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Android User Music - So viel Sound steckt in Android! (Vorschau)

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S.27<br />

07/2013 • Juli 2013 • www.android–user.de<br />

<strong>So</strong> <strong>viel</strong> <strong>So</strong>und <strong>steckt</strong> <strong>in</strong> <strong>Android</strong>!<br />

<strong>Music</strong><br />

Equalizer-Apps, UPnP-Stream<strong>in</strong>g, Apps<br />

für Gitarristen, Vibrations-Lautsprecher<br />

Audio-Player<br />

Die neuen Player mit dem besten <strong>So</strong>und<br />

Headset-Apps<br />

<strong>So</strong> klappt‘s: Vor/Zurück, Lautstärke, Play/Pause<br />

Galaxy S4<br />

Das neue Top-<br />

Smartphone von<br />

Samsung<br />

Die besten Akku-Anzeige-Apps<br />

Total Commander für <strong>Android</strong><br />

Großer Testbericht mit<br />

Akkulaufzeit-Messung<br />

Die besten Tipps &<br />

Tricks zum neuen S4<br />

Über 150 App Reviews<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> App-Empfehlungen<br />

Von Outlook zu <strong>Android</strong><br />

<strong>So</strong> ziehen die Outlook-Kontakte auf das<br />

<strong>Android</strong>-Handy um S. 82<br />

CPU übertakten mit Pimp my ROM<br />

Altes Handy?<br />

Clever nutzen!<br />

Als Alarmanlage, KFZ-<br />

Tracker, IP-Cam etc. S. 93<br />

Snapchat: Chat-App mit Selbstzerstörer<br />

Outlook-App — Alternative zu Gmail?<br />

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Service<br />

Editorial<br />

Willkommen bei <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

Marcel Hilz<strong>in</strong>ger,<br />

Chefredakteur<br />

I/O- Feuer-<br />

werk<br />

Liebe Leser<strong>in</strong>nen,<br />

liebe Leser<br />

Google hat uns auf se<strong>in</strong>er Entwicklermesse<br />

im Mai e<strong>in</strong> wahres Feuerwerk an Neuerungen<br />

vorgestellt. Im Mittelpunkt dieser Neuerungen<br />

standen das Betriebssystem <strong>Android</strong><br />

und der Browser Chrome. Komplett<br />

leer aus g<strong>in</strong>gen all die Fans aus, die e<strong>in</strong><br />

neues Nexus-Gerät oder e<strong>in</strong>e neue <strong>Android</strong>-Version<br />

erwartet haben.<br />

Besser statt mehr!<br />

<strong>Android</strong> braucht aktuell ke<strong>in</strong>e neue Versionsnummer<br />

oder gar e<strong>in</strong> neues Nexus-Gerät.<br />

Schon die Fähigkeiten von <strong>Android</strong> 4.2<br />

s<strong>in</strong>d mehr als ausreichend, vom Nexus 4<br />

ganz zu schweigen. Was <strong>Android</strong> h<strong>in</strong>gegen<br />

brauchen kann, s<strong>in</strong>d Detailverbesserungen.<br />

<strong>So</strong> kann es nicht se<strong>in</strong>, dass es unter<br />

<strong>Android</strong> umständlicher ist, jemanden zurückzurufen,<br />

als mit e<strong>in</strong>em alten Feature-<br />

Phone. Auch leere Akkus sollten schnellstens<br />

der Vergangenheit angehören. Denn<br />

allzu <strong>viel</strong>e Nutzer klagen über e<strong>in</strong>en leeren<br />

Akku durch "<strong>Android</strong> OS", ohne das Smartphone<br />

wirklich benutzt zu haben. Auch<br />

me<strong>in</strong> Nexus 4 ist von diesem Problem betroffen.<br />

Es kam plötzlich, von e<strong>in</strong>em Tag<br />

auf den anderen. Das Handy neu zu starten,<br />

mag zwar e<strong>in</strong>e Notlösung se<strong>in</strong>, aber<br />

elegant sieht anders aus. Es gibt also noch<br />

reichlich Platz für Verbesserungen.<br />

Neue Apps statt neues <strong>Android</strong><br />

Google hat uns auf der Hausmesse Google<br />

I/O ke<strong>in</strong>e neue <strong>Android</strong>-Version präsentiert.<br />

Dafür gab es jede Menge Updates: Google<br />

Talk wurde zu Google Hangouts, der Play<br />

Store hat e<strong>in</strong> umfassendes Update erhalten,<br />

auch Google <strong>Music</strong> und Google Maps<br />

wurden stark überarbeitet. Man versucht<br />

damit, das größte <strong>Android</strong>-Problem an der<br />

Wurzel anzupacken: veraltete Apps. Denn<br />

wer beschwert sich schon darüber, dass er<br />

noch <strong>Android</strong> 4.0 oder gar 2.3 benutzen<br />

muss, wenn das System tadellos arbeitet<br />

und sämtliche (Google-) Apps <strong>in</strong> der neuesten<br />

Version vorliegen? Oder mit anderen<br />

Worten: W<strong>in</strong>dows XP tut's auch, solange<br />

die neueste Chrome-Version noch damit<br />

zusammenarbeitet. Ich b<strong>in</strong> mir ziemlich sicher,<br />

dass mehr als 50 Prozent aller <strong>Android</strong>-Anwender<br />

nicht e<strong>in</strong>mal wissen, welche<br />

<strong>Android</strong>-Version auf ihrem Handy oder<br />

Tablet <strong>in</strong>stalliert ist.<br />

Im Fokus: Musik<br />

E<strong>in</strong> <strong>Android</strong>-Problem aus der Praxis, das<br />

Google dr<strong>in</strong>gend lösen sollte, ist die Lautstärkeregelung<br />

via Kopfhörer. Während<br />

diese Funktion bei iPhone-Nutzern selbstverständlich<br />

ist, ist sie bei <strong>Android</strong> schlicht<br />

nicht vorgesehen. Wie so oft gibt es e<strong>in</strong>en<br />

Workaround via App, den wir Ihnen <strong>in</strong> unserem<br />

Artikel zu den Kopfhörer-Apps beschreiben,<br />

aber so e<strong>in</strong>e Funktion wünschen<br />

wir uns mit dem nächsten größeren Update,<br />

das vermutlich im September ersche<strong>in</strong>t.<br />

Marcel Hilz<strong>in</strong>ger<br />

„Es gibt noch<br />

reichlich Raum<br />

für Verbesserungen<br />

bei <strong>Android</strong>.<br />

Gut, dass man<br />

das bei Google<br />

erkannt hat.“<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29432<br />

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 3


Service<br />

Inhalt<br />

sergwsq, 123RF<br />

<strong>So</strong> <strong>viel</strong> <strong>So</strong>und <strong>steckt</strong> <strong>in</strong> <strong>Android</strong>!<br />

Audio-Player<br />

Die neuen Player mit dem besten <strong>So</strong>und<br />

ab S 12<br />

34<br />

Samsung Galaxy S4<br />

Der „Life Companion“ soll<br />

mehr als nur e<strong>in</strong> Smartphone se<strong>in</strong>.<br />

18 Headset-Apps<br />

Das Headset als<br />

Handy-Fernbedienung<br />

Service<br />

3 Editorial<br />

4 Inhalt<br />

6 News<br />

10 <strong>So</strong>cial <strong>Android</strong><br />

114 Impressum<br />

QR-Code scannen<br />

und Gratis-Artikel<br />

onl<strong>in</strong>e lesen!<br />

Fokus<br />

12 Musikplayer-Apps<br />

Die Top-Player aus dem Play Store<br />

16 Equalizer-Apps<br />

Für jede Musik der richtige <strong>So</strong>und<br />

18 Headset-Apps<br />

Mehr Macht der Headset-<br />

Fernbedienung<br />

20 Apps für Gitarristen<br />

Die ultimativen Gitarren-Tools<br />

22 <strong>Music</strong> Collector<br />

Musik mit Collectorz und <strong>Music</strong><br />

Collector verwalten<br />

24 Bubble UPnP<br />

Eierlegende Wollmilchsau für das<br />

Home-Enterta<strong>in</strong>ment<br />

26 R.O.G.NT Bluetooth-Boxen<br />

Make Noise, Not War!<br />

28 Vibrationslautsprecher<br />

Fetter <strong>So</strong>und aus der<br />

Schreibtischplatte<br />

Fokus<br />

30 MINX Air 100<br />

High-End AirPlay-Boxen mit<br />

aptX-Bluetooth-Funk<br />

Hardware<br />

34 Samsung Galaxy S4<br />

Das kann der nächste<br />

Kassenschlager<br />

Samsungs<br />

38 LG Optimus G<br />

Der große Bruder des<br />

Google Nexus 4<br />

40 <strong>So</strong>ny Xperia V<br />

Gutes Handy mit<br />

kompakten Maßen<br />

42 Allview AX2 Frenzy<br />

Günstiges Tablet mit<br />

Telefonie-Option<br />

46 Speicherkarten mit WLAN-<br />

Funktion<br />

SD-Speicherkarten mit Wi-Fi und<br />

<strong>Android</strong>-App<br />

4 Juli 2013 <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


E<strong>in</strong>steiger<br />

82 Kontakte aus Outlook<br />

Outlook-Kontakte unter <strong>Android</strong><br />

importieren<br />

Tipps & Tricks<br />

86 Musik Tipps<br />

Brandaktuelles aus unserer<br />

Musikredaktion<br />

90 FRITZ!Box-VPN<br />

Mit der FRITZ!Box und e<strong>in</strong>er VPN-<br />

Verb<strong>in</strong>dung sicher surfen<br />

93 Alte Smartphones recyclen<br />

Neue Aufgaben für ergraute<br />

<strong>Android</strong>en<br />

96 Tipps&Tricks für das Galaxy S4<br />

Tipps für stolze Besitzer e<strong>in</strong>es S4<br />

SPIELE<br />

80 Knobelspiele<br />

74 Neue Spiele<br />

Unsere Spiele-<br />

Vorstellungen<br />

78 Kreuzworträtsel-Apps<br />

Schwedenrätsel für<br />

<strong>Android</strong>-Rätselköpfe<br />

Power<strong>User</strong><br />

98 ROM-Küche<br />

News und Tipps zu Custom-<br />

ROMs und Root-Apps<br />

102 BBQScreen<br />

Den Handy-Screen auf den<br />

PC-Desktop streamen<br />

104 AeroFS<br />

Cloud-Speicher ohne<br />

fremde Serverdienste<br />

<strong>Android</strong>-Knobelspiele<br />

106 Chameleon Launcher 2.0<br />

Der etwas andere<br />

Homescreen-Ersatz jetzt<br />

auch für <strong>Android</strong>-Handys<br />

108 Pimp-my-ROM<br />

Die ultimative Toolbox für<br />

Root-<strong>User</strong><br />

110 Das LG Optimus Speed<br />

P990 rooten<br />

Root und ROMs für den<br />

ersten Dual-Core-<strong>Android</strong>en<br />

104 AeroFS<br />

Bei Cloud-Speicherdiensten wie Dropbox<br />

geben Sie Ihre Daten <strong>in</strong> fremde Hände. Die<br />

Alternative AeroFS arbeitet ohne fremde Server.<br />

APPS<br />

60 Outlook.com<br />

50 App-Empfehlungen<br />

Die Favoriten der Redaktion<br />

52 App-Neuheiten<br />

Die besten neuen Apps<br />

54 Me<strong>in</strong>e Apps<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> Liebl<strong>in</strong>gs-Apps<br />

58 Battery Widgets<br />

Die Akku-Stats immer im Blick<br />

<strong>So</strong> nutzen Sie das neue<br />

Outlook-Portal<br />

62 Facebook Home<br />

Facebook macht sich breit<br />

64 Total Commander<br />

„Der“ klassische Dateimanager<br />

unter <strong>Android</strong><br />

66 Snapchat<br />

Bilder-Chat mit kurzem<br />

Haltbarkeitsdatum<br />

70 Appseits des Ma<strong>in</strong>streams<br />

<strong>So</strong>ftwareperlen aus dem<br />

Google Play Store<br />

72 Blogger-Apps<br />

WordPress und Blogger<br />

QR-Code lesen: <strong>So</strong> geht's...<br />

Installieren Sie die App „Barcode<br />

1. Scanner“ vom ZX<strong>in</strong>g Team.<br />

Starten Sie die App, und halten Sie<br />

2. den Scanner über den QR-Code.<br />

Der Barcode Scanner zeigt e<strong>in</strong>en<br />

3. L<strong>in</strong>k auf android-user.de an.<br />

Tippen Sie auf den L<strong>in</strong>k, oder<br />

4. wählen Sie Browser öffnen.<br />

Juli 2012


News<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

Google <strong>Music</strong> All Access<br />

Jedes Jahr im Mai lässt es Google auf se<strong>in</strong>er Entwicklerkonferenz Google<br />

I/​O krachen. Manager geben sich auf der Bühne die Kl<strong>in</strong>ke <strong>in</strong> die Hand und<br />

präsentieren <strong>in</strong> Kürze startende Neuerungen oder Zukunftspläne, die erst <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>igen Monaten oder gar Jahren <strong>in</strong> Ihren Händen landen werden. Auch dieses<br />

Mal gab es für <strong>Android</strong>-<strong>User</strong> zahlreiche Neuerungen.<br />

Die Optik des neuen Google Play <strong>Music</strong> greift die von Google Now oder<br />

auch vom neuen Play Store bekannten Karten<br />

auf. Dabei werden Bilder zu Künstlern<br />

oder Alben aus dem Netz geladen, <strong>in</strong>sgesamt<br />

ergibt Play <strong>Music</strong> dadurch nun e<strong>in</strong><br />

recht gefälliges Bild. Besonders die großen<br />

Cover-Bilder stechen schnell <strong>in</strong>s Auge.<br />

Die wohl wichtigste Neuerung empfängt<br />

Sie aber direkt beim ersten Start der aktualisierten<br />

App: Google Play <strong>Music</strong> All Access,<br />

oder etwas sperriger auf Deutsch<br />

„Google Play <strong>Music</strong> mit vollem Zugriff“.<br />

Für 9,99 US-Dollar (wer bis zum 30. Juni<br />

den Dienst bucht, zahlt auch <strong>in</strong> der Zukunft<br />

nur 7,99 US-Dollar) im Monat haben Sie<br />

zum Beispiel bei Spotify Zugriff auf 20 Millionen<br />

<strong>So</strong>ngs, die Sie jederzeit auf Ihr Handy<br />

streamen können.<br />

Die ersten 30 Tage können Sie den Dienst<br />

kostenlos testen, erst danach wird das Monats-Abo<br />

fällig. Der All-Access-Pass ist derzeit<br />

jedoch nur <strong>in</strong> den USA verfügbar. Wer<br />

versucht, All Access <strong>in</strong> Deutschland zu testen,<br />

den empfängt nur e<strong>in</strong>e Fehlermeldung.<br />

Zum Marktstart und Preis <strong>in</strong> Deutschland<br />

gab Google ke<strong>in</strong>e Informationen heraus.<br />

Intel: Silvermont-<br />

Prozessoren<br />

Intels bisherige Bemühungen,<br />

bei <strong>Android</strong>-Smartphones<br />

und ‐Tablets Fuß zu<br />

fassen, lassen sich bestenfalls mit „durchwachsen“<br />

bewerten. Zwar stießen Geräte<br />

wie das Intel-befeuerte Motorola RAZR i<br />

auf e<strong>in</strong> positives Echo, trotzdem kann man<br />

kaum davon sprechen, dass Intel neben<br />

Qualcomm und Nvidia zu e<strong>in</strong>em großen<br />

Player herangewachsen ist – zum<strong>in</strong>dest,<br />

was den Mobilfunkbereich angeht.<br />

Laut Hersteller sollen die neuen Silvermont-Prozessoren<br />

um das Dreifache<br />

schneller se<strong>in</strong> als ihre Vorgänger, der<br />

Stromverbrauch soll dabei nur e<strong>in</strong> Fünftel<br />

der Vorgänger-Plattformen wie Clover Trail<br />

betragen. Intel will die neuen Bauteile <strong>in</strong><br />

Smartphones, Tablets, Autos, Infota<strong>in</strong>ment-Systeme<br />

und andere Geräte e<strong>in</strong>bauen,<br />

der Prozessor basiert auf Intels neuestem<br />

22-nm-Herstellungsprozess.<br />

Stimmen die Angaben zur Effizienz und<br />

Geschw<strong>in</strong>digkeit, muss sich die Konkurrenz<br />

warm anziehen. Als Erstes soll Silvermont<br />

<strong>in</strong> der Merrifield-Plattform e<strong>in</strong>gesetzt<br />

werden, die voraussichtlich Ende dieses<br />

Jahres <strong>in</strong> den USA ihr Debüt feiert. Tablets<br />

mit dem Chip sollen e<strong>in</strong>en ganzen Tag lang<br />

durchgehend Videos abspielen können.<br />

<strong>Android</strong>en für US-<strong>So</strong>ldaten<br />

Das US-Militär plant, se<strong>in</strong>en <strong>So</strong>ldaten Samsung-Smartphones mit e<strong>in</strong>er speziell<br />

abgesicherten <strong>Android</strong>-Version zur Verfügung zu stellen. Den Samsung-<br />

Handys sollen im Laufe der Zeit auch Mobilgeräte anderer Hersteller folgen.<br />

Bisher waren bei der US-Armee ausschließlich Blackberry-Geräte im E<strong>in</strong>satz,<br />

und hierbei wiederum hauptsächlich im Servicebereich. Blackberry dom<strong>in</strong>ierte<br />

bisher den E<strong>in</strong>satz von Smartphones im US-Militär, weil die kanadische<br />

Firma als e<strong>in</strong>zige den strengen Sicherheitsvorschriften entsprechen konnte.<br />

Das US-Militär selbst werde zwar ke<strong>in</strong>e Smartphone-Kont<strong>in</strong>gente für se<strong>in</strong> Personal<br />

ordern, dieses hätte ab sofort jedoch die Möglichkeit, speziell auf die jeweiligen<br />

Arbeitsbereiche abgestimmte Geräte zu erwerben. Samsung ist der<br />

erste <strong>Android</strong>-Hersteller, der die strengen Vorschriften e<strong>in</strong>halten kann – Grund<br />

dafür ist die Entwicklung e<strong>in</strong>er abgewandelten und extrem sicheren <strong>Android</strong>-<br />

Version unter dem Projektnamen „Knox“.<br />

PDFs und EPUBs bei<br />

Google Books<br />

Im Zuge der Google I/O wurde auch<br />

Google Books erweitert. Wer gerne auf se<strong>in</strong>em<br />

<strong>Android</strong>en liest, kann nun bis zu 1000<br />

Titel als PDF- oder EPUB hochladen. Über<br />

das Web-Frontend oder die Books-App<br />

schmöckern Sie dann <strong>in</strong> Ihren Uploads. Die<br />

aktuelle Position, Lesezeichen und Notizen<br />

werden synchronisiert. Google Books hat<br />

diesbezüglich Vorteile gegenüber Amazons<br />

K<strong>in</strong>dle oder Apples iBook, die diese Informationen<br />

nur bei den aus dem Store gekauften<br />

Büchern abgleichen.<br />

6<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Huawei Ascend P2<br />

Huawei bewarb das Ascend P2 bei se<strong>in</strong>er Vorstellung als schnellstes Smartphone der<br />

Welt, bezogen auf die Geschw<strong>in</strong>digkeit über das mobile Datennetz. Nun ist das Handy<br />

<strong>in</strong> Deutschland verfügbar. Es punktet mit starkem Akku und sehr flacher Bauweise. Die<br />

unverb<strong>in</strong>dliche Preisempfehlung steht bei 449 Euro. Der Internetpreis liegt aber bereits<br />

bei 399 Euro, für e<strong>in</strong> Top-LTE-Smartphone ist das e<strong>in</strong> guter Preis.<br />

Das Ascend P2 überzeugt durch se<strong>in</strong> nur 8,4 mm dickes Gehäuse, e<strong>in</strong> sehr klares<br />

4,7-Zoll-Display und durch die verbaute Mobilfunktechnik. Dank LTE Cat 4 soll das Ascend<br />

P2 Daten schneller als jedes andere Smartphone aus dem Internet herunterladen<br />

beziehungsweise über das mobile Netz hochladen. Als CPU kommt e<strong>in</strong>e von Huawei<br />

entwickelte Vierkern-CPU zum E<strong>in</strong>satz, die <strong>in</strong> unseren ersten Tests für e<strong>in</strong>e gute Leistung<br />

sorgte. Die 13-MP-Kamera nimmt zudem Videos auch <strong>in</strong> Full-HD mit HDR auf.<br />

Huawei<br />

Smartphones von<br />

Laut „Wall Street Journal (WSJ)“<br />

nähern sich bei Amazon gleich zwei<br />

Smartphones der Veröffentlichung.<br />

Zum e<strong>in</strong>en soll es sich um e<strong>in</strong><br />

„Standard“-Smartphone handeln, das<br />

wie se<strong>in</strong>e K<strong>in</strong>dle-Kollegen umfassend<br />

<strong>in</strong> den Amazon-Kosmos e<strong>in</strong>gebettet<br />

se<strong>in</strong> soll, zum anderen arbeite<br />

Amazon an e<strong>in</strong>em Gerät mit e<strong>in</strong>em<br />

speziellen 3D-Display. Letzteres soll<br />

zudem über e<strong>in</strong>e „Ret<strong>in</strong>a-Track<strong>in</strong>g“-<br />

Funktion verfügen, mit deren Hilfe Nutzer<br />

e<strong>in</strong>zelne Gerätefunktionen per „Augenaufschlag“<br />

steuern können.<br />

Neben den beiden Geräten arbeitet<br />

Amazon noch an e<strong>in</strong>er eigenen Set-<br />

Top-Box und e<strong>in</strong>em „Audio-Only-Stream<strong>in</strong>g-Device“,<br />

wie es das „WSJ“ ausdrückt.<br />

Die vier Projekte sollen Amazon<br />

zu e<strong>in</strong>er noch breiteren Präsenz auf<br />

dem Hardwaremarkt verhelfen.<br />

LC-Power präsentiert Ihnen zwei tragbare, hocheffiziente<br />

und universell e<strong>in</strong>setzbare Powerbanks.<br />

Laden Sie Ihre mobilen USB-Geräte, wie z.B.<br />

Smartphones, MP3-Player oder Tablet Computer, dank der<br />

Powerbanks immer und überall wieder auf!<br />

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News<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

<strong>So</strong>ny Xperia ZR<br />

Als <strong>So</strong>ny Anfang dieses Jahres se<strong>in</strong> Xperia Z auf<br />

der Consumer Electronics Show (CES) <strong>in</strong> Las<br />

Vegas vorstellte, war unser erstes schnelles Fazit:<br />

Geniales Smartphone, aber gibt es den 5-Zoll-<br />

Sch<strong>in</strong>ken auch e<strong>in</strong>e Nummer kle<strong>in</strong>er? Nicht jedermann<br />

will schließlich so e<strong>in</strong> großes Handy <strong>in</strong> der<br />

Tasche mit sich führen. <strong>So</strong>ny versteht den<br />

Wunsch und br<strong>in</strong>gt dieses Jahr noch mit dem<br />

Xperia ZR e<strong>in</strong>en kle<strong>in</strong>en Bruder.<br />

Mit e<strong>in</strong>er Auflösung von 1280 x 720 kommt das<br />

4,6-Zoll-Display des Xperia ZR nicht an das Full-<br />

HD-Display (1920 x 1080) des Xperia Z heran,<br />

doch unter der Haube <strong>steckt</strong> sehr ähnliche Technik.<br />

<strong>So</strong> verwendet <strong>So</strong>ny auch beim ZR e<strong>in</strong> Display<br />

auf Basis der Mobile-Bravia-Eng<strong>in</strong>e.<br />

<strong>So</strong>ny hat bisher den im Xperia ZR verbauten Prozessor<br />

nicht genau spezifiziert, doch laut Angaben<br />

der Pressemitteilungen kommt e<strong>in</strong>e 1,5 GHz<br />

schnelle Quad-Core-CPU von Qualcomm zum E<strong>in</strong>satz, genauso wie im großen<br />

Bruder Xperia Z. Vom Speicher her sche<strong>in</strong>t man sich mit 8 GByte zu begnügen,<br />

allerd<strong>in</strong>gs verbaut <strong>So</strong>ny e<strong>in</strong>en Slot für MicroSD-Karten, sodass Sie<br />

den Speicher des Handys nach Ihren Wünschen aufrüsten können.<br />

<strong>So</strong>ny<br />

Jetzt 15 GByte<br />

Cloud-Speicher<br />

Das Onl<strong>in</strong>e-Speicherangebot von Google<br />

war bisher ziemlich zerklüftet. Kostenlos<br />

stehen Ihnen nach der Anmeldung bei<br />

Gmail zehn GByte Speicher für Mails und<br />

deren Anhänge zur Verfügung. Für<br />

Google+ und Drive bietet Google fünf<br />

GByte. In den nächsten Wochen wird hier<br />

jedoch aufgeräumt. Google fasst die Accounts<br />

zusammen, die 15 GByte können<br />

Sie nun nutzen, wie Sie möchten. Welcher<br />

Dienst wie <strong>viel</strong> Speicher e<strong>in</strong>nimmt, wird<br />

Ihnen <strong>in</strong> Zukunft Google-Drive-Storage direkt<br />

unter http://google. com/ sett<strong>in</strong>gs/​<br />

storage verraten.<br />

Nvidia Shield startet für 349 Dollar<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29440<br />

Nvidia<br />

Die Spielkonsole Nvidia Shield ist <strong>in</strong> den<br />

USA und <strong>in</strong> Kanada gestartet. Zum Preis<br />

von lediglich 349 Dollar konnte man die<br />

Tegra-4-Hardware mit <strong>Android</strong> 4.2.1 ab<br />

Mitte Mai vorbestellen, die Auslieferung<br />

erfolgt noch im Juni. Neben der eigentlichen<br />

Konsole bekommt der Käufer auch<br />

gleich noch die Tegra-Spiele Expendable:<br />

Rearmed und <strong>So</strong>nic 4 Episode II<br />

vor<strong>in</strong>stalliert. Neben sämtlichen <strong>Android</strong>-Spielen<br />

und den speziell auf den<br />

Nvidia-Prozessor ausgerichteten Spielen<br />

der Tegra-Zone unterstützt Nvidia<br />

Shield auch W<strong>in</strong>dows-Spiele.<br />

Dazu muss aber e<strong>in</strong>e passende Nvidia-<br />

Grafikkarte im W<strong>in</strong>dows-Rechner verbaut<br />

se<strong>in</strong>, die die Spieldaten on-the-fly<br />

nach H264 konvertiert und so quasi als<br />

Video an die <strong>Android</strong>-Konsole weiterleitet.<br />

Entsprechende Grafikkarten mit dem<br />

nötigen Chipsatz gibt es unter 100 Euro.<br />

Aktuell bef<strong>in</strong>det sich dieses Feature noch <strong>in</strong><br />

der Betaphase. Nvidia konnte uns noch<br />

ke<strong>in</strong> genaues Datum für den Deutschlandstart<br />

nennen, wir gehen aber fest davon<br />

aus, dass Nvidia Shield im <strong>So</strong>mmer auch<br />

hierzulande und zum gleichen Betrag (allerd<strong>in</strong>gs<br />

<strong>in</strong> Euro) verfügbar se<strong>in</strong> wird.<br />

Google<br />

RunKeeper macht’s<br />

mit Pebble<br />

Die Pebble Smartwatch kann ab sofort mit<br />

der beliebten Sport-Track<strong>in</strong>g-App RunKeeper<br />

kommunizieren. Pebble-Besitzer können<br />

ihre Sport-Daten daher <strong>in</strong> Echtzeit ablesen,<br />

ohne erst das Smartphone zücken zu<br />

müssen. Die Entwickler bei RunKeeper planen,<br />

neben der Pebble Smartwatch künftig<br />

auch andere Smart-Uhren zu unterstützen.<br />

Die Pebble Smartwatch hat seit ihrer „Erf<strong>in</strong>dung“<br />

durch Eric Migicovsky e<strong>in</strong>e recht<br />

steile Crowdfund<strong>in</strong>g-Karriere h<strong>in</strong>ter sich.<br />

Die im Internet unter getpebble. com bestellbare<br />

und rund 150 Euro teure Uhr<br />

wird <strong>in</strong>zwischen <strong>in</strong> kle<strong>in</strong>eren Kont<strong>in</strong>genten<br />

an Ihre Käufer ausgeliefert.<br />

Pebble<br />

8<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Service<br />

<strong>So</strong>cial <strong>Android</strong><br />

<strong>So</strong>cial <strong>Android</strong><br />

Liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Möchten Sie sich über <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

beschweren oder die Redaktion loben? Dann schreiben Sie uns e<strong>in</strong>e<br />

E-Mail oder h<strong>in</strong>terlassen e<strong>in</strong>en Kommentar auf Google+ oder bei<br />

Facebook. redaktion@android-user.de<br />

BBQScreen und TeamViewer<br />

In der <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Redaktion<br />

erleben wir häufig, dass Pressevertreter<br />

Apps oder Hardware<br />

vorstellen möchten, aber Probleme<br />

haben, das Geschehen auf<br />

dem Handy richtig zu präsentieren.<br />

Manche Handys können zwar<br />

per HDMI an e<strong>in</strong>en Monitor oder<br />

TV-Schirm angeschlossen werden,<br />

doch dann ist dieser nicht<br />

mehr für den PC frei. BBQScreen Abb. 1: BBQScreen zeigt den Bildschirm<strong>in</strong>halt<br />

als Video auf dem PC an.<br />

[LINK 1] ist e<strong>in</strong>e praktikable Lösung.<br />

Mit der App wird der Bildschirm<strong>in</strong>halt<br />

als Video mit hoher Wiederholrate auf den PC-Schirm übertragen,<br />

allerd<strong>in</strong>gs braucht man dafür Root-Rechte auf dem Handy.<br />

<br />

Nette App. Da verschmerz ich auch mal, dass es ab und zu<br />

e<strong>in</strong> wenig nachzieht. Probier ich gleich mal heute Abend<br />

aus. Danke <strong>Android</strong> <strong>User</strong>!<br />

Julian S. via Google+<br />

Gibt es Empfehlungen für <strong>So</strong>ftware/​Apps, wenn man nicht<br />

nur gucken, sondern auch anfassen will (also fernbedienen)?<br />

Ich nehme an, Stichwörter wären Remote Desktop,<br />

VNC und Co.<br />

<br />

Alexander S. via Google+<br />

Wie flüssig soll das arbeiten? Für Samsung-Geräte gibt es zum<br />

Beispiel TeamViewer [LINK 2] für <strong>Android</strong>.<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

TeamViewer benutze ich schon lange. Nicht nur auf<br />

dem Samsung, sondern auch auf alten HTCs. Mit<br />

MyPhoneExplorer [LINK 3] kann man übrigens, neben<br />

anderen sehr nützlichen D<strong>in</strong>gen, auch sehr bequem SMS über<br />

Desktop/​Smartphone versenden.<br />

<br />

Wolfgang H. via Google+<br />

<strong>So</strong>und Search für<br />

Google Play<br />

Die Spracherkennung der Google-Suche f<strong>in</strong>det<br />

nicht nur e<strong>in</strong>fach Treffer im Web, sondern sucht<br />

auch nach Musiktiteln.<br />

<br />

Nette Geschichte! Man wird jeden Tag<br />

von Neuem überrascht bei <strong>Android</strong>! ;)<br />

<br />

Andreas L. via Google+<br />

Shazam kann das besser!<br />

<br />

Michele R. via Facebook<br />

Endlich wieder da. Hab das Widget<br />

lange vermisst, seit es versehentlich<br />

für kurze Zeit freigeschaltet wurde.<br />

Markus K. via Google+<br />

Funktioniert super!<br />

<br />

Christian V. via Google+<br />

BlueStacks auf<br />

Rekordhoch<br />

BlueStacks ist sehr praktisch, wenn man <strong>Android</strong>-<br />

Apps auf W<strong>in</strong>dows-Desktops e<strong>in</strong>setzen will. Inzwischen<br />

hat die App mehr als 10 Millionen Nutzer.<br />

Grund zum Jubeln?<br />

Es wäre schön, wenn es davon auch e<strong>in</strong>e<br />

L<strong>in</strong>ux-Version geben würde, denn unter W<strong>in</strong>e<br />

läuft es nicht, und <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em virtuellen XP<br />

bricht die Installation mit e<strong>in</strong>em „Speicherzugriffsfehler“<br />

ab. Ich habe zwar noch e<strong>in</strong> W<strong>in</strong>7 auf der Platte,<br />

habe aber ke<strong>in</strong>e Lust, dieses schnöde Betriebssystem<br />

nur für BlueStacks hochfahren zu müssen.<br />

<br />

Jan Manuel F. via Facebook<br />

10<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


SErvice<br />

<strong>So</strong>cial <strong>Android</strong><br />

<strong>Android</strong>-Tablets im Aufw<strong>in</strong>d<br />

Die neuesten IDC-Zahlen beweisen, dass<br />

<strong>Android</strong>-Tablets das iPad <strong>in</strong>zwischen abgehängt<br />

haben. Welche Kaufabsichten hegen<br />

unsere Leser?<br />

Ke<strong>in</strong>e Frage: Nexus. Super Qualität,<br />

schnelle Updates über lange<br />

Zeiträume, sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.<br />

<br />

Richard R. via Google+<br />

B<strong>in</strong> Tablet-E<strong>in</strong>steiger und habe<br />

mir kürzlich e<strong>in</strong> NoName-Tablet<br />

mit RK 3066-Chip/​<strong>Android</strong> 4.1/​<br />

1GB RAM für knapp über 100 Euro gezogen<br />

und b<strong>in</strong> überrascht von der Leistungsstärke<br />

und Verarbeitung. Ähnliches habe<br />

ich vor 2 Jahren mit me<strong>in</strong>em Huawei-<br />

Smartphone erlebt, und diese Marke hat<br />

sich <strong>in</strong>zwischen auch auf dem Markt etabliert.<br />

Es könnten IMO noch Namen auftauchen,<br />

die heute noch niemand auf der<br />

Rechnung hat. Der Tablet-Markt sche<strong>in</strong>t<br />

mir noch lange nicht gesättigt bzw. die Geräte<br />

am Ende der Fahnenstange.<br />

<br />

Stefan G. via Facebook<br />

Ich plane erst, wenn ich e<strong>in</strong> neues<br />

Nexus brauche. B<strong>in</strong> derzeit mit<br />

Note 10.1 und Nexus 7 gut bedient.<br />

Anfang 2014 steht erstmal e<strong>in</strong> neues<br />

Handy auf’m Plan.<br />

<br />

Marie-Luise O. via Google+<br />

Ich habe letztens zugeschlagen<br />

und das Acer Iconia B1 für 119<br />

Euro geholt. Bei dem Preis hab ich<br />

nur geschaut welche <strong>Android</strong>-Version<br />

drauf ist und ob es WLAN hat. Alles andere<br />

war mir egal, und ich b<strong>in</strong> zufrieden damit.<br />

<br />

Jonathan G. via Facebook<br />

Update für LG P990<br />

Ich hab gelesen, dass me<strong>in</strong> LG P990 e<strong>in</strong> Update auf ICS<br />

(4.x.x) erhalten kann. In diversen Foren wird e<strong>in</strong>e sehr<br />

komplizierte Anleitung gezeigt. Nun habe ich Bedenken,<br />

ob ich – 69 – das ohne Schaden h<strong>in</strong>bekomme?<br />

<br />

Bernd G. per E-Mail<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong>: Wir haben das Update auf e<strong>in</strong>em Gerät e<strong>in</strong>er<br />

Kolleg<strong>in</strong> hier <strong>in</strong> der Redaktion durchgeführt. Es gibt e<strong>in</strong>e gute<br />

und e<strong>in</strong>e schlechte Nachricht für Sie: <strong>So</strong> aufwändig und kompliziert<br />

ist das Update nicht, allerd<strong>in</strong>gs stürzte bei uns am Ende<br />

das Update-Tool ab, so dass das Handy zu LG e<strong>in</strong>geschickt werden<br />

musste. Aber alles der Reihe nach…<br />

• Öffnen Sie mit e<strong>in</strong>em Browser die Server-Seite zum Gerät bei<br />

LG. Klicken Sie dort den L<strong>in</strong>k zu „<strong>So</strong>ftware-Updates & Treiber“<br />

unter „Download“ an. Dort f<strong>in</strong>den sie alles, was Sie für<br />

das Update benötigen.<br />

http:// www. lg. com/ de/ service‐mobil‐telefon/ lg‐LGP990<br />

• Holen Sie sich <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em ersten Schritt den „USB Treiber für<br />

W<strong>in</strong>dows“ bzw. für den Mac und <strong>in</strong>stallieren das entsprechende<br />

Tool auf Ihrem Computer.<br />

• Machen Sie nun dasselbe für das „LG Mobile Service Tool“.<br />

Auch hier gilt es wieder, das Programm aus dem Netz zu<br />

laden und zu <strong>in</strong>stallieren.<br />

• Verb<strong>in</strong>den Sie nun Ihr Handy per USB-Kabel und führen das<br />

Update aus. E<strong>in</strong> Assistent leitet Sie durch das Update.<br />

Bei uns ist nun am Ende e<strong>in</strong> Absturz des Tools erfolgt. Das<br />

Update lief auch nach e<strong>in</strong>er halben Stunde nicht weiter. Am<br />

Ende wollte das Handy nicht mehr booten. Der LG-Support hat<br />

das Handy angenommen, die Störung behoben und abschließend<br />

kostenlos die neue Firmware e<strong>in</strong>gespielt. Allerd<strong>in</strong>gs hatte<br />

unser Gerät noch Anspruch auf Gewährleistung.<br />

Wünsche an<br />

das nächste<br />

Nexus-<br />

Smartphone<br />

Also ich b<strong>in</strong> sehr zufrieden mit me<strong>in</strong>em<br />

Nexus 4…vor allem das Preis-Leistungs-<br />

Verhältnis ist super. Das e<strong>in</strong>zige, was<br />

manchmal stört, ist, wenn das Handy auf e<strong>in</strong>er<br />

glatten Oberfläche liegt, dann hört man den Kl<strong>in</strong>gelton<br />

fast nicht mehr… Patrick M. via Facebook<br />

Ke<strong>in</strong>e Rückseite aus Glas, die zerspr<strong>in</strong>gt,<br />

wenn ihr zu kalt ist.Thomas J. via Google+<br />

Me<strong>in</strong> Wunsch: Nicht LG oder Samsung die<br />

D<strong>in</strong>ger herstellen lassen. Ansonsten s<strong>in</strong>d<br />

die Nexus-Geräte doch top, oder nicht?<br />

Aber ich hab me<strong>in</strong> <strong>So</strong>ny eh’ noch nicht mal e<strong>in</strong>e<br />

Woche, also ist mir das eigentlich egal.<br />

<br />

Mike S. via Facebook<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de<br />

www.androiduser.de/facebook<br />

www.androiduser.de/google+<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 11


Fokus<br />

Musikplayer-Apps<br />

Artisticco LLC, 123RF<br />

Die sieben coolsten Musikplayer-Apps<br />

<strong>Music</strong> Player<br />

Der Audioplayer von Google ist nicht jedermanns Sache. Zum Glück gibt es <strong>viel</strong>e gute Alternativen<br />

bei Google Play. Wir stellen sieben Apps vor. Samuel Groesch<br />

Abb. 1: Schnell mal Lyrics zu e<strong>in</strong>em<br />

Lied nachschauen? Mit Now Play<strong>in</strong>g<br />

ist das ganz e<strong>in</strong>fach.<br />

Erfahrene <strong>Android</strong>-Nutzer denken<br />

beim Stichwort „Musikplayer“<br />

meist an PowerAMP oder Player<br />

Pro. Es gibt jedoch zahlreiche weitere<br />

gute Alternativen. Die sieben besten stellen<br />

wir Ihnen <strong>in</strong> diesem Artikel vor.<br />

Now Play<strong>in</strong>g<br />

Gerade mal e<strong>in</strong> paar Wochen alt<br />

schafft es Now Play<strong>in</strong>g [LINK 1] direkt<br />

auf den Empfehlungsplatz. Das<br />

liegt daran, dass Now Play<strong>in</strong>g e<strong>in</strong>fach zu<br />

überzeugen weiß. Das m<strong>in</strong>imalistische, an<br />

Googles Designrichtl<strong>in</strong>ien angepasste Design<br />

sieht top aus und bleibt übersichtlich sowie<br />

strukturiert zugleich. Der Aufbau des Layouts<br />

er<strong>in</strong>nert etwas an die Karten aus Google<br />

Now. Durch e<strong>in</strong>faches H<strong>in</strong> und Her wischen<br />

Sie durch die verschiedenen Kategorien wie<br />

Alben, Künstler oder Lieder. Now Play<strong>in</strong>g<br />

lädt nicht vorhandene Cover automatisch<br />

nach und erwischt dabei fast immer das richtige<br />

Bild. In der Alben-E<strong>in</strong>zelansicht stellt die<br />

App Ihnen zusätzlich e<strong>in</strong> Bild zum Interpreten<br />

bereit. Im Fenster des aktuellen <strong>So</strong>ngs<br />

führt der Entwickler das Google-Now-Design<br />

weiter aus und schafft es, e<strong>in</strong>e <strong>in</strong>novative,<br />

m<strong>in</strong>imalistische Oberfläche zu erstellen.<br />

Am oberen und unteren Displayrand werden<br />

Sie über die Details des aktuellen <strong>So</strong>ngs<br />

<strong>in</strong>formiert. Lyrics können Sie sich durch simples<br />

Wischen des Covers nach l<strong>in</strong>ks anzeigen<br />

lassen. Nach rechts führt diese Geste zu<br />

e<strong>in</strong>er Übersicht der nachfolgenden Titel. Der<br />

Musikplayer liefert drei Widgets für Ihren<br />

Homescreen mit, welche ebenso e<strong>in</strong>fach und<br />

m<strong>in</strong>imalistisch wie die App aufgebaut s<strong>in</strong>d.<br />

Transparent machen diese sich auf entsprechenden<br />

H<strong>in</strong>tergrundbildern besonders gut<br />

und ermöglichen e<strong>in</strong>e schnelle Steuerung der<br />

Wiedergabe, ohne die App öffnen zu müssen.<br />

Sie können auch aus der Benachrichti-<br />

12<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Musikplayer-Apps<br />

gungsleiste heraus, wie vom<br />

orig<strong>in</strong>alen Google Play <strong>Music</strong><br />

Player bekannt, Titel starten,<br />

stoppen und durch die Abspielliste<br />

navigieren. E<strong>in</strong><br />

Equalizer zur Optimierung<br />

der Wiedergabequalität ist <strong>in</strong>tegriert,<br />

funktionierte allerd<strong>in</strong>gs<br />

zum Zeitpunkt der<br />

Drucklegung noch nicht. Wir<br />

gehen davon aus, dass der<br />

Entwickler diesen Bug relativ<br />

schnell beheben wird.<br />

Mit <strong>viel</strong>en E<strong>in</strong>stellungsmöglichkeiten<br />

kommt Now Play<strong>in</strong>g<br />

nicht daher, die App bietet<br />

aber dennoch grundlegende<br />

Optionen, welche sich<br />

über den Menübutton rechts<br />

oben aufrufen lassen. An dieser<br />

Stelle lassen sich auch zu-<br />

verändern.<br />

künftige Features erahnen, die Integration<br />

e<strong>in</strong>es dunklen Themes zum Beispiel. Now<br />

Play<strong>in</strong>g ist zum jetzigen Zeitpunkt zu e<strong>in</strong>em<br />

E<strong>in</strong>führungspreis von 0,82 Euro erhältlich<br />

und soll später 1,64 Euro kosten.<br />

DoubleTwist Player<br />

Der DoubleTwist Player [LINK 2] ist<br />

vor allem durch se<strong>in</strong>e Synchronisationsmöglichkeit<br />

mit iTunes bekannt.<br />

Egal ob Playlists oder die gesamte Mediathek,<br />

mit DoubleTwist geht dies unkompliziert<br />

und schnell. Es lassen sich für e<strong>in</strong>en<br />

Aufpreis von 4,99 Euro pro Feature weitere<br />

Funktionen freischalten, etwa Album-Art,<br />

das dazu dient, Album-Cover bei Bedarf automatisch<br />

aus dem Internet zu laden. Mit<br />

AirSync haben die Entwickler es geschafft,<br />

e<strong>in</strong>e optimal funktionierende Lösung zu programmieren,<br />

die es Ihnen ermöglicht, Ihre<br />

Musik von e<strong>in</strong>em PC oder Mac drahtlos, über<br />

das WLAN-Netzwerk, an Ihr Gerät zu übertragen.<br />

<strong>So</strong>mit fallen lästige Kabel weg, und<br />

das Synchronisieren macht sogar Spaß. Aber<br />

auch abgesehen von diesen Synchronisationsfeatures<br />

bietet die DoubleTwist-Musik-<br />

App e<strong>in</strong> gutes Angebot. Die Menüstruktur ist<br />

übersichtlich, und das e<strong>in</strong> wenig an iOS er<strong>in</strong>nernde<br />

Design weiß zu gefallen. Setzen Sie<br />

iTunes e<strong>in</strong>, dann lohnt sich e<strong>in</strong> Blick auf die<br />

App unbed<strong>in</strong>gt.<br />

AAL<strong>in</strong>Q Car <strong>Music</strong> Player<br />

Der AAL<strong>in</strong>Q Car <strong>Music</strong> Player<br />

[LINK 3] eignet sich ideal, um das<br />

Smartphone als Abspielgerät mit<br />

dem Autoaudiosystem zu verwenden. Die<br />

Schaltflächen s<strong>in</strong>d extragroß, damit Sie auch<br />

Abb. 2: Ziehen Sie die Titel an dem<br />

l<strong>in</strong>ken Icon, um die Reihenfolge zu<br />

Abb. 3: DoubleTwist er<strong>in</strong>nert e<strong>in</strong><br />

bisschen an Apples iOS, sieht aber<br />

trotzdem top aus.<br />

während der Fahrt beim kurzen Umschalten<br />

den Text schnell erkennen und entsprechende<br />

Buttons drücken können. Ihre Medienbibliothek<br />

ist <strong>in</strong> vier Kategorien e<strong>in</strong>geteilt:<br />

Es stehen Ihnen e<strong>in</strong>e <strong>So</strong>rtierung <strong>in</strong> Alben und<br />

Interpreten bereit, aber auch das Abspielen<br />

von Playlists oder das Aufrufen der <strong>So</strong>ngs<br />

nach der Ordnerstruktur ist möglich.<br />

Das Layout ist perfekt für den E<strong>in</strong>satz unterwegs<br />

geeignet, designtechnisch hätten<br />

sich die Entwickler jedoch etwas mehr Mühe<br />

geben können. Die Bedienung läuft eigentlich<br />

flott von der Hand, doch stört die Menüstruktur<br />

den Bedienfluss. Beim Aufrufen<br />

e<strong>in</strong>es Albums oder e<strong>in</strong>es Ordners bleibt die<br />

App nicht im selben Fenster und zeigt den<br />

Inhalt <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em neuen Fenster an. Dasselbe<br />

passiert bedauerlicherweise auch beim Abspielen<br />

e<strong>in</strong>es Titels. Durch diesen schlecht<br />

programmierten Aufbau reagiert die App<br />

nicht so flüssig wie andere Player. Nichtsdestotrotz<br />

ist der AAL<strong>in</strong>Q Car <strong>Music</strong> Player für<br />

den E<strong>in</strong>satz im Auto sehr gut geeignet.<br />

Xplay <strong>Music</strong> Player<br />

Bunt und modern, so kommt der<br />

Xplay <strong>Music</strong> Player [LINK 4] daher.<br />

Die Abspielanwendung legt vor<br />

allem auf e<strong>in</strong>e gute <strong>So</strong>undqualität wert und<br />

besitzt e<strong>in</strong>en sehr umfangreichen und qualitativen<br />

Equalizer. Die <strong>in</strong> der Bibliothek vorhandenen<br />

Titel stehen <strong>in</strong> Kategorien sortiert<br />

zur Verfügung. Nach dem Auswählen beg<strong>in</strong>nt<br />

die App mit dem Abspielen des <strong>So</strong>ngs<br />

und zeigt dabei nützliche Informationen an,<br />

beispielsweise <strong>in</strong> welcher Bitrate das Lied<br />

vorliegt. Als verbesserungswürdig empf<strong>in</strong>den<br />

wir die Navigation, die ausschließlich über<br />

Abb. 4: Die sehr großen Tasten von<br />

AAL<strong>in</strong>Q erleichtern die Bedienung<br />

im Auto.<br />

Abb. 5: Mit dem Equalizer von<br />

Xplay <strong>Music</strong> Player holen Sie das<br />

Maximum aus Ihrer Musik heraus.<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 13


Fokus<br />

Musikplayer-Apps<br />

Abb. 6: Der Folder Player stellt Ihren<br />

Musikordner übersichtlich dar und<br />

folgt den Google-Designrichtl<strong>in</strong>ien.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29447<br />

Tipp<br />

Stellen Sie <strong>in</strong> den E<strong>in</strong>stellungen von<br />

Folder Player das Home-Verzeichnis auf<br />

den Ordner, <strong>in</strong> dem Sie Ihre Musik abspeichern.<br />

<strong>So</strong> müssen Sie nicht bei<br />

jedem Start zuerst <strong>in</strong> das entsprechende<br />

Verzeichnis wechseln.<br />

Abb. 7: Neben den Alben-Covern<br />

b<strong>in</strong>det der Zplayer noch weitere<br />

Album-Art e<strong>in</strong>.<br />

den Menü-Button beziehungsweise die Taste<br />

Menü vonstattengeht. F<strong>in</strong>anziert wird die<br />

Xplay-<strong>Music</strong>-Anwendung durch Werbee<strong>in</strong>blendungen,<br />

denen Sie durch den Kauf der<br />

2,30 Euro teuren Version entgehen.<br />

Folder Player<br />

Oft ist es der Fall, dass man die Musikbibliothek<br />

durch die Ordnerstruktur<br />

sortiert hat. Dann ist es<br />

frustrierend zuzusehen, dass die Musik-App<br />

diese mühsam hergestellte Ordnung überhaupt<br />

nicht berücksichtigt und die Titel anhand<br />

von MP3-Tags sortiert. Hier kommt der<br />

kostenlos erhältliche Folder Player [LINK 5]<br />

zum E<strong>in</strong>satz. Folder Player stellt Ihnen e<strong>in</strong>fach<br />

und übersichtlich Ihre Dateistruktur dar<br />

und ermöglicht es, nach dieser Musik abzuspielen.<br />

Dadurch haben Sie genau die Ordnung,<br />

die Sie per Dateimanager am Computer<br />

hergestellt haben. Hierbei erledigt Folder<br />

Player diesen Job wirklich gut. Das <strong>User</strong><strong>in</strong>terface<br />

ist auf das Nötigste reduziert, was die<br />

Bedienbarkeit steigert. Folder Player bietet<br />

zudem die Möglichkeit, e<strong>in</strong>en Ordner abzuspielen,<br />

ohne sich se<strong>in</strong>en Inhalt anzeigen lassen<br />

zu müssen. Klicken Sie hierzu e<strong>in</strong>fach<br />

auf das Icon des entsprechenden Ordners.<br />

ZPlayer<br />

Abb. 8: Das W<strong>in</strong>amp-Layout und<br />

Design er<strong>in</strong>nern deutlich an die<br />

Desktop-Version.<br />

Zplayer [LINK 6] ist e<strong>in</strong> <strong>Music</strong><br />

Player, der im W<strong>in</strong>dows-<br />

Phone-Stil daherkommt und<br />

sich auch so bedienen lässt. Wie man<br />

es von W<strong>in</strong>dows Phone kennt, sliden<br />

Sie durch die verschiedenen Kategorien<br />

wie Künstler oder Alben. Durch e<strong>in</strong>en<br />

Klick auf den gewünschten <strong>So</strong>ng<br />

startet die Wiedergabe.<br />

ZPlayer ist jedoch ke<strong>in</strong>e simple<br />

Kopie des W<strong>in</strong>dows<br />

Phone Media Player, sondern<br />

wurde von den Entwicklern<br />

um <strong>viel</strong>e s<strong>in</strong>nvolle Funktionen<br />

erweitert. Im Wiedergabefenster<br />

lädt der Player zum<br />

Beispiel e<strong>in</strong> passendes Bild<br />

des Interpreten, welches<br />

dann als H<strong>in</strong>tergrundbild angezeigt<br />

wird. Zusätzlich zur<br />

normalen, lokalen Musikwiedergabe<br />

können Sie mit<br />

ZPlayer Podcasts herunterladen<br />

und diese dann anhören<br />

oder via Webradio Ihren favorisierten<br />

Streams lauschen.<br />

Über den Menüpunkt Charts<br />

besteht die Möglichkeit, sich<br />

über die aktuellen Toplisten<br />

zu <strong>in</strong>formieren. Die E<strong>in</strong>stellungsoptionen<br />

s<strong>in</strong>d umfangreich und gut strukturiert, so<br />

können Sie sich sogar mit Ihrem Last.fm-Account<br />

e<strong>in</strong>loggen und spezifische Features<br />

nutzen. Die Bedienung ist durchgehend flüssig<br />

und übersichtlich. E<strong>in</strong>e Demoversion ist<br />

kostenlos im Play Store erhältlich, die volle<br />

Anwendung kostet 2,69 Euro.<br />

W<strong>in</strong>amp<br />

W<strong>in</strong>amp muss man wohl kaum<br />

noch vorstellen. Den ersten brauchbaren<br />

MP3-Player für W<strong>in</strong>dows gibt<br />

es seit e<strong>in</strong>er Weile auch als <strong>Android</strong>-Version<br />

im Play Store [LINK 7]. Die Bedienung funktioniert<br />

tadellos, und auch Abstürze oder Ähnliches<br />

konnten wir während unserer Tests<br />

nicht feststellen. Die auf den Desktop-Versionen<br />

häufig verwendete SHOUTcast-Webradio-Funktion<br />

steht selbstverständlich auch <strong>in</strong><br />

der <strong>Android</strong>-Version bereit und wartet nur<br />

darauf, dass Sie Ihren Liebl<strong>in</strong>gs-Onl<strong>in</strong>eradiosender<br />

zur Liste h<strong>in</strong>zufügen oder e<strong>in</strong>en der<br />

empfohlenen Sender starten. Die gut strukturierte<br />

Anwendung ist klar, wenn auch nicht<br />

besonders modern gestaltet und br<strong>in</strong>gt <strong>viel</strong>e<br />

Features auf das <strong>Android</strong>-Smartphone. Leider<br />

müssen Sie <strong>viel</strong>e der Funktionen per In-App-<br />

Kauf bezahlen. Lyrics-E<strong>in</strong>blendungen s<strong>in</strong>d<br />

gut gelöst, und auch der Equalizer holt aus<br />

Ihrer Musik die beste Qualität heraus. Ähnlich<br />

wie DoubleTwist ermöglicht W<strong>in</strong>amp die<br />

komfortable Synchronisation der Musikbibliothek<br />

mit der W<strong>in</strong>amp-<strong>So</strong>ftware am PC<br />

oder Mac. Der W<strong>in</strong>amp <strong>Music</strong> Player ist e<strong>in</strong><br />

gelungenes Pendant zur Desktop-Version und<br />

vertritt diese würdig auf Ihrem <strong>Android</strong>-<br />

Smartphone oder -Tablet.<br />

● ● ●<br />

14<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Fokus<br />

Equalizer-Apps<br />

Jede Musik hat ihren <strong>So</strong>und.<br />

Während bei Rock die Bässe<br />

wummern, braucht Jazz saubere<br />

Höhen. Mit Equalizern<br />

stimmen Sie den Handy-<br />

<strong>So</strong>und ab. Peer K<strong>in</strong>trup<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29446<br />

Power Amp<br />

Musik kann über Headsets, diverse<br />

portable Stations, Stereoanlagen<br />

und so weiter wiedergegeben<br />

werden – die e<strong>in</strong>gebauten<br />

Lautsprecherchen der Handys lassen<br />

wir mal außen vor. Jedes Ausgabegerät<br />

kl<strong>in</strong>gt dabei anders, zudem spielen<br />

das Musikgenre und Ihr persönlicher<br />

Geschmack e<strong>in</strong>e große Rolle. Hier<br />

kommt e<strong>in</strong> Equalizer zum E<strong>in</strong>satz, oft<br />

EQ genannt, der Verzerrungen durch<br />

Filtere<strong>in</strong>stellungen ausgleicht, <strong>in</strong>dem<br />

er bestimmte Frequenzen, die <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Band gruppiert s<strong>in</strong>d, anhebt oder absenkt.<br />

Je mehr Bänder e<strong>in</strong> Equalizer<br />

hat, umso fe<strong>in</strong>er lässt sich der Ton nach<br />

den eigenen Wünschen justieren.<br />

In der Praxis sieht das zumeist so aus,<br />

dass Sie aus „Presets“ genannten groben<br />

Vore<strong>in</strong>stellungen unter diversen<br />

Genres wie Pop, Rock, Jazz, Klassik<br />

wählen oder die Entscheidung e<strong>in</strong>er<br />

Automatik überlassen können. Je nach<br />

Anbieter wird auch versucht, die Akustik<br />

e<strong>in</strong>er bestimmten Spielstätte zu imitieren,<br />

was aber meist eher e<strong>in</strong>en<br />

Dummy-Effekt hat – also gar ke<strong>in</strong>en.<br />

Mit e<strong>in</strong>em mobilen Lautsprechersystem<br />

der unteren Preisklassen wird es<br />

jedoch kaum gel<strong>in</strong>gen, e<strong>in</strong>en Konzertsaal<br />

zu emulieren. Die hier vorgestellten<br />

Apps s<strong>in</strong>d alle Tablet-tauglich und<br />

laufen auch im Landscape-Modus.<br />

Der All-<strong>in</strong>-one-Player Power Amp<br />

macht nicht nur im Play Store mit e<strong>in</strong>er<br />

herausragenden guten Bewertung E<strong>in</strong>druck.<br />

Auch wir haben uns entschieden,<br />

den optischen Augenschmeichler<br />

hier auf der Seite ganz oben zu platzieren.<br />

Neben e<strong>in</strong>er eher sachlichen<br />

Google Play <strong>Music</strong><br />

Der mit mehr als 50 Millionen<br />

Downloads am häufigsten heruntergeladene<br />

Musikplayer<br />

mit Equalizer kommt von – wen<br />

wundert’s? – Google! Wie so oft, hat<br />

der <strong>Android</strong>-Ziehvater alles richtig gemacht:<br />

e<strong>in</strong> übersichtliches Layout mit<br />

den Grundfunktionen e<strong>in</strong>es Equalizers<br />

verbunden. Die Fünf-Band-Schieberegler<br />

erfassen das Spektrum von 60 Hz<br />

bis 14 kHz und werden durch Bassverstärkungs-<br />

und 3D-Effektregler sowie<br />

neun Presets ergänzt. Der Equalizer<br />

taucht jedoch nur im Menü auf, wenn<br />

Sie gerade e<strong>in</strong>en <strong>So</strong>ng abspielen.<br />

Equalizer<br />

Die App mit der verspielten<br />

Playmobil-Oberfläche nennt<br />

sich schlicht „Equalizer“. Immerh<strong>in</strong><br />

mehr als fünf Millionen Nutzer<br />

wurden im Play Store zum Download<br />

verführt. Neben zehn Presets stehen<br />

vier Schieberegler zur Verfügung und<br />

bei Verwendung von Kopfhörern auch<br />

e<strong>in</strong> Bass-Booster, 3D-Effekt und Hall-Effekt<br />

(„Reverb“). Der Equalizer kann so<br />

e<strong>in</strong>gestellt werden, dass er im H<strong>in</strong>tergrund<br />

anderer Player automatisch startet.<br />

E<strong>in</strong>ige Funktionen s<strong>in</strong>d nur nach<br />

Freischaltung der Vollversion über den<br />

Equalizer Unlock Key aktiv.<br />

Rocket <strong>Music</strong> Player<br />

Der Rocket <strong>Music</strong> Player überzeugt<br />

durch e<strong>in</strong>e gelungene<br />

Optik und e<strong>in</strong>fache Handhabung.<br />

Oberhalb des Bandreglers wird<br />

die Klangverteilung <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Kurve dargestellt,<br />

was aber im Landscape-Modus<br />

nicht perfekt funktioniert. Der<br />

ebenso ansehnliche Player ist mit Tagund<br />

Kl<strong>in</strong>gelton-Editor, e<strong>in</strong>em Cover-<br />

F<strong>in</strong>der sowie e<strong>in</strong>em Sleepmodus ausgestattet.<br />

Für Fans klassischer Musik<br />

ist die lückenlose Wiedergabe von Musikstücken<br />

wichtig. Diese Funktionen<br />

s<strong>in</strong>d jedoch nur mit der fast 3 Euro teuren<br />

Premiumversion zu bekommen.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 4.5.914|5,3 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos 1,49 Euro (Vollversion)<br />

deutsch|Version 3.2.8|2,3 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos 2,99 Euro (Vollversion)<br />

deutsch|variiert|variiert<br />

★★★★★<br />

16<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Equalizer-Apps<br />

Player-Oberfläche glänzen – im wahrsten<br />

S<strong>in</strong>ne des Wortes – die fünf Equalizer-<br />

Drehregler <strong>in</strong> realistischer 3D-Darstellung<br />

im virtuellen Licht. In diesem Bereich unter<br />

dem Reiter „Ton/​Vol“ können Sie neben<br />

der Lautstärke und der Kanalbalance auch<br />

grob die Höhen und Bässe verstellen.<br />

Zudem bietet Power Amp Stereo-Effekte<br />

und <strong>So</strong>und-Vore<strong>in</strong>stellungen.<br />

Zu diesen Presets kommen Sie übrigens<br />

auch direkt von der üblichen Player-Seite<br />

aus. Klicken Sie dort aus e<strong>in</strong>em Pull-down-<br />

Menü <strong>in</strong> der Kopfleiste e<strong>in</strong>e der 16 Vore<strong>in</strong>stellungen<br />

an. Diese s<strong>in</strong>d wiederum jeweils<br />

mit e<strong>in</strong>em weiteren Rolladenmenü ausgestattet,<br />

sodass Sie jedes Genre noch e<strong>in</strong>mal<br />

Ihren Vorlieben anpassen können.<br />

Neben dem Register mit den fünf Drehreglern<br />

s<strong>in</strong>d im benachbarten Register „Equalizer“<br />

10-Band-Schieberegler von 31 Hz bis<br />

10 KHz erreichbar. Damit Sie nicht ständig<br />

wechseln müssen, f<strong>in</strong>den Sie auch hier<br />

e<strong>in</strong>en Volume-Schieberegler und wieder<br />

die schon bekannten<br />

Bass-Höhen-<br />

Regler. Die Testversion<br />

steht Ihnen15 Tage zur Verfügung,<br />

für etwas mehr als drei Euro gibt<br />

es lebenslange Updates <strong>in</strong> der Vollversion.<br />

kostenlos 3,09 Euro (Vollversion)<br />

deutsch|Version 2.0.9|5,4 MByte<br />

★★★★★<br />

EQ <strong>Music</strong> Player<br />

Auch der EQ <strong>Music</strong> Player<br />

br<strong>in</strong>gt e<strong>in</strong>en Fünf-Band-Regler<br />

mit, flankiert von e<strong>in</strong>em Volume-<br />

und e<strong>in</strong>em Bassregler. Neben 16<br />

Klange<strong>in</strong>stellungen wird versucht, e<strong>in</strong>ige<br />

Räume zu simulieren, das Ergebnis<br />

hört sich nach Blechbüchse an. Die<br />

App gibt es nur <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er kostenlosen<br />

Version mit penetranten Anzeigen, alle<strong>in</strong>e<br />

aus diesem Grund möchten wir<br />

Ihnen abraten, den Player zu <strong>in</strong>stallieren.<br />

Die App vom Anbieter Stiehao ähnelt<br />

dem ebenfalls im Play Store verfügbaren<br />

„<strong>Music</strong> Equalizer“ von Ridrigo<br />

Kolb bis <strong>in</strong>s Detail.<br />

PlayerPro<br />

Die App wartet mit 24 Presets<br />

auf, die zudem gelöscht oder<br />

durch eigene E<strong>in</strong>stellungen<br />

ersetzt werden können. Neben dem<br />

üblichen Fünf-Band-Regler gibt es zwei<br />

kle<strong>in</strong>e Drehknöpfe und sechs Hall-E<strong>in</strong>stellungen.<br />

Der Player eignet sich für<br />

MP3, die ordentlich <strong>in</strong> Ordnern sortiert<br />

wurden. Gut gelöst und auch ziemlich<br />

e<strong>in</strong>malig ist die Zwei-Fenster-Ansicht<br />

im Landscape-Modus. Die Trial-Version<br />

ist werbefrei, läuft aber nur sieben<br />

Tage. Für knapp 4 Euro gibt es die<br />

Kauf-App mit 20 Sk<strong>in</strong>s, Widgets und<br />

e<strong>in</strong>iges mehr.<br />

<strong>Music</strong> Volume EQ<br />

Die kle<strong>in</strong>e App poppt nur bei<br />

Bedarf nach e<strong>in</strong>em Klick auf<br />

das Icon auf und verschw<strong>in</strong>det<br />

nach der E<strong>in</strong>stellung der Klange<strong>in</strong>stellungen<br />

wieder im H<strong>in</strong>tergrund des<br />

<strong>Android</strong>-Systems. Der EQ bietet e<strong>in</strong>e<br />

zweite Seite, die nur e<strong>in</strong>e Stereo-LED-<br />

Anzeige und e<strong>in</strong>en Volume-Schieber<br />

ziert. Immerh<strong>in</strong> s<strong>in</strong>d auch Virtualizer<br />

und Bassverstärker enthalten sowie<br />

neun Presets von Hip-Hop bis Rock.<br />

Bed<strong>in</strong>gt durch die Größe ist <strong>Music</strong> Volume<br />

allenfalls für Sieben-Zoll-Tablets<br />

und Phones geeignet, e<strong>in</strong> Werbebanner<br />

ziert <strong>Music</strong> Volume EQ permanent.<br />

kostenlos (Anzeigen)<br />

deutsch|Version 1.1.0|2,2 MB<br />

★★★★★<br />

kostenlos 3,95 Euro (Vollversion)<br />

deutsch|Version 2.71|4,8 MB<br />

★★★★★<br />

kostenlos (Anzeigen)<br />

deutsch|Version 2.1|2,2 MB<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 17


Fokus<br />

Headset-Apps<br />

Vielen <strong>Android</strong>en liegt e<strong>in</strong><br />

Headset mit Mikro und Taster<br />

bei. Mit der richtigen App<br />

stoppen Sie nicht nur das<br />

Lied, sondern regeln auch<br />

den Ton. Christoph Langner<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29427<br />

Headset<br />

Droid<br />

Man mag es kaum glauben, aber <strong>Android</strong><br />

sieht es nicht vor, dass man die<br />

Lautstärke von Musik über Knöpfe<br />

am Kabel e<strong>in</strong>es Headsets regeln kann. E<strong>in</strong>zig<br />

Play/​Pause durch e<strong>in</strong>en Klick und das Spr<strong>in</strong>gen<br />

zum nächsten Titel mit e<strong>in</strong>em Doppelklick<br />

s<strong>in</strong>d möglich. Der Headset Droid dreht das<br />

Rad nun deutlich weiter, selbst die Lautstärke<br />

ist mit e<strong>in</strong>em Knopf regelbar. Die Grundfunktionen<br />

der App arbeiten auf jedem Handy, für<br />

die Lautstärkeregelung auf <strong>Android</strong>en mit<br />

„Jelly Bean“ braucht es jedoch Root-Rechte.<br />

Headset Droid überwacht die durch den Button<br />

im Kabel ausgelösten Events, sodass Sie<br />

neben Play/​Pause noch weitere Funktionen<br />

nutzen können. In der Grunde<strong>in</strong>stellung bietet<br />

Ihnen der Headset Droid „Play/​Pause“ bei<br />

JAYS Headset<br />

Control<br />

JAYS Headset Control vom<br />

gleichnamigen Headset-Produzenten<br />

arbeitet nicht nur<br />

mit Ohrhörern aus dem eigenen Haus<br />

zusammen. Sie können die App mit<br />

jedem Headset nutzen, das e<strong>in</strong>en<br />

Knopf im Kabel hat. Genauso wie<br />

Headset Droid erlaubt JAYS das Steuern<br />

der Wiedergabe mit e<strong>in</strong>fachem,<br />

doppeltem oder dreifachem Klick. Die<br />

Belegung der Events wählen Sie im<br />

Advanced-Mode frei aus. Bis <strong>Android</strong><br />

4.0 lässt sich die Lautstärke mittels<br />

JAYS per Dauerklick steuern.<br />

Headset Button<br />

Controller<br />

Am Pr<strong>in</strong>zip, Klick-Events mit<br />

Aktionen zu komb<strong>in</strong>ieren, ändert<br />

auch der Headset Button<br />

Controller nichts. Die App hat jedoch<br />

zusätzlich noch e<strong>in</strong>en Vierfach-Klick im<br />

Angebot. Das Google-Now-Problem<br />

umgeht der Controller durch die Aktionen<br />

„Lauter“ beziehungsweise „Leiser“.<br />

Diese steigern/​senken die Lautstärke<br />

immer weiter, bis Sie noch e<strong>in</strong>mal<br />

klicken. Als Bonus verrät die App<br />

per Sprachansage, wer gerade anruft,<br />

und <strong>in</strong>tegriert sich zudem auch <strong>in</strong> die<br />

mächtige Makro-App Tasker.<br />

Philips Headset<br />

Philips Headset ist wie die<br />

JAYS-App für die Kopfhörer<br />

aus dem eigenen Haus gedacht.<br />

Dazu br<strong>in</strong>gt sie für e<strong>in</strong>ige Modelle<br />

vordef<strong>in</strong>ierte Profile mit. Die App<br />

lässt sich jedoch auch ohne Probleme<br />

mit anderen Kopfhörern nutzen. Neben<br />

der Steuerfunktion mit Events von bis<br />

zu drei Klicks, br<strong>in</strong>gt Philips Headset<br />

noch e<strong>in</strong>en Equalizer mit. Anstatt mit<br />

Frequenzbereichen zu verwirren, setzt<br />

Philips hier auf Klangfarben von hell zu<br />

klar, warm oder leistungsstark. Die<br />

Lautstärke zu regeln ist nur <strong>in</strong> E<strong>in</strong>zelschritten<br />

möglich.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.3.4|290 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos 2,29 Euro (Vollversion)<br />

deutsch|Version 6.9|338 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.0.4.7|1,5 MByte<br />

★★★★★<br />

18<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Headset-Apps<br />

e<strong>in</strong>em e<strong>in</strong>fachen Klick,<br />

„Nächster Titel“ bei<br />

e<strong>in</strong>em Doppelklick<br />

oder auch „Vorheriger<br />

Titel“ bei drei schnellen<br />

Klicks an. Unter<br />

General Sett<strong>in</strong>gs passen<br />

Sie die Aktionen<br />

an Ihre eigenen Vorstellungen<br />

an.<br />

Die Lautstärke regeln<br />

Sie, wenn Sie die Taste<br />

drücken und gedrückt<br />

halten. Leiser wird es, wenn Sie doppelt klicken<br />

und den zweiten Klick gedrückt halten.<br />

Seit <strong>Android</strong> 4.1 gibt es hier jedoch<br />

Probleme: Drückt man lange auf den Button<br />

des Headsets, wird nicht der Ton lauter,<br />

sondern die Sprache<strong>in</strong>gabe von Google<br />

Now spr<strong>in</strong>gt an. Auch hier bietet Headset<br />

Droid wieder e<strong>in</strong>e Lösung an – allerd<strong>in</strong>gs<br />

benötigt die App dafür Root-Rechte. Unter<br />

General Sett<strong>in</strong>gs | Google Now Fix wird die<br />

<strong>in</strong>nige B<strong>in</strong>dung zu Google<br />

Now gelöst.<br />

Im Test hat Headset Droid<br />

auf e<strong>in</strong>em gerooteten Galaxy<br />

Nexus gut funktioniert.<br />

Bedenken Sie aber, dass<br />

nicht jedes Headset mit<br />

Tasten an jedem Handy arbeitet.<br />

Das von uns genutzte<br />

a-JAYS One+ funktionierte<br />

am Galaxy<br />

Nexus, aber nicht an<br />

e<strong>in</strong>em Galaxy S. Dieses<br />

arbeitete nur mit dem mitgelieferten<br />

Headset zusammen. E<strong>in</strong> Nexus-7-Tablet<br />

reagiert dagegen re<strong>in</strong> gar nicht<br />

auf Headsets mit Tasten. Prüfen Sie<br />

daher mit der Trial-Version, ob Ihnen die<br />

App überhaupt etwas br<strong>in</strong>gt.<br />

1,99 Euro<br />

englisch|Version 1.27.3|489 KByte<br />

★★★★★<br />

Dynamic Volume<br />

Moderne Autos der gehobenen<br />

Klassen s<strong>in</strong>d so gut gedämpft,<br />

dass Ihre Ohren kaum<br />

e<strong>in</strong>en Unterschied zwischen Tempo 80<br />

und 180 bemerken werden. Wer jedoch<br />

nicht mit e<strong>in</strong>er S-Klasse gesegnet ist,<br />

der greift auf der Autobahn immer wieder<br />

zum Lautstärkeregler des Radios.<br />

Dynamic Volume hilft und regelt die<br />

Lautstärke anhand des Umgebungslärms<br />

beziehungsweise der über GPS<br />

ermittelten Geschw<strong>in</strong>digkeit. Im Test<br />

konnte Dynamic Volume aber wenig<br />

überzeugen. Trotz <strong>viel</strong> Lärm im Serverraum<br />

wurde die Musik nicht lauter.<br />

Nocs Remote<br />

Control<br />

Nocs Remote Control deckt<br />

sich <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er Funktionalität<br />

vollständig mit der App von<br />

JAYS, die Oberfläche wurde jedoch<br />

schlichter gehalten. Als Event lassen<br />

sich bis zu drei kurze Klicks h<strong>in</strong>tere<strong>in</strong>ander<br />

konfigurieren. Als Lautstärke-<br />

Event ist wieder e<strong>in</strong> Dauerklick vorgesehen<br />

– Google Now macht dem bekanntlich<br />

e<strong>in</strong>en Strich durch die Rechnung.<br />

E<strong>in</strong>en Workaround bietet hier<br />

Nocs genauso wenig an wie die sehr<br />

ähnlich gestrickten Konkurrenz-Apps<br />

von JAYS oder Philips.<br />

Smart Key<br />

Smart Key stammt von <strong>So</strong>ny<br />

und ist als Ergänzung zu<br />

Smart Connect gedacht. Der<br />

LiveWare Manager Smart Connect reagiert<br />

beim Verb<strong>in</strong>den des Handys mit<br />

anderer Hardware mit def<strong>in</strong>ierbaren<br />

Aktionen. In unserem Test ließ sich<br />

Smart Key auch auf verschiedenen<br />

Nicht-<strong>So</strong>ny-<strong>Android</strong>en <strong>in</strong>stallieren, versagte<br />

dort jedoch den Dienst. Egal mit<br />

welchem Headset: Bei Klicks auf den<br />

Kabelknopf passiert nichts. Auch vom<br />

Funktionsumfang her hält sich die App<br />

eher bedeckt, mehr als e<strong>in</strong>en Dreifach-<br />

Klick kennt sie nicht.<br />

kostenlos 0,76 Euro (Vollversion)<br />

englisch|Version 1.0|181 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.1|142 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.00.99|302 KByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 19


arturaliev, 123RF<br />

Fokus<br />

Tools für Gitarristen<br />

Tuner, Metronom, Begleitautomat<br />

– im Gitarrenkoffer<br />

<strong>steckt</strong> <strong>viel</strong> Zubehör. Wie gut,<br />

dass sich e<strong>in</strong>ige Werkzeuge<br />

auf das Smartphone auslagern<br />

lassen. Thomas Raukamp<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29508<br />

Ultimate Guitar<br />

Tools<br />

Stimmgerät, Metronom, Griffebuch –<br />

für fast alle Begleitersche<strong>in</strong>ungen<br />

des Gitarristendase<strong>in</strong>s gibt es im<br />

Play Store die passende App. Die Ultimate<br />

Guitar Tools sorgen für Ordnung und fassen<br />

gleich alle Anwendungen <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e zusammen –<br />

und das <strong>in</strong>nerhalb e<strong>in</strong>er äußerst ansehnlichen<br />

<strong>Android</strong>-Oberfläche.<br />

Dem taktgenauen Spielen dient das Metronom.<br />

Se<strong>in</strong> Takt ist mittels e<strong>in</strong>es virtuellen<br />

Drehrades zwischen 20 und 220 Schlägen <strong>in</strong>tuitiv<br />

anpassbar. Der Ermittlung der Geschw<strong>in</strong>digkeit<br />

e<strong>in</strong>es <strong>So</strong>ngs dient h<strong>in</strong>gegen e<strong>in</strong><br />

Tap-Button, der e<strong>in</strong> Mittrommeln ermöglicht<br />

und so den Takt errechnet. Professionelle Musiker<br />

werden die genaue Aufteilung des Taktes<br />

<strong>in</strong> bis zu Sechzehntelnoten unter Berück-<br />

gStr<strong>in</strong>gs<br />

Mit gStr<strong>in</strong>gs verwandelt sich<br />

das Handy <strong>in</strong> e<strong>in</strong> präzises und<br />

zudem stets präsentes Stimmgerät.<br />

In se<strong>in</strong>em Mittelpunkt steht e<strong>in</strong>e<br />

großzügige Frequenzanzeige, über der<br />

mit e<strong>in</strong>em e<strong>in</strong>fachen Wischen <strong>in</strong> der<br />

Notenskala die e<strong>in</strong>zustellende Tonart<br />

ausgewählt wird. Nach Betätigung des<br />

Tune-Buttons am unteren Bildschirmrand<br />

und unter Zuhilfenahme des e<strong>in</strong>gebauten<br />

Mikrofons wird schnell und<br />

unkompliziert die passende Stimmung<br />

fe<strong>in</strong> e<strong>in</strong>gestellt. E<strong>in</strong>e Autotune-Funktion<br />

zeigt h<strong>in</strong>gegen die Präzision der<br />

live auf den Saiten gespielten Noten.<br />

Mobile Metronome<br />

Zugegeben, diese App sieht<br />

nicht gerade nach e<strong>in</strong>em mobilen<br />

Metronom aus, erfüllt<br />

dessen Zweck aber überzeugend. Mobile<br />

Metronom lässt Takte<strong>in</strong>stellungen<br />

zwischen zehn und 230 Schlägen zu<br />

und erfühlt bei unschlüssigen Tempi<br />

durch Mittrommeln auf dem Touchscreen<br />

die BPM-Rate. Um beim Üben<br />

nicht des Taktsignals überdrüssig zu<br />

werden, stehen vier verschiedene<br />

Klänge zur Wahl. Profis freuen sich h<strong>in</strong>gegen<br />

über variable Metren- und Takte<strong>in</strong>stellungen,<br />

Betonungsmuster und<br />

italienische Tempobezeichnungen.<br />

Chordbot<br />

Beim Üben von <strong>So</strong>ngs ist<br />

nicht immer die Band zugegen.<br />

Wie gut, dass es Chordbot<br />

gibt: Schon <strong>in</strong> der Lite-Version unterstützt<br />

die App Musiker mit dem<br />

schnellen Anlegen von Akkordfolgen<br />

beziehungsweise Progressionen. E<strong>in</strong>fach<br />

den Grundton bestimmen, e<strong>in</strong>e<br />

von 60 Akkordarten auswählen und<br />

den Takt festlegen – fertig. Sieben Stilarten<br />

sorgen mit vier verschiedenen Instrumenten<br />

für Abwechslung, schnelle<br />

Tonhöhenveränderung ganzer Akkordfolgen<br />

<strong>in</strong> Halbtönen br<strong>in</strong>gt e<strong>in</strong>e Transpositionsfunktion.<br />

kostenlos (Werbung) 2,00 Euro<br />

englisch|Version 1.0.12|481 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos (Werbung) 1,15 Euro<br />

englisch|Version 1.2.4F|225 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos 4,38 Euro (Vollversion)<br />

englisch|Version 1.25|2,1 MByte<br />

★★★★★<br />

20<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Tools für Gitarristen<br />

sichtigung der metrischen<br />

Struktur zu<br />

schätzen wissen.<br />

Zudem darf zwischen<br />

fünf verschiedenen<br />

Klängen für das akustische<br />

Taktsignal ausgewählt<br />

werden.<br />

M<strong>in</strong>destens ebenso<br />

komplett ist der chromatische<br />

Tuner. Dieser<br />

bietet nicht e<strong>in</strong>fach<br />

nur die Standard-Notenskala,<br />

sondern stellt ganz gezielt die für das<br />

gewünschte Tun<strong>in</strong>g nötigen Noten dar. <strong>So</strong><br />

kann man sich zum Beispiel auf Quarten,<br />

Baritontöne oder auch e<strong>in</strong> Jimi-Hendrix-<br />

Tun<strong>in</strong>g konzentrieren – über 50 Vore<strong>in</strong>stellungen<br />

werden hier geboten. Weitere Fe<strong>in</strong>e<strong>in</strong>stellungen<br />

gelten der Abnahmefunktion<br />

sowie der Mikrofonsensibilität Ihres Handys.<br />

Selbst vor ganzen Orchestern geht der<br />

Tuner nicht <strong>in</strong> die Knie. Der Bra<strong>in</strong> Tuner ergänzt<br />

e<strong>in</strong> Stimmen nach<br />

dem Ohr des erfahrenen<br />

Gitarristen, gezupfte<br />

Noten werden zudem<br />

optisch hervorgehoben.<br />

E<strong>in</strong> ebensolches<br />

Schmuckstück ist die Akkordbibliothek.<br />

Diese<br />

zeigt zahlreiche Griffe an,<br />

zum Probehören reicht e<strong>in</strong><br />

Streichen des F<strong>in</strong>gers über<br />

den virtuellen Gitarrenhals.<br />

Für jeden Akkord<br />

werden zudem alternative F<strong>in</strong>gerstellungen<br />

angeboten.<br />

Die Ultimate Guitar Tools s<strong>in</strong>d jeden<br />

Cent wert – Umsetzung, Klang und<br />

Vielfalt s<strong>in</strong>d unübertroffen und werden Anfänger<br />

wie Profis begeistern.<br />

3,06 Euro<br />

englisch|Version 1.1.6|2,7 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>So</strong>l0<br />

E<strong>in</strong>fach e<strong>in</strong> wenig <strong>in</strong> der U-<br />

Bahn zupfen, aber die<br />

Klampfe steht im Wohnzimmer?<br />

Ke<strong>in</strong> Problem: <strong>So</strong>lo ist e<strong>in</strong>e virtuelle<br />

Gitarre. Die App emuliert <strong>in</strong> der<br />

Lite-Version e<strong>in</strong>e hervorragend kl<strong>in</strong>gende,<br />

akustische Stahlsaitengitarre.<br />

Die Anschläge werden auf Wunsch<br />

sogar durch sanfte Vibrationen begleitet.<br />

Das eigentliche Glanzstück ist jedoch<br />

die spielbare Akkordbibliothek<br />

mit über 380 Griffen. E<strong>in</strong>ziges Manko<br />

der Lite-Version ist ihr ständiger Werbeterror<br />

– also die Vollversion kaufen,<br />

die gleich noch E-Gitarren ergänzt!<br />

Guitar Tab Viewer<br />

Schleppen Sie sich immer<br />

noch mit Notenblättern ab?<br />

Guitar Tab Viewer kann Ihr<br />

Reisegepäck spürbar erleichtern. Es<br />

stellt mit dem verbreiteten Notensatzprogramm<br />

Guitar Pro erschaffene Gitarrentabulatoren<br />

sowie das freie Power-Tab-Format<br />

dar und macht Smartphones<br />

und Tablets so zum portablen<br />

Notenpult. E<strong>in</strong>e Zoom-Funktion passt<br />

die Darstellungsgröße an, e<strong>in</strong> Play-Modus<br />

spielt die angezeigten Stücke zum<br />

Üben auch ab. Nach Abschluss e<strong>in</strong>es<br />

Premium-Abos s<strong>in</strong>d sogar der GDrive-<br />

Zugriff sowie der PDF-Export möglich.<br />

Gibson Learn &<br />

Master Guitar<br />

Der US-amerikanische Gitarrenhersteller<br />

Gibson vere<strong>in</strong>igt<br />

<strong>in</strong> se<strong>in</strong>er App gleich mehrere<br />

Anwendungen. E<strong>in</strong> Stimmgerät hilft<br />

Ihnen beim Tun<strong>in</strong>g Ihres Instruments,<br />

und e<strong>in</strong> e<strong>in</strong>faches, aber äußerst schickes<br />

Metronom lässt Musiker im Takt<br />

bleiben. (Nicht nur) Anfängern dient<br />

e<strong>in</strong>e umfangreiche Griff- beziehungsweise<br />

Akkordanzeige, während e<strong>in</strong> Videokatalog<br />

Quick L<strong>in</strong>ks zu (englischsprachigen)<br />

Unterrichtsfilmen auf You-<br />

Tube bietet. E<strong>in</strong>e runde und zudem<br />

sehr ansehnliche Sache.<br />

kostenlos 2,99 Euro (Vollversion)<br />

englisch|Version 1.58|7,4 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 2.4.3|1,7 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.3|5,5 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 21


theromb, 123RF<br />

<strong>Android</strong>-Musiksammlung mit Collectorz und <strong>Music</strong> Collector verwalten<br />

Sammelstücke<br />

Ganz gleich, ob Sie<br />

Bücher, Filme oder<br />

Musik-CDs sammeln –<br />

ab e<strong>in</strong>er gewissen<br />

Größe der Sammlung<br />

begegnen Ihnen ungeahnte<br />

Herausforderungen:<br />

Wie um alles <strong>in</strong> der<br />

Welt s<strong>in</strong>d hundert oder<br />

gar tausend Exemplare<br />

Ihrer Schätze s<strong>in</strong>nvoll<br />

zu archivieren? Und<br />

wie können Sie da<br />

noch den Überblick<br />

behalten? Carsten Müller<br />

Sammeln ist e<strong>in</strong>e wunderbare<br />

Leidenschaft – die allerd<strong>in</strong>gs auch<br />

Leiden schafft. Wie behalten Sie<br />

den Überblick über Ihre Schätze,<br />

und wie vermeiden Sie versehentliche Doppel-<br />

oder sogar Dreifachkäufe? E<strong>in</strong>e mögliche<br />

Lösung bietet Collectorz.com [LINK 1].<br />

Die Sammel-Lösung<br />

Gleich vorweg: Die Produkte von Collectorz.<br />

com s<strong>in</strong>d nicht gerade billig. Die jeweils separaten<br />

W<strong>in</strong>dows-<strong>So</strong>ftwarepakete für die<br />

Verwaltung von Musik, Büchern, Filmen,<br />

Comics, Games, MP3s oder Fotos schlagen<br />

mit bis zu 40 Euro zu<br />

Buche. Wenn Sie nicht<br />

nur e<strong>in</strong> Interessensgebiet<br />

haben, sondern neben<br />

Musik etwa auch Filme<br />

und Bücher sammeln, benötigen<br />

Sie gleich mehrere<br />

Lizenzen. Achten Sie beim<br />

Kauf deshalb auf die vergünstigten<br />

Bundles! Die<br />

passende <strong>Android</strong>-App,<br />

mit der Sie Ihre Sammlung<br />

auch unterwegs im Blick<br />

haben, kostet nochmals<br />

3,99 Euro. Dennoch lohnt<br />

sich die Investition: Man<br />

erkennt an zahllosen Details, dass diese Lösung<br />

nicht nur von Programmierern kommt,<br />

sondern auch von Sammlern, die wissen,<br />

worauf es ankommt.<br />

E<strong>in</strong>e große Stärke spielt die <strong>So</strong>ftware gleich<br />

zu Anfang aus. Meist kommt der Sammler<br />

nämlich erst dann auf die Idee, se<strong>in</strong>e Schätze<br />

zu archivieren, wenn die Kollektion bereits<br />

ordentlich gewachsen ist. Beim Versuch, riesige<br />

Mengen CDs <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Datenbank zu erfassen,<br />

wachsen dann schnell mal graue<br />

Haare… <strong>Music</strong> Collector hat diese Herausforderung<br />

clever gelöst. Die <strong>So</strong>ftware hält Zugriff<br />

auf umfangreiche Onl<strong>in</strong>e-CD-Datenban-<br />

Abb. 1: Die W<strong>in</strong>dows-<strong>So</strong>ftware ist schick gemacht und lässt sich sehr <strong>in</strong>tuitiv<br />

bedienen. Das Layout könnte etwas zeitgemäßer se<strong>in</strong>.<br />

22<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

<strong>Music</strong> Collectorz<br />

Abb. 2: <strong>Music</strong> Collector bietet schier unendliche Möglichkeiten,<br />

Informationen über e<strong>in</strong> Album zu erfassen.<br />

ken und ermöglicht über Bearbeiten / Alben<br />

automatisch h<strong>in</strong>zufügen die Suche nach<br />

Titel oder Interpret. Der Suchbegriff „David<br />

Bowie“ zum Beispiel führt dann umgehend<br />

zu 735 Alben. Jetzt markieren Sie e<strong>in</strong>fach<br />

nur die Alben, die Sie besitzen, und drücken<br />

auf Markierte h<strong>in</strong>zufügen. Anschließend<br />

f<strong>in</strong>den Sie diese <strong>in</strong> Ihrer persönlichen Musik-<br />

Datenbank wieder – <strong>in</strong>klusive vollständiger<br />

Trackliste, Cover-Abbildungen (häufig auch<br />

mit Rückseite) und Zeitangaben der e<strong>in</strong>zelnen<br />

<strong>So</strong>ngs.<br />

Auf diese Weise reduziert sich der Aufwand,<br />

die Datenbank mit den eigenen Schätzen<br />

zu füllen, auf e<strong>in</strong> M<strong>in</strong>imum. Alternativ<br />

ist es auch möglich, per Scanner oder manuell<br />

den Barcode der CD e<strong>in</strong>zugeben oder das<br />

Album über das CD-Laufwerk auslesen und<br />

erkennen zu lassen. Beide Wege ersche<strong>in</strong>en<br />

aufgrund ihres Zeitaufwands aber eher für<br />

kle<strong>in</strong>ere Sammlungen gangbar. <strong>Music</strong> Collector<br />

erfasst neben CDs übrigens auch LPs,<br />

Kassetten und andere Tonträger.<br />

Über die komfortable Benutzeroberfläche<br />

greifen Sie auf ihre Sammlung zu. Hier stehen<br />

Ihnen Listen-, Bilder- oder Cover-Flow-<br />

Darstellungen zur Verfügung. Die Darstellung<br />

der e<strong>in</strong>zelnen Alben lässt sich mit verschiedenen<br />

Vorlagen <strong>in</strong>dividuell gestalten.<br />

Für die Erfassung der Album<strong>in</strong>formationen<br />

stehen diverse vordef<strong>in</strong>ierte Felder bereit, es<br />

lassen sich aber auch eigene anlegen. Neben<br />

der Sammlung können Sie auch Wunschlisten<br />

pflegen und den Verleih verwalten.<br />

Umfangreiche Export- und Import-Funktionen<br />

runden die leistungsstarke Musiklösung<br />

ab. Hier stehen auch Text-, HTML- und XML-<br />

Formate zur Verfügung, um die Daten <strong>in</strong> anderen<br />

Anwendungen – etwa <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Tabellenkalkulation<br />

– zu nutzen.<br />

Die Sammlung für<br />

unterwegs<br />

Mit der zugehörigen <strong>Android</strong>-App<br />

CLZ <strong>Music</strong> App [LINK 2] lässt sich die<br />

persönliche Sammlung dann auch<br />

auf dem <strong>Android</strong> Smartphone nutzen.<br />

Über Datei / Exportiere nach /<br />

CLZ <strong>Music</strong> Mobile Anwendung erfolgt<br />

der Datentransfer zur App –<br />

wahlweise über e<strong>in</strong>e WLAN-Verb<strong>in</strong>dung<br />

direkt zum Smartphone oder<br />

über e<strong>in</strong>e Exportdatei.<br />

Die App selbst versteht sich auf<br />

die re<strong>in</strong>e Darstellung der Sammlung<br />

und der e<strong>in</strong>zelnen Alben. Die Erfassung<br />

neuer Sammelobjekte ist hier<br />

nicht vorgesehen. Das unterscheidet<br />

die App von zahlreichen anderen<br />

<strong>Android</strong>-Apps, die sich auf das Verwalten<br />

von CD- oder Büchersammlungen<br />

spezialisiert haben. Ohne die eigentliche<br />

Collectorz.com-<strong>So</strong>ftware am Computer lässt<br />

sich mit der App gar nichts anfangen. Wer allerd<strong>in</strong>gs<br />

schon mal andere Apps ausprobiert<br />

hat, wird festgestellt haben, dass die Erfassung<br />

größerer Sammlungen direkt auf dem<br />

Smartphone – trotz Barcode-Scanner und anderer<br />

nützlicher Hilfsmittel – <strong>in</strong> der Praxis<br />

<strong>viel</strong> zu mühsam ist. Insofern ist das Collectorz.com-Konzept<br />

schon das richtige. Effizientes,<br />

schnelles Erfassen der Datenbestände<br />

am Computer und e<strong>in</strong>e praxisnahe App zur<br />

Ansicht der Sammlung am Smartphone.<br />

Entsprechend spartanisch ist die CLZ<br />

<strong>Music</strong> App auch ausgestattet. Es ist alles da,<br />

was man braucht – mehr aber auch nicht.<br />

Die Darstellung ist als Liste mit kle<strong>in</strong>er Covervorschau<br />

oder als re<strong>in</strong>e Coverübersicht<br />

möglich, beim Antippen e<strong>in</strong>es Albums ersche<strong>in</strong>t<br />

die Trackliste. Die Reihenfolge der<br />

Albenansicht ist def<strong>in</strong>ierbar nach Interpret,<br />

Titel, Index (fortlaufende Nummer) oder<br />

Jahr. <strong>So</strong>fern gepflegt, zeigt die App auch die<br />

persönliche Wunschliste an – ideal als E<strong>in</strong>kaufsliste<br />

bei der nächsten Shopp<strong>in</strong>g-Tour,<br />

damit Sie Dreifachkäufe vermeiden. Insofern<br />

lohnt sich auch der Preis von 4 Euro recht<br />

schnell. Schade, dass die App mit ihren Icons<br />

im W<strong>in</strong>dows-Style etwas antiquiert wirkt.<br />

Fazit<br />

Die meisten Lösungen für Musiksammler<br />

stellen höchstens Liebhaber zufrieden.<br />

Collectorz.com erfüllt sehr geschickt die<br />

Bedürfnisse e<strong>in</strong>es ambitionierten Sammlers.<br />

Die <strong>Android</strong>-App arbeitet schnell und gut,<br />

verzichtet aber auf Möglichkeiten zur Bearbeitung<br />

oder Erfassung und sieht etwas<br />

altmodisch aus. <br />

● ● ●<br />

Abb. 3: Ke<strong>in</strong> Musikplayer sondern<br />

nur e<strong>in</strong>e Datenbank: die CLZ <strong>Music</strong><br />

App mit der Alben-Übersicht.<br />

Abb. 4: Die Detailansicht e<strong>in</strong>es<br />

Albums. E<strong>in</strong> F<strong>in</strong>gertipp auf das<br />

Cover wechselt zum Vollbild.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29547<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 23


Fokus<br />

BubbleUPnP<br />

BubbleUPnP: Die All-<strong>in</strong>-One-Multimedia-Lösung für <strong>Android</strong><br />

Multimedia-<br />

Fernsteuerung<br />

Längst speichern wir Musik, Fotos und Videomaterial <strong>in</strong><br />

unserem heimischen Netzwerk auf den unterschiedlichsten<br />

Endgeräten. Doch mit der Wiedergabe von<br />

e<strong>in</strong>em Gerät auf e<strong>in</strong>em anderen kommen die Probleme:<br />

Die Lösung dafür heißt BubbleUPnP. Carsten Müller<br />

Die Digital Liv<strong>in</strong>g Network Alliance (DLNA) [LINK 1] hat sich<br />

2003 aus namhaften Herstellern der Unterhaltungselektronik<br />

zusammengetan, um e<strong>in</strong> reibungsloses Zusammenspiel ihrer<br />

Geräte für den Privatgebrauch sicherzustellen. Dabei berücksichtigt<br />

das DLNA-Zertifikat die gängigen Formate <strong>in</strong> den Bereichen<br />

Audio, Video und Foto. Auf dem Papier s<strong>in</strong>d DLNA-zertifizierte Geräte<br />

<strong>in</strong> der Lage, diese Daten untere<strong>in</strong>ander weiterzureichen, sofern sich die<br />

Hardware im gleichen Netzwerk (LAN oder WLAN) bef<strong>in</strong>det.<br />

<strong>So</strong> ist es eigentlich gleichgültig, auf welchem Gerät das gewünschte<br />

Video oder der gewünschte <strong>So</strong>ng liegt. Jedes im Netzwerk verbundene<br />

DLNA-fähige Gerät kann die Daten abrufen und darstellen, ohne selbst<br />

über das Videomaterial zu verfügen. E<strong>in</strong> <strong>Android</strong>-Smartphone und ‐Tablet<br />

kann <strong>in</strong> diesem Multimediareigen sofort mitmachen, sobald es über<br />

e<strong>in</strong>e entsprechende App verfügt. Doch nicht jede App kommt mit allen<br />

DLNA-Geräten klar.<br />

BubbleUPnP<br />

Schönere Apps gibt es zu Hauf bei Google Play, aber solche, die wie<br />

BubbleUPnP [LINK 2] mit praktisch jedem Setup funktionieren, s<strong>in</strong>d eher<br />

selten. Es ist die aktuell beste Lösung für die Medienwiedergabe via<br />

DLNA unter <strong>Android</strong>. Funktioniert die Verb<strong>in</strong>dung mit BubbleUPnP<br />

nicht, müssen Sie <strong>in</strong> der Regel andere Apps gar nicht erst ausprobieren.<br />

Bei der Nutzung von BubbleUPnP – wie auch generell bei der Verb<strong>in</strong>dung<br />

zweier DLNA-fähiger Geräte – muss grundsätzlich zunächst def<strong>in</strong>iert werden, welches<br />

Gerät der Abspieler (Renderer) se<strong>in</strong> soll und wer als Media Server die Daten bereitstellen soll.<br />

<strong>So</strong> kann der Fernseher als Renderer die Inhalte e<strong>in</strong>es Smartphones (Server) auf die Mattscheibe<br />

br<strong>in</strong>gen – er kann aber auch als Server se<strong>in</strong>e aufgezeichneten Sendungen auf das<br />

Handy (Renderer) übertragen. Beim Start scannt BubbleUPnP deshalb zunächst die verfügbaren<br />

DLNA-fähigen Geräte im Netzwerk. Unter<br />

Bubble you what?<br />

Devices werden sie anschließend aufgeführt.<br />

Hier def<strong>in</strong>ieren Sie, welches Gerät Renderer<br />

und welches der Media Server ist.<br />

Das <strong>Android</strong>-Gerät mit BubbleUPnP kann<br />

Renderer oder Media Server oder auch beides<br />

zugleich se<strong>in</strong>. Es kann aber auch ganz außen<br />

vor se<strong>in</strong>, und Sie wählen sowohl als Renderer<br />

als auch als Media Server zwei völlig andere<br />

Geräte im Netzwerk. In letzterem Falle<br />

DLNA ist im Kern e<strong>in</strong>e herstellerneutrale Weiterentwicklung<br />

des ursprünglich von Microsoft<br />

<strong>in</strong>itiierten Universal Plug & Play (UPnP) – der<br />

Name der App BubbleUPnP bezieht sich darauf.<br />

Das soll nicht weiter verwirren. Aktuelle DLNAfähige<br />

Geräte kommunizieren völlig problemlos<br />

auch mit BubbleUPnP.<br />

24<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

BubbleUPnP<br />

Abb. 1: Hier legen Sie fest, welches<br />

Gerät der Renderer und welches<br />

der Media Server se<strong>in</strong> soll.<br />

Abb. 2: Als praktisch e<strong>in</strong>zige App<br />

kommt BubbleUPnP auch mit Play<br />

<strong>Music</strong> und Dropbox klar.<br />

Abb. 3: Die Auswahl der <strong>So</strong>ngs<br />

erfolgt wie bei e<strong>in</strong>em gewöhnlichen<br />

MP3-Player <strong>in</strong>klusive Playlists.<br />

Abb. 4: Das Kontextmenü e<strong>in</strong>es<br />

<strong>So</strong>ngs erreichen Sie, <strong>in</strong>dem Sie<br />

lange auf den Menüpunkt drücken.<br />

fungiert die BubbleUPnP-App nur als Fernsteuerung<br />

für zwei andere Geräte, und Sie<br />

geben zum Beispiel e<strong>in</strong>em Fernseher die Anweisungen,<br />

Videos darzustellen, die von<br />

e<strong>in</strong>em PC bereitgestellt werden.<br />

Die Medienbibliothek<br />

Als Media Server gewährt die App nach Antippen<br />

des Buttons Library am unteren Bildschirmrand<br />

nicht nur Zugriff auf sämtliche<br />

Mediendateien des <strong>Android</strong>-Gerätes, sondern<br />

auch auf solche, die <strong>in</strong> der Cloud gespeichert<br />

s<strong>in</strong>d – etwa Dropbox. Ganz besonders gefällt,<br />

dass auch Google Play <strong>Music</strong> nutzbar ist. Die<br />

<strong>So</strong>ngs müssen also nicht auf dem Smartphone<br />

liegen, um von BubbleUPnP für andere<br />

Geräte bereitgestellt zu werden.<br />

Für die Auswahl der gewünschten Medien<br />

wählt die App e<strong>in</strong>e Struktur, wie man sie von<br />

herkömmlichen MP3-Playern gewohnt ist:<br />

Über Alben, Künstler, Genre erreichen Sie<br />

komfortabel die gewünschten <strong>So</strong>ngs, die Sie<br />

auch <strong>in</strong> Playlisten zusammenfügen können.<br />

Auch das eigentliche Abspielen ist sofort<br />

jedem vertraut, der schon e<strong>in</strong>mal auf se<strong>in</strong>em<br />

Smartphone Musik abgespielt hat. Tippen Sie<br />

Now play<strong>in</strong>g an, s<strong>in</strong>d Sie im Bilde, was gerade<br />

läuft. Titel, Album, Interpret, sofern<br />

vorhanden auch die Cover-Abbildung – das<br />

übliche. <strong>So</strong>fern <strong>in</strong> den E<strong>in</strong>stellungen (Sett<strong>in</strong>gs<br />

im Menü der App) aktiviert, lässt sich zusätzlich<br />

e<strong>in</strong> Lautstärkeregler e<strong>in</strong>blenden. Dieser<br />

greift dann auch auf den Renderer durch,<br />

sprich: Stellt BubbleUPnP gerade Musik für<br />

Ihren Fernseher bereit, dann steuern Sie über<br />

diesen Regler die Lautstärke des Fernsehers!<br />

Wie es sich gehört, enthält der Player <strong>in</strong><br />

BubbleUPnP natürlich auch Funktionen wie<br />

zufallsgesteuerte Titelauswahl, Track- und<br />

Playlist-Wiederholung, e<strong>in</strong>en Sleep Timer<br />

oder das E<strong>in</strong>blenden von <strong>So</strong>ngtexten (erfordert<br />

die App musicXmatch). Hier bleiben<br />

also wenige Wünsche offen, und es gibt<br />

durchaus zahlreiche Nutzer, die die App häufig<br />

auch gleichzeitig als Media Server und<br />

Renderer nutzen – was aus BubbleUPnP<br />

letztlich e<strong>in</strong>en lokalen Abspieler macht.<br />

Zugabe<br />

E<strong>in</strong> Blick <strong>in</strong> die Sett<strong>in</strong>gs von BubbleUPnP offenbart<br />

die volle Leistungsfähigkeit der App.<br />

Hier def<strong>in</strong>ieren Sie sehr differenziert das Verhalten<br />

der App als Renderer oder Media Server.<br />

Unter Control können Sie auch festlegen,<br />

ob und wann BubbleUPnP bei Inaktivität<br />

gestoppt oder beim Bootvorgang des Smartphones<br />

automatisch gestartet werden soll.<br />

Interessant ist auch die Möglichkeit, e<strong>in</strong>en<br />

BubbleUPnP-Server auf e<strong>in</strong>em PC zu <strong>in</strong>stallieren.<br />

E<strong>in</strong>en entsprechenden Java-basierten<br />

Server liefert die Kaufversion von Bubble-<br />

UPnP mit (bzw. steht zum Download auf der<br />

Website des Herstellers). Über diesen können<br />

Sie den Zugriff auf Ihre Media Server aus<br />

dem Internet – also außerhalb Ihres LANs –<br />

realisieren. E<strong>in</strong> Setup network wizard hilft bei<br />

der E<strong>in</strong>richtung und ist auch für Netzwerk-<br />

Laien sehr verständlich. Spätestens mit diesem<br />

Server ist der Kaufpreis der App <strong>in</strong> Höhe<br />

von 3,49 Euro absolut gerechtfertigt.<br />

Fazit<br />

BubbleUPnP ist die eierlegende Wollmilchsau<br />

für DLNA-Stream<strong>in</strong>g unter <strong>Android</strong>. Egal,<br />

ob Sie nur andere Geräte fernsteuern möchten<br />

oder Ihr <strong>Android</strong>-Gerät als Server oder<br />

Renderer aufspielen soll – mit Bubble UPnP<br />

bereitet das alles ke<strong>in</strong>e Probleme.<br />

● ● ●<br />

Abb. 5: Die Sett<strong>in</strong>gs haben es <strong>in</strong><br />

sich und erlauben zahllose <strong>in</strong>dividuelle<br />

E<strong>in</strong>stellungen der App.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29448<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 25


Fokus<br />

R.O.GNT Twister Speaker<br />

R.O.GNT<br />

Im Test: Bluetooth-Lautsprecher R.O.GNT 0601 Twister<br />

Frei sprecher<br />

Externe Lautsprecher für<br />

Smartphones gibt es<br />

wie Sand am Meer.<br />

Doch nicht alle sehen<br />

so gut aus wie das<br />

Modell Twister 0601 von<br />

R.O.GNT. Marcel Hilz<strong>in</strong>ger<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29633<br />

Abb. 1: Der Lautsprecher gibt sich<br />

über Bluetooth als Twister Speaker zu<br />

erkennen.<br />

Mit dem Twister ist R.O.GNT e<strong>in</strong><br />

sehr guter Kompromiss zwischen<br />

Preis, Qualität und Mobilität<br />

gelungen. Der gewundene<br />

Lautsprecher [LINK 1] verfügt über zwei kle<strong>in</strong>e<br />

Hochtöner mit maximal 3 Watt Leistung<br />

sowie e<strong>in</strong>en 40-mm- und e<strong>in</strong>en 70-mm-Subwoofer.<br />

Dank 1200-mAh-Akku und Bluetooth<br />

lässt sich der Twister problemlos überallh<strong>in</strong><br />

mitnehmen. Der Lautsprecher wiegt zudem<br />

nur 300 Gramm. Die Akkulaufzeit beträgt<br />

maximal fünf Stunden, je nach Lautstärke<br />

muss die Box aber bereits nach drei Stunden<br />

wieder an die Steckdose. Neben der Verb<strong>in</strong>dung<br />

über Bluetooth lässt sich der Twister-<br />

Lautsprecher auch per L<strong>in</strong>e-<strong>in</strong>-E<strong>in</strong>gang mit<br />

Musik füttern. Die Verb<strong>in</strong>dung über Bluetooth<br />

ist recht e<strong>in</strong>fach hergestellt. Nachdem<br />

Sie den Lautsprecher über den Schieber auf<br />

der Rückseite e<strong>in</strong>geschaltet haben, drücken<br />

Sie e<strong>in</strong>fach die Bluetooth-Taste auf der Geräte-Oberseite.<br />

Der Speaker versetzt sich nun<br />

<strong>in</strong> den Sichtbar-Modus. Auf dem <strong>Android</strong>-Gerät<br />

schalten Sie Bluetooth e<strong>in</strong> und wechseln<br />

<strong>in</strong> die E<strong>in</strong>stellungen. Hier ersche<strong>in</strong>t der Lautsprecher<br />

als R.O.GNT Twister Speaker. Tippen<br />

Sie auf den E<strong>in</strong>trag, um das Pair<strong>in</strong>g<br />

durchzuführen und e<strong>in</strong> weiters Mal, um sich<br />

mit dem Lautsprecher zu verb<strong>in</strong>den.<br />

Wer den Lautsprecher gerne im Büro oder<br />

zu Hause auf dem Schreibtisch nutzen<br />

möchte, wird sich über die Freispreche<strong>in</strong>richtung<br />

und die Lautstärkebuttons freuen. Erhalten<br />

Sie beim Musikhören e<strong>in</strong>en Anruf,<br />

drücken Sie e<strong>in</strong>fach auf dem Twister-Lautsprecher<br />

die Taste mit dem Play-Button.<br />

Gleich daneben bef<strong>in</strong>det sich das Mikrofon.<br />

Die Gesprächsqualität ist gut, die Rauschunterdrückung<br />

könnte besser se<strong>in</strong>.<br />

Gut, aber teuer<br />

Für 90 Euro hätten wir e<strong>in</strong>en etwas hochwertigeren<br />

Kunststoff erwartet, die weiße Variante,<br />

die uns R.O.GNT als Testgerät zur Verfügung<br />

gestellt hat, wirkt etwas billig. Steht<br />

der Lautsprecher aber erst mal an se<strong>in</strong>em<br />

Platz, sieht er klasse aus. Die <strong>So</strong>undqualität<br />

ist für die kle<strong>in</strong>en Membrane erstaunlich gut,<br />

lediglich bei den Bässen müssen Sie Abstriche<br />

machen. Als stylisches Zubehör mit dem<br />

Mehrwert durch die Freisprechfunktion können<br />

wir den Twister Speaker 0601 von<br />

R.O.GNT dennoch empfehlen.<br />

● ● ●<br />

26<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Zu gew<strong>in</strong>nen:<br />

20 x g Data MobileSecurity 2<br />

iM wert von 18,99 euro<br />

Aus welchem Land stammt<br />

G Data MobileSecurity?<br />

A) Deutschland<br />

B) Österreich<br />

C) Schweiz<br />

Scanne den QR-Code mit de<strong>in</strong>em Handy/Tablet und trage die richtige Antwort<br />

auf unserer Webseite <strong>in</strong> das Gew<strong>in</strong>nspielformular e<strong>in</strong>, um e<strong>in</strong>e der 20 Lizenzen<br />

für G Data MobileSecurity 2 im Wert von 18,99 Euro zu gew<strong>in</strong>nen.<br />

E<strong>in</strong>sendeschluss ist der <strong>So</strong>nntag, 7. Juli 2013.


Fokus<br />

Vibrationslautsprecher<br />

Im Test: Vibrationslautsprecher von Ompere und R.O.GNT<br />

Vibrations<br />

Abgesehen vom HTC<br />

One besitzt ke<strong>in</strong> e<strong>in</strong>ziges<br />

<strong>Android</strong>-Smartphone<br />

wirklich gute Lautsprecher.<br />

Hören Sie gerne<br />

auf dem Schreibtisch<br />

oder Nachttisch Musik,<br />

muss deshalb e<strong>in</strong> externer<br />

Lautsprecher her.<br />

Doch welcher?<br />

Marcel Hilz<strong>in</strong>ger<br />

R.O.GNT<br />

55 €<br />

Ompere<br />

100 €<br />

E<strong>in</strong>en sehr guten Kompromiss zwischen<br />

Größe und <strong>So</strong>undqualität<br />

bieten Vibrationslautsprecher.<br />

Dabei f<strong>in</strong>det sich ke<strong>in</strong> klassisches<br />

Membran <strong>in</strong> der kle<strong>in</strong>en Box, sondern e<strong>in</strong>es,<br />

das Vibrationen erzeugt. Diese werden dann<br />

auf e<strong>in</strong>e geeignete Oberfläche übertragen, die<br />

wiederum die Schallwellen absetzt. Geeignete<br />

Oberflächen s<strong>in</strong>d Holztische, Kartonboxen,<br />

Glas, aber auch Kunststoffobjekte mit<br />

Leerraum. Die kle<strong>in</strong>en Lautsprecher produzieren<br />

wirklich guten <strong>So</strong>und und je nach<br />

Klangkörper auch satte Bässe, allerd<strong>in</strong>gs s<strong>in</strong>d<br />

sie trotzdem ke<strong>in</strong>e optimalen Begleiter, da sie<br />

für die Größe recht schwer s<strong>in</strong>d. Die massive<br />

Bauweise ist aber nötig, um genügend Druck<br />

auf den Klangkörper ausüben zu können.<br />

R.O.GNT 1002 Bluetooth<br />

Den R.O.GNT-Lautsprecher [LINK 1] gibt es <strong>in</strong><br />

diversen Farben, die Produktnummer<br />

1002.45 steht zum Beispiel für die blaue,<br />

1002.21 für die rote Version. Allen Vibrationslautsprechern<br />

geme<strong>in</strong> ist das M<strong>in</strong>i-USB-Kabel,<br />

das gleichzeitig als L<strong>in</strong>e-<strong>in</strong>-E<strong>in</strong>gang und<br />

zum Aufladen des Lautsprechers dient. Das<br />

e<strong>in</strong>e Ende des Kabels besteht also aus e<strong>in</strong>em<br />

M<strong>in</strong>i-USB-Stecker, das andere Ende verzweigt<br />

aus e<strong>in</strong>em normalen USB-Stecker und e<strong>in</strong>em<br />

3,5-mm-Kl<strong>in</strong>kenstecker.<br />

Neben dem M<strong>in</strong>i-USB-Anschluss f<strong>in</strong>den Sie<br />

auf dem Lautsprecher noch den E<strong>in</strong>schalt-<br />

Button, der für das Aufladen auf der Position<br />

OFF se<strong>in</strong> muss: Für das Musikhören via Bluetooth<br />

schieben Sie ihn nach rechts, für den<br />

L<strong>in</strong>e-<strong>in</strong>-E<strong>in</strong>gang nach l<strong>in</strong>ks.<br />

Nach dem E<strong>in</strong>schalten <strong>in</strong> den Bluetooth-<br />

Modus müssen Sie aufpassen, das schöne<br />

Stück nicht aus den Händen fallen zu lassen,<br />

denn es meldet sich mit e<strong>in</strong>er recht lauten<br />

Tonfolge, die auch dann nicht zu überhören<br />

ist, wenn der Lautsprecher mit ke<strong>in</strong>em<br />

Klangkörper verbunden ist. Anschließend<br />

schalten Sie auf Ihrem <strong>Android</strong>-Gerät Bluetooth<br />

e<strong>in</strong> und suchen nach neuen Geräten.<br />

Sie sollten nun den E<strong>in</strong>trag Vibration Speaker<br />

f<strong>in</strong>den. Verb<strong>in</strong>den Sie sich mit dem Gerät,<br />

ertönt e<strong>in</strong> weiterer Ton. Jetzt können Sie<br />

über jede beliebige App Musik abspielen,<br />

auch für Videos oder Spiele lässt sich der<br />

Bluetooth-Speaker e<strong>in</strong>setzen, die Latenzzeiten<br />

s<strong>in</strong>d m<strong>in</strong>imal.<br />

28<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Der R.O.GNT-Lautsprecher ist der kle<strong>in</strong>ste<br />

und mit 250 Gramm auch der leichteste im<br />

Test. Obwohl er nom<strong>in</strong>ell nur 3 Watt Leistung<br />

br<strong>in</strong>gt, kann er ganz schön laut werden.<br />

Leider ist der Fuß etwas sehr kle<strong>in</strong> geraten,<br />

sodass die Box durch die Vibration bei voller<br />

Lautstärke schon mal auf dem Klangkörper<br />

aufschlägt. Störend ist uns bei unserem Testgerät<br />

e<strong>in</strong> Grundrauschen aufgefallen, das leider<br />

auch im L<strong>in</strong>e-<strong>in</strong>-Modus deutlich zu hören<br />

ist. Ab e<strong>in</strong>er gewissen Lautstärke wird es<br />

durch die Musik übertönt, aber eben erst<br />

dann. Der Akku hält rund vier Stunden.<br />

Ompere K<strong>in</strong>gkong<br />

Mit e<strong>in</strong>em Preis von 100 Euro und e<strong>in</strong>em Gewicht<br />

von fast e<strong>in</strong>em Kilo ist dieser Vibrationslautsprecher<br />

von Ompere [LINK 2] wahrlich<br />

ke<strong>in</strong>e leichte Entscheidung. Doch komb<strong>in</strong>iert<br />

mit dem passenden Klangkörper bekommen<br />

Sie tatsächlich rund 25 Watt Musikleistung<br />

aus dem K<strong>in</strong>gkong heraus. Er lässt sich nicht<br />

nur vom Smartphone via L<strong>in</strong>e-<strong>in</strong>-Kabel mit<br />

Musik füttern, sondern auch über MicroSD-<br />

Karten oder e<strong>in</strong>en USB-Stick. Lediglich Bluetooth<br />

fehlt dem Riesen, über den USB-Anschluss<br />

kann man aber auch e<strong>in</strong>en Bluetooth-Dongle<br />

anschließen. Beim K<strong>in</strong>gkong<br />

entscheidet klar der Klangkörper darüber, ob<br />

sich der Kauf lohnt oder nicht. Wir haben<br />

gute Erfahrungen mit e<strong>in</strong>em kle<strong>in</strong>en massiven<br />

Beistelltisch aus Esche gemacht. Alle<br />

nicht massiven Klangkörper s<strong>in</strong>d für den<br />

K<strong>in</strong>gkong zu kle<strong>in</strong>. Die Musik ist zwar deutlich<br />

lauter als bei den anderen Lautsprechern,<br />

aber etwas weniger ausgeglichen.<br />

Davon abgesehen ist die <strong>So</strong>undqualität aber<br />

sehr gut. Im Unterschied zu den restlichen<br />

Lautsprechern können Sie hier das Volumen<br />

auch über die Box selbst steuern, nicht nur<br />

über das Wiedergabegerät. Der Akku hält<br />

laut Hersteller rund sechs Stunden.<br />

Ompere Dancer 1 BT<br />

Unser Favorit <strong>in</strong> Komb<strong>in</strong>ation mit e<strong>in</strong>em<br />

And roid-Smartphone ist der Dancer 1 BT von<br />

Ompere [LINK 3] mit Bluetooth-Verb<strong>in</strong>dung.<br />

Der Vibrationslautsprecher kostet zwar rund<br />

15 Euro mehr als die R.O.GNT-Box, ist aber<br />

auch etwas größer und bietet bis zu 10 Watt<br />

Leistung. Das merkt man an der <strong>So</strong>undqualität,<br />

die nicht nur absolut rauschfrei, sondern<br />

auch allgeme<strong>in</strong> besser ist. Bei mittleren Lautstärken<br />

produziert die kle<strong>in</strong>e Box das absolut<br />

beste Klangbild von allen getesteten Geräten,<br />

und lustigerweise br<strong>in</strong>gt sie auch die Bässe<br />

deutlich besser zum Ausdruck als der K<strong>in</strong>gkong-Lautsprecher.<br />

Das gilt aber nur für mittlere<br />

bis halblaute Lautstärken, denn wenn<br />

Sie das Volumen voll aufdrehen, dann<br />

kommt die kle<strong>in</strong>e Box <strong>in</strong>s Vibrieren, und aus<br />

ist es mit der guten Musikqualität. Für laute<br />

Musik greifen Sie deshalb besser zum K<strong>in</strong>gkong,<br />

für die Berieselung auf dem Schreibtisch<br />

oder dem Nachttisch ist der Dancer 1<br />

BT aber die ideale Wahl mit der besseren<br />

<strong>So</strong>undqualität. Die Akkulaufzeit beträgt rund<br />

sechs Stunden, je nach Lautstärke.<br />

Ompere Robot<br />

Ompere hat noch zahlreiche weitere Vibrationslautsprecher<br />

im Angebot, von denen wir<br />

den Robot [LINK 4] als Testgerät erhalten<br />

haben. Er verfügt über ke<strong>in</strong>e Bluetooth-Anb<strong>in</strong>dung,<br />

dafür haben die Macher e<strong>in</strong> FM-Radion<br />

verbaut und e<strong>in</strong>en MicroSD-Kartenslot.<br />

Auch e<strong>in</strong>e Fernbedienung liegt der kle<strong>in</strong>en<br />

Box bei. Die <strong>viel</strong>en Anschlüsse machen die<br />

Bedienung anfangs etwas umständlich, hat<br />

man sich aber e<strong>in</strong>mal daran gewöhnt, bereitet<br />

sie ke<strong>in</strong>en Probleme. Von der <strong>So</strong>undqualität<br />

her liegt der Robot auf dem gleichen Level<br />

wie der Bluetooth-Lautsprecher.<br />

Zum Lieferumfang gehört e<strong>in</strong> spezieller<br />

Saugnapf, mit dem sich der Lautsprecher<br />

auch an e<strong>in</strong>er Fensterscheibe oder e<strong>in</strong>er massiven<br />

Holztüre befestigen lässt. Die Verb<strong>in</strong>dung<br />

mit dem Vibrationslautsprecher erfolgt<br />

über e<strong>in</strong>en Schraubverschluss. Die Verb<strong>in</strong>dung<br />

ist wirklich sehr stabil, uns war es aber<br />

nach 30 M<strong>in</strong>uten zu riskant, den Lautsprecher<br />

e<strong>in</strong>fach so weiter an der Scheibe hängen<br />

zu lassen. Den Robot gibt es auch <strong>in</strong> anderen<br />

Formen und Farben. Die Akkulaufzeit beträgt<br />

rund sechs Stunden.<br />

Fazit<br />

Zum aktuellen Internetpreis von 55 Euro<br />

können wir den R.O.GNT-Lautsprecher nur<br />

bed<strong>in</strong>gt empfehlen, weil die <strong>So</strong>undqualität<br />

doch h<strong>in</strong>ter den Ompere-Produkten zurückbleibt.<br />

Dafür ist er etwas leichter.<br />

Die beste <strong>So</strong>undqualität bietet der<br />

Ompere Dancer 1 BT. In Komb<strong>in</strong>ation<br />

mit e<strong>in</strong>em Nusstisch und leichten<br />

Anpassungen am <strong>Android</strong>-<br />

Equalizer produzierte er <strong>in</strong> unseren<br />

Tests e<strong>in</strong>en hervorragenden<br />

<strong>So</strong>und. <strong>So</strong>ll es ordentlich<br />

laut werden, dann wählen<br />

Sie den K<strong>in</strong>gkong von Ompere.<br />

Er verfügt zwar über<br />

e<strong>in</strong> weniger ausgeglichenes<br />

Klangbild als der Dancer,<br />

dafür sorgt se<strong>in</strong> Gewicht<br />

dafür, dass er garantiert auf<br />

ke<strong>in</strong>em Tisch herumhüpft und<br />

stets im Mittelpunkt bleibt. ● ● ●<br />

Ompere<br />

Fokus<br />

Vibrationslautsprecher<br />

70 €<br />

Testergebnis<br />

★★★★★<br />

ausgezeichnet<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29454<br />

70 €<br />

Ompere<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 29


Fokus<br />

M<strong>in</strong>x Air 100<br />

Hi-Fi-<strong>So</strong>undsystem mit aptX-Bluetooth-Funk<br />

Testergebnis<br />

★★★★★<br />

ausgezeichnet<br />

M<strong>in</strong>x Air 100<br />

Bluetooth-Audio hat unter Hi-Fi-Fans e<strong>in</strong>en schlechten Ruf. Doch der technische Fortschritt macht<br />

auch hier nicht halt. Mit aptX lässt sich <strong>in</strong>zwischen Audio über Bluetooth <strong>in</strong> CD-Qualität übertragen.<br />

Das M<strong>in</strong>x-Air-Audiosystem unterstützt diese Technik, Top-<strong>So</strong>und ist so garantiert. Christoph Langner<br />

Cambridge Audio<br />

Cambridge Audio<br />

Das Handy ist nicht nur Ihr ständiger<br />

Begleiter <strong>in</strong> allen Fragen der<br />

Kommunikation, es ist für <strong>viel</strong>e<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong> auch e<strong>in</strong>e immer<br />

greifbare Jukebox. Ob MP3s im <strong>in</strong>ternen<br />

Speicher, Onl<strong>in</strong>eradio oder Stream<strong>in</strong>gdienst.<br />

Das Handy macht immer und überall Musik<br />

– wenn nicht die e<strong>in</strong>gebauten Lautsprecher<br />

so schlecht wären. Um das Wohnzimmer zu<br />

beschallen, braucht es daher externe Boxen.<br />

Abb. 1: Das M<strong>in</strong>x Air 100 von Cambridge Audio passt aufgrund se<strong>in</strong>er kompakten Abmessungen<br />

bequem <strong>in</strong> jedes Regal.<br />

Am besten welche, die Sie drahtlos mit<br />

Musik versorgen können, die aber auch ohne<br />

Handy nicht ganz nutzlos s<strong>in</strong>d: Die M<strong>in</strong>x Air<br />

100 [LINK 1] und 200 [LINK 2] vom britischen Hi-<br />

Fi-Spezialisten Cambridge Audio s<strong>in</strong>d hier<br />

heiße Kandidaten.<br />

Verwechseln Sie die M<strong>in</strong>x-Air-Systeme<br />

nicht mit e<strong>in</strong>fachen Bluetooth-Lautsprechern<br />

für unterwegs. Die 100 beziehungsweise 200<br />

Watt starken Audiosysteme sollen das Wohnzimmer<br />

oder den Partykeller beschallen.<br />

Dazu s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> den kompakten Boxen leistungsstarke<br />

Signalprozessoren von Waves<br />

Audio und speziell entwickelte Treiber <strong>in</strong>tegriert,<br />

sodass trotz der kompakten Bauform<br />

e<strong>in</strong> raumfüllender <strong>So</strong>und erzeugt werden<br />

kann. Die Technik hat jedoch ihren Preis, im<br />

Internet ist das M<strong>in</strong>x Air 100 für 399 Euro<br />

[LINK 3], das größere Modell für 499 Euro<br />

[LINK 4] zu f<strong>in</strong>den.<br />

Bluetooth ist nicht Bluetooth<br />

Die zwei Lautsprechersysteme aus der M<strong>in</strong>x-<br />

Air-Serie lassen sich auf unterschiedliche<br />

Wege bespielen. Ganz konventionell f<strong>in</strong>den<br />

Sie auf der Rückseite e<strong>in</strong>e Buchse für<br />

3,5-mm-Kl<strong>in</strong>kenstecker, sodass Sie jedes<br />

Handy e<strong>in</strong>fach über den Kopfhörerausgang<br />

30<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

M<strong>in</strong>x Air 100<br />

verb<strong>in</strong>den können. „Größere“<br />

Geräte wie Fernseher schließen<br />

Sie per C<strong>in</strong>ch-Kabel an.<br />

Drahtlos verb<strong>in</strong>den Sie Apple-<br />

Geräte via AirPlay oder jeden<br />

<strong>Android</strong>en mittels Bluetooth.<br />

Bluetooth und Hi-Fi, passt<br />

das zusammen? Bluetooth hat<br />

bei Audio-Fans ke<strong>in</strong>en guten<br />

Ruf, zu sehr wird das Audiosignal<br />

bei der kabellosen<br />

Übertragung heruntergerechnet.<br />

Beim M<strong>in</strong>x Air ist das<br />

nicht der Fall. Das <strong>So</strong>undsystem<br />

setzt als e<strong>in</strong>e der wenigen<br />

kompakten Alternativen<br />

auf die Bluetooth-Erweiterung<br />

aptX [LINK 5]. Dieses Verfahren<br />

verzichtet da rauf, MP3-Dateien<br />

erst zu dekodieren und<br />

anschließend wieder für die<br />

Bluetooth-Übertragung zu kodieren<br />

– wie es beim bisherigen Standard<br />

SBC der Fall ist. Stattdessen wird das Audiosignal<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>en digitalen Conta<strong>in</strong>er gepackt<br />

und dieser mit e<strong>in</strong>er erhöhten Bitrate übertragen.<br />

<strong>So</strong> lässt sich die Audioqualität trotz<br />

Bluetooth-Funk auf CD-Qualität steigern.<br />

Allerd<strong>in</strong>gs muss dabei auch Ihr Handy<br />

oder Tablet mitspielen. Der Entwickler des<br />

aptX-Verfahrens CSR führt e<strong>in</strong>e Liste [LINK 6]<br />

mit allen Geräten, die bereits mit der Technik<br />

ausgestattet s<strong>in</strong>d. Beliebte <strong>Android</strong>en wie die<br />

One-Serie von HTC, das Galaxy S3 oder S4<br />

oder aber auch das Motorola Razr HD s<strong>in</strong>d<br />

hier vertreten. Apple ist hier aber selbst mit<br />

dem iPhone 5 nicht aufgeführt. Im Test<br />

haben wir den <strong>So</strong>und von e<strong>in</strong>em Galaxy<br />

Nexus (ohne aptX) und e<strong>in</strong>em Samsung Galaxy<br />

S4 (mit aptX) verglichen, der Unterschied<br />

ist besonders bei leisen Stücken oder<br />

Musik mit hoher Dynamik durchaus hörbar.<br />

Webradio und <strong>Android</strong>-App<br />

Damit Sie nicht immer das Handy zücken<br />

müssen, um e<strong>in</strong>fach mal e<strong>in</strong> bisschen Radio<br />

zu hören, ist <strong>in</strong> den M<strong>in</strong>x-Air-Modellen e<strong>in</strong><br />

Onl<strong>in</strong>eradio <strong>in</strong>tegriert. Per WLAN oder Kabelnetzwerk<br />

holt sich das Audiosystem Radiosender<br />

aus der ganzen Welt aus dem Internet.<br />

Zur Auswahl des Senders dienen Stationstasten<br />

auf der Oberseite der Boxen oder<br />

e<strong>in</strong>e IR-Fernbedienung.<br />

Die Belegung dieser Tasten steuern Sie<br />

vom Handy aus über die M<strong>in</strong>x-Air-App für<br />

iOS und <strong>Android</strong> [LINK 7]. Sie dient auch dazu,<br />

die Lautsprecher zu konfigurieren, so können<br />

Sie die Boxen etwa nach e<strong>in</strong>er gewissen<br />

Zeit der Nichtbenutzung abschalten lassen.<br />

Abb. 2: aptX-fähige Handys wie<br />

das Galaxy S3 oder S4 übertragen<br />

per Bluetooth Musik <strong>in</strong> CD-Qualität.<br />

Abb. 3: Die Stationstasten auf dem<br />

Gerät belegen Sie über die M<strong>in</strong>x-<br />

Air-App bequem vom Handy aus.<br />

Das spart Strom und damit Geld, falls Sie das<br />

Gerät e<strong>in</strong>mal aus Versehen laufen lassen,<br />

wenn Sie aus dem Haus gehen.<br />

Toller <strong>So</strong>und aus dem Regal<br />

Als <strong>Android</strong>-<strong>User</strong> fehlt uns die Kompetenz,<br />

um e<strong>in</strong> wirklich objektives Urteil über die<br />

Audioqualität im Vergleich zu AirPlay-Systemen<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>er ähnlichen Preisklasse wie das<br />

M<strong>in</strong>x-Set zu fällen. Dennoch hat uns der Ton<br />

der M<strong>in</strong>x Air 100 überzeugt. Der <strong>So</strong>und ist<br />

e<strong>in</strong>em ähnlich teuren <strong>So</strong>nos Play:3 [LINK 8]<br />

ebenbürtig, ja sogar leicht überlegen. Besonders<br />

im Zusammenspiel mit aktuellen aptXfähigen<br />

<strong>Android</strong>en kann das System von<br />

Cambridge Audio punkten. Stream<strong>in</strong>gdienste<br />

wie Google <strong>Music</strong>, Spotify oder Rdio bekommen<br />

so ganz unkompliziert e<strong>in</strong>e große<br />

Bühne, beim <strong>So</strong>nos-System ist dies zum Beispiel<br />

nicht so e<strong>in</strong>fach möglich.<br />

Allerd<strong>in</strong>gs konnten wir auch e<strong>in</strong> paar<br />

Schwächen ausmachen: <strong>So</strong> unterstützt das<br />

M<strong>in</strong>x-System trotz se<strong>in</strong>er Netzwerkfähigkeiten<br />

ke<strong>in</strong> DLNA, und auch bequemes Koppeln<br />

über NFC-Nahfunk wird vom Hersteller nicht<br />

geboten. <strong>So</strong> können Sie nicht e<strong>in</strong>fach Ihr<br />

NFC-fähiges Handy auf die Box halten, sondern<br />

müssen das Handy über die Bluetooth-<br />

E<strong>in</strong>stellungen koppeln. Besonders unpraktisch<br />

ist dies, wenn Sie im Wechsel Musik<br />

von mehreren Geräten abspielen möchten.<br />

Auch e<strong>in</strong> digitaler SPDIF/​Tosl<strong>in</strong>k-E<strong>in</strong>gang<br />

wäre s<strong>in</strong>nvoll, <strong>viel</strong>e moderne Flachbildfernseher<br />

bieten nur noch e<strong>in</strong>en digitalen Audio-<br />

Ausgang. Abgesehen von diesen Mängeln<br />

können wir die M<strong>in</strong>x-Air-Systeme une<strong>in</strong>geschränkt<br />

empfehlen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 4: Über die App regeln Sie<br />

auch den Klang der Anlage oder<br />

schalten <strong>in</strong> den Bluetooth-Modus.<br />

Abb. 5: Cambridge Audio hat sich<br />

bei der Gestaltung der M<strong>in</strong>x-App<br />

für <strong>Android</strong> Mühe gegeben.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29556<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 31


dedizierter<br />

1Gbit/s<br />

Port


Hardware<br />

Galaxy S4<br />

Das Samsung Galaxy S4 GT-I9505 im Test<br />

Vier<br />

gew<strong>in</strong>nt<br />

Samsungs neues Galaxy S4 schlägt e<strong>in</strong> wie e<strong>in</strong>e<br />

Bombe. In nur wenigen Tagen g<strong>in</strong>gen Millionen des<br />

neuen Topmodells über den Ladentisch. Doch ist<br />

das S4 so gut wie se<strong>in</strong> Ruf, oder ist der Erfolg nur den<br />

Samsung-Fans zu verdanken? Wir prüfen das Galaxy<br />

Samsung<br />

S4 auf Herz und Nieren. Christoph Langner<br />

‚„Plusm<strong>in</strong>us<br />

‚ Wechselbarer Akku<br />

‚ Slot für MicroSD-Speicherkarten<br />

‚ Sehr gute Akkulaufzeit im<br />

Alltag<br />

‚ Gute Kamera mit <strong>in</strong>telligenter<br />

<strong>So</strong>ftware<br />

‚ LTE-Multiband für Europa,<br />

Asien und USA<br />

„ TouchWiz lässt nur 8 von 16<br />

GByte Speicher frei<br />

E<strong>in</strong>mal im Jahr stellt<br />

Samsung se<strong>in</strong> neues<br />

Topmodell aus der S-<br />

Reihe vor. Dieses Jahr<br />

geht es mit dem S4 bereits <strong>in</strong><br />

die vierte Runde. Das Display<br />

unseres von 1&1 zur Verfügung<br />

gestellten Testgeräts ist gegenüber se<strong>in</strong>em<br />

Vorgänger von 4,8 Zoll auf stolze 5 Zoll gewachsen.<br />

Samsung gel<strong>in</strong>gt dabei das Kunststück,<br />

das Gerät schrumpfen zu lassen. Es ist<br />

bei gleicher Länge schmaler (69,8 statt 70,6<br />

mm) und dünner (7,9 statt 8,6 mm).<br />

Der jüngere Zwil<strong>in</strong>gsbruder<br />

Samsung erreicht dies durch e<strong>in</strong>en extrem<br />

schmalen Rand rund um das Display. Wem<br />

also das Galaxy S3 schon nicht zu groß war,<br />

der wird sich auch am Format des S4 erfreuen.<br />

Insbesondere weil das Handy aufgrund<br />

se<strong>in</strong>er ger<strong>in</strong>gen Höhe noch weniger <strong>in</strong><br />

der Tasche aufträgt. Freunde kle<strong>in</strong>erer Handys<br />

werden aber auch diesmal auf e<strong>in</strong> Galaxy<br />

S4 M<strong>in</strong>i warten müssen – wenn es denn unbed<strong>in</strong>gt<br />

Samsungs S-Klasse se<strong>in</strong> muss.<br />

Das PenTile RGBG Full HD Super AMOLED<br />

getaufte Display löst mit 1920 x 1080 Pixeln<br />

auf, was bei der Bildschirmfläche von 5 Zoll<br />

e<strong>in</strong>er Pixeldichte von 441 ppi entspricht. Abseits<br />

der technischen Daten heißt das für Sie<br />

als <strong>User</strong>: brillante Bilder, auch bei starkem<br />

<strong>So</strong>nnenlicht. Das Super LCD e<strong>in</strong>es HTC One<br />

strahlt allerd<strong>in</strong>gs im direkten Vergleich noch<br />

e<strong>in</strong> wenig heller und weißer.<br />

Dem Design des Galaxy S4 fehlt außerdem<br />

e<strong>in</strong> Wow-Effekt. Liegen das S4 und se<strong>in</strong> Vorgänger<br />

nebene<strong>in</strong>ander, lässt sich kaum e<strong>in</strong><br />

Unterschied zwischen den beiden Geräten<br />

erkennen. Und auch beim S4 setzt Samsung<br />

wieder auf e<strong>in</strong> Gehäuse aus Polycarbonat.<br />

Der Werkstoff ist sehr haltbar, es fehlt jedoch<br />

dieses besondere Gefühl, wenn man e<strong>in</strong><br />

iPhone oder HTC One aufgreift.<br />

Nichts zu kritisieren gibt es am rasanten<br />

Tempo des S4. Dank se<strong>in</strong>er 1,9 GHz schnellen<br />

Vierkern-CPU kann nur das HTC One der<br />

Performance des neuen Galaxy Paroli bieten.<br />

S4-Varianten<br />

Als Samsung das S4 vorstellte, wollte man es<br />

sich nicht nehmen lassen, das erste Handy mit<br />

Octa-Core-CPU, also acht CPU-Kernen, auf<br />

Basis des hauseigenen Exynos-5-Octa-Chips<br />

zu präsentieren. Das GT-I9500 ist <strong>in</strong> Europa jedoch<br />

nur <strong>in</strong> der Türkei zu bekommen.<br />

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/​O zeigte<br />

Google zudem e<strong>in</strong> Galaxy S4 mit „Clean <strong>Android</strong>“.<br />

Dieses S4 vertreibt Google <strong>in</strong> den USA<br />

exklusiv über den Play Store. Wie die Nexus-<br />

Geräte wird auch das Google-S4 se<strong>in</strong>e Updates<br />

direkt von Google bekommen.<br />

34<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Galaxy S4<br />

Abb. 1: Im Multi-W<strong>in</strong>dow-Modus<br />

ordnen Sie zwei Apps neben- oder<br />

untere<strong>in</strong>ander an.<br />

Abb. 2: Der S Planer bietet <strong>viel</strong><br />

Übersicht und auch e<strong>in</strong>e <strong>in</strong>tegrierte<br />

Aufgabenverwaltung.<br />

Abb. 3: Der Text- & Bildscanner<br />

erkennt per Bilderkennung Telefonnummern<br />

und Adressen.<br />

Abb. 4: In S Memo sichern Sie Skizzen<br />

oder auch Sprache<strong>in</strong>gaben<br />

als kle<strong>in</strong>e Notizzettel.<br />

Das S4 übertrumpft das One im AnTuTu-<br />

Benchmark (S4: 24.314, One: 18.252), fällt<br />

beim Vellamo-Test jedoch leicht zurück (S4:<br />

2134, One: 2411). <strong>So</strong>ny muss sich <strong>in</strong> der<br />

Reihe der Power-Handys mit se<strong>in</strong>em Xperia Z<br />

h<strong>in</strong>ten anstellen, dieses kommt bei AnTuTu<br />

nur auf 17.121 Punkte.<br />

TouchWiz, pro und contra<br />

Auch beim Galaxy S4 setzt Samsung auf<br />

se<strong>in</strong>e <strong>Android</strong>-Oberfläche TouchWiz. Zusammen<br />

mit den „S Apps“ (S Voice, S Translator,<br />

Text- & Bildscanner usw.) bietet Samsung<br />

damit durchaus e<strong>in</strong>en Mehrwert, auch wenn<br />

alte<strong>in</strong>gesessene <strong>Android</strong>-<strong>User</strong> eher e<strong>in</strong>e unveränderte<br />

<strong>Android</strong>-Umgebung bevorzugen.<br />

Herausragend ist die Option, zwei Apps<br />

neben- oder übere<strong>in</strong>ander anzeigen zu lassen,<br />

so surfen Sie im Netz und übertragen<br />

Infos umgehend <strong>in</strong> die Notiz-App. Der Multi-<br />

W<strong>in</strong>dow-Modus arbeitet jedoch nur mit den<br />

S Apps und Chrome zusammen.<br />

Etwas wirr arbeitet die Gesten- und Blickerkennung.<br />

In der Theorie hat sich Samsung<br />

etwas Praktisches e<strong>in</strong>fallen lassen: Sie müssen<br />

nicht mehr auf den Touchscreen „touchen“.<br />

Es reicht, den F<strong>in</strong>ger über den Schirm<br />

zu bewegen, schon scrollen Sie oder gehen<br />

im Browser e<strong>in</strong>en L<strong>in</strong>k zurück. Die Option<br />

„Smart Scroll“ versucht sich gar an der Position<br />

Ihres Kopfs. <strong>So</strong>bald Sie leicht nach unten<br />

blicken, wird gescrollt. In der Praxis funktioniert<br />

dies jedoch kaum: Das Handy reagiert,<br />

aber nie so, wie es soll.<br />

Manche von Samsungs Gesten- und Blickerkennungen<br />

bewähren sich aber auch im<br />

Alltag. Mit der Option „Intelligente Drehung“<br />

etwa rotiert die Anzeige nicht mehr <strong>in</strong>s Querformat,<br />

wenn Sie bequem auf der Seite liegend<br />

e<strong>in</strong>e Webseite lesen. Samsung orientiert<br />

sich dabei an der Position Ihrer Augen. Und<br />

auch „Smart Stay“ ist praktisch, sobald Sie<br />

e<strong>in</strong>en längeren Text lesen möchten. Ist die<br />

Option aktiv, schaltet das Handy nicht mehr<br />

die Bildschirmsperre e<strong>in</strong>, wenn es e<strong>in</strong> geöffnetes<br />

Auge vor se<strong>in</strong>er Frontkamera entdeckt.<br />

Samsung Apps<br />

Die von Samsung mit auf das Handy gebannten<br />

„S Apps“ ergänzen <strong>Android</strong> mit s<strong>in</strong>nvollen<br />

Funktionen, die Sie sonst mit Apps aus<br />

dem Play Store nachrüsten müssten. <strong>So</strong> übersetzt<br />

„S Translator“ (im Gegensatz zum<br />

Google Translator auch offl<strong>in</strong>e) Texte und<br />

Galaxy S4 GT-I9505<br />

Testergebnis<br />

★★★★★<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Formfaktor<br />

5-Zoll-Smartphone<br />

Auflösung<br />

1920 x 1080 Pixel, 441 ppi<br />

Prozessor<br />

1,9 GHz Qualcomm Snapdragon 600, Quad-Core<br />

Speicher<br />

16 GByte <strong>in</strong>tern, bis zu 64 GByte per MicroSD<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

4.2.2 (Nach Update)<br />

Akku<br />

2600 mAh<br />

Laufzeit Standby/​Gespräch 370 h/​17 h<br />

Gewicht<br />

130 g<br />

Preis (Internet)<br />

560 Euro (16 GByte)<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// android‐user. de/ lp/ 18359<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

24.314 Punkte<br />

Vellamo (HTML5/​Metal)<br />

2134/​733 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung 4,9 Punkte<br />

ausgezeichnet<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 35


Hardware<br />

Galaxy S4<br />

Abb. 5: Die Bild-<strong>in</strong>-Bild-Funktion blendet die Bilder beider Kameras <strong>in</strong><br />

Aufnahmen und Videos e<strong>in</strong>.<br />

Abb. 6: Viele verschiedene Kameramodi zaubern aus e<strong>in</strong>fachen Aufnahmen<br />

beachtliche Bilder.<br />

Abb. 7: Die 13 Megapixel bietet<br />

das Galaxy S4 nur im für Bilder<br />

ungewöhnlichen 4:3-Format an.<br />

Sprache<strong>in</strong>gaben, unter „S Memo“ f<strong>in</strong>den Sie<br />

e<strong>in</strong> Notizbuch für Texte, Bilder oder Audiodateien,<br />

und mit dem „Text- & Bildscanner“<br />

lesen Sie Adressen oder Telefonnummern<br />

e<strong>in</strong>, anstatt sie mühsam abzutippen.<br />

An der selben Stelle b<strong>in</strong>det Samsung allerd<strong>in</strong>gs<br />

auch diverse Apps von Partnern mit<br />

e<strong>in</strong>. <strong>So</strong> f<strong>in</strong>den Sie Apps von Cewe, „Bild“,<br />

HRS Hotels oder Kaufda auf Ihrem neuen<br />

Galaxy S4. Diese Partner-Apps lassen sich jedoch<br />

rückstandslos vom System entfernen.<br />

Kamera mit <strong>viel</strong>en Tricks<br />

Die <strong>in</strong> das Handy e<strong>in</strong>gebauten Kameras arbeiten<br />

mit 13 MP auf der Rückseite und zwei<br />

MP auf der Front. Die Auflösung erreicht<br />

Samsung nur durch e<strong>in</strong>en Trick: Im 13-MP-<br />

Modus nimmt die Kamera Bilder nur im für<br />

Fotos ungewöhnlichen 4:3-Format bei 4128 x<br />

3096 Pixel auf. Eher üblich ist e<strong>in</strong> Format mit<br />

16:9, dieses bietet das S4 jedoch nur mit maximal<br />

9,6 MP bei e<strong>in</strong>er Bildbreite von ebenfalls<br />

4128 Pixeln an.<br />

Die Qualität der<br />

Handy-Fotos ist bei guten<br />

Lichtverhältnissen vorbildlich.<br />

Aber auch bei<br />

schlechtem Licht kann<br />

die Kamera punkten. Die<br />

Automatik wählt sehr<br />

früh höhere ISO-Werte,<br />

sodass die Belichtungszeiten<br />

kurz s<strong>in</strong>d und die<br />

Bilder nur wenig verwackeln,<br />

der zuschaltbare<br />

Bildstabilisator tut dabei<br />

se<strong>in</strong> Übriges. Trotz der<br />

hohen ISO-Zahlen hält<br />

sich das Bildrauschen des<br />

Kamerachips <strong>in</strong> Grenzen.<br />

Doch nicht nur die<br />

Abb. 8: Obwohl wir unser Testgerät<br />

<strong>in</strong>tensiv genutzt haben, hielt der<br />

Akku länger als 24 Stunden.<br />

Hardware überzeugt,<br />

auch bei der Kamerasoftware<br />

hat Samsung <strong>in</strong>teressante<br />

Funktionen e<strong>in</strong>gebaut. <strong>So</strong> blendet<br />

die Kamera auf Wunsch das Bild der zweiten<br />

Kamera mit <strong>in</strong> die Aufnahme e<strong>in</strong>. Dieser<br />

Bild-<strong>in</strong>-Bild-Modus arbeitet im Foto- wie<br />

auch im Videomodus, dort f<strong>in</strong>den Sie zudem<br />

die Option, Videos als Zeitlupe oder Zeitraffer<br />

aufzunehmen.<br />

Diverse Kameramodi erleichtern Ihnen das<br />

Fotografieren. „Best Face“ sucht aus fünf<br />

Aufnahmen e<strong>in</strong>es Gruppenbildes das jeweils<br />

beste Gesicht jeder Person heraus und montiert<br />

e<strong>in</strong>e perfekte Aufnahme. „<strong>So</strong>und&Shot“<br />

nimmt dagegen während der Aufnahme den<br />

Ton mit auf, so landet Ihr „Bitte lächeln“ als<br />

MP3-Datei im Speicher des Handys.<br />

Fazit<br />

Das Gehäuse des S4 macht e<strong>in</strong>en nicht so<br />

wertigen E<strong>in</strong>druck wie etwa das e<strong>in</strong>es HTC<br />

One, dafür ist es weniger anfällig für Kratzer<br />

und Schäden. Zur Not tauschen Sie den Deckel<br />

aus, und schon sieht Ihr Galaxy S4 wieder<br />

aus wie neu. Auch der<br />

wechselbare Akku – der unser<br />

Testgerät locker über 24 Stunden<br />

mit Strom versorgte – und<br />

der MicroSD-Kartenslot s<strong>in</strong>d<br />

große Pluspunkte.<br />

Technisch ist das Galaxy S4<br />

auf der Höhe der Zeit: Das LTE-<br />

Modem arbeitet auf der ganzen<br />

Welt, das Handy br<strong>in</strong>gt e<strong>in</strong> aktuelles<br />

<strong>Android</strong> 4.2 mit, es<br />

weist Rekorde <strong>in</strong> den Benchmarks<br />

auf, und auch die Kamera<br />

überzeugt. Bleibt der<br />

Preis: Im Internet lässt sich das<br />

Handy ab etwa 560 Euro ohne<br />

Vertrag ordern, mit dem entsprechenden<br />

Tarif wie dem 1&1<br />

All-Net-Flat Pro bekommen Sie<br />

e<strong>in</strong> S4 ohne Brand<strong>in</strong>g gar ohne<br />

Zuzahlung. Unser Fazit: Das S4<br />

ist die <strong>Android</strong>-S-Klasse! ● ● ●<br />

36<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Hardware<br />

LG Optimus G<br />

Aha-Effekt<br />

LG will mit dem Optimus G <strong>in</strong> der Oberklasse<br />

mitreden – das wird schon beim Auspacken<br />

klar. Das Gerät liegt trotz se<strong>in</strong>er glatten<br />

Oberfläche und nur 8,45 mm Bauhö he<br />

sehr gut <strong>in</strong> der Hand. Die an das Nexus 4 er<strong>in</strong>nernde<br />

Glitzerrückseite verschafft dem<br />

Smartphone e<strong>in</strong>en exklusiven Touch. Auch<br />

die Torx-Verschraubung des Gehäuses h<strong>in</strong>terlässt<br />

e<strong>in</strong>en wertigen E<strong>in</strong>druck, Lautsprecherwippe<br />

und Power-Button reagieren direkt<br />

und mit e<strong>in</strong>em def<strong>in</strong>ierten Auslösepunkt.<br />

Trotz Glanz und Glamour fehlt dem Optimus<br />

G aber das gewisse optische Etwas. Mit<br />

dem Stil des HTC One oder e<strong>in</strong>es Xperia Z<br />

kann es nicht mithalten – wie bei <strong>viel</strong>en LG-<br />

Geräten herrscht eher vornehme Zurückhaltung<br />

vor.<br />

LG<br />

Im Test: LG Optimus G E975<br />

Später<br />

Besucher<br />

Auf den ersten Blick verfügt das LG Optimus G über e<strong>in</strong>e<br />

echte Topausstattung: Quad-Core-Prozessor, clevere Funktionen,<br />

<strong>Android</strong> 4.1.2 Jelly Bean, LTE und 13-Megapixel-Kamera.<br />

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Arnold Zimprich<br />

‚„Plusm<strong>in</strong>us<br />

‚ Blitzschneller Prozessor<br />

‚ Gehäuseverarbeitung<br />

‚ Kontrastreiches Display<br />

„ Ke<strong>in</strong>e Speichererweiterung<br />

„ Akku fest verbaut<br />

Zusammen mit dem <strong>So</strong>ny Xperia Z,<br />

dem HTC One, dem LG Nexus 4<br />

und dem Samsung Galaxy S4 bildet<br />

das Optimus G von LG die Top 5<br />

der <strong>Android</strong>-Smartphones <strong>in</strong> Deutschland.<br />

Ob die Südkoreaner mit dem Quad-Core-Boliden<br />

aus dem vergangenen Jahr punkten können,<br />

erfahren Sie <strong>in</strong> diesem Artikel.<br />

Geteiltes Echo<br />

Für derzeit rund 450 Euro Straßenpreis bietet<br />

das LG-Handy e<strong>in</strong>e angemessene Ausstattung.<br />

Der Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz<br />

sorgt zusammen mit <strong>Android</strong> 4.1.2 und<br />

Googles Project Butter für e<strong>in</strong>e sehr flüssige<br />

Bedienung, e<strong>in</strong>gefleischte <strong>Android</strong>-Fans müssen<br />

sich jedoch an LGs Launcher gewöhnen.<br />

Die Benutzeroberfläche wirkt zwar sehr aufgeräumt,<br />

Standardanwendungen wie die vor<strong>in</strong>stallierte<br />

Tastatur kommen jedoch nicht an<br />

die Vanilla-<strong>Android</strong>-Tastatur mit Swype-<br />

Funktion heran, die auf dem Nexus 4, dem<br />

mit <strong>Android</strong> 4.2.2 augestatteten „kle<strong>in</strong>en<br />

Bruder“ des Optimus G, <strong>in</strong>stalliert ist. Damit<br />

zeigt sich auch das Dilemma des Optimus G:<br />

Es muss sich zwangsläufig mit dem Nexus 4<br />

messen, zieht jedoch <strong>in</strong> Sachen Preis und<br />

Aktualität der <strong>Android</strong>-Version den Kürzeren.<br />

Als Vorteil bleibt lediglich der mit 32 GByte<br />

großzügig bemessene Speicher, der sich aber<br />

auch nicht per MicroSD erweitern lässt.<br />

Etwas enttäuscht waren wir von der vollmundig<br />

angekündigten 13-Megapixel-Kamera.<br />

Mit der knackigen Schärfe von Xperia-<br />

Z-Aufnahmen kann das LG-Gerät nicht mithalten<br />

– erneut zeigt sich, dass e<strong>in</strong>e hohe Pixelzahl<br />

nicht gleich steigende Fotoqualität<br />

bedeutet. Der 2100-mAh-Akku des LG sorgt<br />

zwar für ausreichend Strom, die Konkurrenz<br />

<strong>in</strong> Form des Samsung Galaxy S4, <strong>So</strong>ny Xperia<br />

Z und HTC One bietet jedoch durch die Bank<br />

e<strong>in</strong> wenig mehr Kapazität.<br />

Praktische Zusätze<br />

LG hat sich e<strong>in</strong> paar witzige Features bei der<br />

Bedienung e<strong>in</strong>fallen lassen. <strong>So</strong> lässt sich die<br />

Kamera beispielsweise per Sprachbefehl auslösen,<br />

wie bei Samsungs Galaxy S4 schaltet<br />

das Optimus G den Bildschirm nicht ab,<br />

wenn man darauf blickt. Legt man das Optimus<br />

G mit dem Display nach unten h<strong>in</strong>, so<br />

deaktiviert man Alarme, den Wecker und<br />

schaltet es auf Wunsch auch stumm. Speziell<br />

für Besprechungen und Morgenmuffel e<strong>in</strong>e<br />

sehr praktische Funktion. Zudem ist das Op-<br />

38<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

LG Optimus G<br />

Abb. 1: Zu den besonderen Fähigkeiten<br />

der neuen LG-Smartphones<br />

gehört die Quick-Memo-Funktion.<br />

Abb. 2: Google Now br<strong>in</strong>gt mit se<strong>in</strong>en<br />

„Cards“ nutzerrelevante Informationen<br />

auf den Bildschirm.<br />

Abb. 3: Die Kamera macht zwar<br />

tolle Fotos – die 13 Megapixel<br />

merkt man ihr jedoch nicht an.<br />

Abb. 4: Neben Google Play ist<br />

auch der LG-eigene App-Shop<br />

SmartWorld mit an Bord.<br />

timus G e<strong>in</strong> verlässlicher Partner für Spielfreunde<br />

und sorgt mit se<strong>in</strong>er Adreno-320-<br />

GPU für mächtig Spaß beim Gam<strong>in</strong>g. Alle<strong>in</strong><br />

<strong>Android</strong>-E<strong>in</strong>steiger werden sich an der nicht<br />

vore<strong>in</strong>gestellten H<strong>in</strong>tergrundbeleuchtung der<br />

drei Navigationstasten stören. Wer sich bei<br />

der Bedienung von <strong>Android</strong>-Geräten nicht<br />

auskennt, tappt im wahrsten S<strong>in</strong>ne des Wortes<br />

zunächst völlig im Dunkeln. Die Tasten<br />

sollten <strong>in</strong> der Grunde<strong>in</strong>stellung an se<strong>in</strong>.<br />

Umfangreiche App-Auswahl<br />

Die App-Basisausstattung des LG lässt sich <strong>in</strong><br />

jedem Fall sehen. Neben den obligatorischen<br />

Google-Apps hat LG dem Gerät die Polaris-<br />

Office-Suite, e<strong>in</strong>en Video-Editor und e<strong>in</strong>en<br />

Taskmanager verpasst. Auch e<strong>in</strong> App-Manager,<br />

e<strong>in</strong>e Back-up-App und e<strong>in</strong> Dateimanager<br />

s<strong>in</strong>d mit an Bord, auf dem Startbildschirm<br />

mit sieben Screens ist darüber h<strong>in</strong>aus reichlich<br />

Platz für alle aus dem Play Store oder<br />

LGs SmartWorld heruntergeladenen Apps.<br />

Die Übersetzer-App QuickTranslator, LGs<br />

DLNA-Stream<strong>in</strong>g-App SmartShare und die<br />

Notiz-App Notebook runden das Angebot ab,<br />

nur wenig Nutzerwünsche dürften offenbleiben.<br />

Besonders clever ist die Q-Slide-Funktion,<br />

die das Überblenden mehrerer Apps ermöglicht.<br />

Will man etwa mit der Notiz-App<br />

arbeiten und benötigt parallel die Wikipedia-<br />

App, ist das mit Q-Slide ke<strong>in</strong> Problem.<br />

Fazit<br />

Das Optimus G ist e<strong>in</strong> schnelles und toll konzipiertes<br />

Smartphone, daran ist nicht zu<br />

zweifeln. Das Hauptmanko des Geräts ist der<br />

späte Startterm<strong>in</strong>: Zwar ist es auf anderen<br />

Märkten bereits länger zu haben, <strong>in</strong> Deutschland<br />

konnte die Konkurrenz dem Optimus G<br />

jedoch die Schau stehlen. <strong>So</strong>ny und HTC<br />

punkten bei ihren aktuellen Flaggschiffen<br />

mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1280), das LG<br />

muss sich mit 1280 x 768 Pixeln begnügen.<br />

HTC verfügt über das schnittigste Gehäuse,<br />

das Xperia Z ist wasser- und staubdicht. <strong>So</strong>lche<br />

Alle<strong>in</strong>stellungsmerkmale kann das LG<br />

nicht aufweisen, sieht man von den <strong>So</strong>ftware-<strong>So</strong>nderfunktionen<br />

wie der Kamera-<br />

Sprachsteuerung e<strong>in</strong>mal ab. Das e<strong>in</strong>zige Argument,<br />

das aktuell noch für den Kauf des<br />

Optimus G spricht, ist der Straßenpreis von<br />

derzeit 450 Euro, der rund 100 Euro unter<br />

dem des <strong>So</strong>ny Xperia und 150 Euro unter<br />

dem Preis des Samsung Galaxy S4 und des<br />

HTC One liegt. Es gibt ke<strong>in</strong> anderes Quad-<br />

Core-Smartphone dieser Klasse mit 32 GByte<br />

<strong>in</strong>ternem Speicher zu diesem Preis. ● ● ●<br />

LG Optimus G<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

LG<br />

Formfaktor<br />

4,7-Zoll-Smartphone<br />

Auflösung<br />

1280 x 768 Pixel<br />

Prozessor<br />

1,5 GHz Quad-Core (Snapdragon S4 Pro)<br />

<strong>Android</strong>-Version <strong>Android</strong> 4.1.2<br />

Akku<br />

2100 mAh<br />

Laufzeit (Standby/​Gespräch)<br />

447 h/​13,5 h<br />

Gewicht<br />

145 Gramm<br />

Preis (Internet)<br />

450 Euro<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 18263<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

19.374 Punkte<br />

Vellamo (HTML5/​Metal)<br />

1854/​646 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung 4,6 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 39


Hardware<br />

<strong>So</strong>ny Xperia V<br />

Im Test: <strong>So</strong>ny Xperia V LT25i<br />

<strong>So</strong>ny<br />

Xperia V<br />

<strong>So</strong>ny<br />

Ke<strong>in</strong> Bond-Begleiter, aber auch nicht das<br />

Ende vom Alphabet: Das <strong>So</strong>ny Xperia V muss<br />

se<strong>in</strong>en Platz dazwischen f<strong>in</strong>den. Das Xperia V<br />

will passend für alle se<strong>in</strong>. Dem wird es auch<br />

gerecht. Stefan Telfner<br />

‚„Plusm<strong>in</strong>us<br />

‚ Design<br />

‚ Formfaktor<br />

‚ Kamera<br />

‚ Wasser- und staubfest<br />

„ Preis<br />

„ Akkulaufzeit<br />

Das <strong>So</strong>ny Xperia V wirkt anfangs<br />

trotz identischem Design nicht so<br />

edel wie der James-Bond-Begleiter<br />

Xperia T. Es ist aber ebenso<br />

hart im Nehmen wie das Xperia Go. Der<br />

Datenturbo LTE wie beim aktuellen Flaggschiff<br />

Xperia Z ist ebenfalls mit an Bord.<br />

Handl<strong>in</strong>g & Display<br />

Nimmt man das Xperia V zur Hand, zeigt es<br />

sich schlank, elegant und strapazierfähig.<br />

Das aus Kunststoff gefertigte Smartphone ist<br />

kle<strong>in</strong>er und schmaler als se<strong>in</strong> großer Bruder,<br />

das Xperia T. Unter der abnehmbaren Rückseite<br />

schlummert der wechselbare<br />

Akku. Die leicht gebogene<br />

Form wirkt wie e<strong>in</strong><br />

Handschmeichler, mit se<strong>in</strong>en<br />

120 Gramm ist es e<strong>in</strong> echtes<br />

Leichtgewicht. Alle Anschlüsse<br />

des Xperia V s<strong>in</strong>d<br />

mit e<strong>in</strong>er Abdeckung versehen,<br />

sodass Wasser und<br />

Staub ihm nichts anhaben<br />

können. E<strong>in</strong>zig der Power-<br />

Button und die Lautstärkewippe<br />

s<strong>in</strong>d leicht vom Gehäuse<br />

abgehoben.<br />

Das kratzfeste M<strong>in</strong>eralglas<br />

über dem 4,3-Zoll-<br />

Display verschafft mit se<strong>in</strong>en<br />

1280x720 Pixel e<strong>in</strong>en<br />

guten Schärfee<strong>in</strong>druck. Die<br />

Helligkeit von 450 cd/​m 2<br />

ist zwar nicht so stark wie<br />

Abb. 1: E<strong>in</strong> neues H<strong>in</strong>tergrundbild<br />

richten Sie per Drag-and-drop e<strong>in</strong>.<br />

beim iPhone-Display (500 cd/​m 2 ), muss sich<br />

aber absolut nicht als Schlusslicht im Xperia-<br />

Lager ansehen. Die Mobile-Bravia-2-Eng<strong>in</strong>e<br />

erhöht die Farbsättigung bei Bildern sichtbar.<br />

<strong>So</strong>nys Timescape-Oberfläche<br />

Der neue <strong>So</strong>ny-Launcher überzeugt durchaus.<br />

Auf dem Homescreen s<strong>in</strong>d Walkman,<br />

Album, Filme und <strong>So</strong>ny-Select-App positioniert.<br />

Wie bei <strong>Android</strong> üblich, stehen Ihnen<br />

sieben Homescreens für Ihre Liebl<strong>in</strong>gs-Apps<br />

und ‐Widgets zur Verfügung. Der App-Launcher<br />

sortiert die Apps dabei nicht nur alphabetisch,<br />

es ist auch möglich, die Reihenfolge<br />

der Apps per Drag-anddrop<br />

selber festzulegen.<br />

Auch wenn der Bildschirm<br />

gesperrt ist, kann<br />

man direkt auf die Kamera<br />

oder den Musikplayer zugreifen.<br />

Dabei wird im<br />

Musikplayer stets die letzte<br />

verwendete Funktion wie<br />

MP3, Play <strong>Music</strong> oder der<br />

Web-Radio-Stream angezeigt.<br />

Auch die Benachrichtigungsleiste<br />

lässt sich vom<br />

Sperrbildschirm aus öffnen,<br />

um E-Mails anzuzeigen<br />

oder Anrufe zu prüfen.<br />

Leistung<br />

Wirft man e<strong>in</strong>en Blick <strong>in</strong>s<br />

Innere des Xperia V, f<strong>in</strong>det<br />

man e<strong>in</strong>en bärenstarken<br />

40<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

<strong>So</strong>ny Xperia V<br />

Abb. 2: Über „Eigene <strong>So</strong>rtierung“ lassen<br />

sich Icons <strong>in</strong>dividuell anordnen.<br />

Abb. 3: Seit März arbeitet <strong>Android</strong><br />

4.1.2 unter der Haube des Xperia V.<br />

keit, HDR-Bilder zu<br />

machen. Dank „Burst“-<br />

Modus nimmt sie<br />

zudem <strong>in</strong>nerhalb von<br />

nur e<strong>in</strong>er Sekunde aus<br />

dem Standby heraus<br />

e<strong>in</strong> Foto auf. Videos<br />

dreht das Xperia V <strong>in</strong><br />

Full-HD (1920 x 1080<br />

Pixel), die <strong>So</strong>undaufnahme<br />

ist bei wenig<br />

W<strong>in</strong>d sehr klar, neigt<br />

jedoch im Freien bei<br />

stärkerem W<strong>in</strong>d zum<br />

Rauschen. Der MHLfähige<br />

USB-Anschluss<br />

ermöglicht die Wiedergabe<br />

von Audio- und<br />

Video-Dateien per Adapter<br />

auf jedem Gerät<br />

mit HDMI-E<strong>in</strong>gang.<br />

Abb. 4: Die Benchmarkwerte s<strong>in</strong>d für<br />

e<strong>in</strong> Dual-Core-Handy sehr gut.<br />

Dual-Core-Prozessor mit 1,5 GHz von Qualcomm.<br />

Zwar liegt er um wenige Zähler unter<br />

den Benchmark-Ergebnissen des Xperia T,<br />

die <strong>So</strong>ny-eigene Timescape-Oberfläche stellt<br />

die CPU im Alltag aber ohne Ruckler dar.<br />

Apps starten schnell, der Wechsel zwischen<br />

den Anwendungen erfolgt nur sehr selten mit<br />

e<strong>in</strong>er Verzögerung, die man als störend werten<br />

könnte.<br />

Dank LTE und NFC ist das Xperia V gut<br />

für die Zukunft gerüstet. Seit März ist auch<br />

das Update auf <strong>Android</strong> 4.1.2 (Jelly Bean)<br />

erhältlich. Damit gehören die Micro-Ruckler<br />

der ersten <strong>So</strong>ftware-Version der Vergangenheit<br />

an. Das <strong>So</strong>ny-Smartphone besitzt e<strong>in</strong>en<br />

<strong>in</strong>ternen Speicher mit 8 GByte, der sich via<br />

MicroSD-Karte erweitern lässt. Der Wechsel<br />

zwischen LTE/​UMTS/​GSM hat <strong>in</strong> unseren<br />

Tests gut funktioniert. LTE als bevorzugtes<br />

Netz beschert aber (je nach Standort) eher<br />

e<strong>in</strong>en leeren 1750-mAh-Akku als schnellere<br />

Downloads.<br />

Kamera<br />

Wie dem aktuellen Flaggschiff Xperia Z hat<br />

<strong>So</strong>ny auch dem Xperia V e<strong>in</strong>e Kamera mit<br />

13 Millionen Pixel spendiert. Sie verfügt über<br />

e<strong>in</strong>en <strong>in</strong>telligenten Automatikmodus, wie<br />

man ihn schon von <strong>So</strong>nys „Lifestyle“-Kameras<br />

kennt. In Komb<strong>in</strong>ation mit dem <strong>So</strong>nyeigenen<br />

Exmor-Sensor dürfen Sie sich auf<br />

sehr gute Fotos freuen, ohne je zu den E<strong>in</strong>stellungen<br />

der Kamera-App greifen zu müssen.<br />

Gespart hat <strong>So</strong>ny bei der Frontkamera,<br />

die nur mit 0,3 Megapixeln auflöst.<br />

Zu den Zusatzfunktionen der Kamera gehört<br />

neben Panoramafotos auch die Möglich-<br />

Musik<br />

Musik hören Sie mit <strong>So</strong>ny-Smartphones über<br />

die Walkman-App und am besten mit Kopfhörern<br />

oder via Bluetooth/​Kl<strong>in</strong>kenstecker.<br />

Die e<strong>in</strong>gebauten Lautsprecher s<strong>in</strong>d für Musik<br />

etwas zu kle<strong>in</strong> dimensioniert, die Sprachqualität<br />

liegt aber <strong>So</strong>ny-typisch auf e<strong>in</strong>em guten<br />

Niveau. Für das Hören über Kopfhörer ist das<br />

Xperia V e<strong>in</strong> gutes Musik-Handy.<br />

Fazit<br />

Das <strong>So</strong>ny Xperia V ist e<strong>in</strong> klasse Smartphone.<br />

Dass im Handy nur e<strong>in</strong> Dual-Core-Prozessor<br />

<strong>steckt</strong>, davon bemerkt der Nutzer eigentlich<br />

nichts. Wer e<strong>in</strong> handliches Smartphone im<br />

4,3-Zoll-Format sucht, ist beim Xperia V<br />

genau richtig. <br />

● ● ●<br />

<strong>So</strong>ny Xperia V LT25i<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Formfaktor<br />

Auflösung<br />

Prozessor<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

Akku<br />

Laufzeit Standby/​Gespräch<br />

Gewicht<br />

Preis (Internet)<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// android‐user. de/ lp/ 15845<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

Vellamo (HTML5/​Metal)<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

<strong>So</strong>ny<br />

4,3-Zoll-Smartphone<br />

1280x720 Pixel<br />

1,5 GHz, Dual-Core (Qualcomm<br />

MSM8960 )<br />

4.1.2 Jelly Bean<br />

1750 mAh<br />

300 h/​7 h<br />

120 g<br />

400 Euro<br />

11420 Punkte<br />

1886/​608 Punkte<br />

4,5 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 41


Hardware<br />

Allview AX2 Frenzy<br />

allviewmobile.de<br />

Im Test: Allview AX2 Frenzy Tablet<br />

Tablet & Phone<br />

Sie s<strong>in</strong>d auf der Suche<br />

nach e<strong>in</strong>em wirklich<br />

günstigen 7-Zoll-Tablet,<br />

mit dem man auch<br />

telefonieren und SMS<br />

verschicken kann?<br />

Dann lohnt sich e<strong>in</strong><br />

Blick auf das Allview<br />

AX2 Frenzy. Marcel Hilz<strong>in</strong>ger<br />

‚„Plusm<strong>in</strong>us<br />

‚ Preis-/Leistungs-Verhältnis<br />

‚ 3G, GPS und Bluetooth<br />

‚ Akku im Standby<br />

„ 4 GByte Speicher<br />

„ <strong>Android</strong> 4.0.4<br />

„ Display<br />

Seitdem Google mit dem Nexus 7<br />

e<strong>in</strong> 200-Euro-Tablet auf den Markt<br />

gebracht hat, tun sich andere Hersteller<br />

schwer daran, bessere Geräte<br />

zum gleichen Preis zu produzieren. Wir<br />

waren deshalb recht skeptisch, als Allview<br />

uns e<strong>in</strong> 7-Zoll-Tablet mit <strong>in</strong>tegriertem UMTS-<br />

Modem für 150 Euro zum Test anbot.<br />

Erster E<strong>in</strong>druck: gut<br />

Mit dem AX2 Frenzy ist Allview e<strong>in</strong> sehr<br />

gutes Tablet gelungen. In se<strong>in</strong>er Preisklasse<br />

ist es fast das e<strong>in</strong>zige <strong>Android</strong>-Tablet mit 3G.<br />

Das vor<strong>in</strong>stallierte System arbeitet trotz <strong>Android</strong><br />

4.0.4 flott und verfügt zudem über e<strong>in</strong>e<br />

sehr gute Akkulaufzeit im Standby. Lediglich<br />

unter Last muss das AX Frenzy relativ<br />

schnell wieder an die Steckdose. Die Achillesferse<br />

des Tablets bildet das mit 800 x 480<br />

Bildpunkten etwas pixelige Display. Dafür reagiert<br />

der Touchscreen aber prompt auf E<strong>in</strong>gaben.<br />

Die Stärke des Tablets liegt bei der<br />

sehr guten Hardwareausstattung mit 3G,<br />

Bluetooth , GPS und FM-Radio. Das Tablet<br />

eignet sich somit als Navi ebenso wie als Telefon,<br />

ja selbst Videoanrufe mit der neuen<br />

Hangouts-App von Google s<strong>in</strong>d möglich.<br />

Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns, dass<br />

man das Allview-Tablet über e<strong>in</strong> handelsübliches<br />

Micro-USB-Kabel aufladen kann. Gewöhnungsbedürftig<br />

ist die Anordnung der<br />

Buttons am rechten Tabletrand (im Hochformat).<br />

Der E<strong>in</strong>schaltknopf bef<strong>in</strong>det sich dort,<br />

wo man üblicherweise die Lautstärkewippe<br />

sucht, die Leiser-Taste bef<strong>in</strong>det sich quasi <strong>in</strong><br />

der Mitte des Tablets.<br />

Es gibt Nutzer, die immer noch auf das<br />

erste Galaxy-Tablet von Samsung schwören,<br />

weil man damit auch telefonieren kann. Die<br />

gleiche Funktionalität bietet auch das AX2<br />

Frenzy entweder über das im Lieferumfang<br />

bef<strong>in</strong>dliche Headset oder via Freisprechfunktion,<br />

aber rund 100 Euro günstiger als bei der<br />

Samsung-Lösung.<br />

Mit kle<strong>in</strong>en Schwächen<br />

Abstriche müssen Sie beim etwas flauen Display<br />

machen, das zudem nur über 800 x 480<br />

Pixel verfügt – zu wenig für e<strong>in</strong> gutes 7-Zoll-<br />

Display. Dafür reagiert der Touchscreen aber<br />

sehr prompt, auch auf der <strong>Android</strong>-Tastatur<br />

lässt sich wirklich flüssig tippen. Allview hat<br />

das <strong>Android</strong>-System so angepasst, dass die<br />

Bedienelemente möglichst wenig Platz belegen.<br />

Wer große F<strong>in</strong>ger hat, bekommt eventuell<br />

Probleme, den Home-Button richtig zu erwischen.<br />

Wir fanden die Änderung aber gut,<br />

da so mehr Platz für die eigentlichen Inhalte<br />

bleibt. Neben den Standardanwendungen<br />

von <strong>Android</strong> und dem ES Dateimanager hat<br />

Allview dem 7-Zoll-Tablet noch die Antiviren-App<br />

von Bitdefender, e<strong>in</strong>en PDF-Betrachter<br />

und die Office-Suite 6 von MobiSystems<br />

spendiert. Ebenfalls vor<strong>in</strong>stalliert ist Game-<br />

42<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Allview AX2 Frenzy<br />

loft Live. Mit der Installation von MiB3 hatten<br />

wir allerd<strong>in</strong>gs ke<strong>in</strong> Glück, auch das auf<br />

der Box beworbene Asphalt 6 quittierte den<br />

Start lediglich mit e<strong>in</strong>er Fehlermeldung. Als<br />

Spiele-Tablet eignet sich das AX2 Frenzy<br />

somit weniger gut, auch wenn Temple Run 2<br />

und Angry Birds auf dem Tablet problemlos<br />

laufen. Der vor<strong>in</strong>stallierte Speicher ist mit<br />

4 GByte relativ knapp bemessen, er lässt sich<br />

aber via MicroSD-Karte erweitern. Mit den<br />

Werkse<strong>in</strong>stellungen stehen rund 2 GByte für<br />

Daten frei, wobei Sie entscheiden, welche<br />

Apps <strong>in</strong> den <strong>in</strong>ternen Speicher kommen.<br />

Akkulaufzeit<br />

Der 3000-mAh-Akku hält unter Last maximal<br />

vier bis fünf Stunden durch. Auf acht Stunden<br />

Videoplayback wie beim Nexus 7 kommen<br />

Sie also mit dem AX2 Frenzy bei Weitem<br />

nicht. Dafür macht das Tablet im<br />

Standby e<strong>in</strong>e sehr gute Figur. Achten Sie unbed<strong>in</strong>gt<br />

darauf, das Tablet <strong>in</strong> den Flugmodus<br />

zu versetzen und anschließend WLAN e<strong>in</strong>zuschalten,<br />

wenn Sie das AX2 Frenzy ohne<br />

SIM-Karte nutzen möchten. Auf diese Art<br />

bleibt das 3G-Modul ausgeschaltet und verbraucht<br />

ke<strong>in</strong>en Strom. Wir erreichten <strong>in</strong> unseren<br />

Tests nur mit WLAN Standby-Zeiten<br />

von über 20 Tagen. Mit 3G-Modul beträgt die<br />

Standby-Zeit maximal fünf bis sechs Tage.<br />

Zur maximalen Gesprächszeit macht der<br />

Hersteller ke<strong>in</strong>e Angaben, sie dürfte aber bei<br />

rund drei Stunden liegen. Als kompletter<br />

Handy-Ersatz eignet sich das Tablet also nur,<br />

wenn Sie wenig telefonieren.<br />

Fazit<br />

Wir können das Allview AX2 Frenzy allen<br />

empfehlen, die auf der Suche nach e<strong>in</strong>em<br />

sehr günstigen All-<strong>in</strong>-one-Tablet s<strong>in</strong>d und<br />

dabei nicht auf e<strong>in</strong>en privaten Direktimport<br />

aus Ch<strong>in</strong>a setzen möchten. Allview stammt<br />

aus Rumänien, und die Firma hat e<strong>in</strong>e Vertretung<br />

<strong>in</strong> Deutschland. Bei Problemen jeglicher<br />

Art erhalten Sie somit <strong>in</strong>nerhalb Europas<br />

Hilfe. Die falsche Wahl ist das AX2 Frenzy<br />

h<strong>in</strong>gegen, wenn Sie <strong>viel</strong> Wert auf e<strong>in</strong><br />

Abb. 1: Asphalt 6 wird auf der Box des Tablets beworben,<br />

aber das Spiel ist nicht kompatibel.<br />

tolles Display legen oder e<strong>in</strong> Gam<strong>in</strong>g-Tablet<br />

suchen. Hier <strong>in</strong>vestieren Sie lieber e<strong>in</strong> paar<br />

Euro mehr für e<strong>in</strong> IPS-Display mit 1280 x 720<br />

Pixel. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des AX2<br />

Frenzy von Allview ist sehr gut.<br />

● ● ●<br />

Abb. 2: Das AX2 Frenzy lässt sich dank 3G-Modul vollumfänglich als Telefon nutzen.<br />

Abb. 3: Antiviren-App, Dateimanager und e<strong>in</strong>e Office-Suite s<strong>in</strong>d schon vor<strong>in</strong>stalliert.<br />

Allview AX2 Frenzy<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Allview<br />

Auflösung<br />

800 x 480 Pixel<br />

Prozessor<br />

1,0 GHz, Dual-Core<br />

<strong>Android</strong>-Version 4.0.4<br />

Akku<br />

3000 mAh<br />

Laufzeit Standby/​Sprechen 200 h/​k. A.<br />

Gewicht<br />

340 g<br />

Preis (Internet)<br />

150 Euro<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// android‐user. de/ lp/ 18432<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

6828 Punkte<br />

Vellamo (HTML5/​Metal)<br />

1150/​355 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

3,8 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 43


<strong>Android</strong> <strong>User</strong>, Christoph Langner<br />

Hardware<br />

Speicherkarten mit WLAN-Funktion<br />

Speicherkarten mit Wi-Fi und <strong>Android</strong>-App im Test<br />

Sneak<br />

Preview<br />

Sie fotografieren mit Verve und Ambition? Dann ist es mit<br />

Sicherheit e<strong>in</strong>er Ihrer Wünsche, Ihre Aufnahmen umgehend<br />

auf e<strong>in</strong>em größeren Bildschirm zu kontrollieren. Speicherkarten<br />

mit WLAN-Funktion und <strong>Android</strong>-App machen dies möglich.<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> hat die Alternativen im Test. Christoph Langner<br />

In der guten alten Zeit der analogen Fotografie<br />

dienten <strong>So</strong>fortbildkameras oft<br />

dazu, die Ausleuchtung der Szene beurteilen<br />

zu können. Der Fotograf konnte ja<br />

nicht schnell <strong>in</strong>s Labor laufen und se<strong>in</strong>e Aufnahme<br />

entwickeln und ausbelichten. In Zeiten<br />

der digitalen Fotografie fällt die Kontrolle<br />

der Aufnahmen leichter, doch solange die<br />

Kamera ke<strong>in</strong>e WLAN-Funktion hat, muss die<br />

Speicherkarte aus der Kamera genommen<br />

und per Kartenleser am PC ausgelesen werden.<br />

Damit auch noch dieser Schritt entfällt,<br />

gibt es SD-Speicherkarten mit WLAN-Funktion.<br />

Dank passender <strong>Android</strong>-Apps koppeln<br />

Sie so Ihr <strong>Android</strong>-Handy oder ‐Tablet mit<br />

Ihrer Digitalkamera.<br />

Eye-Fi Mobile X2<br />

Eye-Fi gehört zu den Pionieren<br />

unter den Speicherkarten mit <strong>in</strong>tegriertem<br />

WLAN. Um die Karte e<strong>in</strong>zurichten,<br />

benötigen Sie e<strong>in</strong>en PC mit W<strong>in</strong>dows<br />

oder MacOS X und die von Eye-Fi auf der<br />

Karte mitgelieferte oder aus dem Internet herunterladbare<br />

<strong>So</strong>ftware „Eye-Fi Center“<br />

[LINK 1] sowie e<strong>in</strong>en speziellen USB-Adapter.<br />

Das E<strong>in</strong>richten der Karte geht mit der <strong>So</strong>ftware<br />

leicht von der Hand. <strong>So</strong> geben Sie die<br />

Zugangsdaten zu Ihrem WLAN-Netzwerk<br />

über das Programm e<strong>in</strong> oder aktivieren auch<br />

den Direct Mode, <strong>in</strong> dem die Karte selber als<br />

WLAN-Access-Po<strong>in</strong>t fungiert, sodass Sie<br />

auch unterwegs Karte und <strong>Android</strong>e mite<strong>in</strong>ander<br />

koppeln können. In diesem Modus hat<br />

Ihr Handy/​Tablet allerd<strong>in</strong>gs ke<strong>in</strong>e Verb<strong>in</strong>dung<br />

mehr zum Internet. Über e<strong>in</strong> Eye-Fi-<br />

Konto werden die E<strong>in</strong>stellungen über Ihre<br />

Geräte h<strong>in</strong>weg abgeglichen. Ist die Konfiguration<br />

abgeschlossen, legen Sie die Eye-Fi-<br />

Karte <strong>in</strong> Ihre Kamera und schalten sie e<strong>in</strong>.<br />

Das Eye-Fi-Center dient auf dem PC auch<br />

als Empfänger für die auf der Eye-Fi gespeicherten<br />

Daten. Ist die Karte entsprechend<br />

e<strong>in</strong>gerichtet, landen Bilder nach der Aufnahme<br />

umgehend über WLAN auf Ihrem PC.<br />

Die Modelle „Mobile X2“ und „Connect X2“<br />

übertragen lediglich das JPEG-Format, die<br />

etwas teureren Karten aus der Pro-X2-Reihe<br />

können zudem auch RAW-Bilder übertragen.<br />

Für <strong>Android</strong> bietet Eye-Fi e<strong>in</strong>e eigene App<br />

im Play Store [LINK 2] an. Sie dient wie die PC-<br />

Anwendung als Empfänger und Betrachter<br />

für Ihre Aufnahmen, sie be<strong>in</strong>haltet jedoch<br />

nur wenig Konfigurationsmöglichkeiten. Sie<br />

benötigen weiterh<strong>in</strong> e<strong>in</strong>en PC und die Eye-Fi-<br />

Center-<strong>So</strong>ftware, um die Karte e<strong>in</strong>zurichten.<br />

Innerhalb der App bestimmen Sie unter E<strong>in</strong>stellungen<br />

| Eye-Fi-E<strong>in</strong>stellungen, auf welches<br />

der gekoppelten Geräte Bilder und Videos geleitet<br />

werden, wählen Sie hier Ihr <strong>Android</strong>-<br />

Tablet aus.<br />

Haben Sie die Karte so konfiguriert, dass<br />

Aufnahmen auf Ihren <strong>Android</strong>en gelenkt<br />

werden, spr<strong>in</strong>gt nach dem Drücken des Auslösers<br />

umgehend die Übertragung an. Bei<br />

guter Verb<strong>in</strong>dung zwischen Kamera und Tablet<br />

ist selbst e<strong>in</strong>e Aufnahme mit 12 MPixel <strong>in</strong><br />

wenigen Sekunden auf das Tablet geladen,<br />

die Übertragungsgeschw<strong>in</strong>digkeit entspricht<br />

<strong>in</strong> der Praxis etwa e<strong>in</strong>em MByte/​s.<br />

Transcend Wi-Fi SD Card<br />

Transcend bietet se<strong>in</strong>e Wi-Fi-Karte<br />

mit 16 oder 32 GByte Kapazität ausschließlich<br />

mit der Class-10-Spezifikation<br />

an. Damit garantiert Transcend e<strong>in</strong>e<br />

46<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Speicherkarten mit WLAN-Funktion<br />

Abb. 1: Das Eye-Fi-Center empfängt Ihre Aufnahmen drahtlos auf dem<br />

Desktop-Computer.<br />

Abb. 2: Mit der Eye-Fi-App kontrollieren Sie Ihre Bilder direkt auf dem Display<br />

e<strong>in</strong>es <strong>Android</strong>en.<br />

Schreibgeschw<strong>in</strong>digkeit von m<strong>in</strong>destens 10<br />

MByte/​s. Nur Eye-Fi bietet mit der X2 Pro 16<br />

GByte ebenfalls e<strong>in</strong>e Class-10-Karte an, diese<br />

kostet jedoch um die 100 US-Dollar und ist <strong>in</strong><br />

Europa noch nicht zu haben.<br />

Im Gegensatz zu Eye-Fi benötigen Sie zum<br />

E<strong>in</strong>richten der Transcend-Karte ke<strong>in</strong>e <strong>So</strong>ftware.<br />

Um Ihr Handy zu verb<strong>in</strong>den, starten<br />

Sie Ihre Kamera mit e<strong>in</strong>gelegter Transcend-<br />

Karte, <strong>in</strong>stallieren die „Wi-Fi SD“-App [LINK 3]<br />

und suchen <strong>in</strong> E<strong>in</strong>stellungen | WLAN nach<br />

e<strong>in</strong>em WLAN mit dem Namen WIFISD. Der<br />

WLAN-Schlüssel zu diesem Netz lautet<br />

„12345678“.<br />

In der Grundkonfiguration arbeitet die<br />

Karte lediglich als WLAN-Access-Po<strong>in</strong>t, mit<br />

der Karte verbundene <strong>Android</strong>en verlieren<br />

daher die Möglichkeit, mit dem Internet zu<br />

kommunizieren. Sie können jedoch über den<br />

Menüpunkt E<strong>in</strong>stellungen – die Zugangsdaten<br />

lauten hier adm<strong>in</strong>/​adm<strong>in</strong> – <strong>in</strong>nerhalb der<br />

„Wi-Fi SD“-App den Verb<strong>in</strong>dungsmodus von<br />

Direct Share auf Internet Modus umstellen.<br />

Unter E<strong>in</strong>stellungen Internet Modus speichern<br />

Sie dann bis zu drei bestehende<br />

WLANs ab.<br />

E<strong>in</strong>mal e<strong>in</strong>gerichtet dient Ihnen die Transcend-App<br />

als digitales Polaroid. Ihre Aufnahmen<br />

ersche<strong>in</strong>en bei aktiver App im Shoot<br />

& View-Modus direkt auf dem Schirm Ihres<br />

<strong>Android</strong>en, alternativ stöbern Sie mit Durchsuchen<br />

durch die im Speicher der Kamera liegenden<br />

Bilder und laden diese auf Ihr Handy<br />

herunter. Die Übersichten werden jedoch<br />

nicht automatisch aktualisiert, wenn neue<br />

Bilder h<strong>in</strong>zukommen. <strong>So</strong>llten Sie e<strong>in</strong>mal ke<strong>in</strong>en<br />

<strong>Android</strong>en zur Hand haben, können Sie<br />

sich per Webbrowser unter der IP der Karte –<br />

diese f<strong>in</strong>den Sie <strong>in</strong> den E<strong>in</strong>stellungen der App<br />

– Ihre Bilder ansehen.<br />

Toshiba FlashAir<br />

Wie auch schon bei der Transcend-<br />

Wi-Fi-Karte benötigen Sie für die<br />

Konfiguration der FlashAir-Karte<br />

ke<strong>in</strong>e <strong>So</strong>ftware. Wieder legen Sie die Karte <strong>in</strong><br />

Abb. 3: Mit der Digicam geschossene Aufnahmen ersche<strong>in</strong>en umgehend<br />

auf dem Display Ihres Handys oder <strong>Android</strong>-Tablets.<br />

Abb. 4: Mit der Transcend-App „Wi-Fi SD“ greifen Sie drahtlos auf den Bilderspeicher<br />

der Karte <strong>in</strong> der Kamera zu.<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 47


Hardware<br />

Speicherkarten mit WLAN-Funktion<br />

Abb. 5: Wie bei Eye-Fi sehen Sie auch mit der Transcend-App gerade<br />

geschossene Aufnahmen umgehend auf dem Display Ihres <strong>Android</strong>en.<br />

Abb. 6: Alternativ bietet die Transcend-Karte e<strong>in</strong> Web-Frontend für den<br />

Desktop-PC oder das Notebook an.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29306<br />

Ihre Kamera e<strong>in</strong>, <strong>in</strong>stallieren die FlashAir-<br />

App [LINK 4] auf Ihrem <strong>Android</strong>-Handy oder<br />

‐Tablet und buchen sich <strong>in</strong> den Access-Po<strong>in</strong>t<br />

der Karte e<strong>in</strong>. Sie müssen sich dazu nicht<br />

durch die <strong>Android</strong>-E<strong>in</strong>stellungen graben, die<br />

FlashAir-App übernimmt die Suche nach<br />

dem entsprechenden Netzwerk. Auch <strong>in</strong> diesem<br />

Fall lautet das Standardpasswort<br />

„12345678“, ändern Sie dieses am besten<br />

umgehend <strong>in</strong> den E<strong>in</strong>stellungen der App.<br />

Die App verb<strong>in</strong>det sich daraufh<strong>in</strong> zur Karte<br />

und zeigt Ihnen die bereits geschossenen Bilder<br />

an. E<strong>in</strong> längerer Klick auf e<strong>in</strong>es der <strong>Vorschau</strong>bilder<br />

lädt die Aufnahme <strong>in</strong> voller Auflösung,<br />

über den Download-Button speichern<br />

Sie das Bild auf Ihrem <strong>Android</strong>-Gerät. Es lassen<br />

sich auch gleich mehrere Aufnahmen<br />

auswählen und per Batch-Download <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>em Rutsch herunterladen.<br />

Damit hat sich die Funktionalität der App<br />

jedoch auch schon erschlagen. E<strong>in</strong> Live-Modus,<br />

der Ihnen das gerade geschossene Bild<br />

sofort anzeigt? Fehlanzeige! E<strong>in</strong> Internetmodus<br />

wie bei Eye-Fi oder Transcend, sodass<br />

sich die Karte nahtlos <strong>in</strong> Ihr WLAN e<strong>in</strong>fügt<br />

und Sie nicht immer e<strong>in</strong>e Extraverb<strong>in</strong>dung<br />

zur Karte aufnehmen müssen? Auch nicht<br />

vorhanden! E<strong>in</strong>zig e<strong>in</strong> Web-Frontend wie bei<br />

der Transcend-Karte bietet unter der IP<br />

192.168.0.1 verbundenen Geräten die Option,<br />

abseits der App auf die Daten der Karte<br />

per WLAN zuzugreifen.<br />

Eye-Fi und Transcend top!<br />

Den besten E<strong>in</strong>druck h<strong>in</strong>terließen die Karten<br />

von Eye-Fi und Transcend, wobei die Transcend-Karte<br />

für e<strong>in</strong>en deutlich ger<strong>in</strong>geren<br />

Preis e<strong>in</strong>e ähnlich gute Leistung, <strong>in</strong> manchen<br />

Bereichen sogar e<strong>in</strong>e noch bessere, br<strong>in</strong>gt.<br />

Eye-Fi hat nur die Nase vorn, wenn Sie die<br />

Karte auch mit dem PC koppeln möchten<br />

oder gar die Onl<strong>in</strong>efunktionen nutzen wollen.<br />

Auch gibt es e<strong>in</strong>e rege Community um<br />

die Eye-Fi-Karten, die alternative <strong>Android</strong>-<br />

Apps oder auch L<strong>in</strong>ux-Tools entwickelt.<br />

Wenn es aber hauptsächlich darum geht,<br />

Aufnahmen sofort auf e<strong>in</strong>em <strong>Android</strong>en anzusehen,<br />

dann liegen Sie bei Transcend richtig,<br />

daher geht an diese Karte auch die Empfehlung<br />

der Redaktion. <br />

● ● ●<br />

Abb. 7: Die FlashAir-App Toshibas ist eher e<strong>in</strong> Download-Tool, e<strong>in</strong>e Live-<br />

<strong>Vorschau</strong> gibt es nicht.<br />

Abb. 8: Im „View Mode“ der App stöbern Sie nur durch bereits ausgelesene<br />

Aufnahmen.<br />

48<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Apps<br />

App-Empfehlungen<br />

In dieser Rubrik stellt Ihnen<br />

die Redaktion jeden Monat<br />

zehn Apps vor, die wir für<br />

besonders gelungen halten.<br />

Arnold Zimprich<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-App-Empfehlungen<br />

Unsere Favoriten<br />

Komoot<br />

Fahrrad- & Wander-Navi<br />

Basis-App kostenlos<br />

Der <strong>So</strong>mmer ist da: Fahrrad-, Wander- und Laufrouten rund um Ihren<br />

Wohnort warten nur darauf, entdeckt zu werden. Komoot stellt das ideale<br />

Outdoor-Navi für die persönliche Tourenplanung zur Verfügung. Wer auf<br />

zwei Rädern oder auf Schusters Rappen unterwegs ist, kann die App als <strong>in</strong>telligenten<br />

Routenplaner für alle möglichen Freizeiterlebnisse nutzen<br />

und Touren nach den persönlichen Vorlieben berechnen lassen.<br />

Mit Komoot kann man se<strong>in</strong>e Ausflüge nach Parametern wie<br />

Dauer, Kondition und Wegbeschaffenheit planen. E<strong>in</strong>fache, präzise<br />

Sprachanweisungen sorgen für e<strong>in</strong>en reibungslosen Tourenverlauf,<br />

die App zeichnet die Route wie e<strong>in</strong> GPS-Tracker<br />

punktgenau auf. Wer möchte, kann dem Track unterwegs Fotos<br />

von Liebl<strong>in</strong>gsorten beifügen, und mit der Tachofunktion behält man die<br />

Geschw<strong>in</strong>digkeit und die verbleibende Strecke immer im Auge.<br />

Die Basis-App ist kostenlos und enthält e<strong>in</strong> Kartenpaket für die jeweilige<br />

Umgebung, e<strong>in</strong>zelne Datenpakete für andere Regionen schlagen<br />

mit rund 9 Euro zu Buche. Das vollständige Kartenangebot kostet<br />

29,99 Euro: Damit kann man Touren <strong>in</strong> ganz Deutschland, Österreich,<br />

der Schweiz, Belgien, den Niederlanden, Ostfrankreich, Norditalien<br />

und <strong>viel</strong>en Ferien<strong>in</strong>seln wie beispielsweise Teneriffa planen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Google<br />

Offers<br />

kostenlos<br />

Mit Google Offers haben <strong>Android</strong>-Nutzer die Möglichkeit, Rabatte auf Produkte<br />

oder Dienstleistungen zu erhalten und können zudem <strong>in</strong>teressante<br />

Angebote von e<strong>in</strong>zelnen Marken und lokalen Geschäften entdecken. Die<br />

App ermittelt die jeweiligen Interessensgebiete aus den Google-Suchgewohnheiten<br />

auf dem Smartphone, Tablet und Desktop. Entweder man<br />

löst die Angebote sofort e<strong>in</strong> oder nutzt e<strong>in</strong>e Er<strong>in</strong>nerungsfunktion, die auf<br />

das Angebot aufmerksam macht, sobald man sich <strong>in</strong> der Nähe des jeweiligen<br />

Geschäfts bef<strong>in</strong>det. Bewertung: ★★★★★<br />

123Bank<strong>in</strong>g<br />

kostenlos<br />

123Bank<strong>in</strong>g ist e<strong>in</strong>e neue, <strong>in</strong> Deutschland entwickelte, kostenlose Onl<strong>in</strong>e Bank<strong>in</strong>g-App,<br />

mit der sich Konten verschiedener Banken gleichzeitig überblicken<br />

lassen. Ob Umsätze, Kontostand oder Überweisungen: Mit der App haben Sie<br />

Ihre aktuellen F<strong>in</strong>anzen auch unterwegs immer im Blick. Mit der App lassen<br />

sich beliebig <strong>viel</strong>e Girokonten aller Banken verwalten, welche den HBCI und<br />

F<strong>in</strong>TS-Standard unterstützen. Bewertung: ★★★★★<br />

50 Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

App-Empfehlungen<br />

Auto-Away<br />

kostenlos<br />

Auto-Away antwortet mit Kurznachrichten auf e<strong>in</strong>gehende SMS und Anrufe. Die<br />

jeweiligen Empfänger erfahren so per SMS, warum sie den Smartphone-Besitzer<br />

momentan nicht persönlich erreichen. Via Recipient Filter<strong>in</strong>g kann der Nutzer<br />

festlegen, an welche Kontakte die automatischen SMS versendet werden.<br />

Wenn man möchte, wird den Nachrichten der H<strong>in</strong>weis [Auto-Away] angehängt<br />

– somit wissen die Empfänger, dass sie es nicht mit dem Smartphone-Besitzer<br />

sondern mit e<strong>in</strong>er Beantwortungs-App zu tun haben. Bewertung: ★★★★★<br />

Dynamic<br />

Volume Free<br />

kostenlos 0,76 Euro werbefrei<br />

Diese App passt die Lautstärke des eigenen <strong>Android</strong>-Smartphones den<br />

äußeren Gegebenheiten an. Wenn man sich gerade <strong>in</strong> geselliger Runde<br />

aufhält und der Lautstärkepegel durch angeregte Gespräche steigt oder<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em VW Käfer mit 140 Sachen auf der Autobahn unterwegs ist,<br />

dreht Dynamic Volume Free die Lautsprecher des Smartphones auf. Die<br />

Pro-Version entfernt den Upgrade-H<strong>in</strong>weis. Bewertung: ★★★★★<br />

G Cloud<br />

Backup<br />

kostenlos<br />

G Cloud Backup ist die ultimative<br />

Cloud-Sicherungs-App. Sie schreibt<br />

Kopien aller gespeicherten Daten an<br />

e<strong>in</strong>en sicheren Ort <strong>in</strong> der Cloud;<br />

SMS-Nachrichten, Kontakte<strong>in</strong>träge,<br />

Anruflisten und Dokumente ebenso<br />

wie Fotos, Musikstücke oder Videos.<br />

Die Anwendung fertigt automatisch<br />

täglich e<strong>in</strong> Backup an.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Ra<strong>in</strong>bow<br />

Shopp<strong>in</strong>g List<br />

kostenlos<br />

Ob <strong>in</strong> der Studenten-WG oder <strong>in</strong><br />

der Großfamilie: Die Organisation<br />

des geme<strong>in</strong>schaftlichen E<strong>in</strong>kaufs<br />

ist e<strong>in</strong>e echte Herausforderung.<br />

Die Ra<strong>in</strong>bow Shopp<strong>in</strong>g List erleichtert<br />

diese Mammutaufgabe jedoch<br />

deutlich. E<strong>in</strong>kaufslisten lassen sich<br />

im Nu erstellen und auf mehreren<br />

Geräten synchronisieren.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Jiffy – Time<br />

tracker<br />

kostenlos<br />

Jiffy ist e<strong>in</strong> Zeit- und Arbeitsplaner,<br />

der äußerst e<strong>in</strong>fach zu bedienen ist<br />

und dabei noch wirklich gut aussieht.<br />

Im Kern ist die App e<strong>in</strong> raff<strong>in</strong>iert<br />

und bunt gestalteter Timer mit<br />

Start/​Stop-Funktion, der aufnimmt,<br />

wann und wo man welche Tätigkeiten<br />

erledigt – egal, ob im Arbeitsumfeld<br />

oder privat zu Hause.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Encyclopedia Britannica 2013<br />

15,99 Euro<br />

Die Lexikon-App enthält mehr als 25.000 Artikel und 2.700 Bilder zu den verschiedensten<br />

Themen: Kunst, Wirtschaft, IT, Geografie, Geschichte, Literatur, Mediz<strong>in</strong>, Philosophie, Politik,<br />

Popkultur, Wissenschaft&Forschung, Sport und <strong>viel</strong>es mehr. Mit dieser Fülle an Material<br />

ist die Encyclopedia Britannica e<strong>in</strong>e fundierte Alternative zu Wikipedia und ideal für<br />

den E<strong>in</strong>satz <strong>in</strong> der Schule, bei der Arbeit oder an der Uni. Bewertung: ★★★★★<br />

pure<strong>So</strong>und WIFI<br />

0,74 Euro Testversion kostenlos<br />

Mit pure<strong>So</strong>und WIFI kann man via Wi-Fi Audio-Inhalte <strong>in</strong><br />

Echtzeit von W<strong>in</strong>dows auf <strong>Android</strong>-Geräte streamen. Der<br />

Entwickler garantiert bestmögliche Hörqualität auf dem<br />

Smartphone, denn bei der Übertragung via Wi-Fi werden<br />

die Audiodaten auf e<strong>in</strong>e schonende Art komprimiert. Die<br />

Datenübertragung geht im Unterschied zu Bluetooth gänzlich<br />

ohne Qualitätsverluste über die Bühne. Probieren Sie<br />

die App e<strong>in</strong>fach mal aus! Bewertung: ★★★★★<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29436<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 51


APPS<br />

Neuheiten<br />

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play<br />

Neuheiten<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

Ihnen besonders beliebte Apps<br />

vor, die neu auf Google Play<br />

s<strong>in</strong>d oder e<strong>in</strong> Update erhalten<br />

haben. Arnold Zimprich<br />

Kle<strong>in</strong>er Eisbär<br />

3,59 Euro<br />

Diese App zeigt die Abenteuer des bekannten<br />

Eisbären Lars auf dem Handy.<br />

Die sehr schön gestaltete App br<strong>in</strong>gt<br />

20 vollständig animierte und vertonte<br />

Szenen auf den Bildschirm, darüber h<strong>in</strong>aus gibt es drei speziell<br />

für K<strong>in</strong>der gestaltete Spiele. Die App-Inhalte kann man entweder<br />

selbst durchlesen oder vorlesen lassen. Vom gleichen Verlag gibt es<br />

noch <strong>viel</strong>e andere Apps für K<strong>in</strong>der. Bewertung: ★★★★★<br />

AOKPush<br />

1,- Euro<br />

AOKPush ist e<strong>in</strong> Muss für alle Fans der AOKP Custom-ROM. Die<br />

Anwendung weist Smartphone-Nutzer per Push-Notifikation auf<br />

das E<strong>in</strong>treffen neuer AOKP-<br />

Builds h<strong>in</strong> und macht<br />

zudem auch auf Test-Builds<br />

(Milestone-Feeds, Nightly<br />

Feeds, Test Feeds und Fun<br />

Feeds) und andere News<br />

aus der AOKP-Küche aufmerksam.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Runtastic<br />

Mounta<strong>in</strong> Bike<br />

4,99 Euro Testversion kostenlos<br />

Mit Runtastic Mounta<strong>in</strong> Bike lassen sich alle<br />

möglichen MTB-Touren via GPS aufzeichnen.<br />

Sie zeigt Distanz, Zeit, Geschw<strong>in</strong>digkeit, Höhenmeter,<br />

Pace, Kalorienverbrauch und weitere<br />

Daten an und verwandelt das Smartphone <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>en <strong>viel</strong>seitigen Fahrradcomputer mit über 50<br />

Funktionen. Mit der Routensuche lassen sich<br />

Tausende h<strong>in</strong>terlegte MTB-Routen anderer Fahrer<br />

abrufen. Bewertung: ★★★★★<br />

Zalando Mobil<br />

kostenlos<br />

Neben dem kompletten<br />

Zalando-Angebot für<br />

Damen, Herren und K<strong>in</strong>der<br />

hält die Zalando-App<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em separaten<br />

Magaz<strong>in</strong> Fashion-<br />

Trends parat, hat mit<br />

dem Styleshaker e<strong>in</strong>en<br />

witzigen Mode-Zufallsgenerator<br />

an Bord und<br />

verfügt über e<strong>in</strong>en <strong>in</strong>tegrierten<br />

Barcode-<br />

Scanner, um Preise<br />

vor Ort zu vergleichen.<br />

Zudem hat die<br />

App e<strong>in</strong>e Extra-<br />

Sparte für Schnäppchenjäger<br />

auf Lager.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

ADAC Camp<strong>in</strong>g/​<br />

Stellplatz 2013<br />

kostenlos<br />

Camp<strong>in</strong>g-Fans können via App e<strong>in</strong>en Blick auf<br />

mehr als 5.400 Camp<strong>in</strong>gplätze und gut 4.200<br />

Stellplätze <strong>in</strong> ganz Europa werfen. Dabei ist für<br />

jeden etwas dabei: vom e<strong>in</strong>samen Camp<strong>in</strong>gplatz<br />

<strong>in</strong> den Bergen bis zum FKK-Camp am<br />

Meer. Der ADAC bietet zu jedem Stellplatz detaillierte<br />

Informationen über Sanitäranlagen,<br />

WLAN, Haustiere und <strong>viel</strong>es mehr. Damit kann<br />

man sich auch als nicht Ortskundiger schnell<br />

e<strong>in</strong> Bild der gewünschten Dest<strong>in</strong>ation machen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

52 Juli 2013


Apps<br />

Neuheiten<br />

L<strong>in</strong>denstrasse<br />

kostenlos<br />

Die gute alte L<strong>in</strong>denstraße hat e<strong>in</strong>en Ableger <strong>in</strong><br />

App-Form bekommen. Die Anwendung br<strong>in</strong>gt<br />

die komplette Welt der Serie<br />

auf das Smartphone und<br />

bietet zahlreiche Extras. <strong>So</strong><br />

kann man sich beispielsweise<br />

virtuell neben Mutter<br />

Beimer aufs <strong>So</strong>fa setzen,<br />

se<strong>in</strong>e eigene L<strong>in</strong>denstraße-<br />

Autogrammkarte kreieren,<br />

sich von Tanja Schildknecht<br />

die Haare schneiden lassen<br />

oder e<strong>in</strong>mal Titelheld der<br />

L<strong>in</strong>denstraße-Tages zeitung<br />

werden.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Swype Keyboard<br />

0,76 Euro Testversion kostenlos<br />

Die Neuausgabe der Swype-App behält die<br />

Tipp-Bedürfnisse des Anwender stets im Blick.<br />

Ob Sie nun e<strong>in</strong> lamgsamer<br />

Tipper oder bereits e<strong>in</strong> echter<br />

Power-Swyper s<strong>in</strong>d:<br />

Machen Sie sich bereit für<br />

e<strong>in</strong> herausragendes Anwendererlebnis<br />

dank e<strong>in</strong>er<br />

besseren, schnelleren und<br />

lernenden Tastatur. Die<br />

App erstellt mit der Zeit<br />

e<strong>in</strong> persönliches Sprachmodell,<br />

das Sie auf allen<br />

von Ihnen e<strong>in</strong>gesetzten<br />

Geräten begleitet.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Watchever Lite<br />

kostenlos<br />

Watchever hat nachgelegt und mit Watchever<br />

Lite se<strong>in</strong>e <strong>Android</strong>-App auch für<br />

das Smartphone fit gemacht. Die Handy-<br />

App ist jedoch <strong>in</strong> der Tat „light“: Mit ihr<br />

lässt sich das Angebot des Dienstes nicht<br />

durchstöbern, man kann lediglich bereits<br />

über die Tablet-App oder das Web-Frontend<br />

<strong>in</strong> der „Watchlist“ gespeicherte<br />

Filme oder Serien anspielen. Nach dem<br />

Download haben Sie sieben Tage Zeit,<br />

den Film anzusehen, danach wird er automatisch<br />

gelöscht.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Handelsblatt<br />

Onl<strong>in</strong>e<br />

kostenlos<br />

Handelsblatt goes Smartphone: Die App<br />

zur Zeitung liefert Nachrichten aus Wirtschaft,<br />

F<strong>in</strong>anzen, Politik und Technologie<br />

aufs Handy, und der Leser kann aktuelle<br />

<strong>in</strong>ternationale F<strong>in</strong>anzdaten und<br />

themenbezogene Videos auf dem Bildschirm<br />

ansehen. E<strong>in</strong>e Watchlist bietet<br />

die Möglichkeit, <strong>in</strong>teressante Wertpapiere<br />

schnell und e<strong>in</strong>fach <strong>in</strong> e<strong>in</strong> separates<br />

Beobachtungsportfolio zu übernehmen,<br />

darüber h<strong>in</strong>aus gibt es e<strong>in</strong>e Depotfunktion.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

M<strong>in</strong>imal UI Go Nova<br />

Apex Theme<br />

0,76 Euro<br />

Diese App verpasst dem GO Launcher Ex, Nova Launcher,<br />

Apex Launcher, ADW und <strong>viel</strong>en anderen Launchern<br />

e<strong>in</strong> umfangreiches Theme-Paket mit mehr als 400<br />

sorgfältig designten Icons. Vorsicht: Das Theme-Paket<br />

funktioniert natürlich nur mit vorher <strong>in</strong>stalliertem Launcher!<br />

Der Entwickler will die Icon-Auwahl <strong>in</strong> absehbarer<br />

Zeit auf 600 Exemplare aufstocken, für Abwechslung ist<br />

also auf jeden Fall gesorgt. Bewertung: ★★★★★<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29131<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 53


Apps<br />

Me<strong>in</strong>e Apps<br />

Die <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Liebl<strong>in</strong>gs-Apps<br />

Me<strong>in</strong>e Apps<br />

Als Fachmagaz<strong>in</strong><br />

berichten wir rund um<br />

das Geschehen von<br />

<strong>Android</strong> mit etwas<br />

Abstand. In der Rubrik<br />

„Me<strong>in</strong>e Apps“ möchten<br />

wir Ihnen jedoch e<strong>in</strong>mal<br />

erzählen, was<br />

unsere persönlichen<br />

App-Favoriten alles<br />

können. Christoph Langner<br />

Hallo liebe Leser, me<strong>in</strong> Name ist Christoph<br />

Langner. Als Redakteur b<strong>in</strong> ich dafür verantwortlich,<br />

dass <strong>Android</strong> <strong>User</strong> jeden Monat<br />

pünktlich am Kiosk ausliegt oder <strong>in</strong> Ihrem<br />

Briefkasten <strong>steckt</strong>. Als L<strong>in</strong>uxer ist es für mich<br />

wichtig, Apps zu nutzen, die auf freie Protokolle<br />

setzen. Sie können mehr zu mir auf<br />

Google+ [LINK 1], Twitter [LINK 2] oder auch auf<br />

me<strong>in</strong>em Blog L<strong>in</strong>uxUndIch.de [LINK 3] lesen.<br />

VLC für <strong>Android</strong><br />

Videoplayer für <strong>Android</strong> gibt es im Google Play<br />

Store wie Sand am Meer, doch nur wenige spielen<br />

so gut wie jedes Videoformat bzw. jeden Video-<br />

Codec ab und kl<strong>in</strong>ken sich als universeller Player <strong>in</strong> das System<br />

e<strong>in</strong> wie VLC für <strong>Android</strong> [LINK 4]. Aus diesem Grund darf<br />

der Open-<strong>So</strong>urce-Medienplayer VLC auch auf ke<strong>in</strong>em me<strong>in</strong>er<br />

<strong>Android</strong>en fehlen. Den Vorteil merken Sie zum Beispiel<br />

bei Seiten wie Spiegel Onl<strong>in</strong>e. Deren Web-Videos im MP4-<br />

Format will das System zuerst e<strong>in</strong>mal selber im Browser öffnen,<br />

erst danach geht es weiter zu e<strong>in</strong>er Auswahl mit den<br />

auf dem Handy <strong>in</strong>stallierten Videoplayern. VLC fängt den<br />

Aufruf schon gleich am Anfang ab und öffnet das Video,<br />

ohne noch e<strong>in</strong>mal nachzufragen.<br />

OpenVPN für <strong>Android</strong><br />

Beruflich b<strong>in</strong> ich häufig unterwegs. Mal geht es<br />

nach Las Vegas zur CES, mal nach Barcelona zum<br />

MWC oder Mitte März nach Hannover auf die<br />

CeBIT. Schließlich möchte ich für <strong>Android</strong> <strong>User</strong> direkt von<br />

der Quelle berichten. Die meisten Hotels bieten mittlerweile<br />

e<strong>in</strong> kostenloses WLAN an, und auch bei Messen gibt es e<strong>in</strong><br />

freies Netz. Doch wie sieht es mit der Sicherheit aus? Viele<br />

Daten gehen unverschlüsselt durch e<strong>in</strong> für jeden offenes Netz! Auf Messen und Konferenzen<br />

mit unzähligen IT-Spezialisten? Das muss nicht se<strong>in</strong>! E<strong>in</strong> OpenVPN ist nicht schwierig aufzusetzen,<br />

ob auf e<strong>in</strong>em kle<strong>in</strong>en V-Server, e<strong>in</strong>em Synology NAS [LINK 5] oder am heimischen DSL-<br />

Zugang auf e<strong>in</strong>em stromsparenden Raspberry Pi [LINK 6]. Mit OpenVPN für <strong>Android</strong> [LINK 7] gibt<br />

es auch e<strong>in</strong>e App dafür. Sie ist schlicht, doch e<strong>in</strong> VPN-Client muss ja auch nicht für e<strong>in</strong>e<br />

große Show sorgen. Für e<strong>in</strong> VPN ohne Root-Zugang benötigen Sie jedoch e<strong>in</strong>en <strong>Android</strong>en<br />

mit m<strong>in</strong>destens <strong>Android</strong> 4.0.<br />

Christoph Langner<br />

Welches Netz?<br />

In den Zeiten günstiger All-<br />

Net-Flatrates ist es <strong>viel</strong>leicht<br />

nicht mehr ganz so wichtig<br />

zu wissen, welche Nummer bei welchem<br />

Provider liegt. Doch noch gibt<br />

es <strong>viel</strong>e <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>, die <strong>viel</strong>leicht<br />

„nur“ e<strong>in</strong>e Flatrate <strong>in</strong>s eigene Netz<br />

haben. Früher e<strong>in</strong>mal war die Zuordnung<br />

von Nummer und Telefonnetz<br />

klar: E<strong>in</strong>e 0170 gehörte zu T-<br />

Mobile, 0179 zu Viag Interkom<br />

(heute O2) usw. Doch seit es möglich<br />

ist, beim Wechsel des Anbieters<br />

die Rufnummer mitzunehmen,<br />

sollte man vor e<strong>in</strong>em längeren<br />

Telefonat von Handy zu Handy<br />

abklären, woh<strong>in</strong> die Reise geht.<br />

Welches Netz? [LINK 8] übernimmt<br />

Abb. 1: VLC schnapp sich ohne<br />

Umwege die L<strong>in</strong>ks zu <strong>viel</strong>en Web-<br />

Videos und spielt diese ab.<br />

Abb. 2: Welches Netz? verrät mir,<br />

<strong>in</strong> welchem Zielnetz die gewählte<br />

Rufnummer <strong>steckt</strong>.<br />

54<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Me<strong>in</strong>e Apps<br />

Abb. 3: Mit Yatse lässt sich das<br />

XBMC Media Center sehr bequem<br />

von der Couch aus steuern.<br />

das für Sie. Die App ruft während des Rufaufbaus<br />

e<strong>in</strong>e Internetdatenbank ab und zeigt<br />

Ihnen das Zielnetz an. <strong>So</strong> gibt es ke<strong>in</strong>e teure<br />

Überraschung mehr.<br />

Yatse, the XBMC Remote<br />

Apropos Raspberry Pi, diese kle<strong>in</strong>e<br />

und günstige Plat<strong>in</strong>e ist e<strong>in</strong> vollwertiger<br />

Computer, mit dem Technikfans<br />

alle Möglichkeiten offenstehen. E<strong>in</strong> beliebter<br />

E<strong>in</strong>satzzweck für den Raspi ist das XBMC<br />

Media Center [LINK 9] <strong>in</strong> Form von OpenELEC<br />

[LINK 10]. Damit machen Sie Ihren „dummen“<br />

Fernseher kostengünstig und stromsparend<br />

smarter als Smart-TVs, die Ihnen Samsung, LG<br />

und Co. heutzutage für teures Geld verkaufen.<br />

Mit Yatse [LINK 11] haben Sie gleichzeitig e<strong>in</strong>e<br />

leistungsfähige Fernbedienung für das Media<br />

Center auf dem Handy. Damit können Sie<br />

sogar Musik und Filme mit wenigen Klicks auf<br />

Ihren TV streamen.<br />

T<strong>in</strong>y T<strong>in</strong>y RSS<br />

Google hat am 1.6.2013 den Stecker<br />

des webbasierten Feedreaders<br />

„Google Reader“ gezogen. Seitdem<br />

müssen sich Heerscharen an <strong>User</strong>n, die Webseiten<br />

per RSS-Feed verfolgen, e<strong>in</strong>e neue Heimat<br />

suchen. Auch für mich, der auf der ewigen<br />

Suche nach <strong>in</strong>teressanten Inhalten mehr<br />

als 300 Feeds folgt, hieß das: umziehen.<br />

Me<strong>in</strong>e Lösung war es, das freie T<strong>in</strong>y T<strong>in</strong>y RSS<br />

[LINK 12] auf e<strong>in</strong>em eigenen Webspace aufzusetzen<br />

[LINK 13]. Dank e<strong>in</strong>er sehr gut gemachten<br />

<strong>Android</strong>-App [LINK 14] ist „me<strong>in</strong>“ T<strong>in</strong>y nun genauso<br />

komfortabel wie Google Reader, wenn<br />

nicht sogar noch leistungsfähiger.<br />

CSipSimple<br />

Ich habe <strong>viel</strong>e<br />

Kontakte im Ausland,<br />

mit denen<br />

ich gerne telefoniere. Dafür<br />

kommen Skype, Google<br />

Hangouts und Co. jedoch<br />

nicht <strong>in</strong> Frage, wenn<br />

Freunde oder Verwandte<br />

ke<strong>in</strong>e schnelle Internetanb<strong>in</strong>dung<br />

haben. Dann<br />

muss ich auf herkömmliche<br />

Art telefonieren. Teuer,<br />

wenn der Gesprächspartner<br />

<strong>in</strong> Ecuador sitzt. Mit<br />

CSipSimple [LINK 15] habe<br />

ich nun die Möglichkeit,<br />

SIP-Anbieter wie JustVoip<br />

oder EasyVoip zu nutzen.<br />

Gerade für den Anruf <strong>in</strong><br />

Nicht-EU-Länder s<strong>in</strong>d<br />

diese kle<strong>in</strong>eren SIP-Provider<br />

oft die günstigste Option. Obendrauf ist<br />

CSipSimple frei und modern gestaltet. Unbed<strong>in</strong>gt<br />

<strong>in</strong>stallieren, wenn Sie Telefonkosten für<br />

Auslandstelefonate sparen möchten!<br />

Abb. 4: T<strong>in</strong>y T<strong>in</strong>y RSS ersetzt bei mir<br />

den von Google abgeschossenen<br />

Google Reader.<br />

DicePlayer<br />

Sie mögen sich fragen: Noch e<strong>in</strong><br />

Videoplayer? Ja, noch e<strong>in</strong>er! Der<br />

DicePlayer [LINK 16] ist schlichtweg<br />

genial. Er spielt, wie auch VLC, nahezu jedes<br />

Video ab, hat aber e<strong>in</strong> paar Vorteile mehr: <strong>So</strong><br />

können Sie mit dem DicePlayer direkt Netzwerkfreigaben<br />

e<strong>in</strong>b<strong>in</strong>den, Untertitel anzeigen<br />

lassen oder e<strong>in</strong> Video beschleunigt abspielen<br />

(ideal bei langatmigen Vorträgen), ohne dass<br />

Stimmen dabei zum Micky-Maus-Quietschen<br />

mutieren. Doch das eigentliche Killer-Feature<br />

des Players ist Popup-Play, das man von<br />

manchen Samsung-Handys kennt. Auf e<strong>in</strong>em<br />

10-Zoll-Tablet sehen Sie damit Ihren Film<br />

und surfen nebenbei im Netz.<br />

● ● ●<br />

Abb. 5: Mit CSipSimple kann ich<br />

zu günstigen Preisen <strong>in</strong> die ganze<br />

Welt telefonieren.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/27980<br />

Abb. 6: Das „Killer-Feature“ des Dice-<br />

Players macht besonders auf großen<br />

Tablets Spaß.<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 55


Apps<br />

Akku-Anzeigen<br />

Diese Apps teilen Ihnen mit,<br />

ob Sie noch ausreichend<br />

Strom zur Verfügung haben<br />

oder Ihren <strong>Android</strong>en bald<br />

aufladen sollten.<br />

Arnold Zimprich<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/28929<br />

Battery Widget<br />

Reborn<br />

Man kann es nicht anders sagen:<br />

Battery Widget Reborn toppt alle<br />

anderen Apps <strong>in</strong> diesem Test, was<br />

sich auch <strong>in</strong> der hervorragenden Google-<br />

Play-Note von 4,8 Sternen widerspiegelt.<br />

Der Grund für den Erfolg ist offensichtlich:<br />

Bei Battery Widget Reborn trifft e<strong>in</strong>e ausgereifte<br />

Grafik im Holo-Design auf e<strong>in</strong>e Funktionsfülle,<br />

an der sich die meisten anderen<br />

Apps e<strong>in</strong> Beispiel nehmen können.<br />

Der H<strong>in</strong>gucker der App schlechth<strong>in</strong> ist die<br />

kreisrunde Ladestandsanzeige, die auf<br />

allen Geräten mit <strong>Android</strong> 4.0 und höher<br />

<strong>in</strong> der Größe verändert werden kann.<br />

Nutzer können unterschiedliche Icons für<br />

die Statusleiste auswählen und sich anzeigen<br />

lassen, wie lange die Batterie <strong>in</strong><br />

Battery <strong>So</strong>lo<br />

Widget<br />

Battery <strong>So</strong>lo Widget ist e<strong>in</strong>esehr<br />

übersichtlich gestaltete<br />

App. Sie ist vom Datenumfang<br />

her kle<strong>in</strong> (nur 90 KByte) und kann<br />

von der Größe her dem vorhandenen<br />

Platz auf dem Bildschirm angepasst<br />

werden. Neben dem Ladezustand zeigt<br />

sie auch die Temperatur und Spannung<br />

des Akkus an, e<strong>in</strong> Graph gibt bekannt,<br />

wie lange die Batterie bei gleich<br />

bleibender Nutzung noch durchhält. Im<br />

Nachh<strong>in</strong>e<strong>in</strong> kann man sich Graphen<br />

zur Entladung und zum Temperaturverlauf<br />

anzeigen lassen.<br />

Battery<br />

Diese App er<strong>in</strong>nert zwar an<br />

e<strong>in</strong>e iOS-Entwicklung, macht<br />

aber auch auf <strong>Android</strong> e<strong>in</strong>en<br />

guten E<strong>in</strong>druck. Sie ist zwar nichts für<br />

Freunde von Statistiken und Graphen,<br />

zeigt dafür aber kurz und knapp mit<br />

e<strong>in</strong>er bunt schillernden Akkugrafik an,<br />

wie es mit dem Akkustand des Smartphones<br />

aussieht. Trotz der Apple-Optik<br />

können wir die Worte der Entwickler<br />

bestätigen: „Ke<strong>in</strong>e andere Akku-App<br />

hat e<strong>in</strong>e solche <strong>in</strong>tuitive und hübsche<br />

Oberfläche wie Battery. Die Benutzeroberfläche<br />

von Battery ist so e<strong>in</strong>fach<br />

wie möglich, aber enorm praktisch.“<br />

Gauge Battery<br />

Widget<br />

Wenn Sie auf Apps stehen, die<br />

aussehen wie das Armaturenbrett<br />

e<strong>in</strong>es Autos, sollten Sie<br />

sich Gauge Battery Widget herunterladen.<br />

Die App br<strong>in</strong>gt jede Menge Zeiger<br />

und Graphen mit und vermittelt e<strong>in</strong><br />

Gefühl wie im Masch<strong>in</strong>enraum e<strong>in</strong>es<br />

U-Boots. Die Grafik gefällt, Widgets<br />

können auf drei verschiedene Größen<br />

e<strong>in</strong>gestellt werden. Wer mag, kann<br />

auch die farbliche Gestaltung den eigenen<br />

Vorlieben anpassen, die App zeigt<br />

<strong>in</strong> der Statusleiste zudem Temperatur,<br />

Spannung und den Ladezustand an.<br />

Testversion kostenlos 1,49 Euro<br />

englisch|Version 4.1|90 KByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 2.2.1|1,6 MByte<br />

★★★★★<br />

Testversion kostenlos 0,99 Euro<br />

deutsch|Version variiert|Größe variiert<br />

★★★★★<br />

58<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Akku-Anzeigen<br />

etwa zeitlich noch durchhält. Auf Wunsch<br />

versetzt die App das Smartphone über<br />

Nacht <strong>in</strong> den Flugmodus und spart somit<br />

zusätzlich Strom. Für Geräte mit Jelly-<br />

Bean-Betriebssystem hat die App jede<br />

Menge Zusatzfunktionen unter der Haube,<br />

darunter Graphen zu Lade- und Entladezyklen<br />

und Wi-Fi-, Bluetooth- und<br />

Background -Sync-Toggles, die die Konfiguration<br />

des <strong>Android</strong>en vere<strong>in</strong>fachen.<br />

Zusätz liche Funktionen wie e<strong>in</strong>e Lampe,<br />

E<strong>in</strong> stellungs-Shortcuts und die DashClock-<br />

Extension runden das Angebot dieser<br />

App ab.<br />

Battery Widget Reborn ersche<strong>in</strong>t übrigens<br />

auch auf Geräten mit <strong>Android</strong> 2.3 mit der<br />

gleichen knackigen Grafik, bei Asus-Transformer-Tablets<br />

zeigt die App zudem den<br />

Ladestand des Lapdock-Akkus an. Battery<br />

Widget Reborn wurde von <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

zur App des Jahres 2012 gekürt – und ist<br />

nach wie vor die wohl <strong>viel</strong>seitigste und gestalterisch<br />

überzeugendste Akku-App, die<br />

Google Play auf Lager hat.<br />

Betaversion kostenlos 1,99 Euro<br />

englisch|Version 1.7.0/​PRO|5,2 MByte<br />

★★★★★<br />

Battery Monitor<br />

Widget<br />

Vor dieser App brauchen Sie<br />

ke<strong>in</strong>e Angst zu haben. Zwar<br />

sieht sie auf den ersten Blick<br />

eher unübersichtlich aus, mausert sich<br />

aber zu e<strong>in</strong>em treuen Kompagnon für<br />

alle Nutzer, die e<strong>in</strong>en tieferen Blick <strong>in</strong><br />

die Akku-Aktivitäten des eigenen <strong>Android</strong>en<br />

werfen wollen. Der Entwickler<br />

von Battery Monitor Widget hat sich<br />

darauf spezialisiert, den Verlauf des Akkuverbrauchs<br />

und andere Datengruppen<br />

grafisch darzustellen. Darüber h<strong>in</strong>aus<br />

lassen sich beispielsweise Alarme<br />

nach Ladestand der Batterie e<strong>in</strong>richten.<br />

Schöne Battery<br />

Disc<br />

Lassen Sie sich vom sperrigen<br />

Namen dieser Entwicklung<br />

nicht abschrecken – denn h<strong>in</strong>ter<br />

ihm verbirgt sich tatsächlich e<strong>in</strong>e<br />

„schöne“ App. Sie zeigt den Ladezustand<br />

des Handys <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Holo-Kreisdiagramm<br />

an, daneben gibt es Informationen<br />

zur Temperatur, Spannung<br />

und zum aktuellen Ladestatus des Geräteakkus,<br />

die auch <strong>in</strong> der Statusleiste<br />

e<strong>in</strong>geblendet werden können. Vom Gestalterischen<br />

her kann es „Schöne Battery<br />

Disc“ jedenfalls fast mit „Battery<br />

Widget Reborn“ aufnehmen.<br />

Battery Stats<br />

Plus<br />

Battery Stats Plus schaut den<br />

auf dem Handy <strong>in</strong>stallierten<br />

Apps etwas genauer auf die<br />

F<strong>in</strong>ger und analysiert, wo die<br />

schlimmsten Akkufresser verborgen<br />

liegen. Daneben liefert die App Statistiken<br />

zur CPU-Auslastung und gibt Informationen<br />

zur Nutzung des GPS-Modems<br />

des Smartphones und anderer<br />

Sensoren – je nachdem, welche im<br />

Gerät e<strong>in</strong>gebaut s<strong>in</strong>d. Auch Battery<br />

Stats Plus alarmiert den Nutzer, falls<br />

sich der Ladezustand des Akkus e<strong>in</strong>em<br />

kritischen Niveau nähert.<br />

Testversion kostenlos 2,99 Euro<br />

englisch|Version 2.7.3|2,0 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 2.2.2|2,9 MByte<br />

★★★★★<br />

Testversion kostenlos 2,09 Euro<br />

englisch|Version 2,0|1,2 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 59


Apps<br />

Outlook.com<br />

Microsoft Outlook.com für <strong>Android</strong><br />

Fenster<br />

mit Ausblick<br />

Selbst Microsoft kann sich <strong>Android</strong> nicht verschließen. Die <strong>Android</strong>-App<br />

zu Outlook.com b<strong>in</strong>det Mails, Kontakte und Term<strong>in</strong>e aus<br />

dem Onl<strong>in</strong>e-Office auf Ihrem <strong>Android</strong>en e<strong>in</strong>. Gegenüber Gmail<br />

und Co zeigen sich im Alltag aber doch e<strong>in</strong>ige Schwächen.<br />

Christoph Langner<br />

Microsofts Outlook/​Hotmail-App<br />

war noch nie<br />

ausgesprochen schön.<br />

Die meisten <strong>User</strong> nutzten<br />

sie eher wegen der Möglichkeit, bequem<br />

auf e<strong>in</strong> Microsoft-Mailkonto zugreifen<br />

zu können, als über Freude an der gelungenen<br />

Optik. Microsoft legt allerd<strong>in</strong>gs nun<br />

nach und verpasst der App e<strong>in</strong> zeitgemäßes<br />

Design, das ebenfalls wieder stark an<br />

W<strong>in</strong>dows Phone angelegt ist.<br />

Outlook.com statt Gmail<br />

Mit Outlook.com [LINK 1] will Microsoft endlich<br />

den gegenüber Google verlorenen Boden<br />

gutmachen. Über Hotmail und die Live-<br />

Dienste hatte Microsoft zwar auch immer<br />

schon Webmail-Dienste mit im Programm,<br />

doch diese konnten <strong>in</strong> der Vergangenheit<br />

nicht mit dem Fortschritt von Googles webbasierter<br />

Infrastruktur mithalten.<br />

Auf Outlook.com hat Microsoft jedoch<br />

kräftig aufgeräumt und e<strong>in</strong>en modern gestaltetes<br />

Web-Angebot aus E-Mail-Programm<br />

zusammen mit e<strong>in</strong>er Kontakt-, Term<strong>in</strong>- und<br />

Aufgabenverwaltung entwickelt. Microsoft<br />

bewirbt se<strong>in</strong> Onl<strong>in</strong>e-Angebot damit, die<br />

Privatsphäre des <strong>User</strong>s besser zu schützen.<br />

<strong>So</strong> werden etwa die Inhalte von E-Mails nicht<br />

analysiert, um im Web-Frontend Anzeigen<br />

zu schalten.<br />

Zudem haben Sie über Outlook.com<br />

auch Zugriff auf Ihren 7 GByte umfassenden<br />

Skydrive-Account zusammen mit Microsofts<br />

webbasiertem Office. Wie bei Gmail und<br />

Google Docs ist das Angebot kostenlos, nur<br />

Abb. 1: Das Web-Frontend von Outlook.com hält fast mit Gmail mit.<br />

Abb. 2: Microsoft bietet auch e<strong>in</strong>e Term<strong>in</strong>- und Kontaktverwaltung an.<br />

60<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Outlook.com<br />

Abb. 3: In der Seitenleiste f<strong>in</strong>den<br />

Sie e<strong>in</strong>e Übersicht über die jeweiligen<br />

Ordner.<br />

für erweiterte Funktionen des Office 365<br />

Home Premium [LINK 2] verlangt Microsoft e<strong>in</strong><br />

kostenpflichtiges Monats- oder Jahres-Abo.<br />

Outlook für <strong>Android</strong><br />

Die überarbeitete App zu Outlook.com [LINK 3]<br />

kl<strong>in</strong>kt sich erstmals ordentlich <strong>in</strong> das Handysystem<br />

e<strong>in</strong>. Mit der App rufen Sie nicht nur<br />

Microsoft-Mails ab, sondern synchronisieren<br />

auch Kontakte und Term<strong>in</strong>e mit Microsofts<br />

Onl<strong>in</strong>edienst. Sie s<strong>in</strong>d dabei nicht auf e<strong>in</strong>en<br />

Account beschränkt, sondern können mehrere<br />

@outlook.com- oder @live.com-/​@live.<br />

de-Konten <strong>in</strong> den E<strong>in</strong>stellungen h<strong>in</strong>terlegen.<br />

Wenn Ihnen Googles omnipräsente Datendienste<br />

nicht gefallen und Sie sich <strong>in</strong> Microsofts<br />

Reich besser aufgehoben fühlen, so<br />

müssen Sie mit der Outlook-App daher auf<br />

nur wenig Komfort verzichten. Mit Outlook<br />

bemerken Sie auf den ersten Blick kaum<br />

e<strong>in</strong>en Unterschied, welches Unternehmen im<br />

H<strong>in</strong>tergrund Ihre Cloud-Daten handhabt.<br />

Die gerade erst überarbeitete Outlook-App<br />

nutzt die aktuellen Design-Guidel<strong>in</strong>es von<br />

<strong>Android</strong>, komb<strong>in</strong>iert sie aber mit dem vom<br />

W<strong>in</strong>dows-Phone-System bekannten Design<br />

der iconenhaft großen Fonts und Symbole.<br />

Unter <strong>Android</strong> sieht dies ungewohnt aus,<br />

aber auch nicht schlecht.<br />

Outlook zeigt Ihre Mails automatisch als<br />

sortierte Konversationen an, so behalten Sie<br />

auch bei längeren Unterhaltungen per Mail<br />

den Überblick. In der Detailansicht f<strong>in</strong>den<br />

Sie die Option, e<strong>in</strong>er Mail Labels (Kennzeichnungen)<br />

zuzuweisen oder sie als Spam aus<br />

Ihrem Outlook-Account zu verbannen.<br />

Anänge zeigt Ihnen die App an, e<strong>in</strong>e <strong>Vorschau</strong><br />

auf Bilder fehlt jedoch.<br />

Abb. 4: Auf Wunsch synchronisiert<br />

Outlook.com neben Mails auch<br />

Term<strong>in</strong>e und Kontakte.<br />

Outlook-Term<strong>in</strong>e<br />

und ‐Kontakte<br />

Outlook.com bietet Ihnen<br />

wie auch Gmail neben<br />

Ihrem E-Mail-Postfach<br />

e<strong>in</strong>en Onl<strong>in</strong>e-Kalender und<br />

e<strong>in</strong>e Kontaktverwaltung.<br />

Diese Dienste werden auf<br />

Wunsch direkt mit Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en abgeglichen.<br />

Die Outlook-Term<strong>in</strong>e und<br />

‐Kontakte ersche<strong>in</strong>en auf<br />

diese Weise umgehend<br />

und ohne Umwege <strong>in</strong> den<br />

jeweiligen <strong>Android</strong>-Apps.<br />

Bei den Term<strong>in</strong>en hat<br />

Microsoft ganze Arbeit geleistet.<br />

Zum E<strong>in</strong>tragen von<br />

neuen Term<strong>in</strong>en auf dem<br />

Handy wählen Sie über<br />

e<strong>in</strong>e Dropdown-Box zwischen<br />

den jeweiligen Konten, dort s<strong>in</strong>d auch<br />

Ihre Microsoft-Konten aufgeführt. Der neue<br />

Term<strong>in</strong> ersche<strong>in</strong>t dann umgehend im Web-<br />

Frontend von Microsoft und natürlich auch<br />

<strong>in</strong> Outlook auf dem PC, wenn Sie e<strong>in</strong>e entsprechende<br />

Synchronisierung e<strong>in</strong>gerichtet<br />

haben. Office 2013 br<strong>in</strong>gt dafür alles von<br />

Haus aus mit, bei älteren Office-Versionen<br />

müssen Sie den Outlook Hotmail Connector<br />

nachrüsten [LINK 4][LINK 5].<br />

Für Ihre Kontakte bietet Outlook diese<br />

Option jedoch nicht an. Die <strong>Android</strong>-Kontakte-App<br />

führt zwar Ihre onl<strong>in</strong>e gespeicherten<br />

Microsoft-Kontakte mit auf, doch mehr<br />

als diese im Detail anzuzeigen vermag die<br />

App bislang noch nicht. Microsoft-Kontakte<br />

lassen sich unter <strong>Android</strong> weder bearbeiten<br />

noch neu h<strong>in</strong>zufügen.<br />

Outlook-App mit e<strong>in</strong> paar<br />

Schwächen<br />

Mit der Outlook.com-App ist Microsoft auf<br />

dem richtigen Weg, se<strong>in</strong>e Dienste <strong>in</strong> <strong>Android</strong><br />

zu <strong>in</strong>tegrieren. Für Mails und Term<strong>in</strong>e funktioniert<br />

dies sehr gut. Warum sich aber Outlook-Kontakte<br />

nicht unter <strong>Android</strong> bearbeiten<br />

lassen, ist nur schwer verständlich. Wer<br />

nur selten unterwegs Kontakte anlegt, wird<br />

sich daran jedoch nicht sehr stören.<br />

Ärgerlicher ist dagegen, dass Outlook<br />

Mails maximal e<strong>in</strong>en Monat lang vorhält, <strong>in</strong><br />

der Standarde<strong>in</strong>stellung unter Kontene<strong>in</strong>stellungen<br />

| E-Mail | Wie <strong>viel</strong>e? ist gar nur e<strong>in</strong>e<br />

Dauer von e<strong>in</strong>er Woche gesetzt. Ältere Mails<br />

verschw<strong>in</strong>den aus der App, selbst e<strong>in</strong>e Suche<br />

fördert sie nicht zutage. Wer stets auf alle<br />

se<strong>in</strong>e Mails angewiesen ist, kommt mit der<br />

Outlook-App daher nicht zum Ziel. ● ● ●<br />

Abb. 5: Bei Term<strong>in</strong>en wählen Sie<br />

zwischen den Google- und den<br />

Microsoft-Konten als Speicherort.<br />

Abb. 6: Microsoft-Kontakte lassen<br />

sich dagegen nicht über <strong>Android</strong><br />

bearbeiten.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29393<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 61


Apps<br />

Facebook Home<br />

Ab auf den Homescreen<br />

E<strong>in</strong> F<strong>in</strong>gerzeig auf den Home-Button führt<br />

Sie jetzt nicht mehr zu Ihrem gewohnten<br />

Homescreens mit Apps, Ordnern und Widgets.<br />

In der Hauptansicht (im Facebook-Jargon<br />

Cover- oder Titel-Feed) sehen Sie <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>er Slideshow die aktuellen Statusmeldungen<br />

von Freunden oder Seiten, die Ihnen gefallen.<br />

Vom neuen Homescreen ausgehend,<br />

gelangen Sie durch Ziehen Ihres „Chat-<br />

Kopfes“ zur zuletzt genutzten <strong>Android</strong>-App,<br />

Ihren auf dem Handy <strong>in</strong>stallierten Apps oder<br />

auch gleich direkt zum Facebook-Chat.<br />

In der App-Ansicht sortieren Sie Anwendungen<br />

per Drag-and-drop nach Ihren Wün-<br />

Facebook Home übernimmt <strong>Android</strong><br />

Facedroid<br />

Lange g<strong>in</strong>g das Gerücht um, Facebook möchte e<strong>in</strong><br />

eigenes Handy bauen. Aus dem Facebook-Handy<br />

wurde nun mit Facebook Home e<strong>in</strong>e neue App. Sie <strong>in</strong>tegriert<br />

Facebook stärker als zuvor <strong>in</strong> <strong>Android</strong>, dabei verliert<br />

<strong>Android</strong> jedoch se<strong>in</strong>e Flexibilität. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Home ersetzt den App-Launcher,<br />

wie auch den Lock- und Homescreen.<br />

Facebook ist der Mittelpunkt Ihres<br />

digitalen Lebens? Die Facebook-<br />

App rufen Sie häufiger auf als die<br />

Telefonfunktion Ihres <strong>Android</strong>en?<br />

Dann rücken Sie das soziale Netzwerk mit<br />

Facebook Home [LINK 1] noch näher <strong>in</strong> Ihren<br />

Fokus. Mit dem neuen Homescreen entgeht<br />

Ihnen ke<strong>in</strong> Facebook-Post<strong>in</strong>g mehr. Lohnt<br />

sich aber der Verzicht auf e<strong>in</strong>en klassischen<br />

<strong>Android</strong>-Homescreen? Wir machen den Test!<br />

Nicht für alle <strong>Android</strong>en<br />

Wenn Sie gleich mit Facebook Home loslegen<br />

möchten, werden Sie eventuell erst e<strong>in</strong>mal<br />

enttäuscht se<strong>in</strong>: Die App gibt es nur für e<strong>in</strong>ige<br />

wenige <strong>Android</strong>-Handys. Über den Play<br />

Store lässt sich Home nur auf e<strong>in</strong>em HTC<br />

One X oder X+, auf dem Samsung Galaxy S3<br />

und S4 wie auch dem Note II <strong>in</strong>stallieren.<br />

<strong>User</strong> mit anderen <strong>Android</strong>-Handys müssen<br />

sich <strong>in</strong> Geduld üben, bis Facebook se<strong>in</strong>e App<br />

auch an Geräte mit weiteren Auflösungen<br />

und Leistungswerten angepasst hat.<br />

Nach der Installation der App möchte<br />

Facebook Home Ihre Log<strong>in</strong>-Daten wissen.<br />

Zudem werden Sie gefragt, ob Sie bei e<strong>in</strong>em<br />

Klick auf den Home-Button Ihres Handys<br />

auch gleich zu Facebook Home spr<strong>in</strong>gen<br />

möchten. Schließlich ist das der Clou der<br />

ganzen Unternehmung: Facebook Home ersetzt<br />

den Launcher, Home- und Lockscreen<br />

und <strong>in</strong>tegriert das soziale Netz direkt <strong>in</strong> die<br />

Oberfläche des Handys. Facebook ist mit<br />

Home immer dabei und immer an.<br />

Abb. 2: Beim Druck auf den Home-Button des Handys<br />

ersche<strong>in</strong>t nun Facebook.<br />

62<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Facebook Home<br />

Abb. 3: In der Detailansicht sehen Sie<br />

dann den kompletten Beitrag.<br />

schen. Wischen Sie hier ganz nach l<strong>in</strong>ks, f<strong>in</strong>den<br />

Sie alle <strong>in</strong>stallierten Apps <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Übersicht.<br />

Um e<strong>in</strong>e dieser Apps auf den konfigurierbaren<br />

Part des Launchers zu kopieren,<br />

drücken Sie das Icon und ziehen es nach<br />

rechts, bis der Launcher umschaltet. Dort<br />

lassen Sie es am gewünschten Ort los.<br />

Auch den klassischen Lockscreen reißt<br />

Home an sich. Home ist der Lockscreen! Elemente<br />

zum Steuern der Musikwiedergabe<br />

oder De-/​Aktivieren von Handy-Funktionen<br />

gibt es mit Facebook Home nicht mehr.<br />

Chat-Heads<br />

Das wohl <strong>in</strong>teressanteste Feature für Facebook-Fans<br />

ist aber nicht der Cover-Feed<br />

auf dem Homescreen,<br />

sondern die frei schwebenden<br />

„Chat-Heads“, die ersche<strong>in</strong>en,<br />

sobald Sie e<strong>in</strong>e Nachricht erhalten.<br />

Die Köpfe verschieben Sie<br />

frei auf dem Display, sodass sie<br />

Ihre aktuelle Tätigkeit nicht stören,<br />

e<strong>in</strong> Klick auf den Kopf öffnet<br />

den Chat mit der jeweiligen<br />

Person über dem aktuellen<br />

Fenster.<br />

Im Unterschied zu den Nutzern<br />

der „normalen“ Facebook-<br />

App, die während des Gebrauchs<br />

von anderen Apps zu<br />

Facebook zurückspr<strong>in</strong>gen müssen,<br />

um kurz zu chatten, können<br />

Sie mit Facebook Home<br />

sehr e<strong>in</strong>fach während der Nutzung<br />

von Facebook zu Apps<br />

und wieder zurück wechseln.<br />

Die Chat-Funktion ist<br />

nicht direkt <strong>in</strong> Facebook<br />

Home <strong>in</strong>tegriert,<br />

Facebook greift dafür<br />

auf den schon länger<br />

veröffentlichten Messenger<br />

[LINK 2] zurück.<br />

Nach dem Absenden<br />

Ihrer Antwort, verschw<strong>in</strong>det<br />

das Chat-<br />

Fenster umgehend<br />

vom Bildschirm, sodass<br />

Sie Ihrer eigentlichen<br />

Arbeit wieder<br />

nachgehen können –<br />

bis die nächste Nachricht<br />

e<strong>in</strong>trudelt und der<br />

Chat-Head erneut ersche<strong>in</strong>t.<br />

Wer <strong>viel</strong> und<br />

vor allem mit mehreren<br />

Partnern gleichzeitig<br />

chattet, wird die<br />

schwebenden Kontakte im Messenger zu<br />

schätzen wissen.<br />

Abb. 4: Die App-Schublade gestalten<br />

Sie frei nach Ihren Wünschen.<br />

Abb. 6: Chat-Heads und e<strong>in</strong> Facebook-Widget<br />

machen Facebook<br />

Home überflüssig.<br />

Facebook Messenger<br />

Facebook Home f<strong>in</strong>den Sie wie auch die anderen<br />

Facebook-Apps kostenlos im Play<br />

Store. Wie e<strong>in</strong>gangs erwähnt, möchten wir<br />

Sie aber auch an dieser Stelle noch e<strong>in</strong>mal<br />

darauf h<strong>in</strong>weisen, dass es Facebook Home<br />

nur für wenige <strong>Android</strong>en gibt. Bei <strong>User</strong>n<br />

mit anderen Handys me<strong>in</strong>t der Play Store:<br />

„Diese App ist mit ke<strong>in</strong>em Ihrer Geräte<br />

kompatibel.“<br />

Klar auf der Hand liegende Argumente<br />

für Facebook Home f<strong>in</strong>den sich nur<br />

schwer. Für das<br />

„Killerfeature“<br />

Chat-Heads brauchen<br />

Sie Home<br />

nicht e<strong>in</strong>mal, der<br />

Facebook Manager<br />

reicht. Ansonsten verlieren<br />

Sie mit Home<br />

Features, die <strong>Android</strong><br />

auszeichnen. Widgets<br />

auf dem Homescreen?<br />

Die auf jedem Homescreen<br />

zu sehende<br />

Home-Bar? All das ist<br />

mit Facebook Home<br />

Geschichte! Legen Sie<br />

daher lieber e<strong>in</strong>fach<br />

nur e<strong>in</strong> Facebook-Widget<br />

auf Ihrem Homescreen<br />

ab und lassen<br />

Facebook Home besser<br />

l<strong>in</strong>ks liegen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 5: Bei neuen Facebook-<br />

Nachrichten ersche<strong>in</strong>t der Absender<br />

als Chat-Head.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29445<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 63


Apps<br />

Total Commander<br />

Der von W<strong>in</strong>dows bekannte Dateimanager Total Commander unter <strong>Android</strong><br />

Totales<br />

Kommando<br />

Moderne Smartphones speichern nicht nur jede Menge lokale<br />

Dateien, sondern <strong>in</strong>teragieren auch mittels verschiedenster Protokolle<br />

mit Internetservern und Rechnern im heimischen LAN. Wir schauen uns<br />

an, wie der Total Commander dem Nutzer bei der Verwaltung der<br />

Datenmassen hilft. Marko Dragicevic<br />

Sergey Konyak<strong>in</strong>, 123RF<br />

Abb. 1: Der Hauptbildschirm von<br />

Total Commander ist schlicht<br />

gehalten.<br />

Wer im Play Store e<strong>in</strong>en „File<br />

Manager“ sucht, erhält mehrere<br />

Hundert Treffer. Doch<br />

selbst wenn man sich nur auf<br />

die bestbewerteten Lösungen beschränkt,<br />

bleibt Ihnen immer noch die Qual der Wahl.<br />

Mit diesem Artikel f<strong>in</strong>den Sie heraus, ob Sie<br />

den Total Commander [LINK 1] <strong>in</strong> Ihre engere<br />

Auswahl e<strong>in</strong>beziehen sollten oder nicht.<br />

Optik und Grundlegendes<br />

Nach dem Start des Commanders fällt die<br />

ungewöhnliche Optik auf. Benutzer des<br />

gleichnamigen W<strong>in</strong>dows-Programms dürften<br />

sich jedoch heimisch fühlen. Hält der Anwender<br />

se<strong>in</strong> Gerät quer, so<br />

blendet die App zusätzlich e<strong>in</strong><br />

zweites Fenster e<strong>in</strong>, <strong>viel</strong>e andere<br />

Dateimanager setzen hier<br />

auf das Öffnen mehrerer Tabs.<br />

Letztlich ist es Geschmacksache:<br />

Wer aus früheren Zeiten<br />

den Norton Commander<br />

kennt, zieht die Bildschirmaufteilung<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong> l<strong>in</strong>kes und e<strong>in</strong><br />

rechtes Verzeichnisfenster vor.<br />

Da der Total Commander<br />

Dateioperationen via Dragand-drop<br />

unterstützt, hat diese<br />

Darstellungsform ihre Vorteile:<br />

Kopier- und Verschiebeaktionen gel<strong>in</strong>gen<br />

sehr schnell, <strong>in</strong>dem Sie Objekte von dem Verzeichnis<br />

e<strong>in</strong>es Fensters mit e<strong>in</strong>em F<strong>in</strong>ger <strong>in</strong><br />

das der anderen Bildschirmhälfte h<strong>in</strong>überziehen.<br />

Dies funktioniert jedoch nur, wenn man<br />

hierzu das w<strong>in</strong>zige Icon neben der jeweiligen<br />

Datei anstatt des Date<strong>in</strong>amens selbst berührt<br />

– <strong>in</strong>tuitiv ist das nicht.<br />

An grundlegenden Funktionen unterstützt<br />

der Total Commander natürlich alles, was<br />

man auch bei anderen Dateimanagern vorf<strong>in</strong>det.<br />

Dazu zählen unter anderem häufig<br />

benötigte Aktionen wie das Markieren von<br />

ganzen Dateigruppen oder auch das Ändern<br />

der Berechtigungen e<strong>in</strong>zelner Dateien.<br />

Editor, Packer und Root-Tools<br />

Der Total Commander bietet Ihnen jedoch e<strong>in</strong>ige<br />

Funktionen, die so manche Konkurrenzprodukte<br />

gar nicht oder zum<strong>in</strong>dest auf e<strong>in</strong>e<br />

andere Art und Weise implementieren. Die<br />

Maske zum F<strong>in</strong>den von Dateien bietet etwa<br />

Abb. 2: Typisch für die App ist im Querformat die Zwei-Fenster-<br />

Ansicht.<br />

64<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Total Commander<br />

mehrere Suchoptionen an,<br />

die Sie beliebig mite<strong>in</strong>ander<br />

verknüpfen können. Wer<br />

zum Beispiel nicht mehr<br />

weiß, wo er e<strong>in</strong> bestimmtes<br />

Dokument ger<strong>in</strong>ger Größe<br />

<strong>in</strong> der vorangegangenen<br />

Woche gespeichert hatte,<br />

setzt e<strong>in</strong>fach dementsprechende<br />

Suchfilter für Date<strong>in</strong>ame,<br />

‐datum und ‐größe.<br />

Bei gerooteten <strong>Android</strong>en<br />

blendet der Total Commander<br />

weitere Funktionen e<strong>in</strong>,<br />

die kaum e<strong>in</strong> anderer Dateimanager<br />

zu bieten hat.<br />

Möchten Sie zum Beispiel<br />

e<strong>in</strong>e Zeit lang e<strong>in</strong>e Partition<br />

schreibgeschützt verwenden,<br />

mounten Sie diese auf Filter.<br />

„readonly“. Nutzer, die wissen,<br />

was sie tun, können auch direkt Shell-<br />

Befehle e<strong>in</strong>geben, welche Total Commander<br />

anschließend ausführt. <strong>So</strong> sparen sich Power-<br />

<strong>User</strong> die ergänzende Installation e<strong>in</strong>es separaten<br />

Root-Explorers.<br />

Darüber h<strong>in</strong>aus bietet der Commander<br />

praktische Helferle<strong>in</strong> an, etwa e<strong>in</strong>en <strong>in</strong>tegrierten<br />

Texteditor oder e<strong>in</strong> Packprogramm,<br />

das auch Archive mit 256-Bit-AES-Verschlüsselung<br />

bewältigt. Auf häufig genutzte Verzeichnisse,<br />

die jedoch tief im Verzeichnisbaum<br />

sitzen, greifen Sie mittels Lesezeichen<br />

oder mithilfe des Verzeichnisverlaufs <strong>in</strong> kurzer<br />

Zeit zu. Auch die Buttonleiste lässt sich<br />

anpassen, <strong>in</strong>dem Sie für häufig genutzte<br />

Funktionen die Symbole mit der entsprechenden<br />

Sichtbarkeit konfigurieren.<br />

Plug-<strong>in</strong>s<br />

Begrüßenswert ist die Erweiterbarkeit<br />

des Total<br />

Commander über Plug-<strong>in</strong>s.<br />

<strong>So</strong>lche Erweiterungen existieren<br />

etwa für FTP [LINK 2],<br />

das eigene LAN [LINK 3] oder<br />

das WebDAV-Protokoll<br />

[LINK 4]. Die Plug-<strong>in</strong>s <strong>in</strong>stallieren<br />

Sie wie e<strong>in</strong>e App via<br />

Google Play, diese s<strong>in</strong>d jedoch<br />

trotzdem nicht eigenständig,<br />

sondern funktionieren<br />

nur <strong>in</strong>nerhalb des eigentlichen<br />

Total Commander.<br />

<strong>So</strong> kopieren Sie etwa<br />

Dateien von e<strong>in</strong>em FTP-<br />

Server genauso bequem,<br />

wie wenn Sie mit lokalen<br />

Daten arbeiten würden.<br />

Abb. 3: In der Suchfunktion komb<strong>in</strong>ieren<br />

Sie sehr e<strong>in</strong>fach verschiedene<br />

Abb. 4: Der Total Commander merkt<br />

sich die im Verlauf genutzten<br />

Verzeichnisse .<br />

Die offiziellen Plug-<strong>in</strong>s<br />

stellt der Hersteller auch<br />

außerhalb des Play Store<br />

auf se<strong>in</strong>er Homepage bereit<br />

[LINK 5]. Experimentierfreudige<br />

f<strong>in</strong>den dort auch Plug<strong>in</strong>s,<br />

die aufgrund ihres Betastatus<br />

noch nicht im Play<br />

Store enthalten s<strong>in</strong>d, zum<br />

Beispiel e<strong>in</strong>es für das SFTP-<br />

Protokoll. Drittanbieter<br />

können auch Erweiterungen<br />

für den Total Commander<br />

schreiben – das SDK<br />

hierfür erhalten Sie auf<br />

Anfrage .<br />

Bisher gibt es jedoch erst<br />

e<strong>in</strong> Drittanbieter-Plug-<strong>in</strong>:<br />

TotalBox [LINK 6] b<strong>in</strong>det den<br />

eigenen Dropbox-Speicher<br />

direkt <strong>in</strong> Total Commander<br />

e<strong>in</strong>. Die Erweiterung weist jedoch derzeit<br />

noch zahlreiche Fehler auf und verhält sich<br />

<strong>in</strong> bestimmten Situationen dementsprechend<br />

<strong>in</strong>stabil. <strong>So</strong> hat etwa der Zugriff auf e<strong>in</strong>en<br />

randvollen Cloud-Speicher regelmäßig das<br />

Schließen der kompletten App zur Folge.<br />

Insgesamt stecken <strong>in</strong> dem Plug-<strong>in</strong>-System<br />

gute Chancen bezüglich der zukünftigen Entwicklung<br />

des Total Commander: <strong>So</strong>llten noch<br />

mehr Dritte Erweiterungen für den flexiblen<br />

Dateimanager schreiben, könnte dies die Attraktivität<br />

der App stark steigern. Damit dies<br />

passiert, sollte der Autor se<strong>in</strong> Plug-<strong>in</strong>-System<br />

jedoch öffentlich dokumentieren.<br />

Fazit<br />

Der Total Commander verfügt über e<strong>in</strong>ige<br />

Zusatzfunktionen, die nicht jeder Dateimanager<br />

im Programm hat.<br />

Dies ist jedoch auch bei<br />

den besten se<strong>in</strong>er Topkonkurrenten<br />

– etwa dem Astro-File-Manager<br />

[LINK 7]<br />

oder dem Ghost-Commander<br />

[LINK 8] – der Fall. Als<br />

e<strong>in</strong>zigartig unter den <strong>Android</strong>-Dateimanagern<br />

kann<br />

man den Total Commander<br />

also nicht bezeichnen.<br />

Letztendlich sollten Sie der<br />

App e<strong>in</strong>fach mal e<strong>in</strong>e<br />

Chance geben, gerade<br />

wenn Sie den Total Commander<br />

auf dem Desktop<br />

zu schätzen wissen, unter<br />

<strong>Android</strong> ist er kostenlos <strong>in</strong>stallierbar<br />

und enthält ke<strong>in</strong>erlei<br />

Werbung.<br />

● ● ●<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29548<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 65


Apps<br />

Snapchat<br />

Bilder und Texte beim Empfänger löschen<br />

Auflösende<br />

Fotos<br />

Egal ob Google, Facebook oder andere Dienste wie Instagram<br />

oder Tumblr – unsere Fotos werden überall gespeichert.<br />

Außer bei Snapchat: Die App löscht sie automatisch.<br />

Kathr<strong>in</strong> Schmitt<br />

Abb. 1: In den E<strong>in</strong>stellungen können<br />

Sie entscheiden, wer Ihnen<br />

Snaps senden darf.<br />

Stellen Sie sich vor,<br />

Sie versenden e<strong>in</strong><br />

witziges Foto –<br />

und der Empfänger<br />

schaut es sich an, hat<br />

aber ke<strong>in</strong>e Möglichkeit, es<br />

zu speichern. Für maximal<br />

10 Sekunden ist das Foto<br />

auf se<strong>in</strong>em Display zu<br />

sehen, bevor es sich wieder <strong>in</strong> Elektronen<br />

auflöst und quasi selbst zerstört. Die App,<br />

die diese Art von Kommunikation möglich<br />

macht, heißt Snapchat [LINK 1].<br />

Snapchat macht’s möglich<br />

Der App-Name ist abgeleitet von Snapshot,<br />

was so <strong>viel</strong> wie Schnappschuss bedeutet,<br />

und chatten (plaudern). Und genau darum<br />

geht es. Mit Snapchat teilen Sie Momentaufnahmen<br />

mit anderen Menschen. <strong>So</strong>gar kurze<br />

Videosequenzen versenden Sie mit Snapchat.<br />

Bilder oder Videos aus der eigenen Galerie<br />

auszuwählen ist h<strong>in</strong>gegen nicht möglich.<br />

Damit Snapchat funktioniert, müssen Sender<br />

und Empfänger die App e<strong>in</strong>setzen. Dazu<br />

müssen Sie sich beim Start der App registrieren<br />

und Freunde h<strong>in</strong>zufügen, die ebenfalls<br />

Snapchat verwenden. E<strong>in</strong>e automatische Erkennung<br />

wie bei WhatsApp gibt es nicht,<br />

aber Snapchat versucht, aufgrund der E-<br />

Mail-Adresse Bekannte zu f<strong>in</strong>den, die die<br />

App ebenfalls nutzen.<br />

Beim ersten Start erhalten Sie e<strong>in</strong>e Nachricht<br />

vom Snapchat-Team. Damit Sie das Bild<br />

sehen, müssen Sie es gedrückt halten. Das<br />

verh<strong>in</strong>dert zwar bei e<strong>in</strong>igen Samsung-Modellen,<br />

dass Sie e<strong>in</strong>en Screenshot erstellen<br />

könnten, aber nicht bei allen <strong>Android</strong>-Smartphones.<br />

Wir konnten das Bild sichern.<br />

Fotos verschicken<br />

Bei Smartphones, die über e<strong>in</strong>e Back- und<br />

Frontkamera verfügen, wählen Sie e<strong>in</strong>fach<br />

die Perspektive aus, die Ihnen besser gefällt.<br />

Bevor man den Schnappschuss verschickt,<br />

stellt man unten l<strong>in</strong>ks die Anzahl der Sekunden<br />

e<strong>in</strong>, für die das Bild dem Empfänger zur<br />

Verfügung stehen soll. Die maximale Dauer<br />

beträgt 10 Sekunden. Falls gewünscht, kann<br />

man oben rechts mit dem Stift noch auf dem<br />

Bild herumkritzeln und so e<strong>in</strong>e Textnachricht<br />

schicken.<br />

Ohne Zweifel, Snapchat macht Spaß. <strong>So</strong><br />

schickt man zum Beispiel Kollegen e<strong>in</strong> Foto<br />

aus dem Urlaub oder Freunden e<strong>in</strong> Partyfoto,<br />

Der Pionier<br />

Erfunden haben Snapchat die beiden Stanford-<br />

Studenten Bobby Murphy und Evan Spiegel,<br />

beide Anfang 20. Ihre App, aus e<strong>in</strong>em Uni-Projekt<br />

heraus im Jahr 2011 entstanden, verbreitete<br />

sich ähnlich wie Facebook <strong>in</strong> immensem<br />

Tempo über den Campus h<strong>in</strong>aus, <strong>in</strong> den USA,<br />

über den Globus und <strong>in</strong> Deutschland. Ihre Idee<br />

machten die beiden zum Geschäft, ihr Firmensitz<br />

ist heute Los Angeles. Der Wert ihres Unternehmens<br />

wird auf bis zu 70 Millionen Dollar<br />

geschätzt. Auch Facebook-Erf<strong>in</strong>der Mark Zuckerberg<br />

wollte im Jahr 2012 auf diesen Zug<br />

aufspr<strong>in</strong>gen, und Facebook brachte die App<br />

Poke auf den Markt, deren Erfolg bis heute<br />

aber nicht an Snapchat heranreicht. Pro Tag<br />

werden mit Snapchat zwischen 50 und 70 Millionen<br />

Bilder ausgetauscht. Im vergangenen<br />

Monat haben zwischen 5 und 10 Millionen die<br />

App aus dem Google Play Store heruntergeladen.<br />

Zum Vergleich: Poke haben sich im selben<br />

Zeitraum nur zwischen 10.000 und 50.000<br />

Menschen heruntergeladen.<br />

66<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Snapchat<br />

ohne gleich befürchten zu müssen, dass<br />

diese es an den Chef senden oder via Facebook<br />

oder Google+ sogar über das Internet<br />

verbreiten. Snapchat bietet e<strong>in</strong>e gute Alternative<br />

zu Apps, die darauf ausgerichtet s<strong>in</strong>d,<br />

Bilder dauerhaft zu speichern und das Versenden<br />

von Medien aus<br />

der Galerie heraus erlauben,<br />

wie zum Beispiel<br />

WhatsApp.<br />

Abb. 2: Sie müssen immer e<strong>in</strong><br />

neues Foto aufnehmen, es gibt ke<strong>in</strong>en<br />

Zugriff auf die Galerie.<br />

Abb. 3: Der Empfänger sieht nur<br />

oben rechts die Anzahl Sekunden<br />

auf dem Display schw<strong>in</strong>den.<br />

Beliebt, aber<br />

auch gefährlich<br />

Beliebt ist Snapchat vor<br />

allen D<strong>in</strong>gen bei Teenagern<br />

für das Sext<strong>in</strong>g, weil die<br />

Hemmung verschw<strong>in</strong>det.<br />

Denn das digital Speicherbare<br />

ersche<strong>in</strong>t auf e<strong>in</strong>mal<br />

vergänglich und steuerbar.<br />

<strong>So</strong>, als könnte man se<strong>in</strong>e<br />

eigenen Datenspuren ausradieren<br />

und aus dem digitalen<br />

Gedächtnis löschen.<br />

Nicht vergessen sollte man<br />

aber dabei, dass auch e<strong>in</strong><br />

Foto, das für 1 Sekunde<br />

sichtbar ist, abfotografiert und kopiert werden<br />

kann. Mit Snapgrab [LINK 2] und Snapsave<br />

[LINK 3] gibt es zudem zwei Apps, die die<br />

Fotos trotz Snapchat-Funktion auf dem<br />

Handy speichern. Beachten Sie das vor dem<br />

Versand <strong>in</strong>timer oder pe<strong>in</strong>licher Fotos. ● ● ●<br />

Abb. 4: Bei neuen Schnappschüssen<br />

benachrichtigt Sie die App.<br />

E<strong>in</strong>mal betrachtet, ist die Liste leer.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29553<br />

Die heute führenden Spezialisten stammen oft aus der "Freie <strong>So</strong>ftware-Szene" und schulen seit<br />

Jahren im L<strong>in</strong>uxhotel. Das erklärt die Breite und Qualität unseres Schulungsangebotes:<br />

AJAX * Amavis * <strong>Android</strong> * Angriffstechniken * Apache * Asterisk * BaseX * BayesianAnalysis * B<strong>in</strong>d * C/C++ * Cassandra *<br />

CiviCRM * Cloud * Cluster * ClusterFS * CouchDB * CSS3 * CUPS * Debian * DHCP * DNS * DNSSEC * Echtzeit L<strong>in</strong>ux *<br />

Embedded L<strong>in</strong>ux * eXist-db * Faces * FAI * Firewall * Forensik * FreeBSD * FreeRADIUS * GeoExt * Git * Grails * GRASS *<br />

Groovy * hadoop * Hochverfügbarkeit * HTML5 * Hudson * iSCSI * IPv6 * ITSM * Java * JavaScript * Jenk<strong>in</strong>s * Kernel * KVM<br />

* LDAP * LibreOffice * L<strong>in</strong>ux * LPI * m23 * MacOSX * MapFish * Mapserver * Maven * Mikrocontroller * MVS/380 * MySQL *<br />

Nagios * Node.js * OpenBSD * OpenLayers * OpenOffice * openQRM * OpenVPN * OPSI * OSGi * OTRS * Perl * PHP *<br />

Postfix * PostgreSQL * Puppet * Python * QuantumGIS * R * Rails * RedHat * Rout<strong>in</strong>g * Request-Tracker RT * Ruby * Samba<br />

* SAN * Scala * Scribus * Shell * Sicherheit * SNMP * Spacewalk * Spamfilter * SQL * Struts * Subversion * SuSE * TCP/IP *<br />

Tomcat * Treiber * TYPO3 * Ubuntu * UML * Unix * Univention * Virenfilter * Virtualisierung * VoIP * WebGIS * Webservices *<br />

W<strong>in</strong>dows Auto<strong>in</strong>stall * W<strong>in</strong>dows<strong>in</strong>tegration * x2go * xen * XML * Xpath * Xquery * z/OS * Zabbix * Zend<br />

Fast 100% der Teilnehmer empfehlen uns weiter. Siehe www.l<strong>in</strong>uxhotel.de<br />

Ja, wir geben es zu und haben überhaupt ke<strong>in</strong> schlechtes Gewissen dabei: Unsere Schulungen machen auch Spaß ;-)


Apps<br />

Appseits des Ma<strong>in</strong>streams<br />

Appseits des Ma<strong>in</strong>streams<br />

Gewusst<br />

wie…<br />

Unter gefühlten Millionen von Apps im Google Play<br />

Store jenseits der Blockbuster-Apps echte Perlen zu<br />

f<strong>in</strong>den, ist schwierig. <strong>Android</strong> <strong>User</strong> geht deshalb<br />

regelmäßig für Sie auf Tauchstation, um die kle<strong>in</strong>en,<br />

unsche<strong>in</strong>baren Anwendungen aufzuspüren, die<br />

<strong>viel</strong>fach übersehen werden. Sie führen völlig zu<br />

Unrecht e<strong>in</strong> Schattendase<strong>in</strong>… Carsten Müller<br />

Iulia Brovchenko, 123RF<br />

Abb. 1: Myibidder ist der bequeme<br />

Shopp<strong>in</strong>g-Butler: E<strong>in</strong>fach zurücklehnen<br />

und die Auktionen abwarten.<br />

Oft s<strong>in</strong>d es nur kle<strong>in</strong>e Apps mit simpler<br />

Oberfläche, manchmal arbeiten<br />

sie sogar ganz unsichtbar automatisiert<br />

im H<strong>in</strong>tergrund. Sie<br />

s<strong>in</strong>d nützliche Tools, die das Leben mit dem<br />

Smartphone erheblich vere<strong>in</strong>fachen können.<br />

Um solche Werkzeuge appseits des Ma<strong>in</strong>streams<br />

geht es <strong>in</strong> dieser Reihe.<br />

Myibidder Bid Sniper for eBay<br />

eBay sieht sie nicht gerne, aber sie<br />

s<strong>in</strong>d äußerst praktisch: <strong>So</strong>genannte<br />

Sniper Tools erledigen für Sie das<br />

Bieten bei von Ihnen gewählten Auktionen.<br />

Erst wenige Sekunden vor Ablauf der Versteigerung<br />

schlägt der Sniper zu und setzt Ihr<br />

Höchstgebot. Sie beteiligen sich damit nicht<br />

vorzeitig am gegenseitigen Hochbieten der<br />

Kauf<strong>in</strong>teressenten und optimieren Ihre<br />

Chance, den Zuschlag zum günstigsten Preis<br />

zu erhalten. Myibidder Bid Sniper [LINK 1]<br />

erledigt das bequem von Ihrem Smartphone<br />

aus. E<strong>in</strong>fach die Artikelnummer der gewünschten<br />

Auktion e<strong>in</strong>tragen, Höchstpreis<br />

def<strong>in</strong>ieren und den gewünschten Gebotszeitpunkt<br />

(ideal: 5 Sekunden vor Ablauf) angeben,<br />

den Rest erledigt die App. Während andere,<br />

meist webbasierte Sniper-Lösungen<br />

Gebühren oder Provisionen erheben, fallen<br />

bei Myibidder ke<strong>in</strong>erlei Kosten an. Mit der<br />

Free-Version lässt sich bereits super arbeiten,<br />

die Pro-Version bietet für 6,99 Euro die sehr<br />

nützliche Gruppenfunktion an: Wenn der gewünschte<br />

Artikel <strong>in</strong> mehreren Auktionen angeboten<br />

wird, Sie ihn jedoch nur e<strong>in</strong>mal ersteigern<br />

möchten, dann können Sie die Auktionen<br />

gruppieren. Myibidder versucht dann,<br />

durch Abgabe Ihres Höchstgebots e<strong>in</strong>en<br />

davon zu ersteigern. <strong>So</strong>bald bei e<strong>in</strong>er der<br />

Auktionen der Zuschlag an Sie geht, ignoriert<br />

die App danach alle weiteren Auktionen der<br />

Gruppe. Wer eBay <strong>in</strong>tensiv nutzt, für den ist<br />

Myibidder Gold wert!<br />

Verkaufswertrechner für eBay<br />

Bei welchem Preis könnte ich auf<br />

eBay den Zuschlag für e<strong>in</strong> gebrauchtes<br />

Samsung Galaxy Note<br />

bekommen? Lohnt sich der Verkauf me<strong>in</strong>es<br />

alten Laptops? Was ist me<strong>in</strong>e alte Brockhaus-<br />

Sammlung wert? Diese Fragen beantwortet<br />

auf sehr komfortable und verlässliche Weise<br />

der Verkaufswertrechner [LINK 2]. Die Funktionsweise<br />

ist denkbar simpel: Sie geben die<br />

Bezeichnung des gewünschten Artikels e<strong>in</strong>,<br />

wählen den Zustand (gebraucht oder neu),<br />

und die App sucht <strong>in</strong> sämtlichen beendeten<br />

eBay-Auktionen danach und zeigt die Preisspanne<br />

der erfolgreichen Verkäufe an. Das<br />

gibt Ihnen e<strong>in</strong> gutes Gespür für den realistischen<br />

Wert e<strong>in</strong>es Artikels. Interessant s<strong>in</strong>d<br />

auch die Statistiken: Dort sagt Ihnen der Verkaufswertrechner<br />

auch, an welchen Wochentagen<br />

welche Preise erzielt wurden. Mit die-<br />

70<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Appseits des Ma<strong>in</strong>streams<br />

Abb. 2: Mit Verkaufswertrechner<br />

berechnen Sie, was e<strong>in</strong> Produkt<br />

bei eBay üblicherweise e<strong>in</strong>br<strong>in</strong>gt.<br />

sen Informationen gewappnet, können Sie<br />

als Verkäufer Ihre Auktion optimal e<strong>in</strong>stellen.<br />

Und als Kauf<strong>in</strong>teressent wissen Sie, wo <strong>in</strong><br />

etwa der realistische Zielpreis der begehrten<br />

Ware liegt. E<strong>in</strong> unverzichtbares Tool für alle,<br />

die öfter mal auf eBay handeln.<br />

App Dragon App Lister<br />

E<strong>in</strong> Freund ist auf <strong>Android</strong> umgestiegen<br />

und fragt Sie nach empfehlenswerten<br />

Apps? Oder Sie selbst<br />

möchten ab und an mal e<strong>in</strong>e Liste der <strong>in</strong>stallierten<br />

Apps speichern, um nach e<strong>in</strong>em<br />

Werksreset oder beim Umstieg auf e<strong>in</strong> neues<br />

Handy noch zu wissen, was wichtig ist?<br />

Dann bietet sich der App Dragon App Lister<br />

an [LINK 3]. Mit nur 24 KB sehr schlank, macht<br />

diese App nichts anderes, als alle aktuell<br />

<strong>in</strong>stallierten Apps aufzuzählen. Diese Liste<br />

können Sie anschließend per E-Mail versenden<br />

oder <strong>in</strong> die Zwischenablage kopieren,<br />

um sie anderweitig zu verwenden.<br />

Whatsapp 2Date<br />

Ideal für Whatsapp-Chat-Junkies:<br />

Mit Whatsapp 2Date [LINK 4] bleiben<br />

Sie immer up to date, denn die App<br />

prüft regelmäßig automatisch, ob e<strong>in</strong>e neue<br />

Version für Whatsapp zur Verfügung steht<br />

und ermöglicht dann den direkten Download<br />

des Updates. Das ist im Falle von Whatsapp<br />

durchaus s<strong>in</strong>nvoll, denn häufig stellt der Hersteller<br />

der beliebten Chat-Anwendung Vorabversionen<br />

zunächst auf der eigenen Website<br />

bereit. Diese Updates s<strong>in</strong>d dann entweder gar<br />

nicht oder erst später im Play Store erhältlich.<br />

Wer bei der Entwicklung der Chat-Plattform<br />

immer am Ball bleiben möchte, für den<br />

ist diese App e<strong>in</strong> Must-have.<br />

Abb. 3: App Dragon erstellt Listen<br />

aller <strong>in</strong>stallierten Apps für den<br />

bequemen Export via E-Mail.<br />

Abb. 4: Whatsapp 2Date hat e<strong>in</strong>e<br />

neuere Version von Whatsapp auf<br />

der Hersteller-Website entdeckt.<br />

FolderSync<br />

Dropbox, Google Drive, SugarSync,<br />

SkyDrive… mit Cloud Speicherdiensten<br />

wird man gegenwärtig geradezu<br />

überhäuft. Und es ist ja auch sehr<br />

praktisch: In der Cloud abgelegte Dokumente<br />

oder sonstige Dateien stehen Ihnen überall<br />

zur Verfügung, wo Sie Zugang zum Internet<br />

haben. Wer häufig von verschiedenen Endgeräten<br />

auf die Speicherwolke zugreift und Dateien<br />

neu ablegt, löscht oder verändert, wird<br />

sich e<strong>in</strong>e effiziente Form der Synchronisierung<br />

wünschen. FolderSync [LINK 5] ist dann<br />

die App der Wahl. Diese äußerst umfangreiche,<br />

aber dennoch <strong>in</strong>tuitiv gehaltene App ermöglicht<br />

die Def<strong>in</strong>ition von Ordnerpaaren,<br />

um deren Synchronisation sich FolderSync<br />

fortan vollautomatisch kümmert. Beispiel:<br />

Sie möchten alle Dateien <strong>in</strong> /sdcard/​dokumente<br />

mit dem Verzeichnis /Docs auf Ihrem<br />

Dropbox-Speicher synchronisieren, wahlweise<br />

nur <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e Richtung oder wechselseitig.<br />

Sie bestimmen dabei, ob diese Synchronisierung<br />

manuell oder automatisch erfolgen<br />

soll, nur im WLAN oder auch im mobilen<br />

Internet. FolderSync bietet dazu üppige<br />

E<strong>in</strong>stellmöglichkeiten. Und das beste:<br />

FolderSync unterstützt sämtliche gängigen<br />

Cloud-Speicher. Kl<strong>in</strong>gt nach Wolke 7? Ist so!<br />

Die Perlensuche geht weiter<br />

Wir bleiben dran und tauchen weiter nach<br />

kle<strong>in</strong>en, fe<strong>in</strong>en Tools und nach nützlichen<br />

Anwendungen abseits der ausgetretenen<br />

Pfade. Wenn Sie Apps kennen, die <strong>in</strong> diese<br />

Kategorie gehören und noch nicht vorgestellt<br />

wurden, dann schreiben Sie uns per Mail an<br />

redaktion@android-user.de – wir freuen uns<br />

auf Ihre Vorschläge! <br />

● ● ●<br />

Abb. 5: FolderSync regelt die automatische<br />

Synchronisation von Verzeichnissen<br />

mit Cloud-Diensten.<br />

Abb. 6: FolderSync unterstützt so<br />

ziemlich alle gängigen Cloud-<br />

Dienste.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29596<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 71


Apps<br />

Blogger-Apps<br />

I<br />

Blogs<br />

Die besten Blogger- und Forentools für <strong>Android</strong><br />

Mit e<strong>in</strong>er Reihe von<br />

Tools können Besitzer<br />

e<strong>in</strong>es <strong>Android</strong>-Smartphones<br />

oder ‐Tablets<br />

Blogs, Foren und CMS-<br />

Websites verwalten. Wir<br />

haben uns diese Tools<br />

e<strong>in</strong>mal angeschaut<br />

und zeigen, was sie<br />

alles können. René Gäbler<br />

Abb. 1: Die App Blogger kommt mit<br />

vier Funktionen im Hauptmenü aus.<br />

Das genügt <strong>in</strong> den meisten Fällen.<br />

Auf e<strong>in</strong>em Tablet kann man ja<br />

durchaus den Browser nutzen, um<br />

Beiträge <strong>in</strong> se<strong>in</strong>en Blog zu setzen<br />

oder auch <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Forum nach<br />

Hilfe zu suchen. Aber bei e<strong>in</strong>em Smartphone<br />

wird die Bedienung etwas fummelig. Hier ist<br />

e<strong>in</strong>e App meistens die bessere Wahl. Wir<br />

stellen Blogger, Wordpress und die Foren-<br />

App Tapatalk vor.<br />

Blogger<br />

Besitzer e<strong>in</strong>es Blogs bei Google<br />

können mit dieser kostenlosen App<br />

[LINK 1] ihr Weblog pflegen und mit<br />

neuen Inhalten füttern. Der Log-<strong>in</strong> erfolgt via<br />

Google-Account, anschließend sieht man alle<br />

bei Blogger angelegten Weblogs. Im Hauptmenü<br />

s<strong>in</strong>d nur vier Funktionen aufgelistet.<br />

Von hier aus wird der Blog angezeigt, die<br />

Posts bearbeitet, e<strong>in</strong><br />

neuer Beitrag (Post) erstellt<br />

oder die E<strong>in</strong>stellungen<br />

angepasst. Für<br />

das E<strong>in</strong>fügen von Bildern<br />

stehen zwei<br />

Schaltflächen bereit, je<br />

nachdem, ob Sie das<br />

Bild aus der Galerie<br />

wählen oder mit der<br />

Kamera schießen. <strong>So</strong><br />

lassen sich Bilddateien<br />

erstellen und direkt <strong>in</strong><br />

Blogbeiträge e<strong>in</strong>fügen.<br />

Die Blogger-App unterstützt<br />

auch das Editieren<br />

von Hyperl<strong>in</strong>ks und<br />

HTML-Tags.<br />

In den E<strong>in</strong>stellungen<br />

f<strong>in</strong>den sich nur unbed<strong>in</strong>gt<br />

notwendige<br />

Abb. 2: Die Übersicht listet alle Beiträge<br />

des Weblogs auf und erlaubt<br />

das nachträgliche Editieren.<br />

Funktionen: Die Uploadgröße lässt sich beschränken,<br />

und es gibt e<strong>in</strong> paar E<strong>in</strong>stellungsmöglichkeiten<br />

zur Anzeige sowie zu den Benachrichtigungen<br />

bei Kommentaren.<br />

Wordpress<br />

Mit Wordpress kann man e<strong>in</strong> Weblog<br />

aufbauen und den e<strong>in</strong>zelnen<br />

Beiträgen Kategorien zuordnen. Um<br />

die Struktur und die passenden Navigationselemente<br />

kümmert sich Wordpress selbst.<br />

Die Wordpress-App [LINK 2] bietet beim Start<br />

e<strong>in</strong>e Liste der vorhandenen Blogs an, man<br />

kann aber auch e<strong>in</strong> neues Blog erstellen.<br />

Schön, dass die App gratis und <strong>in</strong> Deutsch<br />

gehalten ist. Das Menü ist e<strong>in</strong> wenig umfangreicher<br />

als bei Blogger. Die Wordpress-App<br />

unterstützt nicht nur das Anlegen neuer Seiten<br />

und Artikel, sondern bietet auch e<strong>in</strong>e Sta-<br />

Abb. 3 : Wordpress bietet <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er<br />

App deutlich mehr Funktionen als<br />

die Blogger-App.<br />

72<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Blogger-Apps<br />

Abb. 4: Der Editor besitzt alles, was<br />

man für das Erstellen se<strong>in</strong>er Blogbei-<br />

tistik an. <strong>So</strong> kann man sich<br />

ansehen, wie stark das eigene<br />

Blog besucht wird.<br />

Beim Erstellen e<strong>in</strong>es Artikels<br />

kann man Tags vergeben<br />

und den Beitrag e<strong>in</strong>er<br />

Kategorie zuordnen. Die<br />

E<strong>in</strong>träge lassen sich sofort<br />

veröffentlichen, für e<strong>in</strong>en<br />

bestimmten Zeitpunkt planen<br />

oder als Entwürfe speichern.<br />

Daneben unterscheidet<br />

Wordpress zwischen<br />

ausstehender Review, privatem<br />

E<strong>in</strong>trag und lokalem träge braucht.<br />

Entwurf. Artikel lassen sich<br />

zudem auch per Passwort schützen.<br />

Auch hier lassen sich Fotos aus der Galerie<br />

auswählen oder zum Beispiel mit den Funktionen<br />

Quick Photo und Quick Video aus dem<br />

Hauptmenü der App direkt über die Kamera<br />

des Smartphones oder Tablets. Das erleichtert<br />

das Bloggen doch sehr. Beim Zugriff auf<br />

e<strong>in</strong>e Picasa-Galerie verweigert sich der Editor.<br />

Hier muss das Bild erst auf das Smartphone<br />

geladen und lokal abgelegt werden.<br />

Wählt man e<strong>in</strong> e<strong>in</strong>gefügtes Bild aus, lassen<br />

sich die Ausrichtung und Größe anpassen.<br />

Alle Artikel und Seiten werden übersichtlich<br />

aufgelistet und können bei Bedarf bearbeitet<br />

werden. In e<strong>in</strong>er weiteren Übersicht kann<br />

man sich die vorhandenen Kommentare ansehen.<br />

In den E<strong>in</strong>stellungen f<strong>in</strong>det sich auch<br />

die Möglichkeit, Geotags anzuschalten.<br />

Tapatalk<br />

Tapatalk [LINK 3] kostet 2,29<br />

Euro. Mit der App kann<br />

man Beiträge <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

Burn<strong>in</strong>g-Board-Forum schreiben und verfolgen.<br />

Das Erste, was man nach dem Start der<br />

App sieht, ist e<strong>in</strong>e Liste von 44.400 Foren. Je<br />

nach eigenem Interesse, wählt man e<strong>in</strong>es aus<br />

und sieht danach e<strong>in</strong>e<br />

Übersicht der Forenkategorien<br />

vor sich. E<strong>in</strong> bis zwei<br />

Menüe<strong>in</strong>träge weiter, hat<br />

man die e<strong>in</strong>zelnen Forene<strong>in</strong>träge<br />

vor sich. Hier<br />

kann man sich bereits<br />

e<strong>in</strong>en Überblick machen,<br />

ob man auch im richtigen<br />

Forum gelandet ist, wobei<br />

man für die meisten Foren<br />

e<strong>in</strong>e Registrierung benötigt.<br />

Um deutschsprachige<br />

Foren zu suchen, empfiehlt<br />

es sich, e<strong>in</strong>fach e<strong>in</strong>mal<br />

„deutsch“ <strong>in</strong> die Suchleiste<br />

Abb. 5: Der Editor br<strong>in</strong>gt ke<strong>in</strong>e große<br />

Schaltflächenleiste mit sich. Das ist<br />

auch gar nicht notwendig.<br />

e<strong>in</strong>zugeben, anstatt die Listen<br />

mühselig durchzuscrollen.<br />

Nach dem E<strong>in</strong>loggen<br />

zeigt sich die Menüleiste<br />

von Tapatalk. Zuerst sieht<br />

man die neuesten Beiträge.<br />

E<strong>in</strong> weiterer Menüpunkt listet<br />

die verschiedenen Forenkategorien<br />

auf. Favoriten<br />

und private Nachrichten<br />

s<strong>in</strong>d über weitere<br />

Menüs erreichbar. Nicht gelesene<br />

Forenbeiträge ersche<strong>in</strong>en<br />

<strong>in</strong> fetter Schrift,<br />

wie man es von E-Mail-Programmen<br />

her kennt. Über<br />

das Menü kann e<strong>in</strong> Forum als gelesen markiert<br />

werden. Nach der Auswahl e<strong>in</strong>es Forums<br />

antwortet man über das Menü. Im Beitrag<br />

lassen sich Bilder und L<strong>in</strong>ks e<strong>in</strong>fügen.<br />

Auch e<strong>in</strong>e Sammlung von grafischen Smileys<br />

steht zur Verfügung.<br />

Zu den weiteren schnell erreichbaren<br />

Funktionen gehört das Teilen von Beiträgen,<br />

das Aktualisieren, Suchen und Abonnieren.<br />

Mit Letzterem bekommt man auf se<strong>in</strong>em<br />

Smartphone immer e<strong>in</strong>e Benachrichtigung,<br />

wenn es e<strong>in</strong>e Antwort im Forum gibt.<br />

Über die Funktion Mehr f<strong>in</strong>det man se<strong>in</strong><br />

Profil, e<strong>in</strong>e Liste der <strong>User</strong> (die onl<strong>in</strong>e s<strong>in</strong>d)<br />

und die Suchfunktion. Hier verstecken sich<br />

auch die E<strong>in</strong>stellungen, und man kann sich<br />

abmelden. Das Profil ist nicht zu verwechseln<br />

mit den persönlichen Angaben, die man<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Forum macht und die jeder andere<br />

aufrufen kann. Es ist e<strong>in</strong>e Liste von verschiedenen<br />

Statistiken. Hier sieht man, wie <strong>viel</strong>e<br />

Beiträge man geschrieben hat, seit wann<br />

man <strong>in</strong> dem Forum angemeldet ist und kann<br />

über L<strong>in</strong>ks die selbst erstellten Beiträge und<br />

Themen aufrufen. Ergänzen kann man das<br />

Ganze mit e<strong>in</strong>em Bild, das man aus der Galerie<br />

des Smartphones auswählt oder mit der<br />

Handykamera erstellt. Tapatalk<br />

merkt sich die ausgewählten<br />

Foren und speichert<br />

auch die Anmeldedaten.<br />

Die Navigation ist sehr<br />

e<strong>in</strong>fach und bequem.<br />

Es macht Spaß, durch die<br />

Themen und Beiträge zu<br />

blättern, eigene zu erstellen<br />

und anderen <strong>User</strong>n zu antworten.<br />

Bei all dem gilt es<br />

natürlich, sich an die Forenregeln<br />

zu halten. Für Tablet-Benutzer<br />

gibt es auch<br />

e<strong>in</strong>e HD-Version der App<br />

für 3,99 Euro [LINK 4]. ● ● ●<br />

Abb. 6: Von Bob Ross bis Open Office<br />

f<strong>in</strong>den sich <strong>viel</strong>e <strong>in</strong>teressante Foren<br />

bei Tapatalk.<br />

Abb. 7: Die Navigation mit Tapatalk<br />

ist e<strong>in</strong>fach und übersichtlich. Man<br />

kann sehr schnell durch die Beiträge<br />

blättern.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29466<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 73


Spiele<br />

Neue Spiele<br />

NEU!<br />

bei Google Play<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

Ihnen jeden Monat e<strong>in</strong> paar<br />

neue oder aktualisierte<br />

Spiele aus dem Google Play<br />

Store vor, die uns besonders<br />

gut gefallen. Patrick Neef<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29437<br />

Punch Quest<br />

Bei Punch Quest boxen Sie<br />

alles um. Der l<strong>in</strong>ke Knopf ist<br />

zum Zuschlagen, der rechte<br />

ebenfalls, und so schlagen Sie sich<br />

e<strong>in</strong>en Weg durch die Spielwelt. Das<br />

kl<strong>in</strong>gt e<strong>in</strong>fach, hat aber e<strong>in</strong>e Menge<br />

Tiefgang. Das Schöne bei diesem Spiel<br />

ist, dass das Gameplay immer so e<strong>in</strong>fach<br />

bleibt, Ihnen aber immer mehr<br />

Geschicklichkeit und Tim<strong>in</strong>g abverlangt.<br />

Der l<strong>in</strong>ke Knopf löst e<strong>in</strong>en Uppercut,<br />

also e<strong>in</strong>en<br />

Sprungschlag nach oben<br />

aus. Drückt man die Taste<br />

gleich noch mal, saust die<br />

Figur wieder nach unten<br />

und führt ebenfalls e<strong>in</strong>e Attacke<br />

aus. Mit der rechten<br />

Taste schlägt die Figur nach<br />

vorne, beschleunigt dabei<br />

auch e<strong>in</strong> wenig. Ist sie <strong>in</strong> der Luft,<br />

schlägt sie mit dieser Taste nach vorne.<br />

Man kann gegnerische Angriffe auch<br />

blocken, <strong>in</strong>dem man beide Tasten gedrückt<br />

hält. Diese Fähigkeit muss aber<br />

gekauft werden, ebenso wie e<strong>in</strong>ige andere<br />

Attacken, Powerups und Superangriffe.<br />

Sie verdienen sich beim Spielen<br />

sogenannte Punchos als Ingame-Währung,<br />

können diese aber auch<br />

N<strong>in</strong>ja Village<br />

Kennen Sie e<strong>in</strong> Spiel von Kairosoft?<br />

Wenn ja, kennen Sie<br />

alle. Denn <strong>in</strong> gewisser Weise<br />

haben die Entwickler es perfektioniert,<br />

das Spielpr<strong>in</strong>zip des Erstl<strong>in</strong>gswerks<br />

Game Dev Story zu klonen und es <strong>in</strong><br />

sämtlichen anderen Bereichen unterzubr<strong>in</strong>gen.<br />

Das ist ja nicht schlecht, aber<br />

es nutzt sich langsam ab. N<strong>in</strong>ja Village<br />

gehört aber zu den besseren Titeln von<br />

Kairosoft. Sie bauen e<strong>in</strong> N<strong>in</strong>ja-Dorf auf,<br />

verwalten das Land, erobern neue Ortschaften,<br />

statten die E<strong>in</strong>wohner mit Arbeitsgeräten<br />

oder Waffen aus und<br />

wachsen, wachsen, wachsen. Die<br />

Kämpfe zwischendurch peppen das<br />

Aufbauspiel auf, der Umfang ist riesig.<br />

Sh<strong>in</strong>y the Firefly<br />

Sh<strong>in</strong>y the Firefly ist e<strong>in</strong> putziges<br />

Spiel, bei dem Sie e<strong>in</strong><br />

Glühwürmchen steuern und<br />

die verlorenen Babyglühwürmchen<br />

retten sollen. In mehreren Leveln gibt<br />

es e<strong>in</strong>e bestimmte M<strong>in</strong>destanzahl an<br />

Babys, die Sie retten sollen. Sie müssen<br />

sich dabei mit hartnäckigen Stechmücken<br />

und Wasserfällen herumschlagen,<br />

Münzen e<strong>in</strong>sammeln und später<br />

immer mehr Widersacher aus der<br />

Pflanzenwelt umgehen. Die Steuerung<br />

ist gut gelungen und das ganze Sett<strong>in</strong>g<br />

sehr niedlich, und trotzdem ist das<br />

Spiel nicht zu leicht. Es gibt e<strong>in</strong>e Gratisversion<br />

des Spiels zum Testen, die aber<br />

arg mit Werbung zugepflastert ist.<br />

Repulze<br />

Repulze ist e<strong>in</strong> Rennspiel im<br />

Stil von Wipeout. Sie rasen <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>em futuristischen Szenario<br />

über Strecken <strong>in</strong> absoluter Höchstgeschw<strong>in</strong>digkeit,<br />

sammeln dabei Powerups<br />

oder Ladungen e<strong>in</strong> und können im<br />

Multiplayer auch gegen andere Spieler<br />

antreten. Es gibt Herausforderungen,<br />

<strong>viel</strong>e unterschiedliche Strecken und<br />

e<strong>in</strong>e Menge Gegenstände wie Magneten<br />

und Portale, die das Spiel immer<br />

<strong>in</strong>teressant machen. Leider ist die<br />

Steuerung etwas verzögert, und das<br />

hohe Tempo ist eher etwas für Action-<br />

Freunde. An der tollen Qualität und<br />

dem großen Umfang des Spiels ändert<br />

das aber nichts.<br />

3,80 Euro<br />

englisch|Version 1.0.4|6,1 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos (Werbung) 2,69 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.8|145 MByte<br />

★★★★★<br />

0,82 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.4|257 MByte<br />

★★★★★<br />

74<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Neue Spiele<br />

als In-App-Kauf besorgen.<br />

Toll ist der Co<strong>in</strong><br />

Doubler, der für e<strong>in</strong>en<br />

moderaten Preis die<br />

Summe der verdienten<br />

Co<strong>in</strong>s beim Prügeln verdoppelt.<br />

<strong>So</strong> kommt <strong>in</strong><br />

kürzester Zeit genug zusammen,<br />

um sich die<br />

meisten Angriffe leisten zu können.<br />

Bisher hört sich das alles recht gut an,<br />

oder? Das Spiel ist aber besser, als<br />

man es mit Wörtern oder Bildern beschreiben<br />

kann. Denn es hat e<strong>in</strong>en gewissen<br />

Flow, e<strong>in</strong>e Leichtigkeit des<br />

Spielens, die man <strong>in</strong> solchen Sidescrollern<br />

selten f<strong>in</strong>det. Es gibt Kombos,<br />

Herausforderungen, unterschiedliche<br />

Gegnertypen und verrückte<br />

Bosse, wild <strong>in</strong>e<strong>in</strong>ander krachende<br />

weggeboxte Gegner und <strong>viel</strong>es mehr.<br />

Es ist e<strong>in</strong> Heidenspaß und perfekt für<br />

e<strong>in</strong> kurzes Spiel zwischendurch, besitzt<br />

aber trotzdem e<strong>in</strong>e Menge Langzeitmotivation.<br />

Man wird<br />

auch nicht übermächtig,<br />

wenn man alle Powerups<br />

und Extras gekauft hat, da<br />

man immer nur e<strong>in</strong>en Angriff<br />

pro Kategorie verwenden<br />

kann. Und jeder verändert e<strong>in</strong><br />

wenig die Kampfweise, da man<br />

sich entweder stärker durchboxt<br />

oder mehr Uppercuts ausführt. E<strong>in</strong><br />

herrlich abgedrehtes Spiel!<br />

0,74 Euro<br />

englisch|Version 1.1|17 MByte<br />

★★★★★<br />

Catapult K<strong>in</strong>g<br />

Catapult K<strong>in</strong>g ist quasi wie<br />

Angry Birds, nur <strong>in</strong> 3D, mit<br />

Rittern und aus der Sicht der<br />

dritten Person. Catapult K<strong>in</strong>g besitzt<br />

knapp 100 sehr abwechslungsreiche<br />

Level, <strong>in</strong> denen man die Gegner mit<br />

unterschiedlichen Geschossen <strong>in</strong> verschiedenen<br />

Szenarien unter Beschuss<br />

nimmt. Viele abwechslungsreiche<br />

Ideen wie Drachen, Powerups für das<br />

Geschoss und besondere Attacken halten<br />

das Spiel frisch. Das Zielen will allerd<strong>in</strong>gs<br />

gelernt se<strong>in</strong>, denn die Anzeige<br />

für die Flugkurve fehlt oder ist – wenn<br />

erworben – nur schwer zu erkennen.<br />

Ice Rage<br />

Die Entwickler von Ice Rage<br />

werben mit zwei Millionen<br />

Spielern weltweit und fantastischer<br />

3D-Grafik. Wenn man dann<br />

aber das Spiel anwirft, steuert man nur<br />

e<strong>in</strong>e Figur <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er atmosphärisch dünnen<br />

Halle. Die Steuerung ist nicht besonders<br />

präzise oder e<strong>in</strong>fallsreich –<br />

Tacklen und wildes Schießen führen<br />

oft schneller zum Erfolg als präzise Manöver.<br />

Zwar besitzt das Spiel mit verschiedenen<br />

Helden und e<strong>in</strong>em Multiplayer-Modus<br />

genügend Umfang,<br />

doch das Gameplay ist e<strong>in</strong>fach nicht<br />

spannend genug. Zudem beklagen<br />

sich <strong>viel</strong>e <strong>Android</strong>-<strong>User</strong> über Abstürze<br />

auf ihrem Smartphone.<br />

Fieldrunners 2<br />

Fieldrunners 2 ist der Nachfolger<br />

des überaus erfolgreichen<br />

Vorgängers, der den Tower-<br />

Defense-Boom auf mobilen Geräten<br />

überhaupt ausgelöst hat. Version 2 bietet<br />

deutlich mehr: E<strong>in</strong>e größere Kampagne,<br />

mehr Türme und Items wie<br />

M<strong>in</strong>en, Frostattacken oder Luftangriffe<br />

machen das Spiel zu e<strong>in</strong>er Dauerbeschäftigung.<br />

Es leidet aber unter zwei<br />

D<strong>in</strong>gen: Der Schwierigkeitsgrad ist permanent<br />

zu hoch, und das Gleiche gilt<br />

für die Rundenanzahl pro Level. In<br />

Runde 49 von 50 doch noch zu verlieren,<br />

das macht e<strong>in</strong>fach ke<strong>in</strong>en Spaß.<br />

Davon abgesehen ist Fieldrunners 2<br />

aber wirklich empfehlenswert.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.0.3|20 MByte<br />

★★★★★<br />

0,69 Euro<br />

englisch|Version 1.0.2|36 MByte<br />

★★★★★<br />

2,25 Euro<br />

englisch|Version 1.2|297 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 75


Spiele<br />

Neue Spiele<br />

NEU!<br />

bei Google Play<br />

Cut the Rope: Time Travel HD<br />

Ich kenne jemanden, der<br />

schmeißt Cut the Rope <strong>in</strong> e<strong>in</strong>en<br />

Topf mit Angry Birds und<br />

Doodle Jump. Nichts gegen die beiden<br />

letztgenannten Spiele, doch die Verallgeme<strong>in</strong>erung<br />

führt nur dazu, dass man Ermüdungsersche<strong>in</strong>ungen<br />

bekundet und<br />

jede Art von Nachfolger als un<strong>in</strong>teressant<br />

abstempeln könnte. Das wäre bei<br />

Angry Birds Space und Angry Birds Star<br />

Wars e<strong>in</strong> Fehler, aber noch fataler wäre<br />

es bei Cut the Rope: Time Travel, dem<br />

jüngsten Teil der Spielreihe. Warum?<br />

Ganz e<strong>in</strong>fach: Es ist e<strong>in</strong> absolut großartiges<br />

Spiel! Sicherlich, wenn Sie Cut<br />

the Rope bisher nichts abgew<strong>in</strong>nen<br />

konnten, werden Sie diesen Teil ebenfalls<br />

nicht besonders <strong>in</strong>teressant f<strong>in</strong>den.<br />

Doch im Vergleich mit dem Erstl<strong>in</strong>gswerk<br />

ist Cut the Rope: Time Travel<br />

e<strong>in</strong> Feuerwerk an Spielwitz und Kreativität.<br />

Das Hauptthema des Spiels ist, dass Om Nom<br />

nicht mehr alle<strong>in</strong> ist. Er reist durch verschiedene<br />

Epochen der Geschichte, <strong>in</strong> denen es immer<br />

e<strong>in</strong>en Vorfahren von Om Nom gibt, der ebenfalls<br />

e<strong>in</strong>e Süßigkeit haben will. Das erhöht den<br />

Schwierigkeitsgrad von Grund auf e<strong>in</strong> wenig,<br />

schließlich gab es im Vorgänger immer nur e<strong>in</strong>e<br />

Süßigkeit. Gleichzeitig wird das Gameplay variiert,<br />

denn nun müssen Sie manchmal nache<strong>in</strong>ander,<br />

manchmal gleichzeitig agieren. In jeder<br />

Epoche steht e<strong>in</strong>e bestimmte Mechanik im Vordergrund.<br />

<strong>So</strong> gibt es im Mittelalter Ketten statt<br />

Seile, die man nicht mit dem F<strong>in</strong>ger, aber mit<br />

scharfen Rotationsmessern durchtrennen kann.<br />

In der Renaissance können Sie die Zeit e<strong>in</strong>frieren<br />

und so schw<strong>in</strong>gende Süßigkeiten stoppen. Später<br />

kommen noch Raketen, fliegende Zwill<strong>in</strong>gssüßigkeiten,<br />

Trampol<strong>in</strong>e, Portale und <strong>viel</strong>es<br />

mehr dazu.<br />

Epoch<br />

Epoch ist e<strong>in</strong> ungewöhnlicher<br />

Shooter, da er vor allem e<strong>in</strong><br />

bestimmtes Spielelement<br />

ganz stark im Vordergrund hat: die Deckung.<br />

Sie können sich nicht frei bewegen,<br />

sondern wandern von Station zu<br />

Station, wenn Sie erfolgreich alle Gegner<br />

beseitigt haben. Bei jeder Station<br />

wechseln Sie mit Wischbewegungen<br />

die Position, gehen <strong>in</strong> Deckung oder<br />

gehen aus der Deckung heraus, um die<br />

Gegner unter Beschuss zu nehmen.<br />

Zum Repertoire gehören spezielle Waffen<br />

wie Granaten, Raketen oder Effekte<br />

wie Zeitlupe oder Konterattacken. Wer<br />

die lange Kampagne h<strong>in</strong>ter sich hat,<br />

kann sich <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er der Arenen messen.<br />

Clowns <strong>in</strong> the<br />

Face<br />

Clowns <strong>in</strong> the Face ist e<strong>in</strong> simples<br />

Spiel: Sie knallen den<br />

Clowns Tennisbälle an den<br />

Latz, und das am besten mit so wenigen<br />

Schlägen wie möglich. Dazu zielen<br />

Sie e<strong>in</strong>fach mit dem F<strong>in</strong>ger, lassen los,<br />

und schon fliegt der Ball. Variation<br />

kommt <strong>in</strong> das simple Geschehen durch<br />

die unterschiedlich gestalteten Level,<br />

die <strong>viel</strong>en Elemente, die oft Kettenreaktionen<br />

auslösen und die Platzierung<br />

der Clowns. Diese ganzen Elemente<br />

motivieren zwar, doch die Flugbahnen<br />

s<strong>in</strong>d schwer vorauszuahnen, sodass<br />

das Spiel eher auf Versuch und Irrtum<br />

beruht. Zudem stört die Werbung.<br />

Mosaique<br />

Bei Mosaique schießen Sie<br />

e<strong>in</strong>en farbigen Ste<strong>in</strong> los, e<strong>in</strong>e<br />

farbige L<strong>in</strong>ie zeigt an, <strong>in</strong> welche<br />

Richtung er fliegt. Treffen zwei<br />

oder mehr gleichfarbige Ste<strong>in</strong>e aufe<strong>in</strong>ander,<br />

werden sie ausgelöscht, bei unterschiedlich<br />

farbigen Ste<strong>in</strong>en wird die<br />

Farbe getauscht. Das Ziel ist, so <strong>viel</strong>e<br />

Punkte wie möglich zu erreichen,<br />

<strong>in</strong>dem man die Ste<strong>in</strong>e so arrangiert,<br />

dass man möglichst <strong>viel</strong>e auf e<strong>in</strong>en<br />

Schlag entfernt. Der Clou: Sie können<br />

die Ausgangsposition des Ste<strong>in</strong>s, den<br />

Sie abfeuern, um 360 Grad drehen,<br />

also von allen Seiten losfeuern.<br />

2,36 Euro<br />

englisch|Version 1.4.4|507 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos (Werbung)<br />

deutsch|Version 1.0.7|24 MByte<br />

★★★★★<br />

0,76 Euro<br />

englisch|Version 1.2|30 MByte<br />

★★★★★<br />

76<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Neue Spiele<br />

Am bee<strong>in</strong>druckendsten<br />

ist vermutlich, wie kreativ<br />

die Entwickler mit all diesen<br />

Elementen umgehen.<br />

Die Level s<strong>in</strong>d immer wieder<br />

erfrischend und spielen<br />

sich unterschiedlich.<br />

Nicht nur, dass sich die<br />

Rätsel unterscheiden, es<br />

gibt auch immer <strong>viel</strong> Abwechslung<br />

zwischen Rätseln,<br />

Geschicklichkeit und<br />

re<strong>in</strong>em Ausprobieren.<br />

Manchmal führt e<strong>in</strong>en das<br />

Level <strong>in</strong> die Irre, bis man den korrekten<br />

Weg herausgefunden hat. Das macht jederzeit<br />

Spaß. Und wer die Level schnell durchlaufen<br />

hat, kann versuchen, <strong>in</strong> allen alle<br />

drei Sterne e<strong>in</strong>zusammeln, was <strong>in</strong> den späten<br />

Leveln schwierig wird. Wir können es<br />

kaum abwarten,<br />

bis bald<br />

neue Level zum Spiel dazukommen.<br />

0,72 Euro<br />

deutsch|Version 1.0|52 MByte<br />

★★★★★<br />

Daddy Was A Thief<br />

Dieses Spiel müssen Sie unbed<strong>in</strong>gt<br />

e<strong>in</strong>mal ausprobieren!<br />

Die Grafik könnte aus e<strong>in</strong>em<br />

Pixar-Film stammen, und das Gameplay<br />

ist supere<strong>in</strong>fach. Sie steuern e<strong>in</strong>en<br />

frustrierten Vater, der se<strong>in</strong>en Job verloren<br />

hat und sich fortan als E<strong>in</strong>brecher<br />

se<strong>in</strong>en Lebensunterhalt verdient.<br />

Durch F<strong>in</strong>gerwischen hüpfen Sie oder<br />

spr<strong>in</strong>gen e<strong>in</strong>e Etage nach unten, die<br />

Figur läuft dabei unbeirrt von selbst.<br />

Sie sammeln Münzen e<strong>in</strong>, br<strong>in</strong>gen<br />

Geldschränke zum Explodieren, fallen<br />

mit Badewannen metertief herunter<br />

oder weichen Raketen aus.<br />

PUK<br />

Wer e<strong>in</strong>mal mit PUK anfängt,<br />

lässt sich auf e<strong>in</strong> Auf und Ab<br />

der Gefühle e<strong>in</strong>: Frust, Hektik,<br />

Enttäuschung, Begeisterung – hier ist<br />

alles möglich. Bei PUK müssen Sie die<br />

Kreise am unteren Bildschirmrand<br />

durch Ziehen und Loslassen nach oben<br />

schießen und die Zielscheiben treffen.<br />

Das muss schnell gehen, denn die Zeit<br />

ist begrenzt. Es gibt 1000 Level, deren<br />

Reihenfolge aber zufällig generiert<br />

wird, wobei natürlich am Anfang die<br />

e<strong>in</strong>fachsten stehen. Scheitert man nur<br />

e<strong>in</strong> e<strong>in</strong>ziges Mal, muss man wieder<br />

von vorne beg<strong>in</strong>nen.<br />

Relic Rush<br />

Es ist immer e<strong>in</strong>e tolle Überraschung,<br />

wenn man nach all<br />

den Jahren e<strong>in</strong> Spiel entdeckt,<br />

das man <strong>in</strong> der Form zuvor noch nie erleben<br />

durfte. In Relic Rush können Sie<br />

nur e<strong>in</strong>e Sache machen: die Figur stoppen,<br />

<strong>in</strong>dem Sie den F<strong>in</strong>ger aufs Display<br />

legen. Nehmen Sie den F<strong>in</strong>ger wieder<br />

weg, läuft sie weiter. <strong>So</strong> läuft die Figur<br />

nimmermüde und überw<strong>in</strong>det <strong>in</strong> verschiedenen<br />

Welten H<strong>in</strong>dernisse <strong>in</strong><br />

Form von Tieren – Berührungen s<strong>in</strong>d<br />

nicht erlaubt. Die Zeit rast, genaues<br />

Tim<strong>in</strong>g ist erforderlich. E<strong>in</strong> packendes<br />

Casual Game!<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.2|25 MByte<br />

★★★★★<br />

0,81 Euro<br />

Version 1.1.1|19 MByte<br />

★★★★★<br />

0,76 Euro<br />

englisch|Version 1.0.1|12 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 77


Spiele<br />

Kreuzworträtsel-Apps<br />

Kreuzworträtsel-Apps<br />

Alter Schwede!<br />

Auf Knopfdruck laden<br />

Kreuzworträtsel-Apps immer<br />

neue Schwedenrätsel und<br />

versprechen so Rätselfreunden<br />

unendlich <strong>viel</strong> Ratespaß.<br />

Dummerweise hat<br />

jede App ihre kle<strong>in</strong>en<br />

Schönheitsfehler, mitunter<br />

muss der Ratefuchs sogar<br />

recht leidensfähig se<strong>in</strong>.<br />

Tim Schürmann<br />

Abb. 1: Die Tastatur <strong>in</strong> Cruciverber<br />

sortiert alle Buchstaben alphabetisch,<br />

was für Vieltipper e<strong>in</strong>e Umstellung<br />

erfordert.<br />

Sie knobeln gerne und lassen ke<strong>in</strong><br />

Kreuzworträtsel <strong>in</strong> der Zeitung<br />

aus? Dann s<strong>in</strong>d die unzähligen<br />

Rätsel-Apps im Play Store sicherlich<br />

<strong>in</strong>teressant für Sie. Doch welche der<br />

Apps taugen überhaupt etwas? Wir haben<br />

die besten Schwedenrätsel genauer unter die<br />

Lupe genommen.<br />

Cruciverber<br />

Im Gegensatz zu den anderen<br />

Kreuzworträtsel-Apps generiert<br />

Cruciverber jedes Rätsel selbst<br />

[LINK 1]. Als Ausgangspunkt dienen Wörterbücher<br />

zu unterschiedlichen Themen, die man<br />

nach dem Kauf der knapp zwei Euro teuren<br />

App separat herunterladen muss. Alternativ<br />

importiert man eigene Wörterbücher aus<br />

CSV-Dateien, wie sie Tabellenkalkulationen<br />

speichern.<br />

Obwohl das Standardwörterbuch knapp<br />

10.000 Wörter enthält, besitzen die von Cruciverber<br />

generierten Rätsel deutliche Lücken.<br />

Darüber h<strong>in</strong>aus ist der Schwierigkeitsgrad<br />

recht hoch. Wer nicht weiterkommt, darf<br />

e<strong>in</strong>en oder mehrere Buchstaben an zufälligen<br />

Stellen aufdecken oder das ganze Rätsel<br />

lösen lassen. Cruciverber verrät, welchen<br />

Prozentsatz man bereits ausgefüllt hat, nicht<br />

jedoch, wie <strong>viel</strong> richtig gelöst s<strong>in</strong>d. Leeren<br />

lassen sich nur e<strong>in</strong>zelne Felder, nicht aber<br />

das komplette Rätsel.<br />

Kreuzworträtsel Free<br />

Benjam<strong>in</strong> Lochmann f<strong>in</strong>anziert<br />

se<strong>in</strong>e App über Werbung, die den<br />

Anwender nach dem Start recht penetrant<br />

anspr<strong>in</strong>gt, später lenkt nur noch e<strong>in</strong><br />

Anzeigenbanner ab. Kreuzworträtsel Free<br />

[LINK 2] bietet mehrere Hundert vorgefertigte<br />

Rätsel <strong>in</strong> drei Schwierigkeitsgraden, darunter<br />

neben deutschen auch englische, türkische,<br />

italienische und französische Exemplare.<br />

<strong>So</strong>llte die E<strong>in</strong>gabe falsch se<strong>in</strong>, bemängelt<br />

die App dies sofort und lässt die Felder leer.<br />

Dummerweise übernimmt die App das Wort<br />

mit dem letzten Tipp. Auf Smartphones muss<br />

man deshalb <strong>in</strong> den <strong>Android</strong>-E<strong>in</strong>stellungen<br />

von der Tastatur mit mehrfach belegten Tasten<br />

auf das vollständige Exemplar mit kle<strong>in</strong>eren<br />

Tasten wechseln.<br />

Kreuzworträtsel Pro (Lite)<br />

Auch die „Freizeit Revue“ hat e<strong>in</strong>e<br />

eigene Kreuzworträtsel-App im Angebot,<br />

die auf e<strong>in</strong>em Nexus 7 reproduzierbar<br />

abstürzte. Die Lite-Variante der<br />

App ist kostenlos [LINK 3], liefert aber drei Rätsel<br />

pro Schwierigkeitsstufe. Wer mehr will,<br />

muss für vier Euro Kreuzworträtsel Pro XL<br />

erwerben [LINK 4], die 1500 Rätsel mitbr<strong>in</strong>gt.<br />

Kreuzworträtsel Pro zeigt zu jedem Rätsel<br />

an, wie <strong>viel</strong> Prozent man bereits gelöst und<br />

wie lange man daran geknobelt hat. Im Gegensatz<br />

zu den anderen Apps vergrößert<br />

78<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Kreuzworträtsel-Apps<br />

Abb. 2: Kreuzworträtsel Free übernimmt<br />

nur korrekt getippte Wörter.<br />

Abb. 3: Kreuzworträtsel Pro läuft<br />

nicht auf allen Geräten fehlerfrei.<br />

Abb. 4: Auch Krupion nutzt e<strong>in</strong>e<br />

eigene Tastatur mit kle<strong>in</strong>en Tasten.<br />

Abb. 5: In Xord entsteht zwangsweise<br />

e<strong>in</strong> unleserliches Gekrakel.<br />

man hier die Ansicht nicht über das Spreizen<br />

von zwei F<strong>in</strong>gern, sondern über e<strong>in</strong>en <strong>viel</strong> zu<br />

kle<strong>in</strong>en Regler am oberen Rand. Wer nicht<br />

weiterkommt, darf e<strong>in</strong>en Buchstaben oder<br />

gleich das ganze Wort aufdecken.<br />

Krupion<br />

Bei Krupion [LINK 5] erhält man<br />

jeden Tag e<strong>in</strong> Rätsel gratis. Beg<strong>in</strong>nt<br />

man e<strong>in</strong> neues Tagesrätsel, löscht<br />

Krupion das bereits existierende. Zusätzliche<br />

Pakete mit 25 Rätseln kosten jeweils 1 Euro.<br />

Als Appetitanreger enthält Krupion aus den<br />

Themenbereichen Leichts<strong>in</strong>nig, Scharfs<strong>in</strong>nig<br />

und Wahns<strong>in</strong>nig jeweils fünf kostenlose Rätsel.<br />

Bei Krupion gilt es, nicht nur alle Kästchen<br />

zu füllen, sondern auch e<strong>in</strong> Lösungswort zu<br />

f<strong>in</strong>den. Krupion führt Buch darüber, wie <strong>viel</strong><br />

Prozent des Rätsels man gelöst hat und wie<br />

lange man bereits an der Lösung sitzt.<br />

Xord<br />

Die Kreuzworträtsel-App von Bean-<br />

Sys [LINK 6] begrüßt den Anwender<br />

mit der Bitte, e<strong>in</strong> Benutzerkonto anzulegen.<br />

An die fünf kostenlos bereitgestellten<br />

Rätsel gelangt man aber auch ohne<br />

Konto. Für den Kauf von weiteren Rätseln<br />

und deren Lösungen verwendet BeanSys e<strong>in</strong>e<br />

eigene Währung namens Co<strong>in</strong>s, e<strong>in</strong> Umtauschkurs<br />

ist nirgendwo zu f<strong>in</strong>den. Zwar<br />

können Nutzer die angebotenen Rätsel auch<br />

bewerten, Gebrauch machen davon aber nur<br />

wenige. Rätsel gibt es neben Deutsch <strong>in</strong><br />

sechs weiteren Sprachen.<br />

Im geöffneten Rätsel nervt die App immer<br />

wieder mit Werbung. Um e<strong>in</strong> Wort e<strong>in</strong>zutragen,<br />

muss man <strong>in</strong> den Write-Modus umschalten<br />

und dann mit dem F<strong>in</strong>ger die Buchstaben<br />

e<strong>in</strong>zeln <strong>in</strong> die Kästchen malen. <strong>So</strong>bald man<br />

das Rätsel beendet, verwirft Xord alle bisherigen<br />

E<strong>in</strong>tragungen.<br />

Englisch lernen mit Rätseln<br />

E<strong>in</strong> kle<strong>in</strong> wenig aus dem Rahmen<br />

fällt die App der Jourist Verlags<br />

GmbH [LINK 7]. Sie verspricht, den<br />

englischen Wortschatz des Anwenders zu<br />

verbessern. Dazu zeigt sie <strong>in</strong> den Rätseln<br />

e<strong>in</strong>e deutsche Beschreibung, als Lösungswort<br />

muss man den passenden englischen Begriff<br />

e<strong>in</strong>tippen. Die App br<strong>in</strong>gt fünf kostenlose<br />

Rätsel mit. Bei Gefallen kann man weitere<br />

Pakete mit je 250 Rätseln für jeweils 1,50<br />

Euro nachkaufen.<br />

Da die App jeden Tastendruck sofort übernimmt,<br />

sollte man <strong>in</strong> den <strong>Android</strong>-E<strong>in</strong>stellungen<br />

auf die vollständige Tastatur umschalten.<br />

Auf Wunsch deckt die App den nächsten<br />

Buchstaben, das komplette Wort oder das<br />

komplette Rätsel auf. Korrekte Lösungen<br />

hebt sie grün hervor und liest sie laut vor.<br />

Fazit<br />

Entweder werfen die Kreuzworträtsel-Apps<br />

mit Werbung um sich oder aber man muss<br />

für die Rätsel bezahlen. Von den werbef<strong>in</strong>anzierten<br />

Apps bietet Kreuzworträtsel Free die<br />

meisten Rätsel, Xord nervt mit se<strong>in</strong>er umständlichen<br />

Bedienung.<br />

Wem e<strong>in</strong> neues kostenloses Rätsel pro Tag<br />

reicht, der sollte zu Krupion greifen. Bei Bedarf<br />

lassen sich dort weitere Rätsel h<strong>in</strong>zukaufen.<br />

Mehr Rätsel für se<strong>in</strong> Geld bekommt<br />

man allerd<strong>in</strong>gs bei Kreuzworträtsel Pro XL,<br />

wobei man erst die Lite-Version testen sollte.<br />

Noch günstiger ist Cruciverber. Hier gibt es<br />

unendlich <strong>viel</strong>e, aber auch ziemlich schwierige<br />

Kreuzworträtsel. <br />

● ● ●<br />

Abb. 6: Richtige E<strong>in</strong>gaben h<strong>in</strong>terlegt<br />

Englisch lernen mit Rätseln<br />

<strong>in</strong> Grün.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29554<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 79


Spiele<br />

Knobelspiele<br />

<strong>Android</strong>-Knobelspiele für schlaue Köpfe<br />

Schön<br />

schwierig<br />

Knobelspiele müssen nicht langweilig und hässlich se<strong>in</strong>. Wir stellen<br />

Ihnen vier Spiele vor, die Köpfchen benötigen und dennoch sehr<br />

schön gemacht s<strong>in</strong>d. Marcel Hilz<strong>in</strong>ger<br />

Kreuzworträtsel zu lösen hat auch<br />

se<strong>in</strong>en Reiz. Aber farbenprächtig<br />

gestaltete Spiele, die dazu auch<br />

noch <strong>viel</strong> Köpfchen benötigen, machen<br />

auf Smartphones und Tablets deutlich<br />

mehr Spaß. Wir stellen Ihnen vier wirklich<br />

tolle Apps vor.<br />

Spr<strong>in</strong>kfield<br />

Am Anfang dieses Knobelspiels<br />

[LINK 1] stehen Sie vor e<strong>in</strong>em kle<strong>in</strong>en<br />

Acker bestehend aus vier Feldern.<br />

Das Spielpr<strong>in</strong>zip ist relativ schnell erklärt: Sie<br />

müssen diverse Äcker bewässern, können<br />

dabei aber immer nur Quadrate mit Wasser<br />

bespritzen, ke<strong>in</strong>e Rechtecke. Dabei gibt es<br />

H<strong>in</strong>dernisse zu beachten (Felsen) und die<br />

Angewohnheit der Pflanzen, nach doppelt<br />

oder dreimal so <strong>viel</strong> Wasser zu verlangen.<br />

Quasi als Joker gibt es je nach Level e<strong>in</strong> paar<br />

Vogelscheuchen, die alle<strong>in</strong> stehende Felder<br />

bevölkern. Was im Tutorial noch k<strong>in</strong>derleicht<br />

ist, entwickelt sich <strong>in</strong> den fortgeschrittenen<br />

Leveln zu e<strong>in</strong>em echten Knobelspiel.<br />

Die Gratis-App der ungarischen <strong>So</strong>ftwareschmiede<br />

WebstarWorks f<strong>in</strong>anziert sich<br />

durch Werbung, die im Spiel ebensowenig<br />

stört wie die Tatsache, dass es Spr<strong>in</strong>kfield<br />

nur auf Englisch gibt. E<strong>in</strong>zig die Reaktion des<br />

Touchscreens könnte etwas besser se<strong>in</strong>.<br />

Memory Masterm<strong>in</strong>d<br />

Wie der Name schon sagt, ist<br />

Memory Masterm<strong>in</strong>d [LINK 2] e<strong>in</strong>e<br />

Mischung aus Memory-Spiel und<br />

Masterm<strong>in</strong>d. Beim Start wählen Sie e<strong>in</strong>en der<br />

drei Modi aus und landen anschließend im<br />

ersten Level. Im Arcade-Modus müssen Sie<br />

sich lediglich merken, wo auf dem Spielfeld<br />

Kugeln lagen. Die Farbe der Kugel ist hier irrelevant.<br />

Im Color-Modus geht es darum,<br />

sich die Lage und die richtige Farbe zu merken,<br />

wobei es für den E<strong>in</strong>stieg leichtere Level<br />

mit nur zwei Farben gibt. Für den Challenge-<br />

Modus beenden Sie zunächst Stage 1 des Arcade-Modus.<br />

Anschließend zeichnen Sie hier<br />

Muster nach, aber um e<strong>in</strong> Feld nach rechts,<br />

l<strong>in</strong>ks, oben oder unten verschoben. Später<br />

Abb. 1: Die Felder müssen <strong>in</strong> Spr<strong>in</strong>kfield richtig bewässert werden, damit<br />

ke<strong>in</strong> e<strong>in</strong>ziges leer bleibt.<br />

Abb. 2: Das Tutorial lässt sich auch ohne Englischkenntnisse problemlos<br />

absolvieren, die e<strong>in</strong>zelnen Schritte s<strong>in</strong>d trivial.<br />

80<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Knobelspiele<br />

Abb. 3: H<strong>in</strong>ter jedem der drei Modi<br />

von Memory Masterm<strong>in</strong>d verbergen<br />

sich Dutzende von Leveln.<br />

Abb. 4: Zwei Farben s<strong>in</strong>d noch e<strong>in</strong>fach,<br />

aber bei vier müssen Sie<br />

schon genau h<strong>in</strong>schauen.<br />

Abb. 5: Zu Beg<strong>in</strong>n ist es noch recht<br />

e<strong>in</strong>fach, die Farben bei Blendoku<br />

richtig zu platzieren.<br />

Abb. 6: Die höheren Level <strong>in</strong> Blendoku<br />

lassen sich fast nur noch auf<br />

Tablets richtig lösen.<br />

kommen noch andere Aufgaben h<strong>in</strong>zu wie<br />

das Invertieren bestimmter Farben.<br />

Memory Masterm<strong>in</strong>d macht se<strong>in</strong>em<br />

Namen alle Ehre. Da Sie bei jedem Spiel auch<br />

gegen die Uhr kämpfen, werden die Level<br />

schon schnell zu e<strong>in</strong>er rechten Herausforderung.<br />

Und wenn Sie mit den sehr umfangreichen<br />

Gratisleveln durch s<strong>in</strong>d, können Sie<br />

sich gegen In-App-Käufe für 82 Cent sämtliche<br />

Premium-Level sichern oder für 1,64<br />

Euro auch gleich die Anzeigen abschalten.<br />

Blendoku<br />

Blendoku ist nichts für Farbenbl<strong>in</strong>de.<br />

Bei diesem packenden Spiel<br />

[LINK 3] müssen Sie Farben <strong>in</strong> die<br />

richtige Reihenfolge br<strong>in</strong>gen. Das hört sich<br />

zunächst ganz e<strong>in</strong>fach an, wird aber bei den<br />

komplexeren Leveln zu e<strong>in</strong>er richtigen Herausforderung.<br />

Zu Beg<strong>in</strong>n starten Sie ganz<br />

e<strong>in</strong>fach mit vier Farben, die Sie zwischen<br />

zwei bestehenden Feldern richtig platzieren<br />

müssen. Richtig heißt <strong>in</strong> diesem Fall, dass<br />

die Farben stets heller oder dunkler werden<br />

beziehungsweise gleich helle Felder verschiedener<br />

Farbtöne nebene<strong>in</strong>ander platziert<br />

werden .<br />

Je schwieriger die Level werden, desto<br />

wichtiger wird das Display Ihres Tablets oder<br />

Smartphones. Die Master-Level lösen Sie am<br />

besten auf e<strong>in</strong>em Tablet, es funktioniert aber<br />

auch mit e<strong>in</strong>em guten Smartphone und der<br />

passenden Auflösung. Schade, dass es ke<strong>in</strong>e<br />

Zoom-Funktion gibt (die Lupe unten rechts<br />

dient als Tipp, nicht zur Vergrößerung).<br />

Zudem haben die Entwickler die Werbung<br />

oben auf Smartphones sehr schlecht platziert,<br />

da sie genau den Bereich überdeckt,<br />

der eigentlich den Anwender dazu auffordern<br />

sollte, die Pro-Version ohne Reklame zu<br />

kaufen. Als Workaround wechseln Sie zum<br />

Spielen e<strong>in</strong>fach <strong>in</strong> den Flugmodus. E<strong>in</strong>e Pro-<br />

Version bei Google Play gibt es allerd<strong>in</strong>gs<br />

nicht, Sie müssen die zusätzlichen Level als<br />

In-App-Kauf erwerben (je 1,51 Euro für das<br />

Simple-2-Pack und das Medium-2-Pack).<br />

Ebenfalls als In-App-Kauf gibt es Lösungshilfen<br />

(5 Hilfen für 1,51 Euro, 20 Hilfen für 2,27<br />

Euro). Bei allen In-App-Käufen werden auch<br />

die Anzeigen entfernt.<br />

Flow Frenzy<br />

Die Idee h<strong>in</strong>ter Flow Frenzy [LINK 4]<br />

ist ganz e<strong>in</strong>fach: Auf e<strong>in</strong>em Spielfeld<br />

bef<strong>in</strong>den sich verschiedenfarbige<br />

Punkte, von jeder Farbe zwei. Die<br />

gleichfarbigen Punkte müssen Sie nun so<br />

mite<strong>in</strong>ander verb<strong>in</strong>den, dass es ke<strong>in</strong>e Überschneidungen<br />

gibt und dass ke<strong>in</strong>e Felder auf<br />

dem Spielfeld leer bleiben (letzteres Problem<br />

löst sich normalerweise von alle<strong>in</strong>e, wenn<br />

Sie ersteres gelöst haben). Zahlreiche Level,<br />

verschiedene Spielbrettgrößen und das optionale<br />

Rennen gegen die Uhr sorgen für die<br />

Langzeitmotivation.<br />

Auch Flow Frenzy ist gratis und f<strong>in</strong>anziert<br />

sich über Werbung. Weitere Level-Packs gibt<br />

es nur als In-App-Käufe. Das ist <strong>in</strong>sofern<br />

etwas schade, weil man dann auch immer<br />

noch mit der Werbung leben muss, wenn<br />

man e<strong>in</strong> Level-Pack gekauft hat. Um Ihre<br />

Nerven zu schonen, empfehlen wir zudem<br />

unbed<strong>in</strong>gt, die H<strong>in</strong>tergrundmusik <strong>in</strong> den E<strong>in</strong>stellungen<br />

auszuschalten.<br />

● ● ●<br />

Abb. 7: Die höheren Level von Flow<br />

Frenzy benötigen etwas mehr<br />

Vorausplanung .<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29640<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 81


E<strong>in</strong>steiger<br />

Kontakte aus Outlook<br />

Kontakte aus Outlook zu <strong>Android</strong> übertragen<br />

Outlook<br />

zu <strong>Android</strong><br />

Auf Ihrem W<strong>in</strong>dows-Desktop benutzen Sie das E-Mail-Programm<br />

Outlook, und Sie möchten nun das Adressbuch zu<br />

<strong>Android</strong> migrieren? Ke<strong>in</strong> Problem: Mit unserer Schritt-für-<br />

Schritt-Anleitung klappt das problemlos. Marcel Hilz<strong>in</strong>ger<br />

aleksangel, 123RF<br />

E<strong>in</strong>en direkten Weg von Outlook<br />

zu <strong>Android</strong> gibt es nicht, es sei<br />

denn, der Hersteller Ihres<br />

Smartphones hat e<strong>in</strong>e passende<br />

Lösung im Angebot, was aber bei<br />

den wenigsten Smartphone-Marken der Fall<br />

ist. Es gibt jedoch e<strong>in</strong>e sehr e<strong>in</strong>fache Lösung,<br />

um das Adressbuch von Outlook auf<br />

Ihrem <strong>Android</strong>en nutzen zu können. Sie<br />

müssen es e<strong>in</strong>fach <strong>in</strong> Gmail importieren<br />

und die Synchronisierung<br />

mit den <strong>Android</strong>-<br />

Kontakten erlauben. Der Umzug kostet Sie<br />

höchstens e<strong>in</strong> paar M<strong>in</strong>uten und <strong>in</strong> der Regel<br />

auch kaum Nerven. Es lohnt sich also, die<br />

Kontakte zu <strong>Android</strong> zu holen.<br />

Wir gehen bei dieser Anleitung davon aus,<br />

dass Sie Outlook 2010 benutzen. Falls Sie<br />

noch Outlook 2003/​2007 e<strong>in</strong>setzen, müssen<br />

Sie im ersten Schritt nur den Menüpunkt<br />

Datei | Importieren/​Exportieren auswählen,<br />

die restlichen Schritte s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> etwa identisch.<br />

Die offizielle Dokumentation von Microsoft<br />

f<strong>in</strong>den Sie unter [LINK 1].<br />

Abb. 1: Neu seit Outlook 2010: In diesem Dialog müssen Sie die Optionen<br />

auswählen, Outlook spr<strong>in</strong>gt automatisch zu Informationen.<br />

Abb. 2: Ganz schön unübersichtlich: Die Export-Funktion f<strong>in</strong>den Sie <strong>in</strong> den<br />

erweiterten E<strong>in</strong>stellungen von Outlook 2010.<br />

82<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


E<strong>in</strong>steiger<br />

Kontakte aus Outlook<br />

Abb. 3: Am besten speichern Sie die Kontaktdaten als kommagetrennte<br />

Werte oder <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Excel-Datei.<br />

Abb. 4: Für diesen Artikel <strong>in</strong>teressieren uns nur die Kontakte, Sie können<br />

aber auch Term<strong>in</strong>e oder Aufgaben exportieren.<br />

Outlook-Export<br />

Starten Sie Outlook, und öffnen Sie das Datei-Menü.<br />

Outlook hebt automatisch den E<strong>in</strong>trag<br />

Informationen hervor, uns <strong>in</strong>teressiert<br />

aber der E<strong>in</strong>trag Optionen unten l<strong>in</strong>ks (Abbildung<br />

1). E<strong>in</strong> Klick darauf öffnet e<strong>in</strong>en neuen<br />

Dialog mit sehr <strong>viel</strong>en E<strong>in</strong>stellungsmöglichkeiten.<br />

Wählen Sie hier Erweitert und anschließend<br />

unten rechts den E<strong>in</strong>trag Exportieren<br />

aus (Abbildung 2, rot markiert).<br />

Es öffnet sich der Import/​Export-Assistent<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em neuen Fenster. Von diesem Schritt<br />

aus können Sie die Anleitung auch mit älteren<br />

Outlook-Versionen verfolgen. Hier wählen<br />

Sie den E<strong>in</strong>trag In Datei exportieren und<br />

klicken auf Weiter. Im neuen Fenster mit dem<br />

Titel In Datei exportieren erhalten Sie nun<br />

zahlreiche Dateiformate zur Auswahl. Je<br />

nachdem, ob Sie das Adressbuch noch bearbeiten<br />

möchten und über welche <strong>So</strong>ftware<br />

Sie auf Ihrem W<strong>in</strong>dows-Rechner verfügen,<br />

entscheiden Sie sich für Kommagetrennte<br />

Werte (DOS) als Format oder Microsoft Excel.<br />

Falls Sie sich für Excel entscheiden, müssen<br />

Sie die Daten später aus Excel noch e<strong>in</strong>mal<br />

als kommagetrennte Werte exportieren. Wir<br />

empfehlen deshalb, den obersten E<strong>in</strong>trag<br />

Kommagetrennte Werte (DOS) zu benutzen<br />

(Abbildung 3).<br />

Nach e<strong>in</strong>em Klick auf Weiter erhalten Sie<br />

e<strong>in</strong>e Auswahl der zur Verfügung stehenden<br />

Ordner. Markieren Sie hier den E<strong>in</strong>trag Kontakte,<br />

und klicken auf Weiter. Es ersche<strong>in</strong>t<br />

der Dialog zum Speichern e<strong>in</strong>er Datei. Klicken<br />

Sie hier auf Durchsuchen…, um das<br />

Verzeichnis für den Export anzugeben, und<br />

wählen Sie anschließend e<strong>in</strong> passendes Verzeichnis,<br />

zum Beispiel Eigene Dateien oder<br />

den Desktop. Geben Sie der Datei e<strong>in</strong>en aussagekräftigen<br />

Namen (zum Beispiel outlook‐kontakte),<br />

und klicken Sie auf Ok und<br />

im folgenden Dialog auf Weiter.<br />

Der letzte Dialog des Fensters In e<strong>in</strong>e Datei<br />

exportieren zeigt Ihnen an, dass die Kontakte<br />

aus dem Ordner Kontakte exportiert werden.<br />

F<strong>in</strong>det Outlook noch weitere Kontakte, dann<br />

markieren Sie dort ebenfalls die Checkbox.<br />

E<strong>in</strong> Klick auf Fertig stellen legt die Exportdatei<br />

an. Je nach Anzahl der Kontakte kann<br />

dieser Vorgang e<strong>in</strong> paar Sekunden dauern.<br />

Import <strong>in</strong> Gmail<br />

Am besten werfen Sie jetzt e<strong>in</strong>en Blick auf<br />

die exportierte Datei. Haben Sie das Format<br />

CSV (Comma Separated Value) gewählt und<br />

verfügen nicht über Microsoft Office , können<br />

Sie diese Datei auch mit der frei verfügbaren<br />

Office-Suite LibreOffice öffnen. Das Programm<br />

erkennt automatisch, dass es sich um<br />

e<strong>in</strong>e Tabelle mit Kommata als Trennzeichen<br />

handelt. Die Kopfzeile der Datei dürfte ziemlich<br />

lang se<strong>in</strong>, da Outlook sehr <strong>viel</strong>e Felder<br />

kennt. Meistens beg<strong>in</strong>nt sie mit der Anrede,<br />

dem Vornamen, zweiten Vornamen und<br />

Nachnamen, gefolgt von der Firma und der<br />

Adresse der Firma. Überprüfen Sie, ob die<br />

benötigten Angaben (Name, E-Mail-Adresse,<br />

Telefonnummer) vorhanden s<strong>in</strong>d, und tragen<br />

Sie fehlende Daten von Hand nach. Es ist<br />

Abb. 5: Das Adressbuch von Gmail f<strong>in</strong>den Sie über e<strong>in</strong>en Klick auf den Gmail-Schriftzug.<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 83


E<strong>in</strong>steiger<br />

Kontakte aus Outlook<br />

Abb. 7: Vor dem Import weist Google noch e<strong>in</strong>mal<br />

auf die verschiedenen Möglichkeiten h<strong>in</strong>.<br />

Abb. 6: Im Adressbuch von Gmail f<strong>in</strong>den Sie die Import-Funktion über den Menüpunkt Mehr<br />

oben <strong>in</strong> der Mitte ausgeklappt. Beachten Sie auch die weiteren Möglichkeiten.<br />

Synchronisation<br />

mit <strong>Android</strong><br />

Wenn Sie die Synchronisationsfunktion<br />

von <strong>Android</strong> bereits<br />

benutzen, dann ersche<strong>in</strong>en<br />

Ihre Kontakte mit dem<br />

Import auf dem Web-Frontend<br />

von Gmail automatisch<br />

auch im <strong>Android</strong>-Adressbuch.<br />

Haben Sie den automatischen<br />

Abgleich deaktiviert,<br />

dann wechseln Sie auf<br />

dem <strong>Android</strong>-Gerät <strong>in</strong> die<br />

E<strong>in</strong>stellungen und wählen<br />

Konten | Google und tippen<br />

hier Ihr Google-Konto an. In<br />

der Liste der E<strong>in</strong>träge markieren<br />

Sie nun die Checkbox bei Kontakte<br />

und Personendetails. Die Synchronisierung<br />

startet automatisch.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29138<br />

e<strong>in</strong>facher, diese <strong>in</strong> der Tabellenkalkulation<br />

schnell e<strong>in</strong>zugeben, als nachträglich <strong>in</strong> der<br />

Weboberfläche von Gmail.<br />

S<strong>in</strong>d Sie mit den exportierten Daten zufrieden,<br />

loggen Sie sich <strong>in</strong> Ihren Gmail-Account<br />

e<strong>in</strong> und klicken unterhalb des Google-Logos<br />

auf den E<strong>in</strong>trag Gmail. Im kle<strong>in</strong>en Menü<br />

wählen Sie den E<strong>in</strong>trag Kontakte aus, um<br />

zum Adressbuch zu gelangen. E<strong>in</strong>facher geht<br />

das, wenn Sie [LINK 2] im Browser öffnen.<br />

Für den Import klicken Sie nun oben <strong>in</strong> der<br />

Mitte auf die Schaltfläche Mehr und wählen<br />

aus dem Drop-down-Menü den E<strong>in</strong>trag Importieren….<br />

E<strong>in</strong> kle<strong>in</strong>er Dialog weist Sie darauf<br />

h<strong>in</strong>, welche Formate Gmail importieren<br />

kann. Klicken Sie hier auf Datei auswählen,<br />

um die aus Outlook exportierte Datei auszuwählen.<br />

Gmail erkennt die Spalten der Datei<br />

automatisch und fügt die E<strong>in</strong>träge nach<br />

e<strong>in</strong>em Klick auf Importieren als neue Gruppe<br />

dem Adressbuch h<strong>in</strong>zu. Nun können Sie<br />

Gmail noch benutzen, um Duplikate zu f<strong>in</strong>den<br />

oder verschiedene E<strong>in</strong>träge<br />

zur selben Person zusammenzufügen.<br />

Abb. 8: Unter <strong>Android</strong> müssen Sie<br />

lediglich die Synchronisierung der<br />

Kontakte e<strong>in</strong>schalten.<br />

Tipps<br />

Wie Sie beim Import <strong>in</strong> Gmail <strong>viel</strong>leicht festgestellt<br />

haben, kann Google auch die Kontakte<br />

als CSV-Datei exportieren, die zu Outlook<br />

kompatibel ist. Möchten Sie also das<br />

Adressbuch von Outlook und Gmail zusammenführen,<br />

dann ist es ke<strong>in</strong>e schlechte Idee,<br />

zunächst die Gmail-Adressen zu exportieren,<br />

<strong>in</strong> Outlook zu importieren und dann wieder<br />

bei Gmail zu importieren. Doppler oder sogar<br />

mehrfach vorhandene Kontakte lassen sich<br />

dabei allerd<strong>in</strong>gs selten ganz vermeiden. Immerh<strong>in</strong><br />

ist Gmail recht <strong>in</strong>telligent, was das<br />

Zusammenführen von Kontakten betrifft.<br />

Auch auf dem <strong>Android</strong>-Gerät lassen sich<br />

Kontakte zusammenführen, falls Sie mehrere<br />

Gmail-Accounts pflegen und E<strong>in</strong>träge deshalb<br />

doppelt ersche<strong>in</strong>en. Dazu öffnen Sie<br />

den Kontakt und wählen oben rechts aus<br />

dem Kontextmenü den E<strong>in</strong>trag Bearbeiten<br />

aus. Tippen Sie nun erneut auf das Kontextmenü,<br />

dann f<strong>in</strong>den Sie hier e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>trag Zusammenführen,<br />

um die<br />

Person mit e<strong>in</strong>em bereits<br />

bestehenden Kontakt zu<br />

verb<strong>in</strong>den.<br />

Eventuell möchten Sie<br />

nicht nur die Kontakte,<br />

sondern auch gleich die<br />

kompletten E-Mails von<br />

Outlook zu Gmail übernehmen.<br />

Dazu bietet sich<br />

der Umweg über PST-Dateien<br />

und das E-Mail-Programm<br />

Thunderbird an.<br />

Es kann die von Outlook<br />

exportierten PST-Dateien<br />

e<strong>in</strong>lesen und anschließend<br />

<strong>in</strong> MBOX-Maildateien<br />

exportieren. Diese<br />

lassen sich wiederum<br />

problemlos <strong>in</strong> Gmail importieren.<br />

● ● ●<br />

84<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Tipps & Tricks<br />

Musik-Tipps<br />

Audio-Tipps<br />

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik und kostenlose Downloads vor. Neu ist die themenbezogene<br />

Spotify PlayList zur aktuellen Ausgabe. Auf www.android-user.de feiern wir jeden Freitag e<strong>in</strong> Album der<br />

Woche <strong>in</strong>kl. toller Verlosungen und weitere Spotify Playlisten. Watch Out! Christian Ullrich<br />

Talib Kweli:<br />

Prisoner of Conscious<br />

Talib Kweli ist das sozialkritische Gesicht des Hip-Hop. Se<strong>in</strong>e<br />

Texte wissen mit poetischer Tiefe zu überzeugen und verzichten<br />

auf das stereotype Bild, das <strong>in</strong>sbesondere der Gansta-Rap über die<br />

letzten Jahre erzeugt hat. „Prisoner Of Conscious“ ist Talibs fünftes Album<br />

und liefert erneut e<strong>in</strong>e Begründung dafür, dass er von Jay-Z als Rap Genie<br />

geadelt wurde. E<strong>in</strong>zig der Erfolg fehlt noch, für den neben guter Musik auch<br />

Market<strong>in</strong>g und Promo-Blasen notwendig wären. Darauf verzichtet Talib Kweli<br />

gern. Er konzentriert sich lieber auf se<strong>in</strong>e <strong>So</strong>ngs, die für sich selbst stehen.<br />

Mit jedem Hören gew<strong>in</strong>nen diese an Größe und meißeln e<strong>in</strong> Album <strong>in</strong> Ste<strong>in</strong>,<br />

das <strong>viel</strong>e Hits ausweist und <strong>in</strong> der Weite des Hip-Hop se<strong>in</strong>esgleichen sucht.<br />

Unter [Stream-LINK 1] f<strong>in</strong>det ihr e<strong>in</strong> Best Of Talib Kweli!<br />

Genre: Hip-Hop<br />

Für Fans von: Common / Mos Def<br />

Label: Javotti Media<br />

JavottiMedia<br />

Aldo Belmonte<br />

86<br />

Juli 2013<br />

Tricky:<br />

False Idols<br />

Tricky bes<strong>in</strong>nt sich auf se<strong>in</strong>e Vergangenheit. Er räumt<br />

h<strong>in</strong>ter dem Mischpult auf und verkabelt Synthesizer<br />

neu. Beats werden abgestaubt und se<strong>in</strong>e nebulösen<br />

<strong>So</strong>unds neu geschichtet. Mit „False Idols“ zeigt er sich<br />

als Meister se<strong>in</strong>er selbst, der mittels Trip-Hop-Beats<br />

und verschlungener Arrangements gespenstische<br />

<strong>So</strong>ngs kreiert. Tief <strong>in</strong> Schatten gehüllt, erstrahlt se<strong>in</strong>e<br />

Kunst <strong>in</strong> neuem Licht. Diese 15 Tracks gleichen e<strong>in</strong>er<br />

Zeitreise, bei der Tricky sich selbst <strong>in</strong> Frage stellen<br />

musste, um passende Antworten zu f<strong>in</strong>den. E<strong>in</strong>e musikalische<br />

Erfahrung, an deren Ende ke<strong>in</strong>e Erlösung<br />

steht.„False Idols“ ist e<strong>in</strong> spannendes Zwiegespräch,<br />

das den Hörer e<strong>in</strong>en bis aufs Gerüst entblößten, aber<br />

selten besseren Tricky präsentiert. E<strong>in</strong>e musikalische<br />

Inszenierung sondergleichen.<br />

[Video-LINK 2]<br />

Genre:Trip-Hop<br />

Für Fans von: Massive Attack / Portishead<br />

Label: False Idols<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Musik<br />

Vampire Weekend: Modern Vampires Of The City<br />

E<strong>in</strong> Fest von e<strong>in</strong>em Album, das bereits beim ersten Kontakt<br />

fulm<strong>in</strong>ante Jubelarien auslöst. Der Bauch sagt sofort: Das<br />

hier ist groß! Worauf der Kopf beim zweiten Hören antwortet:<br />

Und wie groß das ist! Vampire Weekend, die bereits zwei<br />

Hitalben lieferten, erschaffen auf ihrem Album Nr. 3 e<strong>in</strong>e<br />

bunte Zauberwelt, die <strong>in</strong> Schwarz-Weiß von den Straßen<br />

New Yorks berichtet. Verspielt wie eh und je, kl<strong>in</strong>gt die Musik<br />

weniger berauscht als früher, dafür tiefgründiger. Das <strong>So</strong>ngwrit<strong>in</strong>g<br />

strotzt vor Mut und offenbart diverse Breaks, die sich<br />

<strong>in</strong> Hooks auflösen. Dazu kommen Orgeln, Chöre, Bläser und<br />

der Vampire-Weekend-typische Hang zum Überschwang,<br />

der aufgeräumt und fokussiert das Salz <strong>in</strong> dieser vampirischen<br />

Suppe ist. Dr<strong>in</strong>glich s<strong>in</strong>d<br />

daher nicht mehr nur die Melodien,<br />

sondern jeder e<strong>in</strong>zelne <strong>So</strong>ng und<br />

jedes e<strong>in</strong>gesetzte Instrument.<br />

„Modern Vampires Of The City“ ist<br />

so perfekt <strong>in</strong>szeniert, dass es e<strong>in</strong>e<br />

wahre Freude ist, diesem Album se<strong>in</strong><br />

Ohr zu leihen schenken. [Video-LINK 3 ]<br />

Genre: Indie<br />

Für Fans von: Arcade Fire / Local Natives<br />

Label: XL Record<strong>in</strong>gs<br />

HiGHLight<br />

Okta Logue:<br />

Tales of Transit<br />

San Francisco <strong>in</strong> den 70ern.<br />

Demonstrationen für<br />

Frieden und freie<br />

Liebe bestimmen<br />

e<strong>in</strong>e Generation.<br />

Okta Logue ziehen<br />

den Hörer <strong>in</strong> diese<br />

Zeit, auf e<strong>in</strong>e Blumenwiese<br />

unter<br />

blauem Himmel.<br />

Orgelschwirren<br />

unter federleichten Klavierpassagen und<br />

Gitarrensoli. "Tales Of Transit" betört den<br />

Hörer mit dem Zustand zwischen Schlafen<br />

und Wachen. Beschw<strong>in</strong>gter 70ies Pop, der<br />

mit gemächlichem Tempo die Tage <strong>in</strong> Zeitlupe<br />

verstreichen lässt. E<strong>in</strong> Album wie das<br />

Glitzern der <strong>So</strong>nne auf dem Wasser e<strong>in</strong>es<br />

<strong>in</strong> sich ruhenden Sees. Der perfekte<br />

<strong>So</strong>undtrack für Tagträume von e<strong>in</strong>er<br />

friedvolle Welt. [Stream-LINK 4]<br />

Josh Kumra:<br />

Good Th<strong>in</strong>gs Come To Those<br />

Who Don’t Wait<br />

Der schüchterne Musiker mit Gitarre und<br />

dem Hang zur Melancholie legt se<strong>in</strong> ganzes<br />

Herzblut <strong>in</strong> die Lieder, die er s<strong>in</strong>gt. Josh<br />

Kumra gehört genau zu dieser Zunft und<br />

rührte mit „The Answer“ [Video-LINK 5] <strong>in</strong> dem<br />

Film "Der Schlussmacher" <strong>viel</strong>e zu Tränen.<br />

Se<strong>in</strong> erstes Album bietet weitere melancholische<br />

Perlen, die – mit <strong>viel</strong> <strong>So</strong>ul <strong>in</strong>toniert –<br />

den ruhigen Stunden des Tages e<strong>in</strong>e Ode<br />

s<strong>in</strong>gen. Weitere Hits sollten folgen.<br />

Genre: Pop / <strong>So</strong>ul / <strong>So</strong>ngwriter<br />

Für Fans von: F<strong>in</strong>k / Coldplay<br />

Label: <strong>So</strong>ny<br />

Genre: Psychedelic Pop<br />

Für Fans von: P<strong>in</strong>k Floyd / Tame Impala<br />

Label: Columbia<br />

<strong>So</strong>ny<br />

XLRecord<strong>in</strong>s<br />

Zeitreise 70er<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013<br />

87


Eliot Lee Hazel<br />

She & Him:<br />

Volume 3<br />

Die pure Essenz des Folk, kristallklar gespielt<br />

und traumhaft besungen von<br />

Zooey Deschanel und M. Ward alias She<br />

& Him. Sie ist hauptberuflich Schauspieler<strong>in</strong> mit<br />

e<strong>in</strong>em außergewöhnlichen Talent, tolle <strong>So</strong>ngs zu<br />

schreiben. Er ist Musiker mit goldenem Händchen<br />

dafür, ihren Liedern die notwendige Balance zu<br />

verleihen. Geme<strong>in</strong>sam gel<strong>in</strong>gt ihnen mit „Volume<br />

Three“ e<strong>in</strong> Album, das glänzt, egal ob auf das<br />

Elementarste vere<strong>in</strong>facht oder mit Streichern nah<br />

an den Kitsch geführt wird. All diesen Liedern<br />

wohnt der Geist der guten Laune <strong>in</strong>ne, der strahlt<br />

wie die <strong>So</strong>nne im Hochsommer. [Stream-LINK 6]<br />

Autumn DeWilde<br />

Genre: Folk / Pop<br />

Für Fans von: Dusty Spr<strong>in</strong>gfield / Nancy S<strong>in</strong>atra<br />

Label: Dom<strong>in</strong>o Records<br />

The Uncluded: Hokey Fright<br />

E<strong>in</strong>e brennende Mülltonne <strong>in</strong> der Bronx<br />

wird mit <strong>viel</strong> Charme <strong>in</strong> e<strong>in</strong> gemütliches<br />

Lagerfeuer verwandelt. E<strong>in</strong>e Gitarre liefert<br />

den Beat, über dem Aesop Rock<br />

rappt und Kimya Dawson s<strong>in</strong>gt. Mit<br />

„Hokey Fright“ gel<strong>in</strong>gt den beiden ungleichen<br />

Musikern der wohl coolste<br />

Crossover seit Jahren. Anti-Folksongs<br />

und Rap wechseln sich mit Hip-Hop-<br />

Tracks und Gesang ab. Kimyas Melodien<br />

greifen umgehend, während der<br />

Flow von Aesop Rock erst über der<br />

Gitarre richtig zur Geltung kommt.<br />

Spannend wird es,<br />

wenn sie die Rollen<br />

tauschen: wenn<br />

Aesop Rock s<strong>in</strong>gt und<br />

Kimya Dawson rappt.<br />

Perfekt ist das sicher<br />

nicht, aber zu 100%<br />

stimmig! [Video-LINK 7]<br />

Genre: Rap / Anti-Folk<br />

Für Fans von: Aesop Rock / Moldy Peaches<br />

Label: Rhymesayer<br />

ALLE<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29449<br />

Drake<br />

Im Laufe des Jahres ersche<strong>in</strong>t<br />

das mit Spannung erwartete<br />

neue Drake-Album. „Girls Love<br />

Beyonce“ zeigt den kanadischen<br />

RnB-Superstar vorab von se<strong>in</strong>er<br />

besten Seite. [Download-LINK 9]<br />

Genre: RnB<br />

Download<br />

TIPPs<br />

Siriusmo<br />

Melodischer Techno,<br />

wie er kaum besser<br />

programmiert und<br />

gesequenzt werden<br />

kann. Das Album<br />

dazu ersche<strong>in</strong>t am 14. Juni über Monkeytown<br />

Records. Review zum Album <strong>in</strong> der nächsten<br />

Ausgabe. [Download-LINK 8]<br />

Genre: Techno<br />

88<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Musik<br />

sergo, 123RF<br />

01 Crack <strong>Music</strong><br />

Kanye West<br />

02 Let The <strong>Music</strong> Take Your M<strong>in</strong>d<br />

Kool & The Gang<br />

03 <strong>Music</strong> Monks<br />

Seeed<br />

04 Metro <strong>Music</strong><br />

David Guetta<br />

05 N.A.S.A. <strong>Music</strong><br />

N.A.S.A.<br />

06 <strong>Music</strong> From The M<strong>in</strong>d<br />

Hermitude<br />

07 <strong>Music</strong> Is Power<br />

Richard Ashcroft<br />

08 Will There Be <strong>Music</strong><br />

Moneybrother<br />

09 Hyper <strong>Music</strong><br />

Muse<br />

10 Hillbilly <strong>Music</strong><br />

Kitty, Daisy & Lewis<br />

11 <strong>Music</strong> : Response<br />

The Chemical Brothers<br />

12 <strong>Music</strong><br />

DJ Bobo<br />

90ies Euro-Trash<br />

Bonus-Track<br />

PlayList<br />

Disco-Blaser fur die gute Laune<br />

Mitrei ender kann<br />

Hip-Hop kaum se<strong>in</strong>...<br />

Entspannt sonnige<br />

Grooves aus Australien<br />

Der schwedische Sympathietrager schlechth<strong>in</strong><br />

Mit der Ukulele zuruck<br />

aus den 50ies<br />

Mit dieser Spotify-Playlist runden wir das<br />

Titelthema dieser Ausgabe ab. Wir konzentrieren<br />

uns daher auf Lieder, <strong>in</strong> deren<br />

Namen das Wort „<strong>Music</strong>“ vorkommt. Auf<br />

ABBA haben wir bewusst verzichtet, aber DJ<br />

Bobo war e<strong>in</strong> Muss! Viel Spaß beim Hören.<br />

[L<strong>in</strong>k10] führt euch direkt zur Musik.<br />

Google Play Store<br />

1. ZAZ<br />

Album-Empfehlungen<br />

Französischer Pop Stern<br />

2. Daft Punk<br />

Future Elektro Funk<br />

3. Maxim<br />

Urbaner Pop für Realisten<br />

4. Glasperlenspiel<br />

Deutscher Elektro Pop<br />

5. R.A. The Rugged Man<br />

Kreativer Alternative Rap<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 89


Tipps & Tricks<br />

VPN von <strong>Android</strong> zur FRITZ!Box<br />

Per VPN und FRITZ!Box sicher surfen<br />

FRITZ!VPN<br />

Um <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em öffentlichen WLAN so sicher wie im Hotel oder auf e<strong>in</strong>er Messe<br />

zu surfen, ist eigentlich e<strong>in</strong> verschlüsselter Tunnel <strong>in</strong>s Netz nötig. Dazu braucht<br />

es ke<strong>in</strong>en teuren Dienst, es reicht die FRITZ!Box daheim. Christoph Langner<br />

Viktoriya Sukhanova, 123RF<br />

Auf Reisen s<strong>in</strong>d Smartphone und<br />

Tablet praktische Begleiter. Auch<br />

wenn Sie im Ausland teures Roam<strong>in</strong>g<br />

nicht nutzen und somit <strong>in</strong><br />

fremden Städten ke<strong>in</strong>en Internetzugang<br />

haben, kommen Sie spätestens im Hotelzimmer<br />

per WLAN <strong>in</strong>s Netz und rufen Mails ab<br />

oder laden e<strong>in</strong>e Offl<strong>in</strong>e-Karte auf Ihr Handy.<br />

Per Tunnel sicher <strong>in</strong>s Internet<br />

Dabei sollten Sie die Sicherheit Ihrer Datenverb<strong>in</strong>dung<br />

nicht außer Acht lassen. Die<br />

meisten Hotspots oder Hotel-WLANs nutzen<br />

e<strong>in</strong>e offene Verb<strong>in</strong>dung, e<strong>in</strong> Angreifer müsste<br />

nur die virtuellen Ohren aufsperren und<br />

könnte Log<strong>in</strong>s und Passwörter abhören, die<br />

nicht über HTTPS versendet werden.<br />

Abb. 1: Erzeugen Sie im VPN-E<strong>in</strong>richtungsassistenten e<strong>in</strong>en neuen Fernzugang zu Ihrer FRITZ!Box.<br />

Geschäftsleute nutzen daher verschlüsselte<br />

VPN-Verb<strong>in</strong>dungen <strong>in</strong> das Firmennetz, jegliche<br />

Daten nehmen dabei e<strong>in</strong>en Umweg<br />

durch e<strong>in</strong>en sicheren Tunnel, sodass e<strong>in</strong> Abhören<br />

im WLAN des Hotspot-Anbieters nicht<br />

mehr möglich ist. Als Nebeneffekt „schmuggeln“<br />

Sie sich so <strong>in</strong> das Intranet und haben<br />

Zugriff auf die haus<strong>in</strong>ternen Datendienste.<br />

Für e<strong>in</strong>e jederzeit sichere Verb<strong>in</strong>dung <strong>in</strong>s<br />

Internet benötigen Sie jedoch nicht unbed<strong>in</strong>gt<br />

e<strong>in</strong> Firmen-VPN oder e<strong>in</strong>en kommerziellen<br />

VPN-Anbieter, es reicht e<strong>in</strong>e FRITZ!Box<br />

als Router zuhause. Die meisten aktuellen<br />

Modelle br<strong>in</strong>gen bereits von Haus aus e<strong>in</strong>en<br />

entsprechenden VPN-Zugang mit. E<strong>in</strong>mal<br />

konfiguriert, lässt sich dieser mit e<strong>in</strong>em PC<br />

oder auch mit Ihrem <strong>Android</strong>en benutzen.<br />

VPN-Konfiguration<br />

erzeugen<br />

Zur Konfiguration des VPN-Zugangs<br />

benötigen Sie e<strong>in</strong>en PC mit Microsoft<br />

W<strong>in</strong>dows und das von AVM zum<br />

Download bereitgestellte Programm<br />

„FRITZ!Box-Fernzugang e<strong>in</strong>richten“<br />

[LINK 1]. Die Konfiguration ist nicht<br />

direkt über das Web-Frontend des<br />

Routers möglich, zudem gibt es den<br />

Konfigurationsassistenten auch nicht<br />

für andere Betriebssysteme wie Mac<br />

oder L<strong>in</strong>ux. Installieren Sie das<br />

90<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Tipps & Tricks<br />

VPN von <strong>Android</strong> zur FRITZ!Box<br />

Abb. 2: Tragen Sie hier ke<strong>in</strong>e E-Mail-Adresse e<strong>in</strong>,<br />

<strong>Android</strong> kommt mit dem <strong>So</strong>nderzeichen nicht klar.<br />

Abb. 3: Da sich die Internet-IP Ihrer FRITZ!Box ändert,<br />

benötigen Sie e<strong>in</strong>e dynamische DNS-Adresse.<br />

Programm, und rufen Sie es aus dem Startmenü<br />

von W<strong>in</strong>dows auf.<br />

Nach dem Start ist die Liste der „Vorhandenen<br />

Konfigurationen“ leer, über den Button<br />

Neu erzeugen Sie nun Ihre VPN-Konfiguration.<br />

E<strong>in</strong> Assistent leitet Sie im folgenden<br />

durch das Setup. Für <strong>Android</strong> gilt es jedoch<br />

an e<strong>in</strong>igen Stellen, aufmerksam zu se<strong>in</strong>, da<br />

man spezifische Eigenheiten beachten muss.<br />

Richten Sie im ersten Schritt e<strong>in</strong>en Fernzugang<br />

für e<strong>in</strong>en Benutzer e<strong>in</strong>. Als Gerät soll<br />

dieser iPhone / iPod touch / iPod benutzen.<br />

E<strong>in</strong>e Option für <strong>Android</strong> gibt es bislang nicht,<br />

die iOS-Konfiguration lässt sich jedoch auch<br />

unter <strong>Android</strong> benutzen.<br />

Als Log<strong>in</strong> ke<strong>in</strong>e E-Mail<br />

Im dritten Dialogfenster fragt Sie der Assistent<br />

nach der E-Mail-Adresse des Benutzers.<br />

Geben Sie hier jedoch ke<strong>in</strong>e E-Mail-Adresse<br />

e<strong>in</strong>, wählen Sie stattdessen e<strong>in</strong>en Benutzernamen<br />

ohne Umlaute und <strong>So</strong>nderzeichen,<br />

Zahlen dürfen Sie h<strong>in</strong>gegen benutzen. <strong>Android</strong><br />

kommt mit <strong>So</strong>nderzeichen an dieser<br />

Stelle nicht zurecht.<br />

Damit Ihr VPN-Endgerät Ihre FRITZ!Box<br />

immer f<strong>in</strong>det, benötigt Sie e<strong>in</strong>e sogenannte<br />

dynamische DNS-Adresse. Dah<strong>in</strong>ter verbirgt<br />

sich e<strong>in</strong> Internetdienst, bei dem sich Ihr Router<br />

nach jeder neuen E<strong>in</strong>wahl <strong>in</strong>s Internet<br />

meldet und se<strong>in</strong>e aktuelle Internet-IP durchgibt.<br />

Der Dienst verb<strong>in</strong>det dann die IP mit<br />

e<strong>in</strong>er Adresse wie androiduser. dyndns. org.<br />

<strong>So</strong> können Sie Ihren Router jederzeit erreichen,<br />

auch wenn sich se<strong>in</strong>e Internet-IP – wie<br />

bei den meisten DSL-Anbietern üblich – bei<br />

der E<strong>in</strong>wahl immer wieder ändert.<br />

Richten Sie auf Ihrem Computer <strong>in</strong> den<br />

E<strong>in</strong>stellungen des Web-Frontends der<br />

FRITZ!Box unter Internet | Freigaben | Dynamic<br />

DNS daher entweder den von AVM betrieben<br />

Dienst MyFRITZ! [LINK 2] e<strong>in</strong> oder e<strong>in</strong>e<br />

der schon länger etablierten – und bei nur<br />

e<strong>in</strong>er Doma<strong>in</strong> kostenlosen – Alternativen<br />

Dyn.com [LINK 3] oder No-IP.com [LINK 4]. Übernehmen<br />

Sie Ihre DynDNS-Adresse danach<br />

gleich als Doma<strong>in</strong>namen im E<strong>in</strong>richtungsassistenten.<br />

Im nächsten Schritt bietet Ihnen das Setup<br />

die Option Alle Daten über den VPN-Tunnel<br />

senden. Möchten Sie, dass Ihr FRITZ!Box-<br />

VPN sämtliche Datenübertragung übernimmt<br />

und so e<strong>in</strong>en sicheren Tunnel <strong>in</strong>s Internet<br />

bietet, dann müssen Sie diese Option aktivieren.<br />

Ohne den Haken bleibt Ihre Internetverb<strong>in</strong>dung<br />

unverschlüsselt, aber <strong>viel</strong>leicht auch<br />

schneller – dennoch hätten Sie Zugang zu<br />

den Rechnern <strong>in</strong> Ihrem Netzwerk zuhause.<br />

Beenden Sie den Assistenten, <strong>in</strong>dem Sie e<strong>in</strong><br />

Passwort e<strong>in</strong>geben und die Konfigurationsdateien<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong> Verzeichnis exportieren. Sie erhalten<br />

dann zwei Dateien mit dem Namensschema<br />

fritzbox_XXX.CFG und iphone_<br />

YYY.TXT. Die erste müssen Sie als Konfiguration<br />

<strong>in</strong> Ihre FRITZ!Box importieren, die zweite<br />

kopieren Sie am besten auf den <strong>Android</strong>en.<br />

VPN-Konfiguration<br />

importieren<br />

Die grobe Arbeit haben Sie über den Assistenten<br />

schon h<strong>in</strong>ter sich gebracht, jetzt muss<br />

nur noch die FRITZ!Box vom VPN erfahren.<br />

Öffnen Sie dazu das Web-Frontend der Box<br />

und gehen über Internet | Freigaben | VPN <strong>in</strong><br />

Abb. 4: Aktivieren Sie für e<strong>in</strong>en sicheren VPN-Tunnel<br />

die Option, alle Daten über das VPN zu leiten.<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 91


Tipps & Tricks<br />

VPN von <strong>Android</strong> zur FRITZ!Box<br />

Abb. 5: Die über den Assistenten erzeugte VPN-Konfiguration muss von Hand über das Web-<br />

Frontend <strong>in</strong> die FRITZ!Box-E<strong>in</strong>stellungen importiert werden.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29269<br />

die VPN-E<strong>in</strong>stellungen. Dort lesen Sie die<br />

vorh<strong>in</strong> generierte fritzbox_XXX.CFG-Datei<br />

über VPN-E<strong>in</strong>stellungen importieren e<strong>in</strong>, die<br />

VPN-Konfiguration wird umgehend aktiv.<br />

VPN unter <strong>Android</strong> e<strong>in</strong>richten<br />

Abschließend müssen Sie die VPN-Verb<strong>in</strong>dung<br />

<strong>in</strong> Ihrem <strong>Android</strong>en e<strong>in</strong>tragen. Öffnen<br />

Sie dazu unter <strong>Android</strong> E<strong>in</strong>stellungen |<br />

Drahtlos & Netzwerke | Mehr… | VPN, und<br />

fügen Sie über das Pluszeichen <strong>in</strong> der<br />

Menüzeile e<strong>in</strong> neues VPN-Netzwerk h<strong>in</strong>zu.<br />

Die Daten für das VPN-Profil f<strong>in</strong>den Sie <strong>in</strong><br />

der vom E<strong>in</strong>richtungsassistenten generierten<br />

Datei iphone_YYY.TXT. Kopieren Sie die Datei<br />

daher am besten auf Ihr Handy, und öffnen<br />

Sie sie mit e<strong>in</strong>em Dateimanager wie dem<br />

ES File Explorer [LINK 5], der über e<strong>in</strong>en <strong>in</strong>tegrierten<br />

Editor verfügt. <strong>So</strong> können Sie besonders<br />

den langen IPSec-Schlüssel per Copyand-paste<br />

übernehmen.<br />

• Name: beliebig<br />

• Typ: IPSec Xauth PSK<br />

• Serveradresse: die DynDNS-Adresse der<br />

FRITZ!Box<br />

• IPSec-ID: das als „E-Mail-Adresse“ vergebene<br />

Log<strong>in</strong><br />

• IPSec-Schlüssel: Ziffernfolge „Shared Secret“<br />

aus der iphone_YYY.TXT<br />

Nach dem E<strong>in</strong>tragen der Verb<strong>in</strong>dungsdaten<br />

starten Sie Ihren VPN-Tunnel über e<strong>in</strong>en<br />

Klick auf den neuen E<strong>in</strong>trag. Dafür müssen<br />

Sie jedoch noch die Zugangsdaten zum VPN<br />

e<strong>in</strong>geben. Wieder verwenden Sie die verkappte<br />

„E-Mail-Adresse“, als Passwort wird<br />

dieses Mal nicht der lange IPSec-Schlüssel<br />

fällig, sondern das von Ihnen im Assistenten<br />

e<strong>in</strong>getragene Kennwort.<br />

• Nutzername: das als „E-Mail-Adresse“ vergebene<br />

Log<strong>in</strong><br />

• Passwort: Kennwort für den Verb<strong>in</strong>dungsaufbau<br />

Stimmt nun alles, startet die VPN-Verb<strong>in</strong>dung,<br />

e<strong>in</strong> kle<strong>in</strong>er Schlüssel <strong>in</strong> der Nachrichtenleiste<br />

signalisiert Ihnen das erfolgreich aktive<br />

VPN. Um zu überprüfen, ob Ihr VPN Anfragen<br />

<strong>in</strong>s Internet tatsächlich immer durch<br />

die verschlüsselte Verb<strong>in</strong>dung tunnelt, öffnen<br />

Sie am besten die Webseite icanhazip. com<br />

[LINK 6] <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Browser. Gibt sie dieselbe IP<br />

aus wie das Web-Frontend Ihrer FRITZ!Box,<br />

dann haben Sie von nun an immer e<strong>in</strong>en<br />

sicheren Tunnel <strong>in</strong>s Netz dabei. <br />

● ● ●<br />

Abb. 6: Übertragen Sie die Konfiguration<br />

am besten aus der vom Assistenten<br />

gebauten Konfigurationsdatei.<br />

Abb. 7: Beim Verb<strong>in</strong>dungsaufbau<br />

geben Sie abschließend noch die<br />

Zugangsdaten zu Ihrem VPN e<strong>in</strong>.<br />

Abb. 8: Deckt sich die von icanhazip.com ermittelte IP mit der Internet-<br />

IP-Adresse Ihrer FRITZ!Box, dann tunnelt Ihr neu e<strong>in</strong>gerichtes VPN die<br />

Daten des Browsers erfolgreich durch Ihr FRITZ!VPN.<br />

92<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Tipps & Tricks<br />

Alte Smartphones recyceln<br />

HTC<br />

Coole Tipps, um alte <strong>Android</strong>-Smartphones weiter zu nutzen<br />

Altes Handy?<br />

In <strong>viel</strong>en Fällen verstaubt das alte Handy e<strong>in</strong>fach, nachdem e<strong>in</strong> neues gekauft wurde. Wir geben<br />

Ihnen nützliche Tipps, wie Sie das Altgerät s<strong>in</strong>nvoll weiter nutzen. Marcel Hilz<strong>in</strong>ger, Andreas Itzchak Rehberg<br />

Egal ob der Akku nicht mehr der<br />

beste ist oder das Display <strong>in</strong> die<br />

Brüche g<strong>in</strong>g: Es gibt <strong>in</strong> den meisten<br />

Fällen noch zahlreiche praktische<br />

E<strong>in</strong>satzzwecke für e<strong>in</strong> ausrangiertes <strong>Android</strong>-<br />

Handy. Wir geben Ihnen e<strong>in</strong> paar konkrete<br />

Tipps für alle Fälle.<br />

Der Auto-F<strong>in</strong>der<br />

Es gibt Autos, die werden immer<br />

gestohlen, egal <strong>in</strong> welchem Zustand<br />

sie s<strong>in</strong>d. Besitzen Sie e<strong>in</strong>es dieser<br />

beliebten Fahrzeuge, die meistens als Ersatzteillager<br />

ause<strong>in</strong>andergebaut werden, dann<br />

versehen Sie es doch mit e<strong>in</strong>em GPS-Sender<br />

<strong>in</strong> Form Ihres Handys. Den Diebstahl können<br />

Sie dadurch (vermutlich) nicht verh<strong>in</strong>dern,<br />

aber immerh<strong>in</strong> wissen Sie dann, auf welchem<br />

Weg sich Ihr Pkw gerade bef<strong>in</strong>det. Für<br />

den technischen Teil sollten Sie idealerweise<br />

über etwas Bastelerfahrung verfügen. Zunächst<br />

gilt es, e<strong>in</strong>en passenden Ort zu f<strong>in</strong>den,<br />

der nicht zu heiß wird und von e<strong>in</strong>em<br />

Dieb nicht gleich gefunden wird. Das Handschuhfach<br />

scheidet aus, aber <strong>viel</strong>leicht dah<strong>in</strong>ter<br />

oder <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em nicht genutzten Schacht<br />

für das Autoradio. Als Energiequelle können<br />

Sicheres löschen<br />

Egal was Sie mit Ihrem alten Handy noch anstellen möchten, die Daten darauf sollten<br />

Sie löschen und das Gerät auf die Werkse<strong>in</strong>stellungen zurücksetzen. Der „Factory<br />

Reset“ sollte alle Daten sowie vom Anwender <strong>in</strong>stallierte Apps vom Gerät entfernen.<br />

Tatsächlich darf beim nächsten Gerätestart alles neu e<strong>in</strong>gerichtet werden. Ist aber<br />

auch wirklich alles weg – oder verbergen sich noch irgendwo kle<strong>in</strong>ere Reste? Da wäre<br />

zunächst e<strong>in</strong>mal die SD-Karte. <strong>So</strong>wohl die austauschbare als auch (bei e<strong>in</strong>igen Geräten)<br />

die fest <strong>in</strong>tegrierte. Diese werden beim Zurücksetzen auf die Werkse<strong>in</strong>stellungen<br />

oft nicht angefasst und müssen gesondert bere<strong>in</strong>igt werden. Häufig muss man dazu<br />

lediglich noch e<strong>in</strong>e weitere Checkbox markieren. F<strong>in</strong>dige Tüftler s<strong>in</strong>d aber <strong>in</strong> der Lage,<br />

selbst gelöschte Daten wiederherzustellen – werden diese doch oftmals zwar als gelöscht<br />

markiert, aber nicht mit Nullen überschrieben. Wer ganz sichergehen möchte,<br />

dass ke<strong>in</strong>e Datenrückstände verbleiben, greift deshalb am besten zu e<strong>in</strong>er App wie<br />

Nuke My Phone [LINK 1] oder Nuke My Tablet [LINK 2], die für 75 Cent e<strong>in</strong>e sichere Löschung<br />

des Speichers (e<strong>in</strong>schließlich der <strong>in</strong>ternen SD-Karte) durchführen, bei der<br />

ke<strong>in</strong>e wiederherstellbaren Reste verbleiben.<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 93


Tipps & Tricks<br />

Alte Smartphones recyceln<br />

Abb. 1: Wäre dies Ihr Pkw, dann wüssten Sie jetzt, wo Sie ihn suchen müssen.<br />

Tipp<br />

Via Smartphone schaltbare<br />

Steckdosen und Lampen<br />

s<strong>in</strong>d im Trend und immer<br />

günstiger zu kaufen. Es<br />

lohnt sich deshalb, das alte<br />

Handy noch aufzuheben.<br />

Sie direkt die Autobatterie anzapfen. Entsprechende<br />

Spannungswechsler, an die man das<br />

Ladegerät des Smartphones anschließen<br />

kann, kosten rund 30 Euro. Alternativ suchen<br />

Sie nach e<strong>in</strong>er passenden Stromquelle<br />

im Kofferraum und verstecken das Handy<br />

dort. Wenn Sie das Auto täglich brauchen,<br />

dann sollte der Akku immer genügend Strom<br />

haben, lassen Sie es h<strong>in</strong>gegen e<strong>in</strong>mal länger<br />

stehen, dann sollten Sie darauf achten, dass<br />

es die Autobatterie nicht tiefentlädt.<br />

Haben Sie das Handy gelöscht (siehe Kasten<br />

„Sicheres Löschen“), dann legen Sie am<br />

besten e<strong>in</strong>en neuen Google-Account an und<br />

setzen e<strong>in</strong> Foto Ihres Autos als Profilbild<br />

dafür e<strong>in</strong>. <strong>So</strong> wissen Sie sofort, dass dieser<br />

Account zum Pkw gehört. Nun schalten Sie<br />

den <strong>Android</strong>en <strong>in</strong> den 2G-Modus, damit er so<br />

wenig Strom wie möglich benötigt, und aktivieren<br />

<strong>in</strong> den E<strong>in</strong>stellungen den Standort via<br />

GPS und <strong>in</strong> Google Maps die Standortfreigabe<br />

via Google Latitude. Hier fügen Sie<br />

nun Ihren Haupt-Account bei Google als<br />

Abb. 2: Mit BubbleUPnP verwandeln Sie Ihr altes Smartphone <strong>in</strong> e<strong>in</strong> Mediacenter.<br />

Freund h<strong>in</strong>zu und geben den Standort frei.<br />

Mit diesem Set-up rufen Sie e<strong>in</strong>fach Google<br />

Latitude von jedem beliebigen Rechner aus<br />

auf und sehen dann sofort, wo sich Ihr Auto<br />

bef<strong>in</strong>det. Alternativ <strong>in</strong>stallieren Sie e<strong>in</strong>e Antivirenlösung,<br />

zum Beispiel AVG. Hier müssen<br />

Sie sich dann aber ganz genau merken, welche<br />

App es nun war und über welches Web-<br />

Frontend Sie den aktuellen Standort abfragen<br />

können. Im Fall der Fälle ist deshalb die Lösung<br />

mit Google Maps und Latitude vermutlich<br />

besser. Vergessen Sie nicht, die Lösung<br />

auf e<strong>in</strong>en guten GPS-Empfang zu testen,<br />

bevor Sie das Handy wirklich fest e<strong>in</strong>bauen.<br />

Latitude hat den großen Vorteil, dass die App<br />

auch den Standortverlauf speichert. Sie können<br />

damit also alle Ihre Fahrten protokollieren,<br />

und Sie f<strong>in</strong>den Ihr Auto auch wieder,<br />

wenn Sie nicht mehr wissen, wo Sie es geparkt<br />

haben.<br />

Der Multimedia-Server<br />

Das Handy eignet sich ideal, um an<br />

e<strong>in</strong>e Stereoanlage oder e<strong>in</strong> TV-Gerät<br />

angeschlossen den Multimedia-Server<br />

zu übernehmen (falls Sie auf Filme <strong>in</strong><br />

1080p verzichten können). Optimalerweise<br />

verfügt Ihr Oldtimer dazu über e<strong>in</strong>en HDMI-<br />

Ausgang oder e<strong>in</strong>e MHL-Schnittstelle (HTC<br />

Sensation, SGS2). Noch besser s<strong>in</strong>d ältere<br />

Geräte von Motorola, die HDMI und USB-<br />

Anschluss haben. <strong>So</strong> können Sie via USB-<br />

OTG auch noch e<strong>in</strong>en USB-Stick oder e<strong>in</strong>e<br />

Festplatte anschließen und den HDMI-Ausgang<br />

nutzen. Nun benötigen Sie nur noch<br />

e<strong>in</strong>e App, die sich mit dem neuen <strong>Android</strong>-<br />

Smartphone fernsteuern lässt. Dazu empfehlen<br />

wir BubbleUPnP für 3,50 Euro.<br />

Unseren detaillierten Artikel zur App f<strong>in</strong>den<br />

Sie <strong>in</strong> der Fokus-Strecke dieser Ausgabe ab<br />

Seite 24.<br />

Das DECT-Telefon<br />

Diese Möglichkeit bietet sich <strong>in</strong> erster<br />

L<strong>in</strong>ie Besitzern e<strong>in</strong>er Fritz!Box.<br />

Je nach Modell und Firmware-Version,<br />

ist ohne die Verwendung von Zusatzsoftware<br />

e<strong>in</strong> direktes Anmelden als SIP-Telefon<br />

möglich. <strong>Android</strong> unterstützt dies von<br />

Haus aus ab Version 2.3 „G<strong>in</strong>gerbread“.<br />

Alles, was Sie dazu benötigen, ist die App<br />

Fritz!App Fon [LINK 3], die es gratis bei Google<br />

Play gibt. Nach der Installation wird beim<br />

Start lediglich das Fritz!Box-Passwort abgefragt,<br />

und schon steht alles zur Verfügung.<br />

E<strong>in</strong>schließlich der Anrufliste sowie dem <strong>in</strong>ternen<br />

Telefonbuch der Box. Darüber h<strong>in</strong>aus<br />

lassen sich auch e<strong>in</strong>ige Daten der Box selbst<br />

anzeigen – beispielsweise Modell und Firm-<br />

94<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Tipps & Tricks<br />

Alte Smartphones recyceln<br />

Das Babyphone<br />

Beim Thema Smartphone als Babyphone<br />

scheiden sich die Geister, da<br />

es angeblich nicht gesund ist, das<br />

Handy mit aktiviertem 3G <strong>in</strong> der Nähe e<strong>in</strong>es<br />

Babys zu betreiben. Doch wenn Sie eh e<strong>in</strong><br />

drahtloses Babyphone e<strong>in</strong>setzen würden,<br />

dann müssen Sie sich darüber nicht den Kopf<br />

zerbrechen. In den meisten Fällen sollte das<br />

Smartphone sowieso <strong>in</strong> gewisser Entfernung<br />

vom Baby liegen, damit der Lärmpegel akkurat<br />

ist. Als App empfehlen wir BabyMonitor<br />

von SmartDyne [LINK 4]. Die App ist zwar<br />

schon etwas älter, br<strong>in</strong>gt ke<strong>in</strong>e Videoüberwachung<br />

sowie anderen Schnickschnack mit,<br />

und sie sieht auch nicht so toll aus wie <strong>viel</strong>e<br />

andere, aber sie funktioniert zuverlässig.<br />

Und das ist bei e<strong>in</strong>em Babyphone <strong>in</strong> der<br />

Regel die Hauptsache. Zudem benötigen Sie<br />

ke<strong>in</strong> zweites <strong>Android</strong>-Handy als Gegenstelle,<br />

sondern können e<strong>in</strong>fach e<strong>in</strong>e beliebige<br />

Handy-Nummer angeben. Diese wird dann<br />

so oft angekl<strong>in</strong>gelt, wie das Mikro des <strong>Android</strong>en<br />

e<strong>in</strong>en gewissen Lärmpegel übersteigt.<br />

Als Alternative ohne 3G-Modul gibt es<br />

noch e<strong>in</strong>en Bluetooth-Babymonitor für etwas<br />

mehr als 7 Euro bei Google Play [LINK 5]. Hier<br />

liegt die maximale Reichweite bei den üblichen<br />

zehn Metern für<br />

Blue tooth-Geräte, dafür<br />

brauchen Sie ke<strong>in</strong> Wi-Fi.<br />

Abb. 3 : Mit der App Fritz!App Fon<br />

wird jeder <strong>Android</strong>e zum Schnurlostelefon.<br />

ware-Version, verwendetes WLAN und dessen<br />

Signalstärke. Ferner können der zu verwendende<br />

Kl<strong>in</strong>gelton bei e<strong>in</strong>gehenden Gesprächen<br />

über die Fritz!Box sowie diverse<br />

Wahlregeln <strong>in</strong> der App konfiguriert werden<br />

(etwa alle Anrufe bei Mobilfunknummern<br />

auch über das Mobilnetz tätigen). Das Unterdrücken<br />

der eigenen Rufnummer bei ausgehenden<br />

Gesprächen ist ebenfalls möglich.<br />

Abb. 4: Mit der BabyMonitor-App<br />

verwandeln Sie Ihr Smarpthone <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong> Babyphone.<br />

Der Home-Server<br />

Sie haben zu<br />

Hause e<strong>in</strong>en<br />

alten Rechner herumstehen,<br />

nur um auf<br />

e<strong>in</strong>en eigenen FTP-Server<br />

zugreifen zu können? Oder<br />

Sie möchten Ihr <strong>Android</strong>-<br />

Handy als Samba-Server<br />

e<strong>in</strong>setzen? Ke<strong>in</strong> Problem,<br />

mit e<strong>in</strong>em (gerooteten)<br />

<strong>Android</strong>-Smartphone ist<br />

praktisch alles möglich,<br />

was Sie auch mit e<strong>in</strong>em<br />

vollen L<strong>in</strong>ux-Rechner anstellen<br />

können. Es gibt<br />

dabei nur zwei wichtige<br />

Unterschiede: Der Stromverbrauch des Handys<br />

liegt bei maximal 5 Watt, während e<strong>in</strong><br />

alter PC gerne mal über 60 Watt verbraucht.<br />

Läuft dieser also 24 Stunden am Tag und 365<br />

Tage im Jahr, dann lässt sich damit auch<br />

noch Strom sparen. Je nach Aufgabe ist die<br />

ger<strong>in</strong>gere Leistung dabei egal. Als All-<strong>in</strong>-one-<br />

Serverlösung bietet sich die App Servers Ultimate<br />

Pro [LINK 6] an. Zum Preis von rund 7<br />

Euro br<strong>in</strong>gt sie 36 Serverdienste unter e<strong>in</strong>er<br />

e<strong>in</strong>heitlichen Oberfläche mit. E<strong>in</strong>ige der<br />

Dienste (aber bei Weitem nicht alle) benötigen<br />

Root-Rechte. Zum Ausprobieren gibt es<br />

e<strong>in</strong>e Lite-Version mit 14 Tagen Laufzeit und<br />

e<strong>in</strong>er Beschränkung auf zwei Serverdienste.<br />

Die Überwachungskamera<br />

Irgendjemand klaut immer Ihre Zeitung<br />

aus dem Briefkasten, oder Sie<br />

möchten e<strong>in</strong> Ferienhaus oder e<strong>in</strong>e<br />

Zweitwohnung im Blick haben? Dann nutzen<br />

Sie e<strong>in</strong> altes Handy als IP-Kamera. Mit der<br />

App IP Webcam funktioniert das recht e<strong>in</strong>fach,<br />

zudem bietet die App <strong>in</strong> Komb<strong>in</strong>ation<br />

mit anderen Diensten noch zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten,<br />

zum Beispiel Motion<br />

Detection. IP Webcam [LINK 7] ist e<strong>in</strong>e von<br />

sehr <strong>viel</strong>en Apps zu diesem Zweck bei<br />

Google Play. Die App ist gratis und hat die<br />

besten Bewertungen.<br />

Fazit<br />

Ke<strong>in</strong>e s<strong>in</strong>nvolle Anwendung gefunden? Dann<br />

können Sie das Handy natürlich auch e<strong>in</strong>fach<br />

verkaufen oder recyceln lassen. Doch <strong>in</strong><br />

den meisten Fällen bekommen Sie dafür nur<br />

e<strong>in</strong> paar Euro. Eigentlich schade um den tollen<br />

Taschencomputer.<br />

● ● ●<br />

Abb. 5: Die grafische Oberfläche<br />

von Servers Ultimate lässt sich e<strong>in</strong>fach<br />

bedienen.<br />

Abb. 6: Aktuell stehen bei der App<br />

Servers Ultimate 36 Serverdienste<br />

zur Auswahl .<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29048<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 95


Tipps & Tricks<br />

Galaxy S4 Tipps & Tricks<br />

Kle<strong>in</strong>e Tipps mit großer Wirkung<br />

Galaxy S4:<br />

Tipps<br />

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks und Apps, die das Arbeiten<br />

und Spielen mit Ihrem <strong>Android</strong>-Gerät e<strong>in</strong>facher und angenehmer<br />

machen oder e<strong>in</strong>fach nur cool s<strong>in</strong>d. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Beim Swypen wischen Sie<br />

von Buchstabe zu Buchstabe, ohne<br />

den F<strong>in</strong>ger abzuheben.<br />

Samsung<br />

Swypen und<br />

Handschrifterkennung<br />

Die Samsung-Tastatur bietet Ihnen<br />

neben der „normalen“ QWERTZ-Bildschirmtastatur<br />

noch weitere E<strong>in</strong>gabemethoden,<br />

die Sie unter E<strong>in</strong>stellungen<br />

| Me<strong>in</strong> Gerät | Sprache und E<strong>in</strong>gabe<br />

aktivieren. Die entsprechende E<strong>in</strong>stellung<br />

öffnen Sie über das Zahnrad-Icon neben<br />

dem E<strong>in</strong>trag für die Samsung-Tastatur.<br />

Nach Aktivieren der Durchgehenden E<strong>in</strong>gabe<br />

müssen Sie nicht mehr jeden Buchstaben<br />

tippen. Stattdessen wischen Sie mit dem<br />

F<strong>in</strong>ger über die Wörter. Erfahrene <strong>User</strong> „tippen“<br />

so deutlich schneller. Liegt Ihnen die<br />

E<strong>in</strong>gabe per Handschrift eher, dann schalten<br />

Sie über die Taste zwischen [Sym] und<br />

[Space] auf den Handschrift-Modus um.<br />

Das Galaxy S4 als<br />

Wetterfrosch<br />

Aktuelle <strong>Android</strong>-Handys<br />

besitzen<br />

e<strong>in</strong>en Luftdrucksensor.<br />

Nicht um<br />

dem Wetterfrosch Konkurrenz<br />

zu machen, sondern<br />

um dem GPS-System über<br />

die Bestimmung des Luftdrucks<br />

und damit der ungefähren<br />

Höhe Starthilfe<br />

zu geben. Samsung baut<br />

nun aber <strong>in</strong> das S4 zusätzlich<br />

e<strong>in</strong>en Temperaturund<br />

Luftfeuchte-Sensor<br />

e<strong>in</strong>. Damit lässt sich Ihr<br />

Galaxy S4 zu e<strong>in</strong>er Wetterstation<br />

umrüsten.<br />

Damit die Sensordaten<br />

des Galaxy S4 an die Oberfläche<br />

kommen, braucht<br />

Abb. 2: Die Handschrifterkennung<br />

der Samsung-Tastatur erkennt<br />

selbst Sauklauen.<br />

es noch e<strong>in</strong>e Wetter-App, die diese Daten<br />

auch anzeigen kann. Samsung liefert von<br />

Haus aus ke<strong>in</strong>e mit, mit Weather Station<br />

[LINK 1] f<strong>in</strong>det sich e<strong>in</strong>e entsprechende Anwendung<br />

jedoch bereits im Play Store.<br />

Die Weather Station zeigt Ihnen die vom<br />

Handy gemessene Lufttemperatur, den Luftdruck<br />

und auch die relative Luftfeuchtigkeit<br />

an. E<strong>in</strong> H<strong>in</strong>tergrunddienst protokolliert auf<br />

Wunsch die Daten und baut e<strong>in</strong>en Graphen.<br />

Zwei Apps auf e<strong>in</strong>em Screen<br />

Das riesige Display des Galaxy S4 ist groß<br />

genug für die Darstellung von zwei Apps zur<br />

selben Zeit. Bei Samsungs TouchWiz-Oberfläche<br />

f<strong>in</strong>den Sie daher unter E<strong>in</strong>stellungen |<br />

Me<strong>in</strong> Gerät | Anzeige die Option Multi-W<strong>in</strong>dow,<br />

über die Sie e<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Seitenleiste am<br />

l<strong>in</strong>ken Displayrand aktivieren. Die dort aufgeführten<br />

Apps lassen sich im Zwei-Schirm-<br />

Abb. 3: Das Galaxy S4 verfügt über<br />

Temperatur-, Luftdruck- und Luftfeuchte-Sensoren.<br />

96<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Tipps & Tricks<br />

Galaxy S4 Tipps & Tricks<br />

Abb. 4: Im Multi-W<strong>in</strong>dow-Mode<br />

stellt TouchWiz zwei Apps nebenoder<br />

übere<strong>in</strong>ander dar.<br />

Abb. 5: Google Now erreichen Sie<br />

auf dem Galaxy S4 nur über den<br />

App-Switcher.<br />

Abb. 6: Im „E<strong>in</strong>fachen Modus“<br />

reduziert das System den Funktionsumfang<br />

von Samsung-Apps.<br />

Abb. 7: SmartRemote für Galaxy S4<br />

macht Ihr Galaxy zu e<strong>in</strong>er Universal-Fernbedienung.<br />

Modus nutzen. Ziehen Sie dazu e<strong>in</strong>fach das<br />

Icon der gewünschten Anwendung <strong>in</strong> den jeweiligen<br />

Bildschirmbereich. Im Hochformat<br />

zeigt Ihnen das S4 die Apps übere<strong>in</strong>ander, im<br />

Querformat nebene<strong>in</strong>ander an. Die Seitenleiste<br />

blenden Sie durch e<strong>in</strong>en längeren Klick<br />

auf den Zurück-Button aus und wieder e<strong>in</strong>.<br />

Google Now aufrufen<br />

Mit Google Now liefert Ihnen<br />

Google e<strong>in</strong>en persönlichen Assistenten,<br />

der Ihnen morgens verrät,<br />

wie lange Sie auf dem Weg <strong>in</strong> die Arbeit im<br />

Stau stehen werden, wie Ihr Liebl<strong>in</strong>gs-Team<br />

gerade spielt oder welche <strong>in</strong>teressanten Foto-<br />

Spots sich <strong>in</strong> der Nähe anbieten.<br />

Samsung hat Google Now im App-Switcher<br />

ver<strong>steckt</strong>. Zum Start klicken Sie auf die mittlere<br />

Taste, im Switcher dann auf das Google-<br />

Icon am unteren Bildschirmrand. Alternativ<br />

erreichen Sie Google Now auch über die<br />

Google-Suchleiste auf Ihrem Homescreen.<br />

E<strong>in</strong>facher Modus<br />

Für manch e<strong>in</strong>en E<strong>in</strong>steiger ist das variable<br />

<strong>Android</strong>-System des Guten zu <strong>viel</strong>: Sie wünschen<br />

sich e<strong>in</strong> leistungsfähiges Smartphone,<br />

das aber e<strong>in</strong>fach zu bedienen ist. Mit dem<br />

„E<strong>in</strong>fachen Modus“ kommt Samsung diesen<br />

<strong>User</strong>n entgegen.<br />

Unter E<strong>in</strong>stellungen | Me<strong>in</strong> Gerät | Startbildschirmmodus<br />

haben Sie die Option, das<br />

System <strong>in</strong> den E<strong>in</strong>fachen Modus zu versetzen.<br />

Icons und Schriften werden daraufh<strong>in</strong><br />

deutlich größer dargestellt und auch der<br />

Funktionsumfang der Samsung-Apps reduziert.<br />

Kalender, Browser, Galerie und auch<br />

die Kamera lassen sich so sehr bequem und<br />

vor allen D<strong>in</strong>gen e<strong>in</strong>fach bedienen.<br />

SmartRemote für Galaxy S4<br />

Auf der Vorderkante des Galaxy S4<br />

ist e<strong>in</strong> kle<strong>in</strong>er Infrarotsender wie<br />

bei e<strong>in</strong>er Fernbedienung angebracht.<br />

Samsung nutzt ihn, um mit der hauseigenen<br />

Unterhaltungselektronik zu kommunizieren.<br />

Auch wenn Sie Geräte anderer Hersteller<br />

im Wohnzimmer stehen haben, ist der<br />

Sender nicht ganz nutzlos. Mit der App<br />

„Smart Remote for Galaxy S4“ [LINK 2] machen<br />

Sie Ihr S4 zur Universal-Fernbedienung.<br />

Die App br<strong>in</strong>gt Infrarot-Befehle für unzählige<br />

Fernseher, DVD/​Bluray-Player oder Stereoanlagen<br />

mit. Je nach zu steuerndem Gerät<br />

f<strong>in</strong>den Sie Cursor-Tasten oder e<strong>in</strong> Nummernfeld<br />

auf dem Display. In unserem Test hat die<br />

App gut mit e<strong>in</strong>em aktuellen TV-Gerät und<br />

e<strong>in</strong>er älteren Stereoanlage harmoniert.<br />

Adapt <strong>So</strong>und für Ihren <strong>So</strong>und<br />

Auch wenn Sie selten <strong>in</strong> die Disco gehen<br />

oder neben startenden Flugzeugen stehen,<br />

das Gehör e<strong>in</strong>es jeden Menschen hat se<strong>in</strong>e<br />

<strong>in</strong>dividuellen Stärken und Schwächen. Um<br />

die Musikwiedergabe Ihrem persönlichen<br />

Gehör anzupassen, hat Samsung mit „Adapt<br />

<strong>So</strong>und“ e<strong>in</strong>e <strong>in</strong>dividuelle Tonanpassung <strong>in</strong><br />

das Galaxy S4 <strong>in</strong>tegriert.<br />

Unter E<strong>in</strong>stellungen | Me<strong>in</strong> Gerät | Ton |<br />

Adapt <strong>So</strong>und müssen Sie dafür e<strong>in</strong>en kle<strong>in</strong>en<br />

Hörtest absolvieren. Nach und nach erstellen<br />

Sie so Ihr persönliches Hörprofil, das später<br />

bei der Sprach- und Musikwiedergabe vom<br />

Handy automatisch aktiviert wird.<br />

● ● ●<br />

Abb. 8: Adapt <strong>So</strong>und vermisst Ihr<br />

Gehör und passt so die Musikwiedergabe<br />

an Ihre Ohren an.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29441<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 97


Poweruser<br />

ROM-Küche<br />

News und Tipps zu Custom-ROMs und Root-Apps<br />

ROM-Küche<br />

Die <strong>Android</strong>-Community ist riesig. Für so gut wie jeden <strong>Android</strong>en<br />

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die ROM-<br />

Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und Tipps<br />

zu guten ROMs oder neuen Root-Apps geben. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Spirit FM spielt UKW-Radio auf<br />

<strong>Android</strong>en, die e<strong>in</strong>en entsprechenden<br />

Empfänger mitbr<strong>in</strong>gen.<br />

Spirit FM für Radio-<strong>Android</strong>en<br />

Oft ist der Wunsch nach e<strong>in</strong>em Orig<strong>in</strong>al-<strong>Android</strong><br />

ohne Anpassungen<br />

des Herstellers wie TouchWiz oder<br />

Sense der ursächliche Grund, e<strong>in</strong> Custom-<br />

ROM auf se<strong>in</strong>em <strong>Android</strong>en zu <strong>in</strong>stallieren.<br />

Manchmal geht dabei allerd<strong>in</strong>gs auch Funktionalität<br />

verloren, die man ohne die Orig<strong>in</strong>al-<br />

Firmware dann doch vermisst. Dazu gehört<br />

zum Beispiel der Radioempfang über UKW-<br />

Funk. Spirit FM [LINK 1] rüstet diesen auf<br />

gerooteten <strong>Android</strong>en nach.<br />

Spirit FM greift tiefgehend auf die Ressourcen<br />

des <strong>Android</strong>-Systems zu und braucht von<br />

daher Root-Rechte. Nur auf manchen Geräten<br />

mit Custom-ROMs, die auf der ursprünglichen<br />

Firmware des Herstellers basieren,<br />

funktioniert Spirit FM auch ohne diese erweiterten<br />

Rechte. Ohne Hardwareunterstützung<br />

für UKW-Radio bleibt jedoch auch Spirit FM<br />

stumm, die App arbeitet nur auf <strong>Android</strong>-<br />

Smartphones oder -Tablets, die von Haus aus<br />

Radio-Support <strong>in</strong> ihrer Hardware mitbr<strong>in</strong>gen.<br />

Dazu zählen etwa <strong>viel</strong>e<br />

Samsung-Handys wie die Modelle<br />

aus der S-Reihe bis hoch<br />

zum aktuellen Galaxy S4 oder<br />

auch die Note-Geräte, e<strong>in</strong>ige<br />

HTC-<strong>Android</strong>en wie das One<br />

X oder auch ältere Geräte wie<br />

das Desire oder Desire HD<br />

und e<strong>in</strong>ige Handys von <strong>So</strong>ny.<br />

E<strong>in</strong>e detaillierte Auflistung<br />

aller unterstützten Handys<br />

f<strong>in</strong>den Sie im Forum der XDA-<br />

Developers [LINK 2]. Generell ist<br />

die App auch nur auf den Geräten<br />

im Play Store auff<strong>in</strong>dbar,<br />

die vom Entwickler offiziell<br />

unterstützt werden. Mit e<strong>in</strong>em<br />

Kaufpreis von 7,99 Euro gehört<br />

Spirit FM zu den teureren<br />

Apps im Play Store.<br />

CyanogenMod 10.1<br />

Die CyanogenMod-Entwickler s<strong>in</strong>d<br />

zuversichtlich, nicht mehr allzu<br />

lange für die Fertigstellung der f<strong>in</strong>alen<br />

Version von CyanogenMod 10.1 zu brauchen.<br />

Der Anfang Mai veröffentlichte Milestone<br />

[LINK 3] soll der letzte Entwicklungsschritt<br />

se<strong>in</strong>, er trägt demnach die Bezeichnung<br />

„Release Candidate“.<br />

Wer e<strong>in</strong>en älteren <strong>Android</strong>en mit Standard-<br />

Firmware se<strong>in</strong> Eigen nennt, sollte Cyanogen-<br />

Mod e<strong>in</strong>e Chance geben. In der <strong>Android</strong>-<br />

<strong>User</strong>-Redaktion erleben wir es immer wieder,<br />

wie schlecht <strong>Android</strong>-Handys mit der Firmware<br />

des Herstellers laufen und wie gut und<br />

schnell sie dank CyanogenMod mit e<strong>in</strong>er aktuellen<br />

<strong>Android</strong>-Version funktionieren.<br />

Abb. 2: CyanogenMod gibt es als<br />

fertige Firmware auf Basis von <strong>Android</strong><br />

4.2 für <strong>viel</strong>e ältere <strong>Android</strong>en.<br />

<strong>So</strong>ftKeyZ<br />

Auch wenn <strong>viel</strong>e <strong>Android</strong>-Hersteller<br />

wie HTC und Samsung immer noch<br />

auf „richtige“ Knöpfe für Home,<br />

Zurück oder Menü setzen: Die <strong>So</strong>ftkeys am<br />

unteren Rand des Touchscreens<br />

s<strong>in</strong>d auf dem Vormarsch.<br />

<strong>So</strong> verzichten bei<br />

<strong>Android</strong>-Tablets eigentlich<br />

sämtliche Hersteller auf<br />

richtige Hardware-Buttons.<br />

Die Grafiken für<br />

diese <strong>So</strong>ftkeys s<strong>in</strong>d direkt<br />

im Dateisystem verankert,<br />

und <strong>Android</strong> bietet ke<strong>in</strong>e<br />

offizielle Schnittstelle an,<br />

diese gegen eigene Bilder<br />

auszutauschen. Mit <strong>So</strong>ft-<br />

KeyZ [LINK 4] versehen Sie<br />

die virtuellen Tasten dennoch<br />

mit neuen Icons.<br />

<strong>So</strong>ftKeyZ greift dazu direkt<br />

<strong>in</strong> das Dateisystem<br />

e<strong>in</strong> und überschreibt mit<br />

Root-Rechten die fest ver-<br />

98 Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

ROM-Küche<br />

großen Angebot an Icons zusammen. Sie<br />

können unterschiedliche Farben benutzen<br />

oder auch auf re<strong>in</strong>e „Text-Icons“ zurückgreifen.<br />

Außerdem besteht die Möglichkeit, über<br />

den Import-Button eigene Icons <strong>in</strong> das System<br />

zu schmuggeln. Nach e<strong>in</strong>em Neustart<br />

lädt das <strong>Android</strong>-System automatisch die<br />

neuen Icons.<br />

Abb. 3: Mit <strong>So</strong>ftKeyZ ändern Sie die virtuellen Tasten<br />

von Handys ohne Hardware-Buttons.<br />

drahteten Bilder – nicht aber ohne vorher e<strong>in</strong><br />

Back-up anzulegen. Nach dem Start klicken<br />

Sie e<strong>in</strong>fach „Ihr“ eigenes Theme aus dem<br />

Über e<strong>in</strong>e Million AOKP-<br />

Installationen<br />

Neben CyanogenMod und AOSP<br />

hat sich auch das <strong>Android</strong> Open<br />

Kang Project (AOKP) [LINK 5] als großes<br />

ROM etabliert. Nach weniger als zwei<br />

Jahren Entwicklungszeit zählt das Team<br />

Kang über e<strong>in</strong>e Million <strong>Android</strong>en mit der<br />

Aftermarket-Firmware. Damit ist AOKP h<strong>in</strong>ter<br />

CyanogenMod <strong>in</strong> Bezug auf die Verbreitung<br />

das zweitgrößte Custom-ROM.<br />

Zur Feier dieses für die Entwickler wichtigen<br />

Events veröffentlicht AOKP auch gleich<br />

den ersten Milestone auf dem Weg zu AOKP<br />

JB-MR1 auf Basis von <strong>Android</strong> 4.2.x. Diese<br />

Version wurde an <strong>viel</strong>en Geräten – den Nexus-Handys<br />

und ‐Tablets, dem Galaxy S2 und<br />

S3 wie auch e<strong>in</strong>igen <strong>Android</strong>en von Motorola<br />

Abb. 4: AOKPush <strong>in</strong>formiert Sie über<br />

Neuerungen bei AOKP und <strong>in</strong>stalliert<br />

auch gleich die aktuellen<br />

Builds.<br />

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Poweruser<br />

ROM-Küche<br />

Abb. 5: Hyperdrive vere<strong>in</strong>t das Lookand-Feel<br />

von <strong>So</strong>ny, HTC und<br />

Samsung <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em ROM.<br />

Abb. 6: Mit Photo-Sphere und der<br />

<strong>Android</strong>-Kamera erstellen Sie <strong>in</strong>teraktive<br />

360-Grad-Panoramen.<br />

und LG – getestet und sollte ohne große Probleme<br />

im Alltag auf diesen <strong>Android</strong>en funktionieren.<br />

Zudem wurde der Release-Zyklus der<br />

AOKP-Builds überarbeitet. Statt regelmäßig<br />

ersche<strong>in</strong>ender und ausführlich geprüfter<br />

Builds veröffentlichen die Entwickler nun<br />

alle vier Tage e<strong>in</strong> ungeprüftes und automatisch<br />

generiertes Nightly-Build. Dadurch werden<br />

Kapazitäten frei, etwa e<strong>in</strong>mal im Monat<br />

neue Milestones mit allen neuen Funktionen<br />

zu veröffentlichen.<br />

Neu ist auch e<strong>in</strong> Blick h<strong>in</strong>ter die Kulissen.<br />

Die App AOKPush [LINK 6] <strong>in</strong>formiert Sie über<br />

neue Milestone-, Nightly- und Test-Builds, <strong>in</strong><br />

der Kategorie „Fun“ wird es jedoch auch<br />

Neues aus den Interna der Entwickler zu<br />

lesen geben. Die App kostet im Play Store<br />

e<strong>in</strong>en Euro, die E<strong>in</strong>nahmen aus dem Verkauf<br />

werden umgehend <strong>in</strong> die Weiterentwicklung<br />

des ROMs ge<strong>steckt</strong>.<br />

Hyperdrive für Galaxy S3<br />

Hyperdrive [LINK 7] vere<strong>in</strong>t die <strong>Android</strong>-Oberflächen<br />

aus HTCs Sense, <strong>So</strong>nys Xperia Launcher<br />

und der TouchWiz-Oberfläche des<br />

Galaxy S4 <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em e<strong>in</strong>zigen ROM. Sie haben<br />

also die Wahl: <strong>Android</strong> kann auf Ihrem<br />

Galaxy S3 so aussehen wie bei HTC, <strong>So</strong>ny<br />

oder dem aktuellen Samsung Galaxy S4. Um<br />

das Ganze perfekt zu machen, br<strong>in</strong>gt Hyperdrive<br />

natürlich auch gleich die passenden<br />

Widgets, Wallpaper und Icon-Sets der Hersteller<br />

mit.<br />

Als Bonus <strong>in</strong>stalliert Hyperdrive die aktuellen<br />

Samsung-Apps „S Voice“, „S Translator“<br />

oder auch den virtuellen Notizblock „S<br />

Notes“ auf Ihrem Hyperdrive S3. Zudem <strong>in</strong>stalliert<br />

das ROM neben der Galaxy-Kamera<br />

von Samsung auch die Orig<strong>in</strong>al-<strong>Android</strong>-Kamera-App<br />

mit der Photo-Sphere-Funktion. <strong>So</strong><br />

nehmen Sie nicht nur breite Panoramabilder<br />

auf, sondern Bilder, die horizontal und vertikal<br />

gleich 360 Grad abdecken.<br />

Abb. 7: Mit Halo br<strong>in</strong>gt Paranoid <strong>Android</strong> e<strong>in</strong> neuartiges<br />

Multitask<strong>in</strong>g-Konzept auf <strong>Android</strong>.<br />

Paranoid <strong>Android</strong> mit Halo<br />

Die Entwickler von Paranoid <strong>Android</strong><br />

[LINK 8] s<strong>in</strong>d dafür bekannt, die<br />

D<strong>in</strong>ge etwas anders anzugehen als<br />

die anderen ROM-Köche oder gar die <strong>Android</strong>-Entwickler<br />

selbst. Das platzsparende<br />

PIE-Menü oder der Hybrid-Mode, <strong>in</strong> dem<br />

sich das System je nach App wie e<strong>in</strong> Handy<br />

oder gar wie e<strong>in</strong> <strong>Android</strong>-Tablet verhält –<br />

und dabei zum Beispiel das Verhalten der<br />

Menüleiste ändert – stammen ursprünglich<br />

aus diesem ROM. Mit e<strong>in</strong>er eigens entwickelten<br />

„Multi-W<strong>in</strong>dow<strong>in</strong>g/​Overlay“-Ansicht<br />

„Halo“, möchten die Paranoid-<strong>Android</strong>-ROM-<br />

Köche nun auch eigenhändig das Multitask<strong>in</strong>g<br />

unter <strong>Android</strong> verbessern [LINK 9].<br />

Paranoid <strong>Android</strong> geht dabei nicht den<br />

gleichen Weg wie den des e<strong>in</strong>st so stark gehypten<br />

Cornerstone-Projekts [LINK 10], den<br />

auch Samsung mit der „Multi-W<strong>in</strong>dow“-<br />

Funktion <strong>in</strong> se<strong>in</strong>er TouchWiz-Oberfläche aufgegriffen<br />

hat. Anstatt <strong>Android</strong>-Apps als Fenster<br />

neben- oder übere<strong>in</strong>ander oder gar als frei<br />

schwebendes Widget losgelöst anzuzeigen,<br />

legt sich bei Paranoid <strong>Android</strong> e<strong>in</strong>e über die<br />

Benachrichtigungsleiste aufgerufene App<br />

etwas verkle<strong>in</strong>ert über die aktuelle Anwendung.<br />

Die Technik nutzt auch Facebook bei se<strong>in</strong>en<br />

„Chat-Heads“ im Facebook Messenger.<br />

Dadurch lässt sich bei Paranoid <strong>Android</strong> <strong>in</strong><br />

Zukunft jede App parallel aufrufen. Die<br />

Funktion ist nicht wie bei Samsung Touch-<br />

Wiz auf nur e<strong>in</strong>e kle<strong>in</strong>e Anzahl kompatibler<br />

Apps beschränkt. Die offizielle Helper-App<br />

HALO))) [LINK 11] ermöglicht es sämtlichen<br />

Apps und auch Games aus dem Play Store,<br />

Bubble-Notifications zu öffnen.<br />

● ● ●<br />

100<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Mit BBQScreen das Live-Bild auf den PC als Video übertragen<br />

Abgefilmt<br />

Sie s<strong>in</strong>d App-Entwickler und möchten Ihre Anwendung<br />

präsentieren? Dann übertragen Sie doch mit<br />

BBQScreen den Bildschirm<strong>in</strong>halt als flüssiges Video<br />

auf das Display Ihres Notebooks. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Für das Streamen des Videos<br />

über USB-Kabel müssen Sie das USB-<br />

Tether<strong>in</strong>g aktivieren.<br />

Wer beruflich mit <strong>Android</strong> zu<br />

tun hat, steht immer wieder<br />

vor der Aufgabe, das Geschehen<br />

auf dem Display e<strong>in</strong>em<br />

größeren Publikum zu präsentieren. Manche<br />

Handys können dazu per HDMI an e<strong>in</strong>en<br />

Monitor oder TV angeschlossen werden,<br />

doch dann ist dieser nicht mehr für den PC<br />

frei. Mit BBQScreen übertragen Sie den Bildschirm<strong>in</strong>halt<br />

Ihres <strong>Android</strong>en als Video mit<br />

hoher Wiederholrate auf den PC-Desktop.<br />

BBQScreen für Root-<strong>User</strong><br />

Unter <strong>Android</strong> ist das Streamen des Handy-<br />

Displays zu e<strong>in</strong>em PC bisher noch nicht möglich.<br />

Es gibt zwar allgeme<strong>in</strong>gültige Lösungen,<br />

doch diese übermitteln nur Screenshot nach<br />

Screenshot und generieren daraus e<strong>in</strong> ruckliges<br />

„Video“. Mehr als e<strong>in</strong> paar Frames pro<br />

Stream<strong>in</strong>g per USB<br />

Das Bildschirmvideo lässt sich auch über e<strong>in</strong><br />

USB-Kabel ohne WLAN übertragen. Aktivieren<br />

Sie dazu auf Ihrem Handy unter E<strong>in</strong>stellungen |<br />

Drahtlos & Netzwerke | Mehr… | Tether<strong>in</strong>g &<br />

mobiler Hotspot das USB-Tether<strong>in</strong>g (die Option<br />

ist nur dann aktiv, wenn Ihr Handy mit<br />

dem PC per Kabel verbunden ist). Sie können<br />

sich nun über die IP 192.168.42.129 von BBQ-<br />

Screen Connect aus beim Handy e<strong>in</strong>loggen.<br />

Sekunde (FPS) lassen sich so nicht vom<br />

Handy <strong>in</strong> Richtung PC-Desktop übertragen.<br />

Mit BBQScreen ist es nun jedoch möglich,<br />

e<strong>in</strong> Videobild via WLAN oder USB-Kabel<br />

vom Handy oder natürlich auch Tablet zu<br />

übermitteln. Im Test der App konnten wir bis<br />

zu 25 FPS übertragen, das reicht für Präsentationen<br />

locker aus. E<strong>in</strong>en Haken hat die<br />

Sache jedoch: Ihr <strong>Android</strong>e braucht Root.<br />

Die <strong>Android</strong>-App BBQScreen f<strong>in</strong>den Sie als<br />

kostenpflichtigen Download im Google Play<br />

Store [LINK 1]. Zur App müssen Sie den Desktop-Client<br />

BBQScreen Connect [LINK 2] auf<br />

Ihren PC kopieren und das Archiv entpacken,<br />

e<strong>in</strong> richtiges Set-up existiert bislang noch<br />

nicht. Den Desktop-Client zu BBQScreen gibt<br />

es für W<strong>in</strong>dows, MacOS X und auch L<strong>in</strong>ux.<br />

Screencast vom Handy<br />

Nach dem Start von BBQScreen Connect auf<br />

dem PC, rufen Sie die App auf und schieben<br />

dort den Schalter rechts oben auf „An“. Die<br />

IP, die Sie auf dem Display des Handys<br />

sehen, geben Sie dann <strong>in</strong> der PC-Anwendung<br />

e<strong>in</strong>. Prüfen Sie bitte vorher, ob sich Handy<br />

und Desktop-Rechner im selben Netzwerk<br />

bef<strong>in</strong>den, über die Mobilfunkverb<strong>in</strong>dung<br />

funktioniert BBQScreen nicht. Daraufh<strong>in</strong><br />

baut die App umgehend die Verb<strong>in</strong>dung auf<br />

und überträgt den Bildschirm<strong>in</strong>halt. BBQ-<br />

102<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

BBQScreen<br />

Screen registriert dabei, wenn Sie das Handy<br />

drehen, <strong>in</strong> diesem Fall wird auch sofort das<br />

Bild auf dem Desktop gedreht.<br />

In unserem Test überzeugte BBQScreen im<br />

Zusammenspiel mit e<strong>in</strong>em gerooteten Galaxy<br />

Nexus unter <strong>Android</strong> 4.2.2 und e<strong>in</strong>er W<strong>in</strong>dows-8-Installation.<br />

Die Wiederholrate des<br />

Desktop-Videos lag zwischen 15 und 25 FPS,<br />

Abb. 2: BBQScreen zeigt den Inhalt des Handy-Displays auf<br />

dem PC als flüssiges Video mit bis zu 25 FPS an.<br />

Abb. 3: Den BBQScreen-Server aktivieren Sie<br />

über den Schiebeschalter rechts oben im Bild.<br />

auf YouTube ist der Test dokumentiert<br />

[LINK 3]. Der E<strong>in</strong>bruch der Taktrate<br />

hängt damit zusammen, dass die CPU<br />

des Handys ihre Taktrate herunterregelt,<br />

sobald das Gerät se<strong>in</strong>e<br />

Energie nur noch aus der<br />

Batterie beziehen kann.<br />

Lassen Sie Ihren <strong>Android</strong>en<br />

daher für e<strong>in</strong>e bestmögliche<br />

Übertragung am USB-<br />

Kabel angeschlossen.<br />

BBQScreen kostet im<br />

Google Play Store knapp<br />

zwei Euro und ist frei von<br />

Werbung. Die Entwickler<br />

arbeiten aktuell weiter an<br />

Ihrer App. E<strong>in</strong> Ziel ist es,<br />

die Framerate des Videobildes<br />

weiter zu erhöhen,<br />

sodass das Handy-<br />

Display ohne sichtbare<br />

Ruckler übertragen<br />

werden kann. ● ● ●<br />

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Poweruser<br />

AeroFS<br />

AeroFS, Alternative zu ownCloud oder Dropbox<br />

Homecloud<br />

Viele <strong>User</strong> hegen e<strong>in</strong><br />

Misstrauen gegenüber<br />

den allseits gelobten<br />

Cloud-Speicherdiensten.<br />

AeroFS arbeitet<br />

ohne fremde Server,<br />

verspricht aber ähnlichen<br />

Komfort wie Dropbox.<br />

Christoph Langner<br />

roywylam, 123RF<br />

Dropbox, Box, Google Drive und<br />

Co. s<strong>in</strong>d ohne Zweifel praktische<br />

Tools. Ohne großen Aufwand gleichen<br />

Sie Daten zwischen Ihren<br />

Rechnern ab, schieben Dateien vom Handy<br />

<strong>in</strong>s Netz oder arbeiten mit Freunden oder<br />

Kollegen geme<strong>in</strong>sam an Projekten. Die Sache<br />

hat aber e<strong>in</strong>en Haken: Sie geben die Kontrolle<br />

über Ihre Daten auf.<br />

Abhilfe schafft da nur e<strong>in</strong> verschlüsselter<br />

Conta<strong>in</strong>er <strong>in</strong> der Cloud oder e<strong>in</strong>e selbst gehostete<br />

ownCloud-Installation [LINK 1], doch<br />

nicht jeder hat das Wissen und die Ressourcen,<br />

so etwas aufzusetzen und zuverlässig<br />

zu betreiben. Mit AeroFS [LINK 2] steht nun<br />

e<strong>in</strong>e Alternative bereit, die Dropbox-Bequemlichkeit<br />

mit dem Vorteil e<strong>in</strong>er „eigenen“<br />

Cloud komb<strong>in</strong>ieren möchte. Seit Anfang<br />

April ist der Dienst öffentlich zugänglich.<br />

AeroFS, die Wolke zu Hause<br />

AeroFS ist im Gegensatz zu ownCloud ke<strong>in</strong>e<br />

freie <strong>So</strong>ftware, allerd<strong>in</strong>gs verzichtet der<br />

Dienst auf e<strong>in</strong>en gehosteten Service. Stattdessen<br />

synchronisieren die an Ihren Account gebundenen<br />

Clients Ihre Daten verschlüsselt<br />

Peer-to-Peer. Es gibt also <strong>in</strong> der Grundkonfiguration<br />

ke<strong>in</strong>en zentralen Server.<br />

Die Arbeit, die Daten zwischen Ihren Rechnern<br />

und mobilen Geräten abzugleichen,<br />

übernimmt e<strong>in</strong> Client, den es für W<strong>in</strong>dows,<br />

MacOS X und auch L<strong>in</strong>ux [LINK 3] gibt. Für unterwegs<br />

steht e<strong>in</strong>e <strong>Android</strong>-App zur Verfügung.<br />

Die Installation des Clients läuft dank<br />

Set-ups für W<strong>in</strong>dows und Mac oder Paketen<br />

für gängige L<strong>in</strong>ux-Systeme <strong>in</strong> wenigen Augenblicken<br />

ab.<br />

Der Abgleich funktioniert im LAN ohne direkten<br />

Internetzugang. Wie bei Dropbox<br />

speichern Sie Ihre zu synchronisierenden<br />

Daten <strong>in</strong> dem von AeroFS überwachten Verzeichnis.<br />

Unmittelbar darauf verteilt AeroFS<br />

Abb. 1: Das Web-Frontend von AeroFS dient lediglich zur Verwaltung Ihres<br />

Accounts. Zugriff auf Ihre Daten wie bei Dropbox haben Sie dort nicht.<br />

Abb. 2: Der AeroFS-Client er<strong>in</strong>nert im Aufbau stark an Dropbox. Er gleicht<br />

im H<strong>in</strong>tergrund Änderungen an Ihren Daten mit weiteren Clients ab.<br />

104<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

AeroFS<br />

die Dateien über Ihr heimisches<br />

LAN an alle Rechner,<br />

auf denen auch der AeroFS-<br />

Client mit Ihrem Account <strong>in</strong>stalliert<br />

wurde. Ist e<strong>in</strong> zusätzlicher<br />

Client nur über<br />

das Internet zu erreichen,<br />

dauert der Abgleich auf diesem<br />

etwas länger. Neben<br />

dem Standard- lassen sich<br />

zusätzliche Ordner frei zum<br />

Synchronisieren wählen. Da<br />

AeroFS selbst ke<strong>in</strong> Host<strong>in</strong>g<br />

anbietet, gibt es auch ke<strong>in</strong>e<br />

Größenbeschränkungen. Wer<br />

will, kann per AeroFS ganze<br />

Te rabytes zwischen se<strong>in</strong>en<br />

Rechnern synchron halten.<br />

AeroFS Team Server<br />

Im P2P-Betrieb funktioniert<br />

der vollständige Abgleich<br />

nur, wenn alle beteiligten<br />

Rechner laufen und über das Netzwerk oder<br />

Internet verbunden s<strong>in</strong>d. Arbeiten Sie mit<br />

e<strong>in</strong>em Kollegen auf der anderen Seite des<br />

Erdballs zusammen, dann warten Sie eventuell<br />

vergeblich, dass die Änderungen des Kollegen<br />

via AeroFS auf dem eigenen Rechner<br />

landen, wenn dieser schon se<strong>in</strong>en Rechner<br />

für den Feierabend abgeschaltet hat.<br />

Für diesen Fall bietet AeroFS e<strong>in</strong>en AeroFS<br />

Team Server (ebenfalls für W<strong>in</strong>dows, MacOS<br />

X und L<strong>in</strong>ux) an [LINK 4]. Diesen können Sie<br />

auf Ihrem eigenen Rechner oder auch auf<br />

e<strong>in</strong>em Server im Internet <strong>in</strong>stallieren und so<br />

Ihr eigenes Dropbox schaffen.<br />

Verschlüsselte Übertragung<br />

Generell läuft die Kommunikation von AeroFS-Client<br />

zu ‐Client oder zwischen AeroFS-<br />

Server und ‐Client mit e<strong>in</strong>er 2048 Bit starken<br />

RSA-Verschlüsselung ab. Im LAN kommunizieren<br />

Ihre Clients direkt. Nur bei der Nutzung<br />

e<strong>in</strong>es auf e<strong>in</strong>em Root-Server im Internet<br />

<strong>in</strong>stallierten Team Server verlassen Ihre<br />

Daten Ihr heimisches Netz, sie bleiben aber<br />

jederzeit komplett unter Ihrer Kontrolle. Die<br />

Server von AeroFS s<strong>in</strong>d im Normalfall nicht<br />

an der Datenübertragung beteiligt.<br />

E<strong>in</strong>e Ausnahme bildet die Kommunikation<br />

von zwei h<strong>in</strong>ter Firewalls liegenden und über<br />

das Internet abgeglichenen Clients. Hier<br />

dient der Server zephyr. aerofs. com als Relay<br />

[LINK 5], weil e<strong>in</strong>e direkte Kommunikation<br />

unter Umständen nicht möglich ist. Da der<br />

Datentransfer jedoch von Ende zu Ende verschlüsselt<br />

abläuft, kann AeroFS die übertragenen<br />

Daten nicht e<strong>in</strong>sehen.<br />

Abb. 3: Die AeroFS-App ist <strong>in</strong> ihrer<br />

Funktion sehr e<strong>in</strong>geschränkt. Sie<br />

erlaubt bisher nur Downloads.<br />

<strong>Android</strong>-App mit<br />

Schwächen<br />

Damit Sie auch unterwegs<br />

und ohne Desktop-Computer<br />

Zugriff auf Ihre<br />

Daten haben, bietet AeroFS<br />

e<strong>in</strong>e App für <strong>Android</strong><br />

an [LINK 6]. Sie f<strong>in</strong>den<br />

Sie im Google Play Store<br />

zum kostenlosen Download.<br />

Nach der Installation<br />

reicht die E<strong>in</strong>gabe<br />

Ihres AeroFS-Accounts,<br />

schon sehen Sie Ihre <strong>in</strong><br />

der eigenen Cloud gespeicherten<br />

Daten.<br />

Die App ist <strong>in</strong> ihrer<br />

Funktionalität jedoch<br />

noch sehr e<strong>in</strong>geschränkt.<br />

Bisher erlaubt sie es<br />

Ihnen lediglich, durch<br />

Ihre AeroFS-Uploads zu<br />

stöbern und Dateien herunterzuladen.<br />

Oft quittiert sie das gar mit<br />

e<strong>in</strong>em Fehler. Doch damit ist AeroFS für <strong>Android</strong><br />

schon vollständig beschrieben. Sie können<br />

weder Ihre Daten verwalten, noch neue<br />

Dateien hochladen.<br />

Desktop hui, Mobile pfui<br />

AeroFS gibt sich das Motto „Private file sync<br />

& share, made easy“. Daran gemessen, erfüllt<br />

der Dienst se<strong>in</strong>e Vorgabe – auf dem Desktop.<br />

Die Installation e<strong>in</strong>es Clients ist unter allen<br />

gängigen Betriebssystemen e<strong>in</strong> K<strong>in</strong>derspiel.<br />

Selbst das Aufsetzen des Team Server ist für<br />

Laien ohne großen Aufwand möglich.<br />

Allerd<strong>in</strong>gs müssen Sie im Vergleich zu<br />

Dropbox oder anderen Cloud-Speicherlösungen<br />

durchaus mit E<strong>in</strong>schränkungen leben.<br />

E<strong>in</strong> Web-Frontend gibt es selbst mit e<strong>in</strong>em eigenen<br />

Team Server nicht. Und auch die <strong>Android</strong>-Anwendung<br />

zeigt im Vergleich zu Dropbox<br />

und Co. noch erhebliche Schwächen.<br />

AeroFS ist zudem ke<strong>in</strong>e freie <strong>So</strong>ftware wie<br />

etwa das Open-<strong>So</strong>urce-Programm ownCloud.<br />

Auch wenn Sie die Serverstruktur selbst hosten<br />

können oder auch gar nicht erst e<strong>in</strong>e zentrale<br />

Server<strong>in</strong>stanz benötigen, bleibt der<br />

Dienst an sich kommerziell und bei größeren<br />

Set-ups auch kostenpflichtig [LINK 7].<br />

Kostenlos nutzbar ist AeroFS für Gruppen<br />

von bis zu drei Mitgliedern und e<strong>in</strong>em externen<br />

Mitarbeiter (der auch Daten abgleichen<br />

kann, aber nicht auf die Benutzerverwaltung<br />

zugreifen darf). Für Gruppen von bis zu 50<br />

<strong>User</strong>n werden 10 US-Dollar pro Monat fällig.<br />

Wer noch mehr <strong>User</strong> braucht, kann sich mit<br />

AeroFS direkt <strong>in</strong> Kontakt setzen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 4: Allzu oft endet aber selbst<br />

der Download vom eigenen Team<br />

Server mit Fehlermeldungen.<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29444<br />

Abb. 5: Die E<strong>in</strong>stellungen der AeroFS-<br />

App bieten bis auf die Log<strong>in</strong>-Infos<br />

ke<strong>in</strong>e weiteren Optionen.<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 105


Poweruser<br />

Chameleon Launcher 2.0<br />

Andrei Krauchuk, 123RF<br />

Der Chameleon Launcher jetzt auch für Handys<br />

Andersartig<br />

Haben Sie auch das Gefühl, dass sich die unterschiedlichen <strong>Android</strong>-<br />

Launcher nicht groß unterscheiden? Hier etwas 3D, da etwas Animation.<br />

Der Chameleon Launcher geht dagegen se<strong>in</strong>en eigenen Weg.<br />

Christoph Langner<br />

Ende des vergangenen Jahres hatte<br />

der Chameleon Launcher e<strong>in</strong>iges<br />

an Aufmerksamkeit erregt. Anstatt<br />

immer wieder die gleiche Art von<br />

Launcher-App mit weiteren Effekten nachzubauen,<br />

hat sich Chameleon wirklich an<br />

e<strong>in</strong>e neue Art von Launcher gewagt. Der<br />

Haken: Ursprünglich gab es Chameleon<br />

Launcher nur für <strong>Android</strong>-Tablets. Mit der<br />

Version 2.0 macht der Launcher nun auch<br />

den Sprung aufs Handy.<br />

Abb. 1: Die für den Chameleon Launcher entwickelten<br />

Widgets passen sich am besten auf dem<br />

Schirm e<strong>in</strong>.<br />

Aus Fehlern gelernt<br />

Das Chameleon-Projekt [LINK 1] bekam se<strong>in</strong>e<br />

Anschubf<strong>in</strong>anzierung über e<strong>in</strong>e erfolgreiche<br />

Kickstarter-Kampagne [LINK 2]. Ursprünglich<br />

war das Ziel, 30.000 US-Dollar<br />

für die Entwicklung der App e<strong>in</strong>zusammeln.<br />

Letztendlich war das Interesse der<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong> an dem aufwendig gestalteten<br />

Projekt so groß, dass fast 67.000 US-Dollar<br />

über die F<strong>in</strong>anzierungsplattform für Startups<br />

zusammengekommen s<strong>in</strong>d.<br />

In <strong>Android</strong> <strong>User</strong> 12/​2012 [LINK 3] konnte uns<br />

der Chameleon Launcher nicht wirklich<br />

überzeugen. Die App an sich hatte uns damals<br />

gut gefallen, doch das Angebot an den<br />

hauseigenen Chameleon-Widgets war <strong>viel</strong> zu<br />

dünn und die Integration gewöhnlicher <strong>Android</strong>-Widgets<br />

war nicht möglich. Zudem lag<br />

der Preis mit fast 8 Euro <strong>viel</strong> zu hoch für<br />

etwas, das man nicht unbed<strong>in</strong>gt braucht.<br />

E<strong>in</strong> etwas anderer Launcher<br />

Nun aber hat sich bei Chameleon e<strong>in</strong>iges<br />

getan: Mit der Version 2.0 lässt sich der<br />

Launcher auch auf Handys benutzen. Wer<br />

den Launcher schon damals gekauft hat oder<br />

jetzt die Vollversion [LINK 4] für 3,12 Euro<br />

kauft, kann den Launcher auf <strong>Android</strong>-Handys<br />

<strong>in</strong>stallieren. Alternativ gibt es auch e<strong>in</strong>e<br />

günstigere Phone-Variante für 2,25 Euro<br />

[LINK 5], die dann nur auf Handys funktioniert.<br />

Am Pr<strong>in</strong>zip des Launchers hat sich nichts<br />

geändert. Anstatt hauptsächlich Apps auf die<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

Chameleon Launcher 2.0<br />

Abb. 2: Inzwischen f<strong>in</strong>den auch<br />

normale <strong>Android</strong>-Widgets Platz auf<br />

dem Chameleon-Homescreen.<br />

Abb. 3: Über den Button rechts<br />

unten <strong>in</strong> der Fußleiste rufen Sie den<br />

App-Drawer des Launchers auf.<br />

Abb. 4: Vollflächige Chameleon-<br />

Widgets gibt es für e<strong>in</strong>e ganze<br />

Reihe von Internetdiensten.<br />

Abb. 5: Chameleon differenziert <strong>in</strong><br />

der Auswahl zwischen se<strong>in</strong>en eigenen<br />

und den <strong>Android</strong>-Widgets.<br />

Homescreens zu legen, stehen bei Chameleon<br />

vollflächige Widgets mit <strong>viel</strong>en Inhalten<br />

im Mittelpunkt. Die Widgets richten Sie frei<br />

anhand e<strong>in</strong>es sehr groben Rasters auf dem<br />

Homescreen aus.<br />

Für Gmail, Facebook, Google+, den Kalender<br />

und andere wichtige Apps liefert Chameleon<br />

gleich entsprechende Widgets mit. Gibt<br />

es für ihre Liebl<strong>in</strong>gs-Apps ke<strong>in</strong> Chameleon-<br />

Widget, können Sie auch normale <strong>Android</strong>-<br />

Widgets <strong>in</strong> das Raster des Chameleon-Homescreens<br />

legen. Die Optik weicht dann natürlich<br />

von den restlichen Widgets ab.<br />

Mehr Platz für große Widgets<br />

Natürlich können Sie aber<br />

auch wie gewohnt ganz e<strong>in</strong>fach<br />

App-Icons <strong>in</strong> e<strong>in</strong>es der<br />

freien Widget-Felder ziehen<br />

und so ihre wichtigsten Apps<br />

direkt vom Homescreen aus<br />

starten. Weiterh<strong>in</strong> <strong>in</strong>teressant<br />

ist die Option, unterschiedliche<br />

Homescreens anzulegen.<br />

<strong>So</strong> können Sie e<strong>in</strong>en für<br />

Ihre privaten Aktivitäten und<br />

e<strong>in</strong>en für die Arbeit anlegen<br />

und schnell zwischen den jeweiligen<br />

Homescreens wechseln.<br />

Anhand bestimmter<br />

Events (Uhrzeit, WLAN-<br />

Wechsel oder e<strong>in</strong>em Ort)<br />

wechselt Chameleon die<br />

Dashboards automatisch.<br />

Abb. 6: Legen Sie mehrere Dashboards<br />

an und schalten automatisiert<br />

zwischen ihnen h<strong>in</strong> und her.<br />

Der Chameleon Launcher<br />

ist nach wie vor e<strong>in</strong> Exot<br />

unter den <strong>Android</strong>-Launchern.<br />

Wo andere Launcher mit immer<br />

neuen Effekten zu glänzen versuchen, ist<br />

Chameleon e<strong>in</strong>fach nur elegant und simpel.<br />

Dem e<strong>in</strong>en gefällt er, dem anderen nicht.<br />

Die größten Schwächen wurden von den<br />

Entwicklern <strong>in</strong>zwischen ausgeräumt, so gibt<br />

es mehr Chameleon-Widgets, und der Preis<br />

geht im Vergleich zu anderen Launchern<br />

auch <strong>in</strong> Ordnung, wenn auch nach e<strong>in</strong>er so<br />

langen Zeit e<strong>in</strong>e Übersetzung der App aus<br />

dem Englischen wünschenswert wäre.<br />

Noch nicht am Ziel<br />

Die Tabelle aller verfügbaren nativen Widgets<br />

zeigt allerd<strong>in</strong>gs auch, dass das Angebot<br />

an eigenen Chameleon-<br />

Widgets immer noch sehr<br />

dünn ist. Reicht Ihnen die<br />

gebotene Auswahl allerd<strong>in</strong>gs<br />

aus, dann gestalten<br />

Sie mit Chameleon e<strong>in</strong>en<br />

sehr schönen und praktischen<br />

Homescreen.<br />

Wir sagen: Probieren Sie<br />

den Chameleon Launcher<br />

ruhig e<strong>in</strong>mal aus. E<strong>in</strong>e<br />

Demoversion gibt es leider<br />

nicht, aber Sie haben ja –<br />

wie immer bei Google Play<br />

– 15 M<strong>in</strong>uten, den Kauf<br />

der App rückgängig zu<br />

machen. Die Zeit reicht<br />

aus, um sich e<strong>in</strong> erstes<br />

Bild zu machen. Vielleicht<br />

f<strong>in</strong>den Sie ja Gefallen<br />

an dem etwas anderen<br />

Launcher.<br />

● ● ●<br />

Chameleon-Widgets<br />

• Facebook<br />

• Gmail<br />

• Google+<br />

• Instagram<br />

• Kalender<br />

• News/​RSS<br />

• Schalter<br />

• Twitter<br />

• Uhr<br />

• Wetter<br />

• YouTube<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29123<br />

<strong>Android</strong>-user.de Juli 2013 107


Poweruser<br />

Pimp My ROM<br />

Pimp My Rom: Die All-<strong>in</strong>-one-Root-App<br />

Let’s<br />

pimp<br />

Bei Sportwagen nennt man es Tun<strong>in</strong>g, beim Smartphone<br />

Tweak. Wer gerne an se<strong>in</strong>em Smartphone herumschraubt,<br />

braucht e<strong>in</strong>e passende App dazu, zum Beispiel<br />

Pimp My Rom. Samuel Groesch<br />

Alle<br />

L<strong>in</strong>ks><br />

www.android- user.de/qr/29582<br />

Es gibt unzählige<br />

Tweaks, Fixes<br />

und Modifikationen<br />

für <strong>Android</strong>.<br />

Oft s<strong>in</strong>d diese aber nur für<br />

e<strong>in</strong>en bestimmten Mod,<br />

und die E<strong>in</strong>stellungen s<strong>in</strong>d<br />

alles andere als e<strong>in</strong>heitlich.<br />

Pimp My Rom [LINK 1] wirbt<br />

mit dem Slogan The All-In-<br />

One Root App that your device<br />

was yearn<strong>in</strong>g for (die<br />

Alles-<strong>in</strong>-e<strong>in</strong>em-Root-App,<br />

nach der sich Ihr Gerät gesehnt hat). Ob die<br />

App wirklich so umfassend und gut ist, wie<br />

die Entwickler versprechen, erfahren<br />

Sie <strong>in</strong> diesem Artikel.<br />

Pimp <strong>in</strong> Black<br />

Übersichtlich und strukturiert<br />

präsentiert sich Pimp My Rom<br />

im Holo-Design von <strong>Android</strong><br />

4.0. Sliden Sie durch die verschiedenen<br />

Kategorien, und<br />

verschaffen Sie sich erst mal<br />

e<strong>in</strong>en Überblick über den wirklich<br />

großen Umfang an Optionen<br />

und Möglichkeiten. Wichtig<br />

ist, dass Sie sich jedes Element<br />

genau ansehen sowie<br />

durchlesen und ke<strong>in</strong>esfalls bei<br />

Unklarheiten herumprobieren.<br />

Sie konfigurieren direkt am System<br />

und sollten sich dessen bewusst<br />

se<strong>in</strong>. Glücklicherweise<br />

stellt die App e<strong>in</strong>e Zip-Datei für<br />

Notfälle bereit, mit der Sie durch das Flashen<br />

der Datei alle Tweaks und Mods zurücksetzen.<br />

Dennoch sollten Sie vorsichtig mit der<br />

App umgehen. Im ersten Reiter bef<strong>in</strong>den sich<br />

allgeme<strong>in</strong>e Tools wie das eben angesprochene<br />

Rescue Package, welches Sie unbed<strong>in</strong>gt<br />

herunterladen sollten. Es wird dabei im Root-<br />

Verzeichnis Ihrer MicroSD-Karte gespeichert<br />

und kann bei Bedarf aus dem TWRP-Recovery<br />

oder aus dem Clockwork-Mod-Recovery<br />

heraus geflasht werden.<br />

Aktivieren Sie auch den Allgeme<strong>in</strong>en Init.d<br />

Support. Der Init.d-Dienst ist dazu da, automatisch<br />

gewisse Skripts auszuführen, welche<br />

für e<strong>in</strong>ige Modifikationen wichtig s<strong>in</strong>d. Außerdem<br />

erhalten Sie im<br />

Reiter Tools noch E<strong>in</strong>stellungsmöglichkeiten<br />

für<br />

Ihre CPU, um den Prozessor<br />

zu übertakten<br />

(overclocken) und diverse<br />

andere E<strong>in</strong>stellungen<br />

vorzunehmen. Mit<br />

dem Density Changer<br />

s<strong>in</strong>d Sie <strong>in</strong> der Lage,<br />

künstlich die Displayauflösung<br />

zu erhöhen oder<br />

herabzusetzen und so<br />

für mehr Platz auf dem<br />

Display zu sorgen. Weitere<br />

Tools <strong>in</strong> dieser Kategorie<br />

betreffen das GPS-<br />

Modul und den Zugang<br />

zum Gerätemenü mit<br />

zentralen Informationen<br />

zum Smartphone.<br />

Abb. 1: Unter Tweaks f<strong>in</strong>den Sie E<strong>in</strong>stellungsmöglichkeiten<br />

so weit das<br />

Auge reicht.<br />

108<br />

Juli 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

Pimp My ROM<br />

Viele Tweaks<br />

Unter dem Reiter Tweaks<br />

bef<strong>in</strong>den sich sogenannte<br />

System Tweaks, die sich<br />

zum Teil mit den <strong>Android</strong>-E<strong>in</strong>stellungen<br />

überschneiden.<br />

Beispielsweise<br />

können Sie Force<br />

GPU Render<strong>in</strong>g und Hardware<br />

acceleration unter<br />

<strong>Android</strong> Features aktivieren.<br />

Unter Internet besteht<br />

unter anderem die<br />

Möglichkeit, das Wi-Fi-<br />

Scan-Intervall zu verändern<br />

und so dafür zu sorgen,<br />

dass neue Netzwerke<br />

schneller erkannt<br />

werden. Gehen Sie am<br />

besten alle Elemente<br />

durch und sehen sich die<br />

Erklärungen an. Die kle<strong>in</strong>en Icons am Rande<br />

führen zu Erklärungen der e<strong>in</strong>zelnen Punkte.<br />

Erst danach passen Sie bei Bedarf die E<strong>in</strong>stellungen<br />

an.<br />

Normalerweise s<strong>in</strong>d die Optionen immer<br />

sehr gut beschrieben, wenn auch <strong>in</strong> Englisch.<br />

Falls jedoch e<strong>in</strong>mal etwas unklar se<strong>in</strong> sollte,<br />

suchen Sie kurz im Internet und lesen sich<br />

die dortige Beschreibung durch. <strong>So</strong> vermeiden<br />

Sie, dass Ihr Smartphone ungewollt<br />

Schaden nimmt. Unter Apps & Mods listet<br />

Ihnen Pimp My Rom e<strong>in</strong>e Vielzahl an Modifikationen<br />

von Entwicklern auf, welche alle<br />

das Ziel haben, mehr aus Ihrem Gerät herauszuholen.<br />

Hierbei lohnt es sich für Sie,<br />

fast alle Mods zu <strong>in</strong>stallieren.<br />

Abb. 2: Anhand von Karten erklärt<br />

die App Ihnen alles Nötige zu den<br />

e<strong>in</strong>zelnen Funktionen.<br />

Nützliche Modifikationen<br />

Pimp My Beats verbessert hörbar die <strong>So</strong>undqualität,<br />

die Bravia Eng<strong>in</strong>e 2 von <strong>So</strong>ny verbessert<br />

die Anzeigequalität von Bildern und<br />

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