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Android User Tablet Apps (Vorschau)

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04/2013 • April 2013 • www.android–user.de<br />

Top 5<br />

Smartphone-<br />

Highlights 2013<br />

Die 50 besten<br />

Nexus 10 im Test:<br />

Besser als das neue iPad<br />

<strong>Tablet</strong> <strong>Apps</strong><br />

Die tollsten Tools, die schönsten <strong>Apps</strong> und Widgets S.18-39<br />

7 <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong>s mit Retina-Display schon ab 200 Euro S.32<br />

Special Report:<br />

So klauen <strong>Apps</strong> bei Google Play Ihre<br />

Daten und müllen Sie mit Anzeigen zu<br />

Tipps & Tricks<br />

n App- und Daten-Backup<br />

ohne Root-Rechte S.84<br />

n Galaxy Note II rooten<br />

leicht gemacht S.104<br />

<strong>Apps</strong> auf SD-Karte<br />

So funktioniert das Verschieben<br />

von <strong>Apps</strong> auf die<br />

Speicherkarte auch mit<br />

<strong>Android</strong> 4.0 S.94<br />

Nexus 4 tunen<br />

n Die vier besten Custom-<br />

ROMs für das N4 S.98<br />

n Bessere Performance<br />

mit Franco Kernel S.100<br />

EUR 5,90*<br />

* Deutschland<br />

4 192368 905908 04<br />

A EUR 6,70 - BeNeLux EUR 6,95<br />

CH sfr 11,80 - E / I EUR 7,95


Service<br />

Editorial<br />

Willkommen bei <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

Denk-<br />

Marcel Hilzinger,<br />

Chefredakteur<br />

wende<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser<br />

Vor einem Monat schrieb ich Ihnen an dieser<br />

Stelle von 5-Zoll-Smartphones, und wie<br />

sich diese Größe 2013 temporär zum Standard<br />

etablieren wird. Ich prophezeite Ihnen<br />

auch, dass das nur ein vorübergehender<br />

Trend wäre und Handys jenseits von 5 Zoll<br />

schon bald der Vergangenheit angehören<br />

würden.<br />

HTC One als Trendsetter?<br />

Am 19. Februar hat HTC sein neues Top-<br />

Smartphone, das HTC One, vorgestellt.<br />

Praktisch zeitgleich mit dem Launch fing<br />

ich an, dieses Editorial zu schreiben. Wo<br />

liegt nun der Zusammenhang? Das HTC<br />

One hat tatsächlich ein Full-HD-Display auf<br />

4,7-Zoll gequetscht. Das ist eine technisch<br />

einmalige Leistung mit 468 Pixeln pro Zoll.<br />

HTC macht somit den Schritt zu den 5-Zoll-<br />

Geräten nicht mit, den Sony mit dem Xperia<br />

Z bereits getan hat und den ziemlich sicher<br />

auch Samsung mit dem Galaxy S IV<br />

tun wird (lesen Sie dazu auch unsere <strong>Vorschau</strong><br />

auf die Top-5-Smartphones 2013 auf<br />

Seite 8). Bedeutet das bereits eine Kehrtwende,<br />

oder hatte HTC einfach nicht den<br />

Mut zum größeren Smartphone?<br />

Weniger Pixel sind mehr<br />

Dass weniger auch mehr sein kann, zeigt<br />

HTC beim neuen One-Smartphone auch<br />

mit der verbauten Kamera. Diese verfügt<br />

über lediglich 4 Millionen Pixel — im Unterschied<br />

zu den 13-Megapixel-Kameras<br />

der Konkurrenz eine sehr bescheidene Anzahl.<br />

Mangelnden Mut kann man HTC also<br />

nicht unterstellen. Jetzt muss man den<br />

Nutzern nur noch erklären, dass man mit 4<br />

Millionen lichtempfindlichen Pixeln und<br />

einem großen Objektiv bessere Fotos als<br />

die Konkurrenz machen kann. Apple würde<br />

das sofort jedermann glauben, HTC hat jedoch<br />

einen schweren Stand, jedem Kunden<br />

die Vorzüge der Ultrapixel zu erklären.<br />

Dabei machen die ersten Testfotos einen<br />

sehr guten Eindruck und persönlich bin ich<br />

auch der Meinung, dass die Kamera des<br />

HTC One ein echtes Highlight ist.<br />

Wie viele Pixel braucht man?<br />

Das Thema Pixel beschäftigt uns auch in<br />

der Fokus-Strecke dieser Ausgabe, für die<br />

wir das Nexus 10 und zwei weitere <strong>Tablet</strong>s<br />

mit sehr hoher Auflösung getestet haben.<br />

Es ergab sich ein klares Fazit: Je mehr<br />

Pixel, desto besser. Allerdings müssen<br />

dann auch CPU und GPU mit den vielen<br />

Bildpunkten mithalten können, sonst bereitet<br />

das <strong>Tablet</strong> selbst dann keine Freude,<br />

wenn man nur 200 Euro dafür bezahlt hat.<br />

Um auf Apple zurückzukommen: Eine absolute<br />

Auflösung, bei der man keine Pixel<br />

mehr erkennt, gibt es nicht. Das Sehvermögen<br />

jedes Menschen ist individuell. Deshalb<br />

ist es ja auch gut, dass wir nicht alle<br />

das gleiche Smartphone beziehungsweise<br />

<strong>Tablet</strong> benutzen müssen.<br />

Nun wünsche ich Ihnen viel Lesespaß mit<br />

der aktuellen Ausgabe. Ich freue mich auf<br />

Ihre Rückmeldungen an marcel. hilzinger@<br />

android‐user. de.<br />

Marcel Hilzinger<br />

„Die Leute<br />

verstehen nicht,<br />

wie ein<br />

4-Megapixel-<br />

Bild besser sein<br />

kann als ein<br />

13-Megapixel-<br />

Foto“<br />

QR-Code scannen<br />

und Gratis-Artikel<br />

online lesen!<br />

www.androiduser.de/facebook www.androiduser.de/google+ www.androiduser.de/twitter<br />

<strong>Android</strong>-user.de APRIL 2013 3


Service<br />

Inhalt<br />

18 App-Schönheiten<br />

10 <strong>Android</strong>-<strong>Apps</strong><br />

für <strong>Tablet</strong>s mit einem<br />

ganz besonderen<br />

Design<br />

8 Top-5-Smartphones<br />

Diese Handys<br />

werden 2013 dominieren<br />

Special<br />

8 Die Top Five<br />

Smartphones 2013<br />

10 Miese Tricks bei<br />

Google Play<br />

Service<br />

3 Editorial<br />

4 Inhalt<br />

6 Social <strong>Android</strong><br />

114 Impressum<br />

QR-Code scannen<br />

und Gratis-Artikel<br />

online lesen!<br />

Fokus<br />

18 Die 10 schönsten <strong>Tablet</strong>-<strong>Apps</strong><br />

Diese <strong>Apps</strong> sind eine echte<br />

Augenweide<br />

22 Nexus 7-Tools<br />

Praktische <strong>Apps</strong> für Googles<br />

Erfolgs-<strong>Tablet</strong><br />

26 Die 14 besten Live-Wallpaper<br />

und Widgets<br />

Sorgen Sie für Abwechslung auf<br />

dem <strong>Tablet</strong>-Bildschirm<br />

32 Retina-<strong>Tablet</strong>s<br />

Diese Displays werden Ihnen<br />

Augen machen<br />

36 Telefonieren mit dem <strong>Tablet</strong><br />

Das <strong>Tablet</strong> dank Voice over IP als<br />

Telefon-Zentrale nutzen<br />

38 Select! Music Player für <strong>Tablet</strong>s<br />

Diese Musik muss man sehen!<br />

Hardware<br />

40 Nexus 10<br />

Googles Pixelriese im <strong>Android</strong>-<br />

<strong>User</strong>-Test<br />

44 ZTE Grand X IN<br />

ZTEs Intel-Smartphone mit 1,6GHz-<br />

Prozessor<br />

48 PadDreamer97<br />

Zwei Retina-<strong>Tablet</strong>s im Test<br />

50 Ainol novo 7 Venus<br />

Günstiger Nexus-7-Konkurrent von<br />

Ainol<br />

52 Huawei Ascend G615<br />

Quad Core-Bolide mit<br />

überragenden Benchmark-Werten<br />

54 Sony Nettop<br />

Schafft Google TV den<br />

Durchbruch?<br />

4 April 2013 <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Service<br />

Inhalt<br />

Einsteiger<br />

84 Carbon Backup und Sync<br />

<strong>Apps</strong> auf SD-Karte und PC<br />

synchronisieren und sichern<br />

Tipps & Tricks<br />

88 Neue Musik<br />

Die heißesten Singles und Alben<br />

91 Hörbuch-Tipps<br />

Unsere Hörbuch-Empfehlungen<br />

92 Tipps & Tricks<br />

Praktische Tipps der Redaktion<br />

94 Link2SD<br />

So verschieben Sie jede App auf<br />

die SD-Karte<br />

Power<strong>User</strong><br />

98 Custom-ROM Nexus 4<br />

Der Schlüssel zum neuen Nexus<br />

100 Franco Kernel<br />

Verpassen Sie dem Nexus 4 einen<br />

alternativen Kernel<br />

102 ROM-Küche<br />

News und Tipps zu Custom-ROMs<br />

104 Galaxy Note 2 rooten<br />

So klappt es unter Windows<br />

94 Link2SD<br />

<strong>Apps</strong> auf<br />

die SD-Karte verschieben?<br />

So klappt<br />

es auch mit dem<br />

neuen <strong>Android</strong> 4.<br />

SPIELE<br />

82 Temple Run 2<br />

Die Fortsetzung des Spiele-<br />

Klassikers im Test<br />

74 Neue Spiele<br />

Unsere Spiele-<br />

Vorstellungen<br />

78 Die 10 besten <strong>Tablet</strong>-Spiele<br />

Unsere Spiele-Tipps ab 7 Zoll<br />

Displaygröße<br />

DevCorner<br />

108 Zeiterfassung, Teil 1<br />

Unser Entwicklerworkshop für<br />

Einsteiger<br />

APPS<br />

64 Watchever<br />

56 App-Empfehlungen<br />

Die Favoriten der Redaktion<br />

58 App-Neuheiten<br />

Die besten neuen <strong>Apps</strong> bei<br />

Google Play<br />

62 Cewe Fotobuch<br />

Vom Smartphone-Schnappschuss<br />

zum Fotoalbum<br />

Serien und Filme auf<br />

Smartphone und <strong>Tablet</strong><br />

66 Theke<br />

Überzeugende Alternative zur<br />

ZDF-Mediathek<br />

68 Falcon Pro Twitter Client<br />

Der Twitter-Client mit Pfiff<br />

70 Bazooka Launcher<br />

Sind Sie auf der Suche nach<br />

dem etwas anderen Launcher?<br />

Dann ist Bazooka genau der<br />

Richtige für Sie.<br />

72 App-Perlen<br />

Kleine Helfer, die Gold<br />

wert sind<br />

QR-Code lesen: so geht's...<br />

Installieren Sie die App „Barcode<br />

1. Scanner“ vom ZXing Team.<br />

Starten Sie die App, und halten Sie<br />

2. den Scanner über den QR-Code.<br />

Der Barcode Scanner zeigt einen<br />

3. Link auf android-user.de an.<br />

Tippen Sie auf den Link, oder<br />

4. wählen Sie Browser öffnen.<br />

Juli 2012


Service<br />

Social <strong>Android</strong><br />

Social <strong>Android</strong><br />

Liegt Ihnen etwas auf dem Herzen? Möchten Sie sich über <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

beschweren oder die Redaktion loben? Dann schreiben Sie uns eine<br />

E-Mail oder hinterlassen einen Kommentar auf Google+ oder bei<br />

Facebook. redaktion@android-user.de<br />

Sony Xperia tipo<br />

Ich habe zu Weihnachten gleich<br />

zwei Einsteiger-Smartphones geschenkt<br />

bekommen.(Waren<br />

meine ersten Smartphones im Alter von<br />

55 Jahren). Das Phicomm FWS 710 und<br />

das Sony Xperia tipo. Nach einigen<br />

Tagen Wechselbetrieb stand mein Favorit<br />

fest: Sony Xperia tipo. Obwohl kleineres<br />

Display und schwächerer Prozessor,<br />

mit dem tipo lief alles wie geschmiert und intuitiv.<br />

Während sich das Phicomm doch regelmäßig Ruckler leistete, lief<br />

das nominell schwächere Xperia tipo recht flüssig. In dieser Preisklasse<br />

kann ich das Sony Xperia tipo nur empfehlen (und für alle<br />

Fälle habe ich ja ein Ersatz-Smartphone).<br />

K. Münch per E-Maill<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong>: Wir beobachten oft bei günstigen Noname-<strong>Android</strong>en,<br />

dass die auf dem Papier stehende GHz-Leistung vom Handy<br />

nicht erbracht wird. Oft liegt das an exotischen Prozessoren, die<br />

zwar unter einer hohen Taktrate betrieben werden, aber langsamer<br />

arbeiten als entsprechende Modelle von Sony, Qualcomm oder<br />

Samsung.<br />

Sony<br />

Netzwerkfreigaben<br />

Mit meinem <strong>Tablet</strong> (Acer aconia<br />

A210 mit <strong>Android</strong> 4.1.1) erkenne<br />

ich zwar (z.B. mit Netzwerk Guardian)<br />

die einzelnen Komponenten des<br />

Heimnetzwerks (Router, WLAN, Netzwerkplatte,<br />

andere PCs im Netz), aber ich kann<br />

sie nicht öffnen (zum Beispiel die Netzwerkplatte).<br />

Was muss ich tun, um die<br />

Komponenten öffnen zu können?<br />

<br />

H. Hein per E-Mail<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong>: Um Dateifreigaben (im<br />

Fachjargon Samba- oder Cifs-Shares) aufrufen<br />

zu können, bietet sich zum Beispiel<br />

der Dateimanager Solid Explorer [LINK 1] an.<br />

Er kostet in der Vollversion eine Kleinigkeit,<br />

wir halten ihn aber für einen der besten<br />

Dateimanager. Im Solid Explorer finden Sie<br />

rechts eine Leiste mit Icons. Über „Gehe<br />

zu“ | „Netzwerk“ | „SMB/​CIFS“ öffnen Sie<br />

wie gewünscht solche Freigaben. Alternativ<br />

kann man auch mit dem CifsManager<br />

[LINK 2] Freigaben fest ins Dateisystem einbinden<br />

(im üblichen IT-Slang „mounten“).<br />

So wäre die Freigabe jederzeit erreichbar,<br />

allerdings braucht es dafür ein <strong>Android</strong><br />

‐System mit Root-Rechten.<br />

Fotos nach Datum<br />

Ich suche die Funktion, in<br />

einem Dateimanager, um<br />

Fotos mehrfach zu selektieren.<br />

Das heißt zum Beispiel aus 1000<br />

Fotos, die heutigen „von-bis“ zu kopieren.<br />

Bei allen von mir getesteten<br />

Programmen muss ich alle Fotos einzeln<br />

selektieren.<br />

<br />

H. Hein per E-Mail<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong>: Das von Ihnen geschilderte<br />

Problem lässt sich zum Beispiel<br />

mit dem ES Datei Explorer [LINK 3]<br />

recht gut lösen. Benutzen Sie dazu<br />

die Suchfunktion, wählen Sie als Pfad<br />

das Verzeichnis der Kamera aus und<br />

anschließend über die erweiterten<br />

Optionen beim Datum den Eintrag<br />

„heute“, „gestern“ oder „diese<br />

Woche“. Einen Dateinamen<br />

müssen Sie nicht angeben.<br />

Der ES Datei Explorer zeigt<br />

Ihnen dann die Bilder an. Im<br />

neuen Dialog wählen Sie<br />

dann über das Menü den<br />

Eintrag Aktionen | Alle auswählen.<br />

6<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


SErvice<br />

Social <strong>Android</strong><br />

WhatsApp im Holo-Design<br />

WhatsApp gehört zu den beliebtesten Messenger-Anwendungen<br />

für <strong>Android</strong>. Die<br />

App sieht aber auf <strong>Android</strong>-4-Geräten nicht<br />

besonders gut aus. Eine neue Version ändert<br />

das nun und führt den Holo-Style ein.<br />

Doch braucht man WhatsApp überhaupt?<br />

Überflüssige, fragwürdige App,<br />

die das ermöglicht, was ein vernünftiges<br />

Smartphone von Haus<br />

aus sowieso schon kann.<br />

<br />

Ryo C. via Google+<br />

Dass Kontaktdaten übermittelt<br />

werden, um Kontakte automatisch<br />

zu finden, macht es für mich<br />

gerade interessant. Ich habe keine Lust,<br />

mir immer jeden einzeln suchen zu müssen.<br />

Zugriff zu meinem Gerät hat generell<br />

keiner. WLAN nutze ich nur in privaten Netzen<br />

zu Hause oder bei Freunden. Vertrauliche<br />

Daten sind eh verschlüsselt und gehören<br />

nicht ins Netz. So etwas teilt man eh<br />

über keinen Chat. Ich sehe also kein Risiko<br />

in WhatsApp.<br />

<br />

Daniel S. via Google+<br />

Die WhatsApp-Entwickler haben<br />

schon oft genug bewiesen, dass<br />

sie mit den ihnen anvertrauten<br />

Daten der Benutzer nicht vertrauenswürdig<br />

umgehen können. Wieso also WhatsApp?<br />

Es gibt schließlich Facebook Messenger<br />

und noch die Google-Dienste; damit sollten<br />

doch alle Freundeskreise abgedeckt<br />

sein.<br />

<br />

Christoph W. via Google+<br />

<br />

Trotzdem sollte man die Finger<br />

davon lassen, auch wenn das Design<br />

ansprechender wurde.<br />

Volker K. via Facebook<br />

Ich brauch kein neues Design bei<br />

WhatsApp, Hauptsache es funktioniert<br />

weiterhin tadellos.<br />

Manuel M. via Facebook<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de<br />

Adblock Plus<br />

Mit dem Update auf <strong>Android</strong> 4.2.2 hat Google die<br />

Sicherheit von <strong>Android</strong> verbessert, indem nicht<br />

mehr einfach so auf den Hostnamen localhost<br />

weitergeleitet werden kann. Deshalb funktioniert<br />

Adblock Plus mit <strong>Android</strong> 4.2.2 nicht mehr.<br />

Wenn ein OS-Hersteller so auf Werbung<br />

setzt wie Google, ist es nur eine Frage<br />

der Zeit, bis wirksame Gegenmittel über<br />

offizielle Wege verbannt werden.<br />

<br />

Michael S. via Google+<br />

Also den AD-Blocker hatte ich auf meinen<br />

„mobilen Geräten“ eh nie genutzt, weil<br />

ich für die meisten Seiten eine App habe.<br />

Und wenn schon, irgendwie muss das Geld für<br />

die Servermiete ja auch reinkommen. Zum Thema<br />

Berechtigungen sage ich nur, dass man einer App<br />

ja auch durchaus Berechtigungen entziehen kann.<br />

Natürlich muss man dann mit Einschränkungen<br />

rechnen. Ein Kollege hat zum Beispiel WhatsApp<br />

den Internetzugriff verweigert, und sich gewundert,<br />

dass es nicht mehr funktionierte :P<br />

Tim F. via Google+<br />

Ich finde es super, das Google auf hohe<br />

Sicherheit Wert legt und einzelne <strong>Apps</strong><br />

nicht einfach machen können, was sie<br />

wollen! Da muss ABP nun mal ran. Die bekommen<br />

das schon hin.<br />

<br />

Steffen G. via Facebook<br />

Tja, wieso nutzt man adblock plus, wenn<br />

man AdAway nutzen kann?<br />

<br />

Mirko M. via Facebook<br />

www.androiduser.de/facebook<br />

www.androiduser.de/google+<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 7


News<br />

2013 Highlights<br />

Die Smartphone-Überflieger 2013<br />

Die Top Five<br />

Es gibt sie immer wieder: Handys, die man einfach haben will. <strong>Android</strong> <strong>User</strong> hat<br />

die fünf <strong>Android</strong>-Handys zusammengestellt, die unserer Meinung nach 2013 den<br />

Smartphone-Markt dominieren werden. Marcel Hilzinger<br />

SONY Xperia Z<br />

Sony macht schon lange gute <strong>Android</strong>-Smartphones, aber<br />

erst in diesem Jahr bekommen die Japaner die Aufmerksamkeit,<br />

die sie verdienen. Mit seinem 5 Zoll großen Full-HD-<br />

Display und dem wasser- und staubfesten Gehäuse ist das<br />

Xperia Z das aktuell beste <strong>Android</strong>-Handy auf dem Markt.<br />

CONFIRMED<br />

Codename: C6603 LTE<br />

<strong>Android</strong>-Version: <strong>Android</strong> 4.1.2<br />

Besondere Merkmale: wasserfest<br />

Display: 5-Zoll, 1920 x 1080 Pixel<br />

Akku: 2330 mAh<br />

Kamera: 13 MP, SONY Exmor RS<br />

CPU: Snapdragon S4 Pro, 4 x 1,5 GHz<br />

Preis 650 Euro<br />

HTC One<br />

Eben noch in den Labs in Taiwan, jetzt schon zu haben. HTC will mit<br />

dem neuen Smartphone HTC One endlich wieder an die Erfolge der<br />

Desire- und Sensation-Reihe anknüpfen und hat sich dazu eine ganz<br />

spezielle Kamera und Boom-Boxen einfallen lassen, die sämtliche<br />

anderen Smartphones leise und blass aussehen lassen.<br />

Codename: M7<br />

<strong>Android</strong>-Version: <strong>Android</strong> 4.2<br />

Besondere Merkmale: Kamera, BoomSound, Infrarot<br />

Display: 4,7-Zoll, 1920 x 1080 Pixel<br />

Akku: 2300 mAh<br />

Kamera: 4,3 Ultrapixel<br />

CPU: Snapdragon 600, 4 x 1,7 GHz<br />

Preis 650 Euro<br />

CONFIRMED<br />

8 April 2013


Samsung Galaxy S IV<br />

HTC und SONY sind bereits mit sehr starken Smartphones auf dem<br />

Markt, jetzt will auch Samsung sein neues Rennpferd nicht länger im<br />

Stall halten. Das Galaxy S IV soll über den ersten Achtkern-Prozessor<br />

mit big.Little-Technologie und ein 5 Zoll großes Super-AMOLED-Display<br />

verfügen, das unzerbrechlich ist. Ob es sich dabei tatsächlich um<br />

ein flexibles Display handelt, bezweifeln wir noch.<br />

Designstudie<br />

LEAK<br />

Codename: GT-S9500<br />

<strong>Android</strong>-Version: <strong>Android</strong> 4.2.2<br />

Besondere Merkmale: big.LITTLE CPU<br />

Display: 4,99-Zoll, 1920 x 1080 Pixel<br />

Akku: 2500 mAh<br />

Kamera: 13 Megapixel<br />

CPU: Samsung Exynos 5450, Cortex-A15, 8 x 2 GHz<br />

Preis: 650 Euro<br />

Motorola (Razr) X<br />

Dass Google an einem neuen Smartphone arbeitet, ist kein Geheimnis<br />

mehr, doch worum es sich dabei handelt umso mehr. Laut<br />

Angaben von Larry Page will man für bessere Akkulaufzeiten sorgen<br />

und das Problem lösen, dass Smartphones beim Herunterfallen<br />

kaputtgehen. Unser Favorit für 2013!<br />

Codename: X-Phone<br />

<strong>Android</strong>-Version: <strong>Android</strong> 4.2.2<br />

Besondere Merkmale: unkaputtbar<br />

Display: 4,8-Zoll, 1920 x 1080 Pixel<br />

Akku: 3000 mAh<br />

Kamera: 8 Megapixel, Weitwinkel<br />

CPU: Intel Dual-Core, 2 x 2.0 GHz<br />

Preis: 550 Euro<br />

Designstudie<br />

Designstudie<br />

Top Secret<br />

Google Nexus 5<br />

Diversen Gerüchten zufolge soll Google schon im Frühjahr die neue <strong>Android</strong>-Version<br />

5.0 „Key Lime Pie“ und den Nachfolger für das Nexus 4 vorstellen.<br />

Das würde jedoch mit dem bisherigen Prinzip eines Nexus-<br />

Smartphones pro Jahr brechen. Wir sind uns deshalb ziemlich sicher,<br />

dass Google <strong>Android</strong> 5.0 und das Nexus 5 für die zweite Jahreshälfte aufspart.<br />

Als Hersteller tippen wir auf Sony oder HTC.<br />

Designstudie<br />

Top Secret<br />

Codename: Nexus 5<br />

<strong>Android</strong>-Version: <strong>Android</strong> 5.0<br />

Besondere Merkmale: Pure <strong>Android</strong><br />

Display: 4,8-Zoll, 1920 x 1080 Pixel<br />

Akku: 2500 mAh<br />

Kamera: 8 Megapixel<br />

CPU: Snapdragon S800<br />

Preis: 299 Euro<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 9


SPECIAL REPORT<br />

Kriminelle Machenschaften bei Google Play<br />

Die fiesen Tricks der Anzeigen-Mafia bei Google Play<br />

AppZocker<br />

Bei Google Play tummeln<br />

sich so viele <strong>Apps</strong>,<br />

dass es kaum noch<br />

jemanden gibt, der den<br />

Überblick darüber<br />

behält. Das nutzen App-<br />

Entwickler aus, um<br />

Daten auszuspionieren,<br />

Sie mit Reklame vollzuspammen<br />

und mit falschen<br />

Versprechen zu<br />

betrügen. Jörg Voss, Marko<br />

Rogge, Marcel Hilzinger<br />

rudall30, 123RF<br />

Mitte Januar<br />

fand <strong>Android</strong><br />

<strong>User</strong><br />

bei Google<br />

Play zwei <strong>Apps</strong> mit dem<br />

Namen „Pink Keyboard“<br />

und „Neon Keyboard“<br />

vom Entwickler<br />

„Slingshot Devs“ [LINK 1].<br />

Das Besondere an den<br />

<strong>Apps</strong>: Sie hatten erstaunlich<br />

viele positive<br />

Bewertungen. Dabei<br />

hatten die Tastaturen<br />

abgesehen von der<br />

Farbe gar nichts zu bieten,<br />

im Gegenteil: Es<br />

fehlten sämtliche deutschen<br />

Sonderzeichen,<br />

[Y] und [Z] waren vertauscht<br />

und zudem verlangten<br />

die Keyboard-<br />

Anwendungen viel zu<br />

Abb. 1: Selbst wenn Sie auf Decline<br />

tippen, haben die <strong>Apps</strong> bereits alle<br />

Ihre Daten übermittelt.<br />

Abb. 2: Die schädlichen <strong>Apps</strong> legen<br />

Verknüpfungen auf Ihrem Desktop<br />

an und manipulieren den Browser.<br />

viele Berechtiungen, darunter auch das<br />

Recht, kostenpflichtige Anrufe zu tätigen und<br />

die Lesezeichen zu ändern.<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> meldete die <strong>Apps</strong> bei Google,<br />

und innerhalb von 12 Stunden verschwanden<br />

die <strong>Apps</strong> aus dem Play Store. Doch kaum<br />

einen Monat später waren sie wieder bei<br />

Google Play zu finden. Hier unser erschreckender<br />

Bericht von den Machenschaften gewisser<br />

App-Entwickler, die nicht nur Ihre<br />

Daten klauen und Sie mit Werbung zumüllen,<br />

sondern Ihnen auch noch mit falschen<br />

Versprechen Geld aus der Tasche ziehen,<br />

massives Datenaufkommen verursachen und<br />

den Akku leersaugen.<br />

Aus eins mach viele<br />

Beim „Comeback“ überlassen es die Entwickler<br />

von Pink Keyboard, Neon Keyboard<br />

und zahlreicher weiterer <strong>Apps</strong> nicht dem Zufall.<br />

Gleich mit mindestens vier Entwickler-<br />

Accounts bringt man nun <strong>Apps</strong> in den Play<br />

Store, wobei die gleichen <strong>Apps</strong> teilweise mit<br />

unterschiedlichen Namen angeboten werden.<br />

Auch Pink Keyboard und Neon Keyboard<br />

sind wieder dabei. Und da das mit der Tastatur<br />

so gut geklappt hat, ergänzt man die<br />

Reihe noch um ein Emoji Keyboard, ein Blau<br />

10<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


SPECIAL REPORT<br />

Kriminelle Machenschaften bei Google Play<br />

Keyboard und ein iPhone Keyboard. Sämtliche<br />

der erwähnten <strong>Apps</strong> basieren auf dem<br />

Design des iPhone-Keyboards. Dabei stießen<br />

uns zunächst folgende Entwickler auf:<br />

• Boozecode<br />

• Slingshot <strong>Apps</strong><br />

• BeerCafe<br />

• Slingshot Labs<br />

Unter diesen und weiteren Namen agieren<br />

die Hintermänner bereits seit Anfang 2012<br />

mit diversen <strong>Apps</strong> bei Google Play. Alle <strong>Apps</strong><br />

enthalten fragwürdige Funktionen und verlangen<br />

sehr viele Berechtigungen.<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> wandte sich an die Sicherheitsexperten<br />

Jörg Voss und Marko Rogge,<br />

um gemeinsam die Funktionsweise der <strong>Apps</strong><br />

und die Drahtzieher dahinter zu finden.<br />

Beim Analysieren einiger <strong>Apps</strong> stießen wir<br />

auf eine Menge anderer <strong>Apps</strong>, die alle aus<br />

ein und derselben Feder stammen und keine<br />

andere Aufgabe zu haben scheinen, als den<br />

<strong>User</strong> mit einer Vielzahl von Werbeeinblendungen<br />

diverser Werbeframeworks zu bombardieren.<br />

Doch damit nicht genug. Die <strong>Apps</strong><br />

senden auch eine Menge an Daten „nach<br />

Hause“, größtenteils unverschlüsselt. Dazu<br />

gehören neben allgemeinen Infos zum benutzten<br />

Smartphone oder <strong>Tablet</strong> auch die<br />

<strong>Android</strong>ID, die Browser-Version, der Standort<br />

des Nutzers und die IMEI-Nummer des Geräts.<br />

Sämtliche Infos werden beim ersten<br />

Start übertragen, ohne dass der Benutzer<br />

eine EULA oder einen entsprechenden Hinweis<br />

zu sehen bekommt.<br />

Stellvertretend für sämtliche <strong>Apps</strong> beschreiben<br />

wir hier die Funktionsweise der<br />

App Picture Collage Creator des Entwicklers<br />

Slingshot Labs [LINK 3]. Die App ist bei Google<br />

Play nicht mehr zu finden, da Google nach<br />

unserer Meldung die oben erwähnten Accounts<br />

gesperrt hat. Wie alle anderen <strong>Apps</strong><br />

setzt Sie stark auf das Werbenetzwerk Apperhand.<br />

Dabei handelt es sich um einen alten<br />

Bekannten in der <strong>Android</strong>-Welt [LINK 4],[LINK 5].<br />

Doch es bleibt nicht bei diesem einem Werbenetzwerk,<br />

wie unser Artikel zeigt.<br />

Picture Collage Creator<br />

Beim ersten Start sehen Sie eine Lizenz-Abfrage.<br />

Im Hintergrund bedient Picture Collage<br />

Creator gleich eine Menge Werbenetzwerke –<br />

und zwar noch bevor der Nutzer die angezeigte<br />

Abfrage mit "ja" oder "nein" beantwortet<br />

hat. Zu den genutzten Frameworks<br />

gehören data.flurry.com, media.admon.com,<br />

googleads.g.doubleclick.net, i.w.inmobi.<br />

com, www.chartboost.com, csi.gstatic.com,<br />

www.apperhand.com und li546‐199.members.<br />

linode.com. An all diese Werbenetzwerke<br />

und noch ein paar weitere<br />

werden die eingangs erwähnten<br />

Daten übertragen,<br />

also auch die IMEI-Nummer,<br />

der Standort und die Browser-Version.<br />

Dabei überträgt<br />

mindestens ein Netzwerk die<br />

IMEI unverschlüsselt.<br />

Während all dies im Hintergrund<br />

passiert, zeigt die<br />

App ein Licence Agreement<br />

an, das darum bittet, Werbung<br />

zu akzeptieren, damit<br />

die <strong>Apps</strong> gratis bleiben können.<br />

Der Cache der App ist<br />

zu diesem Zeitpunkt bereits<br />

auf 5,25 MByte angewachsen,<br />

obwohl der Benutzer<br />

noch gar nichts gemacht hat.<br />

Wenn Sie den Dialog mit Accept<br />

annehmen, dann erhalten<br />

Sie regelmäßig über die viel zu viele Installationen (über 10.000 in drei Tagen). Die<br />

Abb. 3: Für eine relativ unspektakuläre Tastatur gibt es<br />

Benachrichtigungen weitere Kommentare sind zudem absolut widersprüchlich.<br />

Angebote des App-Entwicklers.<br />

Zudem erscheint auf dem Homescreen<br />

ein neues Icon für die Suche, das Sie auf<br />

www.searchmobileonline.com weiterleitet.<br />

Im Browser wird einerseits die Startseite des<br />

auf www.searchmobileonline.com geändert<br />

und darüber hinaus auch noch ein Bookmark<br />

auf diese Seite gesetzt. Realisiert wird das<br />

Ganze durch das oben erwähnte Apperhand-<br />

Framework. Es prüft jede Stunde den Status<br />

Ihres Gerätes und schickt Ihnen entsprechende<br />

Push-Nachrichten. Sich auszutragen,<br />

ist nicht wirklich möglich. Erst die komplette<br />

Deinstallation der <strong>Apps</strong> bringt Ruhe. Die App<br />

kann dabei über bestimmte Befehle praktisch<br />

beliebig auf Ihrem Homescreen agieren. So<br />

erhielten wir in den Tests eine Verknüfug zur<br />

<strong>Apps</strong>ammlung freeappsoftheday.com, und<br />

das durch die App verursachte Datenvolumen<br />

überschritt kurz danach 26 MByte.<br />

Noch mehr Reklame<br />

Jörg Voss und Marko Rogge haben sich die<br />

Mühe gemacht, weitere <strong>Apps</strong> von Slingshot<br />

zu installieren und in einer Sandbox zu ana-<br />

Warum ist Datenklau gefährlich?<br />

Manche Nutzer scheinen sich nicht damit beschäftigen zu wollen, welche Daten <strong>Apps</strong><br />

auslesen. Dabei gehören Informationen wie die IMEI oder die Geräte-ID nicht in<br />

fremde Hände. Die IMEI könnte man am besten mit der Fahrgestellnummer bei einem<br />

PKW vergleichen. Kriminelle nutzen die gewonnenen Daten, um zum Beispiel bei gestohlenen<br />

Smartphones die IMEI zu fälschen. Installieren Sie deshalb keine <strong>Apps</strong>, die<br />

die Berechtigung READ_PHONE_STATE (Anrufe – Telefonstatus und ‐ID verlangen),<br />

ohne genau überprüft zu haben, wozu die Rechte benötigt werden. Details zu den Risiken<br />

finden Sie im Blog von Jörg Voss [LINK 2].<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 11


SPECIAL REPORT<br />

Kriminelle Machenschaften bei Google Play<br />

Abb. 4: Einen Peter Holger in Berlin<br />

gibt es vermutlich ebensowenig…<br />

Abb. 5: … wie den Spicesoft-Geschäftsführer Agris Bredermanis in Riga.<br />

lysieren. Dabei sind sie auf<br />

die folgende Liste von<br />

Werbenetzwerken gestoßen:<br />

• dadsdk<br />

• apperhand<br />

• applovin<br />

• chartboost<br />

• example<br />

• google<br />

• inmobi<br />

• jumptap<br />

• leadbolt<br />

• millennialmedia<br />

• mobfox<br />

• mongodb<br />

• spicesoft<br />

• spicesoftads<br />

• tapjoy<br />

Man darf gut und gerne<br />

behaupten, dass diese <strong>Apps</strong> bei der Integration<br />

von Adware neue Rekorde aufstellen.<br />

Neben bekannten Netzwerken wie Tapjoy,<br />

Mobfox, Leadbolt oder Google binden die<br />

<strong>Apps</strong> auch ein uns bislang unbekanntes ein,<br />

das unsere Neugierde weckt: spicesoftads.<br />

Eine kurze Recherche im Netz brachte uns<br />

auf die Webseite spicesoft.de. Sie wirbt für<br />

die App „Pic Effects FX: Effects for Instagram!“<br />

des Entwicklers Slingshot Devs, die<br />

es aber bei Google Play nicht mehr gibt.<br />

Denn Slingshot Devs ist ja nur ein weitere<br />

Aliasname für den Entwickler von Pink Keyboard<br />

& Co. Ein Blick auf den Reiter Contact<br />

us bei Spicesoft.de zeigt schnell, dass hier<br />

nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Eine<br />

Hamburgerstraße in 90285 Berlin gibt es<br />

ebensowenig wie die Telefonnummer +49-<br />

4976543211 oder den angeblichen Herrn<br />

Peter Holger. Registriert wurde die Internetseite<br />

von einem gewissen John Nash, der<br />

ebenfalls in 90285 Berlin wohnen soll und<br />

als Geschäftsführer von Spicesoft ist auf<br />

einem Xing-Profil ein gewisser Agris Bredermanis<br />

mit Wohnort an der Dzirnavu iela 92-3<br />

in Riga, Lettland geführt. Er ist gleichzeitig<br />

auch sein eigener Mitarbeiter.<br />

Extrem hoher Aufwand<br />

Die Spicesoft GmbH hatte früher noch <strong>Apps</strong><br />

unter ihrem eigenen Namen bei Google Play<br />

eingestellt, jetzt benutzen die Drahtzieher diverse<br />

Namen. Zu erkennen sind die <strong>Apps</strong><br />

unter anderem an den Einträgen changedroid<br />

und kliplabs in den APK-Dateien. Wer einen<br />

solchen Aufwand betreibt, um im Internet<br />

(falsche) Spuren zu hinterlassen, will nicht<br />

einfach nur über Reklame ein paar Cent verdienen.<br />

Hier sind klar Kriminelle am Werk.<br />

Dass Spicesoft noch aktiv ist, zeigt Listing 1.<br />

Abb. 6: Bei beiden <strong>Apps</strong> über 10.000 Installationen in zwei Tagen: Hier hat jemand nachgeholfen. Die angepriesenen Funktionen sind auch falsch.<br />

12<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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SPECIAL REPORT<br />

Kriminelle Machenschaften bei Google Play<br />

Abb. 7: Der Hinweis, die App mit 5 Sternen zu bewerten, erscheint auch dann, wenn Sie innerhalb<br />

der App In-App-Käufe getätigt haben.<br />

Über den Adserver der Firma werden die Anzeigen<br />

für Instant Effect Fx und weitere <strong>Apps</strong><br />

der Spicesoft-Mafia geladen.<br />

Mit unrechten Dingen<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> hat sich die Vorgehensweise<br />

der beteiligten Firmen genauer angeschaut.<br />

Zunächst wird eine bei Google Play oder im<br />

iTunes App Store beliebte App kopiert. Zum<br />

Beispiel die Retro Kamera, eine Zeichnungs-<br />

App oder eben ein Keyboard. Dabei klauen<br />

die App-Entwickler auch kostenpflichtige<br />

Grafiken oder setzen kurzerhand auch mal<br />

ein Bild von Angelina Jolie für Ihre Zwecke<br />

ein. Optisch geben sich die <strong>Apps</strong> keine<br />

Blöße, sodass sie auf den ersten Blick nicht<br />

als schlechte <strong>Apps</strong> zu erkennen sind. Erst<br />

nach der Installation merkt man, dass die<br />

Funktionen zu wünschen übrig lassen.<br />

Ist diese App fertig gestrickt, wird sie kopiert<br />

und mit einem leicht abgeänderten Icon<br />

unter einem anderen Account bei Google<br />

Play eingestellt. Wir konnten bis zu fünf Kopien<br />

der gleichen App finden. Danach gilt es,<br />

möglichst schnell möglichst viele (positive)<br />

Kommentare und Bewertungen bei Google<br />

Play zu sammeln. Denn ab einer gewissen<br />

Anzahl Bewertungen schafft man es in die<br />

Top-<strong>Apps</strong> bei Google Play, und dann findet<br />

die App schnell eine noch weitere Verbreitung.<br />

Dabei werden offensichtlich Fake-Profile<br />

bei Google benutzt, um die App zu pushen.<br />

Abbildung 6 zeigt zwei <strong>Apps</strong>, die in<br />

Ihrer Funktion identisch sind. Es sind beides<br />

Launcher. Die eine App wird als Wallpaper-<br />

Sammlung beworben, die andere als Lock-<br />

Screen. Auffällig auch, wie bei beiden <strong>Apps</strong><br />

nach 2 Tagen die Installatione auf einmal<br />

stark zurückgehen, nachdem die (künstlich<br />

generierten) Installationen ausbleiben. Dies<br />

trifft auch auf weitere <strong>Apps</strong> dieser Entwickler<br />

zu. Praktisch alle <strong>Apps</strong> sind mit 4,5 Sternen<br />

bewertet. Sobald ein Benutzer bei Google<br />

Play eine Negativbewertung abgibt, folgen<br />

kurze Zeit später ein paar 5-Stern-Ratings.<br />

Für „freiwillige“ 5-Stern-Bewertungen sorgen<br />

auch penetrante Hinweisfenster in den <strong>Apps</strong><br />

(Abbildung 7). Doch es gibt noch weitere<br />

Auffälligkeiten: Im Vergleich zu anderen<br />

<strong>Apps</strong> haben die Bewertungen überdurch-<br />

Listing 1: Spicesoft Ads für Instant Effect Fx (Auszug)<br />

02‐10 18:58:38.158 17400 17400 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService true<br />

02‐10 18:58:38.158 17400 17400 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService TextColor ‐789517<br />

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService GetMessageTask doInBackground()<br />

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: PushService Start Receiver<br />

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService Receiving.......<br />

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftHttpPostData Post Data Notification<br />

02‐10 18:58:38.158 17400 23103 I SpicesoftAds: Parameters imei=ddfe7f4aae691c039b8dc1b0419edecb<br />

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: Parameters country=invalid<br />

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: Parameters sdk_version=1250<br />

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: Parameters package_name=com.changedroid.picture.collage.creator<br />

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftConstants Internet is available<br />

02‐10 18:58:38.168 17400 23103 I SpicesoftAds: debugMode false<br />

02‐10 18:58:38.698 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftHttpPostData HTTP request url http://198.74.57.199/spicesoftads/<br />

temporary.php<br />

02‐10 18:58:38.698 17400 23103 I SpicesoftAds: SpicesoftAdService Message Response:<br />

02‐10 18:58:38.698 17400 23103 I SpicesoftAds: {"delayTime":"21600000","success":"true","result":"{\"title\":\"\\u266c\\u2665\\<br />

u2605 Decorate your cute pics\",\<br />

"description\":\" Get Instant Effects free \\u2605\\u266c\\u2665\",\"iconlink\":\"https:\\\/\\\/s3.amazonaws.com\\\/ad_<br />

icons\\\/instanteffects.png\",\"marketlin<br />

k\":\"market:\\\/\\\/details?id=com.changedroid.instaeffects.fx.instant.effects&referrer=utm_source%3Dspicesoftads%26utm_<br />

medium%3Dnotification%26utm_term%3Dinst<br />

anteffects%26utm_content%3Din_houseads%26utm_campaign%3D10‐02‐13\"}"}<br />

14<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


SPECIAL REPORT<br />

Kriminelle Machenschaften bei Google Play<br />

schnittlich viele Kommentare von Nutzern<br />

ohne Profilbild, die sich teilweise gegenseitig<br />

in ihren Kreisen auf Google+ haben (jeweils<br />

nur eine Person). Eine weitere Auffälligkeit:<br />

Im Vergleich zur Anzahl Installationen gibt<br />

es teilweise viel zu wenig deutsche Bewertungen.<br />

Die vorhandenen deutschsprachigen<br />

Bewertungen sind hingegen grammatikalisch<br />

weitgehend korrekt. Das lässt auf deutschsprachige<br />

Akteuere schließen.<br />

Auch einem Laien ins Auge stechen die<br />

kontroversen Kommentare: Während die negativen<br />

Stimmen meistens von einer Installation<br />

abraten und aufgrund der geforderten<br />

Rechte vor der App warnen, übertreffen sich<br />

die 5-Stern-Bewertungen mit Superlativen,<br />

wie „Sofort runterladen das ist Sau geil die<br />

App!!!“ oder „Modern blau und gail ….install<br />

now“, um nur einige zu nennen. Dass die<br />

Entwickler etwas zu verbergen haben, zeigen<br />

auch ihre Kontaktinformationen bei Google<br />

Play: Es ist keine Webseite hinterlegt und die<br />

E-Mail-Adressen sind nichtssagend. So ist es<br />

praktisch unmöglich, mit Ihnen Kontakt aufzunehmen.<br />

Einzig bei den <strong>Apps</strong> mit In-App-<br />

Payment konnten wir die Firma Inoxapps<br />

Mobile Solutions ausfindig machen.<br />

Die einzelnen <strong>Apps</strong> wiederum haben zwei<br />

Zwecke: eine weitere App zu pushen und<br />

möglichst viel Anzeigen zu verbreiten. Aktuell<br />

(Stand Mitte Februar) steht die Anwendung<br />

Valentinstag 2013 vom Entwickler Magicsolver,<br />

die mit dem Slogan „14 Free <strong>Apps</strong><br />

for Love“ wirbt im Zentrum. Sämtliche von<br />

uns getesteten <strong>Apps</strong> machten sehr auffällig<br />

für diese eine App Reklame. Doch auch diese<br />

App hat wiederum nur eine zentrale Funktion:<br />

weitere Gratis-Anwendungen zu bewerben.<br />

So ganz nebenbei will Valentinstag 2013<br />

aber zu Beginn noch das Geschlecht und das<br />

Alter des Nutzers wissen, und ob er Single<br />

oder verheiratet ist (Abbildung 10). Denn<br />

diese Angaben sind in Werbenetzen Gold<br />

wert. Mit der kombinierten Unterstüzung<br />

von Boozecode, Slingshot <strong>Apps</strong>, BeerCafe<br />

und Co. und einem perfekten Timing landet<br />

Abb. 8: Zufall oder geschickte Manipulation? Alle <strong>Apps</strong> des Entwicklers Boozecode haben eine<br />

Bewertung von 4,5 Sternen. Die <strong>Apps</strong> sind inzwischen bei Google Play gelöscht.<br />

so die App Valentinstag 2013 innerhalb weniger<br />

Tage in den Top10 kostenpflichtig neu bei<br />

Google Play. Magicsolver [LINK 6] rühmt sich<br />

auf seiner Webseite damit, täglich über eine<br />

Million Push-Nachrichten auszuführen. Zu<br />

den Kunden gehören bekannte <strong>Apps</strong> wie Flirt<br />

Radar, Bubble Monkey, Candy Crush Saga<br />

und weitere Free-to-Play-Spiele.<br />

Abzocke durch In-App-Käufe<br />

Laut unseren aktuellen Informationen stammen<br />

sämtliche <strong>Apps</strong> der Entwicker Boozecode,<br />

Slingshot <strong>Apps</strong>, BeerCafe und Slingshot<br />

Labs vom Entwicklerstudio Inoxapps Mobile<br />

Solutions aus Indien [LINK 7]. Geschäftsführer<br />

ist ein gewisser Rachit Jain, der auch ein Profil<br />

bei Linked.in besitzt. Zu Inoxapps wan-<br />

Gefälschte Akkudaten<br />

Richtig dreist sind die Slingshot-Entwickler bei<br />

der App 10 000 Wallpapers vorgegangen. Hier<br />

nehmen Sie sich sogar die Berechtigung, die<br />

Akku-Anzeige manipulieren zu dürfen. So soll<br />

der sehr große Akku-Hunger sämtlicher <strong>Apps</strong><br />

verschleiert werden. Zudem macht sich die<br />

App gleich als Ersatz für den Homescreen<br />

breit, nicht wie in der Beschreibung angegeben<br />

als Lockscreen. Interessanterweise zeigt<br />

Google Play im Browser die Berechtigung für<br />

die Akku-Manipulation nicht an.<br />

Abb. 9: Würden Sie eine schlichte blaue Tastatur ohne Umlaute und ohne Wortergänzung als<br />

„geiles Keyboard“ bezeichnen?<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 15


SPECIAL REPORT<br />

Kriminelle Machenschaften bei Google Play<br />

Abb. 10: Wozu müssen Sie zunächst<br />

Angaben zum Alter, Geschlecht und<br />

Beziehungsstatus machen?<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28842<br />

dert auch das Geld, das<br />

man bei einigen Foto-<br />

<strong>Apps</strong> bezahlen kann,<br />

um die Reklame zu entfernen<br />

und neue Effekte<br />

und Rahmen zu erhalten.<br />

Während jedoch<br />

seriöse Entwickler ihre<br />

App in eine Testversion<br />

und eine Pro-Version<br />

unterteilen, erfolgt das<br />

Freischalten der zusätzlichen<br />

Features bei den<br />

Inoxapps-Anwendungen<br />

per In-App-Payment.<br />

Das hat seinen<br />

guten Grund: Für In-<br />

App-Käufe gibt es kein<br />

Rückgaberecht. Wer<br />

also die 79 Cent für<br />

eine reklamefreie App<br />

und die zusätzlichen Effects + Remove Ads!<br />

Rahmen und Effekte<br />

ausgibt, kauft die Katze im Sack. Denn tatsächlich<br />

werden nur einige der Anzeigen entfernt.<br />

Die Google-Anzeigen bleiben in der<br />

App drin, und auch die nervigen Push-Up-<br />

Benachrichtigungen und die Aufforderung zu<br />

einer 5-Sterne-Bewertung erhalten Sie weiterhin.<br />

Das ist klar illegal und Abzocke. Dass<br />

Inoxapps und die Spicesoft GmbH zusammengehören,<br />

beweist auch der Umstand,<br />

dass beide Unternehmen Ihre Server bei theplanet.com<br />

in Texas (USA) betreiben. Der<br />

Hoster ist bekannt dafür, seine Dienste auch<br />

zwielichtigen Firmen anzubieten und steht<br />

laut sitevet.com bei den Top50 der Malware-<br />

Server auf Rang 23.<br />

Ist das erst der Anfang?<br />

Wir haben unsere Analyse an diesem Punkt<br />

beendet und Google die entsprechenden<br />

<strong>Apps</strong> gemeldet. Aktuell sieht alles danach<br />

aus, dass es sich bei den <strong>Apps</strong> aktuell nur<br />

um sehr aggressive Adware handelt. Doch<br />

die Strukturen der <strong>Apps</strong>, das Entwicklernetz<br />

Malware ODER ADWARE?<br />

Abb. 11: Der Beleg von Google Play<br />

enthält es schwarz auf weiß: New<br />

Die meisten Antimalware-Programme für <strong>Android</strong><br />

schlagen bei der Installation der von uns<br />

entdeckten rund 40 <strong>Apps</strong> sofort Alarm. Neben<br />

den auffälligen Berechtigungen melden zudem<br />

einige korrekt, dass sich die Schadsoftware <strong>Android</strong>OS.AdWare.Plankton<br />

in den <strong>Apps</strong> befindet.<br />

Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Die<br />

Server von Spicesoft, Inoxapps und weiterer in<br />

das Netzwerk verstrickter Komponenten befinden<br />

sich zudem in Netzwerken, die auch als<br />

Malware- und Spam-Schleudern bekannt sind.<br />

Abb. 12: Auch nach dem Kaufen der<br />

Proversion zeigt Collage Creator<br />

Werbung und nervige Hinweise an.<br />

und das Nachladen von Inhalten über Webdienste<br />

in der Cloud sowie viele andere Faktoren<br />

sind starke Indizien dafür, dass hier ein<br />

<strong>Android</strong>-Botnetz in Planung ist. Zudem<br />

haben wir im Laufe der Recherchen noch<br />

weitere Entwicklerprofile wie Minerdroid,<br />

Oodless und andere gefunden, die nach dem<br />

gleichen Schema vorgehen und von den gleichen<br />

Hintermännern benutzt werden, sodass<br />

die bisherigen Erkenntnisse vermutlich nur<br />

die Spitze eines Eisbergs sind. Die Installationen<br />

sämtlicher <strong>Apps</strong> zusammen schätzen<br />

wir auf über 5 Millionen!<br />

Google muss dringend die Bücher und<br />

<strong>Apps</strong> besser prüfen, bevor diese bei Google<br />

Play landen. <strong>Apps</strong>, die aus dem Google Play<br />

Store verbannt wurden, sollten nicht einfach<br />

unter einem neuen Namen neu eingestellt<br />

werden können, und wenn bei einer Berechtigung<br />

schon steht, dass diese für normale<br />

<strong>Apps</strong> nie benötigt wird, dann sollte hier<br />

Google doppelt gut prüfen, was die App<br />

genau macht. Dass sämtliche <strong>Apps</strong> Daten<br />

klauen und zum Teil unverschlüsselt übers<br />

Netz versenden, bevor der Nutzer auch nur<br />

ansatzweise die rechtlichen Hinweise gelesen<br />

hat, ist nicht tragbar. Last but not least muss<br />

es auch einen Weg geben, um das gezielte<br />

Hoch-Ranking einer App bei Google Play einzuschränken.<br />

Die Verantwortung liegt aber<br />

nicht nur bei Google: Viele Leute installieren<br />

<strong>Apps</strong>, ohne sich um die Berechtigungen zu<br />

kümmern. Es gibt so viele gute <strong>Apps</strong> bei<br />

Google Play, installieren Sie nicht einfach die<br />

erstbeste, nur weil „geile App“ in den Kommentaren<br />

steht.<br />

● ● ●<br />

16<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Alles zum Thema<br />

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Fokus<br />

Die 10 schönsten <strong>Tablet</strong>-<strong>Apps</strong><br />

Ukrid Yenpetch, 123RF<br />

Die 10 schönsten <strong>Tablet</strong>-<strong>Apps</strong><br />

Just beautiful<br />

Es gibt viele <strong>Tablet</strong>-<br />

<strong>Apps</strong>, doch optisch vermögen<br />

nicht alle zu<br />

überzeugen. Wir haben<br />

für Sie die zehn schönsten<br />

<strong>Tablet</strong>-<strong>Apps</strong> bei<br />

Google Play herausgesucht.<br />

Mirko Mahlberg<br />

Eye In Sky Weather<br />

Eye In Sky Weather ist eine simple,<br />

aber dafür schöne Wetter-App mit<br />

Widgets im Holo-Design. Man kann<br />

sich in der App sowie in den Widgets zwischen<br />

zwölf verschiedenen Icon-Sets entscheiden.<br />

Die Widgets kann man beliebig gestalten,<br />

zum Beispiel mit einem dunklen,<br />

halb-transparenten Hintergrund und weißer<br />

Schrift. Sobald man das Widget dem Homescreen<br />

hinzugefügt hat, erscheint in der Benachrichtigungsleiste<br />

eine dauerhafte Wetter-<br />

Anzeige mit Icon, Ort, Temperatur und dem<br />

aktuellen Wetterstatus. Besonders auffällig<br />

ist das sehr schlicht gehaltene<br />

Design, welches sich<br />

an den Google-Design-<br />

Guidelines orientiert. Das<br />

aktuelle Theme ist das<br />

Holo Dark, ob demnächst<br />

ein Holo Light (also ein<br />

helles) Theme kommt und<br />

man zwischen diesen<br />

wechseln kann, ist nicht<br />

bekannt. Eye In Sky Weather<br />

gibt es als kostenlose<br />

Version mit Werbung<br />

[LINK 1] und als kostenpflichtige<br />

Version für 1,50<br />

Euro ohne Reklame [LINK 2].<br />

Pulse<br />

Pulse [LINK 3] ist ein Dienst, der<br />

einem das Lesen von beliebten<br />

Nachrichtenquellen erleichtert und<br />

schöner darstellt. Dabei kann man selbst aus<br />

einem einfachen RSS-Feed noch etwas herausholen,<br />

wie Pulse es beweist. Es gibt eine<br />

schöne und aufgeräumte <strong>Tablet</strong>-Ansicht.<br />

Wenn man Webseite hinzufügen möchte, tut<br />

man dies mit dem EDIT Button oben rechts.<br />

Um in die Einstellungen zu navigieren,<br />

wischt man von links außen nach rechts.<br />

Wenn ein Artikel geöffnet ist, kann man mit<br />

dem Aa Icon die Schriftgröße und Schriftart<br />

Abb. 1: MIt Eye in Sky sieht auch das schlechteste Wetter gleich etwas<br />

freundlicher aus.<br />

18<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Die 10 schönsten <strong>Tablet</strong>-<strong>Apps</strong><br />

Abb. 2: Pulse ist ein News-Reader im Stil von Google Currents aber ohne<br />

feste Angebote.<br />

Abb. 3: Der imo messenger sieht nicht nur gut aus, sondern kommt auch<br />

mit sehr vielen Chat-Programmen klar.<br />

ändern. Auch einen Nachtmodus (weiße<br />

Schrift auf schwarzem Hintergrund) findet<br />

man dort. Auch den ab <strong>Android</strong> 4.0 typischen<br />

Menübutton (3 vertikale Punkte) findet<br />

man in der Reader-Ansicht. Einmal draufgetippt,<br />

findet man dort die Funktionen, um<br />

den Artikel im Browser zu öffnen (Im Browser<br />

öffnen), zu teilen (Mit <strong>Apps</strong> teilen) oder<br />

den Webmodus zu aktivieren. Mit Letzterem<br />

wird der komplette Link in einem Browser in<br />

der App geöffnet. So kann man den kompletten<br />

Artikel lesen und nicht nur einen Teil<br />

davon. Pulse gibt es kostenlos im Google<br />

Play Store.<br />

imo messenger<br />

Messenger, sie gibt es in Überfluss.<br />

Ob Facebook, Google Talk, Skype,<br />

MSN, Yahoo, Steam und so weiter.<br />

Viele von ihnen gibt es auch für mobile Geräte,<br />

manche auch nicht. Die App imo messenger<br />

hilft einem, hier den Durchblick zu<br />

bewahren. Der All-in-One Messenger erlaubt<br />

es, alle Messenger-Konten in einer App zu<br />

verwalten. Ein schönes Design gibt es kostenlos<br />

dazu. Sobald man die App heruntergeladen<br />

hat, verlangt die App die Telefonnummer<br />

zur Verifizierung. Nachdem man diese<br />

eingegeben hat, bekommt man einen sechsstelligen<br />

Code zugeschickt, den man nach<br />

Eingabe von Name, Nachname, E-Mail-<br />

Adresse und Geburtsdatum, eingibt. Hier<br />

merkt man, dass die Entwickler es ernst meinen<br />

und Wert auf Sicherheit legen. Die App<br />

sieht auch auf einem <strong>Tablet</strong> schick aus und<br />

lässt sich wunderbar bedienen. Auf der linken<br />

Seite befinden sich die Namen der Kontakte<br />

inklusive Anzeigebild. Unten links<br />

kann man auch nach speziellen Kontakten<br />

suchen. Rechts befindet sich das Chat-Fenster.<br />

Um Dateien, den Aufenthaltsort oder<br />

auch eine Sprachnachricht zu verschicken,<br />

wischt man von rechts nach links. Funktionen<br />

wie Einstellungen oder sein Profil findet<br />

man, wenn man von links nach rechts<br />

wischt. Diesen intuitiven, nützlichen und<br />

schönen Messenger gibt gratis im Google<br />

Play Store [LINK 4].<br />

Photoshop Touch<br />

Mit Photoshop Touch [LINK 5] kann<br />

man Bilder auf <strong>Tablet</strong>s bearbeiten<br />

und eigene Zeichnungen erstellen.<br />

Zu den Funktionen gehören Ebenen, Auswahlwerkzeugen,<br />

Bearbeitungsfunktionen<br />

und Filter. Bilder mit einer größeren Auflösung<br />

als 12 Megapixel werden von Photoshop<br />

Touch nicht unterstützt. Das Bildbearbeitungsprogramm<br />

besticht durch ein schönes<br />

Layout und Designelemente, die vor allem auf<br />

<strong>Tablet</strong>s zur Geltung kommen. Eine spezielle<br />

Version für 7-Zoll-<strong>Tablet</strong>s gibt es ebenfalls, um<br />

auch auf dem Nexus 7 und anderen Geräten<br />

eine gute Figur zu machen. Photoshop Touch<br />

gibt es für 7,99 Euro im Google Play Store.<br />

Abb. 4: Lassen Sie Ihren kreativen Ideen mit Photoshop Touch von Adobe freien Lauf.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 19


Fokus<br />

Die 10 schönsten <strong>Tablet</strong>-<strong>Apps</strong><br />

Abb. 5: Dank Kingsoft Office macht selbst das Arbeiten mit Word, Excel<br />

und PowerPoint Spaß.<br />

Abb. 6: Pinterest hat sich für die <strong>Android</strong>-App lange Zeit gelassen. Das<br />

Warten hat sich gelohnt.<br />

Kingsoft Office<br />

Office-Anwendungen gibt es für<br />

<strong>Android</strong> in Massen. Doch Kingsoft<br />

Office [LINK 6] hebt sich durch einen<br />

sehr großen Funktionsumfang und eine<br />

wunder schöne Oberfläche von der Konkurrenz<br />

ab. Es ist sozusagen das Microsoft<br />

Office für <strong>Android</strong>, dabei aber komplett gratis.<br />

Kingsoft Office unterstützt 23 Datei-Formate,<br />

natürlich auch die bekannten wie:<br />

DOC, DOCX, TXT, PDF. Die Dateien sucht<br />

sich Kingsoft Office automatisch vom jeweiligen<br />

Gerät und zeigt diese auf der Startseite<br />

an. Cloud-Dienste wie Google Drive, Box.net,<br />

Dropbox und weitere werden auch unterstützt.<br />

So kann man beispielsweise ein Word-<br />

Dokument in der Cloud mit Kingsoft Office<br />

öffnen, lesen und auch weiterbearbeiten.<br />

Auch Excel-Tabellen kann man mit Kingsoft<br />

Office erstellen, öffnen und bearbeiten. Es<br />

gibt zu viele Funktionen, um diese hier aufzählen<br />

zu können. Andere Office-Anwendungen<br />

für <strong>Android</strong> mit diesem Funktionsumfang<br />

verlangen hier mal schnell über zehn<br />

Euro. Am besten schauen Sie sich die Office-<br />

Suite mal selbst an.<br />

Pinterest<br />

Pinterest ist ein soziales Netzwerk,<br />

in dem die <strong>User</strong> Bilder mit Beschreibungen<br />

an Pinnwände heften.<br />

Diese Bilderkollektionen können dann andere<br />

Nutzer teilen (repinnen), kommentieren<br />

oder liken. Die Idee hinter Pinterest ist der<br />

virtuelle Austausch über allerlei Hobbys<br />

(oder auch Einkaufstipps) mithilfe virtueller<br />

Pinnwände. Für <strong>Android</strong> haben die Macher<br />

aus Palo Alto eine schicke App zusammengeschustert.<br />

Auch hier ist alles sehr schön aufgeräumt<br />

und minimalistisch gehalten. Nachdem<br />

man sich angemeldet hat, sieht man<br />

den Startschirm mit den ganzen Fotos. Oben<br />

links hat man die Möglichkeit, nach Themen<br />

wie Fotografie, Tiere, Geek und vielen weiteren<br />

Themen zu suchen und die Pins in diesen<br />

Kategorien anzusehen. Einmal von<br />

rechts außen nach links gewischt, und man<br />

gelangt zum eigenen Profil. Hier sieht man<br />

die Follower und die, denen man folgt. Oben<br />

drüber steht noch der Name und wie man<br />

zur eigenen Pinnwand gelangt. Rechts daneben<br />

befindet sich das Zahnrad-Icon mit den<br />

Einstellungen. Insgesamt eine sehr anspre-<br />

Abb. 7: Die Springpad-App ist der ideale Ersatz für Ihre analoge<br />

Pinnwand.<br />

Abb. 8: Einheitenumrechner hört sich langweilig an, macht aber mit<br />

diesem Design Spaß.<br />

20<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Die 10 schönsten <strong>Tablet</strong>-<strong>Apps</strong><br />

Abb. 9: Stöbern Sie oft bei Wikipedia? Dann installieren Sie auf Ihrem <strong>Tablet</strong><br />

am besten die App LoboWiki.<br />

Abb. 10: Ein minimalistisches Design komplett im Holo-Stil: Das macht die<br />

App Timer aus.<br />

chende App und sicherlich für viele auch ein<br />

nützlicher Dienst. Pinterest gibt es kostenlos<br />

im Play Store [LINK 7].<br />

Springpad<br />

Mit Springpad hat man die Möglichkeit,<br />

Notizen einfach und schnell<br />

niederzuschreiben. Dabei ist es<br />

egal, ob als Text oder als Audio-Kommentar.<br />

Auch Bilder oder Webseiten lassen sich hinzufügen.<br />

Als Beispiel kann man ein im Internet<br />

gefundenes Rezept als Link speichern<br />

und später wieder aufrufen. Dazu gibt es natürlich<br />

auch eine schnieke Anwendung für<br />

<strong>Android</strong>. Das Theme lässt sich von hell auf<br />

dunkel ändern, und auch sonst haben die<br />

Entwickler sich sehr auf den Holo-Look eingelassen.<br />

Eine Expanded Notification ist genauso<br />

Bestandteil der App wie eine zweispaltige-Ansicht<br />

für <strong>Tablet</strong>s ab 7 Zoll. Auch<br />

Springpad ist kostenlos im Google Play Store<br />

[LINK 8] erhältlich.<br />

Einheitenumrechner<br />

Einheitenumrechner Free ist komplett<br />

auf <strong>Android</strong>-4-<strong>Tablet</strong>s angepasst,<br />

und so kann man hier den<br />

ganzen Bildschirm ausnutzen. Auf der linken<br />

Seite werden die favorisierten Einheiten<br />

(von/​zu) angezeigt. In der Mitte stellt man<br />

die gewünschten Einheiten (beispielsweise 1<br />

Inch in Zentimeter) ein. Hier kann man auch<br />

nach speziellen Einheiten suchen. Falls man<br />

eine Einheitskombination mehrfach benutzt,<br />

so kann man diese als Favoriten mit dem<br />

Stern, zwischen von und zu, hinzufügen<br />

(welche dann auf der linken Seite angezeigt<br />

werden). Oben im Reiter kann man zwischen<br />

einer großen Anzahl an Einheiten-Kategorien<br />

wählen (Länge/​Entfernung, Druck, Energie/​<br />

Arbeit, Geschwindigkeit und vielen weiteren).<br />

In der kostenlosen Version [LINK 9] wird<br />

Werbung eingeblendet, die für 60 Minuten<br />

verschwindet, wenn man einmal auf die<br />

Werbung klickt. Die Pro-Version [LINK 10] kostet<br />

1,59 Euro und bietet zudem ein schwarzes<br />

und weißes Theme und mehr Updates.<br />

LoboWiki<br />

LoboWiki ist eine Wikipedia App<br />

von Michal Galinski, die Wikipedia<br />

Inhalte mit einem schönen Interface<br />

darstellt. Sobald die App heruntergeladen<br />

ist, sollte man in den Einstellungen erst<br />

einmal die Sprache für die Wikipedia-Artikel<br />

auf Deutsch einstellen. Dies geschieht über<br />

den ab <strong>Android</strong> 4.0 typischen Menübutton<br />

oben rechts im Reiter und der Auswahl von<br />

Preferences. Um nach Wikipedia-Inhalten zu<br />

suchen, drückt man auf die Lupe oben<br />

rechts. In LoboWiki lässt sich die Schriftgröße<br />

ändern, und Artikel lassen sich auch<br />

als gelesen markieren. Die App hat keine separate<br />

<strong>Tablet</strong>-Ansicht, da sie aber an <strong>Android</strong><br />

4.0 und höher angepasst wurde, sieht sie auf<br />

<strong>Tablet</strong>s perfekt aus. LoboWiki gibt es kostenlos<br />

im Play Store [LINK 11].<br />

Timer<br />

Das Entwicklerstudio Opoloo steht<br />

für minimalistisches Design nach<br />

Richtlinien. Sein Vorzeigeprojekt ist<br />

die App Timer. Wie der Name schon sagt, ist<br />

es eine Zeitmesser-App. Die Entwickler halten<br />

sich bei Timer exakt an die Google-Vorgaben,<br />

was man auch an der integrierten zweispaltigen<br />

<strong>Tablet</strong>-Ansicht bemerkt. Auf der<br />

linken Seite sieht man die verschiedenen<br />

Countdowns in einer Listenansicht, während<br />

man auf der rechten Seite weiter Countdowns<br />

anlegen kann. Timer ist eine schlichte<br />

dafür aber wunderschöne Countdown-App<br />

fürs <strong>Tablet</strong>. Für 77 Cent ist sie im Play Store<br />

[LINK 12] erhältlich.<br />

● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28701<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 21


Fokus<br />

Die 10 besten <strong>Apps</strong> für das Nexus 7<br />

Die zehn nützlichsten <strong>Apps</strong> für <strong>Tablet</strong>s<br />

10 Top-<br />

Tools<br />

Google<br />

Im Google Play Store tummeln sich zahllose Anwendungen,<br />

die Ihnen das Leben leichter machen wollen. Damit Sie nicht<br />

den Überblick verlieren, stellen wir Ihnen die zehn nützlichsten<br />

Tools vor, die auf Ihrem <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong> nicht fehlen sollten.<br />

Jasmin Bauer<br />

Abb. 1: Super Video lässt Sie das Videofenster beliebig<br />

verändern und positionieren.<br />

Praktische Tools und <strong>Apps</strong> für <strong>Android</strong><br />

stellen wir in jeder Ausgabe<br />

von <strong>Android</strong> <strong>User</strong> vor. Doch einige<br />

eignen sich besonders gut für <strong>Tablet</strong>s.<br />

Wir haben zehn Rosinen für das Nexus<br />

7 herausgepickt, die aber auch auf allen anderen<br />

<strong>Tablet</strong>s nicht fehlen sollten.<br />

1. Super Video<br />

Ein Video sehen und<br />

nebenher noch auf<br />

demselben Gerät die<br />

Mails checken? Mit der kostenlosen<br />

Anwendung Super Video<br />

[LINK 1] ist dies problemlos möglich,<br />

da Sie den Videobereich so<br />

einstellen können, dass dieser<br />

nicht den ganzen Bildschirm,<br />

sondern nur einen Teil in Anspruch<br />

nimmt. So können Sie<br />

das Video immer in einem kleinen<br />

Fenster nebenbei laufen lassen,<br />

während Sie im Internet<br />

surfen oder sogar ein Spiel spielen.<br />

Auch wenn Sie zwischen<br />

den Bildschirmen wechseln,<br />

bleibt das Videofenster im Sichtbereich.<br />

Die Größe stellen Sie<br />

ein, indem Sie rechts unten mit<br />

einem Finger das Fenster auf die<br />

gewünschte Größe ziehen.<br />

Möchten Sie den kompletten<br />

Bildbereich in Anspruch nehmen,<br />

tippen Sie einfach oben rechts auf das<br />

Symbol für den Full Screen. Dort finden Sie<br />

auch, wie Sie es vom PC bereits kennen, das<br />

Symbol zum Schließen des Fensters. Die<br />

Lautstärke regeln Sie rechts oben per Wischgeste.<br />

Super Video spielt dank seines Software<br />

Decoders, den Sie beim Starten der Anwendung<br />

aktivieren können, alle gängigen<br />

Videoformate ab. Die Bildqualität des Players<br />

ist zwar nicht herausragend, jedoch für seine<br />

Zwecke vollkommen ausreichend.<br />

2. Floating Browser Flux!<br />

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie<br />

möchten etwas recherchieren und<br />

benötigen dafür mehrere Internetseiten<br />

gleichzeitig auf dem Bildschirm, so<br />

wie Sie es von Ihrem Computer gewohnt<br />

sind? Bisher mussten Sie noch umständlich<br />

zwischen den einzelnen Ansichten wechseln.<br />

Doch dank Floating Browser [LINK 2], können<br />

Sie das Internetfenster flexibel anpassen,<br />

mehrere Fenster nebeneinander schieben<br />

oder gleichzeitig im Internet surfen, während<br />

Sie beispielsweise über Skype telefonieren<br />

oder ein Video schauen. Die Browseransicht<br />

können Sie nach Bedarf platzieren und die<br />

Größe beliebig variieren, indem Sie einfach<br />

das Fenster mit Ihrem Finger rechts unten<br />

auseinander- oder zusammenziehen. Mit<br />

einem Fingerzeig auf den Full-Screen-Modus<br />

haben Sie wieder den kompletten Bildschirm<br />

zur Verfügung. Haben Sie die Fenster mini-<br />

22<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Die 10 besten <strong>Apps</strong> für das Nexus 7<br />

miert, können Sie die einzelnen<br />

Seiten jederzeit wieder abrufen.<br />

Einen kleinen Haken hat die<br />

Sache. Floating Browser ist im<br />

Vergleich zu vielen anderen<br />

Browsern etwas träge, doch das<br />

nimmt man für diesen zusätzlichen<br />

Komfort gerne in Kauf.<br />

3. Astro Dateimanager<br />

Die Darstellung der<br />

Ordner und Dokumente<br />

beim <strong>Android</strong>-<br />

<strong>Tablet</strong> unterscheidet sich stark<br />

von dem Ihres Computers. Sind<br />

Sie es gewohnt, über den Arbeitsplatz<br />

oder den Explorer<br />

alles wiederzufinden, gestaltet<br />

sich dies auf dem <strong>Tablet</strong> von<br />

Haus aus schwieriger. Gerade<br />

wenn Sie viele Dateien auf<br />

Ihrem <strong>Android</strong>en haben, werden<br />

Sie ohne Dateimanager Schwierigkeiten<br />

haben, alle Dokumente<br />

wiederzufinden. Dafür gibt es<br />

den kostenlosen Astro File Manager<br />

[LINK 3]. Im Gegensatz zu vielen seiner<br />

Konkurrenten stellt dieser all Ihre Verzeichnisse<br />

übersichtlich dar. So können Sie künftig<br />

schnell auf alle Daten zugreifen, unabhängig<br />

davon, ob Sie sich auf dem Gerät oder<br />

der SD-Speicherkarte befinden. Haben Sie<br />

bereits den Überblick verloren, finden Sie<br />

einzelne Dateien mithilfe der Suche schnell<br />

im Getümmel wieder. Hier können Sie nämlich<br />

gezielt angeben, ob Sie nach einer Textdatei,<br />

einem Lied, einem Video oder einem<br />

Bild Ausschau halten. Die Ansicht Ihrer Verzeichnisse<br />

legen Sie in den Einstellungen<br />

fest. Mit einer Wischgeste von rechts nach<br />

links öffnen Sie die Ansicht mit weiteren<br />

Tools des Astro File Managers. Hier können<br />

Sie einzelne <strong>Apps</strong> durch ein Backup sichern,<br />

<strong>Apps</strong> verwalten, mit dem Task-Killer Anwendungen<br />

beenden und auf einen Blick sehen,<br />

wie viel Speicher noch zur Verfügung steht.<br />

Abb. 2: Dank Floating Browser Flux! haben Sie mehrere<br />

Internetseiten im Blick.<br />

4. Pocket – Read it later<br />

Pocket [LINK 4] ist ein kostenloser<br />

Dienst, der beliebige Internetseiten<br />

offline abspeichert und sie für das<br />

spätere Lesen bereitstellt. Neben der Speicherung<br />

von Artikeln ist auch das Archivieren<br />

von Videos oder Bilder im Offlinemodus<br />

möglich. Nach der Installation der Anwendung<br />

können Sie beliebige Internetseiten<br />

durch die Anweisung Teilen für Pocket herunterladen.<br />

Wenn Sie das Programm anschließend<br />

starten, finden Sie alle Ihre gespeicherten<br />

Artikel wieder und können diese<br />

jederzeit lesen. Der Reader ist übersichtlich<br />

und beinhaltet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten.<br />

Somit macht das Lesen fast noch<br />

mehr Spaß als direkt über die Internetseite,<br />

und Sie können nun alle wichtigen Nachrichten<br />

unterwegs lesen, selbst wenn Sie kein Internet<br />

zur Verfügung haben oder<br />

Ihr Datenvolumen außerhalb<br />

Ihres WLAN-Bereiches nicht aufbrauchen<br />

möchten.<br />

5. Team Viewer<br />

Sie sind mit Ihrem <strong>Tablet</strong><br />

unterwegs, doch<br />

alle wichtigen Unterlagen<br />

befinden sich – wie sollte es<br />

auch anders sein – auf dem heimischen<br />

Rechner. Dank der kostenlosen<br />

Anwendung Team Viewer<br />

[LINK 5] gehört dieses Ärgernis<br />

der Vergangenheit an, vorausgesetzt<br />

Ihr Computer ist angeschaltet.<br />

Dann können Sie<br />

nämlich von unterwegs aus auf<br />

Ihren PC zugreifen. Um die Anwendung<br />

nutzen zu können,<br />

installieren Sie TeamViewer sowohl<br />

auf Ihrem <strong>Tablet</strong> als auch<br />

auf dem entsprechenden Computer.<br />

Nun müssen Sie nur noch<br />

in der App Ihre ID und das<br />

Kennwort eingeben, um danach<br />

Abb. 3: Der Astro Dateimanager spielt seine Stärken<br />

auf einem <strong>Tablet</strong> besonders gut aus.<br />

Abb. 4: Gespeicherte Artikel können Sie in Pocket –<br />

Read it later jederzeit offline lesen.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 23


Fokus<br />

Die 10 besten <strong>Apps</strong> für das Nexus 7<br />

Abb. 5: Mit Team Viewer greifen Sie vom <strong>Android</strong>-<br />

<strong>Tablet</strong> aus auf einen Windows-8-PC zu.<br />

Abb. 7: Mit Mighty Text haben Sie auf dem <strong>Tablet</strong><br />

Zugriff auf Ihre Kontakte und SMS.<br />

Abb. 6: Dank StickMount können Sie den Speicher<br />

Ihres Nexus-<strong>Tablet</strong>s erweitern.<br />

den Computerbildschirm auch auf Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en zu sehen. An die Bedienweise gewöhnt<br />

man sich schnell. Lediglich bei Videos<br />

hakt Team Viewer hin und wieder, ansonsten<br />

ist die App ein solider und zuverlässiger Helfer,<br />

der auf keinem <strong>Tablet</strong> fehlen sollte.<br />

6. StickMount<br />

Nexus-Besitzer kennen<br />

das Problem. Sie haben<br />

nur einen begrenzten<br />

Speicherplatz auf dem Gerät zur<br />

Verfügung. Die Lösung dafür<br />

sind entweder Online-Speicher,<br />

sogenannte Clouds wie Dropbox,<br />

oder Sie schließen einfach einen<br />

externen Speicher via USB an Ihr<br />

<strong>Tablet</strong> an. Das funktioniert unkompliziert<br />

mit der Anwendung<br />

Stick Mount [LINK 6] und einem<br />

entsprechenden USB-OTG-Kabel,<br />

welches Sie für ein paar Euro im<br />

Elektronikfachhandel bekommen.<br />

Sie können StickMount<br />

kostenlos ausprobieren. Die Pro-<br />

Version mit zusätzlichen Funktionen<br />

für mehr Komfort kostet<br />

2,49 Euro. Für die Nutzung von<br />

StickMount ist allerdings Root-<br />

Zugriff erforderlich. Schließen<br />

Sie einfach das Kabel mit USB-<br />

Stick beziehungsweise externer<br />

Festplatte an Ihrem Gerät an und<br />

starten Sie die Anwendung, um<br />

Zugriff auf alle Ihre Daten zu erhalten.<br />

7. Mighty Text<br />

Sie möchten auch vom<br />

<strong>Tablet</strong> aus SMS schreiben<br />

und verschicken?<br />

Kein Problem, sofern Sie eine<br />

Anwendung wie Mighty Text<br />

haben [LINK 7],[LINK 8]. Damit Sie<br />

diese Funktion nutzen können,<br />

müssen Sie auch auf Ihrem<br />

Smartphone die zugehörige Anwendung<br />

installieren und sich<br />

registrieren. Anschließend können<br />

Sie auf alle Ihre Nachrichtenkorrespondenzen<br />

zugreifen,<br />

weitere SMS versenden und<br />

empfangen. Mighty Text ist ein<br />

sehr praktisches Tool, wenn Ihr<br />

Smartphone zu Hause friedlich<br />

vor sich hinschlummert und Sie<br />

auf SMS nicht verzichten wollen.<br />

Die Software gibt es auch für<br />

Windows. Sie müssen nur darauf<br />

achten, dass Ihr Handy eingeschaltet ist<br />

und Internetzugriff hat.<br />

8. Evernote<br />

Evernote [LINK 9] ist weitaus mehr<br />

als ein einfacher Notizblock. Sie<br />

können Ihre Aufzeichnungen mit<br />

mehreren Personen teilen, Erinnerungen aufbewahren<br />

und all das speichern, was Sie für<br />

wichtig erachten. Nach der Registrierung<br />

synchronisieren Sie Ihre gespeicherten Notizen<br />

auf mehreren Geräten und haben dadurch<br />

immer alles Wichtige dabei. Für einen<br />

schnellen Zugriff auf die Anwendung empfehlen<br />

wir zusätzlich die Installation des zugehörigen<br />

Evernote Widgets [LINK 10]. Damit<br />

ist es möglich, vom Startbildschirm aus direkt<br />

neue Notizen anzulegen, ein Foto zu<br />

knipsen, Audioaufnahmen zu machen oder<br />

sonstige Anhänge auf Evernote hochzuladen.<br />

Die Grundversion ist kostenlos. Möchten Sie<br />

Ihre Daten auch offline abrufen, anderen Personen<br />

das Bearbeiten Ihrer Notizen erlauben<br />

oder einen Passwortschutz einrichten, benötigen<br />

Sie einen Premium-Account für 5 Euro<br />

monatlich oder 40 Euro pro Jahr.<br />

9. SlideIT Tastatur<br />

Auf dem <strong>Tablet</strong> längere Texte<br />

schreiben, ist über die herkömmliche<br />

Bildschirmtastatur mehr als<br />

mühsam. Doch nicht immer haben Sie eine<br />

externe Tastatur mit dabei oder möchten sich<br />

24<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Die 10 besten <strong>Apps</strong> für das Nexus 7<br />

extra eine anschaffen. Damit Sie<br />

trotzdem schnell und komfortabel<br />

Texte tippen können, gibt es<br />

SlideIT Tastatur [LINK 11]. Diese<br />

intelligente Tastatur ermöglicht<br />

nicht nur das Schreiben per<br />

Wischgeste, sondern merkt sich<br />

häufige Wörter und verfügt<br />

über eine Rechtschreibkontrolle.<br />

Für das Tool gibt es mehrere<br />

Sprachpakete, die Sie einfach<br />

herunterladen können. Auch<br />

das Design lässt sich nach Belieben<br />

anpassen. Mit der smarten<br />

Tastatur tippen Sie nach etwas<br />

Übung schneller als auf der herkömmlichen<br />

Tastatur Ihres<br />

Computers. Die Einrichtung dieser<br />

alternativen Tastatur ist einfach,<br />

da Sie ein Tutorial Schritt<br />

für Schritt anleitet. Daneben<br />

gibt es zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten.<br />

Bevor<br />

Sie 3,99 Euro für diese Tastatur<br />

investieren, können Sie Slide IT<br />

15 Tage kostenlos testen.<br />

10. Air Display<br />

Ein Computerbildschirm ist Ihnen<br />

zu wenig, aber Sie haben keinen<br />

zweiten zur Hand? Sofern Sie ein<br />

<strong>Tablet</strong> besitzen, kann Air Display [LINK 12]<br />

Ihnen dabei helfen. Dafür installieren Sie auf<br />

Abb. 9: Die intelligente Tastatur SlideIT erkennt die<br />

Wörter und macht Ihnen Vorschläge.<br />

Ihrem PC oder Mac einfach die entsprechende<br />

Setup-Datei und die Anwendung Air<br />

Display auf Ihrem <strong>Tablet</strong>. Mit 7,56 Euro<br />

schlägt diese Anwendung relativ teuer zu<br />

Buche. Zudem fiel im Test auf, dass Air Display<br />

nicht auf allen Betriebssystemen, darunter<br />

Windows 8, läuft. Um Ihr <strong>Tablet</strong> mit dem<br />

Computer zu verknüpfen, öffnen Sie Air Display<br />

auf dem Rechner und wählen das entsprechende<br />

Gerät in der Liste aus. Nun können<br />

Sie den zusätzlichen Bildschirm nutzen<br />

– ganz gleich in welchem Format. Dies ist besonders<br />

praktisch, wenn Sie für Ihre Arbeit<br />

einen aufgeräumten Arbeitsbereich benötigen.<br />

Air Display gibt es nur für Windows und<br />

Mac OS X, eine Linux-Version ist laut den<br />

Entwicklern nicht geplant.<br />

Abb. 10: Nach der Verknüpfung von <strong>Tablet</strong> und PC<br />

steht ein zusätzlicher Arbeitsbildschirm bereit.<br />

Abb. 8: Evernote ermöglicht Ihnen das Aufzeichnen<br />

und Teilen von allem Wichtigen.<br />

Fazit<br />

Alle diese Anwendungen verleihen Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en einen Mehrwert, weil sie nicht<br />

nur die Arbeit ungemein erleichtern, sondern<br />

das <strong>Tablet</strong> zu einem treuen Begleiter in vielen<br />

Lebenslagen machen. Dank dieser Tools<br />

ist das <strong>Tablet</strong> nicht einfach ein Ersatz für<br />

Ihren Computer, sondern ein eigenständiges<br />

Gerät mit vielen Vorzügen, die es zu nutzen<br />

gilt. So können Sie ohne weiteres Werkzeug<br />

Strecken ausmessen, unterwegs offline Artikel<br />

lesen, die Sie zuvor von Internetseiten<br />

heruntergeladen haben und neben dem Betrachten<br />

von Videos gleichzeitig anderen<br />

Dingen auf Ihrem Gerät nachgehen. ● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28702<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 25


Fokus<br />

Top Live-Wallpaper und Widgets<br />

Mit einem tollen Live-Hintergrundbild<br />

und den passenden<br />

Widgets machen auch<br />

Sie Ihr <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong> zu<br />

einem Unikat. Hier unsere<br />

Top 14. Peer Kintrup<br />

Live-Hintergrund<br />

Ein Live-Wallpaper öffnen Sie<br />

nicht per Klick auf das App-Icon,<br />

sondern über die System-Einstellungen<br />

unter Anzeige | Hintergrund<br />

| Live-Hintergründe (je<br />

nach Hersteller und <strong>Android</strong>-<br />

Version). Versuchen Sie auch<br />

einen längeren Druck auf eine<br />

freie Stelle des Homescreens.<br />

Koi Free<br />

LiveWallpaper<br />

Der mehr als zehn Millionen<br />

mal heruntergeladene Karpfenteich<br />

gehört nicht zu Unrecht<br />

zu den schönsten <strong>Apps</strong> dieses<br />

Genres. Der naturgetreue Teichboden,<br />

die eleganten Bewegungen der Kois in<br />

verschiedenen Tiefen, die unterschiedlichen<br />

Verwindungen der kreisenden<br />

Fischkörper, Details der Brust-, Bauch<br />

und Schwanzflossen lassen kaum erkennen,<br />

dass es sich um einen digitalen<br />

Teich handelt. Versuchen Sie ein<br />

System, eine Wiederholung zu erkennen!<br />

Nach einem Klick auf das Display<br />

breiten sich Wellenbewegungen aus<br />

und nach Kauf der Vollversion fliehen<br />

die Fische vor Ihrem Finger. Mit der<br />

Vollversion können Sie für 0,79 Euro<br />

und acht weitere Megabyte Ihres Speicherplatzes<br />

vierzehn Untergründe hinzukaufen,<br />

eigene Bilder wählen, Regentropfen,<br />

Seerosenblätter und Pflanzen<br />

hinzufügen. Zudem lässt sich die Pro-<br />

Version so einstellen, dass die Fische<br />

auf Futter angewiesen sind und<br />

damit<br />

Asteroid Belt Free<br />

Der letzte Asteroid ist erst im<br />

Februar in Erdnähe vorbeigerast,<br />

und in Russland schlug<br />

sogar ein Meteorit ein. Was tut sich<br />

alles im All? Ein realistisch erscheinender<br />

Asteroiden-Gürtel zieht mit diesem<br />

3D-Live-Wallpaper, über Ihren Homescreen.<br />

Die einzelnen Objekte torkeln<br />

chaotisch in Licht und Schatten unserer<br />

Sonne. Bei Bewegungen des<br />

Homescreens werden die Steine leicht<br />

gebremst oder beschleunigt. In der<br />

Vollversion für 0,79 Euro können Sie<br />

auch die Darstellung des Sonnensystems,<br />

die Anzahl der Steine, Geschwindigkeiten<br />

und einiges mehr verändern.<br />

Falling Images Live<br />

Wallpaper<br />

Die fallenden Fotos stehen für<br />

die Vielfalt der Live-Wallpaper,<br />

die im Playstore angeboten<br />

werden. Im Einrichtungsmenü ist die<br />

Wahl zu treffen, ob Fotos aus den Ordner<br />

Screenshots, Camera oder Download<br />

auf den Bildschirm fallen sollen.<br />

Leider können Sie keinen anderen Ordner<br />

wählen und haben deshalb wenig<br />

Einfluss auf die Fotoauswahl. Das Live<br />

Wallpaper nervt nach gewisser Zeit<br />

auch mit viel Unruhe. Nutzen Sie zur<br />

Präsentation von Bildern deshalb besser<br />

die Standard-Galerie bzw. ab <strong>Android</strong><br />

4.2 die Daydream-Funktion.<br />

Valentine Heart<br />

3D<br />

Wenn Sie es etwas herzlicher<br />

mögen, überraschen Sie Ihre/​n<br />

Partner/​in mit dieser Animation<br />

für Verliebte: Das innere Herz können<br />

Sie in den Einstellungen mit einem<br />

Foto Ihrer Wahl bekleben. Auch Drehgeschwindigkeit<br />

und Hintergrund lassen<br />

sich ändern. Wie im realen Leben<br />

drehen sich die Herzen auch in der<br />

langsamsten Einstellung noch recht<br />

schnell und nicht nur am Valentinstag.<br />

Das Bekleben des Herzens rundherum<br />

funktioniert erstaunlich gut. Wer es<br />

hart, aber herzlich mag, dem empfehlen<br />

wir das Theme Steampunk-Heart.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 2.0|1,2 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.4.1|0,3 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.2.2|0,45 MByte<br />

★★★★★<br />

26<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Top Live-Wallpaper und Widgets<br />

sogar heranwachsen. Trotz der realistischen<br />

und detaillierten Darstellung beansprucht<br />

Koi-Live-Wallpaper nur 3,2 MByte<br />

Speicherplatz. Mit der Vollversion steigt<br />

der Bedarf aber auf beachtenswerte 12 MB.<br />

Tipp: Das sehr ähnliche Anipet Koi Live bietet<br />

schon in der kostenlosen Version mehr<br />

Funktionen, ist mit 1,2 MByte zudem noch<br />

etwas schlanker, aber die Fische schwimmen<br />

weniger geschmeidig und werden<br />

nicht so detailliert abgebildet. Dafür können<br />

Sie Pflanzen schon in der kostenlosen<br />

Version hinzufügen und Futter einstreuen,<br />

um das sich dann die Fische reißen. Die 79<br />

Cent für das Original lohnen sich aber in<br />

jedem Fall.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.5|3,2 MByte<br />

★★★★★<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28703<br />

Flight Live<br />

Wallpaper<br />

Mit dieser App im Hintergrund<br />

fliegen Sie mit dem Blick aus<br />

einem Cockpit durch die Wolken.<br />

In den Einstellungen wählen Sie<br />

zwischen diversen Flugmaschinen bis<br />

zum Motorrad oder Auto und stellen<br />

die Fluggeschwindigkeit und das Wetter<br />

ein. Regen und Blitze gibt es tatsächlich<br />

nur während eines Wolken-<br />

Durchflugs! Sogar an Real Time wurde<br />

gedacht: Die fliegende Tapete passt<br />

sich automatisch der Tageszeit an. Die<br />

5,3 MByte Speicherplatz muss Ihre<br />

Hardware verkraften, denn dieses Live-<br />

Wallpaper macht definitiv Spaß!<br />

Ruhige See<br />

Zur Abwechslung nach dem<br />

Falling Images Live Wallpaper<br />

empfehlen wir die ruhige See.<br />

Gönnen Sie sich die Vorfreude auf die<br />

schönsten Urlaubsaugenblicke, wenn<br />

Ihr Blick am Strand den Wellen folgt!<br />

Wie auch bei unseren anderen Natur-<br />

Hintergründen beeindruckt die realistische<br />

Darstellung, für die Ihr RAM-Speicher<br />

aber mehr als 7 MByte bereitstellen<br />

muss und auch der Grafikchip recht<br />

beansprucht wird. Versuchen Sie einmal<br />

herauszufinden, wann sich eine<br />

Welle wiederholt! Vom Entwickler gibt<br />

es das Wallpaper auch mit einem romantischen<br />

Sonnenuntergang.<br />

Jumpgate Free<br />

Live Wallpaper<br />

Das mit nur einem MByte<br />

schlanke Jumpgate – ebenfalls<br />

aus der erfolgreichen<br />

Kittehface-Serie – treibt den 3D-Effekt<br />

auf die Spitze. Ein kleiner <strong>Android</strong> rast<br />

einem Spiralnebel entgegen, als wolle<br />

er das Universum erobern. Geschickt<br />

weicht er mit seinen Pendelbewegungen<br />

den Asteroiden aus. Klicken Sie<br />

ihn zwei mal an, dreht er sich kurz um<br />

und winkt Ihnen zu. Wischen Sie über<br />

den Screen, ändert sich die Perspektive.<br />

Für 0,79 Euro können Sie in der<br />

Vollversion diverse Geschwindigkeitseinstellungen<br />

ändern.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.4|5,3 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

ohne Text|Version 2.0|7,4 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.25|1 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 27


Fokus<br />

Top Live-Wallpaper und Widgets<br />

Beautiful Widgets<br />

Beautiful Widgets – oft kopiert,<br />

nie erreicht – besteht im<br />

Grundmodul zunächst aus<br />

einer Uhr-Wetter-Applikation. In der<br />

langen Geschichte dieser wundervollen<br />

Widgets spielte zunächst vor allem<br />

das bekannte Sense-Layout eine große<br />

Rolle. HTC kreierte die Sense-Klapp-<br />

Uhr im Stil der 70er-Jahre schon<br />

für ihre Windows-Mobile-Geräte und<br />

band sie auch unter <strong>Android</strong> unter<br />

dem Namen Sense in ihre Oberfläche<br />

ein. Das LevelUp Studio hat den Weg<br />

frei gemacht und es Nutzern ermöglicht,<br />

selbst eigene Themes zu kreieren.<br />

Diese stehen Ihnen nun in hundertfachen<br />

Stilen in der App zu Verfügung;<br />

von elegant über solide<br />

bis crazy dürfte für jeden Geschmack<br />

etwas dabei sein. Mit<br />

der aktuellen Version 5 hat das<br />

LevelUp-Studio zu Beginn des<br />

Jahres die Bedienung der sehr<br />

vielen Einstellmöglichkeiten<br />

modernisiert und erleichtert.<br />

Alleine die Flip-Clock – also<br />

die Klappuhr – gibt es mittlerweile<br />

in unzähligen flippigen<br />

Layouts. Auch bei der Wahl<br />

der Wetterdarstellung steht Ihnen eine<br />

sehr große Auswahl zur Verfügung. Bei<br />

der Gestaltung Ihrer Uhr können Sie<br />

bereits in den Einstellungen in einer<br />

<strong>Vorschau</strong> sehen, wie das Widget aussehen<br />

wird. Sie können frei bestimmen,<br />

welche Applikation aufgerufen<br />

wird, wenn Sie auf die Stundenanzeige<br />

Simple Calendar<br />

Widget<br />

Es gibt viele Kalender-Widgets,<br />

doch keines ist so schön<br />

und praktisch wie das Simple<br />

Calendar Widget von MyColorscreen.<br />

Je nachdem, ob Sie nur den aktuellen<br />

Tag oder gleich eine ganze Reihe an<br />

Terminen auf dem Homescreen haben<br />

möchten, stehen hier zahlreiche Widget-Formate<br />

zur Auswahl. Zusätzliche<br />

Skins gibt es bei Google Play, aber<br />

durch die vielen Einstellungsmöglichkeiten<br />

brauchen Sie die eigentlich<br />

kaum. Möchten Sie Ihren Kalender auf<br />

dem Homescreen haben, dann ist dieses<br />

Widget die beste Lösung.<br />

Beautiful Clock<br />

Widgets<br />

Hier hat offenbar der Entwickler<br />

Anttek mit Beautiful Clock<br />

Widgets beim Vorbild Beautiful<br />

Widgets abgekupfert. Da es sich um<br />

eines der wenigen Uhrenwidgets handelt,<br />

das neben einer digitalen Anzeige<br />

auch viele analoge Darstellungen bietet<br />

, sollten Sie aber unbedingt einen<br />

Blick darauf werfen. Unter den vielen<br />

analogen Uhren im Playstore, gibt es<br />

nämlich nur wenige, die auch Wochentag,<br />

Datum und Monat anzeigen können.<br />

In der Gratisversion sind bereits<br />

ein paar ganz schöne klassische Uhren<br />

dabei, mehr und ausgefallene gibt es<br />

gegen 2,09 Euro in der Pro-Version.<br />

Omega Speedmaster<br />

Analog Clock<br />

Nostalgiker und Liebhaber<br />

von Armbanduhren werden<br />

sich vielleicht über diesen<br />

Anachronismus freuen: Die detailgetreue<br />

Uhrzeit einer mechanischen Uhr,<br />

wie der Omega Professional aus den<br />

60er-Jahren, – der ersten Uhr, die auf<br />

dem Mond getragen wurde – oder<br />

einer Rolex auf einem Hightech-Gerät.<br />

Doch wer sich für diesen Typ von Zeitmesser<br />

erwärmen kann, wird an<br />

Omega Speedmaster Analog Clock<br />

seine Freude haben, denn die Widgets<br />

sind sehr detailliert gezeichnet. Einzig<br />

den Sekundenzeiger haben wir vermisst.<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 2.2.4|1,3 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 1.6|5,2 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

ohne Text|Version 1.5|0,2 MByte<br />

★★★★★<br />

28<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Top Live-Wallpaper und Widgets<br />

klicken – zum Beispiel der Wecker – oder<br />

dass ein Klick auf das Datum zum Kalender<br />

Ihrer Wahl führt.<br />

Bei den Beautiful Widgets handelt es sich<br />

um ein umfangreiches, vielseitiges und zugleich<br />

attraktives Paket, mit dem Sie Ihren<br />

Homescreen beleben. Einzig die Toggles<br />

(einfache Schalter) lassen sich nicht besonders<br />

gut nutzen, da nur das 1x1 Widget zur<br />

Auswahl steht. Diese ersparen Ihnen den<br />

Weg in das Geräte-Menü, wenn Sie grundlegende<br />

Systemeinstellungen ändern wollen.<br />

LevelUp-Studio bietet Ihnen den direkten<br />

Zugang<br />

zu den Bluetooth-,WIFIund<br />

Helligkeitseinstellungen an,<br />

erlaubt die Stumm-, und Vibrationsschaltung,<br />

den Flugmodus und<br />

kann die automatische Drehung<br />

des Displays ein- und ausschalten.<br />

2,39 Euro<br />

deutsch|Version 5.07|10 MByte<br />

★★★★★<br />

Gsam Battery<br />

Den ungefähren Batteriestand<br />

zeigt jedes Handy an. Gsam<br />

stellt diesen nicht nur größer<br />

als Widget dar, sondern zeigt Ihnen<br />

auch die errechnete Restlaufzeit ohne<br />

Kabel an. Ein Klick auf das Icon führt<br />

Sie zu einer der informativsten Verbrauchsanalysen,<br />

die der Play Store zu<br />

bieten hat. Neben einer grafischen Ansicht<br />

können Sie auch in einer Tabelle<br />

ablesen, welche App in der Nacht<br />

wann und wie oft heimlich am Akku<br />

gesaugt hat. Die Gratisversion ist mit<br />

Werbung bestückt, die Vollversion kostet<br />

1,50 Euro. Ein spezielles Iconset für<br />

77 Cent kann zudem das Standard-Icon<br />

von <strong>Android</strong> mit einem passenden<br />

Theme austauschen.<br />

<strong>Android</strong> Photo<br />

Widget<br />

Wie kaum bei einer anderen<br />

Widget-Gattung driftet die<br />

Qualität brauchbarer <strong>Apps</strong> so<br />

weit auseinander, wie bei den Fotorahmen.<br />

Zumeist hapert es schon bei der<br />

Bildqualität, spätestens bei der Bildauswahl,<br />

beim Handling, Funktionsumfang<br />

und nicht zuletzt beim Layout.<br />

Diese App schwächelt in keiner Disziplin.<br />

Sie können unter verschiedenen<br />

Größen und vielen Rahmen wählen<br />

und sogar schnell und komfortabel<br />

einen Wechselbilderrahmen gestalten.<br />

Die Gratisversion kommt auch hier mit<br />

Werbung, die Sie für 1,49 Euro bei<br />

Google Play loswerden.<br />

Sticky Note<br />

Sticky Note ist den Klebezetteln<br />

nachempfunden, als in<br />

Haushalt und Büro noch Papier<br />

benutzt wurde. Das ruhende,<br />

kleine Widget zeigt nur den Text aus<br />

der Titelzeile an, was nicht nur übersichtlich<br />

ist, sondern auch platzsparend.<br />

Nach einem Klick vergrößert sich<br />

der Zettel und zeigt in der Mitte des<br />

Screens den eigentlichen Text an. Sie<br />

können diesen dann auch bearbeiten<br />

und als SMS oder E-Mail versenden.<br />

Auch wenn es auf den ersten Blick so<br />

aussieht, als würde Google Play sehr<br />

viele solcher Post-It-Widgets bieten, ist<br />

Sticky Note dennoch mit Abstand das<br />

Beste in diesem Bereich.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 2.29|2 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.27|1,8 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

ohne Text|Version 1.2.1|0,8 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 29


1Gbit/s<br />

Port


Fokus<br />

Retina-<strong>Tablet</strong>s<br />

<strong>Tablet</strong>s mit<br />

Retina-Auflösung<br />

Mit seinen 2048 x 1536 Pixeln<br />

setzte das iPad 4 neue Maßstäbe.<br />

Inzwischen gibt es<br />

viele <strong>Android</strong>- <strong>Tablet</strong>s mit<br />

Retina-Display zum halben<br />

Preis. Marcel Hilzinger<br />

Nexus 10<br />

Das Nexus 10 [LINK 1] bringt nicht nur<br />

das leicht größere Display als das iPad<br />

4 mit, es übertrifft mit seinen 2.560 x<br />

1.600 Pixeln auf 10,055 Zoll auch die<br />

Auflösung und Pixeldichte des Apple-<br />

<strong>Tablet</strong>s klar (300 ppi gegenüber 264<br />

ppi). Angetrieben wird das Nexus 10<br />

von einem Dual-Core-Prozessor<br />

„Exynos 5“ mit 2 x 1,7 GHz. Der Arbeitsspeicher<br />

ist 2 GB groß. Für die<br />

beste Grafikleistung bei allen <strong>Android</strong>-<br />

<strong>Tablet</strong>s ist die Mali-T604 GPU verantwortlich.<br />

Das <strong>Tablet</strong> ist mit 16 GByte<br />

oder 32 GByte festem Speicherplatz erhältlich,<br />

ohne MicroSD-Slot.<br />

Zu den Highlights des Samsung-<strong>Tablet</strong>s<br />

gehören neben dem hochauflösenden<br />

Display die neueste <strong>Android</strong>-Version<br />

4.2.2 „Jelly Bean“ und die sehr<br />

gute Verarbeitung. Durch das Kunst-<br />

CMX<br />

Archos 97<br />

Platinum HD<br />

Archos<br />

Die Franzosen schicken ihr erstes HD-<br />

<strong>Tablet</strong> im März für knapp 300 Euro ins<br />

Rennen. Das ARCHOS 97 Platinum HD<br />

[LINK 2] verfügt über ein 9,7 Zoll großes<br />

IPS-Display mit 2048 x 1536 Pixeln und<br />

weiß auch bei den restlichen Parametern<br />

zu gefallen. So bringt es einen 1,2<br />

GHz schnellen Vierkern-Prozessor, 2<br />

GByte RAM und 8 GByte internen Speicher<br />

mit, der sich via MicroSD-Slot auf<br />

bis zu 64 GByte erweitern lässt. Das<br />

<strong>Tablet</strong> verfügt zudem auch über einen<br />

Mini-HDMI-Ausgang. Vorinstalliert ist<br />

<strong>Android</strong> 4.1. Archos versorgt seine<br />

<strong>Tablet</strong>s jedoch üblicherweise mit mindestens<br />

einem großen Update.<br />

CMX Clanga 097<br />

Auch der noch relativ unbekannte Hersteller<br />

CMX aus Österreich setzt für<br />

sein Retina-<strong>Tablet</strong> auf den 4:3-Formfaktor<br />

und ein 9,7-Zoll-Display mit 2048 x<br />

1536 Pixeln [LINK 3]. Identisch mit dem<br />

Archos-<strong>Tablet</strong> ist auch die 1,2 GHz<br />

schnelle Vierkern-CPU (Allwinner A31)<br />

kombiniert mit dem SGX544-Grafikchipsatz<br />

von PowerVR und <strong>Android</strong><br />

4.1. Im Unterschied zum Archos-<strong>Tablet</strong><br />

erhalten Sie bei CMX jedoch 16 GByte<br />

internen Speicher (erweiterbar via<br />

MicroSD), dafür müssen Sie auf einen<br />

HDMI-Ausgang verzichten. Auch Bluetooth<br />

und GPS fehlen wiederum. Das<br />

Clanga-079-<strong>Tablet</strong> ist laut Hersteller ab<br />

Anfang März verfügbar.<br />

Ainol Novo 9 Spark<br />

Ainol Electronics Co aus China war die<br />

erste Firma mit einem 9,7-Zoll großen<br />

<strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong> mit Retina-Display.<br />

Umso größer ist die Nachfrage nach<br />

diesem <strong>Tablet</strong>, das quasi der Prototyp<br />

für die restlichen hier vorgestellten<br />

9,7-Zoll-<strong>Tablet</strong>s ist. Das Novo 9 Spark<br />

[LINK 3] ist mit dem CMX-<strong>Tablet</strong> identisch:<br />

Vierkern-CPU mit 1,2 GHz, 2<br />

GByte RAM, 9,7“ großer Touchscreen<br />

mit 2048 x 1536 Pixeln und 16 GByte<br />

interner Speicher, der sich via MicroSD<br />

erweitern lässt. Das <strong>Tablet</strong> ist im Online-Shop<br />

von Ainol aktuell für 240 US-<br />

Dollar gelistet, aber nicht erhältlich.<br />

Ainol<br />

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel<br />

Akku: k.A.<br />

Preis: 299 Euro<br />

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel<br />

Akku: 8000 mAh<br />

Preis: 299 Euro<br />

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel<br />

Akku: 8000 mAh<br />

Preis: 239 US Dollar<br />

32<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Retina-<strong>Tablet</strong>s<br />

10 Zoll, 2560x1600 Pixel<br />

Akku: 9000 mAh<br />

Preis: ab 399 Euro<br />

stoff-Gehäuse ist das Nexus 10 zudem sehr<br />

leicht, wodurch es auch gut in der Hand<br />

liegt. <strong>Android</strong> 4.2.2 bringt gegenüber den<br />

restlichen <strong>Tablet</strong>s gleich mehrere Vorteile<br />

mit. So lässt sich das <strong>Tablet</strong> mit mehreren<br />

Nutzern einsetzen, wobei jeder seine eigenen<br />

Arbeitsoberfläche einrichten kann.<br />

Widgets sowie die Benachrichtigungen lassen<br />

sich auch auf dem Sperrbildschirm ablegen.<br />

<strong>Android</strong> 4.2 unterstützt zudem den<br />

Daydream-Modus, der beim Laden des<br />

Smartphones oder in einer Docking-Station<br />

automatisch eine Uhr, die neuesten<br />

Beiträge von Google Currents oder eine<br />

Diashow der eigenen Fotos anzeigt.<br />

Das Nexus 10 ist das beste Retina-<strong>Tablet</strong><br />

schlechthin, und der geringe Aufpreis gegenüber<br />

den restlichen hier aufgeführten<br />

<strong>Tablet</strong>s lohnt sich. Lesen Sie auch unseren<br />

ausführlichen Testbericht auf Seite 40.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28843<br />

Convexa<br />

Chuwi<br />

Google<br />

Convexa<br />

PadDreamer 9,7<br />

Convexa ist eine junge <strong>Tablet</strong>-<br />

Schmiede aus Deutschland, die mit<br />

dem PadDreamer und der Version<br />

PadDreamer 97we [LINK 4] auch zwei Retina-<strong>Tablet</strong>s<br />

im Angebot hat. Als CPU<br />

setzt Convexa auf eine 1,6 GHz schnelle<br />

Dual-Core-CPU von Rockwell (RK3066)<br />

mit 1 GByte RAM. Für die nötige<br />

Grafik leistung sorgt ein Mali400-Chipsatz.<br />

Im Gegensatz zur Konkurrenz verfügen<br />

die PadDreamer-<strong>Tablet</strong>s auch<br />

über Bluetooth, die weiße WE-Edition<br />

bringt zudem 32 GByte internen Speicher<br />

mit. Vorinstalliert ist auf beiden<br />

<strong>Tablet</strong>s <strong>Android</strong> 4.1.<br />

Onda V972<br />

Ainol<br />

Bei diesem „Noname-<strong>Tablet</strong>“, das<br />

auch unter der Bezeichnung Cube<br />

U9GT5 [LINK 5] erhältlich ist, handelt es<br />

sich um eine Kopie des Ainol Novo 9<br />

bzw. CMX Clanga 97. Sie erhalten also<br />

auch hier einen Quadcore-Prozessor<br />

mit 1,2 GHz (Allwinner A31), 2 GByte<br />

RAM, ein 9,7“ großes Display mit 2048<br />

x 1536 Pixeln und 16 GByte internen<br />

Speicher, der sich via MicroSD erweitern<br />

lässt. Bluetooth oder GPS fehlen<br />

dem <strong>Tablet</strong>, das Sie im Internet für 239<br />

Dollar bestellen können.<br />

Chuwi V99<br />

Hierbei handelt es sich um das Original,<br />

das erste <strong>Android</strong>-Retina-<strong>Tablet</strong><br />

mit Rockwell-Prozessor (Dual-Core,<br />

1,2GHz und Mali400 GPU) [LINK 6]. Es ist<br />

baugleich mit dem Convexa PadDreamer<br />

und einigen weiteren Modellen,<br />

die aber lediglich in China erhältlich<br />

sind. Das Chuwi V99 gibt es auch bei<br />

Amazon [LINK 7], bei Redaktionsschluss<br />

Mitte Februar war es allerdings ausverkauft.<br />

Mit einem Internetpreis von<br />

unter 200 Euro ist es das aktuell günstigste<br />

<strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong> mit Retina-Display,<br />

die Quad-Core-<strong>Tablet</strong>s von Ainol<br />

und Cmx bieten allerdings etwas mehr<br />

(Grafik-) Leistung als das Chuwi V99.<br />

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel<br />

Akku: 10000 mAh<br />

Preis: ab 339 Euro<br />

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel<br />

Akku: 8000 mAh<br />

Preis: 239 US Dollar<br />

9,7 Zoll, 2048x1536 Pixel<br />

Akku: 10000 mAh<br />

Preis: 200 Euro<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 33


Fokus<br />

Telefonieren mit dem <strong>Tablet</strong> per VoiP<br />

Ein UMTS-<strong>Tablet</strong> ist eigentlich<br />

nur ein übergroßes Smartphone,<br />

doch meist fehlt eine<br />

Telefon-App. Wir haben die<br />

passenden <strong>Apps</strong> herausgesucht.<br />

Christoph Langner<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28706<br />

CSipSimple<br />

Auch wenn Smartphones<br />

kleine Computer mit allem<br />

Drum und Dran sind, dienen<br />

Sie doch auch als Telefon. SIM-Karte<br />

rein, Telefon-App aufrufen, und schon<br />

wird wie zu Zeiten Philipp Reis’ telefoniert.<br />

Theoretisch könnten das <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong>s<br />

auch, doch selbst auf Geräten<br />

mit UMTS-Funk fehlt meist die<br />

Telefon-App, und ohne diese bleibt Ihr<br />

<strong>Tablet</strong> stumm.<br />

Im Play Store finden Sie jedoch eine<br />

ganze Reihe von <strong>Apps</strong>, mit denen Sie<br />

aus Ihrem schweigsamen <strong>Tablet</strong> ein<br />

veritables Telefon machen. Abhängig<br />

vom Einsatzzweck haben <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

verschiedene Optionen: Sparfüchse<br />

nutzen VoIP-Communitys wie Viber<br />

oder Forfone, Skype ist natürlich auch<br />

immer eine Option, oder Sie hängen<br />

Ihr <strong>Tablet</strong> gleich an Ihren FRITZ!Box-<br />

Router. Wir haben uns die Lösungen<br />

he rausgesucht, die am besten auf<br />

einem <strong>Tablet</strong> funktionieren.<br />

Grundlage der VoIP-Telefonie ist das<br />

SIP-Internetprotokoll. Ähnlich wie bei<br />

HTTP und Webseiten, werden über SIP<br />

eben Sprachdaten übertragen. CSip-<br />

Simple [LINK 1] ist ein kostenloser SIP-<br />

Client, der sich auf dem <strong>Tablet</strong> sehr gut<br />

macht, und mit dem Sie einen der vielen<br />

SIP-Anbieter wie etwa easybell<br />

[LINK 2], bellSIP [LINK 3] oder Sipgate [LINK 4]<br />

benutzen können. Bei allen diesen Anbietern<br />

erhalten Sie gegen eine geringe<br />

Jahresgebühr eine Festnetzrufnummer,<br />

im Sipgate-Basic-Tarif ist diese<br />

sogar kostenlos.<br />

Viber<br />

Viber [LINK 6] ist eigentlich für<br />

Handys gedacht, was man der<br />

App auch ansieht. Die Darstellung<br />

wurde noch nicht für <strong>Tablet</strong>s aufbereitet,<br />

dennoch lässt sich die App<br />

auch für <strong>Tablet</strong>s gut benutzen. Nach<br />

der Installation verlangt Viber eine Registrierung<br />

mit einer gültigen Telefonnummer.<br />

Benutzen Sie hier am besten<br />

nicht Ihre Handy-, sondern eine Festnetznummer,<br />

so bleibt die Registrierung<br />

für Ihr Handy erhalten, wenn Sie<br />

die App auch dort benutzen. Telefonate<br />

sind bei Viber kostenlos, allerdings nur<br />

zwischen Viber-Mitgliedern möglich.<br />

Anrufe ins Fest- oder Mobilfunknetz erlaubt<br />

der Dienst bisher nicht.<br />

Forfone<br />

Forfone [LINK 7] ist ähnlich gestrickt<br />

wie Viber, wieder müssen<br />

Sie sich mit einer Telefonnummer<br />

registrieren. Bei Forfone<br />

muss es jedoch zwingend eine Handynummer<br />

sein, da die Aktivierung nur<br />

über eine SMS erfolgen kann. Telefonate<br />

sind kostenlos zwischen Forfone-<br />

<strong>User</strong>n möglich, allerdings bietet der<br />

Dienst mit der Option forout [LINK 8]<br />

auch kostengünstige Telefonate ins<br />

Fest- und Mobilfunknetz an, 50 Minuten<br />

in die Festnetze verschiedener europäischer<br />

Länder gibt Forfone jeden<br />

Monat kostenlos dazu. Forfone-<strong>User</strong><br />

lassen sich aus dem Telefonnetz bisher<br />

allerdings nicht erreichen.<br />

Yuilop<br />

Obwohl Yuilop [LINK 9] auf<br />

einem <strong>Tablet</strong> nur im Hochformat<br />

funktioniert, möchten wir<br />

die App nicht unerwähnt lassen. Sie ist<br />

der dritte Kandidat im Bunde der VoIP-<br />

Communitys, wie zuvor registrieren<br />

Sie sich mit einer Handynummer und<br />

aktivieren die App über einen zugesandten<br />

Code. Unter dieser Nummer<br />

können Sie andere Yuilop-<strong>User</strong> anrufen.<br />

Auf Wunsch teilt Ihnen Yuilop aber<br />

auch eine richtige Handynummer zu,<br />

unter der Sie auch aus dem Telefonnetz<br />

zu erreichen sind, gegen sogenannte<br />

Yuilop-Energy-Punkte starten<br />

Sie herkömmliche Telefonate.<br />

kostenlos<br />

deutsch | 2.3.2.61 | 9,1 Mbyte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch | n.A. | 9,9 Mbyte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch | 1.8.1 | 14 MByte<br />

★★★★★<br />

36<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Telefonieren mit dem <strong>Tablet</strong> per VoiP<br />

Besitzer einer FRITZ!Box mit VoIP-<br />

Funktion [LINK 5] können mit der<br />

App auch auf den Router zugreifen.<br />

Unter Telefonie | Telefoniegeräte<br />

| Telefon | LAN/​WLAN (IP-Telefon)<br />

lässt sich im Webfrontend der<br />

FRITZ!Box ein IP-Telefon konfigurieren,<br />

das sich dann in den Einstellungen<br />

von CSipSimple als<br />

SIP-Konto einrichten lässt.<br />

kostenlos<br />

deutsch | variiert | variiert<br />

★★★★★<br />

Skype<br />

Skype müssen wir Ihnen mit<br />

Sicherheit nicht groß vorstellen.<br />

Der Dienst machte VoIP-<br />

Telefonie und Videochats über das<br />

Internet massentauglich. Inzwischen<br />

gehört das Unternehmen [LINK 10] zu<br />

Microsoft, was jedoch auf die Verfügbarkeit<br />

der Skype-App für <strong>Android</strong> keinen<br />

großen Einfluss hat. Neben den<br />

Gesprächen von Skype zu Skype, können<br />

Sie gegen Gebühr [LINK 11] auch<br />

Festnetz- oder Mobilfunknummern anrufen,<br />

eine deutsche Festnetznummer<br />

lässt sich für 17,25 Euro für drei Monate<br />

bzw. 57,50 pro Jahr hinzubuchen<br />

[LINK 12]. Auf <strong>Tablet</strong>s macht die Skype-<br />

App eine durchweg gute Figur.<br />

FriendCaller<br />

FriendCaller [LINK 13] macht in<br />

seiner Funktionsweise Skype,<br />

aber auch den VoiP-Communitys<br />

Konkurrenz. Die hierzulande nur<br />

wenig bekannte App macht dank eines<br />

eigenen <strong>Tablet</strong>-Layouts eine gute Figur<br />

in unserem Test. Zwischen FriendCaller-<strong>User</strong>n<br />

führen Sie kostenlose Audiound<br />

Video-Chats. Für zwei bzw. etwa<br />

fünf Cent pro Minute lassen sich<br />

zudem Gespräche ins deutsche Festbzw.<br />

Mobilfunknetz [LINK 14] führen.<br />

Gegen eine Monatsgebühr von 75 Cent<br />

erhalten Sie eine Telefonnummer,<br />

diese stammt allerdings aus den USA.<br />

Die Sprachqualität konnte uns jedoch<br />

nicht durchgehend überzeugen.<br />

FRITZ!App Fon<br />

Wenn Sie möglichst einfach<br />

und bequem über Ihre VoIPfähige<br />

FRITZ!Box telefonieren<br />

möchten und nichts einrichten wollen,<br />

dann können Sie auch auf einem <strong>Tablet</strong><br />

zur FRITZ!App Fon [LINK 15] greifen.<br />

Auch wenn die App nicht perfekt auf<br />

ein <strong>Tablet</strong> abgestimmt ist, im Großen<br />

und Ganzen funktioniert sie auch auf<br />

einem <strong>Tablet</strong> zufriedenstellend. Der<br />

Vorteil an ihr ist, dass Sie in Ihrer<br />

FRITZ!Box nichts einrichten müssen. Es<br />

reicht, die Zugangsdaten einzutragen,<br />

und schon klingelt es auf Ihrem <strong>Tablet</strong>,<br />

sobald jemand über das Festnetz anruft.<br />

Die FRITZ!App ist der schnellste<br />

Weg zu einem <strong>Tablet</strong>ophone.<br />

kostenlos<br />

deutsch | 3.1.0.6458 | 15 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch | variiert | variiert<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch | variiert | variiert<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 37


Fokus<br />

Select Music Player<br />

David Sandonato, 123RF<br />

Select! Music Player für <strong>Tablet</strong>s<br />

<strong>Tablet</strong>musik<br />

Musikplayer gibt es im Play Store wie Sand am Meer, doch<br />

auf <strong>Tablet</strong>s konzentriert sich kaum einer. Den Select! Music<br />

Player gibt es lediglich für <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong>s, der durchdachten<br />

Oberfläche merkt man das an. Christoph Langner<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28169<br />

Google Music ist sehr praktisch,<br />

wenn Sie eine riesige Menge an<br />

Musik besitzen und diese nicht<br />

zwingend auf Ihr <strong>Android</strong>-Gerät<br />

kopieren möchten. Durch die Online-Anbindung<br />

an Googles Cloud-Speicher haben Sie<br />

Zugriff auf Ihre Musik, ohne den Speicher<br />

mit tausenden von speicherfressenden MP3s<br />

zu belasten. Gerade auf einem <strong>Tablet</strong> macht<br />

der Onlinespeicher Sinn, da dieses meist Zuhause<br />

als Surfbrett genutzt wird und unterwegs<br />

seltener zum Einsatz kommt. Dank der<br />

kostengünstigen DSL-Flatrate kann man<br />

Musik sorgenlos aus dem Netz streamen,<br />

ohne dass man sich Sorgen über sein mageres<br />

Inklusivvolumen machen müsste.<br />

Playlisten organisieren<br />

Allerdings macht Google es den <strong>User</strong>n<br />

nicht gerade leicht, Playlisten zusammenzustellen.<br />

Alben oder einzelne Titel möchten<br />

ausgewählt, das Kontextmenü geöffnet und<br />

die Musik dann über Zur Warteschlange in<br />

die aktuelle Playlist eingefügt werden. Das<br />

Ergebnis kann gespeichert und auch auf andere<br />

<strong>Android</strong>en geladen werden. Es ist aber<br />

viel Arbeit beim Erstellen von Playlisten<br />

nötig.<br />

Der Select! Music Player richtet sich ausschließlich<br />

an die Besitzer von <strong>Android</strong>-Tab-<br />

38<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Fokus<br />

Select Music Player<br />

lets mit mindestens sieben Zoll und einer<br />

Auflösung von wenigstens 1024x768 Pixeln.<br />

Smartphones oder <strong>Tablet</strong>s mit kleineren Displays<br />

werden bislang von den Entwicklern<br />

der App nicht unterstützt. Im Google Play<br />

Store finden Sie eine kostenlose, 14 Tage lang<br />

funktionsfähige Testversion [LINK 1] und die<br />

kostenpflichtige Vollversion [LINK 2] für aktuell<br />

1,99 Euro statt 3,99 Euro wie bisher.<br />

Select! Music Player<br />

Zentrales Element der Oberfläche des Select-<br />

Players ist natürlich Ihre Musiksammlung,<br />

die sich nach Künstler, Alben oder Genres<br />

sortieren lässt. Über das Lupensymbol neben<br />

den Reitern erreichen Sie einen Schnellfilter.<br />

Er sortiert Alben oder Künstler einer bestimmten<br />

Musikrichtung heraus oder filtert<br />

Ihre Sammlung nach Ihrer Eingabe.<br />

In der rechten Seitenleiste finden Sie die<br />

einklappbare Playlist, in die Sie einzelne<br />

Titel oder komplette Alben per Drag&Drop<br />

ziehen. Die Listen lassen sich selbstverständlich<br />

umsortieren, ergänzen und auch auf<br />

dem Gerät speichern. Im Reiter Playlists finden<br />

Sie sämtliche zuvor von Ihnen gespeicherten<br />

Listen wieder.<br />

Balsam für die Augen<br />

Auch optisch hat der Select! Music Player einiges<br />

zu bieten: Ein animierter Equalizer<br />

schwingt im Takt mit, und die Fortschrittsanzeige<br />

ist nicht einfach nur ein simpler Balken,<br />

sondern die Wellenform des gerade abgespielten<br />

Songs. Bleibt die App eine Weile<br />

ungenutzt, dann schaltet sie zu einem Visualisierungs-Effekt<br />

im Vollbild um, der sich auf<br />

schwächeren <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong>s allerdings auch<br />

deaktivieren lässt. Die Effekte machen sich<br />

natürlich besonders gut, wenn Sie <strong>Android</strong><br />

mittels eines TV-Sticks auf einem großen TV-<br />

Display laufen lassen.<br />

Bei einem Preis von 1,99 Euro hebt sich<br />

der Select! Music Player von der Konkurrenz<br />

ab. Optisch ist er erfrischend, und auch hinsichtlich<br />

der Bedienbarkeit muss sich der<br />

bisher noch recht unbekannte Player nicht<br />

vor den populären Alternativen verstecken.<br />

Der Player kommt gut mit großen Musiksammlung<br />

zurecht, auf unserem <strong>Tablet</strong> lagen<br />

immerhin 10 GByte MP3s. Auch das Befüllen<br />

der Playlisten geht dank Drag&Drop gut von<br />

der Hand. Nur ein paar Darstellungsfehler<br />

bei sehr langen Songtiteln trüben das Bild,<br />

ein Update wird das aber bald beheben.<br />

1,99 Euro<br />

englisch|Version 1.0.3|3,0 MByte<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Abb. 1: Praktische Schnellfilter ersparen Ihnen Tipperei auf dem <strong>Tablet</strong> und erleichtern das<br />

schnelle Auffinden der gewünschten Musik.<br />

Abb. 2: Die Playliste auf der rechten Seite des Select! Music Players ergänzen Sie einfach durch<br />

Drag&Drop mit Titeln aus Ihrer Musiksammlung.<br />

Abb. 3: Optische Effekte als Bildschirmschoner heben Select! von anderen Playern ab. Besonders<br />

gut wirken diese natürlich auf einem großen Bildschirm.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 39


Hardware<br />

Nexus 10<br />

Google<br />

Im Test: Google Nexus 10 – Samsung GT-P8110<br />

Das große Nexus<br />

Das Nexus-Programm von Google steht für gute Hardware mit einer<br />

topaktuellen <strong>Android</strong>-Version zu einem guten Preis. Wir haben uns das<br />

Nexus 10 mit hochauflösendem Display angeschaut und geprüft, ob<br />

es zu Recht ein Nexus-Gerät ist. Martin Lennertz<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Hochauflösendes<br />

PLS-Display<br />

‚ Gute Performance<br />

‚ Schnelle Updates<br />

„ Verfügbarkeit beim Launch<br />

„ Wenig hochauflösende <strong>Apps</strong><br />

„ WLAN-Verbindungsabbrüche<br />

Tipp<br />

Falls Sie das Nexus 10 mit<br />

der Meldung Uhr wurde beendet<br />

nervt, müssen Sie die<br />

Digitaluhr als Lockscreen-<br />

Widget bei allen zusätzlichen<br />

Nutzern entfernen.<br />

Produziert wird das Nexus 10 von<br />

Samsung, es kommt im Format<br />

16:9 daher und ist „holzkohlegrau“<br />

gefärbt. Das Kunststoff-Gehäuse<br />

wirkt sehr hochwertig. Gut gefällt die<br />

gummierte Rückseite, die dafür sorgt, dass es<br />

nicht so leicht wegrutscht. Der auffällig<br />

breite Rahmen, in den rechts und links jeweils<br />

ein Lautsprecher integriert ist, sorgt für<br />

einen guten Halt, ohne ungewollt auf das<br />

Display zu drücken. Mit einer Dicke von 8,9<br />

mm und einem Gewicht von 603 g ist das<br />

Nexus 10 zwar sofatauglich, jedoch bietet<br />

das leichtere und kleinere Nexus 7 (340 g)<br />

hier natürlich mehr Mobilität.<br />

An der Vorderseite befinden sich die<br />

1,9-MP-Frontkamera, der Helligkeitssensor<br />

und eine Benachrichtigungs-LED. Die Rückseite<br />

beherbergt die 5-MP-Hauptkamera, Mikrofon,<br />

Fotolicht und eine Abdeckung, hinter<br />

der Zubehör angeklemmt werden kann. Der<br />

Micro-USB-, 3,5-mm-Kopfhörer- und Micro-<br />

HDMI-Anschluss sind seitlich angebracht.<br />

An der Unterseite lässt sich ein Ladegerät mit<br />

Pogo-Pin oder ein Dock anstecken, am oberen<br />

Rand befinden sich links der Ein- und<br />

Ausschaltknopf und die Lautstärkewippe.<br />

Insgesamt ist das Nexus 10 sehr gut verarbeitet.<br />

Nichts wackelt, klappert oder knarzt,<br />

Abb. 1: Kleines Geschenk von Google: Ice Age wird<br />

automatisch zu Ihren Filmen in der Google Play<br />

Bibliothek hinzugefügt.<br />

40<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


hardware<br />

Nexus 10<br />

Abb. 2: Die Demo Epic Citadel treibt das Nexus 10 an seine grafische Leistungsgrenze<br />

und macht Spaß beim Zuschauen.<br />

Abb. 3: Pure <strong>Android</strong>: Dies sind alle vorinstallierten <strong>Apps</strong> auf dem neuen<br />

Nexus 10, aber nicht für lange.<br />

und die Knöpfe haben einen gut spürbaren<br />

Druckpunkt. Das Display hat Samsung mit<br />

robustem Corning Gorilla Glas 2 ausgestattet.<br />

Der Lieferumfang beschränkt sich auf das<br />

Nötigste: ein Ladegerät, das dazugehörige<br />

Micro-USB-Kabel und eine Kurzanleitung.<br />

Ein Headset liegt nicht bei.<br />

Innere Werte<br />

Angetrieben wird das Nexus 10 von einem<br />

Dual-Core-Prozessor „Exynos 5“ mit 2 x 1,7<br />

GHz. Der Arbeitsspeicher ist 2 GB groß. Für<br />

die aktuell höchste <strong>Tablet</strong>-Auflösung von<br />

2.560 x 1.600 Pixeln (300 ppi) ist eine Mali-<br />

T604 GPU verantwortlich. Das <strong>Tablet</strong> ist mit<br />

16 GB oder 32 GB festem Speicherplatz erhältlich,<br />

hat aber keinen SD-Karten-Slot zur<br />

Erweiterung. Sie können jedoch mit einem<br />

USB-OTG Kabel einen USB-Stick anschließen<br />

und diesen zum Beispiel mit der Nexus<br />

Media Importer App auslesen. Ein fest verbauter<br />

9.000-mAh-Akku sorgt für viele Stunden<br />

Unterhaltung und hält bei Wenignutzung<br />

auch mehrere Tage ohne Aufladung durch.<br />

Anschluss zu einem Netzwerk erhalten Sie<br />

über WLAN. Bluetooth und NFC sind ebenfalls<br />

mit an Board. Eine Verbindung zum Mobilfunknetz<br />

per SIM-Karte ist nicht möglich.<br />

Zur Ausstattung des Nexus 10 gehören außerdem<br />

noch Beschleunigungsmesser, Kompass,<br />

Gyroskop, Barometer und GPS.<br />

Eindrücke<br />

Im laufenden Betrieb beeindruckt das <strong>Tablet</strong><br />

mit seiner hohen Auflösung und starker Performance.<br />

Alle Inhalte werden gestochen<br />

Abb. 4: Manche <strong>Apps</strong> sind noch nicht für die hohe<br />

Auflösung optimiert.<br />

scharf wiedergegeben, manche <strong>Apps</strong> müssen<br />

aber noch für die große Pixelzahl optimiert<br />

werden. Das PLS-Display (Plane-to-Line Switching)<br />

hat einen weiten Betrachtungswinkel.<br />

Einige Käufer berichten jedoch von einer ungleichmäßigen<br />

Ausleuchtung – bei unserem<br />

Exemplar kaum bemerkbar. Die Helligkeit<br />

lässt sich großzügig einstellen, aber die automatische<br />

Regelung reagiert oft erst nach mehreren<br />

Sekunden Verzögerung und aggressiv.<br />

Scrollen, Wischen, Bildschirmwechsel,<br />

Animationen, Videowiedergabe und Spiele<br />

laufen absolut flüssig. An seine Leistungsgrenze<br />

stößt das Nexus 10 im Alltag so gut<br />

wie nie. Bei grafisch sehr anspruchsvollen<br />

Benchmarkszenen der Demo „Epic Citadel“<br />

[LINK 1] gibt es dann aber doch Ruckler. Für<br />

die flache Bauweise des <strong>Tablet</strong>s klingen die<br />

integrierten Lautsprecher sehr gut. Die<br />

Hauptkamera reicht für Schnappschüsse völlig<br />

aus, ein erfreulich gutes Bild erhalten Sie<br />

aber auch von der Frontkamera – sie eignet<br />

sich ideal für Video-Chats!<br />

Google Nexus 10 – Samsung GT-P8110<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Formfaktor<br />

Auflösung<br />

Prozessor<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

Akku<br />

Laufzeit Standby/​Musik/​Video/​Web<br />

Gewicht<br />

Preis (Internet)<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 14877/<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

Vellamo (HTML5/​Metal)<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

Samsung<br />

10,055-Zoll-<strong>Tablet</strong><br />

2560x1600 Pixel<br />

1,7 GHz, Samsung Exynos 5 Dual-<br />

Core<br />

4.2.2, Jelly Bean<br />

9000 mAh<br />

500 h/​90 h/​9 h/​7 h<br />

603 g<br />

399 Euro (16 GByte Version)<br />

13630 Punkte<br />

1841/​1174 Punkte<br />

4,8 Punkte<br />

Testergebnis<br />

★★★★★<br />

ausgezeichnet<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 41


Hardware<br />

Nexus 10<br />

Abb. 5: In der Nutzerverwaltung kann der Besitzer andere Nutzer hinzufügen<br />

oder löschen.<br />

Abb. 6: Die neue Leiste mit den Kacheln bietet schnellen Zugriff auf die<br />

wichtigsten Einstellungen.<br />

Jelly Bean mit<br />

Startproblemen<br />

Auf dem Nexus 10 bekommen Sie pures <strong>Android</strong><br />

direkt von Google – ganz ohne Herstelleranpassungen.<br />

Ein Highlight der neuen<br />

And roid-Version ist die (nur für <strong>Tablet</strong>s verfügbare)<br />

gemeinsame Nutzung durch mehrere<br />

Personen, bei der sich jeder Nutzer seine<br />

Oberfläche individuell gestalten kann. Durch<br />

diese praktische Funktion lässt sich das<br />

Gerät von der ganzen Familie nutzen, ohne<br />

sich gegenseitig in die Quere zu kommen.<br />

Die neue Leiste mit Schnellzugriffs-Kacheln<br />

für die wichtigsten Einstellungen lässt<br />

sich auf der rechten Hälfte des Bildschirms<br />

herunterziehen. Die bekannte Benachrichtigungsleiste<br />

unterstützt jetzt ausziehbare Einträge<br />

und bietet direkte Aktionen an. Sie öffnet<br />

sich auf der linken Hälfte.<br />

Mit Jelly Bean gibt es Widgets auch auf<br />

dem Sperrbildschirm, eine Tastatur mit<br />

Wischgesten, die einem Bildschirmschoner<br />

ähnliche Daydream-Funktion, eine Photosphere-Kamera,<br />

<strong>Android</strong> Beam und noch<br />

mehr. Als offizielles Google-Nexus-Gerät erhält<br />

das 10-Zoll-<strong>Tablet</strong> natürlich immer als<br />

Erstes die neuesten Updates und Funktionen.<br />

Doch es gibt auch Schattenseiten: Die<br />

WLAN-Verbindung brach (auch nach dem<br />

Ändern des WLAN-Frequenzbandes auf Nur<br />

2,4 GHz) in unregelmäßigen Abständen ab.<br />

Zudem fror das System hin und wieder beim<br />

Surfen mit Chrome komplett ein. Das Update<br />

auf <strong>Android</strong> 4.2.2 hat diese Bugs jedoch<br />

glücklicherweise beseitigt, sodass das <strong>Tablet</strong><br />

jetzt wirklich rund läuft. Einzig die Audioqualität<br />

im Google+-Hangout enttäuscht<br />

auch mit der neuen Firmware weiterhin.<br />

Fazit<br />

Das Nexus 10 ist ein guter Entertainer und<br />

punktet dabei insbesondere mit dem Display<br />

und der Leistungsfähigkeit. Aber auch „das<br />

Beste von Google“ ist nicht perfekt und hat<br />

Einschränkungen. Die Probleme mit der Verfügbarkeit<br />

gehören seit Februar 2013 zum<br />

Glück der Vergangenheit an, aber offizielles<br />

Zubehör ist weiterhin keines erhältlich. Doch<br />

die Dritthersteller sind schon fleißig und bieten<br />

bereits diverse Taschen oder Hüllen an.<br />

Das Nexus 10 mit <strong>Android</strong> 4.2.2 ist ein hochwertiges,<br />

gut verarbeitetes und leistungsstarkes<br />

10-Zoll-Gerät zu einem fairen Preis. Es ist<br />

das beste 10-Zoll-<strong>Tablet</strong> schlechthin. ● ● ●<br />

Abb. 7: Auf dem Sperrbildschirm werden Widgets angezeigt, und man<br />

kann den Benutzer wechseln.<br />

Abb. 8: YouTube-Videos anzuschauen, macht auf dem Nexus 10 besonders<br />

viel Spaß<br />

42<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


3 Ausgaben<br />

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Hardware<br />

ZTE Grand X In<br />

ZTE<br />

Im Test: ZTE Grand X In<br />

Mittelklasse<br />

Mit dem Razr i hat Intel bewiesen, dass man gute Prozessoren für<br />

mobile Geräte bauen kann. Nun kommt mit dem ZTE Grand X In das<br />

erste Mittelklasse-Smartphone mit Intel-CPU auf den Markt. Bietet es die<br />

gleich gute Leistung? Marcel Hilzinger<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Schnelle Intel-CPU<br />

‚ Griffiges Gehäuse<br />

‚ Pure <strong>Android</strong><br />

‚ MHL-Schnittstelle<br />

„ Noch mit <strong>Android</strong> 4.0.4<br />

„ 4 GByte interner Speicher<br />

An die Leistung des Razr i kommt<br />

das ZTE Grand X In nicht heran,<br />

aber es kostet auch deutlich weniger.<br />

Zum aktuellen Internetpreis<br />

von rund 250 Euro (Stand Mitte Februar<br />

2013) bekommen Sie ein <strong>Android</strong>-4.0.4-<br />

Smartphone mit 4,5-Zoll-LCD-Display<br />

(540x960), 512 MByte RAM, 4 GByte Flash-<br />

Speicher und einer 8-Megapixel-Kamera. Im<br />

Lieferumfang enthalten ist neben dem Ladegerät<br />

und dem zugehörigen USB-Kabel auch<br />

ein Headset. Damit bietet das Grand X In in<br />

praktisch sämtlichen Bereichen höchstens<br />

Mittelmaß. Sein wichtiges<br />

Alleinstellungsmerkmal<br />

ist die CPU,<br />

von der Sie im Betrieb<br />

nur so viel merken,<br />

dass sie ihren Dienst<br />

problemlos verrichtet.<br />

Verzichten müssen<br />

Sie auf NFC und LTE.<br />

Die Nahfeldkommunikation<br />

und der neue<br />

4G-Standard sind in<br />

dieser Preisklasse aber<br />

auch bei anderen Herstellern<br />

nicht üblich.<br />

Dafür bringt das Grand<br />

X In eine MHL-Schnittstelle<br />

mit. Damit lassen<br />

sich per zusätzlichem<br />

Adapter Videos Abb. 1: Die vorinstallierte Touchpalauf<br />

einem HDMI-fähigen<br />

Gerät abspielen. lässt sich problemlos<br />

Tastatur hat Vor- und Nachteile. Sie<br />

ersetzen.<br />

<strong>Android</strong>-Update auf 4.1<br />

Auf unserem Testgerät war <strong>Android</strong> 4.0.4 installiert.<br />

Das Update auf Version 4.1 „Jelly<br />

Bean“ soll laut ZTE noch im März ausgeliefert<br />

werden. Es wird ein paar Verbesserungen<br />

durch „Project Butter“ sowie Google Now<br />

bringen. An der generellen Performance des<br />

<strong>Android</strong>-Systems gibt es jedoch auch mit der<br />

aktuellen Version 4.0.4 nichts auszusetzen.<br />

ZTE liefert ein weitgehend unverändertes<br />

<strong>Android</strong> aus. Einzig beim Lock-Screen hat<br />

man sich etwas Spezielles einfallen lassen.<br />

Zum Entsperren halten Sie den grünen But-<br />

Abb. 2: Die vorinstallierte <strong>Android</strong>-<br />

Version unterscheidet sich praktisch<br />

nicht vom Google-<strong>Android</strong>.<br />

44<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

ZTE Grand X In<br />

Abb. 3: Der gelungene Sperrbildschirm<br />

gehört zu den Besonderheiten<br />

des ZTE Grand X In.<br />

ton in der Mitte gedrückt. Ziehen Sie den<br />

Button hingegen zur Seite, dann erscheint<br />

ein Auswahlmenü mit Schnellfunktionen.<br />

ZTE hat auch das Einstellungsmenü farblich<br />

etwas angepasst, was uns gut gefallen hat.<br />

Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Standard-<br />

Tastatur von Touchpal.<br />

Starke Intel-CPU<br />

Wir haben es beim Test des Motorola Razr i<br />

schon gesehen, und das ZTE Grand X In bestätigt<br />

diesen Eindruck noch einmal: Die mobilen<br />

Prozessoren von Intel sind wirklich<br />

schnell und verbrauchen zudem weniger<br />

Energie im Standby-Modus. So schafft es das<br />

ZTE Grand X In trotz des durchschnittlichen<br />

Akkus von 1650 mAh Stunden auf relativ<br />

gute Akkulaufzeiten. Wenn ZTE für das<br />

Gerät einen stärkeren Akku anbieten würde,<br />

dann käme man damit locker drei bis vier<br />

Tage über die Runden. Ebenfalls sehr stark<br />

zeigte sich das Smartphone bei unseren<br />

Benchmarks AnTuTu und Vellamo. Mit rund<br />

11300 Zählern beim AnTuTu-Test und 1300<br />

Punkten beim HTML-5-Benchmark muss<br />

sich der Single-Core-Prozessor zwar von den<br />

aktuellen Größen geschlagen geben, aber<br />

beim Metal-Benchmark von Vellamo lässt der<br />

Atom Z2460 mit 555 Zählern selbst Quad-<br />

Core-Prozessoren alt aussehen.<br />

Die Schwächen<br />

Bei der Deutschland-Präsentation des Gerätes<br />

hob ZTE die gute Kamera des Grand X In<br />

hervor. Diesen Eindruck können wir allerdings<br />

nur bedingt bestätigen. Bei schwierigen<br />

Lichtverhältnissen<br />

durchzieht die Bilder<br />

ein starkes Rauschen<br />

und selbst bei Tageslicht<br />

gelangen uns<br />

keine wirklich guten<br />

Fotos. Die Qualität der<br />

1080p-Videos ist besser.<br />

Bemängeln müssen<br />

wir auch das „Design“<br />

der Lautsprecher. Die<br />

Rückenabdeckung lässt<br />

vermuten, dass sich ein<br />

Stereolautsprecher im<br />

Innern verbirgt. Dem<br />

ist aber nicht so. Es ist<br />

lediglich ein Mono-<br />

Speaker auf der linken<br />

Seite verbaut. Der sorgt<br />

aber für einen guten<br />

und überdurchschnittlich<br />

lauten Klang. Der<br />

LCD-Bildschirm könnte<br />

für unseren Geschmack etwas heller sein,<br />

dafür ist er scharf und gut ausgeleuchtet.<br />

Abb. 4: Die optischen Anpassungen<br />

an <strong>Android</strong> 4.0.4 sind dezent und<br />

recht gut gelungen.<br />

Fazit<br />

Das Fazit nach unserem zweiwöchigen Dauertest<br />

ist eher durchmischt. ZTE hat sich<br />

durch den mittelmäßigen Akku eine Chance<br />

verbaut, zu einem guten Preis ein sehr gutes<br />

Smartphone auf den Markt zu bringen. Mit<br />

der aktuellen Ausstattung ist das ZTE Grand<br />

X In nur ein Mittelklasse-Smartphone unter<br />

vielen, denn für unter 200 Euro gibt es zum<br />

Beispiel das Xperia J mit ähnlichen Parametern,<br />

und auch das Galaxy S3 Mini kostet nur<br />

unwesentlich mehr. Mit Vertrag (zum Beispiel<br />

bei 1&1 ab Null Euro) ist das Grand X<br />

In aber eine gute Wahl.<br />

● ● ●<br />

ZTE Grand X Ln<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Formfaktor<br />

Auflösung<br />

Prozessor<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

Akku<br />

Laufzeit Standby/​Gespräch<br />

Gewicht<br />

Preis (Internet)<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 15042/<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

Vellamo (HTML5/​Metal)<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

Abb. 5: Rund 1,5 GByte Speicher<br />

bleibt für <strong>Apps</strong> und Daten von den<br />

beworbenen 4 GByte übrig.<br />

ZTE<br />

4,5-Zoll-Smartphone<br />

540x960<br />

1,6 GHz, Single-Core (Intel)<br />

4.0.4 Ice Cream Sandwich<br />

1670 mAh<br />

200 h/​4 h<br />

140 g<br />

230 Euro<br />

11325 Punkte<br />

1300/​555 Punkte<br />

3,2 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 45


Hardware<br />

Ainol novo 7 Venus<br />

Im Test: Ainol novo 7 Venus<br />

Der Rivale<br />

Ainol-Nova<br />

Das Nexus 7 ist für Google und Asus zu einer<br />

Erfolgsstory geworden. Inzwischen wollen<br />

auch unbekannte Marken wie Ainol von<br />

diesem Erfolg etwas abhaben. Finden<br />

sich Gründe, die für den Kauf<br />

von deutlich günstigeren Konkurrenzprodukten<br />

sprechen?<br />

Arnold Zimprich<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Günstiger Preis<br />

‚ MicroSD-Kartenslot<br />

„ Billig wirkendes Gehäuse<br />

„ Ruckler trotz <strong>Android</strong> 4.1.1<br />

„ Schwache UI-Implementierung<br />

Abb. 1: Willkommen bei Ainol: Der Startscreen<br />

lädt zum Verweilen ein, das Display<br />

hat eine helle und scharfe Darstellung.<br />

Das von Asus hergestellte Nexus 7<br />

ist nach wie vor das Maß aller<br />

Dinge für alle, die den Kauf eines<br />

7-Zoll-<strong>Tablet</strong>s planen. Vielen anderen<br />

Firmen ist diese Tatsache natürlichnicht<br />

entgangen und einige bemühen sich<br />

redlich, dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

des 199 Euro teuren Nexus 7 etwas<br />

entgegenzusetzen. Im Falle des mit <strong>Android</strong><br />

4.1.1 Jelly Bean ausgestatteten Ainol novo 7<br />

Abb. 2: Kurz und bündig: Die App-Auswahl<br />

auf dem novo 7 Venus ist nicht riesig, reicht<br />

aber für die meisten Einsatzbereiche aus.<br />

Venus scheint das auf den ersten Blick gelungen<br />

– doch lesen Sie selbst, zu welchem Fazit<br />

wir nach unserem Test gekommen sind.<br />

Nexus 7-Optik<br />

Das novo 7 Venus hält mit seinen Avancen<br />

nicht lange hinter dem Berg: Es will aussehen<br />

wie ein Nexus. So dachten wir nach dem<br />

Auspacken zunächst, wir würden ein weiß<br />

getünchtes Nexus 7 in den Händen halten.<br />

Ein Griff zum Meterstab zeigt jedoch, dass<br />

das Ainol novo 7 Venus mit 186,2x126,9x<br />

10,8mm (LxBxH) und 320 Gramm ein wenig<br />

breiter und kürzer als das Nexus 7 ist, das<br />

über Abmessungen von 198,5x120x10,45mm<br />

verfügt. Die Bildschirmdiagonale (178mm)<br />

der beiden Geräte gleicht sich jedoch fast auf<br />

den Millimeter genau.<br />

Bei genauerer Betrachtung wird deutlich,<br />

dass dem Ainol novo 7 Venus die Annäherung<br />

an das Nexus 7 nur bedingt gelingt. Die<br />

Rückseite aus Hartplastik liegt nicht sehr<br />

rutschfest in der Hand, zudem macht die<br />

sehr weiche Displayoberfläche keinen sehr<br />

wertigen Eindruck. Auf dem Display-Glas unseres<br />

Testgeräts fanden sich bereits deutlich<br />

sichtbare Kratzer, unser Nexus 7-Redaktionstablet<br />

zeigt hingegen auch nach wochenlanger<br />

Benutzung keine nennenswerte Macke.<br />

Im Gegensatz zum Nexus 7 finden sich am<br />

Ainol-Gehäuse allerdings ein HDMI-Ausgang,<br />

ein MicroUSB-Anschluss und eine proprietäre<br />

Ladebuchse, dazu gibt es einen MicroSD-Kartenslot<br />

und eine 3,5mm-Klinke für<br />

46<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Ainol novo 7 Venus<br />

Ohrhörer. Der Hersteller verbaut am Gehäuse<br />

die übliche Lautsprecherwippe und den Power-Button,<br />

darüber hinaus gibt es einen<br />

physischen Home-Button als Dreingabe.<br />

Preis-/Leistung<br />

In Ainols Online-Store kostet der 7-Zöller mit<br />

knapp 150 Dollar (112 Euro) nur wenig mehr<br />

als die Hälfte des Nexus 7. In Deutschland<br />

wird er allerdings bei Amazon noch nicht gelistet.<br />

Beim derzeitigen Exklusiv-Vermarkter<br />

androidfiguren.de, von dem wir auch das<br />

Testmuster erhalten haben, liegt er bei etwas<br />

mehr als 162 Euro. Das sind nur 37 Euro weniger<br />

als die günstigste N7-Variante.<br />

Punkten will Ainol mit dem vorinstallierten<br />

<strong>Android</strong> 4.1.1 Jelly Bean, das sich auf<br />

den ersten Blick jedoch anfühlt wie 4.0 Ice<br />

Cream Sandwich – von Googles Project Butter,<br />

das bei 4.1.1 in der Regel für eine butterweiche<br />

Eingabe sorgt, ist nicht viel zu bemerken.<br />

Zwar reagiert das <strong>Tablet</strong> zügig auf<br />

Wischgesten, muss sich jedoch im direkten<br />

Vergleich mit der samtweichen Bedienung<br />

unseres Nexus 7 klar geschlagen geben. Geradezu<br />

ärgerlich sind die massiven Ruckler,<br />

die sich beim Hin- und Herwechseln zwischen<br />

<strong>Apps</strong> zeigten. Irritiert hat uns auch die<br />

Darstellung der Benutzeroberfläche. Die<br />

Task leiste fällt für einen 7-Zöller viel zu<br />

schmal und die Symbole zu klein aus, sie<br />

sind mit großen Fingern nur schwer zu treffen.<br />

Beim Versuch, auf der GMail-App Bilder<br />

an eine E-Mail anzuhängen, sind wir aufgrund<br />

der winzigen Icons fast verzweifelt.<br />

Gut klappt hingegen die Video-Wiedergabe.<br />

Hier gibt es nichts zu monieren.<br />

Hardware und <strong>Apps</strong><br />

Auf den ersten Blick kann das <strong>Tablet</strong> mit<br />

einer attraktiven Hardware punkten: Quad<br />

Core-Prozessor mit 1,5 GHz und einem<br />

GByte RAM, dazu 16 GByte interner Speicher,<br />

der via microSD-Karte erweitert werden<br />

kann. Auch das IPS-Display mit 1280x800 Pixeln<br />

verfügt über eine helle und scharfe Darstellung.<br />

Die Klangqualität des Ainol konnte<br />

hingegen nur schwer überzeugen. Im Vergleich<br />

zu einem Nexus 7 klingen die eingebauten<br />

Lautsprecher blechern, auch der<br />

Sound über die Kopfhörer kann kaum als besonders<br />

ausgewogen bezeichnet werden.<br />

Ainol hat auf dem novo 7 Venus den Play<br />

Store installiert, der Zugriff auf Googles App-<br />

Auswahl ist somit gesichert. Die weitere<br />

App-Auswahl ist zwar klein, für die meisten<br />

Anwendungsbereiche ist jedoch etwas dabei.<br />

So findet sich neben einem Standard-Browser<br />

auch der ES Datei Explorer und der ES Task-<br />

Abb. 3: Neben Googles Komplettangebot<br />

gibt es eine funktionale und übersichtliche<br />

Kalender-App.<br />

Manager, auch an einen Kalender, eine einfache<br />

Kamera-App und den MX-Videoplayer<br />

hat der Hersteller gedacht.<br />

Fazit<br />

Neben dem günstigeren Preis gibt es ein paar<br />

Argumente, die für das Ainol-<strong>Tablet</strong> sprechen.<br />

Der interne Speicher lässt sich erweitern,<br />

und das Ainol novo7 besitzt einen<br />

HDMI-Ausgang. Bei der Verarbeitungsqualität<br />

und der Abstimmung von Hard- auf Software<br />

müssen Sie jedoch deutliche Abstriche<br />

gegenüber dem Nexus 7 in Kauf nehmen. Suchen<br />

Sie also lediglich ein 7-Zoll-<strong>Tablet</strong>, dann<br />

ist das Nexus 7 die bessere Wahl.<br />

● ● ●<br />

Ainol novo 7 Venus<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Formfaktor<br />

Auflösung<br />

Prozessor<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

Akku<br />

Laufzeit<br />

Gewicht<br />

Preis (Internet)<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 15026/<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

Vellamo (HTML5/​Metal)<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

Abb. 4: Butter an Bord: Trotz Googles Project<br />

Butter ruckelte das <strong>Tablet</strong> bei anspruchsvolleren<br />

Aufgaben.<br />

Ainol<br />

7-Zoll-<strong>Tablet</strong><br />

1280x800<br />

1,5 GHz, Quad-Core<br />

4.1.1 Jelly Bean<br />

4000 mAh<br />

7,5 h<br />

320 g<br />

160 Euro<br />

6328 Punkte<br />

946/​248 Punkte<br />

2,8 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 47


Hardware<br />

PadDreamer<br />

Im Test: Convexa padDreamer9.7 mit Retina-Display<br />

Träumer-<br />

<strong>Tablet</strong><br />

2048 x 1536 Pixel auf 9,7 Zoll. Apple hat es vorgemacht,<br />

und seither bringen auch manche<br />

<strong>Android</strong>-Hersteller <strong>Tablet</strong>s mit diesem Formatfaktor<br />

auf den Markt. Wir haben zwei davon<br />

getestet. Marcel Hilzinger<br />

Convexa<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Retina-Display<br />

‚ Verarbeitung<br />

‚ 32 GB Speicher (we-Edition)<br />

„ Träge Bedienung<br />

„ App-Kompatibilität<br />

<strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong>s mit hochauflösendem<br />

Display gibt es bereits für 200<br />

Euro. Doch die meisten davon<br />

muss man in China bestellen. Die<br />

hier vorgestellten padDreamer-<strong>Tablet</strong>s stammen<br />

hingegen von der deutschen Firma Convexa.<br />

So können Sie sich bei Problemen<br />

direkt an den Hersteller wenden. Die in den<br />

Modellen padDreamer9.7 und<br />

padDreamer9.7we verbaute Hardware ist allerdings<br />

China-Ware von der Stange. Es handelt<br />

sich dabei um den schon etwas betagten<br />

Rockchip RK3066-Prozessor (Dual-Core, 1,6<br />

GHz) kombiniert mit der<br />

Mali400-GPU. Während<br />

die GPU beim Samsung<br />

Galaxy S2 lediglich<br />

480x800 Pixel ansteuern<br />

musste, sind es hier gleich<br />

2048 x 1536, und das<br />

merkt man – leider.<br />

Die Software<br />

Auf den beiden padDreamer-<strong>Tablet</strong>s,<br />

die sich einzig<br />

darin unterscheiden, dass<br />

die weiße „we“-Edition<br />

über 32 GByte internen<br />

Speicher verfügt ist <strong>Android</strong><br />

4.1 vorinstalliert. Wir<br />

rechneten deshalb mit<br />

einem butterweichen und super-smoothen<br />

<strong>Android</strong>-System. Von dem finden Sie allerdings<br />

beim padDreamer (und auch praktisch<br />

allen anderen Varianten dieses <strong>Tablet</strong>s unter<br />

diversen Namen) kaum etwas. Im Gegenteil:<br />

Das <strong>Tablet</strong> lässt sich für die meisten Aufgaben<br />

recht viel Zeit, und selbst bei einfachen<br />

Wischgesten im App-Drawer kommt es zu<br />

Rucklern. Das liegt nicht allein an der Hardware,<br />

denn schließlich arbeiten auch deutlich<br />

schwachbrüstigere Hardware-Plattformen<br />

mit <strong>Android</strong> 4.1 zusammen recht flott.<br />

Im Internet gibt es denn auch bereits ein<br />

Abb. 1: Wer nur ab und zu Mails lesen will, kommt mit dem Pad auf über<br />

eine Woche Akkulaufzeit.<br />

48<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

PadDreamer<br />

paar alternative Firmware-Dateien für den<br />

RK3066-Prozessor, mit denen die Retina-<strong>Tablet</strong>s<br />

etwas flüssiger arbeiten. Allein von den<br />

Benchmark-Resultaten her müsste das padDreamer-<strong>Tablet</strong><br />

deutlich flinker sein.<br />

Haben Sie sich mit den Rucklern bzw. der<br />

etwas trägen Arbeitsweise des <strong>Tablet</strong>s abgefunden,<br />

finden Sie <strong>Android</strong> 4.1.1 im Google-<br />

Original, also ohne Änderungen durch den<br />

Hersteller vor. Google Play, Chrome, Google<br />

Maps und ein paar weitere Google-<strong>Apps</strong><br />

sowie ein Dateimanager sind vorinstalliert.<br />

Auch ein Task-Manager und ein separater<br />

Videoplayer befinden sich unter den vorinstallierten<br />

<strong>Apps</strong>.<br />

Die Hardware<br />

Bei einem genauen Blick auf das Display<br />

waren bei unserem Testgerät kleine Unschärfen<br />

zu erkennen, und wir konnten die hohe<br />

Auflösung nicht so recht glauben. Das liegt<br />

aber daran, dass die <strong>Tablet</strong>s in der Grundeinstellung<br />

gar nicht die volle Pracht des Displays<br />

zeigen, sondern lediglich 1600x1200<br />

Pixel. Um in den Retina-Modus zu wechseln,<br />

müssen Sie zunächst in den Einstellungen<br />

unter Display den Display mode von normal<br />

auf HD umstellen. Dazu muss das <strong>Tablet</strong> neu<br />

booten. Der normale-Modus hat seinen<br />

Grund: Zahlreiche <strong>Apps</strong> kommen (noch)<br />

nicht mit dem HD-Modus klar und verweigern<br />

deshalb bei Google Play die Installation.<br />

Im normalen Grafikmodus klappt es hingegen,<br />

und die Anwendungen lassen sich dann<br />

später auch im HD-Modus einsetzen. Getestet<br />

haben wir das unter anderem mit dem<br />

PDF-Reader von Adobe.<br />

Das Display ist wirklich sehr schön und<br />

extrem scharf. Das gilt bereits für den normalen<br />

Modus mit 1200 x 1600 Pixeln aber erst<br />

recht für die volle Auflösung. PDF-Dateien<br />

oder Bücher zu lesen, macht wirklich Spaß<br />

und auch FullHD-Videos bereiten dem <strong>Tablet</strong><br />

keinerlei Probleme, auch wenn das 4:3-Seitenverhältnis<br />

bei den meisten Filmen nicht<br />

wirklich praktisch ist.<br />

Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns die Verarbeitung<br />

der padDreamer-<strong>Tablet</strong>s mit der<br />

rückseitigen Alu-Schale. Wir haben nichts<br />

daran auszusetzen, abgesehen davon, dass<br />

die <strong>Tablet</strong>s im Vergleich zum Nexus 10 oder<br />

Nexus 7 mit 672g doch recht schwer sind.<br />

Achten Sie darauf, nicht nur die dicke<br />

Schutzfolie vom <strong>Tablet</strong> zu entfernen, sondern<br />

auch die auf dem Display angebrachte<br />

dünne. Die zweite Folie war bei unseren Testgeräten<br />

nur daran zu erkennen, dass sich bei<br />

einem der <strong>Tablet</strong>s kleine Luftbläschen gebildet<br />

hatten.<br />

Das Convexa-<br />

<strong>Tablet</strong> verfügt<br />

über zwei<br />

2-MP-Kameras,<br />

die sich<br />

beide lediglich<br />

als Webcam<br />

eignen. Erwähnen<br />

Abb. 2: In der Grundeinstellung zeigt das <strong>Tablet</strong> nur 1200x1600 Pixel an.<br />

möchten wir Erst der HD-Modus bringt die volle Auflösung.<br />

an dieser<br />

Stelle auch noch den separaten Zurück-Button,<br />

der sich neben der Lautstärkewippe befindet.<br />

Der Sinn des Buttons wurde uns erst<br />

beim Vollbildmodus des vorinstallierten Videoplayers<br />

klar. Den Einschaltknopf müssen<br />

Sie also auf der rechten Seite des <strong>Tablet</strong>s<br />

neben dem MicroSD-Slot suchen.<br />

Fazit<br />

Das padDreamer ist kein Traum-<strong>Tablet</strong>, sondern<br />

ein Träumer. Es lässt sich für jeden Tastendruck<br />

etwas Zeit und kommt mit Multitasking-Funktionen<br />

nicht wirklich klar. Hat<br />

man sich einmal daran gewöhnt und sucht<br />

lediglich ein <strong>Tablet</strong>, um bequem PDFs im A4-<br />

Format ohne Zoom zu lesen oder hochauflösende<br />

Fotos anzuschauen, dann ist das nicht<br />

tragisch. Aber beim Surfen im Internet ruckelt<br />

das <strong>Tablet</strong> extrem. Daran ändern auch<br />

die recht guten Benchmark-Ergebnisse<br />

nichts. Zum aktuellen UVP von 339 bzw. 369<br />

Euro (32-GByte-Version) halten wir die <strong>Tablet</strong>s<br />

– auch mit Support in Deutschland – für<br />

zu teuer. Eventuell kann Convexa an der<br />

Firmware noch schrauben, dann gibt es von<br />

uns eine Empfehlung fürs tolle Display. ● ● ●<br />

Convexa padDreamer97 (we)<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Formfaktor<br />

Auflösung<br />

Prozessor<br />

<strong>Android</strong> Version<br />

Akku<br />

Laufzeit (Standby/​Video)<br />

Gewicht<br />

Preis<br />

Technische Daten und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 15056<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

Vellamo-Benchmark (HTML5)<br />

Vellamo-Benchmark (Metal)<br />

Video-Wiedergabe<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong> Bewertung<br />

Abb. 3: <strong>Android</strong> <strong>User</strong> als PDF auf dem<br />

hochauflösenden Display zu lesen,<br />

macht wirklich Spaß.<br />

Convexa<br />

9,7-Zoll-<strong>Tablet</strong><br />

2048 x 1536 Pixel<br />

1,6 GHz Dual Core<br />

4.1.1 Ice Cream Sandwich<br />

10000 mAh<br />

k. A./​5 h<br />

143g<br />

339 Euro (schwarze Version, 16 GByte)<br />

369 Euro (weiße Version, 32 GByte)<br />

9658 Punkte<br />

1427 Punkte<br />

541 Punkte<br />

1080p<br />

3,1 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 49


Hardware<br />

Huawei Ascend G 615<br />

Im Test: Huawei Ascend G615 alias Honor 2 U9508<br />

Nimm vier!<br />

Quad-Core-Smartphones sind inzwischen das Maß aller Dinge.<br />

Kann Huawei mit dem knapp 300 Euro teuren Ascend G615 überzeugen,<br />

und wie schlägt sich der Honor-Nachfolger gegenüber<br />

dem Nexus 4? Arnold Zimprich<br />

Huawei<br />

Huawei-Geräte brachten<br />

bisher hauptsächlich<br />

eines mit: ein gutes Preis-<br />

Leistungs-Verhältnis. Da<br />

sind 300 Euro für ein Smartphone<br />

des chinesischen Herstellers schon<br />

eine respektable Summe. Angesichts<br />

der Tatsache, dass das Nexus 4 in der<br />

günstigsten Version zum gleichen<br />

Preis zu haben ist, mussten wir die<br />

Messlatte an das Ascend G615 hoch<br />

anlegen. Huawei ist inzwischen bei<br />

Weitem kein „Smartphone-Exot“<br />

mehr. Die Chinesen können speziell im Low-<br />

Budget-Bereich punkten, wie die Verkaufserfolge<br />

beim Ideos X3 und Ascend Y200<br />

zeigen. Doch auch das rund 200 Euro teure<br />

Single Core-Smartphone Huawei Honor<br />

konnte in unserem Test in Ausgabe 08/​2012<br />

begeistern.<br />

auch das 1280x720 Pixel messende LCD-Display,<br />

das über eine helle, brillante Darstellung<br />

verfügt und mit respektablen 330 Pixelper-Inch<br />

(ppi) auflöst. Auch die weitere Ausstattung<br />

lässt sich sehen: 1GByte RAM,<br />

8GByte ROM und darüber hinaus ein MicroSD-Schacht<br />

für Speicherkarten bis 32<br />

GByte. Der erweiterbare Speicher fehlt dem<br />

Nexus 4, was immer wieder bemängelt wird.<br />

Huawei verbaut im Ascend G615 eine 8 Megapixel-Hauptkamera,<br />

die zwar ohne Bildstabilisator<br />

auskommen muss, aber trotzdem<br />

schöne Schnappschüsse liefert und Videos in<br />

1080p Full HD-Qualität aufnehmen kann. Darüber<br />

hinaus verfügt sie über Bildoptimierung<br />

via HDR, für Videochats ist eine kleine<br />

1,3 Megapixel-Frontkamera eingebaut. Um<br />

alle Funktionen mit ausreichend Strom zu<br />

versorgen, verbaut Huawei einen 2150mAh-<br />

Akku, der für bis zu 360 Stunden Standby<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Brillantes Display<br />

‚ Quad Core-Prozessor<br />

‚ MicroSD-Kartenschacht<br />

„ Noch kein Jelly Bean (Stand:<br />

Februar 2013)<br />

„ Kleine Ruckler bei der Bedienung<br />

Quad-Core-<br />

Power für 299<br />

Euro<br />

Das Ascend G615<br />

schickt Huawei als<br />

Nachfolger für das<br />

Honor ins Rennen. Es<br />

wird deshalb auch<br />

unter der Bezeichnung<br />

Honor 2 und der Gerätenummer<br />

U9508 geführt.<br />

Sein Alleinstellungsmerkmal<br />

ist der<br />

Huawei-eigene 1,4 GHz<br />

schnelle K3V2 Quad-<br />

Core-Prozessor. Im An-<br />

TuTu-Benchmark lieferte<br />

er Ergebnisse jenseits<br />

der 15.000-Zähler-<br />

Marke. In der oberen<br />

Smartphone-Liga spielt<br />

Abb. 1: Unser Testgerät verfügte<br />

noch nicht über <strong>Android</strong> 4.0.4 Ice<br />

Cream Sandwich.<br />

Abb. 2: Schöne App-Mischung:<br />

Huawei hat beim Ascend G615 auch<br />

Google Chrome vorinstalliert.<br />

52<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Huawei Ascend G 615<br />

Abb. 3: Mit Security Guard hat man<br />

Zugriff auf eine vielseitige Verschlüsselungs-App.<br />

und 11 Stunden Gesprächsdauer sorgt. Das<br />

Smartphone kann zudem nicht nur GPS-,<br />

sondern auch GLONASS-Daten verarbeiten.<br />

Einziger Wermutstropfen ist die Tatsache,<br />

dass Huawei unser Testgerät noch mit <strong>Android</strong><br />

4.0.4 auslieferte. Laut Hersteller soll<br />

jedoch noch im März 2013 ein Update auf<br />

<strong>Android</strong> 4.1 Jelly Bean folgen.<br />

Ausgebremst<br />

Trotz der hervorragenden Benchmark-Ergebnisse<br />

hatten wir das Gefühl, dass die von<br />

Huawei auf dem Gerät installierte Benutzeroberfläche<br />

den Prozessor ein wenig ausbremst.<br />

Zwar gehen Wechsel zwischen verschiedenen<br />

Screens recht schnell vonstatten,<br />

trotzdem gibt es hier und da kleinere Ruckler,<br />

die auf eine schlechte Abstimmung von<br />

Hard- und Software schließen lassen. An die<br />

butterweiche und knackige Bedienung des<br />

Nexus 4 oder des Nexus 7 kommt das Huawei<br />

nicht heran. Das dürfte jedoch in erster<br />

Linie daran liegen, dass noch <strong>Android</strong> 4.0<br />

vorinstalliert ist und das G615 somit (noch)<br />

nicht von den Performance-Verbesserungen<br />

durch Googles Project Butter profitiert.<br />

In Sachen Gehäusegestaltung und Design<br />

macht Huawei keine Experimente. Das<br />

Ascend G615 ist zwar gut verarbeitet, löst<br />

aber keinen echten „Wow“-Effekt aus. Es<br />

spricht zwar nichts gegen leichtgewichtige<br />

Akkudeckel, das an einen Blister erinnernde<br />

Plastikteil zeigt jedoch unschöne Wölbungen<br />

an den Lautsprecherschlitzen und macht keinen<br />

sehr wertigen Eindruck. Die Vorderseite<br />

des Gerätes hat uns deutlich besser gefallen,<br />

hier schützt ein robust<br />

wirkender Metallrahmen<br />

das Display vor<br />

Kratzern.<br />

App-Auswahl<br />

Neben den Google-<br />

<strong>Apps</strong> und Google<br />

Chrome hat Huawei einige<br />

praktische Anwendungen<br />

wie beispielsweise<br />

Security Guard<br />

installiert, mit dem sich<br />

Dateien verschlüsseln<br />

lassen und auch ein<br />

Passwort zum Geräteschutz<br />

eingegeben werden<br />

kann. Ein Dateimanager<br />

und Notizblock<br />

ist ebenfalls mit an<br />

Bord, dazu kommen<br />

eine stufenweise verstellbare<br />

Taschenlampe,<br />

ein Diktiergerät und eine Wetteruhr<br />

von Accuweather. Insgesamt ist das App-Angebot<br />

gut, und die Zusätze sind sinnvoll.<br />

Abb. 4: Bitte sprechen: Das Ascend<br />

G615 hat auch ein schick gestaltetes<br />

Diktiergerät an Bord.<br />

Fazit<br />

Das Huawei Ascend G615 gehört aktuell zu<br />

den schnellsten <strong>Android</strong>-Smartphones. Trotzdem<br />

bleibt von der Performance ein etwas<br />

durchwachsener Eindruck, mit einem Nexus<br />

4 lässt es sich in Sachen flüssiger Bedienung<br />

nicht vergleichen. Trotzdem empfehlen wir<br />

das Huawei Ascend G615 allen, die nach<br />

einem Quad Core-Smartphone mit erweiterbarem<br />

Speicher suchen. Mit dem Jelly Bean-<br />

Update könnte das Gerät zu einem echten<br />

Nexus-4-Konkurrenten werden.<br />

● ● ●<br />

Huawei Ascend G615<br />

Abb. 5: Typisch Huawei: Vom Sperrbildschirm<br />

aus lassen sich verschiedene<br />

Funktionen anwählen.<br />

Kerndaten<br />

Hersteller<br />

Huawei<br />

Formfaktor<br />

4,5-Zoll-Smartphone<br />

Auflösung<br />

1280x720<br />

Prozessor<br />

1,4 GHz, Quad-Core<br />

<strong>Android</strong>-Version<br />

<strong>Android</strong> 4.0.4, Update auf 4.1 im<br />

März<br />

Akku 2150 mAh<br />

Laufzeit Standby/​Gespräch<br />

360h/​11h<br />

Gewicht<br />

149g<br />

Preis (Internet)<br />

299 Euro<br />

Technische Details und Preisvergleich<br />

http:// www. android‐user. de/ lp/ 14936/<br />

Performance<br />

AnTuTu-Benchmark<br />

15347 Punkte<br />

Vellamo (HTML5/​Metal)<br />

1564/​457 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Bewertung<br />

4,2 Punkte<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 53


Hardware<br />

Sony Internet-TV-Box<br />

Sony<br />

Sonys Internet-TV-Box mit Google-TV<br />

Surf-Station<br />

Sony preist seine Internet-TV-Box<br />

NSZ-GS7 mit<br />

Google-TV als „Revolution<br />

im Home Entertainment“<br />

an. Ob das Gerät<br />

dieses vollmundige Versprechen<br />

hält, klärt unser<br />

Test. Thomas Leichtenstern<br />

‚„Plusminus<br />

‚ Moderater Preis<br />

‚ Durchdachte QWERTZ-Fernbedienung<br />

„ Nur Internet-TV<br />

„ Nur sehr wenige <strong>Apps</strong> kompatibel<br />

„ DLNA erst mit Zusatzsoftware<br />

nutzbar<br />

Neben <strong>Tablet</strong>s und Smartphones<br />

steigt noch eine Gerätekategorie<br />

kontinuierlich in der Gunst der<br />

Käufer: sogenannte Nettop-Boxen.<br />

Sie erlauben es, den heimischen Fernseher<br />

für vergleichsweise wenig Geld zu einem<br />

multimedialen Alleskönner inklusive Spielekonsole<br />

aufzurüsten. Ein Dreh- und Angelpunkt<br />

ist hierbei allerdings die Usability:<br />

Gerät die Bedienung zu umständlich, geht<br />

der Spaß daran verloren.<br />

Sony möchte dieses Kriterium mit einer<br />

multifunktionalen Fernbedienung abfangen,<br />

die Bestandteil der Internet-TV-Box NSZ-GS7<br />

ist. Der Hersteller empfiehlt dafür einen Verkaufspreis<br />

von 199 Euro, der Straßenpreis<br />

liegt derzeit ungefähr bei 159 Euro (Stand<br />

Februar 2013).<br />

Ingredienzen<br />

Zu den Innereien der Box gibt sich Sony ungewöhnlich<br />

zugeknöpft: Die Produktseite<br />

[LINK 1] liefert keinerlei Informationen über<br />

die technischen Spezifikationen, sondern lediglich<br />

über Features wie Kindersicherung<br />

oder die Wiedergabemodi von Filmen. Erst<br />

die App <strong>Android</strong> System Info [LINK 2] bringt<br />

halbwegs Licht ins Dunkel. So sorgt eine<br />

ARMv7-basierte Marvell-1500-CPU mit einer<br />

Taktrate von 1,2 GHz und zwei Kernen für<br />

die Rechenpower. Ihr zur Seite stehen angeblich<br />

1 GByte Arbeitsspeicher, System Info<br />

identifizierte jedoch nur 628 MByte, wovon<br />

etwa 450 schon belegt sind. An Massenspeicher<br />

stehen 4 GByte bereit.<br />

Auf der Rückseite bietet die Box Anschluss<br />

für zwei USB-Geräte; ein LAN-Slot erlaubt<br />

den Anschluss ans Netzwerk via Ethernet.<br />

Die meisten Anwender ziehen aber vermutlich<br />

das integrierte g/​b/​n-WLAN vor. Da dem<br />

Gerät ein eigener TV-Reciever fehlt, benötigt<br />

es einen externen. Die Box leitet das Signal<br />

dann via HDMI an den Fernseher weiter. Hier<br />

zeigt sich die erste ernsthafte Schwäche des<br />

Gerätes: Da viele Anwender das TV-Signal<br />

über den im TV eingebauten Receiver empfangen,<br />

geht für diese ein wichtiger Teil der<br />

angepriesenen Funktionalität des Sony-<br />

Winzlings verloren, etwa das Aufnehmen<br />

von Sendungen oder das Einblenden eines<br />

Browserfensters Bild-im-Bild.<br />

Als erster Hersteller lieferte Sony die im<br />

Juli 2012 veröffentlichte Surfstation mit<br />

Google-TV basierend auf <strong>Android</strong> 3.2 aus.<br />

Abb. 1: Neben einem HDMI-Ein ‐und Ausgang bietet die Surfstation zwei USB-Ports und einen digitalen Audio-<br />

Ausgang.<br />

54<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hardware<br />

Sony Internet-TV-Box<br />

Die Software<br />

Der Desktop besteht lediglich aus einer<br />

Menü-Leiste, welche Links zu den wichtigsten<br />

<strong>Apps</strong> enthält. In der App-Verwaltung finden<br />

sich einige vorinstallierte Tools, etwa der<br />

YouTube-Player, das Sony Entertainment<br />

Center oder der Media Player.<br />

Vollmundig preist Sony die Möglichkeit an,<br />

die Surfstation auch als Spielekonsole zu<br />

nutzen. Im Test war davon jedoch nichts zu<br />

sehen. Keine der im Play Store vorhandenen<br />

Spiele-<strong>Apps</strong> war zu dem Gerät kompatibel.<br />

Nicht viel besser sieht es mit den meisten<br />

Standard-Anwendungen aus. Weder Google<br />

Earth oder Maps noch der beliebte VLC-<br />

Player lassen sich installieren. Immerhin:<br />

Eine handvoll funktionierender <strong>Apps</strong> zeigt<br />

die Rubrik Sony select im Play Store.<br />

Praxistest<br />

Das Einbinden der Sony-Box ins heimische<br />

Media-Center beschränkt sich darauf , die<br />

Box per HDMI mit dem Fernseher und – sofern<br />

vorhanden – mit dem TV-Receiver zu<br />

verbinden. Ein Setup-Wizard fragt danach<br />

alle relevanten Parameter ab.<br />

Die mitgelieferte Fernbedienung hält auf<br />

der einen Seite ein Touchpad samt der von<br />

<strong>Android</strong> bekannten Buttons bereit. Auf der<br />

Rückseite finden Sie eine vollständige<br />

QWERTZ-Tastatur, deren Tasten groß genug<br />

sind, um sie sicher zu treffen. Die [Suchen]-<br />

Taste arbeitet allerdings nicht kontext-sensitiv.<br />

Benutzen Sie diese beispielsweise im<br />

Play Store, öffnet sich der Chrome-Browser<br />

und zeigt dort die Ergebnisse an. Unbefriedigend<br />

fanden wir auch die horizontale und<br />

vertikale Scroll-Funktion, die Sie durch Streichen<br />

am rechten und unteren Touchpad-<br />

Rand aktivieren. Im Test kam es mehrfach zu<br />

nervigen Haklern. Deutlich unkomplizierter<br />

und zielstrebiger navigieren Sie mit den Cursor-Tasten<br />

durch die jeweilige App.<br />

Zur Wiedergabe von Filmen und Musik<br />

stellt die Box einen Media Player bereit, der<br />

nach Sonys Angaben auch die Remote-Übertragung<br />

via DLNA unterstützt. Obwohl die<br />

Firmware auf dem neuesten Stand war, fand<br />

der Media-Player keinen Server. Erst die Installation<br />

der App MediaHouse UPnP / DLNA<br />

Sony NSZ-GS7<br />

Hersteller: Sony Corporation<br />

Formfaktor: Surf-Station<br />

Prozessor: 1,2 GHz Dual Core<br />

<strong>Android</strong> Version: 3.2, Google-TV<br />

Preis (ca): 159 Euro<br />

Browser [LINK 3] sorgte für<br />

Abhilfe und gewährte den<br />

Zugriff auf die Netzressourcen.<br />

Allerdings schlug<br />

gleich im Anschluss das<br />

Abspielen von Filmen mangels<br />

passender Software<br />

fehl. Auch hier müssen Sie<br />

zunächst eine App installieren:<br />

Bei unserem Test half<br />

der aVia Media Player<br />

[LINK 4].<br />

Ebenfalls eher unerfreulich<br />

ist die Unterstützung<br />

für externe USB-Speicher.<br />

Die im Test verwendete 2,5-<br />

Zoll-Festplatte, quittierte<br />

den Anschluss an die Box<br />

lediglich mit einem deutlich<br />

vernehmbaren Klicken,<br />

ohne aber ihren Inhalt bereitzustellen.<br />

Sehr wahr-<br />

Fernbedienung von vorne und von hinten.<br />

Abb. 2: Die starken Seiten der Sony-Box: die praktische<br />

scheinlich ist eine unzureichende<br />

Stromversorgung der Grund dafür, da<br />

die Platte an anderen Geräten einwandfrei<br />

funktioniert. Erfolgreicher verlief der Test mit<br />

einem USB-Stick. Hier zeigte der Media-<br />

Player sämtlich Audio, ‐Video und Bilddateien<br />

anstandslos an. Für Letztere stellt<br />

Sony noch die App „Fotos“ bereit, die nicht<br />

nur lokale Bilder anzeigt, sondern nach der<br />

Anmeldung auch solche der Webdienste<br />

Picasa und Flickr.<br />

Ohne Fehl und Tadel arbeitet hingegen der<br />

vorinstallierte YouTube-Player. Er gibt auch<br />

Full-HD-Videos mit schnell wechselnden<br />

Szenenbildern ohne spürbare Ruckler wieder.<br />

Der integrierte Chrome-Browser zeigt<br />

zwar alle Seiten an, lässt sich dabei aber<br />

reichlich Zeit. So vergingen im Test beim Öffnen<br />

skriptlastiger Seiten nicht selten zehn<br />

und mehr Sekunden, bevor sie fertig aufgebaut<br />

waren. Da sind einige Smartphones und<br />

<strong>Tablet</strong>s deutlich schneller.<br />

Fazit<br />

Obwohl sie mit 159 Euro nicht das große<br />

Loch ins Portemonnaie reißt: In der Summe<br />

ihrer Eigenschaften ist die Surfstation SONY<br />

NSZ-GS7 ihr Geld nicht wert. Durch zu wenige<br />

<strong>Apps</strong> und die doch recht behäbige<br />

CPU-/​GPU-Kombination reduziert sich ihr<br />

Nutzwert aufs Surfen und Ansehen von Youtube-Videos.<br />

Selbst die vorgeblich integrierte<br />

DLNA-Unterstützung klappte bei uns nur mit<br />

zusätzlicher Software. Google TV wird mit<br />

solchen Geräten und dem schwachen Software-Angebot<br />

auch 2013 einen schweren<br />

Stand haben.<br />

● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28564<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 55


<strong>Apps</strong><br />

App-Empfehlungen<br />

In dieser Rubrik stellt Ihnen<br />

die Redaktion jeden Monat<br />

zehn <strong>Apps</strong> vor, die wir für<br />

besonders gelungen halten.<br />

Arnold Zimprich<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-App-Empfehlungen<br />

Unsere Favoriten<br />

eBay-Kleinanzeigen<br />

kostenlos<br />

Ebay ist nicht gleich Ebay – der Online-Marktplatz hat sich mit dieser App neu erfunden<br />

und bietet nun auch eine Plattform für alle möglichen Kleinanzeigen auf<br />

dem Smartphone oder <strong>Tablet</strong> an. Egal, ob Gebrauchtwagen, Mietwohnungen,<br />

Jobs, gebrauchte Möbel oder Kindersachen: Mit der eBay Kleinanzeigen-App haben Sie<br />

den vollen Zugriff auf Inserate aus über 280 Kategorien. Die App muss sich<br />

in Sachen Funktionsumfang nicht vor Anzeigen-Postillen in Papierform verstecken<br />

und hat dabei einen entscheidenden<br />

Vorteil: Der Anruf beim Anzeigenblatt<br />

fällt weg, man hat die Eingabe<br />

komplett selbst in der Hand. Nutzer können<br />

auf der App kostenlos Anzeigen<br />

aufgeben, Kleinanzeigen in der Nähe<br />

finden und sich auch bei einem Standortwechsel<br />

über Angebote in der unmittelbaren<br />

Umgebung informieren. Die<br />

Kategorien erstrecken sich dabei von A<br />

wie Auto über I wie Immobilien bis Z<br />

wie zu verschenken.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Silence<br />

kostenlos<br />

Handys und Smartphones melden sich manchmal an ungünstigen Zeitpunkten<br />

zu Wort. Mit Silence kann man den eigenen <strong>Android</strong>en jedoch<br />

über bestimmte Zeitintervalle hinweg stummschalten. Anstatt ständig<br />

das Smartphone ein- und umstellen zu müssen, wenn wichtige Meetings<br />

oder andere Termine anstehen, kann man Silence einfach seinen<br />

Zeitplan mitteilen und es der App überlassen, den <strong>Android</strong>en leise zu<br />

stellen und danach wieder zu aktivieren. Die im Holo-Design gestaltete<br />

App gefällt auch optisch sehr gut. Bewertung: ★★★★★<br />

Shady Browser<br />

kostenlos<br />

Nicht alle Webpages, die man besucht hat, sollen auch von Dritten beim erneuten Öffnen des<br />

Smartphone- oder <strong>Tablet</strong>browsers einsehbar sein. Doch nicht immer denkt man daran, Suchverläufe<br />

zu löschen oder die Einstellungen derart zu verändern, dass einem niemand mehr nachspionieren<br />

kann. Um auf den Shady Browser zuzugreifen, ist ein separates Passwort nötig – das natürlich<br />

nur Sie wissen. Der Shady Browser ist insbesondere eine clevere Idee für Geräte, die von<br />

mehreren Leuten verwendet werden.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

56 April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Apps</strong><br />

App-Empfehlungen<br />

Speedtest.net<br />

Mobile<br />

kostenlos<br />

Wie schnell ist Ihr Netz? Die Speedtest-App ist die mobile Ausgabe<br />

des meistverbreiteten Breitband-Test-Tools im Internet. Man<br />

kann damit im Handumdrehen die aktuelle Netzwerk-Geschwindigkeit<br />

der eigenen Geräte feststellen. Somit lässt sich schnell<br />

überprüfen, ob sich die Angaben des neuen Providers bestätigen.<br />

Der Entwickler Ookla betreibt Speedtest.net mithilfe einer<br />

umfassenden, globalen Infrastruktur. Bewertung: ★★★★★<br />

Dice<br />

Player<br />

kostenlos<br />

Der von koreanischen Tüftlern entwickelte Dice Player gehört zu den besten und<br />

multifunktionalsten Videoplayern, die auf Google Play zu haben sind. Seine Stärke: Er<br />

spielt alle möglichen und unmöglichen Medienformate ab. Dazu gehören AVI, MOV,<br />

MKV, FLV, AVI, 3GP, 3G2, ASF, WMV, MP4, M4V, TS, MTP und M2TS. Dabei kann man<br />

den Playback Speed verändern und auch Untertitel in verschiedenen Formaten (SSA,<br />

SMI, SRT, VoBSub (beta)) einfügen. Bewertung: ★★★★★<br />

Geocaching<br />

8,99 Euro<br />

Sie hat ihren Preis, ist aber ein Muss<br />

für alle Geocacher: So lässt sich<br />

diese App in nur wenigen Worten<br />

zusammenfassen. "Geocaching" erschließt<br />

die exklusiven Koordinaten<br />

von fast 2 Millionen versteckten<br />

Geocaches. Sie lassen sich gleich<br />

um die Ecke finden – aber auch in<br />

mehr als 180 Ländern rund um den<br />

Globus für alle Abenteurer.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

ROM Toolbox<br />

Pro<br />

3,75 Euro<br />

Die ROM Toolbox Pro ist ein nützlicher<br />

Werkzeugkasten für alle Root-<br />

<strong>User</strong>. Sie kombiniert viele Werkzeuge,<br />

die man sonst aus anderen<br />

<strong>Apps</strong> zusammenstellen müsste. Daneben<br />

ist sie eine gute Ausgangsbasis,<br />

um alles aus einem gerooteten<br />

Gerät herauszuholen und es an die<br />

eigenen Ansprüche anzupassen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

ZeitOrt<br />

Erfassung<br />

0,79 Euro<br />

ZeitOrtErfassung ist eine App zum<br />

Erfassen der aktuellen Zeit und Position,<br />

also eine Mischung aus einer<br />

klassischen Zeiterfassung und einer<br />

Ortserfassung. Die App erfasst das<br />

aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit<br />

und verfasst einen Bemerkungstext.<br />

Am Ende dieses Heftes findet<br />

sich ein Entwicklerworkshop zu dieser<br />

App. Bewertung: ★★★★★<br />

Ultimate Stopwatch&Timer kostenlos<br />

Handelsübliche Stoppuhren sind, unter uns gesagt, ziemlich langweilig gestaltet. Ein kleines<br />

Display und ein paar Knöpfe – fertig ist die Stoppuhr. Bei „Ultimate Stopwatch&Timer“<br />

haben sich die Entwickler jedoch richtig ins Zeug gelegt. Neben Rundenzeiten misst die im<br />

Analog-Design gestaltete Anwendung auch Countdowns. Wer mag, kann das Zeit-Stoppen<br />

durch authentisches Geticke noch spannender machen. Bewertung: ★★★★★<br />

MightyText –<br />

SMS von <strong>Tablet</strong><br />

kostenlos<br />

Wollen Sie SMS bequem vom PC oder <strong>Tablet</strong> aus via <strong>Android</strong>-Smartphone<br />

versenden? Dann ist MightyText die App<br />

Ihrer Wahl. Zusammen mit der Basis-App „SMS-Computer,<br />

SMS Backup, MMS“, die man auf dem Smartphone installieren<br />

muss, wird mit dieser App auch das <strong>Tablet</strong> zur SMS-<br />

Plattform, egal, ob es ein 3G-Modem hat oder nicht.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28178<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 57


APPS<br />

Neuheiten<br />

Beliebte App-Neuheiten bei Google Play<br />

Neuheiten<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

Ihnen besonders beliebte <strong>Apps</strong><br />

vor, die neu auf Google Play<br />

sind oder ein Update erhalten<br />

haben. Arnold Zimprich<br />

flinc<br />

kostenlos<br />

Theke<br />

kostenlos<br />

Mit „Theke“ hat sich eine Konkurrenz-App zur ZDF-<br />

Mediathek bei Google Play eingefunden, mit der<br />

man ebenfalls Zugriff auf sämtliche Sendungen<br />

des Zweiten Deutschen Fernsehens erhält und die<br />

optisch und funktionell deutlich besser ist als das<br />

Original. Lesen Sie zu dem Thema auch auch unseren<br />

ausführlichen Testbericht weiter hinten in<br />

diesem Heft. Bewertung: ★★★★★<br />

Um von A nach B zu kommen, gibt es<br />

Autos, die Bahn, Flugzeuge oder eine<br />

Mitfahrgelegenheit. Mit flinc wird das<br />

Mitfahren deutlich einfacher. Die App ist<br />

zum einen intuitiv zu bedienen, zum anderen<br />

ermöglicht sie dank „instantnavi“,<br />

einer selbst entwickelten Echtzeit-Navigation<br />

für mobile Endgeräte,<br />

ein noch schnelleres Zusammenfinden<br />

von Fahrer und Mitfahrer.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Conrad<br />

kostenlos<br />

Bei der Erwähnung von Conrad Electronic<br />

gehen vielen Elektro-Tüftlern die Ohren auf.<br />

Die dazugehörige App ist ein mobiler Verkaufsberater<br />

und hält mehr als 350.000 Produkte im<br />

Webshop bereit. Mit einem Scanner kann man<br />

sich im Nu im Laden Produktdetails anzeigen<br />

lassen. Darüber hinaus gibt die App noch Informationen<br />

zur nächstgelegenen Conrad-Filiale<br />

und hat einen Routenplaner auf Lager.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Ski the World<br />

kostenlos<br />

„Ski the World“ bietet<br />

umfangreiche Informationen<br />

zu mehr als<br />

2000 Skigebieten.<br />

Nachdem man einzelne<br />

Favoriten ausgewählt<br />

hat, liefert<br />

die App tagesaktuelle<br />

Informationen<br />

wie geöffnete Pistenkilometer,<br />

Schneehöhen und<br />

die Wettervorhersage.<br />

Darüber hinaus<br />

erhält der Pisten-Profi<br />

Zugriff<br />

auf Webcams, um sich ein<br />

Bild von der aktuellen Lage machen zu können.<br />

Der Skigebiet-Konfigurator hilft, Gebiete mit<br />

den besten Bedingungen zu finden.<br />

<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

PushBullet<br />

kostenlos<br />

PushBullet ist Chrome to<br />

Phone in Grün – und das im<br />

wahrsten Sinne des Wortes,<br />

denn die App ist in hübschen,<br />

<strong>Android</strong>-freundlichen<br />

Grüntönen gehalten. Mit der<br />

Anwendung kann man im<br />

Handumdrehen Dateien,<br />

Links, Notizen, Fotos, Listen,<br />

Adressen und mehr<br />

aus dem Browser an das<br />

eigene <strong>Tablet</strong> oder Smartphone<br />

oder an das von<br />

Freunden schicken.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

58<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Apps</strong><br />

Neuheiten<br />

meteosphere<br />

2,69 Euro<br />

Gute Idee – wenn auch ausbaufähig: Meteosphere<br />

bietet weltweite Wettervorhersage-Animationen<br />

und will damit den langweiligen tabellarischen<br />

Wetterbericht durch eine grafisch<br />

ansprechende und selbsterklärende Darstellung<br />

ersetzen. Die auf Google Play recht vollmundig<br />

angekündigte App hat jedoch Mängel. Die Datenlage<br />

ist nicht immer auf dem neuesten Stand<br />

und die Steuerung verbesserungsbedürftig.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Unity<br />

Launcher<br />

0,74 Euro<br />

Einige Linux-Fans konnten auf der<br />

CES bereits einen Blick auf das<br />

Ubuntu Phone werfen. Damit<br />

auch Besitzer von <strong>Android</strong>-Smartphones<br />

in den Genuß der dazugehörigen<br />

Unity-UI kommen, gibt es<br />

diese App. Der Launcher bietet<br />

vielerlei Funktionen und Anpassungen.<br />

So kann man beispielsweise<br />

<strong>Apps</strong> durch Wischgesten<br />

öffnen, Icons und Widgets anpassen,<br />

Farben und Hintergründe<br />

ändern und vieles mehr.<br />

Die Entwickler wollen den Funktionsumfang<br />

weiter ausbauen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

EverClip Pro<br />

2,19 Euro<br />

Mit EverClip Pro schneiden<br />

Sie schnell und zuverlässig<br />

Web-Inhalte wie Bilder<br />

oder Textschnipsel aus<br />

und übertragen diese auf<br />

den EverNote-Notizblock<br />

auf dem Smartphone. Fällt<br />

einem während des Surfausflugs<br />

etwas Wichtiges<br />

auf, das man archivieren<br />

und später erneut betrachten<br />

möchte, ist Ever-<br />

Clip Pro eine praktische<br />

Sache und ein nützlicher<br />

Zusatz für EverNote.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Kniffel Gewinnkarte<br />

1,00 Euro<br />

Große Straße, Full House, Dreier-Pasch oder die berühmte Chance:<br />

Kniffel ist mehr als nur ein Verlegenheitsspiel für Leute, die nicht<br />

Schafkopfen können, Kniffel ist Kult. Das Würfel-Vergnügen hat jedoch<br />

einen entscheidenden<br />

Nachteil: Ist der Kniffel-<br />

Block voll, ist der Spielspaß<br />

vorbei. Nicht so<br />

mit dieser App. Sie ersetzt<br />

den Schreibblock –<br />

und wird noch die ein<br />

oder andere Revanche<br />

herausfordern und<br />

Spielabende verlängern.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Eintracht Frankfurt<br />

kostenlos<br />

Fußballfans wollen hauptsächlich eines: ihr Team unterstützen<br />

und sich über die erzielten Erfolge freuen.<br />

Wenn man darüber hinaus noch gut über Transfers<br />

und die Tabelle informiert ist, umso besser. Die Entwickler<br />

von Tobit.Software haben sich dies zu Herzen<br />

genommen und für viele deutsche Vereine <strong>Apps</strong><br />

entwickelt, die einen informativen Rundumschlag<br />

bieten und dabei noch ganz gut aussehen.<br />

Bewertung: ★★★★★<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28547<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 59


<strong>Apps</strong><br />

Cewe-Fotobuch<br />

Im Test: Die Cewe Fotowelt<br />

Fotoalbum<br />

Auch wenn es immer<br />

noch Liebhaber gibt,<br />

die ihre Fotos entwickeln<br />

lassen und dann<br />

von Hand in ein Album<br />

sortieren, gehört die<br />

Zukunft klar den digitalen<br />

Fotoalben. Wir<br />

haben die Cewe-App<br />

getestet. Mirko Mahlberg<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28786<br />

Die Cewe-Fotobücher dürften allen<br />

Leserinnen und Lesern ein Begriff<br />

sein, die schon einmal Fotos bei<br />

Drogeriemarkt, Rewe, Müller &<br />

Co. ausgedruckt haben. Seit Kurzem bietet<br />

die Firma auch eine <strong>Android</strong>-App an [LINK 1],<br />

über die sich Fotobücher einfach und bequem<br />

erstellen und nach Hause schicken lassen.<br />

Sie können die App aber auch nur dazu<br />

benutzen, Ihre Fotos an eine der zahlreichen<br />

Cewe-Fotostationen schicken zu lassen.<br />

Der erste Start<br />

Beim Öffnen der App werden Sie gefragt, ob<br />

Sie einen Partnercode haben. Falls nicht, bestätigen<br />

Sie einfach mit Weiter ohne Partnercode.<br />

Es erscheint ein weiterer Dialog, bei<br />

dem Sie auswählen, über welchen Partner<br />

Sie Ihre Fotos entwickeln lassen möchten<br />

(was bei der Abholung eine Rolle spielt).<br />

Anschließend sehen Sie das Hauptfenster<br />

der App (Abbildung 1).<br />

Fotobuch erstellen<br />

Auf der Startseite klicken Sie auf die Kachel<br />

Mein cewe fotobuch. Sie können jetzt zwischen<br />

einem mini Fotobuch mit einer Seitenmaße<br />

von 15x11cm, einem kompakten Panoramabuch<br />

mit einem Seitenmaß von<br />

19x15cm, einem großen Fotobuch mit einem<br />

Seitenmaß von 21x28cm und einem 28x21cm<br />

großen Panoramabuch wählen. Das kleinere<br />

gibt es ab 7,95Euro (zzgl. Versandkosten),<br />

das große ab 15,95Euro, das kleinere Panoramabuch<br />

ab 9,95Euro (zzgl. Versandkosten)<br />

und das große Panoramafotobuch ab<br />

21,95Euro. Nachdem Sie sich für eines der<br />

vier entschieden haben, müssen Sie zunächst<br />

den Titel des Buches eingeben.<br />

Im zweiten Schritt wählen Sie den Umschlag<br />

aus. Bei dem kleinen Fotobuch gibt es<br />

nur das Softcover – beim großen Panorama<br />

Soft- und Hardcover. Beim Panoramabuch<br />

sowie dem großen Fotobuch stehen drei Umschläge<br />

zur Auswahl: Heft (in der Mitte getackert),<br />

Softcover (wie ein Taschenbuch) und<br />

Hardcover (wie bei einem richtigen Wälzer).<br />

Das Fotobuch kostet je nach Auswahl zwischen<br />

9,95 Euro und 26,95 Euro. Nun müssen<br />

Sie sich noch für einen Papiertyp entscheiden:<br />

Hier stehen Digitaldruck, Digitaldruck<br />

mit Hochglanz-Veredelung, Fotopapier<br />

matt und Fotopapier glänzend zur Auswahl.<br />

Die entsprechenden Preise stehen auch jeweils<br />

oben rechts auf jeder Kachel.<br />

Wie bei der PC-Version der App stehen<br />

auch hier verschiedene Stile zur Auswahl.<br />

Ob die Fotos auf schwarzem, weißem oder<br />

blauem Hintergrund gedruckt werden, ist<br />

ganz Ihre Entscheidung. Haben Sie sich für<br />

einen Stil entschieden, legen Sie das Layout<br />

fest und suchen anschließend die gewünschten<br />

Bilder aus. Wir empfehlen, mit einem<br />

vorgegebenen Layout zu starten und das zu<br />

ändern, anstatt alles von Hand zu machen.<br />

Bestellung abschließen<br />

Wenn Sie mit dem Buch fertig sind, klicken<br />

Sie auf In den Warenkorb am oberen rechten<br />

Smartphone oder <strong>Tablet</strong>?<br />

Abb. 1: Die Startseite der Cewe Fotowelt auf einem <strong>Tablet</strong>. Einen Porträt-Modus gibt es nicht.<br />

Die Cewe Fotowelt ist in erster Linie für <strong>Tablet</strong>s<br />

gedacht, arbeitet aber auch auf Smartphones.<br />

Es gibt dabei nur das Querformat, und trotz<br />

Sidebar erscheint auf dem Handy auch die Menütaste.<br />

Seltsamerweise gibt es auf dem <strong>Tablet</strong><br />

mehr Fotobuchformate zu Auswahl (Groß und<br />

Groß Panorama). Nichtsdestotrotz ist die<br />

Cewe-App auch auf dem Handy gut nutzbar.<br />

62<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Apps</strong><br />

Cewe-Fotobuch<br />

Rand. Der Preis wird dann errechnet. Die<br />

Versandkosten betragen 3,99 Euro. Hier können<br />

Sie, falls vorhanden, noch einen Gutscheincode<br />

einlösen. Wenn nicht, tippen Sie<br />

auf Bestellen. Um die Bestellung abzuschließen,<br />

brauchen Sie ein Benutzerkonto. Wenn<br />

Sie schon eines haben, geben Sie die E-Mail<br />

Adresse und das Passwort ein. Sonst richten<br />

Sie über Neues Benutzerkonto anlegen einen<br />

neuen Account ein. Wenn Sie angemeldet<br />

sind, brauchen Sie nur noch die Rechnungsadresse<br />

eingeben und wie Sie bezahlen wollen.<br />

Die Bestellung wird dann geprüft und an<br />

Sie verschickt.<br />

Weitere Möglichkeiten:<br />

Mit der Cewe-App kann man auch echte<br />

Postkarten mit einem eigenen Foto aus der<br />

Galerie verschicken. Dazu wählen Sie auf der<br />

Startseite den Eintrag Postkarte. Oben links<br />

auf Foto finden Sie Ihre Fotos. Ziehen Sie ein<br />

Foto in den entsprechenden Kasten. Auf der<br />

Rückseite fügen Sie dann Ihren Text und die<br />

Anschrift des Empfängers hinzu. Alles wird<br />

dann auf die Karte gedruckt und per Post<br />

versandt. Inklusive Versand im Inland kostet<br />

eine Postkarte 2,14 Euro. Hierzu hatten wir<br />

in <strong>Android</strong> <strong>User</strong> 08/2012 auch schon günstigere<br />

Anbieter getestet [LINK 2].<br />

Möchten Sie nur einfach einen Cewe-Automaten<br />

finden? Dann tippen Sie auf der Startseite<br />

die Kachel Cewe SOFORTFOTOS an. Auf<br />

Filiale finden sucht die App den nächstgelegenen<br />

Cewe-Automaten. Über den Menüpunkt<br />

Fotos auswählen senden Sie Fotos auf<br />

einen Fotoautomaten per WLAN, wenn Sie<br />

vor einem Cewe-Automaten stehen und mit<br />

dem entsprechenden WLAN verbunden sind.<br />

Natürlich bietet die Cewe-App auch einzelne<br />

Fotos an, welche Sie über Ihr <strong>Tablet</strong><br />

oder Smartphone auswählen und an sich<br />

oder jemanden anders senden können.<br />

Hierzu wählen Sie auf der Startseite Fotos<br />

aus, fügen ein oder mehrere Fotos hinzu und<br />

legen diese in den Warenkorb. Eine extra Kachel<br />

auf der Startseite hält alle wichtigen<br />

Infos für den Kundendienst bereit.<br />

Fazit<br />

Die Cewe Fotowelt bietet eine Menge Möglichkeiten,<br />

Ihre digitalen Fotos auf Papier zu<br />

bringen. Die Fotoalben sind zwar nicht gerade<br />

günstig, aber die Qualität stimmt. Insofern<br />

halten wir die Preise für fair. Möchten<br />

Sie ein Fotobuch erstellen, raten wir in jedem<br />

Fall zur <strong>Tablet</strong>-Version, allein schon wegen<br />

der größeren Auswahl an Formaten. Einfache<br />

Abzüge von Fotos lassen sich auch über die<br />

Smartphone-App gut bestellen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 2: Die Auswahlmöglichkeiten für Fotobücher auf einem <strong>Tablet</strong>. Bei der Smartphone-<br />

Version gibt es nur Mini und Compact Panorama.<br />

Abb. 3: Geben Sie hier einen passenden Titel ein, der dann auf dem Cover des Fotobuches<br />

erscheint. Oben sehen Sie die einzelnen Schritte, die noch folgen.<br />

Abb. 4: Die Vorderseite der Postkarte können Sie mit einem eigenen Bild versehen und auch<br />

anpassen, um den passenden Ausschnitt zu erhalten.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 63


<strong>Apps</strong><br />

Watchever<br />

Online-Videothek Watchever<br />

Auf Abruf<br />

Die Videothek hat ausgedient?<br />

Filme lädt<br />

man über Online-Videotheken<br />

aus dem Netz?<br />

Auf <strong>Android</strong>: Nein! Lovefilm,<br />

Maxdome und Co.<br />

haben keine <strong>Android</strong>-<br />

<strong>Apps</strong>. Nur der Neuling<br />

Watchever hat eine im<br />

Programm, wir schauen<br />

dem Dienst auf die Finger.<br />

Christoph Langner<br />

Root? WAtchNever<br />

Die Rechteinhaber der<br />

Filmindus trie haben Angst<br />

davor, dass sich ihre digitalen<br />

Filme kopieren lassen. Watchever<br />

muss daher mit technischen<br />

Mitteln dafür sorgen, dass<br />

der geliehene Film auf dem<br />

Gerät bleibt. Ein Weg, eine digitale<br />

Kopie zu extrahieren, wären<br />

Root-Rechte auf dem <strong>Tablet</strong>. Die<br />

Watchever-App prüft daher ob<br />

Sie Ihr <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong> gerootet<br />

haben, falls ja, quittiert sie den<br />

Dienst. Leider scheint die Prüfung<br />

auf manchen <strong>Android</strong>-Exoten<br />

auch fälschlicherweise<br />

Alarm zu schlagen, die Bewertungen<br />

der App zeugen von vielen<br />

genervten <strong>Android</strong> <strong>User</strong>n.<br />

Die deutsche Video-Streaming-<br />

Landschaft sieht in Bezug auf<br />

And roid bislang ziemlich öde aus.<br />

Amazons Videoverleih Lovefilm<br />

[LINK 1] verfügt zwar über eine passable <strong>Android</strong>-App<br />

im Play Store [LINK 2], doch Videoon-Demand<br />

(kurz VoD) ist für sie noch ein<br />

Fremdwort. Mit ihr lässt sich lediglich im Angebot<br />

des Dienstes stöbern, und Videos können<br />

als DVD oder Blu-ray per Post geordert<br />

werden. Noch schlechter stehen Maxdome<br />

[LINK 3] und Sky Go [LINK 4] da. Beide Dienste<br />

bieten aktuell (Stand Anfang Januar 2013) in<br />

Deutschland keine <strong>Android</strong>-<strong>Apps</strong> an. Maxdome<br />

hatte seine für Ende 2012 angekündigt<br />

[LINK 5], doch im Play Store findet sich noch<br />

keine Spur von ihr. Sky Go verfügt theoretisch<br />

über eine App [LINK 6], doch diese lässt<br />

sich von Deutschland aus nicht installieren.<br />

Fast 1600 Facebook-<strong>User</strong> klagen in der Facebook-Gruppe<br />

„Ich will Sky Go für mein <strong>Android</strong>-Handy“<br />

[LINK 7] über die Vernachlässigung<br />

der deutschen Sky-Abonnenten.<br />

rahul pathak, 123RF<br />

Watchever<br />

Anfang dieses Jahres ist mit Watchever<br />

[LINK 8] ein weiterer VoD-Dienst gestartet, der<br />

gleich mit einer <strong>Android</strong>-App [LINK 9] loslegt.<br />

Für eine Monatsgebühr von 8,99 Euro bekommen<br />

Abonnenten eine „Flatrate“ mit Zugriff<br />

auf ein Repertoire von mehreren tausend<br />

Filmen und Serien geboten. Der Dienst<br />

lässt sich 30 Tage lang kostenlos testen, danach<br />

beginnt das monatlich kündbare Abonnement.<br />

Wer über den Kooperationspartner<br />

Bild [LINK 10] seinen Account erzeugt, bekommt<br />

danach zwei Monate zum Preis von<br />

einem. Watchever lässt sich daher drei Monate<br />

lang für 8,99 Euro gründlich austesten.<br />

Nur für <strong>Tablet</strong>s<br />

Die Watchever-App lässt sich bislang lediglich<br />

auf <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong>s installieren, Handys<br />

müssen draußen bleiben. Ein erst kürzlich<br />

veröffentlichtes Update macht die App<br />

zudem auch fit für Geräte mit <strong>Android</strong> 4.2,<br />

Watchever kann somit auch endlich auf den<br />

Nexus-<strong>Tablet</strong>s installiert werden.<br />

Die <strong>Android</strong>-App ist handwerklich sehr gut<br />

gemacht. Der Homescreen der Anwendung<br />

empfängt Sie mit einer Übersicht der aktuellen<br />

Tipps, Ihren persönlichen Empfehlungen<br />

und den Videos, die Sie auf die Watchliste<br />

gesetzt haben. In den Menüleiste filtern Sie<br />

das Angebot nach Serien, Filmen oder dem<br />

eigenen Programmwunsch, eine Suchfunktion<br />

gibt es natürlich auch. Ein Watchever-<br />

Account lässt sich auf bis zu fünf verschiedenen<br />

Geräten nutzen, drei Geräte können zur<br />

selben Zeit Videos abrufen.<br />

In der Originalversion<br />

Ein Klick auf eines der Videos bringt Sie der<br />

Ausleihe des Films näher. Eine kurze Zusammenfassung<br />

erklärt den Inhalt, zeigt bei einer<br />

Serie weitere Folgen an und bietet Ihnen die<br />

64<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Apps</strong><br />

Watchever<br />

Abb. 1: Für 8,99 Euro im Monat haben Sie bei Watchever Zugriff auf die<br />

gesammte Videothek mit zahlreichen Filmen und Serien.<br />

Abb. 2: Das Angebot von Watchever ist aktuell noch ausbaufähig, von<br />

vielen populären Serien gibt es bisher nur die ersten Staffeln.<br />

Möglichkeit, das Video zu bewerten. Die<br />

Watchliste dient als Bookmark-Funktion.<br />

Ein Klick auf Ansehen startet das Video<br />

nach ein paar Sekunden Pufferzeit. Das Abspielen<br />

lässt sich pausieren, Sie können im<br />

Video spulen und oft auch zwischen dem<br />

Originalton und der deutschen Fassung wählen.<br />

Das Einblenden von Untertiteln unterstützt<br />

Watchever bislang jedoch nicht.<br />

Videos auch offline<br />

Mit der Möglichkeit, Videos für das Offline-<br />

Schauen abzuspeichern, sticht Watchever aus<br />

der Konkurrenz deutlich heraus. Der Button<br />

Offline verfügbar zeigt, dass Sie den aktuellen<br />

Titel herunterladen können. Nach dem ersten<br />

Anspielen wird das Video nach 48 Stunden<br />

aus dem Offline-Speicher entfernt. Allerdings<br />

machen Watchever erneut Vorgaben der<br />

Rechteinhaber das Leben schwer. Damit die<br />

DRM-verschlüsselten Offline-Videos sicher<br />

auf dem <strong>Tablet</strong> lagern, speichert die App die<br />

Video-Dateien lediglich auf dem internen<br />

Abb. 3: Watchever zeigt Filme und Serien oft auch in der Originalversion.<br />

Speicher ab, externe SD-Speicherkarten werden<br />

als Speicher nicht angeboten.<br />

Knappes Angebot<br />

Das Angebot des Dienstes ist nach Schulnoten<br />

betrachtet befriedigend. Ältere Film-Hits<br />

wie Terminator, Rambo oder Shining sind<br />

vorhanden, dafür fehlen allerdings sämtliche<br />

Bond-Titel, Rocky oder auch die Indiana-<br />

Jones-Filme. Wirklich aktuelle Titel gibt es<br />

auch nicht gegen Aufpreis.<br />

Beim Serienangebot finden sich auch<br />

immer wieder Löcher im Angebot, so gibt es<br />

von den Sopranos die Staffeln zwei und drei,<br />

die ersten Episoden und die restlichen Staffeln<br />

fehlen. Am Angebot wird jedoch nach<br />

Angaben von Watchever permanent gefeilt.<br />

Fazit<br />

Watchever zeigte sich in unserem Test von<br />

der Licht-, wie von der Schattenseite. Die<br />

And roid-App ist gut gemacht, die Offline-<br />

Funktion und Filme im Originalton sind konkurrenzlos,<br />

doch Watchever<br />

hat durchaus mit Kinderkrankheiten<br />

zu kämpfen.<br />

<strong>User</strong> berichten von<br />

technischen Problemen,<br />

die App startet nicht auf<br />

gerooteten Geräten, und<br />

manche <strong>Tablet</strong>s sind laut<br />

Watchever gerootet, obwohl<br />

sie unverändet sind.<br />

Film-Fans sollten Watchever<br />

aber zumindest in den<br />

ersten drei vergünstigten<br />

Monaten eine Chance<br />

geben, bis dahin ist das<br />

Angebot vielleicht auch<br />

weiter ausgebaut. ● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28581<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 65


<strong>Apps</strong><br />

Theke<br />

Theke – inoffizielle ZDF-App mit Klasse<br />

So geht<br />

Mediathek<br />

Dietmar Hoepfl, 123RF<br />

Das ZDF bietet für seine Mediathek eine eigene App an. Begeisterung<br />

ruft diese jedoch nicht hervor. Wie eine gute Mediathek-App aussehen<br />

und funktionieren soll, zeigt Theke. Christoph Langner<br />

ARD Live-Stream<br />

Neben dem ZDF weitet auch die<br />

ARD ihre Sendetätigigkeit zunehmend<br />

auf das Internet aus.<br />

Inzwischen bietet das Erste<br />

sogar auch einen Live-Stream<br />

des aktuell ausgestrahlten Programms<br />

an, den Sie im Browser<br />

auf dem PC [LINK 6] oder auch<br />

auf dem Handy [LINK 7] empfangen<br />

können. Alternativ lässt sich<br />

aus den übermittelten Daten<br />

auch direkt die URL zum Stream<br />

he rausziehen, sodass Sie den<br />

Video-Feed auch gleich direkt in<br />

Mediaplayer wie VLC in niedriger,<br />

mittlerer und hoher Qualität<br />

[LINK 8-10]einspeisen können.<br />

ARD und ZDF bieten weite Teile<br />

ihres täglichen TV-Programms in<br />

ihren Mediatheken sowohl als<br />

Webseite wie auch via App zum<br />

nachträglichen Schauen am PC oder am<br />

Handy als Stream an [LINK 1], [LINK 2]. Wer also<br />

die heute-show oder den letzten Tatort verpasst<br />

hat, der findet die Sendungen etwa<br />

eine Woche lang (der Depublizierungs-Pflicht<br />

sei dank) in den Archiven der beiden öffentlich<br />

rechtlichen Sender-Gruppen.<br />

Allerdings konnten uns die offiziellen <strong>Apps</strong><br />

bisher nur wenig überzeugen. Sie sind<br />

schwerfällig, nutzen veraltete Techniken, eigenwillige<br />

Layouts und bedürfen eigentlich<br />

einer kräftigen technischen und optischen<br />

Überholung. Bislang sieht man bei den öffentlich-rechtlichen<br />

Sendern allerdings wenig<br />

Motivation, dies auch<br />

wirklich anzugehen.<br />

Theke – inoffiziell<br />

aber besser<br />

Angesichts dessen ist es<br />

für <strong>Android</strong> <strong>User</strong> überaus<br />

begrüßenswert, dass sich<br />

mit Theke [LINK 3] eine kostenlose<br />

Konkurrenz-App<br />

im Google Play Store eingefunden<br />

hat, mit der Sie<br />

ebenfalls Zugriff auf sämtliche<br />

in der Mediathek eingestellten<br />

Sendungen des<br />

Zweiten Deutschen Fernsehens erhalten. Die<br />

App macht vieles besser, was man beim ZDF<br />

bislang vernachlässigt hat.<br />

Mit Theke durchforsten Sie die Inhalte der<br />

ZDF-Mediathek (also der Sender ZDF, ZDFneo,<br />

ZDFkultur, ZDFinfo und 3sat), stöbern<br />

nach beliebten Beiträgen und suchen gezielt<br />

nach einzelnen Sendungen und Rubriken mit<br />

automatischer Vervollständigung des Suchbegriffs.<br />

Zudem lassen sich gern gesehene<br />

Sendungen oder auch einzelne Beiträge als<br />

Favoriten markieren und so schnell bei der<br />

nächsten Folge wieder aufrufen.<br />

Streams in guter Qualität<br />

Die Bedienung der App ist in großen Teilen<br />

praktisch selbsterklärend. Unter Beliebt finden<br />

Sie die aktuell meist geschauten Beiträge<br />

Abb. 1: Die Theke-App zeigt die aktuell beliebtesten Sendungen aus der<br />

Mediathek in einer praktischen Übersicht an.<br />

66<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Apps</strong><br />

Theke<br />

Abb. 2: Die Sendungen der ZDF-Mediathek lassen sich in unterschiedlichen<br />

Qualitätsstufen abrufen.<br />

Abb. 3: Die beste Bildqualität erhalten Sie, wenn Sie in den Einstellungen<br />

„MP4 mit HTTP“ als Format auswählen.<br />

in der Mediathek, unter Rubriken stöbern Sie<br />

durch das Angebot nach Beiträgen aus Kultur,<br />

Nachrichten, Sport oder Unterhaltung. In<br />

den Favoriten finden Sie schließlich Einträge,<br />

die Sie mit einem Stern als für Sie wichtig<br />

markiert haben.<br />

Sollten Sie gerade unterwegs sein und eine<br />

Sendung über das Mobilfunknetz sehen wollen,<br />

dann fällt dem Qualitäts-Schieber besondere<br />

Bedeutung zu. Mit ihm reduzieren Sie<br />

die Qualität des Video-Bildes und demzufolge<br />

auch die Menge der zu übertragenden<br />

Daten. Zuhause im eigenen WLAN, darf dieser<br />

Regler ruhig immer auf die bestmögliche<br />

Qualität eingestellt werden.<br />

Praktischer mit VLC<br />

Die aktuelle Version der Theke erlaubt es<br />

Ihnen zwischen den vom ZDF angebotenen<br />

Streaming-Formaten zu wählen. Dazu öffnen<br />

Sie die Einstellungen der App und wählen<br />

dort unter Format und Protokoll die Option<br />

MP4 mit HTTP. In dieser Einstellung erreichen<br />

Sie die selbe Bildqualität auf Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en wie auf dem heimischen PC.<br />

Mit dieser Option öffnet die Theke die<br />

Links zu den Streams allerdings umständlich<br />

über den Browser. Chrome spielt das Video<br />

nach dem Klick auf das kleine „Play“-Symbol<br />

ab, der Standard-<strong>Android</strong>-Browser wusste allerdings<br />

auf unserem Testgerät nichts mit<br />

dem Video-Link anzufangen.<br />

Wir empfehlen daher die Installation des<br />

VLC-Players für <strong>Android</strong> [LINK 4]. Er bietet sich<br />

beim Klick auf den Play-Button in Theke umgehend<br />

als möglicher Player an und spielt<br />

das Video ohne weitere Umstände ab. So<br />

haben Sie denselben Komfort wie in der<br />

Standard-Einstellung von Theke, gewinnen<br />

aber deutlich an Bildqualität hinzu.<br />

Fazit<br />

Theke macht so gut wie alles richtig, was das<br />

ZDF bei seiner App bislang falsch macht.<br />

Wer gerne in der ZDFmediathek stöbert, der<br />

sollte dies in Zukunft mit der Theke machen.<br />

Die Theke-App wird allerdings bislang ohne<br />

offizielle Unterstützung des Senders entwickelt,<br />

von daher müssen wir hoffen, dass das<br />

ZDF den Entwickler der App gewähren lässt.<br />

Mediathek für Mac, eine ähnliche Anwendung<br />

für Apple-Rechner, musste zum Beispiel<br />

bereits den Betrieb einstellen [LINK 5].<br />

Hoffen wir, dass dieses Schicksal nicht auch<br />

Theke widerfährt. Wenn <strong>Android</strong> <strong>User</strong> einen<br />

Wunsch an das ZDF richten dürfte, dann<br />

wäre ein offizielles OK des Senders ganz<br />

oben auf unserem Wunschzettel.<br />

● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28571<br />

Abb. 4: MP4 stellte sich im Vergleich als das Format mit der deutlich besten<br />

Bildqualität heraus.<br />

Abb. 5: Die MP4 streams reicht Theke ohne einen zusätzlichen Player wie<br />

VLC üblicherweise direkt an einen Browser weiter.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 67


<strong>Apps</strong><br />

Falcon Pro Twitter Client<br />

Anzhela Buch, 123RF<br />

Kurztest: Twitter-App Falcon Pro<br />

Falcon<br />

Pro<br />

Es gibt viele Twitter Clients, aber nicht alle sind gut genug. Deshalb<br />

hat der bekannte <strong>Android</strong>-Entwickler Jaoquim Vergès sein Twitter-Widget<br />

als App in den Play Store gebracht. Falcon Pro ist der beste Twitter-<br />

Client. Wir haben ihn für Sie getestet. Samuel Groesch<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28730<br />

Tipp<br />

Durch langes Drücken auf<br />

einen Tweet in der Timeline,<br />

erscheint ein Aktionsmenü, in<br />

dem Sie schnellen Zugriff auf<br />

Funktionen wie Retweeten<br />

oder Antworten bekommen.<br />

Falcon war zunächst nur ein Widget<br />

mit dem Sie Ihre aktuellen Tweets<br />

ansehen konnten. Der Entwickler<br />

hat mit Falcon Pro die Weiterentwicklung<br />

dieses Widgets für 0,79 Euro im<br />

Google Play Store veröffentlicht [LINK 1]. Die<br />

Bewertungen der Nutzer lassen nur Gutes<br />

vermuten. Und in der Tat, Falcon Pro ist ein<br />

sehr performanter und intuitiver Twitter<br />

Client für <strong>Android</strong> Smartphones. Die Anwendung<br />

ist durchgehend übersichtlich und<br />

funktional gehalten, und alles ist sehr schön<br />

anzusehen und schnell. In der Timeline wählen<br />

Sie in dem über den Tweets platzierten<br />

Menü aus, ob Sie Ihre<br />

Mentions, privaten Nachrichten<br />

oder den Stream mit<br />

allen aktuellen Posts betrachten<br />

möchten. Aktualisieren<br />

können Sie den Inhalt ganz<br />

einfach durch einen Wisch<br />

nach unten.<br />

Durch eine Wischgeste<br />

nach rechts legen Sie in der<br />

erscheinenden Auswahl persönliche<br />

Listen an, suchen<br />

nach Begriffen, favorisieren<br />

<strong>User</strong>, greifen auf diese zurück<br />

und verfolgen neue lokale<br />

bzw. weltweite Trends.<br />

Wischen Sie nach links, gelangen<br />

Sie in das Hauptmenü<br />

von Falcon Pro. Von hier aus Abb. 1: Falcon Pro kommt mit einem<br />

greifen Sie auf Ihr eigenes sehr aufgeräumten und hübschen<br />

Profil zu, wechseln zwi-<br />

<strong>User</strong> Interface daher.<br />

schen den Reitern Timeline, Favorites und<br />

Retweets hin und her und navigieren in die<br />

Einstellungen. Ein nettes Feature von Falcon<br />

Pro ist der integrierte Browser: Enthält ein<br />

Tweet einen Link, dann ruft Falcon Pro diesen<br />

direkt unter dem Tweet auf. Das lästige<br />

Wechseln zwischen Browser und Twitter<br />

Client entfällt somit, und in vielen Fällen<br />

können Sie sich so auch einen Klick auf den<br />

Link ersparen.<br />

Im Vergleich zu anderen Twitter <strong>Apps</strong> kann<br />

Falcon Pro in Bereichen punkten, in welchen<br />

Konkurrenz-<strong>Apps</strong> leider nicht so gut abschneiden.<br />

Zum Beispiel hat der Entwickler<br />

das Darstellen von Konversationen<br />

sehr gut gelöst.<br />

Es lassen sich zuverlässig<br />

und strukturiert Gespräche<br />

öffnen, indem<br />

man nur einen Tweet aus<br />

der Unterhaltung öffnet<br />

und den gesamten Verlauf<br />

angezeigt bekommt.<br />

Setup-<br />

Möglichkeiten<br />

Falcon Pro kommt mit<br />

umfangreichen Optionen,<br />

über die Sie den Twitter-<br />

Client optimal an Ihre Bedürfnisse<br />

und Ihren Geschmack<br />

anpassen. So<br />

lassen sich Synchronisationseinstellungen<br />

individuell<br />

festlegen oder der<br />

68<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Apps</strong><br />

Falcon Pro Twitter Client<br />

Bilderdienst zum Upload von Fotos auswählen.<br />

Selbst die Benachrichtigungen können<br />

Sie für verschiedene Szenarien unterschiedlich<br />

definieren. Falls Sie über einen Internet<br />

Tarif mit geringem High-Speed-Volumen nutzen,<br />

aktivieren Sie die<br />

Option Load content on<br />

WiFi Only unter <strong>User</strong><br />

experience. Für Design-<br />

Lieblinge bietet Falcon<br />

Pro einige interessante<br />

Optionen unter Display.<br />

Hier wählen Sie<br />

Schriftgröße und<br />

Schriftart, wechseln<br />

zwischen dem hellen<br />

oder dunklen Theme<br />

oder ändern einfach<br />

nur das Zeitformat.<br />

Abb. 2: Die Navigation durch die<br />

Anwendung läuft größtenteils durch<br />

Gesten ab.<br />

Fazit<br />

Mit Falcon Pro ist es<br />

Jaoquim Vergès gelungen,<br />

sein Widget erfolgreich<br />

in eine eigenständige<br />

App umzuwandeln.<br />

Falcon Pro ist<br />

funktional sowie optisch top und unserer<br />

Meinung nach die beste Twitter-App für <strong>Android</strong>.<br />

Daran kann auch Carbon nichts ändern.<br />

In unseren Tests konnten wir keinerlei Lags<br />

oder Abstürze feststellen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 3: In der Einzelansicht bietet Falcon<br />

Pro eine <strong>Vorschau</strong> auf den Inhalt<br />

des Tweets.<br />

Abb. 4: Falcon Pro stellt auch die Profilseiten<br />

ausgezeichnet auf dem<br />

Smartphone-Display dar.<br />

Die heute führenden Spezialisten stammen oft aus der "Freie Software-Szene" und schulen seit<br />

Jahren im Linuxhotel. Das erklärt die Breite und Qualität unseres Schulungsangebotes:<br />

AJAX * Amavis * <strong>Android</strong> * Angriffstechniken * Apache * Asterisk * BaseX * BayesianAnalysis * Bind * C/C++ * Cassandra *<br />

CiviCRM * Cloud * Cluster * ClusterFS * CouchDB * CSS3 * CUPS * Debian * DHCP * DNS * DNSSEC * Echtzeit Linux *<br />

Embedded Linux * eXist-db * Faces * FAI * Firewall * Forensik * FreeBSD * FreeRADIUS * GeoExt * Git * Grails * GRASS *<br />

Groovy * hadoop * Hochverfügbarkeit * HTML5 * Hudson * iSCSI * IPv6 * ITSM * Java * JavaScript * Jenkins * Kernel * KVM<br />

* LDAP * LibreOffice * Linux * LPI * m23 * MacOSX * MapFish * Mapserver * Maven * Mikrocontroller * MVS/380 * MySQL *<br />

Nagios * Node.js * OpenBSD * OpenLayers * OpenOffice * openQRM * OpenVPN * OPSI * OSGi * OTRS * Perl * PHP *<br />

Postfix * PostgreSQL * Puppet * Python * QuantumGIS * R * Rails * RedHat * Routing * Request-Tracker RT * Ruby * Samba<br />

* SAN * Scala * Scribus * Shell * Sicherheit * SNMP * Spacewalk * Spamfilter * SQL * Struts * Subversion * SuSE * TCP/IP *<br />

Tomcat * Treiber * TYPO3 * Ubuntu * UML * Unix * Univention * Virenfilter * Virtualisierung * VoIP * WebGIS * Webservices *<br />

Windows Autoinstall * Windowsintegration * x2go * xen * XML * Xpath * Xquery * z/OS * Zabbix * Zend<br />

Fast 100% der Teilnehmer empfehlen uns weiter. Siehe www.linuxhotel.de<br />

Ja, wir geben es zu und haben überhaupt kein schlechtes Gewissen dabei: Unsere Schulungen machen auch Spaß ;-)


<strong>Apps</strong><br />

Bazooka Launcher<br />

Margarita Vasina, 123RF<br />

Der Bazooka Launcher im Test<br />

Raketenstart<br />

Im Play Store tummeln sich unzählige Launcher, braucht es da<br />

noch einen mehr? <strong>Android</strong> <strong>User</strong> meint: Ja! Bazooka ist schnell,<br />

schlank und lässt sich mit Themes optisch sehr leicht anpassen.<br />

Christoph Langner<br />

Abb. 1: Bazooka basiert auf dem<br />

Launcher Trebuchet der Cyanogen-<br />

Mod-Firmware.<br />

Einer der großen Vorteile von <strong>Android</strong><br />

ist die Freiheit, das System<br />

und seine Komponenten nach den<br />

eigenen Wünschen zu gestalten.<br />

So ist <strong>Android</strong> selbst der Launcher alias<br />

Homescreen nicht heilig. Im Play Store wimmelt<br />

es daher nur so von alternativen Launchern.<br />

Manche versuchen, mit unzähligen<br />

Features und 3D-Effekten zu glänzen, andere<br />

durch pure Funktionalität. Bazooka Launcher<br />

[LINK 1] strebt danach, gut auszusehen,<br />

übertreibt es aber nicht mit den Funktionen.<br />

Bazooka Launcher<br />

Mit dem Bazooka Launcher renovieren Sie<br />

den schlichten, aber auch manchmal etwas<br />

drögen <strong>Android</strong>-Homescreen<br />

mit einem<br />

neuen Look, den Sie<br />

noch dazu über<br />

Themes anpassen können.<br />

Die neue Optik erkaufen<br />

Sie sich dabei<br />

nicht wie bei manch<br />

einem anderen Launcher<br />

mit träger Bedienung:<br />

Bazooka arbeitet<br />

auch auf schwächeren<br />

<strong>Android</strong>en wie dem<br />

ersten Samsung Galaxy<br />

S weich und flüssig.<br />

Fans der populären<br />

<strong>Android</strong>-Aftermarket-<br />

Firmware Cyanogen-<br />

Mod [LINK 2] freuen sich<br />

zudem mit Sicherheit<br />

darüber, einen alten<br />

Abb. 2: Die Entwickler haben den<br />

Launcher nicht gerade mit Effekten<br />

überfrachtet.<br />

Bekannten im Play Store wiederzutreffen. Da<br />

Bazooka auf dem frei verfügbaren Quellcode<br />

des Standard-Launchers der Firmware Trebuchet<br />

[LINK 3] basiert, ähneln sich die zwei Starter<br />

in zahlreichen Details. Bazooka fügt jedoch<br />

die Möglichkeit hinzu, das Aussehen<br />

der Homescreens deutlich zu verändern.<br />

Neue Tapeten für Home<br />

Von der Bedienung müssen Sie sich als <strong>User</strong><br />

nicht groß umgewöhnen. Per Wischgeste<br />

nach links oder rechts wechseln Sie wie gewohnt<br />

die Homescreens, allerdings ist deren<br />

Anzahl nicht wie beim Standard-<strong>Android</strong> auf<br />

sieben beschränkt. Über eine Pinch&Zoom-<br />

Geste auf dem Homescreen gelangen Sie auf<br />

Abb. 3: Bazooka erlaubt Ihnen, Widgets<br />

auf beliebig vielen Homescreens<br />

abzulegen.<br />

70<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Apps</strong><br />

Bazooka Launcher<br />

eine Übersichtsseite, auf der Sie die einzelnen<br />

Homescreens umordnen oder weiterere<br />

Startseiten hinzufügen. So haben selbst die<br />

größten Widget-Fans ausreichend Platz zur<br />

Gestaltung ihres Systems.<br />

Was Bazooka besonders macht, ist die<br />

Möglichkeit das Aussehen des Launchers<br />

über wenige Klicks komplett zu ändern.<br />

Dazu finden Sie im Menü den Eintrag Bazooka<br />

Themes, unter dem Ihnen aktuell<br />

zwölf verschiedene Themes zum Download<br />

bereit stehen. Laut Aussagen des Entwicklers<br />

soll die Auswahl an Themes in Zukunft weiter<br />

ausgebaut werden, von schlicht bis elegent<br />

soll die Bandbreite einmal reichen.<br />

Die Themes ändern dabei nicht nur den<br />

Hintergrund und das Aussehen der Menüleiste,<br />

sondern passen<br />

auch gleich die Icons<br />

populärer <strong>Apps</strong>, wie<br />

auch das Design des<br />

Lockscreens passend<br />

zum neuen Look an.<br />

Der Sperrbildschirm<br />

behält dabei die Funktionalität,<br />

gerade abgespielte<br />

Musik über ein<br />

Lockscreen-Widget zu<br />

steuern.<br />

Abb. 4: Aktuell stehen zwölf verschiedene<br />

Themes zum Download bereit.<br />

Schwächen<br />

Im direkten Vergleich<br />

zu anderen beliebten<br />

alternativen Launchern<br />

wie etwa Nova, Go<br />

Launcher, ADWLauncher<br />

EX oder Apex verfügt<br />

Bazooka über nur<br />

sehr wenige Einstellungsmöglichkeiten. Tuning-Fans<br />

werden daher – in der aktuellen<br />

Version – nicht wirklich auf ihre Kosten kommen.<br />

Zudem verlangt der Launcher übermäßig<br />

viele Berechtigungen. Wer damit keine<br />

Probleme hat, darf aber gerne zugreifen.<br />

Abb. 5: Die Themes lassen sich kinderleicht<br />

ohne Aufwand installieren.<br />

Fazit<br />

Bazooka macht auf <strong>Android</strong> <strong>User</strong> einen<br />

guten Eindruck. Der Launcher ist dank seiner<br />

Trebuchet-Basis schlank und schnell, bietet<br />

aber aufgrund der Themes mehr fürs verspielte<br />

Auge. Wer auf bunte und individuelle<br />

Themes steht, der findet im Bazooka Launcher<br />

einen unkomplizierten Weg, die Optik<br />

seines <strong>Android</strong>en kräftig zu tweaken, ohne<br />

am System viel basteln zu müssen. ● ● ●<br />

Abb. 6: Bazooka passt auch gleich<br />

den Lockscreen ans neue Design an.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28432<br />

anDROID animate<br />

anDROID talk<br />

anDROID weekly<br />

TV<br />

App Vorstellungen<br />

First touch & view<br />

Smartphone und<br />

<strong>Tablet</strong> Tests


<strong>Apps</strong><br />

<strong>Apps</strong>eits des Mainstreams<br />

<strong>Apps</strong>eits des Mainstreams<br />

Gewusst<br />

wie…<br />

Iulia Brovchenko, 123RF<br />

Auf der Suche nach unbekannten App-Perlen begeben<br />

wir uns regelmäßig in die Tiefen des Play Stores<br />

und fischen nach <strong>Apps</strong>, die das Potenzial haben, Ihr<br />

Smartphone-Leben zu erleichtern. Carsten Müller<br />

Abb. 1: Shush reaktiviert die Klingeltonlautstärke<br />

nach einem vordefinierten<br />

Zeitraum automatisch.<br />

Unter <strong>Android</strong> gibt es für jede Aufgabe<br />

die passende App. Doch es<br />

ist nicht immer einfach, diese<br />

auch zu finden. <strong>Android</strong> <strong>User</strong> hilft<br />

bei der Suche nach den besten App-Perlen<br />

im Google Play Store.<br />

Shush<br />

Shush [LINK 1] ist ein cleverer<br />

Problemlöser in Sachen Lautstärke.<br />

Shush widmet sich jedoch ganz<br />

besonders dem Klingelton. Und zwar für das<br />

zeitgesteuerte Aktivieren des Klingeltons,<br />

nachdem Sie die Klingeltonlautstärke auf<br />

Null gesetzt haben. Das ist genial. Etwa bei<br />

einem einstündigen Meeting im Büro. Stellen<br />

Sie vor dem Meeting über die Lautstärketaste<br />

die Lautstärke auf null, so erlaubt Shush das<br />

automatische Zurücksetzen der Lautstärke<br />

nach einem bestimmten Zeitraum. Also für<br />

das Meeting einfach eine Stunde einstellen,<br />

anschließend klingelt auch das Handy<br />

wieder aus vollem Rohr. Genial. Ein Genuss<br />

ist auch das toll gemachte <strong>User</strong> Interface der<br />

App. Einstellmöglichkeiten gibt es kaum,<br />

aber die braucht man auch nicht. Lediglich<br />

Lautstärke, Dauer der Leisephase und ob die<br />

Leisephase wieder beendet werden (Taste<br />

Pst.), oder ob das Gerät dauerhaft leise<br />

bleiben soll, lässt sich definieren.<br />

Ob im Job, beim Arzt, in öffentlichen<br />

Verkehrsmitteln – überall, wo das Handy<br />

einen bestimmten Zeitraum diskret bleiben<br />

soll, ist Shush unverzichtbar.<br />

Simple Backup<br />

Wer regelmäßig Backups aller <strong>Apps</strong><br />

und ihrer Daten anlegen möchte,<br />

um sie im Fall der Fälle wiederherstellen<br />

zu können, der kommt um Root-<br />

Rechte auf seinem Smartphone nicht herum.<br />

Manche <strong>Apps</strong> – zum Beispiel WhatsApp –<br />

speichern Ihre Daten jedoch nicht im internen,<br />

ohne Root nicht zugänglichen Telefonspeicher,<br />

sondern auf der SD-Karte oder im<br />

USB-Speicher des Gerätes. Die kleine App<br />

Simple Backup [LINK 2] eignet sich für alle<br />

Backup-Aufgaben, die keinen Root benötigen,<br />

also etwa regelmäßig das WhatsApp-<br />

Verzeichnis auf die externe SD Karte sichern.<br />

Dazu definieren Sie in Simple Backup einfach<br />

eine Aufgabe (Task) und geben an, welches<br />

Verzeichnis Sie wie häufig (alle 1 bis 14<br />

Tage) wohin sichern möchten. Die App berücksichtigt<br />

dabei sämtliche Unterverzeichnisse<br />

des angegebenen Ordners. Einmal aktiviert,<br />

sorgt Simple Backup für die regelmäßige<br />

und zuverlässige Sicherung der definierten<br />

Verzeichnisbäume.<br />

Volume Locker<br />

Bei vielen Smartphones ist die Lautstärketaste<br />

so angeordnet, dass ein<br />

unbeabsichtigtes Betätigen nicht<br />

ausgeschlossen ist. Volume Locker [LINK 3] ist<br />

ein sehr praktisches Tool, das vor versehentlichem<br />

Ändern der Lautstärkeeinstellungen<br />

schützt. Nach der Installation der App müssen<br />

Sie lediglich den Dienst aktivieren<br />

72<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


<strong>Apps</strong><br />

<strong>Apps</strong>eits des Mainstreams<br />

Abb. 2: Simple Backup erlaubt die<br />

regelmäßige automatische Sicherung<br />

ganzer Verzeichnisbäume.<br />

Abb. 3: In Volume Locker definieren<br />

Sie, welche Lautstärkeeinstellungen<br />

geschützt werden sollen.<br />

Abb. 4: Registriert Volume Locker<br />

eine Änderung, können Sie diese<br />

bestätigen oder ignorieren.<br />

Abb. 5: Default App Reset listet alle<br />

Standard-<strong>Apps</strong> des Systems komfortabel<br />

auf.<br />

( En able) und gegebenenfalls unter Locked<br />

Volume Settings einstellen, welche Lautstärkeeinstellungen<br />

geschützt werden sollen:<br />

Musik, Klingelton, Alarm, Benachrichtigung,<br />

System… Anschließend überwacht die App<br />

sämtliche Veränderungen der Lautstärke und<br />

alarmiert Sie über die Benachrichtigungsleiste,<br />

dass eine Veränderung der Lautstärke<br />

registriert wurde. Hier haben Sie dann einige<br />

Sekunden (standardmäßig 30) Zeit, die Veränderung<br />

per Druck auf die Benachrichtigung<br />

zu bestätigen. Dann wird die Veränderung<br />

der Lautstärke gespeichert. Tun Sie<br />

nichts, wird die Lautstärke nach Ablauf des<br />

Countdowns wieder auf ihre ursprüngliche<br />

Einstellung zurückgesetzt. Äußerst praktisch.<br />

Default App Reset<br />

Sie kennen das. Klicken Sie auf<br />

einen Youtube-Link, werden Sie gefragt,<br />

mit welcher App Sie das<br />

Video ansehen möchten. Das Gleiche bei<br />

Grafiken und Bildern. Ja sogar die Telefon-<br />

App fragt, ob man das Telefonat nun lieber<br />

mit der Telefon-App oder mit Skype führen<br />

möchte. Irgendwann werden Sie vermutlich<br />

den Haken bei Für diesen Vorgang als Standard<br />

verwenden setzen. Wenn Sie es nicht<br />

bereits unbeabsichtigt schon mal getan<br />

haben. Diesen Haken zu setzen, ist einfach.<br />

Das Ganze rückgängig zu machen – etwa,<br />

wenn man nun doch mal Bilder mit unterschiedlichen<br />

<strong>Apps</strong> betrachten möchte – ist<br />

schon schwieriger. Dazu muss man in den<br />

Tiefen der Systemeinstellungen nämlich die<br />

Anwendung finden, die als Standard gesetzt<br />

ist. Die App Default App Reset [LINK 4] steht<br />

hier mit Rat und Tat zur Seite. Sie listet auf<br />

Knopfdruck alle <strong>Apps</strong> auf, die irgendwo im<br />

System als Standard gesetzt wurden und erlaubt<br />

den bequemen Entzug des Standard-<br />

Privilegs einer App. Die kleine, schlanke App<br />

sollte daher auf keinem Smartphone fehlen.<br />

Im Fall der Fälle ist sie äußerst wertvoll.<br />

Save to Phone<br />

<strong>Apps</strong>, die sich in das Teilen-Menü<br />

Ihres Smartphones einklinken, sind<br />

häufig ideale Vertreter der <strong>Apps</strong><br />

appseits des Mainstreams. Sie sind so herrlich<br />

nützlich und dabei nahezu unsichtbar,<br />

dass man nicht über sie spricht, sondern sie<br />

nach kurzer Zeit als selbstverständlich hinnimmt.<br />

Save to Phone [LINK 5] ist so eine App.<br />

Inhalte, die <strong>Apps</strong> über das Teilen-Menü an<br />

andere <strong>Apps</strong> weitergeben können, lassen<br />

sich mit Save to Phone als Datei auf die SD<br />

Karte speichern. Oder – falls es sich um<br />

einen reinen Text handelt – in die Zwischenablage<br />

legen. Dabei können Sie definieren,<br />

ob die App jeweils den gleichen Speicherort<br />

wählen oder bei jedem Speichervorgang<br />

nachfragen soll. Die App kommt fast ohne<br />

<strong>User</strong> Interface aus. Lediglich die Einstellungen<br />

sowie ein Verlauf, also die Anzeige der<br />

bisher gespeicherten Daten, sind die sichtbaren<br />

Komponenten der App. Ansonsten begnügt<br />

sich Save to Phone mit einem Platz im<br />

Teilen-Menü, in dem sich die App mit Sicherheit<br />

in kürzester Zeit zum häufig genutzten<br />

Helferlein mausern wird.<br />

Die Suche geht weiter…<br />

Unseren Tauchgang nach den verborgenen<br />

Perlen appseits des Mainstreams setzen wir<br />

in der kommenden Ausgabe fort.<br />

● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28783<br />

Abb. 6: Save to Phone speichert<br />

über das Teilen-Menü Inhalte auf<br />

die SD-Karte oder ins Clipboard.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 73


Spiele<br />

Neue Spiele<br />

NEU!<br />

bei Google Play<br />

In dieser Rubrik stellen wir<br />

Ihnen jeden Monat ein paar<br />

neue oder aktualisierte<br />

Spiele aus dem Google Play<br />

Store vor, die uns besonders<br />

gut gefallen. Patrick Neef<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28549<br />

Yesterday<br />

Yesterday ist ein tolles Adventure,<br />

und die meisten Fans<br />

des Genres wissen, dass es<br />

davon nicht allzu viele für Smartphones<br />

gibt. In Yesterday steuert man<br />

Henry White und seinen Freund<br />

Cooper, die beide versuchen, eine unheimliche<br />

Mordserie an Obdachlosen<br />

aufzuklären. Später steuert man noch<br />

eine dritte Figur – doch dazu soll nichts<br />

verraten werden!<br />

Wie man sich denken kann, ist<br />

das Abenteuer mit Hindernissen<br />

gespickt. Also muss man in<br />

klassischer Adventure-Manier<br />

Rätsel lösen, Dialoge führen und<br />

Gegenstände sammeln und<br />

kombinieren. Die Rätsel sind<br />

dabei durchgehend fordernd,<br />

wenn auch manchmal einen Tick<br />

zu unlogisch. Auch nicht ganz so optimal<br />

gelöst ist das Aufspüren der Gegenstände.<br />

Meist muss man die Helligkeit<br />

des Smartphones ganz hochregeln,<br />

damit man die überwiegend düsteren<br />

Kulissen gut erkennen kann. Und<br />

auch die Hotspot-Anzeige, sprich die<br />

kleinen Kreise rund um interaktive Objekte,<br />

ist nicht immer leicht auszumachen.<br />

Etwas ungewöhnlich ist<br />

Shapes & Sounds:<br />

The Shape Shooter<br />

Bei diesem Spiel fällt sofort<br />

der klare, minimalistische<br />

Look auf – hier waren Designer<br />

am Werk. Ihre Aufgabe ist es, alle<br />

ankommenden Formen durch Tippen<br />

abzuschießen, die nicht der eigenen<br />

Form in der Mitte entsprechen. Natürlich<br />

ist das zu Beginn noch leicht, wird<br />

aber immer schwerer. Sie können die<br />

Form durch Wischbewegungen ändern<br />

und so zwischen den drei Formen<br />

Kreis, Quadrat und Dreieck hin- und<br />

herwechseln. Aufgabe: so lange wie<br />

möglich am Leben bleiben. Ein netter<br />

Highscore-Titel für zwischendurch mit<br />

tollem Look und schöner Musik.<br />

Wer wird Millionär<br />

2013 HD<br />

Wer wird Millionär gab es<br />

schon vor einigen Jahren als<br />

Umsetzung für den PC: Blaue<br />

Menüs, die „Wer wird Millionär“-<br />

Sounds und eine Menge Fragen haben<br />

gereicht, das Feeling der TV-Sendung<br />

rüberzubringen. Heute reicht das nicht<br />

mehr, doch leider hat diese Smartphone-Fassung<br />

auch nicht mehr auf<br />

dem Kasten: keine Animationen für<br />

Joker, keine Studioatmosphäre, keine<br />

Avatare oder Moderatoren. Dadurch<br />

wird das Spiel zu einem x-beliebigen<br />

Quiz. Schade. Da retten auch der Hinweis<br />

auf 2013 und eine HD-Version die<br />

schwache Umsetzung nicht.<br />

Super Hexagon<br />

Wenn Sie gerne pro Minute 10<br />

bis 20 mal „Game Over“<br />

hören wollen, dann ist Super<br />

Hexagon genau das richtige Spiel für<br />

Sie. Es ist gerade zu Beginn absurd<br />

schwer, doch irgendwann macht es<br />

Klick, und es wird deutlich leichter. Sie<br />

müssen das Dreieck in der Mitte so<br />

drehen, dass die einstürmenden hexagonalen<br />

Linien Sie nicht treffen. Also<br />

immer schön durch die Lücke. Sie halten<br />

einfach kurz die linke oder rechte<br />

Seite des Bildschirms gedrückt, schon<br />

saust das Dreick auf einer kleinen unsichtbaren<br />

Kreisbahn herum. Tolles<br />

Spiel für Hartgesottene mit Tunnelblick-Faktor.<br />

0,74 Euro<br />

englisch|Version 1.1|8 MByte<br />

★★★★★<br />

2,99 Euro<br />

deutsch|Version 1.0.1|19 MByte<br />

★★★★★<br />

2,32 Euro<br />

englisch|Version 1.0.2|26 MByte<br />

★★★★★<br />

74<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Neue Spiele<br />

auch, dass sich in fast allen<br />

Fällen bei interaktiven Objekten<br />

ein zusätzliches<br />

Fenster mit einer detaillierteren<br />

Ansicht und oft auch<br />

interaktiven Szenen öffnet.<br />

Je nachdem, was das Fenster anbietet,<br />

kann man zwischen verschiedenen<br />

Aktionen wie Benutzen, Sprechen,<br />

Nehmen oder Gehen wählen. Eine zusätzliche<br />

Aktionsleiste dafür entfällt<br />

völlig.<br />

Yesterday zeichnet sich vor allem<br />

durch die professionelle Gestaltung<br />

aus. Die Grafiken sind sehr gelungen,<br />

und das eigentlich zweidimensional<br />

dominierte Genre wird oft durch zeichentrickähnliche<br />

Animationen aufgepeppt.<br />

Auch die Sprecher überzeugen<br />

auf ganzer Linie und geben so der<br />

Story viel Atmosphäre und Glaubhaftigkeit,<br />

die bei anderen Spielern schon<br />

nach wenigen Minuten durch schwache<br />

Synchronsprecher ruiniert wird.<br />

Übrigens: Die Vertonung ist<br />

in englischer Sprache, die<br />

Untertitel und die Menüs<br />

sind jedoch in deutscher<br />

Sprache umgesetzt.<br />

Alles in allem ist Yesterday<br />

eines der besten Adventures<br />

für <strong>Android</strong>. Es ist zwar mit<br />

fünf bis sieben Spielstunden etwas<br />

kurz geraten, doch dafür bekommt<br />

man ein hochwertiges Spiel, das<br />

den Preis von fünf Euro mehr als<br />

rechtfertigt.<br />

4,99 Euro<br />

deutsch/​englisch|Version 1.3|981 MByte<br />

★★★★★<br />

Aralon: Sword and<br />

Shadow<br />

Das Spiel hat schon ein paar<br />

Jahre auf dem Buckel, wurde<br />

aber erst kürzlich auf <strong>Android</strong>-<br />

Geräten herausgebracht. Es ist ein episches<br />

Abenteuerspiel im Stil der Elder-<br />

Scrolls-Serie, spielt sich aber eher wie<br />

ein Singleplayer MMO – Widerspruch<br />

beabsichtigt. Man wählt einen Helden,<br />

steigt im Level auf und erledigt tonnenweise<br />

Quests. Alles schon dagewesen<br />

und aufgrund des Alters nicht besonders<br />

hübsch, aber solide und mit großem<br />

Umfang. Auf dem PC wäre das<br />

Spiel höchstens Durchschnitt, doch<br />

eine solch große Spielwelt in der Hosentasche<br />

ist schon beeindruckend.<br />

Cubes vs. Spheres<br />

Was für ein Spaß! Lauter rote<br />

Würfel kommen wie Zombies<br />

auf Sie zugekippt, und Sie<br />

müssen Bomben und später andere<br />

kaufbare Waffen auf die Würfel schleudern,<br />

bevor diese Sie erreichen. Treffen<br />

drei rote Würfel Ihre Sphäre, in der Sie<br />

sitzen, ist es vorbei. Die Variation der<br />

Waffen, die man verwenden darf,<br />

macht das Spiel zu einem Langzeitspaß<br />

mit viel Abwechslung, auch<br />

wenn das Gameplay dahinter relativ<br />

simpel ist. Ein originelles Spiel, das<br />

eine Menge Suchtpotenzial besitzt und<br />

manchmal jedoch ganz schön hektisch<br />

werden kann. Flinke Finger vorausgesetzt,<br />

werden Sie Ihren Spaß haben.<br />

7x7<br />

In diesem Puzzle-Spiel muss<br />

man farbige Rechtecke so aneinanderreihen,<br />

dass sie mit<br />

anderen der gleichen Farbe eine Reihe<br />

ergeben und sich dann auflösen.<br />

Match-4, quasi. Doch bei jedem Verschieben<br />

ohne Viererreihe kommen<br />

neue Rechtecke aufs Feld. Außerdem<br />

darf man nur dann verschieben, wenn<br />

der Weg zum Zielfeld frei ist. Man kann<br />

sich also den Weg verbauen. Ein gutes<br />

Spiel mit Knobelfaktor, bei dem man<br />

aber schnell in die Sackgasse gerät.<br />

Zum Glück gibt es einen Undo-Knopf.<br />

3,69 Euro<br />

englisch|Version 4.52|279 MByte<br />

★★★★★<br />

0,74 Euro<br />

englisch|Version 1.22|10 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.0.1|1 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 75


Spiele<br />

Neue Spiele<br />

NEU!<br />

bei Google Play<br />

Rail Rush<br />

In Rail Rush geht es ab auf die Schienen.<br />

In einer Lore, also einem Güterwagen,<br />

mit dem man eigentlich Kohle und Ähnliches<br />

transportiert, düst der Protagonist los.<br />

Wobei „düsen“ nicht ganz richtig ist: Es geht<br />

eher gemächlich los. Das ist ziemlich angenehm,<br />

da man so das ansteigende Tempo viel<br />

besser spürt und so mehr Spannung aufkommt.<br />

Durch seitliches Fingerwischen<br />

springt man mit der Lore von Schiene zu<br />

Schiene. Drei Bahnen hat man zur Verfügung,<br />

wobei es immer wieder Unterbrechungen<br />

und Hindernisse gibt. Dann muss<br />

man entweder drüberhüpfen, sich ducken<br />

oder eben die Schiene wechseln.<br />

Interessant ist die Möglichkeit, die Lore<br />

durch Neigen des Telefons zu kippen, sodass<br />

der Charakter an Goldbrocken<br />

(Nuggets) herankommt. Die werden benötigt,<br />

um Einkäufe im Ingame-Shop zu<br />

ShaqDown<br />

Der legendäre Shaquille<br />

O’Neal gibt sich die Ehre in<br />

diesem Zombie-Endless-Runner<br />

und enttäuscht auf ganzer Linie.<br />

Sie springen mit Shaq zwischen drei<br />

Ebenen hin und her und führen dadurch<br />

Uppercuts und Slamdowns aus,<br />

oder Sie laufen einfach direkt in die<br />

feindlichen Zombies rein. Stärkeren<br />

Zombies müssen Sie zuvor einen Basketball<br />

an den Latz knallen, gegen die<br />

ganz starken haben Sie keine Chance.<br />

Miese Steuerung, schwache Grafik und<br />

generisches Gameplay versauen<br />

einem schon nach fünf Minuten den<br />

Spielspaß. Es sei denn, Sie lieben wirklich<br />

jedes Zombie-Spiel.<br />

Beat the Beast<br />

Dieser wirklich interessante<br />

Tower-Defense-Titel hat leider<br />

zwei Probleme: die Kameraperspektive<br />

und die Steuerung. Abseits<br />

davon finden Fans des Genres hier<br />

durchaus einen tollen Titel vor. Auf<br />

einer Art Turm von Babel rennen die<br />

feindlichen Monster nach oben, und<br />

Sie stellen verschiedene Türme an festen<br />

Positionen auf, um die Monster zu<br />

vernichten. Eine Besonderheit ist der<br />

magische Turm, der mehrere kräftige<br />

Zauber beherrscht, die Sie wie Spezialattacken<br />

aktivieren müssen. Schade<br />

nur, dass man ständig mit der Suche<br />

nach einer optimalen Perspektive beschäftigt<br />

ist.<br />

Paper Galaxy<br />

Dieses Spiel scheint ganz<br />

harmlos, entpuppt sich dann<br />

aber als Zeitfresser, weil man<br />

gar nicht mehr aufhören möchte. Als<br />

erkälteter Mond – kein Scherz! – niest<br />

man sich von Planet zu Planet, dreht<br />

sich bei jedem im Kreis und schießt mit<br />

einem Fingertippen wieder los, immer<br />

auf der Flucht vor dem Ungeheuer, das<br />

vom unteren Bildschirmrand aus Jagd<br />

auf Sie macht. Eine putzige Grafik, tolles<br />

Gameplay und hohe Motivation,<br />

den eigenen Highscore zu knacken,<br />

machen Paper Galaxy zu einem Hit.<br />

0,76 Euro<br />

englisch|Version 28|21 MByte<br />

★★★★★<br />

0,77 Euro<br />

englisch|Version 1.0.7|32 MByte<br />

★★★★★<br />

0,74 Euro<br />

englisch|Version 1.0.1|18 MByte<br />

★★★★★<br />

76<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Neue Spiele<br />

tätigen. Dort gibt es allerhand zu kaufen wie etwa<br />

weitere Charaktere mit Spezialfähigkeiten, viele<br />

Fähigkeiten (die leider verbraucht werden und bei<br />

Bedarf neu erworben werden müssen) oder besondere<br />

Extras wie etwa Dynamitstangen, die die<br />

nächsten Hindernisse auf einer festgelegten Distanz<br />

automatisch wegsprengen.<br />

Zwar winken die In-App-Käufe an jeder Ecke, doch<br />

das sollte bei einem solchen Geschäftsmodell bekannt<br />

sein. Das Spiel ist nämlich kostenlos und<br />

keiner der Käufe zwingend. Wie bei allen solchen<br />

Titeln dauert es ohne In-App-Käufe nur etwas länger,<br />

bis man die nötige Kohle für die Items zusammen<br />

hat. Wer nicht möchte, dass man aus Versehen<br />

einen Kauf tätig, kappt am besten die Internetverbindung<br />

– immer ein guter Tipp, wenn man das<br />

Handy seinen Kindern zum Spielen überlässt. Es<br />

empfiehlt sich auch, die streng verdienten Nuggets<br />

immer gegen Items einzutauschen, bevor<br />

man 3000 Goldstücke erreicht hat. Sonst sind bei<br />

einem falschen Fingertip alle 3000 Stücke weg.<br />

Rail Rush ist ein wirklich unterhaltsames Spiel. Es<br />

fordert viel mehr Geschicklichkeit als ähnliche<br />

Spiele und bietet mit all den Extras, Missionen und<br />

Leveln sehr viel Umfang, wenn<br />

auch mit Free-2-Play-Modell.<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.1.2|17 MByte<br />

★★★★★<br />

The Great Fusion<br />

The Great Fusion ist ein ganz<br />

interessantes Adventure im<br />

klassischen Stile eines Monkey<br />

Island oder Baphomet’s Fluch.<br />

Doch irgendwie wirkt das Ganze wie<br />

aus verschiedenen Federn zusammengeschustert.<br />

Die Hintergrundgrafiken<br />

sind wirklich toll, die Figuren aber eher<br />

nicht so. Die Rätsel sind Durchschnitt,<br />

aber am seltsamsten sind die Dialoge:<br />

Entweder wurde bei der Übersetzung<br />

geschlampt, oder die Texte stammen<br />

aus der Feder eines Teenagers. Ein interessantes,<br />

aber irgendwie auch seltsames<br />

Spiel. Einfach mal ausprobieren,<br />

vielleicht liegt Ihnen ja genau<br />

diese Stilmischung!<br />

Zombie Smasher<br />

Und schon wieder: Zombies.<br />

Bei diesem Spiel ist alles ganz<br />

einfach: Zombies rennen von<br />

oben nach unten, und Sie machen<br />

ihnen durch Fingertippen den Garaus.<br />

Anspruchsvoll wird es, wenn unterschiedliche<br />

Zombietypen erscheinen<br />

oder Sie fliehende Menschen zwischen<br />

den Zombies nicht antippen dürfen.<br />

Hier sind flinke Finger und schnelle Reaktion<br />

gefragt. Das Ganze ist ansprechend<br />

verpackt und wirkt professionell,<br />

und Spaß macht es auch noch. Was<br />

will man mehr?<br />

Rise of the Blobs<br />

Bei Rise of the Blobs hatten<br />

wir uns viel erhofft – schließlich<br />

stammt das Spiel von den<br />

Entwicklern von Wind-up Knight. Was<br />

aber als tolles Puzzlespiel angepriesen<br />

wird, entpuppt sich eher als langweiliger<br />

Match-3-Klon. Bunte „Blobs“ türmen<br />

sich rundum auf, und Sie können<br />

das Ganze drehen. Das müssen Sie<br />

auch, denn von oben kommen farbige<br />

Früchte, die die entsprechenden Blobs<br />

treffen sollen. Nicht besonders originell<br />

und mehr Geschicklichkeits- als<br />

Knobelspiel, aber wenigstens gratis!<br />

1,49 Euro<br />

deutsch|Version 1.4|42 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

englisch|Version 1.3|3,2 MByte<br />

★★★★★<br />

kostenlos<br />

deutsch|Version 2.0|35 MByte<br />

★★★★★<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 77


Spiele<br />

Die 10 coolsten Spiele für <strong>Tablet</strong>s<br />

Zehn ganz besondere Spiele für <strong>Tablet</strong>s<br />

<strong>Tablet</strong> Games<br />

Spaß machen sie alle,<br />

aber viele Spiele kommen<br />

erst auf einem<br />

<strong>Tablet</strong> so richtig zur Geltung.<br />

Wir haben für Sie<br />

zehn Top-Spiele sortiert.<br />

Marcel Hilzinger<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Mit Angry Birds HD/​Seasons/​Star<br />

Wars, Big Piggies, Need for<br />

Speed und Asphalt 7 hätte man<br />

diesen Artikel bereits zur Hälfte<br />

füllen können. Doch es gibt auch sehr gute<br />

<strong>Tablet</strong>-Spiele, die nicht in den Top 10 der<br />

Google-Play-Downloads auftauchen. Lassen<br />

Sie sich überraschen!<br />

Cordy 2<br />

Cordy von Silvertree Media muss<br />

man hoffentlich nicht mehr vorstellen.<br />

Mit knapp drei Millionen<br />

Downloads gehört Cordy zu den erfolgreichsten<br />

Spielen bei Google Play. Seit Mitte Februar<br />

gibt es nun den Nachfolger Cordy 2<br />

[LINK 1], der in sämtlichen Bereichen zu überzeugen<br />

weiß. Cordy ist hier in World 2 angekommen<br />

und steht nun zusammen mit seinem<br />

Freund Volt vor neuen Abenteuern.<br />

Dabei trifft er neue Freunde (Beep und<br />

Tippy) aber auch neue Feinde. Die Grafik hat<br />

sich zwar gegenüber der Vorgängerversion<br />

nicht geändert, dafür gibt es jede Menge<br />

neue Welten, Gimmicks und Herausforderungen.<br />

Besonders gut gefallen hat uns der Teleporter.<br />

Auch die Sounds sind wie schon beim<br />

ersten Teil exzellent. Den Preis für die Voll-<br />

Abb. 1: Auch in Teil 2 hüpft Cordy durch sehr schön gestaltete Welten und<br />

muss dabei so manches Hindernis überwinden.<br />

Abb. 2: In King’s Bounty: Legions führen Sie via Internet mit anderen Spielern<br />

strategische „Techtelmechtel“.<br />

78<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Die 10 coolsten Spiele für <strong>Tablet</strong>s<br />

Abb. 3: Mit Random Mahjongg Pro von Paul Burkley kommen Mahjongg-<br />

Fans voll auf ihre Kosten.<br />

Abb. 4: Bei Beat the Beast müssen Sie eine Ritterburg vor den feindlichen<br />

Biestern beschützen.<br />

version finden wir mit 4,50 Euro absolut angemessen.<br />

Mit der Gratisversion lasen sich<br />

die ersten vier Level spielen, anschließend<br />

werden die 4,50 Euro fällig. Vorbildlich vom<br />

Entwickler: Die Google-Play-Seite weist mit<br />

Großbuchstaben darauf hin, dass es im Spiel<br />

auch In-App-Käufe gibt. Cordy 2 gehört<br />

zudem zu den Spielen, die sich sehr gut mit<br />

einem Controller spielen lassen.<br />

King’s Bounty: Legions<br />

King’s Bounty [LINK 2] ist ein alter<br />

Bekannter auf dem PC, und das<br />

Spiel gibt es auch in einer Facebook-Version.<br />

Noch besser finden wir jedoch<br />

die <strong>Android</strong>-Version auf <strong>Tablet</strong>s. Hier kommt<br />

die Grafik richtig schön zur Geltung, und das<br />

Spielen mit dem Touchscreen macht Spaß.<br />

Auch bei der <strong>Android</strong>-Version müssen Sie<br />

sich via Facebook-Login anmelden, um bloß<br />

etwas in das Spiel hereinzuschnuppern, gibt<br />

es aber auch einen Gastzugang. Dieser eignet<br />

sich auch ideal, um das als Tutorial realisierte<br />

Training zu absolvieren. Hier lernen<br />

Sie, wie man Kämpfe absolviert und wie Sie<br />

die Fähigkeiten der Pilger und anderer Spieler<br />

nutzen. Tipp: Besonders viel Spaß macht<br />

King’s Bounty: Legions auf Geräten mit<br />

Tegra-Prozessor.<br />

Random Mahjongg Pro<br />

Natürlich dürfen bei den besten<br />

Spielen zwei Klassiker nicht fehlen:<br />

Solitaire und Mahjongg. Bei Solitare<br />

empfehlen wir Ihnen den Platzhirsch von<br />

Mobilityware [LINK 3], bei den Mahjongg-Spielen<br />

ist es schon schwieriger, das Beste zu finden.<br />

Wir haben uns für Random Mahjongg<br />

Pro vom Entwickler Paul Burkey entschieden<br />

[LINK 4]. Es kommt auf <strong>Tablet</strong>s wirklich gut zur<br />

Geltung und zeigt zudem auch in der Gratisversion<br />

nur dezente Google-Anzeigen an,<br />

keine störenden Popup-Nachrichten oder<br />

Ähnliches. Die Pro-Version kostet 1,59 Euro.<br />

Die Auswahl an Hintergrundgrafiken ist berauschend,<br />

und auch die Sounds sind sehr<br />

schön gemacht. Die Spiele sind je nach der<br />

gewählten Tafel und dem Schwierigkeitsgrad<br />

eine echte Herausforderung – Sie werden<br />

nicht enttäuscht sein!<br />

Beat the Beast<br />

Beat the Beast [LINK 5] ist ein Tower-<br />

Defense-Spiel der besonderen Art.<br />

Die Handlung spielt sich immer auf<br />

dem gleichen Burghügel ab, der sich in einer<br />

3D-Ansicht praktisch beliebig drehen lässt.<br />

Auf dem Hügel befindet sich eine Festung,<br />

die sich über einen spiralförmigen Weg erreichen<br />

lässt. Diesen Weg müssen Sie nun<br />

gegen die in Wellen oder permanent anstürmenden<br />

Biester verteidigen. Dabei macht<br />

Ihnen je nach räumlichem Sehvermögen die<br />

3D-Ansicht manchmal mehr zu schaffen als<br />

die angreifenden Gegner. Auf einem Smartphone<br />

empfehlen wir das Spiel deshalb nicht<br />

unbedingt, aber mit einem 10-Zoll-<strong>Tablet</strong><br />

macht es schon deutlich mehr Spaß. Für die<br />

Abwehr stehen Ihnen diverse Kampfmaschinen<br />

sowie spezielle Magic Towers zur Verfügung,<br />

die quasi als Multiplikatoren agieren.<br />

Die Gratisversion von Beat the Beast verfügt<br />

nur über eine beschränke Anzahl an Leveln,<br />

die Vollversion kostet 77 Cent.<br />

Six Guns<br />

Six Guns [LINK 6] ist „Spiel mir das<br />

Lied vom Tod“ als <strong>Android</strong>-Game.<br />

Das Wildwest-Spiel steht hier stellvertretend<br />

für viele Aufbauspiele von<br />

Gameloft. Auch wenn sich die Titel im Aussehen<br />

und in zahlreichen Details ändern,<br />

gibt es doch viele Gemeinsamkeiten: Dazu<br />

gehören neben der Kombination von In-App-<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 79


Spiele<br />

Die 10 coolsten Spiele für <strong>Tablet</strong>s<br />

Abb. 5: Mit Six Guns ist Gameloft ein Western-Spiel mit richtig viel Charakter<br />

gelungen.<br />

Abb. 6: Grand Theft Auto: Vice City macht noch genauso viel Spaß wie<br />

vor zehn Jahren.<br />

Käufen und Gratis-Titel auch das meist recht<br />

schnell vorhandene Sucht-Potenzial und die<br />

stets gut gelöste Steuerung und vorbildliche<br />

Tutorials für den schnellen Einstieg. In Six<br />

Guns lösen Sie als Cowboy allerlei Aufgaben<br />

und bekommen dafür Goldstücke und Erfahrungspunkte.<br />

Damit kaufen Sie neue Waffen<br />

und Pferde und steigen in den Leveln auf.<br />

Natürlich gilt es auch hier zahlreiche Quests<br />

zu bestehen, und manche lassen sich nur<br />

durch sehr häufiges Spielen oder über In-<br />

App-Käufe erledigen. Spaß machen die Aufgaben<br />

allesamt, und bei Six Guns kommt<br />

auch die Action nicht zu kurz. Es ist ein tolles<br />

Gameloft-Spiel mit Charakter und für alle<br />

Pflicht, die den Wilden Westen mögen.<br />

Grand Theft Auto: Vice City<br />

Bei GTA Vice City [LINK 7] schlüpfen<br />

Sie in die Rolle von Tommy Vercetti,<br />

der jahrelang für den Mafia-Boss<br />

Sonny im Knast saß und nun nach Jahren<br />

der Haft von Liberty City nach Vice City gezogen<br />

ist. Es ist ganz einfach sich vorzustellen,<br />

wie es in Vice City aussieht: Denken Sie<br />

an Palmen und Rennwagen, an Miami Vice<br />

und 80er-Jahre Popmusik, an Motorräder<br />

und Handfeuerwaffen. Die Geschichte beginnt<br />

mit einem geplatzten Drogendeal, und<br />

Sie sollen das gestohlene Geld wiederbeschaffen.<br />

Wie für ein GTA-Spiel typisch, gibt<br />

es neben der Hauptgeschichte einige Nebenmissionen,<br />

bei denen Sie allerhand zwielichtige<br />

Charaktere kennenlernen. Falls Sie GTA<br />

noch vom PC her kennen und sich die Frage<br />

stellen, ob man das Spiel überhaupt auf den<br />

Touchscreen umwälzen kann: Man kann.<br />

Und mit GTA Vice City ist die Spielbedienung<br />

sogar noch einen Tick besser geworden. Falls<br />

Sie GTA noch nicht kennen: unbedingt ausprobieren,<br />

die 4,59 Euro sind ihr Geld wert.<br />

Enigmatis Collector’s Edition<br />

Wenn Sie bei Maple Creek an ein<br />

verlassenes Kaff im Nirgendwo denken,<br />

das allerlei Geheimnisse (unter<br />

der Erde) verbirgt, dann sind Sie bei Enigmatis<br />

Collector’s Edition [LINK 8] genau richtig.<br />

Hier erwartet Sie eine Mischung aus Adventure<br />

und Sammel- und Rätselspiel in einer<br />

wunderschön gestalteten Umgebung. Lassen<br />

Sie sich von der englischen Beschreibung<br />

Abb. 7: Enigmatis Collector’s Edition bringt genau die passende<br />

Mischung aus Adventure und Suchspiel mit.<br />

Abb. 8: Bei Shadowgun wird nicht lange gefackelt. Entweder der Andere<br />

stirbt oder Sie sind dran.<br />

80<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Die 10 coolsten Spiele für <strong>Tablet</strong>s<br />

Abb. 9: Bezaubernde Grafik und haarsträubende Story: Das ist Dark Meadow:<br />

The Pact.<br />

Abb. 10: Das Schloss in Epic Citadel lädt Sie zu einem ausführlichen<br />

Besuch oder einem Benchmark ein.<br />

nicht irritieren: Enigmatis Collector’s Edition<br />

ist komplett auf Deutsch übersetzt, lediglich<br />

die Dialoge sind in Englisch mit deutschen<br />

Untertiteln. Das sorgt für das passende Ambiente<br />

im Ahorn-Städtchen. Die Gratis-Version<br />

lässt sich per In-App-Kauf zur Vollversion<br />

upgraden. Wenn Sie gleich mit der Vollversion<br />

einsteigen möchten, dann kostet das<br />

2,30 Euro. Sie mögen dieses Genre nicht?<br />

Schauen Sie sich das Spiel trotzdem an, denn<br />

es wird Sie schon nach wenigen Minuten in<br />

seinen Bann ziehen. Oder versuchen Sie es<br />

mit dem nächsten Spiele-Tipp.<br />

Shadowgun<br />

Egal, ob in der kostenpflichtigen<br />

Einzelspielerversion [LINK 9] oder<br />

übers Netzwerk als Version „Dead<br />

Zone“ [LINK 10]: Shadowgun ist das Ballerspiel<br />

für <strong>Android</strong> schlechthin. Die 4,67 Euro sind<br />

gut investiert, denn je nach Erfahrung kommen<br />

Sie damit auf recht viele Spielstunden.<br />

In der Mainier von Bruce Willis müssen Sie<br />

sich als Einzelkämpfer gegen zahlreiche<br />

Monster und Söldner durchsetzen. Dabei<br />

kommt es auf gute Treffsicherheit und ein<br />

schnelles Reaktionsvermögen an. Spielen Sie<br />

lieber zu zweit oder im Team – oder möchten<br />

Sie nur einen Blick auf die Grafik von<br />

Shadowgun werfen, dann holen Sie sich die<br />

Multiplayer-Version Shadowgun: Dead Zone.<br />

Doch Vorsicht: Hier geht die Post ganz schön<br />

mächtig ab. Für Novizen empfiehlt sich deshalb<br />

das Training in der Originalversion, die<br />

es für das Nexus 7 und andere Tegra-3-Geräte<br />

auch in einer Version mit besonders guter<br />

Grafik gibt.<br />

Dark Meadow: The Pact<br />

Für dieses geniale Spiel von Phosphor<br />

Games [LINK 11] brauchen Sie<br />

vor allem eines: Zeit und starke<br />

Nerven. Denn die Story ist recht haarsträubend.<br />

Stellen Sie sich vor, Sie wachen in<br />

einem ehemaligen Krankenhaus auf, dessen<br />

Zustand darauf schließen lässt, dass das Gebäude<br />

schon seit mehreren Jahrzehnten unbewohnt<br />

sein muss. Ihr einziger Kontakt ist<br />

ein alter Mann im Rollstuhl, der sich aber bereits<br />

aus dem Staub macht, bevor Sie ihm irgendeine<br />

Frage stellen können. Durch die<br />

Fenster Ihres absolut heruntergekommenen<br />

Krankenzimmers können Sie Lichter und<br />

einen schönen Garten erkennen, doch der<br />

Weg nach draußen ist versperrt. Lediglich<br />

eine Tür zu einem dunklen Flur lässt sich<br />

öffnen. Sie machen sich auf den Weg. Dark<br />

Meadow ist von Beginn weg faszinierend:<br />

Dazu tragen neben der exzellenten Grafik<br />

auch die gut gemachte Story und die Hintergrundmusik<br />

bei. Die Detailvielfalt und ‐genauigkeit<br />

ist schlicht atemberaubend. Allerdings<br />

ist der Titel weiterhin nur für Tegra-3-<br />

Geräte verfügbar (Transformer Prime, Nexus<br />

7), und ohne In-App-Käufe lässt sich das<br />

Spiel nicht lösen.<br />

Epic Citadel<br />

Bei Epic Citadel [LINK 12] handelt es<br />

sich streng genommen nicht um ein<br />

Spiel, sondern eine auf der Grafikengine<br />

Unreal 3 basierende Demo. Dennoch<br />

haben wir die App hier in die Top-10-Spiele<br />

aufgenommen, weil es einfach sehr viel Spaß<br />

macht, das epische Schloss und seine Umgebung<br />

zu erkunden. Tippen Sie dazu einfach<br />

mit dem Finger auf einen beliebigen Bereich<br />

der Szenerie. So ganz nebenbei können Sie<br />

mit Epic Citadel auch noch Benchmarks fahren,<br />

damit Sie die Grafikleistung auch in Zahlen<br />

erhalten. Die Unreal Engine 3 hat schon<br />

ein paar Jahre auf dem Buckel, gilt aber<br />

immer noch als State of the Art in Sachen<br />

mobiles Gaming. Besuchen Sie unbedingt<br />

auch das Zeltlager, um den schönen Ausblick<br />

auf die komplette Burg zu genießen. ● ● ●<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28127<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 81


Spiele<br />

Temple Run 2<br />

Temple Run in der zweiten Version<br />

Empfehlung<br />

der Redaktion<br />

★★★★★<br />

Auf der<br />

Flucht<br />

In nur vier Tagen wurde der Nachfolger des Kult-Games Temple Run<br />

mehr als 20 Millionen Mal für iOS heruntergeladen. Nun gibt es das<br />

Spiel auch für <strong>Android</strong>, und auch hier besteht kein Zweifel, dass es<br />

wieder ein Hit wird. Christoph Langner<br />

Abb. 1: In der zweiten Ausgabe gilt<br />

es, deutlich mehr Hindernisse zu<br />

überwinden.<br />

Es gibt immer mal wieder Video-<br />

Games, die stellvertretend für ein<br />

ganzes Genre stehen. Ob Mario<br />

Bros., Sim City oder The Need for<br />

Speed, diese Spiele haben sich zu erfolgreichen<br />

Marken entwickelt und Genres definiert.<br />

Mit dem Endlos-Runner Temple Run<br />

[LINK 1] ist dem noch jungen Entwickler-Studio<br />

Imangi Studios – ähnlich wie bei Angry<br />

Birds und Rovio – ein ebenso erfolgreicher<br />

Wurf gelungen. Mehr als 170 Millionen iOSund<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong> wollten bisher Guy Dangerous<br />

bei seiner Flucht aus einem Tempel<br />

steuern, der Nachfolger Temple Run 2 soll<br />

das Erbe nun erfolgreich weiterführen,<br />

woran wir wenig Zweifel haben.<br />

Temple Run 2<br />

Auf den ersten Blick hat sich am Spielprinzip,<br />

wie auch der Optik von Temple Run 2<br />

[LINK 2] im Vergleich zum Vorgänger nicht viel<br />

geändert. Weiterhin rennen Sie auf der<br />

Flucht vor einem riesigen Affen an alten<br />

Tempel-Mauern entlang, springen über Abgründe<br />

oder weichen möglichst geschickt diversen<br />

Fallen aus.<br />

Gesteuert wird die Spielfigur dabei über<br />

Gesten auf dem Touchscreen (Nach oben:<br />

springen, nach unten: ducken, nach links/​<br />

rechts: abbiegen) oder durch Kippen des Geräts,<br />

um auf dem Weg weiter links oder<br />

rechts zu laufen. Während des Laufs gilt es<br />

nach wie vor, möglichst viele Münzen oder<br />

auch Extras einzusammeln, um so später den<br />

eigenen Charakter aufzurüsten. Diesmal aber<br />

rennen Sie nicht nur, sondern gleiten auch<br />

an Seilen entlang oder befahren mit einer<br />

Lore die Schächte einer alten Miene.<br />

Auch die Grafik wurde wesentlich verbessert,<br />

Wasserfälle oder kleine Bäche kreuzen<br />

den Weg und müssen übersprungen werden,<br />

und auch leichte Kurven oder Hügel machen<br />

den Lauf spannender und abwechslungsreicher.<br />

Insgesamt hat der Schwierigkeitsgrad<br />

des Spiels dadurch auch etwas zugenommen.<br />

Wer bei der ersten Ausgabe von Temple<br />

Run fast ewig laufen konnte, ohne in eine der<br />

Fallen zu geraten oder abzustürzen, wird<br />

jetzt spätestens bei der Lorenfahrt in den<br />

Mienen neue Herausforderungen finden.<br />

Bessere Grafik<br />

Einen Fehltritt sollten Sie sich nach wie vor<br />

nicht leisten, ein Schritt in die falsche Richtung<br />

und Sie dürfen noch einmal von Neuem<br />

starten. Allerdings wurde das Wiederbeleben<br />

vereinfacht. Mussten Sie in Temple Run noch<br />

die Engelsflügel extra aktivieren, so reicht es,<br />

in der zweiten Ausgabe des Spiels ausreichend<br />

grüne Diamanten einzusammeln oder<br />

– gegen bare Münze – einzukaufen. Der<br />

Schutz vor dem endgültigen Heldentot verfällt<br />

zudem nicht mehr während des Laufs,<br />

der Dialog zum Wiederbeleben erscheint automatisch<br />

nach jedem Schritt in eine Falle.<br />

Neu ist auch, dass die freischaltbaren zusätzlichen<br />

Spielfiguren unterschiedliche Eigenschaften<br />

besitzen. Änderten sich in der<br />

ersten Version lediglich Aussehen und<br />

„Stimme“, so besitzt jeder Charakter nun die<br />

82<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Spiele<br />

Temple Run 2<br />

Abb. 2: In Temple Run 2 gleiten Sie<br />

nun auch an Seilen entlang oder<br />

reiten auf Loren durch Minen.<br />

Abb. 3: Lehnen Sie sich nach links<br />

oder rechts, um die richige<br />

Abzweigung zu nehmen.<br />

Abb. 4: Jeder Charakter besitzt<br />

nun ein Power-Up, das er bei<br />

Bedarf jederzeit aktivieren kann.<br />

Abb. 5: Die eingesammelten Münzen<br />

brauchen Sie, um die Fähigkeiten<br />

Ihres Helden zu verbessern.<br />

Möglichkeit ein Power-Up durch Sammeln<br />

von Münzen gezielt zu aktivieren. Dazu füllt<br />

sich auf der linken Seite die Säule mit gelben<br />

Münzen, ist sie voll, beginnt sie grün zu<br />

leuchten. Ein Klick auf die Säule aktiviert<br />

dann je nach Held den Coin Magnet oder den<br />

Distance Boost.<br />

Praktisch kostenlos<br />

Temple Run 2 gehört wie der Vorgänger in<br />

die Kategorie der Freemium-<strong>Apps</strong>. Das Spiel<br />

an sich installieren Sie kostenlos aus dem<br />

Play Store, innerhalb der App aber können<br />

Sie jedoch Upgrades und Münzen für das<br />

Aufrüsten Ihrer Helden gegen bare Münze<br />

eintauschen. Der In-App-Kauf ist bei Temple<br />

Run jedoch nach wie vor eher<br />

ein „Kann“ und kein „Muss“.<br />

Auch im zweiten Teil des<br />

Erfolgs-Titels kommen Sie<br />

ohne den Einsatz von echtem<br />

Geld im Spiel locker voran.<br />

Wo andere Titel es Ihnen<br />

immer wieder schwer machen<br />

eine Passage im Spiel zu bestehen,<br />

ohne einen gewissen<br />

Ausrüstungsgegenstand als<br />

In-App-Kauf zu erwerben,<br />

spielen Sie einfach Temple<br />

Run, um weitere Münzen zu<br />

erhalten und somit zusätzliche<br />

Extras oder Eigenschaften<br />

freizuschalten.<br />

Fazit<br />

Wie auch der Vorgänger gibt<br />

sich Temple Run in den Hardwareanforderungen<br />

recht bescheiden, wenn<br />

auch die Animationen deutlich aufwendiger<br />

gestaltet worden sind. Wir haben den Titel<br />

auf einem doch recht schwachbrüstigen<br />

Samsung Galaxy S, einem Galaxy Nexus und<br />

einem top-aktuellen Nexus 4 gespielt. Auf<br />

Dual- oder Quad-Core <strong>Android</strong>en wie den<br />

beiden Nexus-Geräten läuft das Temple Run<br />

2 flüssig und ohne wahrnehmbare Ruckler.<br />

Auf dem alten Galaxy S musste die Detaillierung<br />

der Grafik in den Einstellungen jedoch<br />

auf das Minimum reduziert werden, um ein<br />

wirklich ruckelfreies Gameplay in allen Situationen<br />

zu erreichen.<br />

Mit Temple Run 2 hat Imangi Studios seinem<br />

erfolgreichen Game-Hit ein solides Facelift<br />

spendiert. Bei einem<br />

Kaufspiel könnte man vielleicht<br />

darüber klagen, dass<br />

es zu wenig wirkliche<br />

Neuerungen gäbe, aber bei<br />

einem kostenlosen und<br />

ohne extra In-App-Käufe<br />

sehr gut spielbaren Titel<br />

motivieren die neuen Extras<br />

und die überarbeitete<br />

Grafik deutlich. Wer ein<br />

Spiel sucht, um hin und<br />

wieder ein paar Minuten<br />

Wartezeit auf Bus oder<br />

Bahn zu überbrücken, ist<br />

bei Temple Run weiterhin<br />

Gold richtig. <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

ist das Spiel auch in der<br />

Neuauflage wieder eine<br />

eindeutige Empfehlung<br />

der Redaktion wert. ● ● ●<br />

Abb. 6: Der Affe hat Sie schneller<br />

eingeholt, als Ihnen lieb ist. Zwei<br />

Stolperer und schon sind Sie dran.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28556<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 83


Einsteiger<br />

Carbon Backup und Sync<br />

So sichern Sie Ihre App-Daten unter <strong>Android</strong><br />

Carbon Backup<br />

rahul pathak, 123RF<br />

Sie haben Lust auf einen neuen <strong>Android</strong>en, aber wenig Motivation, das<br />

Handy und Ihre <strong>Apps</strong> wieder komplett neu einzurichten? Carbon<br />

Backup sichert alle Ihre App-Daten und braucht keine Root-Rechte,<br />

dafür aber mindestens <strong>Android</strong> 4.0. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Ohne Root-Rechte auf dem<br />

Handy muss Carbon mit einem<br />

kleinen PC-Tool initialisiert werden.<br />

Wer von Ihnen erstellt am PC regelmäßig<br />

Backups? Kaum<br />

einer? Eigentlich sollte es für<br />

jeden PC-Besitzer eine Selbstverständlichkeit<br />

sein, Sicherheitskopien<br />

wichtiger Daten in regelmäßigen Abständen<br />

zu erstellen, doch kaum jemand nimmt diese<br />

Aufgabe wirklich ernst. Es wird ja schon<br />

alles gut gehen, schließlich hat man über<br />

Jahre hinweg keinen Festplattencrash erlebt.<br />

Fällt das Notebook dann doch einmal runter<br />

oder geht es gar auf einer Reise verloren, ist<br />

die Panik groß – alle Daten sind weg!<br />

<strong>Android</strong>-Backups<br />

Auch auf dem <strong>Android</strong>-Smartphone sollten<br />

Backups eigentlich zum Pflichtprogramm gehören,<br />

schließlich ist das Handy als „Immerdabei-Computer“<br />

einer besonders hohen<br />

Wahrscheinlichkeit unterworfen, verloren zu<br />

gehen. Wer Gmail und andere Cloud-Dienste<br />

benutzt, muss sich zwar wenig Sorgen um<br />

seine Mails und Kontakte machen, doch hart<br />

erkämpfte Spielestände oder mühsam erstellte<br />

Datensätze wären doch eine Sicherheitskopie<br />

wert.<br />

Abseits des Themas Sicherheit haben<br />

Backups auch einen durchaus praktischen<br />

Mehrwert. Manch ein <strong>Android</strong> <strong>User</strong> spielt<br />

wahrscheinlich schon länger mit dem Gedanken,<br />

auf einen neuen <strong>Android</strong>en umzusteigen.<br />

Schnelle Quad-Core-CPUs oder droße<br />

5-Zoll-Displays locken mit toller Performance,<br />

doch alle <strong>Apps</strong> neu einrichten? Ein<br />

Backup könnte hier viel Zeit sparen.<br />

Sandkastensicherheit<br />

Allerdings ist es gar nicht so einfach, eine<br />

simple Backup-App für <strong>Android</strong> zu schreiben,<br />

da das System einzelne <strong>Apps</strong> voneinander<br />

abschottet. Diese „Sandbox“ getaufte Sicherheitsfunktion<br />

steckt jede App in einen<br />

eigenen virtuellen Bereich, auf den andere<br />

Anwendungen nicht zugreifen können.<br />

Würde etwa ein als harmloses Spiel getarnter<br />

Trojaner versuchen, auf die Daten Ihrer<br />

Homebanking-App zuzugreifen, dann würde<br />

er eben an dieser Sandbox scheitern.<br />

Diese Trennung macht es jedoch auch legitimen<br />

Backup-Programmen sehr schwer, die<br />

Daten aller installierten <strong>Apps</strong> zu sichern. Das<br />

<strong>Android</strong>-System kennt keine Schranke, die<br />

bei Bedarf geöffnet werden könnte, um <strong>Apps</strong><br />

vollen Zugriff auf die Daten anderer Programme<br />

zu erlauben. Bekannte Backup-Tools<br />

wie etwa Titanium Backup [LINK 1] funktionieren<br />

daher immer nur auf einem gerooteten<br />

Handy, gerade <strong>Android</strong>-Einsteigern bleibt der<br />

84<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Einsteiger<br />

Carbon Backup und Sync<br />

Weg zu einem ordentlichen<br />

Backup daher oft komplett<br />

versperrt.<br />

Carbon Backup<br />

Mit <strong>Android</strong> 4.0 hat Google<br />

nun aber eine Backup-Option<br />

geschaffen, ohne das Handy<br />

rooten zu müssen.<br />

Allerdings muss das Handy<br />

dazu an den PC angeschlossen,<br />

das <strong>Android</strong>-SDK [LINK 2]<br />

installiert sowie kryptische<br />

Befehle eingegeben werden.<br />

Eine simple Backup-Lösung<br />

für das <strong>Android</strong>-Handy selbst,<br />

hatte bislang kein App-Entwickler<br />

in petto.<br />

Die App Carbon Backup<br />

[LINK 4] setzt auf die erstmals<br />

in <strong>Android</strong> „Ice Cream Sandwich“<br />

4.0 eingebaute ADB-Backup-Methode<br />

auf. Sie führt die zum Erstellen des Backups<br />

nötigen Befehle jedoch direkt auf den Handy<br />

aus und sichert Ihre Daten direkt auf dem<br />

Gerät oder – in der 3,71 Euro teuren Premium-Version<br />

[LINK 4] – auch auf Cloud-Speichern<br />

wie Google Drive, Dropbox oder Box.<br />

Koppeln Sie die App an Ihren Google-Account,<br />

dann sichern Sie mit Carbon Backup<br />

nicht nur Ihre Daten lokal oder ins Netz, sondern<br />

synchronisieren sie gleich von Gerät zu<br />

Gerät. Der Abgleich von Daten oder Spielständen<br />

zwischen verschiedenen Geräten ist<br />

so ein leichtes Unterfangen.<br />

Kein Root? Kein Problem!<br />

Root-Rechte erleichtern auch Carbon Backup<br />

das Erstellen seiner Backups. Mit vollen<br />

Leserechten auf dem kompletten Handys,<br />

muss sich die Anwendung gar keiner Tricks<br />

bemühen. Der Clou der App besteht allerdings<br />

in einem kleinen PC-Tool Carbon<br />

Desktop [LINK 5] für nicht<br />

gerootete <strong>Android</strong>en, das<br />

Sie pro Gerätestart einmalig<br />

auf Ihrem Computer ausführen<br />

müssen.<br />

Es aktiviert einen Dienst auf<br />

dem angeschlossenen<br />

Handy, über den Carbon<br />

Backup auch ohne Root-<br />

Rechte seine Backups anstoßen<br />

kann.<br />

Carbon Backup prüft<br />

beim Start, ob der Dienst im<br />

Hintergrund läuft und meldet<br />

bei Misserfolg die noch<br />

fällige Aktivierung. Laden<br />

Abb. 2: Carbon sichert bis auf die<br />

Google <strong>Apps</strong> wie Gmail (fast) alle<br />

<strong>Apps</strong> inklusive Ihrer Daten.<br />

Abb. 4: Das Carbon-Desktop-Tool<br />

müssen Sie nach jedem Neustart<br />

des Handys erneut ausführen.<br />

Sie sich dazu das kleine<br />

Programm auf den PC herunter<br />

– es werden Varianten<br />

für Windows, MacOS X<br />

und Linux angeboten – aktivieren<br />

Sie den USB-Debug-Modus<br />

auf Ihrem<br />

<strong>Android</strong>en (Kasten USB-<br />

Debugging) und starten<br />

anschließend das Tool.<br />

Auf Windows-PCs muss<br />

eventuell noch ein Geräte-<br />

Treiber installiert werden,<br />

das Tool verlinkt zu einer<br />

Übersichts-Seite im Netz<br />

[LINK 6], auf der Sie Downloads<br />

zu allen gängigen<br />

Herstellern finden. Sobald<br />

das Handy dann per USB-<br />

Kabel mit dem PC verbunden<br />

ist, sollte Carbon<br />

Desktop erfolgreich melden, dass es aktiviert<br />

wurde. Diese Aktivierung geht allerdings<br />

beim nächsten Neustart verloren.<br />

Backups erstellen<br />

Mit der Aktivierung ist der aufwendigste Part<br />

beendet, und Sie können zum Erstellen Ihres<br />

ersten <strong>Android</strong>-Backups übergehen. Unter<br />

Backup listet Carbon fast sämtliche auf dem<br />

Handy installierten <strong>Apps</strong> auf, die sich sichern<br />

lassen. An dieser Stelle fehlen Google<br />

<strong>Apps</strong> wie Gmail, die sehr tief im System verankert<br />

sind und <strong>Apps</strong>, deren Entwickler das<br />

Erstellen von Backups aus technischen oder<br />

rechtlichen Gründen untersagt haben, diese<br />

werden am Ende der Liste unter Backup<br />

disallowd getrennt aufgeführt.<br />

Suchen Sie sich nun aus der Liste die zu sichernden<br />

<strong>Apps</strong> heraus oder ziehen Sie den<br />

unteren Bereich der App am blauen Balken<br />

hoch, unter ihm versteckt sich der Button<br />

Select All, der alle möglichen <strong>Apps</strong> automatisch<br />

zur Sicherung hinzufügt.<br />

An dieser Stelle finden Sie<br />

auch die Option App Data<br />

only. Sie ist von Haus aus<br />

aktiviert und bewirkt, dass<br />

lediglich die Daten – aber<br />

nicht die App selbst – gesichert<br />

werden. Dies spart<br />

Platz und Zeit beim Erstellen<br />

eines Backups, allerdings<br />

muss beim Zurückspielen<br />

der Daten auf einem<br />

anderen oder zurückgesetzten<br />

Gerät die App wieder<br />

aus dem Play Store instal-<br />

Abb. 3: In den Optionen aktivieren<br />

Sie, dass neben den Daten auch<br />

die App selbst gesichert wird.<br />

USB-Debugging<br />

Die Option USB-Debugging zu<br />

aktivieren finden Sie bei den<br />

meisten <strong>Android</strong>en in den Einstellungen<br />

unter dem Eintrag<br />

Entwickleroptionen. Bei brandaktuellen<br />

Geräten mit <strong>Android</strong><br />

„Jelly Bean“ 4.2 ist dieser<br />

Menüpunkt allerdings von Haus<br />

aus ausgeblendet. Er muss erst<br />

durch siebenmaliges Antippen<br />

des Eintrags Build-Nummer<br />

unter Einstellungen | Über das<br />

Telefon aktiviert werden.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 85


Einsteiger<br />

Carbon Backup und Sync<br />

Abb. 5: Carbon Backup unterstützt<br />

Cloudspeicherdienste wie Google<br />

Drive oder Dropbox.<br />

Abb. 6: Das Backup-Programm ruft<br />

den seit <strong>Android</strong> 4.0 verfügbaren<br />

Backupmodus vom Handy aus auf.<br />

Abb. 7: Neben Backups bietet Carbon<br />

auch die Option, Daten zwischen<br />

Handys zu synchronisieren.<br />

Abb. 8: Jede mit Carbon Backup<br />

gesicherte <strong>Android</strong>-App kann einzeln<br />

wiederhergestellt werden.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28591<br />

liert werden. Carbon Backup unterstützt Sie<br />

dabei, allerdings erleichtert das Deaktivieren<br />

der Option einen Umzug auf einen neuen<br />

<strong>Android</strong>en deutlich.<br />

Backup in der Wolke<br />

Nach einem Tipp auf Backup beginnt Carbon<br />

mit der Sicherung der ausgewählten <strong>Apps</strong>.<br />

Als Ziel stehen Ihnen entweder der interne<br />

Speicher des Handys (USB Storage) oder mit<br />

Google Drive, Dropbox bzw. Box auch diverse<br />

Cloudspeicherdienste zur Verfügung.<br />

Eine Sicherung ins Netz hat den Vorteil, dass<br />

Sie das Backup auf einem zweiten <strong>Android</strong>en<br />

wiederherstellen können, ohne die Daten<br />

von Gerät zu Gerät kopieren zu müssen.<br />

Sobald das Ziel ausgewählt wurde, beginnt<br />

das eigentliche Backup Ihrer <strong>Apps</strong>. Dabei<br />

schaltet das System kurzzeitig in eine Maske,<br />

die erfahrene <strong>User</strong> vielleicht schon vom<br />

ADB-Backup über den PC kennen, der Fortschritt<br />

der Sicherung wird zudem in der Statusleiste<br />

des Handys angezeigt.<br />

Je nach Speicherziel finden Sie die Sicherung<br />

abschließend im Verzeichnis Carbon auf<br />

der SD-Speicherkarte des Handys oder aber<br />

auch zusätzlich im Unterordner com.koushikdutta.backup<br />

auf Speicher Ihres Cloudstorage-Anbieters<br />

im Internet.<br />

Restore and Sync<br />

Ein Backup ohne die Möglichkeit, das Gesicherte<br />

wieder einfach einzuspielen, wäre<br />

wenig wert. In Carbon finden Sie die Option,<br />

eine Sicherung wieder zurückzukopieren<br />

unter Restore and Sync im zweiten Reiter der<br />

App. Carbon bietet Ihnen hier an eine zuvor<br />

erstellte Sicherung vom lokalen Speicher des<br />

Handys zu nutzen oder die Daten aus einem<br />

der unterstützten Netzspeicher zu laden.<br />

Für <strong>Android</strong>-<strong>User</strong> mit mehreren Geräten<br />

erweist sich die Synchronisierungs-Funktion<br />

als praktischer Zeitsparer. Unter My Devices<br />

finden Sie – wenn Sie Carbon Zugriff auf Ihr<br />

Google-Konto gewährt haben – sämtliche mit<br />

Ihren Konto verbundene <strong>Android</strong>en, auf<br />

denen Carbon installiert wurde. Wie bei<br />

einem Backup vom eigenen Gerät können Sie<br />

nun aus einer Liste auswählen, welche App-<br />

Daten nun vom entfernten Gerät auf Ihren<br />

<strong>Android</strong>en kopiert werden sollen. Ein Klick<br />

auf Restore startet eine Sicherung auf dem<br />

entfernten Gerät, überträgt die Daten auf das<br />

Vorliegende und packt die Daten gleich aus.<br />

Fazit<br />

Auch Carbon ist noch keine „Fire-and-<br />

Forget“-Lösung für <strong>Android</strong>-Backups, doch<br />

die App ist eine der wenigen Lösungen, die<br />

auch für Einsteiger bedienbar ist und ohne<br />

Root-Rechte auskommt. Besonders das Initiieren<br />

des Hintergrunddienstes über eine<br />

Desktop-Anwendung ist gewöhnungsbedürftig,<br />

allerdings technisch notwendig.<br />

Carbon ist <strong>Android</strong> <strong>User</strong> eine klare Empfehlung<br />

wert. In unserem Test konnten wir<br />

erfolgreich die Daten verschiedener <strong>Apps</strong><br />

und Spiele sichern und auf einem anderen<br />

Gerät wiederherstellen. Allerdings zeigte Carbon<br />

Schwächen bei <strong>Apps</strong>, die zusätzliche<br />

Daten einbetten. So wurden Bild- oder<br />

Sprachnotizen der Notiz-App Catch [LINK 7]<br />

zwar neu angelegt, die eingebetteten Bildoder<br />

Audio-Dateien fehlten jedoch. ● ● ●<br />

86<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Tipps & Tricks<br />

Musik-Tipps<br />

Audio-Tipps<br />

In dieser Rubrik stellen wir euch jeden Monat neue Musik vor. Auf www.android-user.de feiern wir jeden Freitag<br />

ein Album der Woche. In regelmäßgen Abständen erstellen wir auch Playlisten bei Spotify! Christian Ullrich<br />

Bosse: Kraniche<br />

„Kraniche“ ist ein Album, das ambitioniert versucht, einen großen<br />

Teil des Lebens abzubilden. Es sammelt Stück für Stück,<br />

setzt Stein auf Stein, will mehr sein, aber vor allem offen für<br />

alles, was da kommen mag, und ohne Angst. Das spiegelt sich<br />

in den Texten wie in der Musik wider. Klavier, Streicher und Bläser<br />

unterstützen die Worte, die im Grunde melancholisch, aber<br />

im Herzen durchweg positive Gedanken transportieren. Bosse<br />

bringt das alles mit zusammen. „Kraniche“ zeigt eindrucksvoll,<br />

dass der oft gescholtene Pop, trotz aller Einfachheit und der Reduktion<br />

auf Strophe und Refrain, auch musikalisch sein kann.<br />

Video: [LINK 1 ]<br />

Genre: Pop / Deutsch / Leben<br />

Für Fans von: Phillip Poisel / Tomte / Wir sind Helden<br />

Label: Vertigo Berlin<br />

Nina Stiller<br />

Lady:<br />

Lady<br />

Klassischer Soul ist zeitlos: Der Motown Sound, starke<br />

Stimmen, Bläser, Orgeln und groovende Bässe. Das Duo<br />

Lady zelebriert genau das, auf allerhöchstem Niveau. Hier<br />

passt jeder Ton, jedes Instrument und die Melodien sowieso.<br />

Hits wie Money oder Tell The Truth bieten so viel<br />

gute Laune, dass es für mehrere Alben reicht. Lady singen<br />

auf Ihrem Debüt noch neun weitere solche Lieder und<br />

überzeugen mit Musik, die beschwingt den Alltag begleitet,<br />

im Ohr bleibt, aber nie aufdringlich wird. Single komplett<br />

anhören: [LINK 2]<br />

Genre:Soul / Pop / RnB<br />

Für Fans von: Mary J. Blige / Aloe Blacc / Adele<br />

Label: Truth & Soul<br />

88 <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de<br />

Truth & Soul Records


Musik<br />

Leddyn Butcher<br />

Nick Cave & the Bad Seeds:<br />

Push The Sky Away<br />

Musik, die außerhalb der Wahrnehmung schwebt. Die zu<br />

groß ist, um in Worte gefasst zu werden. Die sich magisch<br />

komplex und bezaubernd simpel erhebt. Das ist<br />

Nick Cave über all die Jahre gewesen. Das neue Album „Push The<br />

Sky Away“ fügt sich nahtlos daran an. Wo andere Bands Refrains<br />

schreiben, lässt er Kompositionen erklingen, deren Ursprung im<br />

Verborgenen liegt, die keinen Regeln folgen, sich nicht von Melodien<br />

blenden lassen. Das Zentrum lag und liegt in der Kunst, Musik<br />

entstehen zu lassen, die für sich spricht. Das Besondere an Nick<br />

Cave ist aber die unweigerliche Anziehungskraft seiner Lieder, die<br />

Nähe, die diese erzeugen, an der Grenze zwischen einer warmen<br />

Umarmung und dem kalten Atem der Verfolgung. Allein Jubilee<br />

Street verdeutlicht das eindrucksvoll. Zerbrechlich im Grunde, will<br />

es beschützt werden, bevor es mit Chor und Streichern den ganzen<br />

Raum für sich einnimmt. Wie das gesamte Album ist dieser Song<br />

nichts weniger als ein musikalisches Highlight.<br />

Bluesig, lärmend und voller Ruhe ist „Push<br />

The Sky Away“, ein weiterer Höhepunkt in<br />

der an Höhepunkten reichen Karriere von<br />

Nick Cave. Video: [LINK 3]<br />

Genre: Blues / Kunst / Balladen<br />

Für Fans von: Leonard Cohen / Tindersticks<br />

Label: Bad Seed Ltd.<br />

HiGHLight<br />

Rhye: Woman<br />

Ein Kanadier und ein Däne lernen sich in Berlin<br />

und Kopenhagen kennen<br />

und entschließen sich, zusammen<br />

Musik zu schreiben.<br />

Der Rest ist ein Mysterium.<br />

Geheimnisvoll, aber<br />

von seltener Eleganz sind<br />

auch ihre Lieder. Streicher<br />

zu Beginn, ein entspannten<br />

Beat und eine warme<br />

Stimme ziehen den Hörer in eine Welt der<br />

Ruhe. Open, das erste Lied, ist die pure Essenz<br />

des Schönklangs. Ein wohliger Traum, der über<br />

die gesamte Länge des Albums anhält. Rhye erschaffen<br />

mit ihrem Debüt ein kleines Wunder,<br />

das mit minimalen Mitteln die aktuellen Strömungen<br />

des RnB (The xx, Frank Ocean, The<br />

Weeknd) um eine weitere Nuance ergänzt, sich<br />

aber auch vor dem Pop vergangener Tage verneigt<br />

(Sade, Hercules & Love Affair). Zusammen<br />

ergibt „Woman“ ein Album das schüchtern<br />

zart und überwältigend schön ist.<br />

Video: [LINK 4]<br />

Genre: Pop / Schönklang / RnB<br />

Für Fans von: Air / Sade / The XX<br />

Label: Universal<br />

Atoms for Peace:<br />

Amok<br />

Genialität liegt der Musik von Radiohead<br />

Mastermind Thom Yorke zugrunde. Seine<br />

neue Band Atoms For Peace (u.a. mit Flea<br />

von den Red Hot Chilli Peppers) zeigt dies<br />

erneut deutlich. Neun Lieder, die Grenzen<br />

zwischen elektronischem Programming<br />

und organischen Instrumenten verwischen,<br />

die keinen Anfang und kein Ende<br />

kennen und doch in sich geschlossen sind.<br />

Vielschichtig verzweigen sich die Beats<br />

und Gitarren über verschiedene Ebenen<br />

hinweg, um sich schließlich in der Melancholie<br />

der Melodiene zu vereinen. Gegründet<br />

wurde Atoms For Peace, um Thom<br />

Yorke's Debüt Eraser live zu spielen. Es verwundert<br />

daher nicht, dass "Amok" nahtlos<br />

an dieses Album anknüpft und die<br />

musikalische Idee dahinter weiterführt.<br />

"Amok" ist das von der Presse<br />

und Fans erwartete Meisterwerk.<br />

Video: [LINK 5]<br />

Genre: Electro / Indie / Kunst<br />

Für Fans von: Radiohead / Thom Yorke<br />

Label: XL Recordings<br />

XL recordings<br />

<strong>Android</strong>-user.de 89


Arkells:<br />

Michigan Left<br />

Act to watch<br />

Die Art der Musik, die dunkle Wolken vertreibt und den blauen Himmel blauer<br />

macht. Genau so strahlen die Lieder der Arkells. Die Kanadier spielen Rock<br />

der darauf angelegt ist, dem Hörer ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Das<br />

gelingt ihnen mit jedem Lied und in allen Refrains. „Michigan Left“ ist so gut,<br />

das man unweigerlich mitklatscht und singt. Die zehn Lieder verneigen sich<br />

vor den Foo Fighters wie vor Bruce Springsteen. Referenzen spielen aber<br />

keine Rolle, denn es geht nur um die gute Laune. In Kanada sind die Arkells<br />

bereits Superstars. Europa wird folgen. Album komplett anhören: [LINK 6]<br />

Genre: Rock / Pop / Gute Laune<br />

Für Fans von: Foo Fighters / Biffy Clyro<br />

Label: The Organisation<br />

Gewinnen<br />

Wir verlosen 2x das Album<br />

von den Arkells und The Plea.<br />

Einfach eine E-Mail mit ARKELLS<br />

bzw. THE PLEA bis zum 04.04.13 an<br />

musik@android-user.de senden<br />

Jill Furmanovsky<br />

The Plea sind in ihrer Heimat Irland bereits Stars. Kein Wunder<br />

bei einem solch starken Debüt, das elf Pophymnen voller<br />

Gänsehautmomente beherbergt. Allein Staggers<br />

Anthem hält alles bereit, um ausverkaufte Stadien singen zu<br />

lassen und Radiostationen im Sturm zu erobern. The Plea<br />

sind in dieser Disziplin Meister ihres Fachs. Video: [LINK 7]<br />

Genre: Rock / Pop / Stadion<br />

Für Fans von: Coldplay, U2<br />

Label: Planet Function<br />

The Plea:<br />

The Dreamers<br />

Stadium<br />

Entdecker<br />

ALLE<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28652<br />

Radiotipp<br />

Mit den Musiktrends aus Berlin und der Welt begeistert 93,6 JAM FM BER-<br />

LIN die jungen urbanen Radiohörer und setzt Trends! Werde Teil der Bewegung!<br />

93,6 JAM FM BERLIN!<br />

Tipp: Die Jackie Brown Morningshow (6-10Uhr)<br />

Genres: Black / Dance / Hip-Hop<br />

TuneIn: JamFM<br />

App-Tipp<br />

Die kostenlose App<br />

[LINK 8] ist der perfekte<br />

Begleiter für<br />

Bon Jovi Fans. Es<br />

gibt viel zu entdecken,<br />

darunter<br />

Musik, News und<br />

Videos. Die perfekte<br />

Einstimmung auf<br />

das neue Album<br />

„What About<br />

Now“ (22.03.13)<br />

90<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Hörbücher<br />

In dieser Rubrik stellt Ihnen die <strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Redaktion jeden Monat neue und besonders spannende<br />

Hörbücher von Audible.de vor. Martin Lennertz<br />

Wie die Hells Angels...<br />

Findet Nemo<br />

Hells Angels! Allein der Name ruft sofort bestimmte Assoziationen<br />

hervor. Viele denken wahrscheinlich zuerst an<br />

blutige Auseinandersetzungen im Rockerkrieg mit den<br />

Bandidos. Doch was genau hat es eigentlich mit dem berüchtigten<br />

Motorradclub auf sich? Der Autor beleuchtet<br />

die Geschichte der weltweit tätigen Organisation und konzentriert<br />

sich insbesondere auf die Aktivitäten in Deutschland.<br />

Spannend! [LINK 3]<br />

Staatsverschuldung:<br />

Ursachen, Folgen,<br />

Auswege<br />

Zugegeben, der Film über die Suche nach Nemo ist<br />

schon eine alte Kamelle, neu ist aber das Hörspiel [LINK 1]<br />

im Programm von Audible. Aus der Welt von Walt Disney<br />

finden Sie dort noch viele weitere Erfolgstitel [LINK 2]<br />

wie z. B. Der König der Löwen, Cars, Prince of Persia, Arielle,<br />

Ralph reichts, Fluch der Karibik, Toy Story, Alice im<br />

Wunderland oder auch Bambi. Das ist Hörspielunterhaltung<br />

für die ganze Familie!<br />

Fluss der Wunder<br />

Können Sie sich vorstellen, Ihr Leben eine Zeit lang im<br />

Urwald zu verbringen? Die Hauptdarstellerin dieses Hörbuchs<br />

[LINK 4]soll das im Auftrag ihres Arbeitgebers jedenfalls<br />

tun und dabei etwas über den Tod ihres Vorgängers<br />

und den Fortschritt bezüglich der Entwicklung eines Medikaments<br />

herausfinden. Dabei erlebt sie am Rio Negro<br />

neben abenteuerlichen Unannehmlichkeiten auch tatsächlich<br />

einige „Wunder“.<br />

Es geht ums Geld: Staatsverschuldung heißt das<br />

Thema und es ist brandaktuell! In diesem Hörbuch<br />

[LINK 5] wird Ihnen alles Wichtige hierzu erklärt,<br />

damit Sie ein wenig mehr von dem verstehen,<br />

was die Finanzwelt zurzeit beschäftigt. Zwar<br />

geschieht dies mit einfachen Worten, ein Ökonomie-Studium ist nicht erforderlich, jedoch<br />

benötigt das Hörbuch wegen der Komplexität des Themas etwas mehr Aufmerksamkeit<br />

als andere.<br />

4,95 Euro<br />

Autor: Gabi Bingenheimer<br />

Sprecher: Bodo Primus,<br />

Anke Engelke,<br />

Christian Tramitz<br />

Dauer: 59 Min. (ungekürzt)<br />

Genre: Kinder-Hörbücher<br />

14,95 Euro<br />

Autor: Stefan Schubert<br />

Sprecher: Martin Schülke<br />

Dauer: 07 Std. 51 Min.<br />

Genre: Bildung & Wissen<br />

24,95 Euro<br />

Autor: Ann Patchett<br />

Sprecher: Irina von<br />

Bentheim<br />

Dauer: 12 Std. 42 Min.<br />

Genre: Romane<br />

8,95 Euro<br />

Autor: Hanno Beck,<br />

Aloys Prinz<br />

Sprecher: Günter Merlau<br />

Dauer: 03 Std. 47 Min.<br />

Genre: Bildung & Wissen<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28653<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 91


Tipps & Tricks<br />

Tipps & Tricks<br />

Kleine Tipps mit großer Wirkung<br />

Tipps für<br />

alle Fälle<br />

tele52, 123RF<br />

In dieser Rubrik zeigen wir Ihnen Tricks, die das<br />

Arbeiten und Spielen mit Ihrem <strong>Android</strong>-Gerät einfacher<br />

und angenehmer machen oder einfach nur<br />

cool sind. Christoph Langner<br />

Abb. 1: Im Flugmodus lässt sich<br />

WLAN getrennt vom UMTS-Funkmodul<br />

wieder aktivieren.<br />

Akku schonen ohne 3G<br />

Beim Kauf eines <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong>s<br />

entscheidet sich manch ein <strong>Android</strong><br />

<strong>User</strong> ganz bewusst für ein Modell<br />

mit UMTS, obwohl er das <strong>Tablet</strong> eigentlich<br />

nur zu Hause benutzen möchte. Wenn man<br />

schon viel Geld für ein aktuelles Gerät ausgibt,<br />

dann soll es wenigstens komplett ausgestattet<br />

sein, nicht dass man sich später ärgert.<br />

Da UMTS ja nicht genutzt wird, bleibt der Slot<br />

für die SIM-Karte leer, und Sie freuen sich ob<br />

des schönen neuen Gerätes.<br />

Eventuell aber schränken Sie durch Ihre<br />

Entscheidung pro UMTS die Laufzeit des<br />

<strong>Tablet</strong>s künstlich ein. Das <strong>Android</strong>-System<br />

versorgt nämlich auf<br />

vielen von uns getesteten<br />

Geräten das 3G-<br />

Modul mit Strom, auch<br />

ohne dass eine SIM-<br />

Karte eingelegt wäre.<br />

In den Statistiken unter<br />

Einstellungen | Akku<br />

wird der Stromverbrauch<br />

des Funkmoduls<br />

unter Mobilfunk-<br />

Standby sichtbar. Obwohl<br />

keine SIM-Karte<br />

eingelegt ist, verursacht<br />

das Funkmodul<br />

auch im Ruhezustand<br />

oft bis zu 15 Prozent<br />

des Stromverbrauchs.<br />

Wir empfehlen<br />

Abb. 2: Google Now informiert Sie<br />

automatisch über viele Dinge, die<br />

Sie gerade betreffen könnten.<br />

daher, bei Geräten mit<br />

leerem UMTS-Slot den<br />

Flugmodus zu aktivieren<br />

und dann WLAN wieder nachträglich anzuschalten.<br />

So wird dem UMTS-Modul dann<br />

auch wirklich der Saft abgedreht und letztendlich<br />

die Akkulaufzeit deutlich verlängert,<br />

ohne dass Ihnen die Internetanbindung über<br />

Wireless-LAN verloren geht.<br />

Google Now auf HTC-Geräten<br />

HTC hat begonnen, für viele Modelle<br />

aus der aktuelleren Produktpalette<br />

Updates auf <strong>Android</strong> „Jelly<br />

Bean“ 4.1 auszuliefern. So kommen viele<br />

HTC-<strong>User</strong> dank Googles „Project Butter“ zur<br />

Verbesserung der <strong>Android</strong>-Performance in<br />

den Genuss einer flüssiger animierten und<br />

schneller reagierenden Oberfläche<br />

und natürlich auch zu den<br />

Neuerungen aus Jelly Bean wie<br />

Google Now, dem persönlichen<br />

Assistenten <strong>Android</strong>s.<br />

Auf einem Standard-<strong>Android</strong>en<br />

wie den Nexus-Geräten<br />

Googles öffnen Sie Google Now,<br />

indem Sie vom virtuellen Homebutton<br />

ausgehend den Finger<br />

nach oben ziehen. Es erscheint<br />

daraufhin ein großes Google-<br />

Symbol, heben Sie Ihren Finger<br />

an dieser Stelle wieder ab, öffnet<br />

Google Now. Da HTC jedoch<br />

noch auf „richtige“ Knöpfe<br />

unter dem Touchscreen setzt,<br />

fällt dieser Weg weg. Auf HTC-<br />

Handys mit Jelly Bean öffnen<br />

Sie Google Now daher über<br />

einen längeren Druck auf die<br />

Home-Taste.<br />

92<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Tipps & Tricks<br />

Tipps & Tricks<br />

Abb. 3: WiFi Web Login bucht Sie<br />

automatisch in Hotels oder auf Konferenzen<br />

in das öffentliche WLAN ein.<br />

WiFi Web Login<br />

Viele öffentliche WLANs in Hotels,<br />

Kongresszentren, Zügen oder Restaurants<br />

arbeiten unverschlüsselt,<br />

erfordern beim Einbuchen ins System aber<br />

eine Authentifizierung über den Browser.<br />

Mal muss einfach nur den Nutzungsbestimmungen<br />

zugestimmt werden, an anderen<br />

Orten braucht es ein Login mit Passwort, das<br />

in eine Webseite des Anbieters eingegeben<br />

werden muss, erst dann werden die Tore<br />

zum Internet geöffnet.<br />

Diese Authentifizierung bleibt meist nicht<br />

lange erhalten, verlassen Sie Ihr Hotelzimmer<br />

und kehren am Abend zurück, dann<br />

bucht sich das Handy zwar automatisch in<br />

das offene WLAN des Hotels ein, allerdings<br />

müssen Sie auf der Webseite die Zugangsdaten<br />

erneut eingeben. Was bei einer Nacht im<br />

Hotel nicht wirklich stört, ist bei einem längeren<br />

Aufenthalt doch etwas lästig.<br />

Mit WiFi Web Login [LINK 1] automatisieren<br />

Sie diese Anmeldung. Die App zeichnet den<br />

Anmeldevorgang einmalig auf und spult ihn<br />

automatisch wieder ab, sobald Sie das<br />

WLAN erneut betreten, ohne dass der Internetzugang<br />

sofort zur Verfügung steht. Das<br />

Ganze funktioniert allerdings nur, wenn der<br />

Anmeldevorgang immer gleich abläuft,<br />

schickt Ihnen der Anbieter zum Beispiel<br />

jedes Mal eine SMS mit einem neuen Passwort,<br />

dann bleibt auch WiFi Web Login vor<br />

verschlossenen Türen stehen. Die App lässt<br />

sich kostenlos installieren, nach einer dreitätigen<br />

Testphase müssen Sie jedoch den Aktivierungsschlüssel<br />

[LINK 2] kaufen.<br />

Kalenderinfos<br />

per SMS<br />

Wenn Sie den<br />

<strong>Android</strong>-Kalender<br />

benutzen,<br />

dann informiert<br />

Sie die App automatisch<br />

über anstehenden<br />

Termine. Über Ihren<br />

Google-Account synchronisiert<br />

Ihr Handy<br />

die Kalenderdaten<br />

zudem automatisch zu<br />

GMail, sodass Sie auch<br />

online im Google Kalender<br />

[LINK 3] Ihre Termine<br />

vorfinden. Nicht<br />

immer aber hat man<br />

seinen treuen <strong>Android</strong>en<br />

zur Hand, nehmen<br />

Sie etwa beim Sporteln<br />

nur Ihr altes „Dummphone“<br />

mit und wollen<br />

trotzdem über Ihre Termine informiert werden,<br />

dann lassen Sie sich doch kostenlos von<br />

Google per SMS benachrichtigen.<br />

Die Einstellungen dafür finden Sie im Online-Kalender<br />

[LINK 4] Googles. Öffnen Sie über<br />

das Zahnrad-Icon rechts oben auf der Webseite<br />

die Einstellungen und gehen zur Handy-<br />

Einrichtung. Hier tragen Sie die gewünschte<br />

Handynummer ein und lassen sich den Bestätigungscode<br />

zusenden, den Sie abschließend<br />

auf der Webseite eintragen. Von nun an<br />

schickt Google Ihnen SMS über anstehende<br />

Termine, die Vorlaufzeit für die SMS-Benachrichtigung<br />

lässt sich im Webfrontend des<br />

Google Kalenders bei jedem Termin extra<br />

festlegen. Der Dienst ist in Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz [4] bei praktisch<br />

allen großen Netzanbietern kostenlos.<br />

Abb. 4: Google informiert Sie auf<br />

Wunsch auch per SMS-Kurznachricht<br />

über Ihre anstehenden Termine.<br />

Nexus Checker<br />

Der große Run auf die neuen und<br />

vor allen günstigen Nexus-Modelle<br />

direkt aus dem Play Store Googles<br />

ist zwar vorbei, doch nach wie vor sind nicht<br />

alle Geräte lieferbar. Wer ein Modell in einer<br />

bestimmten Konfiguration möchte, der muss<br />

sich eventuell noch in Geduld üben und regelmäßig<br />

den Play Store [LINK 5] auf die Verfügbarkeit<br />

hin überprüfen.<br />

Wenn Sie darauf nur wenig Lust haben,<br />

hilft Ihnen hier eventuell der Nexus Checker<br />

als Webseite [LINK 6] oder als App [LINK 7] weiter.<br />

Der Checker sagt Ihnen welche Nexus-<br />

Geräte gerade verfügbar sind und alarmiert<br />

Sie, wenn es das Wunschmodell im Google<br />

Play Store wieder zu kaufen gibt.<br />

● ● ●<br />

Abb. 5: Der Nexus Checker verrät<br />

Ihnen, welche Nexus-Geräte im Play<br />

Store gerade verfügbar sind.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 93


Poweruser<br />

Link2SD<br />

<strong>Apps</strong> und RAM unter <strong>Android</strong> 4 auslagern<br />

Richtig<br />

auf die<br />

Karte<br />

Wer sein Handy rege nutzt, hat früher oder später<br />

den für Programme reservierten Teil des<br />

internen Speichers aufgebraucht. Wir zeigen<br />

Ihnen, wie Sie mit Link2SD wieder freien Platz<br />

schaffen und zudem auch für genügend RAM<br />

sorgen. Marko Dragicevic<br />

Dmitry Kalabin<br />

Abb. 1: Mit GParted lässt sich eine zusätzliche ext2-Partition anlegen.<br />

Bis <strong>Android</strong> 2.3 sah die Welt noch<br />

einfach aus – zumindest für Leute<br />

mit viel Speicherplatzbedarf: Eine<br />

eingesteckte MicroSD-Karte wurde<br />

standardmäßig als /mnt/sdcard im Verzeichnisbaum<br />

eingehängt. <strong>Apps</strong> lagen in einem<br />

hierfür reservierten Bereich des bereits eingebauten<br />

Speichers, welchen das Betriebssystem<br />

als /data mountete. Reichte der für die<br />

Anwendungen vorgesehene Platz nicht mehr<br />

aus, konnte der Anwender seine <strong>Apps</strong> (bis<br />

auf wenige Ausnahmen) über ein Einstellungsmenü<br />

auf die externe Karte verschieben.<br />

Es existieren auch Tools, welche diesen<br />

Prozess etwas vereinfachen. Sollte Ihr Handy<br />

noch mit einer älteren <strong>Android</strong>-Version laufen,<br />

finden Sie unter [LINK 1] einen Artikel aus<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> 01/​2011, der hierzu ausführliche<br />

Informationen bereitstellt.<br />

<strong>Android</strong> 4 macht alles neu<br />

Doch mit den neueren <strong>Android</strong>-Versionen<br />

wurde alles nicht nur vielfältiger, sondern in<br />

einer Hinsicht auch komplizierter: Nicht nur<br />

/data, sondern auch /mnt/sdcard zeigten<br />

nun auf den internen Speicher (wenn auch<br />

auf zwei verschiedene Partitionen von diesem).<br />

Dieses Vorgehen wirkt zwar unlogisch,<br />

hat jedoch durchaus Gründe: Handys wurden<br />

inzwischen mit mehr internem Speicher<br />

ausgeliefert; einige ältere, speicherplatzintensive<br />

<strong>Apps</strong> setzten aber weiterhin das Vorhandensein<br />

von /mnt/sdcard für ihre Daten voraus.<br />

Durch die vorgespielte Pseudo-SD-Karte<br />

(welche in Wirklichkeit den eingebauten<br />

Speicher nutzt) waren diese weiterhin ohne<br />

zusätzliches Speichermedium lauffähig.<br />

Unter [LINK 2] finden Sie einen Online-Artikel<br />

der <strong>Android</strong> <strong>User</strong>, welcher genauer auf die<br />

Speicheraufteilung und ‐nutzung unter <strong>Android</strong><br />

eingeht und somit eine gute Wissensgrundlage<br />

für diesen Artikel bildet.<br />

Wo im Verzeichnisbaum befindet sich in<br />

dieser neuen Situation nun die echte externe<br />

Speicherkarte, falls eine solche vom Benutzer<br />

eingesteckt wurde? Hier kocht leider nicht<br />

nur jeder Hersteller sein eigenes Süppchen,<br />

dies variiert auch herstellerintern: Auf dem<br />

Samsung Galaxy S3 findet sich die Karte<br />

unter /mnt/extSdCard, während sie beim<br />

94<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

Link2SD<br />

Abb. 2: Link2SD verschiebt auch größere<br />

Mengen an <strong>Apps</strong> ohne zu murren,<br />

Sie werden es der App danken.<br />

Samsung Galaxy Note unter /mnt/sdcard/<br />

external_sd residiert. Hat der Benutzer das<br />

richtige Verzeichnis gefunden, kann er auf<br />

seinem externen Datenspeicher dennoch zunächst<br />

einmal mal nur Videos, Musik etc. ablegen,<br />

jedoch keine <strong>Apps</strong> dorthin verschieben.<br />

Zunächst einmal. Wie immer unter<br />

<strong>Android</strong>, gibt es für jede fehlende Funktion<br />

jemanden, der mit einer passenden App aushilft.<br />

In diesem Fall ist das Link2SD.<br />

Link2SD<br />

Im Internet kursieren bereits seit einiger<br />

Zeit Skripte, die das angesprochene<br />

Problem auf eine einfache<br />

Weise lösen: Sie setzen einen Dateisystem-<br />

Link von dem Verzeichnis, in dem <strong>Android</strong><br />

nach <strong>Apps</strong> sucht (/data/app) auf ein anderes,<br />

in welches eine Partition der externen<br />

SD-Karte gemountet wurde. Auf die Weise<br />

lassen sich alle Anwendungen auf dem eingesteckten<br />

Speichermedium ablegen. In der<br />

Regel wurden diese Skripte jedoch immer<br />

nur für ein bestimmtes Smartphone-Modell<br />

geschrieben, auch sind sie nicht für jedermann<br />

geeignet: Zur Installation solcher<br />

Skripte muss der Nutzer Konsolenkommandos<br />

über die <strong>Android</strong> Debug Bridge eingeben.<br />

Link2D [LINK 3] ist eine App aus dem<br />

Play-Store, die als Lösung nicht nur das alles<br />

viel einfacher macht, sondern auch Modellunabhängigkeit<br />

und zusätzliche Funktionen<br />

verspricht.<br />

Das Einzige, was Link2SD dem Benutzer<br />

nicht abnehmen kann, ist, sein Handy zu<br />

rooten und die externe Speicherkarte mittels<br />

eines Computers und angeschlossenem SD-<br />

Karten-Lesegerät neu zu partitionieren. Root-<br />

Anleitungen für zahlreiche<br />

Smartphones<br />

finden Sie in <strong>Android</strong><br />

<strong>User</strong> 02/​2013. Fürs Partitionieren<br />

verkleinert<br />

der Nutzer eine (in der<br />

Regel) vorhandene<br />

FAT32-Partition auf der<br />

MicroSD-Karte und legt<br />

auf dem freigewordenen<br />

Platz eine zweite,<br />

mit dem Ext2-Dateisystem<br />

formatierte an (nähere<br />

Informationen<br />

hierzu finden sich<br />

unter [LINK 2]). Vor der<br />

Neupartitionierung<br />

sollten Sie aus Sicherheitsgründen<br />

ein<br />

Backup der SD-Karte<br />

anlegen.<br />

Eine gute Partitionierungssoftware ist beispielsweise<br />

die Gparted-Live-CD [LINK 4], welche<br />

auf einem Computer ein minimales<br />

Linux mit einem umfangreichen Partitionsmanager<br />

bootet. Wer diese Lösung aus irgendeinem<br />

Grund nicht nutzen möchte, findet<br />

auch unter Windows viele kostenlose<br />

Programme, die den Zweck ebenfalls erfüllen,<br />

wie etwa die Home Edition des Minitool<br />

Partition Managers [LINK 5]. Allerdings sollten<br />

Sie bei den Letztgenannten beachten, dass<br />

diese für die zweite, neu angelegte Partition<br />

gerne Microsoft-typisch den Typ logisch vergeben.<br />

Diesen muss der Anwender in den<br />

Einstellungen in primär abändern, ansonsten<br />

erkennt <strong>Android</strong> später die SD-Karte nicht.<br />

Ist das Handy/​<strong>Tablet</strong> gerootet und die SD-<br />

Karte formatiert, sind alle Vorarbeiten erledigt,<br />

und der Nutzer kann Link2SD starten.<br />

Abb. 3: Neu installierte <strong>Apps</strong> kann<br />

das Tool auch automatisch an den<br />

gewünschten Platz bewegen.<br />

Linken statt schieben<br />

Link2SD selbst lässt sich kinderleicht bedienen.<br />

Auf Wunsch kann der Nutzer einzelne<br />

<strong>Apps</strong> auswählen und sie über einen Klick auf<br />

Link erstellen auf die zweite Partition der SD-<br />

Karte verschieben. Dabei wird gleichzeitig<br />

der benötigte Dateisystem-Link (Symlink) gesetzt,<br />

damit das Betriebssystem sie auch an<br />

der richtigen Stelle sucht. Besonders interessant:<br />

Im Gegensatz zu älteren Lösungen<br />

kann Link2SD zur App zugehörige Bibliotheken<br />

sowie die .dex-Dateien des Dalvik-<br />

Caches mitverschieben – auf diese Weise<br />

schaufelt es noch mehr internen Speicherplatz<br />

frei. Am komfortabelsten ist es, die<br />

Mehrfachauswahl zu nutzen oder alle vorhandenen<br />

<strong>Apps</strong> über einen Klick zu verschieben<br />

(Abbildung 2).<br />

Abb. 4: Link2SD bietet auch noch ein<br />

paar Zusatzfeatures an, wie beispielsweise<br />

das Leeren der Caches.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 95


Poweruser<br />

Link2SD<br />

Abb. 5: Links2SD zeigt Ihnen, wie viel<br />

Platz auf den verschiedenen Partitionen<br />

jeweils frei ist.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28814<br />

<strong>Apps</strong>, die der Nutzer zukünftig<br />

installiert, platziert das<br />

Smartphone nun auf Wunsch<br />

immer auf der externen SD-<br />

Karte (Abbildung 3) – alternativ<br />

wählt ein Hintergrundprozess<br />

den Speicherort je<br />

nach freiem Platz automatisch.<br />

Als zusätzliche Features<br />

kann Link2SD unter<br />

anderem alle Caches leeren<br />

(Abbildung 4) oder den<br />

freien Speicher auf den Partitionen<br />

der Speichermedien<br />

anzeigen (Abbildung 5). Auf<br />

älteren <strong>Android</strong>en oder solchen<br />

mit einem manipuliertem<br />

4.x-Rom bietet Link2SD<br />

sogar an, über die klassische,<br />

eingebaute Methode des Betriebssystems<br />

<strong>Apps</strong> auf die<br />

erste Partition der externen Speicherkarte zu<br />

platzieren (wie es auch das alte Programm<br />

App2SD früher veranlasste, siehe Abbildung<br />

6). In der Regel macht es hier aber mehr<br />

Sinn, wenn der Nutzer stattdessen die Option<br />

Link erstellen auswählt: Zum einen kann<br />

nur so Link2SD die Bibliotheken und den<br />

Dalvik-Cache mitverschieben. Zum anderen<br />

bringt die modernere Vorgehensweise mit der<br />

zweiten Partition einen Vorteil, wenn der Benutzer<br />

zum Datenaustausch sein Smartphone<br />

an einen Desktop-PC anschließt: Es<br />

wird nur die erste Partition der SD-Karte mit<br />

den Daten vom PC aus gemountet, die<br />

zweite mit den <strong>Apps</strong> aber nicht. So sind die<br />

Programme des Handys während der Datenübertragung<br />

weiter nutzbar (schließlich sieht<br />

der PC diese dann nicht und kann den Ablauf<br />

nicht stören).<br />

Macht das Handy flott<br />

Alles in allem hinterlässt Link2SD einen sehr<br />

positiven Eindruck. Sind alle nötigen Vorarbeiten<br />

erledigt, verrichtet die App ihre Aufgaben<br />

schnell, unkompliziert und zuverlässig.<br />

Dabei ist das Tool nicht nur für Low-End Geräte,<br />

sondern auch für Intensiv-Nutzer interessant:<br />

Ein über längere Zeit stark genutztes<br />

Samsung Galaxy Note mit einer dreistelligen<br />

Anzahl an installierten <strong>Apps</strong> profitierte im<br />

Test ebenfalls von mehr freiem Telefon-Speicher.<br />

Ferner hilft das darüber hinaus angebotene<br />

Löschen temporärer Dateien in den internen<br />

Caches, gegebenfalls entstandene Geschwindigkeits-<br />

und Stabilitätsprobleme zu<br />

lösen, wenn der Nutzer sein Handy bereits<br />

seit längerer Zeit mit einer großen Anzahl an<br />

<strong>Apps</strong> betreibt.<br />

Mehr RAM<br />

Falls Sie Link2SD nutzen<br />

möchten, weil es sich bei<br />

Ihrem Handy um einen<br />

<strong>Android</strong>en aus dem Low-<br />

Cost-Segment mit sehr<br />

wenig internem Speicher<br />

handelt, brennt Ihnen<br />

möglicherweise noch ein<br />

anderes Thema auf den<br />

Nägeln: Der ebenfalls<br />

schmale RAM-Speicher<br />

des eigenen Gerätes. Ist<br />

nicht ausreichend Hauptspeicher<br />

vorhanden, beendet<br />

das Betriebssystem<br />

laufende Prozesse abrupt<br />

oder startet leistungshungrigere<br />

<strong>Apps</strong> gar nicht<br />

erst. Hier hilft es, Swap-<br />

Speicher zu nutzen: Dieser<br />

ist wie bei einem Desktop-PC eine virtuelle<br />

Auslagerungsdatei, welche zusätzliches<br />

RAM simuliert. Auf leistungsschwachen<br />

Handys sorgt dies für einen spürbaren Geschwindigkeits-<br />

und Stabilitätszuwachs, vorausgesetzt<br />

die Swap-Datei befindet sich auf<br />

einer Speicherkarte mit schnellen Zugriffszeiten<br />

(mindesten Class 10). Jedoch zahlt der<br />

Anwender hierfür auch einen Preis: Die Lebensdauer<br />

der SD-Karte verkürzt sich dadurch,<br />

da der Swap-Speicher immer mit vielen<br />

Schreibzugriffen einhergeht. Trotzdem<br />

kann dieser Ansatz bei chronischem RAM-<br />

Mangel interessant sein. Die Option für Auslagerungsspeicher<br />

ist zum Teil in manchen<br />

Custom-ROMs verfügbar, aber auch für<br />

Stock-ROMs existieren entsprechende <strong>Apps</strong><br />

(zum Beispiel [LINK 6] und [LINK 7]). Hier steht<br />

und fällt der optimale Performancegewinn<br />

damit, dass entweder der Nutzer oder die<br />

App selbst einen optimalen Wert für die<br />

Swapiness einstellt. Dabei handelt es sich um<br />

eine als Zahlenwert ausgedrückte Schwelle,<br />

welche besagt, wie schnell das System dazu<br />

übergeht, den Swap-Speicher bei knapp werdendem<br />

RAM zu nutzen. Beginnen Sie einfach<br />

mit einem mittleren Wert.<br />

Insgesamt ist es schon beeindruckend, wie<br />

sich mit den richtigen Tricks selbst aus billigen<br />

100 Euro Handys noch Reserven herausholen<br />

lassen. Bei den Swapping-<strong>Apps</strong> sei jedoch<br />

angemerkt, dass diese zwar im Prinzip<br />

auch ohne Custom-ROMs funktionieren. Allerdings<br />

benötigt das System hierfür trotzdem<br />

Root-Rechte, und auch dann spielt nicht<br />

jedes Gerät mit: Bei Samsung-Handys verbietet<br />

der Original-Kernel die Nutzung von<br />

Swap-Dateien.<br />

● ● ●<br />

Abb. 6: Auf älteren <strong>Android</strong>en bietet<br />

Link2SD auch die klassische Verschiebemethode<br />

an.<br />

96<br />

April 2013<br />

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Poweruser<br />

Custom-ROM Nexus 4<br />

Custom ROMs für das Nexus 4<br />

Mein Nexus 4<br />

Das neue, langersehnte Nexus 4 ist da, aber die Funktionen reichen<br />

Ihnen nicht aus? Sie wollen etwas verändern? Na, dann los geht’s an<br />

das Modifizieren, Flashen, Verändern und Bearbeiten Ihres Smartphones!<br />

Samuel Groesch<br />

Google <strong>Apps</strong><br />

Bei all diesen ROMs müssen Sie<br />

zusätzlich zu der ROM-Datei<br />

noch die Google-<strong>Apps</strong> nachflashen.<br />

Ein entsprechendes<br />

Paket können Sie unter [LINK 9]<br />

herunterladen.<br />

In diesem Artikel stellen wir Ihnen die<br />

vier interessantesten ROMs für Ihr Nexus<br />

4 vor. Es gibt noch ein paar Alternativen<br />

zu den hier genannten, aber für einen<br />

möglichst einfachen Einstieg sollten Sie zunächst<br />

eines der hier vorgestellten Projekte<br />

ausprobieren.<br />

<strong>Android</strong> Open Kang Project<br />

Das <strong>Android</strong> Open Kang Project ROM, kurz<br />

AOKP [LINK 1], hat sich innerhalb kürzester<br />

Zeit einen hohen Stellenwert verbunden mit<br />

einem großen Bekanntheitsgrad unter den<br />

eingefleischten <strong>Android</strong> <strong>User</strong>n und Flashern<br />

erarbeitet. Das Projekt konkurriert stark mit<br />

CyanogenMod, da die beiden ROMs ähnliche<br />

Funktionen aufweisen und die Zielgruppe<br />

der <strong>User</strong> nah beieinander liegt. AOKP Stable<br />

Builds erscheinen wöchentlich am sogenannten<br />

„Swagger Sunday“ und lassen sich von<br />

der offiziellen Webseite des ROMs herunterladen<br />

[LINK 2]. Wenn Sie öfters als in<br />

Abständen von einer Woche neue Builds nutzen<br />

möchten, so besteht die Möglichkeit, die<br />

Nightlies des Hauptentwicklers<br />

Roman von der<br />

Entwickerseite go.im zu<br />

flashen [LINK 3].<br />

Die Features reichen<br />

von Custom Launcher<br />

über umfangreiche Einstellungen<br />

der Navigationsleiste<br />

bis hin zu Veränderungen<br />

am Lockscreen<br />

und individuelle Profile<br />

für die LED und Vibrationsbenachrichtigungen.<br />

Eine Liste aller Funktionen<br />

finden Sie auf den<br />

Entwicklerseiten des Projekts<br />

[LINK 4].<br />

Abb. 1: Der AOKP-Einstellungsbereich<br />

hält zahlreiche zusätzliche<br />

Optionen für Sie bereit.<br />

Eine weitere sehr nützliche<br />

Modifikation, die<br />

Ihnen im täglichen Einsatz<br />

hilft, ist, dass die mit <strong>Android</strong> 4.2 eingeführten<br />

Toggles in der Benachrichtigungsleiste<br />

direkt bei Antippen die Einstellung<br />

wechseln, und es nicht mehr nötig ist, in den<br />

Einstellungsbereich zu gehen und dort dann<br />

die Option zu setzen.<br />

CyanogenMod<br />

Mit dem CyanogenMod ROM, von [LINK5] installieren<br />

Sie sich das wohl bekannteste ROM<br />

auf Ihr Nexus 4 . Leider stellen die Entwickler<br />

Ihnen hier bisher nur Beta-Versionen zur<br />

Verfügung. Dieses Beta-Stadium ist aber<br />

nicht auf fehlende Alltagstauglichkeit, Bugs<br />

oder Abstürze zurückzuführen, sondern allein<br />

darauf, dass in dem ROM noch längst<br />

nicht die gewohnte Fülle an neuen Funktionen<br />

enthalten ist.<br />

Anders als bei dem <strong>Android</strong> Open Kang<br />

Project sind die zusätzlichen Funktionen in<br />

den Einstellungen verteilt und nicht wie bei<br />

AOKP unter einem Punkt zusammengefasst.<br />

Dies schadet leider der Übersichtlichkeit. Bisher<br />

können Sie mit dem CyanogenMod ROM<br />

den Lockscreen anpassen,<br />

Profile anlegen, in welchen Sie<br />

zeitgesteuerte Abläufe Ihres<br />

Smartphones festlegen können<br />

und dieses somit ein<br />

Stück automatisieren oder<br />

unter der Kategorie „System“<br />

weitere kleinere und größere<br />

Anpassungen vornehmen. Ein<br />

echter Mehrwert zum Stock<br />

<strong>Android</strong> sind die mitgelieferten<br />

<strong>Apps</strong> wie der umfangreiche<br />

DSPManager für Audio-<br />

Anpassungen, der Apollo<br />

Musik Player und ein eigener<br />

Dateimanager. Dennoch erwarten<br />

wir hier, dass das<br />

Team rund um CyanogenMod<br />

in Zukunft noch einige Features<br />

hinzufügt.<br />

98<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

Custom-ROM Nexus 4<br />

Abb. 2: Mit den Profilen nimmt<br />

Ihnen CyanogenMod eine Menge<br />

lästige Arbeit ab.<br />

Paranoid <strong>Android</strong><br />

Eines ist sicher, paranoid werden Sie von diesem<br />

ROM ganz sicher nicht, denn mit dem<br />

Paranoid ROM für das Nexus 4 ist wohl auch<br />

eins der kreativsten und buntesten ROMs für<br />

Ihr Nexus 4 verfügbar.<br />

Nach der Installation des ROMs von [LINK 6]<br />

oder [LINK 7] sieht zunächst alles noch nach<br />

Stock <strong>Android</strong> aus, aber wenn Sie in die Einstellungen<br />

navigieren, sehen Sie schon, dass<br />

diese im <strong>Tablet</strong> UI Modus dargestellt werden.<br />

Unter dem Punkt „Customization“ sind außerdem<br />

Kategorien dazugekommen. Der<br />

Lookscreen sowie der Toolbars Punkt sind so<br />

ähnlich auch in AOKP oder CyanogenMod zu<br />

finden, aber auch nicht die eigentlichen Besonderheiten<br />

des Paranoid ROMs. Unter dem<br />

Menüpunkt Hybrid properties gelangen Sie in<br />

die Einstellungs-App des ROMs. Hier können<br />

Sie definieren, welche UI-Art Sie verwenden<br />

möchten, von der normalen Stock UI über<br />

eine Kreation des Entwicklerteams namens<br />

Phablet bis hin zu einer <strong>Tablet</strong>-Oberfläche<br />

lässt das ROM hier keine Wünsche offen. Auf<br />

der Webseite prangt der Hinweis „This is not<br />

just <strong>Tablet</strong> Mode“, und dieser Aussage können<br />

wir nur zustimmen. Mit einem Wisch<br />

nach rechts erhalten Sie ausgezeichnete und<br />

umfassende Einstellungsoptionen zur grafischen<br />

Oberfläche. Allein schon die Möglichkeit,<br />

die Anzeigeeinstellungen für jede einzelne<br />

App unabhängig von allen anderen zu<br />

definieren, macht das ROM einzigartig.<br />

Raspbeanjelly ROM<br />

Klein aber fein – Das Raspbeanjelly ROM<br />

[LINK 8] bringt anders als AOKP oder CyanogenMod<br />

nicht so viele Funktionen mit, kann<br />

Abb. 3: Die App für die ROM-Einstellungen<br />

von Paranoid ist einfach zu<br />

verstehen und schön aufgebaut.<br />

Abb. 4: Durch die <strong>Tablet</strong>-Oberfläche<br />

hebt sich das Paranoid ROM<br />

von allen anderen ROMs ab.<br />

dadurch allerdings eine sehr gute Performance<br />

und eine stabile Nutzung gewährleisten.<br />

Der Entwickler hat etwas am Design geschraubt<br />

und das Schwarz-Blau von <strong>Android</strong><br />

4 verstärkt. Der Hintergrund in den Einstellungen<br />

und Dialogfenstern ist nun komplett<br />

schwarz, also ohne Verlauf. Die Navigationsbuttons<br />

am unteren Bildschirmrand sind in<br />

Holo Blau gehalten, und die sonstigen Icons<br />

sind von Weiß auf Blau umgefärbt. Unter<br />

dem Einstellungspunkt Build Tweaks lassen<br />

sich außerdem die Kurzlinks auf dem Lockscreen<br />

anpassen oder die Navigationsbuttons<br />

bearbeiten.<br />

Fazit<br />

Die verschiedenen ROMs für das Nexus 4<br />

stellen eine große Bereicherung für Sie als<br />

Poweruser da. Momentan ist das AOKP ROM<br />

was Funktionen und Übersicht anbelangt<br />

besser als das CyanogenMod-ROM aufgestellt,<br />

allerdings kann sich dies schnell ändern.<br />

Ein Blick in die entsprechenden Foren<br />

bei den xda- developers oder in das<br />

Rootzwiki lohnt fast immer. Allen Fans von<br />

Farbe und bunten UIs können wir nur das<br />

Paranoid ROM ans Herz legen, welches<br />

längst nicht mehr ein Außenseiter ist und mit<br />

seinen UI Optionen zu überzeigen weiß. Abschließend<br />

bleibt nur noch das flotte, minimalistische<br />

Raspbeanjelly allen zu empfehlen<br />

die weniger Wert auf große Funktionen<br />

sondern mehr auf Geschwindigkeit legen.<br />

Dank <strong>Android</strong> ist es ja kein Problem, auch<br />

mal hin- und herzuwechseln und auszuprobieren,<br />

welches ROM einem am besten gefällt,<br />

letztendlich ist und bleibt die Entscheidung<br />

nämlich Geschmackssache.<br />

● ● ●<br />

Abb. 5: Mit den umfangreichen<br />

Optionen lässt sich Paranoid <strong>Android</strong><br />

optimal anpassen.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28709<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 99


Poweruser<br />

Franco Kernel<br />

Franco Kernel auf dem Nexus 4 ohne Risiko testen<br />

Der Franco-<br />

Kernel<br />

Es gibt viele gute<br />

Gründe, einen alternativen<br />

Kernel auf seinem<br />

Smartphone zu nutzen:<br />

verbesserte Akkulaufzeit,<br />

mehr Funktionen<br />

und eine gewisse Personalisierbarkeit<br />

sind nur<br />

einige davon. Zu den<br />

besten Custom-Kerneln<br />

für Nexus-Geräte gehört<br />

der Franco-Kernel.<br />

Simon Vetter<br />

Warnung!<br />

Das Entsperren des Bootloaders<br />

setzt das Nexus 4 auf die Werkseinstellungen<br />

zurück. Dabei werden<br />

alle Daten gelöscht!<br />

Um einen Kernelwechsel durchzuführen,<br />

sind oft tief ins System<br />

eingreifende Maßnahmen wie<br />

Root oder ein Custom Recovery<br />

nötig. Das hält viele Nutzer davon ab, einen<br />

alternativen Kernel zu installieren. Dabei bewirkt<br />

ein frischer Kernel oft Wunder bei der<br />

Akkulaufzeit und in weiteren Punkten.<br />

Dieser Artikel beschreibt, wie Sie auf dem<br />

Nexus 4 einen alternativen Kernel testen –<br />

und zwar ohne Root und ohne Custom-ROM.<br />

Der Kernel bleibt so lange aktiv, bis Sie das<br />

Nexus 4 neu starten. So bleibt Ihnen genügend<br />

Zeit, die Vor- oder Nachteile ausgiebig<br />

zu testen. Nach einem Neustart des Gerätes<br />

ist wieder der ursprüngliche von Google gelieferte<br />

Kernel auf dem Gerät.<br />

Der Franco Kernel<br />

Der Franco Kernel dürfte manchem Leser<br />

vom Galaxy Nexus, Galaxy S3 oder Nexus 7<br />

bekannt sein. Er zeichnet sich auch in der<br />

Version für das Nexus 4 durch seine Stabilität<br />

und die Integration der neuesten<br />

Patches von Qualcomm<br />

aus (deutlich bessere Akkulaufzeit<br />

ohne msm_hsic_host-<br />

Wakelocks).<br />

Um die hier beschriebenen<br />

Schritte am Smartphone<br />

nachzuvollziehen, benötigen<br />

Sie das Nexus 4 Toolkit<br />

[LINK 1]. Es ersetzt langwierige<br />

Konsolenbefehle durch eine<br />

einfache und nachvollziehbare<br />

Menünavigation. Das<br />

Toolkit läuft unter Windows<br />

und bringt alles mit, was benötigt<br />

wird.<br />

Nexus 4 Toolkit<br />

Zunächst müssen Sie auf<br />

dem PC das Toolkit und die<br />

Treiber für das Nexus 4 installieren.<br />

Beim ersten Start<br />

fragt das Toolkit nach der<br />

<strong>Android</strong>-Version. Diese finden<br />

Sie unter Einstellungen | Über das Telefon<br />

auf dem Nexus 4 finden (Abbildung 4).<br />

Im ersten Schritt müssen Sie die Windows-<br />

Treiber für das Nexus 4 installieren. Dazu<br />

trennen Sie das Nexus vom PC und wählen<br />

den Menüpunkt 1 im Toolkit aus (eine 1 eintippen<br />

und die Enter-Taste drücken).<br />

Ist Ihr Nexus 4 noch gesperrt, müssen Sie<br />

den Bootloader öffnen. Dabei wird das<br />

Nexus 4 auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt!<br />

Es empfiehlt sich also, vorher<br />

sämtliche Daten zu sichern. Laden Sie das<br />

Nexus 4 auf mindestens 80 Prozent auf, und<br />

schalten es aus. Wenn es ausgeschaltet ist,<br />

halten Sie die [Leiser]-Taste gedrückt und<br />

schalten es über die [Power]-Taste wieder<br />

ein. Es erscheint ein grün eingerahmter Start-<br />

Schriftzug auf dem Nexus 4. Es befindet sich<br />

nun im Fastboot-Modus (Abbildung 2).<br />

Schließen Sie das Nexus 4 jetzt im Fastboot-Modus<br />

über USB an den Windows-<br />

Rechner an. Beim ersten Mal müssen Sie<br />

warten, bis Windows die passenden Treiber<br />

Abb. 1: Übersicht über das Toolkit. Die Zeile unter Fastboot Mode zeigt<br />

die Kennung eines angeschlossenen Nexus 4 an.<br />

100<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

Franco Kernel<br />

installiert hat. Im Nexus-4-<br />

Toolkit sehen Sie dann in der<br />

sechsten Textzeile von oben<br />

unter Fastboot-Mode eine<br />

Kombination aus Zahlen und<br />

Buchstaben: Das ist die Kennung<br />

des Nexus 4 und der<br />

Beweis dafür, dass es richtig<br />

erkannt wurde (Abbildung<br />

1). Sollte das nicht der Fall<br />

sein, müssen Sie das Toolkit<br />

neu starten. Bringt auch das<br />

keine Besserung, kann es<br />

hilfreich sein, die Treiber erneut<br />

zu installieren, einen<br />

anderen USB-Port zu verwenden<br />

oder ein anderes<br />

Kabel auszuprobieren. <strong>Android</strong><br />

<strong>User</strong> empfiehlt, stets das USB-Kabel des<br />

Herstellers einzusetzen, da es damit erfahrungsgemäß<br />

keine Probleme gibt.<br />

Nun wählen Sie den Menüpunkt 3 des<br />

Toolkits (Unlock or Re-Lock your Bootloader),<br />

geben eine "1" ein und bestätigen durch die<br />

Eingabe von yes, um den Bootloader zu entsperren.<br />

Alle Daten werden gelöscht!<br />

Abb. 2: Das Nexus 4 im Fastboot-<br />

Modus. Jetzt kann es per USB mit<br />

dem PC verbunden werden.<br />

Abb. 3: Hier wählen Sie den als .img-Datei vorliegenden Kernel zum<br />

Booten aus.<br />

Franco Kernel installieren<br />

Ist der Bootloader geöffnet, laden Sie den<br />

Kernel als .img-Datei herunter. Dazu rufen<br />

Sie die Seite des Entwicklers auf [LINK 2] und<br />

speichern die aktuellste Version (aktuell<br />

boot‐r72.img) in den Ordner put_img_files_<br />

to_flash_here des Nexus 4 Toolkits. Sie finden<br />

den Ordner unter C:\Google Nexus 4<br />

ToolKit, sofern kein anderes Verzeichnis gewählt<br />

wurde. Wir verlinken hier absichtlich<br />

keine spezifische Kerneldatei, weil Google<br />

kurz vor Redaktionsschluss das Update für<br />

<strong>Android</strong> 4.2.2 ausgeliefert hat, was natürlich<br />

auch einen neuen Franco-Kernel mit sich<br />

zieht. Das Nexus 4 wird nun wieder in den<br />

Fastboot-Modus versetzt und das Toolkit gestartet.<br />

Nach Auswahl der<br />

<strong>Android</strong>-Version wählen<br />

Sie dieses Mal Punkt 11<br />

Boot or Flash .img Files to<br />

Device. Im folgenden<br />

Menü sollte der Name der<br />

in den Ordner put_img_<br />

files_to_flash_here gelegten<br />

Datei zu finden<br />

sein, also zum Beispiel<br />

boot‐r72.img. Tippen Sie<br />

den Dateinamen ein, und<br />

bestätigen Sie mit [Enter].<br />

Dann wählen Sie den<br />

Menüpunkt 1 Boot und<br />

bestätigen die nun erscheinende<br />

Sicherheitsfrage<br />

mit yes – fertig! Das<br />

Nexus 4 startet nun mit dem Franco Kernel<br />

neu. Ob alles geklappt hat, lässt sich wieder<br />

unter Einstellungen | Über das Telefon überprüfen:<br />

Unter Kernel-Version sollte nun der<br />

Schriftzug franco.kernel zu lesen sein.<br />

Dieser Kernel ist jetzt gebootet, nicht geflasht.<br />

Das was hier nach James Bond klingt<br />

bedeutet im Klartext, dass der nun laufende<br />

Franco-Kernel nur so lange seinen Dienst<br />

verrichtet, wie das Nexus 4 angeschaltet<br />

bleibt. Nach einem Neustart geht er verloren,<br />

lässt sich aber jederzeit wieder neu booten<br />

oder permanent flashen.<br />

Lust auf mehr?<br />

Sie werden bemerken, dass der Franco Kernel<br />

gegenüber dem Original-Kernel von<br />

Google einige Verbesserungen enthält. Um<br />

den vollen Umfang zu nutzen, lohnt es sich,<br />

das Nexus 4 für eine feste Installation zu rooten.<br />

Auch das Rooten erledigen Sie bequem<br />

aus dem Nexus-4-Toolkit heraus. Anschließend<br />

holen Sie sich bei Google Play die App<br />

Franco.Kernel Updater [LINK 3]. Sie installiert<br />

automatisch den neuesten stabilen Kernel<br />

und erlaubt individuelle Anpassungen<br />

an der Vibrationsstärke,<br />

den Displayfarben<br />

oder CPU-Taktfrequenz. Im<br />

Übrigen funktioniert der<br />

Franco-Kernel auch mit dem<br />

Custom-ROM CyanogenMOD<br />

10.1. Mit der beschriebenen<br />

Methode können Sie zudem<br />

auch in ein als .img-Datei<br />

vorliegendes Custom-Recovery<br />

booten und auf diese<br />

Weise Custom-ROMs installieren,<br />

ohne die Recovery-<br />

Partition des Nexus 4 dauerhaft<br />

zu verändern. ● ● ●<br />

Abb. 4: Auf dem Nexus 4 ist jetzt der<br />

Franco-Kernel gebootet – bis zum<br />

nächsten Reboot.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28753<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 101


Poweruser<br />

ROM-Küche<br />

News und Tipps zu Custom-ROMs<br />

ROM-Küche<br />

Die <strong>Android</strong>-Community ist riesig. Für so gut wie jedes <strong>Android</strong>-Gerät<br />

gibt es im Netz zahlreiche Custom-ROMs. Die<br />

ROM-Küche soll Ihnen News aus der ROM-Szene liefern und<br />

Tipps zu guten ROMs geben. Christoph Langner<br />

Jelly Beans für Touchpad<br />

Die Entwicklung von CyanogenMod auf dem<br />

HP Touchpad geht stetig,<br />

aber auch etwas langsam<br />

voran. „Offiziell“ steht die<br />

Firmware immer noch bei<br />

CM9 mit <strong>Android</strong> „Ice Cream<br />

Sandwich“ als Basis. Inoffiziell<br />

gibt es aber auch Jelly<br />

Bean z.B. in Form von CyanogenMod<br />

10 für das Touchpad<br />

aufbereitet.<br />

Empfehlenswert wäre hier<br />

etwa ein Remix aus AOKP<br />

und CM10 [LINK 1] oder auch<br />

Schizoid [LINK 2]. Unter diesen<br />

ROMS läuft das Touchpad<br />

ähnlich stabil wie mit CM9,<br />

dafür bietet die Firmware<br />

Neuerungen wie etwa<br />

Google Now. Sound, WiFi,<br />

Bluetooth, und auch die Kamera<br />

werden unterstützt,<br />

wenn auch die Kamera ab<br />

und an noch Schwierigkeiten bereitet.<br />

Ganz Mutige können sich auch bereits an<br />

einem Pre-Alpha-Build von <strong>Android</strong> 4.2.1 auf<br />

dem Touchpad versuchen<br />

[LINK 3]. Hier sollten<br />

Sie allerdings noch<br />

nicht zu viel erwarten.<br />

Sound, Video-Playback<br />

oder die Hardwarebeschleunigung<br />

wurden noch nicht<br />

implementiert.<br />

HP<br />

PalaTool für<br />

Galaxy S3<br />

Viele Hersteller bauen<br />

in die Firmware ihrer<br />

Smartphones <strong>Apps</strong><br />

und Features ein, die<br />

ein Teil der Käufer gar nicht erst auf dem<br />

Handy haben möchten. Samsung etwa integriert<br />

ein eigenes Account-<br />

System, eigene <strong>Apps</strong> oder<br />

einen Cloud-Speicher in<br />

seine Systeme. Aber auch<br />

Custom-ROM-Köche stopfen<br />

gerne ihre ROMs mit<br />

<strong>Apps</strong> voll, von denen sie<br />

meinen, unverzichtbar zu<br />

sein. Oft lassen sich diese<br />

Komponenten nur über<br />

Root-Zugriff im Dateisystem<br />

entfernen.<br />

PalaTool [LINK 4] (kurz<br />

für Paladin Tool) automatisiert<br />

das Entfernen von<br />

„Bloatware“ auf dem<br />

Samsung Galaxy S III<br />

i9300. Das Tool für den<br />

Recovery Modus des Handys<br />

entfernt auf Wunsch<br />

Samsung-<strong>Apps</strong> oder Kies,<br />

baut Komponenten aus<br />

<strong>Android</strong> 4.2 wie eine aktuelle Version der<br />

Gmail-App oder die Tastatur in die Firmware<br />

ein oder übernimmt auch die vom Nexus-4-<br />

Handy bekannten Schriftarten, Hintergründe<br />

oder Boot-Animationen.<br />

Abb. 1: Mit dem PalaTool entfernen<br />

Sie ungewünschte Software von<br />

Ihrem Samsung-Handy.<br />

SuperNexus für Galaxy S2<br />

und S3<br />

Schmeckt Ihnen schlichtes Vanille-<br />

Eis ohne viel Tam Tam auch am<br />

besten? Dann sind Sie vielleicht<br />

auch ein Fan von Vanilla-<strong>Android</strong>, also einer<br />

gegenüber dem Original-<strong>Android</strong> – wie es auf<br />

den Nexus-Geräten zu finden ist – unveränderten<br />

<strong>Android</strong>-Installation.<br />

SuperNexus [LINK 5] für die Galaxy-Handys<br />

S II , SIII und das Note von Samsung macht<br />

genau das. Die Entwickler der Firmware nehmen<br />

den Original-Sourcecode von Google,<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Abb. 2: Durch das Pie-Menü von Paranoid <strong>Android</strong><br />

3+ haben Sie mehr Platz auf dem Schirm.<br />

Poweruser<br />

ROM-Küche<br />

optimieren ihn, bauen den CyanogenMod-<br />

Kernel ein und fügen noch Features wie<br />

OpenVPN oder eine verbesserte Kamera ein.<br />

Das Ergebnis ist ein Custom-ROM, das auf<br />

der S-Reihe Samsungs eine sehr gute Figur<br />

macht. Mit SuperNexus bekommen Sie das<br />

topaktuelle Jelly Bean aufs Handy, werden<br />

Touchwiz und sämtliche anderen Samsung-<br />

Tweaks los und haben somit echtes „Nexus-<br />

Feeling“ auf Ihrem Samsung-<strong>Android</strong>en.<br />

Paranoid <strong>Android</strong> 3+<br />

Die Firmware Paranoid <strong>Android</strong><br />

[LINK 6] haben wir in Ausgabe 01/​<br />

2013 [LINK 7] ausführlich besprochen.<br />

Sie ist nach wie vor – abseits der großen Projekte<br />

wie CyanogenMod, AOKP – einer unserer<br />

Geheimtipps, da sie versucht, den <strong>Tablet</strong>-<br />

Modus von <strong>Android</strong> mit der Smartphone-Ansicht<br />

zu verheiraten, ohne die Performance<br />

außer Acht zu lassen. Mit der Fertigstellung<br />

von Paranoid <strong>Android</strong> 3+ bekommt das<br />

ROM nun ein beeindruckendes Feature.<br />

Das Kuchen-/​Pie-Menü ist ein vollständiger<br />

Ersatz für die virtuellen Buttons, die man<br />

mittlerweile bei vielen modernen <strong>Android</strong>en<br />

wie dem Nexus 4 oder auch bei <strong>Tablet</strong>s sieht.<br />

Das Menü bleibt<br />

außer Sicht, bis<br />

man es über eine<br />

Geste in den Vordergrund<br />

holt, so bleibt<br />

mehr Platz auf dem<br />

Touchscreen. Das von<br />

Paranoid <strong>Android</strong> von<br />

Grund auf in eigener<br />

Regie entwickelte Menü<br />

kann auf Wunsch von<br />

allen vier Bildschirmkanten<br />

eingeblendet werden, sodass<br />

auch Linkshänder oder das<br />

Handy-in-beiden-Händen-Halter<br />

gut mit dem neuartigen<br />

Menü zurechtkommen sollten.<br />

Neben den obligatorischen Zurück-, Menüund<br />

Home-Buttons blendet das Dock auch<br />

Infos wie Uhr, WLAN-Stand, Benachrichtigungen<br />

und Schalter ein. Das ROM gibt es<br />

für zahlreiche <strong>Android</strong>-Smartphones und ‐<strong>Tablet</strong>s,<br />

eine vollständige Liste unterstützter<br />

<strong>Android</strong>en gibt es im Forum der XDA-Developers<br />

[LINK 8]. Die aktuelle Version wurde bislang<br />

jedoch nur für aktuelle Nexus-Geräte<br />

und das Galaxy Nexus fertiggestellt [LINK 9].<br />

Jelly Bean für Transformer<br />

und Xoom<br />

Das Asus Transformer TF101 war seinerzeit<br />

eines der ersten <strong>Tablet</strong>s, das mit einem optionalem<br />

Tastaturdock zu einem <strong>Android</strong>-Notebook<br />

verwandelt werden konnte. Dank dem<br />

in der Tastatur enthaltenen Akku, gehörte es<br />

in die Kategorie der absoluten Langläufer,<br />

und aufgrund des leistungsstarken Tegra-2-<br />

Chipsatzes von Nvidia ist es auch heute ein<br />

gutes Arbeitsgerät, das sich vor aktuellen<br />

<strong>Tablet</strong>s nicht verstecken muss.<br />

In der Vergangenheit glänzte Asus mit zügigen<br />

Updates, doch eine Aktualisierung auf<br />

Jelly Bean bleibt bisher aus. Doch wie so oft<br />

können sich <strong>Android</strong>-<strong>User</strong> auf die Community<br />

verlassen, das Team EOS hat auf Basis<br />

von <strong>Android</strong> 4.2 ein tolles Custom-ROM für<br />

das Transformer gebaut. Aufgrund der in dieser<br />

Version eingeführten Benutzerverwaltung<br />

für <strong>Android</strong>-<strong>Tablet</strong> bringt das ROM einen<br />

echten Mehrwert mit.<br />

Die Entwickler haben bei ihrem ROM ein<br />

klein wenig an der Optik gedreht, so finden<br />

Sie neben den Zurück-, Home- und Menü-<br />

Buttons am unteren Bildschirmrand auch<br />

eine zweite Leiste an der Oberkante des <strong>Tablet</strong>s.<br />

In diesem finden Sie die Status-Icons<br />

wie auch die ausklappbaren Quicksettings<br />

zur Steuerung häufig genutzter Funktionen.<br />

Team EOS AOSP 2.0 [LINK 10] gibt es als fertige<br />

Builds für das ursprüngliche<br />

Transformer TF101 aber<br />

auch für den Nachfolger<br />

Transformer Prime TF201.<br />

Die Entwickler kochen ihr<br />

ROM zudem auch für das<br />

Xoom-<strong>Tablet</strong> von Motorola<br />

wie auch für das<br />

Samsung Galaxy<br />

Nexus.<br />

● ● ●<br />

Asus<br />

Abb. 3: SuperNexus bringt Vanilla-<br />

<strong>Android</strong> auf das Galaxy S2 oder S3.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28546<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 103


Poweruser<br />

Galaxy Note 2 rooten<br />

Samsung Galaxy Note 2 mit Toolkit rooten<br />

Note 2<br />

Samsung<br />

die <strong>Apps</strong> auf diesen Modus vorbereitet sind –<br />

was aktuell nur auf eine Reihe von Samsung-<br />

<strong>Apps</strong> und den integrierten Browser zutrifft.<br />

Wie macht man das<br />

Galaxy Note II noch<br />

besser? Am besten mit<br />

Root-Rechten und/​oder<br />

auch einem Custom-<br />

ROM. Wir zeigen Ihnen,<br />

wie Sie das aktuelle<br />

Note mit einem Toolkit<br />

unkompliziert rooten.<br />

Christoph Langner<br />

Das Galaxy Note II [LINK 1] von<br />

Samsung ist nicht nur das aktuell<br />

größte Smartphone mit <strong>Android</strong><br />

4.1 auf dem Markt, es gehört auch<br />

zu den stärksten bisher von uns getesteten<br />

<strong>Android</strong>en überhaupt. Die Benchmarks sprechen<br />

hier eine klare Sprache, der Vierkern-<br />

Prozessor „Exynos“ liegt mit knapp 18.000<br />

Zählern beim AnTuTu-3-Benchmark und<br />

etwas mehr als 1800 Punkten beim HTML5-<br />

Test von Vellamo auf dem Performance-Level<br />

eines HTC One X+ und sogar noch leicht vor<br />

dem Galaxy S III aus demselben Hause.<br />

Samsung Galaxy<br />

Note 2<br />

Allen Note-Geräten von<br />

Samsung ist der S-Pen getaufte<br />

Stylus gemein. Mit<br />

diesem im Handy versenkbaren<br />

und druckempfindlichen<br />

Stift erstellen Sie<br />

handschriftliche Notizen<br />

oder malen und zeichnen<br />

auf dem Display. Samsung<br />

hat dem Note dazu extra<br />

eine Reihe von <strong>Apps</strong> spendiert,<br />

die auf die Nutzung<br />

des S-Pens optimiert sind.<br />

Nicht zu verachten ist<br />

auch der mit einem Update<br />

nachgelieferte Zweifenstermodus<br />

der TouchWiz-Oberfläche.<br />

Damit lassen sich<br />

zwei Anwendungen gleichzeitig<br />

neben- bzw. untereinander<br />

darstellen, sofern<br />

Root-Toolkit für Windows<br />

Samsung gehört zu den <strong>Android</strong>-Herstellern,<br />

die ihre Handys und <strong>Tablet</strong>s zwar nicht wie<br />

die Nexus-Geräte mit einem leicht zu öffnenden<br />

Bootloader ausliefern, die Koreaner werfen<br />

ambitionierten <strong>Android</strong> <strong>User</strong>n allerdings<br />

auch keine Knüppel zwischen die Beine. Von<br />

daher verwundert es nicht, dass sich rund<br />

um das noch relativ junge Smartphone in<br />

Übergröße eine rege Community gebildet<br />

hat, die praktische Tools wie das Samsung-<br />

Galaxy-Note-2-Toolkit [LINK 2] entwickelt.<br />

Das Toolkit ermöglicht es Ihnen, unter<br />

Windows das Note II zu rooten, sodass Sie<br />

Änderungen in den Tiefen des Systems vornehmen<br />

oder gar Custom-ROMs installieren<br />

Abb. 1: Suchen Sie zu Beginn des Toolkits die zu Ihrem Note-Modell passende<br />

Buildnummer aus der Auswahl heraus.<br />

104<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Poweruser<br />

Galaxy Note 2 rooten<br />

können. Alternativ spielen Sie wieder eine<br />

Original-Firmware ein oder machen das Rooten<br />

rückgängig, sodass es im Falle eines<br />

Hardware-Problems mit Sicherheit keine<br />

Schwierigkeiten bei der Inanspruchnahme<br />

der Gewährleistungsansprüche gibt.<br />

Toolkit installieren<br />

Das Note-2-Toolkit bringt in der von uns getesteten<br />

Version 3.0 alles mit, um das Handy<br />

unter Windows erfolgreich und ohne großen<br />

Aufwand zu rooten. Sie müssen das Setup<br />

des Programms nur aus dem Internet herunterladen<br />

[LINK 3], die Datei Galaxy_Note2_<br />

Toolkit_v3.0.0.exe ausführen und dem<br />

Setup anschließend bis zum Ende folgen.<br />

Im Toolkit müssen Sie in einem ersten<br />

Schritt Ihr Note-2-Modell auswählen. Öffnen<br />

Sie dazu die Einstellungen des Handys und<br />

gehen dort ganz nach unten zu Info zu Gerät.<br />

Dort finden Sie dann die Modellnummer<br />

GT-N7100, sowie die Build-Infos im Stil von<br />

JZO54K.xxxDLL7, die Sie zur Auswahl des<br />

richtigen Modus im Toolkit benötigen. Das<br />

Toolkit führt „DLL7“ nicht unter den „International<br />

GSM“-Einträgen auf, Sie können jedoch<br />

auch auf den „DLK7“-Eintrag zurückgreifen.<br />

Wichtig ist, dass die Buildnummer<br />

„JZO54K“ übereinstimmt.<br />

Treiber installieren<br />

Damit Sie auf Hardware-Ebene auf das<br />

Handy zugreifen können, braucht Ihr Windows-PC<br />

spezielle Treiber von Samsung.<br />

Diese liefert entweder Samsungs Verwaltungssoftware<br />

für Handys Kies [LINK 4] gleich<br />

mit, alternativ installieren Sie diese Treiber<br />

bequem über das Toolkit, ohne dass Ihr PC<br />

mit dem Samsung-Tool belastet wird. Das<br />

Toolkit bietet Ihnen die Installation gleich als<br />

ersten Menüpunkt an, wählen Sie ihn aus,<br />

stecken das Handy vom PC ab und folgen<br />

dann der Installationsanleitung.<br />

Das Note 2 rooten<br />

Nach der Installation der Treiber sollten Sie<br />

prüfen, ob Sie auf dem Handy bereits in den<br />

Entwickler-Optionen der Einstellungen das<br />

USB-Debugging aktiviert haben, falls nicht<br />

holen Sie das bitte an dieser Stelle nach. Stecken<br />

Sie danach das Handy einmal vom<br />

Rechner kurz ab und wieder an, danach<br />

sollte spätestens nach Ausführen des Menüpunkts<br />

25. Refresh Main Menu die Seriennummer<br />

des Handys unter „List of devices<br />

attached“ im oberen Bereich erscheinen.<br />

Nun machen Sie sich dazu auf, Ihr Galaxy<br />

Note 2 endgültig zu rooten. Öffnen Sie im<br />

Toolkit die Option 2. Root/​UnRoot Options<br />

und wählen anschließend den Eintrag 3.<br />

ALL INONE aus, er installiert automatisiert<br />

einen offenen Bootloader, ein alternatives<br />

Recovery zur Installation von Custom-ROMs<br />

und auch ein Root-Tool zur Steuerung der<br />

Root-Zugriffe auf dem Handy. Das Toolkit<br />

stellt Ihnen sowohl beim Recovery wie auch<br />

beim Root-Tool jeweils zwei Optionen zur<br />

Auswahl. Ob nun das bewährte Clockworkmod<br />

Recovery oder das modernere TWRP<br />

Touch Recovery bleibt Ihnen überlassen, wir<br />

Abb. 2: In den Infos zum Gerät finden<br />

Sie unter <strong>Android</strong> die Software-Informationen.<br />

Abb. 3: Das Toolkit installiert die offiziellen Samsung-Treiber, ohne auf<br />

Samsung-Kies zurückgreifen zu müssen.<br />

Abb. 4: Die Option „ALLINONE“ spielt den Root-Patch in einem Rutsch<br />

ohne weitere Nachfragen komplett auf das Handy ein.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 105


Poweruser<br />

Galaxy Note 2 rooten<br />

Abb. 5: Das Rootkit erklärt im Detail, was in ODIN3 an Optionen auszuwählen ist.<br />

Kein Recovery?<br />

Sollten Sie aus Versehen kein<br />

Recovery-Image installiert<br />

haben, so holen Sie dies unter 5.<br />

Flash Custom Recovery nach.<br />

Wählen Sie hier wieder unter<br />

PDA das gewünschte Recovery<br />

aus (wir empfehlen TWRP), warten<br />

bis Odin3 gestartet wurde<br />

und folgen dann erneut dem Anleitungstext<br />

im Fenster des Toolkits.<br />

Die Image-Datei recovery‐twrp‐2.3.2.3‐N7100.tar<br />

finden Sie diesmal im Unterordner<br />

Recovery.<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28579<br />

bei <strong>Android</strong> <strong>User</strong> finden TWRP mittlerweile<br />

sehr gelungen. Auch beim Root-Manager ist<br />

es eher eine Frage des Geschmacks, ob Superuser<br />

oder SuperSU ist egal, wir finden das<br />

modernere SuperSU besser.<br />

Das Toolkit startet nun das ODIN3-Tool<br />

zum Installieren der gepatchten Boot- und<br />

Recovery-Partitionen und zeigt Ihnen auch<br />

gleich Informationen an, was zu tun ist.<br />

Lesen Sie den Text aufmerksam durch, sollten<br />

die Entwickler an dieser Stelle etwas seit<br />

Erstellung dieses Beitrags geändert haben, so<br />

erfahren Sie hier, wie es weitergeht.<br />

Achten Sie nun darauf, dass in Odin3 nur<br />

die Optionen Auto Reboot und F. Reset Time<br />

aktiviert sind. Wählen Sie zudem unter PDA<br />

aus dem Verzeichnis Root\<br />

GT‐N7100 innerhalb des Installationsordners<br />

des Toolkits die<br />

Datei boot‐insecure‐dlk7‐recovery‐N7100.tar<br />

aus. Achten<br />

Sie an dieser Stelle bitte auf<br />

das „recovery“ im Dateinamen,<br />

es gibt in diesem Verzeichnis<br />

auch eine Image-Datei<br />

ohne diesen Zusatz, die kein<br />

Recovery-Image enthält.<br />

Ein Klick auf Start führt nun<br />

das Rooten automatisiert aus.<br />

Im Display des Handys erscheint<br />

zwischendurch die<br />

Meldung „Downloading… Do<br />

not turn of target!!“, nehmen<br />

Sie die Warnung bitte ernst,<br />

und schalten Sie das Handy in dieser Phase<br />

auf keinen Fall aus, sonst besteht die Gefahr,<br />

dass Sie Ihr Handy nur noch als Türstopper<br />

verwenden können.<br />

Nach einem Neustart des Handys ist der<br />

kritische Part der Installation des offenen<br />

Bootloaders und des freien Recovery-Systems<br />

überstanden, und das Toolkit spielt automatisch<br />

die restlichen Komponenten des kompletten<br />

Root-Patches ein. Am Ende führt das<br />

Handy wieder einen Neustart durch.<br />

Im App-Drawer sollten Sie nun mit<br />

SuperSU eine zusätzliche App zur Steuerung<br />

der Root-Zugriffe haben, sodass Sie in Zukunft<br />

Root-<strong>Apps</strong> wie AdBlock oder aWall+<br />

auf Ihrem Handy nutzen können. Zudem<br />

landen Sie von nun an auch automatisch im<br />

leistungsfähigen TWRP-Recovery-Modus,<br />

wenn Sie das Handy aus- und über die Tastenkombination<br />

[Lauter]+[Power]+[Home]<br />

wieder einschalten.<br />

Custom-ROMs sinnvoll?<br />

Abseits der Root-Rechte auf dem Handy,<br />

steht es Ihnen nun frei, über TWRP ein Custom-ROM<br />

für das Note 2 zu installieren. Auf<br />

XDA Developers [LINK 5] finden Sie eine Liste<br />

mit mehr als 20 verschiedenen ROMs für das<br />

Gerät, auch der Klassiker CyanogenMod ist<br />

hier – wenn auch noch nicht in einer inoffiziellen<br />

Version – vertreten.<br />

Beachten Sie aber, dass Ihnen ohne<br />

Samsungs eigene Benutzeroberfläche Touch-<br />

Wiz einer der großen Pro-Punkte für das<br />

Note fehlt. Schließlich machen die für die<br />

Stifteingabe und den Zweifenstermodus optimierten<br />

Samsung-<strong>Apps</strong> den Reiz an den<br />

Note-Geräten aus. Suchen Sie sich daher besser<br />

eines der TW-Based ROMs aus, die aufbauend<br />

auf TouchWiz weitere Features in<br />

das Note-ROM einbauen.<br />

● ● ●<br />

Abb. 6: Das TWRP-Recovery lässt sich über große Tasten auch mit<br />

dem Finger über den Touchscreen bedienen.<br />

106<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


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Dev Corner<br />

Zeiterfassung, Teil 1<br />

Zeit- und Ortserfassung mit <strong>Android</strong>, Teil 1<br />

Zeit-<br />

geschichtendmstudio, 123RF<br />

Da die meisten der<br />

aktuell verkauften<br />

Smartphones und <strong>Tablet</strong>-PCs<br />

unter dem<br />

Betriebssystem <strong>Android</strong><br />

laufen, erhalten Sie in<br />

diesem und in folgenden<br />

Artikeln eine beispielorientierte<br />

Einführung<br />

in die Programmierung<br />

der Geräte<br />

anhand einer Zeiterfassungs-App.<br />

Ralf Kirschner<br />

Zeiterfassung<br />

Da der Autor das Beispiel aus<br />

diesem Artikel deutlich erweitert<br />

hat und als ZeitOrtErfassung im<br />

Google PlayStore unter [LINK 1]<br />

zum Download anbietet, können<br />

Sie sich schon jetzt ein Bild<br />

davon machen, was Sie in diesem<br />

Artikel erwartet. Die fertige<br />

App kostet 79 Cent, den Quellcode<br />

zu diesem Workshop finden<br />

Sie auf der <strong>Android</strong> <strong>User</strong><br />

Homepage zum freien Download<br />

[LINK 5].<br />

Eine eigene App zu programmieren,<br />

ist unter <strong>Android</strong> denkbar einfach:<br />

Es genügt, das <strong>Android</strong> SDK und<br />

einige andere Komponenten ohne<br />

kostenpflichtige Registrierung herunterzuladen,<br />

um <strong>Apps</strong> auf dem eigenen Smartphone<br />

testen zu können. Grundsätzlich sollte man<br />

aber über Grundkenntnisse in der Programmiersprache<br />

Java verfügen und auch schon<br />

mal etwas von der Entwicklungsumgebung<br />

Eclipse gehört haben.<br />

Voraussetzungen<br />

Neben einem entsprechenden Smartphone<br />

oder <strong>Tablet</strong>-PC mit <strong>Android</strong>-Betriebssystem<br />

benötigen angehende App-Entwickler selbstverständlich<br />

zunächst einmal einen PC mit<br />

Windows-, Linux- oder<br />

Mac OS X als Betriebssystem.<br />

Darüber hinaus sollte<br />

auf dem Entwicklungsrechner<br />

die Programmiersprache<br />

Java installiert<br />

sein, und zwar nicht nur<br />

als Runtime-Umgebung<br />

(JRE), sondern als Java-<br />

Development-Kit (JDK).<br />

Besitzer eines unter Mac<br />

OS X laufenden PCs haben<br />

es hier etwas einfacher:<br />

Hier ist beides normalerweise<br />

bereits werksseitig<br />

installiert. Unabhängig<br />

vom Betriebssystem sollten<br />

Sie daher zunächst auf<br />

Ihrem PC ein Terminal öffnen<br />

und die beiden folgenden<br />

Befehle eingeben:<br />

java ‐‐version<br />

javac ‐version<br />

Sollte der zweite Befehl<br />

eine Fehlermeldung zurückliefern,<br />

ist das Java<br />

Development Kit (JDK) nicht korrekt installiert.<br />

Dann sollten Sie die Internetseite [LINK 2]<br />

besuchen und Java für Entwickler in der Variante<br />

Java SE herunterladen. Nach der Installation<br />

sollte der Befehl javac ‐‐version<br />

keine Fehlermeldung mehr liefern. Nun geht<br />

es darum, die etwa 180 MB große Entwicklungsumgebung<br />

Eclipse classic von der Internetseite<br />

[LINK 3] herunterzuladen und zu entpacken.<br />

Da wir aber für <strong>Android</strong> entwickeln<br />

wollen, müssen wir uns noch das etwa 30<br />

MB große <strong>Android</strong> SDK von [LINK 4] herunterladen<br />

und installieren.<br />

Anschließend finden Sie im Startmenü<br />

einen Eintrag mit dem Namen <strong>Android</strong> SDK<br />

Tools. Darunter gibt es auch einen Startmenü-Eintrag<br />

für den SDK Manager, der die<br />

Abb. 1: Der <strong>Android</strong> SDK Manager mit den verfügbaren Plattformen unter<br />

Windows. Die Plattformen lassen sich einzeln herunterladen.<br />

108<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Dev Corner<br />

Zeiterfassung, Teil 1<br />

tatsächlich benötigten Komponenten aus<br />

dem Internet herunterlädt. Da jedes <strong>Android</strong>-<br />

Smartphone oder ‐<strong>Tablet</strong> mit einer entsprechenden<br />

Version der <strong>Android</strong>-Plattform arbeitet,<br />

müssen Sie sich noch die entsprechende<br />

Plattform herunterladen.<br />

Da noch viele Smartphones mit der Version<br />

2.3.x. ausgestattet sind, ist es sinnvoll, alle<br />

Plattformen ab <strong>Android</strong> 2.3 mit dem SDK<br />

Manager herunterzuladen. Auch die Installation<br />

des Google USB Drivers, welcher unter<br />

dem Punkt Extras steht, kann nicht schaden,<br />

wenn man seine Anwendung nicht nur im<br />

Emulator testen möchte. Unter Linux und<br />

Mac OS X fällt dieser Teil weg, da hier die benötigten<br />

Treiber von Haus aus integriert sind.<br />

Samsung-Nutzer benötigen eventuell noch<br />

die Software Kies, wenn der generische Treiber<br />

von Google das Gerät nicht erkennt.<br />

Nachdem sich nun das Java Development<br />

Kit, Eclipse Standard und das <strong>Android</strong> SDK<br />

auf dem Entwicklungsrechner befinden, ist<br />

es an der Zeit, die beiden Letztgenannten<br />

miteinander bekannt zu machen. Dies geschieht<br />

mittels des sogenannten ADT Plugin<br />

for Eclipse. Starten Sie Eclipse, wählen Sie<br />

dort Help | Install New Software… Es erscheint<br />

der in Abbildung 2 gezeigte Dialog.<br />

Hier wählen Sie Add und tragen im darauf<br />

folgenden Dialog Add Repository neben<br />

Name ADT Plugin und https:// dl‐ssl. google.​<br />

com/ android/ eclipse/ neben Location ein.<br />

Abschließend muss das ADT Plugin in Eclipse<br />

noch folgendermaßen konfiguriert werden:<br />

Window | Preferences | <strong>Android</strong> auswählen<br />

und die SDK Location einstellen, wie<br />

beispielsweise in Abbildung 3 gezeigt. Die<br />

Vorgehensweise unter Mac OS X und Linux<br />

ist ähnlich.<br />

Abb. 2: Bekanntmachung des ADT Plugins mit Eclipse.<br />

Abb. 3: Die Konfiguration des ADT Plugins in Eclipse.<br />

Das Beispielprojekt<br />

Wir wollen in diesem Workshop eine kleine<br />

App schreiben, die nach dem Start das aktuelle<br />

Datum und die aktuelle aber editierbare<br />

Uhrzeit anzeigt. Zusätzlich soll es ein Textfeld<br />

geben, in welches eine Bemerkung geschrieben<br />

werden kann. Darüber hinaus soll<br />

es folgende Buttons geben:<br />

• Speichern: Um die Eingabe in eine Datei<br />

mit Namen zeit.txt auf dem Smartphone<br />

abzuspeichern.<br />

Abb. 4: So sieht das Beispielprojekt in der Simulationsumgebung zur Laufzeit aus.<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 109


Dev Corner<br />

Zeiterfassung, Teil 1<br />

Abb. 5: Über diese vier Schritte wählen Sie die Projekttypen aus.<br />

Listing 1: Die angepasste Manifest-Datei<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

• Inhalt bearbeiten: Um den Inhalt der Datei<br />

zeit.txt auf dem Smartphone nachträglich<br />

bearbeiten zu können.<br />

• Zeitdatei hochladen: Um die Datei zeit.<br />

txt über eine WLAN-, GSM- oder UMTS-<br />

Verbindung mittels des FTP-Protokolls auf<br />

einen Webserver zu übertragen.<br />

• Zeitdatei löschen: Um die Datei zeit.txt<br />

auf dem Smartphone zu löschen.<br />

Anwendungsszenarios könnten beispielsweise<br />

eine Stechuhr-Funktion sein. Vertreter<br />

könnten so erfassen, wann sie welchen Kunden<br />

besucht haben und abends die Datei auf<br />

den Firmenserver hochladen. Abbildung 4<br />

zeigt, wie so eine Anwendung unter <strong>Android</strong><br />

2.3 aussehen könnte. Wählen Sie dazu zunächst<br />

File | New | Other… in Eclipse. Nun<br />

sollten Sie nacheinander die in Abbildung 5<br />

gezeigten Dialoge sehen.<br />

Wichtig ist hier, dass <strong>Android</strong> Project ausgewählt<br />

wird, woraufhin Fenster erscheinen,<br />

in denen der Projektname, die zu verwendende<br />

SDK-Version sowie der Paketname angegeben<br />

werden müssen. Öffnen Sie anschließend<br />

den Package Explorer über Window<br />

| Show View, sehen Sie das Grundgerüst<br />

des <strong>Android</strong>-Projektes: Im Ordner src befinden<br />

sich die Quelltexte, während sich im<br />

Ordner res die Ressourcen-Dateien, wie<br />

Icons, Layout-Dateien und für die Internatio-<br />

110<br />

April 2013<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>.de


Dev Corner<br />

Zeiterfassung, Teil 1<br />

Abb. 6: Der Graphical Layout Designer des ADT Plugins in Eclipse hilft beim Planen der grafischen Oberfläche.<br />

nalisierung von <strong>Apps</strong> nötigen Strings befinden.<br />

Die Datei <strong>Android</strong>Manifest.xml ist die<br />

zentrale Beschreibungsdatei der Anwendung,<br />

welche unter anderem Informationen über<br />

deren Bestandteile, die Rechte der App und<br />

die erforderliche <strong>Android</strong>-Version enthält.<br />

Erstellen der App-Oberfläche<br />

Die Datei main.xml im Ordner res/layout beschreibt<br />

die grafische Oberfläche der App.<br />

Das ADT-Plugin für Eclipse enthält einen<br />

komfortablen Designer. Hier können Sie auch<br />

die Bildschirmgröße und ‐Ausrichtung auswählen,<br />

damit Sie beim Oberflächendesign<br />

ein Gefühl für die Bildschirmgröße haben.<br />

Anschließend ziehen Sie die benötigten Buttons<br />

und Labels aus der Widget-Box per<br />

Drag-and-Drop auf das Formular, sodass es<br />

der Abbildung 6 ähnlich sieht.<br />

Damit die Programmoberfläche auch dann<br />

bedienbar bleibt, wenn das mobile Gerät im<br />

Querformat gehalten wird, empfiehlt es sich,<br />

unterhalb von res noch ein Verzeichnis layout-land<br />

anzulegen und dort die Layout-Dateien<br />

für das Querformat zu hinterlegen.<br />

Damit Sie später die Quelltexterläuterungen<br />

nachvollziehen können, empfehlen wir<br />

Ihnen, die Elemente auf dem Formular wie in<br />

der Outline-Anzeige rechts in Abbildung 6<br />

gezeigt, zu benennen. Den recht simplen<br />

Aufbau des zweiten Formulars der App, dem<br />

Formular bearbeiten.xml, entnehmen Sie<br />

dem Download-Archiv unter [LINK 5] auf der<br />

<strong>Android</strong>-<strong>User</strong>-Homepage.<br />

der mit dem standardmäßigen ADT-Projektassistenten<br />

erstellten Datei <strong>Android</strong>Manifest.<br />

xml folgende Änderungen erforderlich:<br />

• Dem XML-Knoten manifest sind die Berechtigungen<br />

android.permission.WRITE_<br />

EXTERNAL_STORAGE und android.permission.INTERNET<br />

hinzuzufügen.<br />

• Unterhalb des XML-Knotens application<br />

ist ein weiterer Activity-Knoten mit dem<br />

Namen BearbeitenActivity für den Bearbeiten-Dialog<br />

hinzuzufügen.<br />

Listing 1 zeigt die angepasste Manifest-Datei.<br />

App-Funktionalitäten<br />

In der vom ADT-Projektassistenten erstellten<br />

Datei ZeiterfassungActivity.java muss<br />

eine statische globale Variable zeitdatei<br />

Listing 2: Initialisierung der Widgets und Buttons<br />

zeit = (TimePicker) findViewById(R.id.timePicker1);<br />

zeit.setIs24HourView(true);<br />

zeit.setCurrentHour(new java.util.Date().getHours()); //Workaround falsche<br />

24‐Std.‐Darstellung<br />

Statuslabel = (TextView) findViewById(R.id.textViewStatus);<br />

bemerkung = (EditText) findViewById(R.id.editText1);<br />

Button btnSpeichern = (Button) findViewById(R.id.btnSpeichern);<br />

btnSpeichern.setOnClickListener(new OnClickListener() {<br />

@Override<br />

public void onClick(View v) {<br />

Änderungen am Manifest<br />

Da die App auch auf Datei- und Netzwerkfunktionalitäten<br />

zurückgreifen soll, sind in<br />

});<br />

}<br />

speichern();<br />

<strong>Android</strong>-user.de April 2013 111


Dev Corner<br />

Zeiterfassung, Teil 1<br />

Alle<br />

Links><br />

www.android- user.de/qr/28838<br />

mit dem Pfad der Zeitdatei auf dem Smartphone<br />

angelegt werden, wobei der Pfad je<br />

nach Smartphone-Modell auch anders lauten<br />

könnte. In der auszugsweise im Listing 2 gezeigten<br />

Prozedur onCreate der ZeiterfassungActivity<br />

werden die im Graphical Layout<br />

Designer erstellten Widgets initialisiert<br />

Listing 3: Das Speichern der eingegebenen Daten<br />

public void speichern() {<br />

System.out.println("Speichern wurde angeklickt");<br />

meldung=String.format("%02d.%02d.%04d %02d:%02d %s\r\n",<br />

datum.getDayOfMonth(),datum.getMonth()+1,datum.getYear(),<br />

und mit Leben gefüllt. Die eigentliche Funktionalität<br />

zum Speichern der eingegebenen<br />

Daten offenbart Listing 3. Damit es möglich<br />

ist, die erfasste Zeitdatei auf einen Webserver<br />

zu übertragen, benötigen Sie die commons.<br />

net-Bibliothek des Apache-Projekts, die auch<br />

FTP-Funktionen enthält und unter der Internetadresse<br />

[LINK 6] heruntergeladen werden<br />

kann. In den Projekteigenschaften wird die<br />

commons.net-Bibliothek unter Java Build<br />

Path | Libraries eingebunden und in der ZeiterfassungActivity<br />

mit<br />

import org.apache.commons.net.ftp.*;<br />

zeit.getCurrentHour(),zeit.getCurrentMinute(),bemerkung.getText().toString());<br />

FileWriter fw;<br />

try {<br />

fw = new FileWriter(zeitdatei,true);<br />

fw.write(meldung);<br />

fw.close();<br />

finish();<br />

} catch (IOException el) {<br />

el.printStackTrace();<br />

meldung="Fehler beim Schreiben der Datei.";<br />

System.out.println(meldung);<br />

new AlertDialog.Builder(this)<br />

.setTitle(R.string.app_name)<br />

.setMessage(meldung)<br />

.setPositiveButton(android.R.string.ok,null).show();<br />

}<br />

}<br />

Listing 4: Hochladen der Zeitdatei<br />

public void hochladen() {<br />

if (erg) {<br />

meldung="Hochladen wurde<br />

meldung="hochladen<br />

angeklickt";<br />

erfolgreich";<br />

System.out.println(meldung);<br />

} else {<br />

mFTPClient = new FTPClient();<br />

begzeit = new<br />

meldung="hochladen nicht<br />

SimpleDateFormat("HH:mm:ss").<br />

erfolgreich";<br />

format(new Date()) + " : ";<br />

}<br />

boolean erg=ftpConnect("www.<br />

Statuslabel.setText(begzeit +<br />

server.de","user","kennwort",21); //<br />

meldung);<br />

Hier eigene Server‐Angaben eintragen!<br />

erg=ftpDisconnect();<br />

if (erg) {<br />

meldung="ftpConnect<br />

if (erg) Toast.makeText(this,<br />

erfolgreich";<br />

"ftpDisconnect erfolgreich", Toast.<br />

LENGTH_SHORT).show();<br />

System.out.println(meldung);<br />

} else {<br />

Statuslabel.setText(begzeit +<br />

meldung);<br />

meldung="ftpConnect nicht<br />

erfolgreich";<br />

erg=ftpUpload(zeitdatei,"zeit.txt","/<br />

System.out.println(meldung);<br />

subdir"); // Hier eigenes<br />

Statuslabel.setText(begzeit +<br />

Unterverzeichnis eintragen!<br />

meldung);<br />

begzeit = new<br />

}<br />

SimpleDateFormat("HH:mm:ss").<br />

format(new Date()) + " : ";<br />

}<br />

importiert. Listing 4 zeigt die Prozedur zum<br />

Hochladen der Zeitdatei auf den Server,<br />

wobei Sie allerdings noch Ihre eigenen FTP-<br />

Server-Angaben an den gekennzeichneten<br />

Stellen eintragen müssen.<br />

Eine auf diese Weise erstellte App lässt<br />

sich nun im Emulator des <strong>Android</strong> SDK oder<br />

auf einem per USB verbundenen Smartphone<br />

oder <strong>Tablet</strong> testen. Um die App im Emulator<br />

zu testen, müssen Sie zunächst aus Eclipse<br />

mittels Window | AVD Manager ein <strong>Android</strong><br />

Virtual Device erstellen und aus dem gleichen<br />

Dialogfenster auch starten. Für den Test<br />

auf einem echten Smartphone müssen Sie<br />

auf dem Smartphone unbedingt unter Einstellungen<br />

|Anwendungen | Entwicklung |<br />

USB-Debugging einen Haken setzen. Der eigentliche<br />

Start der App wird mittels Run |<br />

Run As | <strong>Android</strong> Application aus Eclipse heraus<br />

veranlasst. Im Dialog <strong>Android</strong> Device<br />

Chooser können Sie sehen, welche gestarteten<br />

Emulationsumgebungen und/​oder per<br />

USB angeschlossenen Geräte zum Testen zur<br />

Verfügung stehen und sich das jeweils passende<br />

(virtuelle) Gerät aussuchen. Das Beenden<br />

einer laufenden App erfolgt in der Regel<br />

durch (teilweise mehrfaches) Betätigen des<br />

Zurück-Buttons.<br />

Fazit und Ausblick<br />

Wie Sie sehen, ist es gar nicht so schwierig,<br />

eine eigene App für <strong>Android</strong> zu schreiben.<br />

Eine gute App-Idee vorausgesetzt, steht nach<br />

ausgiebigen Tests auch einer Vermarktung<br />

bei Google Play nicht mehr viel entgegen. Sie<br />

müssen Ihre App nur noch als Signed Application<br />

Package mittels der <strong>Android</strong> Tools exportieren<br />

und verteilen. In der kommenden<br />

Ausgabe von <strong>Android</strong> <strong>User</strong> erfahren Sie, wie<br />

Sie für den Endanwender veränderbare Einstellungen<br />

(zum Beispiel den Servernamen)<br />

integrieren und mittels der GPS und der<br />

Google Geocoding API die Position und falls<br />

verfügbar auch die Adresse ermitteln. ● ● ●<br />

112<br />

April 2013<br />

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MARKEN / WARENZEICHEN<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> ist eine Publikation der<br />

Medialinx AG und steht in keiner Verbindung<br />

zu Google. <strong>Android</strong> ist ein Warenzeichen von<br />

Google Inc. Sämtliche Marken, eingetragene<br />

Waren zeichen und Produkt namen sind Eigentum<br />

des jeweiligen Inhabers. Sollten wir<br />

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benutzt oder einen Copyright-Hinweis übersehen<br />

haben, teilen Sie uns das bitte per Mail<br />

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Impressum ISSN: 2192-9033<br />

<strong>Android</strong> <strong>User</strong> ist eine Publikation der<br />

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81739 München<br />

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http://www.android-user.de<br />

E-Mail<br />

Redaktion: <br />

Abo: <br />

Chefredakteur (v. i. S. d. P.)<br />

Marcel Hilzinger <br />

Redaktion<br />

Arnold Zimprich, Christoph Langner, Christian<br />

Ullrich, Marcel Hilzinger, Thomas Leichtenstern<br />

Autoren dieser Ausgabe<br />

Arnold Zimprich , Christoph Langner, Christian<br />

Ullrich, Jasmin Bauer, Jörg Voss, Marko<br />

Dragicevic, Marko Rogge, Marcel Hilzinger, Martin<br />

Lennertz, Mirko Mahlberg, Patrick Neef, Peer<br />

Kintrup, Samuel Groesch, Simon Vetter,<br />

Ralf Kirschner, Thomas Leichtenstern,<br />

Grafik<br />

Judith Erb (Design und Layout), Kristina Fleischer<br />

Titelgestaltung<br />

Judith Erb<br />

Bildnachweis<br />

sxc.hu, 123rf.com, fotolia.de und andere<br />

Sprachlektorat<br />

Elke Knitter<br />

Übersetzungen<br />

Anne Lodyga, Ákos Tóth<br />

Produktionsleitung<br />

Christian Ullrich <br />

Druck<br />

Vogel Druck und Medienservice GmbH,<br />

97204 Höchberg<br />

Geschäftsleitung<br />

Brian Osborn (Vorstand)<br />

<br />

Hermann Plank (Vorstand)<br />

<br />

Marketing und Vertrieb<br />

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 23<br />

Anzeigenverkauf<br />

D / A / CH<br />

Petra Jaser <br />

Tel.: +49 (0)89 / 99 34 11 24 • Fax: +49 (0)89 / 99 34 11 99<br />

USA und weitere Länder<br />

Ann Jesse <br />

Tel.: +1 785 841 8834<br />

Joanna Earl <br />

Tel.: +1 785 727 5275<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste vom 01.01.2013.<br />

Abonnentenservice<br />

Monika Jölly <br />

D / A / CH<br />

Telefon: +49 (0)7131 27 07-274<br />

Fax: +49 (0)7131 27 07-78-601<br />

Onlineshop<br />

http://www.medialinx-shop.de<br />

Pressevertrieb<br />

MZV Moderner Zeitschriften Vertrieb GmbH & Co. KG<br />

Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim<br />

Tel.: 089/31906-0, Fax: 089/31906-113<br />

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Einzelpreis 5,90 Euro 6,70 Euro 11,80 Sfr 7,95 Euro<br />

Jahresabo* 59,90 Euro 64,90 Euro 99,10 Sfr 79,90 Euro<br />

*<strong>Android</strong> <strong>User</strong> erscheint monatlich<br />

Schüler- und Studentenermäßigung: 20 Prozent<br />

gegen Vorlage eines Schülerausweises oder<br />

einer aktuellen Immatrikulationsbescheinigung.<br />

Eine Haftung für die Richtigkeit von Veröffentli chungen<br />

kann – trotz sorgfältiger Prüfung durch die Redaktion –<br />

vom Verlag nicht übernommen werden. Mit der Einsendung<br />

von Manuskripten oder Leserbriefen gibt der Verfasser<br />

seine Einwilligung zur Veröffent lich ung in einer<br />

Publikation der Medialinx AG. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte oder Beiträge übernehmen Redaktion und<br />

Verlag keinerlei Haftung.<br />

Autoreninfos<br />

Die Redaktion behält sich vor, Einsendungen zu kürzen<br />

und zu überarbeiten. Das exklusive Urheber- und Ver wertungsrecht<br />

für angenommene Manus kripte liegt beim<br />

Ver lag. Es darf kein Teil des Inhalts ohne schriftliche Genehmigung<br />

des Verlags in irgendeiner Form vervielfältigt<br />

oder verbreitet werden.<br />

Copyright © 1999 - 2013 Medialinx AG<br />

114<br />

April 2013<br />

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