt mit erwähntem DSP-

Paket zehn Bänder aufs Parkett und ebenso

viele Voreinstellungen gleich mit. Als Drehknopf

ist ein Bassverstärker realisiert, auf detaillierte

Einstellungen für Höhen, Balance und

die Stereospreizung müssen Sie aber verzichten.

Ab Android 2.3 sorgen sechs verschiedene

Hall-Arten für zusätzlich Atmosphäre.

Die App ist auch per Widget und als Lockscreen

bedienbar, ein kostenloses Widget-Paket

erweitert die Gestaltungsmöglichkeiten.

3,95 Euro

deutsch|Version 2.44|4 MByte

Bewertung: ★★★★★

Abb. 8: Klar und übersichtlich: Ein

Blick auf die reichhaltigen Voreinstellungen

von PlayerPro.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29718

Apps & Tipps 03/2013 93


App-Tipps

Alben-Cover

theromb, 123RF

Musik-Cover am Smartphone bearbeiten

Bunte Musik

Musik ist nicht nur etwas für die Ohren – auch das Auge hört mit.

Und da stört es je nach Sammlung ziemlich heftig, wenn zum Lieblingssong

das passende Cover fehlt. Wir stellen vier Apps vor, die für Abhilfe

sorgen. Samuel Groesch

94

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Alben-Cover

Abb. 1: Das Hauptmenü des

Cover Art Grabber ist übersichtlich,

aber kein großer Hingucker.

Abb. 2: Über eine Liste navigieren

Sie in Ihrer Musiksammlung und

wählen das gewünschte Album.

Abb. 3: Das iTag-Bearbeitungsfenster

bietet viele Einstellungsmöglichkeiten

für den Import.

Fehlende Cover in der Musiksammlung –

wer kennt das Problem nicht?! In Zeiten

von Web 2.0, USB-Sticks und File Sharing

ist es nahezu ein Kinderspiel, einen Song oder

eine CD unter Freunden und Bekannten auszutauschen.

Leider fehlen dann aber meistens die

passenden Cover und/​oder Meta-Angaben wie

etwa das zugehörige Album. In diesem Artikel

stellen wir Ihnen vier Apps vor, mit denen Sie

einfach und schnell das Cover oder — im Falle

von iTag — weitere Informationen zu Ihren vorhandenen

Alben und Songs hinzufügen.

Cover Art Grabber

Der Cover Art Grabber bietet eine

sehr einfache und effiziente Methode,

um die Cover-Lücken in Ihrer Musiksammlung

auszubessern. Allerdings müssen Informationen

zu Album, Interpret und Titel

schon vorhanden sein, damit die App Ihrer Aufgabe

nachkommen kann. Ist das nicht der Fall,

dann springen Sie jetzt am besten zum Abschnitt

zu iTag. Die App stammt vom gleichen

Entwickler und kümmert sich um sämtliche

Metadaten, Cover Art Grabber füllt nur die Bilder-Lücke.

Je nach Problemstellung greifen Sie

also besser gleich zu iTag Pro.

Cover Art Grabber [LINK 1] benötigt Musikdateien

mit Meta-Daten, um im Internet automatisiert

nach Covern zu suchen. Nach dem Öffnen

der Anwendung haben Sie die Wahl, ob Sie manuell

das mit einem Cover zu versehende

Album auswählen wollen, oder ob Cover Art

Grabber Ihre Musiksammlung durchsuchen und

nicht vorhandene Cover einfach automatisch

einfügen soll. Die Albenbilder speichert die App

dann in den Meta-Daten der Musik-Dateien. So

bleiben diese auch beim Teilen mit Freunden

erhalten. In unseren Tests arbeitete die App

schnell und problemlos, fand aber nicht zu

allen Alben das passende Coverbild. Besonders

bei Alben, in denen mehrere Interpreten mitgewirkt

haben, zeigte sie Schwächen - hier muss

von Entwicklerseite nachgeholfen werden.

kostenlos

englisch|Version 1.07 |626 KByte

Bewertung: ★★★★★

Apollo

Der Musikplayer Apollo des CyanogenMod-

Projekts [LINK 5] macht den Download zusätzlicher

Albencover meist überflüssig, da die App

die benötigten Fotos automatisch aus dem Internet

herunterlädt. Leider hat Google den

Player aktuell (Stand Anfang Juni 2013) aus

dem Play Store entfernen lassen.

Apps & Tipps 03/2013 95


App-Tipps

Alben-Cover

Abb. 4: Das minimalistische

Design von Album Art Grabber ist

funktional und schön zugleich.

Abb. 5: Über die Einstellungen

nehmen Sie das Upgrade zur Pro-

Version ohne Reklame vor.

Abb. 6: Praktisch: Der Album Cover

Finder sucht auch lokal nach passenden

Bilddateien.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29706

iTag Pro

iTag Pro [LINK 2] ist ein wahrer Allrounder,

denn als einzige vorgestellte

App kann das Tool nicht nur Cover

bearbeiten, sondern auch gleich die Informationen

zu Künstler, Album, Titel etc. editieren. Die

App setzt dabei auf das mit Android 4.0 eingeführte

Holo-Design und sieht deshalb recht gut

aus und lässt sich auch gut bedienen.

Im Hauptmenü wählen Sie nach dem Start

von iTag aus, ob Sie nur einzelne Songs oder

gleich komplette Alben bearbeiten möchten.

Daraufhin kommt eine Liste mit allen Alben beziehungsweise

Songs, die auf Ihrem Smartphone

oder Tablet verfügbar sind. Klicken Sie

anschließend einfach auf den zu bearbeitenden

Eintrag. Nun können Sie Informationen wie Interpret,

das Erscheinungsjahr, aber auch Album

und Titel bearbeiten. Im oberen Bereich passen

Sie zudem das Cover an. Hier wählen Sie entweder

ein Bild von Ihrer lokalen SD-Karte oder

suchen im Internet nach einem passenden Bild.

In unseren Tests listete die App fast immer das

Original-Cover unter den Suchergebnissen. In

der kostenfreien Version sind Werbeeinblendungen

vorhanden, welche sich aber durch den

Kauf der 3,99 Euro teuren Pro-Variante im Play

Store ausblenden lassen. Auch iTag speichert

die kleinen Bildchen direkt in den Musikdateien

als Meta-Daten. Die Arbeit lohnt sich also und

sorgt für eine übersichtliche Musiksammlung

mit vollständigen Tags und Cover-Bildern.

3,99 Euro / mit Werbung kostenlos

englisch|Version 1.48 |600 KByte

Bewertung: ★★★★★

Album Art Grabber

In edler minimalistischer Optik gehalten,

lässt sich die kostenfreie App

Album Art Grabber [LINK 3] gut und

schnell bedienen. Ähnlich wie bei Cover Art

Grabber können Sie einen gesamten Durchlauf

Ihrer Musiksammlung starten oder manuell in

der Albenliste einen Eintrag auswählen. Ein

Vorteil gegenüber den anderen Kandidaten besteht

darin, dass die App ihre Bilddaten aus den

Datenbanken von LastFM und MusicBrainz bezieht.

So besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit,

dass in einer der Datenbanken eine passende,

hochauflösende Bilddatei gefunden wird.

Anhand des Titels des Albums oder des

Künstlernamens werden dann die Datenbanken

durchforstet. Über das Menü am unteren Bildschirmrand

gelangen Sie über den Button Prefs

in die Einstellungen und können dort weitere

nützliche Features der Android-App ansteuern.

So ist es möglich, dass die App automatisch

96

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Alben-Cover

nach einem Album Cover sucht, wenn neue

Musik auf das Gerät kopiert wird und es auf

Wunsch auch gleich setzt. Dabei werden die

Bilder direkt in den Musikdateien verankert.

Des Weiteren können Sie in den Einstellungen

aktivieren, dass die App alle Suchergebnisse ignoriert,

die nicht explizit den Meta-Daten des

Albums entsprechen. So lässt sich die Wahrscheinlichkeit

eines falschen Covers reduzieren.

Genau wie bei iTag Pro können Sie Album Art

Grabber von Werbung befreien, allerdings beläuft

sich der Preis hier nur auf 1,50 Euro.

3,99 Euro / mit Werbung kostenlos

englisch|Version 5.2 |500 KByte

Bewertung: ★★★★★

Album Cover Finder

Wenn Sie ähnliche Funktionen wie

die der Album Art Grabber App suchen,

aber lieber Ihre Cover aus den

Datenbanken von amazon.com oder über discogs.com

beziehen möchten und dafür bereit

sind, ein paar Abstriche in Sachen Design und

weiteren Funktionen zu machen, dann ist

Album Cover Finder [LINK 4] eine sehr gute Lösung.

Die kostenfreie Version finanziert sich

durch Werbung, selbstverständlich lässt sich

diese aber auch entfernen, für ein Entgelt

von 1,99 Euro.

1,99 Euro / mit Werbung kostenlos

englisch|Version 1.3.0 |480 KByte

Bewertung: ★★★★★

Fazit

Fehlen Ihnen wirklich nur ein paar Album-Fotos,

dann eignen sich die Apps Album Cover

Finder, Cover Art Grabber und Album Art Grabber

praktisch gleichermaßen gut. Sobald aber

auch die Metadaten Lücken aufweisen, dann

lohnt sich der Einsatz einer komplexeren Lösung.

Hier empfehlen wir, zu iTag Pro zu greifen.

Durch die unterschiedlichen Datenbanken

lohnt sich darüber hinaus oft ein kombinierter

Einsatz der vorgestellten Tools.

● ● ●

Immer aktuell informiert!

Windows

Phone User

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Apps & Tipps 03/2013 97


App-Tipps

Bump

Beamen ohne NFC mit Bump

Bump

Einfaches Sharing von Fotos, Dateien, Apps, Kontakten

sowie einer eigenen Visitenkarte durch das Aneinanderstoßen

zweier Smartphones? Ob die Android-Anwendung

„Bump“ dieses Versprechen auch wirklich halten kann,

lesen Sie in diesem Test. Samuel Groesch

Giuseppe Ramos, 123RF

98


App-Tipps

Bump

Abb. 1: Erlauben Sie die Verbindung,

sobald zwei Bump-Handys

aneinandergestoßen wurden.

Abb. 2: Einmal eingerichtet lassen

sich die Visitenkarten recht

einfach teilen.

Voraussetzung dafür, dass Sie mit Bump

[LINK 1] überhaupt etwas teilen können,

ist auf jeden Fall eine Internetverbindung

und am besten auch GPS, das beim ersten

Mal zur Standortermittlung verfügbar sein

muss. Beim Anstoßen der Geräte finden diese

durch die Ortsbestimmung Ihren Partner und

verbinden sich via Internet. Diese Technik hat

Vor- und Nachteile. So ist die zwingende Datenverbindung

in Gebieten mit schlechter Netzabdeckung

hinderlich und kann bei Netzlöchern

auch zu einem vollständigen Ausfall von Bump

führen. Allerdings müssen sich die Geräte nicht

wie bei Android Beam oder anderen durch NFC

verursachten Verbindungen immer nebeneinander

befinden. Nach dem initialen Stoß als Verbindungsstart

können sich die Geräte beliebig

weit voneinander entfernen, ohne dass dies den

Austausch einschränkt.

Abb. 3: Im Unterschied zu Android

Beam lassen sich via Bump beliebige

Dateien übertragen.

Die Praxis

Das Werbeversprechen klingt toll! Doch wir

wollten es auch testen. Nach dem Start der App

wischen Sie à la Android 4.0 und im Holo-Stil

durch die verschiedenen Reiter, die die unterschiedlichen

zu teilenden Objekte darstellen. So

erstellen Sie ganz links zum Beispiel eine Visitenkarte

von sich und tauschen diese dann aus.

Einmal angelegt lassen sich zum Beispiel so mit

neuen Geschäftspartnern, die auch Bump installiert

haben, schnell und einfach Kontaktinformationen

tauschen. Sogar die Profile bei Facebook,

Twitter und LinkedIn lassen sich in

dieses Userprofil eintragen und somit teilen. So

lohnt sich auch der Aufwand für

eine separate Visitenkarte.

Für Empfehlungen von

Android-Apps gelten die

Funktionen allerdings nicht

in dem Umfang wie die Aussage

von Bump suggeriert,

sondern es werden dem Gegenüber

lediglich Links zu

der entsprechenden Seite im

Google Play Store gesendet

(alles andere hätte uns auch

sehr überrascht). Ansonsten

lassen sich Bilder nicht nur

an ein anderes Smartphone

versenden, sondern via

Bump-Webseite auf einem

Computer auch an einen

Windows PC oder Mac. Dies

hebt den Nutzfaktor um einiges

an.

Die grafische Oberfläche

der Anwendung ist klar aufgebaut

und schnell begriffen.

In den Einstellungen

lassen sich unter anderem

Abb. 4: Neuerdings können

Sie mit Bump auch

Dateien vom Smartphone

auf einen PC

schicken.

Apps & Tipps 03/2013 99


App-Tipps

Bump

Optionen zu den Benachrichtigungen,

zum Zugriff von

Bump auf die Google-Kontaktliste

und zur Empfindlichkeit

beim Bump-Kontakt mit einem

anderen Handy vornehmen.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29712

Die Infrastruktur

Wenn sich Ihr Austauschgerät

in der Nähe befindet, und Sie

die zu teilenden Objekte markiert

haben, stoßen Sie die

beiden Geräte lediglich sanft

an. Am besten funktioniert

das, wenn beide Geräte flach

auf dem Tisch liegen. Dann

poppt ein Dialog auf, in welchem

Sie gefragt werden, ob

Sie mit dem anderen Gerät

eine Verbindung aufbauen

möchte. Bejahen Sie diese Abfrage,

um den Datentransfer einzuleiten. Das erscheinende

Dialogfenster ist ab sofort die Übersichtzentrale

zwischen sämtlichen „Tauschgeschäften“

zwischen den beiden Geräten. Ab

diesem Zeitpunkt funktioniert im Grunde alles

ähnlich wie in Messaging-Diensten, etwa wie

WhatsApp, Hike und Co. So können Sie ab sofort

auch Dokumente dem Partner senden,

wenn er nicht in der Nähe ist. Das Ganze

nimmt – wie schon erwähnt – den Umweg über

die Bump-Server und lässt sich vom Partner

dann herunterladen. Die Uploadbegrenzung

von 20 MByte macht das System für den Austausch

größerer Dateien aber unbrauchbar.

Fazit

Bump ist gratis im Google Play Store erhältlich

und in einigen Anwendungsfällen eine echte

Alternative für Android Beam (beziehungsweise

Abb. 5: In den Einstellungen

legen Sie fest, ob Bump auf die

eigenen Kontakte zugreifen darf.

Abb. 6: Per Bump schicken Sie

Links zu Ihren Lieblingsapps mit

nur wenigen Klicks weiter.

bei Samsung-Handys oder -Tablets S-Beam). Allerdings

lässt sich der mögliche Rahmen der

Bump-App nur dann wirklich voll ausschöpfen,

wenn Sie in einem Gebiet wohnen oder arbeiten,

in dem Sie ständig Zugang zu schnellem

und zuverlässigem Internet haben. Es dauert oft

sehr lange, bis die Dateien ausgetauscht wurden,

und unterwegs wird das Frei-Volumen

Ihres Mobilfunkvertrages entsprechend stark

belastet. Bump eignet sich daher am besten für

den Austausch kleinerer Dateien. Für die Zukunft

wünschen wir uns, dass Bump zusätzlich

auch den Austausch via Wifi Direct unterstützt.

Dieser Schritt würde viele neue Funktionen ermöglichen

und den Prozess des Tauschens

deutlich beschleunigen.

● ● ●

100


App-Tipps

Dateien synchronisieren

FolderSync und Titanium Media Sync

Sync-Zauber

Dateien und Dokumente mit entfernten Rechnern zu synchronisieren, ist

nicht einfach nur ein nettes Feature. Es ist eine entscheidende Funktion,

die dafür sorgt, dass Ihre zentralen Dateien in Sicherheit sind. Wir stellen die

Universallösungen FolderSync und Titanium Media Sync vor. Dmitri Popov

Igor Mishchenko, 123RF

Apps & Tipps 03/2013 101


App-Tipps

Dateien synchronisieren

Abb. 1: FolderSync

unterstützt eine große

Fülle von Clouddiensten

und Server-Protokollen.

Es gibt eine Fülle an Sync-Apps im Play

Store, darunter die beliebtesten wie

Dropbox, Wuala, SugarSync und Box.

Diese Apps sind jedoch an ihre eigenen Dienste

gebunden: Die Dropbox-App lässt sich nicht

nutzen, um Dateien bei Google Drive hochzuladen,

oder mit der Wuala App können Sie keine

Dokumente verwalten, die auf einem FTP-Server

gespeichert sind. Klar könnten Sie sich auf

einen einzigen Dienst verlassen. Das bedeutet

aber, dass Sie keine Möglichkeit haben, an Ihre

Daten zu gelangen, falls der Dienst zusammenbricht

oder komplett eingestellt wird. Zudem

muss man oft für mehr Speicherplatz und zusätzliche

Features bezahlen, obwohl die meisten

Sync-Dienste kostenlose Versionen anbieten.

Wenn Sie also schon einen eigenen FTP-

Server, einen Amazon-S3-Account oder irgendeine

andere Speicherlösung einsetzen, dann

brauchen Sie eine App, die mit mehreren

Diensten arbeitet. Mit FolderSync und Titanium

Media Sync bieten sich

hier zwei Tools an.

FolderSync

FolderSync

[LINK 1] verfügt

über

zwei Eigenschaften,

die die App aus der

Masse hervorheben:

Sie ist bepackt mit

Features und besitzt

eine schlanke, benutzerfreundliche

Oberfläche.

Noch wichtiger:

FolderSync

kommt mit einer

enormen Anzahl an

Diensten und Protokollen

klar, da runter

Amazon S3, Dropbox,

Google Drive, Box.net,

Ubuntu One, FTP,

SFTP, SMB und Web-

DAV. Besser noch: Die

App unterstützt mehrere

Verbindungsprofile.

Daher können Sie

sie mit verschiedenen

Diensten und Servern

nutzen. FolderSync kann außerdem mit einer

Einweg- und Zweiwegesynchronisation umgehen,

was bedeutet, dass sich die App gleichermaßen

als Synchronisations- und als Backup-

Tool eignet. Zum Beispiel können Sie Folder-

Sync bei Google Drive als primäre Synchronisationslösung

nutzen und ein SFTP-Profil einrichten,

um Dateien auf Ihrem Android-Gerät zu sichern.

Die App kostet in der Vollversion 2,49

Euro. Zum Ausprobieren gibt es auch eine Lite-

Version.

FolderSync ist in vier Abschnitte eingeteilt,

zwischen denen man mittels der Aktionsleiste

in der oberen linken Ecke des Startbildschirms

hin- und herspringen kann. Der Abschnitt Dateimanager

bietet alle notwendigen Tools, um

auf Dateien und Verzeichnisse zugreifen zu

können und diese zu verwalten. Sie können

diese Tools nutzen, um grundlegende Vorgänge

auszuführen wie Dateien und Verzeichnisse zu

erstellen, umzubenennen, zu verschieben oder

zu löschen. Unter dem Abschnitt Favoriten können

Sie oft genutzte Verzeichnisse bookmarken.

Dafür haken Sie das Kontrollkästchen daneben

an und wählen den Eintrag Favorit hinzufügen

aus der Hauptsymbolleiste. Anschließen lassen

Sie sich eine Liste der Lesezeichen anzeigen,

indem Sie auf Favoriten in der Symbolleiste tippen.

Über die Taste Pfad ändern wechseln Sie

schnell zum Hauptverzeichnis, während Versteckte

Dateien nicht anzeigen Konfigurationsdaten

ein- oder ausblendet. Mit der Taste Pfad

zum Remote-Ordner verwalten Sie Dateien und

Verzeichnisse auf einem entfernten Server. Aber

um dazu in der Lage zu sein, müssen Sie einen

Account eintragen.

Account und Profile

Um einen neuen Remote Account hinzuzufügen,

wechseln Sie zum Bereich Accounts, drücken

die Taste Account hinzufügen und wählen

den gewünschten Dienst oder das Protokoll aus.

Dies öffnet automatisch den Account Typ-Bildschirm,

wo Sie die erforderlichen Optionen festlegen.

Welche Optionen Sie einstellen müssen,

hängt von dem spezifischen Dienst oder Protokoll

ab. Wählen Sie zum Beispiel Google Drive,

dann ist das Einzige, was Sie tun müssen, FolderSync

für Ihren Google Drive Account zu autorisieren.

Für den Fall, dass Sie FolderSync mit

einem FTP-Server nutzen möchten, müssen Sie

102

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Dateien synchronisieren

Abb. 2: FolderSync zeichnet sich

durch einen ziemlich kompetenten

Dateimanager aus.

Abb. 3: Die App unterstützt eine

große Anzahl an Diensten und

Protokollen.

Abb. 4: FolderSync kennt verschiedene

Optionen, um mit in Konflikt

stehenden Dateien umzugehen.

die IP-Adresse des Servers oder den Domainnamen

festlegen und die Anmeldeinformationen

parat haben.

Der nächste Schritt ist, ein Ordnerpaar oder

Synchronisationsprofil hinzuzufügen und zu

konfigurieren. Dazu wechseln Sie zum Abschnitt

Ordnerpaare und drücken auf Ordnerpaar

hinzufügen. Geben Sie dem neuen Profil

einen anschaulichen Namen,

wählen Sie den Remote Account,

den Sie mit diesem Profil

verwenden möchten, und

legen Sie den entfernten und

den lokalen Ordner fest. Als

Nächstes suchen Sie die gewünschten

Art der Synchronisation

aus. FolderSync unterstützt

drei Synchronisationstypen:

Zu lokalem Ordner (Einwegsynchronisation

von

einem entfernten zu einem lokalen

Ordner auf dem Android-Gerät),

Zu Remote-Ordner

(Einwegsynchronisation von

einem lokalen zu einem entfernten

Ordner) und Zwei-

Wege-Sync (Zweiwegesynchronisation

zwischen lokalen und

entfernten Rechnern). Der zeug für Profis.

Abb. 5: Dateifilter machen Folder-

Sync zu einem mächtigen Werk-

Synchronisationstyp Zu Remote-Ordner ist geeignet,

um Inhalte eines bestimmten Ordners

auf Ihrem Android-Gerät zu sichern, während

der Typ Zu lokalem Ordner dafür genutzt werden

kann, um zügig Dateien und Dokumente

von Ihrem Rechner zu Ihrem Android-Gerät zu

übertragen. Und wenn Sie möchten, dass die

Inhalte in den lokalen und entfernten Ordern

Abb. 6: Hier legen Sie fest, über

welche Verbindungen der Sync

erfolgt.

Apps & Tipps 03/2013 103


App-Tipps

Dateien synchronisieren

Abb. 7: Hier richten Sie

eine Synchronisierungsregel

bei Titanium

Media Sync ein.

gleich synchronisiert sind, so ermöglicht das

der Zwei-Wege-Sync-Synchronisationstyp.

Statt den Synchronisationsprozess manuell

zu starten, können Sie die Option Terminplanung

aktivieren und ein Zeitintervall festlegen.

FolderSync ist außerdem imstande, einen Synchronisierungsvorgang

zu starten, sobald die

App Änderungen in dem lokalen Ordner entdeckt.

Um dieses Feature zu aktivieren, haken

Sie die Automatische Synchronisation an.

FolderSync stellt einen simplen Konfliktlösungsmechanismus

zur Verfügung, welcher

festlegt, wie die App in Konflikt stehende Dateien

ermittelt (zum Beispiel wenn eine Datei

oder ein Dokument auf dem Android-Gerät und

dem entfernten Rechner verändert wurde). Um

festzulegen, wie die App mit Konflikten umgehen

soll, wählen Sie den entsprechenden Eintrag

aus der Liste Übereinstimmungskonflikt.

Die voreingestellte Lösung Überspringen ist die

sicherste, da sie in Konflikt stehende Dateien

unberührt lässt, aber Sie

können sich auch entscheiden,

die älteste

Version der Datei zu

überschreiben oder

stets die lokale oder die

entfernte Datei zu nutzen.

Eine Abfrage, was

bei einem Konflikt gemacht

werden soll,

gibt es aktuell nicht.

Sync nur im

Home-WLAN

Im Unterabschnitt Verbindungen

legen Sie

fest, welche Verbindung

die App nutzen

soll, um Synchronisationsprozesse

zu starten.

Zum Beispiel

schalten Sie die Wifi-

Option ein, um eine

Synchronisation nur

dann auszuführen,

wenn eine Wifi-Verbindung

verfügbar ist

(bei größeren Datenmengen

empfohlen).

Sie können FolderSync

auch so konfigurieren, dass es die Synchronisationen

dann ausführt, sobald Ihr Android-Gerät

mit einem Drahtlosnetzwerk zu Hause oder in

der Arbeit verbunden ist. Dafür geben Sie den

Namen des gewünschten Drahtlosnetzwerks in

das Feld Zulässige WLAN-SSIDs ein. Mit dem

Feld Unzulässige WLAN-SSIDs können Sie auch

bestimmte Drahtlosnetzwerke außen vor lassen,

zum Beispiel an der Uni oder im Café. Vielleicht

möchten Sie bestimmte Dateien oder Ordner

aus dem Synchronisationsprofil ausschließen.

FolderSync ermöglicht es, dafür Filter festzulegen.

Tippen Sie auf den Button Synchronisations-Filter

und anschließend auf Filter hinzufügen,

und Sie können eine Regel konfigurieren,

die bestimmte Dateien und Ordner ausschließt.

Zuerst legen Sie eine Bedingung fest. Wenn

Sie zum Beispiel bestimmte Dateitypen ausschließen

möchten, suchen Sie den Eintrag Dateityp

aus der Liste Datei-Eigenschaften aus und

geben den gewünschten Dateityp in das Wert-

Feld ein (z. B. png, jpg, txt). Diese Liste beinhaltet

auch eine große Anzahl anderer Optionen.

Um große Dateien vom Synchronisieren auszuschließen,

nutzen Sie den Eintrag Datei größer

als und geben dann die Größe im Wert-Feld an.

Kennen Sie sich mit regulären Ausdrücken aus,

dann wählen Sie den Eintrag Benutzerdefinierte

Datei REGEX oder Benutzerdefinierter Ordner

REGEX und geben den gewünschten regulären

Ausdruck an. Nach dem Konfigurieren des Verzeichnispaars,

betätigen Sie den Speichern-Button,

um das neue Synchronisationsprofil zu

speichern. Haben Sie die terminierte Synchronisationsoption

aktiviert, wird FolderSync die

Synchronisation in den festgelegten Intervallen

ausführen. Alternativ können Sie die Synchronisation

manuell vornehmen, indem Sie das gewünschte

Profil in dem Abschnitt Ordnerpaare

lange gedrückt halten und anschließend auf

Jetzt Synchronisieren tippen. FolderSync legt detaillierte

Logdateien von allen Synchronisationsvorgängen

an, die man sich im Abschnitt

Synchronisations-Status ansehen kann. Hier

kann man außerdem die derzeit laufenden Synchronisierungsprozesse

kontrollieren und eine

Synchronisation manuell starten.

Remote Accounts und Synchronisationsprofile

hinzuzufügen und zu konfigurieren, bedarf

einiger Zeit und Mühe, insbesondere wenn Sie

FolderSync auf mehreren Android-Geräten nut-

104

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Dateien synchronisieren

zen. Glücklicherweise ermöglicht

es die App, ihre interne

Datenbank zu sichern und

wiederherzustellen. Einstellungen

lassen sich so zwischen

Geräten übertragen.

Dieses Feature kann auch von

Nutzen sein, wenn Sie Folder-

Sync neu installieren müssen.

Um die Datenbank zu sichern,

wählen Sie Einstellungen aus

der Hauptsymbolleiste und scrollen

zum Abschnitt Datensicherung.

Wenn nötig, ersetzen

Sie den vorgegebenen Pfad

zum Verzeichnis zum Speichern

der Backups im Backup-

Ordner-Feld und betätigen anschließend

den Datenbank sichern-Button.

Zum Wiederherstellen

tippen Sie auf Datenbank

wiederherstellen, und

Sie sind fertig.

Abb. 8: Auch Titanium Media

Backup synchronisiert auf Wunsch

nur bei aktivem WLAN.

Titanium Media Sync

FolderSync ist eine leistungsstarke

App mit vielen Features, aber wenn

Sie etwas Schlichteres suchen, dann

lohnt sich ein Blick auf das 2,40 Euro teure Titanium

Media Sync [LINK 2]. Die App unterstützt

den Dropbox-Dienst ebenso wie FTP/​FTPS und

SFTP-Protokolle und ermöglicht zudem, relativ

einfach Accounts zu erstellen und Synchronisationsregeln

zu bestimmen.

Um einen neuen Account hinzuzufügen,

wählen Sie Menütaste | Manage accounts, betätigen

den Button Add a new account und legen

die geforderte Verbindungsinformation fest.

Ähnlich wie FolderSync können Sie mit Titanium

Media Sync verschiedene Accounts hinzufügen.

Es lassen sich etwa Dateien auf dem

Handy mit einer Dropbox synchronisieren oder

Daten auf einem FTP-Server sichern.

Auch bei Titanium Media Sync müssen Sie

zunächst eine Synchronisationsregeln konfigurieren,

wobei Titanium Media Sync einen ziemlich

ungewöhnlichen Weg dafür bereithält. Das

Hauptfenster der App ist in zwei Panels aufgeteilt:

Local (ermöglicht das Durchsuchen der lokalen

Dateien) und Remote (ermöglicht das

Durchsuchen der Dateien auf entfernten Diensten

und Servern). Angenommen

Sie möchten die Inhalte

des Ordners Pictures auf Ihrem

Android-Gerät mit dem Verzeichnis

Pictures auf einem

entfernten FTP-Server abstimmen.

Dafür nutzen Sie das

Panel Remote, um zu dem Ort

zu navigieren, an welchem

das Verzeichnis Pictures gespeichert

sein sollte. In dem

Local-Panel halten Sie nun

den Ordner Pictures länger gedrückt

und ziehen ihn zu dem

derzeitigen Ort im Remote-Panel.

Danach wählen Sie den

gewünschten Synchronisierungstyp

aus der Pop-up-Liste.

Ähnlich wie FolderSync unterstützt

auch Titanium Media

Sync verschiedene Synchronisierungstypen,

aber alle von

ihnen laufen ununterbrochen. Das heißt, dass

sobald die App eine Änderung in dem lokalen

Ordner entdeckt, sie sofort eine Synchronisierung

durchführt. Auch hier gibt es wieder Filter,

um bestimmte Daten auszuschließen.

Diese Filter zu konfigurieren, ist bei Titanium

Media Sync sogar noch einfacher als bei Folder-

Sync. Wählen Sie Menütaste | Filter Editor. In

dem Abschnitt Built-in filters tippen Sie auf den

gewünschten Eintrag, um ihn zu vergrößern,

dann wählen Sie eine bestimmte Bedingung,

indem Sie sie länger gedrückt halten. Auf diesem

Weg können Sie erweiterte Filter festlegen,

die mehrere Bedingungen enthalten.

Fazit

FolderSync und Titanium Media Sync sind nicht

die einzigen Synchronisierungstools im Google

Play Store. Aber sie sind mit Abstand die mächtigsten.

Wenn Sie also nach einer Möglichkeit

suchen, Ihre Dateien und Dokumente auf Ihrem

Android-Gerät mit einem entfernten Rechner zu

synchronisieren und sie dort sicher gespeichert

zu haben, sollten Sie zumindest eine der beiden

Apps ausprobieren. Insbesondere FolderSync

verdient eine genauere Betrachtung, da es eine

große Anzahl an Diensten und Protokollen unterstützt,

viele Features bietet und auch als

Testversion bei Google Play verfügbar ist. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29721

Apps & Tipps 03/2013 105


App-Tipps

Linear-Clock

Linear Clock: Uhren-Widget im flotten Zeitstrahl-Design

Zeitlos

Sie kennen das sicher. Entweder vergeht

die Zeit mal wieder viel zu

schnell oder bei der Minutenanzeige

tut sich eine gefühlte Ewigkeit

rein gar nichts. In solchen Fällen ist

es nicht verkehrt, die passende Uhranzeige

auf dem Androiden zu

haben. Jasmin Bauer

Vladimir Galantsev, 123RF

106

03/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Linear-Clock

Gerade wenn das herkömmliche Uhrenwidget

viel zu öde erscheint oder nicht

alle Informationen zur verbleibenden

Zeit, dem Wochentag oder Datum bietet, ist Zeit

für eine Abwechslung. Unser Tipp: Probieren

Sie doch mal etwas ganz Neues aus. Zum Beispiel

die App Linear Clock.

Die lineare Zeit

Wie der Name schon sagt, stellt das Widget-Paket

Linear Clock [LINK 1] die Zeit in einem linearen

Zeitstrahl dar und eröffnet Ihnen viele Kombinationsmöglichkeiten

für die Zeit- und Datumsanzeige.

Das Design erinnert daher stark

an ein älteres Rundfunkgerät und zeigt nicht

nur, wie spät es gerade ist, welches Datum wir

haben und in welchem Jahr wir uns befinden,

sondern auch gleichzeitig wie weit wir noch

von der nächsten Stunde, dem nächsten Tag

oder Jahr entfernt sind.

Die kostenlose Version aus dem Playstore

[LINK 2] beinhaltet maximal zwei solcher Bänder

Widgets

Ein Widget ist so etwas wie eine Anzeigetafel

auf dem Bildschirm Ihres Androiden. Beispiele

dafür sind unter anderem Uhren- und Kalenderwidgets,

Wetteranzeigen sowie Nachrichten.

Der Vorteil besteht darin, dass wichtige Informationen

sichtbar sind, ohne dass Sie die Anwendung

erst umständlich suchen und öffnen

müssen. Viele Apps kommen mittlerweile mit

diesen praktischen Bildschirmanzeiger daher.

Die Wigets finden Sie in den meisten Fällen

durch längeren Fingerzeig auf den Bildschirm

oder neben der Liste Ihrer installierten Apps

(Abbildung 3). Längeres Halten genügt, und

schon ist das gewünschte Widget auf Ihrem

Bildschirm. Entfernen können Sie dieses wieder,

indem Sie die zugehörige App entweder

deinstallieren oder kurz halten und dann per

Drag and Drop nach oben in den Mülleimer

bzw. auf den Befehl Entfernen ziehen (Abbildung

4).

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App-Tipps

Linear-Clock

Abb. 1: Das lineare Uhren-Widget

bietet zur Uhrzeit noch zusätzliche

Informationen.

Abb. 2: Zur Auswahl stehen

Stunde, Wochentag, Tag, Monat

und auch das Jahr.

Abb. 3: Um ein Widget auf den

Bildschirm zu ziehen, halten Sie es

gedrückt.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29714

mit Uhrzeit und Wochentag. Das Design und

die Farbe können Sie allerdings nicht bestimmen,

hier steht nur Weiß zur Auswahl. Für 1,20

Euro bietet Ihnen die Pro-Version mehr Kombinationsmöglichkeiten

und Sie haben bei der

Farbwahl keine Beschränkungen mehr. Neben

der Stunde und dem Wochentag sind nun auch

Anzeigen mit Datum, Monat

und Jahr möglich.

Nach der Installation suchen

Sie Linear Clock in der

Liste Ihrer verfügbaren Widgets

und schieben es an eine

geeignete Stelle auf Ihrem

Homescreen (Infokasten). In

der Pro-Version haben Sie die

Wahl zwischen zwei Größen.

Die kleine Variante (small) beinhaltet

ein bis zwei Bänder

mit jeweils einer Anzeige wie

Stunde, Datum, Tag oder Jahr.

Das größere Widget (large)

kann bis zu drei Streifen (Bänder)

anzeigen. Haben Sie sich

entschieden, geben Sie im

nächsten Schritt an, welche

Informationen Sie gerne auf

dem ersten Band sehen möchten,

dann folgen die weiteren

Abb. 4: Um das Widget wieder zu

löschen, schieben es mit dem Finger

zum Befehl Entfernen.

Bänder zur Auswahl. Im letzten Schritt entscheiden

Sie sich für das Design (mit oder ohne

Metallrahmen) und eine ansprechende Farbe.

Fazit

Obwohl wir uns erst daran gewöhnen mussten,

Uhrzeit und Datum von einem Zeitstrahl abzulesen,

konnte uns das Linear-

Clock-Widget im Test überzeugen.

Das schicke Design

der App und die Anpassungsmöglichkeiten

von Linear

Clock sorgen dafür, dass man

alle wesentlichen Informationen

immer im Blick hat und

dabei auch nicht gleich vergisst,

wie viel Zeit noch übrigbleibt.

Das Widget ist aufgrund

des ausgefallenen Designs

ein echtes Highlight und

besonders empfehlenswert für

alle, die alles auf den letzten

Drücker erledigen oder einfach

mal Lust auf eine abwechslungsreiche

Uhranzeige

auf Ihrem Gerät haben. Jetzt

wünschen wir uns eigentlich

nur noch mehr verschiedene

Anzeigen dafür.

● ● ●

108

03/2013 Apps & Tipps


App-tipps

Flipboard

puckillustrations, Fotolia

Flipboard für Android

Blätterwerk

Flipboard bereitet Inhalte von Webseiten und sozialen Netzwerken im lesefreundlichen

Magazin-Format auf – und das seit Neuestem nicht mehr nur

auf dem iPhone, sondern auch für Android-Geräte. Doch ist der lang

vorbereitete Sprung über den Systemzaun auch geglückt? Thomas Raukamp

Apps & Tipps 03/2013 109


App-tipps

Flipboard

Allzu gern hätte Apple das digitale

Echtzeit-Magazin Flipboard

an die eigene Mobilplattform

gebunden, statt zusehen zu

müssen, wie es auf anderen Märkten

migriert – das jedenfalls verriet Evan

Doll in einem Interview mit der New

York Times [LINK 1]: „Sie wollten, dass

wir exklusiv für iOS entwickeln – und

das am besten bis ans Ende aller Zeiten“,

so der Flipboard-Mitbegründer,

„aber wir haben uns entschlossen, so

viele Menschen wie möglich mit der

App zu erreichen.“

Plattformvielfalt

Seit dem Frühsommer steht der mit

Abb. 1: Mit Flipboard hält das Blättern

ab sofort auch auf vielen News- und Social-Network-Aggregator

vielen Vorschusslorbeeren bedachte

Android - Geräten Einzug.

nicht nur in Googles Play Store, sondern

in den USA auch für den Kindle

Fire sowie das Nook-Tablet bereit. Wobei das

Wort Aggregator fast etwas grob erscheint in

Anbetracht der Eleganz, die bei der Gestaltung

der App zum Konzept gehört: Flipboard vereint

die Inhalte von Webseiten, Blogs und RSS-

Feeds, kombiniert sie mit dem privaten Nachrichtenstrom

aus den derzeit angesagten Social

Networks und präsentiert diese Mischung in

einer intuitiven und ästhetischen Oberfläche.

Welche Inhalte in welcher Reihenfolge angezeigt

werden, bestimmt der

Anwender bei Flipboard

selbst. Flipboards Android-

Unterstützung beschränkt sich

derzeit auf Smartphones und

Mini-Tablets mit einer Bildschirmdiagonale

bis zu 7 Zoll.

Nutzer größerer Geräte müssen

mit einer Skalierung der

Inhalte leben.

geblättert, sondern mit einem Wischen des Fingers

nach oben geklappt werden – ganz so

eben, wie bei einem klassischen Flipboard eine

neue Präsenta tionsseite aufgedeckt wird. Diese

Art der Bedienung zieht sich – begleitet von

einem attraktiven Blättereffekt – durch das gesamte

Programm.

Flipboard präsentiert sich zunächst mit von

der Redaktion zusammengestellten Nachrichtengruppen

wie Wissen und Technik, Wirtschaft,

Sport, Lebensart, Reise und Unterhaltung.

Sind diese Kategorien vom Nutzer auf

seine Interessen hin konfiguriert, wird automatisch

das erste Magazin präsentiert: Die Titelseite

zeigt plakativ eine Zusammenfassung der

wichtigsten Meldungen an, darunter und auf

den folgenden Seiten eine Übersicht der themenspezifischen

Überschriften. Jedes Thema

wird durch eine Kachel repräsentiert, die mit

einer Vorschau des Bildes der jeweils aktuellsten

Meldung zum Stöbern einlädt – fehlt das

Bild, muss man mit der verfügbaren Schlagzeile

vorliebnehmen. Jede dieser sechs erfreulich

großflächigen Kacheln wird regelmäßig aktualisiert,

sodass die gesamte Oberfläche dynamisch

in Bewegung ist.

Lesezeichen bearbeiten

Der Schlüssel zur weiteren Individualisierung

verbirgt sich hinter einem roten Lesezeichen,

das sich in der rechten oberen Ecke jeder Seite

Gut geflippt

Nach der Installation von Flipboard

[LINK 2] gilt es, sich zunächst

an das namensgebende

Bedienungskonzept der App

zu gewöhnen – und das schon

gleich beim Willkommensbildschirm:

Dieser will nicht

etwa wie gewohnt zur Seite

Abb. 2: Metro lässt grüßen: Flipboard

präsentiert seine Inhalte in

einer großzügigen Kacheloptik.

Abb. 3: Flipboard bietet ein breites

Spektrum, bevorzugt jedoch von

großen Verlagen.

110

03/2013 Apps & Tipps


App-tipps

Flipboard

zeigt: Hier sind einzelne Nachrichtenquellen

abhängig von ihren Themen an- und abwählbar,

wobei das Flipboard-Team auf der Android-

Version lokalisierte Angebote schnürt: Wer sich

z.B. für Wirtschaftsnachrichten interessiert, bekommt

ein Portfolio aus vornehmlich deutschsprachigen

Quellen angeboten, die durch wichtige

internationalen Anbieter ergänzt werden.

Reicht diese Auswahl noch nicht, kann mittels

Stichwortsuche jeder RSS-Feed eingebunden

werden. Die App stöbert dabei nicht nur in

Webseiten, sondern auch in Konten bei sozialen

Netzwerken sowie Foto- und Videodiensten.

Sozial kompetent

Soziale Netzwerke bilden einen weiteren Baustein

des Flipboard-Universums. Zur Einbindung

steht neben den Standards Twitter und Facebook

seit Kurzem auch Google+ bereit. Aber

auch Tumblr-, LinkedIn-, YouTube-, Instagramsowie

Flickr-Streams warten auf ihre Auswahl.

Besonders effektiv erweist sich die Einbindung

bei grafiklastigen Diensten wie Tumblr und Instagram

– hier wird der originale Client fast

überflüssig. Andere Übernahmen schwächeln

immer dann, wenn der Nutzer über eine große

Zahl an Followern verfügt: So passen zum Beispiel

in der Twitter-Anzeige maximal zwei

Tweets auf eine Seite, was bei einem steten

Nachrichtenstrom aus mehreren tausend Federn

schon einiges Blättern erfordert und bald

ermüdet. Persönliche Nachrichten

werden zudem nicht

separat dargestellt.

Hier macht sich besonders der Verzicht

auf einen horizontalen Landscape-Modus

schmerzlich bemerkbar:

Das gewohnte Drehen des Smartphones

um 90 Grad nötigt Flipboard somit

keinerlei Reaktion ab. Attraktiv dargestellt

werden in den meisten Fällen

nur Artikel von Anbietern, die ihre Inhalte

für die App optimiert haben –

leider arbeitet Flipboard hier aber

scheinbar bisher nur mit großen

Namen des Verlagswesens zusammen.

Konkurrent Google ist da weitaus flexibler:

Für seinen News-Aggregator

Currents [LINK 3] bietet das Unternehmen

mit dem „Producer“ eine eigene

Web-App an, mit der Inhalte für die Abb. 4: Grafiklastige Dienste wie

optimierte Anzeige von jedermann Tumblr profitieren von Flipboards

maßgeschneidert werden können plakativer Darstellung.

[LINK 4]. Zudem gibt es bei Currents

eine etwas breitere Auswahl an Titeln, nicht

nur das Angebot von Bild & Co. Einen Artikel

zu Google Currents finden Sie in Android User

07/​2012 frei online [LINK 5].

Doch auch in einem anderen wichtigen Punkt

haben die Mitbewerber die Nase vorne: Flipboard

setzt eine aktive Internetverbindung voraus,

ein Zwischenspeichern von Inhalten für

ein späteres Offline-Lesen findet nicht statt.

Hält man sich öfters fernab jeglicher Netzanbindung

auf, ein wenig unpraktisch.

● ● ●

Negatives

Vermisst haben wir in der Android-Version

die Audio-Unterstützung

inklusive SoundCloud-Einbindung.

Flipboard

kommt auch seinem Auftrag

nicht immer uneingeschränkt

nach, Inhalte lesefreundlich

aufzubereiten: Wenn zum

Beispiel eine Nachricht auf

eine Webseite verweist, wird

diese zwar innerhalb der eigenen

Oberfläche und ohne Aufruf

eines externen Webbrowsers

angezeigt, übersichtlicher

wird sie dadurch aber nicht.

Abb. 5: Im Fluss: Für Flipboard optimierte

Dienste bereiten Inhalte

lesefreundlich auf.

Abb. 6: Zum Offline-Lesen muss

ein externes Programm wie

Pocket herangezogen werden.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29722

Apps & Tipps 03/2013 111


spiele-Tipps

Top-Spiele

Top Games

Liviu Peicu, 123RF

Ein teures Smartphone ist keine Spielekonsole, aber darf man mit dem teuren

Androiden gar keinen Spaß haben? Keineswegs! Der Play Store ist voll mit tollen

Spielen. Mit den folgenden Titeln machen Sie garantiert nichts falsch! Patrick Neef

Kingdom Rush

Alle Links

>

android- user.de/qr/29725

Kingdom Rush ist das beste Tower-Defense-Spiel

der Welt. Punkt.

Ich habe mit diesem Spiel auf dem

iPad mehr Zeit verbracht als mit jedem anderen

Spiel, und nun ist es endlich auch für

Android erschienen. Und zwar nicht nur für

Tablets, sondern auch für Smartphones.

Das ist überraschend, denn eigentlich

glänzt dieses Genre besonders auf größeren

Bildschirmen. Doch mit der Anpassung

für Android haben die Entwickler von Kingdom

Rush einen Weg gefunden, das Spiel

auch für Smartphones tauglich zu machen,

und es ist ihnen hervorragend gelungen.

Kingdom Rush spielt im Mittelalter. Sie

müssen in verschiedenen Leveln verhindern,

von in Wellen heranstürmenden Gegnern

überrannt zu werden. An festgelegten

Punkten können Sie vier verschiedene

Türme setzen: Bogenschützen, Magier oder

Artillerie greifen die Gegner an, während

Baracken Ritter ausspucken, die versuchen,

die Gegner aufzuhalten. Alle Türme können

verbessert und später sogar spezialisiert

werden, was aber Gold kostet. Das bekommt

man aber in die Kasse gespült,

indem man Feinde vernichtet. Jeder Level

gibt maximal 5 Sterne: Drei auf normalem

Schwierigkeitsgrad und, wenn man diesen

erfolgreich bestritten hat, jeweils einen in

zwei Zusatzmodi: Heroisch und Iron Challenge,

zwei besonders schwere Varianten.

Die Sterne nutzt man, um Fähigkeiten in

einer Art Talentbaum freizuschalten und so

den Fokus auf ein oder mehrere Türme zu

legen. Oder man kauft sich für die Sterne

später im Spiel Helden, die besonders stark

sind, aber auf dem Schlachtfeld aktiv gemanagt

werden müssen. Die Spezialisierungen

der Türme machen richtig Spaß,

die vielen Gegnertypen bringen Vielfalt und

strategisches Handeln ins Spiel, und den

Talentbaum kann man jederzeit ohne Malus

zurücksetzen und andere Strategien austüfteln,

wenn man einmal nicht weiterkommt.

Auf normal ist das Spiel angenehm fordernd

mit nur sehr wenigen Momenten, in

denen man verzweifelt.

Kingdom Rush hat Charme und Humor,

eine perfekte Balance, viel Inhalt und ist

damit eines der besten Spiele, die Sie für

Ihr Android-Gerät kaufen können.

1,53 Euro

englisch|Version 1.9.4|173 MByte

★★★★★

112

03/2013


Spiele-Tipps

Top-Spiele

Cut the Rope: Time Travel

Om Nom ist nicht mehr allein. Er reist durch verschiedene

Epochen der Geschichte, in denen es immer einen

Vorfahren von Om Nom gibt, der ebenfalls eine Süßigkeit

haben will. Sie müssen also manchmal nacheinander,

manchmal gleichzeitig agieren. In jeder Epoche steht eine bestimmte

Mechanik im Vordergrund. So gibt es Mittelalter Ketten

statt Seile, die man nicht mit dem Finger, stattdessen aber mit

scharfen Rotationsmessern durchtrennen kann. In der Renaissance

können Sie die Zeit einfrieren und so schwingende Süßigkeiten

stoppen. Unser Fazit: Ein tolles und kurzweiliges Spiel!

0,72 Euro

deutsch|Version 1.0|32 MByte

★★★★★

Dungeon Hunter 4

Nach dem Desaster mit Dungeon

Hunter 3 kehrt Gameloft mit Dungeon

Hunter 4 endlich wieder zurück

zu einem von Diablo inspirierten Hack

and Slay mit Story. Das Spiel beeindruckt

vor allem mit grandiosen Grafik, die auch

auf betagten Geräten sehr gut aussieht.

Dungeon Hunter 4 bietet viel Inhalt und

genug Möglichkeiten, seinen Charakter zu

modifizieren. Allerdings hat das Free-to-

Play-Modell seinen Preis: Schon nach wenigen

Stunden kommt man um In-App-

Käufe nicht herum. Schade, denn das Spiel

an sich macht Spaß und bietet eine Menge

Langzeitmotivation. Wer das Geschäftsmodell

erträgt, darf auf dem Smartphone Diablo-Feeling

aufkommen lassen.

Real Racing 3

Real Racing 3 ist der lang erwartete

Nachfolger der erfolgreichen

Rennspielreihe. Wie üblich werden

Sie hinter das Steuer gesetzt und dürfen

in Rennen Geld verdienen, neue Autos

kaufen und Events freischalten. Die Steuerung

der Wagen geht leicht von der Hand.

Auch in Sachen Umfang überzeugt das

Spiel mit 45 Wägen und über 900 Events.

Das Racing-Games ist kostenlos, wartet

aber mit einigen In-App-Käufen und einem

umstrittenen Geschäftsmodell mit Wartezeiten

auf. Diese lassen sich jedoch ertragen,

wenn man nach einigen Rennen einen

Rennstall mit zwei oder drei Autos besitzt

und mit diesen im Wechsel die Rennen bestreiten

kann.

kostenlos

deutsch|Version 1.0.1|960 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.1.11|1,23 GByte

★★★★★

Apps & Tipps 03/2013 113


spiele-Tipps

Top-Spiele

The Room

The Room ist ein geheimnisvolles Rätsel-Spiel, das

dem Spieler Apparate und Maschinen präsentiert, die

mehr verbergen, als man vermutet. Da gibt es Schalter,

die man erst umlegen muss, um eine Holzvertäfelung zu lockern,

oder etwa versteckte Zeichen, die man erst mit dem

Okular sieht und dann in die richtige Form bringen kann. Dann

öffnen sich Geheimfächer oder Verstecke mit weiteren Hinweisen

oder Gegenständen, die man aufnehmen und verwenden kann.

Das Ganze ist grafisch toll umgesetzt, atmosphärisch dicht, lässt

sich kinderleicht steuern und benötigt kaum Eingewöhnungszeit.

1,79 Euro

deutsch|Version 0.55|154 MByte

★★★★★

Super Stickman Golf 2

Bereits der Vorgänger war toll und

hat jede Menge Spaß gemacht,

aber Super Stickman Golf 2 setzt

noch eine Schippe oben drauf: In 20 Golfkursen

lernen Sie den Ball kunstvoll ins

Loch zu schlagen. Zu Beginn übt man sich

an der reinen Spielmechanik, doch später

kommen allerlei Hindernisse, Besonderheiten

und Mützen hinzu. Mützen fragen Sie?

Ganz recht: Mit den Golfmützen erlangen

Sie besondere Fähigkeiten, die man im

Spiel gut gebrauchen kann. Die Kurse sind

dynamisch, einfallsreich und werden zunehmend

immer schwerer. Leider kann

man einen Kurs nicht mittendrin abbrechen.

Ein toller Multiplayer-Modus rundet

das grandiose Spiel ab.

Total War Battles

Total War Battles ist ein sehr gelungenes

Strategiespiel für die

Hosentasche. Eingefleischte Total

Wars Fans sollten allerdings ihre Erwartungshaltung

herunterschrauben, denn

eine Umsetzung der PC-Spieleserie ist auf

dem Smartphone natürlich kaum möglich.

Stattdessen erwartet einen hier ein gemächliches

Taktikgeplänkel, gewürzt mit

einer Prise Aufbaustrategie und stimmiger

Grafik. Die Gefechte laufen immer so ab,

dass Sie links Ihre Gebäude bauen und sich

dann mit den Einheiten nach rechts vorarbeiten,

insofern hat das Spiel schon fast

etwas Tower‐Defense-Charakter. Doch

diese wenigen Zutaten genügen, um ein

Spiel mit taktischer Tiefe zu erzeugen.

kostenlos

englisch|Version 1.0.6|35 MByte

★★★★★

1,79 Euro

deutsch|Version 1.0.2|273 MByte

★★★★★

114

03/2013 Apps & Tipps


Digitales ABO

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spiele-Tipps

Casual Games

Alle Links

>

android- user.de/qr/29726

Nikita Chisnikov, 123RF

Casual Games

Sie pendeln

jeden Tag mit der

Bahn zur Arbeit, in

die Uni oder in

die Schule? Müssen

aber nur ein

paar Stationen

fahren? Dann

lohnt es sich kein

kompliziertes

Spiel anzufangen.

Casual-Games

sind in diesem

Fall genau das

Richtige!

Patrick Neef

Punch Quest

Bei Punch Quest boxen Sie alles

um. Der linke Knopf ist zum Zuschlagen,

der rechte ebenfalls. Das

klingt einfach, macht aber Spaß. Das

Schöne ist, dass das Gameplay immer so

einfach bleibt, Ihnen aber immer mehr Geschicklichkeit

und Timing abverlangt.

Der linke Knopf löst einen Uppercut, also

einen Sprungschlag nach oben aus. Drückt

man die Taste nochmal, saust die Figur

nach unten und führt ebenfalls eine Attacke

aus. Mit der rechten Taste schlägt die Figur

nach vorne, beschleunigt dabei auch ein

wenig. Ist die Figur in der Luft, schlägt sie

mit dieser Taste nach vorne. Man kann gegnerische

Angriffe auch

blocken, indem

man beide Tasten

gedrückt

halt.

Diese Fähigkeit muss aber gekauft werden,

ebenso wie andere Attacken, Powerups

und Superangriffe. Sie verdienen sich sogenannte

Punchos, also eine Ingame-Währung,

beim Spielen, können diese aber

auch als In-App-Kauf besorgen. Toll ist der

Coin Doubler, der für einen moderaten

Preis den Wert der verdienten Coins beim

Prügeln verdoppelt. So kommt in kürzester

Zeit genug zusammen, um sich die meisten

Angriffe leisten zu können.

Das Spiel ist besser, als man es mit Wörtern

beschreiben kann. Es hat einen gewissen

„Flow“, eine Leichtigkeit des Spielens, die

man in solche Sidescrollern nur selten findet.

Es gibt Kombos,

Herausforderungen,

unterschiedliche

Gegner und verrückte

Bosse und

vieles mehr. Es ist

ein Heidenspaß

und perfekt für ein

kurzes Spiel zwischendurch,

besitzt

aber trotzdem viel

Langzeitmotivation. Klasse!

0,74 Euro

Englisch|Version 1.1.1|17 MByte

★★★★★

116

03/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Casual Games

Ski Safari

Auch für Smartphone-User, die fernab jeglicher Berge

wohnen und für die Skisport ein Fremdwort ist, bieten

sich auf Google Play allerlei Möglichkeiten, im Schnee

Spaß zu haben. Das Spiel Ski Safari ist ein actiongeladenes Skirennen,

bei dem Sie von einer gewaltigen Lawine aus

dem Bett geworfen werden und anschließend spannende

Abenteuer auf zwei Latten oder auch auf dem Rücken

von Pinguinen, Yetis und Adlern erleben. Dabei gibt es

vielerlei Power-Ups und Zusatzlevel zu entdecken. Am

Schluss zählt jedoch nur der Highscore.

0,78 Euro

englisch|Version 1.4.0|42 MByte

★★★★★

Temple Run 2

Temple Run gebührt der Verdienst,

das Genre „Endless Runner“

kreiert zu haben, der Nachfolger

ist keinen Deut schlechter. Ihre Figur

rennt, und Sie müssen durch Wischgesten

nach links oder rechts ausweichen, über

Hindernisse hüpfen oder sich ducken. Das

Terrain ändert sich ständig und macht das

Spiel immer wieder unberechenbar. Mit

den beiden Ingame Währungen Münzen

und Edelsteine verschafft man sich zwar

Vorteile, aber Temple Run lässt sich auch

über einen langen Zeitraum spielen, ohne

dass man nur einen realen Cent ausgibt.

They Need To Be Fed 2

They Need To Be Fed 2 ist eines

dieser Spiel, bei dem man sich anfangs

etwas an die Steuerung gewöhnen

muss. Denn je nach Pfeil läuft Ihre

Figur entweder links oder rechts herum,

immer um die Planeten herum, und anfangs

läuft man oft in die falsche Richtung.

Das kann tödlich sein, schließlich gibt es

überall Stachel und Gegner, oder man

hüpft versehentlich in die Weiten des Alls.

Das Ziel ist es, zur Pflanze zu gelangen und

diese zu füttern, mit der eigenen Figur, versteht

sich, und dabei soll man auf dem

Weg dahin so viele Edelsteine wie möglich

einsammeln. Ein liebevoll gestaltetes Spiel

mit einem ganz eigenen Charakter und tollem

Leveldesign.

kostenlos

englisch|Version 1.2.1|30 MByte

★★★★★

1,50 Euro

englisch|Version 1.0.8|21 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 03/2013 117


spiele-Tipps

Casual Games

Shark Dash

Shark Dash ist das Casual Game, wie es im Buche

steht: Niedliche Grafik, 3 Sterne pro Level und viel

Physikspielerei. Per Fingerziehen lassen Sie einen

Hai durch die Badewanne springen, der dann alle Enten einsammeln

soll. Viele Hindernisse und andere physikalische

Hürden müssen dazu überwunden werden. Pro Level gibt es

unterschiedliche Anforderungen für die Sterne, das hält die

Motivation am Leben. Shark Dash ist ein wirklich gelungenes

Spiel, dass zwar nicht ganz mit Angry Birds oder Cut the Rope

mithält, den beiden Vorbildern aber recht nahe kommt.

0,89 Euro

deutsch|Version 1.0.5|11 MByte

★★★★★

Paper Toss 2.0

Was macht am Werfen von Papierbällen

in einen Mülleimer so

viel Spaß? Wir wissen es nicht,

aber der Vorgänger war so erfolgreich,

dass es seit einer Weile Paper Toss 2.0 gibt,

mit besserer Grafik und vielen kleinen lustigen

Details in den Leveln. Es ist das ultimative

Casual Game: Starten, ein paar Bälle

werfen und wieder ausschalten. Zwar ist

das Spiel mit Werbung durchzogen,dafür

bietet das Spiel mehrere lustige Szenarien

mit unterschiedlich schweren Bedingungen.

Ein Spiel, das immer Spaß macht und

keinen Cent kostet? Her damit!

Super Monsters Ate My Condo

Super Monsters Ate My Condo

setzt das verrückte Spielprinzip

des Vorgängers nicht nur fort,

sondern toppt es: noch verrückter, noch

spaßiger. Sie schieben weiter farbige Appartements

nach links oder rechts zum jeweiligen

Monster, erschaffen dabei farbige

Kombinationen oder wütende Monster, die

sich immer wieder abwechseln und so das

Spiel abwechselnd gestalten. Die Zahl der

Boni, Ereignisse und Monsterfähigkeiten

kann man gar nicht aufzählen. Super

Monsters Ate My Condo ist das genaue

Gegenteil eines ruhigen Match-3-Puzzles.

kostenlos

englisch|Version 1.0.2|23 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0.2|40 MByte

★★★★★

118

03/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Arcade Spiele

slena, 123RF

Arkandroid

Alle Links

>

android- user.de/qr/29729

Plasma Sky

Plasma Sky ist ein „Shmup“, ein

Shoot ’Em Up im Sci-Fi Setting.

Die feindlichen Raumschiffe sind

bunte, fast schon holographische Formen,

die manchmal an Ameisen erinnern. Sie

kommen meist von oben herangesaust, ab

und zu aber auch von der Seite oder auch

von unten. Dann flitzen sie in variantenreichen

Bewegungen über den ganzen Bildschirm,

meist solange, bis allen Gegnern

einer Welle der Garaus gemacht wurde.

Die Steuerung ist lupenrein. Egal ob Tilt,

Touch oder Direct, hier ist für jeden etwas

dabei. Bei der Tilt Steuerung bewegen Sie

ihr Handy hin und her, um das Raumschiff

zu steuern. Die Touch-Steuerung ist wohl

am einfachsten. Sie legen einfach einen

Finger aufs Display, sobald Sie ihn bewegen,

folgt das Raumschiff – total präzise

und mühelos. Die dritte Methode „Direct“

ist eine interessante Alternative. Mit ihr hält

man das Raumschiff immer ganz knapp

über dem Finger, kann es aber auch per

Tippen ganz fix dorthin schicken, wo man

hingetippt hat.

Die drei Spielmodi

Conquest, Hardcore

und Survival geben

dem Spiel genügend

Umfang, große Unterschiede

gibt es in

den Modi aber nicht.

Interessant ist, wie

man das eigene Raumschiff

mitten im Spiel

verbessern kann. Schießt man Gegner ab,

fallen Power-Ups herab. Sammelt man sie

ein, füllt sich ein halbrunder Balken am

oberen Bildschirmrand, wenn er voll ist,

steigt man eine Waffenstufe auf. Gleichzeitig

kann man diese aber auch wieder verlieren,

wenn man getroffen wird, ebenso wie

Gesundheitspunkte – das zeigt ein schmaler

Balken auf der rechten Seite an.

Es gibt aber noch andere Upgrades wie

zum Beispiel Magnete, die das Einsammeln

der Energieelemente deutlich erleichtern,

Schutzschilde, Bomben oder eine kurzfristige

Zeitlupe, die im hektischen Geschehen

immer hilfreich ist. Ein toller Shooter, der

mit fein ausbalanciertem Gameplay, präziser

Steuerung und einem ganz besonderen

Grafikstil punktet.

1,53 Euro

englisch|Version 2.8.5|7,4 GByte

★★★★★

Wer in eine

Arcade geht,

sucht Spiele mit

hohem Tempo

und viel Action.

Solche Titel fehlen

natürlich auch im

Play Store nicht.

Patrick Neef

Apps & Tipps 03/2013 119


spiele-Tipps

Arcade Spiele

Syder Arcade HD

Sie steuern ein Raumschiff, das Sie nach links oder nach

rechts bewegen und so den Gegnermassen trotzen. Ihr

Schiff schießt dabei von alleine, Sie müssen es lediglich

steuern. Wie im Genre üblich, gibt es für viele Punkte und Kombos

Multiplizierer und Waffenupgrades, ohne die Sie die ansteigende

Action gar nicht bewältigen könnten. Sehr angenehm ist

die Abwechslung, denn die Missionen als auch die Gegner variieren

stark und halten das Spiel frisch. Syder Arcade HD dürfte

allerdings etwas leichter sein: schon zu Beginn muss man sich

kräftig ins Zeug legen

1,49 Euro

englisch|Version 1.31|50 MByte

★★★★★

Radiant HD

Radiant HD ist vielleicht ein wenig

gealtert, aber Spielen im Retro-

Look ist das egal. In Radiant HD

bekämpfen Sie im Stile von Space Invaders

von oben heranstürmende Gegner. „Heranstürmen“

ist vielleicht das falsche Wort,

denn sie bewegen sich seitlich, zucken hin

und her, wie orientierungslose Insekten.

Der Retrostil von Radiant HD ist richtig gut:

Alles wirkt minimalistisch, und trotzdem

gibt es viele tolle kleine Animationen und

einen hervorragenden Retro-Sound. In Sachen

Gameplay gibt es keine Überraschungen:

Das Spiel steuert sich intuitiv und

leicht. Ein gut ausbalancierter Spielaufbau

mit freischaltbaren Waffen und mehr sorgt

für jede Menge Langzeitmotivation.

Towelfight 2

Towelfight 2 ist ein Spiel, das man

anfangs nur schwer greifen kann.

Es ist eine Mischung verschiedener

Genres, und genau deshlab ist es so

besonders. Als „Hardik“ werden Sie in eine

alternative Welt teleportiert, in der Sie mit

Ihrem Monokel und vielen weiteren Waffen

Tiere ausschalten, Schlüssel einsammeln

und sich von Level zu Level einen Weg vorbahnen,

immer wieder hin zu Bossmonstern

und neuen Welten. Die Steuerung mit

dem virtuellen Steuerkreuz ist nicht ganz

so optimal, der Rest des Spiels macht aber

herrlichen Spaß. Ein verrücktes Spiel mit

Powerups, unzähligen Waffen, einer originellen

Monokel-Rotationswaffe und einer

ungewöhnlich langen Kampagne.

1,69 Euro

englisch|Version 3.14.8|13 MByte

★★★★★

0,76 Euro

englisch|Version 1.1.8|30 MByte

★★★★★

120

03/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Arcade Spiele

Sling it! (Pollushot 2)

Es dauert ein paar Minuten, bis es im Kopf „Klick“

macht, wenn man Sling it zum ersten Mal anspielt.

Das Bedienkonzept ist am Anfang ein kleines bisschen

verwirrend. Mit der selben Fingerbewegung verschieben

Sie die Steinschleuder, spannen aber auch deren Gummi.

Man muss also immer erst die mit dem Gummi am Finger

Munition einsammeln und kann dann erst feuern. Hat man

den Dreh erst einmal raus, macht das Ganze aber viel Spaß.

Grafisch gewinnt das Spiel keinen Preis, dafür ist es bestens

für ein paar freie Minuten zwischendurch geeignet.

0,76 Euro

englisch|Version 1.0.29|37 MByte

★★★★★

Extreme Skater

Extreme Skater ist ein typischer

Spiel im Stunt Bike Manier, sprich

Sie rasen durch die Spielwelt und

müssen durch Hüpfen Schluchten überwinden

und immer wieder die perfekte

Landung hinlegen, was per Neigungssensor

des Android Gerätes bewerkstelligt

wird. Extreme Skater ist aber durch und

durch auf Hochglanz poliert: Das Gameplay

ist sehr flüssig, die Steuerung präzise

und das Leveldesign durchdacht. Schilder

weisen auf Gefahren hin, Fackeln setzen

Speicherpunkte, und jedes Level hält Überraschungen

bereit. Ein Spiel, das zwar

nicht mehr ganz originell wirkt, aber das,

was es verspricht, sehr gut beherrscht.

Langeweile kommt jedenfalls nicht auf.

kostenlos

englisch|Version 1.0.6|29 MByte

★★★★★

PUK

Wer einmal mit PUK anfängt, lässt

sich auf ein Auf und Ab der Gefühle

ein: Frust, Hektik, Enttäuschung,

Begeisterung – hier ist alles möglich.

Bei PUK schießen Sie die Kreise am

unteren Bildschirmrand durch Ziehen und

Loslassen nach oben, Ziel ist es die großen

weißen Puks zu treffen. Das muss schnell

gehen, denn in jedem Level ist die Zeit begrenzt.

Es gibt 1.000 Level, deren Reihenfolge

aber zufällig generiert wird, wobei

natürlich am Anfang die einfachsten stehen.

Scheitert man nur ein einziges Mal,

muss man wieder von vorne beginnen.

0,81 Euro

englisch|Version 1.1.1|19 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 03/2013 121


spiele-Tipps

Shooter

Alle Links

>

android- user.de/qr/29728

(Ego-) Shooter

Counter-Strike ist

auch nach Jahren

fester

Bestandteil vieler

LAN-Partys. Kein

Wunder, dass

auch auf dem

Androiden Shooter

zu den populärsten

Games

gehören. Action-

Fans sollten die

größten Shooter-

Hits für Android

nicht verpassen!

Patrick Neef

Grand Theft Auto: Vice City

Sie schlüpfen in die Rolle von

Tommy Vercetti, der jahrelang für

Sonny, einem Mafia-Boss, im

Knast saß und nun nach Jahren der Haft

von Liberty City nach Vice City gezogen ist.

Die Geschichte beginnt mit einem geplatzten

Drogendeal, Sie sollen das gestohlene

Geld wiederbeschaffen. Wie für ein GTA-

Spiel typisch gibt es neben der Hauptgeschichte

Nebenmissionen, bei denen Sie allerhand

zwielichtige Charaktere kennenlernen,

die Ihnen Aufträge geben. Dabei verdienen

Sie sich Geld, das Sie für Waffen

und später für Immobilien ausgeben. So

verschaffen Sie sich im Laufe des Spiels

weitere Stützpunkte, an

denen Sie das

Spiel ab speichern

können.

Sie erklimmen

die Karriereleiter recht schnell, und ebenso

GTA-typisch gibt es Wendepunkte und

Überraschungen in der Geschichte. Trotz

des stolzen Alters von zehn Jahren darf

man nie vergessen: Die Jungs von Rockstar

Games sind in erster Linie brillante Geschichtenerzähler.

Die schillernden Charaktere

und deren aus heutiger Sicht noch

sehr gute Vertonung stehen ganz klar im

Vordergrund. Das Spiel benötigt viele Onscreen-Buttons,

damit Sie alle Funktionen

des Spiels auch benutzen können. So

haben Sie bei der Autofahrt nicht nur Tasten

für Gas, Bremse und die beiden Richtungen,

sondern auch für das Schießen aus

dem Fenster (links

und rechts), die

Hupe, die Kamera,

das Aussteigen, die

Handbremse und

das Hauptmenü.

Und trotzdem funktioniert

das auch

auf den kleineren

Bildschirmen der

Android-Smartphones

ziemlich gut.

yewkeo, 123RF

4,49 Euro

englisch|Version 1.03|1,4 GByte

★★★★★

122

03/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Shooter

Dead Trigger

Dead Trigger ist gleich in zweierlei Hinsicht nichts für

schwache Nerven. Erstens fließt das Blut beim Ballern

in Strömen, und zweitens setzt Dead Trigger stark

auf In-App-Käufe. Haben Sie die ersten drei Levels durchgespielt,

geht wie durch Zufall Ihre Waffe kaputt. Um so

schnell wie möglich an eine Neue zu kommen, greift man

nur zu gerne zur Kreditkarte. Ist man sich des günstigen

Einstiegspreises bewusst, kann das Abschlachten losgehen.

Die Steuerung über den Touchscreen ist etwa

schwierig, wir empfehlen mit einem Controller zu spielen.

kostenlos

englisch|Version 1.8.2|157 MByte

★★★★★

Shadowgun

Shadowgun ist das Ballerspiel für

Action-Fans mit Androiden

schlechthin. Der Kaufpreis von

4,67 Euro ist hier gut investiert, denn je

nach Erfahrung kommen Sie damit auf

recht viele Spielstunden. In der Manier von

Bruce Willis in Die Hard müssen Sie sich

als Einzelkämpfer gegen zahlreiche Monster

und Söldner durchsetzen. Dabei kommt

es auf gute Treffsicherheit und ein schnelles

Reaktionsvermögen an. Spielen Sie lieber

zu zweit oder im Team – oder möchten

Sie nur einen Blick auf die Grafik von Shadowgun

werfen – dann holen Sie sich die

Multiplayer-Version Shadowgun: Dead

Zone. Doch Vorsicht: Hier geht die Post

ganz schön mächtig ab.

Frontline Commando: D-Day

Frontline Commando: D-Day ist

ein klassischer Shooter im Setting

des Zweiten Weltkriegs. Sie

schlüpfen in die Rolle eines Alliierten Soldaten

während der Stürmung der Normandie.

Im Gegensatz zu anderen Shootern

können Sie sich nicht frei bewegen, Sie

klappern nach und nach diverse Stationen

im Spiel ab. Eine lange Einzelspielerkampagne,

viele Missionen, eine gute Steuerung

und eine authentische Atmosphäre

bereiten eine Menge Spielspaß, und dass

für lau! Denn Frontline Commando: D-Day

kostet keinen Cent. Dafür müssen Sie aber

mit reichlich Werbung und einer permanenten

Anpreisung von nicht gerade günstigen

In-App-Käufen leben.

4,67 Euro

englisch|Version 1.1.0|255 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.1.0|276 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 03/2013 123


spiele-Tipps

Shooter

HEIST The Score

Heist The Score ist ein Rail Shooter. Sie werden also

wie auf Schienen – daher der Name – durch die Story

geführt und bekommen die Gegner auf dem Tablet

serviert. Heist erzählt die Geschichte einer Gruppe von Mafiosi,

die Banken ausraubt. Dabei sind die Figuren gut vertont

und mit glaubwürdigen Charakterzügen ausgestattet. Die Gefechte,

die Sie sich als Räuber mit Polizisten und Wachleuten

liefern, sind trotz des starren Ablaufs abwechslungsreich und

die Steuerung geht gut von der Hand. Der Spielspaß ist jedoch

recht kurz: Nach 30 Minuten ist der Zauber vorbei.

1,53 Euro

englisch|Version 1.1.2|56 MByte

★★★★★

Bladeslinger

Bladeslinger kam aus dem Nichts

und beeindruckte sofort durch die

imposante Grafik und das originelle

Space-Cowboy-Western-Setting. Und

auch der Rest ist solide: Die Steuerung ist

nicht gerade perfekt, kann aber in den Einstellungen

konfiguriert werden. Die Story

geht ebenfalls in Ordnung. Lediglich die In-

App-Käufe hätte man sich bei einem Bezahlspiel

sparen können. Worum es geht?

Sie kämpfen sich durch Ihre Heimatstadt

und müssen einem uralten Bösen entgegentreten

– nicht gerade originell. Interessante

Runen-Gesten, sowie abwechslungsreiche

Fähigkeiten machen das aber wieder

wett. Das Spiel lief auf unserem Testgerät

allerdings nicht besonders flüssig.

Dead Space

Dead Space ist zwar keine 1:1 Umsetzung

des gleichnamigen Konsolen-

und PC-Titels, setzt das

Gameplay des Horror-Shooters aber hervorragend

für Mobilgeräte um. Sie steuern

den Protagonisten wie gewohnt aus der

Schulterperspektive und müssen sich

einen Weg durch ein dunkles Raumschiff

bahnen, dessen Besatzung von einem

Virus infiziert wurde. Fortan kämpfen Sie

gegen Mutanten, müssen aber auch in

einer gut erzählten Story herausfinden,

was eigentlich genau passiert ist. Die Gruselatmosphäre

ist klasse, die Grafik hervorragend

und Story sowie Atmosphäre, sodass

sich das Gesamtpaket deutlich von

anderen Shootern im Play Store abhebt.

2,32 Euro

deutsch|Version 1.4.0|439 MByte

★★★★★

5,99 Euro

deutsch|Version 1.1.41|495 MByte

★★★★★

124

03/2013 Apps & Tipps


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Spiele-tipps

Spiele-Emulatoren

Alte Videospielkonsolen unter Android zum Leben erwecken

Zeitreise

Erinnern Sie sich noch an den GameBoy? Oder den Commodore Amiga? Solche

alten Videospielkonsolen und Computer werden durch pfiffige kleine Apps

wieder zum Leben erweckt – einschließlich der damaligen Anwendungen und

Kultspiele. Dem ungetrübten Retro-Genuss stehen jedoch dummerweise ein

paar Hürden im Weg. Tim Schürmann

tele52, 123RF

126

03/2013 Apps & Tipps


Spiele-tipps

Spiele-Emulatoren

In den 80er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts

eroberten Heimcomputer die Wohzimmer

der Nation. Wie der C64 waren es meist

kompakte Tastaturcomputer, die sich direkt an

den Fernseher anschließen ließen. Über seinen

Bildschirm flimmerten bunte Pixelhaufen, während

die Lautsprecher scheppernde Töne von

sich gaben. Wer damals nur spielen wollte, griff

zu einer Videospielkonsole – das SNES von

Nintendo war die PlayStation der 80er-Jahre.

Mit dem GameBoy konnte man ab 1990 seine

Lieblingsspiele auch unterwegs spielen, das beiliegende

Tetris fraß Stunden an Freizeit.

Fans der kantigen Kisten haben damit begonnen,

sie als App nachzubauen. Das funktioniert

so gut, dass diese sogar alte Software ausführen

können. Auf diese Weise lässt sich z.B. das

erste Super Mario Bros. auf einem modernen

Smartphone reanimieren. Solche pfiffigen Apps

bezeichnet man als Emulatoren. Es gibt sie für

populäre Computer und Videospielkonsolen

sogar kostenlos im Google Play Store. Einfach

in das Suchfeld den Namen eines alten Systems

eintippen, App installieren, starten, und schon

sitzt man vor einem schwarzen Schirm, einer

Liste mit merkwürdigen Einstellungen oder

einem einsam vor sich hin blinkenden Punkt.

Doch wo schiebt man nun die Kassette ein?

Rumgefummel

Schicke grafische Benutzeroberflächen waren

damals noch Fremdwörter. Die Computer wurden

bis auf wenige Ausnahmen durchgehend

Abb. 2: So sahen die Speichermedien des letzten Jahrtausends

aus: links oben ein Modul, daneben eine 5-1/​4 und 3,5-Zoll-Diskette.

Unten zum Größenvergleich eine CD.

Abb. 1: Beim Commodore 64 befanden sich Tastatur und Computer im gleichen

Gehäuse, das wegen seiner Form scherzhaft als Brotkasten bezeichnet wurde –

rechts im Bild ein alter Joystick, Modell Competition Pro.

über Textkommandos bedient und gesteuert. Als

Eingabemedium der Wahl dienten Joysticks, die

Maus kam erst bei späteren Modellen wie dem

Amiga oder Atari ST dazu. Da sich der Emulator

wie sein originales Vorbild verhält, muss man

sich auch zwangsweise die Bedienung der alten

Kiste aneignen. In der Regel heißt dies: Bildschirmtastatur

öffnen und Befehle eintippen.

Als Ersatz für einen Joystick blenden einige

Emulatoren transparente Knöpfe ein. Pfeilsymbole

steuern dann den Zeiger oder das Raumschiff

in die entsprechende Richtung, weitere

Knöpfe auf der rechten Seite entsprechen

dem Feuer- oder Mausknopf.

Das Smartphone lässt sich

so wie ein Gamepad in beide

Hände nehmen und bedienen.

Trotzdem gerät die Steuerung

durchweg zu einer ziemlich fummeligen

Angelegenheit.

Die Steuerung ist aber nicht das

einzige Problem. Manche Computer

gab es in verschiedenen Ausführungen

mit verschiedenen Fähigkeiten.

Hinzu kamen weitere

externe Geräte wie ein Drucker

oder ein Diskettenlaufwerk in der

Größe eines Schuhkartons. Alle

diese Geräte und Modellvarianten

müssen die Emulatoren berück-

Apps & Tipps 03/2013 127


Spiele-tipps

Spiele-Emulatoren

sichtigen und nachbilden, entsprechend

umfangreich sind zuweilen ihre

Einstellungen. Da jeder Heimcomputer

eigene Gerätschaften und Befehle

verwendet, kommt man nicht umhin,

im Internet nach alten Anleitungen zu

suchen. Im Fall des C64 ist das C64-

Wiki eine gute Anlaufstelle [LINK 1].

Für alle anderen Modelle empfiehlt es

sich, auf Wikipedia [LINK 2] den entsprechenden

Beitrag herauszusuchen

und dort dann einen Blick auf die weiterführenden

Links zu werfen.

Transferleistung

Abb. 3: Frodo nach dem Start. Programme erwarb man im Elektronikhandel

auf (Audio-)Kassetten oder

den moderneren Disketten, alternativ tippte

man sie aus Büchern und Zeitschriften ab. Videospielkonsolen

waren da etwas einfacher gestrickt:

ein kastiges Modul in einen Schacht einschieben,

Gerät einschalten, und der Spaß

konnte beginnen. Da diese Medien längst ausgemustert

und vergessen sind, lassen sie sich

nicht so einfach nutzen beziehungsweise lesen.

Selbst wenn man noch einen PC mit Diskettenlaufwerk

besitzt, scheitert man an den speziellen

Formaten der alten Heimcomputer. Module

der Videospielkonsolen lassen sich generell nur

mit selbst gebastelten Geräten auslesen. Genau

das haben glücklicherweise einige findige Fans

schon übernommen. In mühevoller Kleinarbeit

haben sie die Inhalte von Disketten und Modulen

ausgelesen und in einer Datei abgelegt, dem

sogenannten Image. Bei Modulen spricht man

auch von einem ROM (in Anlehnung an den im

Modul verbauten Speicherbaustein). Diese Dateien

findet man mit einer Suche im Internet,

teilweise gibt es komfortable Datenbanken.

Viele Computer hatten ihr Betriebssystem fest

eingebaut. Dies haben Bastler ausgelesen und,

in Dateien abgelegt, ebenfalls als ROM bezeichnet.

Einige Emulatoren bringen die notwendigen

ROM-Dateien schon mit, bei anderen muss

man sie aus dem Internet angeln. Damit begibt

man sich allerdings in eine rechtliche Grauzone.

Denn die Programme und vor allem die ROMs

sind immer noch urheberrechtlich geschützt.

Während einige Hersteller und Entwickler die

(nicht-kommerzielle) Nutzung explizit erlauben,

gestatten dies andere wiederum nicht –

Letzteres gilt etwa für das Betriebssystem des

Amiga. Zu allem Überfluss lässt sich bei vielen

Programmen gar nicht mehr nachvollziehen,

wer heutzutage die Vertriebsrechte hält. Einigermaßen

auf der sicheren Seite sind Sie, wenn

bei Ihnen noch das alte Gerät beziehungsweise

die entsprechende Software als Original im

Schrank oder auf dem Dachboden steht.

Happy Birthday

Der Commodore 64 feiert nicht nur dieses Jahr

seinen 30. Geburtstag, er ist auch der meistverkaufte

Heimcomputer aller Zeiten. Es verwunddaher

nicht, dass es gleich mehrere Emulatoren

für ihn gibt. Wer nur in den C64 reinschnuppern

möchte, greift zu Frodo [LINK 3]. Seine Bedienung

ist zwar simpel, dafür laufen in ihm

nicht alle C64-Programme. Nach dem Start erscheint

direkt der charakteristische blaue Einschaltbildschirm,

darunter die Tastatur. Ein Disketten-Image

legen Sie ein, indem Sie die Menütaste

drücken, auf Load Disk tippen und

dann die zugehörige Datei auf der Speicherkarte

suchen. Das erste Programm lädt der Befehl

LOAD "*", 8,1, der Start gelingt mit RUN.

Abb. 4: Volle Kontrolle: VICE legt ganz einfach ein

Steuerkreuz über den Bildschirm.

Abb. 5: Das Menü von VICE erlaubt den Zugriff auf

die Einstellungen und die emulierte Hardware.

128

03/2013 Apps & Tipps


Spiele-tipps

Spiele-Emulatoren

Der wohl beste C64-Emulator ist VICE [LINK 4].

Nach dem Start erscheinen zunächst die Grundeinstellungen.

Die darin gemachten Vorgaben

können Sie einfach übernehmen, indem Sie am

Ende der Liste auf OK tippen. Es erscheint dann

der blaue Einschaltbildschirm. Um einen Befehl

einzugeben, tippen Sie links oben in der Ecke

auf das kleine Ab-Symbol, noch einmal auf die

weiße Fläche und schreiben dann drauflos. Den

im Emulator eingefügten Befehl schickt Knopf 2

ab. Die leicht transparenten Pfeiltasten links simulieren

einen Joystick.

Die Menütaste am Android-Gerät öffnet ein

Menü, über das Sie die Hardware des emulierten

Computers anpassen. Über die jetzt fast

nicht mehr sichtbaren Pfeiltasten steuern Sie

die spitze Klammer vor den Punkten, die 2

wählt den entsprechenden Eintrag aus. Um ein

Disketten-Image einzubinden und automatisch

das erste, darauf gespeicherte Programm zu

starten, fahren Sie auf Autostart image und

wählen die entsprechende Datei auf der SD-

Karte aus. Über die zwei Punkte .. gelangen

Sie ein Verzeichnis höher. Müssen Sie im Spiel

eine andere Diskette einlegen (meist die „Seite

2“), rufen Sie das Menü auf, fahren

Drive an, wählen Attach disk image to

drive 8 und suchen dann das entsprechende

Image aus. Um den Emulator

zu verlassen, entscheiden Sie sich im

Menü für Quit emulator.

Freundin

Im gleichen Jahr wie der C64 erschien

der ZX Spectrum. Für ihn gibt es

ebenfalls eine ganze Reihe Emulatoren,

wobei der populärste auf den

Namen Marvin hört [LINK 5]. In seinem

Startbildschirm tippen Sie nur auf OK,

start Marvin, um umgehend vor

einem laufenden ZX Spectrum zu sitzen.

Im oberen Teil landen die Bildschirmausgaben,

im unteren wartet

die Tastatur. Legen Sie das Smartphone

quer, erscheint stattdessen ein Joystick.

Dank einer Anbindung an eine Spieledatenbank

ist es in Marvin besonders einfach, ein Programm

zu starten: Drücken Sie die Menütaste,

wählen Sie Load app/​game, wechseln Sie in

eine Kategorie und entscheiden Sie sich dann

Abb. 6: Marvin emuliert sogar die

etwas überbelegten Gummitasten

eines ZX Spectrums.

Automaten

Bevor die ersten Videospielkonsolen aufkamen, versenkten

Spieler viel Kleingeld in Spielautomaten. Auch für diese existieren

im Play Store mehrere Nachbauten. Mit dem entsprechenden

Emulator wird Ihr Handy zur Hosentaschen-Arcade.

Von Atari gibt es eine kommerzielle Sammlung mit beliebten

Automaten-Spielen wie Centipede und natürlich auch dem

legendären Pong. Wenn Sie die Atari’s Greatest

Hits genannte App installieren, dürfen

Sie als Appetitanreger kostenlos Missile

Command spielen [LINK 8]. Die übrigen Automaten

schalten Sie dann jeweils einzeln

gegen eine kleine Gebühr frei. Nach dem

Start der App sitzen Sie eine Weile vor

einem schwarzen Lade-Bildschirm. Anschließend

können Sie durch die vorhandenen

Automaten wischen und einen von

ihnen kaufen (Buy). Eine Partie Missile Command

starten Sie schnell über den mit Quick

Play beschrifteten Knopf. Anschließend

wählen Sie noch eine Steuerungsvariante,

Abb. 11: MAME emuliert nahezu

sämtliche jemals auf den

Markt gebrachten Automaten.

indem Sie das entsprechende Bild antippen.

Via 1-Player Start geht es dann endlich los.

Ziel ist es, die herannahenden Raketen abzuschießen.

Mit den Knöpfen feuert auf Ihr Kommando die jeweilige

Bodenstation – wohin, zeigt das blaue Steuerkreuz

an, das Sie mit Wischgesten auf dem roten Ball bewegen.

Weitere Arcade-Automaten aus Spielhallen emuliert das

etwa 23 MByte große MAME4droid Reloaded [LINK 9]. Diese

App basiert auf dem Windows-Programm MAME (kurz für

Multiple Arcade Machine Emulator) und fordert

deshalb besonders leistungsstarke

Android-Smart phones beziehungsweise -Tablets.

Verfügt Ihr Gerät nur über einen einzigen

Prozessor, sollten Sie zur weniger leistungshungrigen

Schwester-App MAME4droid

greifen [LINK 10]. Nach dem ersten Start

der App tippen Sie auf Yes. Damit entsteht

auf der SD-Karte Ihres Handys das Verzeichnis

ROMs. Darin befindet sich ein Ordner namens

MAME4All, in dem der Emulator die

ROMs des gewünschten Automaten erwartet.

MAME4Droid verdaut ausschließlich

ROM-Dateien im Format der MAME-Version

0.37b11 (GP2X WIZ 0.37b11). Nach einem

Tipp auf Start in der App dürfen Sie sich

einen Automaten aussuchen.

Apps & Tipps 03/2013 129


Spiele-tipps

Spiele-Emulatoren

für ein Programm.

Nach dem Download

fragt Marvin noch, mit

welchem ZX-

Spectrum- Modell Sie

es starten möchten.

1985 folgte dem

Commodore 64 der

Amiga. Für ihn gibt es

im Play Store nur

Abb. 7: In UAE4Droid bewegt das Steuerkreuz den einen einzigen Emulator

namens UAE4D-

Mauszeiger, ein Tipp auf den Kreis rechts unten

simuliert einen Mausklick.

roid [LINK 6]. Um ihn

nutzen zu können, benötigen

Sie das ROM eines echten Amigas, das

hier Kickstart heißt. Wenn Sie keinen Amiga

besitzen, können Sie das ROM mit der Spielesammlung

Amiga Classix erwerben, die Sie

noch vereinzelt im Handel finden. Nach dem

Start von UAE4Droid tippen Sie auf Configure

und dann auf ROM Location (*.rom). Suchen

Sie die Datei mit dem (Kickstart-)ROM. Anschließend

binden Sie über Floppy1 Location

(*.adf) ein Disketten-Image ein. Über die Zurück-Taste

am Android-Gerät springen Sie wieder

zum Eingangsbildschirm, wo Sie den Computer

mit Start Amiga anwerfen. Die Amiga

waren so ausgelegt, dass sie automatisch das

Programm von der Diskette starteten.

Der schärfste Konkurrent des Amigas war der

Atari ST. Für ihn existiert im Play Store nur der

kommerzielle Emulator SToid [LINK 7], der das

Modell 1040STF nachbildet.

Sie die Spiele-ROMs auf der Speicherkarte Ihres

Handys. Jetzt müssen Sie SuperGNES Lite nur

noch aufrufen und das Angebot annehmen, auf

der Speicherkarte nach Spielen zu suchen. SuperGNES

gibt es übrigens auch noch in einer

kommerziellen Fassung [LINK 15], die unter anderem

mit einer umfangreichen Schummel-Datenbank

aufwartet.

Der Mobile Boy (Lite) nimmt sich dem Game-

Boy an [LINK 16] und bringt sogar ein paar Spiele

mit. Auch hier müssen Sie die ROM-Dateien auf

der SD-Karte parken, die App starten und dann

auf dem Register SD-Karte die passende ROM-

Datei heraussuchen. Die Vollversion des MobileBoy

beherrscht ein paar zusätzliche Funktionen,

beispielsweise kann man den aktuellen

Zustand des Emulators einfrieren und speichern

(Snapshot). Kostenlos ist Gameboy Color A.D.,

der sich auf das Nachfolgemodell des GameBoy

Color spezialisiert hat. [LINK 17].

Fazit

Die Zeitreise in die Vergangenheit macht Spaß,

erfordert aber Experimentierfreude und die Bereitschaft,

sich mit einer teils fummeligen Steuerung

anzufreunden. Faustregel: Je größer der

Bildschirm, desto einfacher die Bedienung.

Trotzdem machen alte Spiele auf kleinen Smartphone-Bildschirmen

nach wie vor eine gute

Figur. Vermutlich stecken aus diesem Grund im

Play Store mehr Emulatoren für Spielkonsolen

als für Computer: Spiele machen Spaß. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29720

Konsoleros

Um Ataris Spielekonsole VCS

2600 kümmert sich das kommerzielle

2600.emu [LINK 11].

Vom gleichen Hersteller stammen

auch Emulatoren für andere

Konsolen, wie Nintendos

NES [LINK 12]. Im Schatten des

VCS 2600 stand das ColecoVision,

welches die App ColEm

reanimiert [LINK 13].

Bei Nintendos Spielekonsolen

haben Sie wieder die Qual

der Wahl. Ein besonders beliebter

Emulator für das SNES

ist SuperGNES Lite [LINK 14].

Vor dem Start der App parken

Abb. 8: SuperGNES blendet unten

ein GamePad ein, das gleichzeitig

zur Steuerung dient.

Abb. 9: Keiner flucht so schön wie

Q-Bert: Das Spiel liegt dem Emulator

MobileBoy bereits bei.

130

03/2013 Apps & Tipps


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Einsteiger-Tipps

QR-Codes lesen

QR-Codes lesen

Codes

entziffern

Beim Durchblättern von Android Apps&Tipps sind Ihnen bestimmt

die vielen Punkt-Codes aufgefallen. Sie enthalten nützliche Zusatzinformationen

zu den Artikeln und ersparen Ihnen das Abtippen

von langen URLs. Marcel Hilzinger

Stephan John, 123RF

132

03/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

QR-Codes lesen

Die QR-Codes übermitteln

über die Smartphone-Kamera

und

eine passende App allerlei Informationen

auf Ihr Handy. Dabei

kann es sich um einfache Textmeldungen

handeln, aber auch

Internetlinks oder Adressen sind

möglich.

Das ist drin

Android Apps&Tipps nutzt QR-

Codes für zwei Arten von Informationen.

Wir drucken darin Informationen

ab, die zu einem

Artikel gehören (in der Regel

sind das die Links zu Google

Play) und bei Hardware-Tests

führen Sie die Codes zur Hardware-Datenbank

von Android

User. Die QR-Codes sind nur mit

einer zusätzlichen Software lesbar,

die aber auf jedem Android-Gerät nachinstalliert

werden kann. Damit die in den Codes

enthaltene Datenmenge nicht zu groß und die

Pixel für ältere Handy-Kameras zu klein werden,

verlinken wir in den QR-Codes jeweils auf

eine eigene Link-Seite, von dort aus führt dann

der Weg üblicherweise zu Google Play.

Abb. 1: Die hinter dem QR-Code

verborgenen Links finden Sie dann

auf unserer Homepage.

Abb. 2: Der Barcode Scanner hat den QR-Code erkannt.

Anschließend öffnet er einen Dialog, der Sie über einen

Fingertip auf die Homepage des Android-User-Magazins

führt. Hier finden Sie sämtliche Links durchnummeriert.

So funktioniert es

Android Apps&Tipps empfiehlt zum Einlesen

der QR-Codes die Gratis-App Barcode Scanner

[LINK 1] des ZXing Team (sprich: Zebra Crossing).

Geben Sie zur Installation einfach den

Suchbegriff „Barcode Scanner“ ein. Einen Link

zum Abtippen finden auch im Link-Kasten.

Der ZXing-Barcode-Scanner arbeitet sehr zuverlässig

und bietet auch einen Batch-Modus

an. Damit lassen sich mehrere Barcodes nacheinander

einlesen. Der Scanner kommt auch mit

Strichcodes und seltenen anderen Codes klar.

Nach dem Start der App richten Sie die Kamera

des Handys auf den Code, sodass er den

Rahmen ausfüllt. Ist der Inhalt entziffert, erscheint

er automatisch am Display.

Über die Option Als E-Mail weitergeben können

Sie die URL nun per Bluetooth an Ihren

Desktop-Rechner schicken, an eine beliebige

Adresse mailen oder je nach installierten Apps

auch als Notiz speichern (Abbildung 3). Als Alternative

zum Barcode Scanner von Zxing eignet

sich zum Beispiel QR Droid [LINK 2]. Die App

bietet die praktisch gleichen Möglichkeiten wie

der Barcode Scanner und sieht optisch etwas

besser aus. Dafür belegt sie aber auch mehr

Speicherplatz auf Ihrem Android-Handy.

Die QR-Codes finden Sie auf praktisch jeder

Doppelseite, bei kürzeren Artikeln jeweils am

Ende. Können Sie die Grafik nicht einscannen,

dann geben Sie in einem Browser die URL unter

dem Code ein. Für diesen Artikel also die Adresse

android-user.de/qr/28775. Sie führt Sie

zum gleichen Ziel wie der QR-Code.

● ● ●

Abb. 3: Über den Menüpunkt Als E-Mail weitergeben

stehen zahlreiche Möglichkeiten bereit, um die

Daten zu speichern.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28775

Apps & Tipps 03/2013 133


Einsteiger-Tipps

Apps manuell installieren

Apps manuell installieren

Abwegig

Als Android User installieren Sie Apps über den Google Play Store.

Doch es gibt auch Apps außerhalb des offiziellen Markplatzes. Diese

Appwendungen kommen als APK-Datei zu Ihnen, wir zeigen Ihnen wie

Sie die Pakete auf Ihrem Handy installieren. Christoph Langner

Oleksiy-Mark, 123RF

134

03/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Apps manuell installieren

Abb. 1: Die Installation von Apps

„unbekannter Herkunft“ ist von

Haus aus deaktiviert.

Abb. 2: Android bietet Ihnen die

Installation von APK-Dateien ohne

große Umwege an.

Abb. 3: Prüfen Sie die angeforderten

Rechte genau, es könnte sich

um Malware handeln!

Eines der wichtigsten Features von

Smartphones und Tablets ist es, zusätzliche

Apps ausführen zu können. So erweitern

Sie Ihr Telefon um vielerlei Funktionen

oder vertreiben sich die Zeit mit einem Spiel.

Im Gegensatz zu Apples iPhone bzw. iPad

sind Sie bei Android jedoch nicht in den goldenen

Käfig des iTunes-Stores bzw. Google Play

Stores gesperrt. Bei Android können Sie Apps

im APK-Format am Google Play Store vorbei installieren,

die Funktion muss nur von Ihnen im

Vorfeld von Hand aktiviert werden.

Die Möglichkeit, Apps ohne den Market auf

einem Handy zu installieren, erlaubt es zum

Beispiel Entwicklern, Beta-Versionen ihrer App

in kurzen Abständen Interessierten zukommen

zu lassen, ohne auf die Freigabe im Android-

Store warten zu müssen. Oder aber auch wir

bei Android User nutzen APK-Dateien, um

APK-Dateien

Eine „Android Application Package“-Datei,

kurz apk-Datei, enthält sämtliche für eine App

benötigten Daten. Sie wird bei der Installation

einer App über den Google Play Store aus dem

Internet geladen, kann aber auch manuell vom

Anwender auf das Gerät kopiert und dann installiert

werden.

Ihnen auf der Heft-CD kostenlose Apps mit zusätzlichen

Features zu präsentieren.

Installation erlauben

Aus Gründen der Sicherheit ist bei Android die

manuelle Installation von Apps an Googles App

Store vorbei von Haus aus deaktiviert. Der

Google Play Store wird von Google über verschiedene

Methoden auf schadhafte oder böswillige

Anwendungen überwacht, was ein gewisses

Maß an Sicherheit vor Malware garantiert.

Installieren Sie aber im Internet gefundene

APK-Pakete manuell, kann

Ihnen niemand garantieren, dass die Anwendung

auch nur das tut, was sie soll. Malware

gibt es nicht nur am PC, auch Smartphones

sind mittlerweile ein beliebtes Ziel. Seien Sie

daher vorsichtig und installieren Sie nur Anwendungen

aus wirklich vertrauenswürdigen

Quellen!

Die entsprechende Option finden Sie

auf Ihrem Androiden unter Einstellungen

| Sicherheit (Android 4.0)

bzw. Einstellungen | Apps (Android

2.3), dort erlaubt dann ein

Haken bei Unbekannte Herkunft

die Installation von externen Android-Apps.

Meist müssen Sie

sich gar nicht erst durch die

Tipp

Aus Sicherheitsgründen

sollten Sie die Checkbox in

den Einstellungen vor Unbekannter

Herkunft nach

der Installation wieder entfernen.

Apps & Tipps 03/2013 135


Einsteiger-Tipps

Apps manuell installieren

Abb. 4: Ziehen Sie die APK-Datei im Windows-Explorer einfach auf das Laufwerks-

Icon Ihres Android-Handys.

Alle Links

>

android- user.de/qr/28798

Menüs hangeln, um zu diesem Punkt zu gelangen.

Bei der Installation von APK-Dateien, ohne

die aktivierte Option, führt Sie Android direkt

zu diesem Dialog.

Abb. 5: Im Solid Explorer suchen

Sie dann die hochgelandene

Datei und installieren Sie mit

einem Fingertip.

Abb. 6: Über die Cloud geht’s

auch! Dropbox und Co. synchronisieren

Daten zwischen Desktop

und Handy.

Via Mail

Am schnellsten geht der Upload mit einer simplen

E-Mail, senden Sie dazu eine Mail von

Ihrem PC mit der APK-Datei als Attachment an

Ihre GMail-Adresse. In der Mail-App wird Ihnen

dann automatisch die Installation der Datei angeboten.

Bei der Installation wird Ihnen angezeigt,

welche Rechte die Anwendung beim System

beantragt. Achten sie bei den Rechten

genau auf das Kleingedruckte!

Dateimanager

Wenn Sie die Datei ohne Netzwerkverbindung

auf Ihren Androiden bekommen möchten, können

Sie auch zu einem USB-Kabel und einem

Dateimanager greifen. Kopieren Sie Ihre APK-

Datei aus dem Download-Ordner einfach auf

das Handy. Das Verzeichnis, in das Sie die Datei

kopieren, ist dabei egal, Sie sollten den Pfad

nur in Erinnerung behalten. Beachten Sie aber,

dass Sie die Verbindung zwischen PC und

Handy oft erst trennen müssen, sonst kann das

Telefon nicht auf die Speicherkarte zugreifen.

Um das Programm nun installieren zu können,

brauchen Sie einen Dateimanager. Holen Sie

sich zum Beispiel den attraktiven Solid Explorer

[LINK 1] oder den ES Datei Explorer [LINK 2]. Im

Dateimanager navigieren Sie zum Verzeichnis

mit der APK-Datei und leiten die Installation

durch einen Fingertip wie gewohnt ein.

Dropbox/​GDrive

Wenn E-Mail oder das Gefummel mit einem

Kabel nichts für Sie ist, bieten sich Cloud-Speicherdienste

wie Dropbox [LINK 3] oder Google

Drive [LINK 4] als die bequemste Methode, die

APK-Datei auf Ihr Handy zu laden, an. Beide

Dienste sind in der Basis-Version

komplett kostenlos und

halten eine App [LINK 5][LINK 6]

im Google Play Store zur Installation

bereit.

Haben Sie den Dropboxoder

Google-Drive-Client auf

Ihrem PC installiert, dann

müssen Sie die APK-Datei nur

in den jeweiligen Ordner werfen,

der vom Client-Programm

in die Cloud synchronisiert

wird, den Upload in die Daten-Cloud

übernimmt dann

automatisch der Desktop-Client.

Über die Android-Apps

von Dropbox- bzw. GDrive

haben Sie dann bequem Zugriff

auf das Installations-Paket,

das Sie dann wie gewohnt

auf Ihrem Android-Handy einspielen

können.

● ● ●

136

03/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Android-Sicherheit

Mehr Sicherheit mit Bordmitteln

Super

Android

Benoit-Chartron, 123RF

Malware, Viren, Phishing: Begriffe, die wir in

Bezug auf die IT-Sicherheit oft hören. Ihr

Handy ist jedoch ein mobiles Gerät – schnell

haben Unberechtigte direkten Zugang.

Sichern Sie daher Ihren Androiden, die Bordmitteln

reichen dazu. Christoph Langner

Apps & Tipps 03/2013

137


Einsteiger-Tipps

Android-Sicherheit

Android ist nicht das sicherste Betriebssystem

der Welt, es stellt aber einen

guten Kompromiss aus Benutzerfreundlichkeit,

Flexibilität, Freiheit und Sicherheit dar.

Die Android-Sandbox sorgt etwa dafür, dass Anwendungen

voneinander getrennt werden und

sich nicht ausspionieren können. Die Zugriffsrechte

verhindern, dass Apps unkontrolliert

Kontrolle über das Smartphone erhalten. Fehler

in diesen wichtigen Bereichen gibt es immer

wieder, doch das Sicherheitskonzept von

Google geht in die richtige Richtung.

Nichtsdestotrotz gibt es ein paar grundlegende

Dinge, die Sie als Anwender in Betracht

ziehen müssen, wenn Sie Ihren Androiden

gegen Zugriffe von Dritten – ob nun virtuell

oder in Persona – sichern möchten. Ein Missbrauch

Ihres Handys muss nicht zwangsläufig

von maliziösen Apps oder Hacks ausgehen. Sichern

Sie Ihr Smartphone aus Bequemlichkeit

nicht ab, dann hat ein unehrlicher Finder oder

Taschendieb im Nu Zugriff auf Ihre persönlichsten

Informationen.

Inhaberinformation

Für Koffer gibt es kleine Anhänger, die Sie an

Ihrem Gepäck befestigen können. Im Fall der

Fälle findet das Gepäckstück so über die im

Schild hinterlegte Anschrift zu Ihnen zurück.

Auch Ihr Androide hat von Haus aus solch ein

Schildchen eingebaut, Sie müssen es nur ausfüllen.

Die passende Option dafür finden Sie in

den Einstellungen unter Sicherheit | Inhaberinformationen.

Dort können Sie Ihre Adresse und

Festnetz-Telefonnummer als Freitext eintragen.

Android zeigt den Text anschließend im

Sperrbildschirm des Handys an. Sollten Sie Ihr

Handy also einmal verlieren und an einen hoffentlich

ehrlichen Finder geraten, so sieht dieser

wenigstens sofort, welcher unglückliche Android

User derzeit sein Smartphone sehnsüchtig

vermisst. Richtig wichtig wird die Inhaberinformation,

wenn Sie Ihr Handy mit einem Muster

oder einer PIN absichern. Ohne Zugriff auf das

Smartphone hat selbst ein ehrlicher Finder keine

Möglichkeit, an persönliche Daten heranzu

kommen und den Inhaber zu kontaktieren.

Bildschirm sperre

Wer sein Smartphone intensiv benutzt, der

speichert das halbe Leben auf dem Gerät. Kontakte,

Termine, SMS, E-Mails, Facebook, Bilder,

Online-Banking, mit Ihrem Androiden können

Sie immer und überall in die digitale Welt abtauchen.

Ohne eine Zugriffs-Sicherung kann

dies aber auch jeder unehrliche Finder oder

Dieb Ihres Handys. Warum nicht vom geklauten

Handy teure Mehrwertnummern eines Komplizen

anrufen, die Urlaubs-Termine auslesen und

in Ruhe die Wohnung ausräumen oder über den

Abb. 1: Die Inhaberinformation

wird später auf dem Sperrbildschirm

angezeigt.

Abb. 2: Die Anzeige des Sperrmusters

lässt sich in den Einstellungen

auch deaktivieren.

Abb. 3: Android bietet verschiedene

Entsperr-Methoden an. Face

Unlock gibt es erst ab Android 4.0.

138

03/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Android-Sicherheit

Play Store überteuerte 0815-

Apps installieren, die man

zuvor über Strohmänner im

Store platziert hat. Nur die

kriminelle Energie setzt hier

Grenzen.

Daher ist eine Sicherung

des Handys, die über den

Slide-to-Unlock-Mechanismus

hinausgeht, eigentlich zwingend

notwendig. Einzig die

Bequemlichkeit hindert viele

Android User daran, ein Sperr-

Muster, eine PIN oder ein

Passwort für das Handy einzurichten,

schließlich muss das

Handy vor der Nutzung dann

regelmäßig entsperrt werden.

Entwickler wissen um die

Faulheit der Anwender schon

lange, nicht selten tauchen bei

gehackten Webseiten Accounts mit den äußerst

sicheren Passwörtern „passwort“, „1234“ usw.

auf. Von daher gibt es in den Sicherheits-Einstellungen

mit der Option Automatisch sperren

nach x Sekunden im Ruhezustand eine Möglichkeit,

das Sperren des Handys hinauszuzögern,

so muss man das Handy nicht bei jedem Blick

aufs Display erneut aufsperren.

Des Weiteren bietet Android seit der Version

4.0 mit Face Unlock einen Sperr-Modus, der

ohne den Zwang auskommt, etwas über den

Touchscreen eintippen zu müssen. Face Unlock

zeigt jedoch in der Praxis enorme Schwächen,

die Sperre lässt sich selbst mit einem Bild des

Besitzers aus dem Internet ohne Probleme

lösen, das System weist Sie allerdings beim Setzen

dieser Sperr-Variante auf diesen Umstand

hin und empfiehlt für eine solide Zugangssicherung

den Gebrauch eines Passworts, Entsperrmusters

oder einer kurzen PIN. In der Praxis

haben haben sich PIN und das Muster bewährt,

beide Entsperr-Codes lassen sich schnell und

zur Not auch einhändig eingeben, sodass der

Entsperrvorgang nicht an den Nerven zerrt. Die

Sicherung scheint so gut gelöst zu sein, dass

selbst das FBI sich nicht zu helfen weiß und bei

Google anfragt [LINK 1], die Sperre eines Android-

Smartphones zu lösen bzw. die Daten des

Smartphones auf anderen Wegen für die Ermittlungen

zugänglich zu machen.

Abb. 4: Face Unlock ist praktisch –

aber keinesfalls sicher. Ein Bild des

Besitzers reicht zum Entsperren.

Beim Entsperrmuster sollten

Sie keine zu einfache Kombination

nutzen. Android verlangt

zwar ein Muster über

mindestens vier Knoten, doch

wenn hier eine zu simple

Kombination gewählt wird,

lässt sich aus Fingerspuren

auf dem Display auf das jeweilige

Muster schließen [LINK 2].

Wem partout kein gutes Muster

einfällt, der kann auf den

Unlock Pattern Generator von

Berkeley Churchill zurückgreifen

[LINK 3].

Am besten sind Muster, bei

denen eine Kante zweimal

überfahren wird; man startet

also zum Beispiel in einer

Zeile in der Mitte, fährt nach

rechts und dann ganz nach

links. So wird die Verbindung zwischen dem

mittleren und rechten Knoten zweimal durchfahren,

was das Erschließen aus den Wischspuren

deutlich erschwert. Die Anzeige des Musters

auf dem Display lässt sich zudem in den

Einstellungen deaktivieren.

Verschlüsselung

Die Displaysperre verhindert zwar das unbefugte

Benutzen Ihres Smartphones, ein richtiger

Schutz vor Datendiebstahl ist diese Funktion jedoch

nicht. Sämtliche Daten liegen unverschlüsselt

im Speicher des Telefons, wer auf

diesen über Umwege Zugriff bekommt, der hat

einen Freipass zu sämtlichen auf dem Handy

gespeicherten Informationen.

SD-Speicherkarte

Wer auf äußerste Datensicherheit bedacht ist,

der sollte auf den Einsatz einer zusätzlichen

microSD-Karte verzichten. Die Speicherkarte

entzieht sich dem Sandbox-Prinzip von Android.

Jede App – mit Zugriffsrechten auf die

Speicherkarte – kann sämtliche Daten der

Karte einsehen. Außerdem lässt sich die Karte

leicht aus dem Handy entfernen und auf einem

PC auslesen. Viele Sicherheitsmaßnahmen

von Android greifen daher auf der SD-Karte

nicht mehr, sodass man – wenn man sie nicht

benötigt – am besten ganz auf sie verzichtet.

Apps & Tipps 03/2013 139


Einsteiger-Tipps

Android-Sicherheit

Abb. 5: Der Unlock Pattern Generator erzeugt Entsperrmuster mit vorgegebener

Länge. Auf Wunsch werden auch nur schwer einzugebende Muster angezeigt.

Unternehmen bestehen daher oft darauf, dass

Mitarbeiter mit eigenen Smartphones und Zugriff

auf das interne Netzwerk der Firma, ihre

Geräte vollständig verschlüsseln, um Missbrauch

zu verhindern. Android bietet seit Honeycomb

– also seit Android 3.0 – eine solche

Funktion an [LINK 4]. Basierend auf dem Linux-

Tool dm-crypt verschlüsseln aktuelle Androiden

das Datenverzeichnis /data mit einem 128 Bit

langen Schlüssel nach dem AES-Kryptosystem.

Ist das Handy ausgeschaltet, sind Ihre Daten

nach diesem Verfahren sicher verschlossen.

Android aktiviert die Verschlüsselung nicht

von Haus aus, sie ist ein zweischneidiges

Schwert. Auf der einen Seite schützt sie vor Datendiebstahl,

auf der anderen Seite droht der

vollständige Verlust Ihrer Daten, falls Sie den

Schlüssel doch einmal vergessen sollten. Beim

Verlust der Passphrase bleibt Ihnen nur

Tipp

noch übrig, das Gerät vollständig zurück-

Die Verschlüsselung kann besonders Bastler beeinträchtigen,

die gerne mit Custom-ROMs auf ihren Geräten arbeiten. Geräte

wie etwa das Samsung Galaxy Nexus besitzen keine SD-

Karte, die beim Verschlüsselungsvorgang unberührt bleiben

würde. Es gibt daher auf einem verschlüsselten Nexus keinen

Platz, auf den Tools wie ClockworkMod Recovery Zugriff hätten.

Das Einspielen einer Firmware wird so aufwendiger.

zusetzen, dabei bleibt kein Bit mehr im Speicher

erhalten, und alle Daten bleiben für immer

im Nirwana.

Die Verschlüsselung nachträglich einzurichten,

ist kein Problem, Sie brauchen dafür nur

Ihr Ladegerät und etwa eine Stunde Zeit. Über

die Einstellungen und den Punkt Sicherheit

kommen Sie zur Option Telefon/Tablet verschlüsseln,

der Start der Verschlüsselung lässt

sich nur dann aktivieren, wenn Sie zuvor eine

PIN oder ein Passwort als Bildschirmsperre gesetzt

und Ihr Handy an das Stromnetz angeschlossen

haben, da der Prozess sehr rechenintensiv

ist und je nach Datenmenge auf Ihrem

Handy eine ganze Weile braucht. Das nachträgliche

Ändern des Schlüssels ist möglich, erfordert

aber eine erneute Verschlüsselung.

Im Alltag spürt man von der Verschlüsselung

kaum etwas, Apps starten subjektiv nicht langsamer,

und auch die Animationen oder Menüs

reagieren nicht träger. Allerdings berichten verschiedene

User von deutlich verlängerten Boot-

Zeiten und auch Entwickler Aleksandar Gargenta

schilderte in einem Vortrag [LINK 5] eine

Reduzierung der Lese-Geschwindigkeit eines

Galaxy Tabs 10.1 von mehr als 50 Prozent.

Sicherheits-Spezialisten kritisieren an der Lösung

Googles zudem, dass ausschließlich das

Datenverzeichnis /data verschlüsselt wird. Ein

Angreifer könnte das System daher so verändern,

dass Tasteneingaben mitgeloggt werden.

Der Schlüssel stünde somit nach dem Boot im

Klartext im Festspeicher des Handys.

Rooten?

Viele Android User betreiben das Rooten Ihres

Handys als Sport. Hauptsache das Handy ist

offen, egal, ob man nun eigentlich Root-Rechte

braucht oder nicht. Wenn Sie keine Apps benötigen,

die Root-Rechte brauchen, wenn Sie keinen

wirklichen Bedarf an einem Handy mit

Root-Rechten haben, dann widerstehen Sie der

Verlockung, Ihr Android-Handy aufzusperren.

Root-Rechte sind nicht generell abzulehnen:

Wer sein Handy übertakten möchte, wer regelmäßig

Custom-ROMs probiert oder in den Tiefen

des Systems etwas ändern möchte, der

kommt um Root-Rechte nicht herum, doch sie

umgehen viele Schutz-Mechanismen Ihres Handys.

Eine mit Root-Rechten gestartete App hat

Zugriff auf alle Daten, sie umgeht vollständig

140

03/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Android-Sicherheit

Abb. 6: Seit Android 3.0 können

Sie die Daten auf Ihrem Androiden

vollständig verschlüsseln.

Abb. 7: Trauen Sie jeder dieser

Apps? Root-Malware könnte Ihr

komplettes System lahmlegen.

Abb. 8: Rooten hat Vor- und Nachteile.

Einfach nur rooten, weil man

es kann, sollte man unterlassen.

das Rechte-System. Daher schauen Sie bei der

Installation ganz genau hin, aus welcher Feder

die App stammt. Erwischen Sie ein schwarzes

Schaf, dann hilft nicht einmal das Zurücksetzen

des Handys. Um alle Spuren der Malware zu löschen,

sollten Sie die Firmware Ihres Handdys

inklusive des Recovery Images neu einspielen.

Und auch abseits von maliziösen Root-Apps

droht einem gerooteten Handy Gefahr. Die genutzten

Mechanismen zum Erteilen von Root-

Rechten stammen aus der Linux-Welt und sind

seit Jahren bewährt, doch ab und an gibt es

Schwachstellen, die jedoch im Rahmen von Updates

des Linux-Systems schnell behoben werden.

Android-Handys erfahren trotz Custom-

Roms jedoch selten ein Update des Systems,

eine Root-Schwachstelle ist daher eventuell

lange offen. Die Entwickler der beliebten Aftermarket-Firmware

CyanogenMod hatten sich

daher zwischendurch entschlossen, Root nicht

mehr von Haus aus im System zu aktivieren

[LINK 6], inzwischen wurde dieser Schritt jedoch

wieder überworfen.

Fazit

Die Frage nach der Sicherheit Ihres Androiden

sollte Sie nicht in Schock versetzen, sodass Sie

Ihrem Handy gar nicht mehr vertrauen möchten.

Android bringt von Haus aus Sicherheitsfeatures

mit, die es jedoch auch zu nutzen gilt.

Wie so oft in der IT-Sicherheit ist der Anwender

das schwächste Glied in der Kette. Wer fahrlässig

auf ein Entsperr-Passwort oder -Muster verzichtet,

der klebt auch sein Zugangspasswort

zum Firmenrechner unter die Tastatur.

Die Verschlüsselung auf aktuellen Androiden

mit Android 4.0 oder neuer zu aktivieren, ist

keine falsche Idee. Bedenken Sie jedoch, dass

diese keinen zusätzlichen Schutz des laufenden

Systems bietet. Nur wenn das Handy abgeschaltet

in Ihren Händen liegt, sind Inhalte des Geräts

auch sicher weggesperrt. Läuft das Handy,

dann unterscheidet sich der verschlüsselte Androide

bis auf eine etwas schlechtere Performance

bei Schreib-/Lesezugriffen nicht von

einem unverschlüsselten Gerät.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/28768

Tipp

Android nutzt zum Verschlüsseln das von Ihnen eingegebene

Sperrpasswort bzw. die entsprechende PIN. Wenn Sie einen langen

Schlüssel nutzen möchten, diesen aber später nicht immer

beim Entsperren des Handys eingeben wollen, dann setzen Sie

vor den Start der Verschlüsselung ein langes Passwort. Nach

dem Abschluss der Verschlüsselung ändern Sie das Passwort

für die Bildschirmsperre wieder zurück, die Verschlüsselung

bleibt davon unbeeinflusst.

Apps & Tipps 03/2013 141


TIPPS & Tricks

Galaxy S4 Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Galaxy S4: Tipps

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps, die das Arbeiten und Spielen mit

Ihrem Android-Gerät einfacher und angenehmer machen oder einfach nur cool sind.

Christoph Langner

142

03/2013 Apps & Tipps


TIPPS & Tricks

Galaxy S4 Tipps & Tricks

Abb. 1: Beim Swypen wischen Sie

von Buchstabe zu Buchstabe,

ohne den Finger abzuheben.

Abb. 2: Die Handschrifterkennung

der Samsung-Tastatur erkennt

selbst Sauklauen.

Abb. 3: Das Galaxy S4 verfügt

über Temperatur-, Luftdruck- und

Luftfeuchte-Sensoren.

Swypen und Schrifterkennung

Die Samsung-Tastatur bietet Ihnen neben der

„normalen“ QWERTZ-Bildschirmtastatur noch

weitere Eingabemethoden, die Sie unter Einstellungen

| Mein Gerät | Sprache und Eingabe aktivieren.

Die entsprechende Einstellung öffnen

Sie über das Zahnrad-Icon neben dem Eintrag

für die Samsung-Tastatur.

Nach Aktivieren der Durchgehenden Eingabe

müssen Sie nicht mehr jeden Buchstaben tippen.

Stattdessen wischen Sie mit dem Finger

über die Wörter. Erfahrene User „tippen“ so

deutlich schneller. Liegt Ihnen die Eingabe per

Handschrift eher, dann schalten Sie über die

Taste zwischen [Sym] und [Space] auf den

Handschrift-Modus um.

Das Galaxy S4 als

Wetterfrosch

Aktuelle Android-Handys besitzen

einen Luftdrucksensor. Nicht um dem

Wetterfrosch Konkurrenz zu machen,

sondern um dem GPS-System über die Bestimmung

des Luftdrucks und damit der ungefähren

Höhe Starthilfe zu geben. Samsung baut nun

aber in das S4 zusätzlich einen Temperaturund

Luftfeuchte-Sensor ein. Damit lässt sich Ihr

Galaxy S4 zu einer Wetterstation umrüsten.

Damit die Sensordaten des Galaxy S4 an die

Oberfläche kommen, braucht es noch eine Wetter-App,

die diese Daten eben auch anzeigen

kann. Samsung installiert von Haus aus keine

auf dem Handy, mit Weather Station [LINK 1] findet

sich eine entsprechende Anwendung jedoch

bereits im Play Store.

Die Weather Station zeigt Ihnen die vom

Handy gemessene Lufttemperatur, den Luftdruck

und auch die relative Luftfeuchtigkeit an.

Ein Hintergrunddienst protokolliert auf Wunsch

die Daten und baut einen Graphen

aus den gesammelten Wetterdaten.

Zwei Apps auf einem

Screen

Die riesigen Displays des Samsung

Galaxy S4 oder auch das eines Note II

sind groß genug für die Darstellung

von zwei Apps zur selben Zeit. Bei

Samsungs TouchWiz-Oberfläche finden

Sie daher unter Einstellungen |

Mein Gerät | Anzeige die Option

Multi-Window, über die Sie eine

kleine Seitenleiste am linken Displayrand

aktivieren. Die dort aufgeführten

Apps lassen sich im Zwei-Schirm-Modus

nutzen. Ziehen Sie dazu einfach

das Icon der gewünschten Anwendung

in den jeweiligen Bildschirmbereich.

Im Hochformat zeigt Ihnen das

S4 die Apps übereinander, im Querfor-

Abb. 4: Im Multi-Window-Mode

stellt TouchWiz zwei Apps nebenoder

übereinander dar.

Apps & Tipps 03/2013 143


TIPPS & Tricks

Galaxy S4 Tipps & Tricks

Abb. 5: Google Now erreichen Sie

auf dem Galaxy S4 nur über den

App-Switcher.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29688

mat nebeneinander an. Die Seitenleiste

blenden Sie durch einen längeren

Klick auf den Zurück-Button aus

und wieder ein.

Google Now aufrufen

Mit Google Now liefert

Ihnen Google einen persönlichen

Assistenten, der

Ihnen morgens verrät, wie lange Sie

auf dem Weg in die Arbeit im Stau

stehen werden, wie Ihr Lieblings-

Team gerade spielt, wie sich Ihre Aktien

gerade entwickeln oder auch welche

interessanten Foto-Spots sich gerade

in der Nähe anbieten.

Samsung hat Google Now im App-

Switcher versteckt. Zum Start klicken

Sie auf die mittlere Taste, im Switcher

dann auf das Google-Icon am unteren

Bildschirmrand. Alternativ erreichen

Sie Google Now auch über die Google-Suchleiste

auf Ihrem Homescreen.

Einfacher Modus

Für manch einen Einsteiger ist das variable Android-System

des Guten zu viel: Sie wünschen

sich ein leistungsfähiges Smartphone, das aber

auch einfach zu bedienen ist. Mit dem „Einfachen

Modus“ kommt Samsung diesen Usern

Abb. 6: Im „Einfachen Modus“

reduziert das System den Funktionsumfang

von Samsung-Apps.

Abb. 7: SmartRemote für Galaxy

S4 macht Ihr Galaxy zu einer Universal-Fernbedienung.

entgegen. Unter Einstellungen | Mein Gerät |

Startbildschirmmodus haben Sie die Option, das

System in den Einfachen Modus zu versetzen.

Icons und Schriften werden daraufhin deutlich

größer dargestellt und auch der Funktionsumfang

der Samsung-Apps reduziert. Kalender,

Browser, Galerie und auch die Kamera-App lassen

sich so sehr bequem und vor allen Dingen

einfach bedienen.

SmartRemote für Galaxy S4

Auf der Vorderkante des Galaxy S4 ist

ein kleiner Infrarotsender wie bei

einer Fernbedienung angebracht.

Samsung nutzt ihn, um mit der hauseigenen

Unterhaltungselektronik zu kommunizieren.

Auch wenn Sie Geräte anderer Hersteller im

Wohnzimmer stehen haben, ist der Sender

nicht ganz nutzlos. Mit der App „Smart Remote

for Galaxy S4“ [LINK 2] machen Sie Ihr S4 zur

Universal-Fernbedienung.

Die App bringt Infrarot-Befehle für unzählige

Fernseher, DVD/​Bluray-Player oder Stereoanlagen

mit. Je nach zu steuerndem Gerät finden

Sie Cursor-Tasten oder ein Nummernfeld auf

dem Display. In unserem Test hat die App gut

mit einem aktuellen TV-Gerät und einer älteren

Stereoanlage harmoniert.

Adapt Sound für Ihren Sound

Auch wenn Sie selten in die

Disco gehen oder neben startenden

Flugzeugen stehen,

das Gehör eines jeden Menschen

hat seine individuellen

Stärken und Schwächen. Um

die Musikwiedergabe Ihrem

Gehör anzupassen, hat

Samsung mit „Adapt Sound“

eine individuelle Tonanpassung

in das S4 integriert.

Unter Einstellungen | Mein

Gerät | Ton | Adapt Sound

müssen Sie dafür einen kleinen

Hörtest absolvieren. Nach

und nach erstellen Sie so ein

auf Ihre Ohren perfekt abgestimmtes

Hörprofil, das später

bei der Sprach- und Musikwiedergabe

vom Handy automatisch

aktiviert wird. ● ● ●

144

03/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Sony-Tipps

Tipps & Tricks für Sony-Smartphones

Sony-Tipps

Sony lockt Android-User mit tollen

Geräten: Das Xperia Z setzt in Sachen

Performance und Qualität Maßstäbe.

Aber auch in Betracht seiner Software

hat Sony einiges in petto.

Wir verraten Ihnen Tipps & Tricks zu

Funktionen, die Sony in den Tiefen

seiner Firmware versteckt.

Christoph Langner

Sony

Apps & Tipps 03/2013

145


Tipps & Tricks

Sony-Tipps

Wie inzwischen fast alle Hersteller

von Android-Handys knüpft sich

auch Sony die Android-Oberfläche

vor und passt sie an die eigenen Vorstellungen

an. Sony konzentriert sich auf Multimedia-Features

wie die optisch sehr gelungene Walkman-

App oder auf die Integration sozialer Netzwerke.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen

einen Überblick über die wichtigsten Features

geben und auch versteckte Möglichkeiten beschreiben.

Schnellstarter im Lockscreen

Möchten Sie einfach nur schnell zum nächsten

Song springen oder umgehend eine lustige Situation

per Schnappschuss einfangen, dann müssen

Sie nicht gleich das Handy komplett entsperren.

Im Sperrbildschirm finden Sie im oberen

Bereich links und rechts Icons mit einer

Note beziehungsweise einer Kamera. Wischen

Sie hier nach links oder entsprechend nach

rechts, dann starten Sie umgehend die Kamera-

App oder blenden Icons zum Steuern der Musikwiedergabe

ein.

Homescreen gestalten

Seit Android 4.0 finden Sie Widgets für den

Homescreen eigentlich auch in der App-Schublade

Ihres Handys. Sony hält es jedoch für besser,

sämtliche Gestaltungsoptionen in einen Dialog

zu packen. Sie erreichen diesen über einen

längeren Klick auf eine freie Stelle des Homescreens.

Hier fügen Sie Widgets ein oder verschieben

bestehende, legen neue Apps auf den

Schirm, ändern das Hintergrundbild oder wählen

zwischen bestehenden Designs aus. Zudem

sind Sie nicht auf die sieben Homescreens festgelegt:

Wischen Sie nach links oder rechts ganz

ans Ende, lassen sich über große „+“-Icons

weitere Homescreens generieren.

Apps sortieren

Auf einem „unveränderten“ Android-System

herrscht im App-Launcher alphabetische Ordnung,

Apps werden von A nach Z sortiert.

Schauen Sie gerne über Zattoo fern, dann müssen

Sie immer ans Ende der Liste scrollen oder

die App auf den Homescreen packen, um sie

auch ohne Umwege starten zu können.

Die Sony-Oberfläche ist hier deutlich flexibler.

In der Standardeinstellung Eigene Sortierung

liegen die vorinstallierten Apps auf den ersten

Plätzen, Ihre nachträglich aus dem Play Store

installierten Anwendungen landen auf der letzten

Seite der App-Schublade. Soll eine App weiter

vorne zu finden sein, packen Sie einfach ihr

Icon und ziehen es nach vorne. Alternativ lassen

Sie die Liste automatisch nach dem Alpha-

Abb. 1: Auf dem Lockscreen finden

Sie Schnellstarter für die

Kamera und die Musik-App.

Abb. 2: Sony packt alle Einstellungen

zur Gestaltung der Homescreens

in eine Steuerzentrale.

Abb. 3: Sortieren Sie Ihre App

nach Ihren Wünschen. Die wichtigsten

gehören ganz nach vorne.

146

03/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Sony-Tipps

bet oder der Häufigkeit der

Nutzung sortieren.

Abb. 4: Im Stamina-Mode wird die

Datenleitung deaktiviert, sobald

sich das Display abgeschaltet.

Stamina-Mode für

mehr Akku-Laufzeit

Wer von einem „dummen“

herkömmlichen Handy auf ein

„intelligentes“ Smartphone

umsteigt, ärgert sich oft über

die magere Laufzeit des neuen

Geräts. Das große Display und

häufiges „Schnell-mal-nach-

Mails-Sehen“ zehren kräftig

am Akku. Allerdings braucht

Ihr Smartphone auch im

Standby viel Energie: Beim

Prüfen auf E-Mails oder Facebook-Nachrichten

benötigt

das Gerät eine aktive Internetverbindung,

die kostet deutlich

mehr Strom als die Bereitschaft,

Anrufe oder SMS zu empfangen.

Damit Ihr Sony-Androide im Alltag etwas länger

durchhält, hat Sony dem System einen „Stamina-Mode“

spendiert. Diesen aktivieren Sie

bei Bedarf von Hand unter Einstellungen | Energieoptionen

| Erweiterter Standby-Modus. Ist

dieser Modus an, werden bei abgeschaltetem

Bildschirm alle Datenverbindungen unterbrochen.

So klingelt Ihr Handy

nach wie vor bei eingehenden

Telefonaten oder Kurznachrichten;

E-Mails oder andere

Meldungen aus dem Internet

erhalten Sie jedoch erst wieder

dann, wenn Sie den Bildschirm

entsperren.

USB-

Massenspeicher

Möchten Sie größere Datenmengen

wie Ihre Musiksammlung

oder einen Spielfilm auf

Ihren Sony-Androiden kopieren,

dann ist eine schnelle

Verbindung über das USB-Kabel

nicht unpraktisch, so erreichen

Sie deutlich höhere Datenraten

als über WLAN. Dies

funktioniert jedoch nur, wenn

Sie Ihr Handy mit einem Windows-PC verbinden.

Unter MacOS X oder Linux passiert beim

Anstecken des Handys an den Computer rein

gar nichts.

„Schuld“ daran ist die Entscheidung Googles,

vornehmlich auf das „Media Transfer Protocol“

zu setzen und den Speicher des Handys nicht

mehr per Massenspeichermodus wie einen

Abb. 5: Per Massenspeichermodus

(MSC) gelingt auch vom

Mac- oder Linux-PC der Zugriff.

Abb. 6: Timescape visualisiert

den News-Strom aus Ihren sozialen

Netzen aufwendig.

Abb. 7: Ein Klick später antworten

Sie auf die Nachricht oder leiten

Sie an Freunde weiter.

Apps & Tipps 03/2013 147


Tipps & Tricks

Sony-Tipps

Abb. 8: Mit dem Personalisierungsleitfaden

passen Sie das

Keyboard an Ihre Wünsche an.

Abb. 9: Wischen Sie doch einfach

mal Ihre Worte, anstatt Buchstabe

für Buchstabe einzutippen.

Abb. 10: Die Walkman-App sorgt

ganz automatisch für Ordnung in

Ihrer Musiksammlung.

USB-Stick anzusprechen. Der Vorteil bei MTP

liegt darin, dass der Speicher nicht mehr partitioniert

werden muss, da Handy und Computer

gleichzeitig auf die Daten zugreifen können.

Der Nachteil: Nur Microsoft Windows unterstützt

MTP bislang sauber.

Bei Sony lässt sich jedoch unter Einstellungen

| Xperia | USB-Verbindung der USB-Verbindungsmodus

ändern. Hier

haben Sie die Wahl zwischen

dem Mediendateiübertragungsmodus

(MTP) und Massenspeichermodus

(MSC).

Über MSC lässt sich nur auf

den Speicher einer eingelegten

SD-Speicherkarte zugreifen,

für MacOS-X- oder Linux-User

ist dies aber besser als gar

kein Zugang zum Speicher.

Mit Timescape

immer aktuell

Sony legt viel Wert auf die Integration

sozialer Netzwerke

wie Facebook und Twitter. Mit

Timescape liefern die Japaner

gleich eine entsprechende App

auf dem Handy mit. Damit

dort etwas erscheint, müssen

Abb. 11: Per Link fügen Sie mehrfach

vorhandene Kontakte zu

einem Eintrag zusammen.

Sie unter Einstellungen | Konten | Konto hinzufügen

Ihre Accounts bei Xperia mit Facebook

oder Xperia mit Twitter eintragen. Anschließend

fliegen Sie in Timescape durch aktuelle Meldungen

aus Facebook und Co. Ein Klick auf einen

Beitrag vergrößert diesen. Drücken Sie hier nun

noch mal, antworten Sie auf die Nachricht oder

leiten sie weiter.

Sony-Keyboard

verbessern

Das Sony-Keyboard überzeugt

auf den ersten Blick nicht gerade

mit vielen Features. In

der ersten Ebene finden Sie

die QWERTZ-Tastatur ohne irgendwelche

Sonderzeichen,

drücken Sie auf [12!?], erscheinen

in der zweiten Ebene

Zahlen, Satz- und Sonderzeichen.

Doch die Tastatur kann

deutlich mehr!

Öffnen Sie unter Einstellungen

| Sprache & Eingabe die

Settings des Keyboards über

das kleine Regler-Icon neben

der Xperia-Tastatur. Hier

haben Sie nun über den Personalisierungsleitfaden

die

148

03/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Sony-Tipps

Chance, das Layout zu ändern (und somit Sonderzeichen

schon auf der ersten Ebene zu

sehen), die Rechtschreibkorrektur für eine

zweite Sprache zu aktivieren und Punkt oder

Komma als eigene Taste einzublenden.

Von Haus aus aktiv – aber versteckt –, ist die

Möglichkeit, Wörter zu „swypen“ statt zu tippen.

Wischen Sie dabei einfach mit dem Finger

ohne abzuheben von Buchstabe zu Buchstabe.

Auch ohne genaues Zielen erkennt die Tastatur

die von Ihnen „gewischten“ Wörter.

Musikbibliothek aufräumen

Sind Sie jemand, der eine aufgeräumte Musiksammlung

auf dem PC – und somit auch auf

dem Handy – pfleft, oder gehören Sie auch eher

in die Kategorie „Musik-Messie“, dem ID3-Tags

und Ordnung fremd sind? Die Walkman-App

Sonys greift Ihnen hier gerne unter die Arme.

Nachdem Sie Ihre Wunschmusik aufs Handy

kopiert haben, können Sie aus den Einstellungen

der App heraus über die Option Musikinfos

herunterladen den Besen schwingen. Das Feature

lädt Titel, Künstler und Jahr aus dem Netz

und schreibt diese Infos, wenn der Haken bei

Vorhandene Informationen ersetzen gesetzt ist,

zusammen mit dem Cover gleich in die Datei.

Kontakte zusammenführen

Gerade wenn man bei Android einsteigt und

zuvor auch noch nie Kontakte in Gmail gepflegt

hat, herrscht in der eigenen Adresssammlung

nicht gerade Ordnung. Oft waren Telefonnummern

auf der SIM-Karte gespeichert. Android

importiert diese Nummern zwar in das eigene

Adressbuch, doch so finden sich oft Einträge

wie „Stephan Handy“, „Stephan Arbeit“, „Stephan

Zuhause“ mehrfach in den Kontakten.

Sony möchte Ihnen helfen, diese Kontakte zu

einem Eintrag zu kombinieren. Rufen Sie dazu

in der Kontakte-App den Eintrag Linkkandidaten

suchen aus den Einstellungen auf. Die Funktion

durchforstet Ihre importierten und auch

aus Gmail ausgelesenen Einträge im Telefonbuch

und bietet Ihnen abschließend an, Duplikate

zu einem Eintrag zusammenzufassen. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29634

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Tipps & Tricks

Tastatur-Tipps

Keyboard-Tipps für Android 4

Tipp-Tipps

Wie bei jeder Tastatur macht auch auf dem Smartphone Übung den

Meister. Doch schon mit ein paar einfachen Tipps schreiben Sie deutlich

effizienter. Marcel Hilzinger

Abb. 1: Mit dem User

Dictionary Manager

bringen Sie Android Ihre

Lieblingswörter bei.

Es gibt zwei Möglichkeiten,

schneller zu schreiben.

Man tippt oder wischt

schneller, oder man hat ein besseres

Wörterbuch. Fangen Sie am

besten mit dem Wörterbuch an.

User Dictionary

Manager

Lassen Sie sich durch das etwas altbackene

Aussehen dieser App nicht verunsichern,

sie ist gratis und Gold

wert. Mit dem User Dictionary Manager (UDM)

[LINK 1] verwalten Sie das Standard-Wörterbuch

von Android. Das ist dann besonders praktisch,

wenn Sie von einem alten Gerät auf ein neues

umsteigen möchten, aber auch für Lokalpatrioten,

die gerne Boarisch oder Schwyzerdütsch

tippen. Starten Sie dazu einfach die App, exportieren

Sie das bestehende Wörterbuch und

fügen Sie der Datei die neuen Begriffe hinzu.

Entsprechende Wortlisten (ein Wort pro Zeile)

laden Sie entweder aus dem Internet

herunter oder erstellen die

Liste selbst am PC. Ein einfacher

Editor ist ebenfalls in die App integriert,

um zum Beispiel falsch

gespeicherte Wörter schnell zu

löschen. UDM bringt zudem

auch ein paar Listen für einige

populäre und weniger bekannte

Sprachen mit. Sie werden

sehen: Mit einer passenden

Abb. 2: In den erweiterten Einstellungen

legen Sie fest, ob

Android die Kontakte als Wortvorschläge

benutzt.

Wortliste, die auch die Kosenamen aller

Freunde und Freundinnen enthält, werden Sie

ganz von alleine schon viel schneller tippen.

Komma statt Spracheingabe

In der Standard-Tastatur von Android

4 finden Sie links neben der Leertaste

die Spracheingabe. Es fehlt hingegen

das Komma. Möchten Sie hier lieber das

Komma haben, öffnen Sie die Einstellungen zu

Sprache & Eingabe, und klicken Sie auf das Regler-Symbol

hinter dem Eintrag für die Android-

Tastatur. Hier wählen Sie den Eintrag Taste für

Spracheingabe und wählen den Eintrag Auf

Symboltastatur aus.

Kontakte aus Adressbuch

Wer viel chattet, wird sich darüber

freuen, wenn die Tastatur die Namen

der eigenen Kontakte bereits kennt.

Wer allerdings über ein sehr großes Adressbuch

verfügt, kann sich auch darüber aufregen. Ob

das Android-Keyboard Ihnen die entsprechenden

Namen beim Tippen vorschlägt, legen Sie

in den Einstellungen der Android-Tastatur fest.

Navigieren Sie dazu in den Einstellungen zu

Sprache & Eingabe, und klicken Sie auf das Regler-Symbol

hinter dem Eintrag für die Android-

Tastatur. Hier scrollen Sie nun ganz nach unten

zum Eintrag Erweiterte Einstellungen, um die

Optionen für Experten zu sehen. Ist die Check-

Vorsicht

Jede Tastaturapp kann sämtliche Eingaben

protokollieren. Prüfen Sie deshalb bei der Installation

alternativer Keyboards lieber einmal

zu viel, ob der Entwickler vertrauenswürdig ist.

150

03/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Tastatur-Tipps

box Kontakte vorschlagen

markiert, dann erscheinen

die Namen automatisch, ist

sie leer, müssen Sie die

Namen selbst eintippen.

Vibrationsdauer

ändern

Ebenfalls in den Einstellungen

für Experten

legen Sie fest,

wie lange der Vibra-Motor bei

einem Tastendruck reagiert.

Wenn Sie viel schreiben, sollten

Sie den Motor fürs Tippen komplett

ausschalten, um Akku zu sparen. Welche

Einstellungen für Sie am besten sind, hängt von

Ihrem Smartphone und den Vorlieben ab. Wir

empfehlen einen Wert zwischen 3 und 8 ms, für

ältere Leute oder Langsamtipper dürfen es aber

auch mal 20 ms sein, um wirklich jeden Tastendruck

genau zu spüren.

Wischen statt tippen

Inzwischen haben schon zahlreiche

Android-Geräte das Update auf Version

4.1 bekommen. Hier beherrscht

die Standard-Tastatur von Android Wischgesten.

Sie müssen Wörter also nicht mehr tippen,

sondern können einfach über die Tastatur wischen.

Das Feature ist allerdings von Haus aus

nicht eingeschaltet. Öffnen Sie zum Aktivieren

die Tastatureinstellungen unter Sprache & Eingabe,

und tippen Sie auf den Regler hinter dem

Eintrag Android-Tastatur. Hier scrollen Sie zu

den Einträgen für die Bewegungseingabe und

markieren die drei Checkboxen.

Die schnellste

Tastatur

Auch wenn die Android-Tastatur

von

Haus aus schon

ganz gut mit den Wischgesten

zurechtkommt, ist SwiftKey

[LINK 2] immer noch Stand der

Dinge, was schnelles Schreiben

angeht. Die App lernt

zudem auf Wunsch auch Begriffe

von Ihren Face book-

Abb. 3: Je nach Motor

möchten Sie die Vibration

eventuell auch etwas stärker

oder schwächer.

Postings, aus Ihren E-

Mails, SMS, RSS-Feeds

und Tweets. Gehört

das Texten zu Ihren

Hauptbeschäftigungen,

dann holen Sie

sich SwiftKey. Die

Keyboard-App

lässt sich über

einen Monat lang gratis testen, anschließend

werden 3,99 Euro fällig.

SwiftKey eignet sich auch sehr gut für

alle, die zwei oder dreisprachig tippen,

da sich die Tastatur bis zu drei Wörterbücher

gleichzeitig merken kann.

SwiftKey ist allerdings auch bekannt

dafür, dass die Tastatur einen hohen

Akkuverbrauch aufweist. Das kann

auch damit zusammenhängen, dass man mehr

schreibt, wenn man das SwiftKey installiert hat.

Adaptxt-Keyboard

Die meisten Tastaturen sind vom Aussehen

her langweilig und beherrschen

höchsten zwei oder drei Sprachen.

Mit dem Adaptxt-Keyboard [LINK 3] bringen Sie

nicht nur Farbe auf die Tastatur, sondern auch

eine riesige Auswahl an unterstützten Sprachen

mit passenden Wörterbüchern. Dabei überzeugt

das Keyboard mit recht guten Wortvorschlägen.

Kennen Sie Adaptxt bereits aus der

Betaphase, werden Sie feststellen,

dass die meisten Zusatzfeatures

wie Styles oder

Farben neuerdings kostenpflichtig

sind. Die Keyboard-

App selbst und auch die ersten

Wörterbücher bleiben hingegen

weiterhin gratis. Adaptxt

ist unser Tipp für alle, die

auf der Suche nach einer individuellen

Tastatur sind. ● ● ●

Abb. 4: Mit kaum einer Tastatur

tippen bzw. wischen Sie schneller

als mit SwiftKey.

Abb. 5: Das Adaptxt-

Keyboard lässt sich wunderbar

den eigenen

Ansprüchen anpassen.

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Apps & Tipps 03/2013 151


Tipps & Tricks

Neue Root-Apps

Ratchapon Yanyongdecha, 123RF

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Root-Apps

Wir haben Google Play nach neuen Root-Apps durchwühlt. Ob mehr Laufzeit

oder Platz auf dem Display, Root-Apps sind immer interessant. Christoph Langner

Greenify

Task-Manager für Android haben

unter Power-Usern – zurecht –

einen sehr schlechten Ruf. Sie

kommen gerne den Stromspar-Mechanismen

Androids in die Quere und verursachen

so eher Probleme oder bewirken das

Gegenteil: Das permanente Beenden und

neue Starten von Diensten verursacht zusätzliche

Last und beeinflusst somit die Akkulaufzeit

oft negativ. Greenify

möchte auch den Akkuverbrauch

von Apps einschränken,

nutzt dabei aber andere

Mechanismen.

Greenify schickt von Ihnen

ausgewählte Apps im

Standby des Handys in eine

Art von Tiefschlaf. Schalten

Sie das Handy wieder an,

wachen auch die von Greenify

deaktivierten Apps wieder

auf. Während Sie also

Ihr Handy mit Greenify wie

gewohnt benutzen, werden

Sie von der Stromspar-App

in keiner Weise eingeschränkt,

alle Apps arbeiten im Normalbetrieb

des Handys unbeeinträchtigt weiter.

Das Funktionsprinzip ist zum Beispiel von

Titanium Backup bekannt. Die Back-up-App

nennt die Funktion „Einfrieren“ von Apps,

Greenify automatisiert den Prozess jedoch

nun. Im Standby werden per Greenify eingeschläferte

Apps komplett abgestellt. Sie

übertragen keine Daten mehr ins Internet,

lösen keine Nachrichten aus, sie überwintern

quasi. Ein Kandidat für Greenify-App

wäre etwa Facebook: Im Winterschlaf

macht die Facebook-App nichts mehr. Sie

erhalten daher auch keine Benachrichtigungen

zu neuen Events mehr. Entsperren Sie

Ihr Handy, wacht auch Facebook wieder auf

und holt sich die neuesten Status-Updates

aus dem Netz. Brauchen Sie Facebook also

nicht als Messenger, dämmt Greenify die

Aktivitäten der App deutlich ein, ohne dass

Sie an Komfort verlieren.

kostenlos 2,29 Euro (Donate-Version)

deutsch|Version 1.6|232 KByte

★★★★★

152


Tipps & Tricks

Neue Root-Apps

full!screen+

full!screen schlägt in die gleiche Kerbe wie die

Bemühungen der Entwickler von Paranoid Android

die Leiste mit den Buttons für Zurück, Home

oder das Menü aus dem Bild zu verbannen. So bleibt

mehr Platz für das eigentlich Wichtige auf dem Display –

die Inhalte Ihrer Apps. full!screen ersetzt die Leiste mit

transparenten Buttons in der linken und rechten Ecke,

deren Belegung sie frei besetzten können. In der Pro-Version

legen zudem Sie fest, für welche Apps die Buttons

und für welche die normale Button-Leiste erscheinen soll.

kostenlos 1,49 Euro (Vollversion)

deutsch|variiert|variiert

★★★★★

ADB Toggle

Viele Entwickler und Android-Poweruser

haben den USB-Debugging-Modus

immer aktiviert. Ist

das Handy mit dem PC verbunden, können

spezielle Programme oder das Entwickler-

Toolkit Androids tief in die Handy-Funktionen

eingreifen. Der Modus ist daher auch

eine Sicherheitslücke. Damit Sie nicht

immer in den Menüs graben müssen, installieren

Sie sich ADB Toggle. Die App stellt

Ihnen Widgets zum Umschalten des USB-

Debugging bereit oder macht dies in der

Pro-Version automatisch, sobald Sie Ihr

Handy entsperrt haben.

GMD Speed Time

GMD Speed Time richtet sich an

Fans von Farming-Spielen, bei

denen die verrinnende Zeit einen

essenziellen Faktor darstellt. Maschinen

produzieren pro Minute eine gewisse

Menge Gold, Geld oder sonstigen Wertstoff;

die Zeit müssen Sie oft absitzen oder

den Rohstoff gegen reale Münze kaufen.

Speed Time beschleunigt das Spiel, indem

die App die Handy-Uhr beschleunigt. Die

Vollversion lässt die Uhr bis auf das 1000-

Fache schneller ticken, sodass selbst der

längste Fertigungsprozess in Sekunden abgeschlossen

ist.

kostenlos 0,75 Euro (Vollversion)

deutsch|Version 1.2|876 KByte

★★★★★

kostenlos 0,75 Euro (Vollversion)

englisch|Version 1.1|189 KByte

★★★★★

Apps & Tipps 03/2013 153


Tipps & Tricks

Neue Root-Apps

DriveDroid

DriveDroid erlaubt es, ISO/​IMG-Dateien als bootfähiges

USB-Medium auf dem Handy einzubinden. So

installieren Sie etwa eine Linux-Distribution auf

Ihrem PC, ohne die Image-Datei auf eine CD zu brennen oder

einen USB-Stick als Installationsmedium zu formatieren. Um

das Paket komplett zu machen, laden Sie eine ganze Reihe

von populären Distributionen direkt über die App auf das

Handy. Die App benötigt jedoch ein Handy mit USB-Massenspeicher-Modus,

testen Sie daher mit der kostenlosen Version,

ob Ihr Handy auch unterstützt wird.

kostenlos 1,00 Euro (werbefrei)

englisch|Version 0.7.7|1,1 MByte

★★★★★

Network Log

Die App-Berechtigung „android.

permission.INTERNET“ erlaubt es

Android-Apps auf das Internet zuzugreifen.

Allerdings bringt Android keine

Bordmittel mit, die Ihnen sagen könnten,

wohin sich die Apps verbinden möchten.

Unter der Haube Androids kontrolliert das

Programm iptables den Netzwerkzugriff

und genau dort klinkt sich Netzwork Log

ein. Die App speichert die von iptables generiert

Log-Ausgaben ab und präsentiert

Sie Ihnen in übersichtlicher Form. Sie

sehen so, also wann sich welche App

wohin ins Internet verbindet.

GMusicFS

Bei Google Music laden Sie zum

Nulltarif bis zu 20.000 Songs in die

Google-Cloud. Der Haken: Unter

Android müssen Sie die Google-Music-

App nutzen, andere populäre Musik-Apps

wie etwa Poweramp, WinAmp oder der

n7player bleiben außen vor. GMusicFS bindet

nun jedoch den Onlinespeicher von

Google Music wie ein externes Laufwerk in

die Datenstruktur Androids ein. Dadurch

sind jetzt auch die genannten Musik-Player

in der Lage, Ihre hochgeladenen Songs direkt

von aus der Google-Music-Cloud aus

dem Netz zu streamen.

kostenlos (Open Source)

deutsch|Version 2.16.0|1,2 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 0.9.4|k. A.

★★★★★

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03/2013 Apps & Tipps


Tipps & tricks

Firewall

Datenverbrauch mit Firewall einschränken

Volle

Kontrolle

Sergey Konyakin, 123RF

Datenhungrige Apps führen immer wieder dazu, dass

das vom Provider vorgegebene Datenlimit schon nach

wenigen Tagen überschritten wird. Dann wird das Internet

unerträglich langsam. Doch Sie können etwas

dagegen tun. Wolfgang Niemann

Apps & Tipps 03/2013 155


Tipps & tricks

Firewall

Sven ist überglücklich,

dass er nun auch endlich