Android Apps&Tipps; Apps für die ganze Familie (Vorschau)

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Deutschlands gröSSte

tipp-sammlung

Mit Tuning-Special

Google Maps 7.0

So nutzen Sie das

neue Maps optimal

Akku-Tipps

Mehr Akku, mehr Power

Handy ortenint

Neuer Google-Dienst

findet Ihr geklautes Handy

99

Tipps & Tricks

Kniffe der Profis

Google Cloud Print

So drucken Sie

vom Handy aus

APPS für die

ganze Familie

Mit Eltern-

Ratgeber

04/2013

EUR 9,80*

* Deutschland

4 198438 409802 04

A EUR 10,80 - BeNeLux EUR 11,25

CH sfr 19,60 - E / I EUR 12,75

www.apps-und-tipps.de


Service

Editorial

Android Apps&Tipps Editorial

Familie &

Android

Christoph Langner,

Chefredakteur

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

als aktuelle Elterngeneration sind wir noch

ausschließlich mit Bilderbuch, Bauklötzen

und Malblock den Windeln entwachsen.

Doch die fortschreitende Technik macht

selbst bei unseren Kleinsten nicht halt.

Schon als Krabbler greifen Babys ganz

selbstverständlich nach Smartphone oder

Tablet und machen das nach, was sie bei

den Großen sehen.

Ein virales YouTube-Video [LINK 1] demonstriert

den Lerneffekt: Während die einjährige

Tochter des Filmers bereits mit einem

Tablet etwas anfangen kann, sogar Gesten

wie Pinch&Zoom kennt und nutzt, schaut

es mit einem Magazin in der Hand fragend

in die Kamera. Der Blick braucht keine großen

Worte: „Da bewegt sich nichts, ist das

komische Ding mit den vielen Blättern kaputt?“

Ohne Zweifel, Smartphone und Tablet

sind auch im Kinderzimmer zu Hause!

Android in der Familie

Gerade in der Familie hat Android viele

Stärken. Es gibt nicht nur „ein“ Android-Tablet

am Markt. Während sich „die Großen

und Erwachsenen“ das empfindliche High-

End-Tablet teilen, kann der Nachwuchs mit

einem günstigen Einsteiger-Tablet oder

sogar einem kindgerecht gestalteten Gerät

erste Schritte machen, ohne dass das teure

Stück sofort zu Bruch geht. Wir stellen

Ihnen in einer Übersicht die besten familientaugliche

Tablets und Handys vor.

Apropos teilen: Android-Tablets mit der

Version 4.2 oder neuer bringen eine Benutzerverwaltung

mit. So arbeitet jedes Familienmitglied

mit seinen Apps und seinen

Daten, ohne dass Sie sich in die Quere

kommen. Ab Android 4.3 lassen sich gar

Accounts mit eingeschränkten Rechten einrichten.

Damit ist Android 100-prozentig familientauglich

– Der Streit um das Tablet ist

damit jedoch vorprogrammiert…

Apps für alle Generationen

Auch wenn der Schwerpunkt dieser Ausgabe

auf dem Thema Eltern, Kinder und

Familie liegt, kommen Android-User aller

Altersklassen nicht zu kurz. Wir stellen

Ihnen die besten Apps für alle Generationen

vor und selbstverständlich finden Sie

auch wieder reichlich Tipps&Tricks rund

um Android und seinen Apps.

Nun wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit

der Ausgabe 04/​2013 von Android

Apps&Tipps.

Christoph Langner

Alle Links

>

android- user.de/qr/30557

Apps & Tipps 04/2013 3


Service

Inhalt

Service

3 Editorial

4 Inhalt

194 Impressum

highlights

7 Kleinkinder: 2 bis 6 Jahre

Geeignete Apps für die allerkleinsten

Android-User

12 Grundschule: 7 bis 12 Jahre

Tolle Android-Apps für Kinder im

Grundschulalter

16 Teenager: 13 bis 17

Top-Apps und Spiele für Teenager

22 Singles: 18 bis 27

Vom Studium bis zum Online-Dating

27 Eltern: 28 bis 64

Die besten Android-Apps für Eltern

44 Elternratgeber

Android-Handy oder Tablets und

Kinder? Dies sollten Sie beachten!

32 Senioren: 65 bis 99

Hilfreiche und interessante Apps für

Senioren

39 Android für die ganze Familie

Apps für den ganz normalen

Familienalltag

44 Kinder und Android

Ausführlicher Android-Ratgeber

für Familien

48 Tablets und Handys für Kinder

Diese Geräte überleben das

Kinderzimmer

App-Tipps

54 Snapseed

Bildbearbeitung der Extra-Klasse

58 500px

Heimstatt für Fotografen

62 Videoschnitt

Mit diesen Apps gelingen

interessante Home-Videos

66 DJ-Tools

Apps für Smartphoneund

Tablet-DJs

70 Appseits des Mainstream

Außergewöhnliche Handy-Apps mit

dem gewissen Etwas

76 Yahoo! Wetter

Beste Wetteraussichten

79 Norton Mobile Security

Das leistet Symantecs

Sicherheits-App

4


Service

Inhalt

48

Tablets und Handys

Diese Geräte trotzen dem

harten Alltag im Kinderzimmer

82 BubbleUPnP

Der super-leistungsfähige

Multimedia-Hub erklärt

85 Reddit-Apps

Apps für das Social-News-Netzwerk

im Vergleich

88 Kundenkarten-Apps

So organisieren Sie Kundenkarten

mit dem Handy

92 Buzz Launcher

Die Alternative für Fans

individueller Themes

96 Task-Killer

Nutzlos, sinnvoll oder gar schädlich?

Spiele-Tipps

100 Top-Spiele

Unsere Top-Spiele für Ihr Handy

103 Adventure-Games

Sieben spannende Abenteuerspiele

106 Knobelspiele

Knackige Rätsel für Knobel-Fans

110 Ticket to Ride

Für Lok-Enthusiasten ohne

Modelleisenbahn

54

Snapseed

So peppen Sie

Aufnahmen

Ihrer Handy-

Kamera auf!

112 Tentacle Wars

Kampf ums Überleben

im Mikrokosmos

114 Zombie Spiele

Die besten Games

für Zombie-Jäger

118 Humble Android Bundle

Indie-Spiele zum

Zahl-was-du-willst-Preis

QR-Code lesen: so geht's...

Installieren Sie die App „Barcode

1. Scanner“ vom ZXing Team.

Starten Sie die App, und halten Sie

2. den Scanner über den QR-Code.

Der Barcode Scanner zeigt

3. den Link an.

Tippen Sie auf den Link, oder wählen

Sie Browser 4. öffnen.

Juli 2012

Apps & Tipps 04/2013 5


Service

Inhalt

132 Hangouts

Googles überarbeiteter Chat

macht WhatsApp Dampf!

Einsteiger-Tipps

122 Google Coud Print

So drucken Sie vom Handy ohne

Computer

126 Google Maps

Alles zum komplett neu gestalteten

Google Maps

132 Google Hangouts

Handy-Chat mit Voice- und Video-

Funktion

137 Google Drive

So organisieren Sie Ihre Dokumente

online im Web

140 Google Keep

Das Handy-Notizbuch mit

Spracherkennung

126sich besser ans Ziel

Google Maps

Das neue Maps bringt

Tipps & Tricks

144 Google-Maps-Tipps

Tipps rund um Googles Kartendienst

und Navi

148 Tipps & Tricks

Praktische Tipps aus unserer

Redaktion

153 Android-Gerätemanager

Orten oder Sperren Sie Ihr Handy

über das Internet

156 Geräteadministrator

So deinstallieren Sie tief im System

vergrabene Apps

158 USB-Debugging

und ADB erklärt

Das hat es mit dem Debugging-

Modus auf sich

162 Minimal ADB & Fastboot

ADB und Fastboot als Minimal-

Installation

164 Akku schonen und pflegen

So halten Sie den Handy-Akku länger

am Leben

168 Power-Akkus

Saftspender mit extra viel Kapazität

171 PowerTutor

Das verbrauchen Ihre Apps an Strom

174 HTC-Tipps

Tipps & Tricks im Umgang mit

Handys und Tablets von HTC

180 Greenify

Winterschlaf für allzu

leistungshungrige Apps

183 Desktop-Tuning

Launcher, Icons und vieles mehr!

188 Aktueller Look für alte

Androiden

Neue Jelly-Bean-Optik für alte

Handys

6

04/2013 Apps & Tipps


Zehn App-Empfehlungen für Kinder im Vorschulalter

Meine

ersten Apps

pauljune, 123RF

Ähnlich wie ein Kinderbuch oder einfache Kinderspiele bieten auch Android-

Apps die Möglichkeit, mit Kleinkindern zu lernen und zu spielen. Wir stellen Ihnen

eine Auswahl an zehn besonders guten Apps aus dem sehr umfangreichen Programm

bei Google Play vor. Marcel Hilzinger


Highlights

2 bis 6 Jahre

Abb. 1: Die Bildschirmsperre

dient bei Toddler

Lock gleichzeitig als

Malbrett.

Worauf Sie bei der

Android-Nutzung

bei kleinen Kindern

achten sollten, behandeln

wir in dieser Ausabe in

einem separaten Beitrag ab

Seite 44. In diesem Artikel

stellen wir Ihnen Apps und

Spiele vor, die wir für die

ersten Schritte mit einem Tablet

oder Handy für gelungen

halten. Optimalerweise

setzen Sie die Apps auf

einem Tablet oder einem

Gerät mit großem Bildschirm

ein. Das erleichtert

die Bedienung gerade für

kleine Kinder. Es gibt sehr

viele gut gemachte Kinder-

Apps bei Google Play.

Ebenso häufig anzutreffen

sind aber auch Apps, die

in keiner Weise kindgerecht

sind. Testen Sie die

Apps deshalb am besten

im Voraus, bevor Sie sie

Ihren Kindern zeigen.

Toddler Lock

Kindersicherung

Es gibt nur wenige Kindersicherungen,

die wirklich sicher sind und die

den Kindern auch Spaß machen.

Toddler Lock [LINK 1] ist eine von ihnen. Die App

startet als Home-Screen-Ersatz. Beim ersten

Setup müssen Sie deshalb Toddler Lock als

Launcher auswählen und bestätigen, dass die

Aktion immer mit Toddler Lock durchgeführt

werden soll. Benutzen Sie einen alternativen

Launcher, dann erscheint beim ersten Beenden

der App wieder der Auswahldialog für den gewünschten

Launcher. Haben Sie diese Einstellungen

einmal getroffen, dann arbeitet Toddler

Lock wie erwartet.

Die App belegt den kompletten Bildschirm

und erlaubt es den Kindern zu zeichnen und zu

malen. Dazu gibt es angenehme Klänge im Hintergrund.

Um die Bildschirmsperre wieder zu

verlassen, tippen Sie im Uhrzeigersinn die vier

Ecken des Touchscreens an. Es erscheint dann

ein Menü, um zu Toddler Lock zurückzukehren

oder die App zu verlassen. Alternativ können

Sie über Toddler Lock auch den Flugmodus einschalten

lassen. Das funktioniert aber nur bei

älteren Android-Geräten. Seit Android 4.2 ist

das Schalten des Flugmodus via App verboten.

Die App ist gratis und zeigt nur in den Einstellungen

Reklame an. Es gibt auch eine Spendenversion

ohne diese Anzeigen.

Zebra Paint Maler App

Auch diese App ist von Kinderbüchern

inspiriert. Zebra Paint Maler

App [LINK 2] bietet rund 40 Vorlagen

zum ausmalen. Im Unterschied zu einem echten

Malbuch sind die Felder allerdings fest vorgegeben,

das Kind kann also nicht kritzeln,

sondern nur Flächen ausfüllen. Das macht aber

auch so reichlich Spaß und sorgt für immer

wieder neue Bilder, die sich zudem auch in der

Galerie speichern und somit auch ausdrucken

lassen. Zebra Paint ist kostenlos und zeigt keine

Werbung an. Für einen Euro gibt

es auch eine Pro-Version mit einer

deutlich umfangreicheren Vorlagensammlung

[LINK 3].

Abb. 2: Mit Zebra Paint erhalten Sie gratis über 40 Ausmalbilder.

Weitere 80 gibt es gegen einen kleinen Obolus.

Bauernhof Spiele

für Kinder

Diese App ist schon eher

etwas für größere Kinder

im Vorschulalter oder die

bereits lesen können. Die App

führt über mehrere Stationen auf

dem Bauernhof, bei denen es diverse

Aufgaben zu erledigen gibt.

Ganz zu Beginn müssen Sie einen

8

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

2 bis 6 Jahre

Abb. 3: Bei den Bauernhof-Spielen sind Kreativität und Fingerspitzengefühl

gefragt. Sie eignen sich eher für ältere Kinder.

Abb. 4: Große Fotos und recht gute Tonaufnahmen machen Tierlaute

für Kleinkinder zum idealen Buch-Ersatz.

Apfelbaum schütteln, die Äpfel auflesen und

die Pferde damit füttern. Einige Aufgaben sind

vorgegeben, andere müssen die Kinder selbst

erraten. Zur Abwechslung gibt es Ausmalbilder

ohne strenge Vorlage aber mit Anleitung. Hier

ist schon etwas Fingerspitzengefühl gefragt, um

die Bilder richtig auszumalen. Daneben gibt es

viele weitere Rätsel. Bauernhof Spiel für Kinder

[LINK 4] ist gratis, die Google-Anzeigen werden

Sie via In-App-Spende über einen Euro los. Das

gilt auch für die Popup-Meldungen, die Sie über

die Einstellungen der App deaktivieren. Der Betrag

von1 Euro ist gut investiert, da die App

auch regelmäßig Updates bekommt. Vom gleichen

Entwickler gibt es auch einen sehr schön

gemachten werbefreien Adventskalender,

Abb. 5: Das Baby-Toy-Soundboard

bringt qualitativ hochwertige

Sounds ohne jegliche Werbung.

Tierlaute für

Kleinkinder

Hund, Katze, Maus.

Wie diese drei Tiere

aussehen und welche

Geräusche sie machen,

weiß fast jedes Kind. Aber bei

einem Delphin oder bei einem

Zebra wird es schon schwieriger.

Die App Tierlaute für

Kleinkinder [LINK 5] zeigt große

Bilder von Tieren an, spielt

einen für das gezeigte Tier typischen

Laut ab und spricht

anschließend den Namen des

Tieres auf Deutsch vor. Im Unterschied

zu anderen Apps

verzichtet Tierlaute für Kleinkinder

auf kleine Buttons sondern

zeigt große Tierbilder an. Den Wechsel

zum nächsten Tier über eine Wischgeste oder

die Pfeiltasten haben selbst Kleinkinder recht

schnell erlernt. In der Gratisversion ist nur ein

Dutzend Tiere vertreten und die App zeigt Werbung

an. Die Vollversion ohne Werbung und

mit rund 75 Tieren kostet 1,45 Euro.

Baby Toy

Das gleiche Konzept wie Tierlaute für

Kleinkinder verfolgt die App Baby Toy

[LINK 6] von Entwickler Idle, allerdings

mit einem komplett anderen Ansatz. Hier gibt

es bunte Icons anstelle von großen Bildern und

neben sechs Tiergeräuschen finden Sie auch

sechs Instrumente und sechs einfache Sounds.

Die App lässt sich auch als

Kindersicherung einsetzen.

Dazu müssen Sie wie bei

Toddler Lock Kindersicherung

die App als Launcher einrichten.

Anschließend lässt sich

Baby Toy nur noch über die

„Geheimkombination“ vier

Bilder im Eck und Zurücktaste

beenden. Die Sounds der App

Baby Toy sind qualitativ sehr

gut und die App verzichtet auf

jegliche Werbung. Sind Sie

also einfach auf der Suche

nach einem guten und gefahrlosen

Soundboard für Kinder,

dann werden Sie bei Baby Toy

nicht enttäuscht. Der Umfang

könnte vielleicht für Eltern

etwas umfangreicher sein, die

Apps & Tipps 04/2013 9


Highlights

2 bis 6 Jahre

Abb. 6: Das Kinder Tiere Piano bereitet Kindern und Eltern gleichermaßen

Spaß, die Kindersicherung schützt vor Käufen.

Abb. 7: Bei Shape Builder müssen Sie Puzzle-Teile an die richtige

Stelle schieben. Das ist manchmal gar nicht so einfach.

Kinder stören sich nicht daran und können

immer wieder auf die bunten Icons klicken oder

mit den Instrumenten ein Konzert veranstalten.

Kinder Tiere Piano

Es gibt unzählige Piano-Apps bei

Google Play, aber die meisten davon

sind entweder schlecht gemacht oder

mit Werbung zugestopft oder nicht wirklich für

Kinder geeignet. Eine der Piano-Apps mit dem

größten Spaßfaktor (nicht Lernfaktor) ist Kinder

Tiere Piano [LINK 7]. Hier spielen Sie mit den

Stimmen von Tieren Klavier, dabei zählt auch

nicht, dass die Tasten nicht wirklich den Klaviertasten

oder einem Xylophon entsprechen.

Die App bereitet Groß und Klein Freude, einzig

eine Kindersicherung für das ungewollte Verlassen

der App gibt es dabei nicht. Dafür haben

die Entwickler daran gedacht, die In-App-Käufe

abzusichern. Um zu den Bezahlangeboten zu

gelangen, müssen die Eltern bestimmte Symbole

in der richtigen Reihenfolge antippen. Die

Anleitung dazu ist auf Englisch. Die Vollversion

mit sämtlichen Tieren und noch mehr Melodien

kostet 1,52 Euro. Alternativ können Sie auch

über die Lite-Variante ein Angebot des Anzeigennetzwerks

Leadbolt akzeptieren. Wir empfehlen

Ihnen aber, gleich die Pro-Version zu

kaufen, wenn Ihnen Kinder Tiere Piano gefällt.

Beachten Sie, dass manche Antimalware-Programme

die Lite-Version der App aufgrund des

Leadbolt-Anzeigennetzwerks als Schadsoftware

einstufen. Bei der Pro-Version tritt dieses Problem

nicht auf. Der Entwickler hat noch zahlreiche

weitere recht gute Kinder-Apps im Angebot.

Schauen Sie sich einfach mal um!

Shape Builder

Prescool Puzzle

Auf der Suche nach einer tollen

Puzzle-App werden Sie schnell feststellen,

dass die Dinger gefühlt 10

Prozent aller Apps im Google Play Store ausmachen.

Leider gibt es kaum wirklich brauchbare

dabei. Entweder sind die Apps zu teuer, bieten

kaum Umfang oder sind mit Werbung vollgestopft.

Eine positive Ausnahme bildet die App

Shape Builder Prescool Puzzle [LINK 8] für 79

Cent. Hier schieben Sie einzelne Puzzle-Teile

auf Bilder, Buchstaben oder Zahlen und erhalten

dann als Belohnung ein Bild und den englischen

Namen. Die App eignet sich auch hervorragend

für Kinder, die gerade mit dem Englisch-

Unterricht begonnen haben. Leider kann man

die Puzzles nicht auswählen oder nach Thema/​

Schwierigkeitsgrad sortiert puzzlen, es erscheint

stets ein zufälliges Bild. Aber gerade für

Kinder ist das von Vorteil. Nach dem Start der

App ist immer etwas los, es gibt keinerlei Einstellungsmöglichkeiten.

KinderSpiele Memory Rätsel

Auch bei den Memory-Spielen tummelt

sich gut und böse, hübsch und

hässlich. Die meisten Gratis-Versionen

ohne Reklame scheitern daran, dass die

Entwickler nicht an die Nutzung durch Kinder

gedacht haben und entweder die Bilder viel zu

klein sind oder es viel zu viele Menüs und Einstellungen

gibt. Für einen Euro erhalten Sie die

Vollversion von KinderSpiele Memory Rätsel

[LINK 9] bei Google Play. Das Spiel besitzt eine

hübsche Grafik und ist auch für größere Kinder

10

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

2 bis 6 Jahre

Abb. 8: Das Memory Rätsel spielen sie am besten auf einem Tablet,

für Kinder sind die Bilder sonst zu klein.

Abb. 9: Die interaktiven Kinderbücher von Vienom eignen sich

auch für Kinder im Vorschulalter.

geeignet. Die Testversion [LINK 10] zeigt in den

Menüs Reklame an und enthält deutlich weniger

Level. Neben dem Memory-Spiel gibt es

auch eine einfache Match-Übung und ein

schlichtes Zeichenprogramm. Jedes Memory-

Spiel besteht aus drei Leveln. Das erste Level

zeigt sechs Kärtchen an, das zweite acht und

das dritte 12 Kärtchen. Zu jedem Level gibt es

ein passendes Sound Theme. Die App ist für

kleine Kinder nur auf einem Tablet spielbar,

sonst sind die Kärtchen zu klein, um sicher angetippt

zu werden.

Ritter Rocco

Dieses interaktive Kinderbuch steht

stellvertretend für die Kinderbücher,

die das Entwicklerteam von Vienom

aus Österreich produziert hat. Die Geschichte

von Ritter Rocco erhalten Sie in dieser App in

vier Sprachen vertont und mit zahlreichen interaktiven

Möglichkeiten. Kinder geraten recht

Abb. 10: Den unnötig großen und hässlichen Menübalken bei den

Pixi-Büchern finden wir etwas schade.

schnell in den Bann der Geschichte und so

bleibt meistens beim ersten Mal fast zu wenig

Zeit für die interaktiven Elemente. Das macht

aber nichts, denn man kann sich die Geschichte

immer wieder anhören. Die App ist auch auf

einem Handy sehr gut nutzbar, der Text ist groß

geschrieben, sodass Ihn auch Grundschüler

problemlos lesen können. Die Gratisversion der

App enthält nur die ersten sieben Kapitel, das

komplette Buch kostet vier Euro.

Pixi Buch

Meine ersten Bücher

Vom Carlsen Verlag stammen die allseits

bekannten und beliebten Pixi-

Bücher. Auch hier gibt es von einigen

Titeln interaktive Varianten mit gesprochenen

Texten. Die Geschichte „Meine ersten Bücher“

gibt es gratis, weitere Bücher kosten zwischen

89 Cent und 1,59 Euro. Im direkten Vergleich zu

Ritter Rocco sind die Texte deutlich kleiner geschrieben

und die interaktiven

Möglichkeiten beschränken sich

darauf, bestimmte Gegenstände

zum Wackeln zu bringen. Zudem

verschwendet der Menü-Balken

unnötig viel Platz. Dafür hat die

App einen einfachen Sound-Recorder

integriert und es gibt ein paar

zusätzliche Spiele in der App.

Alles in allem stimmt das Angebot,

wir würden es aber begrüßen,

wenn man auf den gekauften Pixi-

Büchern einfach per QR-Code Scan

die passende App (gratis) herunterladen

könnte. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30481

Apps & Tipps 04/2013 11


Highlights

7 bis 12 Jahre

iimages, 123RF

Tolle Apps für Kinder im Grundschulalter

Spielen &

Lernen

Kinder möchten mit Handys und Tablets in erster

Linie spielen. Dabei lernen sie aber auch recht viel.

Es kommt also auf die geschickte Kombination an.

Wir stellen zehn tolle Apps für junge Schülerinnen

und Schüler vor. Marcel Hilzinger

12

04/2013 Apps & Tipps


Bewertung:

★★★★★

My Class Schedule:

Stundenplan

Highlights

7 bis 12 Jahre

Was wäre die Schule ohne Stundenplan!

Am liebsten hätte man schon als Erstklässler

einen, den aber meistens noch

die Mutter betreut. Doch ältere Kinder sorgen

sich selbst um den Zeitplan und da kommt die

App My Class Stundenplan [LINK 1] wie gerufen.

Die App verfügt über sehr viele Einstellungsmöglichkeiten

und zeigt die einzelnen Schulstunden

farblich sauber getrennt an. Als eine

der wenigen Stundenplan-Apps

können Sie hier nicht nur A- und B-Wochen eintragen sondern es

gibt auch noch C-Wochen und D-Wochen als Option. Zu jeder

Stunde lassen sich Hausaufgaben eintragen, an die die App auch

rechtzeitig erinnert. Ebenfalls sehr praktisch finden wir den Noten-Monitor,

der auch die Gewichtung von Noten unterstützt und

das automatische Stummschalten des Handys nach Stundenplan.

My Class Stundenplan ist werbefinanziert. Wenn Sie die

App für Ihre Kinder installieren möchten, dann lohnt sich der

Kauf der werbefreien Variante für 1,49 Euro.

AB Mathe –

Spiele für Kinder

Das Rechnen gehört zu den

zentralen Aufgabe der Grundschule.

Die App AB Mathe – Spiele für Kinder

[LINK 2] unterstützt Kinder dabei durch

sehr viele und sehr gute Rechenaufgaben.

AB Mathe kostet in der Vollversion

99 Cent. Zum Ausprobieren

gibt es eine Lite-Version mit einem

sehr beschränkten Funktionsumfang.

Bewertung: ★★★★★

Fantasy Town

In diesem fesselnden Gameloft-

Spiel [LINK 3] bauen Sie Häuser,

kümmern sich um allerlei Fantasiewesen

und erweitern Ihr Reich. In typischer Gameloft-Manier

können Sie dieses Spiel

stundenlang spielen ohne einen einzigen

Cent auszugeben, es ist aber auch problemlos

möglich, ein paar Hundert Euro zu

verzocken. Kinder sollten Fantasy Town

deshalb nur unter Aufsicht spielen.

Bewertung: ★★★★★

Pou

Das große Pou-Fieber ist zwar

schon etwas vorbei, aber falls

Sie den kleinen niedlichen Knülch [LINK 4]

noch nicht kennen, sollten Sie die App

unbedingt ausprobieren. Pou ist ein kleines

Wesen, das gefüttert werden will und

mit dem man spielen muss, damit es gesund

und bei guter Laune bleibt. Quasi

ein Tamagotchi für Android. Pou

meldet sich über die Android-Benachrichtigungen,

wenn es ihm an

irgendwas fehlt, man kann ihm

diese Gewohnheit aber auch abgewöhnen.

Auch bei Pou gibt es In-

App-Käufe zu beachten.

Bewertung: ★★★★★

Apps & Tipps

13


Highlights

7 bis 12 Jahre

Bewertung:

★★★★★

Rail Rush

Temple Run hat das Genre vom Endless Runner auf

Android bekannt gemacht, eine der besten und bei

Kindern beliebtesten Umsetzungen ist jedoch Rail

Rush. Das Spiel bietet etas mehr Action, man muss jedoch

auch etwas mehr auf die In-App-Käufe achten und den Button

zum Retten des Lebens nicht zufällig antippen. Für alle,

die das Spiel noch nicht kennen: In Rail Rush [LINK 5] geht es

ab auf die Schienen. In einer Lore, also einem Güterwagen,

mit dem man eigentlich Kohle und ähnliches transportiert,

düst euer Protagonist los. Wobei „düsen“ nicht ganz richtig ist, denn hier zeigt sich schon

der Unterschied zu den anderen Vertretern des Genres: Es geht eher gemächlich los. Das

ist ziemlich angenehm, da man so das ansteigende Tempo viel besser spürt und so mehr

Spannung aufkommt. Durch seitliches Fingerwischen springt man mit der Lore

von Schiene zu Schiene. Drei Bahnen hat man zur Verfügung, wobei es immer

wieder Unterbrechungen und Hindernisse gibt. Dann muss man entweder drüberhüpfen,

sich ducken oder eben die Schiene wechseln.

Ebenfalls etwa anders ist die Möglichkeit, die Lore durch Neigen des Telefons

zu kippen, so dass der Charakter an Goldbrocken (Nuggets) herankommt. Die

werden benötigt, um Einkäufe im Ingame-Shop zu tätigen. Dort gibt es allerhand

zu kaufen wie etwa weitere Charaktere mit Spezialfähigkeiten, viele einsetzbare

Fähigkeiten (die leider verbraucht werden und bei Bedarf neu erworben

werden müssen) oder besondere Extras wie etwa Dynamitstangen, die

die nächsten Hindernisse auf einer festgelegten Distanz automatisch wegsprengen.

Zwar winken die In-App-Käufe an jeder Ecke, doch das sollte bei

einem solchen Geschäftsmodell bekannt sein. Das Spiel ist nämlich kostenlos

und keiner der Käufe zwingend. Wie bei allen solchen Titeln dauert es ohne

In-App-Käufe nur etwas länger, bis man die nötige Kohle für die Items zusammen

hat, das Spiel macht aber auch so einen Riesenspaß.

Vokabeltrainer Box

Die gute alte Zettelwirtschaft gehört

dank Android der Vergangenheit

an. Mit der Vokabeltrainer Box [LINK 6]

lernen Sie die passenden Vokabeln bequem

auf dem Smartphone oder Tablet.

Dabei sorgt das ausgeklügelte Box-System

automatisch dafür, dass die gut gewussten

Wörter weniger oft abgefragt

werden als die ganz neuen, die man

noch nicht so beherrscht. Die Vokabeltrainer

Box überzeugt durch einen großen

Funktionsumfang mit vielen Import/​

Export-Möglichkeiten. Neben der Gratis-Version

mit Anzeigen gibt es die App

auch zum Preis von 2,30 Euro mit ein

paar Zusatzfunktionen und werbefrei.

Bewertung: ★★★★★

Bad Piggies

Stellvertretend für Hunderte tolle

Spiele steht hier Bad Piggies

[LINK 7]. Egal ob Angry Birds, Doodle Jump

oder Fruit Ninja: Geschicklichkeit lernen die

Kids bei jedem der populären Android

Spiele. Bei Bad Piggies braucht man aber

auch etwas Köpfchen, bis alles funktioniert

und die Schweine mit ihren Fahr- und Flugzeugen

das Ziel erreichen.

Bewertung: ★★★★★

14

04/2013


Highlights

7 bis 12 Jahre

LingLing Lerne Englisch

Mit dieser Sprachkurs-App [LINK 8] lernen Kinder und Erwachsene

spielend Englisch. Das Rezept von LingLing

heißt spielen: So vergessen die Kinder beim Lernen oft, worum es

überhaupt geht und möchten einfach nur das nächste Level bzw.

das nächste Achievement erreichen. Allerdings ist LingLing gerade

deshalb nicht für alle Kinder geeignet, zudem sind die kompletten

Kurse als In-App-Käufe recht teuer. Ein Blick auf die App lohnt sich

aber: 1500 Wörter gibt es gratis. Bewertung: ★★★★★

Minecraft – Pocket Ed. Demo

Ihr Kind spielt gerne mit Lego? Dann wird es Minecraft

[LINK 9] lieben. Denn bei diesem Spiel kann man quasi Lego

in unendlichen Räumen spielen. Einfach Block um Block bauen

oder graben und sich seine eigene Minecraft-Welt schaffen. Die

Demo-Version ist gratis und zeigt auch keine Anzeigen an, dafür

kann man sich die erbauten Welten nicht speichern. Das ist aber

nicht weiter tragisch, da Minecraft recht süchtig macht und den

Kindern so wenigstens etwas die Lust am (zu lange) Spielen vergeht.

Die Vollversion kostet 5,50 Euro. Bewertung: ★★★★★

Candy

Crush Saga

Bei Candy Crush

[LINK 10] müssen Sie bunte

Steine so verschieben,

dass möglichst viel gleiche

Candies nebeneinander

liegen. Dann verschwinden

diese Steine.

Es ist also ein typisches

Match-4-Spiel, allerdings

mit einem sehr schönen

Design und vielen zusätzlichen Elementen,

inklusive In-App-Käufe. Vorsicht, liebe Eltern:

Dieses Spiel macht schnell süchtig!

Bewertung: ★★★★★

My Script

Calculator

Jedes Android-Handy bringt

einen Taschenrechner mit, aber Rechnungen

so aufzuschreiben, wie man

Sie in der Schule erhalten hat, ist nicht

mit jeder App möglich. Hier springt

My Script Calculator [LINK 11] ein. Die

App erkennt Rechnungen via Handschrift,

sodass Sie eine Wurzel einfach

auf das Display kritzeln können. Und

mit kritzeln meinen wir das auch: Die

Handschriftenerkennung des Taschenrechners

ist sehr gut – die App eignet

sich für Groß und Klein!

Bewertung: ★★★★★

Talking Tom Cat 2 Free

Den sprechenden Tom [LINK 12] muss man wohl kaum

noch vorstellen: Sie plappern etwas vor und der Kater Tom spricht

es nach. Die Apps von Outfit7 gehören zu den besten Kinder-Apps,

da es in den neuen Versionen auch einen Kinder-Modus gibt, der

keine In-App-Käufe erlaubt. Erklären Sie den Kindern, wie die App

funktioniert, werden Sie aber auch mit der Lite-Version glücklich.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/30482

Apps & Tipps 04/2013 15


Die coolsten Apps und Spiele für Teenager

Ich will Spaß!

Teenager wollen in der Regel mit dem Handy

nur zwei Dinge tun: kommunizieren und Spaß

haben. Wir stellen Ihnen zehn Apps und Spiele

vor, die in diesem Alter angesagt sind.

Marcel Hilzinger

kakigori , 123RF


Highlights

13 bis 17 Jahre

Natürlich gibt es bei Google Play auch

jede Menge praktischer Apps für Schülerinnen

und Schüler, die die Kinder

beim Studium unterstützen. Im Teenager-Alter

will man aber in der Regel mit dem Handy einfach

Spaß haben und mit den Gleichaltrigen

kommunizieren. Unsere App-Auswahl beschränkt

sich deshalb auf coole Apps jenseits

von Lernsoftware.

Der Messenger

Die SMS ist tot, lang lebe

der Messenger. An dieser

Stelle müssten wir nun

WhatsApp [LINK 1], den Facebook Messenger

[LINK 2] oder Hangouts [LINK 3] von Google empfehlen:

Fakt ist aber, dass die meisten Schüler

den Messenger benutzen, den auch alle anderen

benutzen oder eben exakt das Gegenteil

tun. Es folgen deshalb ein paar Tipps für alle,

die sich nicht an die Standards halten möchten.

Hierzulande (noch) weitgehend unbekannt

ist Line in Asien einer der beliebtesten Messenger.

Line als Geheimtipp zu bezeichnen, wäre

also etwas übertrieben. Ein echter Geheimtipp

ist jedoch die App Line Band [LINK 4], die eng

mit den diversen Diensten von Line verknüpft

ist. Bei dieser App richtet man eine Gruppe ein

und kann dann diverse Dinge über diese

Gruppe teilen. Line Band gibt es auch für iOS,

sodass auch die Apple-

Freunde nicht außen vor bleiben.

Mit Line Band schaffen

Sie sich Ihr eigenes privates

Social Network. Falls Sie den

Messenger von Line schon benutzen,

können Sie Ihre

Freunde auch direkt zu Line

Band einladen.

WeChat [LINK 5] ist ein Messenger

aus China mit einer

Basis von über 10 Millionen

Nutzern. Seit neuestem gibt es

die App auch auf Deutsch,

viele ehemals kostenpflichtigen

Emoticons muss man nun

aber kaufen. Dennoch eignet

sich WeChat sehr gut als

WhatsApp-Alternative, da die

App gratis ist und es auch

Apps für iOS und Windows

Abb. 1: Mit Line Band richten Sie

ein kleines privates Social Network

im kleinen Kreis ein.

Phone gibt. Weitere Alternativen sind zum Beispiel

Kakao Talk [LINK 6], ICQ [LINK 7] oder der

Yahoo Messenger [LINK 8]. Für alle drei gibt es

auch Desktop-Clients für Windows.

Glympse

Es gibt zahlreiche Apps, um Freunden

seine Position mitzuteilen. Die meisten

davon setzen jedoch nur auf das

GPS-Signal, was im Falle eines Falles merklich

wenig nützt, wenn Sie sich in einem Gebäude

befinden. Die besten Standort-Daten erhalten

Sie über Google Maps beziehungsweise die

Standortfreigabe von Google+ (ehemals Latitude).

Hier können Sie über Google+-Kreise

detailliert festlegen, wer Ihren genauen Standort

sehen darf und wer nur den ungefähren.

Doch was tun, wenn die Freunde kein

Google+ benutzen möchten? Hier bietet sich

Glympse an [LINK 9]. Die App hat den großen

Vorteil, dass man keine Registrierung benötigt

und sich auch nicht mit Facebook oder einem

anderen Social Network verbinden muss. Einfach

die App starten, ein Foto von sich aufnehmen

und anschließend den gewünschten Empfänger

auswählen. Die Person erhält dann eine

E-Mail oder eine Benachrichtigung über den gewählten

Kanal, dass man unterwegs ist und seinen

Standort mitteilen möchte. Der aktuelle

Standort wird 15 Minuten lang (oder über eine

Abb. 2: WeChat gibt es seit neuestem

auch auf Deutsch. Die Registrierung

erfolgt via Handynummer.

Apps & Tipps 04/2013 17


Highlights

13 bis 17 Jahre

Abb. 3: Mit der Gratis-App

Glympse wissen Ihre Freunde, wo

Sie sich gerade aufhalten.

Abb. 4: Mit Fake GPS denken Ihre

Freunde, dass Sie auf einer einsamen

Insel sind.

Abb. 5: Yuilop ist ein Dienst für

Gratistelefonate und kostenlose

SMS-Nachrichten.

frei wählbare Zeitspanne) aktualisiert. Glympse

eignet sich sehr gut für Teenager, die abends/​

nachts alleine nach Hause müssen und Ihren

Eltern oder Freunden den aktuellen Standort

mitteilen möchten – gratis und werbefrei.

Fake GPS – Location spoofer

Wenn man seinen Standort bei

WhatsApp oder Facebook üblicherweise

teilt, dann

fällt es auf, wenn man das

einmal nicht tut, weil man

sich zum Beispiel gerade an

einem Ort befindet, den andere

nicht mitbekommen sollen.

In einem solchen Fall gibt

es eine einfache Lösung: Man

gibt Facebook oder WhatsApp

einfach vor, an einem anderen

Ort zu sein. Das muss nicht

gleich London, New York oder

Paris sein, es kann auch die

eigene Schule oder das Einkaufszentrum

sein, während

man sich an einem ganz anderen

Ort befindet. Dazu muss

man lediglich eine passende

App installieren, zum Beispiel

Fake GPS – Location Spoofer

Abb. 6: Tapporo ermöglicht das

Geldverdienen durch das

Anschauen von Werbevideos.

[LINK 10] und in den Entwickleroptionen die falschen

Standorte erlauben. Aber Vorsicht Kids:

Von den Eltern installierte Sicherheits-Apps

können das Handy trotzdem genau orten!

Traffic Monitor Plus

Teenager sind meistens in Geldnot

und können sich auch keine Flatrate

mit 5 GByte Datentraffic leisten. Also

muss eine App her, die den

Datenverbrauch genau misst.

Ab Android 4.1 ist die Funktion

an Bord für alle anderen

gibt es Traffic Monitor Plus

[LINK 11]. Die App misst nicht

nur den Datenverbrauch, sondern

hat auch einen Speedtest

und einen Task Manager integriert.

Entsprechende Widgets

runden das hervorragende Angebot

dieser Gratisapp ab. Als

Alternative eignet sich zum

Beispiel DroidStats [LINK 12].

Yuilop Gratis SMS

Wer träumt nicht

davon, nie mehr für

SMS und Gespräche

bezahlen zu müssen? Dank

18

04/2013 Apps & Tipps


Yuilop [LINK 13] kann dieser

Traum (fast) in Erfüllung

gehen lassen. Die App bietet

einen Gratis-Dienst für SMS-

Nachrichten und sogar eine

spezielle Nummer für kostenlose

Gespräche an. Im Gegenzug

muss man allerdings

Punkte Sammeln, um von den

Gratis-Diensten Gebrauch zu

machen. Je nachdem, wie

viele Freunde man besitzt und

wie viele Apps man testen,

herunterladen oder liken

möchte, ist Yuilop eine tolle

Alternative zu anderen Diensten

für Gratistelefonie. Zudem

fallen die Punkte nur an,

wenn man den Dienst über

das mobile Datennetz nutzt. junge Frauen.

Wer also zu Hause via WLAN

SMS-Nachrichten verschicken möchte, kann

das quasi unbegrenzt über die eigene Yuilop-

Nummer tun. Als Nachteil muss man die separate

Nummer in Kauf nehmen, die natürlich

auch der Gesprächspartner benutzen sollte,

sonst wird das Antworten zur Qual und man

bekommt keine Punkte gutgeschrieben.

TappOro

Wer sich sein Handy selbst finanzieren

muss und dabei um jeden Euro

dankbar ist, wird an TappOro [LINK 14]

Gefallen finden. Bei dieser App sammelt man

Punkte („Oro“ genannt), die man dann in Gutscheine

oder Bargeld einlösen kann. Um an die

Punkte zu gelangen muss man Apps installieren

oder sich Werbevideos anschauen. Das Angebot

ist vergleichsweise üppig: Viele Apps werden

angeboten und zusätzlich lassen sich auch

durch das Anschauen von Werbevideos Oros

sammeln – je nach Angebot zwischen wenigen

Dutzend und ein paar Hundert Oros. Im TappOro

Store lassen sich die Oros dann in Sachoder

Geldprämien eintauschen. Für eine 5-US-

Dollar-Prämie werden 5000 Oro gefordert.

Damit ist TappOro sogar vergleichsweise rentabel:

Zwischen 20 und 30 App-Downloads (mit

zum Teil notwendigen Registrierungen) spülen

dann immerhin fünf Dollar in die Tasche. Das

reicht schon fast für eine SMS-Flat.

Abb. 7: Der Periodenkalender ist

eine praktische Handy-App für

Periodenkalender

Neben Chats und

Spielereien lässt sich

das Handy auch für

praktische Aufgaben nutzen.

Zu diesen gehört für Mädchen

zweifelsohne der Periodenkalender.

Wer die Tage regelmäßig

einträgt und auch den

Stimmungsbarometer ausfüllt,

lernt nicht nur seinen Körper

besser kennen, sondern auch

einfacher mit der Periode umzugehen.

Der Periodenkalender

[LINK 15] ist eine der besten

Apps zu diesem Thema bei

Google Play. Die App überzeugt

durch ein sehr schönes

Design, berechnet auch automatisch

die fruchtbaren Tage

und zeigt an, wann das

nächste Mal mit der Regel zu rechnen ist. Die

privaten Daten lassen sich mit einem Passwort

schützen. Leider gibt es die App nur als Gratisversion

mit Reklame. Eine Pro-Version bietet

der Entwickler nicht zum Kauf an.

The Sims Free Play

Die Sims haben sich den Weg vom

heimischen PC aufs Android-Tablet

erobert. Mit dieser Version von Electronic

Arts [LINK 16] können Sie das Aufbauspiel

komplett gratis nutzen, wenn Sie die nötige Portion

Geduld aufbringen. Wie im Original starten

Sie auch hier mit einem Haus und legen dann

Highlights

Abb. 8: The Sims gehört zu den Spielen, die man einfach kennen muss!

13 bis 17 Jahre

Apps & Tipps 04/2013 19


Highlights

13 bis 17 Jahre

Abb. 9: Bei Fashion Icon müssen Sie beweisen, wie gut Sie als Karrierefrau sind.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30483

die Bewohner fest. Anschließend geht es ans

aufbauen und Geld verdienen. Mit dem Sims-

Geld können Sie sich Items zulegen und den

Spielfortschritt beschleunigen, es geht jedoch

auch ohne Geld. In der aktuellen Version können

Sie ab Level 9 auch andere Städte besuchen

und bis zu 31 Sims anlegen. Der Download des

Spiels beträgt zwischen 400 und 700 MByte. Alternativ

zur Gratisversion können Sie auch das

klassische Spiel für 5,23 Euro kaufen [LINK 17].

Fashion Icon

Fashion Icon von Gameloft [LINK 18] ist

ein echtes Girls Game mit vielen Klischees

aber auch

viel Witz und Action. In erster

Linie dreht sich das Game um

Parties und schöne Kleider.

Doch neben ausgiebigen

Shopping-Touren und langen

Nächten gibt es im Spiel auch

Möglichkeiten, Geld zu verdienen.

Auf Parties oder auf der

Straße kann man Männer kennenlernen

und mit ihnen flirten.

Mit ein bisschen Glück

kann man dann eine Beziehung

mit ihnen eingehen. Ab

jetzt wird es schwierig, denn

natürlich möchte dieser Mann

Aufmerksamkeit bekommen,

aber man braucht auch Zeit

um zu arbeiten, zu shoppen

und auf Parties zu gehen.

Schafft man es, den Mann

Abb. 10: Die Wikipedia ist aus dem

Schülerleben heute kaum mehr

wegzudenken.

lang genug bei Laune zu halten, bekommt man

ein Geschenk. Schafft man es nicht, macht er

Schluss und man muss sich einen neuen

Freund suchen. Um auf Parties zu kommen,

muss man cool genug sein. Dazu braucht es

spezielle Klamotten, die man sich erspielen

muss. Auch hier greift das Freemium-Prinzip

und man kann sich Spielinhalte erkaufen, um

das Spiel zu vereinfachen. Hat man sich die

passenden Klamotten für die Party zusammengekauft

und es in die Disco oder auf die Privatparty

geschafft, gibt es rundenbasierte Kämpfe

mit Frisur zerstören, die Figur des anderen beleidigen

und coolem Foto-Shooting.

Je weiter man im Level aufsteigt, desto angesagter

werden die Parties und desto angesagter

sind die Gegnerinnen. Es wird also von Mal zu

Mal schwerer, sie zu besiegen, und manchmal

muss man sich auch eingestehen, nicht die

Coolste gewesen zu sein. Da das Spiel sehr umfangreich

ist, macht es auch recht lange Spaß,

ohne langweilig zu werden.

Wikipedia Mobil

Was wäre ein Schülerleben ohne Wikipedia.

Die weltweit größte Wissensbasis

bietet zwar eine sehr gute mobile

Webseite an, aber mit der entsprechenden

App bzw. dem entsprechenden Trick geht die

Suche auf der Wikipedia noch schneller. Unter

den zahlreichen Wikipedia-

Clients finden wir den offiziellen

am besten [LINK 19]. Die

App verzichtet im Gegensatz

zu anderen Clients auf Reklame

und ist auch entwicklungstechnisch

immer auf

dem neuesten Stand. Zudem

bietet sie über das Kontextmenü

nützliche Funktionen

wie Seite teilen, Seite speichern

und Lese auf… für andere

Sprachen. Auch in

puncto Geschwindigkeit

braucht sich der offizielle Client

nicht vor anderen Apps zu

verstecken. Einzig ein Widget

fehlt der App. Hier können

wir das Schnellsuch-Widget

des Entwicklers Ozmium empfehlen

[LINK 20].

● ● ●

20

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

18 bis 27

kakigori, 123RF

Die 15 besten Apps für junge Erwachsene

Neues

entdecken

Facebook, WhatsApp, Twitter und Instagram: Diese vier Apps finden sich wohl

auf fast jedem Handy junger Erwachsener. Wir stellen Ihnen deshalb ein paar

exklusive Tipps für andere coole Apps vor. Marcel Hilzinger

22

04/2013 Apps & Tipps


EyeEm

Instagram ist wieder out, EyeEm [LINK 1] ist aktuell

in. Die neue Kamera-App und Foto-Community

„Made in Germany“ bietet nicht nur

tolle Features und Kamera-Effekte sondern auch eine

schnell wachsende Community. Seit dem neuesten Update

vom August 2013 können wir die App als vollwertige

Instagram-Alternative empfehlen, zumal es EyeEm

auch für iOS und Windows Phone gibt und die Community

inzwischen wirklich weltweit aktiv ist. Einem plattform-

und länderübergreifenden Foto-Sharing steht also

nichts mehr im Wege.

Nach dem Download müssen Sie sich zunächst mit

einem Facebook-Account anmelden oder via E-Mail-Adresse

einen Account anlegen. Danach können Sie entweder

über den Reiter Entdecken in der Foto-Community stöbern oder via Kamera-Icon

am unteren Bildschirmrand ein neues Foto schießen oder ein

bestehendes verfremden. Die Bedienung gestaltet sich dabei ähnlich wie

bei Snapseed über senkrechte und waagrechte Wischgesten. Anschließend

laden Sie das Foto hoch und teilen es mit Ihren Freunden oder stöbern

in der riesigen Foto-Auswahl der Community. EyeEm ist definitiv

das bessere Instagram.

Highlights

Bewertung:

★★★★★

18 bis 27

Push Ups Pro

Absolvieren Sie Ihr tägliches

Training mit Push Ups Pro

[LINK 2] sollten sich in wenigen Wochen

erste Erfolge in Form eines sich abzeichnenden

Six Packs einstellen. Push Ups

Pro ist der ideale Begleiter für das Fitness

zu Hause und benötigt keinerlei

Zubehör. Der Touchscreen des Handys

dient als Zähler bei Liegestützen und

anderen Übungen. Die App ist gratis

und zeigt nur dezent Werbung an.

Bewertung: ★★★★★

1941 Frozen Front

Sie kennen Panzer General? Dann

schauen Sie sich unbedingt auch

1941 Frozen Front [LINK 3] an. In diesem rundenbasierten

Strategiespiel geht es darum,

den Gegener möglichst lange aufzuhalten

oder im Panzerkampf zu besiegen. Ein klares

Spiel für große Jungs, das dank des

recht anspruchvollen Schwierigkeitsgrades

nie langweilig wird. 1941 Frozen Front ist

gratis und finanziert sich über Werbung

und In-App-Käufe.

Bewertung: ★★★★★

Badoo

Sie sind Single, auf einen

heißen Flirt aus oder einfach

sonst auf der Suche nach netten

Leuten in der Umgebung? Dann

holen Sie sich Badoo [LINK 4]. Badoo

bezeichnet sich selbst nur als Social

Network, in erster Linie geht es aber

darum, einen Partner für ein Date zu

finden. Wir hatten in unseren Tests

recht viel Spaß mit der App und

viele neue Leute kennen gelernt. Allerdings

gibt es auch kritische Kommentare

bei Google Play. Die App

ist gratis, lediglich für zusätzliche

Funktionen müssen Sie zahlen.

Bewertung: ★★★★★

04/2013

23


Highlights

18 bis 27

Bewertung:

★★★★★

Bandsintown

Auf die Frage, wann Lady Gaga oder die Lieblingsband

in der Nähe spielt, gibt Bandsintown [LINK 5]

die passende und rechtzeitige Antwort. Hat man

sich via Facebook eingeloggt oder per E-Mail registriert,

analysiert die App zunächst die eigenen Band-Likes und

die auf dem Smartphone hinterlegte Musik. Danach speichert

sie die auf diese Weise ermittelten Lieblingsbands

für die spätere Verwendung ab.

Auch last.fm und Pandora-Accounts können

mit Bandsintown synchronisiert werden, um

noch umfassendere Suchergebnisse zu erzielen. Um der App auch

eine Recherchegrundlage zu geben, muss man zu guter Letzt den eigenen

Aufenthaltsort mit einem Suchradius von bis 100 Kilometer eingeben. Anschließend

sucht Bandsintown aktuelle Daten zu den Bands und zeigt an, ob

und wo diese soeben gerade auf Tour sind. Falls sie in den eigenen Dunstkreis

kommen sollten, sendet die Anwendung folgerichtig einen Alarm aus.

Neben den Konzertterminen präsentiert die App dem begierigen Musik-Fan

auch noch Vorschläge für neue und noch unbekannte Bands, die sie aus

dem eigenen Musikgeschmack eruiert. Auf diese Weise erweitert sich das

eigene Musik Know-How dank der App möglicherweise noch. Zudem stellt

die App Informationen zum Veranstaltungsort und zur Anfahrt zur Verfügung

und zeigt, welche Facebook-Freunde sich für das gleiche musikalische

Abendprogramm interessieren.

Lovoo

Ganz klar als reines Flirt-

Netzwerk konzipiert ist die

App Lovoo [LINK 6]. Im Unterschied

zu Badoo ist das Flirt-Netzwerk von

Lovoo deutlich kleiner, dafür finden

sich je nach Standort etwas mehr

Leute aus der Region bei Lovoo

ein. Da Lovoo aus Deutschland

stammt, ist es zum Teil gut

verbreitet. Die App ist im

Prinzip gratis, es gibt aber

kostenpflichtige In-App-

Coins für bestimmte Funktionen.

Der Login erfolgt via Facebook-

oder Twitter-Account

oder auch über die eigene E-

Mail-Adresse. Lovoo ist ein

klarer Geheimtipp, das rosa

Radar klasse gemacht!

Dropchord

Bei diesem Spiel [LINK 7] erwarten

Sie coole Beats und atemberaubende

Grafik kombiniert mit einer innovativen

Steuerungen. Innerhalb eines Kreises

tauchen verschiedene Elemente auf, die

Sie mit einer Sehne treffen oder vermeiden

müssen. Ganz so viel Spaß wie mit einer

Motion Control Camera macht Dropchord

auf dem Handy nicht, aber die 75 Cent für

die App lohnen sich schon allein für den

tollen Sound.

Bewertung: ★★★★★

Bewertung: ★★★★★

24

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

18 bis 27

The Room

The Room [LINK 8] ist ein einfaches Adventure. Sie landen in

einem misteriösen Raum und müssen Rätsel lösen. Mit

jedem Rätsel wird die Geschichte weiter erzählt und der Spannungsbogen

bis zum Schluss aufgebaut. Dabei ist The Room nicht

zu leicht, aber auch nicht zu schwer, und wenn man einmal nicht

mehr weiter weiß, schreitet die Hilfefunktion ein. Die 79 Cent sind

sehr gut investiert: The Room wird Sie nicht enttäuschen!

Bewertung: ★★★★★

Forbidden Love

Bei dieser Dating-Simulation im Manga-Stil schlüpfen Sie in die

Rolle der weiblichen Protagonistin und versuchen, sich an Ihren

Stiefbruder heranzumachen. Doch es gibt noch andere Männer in diesem

Dating-Spiel, sodass die Entscheidung schwer fällt. Forbidden Love [LINK 9]

ist ein gratis, wenn Sie die nötige Geduld aufbringen. Das wird immer

schwerer, denn je länger man spielt, desto mehr zieht Sie Forbidden Love

in ihren Bann. Bewertung: ★★★★★

Feedly

Der Google Reader

ist tot – es lebe

Feedly. Wenn Sie Ihre tägliche

Portion Nachrichten

nicht über die App vom

Spiegel oder über die

Bild-App lesen, dann ist

Feedly [LINK 10] die aktuell

beste App für News auf

dem Handy. Die einzelnen

Nachrichten-Feeds

lassen sich individuell zusammenstellen,

sodass Sie die Auswahl an Themen und

Medien auf dem Handy oder Tablet serviert

bekommen, die Sie interessieren, nicht die

Vorwahl einer Redaktion.

Bewertung: ★★★★★

Lady Pill Reminder

Gehören Sie zu den Frauen,

die es sich nicht merken können,

ob sie die Pille heute schon genommen

haben oder noch nicht, und

nehmen Sie die Pille, dann ist Lady

Pill Reminder [LINK 11] unser Tipp für

Sie. Die Erinnerungsapp ist sehr

schön gemacht und bietet zahlreiche

Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich

des genutzten Medikaments und

der passenden Erinnerungsfunktion.

Zudem muss man nicht nur einfach

ein Erinnerungs-Popup wegklicken,

sondern auch noch die entsprechende

Pille für den Tag herausdrücken. Lady

Pill reminder ist gratis und werbefinanziert.

Bewertung: ★★★★★

MyDealZ

Was wäre das Leben ohne Schnäppchen! Damit Sie auch

garantiert keines verpassen, gibt es MyDealZ [LINK 11]. Die App meldet

jeden Tag die besten Deals. Über die Push-Nachrichten verpassen Sie

garantiert kein günstiges Tablet oder Handy mehr und können rechtzeitig

zuschlagen, bevor der Deal zu Ende ist. Lediglich das altbackene

Layout sorgt für einen Stern Abzug.

Bewertung: ★★★★★

Apps & Tipps


Highlights

18 bis 27

We heart it

Früher teilte man seine Fotos via Facebook und Twitter.

Dann kam Instagram und aktuell gibt es Dutzende

Foto-Communities für jeden Geschmack. Ein recht

neuer Player heißt We heart it [LINK 12] und zählt mittlerweile

über eine Million Installationen unter Android. Wenn Sie Instagram

und Co. kennen, muss man We heart it wohl kaum noch

vorstellen: Sie melden sich an, folgen Personen, die Fotos

hochladen, die Ihnen gefallen und Sie markieren besonders

schöne Fotos mit einem Herz. Seit dem Update Mitte August

kann man auch aus der App heraus eigene Fotos hochladen und

muss nicht mehr den Umweg über die Webseite gehen.

We heart it gibt es bei Google Play gratis zum Download. Über einen Klick auf

ein bestimmtes Minibild erscheint die Vollansicht. Hier können Sie das Foto

auch gleich herunterladen oder sehen, wer es gepostet hat. Auf diese Weise

finden Sie interessante Personen und können die besten Fotos mit Herzen

versehen. Ob Ihre Freunde bereits bei We heart it aktiv sind, erfahren Sie über die

ausklappbare Seitenleiste. Hier bietet die App nun die Möglichkeit, Freunde bei Facebook,

Twitter oder im Adressbuch zu finden. Alternativ können Sie auch einfach nach einem bestimmten

Namen suchen. We heart it hebt sich positiv von anderen Foto-Communties ab,

indem man in den Einstellungen zwei Checkboxen zur Privatsphäre setzen kann. So wird

man von Freunden nicht automatisch gefunden, wenn man das nicht möchte und man

kann festlegen, das dem eigenen Fotostream nur bestimmte Leute folgen dürfen.

Bewertung:

★★★★★

Fitness Buddy 300+

Sie verfügen über einen Fitnessraum

mit passenden Geräten,

haben aber keine Lust, sich Übungen

auszudenken? Dann ist der Fitness

Buddy 300 [LINK 13] genau die richtige

App. Sie zeigt detaillierte Anleitungen

für praktisch jeden Muskel und mit präzisen

Angaben zu den Gewichten. Die

Gratisversion enthält über 300 Übungen.

Die Vollversion der App mit über

1700 Trainings kostet 1,48 Euro.

Bewertung: ★★★★★

Mobile.de

Ist die Karre wieder einmal kaputt,

muss ein neues Auto her. Eine der

besten Apps für den Autokauf ist

aktuell mobile.de [LINK 14]. Mit dieser App

können Sie sich quasi Ihr Wunschauto suchen

lassen, bevor das alte Schrott ist oder

die aktuelle Kiste verkaufen und sich

gleichzeitig nach einem günstigen Ersatz

umschauen. Die Umsetzung der Android-

App ist sehr gut gelungen, das Design

könnte etwas moderner sein.

Bewertung: ★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/30484

Cocktail Flow

Eine umfangreiche

Sammlung an klassischen

und modernen Cocktails bietet

Cocktail Flow [LINK 15]. Mit dieser

App finden Sie schnell heraus, was

sich mit dem Zubehör in der Theke

so alles zusammenmixen lässt. Ein

Set an Klassikern mit und ohne Alkohol

ist gratis, weitere Rezepte

gibt es als In-App-Kauf. Noch

schöner als die Original-App ist

nur noch die Tablet-Version. Diese

kostet allerdings 2,32 Euro.

Bewertung: ★★★★★

26

04/2013


Highlights

28 bis 47 Jahre

Apps für Eltern und Berufstätige

Familie

und Beruf

Es ist nicht immer einfach Familie und den Beruf unter einen Hut

zu bringen. Wie gut, dass es zahlreiche Android-Apps gibt, die Sie

dabei unterstützen. Wir stellen Ihnen eine Auswahl aus dem sehr

umfangreichen App-Repertoire vor. Marcel Hilzinger

Iulia Brovchenko, 123RF

Apps & Tipps 04/2013 27


Highlights

28 bis 47 Jahre

Sie möchten oder haben bereits eine Familie,

treiben Sport, möchten ab und zu

verreisen, und natürlich sollen auch die

Freunde und die Karriere nicht außen vor bleiben.

Hier hilft nur ein Rezept: Planung!

aCalendar

Klar kann man auch einfach nur den

Google Kalender benutzen, aber deutlich

mehr Funktionen und die intuitivere

Benutzeroberfläche bietet aCalendar

[LINK 1]. Die App gibt es in einer kostenlosen

Version ohne Werbung und in der Plus-Variante

mit zusätzlichen Features. Der aCalendar zeigt

nach dem Start die aktuelle Woche basierend

auf den Einträgen Ihres Google-Kalenders an.

Unten rechts befindet sich zudem eine Monatsübersicht.

Halten Sie hier den Finger gedrückt,

dann erscheint ein kleiner Dialog, über den Sie

zu jedem beliebigen Datum springen können.

Bereits bei diesem Dialog werden Sie merken,

dass aCalendar vieles anders macht als der

Standard-Kalender von Google. In den meisten

Fällen bedeutet das, dass sich die App einfacher

und intuitiver bedienen lässt. Die App eignet

sich im Querformat ideal für Tablets.

Zu den besonderen Features der Plus-Version

gehört der Support für lokale Kalender (ohne

Google), Erinnerungen per SMS für den Google-

Kalender und erweiterte Einstellungen zur Privatsphäre.

Die Plus-Version kostet 2,99 Euro.

HandWallet

Es gibt viele Kassabücher bei Google

Play, die meisten davon sind allerdings

kostenpflichtig oder grafisch

Abb. 1: Der aCalender ist der beste Gratiskalender ohne Werbung.

nicht sehr anspruchsvoll. Kostenverwalter –

HandWallet [LINK 2] bietet einen sehr guten Kompromiss.

Die App könnte grafisch etwas anspruchsvoller

sein, dafür ist die Nutzung für

Privatpersonen gratis. Mit HandWallet verwalten

Sie Ihre Finanzen. Angefangen vom Konto

über die Haushaltskasse bis zum Auto oder

einem Leasingvertrag ist praktisch alles an

Bord. Für ein einfaches Kassabuch ist die App

etwas zu überladen, hier empfehlen wir Finman

[LINK 3] oder MoneyManager [LINK 4] als Alternative.

Eine sehr gute aber kostenpflichtige

App (Jahresabo) zur Finanzverwaltung ist auch

Toshl Finanzen [LINK 5].

Seesmic

Sie sind bei Facebook und Twitter

aktiv? Dann lohnt sich ein Blick auf

Seesmic [LINK 6]. Die App versteht sich

als All-in-One-Lösung für die zwei wichtigsten

Social-Media-Kanäle und bietet zudem auch das

Teilen von Fotos über Lockerz und das Hochladen

von Videos auf YouTube an. Je nachdem,

was Facebook und Twitter gerade wieder an

den Entwickler-Schnittstellen ändern, funktioniert

Seesmic sehr gut bis besser als die jeweiligen

Apps. Aktuell erhalten Sie jedoch mit der

offiziellen Facebook-App und dem offiziellen

Twitter-Client mehr Möglichkeiten als mit Seesmic.

Nutzen Sie die beiden Dienste allerdings

nur sporadisch, dann ist die App eine sehr gute

Alternative und erspart die Installation separater

Client-Apps.

Benutzen Sie zudem auch noch Forsquare

und Linkedin lohnt sich ein Blick auf die App

Hootsuite [LINK 7], die zusätzlich zu Facebook

und Twitter auch noch diese zwei Dienste in

einer einzigen App integriert.

Spielplatz.net

Wer mit kleinen Kindern unterwegs

ist, sucht nicht selten einen Spielplatz

auf, um sich etwas zu erholen und

die Kinder toben zu lassen. Mit Spielplatz.net

[LINK 8] wissen Sie immer, wo sich der nächstgelegene

Spielplatz befindet. Die App greift auf

eine recht große Onlinedatenbank zu, neue

Bolzplätze lassen sich aktuell aber leider nur

über die Webseite hinzufügen, nicht über die

App. Das ist insofern schade, da gerade diese

Aufgabe mit dem Handy deutlich einfacher

28

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

28 bis 47 Jahre

Abb. 2: Mit HandWallet behalten

Sie jederzeit den Überblick über

Ihre Finanzen.

Abb. 3: Seesmic ist eine All-in-

One-Lösung für das Veröffentlichen

auf Twitter und Facebook.

Abb. 4: Mit Spielplatz.net finden

Sie den besten Spielplatz in der

Umgebung.

funktionieren würde. Die App hat zudem schon

länger kein Update mehr erhalten und sieht

auch etwas altbacken aus, sie bleibt aber der

beste Spielplatzfinder für Android.

Baby Places

Wie man eine gute Community-App

macht, demonstriert Baby Places

[LINK 9]. Diese App zeigt nicht nur

Spielplätze an sondern jede Menge kinder- und

elternfreundliche Orte, seien

es Cafés oder Restaurants, Wickel-Möglichkeiten

oder gute

Shopping-Möglichkeiten für

Eltern. Die Daten stammen

weitgehend von Eltern und

das Infomaterial der App

wächst stetig an. Ein Muss für

alle Eltern mit Baby oder kleinen

Kindern.

Eltern für 1,99 Euro. Die App auf dem Kinderhandy

meldet seine Position automatisch dem

Handy der Eltern und so wissen die Eltern stets,

wo sich der Nachwuchs befindet. Besonders

praktisch ist der Ad-hoc-Spielbereich: Damit definieren

Sie einen Raum auf einer Karte, in dem

sich das Kind frei bewegen darf (zum Beispiel

ein Biergarten. Sobald sich das Kind daraus entfern,

schlägt Pocket Nanny Alarm. Besonders

praktisch finden wir die Benachrichtigungs-

Pocket Nanny

Je nach Sichtweise

ist Pocket Nanny

[LINK 10] eine geniale

App oder eine fiese elektronische

Fußfessel. Die App besteht

aus der kostenlosen Version

für das Kinderhandy und

die Bezahl-App Pocket Nanny

Abb. 5: Baby Places liefert Ihnen

die besten Orte für junge Eltern

mit kleinen Kids – weltweit.

Abb. 6: Mit Pocket Nanny wissen

Sie immer, wo sich Ihre Kids

gerade aufhalten.

Apps & Tipps 04/2013 29


Highlights

28 bis 47 Jahre

funktion zum niedrigen Akkustand

auf dem Kinderhandy.

So kann man den Sohnemann

oder die Tochter noch

schnell anrufen, bevor der

Akku leer ist.

Doo

Im Laufe der Jahre

sammelt sich allerlei

an Papieren an, die

man für einige Dinge besser

gleich Digital speichert. Eine

Rundum-Sorglos-Lösung bietet

die App Doo [LINK 11]. Mit

der neuen Version 2.0 können

Sie Ihre Dokumente nicht nur

in der Cloud von Doo speichern,

sondern auch bei Dropbox,

Google Drive, Evernote

erfassen Sie alles!

und weiteren Diensten. Der Dokumentenscanner

liest theoretisch auch die Dokumente gleich

aus und speichert den Text automatisch, in unseren

Tests mit der neuen Version vom August

2013 nicht geklappt. Das dürfte aber lediglich

ein temporäres Problem sein und wir können

die App allen Empfehlen, die ihre Zettelwirtschaft

beenden möchten.

Food Planner

Auch wenn das Kochen so langsam

zu einem Luxusgut wird, gibt es dennoch

so manche Eltern, die sich Tag

für Tag überlegen müssen, was denn heute/​

Abb. 8: Mit dem Food Planner stellen Sie Menüpläne zusammen oder sammeln

Rezepte. Per Import holen Sie zudem Rezepte von Chefkoch und Co. in die App.

Abb. 7: Egal ob Kassenzettel, Visitenkarte

oder Rechnung: Mit Doo

morgen auf dem Speiseplan

stehen soll. Gehören Sie auch

zu diesen Personen oder kochen

Sie einfach gerne, dann

empfehlen wir die App Food

Planner [LINK 12]. Die App ist

keine Rezeptsammlung (bringt

aber zahlreiche Rezepte gegen

Bezahlung mit) sondern in

erster Linie ein Menüplaner.

Sie können in der Gratisversion

der App aber beliebig

viele Rezepte anlegen und –

dieses Feature finden wir besonders

praktisch – Rezepte

von chefkoch.de, gutekueche.

at, lecker.de und vielen weiteren

Seiten importieren. Die

Gratisversion finanziert sich

über Werbung. Für 2,24 Euro

erhalten Sie Food Planner auch ohne Reklame.

Die App ist zudem auf Deutsch.

Meine Schwangerschaft heute

Hat man früher noch vor Handys gewarnt,

sind Smartphones heute auch

bei Schwangerschaften kaum mehr

wegzudenken, geschweige denn nach der Geburt

des Kindes, um Fotos zu machen oder die

Freunde up-to-date zu halten. Für die ersten

neun Monate finden Sie mit „Meine Schwangerschaft

heute“ [LINK 13] eine sehr schön gemachte

und deutschsprachige App. Es gibt zwar zahlreiche

weitere sehr gute Alternativen wie I'm

Expecting [LINK 14] oder BabyBump [LINK 15], aber

diese Apps gibt es nur auf Englisch. Bei Meine

Schwangerschaft heute vom Babycenter können

Sie die Entwicklung des heranwachsenden

Babys jeden Tag verfolgen. Die App eignet sich

– mit Einschränkungen – auch für werdende

Väter. Zur Babyplanung empfehlen wir einen

der zahlreichen Menstruationskalender, zum

Beispiel OvuView [LINK 16] oder den Periodenkalender

[LINK 17].

Urlaubspiraten

Irgendwann ist jeder mal reif für die

Insel. Damit Sie bei Ihrer Urlaubsplanung

keine Zeit im Reisebüro vertrödeln

müssen, gibt es die Urlaubspiraten [LINK 18]

für Ihr Handy. Die App stöbert in zahlreichen

30

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

28 bis 47 Jahre

der Schweiz. Einzig die Suchfunktion

könnte etwas besser

sein, zudem braucht die App

zum Laden einzelner Kataloge

manchmal recht lange. Wer

nur auf Papier verzichten will

aber nicht auf Werbeprospekte,

holt sich am besten

MeinProspekt XT 2013.

Abb. 9: Mit den Urlaubspiraten

verpassen Sie garantiert kein Reiseschnäppchen.

Last-Minute- und Schnäppchenangeboten diverser

Reise-Veranstalter und Fluggesellschaften

und stellt Ihnen fast vollautomatisch das passende

Urlaubs-Schnäppchen zusammen. Einfach

das Ziel und das Budget angeben und

schon machen sich die Urlaubspiraten an die

Arbeit. Durch die Push-Option eignet sich die

Urlaubspiraten-App auch für alle, die jetzt

schon auf der Suche nach einem günstigen Urlaubsziel

für die nächste Ferienzeit sind.

Mein Prospekt

Auf das Papier verzichten

Sie gerne,

aber eigentlich

wüssten Sie schon gerne, was

die Woche gerade bei Aldi,

Tchibo und anderen Discountern

besonders günstig zu

haben ist. Gehören Sie zu all

denen, die keine Reklame im

Briefkasten wünschen, diese

aber gerne auf dem Handy anschauen,

dann ist die App

„Aldi, Tchibo & 300 mehr:

2013“ [LINK 19] die perfekte Lösung.

Die App enthält praktisch

sämtliche Prospekte der

wichtigsten Ladenketten in

Deutschland, Österreich und

Abb. 10: Sie brauchen einen

neuen Job? Die App Jobsuche findet

sehr viele freie Stellen.

Abb. 10: Der Gehaltsrechner ermittelt

aus Ihren Angaben den letztendlich

ausgezahlten Nettolohn.

Jobsuche

Die Zeiten sind vorbei,

in denen man

mit 18 bei einem Betrieb

einstieg und seine Karriere

mit 65 beendete. Heute

muss man recht häufig den

Job wechseln, egal ob gewollt

oder nicht. Mit der App Jobsuche

[LINK 20] des Stellenvermittlers

Indeed Jobs behalten

Sie die aktuell ausgeschriebenen Stellen im

Überblick und können sich bei Gefallen umfassend

informieren. Die neueste Version erlaubt

zudem den Import von Lebensläufen und das

direkte Bewerben über die App. Leider fällt das

Design nicht allzu herausragend aus. Die Entwickler

haben hier einfach die iPhone-Version

übernommen. Dafür stimmt das Angebot an

guten freien Stellen, das ist wohl wichtiger!

Gehaltsrechner

Wie viel bleibt vom

Lohn übrig? Diese

Frage beschäftigt Arbeitnehmer

immer wieder. Mit

der App von osogo.de [LINK 21]

können Sie sich Ihren Nettolohn

selbst berechnen. Dazu

machen Sie einfach die nötigten

Angaben oder markieren

die passende Checkbox und

schon sehen Sie, wie sich Ihr

Einkommen verändert. Inklusive

Lohn- und Kirchensteuer

und zahlreiche weitere Beträgen

sortiert nach Bundesland.

Die App ist gratis und zeigt

auch keine Werbung an.

Zudem beträgt der Download

gerade mal 240 KByte. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30485

Apps & Tipps 04/2013 31


Highlights

65 bis 99 Jahre

15 App-Empfehlungen für Senioren und den Ruhestand

Mit 66 Jahren…

Alt werden wollen wir alle, alt sein will hingegen niemand. Ein Android-Tablet oder

‐Smartphone hilft Ihnen dabei, körperlich und geistig fit zu bleiben. Wir stellen 15 Apps

für all diejenigen vor, die möglichst alt werden wollen. Peer Kintrup

kakigori, 123RF


Highlights

65 bis 99 Jahre

Nie zuvor waren die

Alten so jung! Allen

gesundheitlichen

Warnungen zum Trotz steigt

die Lebenserwartung und

damit auch der Altersdurchschnitt

in der Bevölkerung

ständig an. So erstaunt es

nicht, dass auch immer mehr

Senioren Android-Geräte einsetzen

und natürlich auch diverse

Apps nutzen möchten.

Die folgende Auflistung soll

Ihnen als Quelle für weitere

tolle Senioren-Apps dienen,

die es bei Google Play gibt.

Big Launcher

Um gleich mit

einem verbreiteten,

zumeist spöttischen

Vorurteil aufzuräumen: Der Big Launcher

[LINK 1] ist nicht nur etwas für Senioren. Es gibt

zwar Leute, die Smartphones und Apps, die

durch große Schriften und Schaltflächen auffallen

verspotten, im realen Leben hingegen trifft

man immer wieder auch junge Leute, die

selbstbewusst ihr altes Einsteiger-Phone oder

gar ein Handy hinhalten: Das kann alles was

ich brauche!. Es sind also nicht nur die Senioren,

die den Ballast eines endlosen galaktischen

Menüs scheuen und denen die kleine Buttons

und Schriften ihres hochauflösenden Phones im

Alltag einfach nicht ergonomisch genug sind!

Die Einrichtung des alternativen Launchers

erfolgt nach dem Start im Dialog durch den einfach

gestalteten Assistenten. Dieser ersetzt nach

Abschluss der Installation auf Wunsch komplett

die Bedieneroberfläche und ergänzt sogar die

Menüeinstellungen durch eine einfache und

verständliche Darstellung. Inwieweit die Oberfläche

und das Menü Senioren gerecht gestalten

werden sollen, können Sie selbst entscheiden,

indem Sie einzelne Funktionen einschränken

oder gar verhindern.

Der Homescreen lässt sich in zwei Reihen

und vier Zeilen mit Icons bestücken. Jede Seite

können Sie mit einem eigenen Hintergrundbild

versehen, so dass sogar dadurch eine Individualisierung

und Themen bezogene Gestaltung

möglich ist. Der Wechsel zwischen den Seiten

Abb. 1: Auf der Startseite des Big

Launcher sind sechs Icons und

ein Widget vorgegeben.

Abb. 2: Die App Simple Phone

Senior beinhaltet nur die sehr simple

Telefon- und SMS-Funktion.

erfolgt allerdings nicht mehr durch die bekannte

Wischgeste, sondern Sie müssen auf die

dafür zu erstellenden Buttons klicken.

Hervorheben möchten wir besonders den

SOS-Button, der sich individuell konfigurieren

lässt. Formulieren Sie einen Text, der im Notfall

an eine oder mehrere bestimmte Nummern gesendet

werden soll. Auf Wunsch fügt der Launcher

auch noch gleich die aktuelle GPS-Position

hinzu. Nach Auslösen des Notrufs kann wahlweise

automatisch ein Anruf erfolgen. Um

einen versehentlichen Notruf zu stoppen, gibt

es eine Timeout-Funktion. Geben Sie hier die

Zeit vor, die bis zum tatsächlichen Versand verstreichen

soll. Die kostenlose Demoversion ist

bis auf wenige Einschränkungen bei der Gestaltung

der Homescreen-Seiten voll einsatzfähig.

Die Vollversion kostet 8 Euro.

Bewertung: ★★★★★

Simple Phone Seniors

Diese Senioren-Telefon-Oberfläche

[LINK 2] erscheint uns im Vergleich

zum zuvor beschrieben Big Launcher

als zu – wie der Name schon sagt – simpel.

Zwar ist auch die sinnvolle Funktion, einen definierten

Notruf absenden zu können vorgesehen,

aber die Gestaltungsmöglichkeiten sind

doch zu gering. Menüeinstellungen des Smart-

Apps & Tipps 04/2013 33


Highlights

65 bis 99 Jahre

Abb. 3: 99 Gesundheitstipps finden

Sie sauber sortiert und komprimiert

in vierzehn Kategorien.

Abb. 4: Selbst ein 4,8 Display

erlaubt nur schrittweises Scrollen

in Ancestry.

Abb. 5: Die Bibel schlägt täglich

ein Zitat vor, das man über Facebook

und Twitter teilen kann.

phones sind nicht erreichbar, die Einbindung

anderer Anwendungen ist nicht möglich. Die

App wird zwar vom Anbieter als Launcher bezeichnet,

ist aber letztendlich doch nur eine

App, die wie jede Anwendung gestartet werden

muss. Mit anderen Worten: ein Klick auf den

Homebutton und der Nutzer befindet sich wieder

auf dem Startbildschirm des Standard-Launchers

und lässt ihn mit der übrigen Bedienung

im Stich. Die App kann wirklich nur Menschen

mit extremen Sehschwächen oder motorischen

Problemen beim Telefonieren helfen. Die Anschaffung

eines einfachen Senioren gerechten

Handys zum Telefonieren erscheint uns dann

sinnvoller.

Bewertung: ★★★★★

99 Tipps für mehr Gesundheit

Den morgendlichen Radiosendungen

zufolge scheint mit zunehmendem

Alter das Thema Gesundheit immer

präsenter zu werden. Es geht dabei oft nicht um

die großen Probleme, für die Ärzte und Krankenhäuser

zuständig sind, sondern um alltägliche

Zipperlein bei denen oft schon Hausmittel

helfen. Angesichts der scheinbar wachsenden

Zahl von Krankheiten scheinen 99 Tipps wenig

zu sein. Doch keine Sorge: Sie wollen ja nicht

Medizin studieren und auch keine Fremdsprache

erlernen! In der App „99 Tipps für mehr

Gesundheit“ [LINK 3] finden Sie übersichtlich sortiert

auch Tipps zu dreizehn weiteren Themen

wie Abnehmen, Erkältung, Frauengesundheit,

und Magen-Darm. In den Rubriken Wellness,

Hautpflege, Diät, Gesund im Beruf und Gesund

auf Reisen können Sie sich auch vorbeugend

Anregungen holen. Auch wenn es in einigen

Bereichen eine abweichende Meinung geben

dürfte: der Inhalt entspricht dem Rat der Fachwelt

und ist auf der Höhe der Zeit.

Bewertung: ★★★★★

Ancestry

Mit zunehmendem Alter bekommt

Zeit eine andere Bedeutung. Nicht

nur die verbleibende wird kürzer,

sondern auch die vergangene länger. Dass dies

nicht nur sentimentale Rückbesinnung und ein

Graben in der Vergangenheit sein muss, weiß

jeder, der sich einmal mit Ahnenforschung beschäftigt

hat. Vielleicht haben Sie jetzt Zeit und

Muße sich einmal mit der durchaus spannenden

Detektivarbeit befassen zu können? Der

Autor hat dies schon in jungen Jahren immer

mal wieder getan; in der damaligen Offline-Zeit

noch ausgerüstet mit Unmengen aneinander geklebter

DIN-4 Seiten.

Ancestry [LINK 4] ist die weltweit größte Datenbank

mit 46 Millionen Stammbüchern und

34

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

65 bis 99 Jahre

mehr als 11 Milliarden (!) historischen

Dokumenten. Schon

ohne ein kostenpflichtiges Abo

kommen Sie sehr weit. Verfolgen

Sie doch mal die Spuren

Ihrer Ahnen, indem Sie durch

alte Schiffstagebücher scrollen

oder in Kriegslisten suchen, was

Ihr Urgroßvater im Krieg gemacht

hat! Kontaktieren Sie online

andere Nutzer, die (möglicherweise)

die gleichen Ururgroßeltern

hatten und ergänzen

Sie fehlende Angaben in dem

optisch schön gestalteten

Stammbaum in der Ancestry-

App. Natürlich wird das auf

einem Tablet übersichtlicher als

auf unserem HTC One, das wir

für diese Testreihe benutzt

haben. Ihren Anchestry-Account

können Sie auch komfortabel im Browser

Ihres Laptops oder Desktops einsehen und bearbeiten.

Die Basismitgleidschaft ist kostenlos.

Der Premiumstatus, mit dem Sie überwiegend

in den USA weiterkommen, kostet rund 20 Euro

pro Jahr.

Bewertung: ★★★★★

Die Bibel

Man kann zu Religionen stehen wie

man will: Die Bibel ist nicht nur das

älteste Buch, sondern auch das verbreiteste

dieses Planeten, so wie auch die

gleichnamige App [LINK 5] weltweit von mehr als

100 Millionen Nutzern installiert wurde. Sicherlich

steht eine große und zumeist begeisterte

Gemeinschaft dahinter, von der die App im

Playstore mit 4,8 von 5 Sternen fast 700.000

Tausend mal bewertet wurde.

Nach dem Start sollten Sie zunächst den Text

bei Seite schieben und sich in der zeitgemäßen

Optionseite orientieren. Neben einigen bekannten

Einstellungsmöglichkeiten finden Sie unter

der ersten Option Heute die Einblendung Vers

des Tages, den Sie über Twitter und natürlich

auch Facebook mit Mitmenschen teilen können.

Das noch wichtigere zweite Register Bibel führt

zu einer Übersicht, in der Sie zwischen den einzelnen

Büchern, Kapitel und Versen intuitiv

wählen können. Ebenso

sinnvoll erscheint uns die

permanent eingeblendete

Option, mit der Sie zwischen

neun Bibelversionen (Luther

Bible 1912, Elberfeld 1871

usw.) wechseln. „Hoffnung

für Alle“ und die „Neue

Genfer Übersetzung“ sind

bereits nach der Installation

verfügbar. Für weitere Versionen

ist eine Anmeldung erforderlich.

Im deutschsprachigen

Raum bietet die App

zur Zeit nur ein Video an:

Der Jesus Film ist eine zweistündige

Verfilmung aus

dem Jahr 1979, die sich im

Download-Stream in guter

Qualität und ruckelfrei abspielen

lässt. Sehr komfortabel

gemacht sind die Lesepläne, die in eine thematisch

gegliederte Übersicht führen. Eine Vorschau

bringt die App mit, der komplette Zugang

zu den Plänen erfordert einen Account.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 6: Wie beim Original, aber

mit Zoom und ohne Radiergummi:

Das Kreutzworträtsel Free.

Kreuzworträtsel Free

Rentenzeit ist Kreuzworträtselzeit.

Bei dieser App [LINK 6] können Sie die

Wortumschreibungen wie gewohnt

auf einen Blick überschauen, auch wenn die

Schrift je nach Bildschirmauflösung zunächst

sehr klein ist. Da Android bekanntlich auf Geräten

mit unterschiedlichen Displaygrößen in diversen

Auflösungen läuft, ist die Zoom-Möglichkeit

unerlässlich. Naheliegenderweise

macht das Raten auf einem Tablet ab 7" erst

wirklich Spaß. Nach dem Start wählen Sie aus

drei Registern zwischen Leicht (185 Rätsel),

Mittel (90) und Schwer (70). Unabhängig vom

Schwierigkeitsgrad besteht jedes Rätsel aus 15

Reihen à 15 Zeilen, mithin also 225 Feldern.

Bewertung: ★★★★★

Gartenpflanzen

Mit 65+X haben Sie endlich die Zeit,

die Ihnen bisher immer davon gelaufen

ist? Andererseits sind Rentner be-

Apps & Tipps 04/2013 35


Highlights

65 bis 99 Jahre

Abb. 7: Garten: Gemüsepflanzen

informiert über die bekanntesten

Pflanzen kurz und knapp.

kannt dafür, dass sie nie Zeit haben und immer

beschäftigt sind. Vertrauen wir ausnahmsweise

mal den Chinesen, deren Lebensweisheit schon

vor langer Zeit gelautet haben soll:

Wer einen Tag lang glücklich sein will

der betrinke sich.

Wer ein Jahr glücklich sein will,

der heirate

Wer ein Leben lang glücklich sein will,

der werde Gärtner.

Die App [LINK 7] kann ein ausführliches Gartenbuch

im Regal nicht ersetzen. Die fünfzig beschriebenen

Gemüsearten beinhalten aber die

gängigsten Sorten unserer Region, die ansprechend

bebildert und vor allem kompakt und informativ

beschrieben sind. Die App bietet so

einen schnellen Zugriff auf Informationen zur

Anzucht, Freiland-Saison, Bodenart, Lage,

Pflanzabstände, und Saattiefe immer in der Tasche.

Je nach Gemüse werden entweder geeignete

Nachbarbepflanzungen beschrieben oder

allgemeine Informationen angeboten.

Bewertung: ★★★★★

Park4night Wohnmobil & Van

Trotz des sperrigen App-Namens bleiben

Sie unterwegs mit dem Wohnmobil

flexibel und unabhängig, wenn Sie

diese App [LINK 8] an Bord haben. Nach einem

Abb. 8: Park4night ist ideal für

Frankreich-Urlauber, hierzulande

ist das Angebot eher dürftig.

Klick auf die vorrangige

Schaltfläche Karte und dem

darin zu findenden Aktualisierungsbutton

sehen Sie auf

einer Google-Karte – durch

verschiedene Icons symbolisiert

– in Frage kommende

Etappenziele. Das Einstellungsmenü

ermöglicht es

Ihnen, nicht nur die Höhe

Ihres Fahrzeuges einzugeben,

sondern auch nach Art der

Icons (kostenlos, Picknickplatz,

Campingplatz) oder

nach Versorgungseinrichtungen

und Freizeitaktivitäten zu

filtern. Die App erlaubt es, die

GPS-Daten des Ziels zu übernehmen

und in Ihr Fahrzeugnavi

einzugeben.

Die von einem französischen

Entwickler angebotene App ist zwar auch

deutschsprachig, spielt ihre Stärke aber vor

allem in Belgien und Frankreich aus. Falls

Ihnen die App gefällt, können Sie einen Account

anlegen und nicht nur Ihre Favoriten

speichern, sondern die Platzangaben auch bearbeiten,

kommentieren und bebildern, um Ihre

Erfahrungen und Informationen mit anderen

Mobilisten zu teilen.

Bewertung: ★★★★★

Kreuzfahrten

Die Kreuzfahrt-App [LINK 9] basiert auf

dem Angebot des beliebten Web-Portals

und könnte Ihnen Appetit auf

Hochsee- und Flusskreuzfahrten machen? Eines

der führenden Reisebüros für Schiffsreisen offeriert

bereits auf der Startseite griffbereit Buttons

auch für günstige Last Minute-Angebote oder

Gruppenreisen. In der folgenden Listenansicht

finden Sie nach dem ersten Klick neben einer

Abbildung des Schiffes bereits die Eckdaten,

wie Anbieter, Reisetermine, Länder und die

Preise für die Kategorien Innen, Außen und Balkon.

Aktuell zum Redaktionsschluss haben wir

82 Gruppenreisen, sowie 400 Last Minute-Angebote

gefunden. Haben Sie schon konkrete

Vorstellungen nutzen Sie die Suchfunktion, um

sich zwischen Hochsee und Fluss zu entschei-

36

04/2013 Apps & Tipps


den, den gewünschten Reisetermin

einzugeben und

aus einem weltweiten Angebot

ein Zielgebiet auszusuchen.

Die Reihenfolge der

Eingabe bleibt Ihnen freigestellt,

so dass Sie Ihre Flexibilität

nutzen können, wenn

Sie an keine Urlaubszeiten

gebunden sind und Ihnen

das Ziel wichtiger sein kann,

als Termine.

Im nächsten Schritt werden

Sie Zur Reise geführt

und in einer anschaulichen,

fast plastischen Karte die

Häfen angezeigt, die das

Schiff anläuft. In einer Beschreibung

erfahren Sie

mehr Details, die aber je bis zur Buchung.

nach Anbieter auch aus

nichtssagenden Werbesprüchen bestehen können.

Die Informationen über die jeweilige

Schiffs-Ausstattung sind da in Verbindung mit

wichtigen formalen Reisetipps schon hilfreicher.

Zwecks Buchung leitet Sie die App zur Webseite

weiter, die Sie aber wegen des unvermeidlich

Kleingedruckten besser auf einem Tablet

oder auf dem Desktop studieren sollten.

Bewertung: ★★★★★

Stellplatz-Finder

Falls Ihr bevorzugtes Reiserevier nicht

in Frankreich liegt, werfen Sie vor

dem Start auch mal einen Blick auf

den Stellplatz-Finder [LINK 10]. Leider nicht so

professionell und intuitiv gestaltet wie das

zuvor beschriebene park4night können Sie mit

dieser App aber zwischen verschiedenen Datenbanken

wählen. Neben den Informationen aus

www.stellplatzfuehrer.de stehen auch auf die

Informationen des ADAC-Stellplatzführers von

ACSI Euro Campings und sieben weiterer Datenbanken

zur Verfügung. Leider können Sie

immer nur einen Anbieter wählen, so dass die

Klickerei wesentlich umfangreicher wird.

Neben der üblichen Kartendarstellung wird

auch hier eine Listenansicht angeboten.

Bewertung: ★★★★★

Abb. 9: Kreuzfahrten macht Lust

auf Meer und hilft von der Planung

Toiletten Scout

Wo ist die nächste Toilette?

Die Frage stellt

man oft ungern und

bekommt statt einer hilfreichen

Antwort Achselzucken und Ratlosigkeit.

Toiletten Scout [LINK 11]

löst alle Probleme schnell und

diskret. Bei aktivierter GPS-

Funktion werden auf der üblichen

Google-Karte sofort die

WCs durch hilfreiche Symbole

markiert. Diese lassen schon erkennen,

ob es sich um einen öffentlichen

Ort (grün) oder eine

Gaststätte (blau) handelt, und

ob das Ziel barrierefrei mit dem

Rollstuhl erreichbar ist. Ohne

nachzuzählen glauben wir dem

App-Entwickler: Es sollen mehr

als 600.000 sein. In der App

können Sie zu Ihrer Erfahrung einen Kommentar

hinterlassen und mit noch nicht vermerkten

Standorten anderen Menschen in WC-Not aus

der Patsche helfen.

Bewertung: ★★★★★

Protegon SOS

Als Zielgruppe von Protegon SOS

[LINK 12] werden nicht nur Senioren

angesprochen, sondern auch Leute,

die aus beruflichen oder sonstigen Gründen

rund um die Uhr ihren Notruf an Profis weiterleiten

wollen; besser gesagt müssen. Dies können

Menschen mit Behinderungen sein und

sonstige, die im Ernstfall auf fremde Hilfe angewiesen

sind.

Die ungewöhnlich spartanische Startseite besteht

aus zwei großen Schaltflächen, von denen

eine für einen medizinischen Notfall vorgesehen

ist (rot) und die blaue sonstige Rettungskräfte

alarmiert. Im Hintergrund ist bereits das

schussbereite Kamerabild sichtbar, das beim

Auslösen über den Mailweg sofort mit versandt

wird. Ihre Nachricht wird mit den metergenauen

Standortdaten, sowie mit dem gleichzeitig

aufgenommen Foto versehen, das die Notsituation

beschreiben kann, an eine Sicherheitszentrale

gesendet. Deutschlandweit sollen

mehr als 500 Dienste mit mehreren tausend

Highlights

65 bis 99 Jahre

Apps & Tipps 04/2013 37


Highlights

65 bis 99 Jahre

Abb. 10: Im Stellplatzfinder finden

Sie wichtige Informationen zu

Ihrem nächsten Etappenziel.

Abb. 11: Der Toilettenscout hilft in

der Not, wie hier im bekannten

Touristenmekka Xanten.

Abb. 12: Die Finanzen-App zeigt

Wechselkurse, Rohstoffpreise und

Aktienkurse an.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30488

ausgebildeten Profis angeschlossen sein, die je

nach Lage staatliche Notfall- und Rettungskräfte

mobilisieren. Mit der hier vorgestellten kostenlosen

Demo können Sie die Grundfunktionen

ausprobieren und sich testweise selbst alarmieren.

Bei kostenpflichtiger Nutzung ist es für

6,95 Euro/​monatlich möglich, einem individuellen

Notfallprofil Informationen zu Krankheiten

oder wichtige Adressen zu hinterlegen.

Bewertung: ★★★★★

Finanzen 100 Börse

Diverse vergleichbare Apps haben

einzelne Funktionen der Finanzwelt

im Fokus, wie die Börse, Nachrichten,

Newsletter, Portfolios, Beobachtungslisten und

dergleichen. Finanzen 100 Börse [LINK 13] erscheint

uns als die vielzitierte Eierlegende Wollmichsau,

die sogar ein informatives Widget

mitbringt. In diesem können Sie durch ausgewählte

Anzeigen scrollen und sich aktuelle

Wechselkurse, Rohstoffpreise (Gold, Rohöl) Indizes

(DAX, Dow Jones) und natürlich auch

ausgewählte Aktienkurse anzeigen lassen. Nominale

und prozentuale Veränderungen werden

schon hier erkennbar und in der App geht es

dann richtig tief in die Details. Im Minutentakt

werden Nachrichten aus vielen Quellen ausgespuckt,

und die schon erwähnte Watchlist und

Portfolios können ebenfalls angelegt werden.

Diese veranschaulichen in übersichtlichen grafischen

Darstellungen Kursveränderungen und

Entwicklungen Ihres Portfolios. Leider dauert

die Aktualisierung einzelner Daten mitunter einige

Stunden.

Bewertung: ★★★★★

Schrittzähler-App BG Verkehr

Jeden Tag ein paar (Tausend) Schritte

zu tun, ist nicht nur für den Rücken,

sondern auch für die allgemeine Gesundheit

von Vorteil. Mit der App Schrittzähler-

App BG Verkehr [LINK 14] tun Sie Ihrer Gesundheit

und Ihrem Smartphone einen Gefallen.

Denn im Unterschied zu den zahlreichen Alternativen

benötigt diese App weder einen Account

in der Cloud noch besondere Rechte. Die

Zählung erfolgt recht genau, allerdings halten

Sie das Handy dazu am besten in der Hand.

Wie bei den meisten Schrittzähler-Apps liegt

auch hier der Akkuverbrauch etwas höher als

üblich, nutzen Sie die App also gezielt für den

Spaziergang oder das Jogging, nicht den ganzen

Tag lang. Schrittzähler-App BG Verkehr ist gratis

und verzichtet auf Reklame. Ein klarer Fall

für eine 5-Sterne-App!

Bewertung: ★★★★★

38

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

Die Android--Familie

Android für die ganze Familie

Familienbande

kakigori, 123RF

Früher saßen Eltern und Kinder am Samstag Abend vor dem Fernseher, dann

kam der PC und „spaltete“ die Familie. Heute hat jeder sein Handy und es

scheint, als wäre jeder für sich alleine. Doch richtig genutzt, können Android-

Geräte das Familienleben durchaus sinnvoll bereichern. Carsten Müller

Apps & Tipps 04/2013

39


Highlights

Die Android-Familie

Abb. 1: Die Sicherheitsapp

Blitzer.de warnt

zuverlässig vor

Geschwindigkeitskontrollen.

Wir spielen am Smartphone, lesen Bücher,

schauen Filme und konsumieren

Nachrichten auf unseren Android-Geräten.

Kein Wunder, dass kritische Stimmen

bereits vor Vereinsamung der Nutzer von

Smartphones und Tablets warnen, weil sie allenfalls

noch virtuellen Kontakt zur Außenwelt

halten. Doch diese Kritik greift oft zu kurz:

Denn mit modernen Apps eröffnen sich auch

völlig neue Möglichkeiten der realen Interaktion.

Sie erleichtern viele alltägliche Dinge –

und lassen etwa Familie und Freunde dichter

zusammenrücken. Wie zum Beispiel an diesem

Wochenende…

Ganz nah dran

Freitag, 8 Uhr: Thank god, it’s friday! Papa

muss ins Büro, aber zum letzten Mal für diese

Woche. Am Montag ist Feiertag und er freut

sich auf das verlängerte Wochenende. Auf dem

Weg zur Arbeit warnt ihn die App Blitzer.de

[LINK 1] vor einer Radarfalle auf dem kurzen

Stück Bundesstraße. Auch wenn es im Berufsverkehr

eh recht behäbig voran geht: Gut zu

wissen, dass Carsten mit seinem

Smartphone einen wachsamen

Begleiter an Bord hat.

Dank einer großen Community

weist ihn die App zuverlässig

auch auf frisch

aufgestellte Geschwindigkeitskontrollen

und andere

Gefahren hin.

Freitag, 8:30 Uhr: Bevor

sich Papa ins Büro und

damit in die Arbeit stürzt,

wirft er auf dem Parkplatz

noch schnell einen Blick

auf das Smartphone: Eine

E-Mail von Oma. Bis zum

stolzen Alter von 70 Jahren

hatte sie nie etwas mit

Computern am Hut –

selbst SMS schreiben war

ein Buch mit sieben Siegeln

für sie. Seit ihr Carsten

vor einem Monat jedoch

ein Android-Tablet

geschenkt hat, ist die

Kommunikation nicht mehr

nur auf Telefonate beschränkt.

Die Großeltern wohnen 700 Kilometer

weit weg, was gegenseitige Besuche doch stark

minimiert. Mit dem Tablet sind sind sie näher

an Carsten und seiner Familie dran. Vor allem

den sechsjährigen Enkel Mika genießen Sie jetzt

häufiger über Skype [LINK 2].

Freitag, 12 Uhr: Carstens Frau Martina meldet

sich per WhatsApp-Nachricht: „Hallo

Schatz, hast du das Schreiben an die Versicherung

schon abgeschickt?“ Gut, dass sie nachfragt,

denn Carsten hat es natürlich vergessen.

Aber der Brief ist fertig und da sich das Dokument

wie alle wichtigen Dokumente auch in der

Cloud bei Google Drive [LINK 3] befindet, schickt

Carsten ihr einfach den Google-Drive-Link zum

Dokument. Martina wird das Schreiben ausdrucken

und zur Post bringen. Und dann macht sie

noch einen großartigen Vorschlag: „Das Wetter

ist so toll, wollen wir nicht übers Wochenende

an die Ostsee?“ Klasse Idee, findet Carsten.

Freitag, 12:45 Uhr: Nach dem Mittagessen

ruft Papa die App HRS Hotels [LINK 4] auf, um

ein günstiges Hotel zu finden. Es ist eine der

Lieblingsapps von Carsten, weil man damit

nicht nur gezielt in Städten suchen kann, sondern

auch in Regionen – zum Beispiel die Ostsee-Region

in Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem

listet sie nur Hotels auf, in denen auch

wirklich aktuell noch freie Zimmer zu bekommen

sind. Ein 4-Sterne-Hotel in Binz auf Rügen

für 90 Euro pro Nacht, das klingt gut. Carsten

teilt das Schnäppchen gleich aus der App heraus

mit Martina per WhatsApp [LINK 5]. Es dauert

keine fünf Minuten, ehe sie der Auswahl zustimmt.

Zwei, drei Klicks später ist das Hotel

gebucht und Papa freut sich nun noch mehr auf

das Wochenende.

Freitag, 15:30 Uhr: Heute macht Carsten

etwas früher frei, sie wollen ja noch nach

Rügen aufbrechen. Auf dem Weg nach Hause

hält Papa noch kurz beim Supermarkt. Während

Martina die Koffer packt, kauft er ein paar

Sachen für unterwegs ein. Martina hat ihm

alles, was sie benötigen, in die gemeinsame

Einkaufliste in der App Out of Milk [LINK 6] notiert.

Die App ist sehr praktisch, denn sie erlaubt

die gemeinsame Pflege von Einkaufslisten.

Listen lassen sich miteinander teilen und

synchronisieren. So sind beide stets auf dem

Laufenden, was sie brauchen und was der andere

womöglich bereits eingekauft hat. Das

40

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

Die Android-Familie

spart Zeit und Geld, weil es

Doppelkäufe vermeidet.

Beim Anstehen an der

Kasse checkt Carsten noch

schnell seine E-Mails und

freut sich über eine Einladung

zu einem Klassentreffen Mitte

Oktober in seiner alten Heimat

im Saarland. Mit Hin- und

Rückreise kostet ihn das ein

ganzes Wochenende – das will

mit der Familie abgestimmt

sein. Zum Glück pflegen Carsten

und Martina ihre Termine

mit dem Google-Kalender. In

separaten Kalendern pflegen

sie ihre privaten Termine und

in einem Familienkalender

auch die gemeinsamen. Die

privaten Kalender haben sie

einander zur Ansicht freigegeben, den Familienkalender

können sie zudem auch gemeinsam

bearbeiten. Das besagte Wochenende ist noch

frei – prima! Carsten legt einen Termin an und

schickt schnell noch eine Teilnahmebestätigung

zum Klassentreffen per E-Mail an die Organisatoren

und eine E-Mail an seine Eltern, die sich

über einen außerplanmäßigen Besuch am

Rande des Klassentreffens freuen.

Mit der App SkyScanner [LINK 7] sucht er sich

dann einen günstigen Flug von Hamburg nach

Abb. 2: HRS Hotels ist die App der

Wahl, wenn es um günstige und

verfügbare Hotels weltweit geht.

Saarbrücken. Diese App ist

dafür besonders geeignet, weil

sie sehr komfortabel zeigt,

welche Kombination aus Hinund

Rückflug besonders günstig

ist. Sogar die Buchung ist

über die App schnell erledigt.

Freitag, 20 Uhr: Nach

knapp drei Stunden Fahrt unterstützt

von Google Maps Navigation

und Blitzer.de kommen

Carsten, Martina und

Mika auf Rügen an. Sohnemann

Mika war von langen

Autofahrten nicht so begeistert.

Da er schon ein bisschen

lesen kann, durfte er deshalb

während der Fahrt versuchen,

die Kennzeichen vorausfahrender

Autos zu erkennen und

mit der App Kennzeichen [LINK 8] nachzuschauen,

woher das Fahrzeug stammt. Mama

und Papa mussten dann raten, wo der Fahrer

herkommt. So weiß jetzt die ganze Familie,

dass „APD“ für Apolda in Thüringen steht, und

die Fahrt ging recht kurzweilig und lehrreich

über die Bühne.

Grüße aus der Ferne

Samstag, 9 Uhr: Das ist das schöne an Hotels:

Nach ausgiebigem Schlaf setzt man sich an den

Abb. 3: Mit Out of Milk haben Sie

mit Ihrem Partner immer den

aktuellen Einkaufszettel im Blick.

Abb. 4: Dank der innovativen grafischen

Darstellung finden Sie mit

Skyscanner den günstigsten Flug.

Abb. 5: Eine moderne Form der

guten alten Postkarte bietet die

App Urlaubsgruß.

Apps & Tipps 04/2013 41


Highlights

Die Android-Familie

Abb. 6: JustPictures

erlaubt den Zugriff auf

Ihre Fotosammlung –

(fast) egal, wo die Fotos

gespeichert sind.

Abb. 7: Der mächtige Cloud-Dienst

Flickr eignet sich wie kein anderer

zum Austausch von Fotos.

gedeckten Frühstückstisch –

herrlich! Für eine Wettervorhersage

ist heute zur Abwechslung

mal keine Smartphone-App

nötig. Der Blick

aus dem Fenster offenbart

schon jetzt strahlend blauen

Himmel und viel Sonnenschein.

Mika freut sich auf

den Strand.

Samstag, 13 Uhr: Zeit für

das Mittagessen. Carsten und

seine Familie ziehen vom

Strand in ein nahegelegenes

Restaurant um. Nach dem

Essen sichten sie die Fotos, die

sie bisher mit dem Smartphone

geschossen haben.

Mika möchte seiner Tante unbedingt

eine Postkarte schicken

und sucht sich sein Lieblingsfoto aus. Er

weiß schon vom letzten Urlaub, dass man Postkarten

auch prima direkt vom Handy aus verschicken

kann. Dazu wählt er in der App Urlaubsgruß.com

[LINK 9] das gewünschte Foto

aus, schneiden es noch auf

den besten Bildausschnitt

zurecht. Anschließend

wählt Papa aus dem Adressbuch

die Adresse von

Tante Petra aus. Mika

darf den Text diktieren,

den Mama dann noch

auf die Karte schreibt.

Anschließend kann die

Karte abgeschickt werden.

Der Service ist nicht

teurer als die meisten

echten Postkarten plus

Porto. Im Ergebnis sind

diese Karten aber nicht

nur wesentlich bequemer

zu versenden, sondern

auch persönlicher,

da man wirklich einzigartige

Fotos verschickt.

Samstag, 20 Uhr: Für

Mika ist es Zeit zum

Schlafengehen. Frische

Luft, Strand und Meer

haben ihn auch ordentlich

müde gemacht. Martina

und Carsten sichten noch die

Dutzende Fotos, die sie gemacht

haben laden die vielen

Fotos von Mika auf das gemeinsam

genutzte Konto bei

Flickr hoch, damit auch Oma

und Opa etwas davon haben.

Mit der Android App von

Flickr [LINK 10] klappt das sehr

zuverlässig. Die Fotos lassen

sich in Alben katalogisieren

und bereits beim Upload kann

man sie mit einer kurzen Beschreibung

versehen. Da

Flickr nur für die privaten

Fotos zum Einsatz kommt,

verwenden Carsten und Martina

ein gemeinsames Konto –

dadurch müssen sie einander

keine Fotos oder Alben freigeben. Außerdem

haben sie das gesamte Konto auf privat gesetzt,

sodass nicht geteilte Fotos von niemand anderem

gesehen werden können. So viel Privatsphäre

muss dann doch sein.

Weil Flickr sehr mächtig ist und Oma und

Opa auf ihrem neuen Tablet möglichst bequem

und ohne Umwege zu den privaten Familienfotos

gelangen sollen, hat Carsten auf ihrem Tablet

die App JustPictures [LINK 11] installiert und

für Flickr konfiguriert. Diese komplett kostenfreie

App ist eine Art eierlegende Wollmilchsau

für den Zugriff auf Fotos. Sie kommt problemlos

mit allen möglichen Foto-Cloud-Diensten klar –

allen voran Flickr und Picasa – und begeistert

mit einer sehr geradlinigen und intuitiven Benutzerführung.

Einmal geöffnet, muss Oma nur

noch das gewünschte Fotoalbum öffnen. Die

Fotos kann sie dann einzeln öffnen oder sich

eine von JustPictures automatisch erzeugte Diashow

ansehen. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters

hat Oma das Android-Tablet und die damit

verbundenen Möglichkeiten sofort lieben gelernt

– auch wenn sie das volle Potential von

Android vermutlich niemals ausschöpfen wird.

Weit weg und doch so nah

Sonntag, 11 Uhr: Lange geschlafen und ausgiebig

gefrühstückt. Der Blick aus dem Fenster offenbart:

auf exzellentes Wetter ist heute nicht

Verlass – Wolken trüben etwas den Himmel und

42

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

Die Android-Familie

die Sonne hat Mühe, sich hindurch zu kämpfen.

Martina, Carsten und Mika bleiben erst einmal

im Hotel. Heute hat Mikas Opa Leo Geburtstag,

also schaut Martina kurz via Skype, ob Oma

oder Opa gerade mit ihrem Tablet online sind.

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, denn sie haben

bereits eine E-Mail bekommen, dass es neue

Fotos zu bestaunen gibt. Und tatsächlich: Mika

hat Glück und kann seinem Opa per Video-

Skype zum Geburtstag gratulieren. Dank des

hoteleigenen WLAN funktioniert das in guter

Qualität, was bei mobilem Internet ja leider

nicht immer gewährleistet ist. Wie immer will

der Kleine gar nicht mehr aufhören zu „videofonieren“

– so spannend und spaßig findet er die

Kombination aus Live-Bild und Ton.

Sonntag, 13 Uhr: Die Sonne hat weiterhin

keine Chance. Martina will gerne ein bisschen

shoppen. Mika und Carsten setzen sich in ein

Café. Sie vereinbaren keinen besonderen Treffpunkt,

keine Uhrzeit. Wozu auch, da beide

ständig online sind. Bei einem Kaffee liest Carsten

eine Sonntagszeitung. Mika widmet sich

derweil einem seiner Lieblingshobbys: dem

Malen. Diesmal nicht auf Papier, sondern auf

Papas Smartphone. Mit der App Skitch [LINK 12]

wählt er ein Foto aus dem Urlaubsalbum aus

und verschönert es auf kreative Art. Das tolle an

Skitch ist, dass es sich auf wenige, aber pfiffige

Funktionen beschränkt und mit kleinen grafischen

Gimmicks wie Sprechblasen aufwartet.

Wobei Mika lieber meist selbst malt und seinen

Namen krickelt. Das fertige „Kunstwerk“ lässt

sich anschließend dann teilen – über E-Mail,

WhatsApp, Facebook und weitere Kanäle.

Sonntag, 14 Uhr: „Hi Ihr

beiden, ich habe was gaaanz

tolles entdeckt!“,

schreibt Martina per

WhatsApp. Das können

nur Klamotten sein… Sie

schickt Carsten ihren

Standort und er sieht in

Google Maps, dass sie

sich nur ein paar Ecken

weiter befindet. Carsten

bezahlt die Getränke

und lässt sich per Fußgängernavigation

von

Google Maps zu Martina

lotsen. Die Boutique

ist schnell gefunden

und mit kindlicher

Intuition spürt Mika

zielgenau Mama auf…

Sonntag, 19 Uhr:

Mit einem leckeren

Essen beim Italiener

lassen Carsten, Martina

und Mika den Tag ausklingen. Morgen geht es

wieder zurück nach Hause, am Dienstag wartet

schon wieder die Arbeit.

Dienstag, 8:13 Uhr Carsten müsste schon

längst auf dem Weg zur Arbeit sein. Aber er hat

am Abend vergessen, sein Handy aufzuladen

und so blieb die Weck-App stumm. Zum Glück

kann man sich auf die innere Uhr von Mika verlassen,

und so kommt wenigsten der Kleine

noch rechtzeitig in den Kindergarten. ● ● ●

Abb. 8: Die App Skitch

ist ein grafischer Spaß

für Groß und Klein.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30489

Abb. 9: Mit Skype behalten

Sie den Kontakt zu

Freunden und Familie.

43


Highlights

Eltern-Ratgeber

Kinder und Smartphones: was ist gesund und worauf soll man achten?

Baby Droids

Das Baby kann kaum sitzen aber es hält bereits das Handy der Eltern in den

Händen. Gesund oder gar hilfreich ist das für die Entwicklung bestimmt nicht.

Wir geben ein paar Tipps aus Elternsicht. Marcel Hilzinger

Nataliia Natykach, 123RF

44

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

Eltern-Ratgeber

Mit Handys und Kleinkindern ist es fast

wie mit dem Impfen: egal, wie man

es macht, man macht es falsch.

Wächst das Kind komplett ohne Smartphone

oder Tablet auf, dann hat es eventuell später

kleine Nachteile gegenüber anderen Kindern.

Bekommt es aber das Handy quasi schon in die

Wiege gelegt und wird zu früh mit diversen

konfusen Bildern konfrontiert, kann es psychische

Schäden davontragen, vom stark diskutierten

Thema Strahlenbelastung mal ganz zu

schweigen. Wie so oft ist also der goldene Mittelweg

gefragt. Aber wie sieht dieser aus?

24 oder 48 Monate?

Kinder unter 2 Jahren fingern zwar gerne auf

einem Touchscreen herum und steuern problemlos

die Bildergalerie per Wischgeste, wirklich

etwas anfangen oder sogar etwas lernen

können Sie mit dem Tablet oder dem Handy

nicht. Generell wird deshalb von der Nutzung

von Smartphones und Tablets durch Kleinkinder

unter 24 Monaten abgeraten [LINK 1]. Dieser

Empfehlung schließen auch wir uns an.

Zwischen zwei und vier Jahren können

Kleinkinder schon recht gut mit moderner Technik

umgehen, unter anderem auch selbständig

Apps kaufen oder In-App-Käufe freischalten

(wenn auch meistens unbewusst, siehe weiter

unten). Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten,

dass Handy und Tablet höchstens ergänzend

zu anderen Spielen eingesetzt

werden und keinesfalls

als Babysitter oder „Beruhigungsmittel“

dienen. Es gibt

zwar keine Studien, die beweisen,

dass die Nutzung von

Android-Geräten in diesem

Alter schadet, aber generell

sollten Kinder bis zum Alter

von vier Jahren in erster Linie

die motorischen Fähigkeiten

schulen und möglichst viel

mit echten Gegenständen und

im Freien spielen.

Als Vater von drei Kindern

halte ich den sehr beschränkten

Einsatz zwischen zwei

und vier Jahren durchaus für

sinnvoll, wenn auch nicht für

notwendig. Ab und zu für ein

Abb. 1: Taste drücken, Ton anhören:

Solche Apps schaden Kleinkindern

nicht und machen Spaß.

paar Minuten auf einem virtuellen Piano zu

klimpern bringt dem Kind entwicklungstechnisch

deutlich weniger, als mit einem Schläger

auf einem echten Xylophon herumzuhauen,

aber es ist immer noch besser, als das Kind vor

den Fernseher zu setzen.

Komplett abraten möchte ich Ihnen an dieser

Stelle vor den meisten Spielen. Ein zweijähriges

Baby findet diese zwar äußerst spannend und

lernt auch recht schnell, wie man zum Beispiel

mit Cordy hüpft oder ein Autorennen bedient.

Wirklich verarbeiten lassen sich die schnellen

Bildfolgen jedoch nicht und es besteht auch

eine recht große Suchtgefahr, die Sie daran erkennen,

dass das Kind aggressiv wird, wenn Sie

Ihm das Handy oder Tablet wieder wegnehmen.

Sie sollten Kindern unter vier Jahren also keinesfalls

tolle Spiele zeigen oder den Kids sogar

nahelegen, mit dem Tablet oder Handy zu spielen.

Das Interesse daran kommt von alleine.

Gemeinsam auf einem Tablet ein paar Fotos

anzuschauen oder Baby-Apps zu benutzen, wie

wir Sie auch in diesem Heft vorstellen, dagegen

spricht aber nichts, solange das Kleinkind daran

Spaß hat und die Nutzung 30 Minuten am

Stück nicht überschreitet.

Kinder sind schlau

Spielt das Kind mit dem Handy des Vaters oder

der Mutter, dann sollte das bis zum Schulalter

stets unter Aufsicht erfolgen. Dabei kann auch

Abb. 2: Mit schnellen Bildfolgen

wie bei diesem Spiel können

kleine Kinder nichts anfangen.

Apps & Tipps 04/2013 45


Highlights

Eltern-Ratgeber

eine größere Schwester oder

ein älterer Bruder die Aufsicht

übernehmen.

Kinder im Vorschulalter

können zwar nicht mit Geld

umgehen, sind aber problemlos

in der Lage eine App oder

ein Spiel mit Ihrer bei Google

Play hinterlegten Kreditkarte

zu kaufen. Unter vier Jahren

passiert das meistens aus Versehen,

ältere Kinder verstehen

aber genau, wie man eine App

kauft. Einige Apps sind bewusst

so gestaltet, dass die

Kinder beim Herumspielen

früher oder später auf die In-

App-Käufe stoßen. Sichern Sie

Ihre Käufe bei Google Play

deshalb mit einem Passwort Google Play.

ab. Dazu öffnen Sie in der

Google Play App oben rechts das Menü und

Tipp

Kleinkinder haben kein Gefühl dafür,

wie lange sie an einem Spiel sitzen.

Machen Sie deshalb vor dem Spielen

ab, wie lange das Kind das Handy/​Tablet

benutzen darf und stellen Sie einen

lauten Timer: Schellt der Wecker ist

Schluss und das Gerät wird ausgemacht.

An diese Ordnung gewöhnen

sich kleine Kinder recht schnell.

Abb. 3: Mit einem Passwort schützen

Sie unbeabsichtigte Käufe bei

wählen den Eintrag Einstellungen. Hier markieren

Sie nun die Checkbox Passwort und geben

ein sicheres Passwort ein. Dieses muss anschließend

für jeden Kauf eingegeben werden.

Es gibt bei Google Play Kinder-Software, die

die abgesicherte Nutzung des Handys mit klar

definierten Apps erlauben. Eine solche Software

empfiehlt sich jedoch nur bei älteren Kindern,

da Kids im Vorschulalter nie alleine mit dem

Handy/​Tablet spielen sollten. Die älteren Kinder

sind jedoch meistens problemlos dazu in

der Lage den vermeintlichen Schutz auszuhebeln.

Insofern können wir den Einsatz von Kindersicherungs-Apps

nur bedingt empfehlen. Benutzen

Sie ein aktuelles Tablet mit Android 4.2.

oder 4.3 können Sie auch den Mehrbenutzermodus

einschalten, um Ihren Kindern

eine Android-Umgebung bereitzustellen,

die nur die gewünschten

Apps und

Spiele enthält.

Meiden Sie Apps

mit Werbung, und investieren

Sie besser

ein paar Cent für eine

gut gemachte App,

die Ihnen gefällt,

damit das Kind

nicht aus Versehen

auf die Reklame tippt und

dabei womöglich noch in eine

Abofalle tappt. Wenn immer

möglich sollten Sie bei kleinen

Kindern den Internetzugang

ausschalten, wenn diese am

spielen sind. Gute Apps funktionieren

auch im Flugmodus.

Mediale Erziehung

ist wichtig

Meine Kinder schauen gerne

die Sendung mit der Maus

oder andere Kinderfilme auf

YouTube. Aber die Erfahrung

zeigt, dass ein paar Klicks genügen,

um von der harmlosen

Sendung mit der Maus über

andere Filme zum Thema

„Maus“ zu einem Film zu gelangen,

der alles andere als

kinderfreundlich ist. Erzählen Sie den Kindern

von diesen Gefahren, wenn sie bereits etwas

älter sind und ab und zu alleine am Tablet oder

Handy herumspielen und das Internet nutzen

dürfen. Bei Google Play gibt es zwar keine

wirklich schädlichen Apps, ist aber erst einmal

der Browser gestartet, drohen die gleichen Gefahren,

wie auf einem PC. Wann der Zeitpunkt

für diese Aufklärung geeignet ist, hängt von der

allgemeinen Entwicklung des Kindes ab und

von älteren Geschwistern ab. Wie Sie einem

Kind erklären, welche Gefahren auf der Straße

lauern und warum es nie mit fremden Leuten

mitgehen sollte, sollten Sie ihm auch erklären,

welche Gefahren im Netz lauern.

Wenn das Kind etwas sieht, das nicht für Kinderaugen

gedacht ist, dann soll es zu Ihnen

kommen und es Ihnen erzählen. Dazu muss es

aber wissen, welche potentiellen Gefahren es

gibt. Klären Sie Ihr Kind nicht darüber auf,

dann hat es eventuell Angst davor, etwas

Schlimmes/​Verbotenes gemacht zu haben und

verschweigt Ihnen diesen Umstand.

Wichtiges Wissen vermitteln

Kinder im Schulalter sollten in der Lage sein, alleine

Apps zu installieren. Hiermit meine ich

nicht, dass Sie das tun sollen. Aber die Kinder

sind schlau und werden den Augenblick nutzen,

um kurz ein Spiel auszuprobieren, das so

46

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

Eltern-Ratgeber

toll aussieht. Hier hilft es ungemein, wenn das

Kind tolle Apps von billig gemachtem Schrott

unterscheiden kann. Bringen Sie Ihrem Kind

deshalb bei, die Bewertungen und Kommentare

bei Google Play zu lesen. Verbieten Sie den Kindern

nicht, Apps zu installieren, sondern bitten

Sie das Kind darum, die Kommentare zu lesen

und Ihnen die eigenmächtig installierten Apps

zu zeigen. Wenn es eine App nicht installieren

soll, dann erklären Sie dem Kind, warum. Argumente

wie hoher Datenverbrauch, dumme Werbung,

unnötiger Akkuverbrauch versteht ein

Zehnjähriger durchaus. Nur bei einer entsprechenden

Vertrauensbasis können Sie darauf

hoffen, dass sich das Kind auch später bei gravierenden

Problemen an Sie wendet.

Mach’s mit!

Nicht jeder kann es sich leisten, für die Kinder

ein separates Smartphone oder ein extra Tablet

zu kaufen. In vielen Fällen spielen die Kinder

deshalb mit dem Familien-Tablet. Achten Sie

darauf, Geräte, die in Kinderhände gelangen,

unbedingt mit einer Schutzhülle zu versehen.

Denn irgendwann kommt der Zeitpunkt, und

das Handy oder Tablet fällt zu Boden. Ist es mit

einem Bumper, dann stehen die Chancen recht

gut, dass Ihr Gerät den Sturz überlebt.

Wissen Sie bereits jetzt, dass Sie ein Familiengerät

anschaffen möchten, dann lohnt es sich

darauf zu achten, dass es wasserfest ist (wie

zum Beispiel das Xperia Z von Sony) oder besonders

widerstandsfähig (Galaxy Xcover, Motorola

Defy). Eine Auswahl an geeigneten Familiengeräten

und besonders günstigen Handys

haben wir Ihnen ebenfalls in dieser Ausgabe

zusammengestellt.

Abb. 4: Eine Schutzhülle aus Gummi schützt Ihr Gerät wirksam bei Stürzen aus

mittlerer Höhe.

Fazit

Kinder unter zwei Jahren sollten Android komplett

meiden. Zwischen zwei und vier Jahren

kann eine maßvolle Nutzung passender Apps

durchaus Spaß machen und dem Kind auch

etwas beibringen. Wirklich nötig ist der Einsatz

aber auch dann keinesfalls. Bei Kindern im Vorschulalter

ist es wichtig, dass Sie das Android-

Gerät nicht alleine sondern unter Aufsicht nutzen

und dabei auch über die Risiken und Gefahren

des Internets aufgeklärt werden. Kinder

im Schulalter sollten in der Lage sein, ein Tablet

oder Smartphone (für kurze Zeit) auch alleine

zu nutzen und Informationen zu verarbeiten.

Die dazu nötige Vertrauensbasis ist Grundlage

für eine entspannte Internetnutzung in der späteren

Entwicklung.

● ● ●

Kein Handy auf dem Spielplatz!

In den letzten Jahren hat die Zahl an Unfällen

mit kleinen Kindern auf Spielplätzen deutlich

zugenommen, nachdem Sie in den Jahrzehnten

zuvor stets zurückging. Schuld daran sind nicht

die Sicherheitsvorschriften auf den Spielplätzen

oder die Kinder, sondern die Eltern, die mal

eben kurz die Mails checken oder ein Foto auf

Facebook posten, anstatt auf den Nachwuchs

aufzupassen [LINK 2]. Jeder hat vermutlich schon

Situationen erlebt, wo man gerade noch rechtzeitig

das Handy beiseite legen konnte, um den

Sohnemann oder die Tochter daran zu hindern,

sich selbst etwas anzutun. Denn bis Sie eine

Mail gelesen haben, klettert Ihr Kind problemlos

ein paar Meter hoch oder krabbelt aus dem

Sandkasten in Richtung Gartenteich. Seien Sie

deshalb ein Vorbild und lassen Sie das Handy in

der Tasche, wenn Sie auf dem Spielplatz oder in

einer gefährlichen Situation sind. Das gilt ganz

besonders auch in Einkaufszentren oder auf

Festplätzen mit vielen Leuten, wenn das Kind

schon alleine gehen kann: Es genügt ein kurzer

Blick aufs Handy und schon haben Sie das Kind

aus den Augen verloren!

Alle Links

>

android- user.de/qr/30563

Apps & Tipps 04/2013 47


kakigori, 123RF

Android-Geräte für Kinder

Kinderleicht

Kinder stellen ganz besondere Anforderungen an Tablets und Smartphones. Auf

den folgenden zwei Seiten stellen wir Ihnen Android-Geräte vor, mit denen auch

der Nachwuchs seine Freude haben wird. Arnold Zimprich

48

04/2013 Apps & Tipps


Highlights

Tablets und Handys für Kinder

Tablets und Smartphones sind längst

auch im Kinderzimmer angekommen.

Wurden sie vor einigen Jahren noch

skeptisch beäugt, setzen inzwischen auch Schulen

gezielt auf den Einsatz der praktischen elektronischen

Lernhilfen. Schließlich ist es deutlich

einfacher, Spiele, Hör- und Schulbücher,

Stundenpläne, Zeichen- und Malprogramme

und viele weitere Anwendungen einfach auf

das Tablet oder Smartphone zu laden anstatt

alles einzeln mitzuschleppen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen zunächst Tablets

vor, die entweder explizit vom Hersteller als

Kinder-Tablet konzipiert wurden oder sich aufgrund

des niedrigen Preises auch für kleinere

Geldbeutel eignen. Die Eltern sollten dabei

selbst wissen, wo sie die Präferenz setzen.

Tablet PC Junior+

Für den Kinder-Einsatz gut geeignet ist beispielsweise

der Tablet PC Junior+ [LINK 1] des

Augsburger Weltbild-Verlags. Das 7 Zoll-Gerät

bietet einen flinken Dual Core-Prozessor, Android

4.2 Jelly Bean und eine spezielle Elternkontrolle

mit Kindersicherung – damit kann der

Software-Zugriff des Nachwuchses eingeschränkt

werden. Eltern können zudem die

Nutzungsdauer des Tablets reglementieren,

damit der Nachwuchs nicht zuviel Zeit damit

verbringt und andere Dinge vernachlässigt.

Das Gerät ist mit einem flinken Dual Core-

Prozessor ausgestattet, dazu kommt ein 8GByte

großer interner Speicher (bis zu 32GByte erweiterbar)

und 1 GByte Arbeitsspeicher; Weltbild

liefert zudem recht hochwertige In Ear-Kopfhörer

von Grundig mit. Auf dem Tablet ist reichlich

kindertaugliche Software installiert, dazu

gehören beispielsweise 50 Märchen-eBooks,

Hörbücher und auch kindertaugliche Spiele.

Auch ein Gutschein von kinderkino.de liegt

dem 149 Euro teuren Gerät bei. Mit dem Tablet

liefert Weltbild eines der derzeit stimmigsten

Kinder-Gesamtpakete.

‚„Tablet PC Junior+

‚ Tolle Softwareausstattung

Android 4.2

‚ Flinke Dual Core-CPU

„ Rutschiges Gehäuse

Samsung

Galaxy Tab 3 Kids

Auch Android-Branchenprimus Samsung hat

auf der IFA 2013 mit dem Galaxy Tab 3 Kids

[LINK 2] ein eigenes Kinder-Tablet vorgestellt, das

auf dem Erwachsenen-Tablet gleichen Namens

basiert. Im Inneren des 7 Zoll-Geräts tut ein 1,2

GHz-Prozessor mit zwei Kernen seinen Dienst,

dazu verbaut Samsung ein Display mit

1024x600 Pixeln Auflösung. Ein GByte

Arbeitsspeicher steht dem Nachwuchs

bei allen Rechenoperationen

zur Seite, die verbauten acht

GByte Flash-Speicher können

via microSD-Kartenschacht

erweitert werden.

Im Gegensatz zum Erwachsenen-Modell

stattet

Samsung das Tablet

mit speziell für Kinder

gedachten Apps zum Spielen,

Lernen und Lesen aus, die

über einen speziellen Kinder-App-

Store mit ausgesuchten Apps ergänzt

werden können. Für die Eltern hat

Samsung ein Tool installiert, das dafür sorgt,

dass das Tablet beispielsweise nur für eine

Stunde verwendet und danach nur durch die

Eingabe eines Passworts wieder freigeschaltet

‚„Samsung Galaxy Tab 3

‚ Robuste Verarbeitung

Android Jelly Bean

„ Für Kindertablet recht teuer

„ Noch keine Angaben zur Verfügbarkeit

Weltbild

Samsung

Apps & Tipps 04/2013 49


Highlights

Tablets und Handys für Kinder

Easypix

werden kann. Das Android 4.1-Tablet soll für

rund 200 Euro mit einer Kinderhalterung zum

leichteren Aufstellen in die Läden kommen.

Easypix MonsterPad EP770

Das Easypix MonsterPad EP770 [LINK 3] ist ebenfalls

7 Zoll groß, hat eine Rockchip Dual-Core-

CPU mit 1,6 GHz und einem GByte RAM und

acht GByte internen Speicher. Das Android

4.1-Tablet kostet knapp 140 Euro – für die verbaute

Hardware ist das günstig. Es unterstützt

microSD-Karten bis 32 GByte, leider löst der

Bildschirm nur mit 800 x 480 Pixeln auf.

Das MonsterPad ist ein Multi-Tasker: Kinder

können damit im Web surfen, Videos anschauen,

Musik hören und Notizen machen,

dazu Recherchieren, Vokabeln lernen, Mathe

üben, Scribbeln, Zeichnen, Spielen oder miteinander

kommunizieren. Mit einem Klick auf den

Monster-Button eröffnet sich die Welt der

Monster-Apps mit Spielen und zusätzlichen Anwendungen,

die speziell für Kinder ausgesucht

wurden. Eltern können über den Monster-Button

die „Kids Place“-App installieren und das

Internet für ihren Junior sicher machen.

‚„Easypix Monsterpad

‚ Top Preis-Leistung

‚ Schnelle 1,6 GHz-CPU

„ Schwacher Bildschirm

„Filigraner Ladestecker

Oregon Scientific Meep

Mit dem Meep [LINK 4] bietet auch Oregon Scientific

ein Kinder-Tablet an. Das Gerät ist ein

7-Zöller mit Android 4.0 als Betriebssystem. Es

hat ein stabiles Gehäuse, auch das Display des

Meep wurde sehr robust ausgelegt. Eltern

haben die Möglichkeit zu kontrollieren, auf welche

Inhalte ihre Zöglinge zugreifen können. Die

Lern- und Mal-Software ist auf Kinder zugeschnitten,

dazu sind Spiele wie Angry Birds,

UNO und weitere Games, die aus einem speziellen

Store heruntergeladen werden können,

vorinstalliert. Leider merkt man dem Meep an,

dass es schon vor eineinhalb Jahren präsentiert

wurde, denn es kommt zu Firmware-Problemen,

das Display löst zudem mit nur 800x480

Pixeln auf. Im Meep tut ein 1 GHz schneller

Cortex A8-Prozessor mit 512MByte RAM seinen

Dienst, das Gerät verfügt über einen HDMI-Ausgang

und 4GByte internen Speicher, der Dank

eines microSD-Slots erweitert werden kann;

WiFi und eine kleine VGA-Kamera sind ebenfalls

eingebaut. Es kam mit einer UVP von

169,99 Euro auf den Markt, ist jedoch schon für

150 Euro zu haben.

‚„Oregon Scientific Meep

‚ Robustes Gehäuse

„ Alte Android-Version

„ Kleiner Arbeitsspeicher

„ Firmware-Probleme

Arnova ChildPad

Im Rahmen unserer Gerätevorstellung haben

wir auch das Archos Arnova ChildPad unter

die Lupe genommen. Hier gilt: Das Archos war

bei seiner Präsentation vor eineinhalb Jahren

noch topaktuell, wurde aber inzwischen in Sachen

Performance von Weltbild, Easypix und

Samsung auf die Plätze verwiesen. Auf Amazon

erreicht das Archos nur eine Durschnittsnote

2,5 von 5 Sternen – ein Schicksal, das übrigens

auch dem Oregon Scientific Meep (2,7

Sterne) beschieden ist. Wir raten in jedem Fall

dazu, ein Kinder-Tablet mit Android 4.1 Jelly

Bean oder höher zu kaufen. Dank Googles

„Project Butter“ laufen die Jelly Bean-Geräte

deutlich flüssiger – das MonsterPad mit Android

4.1 erreicht bei Amazon 4,6 Sterne.

50

04/2013 Apps & Tipps


Sony Tablet Z

Prädestiniert für Kinder ist auch Sonys Tablet Z

[LINK 1], dass durch seine IP55/​57/​5x-Zertifizierung

glänzt und auch einem umgekippten Saftbecher

oder einem Ausflug ins Freie standhält.

Nachdem das Gerät zu den teureren Tablets gehört,

empfehlen wir in jedem Fall den Einsatz

einer Schutzhülle, die das Tablet bei Stürzen

vor Kratzern schützt. Im Vergleich mit den anderen

Geräten dieser Runde tanzt das Tablet Z

von der Ausstattung etwas aus der Reihe –

schließlich gehört das rund 450 Euro teure und

10 Zoll große Xperia nach wie vor zu den Highend-Tablets.

Im Inneren tut ein wieselflinker

Qualcomm Snapdragon S4 Pro mit vier Kernen

und 1,5 GHz seinen Dienst, 2 GByte RAM sorgen

für schnelle Rechenoperationen. Das Tablet

hat 16 GByte internen Speicher an Bord, der via

microSD-Slot erweitert werden kann.

‚„Acer iconia b1

‚ Unschlagbarer Preis

Android 4.1.2 Jelly Bean

„ Nur 512MByte RAM

„ Plastikgehäuse

‚„Sony Tablet z

‚ Hochwertige Verarbeitung

‚ Schneller Quad Core-Prozessor

‚ 1920x1080 HD-Auflösung

„ Hoher Preis

Sony

Acer

Iconia B1

Es gibt zudem preiswerte Android-Tablets –

auch wenn die Geräte nicht explizit unter der

Bezeichnung „Kindertablet“ laufen. Paradebeispiel

ist das Acer Iconia B1 [LINK 6]-- ein echter

Preishammer unter den 7-Zoll-Tablets.

Das mit 1,2 GHz ausreichend schnelle

Dual Core-Gerät schlägt in der 8

GByte-Version mit nur 110 Euro zu

Buche – es ist damit das derzeit

günstigste Jelly Bean-Tablet eines

namhaften Herstellers.

Google Nexus 7

Eine weitere, wenn auch etwas

teurere Option: Googles überarbeitetes

Nexus 7 [LINK 7]. Das

Gerät kam erst Ende August in

einer Neuversion auf den

Markt, die 16 GByte-Variante

kostet im Play Store 239 Euro,

die 32 GByte-Variante 269

Euro. Der große Vorteil der

Nexus-Geräte sind die automatischen

Software-Updates

von Google, die die

Nexus-Androiden

auf lange Sicht auf dem

aktuellen Stand halten – beim später

erwähnten Nexus 4 ist dies ebenso

der Fall. Update-Ärger bleibt

Ihnen so erspart.

Seit Android 4.2 können

Google-Tablets zudem mit

mehreren Nutzerprofilen

umgehen – ideal für den

Einsatz in Familien.

Auch in Sachen Hardware

und Verarbeitungsqualität

sind die

Oregon Scientific

Acer

Apps & Tipps 04/2013 51


Highlights

Tablets und Handys für Kinder

Kein Eltern-Modus

Bei allen Tablets, die nicht explizit als Kinder-

Tablets ausgeschrieben sind, gilt: Die Software-Überwachung

muss von einem Erwachsenen

übernommen werden – so etwas wie

einen vorinstallierten Eltern-Schutz gibt es in

diesem Fall nicht!

‚„Motorola Defy+

Google

‚ Besonders Defy Mini: günstig

‚ (Fast) unkaputtbar

‚ Wasserdicht

„ Altes Android, wenig RAM

Motorola

‚„Google nexus 7

‚ Überragende Preis-Leistung

‚ Die aktuellste Android-Version 4.3

‚ Schneller Prozessor

‚ Flinke Updates

Nexus-7-Tablets eine sehr gute Wahl: Sie

sind zum einen robust und stabil verarbeitet,

bieten zum anderen einen

schnellen Quad Core-Prozessor (Snapdragon

S4 Pro) und ein hochauflösendes

1920x1080 Pixel HD-Display, das

man in dieser Preisklasse ansonsten

vergebens sucht.

Motorola Defy+

Für den Einstieg in den Android-Kosmos

eignen sich speziell

für Kinder auch günstige

und robuste Android-Smartphones.

Geradezu prädestiniert

dazu sind das Motorola

Defy+ und das Defy

Mini [LINK 8]. Zwar haben

beide schon gut zwei

Jahre auf dem Buckel

und sind noch mit Android

2.3 Gingerbread

ausgestattet, aind jedoch sehr stabil und reichen

für Basis-Anwendungen völlig aus. Beachten

Sie jedoch, dass diese Geräte nur

über sehr wenig internen Speicher verfügen!

Das Defy+ hat einen 3.7 Zoll WVGA-Touchscreen,

kommt mit einer 5 Megapixel-Kamera

und hat 2 GByte internen Speicher, der mit microSD-Karten

bis zu 32 GByte Größe erweitert

werden kann. Der Straßenpreis des Defy+ liegt

bei rund 130 Euro. Das 3,2 Zoll große Defy Mini

kostet nur 80 Euro, muss allerdings mit einer 3

Megapixel-Kamera und 150 MByte internem

Speicher auskommen, der allerdings auch um

bis zu 32 GByte erweiterbar ist.

Hinweis

Achtung! Wir weisen ausdrücklich darauf hin,

dass es sich bei allen hier vorgestellten Smartphones

um keine expliziten Kinder-Smartphones

handelt, die zudem aufgrund ihres Alters

und der damit einhergehenden geringen Speicherkapazität

nicht für aufwändige, speicherraubende

Anwendungen geeignet sind! Es obliegt

also auch hier den Erziehungeberechtigten,

ihren Nachwuchs über den Umgang mit

gänzlich entsperrten Geräten aufzuklären!

Samsung Galaxy Xcover

In die gleiche Kerbe wie die beiden Motorolas

schlägt das Samsung Galaxy Xcover [LINK 9]. Der

3,6-Zöller hat ebenfalls ein extrem robustes Gehäuse,

muss allerdings auch noch mit Android

2.3 auskommen. Auch Samsung verbaut nur

52

04/2013 Apps & Tipps


150 MByte internen Speicher, das wie die beiden

Motorolas nach IP-67 zertifizierte Gerät

kostet derzeit je nach Anbieter rund 125 Euro.

‚„Samsung galaxy xcover

‚ Sehr robust

‚ Griffiges Gehäuse

„ Sehr wenig RAM

„ Altes Android

Huawei und Sony

Neben Outdoor-Phones bieten sich auch preisgünstige

Standard-Phones als Kindergeräte an.

Dazu gehört beispielsweise das Huawei Y201

Pro [LINK 10] oder das Sony Xperia Tipo [LINK 11].

Ersteres ist ein kompakter 3,5-Zöller mit Android

4.0 an Bord, dazu gibt es einen internen

Speicher von 4GByte, der ebenfalls um bis zu

32GByte erweitert werden kann. Das Gerät

wechselt bereits für 80 Euro den Besitzer. Das

formschöne Xperia Tipo belastet den Geldbeutel

mit nur knapp 100 Euro, hat ebenfalls Android

4.0 an Bord und kann 3GByte internen Speicher

aufweisen, der um das gleiche Maß wie der des

Huawei erweitert werden kann.

‚„Huawei und Sony

‚ Günstig

‚ Immerhin Android 4.0

‚ Passt in Kinderhände

„ Schwache Auflösung

Nexus 4

Wollen Sie ihrem Kind einen tieferen Einstieg in

die Android-Welt ermöglichen, stoßen die bisher

vorgestellten Geräte entweder von der Leistungsfähigkeit

oder vom Speicher schnell an

ihre Grenzen. Wer mehr als nur ab und zu surfen

und ein paar einfache Spiele spielen will,

kommt um ein leistungsstärkeres Gerät nicht

herum. Eine sehr gute Wahl für ambitionierte

Teenager ist Googles eigenes Nexus 4 [LINK 12],

das seit Ende August ab nur 199 Euro (8GByte-

Version) im Google Play Store zu haben ist. Der

Preis ist eine echte Kampfansage – schließlich

ist es Googles Top-Android-Phone, das laufend

Updates erhält. Das Gerät ist sehr robust verarbeitet

– hat beispielsweise ein

Display aus stabilem Corning-

Glass – und ist speziell für

Teenager geeignet, die ihr

Smartphone überall mit hin

nehmen wollen.

Fazit:

Erziehungsberechtigte stehen

vor der Frage, ob sie dem

Nachwuchs ein astreines

Kinder-Gerät kaufen wollen

wollen oder ein Modell, das

für Erwachsene konzipiert

wurde. Vorteil ist bei letzteren

die meistens deutlich

bessere Performance und

Hardware, Nachteil die mangelnden

Einschränkungsmöglichkeiten

bei der Softwarebenutzung. Hat man dies

im Hinterkopf, eignen sich Kinder-Tablets mit

Elternsicherung eher für den jüngeren Nachwuchs,

Geräte wie das Xperia Tablet Z oder das

Nexus 4 eher für den schon etwas älteren Nachwuchs

ab 14 Jahre aufwärts.

● ● ●

‚„Nexus 4

‚ Top Preis-Leistung

‚ Die aktuellste Android-Version 4.3

‚ Schneller Prozessor

‚ Flinke Updates

Alle Links

>

android- user.de/qr/29684

LG

Samsung

Apps & Tipps 04/2013 53


App-Tipps

Snapseed

Fotos mit Snapseed zu Kunstwerken machen

Schöne Fotos

Beneiden Sie Ihre Freunde bei Facebook & Co. manchmal um die schönen

Fotos? Mit Snapseed machen auch Sie im Handumdrehen ein Kunstwerk aus

jedem beliebigen Bild. Marcel Hilzinger

kudryashka, 123RF 123RF

54

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Snapseed

Abb. 1: Sie können in Snapseed

bestehende Fotos bearbeiten

oder neue erstellen.

Abb. 2: Dieses schlichte Foto soll

nun mit Snapseed in ein kleines

Kunstwerk verwandelt werden.

Abb. 3: Über eine senkrechte

Wischgeste auf dem Foto wählen

Sie die Einstellungsart.

Es gibt zwei Möglichkeiten, ein guter Fotograf

zu werden: Entweder kauft man

sich eine teure Kamera und lernt, wie

man mit seiner Ausstattung herausragende Bilder

aufnimmt, oder man benutzt eine Software,

die automatisch tolle Bilder erstellt. Snapseed

ist eine solche tolle Software und gratis noch

dazu. Die Google-App sollte daher auf keinem

Android -Handy fehlen.

Installation und Start

Google hat vor etwa zwei Jahren zwar die hinter

Snapseed stehende Firma Nik Software aufgekauft,

Snapseed selbst gilt aber bisher nicht

als offizielle Google-App. Deshalb finden Sie

das Fototool normalerweise auch nicht vorinstalliert

auf Ihrem Handy.

Laden Sie Snapseed von Google Play herunter

[LINK 1], und starten Sie die App über das

App-Icon in der Anwendungsschublade. Sie

sehen jetzt in der Mitte ein Testbild, darüber

und darunter befinden sich Icons. Bevor Sie mit

dem Testbild herumspielen, machen Sie lieber

gleich ein eigenes Foto oder wählen ein Bild aus

der Galerie aus. Dazu tippen Sie über dem Bild

auf das Symbol mit dem Fotoapparat und dem

Pluszeichen und entscheiden sich im Dialog

Foto öffnen, ob Sie ein bestehendes Foto verschönern

(Foto auswählen) oder einen neuen

Schnappschuss machen möchten.

Für diesen Artikel haben wir einfach mal ein

banales Foto erstellt. Wie Sie bei der Aufnahme

von Fotos mit Snapseed feststellen werden,

lässt sich die App im Hochformat und Querformat

nutzen, an der Bedienung der Anwendung

ändert sich dabei nichts.

Üblicherweise werden Sie Snapseed auch

nicht separat starten, sondern die die Anwendung

aus der Galerie oder einer beliebigen anderen

Foto-App zusammen mit einem Bild aufrufen.

Dazu wählen Sie das Teilen-Menü und

tippen den Snapseed-Eintrag an. Diese Methode

ist meistens einfacher und schneller, als die

App separat von Hand zu starten.

Wichtige Gesten

Sie haben sich für ein Foto entschieden oder ein

neues gemacht? Dann geht es jetzt ans Bearbeiten

der Aufnahme. Unterhalb des Fotos finden

Sie dazu jede Menge Möglichkeiten. Die Liste

der Photo-Effekte – beginnend mit Automatic

und endend mit den Frames – können Sie hinund

herscrollen.

Sind Sie ein Minimalist, dann tippen Sie einfach

mal Automatic an. Snapseed hebt die Kontrastwerte

des Fotos etwas an und schraubt je

nach Aufnahme auch etwas an der Beleuchtung.

Tippen Sie das X-Symbol an, um die Änderungen

zu verwerfen, oder das Häkchen, um

die Einstellungen zu übernehmen. Egal, wie Sie

Apps & Tipps 04/2013 55


App-Tipps

Snapseed

Abb. 4: Mit Selective Adjust

heben Sie Bereiche hervor, zum

Beispiel die Glühbirne.

Abb. 5: Gar nicht mal so übel: So

sieht unser Foto nach den ersten

drei Bearbeitungsschritten aus.

Abb. 6: Im letzten Schritt können

Sie das Bild noch mit einem schicken

Rahmen versehen.

sich entscheiden, Sie können jederzeit zum ursprünglichen

Foto zurückkehren. So können Sie

sämtliche Effekte einmal durchprobieren und

werden dabei staunen, wie schnell man mit ein

paar Kombinationen ein kleines Kunstwerk

zaubern kann.

Horizontal oder vertikal

Die wirklich guten Funktionen von Snapseed

sind allerdings etwas versteckt. Um sie zu erreichen,

müssen Sie mit dem

Finger auf dem Foto von

unten nach oben oder von

oben nach unten wischen.

Damit legen Sie fest, was

Snapseed ändert. Beim Automatic-Filter

stehen zum Beispiel

Kontraste und Farbwerte

zur Auswahl.

Haben Sie sich per senkrechter

Wischgeste entschieden,

stellen Sie über eine waagerechte

Wischgeste die Intensität

ein, also 100 Prozent

Kontraste oder 0 Prozent.

Haben Sie sich für eine Einstellung

entschieden und

Abb. 7: Mit der Kombination der

passenden Effekte holen Sie aus

jedem Foto das Maximum heraus.

diese per Häkchen übernommen,

landen Sie wieder im

Hauptbildschirm von Snapseed.

Halten Sie den Finger auf dem Foto gedrückt,

zeigt Snapseed kurz das Originalbild

wieder an. So sehen Sie ganz schnell, was sich

verändert/verbessert hat.

Selective Adjust

Wir haben im ersten Schritt bei unserem Testfoto

die Kontrastwerte auf ein Maximum erhöht

und die Farbwerte deutlich reduziert. So sieht

das Foto fast wie eine stilvolle Schwarz-Weiß-

Aufnahme aus. Etwas komplexer

gestaltet sich die Bedienung

des Filters Selective Adjust.

Damit lassen sich einzelne

Bereiche gezielt in

Szene setzen.

Tippen Sie dazu zunächst

das Symbol mit dem Kreis und

dem Pluszeichen an, und tippen

Sie anschließend auf dem

Foto auf den Bereich, den Sie

hervorheben möchten. In unserem

Fall ist das die Glühbirne

in der Lampe.

Haben Sie sich aus Versehen

vertippt, können Sie den

Bereich durch Drücken und

Gedrückthalten noch verschieben.

Snapseed zeigt den Buchstaben

H in einem Kreis an.

56

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Snapseed

Das H steht dabei für die Helligkeit. Via senkrechter

Wischgeste wechseln Sie zwischen Helligkeit

(H), Kontrast (K) und Sättigung (S), mit

einer Pinch-to-Zoom-Geste stellen Sie den kreisförmigen

Bereich ein.

Für unser Testfoto haben wir die Sättigung

und den Kontrast jeweils auf 100 Prozent geschoben,

damit sich die Glühbirne gelblich verfärbt.

Auch hier speichern Sie die Änderungen

über einen Tipp auf das Häkchen rechts.

Tune Image

Sie möchten keinen bestimmten Bereich hervorheben,

sondern das ganze Bild bearbeiten?

Dann wählen Sie Tune Image aus und beginnen

gleich mit der Wischgeste von oben nach

unten. Besonders spannend sind hier der Weißabgleich

und das Ambiente.

Mit Ersterem korrigieren Sie ein Foto, das

zum Beispiel einen Blaustich hat, mit Letzterem

versehen Sie ein neutrales Foto mit einem Farbstich.

Darüber hinaus gibt es auch wieder Einstellungsmöglichkeiten

für Helligkeit, Sättigung

und Kontrast. Die Vorgehensweise sollte inzwischen

bekannt sein: Auswahl der Einstellung

via senkrechter Wischgeste, Einstellung der Intensität

über eine waagerechte Geste.

Wir haben hier via Ambiente das Orange der

Glühbirne noch etwas verstärkt und anschließend

über den Weißabgleich das komplette Bild

grünlich gefärbt.

Viele Effekte

Haben Sie die Einstellungsmöglichkeiten und

Vorgehensweise der ersten drei Menüpunkte erlernt,

bereiten Ihnen auch die restlichen 14

Tools keinerlei Probleme. Probieren Sie, was

Ihnen gefällt, und kehren Sie bei Bedarf wieder

zum ursprünglichen Bild zurück.

Dazu dient das kleine Pfeilsymbol oben links

über dem Bild (Abbildung 5). Beachten Sie

dabei, dass Snapseed keine einzelnen Schritte

speichert. Zurücksetzen bedeutet also immer

zurück zum Original, nicht zum letzten benutzten

Effekt. Unabhängig von sämtlichen Änderungen,

die Sie vornehmen, arbeitet Snapseed

immer mit einer Kopie. Das Originalbild bleibt

in der Galerie erhalten, und die Snapseed-Version

landet im Verzeichnis snapseed.

Für unser Testfoto haben wir uns noch für

einen leichten Tilt-Shift-Effekt und den Drama-

2-Effekt entschieden und dem Foto ganz zuletzt

einen Rahmen verpasst. Aber auch mit Grunge

und Vintage lassen sich tolle Effekte erzielen.

Achten Sie darauf, Tilt-Shift und den Rahmen

immer ganz am Schluss hinzuzufügen. Es sieht

sonst seltsam aus, wenn auch der Rahmen den

Effekt bekommt. Beachten Sie beim Rahmen,

dass Sie den Abstand zum Rand des Fotos via

Pinch-to-Zoom einstellen. In vielen Fällen gibt

es auch eine kurze Hilfestellung, wenn Sie auf

das Fragezeichen-Symbol klicken.

Export

Bilder mit Snapseed zu bearbeiten macht richtig

Spaß. Möchten Sie das Resultat auch mit Ihren

Freunden teilen, speichern Sie das Foto entweder

über das Symbol mit der Ablage und dem

Pfeil nach unten im Verzeichnis snapseed oder

laden es über das G+-Symbol direkt zu

Google+ hoch. Alternativ wählen Sie

aus dem Menü oben rechts den Eintrag

Freigeben aus und teilen das Foto per

Mail, Hangout oder via Facebook .

Snapseed setzt Ihnen wirklich

keine Grenzen . ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30451

Apps & Tipps


App-Tipps

500px

vectomart, 123RF

Die 500px Photo Community

Fotokünstler

Auf 500px finden Sie nach eigenen Aussagen die weltbesten Fotografien. Ob

das stimmt, wird sich schlecht beweisen lassen. Was stimmt: Sie finden auf der

Online-Community zahlreiche herausragende Aufnahmen, die sich dank Android-App

auch bequem von der Couch aus durchstöbern lassen. Christoph Langner

58

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

500px

Abb. 1: Auf 500px finden Sie zahlreiche Werke engagierter und

talentierter Fotografen aus aller Welt.

500 Pixel wurden vor Jahren einmal als

die optimale Größe für die Veröffentlichung

von Bildern im Internet angesehen,

die Größe stellte einen guten Kompromiss

aus Bildgröße und Ladezeiten da. Waren damals

schnelle Internetleitungen und Flatrates

noch nicht gang und gäbe. Aus dieser Zeit

stammt auch der Name der Photo Community

[LINK 1], in den Anfangstagen der Webseite war

die Bildgröße hochgeladener Bilder eben auf

maximal 500 Pixel pro Seite beschränkt. Heute

liegt das Limit bei maximal 900 Pixel, der Name

ist der Gemeinschaft aber geblieben.

Die Community rund um 500px ist seit der

Gründung 2003 über Jahre hinweg kontinuierlich

gewachsen. Aktuell besitzen etwa 300.000

Hobby- und Profi-Fotografen einen in der Basis-

Version kostenlosen Account bei 500px. Gegen

den großen Konkurrenten Flickr von Yahoo! ist

500px zwar noch klein, doch die Community

hat sich Klasse statt Masse auf die Fahne geschrieben.

Man möchte primär Foto-Künstler

ansprechen und nicht eine Hosting-Plattform

für Urlaubs-Schnappschüsse sein.

Bilder stimmen Sie zudem auch

noch per Daumen hoch oder runter

ab, zahlreiche positive Reaktionen

verfrachten ein Bild automatisch

auf die Homepage, wo es dann die

Aufmerksamkeit einer breiten Öffentlichkeit

erreichen kann.

Fotografen wird zudem die Möglichkeit

geboten ihre Werke direkt

über den Market auf 500px zu verkaufen.

Käufer können zwischen

einem hochauflösenden Download

der Aufnahme und einer auf Leinwand

gedruckten Version des Bildes

wählen, allerdings ist der Versand

nach Deutschland oder Europa

aufgrund der recht hohen Versandkosten

nicht wirklich attraktiv.

Der Basis-Account ist komplett kostenlos, er

ist allerdings in der Funktionalität etwas eingeschränkt,

so lassen sich zum Beispiel nur maximal

zehn Bilder pro Woche hochladen. Gegen

eine Jahresgebühr von $25,00 bzw. $75,00 bekommen

Fotografen eine Plus- bzw. Awesome-

Mitgliedschaft, dort lassen sich dann Bilder zu

Sets zusammenfassen, umfassende Statistiken

generieren, oder gar das eigene Portfolio unter

einer eigenen Domain betreiben.

Android App

Seit Ende April bietet 500px neben der iPhone/​

iPad-Version für Apple-Geräte auch eine Variante

seiner mobilen App für Android [LINK 2] an.

Mit ihr browsen Sie bequem vom Handy oder

500px Community

Die Grundprinzipien der Community sind

schnell erklärt: Fotografen laden ihre Werke bei

500px hoch und präsentieren sich so einer breiten

Gemeinschaft. Wie bei einer Online-Community

üblich, können die Mitglieder Beiträge

Liken und so einzelne Bilder oder bestimmte

Fotografen zu ihren Favoriten hinzufügen. Über

Abb. 2: Auf 500px veröffentlichen Top-Fotographen aus aller Welt ihre besten Aufnahmen.

Die App zur Foto-Community ist ein ideales Schaufenster.

Apps & Tipps 04/2013 59


App-Tipps

500px

Abb. 3: Die Suchfunktion durchwühlt

500px nach passenden Fotografen

oder Motiven.

Abb. 4: Per Pinch&Zoom-Geste

holen Sie interessante Ausschnitte

näher heran.

Abb. 5: Zahlreiche Kategorien helfen

Ihnen interessante Aufnahmen

aufzuspüren.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29723

Tablet durch die Inhalte von 500px und nehmen

über die integrierte Bewertungs- und Kommentar-Funktion

am Leben der Online-Community

teil. Die App ist kostenlos und werbefrei, finanziert

wird der Dienst über die Gebühren von Fotografen,

die einen Premium-Account auf 500px

gebucht haben.

Bei der Gestaltung der App wurde auf die unterschiedlichen

Display-Größen von Handy und

Tablet geachtet. Während Sie auf der Tablet-Version

von 500px extra große Thumbnails sehen,

reduziert sich die Größe der Vorschaubilder auf

einem Android-Handy auf Reißnagelkopf-kleine

Abb. 6: Auf einem Android-Tablet macht das Stöbern durch das reichhaltige

Angebot natürlich doppelt so viel Spaß.

Icons. Nichtsdestotrotz macht auch das Browsen

mit dem Handy durch das riesige Angebot

an Bildern Spaß. Wünschenswert wäre jedoch

die Möglichkeit, Bilder aus 500px als Wallpaper

übernehmen zu können.

Leider wurde bei der Umsetzung der Detailansicht

von Bildern geschlampt. Aus der Übersicht

heraus öffnen Sie ein Bild durch einen Finger-Tip

in die Detailansicht, ein weiterer Doppel-Tip

auf das Bild zoomt in die Aufnahme hinein,

allerdings gibt es nun keinen Weg, den

vergrößerten Bildausschnitt zu verschieben.

Wischen von links nach rechts leitet zum

nächsten Bild über, und die Pinch&Zoom-Geste

wird nicht unterstützt, hier müsste 500px noch

die Usability nachbessern.

Handy-Fotografen, die ihre Bilder gerne direkt

auf die 500px-Plattform hochladen würden,

muss man allerdings an dieser Stelle leider enttäuschen.

Bilder lassen sich aus der App heraus

nicht zum Dienst hochladen. Vermutlich wurde

diese Funktion ganz bewusst außen vor gelassen,

um 500px nicht zu einer Online-Plattform

für Handy-Schnappschüsse wie etwa Instagramm

verkommen zu lassen.

Auch wenn die Technik aktueller Handy-Kameras

mittlerweile recht passable Aufnahmen

erlaubt, hochwertige Bilder lassen sich auch

heute noch nur mit ordentlichen Spiegelreflexoder

Kleinbildkameras erstellen.

● ● ●

60

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Videoschnitt

denchik, 123RF

Videos mit dem Smartphone schneiden

Und Action!

Langweilige Reisevideos waren gestern. Der aktuelle

Urlaub lässt sich mit dem Android-Handy nicht

nur filmen, sondern auch direkt nachbearbeiten

und über das Netz an Freunde verschicken. Doch

welche Apps eignen sich hierfür am besten?

Marko Dragicevic


App-Tipps

Videoschnitt

Abb. 1: Gelungenes Bonuspaket:

Das Google Movie Studio bietet

auch Spezialeffekte an.

Abb. 2: Bevor es richtig los geht,

präsentiert VidTrim die Eigenschaften

eines Videos.

Abb. 4: Übersichtlich, aber leider

auch funktionsarm präsentiert

sich Movie Editor.

Google Movie Studio

Auf Smartphones und Tablets weitverbreitet

ist die Anwendung „Google

Movie Studio“, welche einigen Nutzern

in der deutschen Lokalisierung auch unter

dem Titel „Video Studio“ bekannt sein dürfte.

Eine Zeit lang wurde diese auf Geräten mitgeliefert,

welche im Auslieferungszustand die Android-Version

„Ice-Cream-Sandwich“ besaßen.

Inzwischen scheint Google jedoch andere Präferenzen

zu haben: Das „Nexus 7“-Tablet mit Android

4.2 Jelly Bean an Bord verfügt beispielsweise

nicht mehr über die praktische Videoschnitt-App.

Movie Studio bringt ein paar nette

Funktionen mit, um kleine Videos zu erstellen:

Mehrere Clips lassen sich mit diesem in einer

selbst gewählten Reihenfolge zu einem größeren

zusammensetzen. Außerdem kann der Benutzer

am Anfang seines Werkes Titel einblenden

oder zwischen den Clips anstatt harter

Schnitte auch mit Blendeffekten arbeiten. Falls

Sie auf Ihrem Smartphone oder Tablet also noch

die App vorfinden sollten (über den Play Store

ist sie nicht erhältlich), dann prüfen Sie unbedingt,

ob Movie Studio auch Ihrem Geschmack

entspricht, oder ob eher die Funktionalität eines

der im Artikel vorgestellten Programme für Ihre

Aufnahmen notwendig ist. Einen ausführlichen

Artikel zum Movie Studio finden Sie auf der

Android-User-Homepage [LINK 1].

VidTrim

Bei VidTrim [LINK 2] ist der Name Programm:

„Trimmen“ bedeutet im Videoschnitt-Jargon,

vom Anfang und

Ende eines Videoclips Teile wegzuschneiden –

hierdrin besteht auch der Hauptzweck der Anwendung.

Nach dem Start wählt der Nutzer

eine Videodatei aus. Anschließend werden zu

dieser Vorschaubilder angezeigt. Darunter sind

weitere Informationen wie die Anzahl der Bilder

pro Sekunde, die Gesamtspiellänge des

Clips oder der verwendete Codec einzusehen

Abb. 3: Fast wie beim Profi-Cutter: Der gewünschte Videoausschnitt wird bei

VidTrim im Handumdrehen mit zwei Schiebereglern markiert.

Apps & Tipps 04/2013 63


App-Tipps

Videoschnitt

Abb. 5: Übersichtlich: Die wichtigsten Funktionen von AndroVid auf einen Blick.

Warnung: AndroMedia Video Editor

An manchen Stellen im Netz finden sich Empfehlungen für die App „AndroMedia

Video Editor“. Diese wirkt auf den ersten Blick auch sehr verlockend:

Ohne auch nur einen Cent zu kosten, kann der Nutzer Clips zusammenfügen

oder kürzen. Effekte und Blenden sollen genauso möglich

sein wie Titeleinblendungen… Doch Vorsicht! Diese Anwendung setzt

nicht nur sehr aufdringliche Werbeanzeigen in die Statusleiste des

Smartphones, sondern ändert auch die Startseite und legt ungefragt

Werbe-Lesezeichen an. Darüber hinaus bleibt unklar, warum dieses Videoschnitt-Programm

laut Berechtigungsübersicht die Telefon- und Seriennummer

des Telefons auslesen muss. Wir raten deshalb von einer Installation

ab.

(Abbildung 2). Letztere Information gibt Ihnen

Auskunft darüber, in welchem Kompressionsformat

die Daten abgelegt wurden. Dies ist

dann interessant, wenn der Nutzer das Video

zum einen weitergeben aber auch sicherstellen

will, dass es beim Empfänger in einem bestimmten

Format ankommt. Die kostenlose Variante

von VidTrim bietet dem Anwender an

dieser Stelle an, das Video zu löschen, an

Freunde weiterzuverteilen (beispielsweise über

Dropbox, Facebook oder YouTube) oder vom

Anfang und Ende des Clips Teile zu entfernen

(Abbildung 3). Den neuen Startzeitpunkt und

das neue Ende wählt der Benutzer dabei einfach

und schnell mit seinem Finger auf einer

eingeblendeten Zeitleiste aus.

Die Pro-Version der App enthält zum Preis

von 2,17 Euro zwei Zusatzfunktionen: Zum

einen kann diese das Video über die

„Transcode“-Funktion ganz einfach in ein anderes

Format umwandeln. Darüber hinaus exportiert

sie auf Wunsch einzelne Frames als Bilddateien.

Insgesamt erledigt VidTrim die angebotenen

Optionen alle zuverlässig und lässt sich

auch ohne große Vorkenntnisse problemlos bedienen.

Auf der anderen Seite ist die App eher

funktionsarm. Um von der schnell eingefangenen

Aufnahme vorne und hinten überflüssige

Sekunden zu entfernen und das Ergebnis an

YouTube zu senden, mag sie genügen. Doch es

gibt keine Möglichkeiten, fortgeschrittene Videoschnitt-Funktionen

anzuwenden: So kann

weder die Mitte des Clips geschnitten werden,

noch ist das Einblenden von Titeln oder Ähnlichem

möglich. Die App beschränkt sich auf das

Trimmen und Sharing von Videos.

Movie Editor

Einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt

Movie Editor [LINK 3]. So lassen

sich mit dieser App zwar auf intuitive

Weise mehrere Clips zu einem größeren Video

zusammenfügen und auf Wunsch das Gesamtergebnis

mit einer Musikdatei unterl egen. Auf

der anderen Seite sind damit auch bereits alle

Möglichkeiten der App erschöpft. Es existiert

keine einzige weitere Option. Noch nicht einmal

das Schneiden einzelner Clips ist möglich.

Lediglich eine Exportfunktion bietet das Programm

an; jedoch auch dies nur maximal mit

einer mageren Auflösung von 640x480 Pixeln.

Auch wenn die App fehlerfrei funktioniert, ist

fraglich, ob sie den Preis von 2,05 Euro wert ist.

AndroVid Pro

AndroVidPro [LINK 4] fällt durch ein

durchdachtes Bedienkonzept auf.

Nachdem der zu bearbeitende Videoclip

in einem übersichtlichen Menü ausgewählt

wurde, erscheint er in der Editor-Ansicht (Abbildung

5). Die Symbole der möglichen Aktionen

werden dabei transparent in der Leiste

oberhalb des Videos eingeblendet. Genauso wie

in allen anderen getesteten Tools ist es möglich,

Anfang und Ende des Videos wegzuschneiden

(„Trim“), darüber hinaus verfügt es zusätzlich

über die folgenden Funktionen: Aufteilen des

Videos in zwei Hälften, Speichern einzelner

Frames als Bilddateien, Exportieren der Tonspur

als Sounddatei, sowie die Anwendung von vier

verschiedenen Effekten. Bei diesen kann zum

64

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Videoschnitt

Beispiel das Videobild negiert werden, sodass

es in anderen Farben dargestellt wird; oder der

Bildinhalt kann auf Veranlassung des App-Benutzers

gespiegelt werden.

Die Vollversion bietet zum Preis von 1,89

Euro drei weitere Effekte an: Der Videclip lässt

sich in einen Schwarz-​Weiß-Film umwandeln,

in Slow- oder Fastmotion abgespielen (also in

Zeitlupe oder Zeitraffer), und es ist möglich,

das Video zu „faden“: Am Anfang wird in

einem durch und durch schwarzen Bildschirm

langsam das Videobild eingeblendet, während

es am Schluss nach einer Verdunklung wieder

schwarz wird. Darüber hinaus kann der Nutzer

der Pro-Version sein Ergebnis in andere Videoformate

konvertieren oder das Videobild in eine

bestimmte Richtung drehen. Ihre Aufgaben verrichtet

die App zuverlässig. Wer einen der beschriebenen

Effekte beziehungsweise eine der

genannten Funktionen benötigt, ist hier sicherlich

gut beraten. Jedoch ist auch diese App

nicht perfekt: Weder können mehrere Videoclips

zusammengeschnitten werden, noch ist es

beispielsweise möglich, Überblendungen oder

Manipulationen der Tonspur vorzunehmen.

Aber genau diese Funktionen machen einen

guten Editor eigentlich aus.

V-Cut Express

Die kostenlose Trial-Version von „V-

Cut Express“ [LINK 5] erschreckt zunächst

mit einer gewichtigen Einschränkung:

Es können nur Videos mit einer

Maximallänge von 5 Sekunden als Quellmaterial

genutzt werden. Eine Vollversion ist für

0,72 Euro erhältlich. Die Programmierer bieten

jedoch an, die Beschränkung der kostenlosen

App-Variante für den Ablauf einer Sitzung aufzuheben,

wenn der Nutzer auf eine Werbefläche

klickt — für einen sinnvollen Test der App

durchaus zu verkraften. Anschließend wird das

Quellvideo über einen externen Dateimanager

ausgewählt – auf diese Weise sind weder Vorschaubilder

sichtbar noch werden Dateien anderen

Typs (wie zum Beispiel Dokumente) ausgeblendet.

Sobald der Nutzer ein Video ausgewählt

hat, zeigt sich die App von ihrer (leider

einzigen) positiven Seite: Die optische Gestaltung

weiß durchaus zu gefallen (Abbildung 6).

Die Zeitleiste wird als Filmstreifen dargestellt,

Start- und Endpunkt des Videos wählen Sie

Abb. 6: Zumindest über die optische Gestaltung von V-Cut Express lässt sich nicht

meckern. Über die restlichen Funktionen der Anwendung (leider) schon.

über verschiebbare Scherensymbole aus. Danach

trimmen Sie den Film per Button-Klick

(also der Anfang und das Ende weggeschnitten).

Der Export des Videos erfolgt im selben

Format wie das Quellmaterial. Insgesamt gesehen

muss man von der App dennoch abraten.

Sie beherrscht einzig und allein das simple

„Trimmen“ von Videos – und dies ohne jede

noch so kleine Zusatzfunktion. Erschwerend

kommt hinzu, dass dieser einzig mögliche Anwendungszweck

selbst in der Vollversion weniger

intuitiv vonstatten geht als etwa bei der kostenlosen

Variante von Vidtrim. Außerdem sollte

ein äußerst lästiger Programmierfehler nicht unerwähnt

bleiben: Wenn die App während der

Bearbeitung vom Nutzer in den Hintergrund geschickt

wird, um ein anderes Programm aufzurufen,

dann erlebt der Nutzer nach seiner Rückkehr

zu V-Cut Express eine Überraschung: Er

findet sich nicht mehr auf dem Bearbeitungsscreen

wieder, sondern im Hauptmenü – ohne

dass irgendein Zwischenstand gesichert wurde.

Fazit

Keine der vorgestellten Apps bietet auch nur

annähernd dieselbe Funktionsvielfalt wie professionelle

Schnittprogramme auf einem Desktop-Rechner.

Doch dazu eignet sich ein Smartphone-Bildschirm

auch nicht wirklich. Bei den

meisten Apps stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis

nicht wirklich. Gut, dass es noch das

Google Movie Studio gibt, es ist die einzige Allin-One-Lösung.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/29701

Apps & Tipps 04/2013 65


App-Tipps

DJ-Tools

Parinya Niranatlumpong, 123RF

Android-

Taschendisko

Alle Links

>

android- user.de/qr/30450

Kateryna Pruchkovska, 123RF

Plattenkoffer und Turntables waren gestern – heute können Sie den Club auch

mit einem Tablet rocken. Wir stellen die besten Digital- DJ-Apps vor. Thomas Raukamp

DJ Studio 5

Der Computer hat die Plattenspieler

in vielen DJ-Kanzeln längst ersetzt:

Etablierte Auflegware wie NI

Traktor hat zwar noch nicht ihren Weg auf

die Android-Plattform gefunden, das DJ

Studio 5 verspricht jedoch ähnlich professionelles

Arbeiten. Dazu stehen zwei virtuelle

Turntables zum Mischen bereit, deren

Oberflächen sich mit Skins veredeln lassen.

Diese kosten bis zu vier Euro und finanzieren

die Weiterentwicklung der App. Optisch

unterstützen die scratchfähigen Plattenteller

eine zoombare, parallele Wellenformdarstellung

der geladenen Songs.

Für jedes Deck steht je ein unabhängig einstellbarer

Dreiband-Equalizer zur Anpassung

des Klangs an die Raumbedingungen

bereit. Sehr vielfältig ist der BPM-Counter

zum Synchronisieren der beiden aktuell geladenen

Musikstücke: Eine Tap-Funktion ermittelt

durch rhythmisches Mittrommeln

den Takt, ein Slider sorgt für die stufenlose

Tempoveränderung und der Sync-Button

für taktgenaue Überblendungen.

Noch weiter ins Detail geht der

großzügige Loop-Generator, der mit ganzen

bis Sechzehnteltakten insgesamt acht

Varianten bietet und die Stimmung so mit

gezielten Stakkatos aufheizt. Außerdem lassen

sich Start- und Endpunkte eines Loops

frei bestimmen, sodass bestimmte Teile

eines Songs immer wieder abgespielt werden

können. Der FX-Prozessor steht nicht

zurück und bietet acht gut klingende und in

ihrem Verhalten einstellbare Effekte.

DJ Studio 5 ist nicht etwa ein geschlossenes

System, sondern kommuniziert perfekt

mit seiner Außenwelt: Fertige Mixe lassen

sich auf Wunsch in ein SoundCloud-Konto

laden und per Facebook und Co. teilen. Die

Krönung ist jedoch die Unterstützung des

iRig Mix von IK Multimedia, einem Mini-

Mischpult speziell für Smartphone-DJs.

Einziger Nachteil: Die interne Soundengine

benötigt einiges an Leistung – die Entwickler

empfehlen daher ein Gerät mit schneller

Quad-Core-CPU und genügend RAM.

kostenlos

englisch|Version 5.0.3|11 MByte

★★★★★

66


App-Tipps

DJ-Tools

Pocket DJ Vintage

DJ Studio 5 lockt mit fast professionellen Daten, setzt

aber auch ein Smartphone mit viel Leistung voraus.

Wer es lieber eine Nummer kleiner mag, für den

hält der Entwickler mit Pocket DJ Vintage eine stark abgespeckte

App für ältere Geräte bereit. Privaten Partys ist jedoch

auch diese gewachsen: Zwei Decks warten auf die musikalische

Befütterung und bieten Scratch-Effekte in Echtzeit,

Crossfading sowie das Setzen von Einstartpunkten. Die

kostenfreie Demo ist auf fünf Songs begrenzt, der Preis für

die Vollversion mit rund 2 Euro absolut angemessen.

1,99 Euro

englisch|Version 2.2.7|571 KByte

★★★★★

ADJ Pro

ADJ Pro setzt nicht auf die sonst

so beliebte Nachbildung von virtuellen

Turntables, sondern präsentiert

sich als volldigitales DJ-Cockpit,

das mit einem wahren Feuerwerk professioneller

Funktionen zu überzeugen weiß.

Über der erfreulich großzügig gestalteten

Benutzeroberfläche werden die in den zwei

Decks geladenen Songs anhand einer

scratchbaren Wellenformanzeige dargestellt,

wobei die Zoom- und Frequenzauswahl

variabel ist. Eine BPM-Erkennung inklusive

automatischer Synchronisation hält

die Decks im Takt. Ein Equalizer sorgt für

den perfekten Klang, Loop-, Cue- und Effektsektionen

für die musikalischen Gimmicks.

Wir meinen: Perfekt!

Party Mixer

Der Name deutet es bereits an:

Party Mixer will es nicht etwa mit

einem professionellen DJ-Programm

aufnehmen, sondern die heimische

Sause im Partykeller beschallen – und das

tut die simple App effektiv und sicher. Aus

der eigenen Musikbibliothek wird eine

Playlist zusammengestellt, aus der man

per Drag-and-drop die beiden Player mit

Songs versorgt. Wer sich selbst ins Getümmel

stürzen möchte, überlässt der Auto-

DJ-Funktion das Mischen – einstellbares

Überblenden inklusive. Und wagt es tatsächlich

jemand, während der Party anzurufen,

blendet die App auf Wunsch die

Musik aus. Die App ist besser, als sie auf

den ersten Blick erscheint.

4,95 Euro

englisch|Version 0.4.6|2,3 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 1.0|147 KByte

★★★★★

Apps & Tipps 04/2013 67


App-Tipps

DJ-Tools

DJ FX Custom Soundboard

Kein DJ-Set ist komplett ohne die richtigen Soundeffekte.

Was liegt da eigentlich näher, als das eigene

Smartphone oder Tablet als portablen Klanglieferanten

einzusetzen? Das DJ FX Custom Soundboard will genau

diese Aufgabe übernehmen. Zehn Buttons sind frei mit individuellen

Samples belegbar, wobei der Klangnachschub aus

der eigenen Soundbibliothek oder mittels Google Drive geliefert

wird. Ein groß dimensionierter Regler erleichtert das Volume-Set

up. Leider bietet die App nur eine spärliche eigene

Auswahl an Samples.

0,58 Euro

englisch|Version 1.3|1,5 MByte

★★★★★

DJ Pro

DJ Pro wurde für ambitionierte

Anwender entwickelt und verlangt

daher auch etwas Einarbeitungszeit

von Ihnen ab – gut, dass eine umfangreiche

– wenn auch englischsprachige –

Hilfedatei beiliegt. Die App setzt auf die bewährte

virtuelle Turntable-Ansicht, ergänzt

diese jedoch um Darstellungen der ganzen,

Viertel- und Sechzehntelnoten innerhalb

einer Wellenformdarstellung, sodass zwei

Tracks taktgenau ineinander gemischt werden

können. Der Knüller: Per Serveradresse

lassen sich mehrere Geräte für ein

Back-to-Back-Livemischen inklusive getrenntem

Kopfhörersignal verbinden.

Haben Sie sich einmal eingearbeitet, ist die

App ihren Preis wert.

edjing

Als Social-DJ-App preist die Firma

edjing ihr gleichnamiges Disko-

Programm an, verfügt es doch

über die Möglichkeit, fertige Mixe in einer

eigenen Online-Community oder per Twitter

und Facebook mit der Welt zu teilen.

Der Weg dorthin ist in eine äußerst attraktive

und für Tablets optimierte Oberfläche

verpackt, die Musik auf zwei scratchbaren

virtuellen Turntables mit sieben Gratis-Effekten

sowie zwei unabhängigen Equalizern

veredelt und mithilfe der wahlweise

manuellen oder automatischen Synchronisation

taktgenau nach gesetzten Cue-Punkten

startet. Weitere Effekte gibt es im umfangreichen

Online-Store der App. Eine der

besten Gratis-Apps, wie wir finden.

4,99 Euro

englisch|Version 7.22| 4 MByte

★★★★★

kostenlos

englisch|Version 2.4.2| 18 MByte

★★★★★

68

04/2013 Apps & Tipps


Appseits des Mainstreams

Gewusst wie

file404, 123RF

Sie sind oft unscheinbar und arbeiten bisweilen völlig automatisch im Hintergrund:

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen verblüffend praktische App-Perlen,

die wir regelmäßig aus den Untiefen des Play Stores emporheben.

Carsten Müller, Christoph Langner, Arnold Zimprich


App-Tipps

Appseits Mainstream

Abb. 1: Timely hindert Sie auf

Wunsch mit einer kleinen Rechenaufgabe

am Verschlafen.

Abb. 2: Trotz der tollen Optik von

Timely bleibt die Funktionalität

nicht auf der Strecke.

Abb. 3: CallHeads verhindert, dass

eingehende Anrufe Ihre aktuelle

Tätigkeit unterbrechen.

Oft sind es die kleinen Dinge im Leben,

die besonders viel Freude bereiten -

zum Beispiel unsere kostbaren App-

Perlen. Dieses Mal haben wir uns unter anderem

einen raffinierten Wecker, mehrere Telefon-

Apps und eine App angeschaut, mit der man

auch während dem Spaziergang ohne Gefahr

SMS schreiben kann. Viel Spaß!

Timely Alarm Clock

Was lässt sich an einer Uhren- oder

Wecker-App eigentlich noch verbessern?

Android hat doch mit der Jelly-

Bean-Uhr endlich eine hübsche und funktionale

Uhr spendiert bekommen. Was uns aber Timely

[LINK 1] gezeigt hat, ist einfach nur noch Wow!

Die App verpackt die Grundfunktionen Uhr,

Wecker, Countdown und Stoppuhr in ein aufwändig

gestaltetes Kleid, dass nicht nur toll

aussieht, sondern auch gut zu bedienen ist und

mit nützlichen Funktionen glänzt. So spielt

„Smart Rise“ eine halbe Stunde vor dem Wecken

sanfte Musik ab oder Sie müssen ein kleines

Rätsel lösen, um den Wecker zu beenden.

Verschlafen ist damit ausgeschlossen!

Die Entwickler geben Ihnen fünf Tage Zeit,

die App mit allen Funktionen und ohne Werbung

kennenzulernen. Nach Ablauf der Frist

können Sie einzelne Premium-Funktionen oder

gleich die komplette App für 2,49 Euro freischalten.

Alternative: Empfehlen Sie die App

per Google+ oder E-Mail weiter, aktivieren Siemit

genug Empfehlungen die Extra-Features

auch ohne zusätzliches Geld auszugeben.

CallHeads

Sie sind in ein Spiel oder ein E-Book

vertieft oder möchten gerade das süße

Lächeln Ihres Neugeborenen aufnehmen,

werden jedoch durch einen eintrudelnden

Anruf gestört? Mit CallHeads [LINK 2] bleiben

Ihnen abrupte Unterbrechungen erspart.

Die App nutzt die vom gefloppten "Facebook

Home" bekannten „Chat-Heads“ für die Visualisierung

eines eingehenden Anrufs. Anstatt der

Telefon-App legt sich nur das Gesicht Ihres Gesprächspartners

– wenn Sie ein entsprechendes

Foto in Ihren Kontakten hinterlegt haben – als

Icon über den Screen, ohne die aktuell laufende

App zu stören. Um das Telefonat anzunehmen,

ziehen Sie den Kopf einfach nach rechts auf den

grünen Hörer, daraufhin öffnet sich dann die

gewohnte Telefon-App und das Telefonat wird

gestartet. Lassen Sie den Kopf links fallen, lehnen

Sie das Gespräch temporär an. Ziehen Sie

das Foto nach unten, muss sich der Anrufer

noch einen Moment gedulden, bis Sie das Gespräch

endgültig entgegennehmen.

Apps & Tipps 04/2013 71


App-Tipps

Appseits Mainstream

Abb. 4: LED Blinker informiert Sie

per Bildschirmpixel über anstehende

Benachrichtigungen.

Abb. 5: Mit FilePush übertragen

Sie schnell und simpel Daten von

Ihrem PC auf das Smartphone.

Abb. 6: EZAnswer bietet Ihnen

zahlreiche Wege, eingehende

Telefonate anzunehmen.

LED Blinker

Sehr praktisch: Ohne das Smartphone

in die Hand zu nehmen, erkennen Sie

bereits über eine LED am Handy, ob

eine neue SMS eingegangen ist oder ob Sie

einen Anruf verpasst haben. Zumindest, wenn

das Gerät über eine

solche Benachrichtigungs-LED

verfügt.

Mit der App LED

Blinker [LINK 3] können

Sie die fehlende

LED-Benachrichtigung

per App nachrüsten.

Das funktioniert

simpel: Einfach

die LED-App

für die gewünschte

Aktion aktivieren

und eine Farbe auswählen.

Anschließend

bleiben Sie

auf dem Laufenden,

auch wenn das

Handy gerade im

Standyby ist. Auf

Abb. 7: Komfortabel:

Easy Answer kümmert

sich um die Entgegenahme

von Anrufen.

Wunsch können Sie auch einen Vibrationsalarm

für eine bestimmte Aktion festlegen.

Die App gibt sich äußerst flexibel und berücksichtigt

nicht nur Standard-Ereignisse, sondern

praktisch jede beliebige App, die ansonsten

nur Nachrichten an die Statusleiste senden

würde. Selbstverständlich saugt eine dauerhafte

Benachrichtigung auf dem Bildschirm kräftig

am Akku. Deshalb lässt sich in den Einstellungen

der App auch ein Timeout einstellen. Falls

vorhanden, verwendet die App übrigens die

Hardware-LED Ihres Smartphones.

FilePush

Möglichkeiten, Dateien vom PC zum

Smartphone zu übertragen, gibt es etliche.

Aber keine ist so einfach und

praktisch wie die App FilePush [LINK 4]. Sie besteht

aus zwei Komponenten: Einer kleinen Android-App

und einem schlanken Stück PC-Software.

Am PC klinkt sich FilePush in das Kontextmenü

von Dateien im Windows-Explorer

ein. Dort wählen Sie einfach den Eintrag Datei

senden an [Smartphone-Name] und wie von

Geisterhand wird die Datei (oder auch ein ganzes

Verzeichnis) an das Smartphone geschickt.

Das Ganze funktioniert über WLAN – sofern

PC und Smartphone im gleichen Netz verbunden

sind – oder auch über das mobile Internet.

Im letzteren Falle nutzt FilePush dann den

Umweg über die Cloud, was Sie als Nutzer aber

72

04/2013 Apps & Tipps


kaum bemerken. Auf dem

Smartphone sorgt FilePush für

die Verteilung der angekommenen

Dateien in von Ihnen

vorgegebene Ordner. Das

funktioniert so smart, dass Sie

diese Funktion bald schon

nicht mehr missen möchten.

Schade ist lediglich, dass die

Übertragung umgekehrt – vom

Smartphone zum PC – nicht

vorgesehen ist.

Abb. 8: Über eine simple Abfrage

verhindert Tiny Call Confirm verse-

EZAnswer

Es klingelt und das

Gefummel geht los –

die Wischtechnik,

um einen eingehenden Anruf

entgegenzunehmen, ist nicht hentliche Anrufe.

jedermanns Sache. Wer lieber

eine der Smartphone-Tasten (zum Beispiel die

Lautstärke-Taste) oder einen anderen Gerätebutton

zum Entsperren verwenden will, wird

mit EZAnswer [LINK 5] fündig. Diese eierlegende

Wollmilchsau in Sachen Anruf-Entgegennahme

bietet alles, was das Herz begehrt. Egal, ob Sie

über eine Sensorik (Schütteln oder Umdrehen

des Handys), Hardware-Tasten (Kamera, OK-

Button, Lautstärketasten) oder Bildschirm-Buttons

abheben möchten – das lässt sich alles einrichten.

Klasse, dass EZAnswer auch gleich

daran gedacht hat, eine „Spam“ Liste einzupflegen.

Hat man eine Nummer als Spam deklariert,

unterdrückt die App künftig den Anrufer

oder legt auf – ganz wie Sie es wünschen!

Tiny Call Confirm

Während EZAnswer

und Easy Answer

sich um die eingehenden

Anrufe kümmern,

widmet sich Tiny Call Confirm

[LINK 7] den ausgehenden Anrufen,

insbesondere den unbeabsichtigten.

Denn bei der

Nutzung von Kontakte-Widgets

oder beim Blättern im Adressbuch

kommt es gerne mal

vor, dass ein Kontakt versehentlich

angerufen wird. Tiny

Call Confirm verhindert genau

dies, indem die App vor dem

eigentlichen Wählvorgang noeinen

zusätzlichen kleinen Dialog

einblendet.

Dort wird nochmals Name

und Telefonnummer des gewählten Kontaktes

angezeigt und Sie können über eine grüne und

eine rote Schaltfläche den Anruf starten oder

abbrechen. Die App hält zahlreiche optische

Anpassungsmöglichkeiten und

Optionen zur individuellen

Konfiguration bereit. So lassen

sich bestimmte Kontakte

ausschließen oder die App

inaktiv setzen, wenn eine

Bluetooth-Verbindung besteht

oder ein Headset angeschlossen

ist. Ein Anrufprotokoll

rundet den Funktionsumfang

ab.

App-Tipps

Appseits Mainstream

Easy Answer

Auch die App Easy Answer [LINK 6]

weiß zu begeistern. Wollen Sie einen

Anruf annehmen, indem Sie das

Smartphone ans Ohr halten oder schütteln? Soll

ein Anruf beendet werden, indem Sie Ihr Gerät

auf den Tisch legen? Easy Answer macht all

dies und noch viel mehr möglich!

Neben der passenden Geste für die Entgegennahme

und das Beenden des Gesprächs erlaubt

die App auch Gesten zur Unterdrückung des

Klingeltons. Was sich zunächst etwas unsicher

anhören mag, funktioniert in der Praxis verblüffend

zuverlässig. Probieren Sie es doch mal aus,

der Weg in den Play Store ist nicht weit!

Walking Text

Das Verfassen

von SMS dürfte

bei vielen Smartphone-Fans

schon zu

brenzligen Situationen geführt

haben. Mit der App

Walking Text [LINK 8] behalten

Sie die Situation in

ihrer Umgebung auch während

dem Tippen im Auge.

Abb. 9: Mit Walking Text können

Sie auch während dem

Gehen SMS-Nachrichten tippen.

Apps & Tipps 04/2013 73


App-Tipps

Appseits Mainstream

Alle Links

>

android- user.de/qr/30560

Abb. 10: Keine Angst um Ihr

Handy? Dann werfen Sie es mit

S.M.T.H so hoch wie möglich!

In Zeiten exzessiver Smartphone-Anwendung

geschieht häufig, dass Passanten von in ihren

Bildschirm vertieften Handy- und Tablet-Junkies

fast umgerannt werden. Denn als ob es

nichts wichtigeres gäbe als den Bildschirm,

nimmt diese Art Zeitgenossen die Umgebung

nur noch unscharf oder als Hintergrundrauschen

wahr.

Der ein- oder andere Zusammenstoß hätte

vermieden werden können, wenn sich Walking

Text auf dem Smartphone befunden hätte. Hier

können SMS auf einem transparenten Keyboard

verfasst werden, während über die Gerätekamera

der Bereich, auf den man sich zubewegt,

eingeblendet wird. Sich fortbewegen und paralleles

Texten wird dadurch deutlich vereinfacht!

Ob nun technische Spielerei oder sinnvolle

Entwicklung – Falls Ihnen künftig in ihre Bildschirme

vertiefte Smartphone-Besitzer tatsächlich

ausweichen sollten, haben diese vermutlich

Walking Text installiert. Wir empfehlen auf

jeden Fall ein paar Testrunden, ehe man sich

mit der App in die freie Wildbahn wagt!

Send Me To Heaven

Sie fahren gerne auch mal freihändig

Rad? Sie schneiden die verschimmelte

Ecke vom Käse ab und essen den

Rest? Sie probieren auf gut Glück das Essen aus

der Aktions-Theke in der Kantine? Auf gut

Abb. 11: Send Me To Heaven

merkt, wenn etwas nicht mit rechten

Dingen zugehen kann.

Deutsch: Sie leben gerne gefährlich?

Dann könnte Send

Me To Heaven [LINK 9] Ihr

neues Lieblingsspiel werden!

Das Spielprinzip von

S.M.T.H. – kurz für Send Me

To Heaven – ist einfach. Sie

starten das Game, nehmen Ihr

Handy fest in die Hand und

werfen es so hoch wie möglich.

Je höher Sie kommen,

desto höher landen Sie im

Ranking. Damit Ihr Versuch

zählt (und das Handy den Versuch

überlebt), müssen Sie es

jedoch auch wieder fangen.

Die ehemaligen Weltmeister

im Handy-Weitwurf werden

diese App mit Sicherheit umgehend

auf ihrem Handy installieren.

Send Me To Heaven

misst über die in das Gerät integrierten Beschleunigungssensoren,

ob auch alles mit rechten

Dingen zugeht. Das Handy einfach nur fallen

zu lassen, es mit einem Fallschirm sicher zu

Boden bringen oder es mit einer Rakete in die

Höhe zu schießen, wird von Send Me To Heaven

registriert und der Versuch für ungültig erklärt.

Während des Flugs darf sich das Handy

auch nicht zu stark drehen, sonst quittieren die

Sensoren schnell ihren Dienst!

Ganz ernst nehmen die Entwickler ihre App

natürlich nicht. Dennoch wimmelt es im Play

Store an Warnungen von geschädigten Usern -

denn wie sagten schon die Mythbusters und die

Beastie Boys: „Don’t try this at home“! Beim

Versuch, den Highscore zu knacken, besteht

durchaus das Risiko das Handy ein für allemal

in den Himmel zu schicken. Apple mochte die

App übrigens gar nicht gerne, sie wurde umgehend

aus dem iTunes-App Store entfernt.

Wir machen weiter…

Selbstverständlich setzen wir die Suche nach

den verborgenen Schätzen des Google Play

Store fleißig fort. Dabei sind wir besonders neugierig

auf die Perlen appseits des Mainstreams,

die Sie selbst vielleicht schon geborgen haben

und benötigen daher Ihre Hilfe. Über Tipps

freuen wir uns sehr - Ideen bitte an: redaktion@android-user.de

schicken.

● ● ●

74

04/2013 Apps & Tipps


sahua, 123RF

Yahoos schicke Wetter-App

Schönwetter

Neben Mails, Chats und sozialen Netzwerken sind Wetter-Apps absolute Hits im

Play Store. Mit Yahoo! Wetter finden Sie einen Neueinsteiger in der Hitparade,

der das Potential zum Klassiker hat. Christoph Langner

76

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Yahoo! Wetter

Ehrgeizige App-Entwickler

stehen oft vor folgender

Entscheidung:

Baue ich eine möglichst hübsche

App oder halte ich mich

so exakt wie möglich an die

Android-Design-Richtlinien?

Bei Yahoo! Wetter [LINK 1]

haben sich die Entwickler für

die erste Option entschieden.

Herausgekommen ist eine

wirklich ansprechende Wetter-

App, die auf diverse Yahoo!-

Dienste zurückgreift und viele

Informationen für alle bietet,

die mit der Wetter-App ihres

Handys nicht zufrieden sind.

Yahoo! Wetter

Nach dem Start zeigt Ihnen

Yahoo!Wetter das Wetter an Ihrem aktuellen

Standort an. In dieser reduzierten Ansicht blendet

die App nur die aktuelle Temperatur, die

Höchst- und Tiefsttemperaturen

und die Wolkendichte im

Stile von „heiter“ oder „bewölkt“

ein. Dazu lädt die neue

Wetter-App aus dem Hause

Yahoo automatisch passende

Bilder aus dem Flickr-Bestand

auf den Schirm.

Wischen Sie mit dem Daumen

nach unten, wird der bebilderte

Hintergrund glasig

und Yahoo!Wetter blendet

ausführliche Wetter-Informationen

ein. Vom Wetter der

nächsten zehn Tage über den

aktuellen UV-Index, die Niederschläge,

Windgeschwindigkeiten

und Stand von Sonne

Abb. 1: Yahoo! Wetter lädt automatisch

Hintergrundbilder. und Mond bis hin zu einer

Karte mit Temperaturverläufen

und Winden als Overlay gibt Ihnen Yahoo! Wetter

eigentlich alle Informationen, die rund um

die aktuell Wetterlage wichtig sind.


App-Tipps

Yahoo! Wetter

Abb. 2: Die Anwendung verrät

Ihnen das Wetter bis zu zehn

Tagen im Vorraus.

Abb. 3: Neben der Temperatur

verrät Yahoo! Wetter auch Infos

zu Wind und Sonnenstand.

Abb. 4: Die Karte blendet Wolkenverteilung,

Temperatur und Wind

als Overlay ein.

Über die Seitenleiste oder das Plus-Icon rechts

oben richten Sie neben dem aktuellen Standort

auch Städte ein, deren Wetterlage Sie generell

interessiert. Zwischen diesen wechseln Sie entweder

über die Seitenleiste oder durch Wischen

nach links oder rechts auf dem Homescreen der

App. An dieser Stelle verknüpft sich

Yahoo!Wetter auch mit den anderen Internet-

Diensten von Yahoo! Sie müssen den Links zu

den anderen Yahoo-Apps aber auch nicht folgen.

In den Einstellungen haben Sie die Möglichkeit

Yahoo! Wetter fest in der Statusleiste zu

verankern, so haben Sie das aktuelle Yahoo!-

Wetter immer im Blick. Wichtig an dieser Stelle

ist auch, dass die App nicht unbedingt Hintergrundbilder

laden soll, wenn Sie gerade per Mobilfunk

im Internet sind. Wer

nur eine schmale Volumen-

Flatrate hat, sollte hier die Option

setzen, dass die Bilder

nur über das WLAN geladen

werden.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30466

Abb. 5: Über die aufziehbare Seitenleiste

richten Sie Yahoo!Wetter

individuell ein.

Abb. 6: Yahoo! Wetter quartiert

sich auf Wunsch permanent in der

Statusleiste ein.

Hintergrundbilder

nur im WLAN

Yahoo! Wetter finden Sie als

kostenlosen Download im

Google Play Store. Die Wetter-

App ist – bis auf Links zu weiteren

Yahoo-Apps in der Seitenleiste

– frei von Werbeanzeigen.

Egal ob sich die App

an die Design-Vorgaben hält

oder nicht: Das Ergebnis ist

eine informative App die gut

aussieht – auch auf einem Android-Handy.


● ● ●

78

04/2013 Apps & Tipps


APP-Tipps

Norton Mobile Security

Norton Antivirus & Sicherheit in Version 3.5

Norton

Mobile Security

Norton hat seiner Android-App „Norton Antivirus & Sicherheit“ ein Update verpasst.

Die App beschützt den Nutzer nun auch beim Browsen mit Chrome und weist

auf potenzielle Gefahren von Apps hin. Wir haben uns die neue

Norton-App genauer angeschaut. Marcel Hilzinger

Norton Mobile

Claudia Mora, 123RF.com

Apps & Tipps 04/2013 79


APP-Tipps

Norton Mobile Security

Abb. 1: Das Menü von Mobile

Security mit den fünf Menüpunkten

und weiteren Norton-Apps.

Abb. 3: Dass die Schnappschussfunktion in Deutschland nicht funktioniert, erfahren

Sie erst auf der Webseite.

Abb. 2: Ein gestohlenes oder verlorenes

Handy lässt sich per SMSoder

via Webfrontend sperren.

Den Namen Norton bringen die meisten

Windows-Nutzer mit dem legendären

Dateimanager „Norton Commander“

in Verbindung. Die Firma gehört aber mittlerweile

zu Symantec und hat sich auf Sicherheitslösungen

für diverse Betriebssysteme spezialisiert.

Bei Google Play ist Norton gleich mit

einem Dutzend Apps vertreten, von denen wir

für diesen Artikel die App Norton Antivirus &

Sicherheit [LINK 1] getestet haben, die allgemein

als Norton Mobile Security bekannt ist.

Laden Sie die kostenlose Lite-Version aus

dem Play Store herunter, dann sind lediglich die

Funktionen Anti-Malware und Andere Norton

Apps aktiv. Wenn Sie sich auf der Norton-Webseite

registrieren, können Sie

zudem Teile des Diebstahlschutzes

in Anspruch nehmen.

Möchten Sie die Anrufblockierung,

den Webschutz

oder die Backup-Funktion

bzw. den kompletten Diebstahlschutz

nutzen, dann

müssen Sie die Vollversion

kaufen, die 25,40 Euro kostet.

Da wir die Anti-Diebstahl-

Funktion für die wichtigste

Komponente einer Antimalware-Lösung

halten, legen wir

auf diese Funktion den Fokus.

Leider mit geringem Erfolg.

Über das Webinterface vermutete

Norton den Stand ort an

einem Ort, an dem wir uns am

Vortag befunden hatten. Das

Handy lag aber im Büro gleich

neben uns. Zum gleichen Resultat führte auch

die Ortung via SMS-Befehl locate PIN‐Code.

Die Standortbestimmung via WLAN und Mobilfunknetz

war aber aktiviert. Selbst, nachdem

am Handy GPS eingeschaltet wurde, konnte

Norton das Gerät nicht orten. Immerhin zeigte

das Testgerät aber an, dass jemand versuchte,

auf das GPS zuzugreifen. Innerhalb eines größeren

Gebäudes ist die Ortung daher ein aussichtsloses

Unterfangen. Erst, nachdem das

Handy auf dem Fensterbrett lag, konnte die

Norton-App das Galaxy Nexus tatsächlich lokalisieren.

Die App verlässt sich also komplett auf

das GPS – ist diese Funktion deaktiviert, erhalten

Sie keinerlei Informationen zum Standort.

Nachdem die Ortung klappte, versuchten wir,

remote ein Foto zu aufzunehmen, um den (simulierten)

Dieb zu erwischen. Dabei verwies

Norton auf die Datenschutzgesetze des entsprechenden

Landes und weigerte sich, ein Foto zu

machen. Die Alarm-Funktion ist gut gelöst, sie

beendet sich nach zehn Alarmtönen von selbst.

Aber auch diese Funktion dürfte wohl eher

beim Testen bzw. Auffinden zu Hause hilfreich

sein als bei einem Diebstahl. Andere Hersteller

bitten um die Eingabe eines Codes, damit man

den Alarm ausschalten kann, was im Ernstfall

wohl die bessere Lösung darstellt.

Norton verzichtet in der Grundeinstellung auf

eine Sperrung des Handys beim SIM-Karten-

80

04/2013 Apps & Tipps


APP-Tipps

Norton Mobile Security

wechsel oder auf eine Blockierung

bei erfolglosen Entsperrversuchen.

Entsprechende

Einstellungen finden Sie beim

Diebstahlschutz via Kontextmenü,

sodass Sie Norton auch

als Geräteadministrator einsetzen

können. Sehr gut gefallen

hat uns auch, dass man beim

Sperren des Geräts eine Meldung

online eingeben kann.

Sollte sich zum Beispiel das

gestohlene Handy in Spanien

befinden, kann man also auch

eine Nachricht auf Spanisch

hinterlassen.

Die Basics

Zu den Kernfunktionen jeder

Sicherheitsapp gehört der

Schutz vor Malware. Dazu

scannt Norton Apps nach der Installation und

meldet, ob die App sicher oder gefährlich war.

In unseren Tests erkannte Norton drei als gefährlich

eingestufte Apps problemlos, auch Adware

meldete Norton zuverlässig. Über die Anrufblockierung

können Sie Telefonate oder SMS

unterdrücken. Dabei blockt die App in der

Grundeinstellung beides, Sie können aber für

jeden Eintrag festlegen, ob Sie nur Anrufe oder

nur SMS abweisen möchten. Neben der Auswahl

aus dem Adressbuch zeigt die App auch

den Verlauf zur Auswahl an, was in den meisten

Fällen wohl die beste Lösung ist. Für diese

Funktion gibt es die maximale Punktzahl.

Wenig hilfreich ist hingegen das Backup-Feature.

Es sichert lediglich die Kontakte. Da man

diese auf einem Android-Handy üblicherweise

bei Google speichert, bringt die Funktion keinen

echten Mehrwert. Sinnvoll wäre hier ein erweitertes

Backup mit SMS, Anrufprotokoll und

anderen persönlichen Daten, die üblicherweise

nicht in der Cloud gespeichert sind. Falls Sie die

Funktion nutzen, sollten Sie das geplante

Backup einschalten, damit die Kontakte regelmäßig

gesichert werden.

Blockierte Seiten

Neu in der aktuellen Version 3.5.0.1023 ist der

Webschutz für Chrome und Chrome Beta. Die

Funktion soll Sie in erster Linie vor Phishing-

Abb. 4: Norton Mobile Security

stuft auch Apps mit aggressiven

Anzeigen als Schadsoftware ein.

Abb. 5: Der Webschutz bietet keine

Einstellungsmöglichkeiten für Webseiten

oder Themenbereiche.

Seiten schützen. Welche Inhalte genau gefiltert

werden, erklärt die App nicht. Leider lassen

sich keine zusätzlichen Seiten manuell hinzufügen.

Andere Anbieter lösen diese Aufgabe besser,

indem man nach Kategorien filtern oder zusätzliche

URLs in die Blacklist einfügen kann.

Das zweite neue Feature finden Sie unter Antimalware

| Andere Risiken. Hier listet Norton

Apps auf, die nicht als Malware im eigentlichen

Sinne eingestuft werden, sondern durch zu

viele Berechtigungen oder aggressive Anzeigen

die Privatsphäre des Benutzers bedrohen.

Fazit

Mit dem Scan nach Adware und unter Datenschutzaspekten

kritischen Apps macht Norton

einen Schritt in die richtige Richtung, auch den

Surfschutz für Chrome und den sehr moderaten

Akkuverbrauch begrüßen wir. Die Anti-Diebstahl-Funktion

hinterlässt ein gemischtes Gefühl:

Norton zeigte mangels GPS-Signal meistens

eine beliebige Position des Vortages an.

Sehr gut gelöst hat man bei Norton die Usability:

Während Sie bei anderen Apps vor dem

Problem stehen, bei einem Wechsel der SIM-

Karte das nötige Passwort zum Entsperren nicht

mehr zu finden, verzichtet die App in der

Grundeinstellung auf solche Features. Die Nutzer

danken es mit zahlreichen 5-Stern-Bewertungen

bei Google Play. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30574

Apps & Tipps 04/2013 81


App-Tipps

BubbleUPnP

BubbleUPnP: Die All-in-One-Multimedia-Lösung für Android

Multimedia-

Fernsteuerung

Längst speichern wir Musik, Fotos und

Videomaterial in unserem heimischen

Netzwerk auf den unterschiedlichsten

Endgeräten. Doch mit der Wiedergabe

von einem Gerät auf einem anderen

kommen die Probleme: Die Lösung

dafür heißt BubbleUPnP. Carsten Müller

82

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

BubbleUPnP

Die Digital Living Network

Alliance oder

kurz DLNA [LINK 1]

hat sich 2003 aus namhaften

Herstellern der Unterhaltungselektronik

zusammengetan,

um ein reibungsloses Zusammenspiel

ihrer Geräte für den

Privatgebrauch sicherzustellen.

Dabei berücksichtigt das

DLNA-Zertifikat die gängigen

Formate in den Bereichen

Audio, Video und Foto. Auf

dem Papier sind DLNA-zertifizierte

Geräte in der Lage,

diese Daten untereinander

weiterzureichen, sofern sich

die Hardware im gleichen

Netzwerk befindet.

So ist es eigentlich gleichgültig,

auf welchem Gerät das

gewünschte Video oder der gewünschte Song

liegt. Jedes im Netzwerk verbundene DLNA-fähige

Gerät kann die Daten abrufen und darstellen,

ohne selbst über das Videomaterial zu verfügen.

Ein Android-Smartphone und ‐Tablet

kann in diesem Multimediareigen sofort mitmachen,

sobald es über eine entsprechende App

verfügt. Doch nicht jede App kommt mit allen

DLNA-Geräten klar.

Bubble you what?

DLNA ist im Kern eine herstellerneutrale Weiterentwicklung

des ursprünglich von Microsoft

initiierten Universal Plug & Play (UPnP) – der

Name der App BubbleUPnP bezieht sich darauf.

Das soll nicht weiter verwirren. Aktuelle DLNAfähige

Geräte kommunizieren völlig problemlos

auch mit BubbleUPnP.

Abb. 1: Hier legen Sie fest, welches

Gerät der Renderer und welches

der Media Server sein soll.

BubbleUPnP

Schönere Apps gibt es zu Hauf, aber solche, die

wie BubbleUPnP [LINK 2] mit praktisch jedem

Setup funktionieren, sind eher selten. Es ist die

aktuell beste Lösung für die Medienwiedergabe

via DLNA unter Android. Funktioniert die Verbindung

mit BubbleUPnP nicht, müssen Sie andere

Apps meist gar nicht erst probieren.

Bei der Nutzung von BubbleUPnP – wie auch

generell bei der Verbindung zweier DLNA-fähiger

Geräte – muss grundsätzlich

zunächst definiert werden,

welches Gerät der Abspieler

(Renderer) sein soll

und wer als Media Server die

Daten bereitstellen soll. So

kann der moderne Flachbildfernseher

als Renderer die Inhalte

eines Smartphones (Server)

auf die Mattscheibe bringen

– er kann aber auch als

Server seine aufgezeichneten

Sendungen auf das Handy

(Renderer) übertragen. Beim

Start scannt BubbleUPnP deshalb

zunächst die verfügbaren

DLNA-fähigen Geräte in Ihrem

Netzwerk. Unter Devices werden

sie anschließend aufgeführt.

Hier definieren Sie, welches

Gerät nun als Renderer

und welches als Media Server arbeiten soll.

Das Android-Gerät mit BubbleUPnP kann

Renderer oder Media Server oder auch beides

zugleich sein. Es kann aber auch ganz außen

vor sein, und Sie wählen sowohl als Renderer

als auch als Media Server zwei

völlig andere Geräte im

Netzwerk. In letzterem Falle

fungiert die BubbleUPnP-

App nur als Fernsteuerung

für zwei andere Geräte,

und Sie geben zum Beispiel

einem Fernseher die Anweisungen,

Videos darzustellen,

die von einem PC

bereitgestellt werden.

Die Medienbibliothek

Als Media Server gewährt

die App nach Antippen des

Buttons Library am unteren

Bildschirmrand nicht nur

Zugriff auf sämtliche Mediendateien

des Android-Gerätes,

sondern auch auf

solche, die in der Cloud gespeichert

sind – etwa Dropbox.

Ganz besonders gefällt,

dass auch Google Play

Abb. 2: Als praktisch einzige

App kommt BubbleUPnP

auch mit Play

Music und Dropbox klar.

Apps & Tipps

04/2013 83


App-Tipps

BubbleUPnP

Abb. 3: Die Auswahl der

Songs erfolgt wie bei

einem gewöhnlichen

MP3-Player inklusive

Playlists.

Alle Links

>

android- user.de/qr/29705

Music nutzbar ist. Die

Songs müssen also nicht

auf dem Smartphone liegen,

um von BubbleUPnP

für andere Geräte bereitgestellt

zu werden.

Für die Auswahl der gewünschten

Medien wählt

die App eine Struktur, wie

man sie von herkömmlichen

MP3-Playern gewohnt

ist: Über Alben,

Künstler, Genre erreichen

Sie komfortabel die gewünschten

Songs, die Sie

auch in Playlisten zusammenfügen

können.

Auch das eigentliche

Abspielen ist sofort jedem

vertraut, der schon einmal

auf seinem Android-

Smartphone oder -Tablet

Musik abgespielt hat. Tippen

Sie den Eintrag Now

playing an, sind Sie im Bilde,

was gerade läuft. Titel, Album, Interpret, sofern

vorhanden auch die Cover-Abbildung – das übliche.

Sofern in den Einstellungen (Settings im

Menü der App) aktiviert, lässt sich zusätzlich

ein Lautstärkeregler einblenden. Dieser greift

dann auch auf den Renderer durch, sprich:

Stellt BubbleUPnP gerade

Musik für Ihren Fernseher bereit,

dann steuern Sie über

diesen Regler die Wiedergabelautstärke

des TV-Geräts!

Wie es sich gehört, enthält

der Player in BubbleUPnP natürlich

auch Funktionen wie

zufallsgesteuerte Titelauswahl,

Track- und Playlist-Wiederholung,

einen Sleep Timer

oder sogar auch das Einblenden

von Songtexten (dies erfordert

zusätzlich die Installation

der App musicXmatch).

Hier bleiben also wenige

Wünsche offen, und es gibt

durchaus zahlreiche Nutzer,

die die App häufig auch

gleichzeitig als Media Server

Abb. 4: Das Kontextmenü erreichen

Sie, indem Sie lange auf

den Menüpunkt drücken.

und Renderer nutzen – was aus BubbleUPnP

letztlich einen lokalen Abspieler macht.

Zugabe

Ein Blick in die Settings von BubbleUPnP offenbart

die volle Leistungsfähigkeit der App. Hier

definieren Sie sehr differenziert das Verhalten

der App als Renderer oder Media Server. Unter

Control können Sie auch festlegen, ob und

wann BubbleUPnP bei Inaktivität

gestoppt oder beim Bootvorgang des Smartphones

automatisch gestartet werden soll.

Interessant ist auch die Option, einen BubbleUPnP-Server

auf einem PC zu installieren.

Einen entsprechenden Java-basierten Server liefert

die Kaufversion von Bubble UPnP mit. Über

diesen können Sie den Zugriff auf Ihre Media

Server aus dem Internet – also außerhalb Ihres

LANs – realisieren. Ein Setup network wizard

hilft bei der Einrichtung und ist auch für Netzwerk-Laien

verständlich. Spätestens mit diesem

Server ist der Kaufpreis in Höhe von 3,49 Euro

absolut gerechtfertigt.

Fazit

BubbleUPnP ist die eierlegende Wollmilchsau

für DLNA-Streaming unter Android. Egal, ob Sie

nur andere Geräte fernsteuern möchten oder Ihr

Android-Gerät als Server oder Renderer aufspielen

soll – mit Bubble UPnP bereitet das alles

keine großen Probleme.

● ● ●

Abb. 5: Die Settings haben es in

sich und erlauben zahllose individuelle

Einstellungen der App.

84

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Reddit-Apps

App auf die

Frontpage

Sie kennen Reddit? Dann schauen Sie sich unsere App-Tipps zum News-

Dienst an. Sie kennen Reddit noch nicht? Dann unbedingt! Christoph Langner

Reddit Sync

Der Begriff Meme sagt Ihnen

nichts? Topics wie Ask Me

Anything ebenfalls nicht? Dann

haben Sie bisher wahrscheinlich auch noch

nie Reddit durchstöbert. Die dynamische

Link-Sammlung aus den USA erobert das

Internet – besonders in den Staaten selber

– im Sturm. Teils mit Non-Sense, teils mit

ernsten, teils mit brisanten Inhalten hat sich

Reddit als „die“ unabhängige Communitybasierte

Plattform etabliert.

Auf Reddit darf jeder Links und Beiträge

online stellen, die dann von der Reddit-

Community positiv (upvote) oder negativ

(downvote) bewertet werden. Je mehr User

den Beitrag im Verlauf als lesenswert markieren,

desto höher rutscht er nach oben,

bis er schließlich auf der Frontpage eine

prominente Platzierung erfährt.

Eine der Stärken von Reddit ist die offene

Plattform. Reddit besitzt eine umfassende

API, über die Apps auf den Dienst zugreifen

können. Dadurch lassen sich Reddit-Apps

bauen, die der eigentlichen Webseite in

nichts nachstehen – wenn Sie nicht Reddit.

com an Usability übertreffen. Unsere Top-

Empfehlung ist Reddit Sync Pro.

Die umfassende Reddit-App glänzt mit

einer aufgeräumten Oberfläche, die auch

auf dem Tablet gut funktioniert. Bilder öffnet

Reddit Sync direkt im Nachrichten-

Stream, verlinkte YouTube-Videos werden

ohne den Umweg über die YouTube-App

abgespielt. Der Nachtmodus schont Ihre

Augen, und mit einer Sync-Funktion laden

Sie Ihre Reddits zum Offline-Lesen in den

Speicher. Unsere Empfehlung der Redaktion

finden Sie als kostenlose, aber werbefinanzierte

Variante, aber auch als Pro-Version

ohne Werbung in Googles Play Store.

kostenlos (Werbung) 1,89 Euro

englisch|Version 7.7.4|720 KByte

★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/29636

85


App-Tipps

Reddit-Apps

BaconReader

Auch mit dem BaconReader machen Sie nichts

falsch. Die Stärken des BaconReader liegen in

der guten Optik, der Vollbildfunktion, dem guten

Tablet-Modus und besonders in der Account-Verwaltung.

Redditoren mit mehreren Accounts können nahtlos zwischen

ihren Accounts wechseln. Wer oft externe Links

aufruft, profitiert zudem von der Funktion, Webseiten via

Readability von zusätzlichen Design-Elementen befreien

zu können. So wird das Laden von Webseiten beschleunigt

und letztendlich auch mobiler Traffic eingespart.

kostenlos (Werbung) 1,52 Euro

englisch|Version 2.7.1|5,7 MByte

★★★★★

Reddit is fun

Reddit is fun erweist sich besonders

für aktive Redditoren mit Moderatoren-Rechten

als gute Lösung,

denn als einzige App in unserem

Testfeld ermöglicht die Reddit-App Moderatoren

das Aussortieren von Spam oder

das Löschen unpassender Beiträge vom

Androiden aus. Die Oberfläche an sich

kommt jedoch nicht an unsere Favoriten

heran, wenn die App auch einen Tablet-

Modus besitzt. Wie bei den meisten Reddit-

Apps finden Sie Reddit is fun in einer kostenlosen

Version mit Werbung und einer

kostenpflichtigen Variante im Store.

Reddit ET Pro

Reddit ET gehört zu den etwas weniger

verbreiteten Reddit-Apps, zu

Recht. Trotz aktueller Holo-Optik

wirkt die App altbacken und wenig praktisch.

Am meisten lässt sich Reddit ET

etwas abgewinnen, wenn man gerne

Subreddits mit vielen Bildern wie /r/​pics

oder /r/​oder /r/​aww durchstöbert. Vorschaubilder

zeigt Reddit ET groß an, sodass

der eigentliche Beitrag oft gar nicht

mehr geöffnet werden muss. Abseits eines

Leinwand-Modus, in dem Sie per Wischgeste

von Beitrag zu Beitrag springen, bietet

die App nichts Aufregendes.

kostenlos (Werbung) 1,65 Euro (Vollversion)

englisch|Version 2.7.6|2,3 MByte

★★★★★

kostenlos (Werbung) 2,56 Euro

englisch|Version 1.11|1,7 MByte

★★★★★

86


App-Tipps

Reddit-Apps

Reddit News

Auch bei Reddit News merkt man, dass der Entwickler

ein aktiver Redditor ist, der regelmäßig die Community

um Rat für die Weiterentwicklung seiner seiner

App fragt. Die App ist durchdacht, bietet viele Funktionen

und Einstellungsmöglichkeiten und eignet sich besonders für

Tablet-User. Von allen getesteten Reddit-Apps ist der Tablet-

Modus von Reddit News der beste. Positiv fällt auch die vom

linken Rand einfahrbare Seitenleiste und die Unterstützung

mehrerer Reddit-Accounts auf. Neben Reddit Sync Pro ist uns

auch Reddit News eine klare Empfehlung wert.

kostenlos (Werbung) 1,49 Euro

englisch|Version 6.46|8,7 MByte

★★★★★

Reddit In Pictures

Reddit In Pictures ist kein „normaler“

Reddit-Client. Die App beschränkt

sich – wie der Name

schon erahnen lässt – lediglich auf die Darstellung

von Bildern. Die App lädt alle Bilder

eines Reddits als Vorschau in die App,

ein Klick in eines der Bilder führt zum hochauflösenden

Bild. Per Wischgeste gelangen

Sie zum nächsten Bild. Reine Text-Reddits

oder Links auf andere Webseiten zeigt die

App gar nicht erst an. Durch diese Spezialisierung

eignet sich Reddit In Pictures generell

als Zweit-Client für alle, die gerne bilderreiche

Reddits besuchen.

Radio Reddit Pro

Radio Reddit ist ein über Reddit

organisiertes Radio-Programm.

Das Prinzip ist einfach: Musiker

und Bands, die auf Reddit vertreten sind,

können ausgewählte Titel zu radioreddit.

com hochladen. Dort werden Sie dann anhand

des Reddit-Ratings in die Playliste der

nach Genre sortierten Sender aufgenommen.

Das Ergebnis sind durch die Community

organisierte virtuelle Radio-Sender mit

Musik von gerade erst aufkommenden

Bands. In der Gratis-Version hören Sie lediglich

in die Sender rein, in der Pro-Variante

haben Sie Zugriff auf die Charts.

kostenlos (Werbung) 1,56 Euro (Vollversion)

englisch|Version 1.1|924 KByte

★★★★★

kostenlos 1,59 Euro (Vollversion)

englisch|Version 1.0.3|1,1 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 04/2013 87


App-Tipps

Treuekarten-Apps

Im Test: Kundenkarten-Apps für Android

Treue-

Apps

Sie stehen an der Kasse im Baumarkt oder im Supermarkt

und suchen verzweifelt nach Ihrer Kundenkarte?

Zücken Sie doch einfach Ihr Handy, das

haben Sie immer dabei! Peer Kintrup

Jana Guothova, 123RF

My Vector Graphics Library - http://vectorlib.com, 123RF

88


App-Tipps

Treuekarten-Apps

Abb. 1: Aus 165 Vorlagen wählen

Sie eine passende Karte aus oder

fügen eine neue hinzu.

Abb. 2: Noch bevor die Kamera

den Bildausschnitt fokussiert, hat

Stocard den Code schon erkannt.

Abb. 3: Die hinzugefügten Karten

wirken in der Gesamtansicht von

Stocard nicht stimmig.

Die Idee ist einfach: Anstatt eine Börse

mit zig Kundenkarten mit sich herumzuschleppen,

scannt man einfach die

vorhandenen Karten mit dem Handy ein und

zückt dann an der Kasse das Handy zum

Abscannen. Praktisch alle Originalkarten sind

dazu entweder mit einem optisch lesbaren

Strichcode versehen – auch Barcode genannt –,

der mit dem Kassenscanner gelesen wird, oder

mit einem Magnetstreifen, der durch ein Lesegerät

gezogen wird. Durch das Lesegerät für

den Magnetstreifen kann man das Handy nicht

ziehen, aber den Barcode vom Display zu scannen,

das sollte eigentlich klappen.

Wir wollten wissen, wie gut sich Kundenkarten-Apps

in der Praxis schlagen und haben deshalb

die Apps Stocard [LINK 1] und Mobile Pocket

Kundenkarten [LINK 2] ausprobiert. Von den acht

zum Test benutzten Karten verfügen drei Karten

nur über Strichcodes (Hellweg, Hagebau und

Hopmann), drei über beide Systeme (Obi, Real

und Metro) und zwei Karten nur über einen

Magnetcode (Praktiker und Ikea).

Erfassen der Karten

Beide Apps haben zufälligerweise genau

165 Kartenvorlagen an Bord, die aber nicht

immer identisch sind. Da sich in Mobile Pocket

alleine 14 Payback-Varianten befinden, die in

Stocard durch ein einziges Logo erfasst werden,

ist die Zahl der enthaltenen Geschäfte insgesamt

hier etwas geringer. Ist eine Ihrer Karten

nicht in dem Pool vorin stalliert, können Sie

auch eine unbekannte Karte hinzufügen. Beide

Apps konnten fünf unserer sechs Barcode-Karten

lesen. Die richtige Kartennummer wurde im

Klartext dar gestellt, und auch der entsprechende

Barcode wurde korrekt wiedergegeben.

Nichts für schwache Nerven

Vielleicht haben Sie schon einmal eine entnervte Kassiererin beobachtet,

wenn es ihr nicht gelingt, den Barcode zu scannen, der sich unter einer

verknitterten Folie befindet? Bekanntlich reflektieren auch Displays stark.

Ältere Laserscanner haben im Vergleich zu den optischen Lesegeräten

der neuesten Generation Schwierigkeiten, den Code unter dem sich spiegelnden

Displayglas erkennen zu können. Im Obi-Baumarkt konnten zum

Beispiel beide Apps schnell und problemlos genutzt werden, während

bei Real und im Hagebaumarkt die App-Darstellungen nicht gescannt

werden konnten. Bereiten Sie sich also darauf vor, dass nicht alle Kassen

mit dem Handy klarkommen. Im schwedischen Möbelhaus und im Baumarkt

mussten die immerhin 10- bis 20-stelligen Kundennummern mangels

Strichcode ohnehin manuell an der Kasse eingetippt werden. Da es

sich nicht um Einzelfälle handelt, haben beide App-Entwickler vorgesorgt

und eine Lösung eingebaut, die es dem Kassenpersonal ermöglicht, die

Kundennummer manuell abzutippen.

Wir empfehlen für die ersten Feldversuche, die Originalkarten noch in

der Nähe zu haben. Positionieren Sie sich an der Kasse so, dass die Wartenden

in der Schlange keine Gelegenheit haben, Ihre Pioniertat zu kommentieren,

sollte es beim Kassenpersonal Irritationen geben. Sie ersparen

sich damit unnötige Diskussionen.

Apps & Tipps 04/2013 89


App-Tipps

Treuekarten-Apps

Abb. 4: Eine neue Karte kann man

erst nach der letzten dieser 165

Vorlagen hinzufügen.

Abb. 5: Die Ansicht einer Karte

bei Mobile Pocket im Porträtformat.

Das Foto stammt von uns.

Abb. 6: In die Gesamtansicht der

Mobile-Pocket-Karten fügen sich

auch neue Karten nahtlos ein.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30452

Bei der sechsten Karte vom Metro-Großmarkt

scheiterten beide Apps bereits am Erkennen der

Kundennummer, was entweder am schlechten

Kon trast des vergilbten Hintergrundes oder an

dem alten Interleaved-Code lag. Der kleine,

schlecht gedruckte Code der Hellweg-Karte hingegen

bereitete keinerlei Schwierigkeiten.

Für solche Fälle, wie auch für unsere beiden

im Test benutzten reinen Magnetkarten, haben

beide Anbieter die manuelle Eingabe der Nummer

vorgesehen. Mobile Pocket überrascht nach

der Nummerneingabe zunächst mit der Frage

nach dem Code-Typ, um den Strichcode generieren

zu können. Mobile Pocket kennt acht der

heute gängigsten Code-Typen, während Stocard

sich und den Nutzer erst gar nicht mit diesem

Detail konfrontiert, deshalb aber auch keine

manuelle Korrektur eines falsch wiedergegebenen

Strichbalkens erlaubt, was später zu Problemen

führen kann.

Wir empfehlen Ihnen also deshalb, nach der

Kartenerfassung nicht nur die Kartennummer

mit dem Original zu vergleichen, sondern auch

wenigstens die ersten und letzten Striche eines

Codes zu überprüfen. Sonst sind Sie beim

nächsten Einkauf eventuell ohne Kundenkarte.

In beiden Apps lässt sich die Reihenfolge der

Kartenansicht ändern. Bei Stocard automatisch

nach Name oder Nutzungshäufigkeit, bei Mobile

Pocket alphabetisch oder manuell.

Stocard

Der Marktführer dieses Genres mit

mehr als zehn Millionen Downloads

hat sich mit 4,6 Sternen im Play Store

erfolgreich etabliert [LINK 1]. Ist Stocard die gesuchte

Karte noch nicht bekannt, kann die erste

Option der Layout-Liste für die Anlage einer unbekannten

Kundenkarte gewählt werden.

Nach Eingabe des Kartennamens wird die Kamera

aktiviert, die den Barcode Ihrer Karte

blitzschnell scannt, in eine numerische Klartext-Zahlenreihe

umsetzt und natürlich auch

den Barcode optisch darstellt.

Nachdem Sie der Karte einen Namen gegeben

haben, ordnen Sie ihr ein Foto zu. Leider kann

die App eine Abbildung nur der Fotogalerie entnehmen,

die Sie umständlicherweise erst dort

hinterlegen müssen. Sie müssen also alle Karten

zuerst abfotografieren.

Stocard hat bei Eingabe der Nummer unserer

problematischen Metro-Karte einen fehlerhaften

Barcode generiert, der sich mangels Code-Alternativen

auch manuell nicht korrigieren ließ.

Wir mussten die Karte also neu anlegen. Die

Gesamtansicht aller Karten in der App erfolgt in

Form quadratischer Icons. Das übliche Kartenformat

passt nicht formatfüllend in die Maske

und wirkt damit im Vergleich zu den Standardlogos

klein und improvisiert.

Kann der Barcode an der Kasse nicht ge-

90

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Treuekarten-Apps

scannt werden, hilft eines der beiden unteren

Register namens Scannt nicht! weiter. Sie können

dem Personal im Vollformat nun den Hinweis

Bitte Kundennummer eintippen hinhalten,

sodass eine praxisgerechte, vergrößerte Kundennummer

erscheint. Das zweite Register

Warum nicht? erklärt in einem Hilfetext, dass

veraltete Scanner Probleme haben können, was

unserer Meinung nach besser eher im App-

Menü als Hilfe untergebracht wäre und vor Ort

nicht wirklich etwas bringt.

Oberhalb der Gesamtkartenansicht können

Sie nach einem Klick auf Info persönliche Notizen

zu der Karte eintragen, zum Beispiel die

Rabattleistung, die mit der Karte verbunden ist.

Über einen Link ist es oft auch möglich, die

Webseite des Marktes im Browser aufzurufen.

Neben dem Register der Kartenübersicht wird

oben in einem zweiten Register auf Sonderangebote

der gespeicherten Märkte hingewiesen.

In unserem Fall war es immerhin ein Zehn-

Euro-Gutschein von Praktiker. Ebenso praktisch:

Die Restlaufzeit des Angebots wird in

Tagen angezeigt.

kostenlos

deutsch|Version 2.3.0|6,8 MByte

★★★★★

Mobile-Pocket-Kundenkarten

Mobile Pocket [LINK 2] liegt in den

User-Bewertungen bei Google Play

(noch) etwas hinter Stocard, dürfte

aber dank fortlaufender Updates und Verbesserungen

bald aufholen. Leider muss man die

lange Liste unnötigerweise jedes Mal bis zum

Ende durchscrollen, um eine nicht vorgegebene

Karte hinzufügen zu können. Da die Kartenvorschläge

auf jeder Seite mit Verzögerung aktualisiert

werden, dauert es etwas, bis man am Ende

der zwanzigsten Seite angekommen ist.

Anschließend entschädigt Mobile Pocket aber

für den entstandenen Aufwand dadurch, dass

die Abbildung der Karte auch direkt durch eine

Aufnahme mittels der Kamera möglich ist, ohne

den Umweg über das Album gehen zu müssen.

Die Scharfstellung erfolgt übrigens nicht sofort,

sondern erst beim Auslösen, was zunächst ein

wenig irritiert.

Mobile Pocket behält das typische Kartenformat

bei und lässt keinen Unterschied zwischen

Vorlagen und eigenen Fotos erkennen. Wenn

Sie an der Kasse auf den Code klicken, wird in

größerer Ansicht ebenfalls im Landscape-Format

nicht nur die Nummer, sondern auch noch

einmal der Strichcode größer angezeigt. Die eigene

Sammlung lässt sich je nach persönlichem

Bedarf manuell sortieren.

Auch diese App hilft dem Schnäppchenjäger

auf der Pirsch. Das Angebot ist wesentlich größer

als beim Konkurrenten, jedoch nicht auf die

gespeicherten Karten zugeschnitten. Im Register

Specials wurden während der zweiwöchigen

Testphase ausschließlich neun Hightech-Angebote

eines bestimmten Onlineshops gelistet. Im

Register Coupons finden sich aber Gutscheine

vieler Anbieter und Branchen; entweder nach

Kategorien sortiert oder nach Entfernung bis zu

200 Kilometer.

kostenlos

deutsch|Version 3.3.6|6,8 MByte

★★★★★

Fazit

Beide Apps eignen sich besonders für Einkäufer,

die viele Rabattkarten besitzen. Die Idee ist

praxistauglich, hat aber noch Verbesserungspotenzial.

Das Stocard-Team

sollte das Gesamtkartenlayout auch

für hinzugefügte Kartenformate

optimieren, den Weg bei Fotoaufnahmen

rationalisieren

und das begleitende Werbeangebot

ausbauen. Mobile

Pocket verfügt über ein aufgeräumtes,

intuitives Layout

und punktet mit

einer direkten Fotoaufnahme

beim Hinzufügen

seltener Karten. Diese Option

sollte aber nicht am

Ende der langen Liste stehen,

und das Werbeangebot

sollte ebenso auf die gespeicherten

Märkte abgestimmt

werden. Für Mobile Pocket

spricht darüber hinaus die

Back-up-Möglichkeit der Karten

in der Cloud. Stocard soll

demnächst auch über ein solches

Feature verfügen. ● ● ●

My Vector Graphics Library - http://vectorlib.com, 123RF

Apps & Tipps 04/2013 91


App-Tipps

Buzz Launcher

Neil Richardson, 123RF

Buzz Launcher: Die Alternative für Theme-Fans

Ganz viel

Buzz

Alternative Launcher für Android gibt

es inzwischen wie Sand am Meer,

und es ist recht schwierig, sich von

der Konkurrenz abzugrenzen. Der

Buzz Launcher versucht es über eine

aktive Internet-Community.

Marcel Hilzinger

92

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Buzz Launcher

Abb. 1: Nehmen Sie sich für den

ersten Start ein paar Minuten Zeit,

um alle Infos zu lesen.

Abb. 2: Die Homepacks von Buzz

bringen Platzhalter für die zugehörigen

Apps und Widgets mit.

Abb. 3: Fehlt eine App oder ein

Widget, dann installieren Sie das

Item einfach per Fingertipp nach.

Der Homescreen ist quasi die Visitenkarte

jedes Smartphone-Nutzers. Da

verwundert es nicht, dass manche

User Stunden oder sogar Tage darauf verwenden,

ihren Startbildschirm so praktisch und

hübsch wie möglich zu gestalten. Was liegt da

näher, als einen solchen Homescreen auch mit

anderen Nutzern zu teilen und bewerten zu lassen?

Genau das haben sich auch die Entwickler

von Buzz-Launcher [LINK 1] gesagt. Dieser alternative

Homescreen bringt massenhaft Themes

für Ihr Handy oder Tablet, glänzt dabei aber

auch mit ein paar anderen coolen Features. Einzige

Voraussetzung: Android 4.0 oder neuer.

Vor dem Start

Beim ersten Start begrüßt Sie ein Assistent auf

Deutsch, der Ihnen die Vorzüge des Buzz Launchers

erklärt. Dazu gehört, wie erwähnt, das

Teilen des Homescreens mit Freunden und dass

Sie recht einfach aus Ihren Einstellungen selbst

ein Theme erstellen können. Das nennt sich

dann Homepack. Der wichtigste Screen ist der

letzte. Er erklärt Ihnen, wie Sie an weitere

Homepacks gelangen und wird gerne überlesen.

Zum Abschluss bietet Ihnen der Buzz-

Launcher an, die Einstellungen des vorherigen

Launchers zu übernehmen. Möchten Sie den

Buzz in purer Form erleben, wählen Sie hier

Nicht nötig. Möchten Sie die bisherigen Icons

und Widgets auf dem Startbildschirm übernehmen,

dann klicken Sie den Eintrag Übersicht an.

Sie erhalten nun eine Vorschau auf den künftigen

Homescreen, die Sie mit Best. übernehmen.

Über die Zurück-Taste können Sie sich hier

doch noch für den Import alter Einstellungen

oder für den Start mit Tabula Rasa entscheiden.

Wir beschreiben im Folgenden den Buzz-Launcher

mit den Standardeinstellungen.

Da fehlt doch etwas…

Beim Buzz Launcher erhalten Sie stets vorgefertigte

Themes. Zu den Themes gehören auch die

App-Starter auf den diversen Homescreens, und

beim Standard-Theme gehören zum Beispiel Facebook

und Twitter dazu. Haben Sie eine dieser

Apps nicht installiert (weil Sie zum Beispiel nur

den Facebook-Messenger benutzen aber nicht

die Facebook-App), dann erscheint anstelle des

Starters ein Platzhalter mit einem Download-

Pfeil als Symbol. Klicken Sie auf das Symbol,

öffnet sich ein weiterer Dialog. Hier entscheiden

Sie nun, ob Sie die vom Theme empfohlene

App herunterladen oder die Stelle mit einer anderen

App besetzen (Ziel-App ändern). Natürlich

können Sie das Element auch komplett

löschen, indem Sie es gedrückt halten und dann

aus dem Menü den Eintrag Entf. auswählen.

Apps & Tipps 04/2013 93


App-Tipps

Buzz Launcher

Abb. 4: Über die Buzz-

Community gibt es zahlreiche

Homepacks gratis

zum Download.

Auch für die Widgets gibt es

Platzhalter. Installieren Sie

das Custom-Widget-Paket

des Buzz Launchers

[LINK 2], dann können Sie

die Widgets einfach antippen

und das Popup-Fenster

mit OK bestätigen. Die

Abfrage, ob der Buzz

Launcher das Widget erstellen

darf, beantworten

Sie mit Erstellen, und der

Einfachheit halber lohnt

es sich, auch gleich die

Checkbox zu setzen,

damit die Abfrage später

nicht mehr erscheint. Anstelle

der bisherigen Platzhaltergrafik

erscheint nun

das echte Widget mit echten

Daten. Oft kommt es

auch vor, dass Sie ein

Widget noch herunterladen

müssen. Sehr oft

kommt zum Beispiel Eye

In Sky Weather vor. Das ist

eine ideale Chance, um coole

neue Widgets zu entdecken.

Ist Ihnen beim Einrichten oben rechts ein

großes Fragezeichen aufgefallen? Es erscheint

immer, wenn Sie eine Einstellung

zum ersten Mal vornehmen

bzw. einen bestimmten

Screen zum ersten Mal öffnen

und bietet Ihnen einen ganz

dezent einen Hilfedialog an.

Themes überall

Fünf runde permanente Icons

unten, zwei App-Reihen und

eine große Uhr: Auf den ersten

Blick ist am Buzz-Launcher

nichts Besonderes zu erkennen.

Die Spezialitäten entdecken

Sie über die kleinen

Icons am linken und rechten

Rand. Tippen Sie auf das

Buzz-Symbol auf der linken

Seite, dann landen Sie in der

Homepack-Auswahl von

Buzz. Dazu ist eine aktive Internetverbindung

notwendig. Hier finden Sie

nun Dutzende vorgefertigter Themes für den

Launcher. Aber auch dabei gibt es eine wichtige

Besonderheit: Während Sie bei anderen Launchern

ein Theme für alle Homescreens anwenden

müssen, können Sie bei Buzz einzelne

Homescreen-Seiten herunterladen. So kann Ihr

Haupt-Homescreen verspielt sein, ein anderer

sich dem Thema Fußball widmen, ein dritter

wiederum im Matrix-Stil glänzen.

Möchten Sie sich aktiv an der Buzz-Community

beteiligen, für Homepacks stimmen und

Kommentare abgeben, dann klicken Sie oben

rechts auf das (noch) leere Buzz-Gesicht und

registrieren sich für die Community. Sie können

dann auch eigene Homepacks hochladen. Die

Packs sind sortiert nach Kategorien, Empfehlungen,

was gerade „hot“ ist und nach Aktualität.

Die kompletten Möglichkeiten der Buzz-Community

würden den Umfang dieses Artikels

sprengen. Um lediglich Homepacks herunterzuladen,

benötigen Sie keinen Account. Tippen

Sie einfach ein Theme an, das Ihnen gefällt,

und wählen Sie anschließend in der Vorschau

den roten Download-Button.

Beim Download bemerken Sie die erste Besonderheit

des Buzz Launchers. Sie müssen

nicht auf das aktuelle Theme verzichten, um

ein neues Homepack auszuprobieren sondern

können dieses einfach hinzufügen. Arbeiten Sie

Abb. 5: Jedes Icon lässt sich ganz

individuell gestalten, egal ob mit

oder ohne Label.

Abb. 6: Mit passenden Gesten

lässt sich der Buzz Launcher noch

viel schneller bedienen.

94

04/2013 Apps & Tipps


App-Tipps

Buzz Launcher

also üblicherweise mit drei Homescreens und

laden ein weiteres Homepack mit drei Screens

herunter, dann erhalten Sie einfach sechs

Homescreens. Jedes Homepack setzt auch ein

paar indivduelle Apps ein. Diese finden Sie im

Download-Dialog aufgeführt. Da viele Themes

aus Asien stammen, sind auch viele dort verbreitete

Apps vorgesehen. Löschen Sie dann

einfach die Platzhalter, und ersetzen Sie die

Icons durch eigene Apps oder Widgets.

Nach dem Download erhalten Sie zuerst eine

Vorschau, wie das neue Homepack aussehen

wird. Tippen Sie hier auf Best., um das Homepack

anzuwenden oder auf Neuen anw., um

das bisherige zu ersetzen. Diese Funktion ist

dann sinvoll, wenn Sie bereits zwei Homepacks

installiert haben und noch ein drittes ausprobieren

möchten.

Buzz-Besonderheiten

Zurück auf dem Homescreen entdecken Sie ein

zweites kleines Icon mit vier Kreisen auf der

rechten Seite. Über dieses Icon (oder die Menütaste,

falls Ihr Handy noch über eine solche

verfügt) rufen Sie das Buzz-Menü auf. Hier gelangen

Sie zu den Einstellungen des Launchers,

zur Übersicht über alle Homescreens und zum

App-Drawer. Über das Menü können Sie auch

neue Widgets zum Desktop hinzufügen.

Beim Buzz Launcher lässt sich jedes Icon personalisieren.

Gefällt Ihnen also zum Beispiel

das Gmail-Symbol nicht, dann halten Sie den

Finger auf dem Icon gedrückt und wählen den

Menüpunkt Bearbeiten aus. Sie können nun ein

anderes Icon auswählen, das Label zu E-Post

ändern oder die Beschriftung ganz ausschalten.

Besonders interessant in den Einstellungen sind

die Gesten. Damit lassen sich viele Aktionen

vereinfachen. Zu den bereits aktiven Gesten gehört

der Start des App Drawers. Wischen Sie

dazu einfach an einer leeren Stelle eines Homescreens

kurz nach oben. Über entsprechende

Zweifingergesten lassen sich auch die Statuszeile

und das Dock ausblenden, damit Sie die

Schönheit des Buzz Launchers auch voll genießen

können.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30561


App-Tipps

Task-Killer

Im Visier der

Task-Killer

Alle Links

>

android- user.de/qr/30445

Kateryna Pruchkovska, 123RF

Über den Sinn von Task- Killern streiten sich die Experten schon seit den Anfängen

von Android. Fakt ist: Die Apps sind beliebt. Carsten Müller

Go Taskmanager Ex

Das Android-Betriebssystem verfügt

über eine effiziente Speicherverwaltung:

Wenn der Speicher

knapp zu werden droht, stoppt Android

nicht notwendige Prozesse selbst. Insofern

sind Task-Killer eigentlich nicht erforderlich.

Eigentlich: Denn wenn sich eine nicht sauber

programmierte App aufhängt oder das

System aus einem anderen Grund unerträglich

langsam wird,

lohnt es sich doch, im

Hintergrund laufende

Prozesse abzuschießen.

Der GO Taskmanager

EX bietet ein

breites Arsenal an

Werkzeugen, um Speicher

zu befreien und

Hintergrund-Tasks den

Garaus zu machen. Die

schick aufgemachte

App verfügt über eine Schnellabschaltung

zum Stoppen aller unkritischen Tasks mit

einem Klick. Wahlweise können aber auch

gezielt einzelne Apps gestoppt werden. Im

Bereich Überprüfung bietet die App einige

automatische und manuelle Möglichkeiten

zur Optimierung des Systems. Das umfasst

etwa das Löschen des Caches von Apps,

um Telefonspeicherplatz zu gewinnen, das

Auffinden und Eliminieren überflüssiger

Dateirückstände sowie das komfortable

Verschieben von Apps auf die SD-Karte.

Über die zum Teil holprige deutsche Übersetzung

der App lässt sich hinwegsehen –

der Funktionsumfang und die frische Optik

machen das wieder wett.

kostenlos

deutsch|Version 3.51|5,5 MByte

★★★★★

96


App-Tipps

Task-Killer

Super Task Killer

Recht einfach gehalten, aber effektiv, konzentriert

sich Super Task Killer auf seinen wesentlichen

Job: das manuelle oder automatisierte Stoppen

von Hintergrundanwendungen. Einfach die zum Abschuss

ausgesuchten Anwendungen auswählen, Kill selected apps

wählen, und weg sind sie. Über die Einstellungen der App

lässt sich das Ganze auch automatisieren: stündlich, alle

drei oder alle sechs Stunden. Über einen Filter definieren

Sie, ob nur Dritt anbieter-Apps, im Vordergrund laufende

Apps oder alle Apps zur Auswahl gestellt werden.

kostenlos

deutsch|Version 1.1.22|1,2 MByte

★★★★★

Advanced Task Killer

Advanced Task Killer listet sämtliche

aktuellen Prozesse auf und

gibt Ihnen die Möglichkeit, diese

Anwendungen zu stoppen – manuell oder

automatisch. Die Automatik lässt sich

dabei in verschiedenen Kill Levels justieren

– von Safe über Aggressive bis zu Crazy.

Das ist recht clever. Empfehlenswert für

technisch weniger Versierte ist die Einstellung

Safe. In den höheren Leveln müssen

Sie damit rechnen, dass auch Prozesse gestoppt

werden, die für den reibungslosen

Betrieb des Smartphones und seiner Apps

notwendig sind.

Advanced Task Manager

Der Advanced Task Manager ist

die ideale Task-Killer-App für Android-User,

die eine Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten

schätzen. In einer

Ignorier-Liste tragen Sie die Apps ein, die

von einem automatischen Stoppen verschont

werden sollen. Beim Automatischen

Beenden werden alle laufenden

Tasks beendet, sobald der Bildschirm ausgeschaltet

wird. Beim Regelmäßigen Beenden

werden Tasks in festgelegtem Rhythmus

gestoppt – der Zeitraum dafür ist von

jede Minute bis hin zu alle 4 Stunden sehr

fein einstellbar.

3,63 Euro mit Anzeigen kostenlos

deutsch|Version 1.9.7B102|77 KByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|variiert|variiert

★★★★★

Apps & Tipps 04/2013 97


App-Tipps

Task-Killer

Zapper Task-Killer

Hinter der aufgeräumten, stylishen Oberfläche verbergen

sich zwar effiziente, aber doch recht rudimentäre

Funktionen. Ein automatisiertes Killen ist nicht

vorgesehen, stattdessen ist Handarbeit gefragt: Selektieren

der gewünschten Anwendungen und Klick auf Apps löschen

(wobei die App lediglich gestoppt wird). Im oberen Teil des

Bildschirms zeigt Zapper die CPU- und Speicherbelegung an.

Bei systemrelevanten Prozessen verzichtet die App auf ein eigenständiges

Killen und führt den Nutzer stattdessen zur Android-eigenen

Anwendungsinfo.

kostenlos

deutsch|Version 1.6.1|663 KByte

★★★★★

Memory Booster

Memory Booster bringt harte Fakten

über den freien, belegten und

gesamten Speicher des Handys.

Über die Schaltfläche Schnell-Boost starten

Sie auf die Schnelle eine Prozedur, in

der sämtliche Tasks gekillt werden, die

nicht zwingend notwendig sind. Sehr nett:

Eine kleine Info-Box informiert darüber, wie

viel Speicher durch diese Säuberungsaktion

letztendlich freigegeben wurde. Im

Bereich Task Killer lassen sich einzelne Anwendungen

automatisch und manuell

stoppen, und im Boost-Log wird akribisch

über alle Prozeduren Buch geführt.

Clean Master

Clean Master geht über einen simplen

Task-Killer hinaus. Unter der

schicken und aufgeräumten Oberfläche

verbirgt sich ein Schweizer Messer

für das Aufräumen auf dem Smartphone.

Im Bereich Verlauf sammelt die App Datenrückstände,

unter Privatsphäre lassen sich

Suchverläufe, Browser-Historie, Anrufprotokolle

und ähnliche Informationen löschen.

Der Task-Killer verbirgt sich im Bereich

Prozesse . Sehr clever: Für die Reinigung

der Cache-Daten steht eine Erinnerungsfunktion

zur Verfügung, eine ähnliche

Funktion gibt es auch für den Task-Killer.

2,24 Euro Testversion kostenlos

deutsch|Version 5.6|1 MByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 3.6.0|5,2 MByte

★★★★★

98

04/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Top-Spiele

Die besten

Top-Games

Im Google Play Store wimmelt es nur so von guten Spielen? Doch welche lohnen

sich wirklich? Wir stellen Ihnen die neusten Top-Games für Android vor! Patrick Neef

Sprinkle

lamica, 123RF

Alle Links

>

android- user.de/qr/30457

as Spiel Sprinkle war bereits ein

Hit und schaffte es nur knapp nicht

in die Riege der große Puzzle-Klassiker.

Sprinkle Islands perfektioniert das

Spielprinzip des Vorgängers, ohne es großartig

zu ändern. Diesmal fahren Sie über

verschiedene Inseln und lösen mit der Wasserkanone

die bereits bekannten Rätsel.

Ach, Sie kennen den Vorgänger gar nicht?

Dann ist das Spiel schnell erklärt: Sie steuern

einen Feuerwehrwagen mit Wasserkanone

– einfach den Finger am linken Bildschirmrand

hoch- oder runterwischen, und

schon ändert sich die Flugbahn des Wassers,

das aus der Kanone geschossen wird.

Das Fahrzeug fährt dabei von selbst, hält

aber immer dann an, wenn Sie bestimmte

Rätselpassagen lösen sollen. Das Wasser

spritzt nur dann aus der Kanone, wenn Sie

den roten Knopf in der rechten unteren

Ecke drücken. Doch Achtung, der Wasservorrat

ist stark begrenzt.

Mit dem Wasser löschen Sie brennende

Dörfer und Feuerstellen. Diese sind nicht

immer direkt erreichbar, sodass Sie mit

dem Wasserstrahl Schalter umlegen, Kugeln

bewegen oder Wege freimachen müssen.

Das fordert jedes Mal aufs Neue.

In Sachen Spielwelt gibt es trotz der vielen

Insel nur wenig Abwechslung, das macht

aber nichts, denn schließlich kommt es hier

vor allem auf die Rätsel an. Die leben von

einer besonders guten Wasserphysik, die

es manchmal etwas zu gut meint: Oft kennt

man die Lösung, doch die realistische Physik

hat Anderes vor, und dann muss man

manchmal mehrere Versuche starten.

Für einen nächsten Teil wünschen wir uns

etwas mehr Abwechslung und vielleicht

sogar eine neue Spielmechanik. Dann

sollte es nicht mehr weit sein bis zum Physik-Puzzle-Olymp,

der von Cut the Rope

und Angry Birds besetzt ist.

1,91 Euro

deutsch|Version 1.0.0|28 MByte

★★★★★

100

04/2013


Spiele-Tipps

Top-Spiele

Asphalt 8

Das Rennspiel Asphalt 8 versucht gar nicht erst, es

der Real Racing Reihe nachzumachen. Nein, statt

Simulation stehen hier Spaß und Action im Vordergrund.

Sicherlich, Gameloft würde ganz gerne ein paar

Cents verdienen und hat deswegen an allen Ecken und

Enden In-App-Käufe eingebaut, doch die sind immer optional.

Das Spiel macht mit seinem riesigen Umfang, dem

Fokus auf Sprüngen, Nitro-Boosts und saftigen Crashs so

viel Spaß, dass man manche Rennen nur zu gerne ein zweites

oder drittes Mal bestreitet.

kostenlos

deutsch|Version 1.0|je nach Gerät

★★★★★

Osmos HD

Durch das Ausstoßen von eigener

Masse beschleunigen Sie Ihren

Mote über das Spiel- feld, der

ähnlich wie eine Rakete durch ihren Abgasstrahl

abhebt. Tippen Sie dazu kurz hinter

Ihr Partikelchen. Dabei wird man selbst allerdings

auch wieder kleiner, feuern Sie

daher nicht allzu hektisch: Mit Geduld und

einem geschickten Impuls zur richtigen

Zeit, kommen Sie auch zum Ziel, in den

meisten Fällen sogar besser. Ziel des Spiels

ist es, kleinere Partikel zu ab- sorbieren und

größeren aus dem Weg zu gehen, um nicht

selbst absorbiert zu werden. Abwechslungsreiche

Level und eine tolle Atmosphäre

machen dieses Spiel zu einem

„Must-have“ auf jedem Android Gerät.

Riptide GP 2

Riptide GP 2 ist der Nachfolger der

überaus erfolgreichen Vorgängers,

der das Rennszenario originellerweise

aufs Wasser brachte. Statt mit

einem Auto sind Sie also mit einem Jetski

unterwegs. In Riptide GP rasen Sie in einer

langen Kampagne durch verschiedene

Level, mal tagsüber, mal nachts, dann wieder

durch Eiswasser, um Punkte und Geld

zu erbeuten. Je nach Platzierung erhalten

Sie auch Sterne, die Sie zum Freischalten

der nächsten Level benötigen. Ein spaßiger

Multiplayer-Modus ist auch noch dabei.

Alles in allem ist Riptide GP 2 eine würdige

Fortsetzung eines sehr guten Vorgängers,

mit mehr Umfang, besserer Grafik und

einem immer noch tollen Fahrgefühl.

2,29 Euro

englisch|Version variiert|Größe variiert

★★★★★

2,99 Euro

englisch|Version 1.0.1|46 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 04/2013 101


Spiele-Tipps

Top-Spiele

Middle Manager of Justice

Middle Manager of Justice stammt aus dem Hause

Double Fine („Psychonauts“, „Brütal Legend“), und

das merkt man an jeder Ecke: Urkomische Dialoge,

tolle Animationen und ein grafischer Stil, der die Qualität des

Entwicklerstudios bescheinigt. Sie managen eine Truppe von

Helden, heuern neue an, trainieren sie und schicken sie in den

Kampf gegen das Verbrechen. Das Ganze ist ein ausgefeiltes

Aufbauspiel, das immer motiviert. Wer will, kann seine Fortschritte

mit In-App-Käufen beschleunigen, genug Spielspaß

hat man aber auch, ohne Geld ausgeben zu müssen.

kostenlos

englisch|Version 1.3.3|X MByte

★★★★★

Modern Combat 4

In Modern Combat ist das drin,

was man von diesem Spiel erwartet:

Ein weiterer sehr guter Action-

Shooter im Call of Duty-Stil. Die Grafik ist

deutlich besser, die Story rund um Corporal

Joel Blake und Edward Page anders.

Das Spiel kämpft zwar genretypisch mit

den Tücken einer nicht immer ganz praktischen

Touchscreen-Steuerung – insbesondere

während den toll inszenierten Multiplayer-Gefechten

fällt es schwer, blitzschnell

die richtige Drehung per Fingerzeig

zu vollführen und den Feind anzuvisieren –

dem Spielspaß tut das auf die Dauer aber

keinen Abbruch. Der vierte Teil begeistert

Fans der actionlastigen Reihe und fordert

Gelegenheitsspieler.

Ich einfach unverbesserlich

Endless Runner müssen sich vom

Einheitsbrei dadurch abheben,

dass sie originell sind, ohne den

Spielspaß mit aufdringlichen In-App-Käufen

zu vermiesen. Ich einfach unverbesserlich,

auch Minion Rush betitelt, gelingt beides.

Das Spielprinzip ist klar: Sie steuern

einen Minion aus der Filmvorlage „Ich, unverbesserlich

2“ durch eine bunte Spielwelt

und müssen dabei zwischen drei Pfaden

hin und her wechseln. Lustige Powerups,

kreative Hindernisse und viel Humor

machen das Spiel zu einem Dauerbrenner.

So muss ein Endless Runner aussehen!

5,99 Euro

deutsch|Version 1.1.0|1,9 GByte

★★★★★

kostenlos

deutsch|Version 1.1.0|19 MByte

★★★★★

102

04/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Adventure-Games

Abenteuerlich

Valentina Razumova, 123RF

Träumen Sie von großen Abenteuern? Von fremden Welten? Spannenden

Geschichten? Dann sind Adventures das Richtige für Sie? Wir stellen Ihnen die

besten Games aus diesem Genre-Klassiker vor. Patrick Neef

Machinarium

achinarium ist ein ganz besonderes

Adventure, das nicht nur optisch

hervorsticht, sondern in vielen

Bereichen einfach „anders“ ist. Es ist in

gewisser Weise ein klassisches Point and

Click-Adventure, aber die Rätsel sind anders.

Außerdem redet die Hauptfigur kein

Wort – wie auch, es handelt es sich ja um

einen Roboter. Und trotzdem bringt das

Spiel eine tolle Atmosphäre rüber.

Sie steuern einen Roboter, der in die Welt

geworfen wird und sich erst einmal zurechtfinden

muss. Überall sind böse Roboter,

ständig bekommt man was auf die

Mütze oder muss sich dem Willen anderer

Roboter beugen. Doch wie es bei solchen

Abenteuern immer ist, bricht man irgendwann

aus und verschafft sich durch Lösen

der Rätsel Zugang zu weiteren Bereichen.

Die Rätsel sind nicht das, was die meisten

Adventure-Freunde erwarten: Statt der typischen

Kombination von Gegenständen

sind die Rätsel hier meist logischer Art:

Schieberätsel, das korrekte Anordnen von

Kabeln, die richtige Reihenfolge von Schaltern,

ein kleines mathematisches Puzzle,

das sind die Art von Rätsel, die das Spiel

bestimmen. Und diese können im Verlauf

des Spiels ganz schön knackig werden.

Grafisch ist das Spiel eine Wucht. Nicht

etwa, weil es an jeder Ecke knallt und die

Animation erste Sahne sind, sondern weil

die Stimmung einer dreckigen, von gemeinen

Robotern beherrschten Welt hervorragend

rüberkommt, und das liegt vor allem

an den vielen handgezeichneten Hintergründen

und Assets. Dass das Spiel ganz

ohne Sprachausgabe auskommt ist kein

Mangel, im Gegenteil: Die Gedankenblasen

sind kreativ, und viele Situationen und Aktionen

sprechen für sich.

Machinarium ist eines der besten Adventures.

Schade nur, dass nicht jeder Android

Nutzer in den Genuss des Spiels kommen

kann, denn viele ältere Geräte sind nicht

mit dem Spiel kompatibel. Auf neueren

Smartphones mit hoher Auflösung sind die

einzelnen Elemente oft zu klein geraten,

erst ab einem 5 Zoll Gerät ist Machinarium

wirklich angenehm spielbar.

5,00 Euro

englisch|Version 1.6.13|176 MByte

★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/29730

103


Spiele-Tipps

Adventure-Games

Tiny Thief

Ihr steuert einen kleinen Dieb, der in kurz abgesteckten

Leveln verschiedene Dinge erbeuten und

den Gegnern ein Schnippchen schlagen soll. Was

zunächst nach Jump’n’Run Gameplay aussieht, zeigt dann

seine Ähnlichkeit mit Adventures. Ihr könnt den Dieb von

links nach rechts steuern, Leitern hoch und runter laufen

lassen und Beute einsacken. Was das Spiel abhebt sind der

Humor, der grafische Stil und die vielen Feinheiten und Details.

Das Spiel ist eine Bereicherung und sollte Fans von

Puzzle- und Adventure-Spielen gleichermaßen ansprechen.

2,69 Euro

deutsch|Version 1.0|45 MByte

★★★★★

Fester Mudd: Episode 1

Fester Mudd: Curse of the Gold ist

ein kleiner App-Glücksfall. Hier

hat sich jemand die Mühe gemacht,

ein neues Adventure auf die Beine

zu stellen, das ganz im Stile der alten Lucas

Arts Klassiker ist. Eine gute Story, witzige –

wenn auch etwas selbstverliebte – Dialoge,

logische Rätsel und das typische „Hebe auf

und Rede mit“-Gameplay machen das

Spiel zu einem der interessantesten im

Google Play Store. Einzig das undurchsichtige

Vertriebskonzept ärgert. Das Spiel ist

kostenlos im Play Store zu haben, nach wenigen

Minuten Spielzeit müssen Sie jedoch

per In-App-Kauf bezahlen. Die Beschreibung

der App im Play Store vergisst dieses

unwichtige Detail zu erwähnen.

Baphomets Fluch 2

Baphomets Fluch ist ein Adventure

der alten Schule und daher

genau so gestrickt. Sie steuern

George, der seine entführte Freundin Nico

befreien will und dabei Geheimnisse um

einen Maya-Kult lösen muss. Ganz klassisch

besitzt das Spiel Dialoge mit Auswahl,

ein Inventar mit mehr oder weniger

nützlichen Gegenständen und vielen wechselnden

Szenarien, an denen Rätsel gelöst

werden sollen. Dank eines Hotspot-Systems,

das interessante Dinge mit blauen

Kreisen markiert, muss man die Bilder

nicht wie mit einem Mauszeiger absuchen.

Die Rätsel sind stimmig und nur selten

etwas abwegig, und auch die Story bleibt

durchweg spannend.

kostenlos (Demo) 4,89 Euro

englisch|Version 1.0|26 MByte

★★★★★

2,99 Euro

deutsch|Version 1.0.17|724 MByte

★★★★★

104

04/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Adventure-Games

City of Secrets

City of Secrets hat immer noch nicht den guten Ruf,

den das Spiel verdient, oder anders: Es ist einfach

noch zu unbekannt. Ein Wunder, denn das Spiel besitzt

tolle Animationen, herrliche Hintergrundbilder, eine verrückte

Geschichte und eine gute Steuerung. Auch die Rätsel

sind logisch, auch wenn man ab und zu in eine Sackgasse geraten

kann. In Sachen Humor strengt sich das Spiel zu stark

an, wirkt so, als möchte es unbedingt lustig und gewitzt sein,

was leider auf die Story und die Charaktere abfärbt. Als klassisches

Point-and-Click-Adventure ist City of Secrets gut.

kostenlos

englisch|Version 1.6|287 MByte

★★★★★

Tim und Struppi

Gameloft hat die ganze Geschichte

um Tim und Struppi aus

der Filmvorlage liebevoll und aufwändig

umgesetzt. Zwar gibt es keine Zwischensequenzen,

aber gute Synchronstimmen

und interessante Standbilder in 3D-

Optik, die in Form von Bilderrahmen die

Geschichte erzählen, wirken erfrischend.

Das Spiel macht vieles richtig, es erinnert

vom Spielprinzip – nicht von der Story, versteht

sich! – sogar teilweise etwas an

Heavy Rain: Drücken Sie Knopf A jetzt,

dann schieben Sie Knopf B nach rechts,

und schon kommt die stimmungsvolle Geschichte

in Gang. Sehr gelungen ist ebenfalls

die Filmmusik, die jederzeit für eine

richtige Abenteuerstimmung sorgt.

Yesterday

Yesterday ist ein tolles Adventure,

und die meisten Fans des Genres

wissen, dass es davon nicht allzu

viele für Smartphones gibt. In Yesterday

steuern Sie Henry White und seinen

Freund Cooper, die beide versuchen, eine

unheimliche Mordserie an Obdachlosen

aufzuklären. Später steuert man noch eine

dritte Figur – doch dazu soll nichts verraten

werden! Yesterday zeichnet sich durch professionelle

Gestaltung aus. Die Grafiken

sind gelungen, und das eigentlich zweidimensionale

Genre wird durch Zeichentrickähnliche

Animationen aufgepeppt. Schade,

dass viele Spielszenen so dunkel gehalten

sind, das Spiel hätte in dieser Hinsicht

mehr Abwechslung vertragen können.

5,99 Euro

deutsch|Version 1.1.2|755 MByte

★★★★★

1,99 Euro

deutsch|Version 1.5|981 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 04/2013 105


Spiele-Tipps

Knobelspiele

Nicholas Kinney, 123RF

Android-Knobelspiele für schlaue Köpfe

Schön

schwierig

Knobelspiele müssen nicht langweilig und hässlich sein. Wir stellen

Ihnen vier Spiele vor, die Köpfchen benötigen und dennoch sehr

schön gemacht sind. Marcel Hilzinger

106

04/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Knobelspiele

Kreuzworträtsel zu lösen hat auch seinen

Reiz. Aber farbenprächtig gestaltete

Spiele, die dazu auch noch viel Köpfchen

benötigen, machen auf Smartphones und

Tablets deutlich mehr Spaß als das oftmals

etwas dröge Spiel mit den Buchstaben. Wir stellen

Ihnen vier wirklich tolle Apps für Knobelfreunde

vor.

Sprinkfield

Am Anfang dieses Knobelspiels

[LINK 1] stehen Sie vor einem kleinen

Acker bestehend aus vier Feldern.

Das Spielprinzip ist relativ schnell erklärt: Sie

müssen diverse Äcker bewässern, können dabei

aber immer nur Quadrate mit Wasser bespritzen,

keine Rechtecke. Dabei gibt es Hindernisse

zu beachten (Felsen) und die Angewohnheit

der Pflanzen, nach doppelt oder dreimal so viel

Wasser zu verlangen. Als Joker gibt es je nach

Level ein paar Vogelscheuchen, die allein stehende

Felder bevölkern. Was im Tutorial noch

leicht ist, entwickelt sich in den fortgeschrittenen

Leveln zu einem echten Knobelspiel.

Die Gratis-App der ungarischen Softwareschmiede

WebstarWorks finanziert sich durch Werbung,

die im Spiel ebensowenig stört wie die

Tatsache, dass es Sprinkfield nur auf Englisch

gibt. Einzig die Reaktion des Touchscreens

könnte etwas besser sein.

Abb. 1: Das Tutorial lässt sich auch ohne Englischkenntnisse problemlos absolvieren,

denn die einzelnen Schritte sind denkbar trivial.

den Challenge-Modus beenden Sie zunächst

Stage 1 des Arcade-Modus. Anschließend zeichnen

Sie hier Muster nach, aber um ein Feld

nach rechts, links, oben oder unten verschoben.

Später kommen noch andere Aufgaben hinzu

wie das Invertieren bestimmter Farben.

Memory Mastermind macht seinem Namen

alle Ehre. Da Sie bei jedem Spiel gegen die Uhr

kämpfen, werden die Level schnell zu einer

echten Herausforderung. Und wenn Sie mit den

sehr umfangreichen Gratisleveln durch sind,

können Sie sich gegen In-App-Käufe für 82 Cent

sämtliche Premium-Level sichern oder für 1,64

Euro auch gleich die Anzeigen abschalten.

Memory

Mastermind

Wie der Name

schon sagt, ist

Memory Mastermind

[LINK 2] eine Mischung

aus Memory-Spiel und Mastermind.

Beim Start wählen

Sie einen der drei Modi aus

und landen anschließend im

ersten Level. Im Arcade-Modus

müssen Sie sich lediglich

merken, wo auf dem Spielfeld

Kugeln lagen. Die Farbe der

Kugel ist hier irrelevant. Im

Color-Modus geht es darum,

sich die Lage und die richtige

Farbe zu merken, wobei es für

den Einstieg leichtere Level

mit nur zwei Farben gibt. Für

Abb. 2: Hinter jedem der drei

Modi von Memory Mastermind

verbergen sich Dutzende Level.

Abb. 3: Zwei Farben sind noch einfach,

aber bei vier müssen Sie

schon genau hinschauen.

Apps & Tipps 04/2013 107


Spiele-Tipps

Knobelspiele

Abb. 4: Zu Beginn ist es noch recht

einfach, die Farben bei Blendoku

richtig zu platzieren.

Abb. 5: Die höheren Level in Blendoku

lassen sich fast nur noch

auf Tablets richtig lösen.

Smartphones sehr schlecht

platziert, da sie genau den Bereich

überdeckt, der eigentlich

den Anwender dazu auffordern

sollte, die Pro-Version

ohne Reklame zu kaufen. Als

Workaround wechseln Sie

zum Spielen einfach in den

Flugmodus. Eine Pro-Version

bei Google Play gibt es allerdings

nicht, Sie müssen die

zusätzlichen Level als In-App-

Kauf erwerben (je 1,51 Euro

für das Simple-2-Pack und das

Medium-2-Pack). Ebenfalls als

In-App-Kauf gibt es Lösungshilfen

(5 Hilfen für 1,51 Euro,

20 Hilfen für 2,27 Euro). Bei

allen In-App-Käufen werden

auch die Anzeigen entfernt.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30571

Blendoku

Blendoku ist nichts für Farbenblinde.

Bei diesem packenden Spiel [LINK 3]

müssen Sie Farben in die richtige Reihenfolge

bringen. Das hört sich zunächst ganz

einfach an, wird aber bei den komplexeren Leveln

zu einer richtigen He rausforderung. Zu Beginn

starten Sie ganz einfach mit vier Farben,

die Sie zwischen zwei bestehenden Feldern

richtig platzieren müssen.

Richtig heißt in diesem Fall,

dass die Farben stets heller

oder dunkler werden beziehungsweise

gleich helle Felder

verschiedener Farbtöne nebeneinander

platziert werden .

Je schwieriger die Level

werden, desto wichtiger wird

das Display Ihres Tablets oder

Smartphones. Die Master-Level

lösen Sie am besten auf

einem Tablet, es funktioniert

aber auch mit einem guten

Smartphone und der passenden

Auflösung. Schade, dass

es keine Zoom-Funktion gibt

(die Lupe unten rechts dient

als Tipp, nicht zur Vergrößerung).

Zudem haben die Entwickler

die Werbung oben auf

Abb. 6: Die höheren Level von Flow

Frenzy benötigen etwas mehr

Vorausplanung .

Flow Frenzy

Die Idee hinter Flow Frenzy [LINK 4] ist

ganz einfach: Auf einem Spielfeld befinden

sich verschiedenfarbige

Punkte, von jeder Farbe zwei. Die gleichfarbigen

Punkte müssen Sie nun so miteinander verbinden,

dass es keine Überschneidungen mehr

gibt und dass keine Felder auf dem Spielfeld

leer bleiben (letzteres Problem löst sich normalerweise

von alleine, wenn Sie

ersteres gelöst haben). Zahlreiche

Level, verschiedene

Spielbrettgrößen und das optionale

Rennen gegen die Uhr

sorgen für Langzeitmotivation

und anhaltenden Spielspaß.

Auch Flow Frenzy ist gratis

und finanziert sich über Werbung.

Weitere Level-Packs gibt

es lediglich als In-App-Käufe.

Das ist insofern etwas schade,

weil man dann auch immer

noch mit der etwas nervigen

Werbung leben muss, wenn

man ein Level-Pack gekauft

hat. Um Ihre Nerven zu schonen,

empfehlen wir zudem

unbedingt, die Hintergrundmusik

in den Einstellungen

sofort auszuschalten. ● ● ●

108

04/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Ticket to Ride

Neue Spiele bei Google Play: Ticket to Ride

Ticket

to Ride

Ticket to Ride ist hierzulande als „Zug um Zug“ bekannt und

wurde 2004 zum Spiel des Jahres gewählt. Das Spiel ist bereits

seit längerer Zeit für iOS erhältlich, nun hat es endlich den

Weg in den Google Play Store gefunden. Patrick Neef

Bernard Rabone, 123RF


Spiele-Tipps

Ticket to Ride

Bei Ticket to Ride [LINK 1] müssen Sie

versuchen, möglichst viele und lange

Bahnstrecken zu bauen. Dazu erhalten

Sie Zielkarten, die zwei Orte angeben, die

miteinander verbunden werden sollen. Welche

der verschiedenen Streckenmöglichkeiten Sie

jedoch ausbauen, das ist Ihre Sache. In jeder

Runde dürfen Sie farbige Wagenkarten ziehen,

eine Strecke legen oder eine Zielkarte ziehen.

Die Spannung ergibt sich dann aus der Tatsache,

dass niemand weiß, wie die Zielkarten der

anderen Spieler aussehen. Man kann also die

Strecken ganz gezielt bauen oder eben sehr

durcheinander, um die anderen Spieler in die

Irre zu führen. Denn früher oder später kommt

man in die Situation, in der man die Strecken

anderer Spiele versperrt, egal, ob mit Absicht

oder unwissend. Dann wird es brenzlig, denn

am Ende zählen alle nicht erfüllten Zielkarten

als Minuspunkte! Gewonnen hat, wer zuletzt

die meisten Punkte besitzt. Diese ergeben sich

aus den fertiggestellten Strecken, der Bonuskarte

für die längste Strecke und dem Subtrahieren

der Punkte der Zielkarten, die man nicht

erfüllt hat. Mit anderen Worten: Am Ende wird

nochmal richtig abgerechnet!

Wer hätte gedacht, dass sich Zug um Zug auf

Smartphones und Tablets so gut spielt. Das

Spielfeld ist übersichtlich, mit den eigenen Karten

am unteren Bildschirmrand und den Kartenstapeln

auf der rechten Seite. Das eigentliche

Spielfeld in der Mitte kann mit dem Finger hinund

herbewegt werden. Viel wichtiger aber ist,

dass man es auch mit der Pinch-to-Zoom-Geste

vergrößern kann.

Besser für Tablets

Und damit kommen wir auch schon zum größten

Kritikpunkt: Android-Phones mit geringer

Auflösung stellen das Spiel

zu klein dar, Schriften lassen

sich kaum noch lesen,

und manchmal ist es

schwer, die Bahnstrecken

zu bauen (dazu zieht man

die Waggonkarten auf die

Strecke). Die meisten Elemente

sind aber derart

gestaltet, dass man sie

auch in kleiner Form erkennen

kann, wie etwa

die bunten Waggonkarten

oder die Strecken. Optimal ist das nicht,

aber trotzdem spielbar. Wer das Spiel oft genießen

will, sollte aber mindestens ein 7-Zoll-Tablet

verwenden.

Ticket to Ride besitzt keinen lokalen Multiplayer-Modus,

was wirklich schade ist, aber

Online kann man Partien gegen andere Spieler

spielen, was wirklich Spaß macht. Der Preis

von über 5 Euro geht für ein solches Spiel voll

in Ordnung, die zusätzlichen Spielfelder Europa,

Schweiz und Asien, die man als In-App-

Kauf erwerben kann, sind aber mit jeweils 3 bis

4 Euro etwas zu hoch angelegt.

Fazit

Die Umsetzung eines Brettspiels für Smartphones

und Tablets ist keine leichte Sache. Sämtliches

Zubehör, das im Brettspielkarton steckt,

muss auf dem Bildschirm erkennbar umgesetzt

sein, ganz zu schweigen vom Regelwerk und

einer akzeptablen KI. Bei Ticket to Ride ist zum

Glück beides gut gelungen.

● ● ●

5,43 Euro

deutsch|Version 1.5.0|136 MByte

★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/30453

111


Mark Grenier, 123RF

Neue Spiele bei Google Play: Tentacle Wars

Tentacle

Wars

Tentacle Wars lässt sich leicht erlernen, sehr einfach

steuern und überzeugt mit einem tollen Sound. Das

Spiel ist der ideale Strategie-Snack für die Pause

zwischendurch. Patrick Neef


Spiele-Tipps

Tentacle Wars

Tentacle Wars [LINK 1] ist ein abgespecktes

Strategiespiel, das eher wie

eine Art Kräftemessen funktioniert,

frei nach dem Motto: Der stärkere Tentakel-Arm

gewinnt. Es fehlen zudem die klassischen Elemente

typischer Strategiespiele wie etwa die

Aufbauphase oder die strategische Vorbereitung

vor dem Kampf. In Tentacle Wars geht es mehr

darum, schnell zu sein.

Neuronen und Tentakel

Die Gefechte finden im Mikrokosmos statt: Zellen,

Neuronen und DNA-Tentakel stehen im

Mittelpunkt. Jede Zelle hat Energiepunkte und

kann Tentakel ausfahren. Je länger die Tentakel,

desto mehr Energiepunkte werden dafür verwendet.

Docken Sie mit einem Tentakel an eine

andere Zelle an, beginnt das Kräftemessen:

Haben Sie mehr Energiepunkte als der Gegner,

werden Sie seine Zelle nach einer Weile einnehmen.

Allerdings kostet das Energie, und wenn

Ihr Gegner an anderer Stelle zuschlägt, geraten

Sie schnell ins Hintertreffen.

Es ist nicht ganz leicht, die Wirkungsweise

der Energiepunkte nachzuvollziehen. Oft

scheint man mehrere Zellen erobert zu haben,

wird aber plötzlich vom Gegner überrannt, weil

alle Zellen nur wenige Energiepunkte hatten.

Komplex wird es auch dadurch, dass eine Zelle

meist nur höchstens zwei Tentakel ausfahren

kann. Welche feindlichen Zellen man sich also

als Ziel aussucht, das sollte stets gut überlegt

sein. Schnelligkeit ist dann erforderlich, wenn

Zellen noch grau sind und fix erobert werden

wollen, denn Ihre Gegner haben dann immer

das Gleiche vor. Durch Abschneiden des Tentakels

wird die durch die Tentakellänge repräsentierte

Energiemenge sofort zum Ziel befördert,

was aber die Ausgangszelle mit wenigen Energiepunkten

zurücklässt.

Die Kampagne mit

über 80 Missionen ist

das Herzstück des

Spiels. In stimmungsvollen

Szenarien

mit tollen Hintergründen

muss

man sich immer

wieder gegen einen

oder mehrere Widersacher

in Form

anderer Zellen und

Neuronen zur Wehr setzen.

Zu Beginn sind die Kräfte immer wieder unterschiedlich

stark verteilt, so muss man also jedes

Mal neu überlegen und möglichst schnell handeln.

Diese Variationen sorgen auch für ganz

unterschiedliche Tentakel-Konstellationen. Mal

ist man die große Zelle in der Mitte, ein anderes

Mal ist man abseits der Gegner und muss mit

einem langen Tentakel die Seite wechseln. Man

ist permanent damit beschäftigt, graue Zellen

zu erobern, lästige Gegner abzuwehren und die

Energiepunkte hin- und her zu verteilen.

Fazit

Tentacle Wars ist ein sehr gelungenes Spiel, das

zwar optisch und vom Gameplay her auf Dauer

nicht viel Abwechslung bietet, dafür aber von

den unterschiedlichen Situationen und Konstellationen

lebt. Außerdem beeindruckt es mit

einer stimmungsvollen Kulisse, die mit einem

schaurig-schönen Klangteppich untermalt wird

und zur Atmosphäre des Spiels beiträgt. Ein

ideales Spiel also für Zwischendurch. ● ● ●

1,59 Euro

deutsch|Version 2.0.11|32 MByte

★★★★★

Alle Links

>

android- user.de/qr/30454


Spiele-Tipps

Zombie-Spiele

Jozef-Dunaj, 123RF

Gegen

Untote

Zombie-Spiele erfreuen sich einer großen Community. Grund genug für uns, die

sieben besten Apps von spaßig bis gruselig zusammenzustellen. Patrick Neef

Alle Links

>

android- user.de/qr/30446

Zombie Digger

Die Zombie-Tierchen der russischen

Softwareschmiede CrazyBit

gehen bei diesem Spiel auf Weltreise

und erkunden zwölf Schauplätze von

Moskau bis Sydney. Zoombie Digger World

Tour führt gleich beim Start durch ein fesselndes

Tutorial in das Spiel ein und lässt

Sie dabei nicht zur Ruhe kommen. Die Aufgabe

ist relativ leicht erklärt: Diverse miese

Viecher (Zoombies) nähern sich einer der

zwölf Sehenswürdigkeiten, und Sie müssen

mit allen Mitteln verhindern, dass zu

viele der Monster das Kultobjekt erreichen.

Welche Mittel Ihnen dazu zur Verfügung

stehen, hängt von Ihrer Geschicklichkeit

und von Ihrem Geldbeutel ab, denn obwohl

Zoombie Digger gratis

ist, landen Sie nach

jedem Level im Shop,

der geradezu verführt,

Items zu kaufen wie die

verschiedenen Bomben,

um die Zoombies ganz fix zu beseitigen.

Doch mit viel spielerischem Können

und der nötigen Portion Übung lassen sich

die meisten Monster auch so unter die Erde

bringen, zumal man die wirklich notwendigen

Waffen auch über die gesammelten

Punkte kaufen kann. Zoombie Digger

macht definitiv süchtig, auch wenn Sie die

Musik schon beim dritten Level in den

Wahnsinn treibt. Wir haben Sie gewarnt!

kostenlos

englisch|Version 1.1.5|25 MByte

★★★★★

114


Spiele-Tipps

Zombie-Spiele

Plight of the Zombie

Plight of the Zombie ist ein sehr gutes Puzzlespiel, bei

dem auch die Geschicklichkeit nicht zu kurz kommt.

Wenn Sie Spy Mouse kennen, dann brauchen Sie sich

das Spiel nur mit Hirn essenden Zombies vorzustellen, schon

haben Sie Plight of the Zombie verstanden. Sie ziehen die Pfade

der Zombies mit dem Finger, und dann laufen die Zombies diesen

Pfad entlang, weichen Wachen aus, sammeln Hirne ein,

wandeln Menschen zu Zombies um und vieles mehr. Timing ist

alles. Die Rätselkomponente ist taktischer Art: Welchen Zombie

opfert man wann, um das letzte Hirn zu ergattern?

kostenlos

englisch|Version 1.0.4|25 MByte

★★★★★

Zombie Smasher

Bei diesem Spiel ist alles ganz einfach:

Zombies rennen von oben

nach unten, und Sie machen

ihnen durch Fingertippen den Gar aus. Das

ist am Anfang ganz einfach und stupide.

Anspruchsvoll wird es, wenn unterschiedliche

Zombie typen erscheinen oder Sie fliehende

Menschen zwischen den Zombies

nicht antippen dürfen. Hier sind flinke Finger

und schnelle Reaktion gefragt. Das

ganze Zombie-Smasher-Spiel ist gratis, ansprechend

verpackt und wirkt professionell.

Und Spaß macht es auch noch. Was

will man mehr?

Zombie Smash

Das Spiel hat nur zwei Buchstaben

weniger als Zombie Smasher,

macht aber noch mehr Spaß als

der Beinahe-Namensvetter. Zombie Smash

ist kein Spiel für zartbesaitete Seelen, denn

hier müssen Sie sich gegen wahre Horden

angreifender Untoter verteidigen, die rein

gar nichts Gutes im Schilde führen. Das

Spiel verfügt über eine eigens entwickelte

Splatter-Engine, um spritzendes Blut und

Zombie-Schleim noch besser darstellen zu

können – das sagt eigentlich schon alles.

Zombies hochwerfen, wegschleudern, mit

Ambossen und Steinen bewerfen oder abschießen

– hier ist alles erlaubt und auch

noch etwas mehr, um das Haus vor den

Untoten zu schützen.

kostenlos

englisch|Version 1.3|5,3 MByte

★★★★★

0,87 Euro

deutsch|Version 1.0.5|85 MByte

★★★★★

Apps & Tipps 04/2013 115


Spiele-Tipps

Zombie-Spiele

Zombieville USA

Zombieville USA ist kein anspruchsvolles Spiel. Sie

laufen mit Ihrer Figur nach links oder rechts, hauen

mit einem Knüppel auf Zombies oder schießen

drauflos. In jedem Level versuchen Sie, sich dabei zur rechten

Seite durchzukämpfen. Dabei müssen Sie immer wieder in

Häuser eindringen und so Geld oder Munition erbeuten. Anfangs

nervt das ganz schön: Immer ist die Munition alle, und

hat man erst einmal zwei Zombies im Nacken, ist das Spiel

schnell vorbei. Aber nach einer Weile hat man den Dreh raus,

sammelt immer bessere Waffen ein und hat so mehr Spaß.

0,72 Euro

englisch|Version 1.0.4|12 MByte

★★★★★

Zombie Road Trip

Manchmal machen die einfachsten

Spiele den meisten Spaß. So

wie etwa Ski Safari. Oder Jetpack

Joyride. Oder eben der Zombie Road Trip.

In diesem Spiel rasen Sie mit einem Auto

einer Horde Zombies davon. Durch Vorwärts-

oder Rückwärtsrollen und eine gute

Landung verschaffen Sie sich einen Geschwindigkeitsschub.

Je weiter Sie kommen,

desto besser. Durch Münzen, die Sie

im Spiel einsammeln, können Sie Autos,

Waffen und Gadgets kaufen. Außerdem

steigen Sie im Level auf und erhalten so

noch mehr Münzen. Ein Riesenspaß, der

viel Abwechslung liefert und spannend

bleibt, auch wenn die Zombies etwas zu

kurz kommen.

Zombies, Run!

Zombies, Run! ist eigentlich kein

richtiges Spiel. Es ist aber eine

App, die den Freizeitsport zum

Spiel macht, und daher passt Zombies,

Run! ganz gut hier rein. Zombies, Run! verbindet

Ihren Lauf um den Häuserblock mit

einer Zombie-Geschichte. Wer sich von

einer Horde Zombies verfolgt wähnt, dem

gehorchen die Beine schneller. Dazu besitzt

die App allerlei Schnickschnack wie unterschiedliche

Missionen und eine Basis, die

besonders motivierend wirkt. Eine tolle

Idee, die funktioniert – nur Englisch muss

man gut können.

kostenlos

englisch|Version 3.0.2|24 MByte

★★★★★

3,49 Euro

englisch|Version 2.0.5|16 MByte

★★★★★

116

04/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Humble Bundle with Android

Humble Indie Bundle: Tolle Spiele zum Wunschpreis

Bescheiden

Sie sind genervt von Kopierschutzmaßnahmen der großen Spiele-Publisher,

und generell sind Ihnen Games zu teuer? Beim Humble Bundle

bekommen Sie DRM-freie Spiele zu dem Preis, den Sie selbst für

angemessen erachten. Christoph Langner

118

04/2013 Apps & Tipps


Spiele-Tipps

Humble Bundle with Android

Wie viel ist Ihnen ein gutes Spiel wert?

20 Euro? Fünf? Oder gar nur ein

paar Cent? Beim Humble Bundle

[LINK 1] bezahlen Sie nur so viel, wie Sie für richtig

erachten. Den Betrag verteilen Sie dabei

nach Ihrem Gusto zwischen den Entwicklern

der Spiele, den Organisatoren des Humble

Bundle und gemeinnützigen Organisationen

wie Child’s Play [LINK 2] oder der Electronic

Frontier Foundation [LINK 3]. Das hört sich zu

gut an? Da muss ein Haken sein? Android User

kann Ihnen versichern: Es gibt keinen!

Pay what you want

Die Idee hinter dem Humble Bundle ist ein

Spielepaket von kleineren Entwicklerschmieden

(„Indie-Entwicklungsstudios“), das ohne lästige

und problematische DRM-Kopierschutzmaßnahmen

plattformübergreifend unter Windows,

Mac OS X, Linux läuft. Als Nutzer bestimmen

Sie, wie viel Ihnen das komplette Paket wert ist.

Im Durchschnitt werden meist etwa fünf US-

Dollar bezahlt. Für die Entwickler lohnt sich

das Bundle: Schnell kommen große Beträge zusammen.

Und auch für die Stiftungen bleibt viel

Geld übrig. Insgesamt hat das Humble Bundle

bereits über 10 Millionen Dollar für die gemeinnützigen

Organisationen gesammelt.

Das Humble Bundle gibt es nicht immer zu

kaufen, jedes Bundle wird als Aktion über

einen Zeitraum von etwa zwei Wochen online

angeboten. Die Bezahlung kann über PayPal,

Amazon, Bitcoin oder Google Checkout erfolgen.

Wer im Play Store bereits Apps gekauft

hat, kann das Bundle daher direkt über sein

Google-Konto bezahlen. Nach dem Kauf lassen

sich die Spiele von der Homepage des Bundles

Tipp

Einige der Humble-Spiele sind große Brocken.

Aquaria aus dem letzten Humble Bundle with

Android 6 nimmt etwa schon alleine als Download

über 500 MByte Platz auf Ihrem Androiden

ein. Löschen Sie daher in der Humble-App

über Advanced | Delete completed downloads

oder in der Downloads-App nach der Installation

Ihrer Lieblingsspiele die nun nicht mehr

benötigten APK-Installationspakete vom

Handy. Sie können die Dateien jederzeit wieder

neu herunterladen.

Abb. 1: Wer beim Humble Bundle mit Android 6 mehr als der Durchschnitt

bezahlte, bekam insgesamt zehn Spiele in einem Paket.

herunterladen oder auch über die Vertriebsplattformen

Desura und Steam (bei einem Kaufpreis

von mehr als einem Dollar) beziehen.

Eine direkte Integration in den Google Play

Store gibt es bei den Humble-Games nicht.

Als Motivation, etwas mehr zu bezahlen als

nur ein paar Cent, legt das Humble Bundle bei

Käufern, die mehr als der Durchschnitt zahlen,

noch ein paar Spiele drauf. Oft auch erst „als

Belohnung“ für die rege Teilnahme nach dem

Start des jeweiligen Bundles. Beim letzten

„Humble Bundle with Android 6“ bekamen

Käufer, die mehr als 4,92 US-Dollar zahlten,

zehn Spiele im Paket.

Humble Bundle für Android

Seit Ende 2012 gibt es Humble Bundles, deren

Spiele sich auch auf Android-Handys und Tablets

installieren lassen. Diese Bundles werden

extra als „Humble Bundle with And roid“ gekennzeichnet.

Die letzte Aktion dieser Art lief

im Juni dieses Jahres aus. Das nächste Android-

Bundle wird vermutlich wieder im September

oder Oktober starten.

Nach dem Kauf des Bundles erhalten Sie umgehend

einen Link zu Ihren Downloads per E-

Mail. Auf der verlinkten Webseite können Sie

die gekauften Humble-Spiele für Ihren PC herunterladen

oder auch als APK für Ihr Handy.

Die Links dazu müssen Sie über den Knopf

Apps & Tipps 04/2013 119


Spiele-Tipps

Humble Bundle with Android

Alle Links

>

android- user.de/qr/30441

Abb. 2: Die Humble-

Bundle-App erleichtert

die Installation und Verwaltung

Ihrer Humble-

Bundle-Käufe.

Show Android Binaries anzeigen

lassen. Zur Installation

der Spiele müssen Sie das Einspielen

von Apps Unbekannter

Herkunft unter Einstellungen

| Sicherheit erlauben.

Einen ausführlichen Artikel

zum manuellen Installieren

von Apps aus Android User

08/​2012 finden Sie kostenlos

auf unserer Webseite [LINK 4].

Humble Bundle

Android App

Geschickter ist es die Download-Seite

gleich auf Ihrem

Handy zu öffnen. So laden Sie

die APK-Installationsdateien

gleich ohne einen Umweg

über den PC auf Ihrem Androiden

herunter. Auf der mobilen

Webseite finden Sie alle für Android geeigneten

Spiele, die Sie bisher bei Humble Bundle

gekauft haben. Ein Klick auf einen der Titel lädt

das gewünschte Spiel über Ihren Webbrowser

herunter, ein Klick auf den abgeschlossenen

Download installiert es dann.

Alternativ greifen Sie auf die

Humble-Bundle-App zurück.

Sie verwaltet die Humble-

Bundle-Downloads, sagt Ihnen,

welche Spiele bereits installiert

sind und weist auch auf Updates

schon eingespielter Humble-Games

hin. Sie finden die

App auf der Download-Seite

des Bundles ganz oben. Die

App muss genauso wie auch

die Spiele von Hand über die

APK-Datei installiert werden.

In der App finden Sie wie

gewohnt alle für Android geeigneten

Spiele aus Ihren bereits

gekauften Bundles. Ein

Tipp auf den Download-Button

lädt ein Spiel he runter,

anschließend installieren Sie

es über Install. Launch zeigt

an, dass Sie das Spiel bereits

installiert haben und

sofort starten können.

Abb. 3: Die Installation von Apps

unbekannter Herkunft muss ausdrücklich

erlaubt werden.

Abb. 4: Auf der Seite des Bundles

laden Sie die Spiele wie auch die

Humble-Bundle-App herunter.

Das „Beta“ trägt die Humble-Bundle-App jedoch

nicht umsonst im Titel. In unserem Test

auf einem Galaxy Nexus mit Android 4.2

hängte sich die App beim Download größerer

Spiele (ab circa 50 MByte) komplett auf, sodass

selbst das Handy nicht mehr reagierte. Android

User empfiehlt daher, die Download-Seite des

Bundles im Browser zu öffnen.

Fazit

Das Humble Bundle beweist, dass Spiele auch

ohne DRM und Kopierschutzmaßnahmen kommerziell

erfolgreich vermarktet werden können.

Die Humble-Fans kaufen die Bundles nicht nur,

weil sie tolle Spiele für wenig Geld bekommen.

Die meisten User möchten die Entwickler dafür

belohnen, dass sie Spiele plattformübergreifend

und ohne DRM-Nervereien anbieten.

Auch wenn es gerade keine laufende Humble-Bundle-Aktion

gibt, lohnt es sich, auf der

Homepage vorbeizusehen und sich in die Mailingliste

einzutragen. So verpassen Sie den Start

des nächsten Humble Bundles garantiert nicht –

achten Sie als Android-User jedoch auf den Zusatz

„with Android“. Sollten Sie gleich zuschlagen

wollen, dann bietet das Humble Bundle inzwischen

auch wöchentlich einen Humble

Weekly Sale [LINK 5] mit nagelneuen Titeln an.

Die Spiele dort sind jedoch meistens ausschließlich

für den PC geeignet.

● ● ●

120

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Coud Print

alexmillos, 123RF

Vom Android-Smartphone aus Dokumente drucken

World Wide

Print

Wer einen eingetippten Brief oder den letzten Kamera-Schnappschuss in Papierform

benötigt, muss sich dafür nicht an einen PC setzen. Mit Google Cloud Print

erledigen Sie dies von Ihrem Androiden aus.

Marko Dragicevic, Christoph Langner

122

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Coud Print

Vom Computer aus zu Drucken

ist im Normalpall

kein großes Problem. Aber

müssen Sie zum Drucken immer

den Umweg über den PC gehen,

wenn Sie einfach mal schnell ein

Dokument aufs Papier bringen

möchten, das gerade per E-Mail

eingetrudelt ist?

Mit Google Cloud Print drucken

Sie direkt vom Handy auf Ihrem

Drucker oder verschicken beliebige

Inhalte als PDF auf Ihre Android-

Geräte. Dazu brauchen Sie nicht

einmal einen modernen netzwerkfähigen

Drucker.

Der Drucker

Im Idealfall ist Ihr Drucker bereits

von Haus aus cloud-fähig. Google listet unter

[LINK 1] auf, bei welchen Modellen dies der Fall

ist, und was in diesem Fall – je nach Hersteller

– zur Aktivierung der Cloud-Funktion zu unternehmen

ist. Dabei handelt es sich um wenige

Schritte wie zum Beispiel das Einstellen des

heimischen WLAN-Passworts am Drucker und

der Angabe von E-Mail-Adresse und Passwort

des eigenen Google-Accounts. Da diese Geräte

über eingebaute Wifi- oder Etherneteinheiten

verfügen, können sie sich eigenständig via Router

mit dem Internet verbinden, ohne dass ein

PC überhaupt vorhanden sein muss. Auch manche

NAS-Geräte wie etwa die von Synology bieten

die Option in ihrer Firmware an einen Drucker

Cloud-fähig zu machen.

Doch auch wenn Ihr Modell nicht dementsprechend

ausgestattet ist, können Sie Google-

Cloud-Print nutzen. In diesem Fall schließt man

den Drucker an einen PC an. Sollten Sie einmal

einen Druckauftrag von Ihrem Android-Handy

aus senden, während der PC ausgeschaltet ist,

geht dieser trotzdem nicht verloren. Sobald Sie

den Computer einschalten und dieser sich mit

dem Internet verbindet, lädt dieser die ausstehenden

Druckaufträge herunter und holt sie

nach. Dabei ist es von Vorteil, dass Google die

Dokumenten-Warteschlange über seine Cloud-

Server abwickelt. So können Sie unterwegs einsehen,

welche Ausdrucke bereits abgeschlossen

sind oder sich noch in der Warteschlange befinden,

und diese bei Bedarf auch aus der Ferne

Abb. 1: NAS-Systeme wie die von Synology können herkömmliche

Drucker cloudfähig machen.

abbrechen. Praktischerweise kontrolliert man

dabei über ein- und dieselbe Oberfläche alle

Drucker gleichzeitig, auf die man Zugriff hat.

Setup im Google-Account

Die folgenden manuellen Schritte sind nur notwendig,

wenn Ihr Gerät nicht von Haus aus

cloudfähig ist. Auf dem am Drucker angeschlossenen

PC muss der Chrome-Browser [LINK 1] installiert

sein. Andere Internet-Browser wie etwa

Firefox unterstützt der Dienst leider nicht. Starten

Sie Chrome und loggen sich anschließend

auf [LINK 3] mit Ihrem Google-Account ein. Wählen

Sie nun auf der linken Seite den Punkt Klassischen

Drucker hinzufügen aus.

Danach müssen Sie zunächst Chrome den

Cloud-Drucker-Zugriff erlauben. Klicken Sie

hierzu auf den durch drei waagrechte Linien gekennzeichneten

Menübutton und wählen dann

den Punkt Einstellungen. In der angezeigten

Optionen-Übersicht scrollen Sie nun komplett

nach unten und wählen schließlich den kleinen

Schriftzug Erweiterte Einstellungen anzeigen…

aus. Auf der neuen Seite befindet sich weiter

unten die Zwischenüberschrift „Google Cloud

Print“. Klicken Sie dort auf den Button Drucker

hinzufügen…. Nach einem erneuten Login in

den eigenen Google-Account müssen Sie nun

das Andocken des Druckers in der Google

Cloud noch einmal explizit bestätigen.

Diese Schritte müssen Sie für Ihre Geräte nur

einmalig durchführen. Von nun an erscheint,

Apps & Tipps 04/2013 123


Einsteiger-Tipps

Google Coud Print

Abb. 2: Sie können beliebig viele lokale Drucker an die Ihre

Googlee-Cloud andocken.

Abb. 3: Google Cloud Print listet alle zur Verfügung stehenden Drucker

übersichtlich auf.

wenn Sie sich bei Google-Cloud-Print einloggen,

immer direkt die Übersicht der verfügbaren

Drucker. Bei Bedarf können Sie dort übrigens

auch Android-Geräte oder Google-Drive als fiktive

Drucker einstellen. In diesem Fall erhält

man als Ausdruck kein Papierdokument, sondern

Google legt eine Datei mit den entsprechenden

Inhalten auf dem Zielgerät ab.

Freigeben für Dritte

Wie bereits in der Einleitung dieses Artikels angedeutet,

können Sie bei Bedarf den mit dem eigenen

Google-Account verbundenen Drucker

auch unkompliziert für Bekannte (oder Kollegen)

freigeben. Rufen Sie hierfür [LINK 4] auf.

Nach einem Klick auf Drucker wählen Sie das

Zielgerät aus. Nun erscheint ein Freigeben-Button.

Nach der Auswahl von diesem geben Sie

die E-Mail-Adresse derjenigen an, die den Drucker

mitbenutzen dürfen sollen.

Mit einem Mausklick kann der Druckereigentümer

die Freigabe bei Bedarf auch kurzfristig

wieder zurücknehmen (falls beispielsweise ein

Besucher nur kurzzeitig Zugriff benötigt, um

etwas von seinem Android-Smartphone auf

dem fremden Drucker auszugeben).

Alternativ haben Sie in diesem Dialog auch

die Möglichkeit den Drucker von „Privat“ auf

„Öffentlich“ umzustellen. Daraufhin erscheint

eine URL. Jeder, der diese kennt, kann nun das

Gerät mitbenutzen. Zum Drucken

muss die Person nicht einma in Ihrem

Netzwerk eingeloggt sein. Für Privatanwender

sollte dieser Anwendungsfall

jedoch eher selten auftreten, zumal

die Gefahr besteht, dass jemand, der

Kenntnis von dieser Adresse hat, diese

unkontrolliert an Dritte weitergibt.

Abb. 4: Mit wenigen Klicks geben Sie Drucker für vertrauenswürdige

Dritte frei.

Cloud Print für Android

Mit der offiziellen Google-App Cloud

Print [LINK 5] senden Sie nun Daten aus

unterschiedlichsten Quellen auf Ihre

Online-Drucker. So haben Sie nicht nur

die Möglichkeit PDF-Dateien – ohne

den Umweg über Ihren Computer –

auf Papier zu bannen, sondern auch

Fotografien, Mails oder Ihre Kontakte.

124

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Coud Print

Abb. 5: Die Liste der bereits über

Google Cloud Print abgeschlossenen

Druckaufträge.

Abb. 6: Per Teilen-Funktion schicken

Sie einen Dokument vom

Handy auf den Cloud-Drucker.

Abb. 7: Alternativ sichern Sie das

Dokument als PDF auf einem

Handy oder bei Google Drive.

Die Druckfunktion erreichen Sie über das Teilen-Menü

derjenigen Apps, aus denen Sie die

drucken möchten. Alternativ öffnen Sie über

das Drucker-Symbol in der Kopfzeile der App

Dateien aus der Galerie, via Dateimanagern aus

dem Speicher oder über Cloud-Speicherdiensten

wie Dropbox oder Google Drive.

Nach einer entsprechenden Auswahl lädt die

App die Daten in die Online-Druckerwarteschlange

hoch, von dort geht

es dann weiter über das Internet

auf Ihren Drucker. Alternativ

sichern Sie das Dokument

auch auf einem Ihrer

weiteren Android-Geräte –

etwa auf einem Tablet – oder

Sie legen es zur späteren Weiterverarbeitung

auf Google

Drive ab.

Gut mit Abzügen

Google Cloud Print erweist

sich im Praxiseinsatz als überaus

komfortabel und praktisch.

Ob man unterwegs ist,

oder den Drucker mit Anderen

teilt: Im Alltag funktionierte

das Drucken über die Google-

Cloud erstaunlich unkompliziert

und zuverlässig.

Abb. 8: In der Druckvorschau fehlt

bisher noch eine vollständige

Ansicht des Dokuments.

Doch überall wo Licht ist, fällt auch Schatten:

Wer den Dienst via Browser nutzen möchte, ist

gezwungen Google Chrome zu installieren, andere

Browser werden bisher nicht unterstützt

Außerdem sollten Sie sich darüber im Klaren

sein, dass jedes zu druckende Dokument auf

Googles Servern landet. Diese unterliegen amerikanischen

Gesetzen, welche in Sachen Geheimhaltung

und Datenschutz weitaus weniger

streng ausfallen als vielen

deutschen Anwendern bewusst

sein dürfte.

Google versichert zwar,

dass sie alle Dokumente vertraulich

behandeln [LINK 6], der

jüngste Spionageskandal rund

um die internationalen Geheimdienste

machte jedoch

klar, dass amerikanische Behörden

automatisiert und

ohne richterlichen Beschluss

auf Googles Datenbestand zugreifen

dürfen [LINK 7]. Letztlich

sagt der gesunde Menschenverstand,

welche Dokumente

und Fotos man unproblematisch

über die bequeme

Cloud-Lösung ausdrucken

kann, und bei welchen man

dies besser lokal erledigt. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30455

Apps & Tipps 04/2013 125


Einsteiger-Tipps

Google Maps 7.0

Google Maps mit neuem Look und neuen Funktionen

Google Maps,

die Siebte!

Google hat mit der Google-Maps-Navigation TomTom und Navigon

das Fürchten gelehrt. Komplette Offline-Navis haben aber durchaus

noch Ihre Vorteile. Damit dies nicht so bleibt, hat Google die Maps-

App kräftig umgebaut. Christoph Langner

Oleksiy Mark, 123RF

126

04/2013 Apps & Tipps


Fragen wir unsere Leser, dann gehört

Google Maps mit der Navigation neben

dem Webbrowser und Chat-Apps wie

Hangouts oder WhatsApp zu den wichtigsten

Funktionen ihres Androiden. Kein Wunder also,

dass Google die Karten- und Navigations-App

Maps [LINK 1] mit Samthandschuhen anfasst und

nur behutsam weiterentwickelt. Mit dem Update

auf Maps 7.0 holt Google nun aber den

Holzhammer heraus und baut die Oberfläche

der App tiefgreifend um. Wir zeigen Ihnen alle

Änderungen an der Karten-App.

Google Maps 7.0

Auf den ersten Blick ist Google Maps nach wie

vor noch Maps, am Kartenmaterial und der Darstellung

hat sich nur wenig geändert. Nach dem

Start der neuen App sehen Sie wie gewohnt die

Karte, ein blauer Punkt symbolisiert bei aktivem

GPS Ihre aktuelle Position. Das Icon mit

dem Fadenkreuz rechts unten zentriert die

Karte über Ihrem Standort.

Maps macht es Ihnen nun aber leichter, zusätzliche

Ebenen wie die aktuelle Verkehrslage,

öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrradwege

über die Karte zu legen. Dazu ziehen Sie an der

kleinen Lasche links unten eine neue Seitenleiste

auf. Dort finden Sie die dann die entsprechenden

Felder, zudem können Sie hier auch

zur Satellitenansicht wechseln.

Abb. 1: Das neu gestaltete Google Maps vereint

Maps, Navigation und Places nahtlos in einer App.

Einen frischen Anstrich haben auch die Google

Places bekommen. Suchen Sie über die Leiste

am oberen Bildschirmrand nach einem Geschäft

oder Restaurant, oder tippen Sie etwas länger in

die Karte, erscheint am unteren Rand des Dis-

Nataliia Natykach, 123RF

Abb. 2: Über die Seitenleiste blenden

Sie die Verkehrslage oder

Fahrradwege als Ebenen ein.

Abb. 3: Maps liefert Ihnen auch

Informationen und Bewertungen

zu zahllosen Orten in aller Welt.

Abb. 4: Die Ebene „Entdecken“

erscheint nur, wenn Sie tief genug

in die Karte hineingezoomt haben.

Apps & Tipps 04/2013 127


Einsteiger-Tipps

Google Maps 7.0

Abb. 5: „Entdecken“ zeigt Ihnen

einen Überblick über interessante

Locations in Ihrer Nähe.

Abb. 6: An U-/​S-Bahnstation, Bushaltestelle

oder Bahnhof sehen

Sie die aktuellen Verbindungen.

Abb. 7: Neu ist ein ausführlicher

Fahrplan über alle Verbindungen

der kommenden Stunden.

plays eine Leiste mit dem Namen des Orts und

der Fahrzeit dorthin. Ziehen Sie die Karte weiter

nach oben, erhalten Sie zusätzliche Details zum

gerade ausgewählten Ort.

Google Places

Hier speichern Sie den Ort in Ihren Favoriten,

rufen an (wenn eine Nummer hinterlegt wurde)

oder teilen die Information via Mail, Google+

Abb. 8: Maps navigiert Sie nicht

nur mit dem Auto zum Ziel, auch

mit Bus und Bahn geht es voran.

Abb. 9: Zu jeder Alternativroute

werden die Fahrzeit, die Strecke

und die Verkehrslage angezeigt.

oder Facebook. Direkt integriert sind zudem Erfahrungsberichte

mit Noten von eins bis fünf

Sternen, die Sie auch gleich via Handy selber

abgeben können. So helfen Sie anderen Android-Usern

mit Ihrer Ortskenntnis, die richtige

Wahl für ein Hotel oder Restaurant zu treffen.

Generell ist die Suche deutlich dynamischer

geworden. Suchen Sie etwa nach dem Namen

eines bestimmten Hotels, zeigt Ihnen Maps

neben der gewünschten Unterkunft

gleich andere Hotels

– vielleicht finden Sie ja ein

besseres Zimmer. Geben Sie

danach den Namen eines Restaurants

ein, verschwinden die

Hotels aus der Karte, und Sie

sehen weitere Lokale in der

Umgebung.

Möchten Sie generell etwas

Neues entdecken, zoomen Sie

nah genug in die Karte hinein

und tippen auf das Suchfeld,

ohne etwas einzugeben.

Außer den letzten Suchen und

einer Schnellwahl zu „Waren

und Dienstleistungen“ öffnet

sich die Karte „Entdecken“.

Darin empfiehlt Ihnen Google

Maps groß bebildert Orte zum

Essen, Trinken, Einkaufen,

128

04/2013 Apps & Tipps


Ausgehen oder Übernachten. Die schon erwähnten

Noten und Erfahrungsberichte fehlen

an dieser Stelle natürlich nicht.

Mehr öffentliche

Verkehrsmittel

In den USA beherrscht Google Maps schon

lange die Routenplanung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Hier in Deutschland gab Google

erst im September letzten Jahres den Startschuss

[LINK 2] für Google Transit, also die

Integration der ÖPNV-Daten in Google Maps.

Bisher wurden aber nur die Verkehrsverbünde

größerer Städte eingebunden. Google führt in

der Hilfe zu Transit [LINK 3] neben der Deutschen

Bahn die Städte Berlin, Dortmund, Duisburg,

Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln

und München auf.

Das letzte Update der Maps-App bringt auch

hier einige Neuerungen mit sich. Sobald Sie auf

eine U-/​S-Bahnstation, eine Bushaltestelle oder

einen Bahnhof tippen, sehen Sie nun nicht

mehr nur die nächsten möglichen Verbindungen,

sondern gleich den ganzen Fahrplan über

die kommenden Stunden. Die Navigation via

ÖPNV an sich wurde lediglich optisch aufgefrischt,

grundlegende Änderungen ergaben sich

an dieser Stelle nicht.

Navigation integriert

Bisher beinhaltete Google

Maps mit Maps, Navigation

und Local gleich drei unterschiedlich

gestaltete Apps.

Maps zeigte Ihnen die Karte

an, die Navigation leitete Sie

zum Ziel, und Local verriet

Ihnen, welche interessanten

Plätze es in Ihrer Nähe gibt

und was die Internetgemeinde

über diese denkt. Beim neuen

Maps sind alle diese Apps in

der App-Schublade nicht mehr

vorhanden, nur noch Maps

findet sich in der Liste.

Starten Sie über einen Tipp

mit dem Finger auf das Autosymbol

einer Places-Karte die

Handy-Navigation, bietet

Ihnen das Googles Navi gleich

eine Übersicht über die drei

Abb. 11: Maps zeigt nun auch

Behinderungen durch Baustellen

an, die auf Ihrer Strecke liegen.

Abb. 10: In der Übersicht stellt Ihnen Google Maps

die Alternativrouten auch in der Karte vor.

besten Routen zu Ihrem Ziel an. Zu jeder potentiellen

Alternativroute werden jeweils Fahrzeit,

Distanz und die aktuelle Verkehrslage angezeigt.

Am oberen Bildschirmrand wählen Sie

zwischen der Navigation per Auto, den öffentlichen

Verkehrsmitteln, dem

Rad- und dem Fußweg.

Mehr Informationen

Eine der wichtigsten Neuerungen

ist die Integration weiterer

dynamischer Informationen in

die Karte. Bisher informierte

Sie Maps nur über die Verkehrslage

und etwaige Staus

mithilfe von Markierungen auf

den Straßen, nun aber erscheinen

auch Symbole mit Hinweisen

in der Karte.

Sie geben Ihnen zum Beispiel

Auskunft über temporäre

Sperrungen, Baustellen, Unfälle

und sonstige Gefahren.

Google hat extra zum Ausbau

dieser zusätzlichen Informationen

für 1,3 Milliarden US-

Apps & Tipps 04/2013 129


Einsteiger-Tipps

Google Maps 7.0

Abb. 12: Seit dem Update warnt

Maps auch vor Unfällen, die sich

auf Ihrer Route ereignet haben.

Abb. 13: Die Karte mit der Wegliste

zum Ziel ziehen Sie, wie schon die

Places-Infos, von unten hoch.

direkt in der Maps-App. Der

Vorteil liegt zum Beispiel

darin, dass Sie schnell neue

Ziele eingeben können, ohne

in eine andere App wechseln

zu müssen.

Sollte sich auf Ihrer Reiseroute

ein Unfall ereignen und

so ein längerer Stau vor Ihnen

liegen, wird Sie Google Maps

in Zukunft direkt auf diesen

hinweisen und – falls möglich

– gleich eine bessere Alternativroute

vorschlagen. Maps

zeigt Ihnen dazu die neue

Route an, sagt wieviel Zeit Sie

durch die Umfahrung des

Staus einsparen und fragt Sie

abschließend, ob Sie der Umleitung

folgen möchten.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30440

Dollar den Navi-Spezialisten Waze eingekauft

[LINK 4]. Deren über die weltweite Community

gesammelten Daten tauchen inzwischen auch

in den Verkehrshinweisen auf. So sind Sie

immer auf dem aktuellen Stand. Zum Melden

von Staus und Behinderungen benötigen Sie jedoch

nach wie vor noch die Waze-App.

Ein Klick auf eine der Routen führt Sie nun

zu einer Übersichtskarte mit allen von Google

vorgeschlagenen Wegen. Auch

hier können Sie eine Alternativroute

bestimmen, die aktuelle

Wahl ist blau hinterlegt.

Eine detaillierte Wegliste zur

gewählten Route erhalten Sie,

wenn Sie wie schon bei den

Places, die Detailinfos nach

oben ziehen. Ein Fingerzeig

auf Start geht dann direkt zur

Navigation über.

Umleitung inklusive

Wechselte Maps zur Navigation

bisher in eine separate

Navi-App, zoomt die neue Anwendung

nun einfach in die

Vogelperspektive von schräg

oben. Die Darstellung ist nicht

viel anders als früher, doch die

Navigation erfolgt eben nun

Abb. 14: Die Darstellung der Navigation

an sich hat sich durch das

Update kaum geändert.

Fazit

Das neue Maps ist eine gelungenes Update, besonders

die verbesserte Integration von Google

Places wird Ortsunkundigen helfen sich besser

in der Fremde zurechtzufinden. Qype [LINK 5],

Yelp [LINK 6] und TripAdvisor [LINK 7] bieten aber

aufgrund Ihrer riesigen Datenbanken bisher

noch einen Mehrwert. Zudem lassen sich die

Places-Ergebnisse nicht sortieren. Den am besten

bewerteten Italiener in der

Umgebung zu finden, ist mit

Places nicht möglich.

Das dynamische Neuberechnen

einer Route aufgrund

von aktuellen Staumeldungen

ist ein Feature, das man bisher

nur von den ausgewachsenen

Navi-Apps kannte. Dem

Google-Navi fehlen aber nach

wie vor ein Spurassistent und

die Routenplanung über Zwischenstationen

hinweg, auch

lassen sich Streckenabschnitte

nicht gezielt umfahren. Da

das Kartenmaterial wie auch

die Routenberechnung aus

dem Internet geladen wird,

braucht es für einen Auslandstrip

immer noch ein richtiges

Offline-Navi. ● ● ●

130

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Hangouts

Google

Aus Chats mit Google Talk werden Hangouts

Hangouts

Whatsapp und Co. machen sich auf, die gute alte SMS in Rente zu

schicken. Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, baut daher auch Google das

Chatsystem von Android um. Aus Google Talk werden Hangouts. Wir helfen

Ihnen, sich zurecht zu finden! Christoph Langner

132

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Hangouts

Abb. 1: Beim Chatten drücken Sie

mit unzähligen Smileys Ihre aktuelle

Stimmung aus.

Abb. 2: In der von links aufziehbaren

Seitenleiste finden Sie Ihre

letzten Chats.

Abb. 3: Markieren Sie mehrere

Kontakte, zu denen Sie einen Multiuser-Chat

starten möchten.

MSN, ICQ und AIM. IRC, SMS und

XMPP… Nein, wir zitieren hier nicht

den Liedtext des Hits "MfG" der Fantastischen

Vier. Dies alles sind Chatprotokolle

oder Techniken, die dazu dienen, kurze Nachrichten

über das Internet von einem User zum

nächsten zu transportieren. Android brachte

dafür bis vor Kurzem Google Talk, den Google+

Messenger und natürlich den Klassiker SMS

mit. Inzwischen führen aber die Hangouts Textund

Videochats unter einem neu gestalteten

Dach zusammen.

Von Google Talk zu Hangouts

Ursprünglich war Google Talk einfach nur dazu

gedacht, miteinander via Text zu kommunizieren.

Es gab anfangs Apps für den Desktop-PC,

der Chat wurde in Gmail integriert, und eine

Android-App durfte natürlich auch von Anbeginn

nicht fehlen. Später rüstete Google sein

Talk weiter auf, sodass Sie wie auch bei Skype

Audio- und Videogespräche über das Internet

führen konnten.

Mit dem Google+ Messenger beginnt nun

aber die etwas längliche Geschichte von Googles

Messenger-Chaos. Außer über Talk können

Sie auch über Google+ mit Ihren Freunden

chatten. Auch dort gibt es selbstverständlich

Audio-/Videochats – sogar mit bis zu zehn Teilnehmern

gleichzeitig, in Google Talk waren nur

Gespräche unter vier Augen möglich.

Mit Hangouts (ohne Google+) [LINK 1] räumt

Google nun auf. Die neue App ersetzt Google

Talk auf Ihrem Androiden. Lassen Sie sich beim

Updaten eines Handys daher nicht verwirren,

das Ersetzen der alten App ist von Google gewollt.

In Hangouts chatten Sie wie gewohnt mit

anderen Google-Kontakten, können natürlich

aber auch Videochats führen.

Die neuen Hangouts

Was bei Hangouts auf den ersten Blick auffällt,

ist das Fehlen einer klassischen Kontaktliste,

Googles geschlossener Garten

Google Talk und auch die neuen Hangouts basieren auf dem „Extensible

Messaging and Presence Protocol“, kurz XMPP oder auch Jabber genannt.

Der Vorteil dieses standardisierten Protokolls besteht darin, dass

die Grenzen wie bei einer E-Mail offen waren. Google-Talk-User konnten

mit Usern chatten, die bei anderen Jabber-Anbietern wie jabber.ccc.de

oder auch bei GMX oder Web.de ihren Account hatten.

Mit dem Wechsel zu Hangouts macht Google nun aber die Tore zu anderen

Anbietern dicht. Der Hangouts-Account lässt sich zwar noch mit anderen

Clients (wie Pidgin oder Miranda) nutzen, doch die – einst von

Google selber entwickelte – Server-zu-Server-Verbindung ist nun tot. Wer

früher einmal Kontakte zu anderen Jabber-Usern via Talk gepflegt hat,

sieht diese von nun an nicht mehr.

Apps & Tipps 04/2013 133


Einsteiger-Tipps

Google Hangouts

wie man sie von Google Talk

und auch anderen Messengern

gewohnt ist. Die von links herausziehbare

Seitenleiste sieht

auf den ersten Blick wie die

gesuchte Liste aus, hier finden

Sie jedoch nur die von Ihnen

in der letzten Zeit geführten

Chats. Per Wischgeste lassen

sich dort die einzelnen gespeicherten

Unterhaltungen in das

Archiv schieben. Diese Funktion

kennen Sie vielleicht

schon von Gmail.

Statusanzeigen wie „Beschäftigt“,

„Nicht anwesend“

oder „Nicht stören“ gibt es

nicht mehr, laut der Hangouts-

FAQ [LINK 2] kommen diese

Funktionen jedoch wieder. Ob

ein User gerade direkt erreichbar

ist, erkennen Sie an seinem

Benutzerbild. Ist es farbig, ist er gerade mit

einem seiner Geräte online. Ein ausgegrautes

Bildchen sagt Ihnen, dass Ihr Kontakt momentan

wirklich nicht erreichbar ist. In der Gmail-

Weboberfläche symbolisiert ein kleiner grüner

Balken unter dem Bild des Kontakts den Status.

Erscheint der Balken, ist der User auf seinem

Computer in Gmail eingeloggt – der Status auf

dem Handy wird dabei nicht berücksichtigt.

In der Liste Neuer Hangout sehen Sie stattdessen

eine Mischung aus Ihren Android-Kontakten

und -Kreisen/​Kontakten auf Google+.

Abb. 4: Tippen Sie während eines

Videotelefonats kurz auf das Bild,

um die Menüs einzublenden.

Chats können Sie gezielt mit

einzelnen Usern, durch Mehrfachauswahl

mit mehreren

Freunden oder über Google+-

Gruppen gleich mit zig Teilnehmern

starten. Ob Sie erst

einen Textchat starten und

später den Ton oder das Videobild

hinzuschalten oder umgekehrt,

ist egal. Sie können

zwischen beiden Modi nahtlos

hin- und herschalten.

Im Gegensatz zum ehemaligen

Android-Chat Talk bietet

Ihnen Hangouts auch an, über

den Chat Dateien zu versenden.

Aktuell unterstützt Hangouts

nur Bilder, doch später

sollen bich weitere Dateiformate

folgen. Klicken Sie dazu

auf das Kamerasymbol neben

dem Eingabefeld für Text. Dort

haben Sie dann die Wahl, ein neues Bild mit der

Handy-Kamera zu erstellen, eines aus Ihren

Google+-Fotos zu versenden oder eines aus

Ihrer Android-Galerie auszuwählen.

Sollten Sie von einem Hangouts-Partner genervt

sein, müssen Sie sich nicht ganz von

Hangouts abmelden. Im Menü finden Sie den

Eintrag Personen & Optionen. Hier können Sie

weitere Personen zum aktuellen Hangout hinzufügen,

eine Person explizit blockieren oder

die Benachrichtigungen des Hangouts auf

stumm schalten.

Abb. 5: Auf einem Android-Tablet wie dem Nexus 7 können Sie einen eingehenden

Videochat wirklich nicht übersehen.

Perfekt verzahnt

Was bei den Hangouts nun einwandfrei funktioniert,

ist die Organisation Ihrer Chats über mehrere

Android-Geräte oder auch den Desktop-PC

beziehungsweise Laptop hinweg. Starten Sie

eine Unterhaltung etwa auf dem Handy, können

Sie zwischendurch ohne Probleme zum Web-

Frontend von Gmail wechseln. Soll es dann bequem

auf der Couch weitergehen, schnappen

Sie sich einfach Ihr Android-Tablet.

In einem anderen Fall nutzen Sie jeweils Ihr

Handy, um miteinander ein Hangouts-Videotelefonat

zu führen und schicken sich gleichzeitig

Texte (zum Beispiel Links zu interessanten

Webseiten) per Tablet oder Gmail-Web-Frontend

zu. Der Gesprächsverlauf wird auf allen

134

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Hangouts

Geräten fortwährend synchron

gehalten, ohne das Video-Telefonat

zu unterbrechen.

Handynummer

bestätigen

Beim ersten Einsatz von Hangouts

bittet Sie die Hangouts-

App, Ihre Handynummer zu

bestätigen. Dazu schickt

Ihnen Google eine kostenlose

SMS-Kurznachricht mit einem

individuellen Schlüssel aufs

Handy. Dieser wird nach dem

Empfang der Nachricht automatisch

ausgelesen. Dieser

Schritt lässt sich jedoch mit

Überspringen aktuell noch

übergehen. Die Nummer nutzt

Google, um Sie mit Kontakten

zu verbinden, die Sie bisher

nur im Telefonbuch stehen

haben [LINK 3].

Abb. 6: Über die Kamerataste

neben der Textbox versenden Sie

Bilder aus der Galerie oder auch

direkt von der Handy-Kamera an

Ihren Gesprächspartner.

Das Ziel Googles wird sein,

langfristig der Messaging-App

WhatsApp [LINK 4] Konkurrenz

zu machen. Der plattformübergreifende

Dienst konnte

in relativ kurzer Zeit Abermillionen

Smatphone-User gewinnen.

Unter anderem eben

dadurch, dass zur Benutzerverwaltung

kein Account registriert

werden muss, die

User authentifizieren sich

über ihre eigene Handynummer.

Dadurch müssen auch

keine extra Chatadressen ausgetauscht

werden, die App

findet potenzielle Chatpartner

im Telefonbuch des Handys.

Wenn zwei User sich gegenseitig

im Telefonbuch stehen

haben, können Sie sofort über

WhatsApp miteinander chatten.

Die Lösung ist simpel,


Einsteiger-Tipps

Google Hangouts

Abb. 7: Über die Optionen fügen Sie weitere User zu einem bestehenden

Hangout hinzu oder stellen ihn auf stumm, falls dieser sich nicht

betragen können sollte.

Abb. 8: Hangouts möchte, dass

Sie Ihre Handynummer durch den

Empfang einer SMS bestätigen.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30449

aber äußerst effektiv – birgt jedoch auch datenschutzrechtliche

Bedenken, da Ihr Telefonbuch

online abgeglichen werden muss, ganz egal ob

Ihre Kontakte WhatsApp nutzen oder nicht.

Hangouts für iOS und den PC

Richtig stark werden Messenger aber erst dann,

wenn Sie auf vielen Systemen funktionieren.

Egal, ob Sie gerade Ihren Androiden in der

Hand halten oder an Ihrem PC sitzen, chatten

muss überall möglich sein. Google lässt es sich

Abb. 9: Auch in Gmail ersetzt Hangouts das bisher genutzte Google Talk.

daher nicht nehmen, neben der Android-Version

auch eine iOS-Variante von Hangouts

[LINK 5] im App-Store von Apple anzubieten. So

halten Sie Kontakt, auch wenn Bekannte und

Freunde eher unter iOS auf dem iPhone oder

iPad zuhause sind.

Auf dem PC-Desktop hat Google die Hangouts

direkt in die Web-Oberfläche von Gmail integriert.

Inzwischen haben die Hangouts auch

dort Google Talk verdrängt. Wie gewohnt, finden

Sie Ihre Kontakte in der Seitenleiste, das

weitere Erscheinungsbild ist praktisch mit der

Handy-App identisch. Um Audio- und Videochats

vom PC aus führen zu können, müssen

Sie jedoch das Hangouts-Browser-Plugin

[LINK 6] auf Ihrem Computer installiert haben. Es

wird von Google für Windows, MacOS X und

Linux kostenlos zum Download angeboten.

Wer auch gerne am Arbeits-PC Hangouts nutzen

möchte, ohne immer in Gmail eingeloggt

sein zu müssen, kann für Googles Chrome-

Browser die offizielle Hangouts-Erweiterung

[LINK 7] einspielen. Sie integriert den neuen

Google-Chat direkt in die Traybar Ihres Computersystems

– sobald Chrome nach dem Start geladen

wurde. Dort finden Sie auch Ihre Kontaktliste,

zum Chatten öffnet sich dann ein weiteres

kleines Fenster, das Sie frei auf Ihrem Desktop

platzieren können.

● ● ●

136

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Drive

Jozsef Bagota, 123RF

Google Drive als Dokumentenscanner

Google Drive

Auf Ihrem Schreibtisch stapeln sich Visitenkarten und Unterlagen? Lassen

Sie sich von Google Drive helfen, und laden Sie den Blätterwald

durchsuchbar in Googles Datencloud. Christoph Langner

Apps & Tipps 04/2013 137


Einsteiger-Tipps

Google Drive

Abb. 1: Schon einen

Klick später haben Sie

die gesuchte Visitenkarte

in der virtuellen

Hand.

Stapeln sich in Ihren Schubladen

auch Dokumente, Rechnungen

und Visitenkarten,

die dringend einmal in digitale

Form gebracht werden sollten? Am

besten so, dass Sie die Inhalte auch

am PC durchsuchen können? Das

überarbeitete Google Drive macht

dies möglich. Legen Sie dazu einfach

Ihre Dokumente auf den

Schreibtisch, und fotografieren Sie

sie mit dem Handy ab. Um den

Rest kümmern sich Google Drive

und die gerade neu überarbeitete

Android-App.

Googles

Onlinespeicher

Google Drive arbeitet in seiner

Grundfunktion auch nicht viel anders

als Dropbox,

Box oder andere Cloudspeicher-

Anbieter. Bei Drive stehen Ihnen

in Googles Datenwolke seit Mitte Juni allerdings

15 GByte Speicher kostenlos zur Verfügung.

Gegen einen Aufpreis lässt sich dieser Speicherplatz

sogar noch weiter ausbauen. Per Web-

Front end, Desktopanwendung für den PC oder

iOS- und Android-App befüllen Sie den Online-

Speicher mit Ihren Daten.

Das unter Microsoft Windows und MacOS-X arbeitende

PC-Programm Google Drive Sync

[LINK 1] gleicht dabei im Hintergrund laufend

sämtliche Daten zwischen Ihren Rechnern ab.

Nutzen Sie zum Beispiel ein Notebook und

einen Desktoprechner, so synchronisiert der

Dienst automatisch alle zu Google Drive hochgeladenen

Dateien auch direkt auf den Computern.

Über das Web-Frontend unter drive. google.​

com finden Sie auch ohne Drive Sync jederzeit

zu Ihren Daten. Aber erst im Zusammenspiel

mit einem Androiden erwacht Google Drive

richtig zum Leben.

Google Drive für Android

runderneuert

Auf den ersten Blick hat sich Google Drive für

Android [LINK 2] nicht allzu groß verändert. Über

die Seitenleiste navigieren Sie zu Ihrer Ablage,

den für Sie freigegebenen Daten oder auch zu

den von Ihnen markierten Dateien. Der Eintrag

Offline führt Sie zu den Dateien, die Sie aus

Drive heraus auf dem Handy gespeichert

haben, sodass Sie auf diese auch ohne eine aktive

Internetverbindung zugreifen können.

Eine neue Ansicht finden Sie in der Dateiund

Ordnerliste. Anstatt über eine simple Liste

können Sie über vier quadratisch angeordete

Felder zu der aus Google Now oder inzwischen

auch Google+ bekannten gekachelten Ansicht

Abb. 2: In der Listenansicht zeigt

Ihnen Google Drive die zuletzt

bearbeiteten Dateien an.

Abb. 3: Im Kachelmodus sehen

Sie dagegen eine Vorschau von

Bildern und Dokumenten.

Abb. 4: In der Detailansicht laden

Sie Dateien in den Offline-Speicher

des Handys.

138

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Drive

Abb. 5: Zum Scannen von Dokumenten

öffnen Sie das Menü und

wählen Scannen aus.

Abb. 6: Die Kamera-App wird im

Scan-Modus in einer abgespeckten

Variante gestartet.

Abb. 7: Als Ergebnis landet die

Visitenkarte passend zugeschnitten

auf Ihrem GDrive.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30447

umschalten. Dort gibt es eine Dateivorschau für

Bilder, Office-Dokumente und PDFs.

In der Detailansicht laden Sie einzelne Dateien

in den Offlinespeicher Ihres Handys. Für

komplette Verzeichnisse ist das jedoch nach

wie vor nicht möglich. Dort finden Sie auch die

Option, Dateien für Ihre Kontakte freizugeben

oder natürlich auch entsprechende Freigaben

wieder zu entfernen. Im Gegensatz zur Arbeit

mit dem Offline-Speicher können Sie hier auch

ganze Ordner teilen.

Scannen mit OCR-

Texterkennung

Richtig praktisch wird Drive nun für alle, die

des öfteren Texte oder Dokumente archivieren

möchten. Im Menü finden Sie unter dem Punkt

Neu hinzufügen den Eintrag Scannen. Er startet

die Handykamera in abgespeckter Form. Halten

Sie die Kamera über Ihr Dokument – in diesem

Fall eine Visitenkarte – und drücken Sie ab.

Google Drive schneidet die Aufnahme nun automatisch

zurecht und reduziert die Farbdarstellung

bei nicht-farbigen Inhalten auch gleich

auf Schwarz-Weiß oder Graustufen. Über die

Menü buttons am oberen Rand können Sie den

Zuschnitt und die Farb einstellungen auch nachträglich

noch ändern. Sobald Sie die Aufnahme

abhaken, wird sie umgehend als PDF-Datei zu

Google Drive hochgeladen. Die Aufnahme liegt

dort jedoch nicht nur „nutzlos“ herum. Google

führt gleich online eine Texterkennung durch.

Eine Suche nach „Medialinx“ fördert in unserem

Beispiel somit ohne weiteres Zutun alle Visitenkarten

aus dem Verlag von Android

Apps&Tipps zutage. Die Suche arbeitet nicht

nur in der App, auch im Web-

Frontend durchstöbert Google

Drive Ihre gescannten Dokumente

nach den entsprechenden

Schlagwörtern.

Google Drive ersetzt jedoch

kein vollwertiges OCR-Programm.

In den PDFs selber wird

nur die Bildinformation gespeichert.

Der Text, so wie man es

von „richtigen“ PDFs kennt,

fehlt. Laden Sie Ihre mit Google

Drive gescannten Dateien auf

den PC herunter, dann sehen

Sie nur den abfotografierten

Text. Dieser lässt sich weder

markieren oder kopieren noch

über die Suchfunktion des

PDF-Readers durchsuchen. Für

die Text erkennung muss das

Dokument bei Google Drive

online stehen.

● ● ●

Abb. 8: Eine mit einem

Wisch vom Displayrand

einfahrbare Seitenleiste

darf nicht fehlen.

Apps & Tipps 04/2013 139


Einsteiger-Tipps

Google Keep

Notizen für Android und den Desktop

Google Keep

Ob Einkaufsliste, To-Dos, Sprachnotizen, Bilder oder einfache kleine Merkzettel.

In Googles neuer Notizbuch-App Keep speichern Sie alles ab, was

Sie im Kopf – oder im Handy – behalten möchten. Christoph Langner

tele52, 123RF

140

04/2013 Apps & Tipps


Einsteiger-Tipps

Google Keep

Abb. 1: Keep speichert Texte, Bilder,

Spracheingaben oder Liste

als kleine Notizzettel.

Abb. 2: Über die Sidebar wechseln

Sie zwischen den aktuellen

und archivierten Notizen.

Abb. 3: Die einzelnen Zettel färben

Sie unterschiedlich ein um einen

Überblick zu gewinnen.

Google deckt mit seinen Apps fast alle

wichtigen Anwendungsbereiche ab.

Für E-Mail, Suche, Browser, Kalender

oder Musik liefert Google entsprechende Apps

mit. Zwei nicht gerade unübliche Anwendungen

hat Google bislang jedoch lange komplett

ignoriert: Notizen und To-dos. Zumindest bei

den Notizen sorgte Google mit Keep für Abhilfe.

Notizzettel für einfach alles

Keep [LINK 1] möchte nicht nur ein Notizzettel

sein, davon gäbe es im Play Store genügend Alternativen.

Ob Text-Notizen, Bilder, Sprachaufnahmen

oder einfache Listen zum Abhaken, in

Keep findet so gut wie alles ein Plätzchen.

Besonders praktisch: Sprechen Sie Ihre Notizen

einfach ein! Die Spracherkennung wandelt

die Eingabe automatisch in Text um, so dass Sie

auch solche Eingaben über die Suchfunktion

wieder entdecken können. Ihr Gesprochenes

wird dabei als Attachment mit an die Notiz gehängt

und bleibt so auch für später archiviert.

Integration in Google Drive

Keep arbeitet eng mit Googles Cloud-Speicherdienst

Drive [LINK 2] zusammen. Ihre Notizen

liegen daher nicht nur lokal, sondern werden

automatisch auf alle unter Ihrem Google-Konto

angemeldeten Handys oder Tablet abgeglichen.

Zudem können Sie über Ihren Browser und die

Webseite http:// drive. google. com/ keep [LINK 3]

auch direkt von Ihrem PC aus Ihre Notizen einsehen

und bearbeiten. Durch den Datenabgleich

landen die Änderungen

auch wieder auf Ihrem Handy.

Bunte Zettel

Die einzelnen Notizen ordnen

Sie per Drag&Drop beliebig an

oder weisen Ihnen über die

Farbpalette unterschiedliche

Farben zu. Damit sortieren Sie

die wichtigsten Einträge oben

in der Liste ein oder markieren

ganz wichtige To-Dos in knalligem

Rot. Die Sortierung und

Farbgebung findet sich auch

im Web-Frontend wieder.

Brauchen Sie eine Notiz

nicht mehr, dann wischen Sie

sie nach rechts oder links

über den Rand. Der so ins Archiv

geschobene Notizzettel

ist jedoch noch nicht ganz

Abb. 4: Wenn es ganz schnell

gehen soll, dann erstellen Sie Notizen

über die Spracheingabe.

Apps & Tipps 04/2013 141


Einsteiger-Tipps

Google Keep

das ab sofort nicht mehr so

leicht passieren.

Alle Links

>

aus

android- user.de/qr/30554

Abb. 5: Sortieren Sie Ihre Notizen

per Drag&Drop, die wichtigsten

finden Sie so schnell wieder.

der Welt, Sie finden ihn über das Archiv,

wenn Sie in Keep ganz nach unten scrollen.

Erinnerungen einrichten

Manche Notizen sind zu bestimmten Zeiten

oder auch Orten besonders interessant, Keep erinnert

Sie auf Wunsch. Bearbeiten

Sie eine Notiz, können Sie über

Erinnern für eine bestimmte

Uhrzeit oder für bestimmte Zeiträume

– etwa „Morgen früh“ –

einen Alarm setzen. Zudem lassen

sich auch Erinnerungen für

bestimmte Orte festgelegen.

Fangen Sie mit dem Tippen an,

schlägt Google Plätze in der

Nähe vor.

Haben Sie also eine Erinnerung

und eine Notiz für einen

bestimmten Ort eingerichtet,

schlägt Google Keep Alarm, sobald

Sie sich in der Nähe aufhalten.

Haben Sie also eine Einkaufliste

und vergessen ein ums

andere Mal, auch wirklich in

den Supermarkt zu gehen, wird

Abb. 7: Die Keep-App bringt auch

gleich Widgets für den Home- und

den Lockscreen mit.

Abb. 6: Richten Sie in Google

Keep Erinnerungen angand von

Zeiten oder Standorten ein.

Sprachkommando

Wie bereits angesprochen

wandelt Keep per Sprachnotizen

automatisch in Text. Sie

haben aber sogar die Möglichkeit

Notizen per Sprachbefehl

zu erzeugen, ohne groß in der

App herumklicken zu müssen.

Ein Tipp auf das Mikro-Symbol

in der Google-Leiste des

Homescreens reicht.

Tippen Sie einfach im

Google-Suchfeld rechts auf

das Mikrofon oder rufen innerhalb

von Google Now die

Spracheingabe auf. Beginnen

Sie hier Ihr Sprachkommendo

mit dem Wort „Notiz“, gefolgt

vom Inhalt. Anschließend verschicken Sie Ihre

Notiz entweder per E-Mail oder übernehmen

sie in Keep.

Widgets für den Homescreen

Das Erstellen von Notizen geht natürlich direkt

in der App, aber Ihnen stehen auch Widgets für

den Home- wie auch den Lockscreen zur Verfügung.

Das kleine Widget dient lediglich zum Erstellen

von Notizen, das Große zeigt auch

gleich die oben einsortierten Zettelchen an.

Mit Android 4.2 hat auch der Lockscreen

Widgets spendiert bekommen, sollte Ihr Androide

schon über so eine neue Version verfügen,

dann können Sie auch direkt über den Sperrbildschirm

Notizen anlegen, ohne das Handy

entsperren zu müssen. Im Zusammenspiel mit

den Sprachnotizen wird so aus Ihrem Androiden

der perfekte Memo-Rekorder.

Keep braucht Android 4.0+

Keep installieren Sie wie auch die anderen

Google-Apps kostenlos über den Play Store. Allerdings

braucht die App mindestens ein System

mit Android 4.0.3. Ältere Androiden mit Version

2.x bleibt der Google-Notizzettel verwehrt.

Auch manch eine weiterführende Funktion fehlt

noch: An Notizen lässt sich zum Beispiel nicht

gemeinsam arbeiten, um so mit mehreren

Usern eine Aufgabenliste abzuarbeiten. ● ● ●

142

04/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Tipps rund um Google Maps

Tipps und Tricks zum neuen Google Maps

Kartentricks

Google Maps lässt sich intuitiv

bedienen. Doch ein paar Tricks sind

gut verborgen. Wir zeigen Ihnen versteckte

Funktionen und Tipps zu

Google Maps. Christoph Langner

krisckam, 123RF

144

04/2013 Apps & Tipps


Abb. 1: Die Option, Kartenausschnitte

zu speichern, wurde im

neuen Maps nachgerüstet.

Abb. 2: Das neue Google Maps

bietet nun keinen Weg mehr an,

die Offline-Karten zu verwalten.

Step by step

Während der gesamten Navigation

folgt Ihnen der kleine

Richtungspfeil als Symbol für

Ihre Position auf der Karte.

Fahren Sie durch die verwinkelten

Gassen einer Großstadt,

ist es aber praktisch, einen

Blick voraus werfen zu können.

Dazu verschieben Sie

einfach per Fingerzeig die

Karte entlang der blau gefärbten

Route, oder Sie wischen

am oberen Rand die Abbiegehinweise

nach links oder

rechts. Die Navigation springt

dann zu den nächsten Kreuzungen.

Ein Tipp auf Fortsetzen

bringt Sie zur Ihrer aktuellen

Position zurück.

Tipps & Tricks

Tipps rund um Google Maps

Offline-Karten

Als Google das Update auf die neue Maps-Version

in den Play Store stellte, äußerten viele

User ihren Unmut: „Keine Offline-Karten

mehr?“ In der Tat, der Menüpunkt zum Herunterladen

der Karte fehlte in Google Maps 7.0,

nur durch einen versteckten Trick [LINK 1] ließ

sich der aktuelle Kartenausschnitt komplett in

den Cache der Anwendung laden. Dazu mussten

User „OK Maps“ als Begriff in die Suchleiste

eingeben – intuitiv war das natürlich höchstens

für Google-Glass-Nutzer.

Ein schnell nachgeschobenes Update auf

Maps 7.0.1 liefert die vermisste Funktion in Teilen

nach. Zum Speichern der aktuellen Karte

tippen Sie in das Bild, holen die Detailkarte

vom unteren Rand in den Vordergrund und scrollen

ganz nach unten, bis Sie das Feld Make

this map area available offline sehen.

Im Gegensatz zur alten Version bietet Maps

keinen Dialog mehr, um diese Offline-Karten zu

verwalten. Zum Leeren des Speichers müssen

Sie in den Android-Einstellungen unter Apps

verwalten den Eintrag zu Maps antippen und

dort die Daten löschen. Nach wie vor braucht

Maps für Routings und Adresssuchen zudem

eine Internetverbindung.

Mehr Überblick

Der kleine Kompass in der rechten oberen Ecke

im Navigationsmodus ist mehr als nur Zierwerk.

Dahinter verbirgt sich eine sehr praktische

Funktion: Ein Tipp auf die Kompassnadel

schwenkt von einer schrägen Perspektive auf

die Ansicht senkrecht von oben nach unten.

Das Feature erweist sich meist dann als be-

Abb. 3: Per Wischgeste in den Abbiegehinweisen

können Sie von Kreuzung zu Kreuzung springen.

Apps & Tipps

145


Tipps & Tricks

Tipps rund um Google Maps

Abb. 4: Nach dem Tipp auf das

kleine Kompasssymbol blicken Sie

senkrecht auf die Karte hinab.

Abb. 5: Bestimmen Sie Ankunftsoder

Abfahrtszeit, oder suchen

Sie die letzte Verbindung heraus.

Abb. 6: Besonders Cabrio- oder

Motorradfahrer dürften die Fahrt

auf Landstraßen bevorzugen.

sonders nützlich, wenn Sie die Google-Navigation

nur als Staumelder mitlaufen lassen und

den Weg schon kennen. So sehen Sie schnell,

wo sich auf Ihrer Strecke ein Verkehrsstau anbahnt,

und ob es sich vielleicht lohnt, frühzeitig

einen anderen Weg zu wählen.

Wie lange noch?

In der Standardeinstellung zeigt Ihnen die Navigation

am unteren Rand an, wie lange Sie noch

zum Ziel brauchen. Die Farbe der Schrift symbolisiert

die Verkehrslage. Ein grünes „3h

26min“ signalisiert freie Fahrt. Wechselt die

Farbe zu Orange, haben Sie zähfließenden Verkehr

vor sich, rot bedeutet schließlich Stau.

Um zu wissen, zu welcher Uhrzeit Sie ankommen

werden, müssen Sie nicht im Kopf die

restliche Fahrzeit zur aktuellen Uhrzeit addieren.

Tippen Sie einfach auf die Zeitangabe.

Damit wechseln Sie zwischen der restlichen

Fahrzeit bis zum Ziel, der Ankunfszeit und der

Angabe über die Restkilometer.

Abfahrtszeiten

Vor einer Bahnfahrt möchten die meisten Reisenden

eher wissen, wann Sie sich auf den Weg

machen müssen, um zu einer bestimmten Uhrzeit

anzukommen, als dass Sie zu einem exakten

Zeitpunkt unbedingt losfahren wollen.

Tippen Sie daher bei der Navigation mit öffentlichen

Verkehrsmitteln auf das Feld mit der

Abfahrtszeit unter den Ortsangaben. Im anschließenden

Dialog legen Sie fest, wann Sie

starten oder ankommen möchten oder können

Abb. 7: Sind Sie der Meinung, dass bei Maps etwas

nicht stimmt, geben Sie per Schütteln Feedback.

146

Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Tipps rund um Google Maps

unter dem Reiter Letzte nachsehen, wann die

letzte Verbindung zum Ziel besteht.

Zoom per Doppeltipp

Als Smartphone-User sind Sie es gewohnt, mit

der Pinch-und-Zoom-Geste Ausschnitte zu vergrößern

oder zu verkleinern. Maps legt Sie nicht

auf diese Geste fest, sondern zoomt auch, wenn

Sie in kurzer Folge doppelt auf die Karte tippen

und den Finger beim zweiten Mal auf dem Display

lassen. Ziehen Sie nun nach oben oder

unten, zommen Sie in die Karte hinein beziehungsweise

aus ihr heraus. So klappt das Zoomen

auch, wenn Sie das Handy in einer Hand

halten und nur mit dem Daumen bedienen.

Mautstraßen vermeiden

In Deutschland müssen Autofahrer nur an wenigen

Brücken oder Tunneln Mautgebühren befürchten.

Autobahnen kosten noch keine Gebühren,

was sich jedoch bald ändern könnte Im

europäischen Ausland dagegen müssen Sie fast

überall den Geldbeutel zücken. In den Routenoptionen

wählen Sie vor Start einer Navigation,

ob Sie Autobahnen oder Mautstraßen vermeiden

möchten, in Frankreich geht es dann

etwa über die Routes Nationales fast genauso

schnell. Speziell für Cabrio- oder Motorradfahrer

ist die erste Option bei einer Spritztour

durchs Grüne keine unwichtige Funktion.

Schütteln für Feedback

Trotz seiner Größe und Marktmacht ist Google

bei Maps auf uns Android-User angewiesen.

Nur wir sind jeden Tag mit dem Auto, Motorrad,

Rad und zu Fuß auf der Straße unterwegs

und entdecken Fehler in der Karte, falsche Informationen

zu Orten oder auch Probleme mit

der Maps-App an sich.

Um Google ein Problem mitzuteilen, nehmen

Sie Ihr Handy sicher in die Hand und schütteln

es. Maps wird auf das Schütteln reagieren und

Sie fragen, ob Sie eine kurze Feedback-Meldung

verfassen möchten. Die Schüttelfunktion lässt

sich aber auch in Einstellungen via Zum Senden

von Feedback schütteln deaktivieren. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30442


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Kleine Tipps mit großer Wirkung

Tipps

für alle Fälle

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps, die das Arbeiten und Spielen

mit ihrem Android-Gerät einfacher und angenehmer machen oder einfach nur

cool sind. Christoph Langner

tele52, 123RF

148

04/2013 Apps & Tipps


Apps zurücksetzen

Fängt Ihre Lieblings-

App an, irgendwie

zu spinnen? Meldet

die Anwendung auf einmal

Abstürze? Vermuten Sie, dass

Sie irgendetwas falsch eingestellt

haben? Dann müssen Sie

die App nicht vom Handy runterwerfen

und neu installieren,

um Sie in den Ausgangszustand

zurückzusetzen.

Öffnen Sie in den Einstellungen

den Abschnitt Apps,

und suchen Sie das betroffenen

Programm heraus. Über

den Eintrag Daten löschen entfernen

Sie sämtliche Daten im

internen Speicher Ihres Handys,

die von der App gespeichert

wurden. Beim nächsten

Start der nun zurückgesetzten App muss diese

nun wieder neu eingerichtet werden.

Kalenderinfos per SMS

Wenn Sie den Android-Kalender benutzen,

dann informiert Sie die App

automatisch über Ihre Termine. Über

Ihren Google-Account synchronisiert Ihr Handy

die Kalenderdaten zudem mit Gmail, so dass

Sie auch Online im Google Kalender [LINK 1] auf

dem Laufenden sind. Nicht immer aber hat

man sein Smartphone zur Hand. Nehmen Sie

etwa zum Sport nur das alte

„Dummphone“ mit und wollen

trotzdem über Termine informiert

werden, dann lassen Sie sich doch

per SMS benachrichtigen.

Die entsprechenden Einstellungen

finden Sie im Online-Kalender

von Google. Öffnen Sie dort über

das Zahnrad-Icon rechts oben die

Einstellungen und gehen Sie zur

Handy-Einrichtung. Hier tragen Sie

nun die gewünschte Handynummer

ein und lassen sich den Bestätigungscode

zusenden, den Sie abschließend

wieder auf der Webseite

eintragen. Von nun an schickt

Google Ihnen SMS über anstehende

Termine. Die Vorlaufzeit für

Abb. 1: Löschen Sie aus den App-

Infos heraus sämtliche Daten

einer App vom Smartphone.

Abb. 2: Google informiert Sie auf

Wunsch per SMS-Kurznachricht

über Ihre anstehenden Termine.

die Benachrichtigung lässt sich im Webfrontend

des Google Kalenders bei jedem Termin extra

festlegen. Der Dienst ist in Deutschland, Österreich

und der Schweiz [LINK 2] bei praktisch

allen großen Netzanbietern kostenlos.

Face Unlock verbessern

Google verspricht seit Android 4.0 ein

unkompliziertes Entsperren des Handys

via Gesichtserkennung. Das

Smartphone nimmt dazu Ihr Gesicht auf, beim

Entsperren müssen Sie nur in die Kamera lä-

Abb. 3: Die gewünschte Handynummer tragen Sie in die Einstellungen

des Google Kalender ein.

Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Apps & Tipps 04/2013 149


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks



Abb. 4: Verbessern Sie die Erkennungsrate

von Face Unlock durch

wiederholte Aufnahmen.

Abb. 5: In Maps zoomen Sie per

Doppelklick und Fingerwisch

nach oben oder unten.

Abb. 6: Drücken Sie in der App-

Übersicht länger auf eine App,

erscheint ein Kontext-Menü.

cheln. „Face Unlock“ aktivieren Sie auf Ihrem

Androiden unter Einstellungen | Sicherheit |

Display Sperre. Allerdings hat die Technik

durchaus ihre Tücken: Kein

Mensch sieht jeden Tag gleich

aus und schon ein Bild von

Ihnen kann Ihr Handy freischalten.

Damit dies nicht passiert,

hat Google zum einen eine

Aktualitätsprüfung eingerichtet.

Sie wartet darauf,

dass Sie kurz blinzeln, was

einem Bild schwer fallen

dürfte. Die Option ist von

Haus aus nicht aktiv, setzten

Sie nachträglich besser

den Haken. Wenn Sie gerne

mal Ihren Stil ändern, also

mit oder ohne Bart, mit

oder ohne Schminke, dann

stellen Sie die Gesichtserkennung

vor große Hürden.

Wiederholen Sie die

Erkennung am besten ein

Abb. 7: Die Kontakt-Bilder in

der neuen Gmail-App lassen

sich auch deaktivieren.

paar mal über den Punkt Gesichtserkennung

verbessern in unterschiedlichen Aufmachungen,

so lernt Face Unlock Sie besser kennen.

Einhändiges Zoomen

bei Google Maps

Zum Zoomen in Google Maps benutzen

Sie üblicherweise die

Pinch&Zoom-Geste. Um den Kartenausschnitt

zu vergrößern, halten Sie Ihr Handy

in der einen Hand und spreizen zwei Finger der

anderen über dem Display. Das funktioniert mit

zwei Händen ganz gut – was aber, wenn Sie nur

eine Hand frei haben? Tippen Sie in diesem Fall

zwei mal auf das Display und halten den Finger

danach gedrückt. Ziehen Sie jetzt nach oben

oder unten zoomen Sie in der Karte.

Schnell zur App-Info

In den App-Infos erfahren Sie, wie

viel Speicherplatz eine App im internen

Speicher einnimmt, wie viel zusätzliche

Daten sie gespeichert hat oder auch

welche Berechtigungen ihr bei der Installation

erteilt wurden. Prinzipiell kommen Sie über

Einstellungen | Apps zu diesen Informationen.

Soll es etwas schneller gehen, dann tippen

Sie in der Anwendungsübersicht etwas länger

auf eine der kürzlich geöffneten Apps. Der Ein-

150

04/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Abb. 8: Die Benachrichtigungsleiste

lässt sich auch aus dem

Lockscreen heraus runterziehen.

Abb. 9: Die in Android integrierte

Spracherkennung kann Ihnen viel

Tipperei ersparen.

Abb. 10: Damit außergewöhnliche

Namen erkannt werden, fügen Sie

einen Phonetischen Namen ein.

trag Aus Liste entfernen entspricht dem „Rauswischen“

des Programms, der Punkt App-Info

führt Sie schließlich zum gleichnamigen Menüpunkt

der Einstellungen.

Keine Gmail-Bilder

Gmail zeigt seit dem kürzlich erfolgten

Update neben dem Namen des

Absenders auch ein

Bild der Person an. Das Bild

bezieht Gmail bei Kontakten

in Ihren Kreisen aus dem sozialen

Netzwerk Google+. Wer

Googles soziales Netzwerk gar

nicht nutzt, sieht jedoch nur

bunte „K“, „B“ oder „A“s, entsprechend

dem Anfangsbuchstaben

des jeweiligen Absenders.

Das sorgt zwar für Übersicht,

macht Gmail aber zu

einer etwas bunten Kachellandschaft.

Sollten Ihnen die Bilder- beziehungsweise

Buchstaben-

Kacheln nicht wirklich gefallen,

so lässt sich die neue

Funktion auch wieder deaktivieren.

Die entsprechende Option

Bild des Absenders finden

Abb. 11: So erkennt Android dann

auch Zungenbrecher wie „Zlatko

Cajkovski“.

Sie direkt in den Gmail-Einstellungen unter Einstellungen

| Allgemeine Einstellungen.

Einstellungen im Lockscreen

Der Lockscreen Ihres Androiden ist

gar nicht so versperrt, wie man es auf

den ersten Blick denken würde. Ziehen

Sie mit dem Finger von oben die Benachrichtigungsleiste

hinab, dann

haben Sie Zugriff auf die gleichen

Funktionen wie bei

einem gesperrten System. Sie

sehen Ihre Benachrichtungen

und können nach einem Klick

auf das Einstellungs-Symbol

rechts oben auch den Status

der Display-Steuerung einsehen

oder WLAN, Bluetooth

und Co. regeln.

Phonetische

Namen

Androids Spracheingabe

ist ein oft zu

unrecht brach liegendes

Feature. Sie können

per „Wecke mich morgen um

9 Uhr“ den Wecker stellen,

oder via „Rufe Max Muster-

Apps & Tipps 04/2013 151


Tipps & Tricks

Tipps & Tricks

Alle Links

>

android- user.de/qr/30556

mann an“ einen Anruf starten.

Die Spracherkennung funktioniert

sehr gut, so lange Sie

deutlich sprechen und keine

Wörter benutzen, die Google

nicht kennt. Bei Anweisungen

wie dem Stellen des Weckers

kein Problem, sollten Sie aber

den ersten Bundesliga-Trainer

der Bayern Zlatko Cajkovski in

Ihrem Telefonbuch haben,

wird die Erkennung scheitern.

Damit Android in diesem

Fall nicht immer nach einem

„claus towntown“ sucht, können

Sie zu jedem Kontakt

einen Phonetischen Namen

hinterlegen. Sie finden die Option

beim Bearbeiten eines

Kontakts in Googles eigener

Kontakte-App unter Weiteres

Feld hinzufügen. Scrollen Sie jetzt wieder ganz

nach oben, sehen Sie ein zusätzliches Namensfeld.

Dort tragen Sie den Namen in einer

Schreibweise ein, mit der die Spracherkennung

besser arbeiten kann.

Abb. 12: Tastaturkürzel im persönlichen Wörterbuch der Android-Tastatur

ersparen Ihnen viel Tipparbeit bei der Eingabe längerer Begriffe.

Abb. 13: Die Google-Suche

sollte nur die Kataloge durchsuchen,

die Sie auch wirklich

benötigen.

Wörter Abkürzen

Nur wenige User

werden Biologen

sein und regelmäßig

Begriffe wie „Desoxyribonukleinsäure“

ins Handy

tippen müssen. Doch jeder

wird mit Sicherheit ein paar

längliche Wörter oder Begriffe

finden – sei es auch

nur eine Floskel wie „Mit

freundlichen Grüßen“ –

deren eintippen man gerne

sparen möchte. Zum Glück

bietet Android einen Weg

die Tipperei zu begrenzen.

Unter Einstellungen |

Sprache & Eingabe finden

Sie den Eintrag Mein Wörterbuch.

Hier legen Sie über das „Plus“ am oberen

Rand ein neues Wort in Ihrem persönlichen

Android-Wörterbuch an. Das „Tastaturkürzel“

entspricht dabei der Abkürzung, nach deren

Eingabe automatisch das ausgeschriebene Wort

in den Korrekturvorschlägen erscheint.

Langsame Suche

Bei der Suche über die permanent

sichtbare Google-Suchleiste am oberen

Rand eines jeden Homescreens

wird nicht nur der Web-Katalog der Suchmaschine

durchstöbert. Android durchsucht

zudem Ihre Bookmarks, Kontakte, Google

Music und Videos oder auch die installierten

Apps nach dem eingegebenen Begriff. Die tiefgreifende

Suche hat jedoch negative Auswirkungen

auf die Performance: Im Netz beklagen

sich zahlreiche Android-User über das träge Erscheinen

von Suchtreffern.

Um die Google-Suche zu beschleunigen, reduzieren

Sie die Anzahl der zu durchsuchenden

Kataloge. Öffnen Sie dazu die Suche durch

einen Fingerzeig auf die Suche-Zeile und gehen

über die Menü-Taste Ihres Handys oder die virtuelle

Taste mit den drei vertikalen Punkten

ganz unten in die Einstellungen. Unter Suche im

Telefon wählen Sie nun Kataloge ab, die Sie nur

selten oder nie benötigen. So sollte die Android-

Suche wieder flüssiger funktionieren. ● ● ●

152

04/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Android-Gerätemanager

Smartphone-Sicherheit

Handy-

Manager

Schnell ist das Handy aus der Tasche gerutscht

oder im Lokal auf dem Tisch liegen geblieben.

Mit dem neuen Android-Gerätemanager orten Sie

Ihr Handy über das Internet oder löschen es gar

aus der Ferne. Christoph Langner

Shen En-Min, 123RF

Apps & Tipps 04/2013 153


Tipps & Tricks

Android-Gerätemanager

Die größte Gefahr, die einem Smartphone-User

droht, ist nicht „gehackt“

zu werden oder einer fiesen Malware

zum Opfer zu fallen. Den größten Schaden richtet

immer noch der Verlust – ob durch Diebstahl

oder eigene Schusseligkeit – des Handys an.

Das Handy rutscht in der U-Bahn aus der Tasche

oder bleibt im Biergarten auf der Bank liegen,

schon ist die Panik groß!

Im Play Store tummeln sich daher zahlreiche

Finde-mein-Handy-Apps, die mehr oder weniger

gut funktionieren. Nun hat jedoch endlich

auch Google eine eigene Lösung an den Start

gebracht. Mit dem Geräte-Manager können Sie

Ihr Handy orten und über das Internet löschen.

Für die neue Funktion müssen Sie keine extra

Software installieren, damit diese aber ihre Aufgabe

erfüllen kann, müssen Sie vor dem Fall der

Fälle aktiv werden und eine Reihe von Einstellungen

vornehmen – denn ist das Handy erst

einmal verloren gegangen, ist es dafür zu spät.

Sorgen Sie daher lieber jetzt sofort vor!

Android-Gerätemanager

aktivieren

Voraussetzung für den neuen Dienst ist eine aktuelle

Installation der Google Play-Dienste

[LINK 1] auf dem Handy oder Tablet. In den Einstellungen

finden Sie dann unter den Punkten

Sicherheit und Geräteadministratoren die Option

den Android-Gerätemanager als Geräteadministrator

zu aktivieren. Erst dann verfügt der

Dienst über die Rechte, das GPS aus der Ferne

zu aktivieren und das Handy zu orten, ganz zu

Schweigen von der Möglichkeit, das Handy

auch zurückzusetzen.

Unter der URL https://www.google.com/android/devicemanager

[LINK 2] haben Sie jetzt

die Möglichkeit, sich über Ihren Google-Account

einzuloggen. Die URL wird Ihnen natürlich

nicht bis zum Ernstfall im Gedächtnis bleiben,

daher finden Sie einen Link zu dieser Webseite

auch direkt im Menü der Web-Version des

Play Stores. Merken Sie sich diesen Link genau

so gut wie die Telefonnummer der Hotline Ihrer

Bank zum Sperren von EC- oder Kreditkarten!

Handy-Ortung

über das Internet

Erlauben Sie es nun der Web-App, die GPS-Daten

ihres Handys abzurufen, leitet Sie die Karte

umgehend zum aktuellen Standort Ihres Handys

oder Tablets. Die Genauigkeit hängt natürlich

stark von den Empfangsbedingungen ab.

Sollten Sie Ihr Handy auf dem Radweg nach

Hause in freier Landschaft verloren haben, arbeitet

die Ortung so präzise wie möglich. In unserem

Fall konnte die Position des Geräts bis

auf etwa 20 Meter genau bestimmt werden.

Ist das Handy geortet, bietet Ihnen der Android

Geräte-Manager an, das Handy fünf Minuten

lang klingeln zu lassen. In unserem Test

tönte das Handy umgehend, sobald wir auf den

entsprechenden Button getippt haben. Sollte

Ihre Suche durch das Läuten erfolgreich gewesen

sein, reicht ein Druck auf eine beliebige

So geht's

So aktivieren Sie den Gerätemanager!

154

04/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Android-Gerätemanager

Abb. 1: Einfache Handhabung: Zum Android-Gerätemanager

gelangen Sie am besten direkt über den Google Play Store.

Abb. 2: Geortet: Das Web-Frontend des Android-Gerätemanagers

zeigt Ihnen die Position des Handys an.

Taste, um das Gerät zum Schweigen zu bringen.

Die Option, das Telefon auf seine Werkseinstellungen

zurückzusetzen, haben wir bei unserem

Privathandy lieber nicht ausprobiert. Sehen Sie

keine Chance, das Handy auch wiederzubekommen,

so sollten Sie diese jedoch nutzen, sodass

der Dieb oder unehrliche Finder nicht an

Ihre Daten kommt!

Besser spät als nie

Wer bisher Android-Sicherheits-Apps wie Lookout

[LINK 3], Avast [LINK 4], Cerberus [LINK 5] und

Co. nur wegen der Handy-Ortung und Fernlöschung

installiert hatte, kann nun wieder auf

eine zusätzliche App verzichten. Der Android

Geräte-Manager macht seinen Job sehr gut und

reicht in der Regel als Ortungs-Hilfe völlig aus..

Die Spezial-Apps glänzen jedoch zum Teil

mit nützlichen Zusatzfunktionen. So schicken

sie etwa auf Wunsch Bilder der Handy-Kameras

zu Ihnen oder verdrahten die Fernortung so tief

im System, dass selbst ein Werksreset den Sicherheitsfunktionen

nichts anhaben kann.

Egal, für welche Anti-Diebstahl-Lösung Sie

sich am Ende entscheiden: Achten Sie darauf,

vor dem Verlust eine entsprechende Lösung einzurichten.

Ist das Handy erst einmal weg und

vielleicht sogar der Akku leer, dann sind meist

Hopfen und Malz verloren und das Smartphone

findet sich so schnell nicht wieder.

● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30582

Abb. 3: Liegt Ihr Smartphone oder Tablet unauffindbar zu Hause in

der Wohnung, hilft ein kurzer Anruf, um es zu orten.

Abb. 4: Sollte Hopfen und Malz verloren sein, löschen Sie alle

Daten, bevor der Akku leer läuft und Sie keinen Zugriff mehr haben.

Apps & Tipps 04/2013 155


Tipps & Tricks

Geräteadministrator

Apps mit Administratorrecht löschen

Geräteadmin

Manche anfänglich noch so coole App entpuppt sich später als Niete, oder

man merkt, dass man sie nie wirklich gebraucht hat. Sie öffnen also die App-

Übersicht oder die Einstellungen und möchten sie wieder löschen. Doch was tun,

wenn sich die App einfach nicht deinstallieren lassen will? Marcel Hilzinger

Es gibt unter Android Apps, die sich nicht

mehr löschen lassen. Dabei handelt es

sich üblicherweise um Programme, die

vom Hersteller fest in die Firmware verbaut

wurden und sich deshalb nicht entfernen lassen.

Bei den meisten Handys und Tablets sind

das zum Beispiel Google Play, Gmail und weitere

Google-Apps, aber je nach Hersteller gehören

auch andere Apps dazu, wie 7digital oder

bild.de. Diese Apps erkennen Sie daran, dass

sie auch dann funktionieren, wenn Sie das

Handy im abgesicherten Modus booten [LINK 1].

Zudem finden Sie in den App-Einstellungen zu

solchen Apps keinen Button zum Löschen sondern

lediglich die Möglichkeiten Deaktivieren

und Updates deinstallieren.

Daneben gab es bislang nur eine einzige Schadsoftware,

die sich ohne Rootrechte nicht löschen

lies, weil sie eine mittlerweile behobene

Sicherheitslücke in Android ausnutzte, um in

der Liste der Apps nicht aufzutauchen. Dieser

von Kaspersky Obad.a getaufte Trojaner [LINK 2]

ist aber zum Glück nicht weit verbreitet. Alle

anderen Apps lassen sich auch ohne Rootrechte

deinstallieren, wenn man weiß, wie.

Apps als Administrator

Probleme bereiten üblicherweise die Apps, die

beim Start oder bestimmten Funktionen darum

bitten, mit den Rechten des Geräteadministrators

ausgeführt zu werden. Diese Berechtigung

benötigen Sicherheits-Apps, die das Gerät sper-

156 04/2013 Apps & Tipps


Abb. 1: Diese Meldung weist ganz

klar darauf hin, dass die App als

Geräteadmin zugelassen wurde.

ren oder auf die Werkseinstellungen zurücksetzen

möchten, wie zum Beispiel die in dieser

Ausgabe getestete App Norton Mobile Security.

Aber auch, um scheinbar einfache Dinge wie

die Displaysperre zu verändern, benötigt eine

App Zugriff als Geräteadmin. Auch die Wi-Fi-

Zugänge zum Eduroam-Netzwerk und die meisten

Exchange-Konten bzw. die entsprechenden

Apps brauchen Rechte als Geräteadministrator.

Wie bei den gewöhnlichen Apps gibt es auch

bei den Geräteadministratoren unterschiedliche

Rechte. Während Shake Me lediglich die Displaysperre

aktivieren möchte, verlangt zum Beispiel

Norton Mobile Security auch die folgenden

Rechte:

• Alle Daten löschen

• Passwort zum Entsperren des Displays

ändern

• Passwortregeln festlegen

• Versuche zum Entsperren des Displays überwachen

• Display sperren

Generell empfiehlt es sich, bei der Bitte um Aktivierung

als Geräteadministrator immer ganz

besonders genau hinzuschauen. Apps, die niemals

Geräteadmin-Rechte benötigen sollten,

sind zum Beispiel Spiele, Widgets, Hintergrundbilder,

Klingeltöne oder Launcher. Apps mit Geräteadministratorrechten

haben eigentlich

immer einen Sicherheitsbezug.

Abb. 2: Die App Shake Me möchte

als Geräteadministrator aktiv werden,

um das Display zu sperren.

Geräte​admin

aufheben

Lässt sich eine App über die

üblichen Wege nicht löschen

(im App-Drawer nach oben

ziehen, über die Android-Einstellungen),

dann wechseln

Sie in die Einstellungen von

Android und suchen hier im

Menü Sicherheit den Eintrag

Geräteadministratoren. Auf

HTC-Geräten fehlt der Eintrag

komplett, wenn keine App mit

Geräteadministator-Rechten

aktiviert ist (siehe Kasten).

Hier finden Sie nun die App

beziehungsweise eventuell

auch weitere Anwendungen

mit Admin-Rechten. Entfernen

Sie die Checkbox vor dem Eintrag,

und bestätigen Sie den

Dialog mit Deaktivieren. Die App muss sich nun

problemlos löschen lassen. Klappt es noch

immer nicht, kontaktieren Sie uns per Mail an

die Adresse redaktion@android‐user. de oder via

Google+/​Facebook. Sie haben dann ziemlich sicher

ein Sicherheitsproblem entdeckt.

Fazit

Seien Sie immer skeptisch, wenn sich eine App

als Geräteadministrator eintragen will. Es

könnte sich dabei auch um Malware handeln,

die einen Lockscreen installiert, der sich nur

gegen Bezahlung wieder entsperren lässt.

Schauen Sie bereits bei der Installation genau

hin, dann gibt es auch beim Löschen keine

bösen Überraschungen.

● ● ●

Hilfe, es gibt keinen Admin

Tipps & Tricks

Geräteadministrator

Alle Links

>

android- user.de/qr/30555

Das Konzept der Geräteadministratoren wird oft missverstanden und

auch von den Android-Herstellern unterschiedlich umgesetzt. Das Wichtigste:

Es gibt unter Android keinen klassischen Administrator, wie Sie

ihn zum Beispiel von Windows, Linux oder Mac OS her kennen. Als Geräteadministatoren

kommen nur Apps zum Einsatz, keine Personen. Eine

weitere wichtige Besonderheit betrifft Smartphones und Tablets von

HTC. Hier ist der Menüpunkt unter Sicherheit schlicht nicht sichtbar, solange

sich keine App als Geräteadministator registriert hat. Es ist also

kein Fehler oder Problem, wenn dieser Eintrag auf Ihrem HTC-Smartphone

fehlt, sondern lediglich ein Hinweis darauf, dass Sie auf Ihrem

Handy keine Apps als Geräteadministrator registriert haben.

Apps & Tipps 04/2013 157


Giuseppe Iera, 123RF

Tipps & Tricks

USB-Debugging und ADB erklärt

So aktivieren Sie die Android Debug Bridge

Brücken

schlag

Ob beim Rooten des Handys, Flashen eines Custom-ROMs oder

auch bei manchen interessanten Hacks: Oft muss der USB-Debuggingmodus

aktiviert werden. Wir zeigen Ihnen wo Sie die entsprechenden

Optionen finden. Christoph Langner


Tipps & Tricks

USB-Debugging und ADB erklärt

Abb. 1: Den Eintrag Über das Telefon

finden Sie ganz am Ende der

Einstellungen.

Abb. 2: Zum Aktivieren der Entwicklereinstellungen

tippen Sie

wiederholt auf die Build-Nummer.

Abb. 3: Erst dann finden Sie die

Entwickleroptionen bei Handys mit

Android 4.2 und darüber.

Der USB-Debugging-Modus bei Android

dient Power-Usern als universelles

Werkzeug zum Rooten und Flashen

von Smartphoness. So können Sie Dateien in

Bereiche des Systems schmuggeln, auf die Sie

sonst keinen Zugriff haben. In aktuellen Android-Versionen

sind die Entwickleroptionen jedoch

gut versteckt, sodaß Sie USB-Debugging

nicht auf Anhieb finden.

Die Android-Entwickleroptionen

sind im Grunde genommen

wirklich nur für Entwickler

gedacht, die entweder an

eigenen Apps arbeiten oder

eine Firmware für ein Handy

erstellen möchten. Von den

Entwickleroptionen können

Sie im Allgemeinen daher getrost

Abstand halten. Es sei

denn, Sie haben besondere

Wünsche: Screenshots des

Handy-Bildschirms vom PC

aus machen? Per Fastboot den

Bootloader entsperren oder

gar einen Root-Patch flashen?

Dazu braucht es USB-Debugging

und wir zeigen Ihnen,

wie Sie den gut gehüteten

Modus aktivieren.

Abb. 4: Beim Aktivieren der Entwicklungseinstellungen

werden

Sie vor Missbrauch gewarnt.

Versteckte

Entwickleroptionen

Wer auf seinem Android-Handy bereits ein Android

4.2 Jelly Bean oder Neuer installiert hat,

der findet in den Einstellungen des Handys die

Entwickleroptionen erst einmal überhaupt

nicht. Aus Sicherheitsgründen hat Google die

tief in das Android-System eingreifenden Funktionen

gut versteckt. Das Versteck

ist aber bewusst nicht zu

sicher gewählt, denn Bastlern

und Entwicklern sollen keine

Stöcke zwischen die Beine geworfen

werden. Die Entwicklungseinstellungen

lassen sich

daher recht einfach aktivieren.

Zum Freischalten der Entwickleroptionen

öffnen Sie die

Einstellungen und gehen in

den Abschnitt Über das Telefon

bzw. Über das Tablet. Dort

tippen Sie sieben Mal (oder

ruhig auch noch öfters) auf

die Build-Nummer, ein kleiner

Countdown sagt Ihnen, wann

es soweit ist. Sobald Sie die

Tipperei hinter sich gebracht

haben, gehen Sie in den Einstellungen

einen Schritt zu-

Apps & Tipps 04/2013 159


Tipps & Tricks

USB-Debugging und ADB erklärt

Abb. 5: Kein Shortcut: Das USB-

Debugging müssen Sie noch

extra von Hand aktivieren.

Abb. 6: Auch hier wieder warnt

Sie Android vor möglichem Missbrauch

der Funktion.

Abb. 7: Zur Sicherheit muss bei

aktuellen Androiden ein RSA-Fingerprint

akzeptiert werden.

rück und finden nun am Ende der Liste die nun

erfolgreich freigeschalteten Entwickleroptionen.

Entwickleroptionen aktivieren

Die Optionen sind auf den meisten Androiden

auch nach dem Freischalten noch nicht aktiv.

Das müssen Sie abschließend über den Schieberegler

auf der rechten oberen Ecke selbst und

von Hand übernehmen. Eine kurze Warnung

gibt Ihnen noch einmal zu verstehen, dass die

Entwickleroptionen durchaus nur für User gedacht

sind, die verstehen, was sie tun.

Generell sollten Sie die Entwickleroptionen

auch nur dann aktivieren, wenn Sie die Funktion

auch gerade benötigen. Die Entwickler-

Funktionen machen aus einem rund laufendem

Handy zwar kein dauernd abstürzendes Wrack,

es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sich

einzelne Apps am Entwicklermodus stören.

USB-Debugging aktivieren

Auch USB-Debugging möchte noch einmal extra

aktiviert werden, den entsprechenden Punkt

finden Sie wieder in den Entwickleroptionen.

Besonders auf Androiden mit Android 4.1 oder

älter sollten Sie darauf achten, dass Sie USB-Debugging

nur dann aktivieren, wenn Sie die

Funktion wirklich benötigen. Theoretisch denkbar

wäre ein Angriff Ihres Handys über

eine manipulierte öffentliche Ladestatione.

Da das Android-System Sie nicht

warnt, wenn ein Rechner auf die erweiterten

Funktionen zugreifen möchte,

könnten Apps ohne Ihr Wissen installiert

werden. Die Idee nennt sich „Juicejacking“

und wurde bereits auf einer

Hacker-Konferenz demonstriert [LINK 1].

Abb. 8: Per Shell oder Eingabeaufforderung erhalten Sie

Zugriff auf die innersten Funktionen Ihres Android-Handys.

RSA-Schlüssel

überprüfen

Aus diesem Grund wurde ab Android

4.2.2 – zurzeit findet man diese Android-Version

eigentlich nur auf Nexus-

160

04/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

USB-Debugging und ADB erklärt

Geräten wie dem Nexus 4,

Nexus 7 oder dem Galaxy

Nexus oder auf einem

Samsung Galaxy S4 – RSA-

Schlüssel eingebaut. Dieser

Schlüssel wird bei der Installation

des SDKs neu generiert.

So kann ein Rechner sich nur

dann per USB-Debugging verbinden,

wenn Sie es ausdrücklich

erlauben. Sollten Sie öfters

das USB-Debugging benötigen,

dann setzen Sie einfach

den Haken bei Von diesem

Computer immer zulassen.

Haben Sie das Android-SDK

auf Ihrem PC installiert – es

reicht aber auch das im Heft

vorgestellte Minimal-ADBund-Fastboot-Paket

– können

Sie nun via adb devices überprüfen,

ob Ihr Androide erfolgreich

gefunden werden kann. Ihr Smartphone

sollte sich nun als „device“ mitsamt Gerätecode

melden.

Eventuell müssen Sie noch einen extra ADB-

Treiber des Handy-Herstellers auf Ihrem Computer

installieren. Alternativ gibt es jedoch auch

einen universellen ADB-Treiber [LINK 2] für Androiden

jeglicher Bauart, der besonders Handy-

Bastlern – die immer wieder andere Androiden

in der Hand haben – sehr viel Zeit und Arbeit

ersparen kann.

Abb. 9: Ist das USB-Debugging

aktiv, meldet Android dies beim

Anstecken an einen Computer.

Abb. 10: ADB lässt sich auch ganz

ohne Kabel über das WLAN-Netzwerk

benutzen.

Hat alles geklappt, starten Sie Ihr Root- oder

Flash-Tool und tauchen in die Welt der Custom-

ROMs und Root-Apps ein. Doch nicht nur ROM-

Köche brauchen USB-Debugging, praktisch ist

der ADB-Zugang zum Beispiel beim Erstellen

eines Screenshots vom Handy-Bildschirm. Mit

den richtigen Kommandos – siehe oben im

Listing – landet das Bildschirmfoto direkt

auf Ihrem Computer, ohne dass

Sie extra einen Dateimanager bemühen

müssen. ● ● ●

Alle Links

>

android- user.de/qr/30575

$ adb shell /system/bin/ U

screencap ‐p /sdcard/screenshot.png

$ adb pull /sdcard/screenshot.png

04/2013

161


Tipps & Tricks

Minimal ADB & Fastboot

ADB & Fastboot ohne großes Android SDK installieren

Minimal ADB

Die für ROM-Köche und Android-

Hacker wichtigen Tools ADB und Fastboot

aus dem Android-SDK lassen sich

auch ohne den riesigen SDK-Schinken

installieren. Christoph Langner

162

04/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Minimal ADB & Fastboot

ADB und Fastboot sind für Android-

Schrauber wichtige Werkzeuge. Wer seinen

Androiden gerootet oder eine alternative

Firmware eingespielt hat, wird mit den

Tools bereits in Kontakt gekommen sein. Für

Windows-User jedoch nervig: Beide Tools stecken

im Megabyte-schweren Android SDK

[LINK 1]. Wer nicht gerade Android-Apps entwickeln

möchte, braucht das komplette SDK eigentlich

nicht.

Minimal ADB & Fastboot

Wer nur die Tools des SDK installiert, schaufelt

bereits mehr als 90 MByte auf seinen Computer.

Komplettiert man das Android-SDK

mit ein paar weiteren Komponenten,

ist man schnell bei über 400 MByte

installierten Daten. Viel zu viel unnütze

Programme, wenn man eigentlich

nur adb und fastboot auf dem

Rechner haben möchte. Das kleine

Setup-Skript Minimal ADB & Fastboot

[LINK 2] minimiert den Platzbedarf auf

nur zwei MByte – ohne dass Sie groß

etwas verpassen.

Minimal ADB & Fastboot laden Sie

aus dem XDA-Developers-Forum als

Setup-Routine. Das Setup fragt nach dem Speicherort

und dem Erstellen von Startmenü-Einträgen.

Sie müssen an dieser Stelle nichts ändern,

klicken Sie sich einfach durch die Installation.

Am Ende liegen im Verzeichnis C:\Programm

Files\Minimal ADB & Fastboot beziehungsweise

C:\Programm Files (x86)\Minimal

ADB & Fastboot bei einem 64-Bit-System

die Dateien adb.exe und fastboot.exe.

Start via Explorer

Zum Starten von adb und/oder fastboot navigieren

Sie mit dem Windows Explorer zum von

Ihnen gewählten Installationsordner und klicken

bei gedrückter [Shift]-Taste mit der rechten

Maustaste auf eine leere Stelle. Im Kontextmenü

erscheint daraufhin der zusätzliche Eintrag

„Eingabeaufforderung hier öffnen“. So öffnen

Sie das Windows-Terminal gleich mit dem

richtigen Pfad zu den ausführbaren Dateien.

Schließen Sie nun Ihren Androiden per USB-

Kabel an den Computer an, sollte er mittels adb

devices aufgeführt werden. Voraussetzung

dafür ist, dass das USB-Debugging auf Ihrem

Abb. 1: Minimal ADB & Fastboot installiert die beiden

Android-Tools ohne schweres Android SDK.

Abb. 2: Nach Abschluss der Installation finden Sie adb und

fastboot auf Ihrer Festplatte.

Android-Handy oder ‐Tablet aktiviert ist. Weiterführende

Informationen dazu finden Sie auf

android-user.de [LINK 3].

Bei einem Update des SDK werden

oft auch adb und fastboot aktualisiert.

So wurde zum Beispiel mit

Einführung von Android 4.2 ein Abfrage

eines RSA-Fingerprint zur Absicherung

des USB-Debugging-Modus

eingeführt. Dazu musste dann

natürlich auch die adb.exe aktualisiert

werden, ohne dieses Update

konnte sich das Tool nicht mehr

zum Android-Handy verbinden.

Für eine Aktualisierung laden Sie

die jeweils neueste Version aus

dem in der Einleitung genannten

Thread zu Minimal ADB & Fastboot

herunter und wiederholen

die Installation.

● ● ●

Abb. 3: Um auf ein Handy zugreifen

zu dürfen, muss USB-Debugging aktiv

und der RSA-Schlüssel anerkannt sein.

Alle Links

>

android- user.de/qr/30576

Apps & Tipps 04/2013 163


Tipps & Tricks

Akku schonen und pflegen

Akku schonen, Laufzeit verlängern

Dauerläufer

Mit der Leistung aktueller Smartphones steigt auch deren Stromverbrauch.

Damit der Akku lange durchhält, gilt es ein paar einfache Regeln zu beachten.

Daniel Dubsky, Christoph Langner

ladyann, 123RF

164

04/2013 Apps & Tipps


Tipps & Tricks

Akku schonen und pflegen

Große Displays, schnelle CPUs, UMTS

und LTE – das zeichnet aktuelle Handys

aus, doch all das saugt deren

Akkus schnell leer. Mit den richtigen Einstellungen

können Sie allerdings verhindern, dass

Ihrem Akku allzu schnell die Puste ausgeht.

Display-Timeout

Einer der größten Stromfresser ist das Display,

sorgen Sie also dafür, dass es nicht ewig angeschaltet

bleibt, wenn das Telefon unbenutzt herumliegt.

Drücken Sie daher am besten die

Sperrtaste am Gehäuse, um das Display auszuschalten,

bevor Sie das Telefon beiseitelegen.

Für den Fall, dass Sie dies vergessen, springt

die Bildschirmsperre nach einer kurzen Zeit automatisch

an und schaltet das Display ab. Wie

lange es bis dahin dauert, wird in den Einstellungen

unter Display & LED und Ruhezustand

festgelegt. Mehr als 30 Sekunden oder eine Minute

sollte es nicht sein, da eine längere Zeitspanne

nur selten notwendig ist.

Die Display-Helligkeit wählt Android meist

automatisch, so dass das Display in hellen Umgebungen

stärker leuchtet und in dunklen Umgebungen

schwächer. Das ist eigentlich ganz

sinnvoll so, doch wenn Sie sich wirklich sorgen,

ob Ihr Akku lang genug durchhält, können

Sie die Automatik deaktivieren und manuell

den Helligkeitsregler ganz nach links ziehen.

Abb. 2: Regeln Sie die Helligkeit

zu weit runter, lässt sich das Display

oft nur schwer ablesen.

Dienste

ausschalten

Abb. 3: Benötigen Sie Bluetooth

und andere Funkverbindungen

nicht, schalten Sie sie aus.

Dienste, die Sie nicht oder

nicht besonders häufig benötigen,

schalten Sie am besten

aus, etwa NFC, Bluetooth,

WLAN oder die Datenverbindung.

Ihre permanente Verfügbarkeit

zehrt nur unnötig

am Akku, da regelmäßig

nach Zugangspunkten oder

anderen Geräten gesucht

wird. Unter Umständen kann

es auch die Akkulaufzeit verlängern,

wenn Sie die Verbindungsgeschwindigkeit

reduzieren,

etwa wenn Sie zu

Hause oder im Büro keinen

guten 3G-Empfang haben.

Denn die ständige Suche

nach der schnelleren Verbindung

kostet Strom. Aktivieren

Sie daher besonders

bei extrem schlechten Empfangsbedingungen

in den Einstellungen

unter Mehr… | Mobilfunknetze die

Option Nur 2G-Netze (Bei Handys mit LTE-Option

lauten die Dialoge meist ein wenig anders).

Gleiches gilt für schlechten oder nicht vorhandenen

LTE-Empfang, wobei hier möglicherweise

schon der Wechsel zu

3G ausreicht.

Nachts können Sie das Telefon

gleich ganz ausschalten

oder, so Sie es als Wecker benutzen,

den Flugzeugmodus

aktivieren. Auch das spart

Strom und verhindert zudem

erfolgreich, dass Sie ein nächtlicher

Anruf oder eine Nachricht

zu später Stunde aus

dem Schlaf reißt. Für einen

kurzen Zeitraum ohne Handy-

Nutzung lohnt es sich übrigens

nicht, das Gerät auszuschalten,

da das Herunterfahren

und der darauf folgende

Neustart relativ viel Strom benötigen.

Dies ist daher nur bei

einer längeren Handy-Auszeiten

empfehlenswert.

Abb. 1: Um Strom zu

sparen, sollte sich das

Display nach möglichst

kurzer Zeit abschalten.

Apps & Tipps 04/2013 165


Tipps & Tricks

Akku schonen und pflegen

Abb. 7: Droht der Akku

leer zu laufen deaktivieren

Sie am besten die

Synchronisierung von

Daten.

Abb. 4: Schalten Sie bei schlech