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Android User Spiele (Vorschau)

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IM Fokus: <strong>Spiele</strong> +++ Smartphones +++ Apps +++ Tablets +++<br />

11/2012 • November 2012 • www.android–user.de<br />

Code im Heft: 66 <strong>Spiele</strong> zum Download<br />

<strong>Spiele</strong><br />

Alle<br />

Neuheiten<br />

von der IFA 2012<br />

TESTBERICHTE<br />

Galaxy Note 10.1, Sony<br />

Xperia Go, CAT B10,<br />

Mettenmeier Armor,<br />

Archos 101 XS,<br />

Galaxy Camera<br />

Tipps & Tricks<br />

11 Profi-Tipps zum Galaxy S3<br />

Apps KochDroid<br />

Im Fokus<br />

+<br />

+<br />

+<br />

Runtastic, Comic-<br />

Reader, Google Books,<br />

u.v.m.<br />

<strong>Spiele</strong>-Emulatoren<br />

C64, Amiga, Atari, Nintendo etc.<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> Game Collection<br />

Über 60 Casual Games im Kurztest<br />

Training für das Gehirn<br />

Diese Apps benötigen Köpfchen<br />

datasync<br />

Apps und Spielstände<br />

auf mehreren Geräten<br />

APPLE-Shooter<br />

Unser Workshop für Ihr erstes<br />

<strong>Android</strong>-Spiel S.108<br />

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Cyberport: Gefällt mir!<br />

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In den Kreisen von Cyberport<br />

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Im Test:<br />

10 Onlineshops<br />

Ausgabe<br />

12/2009<br />

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8 x in Deutschland<br />

und Österreich


Service<br />

Editorial<br />

Marcel Hilzinger,<br />

Chefredakteur<br />

Willkommen bei <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

<strong>Android</strong><br />

macht Spaß<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser<br />

<strong>Spiele</strong> stehen auf Rang 4 der meistgenutzten<br />

<strong>Android</strong>-Funktionen, noch vor der Telefonie<br />

aber hinter Musik, Social Media und<br />

Internet. Das behauptet zumindest eine<br />

Studie von o2 aus England [1]. Demnach<br />

verbringen wir jeden Tag im Durchschnitt<br />

15 Minuten mit Games. Das ist auf den ersten<br />

Blick nicht allzu viel. Da es aber bestimmt<br />

auch ein paar Nutzer gibt, die überhaupt<br />

nicht spielen, dürfte die übliche<br />

Spieldauer pro Tag eher zwischen 15 und<br />

30 Minuten liegen.<br />

Unsere Game Collection<br />

Wer täglich 15 oder 30 Minuten spielt, hat<br />

kaum Zeit für anspruchsvolle Rollen- oder<br />

rundenbasierte Strategiespiele, sondern<br />

verbringt die Zeit meistens damit, ein kurzes<br />

Spiel auszuprobieren oder ein neues<br />

Level bei einem längeren Spiel zu schaffen.<br />

Wir haben uns deshalb nach solchen<br />

Games umgeschaut, die Ihnen dabei helfen<br />

sollen, beim Warten auf den Bus oder<br />

bei einer kurzen Reise mit der Bahn oder<br />

im Auto die Zeit zu vertreiben, und haben<br />

daraus die <strong>Android</strong> <strong>User</strong> Game Collection<br />

zusammengestellt. Dabei handelte es sich<br />

ursprünglich um über 100 freie <strong>Spiele</strong>, die<br />

wir für Sie heruntergeladen und getestet<br />

haben. Etwas mehr als 60 davon befanden<br />

wir für spielenswert und haben die Titel für<br />

dieses Heft aufbereitet und auf unserer<br />

Homepage zum Download bereitgestellt<br />

(genaue Informationen zum Download finden<br />

Sie im Artikel ab Seite 14).<br />

Sie finden in der Sammlung Klassiker wie<br />

Solitaire oder Mahjongg, aber auch <strong>Spiele</strong>,<br />

von denen Sie vermutlich noch nie gehört<br />

haben. Mein Favorit ist Yummy Leaves, ein<br />

simples Spiel mit Blättern, bei dem man<br />

ein recht schnelles Reaktionsvermögen an<br />

den Tag legen muss. Es befinden sich auch<br />

zahlreiche Lernspiele in der Sammlung.<br />

<strong>Spiele</strong>n(d) lernen<br />

Dem Thema <strong>Spiele</strong> widmet sich in dieser<br />

Ausgabe auch unser DevCorner, der Artikel<br />

für Entwickler am Heftende. Wir haben das<br />

Thema bewusst so gewählt, dass Sie dem<br />

Artikel auch ohne Programmierkenntnisse<br />

folgen können und so hoffentlich nach<br />

wenig Arbeit auch etwas Spaß an Ihrer ersten<br />

<strong>Android</strong>-App haben werden. Der Spaß-<br />

Faktor steht dabei im Vordergrund, wie<br />

auch bei den restlichen Artikeln unseres<br />

<strong>Spiele</strong>-Fokus.<br />

Damit Sie auch als Nicht-<strong>Spiele</strong>-Fan auf<br />

Ihre Kosten kommen, haben wir die Rubrik<br />

„<strong>Spiele</strong>“ dieses Mal auf den Artikel mit den<br />

<strong>Spiele</strong>-Neuheiten beschränkt (Seite 88/​89).<br />

Als Power-Nutzer dürfen Sie sich über unseren<br />

Artikel ab Seite 100 freuen. Er zeigt,<br />

wie Sie die Daten von Apps auf mehreren<br />

Geräten synchron halten. Auch das ist ein<br />

Problem, das unter anderem <strong>Spiele</strong> betrifft.<br />

Egal, ob Einsteiger, Durchschnittsnutzer<br />

oder Power <strong>User</strong> – <strong>Android</strong> macht immer<br />

auf seine Art Spaß! Gute Unterhaltung<br />

wünsche ich Ihnen nun auch bei der aktuellen<br />

Ausgabe von <strong>Android</strong> <strong>User</strong>,<br />

Marcel Hilzinger<br />

„Wir spielen<br />

jeden Tag<br />

15 Minuten<br />

lang mit<br />

unserem<br />

Smart phone.“<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27100<br />

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter<br />

<strong>Android</strong>-user.de november 2012 3


Service<br />

Inhalt<br />

38 Gehirntraining<br />

Denksport-Apps und<br />

<strong>Spiele</strong> für jede Gelegenheit<br />

Service<br />

3 Editorial<br />

4 Inhalt<br />

6 News<br />

10 IFA-News<br />

114 Impressum<br />

QR-Code scannen<br />

und Gratis-Artikel<br />

online lesen!<br />

Fokus<br />

14 <strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

Über 50 freie <strong>Android</strong>-<strong>Spiele</strong><br />

24 Tegra-News<br />

Games für NVidias Power-Grafik<br />

28 Gameloft-News<br />

Vier Gratisspiele<br />

von Gameloft im<br />

Test<br />

32 <strong>Spiele</strong>-<br />

Emulatoren<br />

Zeitreise zu C64,<br />

Amiga und Co.<br />

38 <strong>Android</strong>-Gehirntraining<br />

Mehr Ausdauer und Fitness für<br />

Ihre grauen Zellen.<br />

42<br />

Galaxy Note 10.1<br />

Samsung überträgt<br />

das Note-Prinzip aufs Tablet.<br />

Hardware<br />

42 Samsung Galaxy Note 10.1<br />

Das Tablet mit Stift und tollen<br />

Features im Test<br />

46 B10 und B25 CAT Phones<br />

Handys für die Baustelle<br />

48 Xperia Go<br />

Robuster Dauerläufer<br />

für Abenteurer<br />

52 Mettenmeier ARMOR X7ad<br />

Outdoor-Tablet mit Schwächen<br />

54 Archos-Tablet 101 XS<br />

Tablet mit Tastatur im Deckel<br />

55 Samsung Galaxy Camera<br />

Samsung verheiratet<br />

Kompaktkamera und <strong>Android</strong><br />

56 Zubehör für das Galaxy Nexus<br />

Original Docks und KFZ-Halterung<br />

von Samsung<br />

4 November 2012 <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Service<br />

Inhalt<br />

<strong>Spiele</strong><br />

88 Neue <strong>Spiele</strong><br />

Unsere <strong>Spiele</strong>-Vorstellungen<br />

Einsteiger<br />

90 Play Books<br />

Google als Buchhändler<br />

Tipps & Tricks<br />

94 Tipps&Tricks zum Galaxy SIII<br />

Praktisches Know-how zu Samsungs<br />

Top-Handy<br />

98 Tipps & Tricks<br />

Nützliche Tipps der Redaktion<br />

Power<strong>User</strong><br />

100 DataSync<br />

App-Daten automatisiert zwischen<br />

<strong>Android</strong>en abgleichen<br />

102 Custom-Kernel für Galaxy SIII<br />

Samsungs aktuelles Top-Modell<br />

rooten und modden.<br />

106 AdAway<br />

Werbung in Apps oder Webseiten<br />

unterdrücken<br />

DevCorner<br />

108 <strong>Spiele</strong> entwickeln<br />

Mit dem App Game Kit zum<br />

<strong>Android</strong>-Spiel<br />

108<br />

<strong>Spiele</strong> entwickeln<br />

Die ersten Schritte<br />

zum eigenen kleinen Game.<br />

APPS<br />

60 App-Empfehlungen<br />

Die Favoriten der Redaktion<br />

62 App-Neuheiten<br />

Die neuesten Apps bei Google Play<br />

66 Runtastic-App für <strong>Android</strong><br />

Fantastisch sportlich<br />

69 EboBirthday<br />

Alle Geburtstage auf einem Blick<br />

72 Comic Apps<br />

Wham! Bang! Woosh! <strong>Android</strong>!<br />

78 Kochdroid<br />

Was gibt’s heute zu essen?<br />

82 Apps zum Scannen<br />

Der Scanner in der Hosentasche<br />

86 Besser sprechen<br />

Sprechtraining für <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012<br />

5


News<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

<strong>Android</strong>-News<br />

Kindle<br />

Kindle Fire HD kommt in 8,9“ und 7“<br />

Amazon überraschte die Fachwelt mit seinem 8,9-Zoll-Tablet mit Full-HD-Auflösung.<br />

Allgemein erwartet wurde nur das neue 7-Zoll-Tablet Kindle Fire HD.<br />

Neben einer tollen Auflösung sind die Tablets mit Dolby Digital Plus, der nächsten<br />

Generation des Sound-Systems, ausgestattet. In der 7-Zoll-Version fällt das<br />

Gerät mit 249 Euro (32 GByte) etwas teurer aus als Googles Nexus 7, dafür ist<br />

der doppelte Speicher mit an Bord. Die 16-GByte-Variante kostet entsprechend<br />

199 Euro. Die Preise für das 9-Zoll-Modell mit Full-HD-Display beginnen bei<br />

299 Euro (16 GByte).<br />

Im Inneren des Kindle Fire HD verrichtet ein OMAP-4470-Prozessor Texas Instruments<br />

seinen Dienst. Die praktisch gleiche CPU kommt auch im Galaxy Nexus zum<br />

Einsatz. Auch WiFi hat das Gerät an Bord, aber keinen GPS-Empfänger und kein LTE. Mit 8,8 Millimeter<br />

fällt das neue Kindle-Fire-Tablet nicht besonders dick aus. Ebenfalls überarbeitet hat Amazon den einfachen<br />

Kindle mit 7-Zoll-Display und einer Auflösung von 1024x600 Pixeln. Hier kommt nun ein 1,2 GHz schneller Single-Core-<br />

Prozessor zum Einsatz. Sämtliche 7-Zoll-Tablets sind auch in Deutschland bereits vorbestellbar und dürften mit dem Erscheinen<br />

dieses Heftes ausgeliefert werden. Nicht so das 8,9-Zoll-Tablet mit Full-HD-Display. Hier gibt es aktuell keine Informationen,<br />

wann das Tablet nach Deutschland kommen wird. Im Unterschied zu den 7-Zoll-Modellen hat Amazon hier<br />

auch ein LTE-Modem verbaut, und das Display löst mit 1920x1080 Pixeln auf. Die Preise beginnen für die 16-GByte-Version<br />

bei 299 Euro.<br />

wikipad.com<br />

Wikipad: Gaming-<br />

Maschine in 10,1 Zoll<br />

Der US-Anbieter Gamestop bietet ab Ende<br />

Oktober für 500 Dollar ein Tegra-3-Gaming<br />

Tablet an. Das Wikipad verfügt über ein 10,1<br />

Zoll großes IPS-Display, das mit 1280x720<br />

Pixeln auflöst. Zum Tegra-3-Prozessor gesellen<br />

sich 1 GByte RAM und ein MicroSD-Kartenslot.<br />

Durch sein Spielsteuerungs-Dock<br />

hebt sich der <strong>Android</strong>e von der Masse der<br />

Tablets ab. Der Hersteller war mit diversen<br />

<strong>Spiele</strong>entwicklern im Gespräch, um dem<br />

Neuzugang zu einer ansehnlichen Grundausstattung<br />

zu verhelfen. Sony hat dem Wikipad<br />

bereits seine PlayStation-Zertifizierung<br />

zugesprochen. Man kann das Wikipad zwar<br />

schon in den GameStop-Stores vorbestellen,<br />

es wird jedoch erst ab 31. Oktober offiziell<br />

ausgeliefert. Ob und wann es das Gerät<br />

auch nach Deutschland schafft, ist unklar.<br />

Google bringt Multiple Face-To-Unlock<br />

Die Entsperr-Funktion Face-To-Unlock ist seit <strong>Android</strong> 4.0 Ice Cream Sandwich<br />

nichts Neues mehr, doch Google will in Zukunft den Zugang zu mehreren<br />

Accounts via Gesichtserkennung ermöglichen und arbeitet an der<br />

multiplen Einsetzbarkeit seiner Face-To-Unlock-Funktion. Statt nur einen<br />

soll das Programm bald mehrere Benutzer erkennen können. Um sich in<br />

ihre Accounts einzuloggen, müssen <strong>User</strong> nur noch ihr Gesicht in die Kamera<br />

halten, und schon werden sie zum richtigen Google-Konto weitergeleitet.<br />

Wann die neue Funktion kommt, wurde noch nicht bekannt gegeben.<br />

Samsung: 20 Millionen S3 verkauft<br />

Rechnet man alle weltweit verkauften Geräte zusammen,<br />

so ergibt sich die atemberaubende Zahl von 20 Millionen<br />

Samsung Galxy S3, die seit der Markteinführung über<br />

die Ladentische gingen. Das südkoreanische Unternehmen<br />

erreichte den Verkaufs-Meilenstein in lediglich 100<br />

Tagen, mit rund 200.000 verkauften Exemplaren pro<br />

Tag ist das S3 das erfolgreichste Gerät in der Samsung-<br />

Geschichte. Die höchsten Verkaufszahlen erzielte der<br />

4,8-Zöller in Europa, wo Samsung bereits 6 Millionen<br />

Geräte absetzen konnte, auf Platz zwei landet Asien<br />

mit 4,5 Millionen. In Nordamerika gingen 4 Millionen<br />

S3 über die Ladentheke, im Samsung-Heimatland<br />

Südkorea alleine waren es 2,5 Millionen.<br />

Samsung<br />

6<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Motorola<br />

Neue Smartphones von<br />

Motorola<br />

Motorola stellte gleich drei neue Razr-Smartphones<br />

der Weltöffentlichkeit vor. Die Geräte werden aktuell<br />

nur in den USA vom Provider Verizon vertrieben, sollten<br />

aber zeitnah auch in Europa zu sehen sein. Beim<br />

Razr HD handelt es sich um den Nachfolger des Motorola<br />

Razr. Dessen 4,7 Zoll-Display löst mit 1280x700 Pixeln<br />

auf, die Akkulaufzeit bei durchschnittlicher Nutzung<br />

wurde auf 24 Stunden erhöht. Die Gesprächszeit<br />

beträgt dank des 2500-mAh-Akkus sehr gute 16 Stunden.<br />

Wer noch mehr Akkulaufzeit möchte, greift zum<br />

Razr HD Maxx. Die technischen Daten decken sich mit<br />

dem Razr HD, doch die Batterie im Gerät ist größer, sodass<br />

bis zu 32 Stunden ununterbrochene Nutzung und<br />

21 Stunden Gesprächszeit möglich sind. Beide Razr-<br />

Modelle verfügen über ein LTE-Modem. Neu in der<br />

Razr-Familie ist das Droid Razr M. Es verfügt über ein<br />

4,3-Zoll-Display mit 960x540 Pixeln, die Betriebszeit<br />

liegt bei 20 Stunden. Die ICS-Smartphones sollen bis<br />

zum Jahreswechsel mit Jelly Bean versorgt werden.<br />

ICS auf dem aufsteigenden Ast<br />

Inzwischen laufen die <strong>Android</strong>-Versionen 4.0 Ice Cream Sandwich und 4.1 Jelly<br />

Bean bereits auf mehr als 22 Prozent aller <strong>Android</strong>-Smartphones und ‐Tablets. Am<br />

auffälligsten an den neuesten Verteilungszahlen ist der Aufstieg von <strong>Android</strong> 4.0 –<br />

eine große Anzahl von Geräten wurde inzwischen geupdated, das verschafft ICS<br />

einen Anteil von 20,9 Prozent, Neuzugang 4.1 Jelly Bean kommt immerhin bereits<br />

auf 1,2 Prozentpunkte. Den Löwenanteil hat nach wie vor die Version 2.3 Gingerbread<br />

– das Betriebssystem kommt (noch) auf stolze 57,5 Prozent.<br />

Getac präsentiert ultra-robustes<br />

Tablet<br />

Der taiwanische Hersteller<br />

Getac steuert<br />

dem Tablet-Markt<br />

einen neu entwickelten,<br />

extra-robusten<br />

7-Zöller bei. Das <strong>Android</strong>-Gerät<br />

ist mit<br />

einem hochempfindlichen<br />

SiRFstar GPS-Sensor<br />

ausgestattet, dazu<br />

verfügt es über einen<br />

LumiBond-Touchscreen aus unzerbrechlichem Gorilla Glass,<br />

der auch mit Handschuhen bedient werden kann. Samt Gehäuse ist<br />

das Z710 21,6x14,2cm groß und gut 2,54 cm dick; WiFi, Bluetooth, 3G,<br />

eine HD-fähige Webcam und eine 5 Megapixel große Kamera sind mit<br />

an Bord. Es wiegt rund 900 Gramm und soll laut Hersteller in allen<br />

Umgebungen im Temperaturbereich von ‐20 ° Celsius bis +50° Celsius<br />

einsetzbar sein. Der Preis für das ab Ende Oktober erhältliche Tablet<br />

beträgt 1499 US-Dollar, für die 3G-Version muss man 300 Dollar mehr<br />

auf den Tisch legen.<br />

Getac<br />

Eric Schmidt gibt<br />

<strong>Android</strong>-Zahlen bekannt<br />

Google-Chef Eric Schmidt äußerte sich jüngst<br />

zur aktuellen Marktposition des konzerneigenen<br />

Betriebssystems. Ihm zufolge befindet sich <strong>Android</strong><br />

derzeit in einer rasanten Wachstumsphase<br />

– und ein Ende des Zuwachses ist nicht in Sicht.<br />

Die verschiedenen <strong>Android</strong>-Versionen sind derzeit<br />

auf weltweit 480 Millionen<br />

Geräten installiert, die<br />

Zuwachsrate liegt bei rund<br />

1,3 Millionen Neuinstallierungen<br />

– pro Tag. Bei den<br />

Tablets kann ein Zuwachs<br />

von 70.000 täglichen<br />

Neuaktivierungen<br />

verbucht werden, diese<br />

Zahl dürfte durch den<br />

Nexus 7- und Kindle<br />

Fire HD-Erfolg noch<br />

steigen.<br />

Samsung<br />

<strong>Android</strong>-user.de


Amazon startet App-Shop<br />

in Deutschland<br />

Pünktlich vor dem Start der Kindle Fire-Tablets in deutschen<br />

Landen hat Amazon seinen eigenen App Store<br />

auch hierzulande an die Startlinie gebracht. Dort vertreibt<br />

der Versandhändler <strong>Android</strong>-Apps zum Teil deutlich<br />

günstiger als auf Google Play. Interessant ist der<br />

Amazon-App-Shop besonders für Schnäppchenjäger,<br />

jeden Tag gibt es eine eigentlich kostenpflichtige App<br />

kostenlos zum Download. Die Installation geht via APK-<br />

Datei direkt über die Amazon-Homepage oder den nebenstehenden<br />

QR-Code vonstatten.<br />

Samsung<br />

Samsung-CEO: Wir<br />

machen die besten<br />

Produkte<br />

Samsungs CEO JK Shin verkündete auf der<br />

IFA, dass sich das Unternehmen von Gerichtsverfahren<br />

nicht einschüchtern lasse. Er nutzte<br />

die große Bühne bei der Eröffnung der Messe,<br />

um eventuelle Irritationen, die durch die<br />

milliardenschwere Niederlage gegen Apple<br />

Mitte August entstanden waren, auszuräumen<br />

und gab an, dass sein Unternehmen die besten<br />

Produkte der gesamten Mobilindustrie herstellen<br />

würde. Laut Shin seien das Galaxy Note II<br />

und die Galaxy Camera die prägnantesten Beispiele<br />

für die Innovationskraft des südkoreanischen<br />

Konzerns. „Ungeachtet der Hürden, die<br />

uns andere in den Weg legen, werden wir weiter<br />

auf Innovation setzen“, so Shin.<br />

<strong>Android</strong> in Europa<br />

bei 67 Prozent<br />

Marktanteil<br />

Nachdem bereits im letzten Jahr jedes<br />

zweite neue Smartphone mit einem <strong>Android</strong>-Betriebssystem<br />

verkauft wurde, sind<br />

es nun laut einer aktuellen Studie von Kantar<br />

Worldpanel ComTech im europäischen<br />

Durchschnitt bereits 67,1 Prozent. Spitzenreiter<br />

ist dabei Spanien: Im größten Land<br />

auf der iberischen Halbinsel haben sich im<br />

Testzeitraum bis Ende August 2012 86,6<br />

Prozent der Smartphone-Käufer für ein<br />

And roid-Gerät entschieden. Die aktuelle<br />

Studie zeigt zudem, dass rund 30 Prozent<br />

der neuen Smartphone-Besitzer zu einem<br />

Gerät mit einem großen Display über 4,5<br />

Zoll gegriffen haben.<br />

Samsung Mobile Store öffnet in Frankfurt<br />

In Frankfurt am Main hat der erste Samsung-Store in Deutschland seine<br />

Türen geöffnet. Er bietet Produkte aus den Bereichen Telekommunikation, IT,<br />

TV und digitale Fotografie und dazu umfangreiche Serviceleistungen an. Im<br />

Shop in der Zeilgalerie können Besucher in die komplette Produkt- und Markenwelt<br />

von Samsung einsteigen. Konzeptioneller Schwerpunkt des Geschäftes<br />

ist die Gerätevernetzung. „Früher hat sich alles nur um einzelne Geräte<br />

gedreht. Heute geht es um das Zusammenspiel, um das smarte digitale Miteinander.<br />

Nicht die Geräte stehen im Mittelpunkt, sondern der Anwender und<br />

seine Bedürfnisse“, so Taskin Tasan, Marketing- und Vertriebsmanager bei<br />

der gomobile24.de GmbH, dem Betreiber des Ladens.<br />

TomTom-App ab<br />

Oktober auch auf<br />

<strong>Android</strong><br />

TomTom springt in Bälde auf den <strong>Android</strong>-<br />

Zug auf und präsentiert eine speziell für<br />

<strong>Android</strong> entwickelte Navigations-App mit<br />

On-Board-Maps, intelligenter Routenfindung<br />

und Verkehrsinformationen in HD.<br />

Künftige Nutzer können sich auf eine neu<br />

Apple und Google: CEOs im Gespräch<br />

Google-CEO Larry Page und Apple-CEO Tim Cook führen regelmäßige Telefongespräche,<br />

um Patentstreitigkeiten um geistigen Besitz vorzubeugen. Grund für<br />

die Kooperation könnte die Eskalation der Streitereien gewesen sein, die in<br />

einer milliardenschweren Schadensersatzzahlung seitens Samsung gipfelte.<br />

Letztendlich scheint es den Unternehmen darum zu gehen, die Geschäfte durch<br />

Nichtkommunikation nicht unnötig undurchsichtig zu machen.<br />

entwickelte Nutzeroberfläche, aktualisierte<br />

Routenangebote, einen verbesserten<br />

Spurassistenten und eine überarbeitete<br />

Sprachausgabe freuen. Dazu gibt es einen<br />

Umleitungs-Service und einen Radarwarner,<br />

der wie andere Zusatzservices via In-<br />

App-Kauf zur Verfügung gestellt wird.<br />

8<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Egal wo ich bin,<br />

meine Daten sind schon da.<br />

HiDrive –<br />

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News<br />

IFA-News<br />

-News<br />

LG<br />

Optimus L9 ist da<br />

Das ICS-Phone L9 ist der neue Mittelklasse-Star von LG. Schaut man<br />

sich nur die Spezifikationen an, dann ist das Gerät mit seinem 1 GHz<br />

schnellen Dual-Core-Prozessor und dem 4,7-Zoll-Display mit lediglich<br />

960x540 Pixeln Auflösung keine Besonderheit – die Vorteile liegen in<br />

anderen Bereichen. So ist das IPS-Display recht hell und scharf, und<br />

auch die Laufzeit dürfte dank 2150-mAh-Akku deutlich besser ausfallen<br />

als bei anderen Geräten der Konkurrenz. Das Smartphone ist von<br />

Haus aus mit <strong>Android</strong> 4.0 Ice Cream Sandwich ausgestattet und<br />

bringt einen NFC-Chip sowie 8 GByte internen Speicher mit. Zum aktuellen<br />

Internetpreis von rund 349 Euro hört sich das nach einem<br />

guten Angebot an – trotzdem sollte sich LG nicht auf seinen Lorbeeren<br />

ausruhen, denn chinesische Hersteller wie Huawei haben bereits<br />

seit geraumer Zeit Geräte wie das Ascend P1 im Angebot, die einen<br />

1,5 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor zum gleichen Preis anbieten.<br />

Jetzt auch von Blaupunkt<br />

Blaupunkt wandelt mit drei brandneuen Tablets auf <strong>Android</strong>-Pfaden. So siedelt sich das rund 600 Gramm schwere Discovery<br />

mit 349 Euro im Mittelfeld an, sein 9,7-Zoll-Display löst mit 1024x720 Bildpunkten auf. Den Energiespeicher stellt ein<br />

7600-mAh-Akku dar, die Laufleistung liegt bei rund 6 Stunden. Dazu gibt es einen Tegra-2-Chipsatz mit einer 1-GHz-Dual-<br />

Core-CPU und 1 GByte RAM, als Massenspeicher bietet das Discovery 16 GByte. Die Frontkamera löst mit 2MP auf, der Kollege<br />

auf der Rückseite hat 5MP und einen LED-Blitz. Zudem hat das Gerät ein integriertes G3-Modul. Als Betriebssystem<br />

kommt <strong>Android</strong> 4.0.4 zum Einsatz, das Blaupunkt nach eigenen Angaben jedoch auf Version 4.1 (Jelly Bean) modifizeren<br />

wird. Neben dem Discovery bietet Blaupunkt ab Ende September zwei weitere Tablets an, die jedoch den deutlich performanteren<br />

Tegra-3-Chipsatz enthalten. Sie bringen jeweils eine Quad-Core-CPU mit einer 1.4-GHz-Taktung mit.<br />

Gear4 zeigt <strong>Android</strong>-<br />

Radiowecker<br />

Multimedia-Geräte mit einer Dockingstation für <strong>Android</strong> lassen<br />

sich an einer Hand abzählen. Modelle mit MHL-Anschluss,<br />

wie er bei den meisten Highend-Smartphones verbaut ist, ließen<br />

sich bis heute so gut wie gar nicht blicken. Dabei ist es<br />

auch mit <strong>Android</strong> problemlos möglich, sein Smartphone an<br />

eine Dockingstation zu docken und Musik zu hören. Wie das<br />

funktioniert, zeigte Gear4 und stellte einen Radiowecker für<br />

<strong>Android</strong> aus, der genau das<br />

macht, was er soll: Musik<br />

via MHL abspielen. Aktuell<br />

arbeitet die Dockingstation<br />

nur mit <strong>Android</strong> 4.0 Ice<br />

Cream Sandwich oder 4.1<br />

Jelly Bean zusammen.<br />

Gear4<br />

HTC stellt Desire X vor<br />

Auf dem neuen Desire X ist HTCs neueste Benutzeroberfläche<br />

Sense 4.1 und <strong>Android</strong> in<br />

der Version 4.0 ICS installiert, dazu ist der 1<br />

GHz schnelle <strong>Android</strong>e mit Beats Audio ausgestattet<br />

und hat einen austauschbaren,<br />

1650 mAh starken Akku. Besonderen Wert<br />

legt der Hersteller auf die HDR-fähige 5-Megapixel-Kamera,<br />

die über eine 28 mm Weitwinkel-Linse<br />

verfügt und sich ideal für<br />

spontane Schnappschüsse eignet. HTC<br />

will mit dem Gerät speziell soziale Netzwerker<br />

ansprechen und bezeichnet es als „Social Phone“,<br />

das Teilen von Multimedia-Inhalten wie Bilder und Videos<br />

ist besonders einfach. Ein Fingertipp reicht aus, um die<br />

Welt wissen zu lassen, was man gerade tut.<br />

HTC<br />

10<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Lenovo bringt IdeaTab mit<br />

Keyboard-Dock<br />

Das <strong>Android</strong>-4.0-Tablet IdeaTab S2110 birgt die Option, mithilfe<br />

eines Keyboard-Docks zum Laptop umgewandelt zu werden. Es<br />

verfügt über ein 10,1 Zoll großes IPS HD-Display mit 1280x800<br />

Pixeln Auflösung, dazu kommt ein 1,5 GHz schneller Qualcomm<br />

Snapdragon S4 Dual Core-Prozessor mit 1 GByte RAM. 16<br />

GByte interner Speicher soll für ausreichend Datenplatz sorgen,<br />

dazu verfügt das IdeaPad S2110 über zwei Kameras, einen SD-<br />

Kartenschacht und einen HDMI-Anschluss. Hat das Tablet selbst<br />

schon ganze 10 Stunden Akkulaufzeit, so sorgt das Keyboard für<br />

weitere 10 Stunden Tipp- und Surf-Vergnügen. Lenovo hat auf<br />

dem Gerät seinen Business-orientierten AppShop installiert. Es<br />

ist ab sofort für 399 US-Dollar zu haben, das Keyboard-Dock<br />

schlägt mit weiteren 100 Dollar zu Buche.<br />

Lenovo<br />

Smartphone und Tablets von Haier<br />

Die Haier-Tablets werden unter dem Namen<br />

Maxi Pad und Mini Pad zwischen Ende des<br />

Jahres und Anfang 2013 auf den Markt<br />

kommen. Beim Maxi Pad handelt es sich<br />

um ein 9.7“-Tablet mit einer Auflösung<br />

von 1024x768 Pixeln und <strong>Android</strong><br />

4.0.3 an Bord. Das Gerät wird von<br />

einer Dual-Core-CPU auf Cortex-<br />

A8-Basis angetrieben und verfügt<br />

über 8 GByte internen Speicher. Es<br />

soll für 299 Euro verfügbar sein. Das<br />

7-Zoll-Modell verfügt ebenfalls über eine<br />

1 GHz schnelle Dual-Core-CPU auf Cortex-A8-Basis und hat<br />

<strong>Android</strong> 4.0.3 an Bord. Sein LCD-Display löst mit 1024x600<br />

Haier<br />

Pixeln auf, im Unterschied zum 10-Zoll-Modell befindet sich<br />

auf der Rückseite des Tablets eine 2-Megapixel-Kamera. Das<br />

Haier Mini Pad soll im vierten Quartal zu einem Preis von<br />

199 Euro auf den deutschen Markt kommen.<br />

Das interessanteste Gerät aus dem Haier-Portfolio ist das<br />

5,3-Zoll große PhonePad511 für 399 Euro. Es bietet ein LCD-<br />

Display mit einer Auflösung von 960x540 Pixeln und verfügt<br />

im Unterschied zu den größeren Haier-Tablets über einen<br />

SIM-Kartenslot, auch ein GPS-Sensor findet sich im Gerät.<br />

Als CPU kommt ein auf 1,5 GHz getakteter Dual-Core-Prozessor<br />

vom Typ Snapdragon Qualcomm MSM8660 zum Einsatz,<br />

dem 1 GByte RAM zur Seite stehen. Der interne Speicher<br />

beträgt 4 GByte, er lässt sich via microSD-Karte um 32<br />

GByte erweitern.<br />

Huawei präsentiert neue <strong>Android</strong>en<br />

Das schon auf dem Mobile World<br />

Congress angekündigte Quad-Core-<br />

Smartphone Ascend D1 Quad XL<br />

soll 499 Euro kosten (UVP) und<br />

bringt eine auf 1,4 GHz getaktete<br />

Vierkern-CPU mit. Zudem glänzt das<br />

D1 Quad mit einem 2600 mAh großen<br />

Akku, der auch Power<strong>User</strong>n für zwei volle Tage reichen dürfte. Das Einsteiger-Handy<br />

Ascend Y 201 Pro bringt zwar nur eine 800 MHz schnelle CPU mit,<br />

dafür ist zu einem Preis von nur 129 Euro <strong>Android</strong> 4.0 mit an Bord. Aktuell noch<br />

mit <strong>Android</strong> 2.3 soll ab Oktober auch das Ascend 330 erhältlich sein. Dabei handelt<br />

es sich um ein Dual-Core-Smartphone mit 4-Zoll-Display für 200 Euro. Das<br />

beste Preis-/​Leistungsverhältnis bietet das Ascend G 600 zu einem UVP von 299<br />

Euro. Neben dem 1,2 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor, einem 4,5“ großen<br />

IPS-Display mit einer Auflösung von 960x540 Pixeln und einem 2000 mAh starken<br />

Akku hat Huawei in dieses Modell auch einen NFC-Chip eingebaut. Daneben<br />

zeigte der Hersteller auch das 10-Zoll-Tablet MediaPad 10 FHD mit einem<br />

1,2 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor aus eigener Produktion und einem<br />

10-Zoll-Display mit 1920x1200 Pixeln. Es kommt Ende Oktober/​Anfang November<br />

zu einem empfohlenen Verkaufspreis von 449 Euro in die Läden.<br />

Huawei<br />

i.onik zeigt güns tige<br />

<strong>Android</strong>-Tablets<br />

Auf der IFA fanden sich einige neue Mitstreiter<br />

um die Gunst der <strong>Android</strong>-Kundschaft<br />

– i.onik bot gleich mehrere Geräte<br />

feil. Hinter dem Namen verbirgt sich die<br />

Chips and More GmbH, die sich hierzulande<br />

mit der Marke CnMemory bereits<br />

einen Namen gemacht hat und für Speichermedien<br />

verschiedener Art bekannt<br />

ist. Die auf der IFA gezeigten sieben <strong>Android</strong>-4.0-Tablets<br />

wissen optisch durchaus<br />

zu gefallen und liegen dabei in puncto<br />

Preis etwa auf dem Niveau von Direktimporten<br />

aus Fernost. So beginnt die Preisskala<br />

für 7-Zoll-Tablets mit einem Display<br />

mit 800x480 Punkten bei rund 80 Euro<br />

und endet bei den 8- bzw. 9-Zoll-Tablets<br />

bei 199 Euro. Ob sich die Geräte in der<br />

stärker werdenden 7-Zoll-Konkurrenz behaupten<br />

können, wird sich zeigen.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 11


News<br />

IFA-News<br />

Archos<br />

Archos-Tablet 101 XS mit Tastatur<br />

Archos versucht, mit dem innovativen 101 XS Gen 10 frischen Wind in den Tablet-Markt<br />

zu bringen. Ein magnetisches Coverboard dient dem Gerät gleichzeitig als<br />

Schutz des Displays und als Tastatur, eine ARM Cortex Dual-Core-CPU mit 1,5 GHz sorgt für die<br />

Rechenpower, flankiert von einem GByte RAM. An internem Flash-Speicher bietet das Tablet 16 GByte,<br />

erweiterbar durch MicroSD-Karten bis 64 GByte. Dazu hat das Gerät eine Frontkamera mit einer Auflösung<br />

von 720p, die Software-Ausstattung umfasst Archos-typisch eine Vielzahl an Audio- und Videocodecs<br />

sowie komfortable Programme zum Abspielen von Multimediadateien aller Art. Das Tablet wird<br />

voraussichtlich zu einem Preis von 379 Euro auf den Markt kommen.<br />

ZTE<br />

ZTE Grand X IN mit Intel-CPU<br />

Hello Intel! ZTE bringt das erste <strong>Android</strong>-Smartphone<br />

mit Intel-Rechenzentrum nach Europa. Das ZTE Grand X<br />

IN verfügt über ein 4,3-Zoll großes Display mit einer Auflösung<br />

von 540x960 Pixeln, angetrieben wird das auf <strong>Android</strong><br />

4.0 Ice Cream Sandwich basierende Smartphone<br />

durch die Intel-CPU Atom Z2460. Dabei handelt es sich<br />

um einen auf 1,6 GHz getakteten Single-Core-Prozessor,<br />

der über Hyper-Threading-Funktionen verfügt und so<br />

von diversen Systemen als Zweikern-CPU erkannt wird.<br />

Die weiteren Parameter des Smartphones ordnen es in<br />

die Kategorie Mittelklasse ein. So besitzt das Grand X IN<br />

16 GByte internen Speicher, der sich via MicroSD-Karte<br />

erweitern lässt, dazu gesellen sich 1 GByte RAM. Die verbaute<br />

Kamera löst mit 8 Megapixeln auf, eine 0.3 MP-<br />

Frontkamera ist ebenfalls vorhanden. Das ZTE Grand X IN soll europaweit<br />

ab sofort verfügbar sein. Zum Preis gibt es aktuell noch keine Angaben.<br />

IdeaTab A2107A von<br />

Lenovo mit Dual-SIM<br />

Das 7-Zoll-Gerät IdeaTab hat eine in<br />

Deutschland ungewöhnliche Austattung:<br />

Es kann zwei SIM-Karten aufnehmen. Die<br />

technischen Daten siedeln es in der Mittelbis<br />

Unterklasse an. So löst das Display mit<br />

1024x600 Pixel auf, im Inneren tut ein 1GHz<br />

schneller Ein-Kern-Prozessor vom Typ<br />

MTK Cortex A9 seinen Dienst. Dazu gesellen<br />

sich 1 GByte Arbeitsspeicher und wahlweise<br />

8 oder 16 GByte interner Speicher.<br />

Das IdeaTab A2107A verfügt über eine<br />

Hauptkamera mit 2 Megapixel Auflösung,<br />

die kleine Frontkamera für Videochats hat<br />

0,3 Megapixel Auflösung. Preislich soll sich<br />

das Gerät bei etwa 199 Euro einpendeln.<br />

Philips SHOQBOX für harten Outdoor-Einsatz<br />

Sind Sie auf der Suche nach Smartphone-Boxen, die hart im<br />

Nehmen sind? Dann hat das niederländische Unternehmen<br />

Philips eine attraktive Lösung parat. Das Unternehmen hat<br />

Philips<br />

die tragbare, kabellose Shoqbox in verschiedenen Ausführungen<br />

vorgestellt. Zum einen ist das elegante Modell SB<br />

7300 im Angebot, dazu gesellt sich eine stoß- und spritzwassergeschützte<br />

Variante mit der Modellbezeichnung SB7220 –<br />

diese ist speziell für Abenteuer im Freien konstruiert. Mit<br />

einer Laufzeit von acht Stunden hält die Shoqbox auch einen<br />

langen Tag am Strand durch. In beiden Boxen ist ein Mikrofon<br />

integriert, sodass sie auch als mobile Freisprecheinrichtung<br />

genutzt werden können, über ein eingebautes Sensorfeld<br />

lässt sich die Musikwiedergabe steuern. Vier Neodym-<br />

Treiber sorgen für kräftigen Sound aus den knapp 500<br />

Gramm schweren Kompaktboxen, die via Bluetooth universell<br />

anschließbar sind. Der UVP der SB7220 liegt bei 179,99<br />

Euro, die SB7300 kostet 199,90 Euro.<br />

12<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Logitech<br />

Logitech enthüllt Smartphone-<br />

Zubehör<br />

Logitech führt mit seiner neuen UE-Serie pfiffige Miniboxen, Kopfund<br />

Ohrhörer ein. Die 250 Dollar teure UE Boombox kann mit 3<br />

And roiden gleichzeitig gepaired werden und behält bis zu 8 Bluetooth-Geräte<br />

in Erinnerung. Der futuristisch anmutende Lautsprecher<br />

bietet durch einen wiederaufladbaren Akku bis zu 6 Stunden<br />

Musikgenuss. Dazu gesellt sich die UE Mobile Boombox, die 100<br />

Dollar kosten wird. Der robuste Mini-Lautsprecher ist in verschiedenen<br />

Farben erhältlich und kann mit bis zu zwei externen Geräten<br />

synchronisiert werden. Die Mobile Boombox wird via USB-Kabel<br />

geladen und bietet maximal 10 Stunden Musikgenuss mit einer Akkuladung.<br />

Dank eines eingebauten Mikrofons fungiert der Kleinst-<br />

Lautsprecher auch als Freisprechanlage. Logitech hat auch eine<br />

ganze Reihe von Kopf- und Ohrhörern in Planung – das Preisniveau<br />

dieser Geräte liegt zwischen 100 und 400 Dollar.<br />

E-Book-Reader von<br />

Trekstor<br />

Das Pyrus WiFi basiert auf <strong>Android</strong> – dabei ist die<br />

Oberfläche des Readers komplett auf das 6-Zoll<br />

große Digital-Ink-Display des Readers angepasst<br />

worden, im Inneren des Geräts tickt jedoch ein<br />

<strong>Android</strong>-2.3-Kernel. Hacker mit Interesse an<br />

einem <strong>Android</strong>-Gerät mit einem stromsparenden<br />

Digital-Ink-Display finden im Pyrus eine günstige<br />

Basis für Experimente – offiziellen <strong>Android</strong>-Support<br />

wird man von Trekstor dabei natürlich nicht<br />

bekommen. Der Pyrus kostet 69 Euro, der Pyrus<br />

WiFi wird im Laden für 99 Euro zu haben sein.<br />

Trekstor plant zudem auch zahlreiche Internet-<br />

Tablets mit <strong>Android</strong> auf den Markt zu bringen.<br />

Elegato<br />

Elgato zeigt DVB-T-Tuner<br />

Ein <strong>Android</strong>-Tablet eignet sich ideal, um mit<br />

einem Tuner fernzusehen. Damit Sie dabei nicht<br />

auf eine Internetanbindung angewiesen sind, gibt<br />

es seit Ende September von Elgato die Lösung<br />

EyeTV Micro, die einen DVB-T-Tuner im Kleinstformat<br />

beinhaltet, der sich via Micro-USB-Anschluss<br />

mit praktisch jedem <strong>Android</strong>-Gerät verbinden lässt.<br />

Nutzen lässt sich die brandneue TV-Lösung allerdings<br />

nur mit ein paar ausgesuchten Modellen, darunter<br />

das Galaxy Nexus und das Nexus 7 sowie die<br />

Galaxy-Modelle S2 und S3 von Samsung. <strong>Android</strong><br />

4.0 ist dabei Grundvoraussetzung, mit älteren <strong>Android</strong>-Versionen<br />

funktioniert der Tuner nicht. Die passende App ist bereits im Play Store von Google vorhanden. Der<br />

Elgato-Stick EyeTV Micro wird ab Ende September für 69 Euro (UVP) im Handel verfügbar sein.<br />

Archos baut 7-Zoll-GamePad<br />

Das GamePad soll speziell <strong>Spiele</strong>rnaturen ansprechen und ist mit physischen Gaming-Steuertasten<br />

ausgestattet. Dazu verfügt es über einen kapazitiven 7-Zoll-Bildschirm und einen 1,5<br />

GHz schnellen Prozessor. Um ausreichend Spiel-Leistung zu bringen, ist in dem Gerät<br />

eine vierkernige Mali-GPU verbaut, zudem hat das GamePad im Gegensatz zu manch<br />

anderen Archos-Modellen in der Vergangenheit auch eine Google-Zertifizierung, mit<br />

der Nutzer den vollen Zugriff auf Play Store-Inhalte und andere Google-Services erhalten.<br />

„Gaming-Freunde mussten bis jetzt häufig Tablets verwenden, die mit einer<br />

schlechten Steuerung ausgestattet waren und sich schlicht miserabel zum <strong>Spiele</strong>n<br />

eigneten. Die Zeit war also mehr als reif für Archos, ein astreines <strong>Spiele</strong>-Tablet auf<br />

die Beine zu stellen“, so ein Firmenvertreter. Das GamePad soll ab Ende Oktober für<br />

rund 160 Euro in den Handel kommen – eine Kampfansage an die Konkurrenz.<br />

Archos<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 13


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

samtoon, 123RF<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-<strong>Spiele</strong>sammlung<br />

60 <strong>Spiele</strong><br />

Manchmal sind es<br />

kleine unscheinbare<br />

Games, die zwischendurch<br />

am meisten Spaß<br />

machen. <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

hat 60 freie <strong>Android</strong>-<br />

<strong>Spiele</strong> zusammengestellt,<br />

die wir Ihnen hier<br />

kurz vorstellen. Patrick Neef<br />

Afterlife<br />

Afterlife ist ein abstraktes Spiel, das nur<br />

etwas für ganz Geduldige ist. Denn um zu<br />

verstehen, wie das Spiel funktioniert, müssen<br />

Sie sich durch einen mit Fehlern gespickten<br />

englischen Text arbeiten. Und auch dann<br />

ist nicht klar, was diese Mischung aus Simulation<br />

und Aufbauspiel eigentlich ausmacht.<br />

Wir jedenfalls hatten unsere Mühe mit diesem<br />

Spiel. Vielleicht haben Sie mehr Erfolg?<br />

Andor’s Trail<br />

Andor’s Trail ist ein ambitioniertes Rollenspiel<br />

im Stile der ersten Final-Fantasy-<strong>Spiele</strong>.<br />

Tolle Dialoge und viele Aufgaben sorgen für<br />

viele Stunden Spielspaß. Wer Lust auf<br />

schnelle Action hat, ist bei diesem Spiel<br />

falsch. Bei Andor’s Trail sorgen Dialoge,<br />

Kämpfe und diverse Monster für Unterhaltung.<br />

Die Level sind in einer schönen Retrografik<br />

gehalten. Das Spiel gibt es auch bei<br />

Google Play kostenlos zum Download.<br />

<strong>Android</strong> Invaders<br />

<strong>Android</strong> Invaders ist ein Space Invaders<br />

Klon. Per Tilt-Steuerung schicken Sie ein<br />

Raumschiff am unteren Rand nach links oder<br />

rechts und schießen die gegnerischen Reihen<br />

ab. Grafisch ist das Spiel weder zeitgemäß,<br />

noch geht es als „Retro“ durch, doch für den<br />

kurzen Space-Kick zwischendurch ist das<br />

Spiel ausreichend.<br />

Angband<br />

Angband ist ein textbasiertes Rollenspiel, wie<br />

es noch einige <strong>Spiele</strong>r aus alten Zeiten kennen.<br />

Das Spiel gibt es bereits seit den späten<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Collection<br />

Die hier beschriebenen <strong>Spiele</strong> finden Sie auf der <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Homepage zum freien<br />

Download [URL im QR-Code]. Der Download ist geschützt. Bei der Frage nach dem<br />

Kennwort geben Sie 60SpiELE ein (Groß- und Kleinschreibung beachten). Unter dem<br />

Link finden Sie auch eine ausführliche Anleitung, wie Sie die <strong>Spiele</strong> installieren. Es<br />

handelt sich bei allen Apps um Open-Source-<strong>Spiele</strong>, bei denen der Quellcode frei im<br />

Internet verfügbar ist. Einige der Titel sind auch bei Google Play vorhanden. Damit Sie<br />

über eventuelle Updates benachrichtigt werden, lohnt es sich, die <strong>Spiele</strong>, die Ihnen<br />

besonders gut gefallen, via Google Play zu installieren (sofern dort verfügbar).<br />

Abb. 1: Bei <strong>Android</strong> Invaders müssen Sie Raumschiffe<br />

abschießen, ohne getroffen zu werden.<br />

14 November 2012 <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

Abb. 2: Angband ist ein textbasiertes<br />

Rollenspiel. Ja, auch das gibt<br />

es noch heutzutage.<br />

Abb. 3: Bei Antguide müssen Sie<br />

die Ameise durch eigene Zeichnungen<br />

nach Hause lotsen.<br />

Abb. 4: Besitzer eines Nintendo DS<br />

können sich eventuell noch an<br />

Awesomeguy erinnern.<br />

Abb. 5: Blokish ist kein Tetris-Klon,<br />

sondern ein strategisches Knobelspiel<br />

mit Köpfchen.<br />

80er-Jahren. Sie geben Parameter und Werte<br />

ein und erleben eine Geschichte, die überwiegend<br />

durch Texte und Werte erzählt wird.<br />

Trotz großer Spieltiefe nur etwas für hartgesottene<br />

Rollenspielfans.<br />

AnkiDroid<br />

AnkiDroid ist ein Karteikartensystem. Indem<br />

Sie Karteikarten mit Text auf Vorder- und<br />

Rückseite erstellen, erschaffen sich Lernende<br />

eine Möglichkeit, zum Beispiel Definitionen<br />

abzufragen oder andere Dinge zu lernen. Die<br />

App kann aber vor allen Dingen festlegen,<br />

wann Sie wie viele Karten angezeigt bekommen.<br />

Damit wird das wiederholende Lernen<br />

voll ausgereizt. Eine tolle Möglichkeit für<br />

Schüler und Studenten.<br />

AntGuide<br />

AntGuide ist nicht etwa ein Verzeichnis<br />

sämtlicher Ameisenarten, sondern ein Spiel,<br />

bei dem Sie eine Ameise, die wild ins Bild<br />

krabbelt, durch mit dem Finger gezeichnete<br />

Linien zum Ziel, einem Haus, leiten. Ein einfaches<br />

Spielprinzip, das gut funktioniert. Vorsicht:<br />

Das Hauptmenü besteht aus asiatischen<br />

Schriftzeichen! Einfach den obersten<br />

Punkt antippen und loslegen.<br />

Asquare<br />

Asquare ist ein ganz simples Match-3-Spiel.<br />

Sie vertauschen immer zwei Symbole, um<br />

drei oder mehr nebeneinander zu platzieren.<br />

Die Reihen lösen sich dann auf, und von<br />

oben rutschen Steine nach. Schön gemachtes<br />

Spiel, aber es gibt auch bessere Alternativen<br />

bei Google Play beziehungsweise in unserer<br />

<strong>Spiele</strong>sammlung (Gem Rising).<br />

Awesomeguy<br />

Awesomeguy beruht laut Entwickler auf<br />

einem gleichnamigen Spiel, das bereits für<br />

Nintendo DS erschienen ist. In diesem minimalistischen<br />

Jump’n’Run steuern Sie eine<br />

Figur durch mehrere Level. Mit einem virtuellen<br />

Steuerkreuz und einer Springen-Taste<br />

müssen Sie alle Hindernisse überwinden.<br />

Bite the Dice<br />

In diesem Spiel halten Sie den Finger auf<br />

dem roten Kreis und ziehen ihn über alle<br />

Würfel, die im Bild erscheinen. Sie müssen<br />

in zwei Minuten so viele Würfel wie möglich<br />

einsammeln. Weiße Würfel geben Zusatzpunkte,<br />

während rote Würfel Punktabzug<br />

bedeuten. Außerdem dürfen Sie nicht den<br />

Finger vom Display nehmen, denn auch<br />

dann werden Punkte abgezogen. Ein kurzweiliger<br />

Spaß für zwischendurch.<br />

Blokish<br />

Blokish mag auf dem ersten Blick aussehen<br />

wie Tetris, ist aber eher ein Strategiespiel.<br />

Auf einem Feld mit Quadraten platzieren Sie<br />

die Tetris-Formen nach bestimmten Regeln:<br />

Sie müssen in einer bestimmten Ecke anfangen<br />

und dürfen dann immer nur an den<br />

Ecken der gelegten Figuren ansetzen, nicht<br />

jedoch an deren Seiten. Taktisch ist das, weil<br />

Sie die Figuren rotieren dürfen. Sie spielen<br />

gegen die CPU und wechseln sich ab. Wer<br />

am Ende die meisten Felder belegt, hat gewonnen.<br />

Board Game Geek<br />

Board Game Geek ist ein Brettspiel-Verzeichnis<br />

der entsprechenden Webseite. Hier finden<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 15


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

Abb. 6: Chess Walk ist ein einfaches<br />

Schachspiel mit einem Computergegner.<br />

Abb. 7: Bei Droid Atomix wollen die<br />

Atome zueinander finden, hier die<br />

zwei H zum O.<br />

Abb. 8: Droid Fish ist das vermutlich<br />

beste gratis Schachspiel für<br />

<strong>Android</strong> überhaupt.<br />

Sie angesagte <strong>Spiele</strong> und jede Menge Informationen<br />

zu den einzelnen Einträgen. Außerdem<br />

haben Sie mit der App Zugriff auf die<br />

Foren und somit auf Diskussionen rund um<br />

Brettspiele jeglicher Art.<br />

Bomber<br />

Bei Bomber fliegt Ihr Raumschiff von links<br />

nach rechts und kann Bomben abwerfen. Sie<br />

müssen die Objekte am unteren Rand zerstören.<br />

Der Kniff: Sie fliegen immer weiter Richtung<br />

Boden und müssen alle Objekte zerstört<br />

haben, um nicht gegen sie zu fliegen. Ein<br />

kurzweiliger Spaß für zwischendurch.<br />

Chess Walk<br />

Chess Walk ist ein sehr ansprechendes<br />

Schachspiel für die Hosentasche. Sie können<br />

offline gegen die CPU oder online gegen andere<br />

<strong>Spiele</strong>r über die Plattform frechess.org<br />

spielen. Die Stärke des Computergegners<br />

lässt sich per Schieberegler einstellen.<br />

Crosswords<br />

Crosswords ist nicht etwa ein Kreuzworträtsel,<br />

sondern ein Scrabble-Klon. Sie können<br />

gegen die CPU oder einen <strong>Spiele</strong>r<br />

im Onlinemodus antreten.<br />

Spielfelder werden aus der App<br />

heraus erzeugt. Damit das auch<br />

in deutscher Sprache funktioniert,<br />

müssen Sie erst den Anweisungen<br />

in den Optionen folgen<br />

und deutsche Sprachdateien<br />

herunterladen. Sonst startet die<br />

App in Englisch. Gefällt Ihnen<br />

Abb. 10: Bei Bomber gilt es, möglichst schnell alle die App, lohnt sich auch ein<br />

Objekte zu zerstören, um nicht dagegen zu fliegen. Blick auf Lexic.<br />

Abb. 9: Frozen Bubble gehört<br />

schon beinahe zu den Klassikern<br />

bei Casual Games.<br />

Droid Atomix<br />

Droid Atomix ist ein ähnliches Spiel wie Sokoban.<br />

Am unteren Bildschirmrand sehen Sie<br />

eine Anordnung von Elementen, die Sie im<br />

oberen Bereich nachbauen müssen. Dabei<br />

dürfen Sie die Elemente immer nur in eine<br />

Richtung bewegen. Ein wirklich kniffliges<br />

Spiel, nicht nur für Chemie-Fans.<br />

Droid Fish<br />

Droid Fish ist – wer hätte das gedacht – ein<br />

Schachspiel! Ähnlich wie Chesswalk präsentiert<br />

sich Droid Fish mit einem klaren Interface,<br />

verschenkt aber etwas viel Platz im unteren<br />

Bereich für die Auflistung der Spielzüge.<br />

Dafür sind die Optionen wirklich zahlreich,<br />

und die Spielstärke des Gegners kann<br />

per Schieberegler ganz einfach eingestellt<br />

werden. Droid Fish finden Sie auch bei<br />

Google Play.<br />

Droid Life<br />

Droid Life ist eher eine Simulation und beruht<br />

auf „Conways Game of Life“, der Idee,<br />

dass ein digitales Muster als Ausgangsform<br />

eine individuelle Evolution vollzieht, wenn<br />

man bestimmte Parameter eingibt. Dieses<br />

„Spiel“ tut dies im <strong>Android</strong>-Stil, und Sie können<br />

aus einer Reihe Mustern wählen. Mehr<br />

als auszuwählen und zuzugucken können<br />

Sie allerdings nicht machen.<br />

Fairy Block<br />

In diesem Spiel setzen Sie bunte geometrische<br />

Gebilde in eine graue Form ein. Die<br />

Schwierigkeit besteht darin, alle Gegenstände<br />

passgenau in die Form unterzubringen.<br />

Das ist schwerer als es aussieht.<br />

16<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

Abb. 11: Kennen Sie Crack Attack?<br />

Wenn ja, dann werden Sie Gem<br />

Rising lieben!<br />

Frozen Bubble<br />

Frozen Bubble zählt zu den sogenannten<br />

Bubble Shootern, <strong>Spiele</strong>n, bei denen Sie von<br />

unten bunte Kugeln nach oben schießen und<br />

dabei gleichfarbige Kugeln vom Bildschirm<br />

lösen. Ziel ist es, alle Kugeln zu entfernen,<br />

die den oberen Rand berühren. Die Decke<br />

kommt dabei immer näher, und dann ist Geschick<br />

gefragt, wenn man Kugeln platzieren<br />

muss, die sich nur schwer wieder entfernen<br />

lassen.<br />

Galacto Golf<br />

Galacto Golf ist eine Art Minigolf im Weltraum.<br />

Per Ziehen und Loslassen schießen Sie<br />

das Raumschiff durch das All. Ziel ist in<br />

jedem Level ein Wurmloch, doch dazu müssen<br />

Sie geschickt an Planeten vorbei, die das<br />

Raumschiff durch die Schwerkraft ablenken.<br />

Gem Rising<br />

Gem Rising ist ein Match-3-Spiel, bei dem Sie<br />

die Steine aber nur horizontal vertauschen<br />

dürfen. Die Zeit drängt, denn die Steine wandern<br />

unaufhaltsam nach oben. Ist das obere<br />

Ende erreicht, ist das Spiel vorbei.<br />

GL Tron<br />

GL Tron imitiert das kultgewordene Motorradrennen<br />

aus dem gleichnamigen Film. Eigentlich<br />

ist es eine Art „Snake“: Die Motorräder<br />

hinterlassen Linien, die wie Mauern stehen<br />

bleiben. Krachen Sie mit Ihrem Gefährt<br />

gegen eine solche, ist das Spiel vorbei.<br />

GM Dice<br />

GM Dice ist kein eigenständiges Spiel, sondern<br />

eine Würfel-App, mit der Gamemaster<br />

verschieden konfigurierte<br />

Würfe ausführen können.<br />

Die Zahlen werden per Zufall<br />

schnell ermittelt. Eine<br />

gute Hilfe, wenn keine<br />

Würfel zur Hand sind oder<br />

mehrere komplexere<br />

Würfe ausgeführt werden<br />

sollen.<br />

Gmaps Zombie<br />

Smasher<br />

Dieses Spiel beruht auf<br />

einer originellen Idee. Aufgrund<br />

des Standortes des<br />

<strong>Spiele</strong>rs wird ein Kartenausschnitt<br />

von Google<br />

Maps geladen. Auf dieser<br />

Karte geht es dann Zombies<br />

an den Kragen. Das ist<br />

zwar optisch nicht überragend,<br />

aber für eine kurze Vorführung unter<br />

Freunden ganz unterhaltsam.<br />

Abb. 12: Bei Impossible Walls müssen<br />

Sie Ihren Papierflieger so lange<br />

wie möglich in der Luft halten.<br />

Hot Death<br />

Hot Death ist eine Variante des beliebten Kartenspiels<br />

UNO. Gespielt wird immer gegen<br />

drei CPU-<strong>Spiele</strong>r, das <strong>Spiele</strong>n gegen andere<br />

<strong>Spiele</strong>r im Onlinemodus ist nicht möglich.<br />

Ein Kartenindex, der sich hinter der Menü-<br />

Taste versteckt, erleichtert den Einstieg.<br />

Impossible Walls<br />

In diesem Spiel müssen Sie ein Papierflugzeug<br />

so lange wie möglich in der Luft halten,<br />

ohne dass Sie den Bildschirm verlassen oder<br />

von einem Blitz getroffen werden. Sie kontrollieren<br />

das Papierflugzeug per Tilt-Steuerung.<br />

Jigdraw Puzzle<br />

Kennen Sie noch diese Schiebepuzzle, bei<br />

denen man lauter quadratische Felder so anordnen<br />

muss, dass das Ganze ein Bild ergibt?<br />

Jigdraw Puzzle ist ein solches Spiel. Mit<br />

einem freien Feld schieben Sie die ganze Zeit<br />

Ausschnitte eines Fotos hin und her, um es<br />

zu einem Ganzen zusammenzusetzen.<br />

Hilfreich ist, dass in der<br />

Lücke der Ausschnitt, der dort<br />

hingehört, angedeutet wird.<br />

Nach Bedarf setzt die App ein<br />

solches Puzzle aus einem Bild<br />

aus Ihrer Fotogalerie zusammen.<br />

Kings in the Corner 2<br />

Kings in the Corner 2 ist eine<br />

Abwandlung von Solitaire für<br />

mehrere <strong>Spiele</strong>r. Dabei werden<br />

Abb. 13: Puzzlespiele wie dieses<br />

gibt es zuhauf bei Google Play. Jigdraw<br />

ist Open Source.<br />

Abb. 14: Bei GL Tron müssen Sie versuchen, so lange<br />

wie möglich nicht zu kollidieren.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 17


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<strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

Kinder leicht zu erkennen. In<br />

den Optionen wählen Sie<br />

zwischen normalen und saisonalen<br />

(Ostern, Weihnachten<br />

etc.) Symbolen. Einzig die<br />

Sounds sind auf Dauer etwas<br />

nervig.<br />

Abb. 15: Mahjong Builder ist ein<br />

echter Klassiker, der auf jedes<br />

gute Smartphone gehört.<br />

Abb. 16: Sie lieben rechnerische<br />

Herausforderungen? Dann<br />

schauen Sie sich Mathdoku an!<br />

die Kartenstapel um die Mitte angeordnet.<br />

Das Spielprinzip ist keine Eigenkreation, sondern<br />

die Umsetzung einer seit mehr als 100<br />

Jahren bekannten Solitaire-Variante. Bei diesem<br />

Spiel sind zwar Multiplayer-<strong>Spiele</strong> möglich,<br />

aber nicht über das Netzwerk, sondern<br />

nur als Pass & Play-Methode, sprich mit mehreren<br />

Leuten am selben Bildschirm.<br />

Lexic<br />

Lexic ist ein Spiel, mit dem Sie Ihren Wortschatz<br />

schulen können, allerdings nur den<br />

englischen. Auf einem Gitter mit mehreren<br />

Buchstaben fahren Sie mit dem Finger entlang,<br />

um so sinnvolle Wörter zu finden.<br />

Davon gibt es mehr als man denkt.<br />

Mahjong Builder<br />

Mahjong ist ein alter Klassiker unter den PC-<br />

<strong>Spiele</strong>n. Mahjong Builder trägt dem Rechnung<br />

und bietet eine Mahjong-Variante ohne<br />

viel Schnickschnack an. Die einzelnen Steine<br />

lassen sich manchmal schwer antippen, und<br />

die Perspektive ist nicht ganz optimal. Spielspaß<br />

ist trotzdem garantiert.<br />

Math Doku<br />

Hier wird das Sudoku-Prinzip mit einem<br />

Kniff versehen: Die Felder sind in sogenannte<br />

Käfige eingeteilt, in denen eine mathematische<br />

Operation vorgegeben ist. Daraus ergeben<br />

sich die nötigen Zahlen, die Sie einsetzen<br />

dürfen. Ein tolles Spiel, das die grauen<br />

Zellen fördert.<br />

Memory Game for Kids<br />

Ein einfaches, aber liebevoll gestaltetes Memory-Spiel<br />

für Kinder. Die Symbole sind für<br />

Abb. 17: Memory Kids ist ein einfaches<br />

Memory-Spiel für Kinder und<br />

Memory-Fans.<br />

Missile Intercept<br />

Dieses Spiel gibt es in unzähligen<br />

Varianten: Herabstürzende<br />

Raketen müssen abgeschossen<br />

werden, bevor sie<br />

die drei Städte am unteren<br />

Bildrand treffen. Der Schwierigkeitsgrad<br />

steigt nur langsam<br />

an, das Spiel macht aber<br />

massig Laune.<br />

Mosaikan<br />

Bei diesem Spiel blicken Sie<br />

in einen Tunnel und sollen eine Mosaikfigur<br />

durch Fingerwischen vorwärts bringen, denn<br />

das bringt Punkte. Hinderlich sind Lücken im<br />

Tunnel, die durch geschickte Laufwege und<br />

gelegentliches Wechseln mit einem Wurfhaken<br />

gemeistert werden.<br />

Nesoid<br />

Nesoid ist ein NES Emulator, mit dem Sie<br />

NES-<strong>Spiele</strong> auf Ihrem <strong>Android</strong> Phone spielen<br />

können. Dazu müssen Sie erst die entsprechende<br />

Spieldatei auf dem Phone platzieren<br />

und dann im Dateiverzeichnis von Nesoid<br />

auswählen, und schon kann der nostalgische<br />

Spaß losgehen.<br />

Open Sudoku<br />

Open Sudoku ist ein Sudoku-Spiel mit drei<br />

Schwierigkeitsgraden und der Möglichkeit,<br />

mehr als nur die vorinstallierten Spielfelder<br />

herunterzuladen. Das Interface der App ist<br />

aufgeräumt, und das Eingeben der Zahlen<br />

geht schnell. Ideal für die Bahnfahrt nach<br />

dem Feierabend.<br />

Photo Gaffe<br />

Photo Gaffe ist wie Jigdraw-Puzzle ein Spiel,<br />

bei dem Sie aus einem Ihrer Fotos ein<br />

Schiebe-Puzzle erstellen. In den Optionen<br />

können Sie einstellen, wie groß das Raster<br />

sein soll. Damit können Sie den Schwierigkeitsgrad<br />

deutlich erhöhen.<br />

Replica Island<br />

In diesem Jump’n’Run steuern Sie einen<br />

And roid-Roboter durch verschiedene Höhlen,<br />

sammeln Münzen und Diamanten ein und<br />

vernichten Gegner durch gezieltes Runter-<br />

20<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

stürzen. Besonders das Herumfliegen mit<br />

dem Raketenantrieb macht viel Spaß.<br />

Run Fox Run<br />

Dieses Spiel ist eines dieser typischen Endless-Runner-<strong>Spiele</strong><br />

wie etwa Canabalt, nur<br />

deutlich entspannter und auch leichter. Ein<br />

Fuchs versucht einer dunklen Wolke zu entkommen<br />

und flüchtet dabei über Häuser<br />

oder durch den Wald. Sie müssen im richtigen<br />

Moment springen, um nicht in die<br />

Schluchten zu fallen.<br />

Saki<br />

Saki ist ein japanisches Manga, und das entsprechende<br />

Spiel verknüpft diese Comic-Elemente<br />

mit den Spielprinzipien von Mahjongg.<br />

Gespielt wird nicht allein, sondern<br />

gegen drei weitere Gegner, die durch die CPU<br />

gesteuert und durch Figuren aus dem Saki-<br />

Universum repräsentiert werden.<br />

Same Game<br />

Same Game ist ein sehr kurzweiliges aber<br />

unterhaltsames Spiel, bei dem Sie Ansammlungen<br />

gleichfarbiger Kugeln durch Doppeltippen<br />

entfernen. Die Kugeln drumherum rücken<br />

dann automatisch zusammen. Je mehr<br />

Kugeln Sie pro Doppeltipp entfernen, desto<br />

mehr Punkte gibt es. Taktik ist also gefragt,<br />

denn manchmal lohnt es sich, nur drei Kugeln<br />

zum Platzen zu bringen, wenn danach<br />

der Weg frei wird, und ganz viele Kugeln verschwinden<br />

zu lassen.<br />

Scrambled NET<br />

Dies ist ein ziemlich kniffliges Puzzle-Spiel.<br />

Sie müssen die Anordnung so ändern, dass<br />

alle Terminals mit dem Server verbunden<br />

sind. Tippen Sie auf die Rechtecke, um sie zu<br />

rotieren. Dadurch ändern Sie die Verbindungen,<br />

bis das Rätsel gelöst ist.<br />

Abb. 20: Jump and Run mit dem <strong>Android</strong>-Roboter,<br />

das ist Replica Island.<br />

Abb. 18: Bei Run Fox Run muss Ihr Fuchs so viele<br />

Meter wie möglich zurücklegen.<br />

Skycrasher<br />

Sky Crasher ist ein Top-Down-Shooter, bei<br />

dem Sie einen Helikopter steuern, der seinen<br />

Weg durch die Wüste bahnt und dabei feindliche<br />

Flugzeuge abschießt. Sie bewegen den<br />

Helikopter per Tilt-Steuerung, dabei verbleibt<br />

er aber am unteren Bildschirmrand. Die Grafik<br />

ist ansprechend, aber leider ist das Leveldesign<br />

sehr eintönig. Außerdem ist das Spiel<br />

gerade zu Beginn viel zu leicht und stellt<br />

keine Herausforderung dar.<br />

Snake App<br />

Dieses Spiel beruht auf dem klassischen<br />

Snake-Prinzip, bei dem man eine Schlange<br />

steuert, die Äpfel frisst und dabei immer länger<br />

wird. Dadurch wird es immer schwerer,<br />

sich über den Bildschirm zu bewegen, ohne<br />

mit dem Kopf gegen den eigenen Schlangenkörper<br />

zu stoßen. Dann nämlich ist das Spiel<br />

vorbei. In dieser Variante steuern Sie die<br />

Schlange per Tilt-Steuerung, was aber leider<br />

etwas ungenau ist. Optisch ist das Spiel eher<br />

etwas für Kinder.<br />

Sokoban<br />

Bei Sokoban handelt es sich um ein kniffliges<br />

Rätselspiel. Sie müssen die roten Diamanten<br />

auf die grünen Felder bewegen, indem Sie sie<br />

zur Seite schieben. Das klappt immer nur<br />

aus bestimmten Richtungen, und wenn Sie<br />

einen Diamanten in eine Ecke geschoben<br />

haben, ist das Level schon verloren.<br />

Sokoban for <strong>Android</strong><br />

Das Spiel besitzt natürlich das gleiche Spielprinzip<br />

wie das oben genannte, ist aber von<br />

der Grafik her viel abstrakter. Hier werden<br />

nur farbige Rechtecke und Kreise benutzt,<br />

um das Spiel darzustellen. Wem eine solche<br />

minimalistische Darstellung eher liegt, der<br />

greift zu dieser Variante.<br />

Solitaire (Version 1)<br />

In dieser Solitaire App können Sie verschiedene<br />

Varianten spielen und sogar über die<br />

Optionen ein paar Einstellungen vornehmen.<br />

Das Bewegen der Karten funktioniert tadellos,<br />

und wem die Darstellung der Kartengrafik<br />

zu grob ist, der kann in den Optionen<br />

große Grafiken einstellen.<br />

Abb. 19: Skycrasher ist hübsch<br />

gemacht, die Level könnten aber<br />

etwas anspruchsvoller sein.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 21


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

Abb. 21: Bei Swipe'n'Roll müssen<br />

Sie Balken verschieben, um die<br />

Kugel ins Loch zu bringen.<br />

Abb. 22: Tabu einmal anders. Bei<br />

Taboo ist das Spielprinzip aber<br />

gleich.<br />

Abb. 23: Bei Target müssen Sie aus<br />

Buchstaben Wörter bilden. Das ist<br />

gar nicht mal so einfach.<br />

Abb. 24: Ein Tetris-Klon? Ein Tetris-<br />

Klon! TetriBlast macht alles wie das<br />

Original, also auch Spaß.<br />

Solitaire (Version 2)<br />

Das zweite Solitaire-Spiel in unserer <strong>Spiele</strong>-<br />

Sammlung macht optisch eine bessere Figur,<br />

besitzt aber keinerlei Einstellungen. Außerdem<br />

wird das Spiel beim versehentlichen<br />

Schließen oder Betätigen der Zurück-Taste<br />

beendet und kann nicht wieder aufgenommen<br />

werden. <strong>Spiele</strong>risch ist diese Solitaire<br />

App aber ebenfalls einwandfrei.<br />

Songo’o<br />

Songo’o basiert auf einem afrikanischen<br />

Brettspiel und ist unter sehr vielen Namen<br />

bekannt. Die App ist auf Französisch und es<br />

werden leider keine Regeln erklärt. Im Internet<br />

findet sich aber eine spielbare Online-<br />

Version des <strong>Spiele</strong>s namens „Manka“, dort<br />

finden Sie die Regeln auch in Englisch.<br />

Swipe’n’Roll<br />

Die Idee hinter dem Spiel ist es, das Konzept<br />

von Labyrinth, also dem Spiel, bei dem man<br />

per Tilt-Steuerung eine Kugel an Löchern<br />

vorbeimanövriert, mit Balken zu versehen,<br />

die man geschickt beiseite schieben muss,<br />

um der Kugel Platz zu machen. Zwar sind<br />

dann manchmal die eigenen Finger im Weg,<br />

aber dennoch macht das Spiel viel Spaß und<br />

ist angenehm fordernd.<br />

Taboo<br />

Kennen Sie das Gesellschaftsspiel Tabu?<br />

Dann wissen Sie alles, was Sie über Taboo<br />

wissen müssen. In diesem Spiel, das es nur<br />

in Englisch gibt, spielen zwei Teams mit mindestens<br />

zwei Personen gegeneinander. Ein<br />

Team bekommt ein Wort, das dem anderen<br />

Team erklärt werden muss, allerdings ohne<br />

die Tabu-Wörter zu verwenden. Das ist<br />

manchmal ganz schön schwierig und sorgt<br />

für eine Menge Spaß. Die freie Version ist auf<br />

50 Wörter begrenzt.<br />

Taps of Fire<br />

Taps of Fire ist ein Guitar-Hero-Klon und ein<br />

gar nicht mal schlechter. Auf einem Gitarrenbrett,<br />

das Sie wie eine breite Straße entlangfahren,<br />

prasseln dem Song entsprechend<br />

Noten ein, die Sie im richtigen Moment antippen<br />

sollen. Es gibt mehrere Schwierigkeitsgrade.<br />

Die App kennt zwar nur zwei<br />

Songs, aber weitere können Sie sich herunterladen.<br />

Wie das geht, steht im Hauptmenü<br />

unter „Help“.<br />

Target<br />

Ein weiteres Spiel mit Buchstaben. Diesmal<br />

müssen Sie aus vorgegebenen Buchstaben<br />

englische Wörter mit mindestens vier Buchstaben<br />

formen, wobei der mittlere Buchstabe<br />

immer vorkommen muss. Das ist bockschwer<br />

und erfordert mehr als nur die<br />

Grundkenntnisse der englischen Sprache.<br />

TetriBlast<br />

Hierbei handelt es sich um einen Tetris-Klon,<br />

wie der Name schon sagt. Eigentlich kann<br />

solch ein Spiel nicht viel falsch machen: Die<br />

Blöcke lassen sich problemlos bewegen, und<br />

das Spielprinzip kennt mittlerweile fast jeder.<br />

The Elements<br />

Hierbei handelt es sich, wie bereits aus der<br />

Beschreibung hervorgeht, weniger um ein<br />

Spiel als vielmehr um eine Spielwiese, ein<br />

sogenanntes „Sandbox-Game“, bei dem Sie<br />

22<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Sammlung<br />

Abb. 25: Bei "The Invaders" fühlt<br />

man sich in die 80er-Jahre versetzt,<br />

als es noch Automaten gab.<br />

Abb. 26: Das Runde muss in das<br />

Eckige. Dazu kippen Sie einfach<br />

das Smartphone und probieren.<br />

Abb. 27: War Quest ist ein Kriegsspiel<br />

mit Zahlen und etwas für<br />

mathematisch Begabte.<br />

Abb. 28: In Yummy Leaves brauchen<br />

Sie ein verdammt gutes<br />

Reaktionsvermögen.<br />

einfach ein wenig mit den Grundelementen<br />

herumspielen und dann einfach schauen,<br />

was passiert.<br />

The Invaders<br />

Und schon wieder ein Klon! Diesmal ist es<br />

erneut Space Invaders. Diese Umsetzung gewinnt<br />

mit Sicherheit keinen Schönheitspreis,<br />

doch das Spiel macht Spaß, vor allem weil<br />

die Steuerung präzise ist.<br />

Tic Tac Toe<br />

Tic Tac Toe gegen den Computer – mit diesem<br />

kleinen Spiel ist das möglich. Das Spiel<br />

kennt zwar angeblich drei Schwierigkeitsgrade,<br />

davon merkt man aber nicht viel. Das<br />

Spiel besitzt zwar wenige Features und Optionen,<br />

aber das, was es können soll, kann es.<br />

Lernen Sie, zu gewinnen!<br />

Tilt Mazes<br />

Bei diesem Spiel handelt es sich um ein<br />

Logik rätsel. Die Kugel, die Sie per Tilt-Steuerung<br />

bewegen, hält nur an, wenn sie an eine<br />

Wand gelangt. Sie müssen den richtigen Weg<br />

zum rosafarbenen Quadraten finden. Hier<br />

hilft es oft, auszuprobieren.<br />

Tricorder<br />

Mit dieser App scannen Sie verschiedene<br />

Quellen in Echtzeit, wie etwa magnetische<br />

Strahlung, Lautstärke oder Netzwerke. Aber<br />

auch Daten wie etwa die Solaraktivität und<br />

ein Kompass sind in dieser App untergebracht.<br />

Allein die Dezibel-Anzeige der App<br />

ist oft hilfreich, aber zusammen mit den anderen<br />

Tools wird die App zu einem richtigen<br />

Nerd-Werkzeug.<br />

WarQuest<br />

WarQuest ist ein Kriegsspiel. Allerdings ist<br />

WarQuest so weit von Call of Duty entfernt,<br />

wie man es sich nur vorstellen kann, denn<br />

bei WarQuest spielt sich alles nur in Zahlen<br />

ab: Es ist ein reines Statistikprogramm, das<br />

aber trotzdem seinen Reiz hat. Lediglich die<br />

Menüeinträge sind allesamt unübersichtlich<br />

und viel zu klein geraten.<br />

Xenowar<br />

In Xenowar tragen Sie extraterrestrische<br />

Kämpfe auf der Weltkarte aus. Bringen Sie<br />

aber viel Geduld mit, denn das Spiel ist komplex:<br />

Politische Zonen, religiöse Ansichten<br />

und Allianzen spielen eine große Rolle. Das<br />

Ganze hätte allerdings noch etwas ansprechender<br />

verpackt sein können. Aktuell ist<br />

der Einstieg ziemlich hart.<br />

Yummy Leaves<br />

Yummy Leaves ist ein Geschicklichkeitsspiel,<br />

bei dem schnelle Finger gefragt sind. Entlang<br />

einer Schlange, die sich selbst aufzufressen<br />

scheint, bewegen sich mehrere Blätter in unterschiedlichen<br />

Formen. Wenn sich ein Blatt<br />

in Form des in der Mitte angezeigten Blattes<br />

über der Sonne befindet, müssen Sie schnell<br />

auf das Display tippen. Stimmt das Timing<br />

nicht, zählt das als Fehlversuch, und nach<br />

drei missglückten Versuchen ist Schluss.<br />

Wenn Sie jedoch die richtigen Blätter zum<br />

richtigen Zeitpunkt auswählen, ändert sich<br />

die Landschaft im Hintergrund. Nach ein<br />

paar Änderungen wird eine neue Runde eingeleitet,<br />

bei der sich die Blätter deutlich<br />

schneller drehen. Ein tolles Geschicklichkeitsspiel<br />

für zwischendurch.<br />

● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27265<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 23


Fokus<br />

Tegra-News<br />

Kesse Oma<br />

Mit dem Nexus 7 gehört<br />

nun ein Tegra-3-Gerät<br />

zu den meist begehrten<br />

<strong>Android</strong>-Gadgets.<br />

Grund genug für uns,<br />

ein paar neue <strong>Spiele</strong> für<br />

den Vierpluseins-Prozessor<br />

vorzustellen.<br />

Marcel Hilzinger<br />

Granny Smith<br />

Der Granny Smith ist ein recht saurer<br />

Apfel, den die ältere Generation<br />

wohl am ehesten noch vom Plattenlabel<br />

der Beatles her kennt, die jüngere<br />

höchstens noch von Omas Apfelkuchen.<br />

Um diesen Apfel geht es auch im neuen<br />

Mediocre-Game, das es für 1,05 Euro für<br />

Tegra- und Nicht-Tegra-Geräte bei Google<br />

Play gibt [1]. Sie schlüpfen in die Rolle einer<br />

etwas älteren Dame, die einen Apfeldieb verfolgt<br />

und pro Level drei Äpfel einsammeln<br />

muss, bevor der Dieb sie klaut.<br />

Was auf den ersten Blick recht einfach<br />

wirkt, entpuppt sich schon bald als grafischer,<br />

spielerischer und akustischer Leckerbissen.<br />

So überzeugt Granny Smith durch ein<br />

simples Spielprinzip mit drei Möglichkeiten:<br />

Springen, Hangeln und Werfen. Aus der<br />

Kombination dieser drei ergibt sich ein klasse<br />

Spiel, das über sehr viele Level für ein sehr<br />

langes Spielvergnügen sorgt. Dabei nimmt<br />

der Schwierigkeitsgrad zwar kontinuierlich<br />

zu, aber es gibt auch immer wieder mal einfachere<br />

Level zur Entspannung. Ebenfalls<br />

viel zur Entspannung trägt der leicht jazzige<br />

Soundtrack bei.<br />

Die ersten 12 Level absolvieren Granny<br />

und der Apfeldieb in einem Garten mit allerlei<br />

Hindernissen und Bergen. Hier gilt es, den<br />

Stock und die Springkraft geschickt zu kombinieren.<br />

Haben Sie diese 13 Level gemeistert,<br />

dann verschiebt sich das Geschehen in<br />

eine Stadt, und Sie dürfen zudem einen<br />

neuen Hauptcharakter freischalten: den<br />

Hund Scruffy.<br />

Neben den drei Äpfeln pro Level müssen<br />

Sie auch möglichst viel Geld einsammeln.<br />

Und das ist gar nicht so einfach, denn bei<br />

einem Sturz purzeln die mühsam ergatterten<br />

Münzen wieder davon, und die ganze Arbeit<br />

war umsonst. Um einen wirklich guten<br />

Highscore zu erreichen, muss man somit<br />

nicht nur alle Äpfel ergattern, sondern auch<br />

möglichst viel Gold. Dann gibt es einen<br />

Orden.<br />

Nette Zusatzfeatures<br />

Sie möchten wissen, wo Sie welchen Fehler<br />

begangen haben? Auch dabei hilft Ihnen<br />

Granny Smith mit dem herrlich gestalteten<br />

Playback jedes Durchgangs in einem historisch<br />

anmutenden Sepia-Filter und mit sehr<br />

coolen Slow-Motion-Aufnahmen von den<br />

actionreichsten Szenen. Diese Videos können<br />

Sie über den Leveldialog auch später noch<br />

einmal anschauen und Freunden zeigen.<br />

Schade, dass es keine Sharing-Funktion gibt,<br />

um die Videos auch übers Netz zu teilen. Bei<br />

Granny Smith können Sie sich kaum Fehler<br />

24 November 2012 <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Tegra-News<br />

Abb. 1: Das Hauptmenü von Granny Smith mit der Level-Auswahl. Die Zahl<br />

der Äpfel zeigt, wie gut Sie das Level gemeistert haben.<br />

Abb. 2: Nach den ersten 13 Leveln gibt es den Hund Scruffy als Bonusprämie,<br />

und Sie kommen in die Stadt.<br />

leisten. Fällt man im falschen Moment zu<br />

Boden, dann ist das Level gescheitert, und<br />

Sie müssen noch einmal von vorne anfangen.<br />

Falls Sie dafür nicht die nötige Geduld<br />

aufbringen, dann bietet das Spiel als Power<br />

Ups einen Sturzhelm, Bananenschalen und<br />

Tennisbälle an. Damit schützen Sie sich<br />

selbst oder erteilen dem Apfeldieb eine Lektion.<br />

Die Power Ups lassen sich eigentlich<br />

problemlos über das Geld bezahlen, das Sie<br />

sich durch <strong>Spiele</strong>n erwirtschaften. Alternativ<br />

können Sie auch für 1,05 Euro 1000 Goldmünzen<br />

kaufen, das ist aber kaum nötig.<br />

Granny Smith ist die 1,05 Euro mehr als<br />

wert und läuft zudem auch auf älteren<br />

Geräten und ohne Tegra-Prozessor flüssig.<br />

Wir können das Spiel uneingeschränkt<br />

empfehlen.<br />

1,05 Euro<br />

englisch|1.0.0|20 MByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Horn<br />

Der Kontrast könnte größer nicht<br />

sein. Bei diesem Adventure, das in<br />

einer Zusammenarbeit des Top-Entwicklers<br />

Zynga und Phosphor Games (Dark<br />

Meadow) entstand, machen Sie sich auf die<br />

Suche nach Ihrer Vergangenheit und müssen<br />

diverse Rätsel lösen und Kämpfe bestehen.<br />

Das Besondere an Horn sind das Gameplay<br />

und natürlich die sehr detailverliebte und auf<br />

der Unreal-Engine basierende Grafik. Ähnlichkeiten<br />

mit Dark Meadow sind vor allem<br />

bei den Gräsern und beim Efeu an den Felswänden<br />

nicht zu übersehen.<br />

Die Story von Horn ist recht schnell erklärt<br />

und trägt viel zum Spiel bei: Horn, der Lehrling<br />

eines Schmids aus dem Dorf Cuthbert<br />

wacht eines Tages in der Ruine eines Turmes<br />

auf und kann sich an fast nichts mehr erinnern.<br />

Er macht sich auf die Suche nach seinem<br />

Dorf und den Bekannten und trifft dabei<br />

auf allerlei seltsame Kreaturen (eine Art<br />

Steampunk-Roboter). Die meisten davon<br />

muss er im Kampf besiegen, um sie von<br />

ihrem Fluch zu befreien. Die Kreaturen entpuppen<br />

sich dann meistens als ehemalige<br />

Dorfbewohner. Dabei kommt es gewollt oder<br />

ungewollt auch zu komischen Szenen, die<br />

für etwas Aufheiterung sorgen. Sonst dominieren<br />

in Horn eher die düsteren spannenden<br />

Szenen, es gibt aber auch immer wieder<br />

kurze Comic-artige Videosequenzen und<br />

genug Zeit, die sehr schöne Umgebung zu<br />

betrachten. Mit einem Preis von 6,40 Euro ist<br />

Horn nicht gerade günstig, zudem kommen<br />

Abb. 3: Einen Orden gibt es nur für Level, die man besonders gut absolviert<br />

hat.<br />

Abb. 4: Nach dem Spiel: Lassen Sie sich das Gameplay noch einmal in<br />

Slow Motion vorführen.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 25


Fokus<br />

Tegra-News<br />

Abb. 5: Die Geschichte von Horn wird von Comic-artigen Video-Sequenzen<br />

begleitet. Hier ist die Übersetzung gut gelungen.<br />

Abb. 6: Mängel bei der deutschen Übersetzung zeigen sich aber an vielen<br />

anderen Stellen.<br />

im weiteren Spielverlauf auch noch In-App-<br />

Käufe hinzu. Wir vermuten zudem, dass<br />

Zynga das Spiel auch als Freemium-Version<br />

anbieten wird und später auch für Nicht-<br />

Tegra-Geräte. Zumindest lässt die Endung<br />

„Phosphor.Horn.Paid“ darauf schließen, dass<br />

es auch eine Version ohne den Zusatz „paid“<br />

geben könnte.<br />

Leider ist die deutsche Übersetzung des<br />

Spiels nicht besonders gut gelungen. Lassen<br />

Sie sich davon aber nicht die gute Laune verderben,<br />

das Gameplay ist wirklich erste<br />

Sahne, und die 1,8 GByte an Grafikdaten<br />

können sich auch sehen lassen.<br />

Sport und Spiel<br />

Auf den ersten Blick ist Horn ein gewöhn liches<br />

Adventure. Sie gehen herum und schauen sich<br />

allerlei Gegenstände an. Einige davon lassen<br />

sich einsammeln, andere wiederum enthalten<br />

Informationsfetzen. Das Neue und Geniale am<br />

Spiel sind jedoch die Bewegungsabläufe. So<br />

können Sie sich nicht nur umschauen und<br />

vorwärts bewegen, sondern müssen ab und zu<br />

auch springen, seitwärts gehen oder klettern.<br />

Wie das funktioniert, lernen Sie gleich zu Beginn<br />

quasi nebenbei. So wird das Spiel nie<br />

langweilig und Sie müssen nicht nur ihren<br />

Kopf einschalten, um Rätsel zu lösen, sondern<br />

auch flink mit den Fingern sein. Doch im späteren<br />

Spielverlauf wird dann doch eine Art<br />

rundenbasiertes Spielprinzip mit Boss-Kämpfen<br />

am Ende sichtbar. Zudem werden Sie in<br />

der Schmiede von Cuthbert in den Shop eingeweiht<br />

und in das Geheimnis, wie Sie bessere<br />

Waffen schmieden. Spätestens ab hier kommen<br />

also auch In-App-Käufe dazu, wir sahen<br />

uns aber im Testzeitraum nicht dazu gezwungen,<br />

für Horn Geld auszugeben.<br />

Horn macht Spaß und ist erfrischend anders.<br />

Auch wenn die Landschaften mal etwas<br />

weniger düster sein könnten, mangelt es<br />

dem Spiel nicht an hellen Momenten und<br />

witzigen Szenarien. Das Spiel ist zudem trotz<br />

der recht beängstigenden Kreaturen nicht<br />

wirklich gewalttätig, sodass wir es auch als<br />

Familienspiel für Kinder ab 10 empfehlen<br />

können. Spätestens wenn Sie erfahren<br />

haben, warum das Spiel Horn heißt, wird es<br />

auch Sie in seinen Bann ziehen.<br />

6,39 Euro<br />

deutsch|0.9.4|1,8 GByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Abb. 7: Horn wacht in einem Turm auf und kann sich an nichts erinnern.<br />

Abb. 8: Cuthbert: Wo alles begann und alles enden wird...<br />

26<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Tegra-News<br />

Abb. 9: Beach Buggy Blitz ist recht schnell erklärt: möglichst schnell fahren<br />

und möglichst viel Geld einsammeln.<br />

Beach Buggy Blitz<br />

In diesem Free-to-Play-Spiel rasen<br />

Sie mit Ihrem Buggy auf einer Insel<br />

herum und sammeln dabei Geldstücke<br />

ein. Oben links sehen Sie einen Timer,<br />

der nicht auf null sein darf, bevor Sie den<br />

nächsten Checkpoint erreicht haben. Das ist<br />

leider gar nicht so einfach, denn die Strecken<br />

sind teilweise recht kurvenreich, und der<br />

Buggy kommt bei größeren Hindernissen<br />

gerne mal ins Schliddern. Zum Glück gibt es<br />

Power Ups wie Nitro oder Schutzschilde, für<br />

die Sie aber tief in die Taschen greifen müssen.<br />

Das virtuelle Spielgeld ist im Unterschied<br />

zu Granny Smith etwas Mangelware,<br />

umso größer somit die Versuchung, sich für<br />

ein paar echte Eurocent im Play Store Spielgeld<br />

zu kaufen. Mit viel Geduld und viel Geschick<br />

kommen Sie aber auch so recht weit.<br />

Beach Buggy ist hübsch gemacht und<br />

stammt von Vector Unit, den Entwicklern,<br />

die auch hinter dem Schnellboot-Rennen<br />

Riptide GP stehen. So erstaunt es denn nicht,<br />

wenn einige der Special-Features für Tegra 3<br />

wie etwa die spritzenden Wassertropfen<br />

voniptide GP her bekannt sind. Neben der<br />

aktuellen Tegra-Version soll später auch eine<br />

Variante für sämtliche <strong>Android</strong>-Smartphones<br />

folgen. Wann steht noch nicht fest.<br />

Auch wenn Beach Buggy zu Beginn reichlich<br />

Spaß macht, wird das Rennen gegen die<br />

Uhr auf Dauer doch etwas eintönig, sodass<br />

im Prinzip nur der Gang zu Google Play übrigbleibt,<br />

um den eigenen Flitzer etwas schöner<br />

zu gestalten und zu tunen. So fehlen<br />

dem Spiel alternative Rennstrecken oder eine<br />

Art Level-System. Immerhin hält Buggy Blitz<br />

auch nach längerem <strong>Spiele</strong>n immer wieder<br />

mal einen Streckenabschnitt bereit, den man<br />

noch nicht durchfahren hat. Das motiviert<br />

auch ohne Spielgeld und hilft bei der Karriere<br />

mit Extrapunkten.<br />

Beach Buggy Blitz ist in erster Linie ein<br />

Spiel für Kinder und für Leute mit Vorlieben<br />

für Hawaii-Szenarien und coole Autos. Uns<br />

fehlte in den Tests die Langzeitmotivation,<br />

für ein Freemium-Game ist Beach Buggy<br />

Blitz aber sehr gut gelungen.<br />

kostenlos ​<br />

englisch|0.9.4|45 MByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Abb. 10: Für 500 Goldmünzen starten Sie 1 km weiter vorne als die Konkurrenz.<br />

Das gilt aber nur ein einziges Mal.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27278<br />

Abb. 12: Auf Tegra-3-Geräten können Sie den Regler getrost ganz nach<br />

rechts schieben, bei Tegra 2 eher in die Mitte oder nach links.<br />

Abb. 13: Auch für Verschönerungen an Ihrem Buggy werden Sie mit 200<br />

Münzen zur Kasse gebeten.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 27


Fokus<br />

Gameloft-News<br />

file404, 123RF<br />

Im Test: Vier Gratisspiele von Gameloft<br />

Freemium<br />

Gameloft gehört ohne<br />

Zweifel zu den erfolgreichsten<br />

<strong>Spiele</strong>- Publi<br />

shern für mobile<br />

Geräte. Einen großen<br />

Teil ihres Erfolges verdankt<br />

die Firma dem<br />

Geschäftsprinzip mit<br />

Gratisspielen. Wir<br />

haben uns vier aktuelle<br />

Titel angeschaut.<br />

Marcel Hilzinger<br />

Cosmic Colony<br />

Bei diesem Spiel geht ein Traum in<br />

Erfüllung: Sie dürfen einen neuen<br />

Planeten besiedeln. Dazu steht<br />

Ihnen ein sehr umfangreiches Repertoire an<br />

Gebäuden und Maschinen zur Verfügung,<br />

auch nette Nachbarn gesellen sich schnell<br />

hinzu. Spätestens, wenn Sie Ihren ersten<br />

Nachtclub gebaut haben, besuchen Sie auch<br />

ein paar Allmännchen von einem entfernten<br />

Planeten.<br />

Cosmic Colony ist ein klassisches Aufbauund<br />

Sammelspiel. Sie legen Straßen, Fabriken<br />

und allerlei Gebäude an, kümmern sich<br />

um das soziale Gleichgewicht der Bevölkerung<br />

und sammeln dabei Geld ein. Davon<br />

gibt es dummerweise gleich zwei Sorten:<br />

Goldmünzen und Dollar-Scheine. Von den<br />

Goldmünzen stehen Ihnen eigentlich stets<br />

mehr als genügend zur Verfügung, die grünen<br />

Dollars sind allerdings spärlich vorhanden<br />

und dabei oft bitter nötig. Hier kommt<br />

dann auch das In-App-Kaufen ins Spiel: Für<br />

1,59 Euro bekommen Sie gerade mal 15 Cosmic-Colony-Scheine,<br />

eine Palette mit 160<br />

Scheinen kostet bereits 19,99, und die<br />

Schatzkammer mit 660 Scheinen lässt sich<br />

Game loft mit 79,99 Euro bezahlen. Das ist<br />

eine Menge Geld. Immerhin bietet Gameloft<br />

auch noch die Möglichkeit, über die Installation<br />

weiterer Apps etwas Geld zu verdienen.<br />

Hier locken allerdings nur zwei oder maximal<br />

sechs Scheine.<br />

Beginnt das Spiel etwas abzuflachen (was<br />

eigentlich kaum vorkommt), dann sorgt ein<br />

Angriff der Piraten für willkommene Abwechslung.<br />

Diese gilt es, in echter Fruit-<br />

Ninja-Manier abzuschlachten, ohne dabei<br />

aber ein Bombenschiff zu erwischen. Als Belohnung<br />

gibt es Goldmünzen. Auch um diese<br />

werden Sie im späteren Spielverlauf noch<br />

froh sein. Geben Sie also auch die goldenen<br />

Taler nicht allzu leichtsinnig aus.<br />

Aber auch an anderer Stelle ist für gute<br />

Unterhaltung gesorgt. So können Sie zum<br />

Beispiel mit einem Raumschiff zu mehreren<br />

benachbarten Planeten fliegen und hier Ihr<br />

Glück als Schatzsucher und Entdecker versuchen.<br />

Die ersten Versuche sind gratis, anschließend<br />

kommt man nur noch mit echtem<br />

Geld beziehungsweise viel Geduld weiter.<br />

Cosmic Colony ist grafisch hübsch gestaltet<br />

und macht kleinen und großen <strong>Spiele</strong>rn<br />

Spaß. Ohne einen Cent auszugeben, können<br />

Sie problemlos über eine Stunde lang spielen.<br />

Ab Level 7 wird es mit den Ressourcen<br />

28<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Gameloft-News<br />

Abb. 1: Vorbildlich: Bei den ersten Schritten in Cosmic Colony werden Sie<br />

von diversen Assistenten unterstützt.<br />

Abb. 2: Neben den grünen Geldscheinen ist auch Energie recht knapp.<br />

Der Griff zum Geldbeutel naht.<br />

schon etwas eng, und ab Level 10 hat das<br />

Spiel einen Komplexheitsgrad erreicht, der<br />

eher anspruchsvoll ist. Zudem müssen Sie<br />

sich spätestens hier mit den Gedanken anfreunden,<br />

ein paar Euro in Ihre galaktische<br />

Kolonie zu investieren.<br />

kostenlos<br />

deutsch| Version und Download je nach Gerät<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Monster Life<br />

Auch dieses Gameloft-Spiel fällt zunächst<br />

durch die sehr hübsch gestaltete<br />

Grafik und die sehr gut gemachten<br />

Assistenten auf. Das Spielprinzip<br />

unterscheidet sich nicht wirklich von Cosmic<br />

Colony, auch wenn auf den ersten Blick<br />

kaum Gemeinsamkeiten festzustellen sind,<br />

denn hier gibt es zwar auch Goldmünzen,<br />

aber keine Scheine. Dafür gibt es Kristalle<br />

und Freundsteine, die sich wiederum für<br />

echte Euro und Eurocent kaufen lassen, falls<br />

das Spielgeld nicht ausreicht.<br />

Bei Monster Life spielen kleine Monster die<br />

Hauptrolle. Davon gibt es nicht allzu viele,<br />

man kann sich aber welche dazukaufen. Die<br />

Monster sind kleine Tamagotchis, die gefüttert<br />

und gestreichelt werden wollen. Auch<br />

spielen muss man mit ihnen und sie unterhalten.<br />

Die Gesundheit von Schreier, Buddler<br />

und Co. ist deshalb wichtig, weil sie sich von<br />

Zeit zu Zeit Kämpfen stellen müssen. Und<br />

hier kann man richtig Geld abkassieren,<br />

wenn das eigene Monster gut genug ist. Um<br />

es aber fit für den Kampf zu machen, braucht<br />

man Geld, Kristalle und Freundsteine. Richtig<br />

teuer wird das, wenn man während des<br />

Kampfes unüberlegt seine letzten zwei Kristalle<br />

opfert und dann doch verliert. Kinder<br />

werden hierfür kaum ein Gespür haben, Erwachsene<br />

umso mehr.<br />

Neben den Monstern kann man seine Insel<br />

noch mit allerlei Schmuckobjekten und nützlichen<br />

Gebäuden versehen. Die bringen entweder<br />

Geld ein oder sorgen für ein gutes<br />

Prestige. Schließlich will man auch von anderen<br />

Mitspielern besucht werden, die dann<br />

die eigenen Monster streicheln, um dabei<br />

etwas zu verdienen und für gute Laune zu<br />

sorgen. Auch bei Monster Life gibt es ein Level-System,<br />

jedes Monster kann zudem seine<br />

eigene Karriere absolvieren. Die meisten Aufgaben<br />

wie Füttern oder Gesundwerden sind<br />

mit einem Timeout verbunden. Dieses lässt<br />

sich mit Kristallen oder Spielgeld übersprin-<br />

Abb. 3: Die Preise sind bei allen hier getesteten Gameloft-<strong>Spiele</strong>n gleich.<br />

Abb. 4: Für Streicheleinheiten beim Nachbarn gibt es eine Belohnung.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 29


Fokus<br />

Gameloft-News<br />

Abb. 5: Zu Beginn ist die Spielfläche noch recht weiß. Besiedeln Sie sie!<br />

Abb. 6: Das Eiernest ist immer wieder mal gut für eine Überraschung.<br />

gen. Da das Timeout aber selten länger als<br />

24 Tage dauert, eignet sich Monster Life recht<br />

gut als Gratisspiel, wenn man damit täglich<br />

nur relativ wenig Zeit verbringen möchte.<br />

Neben den Monstern, den Freunden und<br />

der eigenen Monster-Farm gibt es noch weitere<br />

Komponenten im Spiel. So kann man<br />

zum Beispiel am Hafen über eine Glocke ein<br />

Glücksschiff herbeirufen. Es stellt eine Kiste<br />

an Land, in der sich ein Zufallsgewinn befindet.<br />

Auch dieses Gratisspiel lässt sich nur ein<br />

Mal alle 24 Stunden spielen. Wer öfter sein<br />

Glück versuchen möchte, muss Kristalle oder<br />

Freundsteine aufbringen.<br />

Natürlich lässt sich die Monster-Familie<br />

beliebig erweitern, sodass man später auch<br />

größere Kämpfe gegen drei oder mehr Gegner<br />

austragen kann.<br />

Monster Life ist von den getesteten drei<br />

Aufbau-<strong>Spiele</strong>n unserer Meinung nach das<br />

Spiel, das anfangs am wenigsten anziehend<br />

wirkt, aber den <strong>Spiele</strong>r dann später umso<br />

mehr in den Bann zieht, wenn er einmal<br />

richtig drin ist und seine eigenen Zöglinge<br />

bei den Kämpfen möglichst gut abschneiden<br />

sollen. Die verfügbaren Monster sorgen<br />

zudem für den gewissen Haben-will-Effekt.<br />

Mit einen rigorosen Sparkurs bei den Kristallen<br />

kann man von Zeit zu Zeit auch gut ein<br />

neues Monster kaufen, deshalb gibt es von<br />

uns die volle Punktzahl von fünf Sternen.<br />

kostenlos<br />

deutsch| Version 1.0.2| 92 MByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Ice Age: Die Siedlung<br />

Sie kennen ZooMumba? Gut, dann<br />

wissen Sie jetzt auch, was Ice Age<br />

Village bzw. zu Deutsch „Ice Age:<br />

Die Siedlung“ ist: ZooMumba mit den Spielfiguren<br />

aus den Ice-Age-Filmen. Das Spiel als<br />

einfache Kopie abzutun, würde Gameloft<br />

hingegen unrecht tun, schließlich finden sich<br />

allerlei zusätzliche Elemente im Spiel, und<br />

natürlich tragen auch die Ice-Age-Charaktere<br />

sehr viel dazu bei, dass Ice Age Village mit<br />

über 5 Millionen Downloads ein Kassenschlager<br />

ist, denn auch hier kommen In-App-<br />

Käufe zum Einsatz, und das Spielprinzip<br />

folgt dem aus Cosmic Colony und Monster<br />

Life bekanntem Aufbauschema.<br />

Zu Beginn des <strong>Spiele</strong>s stehen Sie vor einer<br />

leeren weißen Fläche, einzig ein kleiner Felsen<br />

scheint bewohnt zu sein. Hier gilt es<br />

nun, schnell für Nachwuchs und weitere<br />

Tierflächen zu sorgen. Dafür brauchen Sie<br />

analog wie bei Cosmic Colony zwei Arten<br />

von Bezahlmitteln: Eicheln und Eichel-Taler.<br />

Die neuen Tiere bringen Ihnen Goldtaler ein,<br />

wollen aber auch gefüttert werden, was wiederum<br />

Geld alias Eichel-Taler kostet. Für<br />

neue Tiere oder Gehege brauchen Sie hingegen<br />

Zeit oder kleine Eicheln. Diese gibt es<br />

nicht allzu oft, sodass Sie früher oder später<br />

im Shop landen. Das kleinste Paket mit 30 Eicheln<br />

kostet 1,59 Euro, das größte – wie bereits<br />

bekannt – 79,90 Euro (2100 Eicheln).<br />

Echte Ice-Age-Fans dürfte das aber kaum<br />

stören, da man auch ohne Geld auszugeben<br />

stundenlang spielen kann, indem man zum<br />

Beispiel Sid, Manni oder Diego antippt und<br />

dann als nette Geste die Tiere zurückwinken<br />

lassen kann. Oder man legt eine kleine Pause<br />

ein, indem man sich einen kleinen Film anschaut<br />

und dabei noch fünf Eicheln kassiert,<br />

um anschließend beim Kung-Fu Scrat so<br />

richtig Dampf abzulassen. Insgesamt also ein<br />

sehr gelungenes Gratisspiel, das bei Kindern<br />

über Tage für Freude sorgt, auch wenn früher<br />

oder später die Eicheln alle sind. Last, but<br />

not least gibt es auch bei Ice Age Village<br />

zahlreiche Freunde, die man besuchen kann<br />

und von denen man dann auch belohnt wird.<br />

kostenlos<br />

deutsch| Version 1.0.2| 94 MByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

30<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Gameloft-News<br />

Abb. 7: Dieses nette Spielchen sorgt für etwas Abwechslung im Zoo.<br />

Abb. 8: Der Level-Aufbau von Shark Dash Free ist schon sehr gut<br />

umgesetzt. Die Reklame durchs Band stammt von Gameloft.<br />

Shark Dash Free<br />

Unser viertes Gameloft-Spiel unterscheidet<br />

sich komplett von den Vorgängern.<br />

Hier gibt es kein Imperium<br />

zum Aufbauen und auch keine Kristalle,<br />

Freundsteine oder andere Talismane –<br />

hier geht’s um Haifische und Quietschenten.<br />

Die Quietschenten nerven nämlich die Haie<br />

ganz zünftig, und deshalb haben sich die<br />

Haie dazu entschieden, den gelben Entchen<br />

den Garaus zu machen. Unterstützt werden<br />

sie dabei von Ihnen als <strong>Spiele</strong>r.<br />

Das Spielprinzip von Shark Dash Free erinnert<br />

etwas an Angry Birds, da man den Haifisch<br />

an der Schwanzflosse gehalten quasi<br />

schleuderbereit aufziehen muss und er dann<br />

eine gewisse Flugbahn bzw. Schwimmrichtung<br />

annimmt. Das Spiel enthält aber auch<br />

noch weitere Komponenten. So muss man<br />

auch Münzen einsammeln und Hindernisse<br />

überwinden und den recht fies platzierten<br />

Seesternen ausweichen. Dabei gilt es, mit<br />

möglichst wenig Sprüngen auszukommen,<br />

um die komplette Sternzahl zu kassieren.<br />

Shark Dash Free ist werbefinanziert und<br />

setzt zudem auf In-App-Käufe. Es gibt auch<br />

eine Bezahlversion für 70 Cent, die aber<br />

ebenfalls In-App-Käufe enthält und lediglich<br />

ohne Werbung auskommt. Das Spielvergnügen<br />

ist mit der Gratisversion genauso gut,<br />

wie mit der Bezahlvariante. Aktuell bietet<br />

das Spiel vier Welten an. Zwei davon sind<br />

von Anfang an spielbar (Zuhause und<br />

Japan), zwei weitere müssen erst erspielt<br />

oder gekauft werden. Eine fünfte Welt soll<br />

laut Gameloft folgen.<br />

Die Level sind zu Beginn recht einfach,<br />

aber bereits in Japan gibt es auch ein paar<br />

echte Knacknüsse. Zudem gibt es die volle<br />

Sternezahl und somit auch 100 Goldmünzen<br />

Belohnung nur dann, wenn Sie ein Level mit<br />

der vorgegebenen Zahl an Versuchen schaffen.<br />

Im Unterschied zu Angry Birds können<br />

Sie den Hai also hier so oft schwimmen lassen,<br />

wie Sie das möchten, dann erhalten Sie<br />

aber nur die wenigen Goldstücke, die im<br />

Level herumliegen.<br />

Shark Dash Free macht mächtig Spaß und<br />

ist für alle Angry-Birds-Fan ein Muss. Wer<br />

sich intensiv mit dem Spiel beschäftigt, hat<br />

es aber dennoch in ein paar Stunden durchgespielt.<br />

Für die vollen fünf Sterne fehlen<br />

dem Game deshalb noch ein paar zusätzliche<br />

Welten mit höherem Schwierigkeitsgrad.<br />

kostenlos<br />

deutsch| Version 1.1.1| 11 MByte+D.load<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27298<br />

Abb. 9: Von Zeit zu Zeit kommt ein neues Feature dazu, wie hier die<br />

Kettensäge.<br />

Abb. 10: Nur wenn alles genau passt, gibt es die volle Punktzahl und 100<br />

Münzen zur Belohnung.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 31


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Emulatoren<br />

Alte Heimcomputer und Videospielkonsolen<br />

unter <strong>Android</strong> zum Leben erwecken<br />

Zeit-<br />

tele52, 123RF<br />

reise<br />

Erinnern Sie sich noch<br />

an den GameBoy?<br />

Oder den Commodore<br />

Amiga? Solche alten<br />

Videospielkonsolen<br />

und Computer erwecken<br />

pfiffige kleine<br />

Apps wieder zum Leben<br />

– einschließlich der<br />

damaligen Anwendungen<br />

und Kultspiele.<br />

Dem ungetrübten Retro-<br />

Genuss stehen jedoch<br />

dummerweise ein paar<br />

Hürden im Weg.<br />

Tim Schürmann<br />

In den 80er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts<br />

eroberten Heimcomputer die läre Computer und Videospielkonsolen häu-<br />

nachahmen). Sie gibt es für besonders popu-<br />

Wohn- und vor allem Kinderzimmer der fig sogar kostenlos im Google Play Store. Einfach<br />

in das Suchfeld den Namen eines alten<br />

Nation. Wie der Commodore 64 waren<br />

es meist kompakte Tastaturcomputer, die Systems eintippen, App installieren, starten,<br />

sich direkt an den Fernseher anschließen und schon sitzt man vor einem schwarzen<br />

ließen. Über seinen Bildschirm flimmerten Schirm, einer Liste mit merkwürdigen Einstellungen<br />

oder einem einsam vor sich hin<br />

dann bunte Pixelhaufen, während die Lautsprecher<br />

scheppernde Töne von sich gaben. blinkenden Punkt. Doch wo schiebt man nun<br />

Wer damals nur spielen wollte, griff zu einer die Kassette ein?<br />

Videospielkonsole – das SNES<br />

von Nintendo war die PlayStation<br />

der 80er-Jahre. Mit dem<br />

GameBoy konnte man ab 1990<br />

seine Lieblingsspiele endlich<br />

auch unterwegs spielen, das<br />

beiliegende Tetris fraß Stunden<br />

an Freizeit.<br />

Fans dieser meist kantigen<br />

Kisten haben damit begonnen,<br />

die Kult-Computer als App<br />

nachzubauen. Das funktioniert<br />

so gut, dass diese Apps sogar<br />

die alte Software ausführen<br />

können. Auf diese Weise lässt<br />

sich beispielsweise das erste<br />

Super Mario Bros. auf einem<br />

modernen Smartphone reanimieren.<br />

Solche pfiffigen Apps im gleichen Gehäuse, das wegen seiner Form scherzhaft als Brot-<br />

Abb. 1: Beim Commodore 64 befanden sich Tastatur und Computer<br />

bezeichnet man als Emulatoren kasten bezeichnet wurde – rechts im Bild ein alter Joystick, Modell<br />

(vom Lateinischen aemulare, Competition Pro.<br />

32<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Emulatoren<br />

Rumgefummel<br />

Schicke grafische Benutzeroberflächen waren<br />

damals noch Fremdwörter. Die Computer<br />

wurden bis auf wenige Ausnahmen durchgehend<br />

über Textkommandos bedient und gesteuert.<br />

Als Eingabemedium der Wahl dienten<br />

Joysticks, die Maus kam erst bei späteren<br />

Modellen wie dem Amiga oder Atari ST dazu.<br />

Da sich der Emulator wie sein originales Vorbild<br />

verhält, muss man sich auch zwangsweise<br />

die Bedienung der alten Kiste aneignen.<br />

In der Regel heißt dies: Bildschirmtastatur<br />

öffnen und Befehle eintippen. Als Ersatz<br />

für einen Joystick blenden einige Emulatoren<br />

transparente Knöpfe ein. Pfeilsymbole steuern<br />

dann den Zeiger oder das Raumschiff in<br />

die entsprechende Richtung, weitere Knöpfe<br />

auf der rechten Seite entsprechen dem Feueroder<br />

Mausknopf. Das Smartphone lässt sich<br />

so wie ein Gamepad in beide Hände nehmen<br />

und bedienen. Aber auch diese Krücken verhindern<br />

nicht, dass die Steuerung durchweg<br />

zu einer ziemlich fummeligen Angelegenheit<br />

gerät. Vor allem einige <strong>Spiele</strong> sind schwieriger<br />

zu meisten und mitunter sogar unspielbar<br />

– Wischgesten ersetzen nun einmal keinen<br />

Joystickknüppel.<br />

Die Steuerung ist aber nicht das einzige<br />

Problem. Manche Computer gab es in verschiedenen<br />

Ausführungen mit verschiedenen<br />

Fähigkeiten. Hinzu kamen weitere externe<br />

Geräte wie ein Drucker oder ein Diskettenlaufwerk<br />

in der Größe eines Schuhkartons.<br />

Alle diese Geräte und Modellvarianten müssen<br />

die Emulatoren berücksichtigen und<br />

nachbilden, entsprechend umfangreich sind<br />

zuweilen ihre Einstellungen. Da jeder Heimcomputer<br />

eigene Gerätschaften und Befehle<br />

verwendet, kommt man nicht umhin, im Internet<br />

nach alten Anleitungen und Hilfen zu<br />

suchen. Im Fall des Commodore 64 ist das<br />

C64-Wiki eine gute erste Anlaufstelle [1]. Für<br />

alle anderen Modelle empfiehlt es sich, auf<br />

Wikipedia [2] den entsprechenden Beitrag<br />

herauszusuchen und dort dann einen Blick<br />

auf die weiterführenden Links zu werfen.<br />

Transferleistung<br />

Programme erwarb man im Elektronikhandel<br />

auf (Audio-)Kassetten oder den moderneren<br />

Disketten, alternativ tippte man sie aus Büchern<br />

und Zeitschriften ab. Videospielkonsolen<br />

waren da etwas einfacher gestrickt: ein<br />

kastiges Modul in einen Schacht einschieben,<br />

Gerät einschalten, und der Spaß konnte beginnen.<br />

Da diese Medien längst ausgemustert<br />

und vergessen sind, lassen sie sich nicht so<br />

einfach nutzen beziehungsweise lesen.<br />

Selbst wenn man noch einen PC mit Diskettenlaufwerk<br />

besitzt, scheitert<br />

man an den speziellen<br />

Formaten der alten Heimcomputer.<br />

Module der<br />

Videospielkonsolen lassen<br />

sich generell nur mit selbst<br />

gebastelten Geräten auslesen.<br />

Genau das haben<br />

glücklicherweise einige findige<br />

Fans schon übernommen.<br />

In mühevoller Kleinarbeit<br />

haben sie die Inhalte<br />

von Disketten und Modulen Abb. 2: So sahen die Speichermedien des letzten Jahrtausends<br />

aus: links oben ein Modul, daneben eine 5-1/​4 und<br />

ausgelesen und in einer<br />

Datei abgelegt, dem sogenannten<br />

Image. Bei Modu-<br />

3,5-Zoll-Diskette. Unten zum Größenvergleich eine CD.<br />

len spricht man auch von einem ROM (in<br />

Anlehnung an den im Modul verbauten<br />

Speicherbaustein). Diese Dateien findet man<br />

schnell mit einer Suche im Internet, teilweise<br />

gibt es sogar komfortable Datenbanken.<br />

Viele Computer hatten ihr Betriebssystem<br />

fest eingebaut. Auch dieses haben Bastler<br />

ausgelesen und in Dateien abgelegt, ebenfalls<br />

als ROM bezeichnet. Einige Emulatoren<br />

bringen die notwendigen ROM-Dateien<br />

schon mit, bei anderen muss man sie erst<br />

aus dem Internet angeln. Damit begibt man<br />

sich allerdings gleichzeitig in eine rechtliche<br />

Grauzone. Denn die Programme und vor<br />

allem die ROMs sind immer noch urheberrechtlich<br />

geschützt. Während einige Hersteller<br />

und Entwickler die (nicht-kommerzielle)<br />

Nutzung explizit erlauben, gestatten dies andere<br />

wiederum nicht – Letzteres gilt etwa für<br />

das Betriebssystem des Amiga. Zu allem<br />

Überfluss lässt sich bei vielen Programmen<br />

gar nicht mehr nachvollziehen, wer heutzutage<br />

die Vertriebsrechte hält. Einigermaßen<br />

auf der sicheren Seite sind Sie, wenn bei<br />

Ihnen noch das alte Gerät beziehungsweise<br />

die entsprechende Software als Original im<br />

Schrank oder auf dem Dachboden steht.<br />

Happy Birthday<br />

Der Commodore 64, kurz C64, feiert nicht<br />

nur dieses Jahr seinen 30. Geburtstag, er ist<br />

auch der mit Abstand meistverkaufte Heimcomputer<br />

aller Zeiten. So verwundert es<br />

nicht, dass es gleich mehrere Emulatoren für<br />

ihn gibt. Wer in den C64 nur einmal reinschnuppern<br />

möchte, greift zu Frodo [3].<br />

Seine Bedienung ist zwar simpel, dafür laufen<br />

in ihm nicht alle C64-Programme. Nach<br />

dem Start erscheint direkt der charakteristische<br />

blaue Einschaltbildschirm, darunter die<br />

Tastatur. Ein Disketten-Image legen Sie ein,<br />

indem Sie die Menütaste drücken, auf Load<br />

Disk tippen und dann die zugehörige Datei<br />

Abb. 3: Frodo nach dem Start.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 33


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Emulatoren<br />

Abb. 4: VICE legt ein Steuerkreuz über den Bildschirm.<br />

Abb. 5: Das Menü von VICE erlaubt den Zugriff auf<br />

die Einstellungen und die emulierte Hardware.<br />

auf der Speicherkarte suchen. Das erste Programm<br />

lädt der Befehl LOAD "*", 8,1, der<br />

Start gelingt mit RUN.<br />

Der wohl beste C64-Emulator ist derzeit<br />

VICE [4]. Nach dem Start erscheinen zunächst<br />

die Grundeinstellungen. Die darin gemachten<br />

Vorgaben können Sie einfach übernehmen,<br />

indem Sie am Ende der Liste auf OK<br />

tippen. Es erscheint dann der blaue Einschaltbildschirm.<br />

Um einen Befehl einzugeben,<br />

tippen Sie links oben in der Ecke auf<br />

das kleine Ab-Symbol, noch einmal auf die<br />

weiße Fläche und schreiben dann drauflos.<br />

Den im Emulator eingefügten Befehl schickt<br />

Knopf 2 ab. Die leicht transparenten Pfeiltasten<br />

links simulieren einen Joystick.<br />

Die Menütaste am <strong>Android</strong>-Gerät öffnet ein<br />

Menü, über das Sie die Hardware des emulierten<br />

Computers anpassen. Über die jetzt<br />

fast nicht mehr sichtbaren Pfeiltasten steuern<br />

Sie die spitze Klammer vor den Punkten, die<br />

2 wählt den entsprechenden Eintrag aus. Um<br />

ein Disketten-Image einzubinden und automatisch<br />

das erste, darauf gespeicherte Programm<br />

zu starten, fahren Sie auf Autostart<br />

image und wählen die entsprechende Datei<br />

auf der SD-Karte aus. Über die zwei Punkte<br />

.. gelangen Sie ein Verzeichnis höher. Müssen<br />

Sie im Spiel eine andere Diskette einlegen<br />

(meist die „Seite 2“), rufen Sie das Menü<br />

auf, fahren Drive an, wählen Attach disk<br />

image to drive 8 und suchen dann das entsprechende<br />

Image aus. Um den Emulator zu<br />

verlassen, entscheiden Sie sich im Menü für<br />

Quit emulator.<br />

Freundin<br />

Im gleichen Jahr wie der C64 erschien der ZX<br />

Spectrum. Für ihn gibt es ebenfalls eine<br />

ganze Reihe Emulatoren, wobei der populärste<br />

auf den Namen Marvin hört [5]. In seinem<br />

Startbildschirm tippen Sie nur auf OK,<br />

start Marvin, um umgehend vor einem laufenden<br />

ZX Spectrum zu sitzen. Im oberen<br />

Teil landen die Bildschirmausgaben, im unteren<br />

wartet die Tastatur. Legen Sie das Smartphone<br />

quer, erscheint stattdessen<br />

ein Joystick. Dank einer Anbindung<br />

an eine <strong>Spiele</strong>datenbank<br />

ist es in Marvin besonders<br />

einfach, ein Programm zu starten:<br />

Drücken Sie die Menütaste,<br />

wählen Sie Load app/​game,<br />

wechseln Sie in eine Kategorie<br />

und entscheiden Sie sich dann<br />

für ein Programm. Nach dem<br />

Download fragt Marvin noch,<br />

mit welchem ZX-Spectrum-<br />

Modell Sie es starten möchten.<br />

1985 folgte dem Commodore 64 der<br />

Amiga. Für ihn gibt es im Play Store nur<br />

einen einzigen Emulator namens UAE4Droid<br />

[6]. Um ihn nutzen zu können, benötigen<br />

Sie das ROM eines echten Amigas, das hier<br />

Kickstart heißt. Wenn Sie keinen Amiga besitzen,<br />

können Sie das ROM mit der <strong>Spiele</strong>sammlung<br />

Amiga Classix erwerben, die Sie<br />

noch vereinzelt im Handel finden. Nach dem<br />

Start von UAE4Droid tippen Sie auf Configure<br />

und dann auf ROM Location (*.rom).<br />

Suchen Sie die Datei mit dem (Kickstart-)<br />

ROM. Anschließend binden Sie über Floppy1<br />

Location (*.adf) ein Disketten-Image ein.<br />

Über die Zurück-Taste am <strong>Android</strong>-Gerät<br />

springen Sie wieder zum Eingangsbildschirm,<br />

wo Sie den Computer mit Start<br />

Amiga anwerfen. Die Amiga waren so ausgelegt,<br />

dass sie automatisch das Programm<br />

von der Diskette starteten.<br />

Der schärfste Konkurrent des Amigas war<br />

der Atari ST. Für ihn existiert im Play Store<br />

nur der kommerzielle Emulator SToid [7],<br />

der das Modell 1040STF nachbildet.<br />

Konsoleros<br />

Um Ataris <strong>Spiele</strong>konsole VCS 2600 kümmert<br />

sich das kommerzielle 2600.emu [11]. Vom<br />

gleichen Hersteller stammen auch Emulatoren<br />

für andere Konsolen, wie Nintendos NES<br />

[12]. Im Schatten des VCS 2600 stand das<br />

Abb. 6: Marvin emuliert auch die<br />

überbelegten Gummitasten eines ZX<br />

Spectrums.<br />

Abb. 7: In UAE4Droid bewegt das Steuerkreuz den<br />

Mauszeiger, ein Tipp auf den Kreis rechts unten simuliert<br />

einen Mausklick. Diese Hilfe blenden Sie über<br />

das Menü Mehr und Show touch controls ein.<br />

34<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

<strong>Spiele</strong>-Emulatoren<br />

ColecoVision, welches die App<br />

ColEm reanimiert [13]. Nach<br />

ihrem Start tippen Sie einfach<br />

in der Liste auf das Verzeichnis<br />

mit den ROM-Dateien und<br />

dann auf die Datei mit dem gewünschten<br />

Spiel.<br />

Bei Nintendos <strong>Spiele</strong>konsolen<br />

haben Sie wieder die Qual<br />

der Wahl. Ein besonders beliebter<br />

Emulator für das SNES<br />

ist SuperGNES Lite [14]. Vor<br />

dem Start der App parken Sie<br />

die <strong>Spiele</strong>-ROMs auf der Speicherkarte.<br />

Jetzt müssen Sie<br />

SuperGNES Lite nur noch aufrufen<br />

und das Angebot annehmen,<br />

auf der Speicherkarte<br />

nach <strong>Spiele</strong>n zu suchen. Super-<br />

GNES gibt es übrigens auch dient.<br />

noch in einer kommerziellen Fassung [15],<br />

die unter anderem mit einer umfangreichen<br />

Schummel-Datenbank aufwartet.<br />

Joerg Jahnke nimmt sich mit seinem<br />

Mobile Boy (Lite) dem GameBoy an [16]. Sein<br />

Emulator bringt sogar bereits ein paar <strong>Spiele</strong><br />

mit. Auch hier müssen Sie nur die ROM-Dateien<br />

auf der SD-Karte parken, die App starten<br />

und dann auf dem Register SD-Karte die<br />

zum gewünschten Spiel passende ROM-Datei<br />

heraussuchen. Die Vollversion<br />

des MobileBoy<br />

beherrscht ein paar zusätzliche<br />

Funktionen,<br />

beispielsweise kann<br />

man den aktuellen Zustand<br />

des Emulators<br />

einfrieren und speichern<br />

(Snapshot).<br />

Gänzlich kostenlos ist<br />

Gameboy Color A.D.,<br />

der sich allerdings auf<br />

das Nachfolgemodell<br />

des GameBoy Color<br />

spezialisiert hat [17].<br />

Fazit<br />

Die Zeitreise in die Vergangenheit<br />

macht Spaß,<br />

erfordert aber Experimentierfreude<br />

und die Bereitschaft, sich mit<br />

einer teilweise sehr fummeligen Steuerung<br />

anzufreunden. Dabei gilt die Faustregel: Je<br />

größer der Bildschirm, desto einfacher die<br />

Bedienung. Die alten <strong>Spiele</strong> machen auf den<br />

kleinen Smartphone-Bildschirmen noch<br />

heute eine recht gute Figur. Vermutlich stecken<br />

aus diesem Grund im Play Store auch<br />

mehr Emulatoren für Videospielkonsolen, als<br />

für Computer: <strong>Spiele</strong> machen Spaß. ● ● ●<br />

Abb. 8: SuperGNES blendet am unteren<br />

Rand ein GamePad ein, das<br />

auch gleichzeitig zur Steuerung<br />

Abb. 9: Keiner flucht so schön wie<br />

Q-Bert: Das Spiel liegt dem Emulator<br />

MobileBoy bereits bei.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27057<br />

Automaten<br />

Bevor die erste Videospielkonsole die Wohnzimmer eroberte, versenkten<br />

<strong>Spiele</strong>r vor allem in den 70er-Jahren unzählige Münzen in<br />

Spielautomaten. Auch für diese existieren im Play Store mehrere<br />

Nachbauten.<br />

Von Atari gibt es eine kommerzielle Automatensammlung mit<br />

<strong>Spiele</strong>n wie Centipede und dem legendären Pong. Wenn Sie die<br />

Atari’s Greatest Hits genannte, 44 MB große App installieren, dürfen<br />

Sie als Appetitanreger kostenlos Missile Command spielen [8].<br />

Die übrigen Automaten schalten Sie dann einzeln gegen eine Gebühr<br />

frei. Nach dem Start der App<br />

sitzen Sie eine Weile vor einem<br />

schwarzen Bildschirm, anschließend<br />

lädt die App die Komponente<br />

OpenFeint aus dem Internet.<br />

Dieser Dienst erlaubt einen<br />

Vergleich von Spielständen mit<br />

Freunden. Wenn Sie daran nicht<br />

teilnehmen möchten, tippen Sie<br />

einfach auf No Thank You. Anschließend<br />

können Sie durch die<br />

vorhandenen Automaten wischen<br />

und einen von ihnen kaufen<br />

(Buy). Eine Partie Missile Command<br />

starten Sie schnell über den<br />

mit Quick Play beschrifteten<br />

Abb. 10: In Atari’s Greatest Hits<br />

Knopf. Anschließend wählen Sie<br />

hat man die Wahl zwischen<br />

noch eine Steuerungsvariante,<br />

verschiedenen Automaten.<br />

indem Sie das entsprechende Bild<br />

antippen. Via 1-Player Start geht es dann endlich los. Ziel ist es, die<br />

herannahenden Raketen abzuschießen. Mit den Knöpfen feuert die<br />

jeweilige Bodenstation – wohin,<br />

zeigt das blaue Steuerkreuz an,<br />

das Sie mit Wischgesten auf dem<br />

roten Ball bewegen.<br />

Weitere Arcadeautomaten aus<br />

Spielhallen emuliert das ca. 23<br />

MB große MAME4droid Reloaded<br />

[9]. Diese App basiert auf<br />

dem Windows-Programm MAME<br />

und fordert deshalb auch besonders<br />

leistungsstarke Smartphones<br />

beziehungsweise besser<br />

noch Tablets. Verfügt Ihr Gerät<br />

nur über einen einzigen Prozessor,<br />

sollten Sie zur weniger leistungshungrigen<br />

Schwester-App Abb. 11: MAME emuliert nahezu<br />

MAME4droid greifen [10]. Nach sämtliche jemals auf den<br />

dem ersten Start der App tippen Markt gebrachten Automaten<br />

Sie auf Yes. Damit entsteht auf – ein leistungsfähiges Smartphone<br />

vorausgesetzt.<br />

der SD-Karte das neue Verzeichnis<br />

ROMs. Darin befindet sich ein<br />

weiterer Ordner namens MAME4All, in dem der Emulator die<br />

ROMs des gewünschten Automaten erwartet. MAME4Droid verdaut<br />

ausschließlich ROM-Dateien im Format der MAME-Version<br />

0.37b11 (GP2X WIZ 0.37b11). Nach einem Tipp auf Start in der App<br />

dürfen Sie sich einen der Automaten aussuchen.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 35


Fokus<br />

Gehirntraining<br />

Nicholas Kinney, 123RF<br />

Mit <strong>Android</strong>-<strong>Spiele</strong>n das Gehirn in Schwung bringen<br />

Mit Köpfchen<br />

Im Play Store gibt es eine Menge Fitness-Apps, die Ihnen dabei helfen,<br />

Ihre Ausdauer zu verbessern und Sie zu täglichen Übungen animieren.<br />

Doch welche App hält Sie geistig fit? Jasmin Bauer<br />

Abb. 1: Der Roboter muss den Weg<br />

bis zum roten Feld zurücklegen.<br />

Doch die einzelnen Befehle reichen<br />

nicht aus.<br />

<strong>Spiele</strong> auf dem Smartphone sind<br />

nicht nur ein netter Zeitvertreib<br />

für zwischendurch, sondern können<br />

auch gleichzeitig das logische<br />

Denken und das Gehirn trainieren. Alles, was<br />

Sie dafür benötigen, sind die richtigen Apps.<br />

Wir stellen Ihnen einige <strong>Spiele</strong> vor, die Ihre<br />

grauen Zellen auf Trab bringen und dabei<br />

Spaß machen.<br />

AndroMaze<br />

Helfen Sie einem kleinen grünen<br />

Roboter dabei, alle roten Felder des<br />

Spielfeldes zu erreichen und Hindernisse<br />

aus dem Weg zu räumen. Dafür stehen<br />

Ihnen unterhalb des Spielfeldes die Programmier-Anweisungen<br />

vorwärts, rechts und<br />

links zur Verfügung, die Sie nacheinander in<br />

die beiden Programmierfelder ziehen. Keine<br />

Sorge, Sie müssen kein gelernter Programmierer<br />

sein. Allerdings ist Kombinationsgabe<br />

gefragt. Sie haben nämlich nur maximal<br />

zehn Befehle zur Verfügung. Darin liegt auch<br />

die Hauptschwierigkeit dieses Spiels. In den<br />

meisten Fällen benötigen Sie nämlich weitaus<br />

mehr Befehle, als Sie in den zehn Feldern<br />

eingeben können.<br />

Soll der Roboter beispielsweise drei<br />

Schritte vorwärts gehen, benötigen Sie dafür<br />

auch drei Felder. Eventuell muss der Roboter<br />

in diesem Spiel mehrere Male einen Weg von<br />

drei Feldern zurücklegen. Dann wären Ihre<br />

zehn Felder natürlich schnell voll. Deswegen<br />

haben Sie unterhalb der beiden Programmierbereiche<br />

noch die beiden Funktionen A<br />

und B zur Verfügung, in denen Sie wiederum<br />

jeweils bis zu fünf Befehle festlegen können.<br />

Sich wiederholende Programmieranweisungen<br />

definieren Sie zunächst in diesen Funktionen<br />

und fügen dann den Befehl zur Aus-<br />

38<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Gehirntraining<br />

Abb. 2: Wiederkehrende Befehle<br />

legen Sie in den Funktionen A und<br />

B fest, um Schritte zu sparen.<br />

Abb. 3: So geht der Roboter um<br />

die Steine herum und schiebt den<br />

letzten Stein nach oben.<br />

Abb. 4: Bei falscher Anordnung<br />

der Zahnräder passt das letzte Rad<br />

nicht mehr dazwischen.<br />

Abb. 5: Nun sind alle Räder miteinander<br />

verbunden und bewegen<br />

sich richtig.<br />

führung dieser Funktion an die jeweilige<br />

Stelle in Ihrem Programmierfeld ein. Haben<br />

Sie sich bei der Auswahl der Befehle vertan,<br />

können Sie die falschen Anweisungen einfach<br />

durch Herausziehen verschwinden lassen<br />

oder in Menü | Clear alles löschen und<br />

wieder von vorne beginnen. Sobald Sie mit<br />

Ihrer Programmierung fertig sind, starten Sie<br />

den Roboter mit dem Play-Symbol. Erreicht<br />

dieser dank Ihrer Einträge alle roten Felder,<br />

haben Sie die Aufgabe erfüllt und gelangen<br />

automatisch in die nächste Runde.<br />

Für Fortgeschrittene bietet AndroMaze<br />

spezielle Variationen, wie die Programmierung<br />

mehrerer Roboter, die jeweils einen<br />

ganz unterschiedlichen Weg zurücklegen<br />

müssen. Ihre Aufgabe besteht darin, zu überlegen,<br />

welche Befehle auf alle Roboter passen.<br />

Dabei dürfen Sie sich nicht von den unterschiedlichen<br />

Richtungen irritieren lassen.<br />

In der Übersicht können Sie auch Aufgaben<br />

wählen, bei denen Sie erst Steine aus dem<br />

Weg räumen müssen (Abbildung 3). Die<br />

Steine schieben Sie einfach in die freien Felder.<br />

Aber verbauen Sie sich dadurch nicht<br />

den Weg zum Ziel.<br />

Dieses kostenlose Spiel besitzt zwar eine<br />

recht simple Grafik und insgesamt wenig Befehle,<br />

allerdings begeistert es durch die vielen<br />

Levels, die nach und nach immer schwieriger<br />

werden. AndroMaze ist auch ohne<br />

akkufressende Effekte ein Spiel mit hohem<br />

Spaßfaktor und Suchtpotenzial. Einfach, genial<br />

und sogar werbefrei. Es eignet sich für<br />

alle, die auf eine motivierende Weise ganz<br />

nebenbei das logische Denkvermögen und<br />

die Konzentration schulen möchten und ist<br />

daher absolut empfehlenswert. Auch als Einstieg<br />

für Kinder zur Programmierung eignet<br />

sich die App.<br />

Geared<br />

Das Prinzip dieses kostenlosen Logikspiels<br />

ist einfach. Sie haben zwei<br />

feste Zahnräder zur Verfügung, die<br />

Sie mit verschiedenen losen Zahnrädern so<br />

miteinander kombinieren müssen, dass sich<br />

am Ende alle Räder drehen. In jeder Runde<br />

stehen Ihnen unten eine bestimmte Anzahl<br />

unterschiedlicher loser Zahnräder zur Verfügung.<br />

Um sie einzusetzen, ziehen Sie diese<br />

einfach an die gewünschte Stelle im Feld.<br />

Haben Sie ein Level erfolgreich absolviert,<br />

können Sie automatisch auf weitere fünf<br />

Schwierigkeitsstufen zurückgreifen. Die<br />

Schwierigkeit steigt dabei langsam an.<br />

Nach und nach kommen immer neue Hindernisse<br />

hinzu, zum Beispiel Felder, in denen<br />

Sie kein Zahnrad einfügen dürfen. Mit fortschreitender<br />

Schwierigkeitsstufe müssen Sie<br />

hier und da auch um die Ecke denken und<br />

die Räder eher ungewöhnlich miteinander<br />

kombinieren oder einfach an einer anderen<br />

Stelle einsetzen. Auf Wunsch können Sie<br />

Geared in der Community sogar gegen andere<br />

Leute spielen.<br />

Die ersten Spielrunden sind fast etwas zu<br />

einfach und garantieren schnelle Erfolgserlebnisse.<br />

Das Anbringen der Zahnräder an<br />

der richtigen Stelle kann allerdings auch zur<br />

Geduldsprobe werden. Manchmal hat man<br />

die Lösung zwar vor Augen, allerdings bedarf<br />

es einer längeren Fummelei, die Räder<br />

auch wirklich alle so miteinander zu verbin-<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 39


Fokus<br />

Gehirntraining<br />

Abb. 6: Das kleine Zahnrad müsste<br />

zwischen die beiden linken Zahnräder.<br />

den. Doch hat man dies ein paar Mal gemacht,<br />

stellt es bald kein Problem mehr dar.<br />

Einige Firmen setzen übrigens Denkaufgaben<br />

mit Zahnrädern bei Eignungstests ein, um<br />

die logische Kombinationsfähigkeit der Bewerber<br />

zu testen. Haben Sie ein paar Runden<br />

Geared hinter sich, brauchen Sie sich davor<br />

nicht mehr zu fürchten.<br />

Block Puzzle<br />

Das kostenlose Legespiel Block<br />

Puzzle erinnert dank seiner Formen<br />

stark an Tetris, wird allerdings wie<br />

Tangram gespielt. Die Aufgabe besteht darin,<br />

verschiedene geometrische Figuren in die<br />

Form eines vorgegebenen Rechtecks zu bringen.<br />

Die einzelnen Figuren können Sie nicht<br />

drehen. Pro Spiel gibt es immer daher nur<br />

eine mögliche Lösung. Um Block Puzzle zu<br />

spielen, ziehen Sie die Formen in das helle<br />

Feld mit dem Rechteck und kombinieren sie<br />

so mit den anderen Puzzle-Stücken, dass Sie<br />

am Ende dieses Rechteck nachgebaut haben.<br />

Block Puzzle ist nicht nur ein netter Zeitvertreib<br />

für zwischendurch, sondern kann<br />

das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern.<br />

Es ist gut möglich, dass Sie bereits nach<br />

wenigen Runden ein Auge für die Lösung bekommen<br />

und das Spiel dann schnell langweilig<br />

finden. Allerdings stoßen Sie auch in höheren<br />

Spielrunden immer wieder auf knifflige<br />

Aufgaben, die etwas mehr Zeit für die<br />

Lösung beanspruchen. Schön wäre es, wenn<br />

der <strong>Spiele</strong>r statt Flächen auch dreidimensionale<br />

Körper zusammenbauen könnte. Dann<br />

wäre das, wie der Entwickler sein Spiel<br />

selbst bezeichnet, ein „wirklich cooles Spiel“.<br />

Onetouch<br />

Drawing<br />

Bei Onetouch<br />

Drawing müssen<br />

Sie in einer Bewegung<br />

eine komplette<br />

Figur nachzeichnen. Dafür<br />

setzen Sie an der geeigneten<br />

Stelle an und streichen<br />

ohne Unterbrechung über<br />

das Display. Eine Linie<br />

zweimal nachzufahren, ist<br />

verboten. Sie müssen sich<br />

also vorher genau überlegen,<br />

wo Sie am besten ansetzen.<br />

Stoppen Sie zwischendurch,<br />

ist das Spiel<br />

verloren. Lassen Sie sich<br />

nicht in die Irre führen,<br />

wenn Sie die ersten Runden<br />

schnell durchgespielt<br />

Abb. 7: Die einzelnen Formen werden<br />

durch Drag&Drop in das helle<br />

Rechteck gezogen.<br />

haben. Mit der Zeit erhalten Sie immer komplexere<br />

Zeichnungen, die es schwierig machen,<br />

auf Anhieb den richtigen Weg zu finden.<br />

Onetouch Draw ing besitzt drei unterschiedliche<br />

Welten, die aufeinander aufbauen.<br />

Wer nicht weiterweiß, kann sich auf<br />

der Fanseite bei Facebook umschauen. Mittlerweile<br />

ist es möglich, dort Lösungen zu<br />

veröffentlichen und anderen <strong>Spiele</strong>rn zu helfen.<br />

Einen Mehrspieler-Modus gibt es zwar<br />

nicht, Sie können jedoch mit mehreren <strong>Android</strong>en<br />

gegeneinander antreten und dadurch<br />

dem Spiel einen Wettkampfcharakter verleihen.<br />

Ob alleine oder gegen andere, Onetouch<br />

Drawing verbessert die Konzentration und<br />

das logische Denken, da Sie wissen müssen,<br />

welche Wege Sie bereits gegangen sind und<br />

schon ein paar Schritte im Voraus denken<br />

müssen, um die Aufgabe zu lösen.<br />

Brain Trainer<br />

Mit vielen Übungen können Nutzer<br />

ihr Gedächtnis in den Bereichen<br />

Rechnen, Logik, Konzentration und<br />

Gedächtnis trainieren. Die Anwendung eignet<br />

sich für alle Altersstufen, um geistig fit<br />

zu bleiben oder einfach mal nebenbei wieder<br />

das Kopfrechnen zu üben. Bereits in der kostenlosen<br />

Version gibt es zahlreiche Übungen<br />

wie Kopfrechnen, Fortsetzen von Zahlenreihen<br />

und Gedächtnisspielen. Gemessen wird<br />

nicht nur, ob die Antwort korrekt ist, sondern<br />

auch die Reaktionszeit. Wem die Auswahl an<br />

<strong>Spiele</strong>n nicht ausreicht, kann für 0,69 Euro<br />

auf die Vollversion aufrüsten.<br />

Der <strong>Spiele</strong>r wählt in einem ersten Schritt<br />

den Bereich, welchen er trainieren möchte,<br />

aus und sucht sich dementsprechend seine<br />

Abb. 8: Das rote S-Feld markiert<br />

den Startpunkt. Die dunkelblauen<br />

Linien wurden bereits abgefahren.<br />

40<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Gehirntraining<br />

Abb. 9: Auf der Übersichtsseite<br />

können Sie Ihren Schwerpunkt<br />

wählen.<br />

Abb. 10: Brain Trainer ermöglicht<br />

auch gezielte Trainingsprogramme.<br />

Abb. 11: Zahlenspaß auf kreative<br />

Weise: Der <strong>Spiele</strong>r muss Ninjas<br />

durch Rechnen retten.<br />

Abb. 12: Beim Spiel Black Box muss<br />

der <strong>Spiele</strong>r herausfinden, wo sich<br />

die fünf Bälle befinden.<br />

Aufgabe heraus. Im Menü können Sie sogar<br />

einstellen, wann Sie an das Gehirntraining<br />

erinnert werden möchten. Die einzelnen<br />

Übungen sind einfach und leicht zu verstehen.<br />

Die Anleitungen sehen Sie, sobald Sie<br />

sich für ein Spiel entschieden haben.<br />

Im Gegensatz zu den anderen Anwendungen<br />

besitzt Brain Trainer eine Auswahl an<br />

<strong>Spiele</strong>n, die das Gehirn auf vielseitige Weise<br />

fordern. Die einzelnen Übungen können Sie<br />

innerhalb weniger Minuten absolvieren. Alternativ<br />

entscheiden Sie sich direkt für ein<br />

bestimmtes Training und absolvieren mehrere<br />

Übungen. Der spielerische Charakter<br />

der einzelnen Gedächtnisübungen verleiht<br />

dem Programm einen gewissen Charme.<br />

Allerdings verbrauchen die<br />

Übungen aufgrund ihrer Darstellung<br />

sehr viel Akku. Zum<br />

Einstieg lohnt sich die kostenlose<br />

Version allemal. Nur wenn<br />

Sie regelmäßig mit Brain Trainer<br />

üben möchten, lohnt sich<br />

das Aufrüsten.<br />

Simon Tathams<br />

Puzzle-Sammlung<br />

Diese kostenlose <strong>Spiele</strong>sammlung<br />

besteht<br />

aus aktuell 34 verschiedenen<br />

<strong>Spiele</strong>n, die Kombinationsgabe<br />

und vor allem Ausdauer<br />

verlangen. Für jedes<br />

Spiel gibt es eine ausführliche<br />

Anleitung, Hilfestellungen und<br />

Lösungen auf Deutsch. Die<br />

<strong>Spiele</strong> sind alles andere als<br />

langweilig und können sogar richtig kniffelig<br />

werden. Die Puzzle-Sammlung eignet<br />

sich für alle, die nach neuen Herausforderungen<br />

suchen. Sie können bei einigen<br />

Puzzles Schwierigkeit und Art nach Bedarf<br />

einrichten. Die <strong>Spiele</strong> sind frei im Internet<br />

verfügbar, und es gibt auch eine PC-Variante.<br />

So können Sie Ihren aktuellen Spielstand<br />

im Smartphone über das Menü abspeichern<br />

und später zu Hause am PC weiterknobeln.<br />

Fazit<br />

Es gibt zahlreiche günstige und Gratisspiele,<br />

mit denen Sie Ihre grauen Zellen ankurbeln<br />

können. AndroMaze und Onetouch Drawing<br />

trainieren Logik und<br />

Konzentration, während<br />

Anwendungen im Stil<br />

von Block Puzzle eher<br />

die räumliche Vorstellungskraft<br />

schulen. Ein<br />

umfassendes Trainingsprogramm<br />

bietet unter<br />

anderem die App Brain<br />

Trainer. Nicht zuletzt<br />

bieten sich diese <strong>Spiele</strong><br />

optimal für Überbrückungen<br />

von Wartezeiten<br />

an. Suchen Sie sich<br />

am besten die Anwendung<br />

heraus, die Ihnen<br />

am meisten liegt, und<br />

vergessen Sie nicht, regelmäßig<br />

zu üben. Viel<br />

Spaß beim <strong>Spiele</strong>n und<br />

Trainieren.<br />

● ● ●<br />

Abb. 13: Bei Cube müssen Sie die<br />

Felder so tangieren, dass alle Seiten<br />

des Würfels blau sind.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 41


Hardware<br />

Samsung Galaxy Note 10.1<br />

Das Samsung Galaxy Note 10.1 im Test<br />

Zeichenbrett<br />

Samsung<br />

Mit dem Galaxy Note<br />

10.1 bringt Samsung ein<br />

Modell aus der Note-<br />

Reihe in Tablet-Größe.<br />

Mit optimierten Stift-<br />

Funktionen und zahlreichen<br />

cleveren Features<br />

hat das Note 10.1 die<br />

Chance, zum Desktop-<br />

Ersatz zu werden.<br />

Christoph Langner<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Stifteingabe durchdacht<br />

‚ Multiscreen-Funktion<br />

‚ Telefonate möglich<br />

‚ Guter Sound für Musik und<br />

Filme<br />

‚ Schnelle Quad-Core-CPU<br />

„ Sehr spiegelndes Display<br />

„ Laden nicht über USB möglich<br />

Mit dem ersten Galaxy Note hat<br />

Samsung einen überraschende<br />

Coup gelandet. Die Wenigsten<br />

hätten dem extragroßen Smartphone<br />

zugetraut, ein ausgewiesener Erfolg<br />

zu werden. Noch weniger Kritiker haben jemals<br />

geahnt, dass Samsung mehr als zehn<br />

Millionen Notes verkaufen wird (Stand August<br />

2012) und dass es mit dem Note II einen<br />

Nachfolger im selben Format geben würde.<br />

Das Galaxy Note 10.1 überträgt nun das<br />

Prinzip der Note-Reihe auf das Tablet-Format.<br />

Wie das Note-Smartphone verfügt auch<br />

das 10,1 Zoll große Note-Tablet über einen<br />

drucksensitiven „S-Pen“ getauften Stift, der<br />

in einem Slot in der rechten unteren Ecke<br />

sein Zuhause findet. Mit ihm bedienen Sie<br />

das Note pixelgenau, sodass sich handschriftlich<br />

Notizen oder Zeichnungen auf<br />

dem Tablet erstellen lassen.<br />

Vier Kerne für viel Power<br />

Das Galaxy Note 10.1 und das gerade auf der<br />

IFA 2012 vorgestellte Galaxy Note II haben<br />

nicht nur den Stift gemein, auch im Inneren<br />

der Geräte gibt es Ähnlichkeiten. Genauso<br />

wie im Riesen-Smartphone kommt beim<br />

Note 10.1 ein Exynos-4412-System zum Einsatz.<br />

Im Tablet ist die Quad-Core-CPU vom<br />

Typ Cortex-A9, allerdings nur mit 1,4 GHz<br />

und nicht mit 1,6 GHz getaktet. Die Grafik<br />

wird in beiden Geräten von einer Mali-<br />

400MP-GPU beschleunigt, auch der Arbeitsspeicher<br />

von 2 GByte RAM ist identisch.<br />

Die Rechenpower der Chips ist herausragend<br />

(AnTuTu: 12995, Vellamo: 2310). Im<br />

Alltag spürt man die gebotene Leistung unter<br />

anderem in der Bedienoberfläche und im<br />

Browser. Sämtliche grafischen Elemente sind<br />

flüssig animiert, und auch der Aufbau von<br />

aufwendigen Webseiten mit vielen Bildern<br />

oder dynamischen Elementen geht ohne Verzögerung<br />

vonstatten. Grafisch aufwendige<br />

<strong>Spiele</strong> sind ebenfalls kein Problem.<br />

Kritik üben lässt sich am Display: Samsung<br />

hat im Note 10.1 ein herkömmliches LCD mit<br />

einer Auflösung von 1280x800 Bildpunkten<br />

verbaut, dadurch ist das Bild nicht so brillant<br />

wie etwa auf den AMOLED-Displays eines<br />

Galaxy SIII oder Galaxy Note. Von den<br />

2048x1536 Pixeln eines Retina-Displays aus<br />

dem iPad 3 darf man bei den Top-<strong>Android</strong>-<br />

Tablets weiterhin noch träumen. Nichts desto<br />

trotz kann man nicht behaupten, dass das<br />

Display des Tablets schlecht wäre, es ist allerdings<br />

Luft nach oben.<br />

Die Kapazität des Akkus ist mit 7000 mAh<br />

ausreichend dimensioniert, er ist allerdings<br />

fest im Gerät verbaut und kann nicht eigenhändig<br />

getauscht werden. Bei intensiver Nutzung<br />

wie zum Beispiel dem Abspielen von<br />

hochauflösenden Videos bei maximaler Helligkeit<br />

des Displays hält der Akku etwa acht<br />

Stunden durch. Im reinen Standby-Betrieb<br />

verlor der Akku nach zwei Tagen lediglich 20<br />

Prozent seiner Kapazität, damit dürfte eine<br />

Standby-Zeit von etwa 10 Tagen möglich sein.<br />

Kamera nicht berauschend<br />

Die restliche Ausstattung des Samsung Galaxy<br />

Note 10.1 besteht aus einer Rückkamera<br />

mit fünf Megapixeln Auflösung und einer<br />

Frontkamera mit 1,9 Megapixeln Auflösung.<br />

Eine Bluetooth-4.0-Schnittstelle mit A2DP<br />

Audio-Streaming, WLAN, GPS und die üblichen<br />

Sensoren (Lage, Beschleunigung, Umgebungslicht)<br />

runden die Konfiguration ab.<br />

Die Qualität der eingebauten Rückkamera<br />

überzeugt uns im Test nicht. Die Bilder wirken<br />

blass und körnig. Selbst wenn ausreichend<br />

Licht im Raum zur Verfügung steht, ist<br />

ein deutliches Rauschen zu verzeichnen.<br />

Kaum jemand wird mit einem Tablet auf<br />

Foto-Tour gehen, allerdings stünden<br />

Samsung zahlreiche bessere Chips und Optiken<br />

zur Verfügung. In Anbetracht des hohen<br />

Preises des Note 10.1 wäre es angebracht, für<br />

etwas mehr Bildqualität zu sorgen.<br />

Der Speicherplatz unseres Testgerätes ist<br />

16 GByte groß, von diesen sind allerdings<br />

schon fünf GByte vom System selbst belegt.<br />

Für eigene Daten und nachinstallierte Apps<br />

stehen nur noch elf GByte zur Verfügung.<br />

42<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Samsung Galaxy Note 10.1<br />

Abb. 1: Der Fotosensor der rückseitig verbauten Kamera zeigt leider<br />

schon sehr früh ein starkes Rauschen im Bild.<br />

Abb. 2: Ein Notizfenster lässt sich jederzeit mit dem Stift durch einen Doppelklick<br />

bei gedrückter Taste öffnen.<br />

Wer mehr Speicherplatz braucht, muss zu<br />

den 32- oder 64-GByte-Versionen des Note<br />

10.1 greifen oder den Speicher des Tablets<br />

mit einer bis zu 64 GByte großen Speicherkarte<br />

aufrüsten.<br />

Stift mit Extras<br />

Bei allen Note-Geräten ist die Möglichkeit,<br />

das Gerät mit einem Stift zu bedienen, das<br />

herausragende Merkmal. Samsung liefert<br />

dazu nicht einfach einen simplen Griffel mit<br />

stromleitendem Gumminippel am Ende aus,<br />

sondern einen Digitizer, mit dem Sie pixelgenau<br />

zeichnen können. Um das Potenzial des<br />

Digitizers auszunutzen, hat Samsung zahlreiche<br />

Modifikationen an <strong>Android</strong> vorgenommen<br />

und auch einige für das Note entwickelte<br />

Apps mit auf das Tablet gepackt.<br />

Sobald Sie den Stift aus seinem Schacht ziehen,<br />

erscheint am rechten Rand des Displays<br />

eine Leiste, mit allen Programmen, die für die<br />

Stifteingabe optimiert wurden. Das Keyboard<br />

des Tablets bietet nicht nur unterschiedliche<br />

Layouts, sondern auch eine Handschriftenerkennung.<br />

Im Test funktionierte diese gut, allerdings<br />

sollte man sich trotzdem Mühe<br />

geben, halbwegs sauber zu schreiben. Viele<br />

Gesten wie zum Beispiel einen Strich nach<br />

links zum Löschen eines Buchstabens oder<br />

einen Strich nach rechts für ein Leerzeichen<br />

kennt man aus den Zeiten eines Palm Pilots,<br />

allerdings müssen Sie sich beim Note keine<br />

spezielle Notation mehr merken.<br />

Passend zum Digitizer ist auf dem Note ein<br />

leistungsfähiges Notizbuch vorinstalliert. In<br />

ihm lassen sich Texte, Bilder, Tonaufnahmen,<br />

Zeichnungen oder auch Formeln ablegen und<br />

archivieren. S-Note erreichen Sie über den<br />

App-Drawer, aber auch einfach über den Eingabestift.<br />

Egal, welche App Sie gerade geöffnet<br />

haben, ein Doppelklick mit dem Stift bei<br />

gedrücktem Knopf öffnet ein kleines Notiz-<br />

Fenster als dem Bild überlagerte App.<br />

Halten Sie den Knopf des Stiftes gedrückt<br />

und tippen für etwa zwei Sekunden auf das<br />

Display, wird ein Screenshot erstellt und in<br />

einer Art simplen Bildbearbeitung automatisch<br />

geöffnet. Auch hier können Sie mit dem<br />

Stift wieder eigene Anmerkung einzeichnen<br />

oder einzelne Bereiche ausschneiden.<br />

Mit PS-Touch dagegen leben Sie Ihr künstlerisches<br />

Talent auf dem Tablet aus. Der mobile<br />

Abkömmling der leistungsfähigen Bildbearbeitung<br />

Photoshop ist zwar auf dem<br />

Abb. 3: Wer lieber mit Stift schreibt statt tippt, der schaltet auf die Handschriftenerkennung<br />

des Galaxy-Note-Tablets um.<br />

Abb. 4: Für aufwendigere Bildbearbeitung ist auf dem Note 10.1 ein für<br />

mobile Geräte optimiertes Photoshop von Adobe installiert.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 43


Hardware<br />

Samsung Galaxy Note 10.1<br />

Abb. 5: Das Display des Note 10.1 ist groß genug, um zwei Apps mit der<br />

Multiscreen genannten Funktion anzeigen zu können.<br />

Abb. 6: Trotz UMTS-Antenne besitzen die meisten Tablets keine Telefonie-<br />

Funktion, beim Note ist diese jedoch vorhanden.<br />

Galaxy Note 10.1 GT-N8000<br />

Tab let nicht ganz so umfangreich ausgestattet<br />

wie auf dem PC, er eignet sich dank des<br />

Stiftes jedoch nicht nur für einfache Bildkorrekturen,<br />

sondern auch zum Erstellen aufwendiger<br />

Zeichnungen oder Retuschen.<br />

Doppeltes Bild<br />

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des<br />

Note 10.1 ist die von Samsung „Multiscreen“<br />

getaufte Dual-Screen-Funktion. Die vorinstallierten<br />

Apps Browser, Polaris Office, S-Note,<br />

Videoplayer, Galerie und der E-Mail-Client<br />

lassen sich nebeneinander anordnen. So recherchieren<br />

Sie mit dem Browser im Internet,<br />

während Sie gleichzeitig eine E-Mail verfassen,<br />

ohne dass Sie zwischen zwei Apps hinund<br />

herwechseln müssten. Allerdings lassen<br />

sich beliebige andere nachinstallierte Apps<br />

nicht in diesen Zwei-Fenster-Modus verfrachten,<br />

Multiscreen unterstützt nur die von<br />

Samsung speziell dafür ausgerichteten Apps.<br />

Ungewöhnlich ist auch der in der Vorderkante<br />

des Tablets integrierte Infrarot-Sender.<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Samsung<br />

Formfaktor<br />

10,1-Zoll-Smartphone<br />

Auflösung<br />

1280x800 Pixel<br />

Prozessor<br />

1,4 GHz Quad-Core ARM Cortex-A9<br />

<strong>Android</strong>-Version 4.0.4<br />

Akku<br />

7000 mAh<br />

Laufzeit Video<br />

8h<br />

Gewicht<br />

530 g<br />

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460 Euro (WiFi, 16 GByte) / 600 Euro<br />

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Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

12995 Punkte<br />

Vellamo-Benchmark<br />

2310 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

4,6 Punkte<br />

Mit ihm und der Smart Remote genannten<br />

App steuern Sie Fernseher oder andere<br />

Audio- bzw. Heimkino-Geräte. Die App kennt<br />

die Codes zahlreicher Hersteller, Sie müssen<br />

daher nicht zwangsläufig weitere Samsung-<br />

Geräte kaufen.<br />

Telefon an Bord<br />

Die 3G-Variante des Note 10.1 kann dank<br />

UMTS-Modul auch unterwegs ins Internet.<br />

Durch den HSPA+-Modus stehen in der Theorie<br />

bis zu 21 Mbit/​s für den Download und<br />

5,7 Mbit/​s für den Upload zur Verfügung, ein<br />

Modell mit LTE gibt es bislang noch nicht. In<br />

der Praxis konnten wir eine Bandbreite von<br />

etwa 20 Mbit/​s im WLAN und 4,5 Mbit/​s<br />

bzw. 2,5 Mbits/​s (Down- bzw. Upload) im<br />

UMTS-Netz von Vodafone messen.<br />

Samsung nutzt die Mobilfunkverbindung<br />

allerdings nicht wie andere Hersteller nur für<br />

die Datenverbindung, sondern hat dem Tablet<br />

auch ein Telefon spendiert. Dass es keinen<br />

Sinn macht, ein 10-Zoll großes Tablet<br />

ans Ohr zu halten, hat Samsung bedacht.<br />

Gespräche laufen über die integrierte Freisprechfunktion<br />

oder über ein Kabel- bzw. ein<br />

optionales Bluetooth-Headset. Als Besitzer<br />

eines Note-Tablets können Sie Ihr Smartphone<br />

von daher auch einmal zu Hause liegen<br />

lassen, ohne komplett auf Telefonate<br />

verzichten zu müssen.<br />

Fazit<br />

Mit dem Galaxy Note 10.1 verleiht der südkoreanische<br />

Hersteller Samsung dem <strong>Android</strong>-<br />

Tablet einen spürbaren Mehrwert. Der S-Pen,<br />

die Schrifterkennung, der Split-Screen oder<br />

auch der Infrarot-Sender sind Funktionen,<br />

die kein anderer Hersteller bislang in ein<br />

<strong>Android</strong>-Gerät integriert hat. In Kombination<br />

mit der leistungsfähigen Hardware ist das<br />

Note-Tablet ein gelungenes Produkt, das den<br />

gehobenen Preis durchaus rechtfertigt. ● ● ●<br />

44<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


VIDEOS<br />

GAMES<br />

WEB<br />

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Hardware<br />

CAT Phones B10 und B25<br />

Im Test: CAT-Phones B10 und B25<br />

Dickes<br />

Duo<br />

Caterpillar<br />

Caterpillar ist einer der bekanntesten Hersteller von Baumaschinen<br />

weltweit – und steigt nun mit zwei massiven Telefon-Maschinen auch<br />

in den Smartphone-Markt ein. Wir haben den beiden CAT-Phones<br />

genauer unter die Haube gesehen. Arnold Zimprich<br />

Einige Anwender benötigen für<br />

ihren Arbeitsplatz oder bei Freizeit-<br />

Aktivitäten viel dringender ein Mobiltelefon<br />

mit robustem Äußeren<br />

als eine hochauflösende Kamera, Touchscreen-Display<br />

oder die Verknüpfung mit<br />

dem eigenen E-Mail-Postfach. So äußert sich<br />

Frank Reimann, seines Zeichens COO von<br />

20:20mobile, dem CAT-Vermarkter in<br />

Deutschland, zu den beiden CAT-Phones.<br />

Hält unser Test, was Reimann verspricht?<br />

Für den ruppigen<br />

Berufsalltag<br />

Das robuste Äußere ist es letztendlich, was<br />

die CAT-Phones von der Konkurrenz abhebt.<br />

So sind beide Geräte nach IP67 zertifiziert –<br />

das bedeutet maximaler Staubschutz und<br />

Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.<br />

Im Folgenden werden wir uns hauptsächlich<br />

mit dem CAT B10 beschäftigen – denn nur<br />

hier haben wir es mit einem waschechten<br />

<strong>Android</strong>en mit 2.3.5 Gingerbread als<br />

Betriebs system zu tun.<br />

Mit knapp über 200 Gramm ist das Dual-SIMfähige<br />

B10 kein Leichtgewicht, das massive<br />

Gehäuse ist das Alleinstellungsmerkmal des<br />

rund 350 Euro teuren Gerätes. Was hingegen<br />

im Inneren verbaut ist, reißt <strong>Android</strong>-Enthusiasten<br />

nicht vom Hocker. Neben Version<br />

2.3.5 Gingerbread tut hier ein Single Core-<br />

Prozessor von Qualcomm mit 800 MHz seinen<br />

Dienst – damit lassen sich Basis-Anwendungen<br />

gut bedienen, auf State-of-the-Art-<br />

Funktionen muss man allerdings verzichten.<br />

Das mit robustem Asahi-Glas ausgestattete<br />

3,2 Zoll große TFT-Display sollte für den Einsatz<br />

im Alltag ausreichen, bei 480x320 Pixeln<br />

darf man aber kein Multimedia-Wunder erwarten.<br />

Wer die am Gehäuse angebrachten<br />

Knöpfe und Schalter bedienen will, sollte darüber<br />

hinaus über gut trainierte Finger verfügen,<br />

denn die Lautsprecherwippe und der<br />

Einschaltknopf sind nur zäh zu bedienen.<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Unverwüstliches Gehäuse<br />

‚ IP67-Zertifizierung<br />

„ Gewicht<br />

„ Formfaktor<br />

„ Betriebssystem<br />

CAT B25<br />

Das CAT B25 ist ein klassisches Handy, in der<br />

Fachsprache auch Feature Phone genannt – und<br />

damit kein Smartphone. Trotzdem wollen wir es<br />

hier erwähnen, denn optisch lehnt es sich stark<br />

an den großen Bruder an und stellt die Abrundung<br />

des CAT-Sortiments nach unten dar. Das<br />

Gerät hat keinen Touchscreen, ist aber ähnlich<br />

robust ausgeführt wie das B10, auch über eine<br />

IP67-Zertifizierung können sich potenzielle Käufer<br />

freuen.<br />

Wie man am massiven Gehäuse merkt, ist auch<br />

das kleine CAT hart im Nehmen, zudem verfügt<br />

das über die GSM-Bänder 850, 900, 1800 und<br />

1900 funkende Gerät über eine Taschenlampe,<br />

auch ein UKW-Radio und ein MP3-Player sind<br />

mit an Bord. Wie der große Bruder kann auch<br />

das B25 mit zwei SIM-Kartenschächten und<br />

Bluetooth-Konnektivität aufwarten.<br />

Der 2-Zöller hat einen 1300mAh leistenden<br />

Akku, der ihm zu 165 Stunden Standby- und 4,5<br />

Stunden Gesprächszeit verhilft. Ideal ist es also<br />

als robustes Zweit- oder Firmen-Telefon, das<br />

einem in allen Lebenslagen zur Seite steht und<br />

über wenig aufwendige und eventuell störanfällige<br />

Bauteile verfügt. Der empfohlene Verkaufspreis<br />

des 163 Gramm schweren Mini-<br />

Caterpillars liegt bei 149 Euro, bei Amazon ist es<br />

bereits für 115 Euro zu haben.<br />

46<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

CAT Phones B10 und B25<br />

Abb. 1: Google- und CAT-Apps:<br />

Das B10 bietet bei den Anwendungen<br />

solide Hausmannskost.<br />

Abb. 2: Kartenspiel: In das B10 und<br />

das B25 kann man zwei SIM-Karten<br />

einsetzen – ideal für den Beruf.<br />

Abb. 3: Das Keyboard auf dem B10<br />

ist wie die Kamera-App funktional,<br />

wenn auch kein Überflieger.<br />

Abb. 4: Good Morning CAT! Das<br />

UKW-Radio auf dem B10 sucht sich<br />

die Stationen selbst.<br />

Praktisch: Der USB- und der 3,5mm-Klinkenanschluss<br />

sind mit massiven Gummi-Abdeckklappen<br />

versehen, die das Eindringen<br />

von Wasser effektiv verhindern.<br />

Das B10 verfügt über die klassischen kapazitiven<br />

<strong>Android</strong>-Tasten Menü, Suche und Zurück,<br />

dazu kommen jedoch noch drei physische<br />

Tasten speziell zur Telefon-Bedienung.<br />

Den Versuch, das Display mit nassen Fingern<br />

zu bedienen, mussten wir leider schnell aufgeben.<br />

Auch die Standby-Zeit von rund 120<br />

Stunden im Dual-SIM-Einsatz versetzt das<br />

B10 nicht in die Krone der Smartphone-<br />

Schöpfung, für den Berufsalltag sollte es jedoch<br />

allemal reichen.<br />

Vernünftiges Zubehör<br />

Der Lieferumfang des CAT B10 umfasst eine<br />

2 GByte große SD-Karte, die durch bis zu 32<br />

GByte große Modelle ausgetauscht werden<br />

kann. Für Musikfans werden Ohrhörer beigelegt,<br />

als Outdoor-Dreingabe gibt es einen<br />

kleinen Karabiner mit Micro-Kompass und<br />

einem Schraubenschlüssel, mit dem sich die<br />

Rückklappe des B10 öffnen lässt. Um dem robusten<br />

Image noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen,<br />

legt CAT sogar einen kleinen Beutel<br />

mit Ersatzteilen bei – gut gemacht!<br />

CAT-Apps<br />

Dank Zertifizierung erhält man Zugriff auf<br />

Google Play, YouTube, die Google-Suche,<br />

Google Maps und Mail, dazu kommt eine<br />

Kalender-App und ein UKW-Radio. Hervorzuheben<br />

sind einige Widgets, die direkt auf<br />

CAT-Homepages verlinken. Hat man ein<br />

Problem mit seinem B10, so lohnt ein Klick<br />

auf CatPhones – hier bekommt man nach<br />

Eigenauskunft zeitnah Unterstützung. Die<br />

Kamera des B10 bietet währenddessen solide<br />

Schnappschuss-Qualität, auch die dazugehörige<br />

App hat uns in der Bedienung und im<br />

Aufbau ganz gut gefallen.<br />

Fazit<br />

Die Zielgruppe der beiden CAT-Phones ist<br />

scharf umrissen: Caterpillar-Fans und<br />

Grobmotoriker. Im Outdooreinsatz abseits<br />

der Baustelle werden die CATs von der<br />

Konkurrenz in Form von Sonys Xperia Go<br />

oder Motorolas Defy+ um Längen<br />

geschlagen – die kleineren Kollegen wissen<br />

in Packmaß und Rechenleistung einfach zu<br />

überzeugen. Die Hoffnung, das B10 würde<br />

durch ein Software-Update oder einen<br />

schnelleren Prozessor in absehbarer Zeit<br />

attraktiver werden, hat sich auf eine<br />

Nachfrage hin zerstreut. Damit geht von<br />

unserer Seite ein klarer Kauftipp nur an<br />

Smartphone-Enthusiasten, die ein Auge auf<br />

das martialische Äußere geworfen haben.● ● ●<br />

CAT B10 Smartphone<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

CAT<br />

Formfaktor<br />

3,2-Zoll-Smartphone<br />

Auflösung<br />

480x320 Pixel<br />

Prozessor<br />

Qualcomm, 800 MHz, Single-Core<br />

<strong>Android</strong>-Version 2.3.5<br />

Akku<br />

2000 mAh<br />

Laufzeit (Standby/​Gespräch)<br />

120h/​8,5h<br />

Gewicht<br />

201 g<br />

Preis (Internet)<br />

350 Euro<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 9709<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

1655 Punkte<br />

Vellamo-Benchmark<br />

360 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

3,1 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 47


Hardware<br />

Xperia Go<br />

Im Test: Sony Xperia Go ST27i<br />

Unter<br />

Sony<br />

Wasser<br />

Sony wirft mittlerweile<br />

fast im Monatstakt neue<br />

Smartphones auf den<br />

Markt, darunter auch<br />

das Nachfolgemodell<br />

des Xperia Activ. Wir<br />

haben uns das neue<br />

Go angesehen und<br />

zeigen, ob sich ein<br />

Upgrade lohnt.<br />

Stefan Telfner<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Wasserfest bis 1 m nach IP67<br />

‚ Robust bis zu 1 m Fallhöhe<br />

‚ Trendige Farben<br />

‚ Micro-SD-Erweiterung<br />

„ Display-Auflösung<br />

„ Akku fest verbaut<br />

„ kein NFC<br />

Das Sony Xperia Go lässt Sie nicht<br />

im Regen stehen. Obwohl das<br />

Smartphone auf den ersten Blick<br />

eher wie das elegante Sola aussieht<br />

und zudem in den Farben Weiß, Gelb<br />

und Schwarz erhältlich ist, handelt es sich<br />

beim Xperia Go um einen echten Outdoor-<br />

Spezialisten, der gegen Staub und Wasser<br />

nach der Norm IP67 geschützt ist. Das bedeutet,<br />

dass das Smartphone einen Sturz ins<br />

Wasser oder eine Landung aus 1 m Höhe<br />

problemlos übersteht.<br />

Erster Eindruck<br />

Mit den Maßen von 111 x 60 x 10 mm und<br />

einem Gewicht von 110 g ist das Xperia Go<br />

eines der leichtesten und handlichsten Outdoor-Smartphones<br />

auf dem Markt. Der<br />

Kunststoff ist beim schwarzen Modell sehr<br />

griffig, selbst mit nassen Händen liegt es<br />

rutschfest in der Hand. Das weiße und gelbe<br />

Modell haben eine glatte<br />

Oberfläche spendiert bekommen,<br />

aber auch hier<br />

liegt das Smartphone gut<br />

in der Hand. Das Mineralglas-Display<br />

hält die<br />

gröbsten Umwelteinflüsse<br />

fern, zudem sind sämtliche<br />

Öffnungen, auch<br />

USIM und SD-Kartensteckplatz,<br />

mit einer eigenen<br />

Dichtung versehen.<br />

Feinem Staub und Wasser<br />

ist daher der Weg ins Innere<br />

verwehrt. Im direkten<br />

Vergleich zum Vorgänger<br />

Xperia Active verfügt<br />

Abb. 1: Unter der Kategorie Fitness<br />

finden sich einige mehr oder weniger<br />

nützliche Outdoor-Apps.<br />

das Xperia Go über eine<br />

leicht bessere Hardware,<br />

lediglich eine außenliegende<br />

Kamerataste sucht man beim Go vergebens.<br />

Die 5-Megapixel-Kamera nimmt<br />

zwar farbtreue und naturbelassene Bilder<br />

auf, und sie kennt auch die diversen Aufnahme-Modi<br />

wie Panorama, SmileShutter,<br />

Landschaft und viele mehr, die bei der Xperia-Serie<br />

zum Standard gehören. Wirklich<br />

überzeugen konnte sie jedoch in den Tests<br />

trotz LED-Blitz nicht, hier haben andere<br />

5-Megapixel-Handys mehr zu bieten.<br />

Abstriche muss man auch weiterhin beim<br />

Display machen: Es bleibt bei 3,5 Zoll mit<br />

der geringen Auflösung von 480x320 Pixeln.<br />

Das Ablesen in direktem Sonnenlicht ist aber<br />

dank des hellen TFT-Displays möglich, und<br />

selbst mit nassen Fingern lässt es sich bedienen.<br />

Im Wasser bleibt das Touchscreen des<br />

Xperia Go allerdings ohne Funktion, bis man<br />

das Gerät wieder an die Oberfläche zurückbringt.<br />

Mangels Hardwaretaste für die Kamera<br />

bedeutet das auch, dass Sie mit dem<br />

Xperia Go zwar unter Wasser<br />

filmen können, wenn Sie<br />

die Aufnahme starten, bevor<br />

das Gerät unter Wasser<br />

kommt, aber keine Fotos<br />

schießen.<br />

Software und<br />

Geschwindigkeit<br />

Softwaremäßig ist auf den<br />

aktuellen Modellen (Stand:<br />

September 2012) noch <strong>Android</strong><br />

2.3.7 „Gingerbread“<br />

vorinstalliert, die Software<br />

ist aber bereits stark an <strong>Android</strong><br />

4.0 angelehnt. Das<br />

Xperia Go bringt von Haus<br />

aus einige Outdoor-Apps<br />

mit, dazu gehören Schrittzähler,<br />

Kompass, Taschen-<br />

48<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Xperia Go<br />

lampe inkl. SOS Zeichenfolge<br />

und eine<br />

FigureRunning App.<br />

Ein Update auf <strong>Android</strong><br />

4.0 „Ice Cream Sandwich“<br />

ist noch für den<br />

Spätsommer geplant.<br />

Eingabebefehle verrichtet<br />

der 1 Ghz<br />

schnelle Dual-Core-<br />

Prozessor zügig und<br />

ohne große Denkpausen.<br />

Dank der integrierten<br />

PlayNow-App<br />

kann man neben dem<br />

Google Play Store auch<br />

auf den Sony Store zugreifen.<br />

Ein Xperia S unter Wasser nutzen, sollten Sie<br />

Abb. 2: Bevor Sie das Xperia Go<br />

oder dergleichen darf diesen Hinweis befolgen.<br />

man beim <strong>Spiele</strong>n jedoch<br />

nicht erwarten. Für ein Spiel zwischendurch<br />

bei Outdoor-Aktivitäten ist das Xperia<br />

Go aber genug gut.<br />

Für Bilder, Musik, Videos und Sonstiges<br />

muss man eine MicroSD-Karte (maximal 32<br />

GByte) verwenden. Der interne Speicher ist<br />

zwar 8 GByte groß, davon steht aber nur<br />

knapp die Hälfte (3,98 GByte) zur freien Nutzung<br />

bereit. Apps speichert das Xperia Go<br />

auf der 1,44 GByte großen internen Partition.<br />

Für ein Outdoor-Handy punktet das Xperia<br />

Go auch beim Musik Player, der dank xLOUD<br />

– dem neuen Soundsystem von Sony – für<br />

eine sehr gute Musikqualität sorgt, was zum<br />

Beispiel Jogger schätzen dürften.<br />

Eine recht gute Leistung attestieren dem<br />

Xperia Go auch unsere Standard-Benchmarks<br />

mit knapp 1000 Punkten beim Vellamo-<br />

Benchmark und rund 5100 Punkten beim An-<br />

TuTu-Test. Damit liegt das Smartphone auf<br />

dem Level von Tegra-2-Geräten.<br />

Akkulaufzeit<br />

Mit eine Aktivzeit von 26 Stunden gehört das<br />

Xperia Go trotz des recht kleinen Akkus zu<br />

den Dauerläufern unter den Outdoorgeräten.<br />

Somit steht einem Wochenende am Zeltplatz<br />

ohne Steckdose nichts im Wege, falls Sie<br />

nicht dauernd am Netz hängen. Erreicht wird<br />

dies durch die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten<br />

der neuen Stromsparfunktion.<br />

Hier können Sie wählen, ob Ihr Xperia-<br />

Smartphone ständig aktiv bleiben oder ab<br />

einer gewissen Akkukapazität bzw. per Zeitvorgabe<br />

die WiFi-, 3G- und Bluetooth-Verbindung<br />

deaktivieren soll. Das hilft nicht nur<br />

beim Akkusparen, sondern bewahrt Sie auch<br />

davor, über Nacht von schlafwandelnden<br />

Facebook-Fans belästigt zu werden.<br />

Recht schnell ist das Xperia Go auch beim<br />

Aufladen. Bereits nach 60 Minuten ist der<br />

1300-mAh-Akku wieder bei 100 Prozent<br />

Ladekapazität.<br />

Fazit<br />

Empfehlen können wir das Xperia Go all<br />

jenen, die sich gerne draußen aufhalten oder<br />

im Job das Smartphone nicht immer mit<br />

Samthandschuhen anfassen möchten. Die<br />

Größe macht es zum idealen Begleiter in<br />

jeder Lebenslage, und man muss keine Angst<br />

haben, wenn es mal zu Boden fällt oder in<br />

Wasser, Staub oder Schlamm landet. Zum<br />

aktuellen Internetpreis von 240 Euro ist das<br />

Sony-Smartphone eine Kaufempfehlung<br />

wert, wenn Sie mit dem doch recht kleinen<br />

Display leben können. Sonst lohnt sich ein<br />

Blick auf das Defy+ von Motorola. ● ● ●<br />

Sony Xperia Go<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Formfaktor<br />

Auflösung<br />

Prozessor<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

Abb. 3: Mit dem Xperia Go kommen<br />

Sie gut über den Tag, sofern Sie nicht<br />

länger als 2-3 Stunden telefonieren.<br />

Akku<br />

Laufzeit (Standby/​Gespräch)<br />

Gewicht<br />

Preis (Internet)<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 10366<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

Vellamo-Benchmark<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

Abb. 4: Über dieses Widget schalten<br />

Sie schnell die einzelnen Verbindungen<br />

ein und aus.<br />

Sony<br />

3,5-Zoll-Smartphone<br />

480x320 Pixel<br />

1 Ghz Dual-Core<br />

<strong>Android</strong> 3.2.7 (Update auf 4.0 angekündigt)<br />

1305 mAh<br />

520h/​6,5h<br />

110 g<br />

240 Euro<br />

5103 Punkte<br />

996 Punkte<br />

3,8 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 49


hardware<br />

Mettenmeier ARMOR X7ad<br />

Mettenmeier ARMOR X7ad<br />

Bretthart<br />

Ein <strong>Android</strong>-Tablet<br />

macht nicht nur zu<br />

Hause auf der Couch<br />

eine gute Figur, sondern<br />

auch in der Baugrube,<br />

dem Strand oder auf<br />

dem Segelboot. Zahlreiche<br />

Apps eignen sich<br />

auch für Outdoor-Fans.<br />

Das Mettenmeier<br />

ARMOR X7ad ist das<br />

passende Tablet dafür.<br />

Christoph Langner<br />

Outdoor-Geräte sind nicht nur bei<br />

Sportlern oder Hobby-Abenteurern<br />

beliebt. Durch die robuste<br />

Bauweise hält das Handy auch<br />

Stürze vom Tisch oder ein Bad im Gartenteich<br />

aus, ohne gleich in die ewigen Jagdgründe<br />

einzugehen. Neben den Freizeit-Aktivisten<br />

sind jedoch auch Industrie und Militär<br />

große Abnehmer robuster Geräte. Auf der<br />

Baustelle, der Bohrinsel oder während einer<br />

Wehrübung muss das Gerät viel einstecken.<br />

Die üblichen Hersteller reagieren auf den<br />

Bedarf mit robusten Consumer-Geräten wie<br />

dem Sony Xperia go oder dem Samsung<br />

Galaxy Xcover oder auch mit massiven Outdoor-Handys<br />

wie dem in dieser Ausgabe vorgestellten<br />

CAT B10. Das Angebot von robusten<br />

<strong>Android</strong>-Tablets ist dagegen sehr dünn,<br />

mit dem Mettenmeier ARMOR X7ad haben<br />

wir einen der Vertreter im Test.<br />

Hart im Nehmen<br />

Das Outdoor-Tablet X7ad ist keine komplette<br />

Eigenentwicklung, die Technik des Tablets<br />

stammt aus einem Gerät, das Asus in Japan<br />

unter dem Namen TOUGH-ETBW11AA vertreibt.<br />

Mettenmeier hat dem System kein eigenes<br />

Branding übergestülpt.<br />

Entworfen wurde das ARMOR X7ad für<br />

den Einsatz in der Industrie. Das mit Magnesium-Teilen<br />

verstärkte Gehäuse ist an den<br />

Kanten und der Rückseite griffig gummiert,<br />

sodass es auch bei widrigen Bedingungen<br />

sicher in der Hand liegt. Der Touchscreen<br />

lässt sich auch mit nassen Händen sicher bedienen,<br />

eine Disziplin an der viele Outdoor-<br />

Droiden scheitern.<br />

Feuchtigkeit, Staub und Stürze machen<br />

dem ARMOR X7ad wenig aus. Mettenmeier<br />

hat das Tablet auf Basis der Militär-Norm<br />

MIL-STD-810G gegen Sturzschäden aus bis<br />

zu 1,20 m zertifizieren lassen. Gegen Feuchtigkeit<br />

und Staub helfen ein massiv verschraubtes<br />

und abgedichtetes Gehäuse, sodass<br />

eine IP-Klassifizierung (Ingress Protection)<br />

von 65 erreicht wird. Damit garantiert<br />

der Hersteller Schutz vor Eindringen von<br />

Staub und Strahlwasser. Andere Handys leisten<br />

hier allerdings mehr, das Xperia go ist<br />

unter der IP-67 eingestuft, die auch das Eintauchen<br />

ins Wasser erlaubt.<br />

Komplett<br />

Angetrieben wird das Tablet von einer<br />

NVIDIA-Tegra-2-CPU mit zwei Kernen bei<br />

einem Takt von 1 GHz. Gemessen an heutigen<br />

Quad-Core-Tablets wie dem Google<br />

Nexus 7 ist das keine Demonstration beeindruckender<br />

Power, doch der Fokus des Gerätes<br />

liegt auf anderen Schwerpunkten.<br />

Ergänzt wird die Ausstattung von 1 GByte<br />

RAM und 16 GByte internem Speicher (13<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Robust gebaut<br />

‚ UMTS integriert<br />

„ <strong>Android</strong> 3.2 veraltet<br />

„ Nachladen nicht über USB<br />

„ Schwacher Akku<br />

„ Extrem überteuert<br />

Abb. 1: Sämtliche Anschlüsse sind hinter Klappen<br />

staub- und spritzwasserdicht verborgen.<br />

Abb. 2: Die Ausstattung des ARMOR ist komplett.<br />

GPS, UMTS und ein SD-Kartenslot sind vorhanden.<br />

52<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Mettenmeier ARMOR X7ad<br />

Abb. 3: Die japanische Herkunft merkt man unserem Testgerät an einigen<br />

Stellen doch noch recht deutlich an.<br />

Abb. 4: Auf dem Outdoor-Tablet kommt das schon in die Jahre gekommene<br />

<strong>Android</strong> 3.2.1 zum Einsatz.<br />

GByte stehen Ihnen für Daten zur Verfügung).<br />

Zusätzlicher Speicherplatz lässt sich<br />

über den SD-Kartenslot leicht nachrüsten.<br />

Das Tablet verfügt über Front- und Rückkamera<br />

(1,3 bzw. 5,0 MPixel), die üblichen<br />

Lage- und Helligkeits-Sensoren sowie über<br />

Bluetooth, WLAN und UMTS/​3G-Funk. Ein<br />

GPS-Empfänger darf bei einem Outdoor-Tablet<br />

natürlich nicht fehlen.<br />

Hinter den Gummi-Abdeckungen verborgen<br />

liegen die Buchsen für Strom, Mini-USB,<br />

HDMI und Audio.Wer länger mit dem Tablet<br />

unterwegs ist, wird sich über das Netzteil ärgern.<br />

Es ist so groß wie das eines Notebooks<br />

und nutzt keinen Micro-USB-Stecker. Über<br />

den USB-Anschluss lässt sich das Tablet gar<br />

nicht laden, PCs oder gar Solar-Netzteile<br />

scheiden als Stromquelle komplett aus.<br />

Das Display des ARMOR X7ad ist mit einer<br />

Auflösung von 1280 x 800 Pixeln angenehm<br />

hochauflösend. Die Leuchtstärke ist hell<br />

genug, um auch in der Sonne abgelesen werden<br />

zu können. Vor Schäden schützt das im<br />

Display verbaute Gorilla Glass von Corning<br />

selbst, zudem liegt über dem Display noch<br />

eine Schicht Kunststoff.<br />

Honeycomb<br />

Auf unserem X7ad ist in weiten Teilen unverändertes<br />

<strong>Android</strong> „Honeycomb“ 3.2.1 installiert.<br />

Ein Update auf eine aktuellere <strong>Android</strong>-<br />

Version gibt es bislang noch nicht, es wurde<br />

uns vom Hersteller allerdings zugesagt.<br />

Auch wenn auf einem Arbeitsgerät nicht<br />

zwingend die neueste und hübscheste Ausgabe<br />

des Google-Systems laufen muss, merkt<br />

man Honeycomb das Alter an. Andere Handys<br />

oder Tablets mit <strong>Android</strong> „Ice Cream<br />

Sandwich“ 4.0 laufen selbst auf deutlich<br />

schwächerer Hardware flüssiger, als das im<br />

Outdoor-Tablet verbaute System. Aus ästhetischen<br />

Gründen braucht es das Update auf<br />

ICS nicht, doch das aktuelle System würde<br />

mehr Leistung aus dem Tegra-2-Chipsatz kitzeln,<br />

was letztendlich auch der Usability zugutekommt.<br />

Fazit<br />

Im Großen und Ganzen erfüllt das Mettenmeier<br />

ARMOR X7ad seinen Zweck. Es ist<br />

schnell genug, hell genug, hat ausreichend<br />

Speicher und hält auch einen Arbeitstag auf<br />

der Baustelle durch, allerdings sind die Leistungsdaten<br />

durchweg nicht überragend. Enttäuschend<br />

ist die Akkulaufzeit, im Standby<br />

hielt das Tablet keine zwei Tage durch. Indiskutabel<br />

ist der Preis, der Hersteller nannte in<br />

der Tat 1.231,00 Euro zzgl. Steuern als Endkundenpreis.<br />

Alltäglich zeigen sich besonders Honeycomb<br />

und das Netzteil als Schwäche. Google<br />

hat bei seinen aktuellen Versionen massiv an<br />

der Leistungsschraube gedreht, das alte System<br />

bremst das Tablet merklich aus. Hinderlich<br />

fanden wir auch das Netzteil ohne USB-<br />

Anschluss – ein Outdoor-Tablet muss auch<br />

über ein Akku-Pack oder ein Solarmodul<br />

nachladbar sein.<br />

● ● ●<br />

Mettenmeier ARMOR X7ad<br />

Kerndaten<br />

Vertreiber<br />

Mettenmeier<br />

Formfaktor<br />

7-Zoll-Tablet<br />

Auflösung<br />

1280x800 Pixel<br />

Prozessor 1,0-GHz-Dual-Core, NVIDIA Tegra 2<br />

<strong>Android</strong>-Version 3.2<br />

Akku<br />

3700 mAh<br />

Laufzeit (Standby/​<strong>Spiele</strong>n)<br />

36h/​5h<br />

Gewicht<br />

600 g<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 9708<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

5202 Punkte<br />

Vellamo-Benchmark<br />

963 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

3,0 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 53


Hardware<br />

Archos-Tablet 101 XS<br />

Kurztest: Archos 101 XS mit Coverboard<br />

Gedeckelt<br />

Archos<br />

Zur IFA 2012 zeigt Archos<br />

das neue Spitzenmodell<br />

101 XS, dessen wichtigstes<br />

Merkmal die im<br />

Coverboard integrierte<br />

Tastatur darstellt. Was<br />

die Flunder sonst noch<br />

kann, zeigt der Kurztest.<br />

Thomas Leichtenstern<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27284<br />

Mit der G9-Serie legte Archos letztes<br />

Jahr sensationell preiswerte<br />

Tablets auf, die ihresgleichen auf<br />

dem Markt suchten. Seitdem ist<br />

der Wind nicht zuletzt wegen des Nexus 7<br />

deutlich rauer geworden: Günstige Flundern<br />

bieten inzwischen fast alle Hersteller an.<br />

Archos versucht nun, mit dem innovativen<br />

101 XS Gen 10 gegenzuhalten, und verabschiedet<br />

sich gleichzeitig aus dem Low-cost-<br />

Segment. Das Unternehmen stellte uns ein<br />

Vorserienmodell zur Verfügung, das in Details<br />

noch vom fertigen Produkt abweichen kann.<br />

Die Tastatur<br />

Als Alleinstellungsmerkmal dient dem Tablet<br />

ein magnetisches Coverboard gleichzeitig als<br />

Schutz des Displays und als Tastatur. Es enthält<br />

eine quer verlaufende Nut, in deren<br />

Mitte Kontakte das Signal zum Tablet übertragen.<br />

Halt gibt dem Konstrukt ein in der<br />

Tastatur angebrachter ausklappbarer Aufsteller<br />

und Magnete. Ein Verstellen des relativ<br />

steilen Neigungswinkels ist nur um wenige<br />

Grad möglich, was sich speziell dann ungünstig<br />

auswirkt, wenn das Tablet relativ<br />

nahe am Nutzer steht, beispielsweise im<br />

Flugzeug. Abgesehen davon bietet die Tastatur<br />

aber einen sehr guten Druckpunkt und<br />

sämtliche <strong>Android</strong>-Sondertasten.<br />

Abb. 1: Der Haltemechanismus in der Tastatur<br />

erlaubt nur eine relativ kleine Winkelkorrektur.<br />

Verarbeitung<br />

Ein Kritikpunkt, den sich Archos schon bei<br />

der G9-Serie gefallen lassen musste, war das<br />

windig verarbeitete Gehäuse. Obwohl der<br />

Hersteller in der aktuellen Serie Tastatur und<br />

Tablet mit Metall verstärkt hat, wirken beide<br />

wenig robust. Archos Produktdesigner argumentieren<br />

hier, dass es damit eine größere<br />

Flexibilität besäße als ein Tablet mit hartem<br />

Chassis und es so zu weniger Brüchen beim<br />

Display komme.<br />

Beim Rest bietet Archos vergleichsweise<br />

Hausmannskost. Eine ARM Cortex A9 Dual-<br />

Core-CPU mit 1,5 GHz sorgt für die Rechenpower,<br />

flankiert von 1 GByte RAM. An internem<br />

Flash-Speicher bietet das Tablet 16<br />

GByte, erweiterbar durch MicroSD-Karten bis<br />

64 GByte. Obwohl Archos von einem kompletten<br />

Redesign der Innereien spricht, gleichen<br />

sich die Benchmark-Ergebnisse verdächtig<br />

mit denen der Vorgängermodelle G9-<br />

Turbo: Beiden attestiert der Benchmark<br />

AnTuTu etwa 7300 Zähler, ein guter Wert.<br />

Als weiteres Abgrenzungsmerkmal zur<br />

Vorgängerserie bietet das Tablet nun eine<br />

Frontkamera mit einer Auflösung von 720p.<br />

Weggefallen ist hingegen der Slot für den<br />

UMTS-Stick. Wer also nicht auf 3G verzichten<br />

möchte, muss den USB-Dongle außen am<br />

Gehäuse einstecken. Ebenfalls nicht mehr an<br />

Bord ist der Aufstellbügel.<br />

Die Software umfasst Archos-typisch eine<br />

Vielzahl an Audio- und Videocodecs sowie<br />

komfortable Programme zum Abspielen von<br />

Multimediadateien aller Art. Darüber hinaus<br />

spendierte Archos dem Tablet noch die Vollversion<br />

der mobilen Office-Suite ProOffice.<br />

Fazit<br />

Archos bringt das Tablet voraussichtlich<br />

Mitte Oktober zu einem Preis von 379 Euro<br />

auf den Markt. Ob das Gerät Erfolg haben<br />

wird, bleibt abzuwarten. Letztendlich hängt<br />

es davon ab, ob die Käufer bereit sind, für<br />

das Coverboard und die zweite Kamera einen<br />

Mehrpreis von 130 Euro zu bezahlen. ● ● ●<br />

54<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Samsung Galaxy Camera<br />

Kurztest: Samsung Galaxy Camera<br />

Samsung<br />

Smartkamera<br />

Samsung zeigte auf der IFA den Spagat zwischen Kamera und Smartphone:<br />

die Galaxy Camera. Welches Potenzial das Gerät mitbringt,<br />

erörtert der Kurztest. Thomas Leichtenstern<br />

Dass <strong>Android</strong> nicht nur für Smartphones<br />

und Tablets taugt, hat sich<br />

inzwischen bei vielen Herstellern<br />

herumgesprochen. Einen extravaganten,<br />

aber durchaus nachvollziehbaren<br />

Weg geht Samsung. Die Firma hat kurzerhand<br />

das Galaxy S3 mit der Kompaktkamera<br />

WB850F verheiratet. Herausgekommen ist<br />

die Samsung Galaxy Camera – einer der großen<br />

Hingucker auf der IFA 2012.<br />

Das Gehäuse<br />

Was als Erstes auffällt, ist der relativ klobig<br />

wirkende Formfaktor, was nicht zuletzt am<br />

4,8 Zoll großen Display liegt. Diesen Eindruck<br />

untermauert auch das Gewicht von<br />

über 300 Gramm, was aber beim Handling<br />

kaum Probleme bereitet. Die Kamera liegt für<br />

eine Kompakte satt in der Hand und vermittelt<br />

ein Gefühl von Stabilität und Wertigkeit.<br />

Das Display dient nicht nur als Sucher und<br />

Bildanzeige, sondern übernimmt auch praktisch<br />

die komplette Einstellung der Kamera.<br />

Lediglich der Ein/​Ausschaltknopf sowie ein<br />

Zoom-Hebel sind mechanisch.<br />

Die Optik<br />

Der Formatfaktor des CMOS-Bildsensors sorgt<br />

für das erste Stirnrunzeln: Lediglich 1/​2,33<br />

Zoll misst der Lichtempfänger, was einer Fläche<br />

von etwa 0,28 Quadratzentimetern bzw.<br />

einer Diagonale von etwa 7 Millimetern entspricht.<br />

Verbunden mit den 16 Megapixeln<br />

Auflösung beinahe ein Garant für verrauschte<br />

Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen.<br />

Die Ausgangsöffnung (23 Millimeter<br />

Brennweite) der Linse liegt bei einer brauchbaren<br />

Blende 2.8, wovon nur noch Blende<br />

5.9 bei vollem Zoom (423 mm) übrig bleibt.<br />

Hier zeigte sich eine weitere Schwäche der<br />

Kamera: Vor allem im Telebereich hatte sie<br />

häufig Mühe, richtig zu fokussieren. Nicht<br />

selten dauerte es mehrere Sekunden, bis die<br />

Software den Auslöser freigab. Ein weiterer<br />

Effekt, den wir im Test mehrmals beobachten<br />

konnten, war, dass das Kameramodul<br />

unvermittelt seinen Dienst quittierte. Der<br />

Fairness halber sei an dieser Stelle aber<br />

erwähnt, dass es sich bei unserem Testgerät<br />

um ein Vorserienmodell handelte.<br />

Das Zubehör<br />

In puncto Software-Ausstattung bietet die<br />

Galaxy Camera gerade einmal Hausmannskost.<br />

Durchaus sinnvolles Zubehör wie etwa<br />

die Auswahl der Belichtungsmessmethode,<br />

Braketing und Wahl der Autofokus-Funktion<br />

fanden wir auch nach längerem Suchen und<br />

unter Zuhilfenahme des Standpersonals<br />

nicht. Das verwundert insofern, da es für<br />

Samsung ein Leichtes wäre, diese Funktionen<br />

über das darunterliegende <strong>Android</strong>-4.1-<br />

System zu implementieren.<br />

Durchaus gut gelungen sind die Einstellungen<br />

von Blende, Empfindlichkeit, und Belichtungszeit,<br />

die Samsung einem Objektiv nachgeahmt<br />

hat (Abbildung 1). Im <strong>Vorschau</strong>bild<br />

selbst blendet ein Tippen auf den unteren<br />

Bildrand des Touchscreens etwa ein Dutzend<br />

zusätzlicher Effekte ein, die Sie auf Wunsch<br />

aktivieren.<br />

Fazit<br />

Die Galaxy Camera ist besser als jede aktuelle<br />

Smartphone-Kamera, aber wir finden<br />

den Bildsensor zu klein. Günstige Kompaktkameras<br />

bieten hier mehr, und der Erfolg<br />

wird deshalb vom Preis abhängen. ● ● ●<br />

Abb. 1: Im manuellen Modus zeigt<br />

die Galaxy Camera gewisse Ähnlichkeiten<br />

mit einer Profi-Kamera.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27285<br />

<strong>Android</strong>-user.de november 2012 55


Hardware<br />

Zubehör für Galaxy Nexus im Test<br />

Zubehör für das Galaxy Nexus im Test<br />

Nexus<br />

komplett<br />

Samsung<br />

Hochwertiges Zubehör direkt vom Hersteller ist in der <strong>Android</strong>-Welt<br />

leider eine Ausnahme. Nicht so bei Samsung: Für das Galaxy Nexus<br />

gibt es diverses Zubehör wie eine KFZ-Halterung und Docks. Wir testen,<br />

ob es das Geld wert ist. Christoph Langner<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Blockiert die Sicht nicht<br />

‚ Anschlüsse im Dock<br />

„ Einsetzen umständlich<br />

„ Hoher Preis (etwa 45 Euro)<br />

Samsung<br />

Google und Samsung hatten bei der<br />

Vorstellung des Galaxy Nexus<br />

nicht nur das Handy und das damals<br />

neue <strong>Android</strong> „Ice Cream<br />

Sandwich“ 4.0 präsentiert, sondern auch diverses<br />

Zubehör für das neue <strong>Android</strong>-Referenz-Handy.<br />

Zwei spezielle Docks und eine<br />

KFZ-Halterung sollten zusammen mit dem<br />

Handy in die Läden kommen. Doch dem Versprechen<br />

kam Samsung nur zögerlich nach.<br />

Lange waren die Gadgets in Deutschland<br />

überhaupt nicht lieferbar, erst jetzt ist das<br />

Zubehör bei Online-Händlern<br />

wie Amazon [1] zu<br />

finden. Die Docks lässt<br />

sich Samsung nicht gerade<br />

billig bezahlen, wir haben<br />

uns die Teile aus der<br />

Nähe angeschaut.<br />

KFZ-Halterung<br />

ECS-K1F2<br />

Für viele Autofahrer ist<br />

das Smartphone im<br />

Auto ein treuer Begleiter.<br />

Es verrät die günstigste<br />

Tankstelle in der<br />

Umgebung, übermittelt<br />

dem Pannendienst<br />

Abb. 1: Das Praktische an der KFZ-Halterung sind die<br />

im Fuß integrierten Anschlüsse.<br />

im Notfall die exakte Position und findet<br />

dank Navi und GPS natürlich immer den<br />

Weg ans Ziel. Doch dazu sollte es nicht lose<br />

auf dem Armaturenbrett liegen, das Handy<br />

gehört während der Fahrt in eine passende<br />

Halterung – nur dort darf es während der<br />

Fahrt auch bedient werden. Nehmen Sie das<br />

Handy bei laufendem Motor in die Hand,<br />

droht ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt<br />

im Flensburger Verkehrssünderregister.<br />

Die von Samsung für das Galaxy Nexus<br />

entwickelte Halterung ist zwar vergleichsweise<br />

massiv gestaltet, doch aufgrund des<br />

gekrümmten Designs blockiert sie während<br />

der Fahrt kaum die Sicht nach vorne. Über<br />

die Pogo-Pins des Galaxy Nexus wird Strom<br />

und Sound vom Fuß der Halterung bis zur<br />

Ladeschale durchgeleitet, sodass man keine<br />

Kabel nach dem Einlegen des Handys in das<br />

KFZ-Dock mehr anstecken muss. In der Ladeschale<br />

sind zudem Buttons integriert, die<br />

auf die eigentlichen Knöpfe des Nexus drücken,<br />

so kann man Lauter/​Leiser und Power<br />

An/​Aus drücken, ohne das Handy aus der<br />

Schale nehmen zu müssen.<br />

Das Einsetzen des Handys in die Halterung<br />

geht allerdings nicht sonderlich einfach von<br />

der Hand. Da kein Klipp oder Bügel das<br />

Nexus im Rahmen hält, muss das Smartphone<br />

regelrecht in die Halterung gequetscht<br />

werden. Auch das Entnehmen des Telefons<br />

ist wieder ähnlich mühsam, das Knarzen des<br />

Kunststoffs weckt schnell die Befürchtung,<br />

56<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Zubehör für Galaxy Nexus im Test<br />

der Halterung oder dem Handy zu schaden.<br />

Wäre auf der Rückseite kein Loch für die Kamera,<br />

das Handy ließe sich ohne einen<br />

Schuhlöffel nicht mehr entfernen.<br />

Steckt das Galaxy Nexus im KFZ-Dock,<br />

dann springt das System automatisch in den<br />

KFZ-Modus, in dem auch der Homescreen<br />

horizontal gedreht werden kann. Unverständlich,<br />

warum Google diesen Modus nicht<br />

generell erlaubt, er wäre auch ohne ein Dock<br />

nicht unpraktisch. Allerdings beherrschen<br />

viele Apps das Querformat noch nicht, selbst<br />

die Telefon-App <strong>Android</strong>s schaltet bei einem<br />

eingehenden Anruf trotz Dock wieder auf<br />

das Hochformat um.<br />

Im Auto-Alltag bewähren sich die KFZ-Halterung<br />

ECS-K1F2 und der mitgelieferte Stromadapter<br />

für den Zigarettenanzünder. Auch<br />

wenn sich das Handy nicht so einfach einlegen<br />

lässt, wie man es sich wünschen würde.<br />

Dank der über die Pins durchgeleiteten<br />

Stromversorgung lassen sich – wenn es das<br />

eigene Auto zulässt – die nötigen Kabel unauffällig<br />

verlegen. Das Kabelgewirr vor dem<br />

Armaturenbrett lässt sich so gut vermeiden.<br />

Ladeschale EDD-D1F2<br />

Wer erwartet, mit dem EDD-D1F2 eine<br />

Docking-Station für das Galaxy Nexus und<br />

den PC zu bekommen, liegt mit dem Kauf<br />

des Gadgets falsch. Die Schale hat keine<br />

„smarte“ Funktionen, sie ist lediglich eine<br />

gut gemachte und hochwertig verarbeitete<br />

Ladeschale, die sehr gut auf die Form und<br />

die Kontakte des Nexus abgestimmt ist.<br />

Die Schale ist aus demselben Kunststoff<br />

wie das Galaxy Nexus gefertigt. Gewichte<br />

beschweren sie, sodass sie auch beim unvorsichtigen<br />

Herausziehen des Handys sicher<br />

auf dem Schreibtisch stehen bleibt. Das<br />

Nexus gleitet ohne Hackeln in die Schale, allerdings<br />

passt das Gerät nur in eine Richtung<br />

in das Dock, die Pogo-Pins müssen beim Einsetzen<br />

des Galaxys stets nach unten zeigen.<br />

Die kleinen Kontakte leiten wieder Strom<br />

und Audio-Signale durch die Schale durch.<br />

Allerdings müssen Sie das Netzteil des Handys<br />

nutzen, der Ladeschale liegt nämlich<br />

kein zweiter Stromadapter bei, bei dem stolzen<br />

Kaufpreis von fast 40 Euro sollte man<br />

dies eigentlich erwarten.<br />

Steckt das Handy in der Ladeschale, dann<br />

dreht der Homescreen wie schon beim KFZ-<br />

Adapter in das Querformat. Bei Telefonaten<br />

schaltet das Galaxy in der Schale automatisch<br />

die Freisprechfunktion an, sodass Sie<br />

freihändig telefonieren können. Ziehen Sie<br />

das Handy während eines Gespräches aus<br />

dem Dock, dann schaltet das Nexus automatisch<br />

auf den normalen<br />

Ohrhörer zurück.<br />

Da die Power-<br />

Taste auf der rechten<br />

Seite des Handys<br />

unerreichbar<br />

in der Ladeschale<br />

steckt, übernehmen die<br />

Lauter-/​Leiser-Tasten die Funktion,<br />

das Handy zu wecken.<br />

In der Schale springt das Galaxy Nexus<br />

im Standby permanent in die Uhr-App, deren<br />

Ziffern leicht abgedimmt über das Display<br />

wandern. Dies soll verhindern, dass sich die<br />

Zahlen mit der Zeit in den Bildschirm des<br />

Handys einbrennen. In der Nacht ersetzt das<br />

Nexus in der Ladeschale somit den Radiowecker<br />

mit leuchtenden Ziffern. Gänzlich Ausschalten<br />

lässt sich das Display nur manuell,<br />

dazu müssen Sie die im Hintergrund laufende<br />

Uhren-App von Hand beenden.<br />

Die Ladeschale EDD-D1F2 macht einen<br />

sehr guten Eindruck. Eigentlich möchte man<br />

als Nexus-Besitzer gleich drei oder mehr<br />

davon besitzen. Eine für den Schreibtisch,<br />

eine für den Nachttisch und eine, um das<br />

Handy im Wohnzimmer an die Stereoanlage<br />

anzuschließen. Das Nexus hätte so in jedem<br />

Zimmer seinen festen Platz und wäre immer<br />

voll geladen einsatzbereit. Doch der hohe<br />

Preis und das Fehlen eines zusätzlichen<br />

Netzteils lassen diese Idee schnell wie eine<br />

Seifenblase platzen.<br />

HDMI-Adapterkabel<br />

EIA2UHUN<br />

Sie möchten YouTube-Videos auf Ihrem Fernseher<br />

ansehen? Ihre mit dem Handy aufgenommenen<br />

Urlaubs-Bilder und<br />

-Videos den Freunden auf dem großen<br />

Schirm zeigen? Oder gar<br />

Angry Birds mit dem Beamer<br />

auf die gegenüberliegende<br />

Hauswand projizieren,<br />

dann verbinden Sie<br />

doch Ihr Nexus mit<br />

dem Fernseher oder Projektor.<br />

Voraussetzung dafür<br />

sind ein modernes TV-Gerät oder<br />

ein Computer-Monitor mit HDMI-Eingang<br />

und das passende HDMI-Adapterkabel.<br />

Das Nexus unterstützt über die USB-<br />

Buchse die Mobile-High-Definition-Link<br />

(MHL) getaufte Schnittstelle für Mobilgeräte,<br />

mit der hochauflösende Audio- und Videodaten<br />

von einem Smartphone oder Tablet an<br />

einen Bildschirm übertragen werden können.<br />

Auf dem Schirm des Fernsehers sehen Sie<br />

eine exakte Live-Kopie des Handy-Displays.<br />

Abb. 2: Dank der kleinen Pogo-Pins<br />

findet das Galaxy Nexus im Dock<br />

ganz leicht seinen Platz.<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Solide Verarbeitung<br />

‚ Einsetzen leichtgängig<br />

„ Kein zusätzliches Netzteil<br />

„ Hoher Preis (etwa 42 Euro)<br />

Abb. 3: Per MHL und HDMI wird Ihr<br />

Fernseher zu einem großen <strong>Android</strong>-<br />

Display.<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Auch mit anderen Geräten<br />

nutzbar<br />

‚ Portabel und immer dabei<br />

„ Fast genauso teuer wie Multimedia-Dock<br />

(etwa 18 Euro)<br />

Samsung<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 57


Hardware<br />

Zubehör für Galaxy Nexus im Test<br />

Abb. 4: In der KFZ-Halterung oder der Ladeschale eingesteckt, dreht das Galaxy Nexus auch den Homescreen<br />

in das Querformat.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/26846<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Solide Verarbeitung<br />

‚ Günstige Alternative<br />

(ca. 20 Euro)<br />

„ Kein zusätzliches Netzteil<br />

„ HDMI-Anschluss seitlich<br />

Abb. 5: Mit dem Dock<br />

und Bluetooth-Tastatur<br />

und Maus wird das<br />

Handy zur Workstation.<br />

Das Kabel von Samsung eignet sich nicht nur<br />

für das Galaxy Nexus, sondern auch für andere<br />

Samsung-Phones mit MHL-Funktion.<br />

Die Kopplung von Fernseher und Smartphone<br />

ist nicht schwierig. Sie nehmen das<br />

Adapterkabel, verbinden es mit dem HDMI-<br />

Kabel des Fernsehers und dem Handy, und<br />

schließen zusätzlich noch das Ladegerät des<br />

Handys an der Micro-USB-Buchse des Adapters<br />

an. Das Nexus wirft dann ohne weiteres<br />

Zutun sein Bild auf den Schirm des TVs.<br />

Multimedia-Dock EDD-H1F2<br />

Das Multimedia-Dock EDD-H1F2 ist nun eine<br />

Kreuzung aus der eingangs angesprochenen<br />

Ladeschale und dem HDMI-Adapterkabel.<br />

Wie auch die Ladeschale ist das Multimedia-<br />

Dock recht schwer gebaut, sodass das Handy<br />

sicher in der Schale steckt. Allerdings gleitet<br />

das Nexus nicht ganz so leicht in das Dock,<br />

der Micro-USB-Stecker der Halterung muss<br />

schließlich seinen Weg in die Ladebuchse<br />

des Handys finden.<br />

Mit dem Dock, einem Monitor mit<br />

HDMI-Eingang und Bluetooth-<br />

Maus und ‐Tastatur verwandeln<br />

Sie Ihr Handy<br />

zu einem veritablen<br />

Samsung<br />

Ersatz eines Desktop-PCs. Mit dieser Kombination<br />

macht es kaum mehr einen Unterschied,<br />

ob Sie am Laptop, Desktop-PC oder<br />

eben am Smartphone sitzen, um im Internet<br />

zu surfen, Videos zu betrachten oder sich<br />

mit <strong>Spiele</strong>n die Zeit zu vertreiben. Die Leistung<br />

des Galaxy Nexus reicht für alltägliche<br />

Aufgaben locker aus. Unglücklich ist nur die<br />

Anordnung der HDMI-Buchse, sie steht seitlich<br />

aus dem Dock, sodass das Kabel nicht<br />

hübsch hinter der Schale verschwindet.<br />

Der Preis des Multimedia-Docks liegt deutlich<br />

unter dem der „einfachen“ Ladeschale.<br />

Das Dock spielt vom Preis her fast in derselben<br />

Liga wie das HDMI-Adapterkabel, erfüllt<br />

aber beide Zwecke. Wenn Sie auf den Audio-<br />

Anschluss über den 3,5mm-Klinkenstecker<br />

verzichten können, dann ist das Dock auch<br />

die beste Option, um das Handy auf dem<br />

Schreibtisch immer im Blick zu haben. ● ● ●<br />

Mehr Saft<br />

Jeder <strong>Android</strong> <strong>User</strong> weiß, dass Smartphones<br />

keine Dauerläufer sind. Die meisten <strong>Android</strong>en<br />

müssen über Nacht an den Strom, um für den<br />

nächsten Arbeitstag wieder ausreichend Saft<br />

zu tanken. Das Galaxy Nexus stellt hier keine<br />

Ausnahme dar. Alternativ zum 1750 mAh starken<br />

Akku bekommen Sie von Samsung jedoch<br />

einen 2000 mAh großen Stromspeicher.<br />

Der neue Akku baut etwas höher auf, sodass<br />

ein angepasster Akkudeckel nötig wird, der<br />

dem Set jedoch beiliegt. Trotz des Deckels<br />

passt Ihr Nexus immer noch in die Original-<br />

Docks von Samsung. Auf NFC-Nahfunk müssen<br />

Sie ebenfalls nicht verzichten. Der Akku<br />

verlängert die Laufzeit Ihres Galaxy Nexus im<br />

Alltag um etwas mehr als 20 Prozent.<br />

58<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Apps<br />

App-Empfehlungen<br />

In dieser Rubrik stellt Ihnen<br />

die Redaktion jeden Monat<br />

zehn Apps vor, die wir für<br />

besonders gelungen halten.<br />

Arnold Zimprich<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-App-Empfehlungen<br />

Unsere Favoriten<br />

Astro File Manager<br />

kostenlos<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Der Astro Dateimanager ist unter <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>n äußerst beliebt,<br />

obwohl die alte Version optisch eine mittlere Katastrophe darstellte.<br />

Mit dem aktuellen Release gibt es aber nichts mehr zu klagen,<br />

der Filemanager kommt wie Phönix aus der Asche<br />

daher. Ein frisches aktuelles Design und neue Funktionen<br />

wie die Integration von Cloud-Speicherdiensten bringen<br />

Astro wieder auf Kurs. Von der Optik her wurde die Anwendung<br />

zudem komplett überarbeitet.<br />

Im Netzwerk macht Astro ebenfalls<br />

eine gute Figur. Cloud-Speicherdienste<br />

wie Dropbox oder Google<br />

Drive binden Sie direkt aus dem Dateimanager<br />

heraus ein. Praktisch ist<br />

auch die Suche nach Windows-Netzwerkfreigaben<br />

(bzw. Samba) und<br />

deren Integration im lokalen Netz. Bislang<br />

ist die aktualisierte Version nur für brandneue<br />

Geräte wie das Galaxy Nexus oder<br />

Nexus-7-Tablet mit <strong>Android</strong> Jelly Bean<br />

verfügbar. <br />

Bewertung: ★★★★★<br />

11Freunde –<br />

Die App<br />

kostenlos<br />

Fußball-Apps gibt es viele, aber wenige haben wirklich Klasse.<br />

11Freunde ist eine ausgesprochen ansprechend designte App,<br />

die in Sachen Funktionalität der Konkurrenz in Form von Eurosport,<br />

RAN oder ARD Sportschau locker das Wasser reichen<br />

kann. In der App darf der 11Freunde-typische Witz natürlich<br />

nicht fehlen – ein rundum gelungener Auftritt für alle Liebhaber<br />

des Rasensports. Bewertung: ★★★★★<br />

Path<br />

kostenlos<br />

Facebook ist unübersichtlich und omnipotent. Das mag auf viele anziehend wirken, andere<br />

wiederum finden sich im Dickicht des größten sozialen Netzwerks der Welt kaum<br />

mehr zurecht. Wer sein Leben mit einem etwas übersichtlicheren Personenkreis auf einer<br />

kleinen, aber feinen App teilen möchte, findet in Path eine funktionale Lösung für den Alltagseinsatz.<br />

Die App läuft auch auf prozessorschwachen <strong>Android</strong>en mit älteren <strong>Android</strong>-<br />

Versionen schön flüssig und macht einfach Spaß. Bewertung: ★★★★★<br />

60 <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

App-Empfehlungen<br />

Zite<br />

kostenlos<br />

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones wird es leider auch<br />

zunehmend schwierig, der Nachrichten- und Informationsflut Herr zu<br />

werden. Doch Hilfe naht! Die App Zite hilft dem Smartphone-Nutzer,<br />

sich im allgegenwärtigen News-Dickicht zurechtzufinden. Der Clou:<br />

Durch die Eingabe favorisierter Themengebiete trifft die App eine Vor-<br />

Auswahl, anhand der eigenen Artikel-Bewertungen lernt sie zudem<br />

Schritt für Schritt dazu.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Elemental<br />

kostenlos<br />

Wenn Sie ein Sudoku-Fan sind, dann ist Elemental das Spiel der Wahl. Hier<br />

muss man seine grauen Zellen ordentlich in Schwung bringen, um Erde, Luft,<br />

Feuer und Wasser clever zu neuen Elementen zu mischen und auf diese Art, eine<br />

Vielzahl von Rätseln zu lösen. Je schneller man dies bewerkstelligt, desto höher<br />

steigt der Highscore. Doch Achtung: Je mehr man sich durch Tipps helfen lässt,<br />

desto niedriger ist die Ausbeute.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Postkarte<br />

kostenlos<br />

Individuell designt und weltweit verschickt:<br />

Mit der kostenlosen App<br />

„Postkarte“ landen personalisierte<br />

Grüße spielend einfach bei Familie<br />

und Freunden – ganz gleich, ob von<br />

einer Reise, einer Geburtstagsparty<br />

oder Hochzeit aus. Ein Foto auszuwählen<br />

und die Rückseite der Karte<br />

mit Adresse und Unterschrift zu versehen,<br />

dauert nur ein paar Augenblicke.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Fahrradpass<br />

kostenlos<br />

Fahrräder sind ein beliebtes Diebesgut,<br />

ihr Wert und die eingebaute<br />

Mobilität machen sie zum idealen<br />

Ziel von Dieben. Der Ärger ist meist<br />

groß, wenn der geliebte Drahtesel<br />

weg ist. Die Fahrradpass-App hilft<br />

Ihnen, der Polizei und der Versicherung<br />

genaue Angaben zum Rad zu<br />

machen, zudem haben Sie Ihre<br />

wichtigen Rad-Daten immer mit<br />

dabei. Bewertung: ★★★★★<br />

IntelliRing<br />

1,64 Euro<br />

Testversion kostenlos<br />

Diese App macht sogar das Smartphone<br />

schlauer und passt die Lautstärke<br />

an, wenn sich der <strong>Android</strong>e<br />

gerade in einer Hosentasche oder<br />

einem anderen Behältnis befindet.<br />

Holt man das Gerät heraus, wird das<br />

Geklingel wieder leiser. Die App eignet<br />

sich also speziell für <strong>User</strong>, die oft<br />

in's Kino gehen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

sbob.me Streetflirting<br />

kostenlos<br />

Haben Sie sich nicht getraut, die nette Person gestern Abend in der Bar direkt anzusprechen? Mit<br />

dieser App steigt die Chance, dass Sie Ihren Flirt noch einmal wiedersehen. Denn sbob.me macht<br />

für Sie den ersten Schritt zur Wiederannäherung – und das Ganze ohne Namen, E-Mail oder Handynummer<br />

preisgeben zu müssen. Die Funktion der App steht und fällt mit der Fanbase – also<br />

nichts wie ab auf Google Play und mitmachen! Bewertung: ★★★★★<br />

Songkick Concerts<br />

kostenlos<br />

Diese App ist ein Muss für Musikfans: Songkick erstellt eine<br />

personalisierte Übersicht anstehender Konzerte, die man<br />

nicht verpassen sollte – basierend auf dem eigenen Musikgeschmack<br />

und dem Wohnort. Gegenüber den Ankündigungen<br />

in Musikzeitschriften hat die App einen großen Vorteil:<br />

Sie verfolgt die Touren der Lieblingsbands auf Schritt und<br />

Tritt und alarmiert den Musikliebhaber, sobald einer seiner<br />

Favoriten in der Nähe auftritt. Bewertung: ★★★★★<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27097<br />

<strong>Android</strong>-user.de november 2012 61


APPS<br />

Neuheiten<br />

Google-Play-Charts für den Oktober 2012<br />

Neuheiten<br />

Das sind die am häufigsten<br />

heruntergeladenen neuen fünf<br />

Gratis- und Bezahl-Apps auf<br />

Google Play für den Monat<br />

Oktober. Arnold Zimprich<br />

Spirits<br />

0,69 Euro<br />

Eine App passend zum<br />

Herbst: Aus gefallenen<br />

Blättern erheben sich<br />

kleine Geister, um ihre<br />

Reise nach Hause anzutreten.<br />

Diese müssen<br />

ohne direkte Steuerung<br />

geleitet werden – entweder<br />

durch Veränderung der Windstärke und ‐richtung oder durch<br />

Umformung des Untergrunds. Spirits ist ein entspannendes Spiel<br />

für zwischendurch. Bewertung: ★★★★★<br />

Nexus Media<br />

Importer<br />

1,61 Euro<br />

Der Nexus Media Importer erlaubt den Import<br />

und das Streamen von Musik, Videos, Photos<br />

und Dokumenten von einem USB-Stick oder<br />

einer SD-Karte – vorausgesetzt, man verbindet<br />

sie mit einem Nexus-7-Tablet, einem Galaxy<br />

Nexus oder jedem anderen Gerät, das über die<br />

<strong>Android</strong>-Version 3.2 oder darüber verfügt. Rooten<br />

ist nicht nötig, nur ein USB-OTG-Kabel.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Ocean HD<br />

1,99 Euro<br />

Spektakuläres 3D-Wallpaper für Smartphones<br />

und Tablets, das die Tiefen der<br />

Weltmeere auf den Bildschirm zaubert.<br />

Auf diese Weise lässt sich ein versunkenes<br />

Schiff entdecken, ein Korallenriff erkunden<br />

oder nach einem versunkenen<br />

Schatz Ausschau halten. Wenn man<br />

genau hinsieht, kann man sogar einen<br />

Hai in der Ferne erkennen!<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Frag Mutti<br />

0,79 Euro<br />

Mutti wusste es immer schon am besten: Mit dieser<br />

App haben Sie von überall Zugriff auf über<br />

16000 Haushaltstipps und Rezepte und mausern<br />

sich zum Haushalts-Experten. Alle Einträge können<br />

kommentiert, gespeichert, bewertet und<br />

auch weiterempfohlen werden. „Frag Mutti“ ist<br />

auch in einer Gratis-Version erhältlich, die Werbung<br />

enthält. Bewertung: ★★★★★<br />

Granny Smith<br />

1,05 Euro<br />

Granny Smith liebt ihre Äpfel über alles, doch<br />

ein gemein grinsender Dieb auf Rollschuhen<br />

trachtet nach ihren Köstlichkeiten und versucht,<br />

so schnell wie möglich mit dem leckeren<br />

Obst zu entwischen. Die Spiel-Oma ist jedoch<br />

alles andere als träge. Schnelles, witziges und<br />

actiongeladenes Spiel mit spannenden Stunt-<br />

Einlagen. Bewertung: ★★★★★<br />

62 November 2012


Apps<br />

Neuheiten<br />

100 Rooms<br />

kostenlos<br />

100 Rooms ist ein weiterer<br />

Repräsentant der Art von<br />

räumlichen Kniffelspielen,<br />

die mit 100 Floors ihren<br />

ersten erfolgreichen Vertreter<br />

fanden. Diesmal<br />

muss man sich allerdings<br />

nicht vertikal, also von<br />

Stockwerk zu Stockwerk,<br />

sondern vielmehr horizontal<br />

von Raum zu<br />

Raum vorarbeiten. Witziges<br />

Spiel für Panzerknacker<br />

und solche, die es<br />

werden wollen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Test for Friends<br />

kostenlos<br />

Früher spielte man noch Mut oder<br />

Wahrheit oder Flaschendrehen –<br />

heute begibt man sich zum Smartphone,<br />

um mehr über die eigenen<br />

Freunde zu erfahren. Was wissen<br />

Ihre Freunde überhaupt über Sie<br />

selbst? Meistern Sie gemeinsam<br />

mit Ihren Kumpels allerlei persönliche<br />

und auch verrückte Fragen,<br />

die Sie sich im Alltag gar nicht stellen<br />

würden. Dabei müssen Sie die<br />

Antworten Ihrer Freunde erraten<br />

und können gespannt sein, ob<br />

diese im Umkehrschluss bei Ihnen<br />

richtig liegen.<br />

<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Parking3d<br />

kostenlos<br />

Der Entwickler<br />

dieses<br />

Einpark-<br />

Spielchens<br />

gibt an,<br />

man könne<br />

mit der App<br />

tatsächlich das Einparken<br />

für den Praxisgebrauch üben. Ob sich<br />

die Smartphone-Simulation auf die Realität<br />

übertragen lässt, müssen Sie selbst feststellen –<br />

als kleine Ablenkung für zwischendurch taugt<br />

dieses Spielchen aber allemal. Zur Auswahl stehen<br />

dabei mehrere Einpark-Situationen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

100 Tore<br />

kostenlos<br />

Wie bei 100 Rooms geht es auch<br />

bei diesem Spiel darum, Tore und<br />

Türen in den verschiedensten Ausführungen<br />

dazu zu bewegen, den<br />

Weg zum nächsten Level freizugeben.<br />

Für ungeduldige Zeitgenossen ist das Spiel ungeeignet,<br />

alle Kniffel-Profis werden sich jedoch angesichts der immer<br />

neuen Herausforderungen, die einem bei diesem Sesam-öffne-Dich<br />

gestellt werden, die Hände reiben. Bewertung: ★★★★★<br />

Flipper Spiel Pinball<br />

kostenlos<br />

Freunde des rasanten Kugel-Schubsens aufgepasst! Hier<br />

holen Sie sich jede Menge Flipper-Action auf den <strong>Android</strong>en.<br />

Dank verschiedener Tische, einer hübschen Grafik<br />

und einem tollen Soundtrack mit atmosphärischer<br />

Musik und verschiedenen Klangeffekten<br />

wird einem auf dieser App so schnell nicht langweilig<br />

– für Profis bietet sie dann allerdings doch<br />

ein bisschen zu wenig Abwechslung.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27096<br />

November 2012<br />

63


Apps<br />

Runtastic-App für <strong>Android</strong><br />

Vlastimil-Šesták, 123RF<br />

Im Test: Die Runtastic-App<br />

Lauf,<br />

<strong>Android</strong>, lauf!<br />

Ausdauer- und Gelegenheitssportler<br />

finden<br />

auf Google Play eine<br />

beeindruckende Anzahl<br />

von GPS-Trackern, mit<br />

denen sie ihre Aktivitäten<br />

nach allen möglichen<br />

Gesichtspunkten<br />

analysieren können.<br />

Eine der derzeit beliebtesten<br />

ist Runtastic.<br />

Arnold Zimprich<br />

Verglichen mit den Möglichkeiten,<br />

die <strong>Android</strong> heutzutage bietet,<br />

war die Trainingsplanung und das<br />

Auswerten der eigenen sportlichen<br />

Aktivitäten vor dem Smartphone-Zeitalter<br />

eine mühsame Angelegenheit. Stoppuhr, Stift<br />

und Zettel erfüllen zwar nach wie vor ihren<br />

Zweck, deutlich mehr Spaß macht die Analyse<br />

jedoch mit Apps wie Runtastic – egal, ob<br />

Sie nun auf dem Rad sitzen, sich die Laufschuhe<br />

geschnürt haben oder auf Langlaufskiern<br />

unterwegs sind.<br />

Los geht’s!<br />

Für Freizeitsportler bietet Runtastic in der<br />

kostenlosen Version [1] schon viele grundlegende<br />

Funktionen an, die für eine vernünftige<br />

Trainingsplanung und ‐beobachtung ausreichen.<br />

Wir empfehlen daher, sich zunächst<br />

die Gratis-Variante herunterzuladen, bevor<br />

man für die Pro-Version [2] 4,79 Euro ausgibt.<br />

Voraussetzung für die Aufzeichnung ist,<br />

dass der Handy-interne GPS-Empfänger aktiviert<br />

ist – denn ohne GPS ist die App schlicht<br />

nicht zu gebrauchen. Erscheint das GPS-<br />

Symbol in der geöffneten App am rechten<br />

oberen Bildschirmrand in Gelb oder Grün,<br />

dann kann es losgehen. Ein fünfsekündiger<br />

Countdown, der sich auch auf 15- oder 30<br />

Sekunden ausweiten lässt, läuft ab, und<br />

schon fällt der Startschuss: Die App beginnt<br />

mit der Aufzeichnung.<br />

Wo fange ich an?<br />

Laien könnten sich vom Angebot auf der<br />

Runtastic-App schnell überfordert fühlen –<br />

doch nicht verzagen, denn hat man die Anwendung<br />

einmal den eigenen Vorlieben angepasst,<br />

kann nichts mehr schiefgehen.<br />

Schon die Grundeinstellung der Anwendung<br />

reicht völlig aus, um erste Erfahrungen mit<br />

dem Tracker zu sammeln. Will man etwas<br />

mehr Individualität, lassen sich die auf dem<br />

Startbildschirm dargestellten Angaben leicht<br />

verändern. Dazu genügt ein Klick auf den<br />

Einstellungs-Button in der Mitte des Bild-<br />

66<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Runtastic-App für <strong>Android</strong><br />

Abb. 1: Sind Sie startbereit? Gleich<br />

kann es losgehen – oder -laufen!<br />

Abb. 2: Nach welchen Vorgaben<br />

wollen Sie trainieren?<br />

Abb. 3: Mit der Pro-Version kann<br />

man die Herzfrequenz messen.<br />

Abb. 4: Zwischenzeiten: Welche<br />

war die schnellste Runde?<br />

schirms, und schon kann man zwischen Geschwindigkeit,<br />

Durchschnittsgeschwindigkeit,<br />

aktuellem Pace, Durchschnittspace, verbrannten<br />

Kalorien, Aufwärts- und Abwärtshöhenmetern,<br />

aktueller Seehöhe und Uhrzeit<br />

auswählen. Dauer und Distanz des Trainings<br />

zeigt die App stets zuverlässig im oberen Bereich<br />

des Displays an.<br />

Zwei Versionen<br />

Wie bereits erwähnt, gibt es die Runtastic-<br />

App in zwei Versionen. Liefert die Gratisversion<br />

noch ausreichend Datenmaterial für die<br />

Auswertung des kleinen Laufs zwischendurch,<br />

werden ambitioniertere Sportler, die<br />

ein konkretes Trainingsziel vor Augen oder<br />

einen Wettbewerb eingeplant haben, schnell<br />

die Pro-Version downloaden wollen. Diese<br />

knapp 5 Euro teure Luxusausgabe der App<br />

bietet ambitionierteren Sportlern viele interessante<br />

Zusatz-Features. Da wäre zunächst<br />

der Sprachcoach zu nennen, der einem auf<br />

Deutsch in einstellbaren Abständen während<br />

des Trainings die aktuellen Trainingsdaten,<br />

wie zum Beispiel die Durchschnittsgeschwindigkeit,<br />

mitteilt. In den Einstellungen kann<br />

man exakt festlegen, welche Informationen<br />

man übermittelt bekommen will, auch die<br />

Lautstärke lässt sich hier im Vorhinein einstellen,<br />

damit man angesichts des ungewohnten<br />

Live-Kommentators im Hintergrund<br />

nicht erschrickt.<br />

Trainiert man nach Plan und will nicht<br />

ständig das Handy aus der Tasche ziehen,<br />

um sich über den aktuellen Stand der Dinge<br />

zu informieren, ist der Sprachcoach jedenfalls<br />

ein Muss. Sinnvoll ist zudem die ebenfalls<br />

nur in der Pro-Version eingebaute Wetterleiste<br />

am unteren Bildschirmrand. Neben<br />

einem kleinen und informativen Wetter-Icon<br />

informiert sie über Sonnenauf- und -untergang<br />

und zeigt die aktuelle Temperatur an.<br />

Als zusätzliches Feature stellten die Entwickler<br />

vor Kurzem Runtastic Earth View vor<br />

– mit dieser Funktion lassen sich im Nachhinein<br />

direkt aus der App heraus die zurückgelegten<br />

Strecken via Google Earth betrachten,<br />

solange man die entsprechende App installiert<br />

hat [3]. Um Runtastic Earth View flüssig<br />

ablaufen zu lassen, sollten Sie jedoch über<br />

einen ausreichend großen Arbeitsspeicher<br />

verfügen, denn sonst gerät das Nachfliegen<br />

der eigenen Route auf dem Smartphone zu<br />

einer nervenaufreibenden Ruckelpartie. Nagelneu<br />

ist zudem die in den Einstellungen<br />

aktivierbare Auto-Stop-Funktion, die die Aufzeichnung<br />

bei längeren Pausen von selbst<br />

anhält. Neben weiteren Zusatzfunktionen in<br />

der Pro-Version möchten wir noch die Möglichkeit<br />

hervorheben, die App mit einem<br />

Herzfrequenzmesser zu koppeln. Runtastic<br />

hat selbst ein funktionales Modell mit Dongle<br />

im Programm [4], welches sich in unserem<br />

Kurztest bewährt hat. Zum Redaktionsschluss<br />

war es allerdings noch nicht im Runtastic-Webshop<br />

zu erwerben. Die Runtastic<br />

Pro-App kommuniziert jedoch auch mit vielen<br />

anderen Pulsgurten, die mit 5,3 kHz funken,<br />

auch unterstützt sie Modelle von Polar<br />

und anderen Marken, die via Bluetooth kommunizieren.<br />

Auswertung<br />

Die App wäre kein ernst zu nehmender Tracker,<br />

wenn man nicht am Ende des Trainings<br />

die eigenen Leistungen gemütlich am Desk-<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 67


Apps<br />

Runtastic-App für <strong>Android</strong><br />

Abb. 5: Umfangreiche Trainings-<br />

Auswertung: wie weit, wie lange,<br />

wie schnell, wie hoch?<br />

Abb. 6: Der eigenen Route folgen:<br />

Die Kartenansicht via Google<br />

Maps ist überaus informativ.<br />

Abb. 7: In den Einstellungen kann<br />

man den Sprachcoach den eigenen<br />

Vorlieben anpassen.<br />

Abb. 8: In der App lassen sich verschiedene<br />

Sportarten einstellen –<br />

für eine einfachere Auswertung.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/26763<br />

top analysieren könnte. Hat man den Stop-<br />

Button auf der App gedrückt, können sich<br />

Läufer über ihre Rundenzeiten freuen und<br />

Radfahrer über eine hohe Durchschnittsgeschwindigkeit,<br />

am interessantesten ist jedoch<br />

die Kartendarstellung. Mit dieser lässt sich<br />

der eigene GPS-Track in der Draufsicht inklusive<br />

einer Zwischenzeittabelle betrachten,<br />

die man den eigenen Informationswünschen<br />

entsprechend anpassen kann. Die Pro-Version<br />

zeigt zudem die einzelnen Kilometer mit<br />

allen relevanten Daten in Listenform an. So<br />

stellen Sie schnell fest, an welcher Stelle der<br />

Hungerast seinen Anfang nahm oder wo man<br />

beim nächsten Ausritt oder ‐lauf noch ein<br />

wenig auf die Tube drücken könnte – für<br />

Sportler, die ihre Rundenzeiten verbessern<br />

wollen, ist das die vielleicht wichtigste und<br />

informativste Funktion.<br />

Mit anderen treffen<br />

Doch die App ist bei Runtastic nur ein Teil<br />

des Ökosystems. Wer mag, kann sich auf der<br />

Runtastic-Homepage [5] ein eigenes Profil<br />

zusammenstellen und die zurückgelegten<br />

Strecken auf übersichtliche Weise archivieren<br />

und wieder aufrufen. Zur übersichtlichen<br />

Kontrolle des Trainingserfolgs ist das sehr angenehm.<br />

In der Community kann man<br />

zudem Freundschaften knüpfen, die eigenen<br />

Trainingsverläufe mit denen befreundeter<br />

Personen vergleichen und auf diese Weise<br />

mit der Zeit ein regelrechtes Motivations-<br />

Netzwerk aufbauen. Wer mag, wird sogar<br />

mit Trainingsplänen [6] des deutschen Lauf-<br />

Profis Dieter Baumann und Tipps zur Rennvorbereitung<br />

versorgt.<br />

Möchte man richtig Gas geben, gibt es<br />

zudem ab 19,90 Euro im Monat die Runtastic<br />

Gold-Mitgliedschaft [7]. Diese bietet auf der<br />

Homepage noch umfangreichere Auswertungsmöglichkeiten.<br />

Unter anderem kann<br />

man befreundete Sportler während ihres<br />

Trainings anfeuern und detailliertere Trainingspläne<br />

abrufen. Zudem liefert sie wöchentliche<br />

Leistungsberichte zur aktuellen<br />

Trainingskontrolle.<br />

Fazit<br />

Der Runtastic-Kosmos ist für alle Freizeitaber<br />

auch Profisportler eine tolle Möglichkeit,<br />

die eigenen sportlichen Tätigkeiten und<br />

Fortschritte zu erfassen. Zwar mag der große<br />

Umfang der verschiedenen Funktionen auf<br />

Neulinge unübersichtlich wirken, Runtastic<br />

macht aber nach ein wenig Eingewöhnung<br />

sehr viel Spaß. Probleme mit dem GPS-Empfang<br />

konnten wir nur ab und zu in Häuserschluchten<br />

in der Stadt und neben steileren<br />

Felswänden in den Bergen feststellen. Ein<br />

kleines Manko ergibt sich jedoch für Langstrecken-Freunde<br />

mit schwachem Smartphone-Akku,<br />

die auch mal länger als vier<br />

Stunden unterwegs sind: Benutzt man in der<br />

Pro-Version der App auch die Herzfrequenz-<br />

Messfunktion, so ist die Batterie des Smartphones<br />

relativ schnell leer. Man sollte daher<br />

alle überflüssigen Stromfresser vor dem Training<br />

ausschalten, damit das Handy nicht<br />

zwei Kilometer vor dem Ziel den Geist aufgibt.<br />

Trotzdem wird Runtastic alle begeistern,<br />

die gerne aktiv sind. Die App ist ein idealer<br />

Motivator und Trainingspartner für vielerlei<br />

sportliche Aktivitäten.<br />

● ● ●<br />

68<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

EboBirthday<br />

EboBirthday – der Geburtstagskalender<br />

Happy<br />

Birthday<br />

Underumbrella, 123RF<br />

Mit EboBirthday verwalten Sie<br />

ganz einfach Geburtstage oder<br />

Jahrestage. Die App bietet dazu<br />

jede Menge Möglichkeiten,<br />

Daten automatisch einzutragen. So lassen<br />

sich zum Beispiel die Geburtstage von Facebook,<br />

der HTC Hero Kontakte<br />

App, der Phone book-<br />

App oder aus CSV-Dateien<br />

importieren. Facebook ist<br />

hier wohl in vielen Fällen<br />

die einfachste und ergiebigste<br />

Quelle, da üblicherweise<br />

viele Bekannte,<br />

Freunde und Kollegen bei<br />

Facebook angemeldet sind<br />

und Facebook auf die Angabe<br />

eines Geburtsdatums<br />

besteht.<br />

Zur Hochzeit<br />

Nicht nur Geburtstage können Sie mit Ebo­<br />

Birthday verwalten, sondern auch Hochzeitstage.<br />

Da man diese aber meist von Hand einträgt,<br />

tippen Sie hierzu auf das Plus-Symbol in<br />

der oberen Leiste. Nun öffnet sich ein Fenster,<br />

in dem Sie den Namen eintragen sowie die Art<br />

des Ereignisses (Geburtstag, Hochzeitstag)<br />

und nebendran das Datum eingeben. Um das<br />

abzuspeichern, klicken Sie auf Okay.<br />

Abb. 2: Dieses nützliche Tool sieht<br />

nicht nur schick aus, sondern wirkt<br />

auch sehr aufgeräumt.<br />

Erste Schritte<br />

EboBirthday gibt es kostenlos<br />

im Play Store [1].<br />

Beim ersten Start sehen<br />

Sie einen Willkommensbildschirm.<br />

Sie werden<br />

nun aufgefordert, Geburtstage<br />

zu importieren oder<br />

per Hand einzutragen. Falls Sie die Daten<br />

von Facebook importieren wollen, klicken<br />

Sie auf die Menü-Taste Ihres Smartphones<br />

beziehungsweise auf die oben rechts befindlichen<br />

drei Punkte (ab <strong>Android</strong> 4.0) und anschließend<br />

auf Importieren Facebook. Die<br />

App leitet Sie nun auf die Login-Seite von<br />

Facebook weiter, wo Sie sich anmelden. Ebo-<br />

Birthday holt sich jetzt die Geburtstage aus<br />

Facebook und zeigt Sie in der App an.<br />

Die wichtigsten Funktionen<br />

In den Einstellungen der Anwendung haben<br />

Sie eine Vielzahl an Möglichkeiten, alles<br />

nach Ihren Wünschen anzupassen.<br />

Die meisten erklären<br />

sich schon von allein. Sie<br />

möchten immer angezeigt<br />

bekommen, was für Sternzeichen<br />

Ihre Freunde haben?<br />

Kein Problem. Dazu setzen<br />

Sie einen Haken bei Sternzeichen-Bild<br />

beziehungsweise<br />

bei Sternzeichen-Name. Ein<br />

Kästchen darunter, bei<br />

Theme, können Sie zwischen<br />

drei verschiedenen Designs<br />

der Applikation wählen: Chic,<br />

Klassisch oder Weiß.<br />

Damit Ihre Liste auch<br />

immer aktuell bleibt, empfiehlt<br />

es sich, auch einen<br />

Haken bei Hintergrundchecks<br />

zu setzen. Wenn die Funktion<br />

aktiv ist, kontrolliert Ebo Birthday<br />

regelmäßig Ihre Kontakte<br />

auf Veränderungen. Falls also neue hinzukommen,<br />

fügt die Anwendung diese automatisch<br />

zum Kalender. Damit Sie auch benachrichtigt<br />

werden, wenn neue Geburtstage anstehen,<br />

können Sie festlegen, wie viele Tage<br />

im Voraus Sie informiert werden möchten.<br />

Hier können Sie zwischen Nur Heute (am Tag<br />

des Geburtstags) bis Drei Monate wählen.<br />

Fazit<br />

EboBirthday ist eine klassische <strong>Android</strong>-App,<br />

die genau eine Aufgabe erledigt, das dafür<br />

gut. Sind Sie auf der Suche nach einer Geburtstagskalender-App<br />

für <strong>Android</strong>, dann ist<br />

EboBirthday genau richtig.<br />

● ● ●<br />

Früher pflegte man<br />

einen Geburtstagskalender,<br />

heute pflegt<br />

man das Smartphone.<br />

Auch hier kann man seinen<br />

eigenen Geburtstagskalender<br />

führen.<br />

Wir stellen dazu die App<br />

EboBirthday vor.<br />

Mirko Mahlberg<br />

Abb. 1: Die Facebook-Import-Funktion<br />

ist sehr nützlich und spart eine<br />

Menge Zeit.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27123<br />

<strong>Android</strong>-user.de november 2012 69


Apps<br />

Comic Apps<br />

Benoit Chartron, 123Rf<br />

Comics lesen unter <strong>Android</strong><br />

Bunte Welten<br />

Wham! Bang! Woosh!<br />

Immer mehr Comic-<br />

Verlage bieten ihre<br />

Hefte in digitalen Formaten<br />

an. Auch <strong>Android</strong>-Tablets<br />

und ‐Smartphones<br />

laden zum Blättern<br />

und Schmökern<br />

ein. Thomas Raukamp<br />

Spiderman, The Avengers, Batman:<br />

Comic-Helden sind so populär<br />

wie selten zuvor. Trotzdem<br />

kämpft die Branche mit Problemen,<br />

denn die Begeisterung für die Leinwandumsetzungen<br />

spiegelt sich nur mäßig<br />

in den Heftverkäufen wider. Zwar konnten<br />

mit der Manga-Welle und den vornehmlich<br />

im Buchhandel vertriebenen, aufwendigen<br />

Graphic Novels zusätzliche Kundenkreise erschlossen<br />

worden, trotzdem werden weitere<br />

Absatzformen in einer sich ständig neu erfindenden<br />

Industrie mit offenen Armen empfangen.<br />

So verwundert es nicht, dass sich<br />

Comic-Anbieter ebenso wie Buchverlage derzeit<br />

verstärkt auf den digitalen Markt konzentrieren<br />

– und das mit teilweise richtungsweisender<br />

Konsequenz: 2011 entschied zum<br />

Beispiel DC Comics, digitale Ausgaben der<br />

eigenen Serien noch am selben Tag zu veröffentlichen<br />

wie die Printversionen, Hauptkonkurrent<br />

Marvel zog in diesem Jahr nach und<br />

liefert in jedem gedruckten Heft zusätzlich<br />

einen Code für den kostenlosen Download<br />

Preise<br />

Die Kosten für digitale Comic-Hefte variieren:<br />

Der Standardpreis für zurückliegende Ausgaben<br />

von Topserien wie Spiderman, Superman<br />

oder X-Men beträgt 1,99 US-Dollar (derzeit<br />

knapp 1,50 Euro), die aktuelle Veröffentlichung<br />

ist in den verschiedenen Shops für 2,99 US-<br />

Dollar erhältlich. Wer absolut up to date sein<br />

und ein Heft am selben Tag kaufen will, an<br />

dem es in den USA am Kiosk erscheint, muss<br />

dafür 3,99 US-Dollar über den virtuellen Ladentisch<br />

schieben. Bedenkt man, dass bei der<br />

Printausgabe in Deutschland noch Mehrwertsteuer<br />

und oftmals Portokosten hinzukommen,<br />

handelt es sich um durchaus faire Angebote,<br />

zumal die Online-Shops viele ältere Serien im<br />

99-Cent-Angebot bereithalten. Wer regelmäßig<br />

Comics kauft, sollte auch über ein Online-Abo<br />

bei den Verlagen nachdenken.<br />

72<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Comic Apps<br />

der entsprechenden Ausgabe.<br />

Zum prestigeträchtigen<br />

Showdown „Avengers<br />

vs. X-Men“ produzierte<br />

der Verlag gar eine Vorgeschichte,<br />

die ausschließlich<br />

als Download zu beziehen<br />

und teilweise interaktiv<br />

bedienbar war.<br />

Do you speak<br />

English?<br />

Die <strong>Android</strong>-Plattform ist<br />

bereits recht gut versorgt<br />

mit Download-Apps für<br />

die digitalen Bildergeschichten.<br />

Wer zum Beispiel<br />

ein wenig in Googles<br />

Play Store stöbert, findet<br />

passende Programme von<br />

DC und Marvel, aber auch<br />

von unabhängigen Anbietern<br />

wie Amazon und Barnes & Noble, deren<br />

riesiges Repertoire an digitalen Formaten<br />

auch Comics beherbergt. Freunde der japanischen<br />

Manga-Kultur werden ebenfalls mit eigenen<br />

Apps versorgt, und wer sich im Internet<br />

auf die Suche nach unabhängigen Anbietern<br />

und Nachwuchszeichnern macht, kann<br />

deren Werke mit einer umfassenden Auswahl<br />

an eComic-Darstellungsprogrammen genießen.<br />

Doch es gibt auch unrühmliche Ausnahmen:<br />

Der besonders in Deutschland sehr aktive<br />

italienische Panini-Verlag bietet seine Serien<br />

zwar bereits digital an, eine entsprechende<br />

App gibt es bisher aber leider nur für<br />

Apples iPhone und iPad – deutschsprachige<br />

Comics sind daher auf <strong>Android</strong>en nur schwer<br />

zu finden und werden von keinem der hier<br />

vorgestellten Anbieter vertrieben. Auch Disney<br />

öffnet sein Micky-Maus-Imperium bisher<br />

nur iOS-Nutzern. Es gilt zu hoffen, dass die<br />

wachsende Popularität von Tablets mit <strong>Android</strong>-Betriebssystem<br />

zum Umdenken bei den<br />

Machern einlädt.<br />

Comics<br />

ComiXology ist das weltweit größte<br />

Online-Portal für Comics und beherbergt<br />

in seiner Sammlung nicht<br />

weniger als 25.000 digitale Hefte und Grafiknovellen.<br />

Insgesamt konnte das amerikanische<br />

Unternehmen schon über 75 Millionen<br />

Downloads verzeichnen, was die New<br />

York Times veranlasste, ComiXology kurzerhand<br />

als das „iTunes für Comics“ zu bezeichnen<br />

[1]. Jede Woche wird das Angebot<br />

um knapp 300 Titel der zehn wichtigsten<br />

Verlagshäuser ergänzt. So finden sich nicht<br />

Abb. 1: Der ComiXology-Store hält<br />

das weltweit umfangreichste Online-<br />

Angebot an Comics bereit.<br />

nur die Verkaufszahlen generierenden<br />

Superhelden-<br />

Storys, sondern auch alte<br />

Bekannte wie Garfield und<br />

die Simpsons.<br />

ComiXology nennt seine<br />

App schlicht Comics [2],<br />

und die bildet das komplette<br />

Angebot der 2007 eingeführten<br />

Webseite comixology.com<br />

ab. Die Umsetzung<br />

weiß schon auf den<br />

ersten Blick zu überzeugen<br />

– wer regelmäßig zum Beispiel<br />

im Google Play Store<br />

stöbert, wird sich schnell<br />

zurechtfinden: Das Programm<br />

unterscheidet zwischen<br />

den Bereichen „Featured“<br />

für aktuelle Ange-<br />

finden sich bei ComiXology auch<br />

Abb. 2: Neben den Branchenriesen<br />

bote des Shops und Tipps weniger bekannte Verlage.<br />

aus der Online-Redaktion,<br />

„Just Added“ für Neuerscheinungen sowie<br />

„Popular“ für die Verkaufscharts. Doch die<br />

Übersicht kann weiter individualisiert werden:<br />

Mithilfe eines Aufklappmenüs wird die<br />

Startseite nach Verlagen, Serien, Genren und<br />

Autoren gefiltert, und der Button „My Comics“<br />

führt zur Übersicht der eigenen Downloads,<br />

sofern bereits Käufe getätigt wurden.<br />

Scrollt man zudem die Startseite ganz herunter,<br />

finden sich weitere Quicklinks zu den<br />

Heften mit der höchsten Käuferbewertung<br />

sowie zu einer Übersicht der unterschiedlichen<br />

Handlungsstränge innerhalb einer<br />

Serie, die besonders für Neueinsteiger oftmals<br />

nicht ganz einfach zu verfolgen sind.<br />

Leider werden die Erzähllinien nicht serienübergreifend<br />

protokolliert, was für Sammler<br />

ein zusätzlicher Service wäre.<br />

Wer die Qualität der digitalen Formate zunächst<br />

einmal testen möchte, wird sich über<br />

das Angebot kostenloser Comics freuen, das<br />

mit einigen Tausend Exemplaren erfreulich<br />

groß ist – auch wenn<br />

es sich oftmals nur<br />

um Teaser für kommende<br />

Serien oder<br />

aktuelle Ausgaben<br />

handelt. Den Verweis<br />

dorthin hat<br />

ComiXology allerdings<br />

ebenfalls ganz<br />

am Ende seiner<br />

Startseite untergebracht,<br />

im Webshop<br />

wird offensiver Abb. 3: Auch zusammenhängende Doppelseiten werden mit der<br />

damit umgegangen. horizontalen Darstellung von ComiXology Comics auf Tablets gut<br />

Etwas schade ist lesbar dargestellt.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 73


Apps<br />

Comic Apps<br />

heranzoomen, was auf<br />

7-Zoll-Tablets und<br />

„Zwitter-Produkten“<br />

wie dem Galaxy Note<br />

ein gut erträglicher<br />

Kompromiss ist. Auf<br />

allzu kleinen Smartphone-Screens<br />

ist das<br />

virtuelle Blättern aber<br />

schlichtweg keine<br />

Freude, das Lesen der<br />

Papierversion macht<br />

dann auch unterwegs<br />

deutlich mehr Spaß.<br />

Abb. 4: Details werden in den Viewern<br />

von ComiXology, DC und Marvel<br />

mit zwei Fingern herangezoomt.<br />

Abb. 5: Der DC-Comics-Shop bietet<br />

eine breite Auswahl an freien Ausgaben<br />

zum Schnuppern an.<br />

auch, dass die Suchfunktion der App nur im<br />

gesamten Angebot wühlt – es kann also zum<br />

Beispiel nicht gezielt nach kostenlosen Titeln<br />

einer bestimmten Serie gesucht werden,<br />

auch Syntax-Kombinationen wie „Superman<br />

+free“ funktionieren nicht.<br />

Der Katalog von ComiXology reicht weit<br />

zurück und ist chronologisch aufgebaut. Oftmals<br />

ist die Gliederung jedoch etwas grob:<br />

Eine Einteilung wie „Superman (1939-2011)“<br />

ist nun doch etwas weitläufig, auch wenn<br />

sich dahinter im Endeffekt nur 68 Highlights<br />

aus den angegebenen Jahrzehnten verbergen.<br />

Der Kauf einer Einzelausgabe erfolgt in<br />

nur zwei Schritten, wobei die Bezahlung<br />

komfortabel mittels der im Play Store hinterlegten<br />

Kreditkartendaten erfolgt. Das Anlegen<br />

eines eigenen ComiXology-Kontos hat<br />

jedoch einen echten Mehrwert, denn es aktiviert<br />

die Synchronisation des Webstores mit<br />

der Mobil-App: Ausgaben, die online gekauft<br />

werden, liegen also auch automatisch zum<br />

Download auf dem Smartphone oder Tablet<br />

bereit. Etwas verwirrend ist dabei, dass sie<br />

hier zunächst nicht unter „My Comics“, sondern<br />

im Aufklappmenü „Purchases“ auftauchen.<br />

Im Webshop wird diese überflüssige<br />

Unterteilung nicht gemacht.<br />

Die Darstellungsqualität der digitalen Ausgaben<br />

ist mit dem integrierten Reader erfreulich<br />

hoch – besonders Tablet-Nutzer, deren<br />

Geräte eine Horizontale von mindestens 10<br />

Zoll haben, werden ihre wahre Freude<br />

haben, da auch Zeichnungen, die auf einer<br />

Doppelseite angelegt sind, im Quermodus<br />

ausreichend Platz finden. Benutzer kleinerer<br />

Bildschirme können Details mit zwei Fingern<br />

DC Comics<br />

Die Arbeit<br />

von Comi-<br />

Xology hat in<br />

der Branche anscheinend<br />

für Aufsehen gesorgt,<br />

denn auch die<br />

<strong>Android</strong>-App von DC Comics [3], Heimat<br />

klassischer Helden wie Superman, Batman<br />

und Wonder Woman, setzt auf das Fundament<br />

von Comics auf – warum das Rad<br />

schließlich immer wieder neu erfinden und<br />

Nutzer mit ständig wechselnden Bedienungen<br />

verwirren? Trotzdem sieht man der App<br />

des traditionsreichen amerikanischen Verlages<br />

die Verwandtschaft auf den ersten Blick<br />

nicht an: Die Macher haben das Programm<br />

optisch so umgestrickt und auf das Angebot<br />

von DC hin optimiert, dass es durchaus als<br />

eigenständig durchgeht.<br />

In erster Linie wurde die Optik des Originals<br />

dabei gelungen ausgedünnt: Der Nutzer<br />

navigiert so noch schneller im Katalog und<br />

wechselt zwischen der Verwaltung der gekauften<br />

Ausgaben und dem aktuellen Kaufangebot<br />

hin und her. Auch mit dem kostenlosen<br />

Angebot wird weitaus plakativer umgegangen,<br />

der entsprechende Verweis findet<br />

Abb. 6: Die Browse-Funktion für die<br />

Seiten enthält bei DC eine komfortable<br />

Seitenvorschau.<br />

Amazon<br />

Der Kindle Store des Online-Versandhauses<br />

Amazon beherbergt ebenfalls einige Sammelband-Ausgaben<br />

der großen englischsprachigen<br />

Comic-Serien. Die Preise sind durchaus<br />

attraktiv, allerdings eignet sich die <strong>Android</strong>-<br />

Version des Kindle Reader eben besser für<br />

E-Books als für Comics: So wird das Horizontalformat<br />

nicht unterstützt, und auch das gewohnte<br />

Heranzoomen mit zwei Fingern sucht<br />

der Leser vergeblich. Zusammenhängende<br />

Doppelseiten bleiben somit auch auf größeren<br />

Tablets letztlich unleserlich. Fans sollten daher<br />

eher zu einer App der entsprechenden Verlage<br />

oder dem ComiXology-Store greifen.<br />

74<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Comic Apps<br />

sich gleich in der<br />

Hauptnavigationsleiste.<br />

Die freie Sammlung ist<br />

dabei durchaus interessant<br />

und führt vor<br />

allem Neueinsteiger<br />

durch Hintergrundausgaben<br />

in die einzelnen<br />

Serien ein.<br />

Im Shop selbst wird<br />

gezielt nach Serien,<br />

Genres und Autoren<br />

gesucht, wobei die<br />

Konzentration auf nur<br />

einen Verlag das Stöbern<br />

weitaus übersichtlicher<br />

gestaltet. Schade<br />

ist jedoch, dass die<br />

App tatsächlich nur<br />

das Angebot des Mutterunternehmens<br />

im<br />

Programm hat, die bekannt<br />

kontroversen Ausgaben des zur DC-<br />

Gruppe gehörenden Vertigo-Imprints sowie<br />

der anarchische Humor der auch in Deutschland<br />

beliebten MAD-Tochter bleiben bisher<br />

außen vor.<br />

Die Nutzung der ComiXology-Ressourcen<br />

birgt indes weitere Vorteile. So erscheinen<br />

mit Comics gekaufte Hefte auch in der DC-<br />

App (und umgekehrt), und auch beim Bezahlsystem<br />

wird auf das gemeinsame<br />

Google-Play-Konto zurückgegriffen. Darüber<br />

hinaus nutzt DC die gleichen guten Darstellungsroutinen<br />

inklusive Horizontalmodus<br />

und Detailvergrößerung – ein Umlernen<br />

bleibt somit aus. Manchmal ergeben Synergien<br />

eben sehr viel Sinn.<br />

Abb. 7: Grüne Monster, amerikanische<br />

Heroen: Die Marvel-App stellt<br />

ihre Stars in den Vordergrund.<br />

Abb. 8: Die Marvel-App lässt das Stöbern<br />

nach Serien, Handlungssträngen<br />

und Autoren zu.<br />

Marvel Comics<br />

Aller guten Dinge sind drei: Auch<br />

die mittlerweile zu Disney gehörende<br />

Marvel-Entertainment-<br />

Gruppe setzt mit ihrer App Marvel Comics<br />

[4] auf eine auf das eigene Angebot optimierte<br />

Version des ComiXology-Stores auf.<br />

Und wieder hat man beim Umstricken ganze<br />

Arbeit geleistet: Zwar ist der Grundaufbau<br />

durchaus ähnlich wie beim Original und bei<br />

DC, die Marvel-App wurde jedoch in ihrer<br />

Ästhetik an den Webshop des New Yorker<br />

Comic-Multis angepasst. Und so lassen auch<br />

die Macher solch erfolgreicher Serien wie<br />

Spiderman, X-Men und The Avengers die<br />

schnelle Navigation zwischen aktuellen An-<br />

Abb. 9: Die Marvel-App synchronisiert<br />

automatisch. Gekaufte Ausgaben<br />

sind auf allen Geräten lesbar.<br />

anDROID animate<br />

anDROID talk<br />

anDROID weekly<br />

TV<br />

App Vorstellungen<br />

First touch & view<br />

Smartphone und<br />

Tablet Tests


Apps<br />

Comic Apps<br />

Abb. 10: Die plakativen Banner der<br />

Dark-Horse-App verweisen lediglich<br />

auf den Webstore des Verlages.<br />

geboten, Neuerscheinungen und den angesagten<br />

Titeln zu. Die Auflistung ist sogar<br />

noch etwas übersichtlicher gelungen als<br />

beim Hauptkonkurrenten DC. Das freie Angebot<br />

ist jedoch merklich dünner gesät, dafür<br />

überwiegen hier vollständige Ausgaben gegenüber<br />

reinen Teasern. Sehr hilfreich ist die<br />

„Getting Started“-Sektion, die den Neueinstieg<br />

in die verschiedenen Serien einfacher<br />

gestaltet.<br />

Etwas ärgerlich ist hingegen, dass Marvel<br />

sein recht attraktives Online-Aboangebot bisher<br />

exklusiv für Kunden seines Webshops<br />

bereithält, Nutzer der mobilen Apps für An d-<br />

roid und iOS müssen jedes Heft einzeln kaufen.<br />

Immerhin synchronisiert sich auch die<br />

Marvel-App mit dem Webangebot des Verlages<br />

und dem ComiXology-Store – gekaufte<br />

Ausgaben sind somit auf allen verbundenen<br />

Geräten lesbar. Etwas verwirrend ist jedoch<br />

auch hier die Unterteilung in die Rubriken<br />

„My Comics“ und „Downloads“, die der Einfachheit<br />

halber zusammengelegt werden sollten,<br />

zumal sich ersterer Punkt in der Marvel-<br />

App in einem Aufklappmenü versteckt und<br />

somit vielen Anwendern nicht gleich auffällt,<br />

wie ein Blick in die Nutzerkommentare im<br />

Play Store offenbart.<br />

Suchfunktionen und Comic-Viewer teilt<br />

sich das Programm mit den zwei schon besprochenen<br />

Apps. Leider wurde auch eine<br />

etwas störende Abweichung von den normalen<br />

Benutzergewohnheiten importiert: Der<br />

Back-Button am Smartphone und Tablet beendet<br />

fast immer die App, statt in die übergeordnete<br />

Kategorie zu wechseln. Hier sollte in<br />

allen Umsetzungen nachgearbeitet werden.<br />

Dark Horse<br />

Comics<br />

In Deutschland<br />

weniger<br />

bekannt ist<br />

der US-amerikanische<br />

Comicverlag Dark<br />

Horse, der aber immerhin<br />

die Rechte an<br />

so bekannten Filmund<br />

TV-Umsetzungen<br />

wie Star Wars und<br />

Buffy besitzt und umgekehrt<br />

mit seinen eigenen<br />

Serien die Inspiration<br />

zu Blockbustern<br />

wie Alien vs. Predator,<br />

Hellboy, Sin<br />

City und The Mask<br />

lieferte. Im vergangenen<br />

Jahr stieg das Unternehmen<br />

in den lukrativen Markt der digitalen<br />

Comics ein und verfügt über einen eigenen<br />

Webstore sowie Apps für iOS und<br />

And roid. Letztere befindet sich nach Herstellerangaben<br />

jedoch noch im Betastadium und<br />

kann daher noch nicht mit der Umsetzung<br />

für iPhone und iPad konkurrieren, die vom<br />

Funktionsumfang her bereits mit den mobilen<br />

Angeboten von Marvel und DC vergleichbar<br />

ist. Die <strong>Android</strong>-App beschränkt sich<br />

hingegen derzeit noch auf die primäre Aufgabe<br />

eines Darstellungsprogramms für die im<br />

Webshop von Dark Horse getätigten Einkäufe.<br />

Die plakativen Banner für die einzelnen<br />

Serien rufen für den Einkauf bisher einfach<br />

den Webbrowser auf, aber vielleicht hat<br />

der Shop bis zum Erscheinen dieser Ausgabe<br />

bereits Einzug gehalten.<br />

Als reiner Reader leistet die Dark-Horse-<br />

App jedoch schon gute Dienste. Schön ist<br />

zum Beispiel, dass vor dem Aufruf des eigentlichen<br />

Heftes neben einer kleinen Inhaltsangabe<br />

auch noch die beteiligten Künstler<br />

genannt werden – Kenner wissen diese<br />

Angaben zu schätzen. Die Darstellungsroutinen<br />

unterstützen die Horizontalansicht, was<br />

das Lesen auf Tablets zur Freude macht, ein<br />

spezieller Panel-Modus erlaubt gar das Springen<br />

von Bild zu Bild, was besonders Benutzer<br />

von kleinen Displays am Smartphone<br />

danken werden. Die eigene Bibliothek wirkt<br />

hingegen besonders auf größeren Bildschirmen<br />

bei Weitem nicht so elegant wie die der<br />

Konkurrenz, die Suchfunktion durchwühlt<br />

nicht den Online-Shop, sondern lediglich die<br />

eigene Kollektion. Es muss eben noch viel<br />

nachgearbeitet werden…<br />

Abb. 11: Praktisch für kleine Displays:<br />

Im Panel-Modus der Dark-Horse-App<br />

springen Sie von Bild zu Bild.<br />

Fazit<br />

Nicht umsonst greifen sowohl<br />

DC als auch Marvel auf das Fundament<br />

von ComiXology zurück:<br />

Die App ist komfortabel<br />

und optisch ansprechend aufgebaut,<br />

der Reader macht auf Tablets<br />

wie Smartphones eine sichere<br />

und attraktive Figur. Trotzdem<br />

darf man sich auf die vollständige<br />

Umsetzung der Dark-<br />

Horse-App freuen, die besonders<br />

dann für frischen Wind sorgen<br />

kann, wenn sie sich nah an der<br />

Version für iOS-Geräte orientiert.<br />

Konsumenten deutscher Comic-<br />

Umsetzungen werden die Inkarnation<br />

von Paninis Angebot auf<br />

<strong>Android</strong>en herbeisehnen oder<br />

greifen gleich zu Asterix &<br />

Obelix in der Papierversion. ● ● ●<br />

76<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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nach Hause kommt,<br />

kennt die Frage „Was soll<br />

ich kochen?“ zur Genüge.<br />

Zwar hat jeder halbwegs routinierte Koch<br />

zumindest eine kleine Auswahl an Kochbüchern<br />

im Haushalt oder fertige Rezepte im<br />

Kopf, aber oft ist es dann doch mühseliger<br />

als man denkt, für die passende Abwechslung<br />

zu sorgen und das Kochbuch zu durchzublättern.<br />

Koch-Droid-Rezepte hilft<br />

Wenn man nun aber ein <strong>Android</strong>-Smartphone<br />

oder Tablet besitzt, ist das nicht mehr<br />

nötig, denn mit der Koch Droid-App [1] muss<br />

man nie wieder Kochbücher wälzen, da man<br />

eines der umfangreichsten Kochbücher direkt<br />

in der Tasche mit dabei hat. Ihre Inhalte bezieht<br />

die App aus der Webseite rezeptewiki.<br />

org [2]. Somit hat man dank dieser Anbindung<br />

Zugriff auf ca. 9000 Rezepte. Diese werden<br />

dank der Quelle des Rezept-Wikis nicht<br />

nur stetig verbessert, sondern auch erweitert.<br />

Zusätzlich kann man auch selbst Rezepte anlegen<br />

und mit den <strong>User</strong>n der Webseite und<br />

der App teilen.<br />

Nach der Installation der kostenlosen und<br />

über Werbung finanzierten Rezepte-App bekommt<br />

man die Übersicht über eine Vielzahl<br />

von Auswahlmöglichkeiten. Die erste unterteilt<br />

alle Rezepte in Kategorien. Diese sind,<br />

tippt man das kleine Aktenordnersymbol an,<br />

sehr umfangreich. Allein 79 verschiedene Kategorien<br />

gibt es auf der ersten Ebene. Einige<br />

Kategorien haben, wenn man sie aufruft,<br />

auch noch Unterkategorien, mit denen sich<br />

die Rezeptauswahl weiter verfeinern lässt.<br />

Die Kategorien haben hier keinerlei einheitliches<br />

Benennungsschema. So gibt es Kategorien<br />

wie „Frühstück“, dann „Historische<br />

Rezepte“ und „Blüten“. Alles sicherlich nennenswerte<br />

Kategorien, dennoch fehlt hier<br />

eine Grundstruktur. 79 Kategorien auf der<br />

ersten Ebene sind schon eine Menge.<br />

Schaut man durch die Kategorien, fällt auf,<br />

dass einige sehr wenig gefüllt sind. Hier<br />

würde es vermutlich Sinn machen, wenn die<br />

Betreiber der Seite diese zu einem etwas allgemeineren<br />

Stichwort zusammenfassen. Negativ<br />

aufgefallen ist die Kategorie „Kinderküche“.<br />

Kochen mit Kindern und für Kinder ist<br />

etwas sehr Schönes, allerdings befinden sich<br />

in dieser Kategorie fast ausschließlich Süßspeisen.<br />

Vermutlich hatte der Kategoriename<br />

„Desserts“ hier besser gepasst. Momentan<br />

könnte man so fast den Anschein gewinnen,<br />

78 <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


APPS<br />

Koch-Droid-Rezepte<br />

es sei okay, Kindern<br />

vorwiegend Süßspeisen<br />

zum Essen zu servieren.<br />

Hier sollte definitiv<br />

die Kategorie überarbeitet<br />

werden. Zwar hat<br />

eine Rezepte-App nicht<br />

den Anspruch darauf,<br />

den Eltern die Verantwortung<br />

für die gesunde<br />

Ernährung ihrer<br />

Kinder abzunehmen,<br />

dennoch wird ein falsches<br />

Bild vermittelt.<br />

Beim nächsten Punkt<br />

im Menü kann man die<br />

Rezepte nach ihrer Herkunft<br />

sortieren lassen.<br />

Sortiert ist es nach den<br />

verschiedenen Kontinenten,<br />

und so haben Menüpunkte.<br />

wir afrikanische, asiatische,<br />

australische, europäische und die nordund<br />

südamerikanische Küche. Die jeweiligen<br />

Kategorien sind auch wieder wie oben weiter<br />

unterteilt in länderspezifische Spezialitäten.<br />

Interessanterweise findet man im Abschnitt<br />

der europäischen Küche den Menüpunkt<br />

„Antike Küche“. Diese Rezepte tauchen jedoch<br />

bei der Hauptkategorie „Historische Rezepte“<br />

nicht auf. Leider wieder ein Beweis<br />

dafür, dass eine grundlegende Neusortierung<br />

aller Rezepte nötig wäre.<br />

Abb. 1: Übersichtlich präsentiert<br />

Ihnen Koch Droid zu Beginn alle<br />

Zufallstreffer und Lexikon<br />

Wenn man überhaupt gar keine Idee hat,<br />

was man kochen soll und sich auch nicht<br />

festlegen will, welche Art von Gericht man<br />

Abb. 2: Die Kategorien sind recht<br />

zahlreich. Hier könnte man noch<br />

etwas mehr Ordnung hineinbringen.<br />

bevorzugen würde, kann man mit dem Würfelsymbol<br />

eine zufällig generierte Liste mit<br />

Rezepten anzeigen lassen. Hier bekommt<br />

man dann unabhängig von den eingetragenen<br />

Kategorien wild gemixt Rezeptvorschläge<br />

geliefert. Scrollt man weiter herunter,<br />

verlängert sich diese Liste automatisch, sollte<br />

man vorher nicht schon ein Gericht gefunden<br />

haben, das dem eigenen Geschmack entspricht.<br />

Für nicht so erfahrene Köche ist der<br />

nächste Menüpunkt auf der Startseite von<br />

Koch Droid sicher sehr hilfreich. Mittels<br />

eines kleinen Kochlexikons werden die wichtigsten<br />

Begriffe aus der Küche anschaulich<br />

erklärt. Keine Ahnung was „Lassi“ ist? Dank<br />

des Lexikons weiß man, dass es sich hierbei<br />

Abb. 3: Die Auflistung der Rezepte<br />

nach Herkunft ermöglicht es Ihnen,<br />

in fremde Länder einzutauchen.<br />

OnLine<br />

Neu!<br />

Das Portal für <strong>Android</strong>-Fans,<br />

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Apps<br />

Koch-Droid-Rezepte<br />

Abb. 4: Lassen Sie doch einmal den<br />

Zufall auswählen, was es dieses Mal<br />

zu essen gibt.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/26480<br />

Abb. 5: Die Verlinkung innerhalb des<br />

Artikels erklärt Ihnen Zutaten und<br />

Begriffe.<br />

um ein indisches Joghurtgetränk handelt.<br />

Man muss aber nicht zwischen diesem<br />

Menüpunkt und den Rezepten hin- und herwechseln,<br />

wenn man mal einen Begriff nicht<br />

kennt, denn die meisten sind in den Rezepten<br />

selbst noch einmal verlinkt, und so kann<br />

man bei Zutaten, die einem unbekannt sind<br />

direkt nachschauen, worum es sich handelt,<br />

wie sie aussehen und in den meisten Fällen<br />

auch noch die Nährwerte nachsehen.<br />

Die starke Verlinkung innerhalb der Seiten<br />

ist eine große Stärke Koch Droids und ermöglicht<br />

es auch Anfängern, Rezepte zu verstehen<br />

und Unverständliches direkt nachzuschlagen.<br />

Besonders nützlich macht sich das<br />

Feature, wenn man nicht zu Hause, sondern<br />

bereits im Supermarkt ist. Da möchte man<br />

den Einkauf ja möglichst schnell hinter sich<br />

bringen und nicht lange auf dem Smartphone<br />

herumtippen, um zu wissen, welche Zutaten<br />

zum Kochen gebraucht werden.<br />

Lieblingsrezepte lassen sich über Koch<br />

Droid speichern. So hat man über das Sternsymbol<br />

im Anfangsmenü einen Schnellzugriff<br />

auf alle Rezepte, die man vorher markiert<br />

hat. Über Google Cloud Print lassen<br />

sich Rezepte aus der App heraus drucken,<br />

egal, wo man sich gerade befindet. Dazu<br />

muss man nur seinen (internetfähigen) Drucker<br />

den Anweisungen nach in Google Cloud<br />

Print integrieren.<br />

Kochen nach Zutaten<br />

Ein weiteres praktisches Feature ist die Suche<br />

nach Rezepten über eine bestimmte Zutat.<br />

Nützlich könnte sich dies im Fall „Wir haben<br />

noch Paprika im Kühlschrank, was könnten<br />

wir daraus machen“<br />

oder für den anderen<br />

Fall „Schau mal Paprika<br />

sind diese Woche im<br />

Angebot, was könnte<br />

man daraus machen?“.<br />

Diese Suche geht allerdings<br />

noch ein wenig<br />

weiter. Hier lassen sich<br />

mehrere Zutaten eingeben,<br />

und dann gleicht<br />

die App mit dem Verzeichnis<br />

ab, welche Rezepte<br />

mit diesen Zutaten<br />

übereinstimmen.<br />

Gibt man nur eine<br />

Zutat ein, bekommt<br />

man allerdings einen<br />

nie endenden Ladebildschirm.<br />

Die Suche für Einzelzutaten<br />

gelingt dann<br />

über den letzten Punkt des Menüs von Koch<br />

Droid. Mit der normalen Suche kann man<br />

alle Rezepte finden, die zum Beispiel Paprika<br />

beinhalten, oder Kohlrabi oder Spargel. Je<br />

nachdem, wozu man Lust hat.<br />

Abb. 6: Um Reste aufzubrauchen,<br />

geben Sie die vorhandenen Zutaten<br />

ein und finden passende Gerichte.<br />

Fazit<br />

Das Fazit zu der Rezepte-App Koch Droid ist<br />

überwiegend positiv. Zwar hakt es an einigen<br />

Stellen noch, und die Sortierung ist recht unglücklich,<br />

aber da das Ganze auf einem Wiki<br />

basiert und hier viele Menschen mitarbeiten,<br />

kann das manchmal zu chaotischen Ergebnissen<br />

führen. Die Rezepte hingegen sind<br />

sehr professionell eingepflegt und leicht verständlich.<br />

Mit Basis-Rezepten lernen Anfänger<br />

auch die Grundlagen des Kochens und<br />

schaffen es beinahe mühelos, Hausmannskost<br />

auf den Tisch zu zaubern.<br />

Exotische Gerichte aus fremden Ländern<br />

sind ebenso vorhanden, und wer sich einmal<br />

an ungewöhnlichen Mahlzeiten versuchen<br />

möchte, hat hier eine Menge Auswahl. Ein<br />

weiterer Vorteil der App ist es, dass die Mahlzeiten<br />

von <strong>User</strong>n eingepflegt wurden. Man<br />

kocht also nicht ein redaktionell entstandenes<br />

Rezept, sondern persönliche Empfehlungen<br />

anderer Nutzer, die die Menüs bereits getestet<br />

und für gut befunden haben. Eigene<br />

Rezepte lassen sich über das Wiki selbst einpflegen<br />

und können dann von zahlreichen<br />

Nutzern nachgekocht werden. Die Aufmachung<br />

der App könnte noch ein bisschen<br />

hübscher und professioneller sein, aber dadurch,<br />

dass der Nutzen in diesem Fall stark<br />

überwiegt, kann man darüber hinwegsehen.<br />

In diesem Sinne: guten Appetit!<br />

● ● ●<br />

80<br />

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und OpenSource


Apps<br />

Apps zum Scannen<br />

Das <strong>Android</strong>phone als mobilen Scanner nutzen<br />

Smarter<br />

Scanner<br />

tele52, 123RF<br />

Scanner mit OCR-Software sind wirklich etwas Praktisches,<br />

aber leider nicht besonders portabel, und man braucht<br />

einen PC dazu. Wie gut, dass das Smartphone gleich beide<br />

ersetzen kann. Wie das funktioniert, lesen Sie in diesem Artikel.<br />

Jasmin Bauer<br />

Mobile OCR<br />

Es liegt nahe, ein Dokument zu fotografieren<br />

anstatt es einzuscannen<br />

oder abzutippen. Seitdem praktisch<br />

in jedem Haushalt eine digitale<br />

Kamera vorhanden ist, wird das auch<br />

fleißig getan. Sei es, um sich das Preisschild<br />

einer Ware zu merken oder die Belege vom<br />

Urlaub zu archivieren. Deutlich einfacher ist<br />

es jedoch, diese Schritte gleich mit dem<br />

Smartphone vorzunehmen und dabei aus<br />

mehreren Fotos gleich ein PDF-Dokument zu<br />

erstellen. Wir stellen drei Apps vor, die diese<br />

Aufgabe unter <strong>Android</strong> lösen.<br />

Bevor Sie Ihre Papiere nun mit dem Smartphone<br />

einlesen, sollten Sie noch ein paar<br />

grundlegende Dinge berücksichtigen. Beim<br />

Scannen sollten Sie auf eine ausreichende<br />

Beleuchtung achten. Zwar können Sie das<br />

Kameralicht zu Hilfe nehmen, jedoch wirken<br />

Aufnahmen bei Kunstlicht schnell gelbstichig<br />

oder schlecht lesbar. Das Schriftstück sollte<br />

möglichst gerade vor Ihnen liegen, damit Ihr<br />

PDF später nicht schief gerät. Je nach Programm<br />

können Sie nach dem Einlesen das<br />

Die hier beschriebenen Lösungen eignen sich zwar gut, um Dokumente als<br />

PDF zu archivieren, ersetzen aber keine professionelle OCR-Lösung, die<br />

auch den Text analysiert und so auch eine Suche in den Dokumenten zulässt.<br />

Aber auch hier bietet <strong>Android</strong> passende Apps an. Als Gratislösung eignet sich<br />

zum Beispiel Mobile OCR Free [4]. Die App erkennt recht viele Sprachen, und je nach<br />

Qualität des Originals ist auch die Texterkennung von erstaunlich guter Qualität. In der<br />

Gratisversion sind nur vier Sprachen enthalten, darunter auch Deutsch. Gerade in Zusammenarbeit<br />

mit den hier vorgestellten Apps erreichen Sie dabei gute bis sehr gute<br />

Ergebnisse und durchsuchbare Texte.<br />

Bild zunächst zuschneiden, es drehen und<br />

die Farbstufen einstellen. Je mehr Funktionen<br />

in dieser Richtung eine App besitzen,<br />

desto bessere Ergebnisse werden Sie damit<br />

erzielen.<br />

Easy Scan to PDF<br />

Dieser kostenlose Dokumentenscanner<br />

speichert einzelne Dateien<br />

nach der Aufnahme direkt als<br />

PDF auf der Speicherkarte ab. Falls Sie keine<br />

SD-Karte besitzen, können Sie das PDF alternativ<br />

in die Dropbox schieben oder per E-<br />

Mail versenden. Dafür setzen Sie einfach in<br />

den Einstellungen bei Send PDFs ein Häkchen<br />

(Abbildung 1).<br />

Um ein neues Dokument zu scannen,<br />

klicken Sie auf das erste Symbol oben links.<br />

Anschließend positionieren Sie die Kamera<br />

Ihres Gerätes mittig über dem zu scannenden<br />

Objekt. Die Aufnahme erfolgt automatisch,<br />

sobald die App das Motiv erkannt hat. Aus<br />

diesem Grund sollten Sie einen Untergrund<br />

wählen, der sich farblich von dem Dokument<br />

abhebt. Die vier Ecken zeigen die jeweiligen<br />

Endpunkte Ihres Dokumentes. Andere Formate<br />

aufzunehmen, ist mit Easy Scan to PDF<br />

[1] recht schwierig. Die automatische Bilderkennung<br />

spart zwar jede Menge Zeit, allerdings<br />

erfolgte sie im Test trotz der Eingaben<br />

Required precision | Normal einige Male zu<br />

früh oder ließ nach der Anpassung auf<br />

Required precision careful ewig auf sich warten.<br />

Sollten Sie dann endlich einen zufriedenstellenden<br />

Scan erhalten, können Sie diesen<br />

als PDF abspeichern und weiterleiten.<br />

Darüber hinaus bietet das Programm keine<br />

Bearbeitungsmöglichkeiten an.<br />

Aufgrund der fehlenden Bearbeitungsmöglichkeiten<br />

konnte Easy Scan im Test nicht<br />

überzeugen. Aufnahmen wirken extrem gelbstichig.<br />

Zuschneiden können Sie Ihre Scans<br />

mit diesem Programm ebenfalls nicht, was je<br />

nach Scanergebnis unschöne Ränder zur<br />

82<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Apps zum Scannen<br />

Abb. 1: Die Einstellungen von Easy<br />

Scan to PDF. Auf Wunsch verschickt<br />

die App PDFs per Mail.<br />

Abb. 2: Die Scans von Easy Scan to<br />

PDF konnten in den Tests nicht<br />

überzeugen. Fotos sind besser.<br />

Abb. 3: Im Menü| Settings legen<br />

Sie bei Handy Scanner Papiergröße,<br />

Layout und Qualität fest.<br />

Folge hat. Enttäuschend ist auch die Qualität.<br />

Die Texte sind kaum lesbar und lassen sich<br />

aufgrund der schlechten Auflösung auch<br />

nicht vergrößern (Abbildung 2). Von einem<br />

richtigen PDF, wie es nach dem Scannen mit<br />

einem herkömmlichen Gerät entstehen<br />

würde, sind die Ergebnisse noch weit entfernt.<br />

Mit der normalen <strong>Android</strong>-Kamera erzielen<br />

Sie weit bessere Ergebnisse, auch<br />

wenn die Daten dann als Bild und nicht als<br />

PDF gespeichert sind.<br />

Handy Scanner<br />

Die App Handy Scanner [2] bietet<br />

einen großen Funktionsumfang und<br />

lässt im Gegensatz zu Easy Scan<br />

eine nachträgliche Bearbeitung der Aufnahmen<br />

zu. Es gibt eine kostenlose Probeversion,<br />

die bis zu 20 Dokumente mit jeweils<br />

maximal 5 Seiten erlaubt, allerdings den<br />

Scans ein Wasserzeichen verleiht und Werbung<br />

einblendet. Die Vollversion ohne Beschränkung,<br />

Wasserzeichen und Werbung<br />

gibt es für 2,99 Euro.<br />

Im Menü können Sie auch auf ein englischsprachiges<br />

Tutorial zurückgreifen. Qualität,<br />

Papiergröße und weitere Einstellungen<br />

geben Sie hier ebenfalls im Menü| Settings<br />

an. Nun können Sie loslegen. Zunächst wählen<br />

Sie in der Liste aus, ob Sie einen neuen<br />

Scan erstellen oder ein bereits vorhandenes<br />

Foto umwandeln möchten. Entscheiden Sie<br />

sich für ein neues Papier, positionieren Sie<br />

die Kamera Ihres Smartphones und drücken<br />

Sie den Auslöser. Nachdem Sie die Aufnahme<br />

mit Done bestätigt haben, können Sie diese<br />

zuschneiden.<br />

Über den Pfeil gelangen Sie dann zum Bearbeitungsmodus.<br />

In diesem Fenster können<br />

Sie das Bild drehen und die Farben bearbeiten.<br />

Möchten Sie aus einem Scan die gelbliche<br />

Verfärbung entfernen und es in Schwarz-<br />

Weiß darstellen, gelingt Ihnen das mit Grayscale<br />

oder Print Ready Economy. Sobald Sie<br />

die Aufnahme zu Ihrer Zufriedenheit bearbeitet<br />

haben, speichern Sie das Dokument<br />

ab. Nun können Sie einen neuen Scan einlesen<br />

oder Ihre Dateien als PDF versenden.<br />

Sogar bereits vorhandene Dateien können Sie<br />

jederzeit erneut bearbeiten. Dafür wählen Sie<br />

diese einfach in der Übersicht aus. Möchten<br />

Sie doch kein PDF mehr, können Sie die bearbeiteten<br />

Dateien auch wieder im Bildformat<br />

JPEG abspeichern.<br />

Die Anwendung Handy Scanner funktioniert<br />

recht zuverlässig und ist mit 2,99 Euro<br />

für die Vollversion noch erschwinglich. Bei<br />

Abb. 4: Einlesen eines neuen Dokumentes mit Handy Scanner.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 83


Apps<br />

Apps zum Scannen<br />

Abb. 5: Die Symbole lassen eine<br />

sehr schnelle Navigation zu inklusive<br />

Bildanpassung und Drehen.<br />

Abb. 6: Die Qualität der Scans ist<br />

bei Handy Scanner deutlich besser<br />

als bei Easy Scan to PDF.<br />

Abb. 7: Übersichtliche Ordnung<br />

bei CamScanner, alle Dokumente<br />

wandern ins Archiv.<br />

Abb. 8: Einlesen eines neuen Dokumentes.<br />

Rechts unten wählen Sie<br />

den Batchmodus aus.<br />

der Vergrößerung der Dokumente zeigt sich<br />

ein erheblicher Unterschied zu jenen von<br />

Easy Scan. Das Programm ist schlicht und<br />

garantiert eine schrittweise Bearbeitung der<br />

Dokumente.<br />

CamScanner<br />

Auch von CamScanner [3] gibt es<br />

eine kostenlose und eine kostenpflichtige<br />

Version. Bei der kostenlosen<br />

Variante müssen Sie wieder Wasserzeichen<br />

sowie Werbung in Kauf nehmen.<br />

Zudem stehen nicht alle Möglichkeiten zur<br />

Verfügung. Die Vollversion kostet 3,99 Euro<br />

und ist ausschließlich per In-App-Kauf verfügbar.<br />

Aus diesem Grund benötigt die kostenlose<br />

Version unter anderem die Berechtigung,<br />

Apps aus dem Play Store zu kaufen.<br />

Nach dem Öffnen der App fällt besonders<br />

die übersichtliche Darstellung ins Auge. Sie<br />

können Ihre Dokumente in verschiedenen<br />

Ordnern anlegen und so für längere Zeit archivieren.<br />

Dann haben Sie wichtige Unterlagen<br />

immer mit dabei und können unter anderem<br />

Visitenkarten, Präsentationen, Notizen<br />

und Ähnliches übersichtlich abspeichern.<br />

Um einen neuen Ordner anzulegen,<br />

wählen Sie das Pluszeichen unterhalb der<br />

Tags aus. Im Menü der Übersichtsseite legen<br />

Sie wichtige Einstellungen fest, verwalten<br />

Ihre Tags, laden und drucken Dokumente<br />

oder wählen die englischsprachige Hilfe aus.<br />

Zur Einführung hilft Ihnen dabei jedoch auch<br />

eine deutschsprachige Schnellübersicht, die<br />

Sie ebenfalls auf der Startseite sehen.<br />

Zum Einlesen einer neuen Datei wählen<br />

Sie in der unteren Übersicht je nach Bedarf<br />

die Kamera oder die Galerie aus. Möchten Sie<br />

ein neues Papier aufnehmen, fotografieren<br />

Sie es so, dass es wieder ebenerdig vor Ihnen<br />

liegt und Sie den geeigneten Bildausschnitt<br />

haben (Abbildung 8). Anschließend gelangen<br />

Sie automatisch ins Bildfenster. Hier<br />

können Sie das Dokument zuschneiden, es<br />

drehen und den Bildoptimierungsmodus festlegen<br />

(Abbildung 9). Das Programm verfügt<br />

zudem über eine automatische Zuschneide-<br />

Funktion, die Ihnen viel Zeit spart.<br />

Im Bearbeitungsfenster bestimmen Sie<br />

unter anderem Farben und die Bildqualität.<br />

Im nächsten Schritt stellen Sie Kontrast und<br />

Helligkeit ein. Dadurch lassen sich auch<br />

Urheberrecht<br />

Zeitschriftenartikel schnell mit dem Smartphone<br />

einscannen und an Kollegen versenden?<br />

Nicht alles, was möglich ist, ist auch erlaubt.<br />

Durch Verletzungen des Urheberrechtes<br />

machen Sie sich strafbar. Das Kopieren von<br />

Büchern und Zeitschriftenartikel ist in Deutschland<br />

im Rahmen der Privatkopie für die nicht<br />

gewerbliche und nicht öffentliche Nutzung erlaubt.<br />

Zum finanziellen Ausgleich für die Urheber<br />

und Verwerter zahlen Sie beim Erwerb<br />

eines Kopierers oder Scanners automatisch<br />

eine Urheberabgabe direkt über den Kaufpreis.<br />

Einschränkungen gibt es hier jedoch bei Noten<br />

oder vollständigen Büchern oder Zeitungen.<br />

Machen Sie sich am besten im jeweiligen Einzelfall<br />

vorher kundig. Das Recht am eigenen<br />

geistigen Eigentum besitzt jeder. Holen Sie<br />

sich immer die Erlaubnis, wenn Sie zum Beispiel<br />

Ideen und Schriftstücke eines Kollegen<br />

scannen und weiterleiten möchten.<br />

84<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Apps zum Scannen<br />

schwer lesbare Schriftstücke<br />

wieder deutlicher machen.<br />

Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden,<br />

dann speichert<br />

CamScanner die Datei als<br />

PDF ab. Nun können Sie auf<br />

Wunsch weitere Seiten hinzufügen<br />

und ebenfalls bearbeiten.<br />

In der Übersicht nehmen<br />

Sie später noch Bearbeitungen<br />

an dem Dokument vor.<br />

Die Eigenschaften des PDFs<br />

stellen Sie im Menü ein: Zur<br />

Auswahl stehen alle gängigen<br />

Formate, wie A4, A5 oder<br />

Postkartenformat. Auch<br />

mehrseitige Dateien lassen<br />

sich mit CamScanner problemlos<br />

anlegen.<br />

Gerade bei sensiblen Daten,<br />

geheimen Unterlagen und<br />

wichtigen Dokumenten ist es<br />

enorm wichtig, diese sicher abgespeichert zu<br />

haben. Schließlich möchten Sie nicht, dass<br />

jeder sie lesen kann. Dafür bietet CamScanner<br />

die Option, Ihre Dokumente mit einem<br />

Passwort zu schützen. Möchten Sie Ihre<br />

PDFs kommentieren, öffnen Sie diese und<br />

fügen über das Pluszeichen rechts in der<br />

Mitte eine neue Notiz hinzu.<br />

CamScanner liefert gute Ergebnisse und<br />

bietet insgesamt viele Funktionen an. Ein<br />

besonderes Plus sind neben der guten PDF-<br />

Qualität auch die Übersichtlichkeit und die<br />

Sicherung mittels Passwörtern. Dies macht<br />

CamScanner zu einem businesstauglichen<br />

mobilen Scanner. Die App gibt es speziell für<br />

Smartphones aber auch als Tablet-Version.<br />

Abb. 9: In Menü | Einstellungen<br />

können Sie automatisches<br />

Zuschneiden wählen.<br />

Abb. 10: Legen Sie zur Sicherheit<br />

im Menü des CamScanners für Ihr<br />

Dokument ein Passwort an.<br />

Fazit<br />

Von den drei getesteten Apps konnten immerhin<br />

zwei Anwendungen überzeugen,<br />

Easy Scan to PDF fiel wegen schlechter Qualität<br />

und mangelnder Funktionen durch. Falls<br />

Sie nur hin und wieder eine Notiz einlesen<br />

möchten, sind die Testversionen vollkommen<br />

ausreichend. Möchten Sie allerdings viele<br />

wichtige Unterlagen scannen und versenden<br />

und legen dabei Wert auf eine optimale PDF-<br />

Verarbeitung, Übersichtlichkeit und Datensicherung,<br />

dann sollten Sie 3,99 Euro in die<br />

Vollversion von CamScanner investieren.<br />

Diese App schnitt im Test am besten ab und<br />

kostet letztlich gerade einmal einen Euro<br />

mehr als Handy Scanner.<br />

● ● ●<br />

Abb. 11: CamScanner überzeugte<br />

in den Tests mit einer sehr guten<br />

PDF-Qualität.<br />

Alle<br />

Links><br />

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Apps<br />

Besser sprechen<br />

Im Test: Besser sprechen<br />

Fichtendickicht<br />

Sprechen lernen ist etwas für kleine Kinder! Weit gefehlt, denn auch<br />

Erwachsene bleiben meist hinter ihren Möglichkeiten zurück, was gute<br />

Aussprache anbelangt. Die App "Besser Sprechen" hilft. Marcel Hilzinger<br />

Shen En-Min, 123RF<br />

Abb. 1: Im Kaufpreis von rund 3<br />

Euro sind lediglich zehn grundlegende<br />

Übungen inbegriffen.<br />

Die Sprache hat unheimlich viele<br />

Möglichkeiten. In machen Fällen<br />

kann sie Türen und Herzen öffnen,<br />

die sonst verschlossen bleiben.<br />

Doch die meisten Menschen kümmern<br />

sich weder um den Wortschatz noch um die<br />

Aussprache. Das ist schade, gehört doch die<br />

Stimme zu den wichtigsten Dingen, die uns<br />

dabei helfen, Personen<br />

einzuschätzen.<br />

Eine trainierte Stimme<br />

benötigen in erster Linie<br />

Sänger, Schauspieler und<br />

Jahrmarkt-Verkäufer. Aber<br />

auch im Berufsleben<br />

nimmt die Sprache eine<br />

nicht zu unterschätzende<br />

Rolle ein. So können bei<br />

einem Bewerbungsgespräch<br />

der Ton und die<br />

Aussprache darüber entscheiden,<br />

ob ein Bewerber<br />

eingestellt wird. Auch bei<br />

Vorträgen trägt die Stimme<br />

des Sprechers wesentlich<br />

dazu bei, ob das Gesagte<br />

glaubhaft wirkt und hängen<br />

bleibt. Seine Stimme Abb. 2: Die ersten Übungen des<br />

zu schulen, kann also Basispakets beschäftigen sich mit<br />

nicht schaden und im Ver-<br />

der korrekten Haltung und Atmung.<br />

gleich zu einem professionellen Sprachtraining<br />

brauchen Sie unter <strong>Android</strong> dazu nur<br />

eine App, die etwas mehr als 11 Euro kostet.<br />

Besser sprechen<br />

Besser sprechen [1] und die englische Variante<br />

„A better speaker“ [2] gibt es bei Google<br />

Play für 2,99 Euro. In diesem Preis inbegriffen<br />

sind die ersten zehn von<br />

insgesamt 110 Übungen, das<br />

sogenannte Basispaket. Es<br />

enthält zunächst Informationen<br />

und Übungen für eine<br />

korrekte Haltung und ein natürliches<br />

Atmen und geht anschließend<br />

bereits zu ersten<br />

Ausspracheübungen über. Die<br />

restlichen zehn Pakete befassen<br />

sich zu einem großen Teil<br />

ebenfalls mit der richtigen<br />

Aussprache (Paket 5 bis 9), es<br />

gibt aber auch ein paar detailliertere<br />

Pakete zu Haltung, Atmung<br />

und Stimme (Paket 2<br />

bis 4) sowie ein separates<br />

Paket mit Tipps für gute Präsentationen<br />

und Vokaltraining<br />

(Paket 10). Der inhaltliche<br />

Umfang ist bei allen Paketen<br />

in etwa identisch.<br />

86<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Apps<br />

Besser sprechen<br />

Abb. 3: In den Ausspracheübungen<br />

geht es meist darum, einen<br />

Zungenbrecher richtig zu lernen.<br />

Abb. 4: Die englische Version der<br />

App gleicht vom Aufbau her der<br />

deutschsprachigen Ausgabe.<br />

Abb. 5: Bei den Fotos hat man sich<br />

für die englische Variante deutlich<br />

mehr Mühe gegeben.<br />

Abb. 6: Die Übungen in der englischen<br />

Version machen mindestens<br />

so viel Spaß wie in der deutschen.<br />

Die Pakete sind wiederum in Übungen unterteilt.<br />

Zu jeder Übung gibt es ein paar Fotos<br />

und einen kurzen Text, der selten länger als<br />

zwei Minuten dauert und beim Vorlesen als<br />

gutes Beispiel dient bzw. auf die Fehler hinweist.<br />

Ein einzelnes Paket kostet 1,60 Euro,<br />

sämtliche neun Pakete zusammen kosten 9<br />

Euro. Pakete, die Sie bereits gekauft haben,<br />

erkennen Sie am farbigen Foto in der Übersicht.<br />

Die verfügbaren Pakete enthalten<br />

schwarz-weiße Aufnahmen.<br />

Kritikpunkte<br />

Die App erwähnt zwar im Basispaket kurz,<br />

dass es auch Dialekte gibt, abgesehen davon<br />

kommt das Thema aber etwas zu kurz. Die<br />

in der App proklamierte Aussprache dürfte<br />

dann auch für die wenigsten Leute das Ziel<br />

sein, da man normalerweise auch bei Ansprachen<br />

oder Vorträgen seinen Dialekt leicht<br />

beibehält. Klar, man kann darüber streiten,<br />

ob zum Beispiel Angela Merkel eine bessere<br />

Bundeskanzlerin wäre, wenn Sie ein besseres<br />

Deutsch sprechen würde, aber für viele Leute<br />

gehört wohl der leichte Dialekt zur Person<br />

der Bundeskanzlerin dazu. Dieses Thema<br />

wird von der App unserer Meinung nach zu<br />

sehr ignoriert.<br />

Die meisten Ausspracheübungen beschränken<br />

sich auf mehr oder minder bekannte<br />

Zungenbrecher. Hier hätten wir etwas mehr<br />

Stoff erwartet, denn irgendwann macht das<br />

schlichte Nachsprechen von Zungenbrechern<br />

keinen Spaß mehr. Die einzelnen Lektionen<br />

sind zudem mit einer durchschnittlichen<br />

Dauer von rund einer Minute recht kurz.<br />

Kaufen Sie zum Beispiel das Paket 5, dann<br />

sind Sie in zehn Minuten damit durch (ohne<br />

Übungszeit) und haben einfach zehn Zungenbrecher<br />

nachgesprochen. Auch Paket 6<br />

folgt weitgehend diesem Muster.<br />

Wer sich für 8,99 Euro das komplette Paket<br />

kauft, wird sich darüber aber kaum aufregen.<br />

Gemessen an der Qualität der gesprochenen<br />

Texte sind die 12 Euro (3 Euro App, 9 Euro:<br />

alle Pakete) mehr als angemessen.<br />

Fazit<br />

"Besser Sprechen" bietet für insgesamt 12<br />

Euro einen sehr umfangreichen und intensiven<br />

Aussprache-Kurs. Üben Sie jeden Tag ein<br />

wenig, und gehen Sie bewusst mit Ihrer Sprache<br />

um, dann wird sich der Erfolg recht bald<br />

einstellen. Angesichts dessen ist der Preis für<br />

das Komplettpaket absolut angemessen. ● ● ●<br />

English, please<br />

Die App gibt es unter dem Namen „A better<br />

Speaker“ auch in Englisch. Hier ist uns gleich<br />

zu Beginn aufgefallen, dass die Fotos in der<br />

englischen Variante deutlich besser sind, da<br />

sie nicht vor einem neutralen grauen Hintergrund<br />

aufgenommen, sondern richtig hübsch<br />

in Szene gesetzt wurden. Die englische Version<br />

eignet sich gut, um seine Aussprache zu verbessern,<br />

man sollte aber bereits über ein gewisses<br />

Level an Englisch-Kenntnissen (oder<br />

über ein sehr gutes Gehör) verfügen, um dem<br />

Sprecher auch folgen zu können.<br />

Bei der englischen Version stellt sich als Ausländer<br />

natürlich das Problem nicht, dass man<br />

bereits einen Dialekt spricht, insofern macht<br />

die englische Variante fast noch mehr Spaß als<br />

die deutsche.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27328<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 87


<strong>Spiele</strong><br />

Neue <strong>Spiele</strong><br />

NEU!<br />

bei Google Play<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

Ihnen jeden Monat ein paar<br />

neue oder aktualisierte<br />

<strong>Spiele</strong> aus dem Google Play<br />

Store vor, die uns besonders<br />

gut gefallen. Patrick Neef<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27098<br />

Jetpack Joyride<br />

kostenlos<br />

Warum kann selbst die eintönigste<br />

Aktion stundenlang<br />

Spaß machen? Im Falle von<br />

Jetpack Joyride ist nämlich das Einzige,<br />

was Sie tun können, die Spielfigur<br />

schweben zu lassen, wenn Sie den Finger<br />

auf das Display drücken und damit<br />

den Jetpack zünden. Das war es schon.<br />

Und doch bietet Jetpack Joyride auf<br />

Dauer so viel mehr.<br />

Ein erster Hinweis auf die Qualität<br />

des <strong>Spiele</strong>s findet sich beim Hersteller.<br />

Hinter Jetpack Joyride<br />

steckt das Studio Halfbrick, das<br />

unter anderem Fruit Ninja, Monster<br />

Dash und Age of Zombies entwickelt<br />

hat. Unter iOS ist Jetpack<br />

Joyride schon lange ein Hit, jetzt ist<br />

das Spiel endlich auch auf <strong>Android</strong>en<br />

spielbar, allerdings vorerst nur durch<br />

den Amazon App Shop.<br />

Sie steuern Barney Steakfries, den Helden<br />

von Halfbrick, der bereits in anderen<br />

<strong>Spiele</strong>n vorkam, mithilfe eines Jetpacks.<br />

Tippen Sie auf das Display, hebt<br />

er ab, lassen Sie los, fällt er wieder herunter.<br />

Sie<br />

Huebrix<br />

0,80 Euro<br />

Viele <strong>Spiele</strong> schimpfen sich<br />

Puzzle-<strong>Spiele</strong>, doch nur wenige<br />

bringen Ihren Kopf so<br />

sehr zum Qualmen wie Huebrix. In farbigen<br />

Kästchen steht, über wie viele<br />

Felder Sie die farbige Linie ziehen sollen.<br />

Nur der korrekte Pfad bringt die<br />

Lösung, und je mehr Farben und je<br />

größer das Feld, desto schwieriger die<br />

Aufgabe. Erschwerend kommen Spe -<br />

zialfelder hinzu. Der Look ist professionell,<br />

das Spiel ist nach zwei Minuten<br />

verstanden. Die schweren Level sind<br />

mit das Schwerste, was wir bisher bei<br />

mobilen <strong>Spiele</strong>n erlebt haben.<br />

Granny Smith<br />

1,05 Euro<br />

Granny Smith ist ein charmanter<br />

Endless Runner, bei<br />

dem Sie mit einer Großmutter<br />

dem jungen Apfeldieb hinterherjagen.<br />

Die Großmutter saust von alleine los,<br />

Ihre Aufgabe ist es, zu springen und<br />

sich gelegentlich mit dem Stock an Kabeln<br />

entlangzuhangeln. Sammeln Sie<br />

Münzen und Äpfel ein, um die Level zu<br />

meistern. Beim Springen führt die<br />

Oma einen Salto aus, Sie müssen also<br />

immer im rechten Moment die Taste<br />

loslassen. Ein unterhaltsames Spiel,<br />

das lediglich durch die nervigen<br />

Sounds der Großmutter auf Dauer Kritik<br />

einstecken muss. Zum Glück kann<br />

man die Töne abschalten.<br />

Traffic Panic<br />

London<br />

kostenlos<br />

Dieses Spiel wurde im Play<br />

Store gefeatured und erhielt<br />

viele gute Bewertungen von<br />

<strong>Spiele</strong>rn. Ein Hit also? Naja. Dieses<br />

Spiel beweist aber sehr schön, dass<br />

man sich immer ein eigenes Bild machen<br />

muss. Bei Traffic Panic London<br />

schalten Sie mit dem Finger eine<br />

Ampel um, sodass die Autos fahren<br />

dürfen. Doch Vorsicht, von links rauschen<br />

andere Autos heran. Die Zeit ist<br />

viel zu knapp bemessen, und warum<br />

Sie nach einem Crash alles zerstören<br />

dürfen, ist nicht klar. Und außerdem<br />

stört die Werbung an jeder Ecke. Leider<br />

keine Kaufempfehlung.<br />

englisch|Version 1.1|17 MByte]<br />

★★★★★<br />

englisch|Version 1.0.1|20 MByte<br />

★★★★★<br />

englisch|Version 1.2.2|30 MByte<br />

★★★★★<br />

88<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Spiele</strong><br />

Neue <strong>Spiele</strong><br />

sammeln Münzen ein, weichen<br />

Strombarrieren und Raketen aus und versuchen,<br />

so weit wie möglich zu kommen.<br />

Dabei bietet das Spiel jederzeit eine<br />

Menge Abwechslung: Sie erhalten verschiedene<br />

Missionen wie etwa das Abklatschen<br />

von zehn Wissenschaftlern<br />

oder 50 Meter weit mit dem Gesicht auf<br />

dem Boden rutschen. Durch Einsammeln<br />

von speziellen Gegenständen verwandeln<br />

Sie sich kurzzeitig in mechanische<br />

Drachen, teleportieren durch die Level<br />

oder heben die Gravitation auf. Mit den<br />

Münzen kaufen Sie sich entweder optische<br />

Gimmicks wie etwa den regenbogenspeienden<br />

Jetpack oder nützliche<br />

Dinge wie Fahrzeug-Upgrades,<br />

Werkzeuge oder<br />

coole Gadgets. Wer mehr<br />

Münzen will, kann<br />

diese käuflich erwerben,<br />

aber<br />

nötig ist das<br />

nicht.<br />

Das Spiel macht immer wieder<br />

Lust auf mehr. Sie können<br />

Ihre Rekorde einstellen, mehr<br />

Münzen erwerben oder sich<br />

durch die unzähligen Missionen<br />

durcharbeiten. Und bis<br />

Sie sämtliche InGame-<br />

Items gekauft haben, vergehen<br />

hunderte Spielstunden.<br />

Ein großer Spaß, auf den<br />

man immer wieder Lust bekommt.<br />

deutsch|Version 1.3.5|31 MByte<br />

★★★★★<br />

Spirits<br />

2,74 Euro<br />

<strong>Spiele</strong> wie Spirits zeigen,<br />

warum es sich lohnt, mehr als<br />

nur ein paar Cent für ein Qualitätsspiel<br />

auszugeben: Keine Werbung,<br />

ein tolles Gameplay, und an<br />

jeder Ecke erkennt man die Liebe zum<br />

Spieldesign. Spirits könnte man am<br />

ehesten mit dem Klassiker Lemmings<br />

vergleichen: Mehrere Spirits schlüpfen<br />

und wollen zum Ausgang. Sie müssen<br />

eine Mindestzahl retten, die restlichen<br />

Spirits „verbrauchen“ Sie, indem Sie<br />

wegweisende (buchstäblich!) Aktionen<br />

wie Luftströme, Pflanzen als Brücken<br />

oder Tunnel auslösen. Knifflig, charmant<br />

und mit großem Umfang. Ein<br />

wirklich tolles Spiel.<br />

McPixel<br />

2,49 Euro<br />

McPixel ist das verrückteste<br />

Spiel, das uns in letzter Zeit<br />

untergekommen ist. Sie werden<br />

es entweder lieben oder hassen,<br />

versprochen. Pro Abschnitt starten<br />

mehrere Sequenzen, in denen Sie mit<br />

der Hauptfigur in unterschiedlichsten<br />

Szenarien sind. Dort müssen Sie innerhalb<br />

von 20 Sekunden in Point&Click-<br />

Manier die Situation retten: Schmeißen<br />

Sie den Torpedo aus dem U-Boot,<br />

zerstören Sie die glühende Kaffeemaschine<br />

oder halten Sie den herunterstürzenden<br />

Fahrstuhl mit Feuerlöscherschaum<br />

auf. Klingt verrückt? Probieren<br />

Sie es aus, die Lite-Version ist kostenlos<br />

und enthält drei Abschnitte.<br />

Greedy Spiders 2<br />

0,78 Euro<br />

Greedy Spiders 2 sieht auf<br />

dem ersten Blick aus wie ein<br />

putziges Geschicklichkeitsspiel,<br />

ist aber eigentlich ein kniffliges<br />

Puzzle-Spiel, das sehr schnell im<br />

Schwierigkeitsgrad anzieht und so<br />

manche Herausforderung bereithält.<br />

Auf einem Spinnennetz sitzen eine<br />

oder mehrere Spinnen sowie niedliche<br />

Insekten, die Sie vor den Spinnen retten<br />

sollen. Durch Tippen schneiden Sie<br />

Teile des Netzes ab, sodass die Spinnen<br />

ihre Routen anpassen müssen. Ein<br />

tolles dynamisches Knobelspiel, bei<br />

dem die richtige Entscheidung umso<br />

wichtiger wird, je länger Sie spielen. Es<br />

gibt auch eine Gratisversion davon.<br />

englisch|Version 1.0.8|37 MByte<br />

★★★★★<br />

englisch|Version 1.0.7|20 MByte<br />

★★★★★<br />

deutsch|Version 1.0.4|21 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 89


Einsteiger<br />

Play Books<br />

So lesen Sie Bücher mit Google Play Books<br />

E-Books<br />

Google hat seinen App<br />

Store um Bücher erweitert.<br />

Der Zugriff erfolgt<br />

einfach mit dem Handy.<br />

Wir schauen, was der<br />

Buchladen von Google<br />

bietet und ob sich ein<br />

Reinschauen lohnt.<br />

Rene Gäbler<br />

arrow, 123RF<br />

Seit Kurzem findet man bei Google<br />

Play auch Bücher und Filme. Dieser<br />

Artikel stellt Google Play<br />

Books [1] vor und wirft einen<br />

Blick auf das kommerzielle und das Gratis-<br />

Angebot von Google.<br />

Bücher für jeden Geschmack<br />

Bereits auf der ersten Seite von Google Play<br />

findet man einige Buchtitel. Das ganze Angebot<br />

zeigt sich einem nach einem Klick auf<br />

„Bücher“. Alle Titel sind in Kategorien eingeteilt,<br />

sodass schnell das passende Buch gefunden<br />

ist. Jede Kategorie ist mit einer ganzen<br />

Reihe Buchtiteln gefüllt. Dazu kann man<br />

sich unter „Angesagt“ vorgeschlagene Titel<br />

anschauen und einen Blick in die Bestsellerliste<br />

werfen. Neben wenigen aktuellen Bestsellern<br />

finden sich hier auch gut verkaufte<br />

Titel, die der ein oder andere schon vor Jahren<br />

gelesen hat. Für den schmalen Geldbeutel<br />

lohnt sich ein Blick in die Rubrik „Bücher<br />

für unter 5,00 Euro“. Hier finden sich nicht<br />

nur herabgesetzte Titel, sondern auch<br />

Schmöker wie Jerry Cotton oder John Sinclair.<br />

Allerdings ist das Angebot bunt durcheinander<br />

gewürfelt. Aber das ist ja in der<br />

Wühlkiste eines realen Buchladens auch<br />

nicht anders.<br />

Die Play Books App<br />

Zu jedem Titel wird eine <strong>Vorschau</strong> angeboten.<br />

Wählt man diese das erste Mal, wird automatisch<br />

der hauseigene E-Book Reader zur<br />

Installation angeboten [2]. Die 5,55 MB<br />

große App erfordert mindestens <strong>Android</strong> 2.2.<br />

Der Reader synchronisiert die gekauften und<br />

heruntergeladenen Bücher mit anderen <strong>Android</strong>-Smartphones<br />

und E-Book-Readern. Eine<br />

Wischgeste genügt, und man blättert zur<br />

nächsten Seite um. Mit der Menüschaltfläche<br />

des Smartphones sind die wenigen Funktionen<br />

des Leseprogramms aufgerufen. So kann<br />

man hier einen Blick in das Inhaltsverzeichnis<br />

werfen, ein Lesezeichen auf die aktuelle<br />

Seite setzen und die Einstellungen einsehen<br />

und korrigieren.<br />

Bei der Anzeigeeinstellung schaltet man<br />

zwischen Tag und Nacht um. In der Nachteinstellung<br />

wird nur die Farbe Weiß für die<br />

Schrift verwandt und der Hintergrund<br />

schwarz dargestellt. Bei der Einstellung Tag<br />

ist die Darstellung umgekehrt. Wer mag,<br />

kann die Schriftart wechseln oder sie vergrößern.<br />

Mit einem Schieberegler lässt sich die<br />

Helligkeit anpassen. In den Einstellungen<br />

kann man das Herunterladen der Titel auf<br />

das WLAN beschränken.<br />

Tippen Sie auf eine Seite, wird die Seitenzahl<br />

eingeblendet. Im Kopf sehen Sie Titel<br />

des Buches und den Namen des Autors. Über<br />

eine kleine Pfeilschaltfläche können Sie eine<br />

Google+-Empfehlung abgeben. Zum Reader<br />

gehört noch eine Suchfunktion, mit der man<br />

den Buchtext nach bestimmten Inhalten<br />

durchsuchen kann. Mehr Funktionen gibt es<br />

nicht. Das ist auch gar nicht notwendig.<br />

Die aktuelle Version der Play Books App<br />

unterstützt auch E-Books im Format<br />

EPub, gibt eingebettete Streaming-Inhalte<br />

wieder und unterstützt die Vorlesefunktion<br />

des Smartphones/​Tablets.<br />

Reinschauen, kaufen<br />

Auf den ersten Blick erscheint die<br />

<strong>Vorschau</strong> eines Buches überraschend<br />

umfangreich. George R.E. Martins<br />

3. Band von „Das Lied von Eis und<br />

90<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Einsteiger<br />

Play Books<br />

Abb. 1: Googles E-Book-Store bietet<br />

für jeden Lesegeschmack das<br />

richtige Buch.<br />

Abb. 2: Die Bestseller bei Google<br />

Play Books. Sherlock Holmes<br />

scheint aktuell beliebt zu sein.<br />

Abb. 3: Die Menüführung im Browser<br />

hat uns besser gefallen als in<br />

Google Play.<br />

Abb. 4: Leseproben und gekaufte<br />

Bücher landen in der Play Books<br />

App.<br />

Feuer“ zählt 576 Seiten. Erwartet hätte man<br />

hier eine Lesevorschau von vielleicht 20 oder<br />

30 Seiten. Nach einem Klick auf <strong>Vorschau</strong><br />

landen in der E-Book-App 363 Seiten. Tatsächlich<br />

sind es jedoch nur 30 Seiten. Die<br />

Seitenanzeige in der gewählten Buchvorschau<br />

täuscht einen Umfang vor, der so auf<br />

dem Gerät nicht vorhanden ist. Das ist jedoch<br />

zu verschmerzen. Man will und soll ja<br />

nur in ein Buch hineinlesen und es nicht zu<br />

drei Viertel durchschmökern.<br />

Die einmal gewählte <strong>Vorschau</strong> findet sich<br />

auch später noch im Reader wieder. Am<br />

Ende der Leseprobe wird dem Leser der Kauf<br />

des Buches angeboten. Im Google Play Shop<br />

kann derzeit nur mit Kreditkarte bezahlt werden.<br />

Bei einem Kauf werden die Erstattungsrichtlinien,<br />

die AGB von Google und Hinweise<br />

zum Datenschutz zugänglich. Die<br />

Daten der Kreditkarte müssen nur einmal angegeben<br />

werden. Google erstellt hierbei ein<br />

Wallet-Konto für den Anwender, das die<br />

Daten speichert. Später sehen Sie bei einem<br />

Kauf nur noch die letzten vier Ziffern der<br />

Kreditkartennummer. Haben Sie schon einmal<br />

Apps bei Google Play gekauft, dann besitzen<br />

Sie bereits ein Wallet-Konto und können<br />

gleich loslegen.<br />

Nach dem Kauf landet im GMail-Account<br />

ein Rechnungsbeleg. Das Buch kann ab da<br />

im Reader gelesen und über das Google-<br />

Konto aufgerufen werden. Auf diese Weise<br />

SoMaker<br />

Office2012<br />

Mobile für <strong>Android</strong><br />

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das Microsoſt-Office-Dateien korrekt darstellt<br />

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Einsteiger<br />

Play Books<br />

Abb. 5: Der Text der Bücher ist im<br />

E-Book Reader gut lesebar, das<br />

Blättern erfolgt animiert.<br />

Abb. 6: Der E-Book-Reader enthält<br />

nur wenige Funktionen. Das genügt<br />

jedoch vollauf.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/24992<br />

sind Sie nicht an ein Lesegerät<br />

gebunden, sondern<br />

können auch mit einem<br />

anderen Smartphone oder<br />

Tablet oder über jeden beliebigen<br />

Browser darauf<br />

zugreifen. Google erstellt<br />

automatisch beim Kauf des<br />

ersten Buches eine Online-<br />

Bibliothek und überträgt<br />

die gekauften Titel in<br />

diese. Sie werden dort,<br />

ebenfalls automatisch, als<br />

„privat“ gekennzeichnet.<br />

Ein Zugriff mit dem PC ist<br />

über die Google-Play-Seite<br />

möglich. Die Anzeige im<br />

Browser ist aber je nach<br />

Bildschirm und Browser<br />

nicht besonders gut. Die<br />

Lesbarkeit der Texte mit<br />

dem Google Play Reader<br />

ist deutlich besser.<br />

Im Unterschied zu Apps können Sie Bücher<br />

bis zu 7 Tage lang zurückgeben. In Ausnahmefällen<br />

(technische Probleme) sogar 30<br />

Tage lang. Das gilt aber nur für Bücher, die<br />

Sie direkt von Google Play kaufen. Laut den<br />

Nutzungsbedingungen für Google Play Books<br />

gibt es auch Bücher von Drittanbietern. Hier<br />

gilt das Rückgaberecht des Drittanbieters.<br />

Die E-Books an andere Personen zu verleihen,<br />

ist verboten. Sie können aber ein Buch<br />

auf ein anderes Konto übertragen, wenn Sie<br />

per Zufall das falsche Konto für den Einkauf<br />

benutzt haben. Auch hier stellt Google in den<br />

Nutzungsbedingungen aber klar, dass dieses<br />

Feature, das einer gesonderten Bewilligung<br />

bedarf, nur für den persönlichen Gebrauch<br />

gedacht ist, und nicht dazu, Bücher an andere<br />

Personen zu verschenken.<br />

Nicht kompatibel<br />

Amazon, Google und zum Beispiel der Weltbild-Verlag<br />

bieten zwar durchaus ein vergleichbares<br />

E-Book-Angebot und im Fall von Amazon<br />

auch eine vergleichbar gute Lese-App an,<br />

kompatibel sind die elektronischen Bücher jedoch<br />

aufgrund des benutzten Kopierschutzes<br />

nicht. Bei Amazon gekaufte Titel lassen sich<br />

somit nur mit der Kindle-App lesen, Google-<br />

Bücher nur in der App Google Play Books.<br />

Abb. 7: Bei den eingescannten alten Büchern können Sie zwischen der<br />

Textvariante und dem Original wechseln.<br />

Kostenlose Bücher<br />

Auf den ersten Blick scheint es nur wenige<br />

kostenlose Bücher zu geben. Eine Handvoll<br />

Klassiker sind gratis zu haben. Es gibt aber<br />

in der App keine Kategorie, die auf die Gratis-Bücher<br />

verweist. Doch gibt man als Suchbegriff<br />

„Kostenlose Bücher“ ein, erhält man<br />

eine umfangreiche Liste. Anders ist es, wenn<br />

der Google Play Store über einen Browser besucht<br />

wird. Dann finden sich alle Titel unter<br />

einer eigenen Rubrik wieder. Englisch- und<br />

deutschsprachige Titel sind bunt gemischt.<br />

Auch „Don Quichote“ auf Spanisch gibt es.<br />

Die meisten Titel sind dabei eingescannte<br />

Versionen von frei verfügbaren Werken. Oft<br />

sind jedoch auch Originalscan und Textversion<br />

vorhanden, wie beispielsweise bei den<br />

Nibelungen. Interessant ist es sicher, einen<br />

Blick auf Grimms Kinder- und Hausmärchen<br />

zu werfen. Anders als beim Projekt Gutenberg<br />

und den kostenlosen Klassikern von<br />

Kindle, laden die meisten Gratistitel aber<br />

nicht wirklich zum Schmökern ein.<br />

Fazit<br />

Das Angebot von Google Play Books ist recht<br />

gut. Der Zugriff erfolgt mit jedem <strong>Android</strong>-<br />

Handy und ‐Tablet über den Play Store, auch<br />

via Desktop-Rechner und Browser müssen<br />

Sie nicht auf die Bücher verzichten. Dass der<br />

Kauf eine Kreditkarte voraussetzt und Google<br />

in Deutschland aktuell keine alternativen<br />

Zahlungsmethoden anbietet, dürfte aber dennoch<br />

den einen oder anderen Leser zur Konkurrenz<br />

treiben. Die Reader-App ist simpel,<br />

aber durchaus funktional und auch auf älteren<br />

<strong>Android</strong>-Geräten verfügbar. Zusätzliche<br />

Infos zu den Büchern, dem Buchmarkt und<br />

dem E-Book-Format sucht man hingegen vergebens.<br />

Die Kritiken oder Rezensionen von<br />

Lesern fehlen ebenfalls, hier hat Amazon<br />

noch die Nase vorne.<br />

● ● ●<br />

92<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Tipps & Tricks<br />

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII<br />

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII<br />

SIII-Tipps<br />

Samsung<br />

Samsung hat dem Galaxy SIII nicht nur tolle Hardware spendiert,<br />

sondern auch das <strong>Android</strong>-System mit zahlreichen Funktionen<br />

angereichert. Viele Details übersieht man leicht, sie<br />

sind in den Tiefen der Einstellungen vergraben. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Für Leseratten ist das automatische<br />

Abdimmen und Abschalten<br />

des Touchscreens eine lästige<br />

Nerverei.<br />

Wie auch schon bei<br />

Samsungs letztem Topmodell<br />

hat der Hersteller<br />

auch beim Galaxy<br />

SIII wieder sehr viel am System des<br />

Handys optimiert. Samsung spendiert<br />

dem SIII zahlreiche neue Funktionen, die<br />

es in dieser Form nicht bei anderen Herstellern<br />

gibt. Nicht jedes Detail ist allerdings<br />

offensichtlich, wir zeigen Ihnen, wo Sie die<br />

versteckten Features finden.<br />

Smart Stay: Augen auf!<br />

Webseiten, Nachrichten-Feeds oder E-Books:<br />

<strong>Android</strong>-Handys sind praktische Lesegeräte<br />

für eine ganze Reihe von<br />

Inhalten. Allerdings erwischt<br />

man sich beim<br />

Lesen auf dem Handy,<br />

immer wieder dabei auf<br />

den Touchscreen zu fassen,<br />

schließlich soll das<br />

Handy nicht in den Ruhezustand<br />

gehen und das<br />

Display abschalten.<br />

Samsung hat sich dieses<br />

Problems angenommen<br />

und mit Smart Stay eine<br />

Technik entwickelt, die in<br />

regelmäßigen Abständen<br />

die Kamera aktiviert und<br />

prüft, ob vor der Kamera<br />

ein Gesicht ist. Erkennt<br />

Smart Stay, dass Sie gerade<br />

auf das Display des<br />

Handys schauen, dann deaktiviert<br />

die Funktion das<br />

Abb. 2: Solange Sie auf das Display<br />

des Handys schauen, schaltet<br />

Smart Stay die Stromsparfunktionen<br />

des Displays nicht ab.<br />

Abdimmen oder gar Abschalten des Displays.<br />

Smart Stay wird die Akku-Laufzeit des Handys<br />

nicht positiv beeinflussen, schließlich<br />

müssen Kamera und Bilderkennung Sonderschichten<br />

einlegen. Von daher hat Samsung<br />

die Funktion von Haus aus abgeschaltet,<br />

unter Einstellungen | Anzeige finden Sie den<br />

Schalter, um sie zu aktivieren.<br />

Swype-Tastatur<br />

Das Tippen auf einer virtuellen Touchscreen-<br />

Tastatur geht zwar deutlich leichter von der<br />

Hand als auf dem T9-Tastenfeld eines herkömmlichen<br />

Handys, doch auch hier gibt es<br />

immer noch Verbesserungspotenzial. Im<br />

Google Play Store gibt es<br />

daher auch zahlreiche verschiedene<br />

Tastatur-Apps wie<br />

etwa das beliebte SwiftKey<br />

[1], die das Tippen auf dem<br />

<strong>Android</strong>-Smartphone oder<br />

‐Tablet erleichtern möchten.<br />

Im Galaxy SIII ist wie auch<br />

schon bei anderen Modellen<br />

aus Samsungs Galaxy-Serie<br />

die Technologie der Swype-<br />

Tastatur [2] integriert. Dabei<br />

fährt Ihr Finger von Buchstabe<br />

zu Buchstabe, ohne<br />

dass Sie ihn zwischen den<br />

Zeichen vom Display abheben<br />

müssen. Ein von Swype eigens<br />

entwickelter Algorithmus<br />

erkennt die überwischten<br />

Wörter, auch wenn Sie die<br />

einzelnen Buchstaben nicht<br />

präzise getroffen haben.<br />

94<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Tipps & Tricks<br />

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII<br />

Abb. 3: Die Option versteckt sich<br />

hinter dem Zahnrad-Symbol neben<br />

dem Eintrag für die virtuelle<br />

Samsung-Tastatur.<br />

Abb. 4: Bei der von Swype entwickelten<br />

Eingabe-Methode müssen<br />

Sie mit dem Finger über die Buchstaben<br />

wischen.<br />

Abb. 5: Über den Sperrbildschirm<br />

haben Sie direkten Zugriff auf vier<br />

Apps, die Belegung können Sie frei<br />

wählen.<br />

Abb. 6: In den Einstellungen tauschen<br />

Sie die Apps gegen Ihre<br />

Favoriten aus oder ändern die Reihenfolge.<br />

Die Option zum Aktivieren der Funktion versteckt<br />

sich in den Einstellungen der virtuellen<br />

Tastatur, Sie erreichen die Option Durchgehende<br />

Eingabe unter Einstellungen | Sprache<br />

und Eingabe | Zahnrad hinter Samsung-<br />

Tastatur oder direkt aus der Tastatur heraus<br />

über das Zahnradsymbol neben der Leertaste.<br />

Ein kleiner Assistent zeigt Ihnen den<br />

Umgang mit der neuen Eingabemethode.<br />

Menü-Button<br />

Der Menü-Button links neben dem zentralen<br />

Home-Knopf kann mehr als einfach nur das<br />

Kontext-Menü der jeweiligen App zu öffnen.<br />

Halten Sie ihn länger gedrückt, dann öffnet<br />

sich zum Beispiel im Browser die Adresszeile.<br />

In GMail, den Kontakten oder im<br />

Google Play Store rufen Sie dadurch direkt<br />

die Suche auf, auch wenn Sie gerade nicht<br />

das Such-Icon im Blickfeld haben.<br />

Sperrbildschirm<br />

Vom Sperrbildschirm aus haben Sie beim<br />

beim Galaxy SIII direkten Zugriff auf oft genutzte<br />

Funktionen Ihres Smartphones. Von<br />

Haus aus packt Samsung hier Links zur Telefon-App,<br />

zum eigenen Chat-Dienst ChatOn,<br />

dem Browser und der Kamera-App rein.<br />

Unter Einstellungen | Sicherheit | Optionen<br />

zum Sperren des Bildschirms | Schnellzugriff<br />

passen Sie die Auswahl an Ihre Vorstellung<br />

an. Klicken Sie in diesem Fenster auf einen<br />

der Shortcuts, um eine andere Anwendung<br />

an dessen Stelle zu platzieren.<br />

Als Schnellschuss-Spezialist für lustige<br />

Schnappschüsse ist an gleicher Stelle vielleicht<br />

auch die Option Kamera-Schnellzugriff<br />

etwas für Sie. Ist diese Funktion aktiviert<br />

müssen Sie einfach nur einen Finger an eine<br />

freie Stelle des Lockscreens halten und das<br />

Handy quer drehen – das SIII startet so umgehend<br />

die Kamera-App.<br />

TouchWiz-Launcher<br />

Im herkömmlichen <strong>Android</strong>-Launcher werden<br />

die Apps von Browser bis YouTube alphabetisch<br />

sortiert abgelegt. Beim TouchWiz-<br />

Launcher des SIII jedoch kommen auf den<br />

ersten beiden Seiten die vorinstallierten Anwendungen,<br />

danach die Icons der von Ihnen<br />

nachinstallierten Programme.<br />

Die Reihenfolge der Einträge lässt sich im<br />

Launcher durch einen Druck auf die Menü-<br />

Taste und den Eintrag Bearbeiten ändern. Alternativ<br />

setzen Sie unter Anzeigetyp die Sortierung<br />

der Liste wie von anderen <strong>Android</strong>en<br />

her gewohnt auf ein Alphabetisches Raster.<br />

Mit der Option Anwendungen ausblenden<br />

entfernen Sie Apps aus dem Sichtfeld des<br />

Launchers, ohne dass Sie die Anwendung<br />

deinstallieren müssen.<br />

Vibrationsmuster<br />

Das Klingeln eines Handys ist oft unpassend:<br />

im Kino, bei einem Meeting oder Date oder<br />

in der Vorlesung. Ein Handy sollte auch mal<br />

die Klappe halten. Damit Sie dennoch unauffällig<br />

über Anrufe oder Nachrichten informiert<br />

werden, vibriert im Inneren des Handys<br />

eine kleine Unwucht.<br />

Der Vibrationsalarm des SIII kennt nicht<br />

nur ein simples brrr, brrr, brrr, sondern gleich<br />

Abb. 7: Im von Samsung entwickelten<br />

TouchWiz-Launcher lassen sich<br />

Apps beliebig anordnen oder<br />

auch ausblenden.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 95


Tipps & Tricks<br />

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII<br />

Abb. 8: Der Vibrationsalarm des<br />

SIII kennt verschiedene Rüttel-Muster,<br />

auf Wunsch komponieren Sie<br />

Ihr eigenes.<br />

Abb. 9: Viele Webseiten beachten<br />

noch nicht die eingeschränkten<br />

Display-Größen von Smartphones<br />

oder Tablets.<br />

Abb. 10: Der Lesemodus optimiert<br />

die Darstellung und entfernt<br />

Details, die nicht zum eigentlichen<br />

Inhalt gehören.<br />

Abb. 11: Ihr Galaxy SIII kennt zahlreiche<br />

Gesten und Aktionen, die<br />

sich in den Einstellungen aktiveren<br />

lassen.<br />

Abb. 12: Die Anrufeinstellungen<br />

erreichen Sie aus der Telefon-App<br />

he raus über die Menü-Taste links<br />

neben Home.<br />

eine ganze Reihe unterschiedlicher Muster.<br />

Unter Einstellungen | Ton | Gerätevibration<br />

finden Sie die entsprechenden Einstellungen.<br />

Optional spielen Sie über Erstell. ein eigenes<br />

Muster ein. Welches Handy hat sonst noch<br />

einen Vibrationsrekorder?<br />

Abb. 13: Die Lautstärke des Klingeltons<br />

wird angehoben, wenn das<br />

Handy erkennt, dass es in einer<br />

Lesemodus<br />

Mit dem Boom von Smartphones und Tablets<br />

haben sich auch die Anforderungen an das<br />

Webdesign geändert. Wo früher einmal möglichst<br />

viele Inhalte auf eine Seite gepackt<br />

wurden, ist heute eine individuelle Diät angesagt.<br />

Ob Handy oder Desktop-Browser, für<br />

jedes Medium soll die Darstellung<br />

einer Webseite optimal<br />

sein. Manche Seiten<br />

setzen auf eine optimierte<br />

Variante ihrer Homepage,<br />

der Trend geht allerdings zu<br />

responsivem Webdesign [3],<br />

welches unterschiedliche<br />

Designs oder Layouts in Abhängigkeit<br />

von bestimmten<br />

Eigenschaften des Ausgabemediums<br />

ermöglicht.<br />

Da aber noch lange nicht<br />

alle Webseiten eine entsprechende<br />

Technik implementiert<br />

haben, stolpert man im<br />

Netz immer wieder über<br />

Webseiten, die sich nur umständlich<br />

am Handy lesen<br />

lassen. Im Browser des SIII<br />

ist eine Funktion integriert,<br />

die solche Webseiten den-<br />

Tasche steckt.<br />

noch gut für das Smartphone aufbereiten.<br />

Auf Inhaltsseiten erscheint ein grünes Icon<br />

mit einem „R“ in der Adresszeile, ein Klick<br />

auf das Icon entfernt sämtliche unnützen<br />

Elemente außer dem eigentlichen Inhalt.<br />

Bewegungsaktivierung<br />

Unter diesem sperrigen Wort versteht<br />

Samsung die Interaktion mit dem Handy<br />

durch Gesten oder Aktionen. Der Direktanruf<br />

startet zum Beispiel automatisch einen<br />

Anruf, wenn Sie einen Ihrer Kontakt oder<br />

eine SMS geöffnet haben und das Handy<br />

zum Ohr führen. Eine optische Ohr-Erkennung<br />

der integrierten Front-<br />

Kamera verhindert dabei in<br />

der Tat versehentliche initiierte<br />

Telefonate.<br />

Der Intelligente Alarm erinnert<br />

Sie durch eine kurze<br />

Vibration an verpasste Anrufe<br />

oder Benachrichtigungen.<br />

Wenn Sie das Telefon<br />

nach einer längeren Zeit<br />

wieder in die Hand nehmen,<br />

weist eine kurze Vibration<br />

auf den Eingang der Nachrichten<br />

hin. Praktisch ist<br />

auch die Option Zum<br />

Stummschalten umdrehen.<br />

Sie deaktiviert automatisch<br />

alle Töne, wenn Sie Ihr SIII<br />

mit dem Display nach unten<br />

auf den Tisch legen. Weitere<br />

praktische Gesten und Automatismen<br />

finden Sie im ent-<br />

96<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Tipps & Tricks<br />

Tipps&Tricks zum Galaxy SIII<br />

finden Sie zur Option<br />

Lautst. in Tasche erhöhen.<br />

Abb. 14: Früher gab es einmal ausführlich<br />

gedruckte Anleitungen mit<br />

detaillierten Informationen zum<br />

Gerät.<br />

sprechenden Dialog in den Einstellungen des<br />

Handys. Stöbern Sie an dieser Stelle durch<br />

die Menüs und probieren Sie die Gesten aus.<br />

Klingelton-Lautstärke<br />

Zu Hause auf dem Schreibtisch liegend muss<br />

das Handy nicht auf voller Lautstärke klingeln.<br />

In der Hosentasche oder im Rucksack<br />

liegend braucht es jedoch deutlich mehr<br />

Lärm, sonst wird ein wichtiger Anruf schnell<br />

überhört. In den Telefon-Einstellungen versteckt<br />

gibt es allerdings eine Option, die das<br />

Handy lauter klingeln lässt, wenn es im<br />

Dunklen einer Tasche steckt.<br />

Samsung hat die Funktion tief in den Einstellungen<br />

des Galaxy SIII vergraben. Um sie<br />

zu aktivieren, gehen Sie in die Telefonie-App<br />

– also zum Beispiel zur Eingabe einer Telefonnummer<br />

– und öffnen das Kontext-Menü<br />

über die Menü-Taste links neben dem Home-<br />

Button. Über den Eintrag Anrufeinstellungen<br />

Abb. 15: Heute gibt es die App zum<br />

Handy, das macht auf einem<br />

Smartphone aber auch mehr Sinn<br />

als ein Papierwälzer.<br />

Handbuch<br />

Entsprechend der heutigen<br />

Gepflogenheiten liefert<br />

Samsung fast nur noch das<br />

nackte Handy plus Zubehör<br />

aus. Ein ausführliches<br />

Benutzerhandbuch gibt es<br />

nicht mehr. Samsung hat<br />

stattdessen mit dem<br />

GALAXY SIII <strong>User</strong>’s Digest<br />

[4] eine App dafür im Angebot.<br />

Sie ist bislang leider<br />

nur komplett auf Englisch<br />

verfügbar, enthält dafür allerdings<br />

auch viele Abbildungen<br />

und Videos.<br />

Pop Out Play<br />

Vom PC kennen Sie die<br />

Möglichkeit, aktive Programme<br />

in Fenstern nebeneinander anzuordnen.<br />

So surfen Sie im Internet, während ein<br />

Film in einem kleinen Fenster läuft. Auf dem<br />

Handy gibt es diese Option nicht, eine App<br />

nimmt immer das komplette Display ein.<br />

Was auf Smartphones mit kleinen Displays<br />

durchaus Sinn macht, ist auf Tablets oder<br />

Smartphones mit großen Displays ein kleiner<br />

Hemmschuh. Der Touchscreen des SIII ist<br />

mit 4,8 Zoll und einer Auflösung von<br />

1280x720 Pixeln groß genug, um mehr<br />

Inhalte auf einmal darstellen zu können.<br />

Mit der Pop-Out-Funktion hat Samsung<br />

dem Video-Player des SIII die Möglichkeit<br />

spendiert, Videos quasi Bild-in-Bild abzuspielen.<br />

Rechts unten im Player finden Sie<br />

ein kleines Icon, das ein laufendes Video aus<br />

dem Vollbild befreit und es als kleines Bild<br />

über den Desktop legt. Egal, was Sie nun machen,<br />

Sie haben das Video und den Rest des<br />

<strong>Android</strong>-Schirms stets im Blick.<br />

● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27019<br />

Abb. 16: Auf dem PC öffnen Sie Programme in Fenstern, auf dem Smartphone<br />

nimmt eine App das komplette Display ein.<br />

Abb. 17: Die Pop-Out-Funktion des Video-Players lagert den Film in ein<br />

Widget aus, das immer im Vordergrund bleibt.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 97


Tipps & Tricks<br />

Tipps & Tricks<br />

Kleine Tipps mit großer Wirkung<br />

Tipps für<br />

alle Fälle<br />

Adobe Flash trotz dessen<br />

Ende installieren<br />

Sollten Sie gerade einen neuen<br />

And roiden auspacken und ihn wie<br />

gewohnt einrichten wollen, danntele52,<br />

123RF<br />

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das<br />

Arbeiten und <strong>Spiele</strong>n mit Ihrem <strong>Android</strong>-Gerät einfacher<br />

und angenehmer machen oder einfach nur<br />

cool sind. Christoph Langner, Marcel Hilzinger<br />

Abb. 1: Im App Shop von Amazon<br />

gibt es jeden Tag eine kostenpflichtige<br />

App für lau.<br />

Gratis-Apps bei Amazon<br />

Amazon hat seinen App Store für<br />

<strong>Android</strong>-Anwendungen nun auch<br />

in Deutschland und weiteren Ländern<br />

gestartet. Auch wenn die Auswahl bei<br />

Amazon nicht wirklich besser als bei Google<br />

Play ist, lohnt sich die Installation der App<br />

dennoch, weil es bei Amazon jeden Tag eine<br />

kostenpflichtige App gratis gibt. Der Amazon<br />

App Store selbst lässt sich nicht via Google<br />

Play installieren. Sie müssen dazu auf der<br />

Amazon-Homepage die APK-Datei herunterladen<br />

und von Hand installieren [1].<br />

Apps lassen sich nicht<br />

installieren<br />

Bei der Installation neuer Apps erhielt<br />

ein Leser des <strong>Android</strong> <strong>User</strong> auf<br />

einmal immer die Fehlermeldung<br />

„Installation auf dem USB-Speicher bzw. der<br />

SD-Karte fehlgeschlagen“, obwohl<br />

eigentlich genügend Platz<br />

auf dem internen Speicher des<br />

Handys und auch der SD-Speicherkarte<br />

frei war.<br />

Schuld an dem Problem ist ein<br />

beschädigter Zwischenspeicher,<br />

der genutzt wird, um Apps auf<br />

die Speicherkarte auszulagern.<br />

Bleibt er zurück, dann lassen<br />

sich einzelne Apps nicht mehr<br />

aktualisieren oder neu installieren.<br />

In den meisten Fällen reicht<br />

es, den Speicher einfach nur zu<br />

löschen, das System erzeugt den<br />

Cache automatisch wieder neu.<br />

Verbinden Sie dazu Ihr Handy mit dem PC<br />

und öffnen in einem Dateimanager den Ordner<br />

.android_secure auf der Speicherkarte.<br />

Auf manchen Betriebssystemen müssen Sie<br />

die Anzeiger dieses versteckten Ordners erst<br />

aktivieren. In dem Verzeichnis sollten Sie die<br />

Datei smdl2tmp1.asec finden, die sich über<br />

einen Filemanager löschen lässt.<br />

Ab und an liegt die Datei auch tiefer im<br />

System unter dem Pfad /mnt/​secure/​asec/​<br />

vergraben. Um hier manuell einzugreifen benötigen<br />

Sie allerdings Root-Rechte auf Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en, das Löschen der Datei ist demzufolge<br />

in diesem Fall deutlich aufwendiger.<br />

Abb. 2: Viele Betriebssysteme verstecken mit einem Punkt<br />

beginnende Ordner und Dateien.<br />

98<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Tipps & Tricks<br />

Tipps & Tricks<br />

Abb. 3: Im abgesicherten Modus<br />

lädt das System keinerlei nach­<br />

werden Sie vielleicht bei<br />

der Installation von<br />

Adobe Flash ins Stolpern<br />

kommen. Der Flash<br />

Player lässt sich im Play<br />

Store nicht mehr finden.<br />

Daran ist kein Bug im<br />

Market schuld, sondern<br />

die neue „mobile“ Strategie<br />

von Adobe, Flash<br />

wird für mobile Plattformen<br />

nicht mehr weiter<br />

gepflegt. Stattdessen<br />

setzt man auf Adobe Air.<br />

Den Anfang macht man<br />

bei <strong>Android</strong>, der mobile<br />

Flash-Player für das<br />

Google-System ist<br />

Geschichte. Für den Fall,<br />

dass Sie dennoch zwingend<br />

Adobe Flash benötigen<br />

sollten, finden Sie installierte Apps.<br />

die letzte Version des<br />

Players für <strong>Android</strong> im Archiv bei Adobe [2].<br />

Hinter dem Eintrag Flash Player 11.1 for <strong>Android</strong><br />

(11.1.102.59) finden Sie den Player als<br />

APK-Datei, die Sie manuell auf Ihrem <strong>Android</strong>en<br />

installieren können. Beachten Sie aber,<br />

dass Flash in Zukunft keine Updates – auch<br />

bei Sicherheitslücken – mehr erhält, bei der<br />

glorreichen Geschichte an Schwachstellen in<br />

Adobe Flash ist es daher keine gute Idee, in<br />

Zukunft auf den Player zu setzen.<br />

Abgesicherter Modus<br />

Die breite Palette an Apps ist ein<br />

Segen und zugleich auch ein Fluch.<br />

Die Vielfalt der Apps macht Smartphones<br />

erst richtig interessant, doch nicht<br />

jede App erweist sich nach der Installation<br />

auch als Volltreffer. Immer wieder sorgen<br />

nachinstallierte <strong>Android</strong>-Programme für Probleme,<br />

sei es dass Sie das Handy langsam<br />

machen oder permanent am Akku ziehen.<br />

Wenn Ihr Handy sich nicht so verhält, wie<br />

es eigentlich laufen sollte, dann kann sehr<br />

wohl eine App schuld sein. Um Apps als Missetäter<br />

auszuschließen, besitzt <strong>Android</strong><br />

einen sogenannten Abgesicherten Modus,<br />

den Sie je nach <strong>Android</strong>-Modell auf unterschiedlichen<br />

Wegen erreichen können.<br />

Auf einem Galaxy Nexus gelangen Sie über<br />

den Ausschalt-Dialog und einen längeren<br />

Fingerzeig auf den Ausschalten-Button in<br />

den Safe Mode. Nach einer kurzen Wartezeit<br />

werden Sie gefragt, ob das Handy in den abgesicherten<br />

Modus neu starten soll. In diesem<br />

werden sämtliche nachinstallierten Apps<br />

deaktiviert, sodass Ihr Handy wieder eine<br />

blütenrein weiße Weste besitzt.<br />

Das System blendet zur<br />

Erinnerung über den besonderen<br />

Modus einen kurzen<br />

Hinweistext links unten auf<br />

dem Display ein. Nach dem<br />

nächsten Neustart sind alle<br />

Ihre installierten Anwendungen<br />

wieder aktiv.<br />

Erfolgreich testen konnten<br />

wir diesen Modus mit einem<br />

Galaxy-Nexus-Handy und<br />

einem Nexus-7-Tablet, beide<br />

Geräte laufen schon offiziell<br />

unter <strong>Android</strong> „Jelly Bean“<br />

4.1. Handys von Motorola<br />

wie das Motorola Droid Razr<br />

oder Defy schalten Sie zum<br />

Einstieg in den abgesicherten<br />

Modus ab und drücken beim<br />

nächsten Start gleichzeitig die<br />

Lautstärke-Hoch- und Runter-<br />

Tasten, bis das System gebootet<br />

ist. Andere <strong>Android</strong>en besitzen diesen<br />

Modus ebenfalls, allerdings müssen Sie den<br />

Weg in ihn ergoogeln.<br />

Kamera des Nexus-7-Tablets<br />

aufbohren<br />

Um den Kampfpreis von 199 Euro<br />

für das Nexus-7-Tablet zu erreichen,<br />

hat Google bewusst auf Details<br />

verzichtet, die bei anderen Geräten<br />

Standard sind. So fehlt zum Beispiel eine<br />

rückseitige Kamera; warum auch nicht, nur<br />

die wenigsten <strong>Android</strong> <strong>User</strong> haben den<br />

Wunsch mit ihrem Tablet auf Fototour zu<br />

gehen. Nichtsdestotrotz behandelt Google die<br />

Kamera des Nexus 7 etwas stiefmütterlich.<br />

Sie lässt sich nur aus Apps heraus öffnen, da<br />

ein direkter Starter im App-Drawer fehlt.<br />

Zudem nimmt sie Videos trotz eines<br />

1,2- MPixel starken Photo-Chips nur mit einer<br />

Auflösung von 480p auf. Beides lässt sich mit<br />

ein paar Tricks – in Grenzen – korrigieren.<br />

Den Starter fügen Sie sehr einfach über<br />

den Camera Launcher for Nexus 7 [3] zum<br />

System hinzu. Er öffnet über das gewohnte<br />

Icon die Kamera-App des Nexus 7. Etwas<br />

aufwendiger wird es allerdings bei der maximalen<br />

Auflösung von Videoaufnahmen.<br />

Technisch ist das Tablet sehr wohl in der<br />

Lage, Videos mit 720p aufzunehmen, Google<br />

hat es nur „versäumt“, das Profil für diese<br />

Auflösungen anzulegen. Im Forum der XDA-<br />

Developers [4] finden Sie eine kurze Anleitung,<br />

mithilfe derer Sie das Profil nachtragen.<br />

Für die Arbeit am System, müssen Sie Ihr<br />

Nexus 7 allerdings rooten.<br />

● ● ●<br />

Abb. 4: Ein kleiner Hinweistext erinnert<br />

Sie an das abgespeckt gestartete<br />

System.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27058<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 99


Poweruser<br />

DataSync<br />

Maxim-Borovkov, 123RF<br />

App-Daten und ‐Einstellungen synchronisieren<br />

In Takt<br />

Nicht jede App legt ihre Daten und Einstellungen im<br />

Internet ab. Besitzen Sie mehrere <strong>Android</strong>en, so müssen<br />

Sie Konfigurationen oft mehrfach vornehmen. Data-<br />

Sync gleicht Anwendungsdaten unkompliziert ab.<br />

Christoph Langner<br />

Abb. 1: DataSync gleicht Daten<br />

zwischen <strong>Android</strong>en oder auch mit<br />

Cloud-Speicherdiensten ab.<br />

Viele Apps sind darauf ausgerichtet,<br />

Ihre Daten über das Internet zu<br />

synchronisieren. Ob jetzt die<br />

Bookmarks oder Einstellungen<br />

eines Webbrowsers, die einzelnen To-do-Listen<br />

aus einer Aufgabenverwaltung oder die<br />

Highscores eines <strong>Spiele</strong>s. Dank der Synchronisierung<br />

arbeiten Sie auf verschiedenen<br />

<strong>Android</strong>-Geräten – oder gar auf dem PC zu<br />

Hause – immer mit denselben Daten.<br />

Moderne, leistungsfähige Apps wie zum<br />

Beispiel der Firefox-Browser oder Chrome<br />

nutzen zur Synchronisierung eigene Dienste<br />

wie Firefox Sync oder die Infrastruktur von<br />

Google. Andere weichen auf populäre Cloud-<br />

Speicherdienste wie zum Beispiel Dropbox<br />

oder Box aus, so müssen die Entwickler<br />

selbst keine Server betreiben. Das Ergebnis<br />

bleibt jedoch dasselbe: viel Komfort ohne<br />

großen Aufwand.<br />

DataSync<br />

Im Play Store gibt es allerdings auch zahlreiche<br />

Anwendungen, deren Daten sich nicht<br />

über die App selbst im Netz ablegen oder<br />

synchronisieren lassen. Ob <strong>Spiele</strong>, Tools oder<br />

Anwendungen, es gibt zahlreiche Beispiele,<br />

die diesen Komfort nicht bieten können.<br />

DataSync hilft Ihnen hier aus, die Root-<br />

App synchronisiert direkt im WLAN Anwendungsdaten<br />

und Einstellungen zwischen<br />

gerooteten <strong>Android</strong>en und speichert sie lokal<br />

oder in den Cloudspeicherdiensten Dropbox<br />

und Box ab, sodass Sie sie auf anderen <strong>Android</strong>-Geräten<br />

wieder einlesen können.<br />

DataSync [1] finden Sie kostenlos im<br />

Google Play Store. Neben der Basis-Version<br />

gibt es mit dem optionalen Paket DataSync+<br />

[2] einen mit 1,99 Euro kostenpflichtigen<br />

Schlüssel, der weitere Funktionen freischaltet.<br />

Dazu gehört das automatische Anstoßen<br />

der Synchronisierung zu bestimmten Zeiten<br />

oder das direkte Übertragen der Daten über<br />

Bluetooth und NFC, allerdings steckt diese<br />

Option noch in den Kinderschuhen.<br />

Konfiguration<br />

Nach der Installation der App richtigen Sie in<br />

einem ersten Schritt die Synchronisierung<br />

ein. Die entsprechenden Einstellungen finden<br />

Sie in den Optionen DataSyncs, die sich<br />

hinter dem Menü-Button verbergen. Am einfachsten<br />

funktioniert der Abgleich über die<br />

Cloud-Speicherdienste Dropbox [3] und Box<br />

[4], hier haben Sie auch automatisch immer<br />

ein Backup Ihrer Daten im Netz. Zur Kopplung<br />

mit den Diensten nutzt DataSync die<br />

von den Diensten bereitgestellten APIs und<br />

Authentifizierungsmethoden.<br />

Sie können jedoch auch komplett auf externe<br />

Dienste verzichten und direkt innerhalb<br />

Ihres Netzwerkes die Daten mittels<br />

DataSync von <strong>Android</strong>e zu <strong>Android</strong>e kopieren<br />

lassen. Moderne Netzwerkprotokolle ermöglichen<br />

es, dass sich <strong>Android</strong>-Handys mit<br />

DataSync automatisch im Netzwerk finden.<br />

Nach dem Koppeln mit dem Speicherort<br />

wählen Sie die zu synchronisierenden Apps<br />

aus. Im Reiter Anwendungen finden Sie eine<br />

Liste aller auf dem Gerät installierten Apps.<br />

Root-Rechte<br />

<strong>Android</strong> steckt jede Anwendung in einen<br />

„Sandbox“ genannten Kasten, aus dem sie<br />

nicht ausbrechen kann. Eine App kann daher<br />

nicht ohne Weiteres auf die Daten anderer Programme<br />

zugreifen. Um dennoch die Daten<br />

aller Programme lesen und somit auch sichern<br />

zu können, braucht DataSync umfassende<br />

Root-Rechte auf Ihrem Handy.<br />

100<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

DataSync<br />

Abb. 2: Ein Klick auf eine App fügt<br />

Sie zur Warteschlange hinzu, ein<br />

optischer Hinweis fehlt allerdings.<br />

Abb. 3: Organisieren Sie den<br />

Abgleich bzw. die Backups einzelner<br />

Apps in Warteschlangen.<br />

Abb. 4: Mit dem kostenpflichtigen<br />

Schlüssel DataSync+ lässt sich das<br />

Synchronisieren automatisieren.<br />

Abb. 5: DataSync beherrscht verschiedene<br />

Synchronisierungs-<br />

Methoden mit und ohne Cloud.<br />

Ein Klick auf einen Eintrag reiht dieses Programm<br />

in die aktuelle Warteschlange zur<br />

Sicherung ein. DataSync markiert zu<br />

sichernde Apps in der Liste allerdings nicht<br />

optisch, Sie müssen sich merken, welche<br />

Apps gerade ausgewählt sind.<br />

Apps auswählen<br />

Um Ihre Sicherungen zu organisieren, speichern<br />

Sie Ihre aktuelle App-Auswahl in einer<br />

Warteschlange ab. So sichern Sie automatisch<br />

Ihre wichtigsten Daten oder stellen extra eine<br />

Liste für <strong>Spiele</strong> zusammen, die nur selten<br />

synchronisiert bzw. gesichert werden sollen.<br />

In der kostenpflichtigen Version DataSync+<br />

lässt sich zudem zu jeder Warteschlange ein<br />

Zeitplan erstellen, über den automatisiert die<br />

Sicherung angestoßen wird. Ohne Ihr Zutun<br />

gleich DataSync dann im Hintergrund die<br />

Daten ab.<br />

Über die Schaltfläche in der Menüleiste mit<br />

den zwei Pfeilen starten Sie den Abgleich.<br />

DataSync braucht zum Abgleich nicht zwingend<br />

einen Server oder Speicherdienste, die<br />

App findet dank moderner Netzwerktechnik<br />

andere <strong>Android</strong>en mit aktiver DataSync-App.<br />

Sobald Sie den Abgleich auf einem zweiten<br />

<strong>Android</strong>-Gerät starten, erscheint dieses unter<br />

Discovered Devices, ein Klick auf das Gerät<br />

startet dann die Synchronisierung.<br />

Etwas komfortabler ist natürlich der Abgleich<br />

über die Cloudspeicherdienste Dropbox<br />

oder Box. Sie sind ohne Ausnahme verfügbar,<br />

und Sie müssen nicht erst den Abgleich<br />

auf einem zweiten Gerät starten.<br />

Zudem existiert so immer eine Kopie der gesicherten<br />

Daten auf Ihrem Dropbox-Account.<br />

Sollten Sie gar ein Update aus Versehen überschrieben<br />

haben, dann lässt sich dieses über<br />

die Versionierung von Dropbox ohne Probleme<br />

wiederherstellen.<br />

Bei Konflikten fragt Sie DataSync, was zu<br />

tun ist, Sie können bestehende Daten auf<br />

dem Speicher löschen und die neuen aus<br />

dem gerade zu synchronisierenden Gerät<br />

hochladen oder die Sicherung der App auch<br />

ignorieren und den Konflikt von Hand lösen.<br />

In unserem Test funktionierte der Abgleich<br />

der Daten verschiedener Apps zuverlässig<br />

und ohne Störungen. Egal, ob wir die Daten<br />

direkt oder über Dropbox übertragen haben,<br />

nach einem kurzen Moment sind alle Geräte<br />

auf einem aktuellen Stand.<br />

Fazit<br />

Root-Rechte auf dem Smartphone dürfen kein<br />

Selbstzweck sein. Ein <strong>Android</strong>-Gerät zu rooten,<br />

nur weil Sie es können, sollten Sie vermeiden.<br />

Der Root-Zugang reißt Sicherheitslücken<br />

auf, die in der Theorie leicht ausgenutzt<br />

werden können, maliziöse Apps haben<br />

zudem mehr Möglichkeiten. Apps wie Data-<br />

Sync schaffen allerdings einen Mehrwert, der<br />

ohne Root-Zugang nicht möglich wäre.<br />

Wenn Sie mehrere <strong>Android</strong>en Ihr Eigen<br />

nennen, dann lohnt sich der Einsatz oder gar<br />

der Kauf von DataSync. Sie ersparen sich mit<br />

der App das wiederholte Einrichten von Anwendungen<br />

oder machen Apps fit für die<br />

Cloud, die der Entwickler bislang vernachlässigt<br />

hat. Auch <strong>Spiele</strong>r kommen auf ihre Kosten,<br />

wenn Sie Spielstände vom Smartphone<br />

auf das <strong>Android</strong>-Tablet oder ein anderes<br />

Handy übertragen möchten.<br />

● ● ●<br />

Abb. 6: DataSync gleicht automatisch<br />

den Stand der zur Sicherung<br />

ausgewählten <strong>Android</strong>-Apps ab.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/26172<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 101


Poweruser<br />

Custom Kernel – Teil 2<br />

Root und Custom-ROMs für das Samsung Galaxy SIII<br />

Vollmacht<br />

Der Kernel ist das Zentrum eines jedes <strong>Android</strong>-Systems, er<br />

Samsung<br />

kontrolliert das Gerät. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Ihr<br />

Samsung Galaxy SIII mit einem alternativen Kernel aus-<br />

und aufrüsten. Dominik Kraus, Christoph Langner<br />

Warnung<br />

Auch wenn die meisten Custom<br />

Kernels für das Galaxy S III auf<br />

den Software-Quellen von<br />

Samsung basieren, verlieren Sie<br />

mit der Installation eines alternativen<br />

Kernels die Garantie von<br />

Samsung. Wagen Sie sich deshalb<br />

nur dann an die Installation,<br />

wenn Sie genau wissen,<br />

was Sie tun. An dieser Stelle<br />

sollten wir auch noch erwähnen,<br />

dass man mit dem Flashen<br />

eines Custom-Kernels automatisch<br />

Root-Zugriff auf das Gerät<br />

erhält. Dies ist bei den meisten<br />

Custom-Kernels implementiert<br />

und in der Szene selbstverständlich.<br />

Die Kernel-App braucht<br />

Root-Zugriff, um im Verzeichnis<br />

/sys Dateien so zu ändern, dass<br />

diese Ihren gewünschten Einstellungen<br />

entsprechen.<br />

Er bildet die Schnittstelle zwischen<br />

Hard- und Software, doch sein<br />

komplettes Potenzial bleibt oft von<br />

den Herstellern ungenutzt: der Kernel.<br />

Erfahren Sie, wie Sie mithilfe eines Custom-Kernels<br />

– also einem von der <strong>Android</strong>-<br />

Community erweiterten benutzerspezifischen<br />

Kernel – Features in Ihrem Smartphone<br />

freischalten, mehr Power für CPU-lastige<br />

Apps erhalten oder ihm ein paar Stunden<br />

zusätzliche Akkulaufzeit entlocken.<br />

Eine Installationsanleitung für das Galaxy<br />

SIII bzw. für ähnliche Geräte von Samsung<br />

finden Sie am Ende dieses Artikels. Zunächst<br />

möchten wir aber auf die Vorteile von Custom-Kernels<br />

eingehen, bevor wir uns an die<br />

Erstinstallation wagen.<br />

Haben Sie bereits unseren<br />

Artikel zu Custom-Kernels<br />

für das Galaxy S2 in<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> 10/​2012 gelesen,<br />

dann können Sie<br />

auch gleich zum Abschnitt<br />

„Die Installation“<br />

springen.<br />

Notifications<br />

auch ohne LED<br />

Den ersten großen Vorteil<br />

bergen sogenannte Backlight-Notification-Mods<br />

(kurz BLN). Manche<br />

Smartphones, wie zum<br />

Beispiel das immer noch<br />

beliebte Samsung Galaxy<br />

S II, besitzen keine eingebaute<br />

Benachrichtigungs-<br />

Abb. 1: Neben der <strong>Android</strong>-Version<br />

finden Sie in den Einstellungen weitere<br />

wichtige Informationen.<br />

LED. Der von der Community entwickelte<br />

BLN-Mod ersetzt diese LED im Rahmen der<br />

Möglichkeiten: Wenn Sie eine neue SMS oder<br />

Nachricht erhalten, beginnt – auch wenn das<br />

Display des Gerätes ausgeschaltet bleibt – die<br />

Hintergrundbeleuchtung der Softkeys am unteren<br />

Rand des Handys zu leuchten. Zwar<br />

kann hier nicht die Farbe der Beleuchtung<br />

geändert werden, dennoch erkennen Sie auf<br />

einem Blick, ob eine neue Nachricht vorhanden<br />

ist, ohne das Handy in die Hand nehmen<br />

oder das Display anschalten zu müssen. Ist<br />

ein Custom-Kernel auf Ihrem Smartphone installiert,<br />

können Sie zudem mit der im<br />

Google-Play-Store erhältlichen App BLN Control<br />

[1] weitere Einstellungen am BLN-Mod<br />

vornehmen und beispielsweise<br />

den Timeout der Beleuchtung<br />

verringern, um<br />

Energie zu sparen.<br />

Mehr Macht dank<br />

Root-Rechten<br />

So gut wie alle Custom-Kernel<br />

bringen einen Root-Zugriff<br />

mit, also Administratoren-Rechte<br />

für Ihr <strong>Android</strong>-<br />

Gerät. Alle nachfolgend vorgestellten<br />

Apps benötigen<br />

Root-Zugriff, um tief im System<br />

Parameter oder Einstellungen<br />

zu ändern. Und auch<br />

triviale Apps wie etwa<br />

Screenshot UX [2] nutzen Sie<br />

so ohne Funktionseinschränkung.<br />

Wenn Sie eine App<br />

starten, die Root-Rechte be-<br />

102<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

Custom Kernel – Teil 2<br />

nötigt, erscheint zunächst<br />

ein Fenster. In<br />

diesem gewähren oder<br />

verweigern Sie der Anwendung<br />

die angeforderten<br />

Rechte, so ist<br />

für zusätzliche Sicherheit<br />

gesorgt. Maliziöse<br />

Apps sind so nicht in<br />

der Lage, im Hintergrund<br />

unbemerkt massive<br />

Änderungen am<br />

System vorzunehmen.<br />

Den Govenor<br />

anpassen<br />

Sie haben sich schon<br />

immer eine längere Akkulaufzeit<br />

gewünscht?<br />

Ein Custom-Kernel ist<br />

zwar kein zweiter<br />

Akku, gegenüber einem Kernel des Herstellers<br />

sollte sich die Akkulaufzeit Ihres Handys<br />

aber deutlich verbessern lassen. Dies liegt<br />

unter anderem daran, dass die von der Community<br />

entwickelten Custom-Kernel deutlich<br />

aktueller sind und so Fehler ausmerzen.<br />

Ein weiterer Vorteil von Custom-Kernels ist<br />

zudem, dass Sie selbst mit meist einfach gestalteten<br />

Apps Ihr System genau auf sich anpassen<br />

können. Mithilfe von Voltage Control<br />

[3] aus dem Play Store lässt sich zum Beispiel<br />

der Governor der CPU ändern. Diese<br />

Einstellung regelt die Art und Weise, wie<br />

schnell und unter welchen Bedingungen ein<br />

Prozessor seine Taktrate ändert.<br />

Nutzen Sie Ihr Handy meist nur für einfache<br />

Aufgaben, dann können Sie auf den<br />

Governor PowerSave wechseln. Ihr Handy<br />

taktet nun weniger schnell auf die höchste<br />

Stufe hoch. Diverse <strong>User</strong> berichten von keinen<br />

spürbaren Leistungsunterschieden,<br />

loben aber die verbesserte Akkulaufzeit des<br />

Handys. Wenn Sie oft aufwendige <strong>Spiele</strong><br />

spielen, sollten Sie auf den Governor auf Performance<br />

schalten. Diese Einstellung verhindert,<br />

dass der Prozessor umgehend wieder<br />

seine Taktrate reduziert.<br />

Abb. 2: BLN ersetzt eine fehlende<br />

Benachrichtigungs-LED.<br />

Abb. 3: Den Root-Zugriff müssen Sie<br />

jeder App erst erlauben.<br />

Aber Achtung: Das Übertakten Ihres Handys<br />

birgt dieselben Gefahren wie das Übertakten<br />

eines Computers. Sie sollten es also nicht<br />

übertreiben! Für den absoluten Leistungs-<br />

Kick bieten manche Kernel zusätzlich die<br />

Möglichkeit, die GPU – also die Grafikeinheit<br />

Ihres <strong>Android</strong>en – zu übertakten.<br />

Unter Spannung<br />

Selbst hier endet aber die Liste der möglichen<br />

Eingriffe nicht. Sie möchten weiter<br />

Akku sparen und schrecken nicht vor Eingriffen<br />

in wichtige Systen-Parameter zurück?<br />

Dann sollten Sie sich die Stellschrauben in<br />

Voltage Control zum Ändern der CPU-Spannung<br />

ansehen. Falls es Ihr Kernel erlaubt,<br />

lässt sich hier regeln, wie viel Spannung der<br />

CPU bei bestimmten Taktraten zur Verfügung<br />

gestellt wird. Bei diesem sogenannten Undervolting<br />

(kurz UV), lassen sich die Regler<br />

meist um einige Millivolt nach unten schieben,<br />

ohne dass Sie einen Unterschied in der<br />

Performance oder Stabilität Ihres Smartphones<br />

oder Tablets bemerken werden.<br />

Sollten Sie meist nur Apps wie Kalender,<br />

Kontakte und das Telefon nutzen, die dem<br />

Handy nur wenig Leistung abverlangen,<br />

Abb. 4: Die Wahl des Governors<br />

beeinflusst die Ansteuerung der CPU.<br />

Die CPU übertakten<br />

Sollte auch diese zusätzliche Leistung nicht<br />

reichen, lässt sich ein Handy mit einem Custom-Kernel<br />

zusätzlich übertakten. Was auf<br />

Computern schon lange mit einfachen Mitteln<br />

möglich ist, können Sie nun auch auf<br />

Ihrem Smartphone tun. Die Maximalfrequenz<br />

lässt sich mit der Voltage Control ganz<br />

einfach einstellen. Das System erkennt<br />

selbst, wie hoch Sie den Takt treiben dürfen.<br />

PowerSave oder OnDemand?<br />

Ob der PowerSave-Governor wirklich Strom spart, ist umstritten [4]. Moderne CPUs<br />

kennen nicht nur Taktraten, sondern auch Schlafmodi, die deutlich größeren Einfluss<br />

auf den Stromverbrauch haben. Je schneller die CPU wieder in Tiefschlaf fallen kann,<br />

desto mehr Energie wird sie sparen. Indem man sie nun zwingt, immer mit niedrigster<br />

CPU-Rate zu laufen, verhindert man, dass sie möglichst schnell wieder einschlafen<br />

kann. Mit Powersave spart man daher nur dann Energie, wenn die CPU sowieso bei<br />

jeder Taktrate voll ausgelastet wäre (also bspw. bei 3D-<strong>Spiele</strong>n oder Berechnungen).<br />

Im normalen Betrieb sollte man OnDemand oder Interactive als Governor nutzen.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 103


Poweruser<br />

Custom Kernel – Teil 2<br />

Abb. 5: Je niedriger die Spannung,<br />

desto niedriger der Stromverbrauch.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27016<br />

dann könnte es zudem<br />

sinnvoll sein, den zweiten<br />

CPU-Kern bei Dual-Core-<br />

Prozessoren komplett auszuschalten.<br />

Mit der im Play<br />

Store verfügbaren App<br />

Core2 Management [5]<br />

lässt sich diese Bremse<br />

leicht de-/aktivieren. Ein<br />

Kern ist bei heutigen CPUs<br />

für den Alltag vollkommen<br />

ausreichend, und sollten<br />

Sie doch einmal mehr Leistung<br />

benötigen, schalten<br />

Sie den stillgelegten zweiten<br />

Kern jederzeit wieder<br />

über die App ein.<br />

Im Herunterregeln von<br />

CPU-Spannung und Abschalten<br />

eines Prozessor-<br />

Kerns liegt viel Potenzial,<br />

die Akkulaufzeit des Handys um mehrere<br />

Stunden zu verlängern. Vor allem aber beim<br />

Einstellen der Spannungen für die CPU ist<br />

Fingerspitzengefühl gefragt, da sonst die Stabilität<br />

Ihres Systems leidet. Sollten Sich Abstürze<br />

häufen, dann lassen sich die getroffenen<br />

Einstellungen allerdings auch schnell<br />

wieder zurücksetzen.<br />

Die Installation<br />

Sie haben sich zu einer Installation entschieden?<br />

Zunächst müssen Sie sich für einen der<br />

vielen Custom-Kernels entscheiden. Dabei<br />

müssen Sie beachten, dass diese gerätespezifisch<br />

sind, das heißt sie funktionieren nur<br />

auf einem bestimmten Gerät. Sie dürfen also<br />

nur Kernel installieren, die auch wirklich für<br />

Ihr Gerät entwickelt wurden.<br />

Eine Anlaufstelle, um einen passenden<br />

Systemkern zu finden, ist das Forum der<br />

XDA-Developers [6]. In den zahlreichen Unterforen<br />

zu unterschiedlichen Geräten finden<br />

Sie diverse Kernel zum Download. Sollten Sie<br />

sich an einer Stelle nicht komplett sicher<br />

sein, ob der gewählte Kernel auch wirklich<br />

zu Ihrem <strong>Android</strong>en passt, oder Ihnen das<br />

Vorgehen nicht klar sein sollte, dann bietet<br />

die deutschsprachige Community <strong>Android</strong>-<br />

Hilfe.de [7] kompetenten Rat.<br />

Sowohl für das Samsung Galaxy SII [8],<br />

wie auch das Galaxy S III [9] ist der Abyss-<br />

Kernel empfehlenswert. Er basiert auf den<br />

Original-Quellen von Samsung, beherrscht<br />

aber das Über- und Untertakten, kann weitere<br />

CPU-Frequenzen nutzen und auch die<br />

GPU-Taktrate beeinflussen. Die folgende Installationsanleitung<br />

ist nur für das Samsung<br />

Galaxy SIII I9300 gedacht, Installationsvorgänge<br />

für andere Geräte<br />

von Samsung sind zwar<br />

ähnlich, jedoch unterscheiden<br />

sich die verwendeten<br />

Dateien! Geräte anderer<br />

Hersteller sind ein ganz anderes<br />

Thema, die hier erwähnten<br />

Tools und Kernel<br />

sind in diesem Fall nutzlos.<br />

Das Galaxy SIII<br />

rooten<br />

Laden Sie zunächst die aktuelle<br />

Version des Kernels<br />

herunter und schieben die<br />

.zip-Datei aus dem Download-Verzeichnis<br />

Ihres PCs<br />

auf die interne oder externe<br />

Abb. 6: Nicht immer braucht man die SD-Speicherkarte. Damit ist<br />

volle Power beider CPU-Kerne. es allerdings noch nicht<br />

getan. Ein Kernel lässt sich<br />

nicht per Copy&Paste in die Firmware Ihres<br />

<strong>Android</strong>en integrieren. Sie müssen in einem<br />

ersten Schritt das ClockWorkMod Recovery<br />

(kurz CWM) als Ersatz des Recovery-Modus<br />

des Herstellers einspielen.<br />

Dazu benötigen Sie das passende Recovery-Image<br />

inklusive Root [11] und eine speziell<br />

von Samsung entwickelte Software namens<br />

Odin [12], die für das Übertragen der<br />

Firmware verantwortlich ist. Windows-<strong>User</strong><br />

müssen zudem noch den Samsung-USB-Treiber<br />

[13] installieren, falls sie auf dem System<br />

Samsungs Verwaltungs-Tool Kies 2.0 [14]<br />

noch nicht genutzt haben. Laden Sie nun das<br />

Recovery-Image CF‐Root‐SGS3‐v6.4.zip<br />

(Stand September 2012) sowie Odin herunter<br />

und entpacken das Archiv. Die ausführbare<br />

exe-Datei aus dem 7z-Archiv starten Sie über<br />

einen Dateimanager.<br />

Schalten Sie nun Ihr Samsung-Handy aus,<br />

und halten Sie anschließend die folgenden<br />

Tasten gleichzeitig gedrückt: Leiser + Home<br />

+ Power. Ihr Smartphone startet daraufhin<br />

in den Download-Modus, in dem ein kleines<br />

<strong>Android</strong>-Männchen auf dem Display erscheint.<br />

Schließen Sie jetzt Ihr Handy mit<br />

dem USB-Kabel an, und warten Sie, bis in<br />

dem kleinen Textfeld von Odin unten links<br />

die Nachricht Added erscheint.<br />

Klicken Sie anschließend auf den Button<br />

Pda und wählen die entpackte Datei<br />

CF‐Root‐SGS3_xxx.tar aus. Wenn Sie sichergestellt<br />

haben, dass die ausgewählte Datei<br />

eine .tar und keine .zip Endung besitzt, klicken<br />

Sie auf Start um den Root-Vorgang einzuleiten.<br />

Der CWM wird installiert und das<br />

Handy anschließend neu gestartet. Falls es<br />

nicht durchstarten sollte oder nicht vollstän-<br />

104<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

Custom Kernel – Teil 2<br />

dig bootet, entfernen Sie kurz die Batterie,<br />

um einen Reset des Handys zu erwirken.<br />

Nach dem Neustart haben Sie volle Root-<br />

Rechte auf Ihrem <strong>Android</strong>en.<br />

Custom-Kernel installieren<br />

Mit dem Root-Zugang ist nun jedoch noch<br />

kein neuer Kernel auf Ihrem Handy installiert<br />

worden. Schalten Sie daher das Gerät ein<br />

weiteres Mal aus und starten es diesmal mit<br />

der Tastenkombination Lauter + Home +<br />

Power. Ihr Smartphone bootet daraufhin in<br />

den Recovery-Modus.<br />

Um nun Ihren Custom-Kernel zu installieren,<br />

navigieren Sie mithilfe der Lautstärke-<br />

Tasten zum Menüpunkt Install zip from sd<br />

card, suchen das zuvor auf das Handy kopierte<br />

zip-Archiv heraus und wählen es mit<br />

der Power-Taste an. Beantworten Sie abschließend<br />

die Sicherheitsfrage mit Yes. Das<br />

CWM spielt nun den Kernel auf das System,<br />

nach der Fertigstellung gehen Sie zurück ins<br />

Hauptmenü und starten mit Reboot system<br />

now letztendlich das Smartphone neu.<br />

Ihr Custom Kernel ist nun installiert, und<br />

Sie können jetzt alle vorhin genannten Features<br />

testen. Optional bietet Ihnen der Clock-<br />

Abb. 7: Mit Odin kopieren Sie das Recovery wie auch die Root-App auf Samsung-<strong>Android</strong>en.<br />

WorkMod zudem noch verschiedene weitere<br />

Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein Backup<br />

des kompletten Systems, was vor allem vor<br />

weiteren Tests mit Custom-ROMs oder alternativen<br />

Kernels angelegt werden sollte. ● ● ●<br />

Kann eine<br />

Schulungseinrichtung<br />

für mehr als EINEN<br />

Themenbereich<br />

berühmt werden?<br />

Das Linuxhotel ist bekannt für erstklassige Open-Source-Schulungen. In den letzten Jahren kamen Java<br />

und andere Programmiersprachen hinzu - wie immer in Kooperation mit führenden Spezialisten, und in<br />

abgeschiedener, konzentrierter, aber auch ziemlich verspielter Umgebung. Es ist so naheliegend, auch<br />

Entwicklerthemen bei den OpenSource‘lern zu lernen, weil man dort schon immer sehr „unter die<br />

Haube“ guckte und mit viel Freude intensivst arbeitet. Das weiss ein Großteil der deutschen Admins, nur<br />

unter Entwicklern hat's sich noch nicht so ganz herumgesprochen.<br />

Mehr siehe www.linuxhotel.de


Poweruser<br />

AdAway<br />

THesIMPLIFY, Fotolia<br />

Sie haben auf Ihrem Desktop-Rechner einen AdBlocker installiert? Warum dann<br />

nicht auch auf dem Smartphone? Wir stellen die Lösung AdAway vor. Mirko Mahlberg<br />

Tipp<br />

Damit Ihre Lieblingsseiten<br />

nicht wegen AdBlockern<br />

pleite gehen, ist es empfehlenswert,<br />

eine Liste von Seiten<br />

zu pflegen, die Werbung<br />

anzeigen dürfen.<br />

Auf PCs und Notebooks haben viele<br />

Millionen <strong>User</strong> einen AdBlocker<br />

installiert, um lästige Werbung auf<br />

vielen Seiten zu blockieren. Diese<br />

gibt es beispielsweise in Form von Erweiterungen<br />

für den Google Chrome oder Mozilla<br />

Firefox Browser. Solche Möglichkeiten gibt es<br />

auch für Ihr <strong>Android</strong>-Handy. Im folgenden<br />

Artikel stellen wir Ihnen die App AdAway [1]<br />

vor und zeigen, wie Sie Werbung mit wenig<br />

Aufwand blockieren.<br />

Da immer mehr Internet-Zugriffe von mobilen<br />

Geräten aus erfolgen, hat auch die Werbung<br />

auf mobilen Seiten Hochkonjuktur. Je<br />

nach Interessen und Displaygröße kann jedoch<br />

Reklame auf dem Smartphone ganz<br />

schön störend sein. Apps wie AdAway bieten<br />

die Möglichkeit, solche Werbung zuverlässig<br />

zu blockieren. Dazu brauchen Sie allerdings<br />

Root-Zugriffe auf Ihrem <strong>Android</strong>en. AdAway<br />

können Sie sich kostenlos im Google Play<br />

Store herunterladen [1]. Die App verzichtet –<br />

wie zu erwarten – komplett auf Werbung.<br />

Design und Funktionen<br />

Das Design von AdAway hält sich an die<br />

<strong>Android</strong> Design Guidelines von Google und<br />

sieht sehr schick und aufgeräumt aus. Wenn<br />

die Applikation geöffnet ist, und Sie auf Dateien<br />

herunterladen und den Werbeblocker<br />

aktivieren tippen, ist das Wesentliche (den<br />

Blocker einschalten) auch schon getan. Es<br />

kommt nur noch eine Meldung, dass eventuell<br />

ein Neustart nötig ist, und diese Meldung<br />

bestätigen Sie einfach mit Ja. Nun startet Ihr<br />

Gerät neu.<br />

In den Einstellungen bietet die Anwendung<br />

viele nützliche Funktionen wie beispielsweise<br />

das Prüfen auf Updates, automatische<br />

Updates (falls gewünscht nur bei WLAN-Verbindung)<br />

oder die Möglichkeit, eigene Host-<br />

Dateien zu verwenden. Unter Hosts-Quellen<br />

können Fortgeschrittene ihre eigenen oder<br />

liebsten Hosts-Quellen hinzufügen und/​oder<br />

die voreingestellten bearbeiten, deaktivieren<br />

oder löschen. So können Sie zum Beispiel<br />

AdAway nur dazu einsetzen, um bestimmte<br />

Seiten zu sperren. Dazu fügen Sie diese der<br />

Black-Liste hinzu. Möchten Sie hingegen bei<br />

allen Seiten die Reklame blockieren und nur<br />

bei bestimmten Seiten nicht, dann fügen Sie<br />

die Ausnahmen über den Reiter WHITE<br />

hinzu. Hostnamen die nicht blockiert werden<br />

sollen, leitet AdAway zu einer spezifischen<br />

IP-Adresse um. Dazu betätigen Sie auf dem<br />

Reiter Umleitung das Plus-Symbol und tragen<br />

den umzuleitenden Hostnamen und die IP-<br />

Adresse ein.<br />

Alternativen<br />

AdFree ist das Urgestein der AdBlocker für<br />

<strong>Android</strong>. AdFree tut, wie AdAway auch,<br />

seine Aufgaben sehr gut. Hier muss man<br />

ganz klar den Entwickler von AdAway loben,<br />

der die Zeichen der Zeit erkannt hat und das<br />

Design seiner App an die <strong>Android</strong> Design<br />

Guidlines angepasst hat. AdFree hingegen<br />

sieht unaufgeräumt und langweilig aus. Die<br />

App erledigt zwar ihre Aufgaben immer sehr<br />

gut, aber das macht AdAway eben auch.<br />

Zudem bietet AdAway einiges an Funktionen<br />

– abseits des Aktivierens einer Host-Datei.<br />

106<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

AdAway<br />

Abb. 1: Nach dem Aktivieren des<br />

Reklame-Blockers sollten Sie das<br />

Smartphone neu starten.<br />

Fazit<br />

AdAway sieht nicht nur schöner aus, sondern<br />

bietet auch mehr Funktionen als AdFree. Der<br />

Gesamteindruck passt, und da die App kostenlos<br />

im Play Store erhältlich ist, können Sie<br />

Abb. 2: In den Einstellungen schalten<br />

Sie am besten die automatischen<br />

Updates ein.<br />

Abb. 3: Über eigene Listen fügen<br />

Sie gezielt Ausnahmen zur allgemeinen<br />

Regel hinzu.<br />

hier nicht viel falsch machen. Achten Sie darauf,<br />

Ihre Lieblingsseiten nicht zu sperren, da<br />

viele Blogs auf Werbung angewiesen sind.<br />

Wenn Sie Ihr Smartphone gerootet haben,<br />

gehört AdAway darauf.<br />

● ● ●<br />

Abb. 4: AdFree gehörte zu den ersten<br />

AdBlockern für <strong>Android</strong>. Die<br />

App ist aber etwas altbacken.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/27181<br />

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Lesen Sie News und<br />

Artikel schon 1 Woche<br />

vor dem Kiosk-Termin!


devcorner<br />

<strong>Spiele</strong> entwickeln<br />

Workshop: <strong>Android</strong>-<strong>Spiele</strong> selbst gemacht<br />

Mein<br />

Nikita Chisnikov, 123RF<br />

Game<br />

Wollten Sie schon immer einmal selbst ein kleines <strong>Android</strong>-Spiel erstellen?<br />

Mit dem „App Game Kit“ gelingt das auch Anfängern, die über<br />

keine Vorkenntnisse verfügen, sehr schnell. Bereits am Ende dieses<br />

Workshops wird Ihnen Ihre erste eigene Kreation von Ihrem Smartphone<br />

entgegenleuchten. Marko Dragicevic<br />

Lust, auf Äpfel zu schießen? Mit dem<br />

„App Game Kit“ erstellen Sie <strong>Android</strong>-<strong>Spiele</strong><br />

in kürzerer Zeit als etwa<br />

mit Java oder C – oder es kann dazu<br />

dienen, einen ersten Prototypen von einer<br />

Spielidee zu designen, bevor diese in einer<br />

komplexeren Sprache umgesetzt wird.<br />

Smartphone-<strong>Spiele</strong> unterscheiden sich sowohl<br />

inhaltlich als auch durch ihre Zielgruppe<br />

von solchen auf einem gewöhnlichen<br />

PC. Für Letzteren entwickeln oft eine Vielzahl<br />

an Menschen mit<br />

einem Millionenbudget.<br />

Einschlägig interessierte<br />

<strong>Spiele</strong>r zocken<br />

solch ein Spiel<br />

dann viele Stunden<br />

am Stück. Auf dem<br />

Handy sieht das anders<br />

aus. Dort spielen<br />

die verschiedensten<br />

Menschen kleine<br />

Apps, während sie auf<br />

ihren Zug warten oder<br />

mit einer Wartemarke<br />

in der Hand vor der<br />

Bürotür einer Behörde<br />

sitzen. Dementsprechend<br />

besitzen Programme<br />

auf dem<br />

Smartphone normalerweise<br />

eine Abb. 1: So in etwa arbeitet die interne Logik des App Game Kit.<br />

eher<br />

einfache Spielidee, die jeder auf Anhieb versteht.<br />

Auch ist der Programmier- und Design-<br />

Aufwand – außer wenn 3D-Grafik verwendet<br />

wird – entsprechend geringer.<br />

Ein Spiel muss her!<br />

Erinnern Sie sich noch an Moorhuhn? Dieses<br />

Spiel (welches allerdings nicht für Handys,<br />

sondern PCs erschien) legte vor ein paar Jahren<br />

ganze Bürobetriebe lahm: Die Arbeit<br />

blieb lange liegen, weil alle Mitarbeiter mit<br />

Mausklicks auf dem Bildschirm vorbeifliegende<br />

Moorhühner abschossen. Für diesen<br />

Workshop realisieren wir eine abgewandelte<br />

Idee: An einer zufälligen Stelle des Bildschirms<br />

erscheint ein Apfel. Wird dieser mit<br />

dem Finger berührt, verschwindet er, während<br />

ein Schussgeräusch zu hören ist – der<br />

Punktestand des <strong>Spiele</strong>rs erhöht sich um 50<br />

Punkte, und an einer anderen Stelle erscheint<br />

eine neue Frucht. Wird aus Versehen neben<br />

den Apfel getippt, verringert sich der Punktewert<br />

um 50. Dabei hat der <strong>Spiele</strong>r insgesamt<br />

20 Sekunden Zeit, um möglichst viele Punkte<br />

zu sammeln. Das Endprodukt werden wir<br />

dann auf dem Startbildschirm des <strong>Spiele</strong>s mit<br />

dem Namen „Apple Shooter“ betiteln.<br />

Nachdem die erste Idee für das Spiel feststeht,<br />

muss nun geplant werden, wie dessen<br />

zeitlicher Ablauf im „App Game Kit“ beschrieben<br />

werden kann. Schauen Sie sich zunächst<br />

Abbildung 1 an: Diese zeigt ganz im<br />

108<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Devcorner<br />

<strong>Spiele</strong> entwickeln<br />

Abb. 2: So wird das Titelbild unseres <strong>Spiele</strong>s aussehen. Passende freie<br />

Grafiken gibt es im Internet zuhauf.<br />

Abb. 3: Für das Abschießen der Äpfel gibt es Punkte. Die Grafiken können<br />

auch kleiner sein.<br />

Allgemeinen die Chronologie, der viele Unterhaltungs-Apps<br />

folgen. Im ersten Kasten<br />

auf der oberen Seite steht: App wurde gestartet:<br />

Initialisierung. Damit ist gemeint, dass<br />

die ersten Zeilen, die Sie zur Programmierung<br />

eines <strong>Spiele</strong>s im „App Game Kit“ eintippen,<br />

das Laden der benötigten Grafiken und<br />

Sounds veranlassen.<br />

Als Nächstes folgen Befehle zur Anzeige<br />

eines Titelbildschirms. Dieser besteht in der<br />

Regel aus einem Logo oder sonstigem Bild<br />

sowie einem Schriftzug mit dem Namen der<br />

App. Wenn der <strong>Spiele</strong>r nun ein neues Spiel<br />

startet, werden die Startwerte hierfür gesetzt<br />

(zum Beispiel Punktestand = 0), und von<br />

nun an landet der Ablauf der App in einer<br />

Schleife: Immer wieder aufs Neue überprüft<br />

das Programm, ob vom Benutzer irgendwelche<br />

Aktionen durchgeführt wurden, auf die<br />

es reagieren muss (beispielsweise das Berühren<br />

eines bestimmten Punktes des Bildschirms).<br />

Außerdem prüft die App, ob irgendwelche<br />

anderen Aktionen auszuführen<br />

sind (zum Beispiel das Fortbewegen eines<br />

Spielgegners, weil wieder etwas Zeit vergangen<br />

ist) und ob irgendein Ereignis aufgetreten<br />

ist, das das <strong>Spiele</strong>nde (Game Over) auslöst?<br />

Falls ja, kehrt die App zum Startbildschirm/​Hauptmenü<br />

zurück. Falls nicht, dann<br />

führt es die Schleife von<br />

vorne aus.<br />

Erstes Zeilen enthalten, die alle benötigten<br />

Soundeffekte (Schuss, Explosion eines getroffenen<br />

Apfels…), die Bilder (eine Landschaft<br />

als Hintergrundbild, ein Apfel, Logo,<br />

nette Schriftzüge…) und eine Hintergrundmusik<br />

laden (deren Wiedergabe auch sofort<br />

zu Beginn der App startet – schließlich soll<br />

von Anfang an die richtige Atmosphäre herrschen).<br />

Danach werden als Titelbildschirm<br />

das Hintergrundbild und ein Logo sowie eine<br />

Schaltfläche mit dem Text Neues Spiel? Hier<br />

drücken angezeigt (Abbildung 2).<br />

Wenn der Benutzer Letztere berührt, werden<br />

die Werte für den Spielanfang gesetzt<br />

(Erreichte Punkte = 0, Zeit, die noch zur<br />

Verfügung steht = 20 Sekunden…). Dann<br />

landet das Spiel in der weiter oben angesprochenen<br />

Schleife: Setze den Apfel an eine zufällige<br />

Stelle des Bildschirms (Abbildung 3).<br />

Wenn der Bildschirm berührt wird, prüfe, ob<br />

sich das Obst an dieser Position befindet.<br />

Falls ja, dann schreibe 50 Punkte gut und<br />

setze den Apfel an eine neue Zufallsstelle.<br />

Falls nein, dann ziehe zur Strafe 50 Punkte<br />

ab. Ist die Spielzeit inzwischen abgelaufen<br />

(übrige Sekunden = 0) ? Falls ja, dann kehre<br />

zu einem modifizierten Startbildschirm zurück:<br />

Statt des Spiellogos erscheint der<br />

Schriftzug Game Over (Abbildung 4). Über<br />

Ablauf planen<br />

Nun folgt der letzte Schritt<br />

unserer Planungsphase:<br />

Diese allgemeine Struktur<br />

soll auf unsere Spielidee<br />

angepasst werden. Aufgrund<br />

unseres einfachen<br />

Spielkonzeptes ist dies<br />

nicht schwierig: Unser Programm,<br />

dass wir gleich<br />

eintippen werden, wird als<br />

Abb. 4: Nach dem Ende des <strong>Spiele</strong>s muss es irgendwie weitergehen.<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 109


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<strong>Spiele</strong> entwickeln<br />

Abb. 5: Für den ersten Start laden Sie am besten die kostenlose Trial-Version herunter.<br />

die bereits vom Anfang bekannte Schaltfläche<br />

Neues Spiel? Hier drücken kann dann ein<br />

neuer Durchgang gestartet werden. Ist die<br />

Zeit noch nicht abgelaufen, wird die Spielschleife<br />

erneut von vorne durchlaufen.<br />

Das App Game Kit<br />

Nach den ganzen theoretischen Vorüberlegungen<br />

geht es nun endlich an das Eingemachte:<br />

Installieren Sie das „App Game Kit“<br />

Abb. 6: Die grafische Oberfläche von AGK. Hier legen Sie ein neues Projekt an.<br />

Abb. 7: Für die ersten Versuche wählen Sie das generische Template aus.<br />

auf Ihrem Computer. Normalerweise kostet<br />

dieses 54 Euro. Es gibt jedoch eine funktionell<br />

uneingeschränkte Testversion [1]. Die<br />

einzigen Einschränkungen bestehen darin,<br />

dass die Demoversion nur 30 Tage lang funktioniert<br />

und dass die fertigen Apps mit einem<br />

unsichtbaren Wasserzeichen markiert werden.<br />

Dieser Workshop kann also auch ohne<br />

die Kaufversion problemlos durchgeführt<br />

werden. Die Installation ist auf jedem aktuellen<br />

Windows-PC möglich (eine kleine Randnotiz<br />

für Linux-Benutzer: Das Programm<br />

funktioniert uneingeschränkt unter der Windows-Emulationsschicht<br />

Wine).<br />

Starten Sie nach der Installation direkt das<br />

App Game Kit. Nun wählen wir im Menü<br />

File den Punkt New | Project aus (Abbildung<br />

6). Im anschließenden Dialog folgt ein Klick<br />

auf AGK Generic Project sowie auf Go (Abbildung<br />

7). Bei der Abfrage des Project Title<br />

geben wir Apple Shooter ein und bestätigen<br />

mit Finish (Abbildung 8). Nun erscheint auf<br />

der linken Seite des Editors das neue Projekt<br />

mit den zwei Dateien main.agc und setup.<br />

agc. Letztere können Sie mit einem Rechtsklick<br />

und dem Kontextmenüpunkt Remove<br />

File from Project entfernen, da sie für unser<br />

Beispiel nicht benötigt wird.<br />

Nun brauchen wir als Erstes die eingeplanten<br />

Grafik- und Sounddateien. Ein guter Ausgangspunkt<br />

für Hobby-Projekte oder erste<br />

<strong>Spiele</strong>-Prototypen ist hierbei die Internetseite<br />

opengameart.org [2]. Grafiker und Musiker<br />

stellen dort ihre Kreationen zur Verfügung,<br />

damit Interessenten diese kostenlos in eigene<br />

<strong>Spiele</strong> einbinden können. Dabei ist aber auf<br />

jeden Fall zu beachten, was bei jedem der<br />

verwendeten Objekte jeweils unter dem<br />

Homepage-Punkt License aufgeführt wird<br />

(Abbildung 9, links): Manche Künstler erlauben<br />

beispielsweise nur das Verwenden in<br />

nichtkommerziellen Projekten, oder sie bestehen<br />

auf die Nennung ihres Namens innerhalb<br />

des Programmes.<br />

Die Mediendateien für unser Beispiel finden<br />

Sie auf der <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Homepage zum<br />

Download [3]. Die Hintergrundmusik, alle<br />

Soundeffekte sowie die Bilder für den Hintergrund<br />

und den Apfel stammen von opengameart.org<br />

– sie alle wurden dort von den<br />

Urhebern mit dem Lizenztyp Public Domain<br />

gekennzeichnet. Das bedeutet, sie dürfen<br />

ohne Einschränkungen irgendeiner Art verwendet<br />

werden. Da nun noch Grafikdateien<br />

für das Titellogo, einen ansehnlichen Game-<br />

Over-Schriftzug und eine Neues-Spiel-Schaltfläche<br />

fehlten, kreierte der Autor dieses<br />

Workshops sie in einem Malprogramm selbst<br />

(sie befinden sich ebenfalls im Download-<br />

110<br />

November 2012<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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<strong>Spiele</strong> entwickeln<br />

Archiv). Kopieren Sie alle Mediendateien in<br />

das Media-Unterverzeichnis Ihres Projektes:<br />

Verzeichnis zum App Game Kit auf Ihrer<br />

Festplatte\AGK Trial\Projects\Basic\Apple<br />

Shooter\media\.<br />

Los geht’s<br />

Schließlich müssen wir dem Smartphone<br />

noch klarmachen, wie es sich zu verhalten<br />

hat, wenn unsere App am Laufen ist. Löschen<br />

Sie dazu im Editor sämtlichen Text in<br />

der Datei main.agc heraus und ersetzen diesen<br />

durch Abtippen der Befehle in Listing 1<br />

(oder holen Sie sich die fertige Datei main.<br />

agc von der <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Homepage [3]).<br />

Auf den ersten Blick erschließt sich wahrscheinlich<br />

nicht, was diese Befehle bedeuten<br />

mögen. Das wird sich gleich ändern. Doch<br />

zuerst sollten Sie ausprobieren, wie das fertige<br />

Spiel aussieht und sich anfühlt: Durch<br />

einen Druck auf [F5] simuliert der Windows-PC<br />

das spätere Verhalten des Handys<br />

in einem kleinem Fenster. Mit einem Klick<br />

des Mauspfeils kann getestet werden, was<br />

beim Berühren des Touchscreens an dieser<br />

Stelle passieren würde. Doch ist es nicht viel<br />

interessanter das Spiel direkt auf Ihrem<br />

Smartphone zu testen? Installieren Sie dazu<br />

auf Ihrem Handy die App AGK Player [4] und<br />

starten diese. Drücken Sie anschließend auf<br />

Listing 1: Die Datei main.agc<br />

SetVirtualResolution ( 800, 480 )<br />

Spielstatus$ = Anfangsbildschirm<br />

if ZeitUebrig = 0<br />

PlaySound(4)<br />

Spielstatus$ = Game Over<br />

LoadImage ( 1, Hintergrundbild.png )<br />

CreateSprite (1,1)<br />

SetSpriteVisible (2,1)<br />

SetSpriteVisible (3,1)<br />

SetSpriteVisible (4,0)<br />

LoadImage (2, gameover.png)<br />

CreateSprite (2,2)<br />

Endif<br />

EndIf<br />

SetSpritePosition (2,100,150)<br />

SetSpriteVisible (2,0)<br />

If Spielstatus$ = Action!<br />

Print (Zeit: + Str( ZeitUebrig ) + Sekunden)<br />

LoadImage (3, knopfNeuesSpiel.png)<br />

CreateSprite (3,3)<br />

SetSpritePosition (3,250,350)<br />

LoadImage (4, apfel.png)<br />

CreateSprite (4,4)<br />

SetSpritePosition (4,300,70)<br />

SetSpriteVisible (4,0)<br />

LoadImage (5, titellogo.png)<br />

CreateSprite (5,5)<br />

SetSpritePosition (5,60,140)<br />

LoadSound (1, schuss.wav)<br />

LoadSound (2, explosion.wav)<br />

LoadSound (3, knopfGedrueckt.wav)<br />

LoadSound (4, gameover.wav)<br />

LoadMusic (1, hintergrundmusik.mp3)<br />

PlayMusic(1,1)<br />

ResetTimer()<br />

If ( GetPointerPressed ( ) = 1 )<br />

PlaySound(1)<br />

If GetSpriteHitTest(4, GetPointerX(), GetPointerY() )<br />

PlaySound(2)<br />

SetSpritePosition (4, Random(1,600), Random(1,280) )<br />

Punkte = Punkte + 50<br />

Else<br />

Punkte = Punkte ‐‐ 50<br />

Endif<br />

Endif<br />

Endif<br />

If (Spielstatus$ = Game Over) or (Spielstatus$<br />

=Anfangsbildschirm)<br />

If ( GetPointerPressed ( ) = 1 ) and (GetSpriteHitTest(3,<br />

GetPointerX(), GetPointerY() ) )<br />

PlaySound(3)<br />

Spielstatus$ = Action!<br />

Punkte = 0<br />

SetSpriteVisible (2,0)<br />

SetSpriteVisible (3,0)<br />

SetSpriteVisible (4,1)<br />

SetSpriteVisible (5,0)<br />

ResetTimer()<br />

Endif<br />

do<br />

Endif<br />

If Spielstatus$ Anfangsbildschirm<br />

Print (Punkte: + Str(Punkte))<br />

ZeitUebrig = 20 ‐‐ GetSeconds()<br />

Sync()<br />

loop<br />

<strong>Android</strong>-user.de November 2012 111


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<strong>Spiele</strong> entwickeln<br />

Abb. 8: Wie jede App braucht auch unser Spiel ein paar typische Informationen.<br />

dem Windows-PC [F5]. Wenn sowohl Ihr PC<br />

als auch Ihr Smartphone im selben WLAN-<br />

Netz eingebucht sind, wird das Spiel automatisch<br />

auf Ihr Handy übertragen und dort<br />

gestartet. So ein Live-Test auf einem mobilen<br />

Gerät macht doch gleich viel mehr Spaß. Der<br />

AGK-Player ist übrigens nur zum Testen Ihres<br />

<strong>Spiele</strong>s nötig, solange dieses noch nicht fertig<br />

ist. Andere Personen müssen ihn nicht installieren,<br />

wenn sie später Ihre App nutzen<br />

möchten. Stattdessen kann das „App Game<br />

Kit“ aus Ihrem fertigen Projekt bei Bedarf<br />

eine vollkommen eigenständige App in Form<br />

einer APK-Datei erstellen, die keinen externen<br />

Player oder Ähnliches benötigt.<br />

Nachdem Sie nun ausprobiert haben, wie<br />

sich die App beim <strong>Spiele</strong>n verhält, folgt eine<br />

Erklärung der Befehle, die genau dieses Verhalten<br />

herbeigeführt haben.<br />

Abb. 9: Wer grafisch nicht so begabt ist, sieht sich am besten einmal auf opengameart.org um.<br />

Zeile um Zeile<br />

In Zeile 1 steht der Befehl SetVirtualResolution<br />

(800,480). Dieser trägt den vielen verschiedenen<br />

Auflösungen Rechnung, die <strong>Android</strong>-Geräte<br />

aufweisen können: Angenommen,<br />

Sie entwerfen ein Spiel für ein Smartphone<br />

mit einer Bildschirmbreite von 800<br />

und einer Höhe von 480 Pixeln. Würde die<br />

App nun auf einem anderen Handy mit höherer<br />

Auflösung genutzt, wären rings um<br />

den Bildschirm schwarze Balken zu sehen.<br />

Bei einem Bildschirm mit einer niedrigeren<br />

Pixelzahl würden hingegen Teile des Bildschirms<br />

abgeschnitten und somit nicht sichtbar<br />

sein. Deswegen sagt der Befehl SetVirtualResolution<br />

dem Handy: „Ich gehe von einer<br />

Auflösung von 800x480 Punkten aus. Sollte<br />

das bei dem vorliegenden Gerät nicht zutreffen,<br />

dann skaliere die Grafiken bitte so, dass<br />

der Bildschirm genau ausgefüllt wird.“<br />

Mit 'Spielstatus$=Anfangsbildschirm'<br />

(Zeile 2) merkt sich das Smartphone, an welcher<br />

Stelle des <strong>Spiele</strong>s es sich gerade befindet.<br />

Konkreter: An einer Stelle des Speichers<br />

wird die Zeichenkette Anfangsbildschirm abgelegt.<br />

Außerdem wird festgelegt, das auf<br />

genau diese Speicherstelle (unter Programmierern<br />

heißt dies Variable) zukünftig über<br />

das Codewort Spielstatus zugegriffen werden<br />

kann. Das Anhängen des Dollar-Zeichens am<br />

Ende markiert, dass es sich bei dem Speicher<br />

inhalt um einen Text handelt (und nicht<br />

um einen Zahlenwert).<br />

Die Zeilen 4 bis 23 laden und positionieren<br />

alle benötigten Grafiken. Am Beispiel der<br />

Grafik für den abzuschießenden Apfel sieht<br />

das wie folgt aus: Mit Zeile 16 wird festgelegt,<br />

dass die Grafik apfel.png in den Speicher<br />

geladen wird. Außerdem wird definiert:<br />

Immer, wenn in der Zukunft Grafik Nr. 4 erscheint,<br />

ist damit die Datei apfel.png gemeint.<br />

Leider kann unser Spiel mit puren<br />

Grafiken noch nicht viel anfangen. Stattdessen<br />

benötigt es sogenannte Sprites: Dies sind<br />

Bilder, welche nicht nur auf dem Bildschirm<br />

dargestellt, sondern auch bewegt und gegebenenfalls<br />

mit dem Finger angetippt werden<br />

können. Zeile 17 befiehlt deswegen dem<br />

Handy: Mache aus Grafik Nummer 4 ein<br />

Sprite, auf welches ich mich von nun an<br />

ebenfalls mit der Nummer 4 beziehe. Der<br />

Nummernwert kann willkürlich gewählt werden.<br />

Mit dem Befehl in Zeile 18 wird nun das<br />

Sprite Nummer 4 (also der Apfel) für den<br />

Spielanfang mittig positioniert (in der Horizontale<br />

bei Pixel 300, in der Vertikale bei<br />

Pixel 70). Zeile 19 macht den Apfel unsichtbar,<br />

da anfangs nur der Titelbildschirm zu<br />

sehen sein soll, das Obst noch nicht.<br />

Die Zeilen 25-28 laden alle Soundeffekte<br />

aus ihren jeweiligen Dateien und weist ihnen<br />

für eine spätere Bezugnahme Zahlen zu. Unsere<br />

Hintergrundmusik wird mittels der Zeilen<br />

30-31 geladen und direkt wiedergegeben.<br />

112<br />

November 2012<br />

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<strong>Spiele</strong> entwickeln<br />

Zeile 33 setzt unseren Zeitzähler zurück, da<br />

später ja eine Sekundenbegrenzung für das<br />

<strong>Spiele</strong>nde und einen Game-Over-Hinweis<br />

sorgen wird.<br />

Nun folgt eine Endlosschleife: Die Zeilen<br />

36 und 79 besagen: Alles, was hier zwischendrin<br />

passiert, soll endlos oft wiederholt werden.<br />

Innerhalb dieser Schleife geht es dann<br />

mit den Zeilen 38-48 wie folgt weiter: Überprüfe,<br />

ob es sich beim aktuellen Spielstatus<br />

NICHT um das Anzeigen des Anfangsbildschirms<br />

handelt. Wenn das der Fall ist (also<br />

gerade ein Spiel läuft), dann gebe die aktuelle<br />

Punktezahl des Benutzers aus. Ermittle,<br />

wie viel Zeit noch übrig ist. Sind alle Sekunden<br />

bereits komplett aufgebraucht, dann<br />

spiele einen deprimierenden Soundeffekt ab,<br />

setze den Spielstatus auf Game Over, zeige<br />

ebenfalls das zugehörige Sprite an, und<br />

mache den Apfel unsichtbar. Dafür soll jedoch<br />

die Schaltfläche, welche nach dem Start<br />

eines neuen <strong>Spiele</strong>s fragt, wieder angezeigt<br />

werden.<br />

In den Zeilen 50 bis 62 wird nun festgelegt,<br />

was zu tun ist, falls der aktuelle Spielstatus<br />

Action! lautet: Wenn also nicht der Startbildschirm<br />

angezeigt wird, sondern das Spiel<br />

läuft, aber noch kein Game-Over-Ereignis<br />

eingetreten ist. In diesem Fall wird die noch<br />

verbleibende Zeit ausgegeben. Falls der Bildschirm<br />

berührt wurde, ist der Schuss-Soundeffekt<br />

auszugeben. Hat der <strong>Spiele</strong>r dabei die<br />

Position des Apfels berührt, dann spiele ein<br />

Explosionsgeräusch ab, setze das Obst an<br />

eine zufällige neue Bildschirmposition, und<br />

erhöhe die Punktzahl um 50. Wurde hingegen<br />

danebengetippt, dann ziehe von den<br />

Punkten den Wert 50 ab und mache sonst<br />

nichts.<br />

Für die Spielzustände Game Over und Anfangsbildschirm<br />

sorgen die Zeilen 64 bis 75<br />

dafür, dass ein Klick auf Neues Spiel? Hier<br />

drücken! ein eben solches neu startet. Dazu<br />

fragt das Programm zuerst ab, ob die Grafik<br />

mit diesem Schriftzug berührt wurde (Zeile<br />

65). In diesem Fall wird ein Klick-Geräusch<br />

abgespielt, der aktuelle Spielstatus geändert<br />

sowie die Punktzahl und der Zeitzähler zurückgesetzt.<br />

Außerdem muss in diesem Fall<br />

auch die Sichtbarkeit der Sprites angepasst<br />

werden: So dürfen dann der Game-Over-<br />

Schriftzug oder der Neustart-Knopf nicht<br />

mehr sichtbar sein, dafür von nun an aber<br />

wieder der abzuschießende Apfel.<br />

Der Befehl Sync() in Zeile 77 besagt<br />

schlichtweg nur, dass nun alle Bildschirminhalte<br />

neu gezeichnet werden. Er sollte in<br />

jedem Spiel vor dem Ende der Endlosschleife<br />

aufgeführt werden.<br />

Abb. 10: Ein paar Zeilen im Editor müssen Sie von Hand schreiben.<br />

Wie weiter?<br />

Wenn Sie bereits andere Programmiersprachen<br />

kennen sollten, dann konnten Sie diesen<br />

Workshop wahrscheinlich zügig durcharbeiten<br />

und sind nun mit den Grundkonzepten<br />

des App Game Kits vertraut. Versuchen<br />

Sie nun als nächste Übung, das Spiel weiter<br />

auszubauen – hierbei ist Ihnen das ausführliche<br />

Online-Handbuch [5] eine Hilfe. So<br />

könnten Sie mithilfe von Arrays mehrere<br />

Äpfel gleichzeitig anzeigen lassen, welche<br />

dann allesamt vom <strong>Spiele</strong>r getroffen werden<br />

müssen. Oder führen Sie doch verschiedene<br />

Obstsorten ein, welche jeweils unterschiedliche<br />

Effekte auslösen: Wenn eine Birne gedrückt<br />

wird, halbiert sich die übrige Zeit des<br />

<strong>Spiele</strong>rs. Beim Berühren einer Orange verkleinern<br />

sich alle nachfolgend angezeigten<br />

Obstsorten um die Hälfte.<br />

Oder liegen bei Ihnen noch keinerlei Vorkenntnisse<br />

aus anderen Programmiersprachen<br />

vor? Möglicherweise konnten Sie dann<br />

noch nicht jeden Schritt der hier aufgezeigten<br />

Vorgehensweise nachvollziehen. Das ist<br />

nicht schlimm und völlig normal. Wissen<br />

kann nicht alleine durch theoretisches Lesen<br />

erworben werden, für den berühmt-berüchtigten<br />

Aha-Effekt ist Handeln notwendig:<br />

<strong>Spiele</strong>n Sie mit dem Programm herum, verändern<br />

Sie Einzelheiten an den Befehlen.<br />

Beobachten Sie anschließend inwiefern sich<br />

die App nun anders verhält. Wenn Sie innerhalb<br />

des Editors den Cursor auf einen Befehl<br />

bewegen und [F1] drücken, erhalten Sie<br />

eine Erklärung zu diesem Befehl. Probieren<br />

Sie auch einmal, ein für den Anfang kleines<br />

und sehr simples Spiel ganz selbst zu<br />

schreiben. Dabei müssen Sie keine Angst<br />

haben, Fehler zu machen, im Gegenteil: Je<br />

mehr Fehler Sie machen, desto mehr werden<br />

Sie daraus lernen und neue Möglichkeiten<br />

entdecken.<br />

● ● ●<br />

Alle<br />

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<strong>Android</strong>-user.de November 2012 113


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Marcel Hilzinger <br />

Redaktion<br />

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Autoren dieser Ausgabe<br />

Arnold Zimprich , Christoph Langner, Dominik<br />

Kraus, Jasmin Bauer, Marko Dragicevic,<br />

Marcel Hilzinger, Mirko Mahlberg, Patrick Neef,<br />

Ricarda Riechert, Thomas Raukamp,<br />

Thomas Leichtenstern, Tim Schürmann<br />

Grafik<br />

Judith Erb (Design und Layout)<br />

Titelgestaltung<br />

Judith Erb<br />

Bildnachweis<br />

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere<br />

Sprachlektorat<br />

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Übersetzungen<br />

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