25.02.2014 Aufrufe

AUDIO Sanfter Genuss (Vorschau)

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

3 / 2012 www.audio.de Deutschland 5,50 €

3/2012 www.audio.de Deutschland 5,50 €

HIFI · SURROUND · HIGH END · MUSIK

Lana del Rey: Prickelnder

Pop mit doppeltem Boden

SANfTeR GeNuSS

• Tiefbass schon bei kleinen Pegeln

• Boxen mit optimaler Agilität & Präzision

• Hohe Dynamik ohne Stress mit den Nachbarn

netzwerk für alle

einsteigen mit Cambridge & Pioneer,

abheben mit naim & ayon

KLASSiSCH iN STeReo

Kombis bis 2000 euro: mit starkem

Amp und Röhren-CD-Player

Konzeptvergleich

Von Transmissionline bis

Bassniere: PMC, Teufel,

Harbeth und Geithain

HiGH-eND-KoPfHöReR

4 Preisklassen, 3 Premieren

exklusiv: Sennheiser HD-700

Super-Magnetostat: Audez‘e LCD-3

So MuSS ViNyL KLiNGeN!

Phono-Vorstufen mit Charakter:

Dynamik-Turbo vs. feingeist

Österreich € 6,30 - Schweiz sfr 11

Spanien € 7,45 - BeNelux € 6,50

Griechenland € 7,70 - Italien € 7,45

Finnland € 8,10 - Slowenien € 7,45


Dynaudio Wireless High-End

Xeo ist neu, Xeo ist einfach, Xeo ist smart, Xeo verändert alles. Denn Xeo ist das erste

kabellose High-End Lautsprechersystem mit Fernbedienung. Verabschieden Sie sich von

klangverschlechternden Lautsprecherkabeln, von D/A-Wandlern, Verstärkern und Extra-

Software. Und aktivieren Sie Ihre Xeo Kompaktlautsprecher oder Standlautsprecher und

Ihren Xeo Transmitter. Unplug and play. www.xeo.dynaudio.com

All there is.


Bernhard Rietschel

brietschel@wekanet.de

ist machbar, hErr nachbar

Meinung › Editorial

So sehr wir uns freuen, dass Musik Generationen, Nationalitäten und soziale

Schranken überspringen kann – manchmal würden wir uns dennoch wünschen,

dass sie an der nächsten Wand Halt macht. Denn Musik kann zwar Freundschaften

schmieden und sogar Liebesbeziehungen anbahnen. Wenn sie HiFi-gerecht gehört

wird, erzählt sie aber leider auch den Leuten alles über uns, die das gar nicht

wissen möchten.

Nicht, dass gute HiFi-Anlagen besonders weit vorne in der Hitliste der häufigsten

Lämbelästigungs-Quellen rangieren. Im Gegensatz etwa zu Kehrwochen-Rambos,

die jedem Herbstblatt mit kreischendem 2-PS-Zweitakter zu Leibe rücken, statt

sich eines Besens zu bedienen, machen sich die meisten HiFi-Freunde beim Hören

Gedanken, ob ihr Genuss noch umweltverträglich ist. Und würden, gerade wenn

sie nur eine Etage und kein ganzes Haus bewohnen, viel dafür geben, die volle

Musik-Intensität auch bei kleineren Lautstärken zu bekommen.

Der naheliegende Weg führt über einen Kopfhörer – vier allerfeinste, brandneue

Modelle haben wir in diesem Heft für Sie getestet. Aber es gibt auch Lautsprecher

und sogar Elektronik-Komponenten, die sich überdurchschnittlich gut dazu eignen,

bei minimalem Krawall maximalen Durchblick und einen vollwertigen, körperreichen

Klang zu schaffen. Im Extremfall tricksen deren Hersteller sogar etablierte

physikalische Grundregeln aus – etwa die, das Bass keine Richtung hat und sich

kugelförmig ausbreitet. ME Geithain hat diese Charakteristik mit einer raffinierten

Konstruktion in eine nierenförmige Richtwirkung verwandelt – so kommt mehr

Bass am Hörplatz, aber viel weniger in der Nachbarwohnung an.

AUDIO hat in dieser Ausgabe besonders viele Leisehör-taugliche Produkte

entdeckt und findet, dass diese Qualität auch ausgezeichnet gehört. Wo immer Sie

das unten abgebildete Logo sehen, können Sie sicher sein: Die Box oder das Gerät

macht vielleicht auch laut Spaß. Aber Sie können getrost leisedrehen, ohne gleich

etwas im Klang zu vermissen. Was umgekehrt bedeutet: Sie können damit öfter,

länger, ungestörter und entspannter Musik genießen.

Viel Spaß dabei wünscht

nuVero 10

„German

Engineering

at its finest“

9/11

›Mehr Klangqualität

auf ein

Meter Höhe gibt

es nicht‹

AV-Magazin.de 2/11

›Traumbox‹

Klangtipp/Referenzklasse,

HiFi Test 6/11

›Absoluter

Hammer‹ Audio 1/11

High End

erschwinglich.

Made in Germany.

370/280 Watt,

Mocca, Perlweiß,

Anthrazit.

1225,-/Box …direkt zu nuVero 10:

1/12

Preis in Euro inkl. 19% MwSt., zzgl. Versand

kleine pegel

dB

grosser klang

KlEinE PEgEl – grossEr Klang: Mit

diesem Logo zeichnet AUDIO Komponenten aus,

die durch ihre Abstimmung oder besondere

konstruktive Eigenschaften auch bei kleinen

Lautstärken vollen Musikgenuss ermöglichen.

Machen Sie Ihren

nuVero Klangtest!

Ehrliche Lautsprecher

www.audio.de ›03 /2012

3

Günstig, weil direkt vom Hersteller ■ 4 Wochen Rückgaberecht

■ Direktverkauf und HiFi-/Heimkino-Studios: D-73525

Schwäbisch Gmünd und D-73430 Aalen ■ Bestell-Hotline mit

Profi-Beratung kostenlos in Deutschland 0800-6823780


Inhalt › AUDIO 03/2012

Für Netzwerker:

DIE NEUESTEN STREAMER

VON NAIM, AYON UND CO.

12

54

BASS FÜR

ALLE FÄLLE

Viel Tiefton ist keine Kunst – manchem

Entwickler geht es aber um

höhere Bassqualität. Transmissionline

und Co. verhelfen diesen

Boxen zu einem erwachsenen

Fundament – bei geringen Pegeln.

Und die Bassniere entlastet sogar

gezielt die Nerven der Nachbarn.

26

Für Heimkino-Profis:

ROTELS NEUE

MEHRKANAL-VOR/END

MAGAZIN

6 News Meridian erfindet die Aktivbox

neu, T+A bringt die Super-Stereo-Endstufe,

und Samsung zaubert Röhren-Sound plus

Analog-Feeling ins iPod-Dock.

6 Kopfhörer 4-Wege-In-Ear von Sony,

bezahlbarer Magnetostat von Hifiman

8 Wireless Kabelloses System von

Dynaudio: die neue Xeo-Linie vereint

besten Klang und praktische Installation.

9 Szene Umfrage: Händler und ihre

Vorführ-Favoriten, Termine

RUBRIKEN

3 Editorial

71 Markt

136 Bestenliste

144 Leserbriefe

144 Impressum

146 Vorschau

LAUTSPRECHER

26 Test und Technik:

Vier Lautsprecher

mit speziellen Basskonzepten

Bei Harbeth, ME Geithain, PMC und Teufel

blühen die Spezialkonzepte in Sachen

Tiefton auf: Transmissionline, Bassniere,

geschlossene Box und Passivmembran.

38 Test:

Kompaktboxen mit drei Chassis

Was bringt der dritte Töner in kleinen

Boxen? KEF und Chario beantworten die

Frage mit klassischen 3-Wege-Konzepten,

Nubert interpretiert den Dipol-Töner neu.

126 Test:

Edel-Kompaktbox

Die PM 1 von B&W ist eine der edelsten

und teuersten Mini-Boxen überhaupt. Mit

dem passenden Amp klingt sie erwachsen

und besonders leise schlicht überragend.

STEREO-KOMBIS

44 Test: CD-Player plus Verstärker

Die Test-Überflieger der letzten AUDIO

stammten von Teac und AMC. Ein Grund,

deren große Geschwister in den Hörraum

zu laden: Für 1800 Euro bekommt man von

beiden Companies jeweils eine schicke

Kombi aus CD-Player und Vollverstärker.

SURROUND-VERSTÄRKER

54 Test: AV-Vor-/Mehrkanalendstufe

Integrierte AV-Receiver dominieren den

Markt, doch für echte Heimkino-Profis

bringt Rotel seine neueste Kombination aus

Vorstufe und Mehrkanal-Endstufe.

4 www.audio.de ›03 /2012


Inhalt › AUDIO 03/2012

IM TEST

130

FÜR RUHIGE STUNDEN

Highend-Kopfhörer sind die Lösung

für die leise, abendliche Musikstunde.

Neue Modelle von Sennheiser,

Philips, Ultrasone und Audez´e

zeigen, wie gut das klingen kann.

MALIA

Die Nina Simone der @-Generation? Der

afro-britischen Sängerin Malia gelingt mit

ihrem Debütalbum „Black Orchid“ ein derart

gefühlsintensives Souljazz-Songbook, dass

der Hörer schier den Atem anhält.

FÜR KLASSIKER

CD-Player plus Stereo-Vollverstärker:

Die klassische Kombination

bringt edlen Klang zu

bezahlbaren Preisen.

67

44

AV-VORSTUFE

Rotel RSP-1572 .....................................54

CD-PLAYER

AMC XCDi vt, Teac CD-1000 ...............44

HIFI-KOPFHÖRER

Audez´e LCD-3, Philips Fidelio L1,

Sennheiser HD-700,

Ultrasone Signature Pro ...................130

KOMPAKTBOXEN

Harbeth P3 ESR ....................................26

Chario Syntar 523, KEF R300,

Nubert NuVero 3 ..................................38

B&W PM1 ............................................126

MEHRKANAL-ENDSTUFE

Rotel RMB-1565 ....................................54

NETZWERK-PLAYER

Ayon S3, Cambridge Sonata NP-30,

Naim ND-5 XS, Pioneer N50 ..............12

PHONO-VERSTÄRKER

Musical Fidelity M1 Vinl,

Whest Two ..........................................122

STANDBOXEN

ME Geithain ME804k, PMC twenty.24,

Teufel Ultima 800 Mk II .......................26

VOLLVERSTÄRKER

AMC 3150 Mk 2, Teac AI-1000 ............44

DIE BESTENLISTE

Alle Tests im Überblick .....................136

Bilder: Titel: Archiv, H. Härle, J. Bauer, Kaspri – Shutterstock.com, Universal; Inhalt: Archiv, H. Härle, Universal

KOPFHÖRER

130 Test: Highend-Hörer

Immer noch die beste Lösung für die ganze

private Hörsession: ein Highend-Kopfhörer.

Wieviel Geld muss man investieren, und

wie klingt das Privat-HiFi? Die neuesten

Modelle von 450 bis 2000 Euro im Test. Mit

dabei: der brandneue Sennheiser HD-700.

REPORT

50 Serie: Tontechnik

Kein Sound ohne Trick: Teil 2 der AUDIO-

Serie stellt eine Reihe wichtiger Tontechnik-Tools

vor – und erklärt deren Wirkungsweisen

am Beispiel von großen Songs der

Popmusik.

VERSTÄRKER

122 Test: Phono-Verstärker

Vinyl-Aufsteiger begnügen sich nicht mit

den im Verstärker eingebauten Inputs,

sondern setzen auf Spezialisten. Musical

Fidelity und Whest bringen nicht nur viel

Analog-Klang für unter 1000 Euro, sondern

auch jede Menge Komfort.

DIGITAL-QUELLEN

12 Test und Ratgeber:

Netzwerk-Player

Das Streaming-Angebot wird immer

vielfältiger: Cambridge und Pioneer stellen

ihre ersten Netzwerker vor und bereichern

damit die noch dünn besetzte Klasse um

600 Euro. Naim und Ayon bringen richtige

High-End-Player mit jeweils hochindividueller

Klangabstimmung.

MUSIK

59 Pop-CDs

Paul McCartney, Nada Surf, Chris Isaak,

Twiggy, Leonard Cohen, Kettcar ...

60 Die Audiophile

Christina Lux: Folkpop, Soul und Blues in

lux-uriösem Sound

61 Geheimtipp

Young Guns: Brit-Rock zwischen

Indie-Club und Stadion-Atmosphäre

64 Musik Blu-ray, DVD

Kylie Minogue, Queen, Slash ...

66 Oldie-CDs

Rush, Smashing Pumpkins, Tim Buckley ...

67 Jazz-CDs

Malia: schmerzhaft-schöner Soul-Jazz mit

Gänsehaut-Potenzial

69 Klassik-CDs

Sie kennen Alexej Gorlatch noch nicht?

Das dürfte sich nach dessen fulminanter

Beethoven-CD bald ändern.

www.audio.de ›03 /2012

5


Magazin › neWS

März 2012

Sound-GentleMen

Meridian greift zu den Design-Sternen: Die neue, zylinderförmige Klangskulptur der Briten heißt M6

und soll im schicken Outfit himmlisches Hörvergnügen bereiten. Die DSP-Lautsprecher schießen

schlanke 92 Zentimeter in die Höhe, an ihrer Spitze leuchtet dezent ein Rundumlichtstrahl – blau

im Standby-Modus, weiß in Aktion. Das reflexionsarme, robuste und steife Gehäuse besteht aus

Kunstharz, dem beigemischtes Barium besonders hohe Dichte verleiht – entworfen hat es Meridian-

Designer Allen Boothroyd. Im Innern der spacigen Zweiwege-Bassreflex-

Boxen treibt unter 200 Hertz ein 150-Watt-Class-D Amp den zum Boden

gewandten 14-Zentimeter-Woofer in einer eigener Behausung an. Darüber

spielt ein 8,5-Zentimeter-Alu-Breitbandlautsprecher unter der Regie eines

eigenen Verstärkers. Die neuen M6 lassen sich per Meridian-SpeakerLink

digital ansteuern – zum Beispiel auch mit einem Sooloos-Musikserver.

Der Preis soll um 6000 Euro betragen. www.meridian-audio.com cd

Spiel-Mann

Die Marke Hifiman steht eigentlich für recht propere Magnetostaten-Kopfhörer. Der kleine

HE-300 als erster klassisch-elektrodynamischer Kopfschmuck der Firma soll nun die Ohren

mit üppigen 50-Millimeter-Treibern becircen. Von den großen Brüdern hat der schicke HE-

300 die großen Ohrpolster und das Kopfband aus Leder geerbt, ebenso das praktische,

schraubbare vieradrige Anschlusskabel mit drei Metern Länge. Das Lebendgewicht des

Hifiman-Jünglings beträgt 270 Gramm, die Impedanz liegt laut Werksangabe bei 50 Ohm.

Und für seinen Preis von rund 240 Euro gibt's nicht nur zwei Kabeladapter, sondern sogar

noch eine praktische Transportbox dazu. www.sieveking-sound.de cd

6

www.audio.de ›03 /2012


Magazin › NewS

Tower of Power

„Hybrid-Monoblöcke mit unglaublich gelöstem Röhren-Charme

plus grenzenloser Transistor-Power“ – so lobte AUDIO in

Ausgabe 11/2010 die Monoendstufen M 10 aus der V-Serie der

Herforder High-Ender T+A. Nun soll die sehr ähnlich aufgebaute

Stereo-Endstufe S 10 in diese audiophilen Fußstapfen treten.

Schon äußerlich beeindruckt der Stereo-Bruder mit über einem

Zentner Lebendgewicht, das nicht zuletzt dem in einem Arbeitsgang

gepressten Kühlkörper geschuldet ist. Die Eingangsstufe

legten die T+A-Ingenieure als symmetrischen Differenzverstärker

in Vollröhren-Kaskodeschaltung aus; übrigens arbeiten alle

Röhren für ein feinfühliges Klangvergnügen im Class-A-Betrieb.

Im Leistungstrakt sitzt dagegen modernste Transistortechnik.

Drei Netzteile mit streufeldarmen Ringkerntrafos sorgen für Saft

und Kraft. Je Kanal stehen so über 500 Watt zur Verfügung, die

Siebkapazität beträgt 180.000 uF. Kontakt zu Vorverstärkern

nimmt die S 10 wahlweise via Cinch-, XLR-3-Pol- oder XLR-4-

Polstecker auf. Der Preis: rund 11.500 Euro www.ta-hifi.com cd

Quattro-antrieb

Das Mehrwegeprinzip von Lautsprechern bringt

Sony nun miniaturisiert in seine neueste, neunköpfige

In-Ear-Kopfhörerreihe – dank ultraleichter und

winziger „Balanced Armature (BA)“-Treibertechnik.

Die neuen Kleinen kommen als abwaschbare Sporthörer,

Noise-Cancelling-Modelle, Apple-Versteher

und auf Top-Klang gezüchtete High-End-Entertainer

– wie der XBA-4. Er arbeitet in seinem doppelwandigen

Gehäuse mit vibrationsdämpfendem Design

gleich mit sage und schreibe vier Wandlern für verschiedene

Frequenzbereiche. Preis: rund 300 Euro.

www.sony.de cd

Glimm-ZuG

Samsung verbindet mit seiner neuen 2.1-Dockingstation DA-E750 gleich zweimal

das beste aus zwei Welten: Der Edelbrikett aus Fiberglas mit Hochglanz-

Holzfinish und integriertem Subwoofer versteht sich mit Samsungs Galaxy-

Geräten ebenso wie mit Apple-iPhones & Co – nebst AllShare und Airplay. Und:

Das Verstärkerteam arbeitet für eine warmherzige und packende Wiedergabe

im Pre-Amp-Bereich mit hauseigenen, wohlig glimmenden Röhren, im Endstufenteil

mit Digitaltechnik. Mit an Bord: Analog-Eingänge, USB-Port und Bluetooth.

Der Preis steht noch nicht fest. www.samsung.de cd

Fotos: Archiv, C. Dick, Viktoriya – Shutterstock.com

www.audio.de ›03 /2012 7


Magazin › news

London CaLLinG

Die Londoner High-End-Schmiede Cambridge audio

präsentiert nach über zwei Jahren intensiver Entwicklungsarbeit

die schicken Nachfolger ihres Top-Stereo-

Teams der 840er Reihe: den Class-XD-Vollverstärker

Azur 851A und den vielseitigen DAC/CD-Player-/

Vorverstärker Azur 851 C. Der 851A arbeitet mit zwei

Ringkerntrafos und will mit „XD“ die feinen Tugenden

von Class A und die Kraft von Class AB vereinen – die

Ausbeute soll 2x120 Watt an 8 Ohm betragen. Und

der C 851 versteht sich mit PC, Netzwerk-Streamern

und iPhone-Docks. Audiophile dürfen sich auf wählbare

Digitalfilter freuen. Und dank des neuen ATF2-DSP

reicht die Wandlungsfähigkeit von 16-Bit/44,1kHz-

CD-Kost bis zu 24Bit-/384kHz (im Upsampling). Die

Preise: je 1800 Euro. www.cambridgeaudio.com cd

Leinen Los!

Lady GaGa auf RaRa

Musik-Streaming-Dienst – Klappe, der nächste:

Auf www.rara.com locken seit kurzem rund

zehn Millionen Songs von Musik-Majors und

einigen Independent-Labels. Mit einer Flatrate

von rund fünf Euro im Monat kann man

lauschen, so viel man will, für zehn Euro sogar

auch mobil auf Smartphone & Co. Dafür lassen

sich auch Playlisten erstellen, Songs tauschen,

zig Musiksender anhören, die neuesten Charts

erkunden und Newcomer durch personalisierte

Empfehlungen entdecken. Ebenfalls neu ist

der Streamingdienst www.rdio.com, der auch

über das drahtlose HiFi-System Sonos funktioniert.

Kostenpunkt: zehn Euro als Monatsflatrate.

Schließlich bietet der bereits etablierte

Onlineshop www.musicload.de nun auch

unkomprimierte WAV-Dateien an. An den Start

gingen zunächst rund 100 Alben. Die Tarife:

11,95 Euro je Album und 1,49 Euro pro Song. cd

dynaudio setzt auf eleganten

Freistil: Als erste High-End-Marke

launchen die Dänen ein kabelloses

Aktiv-Lautsprechersystem, das auch

audiophilen Ansprüchen genügen

soll – Xeo. Der Xeo-Transmitter (Foto

unten) packt D/A-Wandler, Soundkarte

und Vorverstärker unter seine

Haube. Das kompakte Xeo-Herz

ist dabei sehr kontaktfreudig – mit

Analog-Klinkeneingang für Portis

oder Smartphones, Stereo-Cinch-

Anschlüssen für HiFi-Gerätschaften

und einem optischen Digitalinput

(TOSlink) für CD-Player, Harddiskoder

Netzwerkplayer und Streaming

Client. Über seinen USB-Port

kommen außerdem PC und Mac ins Spiel. Die Musikfracht schickt

der Transmitter digital über ein eigenes 2,4 GHz-Netzwerk wahlweise

an die Kompaktboxen Xeo 3 (1500 Euro) oder die Standmodelle

Xeo 5 (2900 Euro). Der drahtlose Musikspaß ist kompatibel bis zu

24Bit/48kHz und soll bis zu einer Reichweite von 50 Metern senden –

auf Wunsch auch an Xeo-Multiroom-Sets. www.dynaudio.de cd

8 www.audio.de ›03 /2012


Magazin › SZENE

beim Handel HingeHört

aUdiO fragt nach im Fachhandel: Wo beginnt für Händler „seriöse“ HiFi-Qualität, welche Komponenten

sind für einsteiger empfehlenswert? Und welche tonträger benutzen sie für Vorführungen?

UNSERE FRAGEN AN DEN FACHHANDEL:

1 Wie viel geld muss man aus ihrer

Sicht für den einstieg in seriöse

HiFi-Qualität zirka investieren? Und

welche gerätekombination würden

Sie zu diesem Preis empfehlen?

2 Was sind ihre lieblings-

Vorführ-Cds bzw. -lPs bzw. -dVds

bzw. -blu-rays – und warum?

3 Welche neue marke bzw. welches

herausragende Produkt haben Sie

zuletzt in ihr Portfolio aufgenommen

– und warum?

HiFi woRkS

Christian Fröhlich

Laudongasse 18

A-1080 Wien

1 Je nach raumgröße und anspruch

etwa die Stereokombi a 15.2 / cd 15.2

von music Hall mit Phonar-lautsprechern

ethos S 150 g (Standbox) bzw.

ethos r 100 g (Kompaktbox). mit ordentlichen

Kabeln z. b. von interconnect

landet man bei 1500 bzw. 1800

euro. alternative: das nadduo

C 316 bee/ C 515bee. beide

marken bieten auch passende

netzwerk-Player an.

2 als Cd z. b. „east Of angel town“

von Peter Cincotti: exzellente artikulation

von Stimme und Klavier, explosiver

bass, feingeistig, räumliche abbildung

– eine gänsehaut“-disc. immer wieder

auch: „montreux alexander“ von monty

alexander (als remasterte 30th anniversary

edition): ein Killer für undynamische

oder wenig auflösende Systeme

(auch als lP oder SaCd erschienen).

als SaCd: diana Krall: „the girl in the

Other room“: reizt das medium SaCd

voll aus, verlangt einem audio-

system alles ab.

auf dVd: das

1.

neujahrskonzert von 1987

mit den Wiener Philharmoni-

kern und Herbert von Karajan.

im puncto bild zwar nicht perfekt – aber

interpretatorisch Strauß at it’s best. auf

lP: Supertramp „Crime Of the Century“

– die 180-gramm-Pressung bringt diesen

Popklassiker in ultimativem Klang.

als blu-ray: James bond – „Casino

royale“: tolle perspektivische bilder,

sehr guter true-Hd-ton.

3 das Steuerungs- und Serversystem

von multicon. beaufsichtigt individuell

komfigurierbar alles – vom HiFi- und

Heimkino-System bis zur kompletten

Haustechnik. bedienbar über Smartphone

und iPad, alternativ auch fixes

touch-Wandbedienmodul in mehreren

größen erhältlich.

MUSik iM HANDEL

Service-wüste Plattenladen? keineswegs – es gibt sie noch, die engagierten und

kompetenten Tonträger-Händler. AUDio stellt in Zusammenarbeit mit der Handelsgemeinschaft

Aktiv Music Marketing (amm) spannende record shops vor und fragt nach

aktuellen Tipps. Eine Übersicht über alle amm-Händler gibt es unter www.amm.de

SwEETwATER

Tino Tuch

Friedrich-Wieck-Str. 4

01326 Dresden

Telefon: : 0351 / 26 41 270

www.sweetwaterjazz.de

AUDIO: Welche (Wieder-)Veröffentlichung können Sie aus klanglicher

Sicht derzeit besonders empfehlen?

Tuch: John Zorn – „Bar Kokhba“ (Tzadik): Mitte der 90er schenkte uns

das Universum John Zorn eine Veröffentlichung innerhalb seines

gigantischen Werkes, die bis heute den Standard des filigranen,

radikal-jüdischen Kammerjazz festlegt. Der von seinem New Yorker

Stammpersonal eingespielte Meilenstein erweckt mehr als nur Interesse

an der traditionellen jüdischen Geschichte. Gevurah, Nezikin, Sheloshim

– unbedingt möchte man wissen, welch geheimnisvolle

Bedeutungen sich hinter all diesen Namen verbergen.

?: Welche Neuerscheinung sticht für Sie musikalisch hervor?

!: „Crazy Clown Time“ von David Lynch (Sunday Best). Der

Mann feiert seinen 65. – und macht eine Platte wie ein junger

Hipster: mit Musik, die direkt aus einem seiner schlaflos machenden

Filme zu kommen scheint: coole verschachtelte, cineastische Soundscapes

– „Mulholland Drive“ in Noten. Und quasi alle Titel besitzen

Hitpotential und schaffen mit ihrem Mix aus Blues, Rock, Country und

Soul den Spagat zwischen Subkultur und Stadionrock.

Der Laden: Sie wollen in gemütlicher Atmosphäre nach

Schallplatten und CDs aus Rock, Jazz, Klassik, World

oder Indie stöbern? Musikalische Erinnerungen auffrischen?

Mit Verkäufern fachsimpeln? In Dresden, im Loschwitzer

Idyll nahe des Blauen Wunders, ist das alles möglich. Wenn dann

noch Acts wie Calexico, Uri Caine oder Wino live auftreten, freuen sich

Publikum und Künstler gleichermaßen über das einzigartige Flair.

www.audio.de ›03 /2012

9


Magazin › SZENE

-TErmiNE

3. 2. - 2. 3. PhonoPhono, 10961 Berlin

informiert immer freitags (Bergmannstr. 17, 17 bis 19 Uhr) schwerpunktmäßig

über analoge Klangkultur. Die kommenden Termine: 3. Februar:

Vinyl gegen CD, SACD & moderne Digital-Formate – was klingt besser?

Sind SACD-Player eine Alternative? Dazu gibt’s eine kurze Einführung in

die Digitaltechnik und viele Musikbeispiele. 11. Februar: Sonderveranstaltung

„American Beauties“ – von 12-18 Uhr zeigt PhonoPhono amerikanische

HiFi-Technik der Superlative. Im Zentrum steht dabei die Firma

McIntosh; seit einigen Monaten neu im Programm bei PhonoPhono. Wie

smart die Marke außergewöhnliches Design, tollen Klang und schlaue

Technik kombiniert, das zeigt eine ganze Armada an Mc-Geräten – vom

Vollverstärker-Flaggschiff MA 7000 über die Vor-End-Kombination

C50 / MC302 bis zum CD/SACD-Spieler MCD 500. Weitere audiophile

Schönheiten made in USA kommen aus dem Hause Jeff Rowland. Drum

herum gibt es zudem Plattenspieler und Laufwerke von Brinkmann,

Roksan und Avid sowie Lautsprecher von Dynaudio und Avalon zu

bestaunen. Und ein Gläschen Prosecco steht auch bereit. 17. 2.: Aus Alt

mach Neu – so bringt man mit einfachen Mitteln betagte Plattenspieler-

Veteranen wieder auf Vordermann. 24. 2.: Moderne Plattenspieler aus

unterschiedlichen Preis- und Qualitätsklassen im Hörvergleich. 2. März:

Preiswerte HiFi-Technik – woran erkennt man gute Geräte? PhonoPhono

zeigt, wie bestechend Einsteiger-Anlagen klingen können – und wie man

unterschiedliche Geräte sinnvoll kombiniert. www.phonophono.de

4. 2. - 3. 3. Luna Audio Lounge, 90471 Nürnberg

lädt am 4. 2. zum Duell „2 gegen 3“ und lässt verschiedene Standlautsprecher

in den Preislagen von 600 bis 3500 Euro je Paar gegen etwa gleich

teure Kombinationen aus Kompaktlautsprechern und aktivem Subwoofer

antreten – eine pfiffige Idee, um die je nach Musikrichtung sowie

räumlicher Situation unterschiedlichen Vorteile der verschiedenen

Set-ups deutlich zu machen. Vorhang auf für Canton heißt es dann am 3.

März – Thomas Mathejczyk begrüßt mit einer Eröffnungsgala die

Lautsprechermanufatktur als Neuzugang in seinem Portfolio. Präsentiert

werden die Highlights der neuen Vento-Serie und die Chrono-Linie, dazu

gibt’s einen interessanten Direktvergleich: Unter dem Motto „Schleswig

Holstein gegen Hessen“ treten die jüngst von AUDIO hochgelobte Vento

890.2DC (siehe Ausgabe 1/2012) und die Phonar Veritas P7 sowie die

Vento 870.2DC / Chrono SL 570.2 gegen die Phonar Veritas P5 gegeneinander

an; die Elektronik von Audiolab und Vincent. www.luna-audio.de.

4./5. 2 & 25. 2. Sprint Service GmbH, 50389 Wesseling

tourt auch 2012 wieder mit Lautsprechern der Aktivspezialisten

Backes + Müller durch die Republik. Die nächsten Shows gibt’s am

4./5. Februar bei der HIGH END ON TOUR in Darmstadt sowie am 25.

Februar in München. Es treten auf: die Modelle BM Prime 3, Prime 6,

Prime 8 und Prime 14 sowie aus der Line-Serie die BM Line 15, Line 25

und Line 35. Anmeldung und Infos unter Telefon 02236 / 848 445. Dort

erfährt man auch den genauen Veranstaltungsort. www.aktiv-backesmueller24.de

17./18. 2. Visions And more, 73326 Deggingen (nahe Ulm)

freut sich auf den Besuch von TAD in Person von Volker Specht, der den

neuen Koax-Lautsprecher Piega 70.02 sowie die spektakuläre Standbox

Master One vorführen wird. Die standesgemäße Elektronik kommt von

der dänischen High-End-Schmiede Gryphon. Des weiteren präsentiert

das Team um Chef-Visionär und Geschäftsinhaber Jörg Gansloser ein

famoses Heimkino-System, bestehend aus dem Arcam-AV-Boliden AVR

600, einer Leinand von Stewart Filmscreens sowie dem neuen Beamer

JVC X70.

Und das alles, Glückwunsch, in neuen Geschäftsräumen: Kürzlich bezog

Visions And More sein neues Domizil in der Reichenbachstr. 47/1, um das

Firmenmotto „Bild und Ton in Perfektion“ in akustisch optimierten und

architektonisch aufregend designten Studios noch besser verwirklichen

zu können. Telefon: 07334 / 6080716. AUDIO gratuliert herzlich und

wünscht auch am neuen Standort viel Erfolg und viele zufriedene

Kunden. www.visionsandmore.eu

18. 2. HiFi Concept, 81667 münchen

erwartet High-End-Fans zu einer großen Classé-/B&W-Gala: Der

kanadische Hersteller Classé zeigt einige seiner neuen Elektronikkomponenten,

die englische Nobelmarke B&W bestückt die Hörräume

in der Wörthstr. 45+38 mit den passenden Kompakt- und Standlautsprechern.

Als attraktives Schmankerl wird unter allen Besuchern ein

Exemplar der kultig-klangstarken iPod-Dockingstation „Zeppelin

Mini“ von B&W verlost. www.hificoncept.de

24. 2. radio Ferner, 38100 Braunschweig

lädt jeden letzten Freitag im Monat (18-20 Uhr) zu einer „Kleinen

Hörprobe“. Am 24. 2. auf der Agenda: eine Vorführung mit Lautsprechern

von Piega, die als „Schweizer Gipfelstürmer“ im Boxensegment

für kristallklaren, highendigen Klang sorgen wollen. Um Anmeldung

wird gebeten – Telefon: 0531 / 49487. email: verkauf@radio-ferner.

com. www.radio-ferner.com

24./25. 2. musicus HiFi, 30173 Hannover

veranstaltet eine Hausmesse. Von 10-19 Uhr präsentieren Inhaber

Lothar Ziehr und seine Mitarbeiter „Alles rund ums Heimkino“. Zu

sehen und zu hören: neue 3D-Beamer von Epson und Mitsubishi, die

aktuelle Gold-Serie von Monitor Audio und die neue Aurum-Linie von

Quadral. Vorgeführt wird an Elektronik von Arcam, Yamaha und

Marantz. Auch auf den übrigen 400 Quadratmetern Verkaufsfläche in

der Hildesheimer Str.119 warten noch viele weitere Heimkino-,

HiFi- und Mutiroomprodukte (z. B. Sonos). www.musicus-hifi.de

1. 3. Boxen Gross, 10999 Berlin

lädt jeden ersten Donnerstag im Monat zu einem HiFi-Workshop.

Am 1. 3. als nächstes auf der Agenda: das Thema „High End

wireless“. Dazu spielen auf: die neuen Dynaudio-Lautsprecher

XEO mit drahtloser digitaler Signalübertragung (siehe auch S. 8)

sowie Streamingplayer von Ayon und NAD – einmal mit

Kabelverbindung und einmal drahtlos. www.boxengross.de

10

www.audio.de ›03 /2012


Fotos: Archiv, dowiliukas / Viktoriya – Shutterstock.com

messehighlights in nord & süd

4./5.2. high end on toUr,

64283 darmstadt

Vorhang auf für die erste HIGH END

ON TOUR des Jahres 2012: Am 4./5.

Februar öffnet die „Messe für feinste

HiFi-Technik und Edelgeräte“ im

„Darmstadtium“ (benannt nach dem

gleichnamigen chemischen Element,

das in Darmstadt entdeckt wurde) ihre

Pforten. In den Hallen des Wissenschafts-

und Kongresszentrums am Schlossgraben

informieren kleine Edel-Manufakturen,

etablierte Mitelständler und multinationale Branchenriesen über so ziemlich alle Technologien,

die „den Klang unverfälscht und möglichst naturgetreu ins Wohnzimmer bringen“ (so der

Messeanspruch) – von noblen Plattenspielern und Röhrenverstärkern über clevere Multimediasysteme

und Musikserver bis zu traumhaften High-Tech-Lautsprechern. Und im Rahmenprogramm

diskutieren in einem

separaten „Event-Raum“

Branchenvertreter, Firmenentwickler

und Fachzeitschriften-Redakteure

in diversen

Workshops über aktuelle

Trends und neue Perspektiven.

Alle Infos, Anfahrtsskizze usw.

unter www.highendsociety.de

HIGH END ON TOUR

darmstadtium – Wissenschafts- & Kongresszentrum

Schlossgraben 1, 64283 Darmstadt

Öffnungszeiten: Samstag 10-18 Uhr; Sonntag 10-16 Uhr

Eintritt: 5 Euro / Tageskarte

www.highendsociety.de

4./5. 2.: norddeutsche hiFi-tage, 20539 hamburg

Die Norddeutschen HiFi-Tage genießen in Branchenkreisen einen

ganz besonderen Ruf: Bei kaum einer anderen Messe trifft geballte

Technik-Kompetenz auf eine solch entspannte, unaufgeregte

Atmosphäre wie bei dieser von Wolfgang Borchert vom HiFi-Studio

Bramfeld initiierten Messe. Am 4./5. Februar ist es jetzt wieder so

weit: Im Hamburger Holiday Inn begegnen sich Hörer und Hersteller,

Händler und Vertriebe zur „Hörtest 2012“. Hauptthema in diesem Jahr: klein, kleiner, micro – die

HiFi-Branche im Zeitalter der Miniaturisierung. Etliche Aussteller zeigen ihre Lösungsansätze und

Zukunftsvisionen. Zweiter Schwerpunkt: der Bereich

Internet-Radio/-Fernsehen und Multiroom-Steuerungen.

Darüber hinaus beherzigen die NHT ihren Status als

„Praxismesse“ und bieten HiFi zum Anfassen, egal ob

Budget-Amp für 600 Euro oder Nobel-Plattenspieler für

60.000 Euro. Und natürlich gibt’s auch dieses Jahr ein

attraktives Rahmenprogramm mit Workshops und Vorträgen.

Dabei bespielt die Messe inzwischen stolze sechs

Stockwerke und rund 20.000 Quadrat meter Ausstellungsfläche.

Und der Eintritt ist nach wie vor kostenlos – Kompliment!

Alle Details gibt’s online unter www.hifitage.de

Norddeutsche HiFi-Tage – HÖRTEST 2012

Holiday Inn, Billwerder Neuer Deich 14, 20539 Hamburg

Öffnungszeiten: Samstag/Sonntag jeweils 10-18 Uhr; Eintritt frei

www.hifitage.de

HECO MUSIC COLORS –

keine Kompromisse

Der beliebte Regallautsprecher Music Colors

100 bekommt Geschwister. Die neue und sehr

schlanke Standbox Music Colors 200 ist im

Gegensatz zu den meisten Standlautsprechern

für eine wandnahe Aufstellung optimiert.

Ausgestattet ist sie mit 20 cm Seitentreibern für

den Tiefstbass und einem Array aus 3 Chassis

für den Mittelhochtonbereich. Besonders

aufwändig ist die Variante Wenge. Hier werden

Echtholzfurniere zusätzlich mit Glanzlack

veredelt. Ebenfalls erhältlich sind die Dekore

Piano Schwarz und Piano Weiß.

Für Heimkinoliebhaber entwickelt wurde das

System Heco Music Colors 5.1A. Vier 2-Wege-

Satelliten, ein dedicated Center, alle aus MDF

in Piano Schwarz, und ein Aktivsubwoofer mit

20 cm Treiber sollen sowohl Musik als auch

Filmsignale mit hoher Wiedergabetreue liefern.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.heco-audio.de


Digital-Quellen › netzwerkplayer

Charakter-Studien

Vier Netzwerkplayer, wie sie unterschiedlicher kaum sein können: Pioneer und Cambridge

bereichern den Markt mit neuen Einstiegs-Optionen, Naim legt sich mit den Oberklasse-

Platzhirschen von Linn und T+A an, Ayon verblüfft mit einem ultraedlen Kombigerät.

■ Text: Bernhard Rietschel

12 www.audio.de ›03 /2012


Digital-Quellen › NeTzwerkplayer

TesT

Vier Netzwerkplayer, davon einer mit

integrierter Vorstufe

Cambridge Sonata nP-30 600 €

Pioneer n-50 600 €

naim nd-5XS 2400 €

ayon S-3 5700 €

Wer seine Anlage um den Reiz

netzwerkgestützter Wiedergabe

erweitern will oder gar

eine ganz neue Kette mit Streaming-

Schwerpunkt plant, kann sich über mangelnde

Auswahl nicht mehr beschweren:

Fast alle HiFi-Hersteller arbeiten

fieberhaft an Playern, die ihre Audiodaten,

statt sie von optischen Discs zu

lesen, nun eben von einem USB- oder

Netzwerkspeicher saugen.

Das neue Funktionsprinzip führt dazu,

dass sich die Geräte in Bedienkonzept

und Praxisverhalten deutlich mehr voneinander

unterscheiden, als das bei

Disc-Playern wohl je der Fall war. Die

Grundaufgabe, die sich den Entwicklern

stellt, ist jedoch gleich geblieben: Nach

wie vor kann man den digitalen Bitstrom

mehr oder weniger sorgfältig weiterverarbeiten,

und wie eh und je entscheiden

ganz klassische HiFi-Tugenden,

etwa die Konstruktion von Netzteil und

Analogstufe, über Klang und Erfolg des

Players. Wie groß die Vielfalt mittlerweile

ist, zeigt auch das weit gespannte Teilnehmerfeld

in diesem Test.

Fotos: Archiv, H. Härle, J. Bauer, MPS

www.audio.de ›03 /2012

13


Digital-Quellen › netzwerkplayer

Schatzkammer:

Perfekte Verarbeitung

und gigantischer

Bauteileinsatz lassen

den hohen Preis des S3

in einem milden Licht

erscheinen.

ayon S3 um 5700 EuRO

Dass es Vorteile bringt, eine Disc

vor dem eigentlichen Abspielen

bit-genau auszulesen, um sie

dann aus einem wie auch immer gearteten

Speicher zu spielen, hat sich mittlerweile

herumgesprochen – Netzwerk-

Wiedergabe kann extrem high-endig

sein. Für viele Musikfans ist es zudem

unstrittig, dass gerade digitale Quellgeräte

klanglich enorm profitieren, wenn

sich nicht Halbleiter, sondern Röhren

um die Aufbereitung der zarten Signale

kümmern, die aus den D/A-Wandlerchips

sprudeln.

Nur logisch ist daher die Idee, Netzwerk

mit Röhre zu kombinieren: Dem österreichischen

Hersteller Ayon gebührt die

Ehre, diesen Schritt mit dem S3 als erster

gegangen zu sein. Zweifellos wird

die feine (und gar nicht mehr so kleine)

Firma damit nicht lange allein bleiben,

aber der S3 ist zum Glück kein Gerät,

das aufkommende Konkurrenz fürchten

muss. Einem so runden, so phantastisch

verarbeiteten, so vielseitigen und

kompromisslos audiophilen Streamingpaket

wünscht man vielmehr, dass es

irgendwann auch mal auf einen adäquaten

Sparringspartner trifft.

In seinem Funktionsumfang entspricht

der S3 am ehesten dem Linn Akurate

DSM aus dem letzten Heft: Streamer

(samt Internetradio) und D/A-Wandler

dienen als integrierte Digitalquellen, analoge

Hochpegeleingänge (allerdings

kein Phono) ermöglichen weiteren Musiklieferanten

den Zugang. Die Netzwerkseite,

zugekauft bei Stream Unlimited,

bietet im Vergleich deutlich weniger

Spielwert als die Linn-DS-Engine, die

die Schotten im eigenen Haus programmieren:

Direktes Push-Streaming aus

dem iPhone oder dem Rechner (etwa

via Airplay), Multiroom-Synchronbetrieb,

Einspeisen lokaler Analog- oder Digitalquellen

ins Netzwerk, frei editier- und

beliebig zusammenstellbare Abspiellisten

– solche Raffinessen fehlen, werden

in der Zielgruppe aber womöglich

kaum vermisst. Komfortabler als ein CD-

Player ist schließlich auch der S3 mit

links. Wer seinen Silberscheibendreher

noch nicht missen will, kann ihn auf

mannigfaltige Weise mit dem DAC des

S3 kombinieren. Selbst eine I 2 S-Schnittstelle

ist vorhanden und wartet darauf,

im Verbund mit einem geeigneten Laufwerk

ihre bauartbedingt perfekte Taktübertragung

auszuspielen.

Ausgangsseitig warten Cinch- und symmetrische

Anschlüsse auf den direkten

Kontakt zur Endstufe oder Aktivbox. Natürlich

kann man den S3 auch an einen

vorhandenen Vor- oder Vollverstärker anschließen

und dann dessen Lautstärkeregelung

verwenden. Die integrierte,

vollwertige (mit elektronischen Stellchips

analog realisierte) Pegel-Kontrolle

lässt sich zu diesem Zweck deaktivieren.

14

www.audio.de ›03 /2012


Digital-Quellen › netzwerkplayer

bis ins netzteil:

Links eine der zwei

Output-6H30, gefüttert

von Trafo, Siebdrossel,

schneller Röhrengleichrichtung

und teuren

Folien-Cs.

Dieser Weg lohnt sich jedoch nur mit

wirklich überragenden Vorstufen. Selbst

mit der im AUDIO-Hörraum bestens

bewährten Ayre K-5 XE ließ sich gegenüber

direktem Endstufen anschluss nicht

viel gewinnen – außer einem etwas

pointierter wirkenden Brillanz bereich,

der aber nicht so recht zu dem sonstigen

klanglichen Charakter des Ayon passen

wollte. Solo an der Ayre-Endstufe klang

der Österreicher nämlich weiträumig

und fein aufgelöst, dabei stets extrem

geschmeidig, vollmundig und auf eine

Weise geschlossen, die man als Hörer

intuitiv als richtig empfand – das Gehör

funkte ein zufriedenes „alles da!“ an die

Seele, die sich nun ohne weitere Spekulation

über womöglich Versäumtes ganz

und gar den harmonischen Klangwellen

hingeben konnte.

Das Bedienkonzept passt zu dieser Abstimmung.

Der Ayon ist ein Player für Albumhörer,

die es ruhig angehen wollen

und nicht gleich zu rastlosen Hobby-DJs

werden, nur weil sie Zigtausende von

Songs im direkten Zugriff haben. Zum

Genuss ganzer Alben ist Gapless-Wiedergabe

unabdingbar – ein Feature, das

Ayon für die ersten Exemplare des S3

auf der langen Extra-Liste des Streamingboard-Zulieferers

wohl versehentlich

nicht angekreuzt hatte. Mit Erscheinen

dieses Heftes wird ein Software-

Messlabor

Mit 107dB schafft der Ayon einen für Röhrenverhältnisse

exzellenten Rauschabstand.

Relativ wenig Klirr in günstiger spektraler

Zusammensetzung, enorme Ausgangsspannung

(9V XLR, 4,5V Cinch) bei röhrentypisch

mittlerem Widerstand (um 1kΩ).

Die Frequenzgänge (1) sind ausgewogen

mit leichtem Tiefbass-Rolloff und breitbandigem

Analog-Signal. Der Jitter im Netzwerkbetrieb

(2) ist mit 1290ps etwas hoch.

www.audio.de ›03 /2012

15


Digital-Quellen › NetzweRKplAyeR

NIcHt AlltäGlIcH: Eine rote Phasen-LED neben der Netzbuchse verrät

die richtige Steckerpolung. Darüber ein seltener I2S-Eingang, der den S3 mit

geeigneten (und noch selteneren) CD-Laufwerken zu einer jitterfreien

Einheit verbindet. Mit BNC-Koax und AES-EBU sind weitere

Digitalanschluss-Exoten vorhanden, und über den USB-Input kann man den

Ayon auch direkt mit Dateien aus einer mobilen Festplatte füttern.

Update – kosten- und problemlos per

Fernbedienungs-Knopfdruck – diese

Lücke bereits geschlossen haben.

Schnellen Vor- und Rücklauf hingegen

beherrschte bereits das Testgerät, und

an einem passenden Bedien-App für

das Stream-Unlimited-Frontendwird bereits

eifrig programmiert. Der Album-

Genießer sucht sich ohnehin seine „Platte“

raus und berührt die Metall-Fernbedienung

dann allenfalls nochmal zur

Lautstärkeanpassung. A propos Lautstärke:

Ein direkter Vergleich mit dem

Akurate DSM förderte eine interessante

Pegelabhängigkeit der jeweiligen Stärken

und Schwächen zutage.

Die Redaktion hörte unter anderem

„Metals“ von Feist, „Death Or Glory“

vom britischen Barden Roy Harper, „Flyin’

Shoes“ von der texanischen Songwriter-Legende

Townes van Zandt sowie

den DJ-Mix „Sessions“ von Techno-

Genie Carl Craig – jeweils als FLAC-Files.

Ging es darum, Musik auch bei kleinen

Pegeln zu einem ergreifenden Erlebnis

zu machen, konnte der Ayon seine gewichtige

Klang-Präsenz gut gegen den

Linn ausspielen. Bei höheren Reglerstellungen

zeigte sich dagegen, dass der

Bass des Ayon bei aller Wucht nicht

ganz so tief reichte wie der des Linn, und

dass der Mittelhochton des Österreichers

bei aller Griffigkeit nicht ganz so

wasserklar wirkte wie der des Schotten.

Nichts also, was Freunde der schlagkräftigen

6H30-Doppeltrioden, die der Ayon

im Ausgang beschäftigt, nicht eh geahnt

hätten. Und nichts, was den organischen

Flow, den die Musik via S3 annimmt,

behindern würde.

Umso erfreulicher, dass der Klang über

die Digital-Inputs des Ayon dann sogar

fast noch etwas transparenter wirkte als

per Streaming. Und dass der Ayon auch

im Nebenjob als gegenkopplungsfreie,

puristische Analog-Vorstufe (die beim

Wechsel zu einem Analog-Input den

Netzwerk bereich automatisch abschaltet)

eine elegante Vorstellung ablieferte.

FAzIt

Bernhard rietschel

AUDIO-Redakteur

Streaming plus Röhre – fast klingt

diese Formel zu einfach. Beim

Ayon S3 geht sie jedoch voll auf

und ergibt nicht nur einen tollen

Netzwerkspieler, sondern eine

nahezu komplette Anlage, die –

kombiniert etwa mit der Geithain-Aktivbox

aus diesem Heft –

alle HiFi-Sorgen mit einem Schlag

verpuffen lässt.

StecKBRIeF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

grosser klAng

Ayon

S3

Visonik

030 / 6134740

visonik.de

5700 Euro

3 Jahre (Röhren 1 Jahr)

48 x 39 x 12 cm

12 kg

Anschlüsse

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–

Analog In/Out

3 / 1 Cinch +1 XLR

USB

2x (Host)

Digital In koax/optisch 1 / 1 +BNC, AES-EBU, I 2 S

Digital out Koax/optisch 1 / –

Netzwerk

WLAN, LAN

Funktionen

Display / OSD • (TFT)/ –

Schneller Vor- und Rücklauf •

Erweiterte Abspiellisten –

Bluetooth / Airplay – / –

Coveranzeige


Radio FM/DAB – / –

Internetradio/Anbieter • / vTuner

Formate

FLAC, WAV, MP3, AAC, Ogg,

AIFF

benötigter Server UPnP

Gapless


Vollw. Steuerung via App

überträgt kpl. Playlist

Max. Auflösung bit/kHz.

AUDIOGRAMM



24/192 Streaming+USB

ÅKräftiger, herzhaft präsenter

Klang, tolle Dynamik.

ÍNoch kein eigenes

Steuerungs-App.

Klang Streamer/Vorstufe 132 / 120

Bedienung

gut

Verarbeitung

überragend

klAngurteil

Preis/leistung

103 Punkte

sehr gut

kleine Pegel

dB

16

www.audio.de ›03 /2012


Vollkommene Reinheit

in Klang und Design

CM8

von Bowers & Wilkins

Weiß – die Farbe für Vollkommenheit, Freude

und Glück. So auch für den audiophilen Klang-

Gourmet. Denn ausgestattet mit den neusten B&W-

Klangtechnologien begeistert die schlanke CM8 von

Bowers & Wilkins selbst anspruchsvolle Musik- und

Design-Liebhaber mit ihrem einzigartig natürlichen

Klang sowie einer zeitlos eleganten Erscheinung.

In Kombination mit der kompakten CM1 und dem

CM-Center, die ebenfalls in der hochwertig weißen

Schleiflackausführung erhältlich sind, steht selbst

einem mitreißenden Heimkinoerlebnis nichts im Weg.

B&W CM8 – ein audiophiler Traum in Weiß.

Mehr zur CM-Serie auf:

www.gute-anlage.de und

www.bowers-wilkins.de


Digital-Quellen › netzwerkplayer

Vom groSSen

Bruder geerBt:

Der Trick mit der DSPgesteuerten

Clock findet

sich in noch aufwendigerer

Umsetzung auch im Naim-

DAC. Der SHARC-DSP sitzt

am rechten Rand; in der

Mitte, ebenfalls silbern,

zwei Oszillatoren, darunter

der Wandlerchip – ein Burr-

Brown PCM1791.

naim ND-5 XS um 2400 EuRO

Wenn Naim einen Spieler baut,

kann man davon ausgehen,

dass dessen Bauelemente

keinen Hunger leiden müssen. So ist es

auch beim ND-5 XS, der von einem Trafo

in Vollverstärker-Dimensionierung alimentiert

wird. Aber die Briten, die im

süd englischen Salisbury nach wie vor

alle Geräte von Hand und mit fast obsessiver

Qualitätssicherung zusammenbauen,

können nicht nur mit Kupfer klotzen,

sondern auch ungewöhnlich raffinierte

Digital-Baugruppen konstruieren.

Die D/A-Wandler heben sich beispielsweise

wohltuend vom Schema F ab,

indem sie mit großem Aufwand und

messtechnisch belegbarem Erfolg gegen

Jitter vorgehen. Und zwar ohne das

verbreitete Mittel der ungeradzahligen

Abtastratenwandlung (ASRC), das den

Entwicklern nicht geheuer ist, weil dieser

Prozess letztlich bei jedem Sample

einen mikroskopischen, aber eben doch

vorhandenen Rundungsfehler riskiert.

Stattdessen fließt der Datenstrom

zunächst in einen leistungsfähigen nalprozessor (ein SHARC-DSP von Ana-

Siglog

Devices), der seinerseits den Taktgeber

für die anschließende Wandlung

viel präziser steuert, als übliche PLL-

Konstruktionen das hinbekämen.

Mit soviel Umsicht kann man dann auch

das BridgeCo-Streamingboard bedenkenlos

verwenden, das für sich genommen

keine überragende Taktstabilität

bietet und in Implementierungen anderer

Hersteller oft zu eher durchwachsenen

Jitterwerten führt. Naim hat der zugekauften

Platine auch ein besonders

schönes Antlitz – sprich: Bedien-Interface

– gegeben. Per Fernbedienung und

Frontdisplay gesteuert, reagiert der ND-

5 XS schnell und geschmeidig, und auch

die kostenlose iPhone-App gehört zu

den gelungensten am Markt. Was nicht

heißt, dass keine Wünsche offen bleiben:

erweiterte Musiklisten, die Titel verschiedener

Alben umfassen, lassen sich

mit dem Naim nicht zusammenstellen,

und hin und wieder würde man auch

gerne mal innerhalb eines Tracks vorund

zurückspulen. Aber das Schöne an

den Streaming-Geräten ist ja, dass sie

dazulernen können: Nachdem T+A seinen

auf der gleichen Netzwerkbasis gebauten

Playern jüngst Vor- und Rücklauf

spendiert hat, dürfte es nicht mehr lange

gehen, bis Naim nachzieht.

Neben dem Betriebssystem kann beim

Naim-Player aber auch die Hardware

mitwachsen. In alter Firmentradition

trägt der 5XS am Heck einen klobigen

Blindstecker. An der darunter liegenden

Multipin-Buchse kann eines der drei

externen Netzteile andocken, die Naim

aktuell anbietet. In aller Regel wird es

das auch physisch exakt zum ND5 passende

XP5 XS sein, das dann alle Baugruppen

im Player über einen fingerdicken

Stromschlauch mit jeweils eigenen,

noch präziser geregelten und gefilterten

Spannungen versorgt.

Unweit der Netzteil-Buchse finden sich

zwei weitere Besonderheiten: Ein

Groundlift-Schalter trennt auf Wunsch

18

www.audio.de ›03 /2012


Digital-Quellen › NetzwerkplAyer

AusbAufähig: Neben der WLAN-Antenne ist noch Platz für den

UKW/DAB-Antennenanschluss einer optionalen Tunerplatine. Ganz

rechts der klassische, von Fans bevorzugte DIN-Ausgang.

Signal- von Chassis-Masse und ermöglicht

damit selbst in ungünstigen Konstellationen

brummfreien Betrieb. Die

DIN-Buchse daneben überrascht Naim-

Neulinge. Sie führt das gleiche Ausgangssignal

wie die ebenfalls vorhandenen

Cinchbuchsen, klingt aber vor allem

an den ebenfalls DIN-bestückten Naim-

Verstärkern meist einen Tick besser. Ob

DIN, Cinch oder gar beide Outputs aktiv

sein sollen, legt der Nutzer über das Setup-Menü

des Players fest.

Dass die Musikdaten nicht nur von UPnP-

Servern, sondern auch per Internetradio,

über drei Digitaleingänge, per USB-Festplatte

und sogar aus einem direkt angekabelten

iPod oder -Phone kommen dürfen,

erweitert die heimische Medienlandschaft,

soll für den Hörtest aber zunächst

keine Rolle spielen: Der Königsweg

ins Gerät führt übers Netzwerk, das

den ND5 XS mit dem prall gefüllten Hörraum-NAS

verband. Parallel nuckelte an

dem Musiktank (einem Netgear Ready-

NAS Ultra) auch der Linn Majik DS als

wohl schärfster Konkurrent des Naim.

Im Hinblick auf die unterstützten Auflösungen

nehmen sich die beiden schon

_07HGN_Bose_blueth2_Anz_AUDIO_3_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 148.00 mm);17. Jan 2012 14:14:21

mal nichts: Im Gegensatz zu früheren

Modellen kommt der 5XS bereits mit

dem neuesten BridgeCo-Chipsatz, der

24bit-Daten mit bis zu 192kHz Samplingrate

verarbeitet und diese auch tadellos

unterbrechungsfrei aneinanderfädelt.

Erstaunlich dagegen, wie unterschiedlich

das musikalische Resultat ausfiel,

wenn die beiden Player abwechselnd

und mit sorgfältigem Pegelausgleich

über die Ayre-Vor-Endstufenkombi und

die KEF Reference 207 identische Dateien

spielten. Katie Meluas Stimme etwa

bekam über den Naim wunderbar zarten

Bei

Veränderung...

...passt

es sich

an!

NEU

Bose ® Bluetooth ® Headset Serie2

Passt sich den Umgebungsgeräuschen

an.Automatisch.

Nur das Bose ® Bluetooth ® Headset

Serie2verfügt über die Adaptive

Audio Adjustment Technology, so dass Sie

Ihren Gesprächspartner in bislang unerreichter

Klangqualität mühelos verstehen können – auch wenn

sich die Lautstärke Ihrer Umgebung verändert. Und dank

des lärmidentifizierenden Mikrofons hört Ihr Gesprächspartner

deutlich weniger von den Hintergrundgeräuschen

in Ihrer Umgebung, selbst wenn es windig oder laut ist. Ihre

Stimme klingt dadurch natürlicher. Dank des ausgewogenen

Designs und der weichen StayHear ® Ohreinsätze sitzt das

Headset auch über Stunden bequem im Ohr und ist über

die intuitiven Steuertasten äußerst leicht zu bedienen. Und

wenn Sie gerade nicht telefonieren, nutzen Sie es einfach für

die Wiedergabe von Podcasts, GPS Navigationshinweisen

und anderen mobilen Media-Inhalten über das A2DP-Profil.

Kein anderes Bluetooth ® Headset hat so viel zu bieten.

Kennziffer

12AKAUD006

m.bose.eu/bt2m_de

Erleben Sie den Unterschied, den

Bose Technologie ausmacht.

Besuchen Sie uns auf www.bose.de

bzw. m.bose.de oder nehmen Kontakt

zum autorisierten Bose Partner in Ihrer

Nähe auf.

Die Bluetooth ® Wortmarke ist ein eingetragenes Warenzeichen der Bluetooth SIG, Inc.

Jegliche Nutzung durch die Bose Corporation erfolgt unter Lizenz.


Digital­Quellen › NetzWeRKPlayeR

aUFBaU Mit Stil: Naim-typisch sind die

penibel verlegten Versorgungsspannungs-

Oberleitungen, die den Netztrafo und die

Buchse für das Zusatznetzteil (hier ordnungsgemäß

mit Blindstecker verschlossen) mit den

verschiedenen Verbrauchern verbinden. Jede

Biegung, jeder Winkel ist haargenau festgelegt.

Schon der eingebaute Ringkerntrafo ist

für einen reinen Player gigantisch dimensioniert,

das optionale XP5XS schickt die

Baugruppen endgültig ins elektronische

Schlaraffenland. Die Streamingplatine sitzt

rechts (unterhalb der Antenne); links davon

schließt das DAC-Board mit dem großen, silbernen

SHARC-DSP an. Ganz links dann die

Ausgangsstufe mit den auch für Naim-Amps

charakteristischen, silbernen Tantal-

Kondensatoren.

MeSSlaBOR

Die Frequenzgänge des ND5 XS sind

unabhängig von der Samplingrate bei

30kHz begrenzt (1). In puncto Störabstand

(108dB) und Klirr gibt sich der Player

blitzsauber, niedrige 25Ω Ausgangswiderstand

lassen auf eine kräftige, universelle

Ausgangsstufe schließen. Extrem

niedrig ist der Jitter (2) mit 162/175 Picosekunden

(Koax/LAN).

Schmelz – fast schon zarter, als es auf

dieser tausendmal gehörten Aufnahme

eigentlich vorgesehen ist, aber allemal

sehr genussfördernd. Der Majik wirkte

dagegen merklich weiträumiger, mit

einer zwar schlankeren, aber noch feiner

modulierten Melua. Dass dabei gleichzeitig

die Begleitmusiker mehr Individualität

bekamen und insgesamt noch

mehr Farbe und Vielfalt ins Klanggeschehen

Einzug hielt, durfte der Linn

jenseits geschmacklicher Präferenzen

auf jeden Fall als Vorteil verbuchen.

Es ist sicher kein Zufall, dass der Naim­

Player in seiner Abstimmung an die Verstärker

der Marke erinnert: Er bildet

nicht ganz so zentimetergenau ab, rückt

dafür die Bühne nah vor den Hörer und

treibt die Musik mit einem druckvollen,

dynamisch pulsierenden Grund­ und

Mitteltonbereich in den Gehörgang – neben

den Alternativen von Linn und T+A

gibt es nun also endlich auch einen

Streamer, der wie ein Naim klingt.

Fazit

Bernhard Rietschel

AUDIO-Redakteur

Der ND5 XS ist eine wirklich

runde Packung, die erstklassige

Verarbeitung, herzhaften Klang,

große anschlussvielfalt und ein

stimmiges Bedienkonzept enthält.

Wer sich irgendwann noch

mehr Finesse wünscht (was je

nach Kette gar nicht unbedingt

passieren muss), sollte sich statt

eines größeren Players erstmal

das Netzteil-Upgrade anhören.

StecKBRieF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

Naim

ND5 XS

Music Line

0 41 05 / 77 05 0

musicline.biz

2400 Euro

5 Jahre

43,2 x 7 x 30 cm

6,5 kg

aNschlüsse

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–

Analog In/Out

– / 1 Cinch, 1 DIN

USB

1x (Host + iPod)

Digital In koax/optisch 1 / 1 +1 BNC

Digital out Koax/optisch 1 (BNC) / –

Netzwerk

WLAN, LAN

FuNktioNeN

Display / OSD • (FL)/ –

Schneller Vor- und Rücklauf –

Erweiterte Playlisten –

Bluetooth / Airplay –/ –

Coveranzeige


Radio FM/DAB

– / – (optional)

Internetradio/Anbieter • / vTuner

Formate

FLAC, WAV, MP3, AAC, AIFF, Ogg

benötigter Server UPnP

Gapless


Vollw. Steuerung via App

überträgt kpl. Playlist

Max. Auflösung bit/kHz.

aUDiOGRaMM

• (n-Stream, 0€)


24/192 Streaming+USB

ÅKräftiger, direkter Klang

mit straffer Rhythmik.

ÍKein Vor/Rückspulen.

Klang lossless 125

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

überragend

klaNguRteil

PReis/leistuNg

125 PuNkte

sehR gut

20

www.audio.de ›03 /2012


High-Light

Impuls V

Dynamische Kombination:

Impuls V+Röhrenverstärker TAC K-35

Hier bringen 40 Röhrenwatt richtig große

Räume zum vibrieren. Eine magische,

dynamische Kombination.

Impuls III

Klangvolle Kombination:

Impuls III + Röhrenverstärker VR 20

Der hohe Wirkungsgrad der IMPULS Vermöglicht

das Zusammenspiel mit Röhrenverstärkern

bzw. Verstärkern mit geringer

Leistung und schafft es auch bei großer Lautstärke,

ohne Verzerrungen, Live-Atmosphäre

ins Wohnzimmer zu zaubern.

www.dynavox-audio.de

Sintron Vertriebs GmbH · Tel: 0 72 29 - 18 29 50 · email: froehling@sintron.de

Schweiz: Sinus Technologies · Tel: + 41-323891719·email: info@sinus-technologies.ch

Österreich: Audio Electronic Hi-Fi Geräte · Tel: + 43-16897694 · email: office@audioelectronic.com


Digital-Quellen › Netzwerkplayer

gezielt veredelt: Das

Reciva-Streamingmodul ist zugekauft,

die Nachtaktung (links daneben)

auf der Hauptplatine nicht.

cambridge nP30 um 600 EuRO

Dass die Engländer einen Hang

zur Miniaturisierung haben, ist

uns spätestens seit Einführung

des altehrwürdigen Austin Mini Cooper

nicht verborgen geblieben. Bei Netzwerkspielern

scheint ihnen die Schrumpfung

noch leichter zu fallen als bei Autos:

Im Cambridge NP30 steckt ein erwachsener

Player. Der Blick ins Innere offenbart

schlichtes Understatement. Sofort

fällt das von Reciva stammende Streaming-Modul

auf, welches königlich in

seinem Sockel thront und auf musikalische

Kost wartet. Dessen von Natur aus

etwas Jitter-belastete Ausgangssignale

taktet Cambridge sorgfältig nach und

überlässt sie erst dann dem DAC von

Wolfson direkt nebenan.

Die Verarbeitung des Cambridge ist

mustergültig – sogar der Drehknopf, mit

welchem das Gerät auch vollkommen

ohne die Fernbedienung

gesteuert werden kann,

hinterlässt einen wertigen

Eindruck. Die Bedienung des

NP30 ist denkbar einfach und auch für

Laien kein Hexenwerk. Die Anbindung

an die eigene Netzwerkinfrastruktur ist

per Netzwerkkabel oder auch über

WLAN im Nu erledigt. Lobenswert auch

das auskunftsfreudige Display: Man erfährt

ohne Umschweife nicht nur Interpreten

und Titel, sondern auch die Auflösung

und Abtastrate des gespielten

Mate rials.

Gesteuert wird der Cambridge entweder

am Gerät selbst, per mitgelieferter

Fernbedienung oder mittels der sehr gut

gemachten App Uuvol, die auf dem iPad

oder iPhone installiert werden kann, und

die auch den Aufbau Album-übergreifender

Playlisten („Queues“) erlaubt.

Neben Streaming vom lokalen Server

bietet der NP30 natürlich auch Internetradio

und Bezahl-Streamingdienste wie

das sehr – dank hoher Datenrate – gut

klingende Aupeo.

Im Hörtest spielten freilich nur FLAC-

Dateien vom Hörraum-Server – die der

Cambridge leider ebensowenig gapless

wiedergibt wie sein Pioneer-Kollege

(Seite 168). Auch auf schnellen Vor- und

Rücklauf muss der User verzichten.

Klanglich dagegen sorgte der NP30 für

Erstaunen. Die Klavieranschläge von Ag-

22

www.audio.de ›03 /2012


Digital-Quellen › NetzWerKPlayer

GeraDeaUs: Der Wolfson-

DAC WM8728 (links) besitzt

integrierte Analogfilter- und

Ausgangsstufen, die Cambridge

mit einem OP-Amp lediglich puffert.

Danach geht’s via Relais

auch schon zu den Buchsen.

nes Obels „ Falling, Catching“ aus dem

Album „Riverside“ offenbarten eine ungeahnte,

fast schon greifbare Tiefe. Präzise

und dennoch mit einer fein ausgeprägten

Subtilität bot der Cambridge das

Stück dar. Die zu Vergleichszwecken

herangezogen Squeezebox Touch von

Logitech hatte ziemlich schnell das

Nachsehen. Sie hüllte das Stück beinahe

zärtlich in eine warmweich klingende

Aura. Anders der Cambridge: Er spielte

kristallklar und jedem Detail folgend,

ohne jemals einen Anschein von Nervigkeit

zu erwecken. Erst das Bündnis der

kleinen Squeezebox mit einem externen

Wandler wie dem Musical Fidelity

V DAC II brachte den Höhenflug des

Cambridge ins Stocken. Der Musical

Fidelity löste noch eine Spur feiner auf,

Bassläufe zementierten sich ehrfurchtgebietend

in den Hörraum. Der Cambridge

aber konterte mit einem musikalischen

Fluß, der alles vergessen ließ.

Dieser Eindruck von weiträumiger Tiefe

verdeutlichte sich bei Bill Callahans „Eid

Ma Clack Shaw“ aus dem Album

„Sometimes I Wish We Were An Eagle“

einmal mehr. Hier klang beim NP30 die

Hallfahne des ausschwingenden Klavieranschlages

deutlicher durch und verlieh

der Musik das entscheidende Quentchen

an Emotionalität. Der Cambridge

erfasste die Verästelungen der unterschiedlichen

Klangebenen mit einer unaufdringlichen

Deutlichkeit. Die Musik

wirkte mit dem NP 30 wunderbar homogen

und von einer zauberhaften Erhabenheit

getragen. Etwas Magisches, so

ist man versucht zu behaupten, umgibt

die Musik, wenn die sonore Stimme von

Bill Callahan im Raum ertönt und man

beim Schließen der Augen das Gefühl

hat, Teil des Ganzen zu sein.

Der NP 30 ist ein musikalischer Gentleman,

er macht keine große Sache aus

dem Ganzen, hält sich dezent zurück ...

und überlässt dem Hörer den Genuss.

Fazit

Fritz I. Schwertfeger

AUDIO-Mitarbeiter

Cambridge gelingt mit dem NP 30

ein außergewöhnlich lebendig

klingender Netzwerkplayer. Wer

nicht unbedingt Gapless und

schnellen Vorlauf benötigt, wird

diese beim Cambridge auch nicht

vermissen. alle anderen dürfen

sich von seiner knackigen und zugleich

gentleman-haft eleganten

Wiedergabe verwöhnen lassen.

steCKbrieF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x t

Gewicht

CambrIdge audIo

SOnAtA nP30

taurus

040 / 5535 358

cambridgeaudio.de

600 Euro

2 Jahre

20,6 x 7,2 x 19,4 cm

2,6 kg

anSChlüSSe

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–

Analog In/Out

– / 1 Cinch

USB

2x (Host)

Digital In koax/optisch – / –

Digital out Koax/optisch 1 / –

netzwerk

WLAn, LAn

FunktIonen

Display / OSD • (FL)/ –

Schneller Vor/Rücklauf –

Erweiterte Playlists (Queue) –

Bluetooth/Airplay – / –

Coveranzeige


Radio FM/DAB – / –

Internetradio/Anbieter • / vtuner

Formate

FLAC, WAV, MP3, AAC, Ogg

benötigter Server UPnP

Gapless


Vollw. Steuerung via App

überträgt kpl. Playlist

Max. Auflösung bit/kHz.

aUDioGraMM

• (Uuvol Remote, 0€)


24/96 Streaming+USB

ÅKnackig-lebendiger Klang.

ÍKein schneller Vorlauf, kein

Gapless.

Klang lossless 100

Bedienung

gut

Verarbeitung

sehr gut

klangurteIl

PreIS/leIStung

100 Punkte

Sehr gut

Messlabor

Der Frequenzgang (1) reicht mit 96k Abtastrate

bis über 40kHz, 192kHz Sampling

unterstützt der NP30 nicht. Niedriger Ausgangswiderstand

(50Ω) macht den Player

Kabel- und Verstärker-unkritisch. Der Klirr

ist niedrig und günstig gestuft, mit leichtem

k3-Anstieg zu höheren Pegeln, der

subjektiv etwas Zusatz-„Kick“ bringt. Der

Rauschabstand ist sehr gut (104dB), der Jitter

(2) mit 185/175ps (LAN/Koax) exzellent.

www.audio.de ›03 /2012

23


Digital-Quellen › netzwerkplayer

GroSSzüGiG Gefüllt: Der Pioneer setzt sich mit separaten Trafos für Audio- und Netzwerkteil sowie einer ordentlich

bestückten DAC-Platine vom Preisklassen-Standard ab, ein doppelter Boden versteift zudem das Gehäuse.

Den N-50 scheint Pioneer für die

Ewigkeit gebaut zu haben. Dieser

erste Eindruck entsteht,

wenn man 7,3 kg Lebendgewicht in den

Händen hält und anerkennend Beschaffenheit

und Verarbeitung dieses Netzwerkplayers

zur Kenntnis nimmt.

Getreu dem Motto „klotzen statt

kleckern“ verbaut Pioneer einen

192kHz/32bit D/A-Wandler in den N50,

welcher seine Talente nicht nur für die

Musik aus dem Netzwerk bereithält,

sondern über zwei digitale Eingänge

anderen Quellen als externer DAC zur

Verfügung steht. Für den direkten

Anschluss eines PC/Mac bietet der N50

idealerweise einen asynchronen USB-

Eingang an – dieses jitter-freie Vergnügen

soll sogar bis zu Wortlängen von

192/32 funktionieren.

Frontseitig findet sich ebenfalls ein USB-

Eingang, dieser ist jedoch auf 96/24 limipioneer

N-50 um 600 EuRO

tiert und dient

dem Anschluss

eines

iPod oder einer

externen Festplatte.

Der

N-50 gibt ausstattungsseitig

den Allrounder, der sich

für nichts zu schade ist. AirPlay? Aber

gerne doch! Selbst per Bluetooth darf

die Musik heranströmen, wenn man gegen

Aufpreis das entsprechende Dongle

kauft und in die passende Buchse am

Heck steckt. Dank AirJam, einer Art musikalischem

Streetball, dürfen dann sogar

bis zu vier iPhone- Besitzer gleichzeitig

zum Musikmix beitragen. Anschluss

ins heimische WLAN-Netz findet der

N50 ebenfalls nur per optionalem Adapter.

Egal – LAN-Kabel funktioniert eh

stabiler. Wirklich vermissen könnte man

lediglich die Gapless-Funktion sowie die

ebenfalls fehlende Vor- und Rückspul-

Möglichkeit.

Die Inbetriebnahme des N50 gestaltet

sich einfach und geht dank des farbigen,

knackscharfen Displays flott von der

Hand. Plattencover werden über den

Screen angezeigt, auch über AirPlay.

Sitzt man aber etwas weiter weg, wird

es aber schon schwieriger: Der Schirm

ist für den Alltagsgebrauch leider doch

ein wenig zu klein geraten. Abhilfe

schafft, wie könnte es anders sein, ein

Apple-Spielzeug aus der Touch-, Padoder

Phone-Familie: Ein kostenloses

Pioneer-ControlApp, auf dem iGerät ins-

24

www.audio.de ›03 /2012


Digital­Quellen › netzwerKplayer

FUnK-optIonen: Neben

den üblichen Netzwerk-, USBund

Digitalschnittstellen hält

der Pioneer Anschlüsse für

WLAN- und Bluetooth-

Dongles (je ca. 50 Euro) bereit.

talliert, lässt die Bedienung des N50

zum Kinderspiel werden. Die App ist

intelligent programmiert und bewältigt

ohne langes Warten oder anderen Sperenzchen

auch größere Musikarchive

sehr übersichtlich. Sie erlaubt sogar das

Umschalten der verschiedenen Eingänge

des N50 und bietet selbstredend Zugriff

auf unzählige Radiosender, die über

vTuner ihrer Entdeckung harren.

Zu entdecken galt es auch die klanglichen

Fähigkeiten des N50. Mit Spannung

wurden die ersten Takte von Katie

Meluas „Nine Million Bicycles“ aus dem

Album „Piece By Piece“ im Hörraum erwartet.

Frei von jeglicher Härte und Aggressivität

tönte das Stück aus den KEF

Reference 207/2. Der N50 vollbrachte

das Kunststück, die in der Aufnahme

dieses Stückes enthaltenen Schärfen

elegant zum umhüllen – ideal für stundenlanges

stressfreies Hören.

Im direkten Vergleich zum preisgleichen

Cambridge Audio NP30 klang der

Pioneer eleganter und sanfter. Wo der

Cambridge mit Autorität und Verve

hervorstach, begeisterte der Pioneer

mit umschmeichelnder Betörung und

musika lischer Anmut. Beim Album­Titelstück

„Piece By Piece“ trug der N50 die

Stimme von Katie Melua charmantunaufgeregt

vor, Streicher fächerten

sich wohlig­weiträumig auf.

Auch wenn Cambridge und Pioneer rein

preislich exakt dieselbe Zielgruppe anzupeilen

scheinen, wird doch jeder Interessent

schnell wissen, welcher der beiden

Player eher sein Fall ist. Der Cambridge

lässt seine britischen Gene durchaus anklingen

und kann wegen seiner sehnigknackigen

Abstimmung aufnahmetechnische

Schwächen deutlicher hörbar

machen, hat aber auch das größere

Dynamikpotential. Der Pioneer andererseits

– ganz distinguierter Asiate – verzeiht

mehr, kann aber mitunter etwas zu

träge und weich wirken. Gut – insbesondere

angesichts ihres günstigen Preises

– sind sie beide.

FazIt

Bernhard rietschel

AUDIO-Redakteur

Viel Komfort und spielwert

erwartet man von einem japanischen

netzwerker, und der pioneer

liefert beides in großen portionen.

zusammen mit der soliden

Verarbeitung wird daraus ein

tolles HiFi-Gerät mit einem einzigen

Manko: kein Gapless. Immerhin

gibt es hier ein Hintertürchen:

airplay ist von natur aus gapless.

stecKbrIeF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

Pioneer

N-50

Pioneer

0 21 54 / 91 30

pioneer.de

600 Euro

2 Jahre

43,5 x 9,8 x 33 cm

7,3 kg

anschlüsse

Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–

Analog In/Out

– / 1 Cinch

USB

2x (Host, Stream + iPod)

Digital In koax/optisch • / •

Digital out Koax/optisch • / •

Netzwerk

LAN (WLAN optional)

Funktionen

Display / OSD • (TFT)/ –

Schneller Vor/Rücklauf –

Erweiterte Playlists (Queue) –

Bluetooth/Airplay (optional) / •

Coveranzeige


Radio FM/DAB – / –

Internetradio/Anbieter • / vTuner

Formate

FLAC, WAV, MP3, AAC, Ogg

benötigter Server UPnP

Gapless


Steuerung via App

überträgt kpl. Playlist

Max. Auflösung bit/kHz.

aUDIoGraMM

• (Pioneer ControlApp, 0€)


24/192 Streaming+USB

ÅSeidiger, gutmütiger Klang,

üppige Raumdarstellung.

ÍKein Gapless, kein Vor/

Zurückspulen.

Klang lossless 100

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

100 Punkte

sehr gut

emPFehlung

VIELSEITIGKEIT

03/12

Messlabor

Mit breitbandigen Frequenzgängen nutzt

der Pioneer das Potential höchster Sampleraten

voll aus (1). Der Störabstand ist mit

113dB spitze, das Klirrspektrum (o. Abb.)

lässt neben sauber gestuften Oberwellen

aber auch Komponenten höherer Ordnungen

erkennen, was den Kang leicht aufhellen

kann. Sehr gutem Jitter via USB und

Koax (172/297ps) steht ein deutlich zu hoher

Wert via LAN (2367ps) entgegen (2).

www.audio.de ›03 /2012

25


Lautsprecher › Basskonzepte

contra-bass

Alle Entwickler setzen im Tiefton auf Bassreflexrohre? Nein, nicht alle! Einige Hersteller

bevorzugen Konzepte wie Transmissionline und Bassniere. Zurecht – können diese

doch höhere Präzision bieten und eine Störung der Nachbarn effektiv unterdrücken.

■ Text: Malte Ruhnke

Test

Vier Lautsprecher mit raffinierten Basskonzepten

Harbeth p3 esr 1750 €

ME Geithain Me 804k 22000 €

PMC Twenty 24 3940 €

Teufel Ultima 800 Mk 2 3000 €

26 www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › Basskonzepte

Spötter aus der Boxenbau-Szene behaupten

gerne, Bassreflexrohre

seien nur deshalb so beliebt, weil

die Luft in ihnen nichts koste und dennoch

viel qualitativ fragwürdigen Bass

produziere. Das mag angesichts vieler

guter Reflexboxen unfair sein und schon

gar nicht die marktbeherrschende Stellung

dieser Konzepte erklären, doch ein

Funken wirtschaftlicher Wahrheit ist natürlich

auch an dieser Aussage dran.

Denn Bassreflexrohre kämpfen prinzipbedingt

mit Problemen wie Gruppenlaufzeitverzerrungen,

Kompression, unerwünschten

Mittenfrequenzen und wanderndem

Arbeitspunkt, gegen die Entwickler

mit allerlei Tricks ankämpfen. Dafür

ist ein Rohr die einfachste und billigste

Möglichkeit, um den Einsatzbereich

eines Tieftöners nach unten zu erweitern,

ohne mehr Leistung ins System zu stecken

oder zusätzliche Chassis zu verbauen.

Wer heute ein abweichendes Konzept

baut, muss also Verzicht üben oder

in zusätzliches Material investieren. Die

Entwickler von Harbeth mit ihrem geschlossenen

Konzept etwa setzen auf

Minimalismus und streben weder Tiefgang-

noch Maximalpegelrekorde an.

Und führen dafür akustisch gute Gründe

ins Feld – besonders die Bass präzision

soll vom fehlenden Resonator-Prinzip

profitieren. Dieser Meinung schließen

sich auch die deutschen Studio-Spezialisten

von ME Geithain an. Sie begnügen

sich allerdings nicht mit einem Basstöner

im geschlossenen Gehäuse, sondern

kombinieren dieses mit einer Vorrichtung

zur gerichteten Bassabstrahlung.

Traditionell ein Gegenspieler der Reflexboxen

ist die Transmissionline, die aufwendiger

zu bauen ist, aber dafür auch

kein eigenes Resonanzsystem darstellt –

wovon sich etwa die PMC-Entwickler

einen präzisen und homogen eingebundenen,

dennoch tiefen Bass versprechen.

Doch auch die Idee des Helmholtz-Resonators,

auf der das Bass reflexkonzept

basiert, lässt sich perfektionieren: indem

man statt eines Luftrohres mehrere passive

Membranen in der Box verbaut.

Lautsprecher Teufel nutzt genau diese

Idee – und verwendet sie zusätzlich für

eine Anpassung des Tieftoncharakters

an Raumakustik und Hörgewohnheiten.

Fotos: Archiv, MPS, H. Härle, J. Bauer, valigloo / NMorozova / Valeriy Lebedev(2) – Shutterstock.com

www.audio.de ›03 /2012

27


Lautsprecher › BassKonzepte

transmissionline

pmc twenty 24 Um 3940 eURO

Raum und

aufstellung

Raumgröße

m

K

Akustik

t

D

a

Aufstellung

W

G

H

20 Grad am Hörer vorbei, genau

anwinkeln. Hörabstand 2,5 bis

3 m. Wandnah wird der

Tiefbass etwas massiger.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

in AUDIO 2/2012 oder unter www.audio.de

f

Während die Hersteller von

AV-Elektronik ihre Schätzchen

mit möglichst kryptischen

Buchstabenkombinationen

belegen und High-End-Marken

schwelgerisch-poetische Kunstnamen

erfinden, bevorzugen die englischen

Studio-Spezialisten von PMC

augenzwinkernden Pragmatismus:

Die neue Boxenserie, deren schmalkantiges

Design sich eher an Highender

denn an Studioprofis wendet,

heißt schlicht „twenty“ – in Anspielung

auf das mittlerweile schon wieder

verstrichene 20-jährige Jubiläum

der Firma. Das beging man natürlich

stilecht und stattete alle vier

Boxen der Serie mit einer Transmissionline

aus, dem Markenzeichen

und Technologieträger der „Professional

Monitor Company“. Der

Schall kanal im Spitzenmodell 24 ist

doppelt gefaltet und immerhin drei

Meter lang, was rückwärtig abgestrahlte

Tieftonanteile bis 25 Hz hinab

nutzt. Der Hersteller selbst bezeichnet

seine Basstechnik als

„Advanced Transmissionline“ und verweist

auf die zusätzliche, speziell verteilte

Bedämpfung, die wirklich nur den

Tiefbassanteilen den Weg zur bodennahen

Austrittsöffnung ebnen soll, ohne

dass Mitteltonresonanzen das Klangbild

trüben. Gegenüber einem Bassreflex

hat die Transmissionline dabei den Vorteil,

dass der Basstreiber ähnlich wie in

einer offenen Schallwand nicht auf eine

Feder des Luftvolumens arbeitet. Zudem

stellt die Line selbst keinen Resonator,

sondern nur eine „Umleitung“ dar,

wovon sich Firmengründer Peter Thomas

einen präzisen, weder nachlaufenden

noch nachschwingenden Bass bei

allen Abhörlautstärken verspricht.

Im Mittelhochton bleibt das Konzept der

24 betont puristisch. Nur zwei Chassis

arbeiten in ihr: ein 16 Zentimeter großer,

von PMC selbst entwickelter Tiefmitteltöner

mit matt beschichteter Papiermembran

und filigranem, dennoch stabilem

Gusskorb. Dazu eine 2,7 Zentimeter

große Kalotte, deren Membran aus

Sonolex besteht, einem Gewebe, dessen

Fasern vor der Verarbeitung mit einer

speziellen Dämpfungsbeschichtung

versehen worden sind. Auf eine klassische

Schallführung verzichtet man bei

PMC und nutzt die akustischen Eigenschaften

des Gitters für eine Verstetigung

des Abstrahlverhaltens. Letzterem

dient auch die mit 1800 Hz sehr

niedrig gewählte Trennfrequenz, die den

VeRstäRKeR-empfehlung

Trotz der nicht überragenden AK von 65 harmonierte

die PMC mit vielen Röhren und

stromschwachen Transistoren. Ihr Geheimnis:

die mit 6 Ohm hohe und gleichmäßige

Impedanz. Am Lyric zeigte sie einen etwas

wärmeren Bass, aber ebensolche Klangfarben

mit einer Fülle von räumlichen Details. Spielfreude

und Dynamik gerieten trotz nominell

geringer Leistung herausragend.

lyRic ti-60,

AUDIO 6/10

28

www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › bassKOnZepte

Zusammenarbeit: Die Weiche ist nur mit allerfeinsten Bauteilen

bestückt und enthält einige Pegelanpassungen. Zusammen mit den

Eigenschaften der beiden Töner ergibt sich eine effektive Flankensteilheit

von 24 Dezibel pro Oktave.

selbsterdacht: Der 17er-Tiefmitteltöner mit filigranem

Gusskorb und speziell geprägter Papiermembran wurde von PMC

im Haus entwickelt. Die Sickengröße kann moderat ausfallen,

weil dank Transmissionline keine großen Hübe notwendig sind.

Tiefmitteltöner ausblendet, bevor es zu

stärkeren Bündelungseffekten kommt.

Damit sich die Schallanteile der beiden

Töner trotz der effektiv mit 24dB pro Oktave

filternden Weiche phasengleich

addieren, wurde die Schallwand leicht

schräg angesetzt. Der Tiefmitteltöner ist

OrGel-pFeiFe: Der Tiefmitteltöner regt

den zweifach gefalteten, insgesamt drei

Meter langen Kanal der Line etwa bei 2/5

ihrer Länge an. nicht eingezeichnet sind hier

die Bedämpfungen.

so dem Hörer minimal näher als der

Hochtöner. Das Gehäuse besticht durch

minimalistische Eleganz mit einer dynamischen

Neigung und hervorragender

Verarbeitung der Furnierkanten.

Alles andere als kantig klang die PMC im

AUDIO-Hörraum: Berlioz’ „Symphonie

Fantastique“ (Nezet-Seguin) verlieh sie

auch bei geringen Abhörlautstärken, wie

man sie abends in einer Mietwohnung

pflegt, eine ungewohnte Opulenz und

Detailverliebheit. Mühelos ließen sich

mit ihr alle Orchesterstimmen verfolgen,

und ein federnder und konturierter Bass,

der bei anderen Boxen erst deutlich über

Zimmerlautstärke eine ähnliche Kraft

erlangte, hielt die Musik als tragendes

Element zusammen. Dazu spann die 24

einen weiten und strahlend beleuchteten

Konzertsaal in die Vorstellung der Zuschauer,

deutete die Position der einzelnen

Musikern aber eher an, als sie wirklich

in der Horizontalen festzunageln.

Eine präzisere Abbildung gelang ihr bei

Pop und Folk: Kari Bremnes’ Stimme

stellte sie bei „Over en by“ mit ansatzloser

Schönheit genau mittig in den

Raum und arbeitete die feinen Artikulationsdetails

völlig mühelos und selbstverständlich

heraus. Dazu wieder der

satte und nicht übertrieben trockene,

doch völlig mühelose und bestens konturierte

Bass. Die PMC spielt leise herausragend,

doch kann auch erstaunlich

dynamisch: Peter Gabriels „Up“ bestach

auch bei satten Lautstärken mit kräftigen

Rhythmen, feinperlenden Höhen

und zugleich einem im besten englischen

Monitor-Stil relaxten Charakter. Wenn

man der PMC eine Weile zugehört hat,

merkt man schnell: Hier kann man sich

zurücklehnen und stundenlang hören,

ohne etwas zu verpassen. Auch, wenn

der Abend mal später wird.

kleine Pegel

stecKbrieF

dB

PMC

grosser klang

TWEnTy 24

Vertrieb

PADIS

0 20 54 / 938 57 93

www.

pmc-speakers.com

Listenpreis

3940 Euro

Garantiezeit

20 Jahre

Maße B x H x T

18,5 x 103 x 42 cm

Gewicht

21 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / •

Farben

Eiche, Walnuss, Amarone,

Hochglanz Schwarz

Arbeitsprinzipien 2-Wege-Transmissionline,

Gewebekalotte

Raumanpassung –

Besonderheiten

Bi-Wiring

audiOGramm

ÅStimmschöne, weiträumige

und spielfreudige Box, leise

wie laut tolle Auflösung und

sehr natürlich-kräftiger Bass

Í nicht so ortungsscharf.

neutralität (2x) 90

Detailtreue (2x) 105

Ortbarkeit 80

Räumlichkeit 110

Feindynamik 95

Maximalpegel 75

Bassqualität 90

Basstiefe 95

Verarbeitung

überragend

klangurteil

Preis/leistung

94 Punkte

sehr gut

www.audio.de ›03 /2012

29


Lautsprecher › Basskonzepte

bAssniere

geithain me 804k um 22000 euRO

Raum und

aufstellung

Raumgröße

M

K

Akustik

t

d

a

Aufstellung

W

g

h

Ungefähr auf den Hörer richten,

Hörabstand >3m, in trockenen

Räumen ab 4m. Nur direkt an

der Wand Bass-EQ nutzen.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

in AUDIO 2/2012 oder unter www.audio.de

f

Alternative Konzepte wie

Transmissionline oder

Passivmembran arbeiten

zwar anders als ein Reflexrohr,

folgen jedoch der gleichen Idee:

Der Bass wird durch sie verstärkt

bzw. nach unten erweitert.

Das ist bei der neuen ME 804k

von Geithain anders: Ihre rückseitige

Auslassöffnung verstärkt

nicht den Bass. Mit einem trickreichen

Konstrukt aus verschiedenen

akustischen Fließwiderständen

erreicht Chefentwickler

Joachim Kiesler, einer der dienstältesten

aktiven Boxenentwickler,

dank der rückwärtig abgestrahlten,

zeitlich verzögerten

Bassschwingungen eine Richtwirkung

des gesamten Tief tones.

Damit schlagen die Sachsen

mehrere Fliegen mit einer Klappe:

Zum einen nutzen sie die

quasi systemimmanente Präzision

und Zeitrichtigkeit des geschlossenen

Gehäuses. Dann werden Raumresonanzen

deutlich weniger angeregt, der Bass

bleibt präzise und ist weniger ortsabhängig

als bei konventionellen Boxen, die im

Bass fast immer ein Rundstrahlverhalten

zeigen.

Aber noch ein Nebeneffekt machte die

Box besonders für diesen AUDIO-Test interessant:

Auch die Wände, der Boden

und die Decke bekommen deutlich weniger

Tieftonschwingungen ab – und mit

ihnen auch bei höheren Pegeln die Nachbarn.

Denn der Bass ist der Frequenzbereich,

der durch Körperschallübertragung

am meisten durch Wände und

Gebäude „durch geht“. So bestechend

dieses Konzept in der Theorie, so aufwändig

ist es umzusetzen. Den Fließwiderstand

haben die Geithainer mittlerweile

gut im Griff, aber für eine dynamische

Performance braucht eine solchermaßen

ausgerüstete Box viel Membranfläche

und Leistung. Denn durch die Auslöschung

sinkt der Pegel im Tiefstbass

gegenüber dem geschlossenen Gehäuse

nochmals. Mit der 804k ist das Konzept

zum ersten Mal mit drei kleineren

Basstönern im 20-Zentimeter-Format

umgesetzt, wovon der obere gleichzeitig

als Mitteltöner dient. So kann die Box im

Gegensatz zu anderen MEGs eine relativ

wohlproportionierte Form bekommen,

die durch die abgesetzte Schallwand und

das edle Furnier noch unterstrichen wird.

Als Anwendungsfall zielt sie auf Besitzer

großer Räume und Freunde großer Hörabstände:

Ihre drei Hochtöner sind als Array

angeordnet und bündeln den Schall

relativ kräftig zum Hörplatz hin, was eine

hornähnliche Direktheit und Dynamik ermöglichen

soll, kombiniert mit der Tonalität

eines Direktstrahlers.

Die ersten Töne der 804k im Hörraum

verlockten zum Lauthören: Mit sensationell

direkter Ansprache und Offenheit

präsentierte sie Progrock wie Genesis’

„Abacab“. Staubtrocken und sauber, hornähnlich

direkt abbildend, doch sauberer

und offener als ein solches, mauerte sie

eine wahre „wall of sound“. Ihr Bass

hinkte nie nach, sondern preschte beinahe

voran, spielte mit Nachdruck, aber

nicht übertriebenem Volumen perfekt

30

www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › BASSKOnzepte

DReI plUS eInS: Vor dem Mitteltöner sitzen die kalotten im Array auf einer Brücke, um das horizontale und Abstrahlverhalten zu kontrollieren.

Der Tieftöner (rechts) hat eine andere Sickenkonstruktion als der Mitteltöner (links) und erlaubt deutlich größere Hübe.

eleKtROnIK & AKUStIK: Hinter dem

kühlkörper verbergen sich Weichen- und

Verstärker. Es werden nur XLR-Signale

akzeptiert, der Ausgang dient einem Sub.

Hinter dem Schaumstoff arbeiten die

Schallauslässe für die Bassniere, die rückseitig

abgestrahlten Tiefton unterdrücken.

musikalisch auf den Punkt. Bei Jazz kam

räumliche Opulenz hinzu: Entsprechende

Hörabstände vorausgesetzt, stellte

sie eine Bigband wie bei „Ray Sings, Basie

Swings“ in Lebensgröße in den Hörraum

und pflegte jedes einzelne Blechblasinstrument

vor seinem Einsatz noch

einmal richtig auf Hochglanz zu polieren.

Dann legte die Band los, dass es eine

wahre Freude war, wobei die Geithain

bei aller feindynamischen Opulenz und

Detailverliebtheit immer den Zusammenhalt

der Musik betonte und eine herrlich

homogene Darstellung aller Frequenzbereiche

projizierte. Geradezu einzigartig

ihre Bass präzision: wie komplizierte Läufe

swingten und absolut dröhnfrei und

perfekt getimed im Gesamtensemble

eingebunden wurden – ein Genuss!

Im klassischen Bereich empfahl sie sich

für ultradynamische wie für ruhige Töne:

In Saints­Saens’ „Orgelsinfonie“ (Eschenbach)

setzte das tiefe Instrument im 1.

Satz ganz unauffällig mit tiefen Registern

ein – und über die Geithain ließ sich das

körperlich spüren, ohne dass die Subbass­Pfeifen

Holzbläser und Streicher

dominiert hätten. Wenn Blech, Klavier

und Orgel im „Maestoso“ loslegten, war

die 804 ebenso in ihrem Element: Genaustens

auf den Punkt, mit satt­konturiertem,

doch nie dröhnigem Fundament,

perlenden Klavierläufen und überragend

dynamischem Tutti servierte sie das Finale

in Perfektion und Vollständigkeit –

für den Hörer, nicht für die Besucher des

Nachbarraumes, die von den Energieausbrüchen

deutlich weniger mitbekamen

als über andere Boxen.

ReGelUnG: Mittels Trimmer (Pfeile) lässt

sich der Bass an die Aufstellung anpassen.

Dank Bassniere ist das nur selten notwendig.

StecKBRIeF

ME GEithain

ME 804k

Vertrieb

ME Geithain

034341 / 3110

www.

me-geithain.de

Listenpreis

22.000 Euro

Garantiezeit

5 Jahre (auch Elektronik)

Maße B x H x T

30,5 x 110 x 34 cm

Gewicht

54 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / –

Farben

Esche schwarz, diverse

Furniere nach Wunsch

Arbeitsprinzipien 2,5-Wege-Bassniere,

Hochtöner-Array, vollaktiv

Raumanpassung mehrere Bass-Filter

Besonderheiten

gerichtete Bassabstrahlung

AUDIOGRAMM

ÅFeindynamisch überragende,

natürlich auflösende

und neutrale Box mit sensationeller

Basspräzision und

riesigem Panorama.

Í Sub-Bass von HipHop und

Film können andere lauter.

Neutralität (2x) 105

Detailtreue (2x) 110

Ortbarkeit 115

Räumlichkeit 100

Feindynamik 100

Maximalpegel 90

Bassqualität 105

Basstiefe 100

Verarbeitung

überragend

klanGurtEil

PrEis/lEistunG

104 PunktE

übErraGEnd

EMPfEhlunG

PRäziSiON & TiMiNG

03/12

www.audio.de ›03 /2012

31


Lautsprecher › basskonzepte

passivmEmbran

teufel ultima 800 mk2

um 3000 EuRO

Raum und

aufstellung

Raumgröße

K m

Akustik

T

a

Aufstellung

W

D

g

H

Genau auf den Hörer richten. In

trockenen Räumen manchmal

zu dunkel. Wandnah Bass

Alignment auf "3", sonst nach

Geschmack probieren.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

in AUDIO 2/2012 oder unter www.audio.de

f

Es gab einmal eine finstere Zeit des

HiFi – die 1980er Jahre –, als die

Zahl der Töner auf der Schallwand

zum wesentlichen Verkaufsargument

wurde. Wer sich beim Anblick der neuen

Teufel Ultima 800 Mk 2 und ihrer sechs

Basschassis daran erinnert fühlt ... der ist

auf dem Holzweg. Denn die acht Töner

arbeiten in geradezu klassischer Arbeitsteilung

als 3-Wege-Konzept: ein Hochtöner,

ein Mitteltöner, zwei Bässe – und

vier Passivmembranen. Letztere werden

von den beiden aktiven Bässen lediglich

indirekt über die Federwirkung der Luft

angetrieben und ersetzen bei der Ultima

das sonst übliche Reflexrohr. Diese auch

als Compound-Membranen bezeichneten

Tieftonerzeuger lassen sich im Vergleich

zu Luftröhren leichter abstimmen,

sie benötigen weniger Volumen, und es

besteht keine Gefahr von Kompression,

Kantengeräuschen oder versehentlich

austretenden Mittelton resonanzen.

Die Exemplare in der neuen Teufel sind

dabei – im Gegensatz zu anderen Tönern

nach diesem Prinzip – mit vollem Magnetund

Schwingspulen system versehen.

Doch die auf den ersten Blick fürstliche

Verschwendung von Material hat einen

Sinn: Die Schwingspulen aller vier Passivtöner

lassen sich über ein Widerstandsnetzwerk

und eine

Schraub brücke auf

der Rückseite der Box

sukzessive kurzschließen –

so lassen sich Tiefgang und

Basscharakter an Geschmack

und Raumakustik anpassen. Im

Vergleich zum ersten Ultima-

Modell wurden alle Bässe, im 17er-Format

mit Rohacell-Kohlefaser-Sandwich-

Membran, auf eine tiefere Eigenresonanz

hin neu konstruiert. Der Titan-Mitteltöner,

mit zehn Zentimetern außergewöhnlich

klein, spielt erst am 350 Hz

und wurde gegenüber dem alten Modell

besonders im Verzerrungsverhalten verbessert.

Das nur in Hochglanz Weiß

erhältliche, sauber lackierte Gehäuse ist

zum Kopf hin nach hinten geneigt und

großzügig verrundet, um eine möglichst

phasenhomogene Schallabstrahlung zu

erreichen und Kantenreflexionen so weit

wie möglich zu reduzieren.

Als Hochtöner kommt dabei ein ungewöhnliches

großes Exemplar zum Einsatz,

eine 33-mm-Gewebekalotte. Die

bietet den Vorteil beinahe unerschöpflicher

dynamischer Reserven, sorgt aber

auch für eine Verengung des Rundstrahlverhaltens

zu den höchsten Höhen hin.

Eine leicht gedimmte Tonalität im Raum

war denn auch im Hörtest zu spüren. Bei

Wagners „Symphonischem Ring“ (Duisburger

Philharmoniker) bot die Teufel einen

homogenen und warmen Ton mit

sehr sanfter Dynamik, verdunkelte aber

den Raum auch etwas und kitzelte nicht

jedes Detail aus der Instrumentation. Dafür

stellte sie Pauken und Blech betont

opulent, aber in den Tiefen auch mit hervorragender

Konturenschärfe dar und

folgte sehr präzise der Musik. Ein Eindruck,

der sich bei Jazz und

ungleiche bRüdeR: Aktiv angetriebener

Bass (rechts) und Passivmembran

(links) haben zwar ähnliche Membranen,

unterscheiden sich in Antrieb, Magnet und

Aufhängung aber grundlegend. Bei zweiteren

dient die großzügige Schwingspule nur

der Güteanpassung.

32

www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › BASSKOnzepte

eIn SchöneR RücKen: Nochmal drei Passivmembranen arbeiten rückseitig auf der

Ultima 800 mk2. Darunter sieht man das terminal: Die Eingänge (unten) sind lediglich

Single-Wiring, darüber befindet sch die Schraubbrücke für die abstimmung der

Passivmembranen: Stellung „3“ bedeutet dabei voller kurzschluss, das Weglassen der

Brücke sorgt dagegen für maximaleinsatz der Compound-membranen.

Rock fortsetzte: Jacques Loussiers

„Four Seasons“ bauten mit perlenden

Bassläufen und harten Schlagzeuganschlägen

die Energie der Musik eher

von unten auf. Der Flügel tönte warm

und größer als gewohnt, ließ aber auch

etwas das Perlen in den Läufen vermissen.

Ungewöhnlich satt und hart klangen

die Einsätze von Kontrabass und

Schlagzeug, warm und groß baute sich

Loussiers Flügel vor dem Hörer auf.

Trotz aller Opulenz wusste die Teufel

die intimem Club­Atmosphäre zu bewahren.

Auch bei Rock­Hymnen wie

Queens „One Vision“ („Live Magic“)

trieb die Ultima Beat und Bass voran,

stellte Stimmen und Gitarren mit besonderer

Klangschönheit und Energie

in den Raum, orientierte sich in den

Höhen aber weniger an Stadion­

Beschallung, dafür mehr an rauchiger

Proberaumatmosphäre. Eine

Box für alle Musikrichtungen, die

auch leise besonders opulent

spielt, aber eher zum entspannten Genießen

einlädt als zum Partitur­Hören.

_07FS6_musicline_Audio_03_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 92.00 mm);11. Jan 2012 12:55:29

StecKBRIeF

teufel

Ultima 800 mk 2

Vertrieb

teufel

0 30 / 300 9 300

www.

teufel.de

listenpreis

3.000 Euro

Garantiezeit

10 Jahre

maße B x H x t

22 x 98 x 37,5 cm

Gewicht

31 kg

Furnier/Folie/lack – / – / •

Farben

Hochglanz Weiß

arbeitsprinzipien 3 Wege Passivmembran,

Gewebehochtöner

Raumanpassung 4-stufig tunebare Passivmembranen

Besonderheiten –

AUDIOGRAMM

ÅBetont warm-homogene

Box mit tollem Raum und

hartem, sattem Bass, auch

bei leisen Pegeln kräftig.

Í könnte etwas spritziger

und glanzvoller spielen.

Neutralität (2x) 100

Detailtreue (2x) 90

Ortbarkeit 95

Räumlichkeit 105

Feindynamik 85

maximalpegel 85

Bassqualität 95

Basstiefe 95

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

93 Punkte

sehr gut

ND5 XS: Naims vielseitiger neuer Streamingplayer

Naim nicht im Versand erhältlich

„Naim ist mit dem ND5 XS ein großer Wurf

gelungen. Ganz klar ein stereoplay Highlight.“

stereoplay 1/2012

www.music-line.biz · Tel. 04105 77050


Lautsprecher › bassKonzepte

Da auch der beste Chassis­Fertigungsprozess

hörbare Toleranzen produziert,

werden die Harbeth im Werk gemessen

und nur als gematchte Paare mit geringstmöglicher

Abweichung zueinander

geliefert. Davon profitiert vor allem die

räumliche Abbildung beim Nahfeldhören,

denn hier kommt es besonders auf tonal

identische Signale zwischen linker und

rechter Box an. Die homogene Räumlichkeit

war dann auch eine der Stärken der

kleinen Harbeth: Selbst im Nahfeld projizierte

sie eine weiträumige und verblüffend

natürliche Bühne, auf der sich die

Akteure bei Offenbachs „Contes

d’Hoffmann“ (Ozawa) scheinbar müheraum

und

aufstellung

Raumgröße

M

K

Akustik

t

a

Aufstellung

W

d

G

H

F

Ungefähr auf den Hörer richten,

Abstände um 2 Meter ideal, in

trockenen Räumen auch mehr.

Direkt an der Wand etwas

voluminös, geht auch im Regal.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

in AUDIO 2/2012 oder unter www.audio.de

harbeth P3 ESR um 1750 EuRO

gEschlossEn

Klein, aber fein: Die 19-Millimeter-

Kalotte besitzt eine große Sicke und eine

Schalllinse für homogenes Rundstrahlen.

Es sind die Details am Rande, die einen

Lautsprecherhersteller britischer

als britisch machen: das

magische Gründungsjahr 1977 etwa, die

Lizenzfertigung des legendären Monitors

LS 3/5a, die Fertigung per Hand in

England und die Gründung durch einen

BBC­Ingenieur. Harbeth bietet in der Firmengeschichte

all das. Und dem Konzept

der LS3/5a bleibt auch das aktuelle

Modell, die P3 ESR, in typisch britischer

Weise treu. Das zeigt schon die Gehäusekonstruktion

mit eingeschraubter

Schall­ und Rückwand. So spielt der nur

fünf Zoll kleine Tiefmitteltöner mit einem

von Harbeth „RADIAL“ genannten Spezialkonus

im geschlossenen Gehäuse,

das innen großzügig mit dichtem

Schaumstoff bedämpft ist. Dieser sorgt

dafür, dass die Wände nicht zu stark

angeregt werden, vergrößert aber auch

akustisch das nur fünf Liter netto messende

Innenvolumen.

Die geschlossene Abstimmung kostet

zwar, auch angesichts der kleinen Membranfläche,

weiter Maximalpegel. Da der

Bass aber unterhalb der Eckfrequenz nur

langsam abfällt – hier mit lehrbuchmäßigen

zwölf Dezibel pro Oktave – ist subjektiv

nach Überzeugung der Harbeth­

Konstrukteure noch ein guter Tiefbass­

Eindruck vorhanden. Im Brillanzbereich

setzt die Kalotte ein, die zugunsten eines

breiten Rundstrahlverhaltens mit einer

nur 19 Millimeter kleinen Membran ausgestattet

wurde.

VerstärKer-empfehlung

Geringer Wirkungsgrad, hohe AK – das ruft

nicht gerade nach einer Röhre. Sind diese

allerdings spannungsstark, kann die Kombination

harmonisch gelingen. Die Dynavox-

Monos bringen der Harbeth Stimmschönheit

en masse.

dynaVox , AuDIO 2/12

34

www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › BASSKOnzepte

vOll veRKleIDet: Das nur fünf Liter

netto messende Volumen wurde großzügig

bedämpft, die Frequenzweiche filtert sanft,

ist aber hochwertig bestückt.

los bewegten. Mit ihrer realistischen,

vom Charakter

her eher warmem Stimmdarstellung

und fein differenzierten

Orchesterklangfarben

erwies sie sich als

Monitor im besten Sinne.

Bei Santanas „Abraxas“

klang sogar ihr Fundament

erstaunlich groß und stimmig,

Rhythmen folgte sie

mit musikalischem Gespür,

aber auch hinreichender

Dynamik und einem zumindest

gut angedeuteten

Tiefbass. Sicher, höhere

Pegel und größere Hörabstände

waren nicht ihr

Metier, die ProAc Tablette

(AUDIO 10/11) zog da mühelos

vorbei. Die Harbeth

hatte solche Kraftmeiereien

aber gar nicht nötig: Ihre Wärme und

feine Differenzierung im Klangbild verführten

eher zum entspannten, stundenlangen

Leisehören.

_07HKZ_Denon_DNP-720_ANZ_210-137_4.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);18. Jan 2012 10:21:33

StecKBRIeF

HarbetH

P3 ESR

Vertrieb

Input Audio

0 43 46 / 60 06 01

www.

inputaudio.de

Listenpreis

1750 Euro

Garantiezeit

10 Jahre

Maße B x H x T

19 x 30,5 x 20,5 cm

Gewicht

6,3 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / –

Farben

Kirsche, Ahorn, Palisander,

Eukalyptus, Esche schwarz

Arbeitsprinzipien 2-Wege geschlossen

Raumanpassung –

Besonderheiten –

AUDIOGRAMM

ÅHomogener, transparenter

und sehr räumlich-natürlicher

Monitor, ideal zum

Leisehören.

Í Im Pegel begrenzt, Bass

nicht so kraftvoll.

Neutralität (2x) 100

Detailtreue (2x) 100

Ortbarkeit 90

Räumlichkeit 100

Feindynamik 75

Maximalpegel 40

Bassqualität 65

Basstiefe 60

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

83 Punkte

gut

kleine Pegel

dB

grosser klang

DIE NETZWERK-DNA

entschlüsselt für Ihre Stereo-Anlage.

Denon Netzwerk-Audio-Player DNP-720AE. Es ist an der Zeit, die geliebte Stereo-Anlage mit den

neuesten Netzwerk-Technologien aufzurüsten. Mit dem neuen Denon DNP-720AE entschlüsseln Sie die

Netzwerk-DNA und genießen neue Musikquellen in echtem Denon-Klang. Über eine drahtlose oder kabelgebundene

Verbindung zum Heimnetzwerk bietet der Player alle Facetten der neusten Audioübertragung

inklusive AirPlay, Internetradio und Streaming von Netzwerkspeichern (NAS) Dank der DLNA 1.5-Unterstützung.

Auch nach über 100 Jahren steht Denon für höchste Klangqualität von jeder Musikquelle. Überzeugen

Sie sich selbst bei Ihrem autorisierten Denon-Händler und im neuen Video mit der Band Young

The Giant auf www.denon.eu/DNP-720AE.

DNP-720AE: Die Perfektionierung Ihrer

Stereo-Anlage mit nur einem Gerät.

Denon ist ein Warenzeichen oder eingetragenes Warenzeichen von D&M Holdings, Inc.


Lautsprecher › basskonzepte

Messlabor

Die Faustregel, wonach Reflexkonzepte die besten Werte für

Tiefgang und Maximalpegel ergeben und geschlossene die

schlechtesten, lässt sich durch diesen Test nicht verifizieren – zu

unterschiedlich sind die Voraussetzungen in Volumen und Membranfläche.

Die Geithain erreicht den besten Tiefgang, muss aber unter

60 Hz ihrem Konzept der Schallauslöschung Tribut zollen und

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

Teufel Ultima 800 Mk II

Frequenzgang

axial 10*hoch 30*seitl.

16 Ohm

8 Ohm

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

erreicht hier nur 99 Dezibel unverzerrten Pegel. Wenn nicht Sub­

Bass­reiches Material wie Actionfilme, Techno oder HipHop vorliegt,

kann sie dennoch sehr laut spielen, oberhalb 80 Hz ermittelte das

Labor 114 Dezibel. Die Harbeth ist naturgemäß durch ihr Volumen

kein Pegelwunder, spielt aber relativ tief (48Hz bei ­6dB) und bis

91 Dezibel auch sehr sauber. Den höchsten durchgängigen Pegel

liefert die Teufel mit 105 Dezibel, sie verzichtet allerdings auch auf

das letzte Quentchen Tiefbass. Die PMC zeigt für eine 2­Wege­Box

beeindruckende 24 Hz Tiefgang (­6dB). Ihr Maximalpegel ist rechnerisch

bei 100 Dezibel begrenzt, allerdings nur aufgrund der einsetzenden

Kompression – in der Praxis geht sie deutlich lauter und liegt

nur knapp hinter der Teufel zurück. Die leichte Kompression kann

sogar von Vorteil sein, so wirkt der Bass bei geringen Pegeln lauter,

bei höheren passt er sich relativ gesehen zu den Mitten wieder an.

PMC twenty 24

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

Harbeth P3ESR

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

90 dB

80 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

110 dB

Musikelektronic Geithain Line Pegel- 800& Klirrverlauf

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

Teufel Ultima 800 Mk II Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

PMC twenty 24

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

Harbeth P3ESR

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

100 dB

100 dB

100 dB

90 dB

90 dB

90 dB

90 dB

80 dB

80 dB

80 dB

80 dB

70 dB

70 dB

70 dB

70 dB

60 dB

60 dB

60 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

Me geithain Me 804k.

Perfekt neutral, sehr tief,

gleichmäßige Directivity mit

mittlerer Richtwirkung horizontal

und stärkerer vertikal. Bass

nach hinten deutlich gedämpft.

Über 50 Hz fast kein Klirr, darunter

deutlich steigend

teufel ultiMa 800Mk 2

Neutral, recht tief. Bass-

Schalter verändert die Güte des

Bassabfalles. Deutlich weniger

Höhen seitlich der Achse.

Gleichmäßige Impedanz. Durchweg

sehr klirrarm.

AK: 56

4 Ohm

pMc twenty.24

Höhen auf 30 Grad seitlich ausgewogen,

etwas unruhig im

Grundton, aber sehr tief. Etwas

erhöhter, aber nur langsam steigender

Bassklirr mit Kompression,

darüber sehr sauber.

AK: 65

6 Ohm

harbeth p3 esr

Ausgewogen mit betontem

Kickbass und langsamem Bassabfall.

Geringer Kennschalldruck,

sanfte Impedanz. Unterhalb

200 Hz erhöhter Klirr und

Kompression, darüber sauber.

AK: 82

6 Ohm

bassprinzipien iM Vergleich

fazit

Malte Ruhnke

AUDIO-Redakteur

geschlossen

Der Tieftöner arbeitet

rückwärtig

auf die Federwirkung

des Luftvolumens,

der rückwärtige

Schall wird vernichtet.

Tendenziell

wenige Pegel- und

Bassausbeute, aber

beste Präzision.

transMissionline

Der rückwärtige

Bassschall wird via

Line umgeleitet und

genutzt. Bringt guten

Tiefgang bei hoher

Präzision, ist aber

schwer abzustimmen

und aufwändig

zu bauen.

passiV-

MeMbran

Akustisch ein Bassreflexsystem:

Die

aktive Membran regt

per Federwirkung

das Luftvolumen

an, dass wiederum

die passiven treibt.

Bes ter Tiefgang bei

wenig Volumen.

bassniere

Der rückwärtige

Schall wird via akustischem

Verzögerungsglied

nicht zur

Addition genutzt,

sondern zur Auslöschung

nach hinten.

Relativ wenig Pegel,

aber raumakustisch

am günstigsten.

wer auf tiefbass steht und dennoch

keine nachbarn stören will,

hat zwei probleme: leise fühlt man

den bass nicht richtig, es klingt

dünn. hier hilft die pMc, die wie

kaum eine andere box auch bei

zimmerlautstärke noch fundamentstark

und hochaufgelöst

spielt – ein röhren-geheimtipp zudem!

wer volle Dynamik will, ohne

eine anzeige wegen ruhestörung

zu bekommen, für den ist die geithain

erste wahl. für große räume

ist sie ein echter stern am boxenhimmel,

Die alternative zum horn.

36

www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN

EXTRA DREI

Eine Kompaktbox hat einen Tieftöner und einen Hochtöner – diese Regel gilt nur für

gewöhnliche Exemplare. Chario, Nubert und KEF bauen lieber etwas Besonderes und

verwenden drei Töner mit ungewöhnlichen Konzepten. Können die opulent

bestückten Kleinen mit 3-Wege-Standboxen mithalten

■ Text: Malte Ruhnke (KEF, Nubert), Alexandros Mitropoulos (Chario)

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

M

K

Akustik

T

A

Aufstellung

W

D

G

H

F

KEF R300 UM 1200 EURO

5-10 Grad am Hörer vorbei.

Hörabstand flexibel 2 bis 3,5m.

In bedämpften Räumen

tendenziell etwas zu dunkel.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

in AUDIO 2/2012 oder unter www.audio.de

Das gesamte Frequenzspektrum

auf drei Töner aufzuteilen, macht

eigentlich besonders bei Kompaktboxen

Sinn, wo der Tieftöner oft am

Limit arbeitet und das Klangbild von

einem separat werkelnden Mitteltöner

nur profitieren kann. Bei zwei Wegen besteht

nämlich die Gefahr, dass der Tiefmitteltöner

von energiereichen Bassschlägen

ans Limit gebracht wird und

sich die Verzerrungen auch den filigranen

Mitteltonfrequenzen und Präsenzen

aufprägen – der Fachmann spricht von

Intermodulationsverzerrungen.

Umso verwunderlicher, dass die Zahl

der 3-Wege-Kompaktboxen am Markt

überschaubar ist. Bei der neuen KEF

R300 war das Konzept pure Notwendigkeit:

Ihre Chassis sind direkte Verwandte

der Supertöner aus dem Spitzenmodell

Blade, und der neue UniQ-Koax

ist ausschließlich für Mittel- und Hochton

optimiert – für eine Fullrange-Box

fehlt es ihm an Hub und Membranfläche.

Unter 500 Hz wird er deshalb ausgeblendet

und ein kräftiger, 16,5 Zentimeter

großer Tieftöner übernimmt. Weil der

wiederum keine filigrane Arbeit im Mittelton

leisten muss, kann er mit einer

harten Aluminium-Flachmembran ausgestattet

und schwerer gebaut werden.

Die ringförmige, ebenfalls aus Aluminium

gefertigte Membran des UniQ

dagegen ist ausgesprochen leicht und

gewinnt ihre Stabilität vor allem durch

eingeprägte Versteifungen und ihre

Fotos: Archiv, MPS

38 www.audio.de ›03 /2012


Kegelform. Letztere sorgt zugleich für

eine Richtwirkung des Hochtonschalls,

denn der Mitteltöner wirkt für den Hochtöner

als vorgesetzte Schallführung.

Damit es nicht zu Beugungen und Brechungen

kommt, wurden Sicke und Ring

völlig flach aufgebaut. Der 26 Millimeter

große Hochtöner wiederum wurde zur

Harmonisierung des Abstrahlverhaltens

in eine Schallführungskonstruktion namens

„Tangerine Waveguide“ verbaut.

TRAUM-TÄNZER

Die Chassis der R300 wirken nicht nur

wie verkleinerte Exemplare der Blade-

Töner – sie klingen auch so. Der sanfte,

doch vorbildlich natürliche, mit einem

STECKBRIEF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

Furnier/Folie/Lack

Farben

Arbeitsprinzipien

KEF

R300

GP Acoustics

0231 / 9860-320

kef-audio.de

1200 Euro

5 Jahre

21 x 38,5 x 34,5 cm

12 kg

• / – / •

Palisander, Walnuss, Hochglanz

Schwarz

3-Wege-Bassreflex, koaxialer

Mittelhochton

Raumanpassung –

Besonderheiten

Bi&Single-Wiring Terminal

AUDIOGRAMM

ÅSanfte, natürliche und

dynamische Box mit vollem

Bass und beeindruckend

realistischer Bühne.

Í In bedämpften Räumen

nicht ganz so detailreich.

Neutralität (2x) 85

Detailtreue (2x) 80

Ortbarkeit 100

Räumlichkeit 100

Feindynamik 85

Maximalpegel 70

Bassqualität 85

Basstiefe 75

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

85 PUNKTE

ÜBERRAGEND

EMPFEHLUNG

PREIS / LEISTUNG

03/12

zugkräftigen Bass untermalte Charakter

begeisterte die AUDIO-Redaktion bei

„Ray Sings, Basie Swings“. Sie klang bei

dieser wahrlich komplexen Aufnahme

nicht nur wie eine weit größere Box,

sondern verblüffte auch mit einer natürlichen

Bühnenabbildung, die in Größe

und Genauigkeit selbst von den besten

Highend-Boxen im AUDIO-Testfundus

kaum besser dargestellt werden

kann. Jedes Instrument fügte sich

harmonisch ins Geschehen ein, der

plastische Raum war weiträumig

zu erkennen, wenn auch in der Klangfarbe

minimal gedimmt. Dazu eine völlig

transparente und warme Darstellung

der Klangfarben, die auch nach Stunden

konzentrierten Hörens niemals nervte.

Sicher, andere Boxen wie die Nubert

NuVero 3 konnten aus einer solchen Aufnahme

noch mehr Details herauskitzeln,

servierten diese allerdings auch deutlich

weniger homogen und etwas energischer.

Einzig bei zu starker Raumbedämpfung

geriet der Charakter der

KEF zu dunkel, ihre Sanftheit kostete

dann Detailtreue. Als echter Rocker

erwies sie sich bei R.E.M.s „Automatic

For The People“: stämmig, doch konturiert

und dynamisch ihr Tiefbass, warmhomogen,

doch mit feiner Ansprache

und feinster Nuancierung ihre Stimmdarstellung.

Sauber und schlackenfrei

präsentierte sie auch dynamische, komplexe

Klassik wie Wagners „Walküre“

(Haitink) mit überragender Natürlichkeit.

Von den drei Tönern bekam der Hörer

wenig mit – die R300 klingt homogen

und natürlich wie aus einem Guss.

ALLES PASST: Beide Töner arbeiten beim

UniQ in Symbiose, entsprechend glatt wurden

Membran und flache Sicke geformt. Der

Konus selbst ist besonders versteift.

GESTOPFT: Das Innere

des Gehäuses ist großzügig und dicht

bedämpft, das Reflexrohr verrundet. Das

Bi-Wiring-Terminal lässt sich per Drehknopf

zum Single-Wiring umwidmen.

MESSLABOR

Der Frequenzgang zeigt eine sehr lineare

KEF mit minimalem Abfall zu den Höhen hin.

Tiefgang (37Hz/-6dB) und Maximal pegel

von 103 dB sind angesichts der Größe

herausragend. In der Praxis geht die R300

sogar lauter, weil sie nur in einem schmalen

Band um 70 Hz Limits zeigt. Tadellos das

Abstrahlverhalten. Die niedrige und komplexe

Impedanz (3 Ohm) macht aber einen

stabilen Verstärker ratsam. AK: 63

KEF R300

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

KEF R300

110 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

Pegel- & Klirrverlauf

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

www.audio.de ›03 /2012

39


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

K M

Akustik

T

A

Aufstellung

W

D

G

H

F

CHARIO SYNTAR 523R UM 1250 EURO

20-25 Grad am Hörer vorbei,

unproblematisch in der Aufstellung.

Hörabstand ab 2,5 m.

Wandnah eher bassbetont.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

in AUDIO 2/2012 oder unter www.audio.de

Wie in aller Welt stuft man eine

Box mit 55 Zentimeter Höhe

ein? Die Syntar 523R von Chario

geht nämlich weder als Standbox

noch als Kompakte durch. Für wen ist

sie also das Richtige? Der erste Blick verrät

die Antwort: Musikfans, welche die

Lässigkeit von großen 3-Wege-Standboxen

zu schätzen wissen, aber keine

riesige Wohnung haben, könnten mit

der kleineren Chario glücklich werden.

Das schlichte Echtholzfurnier (Walnuss

oder Wenge, jeweils beidseitig furniert)

und die klassische Gehäuseform verleihen

ihr zudem ein charmantes Vintage-

Flair – als käme sie direkt aus den 70er

Jahren. Alternativ sind die Boxen des italienischen

Herstellers aber auch mit

Hochglanzlack zu haben (schwarz oder

weiß). Die Kanten der Gehäusewände

sind auf eine spezielle Art zugeschnitten

und mit vibrations-absorbierendem

Leim verbunden. Zusätzlich befindet

sich an den Verbundstellen eine dünne,

entkoppelnde Filzschicht.

Die Idee bei 3-Wege-Boxen besteht

darin, dass sie für jeden der wichtigen

Bereiche des Hörspektrums (Bass,

Mitten, Höhen) einen separaten Schallwandler

an Bord haben. Eine entsprechend

aufgebaute Weiche übernimmt

dann die Signalverteilung. Bei der Chario

liegen die Übergangsfrequenzen für den

20-cm-Woofer bei 900 Hz und für den

10er-Mitteltöner bei 1,5 kHz. Letzterer

verantwortet also einen relativ schmalen,

aber wichtigen Bereich, für den der

Bass bereits zu groß, der Hochtöner

aber noch zu klein ist – solche Lückenfüller

heißen daher auch „Filler Driver“.

Eine 27-Millimeter-Kalotte mit Neodym-

Antrieb und beidseitig alu-bedampfter

Seidenkalotte übernimmt dann den Rest

des Klangspektrums.

Eine weitere Besonderheit ist die nach

unten abstrahlende Öffnung des Bassreflexrohres.

Aber keine Sorge: Halbierte

Tennisbälle müssen deswegen, trotz

des Retro-Looks, nicht als Standfüße

herhalten – passende, höhengerechte

Gummispikes sind im Lieferumfang enthalten.

Der Untergrund des Aufstellorts,

sei dies ein Lowboard, der Boden oder

ein Ständer, sollte daher möglichst hart

MESSLABOR

Die Messung des Frequenzverlaufs der

Chario Syntar 523R (Abbildung links), er gab

eine minimale Präsenz-Senke zwischen

2- 3,5 kHz. Zusätzlich ist auf Achse gemessen

eine Anhebung der Höhen ab 12 kHz

erkennbar. Die untere Grenzfrequenz beträgt

38 Hz (bei -6 dB). Die Klirrmessung

(Abbildung rechts) ergab bis zur Maximallautstärke

von 100,5 dB vorbildliche Werte.

AK=63.

Chario Synatar 523 R

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

Chario Synatar 523 R

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

40

www.audio.de ›03 /2012


Klare

Ansichten

LOW END: Das Bassreflexrohr mündet in eine

Öffnung auf der Unterseite. Spikes sind Pflicht.

DRÜBEN WIE HÜBEN: Die „Double-

Flex”-Membran des Tief- und Mitteltöners

besteht aus einem Kunststoff-Polymer.

sein – wenn die Box bäuchlings auf dem

Flokati aufsitzt, spielt sie zu schlank.

BACK TO THE ROOTS

Als Aufstellungsart wählten die AUDIO-

Tester niedrige Ständer, wodurch sich

die Hochtöner ungefähr auf Kopfhöhe

befanden. Zunächst direkt auf die Ohren

gerichtet, kamen die Höhen jedoch eine

Idee zu frisch rüber. Gerade oder minimal

angewinkelt ergab sich hingegen

STECKBRIEF

CHARIO

SYNTAR 523R

Vertrieb

Chario Deutschland

02251 / 970 043

www.

chario.it

Listenpreis

1250 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T

26,5 x 55,2 x 25 cm

Gewicht

11 kg

Furnier/Folie/Lack • / – / •

Farben

Walnuss, Wenge, Hochglanz

Schwarz, Hochglanz Weiss

Arbeitsprinzipien 3-Wege, Bassreflex

Raumanpassung –

Besonderheiten

Reflexöffnung unten

AUDIOGRAMM

ÅDynamischer Klang,

gute Stereo abbildung, tolle

Verarbeitung.

ÍAuf Achse etwas überbrillant.

Neutralität (2x) 90

Detailtreue (2x) 90

Ortbarkeit 80

Räumlichkeit 90

Feindynamik 75

Maximalpegel 70

Bassqualität 70

Basstiefe 60

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

83 PUNKTE

SEHR GUT

ein im gesamten Frequenzbereich homogener

Klang. Gut zu hören etwa beim

Hendrix-Klassiker „Voodoo Child” von

Angelique Kidjo („Oremi”), wo darüber

hinaus der drückende Bass für eine

packende Dynamik sorgte.

Die 523R aus der Syntar-Serie trumpften

vor allem mit einer guten Stereoabbildung

auf. Um in Hendrix-Gefilden

zu bleiben: „Little Wing” – diesmal vom

Meister himself – klang erstaunlich groß,

mit einer hervorragenden Ortbarkeit der

Instrumente. Auch feinste Klangdetails

wie Ausklingphasen oder Hallanteile

konnten die Charios dabei mit Leichtigkeit

wiedergeben. Dabei spielten sie bei

Pop und Rock mindestens genauso gut

wie bei Klassikaufnahmen – etwa bei

George Bizéts „Farandole” (L´Arlesienne

Suite Nr. 2).

FAZIT

Alexandros Mitropoulos

AUDIO-Redakteur

Die Chario leistet mit ihrem

3- Wege-Prinzip hervorragende

Arbeit. Durch ihre kompakten

Maße eignet sie sich für alle HiFi-

Fans, die nur begrenzt Platz

haben. Optisch wie auch klanglich

kommt die schmucke Italienerin

fast retro-angehaucht daher –

was ihr aber sehr gut steht.

Der neue

TD-2035

Inklusive Tonarm TP-92

aus dem Hause Thorens.

Auch in den Farbvarianten

Weiß, Blau, Rot und

Schwarz erhältlich.

info@sintron.de

www.sintron-audio.de

www.gutes-hifi-guenstig.de

Distributor: Sintron Vertriebs GmbH

Südring 14 · D-76473 Iffezheim · Tel.: 0 72 29 - 18 29 50

Schweiz: Sinus Technologies

Weingarten 8 · CH-3257 Ammerzwil · info@sinus-technologies.ch


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN

RAUM UND

AUFSTELLUNG

Raumgröße

K M

Akustik

T

A

Aufstellung

W

D

G

H

F

NUBERT NUVERO 3 UM 1090 EURO

Ungefähr auf den Hörer richten.

Dipol nur in bedämpften

Räumen und >80cm Abstand,

im Regal Bassabsenkung.

Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie

in AUDIO 2/2012 oder unter www.audio.de

Von vorne sieht die NuVero 3 aus

wie eine gewöhnliche 2-Wege-

Regalbox. Auf die Schallwand

passen genau ein Hochtöner und ein

Tieftöner. Zur Besonderheit wird die Box

durch den rückwärtigen Hochtöner, der

als Dipol-Strahler arbeitet. Das mag

HiFi-Puristen zunächst überraschen, erzeugt

doch ein solchermaßen nach hinten

gerichteter Töner vor allem indirekten

Schall im Raum und widerspricht

damit der gängigen Lehre von der höchsten

Wiedergabetreue.

Günther Nubert gibt auch freimütig zu,

dass der Zusatzhochtöner mit Absicht

zusätzliche Räumlichkeit erzeugt, aber

tendenziell die Ortungsschärfe verringert.

Es gibt aber auch ein treffendes

elektroakustisches Argument, genau im

Frequenzbereich über 3 kHz mehr Schallenergie

in den Raum zu bringen: Durch

die Schallwand und die Eigenbündelung

der Chassis strahlt gerade eine kleine

Kompaktbox ohnehin mehr Mitteltonals

Hochtonenergie in den Raum, und

ein zusätzlicher Diffustöner kann besonders

in ungleichmäßig bedämpften Räumen

helfen, die Balance wiederherzustellen.

Je nach Raumakustik, Aufstellung

und Geschmack lässt sich der Dipol

an- und abschalten, der vordere Hochtöner

im Pegel absenken oder anheben,

sowie dem Tieftöner eine Hochpassweiche

vorschalten. Das alles treibt den

Aufwand bei der Frequenzweiche in geradezu

ungekannte Höhen. Auch in den

Chassis steckt aufwändige Technik, am

Tiefmitteltöner arbeiteten die Nubert-

Entwickler so intensiv wie an kaum

einem anderen Chassis. Kennern mag

der mit 15 Zentimetern Korbdurchmesser

– die effektive Membran misst kaum

elf Zentimeter – recht klein dimensionierte

Tiefmitteltöner trotz seiner Glasfaser-Sandwichmembran

kaum geeignet

erscheinen, die Performance einer

Standbox zu erreichen. Das mag für den

Maximalpegel auch gelten – in puncto

Tiefbass hat Günther Nubert die Parameter

des Töners aber durch harte Aufhängung,

extrem starken Antrieb und

hohe Auslenkung so optimiert, dass er

mit einem auf 50 Hz getunten Bassreflexrohr

optimal zusammenarbeitet.

MESSLABOR

Der Frequenzgang ist perfekt neutral, der

Tiefgang mit 42 Hz (-6dB) herausragend angesichts

des kleinen Volumens. Das erkauft

sich Nubert mit etwas geringeren Reserven

im Grundton, was den Maximalpegel

rechnerisch auf 99 dB limitiert. (o. Abb.) Im

Bass lässt sich Absenkung für Regal- oder

Sub-Betrieb schalten, der zuschaltbare

Dipol strahlt ab 2,5 kHz breit ab, auf Achse

wird der Höhenpegel dann leicht reduziert.

Nubert nuVero 3

Pegel- & Klirrverlauf

110 dB

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

42

www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › KOMPAKTBOXEN

DOPPELSTÖCKIG: Die zahlreichen Bauteile filtern auch die verschiedenen

Pegelsteller-Varianten, entspreched opulent fällt die Weiche aus.

Trotzdem muss der Konus bis 2,5 kHz

linear und verzerrungsfrei übertragen,

was bei einem Langhubtieftöner – er

kann sich stolze drei Zentimeter bewegen

– gar nicht so einfach zu bauen ist.

Gar nicht so einfach konstruiert ist auch

das Gehäuse – auf der Rückseite war neben

Hochtöner, verrundetem Reflexrohr

und Schalterbank kein Platz mehr für ein

würdiges Bi-Wiring-Terminal. Das wanderte

denn auf die Unterseite der Box,

was Bananas fragwürdig erscheinen

STECKBRIEF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

Furnier/Folie/Lack

Farben

Arbeitsprinzipien

Raumanpassung

Besonderheiten

AUDIOGRAMM

NUBERT

NUVERO 3

Nubert

07171 / 92690-0

nubert.de

1090 Euro

10 Jahre

20,5 x 31 x 30 cm

9 kg

– / – / •

Mocca, perlweiss, anthrazit

2-Wege-Bassreflex, zuschaltbarer

Dipol

Bassschalter, 3-fach Höhenschalter,

Dipol an/aus

Zusatzhochtöner hinten

ÅSehr neutral und detailgenau

mit erstaunlicher Bandbreite

und präzisem Timing,

raumakustisch flexibel.

Í Bass nicht so mächtig,

Bühne wahlweise klein oder

etwas diffus.

Neutralität (2x) 95

Detailtreue (2x) 100

Ortbarkeit 80

Räumlichkeit 100

Feindynamik 80

Maximalpegel 55

Bassqualität 60

Basstiefe 60

Verarbeitung

sehr gut

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

82 PUNKTE

ÜBERRAGEND

lässt, aber eine elegante

Kabelzuführung ermöglicht.

Elegant war auch der

erste Klangeindruck der

NuVero mit Schaltern in

Standard-Stellung: Tori

Amos’ grazile Stimme

stellte sie bei „Little

Earthquakes“ in voller

Schönheit, doch schlanken

Maßen und voll feiner

Tonalität in den Raum und

pflegte sogar liebevoll

sanft die S-Laute. Die

Band spielte konzentriert

und hochmusikalisch, der

Bass wundervoll konturiert

und präzise, doch alles auch eine Spur zu

intim, zu wenig enthusiastisch.

Das änderte sich mit dem Zuschalten

des Dipols – alles wurde räumlicher, viel

größer und schwelgerischer. Auf einmal

spielte die zierliche Tori nicht mehr im

Proberaum, sondern auf einer Stadionbühne

– grandios und mitreißend, doch

auch etwas zu wenig fokussiert. Wer

den Dipol einsetzen will, muss Aufstellungsoptimierung

leisten, kann dann

aber gerade in bedämpften Räumen

wunderbar ausgewogen hören. Sogar

bei eher trockenen Orchesteraufnahmen

wie Beethovens 5. Sinfonie (Barenboim)

produzierte die NuVero plötzlich

weiten Raum und schaffte wohlige Atmosphäre.

Hier kauft man zwei Boxen in

einer: einen intimen Nahfeldmonitor und

eine Box zum Wohlfühlen für den romantischen

Abend.

HOCHTÖNER HINTEN: Unter dem

Reflexrohr sitzt der Dipol-Tweeter. Unten die

Pegelschalter für Bässe, Höhen und Dipol.

FAZIT

Malte Ruhnke

AUDIO-Redakteur

Zuerst musste ich stutzen, dass

ausgerechnet der Perfektionist

Günther Nubert einen Dipol auf

den Markt bringt. Die NuVero 3

wird nicht mit jedem Geschmack

und jedem Raum harmonieren.

Doch nach dem Hörtest stand

fest: Wenn sie funktioniert, spielt

sie neutral und grandios. Nur eine

mittlere Dipol-Stellung hätte ich

mir noch gewünscht.

www.audio.de ›03 /2012

43


Verstärker/Quellen › STereO-KOMbiS

ZweierbeZiehung

2Bei diesem Test werden auch jene fündig,

die nur nach einem Vollverstärker oder einem

CD-Spieler suchen. Ein besonders harmonisches

Paar kann der Tester aber auch empfehlen.

■ Text: Hans-Ulrich Fessler

44 www.audio.de ›03 /2012


Verstärker/Quellen › STEREO-KOMBIS

Schön, wenn die Hersteller ihre Einzelkomponenten

so wertig stylen,

dass sie in der Kombination besonders

elegant aussehen. Damit sprechen

sie die designorientierte Klientel an, die

nichts mehr hasst als einen Turmbau aus

optisch nicht harmonierenden Komponenten

– mögen die einzelnen Ingredienzen

klanglich noch so sehr über jeden

Zweifel erhaben sein.

Noch schöner, wenn die Geräte von einem

Hersteller untereinander auch noch

klanglich bestens kooperieren. Dann ist

man in Sachen Design und Klang auf der

sicheren Seite. Was aber, wenn man nur

einen CD-Spieler oder einen leistungsund

klangstarken Vollverstärker sucht?

Auch dann weiß der Leser nach diesem

Test, welcher Player, welcher Amp sich in

der Preisklasse bis 1000 Euro wärmstens

empfiehlt. AUDIO testete nämlich nicht

nur die Kombis, sondern verglich auch

die Einzelkomponenten mit bewährten

Referenzen und nordete sie in der

Bestenliste ab Seite 136 ein. Beide

Hersteller in diesem Test sind AUDIO-Lesern

übrigens wohlbekannt: Die günstigeren

Verwandten der beiden Vollverstärker

hatten im letzten Heft exzellent abgeschnitten.

Während der AMC-Amp in diesem

Test seinem kleinen Bruder schon

optisch stark ähnelt, gehört der Teac-Verstärker

aus Anhieb erkennbar einer anderen

Baureihe an: Full-Size-Gehäuse statt

Mini format, analoge statt digitaler

Endstufe – und auch

klanglich ein ganz

anderer Stil.

Fotos: Archiv, H. Härle, MPS

Test

Stereo-Vollverstärker und CD-Player

AMC 3150 Mk II 1000 €

AMC XCDi vt 800 €

Teac AI-1000 1000 €

Teac cd-1000 800 €

www.audio.de ›03 /2012

45


Verstärker/Quellen › stereo-Kombis

2

Kraftprotz: Netztrafo, Sieb-Elkos und die

(hochkant stehenden) Endstufen-Platinen sind

gegenüber dem oben abgebildeten, annähernd

gleich ausgestatteten 3100 (AUDIO 10/2010)

deutlich gewachsen. Eine Vorliebe für bunte, verschlungene

Kabelbäume haben beide Brüder.

amc 3150 Mk II 1000 uM 1000 EuRO / amc XCDi vt uM 800 EuRO

Wer bitteschön ist AMC?“, dürfte

sich manch gestandener

Highender fragen. „Wir haben

die Marke wachgeküsst“, antwortet

dann der deutsche Vertrieb Visonik aus

Berlin. Der Kopf von AMC heißt Peter

Bart, ehemals Entwickler für NAD, Acoustic

Research, Proton ...

Als die Fremd-Aufträge abbröckelten,

fand Bart in Amcli Lin, Chef von AMC, einen

finanzstarken Partner in Kalifornien.

Zusammen bieten die beiden eine Produktpalette

an, die bei Stereo-Anhängern

keine Wünsche offen lässt. Das mag daran

liegen, dass AMC stets gegen die

Strömung schwamm und eigene Trends

setzte: Mitte der 90er Jahre, als Röhrenamps

out waren, präsentierte die Firma

einen Röhrenhybrid-Verstärker mit EL34-

Röhren im Ausgang. Den Run auf Mehrkanal

konterte AMC mit bodenständigen

Stereo-Amps, ganz orthodox mit Phono.

die ausstattung des amc ist

schon mal top

Schon der „kleine“ Vollverstärker XIA

und der 3100 wurden (in AUDIO 10/2010

und 2/2012) mit einer dicken Empfehlung

geadelt. Umso stärker durfte man gespannt

sein, wie sich das Top-Modell

CVT 3150 (1000 Euro) schlagen würde.

Auf den ersten Blick bleiben keine

Wünsche offen. Lautstärke regelung und

messlabor

Das einzige Indiz für einen Röhren-CD-Spieler findet sich in

einem mit 1074 Ohm recht hohen Augangswiderstand. Der Jitter

(1) ist mit 179 ps vorbildlich niedrig.

Der 3150 Mk bietet mit 182/287 Watt (an 8/4 Ohm, AK=71)

überreichlich Leistung und bleibt auch bei komplexen Lasten

stabil (2). Klanglich vielversprechend ist auch der sehr stetige

Klirrverlauf in der Harmonischen-Analyse (3).

(1) (3)

Quellenumschaltung erledigt er fernbedient

motorisch. Außergewöhnlich dabei:

Hinter dem Drehknopf für die Eingangswahl

verbirgt sich nicht etwa ein Schalter,

sondern ein Potentiometer. Es schickt

seine Stellbefehle via A/D-Wandler an

einen Komparator, der die elektronischen

Schalter umlegt. Wechselt man per Infrarot

den Eingang, fährt ein Motor den Poti

samt Knopf in die passende Stellung.

Der 3150 MkII demonstriert eindrucksvoll

die für einen Vollverstärker dieser

Preisklasse maximal mögliche Ausstattung.

Es gibt abschaltbare Klangregler,

grundsolide, Bananenstecker-taugliche

Boxenklemmen, eine geschaltete Steckdose

an der Rückwand und sogar einen

Rec-Selector, der einen der sechs Eingänge

zum Aufnahme-Ausgang durchstellt.

Wer einen Equalizer oder eine Weiche

für den Subwoofer anschließen

möchte, findet auch dafür (gebrückte)

Pre-Out- und Main-Inputs.

Hinter dem Phonoeingang passt der

AMC per Schalter die Verstärkung für

MM- und MC-Systeme an. Und wer Plat-

(2)

46

www.audio.de ›03 /2012


www.teufel.de

€799,

ab 99

Klangmagier: Der AMC-Player setzt auf der großen Platine als letzte Verstärkungsinstanz

zwei Doppeltrioden des Typs 12AX7 (alias ECC83) ein. Die Glaskolben bekamen eine

autonome Stromversorgung, den Rest beliefert das Schaltnetzteil vorne rechts.

tenspielern endgültig adieu gesagt hat,

darf das Phono-Board für optional erhältliche

Cinch- und USB-Digitaleingänge

(24/192) aus dem Weg räumen. Trotz der

luxuriösen Ausstattung kommen die inneren

Werte keineswegs zu kurz: Das

dynamisch reagierende Netzteil hortet

für kurze Impulse extrem hohe Stromreserven.

Der satte Ringkerntrafo und

die Sieb-Elkos sind gegenüber dem 3100

sichtbar gewachsen und befähigen die

Ausgangstransistoren zu einer Dauerleistung

von – im AUDIO-Labor gemessenen

– 253 Watt an 4 Ohm.

Als weitere Attraktion von AMC steht der

CD-Spieler XCDi vt da. Das Kürzel VT

steht für Vacuum Tube, auf deutsch: Röhren

in der Ausgangsstufe. Gelten die aufgerufenen

800 Euro für einen Röhren-

CD-Spieler bereits als Sonderangebot,

bestückten ihn die Entwickler überdies

mit edelsten Bauteilen und mit fünf Platinen

geradezu üppig. Selbstverständlich

bekamen die Glaskolben ihr eigenes E-

Werk. Bevor jene von erlesenen D/A-

Wandlern (Burr-Brown PCM 1798) saubere

Analogsignale zugespielt bekommen,

sampelt der XCDi vt den CD-Datenstrom

noch schnell auf 24Bit/192kHz

hoch und lässt damit jegliche Jitter-Nervosität

verschwinden. Und wer partout

seine anderen Digitalgerätschaften auf

Röhrenklang aufrüsten will, besorgt sich

ein optional erhältliches Digital-Input-

Modul.

Das lohnt sich in jedem Fall, lautete ein

erstes Ergebnis aus dem Hörtest. Der

Player brachte eine gnädige Milde ins

Spiel, die zu einer liebevoll zarten Tongebung

führte. Dabei betrieben die Ausgangsstufen

keinerlei Schönfärberei. Der

Player begegnete miesen Aufnahmen

nicht mit falscher Gnade, sondern kappte

allenfalls etwas die frostigen Spitzen.

Von diesen Tugenden profitieren vor

allem Hörer, die hin und wieder stressfrei

mehrere Stunden Musik hören wollen.

Der 3150 Mk II machte mit seinem Vorwärtsdrang

den winzigen Schuss Spritzigkeit

und Prägnanz wieder wett, der dem

CD-Spieler fehlte. An allen Lautsprechern,

bei jeder Art von Musik glänzte er als

prächtiges Energiebündel, das sich aber

auch auf zarte Zwischentöne verstand.

Genauso beeindruckend war die Loslösung

des Klanggeschehens von den Boxen

und seine präzise Abbildung. Mit

stimmigem Timing, mit seiner Stabilität

an nahezu allen Lasten ist der 3150 Mk II

schon solo eine dicke Empfehlung wert.

Diese Souveränität ausstrahlende Ruhe

besaß allenfalls noch der zum Vergleich

herangezogene Musical Fidelity M 3i

(2/11, 95 Punkte). Und als Team ergänzt

sich das AMC-Duo perfekt: der CD-Player

mit seiner Milde, der Amp mit Agilität.

Bettina Blees,

Teufel Pressesprecherin

Designstarkes Lautsprecher-Set

LT 2 für Heimkino und Musik

Heimkino-System mit schlanken Aluminium-Säulen

und kraftvollem 300 Watt-Aktiv-Subwoofer – die

optimale Surround-Lösung für Kunden, die beides

wollen: schlankes Design und weit überdurchschnittliche

Klang-Qualität. Jetzt auch in Weiß.

Die Teufel Vorteile:

8 Wochen Probe hören mit vollem Umtauschund

Rückgaberecht | 12 Jahre Garantie auf

Lautsprecher | Bester Sound zu günstigen

Preisen durch Direktkauf vom Hersteller |

Umfassend informieren und bequem bestellen

unter www.teufel.de

... macht glücklich

Preise korrekt zum Zeitpunkt der Anzeigenerstellung. Aktuelle Preise

entnehmen Sie bitte der Website www.teufel.de.


Verstärker/Quellen › sTereo-KoMBIs

Teac AI-1000 um 1000 EuRO / Teac CD-1000 um 800 EuRO

2

BausaTz: Der „kleinste“ CD-Spieler hat nur einen

Wandler und einen koaxialen Digitalausgang. Beim

größeren, fast gleich aussehenden CD-2000 werden

die freien Plätze für zwei Wandler, symmetrische

Ausgänge und einen Digitaleingang genutzt.

Bekommt man bei AMC für 1800 Euro

die Top-Kombi der Marke, bietet Teac für

das gleiche Budget den Einstieg in die Distinction

Serie an. Der Begriff heißt so

viel wie „besonderes Merkmal“. Dafür

steht beim Verstärker AI-1000 (1000

Euro) und dem CD-Player CD-1000 (800

Euro) eine hochgradige Verarbeitung mit

edlen, angefasten Frontplatten, die an

Teacs Highend-Linie Esoteric angelehnt

ist. Auch hinter den dicken Frontplatten

herrscht in beiden Geräten penible Ordnung.

Nach der Netzbuchse bewahrt ein

Filter den Verstärker vor Hochfrequenzmüll.

Ein dicker Ringkerntrafo versorgt

den – konventionell mit Komplementärtransistoren

aus dem Hause Sanken

aufgebauten – AI-1000 mit Strom. Das

pieksaubere Layout umfasst neben fünf

Hochpegeleingängen auch einen Pre-

Out und Bypass-In, die den AI-1000

wahlweise als Vorverstärker oder Endstufe

operieren lassen.

Teac beschriftet einen der Hochpegeleingänge

mit SACD – ein in Verbindung

mit dem CD-1000 einleuchtender Schritt.

Schließlich versteht sich dieser Player

auch auf das ultrafein gerasterte Disc-

Format – zumindest auf die auf allen

SACDs stets vorhandene Stereospur.

Deren DSD-Bitstrom führt der 1000er einem

Stereo-Wandlerchip (CS4398) der

amerikanischen Firma Cirrus Logic zu,

der dafür neben dem PCM-Input einen

zweiten Eingangs-Pin bereithält.

Eine gute Wahl, wie sich beim Hörtest

herausstellte. Denn die SACDs klangen

über den CD-1000 etwa so fein aufgeschlüsselt,

so atmosphärisch und räumlich

weit ausladend wie von Hoch-Bit-

Downloads. Dass dagegen die gleichen

Spuren auf CD kantiger, ausgedünnter, ja

fast schon blutleer tönten, ist ein Ergebnis,

das bei Vergleichen von SACD zu CD

MesslaBor

Mit linealgeradem Frequenzgang (mit SACD bis 30kHz), niedrigem

Ausgangs widerstand (100Ω), guten Störabständen und

perfekter Fehlerkorrektur misst sich der CD-1000 unauffällig

– bis auf den mit 2427 unnötig hohen Jitter (1). Der Verstärker

ist kräftig mit 90/134W am 8/4Ω (AK=65) und mustergültig

laststabil (2). Auch der leistungsabhängige Verlauf der Klirr-

Oberwellen (3) gibt keinen Anlass zu Kritik.

(1) (3)

oft eintritt, hier aber besonders deutlich

ausfiel. Absolut gesehen ist der Player

ein mit 95 (CD) beziehungsweise 110

(SACD) Klangpunkten tolles Angebot.

Stimmig wird sein klangliches Potenzial

vom hauseigenen Verstärker AI-1000 unterstützt,

der mit seiner akurat-unbestechlichen

Gangart einen idealen Doppelpartner

verkörpert. Mit Referenzplayern unterschlug

er kein noch so nebensächliches

Detail, spielte tonal fehlerfrei und

fächerte das Klangfarbenspektrum weit

(2)

48

www.audio.de ›03 /2012


Verstärker/Quellen › SteReO-KOMBIS

auf. So bedienen diese vier Komponenten

unterschiedliche Geschmäcker auf’s

Feinste: hier die in Taiwan gefertigten

AMCs mit einem eher runden, ätherischen

Klang, dort die in China gebauten

Japaner mit geradliniger Wiedergabe, die

kein Detail unterschlägt.

FAzIt

Ulrich Fessler

AUDiO-Mitarbeiter

Gegensätzlicher können Kombis

aus cD-Spielern und verstärkern

kaum sein: AMc trimmte ihre

Komponenten mit immensem

schaltungstechnischem Aufwand

auf ätherischen, „analogen"

Klang. teac duldete bei der verarbeitung

und dem Schaltungsaufbau

keinerlei Kompromisse und

hat auch den Klang entsprechend

abgestimmt – er wird Freunde

präzisester Detailarbeit besonders

ansprechen.

GUt veRSORGt: Für besonders widerstandsarmen Zug aus der Strompulle hat teac vier

10000µF-Siebkondensatoren (typ ELNA „For Audio“) direkt an den Endtransistoren platziert.

StecKBRIeF

AMC

TeAC

3150 MK ii Ai-1000

vertrieb

visonik

030 / 6134 740

teac

0611 / 71580

www. visonik.de teac.de

Listenpreis (Paar) 1000 Euro 1000 Euro

Garantiezeit 3 Jahre 2 Jahre

Maße B x H x t 43 x 11,2 x 29 cm 43,5 x 11,6 x 40 cm

Gewicht 11 kg 10 kg

AnsChlüsse

Phono MM / MC • / • – / –

Hochpegel Cinch / XLR 5 / 0 5 / 0

Festpegel Eingang – •

PreOut / tapeOut 1 / 1 1 / 0

Lautsprecherpaare 1 1

Kopfhöreranschluss • •

FUnkTionen

Aufnahmewahlschalter • –

Klangregler/abschaltbar • / • – / –

Loudness – –

Besonderheiten

Pre-Out/Main-in auftrennbar,

Pre-Out, SACD-Direkt-

optionales Board mit wahl

Digitaleingängen erhältlich

AUDIOGRAMM

ÅExzellenter Klang, reichlich

ÅGute verarbeitung,

Leistungsreserven.

Í Eingangswahlschalter

präziser Klang.

Í Kein Balanceregler.

ohne definierten Druckpunkt.

Phono MM/MC 85/80 –/–

Klang Cinch / XLR 95/– 90/–

Ausstattung sehr gut gut

Bedienung sehr gut sehr gut

verarbeitung gut sehr gut

klAngUrTeil 95 PUnkTe 90 PUnkTe

Preis/leisTUng überrAgend sehr gUT

StecKBRIeF

AMC

TeAC

XCDi vt CD 1000

vertrieb

visonik

030 / 6134 740

teac

0611 / 71580

www. visonik.de teac.de

Listenpreis 800 Euro 800 Euro

Garantiezeit 3 Jahre 2 Jahre

Maße B x H x t 43 x 8,2 x 30 cm 43,5 x 11,6 x 36,6 cm

Gewicht 6,5 kg 7,2 kg

AUssTATTUng

Zufallstitelwahl • •

Spielzeit titel / CD / Programm • / – / – • / – / –

Restzeit titel / CD / Programm – / – / – • / • / –

Wiederholung CD / titel / A–B • / • / • • / • / –

Fernbedienung • •

Ausgang regelbar / fixed – / • – / •

Ausgang Cinch / XLR • / – • / –

Digitalausgang Cinch / Optisch • / – • / –

Kopfhörerausgang / regelbar – / – – / –

Digitaleingang Cinch / Optisch / USB – / – / – (optional) – / – / –

USB-Host / iPod – / – – / –

Besonderheiten Röhren-Ausgangsstufe SACD-Wiedergabe

AUDIOGRAMM

eMPFehlUng

SANFtER KLANG

ÅÄtherischer Klang, ÅEdles Design, toller

nachrüstbar mit Digitalein-Klangängen. mit SACD, gute

ÍRöhrenbedingt etwas

Fehlerkorrektur.

Í Etwas hoher Jitter.

hoher Ausgangswiderstand.

Klang CD / SACD 100 / – 95 / 110

Ausstattung gut - sehr gut sehr gut

Bedienung sehr gut sehr gut

verarbeitung sehr gut sehr gut

klAngUrTeil 100 PUnkTe 95 PUnkTe

Preis/leisTUng sehr gUT sehr gUT

03/12

www.audio.de 03 /2012

49


Serie › GEhEimnissE dEr tontEchnik

VoL.ii

kEin sound ohnE trick

Mit einer Einführung in die historische Entwicklung der Aufnahmetechnik startete AUDIO in Heft

2/2012 seine neue Serie „Tontechnik-Geheimnisse“. Jetzt geht’s ans Eingemachte: Anhand von

bekannten Platten und Songs aus der Popmusik erklärt Teil 2 die wichtigsten Tools der Studiotechnik.

■ Text: Alexandros Mitropoulos

Um Aufnahmen zu bearbeiten,

gibt es in der Tontechnik drei

Arten an Gerätegattungen: Filter

(Equalizer), Dynamikprozessoren (Kompressor,

Limiter etc.) und die eigentlichen

Effektgeräte für Hall, Distortion

und dergleichen. Der Hauptunterschied

bei letzteren liegt darin, dass sie parallel

– also zusätzlich zum ursprünglichen Signal

– verwendet werden, um so das

Mischverhältnis zwischen dem Effekt­

(„wet“) und dem Ursignal („dry“) einstellen

zu können.

Doch der Reihe nach: Das vom Aufbau

einfachste und zugleich für Tontechnik­

Anfänger am schwierigsten zu bedienende

Hilfsmittel ist der Equalizer, der aus

mehreren Filtern besteht. Von der Funktionsweise

her sind EQs einfach gestrickt:

Die Lautstärke für eine oder mehrere

Frequenzen ist mittels eines Potentiometers

veränderbar. Doch Vorsicht ist

geboten: Dreht man an den Reglern auf

gut Glück, ist es quasi programmiert,

eine eigentlich gelungene Aufnahme zu

verhunzen. Mit einem geschulten Ohr

hingegen kann man feinste Eingriffe im

Frequenzspektrum vornehmen, um einem

Instrument einen ganz bestimmten

Klang zu verleihen oder ungewollte Nebengeräusche

zu entfernen. Kennt der

Anfänger sich noch nicht so gut aus, kann

er sich zunächst an bestimmten Grundfrequenzen

orientieren, die akustisch

bedingt für jedes einzelne Musikinstrument

existieren. Fehlt dem E­Bass etwa

der Druck, muss der Bereich um 68 Hz

verstärkt werden. Bei Dröhntendenzen

hingegen schafft eine Senke bei 180 Hz

Abhilfe. Grundvoraussetzung für ein tragendes

Bassfundament ist die korrekte

Einstellung des EQs für die Bassgitarre.

Wie man es richtig macht, zeigt die

Studioversion von „Hotel California“ der

Eagles: Der Bass pumpt, ist trocken und

verleiht dem Song (in Kombination mit

dem Schlagzeug) einen unglaublich mitreißenden

Groove.

Doch warum ist der Klang dieser Aufnahme

so sauber? Die Erklärung ist im Grunde

denkbar simpel, der Effekt allerdings

Fotos: Archiv, Yarygin / Oxlock – Shutterstock.com, Chuck Boyd / Sony Legacy

50 www.audio.de ›03 /2012


Serie › gEhEimNiSSE DER toNtEchNiK

Not Equal: Im Ausschnitt oben ist die „Welle" zu erkennen, die von

Mini-Fadern eines grafischen EQs geformt wird. Die Frequenzbänder

eines parametrischen EQs hingegen sind frei vom Benutzer einstellbar.

absolut gravierend: Das A und O am Anfang

des Abmischens besteht darin, bei

so vielen Spuren wie nur möglich genau

jene Frequenzanteile wegzuschneiden,

die nicht ausschlaggebend für den Klangcharakter

sind. Dafür verwendet man sogenannte

Hoch- bzw. Tiefpass-Filter. Bei

einer Männerstimme etwa kann man getrost

alles unterhalb von 70-80 Hz herausfiltern,

ohne die Wärme im Klang zu

verlieren (je nach Stimme versteht sich).

Befolgt man diese Technik des „Ausmistens“,

bleibt beispielsweise

der Bassbereich

für Instrumente frei,

die tatsächlich im unteren

Register spielen –

Gleiches gilt für hohe

Frequenzbereiche.

Generell unterscheidet

man zwischen parametrischen

und grafischen

EQs: Letztere besitzen

für bis zu 30 festgelegte

Frequenzen je einen

eigenen Regler. Anpassungen

im Klang werden

somit grafisch dargestellt

– daher der Name.

Bei parametrischen

Filtern hingegen

ist die zu verändernde

Frequenz manuell

wählbar. Dafür stehen je nach Komplexität

des EQs mehrere „Bänder“ (Frequenzbereiche)

zur Verfügung. Mittels

einer Variablen mit dem kryptischen Kürzel

Q (für Quality) ist die Bandbreite einstellbar

– je höher der Wert, desto breiter

die Equalizer-Glocke.

Weiter geht es mit der zweiten Gerätefamilie:

Pegelorientierte Effektgeräte

nutzen die Dynamik des Eingangs signals,

um dessen Lautstärke zu modulieren. Zu

dieser Kategorie gehören der Limiter, der

VollES PRogRamm: Viele Hersteller bieten Sound-Tools („Plug-Ins“) als Software an.

Ihr Vorteil gegenüber Hardware: Je stärker der PC, desto mehr Effekte sind nutzbar.

Expander, das Gate und der Kompressor.

Dieser ist sicherlich eines der wichtigsten

Hilfsmittel des Tontechnikers

und dient hauptsächlich dazu, etwaige

Lautstärkeunterschiede (beispielsweise

bei Gesangsstimmen) zu glätten. Fünf

einstellbare Werte sind für die Funktionsweise

ausschlaggebend: Der Schwellwert

(„Threshold“) definiert die dB-Grenze,

ab welcher der Kompressor in Aktion

tritt. Wie stark das Signal komprimiert

„aDSR“: So sieht die Hüllkurve jedes Klanges aus.

Perkussive Instrumente haben einen schnelleren

Attack, Streichinstrumente einen langsameren.

wird, bestimmt die Einheit „Ratio“. Beträgt

diese beispielsweise 2:1, wird das

neue (komprimierte) Signal – also alles

über dem Threshold – halb so laut sein

wie das alte. Übliche Einstellungen, etwa

beim E-Bass, variieren zwischen 4:1

und 8:1.

Mit „Attack“ beeinflusst man, wie

schnell ein Kompressor anfängt, den

Klang zu verändern (in Millisekunden);

mit „Release“, wie lange er die eigentliche

Ausklingzeit (siehe Bildkasten oben)

weiter komprimiert und verstärkt. Denn

mit dem fünften Wert – „Make Up Gain“

– wird der Gesamtpegel des zuvor begrenzten

und daher leiseren Signals wieder

angehoben. So entstehen je nach

Einstellung ganz bestimmte Klangveränderungen:

Vergrößert sich der Wert der

Releasezeit, tritt beispielsweise bei

Bassgitarren der sogenannte Pumping-

Effekt auf – deutlich zu hören etwa bei

„Billie Jean“ von Michael Jackson. Der

Ton bleibt selbst beim Ausklingen gleich

laut und verleiht dem Song somit eine

ganz spezielle Dynamik. Kickdrums

bekommen mit einer kurzen Attackzeit

einen perkussiven „Klick“-Sound, der

www.audio.de ›03 /2012

51


Serie › geheimnisse der tontechnik

das geheimnis des

collins-sounds

Natürlich kann das Gate auch als künstlerisches

Hilfsmittel eingesetzt werden.

Eines der bekannteren Beispiele ist der

abgeschnittene Hall-Klang von Phil Collins’

Schlagzeug bei „In The Air Tonight“.

Die Ausklingphase wird gewollt mit einem

Gate abgeschnitten, was eben diesen

unverwechselbaren Sound ergibt.

Womit wir bei der dritten Gerätegattung

angelangt wären: den Effektgeräten.

Effekte sind ebenfalls in verschiedene

Kategorien unterteilt und werden überwiegend

dazu benutzt, um kreative bzw.

künstlerische Akzente zu setzen. Sogenannte

verzerrende effekte fügen

einem Klang Obertöne hinzu. Overdrive,

Distortion und Fuzz machen dies mit

übersteuernden Obertönen und gehögood

and bad: oben die Frequenzanalyse von Michael Jacksons

„Smooth Criminal“ (1987); darunter die Coverversion von Alien Ant Farm

(2001) – klar als soundtechnisch eher unbekömmliche „Tonwurst“ erkennbar.

bei vielen Musikstilen (etwa Metal) erwünscht

ist, weil die Bassdrum dadurch

einen definierten Anschlag bekommt.

Gerne komprimieren Tontechniker auch

ganze Instrumentengruppen wie das

Schlagzeug oder Bläsersektionen (Fachbegriff:

Summenkompression), weil so

ein homogenerer Klang entsteht.

böse kompression,

gute kompression

Als Alternative dazu benutzen Klangspezialisten

gerne eine Technik, die „Parallel

Compressing” oder, im Falle des Schlagzeuges,

„New York Mix” heißt. Dabei

werden die einzelnen Spuren (Bass-

Drum, Snare, Hihat etc.) auf einen neuen

Stereokanal summiert und extrem stark

komprimiert. Anschließend wird dieses

Signal parallel zum ursprünglichen

Schlagzeug hinzugemischt. Das ergibt

im Gegensatz zur klassischen Technik

einen luftigeren Klang. Man merkt also:

Gewissenhaft, sprich dezent (!) eingesetzt,

ist der Kompressor ein mächtiges

Werkzeug, um die Dynamik und den

Klang von Instrumenten oder kompletten

Songs zu beeinflussen. Der allseits

bekannte „Loudness War“ zeigt aber auf

unangenehme Weise,

was passiert, wenn

man es übertreibt (siehe

Kasten links): Musik

wird möglichst laut

abgemischt, mit dem

verheerenden Nebeneffekt,

dass viele Produktionen

gnadenlos

überkomprimiert sind.

Ein berüchtigtes Beispiel

ist das Album

„Californication“ von

den Red Hot Chili Peppers.

Jegliche Dynamik

des vom Spielerischen

her grandiosen Albums

wurde in Grund und

Boden gestampft. Gibt

man den Song „I Like

Dirt“ in einen Spectrum-Analyzer,

ist eine

fast durchgehend

gleichbleibende Wellenform

erkennbar, die

kaum Lautstärkeunterschiede

aufweist (umgangssprachlich:

Tonwurst). Viele bekannte

Ton- und Masteringingenieure

weigern sich glücklicherweise, auf diese

Art zu arbeiten. Einer der bekanntesten

Vertreter ist Bob Katz, dessen Buch

„Mastering Audio“ die Bibel eines jeden

Tontechnikers sein sollte.

Weiter geht es mit dem limiter, der den

Pegel auf einen Maximalwert begrenzt

(über „Threshold“ einstellbar) – praktisch

etwa bei Livekonzerten, um Verzerrungen

oder auch Rückkopplungen

wegen zu hohen Pegelspitzen zu vermeiden.

Auch beim Mastering befindet sich

dieses Gerät in der Signalkette, um den

Song auf einen bestimmten Pegel zu verstärken

– wie vorher erwähnt ohne es zu

übertreiben (Stichwort: Loudness).

Der expander, ein quasi umgekehrt

arbeitender Kompressor, verstärkt das

Signal über dem Threshold-Wert und

verringert dessen Lautstärke darunter –

gut geeignet etwa, um das Rauschen

einer verzerrten E-Gitarre auszublenden,

wenn diese gerade nicht spielt.

Das extreme Pendant zum Expander ist

das (Noise-)gate. Hier wird das unter

Threshold liegende Signal sogar komplett

weggeschnitten – hilfreich beim

Abmischen eines Schlagzeuges,

das mit mehreren

Mikrofonen aufgenommen

wurde. Denn die einzelnen

Trommeln und Becken hört

man später nicht nur auf ihrer eigenen

Spur, sondern auch auf allen anderen

(Fachwort: „spill“). Wegen der verschiedenen

Laufzeiten des Schalls treten

beim darauf folgenden Zusammenmischen

der Spuren anschließend jedoch

fatale Phasenfehler auf. Einfachstes

Beispiel: Die Bassdrum ist – wenn

auch leiser – auch auf der Snare-Spur zu

hören. Das Gate wird daher so eingestellt,

dass alles, was über dem

Threshold-Wert liegt – in unserem Fall

die Snare – erhalten bleibt, und alles darunter

(so die Kickdrum) verschwindet.

Wasted: Wäre das Album „Californication“

der RHCP nicht so stark komprimiert – wäre es

sicherlich in den Top 5 des Autors.

52

www.audio.de ›03 /2012


Serie › Geheimnisse der TonTeChnik

TonTeChnik-bibel: „Mastering Audio“ sollte in keinem

Musikstudio fehlen. Bob Katz bringt es nämlich auf den Punkt.

ren deshalb zur Standardausstattung

eines Gitarristen. Enhancer und Exciter

addieren im Gegensatz dazu unverzerrte

Obertöne hinzu und finden daher gerne

beim Mastering Verwendung, um einer

Aufnahme das letzte Quäntchen an Brillanz

zu entlocken.

vom badezimmer zum

profi-hall

Der Hall, das Echo, der Chorus, das Vibrato

und der Flanger sind sogenannte

verzögerungszeitorientierte Effekte. Der

hall ist wohl der älteste Vertreter dieser

Sparte und dient dazu, eine gewisse

Raumakustik nachzuahmen. Früher gab

es dafür sogenannte Reverberation-

Chambers (Hall-Kammern), die mit stark

reflektierenden Flächen ausgestattet

waren – gerne wurden Badezimmer

benutzt. Ein Signal wurde über einen

dort stehenden Lautsprecher abgespielt

und von einem Mikrofon erneut aufgenommen.

In der heutigen Digital-Ära ist

das nicht mehr ganz so aufwendig: Mit

nur einem Handdreh kann etwa eine trocken

aufgenommene Stimme so klingen,

als hätte die Produktion in einer Kirche

oder einem Stadion stattgefunden.

Das echo spielt den Klang zeitverzögert

erneut als Duplikat ab: Wählt man kurze

Verzögerungszeiten, entsteht der für die

50er Jahre charakteristische Rock `n’

Roll-Sound bei Gesang und Gitarre (Slap-

Echo genannt) – nachzuhören bei so

ziemlich jedem Song von Elvis Presley

aus dieser Zeit.

Ein beliebter Trick von Tontechnikern

besteht darin, einem

Instrument, das im Stereobild

links platziert ist, ein

kurzes Echo zu verpassen

und dieses Duplikat anschließend

auf den rechten Kanal

zu schicken. Dadurch erhält

die Rhythmus-Gitarre etwa

bei „Dinner Lady Arms“ von

The Darkness nicht nur eine

deutlich breitere Abbildung,

sondern spielt mit dem Hörer

auch noch kleine psychoakustische

Spielchen.

Chorus, Vibrato und Flanger

sind eng miteinander verwandt;

sie kombinieren Zeitverzögerungen

und nichtlineare

Tonhöhenmodulationen. Der flanger

wurde übrigens von keinem Geringeren

als Les Paul erfunden. Er veränderte

an einer von zwei synchron laufenden

Tonband-Maschinen ständig die Bandgeschwindig

keit über den Flansch des

Gerätes (daher der Name). Gerne benutzen

Jazz-Gitarristen Chorus oder etwas

vibrato, um ihrem Klang etwas

– sie selbst sagen

Schwebendes – zu verleihen.

Unbestritten ergibt

sich so jedenfalls eine angenehm

anzuhörende „Klangwolke“,

was vor allem bei

langsame ren Passagen wie

in „Oh You Crazy Moon“

von Wes Montgo mery gut

passt.

Weiter geht’s mit den spektral

modifizierenden Effekten.

Diese Geräte nehmen

unterschiedlich komplexe

Änderungen im Frequenzspektrum

eines Signals vor.

Vertreter dieser Effekte-

Gattung, sind der phaser

(von Kurt Cobain gerne benutzt)

und das Wah Wahpedal,

einen modulierenden

Filter, der den charakteristischen

Klang einer funky

70er-Jahre-Rhythmus-Gitarre

ausmacht (Beispiel:

„Theme From Shaft“ von

Isaac Hayes). Das sogenannte

leslie-Cabinet, in dem

ein rotierendes Horn sitzt, wurde überwiegend

mit Hammond- Orgeln bekannt

– man höre nur Jon Lords Orgelklang bei

„Child In Time“ von Deep Purple. Zusätzlich

verwendete er gerne einen Verzerrer,

um seinen Sound dreckiger zu machen –

womit der klassische Rock-Orgel Sound

geboren war.

Es geht aber noch abgedrehter: Die Talkbox

lässt E-Instrumente wie eine

menschliche Stimme klingen. Dafür wird

das elektrische Signal in Schall umgewandelt,

der anschließend in einen Plastikschlauch

geleitet wird. Diesen klemmt

sich der Musiker zwischen die Lippen

und nutzt seine Mundhöhle als Resonanzkörper.

Je nach Stellung von Lippen und

Kiefer wird der Schall entsprechend moduliert

und von einem nebenstehenden

Mikrofon abgenommen. Gitarristen wie

Jeff Beck oder Peter Frampton (etwa in

„Do You Feel Like We Do“) haben dieses

Gimmick oft und gerne benutzt.

So viel für diesmal. Im nächsten Monat

geht es dann um verschiedene Mikrofonierungsarten

– und was gewitzte Tontechniker

im Studio damit alles anstellen.

sound-pionier: Live verblüffte Jimi Hendrix mit für damalige

Ver hältnisse revolutionären Klängen. Noch bunter ging es im

Studio zu, wo er eine Fülle verschiedener Effekte noch extremer

miteinander kombinierte.

www.audio.de 03 /2012

53


Verstärker › AV-Vor-/Endstufe

54 www.audio.de ›03 /2012


Verstärker › AV-Vor-/Endstufe

Trennungsgrund

Rotel hat seine Prozessor-Vorstufe RSP-1572 auf den neuesten Stand gebracht

und mächtig aufgewertet. Zusammen mit der preiswerten 5-Kanal-Endstufe

RMB-1565 geht eine tolle AV-Vor-/Endstufen-Kombi an den Start.

■ Text: Holger Seybold

Die Trennung von Vor- und Endstufe

gehört im wahrsten Sinne

des Wortes zum guten Ton. Das

kann Mehrkanal-Anlagen nur recht sein,

denn gerade hier nimmt die Vorverstärker-Sektion

einen sehr großen Platz ein.

Sie verwaltet die zahlreichen AV-Quellen,

decodiert die Datenflut mehrkanaliger

Surroundformate und schleust analoges

Bildmaterial in die digitale HD-

Welt. In einem AV-Receiver bleibt entsprechend

wenig Platz für die Endstufe,

von der 5, 7 oder gar 9 Lautsprecher

versorgt werden wollen. Hier fließt richtig

viel Leistung, und wo die zu Hause ist,

sind auch elektromagnetische Felder

nicht weit. Da macht es Sinn, die sensible

Signalaufbereitung vor der brutalen

Leistungsabteilung in Schutz zu nehmen

und die beiden in jeweils eigene Gehäuse

zu stecken.

Ein weiterer Vorteil einer AV-Kombination

ist ihre Flexibilität bei der Wahl der

Endstufen. Die fünf Kanäle unserer

RMB-1565 mögen für das Gros der Anwendungen

genügen, doch wer mehr

Leistung benötigt, der bandelt vielleicht

mit der großen Schwester RMB-1575

(2400 Euro; Test in AUDIO 3/2010) an.

Sind mehr als die fünf Kanäle erwünscht,

drängen sich Kombinationen mit den optisch

identischen Stereo-Pendants RB-

1562 oder RB-1572 förmlich auf. Selbst

zwei 5-Kanal-Amps oder mehrere

2- Kanäler sind möglich. Die Rotels sehen

sich jedenfalls in großen Heimkinos

zu Hause; deshalb sind alle genannten

Geräte mit einem Umbaukit für die Halterungen

eines 19-Zoll-Racks geeignet.

Test

Surround-Vorstufe mit 5-Kanal-Endstufe

Rotel RSP-1572 2000 €

Rotel RMB-1565 1100 €

Die Vorstufe

Genau drei Units (Höheneinheiten von je

44,45 mm) misst das reine Gehäuse der

Prozessor-Vorstufe Rotel RSP-1572.

Fotos: Archiv, MPS, H.Härle

www.audio.de ›03 /2012

55


Verstärker › AV-VOR-/enDStUFe

ROtel RSP-1572 um 2000 EuRO

DOppelheRz:

Die Signalverarbeitung

teilen sich zwei 32bit-

192kHz-Dualcore-DSPs

von Cirrus Logic, die

Wandlung ins

Analoge übernehmen vier

Burr-Brown-Wandler

namens DSD 1791.

DSD einer SACD verschließt er sich

(alternativ steht hierfür der

7.1-Multikanal-Eingang parat).

Der aufwendigste Postprozess

des zweiten DSP-Kerns ist die

Berechnung des parametri-

schen 10-Band-Equalizers für jeden

der acht Kanäle. Die Bänder

1 bis 5 mit Centerfrequenzen zwischen

40 und 160 Hz egalisieren ausschließlich

den Bassbereich. Innerhalb

eines Spielraums von ±1 Oktave wählen

sie die Frequenz in superfeinen 1Hz-

Schritten. Den Pegel verändern sie zwischen

-12 und +3 Dezibel (1dB-Schritte)

mit einer Filtergüte Q (Bandbreite) von 1

bis 20 (1er-Schritte). Die restlichen fünf

Bänder teilen sich den Frequenzbereich

zwischen 1110 Hz und 20000Hz in 10Hzbeziehungsweise

100Hz-Schritten nahtlos

und fair untereinander auf. Eine

Selbsteinmessung wäre an dieser Stelle

sicher sinnvoll – der eingefleischte Tech-

Bis zu drei zusätzliche Zonen können via

Cinch-Audio- und Video-Buchsen beschallt

werden, selbstverständlich mit

individueller Quellen- und Lautstärkewahl.

Insgesamt sechs 12-Volt-Trigger-

Ausgänge schalten externe Gerätschaften

wie Endstufen, Beamer oder Motorleinwände,

während sechs IR-Ausgänge

sowie vier IR-Eingänge diverse Infrarot-

Transmitter an die Leine nehmen. Die nötigen

Fernbedienungs-Codes lernt der

1572 via Computer, der an der rückseitigen

Mini-USB-Buchse andockt. Darüber

soll sogar die Steuerung gelingen. Doch

Rotel hat dafür kein eigenes Programm

in petto, sondern verlässt sich auf die

Angebote von Drittanbietern.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger RSP-

1570 verzichtet der Neue nun komplett

auf S-Video-Buchsen, stattdessen er-

weitert er das HDMI-Areal auf sechs

Eingänge plus 2 Ausgänge nach dem

aktuellen 1.4a-Standard. Damit steht

3D-Material nichts mehr im Weg, und

der komfortable Audio Return Channel

(ARC) ist jetzt auch an Bord. Im Sinne

einer möglichen Stromeinsparung liegt

im Stand-by die zuletzt gewählte Quelle

am HDMI-Ausgang an.

Den größten Modernisierungssprung

findet man auf der zweiten Platinen-

Ebene. Statt einem rechnen nun zwei

Doppelkern-DSPs mit klarer Rollenaufteilung

an der Tonsignalverarbeitung.

Kern Nummer eins ist für das reine Decoding

zuständig. Zu den üblichen Verdächtigen

zählen alle gängigen Surroundformate

mit bis zu 7.1-Kanälen,

ebenso verarbeitet er HD-Material. Lediglich

dem hochfrequenten Bitstream

StecKBRIeF

Rotel

RSP-1572

Vertrieb

B&W Group

0 52 01 / 87 17 0

www.

rotel-hifi.de

Preis

2000 Euro

Garantiezeit

5 Jahre

Maße B x H x T 43,1 x 14,3 x 33,8 cm

Gewicht

9,7 kg

anschlüsse

Line In/Out

8 / 1 + Zone2 + Zone3 + Zone4

Mehrkanaleingang 7.1

Analog Video In 2 FBAS / 2 YUV

Analog Video Out 1 FBAS + Zone2 + Zone3 +

Zone4 / 1 YUV

Frontanschlüsse USB (inkl. iPad/iPhone/iPod)

Digital In

4 optisch / 3 koaxial

Digital Out

1 optisch / 1 koaxial

HDMI In/Out/Version 6 / 2 / 1.4a

Unterstützte Funktionen 3D, ARC, Deep Colour, x.v.Color,

HDMI

LipSync, Control

Pre-Out

7.1 (Center und Sub doppelt)

Dock / USB / RS-232 • / • (front + Mini USB rück) / •

Trigger / IR / Rem IR 6 Out / 2 Out / 4 In + 4 Out

Funktionen

Decoder HD-Ton Dolby TrueHD + Digital Plus,

LipSync Delay

Videokonvertierung

Besonderheiten

emPFehlung

PREIS / LEISTUnG

DTS-HD

• (bis 500ms)

1080p

Bluetooth-Dongle, 10-Band

parametrischer Equalizer

03/12

BlOcKweISe: Die Anschlüsse gruppiert der Rotel nach Gattung – damit grenzt er das

Zielareal der Stecker bereits im Vorfeld ein und erleichtert die Suche.

AUDIOGRAMM

ÅDetailreicher Klang mit

schöner räumlicher Tiefe.

ÍKeine Netzwerkfunktionen.

Klang Stereo 103

Klang Surround 103

Klang HD Surround 118

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

Verarbeitung

sehr gut

klanguRteil

PReis/leistung

108 Punkte

sehR gut

56

www.audio.de ›03 /2012


Verstärker › AV-VOR-/enDStUFe

DIGItAltechnIK: Die Class-D-Endstufe arbeitet

äußerst effizient und behält immer einen kühlen Kopf.

men angewachsen zu sein, während

das Ambiente in „Comes

Love“ von Norah Jones’ Surround-DVD

„Live In New Orleans“

noch intimer den Hörer berührte.

Mit HD-Material legte die

Neue ebenfalls eine gleich große

Schippe zu.

FAzIt

Holger seybold

AUDIO-Mitarbeiter

ROtel RMB-1565 uM 1100 EuRO

Die Rotel-Kombi überzeugt auf

ganzer linie: Die Vorstufe steigert

sich gegenüber ihrer Vorgängerin

in Sachen Ausstattung und Klang.

Die vergleichsweise günstige

endstufe hält klanglich im Rahmen

ihrer Möglichkeiten sogar

mit ihrer großen Schwester mit.

niker fühlt sich dagegen ob der gigantischen

Einstellungsmöglichkeiten herausgefordert.

Das Beste zum Schluss:

Der 2012er-Rotel wurde trotz aller Verbesserungen

keinen Cent teurer.

DIe enDStUFe

Die 5-Kanal-Endstufe RMB-1565 ist mit

1100 Euro ebenfalls vergleichsweise

preiswert. Und zudem erfreulich kompakt

– sie misst im Rack genau zwei Höheneinheiten.

Die Verbindung zur Vorstufe

erfolgt leider nur über unsymmetrische

Cinchkabel, im Gegenzug entwickeln

die 200 Watt ICE-Power-Module

wegen ihrer hohen Effizienz kaum Abwärme.

Das Infrarot-Thermometer erfasste

maximal 42,8° C auf dem Gehäusedeckel.

Der Frequenzgang verlief laut

Laborbericht nahezu linear und zeigte

ledig lich oberhalb von 20 kHz abhängig

vom Anschlusswiderstand unterschiedliche

Roll-offs. Die klangliche Beurteilung

war relativ schnell erledigt. Im positiven

Sinne: Innerhalb ihres verfügbaren Leistungsspektrums

war überraschenderweise

kein signifikanter Unterschied zur

großen Schwester RMB-1575 hörbar.

Die neue Vorstufe RSP-1572 begeisterte

im direkten Vergleich zur Vorgängerin

hingegen mit einer nochmals besseren

Feinarbeit im Mittel-Hochton, von dem

auch die räumliche Tiefe und Bühnenbreite

profitierten. Schon im Stereo-Modus

wendete sie Friedemanns Percussions

in „Passion & Pride“ eine größere

Aufmerksamkeit zu und zeichnete feine

Verästelungen präziser heraus. Der Mädchenchor

Scala & Kolacny Brothers

schien bei „Mensch“ um ein paar Stim-

StecKBRIeF

Rotel

RMB-1565

Vertrieb

B&W Group

0 52 01 / 87 17 0

www.

rotel-hifi.de

Preis

1100 Euro

Garantie

5 Jahre

Maße

43,1 x 9,9 x 33,9 cm

Gewicht

6,0 kg

Eingänge Cinch / XLR • / –

Kanäle 5

brückbar –

autom. Einschaltung 12V Trigger

Besonderheiten

Digitalendstufe, Rackeinbau

möglich

AUDIOGRAMM

ÅHohe Mehrkanal-Leistung,

kaum Wärmeentwicklung,

erfreulich kompakt.

Í Keine XLR-Eingänge, „nur“

fünf Kanäle.

Klang Cinch / XLR 85 / –

Ausstattung

gut

Bedienung

sehr gut

klanguRteil 85 Punkte

PReis/leistung übeRRagend

MeSSlABOR

Alle Klirrkomponenten steigen erst oberhalb 1 Watt merklich

an. Die Komponenten k3 (rot) und k5 (blau) zeigen

zwar deutliche Schwankungen bei mittlerer Leistung, im

Gegenzug aber keinerlei Abweichung zwischen zu- und

abnehmender Leistung (2).

Der Powerwürfel (1) an komplexer Last zeigt zwar ein

ab fallendes Spannungsniveau, aber zugleich ein ebenes

Plateau ohne Beeinflussung bei Phasendrehungen.

Sinus an 8/4Ω: 2x102/200W; 5x102/160W, Musik an 8/4Ω

(komplexe Last): 2x105/113; 5x105/176W. AK=58.

www.audio.de ›03 /2012

57


Jetzt im

Kombiabo!

iPad-App

+ Heft

❯❯ 1x abonnieren – 2x lesen ❮❮

Miniabo zum Testen

Jahresabo plus Prämie

+ + +

3x 3x 12x 12x

*Akkustation

3 Hefte +3iPad-Ausgaben

nur 11,90 Euro

WK2032M011

12 Hefte + 12 iPad-Ausgaben

+ Akkustation* für nur 73,80 Euro

WK2030E011

*3-in-1-Dockingstation mit integriertem 4500 mAh Li-Ion-Akku für längere Laufzeiten,

Tischständer und Synchronisation mit iTunes

Einfach bestellen unter:

www.shop.magnus.de/audio-app oder per Telefon 0781/639 45 48


| POP | OLDIES | JAZZ | KLASSIK | auf CD, SACD, LP und Blu-ray/DVD

POP-Cd

des MONats

POP

LAnA deL rey

Born To Die

Vertigo (Universal); CD, Deluxe Ed., LP

Musik:

Klang:

Fotos: Redshinestudio / Shutterstock.com, Nicole Nodland / Universal

die lüge als Wahrheit

Mainstream-Pop mit Message: Nach dem Erfolg von „Video

Games“ überrascht Lana Del Rey nun auch mit ihrem Debüt.

Wer ist Lana Del Rey? Zuerst

schoss ihre Cinemascope-Pop-

Ballade „Video Games“ auf Platz eins

der Charts, dann der Hype ins Kraut.

Ist sie tatsächlich die selbst ernannte

„Gangsta-Nancy-Sinatra“? Oder doch

ein Pop-Produkt, ein eigentlich schüchternes

Mädchen namens Lizzy Grant,

das vor allem durch ihren Look samt

aufgespritzter Lippen auffällt? Auch ihr

– fast schon lang erwartetes – Debütalbum

„Born To Die“ liefert keine befriedigenden

Antworten.

Was ist wahr? Was nicht? Die(ser) Frage

stellt sich Lana Del Rey aber auch

nicht. In „National Anthem“ taucht

die Textzeile „blurring the lines between

real and the fake“ auf. Dieses

Spiel mit Realitäten, mit Rollen zieht

sich durch das Album. Del Rey kann

Konsum kritisieren und glorifizieren,

Liebe heucheln und herbeisehnen

– oft im gleichen Song. In „Off The

Races“ singt sie die Unschuldspopgöre

genauso wie die Blues-Diva. Sie

kann Amy, Nancy, Kesha, aber auch

Kate Bush sein. Falsche Lippen und

falsche Gefühle, falsche Breitwand-

Konservenstreicher und fehlgeleitete

HipHop-Beats – das alles ist nur durch

ein Gefühl zusammengehalten: das unbestimmte

Gefühl, dass etwas verloren

gegangen ist. Vielleicht die wahre Liebe,

vielleicht „nur“ der Glamour des alten

Hollywood. Klar: „Born To Die“ ist Mainstream-Pop.

Verblüfft aber mit Songs,

die Fragen offen lassen. Stefan Weber

Nancy Sinatra, Amy Winehouse, Kesha


Musik › POP UND ROCK

AUDIOPHILE POP-CDS DES MONATS

SONgwrITEr

Christina Lux

Playground

Prudence (Rough Trade); CD

Musik:

Klang:

klang

tipp

Das kleine, aber feine Waldhausstudio als

Aufnahmeort, Mohi Buschendorf als Toningenieur

und Mixer: Wer sich etwas genauer

auskennt in der audiophilen deutschen Musikszene,

der stößt im Kleingedruckten von Christina

Lux’ neuem Album auf vertraute Namen.

Mehrfach schon standen das ungewöhnliche

100-Quadratmeter-Studio, gelegen im sächsischen

Birkholz unweit von Magdeburg, und

sein Besitzer und Betreiber Buschendorf für

herausragende Aufnahmen aus Weltmusik,

Jazz oder Folk – so zum Beispiel auch bei

Platten des AUDIO-Lesern wohlbekannten

deutschen Gitarre-Gesangs-Duos Friend N’

Fellow: Zuletzt verwöhnte 2010 deren Album

„Discovered“ das anspruchsvolle Ohr, und

auch auf den fünf CDs, die AUDIO zusammen

mit der Lautsprecherfirma KEF während

des Jahres 2011 seinen Lesern spendierte,

war das Trio F&F + Buschendorf mit zwei

Aufnahmen vertreten.

Auch im Fall von Christina Lux hält die Kombination

aus Studiolocation und Tonmeister,

was sie verspricht: „Playground“ begeistert

mit einem intimen und bestens aufgelösten

Klangbild, bei dem man hört, dass feinste

Technik und ein sensibles Produzenten-Ohr

bzw. -Händchen dahintersteckt – aber nie

aufdringlich davon belästigt wird. Vier einzelne,

akustisch unterschiedlich abgestimmte

Aufnahmekabinen beherbergt das Holz-Glas-

Ensemble mit der bungalow-artigen Architektur,

in dessen Innerem Recording-Equipment,

Aufnahmezubehör und Abhörtechnik unter

anderem von Pro Tools, Apogee, Sennheiser,

Lexicon, NAD und Dynaudio verbaut wurde.

Und so wechseln luftigtransparente

Perkussionparts

mit erdig-trockenen

Gitarrenriffs und intimen atmosphärischem

Aperçus.

Im Zentrum der Arrangements

steht aber die kräftige, stets zwischen

Verletzlichkeit und Unnahbarkeit wechselnde

Altstimme von Christina Lux. Dass Joni Mitchell,

die Mutter aller distinguierten Songwriterinnen,

auch die 46-jährige Karlsruherin

beeinflusst hat, das dokumentieren die

gefühlvollen, aber unsentimentalen Arrangements

etwa von „Sanctuary“ und „Embrace“

aufs Angenehmste. Doch auch temperamentvolle,

ins Bluesige hineinreichende

Töne (etwa in „Head Held High“) stehen ihr

prächtig. Dabei fragt man sich stets, wann die

Lux besser ist: in ihren leisen Balladen – oder

dann, wenn etwas Druck und Dynamik in die

Arrangements kommen wie im elektrifizierten

„Defense“ oder in „War Torn“ mit fulminanten

E-Gitarren-Ausbrüchen. Die deutsch

getexteten Songs „Es ist gut so“ und „Vergehen“

zeigen Christina Lux’ Händchen für

eindringliche, individuell gefärbte Verse auch

im heimischen Idiom.

Als kongenialer Partner für die poetischen

musikalischen Selbstreflexionen der charismatischen

Frontfrau Christina Lux glänzt übrigens

das Allround-Talent Reentko, der schon

an der Dresdner Semperoper und mit dem

französischen Künstlerensemble Cirque de

Soleil arbeitete. Als Ko-Komponist und Multiinstrumentalist

(an Gitarre, Klavier, Keyboards

und Schlagzeug) agiert der unter Musikerkollegen

als ausdrucksstarker Individualist wie

als uneitler Sideman hoch geschätzte Alleskönner

zwar eher im Hintergrund – doch eine

explizite persönliche Widmung im Booklet

lässt erahnen, welche Bedeutung er für das

Entstehen der 14 Lieder hatte. Fazit: 49:25

Minuten lux-uriöser Sound und sensibel-eindringliches

Liedgut zwischen Folk, Jazz, Pop

und Soul.

Christof Hammer

POP

TwIggy

Romantically Yours

Capitol (EMI); CD

Musik:

NEw fOLk

ANI DIfrANCO

Which Side Are You On?

Righteous Babe Records (Tonpool); CD, LP

Musik:

Klang:

Klang:

Romantischer

Pop ohne Pepp:

Twiggy.

Wer schon immer

wissen wollte,

welche Lieder

das ehemalige

Topmodel Twiggy

am liebsten hört, der erhält auf „Romantically

Yours“ nun die Antwort.

Keine Frage: Die heute 62-Jährige

hat sich mit Bryan Adams‘ „Heaven“

oder Richard Marx‘ „Right

Here Waiting For You“ hübsche

Balladen für ihr erstes Album seit

zwölf Jahren ausgesucht. Schade

nur, dass ihren Interpretationen

jeglicher (jeglicher!) Pepp fehlt. JH

„Please Get My Name Right“

Drei Jahre ließ

Ani DiFranco ihre

Fans auf ihr 21.

Album warten.

Ein Blatt nimmt

die Provokateurin mit eigenem Label

auch auf „Which Side Are You

On?“ nicht vor den Mund. Im Gegenteil

– die Texte der Singer/Songwriterin

sind politischer denn je. Zu

Gast auf dem solide abgemischten

Tonträger: ein Kinder-Chor, eine

Blaskapelle und Folk-Legende Pete

Seeger, dessen Song Pate für den

Titel der Platte stand. NH

Ben Harper

Fotos: Thorsten Wingenfelder / Prudence, Brian Aris / EMI, Wichita / Rough Trade


Musik › POP UND ROCK

pOp

C. gAInSbOUrg

Stage Whisper

Because (Warner); CD, CD + DVD

Musik:

Klang:

InDIe-rOCK

KrAftKlUb

Mit K

Vertigo (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

fOlK

fIrSt AID KIt

The Lion‘s Roar

Wichita (Rough Trade); CD, LP

Musik:

Klang:

Acht Songs, teils

übrig geblieben

aus Sessions mit

Beck, teils neue

Lieder und dazu

Live-Versionen ihrer letzten Studioalben:

„Stage Whisper“ ist eine

Momentaufnahme von Charlotte

Gainsbourgs Schaffen. Das Album

ist dennoch ein selbstbewusstes

Statement der zurückhaltenden Aktrice:

„Paradisco“ hat einen zackigen

Disco-Groove, die Live-Aufnahmen

liefern dynamische, perkussive Versionen

von Songs wie „Jamais“. RS

„5:55“, „IRM“

Mit ihrer Anti-

Hauptstadt-Hymne

„Ich will nicht

nach Berlin“

landeten Kraftklub

beim „Bundesvision Song Contest

2011“ auf einem starken fünften

Platz. Wer für die rappenden Indie-

Rocker angerufen hat, wird auch

ihr erstes Album mögen. Kraftklub

befeuern jede Jugendzentrums-

Party, pfeifen aber auf musikalische

Abwechslung. Einen Mangel an

ironisch-rotzigen Texten gibt es hingegen

nicht zu beklagen. JH

K.I.Z.

Wald- und Wiesenfolk:

First Aid Kit.

Mit ihrem Debüt

„The Big Black

And The Blue“

gelang First Aid

Kit ein Überraschungserfolg.

Mit „The Lion‘s

Roar“ legen die Schwestern aus

Schweden nun nach und wandeln

weiter auf den Spuren von Fleet

Foxes und Bright Eyes. Letztere

unterstützten das Duo auch an den

Instrumenten. Verarztet werden

muss hier keiner, denn die Aufnahme

transportiert die Intensität von

First Aid Kit ausgezeichnet. NH

„Emylou“, „Wolf“

AlternAtIve rOCK

nADA SUrf

The Stars Are Indifferent ...

City Slang (Universal); CD, 2 CD, LP

Musik:

Klang:

pOp/SwIng

pAUl MCCArtney

Kisses On The Bottom

Concord (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

klang

tipp

fOlK

vArIOUS ArtIStS

Chimes Of Freedom ...

Fontana International (Universal); CD

Musik:

Klang:

hArD&heAvy

MegAherz

Götterdämmerung

Goldencore Records (ZYX); CD, LP

Musik:

Klang:

Ihr Alter hört

man Nada Surf

nicht an. Obwohl

die New Yorker

Indie-Rocker um

Matthew Caws 40 Jahren auf dem

Rücken und 15 Jahre Bandkarriere

auf dem Kerbholz haben, klingen sie

jung wie eh und je. Unveränderlich

könnte man auch sagen. Aber für

ihr unbeschwertes Geschrammel

– auch auf „The Stars Are Indifferent

To Astronomy“ wieder sauber

produziert – werden Nada Surf von

den Fans schließlich geliebt. NH

„Let Go“, „Lucky“

Natürlich darf

jemand wie Paul

McCartney alles

machen. Wenn er

sich entschließt,

ein sanftes Swing-Coveralbum zu

machen, um den Idolen der Kindheit

zu huldigen, dann macht er das

eben. Und klingt gar nicht schlecht

dabei – auch wenn die Stimme hier

und da mittlerweile ein wenig brüchig

wirkt. Auf „Kisses On The Bottom“

sind mit „My Valentine” und

„Only Our Hearts” auch zwei neue

Songs enthalten.

KT

Richard Hawley, Brian Wilson

Ein Songschreiber,

72

Interpreten und

zahlreiche Möglichkeiten,

Musik

auszulegen: Auf „Chimes Of Freedom:

The Songs Of Bob Dylan“

huldigen Musiklegenden wie Newcomer

dem Schaffen Dylans. Punk,

Country, Rock, Folk oder Blues?

Auf den vier CDs findet sich von

allem etwas – und das endlose Gecovere

funktioniert prima! Sogar

Pop-Gören wie Kesha laufen zu

Höchstleistungen auf. CA

„The Best Of Bob Dylan“

Megaherz

stampfen

weiterhin durch

die Nacht und

peitschen ihre

Kundschaft auf. Im eigenen Herzwerkstudio

wurde ausgebrütet,

was zwischen großer Geste und

düster-kaltem Marschbefehl pendelt.

Die erste Single „Jagdzeit“ ist

ebenso vorhersehbar wie erfolgversprechend.

Der Rest hält, was

die Presse-Info verspricht: eine

„gesunde Mischung aus Kitsch und

Wahnsinn“. Nun ja.

AD

Rammstein, Eisbrecher

InDIe-pOp

SOAp & SKIn

Narrow

PIAS (Rough Trade); CD, LP

Musik:

Klang:

Nicht nur in ihrer

Heimat Österreich

wurde Anja

Plaschg mit ihrem

Debütalbum zum

Star, nun muss sie nachlegen – was

ihr mit diesem Mini-Album nur mäßig

gelingt. Orchesterpop trifft auf

Elektronik, auf deutsche Texte und

englische Songs mit deutlichem

Akzent. Mittendrin eine Coverversion

von „Voyage Voyage”, die sich

irgendwo zwischen Pomp und Engelsgesang

etwas ziellos vom Rest

der Platte abhebt.

KT

Lydia Lunch, Bjork, Sophie Hunger

AUDIO MUSIK:

SO TESTEN WIR JEDEN MONAT DIE NEuEN CDS

AUDIO Musik stellt jeden Monat die wichtigsten

neuen Tonträger vor.

Erfahrene Rezensenten bewerten nach den

folgenden Kriterien:

Musik (Pop, Oldies, Jazz) bzw. Interpretation

(Klassik): für die künstlerische Leistung

Klang für die Aufnahmequalität

Bei DVDs nach Bild, Inhalt und Klang

AUDIO-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes

Album von hoher Qualität oder Interpret mit

ähnlichem Musikstil

In allen Sparten vergibt AUDIO Musik

null bis fünf Ohren.

Das Raster:

überragend

sehr gut

gut

befriedigend

ausreichend

AUDIO-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes

Album von hoher Qualität oder Interpret

mit ähnlichem Musikstil.

www.audio.de › 03/2012

61


Musik › POP UND ROCK

geHeimtipp

pop/Folk

max prosa

Die Phantasie wird siegen

Columbia (Sony); CD, Limited Ed.

Musik:

Klang:

pop

cHristina perri

Lovestrong

Atlantic (Warner); CD

Musik:

Klang:

Christof Hammer

AUDIO-Redakteur

brit-rock

young guns

Bones

PIAS (Rough Trade); CD

Musik:

Klang:

Die Konstellation

Gefühl

meets Härte,

seit gut zwei

Jahrzehnten

von zahllosen

Bands als risikoloses Rezept zum

Erfolg ge- und missbraucht, verdient

anno 2012 sicherlich keinen

Originalitätspreis mehr. Auch die

Young Guns segeln in manchen

Momenten auf diesem Ticket und

wecken damit erstmal Misstrauen.

Das aber wird im Verlauf von

„Bones“ regelrecht hinweggewalzt:

schlicht zu phonstark,

zu massiv, zu temporeich ist ihr

Sound, um unter Mainstream-

Verdacht zu geraten. Aber „Post-

Hardcore“? Ganz so weit braucht

man zwar nun nicht gehen,

doch dem explizit ausgeführten,

gerne auch hymnischen Brit-

Rock‘n‘Roll steht das Quartett

aus Buckinghamshire definitiv

näher als bemüht auf eine gewisse

Härte gestyltem Schmusepop.

Das Gros der zwölf Songs

ihres zweiten Album tritt jedenfalls

herzhaft die Türe ein, will

mit Bierchen begossen und mit

geballten Fäusten gefeiert werden

– vermeidet aber jede prollig-billige

Attitüde. Was griffige

Melodien und große Chöre sowie

gelegentlich gefühlige Vocals

und ruhige Akustikgitarren nicht

ausschließt. Und dass mancher

Song sogar nach Stadionmusik

klingt („Brother In Arms“), zeigt

nur das Potenzial dieser Band

– die aber in diesem Augenblick

ihrer Karriere von der Haltung

her dem kleinen Club noch näher

steht als der großen Arena.

Placebo, Airship

Das erste Album

von Max Prosa

wird vermutlich

nicht sein letztes

sein. Der Singer/

Songwriter aus Berlin erinnert mit

seiner gelungenen Mischung aus

Pop und Folk im einen Moment

an Rio Reiser und im nächsten an

Bob Dylan. Ganz so eingängig wie

die Songs von Kollegen wie Clueso

oder Philipp Poisel sind Prosas

Lieder über die Liebe und die Gesellschaft

nicht. Aber es lohnt sich,

ihnen ein Ohr zu leihen. JH

Rio Reiser, Bob Dylan

Hardcore/elektro

enter sHikari

A Flash Flood Of Colour

Ambush Reality (Rough Trade); CD, LP, CD + DVD

Musik:

Klang:

Auch wenn sie

bereits ihr drittes

Studioalbum

vorlegen, sind

Enter Shikari

immer noch neuartig. Oder besser:

immer wieder einzigartig. Neben

großartigen Songs im liebgewonnen

Stilmix wie „...Meltdown“

punkten die Hardcore-Trance-Verkuppler

um Sänger Rou Reynolds

diesmal verstärkt mit entspannten

Momenten. Ganz nach dem Motto:

„Anything Can Happen In The Next

Half Hour.“

AD

„Take To The Skies“

alternative-rock

laFaro

Easy Meat

Smalltown (Cargo Records); CD

Musik:

Klang:

Ihren vom Punk

beseelten Riff-

Rock reichern

Lafaro stets mit

viel Testosteron

an. Die Folge: Man kann sich zurücklehnen

und mit einem breiten

Grinsen an die Hochphase des

90er-Noiserock denken. Auf ihrem

Zweitwerk „Easy Meat“ beweisen

die Iren Humor und den unabdingbaren

Willen zur Kompromisslosigkeit.

Stakkato-Riffings und nervöse

Breaks löschen die Melodie aber

nicht vollends aus.

CA

The Jesus Lizard, McLusky

Ein von einer

Freundin beschaffter

TV-

Auftritt änderte

das Leben von

Christina Perri grundlegend: Die

25-Jährige hängte ihren Job als

Kellnerin an den Nagel und unterschrieb

einen Plattenvertrag. Mit

„Lovestrong“ beweist sie, dass sie

ihre Chance zu nutzen weiß. Perri

singt leicht melancholische Songs,

die auch von A Fine Frenzy („Bluebird“)

oder Kate Nash („Bang Bang

Bang“) stammen könnten. JH

A Fine Frenzy

indie-rock

tribes

Baby

Island (Cooperative); CD, LP

Musik:

Klang:

Sich die Meriten

live zu erspielen,

anstatt den

Hypemechanismen

gegenüber

UK-Newcomern zu vertrauen, ist

ungewöhnlich – wenngleich die

Tribes aus London durchaus einen

kleinen Hype verdient hätten. Auf

ihrem Debüt rechtfertigt die Band

sozusagen das nicht Dagewesene.

Irgendwo zwischen Mudhoney,

den Libertines und Oasis haben

die Tribes die Präsenz, die künftige

Festival-Headliner brauchen. TM

Oasis, The Libertines

indie-rock

tHe maccabees

Given To The Wild

Coop (Universal); CD, LP

Musik:

Klang:

Hektisch-sphärischer

Gitarrenpop

lautet die

Devise auf dem

dritten Album

der Ex-Schülerband aus Brighton.

Sänger Orlando Weeks klingt noch

mehr nach einer Mischung aus Peter

Gabriel und Chris Martin, während

die übrigen Bandmitglieder

orchestral-ausgefuchste Arrangements

durch die Lautsprecher

blasen. Selbstbewusster Pop zwischen

Shoegaze, Postpunk und den

ganz großen Stadionbühnen. KT

Coldplay, The Strokes, The Coral

Warum so schüchtern?

Der Songwriter-Pop von

Christina Perri weiß

durchaus zu gefallen.

rock‘n‘roll/country

cHris isaak

Beyond The Sun

Rhino (Warner); CD

Musik:

Klang:

Klar, die Tolle von

Chris Isaac ist

wild. Und seine

ganze Ästhetik

natürlich vom

Rock‘n‘Roll der 50er-Jahre geprägt.

Aber auf „Beyond The Sun“ reicht

das nicht aus. Der US-Crooner

schmalzt sich durch Cover von Elvis,

Johnny Cash und Jerry Lee Lewis

– und liefert ein altmodisch-warm

klingendes Album ab. Das gepflegte

Äußere kann aber nicht darüber

hinwegtäuschen, dass Isaac weder

James Dean noch Elvis ist. SW

John Hiatt, Lyle Lovett

gotHic-metal

lacuna coil

Dark Adrenaline

Century Media (EMI); CD, CD + DVD, LP, LP + CD

Musik:

Klang:

Das sechste

Album von Lacuna

Coil ist ein

internationales

Kind: Der erste

Teil des Entstehungsprozesses

fand im heimatlichen Italien statt,

danach ging es mit Don Gilmore

(Linkin Park) nach Amerika. Den

Produzenten kannten die Dunkelmetaller

bereits von „Shallow

Life“. Mit Nummern wie „Kill The

Light“ überzeugt „Dark Adrenaline“

einmal mehr auch auf der

Songwriting-Ebene. AD

Theatre Of Tragedy, Evanescence

Fotos: Ashely Maile / PIAS, Warner, Andreas Hornoff / GHvC, Dominique Isserman / Sony

62 03/2012 › www.audio.de


Ein Grandseigneur:

Leonard Cohen.

elektro/dub/hiphop

chinese man

Racing With The Sun

Chinese Man (Groove Attack); CD

Musik:

Klang:

Ein Soundtrack

zu einem Italo-

Western in der

chinesischen

Prärie? Eine

HipHopera, die vor 40er-Jahren-Kulissen

spielt? Oder einfach globaler

Beats- und Sample-Wahn? Auf „Racing

With The Sun“, dem Debüt des

französischen Turntablism-Trios Chinese

Man, trifft vor allem Letzteres

zu. Denn der rote Faden fehlt ihrer

Erzählung, auf Albumlänge wirkt der

ständige Sample-Schwanzvergleich

schnell etwas ermüdend. NT

DJ Shadow, David Holmes

rock

steaming satellites

The Mustache Mozart Affaire

Instrument Village (Broken Silence); CD, LP

Musik:

Klang:

Die Sümpfe Louisianas

oder eine

Blueskneipe in

Tennessee? Auf

der Suche nach

dem Ursprung des psychedelischen

Rocks der Steaming Satellites landet

man in Salzburg. Das Quartett

überrascht auf seinem zweiten

Album aber eben nicht durch seine

Herkunft, sondern durch sein Streben

nach Höherem: Schwebende

Orgeln und Synthie-Sounds lassen

seinen erdigen Rock in unendliche

Weiten entschwinden. SW

Kings Of Leon, Portugal. The Man

singer/songwriter

leonard cohen

Old Ideas

Columbia (Sony); CD, LP

Musik:

Klang:

Ein Selbstgespräch:

„I’d love

to speak with

Leonard / He’s a

sportsman and a

shepherd / He’s a lazy bastard living in a suit“ – So singt es Leonard Cohen

im Opener „Going Home“. Faulheit würde dem Kanadier wohl niemand

vorwerfen. Auch wenn „Old Ideas“ sein erstes Studioalbum seit acht Jahren

ist, er seine alten Ideen über Liebe, Sex und Tod einmal mehr in neuen

Versen aufwärmt. Nein, dieses Alterswerk sitzt perfekt wie sein Anzug:

Cohen erwärmt seine kargen Kontemplationen mit Orgel-Sounds und gospeligen

Background-Chören, mit Saxofon und dem Sexappeal seiner rauen

und raunenden Stimme. „Darkness“ ist lässig swingender Rhythm‘n‘Blues,

„Crazy To Love You“ ein einsames Akustikgitarren-Geständnis, „Come Healing“

vielleicht sogar ein potenzieller „Hallelujah“-Nachfolger. SW

„Ten New Songs“, „I‘m Your Man“

hiphop

marsimoto

Grüner Samt

Four Music (Sony); CD, LP

Musik:

Klang:

klang

tipp

folk

nolwenn leroy

Bretonne

Mercury (Universal); CD

Musik:

Klang:

chanson

felix meyer

Erste Liebe / Letzter Tanz

Sony (Sony); CD

Musik:

Klang:

folk-rock

penelope houston

On Market Street

Glitterhouse (Indigo); CD, LP

Musik:

Klang:

Sein Album „Zum

Glück in die

Zukunft“ machte

Marteria 2010

zum Star. Mit

„Grüner Samt“ stellt der Rapper

mit der präzisen Wortwahl und

dem langsamen Flow nun sein Alter

Ego Marsimoto vor. Produzent

Dead Rabbit verpasste dem Gras-

Fan Sound-Collagen, die einen gewissen

Pop-Appeal an den Tag legen.

Marsimotos Anekdoten indes

sprechen nicht nur eingefleischten

Rap-Fans aus der Seele. Toll! DH

Marteria, Quasimoto

Ungestüm und

ursprünglich,

wie der Wind auf

die bretonische

Küste trifft, fegt

Nolwenn Leroys glasklare Stimme

durch die Boxen. Begleitet von

Harfe, Dudelsack, Violine und Flöte

erinnert sich der Popstar an seine

Herkunft aus jener rauen Region

Frankreichs. Mit einem Mix aus

Tradition und Moderne, Pop und

Folklore, interpretiert Leroy gelungen

alte Waisen auf Bretonisch

und Gälisch neu.

NH

Faun

Als Straßenmusiker

sammelte

Felix Meyer 15

Jahre lang unzählige

Bilder,

Momente und Geschichten vom

Asphalt auf. Weil er sie mit ungeschniegelter,

angerauter Stimme

erzählt, reichen seine deutsche

Chansons locker an französische

heran. Die klugen, poetischen Texte

werden begleitet von Zirkusmusik,

Seemannschor und viel Esprit.

Einziges Manko: Der Straßenstaub

wurde komplett abgewaschen. NH

„Von Engeln und Schweinen“

Es ist viel

passiert seit der

Veröffentlichung

von Penelope

Houstons letztem

Album „The Pale Green Girl”

(2004). Unter anderem liegen eine

Scheidung und neun Tourneen mit

ihrer alten Punkband The Avengers

hinter der Musikerin. Stilistisch ist

das dieser Platte gar nicht so stark

anzumerken: Lieblicher, gefälliger

Folkrock mit groovenden Momenten

bleibt weiterhin das Solo-Steckenpferd

der Alt-Punkerin. KT

Joanna Newsom, Lucinda Williams

Prost und Trost:

Kettcar bleiben die

guten Kumpels von

nebenan.

indie-pop

kettcar

Zwischen den Runden

GHvC (Indigo); CD, 2 CD, LP

Musik:

Klang:

dub

burnt friedman

Bokoboko

Nonplace (Groove Attack); CD, LP

Musik:

Klang:

„Zwischen den

Runden“? Ja, man

kann Kettcar-

Sänger Marcus

Wiebusch immer

noch am Tresen stehen hören. Aber:

Im Gegensatz zum Vorgänger „Sylt“

klingen die Hamburger tröstlicher.

Kettcar versprechen „Rettung“,

spielen dem „allergrößten Club der

Welt“, dem der Vergessenen und

Versager, ein Northern-Soul-Ständchen.

Und „Zurück aus Ohlsdorf“

ist eine kleine Klage über verlorene

und verstorbene Freunde. SW

„Von Spatzen und Tauben ...“

Es braucht nur

zwei kleine

Modifikationen,

um aus dem Allerweltsnamen

Bernd Friedmann den weitaus

cooleren Burnt Friedman zu machen.

Die von jeglicher Hipness

entkernten instrumentalen Dub-

Experimente des Coburgers klingen

so losgelöst und globalisiert,

dass man an eine Inkarnation von

Can oder Cluster denken muss.

Gelegentlich erinnern seine Songs

sogar an indische Volksmusik. CA

Can, Talvin Singh

www.audio.de › 03/2012

63


Musik › DVD / BLU-RAY

Goldig, goldiger, Kylie: Mit viel

Glitzer und Glamour sorgt die

Sängerin nicht nur akustisch

für Begeisterung.

rocK/blues/KlassiK

Jon lord

With Pictures

earMUSIC (Edel); DVD

B: I: K:

hard rocK

slash

Live – Made In Stoke ...

Eagle Vision (Edel); DVD, Blu-ray

B: I: K:

pop

Kylie minogue

Aphrodite Les Folies ...

EMI (EMI); 2 DVD + CD, 2 Blu-ray

B: I: K:

Konzert, Show, Theaterstück? Was

genau Kylie Minogues Gastspiel in

der Londoner O2 Arena war, lässt

sich nicht sagen – ihr Auftritt hatte

von allem etwas.

Mit ihrer Welttournee

setzte

die 43-Jährige

2011 neue Maßstäbe

und zeigte,

wie sich Disco-

Pop zu einem

höchst unterhaltsamen Spektakel

inszenieren lässt. Auf DVD und

Blu-ray Disc führt der Mitschnitt

„Aphrodite Les Folies – Live in London“

nun noch einmal vor, wie die

Sängerin auf einem Pegasus über

die bombastische Bühne reitet und

im goldigen Outfit auf einem Engel

über die Massen schwebt. Musikalisch

setzt Kylie auf die Songs ihrer

letzten Platte „Aphrodite“ (2010)

und auf altbekannte Hits wie „Can‘t

Get You Out Of My Head“. Dass das

Publikum nur selten mitsingt, ist bei

einer solch pompösen Bühnenshow

nur wenig verwunderlich. DVD

und Blu-ray Disc haben optische

Schwächen, punkten aber mit gutem

Raumklang.

JH

„Showgirl: The Greatest Hits Tour“

rocK

Queen

Days Of Our Lives

Island (Universal); DVD, Blu-ray

B: I: K:

Zum 40. Jubiläum beschenken

Queen ihre Fans mit einer „definitiven

Dokumentation der weltgrößten

Rockband“. Den Ausnahmestatus

von Freddie

Mercury und Co.

unterstreicht

„Days Of Our

Lives“ auf DVD

und Blu-ray Disc

allemal. Mehr

aber auch nicht.

Denn natürlich fasst die Dokumentation

die Queen-Geschichte

in einem bislang nicht gesehenen

Rundumschlag zusammen. Regisseur

Matt O‘Casey erzählt die Karriere

der Band aber konventioneller

nach, als gerade Freddie Mercury

es je war. Er reiht Archivaufnahmen,

Musikvideos und Stadionmomente

aneinander und lässt sie in

alten und neuen Interviews kommentieren.

Eine kritische Auseinandersetzung

findet nicht statt, weil

die Retrospektive kaum Platz für

Außenansichten lässt. Die Antwort

auf die Frage, ob Queen die größte

Rockband aller Zeiten sind, geben

die Musiker somit selbst. Und was

werden die wohl sagen? JS

„Live At Wembley Stadium“

Bei der Beschäftigung mit den

wichtigsten Rock-Keyboardern

stößt man schnell auf Jon Lord. Auf

jenes ehemalige Deep-Purple-Mitglied,

das auch

bei Whitesnake einiges

auf die Tasten

gestellt hat.

Lords Solokarriere

ist im Vergleich

dazu bislang

unauffällig verlaufen.

Auf DVD gewährt die

Dokumentation „With Pictures“

nun einen Überblick über Jon Lords

Schaffen der letzten zehn Jahre.

Dabei beeindruckt vor allem die musikalische

Vielfalt des humorvollen

Briten: Orchestermusik, Blues und

Rock, Komponist und Hammond-

Meister – der 70-Jährige kannte

und kennt keine Scheuklappen. Der

Bonusteil der DVD zeigt Jon Lord in

Aktion: Er enthält unter anderem

Nummern mit den Hoochie Coochie

Men sowie eine wunderbare Interpretation

des Deep-Purple-Songs

„When A Blind Man Cries“. JS

„Live At The Basement“

Ein Entertainer vor dem

Herrn: der legendäre

Queen-Frontmann

Freddie Mercury.

Der Mann mit dem bekanntesten

Hut der Hardrock-Welt ist zurück in

Stoke-On-Trent: Bei seiner letzten

Tournee machte Slash auch in seiner

alten Heimat

Halt. Dass seine

Rückkehr eine

triumphale war,

dokumentiert

der auf DVD und

Blu-ray Disc

erscheinende

Mitschnitt „Live – Made In Stoke

24/7/11“. Neben Songs seines 2010

veröffentlichten Soloalbums gibt

der Velvet-Revolver- und Ex-Guns-

N‘Roses-Gitarrist die größten Hits

der Vergangenheit („Slither“, „Paradise

City“) zum Besten. Wer all

die Lieder singt? Myles Kennedy.

Und er ist genau der Richtige für

diesen schweren Job: Er fängt Axl

Rose ein, ohne ihn zu imitieren,

interpretiert sämtliche Originalsänger,

ohne dabei zur gesichtslosen

Frontpuppe zu verkommen. Er

ordnet sich neben Slash ein, nicht

unter oder über ihm. Stark! JS

„Slash“

Fotos: EMI, Universal

64 03/2012 › www.audio.de


Jetzt testen!

3x

+ Geschenk für nur 11,90€

Gratis

High-End-Magazin Audiophile

Die aktuelle Ausgabe (03/2011) des

Sonderhefts für höchstwertiges Hifi widmet

sich diesmal der harmonischen Verbindung

von Alt und Neu. CD-Player mit Vorverstärker

oder Class-A/D-Verstärker in einem und vieles

Weitere.

Goldkabel Bananenstecker

• Set bestehend aus 4 Bananensteckern

• Hochwertige Bananas in der Ausführung

Massiv-Banana (Fächerkorb)

• selbstfixierender Kabeleinlass

• Für Kabelquerschnitte von ca. 1,5 qmm -

ca. 2,5 qmm geeignet

• Steckerkörper komplett vergoldet

• Made in Germany

Gratis

Gratis

Die 100 besten Lautsprecher der Welt

Welches sind die besten HiFi-Lautsprecher der

Welt? Stereoplay-Chefredakteur Holger

Biermann hat tausende von unterschiedlichen

Modellen gehört und stellt in dieser Sonderausgabe

die 100 Besten aus allen Größen- und

Preisklassen vor.

Ihre Vorteile im Abo:

• 27% Preisvorteil gegenüber Einzelkauf

• Keine Zustellgebühr

• Ein Geschenk Ihrer Wahl

• 1 Heft gratis vorab bei Bankeinzug

SO EINFACH GEHT‘S:

ONLINE:

shop.magnus.de/audio

PER TELEFON:

0781-639 45 48

PER FAX:

0781-84 61 91

PER POST / COUPON:

AUDIO Kunden-Service

Postfach 180 · 77649 Offenburg

JA, ICH TESTE AUDIO FÜR3 AUSGABEN ZUM VORTEILSPREIS!

Als Geschenk wünsche ich mir:

Schicken Sie mir die nächsten 3 Hefte AUDIO zum Vorteilspreis von nur 11,90€mit 27% Preisvorteil (Österreich 15,90 €, Schweiz SFr 23,80)

Wenn ich AUDIO danach weiter beziehen möchte, brauche ich nichts weiter zu tun. Ich erhalte AUDIO dann zum regulären Abopreis (12 Ausgaben für z.Zt.

63,90 €) mit 3% Preisvorteil (Österreich 73,90 €, Schweiz SFr 127,80). Das Jahresabo kann ich nach Ablauf des ersten Bezugsjahres jederzeit wieder

kündigen. Wenn ich AUDIO nicht weiter beziehen möchte, genügt ein kurzes Schreiben bis 3 Wochen vor Ablauf des Miniabos (Datum Poststempel) an den

AUDIO Leserservice, Postfach 180, 77649 Offenburg. Dieses Angebot gilt nur in Deutschland, Österreich, Schweiz und solange der Vorrat reicht. Weitere

Auslandskonditionen auf Anfrage: weka@burdadirect.de. Eine eventuelle Zuzahlung zum Geschenk wird per Nachnahme / Rechnung erhoben.

Name Vorname Geburtsdatum

Straße/Nr.

PLZ/Ort

Goldkabel Bananenstecker (K674)

High-End Magazin Audiophile (K723)

E-Mail-Adresse

Telefon

Sonderheft-Die 100 besten Lautsprecher der Welt (K738)

Ich bin damit einverstanden–jederzeit widerruflich –, dass mich der Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING künftig per E-Mail und telefonisch

über interessante Vorteilsangebote informiert.

Ich bezahle bequem per Bankeinzug: (nur in Deutschland möglich) und erhalte dafür ein Heft GRATIS vorab (KB01).

BLZ

shop.magnus.de/audio

Kontonummer

1 Heft Gratis!

AUDIO erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH, Richard-

Reitzner-Allee 2, 85540 Haar, Handelsregister München, HRB 154289

Geldinstitut

Datum


Unterschrift

WK 2032 M03


Musik › OLDIES

zufall?

Vor seinem Einstieg bei

Rush 1974 spielte

Drummer Neil Peart in

einer Band namens Hush.

in die tiefe gehen

Umfangreich und tief tönend: Drei Boxsets erkunden die Anfangsjahre der Hardrocker Rush.

Zuerst die Fakten: „Sectors“ besteht

aus drei separat erhältlichen Rush-

Box-Sets, die die komplette „Mercury

Records“-Zeit von den Anfängen bis

„A Show Of Hands“ (1989) umfassen.

Jede Box enthält fünf CDs (vier Studiound

ein Live-Album) im Vinyl-Replika-

Schuber, ein dickes Booklet sowie eines

der Alben als DVD-Audio/Video Disc

in hochauflösendem 96kHz/24Bit, 5.1

Surround und Stereo.

Jede Menge Futter also. Und immer

wieder erstaunlich, wie wenig mittelmäßiges

Material aus der Feder des

kanadischen Trios floss. Nicht nur die

ewigen Referenzsäulen wie „2112“

(1976) oder „Moving Pictures“ (1981)

zeugen von der Kreativität der Herren.

Die von Masterdisk-Ingenieur Andy

VanDette remasterten Werke atmen

durchgehend die Luft großer Originalität

und Wandlungsfähigkeit.

Ein gelungenes Paket, das jeodch für

Hörer, welche einen Großteil der 15

Alben in der ein oder anderen Form

bereits im Regal stehen haben, wenig

Anreiz bietet. Gut möglich, dass die

drei spannenden DVD-Aufbereitungen

(„Fly By Night“, 1975, „A Farewell To

Kings“, 1977, „Signals“, 1982) analog

der bereits erschienenen Version von

„Moving Pictures“ (2011) zu gegebener

Zeit auch als Einzelausgaben in

die Läden kommen werden. Und dass

VanDette besonders zugunsten der

tieferen Klangbereiche Hand anlegte

(Zitat: „People like more bottom end

these days“), tut einigen Werken gut.

Diskutiert wird seine Arbeit jedoch

jetzt schon.

Alexander Diehl

prog/hard-rock

rush

Sectors

Mercury (Universal); 3 Boxsets (je 5 CDs + DVD)

Musik:

Klang:

66

03/2012 › www.audio.de


Musik › JAZZ

Fotos: Mercury / Universal, Koch / Universal, Lisa Johnson / EMI, Emarcy / Universal

AlTErNATiVE-rOCk

SMAShiNg puMpkiNS

Siamese Dream

Virgin (EMI); CD, 3 CD + DVD

Musik:

hArD-rOCk

irON buTTErfly

Fillmore East 1968

Rhino (Warner); 2 CD

Musik:

Klang:

Billy Corgan holt

zum Rundumschlag

aus: Unter

dem Namen seiner

alten Band

geht er mit neuen Musikern auf Tour, veröffentlicht Alben im Internet, ist

Wrestling-Manager in Chicago. Vor allem aber kuratiert er die remasterten

Re-Releases von „Gish“ und „Siamese Dream“, den legendären ersten Alben

der Smashing Pumpkins. Gerade Letzteres vereint Wut, Euphorie und

eine fast muckermäßige handwerkliche Versiertheit, mit der sich die Band

in ihren Metal-, Psychedelic- und Goth-Einflüssen schon damals von Pearl

Jam, Nirvana und Co. unterschied. Die unveröffentlichten Probe-, Demo- und

Liveaufnahmen der beiden Bonus-CDs fangen das noch unverfälschter und

so direkt ein wie der auf DVD beiliegende Konzertmitschnitt der Record-Release-Show

am 14. August 1993 im Chicagoer Metro Theatre. FS

Hole, Black Sabbath, Pink Floyd, Van Halen, Dinosaur Jr.

Klang:

„So-Lo“, „Unconscious

Power“

und „In-A-

Gadda-Da-Vida“

hatten Iron

Butterfly schon im Gepäck, als sie

1968 das erste Mal in New York

gastierten. Mit viel Einzelheiten

in Bezug auf die verwendeten Gerätschaften

wird im Booklet der

Aufnahme- und Aufpolierprozess

beschrieben. Trotzdem ist es weiterhin

die Authentizität, welche das

Klangbild der geschmackvoll aufgemachten

Doppel-CD dominiert. AD

„In-A-Gadda-Da-Vida“, Blue Cheer

Liedermacher-Legende:

Franz Josef Degenhardt.

Vor der coolen Glatze war

die Muckermatte: Billy

Corgan (zweiter von links).

fOlk

TiM buCklEy

Tim Buckley

Rhino (Warner); 2 CD

Musik:

Klang:

Vielleicht ist „Tim

Buckley“ (1966)

nicht das beste

Album des Folk-

Troubadours,

der 1975 auf tragische Weise an

einer Überdosis starb. Sein selbst

betiteltes Debüt bleibt aber sein

schönstes Werk. Es liegt nun in einer

aufwändigen Doppel-CD-Neuauflage

vor: Neben geschmackvoller

Verpackung gibt es einen Mono- und

Stereomix sowie Raritäten, die teils

noch vor den Aufnahmen zu diesem

Album entstanden.

KT

Van Morrison, Bob Dylan

liEDErMAChEr

f. J. DEgENhArDT

Gehen unsere Träume ...

Koch (Universal); 4-CD-Set

Musik:

Klang:

Am 14. November

2011 verstarb

Franz Josef Degenhardt

im Alter

von 79 Jahren.

Was vom unbequemsten Liedermacher

dieses Landes bleibt? Das

4-CD-Set „Gehen unsere Träume

durch mein Lied“ zeigt den linken

Utopisten, den scharfzüngigen

Chronisten und Sprachkünstler. Vor

allem aber, dass Degenhardt auch

wegen seines Spiels mit Chansons,

Bänkelsängerei, Rock und Jazz in

bester Erinnerung bleibt. RS

Hannes Wader, Schobert & Black

JAZZ-CD DES MONATS

VOCAl JAZZ

Malia

klang

tipp

Black Orchid – Emarcy (Universal); CD

Musik:

Klang:

Nina Simone wurde im Laufe ihres

Lebens mehrfach über den Tisch

gezogen. Konzertpianistin durfte sie als

schwarze Frau in den amerikanischen

Fünfzigern nicht werden, die Rechte

an den später immens erfolgreichen

Bethlehem Recordings hatte sie viel zu

früh abgegeben. Sie hatte manchen Anlass, zornig zu sein, und

nicht zuletzt über diesen Umweg schaffte sie als Sprachrohr

der Bürgerrechtsbewegung in den Sechzigern doch den Durchbruch.

Denn ihre Wut wurde zu Musik, zu einer Intensität des

Ausdrucks, die auch in späten Jahren nicht nachließ.

Ein knappes Jahrzehnt nach Nina Simones Tod 2003 verneigt

sich nun eine ihrer Enkelinnen im Geiste vor dem Genius der

reflektierten Emotionalität. „Black Orchid“ heißt das Album,

das Malia mit einem französischen Quartett zu Ehren der

Meisterin eingespielt und eingesungen hat. Als Tochter einer

Mutter aus dem südostafrikanischen Staat Malawi und eines

Briten fühlt sie sich ihrem Wesen nach der Gefühlswelt von

Nina Simone verbunden, und es gelingt ihr, diese Geistesverwandtschaft

glaubhaft in die Musik zu tragen. „Black Orchid“

klingt wie ein Skizzenbuch des Soul Jazz,

balladenhaft persönlich und dezent

fesselnd. Malia widersteht

der Versuchung, Tragik und

Dramatik mehr als künstlerisch

nötig zu strapazieren,

und schafft es im Gegenzug,

mit gospelgetönter

Stimme ein Songbook zu

gestalten, das großartige

Lieder als eigene Statements

verpackt. Das hat Stil und eine vokale

Klasse, die die Newcomerin des

vergangenen Jahrzehnts auf

eine neue Ebene hebt.

Ralf Dombrowski

Abbey Lincoln, Cassandra Wilson, China

Moses

Stil und (vokale)

Klasse: Malia.

67


Musik › Jazz

MOdErN jazz

jONas sChOEN sExtEt

Agnostic Chant Book

Schoener Hören (NRW); CD

Musik:

Klang:

POP-jazz

t. brUNbOrg & K. hUKE

Scent Of Soil

Hubro (Sunny Moon); CD

Musik:

Klang:

brit jazz

POrtiCO qUartEt

Portico Quartet

Real World (Indigo); CD

Musik:

Klang:

KOLUMNE

Jonas Schoen

unterrichtet

Saxofon und

Komposition in

Hannover. Das

„Agnostic Chant Book“ ist ein Beleg

dafür, dass er diese Professur

zu Recht hat. Denn das Album im

Sextett mit Bassgitarrist Steve

Swallow als Gast überzeugt durch

eloquente Solistik, aber auch durch

eine gestalterische Konsequenz,

die das Motiv des Gesangbuchs

modern jazzig und komplex unterhaltsam

ausführt.

RD

Marc Muellbauer, Wayne Shorter

NE0-COOL

PUrE dEsMONd

When Lights Are Low

Minor Music (in-akustik); CD

Musik:

Klang:

Wer eine Band

„Pure Desmond“

nennt, kann nur

nostalgische Absichten

hegen,

und so imitiert Lorenz Hargassner

den coolen, fast vibratofreien Sound

des Komponisten von „Take Five“

recht genau. Auch Gitarre, Bass und

Schlagzeug orientieren sich an den

50-ern, und ein Großteil der Stücke

stammt ebenfalls von damals. Sogar

die knappe Spielzeit von nur 36

Minuten passt. Die ideale Musik zu

Nierentisch und Eierlikör. WS

Paul Desmond „Desmond Blue“

Liebt nicht nur

Pastellfarben:

Alexandra Lehmler.

Ist das noch Jazz?

Schwer zu sagen.

Tore Brunborg

stellt eine echte

Bereicherung im

Quartett des fabelhaften norwegischen

Pianisten Tord Gustavsen

dar und steuert auch hier schöne,

geschmeidige Saxofonsoli bei. Seine

Landsmännin, die Sängerin Kirsti

Huke, und der Rest der Band sind

eher in atmosphärischem Indie-Folkrock

zu Hause – was manch reizvolle

Reibung erzeugt. Für musikalische

Grenzgänger empfohlen. MI

Tord Gustavsen, Sidsel Endresen

FUsiON

daNiEL stELtEr

Krikelkrakel

Herzog Records (edel:Kultur); CD

Musik:

Klang:

In den 70-ern

beglückte der

Gitarrist Volker

Kriegel seine

Fans mit weit

schwingenden Melodien und sanft

pulsierenden Rhythmen. Die Wendungen

und Klangfarben von Daniel

Stelters Quartett-Album „Krikelkrakel“

erinnern nun an den 2003 verstorbenen

Bandleader. Stelters Spiel

auf der halbakustischen Gitarre ist

in eine Lounge-Umgebung gebettet,

der Wohlklang seines Quartetts orientiert

sich aber an Kriegel. WS

Volker Kriegel „Spectrum“

POst-POP-jazz

aLExaNdra LEhMLEr

No Blah Blah

Jazz‘n‘Arts (in-akustik); CD

Musik:

Klang:

Die Mannheimer

Saxofonistin

Alexandra Lehmler

geht ihren

Weg: Sie mag

klare Melodien, deren schmeichelnder

Schönheit sie Arrangements

mit einer gewissen Grundschräge

entgegensetzt. Da überlagern sich

Rhythmen, da treffen die Pastellfarben

von Sopran-, Alt- und Baritonsaxofon

auf Drum’n’Bass-inspirierte

Beats. Manchmal wecken die Klänge

sogar Assoziationen an die Bilder

alter Road Movies.

WS

Quest „Of One Mind“

Es ist schwer genug,

sich einmal

zu erfinden. Das

Portico Quartet

macht das nun

bereits zum zweiten Mal. Bislang definierte

sich das Londoner Kollektiv

über den Klang des Hang, eines Perkussionsinstruments

in Form eines

Woks. Hang-Spieler Nick Mulley

hat die Band verlassen, dafür kam

Keyboarder Keir Vine und gestaltet

nun mit der Band ein atmosphärisch

dichtes Gewebe aus Soundscapes,

Melodien und Improvisationen. RD

Matthew Herbert

PiaNO-triO

bENNy LaCKNEr triO

Cachuma

O-Tone / BHM (ZYX); CD

Musik:

Klang:

Die Eindrücke,

die der deutschamerikanische

Tastenzauberer

Benny Lackner

aus seiner Umwelt aufsaugt, gießt

er direkt in einen entspannten Ideenfluss.

Die Musik – erdacht mit

Bassist Jérome Regard und Drummer

Matthieu Chazarenc – ist entsprechend

aufgeweckt: rhythmisch

vielseitig und melodiös. Hie und da

lassen Martin Tingvall, Neil Cowley

und andere Pioniere des neueren

(Pop-)Piano-Jazz grüßen. MI

Tingvall Trio, Yaron Herman

vOCaL jazz

LyaMbiKO

Sings Gershwin

Sony Classical (Sony); CD

Musik:

Klang:

Natürlich hat

das seinen Reiz.

Das Gershwin

Songbook ist ganz

großes Kino,

wenn man es beherrscht. Lyambiko,

der Jazzliebling der Gemeindesäle,

hält sich dabei wacker. Im Kern

funktionieren ihre Interpretationen

in kleiner Quartett-Besetzung, Eigenheiten

fehlen jedoch. Denn bei

Gershwin ist die Messlatte herausragender

Konkurrenz weit oben. Und

wer die Wahl hat, greift doch eher zu

den alten Meisterinnen. RD

Ella Fitzgerald, Sarah Vaughn

Werner Stiefele

AUDIO-Mitarbeiter

GeBOXt

Seit einigen Jahren kauft Universal

systematisch die Jazz-

Kataloge großer Labels auf. Den

Jazzfans kann das nur recht sein:

So werden Werkschauen möglich,

die vor 20 Jahren noch undenkbar

waren. Die jeweils 13 bis 15 CDs

umfassenden Editionen zeichnen

sich durch eine feine Klang-Restaurierung

und informative Booklets

aus. Bei Preisen um 45 Euro

sind sie wahre Schnäppchen.

Die Box „Charlie Parker – The

Complete Masters 1941-54“

vereint auf 13 Scheiben Parkers

Anteil an der Herausbildung und

Blüte des Bebop mit Studioaufnahmen

für die Labels RCA, Clef,

Mercury und andere. Dass der Saxofonist

dem Mainstream öffnete,

zeigen die „Parker With Strings“-

Sessions.

„The Complete Masters 1935-55“

von Ella Fitzgerald beginnen mit

den ersten Einspielungen der Sängerin

mit dem Chick Webb Orchestra.

Jazz-Highlights und schnulzige

Tagesschlager wechseln sich

ab, bis sie zu jener stilistischen

Souveränität findet, die sie zum

Weltstar machte.

„Louis Armstrong – The Complete

Masters 1925-45“ umfasst

die epochalen Aufnahmen mit

den Hot Fives und Hot Sevens,

die kommerzielle Phase und seine

Maßstäbe setzenden Dixieland-

Einspielungen. Satchmos agiert

hier als Bandleader sowie in einer

kleinen Auswahl von Titeln als Sideman.

Alle: Universal

CharLiE ParKEr

The Complete Masters

1941-54

Musik:

Klang:

ELLa FitzgEraLd

The Complete Masters

1935-55

Musik:

Klang:

LOUis arMstrONg

The Complete Masters

1925-45

Musik:

Klang:

Fotos: Thommy Mardo / Jazz‘n‘Arts, Sigi Müller / BR Klassik


Musik › KLASSIK

Beethovens Klavierkonzert

in 3D? Alexej

Gorlatch macht‘s

möglich.

noch ein

geheimtipp

2011 gewann Alexej Gorlatch den

ARD-Musikwettbewerb – der Beginn

einer großen Pianistenkarriere.

Der ARD-Wettbewerb ist gerade im Fach

Klavier einer der anspruchsvollsten. Talent

massenweise. Wenn dann der aus Kiew

stammende, 23-jährige Alexej Gorlatch im

Jahr 2011 so unangefochten zum ersten Preis

durchmarschiert, dann ist das wirklich das

Zeichen einer außergewöhnlichen Begabung.

Die vorliegende CD dokumentiert dies. Gorlatch

spielt Beethoven so genau auf dem Grat

zwischen pianistischer Wucht und Exaktkeit

des Details, dass man gar nicht weiß, was einen

mehr bezwingt: dieser präsente, aus dem

Vollen geschöpfte Klang des Klaviers oder

die schier nicht enden wollende Farbigkeit

der Details und der Stimmführung. Mit Gorlatch

erlebt man Beethovens c-moll-Konzert

in 3D, er macht mehr eine Klangskulptur als

ein Klangbild daraus. Das Orchester findet

unter der Leitung von Sebastian Tewinkel

einen rundum seelenverwandten Tonfall:

sinfonisch und dabei fein strukturiert, im

Detail brillant und delikat in der Artikulation.

Die Aufnahmetechnik unter Wilhelm Meister

hat eine Meister-Leistung vollbracht: direkt,

stark, durchsichtig und dabei von einer immer

überzeugenden Räumlichkeit. Noch ein

Geheimtipp, hoffentlich nicht mehr lange!

Laszlo Molnar

Gorlatch, Schumann/Debussy/Chopin (Ram)

klang

tipp

KLAVieR

LUdwig VAn BeethoVen

KLAVIERKONzERT NR. 3; SONATE Op. 2/1

Alexej Gorlatch, Klavier, Symphonieorchester

des Bayerischen Rundfunks,

Sebastian Tewinkel

Challenge Classics (Sunny Moon); SACD

www.pregardien.com

Musik:

Klang:

VoKALmUSiK

LeoŠ JAnÁceK

CHORAL WORKS, SIX

MORAVIAN CHORUSES,

NURSERY RHYMES, OUR

FATHER U. A.

Cappella Amsterdam,

Daniel Reuss,

Thomas Walker (Tenor),

Philip Mayers (Klavier),

Radio Blazers Ensemble

Harmonia Mundi (Harmonia Mundi); CD

www.harmoniamundi.com

Musik:

Klang:

Janácek war mit

Dvorák befreundet

und bearbeitete

dessen

Mährische Duette

für Chor. Die volkstümlichen

Geschichten über unglückliche Liebe

präsentiert die Cappella Amsterdam

frisch und differenziert. Mit

einer engagierten Leistung glänzt

sie bei den witzig-skurrilen Kinderreimen.

Hier blitzt Janáceks origineller

Spätstil immer wieder auf.

Die weiteren, ebenfalls balanciert

aufgenommenen Werke dieser

CD stammen aus allen Schaffensperioden.

Spannender Querschnitt

durch Janáceks vielfältige Chormusik.

AF

Prague Chamber Choir (Moravian

Duets, Chandos)

KAmmeRmUSiK

gRieg / BRAhmS

STRING QUARTET /

CLARINET QUINTET

Hagen Quartett,

Jörg Widmann (Klarinette)

Myrios Classics (Harmonia Mundi); SACD

www.hagenquartett.com

Musik:

Klang:

klang

tipp

Zwei Werken,

die Grieg und

Brahms in Lebenskrisen

geschrieben

haben, widmet sich das seit mehr

als 30 Jahren bestehende Hagen

Quartett in dieser äußerst warm

und natürlich klingenden Produktion.

Die Deutung des Grieg-

Quartetts zwischen kraftvollen

Akkorden und spitzen Staccati

vermittelt die Seelenlage des Norwegers

erschreckend realistisch.

Auch der hochsensible Dialog der

vier mit dem Klasse-Klarinettisten

Jörg Widmann in Brahms’ wehmütig

zurückblickendem Quintett

berührt tief. Ganz große Kunst.

AF

Oslo String Quartet (Grieg, Naxos)

www.audio.de › 03/2012

69


Musik › KlassiK

Die erste schwarze

Diva der Operngeschichte:

Leontyne

Price.

KLavier

enrique GranaDOs

Goyescas, valses

Poéticos

Luis Fernando Pérez, Klavier

Mirare (Harmonia Mundi); CD

www.luisfernandoperez.com

Musik:

Klang:

KammermusiK

Franz schubert

striNG QUiNtet D.956 /

QUartettsatZ D.703

Tokyo String Quartet,

David Watkin (Cello)

Harmonia Mundi (Harmonia Mundi); SACD

www.tokyoquartet.com

Musik:

Klang:

KammermusiK

Franz schubert

Klaviertrios

Trio Jean Paul

Cavi Music (Harmonia Mundi); 2 CDs

www.triojeanpaul.de

Musik:

Klang:

klang

tipp

„Eine außergewöhnliche

Lesart“ des

Streichquintetts

D.956 kündigt

die Rückseite der CD-Hülle an.

Ob damit der Detailreichtum in

den Begleitstimmen gemeint ist?

Oder die klare Herausarbeitung

der Kontraste? Oder das gesangliche

Spiel? Wie dem auch sei: Das

Tokyo String Quartet liefert eine

klassisch-sorgfältige Interpretation

von Schuberts letztem Kammermusikwerk

– was genauso für den

Quartettsatz gilt. Den Klang der

Stradivarius-Instrumente bringt

die Tontechnik voll zur Geltung. Außergewöhnlich

präzise. AF

Borodin Quartet, Milman (Teldec)

Ob er eine lustige

Musik kenne?

Schubert verneinte

die Frage.

Dass seine Musik

im Spannungsfeld zwischen Heiterkeit

und Schwermut entstand,

lässt sich exemplarisch bei seinen

Klaviertrios nachhören. Zeitnah zur

Winterreise entstanden, spiegeln

sie das Schmerzlich-Schöne seiner

Seelenwelt wider. Mit spürbarer

Hingabe trifft das Trio Jean Paul

diese Lichtwechsel von Dur nach

Moll und umgekehrt. Und mitunter

tun sich zwischen Melodientrunkenheit

und Weltschmerz Abgründe

auf, die dem sensiblen Zuhörer

den Atem stocken lassen. LU

Beaux Arts Trio (Philips), Trio Fontenay

(Teldec), Trio di Trieste (DG)

musiKtheater

erich WOLFGanG

KOrnGOLD

Die stUMMe sereNaDe

Young Opera Company,

Holst Sinfonietta,

Klaus Simon

Cpo (Otto G. Preiser & Co); 2 CDs

www.holst-sinfonietta.de

Musik:

Klang:

klang

tipp

Frech, frivol, aber

auch charmant,

glamourös – so

klingt „Die stumme

Serenade“,

eine „Komödie mit Musik“ (1946-

50), die der Freiburger Dirigent

Klaus Simon mit ansteckendem

Elan eingespielt hat. Der Plot – eine

abgedrehte Krimikomödie – bietet

melodramatischen Witz und süffige

Revuemelodien wie „Tausend

süße, ungeküsste Küsse“. Beide

Ensembles, Young Opera Company

und Holst Sinfonietta, machen aus

dieser liebreizenden Petitesse eine

quirlige Spaßoperette, irgendwo

zwischen Gershwin-Schmelz und

Hollywood-Sentiment. Ein Schmarren.

Aber hinreißend. OPB

Korngold, Violinkonzert, Mutter,

Previn (DG)

OPer / LieD

schumann, strauss,

barber u.a.

collectioN of

solo alBUMs

Leontyne Price

RCA (Sony); 26 CDs

www.sonyclassical.de

Musik:

Klang:

Kennst du eine,

willst du alle

– nach diesem

Grundsatz hat

RCA sämtliche

Solo-Alben von Leontyne

Price in zwei Boxen im Original-

Jacket-Look herausgebracht: 14

Opern-Alben und 12 Recitals mit

Liedern, Songs und Spirituals. Äußerer

Anlass ist der 85. Geburtstag

der amerikanischen Sopranistin.

Sie war die erste schwarze Diva

der Operngeschichte, und ihre

Stimme war ein Wunder an Leuchtkraft

und Langlebigkeit. Noch mit

65 legte sie in der Carnegie Hall

eine der anspruchsvollsten Nummern

von Richard Strauss („Zweite

Brautnacht!“) derart mühelos hin,

dass man seinen Ohren kaum traute.

Ihre Arien-Recitals gehören in

jede anständige Opern-Diskothek,

und auch als Liedsängerin (Schumann,

Strauss, Barber etc.) hat sie

einen Ehrenplatz unter den großen

Sängern des 20. Jahrhunderts verdient.

Da die Boxen äußerst preisgünstig

sind, kann man nur sagen:

Zugreifen!

MT

„Original Album Classics“ (Sony)

Macht er sich

bereits Gedanken

um seine Zukunft?

Countertenor

Andreas Scholl.

Ende des

19.Jahrhunderts

begann in Europa

die Besinnung

auf eigene Nationale

Schulen, wobei in der Musik

Frankreich, Russland und auch

Spanien hervortraten. In dieser

Zeit zählte Enrique Granados zu

den wichtigsten Komponisten

Spaniens, mit seinem zweiteiligen

Klavier-Zyklus „Goyescas“ – angelehnt

an seinen Lieblingsmaler

Goya – schuf er eine typisch spanische

Tonsprache. Mit seinem originären

Empfinden für diese Musik

setzt Luis Fernando Pérez die

„Goyescas“ in wahrhaftige Tongemälde

um. Signifikant für sein Spiel

sind Präzision, geschmeidige Anmut

und Temperament. LU

de Larrocha (Decca), Luisada (DG),

Ciccolini (EMI)

vOKaLmusiK

JOhann sebastian

bach

KaNtateN BWv 82, 169,

200 U. a.

Andreas Scholl,

Kammerorchester Basel

Decca (Universal); CD

www.andreasscholl.ch

Musik:

Klang:

Schwierig,

schwierig, wenn

ein Countertenor

in die Jahre

kommt. Ikonen

der Zunft wie Michael Chance oder

Jochen Kowalski mussten ihren

Stern sinken sehen, und auch Andreas

Scholl muss sich wohl langsam

darauf einrichten. Was der

Stimme immer mehr zu schaffen

macht, ist die Geschmeidigkeit

und Schlankheit in allen Lagen und

der Wechsel dazwischen. Scholl

schlägt für die Bach-Kantaten, darunter

„Ich habe genug“ (Nr. 82),

einen lyrischen Ton an, kann aber

die Mühen der Artikulation nicht

kaschieren. Und so einzigartig,

dass man darüber hinweghören

könnte, ist sein Timbre nicht. BWV

169 sollte man mit Robin Blaze bei

Masaaki Suzuki hören und 82 – am

besten mit einem Bariton. LM

Purcell „Oh Solitude“ (Decca)

Foto:s Jack Mitchell / Sony, James McMillan / Universak

70 03/2012 › www.audio.de


Quellen › PhonovorSTufen

Schwarz-Maler

Die Engländer huldigen schwarzem Vinyl wie kaum ein anderes Land. Von der Insel kommen zwei

vorzügliche Phono-Vorstufen, deren eindrucksvolle Performance an impressionistische oder expressionistische

Malereien erinnert. Aber kann man Monet und Gauguin miteinander vergleichen?

■ Text: Stefan Schickedanz

TeST

Zwei Phono-Vorstufen bis 1000 Euro

Musical Fidelity M1 Vinl 850 €

Whest tWo 1000 €

122 www.audio.de ›03 /2012


Quellen › Phonovorstufen

Früher gab es Fürsten, die in ihrem

Reich Maler oder Bildhauer förderten

und somit mitten im Land blühende

Inseln der schönen Künste schufen.

England ist nicht nur eine Insel, es

scheint dort auch viele Vinyl-Mäzene zu

geben. Auf der Suche nach spannenden

Phono-Vorstufen unter 1000 Euro wurden

wir – wenig überraschend – in Großbritannien

fündig. Wir stießen auf zwei

Produkte aus London und Wembley, die

trotz gleicher Aufgabenstellung unterschiedlicher

kaum sein könnten. Die

Phono-Vorstufe Musical Fidelity M1 Vinl

kleidet sich in das schicke Gewand der

smarten Midi-Serie, zu der auch eine

vortreffliche Netzwerkplayer-Vorstufe

gehört, die M1 CLIC (AUDIO 1/11). Auch

die für MM- und MC-Systeme geeignete

Vorstufe umgibt ein Hauch von High-

Tech. Sie vertraut zur Anpassung des

Eingangs an verschiedene Tonabnehmer

auf eine bequeme, einfach zu handhabende

Umschaltlogik mit kleinem LC-

Display, während der Mitbewerber – wie

von schwedischen Möbeln bekannt –

eher auf Handarbeit setzt.

Der Benutzer des Whest Two muss zum

Inbusschlüssel greifen und eine Blende

unter dem Gerät entfernen, um an die

kanalgetrennten Mäuseklaviere für Impedanz

und Verstärkungsfaktor zu gelangen.

Dann sind Fingerspitzen einer

verhätschelten Prinzessin und ab 50 aufwärts

noch eine Lesebrille gefragt, denn

die Arbeit lässt sich nur unter Zuhilfenahme

der Bedienungsanleitung bewerkstelligen.

Gut anpassbar geben

sich trotzdem alle beide, und wer nur einen

Tonabnehmer betreibt, kann das

Thema auch beim Whest nach fünf Minuten

für immer abhaken.

Lästig wird es nur, wenn der Besitzer etwa

ein Laufwerk mit zwei Tonarmen besitzt,

auf denen er im Wechsel MM- und

MC-Systeme betreibt. Hier befindet

sich der Musical Fidelity klar im Vorteil,

denn mit seinen Tipptasten und dem

Fotos: Archiv, MPS, photopixel (2) – Shutterstock.com

www.audio.de ›03 /2012

123


Quellen › PhOnOvOrstuFen

Musical-star: Wer die optimalen

Anschlusswerte für sein System im Hörtest

ermitteln möchte oder im Wechsel MM und

MC benutzt, freut sich über die elektronische

Umschaltung des in SMD-Technik aufgebauten

M1. Auch die Entzerrkurve und die

Abschlusswerte lassen sich bequem ändern.

Display lassen sich schnell die Einstellungen

für MM- und MC-Tonabnehmer

inklusive Entzerrung nach RIAA oder

IEC vornehmen und beim Umschalten

der Eingänge automatisch abrufen. Außerdem

besitzt der M1 Vinl getrennte

Cinch-Eingänge für beide System-Typen,

während der Whest-Verwender jedes

Mal umstecken müsste – was letztlich

nicht mehr ins Gewicht fällt, weil er den

kleinen Phono-Pre-Amp ohnehin zum

Öffnen aus dem Rack nehmen muss.

Noch etwas wirft der Musical-Star in die

Waagschale: Er verfügt nicht nur über einen

Cinch-Ausgang, sondern auch über

symmetrische XLR-Buchsen zum Anschluss

an den Vorverstärker. Puristen

mit einem Faible für die störsicheren

symmetrischen Verbindungen dürften

sich allerdings gleich noch symmetrische

Eingänge wie in der Burmester 100

MesslaBOr

(siehe Heft 8/10) wünschen, denn Tonabnehmer

sind die perfekte symmetrische

Quelle. Dass der Musical Fidelity

direkt per Kaltgerätestecker am Netz

hängt und seine Spannungen intern per

Schaltnetzteil generiert, der Whest sich

dagegen über einen externen Trafo-

Würfel versorgt, passt zu den jeweiligen

Konzepten, hat aber in diesem Fall kaum

Einfluss auf die Performance: Brummspuren

fand das Labor in beiden Fällen

nur homöopathisch und allemal jenseits

der Hörschwelle.

Je mehr man sich mit den beiden Engländern

beschäftigte, desto mehr offenbarten

sich deren unterschiedliche Charaktere.

Auf der einen Seite der komfortable

Musical Fidelity, der sich sogar

über Trigger-Buchsen ferneinschalten

lässt und für diese Philosophie ungeniert

auf digitale Steuerelektronik sowie

Der Frequenzgang des Musical Fidelity verläuft ausgeglichener als der des Whest. Dessen

Stärken liegen neben dem höheren Verstärkungsfaktor im größeren Störabstand mit

MC-Systemen (75 zu 72 dB) und MM (84 zu 81 dB). Insgesamt liegen beider Dynamikwerte

auf hohem Niveau, zumal der M1 Vinl mit MM-Normsystem gemessen leicht die

Nase vorn hat. In der Übersteuerungfestigkeit ist der Musical Fidelity dem Whest klar

überlegen: 107/22,4mV verträgt er bei MM bzw. MC, der Whest nur 55/5,2 mV.

hochwertige, gleichwohl inte grierte

Schaltungen für die Signalver arbeitung

vertraut. Solange die Moderne im Signal

keine Spuren hinterlässt, ist dagegen

auch nicht das Geringste einzuwenden

– die Stör- und Klirrspektren des Musical

sind blitzsauber. Auf der anderen Seite

steht der Whest Two, der nicht einmal

einen Netzschalter vorweisen kann. Ein

Spartaner, der mit Design so viel am Hut

hat wie ein Hummer-Gelände wagen,

stecKBrieF

Musical Fidelity

M1 Vinl

Vertrieb

Reichmann Audio Systeme

0 77 28 / 10 64

www.

reichmann-audio-systemevertrieb.de

listenpreis

850 Euro

Garantiezeit

2 Jahre

Maße B x H x T

22 x 10 x 30 cm

Gewicht

3,5 kg

anschlüsse

Phono MM / MC • / • (getrennt, umschaltbar)

Eingänge Cinch / XlR 1 / –

Ausgänge Cinch / XlR 1 / 1

Anpassung Widerstand 47kΩ/68kΩ (MM)/10Ω-47kΩ (MC)

Anpassung Kapazität 50-400pF (MM)/470pF (MC)

Funktionen

Fernbedienung –

A/D-Wandler –

lautstärkereglung –

Variable Entzerrung RiAA + iEC

Besonderheiten

Trigger-Anschlüsse

auDiOGraMM

eMPFehlung

PREiS / lEiSTUnG

ÅSehr authentische Klangfarben,

feine Auflösung und

tiefreichender Bass.

Í Dynamisch eher weich.

Klang Cinch / XlR 115 / 115

Ausstattung

sehr gut

Bedienung

überragend

Verarbeitung

sehr gut

03/12

klangurteil

Preis/leistung

115 Punkte

sehr gut

124 www.audio.de ›03 /2012


Quellen › PhoNoVorstUFeN

Wild Whest hero: Die Entwickler des

stürmischen Whest setzen auf diskreten

Doppel-Mono-Aufbau plus ausgelagertes

Netzteil. Die Verstärkung lässt sich in drei

Stufen anpassen, der Widerstand auch. Dazu

muss der Besitzer zunächst ein kleines

Bodenblech (oben) abschrauben.

stecKBrieF

Vertrieb

www.

Listenpreis

Garantiezeit

Maße B x H x T

Gewicht

Whest

TWo

Input Audio

0 43 46 / 60 06 01

inputaudio.de

1000 Euro

2 Jahre

35 x 15 x 35 cm

2 kg

anschlüsse

Phono MM / MC • / • (einer für beide)

Eingänge Cinch / XLR 1 / 0

Ausgänge Cinch / XLR 1 / –

Anpassung Widerstand 47kΩ/100/500Ω

Anpassung Kapazität –

Funktionen

Fernbedienung –

A/D-Wandler –

Lautstärkereglung –

Variable Entzerrung –

Besonderheiten

externes Netzteil

AUdioGrAMM

ÅSpritziger, körperhafter

Klang.

Í Gemeinsamer Anschluss

für MM und MC.

Klang Cinch / XLR 115 / –

Ausstattung

befriedigend

Bedienung

befriedigend

Verarbeitung

sehr gut

klangurteil

Preis/leistung

115 Punkte

sehr gut

aber keine Platzprobleme kennt. Der

klassisch mit ausgesuchten diskreten

Transistoren, Kondensatoren und Widerständen

strikt kanalgetrennt aufgebaut

ist, zwar null Komfort bietet, dafür aber

höhere Verstärkung und größeren Rauschabstand

erzielt.

Das nicht nur vom Preis her gut zu den

beiden Kontrahenten passende Moving-

Coil-System Lyra Delos (7/11) brachte

deutlich die spezifischen Stärken und

Schwächen der unterschiedlichen Konzepte

ans Licht. Was Klangfarbenreichtum

und Ausgewogenheit betrifft, ging

der M1 mit leuchtendem Beispiel voran.

Mit Sara K. „Live In Concert“ gab er sich

äußert homogen und breitbandig. Behutsam

und feinzeichnend reproduzierte

er die zarten Obertöne der Gitarre, der

hölzerne Korpus besaß das nötige Volumen

und wirkte äußerst authentisch.

Nach dem Auflegen der weiteren Hörtest-Platten

bestätigte sich der Eindruck,

dass der Musical Fidelity besonders viele

subtile Details wie Hall, Echo oder das

Ausklingen der Töne hervorbrachte.

Mehr als sein Herausforderer, der weniger

den Eindruck erweckte, um die Instrumente

herum den Aufnahmeraum in

Fragmenten zu rekonstruieren. Vielmehr

schien der Whest die Instrumente auszustanzen,

um sie vergleichsweise trocken

in den Hörraum zu transportieren.

Dort schienen sie physisch präsent zu

sein, dabei allerdings etwas weniger nuanciert,

zugleich nicht ganz so farbenprächtig

oder samtig wie über den M1.

Die Darbietung via Whest wirkte plastischer,

lebendiger, sprich: mehr dreidimensional,

zum Greifen nah. Und besser

fokussiert obendrein: Gegen diese

Art der Darstellung erschien der M1 Vinl

eher diffus.

Hier trafen zwei Interpretationen aufeinander:

Der M1 traf perfekt die Klangfarben,

malte mit zartem Strich von der

größeren Palette und fing zudem akribisch

die Aufnahme-Atmosphäre ein.

Allerdings wirkte er auch eher flächig

und weich, fast wie ein impressionis-

tisches Gemälde von Monet. Dagegen

profilierte sich die Number Two als wilder

Expressionist, der zwar wie Paul

Gauguin mit weniger, dafür plakativeren

Farben malt, aber mit präzisem Pinselstrich

die Konturen, Größenverhältnisse

und Dynamik der Instrumente wiedergibt

und den Zuschauer ins Geschehen

einbezieht. Wie den Autor, der sich bei

der mitreißenden Performance von

„Made In Japan“, der Live-Doppel-LP

von Deep Purple, kaum im Stuhl halten

konnte. Von Attacken im Luftgitarrespielen

befallen, fiel es schwer, sich auf

die entscheidende Frage zu konzentrieren:

Gibt es bei Monet oder Gauguin

ein besser oder schlechter? Nein. Reine

Geschmackssache – wie bei diesen

beiden Vinyl-Künstlern.

FAzit

stefan schickedanz

AUDIo-Mitarbeiter

Wer mit dem Kopf hört, könnte

sich an der raueren Gangart des

Whest stören. er gibt Klangfarben

und raum im Vergleich zum extrem

naturalistischen M1 Vinl fast

schon holzschnittartig wieder.

dafür reißt es einen nach dem

Umschalten vom milden Musical

Fidelity fast vom stuhl: in puncto

timing und dynamik ist der two

eine große Nummer.

www.audio.de ›03 /2012

125


Lautsprecher › kompaktboxen

Prunkstück

Klanglich steckt die PM1 von Bowers & Wilkins voller Überraschungen: Trotz ihrer

kompakten Abmessungen liefert die hübsche Britin einen Tiefbass ab, bei dem

selbst größere Boxen einpacken können.

■ Text: Alexandros Mitropoulos

Test

Kompakter Edel-Lautsprecher

B&W PM1 2500 €

126 www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › Kompaktboxen

Das eigentliche Manko von Kompaktlautsprechern

ist meistens

die schwächelnde Basswiedergabe.

Grundvoraussetzung für ein druckvolles

Tiefton-Fundament ist schließlich

ein voluminöses Gehäuse, das Kompakte

einfach nicht bieten. Da verwundert,

dass B&W die PM1 als vollwertige HiFi-

Box anbietet, die selbst tiefste Frequenzanteile

wiedergeben können soll. Haben

die englischen Ingenieure etwa die

Regeln der Physik neu erfunden?

Bei der Konzeption war die

Vorgabe an die Entwickler

ein Optimum an Stabilität

und der daraus resultierenden

akustischen Eigenschaften

zu erzielen. Verstrebungen

im Gehäuse etwa sollen es zusätzlich

stabilisieren. Die Seitenteile besitzen

dank ihrer speziellen Verklebungsart

absorbierende Eigenschaften. Ihre Herstellung

gestaltet sich aufwendig: Viele

dünne Holzschichten werden miteinander

verleimt und anschließend der Breite

nach in dicke Scheiben geschnitten.

Schließlich erhalten sie eine Hochglanzlackierung

(„mocha”), die bei unserem

Testgerät makellos ausgeführt ist.

Der Frontdeckel hat eine griffigere Oberfläche,

und die Komplexität seines Aufbaus

ist ebenfalls beachtlich: Er besteht

aus zwei Lagen, wobei der Zwischenraum

wabenartige Kammern aufweist.

Die sind mit einem Kunstharz-Compound

gefüllt, um das Konstrukt zusätz-

lich zu verstärken. Durch die spezielle

Gehäuseform verspricht sich B&W ein

verbessertes Abstrahlverhalten. Denn

durch die abgerundeten Ecken entsteht

ein quasi schallwandloser Aufbau, der

unerwünschte Kantenreflektionen auf

ein Minimum reduzieren soll.

Neben der durchdachten Gehäusekonstruktion

legen die Engländer zudem

großen Wert auf die verwendeten Komponenten:

Ganz in Puristen-Manier kommen

nur eine handvoll, genau aufeinander

abgestimmter Bauteile zum Einsatz.

Gut erkennbar etwa an der Frequenzweiche:

Wo andere Hersteller etliche

Widerstände und anderer Art Elektronik

nutzen, teilen sich bei der PM1 nur drei

Teile den Platz auf der Platine: Neben

Fotos: Archiv

www.audio.de ›03 /2012

127


Lautsprecher › koMpaktboxen

stark: Der Hochtöner besitzt einen zweiten Magneten und einen

Kohlefaserring um seine Schwingspule.

einem Dünnfilmwiderstand und einer

Luftdrossel befindet sich nur noch

ein Mundorf-Kondensator mit an

Bord. Mehr ist laut B&W nicht nötig,

denn die Wiedergabe-Eigenschaften

der Chassis sollen bereits mechanisch

optimiert sein.

Um den gewünschten Klangcharakter

zu erzielen, greifen die Entwickler

von B&W für den Tiefmittelund

Hochtöner auf firmeneigene

Konzepte zurück, die auch in den

weitaus teureren Lautsprecher-

Serien werkeln. Am auffälligsten

ist sicherlich der Hochtöner, der

nicht nur die Optik, sondern auch

die Konstruktion vom „Nautilus”-

Tweeter geerbt hat. Seine charakteristische

Form soll im Zusammenspiel mit

der akustischen Entkopplung vom Rest

des Gehäuses rückwärtige, unerwünschte

Schallanteile unterdrücken.

Der Tweeter bekam nicht nur einen

zweiten Magneten, sondern zusätzlich

um die Schwingspule einen dünnen Carbonfaser-Ring

spendiert. So soll die

erste Aufbruchfrequenz von 30 auf 40

kHz erhöht und die Höhen-Wiedergabe

optimiert werden.

Die gelbe Membran des 13er-Tiefmitteltöners

besteht aus Kevlar – ein zugfestes

und zugleich resonanzarmes Material

– wodurch die PM1 auch ein breiteres

Abstrahlverhalten im Vergleich zu

aufwendig: Das Gehäuse

der PM1 ist dank ausgeklügeltem

Verstrebungssystem stabiler

und daher vibrationsarm.

sonst üblichen Papp-Membranen erhalten

soll. Für 500 Euro Aufpreis sind von

B&W passende, standfeste Boxenstative

erhältlich. Wie die PM1 sind auch

sie seitlich in „mocha” lackiert und auf

Hochglanz poliert.

ist klein, klingt riesig

Die sollte man sich auch kaufen, denn

bereits nach den ersten paar Takten fiel

der unfassbar satte Tiefbass auf. Dieser

reichte bei „Girl” von der britischen

Band The Heavy („Great Vengeance &

Furious Fire”) so weit runter, dass man

meinen könnte, eine Standbox vor sich

stehen zu haben. Nur nah an der Wand

oder gar direkt davor

fühlten sich die kleinen

B&W-Boxen dann

doch nicht wohl: Je

nach Pegel konnte der

Tiefton dann doch zu

sehr überhand nehmen.

Zum absoluten Sound-

Highlight avancierte hingegen

der äußerst ausgewogene

Klang, der bei leisen

Abhör-Lautstärken aus den Lautsprechern

tönte. Vor allem dann

gefiel die Abstimmung mit einer dynamischen

Bass- und Hochton-Wiedergabe.

Perfekt also, wenn man zu später

Stunde seinen Lieblingsplatten lauschen

will, ohne die Nachbarn zu stören.

Konnten die Boxen des englischen Herstellers

bereits bei moderner Popmusik

Punkte einheimsen, zeigten sie erst bei

Klassik-Aufnahmen, was sie tonal alles

leisten können: Feinste Nuancen im

Spiel der einzelnen Instrumente waren

etwa bei „Ecco, ridente in cielo” von

Gioachino Rossini („Il Barbiere di Siviglia“)

spielend leicht hörbar. Die Stereoabbildung

verlieh der Aufnahme von

Georges Bizéts „Farandole (Allegro decisio”;

„L’Arlesienne Suite Nr. 2”) eine

natürliche Tiefe. Das sich abwechselnde

Kanon-Spiel der Piccolo-Flöten tönte

dabei präzise, aber nie aufdringlich.

Messlabor

Der Frequenzgang (1) zeigt eine Betonung um

100Hz, die untere Grenzfrequenz beträgt 45Hz

bei -6dB – für einen Lautsprecher dieser Größe

ein hervorragender Wert. Auf eine Senke in den

Mitten um 1,8 kHz folgt eine Betonung bei 5-10

kHz, was ein angenehmes, zugleich detailreiches

Wesen erwarten lässt. Bis zu einem Pegel von

95dB ist der Klirr (2) vorbildlich niedrig, darüber

beg innt die Box im Oberbass zu komprimieren.

Die Maximallautstärke beträgt 96dB. AK=77.

B&W PM1

Frequenzgang

100 dB

axial 10*hoch 30*seitl.

90 dB

80 dB

70 dB

16 Ohm

8 Ohm

60 dB

4 Ohm

2 Ohm

Impedanzverlauf

50 dB

1 Ohm

10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz

B&W PM1

110 dB

100 dB

90 dB

80 dB

70 dB

60 dB

Pegel- & Klirrverlauf

85 dB 90 dB 95 dB 100 dB

50 dB

20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz

128

www.audio.de ›03 /2012


Lautsprecher › KOMPAKtBOxen

OPtIMIeRt: Die Gehäuse,- und

Hochtönerform soll unerwünschte Schall-

Reflektionen sowohl front- als auch rückseitig

auf ein minimum reduzieren. Zusätzlich

ist der Tweeter mechanisch vom Rest der

Box entkoppelt, um etwaige Verfärbungen

durch Vibrationen zu vermeiden.

FAzIt

alexandros Mitropoulos

AUDIO-Redakteur

Lautere Boxen gibt es schon –

günstigere mit Sicherheit auch.

Doch bei leisen Pegeln steckt die

PM1 alle in die tasche. Für ihre

kompakte Bauform tönt der Bass

extrem druckvoll, und zur selben

zeit bildet sie Details feinzeichnend

ab. Das hörte sich teilweise so

überzeugend an, dass selbst meine

Studiomonitore einpacken konnten.

Für Partybeschallungen oder

zur wandnahen Aufstellung eignet

sich die PM1 indes weniger gut.

StecKBRIeF

kleine Pegel

dB

grosser klang

bowers and wilkins

pm1

Vertrieb

B&W Group Germany GmbH

05201 / 87170

www.

bowers-wilkins.de

Listenpreis

2.500 Euro

Garantiezeit

10 Jahre (übertragbar)

maße B x H x T

19,1 x 33,1 x 25 cm

Gewicht

9,3 kg

Furnier/Folie/Lack – / – / •

Farben

mocha hochglanz (panele)

Arbeitsprinzipien 2-Wege, Flowport

Raumanpassung –

Besonderheiten –

veRStäRKeR-eMPFehLUnGen

MUSIcAL FIDeLIty M3I

um 1150 Euro

Je nach Aufstellung kann der Klang der

Pm1 basslastig sein. Sehr gut passt

dann der m3i von musical Fidelity: Der

Tieftonbereich wird deutlich kontrollierter

und gewinnt gleichzeitig an

Schnelligkeit. Die milderen Höhen ergeben

ein differenzierteres Klangbild.

cReeK DeStIny 2

um 2000 Euro

Der Creek liefert einen offenen,

äußerst sauberen Klang. Der Bass

wird auf eine Art entschärft, die ihn

nicht ausdünnt, sondern um einiges

präziser macht. Beeindrucken kann er

zudem mit einer feinzeichnenden,

detailverliebten Hochtonwiedergabe.

AUDIOGRAMM

ÅÜberzeugend in Konstruktion

und Verarbeitung,

druckvoller Bass und detailreiche

Höhenwiedergabe.

Í Leichte Betonung der

Tiefmitten.

Neutralität (2x) 80

Detailtreue (2x) 95

Ortbarkeit 80

Räumlichkeit 100

Feindynamik 75

maximalpegel 55

Bassqualität 75

Basstiefe 80

Verarbeitung

überragend

klangurteil

Preis/leistung

85 Punkte

gut

heGeL h70

um 1500 Euro

Liegt der Schwerpunkt eher auf einem

hochauflösenden Klang, kann der H70

als idealer Partner dienen. Die mitten

fallen zwar etwas unspektakulärer aus,

dafür gewinnt aber der Bass deutlich

an Fundament. Daher sollte man darauf

achten, die Pm1 nicht direkt an die

Wand zu stellen, falls man sich für den

Hegel entscheidet.

DynAvOx vR80 e

um 1400 Euro

Eine röhrenkette ist verlockend, aber

nicht günstig. Ist die Budgetgrenze

nach dem Kauf eines guten Quellgerätes

(z. B. Ayon S3) erreicht, greift man

für schmales Geld auf die monoblöcke

von Dynavox zurück. Die passen zwar

optisch überhaupt nicht zu den Pm1,

liefern dafür aber einen unfassbar dynamischen

Klang mit seidigen Höhen.

www.audio.de ›03 /2012

129


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

KLANG-WESEN

Immer mehr HiFi-Freunde schätzen Kopfhörer als vollwertiges HiFi-Gerät, für manche

ersetzen sie sogar komplett ein Paar Lautsprecher. Kein Wunder, denn der Klang

der kleinen Lauscher kann begeistern, wie vier Aufsteiger- und Top-Hörer beweisen.

■ Text: Claus Dick

130 www.audio.de ›03 /2012


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

TEST

Vier Kopfhörer für ambitionierte bis höchste

HiFi-Ansprüche

PHILIPS FIDELIO L1 250 €

SENNHEISER HD 700 700 €

ULTRASONE SIGNATURE PRO 900 €

AUDEZ'E LCD-3 1950 €

Fotos: Archiv, C. Dick, Katerina Havelkova – Shutterstock.com

www.audio.de ›03 /2012

131


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

PHILIPS

FIDELIO L1

UM 250 EURO

MESSLABOR

Der Frequenzgang des Philips Fidelio L1

zeigt einen leicht fallenden, davon abgesehen

aber sehr ausgewogenen Verlauf, was

gut mit dem im Hörtest beschriebenen warmen

Klang korreliert. Bemerkenswert ist

auch der für einen Hörer seiner Preisklasse

sehr geringe Klirr. Der Wirkungsgrad beträgt

97,5dB (1mW) bei einer Impedanz von

27,5/27,9 Ohm (links/rechts).

Bereits seit 50 Jahren forscht und

entwickelt Philips auf dem Gebiet

des Kopfhörerbaus. Um ihren kleinen

Lauschern erwachsenen HiFi-Klang

beizubringen, setzen die Holländer auch

auf umfangreiche Hörtests. „Neben den

Toningenieuren haben wir in der Entwicklungsphase

des L1 auch Konsumenten

miteinbezogen, um neben dem

objektiven auch das subjektive Hörverständnis

zu berücksichtigen,” so

Christian Bauer, Senior Marketing Manager.

„Der L1 wird vor der

Auslieferung von unseren

Sound-Ingenieuren

einzeln geprüft

und gegebenenfalls

feinjustiert.”

Der erste Eindruck

des L1 ist für seinen

Preis von rund 250

Euro beachtlich: Er

besticht mit einer

tollen Haptik – das

Leder auf dem Alubügel

ist fein verarbeitet,

die Ohrpolster aus

Memory-Schaumstoff

schmiegen sich angenehm

an, und die Ohrmuscheln

aus Aluminium

fassen sich solide

an. Auch das linksseitig

angebrachte sauerstofffreie

Kabel wirkt dank

seiner Ummantelung aus

Nylongewebe wertig – vor allem

dürfte sich dieser Materialmix kaum

verdrehen. Allerdings geriet die Länge

mit rund 1,20 Meter fürs HiFi-Heimspiel

etwas knapp. Dafür integrierten die

Techniker in das Kabel eine Steuerung

für Apple-Geräte. Damit lassen sich

Wiedergabe, Pause und Lautstärke von

iPod & Co regeln. Mit dem integrierten

Mikro kann man überdies mit dem

iPhone telefonieren. Für eine gute Klangperformance

spendierte Philips seinem

halboffenen L1 leicht angewinkelte Treiber,

die sich dem Gehörgang zuwenden,

während die Alu-Muscheln störende

Resonanzen unterbinden sollen.

Im Hörtest trat zunächst die quirlige

Pop-Chanson-Newcomerin Zaz auf –

allez: „Les Passants” inszenierte der L1

mit Esprit und gefälliger Stimmfarbe;

Grundton und Bass tönten warm, teils

einen Tick zu wohlig. Rock-Kost von

Tom Petty verdaute der edle Holländer

satt und pegelfest. In Tori Amos’ „Shattering”

(„Night Of Hunters”) legte der L1

bei den Pianoattacken zackig los, Streichern

widmete er sich eher homogen.

Bei Natalie Merchants „Nursery Rhyme

Of Innocence ...” traf der Philips den Ton

mit sonorer Stimme und imposantem

Bass.

Alles in allem lieferte der L1 eine ausgewogene,

reife Leistung, mit der er sich

für die Oberklasse qualifizierte. Damit

zeigt Philips, dass man für 250 Euro

einen musikalischen, wertigen und recht

angenehm zu tragenden Kopfhörer bauen

kann, der sich auch gut für Outdoor-

Sessions eignet. Und: Philips bleibt in

puncto Kopfhörer aktiv – ein kleiner Bruder

namens M1 ist bereits unterwegs ...

KUSCHEL-MUSCHEL: Der Tragekomfort

des Philips Fidelio L1 ist prima – auch dank

seiner viskoelastischen Ohrpolster.

PHILIPS FIDELIO L1

Vertrieb

www

Garantiezeit

Gewicht

Zubehör

AUDIOGRAMM

Verarbeitung

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

EMPFEHLUNG

PREIS / LEISTUNG

Philips Deutschland

philips.de

2 Jahre

272 Gramm

6,3-mm-Adapter, 1,2 m-Verbindungskabel,

Transporttasche.

ÅAngenehm leichter Kopfhörer,

auch als Mobilhörer gut nutzbar.

Guter Tragekomfort.

ÍMinimale Bassbetonung.

sehr gut

75 PUNKTE

SEHR GUT

03/12

132

www.audio.de ›03 /2012


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

SENNHEISER

HD 700

UM 700 EURO

Der HD 800 gibt seit zwei Jahren

den Ton an: „absolut neutral, pegelfest

und unaufdringlich, hohe

Auflösung“, so lautete das AUDIO-Testurteil

in Ausgabe 5/2009 für das Topmodell

aus dem Hause Sennheiser. Gerüchte

und Diskussionen über einen möglichen

kleinen Bruder gibt es seit der

Markteinführung des 800ers – jetzt hat

das Unternehmen diesen Kronprinzen

endlich vorgestellt, auf der CES-Messe

in Las Vegas. Um es noch rechtzeitig ins

MESSLABOR

Der Frequenzgang des Sennheiser HD 700

verläuft bis 2kHz schon sehr ausgewogen.

Im Präsenzbereich zeigt das Vorserien-Muster

eine leichte Delle bei etwa 3 kHz sowie

einen markanten Anstieg danach bis in die

Region über 7 kHz – daran wird Sennheiser

vermutlich noch arbeiten, denn der technisch

eng verwandte 800er ist in diesem

Bereich mustergültig ausgewogen.

Heft zu schaffen, flog der

HD700 – eines der ersten

Exemplare – eigens im

Handgepäck zurück über

den Atlantik.

Optisch besticht der offene,

ohrumschließende

HD 700 mit einem vom

800er weiter entwickelten,

beinahe

schon futuristischcoolen

Design –

Geschmacks sache,

vergleicht man ihn

zum Beispiel mit

der klassischen

Kopfhörerform

des Audez’e LCD-

3 (siehe nächste

Doppelseite).

Doch das Design

folgt technisch wie

akustisch der Funktion:

Der Ohrmuschelbügel

besteht aus einem Dual-

Materialmix, der für hohe Stabilität

sorgen und störende Einflüsse auf den

Klang minimieren soll. Die Hörmuscheln

sind für eine transparente Klangperformance

rückwärtig offen konstruiert.

Überdies sorgt ein ausgeklügeltes Belüftungssystem

der kräftigen Neodym-

Magneten dafür, dass Luftverwirbelungen

durch die Bewegungen der

40- Millimeter-Duofol-Wandler eventuell

entstehenden Klirr klein halten – die

Werksangabe liegt bei 0,03 Prozent bei

1 kHz. Zudem soll ein extrem stabiles

Dämpfungselement im Inneren des HD

700 jegliches Eigenleben unterdrücken.

Die Wandler selbst sind in ein feines

Gewebe aus Edelstahl eingebettet, um

Vibrationen zu eliminieren. Die Nennimpedanz

des Hörers liegt bei 150 Ohm –

halb soviel wie beim großen Bruder und

damit aus Verstärkersicht weniger

anspruchsvoll.

Kontakt mit Verstärkern nimmt der HD

700 über ein drei Meter langes, abnehmbares

Kabel auf. Die Strippen sind

symmetrisch und bestehen aus sauerstofffreiem

Kupfer mit einer Silberbeschichtung.

Der Neuling sitzt dank der

ergonomisch gestylten Bügel und

weichen Ohrpolster sehr angenehm.

Im Hörtest begeisterte der HD 700 von

Anfang an mit einer plastisch-transparenten

Attitüde, auf den Spuren des „großen“

Bruders, ohne dessen Souveränität

und Raumgefühl ganz zu erreichen. Die

Bassläufe auf Natalie Merchants Album

„Leave Your Sleep” setzte er sonor und

körperhaft in Szene – dennoch glänzte er

mit enormer Lebendigkeit. Allerbeste

Aussichten also auf eine hohe AUDIO-

Wertung, mit der die Tester aber noch

bis zum Eintreffen eines weiteren Testmusters

aus der Großserie warten wollen

– erfahrungsgemäß legen Hörer auf

diesem letzten Schritt eher noch an Ausgewogenheit

und Klangqualität zu.

INNEN-OHR: Der Querschnitt einer HD700-

Muschel zeigt das Gewebe aus Edelstahl als

Membranen-Bett; definierte Öffnungen unter

dem Magneten sollen Luftturbulenzen verhindern.

SENNHEISER HD700

Vertrieb

www

Garantiezeit

Gewicht

Zubehör

AUDIOGRAMM

Sennheiser Deutschland

sennheiser.de

2 Jahre

270 Gramm

6,3-mm-Klinkenstecker,

symmetrisches, abnehmbares

Kabel aus sauerstofffreiem

Kupfer, silberbeschichtet

(Länge 3,0 m).

ÅTransparenter Klang,

sehr guter Tragekomfort.

Í(Vorserie)

Verarbeitung sehr gut

KLANGURTEIL (WIRD NACHGEREICHT)

PREIS/LEISTUNG –

www.audio.de › 03 /2012 133


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

ULTRASONE

SIGNATURE PRO

UM 900 EURO

Die bayerischen Kopfhörer-Spezialisten

von Ultrasone möchten

es mit der Signature-Serie auf

eine Doppel-Spitze treiben: Der Signature

Pro soll Tonstudioprofis wie High-

Ender gleichermaßen begeistern. Und

so entwickelten die Ingenieure aus

Tutzing auf Basis der Edition- und Pro-

Serie ein Arbeits- und Genussgerät, das

im Studio, am Filmset oder im Wohnzimmersessel

überzeugen soll – hohe Materialqualität,

feine Haptik und erstklassige

MESSLABOR

Der Wirkungsgrad des Ultrasone Signature

Pro beträgt 103/102,5dB (1mW) bei einer

Impedanz von 33,5/33,9 Ohm – ein schon

Porti-tauglicher Wert. Der Frequenzgang

verläuft bis zu einer Delle in der Region über

2 kHz recht ausgewogen. Im oberen Höhenbereich

driftet die Linie bis 20 kHz leicht ab.

Im Bass ist minimaler Klirr messbar.

Technik inclusive. Das streichelweiche

Leder etwa

stammt von Langhaar-

Schafen aus Äthiopien

und wird mit den dunkelgrauen,

ebenso anschmiegsamen

und

langlebigen Ohr- und

Bügelpolstern am Starnberger

See von Hand

vernäht. Als Zubehör

gibt es zwei abnehmbare

Kabel und ein stabiles

Etui.

Natürlich arbeitet

auch der Pro mit dem

hauseigenen S- Logic-

Prinzip. Die titanbedampften

40-Millimeter-Folienmembranen

sind dabei

leicht versetzt montiert,

um die akustischen Eigenschaften

des Außenohrs

besser einzubeziehen.

Wer viel mit Kopfhörern arbeitet,

wird auch die von Ultrasone patentierte

ULE-Technologie zu schätzen

wissen: Abschirmplatten aus teurem

Mu-Metall schützen hierbei Ohren und

Kopf vor elektromagnetischen Feldern

aus den beiden Treibern. Deren Impedanz

beträgt 32 Ohm, was zusammen

mit dem gute Wirkungsgrad spannungsschwachen,

auch portablen Musikquellen

entgegenkommt.

Und wie klingt der Signature Pro?

Packend, präzise und basspotent – im

Prinzip. Je nach Musikgenre und -material

erlaubt er sich individuelle Charaktermerkmale,

die durchaus Geschmackssache

sein können. Rockige Töne von PJ

Harvey („In The Dark Places”) oder Pink

Floyds „The Fletcher Memo rial Home”

(„The Final Cut”) inszenierte er klar und

mit gut konturiertem Grundton plus sat-

MOBIL-BOX: Unterwegs ist der Ultrasone

in seinem stabilen Etui gut aufgehoben.

tem Bass. Die Streicher des Floyd-Songs

platzierte er dabei etwas weiter hinten

als Vergleichshörer. Bei der französischen

Pop-Chanson-Sängerin Zaz punktete

der Sennheiser HD800 mit der plastischeren

Raumwiedergabe, dafür klang

Natalie Merchant auf ihrem exzellent eingespielten

Album „Leave Your Sleep”

über den Ultrasone wunderschön, mit

klar artikulierter Stimme, angenehmen

Klangfarben und agiler Feindynamik. Die

hervorragende Interpretation von Vivaldis

„Cello Concertos” durch Jean-

Guihen Queyras meisterte der Bayer mit

perlender Frische und glaubhaftem

Klangkörper. Das gilt auch für den audiophilen

Afro-Jazz von Ballaké Sissoko und

Vincent Segal („Chamber Music”): Die

Kora mit ihrem harfenähnlichen Sound

und das Cello musizierten filigran und

präzise. Der Signature Pro ist ein edler,

professioneller Spielpartner mit etwas

„anderem“ Klang: Hat man sich mal reingehört,

will man seine unspektakuläre

Art nicht mehr missen.

ULTRASONE SIGNATURE PRO

Vertrieb

Ultrasone Deutschland

www

ultrasone.com

Garantiezeit

5 Jahre

Gewicht

300 Gramm

Zubehör

2 abnehmbare Kabel mit

vergoldeter 6,3-mm-Klinke (3m

und 1,5m), austauschbare 3,0

m- und 1,2 m-transportsicheres,

maßgefertigtes Etui.

AUDIOGRAMM

Verarbeitung

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

KLEINE PEGEL

dB

GROSSER KLANG

ÅAuch leise sehr direkt und

dynamisch spielender Hörer.

ÍSitzt fast etwas zu straff am Kopf.

überragend

85 PUNKTE

GUT

134

www.audio.de ›03 /2012


Kopfhörer › HIFI-HÖRER

AUDEZ'E

LCD-3

UM 1950 EURO

Vor knapp einem Jahr lancierte die

US-Firma Audez’e den LCD-2 als

kleinen Bruder der damals neuen

„Professional Reference Headphones”.

Mit Erfolg: Der rund 1000 Euro teure Magnetostat

rückte in die Top-Liga der

AUDIO-Bestenliste auf. Für den neuen

LCD-3 lautet das Credo der Audez’e-

Macher aus Kalifornien und Nevada: „Es

muss das Beste sein, ohne Kompromisse.”

Um dieses hoch gesteckte Ziel zu

erreichen, erdachten die Entwickler für

MESSLABOR

Wie schon beim kleineren Vorgänger modell

LCD-2 besticht auch der Frequenzgang des

größeren LCD-3: Im Prinzip verläuft er bis

in den Bereich von 3 kHz vorbildlich. Erst in

der Region von rund 10 kHz misst sich eine

kleine Delle. Klirr im Bassbereich ist selbst

bei 110dB nicht messbar, auch sonst spielt

der Audez’e LCD-3 selbst höchste Lautstärken

praktisch klirrfrei.

den opulenten Hörer eine komplett

neue Membran namens

„Lotus”, die mit einer speziellen

Legierung auf der Leiterbahn eine

größere Kontrolle und gleichzeitig

geringere Verzerrungen garantieren

soll. Der Magnetostat arbeitet mit

ex trem dünnen Alu-Leiterbahnen

auf der Membran. Sehr starke Neodym-Magnete

entlocken dem durch die

Leiterbahnen fließenden Signalstrom

Antriebskräfte. Die

Fläche der Schallquelle

misst dabei rund 40

Quadratzentimeter.

Die Schallwandler

werden

überdies

paarweise selektiert,

sodass

sie eine

maximale Abweichung

von +/-

0,5 Dezibel aufweisen.

Die opulenten

Ohrkissen des LCD-3

passen sich leicht angeschrägt

prima der Anatomie von Kopf

und Gesicht an. Sie werden aus butterweichem

Lammleder gefertigt, was den

Schmusefaktor noch erhöht. Dazu verströmen

die Schalen aus edlem Zebranoholz

optisch eine wohlige Wärme – was

das Genusserlebnis in Sachen Optik und

Haptik nochmals steigert.

Allerdings ist der LCD-3 mit gut einem

Pfund nicht gerade ein Leichtgewicht.

Längere Hörsessions sind wegen des

geschmeidigen Tragekomforts trotzdem

kein Problem – nur Headbangen sollte

man nicht. Im Set (wahlweise einer wertigen

Holzbox oder einer Transportschatulle)

befindet sich neben einem Klinkenkabel

eines mit XLR-Steckern – auch so

kann der Audez’e Kontakt zum Kopfhörer-

verstärker aufnehmen. Am häufigsten

fielen im Hörtest dann Attribute wie „atmosphärisch”,

„aus einem Guss”, „sauber

durchgezeichnet”, „herrliche Klangfarben”,

„tolle tonale Balance” oder

„sehr pegelfest”. Damit war klar, dass der

LCD-3 konsequent auf den Spuren des

LCD-2 wandelte – und unterm Strich sogar

den Ton angab. Vivaldis „Cello Concertos”

(Jean-Guihen Queyras) drangen

körperhaft, farbsatt und homogen ans

Ohr. Natalie Merchants „Leave Your

Sleep” beeindruckte über den LCD-3 mit

sonorem Grundton, intimer Stimmwärme

und wunderbarer Atmosphäre. Rocksongs

von PJ Harvey oder Fleetwood

Mac inszenierte er druckvoll mit Verve

LUXUS-SUITE: Der LCD-3 kommt in einer

Schatulle (Foto) oder mit einer Transportbox.

und beeindruckte mit famoser Pegelfestigkeit

(also Vorsicht beim Drehen am

Lautstärkeregler!). Ein Sennheiser

HD800 leuchtete hier und da den Raum

noch gründlicher aus und konnte mit akribischer

Detailverliebtheit punkten. Dennoch

sieht die Klangbilanz des Audez'e

LCD-3 hervorragend aus – und so stürmt

er als äußerst stimmiger Hörer auch an

die Spitze der Kopfhörer-Bestenliste.

AUDEZ'E LCD-3

Vertrieb

Higoto

www

digital-highend.de

Garantiezeit

2 Jahre

Gewicht

550 Gramm

Zubehör

AUDIOGRAMM

Verarbeitung

KLANGURTEIL

PREIS/LEISTUNG

EMPFEHLUNG

AUDIOPHILER KLANG

2 austauschbare Verbindungskabel

(XLR und Klinke), Aufbewahrungs-

oder Transportbox,

Holz-Pflegewachs.

ÅSehr souverän spielender

Magnetostat-Kopfhörer.

ÍRecht hohes Gewicht

(über 500 Gramm).

überragend

97 PUNKTE

GUT

03/12

www.audio.de › 03 /2012 135


Service › bestenListe

die bestenListe

bietet eine Übersicht über 1000 geräte für HiFi, High End, Netzwerk und Surround, die die Redaktion

getestet hat. Doch sie hilft auch bei der richtigen Kombination der einzelnen Komponenten.

Die AUDIO-Bestenliste kann auf über 20

Jahre Kontinuität zurückblicken und ist eine

zuverlässige Orientierungshilfe für Ihren

Kauf. Sie basiert auf gründlichen Hörvergleichen

der Kandida ten mit konkurrierenden

Produkten.

• Arbeitsreferenzen sind fett gedruckt

• neu getestete Geräte orange

Trotzdem empfiehlt die Redaktion, Hifi-Ketten

nicht wahllos „nach Punkten“ zusammenzustellen.

Verstärker müssen etwa mit dem

Lautsprecher harmonieren und Boxen wiederum

mit dem Hörraum und der Aufstellung.

AUDIO bietet deshalb den einmaligen

Service der AUDIO-Kennzahl (AK) und des

AUDIO-Akustik-Assistenten.

inhaLt

Lautsprecher

1. Standboxen Seite 136

2. Kompaktboxen Seite 137

3. Sub-/Sat-Boxensets Heft 2/12

4. Surround-Sets+Stereo-Frontboxen Heft 1/12

5. Subwoofer Aktiv Heft 2/12

6. PC-Boxen / Nahfeldmonitore Heft 2/12

VerstärKer

1. Vollverstärker Seite 138

2. Vorverstärker Seite 139

3. Endstufen Seite 139

4. Phono-Vorverstärker Seite 142

5. Kopfhörer-Verstärker Heft 2/12

6. AV-Receiver Heft 2/12

7. AV-Vorstufen Seite 142

8. Mehrkanal-Endstufen Seite 142

anaLog-QueLLen

1. Plattenspieler ohne System Heft 2/12

2. Plattenspieler mit System Heft 2/12

3. Tonabnehmer Heft 2/12

digitaL-QueLLen

1. CD-/SACD-Player Seite 142

2. Musik-Server Heft 2/12

3. Netzwerk-Player Seite 143

4. D/A Wandler Seite 143

5. Digital Porties Heft 2/12

6. Blu-Ray-Player Heft 12/11

Kopfhörer

1. HiFi-Kopfhörer Seite 143

2. Noise-Cancelling-Kopfhörer Heft 2/12

3. Mobile Kopfhörer Heft 2/12

4. Headsets/Mobilhörer mit Mikro Heft 12/11

KompLett-anLagen

1. Stereo-Komplettsysteme Heft 2/12

2. Heimkino-Komplettsysteme Heft 2/12

3. Komplettsysteme ohne Boxen Heft 2/12

4. AV-Komplettsysteme ohne Boxen Heft 2/12

5. One-Box-Systeme (Stereo) Heft 2/12

6. One-Box-Systeme (Surround) Heft 2/12

Lautsprecher

1. standboxen

AUDIO bewertet Lautsprecher unabhängig vom Preis durch intensive Klangvergleiche

(Qualitätsklassen und Punkteschlüssel siehe Anfang der Bestenliste). Mit anderen

Sparten (etwa CD-Player) sind die Qualitätsklassen nicht vergleichbar. Einen Hinweis auf

passende Verstärker gibt Ihnen die einmalige AUDIO-Kennzahl (AK). Diese sollte beim

Lautsprecher kleiner oder gleich der AK des Verstärkers sein – dann ist optimale Dynamik

garantiert. Boxen für Surround finden Sie in zwei weiteren Rubriken. Ein „a“ anstelle der

AUDIO-Kennzahl steht für Aktivbox, „ta“ für teilaktiv.

referenz-KLasse

ab 101 punKte

Ohne Rücksicht auf Preis und Größe perfektionierte Lautsprecher, bis ins Detail optimiert

und meist von Hand produziert – die Formel 1 der Schallwandler.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

JBL Everest DD 66000 G A H W F 35 4/07 49 800 108

Backes&Müller BM35 M G T A H D W F a 2/07 56 000 107

KEF Blade K M G T A H W F 63 11/11 25000 105

Canton Reference 1.2 DC G T A F 53 8/09 20 000 104

B&W 800 Diamond M G T A F 58 7/10 22 000 104

ME Geithain ME 804 K G T A H D W F a 3/12 22 000 104

Revel Ultima Salon2 K M G T A W F 71 12/07 24 800 104

T+A Solitaire CWT 500 G T A H W F 66 9/11 14 000 103

Canton Reference 2.2 DC M G T A W F 53 8/09 15 000 103

Klipsch Palladium P-39 F G T A H F 43 1/08 16 000 103

Martin Logan Summit X (ta) G T A H F 58 7/09 16 800 103

Revel Ultima Studio 2 K M G T A D W F 61 12/08 16 900 103

KEF Reference 207/2 M G T A H W F 52 9/07 18 000 103

Martin Logan CLX G T A H F 71 3/09 28 000 103

Wilson Watt /Puppy 7+Watch Dog 48 5/05 40 400 103

Thiel CS 3.7 M G T A F 61 11/08 13 800 102

Elac FS 509 VX-Jet M G T A H F 61 2/12 14000 102

Eternal Arts Dipol K M G T A W F 82 2/11 15000 102

Backes&Müller BM15 M G A H D W F a 10/09 20 000 102

Sonus Faber Stradivari Hom. 56 10/05 31000 102

Burmester B 100 51 4/06 44 900 102

Quadral Titan 8 M G T A F 56 11/11 11 000 101

Backes&Müller BM Prime 14 M G T A H D W F a 8/10 15 000 101

Isophon Cassiano II D K M T A W F 69 12/08 17 800 101

Focal Scala Utopia M G T A F 57 12/08 19 900 101

Apogee Scintilla Mk 4 K M G T A W F 89 2/11 20000 101

ProAc Response D 100 M G T A F 50 8/07 24 900 101

Isophon Arabba M T A F 69 10/06 32 900 101

high-end-KLasse

91-100 punKte

Lautsprecher nach dem Stand der Technik mit Klang- und Gehäuse-Qualität auf extrem

hohem Niveau. Oft garantiert Serienproduktion ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Martin Logan Ethos K M G T A W F 60 2/11 8300 100

Martin Logan Spire (ta) G A H F 65 10/08 9800 100

Elac FS 609 X-Pi CE M G A H F 60 11/08 16 000 100

Sonics Passion K M T A F 57 6/06 24 000 100

Revel Perf. F-52 K M G T A W F 65 7/06 7800 99

ME Geithain ME 160 G T A H F 48 3/10 7800 99

Jamo R 907 M G T A H F 68 3/09 8000 99

KEF Reference 205/2 M G T A H W F 58 1/08 8800 99

Blumenhofer Genuin FS 3 G T A H D W 53 3/10 8900 99

B&W 803 Diamond M G T A W F 55 10/10 9000 99

Burmester B30 M G A W F 63 3/10 9000 99

Dynaudio Sapphire K M G T A W F 60 1/08 12 000 99

B&W Nautilus 802 D 60 1/05 12 000 99

Naim Ovator S600 M T A F 63 5/10 7800 98

Piega Coax 30 K M T A F 6/11 8000 98

Klipsch Palladium P-37 F M G T A H F 53 10/08 8000 98

Sonus Faber Cremona M M G T A F 58 12/10 8400 98

Neat Ultimatum XL 6 M T A F 70 9/11 9 980 98

Dynaudio Confidence C4 58 4/02 13 500 98

Voxativ Ampeggio G A F 34 5/10 16 900 98

Linn Artikulat 350 A (aktiv) a 9/05 31 900 98

Dynaudio Focus 380 M G T A F 60 08/11 6200 97

Focal Electra 1028 Be M T A F 55 11//09 6200 97

Sonics Allegra II K M G T A W F 57 9/08 6200 97

JBL Array 1000 M G T A H F 58 11/06 6800 97

Audiodata Avancé 66 9/04 9000 97

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

PMC EB-1 M G T A F 66 2/08 10 600 97

Avantgarde Uno Nano (ta) G A H W F 13 11/06 11 000 97

Adam Tensor Gamma (ta) K M T A D W F 64 2/08 11 600 97

Naim Ovator S-400 K M T A W F 65 9/11 4200 96

ME Geithain ME150 K M G T A W F 59 9/07 4900 96

Adam Audio Column Mk 3 M G T A W F 60 9/09 5400 96

KSD 2030 M G T A D W F a 3/11 5500 96

Monitor Audio PL 200 K M G T A F 58 9/09 5900 96

Backes+Müller BM 2s K M T A D W F a 1/08 7800 96

Focal Electra 1037 Be M T A F 56 4/07 8000 96

Isophon Europa 2 70 1/03 8000 96

JBL K2 S5800 G T A H F 43 10/03 20 000 96

Canton Vento 890.2 DC M G T A F 54 1/12 3200 95

Klipsch RF-7 II G A H W F 40 11/10 3800 95

Nubert NuVero 14 G T A W F 64 1/09 3900 95

Heco Statement M G T A F 59 1/09 4000 95

Quadral Montan VIII M G T A F 64 12/09 4600 95

PMC Fact 8 K M T A D W F 61 12/10 5500 95

Zu Audio Essence G T A H W F 45 5/10 5700 95

Thiel CS 2.4 K M T A W F 63 7/04 5900 95

Lua Con Espressione 43 10/03 5900 95

Canton Reference 5.2 M G T A F 55 9/08 6000 95

Dynaudio Contour S 5.4 64 8/03 7000 95

Linn Akurate 242 69 7/04 8200 95

Quad ESL 2905 G T A H F 80 4/07 9500 95

Vivid Audio B1 68 6/05 11 000 95

KEF R 700 K M G A H F 57 1/12 2600 94

PMC Twenty 24 K M T A W F 65 3/12 3940 94

Dynaudio Focus 260 K M T A D W F 63 1/12 3400 94

Elac FS 248 Black Edition K M G T A W F 56 1/12 3900 94

KSD 2020 M T A H W F a 9/11 4200 94

Thiel SCS 4T K M T A H D W 59 6/11 4000 94

Sonus Faber Liuto M G T A W F 63 6/09 4000 94

BC Acoustique Act A3 M G T A H F 69 6/07 4000 94

Elac FS 249 K M G T A F 58 11/07 4000 94

T + A Criterion TS 200 M G T A F 65 10/07 4000 94

Revel Performa F-32 73 6/04 4800 94

Pioneer TAD S3 EX M G T A H F 59 9/07 5000 94

GamuT Phi 7 K M T A W F 65 4/09 5300 94

Dali Helicon 400 Mk 2 M T A W F 52 11/07 5400 94

PMC OB 1i M G T F 70 4/09 5800 94

Burmester B 25 M G T A H W F 66 1/08 6000 94

Klipsch Klipschorn KH 60th G A H D 19 7/06 14 000 94

KEF XQ 40 K M G T A H F 53 3/08 3000 93

ATC SCM 40 K M T A D W 75 6/10 3400 93

PSB Synchrony One K M G A W F 62 4/09 4600 93

TMR Standard III C M T A F 61 10/07 6200 93

Quad ESL 2805 G T A H F 76 7/06 6900 93

Teufel Ultima 800 MK2 M G A W F 56 3/12 3000 93

Wharfedale Opus2 - 2 M G T A F 60 6/10 3000 92

Gamut Phi 5 K M T A D W 73 9/11 3200 92

Neat Momentum 4i K M T A D W F 68 4/09 3500 92

Sonus Faber Grand Piano 62 10/05 4000 92

Tannoy Glenair 10 K M G T A H W F 49 5/07 4500 92

Dynaudio Contour S 3.4 64 7/03 4500 92

Mordaunt Short Performance 6 61 8/06 5000 92

Ascendo C8 Renaiss. M G A H W F 70 9/07 5800 92

Piega P 5 LTD 67 7/04 7300 92

Monitor Audio Gold GX 200 K M T A W F 61 4/11 2900 91

T+A Criterion TS 300 M G T A F 65 3/09 3000 91

JBL LS 80 G A H F 56 9/08 3200 91

Audium Comp7 Drive K M A D W F 74 2/12 3500 91

Piega P 5 MK2 67 2/05 3900 91

Elac FS 210 A K M T A W F 61 12/06 4000 91

Pioneer TAD S-1 EX 64 12/05 7600 91

spitzenKLasse

76-90 punKte

Lautsprecher für ambitionierte Musik-Genießer. Die Klangqualität lässt in üblichen Wohnräumen

kaum Wünsche offen, die Verarbeitungsqualität genügt hohen Ansprüchen.

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Dynaudio Excite X36 K M G T A F 58 4/11 2600 90

Nubert NuVero 11 M G T A D W F 70 2/09 2700 90

ASW Genius 410 M G T A W F 54 4/11 3200 90

Ikon Akustik Antaris 69 9/06 6900 90

Quadral Platinum M5 M G T A F 53 1/10 2400 90

Nubert NuVero 10 M G T A D W F 70 1/11 2450 88

Cabasse Majorca M G T A H F 48 4/11 1900 87

Canton Karat 770.2 DC K M T A W F 64 1/11 2000 87

Martin Logan Motion 12 M G T A F 62 3/11 1880 86

Canton Karat 790 DC K M G T A F 58 10/07 2000 86

136 www.audio.de ›03 /2012


Service › Bestenliste

Focal Chorus 836 V m g t a f 54 10/07 2000 86

Nubert nuLine 122 m g t a w f 61 5/08 2130 86

Heco Celan XT 901 m g a f 52 2/09 2200 86

Isophon Corvara 65 11/04 3000 86

KEF Q 900 m g a H f 6/11 1600 85

B&W CM8 k m t a f 67 12/11 1800 85

Elac FS 189 m g t a f 52 10/09 2000 85

Elac FS 247 k m t a w f 58 4/08 2000 85

B&W 703 63 7/05 3000 85

Audiodata Jolie 66 9/06 4600 85

Audiodata Echelle 2 64 5/03 3600 85

Audio Physic Padua 66 10/03 3700 85

Klipsch RF-82 II g t a H w f 41 2/12 1300 84

Sonus Faber Toy Tower k m t a w 63 3/09 1800 84

Canton Vento 880 DC k m t a f 55 6/10 2000 84

Audium Comp 5 m t a H f 71 5/10 2000 84

Jamo C-807 m g t a H f 63 11/07 2000 84

Chario Cygnus k m t a w f 70 12/10 2300 84

System Audio Mantra 60 k m t a w 66 6/10 2400 84

Magnat Quantum 907 62 3/05 2600 84

Dynavox Impulse III m g a H d w 40 2/12 1300 83

Dynavox Impulse V k t a d w 41 11/11 1600 83

Audio Physic Yara 2 Superior k m t a w 63 12/08 2000 83

Pioneer S-71 k m a H f 72 6/10 2000 83

T+A Criterion TS 350 m t a f 65 4/08 2000 83

Magnat Quantum 709 m g t a f 60 10/07 2000 83

B&W 704 58 10/03 2200 83

B&W XT 4 80 10/05 2500 83

KEF XQ30 k t a H dw 64 6/10 2600 83

PSB T6 Tower m g a f 63 9/10 1500 82

Acoustic Energy Radiance 2 k m t a H w f 60 4/10 1500 82

Revel F-12 57 11/05 1600 82

Canton Chrono SL 580 DC k m g t a w f 55 9/10 1600 82

T+A Talis 62 10/05 2000 82

Epos Epic 5 m g t a d w f 51 8/11 1100 81

Canton Chrono 508.2 k m t a w f 57 8/11 1200 81

German Maestro Linea S F-0ne k m g t a w f 60 4/10 1400 81

KEF iQ 90 m g a H f 51 5/09 1600 81

Kudos X2 k m t a w f 70 10/11 1650 81

Mission 794 k t a d 69 12/08 2000 81

KEF Q 500 k m t a H w f 64 12/10 1000 80

Klipsch RF-62 II m g a H w f 49 8/11 1100 80

Dali Ikon 5 Mk 2 k m t a f 67 8/11 1100 80

Dali Lektor 8 g t a f ´57 9/09 1340 80

Quadral Platinum M4 m g t a f 57 4/10 1400 80

Heco Celan XT 701 m g a f 54 4/10 1600 80

B&W CM 7 67 6/06 1600 80

Tannoy Revolution DC6 T k m a H f 64 9/10 1200 79

System Audio Aura 30 k m t a w f 70 10/11 1250 79

Elac FS 187 k m t a w 63 9/10 1340 79

Heco Celan XT 501 m g t a w f 53 9/09 1400 79

Cabasse Java MC 40 g t a w f 58 5/09 1500 79

Epos M22i k m t a w f 65 12/08 1800 79

Triangle Antal ESW 63 1/06 1800 79

Sonus Faber Grand Piano Home 58 9/00 2600 79

Piega TP5 k m t a f 63 3/07 2770 79

Mordaunt Short Mezzo 6 k m g t a w f 59 9/09 1300 78

Nubert nuLine 102 k m g t a w f 64 12/07 1450 78

Triangle Antal 202 57 6/04 1660 78

Naim Ariva 58 3/05 2000 78

Triangle Celius ES 55 3/05 2300 78

Monitor Audio Silver RX 6 m a f 61 1/10 1030 77

Heco Metas XT 701 m g t a f 56 1/10 1100 77

Epos M 16 i k m t a d w 65 7/08 1350 77

B&W 683 m t a f 66 6/07 1400 77

ASW Cantius 604 59 1/06 1800 77

Elac FS 68.2 k m g t a w f 56 1/11 900 76

Heco Metas XT501 m g a w f 56 1/11 900 76

Jamo S 608 k m t a w f 59 1/10 1000 76

PSB Image T5 k m t a w f 62 1/10 1000 76

Focal Chorus 726 V m t a f 58 7/07 1140 76

Cabasse MT 4 Moorea m t a H w 52 6/06 1200 76

Tannoy Rev. Signature DC6T k m a H w f 60 12/07 1500 76

Audio Pro Avanti A.70 k m g t a d w 64 2/08 1600 76

OBerklasse

61-75 Punkte

Überdurchschnittlich gute Klangqualität, dennoch erschwingliche Preise – das ist typisch

für die Boxen dieser Klasse.

modell akustik-assistent ak test Preis Punkte

Boston A 360 m t a f 69 4/11 800 75

Canton GLE 490.2 m g t a f 51 4/11 800 75

Klipsch RF-52 II m a H w f 47 1/11 800 75

Mordaunt Short Aviano 6 k m t a f 60 10/09 860 75

Infinity Classia C336 m g t a f 55 8/08 1200 75

Epos M 15.2 k m t a d w 69 6/06 1250 75

Wharfedale Evo2 30 61 6/06 1300 75

Dali Zensor 7 m t a f 58 1/12 700 74

Jamo C-605 m g t a H f 58 4/08 700 74

Canton GLE 470.2 m t a w f 52 12/10 700 74

Magnat Quantum 655 m g a f 61 12/10 700 74

Monitor Audio Bronze BX5 m t a f 61 12/10 700 74

Elac FS 58.2 m g t a f 56 4/11 800 74

Quadral Argentum 390 m g t a f 58 1/11 900 74

Elac FS 127 k m t a w f 64 8/06 920 74

Dali Lektor 6 m g t a f 55 10/09 940 74

GamuT Dana 1650 k m t a w f 55 10/09 990 74

Canton Chrono 507DC m t a w f 52 11/07 1000 74

Teufel Ultima 5 65 5/05 1000 74

Mordaunt Short Aviano 8 m a f 66 1/10 1060 74

Teufel Ultima 7 m g t a f 69 7/08 1300 74

Spendor S5e 80 3/05 2000 74

Nubert NuBox 511 k m t a f 61 12/06 760 73

Magnat Quantum 657 g t a H f 58 4/11 900 73

Focal Chorus 716 V m g t a f 57 11/08 950 73

Heco Aleva 400 k m t a f 60 11/08 1000 73

Mordaunt-Short 908i k m t a f 60 6/07 1000 73

Audio Pro Blue Dia. V2i k m t a d w f 62 7/08 1400 73

Heco Victa II 701 m g t a f 51 2/11 560 72

Teufel T 500 g a H f 64 12/10 700 72

Yamaha NS-525 F 58 8/06 1000 72

Jamo S 606 m g a H f 67 8/09 600 71

Wharfedale Diamond 9.6 m t a f 60 4/08 650 71

Boston A 250 k a f 66 1/12 700 71

Visonik Evolution 6 62 11/05 900 71

Teufel Ultima 40 m t f 58 2/11 400 70

Mission M 34i k m t a w f 52 1/07 550 70

JBL Studio 180 m a H w f 69 2/11 600 70

Triangle Polaris S 55 8/03 720 70

Magnat Quantum 507 57 5/05 760 70

Cabasse MT 3 Tobago m t a f 61 4/07 800 70

Quadral Argentum 07.1 m t a f 53 1/07 500 69

Nubert nuBox 481 m t a w f 55 1/07 500 69

Wharfedale Diamond 10.5 k a f 62 2/11 600 69

Teufel M 320 F (teilaktiv) k m t a w f 68 6/08 600 69

Focal Chorus 714 V k t a f 59 2/07 700 68

Tannoy Sensys S2 66 5/05 700 68

Magnat Quantum 508 56 12/06 700 68

Tannoy Mercury F4 56 2/06 600 67

JBL Northridge E 100 59 6/04 800 66

JBL Northridge E 80 54 8/03 600 65

Magnat Monitor Supr. 1000 m g t a f 61 1/09 400 64

KEF Cresta 30 k m t a w f 63 5/08 450 64

JBL Northridge E 60 63 2/05 500 64

Wharfedale Vardus VR-400 m g t a f 66 1/09 400 63

Mission M 33 k m t a w 55 9/06 400 63

Tannoy Fusion 3 62 8/05 400 62

Visonik Revo 4 58 2/04 600 62

Heco Victa 301 k m t a w 59 6/11 220 61

Boston A 25 k m a d w 68 6/11 260 61

Magnat Monitor 880 m g a f 59 9/06 360 61

Eltax Liberty 5+ 68 8/03 480 61

Mittel-klasse

31-60 Punkte

In diesem Segment reicht die Klangqualität von ordentlich bis dürftig. Unbedingt vorher

anhören.

modell akustik-assistent ak test Preis Punkte

Wharfedale Vardus VR-300 m t a f 67 8/08 300 60

Wharfedale Vardus VR-200 k m t a d 67 8/08 250 58

Teufel Ultima 20 k m t f 64 6/11 200 57

Reference S 200 62 12/06 130 39

Pure Acoustic Dream 77 57 12/06 470 39

Paramax LM 48 61 9/09 400 36

standardklasse

0-30 Punkte

Die Klangqualität genügt kaum rudimentärsten Anforderungen. Hier ist vor dem Kauf

Vorsicht geboten.

modell akustik-assistent ak test Preis Punkte

Dragon Audio Dream 5 67 12/06 225 30

Novex Smartline 600 54 12/06 74 29

NIC HCS 1 63 12/06 88 23

2. kOMPaktBOxen

Die Bewertung der Kompaktboxen ist mit der von Stand boxen identisch. Prinzipiell gilt

auch für die aUdIO-kennzahl (ak) das Gleiche. Wenn keine großen Pegel gefragt

sind, darf die AK der Kompaktbox aber um 10 bis 30 Zähler über der des Verstärkers

liegen. Im Zweifelsfall die Kombination probehören.

HigH-end-klasse

91-100 Punkte

Die Referenz--Klasse ist hier nicht besetzt, da Kompakt boxen hinsichtlich Bass und

Pegelfestigkeit weniger Punkte sammeln können. Die hier gelisteten Lautsprecher haben

das Klangniveau exzellenter Standboxen und besitzen – gemessen an ihren kompakten

Ausmaßen – überdurchschnittliche dynamische Fähigkeiten.

modell akustik-assistent ak test Preis Punkte

ME Geithain RL 922 m g t a d w f a 3/09 10500 100

ME Geithain RL 930 g t a d w f a 3/11 7380 97

Adam Tensor Delta TA m g t a w f 56 6/09 7600 95

Adam Tensor Delta A m g t a w f a 6/09 8400 95

JBL Array 800 m g t a H f 60 2/09 4800 92

Klipsch Palladium P17B m t a H w f 59 2/09 4000 91

B&W 805 Diamond k m t a f 60 4/10 4500 91

sPitzenklasse

76-90 Punkte

Diese Boxen bieten feine Qualität in Klang und Material und sind sehr wohnraumfreundlich.

modell akustik-assistent ak test Preis Punkte

Cabasse Bora m g t a H d w f 51 12/10 2500 90

Tannoy Definition DC8 m g H a w f 56 2/09 3000 90

Pioneer/TAD S-4EX k m t a H f 70 12/10 4000 90

Linn Artikulat 320 A a 9/05 17900 90

Sonics Arkadia m g t a w f 56 5/06 2400 89

Focal Electra 1008 BE k m a w f 62 2/10 3500 89

My Audio Design My Clapton m g t a w 54 2/12 4400 89

Elac 330 CE m g t a d w 60 2/10 3300 88

Adam Compact MK3 Active k m t a d w f a 2/10 2800 87

Canton Reference 9.2 DC k m t a w f 63 12/09 2400 86

Harbeth Compact 7/ES3 m g t a f 62 8/11 2550 86

Linn Akurate 212 69 10/03 5000 86

KEF R300 k m a H w f 63 3/12 1200 85

Kef XQ 20 m g t a H f 60 7/10 1800 85

ProAcTablette Anniversary k m t a w f 76 10/11 1950 85

Sonus Faber Liuto Monitor k m t a w 69 12/09 2100 85

Thiel SCS 4 k m g a H d w f 62 12/09 2200 85

B&W PM1 k m t a f 77 03/12 2500 85

B&W CM 5 k m t a d w 62 5/09 1200 84

Sonics argenta k m t a w f 56 2/06 1200 84

Canton Vento 830.2 k m t a w f 62 12/11 1300 84

Quadral Aurum Altan VIII m g t a f 60 7/10 1400 84

Sonics Argenta Edition k m t a w f 64 6/07 1600 84

Sonics Argenta Aktiv k m t a w f a 6/08 2600 84

Manger Zerobox 109 k m a H w f 74 9/06 4000 84

Nubert NuVero 4 k m g t a w f 66 7/09 1140 83

Chario Syntar 523R m g t a f 63 3/12 1250 83

Elac BS 244 k m t a w f 64 5/09 1350 83

mE geithain mE 25 k m t a w f 58 8/06 1380 83

ATC SCM 11 k m t a d w f 78 5/11 1450 83

Harbeth P3 ESR k t a d w 82 3/12 1750 83

Dynaudio Focus 110 A k t a d w f a 6/09 1800 83

Sonus Faber Auditor M k m t a f 67 1/08 3800 83

Nubert NuVero 3 k m t a d w 73 3/12 1080 82

Abacus A-Box 10 k t a d w a 3/11 1190 82

T+A Criterion TR 400 k m t a w f 71 6/07 1500 82

Audiodata Petite k m t a w f 77 9/03 2700 82

Canton Vento 820 k m t a w 57 7/09 1100 81

KS Digital Coax C5 k m t a H d w f a 10/10 1190 81

PMC DB 1 I k t a w f 72 5/11 1500 81

Yamaha Soavo 2 k m t a w f 61 11/07 1500 81

Klipsch RB-81 II g a H f 52 5/11 800 80

Linn Majik 109 k m t a d w 62 6/09 1200 80

dynaudio focus 110 k t a w f 75 3/06 1200 80

Roksan Kandy K2 TR-5 k m a f 70 7/09 1200 80

Canton Chrono SL520 + WA100 k m d a d w f a 4/10 1240 80

Cabasse Minorca k m t a H d w 57 4/09 800 79

Quad 12 L Studio Active k m t a d w a 6/08 1200 79

Piega C2 62 3/03 2000 79

KEF Q 300 k m t a H w f 63 5/11 600 78

Heco Celan XT 301 k m g t a w f 58 4/09 800 78

German Maestro Linea S B-ONE k m a w f 65 7/10 800 78

PSB Imagine Mini k t a d w 71 10/11 800 78

ATC SCM 7 k t a d w 79 10/11 850 78

Dali Ikon 2 MK II m t d w 65 7/10 860 78

Nubert NuPro A20 k m t a d w f a 3/11 530 77

Elipson Planet L 73 10/11 770 77

Elac BS 184 m g t a d w 64 7/10 800 77

focal Chorus 807 V m t a f 59 10/06 800 77

Triangle Comete Es 58 3/06 800 77

Revel Concerta M-12 k m t a f 68 3/06 900 77

Tannoy Autograph Mini k t a d 71 8/06 1980 77

Canton Ergo 620 k m t a w f 55 4/09 900 76

Expolinear T 120 LIM 72 4/01 1800 76

OBerklasse

61-75 Punkte

Feine Lautsprecher fürs Regal oder für Lautsprecher- Ständer – mit einer Klangqualität für

gehobene Ansprüche.

modell akustik-assistent ak test Preis Punkte

genelec 6020 a k t a d w a 7/07 820 75

dynaudio mC 15 k t a d w f a 7/07 1000 75

B&W 705 57 12/03 1400 75

Tannoy Reveal 601 A k m t a w f a 10/10 540 74

Nubert NuLine 32 km t a w f 64 3/10 570 74

Canton Chrono SL 520 k t a d w 63 3/10 640 74

Belves Aesthet 1 k m g t a w f 66 9/08 800 74

Magnat Quantum 703 k t a w f 61 2/07 800 74

MB Quart Alexxa B-1 k m t a w f 67 2/07 800 74

Spendor S 3/5 k t a w f 84 8/06 1090 74

Elac AM 150 k t a d w f a 8/10 500 73

Quadral Platinum M 2 k m t a w 63 3/10 600 73

Tannoy Reveal6D k m t a d w f a 7/07 650 73

JBL LSR 2325P k t a H d w f a 8/10 520 72

Dynaudio DM 2/7 65 1/10 650 72

Monitor Audio Silver RX 2 m a w f 56 3/10 670 72

Expolinear T 100 L 61 8/04 1600 72

Genelec 6010 A a 11/09 480 71

Nubert NuWave 35 k m t a w f 65 5/07 530 70

Fostex PM 1 Mk 2 m t a f a 10/10 570 70

B&W 685 k m t a f 62 8/07 600 70

www.audio.de ›03 /2012

137


Service › Bestenliste

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte Octave V 70 / Super Black Box (R) 49 8/05 6100 120 Unison Research Unico (FB) (R) 62 9/03 1300 95

Heco Metas 300 K M T A w f 60 5/07 500 69 Musical Fidelity kW-550 88 10/07 7800 120 NAD C-375 BEE 71 12/11 1400 95

Mission Esprit E 52 K T A d w 64 2/08 650 69 Accuphase E-550 (FB) 58 3/06 7900 120 Arcam A 90 63 4/08 1450 95

Mordaunt-Short Mezzo 2 K M T A f 64 2/08 700 69 Denon PMA-SA1 / AU-S1 58 10/07 8000 120 Heed Obelisk Si /DAC 42 1/10 1450 95

B&W CM 1 K T A d w 83 4/06 800 69 Mark Levinson No. 383 (FB) 77 1/00 8900 120 Densen B-110 58 3/06 1500 95

Focal Chorus 706V K M T A w f 62 5/07 470 68 Burmester 032 (FB) 67 1/04 11 900 120 Musical Fidelity A 3.5 68 3/06 1500 95

Wharfedale Evo2-10 K M T A f 60 5/07 600 68 Audionet SAM V2 63 8/08 3000 115 Audio Analogue Puccini 70 53 3/06 1600 95

Dali Ikon 2 M T A d w 59 2/07 800 68 Cayin VP 100 i (R) 44 6/09 3500 115 Electrocompaniet PI 1 57 7/07 1600 95

Nubert NuBox 381 M g T A w f 56 10/08 380 67 Octave V 70 (R) 49 8/05 3900 115 Opera Audio M100 Plus 39 7/07 1700 95

PSB Image B5 K T A d w 64 2/10 400 67 Octave V40 SE (R) 45 12/09 4100 115 Advance Acoustic MAP-800 75 2/09 2000 95

Mordaunt Short Aviano2 K M A f 67 2/10 460 67 Unison Research Sinfonia (R) 35 12/09 4100 115

Monitor Audio Bronze BX 2 M A f 62 11/10 350 66 Lua Belcanto (R)(FB) 52 1/08 4500 115 sPitzenKlasse 76-90 PunKte

Magnat Interior Power a 11/09 400 66 Accuphase E-308 (FB) 66 12/04 4500 115

Jamo C 603 K M T A h w 67 3/08 440 66 Symphonic Line RG 10 Mk 3/2003 67 7/03 4600 115 In dieser Klasse lässt die Klangqualität kaum noch Wünsche offen, Ausstattung und

B&W 686 K T A d w f 77 1/08 460 66 Octave V 50 Mk2 (FB) (R) 46 7/03 4700 115 Verarbeitung sind in jedem Fall alltagstauglich.

Heco Aleva 200 K T M A w f 66 1/08 600 66 Ayre AX 7 (FB) 54 7/03 4750 115

Elac BS 123 K T A d w 68 8/07 600 66 Burmester 051 63 6/06 4950 115 Modell . AK Test Preis Punkte

Quad 11L2 K M T A w 64 5/07 600 66 Gamut Si 100 (FB) 69 7/08 5300 115 Exposure 1010 A 51 9/11 660 90

Dali Zensor 1 K M T A d w f 67 10/11 260 65 Quad II Classic Integrated (R) 3/11 5500 115 Vincent SV-400 53 9/11 700 90

Mordaunt Short Aviano1 K M T A w f 71 11/10 300 65 TACT M 2150 (FB) 72 7/03 5500 115 Rega Brio R 48 7/11 700 90

Magnat Quantum 553 M T A d w 59 2/10 300 65 McIntosh MA 6900 (FB) 73 12/01 7000 115 NAD C 356 BEE 62 4/11 750 90

Canton GLE 420-2 K T A w f 64 11/10 360 65 Anthem Intergrated 225 78 8/10 1900 110 Creek Evo IA 59 5/07 765 90

Quadral Rhodium 20 K T A w 70 10/08 400 65 Creek Destiny 2 63 4/07 2000 110 Creek Evo 2 58 1/10 780 90

Magnat Quantum 603 K M T A w 63 3/08 400 65 Musical Fidelity A-5.5 Integrated 76 2/09 2200 110 Music Hall A35.2 67 9/11 800 90

Jamo S 404 K M T A d w 77 11/10 300 63 Musical Fidelity M6i 76 8/10 2450 110 Arcam A 28 (FB) 61 10/08 1000 90

PSB Image B4 K T A d 68 11/10 300 63 Moon i-3.3 63 4/07 2580 110 Cambridge 740 A 67 3/08 1000 90

PSB Alpha B1 K M T A w 57 3/09 300 63 Naim NAC152XS / NAP155XS (FB) 57 11/09 2650 110 Creek A 50 iR (FB) 53 9/03 1000 90

JBL ES 30 M g T A f 65 3/08 400 63 Krell S 300 i 71 6/09 2750 110 Denon PMA-1510AE 62 2/11 1000 90

Cabasse MT 3 Antigua 54 4/06 460 63 Octave V 40 (FB) (R) 45 2/03 2750 110 Naim Nait 5i (FB) 54 3/04 1000 90

Sonus Faber Concertino Home 63 3/02 1000 63 T + A PA 1530 R (FB) 71 8/03 2800 110 Unison Unico P (R) 47 5/06 1000 90

Tannoy F1 Custom K M A d w 60 3/09 240 62 Audio Research VSi 55 (R) 49 5/08 2900 110 Roksan Kandy K2 65 9/09 1000 90

Mordaunt Short 902i K M T A d w 71 3/07 250 62 Accustic Arts Power ES 59 3/11 3000 110 Teac AI 1000 65 3/12 1000 90

Nubert nuBox 311 K M T A d w 63 3/07 280 62 AVM Evolution A3 NG 63 3/11 3000 110 Vincent SV-232 (FB) 68 10/08 1000 90

Quadral Argentum 03 60 9/05 320 62 Accuphase E-213 (FB) 66 7/05 3150 110 Yamaha A-S 1000 (FB) 64 7/08 1000 90

Dali Lektor 1 K M T A w 73 3/09 340 62 T + A PA 1260 R 62 11/09 3200 110 Melody SP-3 (R) 25 7/10 1100 90

Visonik Evolution 3 66 12/03 450 62 Bryston B 100 SST (FB) 68 5/05 3500 110 Exposure 2010 S (FB) 58 4/06 1100 90

JBL Studio L 830 68 4/06 500 62 Marantz PM-11 S1 (FB) 71 12/04 3500 110 Marantz PM-KI Pearl Lite 60 2/11 1200 90

Magnat Monitor Supr. 200 K M T A w 65 1/09 180 61 Symphonic Line RG 9 Mk 4 (FB) 66 12/04 3700 110 Audio Analogue Verdi 70 (R) 54 4/06 1200 90

Triangle Stella ES 59 4/06 500 61 Lua Sonata SEL (FB) (R) 50 12/04 4300 110 Wadia 151 PowerDAC Mini (nur Digital-In) 50 9/10 1300 90

Mittel- Klasse

31-60 PunKte

ASR Schäfer Emitter I Clear Blue (FB) 77 7/03 4500 110 Cayin A 50 T 42 2/06 1400 90

AVM A6 (FB) 65 2/03 4500 110 Roksan Caspian (FB) 57 9/03 1420 90

Vincent SV-236 Mk 69 4/09 1700 105 Cyrus 8 (FB) 58 5/03 1600 90

Solide und seriös gefertigte Kompaktboxen mit zufrieden stellendem Klang – wuchtige Naim Nait XS 57 2/09 1800 105 Yamaha A-S 700 66 3/09 580 85

Bässe sind nicht ihr Metier.

Sonus Faber Musica 56 2/09 1950 105 Rega Brio 3 46 7/08 600 85

T + A Power Plant Balanced 70 1/12 1990 105 NAD C 355 BEE (FB) 62 4/08 650 85

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte Ayon Orion 50 2/10 2000 105 Arcam A 18 46 9/08 700 85

Mission M 32i K M T A w 58 11/06 300 60 T.A.C. K-35 40 12/11 2000 105 Onkyo A-9555 67 6/06 700 85

Triangle Sathis 108 59 7/03 400 60 Unison Unico Secondo 65 4/09 2000 105 AMC 3100 MKII 64 2/12 750 85

Jungson BD 2 Mk 2 K M A f 67 9/08 500 60 Magnat RV 1 (R) 47 2/09 2000 105 Audiolab 8000 S 54 10/06 750 85

Wharfedale Vardus 100 63 1/09 200 59 AVM Evolution A3 NG (FB) 57 4/07 2000 105 Marantz PM 8003 60 1/09 800 85

Epos ELS 3 62 9/05 350 59 Pathos Classic One MK3 50 2/10 2200 105 Denon PMA-1500 AE 62 12/05 800 85

JBL Northridge E 50 61 6/04 500 59 Unison Unico SE (FB) 69 4/07 2200 105 Marantz PM 7001 KI 60 5/07 800 85

Mission M 31i 65 3/07 230 58 Audio Aéro Prima Amplifier (FB) (R) 60 4/07 2400 105 Onkyo A-933 60 12/05 800 85

Infinity Primus 150 64 1/05 250 58 Vincent SV 238 (FB) (R) 75 8/03 2500 105 Vincent SV-121 (FB) 54 9/03 850 85

Focal Chorus 705 V K T A d w 67 11/06 350 58 Luxman L-505 f 63 5/06 3000 105 Arcam A 70 54 3/08 850 85

JBL Northridge E 30 63 7/03 300 58 Accuphase E-212 (FB) 66 5/02 3050 105 Atoll IN 100 (FB) 60 3/04 875 85

Wharfedale Crystal 2-10 K T A d w 66 6/08 150 57 Symphonic Line RG 14 Edition (FB) 66 8/02 3080 105 Vincent SV-226 MK 2 63 2/06 890 85

Wharfedale Diamond 9.1 64 1/06 200 57 T + A R 1260 R (Receiver) 62 11/09 3600 105 NAD C 372 (FB) 71 3/04 900 85

Sonos SP-100 66 6/08 180 54 Cayin 500 MK (FB) (R) 40 7/03 3900 105 Rotel RA-1062 (FB) 60 3/04 900 85

JBL Balboa 10 69 7/06 200 50 Lua Sonata SE (FB) (R) 50 7/02 4100 105 Rotel RA 1520 60 9/09 900 85

JBL Control 1G Universe 59 1/00 200 49 McIntosh MA 6500 69 12/00 4600 105 Advance Acoustic MAP 305 DA (mit DAC) 65 9/06 950 85

Tawo 203 65 4/05 107 45 Krell KAV 300 iL (FB) 76 10/01 5000 105 Audio Analogue Primo Cento VT 45 3/08 980 85

Centrum Gali 200 82 7/06 100 44

Cyrus 6vs2 46 1/07 1000 85

HigH-end-Klasse 91-100 PunKte

Onkyo A-9755 68 4/06 1000 85

PrimaLuna Prologue (R) 42 2/06 1000 85

CEC AMP 3300 (FB) 37 3/04 1000 85

VerstärKer

Solide Kraft-Zentralen mit weit überdurchschnittlichem Klang und meist eher rudimentärer

Cyrus 6 (FB) 46 8/04 1000 85

Ausstattung.

Roksan Kandy KA-1 Mk III (FB) 63 2/03 1040 85

Rega Mira 3 (FB) 49 9/03 1050 85

1. VollVerstärKer

Roksan Kandy L3 65 1/07 1080 85

Music Hall A 50.2 63 9/09 1100 85

T.A.C. 34 41 2/06 1150 85

referenz-Klasse aB 101 PunKte

Primare I 20 (FB) 61 9/04 1200 85

Dynavox VR-20 (R) 20 7/10 400 80

System Fidelity SA-270 (FB) 54 12/08 400 80

Meist sehr kräftige, in jedem Fall klanglich herausragende Verstärker – Materialauswahl

Yamaha A-S 500 64 1/11 420 80

und Verarbeitungsqualität genügen höchsten Ansprüchen.

Marantz PM 6004 51 2/12 450 80

AMC XIA 52 10/10 450 80

NAD C 326 BEE (FB) 56 8/09 460 80

Harman/Kardon HK 980 (FB) 63 12/08 500 80

Marantz PM 7001 60 6/06 500 80

Pioneer A 6 53 2/07 500 80

Teac A-H01 46 2/12 500 80

Creek 4330 MK 2 57 8/02 630 80

Vincent SV-129 53 8/08 650 80

Audio Analogue Primo 50 8/04 700 80

Pioneer A 9 56 2/07 800 80

Peachtree iDecco ( DAC, iPod-Dock) 44 9/10 1200 80

Peachtree Nova (DAC, Sonos-Dock) 47 6/09 1300 80

Modell . AK Test Preis Punkte

Pass INT 30A 64 1/10 7500 130

Accuphase E-560 56 4/10 8900 130

Krell FBI (FB) 82 10/07 19 000 130

Accuphase E-450 (fB) 74 8/07 6000 125

Symphonic Line RG 10 MK IV Ref 2011 (R) 68 6/11 6800 125

Musical Fidelity AMS 35i 50 6/11 7500 125

McIntosh MA 7000 AC 75 1/10 8500 125

Naim Supernait (FB) 59 1/08 3300 120

Naim NAC152XS/NAP155XS/FlatcapXS (FB) 57 11/09 3600 120

Lyric Ti 120 Signature 41 1/12 3800 120

Unison Research S6 (R) 3/11 3800 120

Densen B-150 66 6/10 4100 120

Naim SuperUniti (+Streaming Client) 61 1/12 4200 120

Resolution Audio Cantata 50 48 5/11 4200 120

Atoll IN 400 72 1/12 4500 120

Symphonic Line RG 10 Mk IV 67 9/04 4700 120

T + A V 10 (FB) (R) 55 11/03 5000 120

Accuphase E-408 (FB) 73 12/03 5900 120

Modell . AK Test Preis Punkte

Lyric Ti-60 41 6/10 1200 100

Hegel H70 54 12/11 1500 100

Unison Unico Primo 59 6/10 1500 100

Harman HK 990 (+Raumprozessor) 73 10/09 1500 100

Magnat MA-800 60 4/09 1500 100

Marantz PM-15 (FB) 67 6/05 1500 100

T + A Power Plant 70 12/07 1500 100

Cambridge 840 A V2 67 4/08 1500 100

Yamaha A-S 2000 (FB) 65 1/08 1600 100

Cayin A-55 T (FB) (R) 42 9/07 1650 100

Pure Sound A 30 (R) 38 9/07 1780 100

Marantz PM-15 S2 60 3/10 1800 100

AstrinTrew AT-2000 58 2/09 1800 100

Unison Research Simply Two (R) 19 9/04 1800 100

Creek Destiny IA (FB) 59 4/07 1900 100

Denon PMA-2010 AE 67 2/10 2000 100

Croft Acoustics Integrated R 46 9/11 2100 100

Cyrus 8 vs 2 / PSX-R (FB) 58 4/07 2100 100

Electrocompaniet Prelude PI 2 (FB) 65 4/07 2100 100

Musical Fidelity A 5 (FB) 75 3/05 2200 100

Marantz PM-17 Mk II Ki (FB) 60 8/03 2300 100

Naim Nait 5i 54 8/11 1000 95

Lyric Ti-24 (R) 13 5/10 1000 95

AMC 3150 MKII 71 3/12 1000 95

Musical Fidelity M3i 57 2/11 1150 95

Creek Classic 5350 SE 58 12/06 1300 95

Creek Evolution 5350 66 6/10 1350 95

oBerKlasse

61-75 PunKte

Dieses Segment ist qualitativ im gehobenen Mittelfeld angesiedelt, Serienproduktion hält

die Preise attraktiv.

138

www.audio.de ›03 /2012


Service › Bestenliste

Modell . AK Test Preis Punkte

Dynavox VR-307 33 5/10 300 75

Advance Acoustic MAP 101 52 10/09 370 75

Rotel RA-04 SE 46 10/10 400 75

Denon PMA-710 AE 55 10/09 400 75

Rotel RA-04 49 8/06 400 75

Advance Acoustic MAP 105 (FB) 59 6/07 400 75

Advance Acoustic MAP 103 58 5/06 400 75

NAD C 320 BEE (FB) 59 10/05 400 75

Rotel RA-01 51 9/04 400 75

NAD C 325 BEE 57 8/06 450 75

Cambridge 350 A 44 10/10 450 75

King Rex T-20U + PSU 11 5/10 460 75

Harman Kardon HK 3490 (FB, Receiver) 67 9/08 500 75

Dynavox VR-70 E 35 5/06 500 75

Atoll In 50 (FB) 50 10/05 500 75

Harman/Kardon HK 970 (FB) 63 10/05 500 75

Rotel RA-02 (FB) 52 2/03 600 75

Cambridge 640 A V2 57 5/06 600 75

Advanced Acoustic Max 250 64 2/12 650 75

Arcam A 65 Plus (FB) 52 10/04 650 75

Cyrus 5 (FB) 51 3/00 900 75

Marantz PM 4001 50 11/05 300 70

NAD C 316 BEE 56 10/10 350 70

NAD C 315 BEE 55 12/07 350 70

Cambridge Azur 640 A (FB) 55 9/04 500 70

Advance Acoustic EZY-7 (iPod-Dock) 46 10/07 600 70

Rotel RA-972 (FB) 60 6/02 770 70

Magnat MC1 (Receiver mit SACD-Player+FB) 55 1/08 990 70

Onkyo TX-8050 63 8/11 400 68

Denon PMA-500 AE 50 11/06 230 65

Denon PMA-510 AE 53 6/09 250 65

System Fidelity SA-250 (FB) 50 10/08 275 65

Cambridge 340 A (FB) 43 1/06 300 65

Marantz PM 5004 49 10/10 330 65

Marantz PM 5003 48 8/09 330 65

Yamaha AX-497 60 3/07 330 65

Onkyo A 9355 53 12/07 370 65

Marantz PM 6002 (FB) 53 11/07 400 65

Onkyo A-5 VL 56 8/09 400 65

Harman/Kardon HK 3480 (FB, Receiver) 68 2/05 500 65

Marantz SR 4320 (FB, Receiver) 59 2/05 500 65

Mittel-Klasse

31-60 PunKte

Schon die Einstiegsklasse der Stereo-Verstärker überzeugt durch ihre Qualität, die

Ausstattung ist oft so gut wie in höheren Klassen.

Modell AK Test Preis Punkte

Denon PMA-495 R (FB) 54 4/04 200 60

Yamaha AX 397 56 10/07 270 60

Denon DRA-1000 (FB, Receiver) 61 2/05 400 60

Pro-Ject Receiver Box 33 5/10 425 60

Denon DRA-700 AE (FB, Receiver) 62 1/07 410 60

Onkyo A-9155 53 10/07 230 55

2. VOrVerstärKer

Die Einstufung von Vorverstärkern nimmt AUDIO aufgrund ihrer Klangqualität vor. Maßgeblich

ist der bestklingende Hochpegel eingang. Mit der Einstufung von Vollverstärkern

oder Endstufen sind die Punktzahlen nicht vergleichbar. (R) steht für Röhrengeräte, (Phono)

für die Preisangabe einschließlich (optionalem) Eingang für Vinyl-Platten spieler.

referenz-Klasse

aB 101 PunKte

Die klangliche Auflösung feinster Details erfordert teure Bauteile und sorgfältige

Konstruktion – in dieser Klasse selbstverständlich.

Modell . . Test Preis Punkte

Pass XP 20 5/09 9750 130

McIntosh C 500 C / C 500 T (R, Phono) 6/10 12 900 130

Accuphase C-2810 (Phono) 9/06 18 870 130

McIntosh C 1000P AC (Transistor, Phono) 12/06 20 800 130

Octave Jubilee 5/08 22 600 130

Mark Levinson No. 32 (Phono) 1/00 25 000 130

Burmester 077 / Ext. Netzteil (Phono) 7/09 31 000 130

Krell Evolution Two 7/05 38 000 130

Audio Research LS-27 11/11 7300 128

Octave HP 500 SE 10/11 7450 128

T + A P 10₂ 11/10 7500 128

McIntosh C 50 4/11 7900 128

Brinkmann Calvin 8/09 5500 125

Pass XP-10 8/09 6000 125

T + A P 10 11/06 6000 125

Marantz SC-7 S2 2/07 7000 125

Musical Fidelity Primo 9/09 7800 125

Belles LA-01 6/08 7900 125

Mark Levinson No. 320 S 3/06 8900 125

Audionet Pre G2 2/08 9500 125

Convergent SL1 Ultimate MK2 8/06 9900 125

Burmester 011 1/02 11 900 125

Krell Evo 202 8/06 12 000 125

McIntosh C 1000 T AC (Röhre, Phono) 12/06 20 800 125

Ayre K-5 XE MP 8/09 3800 120

Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte

Linn Akurate Control 10/11 5000 120

Audionet PRE 1 G3 + EPS 9/09 5380 120

Ayon S3 3/12 5700 120

Accuphase C-2000 11/04 5750 120

Linn Akurate DSM 2/12 6450 120

Spectral DMC 15 4/04 6900 120

Accuphase C-2400 6/04 8700 120

Krell KCTx 9/02 12 000 120

Audionet PRE I G3 12/07 3290 115

Audio Research LS-17 12/08 4000 115

McIntosh C 220 AC 11/08 4450 115

Pass X 2.5 3/02 5100 115

Marantz SC-7S1 6/04 7000 115

McIntosh C 2200 (R) 9/02 7950 115

Linn Exotik (5.1 konfigurierbar) 11/04 2700 110

Lyngdorf DPA-1 (+Raumkorrektur, D/A-Wandler) 10/09 3000 110

Bryston 25 BP Phono 6/02 3500 110

Electrocompaniet EC 4.8 6/09 3700 110

Ayre K-5xe 4/08 3800 110

Pass X 2 11/02 3850 110

Naim NAC 202 5/03 4300 110

Accuphase C-245 4/02 6200 110

Cambridge 840 E 7/09 1500 105

Ayre K-5xe 4/08 3800 110

Pass X 2 11/02 3850 110

Naim NAC 202 5/03 4300 110

Accuphase C-245 4/02 6200 110

Atoll PR 300 9/10 1500 105

Cambridge 840 E 7/09 1500 105

T+A P 1230 R 9/03 1500 105

Plinius CD-LAD 3/03 2850 105

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Kompromisse bezüglich der Klangqualität sind in dieser Klasse fremd, eher ist die

Ausstattung spartanisch.

Modell . . Test Preis Punkte

Exposure 3010 S2 Pre 8/11 1200 100

Audiolab 8200 CDQ (CD-Laufwerk, DAC) 5/11 1200 100

Cayin SP-30 S 6/08 1800 100

Vincent SA-93 9/05 1800 100

Vincent SA-94 9/10 2100 100

Naim NAC 152 XS / Flatcap XS 11/09 2200 100

Octave HP 300 (R) 2/02 2700 100

NAD C-165 BEE 10/10 900 95

Quad Elite Pre 10/10 1000 95

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Messtechnisch fehlerfreie Vorverstärker mit sehr guter Klangqualität und oft attraktivem

Preis-Leistungsverhältnis.

Modell . . Test Preis Punkte

Vincent SA-31 Mk 7/09 1100 90

Meridian 501 1/02 1200 90

Chord Chordette Prime 1/11 1000 115

PrimaLuna ProLogue Three 12/05 1250 90

Peachtree Nova (+Endstufe+DAC+Sonos-Dock) 6/09 1300 90

Quad 99 PRE 1/09 1300 90

Naim NAC 122x 2/08 1300 90

AVM V 3 NG 11/06 1600 90

Densen B-200 11/06 1500 90

Rotel RC 1090 1/02 1500 90

Advance Acoustic MPP 205 7/06 450 85

NAD C 162 (Phono) 2/05 650 85

Linn Kollektor 8/99 750 85

Astin Trew At 1000 8/07 800 85

Advance Acoustic MPP 505 2/08 850 85

Pro-Ject Pre Box SE 5/10 325 80

Rotel RC-06 7/06 500 80

Vincent SA-96 7/06 500 80

Restek Mini Pre 2/05 500 80

Atoll PR 200 4/02 625 80

Cyrus Pre VS 2 7/07 900 80

Audiolab 8000Q 11/08 1100 80

OBerKlasse

61-75 PunKte

Modell . . Test Preis Punkte

Rotel RC-03 10/02 450 75

Pro-Ject Pre Box 11/07 225 70

3. endstufen

Die Rangfolge unter den Endstufen (auch Leistungsverstärker genannt) bestimmt AUDIO

allein aufgrund der Klangqualität. Mit anderen Gerätekategorien (etwa CD-Player) sind die

Qualitätsklassen (Punkteschlüssel am Anfang der Bestenliste) nicht vergleichbar. Einen

Hinweis auf passende Lautsprecher gibt Ihnen die einmalige AUDIO-Kennzahl (AK).

Diese sollte größer oder gleich der AK der Laut sprecher sein – dann ist optimale Dynamik

garantiert. Nähere Infos dazu finden Sie am Anfang der Bestenliste und bei www.audio.

de. (R) bedeutet Röhrenverstärker, bei Mono-Endstufen gibt AUDIO Paar-Preise an.

referenz-Klasse

aB 101 PunKte

Feinsinn und große Dynamik zählen zu den Tugenden in der Verstärker-Königsklasse – zu

entsprechenden Preisen.

Modell . AK Test Preis Punkte

Pass XA 100.5 (mono) 73 5/09 17 750 135

T + A M 10 (mono) 89 11/10 20 000 135

Octave Jubilee (R, mono) 72 5/08 44 000 135

Krell Evolution 900 (mono) 99 6/07 48 000 135

McIntosh 2 KW AC (mono) 104 12/06 67 500 135

Audionet Max (mono) 82 03/08 12 500 130

Krell Evo 402 86 8/06 19 000 130

Convergent JL 2 Signature MK 2 (R) 61 8/06 21 900 130

Accuphase M-6000 (mono) 79 5/08 24 000 130

McIntosh MC 2301 AC (R) 73 6/10 25 900 130

Krell Evolution One (mono) 90 7/05 49 000 130

Audio Research VS-115 61 11/11 7300 125

Audionet Amp (mono) 76 9/09 8000 125

Octave RE290 (SuperBlackBox) 50 10/11 9250 125

Musical Fidelity AMS-50 57 9/09 9700 125

Mark Levinson No. 432 87 3/06 10 900 125

Krell Evo 302 85 12/07 12 000 125

Octave MRE 130 + Super Black Box (R) 61 3/06 13 400 125

Marantz MA-9 S2 (mono) 84 2/07 14 000 125

Accuphase A-60 66 8/04 14 900 125

Accuphase P-7100 76 9/06 14 900 125

Burmester 911 Mk III (2 x mono gebr.) 89 1/02 31 800 125

Mark Levinson No. 33H (mono) 77 11/99 32 000 125

VTL Siegfried (mono) 70 6/04 48 500 125

Ayre V5 XE 69 8/09 5800 120

Brinkmann Stereo 59 8/09 5850 120

Pass XA 30.5 66 8/09 6500 120

Linn Klimax Chakra 500 Twin 65 11/04 7000 120

Quad II Eighty (Mono,R) 51 8/08 7900 120

Belles MB-200 78 6/08 7900 120

Pass X 250 75 3/02 7950 120

Electrocompaniet AW 400 (Mono) 84 6/09 9500 120

Lua Alborada Mk 2 (R) 67 10/05 9800 120

Audio Research Reference 110 58 12/08 10 000 120

Spectral DMA 150/II 72 4/04 12 500 120

Burmester 036 (2 x mono gebr.) 81 6/05 12 900 120

Krell 350 Mcx 84 3/05 14 900 120

Mark Levinson No. 436 (mono) 88 1/03 16 800 120

Krell FPB 400 cx 87 9/02 18 000 120

Audionet AMP I V2 74 12/07 4490 115

Krell KAV-2250 81 10/01 5000 115

McIntosh MC 252 AC 74 11/08 5900 115

Pass X 150 74 11/02 6100 115

Bryston 14B SST 90 6/02 7800 115

Mark Levinson No. 431 78 12/03 8800 115

McIntosh MC 2102 (R) 58 9/02 9250 115

Classé CA 401 89 7/02 11 000 115

Burmester 911 Mk III 73 1/02 14 900 115

Burmester 956 (mono) 83 1/01 15 000 115

Burmester 036 66 6/05 5700 110

Accuphase P-3000 69 11/04 5750 110

Spectral DMA-100 S 70 6/00 6500 110

McIntosh MC-402 AC 83 9/03 8000 110

Audio Research VS 55 (R) 48 12/04 3100 105

Vincent SP-995 (Mono) 70 9/10 3300 105

Bryston 4B SST 85 10/03 3800 105

Linn Akurate 2200 67 10/11 4000 105

Quad II Forty (Mono, R) 42 8/08 4900 105

Octave RE 280 Mk II + Blackbox (R) 48 2/02 5000 105

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

In dieser Klasse lässt die Klangqualität keine Wünsche offen, oft helfen gemäßigte

Ausgangsleistung und Serienproduktion zu einem erreichbaren Preisniveau.

Modell . AK Test Preis Punkte

Atoll AM 200 66 9/10 1350 100

Vincent SP-331 Mk 73 7/09 1600 100

Cambridge 840 W 76 7/09 2000 100

Linn Majik 2100 56 3/07 2200 100

Naim NAP 200 48 5/03 2300 100

Exposure Mono 68 8/11 2400 100

Rotel RB-1090 83 12/06 2500 100

AVM M 3 NG (mono) 68 11/06 2800 100

Rotel RB-1091 (mono) 87 12/06 3000 100

Vincent SP-998 (mono) 82 9/05 3600 100

Cayin SP-40 M (R) 46 6/08 1800 95

Densen B-305 (Bi-Amping, Paar) 53 11/06 2200 95

Quad II Classic (Mono, R) 27 8/08 3180 95

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Solide Endstufen-Technik ohne klangliche Kompromisse gibt es in der populärsten Klasse

der Endverstärker.

Modell . AK Test Preis Punkte

Dynavox VR-80E (Paar) 53 2/12 1400 90

Naim NAP 155 XS 57 11/09 1400 90

Naim NAP 150x 55 2/08 1480 90

Advance Acoustic MAA 705 (Paar) 73 2/08 1900 90

Quad 99 Mono 70 1/09 2000 90

Linn 2250 61 10/02 3075 90

www.audio.de ›03 /2012

139


12 x +Gesc

Dynavox Sound-Converter

• Idealer Klangaufbereiter für jede Musikquelle

• Klang wird über eine 12AU7-Röhre geschleift

• Echter Blickfang durch Glasfenster in der Front

• Lautstärkeregelung, Line/Phono-Umschalter

• Separate Spannungsversorgung

• Farben: silber oder schwarz

• Zuzahlung: nur 15 Euro

Gratis

Oehlbach Air Absorber

• Schwingungsdämpfer für Lautsprecherboxen

• Verhindert zuverlässig die Übertragung unerwünschter

Resonanzfrequenzen zum Boden

• Auch für Plattenspieler einsetzbar

• In Gold oder Chrom

• Liefermenge: 4 Stk.

• Ø: 41,5 mm, Höhe: 30 mm, bis ca. 70 kg belastbar

Ihre Vorteile im Abo:

• Ein Geschenk Ihrer Wahl

• Preisvorteil gegenüber Einzelkauf

• Sie verpassen keine Ausgabe mehr

• Keine Zustellgebühr

• 1 Heft gratis vorab bei Bankeinzug


henk Ihrer Wahl!

Gratis

Phonak Audéo PFE 022

• High End In-Ear Kopfhörer mit Mikrofon

• Innovative „over the Ear“-Tragetechnik

• Ergonomisch geformte Kopfhörer

• Mit eingebautem Mikrofon, kompatibel

mit den meisten Smartphones/MP3-Playern

• Einzigartige Audio-Filter-Technologie

• Bassreicher, kristallklarer Sound

• Lieferzubehör: Silikon Ohrstöpsel

1 Paar S, 1 Paar M, 1 Paar L

Oehlbach Phasendetector

• Einfache Bestimmung der phasenrichtigen Polung

• Optimal für Homecinema, Audio- und Videokomponenten

• Verbesserte Bild- und Tonergebnisse durch Vermeidung von

Massepotential-Ausgleichsströmen

• Einfachste Handhabung

• Hochwertig verarbeitetes Aluminiumgehäuse

• Inkl.9VBlockbatterie

Gratis

Dieses und viele weitere interessante

Angebote gleich online bestellen:

shop.magnus.de/audio

SO EINFACH GEHT‘S:

ONLINE:

shop.magnus.de/audio

PER TELEFON:

0781-639 45 48

JA, ICH BESTELLE 12 AUSGABEN AUDIO ZUM VORTEILSPREIS!

Als Geschenk wünsche ich mir:

Oehlbach Air Absorber gold (K744) chrom (K745) Oehlbach Phasendetector (K666)

Dynavox Sound-Converter schwarz (K652) silber (K653) Phonak Audéo Kopfhörer (K742)

Ich bestelle audio zunächst für ein Jahr (12 Ausgaben) zum Vorteilspreis von nur 63,90 €. (Österreich 73,90 €, Schweiz SFr 127,80)

Die Zeitschrift erscheint monatlich. Das Abo kann ich nach dem ersten Bezugsjahr jederzeit wieder kündigen. Das Dankeschön erhalte ich

umgehend nach Zahlungseingang. Eine eventuelle Zuzahlung zum Geschenk wird per Nachnahme / Rechnung erhoben. Dieses Angebot gilt nur in

Deutschland, Österreich, Schweiz und solange der Vorrat reicht. Weitere Auslandskonditionen auf Anfrage: weka@burdadirect.de

Name Vorname Geburtsdatum

Straße/Nr.

PER FAX:

0781-84 61 91

PLZ/Ort

E-Mail-Adresse

Telefon

Ich bin damit einverstanden–jederzeit widerruflich –, dass mich der Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING künftig per E-Mail und telefonisch

über interessante Vorteilsangebote informiert.

PER POST / COUPON:

AUDIO Kunden-Service

Postfach 180 · 77649 Offenburg

Ich bezahle bequem per Bankeinzug: (nur in Deutschland möglich) und erhalte dafür ein Heft GRATIS vorab (KB01).

BLZ

Kontonummer

1 Heft Gratis!

AUDIO erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH, Richard-

Reitzner-Allee 2, 85540 Haar, Handelsregister München, HRB 154289

Geldinstitut

Datum


Unterschrift

WK 2030 E03


Service › Bestenliste

Audio Research 300.2 66 12/04 4700 90

Atoll AM 100 58 4/02 675 85

Pro-Ject AMP Box SE Mono 56 5/10 730 85

Advance Acoustic MAA 405 70 7/06 750 85

PrimaLuna ProLogue Four (R) 40 12/05 950 85

Chord Chordette Scamp 40 1/11 1000 115

Creek Classic A 53 58 12/06 1100 85

Astin Trew At 5000 52 8/07 1200 85

Meridian 556 65 1/02 1500 85

Quad 909 65 1/02 1650 85

Pro-Ject AMP Box SE 50 5/10 325 80

Rotel RB-06 62 7/06 500 80

Creek A 43 R MK 2 53 4/02 600 80

Cyrus 6 Power 55 7/07 600 80

NAD C 245 BEE 56 11/11 600 80/85

NAD C 270 69 4/02 690 80

NAD C 272 71 2/05 790 80

Vincent SP-996 67 7/06 800 80

Restek Mini Amp (Paar) 50 2/05 1000 80

Audiolab 8000M (Paar) 60 11/08 1600 80

Pro-Ject Amp Box Mono (Paar) 40 11/07 450 75

Pro-Ject Amp Box 37 11/07 250 70

4. PHono-VeRstäRKeR

Diese auch Vor-Vorverstärker genannten Spezialisten finden ihren Platz zwischen Plattenspieler

und Vor- oder Vollverstärker. Die Einstufung lehnt sich an die der Phono-Eingänge

von entsprechend ausgestatteten Vorverstärkern an.

(MM) = Moving Magnet-Tonabnehmer, (MC) = Moving Coil

RefeRenz-Klasse

aB 101 PunKte

Phono-Vorstufen entlocken hier Tonabnehmern feinste Nuancen, sie loten die Grenzen

des Mediums Vinyl aus.

Modell Test Preis Punkte

Audio Research Reference Phono 2 8/10 12 950 135

Pass XP 15 (MM/MC) 6/09 4650 130

Octave Phono Modul 7/10 4400 130

AMR PH-77 (USB-Ausgang) 8/10 8800 130

Burmester 100 (USB-Ausgang) 8/10 9800 130

Audio Research PH6 1/11 3800 125

Naim SuperLine / HI-CAP 8/08 4300 125

Esoteric E-03 11/09 5000 125

Pass XOno (MM/MC) 11/02 5500 125

Creek Wyndsor Phono Preamp (MM/MC) 6/11 1850 120

Linn Uphorik (MM/MC) 7/10 2200 120/120

Transrotor Phono 8 MC Sym (MC) 6/11 2400 120

Ayre P-5 XE (MM/MC) 7/10 2800 120/120

Renaissance RP-01 8/08 2900 120

Musical Fidelity M1 Vinl 3/12 850 115

Chord Chordette Dual 7/10 950 115

Audiolab 8000 PPA 12/08 950 115

Whest Two 3/12 1000 115

Linn Linto (MC) 3/03 1350 115

Roksan Caspian DX-2 (MM/MC) 12/03 1650 115

Clearaudio Balance+ / Accu+ 12/08 2000 115

Aqvox Phono 2 CI (MM/MC) 3/06 700 110

Densen DP-Drive / DP-04 (MM/MC) 1/07 850 110

Clearaudio SmartPhono (MM/MC) 10/04 320 105

Musical Fidelity V-LPS/V-PSU (MM/MC) 7/10 360 105/105

Moon 110 LP (MM/MC) 6/11 550 105

Musica Ibuki Phono (MM/MC) 7/11 700 90 / 105

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Diese Verstärker erreichen bereits überdurchschnittlich gute Klangqualität als hochwertige

Bindeglieder zwischen feinen Tonabnehmern und sehr guten Vor- oder Vollverstärkern.

Modell Test Preis Punkte

Creek OBH-15 (MM/MC) 12/03 350 100

Cambridge 640 P (MM/MC) 7/08 160 95

Musical Fidelity V-LPS (MM/MC) 7/10 165 95/95

Clearaudio Nano (MM/MC) 7/08 200 95

Pro-Ject Tube Box MK II (MM/MC) 3/06 300 95

Restek Mini Ria (MM/MC) 2/05 400 95

SWS Varius (MM/MC) 12/03 400 95

Pro-Ject Tube Box (MM/MC) 12/03 420 95

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Modell Test Preis Punkte

Pro-Ject Phono Box MK II (MM/MC) 3/06 90 90

NAD PP2 9/03 100 90

NAD PP 3 (MM/MC) mit USB-Ausgang 7/08 150 90

Pro-Ject Phono Box MK II USB 7/08 125 85

Thorens MM-005 7/08 180 85

7. aV-VoRstufen mit HD-ton

Die Einzelnoten werden vergleichbar den HD-Receivern ermittelt, nur in Kombination mit

einer Referenz-Mehrkanal-Endstufe. Die Berechnung der Gesamtnote entspricht ebenfalls

dieser Kategorie.

RefeRenz-Klasse

aB 101 PunKte

Diese Vorstufen bieten perfekte Klangqualität sowohl im Surround wie auch mit

Musikwiedergabe in Stereo.

Modell Test Preis Punkte St/Sur/HD

Denon AVP-A1 HD 9/09 7000 113 105/110/125

Rotel RSP-1572 3/12 2000 108 103/103/118

Arcam AV 888 3/10 5500 108 100/105/120

Rotel RSP-1570 3/10 2000 105 100/100/115

Marantz AV 8003 3/10 3000 105 90/105/120

Marantz AV 7005 1/11 1800 104 90/105/118

Onkyo PR-SC 886 12/08 1800 103 90/105/115

Onkyo PR-SC 5507 3/10 2000 103 90/105/115

8. MeHRKanal-endstufen

Die Bewertung gleicht der Einstufung von Stereo-Endstufen. Die AUDIO-Kennzahl

(AK) wird auch ermittelt, ist allerdings beim klassischen 5.1-Betrieb mit Aktivsubwoofer

weniger aussagekräftig.

RefeRenz-Klasse

aB 101 PunKte

Leistungsverstärker ohne Kompromisse - für HD-Surround ebenso wie für Stereo.

Modell AK Test Preis Punkte

Denon POA-A1 HD (10-Kanal) 74 9/09 7000 110

Linn Chakra 3200 (3-Kanal) 64 3/07 4200 105

Arcam PM 777 (7-Kanal) 68 3/10 4500 105

Lexicon LX-7 (7-Kanal) 73 6/03 9450 105

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Leistungsverstärker ohne Kompromisse - für HD-Surround ebenso wie für Stereo.

Modell AK Test Preis Punkte

Marantz MM 8003 (8-Kanal) 3/10 1800 95

sPitzenKlasse

Mehrkanal-Verstärker mit sehr hoher Klangqualität.

76-90 PunKte

Modell AK Test Preis Punkte

Marantz MM7055 70 1/11 1300 90

NAD M 25 /7-Kanal) 69 4/03 3000 90

Rotel RMB-1565 (5-Kanal) 58 3/12 1100 85

Rotel RMB-1075 (5-Kanal) 71 5/04 1500 85

Rotel RMB-1575 (5-Kanal) -- 3/10 2400 85

digital-Quellen

1. Cd-/saCd-PLayer

RefeRenz-Klasse

aB 101 PunKte

Präzise Mechanik und erlesene Digitaltechnik kitzeln feinste Details aus den Discs – das

hat leider seinen Preis.

Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD

Accuphase DP-800 / DC-801 3/07 25 200 140 / 140

Moon 750 D 5/10 9450 135

Audio Research CD-8 11/09 10 500 135

Wadia 581i SE 5/08 12 000 135

Accuphase DP-600 4/09 12 400 135 / 135

DCS Puccini/U-Clock (+USB-DAC) 10/09 18 100 135 / 135

Teac Esoteric P 03 / D 03 10/06 24 000 140 / 135

Accuphase DP-700 1/08 15 700 135 / 135

Moon 650 D 12/11 6800 130

McIntosh MCD 500 4/09 7950 135 / 130

Ayre DX-5 (+Blu-ray, USB-DAC) 10/10 10 800 120 / 130

Audionet ART G2 5/07 4500 125

Accuphase DP-400 1/09 4500 125

Naim CDX 2 7/07 4600 125

Symphonic Line Der CD-Spieler 7/07 5000 125

T + A D 10 4/06 5500 135 / 125

McIntosh MCD 301 AC 11/08 5280 135 / 125

Accuphase DP-500 5/07 5600 125

Audio Research CD-5 5/09 6000 125

Rega Valve Isis CD-Player (USB-DAC) 1/12 9000 125

Mark Levinson No. 390 S 7/04 9900 125

Meridian 808 1/06 11 000 125

Unison Research Unico CDE 9/10 2900 120

Linn Majik CD 6/07 3000 120

T + A SACD 1250 R 7/07 3000 130 / 120

TAC C-60 11/09 3200 120

Naim CD 5 XS / Flatcap XS 11/09 3300 120

Restek Epos 7/07 3570 120

Burmester 052 6/06 3750 120

T + A SACD 1260 R 10/09 4000 135 / 120

Sony SCD-333ES Swoboda 4/03 4000 135 / 120

Denon DVD-A1 UD (+Blu-ray) 9/09 5000 125 / 120

Audio Aéro Capitole Reference 4/06 6500 120

Teac Esoteric X-03 4/06 7500 135 / 120

Burmester 061 5/07 7700 120

Raysonic CD-138 11/09 1800 115

NAD M5 10/07 2250 125 / 115

Naim CD 5 XS 11/09 2350 115

Ayon CD-1S 11/09 2500 115

T + A CD 1260 R 11/09 2500 115

T + A SACD 1245 R 2/05 2500 130 / 115

Cayin CDT-17 A 4/06 2500 115

AVM CD3.2 12/11 2750 115

T + A Music Player Balanced(+Netzwerk/FM) 1/12 2890 115

Sony SCD-XA 3000 ES Swoboda 6/05 3200 130 / 115

Marantz SA-11 S1 6/05 3000 125 / 115

Meridian G 08 6/05 3300 115

Accuphase DP-57 6/05 4100 115

Teac CD 1000 3/12 800 95 / 110

Lyric CD-100 12/09 1300 110

Pure Sound A-8000 9/10 1500 110

Astin Trew AT 3500 3/08 1800 110

Cyrus CDXt / DAC XP (integr. Vorstufe) 6/07 4600 110

Cambridge 840 C 5/07 1500 105

Marantz SA-15 S1 7/07 1500 115 / 105

Cayin SP-CD 300 6/08 1600 105

Advance Acoustic MCD-403+MDA-503 6/08 1600 105

Denon DCD-2000 AE 6/07 1650 115 / 105

Marantz SA-15 S2 3/10 1800 115 / 105

AVM Evolution CD 3 8/06 1800 105

Atoll SACD 200 (SACD 5.1) 7/10 2000 120 / 105

Marantz SA 15 S2 LE 12/11 2000 105

T + A Music Player E2 (+Netzwerk-Client) 12/07 2000 105

Exposure 3010 S 6/07 2000 105

Arcam CD 36 3/08 2175 105

Densen B 420 3/08 2200 105

Meridian G-07 7/04 2300 105

Marantz SA-17S1 3/04 2500 115 / 105

Marantz SA-KI Pearl Lite 2/11 1200 115 / 103

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Überdurchschnittlich solide wirkende Mechanik und gehobene musikalische Qualitäten

prägen diese Player für Genießer.

Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD

Vincent CD-400 9/11 700 100

Creek Evolution CD 5/07 760 100

AMC XCDI VT 3/12 800 100

NAD C 565 BEE 5/09 900 100

Marantz SA 8003 1/09 900 115 / 100

Pioneer D 9 12/07 900 110 / 100

Vincent CD-S 1.1 9/07 990 100

Exposure 2010 CD 11/04 990 100

Denon DCD-1510AE 2/11 1000 113 / 100

AMC CD6d 9/10 1000 100

Cambridge 740C 5/09 1000 100

Astin Trew At 3000 8/07 1000 100

Rega Apollo 7/08 1000 100

Marantz SA-8400 11/04 1000 110 / 100

Musical Fidelity X-Ray V3 11/04 1100 100

Musical Fidelity M3CD 2/11 1150 100

Naim CD 5 i 7/04 1200 100

Onkyo C-1 VL 11/04 1200 100

Creek CD 50 MkII 11/04 1290 100

Yamaha CD-S 2000 2/08 1300 115 / 100

Creek Classic CD 12/06 1300 100

East Sound CD-E5 SE 6/07 1400 100

Helios 3 9/02 1400 100

Quad 99CDP-2 (Variable Out/6 Digital-In) 7/08 1470 100

Densen B-410 6/07 1600 100

Yamaha CDR-HD 1300 DSC 2/04 1630 100

Sony SCD-XA 333 ES 11/01 1800 110 / 100

Arcam CD 23 T 5/02 1950 100

Sony SCD-XA 5400 ES 1/09 2000 105 / 100

Audio Aéro Prima 5/07 2100 100

Harman/Kardon HD 980 12/08 300 95

System Fidelity CD-270 12/08 400 95

Harman/Kardon HD 970 10/05 400 95

Marantz CD 7300 2/04 500 95

Teac C-1D 2/04 500 95

Pro-Ject CD Box SE 5/10 520 95

NAD C 545 BEE 8/09 550 95

Harman/Kardon HD 990 5/09 600 95

Advance Acoustic MCD 203 5/06 600 95

Cambridge 640 C V2 5/06 600 95

NAD C 542 2/04 600 95

Onkyo DX-7555 6/06 600 95

Rotel RCD-06 8/06 600 95

Exposure 1010 D 9/11 620 95

Music Hall CD 35.2 9/11 700 95

Arcam CD 17 9/08 700 95

Shanling CD-S 100 MK II 8/05 700 95

Vincent CD-S2 8/08 740 95

Atoll CD 80 MK 3 8/05 750 95

Marantz SA 7001 KI 7/07 900 110 / 95

Yamaha CD-S 1000 7/08 900 110 / 95

Sony XA 1200 ES 9/07 900 110 / 95

Sony SCD-XB 790 QS 3/04 500 100 / 95

Pioneer D 6 2/07 500 100 / 95

Audio Analogue Primo CD 11/04 800 95

Audiolab 8000 CD 10/06 900 95

142 www.audio.de ›03 /2012


Service › Bestenliste

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Sorgfältig optimierte Großserien-Technik, Preis und Klangqualität stehen oft in sehr

attraktiver Relation zueinander.

Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD

Marantz CD-5004 10/10 300 90

NAD C 515 BEE 4/08 300 90

Denon DCD-710 AE 10/09 400 90

Marantz CD-6002 11/07 400 90

NAD C 525 BEE 2/07 400 90

NAD C 521 BEE 10/05 400 90

Cambridge 350 C 10/10 450 90

Rotel RCD-02 3/03 600 90

Atoll CD 50 10/02 650 90

Arcam CD 62 T 9/02 665 90

C.E.C. CD 3300 2/04 780 90

Denon DCD 510 AE 6/09 250 85

Marantz CD 5001 11/05 250 85

Yamaha CD-S 300 1/11 270 85

Cambridge 340 C 1/06 300 85

Marantz CD 5003 8/09 300 85

Advance Acoustic MCD 200 10/09 350 85

Onkyo C-S5 VL 8/09 400 90 / 85

Yamaha CD-S 700 3/09 480 85

Marantz SA 7001 6/06 600 110 / 85

Denon DBP-2012 UD (+Blu-ray) 6/11 850 105 / 85

Denon DCD-500 AE 11/06 210 80

Yamaha CDX-497 3/07 270 80

System Fidelity CD-250 10/08 275 80

AMC XCDI 10/10 350 80

OBerKlasse

61-75 PunKte

Diese CD-Player bieten bereits eine gute Performance, die Verarbeitungsqualität wirkt

meist sehr routiniert.

Modell Test Preis Punkte

Technics SL-PG 5 EG 6/02 150 75

Denon DCD-485 4/04 190 70

3. netzWerK-Player

Netzwerk-Player spielen Musikdateien, die sie über ein LAN-Netzwerk von einem externen

Speicher (PC- oder NAS-Platte). Die Einstufung erfolgt mit verlustfreien Audiodateien

mit CD-Auflösung – meist im FLAC-Format.

referenz-Klasse

aB 101 PunKte

Klanglich so gut wie allerbeste CD-Player – mit hoch auflösendem Material potenziell

sogar noch besser.

Modell .Test Preis Punkte

Linn Klimax DS / 1 7/11 15 850 148

Linn Klimax DS / Dynamik 11/09 15 000 145

Linn Akurate DS 2011 1/11 5500 140

Linn Klimax DS 11/07 15 000 140

Linn Akurate DS / Dynamik 11/09 5200 135

Linn Akurate DSM 2/12 6450 135

Ayon S3 03/12 5700 132

Linn Akurate DS 5/09 5200 130

Linn Majik DS / Dynamik 11/09 2400 130

Cyrus Stream XP + Netzteil PSX-R 9/11 2400 125

Linn Majik DS 11/08 2400 125

Naim ND-5 XS 3/12 2400 125

T + A MP 1260 R 2/10 2690 125

T + A MP 1250 R 6/08 2500 115

T+A Music Player Balanced (+CD-Player, FM-Radio) 1/12 2890 115

Yamaha NP-S2000 1/11 1450 110

Linn Sneaky Music DS (über Line-Ausgang) 7/08 1500 110

Cyrus Stream XP (DAC, Vorstufe, Funk-Controller) 9/11 2400 110

Logitech Transporter 11/07 2000 110

Musical Fidelity M1 Clic 1/11 1600 105

T + A Music Player (CD-Player,FM-Radio) 12/07 2000 105

Pro-Ject StreamBox SE 11/11 735 103

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Klanglich auf dem Niveau sehr guter CD-Player, spielen unkomprimiertes Material wie MP3.

Modell Test Preis Punkte

Denon DNP-720 AE 11/11 500 100

Cambridge Sonata NP-30 3/12 600 100

Pioneer N-50 3/12 600 100

Hifidelio CD-Streamer 8/10 700 100

NAD C-446 (DAB, FM/AM) 8/11 800 100

Marantz NA-7004 1/11 800 100

Micromega Airstream 4/10 1000 100

Rotel RDG-1520 1/11 1000 100

Sonos Bundle BU 150 (2 Player + Controller) 1/09 1000 100

Raumfeld Connector 8/11 280 95

Logitech Squeezebox 3 4/08 280 95

Logitech Squeezebox Touch 6/10 300 95

Logitech Squeezebox Duet 5/08 400 95

Loewe Individual Sound Multiroom Receiver 5/10 700 95

Sonos ZonePlayer + Controller 5/08 700 95

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Nicht nur unkomprimierte Files in WAV- und FLAC-Qualität, auch MP3 können die Player

auf Hifi-tauglichem Niveau abspielen.

Modell Test Preis Punkte

Teac WAP-8500 4/10 400 90

Teac WAP-8600 (incl. Controller) 2/11 500 90

Terratec Noxon 2 Radio 4/08 300 85

OBerKlasse

61-75 PunKte

Hier steht der Komfort im Vordergrund, die Klangqualität liegt auf dem Niveau guter

DVD- oder CD-Player.

Modell Test Preis Punkte

Pinnacle Soundbridge H.M. 4/08 100 75

Freecom MusicPal 4/08 120 75

4. d/a Wandler

Sinnvoll als Klangtuning etwa für betagtere CD-Player, digitale Sat-Receiver und

Netzwerkplayer. Koax- und optische Eingänge sind Standard, zunehmend auch eine

USB-Schnittstelle zum Anschluss an den PC. Der Klang ist nicht direkt mit CD-Playern

vergleichbar, da die verwendete Datenquelle einen merklichen Klangeinfluss haben kann.

Die Punkte beziehen sich auf jeweils optimale Bedingungen.

referenz-Klasse

aB 101 PunKte

Bringen Netzwerkplayer und anderen Quellen mit Digitalausg an das Klangniveau der

CD-Player aus der Referenz-Klasse. Die erste Bewertung ist für Cinch-Ausgänge – die

zweite falls vorhanden für die Symetrische-Ausgänge (XLR)

Modell Test Preis Punkte

Resolution Audio Cantata MC 7/10 5900 135/135

Ayre DX-5 (nur USB, + 5.1SACD, CD, Blu-ray) 10/10 10800 125/130

Ayre QB-9 (nur USB) 9/09 2800 120/125

Naim DAC 3/10 3000 125/ –

Antelope Zodiac + 7/11 2200 120 /120

Audio Research DAC-7 10/08 3500 –/120

M2Tech Young 4/11 1100 118/–

Hegel HD 20 (USB, Cinch) 9/11 1400 115/118

Benchmark DAC1 USB 8/10 1300 115/118

Moon 300 D 8/10 1400 115/118

Asus Xonar Essence One 1/12 400 113/115

KingRex UD-384 1/12 450 115/-

Music Hall DAC 25.3 1/12 700 115/110

Rega DAC 5/11 700 115/–

Chord Chordette Peach 1/11 1000 115/–

Audiolab 8200 CDQ (CD-Laufwerk, Vorverstärker) 5/11 1200 115/115

Pachtree Audio iDAC (iPod-Dock) 5/11 1200 115/–

Musical Fidelity M1 DAC 8/10 500 113/115

Styleaudio Carat-SAPPHIRE 8/10 675 115/ –

North Star ESSENSIO 11/10 1300 115/ –

Peachtree Nova (+Vor/Vollverstärker/Sonosdock) 6/09 1300 115/ –

Calyx DAC 24/192 7/11 1500 115 /115

Restek MDAC + 8/10 1500 115/ –

Fostex HP-A3 1/12 400 113/-

Peachtree DACit 1/12 500 113/-

Moon 100 D 4/11 550 113/–

Musical Fidelity V-DAC II (USB, Cinch) 9/11 240 110/–

Arcam RDAC 11/10 400 110/ –

Musical Fidelity V-DAC mit V-PSU 8/10 435 110/ –

NuForce Icon HDP 8/10 450 110/ –

Atoll DAC 100 8/10 550 110/ –

Musical Fidelity V-DAC 1/09 270 108/ –

Furutech GT 40 (USB-In/Out, Phono-In) 9/11 500 103/–

Cambridge DAC Magic 1/09 400 100/105

HigH-end-Klasse

91-100 PunKte

Bringen Netzwerkplayer und alle anderen Quellen mit Digitalausgang auf das Klangniveau

sehr guter CD-Player.

Modell Test Preis Punkte

Kingrex UD-01 (nur USB) 1/09 190 100/ –

Pro-Ject DAC Box FL 5/10 210 100/ –

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Sauberer Klang, den in preiswerten Netzwerkplayern oder gar PCs eingebauten Wandlern

meist überlegen.

Modell Test Preis Punkte

Pro-Ject USB Box (nur USB) 1/09 100 85/ –

KOPfHörer

1. Hifi-KOPfHörer

AUDIO bewertet Kopfhörer getrennt nach ihrem An wendungszweck. HiFi-Kopfhörer

werden hauptsächlich zum Hören an der Stereo-Anlage genutzt. Sie sind als dynamische

Hörer in verschiedenen Bauformen von geschlossen bis offen vertreten.

(E) bedeutet Elektrostat-Kopfhörer.

HigH-end-Klasse

Hörer dieser Klasse garantieren ein unverfälschtes Klangerlebnis

91-100 PunKte

Modell Test Preis Punkte

Audez'e LCD-3 3/12 1950 97

Audez'e LCD-2 6/11 995 95

Sennheiser HD-800 5/09 1000 95

Stax Set 3050 (E) 12/07 1445 95

sPitzenKlasse

76-90 PunKte

Sehr natürliche Klangfarben und enormer Detailreichtum zählen zu den Kardinal-Tugenden

dieser Top-Kopfhörer.

Modell Test Preis Punkte

Grado SR 325i 12/08 400 90

Sony MDR-SA 5000 2/06 700 90

Stax SRS-2050 11/06 780 90

Grado RS-1 1/05 800 90

Beyerdynamic T1 12/09 890 90

Denon AH-D7000 12/08 1000 90

Grado GS 1000 i 5/09 1100 90

Koss ESP 950 2/06 1280 90

Ultrasone Edition 8 Palladium 10/11 1300 90

Denon AH-D5000 12/07 700 85

Ergo A.M.T. (m. Verstärker) 12/07 830/1550 85

Ultrasone Signature Pro 3/12 900 85

Grado SR 225 12/08 300 80

Grado SR 325 10/06 300 80

Sennheiser HD 650 1/04 400 80

AKG K 701 2/06 400 80

AKG Q 701 12/10 500 80

Sony MDR-Z1000 5/11 500 80

Shure SRH 840 12/10 200 78

OBerKlasse

61-75 PunKte

In dieser Klasse sind Klangverfärbungen gering, die Auflösung ist bereits sehr fein.

Modell Test Preis Punkte

AKG K 272HD 12/08 180 75

Beyerdynamic DT 660 10/06 170 75

Grado SR 125 3/03 200 75

Beyerdynamic DT 860 12/07 210 75

Sennheiser HD 598 12/10 230 75

Beyerdynamic DT 880 3/03 250 75

Philips Fidelio L1 3/12 250 75

Beyerdynamic DT 990 2/06 300 75

Stax SR 001 MK 2 (E) 2/06 326 75

Sony PFR-V1 12/08 400 75

Ultrasone Pro900 12/10 450 75

AKG K 142HD 12/08 130 70

Bose AE 2 12/10 150 70

AKG K 601 2/06 250 70

Sennheiser HD 201 10/06 30 65

Cresyn CS-HP600 12/08 60 65

Beyerdynamic DT 440 10/06 120 65

Denon AH-D 1100 12/10 170 65

AKG K 181 DJ 10/06 180 65

Technics RP-DH 1200 2/06 200 65

Beyerdynamic DT 770 2/06 220 65

Phiaton MS 400 12/09 250 65

Cresyn CS-HP500 12/08 50 62

Mittel-Klasse

Diese Hörer bieten eine ordentliche Klangqualität

31-60 PunKte

Modell Test Preis Punkte

AKG K 530 12/07 80 60

Creative Aurvana DJ 12/07 100 60

Sennheiser HD 215 2/06 100 60

Sony MDR-XB 700 12/09 130 60

AKG K 171 2/06 140 60

Ultrasone HFI-780 12/09 200 60

Philips SHP 8500 10/06 60 60

Philips SHP 8900 10/06 100 60

Philips SHP 9000 12/07 160 60

Sony MDR-V 7000 DJ 12/07 190 60

Technics RP-F 550 E 10/06 60 60

Philips SHP 5401 12/08 40 55

Technics RP-F 880 2/06 87 55

Creative HQ-1900 12/07 60 55

Sennheiser HD-238 Precision 12/09 100 55

Koss UR 29 10/06 87 50

AKG K 216 AFC (Funk) 10/06 190 50

Koss Pro 3 AA Titanium 10/06 140 50

Sennheiser RS 140 10/06 200 50

Koss MV 1 10/06 400 45

Philips SHC 8565 (Funk) 10/06 120 45

AKG K 81 DJ 2/06 60 45

Panasonic RP-HJE500 12/07 65 35

www.audio.de ›03 /2012

143


iMPreSSuM

Verlag:

WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Anschrift der Redaktion:

Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart;

Postfach 105254: 70045 Stuttgart,

Telefon 0711 / 207030-4500, Fax -4501

Bereichsleiter Unterhaltungselektronik

Andreas Stumptner

Chefredakteur und Leiter Test & Technik

Bernhard Rietschel (br)

Test und Technik

Alexandros Mitropoulos (am), Dipl.-Medienwirt (FH) Malte

Ruhnke (mr)

Magazin

Christof Hammer (ham), Claus Dick (cd)

Textredaktion

Christof Hammer (ham)

Redaktion audio.de

Sedin Mujic(sem)

Grafische Gestaltung

Tanja Haller

Produktion

Christof Hammer

Sekretariat und Leserservice

Sibylle Hänsch (Ltg.)

Messlabor TESTfactory

Peter Schüller (Laborleitung; ps), Heinz Lemke

(Laborleitung), Dipl.-Ing. Michael Götzinger (mg)

Fotografie

Herbert Härle, mps-Fotostudio

Testgeräteverwaltung

Christoph Monn, Kristian Rimar

Mitarbeiter dieser Ausgabe

Claus Dick (cd), Stefan Schickedanz (ssc), Holger Seybold

(hs), Fritz I. Schwertfeger (fis)

Musik

Christof Hammer (ham),

teleschau – der Mediendienst, Riesstr. 17, 80992 München

Mitarbeiter Klassik: Otto Paul Burkhardt (opb), Dr.

Andreas Fritz (af), Laszlo Molnar (lm)

Mitarbeiter Jazz: Matthias Inhoffen (mi), Werner Stiefele

(ws), Ralf Dombrowski (rd)

Anzeigen-Abteilung

Dr. Michael Hackenberg (verantwortlich),

0711 / 207030-8502, mhackenberg@wekanet.de

Silke Pietschel; 0711 / 207030-8503; spietschel@wekanet.de;

Vedran Budimir, 089 / 25556-1181; vbudimir@wekanet.de

Ihr Kontakt zum Anzeigenteam:

Jasmin Köbele; 0711 / 207030-5540; Fax: -8501

HiFi-Markt:

Jürgen Auselt; 089 / 25556-1172, jauselt@wekanet.de;

Es gilt Anzeigenpreisliste Nr. 33 / 01. 01. 2009

Vertrieb Handel

MZV Moderner Zeitschriftenvertrieb GmbH & Co KG

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim

Telefon: 089 / 31906-0; Fax: -113

MZV@mzv.de

Vertriebsleitung

Robert Riesinger

Herstellung

Marion Stephan

Sonderdrucke

Silke Pietschel; 0711 / 207030-8503;

spietschel@wekanet.de

Convergence & Business Developement Manager

Richard Spitz; 089 / 25556-1108; rspitz@wekanet.de

Leitung Onlinesales

Albert Petryszyn, 089 / 25556-1860,

apetryszyn@wekanet.de

Druck

Stürtz GmbH, 97080 Würzburg

Printed in Germany

ISSN Nr. 0171-4147

Geschäftsführer

Wolfgang Materna, Thomas Mehls, Werner Mützel

Abonnenten-Service

Burda Direct GmbH, Postfach 180; 77649 Offenburg

ein Hubert Burda Media Unternehmen

Telefon: 0781 / 639 4548, Fax: 0781 / 639 4549

E-Mail: weka@burdadirect.de

Jahresabonnement:

Inland: € 63,90 / € 73,80 Euro (Kombi-Abo bestehend aus

12 Ausgaben Print plus jeweiliger digitaler iPad-Version)

Schweiz: sfr 127,80;

EU-Ausland: € 73,90. Sonstiges Ausland auf Anfrage.

Studenten (Imm.Besch.) erhalten einen

Nachlass von 10 % auf den Abo-Preis.

Einzelheft-Nachbestellung

Burda Direct GmbH, Postfach 180; 77649 Offenburg

Telefon: 0781 / 639 4548, Fax: 0781 / 639 4549

E-Mail: weka-bestell@burdadirect.de

Bitte Bankverbindung angeben.

Bei höherer Gewalt entfällt die Lieferungspflicht,

Ersatz ansprüche werden nicht anerkannt. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Bilder übernimmt der

Verlag keine Haftung. Alle Rechte vorbehalten.

© by WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH

Gerichtsstand ist Stuttgart.

Teilauflagen dieser Ausgabe enthalten Beilagen der

HeimkinoWelt – „1080p“ Audiovisuelle Systeme GmbH.

Sie Haben daS wort

Schreiben Sie uns. Per brief: AUDIO, 70162 Stuttgart;

per Fax: 0711 / 20 70 30 - 45 01 oder per e-Mail: Leserbriefe@audio.de.

teuFel SPeaker l

(audio 2/2012)

Mit großem Interesse habe

ich den Bericht über

den Speaker L von Raumfeld

by Teufel gelesen. Neben

der Streaming fähigkeit

und der einfachen Bedienung

hat mich das sehr gute

Ergebnis von 105 Punkten

im Klangurteil überrascht.

Solche Punktzahlen

erreichen sonst nur Boxen

ab 15000 Euro. Oder

sind die Punktebewertung von

Stereo-Komplettanlagen nicht

mit denen von Standlautsprechern

zu vergleichen? Momentan

bin ich auf der Suche nach

einer HiFi-Anlage in der 2500-Euro-Klasse.

Aufgrund des Budgets

hatte ich die Streamingfähigkeit

der Anlage zurückgestellt

und tendierte zu einer klassischen

Verstärker-Boxen-Kombi

(Cambridge A650 mit KEF

R500 oder Audium Comp5 Boxen).

Der Speaker L bietet jetzt

offenbar die Möglichkeit, sehr

guten Klang und Streaming zu

vereinen und den Rahmen des

Budgets dabei nicht zu

sprengen. Was meinen

Sie dazu? Dirk Büsching

Die aktiven Standboxen

Teufel Speaker L mit eingebauter

Netzwerktechnik

wurden mit sensationellen

105 Klangpunkten

bewertet. Da ich im Besitz

der Aktivlautsprecher Adam A 5

bin (74 Punkte), frage ich mich,

ob Ihre Wertung nicht deutlich

überzogen ist. Da es sich bei

den Teufel Speaker L auch um

reine Aktivlautsprecher handelt,

die genauso wie z. B. die Adam

A 5 im HiFi- und Multimediabereich

zum Einsatz kommen, ist

ein Quervergleich der Klangbewertung

zwingend zur Kaufentscheidung

erforderlich. Entweder

handelt es sich um eine Sensation

oder um ein voneinander

unabhängiges Wertungssystem,

das aber mehr als verwirrend

ist. Arno Scharping

audio-ScHweSterzeitScHriFten iM März

Pc-go: Die Computer-Cracks

sagen, welche All-in-one-PCs

den Kauf lohnen. Und informieren

über die fiesen Stolperfallen von

Shopping-Clubs wie Zalando oder

Brands 4Friends. www.pcgo.de

wunderknabe oder

waS? Der Speaker L von

Teufel by Raumfeld sorgen

für Begeisterung – und Verwirrung

...

colorFoto: Die Kollegen mit

dem Durchblick unterziehen 20 SLR-

Kameras dem RAW-Test, verwöhnen

mit spektakulären Bildern von

Dubai und verraten die Fototrends

des Jahres. www.colorfoto.de

Sie haben richtig vermutet: Der

Speaker L wurde in der Rubrik

„Komplettanlagen“ eingepunktet,

nicht als Standlautsprecher. Der

entsprechende Hinweis hat im

Test leider gefehlt. 105 Punkte in

der Lautsprecher-Skala sind für

1200 Euro nicht erreichbar, und

das wird wohl auch immer so

bleiben. Nichtsdestotrotz ist das

Ergebnis des Speaker L sensationell.

Rein als Lautsprecher beurteilt,

würde er um die 80 Punkte

bekommen, könnte also mühelos

mit ähnlich teuren Standboxen

mithalten – dass Netzwerkplayer

und Verstärker bereits eingebaut

sind, kann man also quasi

als Geschenk betrachten. Wir

bitten um Verzeihung, wenn wir

hier Verwirrung gestiftet haben.

Die A5 ist übrigens ein exzellenter

Lautsprecher, der sich für intelligente,

kleine, netzwerkbasierte

Anlagen geradezu anbietet.

Ich habe lange eine A5 an einem

Linn Sneaky als Edel-Streaminganlage

in der Küche betrieben

(als ich noch eine große Küche

hatte ...) und fand den Klang gerade

im Nahfeld sagenhaft gut. br

video-HoMeviSion: Basiswissen

TV-Technik – welcher ist der

Richtige für Sie? Im Check: Online-

Videotheken, AV-/3D-Soundsets

– und die Top-Trends der CES 2012.

www.video-homevision.de

Fotos: Archiv, Pokomeda – Shutterstock.com


❯❯

Upgrade!

Exklusiv für

Abonnenten

nur 9,90 Euro

zusätzlich!

❯❯

Erleben Sie AUDIO jetzt

auf dem iPad!

Upgrade

+

12x

12x

12 Hefte + 12 iPad-Ausgaben

nur 9,90 Euro zusätzlich

WK2030E012

❯ Alle Seiten der gedruckten Ausgabe plus viele zusätzliche

Features ❯ 30 Sekunden Anspiel-Sequenz der Musikrezensionen

❯ Filme zu den Testgeräten oder zu den Herstellern

❯ Zoombare Testbilder ❯ Zusätzliche Bildergalerien mit Detailansichten

❯ und vieles mehr

Jetzt online bestellen:

www.magnus.de/ipad-upgrade oder per Telefon 0781/639 45 48

Weitere Infos unter www.audio.de/ipadapp

COLORFOTO XX/2010 99


Vorschau AUDIO 04/12

allein-unterhalter

Nicht überall ist Platz für einen Standlautsprecher

oder eine komplette Anlage.

One-Box-Systeme bringen Musik überall

hin und können absolut vollwertig klingen

– solange man die richtigen aussucht. Mit

dabei: der Raumfeld One. (rechts), kleinster

Bruder des fabelhaften Speaker L.

Power-Paare

Vor- und Endstufen – doppelt so gut wie Vollverstärker?

Mit Rotel, Musical Fidelity, Moon

und Cyrus konzentriert sich AUDIO auf Kombis

bis 5000 Euro – und sucht passende Boxen.

aktIv und PaSSIv

Das beste beider Welten: Canton, Heco,

PSB und Magnat setzen auf bewährte

Passivkonzept bei wohnraumfreundlichen

Maßen. T+A, ADAM und B&M kontern

mit bezahlbaren aktiven Stand boxen, einer

durchaus seltenen Spezies.

Themen können sich aus aktuellen Anlässen oder Lieferschwierigkeiten verschieben. Fotos: Archiv

Jetzt testen!

Lassen Sie sich die nächsten zwei Ausgaben für

nur 7,93 Euro mit 27 % Ersparnis frei Haus liefern!

Einfach anrufen: 0781 / 639 45 48.

Aktions-Nummer: WK2032MV.

Falls Sie nach dem Test keine weiteren Hefte wünschen, geben Sie uns

spätestens 10 Tage nach Erhalt der 2. Ausgabe Bescheid. Ansonsten

erhalten Sie AUDIO weiterhin monatlich zu den im Impressum angegebenen

Preisen mit jederzeitigem Kündigungsrecht.

Bluetooth, IP-StreamIng oder aIrPlay: Viele Wege führen kabellos zur

Anlage – aber nicht alle klingen gleich gut. AUDIO hat die verschiedenen Funk-

Systeme und -Protokolle auf ihre HiFi-tauglichkeit abgeklopft.

netzwerk-newS Zahlreiche neue Player haben sich angekündigt – welcher es

ins Heft schafft, stand noch nicht fest, aber spannend wirds allemal.

everyBody'S darlIng: Erschwingliche D/A-Wandler mit Vorstufenfunktion

kann man gar nicht genug haben – Neuheiten u. a. von Cambridge und Audiolab.

Die nächste erscheint am 2. märz 2012

_07HPU_Visonik_AUDIO_03_12.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 74.00 mm);18. Jan 2012 12:59:02

Neu

Teil- und Vollaktiv

Comp 5 Active

Comp 7 Drive

5 unserer besten Händler Deutschlands:

weitere unter www.audium.com

BoxenGross - 10999 Berlin

www.boxengross.de

030 / 624 60 55

LOFTSOUND - 59755 Arnsberg/Neheim

www.loftsound.de

02932 / 510 95 70

Müller Hifi - 79098 Freiburg

www.hifimueller.de

0761 / 50 78 00

Hifi Studio Kemper - 89073 Ulm

www.hifikemper.de

0731 / 673 98

www.amc-hifi.de

Neu!

AMC XIA ab € 445.-

AMC XCDi ab € 345.-

MW AUDIO - 80337 München

www.mwaudio.de

089 / 693 88 694

www.audium.com

Ideen die man hört!


Neu: Der K2 Blu

Der K2 Blu ist ein High End 3.1 BluRay- und Multimedia-Receiver. Er liefert ein hervorragendes Bild mit BluRay oder DVD, spielt

CD, FM-Radio, iPod, MP3, Netzwerkspeicher oder Internetradio über LAN oder WLAN in höchster Qualität und koppelt beliebige,

mobile Player einfach über Bluetooth an!

Fünf Endstufen mit jeweils über 150 Watt Leistung sorgen für überragende Klangeigenschaften. Loewe- und Metz-TV-Geräte können

über den K2 Blu bedient werden.

Die Rückseite zeigt die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten.

Je nach Wunsch und Anwendung kann der K2 Blu als

klassische Stereoanlage mit zwei Lautsprechern oder als

Virtual-Surround-Anlage mit zusätzlichem Centerlautsprecher

und Subwoofer betrieben werden.

Für einen Nebenraum stehen zwei Endstufen mit separater

Lautstärkeregelung zur Verfügung.

01067 Dresden, www.radiokoerner.de (0351/4951342).06108 Halle, JP-electronic am Opernhaus (0345/2026735).10559 Berlin, Hifi Play (030/3953022).10623 Berlin, King Music (030/88550600).14974 Ludwigsfelde,

Hicke+HöppnerOHG(03378/86540).20095Hamburg,LichtenfeldMediaGmbH(040/30805-10).24114Kiel,HifiStudio»Hört-sich-gut-an«(0431/61056).26125Oldenburg,Hifi+HifiGmbH(0441/3900060).28195Bremen,

Studio 45 (0421/14757).28211 Bremen, Willi Schönborn Hifi (0421/239033).30159 Hannover, Alex Giese Hi-Fi+TV-Technologie (0511/35399737).30167 Hannover, Uni Hifi Audio & Video GmbH (0511/703752).32049

Herford,Hifi Studio Unger (05221/2017).33415 Verl,Beckhoff Technik u.Design GmbH (05246/92600).40210 Düsseldorf, Hifi Referenz (0211/325152).40477 Düsseldorf, HiFi Audio Ulrike Schmidt (0211/787300).42103

Wuppertal,Audio2000KG(0202/454019).44805Bochum,HiFi-CenterLiedmann(0234/3849697).45127Essen,HifiSpezialistWernerPawlak(0201/236389).45472Mülheim,WernerPawlakHifiZentrum(0208/498253).45663

Recklinghausen, Moldenhauer (02361/60050).47051Duisburg,Hifi Studioam Stadttheater (0203/25014).49084Osnabrück,Ton Art StudioGmbH(0541/24236).50667Köln,MSP Hifi Studio GmbH (0221/2575417).53113

Bonn, HiFi Linzbach OHG (0228/222051).53113 Bonn, Wohnraumstudio Johannes Krings (0228/222719).53797 Lohmar-Wahlscheid, Musik & Akustik Norbert Maurer (02206/9074361).54290 Trier, Hifi Kohr + Roensch

GmbH (0651/40100).55116Mainz, NEUDieHifiProfis (06131/275609-0).56068Koblenz,Schmitz HifiVideo(0261/38144).59065Hamm,Auditorium(02381/93390).60311Frankfurt, RaumTon Kunst(069/287928).60318

Frankfurt, Die Hifi Profis (069/92004111).60437 Frankfurt, media@home Jilg (069/5072106). 63739 Aschaffenburg, Hifi Dillity OHG (06021/24188).64283 Darmstadt, Die Hifi Profis (06151/1710-0).65185 Wiesbaden,

Die Hifi Profis (0611/373839).65185 Wiesbaden, www.fair-kaeuflich.de (0611/4503262).65812 Bad Soden,EP:Fay (06196/27606).68161 Mannheim, NEU Expert Galerie GmbH (0621/3098110).68199 Mannheim,Expert

Esch (0621/1239840).69115 Heidelberg,Premium Galerie Esch (06221/656650).70178 Stuttgart,AEP Studio 26 (0711/294444).70182 Stuttgart, Graf Hören & Sehen (0711/2348686).71101 Schönaich,Hifi +Wohnen Schild

(07031/754242).71636Ludwigsburg,TalmonGros(07141/96000).72764Reutlingen, AkustikStudio Biegler(07121/748450).74072Heilbronn,InformationstechnikEberweinGmbH(07131/80320).76131Karlsruhe,Löb

HighFidelity (0721/22341).79098Freiburg,HifiStudioPolansky (0761/31186).79104Freiburg,EP:Velde(0761/25764).79588Efringen-Lörrach,PulsHiFi HighEndSurround(07628/1786).79761Waldshut, Akustik Studio

Huber (07751/6427). 81667 München, Hifi Concept (089/4470774).85435 Erding,B&RStudio (08122/91901).95213 Münchberg, HIFI-REGLER (0 92 51/8 79 500).97437 Haßfurt,Euronics Schlegelmilch (09521/94880).

A-4632 Pichl,HifiTVHubert Steiger 0043 (0) (7247/6691).A-6840 Götzis ,Madlener Hören Sehen Erleben 0043 (0) (5523/51277).

+ T+A | Planckstraße 9-11 | D- 32052 Herford | Tel. 05221/76760

e-mail: info@ta-hifi.com | Internet: www.ta-hifi.com +


Bei Bose ist

dies nicht

nur ein

tV-Gerät.

www.bose.de

Bose ® VideoWave ® Entertainment System.

Full-HD-Bilder. Home Cinema Sound. Ohne sichtbare Lautsprecher.

Ein echtes Home Cinema Erlebnis lässt weder für Ihre Augen noch für Ihre Ohren Wünsche

offen. Während HD-Flachbildfernseher zwar ein mehr als überzeugendes Bild bieten, lässt

die Klangwiedergabe allzu oft zu wünschen übrig. Die einzige Möglichkeit, das Donnern

eines Formel-1-Rennens hautnah zu erleben oder das verräterische Knacken eines Zweiges

im neuesten Thriller nicht zu verpassen, ist die Installation eines separaten Home Cinema

Sound Systems. Bis jetzt.

Das Bose ® VideoWave ® Entertainment System ist der einzige HD-Flachbildschirm, in den ein

komplettes Bose ® Home Cinema System integriert ist. Dank exklusiver Bose ® Technologien

gibt es Klang selbst von dort wieder, wo keine Lautsprecher sind – und bietet so einzigartige

Klangerlebnisse, die Sie bislang wahrscheinlich nicht für möglich gehalten hätten. Es ist kein

TV-Gerät. Es ist eine komplette Home Entertainment Lösung, die eine Auflösung von 1080p

mit Bose Home Cinema Sound vereint. In einem beeindruckend unkomplizierten System.

Bevor Sie sich für ein TV-Gerät entscheiden, sollten

Sie unbedingt das Bose ® VideoWave ® System erleben.

Besuchen Sie einen Bose Partner 2000 Fachhändler in Ihrer Nähe und erleben Sie

die neue Dimension von Home Entertainment. Danach ist nichts mehr, wie es war!

Händlernachweis und Produktinfo:

&(08 00) 267 31 11 (gebührenfrei)

Internet: www.bose.de Kennziffer: 12AYAUD006

© 2012 Bose Corporation