AUDIO Sonys neue ES-Serie (Vorschau)
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02 / 2014<br />
www.audio.de Deutschland 6,- €<br />
HIFI · SURROUND · HIGH END · MUSIK<br />
Heiße 3000-Euro-Röhrenamps<br />
von Unison und Melody<br />
<strong>Sonys</strong> <strong>neue</strong> <strong>ES</strong>-<strong>Serie</strong><br />
Geniale Ideen, perfekt umgesetzt: Wie der Musik-Pionier mit<br />
Netzwerkspielern und Vollverstärkern wieder HiFi-Zukunft gestaltet.<br />
Best of British:<br />
Bezahlbare D/A-<br />
Wandler und<br />
Vollverstärker von<br />
Onix & Arcam<br />
900-Euro-Kompakte<br />
mit Überraschungs-<br />
Sieger aus Deutschland.<br />
Plus: Traum-<br />
Standbox aus Italien<br />
DSP-gesteuerter JBL,<br />
superedler B&W. Plus:<br />
Edle KH-Verstärker für<br />
Zuhause<br />
Österreich € 6,70 - Schweiz sfr 12,00<br />
Spanien € 7,95 - BeNeLux € 7,00<br />
Griechenland € 9,00 - Italien € 7,95<br />
Finnland € 8,85 - Slowenien € 7,95
High Voltage Vollverstärker PA 3000 HV<br />
Der <strong>neue</strong> Verstärker-Maßstab<br />
HV = High Voltage steht für ein revolutionäres Konzept einer <strong>neue</strong>n High End-Elektronikserie.<br />
Der Vollverstärker PA 3000 HV ist das erste Gerät dieser Linie, ein Bolide mit mehr als 500 Watt Dauerleistung pro Kanal.<br />
Die Ansteuerung der Ausgangsstufe erfolgt mit +/- 160 Volt, doppelt so viel als sonst üblich. Eine extrem lineare Kennlinie mit hoher<br />
Spannung wird dadurch erzeugt. Praktisch keine Über-Alles-Gegenkopplung ist notwendig, ein Gesamtsystem mit enormen dynamischen<br />
Eigenschaften ist das Ergebnis. Röhrenähnliche Klangcharakteristik erreichen wir durch Spannungsverstärkung im Class-A-Mode mit<br />
MOSFET-Transistoren; so vereinen sich endlose Kraft und audiophile Sensibilität.<br />
Unglaublich aufwändige Gehäuse aus massivem Aluminium zeichnen die<br />
HV-<strong>Serie</strong> aus. Sowohl der Entwicklungsaufwand als auch die Verarbeitung<br />
sind bei diesen Geräten exorbitant:<br />
Der Verzicht auf jegliche magnetische Materialien in und an den Gehäusen,<br />
eine Vielzahl höchstwertiger, symmetrischer und RCA-Anschlussbuchsen<br />
lassen keine Wünsche offen, massive Lautsprecherklemmen (rhodiert)<br />
ermöglichen den professionellen Anschluss beliebiger Kabel.<br />
Weitere Testberichte unter<br />
www.ta-hifi.com<br />
Audio 4/2013<br />
Klangurteil: 132 Punkte<br />
Preis/Leistung: überragend<br />
Stereoplay 6/2013<br />
Klang: absolute Spitzenklasse<br />
Preis/Leistung: überragend<br />
Stereo 7/2013<br />
Klangniveau: 100%<br />
Preis/Leistung: exzellent<br />
10559 Berlin, Hifi Play (030/3953022). 10623 Berlin, King Music (030/88550600).20095 Hamburg, Lichtenfeld Media GmbH (040/3080510). 26125 Oldenburg, Hifi + Hifi GmbH (0441/3900060).28211<br />
Bremen,WiliSchönbornHifi(0421/239033).30159 Hannover,Alex GieseHi-Fi +TV-Technologie(0511/35399737).30167 Hannover,UniHifiAudio&VideoGmbH(0511/703737).32049 Herford, HifiStudio<br />
Unger (05221/2017). 32423 Minden,HiFi-Studio Knicker & Wortmann (0571/8299000).40210 Düsseldorf,Hifi Referenz (0211/325152).40477 Düsseldorf,HiFi Audio Ulrike Schmidt (0211/787300).42103<br />
Wuppertal,Audio 2000 KG (0202/454019).44805 Bochum,HiFi-Center Liedmann (0234/3849697).45127 Essen, Hifi SpezialistWerner Pawlak (0201/236389).45472 Mülheim,Werner Pawlak Hifi Zentrum<br />
(0208/498253).45663Recklinghausen, Moldenhauer(02361/60050).47051Duisburg,HifiStudioamStadttheater(0203/25014). 50667Köln,MSPHifiStudioGmbH(0221/2575417).53113Bonn,HiFi LinzbachOHG(0228/222051).53797Lohmar-Wahlscheid,Musik&AkustikNorbertMaurer(02206/9074361).55116Mainz,NEUDieHifiProfis(06131/275609-0).56068Koblenz,SchmitzHifiVideo(0261/38144).<br />
59065 Hamm, Auditorium (02381/93390). 60318 Frankfurt, Die Hifi Profis (069/92004111). 60437 Frankfurt, media@home Technik Galerie Jilg (069/586075160). 63225 Langen,Vogdt Klang und Bild<br />
(06103/977777).63739 Aschaffenburg, Hifi Dillity OHG (06021/24188). 64283 Darmstadt, Die Hifi Profis (06151/1710-0). 65185 Wiesbaden, Die Hifi Profis (0611/373839). 65185 Wiesbaden, www.fairkaeuflich.de(0611/4503262).68161Mannheim,NEUMediaProfisHandelsGmbH(0621/3098110).68199Mannheim,ExpertEsch(0621/1239-0).69115Heidelberg,ExpertEschGalerie(06221/656650).70178<br />
Stuttgart,Multi Media 26 (0711/294444).70182 Stuttgart, Graf Hören & Sehen (0711/2348686).71101 Schönaich,Hifi + Wohnen Schild (07031/754242).71636 Ludwigsburg, Talmon Gros (07141/96000).<br />
72764 Reutlingen, Akustik Studio Biegler (07121/748450). 74072 Heilbronn, Informationstechnik Eberwein GmbH (07131/80320).76131 Karlsruhe, Löb High Fidelity (0721/22341). 79098 Freiburg, Hifi<br />
Studio Polansky (0761/31186).79104 Freiburg, EP:Velde (0761/25764).79588 Efringen-Lörrach, Puls HiFi High End Surround (07628/1786).79761 Waldshut, Akustik Studio Huber (07751/6427).80333<br />
München, Home Entertainment Concept Store (089/20186691). 81667 München, Hifi Concept (089/4470774). 95213 Münchberg, HIFI REGLER (09251/879-500). 97437 Haßfurt, Euronics Schlegelmilch<br />
(09521/94880).<br />
A-1080Wien,Raum Akustik (0043 (0) 1/4059303).A-4632 Pichl,HifiTVHubert Steiger (0043 (0) 7247/6691).<br />
CH-3125Toffen,Rohrer HiFi + HighEnd(0041(0)31/8194477).CH-5200Brugg,Müller+Spring(0041(0)56/4422040).CH-6286Altwis,FischerHiFi (0041(0)41/9197070).CH-8005 Zürich,Aug & Ohr (0041<br />
(0) 44/2711222).CH-8006 Zürich,Audio Insider (0041 (0) 44/3636036).CH-8400Winterthur,Dietiker + Humbel (0041 (0) (52/2125558).<br />
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Bernhard Rietschel<br />
brietschel@wekanet.de<br />
Selbstzahler<br />
Meinung › Editorial<br />
Während der Massenmarkt vor allem in der klassischen Vorweihnachtszeit boomt<br />
und danach schnell wieder auf normale Größe schrumpft, hat edles HiFi etwas<br />
länger Saison. Schließlich kauft man <strong>neue</strong> Verstärker, Lautsprecher, Platten- oder<br />
Netzwerkspieler primär für sich selbst und ist dabei nicht so sehr an bestimmte<br />
Termine gebunden. Was man allerdings braucht, ist Zeit, Ruhe und zumindest ein<br />
leichtes Zwischenhoch auf dem Konto. Für all das stehen im Januar die Chancen<br />
ein kleines bisschen besser, wenngleich der Geldsegen zum Jahreswechsel auch<br />
ganz ohne HiFi so sicher einen Abfluss findet wie Wasser in einem Sieb.<br />
Im Gegensatz zu den Smartphones, die die Kinder sich gewünscht haben (und die<br />
bis nächsten Januar entweder verlorengegangen, ins Klo gefallen oder veraltet sein<br />
werden), haben die auf den ersten Blick so teuren HiFi-Sachen immerhin den<br />
Vorteil, voraussichtlich sehr lange Nutzen und Freude zu bringen. Von den alten<br />
Esprit-<strong>Sonys</strong> aus den 70er- und 80er-Jahren etwa dürfte die Mehrheit auch heute<br />
noch in Ehren gehalten werden. Rein technisch spricht alles dafür, dass auch die<br />
<strong>neue</strong>n <strong>ES</strong>-Komponenten, die unseren Titel zieren, eine Anschaffung auf viele Jahre<br />
bedeuten. Und anders als bei den 1000 Euro, die man mal eben verbrennen muss,<br />
weil am Auto ein „ganz schwer zugänglicher“ Hydraulikschlauch beschlossen hat<br />
undicht zu werden, fühlt man sich beim Kauf unseres Kompaktboxen-Testsiegers<br />
nicht wie Sisyphus: Statt mit der unguten Ahnung „nach der Reparatur ist vor der<br />
Reparatur“ fährt man in dem Gefühl nach Hause, einen großen Schritt in Richtung<br />
HiFi-Himmel getan zu haben. Auch die fette GEZ-Quasisteuer-Nachforderung, die<br />
Plattensammler und TV-Verweigerer vielleicht doch nicht als korrekte Unterstützung<br />
für Musikantenstadl und Co. empfinden sondern als ganz und gar unfaire<br />
Wegelagerei, schafft Bedarf für ein kleines seelisches Trostpflaster – vielleicht in<br />
Form eines der phantastischen <strong>neue</strong>n Kopfhörer, die wir für Sie aus einer großen<br />
Auswahl herausgefiltert haben. Mit dem aus Mahagoni und Edelstahl geschnitzten<br />
Grado PS-500 etwa werden Sie ihre Platten noch mehr genießen als je zuvor – und<br />
müssen Ihre Lieben nicht mal beim Konsum des nun ja bezahlten und ergo auch zu<br />
nutzenden Fernsehangebots stören. Den passenden, rebellischen Marinefunker-<br />
Look gibt‘s bei diesem Hörer sogar kostenlos dazu.<br />
Für die etwas größeren Jahresboni oder einfach nur als traumhaftes, aber doch<br />
nicht ganz unrealistisches Fernziel haben wir im hinteren Heftteil noch ein paar<br />
HiFi-Schönheiten von fast ewiger Gültigkeit: Sonus Fabers aus massivem Walnussund<br />
Ahornholz getischlerte Olympica 2 etwa, oder, ebenfalls aus Italien, mit dem<br />
Unison Triode 25 einen der süßesten Wege, viel Geld in wenig Watt zu verwandeln.<br />
HiFi ist generell Luxus. Wir geben Geld dafür aus, aber wir fühlen uns gut dabei,<br />
und wir haben lange etwas davon. Das gibt es heute nicht mehr so oft.<br />
„Aktiv-<br />
Sensation“<br />
Audio 11/13<br />
Die <strong>neue</strong> nuPro A-300:<br />
für Computer/Laptops,<br />
Tablets/Phones, Flachbild-TVs,<br />
HiFi, MP3, Videospiele,<br />
Multimedia und Studio<br />
„In jeder Hinsicht enorm leistungsfähig<br />
und bietet für ihr Geld einen gigantischen<br />
Gegenwert“ Audio 11/13<br />
nuPro A-300: Volldigitale Aktivbox, fernbedienbar und kompakt.<br />
Hochpräzise und äußerst bassstark – bis 30 Hertz Tiefgang!<br />
Modernste DSP- und Lautsprechertechnik, separate Verstärker<br />
für jedes Chassis, 2x 125 Watt/Box Endstufenleistung.<br />
Plug and play: Anschlüsse für 4 Gerätequellen<br />
plus Subwoofer. Erhältlich in<br />
Schleiflack Schwarz und Weiß. 525 €/Box<br />
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Viel Spaß mit diesem Heft wünscht<br />
www.audio.de ›02/2014<br />
3<br />
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Inhalt › Audio 02/2014<br />
Perfektes Duett:<br />
46<br />
Onix Verstärker/<br />
Wandler-Kombi<br />
24<br />
Auf spezielle Art<br />
Jeder einzelne dieser fünf Kopfhörer-Amps besitzt ein<br />
ganz besonderes technisches Merkmal. Doch bringen die<br />
teilweise einzigartigen Konzepte auch klangliche Vorteile?<br />
Zwei Röhren mit eigenen Stilen:<br />
edle Röhrenamps von<br />
Melody und Unison<br />
128<br />
Magazin<br />
6<br />
10<br />
News Winziger Vollverstärker von<br />
Musical Fidelity # Neuer In-Ear-Kopfhörer<br />
von NAD # Marantz präsentiert Amp und<br />
CD-Laufwerk der 8005er-Familie # Edle<br />
Vor/End-Kombi von Quadral für 5500 Euro<br />
# Meridians smarter Kopfhörer-Verstärker<br />
und DAC # edle Klang-Strippen von<br />
in-akustik und Goldkabel # Mobiles<br />
HiRes-Aufnahmegerät von Sony.<br />
Szene HiFi-Events und Termine<br />
RUBRIKEN<br />
3 Editorial<br />
67 Markt<br />
134 Bestenliste<br />
144 Leserbriefe<br />
144 Impressum<br />
146 <strong>Vorschau</strong><br />
Lautsprecher<br />
18<br />
23<br />
122<br />
Vergleichstest: Kompaktboxen<br />
Die Modelle von Dynaudio, Monitor Audio<br />
und Phonar kosten jeweils unter 1000<br />
Euro und klingen – Kompaktbox hin oder<br />
her – enorm erwachsen!<br />
Test: Subwoofer<br />
Der Velodyne Wi-Q 10 benötigt keine<br />
Kabelverbindung zum Receiver. Denn der<br />
Sub empfängt Signale dank 2,4GHz-Technik<br />
auch drahtlos über Funk.<br />
Test: Standlautsprecher<br />
Für 8000 Euro erwartet man von einer<br />
Standbox wie der Sonus Faber Olympica 2<br />
nicht nur, dass sie umwerfend gut<br />
aussieht, sondern selbstverständlich<br />
auch einen highendigen Klang. Die<br />
Italienerin bietet beides.<br />
Verstärker<br />
12<br />
24<br />
42<br />
Test: Japanische Digital-Kette<br />
Lange hoffte die HiFi-Gemeinde auf ein<br />
Comeback von Sony. Nun ist es soweit:<br />
Vor kurzem präsentierten die Japaner die<br />
<strong>ES</strong>-<strong>Serie</strong>. Der Vollverstärker und sein<br />
Netzwerk-Kollege müssen zeigen, ob sich<br />
das Warten und Hoffen gelohnt hat.<br />
Test: Kopfhörerverstärker<br />
Mit technisch interessanten Schaltungen<br />
wollen diese fünf Amps auch anspruchsvollste<br />
Kopfhörerfans beeindrucken. Mit<br />
von der Partie sind AMI, Bakoon, Cayin,<br />
M2Tech und Sennheiser.<br />
Test: Verstärker-DAC-Duo<br />
Sie kommen aus England und wollen ein<br />
perfektes Paar abgeben. Ob Arcams A19<br />
jedoch wirklich mit dem irDAC harmoniert,<br />
verrät der Test.<br />
4 www.audio.de ›02 /2014
Inhalt › Audio 02/2014<br />
angebandelt<br />
Arcams 850-Euro-Amp A19 will im<br />
Duett mit seinem kleinen Wandler-<br />
Kumpanen irDAC zu musikalischer<br />
Höchstform auflaufen.<br />
42<br />
Bezaubernd<br />
Die italienische 8000-Euro-<br />
Box entzückt mit audiophilsten<br />
Klängen. Das<br />
enorm ästhetische<br />
Design der Sonus<br />
Faber Olympica 2<br />
setzt dem ganzen<br />
noch die Krone auf.<br />
122<br />
50<br />
Multitalent<br />
Der schicke Minx XI von Cambridge<br />
bietet für 800 Euro unheimlich<br />
viel: Vollverstärker, DAC und<br />
Netzwerkplayer – der weiße<br />
Winzling eignet sich ideal als<br />
kompakte One-Box-Lösung.<br />
IM T<strong>ES</strong>T<br />
D/A-Wandler<br />
Arcam irDAC42<br />
Onix DAC-2546<br />
komplettsysteme<br />
Cambridge Minx XI50<br />
Kompaktboxen<br />
Dynaudio Excite X14, Monitor Audio<br />
Silver 2, Phonar Veritas m4 Next18<br />
kopfhörer<br />
Beyerdynamic T-51p, B&W P7, Grado<br />
PS 500, JBL Synchros S700, Sennheiser<br />
Momentum On-Ear34<br />
kopfhörer-verstärker<br />
AMI DDH-1, Bakoon HPA-21, Cayin<br />
HA-3, M2Tech Marley, Sennheiser<br />
HDVA 60024<br />
Netzwerkplayer<br />
Sony HAP-Z1 <strong>ES</strong>12<br />
Standboxen<br />
Sonus Faber Olympica 2122<br />
Subwoofer<br />
Velodyne Wi-Q 1023<br />
Transistor-Vollverstärker<br />
Sony TA-A1 <strong>ES</strong>12<br />
Arcam A 1942<br />
Onix A-2546<br />
Röhren-Vollverstärker<br />
Melody Astro Black 50128<br />
Unison Triode 25128<br />
Die Bestenliste<br />
Alle Tests im Überblick134<br />
Bilder: Titel: J. Bauer, MPS; Inhalt: J. Bauer, H. Härle, MPS, Andrew MacNaughtan, Archiv<br />
46<br />
128<br />
Test: Und noch eines....<br />
Ebenfalls aus England, diesmal aber von<br />
Onix, der schon seit 1979 HiFi-Komponenten<br />
baut und entwickelt. Amp und DAC<br />
kosten jeweils 1000 Euro, sind sehr gut<br />
verarbeitet und technisch sauber<br />
aufgebaut. Doch können sie auch<br />
klanglich überzeugen?<br />
Vergleichstest: Röhrenamps<br />
Melodys Vollverstärker, der Astro Black<br />
50, zeigt sich mal sensibel-kumpelhaft –<br />
wenn es gewünscht wird, aber auch<br />
imposant und klangstark. Der italienische<br />
Triode 25 von Unison hingegen betört<br />
stets mit seinem herrlich musikalischen,<br />
röhrentypischen Klangzauber.<br />
Kopfhörer<br />
128<br />
Komplettanlagen<br />
54<br />
Vergleichstest: Mobile Kopfhörer<br />
<strong>AUDIO</strong> testet die <strong>neue</strong>sten Modelle für<br />
unterwegs. Mit dabei: Beyerdynamic,<br />
B&W, Grado, JBL und Sennheiser.<br />
Test: Cambridge Minx XI<br />
In dem schicken Gehäuse des Minx XI<br />
stecken ein Vollverstärker, ein DAC und<br />
sogar ein Netzwerkplayer – und das alles<br />
gibt´s für 800 Euro!<br />
MUSIK<br />
54<br />
55<br />
58<br />
61<br />
62<br />
63<br />
65<br />
Pop-CDs<br />
Bruce Springsteen, Thomas D, Howe Gelb,<br />
Boy George, White Denim, Tim Fischer,<br />
Die Toten Hosen, Paul Millns, Flo Mega ...<br />
Die Audiophilen<br />
Malia & Boris Blank, Cristin Claas:<br />
Soundzaubereien zwischen Soul, Pop und<br />
Chanson in state-of-the-art-Klang<br />
Geheimtipp<br />
Alcest: Shoegaze-Dreampop Güteklasse A<br />
Musik Blu-ray, DVD<br />
The Bosshoss, REO Speedwagon ...<br />
Oldie-CDs<br />
Eric Clapton, Yes, Ry Cooder, Neil Young ...<br />
Jazz-CDs<br />
Lisbeth Greve: famose Saxofonkunst im<br />
Zeichen der Komprovisation<br />
Klassik-CDs<br />
Händels Belshazzar: großes Kino mit<br />
William Christie und Les Arts Florissants<br />
www.audio.de ›02 /2014<br />
5
Magazin › NEWS<br />
Februar 2014<br />
Backstage-bereich: Der V90-<br />
Amp hält auf seiner Rückseite einen<br />
asynchronen USB- sowie einen<br />
gemischten Digital-Tos-Link/Analog-<br />
Eingang parat. Die Lautsprecherklemmen<br />
könnten wertiger ausfallen.<br />
Mini-v-Mann<br />
Dass die Winzlinge aus der V-<strong>Serie</strong> von<br />
Musical Fidelity großen Komponenten<br />
den Marsch blasen wollen, wäre wohl<br />
vermessen und ist auch gar nicht Absicht<br />
der britischen High-Ender. Auch wenn<br />
das mit dem D/A-Wandler V90-DAC<br />
(9/13) oder der Phonovorstufe V90-LPS<br />
(1/14) durchaus gelingt. Mit dem Vollverstärker<br />
V90-AMP kann man jetzt eine<br />
komplette Alternativ-HiFi-Kette bauen.<br />
Ein sanfter Druck auf den mittig sitzenden<br />
– einzigen – Knopf am Alu-Gehäuse<br />
erweckt den Power-V-Mann zum Leben,<br />
eine kleine LED links signalisiert den<br />
Einsatz. Auf der Rückseite sitzen zwei<br />
Eingänge: Über seinen asynchromen<br />
USB-Port, der Input-Priorität besitzt,<br />
verstärkt der V90-Amp Musikkost vom<br />
PC oder Mac – Festplatten-Songs, iTunes,<br />
Spotify & Co lassen akustisch bis<br />
zu 24Bit/48kHz grüßen. Wer Musik vom<br />
(SA)CD-Player oder analogen Quellen abspielen<br />
will, stöpselt diese am kombinierten<br />
optischen TOSLink/Analog-Klinkeneingang<br />
an. Ein Pärchen schnuckeliger<br />
Passivböxchen drangehängt, und schon<br />
heizt der Mini-Amp mit immerhin 20<br />
Watt je Kanal (an 8 Ohm) ein. Wobei er<br />
nicht als brachialer Power-Bone erfunden<br />
wurde, sondern seine musikalische Performance<br />
eher als vornehmer, englischer<br />
Gentleman darbietet: Ob Streaming-Kost<br />
von Other Lives, Anna Ternheim, Céu<br />
oder Hélène Grimaud, mit High-Res-<br />
Der V90-Amp misst gerade mal<br />
knapp zwölf Zentimeter in der Länge.<br />
Dateien von Barb Jungr oder CD-Rips von<br />
Moonface beschickt – stets setzte er die<br />
Songs homogen und recht ausgewogen<br />
in Szene, allerdings hätte hier und da<br />
beherzterer Druck oder Punch gutgetan.<br />
Als entspannt klingender Kollege mit moderner<br />
TI-Schaltverstärkertechnik versüßt<br />
der eineinhalb Pfund leichte V90-Amp<br />
aber nicht nur den Alltag am Arbeitsplatz.<br />
www.musicalfidelity.com cd<br />
Kontakt zum PC/Mac hält der Mini-<br />
Verstärker über seinen USB-Port.<br />
Fotos: Archiv, Shutterstock.com<br />
6<br />
www.audio.de ›02/2014
Bernhard Rietschel (Chefredakteur)<br />
Preistipp › Anzeige NEWS<br />
Knöpfchen mit<br />
köpfchen<br />
Nach dem fulminanten Kopfhörerdebüt<br />
seines Viso HP50 als Testsieger der<br />
mobilen On-Ear-Fraktion in <strong>AUDIO</strong><br />
10/2013 will NAD die Hifi-Welt nun<br />
mit den kleinen In-Ears HP20 auf den<br />
Kopf stellen. Dafür pflanzten ihm seine<br />
Entwickler als ersten In-Ear überhaupt die<br />
(klang-)raumerweiternde „RoomFeel-“Technik<br />
ein, entwickelt von den Akustik-Laboratorien an<br />
Kanadas National Research Council. Acht-Millimeter-<br />
Neodym-Treiber wandeln den Schall in den Alu-<br />
Gehäusen. Für passgenauen Sitz im Ohr liegen<br />
fünf verschiedene Silikon-Kappen bei. Über seine<br />
Kabellfernedienung nebst Mikro lassen sich zudem<br />
iPhones steuern – sogar Siri-kompatibel. Der Preis<br />
liegt bei rund 170 Euro, inklusive Flugzeug-Adapter<br />
und Neopren-Reisetäschchen. www.nad.de cd<br />
solo-Künstler mit teamgeist<br />
Nach der beeindruckenden Vorstellung des CD-Spielers SA6005 (<strong>AUDIO</strong> 11/2013)<br />
möchten die Japaner nun mit dem CD-/SACD-Player SA8005 in der Oberliga ein<br />
wohlklingendes Zeichen setzen. Dazu spendierten ihm seine Väter einen CS4398<br />
als Wandler und zwei Master-Taktgeber. Damit beherrscht der SA8005 über seine<br />
asynchrone USB-B-Schnittstelle PCM bis zu 24Bit/192kHz plus DSD-Streaming<br />
von 2.8 und 5.6MHz. Zudem soll ein <strong>neue</strong>s, doppelt geschirmtes und befestigtes<br />
Laufwerk im vibrationshemenden Chassis mit zweifacher Bodenplatte für prima<br />
Arbeitsbedingungen sorgen. Sein Vollverstärker-Partner PM8005 arbeitet mit der<br />
hauseignenen HDAM-SA3-Schaltkreistechnik und stemmt zweimal 70 Watt an 8<br />
Ohm. Der Zwölf-Kilo-Bolide hat zudem einen MM-Vorverstärker unter der Haube<br />
und knüpft Kontakt zu anderen Komponenten mit vergoldeten Buchsen. Die beiden<br />
gibt's solo oder als<br />
Team in schwarz sowie<br />
in silber-goldener Ausführung<br />
zu jeweils rund<br />
1300 Euro. www.<br />
marantz.de cd<br />
PREIS-SEGEN<br />
Cayin A-88T MK2 Selection<br />
Zuerst begeisterte das in Handarbeit gefertigte<br />
Gerät die Redaktion von <strong>AUDIO</strong>:<br />
„Wer solche Glücksverstärker kennt, weiß<br />
Bescheid: Dann wird der Rhythmus plötzlich<br />
hypnotisch.“ Anschließend legten die Leser<br />
los und verliehen dem<br />
Röhrenvollverstärker ein Goldenes<br />
Ohr<br />
Goldenes Ohr für den 2013<br />
dritten Platz in seiner 3. Platz<br />
in der Kategorie<br />
Vollverstärker<br />
Kategorie. Bei gibt es<br />
(ab 1000 Euro)<br />
Cayin A 88 t MKII Selection<br />
allerdings nur einen kleinen<br />
Preis: 2400 Euro.<br />
Cayin CS-24CD<br />
Mit seinem Frontplatten-Design und der<br />
Systemfernbedienung passt unser <strong>neue</strong>r<br />
Röhren-Spieler perfekt zum Cayin A-88T.<br />
Und auch klanglich steht er seinem Partner<br />
in nichts nach. Tester Jörg-Peter Schimmel<br />
gab im Netmagazine „HIFISTATEMENT“<br />
ein klares Statement zum <strong>neue</strong>n CS-24CD<br />
ab: „Für einen Preis von 1.800 Euro bietet<br />
diese CD-Player/ Wandler-Kombination<br />
eine überragende Leistung!“<br />
Cayin Audio Distribution GmbH<br />
Tel. 06174 / 25 97 88-0 • info@cayin.com<br />
www.cayin.com
Magazin › News<br />
zubehör<br />
goldene zeiten<br />
Bereits über zehn Jahre steht der Ludwigshafener Kabel- und Zubehörspezialist<br />
Goldkabel für hochwertige Handarbeit made in Germany.<br />
Als nobler Strippenzieher soll das Cinch-Stereo-Kabel Rhodium der<br />
Executive-<strong>Serie</strong> Komponenten an die Leine legen (Detail-Innenfoto unten rechts). Dazu setzen die<br />
Entwickler beim Innenleiter auf hochreines Kupfer der Spezialisten von Furukawa sowie auf eine<br />
dreifache Kabelschirmung mit sehr dichtem Kupfergeflecht, massiver Alufolie und speziellem<br />
PVC. Die Stecker sind rhodiniert und lassen sich durch einen Schraubmechanismus mit der Cinchbuchse<br />
verspannen. Goldkabel fertigt in jeder gewünschten Länge; ein konfektioniertes 1-Meter-Set<br />
kostet zum Beispiel rund 500 Euro. Für stille Genießer der Kopfhörer-Gemeinde bieten die Ludwigshafener<br />
ebenfalls aus der Executive-<strong>Serie</strong> eine Kabelverlängerung für die Lauscher (Foto oben).<br />
Das Extension kommt im Doppel-Koax-Aufbau. Der Kupfer-Innenleiter und die Kupfergeflechtschirmung<br />
sind versilbert, Naturkautschuk im Außenmantel und ein Carbongeflechtmantel<br />
verheißt zudem ein flexibles Hörvergnügen. Und der Vollmetallstecker<br />
(6,3 Millimeter) soll mit vergoldeten Kontakten für prima Connections sorgen.<br />
Das Extension gibt es in verschiedenen Längen, die bei einem Meter starten (129 Euro). Die Version<br />
mit 2,5 Metern kostet zum Beispiel 159 Euro. www.goldkabel.de cd<br />
Star-allüren<br />
Der Zubehörspezialist in-akustik hat einen Großteil seiner Star-Kabel einem Facelift unterzogen.<br />
Im Detail erhielten die Modelle Stereo Audio, Y-Subwoofer, Mono-Subwoofer, Opto, Video-/Digital<br />
sowie High Speed HDMI mit Ethernet ein stylischeres Design. Laut in-akustik sind sämtliche Kontakte<br />
vergoldet (24K), um Übergangswiderstände zu minimieren. Das Star-Cinch-Stereokabel gibt's<br />
beispielsweise ab rund 18 Euro (75 Zentimeter Länge). www.in-akustik.de cd<br />
aufnahme-leitung<br />
Im Rahmen seiner High-Resolution-Offensive stellt Sony im Mobilberich sein<br />
Recorder-Flaggschiff PCM-D100 mit 32-Bit-Wandlerherz vor. Der smarte Aufnahmeleiter<br />
unterstützt neben MP3 (320kbps o. 128kbps) Codecs und Formate wie Linear<br />
PCM mit bis zu 192kHz/24Bit und DSD (Direct Stream Digital) mit einer Auflösung<br />
von 2.8MHz. Damit bereichert er im privaten Aufnahmebereich das rare DSD-Format<br />
auch fürs Homerecording. Im Play-Modus beherrscht der 100er auch Flac, AAC und<br />
WMA. Sein interner 32GB-Speicher lässt sich dabei mit SD-Karte oder Memory<br />
Stick auf bis zu 128GB erweitern. An Eingängen hält der Sony per Miniklinke Line-In,<br />
Mic-In sowie Optical-Ports parat, ausgabeseitig stehen Line-Out, Optical-Out und ein<br />
Kopfhröeranschluss zur Verfügung (Miniklinke). Für Konzert- Theater, Interview- oder<br />
Natur-Aufnahmessions lassen sich die beiden eingebauten Kondensator-Mikros in drei<br />
Winkelstellungen der Aufnahmesituation anpassen. Zum Abhören spendierten ihm die<br />
Japaner einen kräftigen Kopfhörerverstärker mit niedriger Ausgangsimpedanz. Zum<br />
Lieferumfang gehören eine kabellose Fernbedienung, Windschutz, Tragetasche, USB-<br />
Kabel, Batterien sowie die Audio-Editing-Software „Sound Forge Audio Studio“. Der<br />
Preis: 889 Euro. www.sony.de cd
Nimm zwei<br />
Quadral Aurum setzt mit seiner Vor-/Endstufenkombi P8/M8<br />
(2500/3000 Euro) auf klassische HiFi-Tugenden – mit hochwertigen<br />
Ingredienzen: Die P8 arbeitet mit getrennten Netzteilen für<br />
die Analog- und Digitalsektion, hochwertige Folienkondensatoren<br />
sollen für einen sauberen Signalweg sorgen und Burr-Brown-<br />
Chips mit 192kHz/24-Bit verhelfen Digitalkost über den eingebauten<br />
USB-Port zur Klangblüte. Neben drei Cinch- gibt's auch<br />
zwei XLR- sowie einen MC/MM-Phonoeingang. Die Endstufe<br />
M8 stemmt auch dank des Hochleistungs-Ringkerntrafos mit<br />
850VA und spezieller Wickeltechnik zwei mal 200 Watt (4 Ohm)<br />
und lässt sich überdies auf Wunsch auch als Monoblock einsetzen.<br />
www.aurumelectronic.com cd<br />
kopfrechnen für<br />
fortgeschrittene<br />
Schön, dass kluge Köpfe im Zuge des andauernden Mega-<br />
Kopfhörer-Hypes mit seiner Vielfalt von Modellen, auch<br />
emsig in puncto Klangqualität arbeiten – zum Beispiel<br />
Meridian: Die Briten setzen ihren Prime Headphone<br />
Amplifier PHA im Metallgehäuse auf<br />
die Konkurrenz von Beyerdynamic, Sennheiser<br />
& Co zum High-End-Kampfpreis<br />
von rund 1500 Euro an. Dafür spendierten<br />
sie ihm neben zwei analogen Eingängen<br />
(Stereo Cinch, 3,5mm-Klinke) einen asynchronen USB-Port<br />
(bis 24Bit/192kHz) und die hauseigene Upsampling- und<br />
Apodising-Digitalfilterung. Intern arbeitet der PHA mit bis zu<br />
32Bit/384kHz. Sein deaktivierbarer Vorverstärkerausgang<br />
kann mit Desktop-Boxen oder Endstufen anbandeln. Laut<br />
Meridian sollen Kopfhörer aller Impedanzklassen – vom<br />
16Ω-Mobilisten bis zum 1000Ω-High-End-Exoten – daran<br />
prima aufspielen können. In Bälde soll zudem das externe<br />
Netzteil Prime Power Supply die Performance des PHA<br />
weiter aufwerten. www.meridian-audio.com cd<br />
kurz Berichtigt<br />
Im Lautsprechertest in Audio 1/2014 hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen:<br />
Die Kompaktbox Monitor Audio Silver 1 (www.monitoraudio.de)<br />
ist mit 780 Euro Paarpreis (in Furnier) leider deutlich teurer als die angegebenen<br />
600€. Und wer sich in die bildschöne Magnat Quantum Edelstein<br />
verguckt hat (www.magnat.de) bekommt Infos nicht wie angegeben in<br />
Hamburg, sondern natürlich in Pulheim – unter 02234 / 8070. cd<br />
www.audio.de ›02 /2014<br />
9
Magazin › szene<br />
hifi-Termine<br />
ab sofort und bis 14. 2. 2014 HiFi-Studio Wittmann,<br />
70195 Stuttgart<br />
hat als eine der wenigen Adressen in Süddeutschland den traumhaften<br />
Kronzilla VA 680 zu Gast. Aber Vorsicht: Für Röhrenfans besteht hier<br />
Suchtgefahr – siehe <strong>AUDIO</strong> 12/2013 ... www.wittmann-hifi.de<br />
10. 1. - 14. 2. PhonoPhono, 10961 Berlin<br />
informiert jeden Freitag (Bergmannstr. 17, 17 bis 19 Uhr) über analoge<br />
Klangkultur sowie spannende „digitale“ Aspekte. Die Themen der<br />
kommenden Wochen. 10. Januar: Platten waschen und reinigen – was<br />
hilft gegen Schmutz und Staub, was bringen Waschmaschinen und<br />
Spezialreiniger? 17. 1.: Tonabnehmer im Vergleich – wie klingt ein<br />
preiswertes MM-System? Welchen Einfluß hat der Nadelschliff? 24. 1.:<br />
Hochwertige Plattenspieler namhafter Hersteller im direkten Vergleich.<br />
31. 1.: Tuning-Tipps für HiFi-Anlagen – wie man auch aus erstklassigen<br />
Komponenten noch ein paar Klangprozente herauskitzeln kann.<br />
7. Februar: CD- und SACD-Spieler, die auch verwöhnte Ohren zufrieden<br />
stellen? Ja, es gibt sie tatsächlich – PhonoPhono stellt etliche Kandidaten<br />
aus unterschiedlichen Preisklassen vor, erläutert die Technik und<br />
informiert mit Musikbeispielen über verschiedene Digitalformate. 14. 2.:<br />
Phono-Vorverstärker sind für Vinylfreunde ein unverzichtbarer Bestandteil<br />
einer HiFi-Kette. Dieser Schnupperkurs klärt, warum das so ist, wie<br />
Phono-Preamps aus verschiedenen Preisklassen klingen, und welche<br />
Geräte zu welchen Plattenspielern passen. www.phonophono.de<br />
11. 1. HiFi Forum, 91083 Baiersdorf<br />
lädt zur vierten Runde seiner aktuellen Hersteller-Shows mit ausgesuchten<br />
Geräte-Setups, Praxis-Workshops und Firmen-Vertretern. Diesmal<br />
zu Gast in der Breslauer Str. 29: die Marken Audionet und Piega<br />
Von 10 bis 17 Uhr können diverse Highlights aus den Portfolios beider<br />
Hersteller probegehört werden. Von Audionet treten auf das <strong>neue</strong><br />
Präzisions-Netzteil EPX; alle Streaming-Geräte sowie der Vollverstärker<br />
SAM und sein CD-Playerpartner ART. Piega schickt die Coax-Lautsprecher<br />
30, 70 und 120, den Digital-Network-Amplifier DNA, die Monoblock-<br />
Endstufe AMP und zwei mal die Referenz-Endstufen MAX. Gäste sind<br />
Benedikt Dohmen und Hans-Peter Ludwig von Audionet sowie Ralf Weiß<br />
von Piega. Drum herum gibt es zudem zwei spannende Workshops:<br />
Erläutert wird das mobile Musik-Streaming mit einer App von Audionet<br />
und das immer aktuelle Thema Raumakustik anhand des „Computer<br />
Aided Room Analyzers“ Carma IV. www.hififorum.de<br />
11. 1. / 31. 1. 2014 Radio Ferner, 38100 Braunschweig<br />
setzt auch 2014 seine beiden Veranstaltungsreihen „Im Fokus“ (jeden<br />
zweiten Samstag des Monats) und „Die Kleine Hörprobe“ (an jedem<br />
letzten Freitag des Montas) fort. Zum Auftakt ist am 11. Januar ein<br />
Gastspiel der Hersteller Transrotor, Gauder und REL<br />
in Planung, und am 31. 1. demons trieren<br />
dann die schottischen Highender Linn<br />
an ausgesuchten Komponenten ihre<br />
Kompetenz in Sachen Network-Music /<br />
Streaming. www.radio-ferner.com<br />
26. 1. HiFi Concept, 81667 München<br />
beginnt das Neue Jahr mit einem großen B&W-Event. Die Briten<br />
schicken etliche ihrer vielen Kultlautsprecher nach München; informieren<br />
aber auch über die spannenden Produkte ihrer Vertriebsmarken –<br />
etwa über <strong>neue</strong> Elektronik von Rotel sowie die famosen Audio- und<br />
Videoserver aus dem Hause Kaleidescape. www.hificoncept.de<br />
18. 1. Luna Audio Lounge, 90471 nürnberg<br />
freut sich über T+A als Neuzugang im Portfolio. Begrüßt wird die<br />
deutsche Traditionsmarke mit einem Special rund um den elegant<br />
designten K2Blu; dem T+A-Multitalent aus Blu-Ray-/CD-Laufwerk,<br />
Streamer, DA-Wandler für externe Quellen und Vollverstärker. Wer also<br />
den (eigentlich allgegenwärtigen) Wunsch hegt, Bild und Ton in<br />
brillanter Qualität und ohne eine Vielzahl von Komponenten und Kabeln<br />
zu realisieren, sollte sich den Auftritt des K2Blu nicht entgehen lassen.<br />
Begleitet wird der T+A von ausgesuchten Kompaktboxen und Standlautsprechern<br />
aus dem Luna-Audio-Programm. www.luna-audio.de<br />
25. 1. Visions & More, 73326 Deggingen (nahe Ulm)<br />
schickt im Rahmen der Linn Lounge ab 14 Uhr Werke von Mozart in Interpretationen<br />
des exzellenten Scottish Chamber Orchestra auf eine<br />
Linn-Streaming-Kette – natürlich in Studio-Master-Qualität. Anmeldung<br />
erbeten unter Tel. 07334 / 6080716 oder per mail (info@visionsandmore.<br />
eu). www.visionsandmore.eu<br />
25. 1. / 26. 1. / 29. 1. Sprint Service GmbH, 50389<br />
Wesseling<br />
macht auf seiner Tournee mit Aktiv-Lautsprechern von Backes & Müller<br />
Station in Dresden (25. Januar), Berlin (26. 1.) und Köln (29. 1.). Es treten<br />
auf die BM-Prime-Modelle 3, 6, 8 und 14 sowie aus der BM-Line-<strong>Serie</strong><br />
die 15, 25 und 35. Anmeldung unter Telefon 02236 / 848 445 – dort erfährt<br />
man auch den Veranstaltungsort. www.aktiv-backesmueller24.de<br />
31. 1. Boxen Gross, 10999 Berlin<br />
öffnet ab 16 Uhr die Linn Lounge für Nile Rodgers & Chic. Good times<br />
also für Streaming-/Netzwerk-Fans und Freunde von eleganten<br />
Dance- und Soulsounds, denn vorgeführt wird das Beste der Disco-<br />
Götter – natürlich an einer Linn’schen Edel-Kette via hochaufgelöster<br />
Soundfiles in Studiomaster-Qualität. www.boxengross.de<br />
31. 1. HiFi-Bauernhof, 87452 Altusried<br />
gibt beim allmonatlichen Musikabend Tricks und Tipps zur Optimierung<br />
von Musikanlagen. Anmeldung erbeten unter Telefon 8373 / 7019 bzw.<br />
mail@hifi-bauernhof.de. www.hifi-bauernhof.de<br />
1./2. 2. HiFi Studio Bramfeld, 22175 Hamburg / Holiday<br />
Inn, 20539 Hamburg<br />
Feines Ambiente, schöner Blick auf Hamburg, Ausstellungsfläche satt –<br />
die HÖRT<strong>ES</strong>T2014, die norddeutsche HiFi-Messe, wartet wieder mit<br />
jeder Menge guter Argumente für einen ausgiebigen Besuch auf. Nicht<br />
zu vergessen: spektakuläre Technik aus HiFi und High End, spannende<br />
Workshops und interessantes Fachpublikum inklusive vieler Firmenvertreter!<br />
Möglich macht die beiden HiFi-Jubeltage erneut das renommierte<br />
HiFi-Studio Bramfeld (Bramfelder Chaussee 332, 22175 Hamburg).<br />
Norddeutsche HiFi-Tage – HÖRT<strong>ES</strong>T2014, Holiday Inn, Billwerder<br />
Neuer Deich 14, 20539 Hamburg. Geöffnet: jeweils 10 bis 18 Uhr; Eintritt<br />
frei. www.hifi-studio-bramfeld.de / www.hifitage.de<br />
10 www.audio.de ›02 /2014
Musik im Handel<br />
Service-Wüste Plattenladen? Keineswegs – es gibt sie<br />
noch, die engagierten und kompetenten Tonträger-Händler.<br />
<strong>AUDIO</strong> stellt in Zusammenarbeit mit der Handelsgemeinschaft<br />
Aktiv Music Marketing regelmäßig spannende<br />
record shops vor und fragt nach Hörtipps.<br />
<strong>AUDIO</strong>: Welche (Wieder-)Veröffentlichung können Sie aus<br />
klanglicher Sicht besonders empfehlen?<br />
Tomas Spindler: „Pretty Swell Explode“ von Odd Nosdam<br />
(Anticon/Indigo). Ein tiefenpsychologisches Meisterwerk von<br />
2008, inklusive zahlreicher Remixe und B-Sides etwa mit<br />
Boards Of Canada, bms, Rainbow, Bracken und weiteren Acts.<br />
Ein idealer Einstieg in die Welt des amerikanischen Underground-HipHoppers<br />
und DJs David P. Mason; limitiert auf 1500<br />
Exemplare. Ein Produktion Marke „totale Hirnwürmer“ – und<br />
eine Pflichtplatte für alle, an denen dieses Album seinerzeit<br />
vorbeigegangen ist.<br />
<strong>AUDIO</strong>: Welche Neuerscheinung stich für Sie musikalisch<br />
hervor?<br />
Spindler: „ Towers“ von Baltic Fleet (Blow Up / Cargo): eine<br />
Platte, bei der die Stunden verfliegen.<br />
Man verliert sich in den von<br />
Mastermind Paul Flemming<br />
(ehemals Echo & The Bunnymen)<br />
gewobenen Klängen voll nostalgischer<br />
Indie -Gitarren, wirbelnder<br />
Elektronik und großartiger Beats.<br />
Und alles zusammen erzeugt eine<br />
fesselnde Sounddichte, wie man<br />
sie nur selten zu hören bekommt.<br />
Der Laden<br />
Als <strong>neue</strong>s AMM-Fachgeschäft ausschließlich für Vinyl bietet<br />
Dodo Beach in bester Independent-Recordstore-Tradition auf<br />
fast 200 qm feinste Analogscheiben aller ernstzunehmender<br />
populärmusikalischer Stile; Wurzel und Grenzüberschreitendes<br />
inklusiveund ethnischer Musik bis hin zu tagesaktuellen<br />
Strömungen. Im Programm finden sich Neuheiten, Klassiker<br />
und Raritäten, Special- und Limited Editions wie 10‘‘-Singles,<br />
sowohl als Neuware wie auch in einem großen second<br />
hand-Bereich. In Kooperation mit HiFi im Hinterhof und Sony<br />
wurde für den Dodo Beach ein Beschallungskonzept entwickelt,<br />
welches dem Besucher die Möglichkeit gibt, sich mit optimaler<br />
Soundqualität, über Kopfhören<br />
oder auch über die Ladenbeschallung<br />
von der<br />
Repertoire- und<br />
Klangqualität der Platten<br />
zu überzeugen.<br />
Dodo beach<br />
Vorbergstr. 8<br />
10823 Berlin<br />
Telefon: 030 / 780 99 876<br />
www.dodobeach.de<br />
DIE REFERENZ-SERIE EPICON VON DALI<br />
DAS INSTRUMENT FÜR ECHTEN KLANG<br />
Diese High End Lautsprecherfamilie aus Dänemark macht Ihre Musik<br />
zum unübertroffenen Hörerlebnis! Sanft geschwungen und edel das<br />
Design, atemberaubend dreidimensional der Klang, aufgrund nahezu<br />
verzerrungsfreier Treiber. Jeder Lautsprecher ist eine hochglänzende,<br />
majestätische Erscheinung, erhältlich in Ruby Macassar, Walnuss,<br />
Schwarz – und jetzt auch in Weiß! Modernste Lautsprechertechnik<br />
gefertigt mit Liebe zum Detail. aWenn Sie hören, hören Sie echt: mit<br />
DALI Epicon!<br />
www.dali-speakers.com<br />
Kontakt: DALI GmbH, Tel: +49 (0)731 141 16 86 10, kontakt@dali.dk<br />
Vertrieb Österreich: <strong>AUDIO</strong>PHIL – SOUND AND VISIONS, Tel.: +43 (0)699 13 35 73 63<br />
Vertrieb Schweiz: Horn Distribution CH AG, Tel: +41 (0)43 52 16 05
Stereokombi › Netzwerkspieler & Verstärker<br />
Doppel-Spitze<br />
Über ein Jahrzehnt lang hat sich Sony Zeit genommen,<br />
um wieder mit einer waschechten HiFi-Kombi herauszukommen.<br />
Legt diese nur einen Gang zu oder holt sie<br />
zu einem <strong>neue</strong>n, epochalen Rundumschlag aus?<br />
■ Test: Johannes Maier, Bernhard Rietschel<br />
Genauso wie der Highender einem<br />
menschlichen Musiker ab<br />
und zu einen Mißton gönnt,<br />
muss er auch einem Großkonzern gelegentliche<br />
Fehler zugestehen. Das gilt vor<br />
allen Dingen bei Sony. Schließlich haben<br />
die tüchtigen Japaner – zusammen mit<br />
Philips – die CD zur Reife gebracht. Und<br />
dann auch noch den Nachfolge-Standard<br />
DSD entwickelt, der zunächst als<br />
SACD erfolgreich war und nun auch als<br />
HiRes-Download eine Art zweiten Frühling<br />
erlebt.<br />
Also Schwamm drüber, dass die Sony-<br />
Entscheider Telefone, Groß-TVs, Surround<br />
und dergleichen eine Zeitlang als<br />
das einzig Wahre betrachteten. Freuen<br />
wir uns umso mehr, dass nach ein paar<br />
12 www.audio.de ›02/2014
Stereokombi › Netzwerkspieler & Verstärker<br />
Jahren der Zurückhaltung wieder schweres<br />
Sony-Stereo-Gerät zu den Fachhändlern<br />
kommt. Der 2000-Euro-Vollverstärker<br />
TA A 1 trägt selbstredend<br />
auch wieder das Kürzel <strong>ES</strong> für Esprit,<br />
das für anspruchsvollere Ware steht,<br />
und – schon auf den ersten Blick<br />
ersichtlich – auch für durchdachte. So<br />
kehrte Sony bei diesem Amp endlich<br />
einmal altes Eisen aus. Wer werkelt<br />
denn mit betagten Recordern herum,<br />
wer leistet sich noch Biwiring-Kabelsalat,<br />
fummelt mühsam an Höhen, Bass<br />
und Loudness? Niemand! Stattdessen<br />
wollen modernere Gemüter lieber einen<br />
symphatischen Kaventsmann sehen,<br />
der mit einer geschniegelt-aufgeräumten<br />
Frontplatte imponiert. Und mit<br />
Druckpunkt verliebten Metallknöpfen<br />
für Line 1,2,3 und 4. Sowie einem weiteren,<br />
mit dem der Besitzer den vornehmen<br />
symmetrischen XLR-Eingang aktivieren<br />
kann. Und weil der Zeitgenosse<br />
heutzutage Kopfhörer besitzt, kommt<br />
dazu – Konkurrenz aufgepasst – ein<br />
Schalterchen neben dem entsprechenden<br />
Klinken-Ausgang, mit dem sich ein<br />
separater Headphone-Amp nicht nur<br />
aktivieren, sondern in seinem verdienstvollen<br />
Treiben für höher- oder niederohmige<br />
Modelle feinanpassen lässt.<br />
Den bei Bedarf auch Bananen-gängigen<br />
Lautsprecherklemmen auf der Rückseite<br />
des TA A 1 steht ebenfalls eine Laudatio<br />
zu. Anstatt die Finger zu quälen,<br />
schmeicheln die Kunststoff-Drehklopse<br />
des Sony der ganzen Hand. Was aber<br />
ganz und gar nicht davon ablenken soll,<br />
dass sich Sony eher über die Innereien<br />
des TA A 1 <strong>ES</strong> den Kopf zerbrochen hat.<br />
Sind wir doch mal ehrlich: Der klassische<br />
Budget-Amp mit im Gegentakt-<br />
AB-Betrieb laufenden Transistoren klingt<br />
auch in 100 Jahren noch testfähigordentlich.<br />
Jedoch – wenn wir beispielsweise<br />
an Top-Röhren denken – meist<br />
nicht wirklich traumhaft gut. Und genau<br />
dieses haben die Sonisten bei der Planung<br />
ihres TA A 1 eben auch gedacht.<br />
Die Frage „welches Verstärkungs-IC<br />
darf’s denn sein?“ wäre in der Ingenieursrunde<br />
auf Entsetzen gestoßen. Nein, auf<br />
die Eingangsrelais durften allenfalls<br />
sogenannte Function-Feldeffekt-Transistoren<br />
folgen, die sich durch größtmögliche<br />
Röhrenähnlichkeit auszeichnen.<br />
Und dann ein Kohlekratz-Potentiometer<br />
oder eines der gängigen PGA-IC-<br />
Lautstärkesteller? Himmel hilf! In der<br />
Zwischenzeit gibt es mit dem MU-<br />
S<strong>ES</strong>72320 von New Japan Radio ja deutlich<br />
dynamikfreund lichere Vielbeiner.<br />
Und bei der A-1-Gelegenheit geben die<br />
Sony-Perfektionisten zu, dass sie an der<br />
Entwicklung dieses mit Kupfer-Rippen<br />
veredelten Käfers beteiligt waren. Und<br />
ganz klar, bei solch schönen Vorkreisen<br />
musste es mit Tube-like-Feldeffekt-<br />
Halbleitern weitergehen. Logisch, dass<br />
sie bei sehr hohem Ruhestrom in ihrem<br />
geschliffensten Arbeitsbereich laufen.<br />
An die FET-Treiber schließt sich eine Ge-<br />
Test<br />
Netzwerkspieler-Verstärker-Kombi<br />
Sony HAp Z 1 <strong>ES</strong> 2000 €<br />
Sony TA A 1 <strong>ES</strong> 2000 €<br />
www.audio.de ›02/2014<br />
13
Stereokombi › Netzwerkspieler & Verstärker<br />
gentakt-Endstufe an, die statt mit per se<br />
etwas unterschiedlichen Plus- und Minus-Typen<br />
für die obere und untere Seite<br />
mit identischen Feldeffekt-Transistoren<br />
arbeitet. Den erforderlichen zusätz lichen<br />
Gehirnschmalz haben die Japaner schon<br />
vor Jahrzehnten aufgebracht. Nun hieß<br />
es: Wenn schon, denn schon. Die vom<br />
Alt-Sonyaner Hiroshi Horinaga zum Patent<br />
angemeldete Schaltung bekam also<br />
noch eine schlaue Bias-Regelung. Bei<br />
praxisgerecht zurückgedrehter Lautstärke<br />
fährt sie den Ruhestrom mit Gefühl<br />
so weit hoch, dass die Endstufe im<br />
Kleinleistungs-Class-A-Modus laufen<br />
kann. Damit wird harter Klirr vermieden.<br />
Die <strong>AUDIO</strong>-Messungen beweisen es:<br />
Die Diagramme zeigen dann nichts anderes<br />
als pure Harmonie.<br />
Weitere Voraussetzungen für das günstige<br />
Bild: Bei der TA-A-1-Komposition<br />
durften die klanglich zweifelhaften Emitterwiderstände<br />
sowie die üblichen<br />
Hochfrequenz-unterdrückenden Ausgangs-Spulenfilter<br />
entfallen. Weil Sony<br />
überdies bei zwei reaktionsschnellen<br />
End-FETs pro Kanal blieb und auf Langsamkeit<br />
heraufbeschwörende Parallelschaltung<br />
mehrerer Endtöpfe verzichtete,<br />
gelang es, die Endstufe auf beachtliche<br />
Fixheit zu trimmen. Und<br />
darauf, dass die mit viel Strom agierende<br />
Gegenkopplung nachdrücklich<br />
wirken kann, ohne dass – wie<br />
bei trägeren Korrektur-Regelungen<br />
– <strong>neue</strong>, unangenehme Hochton-Sauigeleien<br />
entstehen.<br />
Die Kehrseite der Medaille: Extrakritische<br />
Boxen, die abundante Ströme fordern,<br />
mag der Sony nicht. Obwohl sich<br />
die Ingenieure beim Netzteil größte<br />
Mühe gaben. Der feiste Ringkern-Trafo<br />
steht mit 300 Watt Belastbarkeit bestens<br />
im Saft, und mit eigenen Gleichrichter-Dioden<br />
sowie je zwei Speicherelkos<br />
(HiTune-Nichicons mit je 12000µF) für<br />
beide Endstufen-Seiten hat Sony das<br />
Versorgungsfeld für 2000-Euro-Verhältnisse<br />
geradezu paradiesisch bestellt.<br />
1<br />
5<br />
Trotzdem: Im Hörraum benahm sich der<br />
TA A 1 <strong>ES</strong> ganz und gar nicht wie ein rustikaler,<br />
sondern eher wie ein sensibler<br />
Geist. Und zwar einer, der erst einmal<br />
gut eine Woche Zeit braucht, bis er aufblühen<br />
kann. Zunächst hieß es, der Sony<br />
klingt ordentlich-ausgeglichen, untenrum<br />
gefasst und oben für Halbleiterverhältnisse<br />
erstaunlich luftig und frei. Von<br />
Tag zu Tag legte der TA A1 <strong>ES</strong> aber nun<br />
noch zu. Klavierläufe stoben immer lebhafter,<br />
glanzvoller dahin, die Akkorde<br />
2<br />
4<br />
3<br />
Fotos: Julian Bauer, Archiv<br />
Sony HAP Z 1<br />
2000 Euro<br />
It's Not a Trick: Die DAC- und Ausgangsplatine (3) besitzt einen eigenen Trafo<br />
(1) samt separater Spannungs-Stabilisierung (2). Die Festplatte sitzt ganz vorn an der<br />
Frontplatte (4) und läuft absolut geräuschlos; auch den kleinen Lüfter darüber hört<br />
man in der Praxis nicht. Das Platinen-Sandwich in der Mitte (5) beherbergt im<br />
Untergeschoss den zentralen Prozessor, darüber den fürs DSD-Upsampling zuständigen<br />
SHARC-DSP. An der USB-Buchse (unteres Bild, Mitte) finden Erweiterungs-<br />
Festplatten Anschluss, wenn die interne HD voll ist.<br />
14 www.audio.de ›12/2013
Stereokombi › Netzwerkspieler & Verstärker<br />
Ausgezeichnet: Das Android-App<br />
läuft – hier auf einem Sony Xperia Tablet Z<br />
– sehr geschmeidig und ist weitestgehend<br />
selbsterklärend.<br />
Ästhetisch: Der „now playing“-Screen von<br />
App und Frontdisplay passt sich farblich an das<br />
Cover an. Mit einem Tipp auf den Zeitbalken<br />
springt man an die gewünschte Stelle.<br />
Gleich oder später: Berührt und hält<br />
man einen Eintrag, poppt ein Kontextmenü auf,<br />
das unter anderem Playlist-Funktionen und<br />
Metadaten-Korrekturen erlaubt.<br />
legten an Fülle, Wärme und feiner, länger<br />
ausschwingender Holzboden-Resonanz<br />
zu. So gewannen auch Stimmen<br />
mehr und mehr an Charme und Bedeutung.<br />
Neben zunehmend volleren Lippen<br />
wuchs sich vermeintliches Rouge<br />
zu gesunden roten Bäckchen aus.<br />
Was den Testern zunehmend gefiel,<br />
wurde für die Preisklassen-Kollegen zur<br />
mittleren Katastrophe. Herrje, wie oft<br />
hat sich ein Creek Destiny (4/07, 110<br />
Punkte) schon durchgesetzt. Ergo trat<br />
der Engländer auch wohlgemut gegen<br />
den Sony an, tönte schwungvoll, musikalisch.<br />
Aber auch deutlich einfacher gestrickt<br />
und etwas zu nudelig, während<br />
der Japaner distinguierter wirkte. Auf<br />
seine feine Art beließ er Bässe noch körperhafter-maseriger<br />
und die Höhen freier<br />
atmend. Und so bekam der Sony famose<br />
113 Punkte, mit noch etwas mehr<br />
Punch wären gar 115 drin gewesen!<br />
Eigenes Player-Konzept<br />
Die Sony-Ingenieure können es also noch.<br />
Stringent entwickelte, technisch spannende<br />
und klanglich perfekt abgestimmte Verstärker<br />
bauen zum Beispiel. Oder einen<br />
Netzwerkplayer, dessen Bedienkonzept<br />
völlig eigene Wege geht und dennoch mit<br />
jener Mischung aus Raffinesse und Reife<br />
überzeugt, die man von einem Sony-<strong>ES</strong>-<br />
Produkt erwartet: den HAP-Z1<strong>ES</strong>.<br />
Eigentlich ist der Z1 gar kein echter Netzwerkplayer,<br />
denn er spielt Musikdateien<br />
nur, wenn man sie zuvor auf seine integrierte<br />
Festplatte kopiert hat. Das klingt<br />
umständlich, wird aber durch „HAP Music<br />
Transfer“ vereinfacht: Nach der Installation<br />
auf Mac oder PC überwacht diese<br />
Software frei festlegbare Musik ordner<br />
und kopiert dort hinzukommende Alben<br />
automatisch zum Player, der dann die Sortierung<br />
nach Künstler, Album, Musikstil<br />
und so weiter selbst erledigt.<br />
Wer bereits vor der Anschaffung des Sony<br />
hunderte MB Musik angesammelt hat,<br />
wird dieses Konzept zunächst verwünschen,<br />
denn unabhängig davon, ob der Z1<br />
über (integriertes) WLAN oder Kabel mit<br />
dem Netzwerk verbunden ist, verläuft der<br />
Transfer großer Datenmengen eher zäh.<br />
Sobald der Player aber die initiale Fütterung<br />
verdaut hat, macht er die Umstände<br />
schnell vergessen, denn nun kann er seine<br />
Stärken zeigen: Die Sortierung ist präzise,<br />
lange Listen bauen sich blitzschnell auf,<br />
ohne die bei externen Servern meist unvermeidlichen<br />
Hänger. Musikprogramme<br />
beliebiger Größe und Anzahl lassen sich<br />
zusammenstellen, im laufenden Betrieb<br />
ändern, ergänzen oder speichern. Mit einem<br />
Finger-Wisch auf dem App können<br />
beliebige Stellen innerhalb eines Tracks<br />
angesteuert und einzelne Songs oder Radiosender<br />
mit einem Tipp zu Favoriten erklärt<br />
werden, die dann in einer eigenen<br />
Liste erscheinen. Als Zusatz-Sortierkriterium<br />
setzt der Z1 <strong>Sonys</strong> eigene SensMe-<br />
Algorithmen ein, die alle Songs nach<br />
Stimmung und Tempo in bestimmte Channels<br />
einordnen: Von „Morgens“ über<br />
„Entspannung“ und „Energisch“ bis „Mitternacht“<br />
lässt sich dann die passende<br />
Musik abrufen.<br />
In der Handhabung befindet sich der<br />
Sony-Player also auf Augenhöhe mit komfortablen<br />
Server-Systemen etwa von Sonos<br />
oder Raumfeld. Was ihm fehlt, ist deren<br />
integrierter Zugang zu Bezahl-Streamingdiensten<br />
wie Wimp, Spotify oder<br />
Napster. Dafür konzentriert sich der Z1<br />
umso mehr auf eine hoch- und höchstwertige<br />
lokale Musikbibliothek: Neben<br />
der auch sonst üblichen Dateiformat-Liste<br />
von AAC über FLAC bis WAV spielt und<br />
verwaltet der Player auch DSD-Dateien<br />
sowohl mit einfacher (2,8MHz) als auch<br />
doppelter Abtastrate (5,6MHz). Der treue<br />
Fan bekommt also die Gelegenheit, seine<br />
ÄuSSerst Patent:<br />
Über das Stellglied X wird der Bias in<br />
Abhängigkeit von der<br />
Lautstärkestellung reguliert.<br />
Vorteil: Auch bei etwas größeren<br />
Pegeln bleibt so der Class-A-<br />
Betrieb erhalten.<br />
www.audio.de ›02/2014<br />
15
Stereokombi › Netzwerkspieler & Verstärker<br />
Lieblingsplatten ein weiteres Mal zu kaufen<br />
– als DSD-Download. Ob wirklich viele<br />
diesem Ruf folgen werden, ist schon deshalb<br />
zweifelhaft, weil die DSD-Files keine<br />
höhere Auflösung als ihr Ursprungs-Medium<br />
transportieren: Sie entsprechen<br />
technisch den Stereo-DSD-Spuren der jeweiligen<br />
Super-Audio-CDs. Wer also etwa<br />
Santanas „Abraxas“ bereits als SACD<br />
im Regal hat, würde 25 Dollar (das ist der<br />
US-Preis, ein deutsches Angebot gab es<br />
bei Redaktionsschluss noch nicht) für eine<br />
Datei bezahlen, die er (identisch!) eigentlich<br />
schon besitzt, seinem <strong>neue</strong>n Harddisk-Player<br />
aber nicht zugänglich machen<br />
kann, weil sich SACDs nun mal – anders<br />
als CD und DVD-Audio – bis heute nur äußerst<br />
schwierig rippen, also mit dem PC<br />
auslesen lassen.<br />
Bei Neuerscheinungen oder Alben, die<br />
man nicht eh schon dreimal hat, liegt die<br />
psychologische Hürde niedriger. Die wichtige<br />
Aussage hinter der DSD-Fähigkeit ist,<br />
dass der Z1 wirklich alle HiRes-Spielarten<br />
beherrscht, der Suche nach der bestmöglichen<br />
Version eines bestimmten Albums<br />
also garantiert nie im Weg steht. Letztlich<br />
bringt der Z1 ohnehin jedes Quellmaterial<br />
– von MP3 bis hin zu 192/24er FLAC – als<br />
DSD zu Gehör, weil er PCM grundsätzlich<br />
mit seinem „DSD Remastering Engine“ in<br />
das hochfrequente Einbitformat up-sampelt<br />
und erst dann zwecks Wandlung seinen<br />
zwei erlesenen DAC-Chips (Burr-<br />
Brown PCM1795) zuführt.<br />
Der Vergleich mit konventionellen Netzwerkspielern<br />
wie dem Linn Sneaky DS<br />
versprach also spannend zu werden. Den<br />
Testern blieb dabei kaum Zeit, sich über<br />
das exzellente Bedien-App zu freuen (aktuell<br />
nur für Android, eine iOS-Version soll<br />
später folgen), dann fesselte der Z1 mit<br />
Sony TA A 1 <strong>ES</strong><br />
2000 Euro<br />
absolut in und völlig out: Um sicheren Kontakt zu den Lautsprechern<br />
herzustellen, braucht’s keine spitzen Finger mehr, sondern den bequemen Dreh mit<br />
der ganzen Hand. Dafür trat Sony die Biwiring-Klemmen und Recorder-Anschlüsse<br />
früherer Verstärker in die Tonne. Neben Buchsen für den Anlagen-Steuerverbund<br />
blieben nur die Cinch- und XLR-Ins übrig. Rechts Oben: Auf den Kühlkörper lassen<br />
sich jeweils die Anschlussbeinchen der Gegentakt-Ausgangstransistoren sowie des<br />
Bias-Regel-Kollegen erkennen. In der Mitte: Schutz- und Stabilisierungs-Bauteile.<br />
Messlabor Sony TA A 1 <strong>ES</strong> und HAP Z 1 <strong>ES</strong><br />
<strong>Sonys</strong> <strong>neue</strong>r TA A 1 buhlt trotz beachtlicher 2x120 Watt an<br />
4 Ohm (1, AK 47) weniger um Asbach-Transistorrekorde als<br />
um Harmonie in den modernsten, klangrelevanten Messdisziplinen.<br />
Bei praxisgerecht zurückgedrehtem Lautstärkesteller<br />
(und damit erhöhtem Class-A-Bereich) ähnelt der<br />
Klirrverlauf (2) einem Pentoden-Röhrenverstärker. An unterschiedlichen<br />
Lasten verhält sich der Sony-Amp bei sauber<br />
abgestuften Oberwellen konstant (3), was auf eine sensationell<br />
schnell agierende und somit nicht hörbar störende<br />
Gegenkopplung hinweist. Neben den sauberen Frequenzgängen<br />
mit günstigem Rolloff fällt beim HAP Z 1 der sagenhafte<br />
Rauschabstand (>115 dB) und Jitterarmut auf (148 ps).<br />
16<br />
www.audio.de ›02/2014
Stereokombi › Netzwerkspieler & Verstärker<br />
Fazit<br />
Johannes Maier<br />
<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />
Wenn Sony-Highend auch einige<br />
Jahre am Markt pausierte, so wurde<br />
die Arbeit in der Entwicklungs-Küche<br />
nicht eingestellt. Ganz im Gegenteil:<br />
Wie Klang und Messungen<br />
beweisen, haben die Ingenieure sich<br />
bei den <strong>neue</strong>n Komponenten nicht<br />
nur auf übliche Kochrezepte verlassen,<br />
sondern sich mit Bravour auf<br />
jüngste Erkenntnisse und Entwicklungen<br />
eingestellt. Das gilt in gleichem<br />
Maß für den TA-A1<strong>ES</strong> wie für<br />
den HAP-Z1<strong>ES</strong>.<br />
wuchtigem, großformatigem, ungeheuer<br />
detailreichem Klang ihre Aufmerksamkeit.<br />
Der prachtvolle Abbildungsmaßstab erinnerte<br />
tatsächlich an Sony-Großplayer der<br />
80er- und 90er Jahre, während der Schotte<br />
daneben zurückhaltender, kompakter,<br />
mit Stimmen aber mitunter auch organischer<br />
und entspannter spielte – was den<br />
Sony-Vorsprung wieder schmelzen ließ.<br />
Native DSD-Titel (20 davon sind auf der Sony-Festplatte<br />
bereits vorinstalliert) fielen<br />
dabei wie schon bei früheren Hörversuchen<br />
durch ihre etwas weichere, sonor-füllige<br />
Charakteristik auf, die dem PCM-basierten,<br />
vom Z1 in Echtzeit DSD-fizierten Vergleichsmaterial<br />
abging. Das war kein eindeutiger<br />
Qualitäts-, aber doch immerhin<br />
ein klarer Charakterunterschied.<br />
Wer über einen entsprechend arbeitenden<br />
Verstärker verfügt, sollte auf jeden Fall die<br />
symmetrischen Ausgänge verwenden,<br />
die sowohl am offiziellen Partner TA-A1<strong>ES</strong><br />
als auch am Referenz-Vollverstärker PA-<br />
3000HV von T+A echte Vorteile brachten<br />
– schließlich hat Sony nicht zum Spaß<br />
Wandlerchips und Ausgangsstufen in doppelter<br />
Ausführung auf der großen Audioplatine<br />
des Z1 verbaut. Aber auch außerhalb<br />
des Firmen-Umfelds, als wuchtiger<br />
Digital-Solitär für alle Formate, wird der<br />
HPA-Z1 nicht nur wohlwollende Freunde,<br />
sondern auch begeisterte Fans gewinnen.<br />
StecKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www.<br />
Listenpreis<br />
Garantiezeit<br />
Maße B x H x T<br />
Gewicht<br />
ANSCHLÜSSE<br />
Phono MM / MC<br />
Hochpegel Cinch / XLR<br />
Festpegel Eingang<br />
TapeOut<br />
Pre Out Cinch / XLR<br />
Kopfhörer<br />
FUNKTIONEN<br />
Aufnahmewahlschalter<br />
Klangregler / abschaltbar<br />
Loudness<br />
Besonderheiten<br />
Audiogramm<br />
.<br />
Phono MM/MC<br />
Klang<br />
Ausstattung<br />
Bedienung<br />
Verarbeitung<br />
KLANGURTEIL<br />
PREIS/LEISTUNG<br />
Sony<br />
TA A 1 <strong>ES</strong><br />
Sony<br />
0 30 / 58 58 12 345<br />
sony.de<br />
2000 Euro<br />
2 Jahre<br />
43 x 13 x 42 cm<br />
18 kg<br />
– / –<br />
4 / 1<br />
–<br />
–<br />
– / –<br />
• (m. Impedanzanp.)<br />
–<br />
–<br />
–<br />
Unnötiger Impedanzschalter,<br />
der beim<br />
Wechsel von 8 auf 4<br />
Ohm die Endstufen-Speisespannung<br />
halbiert.<br />
ÅFür Transistorverstärker<br />
ungewöhnlich lockere<br />
und luftige Höhen.<br />
Insgesamt ausgeglicher<br />
Wohlfühlklang.<br />
Í –<br />
–<br />
105<br />
gut<br />
sehr gut<br />
sehr gut<br />
113 Punkte<br />
überragend<br />
empfehlung<br />
Audiophiler Klang<br />
02/14<br />
StecKBRIEF<br />
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HAP Z 1<br />
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2000 Euro<br />
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43 x 13 x 42 cm<br />
15 kg<br />
anschlüsse<br />
Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–<br />
Analog In/Out<br />
– / 1 Cinch, 1 XLR<br />
USB / Firewire 1 x (Host) / –<br />
Digital In A<strong>ES</strong>/koax/optisch – / – / –<br />
Digital out A<strong>ES</strong>/koax/optisch – / – / –<br />
Netzwerk<br />
LAN, WLAN (802.11 b/g/n)<br />
Funktionen<br />
Display / OSD • / –<br />
Schneller Vor/Rücklauf • (FB und App)<br />
Erweiterte Playlists (Queue) • (speicherbar)<br />
Bluetooth/Airplay – / –<br />
Coveranzeige / -suche • (Display und App)/ –<br />
Radio FM/DAB/Internet – / – / • (vTuner)<br />
CD rippen / direkt abspielen – / –<br />
Musik-Dateiformate FLAC, WAV, WMA, AIFF,<br />
ALAC, ATRAC, MP3, AAC,<br />
DSD 64 u.128<br />
benötigter Server<br />
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Gapless<br />
•<br />
Steuerung via App<br />
•<br />
überträgt kpl. Playlist •<br />
Max. Auflösung bit/kHz. PCM 24/192, DSD 5,6MHz<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅKraftvoller, detailreicher<br />
Klang, tolle<br />
Abbildung.<br />
ÍKeine digitalen Einoder<br />
Ausgänge.<br />
Klang lossless 115<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil<br />
Preis/Leistung<br />
115 Punkte<br />
sehr gut<br />
empfehlung<br />
Bedienkonzept<br />
02/14<br />
www.audio.de ›02/2014 17
Lautsprecher › KompaktBOXEN<br />
Test<br />
Kompak unter 1000 Euro mit enormen Gegenwert.<br />
dynaudio excite x14 990 €<br />
Monitor Audio Silver 2 950 €<br />
phonar veritas m4 next 900 €<br />
18 www.audio.de ›02/2014
Lautsprecher › KompaktBOXEN<br />
Diese Kompaktboxen von Dynaudio, Phonar und Monitor Audio<br />
eint ein überragendes Preis-Leistungsverhältnis. Sie tönen dabei<br />
erwachsener und edler als so mancher Standlautsprecher. Eine<br />
Kompakte entpuppt sich sogar als Sensation.<br />
■ Test: Alexandros Mitropoulos<br />
Nach dem Vergleichstest der<br />
700€-Kompakten in Ausgabe<br />
1/14 schien eine Frage besonders<br />
angebracht: Bieten 200-300 Euro<br />
teurere Modelle womöglich einen<br />
noch größeren klanglichen Gegenwert?<br />
Wo fängt wirklich gutes HiFi<br />
an? Oder, lohnt sich der Aufpreis in<br />
dieser Preisklasse überhaupt nicht?<br />
Schließlich entpuppten sich Lautsprecher,<br />
wie die Nubert nuLine 34, die<br />
Canton SLS 720 oder die Epos Epic 2<br />
als wirklich klangstarke Preis-Leistungsknüller.<br />
An den aktuellen Vergleichstest von<br />
Kompaktboxen um 1000 Euro gingen<br />
die Tester aus diesem Grund mit besonders<br />
großen Engagement heran.<br />
Dynaudio überarbeitete seine enorm<br />
erfolgreiche Excite <strong>Serie</strong> – die X14<br />
stellt den kleinsten Ableger dar. Doch<br />
dank einer aufwendigen Gehäusekonstruktion<br />
und hervorragenden, selbstentwickelten<br />
Chassis dürfte sie durchaus<br />
auch deutlich größeren Modellen<br />
Paroli bieten. Und dann darf man die<br />
Engländer von Monitor Audio nicht<br />
vergessen. Denn die möbelten ihre<br />
Silver-<strong>Serie</strong> auf. Die <strong>neue</strong>n Lautsprecher<br />
sollen deutlich audiophiler abgestimmt<br />
sein als die ohnehin schon<br />
starken Vorgänger-Modelle. Ob das<br />
für Kompaktlautsprecher enorm große<br />
Gehäuse der Silver 2 zu einem aussagekräftigen<br />
Bass führt (den man<br />
bei der kleineren Silver 1 vermisste,<br />
siehe letztes Heft), oder sich dadurch<br />
vielleicht Probleme in der Aufstellung<br />
ergeben, muss jedoch der Hörtest<br />
klären. Zum Schluss wäre dann noch<br />
die M4 Next aus Phonars Veritas-<strong>Serie</strong>.<br />
Die Tester können sich noch sehr<br />
gut an die Standlautsprecher des<br />
deutschen Herstellers erinnern, die<br />
den <strong>AUDIO</strong>-Hörraum im Lauf des<br />
letzten Jahres beglückten. So liegen<br />
auch die Erwartungen an die kleinste<br />
Veritas entsprechend hoch.<br />
Eines sei verraten: Im Test konnte<br />
sich vor allem ein Lautsprecher durchsetzen,<br />
und damit den anderen die<br />
Show stehlen. Einerseits durchaus<br />
sensationsverdächtig, anderseits<br />
schade, denn die eingangs gestellte<br />
Frage – ob der Aufpreis auch klangliche<br />
Vorteile mitbringt – konnten in<br />
Wirklichkeit alle drei Lautsprecher in<br />
diesem Test mühelos beantworten.<br />
Fotos: Archiv, MPS<br />
Fotos: Julian Bauer, MPS, Archiv<br />
www.audio.de ›02/2014<br />
19
Lautsprecher › KompaktBOXEN<br />
Dynaudio<br />
excite x14 990 EURO<br />
Da sich das gleiche Dynaudio-<br />
Team für die Entwicklung aller<br />
Lautsprecher kümmert, profitieren<br />
auch die preiswerteren Modelle – exemplarisch<br />
erkennbar an den hervorragenden<br />
Boxen der günstigen Excite-<strong>Serie</strong>.<br />
Doch anscheinend bestand noch<br />
Steigerungspotential, denn vor kurzem<br />
präsentierten die Dänen die <strong>neue</strong> Excite-<br />
<strong>Serie</strong> – unter anderem die Kompakte X14.<br />
Sie löst damit die X12 ab, und wirkt in einer<br />
ersten Begutachtung deutlich edler<br />
als ihre etwas grobgeschnittene Vorgängerin.<br />
Doch viel interessanter als ihr Äußeres<br />
zeigen sich ihre inneren Werte.<br />
Dynaudio kocht auch bei der X14 nach eigenem<br />
Rezept: Für die Schwingspulen<br />
des Woofers und des Tweeters nutzen<br />
die Dänen keinen Kupfer-, sondern Aluminium-Draht.<br />
Die leichtere und weniger<br />
wärmespeichernde Alu-Konstruktion<br />
soll eine präzisere Wiedergabe von Impulsen<br />
ermöglichen als übliche Kupfer-<br />
Exemplare. Für die Membran des langhubigen<br />
Tiefmitteltöners kommt ein Ei-<br />
gengewächs aus Magnesium-Silikat-Polymer<br />
zum Einsatz, das Steifigkeit mit einer<br />
hohen inneren Dämpfung vereinen<br />
soll. Etwas höher im kleinvolumigen,<br />
dank zahlreicher Verstrebungen enorm<br />
stabilen Gehäuse sitzt der Hochtöner mit<br />
Dynaudio-typischer Ferrofluidkühlung.<br />
Die 27mm-Gewebekalotte erhielt eine<br />
Beschichtung aus geheimen Material,<br />
die die Dämpfung der Kalotte minimieren<br />
und die Schallausbreitung linearisieren<br />
soll. Nun, Top-Secret-Material hin<br />
oder her: Die kleine Dynaudio bildete<br />
Stimmen spritzig-frisch ab und der komplette<br />
Mitteltonbereich wirkte wie aus<br />
einem Guss. Der Hochton lieferte viele<br />
Details, was auch zu einer authentischen,<br />
großen Bühnenabbildung führte – größer<br />
als man es der Kleinen zutrauen würde.<br />
Etwas näher an die Wand gestellt, gewann<br />
der Bass an Volumen und Präsenz,<br />
was den stimmigen Gesamteindruck<br />
noch deutlicher herausstellte.<br />
Leichter: Dynaudio setzt konsequent auf<br />
Alu – auch für den strömungsoptimierten Korb.<br />
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Vertrieb<br />
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Furnier/Folie/Lack<br />
Farben<br />
Arbeitsprinzipien<br />
Raumanpassung<br />
Besonderheiten<br />
Audiogramm<br />
Neutralität (2x)<br />
Detailtreue (2x)<br />
Ortbarkeit<br />
Räumlichkeit<br />
Feindynamik<br />
Maximalpegel<br />
Bassqualität<br />
Basstiefe<br />
Verarbeitung<br />
KLANGURTEIL<br />
PREIS/LEISTUNG<br />
Raum und<br />
aufstellung<br />
Raumgröße<br />
M<br />
K<br />
Akustik<br />
T<br />
Gerne auch wandnah, und<br />
gerade aufstellen. Abstand der<br />
Boxen zueinander min. 2m.<br />
Hörabstand etwa 2-2,5m.<br />
Dynaudio<br />
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• / – / •<br />
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Furniere: Nussbaum, Rosenholz<br />
2 Wege, Bassreflex<br />
–<br />
–<br />
ÅEnorm präziser Mittehochtonbereich,<br />
authentische<br />
Bühnenabbildung.<br />
Í Freistehend etwas schlanker<br />
Bass.<br />
80<br />
80<br />
80<br />
85<br />
85<br />
80<br />
80<br />
75<br />
überragend<br />
81 Punkte<br />
sehr gut<br />
A<br />
Aufstellung<br />
W<br />
D<br />
G<br />
H<br />
Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />
auf Seite 134.<br />
F<br />
Messlabor<br />
Auf Achse gemessen zeigt sich der Frequenzverlauf<br />
(1) ausgewogen, ohne größere<br />
Auffälligkeiten. Der Bass fällt zwar recht<br />
früh ab, verzichtet aber auf die typische<br />
100Hz-Betonung anderer Kompakter. 30<br />
Grad seitlich fällt der Hochton etwas ab.<br />
Vorbildliche Klirrmessung (2) bis 95dB, danach<br />
stößt der Tiefmitteltöner an seine<br />
Grenzen. Bei 100dB tritt Klirr vor allem im<br />
Bass stärker in den Vordergrund. AK=77<br />
Dynaudio Excite X14<br />
Frequenzgang<br />
100 dB<br />
axial 10*hoch 30*seitl.<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
50 dB<br />
10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />
Dynaudio Excite X14 Pegel- & Klirrverlauf<br />
110 dB<br />
85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />
100 dB<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
50 dB<br />
20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />
20<br />
www.audio.de ›02/2014
Lautsprecher › KompaktBOXEN<br />
Phonar<br />
veritas m4 next ab 900 EURO<br />
Die Standlautsprecher aus Phonars<br />
Veritas-Reihe konnten sich<br />
in den entsprechenden <strong>AUDIO</strong>-<br />
Tests (P4 in 8/12, P6 in 9/12) bewähren.<br />
Nun muss die M4 Next zeigen, dass<br />
man im norddeutschen Tarp auch Kompaktboxen<br />
entwickeln und bauen kann.<br />
Die kleinste Veritas bedient sich, wie ihre<br />
großen Geschwister auch, an Konstruktionsdetails<br />
der highendigen Credo-<br />
Reference-<strong>Serie</strong>. Am auffälligsten dürfte<br />
wohl das um fünf Grad nach hinten<br />
geneigte Gehäuse sein. Diese kleine Anwinkelung<br />
ergibt gleich zwei akustische<br />
Vorteile: Durch die asymmetrische Form<br />
treten im Gehäuseinneren weniger stehende<br />
Wellen auf. Die leicht versetzte<br />
Anordnung der Chassis hilft den Entwicklern<br />
außerdem, ein phasenrichtiges<br />
Zusammenspiel der beiden Treiber zu erreichen.<br />
Was wiederum Detailreichtum<br />
und das Timing fördern soll. Gehäuse<br />
und Weichen entstehen in Handarbeit in<br />
Tarp. Bei den Chassis setzen die Ent-<br />
Steckbar: Der Hochton wird je nach<br />
Stellung des Jumpers etwas abgeschwächt.<br />
wickler indes auf hochkarätige Zulieferer:<br />
Der 16-Zentimeter-Tiefmitteltöner<br />
kommt von Peerless, der 27mm-Tweeter<br />
von Scan Speak. Die Rechnung aus<br />
einem durchdachtem Gehäuseaufbau,<br />
kombiniert mit qualitativ hochwertigen<br />
Treibern (samt ebenso edler Weichen)<br />
ging voll und ganz auf: Die Kompaktbox<br />
spielte in jeder Lage, ob bei niedrigen<br />
oder hohen Pegeln, stets neutral und<br />
herrlich-ausgewogen. Ob feinste Klavierläufe,<br />
spritzige Gitarrenriffs, oder<br />
eben brachiale Trommel-Kanonaden:<br />
Die Kompaktbox aus Tarp schien selbst<br />
anspruchsvollste Passagen vollkommen<br />
mühelos zu bewältigen. Die Abbildung<br />
geriet nie analytisch oder nüchtern, sondern<br />
wirkte unangestrengt und überzeugend-realistisch.<br />
Die Tester grübelten<br />
sehr lange, doch zum Schluss waren<br />
sich alle einig: In diesem Preisbereich<br />
spielt keine andere Kompaktbox auf<br />
dem Niveau der Veritas M4 Next. Phonar,<br />
Hut ab – bitte mehr davon!<br />
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Detailtreue (2x)<br />
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Raumgröße<br />
M<br />
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D<br />
Testsieger<br />
Kompaktboxen<br />
Phonar<br />
veritas m4 next<br />
Phonar<br />
0 46 38 / 89 24 0<br />
phonar.de<br />
ab 900 Euro<br />
5 Jahre<br />
20 x 30 x 28 cm<br />
11 kg<br />
• / – / •<br />
Seidenmatt: Schwarz, Silber.<br />
Hochglanz Schwarz od. Weiss.<br />
Furnier: Kirsche, Nussbaum.<br />
2 Wege, Bassreflex<br />
Via Steckfeld<br />
–<br />
ÅVollkommen neutraler Klang,<br />
sehr breite,tiefe und natürliche<br />
Abbildung, hervorrande Verarbeitung.<br />
Í –<br />
85<br />
85<br />
85<br />
85<br />
85<br />
80<br />
80<br />
80<br />
überragend<br />
83 Punkte<br />
überragend<br />
G<br />
H<br />
Mindestens 40cm von der<br />
Rückwand entfernt. Im<br />
Normalfall direkt auf die Ohren<br />
richten. Hörabstand ab 2m.<br />
Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />
auf Seite 134.<br />
F<br />
02/14<br />
Messlabor<br />
Die Frequenzgangmessung der M4 zeigte<br />
einen sehr linearen Verlauf (auf Achse gemessen).<br />
Selbst 30 Grad seitlich, noch<br />
hervorragend ausgewogen (1). Lila zeigt<br />
die Wirkung des Klangstellers, der einen<br />
milden, ab 2kHz eintretenden Abfall bewirkt.<br />
Musterhaftes Wasserfallspektrum<br />
(o. Abb.). Nahezu perfekte Klirrmessung<br />
(2): Selbst bei 100dB (1) im Grunde genommen<br />
überhaupt kein Klirr. AK=66.<br />
110 dB<br />
100 dB<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
Phonar Akustik Veritas m4 Pegel- next & Klirrverlauf<br />
85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />
50 dB<br />
20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />
www.audio.de ›02/2014 21
Lautsprecher › KompaktBOXEN<br />
Monitor Audio<br />
Silver 2 ab 950 EURO<br />
Monitor Audios <strong>neue</strong> Silver-Reihe<br />
besteht unter anderem aus<br />
zwei Kompakten. Der kleinsten,<br />
Silver 1, fühlte <strong>AUDIO</strong> bereits im<br />
letzten Heft auf den Zahn. Gute Nachrichten:<br />
Die 780€-Box tönte stets angenehm<br />
und detailreich. Die Silver 2 geht<br />
als größtes Bookshelf-Modell an den<br />
Start. Wobei die Bezeichnung „Regallautsprecher”<br />
eine Untertreibung wäre.<br />
Die Engländerin protzt mit ihrem wuchtigen<br />
Gehäuse, und dürfte sich daher<br />
auf Boxenständern am wohlsten fühlen.<br />
Egal, das große Gehäuse-Volumen stellt<br />
für den 20er-Tiefmitteltöner jedenfalls<br />
den idealen Arbeitsplatz dar. Schließlich<br />
trimmten die Entwickler ihn auf einen<br />
hohen Wirkungsgrad, bei möglichst geringem<br />
Klirr – exemplarisch an der überdimensionierten<br />
Schwingspule oder<br />
dem strömungsoptimierten Chassis erkennbar.<br />
Einprägungen auf der Membranoberfläche<br />
sollen zudem das Abstrahlverhalten<br />
linearisieren und nebenbei eine<br />
größere Nutzfläche erzeugen. Ein<br />
Stockwerk höher trifft man auf einen alten<br />
Bekannten: Der belüftete Tweeter<br />
kommt auch in der Silver 1 zum Einsatz.<br />
Die Übergangsfrequenz von Woofer zu<br />
Hochtöner liegt gegenüber der kleineren<br />
Schwester jedoch etwas niedriger,<br />
bei zwei Kilohertz (Silver 1= 3kHz).<br />
Wahrscheinlich lag es daran: Im Präsenzbereich<br />
wirkte die Silver 2 dann<br />
doch einen Hauch natürlicher als ihr kleineres<br />
Pendant. Der Gesang bei „Spanish<br />
Harlem” (Chesky) rückte stärker in<br />
den Vordergrund und tönte stets präzise-akzentuiert.<br />
Ein-zwei Register weiter<br />
unten imponierte der tiefe, trockene und<br />
druckvolle Bass, der nur bei wandnaher<br />
Aufstellung etwas ins Schwanken geriet.<br />
Insgesamt klang die Silver 2 ausgewogen,<br />
luftig im Hochton und – nach wenigen<br />
Tagen Einspielzeit – in der Raumdarstellung<br />
feinstrukturiert und natürlich.<br />
Fazit<br />
Alexandros Mitropoulos<br />
<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />
Keine Frage: Dynaudios Excite X14<br />
bietet einen enorm hohen Gegenwert<br />
und ihrer Vorgängerin in jeglicher<br />
Hinsicht überlegen. Die Silver<br />
2 von Monitor Audio trat zwar imposant<br />
auf, bildetet aber stets locker<br />
und enorm sauber ab – auch<br />
eine tolle Box. Aber sorry ihr zwei:<br />
Die Phonar ist mein absoluter Favorit<br />
und im Moment die beste Sub-<br />
1000€-Kompakte, die ich kenne.<br />
StecKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www.<br />
Listenpreis<br />
Garantiezeit<br />
Maße B x H x T<br />
Gewicht<br />
Furnier/Folie/Lack<br />
Farben<br />
Arbeitsprinzipien<br />
Raumanpassung<br />
Besonderheiten<br />
Audiogramm<br />
ÅDruckvoll-neutraler Bass,<br />
detailreicher Mittelhochton,<br />
ausgewogene Abbildung.<br />
Í –<br />
Neutralität (2x)<br />
Detailtreue (2x)<br />
Ortbarkeit<br />
Räumlichkeit<br />
Feindynamik<br />
Maximalpegel<br />
Bassqualität<br />
Basstiefe<br />
Verarbeitung<br />
KLANGURTEIL<br />
PREIS/LEISTUNG<br />
Raum und<br />
aufstellung<br />
Raumgröße<br />
M<br />
K<br />
Akustik<br />
T<br />
Monitor Audio<br />
Silver 2<br />
Monitor Audio Deutschland<br />
0 20 56 / 59 54 64 0<br />
monitoraudio.de<br />
950 Euro<br />
5 Jahre<br />
23 x 37,5 x 30 cm<br />
9,7 kg<br />
• / – / •<br />
Schwarz, Weiß, Furnier: Esche<br />
schwarz od. hell, Nussbaum,<br />
Rosenholz.<br />
2 Wege, Bassreflex<br />
–<br />
–<br />
85<br />
80<br />
80<br />
80<br />
80<br />
85<br />
80<br />
80<br />
sehr gut<br />
81 Punkte<br />
sehr gut<br />
A<br />
Aufstellung<br />
W<br />
D<br />
G<br />
H<br />
Am ausgewogensten bei 45<br />
Grad, und mit ausreichend<br />
Platz zu den Seiten. Freistehende<br />
Aufstellung optimal.<br />
Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />
auf Seite 134.<br />
F<br />
Messlabor<br />
Bis auf eine leichte Bassanhebung und einer<br />
schmalbandigen Welligkeit um 3kHz<br />
zeigt sich der Frequenzverlauf auf Achse<br />
gemessen, ausgewogen (1). 30 Grad seitlich<br />
fällt der Frequenzgang früh ab, was<br />
bei der Aufstellung berücksichtig werden<br />
muss. Das Wasserfallspektrum zeigt bei<br />
4kHz eine ausgeprägte Resonanz (o.Abb.).<br />
Klirr bei 95dB hervorragend niedrig (2), erst<br />
ab 100dB auffälliger im Bass. AK=60.<br />
100 dB<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
Monitor Audio Silver 2<br />
Frequenzgang<br />
axial 10*hoch 30*seitl.<br />
50 dB<br />
10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />
Monitor Audio Silver 2 Pegel- & Klirrverlauf<br />
110 dB<br />
85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />
100 dB<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
50 dB<br />
20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />
22<br />
www.audio.de ›02/2014
Kombinations-Tipp<br />
Lautsprecher › Subwoofer<br />
Velodyne Wi-Q 10 980 EURO<br />
■ Test: Alexandros Mitropoulos<br />
Egal, ob eine HiFi-Anlage auf Stereo-,<br />
oder auf Mehrkanal-Wiedergabe<br />
getrimmt wurde: Sobald man sich<br />
einen enorm tiefen und druckvollen Bass<br />
wünscht, kann das eigentlich nur noch ein<br />
Subwoofer erfüllen. Doch die Idee meterlange<br />
Kabelstrippen zum Basswürfel hin<br />
zu verlegen, gefällt nicht jedem. Subwoofer-Experte<br />
Velodyne liefert mit dem Wi-<br />
Q 10 eine Lösung, die kabellos mit 2,4GHz-<br />
Funk arbeitet. Dafür zapft ein kleines Sende-Kästchen<br />
(„WiConnect”) das Signal<br />
am Sub-Out eines Receivers oder dem<br />
Pre-Out eines Vollverstärkers ab. Um<br />
eventuellen Störungen auszuweichen,<br />
bietet die Velodyne-Anlage gleich vier<br />
Sende-Frequenzen zur Wahl an.<br />
Nach der Wandlung schickt der WiConnect<br />
die Musik an den Wi-Q 10, der sie<br />
mit seinem integrierten Empfänger dankend<br />
annimmt. Die Kabelfrage und die damit<br />
verbundenen Aufstellungskompromisse<br />
dürften damit der Vergangenheit<br />
angehören. Zur groben Anpassung an<br />
den Aufstellort dienen vier per Fernbedienung<br />
schaltbare Phasen-Einstellungen.<br />
Viel mehr leistet jedoch die automatische<br />
Einmessfunktion: Dafür stöpselt man ein<br />
kleines (im Lieferumfang enthaltenes)<br />
Mikro in den dafür vorhergesehenen Eingang,<br />
positioniert dieses am Hörplatz,<br />
und startet das Prozedere in dem man lange<br />
die „EQ”-Taste auf der Fernbedienung<br />
drückt. Einige Sweep-Töne später analysiert<br />
der Wi-Q 10 die aufgenommenen<br />
Daten, und passt seine System-Einstellungen<br />
entsprechend an. Dann kann das<br />
nach vorne abstrahlende 25er-Chassis<br />
optimal arbeiten, das dank massiver Treiber-Konstruktion<br />
selbst größere Hubbewegungen<br />
bewältigen dürfte. Ein Reflexsystem<br />
(mit Öffnung am Gehäuseboden)<br />
unterstützt das Ganze zusätzlich.<br />
Der Velodyne stieg während des Hörtests<br />
enorm tief in den Basskeller: Im Duett mit<br />
der Dynaudio Excite X14 oder der Monitor<br />
Audio Silver 2 gewannen Bassdrums an<br />
Autorität, Kontrabässe wirkten voluminöser.<br />
Einzig die Abstimmung der idealen<br />
Grenzfrequenz entpuppte sich wegen der<br />
schmalbandigen Abstimmung (siehe<br />
Messlabor) als etwas knifflig. War die optimale<br />
Stellung aber gefunden (im AU-<br />
DIO-Hörraum lag diese bei 80Hz) beeindruckte<br />
die präzise und sehr schnelle Ansprache<br />
des Subs. Selbst bei rabiateren<br />
Impulsen blieb der Velodyne dann stets<br />
Herr der Lage – ob im präzisionsbetonten<br />
Stereo- oder im kraftzehrenden Heimkinoeinsatz.<br />
Kein stress: Um<br />
Problemen mit anderen<br />
Funkern im Haus aus<br />
dem Weg zu gehen,<br />
sind vier verschiedene<br />
Sende-Frequenzen<br />
auswählbar.<br />
StecKBRIEF<br />
Velodyne<br />
wi Q10<br />
Vertrieb<br />
Audio Reference<br />
040 / 53 32 03 59<br />
www.<br />
audio-reference.de<br />
Listenpreis<br />
980 Euro<br />
Garantiezeit<br />
2 Jahre<br />
Maße B x H x T<br />
38,7 x 44 x 43,2 cm<br />
Gewicht<br />
18,2 kg<br />
Furnier/Folie/Lack – / • / –<br />
Farben<br />
Esche schwarz<br />
Arbeitsprinzip<br />
Reflexsystem, 1 Chassis<br />
Ausstattung<br />
Standby-Automatik •<br />
Phase Invers/regelb. – / • (vierstufig)<br />
Fernbedienung<br />
•<br />
Raumanpassung •<br />
Input Cinch/XLR/LS • / – / •<br />
Output Cinch/XLR/LS • / – / •<br />
Hochpassweiche •<br />
Besonderheiten<br />
2,4GHz-Übertragung,<br />
Einmessfunktion<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅKraftvoller und präziser<br />
Bass, stabile Funkübertragung,<br />
hohe Pegelreserven.<br />
Í Etwas knifflig, die optimale<br />
Übergangsfrequenz<br />
zu finden.<br />
Klang Musik 85<br />
Klang Film 85<br />
Ausstattung/Bedienung sehr gut/ sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil<br />
Preis/Leistung<br />
85 Punkte<br />
sehr gut<br />
Messlabor<br />
Der Velodyne-Subwoofer filter in Richtung<br />
höherer Frequenzen extrem wirksam<br />
(1), so dass keine störenden Überlagerungen<br />
im Mittelton entstehen. Bezogen<br />
auf -3dB liegt die untere Grenzfrequenz<br />
bei 40Hz, was angesichts der<br />
Größe eher mittelmäßig erscheint. Der<br />
höchste Pegel beträgt 107dB. Stromverbrauch<br />
im Standby: 0,4W. Der Klirr (2)<br />
liegt selbst bei 100dB niedrig.<br />
Velodyne Q10BVE<br />
Frequenzgang<br />
100 dB<br />
Groundplane fmin fmax<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
50 dB<br />
10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kH<br />
Velodyne Q10BVE<br />
Pegel- & Klirrverlauf<br />
110 dB<br />
85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />
100 dB<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
50 dB<br />
20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />
www.audio.de ›02/2014 23
HiFi Stereo › kopfhörerverstärker<br />
Aber bitte mit Sahne<br />
Diese fünf Kopfhörerverstärker versuchen mit originellen Schaltungen ganz <strong>neue</strong><br />
Akzente zu setzen. Technischer Overkill, oder bringt diese Experementierfreude<br />
vielleicht doch den ein oder anderen Leckerbissen hervor ?<br />
■ Test: Alexandros Mitropoulos<br />
24 www.audio.de ›02 /2014
HiFi Stereo › kopfhörerverstärker<br />
Die vier Protagonistinnen erleiden<br />
in Udo Jürgens Schlagerklassiker<br />
„Aber bitte mit Sahne” ein<br />
fatales Ende. Der Grund: Bei ihrem täglichen<br />
Treffen in der Konditorei verlangen<br />
sie stets nach einer Extraportion Sahne<br />
zu ihren Kaffee und Kuchen. Der Song<br />
endet mit den Worten „Nimm doch mal<br />
´nen Keks...”, und schlägt auf etwas makabere<br />
Art eine gesündere Ernährung<br />
vor. Doch was für Süßigkeiten vielleicht<br />
gilt, muss noch lange nicht für Schaltungen<br />
von HiFi-Geräten zutreffen. Denn<br />
gerade das gewisse technische Etwas<br />
hilft diesen fünf Kopfhörerverstärkern,<br />
sich von der breiten Masse abzuheben.<br />
Der Cayin nutzt einen ausgefuchsten Hybrid-Aufbau<br />
mit zwei Miniatur-Trioden,<br />
und kombiniert diesen mit einem modernen<br />
USB-DAC. Der kleine AMI geht noch<br />
einen digitalen Schritt weiter, und verzichtet<br />
beinahe komplett auf eine analoge<br />
Eingangssektion – bietet dafür dank<br />
USB-UAC2-Standard die Möglichkeit,<br />
auch von einem iPhone oder iPad Musik<br />
zu empfangen. Der Sennheiser HDVA<br />
600 und der M2Tech Marley pfeifen<br />
gänzlich auf äußerliche Features. Der eine<br />
baut auf einer konsequent symmetrischen<br />
Schaltung auf, der andere nutzt<br />
gleich zwei (!) eigenständige, separate<br />
Stereo-Class-A-Verstärker. Und vielleicht<br />
klingen die beiden gerade wegen ihres<br />
inneren Reichtums derart highendig.<br />
Apropos: Der Bakoon übertrifft mit seiner<br />
einzigartigen Technik, die auf stromgekoppelten<br />
OPs basiert, alles was AU-<br />
DIO je an Kopfhörerverstärkern getestet<br />
hat! Also lautet die Quintessenz hier<br />
wohl : Sahne? Ja, bitte!<br />
Test<br />
Kopfhöreramps mit dem gewissen Etwas<br />
AMI Musik DDH-1 590 €<br />
Bakoon Satri HPA-21 3000 €<br />
Cayin HA-3 1000 €<br />
M2Tech Marley 1000 €<br />
SenNheiser HDVA 600 1400 €<br />
Fotos: Julian Bauer, Archiv<br />
www.audio.de ›02/2014<br />
25
HiFi Stereo › kopfhörerverstärker<br />
cayin Ha-3 1000 Euro<br />
Der zwar schon etwas betagte<br />
Cayin HA-1A zählt bei <strong>AUDIO</strong><br />
auch heute noch zu den beliebtesten<br />
Kopfhörerverstärkern. Im Test<br />
(<strong>AUDIO</strong> 12/10) sorgten seine zwei EL84-<br />
Röhren, die im Eintaktbetrieb etwa zwei<br />
Watt ausgeben, für einen enorm feinstrukturierten<br />
und dynamischen Klang<br />
(erst recht im schaltbaren Triodenbetrieb).<br />
Eine vierstufige Impedanzanpassung<br />
erlaubt außerdem die perfekte Abstimmung<br />
des HA-1 an den angeschlossenen<br />
Kopfhörer. Summa summarum<br />
ein tolles Gerät, das zu allem Überfluss<br />
auch noch sehr edel aussieht, als Vorstufe<br />
und sogar als Kleinleistungs-Vollverstärker<br />
dienen kann.<br />
Nun wollen die Cayin-Entwickler noch<br />
eins draufsetzen. Der <strong>neue</strong> HA-3 geht<br />
einen ganz anderen, modernen Weg<br />
und signalisiert das ganz klar mit seinem<br />
knallroten, präzise verarbeiteten Gehäuse.<br />
Auch der USB-Eingang deutet an,<br />
was Sache ist : Auf Wunsch fungiert der<br />
Cayin als vollwertiger D/A-Wandler, der<br />
via USB Signale von PC und Mac mit einer<br />
Auflösung von bis zu 192 Kilohertz<br />
bei 24 Bit verarbeitet. Die Samplingrate<br />
des anliegenden Datenstroms zeigen<br />
sechs winzige, in die massive Frontplatte<br />
eingelassene LEDs an. Beim DAC-<br />
Chip setzt man auf Bewährtes von Burr-<br />
Brown, auf den so rausch- wie klirrarmen<br />
Spitzen-Konverter PCM 1792.<br />
Der eigentliche Clou des HA-3 versteckt<br />
sich jedoch in seiner Analogschaltung.<br />
Hier vertraut Cayin den eigenen Stärken<br />
und kombiniert klassische Röhren- mit<br />
moderner Transistor-Technik. Das Ergebnis<br />
ist eine Hybridschaltung aus zwei<br />
russische Miniatur-Doppeltrioden vom<br />
Typ 6N16B und MOSFETs, die in reinem<br />
Class-A arbeitet. Während des Hörtests<br />
beeindruckte die<br />
enorm saubere Abbildung<br />
des HA-3: Die Tester<br />
konnten die unzähligen, teilweise wirrübereinander-spielenden<br />
Percussion-Instrumente<br />
bei Hiroshi Fukumuras „Hunt<br />
Up Wind” (vom gleichnamigen Album)<br />
spielend auseinander halten. Doch bei<br />
aller Detailzeichnung und Präzision: Die<br />
Bühnen-Abbildung wirkte stets stimmig<br />
und nie unharmonisch oder gar zerklüftet.<br />
Eine leichte Präsenzbetonung schien<br />
der Grund für diese Darstellung zu sein.<br />
Das merkten die Tester beispielsweise<br />
bei „Sister“ von den Black Keys („El Camino“):<br />
Der Gesang tönte etwas frischer<br />
als sonst, stand auf der Bühne ein wenig<br />
weiter vorne; Gitarren besaßen eine<br />
Kombiniert: Die in Class A werkelnde<br />
Hybridschaltung des HA-3 kombiniert zwei<br />
Doppeltrioden mit Mosfet-Transistoren.<br />
prägnantere Attacke.<br />
Doch es handelte sich immer nur um<br />
Nuancen, die zu einem herrlich direkten<br />
Klang führten. Der Tieftonbereich wirkte<br />
enorm stringent und der HA-3 wandelte<br />
auch anspruchsvollere Passagen<br />
(Beispiel: „Boomerang” von Marcus<br />
Miller) druckvoll-trocken und mit beachtlicher<br />
Präzision. Die Kombination aus<br />
Basskontrolle und der direkteren Art im<br />
Mittelhochton ergab einen mitreißendenen<br />
und in sich stimmigen Klang.<br />
StecKBRIEF<br />
cayin<br />
ha-3<br />
Vertrieb<br />
Cayin<br />
0 61 74 / 25 97 88 0<br />
www.<br />
cayin.com<br />
Listenpreis<br />
1000 Euro<br />
Maße B x H x T<br />
18 x 6,8 x 29 cm<br />
Gewicht<br />
3 kg<br />
anschlüsse<br />
Hochpegel Cinch / XLR 1 / –<br />
Digital-Eingänge –<br />
USB-Eingang<br />
•<br />
Pre Out –<br />
Kopfhörer-Ausgang 2 (6,3mm-Stereoklinke)<br />
Besonderheiten<br />
Hybrid-Schaltung<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅDruckvoller, sehr präziser<br />
Bass, klingt insgesamt direkt,<br />
manchmal etwas frech, aber<br />
in sich stimmig.<br />
Í Lautstärkepoti schwer<br />
dosierbar.<br />
Klang 108<br />
Ausstattung<br />
gut<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil 108<br />
Preis/Leistung Sehr gut<br />
Messlabor<br />
Entweder oder: Der Cayin<br />
empfängt Signale von einem analogen<br />
Zuspieler oder digital von<br />
einem Computer. Die<br />
Eingangswahl findet via<br />
Kippschalter statt.<br />
Frequenzverlauf breitbandig und gerade<br />
(o. Abb.). Niedriger Ausgangswiderstand<br />
von 12Ω. Störabstand liegt bei nur<br />
73dB via Cinch (72dB an USB). Dafür<br />
exzellente Harmonischen-Analyse mit<br />
ausgewogenem Verlauf (Abb. 1).<br />
26<br />
www.audio.de ›02 /2014
HiFi Stereo › kopfhörerverstärker<br />
ami ddh-1 590 Euro<br />
Doppeldecker: Die<br />
Schaltung des DDH-1<br />
teilte AMI in zwei<br />
Sektionen auf. Von Texas<br />
Instruments kommt nicht<br />
nur der DAC-Chip PCM<br />
1795 (ehemals Burr<br />
Brown), sondern auch<br />
ein Digitalreceiver (DIX<br />
9211) und der separate<br />
Kopfhörerverstärker<br />
TPA 6120.<br />
Messlabor<br />
Mannigfaltig:<br />
An die Line-Outs dürfen<br />
auch Aktivboxen ran.<br />
Der Steller rechts unten<br />
deaktiviert bei Bedarf<br />
den Front-Pegelsteller.<br />
Enorm ausgewogener und recht breitbandiger<br />
Frequenzverlauf (o. Abb.), auch<br />
über den Analog-In. Sehr niedrige Jitterwerte<br />
von 148ps (173ps via S/PDIF).<br />
Mustergültiger Störabstand von 120dB<br />
(Analog-In: 103dB). Recht hoher Ausgangswiderstand<br />
(218Ω). Mit deaktiviertem<br />
Pegelsteller extrem niedriger<br />
Klirr (1), K2 und K3 dominieren. Bei aktiviertem<br />
Poti nehmen Verzerrungen zu.<br />
Der junge Elektronikhersteller Audio/Music<br />
Interface – kurz AMI<br />
– kommt aus Japan, lässt aber in<br />
Korea bauen. Man munkelt, dass sich die<br />
AMI-Entwickler vor der eigenen Firmengründung<br />
bei den Who-is-Who der Tonstudiospezialisten<br />
ihre Brötchen verdienten<br />
– bei wem genau will man indes nicht<br />
verraten. Egal, das vorhandene Technik-<br />
Know-How der Entwickler sieht man<br />
beim ersten AMI-Produkt, dem DDH-1,<br />
an der Schaltung: Im Inneren des kompakten,<br />
sehr stabilen Alu-Gehäuses befinden<br />
sich zwei übereinander gestapelte<br />
Platinen; unten liegt der gesamte Analog-Teil,<br />
im Huckepack darüber, der digitale.<br />
Für die Wandlung ankommender<br />
Bits und Bytes zeichnet sich der vielleicht<br />
beliebteste DAC-Chip von Burr<br />
Brown (mittlerweile von Texas Instruments<br />
übernommen) verantwortlich:<br />
Der PCM 1795 wandelt alles bis 192kHz<br />
und 24Bit ins Analoge und wird auch oft<br />
von Studiogeräte-Herstellern wie Teac<br />
oder Fostex genutzt. Apropos: Ein Behelfseingang<br />
im Miniklinken-Format<br />
bringt auf Wunsch auch einen analogen<br />
Musikanten ins Spiel. Ein enorm rauscharmer<br />
AKM5386 verwandelt dann Musik<br />
in Einsen und Nullen.<br />
Das ganz Besondere des DDH-1: Der<br />
USB-Eingang kommt nicht nur mit Computern,<br />
sondern auch mit HiRes-Portis<br />
zurecht, die Musik digital ausgeben können.<br />
Denn der von AMI eingesetzte Prozessorchip<br />
XMOS XS-L1 versteht neben<br />
dem hauptsächlich von Windows-PCs<br />
verwendeten USB-Standard UAC1, auch<br />
das modernere UAC2-Protokoll. Auf<br />
Letzterem bauen beispielsweise alle aktuelleren<br />
OSX-, und Linux-Rechner – und<br />
eben Apples iOS-Portis (ab Version 4.0).<br />
Mit einem entsprechenden, 20-30 Euro<br />
teuren Adapterkabel (30-Pin- beziehungsweise<br />
Lightning- auf USB-B-Stecker),<br />
schicken diese sogar HiRes-Musik<br />
in den AMI DDH-1 (AIFF-, und WAV-Dateien).<br />
Doch die Hauptaufgabe des japanischen<br />
Multitalents dürfte wohl sein,<br />
Digital-Musik von einem Computer erst<br />
zu wandeln und anschließend damit einen<br />
Kopfhörer zu füttern.<br />
Bei Miles Davis‘ Interpretation des Monk-<br />
Klassikers „´Round Midnight” lieferte<br />
der AMI eine präzise Detailzeichnung mit<br />
einer spektakulären Staffelung der Instrumente.<br />
Davis´ Trompetensolo tönte dynamisch<br />
und mit sehr natürlichem Timbre.<br />
Dabei ging der DDH-1 aber nie wie<br />
ein analytischer Besserwisser zur Sache,<br />
sondern machte seine Arbeit stets so,<br />
wie man es von einem idealen Verstärker<br />
erwartet: tonal völlig selbstverleugnend<br />
und gerade deswegen hervorragend!<br />
StecKBRIEF<br />
empfehlung<br />
Ami<br />
Preis/LEistung<br />
DDH-1<br />
Vertrieb<br />
Reson Audio<br />
0 77 53 / 62 43 35<br />
www.<br />
reson.de<br />
Listenpreis<br />
590 Euro<br />
Maße B x H x T<br />
11,3 x 4,5 x 14,6 cm<br />
Gewicht<br />
0,6 kg<br />
anschlüsse<br />
Hochpegel Cinch / XLR 1 / –<br />
Digital-Eingänge 2 (S/PDIF optisch und koax)<br />
USB-Eingang<br />
•<br />
Pre Out<br />
unsymmetrisch<br />
Kopfhörer-Ausgang 2 (6,35 mm und 3,5 mm)<br />
Besonderheiten<br />
USB-UAC2-kompatibel.<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅVollkommen neutral, sehr<br />
präzise Abbildung feinster<br />
Details.<br />
Í Analogsignale mit hoher<br />
Eingangsspannung clippen.<br />
Klang 108<br />
Ausstattung<br />
überragend<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil 108<br />
Preis/Leistung überragend<br />
02/14<br />
www.audio.de ›02/2014 27
HiFi Stereo › kopfhörerverstärker<br />
Sennheiser Hdva 600 1400 Euro<br />
Als sich Sennheisers Kopfhörerverstärker-Flaggschiff<br />
HDVD<br />
800 in <strong>AUDIO</strong> 8/13 bewähren<br />
musste, stand dem 1800-Euro-Amp anfangs<br />
noch die Angst ins Gesicht geschrieben.<br />
Kein Wunder, schließlich<br />
schien ihm der Name „Orpheus” irgendwo<br />
im Kopf herum zu spuken. Nein, nicht<br />
der aus der Mythologie, sondern Sennheisers<br />
legendäre Verstärker-Kopfhörer-<br />
Kombi, die 1991 für rund 30 000 Mark<br />
über die Ladentheke wanderte. Und da<br />
die Anlage nur auf 300 Stück limitiert<br />
war, spielt sie bis heute eine Hauptrolle<br />
in unerfüllten audiophilen Träumen.<br />
Doch als nun der „kleine” HDVD 800 die<br />
zunehmend freundlichen Mienen der<br />
<strong>AUDIO</strong>-Tester sah, atmete er tief durch,<br />
und lief ebenfalls zur Höchstform auf. Er<br />
protzte mit enorm sauberen und detailreichen<br />
Tönen, die er nicht nur bei analoger<br />
Musikfütterung, sondern – dank<br />
hochkarätigen DAC – auch bei Digitalkost<br />
mit Bravour von sich gab.<br />
An und für sich alles wunderbar, doch<br />
wenn daheim bereits ein guter Wandler<br />
steht, haben wir doppelt gemoppelt.<br />
Und wenn überhaupt kein DAC benötigt<br />
wird, kann man auf USB und Co. sowieso<br />
pfeifen. Ergo bietet Sennheiser für<br />
solche Fälle eine „Spar”-Lösung an: Gestatten,<br />
er heisst HDVA 600. Der Gag:<br />
Im Grunde handelt es sich in den analogen<br />
Grundzügen um nichts anderes als<br />
um den HDVD 800 – nur um die Digital-<br />
Elektronik abgespeckt. Dafür ist der kleinere<br />
Sennheiser-Amp rund 400 Euro<br />
günstiger, kommt jedoch im selben schicken<br />
und stabilen Gehäuse und mit den<br />
identischen Platinen daher (wie gesagt,<br />
minus Digitalsektion) wie sein großer<br />
Bruder.<br />
Üppig: Der HDVA 600 bietet<br />
gleich vier KH-Ausgänge. Der<br />
riesige Potiknopf gestattet<br />
eine feinfühlige Lautstärke-<br />
Regelung. Im Detailbild<br />
rechts sieht man die lange<br />
Verlängerung der Achse des<br />
Alps-Potis. Unter dem<br />
Kühlkörper befinden sich<br />
die zwei Verstärker-Chips<br />
von Texas Instruments<br />
vom Typ 6120A2.<br />
Messlabor<br />
Beim Blick in das Gehäuse des 600<br />
kam's also zum Déjà-Vu: Die lange Achsenverlängerung<br />
des hochwertigen<br />
Alps-Potis, das eine feine, kratzfreie Pegelanpassung<br />
ermöglicht; oder die zwei<br />
Verstärker-Chips von Texas Instruments,<br />
die sich scheinbar aus Verlegenheit unter<br />
einem großen Kühlkörper verstecken.<br />
Das spannendste an Sennheisers Schaltung<br />
dürfte wohl die konsequente, also<br />
von Eingang bis zum Ausgang vollsymmetrische<br />
Signalverarbeitung sein. Klar,<br />
Cinch-Signale nimmt der Analog-Spezilist<br />
HDVA 600 natürlich auch an – laut<br />
Hörtest reagierte der darauf weder mürrisch<br />
noch unzufrieden. Doch wenn man<br />
sein klangliches Potential wirklich voll<br />
ausschöpfen will, sollte er per XLR-<br />
Buchsen mit symmetrischen Musiksignalen<br />
verwöhnt werden. Wer es ganz<br />
konsequent haben will, stöpselt dann<br />
auch am Kopfhörerausgang ein Modell<br />
mit XLR-Kabel ein – etwa Sennheisers<br />
größere HD-Modelle, oder den LCD-3<br />
von Audez´e (oder den nagel<strong>neue</strong>n LCD-<br />
XC, dessen Test in Kürze folgt).<br />
Der Sennheiser HDVA 600 ergab – dank<br />
identischer Baugruppen – die gleichen<br />
Messergebnisse, wie der HDVD 800.<br />
Der Frequenzgang verläuft breitbandig<br />
und gerade. In der Harmonischen-<br />
Analyse (1) dominiert K2, mit frühem,<br />
dafür schön geschwungenen, sanften<br />
Anstieg. Die Ausgangsimpedanz beträgt<br />
46,2 Ohm. Guter Störabstand von 94dB<br />
via XLR-Eingang (Cinch = 96dB).<br />
28<br />
www.audio.de ›02 /2014
HiFi Stereo › kopfhörerverstärker<br />
Beim Hörtest klang der HDVA 600 wie<br />
sein großer Bruder – nicht ähnlich, sondern<br />
klitzegleich! Im Bass unverschämt<br />
präzise und klangstark, im gesamten<br />
Mittelhochton sehr fein und so durchsichtig,<br />
dass, wer wollte, Aufnahmedetails<br />
auch in Moleküle aufspalten<br />
konnte. Ob ultra-audiophile Aufnahmen<br />
(etwa von Chesky), oder „Normalo”-<br />
Musik: Der Sennheiser klang stets verfärbungsfrei<br />
und so präzise wie ein<br />
Schweizer Uhrwerk – was ihn beinahe<br />
bis zum Referenzthron führte. Die Preisdifferenz<br />
zum HDVD 800 ergibt sich somit<br />
schlicht aus der zusätzlichen, hervorragenden<br />
DAC-Sektion. Die Quintessenz<br />
lautet: Wer keinen Wandler im KH-<br />
Verstärker benötigt, greift zum HDVA<br />
600, der auch zum kleineren Preis Musik-Hochgenuss<br />
garantiert.<br />
StecKBRIEF<br />
sennheiser<br />
hdva 600<br />
Vertrieb<br />
Sennheiser<br />
03 92 03 / 72 78 7<br />
www.<br />
sennheiser.de<br />
Listenpreis<br />
1400 Euro<br />
Maße B x H x T<br />
22 x 4 x 30 cm<br />
Gewicht<br />
2,2 kg<br />
anschlüsse<br />
Hochpegel Cinch / XLR 1 / 1<br />
Digital-Eingänge –<br />
USB-Eingang –<br />
Pre Out<br />
symmetrisch<br />
Kopfhörer-Ausgang 4 (2x 6,3mm-Klinke, 2x XLR)<br />
Besonderheiten –<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅVollkommen neutraler<br />
Klang, äußerst detaillierte<br />
und natürliche Abbildung.<br />
Í Unsymmetrisch angesteuert<br />
minimal engbrüstiger.<br />
Klang Cinch / XLR 110 / 115<br />
Ausstattung<br />
sehr gut<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
überragend<br />
Alles da: An die symmetrischen Ausgänge des HDVA 600 dürfen auch Aktivboxen ran.<br />
klangurteil 115<br />
Das kleine Trimmpotentiometer passt den Verstärkungsfaktor des Eingangssignals an.<br />
Preis/Leistung sehr gut<br />
_0BSKM_Pioneer_Audio_SC_2023_Anzeige_210_x_137.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);25. Nov 2013 11:09:59<br />
Leistung der grünen Generation<br />
Die <strong>neue</strong> umweltfreundliche Pioneer Mehrkanal-Receiver Generation mit Eco Mode<br />
Der Pioneer SC-2023 liefert mit 7 x 240 Watt ein beeindruckendes Leistungspaket für Audio und Video Entertainment<br />
und liegt im Energieverbrauch 44% unter dem eines herkömmlichen Analog Verstärkers. Die kompromisslose<br />
Ausstattung mit 4k Ultra HD Unterstützung, App Control, ausgereifter Netzwerkfunktionalität und leistungsstarken,<br />
neu entwickelten Direct Energy HD Endstufen machen diesen Mehrkanal-Receiver zu einem zukunftsweisenden<br />
Gesamtpaket das keine Wünsche offen lässt.<br />
www.pioneer.de
HiFi Stereo › kopfhörerverstärker<br />
M2Tech Marley 1000 Euro<br />
Der italienische Hersteller M2Tech<br />
hatte bereits auf der High End<br />
2013 den Prototypen des <strong>neue</strong>n<br />
Kopfhörerverstärkers Marley präsentiert.<br />
Chefentwickler Marco Manunta holte<br />
sich bei dieser Gelegenheit viel Feedback<br />
– natürlich auch von <strong>AUDIO</strong> – ein,<br />
und feilte am Marley anschließend noch<br />
ein kleines bisschen weiter: Die finale<br />
Version besitzt im Vergleich zum Vorläufer<br />
ein besser ablesbares Display und<br />
zwei Lochgitter im Boden und Deckel<br />
des massiven Gehäuses. Der dadurch<br />
eintretende Kamineffekt soll die recht<br />
hohe Wärmeentwicklung regulieren.<br />
Recht hoch, weil im Marley nicht nur ein<br />
Class-A-Verstärker arbeitet, sondern<br />
gleich zwei! Dual-Drive Class-A nennen<br />
das die Italiener treffenderweise. Nun,<br />
und warum das Ganze? Dank individueller<br />
Lautstärkeregulierung können zwei<br />
Kopfhörer gleichzeitig betrieben werden.<br />
Sinnvoll, wenn man Musik beispielsweise<br />
mit seiner besseren<br />
Hälfte teilen möchte. Oder wir<br />
verzichten auf den Liebesbetrieb<br />
und schalten im Menü auf<br />
den symmetrischen Ego-Modus<br />
um. Dann stehen jedem<br />
Stereo-Kanal ein eigener<br />
Upgrade: An der 4-poligen XLR-Buchse (rechts) kann man ein hochwertigeres<br />
M2Tech-Netzteil ankoppeln, das noch stabilere Spannung liefert.<br />
Messlabor<br />
Der Frequenzgang des Marley verläuft<br />
schnurgerade und breitbandig (o. Abb.).<br />
Enorm hohe Ausgangsspannung von<br />
7,2 Volt. Rauschabstand eher mittelmäßige<br />
80dB. Günstig niedriger Ausgangswiderstand<br />
von 1,6 Ohm. Die Harmonischen-Analyse<br />
(1) zeigt einen sehr<br />
ausgewogenen Verlauf bis 100mV –<br />
danach dominiert die zweite Oberwelle<br />
(K2). Standby-Verbrauch 0,2W.<br />
Class-A-Amp zur Verfügung. Die Vorteile<br />
dieser separaten Verstärkung (siehe<br />
Hörtest) kann man natürlich nur mit einem<br />
Kopfhörer nutzen, der ein entsprechendes<br />
XLR-Kabel besitzt (etwa Sennheiser<br />
HD800, Audez´e LCD-3).<br />
Die Class-A-Schaltung des Marley bewirkte<br />
wahre klangliche Wunder: Im<br />
Dual-Betrieb, also am Klinken-Out, tönte<br />
der Marley natürlicher und analogerflüssiger.<br />
Die Musik schien einfach noch<br />
mehr Raum zum Atmen zu haben, sie<br />
erschien mit dem M2Tech sogar facettenreicher<br />
als mit dem Cayin, allenfalls<br />
nicht gar so pingelig-hochauflösend wie<br />
beim Sennheiser. Egal, denn gerade das<br />
edle, etwas druckvoll-robuste Timbre,<br />
das der Marley beispielsweise Blasinstrumenten<br />
verlieh, gefiel den Testern<br />
enorm. Die Abbildung der Instrumenten<br />
gelang plastisch und sauber gestaffelt –<br />
am XLR-Ausgang noch eine Spur aufgeräumter.<br />
Während es mit Jazz und Folk<br />
über das gesamte Spektrum also natürlich-unaufgeregt<br />
tönte, entpuppte sich<br />
der italienische Amp bei basslastigeren<br />
Stücken a là Steely Dans „Morph The<br />
Cat” durchaus als selbstbewußter, knallharter<br />
Rocker – aber selbst dann blieb er<br />
trotzdem stets taktvoll-charmant, ein<br />
liebenswerter Casanova der Musik.<br />
StecKBRIEF<br />
m2tech<br />
marley<br />
Vertrieb<br />
Higoto<br />
0201 / 8 32 58 25<br />
www.<br />
digital-highend.de<br />
Listenpreis<br />
1000 Euro<br />
Maße B x H x T<br />
20 x 5 x 20 cm<br />
Gewicht<br />
2 kg<br />
anschlüsse<br />
Hochpegel Cinch / XLR 4 / 1<br />
Digital-Eingänge –<br />
USB-Eingang –<br />
Pre Out<br />
unsymm.<br />
Kopfhörer-Ausgang 3 (2 x 6,3 mm / 4-Pin XLR)<br />
Besonderheiten<br />
Zwei Kopfhörer betreibbar,<br />
Vorstufenfunktion, symm.<br />
Betrieb.<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅSehr musikalischer, zarter<br />
Klang, stets edel, charmant<br />
und detailreich.<br />
Í –<br />
Klang 110<br />
Ausstattung<br />
sehr gut<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
überragend<br />
klangurteil 110<br />
Preis/Leistung Sehr gut<br />
Hot twins: Der<br />
M2Tech nutzt zwei<br />
symmetrische Class-<br />
A-Amps. LM1972-Chips<br />
von Texas Instruments<br />
regeln den Pegel der<br />
KH-Ausgänge separat.<br />
30<br />
www.audio.de ›02 /2014
ZeppelinAir<br />
Design meets Sound<br />
Wireless-Musiksystem und iPhone-Dock mit Apple Lightning Connector<br />
Zeppelin Air LCM – das <strong>neue</strong> Premium-iPhone-Dock und Wireless-<br />
Musiksystem von Bowers & Wilkins jetzt auch mit <strong>neue</strong>m Lightning-<br />
Connector für iPhone 5 und die jüngsten Modelle von iPod touch<br />
und iPod nano. Natürlich verfügt der Zeppelin Air LCM zusätzlich<br />
über Apples hochwertige Wireless Streaming-Technologie AirPlay ® .<br />
Damit können Sie Ihre Lieblingsmusik auch jederzeit von einem<br />
älteren iOS-Gerät, dem iPad oder aus der iTunes Mediathek Ihres<br />
Computers (Mac & PC) in bestmöglicher digitaler Audioqualität<br />
drahtlos wiedergeben. So begeistert der Zeppelin Air in gewohnter<br />
Weise mit höchstem Bedienkomfort, bester Klangqualität und<br />
einem einzigartig eleganten Design. Und wie bei allen Wireless<br />
Musiksystemen von Bowers & Wilkins sind dank kostenloser<br />
„Bowers & Wilkins Control“-App die Netzwerkeinbindung und<br />
das AirPlay-Setup ein echtes Kinderspiel. So wird auch der <strong>neue</strong><br />
Zeppelin Air LCM seinem Ruf als echte Klang- und Design-Ikone<br />
in jeder Beziehung gerecht. Mehr Infos: www.bowers-wilkins.de<br />
Mit <strong>neue</strong>m Apple<br />
Lightning<br />
Connector<br />
Apple AirPlay ® für<br />
Wireless Audio Streaming<br />
Bowers & Wilkins<br />
Control-App<br />
für einfaches AirPlay-Setup<br />
Lightning, AirPlay, iPhone, iPad, iPod touch, iPod nano und iTunes sind eingetragene Warenzeichen von Apple Inc., registriert in den USA und anderen Ländern.
HiFi Stereo › kopfhörerverstärker<br />
bakoon hpa-21 um 3000 Euro<br />
Bakoon Products wurde 1991 von<br />
Akira Nagai in Japan gegründet.<br />
Mittlerweile handelt es sich um<br />
eine japanisch-südkoreanische Kooperation:<br />
Nagai entwickelt in Japan, die Umsetzung<br />
und Vermarktung seiner Schaltungen<br />
übernimmt sein Partner Soo In<br />
Chae in Korea. Jüngstes Produkt dieser<br />
harmonischen Zusammenarbeit: Der<br />
Bakoon HPA-21. Und eines vorweg: Er<br />
funktioniert anders als andere Kopfhörerverstärker.<br />
Seine Elektronik verstärkt<br />
Signale nicht nur mit Hilfe von spannungsgekoppelten<br />
OPs, sondern wahlweise<br />
auch mit Strom-Amps, die das Signal<br />
an einer separaten Buchse ausgeben<br />
(„Current”). Den Modus operandi<br />
stellt man über einen kleinen Kippschalter<br />
auf der Gerätefront ein. Aber was hat<br />
es mit der Stromverstärkung auf sich?<br />
Bereits Ende der 80er-Jahre untersuchte<br />
Nagai die Vor-, und Nachteile von klassischen,<br />
auf Spannungs-OPs basierenden<br />
Verstärkern. Im Normalfall sorgt eine<br />
am Eingang gegensteuernde Korrekturschleife<br />
dafür, dass am Ausgang eine<br />
praxistaugliche, niedrige Impedanz entsteht.<br />
Aber es gibt nichts umsonst: Das<br />
Braucht kleine<br />
pausen: Die zwei<br />
Akkus liefern für 6-7<br />
Stunden Strom.<br />
Danach quittiert der<br />
Bakoon den Dienst,<br />
und braucht für eine<br />
volle Wieder-<br />
Aufladung etwa<br />
sechs Stunden. Man<br />
darf nicht vergessen,<br />
ihn vorher auszuschalten,<br />
sonst startet<br />
der Ladevorgang<br />
nicht. Das Batterie-<br />
Duo kommt von<br />
Samsung, was die<br />
Ersatzteilversorgung<br />
– falls das je nötig<br />
sein sollte – sicher<br />
stellt.<br />
Negative Feedback steht<br />
nicht nur bei Nagai im Verdacht,<br />
über subtile <strong>neue</strong> Fehler Natürlichkeit zu<br />
kosten. Strom-Ausgangsstufen mit großer<br />
Impedanz bieten – schon rein mathematisch<br />
– ein anderes, unter Umständen<br />
gutmütigeres Bild bei der Fehlerabwägung.<br />
Aber: Es bräuchte einen<br />
idealen, frequenzkonstanten Widerstand<br />
als Verbraucher. Mit der komplexvariablen<br />
Impedanz üblicher Boxen (die<br />
überdies noch Spannung in Magnet-Antriebsstrom<br />
wandeln müssen!) funktioniert<br />
das Prinzip nicht. Schon besser<br />
klappt es mit vielen Kopfhörern, die eine<br />
fast konstante Last darstellen. Der Einsatz<br />
dieser Zukunftstechnik in Kopfhörer-Verstärkern<br />
wie dem Bakoon dürfte<br />
eine der ersten, praxistauglichen Anwendungen<br />
sein. Streng genommen<br />
setzt sich die Schaltung für die Stromverstärkung<br />
im HPA-21 aus zwei Widerständen<br />
und einem von Nagai entwickelten<br />
„SATRI”-IC zusammen. Die Eingangsspannung<br />
wird zunächst in Strom<br />
gewandelt und dieser verstärkt. Zwei integrierte<br />
Akkus liefern eine super stabile<br />
und störfreie Stromversorgung. Die Musik<br />
gelangt entweder<br />
über Cinch-, oder auch<br />
via BNC-Laborbuchsen in den Amp, wobei<br />
letztere einer potenteren Quelle (etwa<br />
einer Bakoon-Komponente) schon<br />
größere Anteile an Strom abzapfen. Last<br />
but not Least: Ein kleiner Kippschalter<br />
auf der Gerätefront des HPA-21 hebt die<br />
Eingangsempfindlichkeit an, sollte der<br />
angeschlossene Kopfhörer einen relativ<br />
niedrigeren Wirkungsgrad besitzen.<br />
StecKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www.<br />
Listenpreis<br />
Maße B x H x T<br />
Gewicht<br />
bakoon<br />
hpa-21<br />
audioNext<br />
0201 / 507 39 50<br />
audionext.de<br />
3000 Euro<br />
19,5 x 5,5 x 23,8 cm<br />
4,5 kg<br />
anschlüsse<br />
Hochpegel Cinch / XLR 1 / –<br />
Digital-Eingänge –<br />
USB-Eingang –<br />
Pre Out –<br />
Kopfhörer-Ausgang 2 (2 x 6,3 mm Klinke)<br />
Besonderheiten<br />
Stromgekoppelte Verstärkung<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅUltradynamisch, enorm<br />
flott, und detailreich – sturzmusikalisch<br />
zugleich.<br />
Í Leider recht teuer.<br />
Klang 125<br />
Ausstattung<br />
gut<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
überragend<br />
klangurteil 125<br />
Preis/Leistung high-endig<br />
Messlabor<br />
empfehlung<br />
Referenzklang<br />
Enorm breitbandiger und bis zur Messgrenze<br />
von 100kHz gerader Frequenzverlauf.<br />
Der Störabstand beträgt gute<br />
93dB. Der Klirrverlauf dürfte jedenfalls<br />
einer der ausgewogensten sein, den<br />
das Labor je gemessen hat (1).<br />
02/14<br />
32<br />
www.audio.de ›02 /2014
Insbesondere mit dieser „Low”-Stellung (also<br />
wenn der Verstärker die Stromproduktion fokussiert!)<br />
tönte es aus dem Magnetostaten LCD-3<br />
von Audez´e besser als alles, was <strong>AUDIO</strong> bisher<br />
von Kopfhöreramps vernommen hat. Und obwohl<br />
der „altmodische”-Spannungs-Ausgang<br />
bereits detailreich und ausgewogen klang, setzte<br />
der „Current”-Out noch einen an Edelmut<br />
drauf. Der Versuch, irgendwelche Schwächen<br />
zu finden: Zwecklos! Das Timbre von Instrumenten<br />
– vom banalen Triangel bis zum komplexen<br />
Kontrabass-Saxophon – wirkte geradezu erschreckend<br />
echt. Die schier nicht enden wollende<br />
Dynamik setzte dem Ganzen noch die Krone<br />
auf. Die Quintessenz: Bakoon schuf einen vollkommenen<br />
Verstärker-Engel, der bei <strong>AUDIO</strong> ab<br />
sofort auf Würdigste das Kopfhörer-Amp-Referenzamt<br />
ausüben kann.<br />
Premium-Jubiläum,<br />
Premium-Geschenk.<br />
Bestellen Sie 2 Komponenten<br />
der Premium-<strong>Serie</strong> und wir schenken Ihnen<br />
eine Consolette!<br />
Einfach: Normale Zuspieler speisen den HPA-21 via Cinch. Nur<br />
Bakoon-Geschwister können die stromgekoppelte als BNC-<br />
Buchsen ausgeführte SATRI-Schnittstelle nutzen.<br />
Fazit<br />
Alexandros Mitropoulos<br />
<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />
Cayin, AMI, M2Tech, Sennheiser und<br />
Bakoon setzen mit ihren Ideen und der<br />
technischen Umsetzung <strong>neue</strong> Maßstäbe<br />
bei Kopfhörerverstärkern. Die Tests<br />
überraschten mich äußerst positiv,<br />
denn jeder einzelne Amp hätte das<br />
Zeug gehabt, hier das Rennen zu machen.<br />
Wenn da nur nicht der Bakoon<br />
wäre! Ich vermute, es dürfte einfacher<br />
sein, auf einem winzigen Segelboot in<br />
einem Sturm Einrad zu fahren, als einen<br />
besser klingenden Verstärker wie<br />
den Bakoon zu finden. Leider hat diese<br />
Perfektion ihren Preis...<br />
Anlässlich unseres 60. Geburtstags möchten wir uns bei unseren Kunden mit<br />
einem besonderen Geschenk bedanken. Erwerben Sie jetzt eine Produkt-<br />
Kombination aus der Marantz Premium-<strong>Serie</strong> (2 Komponenten) und Sie<br />
erhalten das preisgekrönte Wireless-Musiksystem Consolette kostenlos<br />
dazu*. Folgende Produkte der Premium-<strong>Serie</strong> stehen dabei zur Auswahl:<br />
SA-14S1 • PM-14S1 • NA-11S1 • SA-11S3 • PM-11S3<br />
Mehr Information zu dieser Premium-Jubiläumsaktion erhalten Sie unter<br />
www.marantz.de/aktion<br />
*Aktion gültig bis 31.01.2014. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Kopfhörer › Mobile hörer<br />
Urban Resident<br />
Moderne Zeiten bringen grenzenlose Mobilität mit sich. Kopfhörer lassen in eine andere Welt<br />
eintauchen, ob im trauten Heim oder nach einem Interkontinentalflug zu einem fremden<br />
Kontinent. Diese fünf Modelle sorgen für höchsten Hörgenuss, ob on Tour oder Zuhause.<br />
■ Text: Fritz I. Schwertfeger<br />
Philosphisch betrachtet prägen uns Menschen<br />
hochst amüsante wie ambivalente<br />
Verhaltensweisen. Auf der Flucht<br />
vom Lärm der Außenwelt begegnen wir diesem<br />
mit einer anderen Form von Geräuschen.<br />
Nämlich mit uns lieb gewordener Musik. Also:<br />
Kopfhörer auf – und das Gerede der Mitreisenden<br />
im Zug wird ausgeblendet. Wir lassen uns<br />
von wohlvertrauter Musik über dieses unliebsame<br />
Miteinander hinforttragen. Andererseits<br />
wollen wir vielleicht nachts ordentlich aufdrehen,<br />
aber dabei nicht den halben Wohnkomplex<br />
aus dem Schlaf reißen.<br />
Daheim wie auf Reisen bieten Kopfhörer die<br />
Lösung für viele Widrigkeiten des Alltags.<br />
Nicht jeder kann und will sich einen Hörer für<br />
zuhause und einen für Unterwegs leisten. Die<br />
auf den folgenden Seiten präsentierten Hörer<br />
sind nicht nur ideale Allrounder, sondern auch<br />
treue Reisebegleiter, die Komfort und Style<br />
gelungen miteinander verschmelzen. Sie klingen<br />
darüber hinaus an iOS- wie Android-Geräten<br />
laut genug. Für Musiksessions zuhause<br />
bieten diese Hörer ebenfalls ein grandioses<br />
Hörerlebnis, das lediglich von spezialisierteren,<br />
sündhaft teuren Kopfhörern getoppt wird.<br />
34 www.audio.de ›02 /2014
Kopfhörer › Mobile hörer<br />
Metropolit: Das Design des<br />
T-51p wirkt futuristisch wie retro<br />
zugleich. Das mitgelieferte hochwertige<br />
Nylon-Case sorgt für kommode<br />
Unterbringung und sicheren<br />
Transport.<br />
Beyerdynamic<br />
T-51P, 260 Euro<br />
Der Beyerdynamic T-51p wirkt<br />
auf dem ersten Blick wie ein Derivat<br />
eines zufällig an die Öffentlichkeit<br />
gelangten militärischen Cyber-<br />
Forschungsobjektes. Kraftvolles Auftreten<br />
und zähe Widerstandskraft signalisiert<br />
das robuste Metallkleid. Das dennoch<br />
filigran wirkende Design kombiniert<br />
Funktionalität mit beinahe künstlerisch<br />
anmutenden Elementen, die in der<br />
geschwungenen Form der Ohrmuschel-<br />
Bügel am deutlichsten zum Ausdruck<br />
kommen. Das doppelstrahlige Metall-<br />
Kopfband nimmt die höhenverstellbare<br />
Aufnahmehalterung der Ohrmuscheln<br />
auf. Die champagnerfarbig schimmernde<br />
Ohrmuschel wiederum ist drehbar<br />
gelagert und erlaubt mit der zusätzlichen<br />
vertikalen Beweglichkeit eine hervorragende,<br />
komfortable Anpassung an<br />
das Ohr. Dadurch schließt der T-51p sehr<br />
gut ans Außenohr an, schirmt Außengeräusche<br />
ab und lässt – dank seines geschlossenen<br />
Prinzips – auch kaum etwas<br />
nach außen. Die relativ niedrige Impedanz<br />
macht den Beyerdynamic zum<br />
pflegeleichten Spielpartner von spannungsschwachen<br />
Ausgängen, wie in<br />
Smartphones und Tablets nun mal dominieren.<br />
Außerdem überarbeiteten die<br />
Entwickler die patentierte Tesla-Techonolgie<br />
für den T-51p noch weiter – stets<br />
mit dem Ziel, die Technik auch für den<br />
mobilen Einsatz zu optimieren.<br />
Tatsächlich scheint das den Kopfhörer-<br />
Profis auch gelungen zu sein, denn der<br />
T-51p spielte derart ausgewogen, dass<br />
die Tester sich vergewissern mussten,<br />
dass sie „nur”einen On-Ear auf dem<br />
Kopf tragen: Bill Callahans „Ride My Ar-<br />
row” (aus dem Album „Dream River“)<br />
tönte vollmundig und erdig. Speziell die<br />
Intonation von Callahans sonorer Stimme<br />
wirkte sehr authentisch, und auch<br />
wenn der Beyerdynamic das allerletzte<br />
Quentchen Luftigkeit im oberen Bereich<br />
schuldig blieb, war ihm gewiss kein Höhenmangel<br />
zu konstatieren. Der T-51p<br />
ließ der Musik viel Raum, so dass auch<br />
feine Informationen wie Hintergrundgeräusche<br />
und Callahans verwegene<br />
Wah-Wah-Varianten nicht untergingen.<br />
Gleiches bei „Amen” von Leonard Cohen<br />
(„Old Ideas“): Der T-51p malte auch<br />
hier unaufgeregt und mit zarter Hand<br />
seine musikalischen Gemälde: ausgeglichen<br />
und sauber im wichtigen Mittenbereich,<br />
trocken im Bass, unangestrengt-luftig<br />
in den Höhen. Cohens<br />
markante Stimme wie auch den Gesang<br />
der Background-Damen intonierte der T-<br />
51p stets neutral und präzise.<br />
STECKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www<br />
Garantiezeit<br />
Gewicht<br />
Zubehör<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
Beyerdynamic GmbH<br />
beyerdynamic.de<br />
2 Jahre<br />
177 Gramm<br />
Adapter auf 6,35-mm-Klinke,<br />
Nylon-Transporttasche,<br />
Flugzeug-Adapter<br />
ÅAusgeglichener, neutraler<br />
Charakter, hochwertiges<br />
Design und Verabeitung.<br />
ÍKein auswechselbares<br />
Kabel, weder Mikrofon noch<br />
Fernbedienung für Smartphones.<br />
Klang 78<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil 78<br />
Preis/Leistung Sehr gut<br />
Messlabor<br />
Tesla-Power:<br />
Starke, ringförmig<br />
um die Spule angebrachte<br />
Magnete<br />
mit hohem magnetischen<br />
Fluß sorgen<br />
für kräftigen Antrieb<br />
und energischdynamischen<br />
Klang.<br />
Der Frequenzverlauf des Beyerdynamic<br />
fällt zum Hochton hin erst sehr spät ab,<br />
was für Ausgewogenheit und Präsenz<br />
im auch sonst neutralen Klangbild sorgt.<br />
Leicht ansteigender Klirr um 200 Hz<br />
und 2kHz. Impedanz: 61Ω.<br />
www.audio.de ›02/2014 35
Kopfhörer › Mobile hörer<br />
Edles Statement: Die Treiber des P7 sind sehr aufwendig in die Muschel integriert (1), der Klappmechanismus (2) lässt den B&W auf<br />
kompakte Maße schrumpfen. Die filigranen, dennoch hochfesten Edelstahlstreben verjüngen sich kunstvoll, um die Muschel aufzunehmen (3).<br />
B&W P7, 400 Euro<br />
Die Message des Bowers&Wilkins<br />
P7 scheint eindeutig: Wenn Musik<br />
unterwegs, dann aber bitte<br />
mit noblem Anspruch! Der Over-Ear soll<br />
dank eines hohen Wirkungsgrads, geschlossenen<br />
Hörermuscheln und eines<br />
smarten Faltmechanismus auch ein angenehmer<br />
Kumpan für unterwegs sein.<br />
Die Entwickler des P7 ließen sich jedenfalls<br />
nicht lumpen: Edelstahl und feinstes<br />
Leder wohin das Auge blickt. Etwa<br />
beim weich gepolsterten Kopfbügel, der<br />
in die hochfeste, aus<br />
Edelstahl gebaute<br />
Faltkonstruktion<br />
mit feingängig<br />
do-<br />
Grandmaster: Seinen kleineren<br />
Modellbrüdern zeigt der P7 in klanglicher wie<br />
in auch optischer Opulenz die Thronfolge auf.<br />
schen Wahnsinn hinein. Der P7 ließ kein<br />
Detail aus: nonchalant im Hochtonbereich,<br />
warm in den Mitten, wohlig-füllig<br />
im Bass. Ein ausgewogener, energischmusikalischer<br />
Hörer, der sich für zuhause<br />
wie unterwegs gleich gut eignet.<br />
STECKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www<br />
Garantiezeit<br />
Gewicht<br />
Zubehör<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
B&W Deutschland<br />
bowers-wilkins.com<br />
2 Jahre<br />
278 Gramm<br />
Transporttasche, Universalkabel<br />
mit 3,5-mm-Klinkenstecker,<br />
sowie Kabel mit<br />
Mikrofon und Fernbedienung,<br />
Adapter auf 6,35-mm-Klinke<br />
ÅSeidiger, angenehmer<br />
Charakter, imposanter Bass,<br />
sehr edle Verarbeitung.<br />
Í–<br />
Klang 85<br />
Verarbeitung<br />
überragend<br />
klangurteil 85<br />
Preis/Leistung Sehr gut<br />
Messlabor<br />
Der warme, mit breitem Fundament<br />
auftretende Grundcharakter bestätigt<br />
sich im Bassverlauf bis 300Hz wieder.<br />
Ausgewogene Mitten mit kleineren<br />
Senken im Hochtonbereich. Beeindruckend<br />
geringer Klirr. Impedanz: 23Ω.<br />
36<br />
sierbarer Höhenverstellung übergeht.<br />
Die Muscheln, wiederum mit echtem<br />
Leder bezogen und mit speziellem Memory-Schaumstoff<br />
gepolstert, wurden<br />
von Innen aufwendig gedämpft, um die<br />
Entstehung von störenden Resonanzen<br />
innerhalb der Muschel zu unterdrücken.<br />
Gut gelungen auch die akustische Beruhigung<br />
des gesamten Kopfhörers, Körperschall-Rumpeln<br />
oder ähnliche Störgeräusche<br />
kennt der P7 praktisch nicht.<br />
Der Hörer sitzt dank der hochwertigen<br />
und anpassungsfähigen Polsterung<br />
enorm bequem, gleichzeitig straff auf<br />
dem Kopf, und isoliert Außengeräusche<br />
effektiv. Besonderes Augenmerk legten<br />
die Briten auf die Treiber und spendierten<br />
den 40mm-Membranen eine innere<br />
Belüftung, die eine gleichmäßigere Treiberbewegung<br />
ermöglichen soll.<br />
Die Membran kam dann auch ordentlich<br />
in Bewegung, als Cassandra Wilson mit<br />
„Blackbird” („Silver Pony“) loslegte: Ob<br />
Congas im Hintergrund, der treibende<br />
Bass oder die groovige Jazzgitarre – der<br />
P7 behielt stets souverän die Übersicht.<br />
Klavierläufe wie auch Wilsons Stimme<br />
perlten gleichermaßen lebhaft wie natürlich<br />
aus den Hörern, dass es die reine<br />
Freude war. Kraftvoll und präsent einerseits,<br />
aber auch von einem warmen,<br />
dunklen Timbre getragen tönte der P7<br />
bei Eric Burdons „Tobacco Road” („Declares<br />
War“): Fein abgebildet raste<br />
Burdons Stimme in diesen musikaliwww.audio.de<br />
›02 /2014
Ihr kennt sie aus den Studios*. Sie sind<br />
das, was die Superstars meinen, wenn<br />
sie sagen „Ich will mich spielen hören“.<br />
Weil sie die Wahrheit spielen, und nichts<br />
als die Wahrheit. Es gibt nicht einen<br />
einzigen Grund, mit weniger zufrieden<br />
zu sein. Die <strong>neue</strong>n Excite. All there is.<br />
* Abbey Road Studios, AIR Studios, Paragon Studios, die BBC und 10.000 professionelle Aufnahmestudios überall auf diesem Planeten vertrauen auf Dynaudio, und nur auf Dynaudio.
Kopfhörer › Mobile hörer<br />
Luftikus: Der Grado spielt<br />
(Adapter vorausgesetzt) auch am<br />
iPhone wunderbar auf, die offene<br />
Konstruktion ergibt eine luftige<br />
Abbildung.<br />
Doppel-Pack: Der Treiber des PS 500 sitzt auf einem Zylinder<br />
aus Holz, der von einer Edelstahl-Hülle umfasst wird.<br />
GRAdo PS 500, 630 Euro<br />
Der amerikanische Hersteller Grado<br />
ist für viele ein Inbegriff für<br />
luftig leichte und förmlich transparente<br />
Wiedergabe. Das in den fünfziger<br />
Jahren gegründete und mittlerweile<br />
in zweiter Generation geführte<br />
Familienunternehmen produziert neben<br />
Kopfhörern nach wie vor auch hervorragende<br />
Tonabnehmersysteme für Plattenspieler.<br />
Der PS 500 aus Grados Prestige-<strong>Serie</strong><br />
repräsentiert, unterhalb des<br />
PS 1000 agierend, das zweitgrößte Modell<br />
der gesamten Kopfhörer-Familie.<br />
Der Amerikaner (tatsächlich „Made in<br />
USA“!) arbeitet nach dem offenen Prinzip<br />
– bietet sich daher in erster Linie als<br />
Hörer für daheim an. Dennoch: Obwohl<br />
er keine Außengeräusche abschirmt<br />
oder sich platzsparend zusammenklappen<br />
lässt, dürften ihn eingefleischte Grado-Aficionados<br />
auch auf Reisen dabei<br />
haben wollen. Denn der PS 500 lässt<br />
sich dank relativ niedriger Impedanz<br />
nicht nur problemlos von iPhone und Co.<br />
antreiben, sondern bietet auch sehr bequemen<br />
Tragekomfort: Dank weichem<br />
Lederpolster schmiegt sich der Kopfbügel<br />
des Grado gut der Kopfform an.<br />
Der PS 500 besitzt mit seiner etwas rustikal<br />
wirkenden Höhenverstellung der<br />
Bügel eines der Wiedererkennungszeichen<br />
von Grado-Kopfhörern. In die Muscheln<br />
setzten die Amerikaner eine interessante<br />
Treiberkonstruktion ein: Die<br />
Membran des PS 500 besteht aus einem<br />
geheimen Polymer, das mit seiner<br />
geringen Masse etwaigen Oberflächenresonanzen<br />
den Garaus machen soll.<br />
Hinter der Membran befindet sich eine<br />
nach außen offene Luftkammer, so dass<br />
keine störenden Reflexionen innerhalb<br />
der Muschel die Bewegungen des Treibers<br />
beeinflussen können. Auch wenn<br />
der PS500 äußerlich mit seinem Metallkleid<br />
gefällt, verbirgt sich unter dem<br />
Schaumstoffring eine noch viel hübschere<br />
Treibereinfassung aus feinstem<br />
Mahagoni. Das Edelholz soll Eigenresonanzen<br />
des Alu-Mantels und der gesamten<br />
Muschel-Konstruktion dämpfen.<br />
STECKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
High-Fidelity Studio<br />
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high-fidelity-studio.de<br />
Garantiezeit<br />
2 Jahre<br />
Gewicht<br />
239 Gramm<br />
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<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅTransparent, feinfühlig, fein<br />
auflösend auch bei leisen<br />
Pegeln, hochwertiges Kabel<br />
ÍKein Adapter von 6,3 mm<br />
auf 3,5 mm mitgeliefert. Keine<br />
Fernbedienung integriert.<br />
Klang 85<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil 85 1<br />
Preis/Leistung Sehr gut<br />
1<br />
Einstufung als HiFi-Kopfhörer<br />
Im Hörtest gefiel die filigran-luftige Art<br />
des Grado. Detailreich und geradezu<br />
leichtfüßig fluteten die Klavierläufe bei<br />
„Song For Her” von Manu Katché („Playground“)<br />
die Gehörgänge. Breit, mit kerniger<br />
Attacke und von nachdrücklichem<br />
Verve gekennzeichnet, leuchtete der PS<br />
500 weit in das tonale Geschehen hinein.<br />
Der Grado-typisch vornehm-zurückhaltende<br />
Grundton harmonierte wunderbar<br />
mit dem luftigen Klangbild. Blasinstrumente<br />
besaßen mit dem PS 500<br />
Körper und Glanz, Percussion behielt all<br />
ihre filigranen Schattierungen, die Musik<br />
als Ganzes wirkte elegant und dennoch<br />
intensiv.<br />
Messlabor<br />
Der Grado fällt im Tiefbassbereich zwar<br />
ab, spielt dennoch angenehm satt und<br />
vor allem ausgewogen wie transparent<br />
auf. Der ab 10kHz einsetzende Hochtonabfall<br />
sorgt für ein wärmeres Klangbild.<br />
Impedanz: 31,7Ω.<br />
38<br />
www.audio.de ›02 /2014
das Bds all-In-One HOme-entertaInment-system<br />
Klassenbester Sound mit vielfältigen kabellosen Verbindungsmöglichkeiten—<br />
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©2013 Harman International Industries, Incorporated. Alle Rechte vorbehalten.
Kopfhörer › Mobile hörer<br />
JBL Synchros S 700, 350 Euro<br />
Mit AKG hat die JBL-Konzernmutter<br />
Harman zwar auch<br />
einen ausdrücklichen Kopfhörer-Spezialisten<br />
im Portfolio. Aber das<br />
scheint den Ehrgeiz des JBL-Teams nicht<br />
etwa zu dämpfen, sondern vielmehr zu<br />
verblüffenden Leistungen aufzustacheln.<br />
Klanglich hat der große Synchros<br />
eine vollkommen eigenständige Signatur<br />
mit auf dem Weg bekommen. JBL<br />
ließ in diesen Hörer schließlich jede<br />
Menge Erfahrung aus der Studio-Szene<br />
einfließen und stattete den S 700 sogar<br />
mit einer nagel<strong>neue</strong>n integrierten DSP-<br />
Funktion aus – LiveStage heißt die Technologie.<br />
Dabei überarbeitet ein Signalprozessor<br />
die eingehende Musik mit<br />
dem Ziel einer möglichst weiträumigen<br />
Abbildung, die sich gefühlt nicht im, sondern<br />
außerhalb des Kopfs abspielt – als<br />
wäre man auf einem Live-Konzert. Den<br />
nötigen Saft für diesen Rechenakt liefert<br />
ein eingebauter, per USB-Kabel wiederaufladbarer<br />
Akku, der bei voller Ladung<br />
immerhin 28 Stunden hält. Eine LED<br />
signalisiert den Ladezustand des Akkus<br />
sowie den Status des DSPs, der sich per<br />
Fingerdruck auf das JBL-Logo ab- und<br />
zuschalten lässt (zur Wirkung des DSPs<br />
jedoch später mehr). Bequem: Der brei-<br />
te Kopfbügel aus Alu und die mit feinem<br />
Leder bezogenen und großzügig<br />
gepolsterten Ohrmuscheln bieten einen<br />
exzellenten Tragekomfort – nichts<br />
drückt oder stört. Ausgestattet mit<br />
großen 50mm-Treibern, lässt der JBL<br />
leistungsstarke Wiedergabe auch im<br />
Bassbereich vermuten, was der<br />
Messbericht bestätigt. Doch Frequenzverlauf<br />
hin, Messung her, der<br />
JBL entpuppte sich bei „The Beginning”<br />
von den Eels („End Times“)<br />
als feinfühliger, mit großer, breiter<br />
Bühne glänzender Hörer. Beinahe<br />
intim die Abbildung der rauchigen<br />
Stimme von Eel- Sänger Mark Everett,<br />
leuchtend satt die Gitarrenanschläge.<br />
Seine Muskeln ließ der JBL bei „Es<br />
Schneit” von Pantha Du Prince (Black<br />
Noise) spielen. Basswellen entlud er mit<br />
frappierender Gelassenheit und schloss<br />
daran einen detailreichen Mittenbereich<br />
nebst wohlgefälligem Höhengeflirre an.<br />
Trotz seiner detailgesättigten Spielweise<br />
nervte der S700 zu keiner Zeit, ganz im<br />
Gegenteil. Interessant auch die Darbietung<br />
mit zugeschaltetem DSP: Nunmehr<br />
etwas schlanker im Bass, glitt die Abbildung<br />
merklich nach vorne und verblüffte<br />
mit beeindruckender Weiträumigkeit.<br />
Die Flaming-Lips-Nummer „Turning Violent”<br />
(„The Terror“) tönte mit aktiven<br />
DSP sphärischer, eindringlicher.<br />
Rechenknecht:<br />
Im Innern verborgen bietet<br />
der DSP auf Knopfdruck<br />
Räumlichkeit bis zum<br />
Abwinken. Die LED signalisiert<br />
den Effekt-Einsatz,<br />
der Synchros klingt aber<br />
als normaler passiver<br />
Hörer mit vielen Platten<br />
fast noch besser.<br />
STECKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www<br />
Garantiezeit<br />
Gewicht<br />
Zubehör<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
Harman/Kardon<br />
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361 Gramm 33,8 Ohm<br />
2 Kabel mit 3,5-mm-Klinkenstecker<br />
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iOS oder Android, USB Kabel<br />
zum Aufladen, Transporttasche<br />
ÅWeiträumig, tiefer, bassstarker<br />
wie fein auflösender<br />
Charakter, tolle Verarbeitung.<br />
Í–<br />
Klang 85<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil 85<br />
Preis/Leistung überragend<br />
Messlabor<br />
empfehlung<br />
Testsieger<br />
02/14<br />
Im aktiven Modus Bassabfall und<br />
etwas zunehmender Klirr. Leichte Bassbetonung<br />
im passiven Modus mit abfallenden<br />
Höhen ab 10 kHz und unbedenklichen<br />
Senken zwischen 2kHz und<br />
200 Hz. Impedanz: 22 Ω.<br />
40<br />
www.audio.de ›02 /2014
Sennheiser Momentum On-Ear, 200 Euro<br />
Wird der Momentum On-Ear<br />
aus seiner schwarzen, samtartigen<br />
und muschel-ähnlichen<br />
Transporttasche ausgepackt, fällt<br />
zunächst sein leichtes Gewicht auf.<br />
Deutlich kompakter als der ohrumschließende<br />
Bruder (<strong>AUDIO</strong> 02/13), führt er<br />
dessen elegante Designsprache fort,<br />
und setzt mit insgesamt sieben farbenfrohen<br />
Varianten eigene optische Akzente.<br />
Statt Leder kommt wolken-zartes Alcantara<br />
zum Einsatz, das auch die Tester-Ohren<br />
bei der ersten Kontaktaufnahme<br />
verwöhnte. In Sachen Tragekomfort<br />
spielt der Momentum On-Ear den<br />
Trumpf seiner leichten Materialen und<br />
des schlichten Kontruktionsprinzips vollkommen<br />
aus – man vergisst recht<br />
schnell, überhaupt einen Kopfhörer zu<br />
tragen. Die smarte Konstruktion des<br />
ebenfalls mit Alcantara umfassten und<br />
weich gepolsterten Metall-Bügels<br />
nimmt in Personalunion die Hör muscheln<br />
auf und gestattet eine extrem feingängige<br />
Verstellung: Der Bügel fasst die Ohrmuschel<br />
nicht mit grober Hand starr ein,<br />
sondern lässt eine vertikale wie horizontale<br />
Anpassung zu. Zwei Kabel liegen<br />
dem Lieferumfang bei: eines für<br />
„Normalo”-Portis, und ein weiteres für<br />
iOS-Geräte, mit dem man den iPod-<br />
Player steuern, und dank integriertem<br />
Mikro eingehende Anrufe entgegenneh-<br />
men kann. Egal ob Porti mit oder ohne<br />
Apfel-Logo: Der Sennheiser tönte bei<br />
„Your Touch” von den Black Keys (Magic<br />
Potion) dank gutem Wirkungsgrad genauso<br />
agil und druckvoll wie über einen<br />
KH-Verstärker. Das rythmische Miteinander<br />
von Gitarre und Schlagzeug brachte<br />
der Momentum On-Ear kraftvoll an<br />
die Ohren und machte keinen Hehl aus<br />
seiner Vorliebe, Musik druckvoll-kernig<br />
wiederzugeben. „The Tribe” vom Caspar<br />
Brötzmann Massaker (aus „The<br />
Tribe“) präsentierte der Sennheiser differenziert,<br />
dabei frei von scharfen Spitzen<br />
und sehr locker.<br />
Messlabor<br />
Der Frequenzverlauf bestätigt einen<br />
kraftvollen Oberbass und einen warmen<br />
Grundton. Sonst relativ ausgewogen,<br />
kleine Senke bei 5kHz. Erhöhter<br />
Klirr im Bassbereich. Impedanz liegt bei<br />
22Ω. Wirkungsgradmittel 98dB.<br />
STECKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www<br />
Garantiezeit<br />
Gewicht<br />
Zubehör<br />
_0BV3D_musicline_Audio_naim_NDS_eindrittel_2013.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 92.00 mm);11. Dec 2013 12:58:14<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
Sennheiser<br />
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155 Gramm<br />
Kabel mit integrierter Fernbedienung<br />
u. Mikro für iOS<br />
Geräte, Kabel ohne Steuerfunktion,<br />
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ÅVollmundig, Grundtonreich<br />
satter Bass, bequemer Sitz.<br />
Í Nach oben hin fehlt stellenweise<br />
etwas Auflösung.<br />
Klang 75<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil 75<br />
Preis/Leistung Sehr gut<br />
Naim nicht im Versand erhältlich<br />
S-Klasse-Streamer<br />
Naim NDS – die <strong>neue</strong> Klangreferenz<br />
„Unerschütterlich in tiefen Lagen, schuf der Naim ein bodenständiges<br />
Klangfundament, auf dem er randscharf gezeichnete Schallquellen in<br />
satter Farbenpracht und Detailreichtum aufbaute …<br />
Ein kompromissloser Netzwerk-Spieler mit sensationell fokussiertem,<br />
energiegeladenem, farbenprächtigem Klang.“ stereoplay 10/2012<br />
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Verstärker › Stereo-Kombi<br />
Studium Generale<br />
Was „Amplification & Recording Cambridge“, besser bekannt<br />
als Arcam, hervorbringt, verdienen eine genauere<br />
Prüfung. Aber können der große Amp und der kleine DAC<br />
sie alle beide mit Summa cum laude abschließen?<br />
■ Test: Stefan Schickedanz<br />
Das Drehbuch zu diesem Test<br />
könnte aus Hollywood stammen:<br />
Alter Haudegen will es gemeinsam<br />
mit seinem jungen Helfer allen<br />
zeigen. In gewisser Weise haben wir es<br />
wie im Kino inzwischen üblich, mit einem<br />
Remake zu tun. Der Haudegen, das<br />
ist der Vollverstärker Arcam A 19, direkter<br />
Nachfahre des A 18, der 2008 noch<br />
an der Seite eines CD-Players den Doppeltest<br />
bestritt. Doch 2014 lassen sich<br />
mit einem Scheibendreher nicht mehr<br />
die Massen begeistern. Inzwischen beherrschen<br />
Musikarchive auf dem PC und<br />
natürlich iPhone, iPod und iPad die Szene.<br />
Entsprechend bringt der geliftete Alte<br />
diesmal einen vielseitig nutzbaren<br />
D/A-Konverter samt umfangreicher Unterstützung<br />
für Apple-Produkte mit. Der<br />
Arcam irDAC mag zwar klein und unscheinbar<br />
sein, doch aus diesem Duo<br />
sticht er heraus. Während sich Arcam<br />
beim Vollverstärker mit vergleichsweise<br />
moderater Modellpflege zufrieden gab,<br />
zogen die Entwickler sämtliche Register<br />
bei diesem minimalistischen, mit seinem<br />
massiven Aluminiumgehäuse sehr<br />
hochwertig verarbeiteten DAC.<br />
Test<br />
Vollverstärker mit Mini-DAC<br />
Arcam A 19 850 €<br />
ARCAM irDAC 500 €<br />
DR. Eisenfaust: Äußerlich stiehlt der stylische Vollverstärker Arcam A 19 dem deutlich<br />
kleineren irDAC die Schau. Aber klanglich boxt sich der Mini noch besser durch.<br />
42 www.audio.de ›02/2014
Verstärker › Stereo-Kombi<br />
Er bedient mit seinem für Wortbreiten<br />
von 16 bis 24 Bit geeigneten Wandler-<br />
Chip Burr Brown PCM1796 gleich sechs<br />
Digital-Eingänge, die sich mit der Fernbedienung<br />
oder einem simplen<br />
Drücker auf der Oberseite<br />
umschalten lassen: Vier<br />
für S/PDIF sowie je einen<br />
USB-Anschluss vom Typ A<br />
und Typ B. Weil Windows-PCs zur Verwendung<br />
der USB-Klasse II in Verbindung<br />
mit einer externen Soundkarte einen<br />
Treiber benötigen, lässt sich der ir-<br />
DAC mit einem Schalter auf der Rückseite<br />
auf Klasse-I-Betrieb umstellen. Dann<br />
nimmt er nur noch Signale mit maximal<br />
96 kHz entgegen, bietet aber Plug-&-<br />
Play-Betrieb wie man ihn aus der Mac-<br />
Welt kennt. Dort wird auch beim Anschluss<br />
über USB-Klasse II kein Treiber<br />
benötigt und es stehen stets bis zu 192<br />
kHz Abtastrate zur Auswahl.<br />
Besonders im Trend liegt jedoch ein anderes<br />
Feature, zu dessen Veranschaulichung<br />
wir etwas Ahnenkunde betreiben<br />
möchten: Der irDAC tritt die Nachfolge<br />
des beliebten rDAC an und baut<br />
schaltungstechnisch auf dem<br />
Spitzen-Wandler Arcam FMJ D33 auf.<br />
Das „i“ im Namen verdankt er seiner Infrarot-Fernbedienung.<br />
Deren großer Auftritt<br />
kommt in Verbindung mit iPhone<br />
und Co., die sich direkt an der USB-Buchse<br />
mit digitalem Signalabgriff betreiben<br />
lassen. Dann lässt sich die Wiedergabe<br />
des angedockten iDings bequem mit der<br />
Arcam-Fernbedienung steuern. Und<br />
selbst wenn ein PC oder Mac angeschlossen<br />
ist, übernimmt der ansprechend<br />
gestaltete Transmitter die<br />
Kontrolle der Wiedergabefunktionen.<br />
Doch Arcam steht nicht nur für praxisgerechte<br />
Funktionalität, sondern vor<br />
allem für Spitzenklang. Den wollen<br />
www.audio.de ›02/2014<br />
43
Verstärker › Stereo-Kombi<br />
Briteinander zum erfolg<br />
Im Hörtest gaben die beiden trotzdem<br />
ein starkes Gespann ab. Die beiden Arcams<br />
klangen rund und stimmig. Damit<br />
ließ sich stundenlang jede Art von Musik<br />
genießen, ohne dass lästige Kanten die<br />
Harmonie trübten. Vor allem beeindruckte<br />
das exzellente Timing. Das Paar besaß<br />
ein tolles Taktgefühl und ein ausgeprägtes<br />
Gespür für Rhythmen. Dadurch ging<br />
die Darbietung in die Füße, die anfingen,<br />
im Takt zu wippen. An beiden Enden des<br />
Hörbereichs übte sich das Duo jedoch in<br />
Enthaltsamkeit, was die gesamte Aufmerksamkeit<br />
auf die Mitten lenkte, die<br />
sehr farbenfroh und differenziert wirkten.<br />
Wer jedoch nach betont knackigen<br />
Bässen und besonders feinzeichnenden<br />
Höhen strebt, der darf mit dem DAC anbandeln,<br />
sollte sich aber vielleicht nach<br />
einem anderen Verstärker wie dem<br />
Creek Evo 2 (<strong>AUDIO</strong> 1/10) umsehen.<br />
Eine Art Déjà-vu: Im Einzelvergleich zeigte<br />
sich, dass der A 19 für diese Mittendie<br />
Entwickler durch aufwändige Spannungsversorgung<br />
mit acht geregelten<br />
Netzteilen für die klangrelevanten Bereiche<br />
erreichen. Der eigentliche Netztrafo<br />
sitzt direkt am Stecker, was nicht nur der<br />
Kompaktheit des Wandlers dient, sondern<br />
auch elektromagnetische Störfelder<br />
im Inneren verringert.<br />
Gegen Streufelder im Gehäuse des Vollverstärkers<br />
setzen die Entwickler auf<br />
zwei bewährte Rezepte: Der Ringkerntransformator<br />
produziert bauartbedingt<br />
weniger Störfelder als konventionelle<br />
Trafos. Zudem herrscht keine Enge, denn<br />
wie schon beim Vorgänger gibt es nur eine<br />
zentrale Platine in der hinteren Gehäusehälfte<br />
für alle Schaltungen. Dort<br />
herrscht jetzt eine <strong>neue</strong> Topologie, die<br />
vor allem die Stromversorgung, den Vorstufen-Bereich<br />
und besonders kurze<br />
Wege zu den Lautsprecherklemmen betrifft.<br />
Das Endstufen-Konzept blieb das<br />
gleiche. Arcam vertraut in dieser Klasse<br />
weiterhin auf zwei Verstärker-ICs: Eine<br />
Economy-Budget-Lösung, die nicht unbedingt<br />
für hohe Stromlieferfähigkeit<br />
oder große Bandbreiten bekannt ist –<br />
was man exemplarisch in den Messwer-<br />
ten (siehe Kasten) betrachten kann. Die<br />
erinnern deutlich an den A 18, für den<br />
<strong>AUDIO</strong> damals bereits hochohmige, dabei<br />
nicht zu wirkungsgradarme Boxen<br />
empfahl – eine Einschätzung, die noch<br />
beim Nachfolger gilt.<br />
Trotz der marginalen Unterschiede im<br />
Stabilitätswürfel betrieben die Entwickler<br />
sichtbaren Aufwand, um die Stromlieferfähigkeit<br />
des Neuen in anderer Hinsicht<br />
deutlich zu erhöhen: Der <strong>neue</strong> Arcam<br />
besitzt ein eigens zur Versorgung<br />
der r<strong>Serie</strong> ausgelegtes 6-Volt-Netzteil.<br />
Schade, dass der irDAC das Doppelte<br />
zieht. Es wäre neben Klangtuning ein<br />
Schritt gewesen, die Zusammengehörigkeit<br />
des optisch ungleichen Paares zu<br />
unterstreichen.<br />
2 3<br />
Strom-Tankstelle: Das Netzteil des A 19 wurde durch eine stabilisierte<br />
6-V-Spannungsversorgung für Komponenten der r<strong>Serie</strong> erweitert. Leider braucht der<br />
irDAC 12 Volt. Die Endstufe wurde mit zwei ICs (2) aufgebaut, die neben dem<br />
Gleichrichter (3) auf dem Kühlkörper sitzen. Hinten gibt's mehr Eingänge als beim A 18.<br />
1<br />
Fotos: Shutterstock, Archiv<br />
Messlabor Arcam A 19 / irDAC<br />
Der Frequenzgang des A 19 (o.Abb.) fällt an<br />
beiden Seiten deutlich ab. Der Stabilitätswürfel<br />
(1) zeugt von Empfindlichkeit gegenüber<br />
niedrigen Impedanzen und Phasendrehungen.<br />
Entsprechend niedrig fällt die AK mit 45 aus.<br />
Immerhin: Der von K2 dominierte Klirrverlauf<br />
(2) wurde sehr gut abgestimmt. Vorbildlich<br />
der DAC: Kerzengerade Frequenzgänge, 119<br />
dB Rauschabstand mit USB und ein Jitter<br />
von nur 160 ps ebenfalls via USB prädestinieren<br />
den irDAC als PC-Partner.<br />
44 www.audio.de ›02/2014
Verstärker › Stereo-Kombi<br />
Fixierung verantwortlich zeichnete. Zwar<br />
behandelte sie der irDAC nicht mit weniger<br />
Akribie und Sauberkeit, doch<br />
schwelgte er in den beiden Extremen<br />
des Hörbereichs mit der gleichen<br />
Hingabe. Dagegen erinnerte der <strong>neue</strong> A<br />
19 frappierend an seinen Vorgänger, der<br />
<strong>AUDIO</strong>-Urgestein Lothar Brandt in der<br />
Ausgabe vom August 2008 zu der Feststellung<br />
bewegte: „Mit adäquaten Spielpartnern<br />
zeigte der vermeintliche<br />
Schwächling seine Stärken. Die liegen in<br />
packend dynamischen Mitten.“ Nie war<br />
dieser Satz so wertvoll wie heute, will<br />
man meinen.<br />
Dem gegenüber erwies sich der irDAC<br />
als ebenso breitbandig wie universell einsetzbar.<br />
Via S/PDIF war er ein Muster an<br />
Homogenität mit viel Feinzeichnung, stabiler<br />
Abbildung und sattem Bassfundament.<br />
An USB verwandelte er sich gar in<br />
ein dynamisch schwer zu toppendes<br />
Wunder an Spritzigkeit, das sich einen<br />
Energy-Drink einverleibt zu haben schien.<br />
Damit machte er unmissverständlich klar,<br />
wer bei aller Qualität und Musikalität des<br />
Duos der Jahrgangsbeste ist.<br />
Fazit<br />
Stefan Schickedanz<br />
<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />
Der Arcam A 19 ist ganz ohne Frage<br />
ein sehr praxisgerechter, zudem<br />
schicker Vollverstärker. Davon gibt<br />
es allerdings gerade aus England genug<br />
andere Beispiele, auch wenn die<br />
meisten davon nicht so erschwinglich<br />
sind. Doch der Mini-DAC ist in<br />
meinen Augen und Ohren der absolute<br />
Hammer zum kleinen Preis. Vor<br />
allem als Außenbord-D/A-Wandler<br />
für einen Mac oder PC verkörpert er<br />
für mich eines der herausragendsten<br />
Produkte der letzten Jahre.<br />
Mini, Vidi, Vici: Der Kompakt-Wandler verwendet einen BB 1796 für eine maximale<br />
Auflösung von 24 Bit und 192 kHz (1). An die USB-A-Buchse (2) lassen sich iDevices<br />
direkt anschließen. Für USB B (3) gibt es einen Umschalter für Klasse I oder II.<br />
StecKBRIEF DAC<br />
empfehlung<br />
Arcam Ausgewogener Klang<br />
irDAC<br />
Vertrieb<br />
GP Acoustics<br />
02 01 / 1 70 39 04<br />
www.<br />
arcam.de<br />
Listenpreis<br />
um 500 Euro<br />
Garantiezeit<br />
2 Jahre<br />
Abmessungen B x H x T 19 x 4,4 x 12 cm<br />
Gewicht<br />
0,7 kg<br />
digital in/out<br />
USB Host / Stream / iPod • / • / •<br />
Bluetooth / Codecs – / –<br />
Cinch/optisch/BNC/A<strong>ES</strong> 2 / 2 / – / –<br />
Digitalausgang<br />
1 (Cinch)<br />
ausgänge<br />
Cinch / XLR / A<strong>ES</strong> 1 / – / –<br />
Pegel regelbar –<br />
schaltb. Digitalfilter –<br />
ausstattung<br />
Fernbedienung<br />
•<br />
Anzeige kHz / Bit – / –<br />
max. Abtastrate<br />
192 kHz (USB, S/PDIF)<br />
Besonderheiten<br />
Umschaltung für USB Klasse<br />
I und II<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅKlingt fein und natürlich,<br />
und gerade via USB extrem<br />
dynamisch.<br />
Í–<br />
Klang Cinch 113<br />
Klang XLR –<br />
Ausstattung<br />
gut<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil<br />
Preis/Leistung<br />
1<br />
115 Punkte<br />
überragend<br />
02/14<br />
2<br />
StecKBRIEF AMP<br />
Vertrieb<br />
3<br />
www.<br />
Listenpreis<br />
Garantiezeit<br />
Maße B x H x T<br />
Gewicht<br />
ANSCHLÜSSE<br />
Phono MM / MC<br />
Hochpegel Cinch / XLR<br />
Festpegel Eingang<br />
TapeOut<br />
Pre Out Cinch / XLR<br />
Kopfhörer<br />
FUNKTIONEN<br />
Aufnahmewahlschalter<br />
Klangregler / abschaltbar<br />
Loudness<br />
Besonderheiten<br />
Audiogramm<br />
Phono MM/MC<br />
Klang<br />
Ausstattung<br />
Bedienung<br />
Verarbeitung<br />
KLANGURTEIL<br />
PREIS/LEISTUNG<br />
Arcam<br />
A 19<br />
GP Acoustics<br />
02 01 / 1 70 39 04<br />
arcam.de<br />
850 Euro<br />
5 Jahre<br />
43,2 x 8,5 x 27,5 cm<br />
8,5 kg<br />
• / –<br />
6 / –<br />
–<br />
1<br />
• / –<br />
•<br />
–<br />
• / •<br />
–<br />
Zusätzliche Stromversorgung<br />
für irDAC<br />
ÅHomogen abgestimmter<br />
Vollverstärker<br />
mit tollem Taktgefühl.<br />
Í Etwas anspruchvoll<br />
bei der Lautsprecherwahl.<br />
75 / –<br />
85<br />
gut<br />
sehr gut<br />
sehr gut<br />
85 Punkte<br />
gut<br />
www.audio.de ›02/2014<br />
45
Anlagen › DAC-Verstärker-Kombi<br />
Rising Sun<br />
Anglophile HiFi-Freunde werden hellhörig: Nach langem<br />
Dornröschenschlaf und mit chinesischer Hilfe ist<br />
Onix wieder auferstanden. Hat der Geheimtipp aus den<br />
80er Jahren noch den gleichen Zauber wie damals?<br />
■ Text: Bernhard Rietschel<br />
Wer in den späten 80ern Hifi-mäßig<br />
wirklich unkonventionell<br />
sein wollte, hielt sich nicht lange<br />
mit Verstärkern von Mission oder<br />
Naim auf – die gehörten ja fast schon<br />
zum Establishment. Er griff lieber zu Onix,<br />
einer kleinen Firma aus Brighton, die sich<br />
in wenigen Jahren einen großen Namen<br />
zusammengelötet und -gedengelt hatte,<br />
mit klasse klingenden, kleinen Verstärkern<br />
im britischen Brikettformat und einem<br />
Design, das man heute, fast 30 Jahre<br />
später, nur als absolut zeitlos bezeichnen<br />
kann. Dann, Anfang der 90er, verschwanden<br />
die Onix-Produkte zumindest<br />
aus den deutschen Läden, aber so<br />
ganz weg waren sie wohl nie.<br />
Test<br />
Digital-Analogwandler und Vollverstärker<br />
Onix DAC-25 1000 €<br />
Onix A-25 1000 €<br />
46<br />
www.audio.de ›02/2014
Verstärker Anlagen › Röhren-Vollverstärker<br />
› DAC-Verstärker-Kombi<br />
Dass die Marke jetzt wieder richtig groß<br />
antritt, noch dazu mit einem umfangreicheren<br />
Produkt-Portfolio als je zuvor, haben<br />
wir aber nicht nur englischer Zähigkeit,<br />
sondern vor allem chinesischer Finanzpower<br />
zu verdanken. Onix ist seit<br />
einiger Zeit in den Händen von Shanling,<br />
einem der besten und produktivsten Hi-<br />
Fi-Hersteller Chinas, der neben Produkten<br />
unter eigenem Namen auch OEM-<br />
Geräte für etliche hochangesehene<br />
High-End-Marken produziert – deren<br />
Identität verständlicherweise meist ent-<br />
weder gar nicht oder nur streng vertraulich<br />
preisgegeben wird.<br />
Onix geht mit seinen China-Wurzeln<br />
ganz unverkrampft um und tut gut daran:<br />
von dem Fertigungsniveau und den erstklassigen<br />
Materialien, mit denen die Geräte<br />
heute in Shenzhen entstehen, konnte<br />
man im Brighton der 80er nicht mal<br />
träumen. Wenn nun noch der Ingenieursgeist<br />
und die Klangkultur der alten Tage<br />
in den Geräten weiterleben, hat man die<br />
perfekte Formel für den erschwinglichen<br />
High-End-Einstieg gefunden.<br />
Der A25 bringt auf jeden Fal schonmal<br />
optisch alle Nostalgie-Saiten der audiophilen<br />
Seele zum Mitschwingen:<br />
Schwarze Hochglanz-Acrylfront in der<br />
klassischen halben Breite, ein dicker,<br />
kühler, güldener Volume-Knopf in der<br />
Mitte – der A25 ist fast mehr Eighties als<br />
die Originale aus den Achtzigern. Den<br />
Goldknopf muss man tatsächlich benutzen,<br />
denn auf Fernbedienung verzichtet<br />
der A25, belohnt die Mühe aber mit dem<br />
vornehmen Drehgefühl eines klassischen<br />
„blauen“ ALPS-Potentiometers.<br />
Wer den direkt dahinter montierten<br />
Ringkerntrafo (gute Markenware von Plitron)<br />
sieht, ahnt schon, dass hier kein<br />
Watt-Exzess, sondern eher vornehme<br />
Schönes Paar: Der A25 (links) ist sparsam, aber sinnvoll ausgestattet. Ein Vorverstärker-<br />
Ausgang erlaubt den Anschluss einer zusätzlichen Endstufe, der Bypass-Eingang daneben<br />
umgeht die Lautstärkeregelung. Der DAC (rechts) hat zwei USB-Inputs: Der linke (Typ B) dient zum<br />
Anschluss an den Rechner, am rechten (Typ A) kann man iPods und -Phones direkt einstecken.<br />
Darunter sitzen zwei S/PDIF-Eingänge – einer optisch und einer in Koax-Cinch-Ausführung.<br />
www.audio.de ›02/2014 ›07/2013 47
Anlagen › DAC-Verstärker-Kombi<br />
Zurückhaltung angesagt ist. Und lässt<br />
den Blick zufrieden weiterschweifen:<br />
über die vier ebenfalls nicht riesigen,<br />
aber edlen Gold Tune Elkos von Nichicon,<br />
die vier soliden Toshiba-Leistungstransistoren,<br />
die mit den nominellen 2 x 30<br />
Watt leichtes Spiel haben, und die diskrete<br />
Eingangsstufe, die man so nicht<br />
nur in den 80ern, sondern auch schon in<br />
den 70ern hätte bauen können.<br />
Als idealer Partner für den A25 bietet<br />
sich der DAC25 an, ein D/A-Wandler mit<br />
hochmodernem USB-Eingang, nach<br />
Hörgeschmack schaltbarem Upsampling<br />
sowie genau dem Ausstattungsmerkmal,<br />
das dem A25 fehlt: einem regelbaren,<br />
kräftigen Kopfhörerausgang.<br />
Wie schon der Amp ist auch der DAC<br />
außen wie innen blitzsauber aufgebaut.<br />
Er ist dank topmoderner XMOS-USB-<br />
Leckere Portiönchen: Der A25 (links) kommt ohne<br />
Tape Out, Kopfhöreranschluss und Fernbedienung, bietet aber<br />
kurze Signalwege und eine tüchtige Endstufe (Ausschnitt). Der<br />
DAC25 (rechts) besticht mit schönem Schnittband-Trafo,<br />
umschaltbarem Abtastratenwandler, modernem Burr-Brown-<br />
DAC (PCM1792), besockelten OPs und kräftigem KH-Amp.<br />
Platine mit allen Abtastraten-Wassern<br />
gewaschen und dank doppelt-spiegelbildlich<br />
konstruierten Ausgangsstufen<br />
an geeigneten Verstärkern auch symmetrisch<br />
anschließbar.<br />
Im Hörtest bevorzugten die Tester als<br />
Verkabelung innerhalb der Onix-Kombi<br />
jedoch Cinchkabel. Und entschieden<br />
sich auch gleich ziemlich eindeutig für<br />
USB als bestmöglichen Digitaleingang<br />
am DAC25. Der Unterschied war nicht<br />
gering: Lieferte das MacBook Pro<br />
„John The Revelator“ von Brixtonboogie,<br />
abgespielt mit der puristischen<br />
Player-Software Audirvana Plus,<br />
wirkten insbesondere die Höhen<br />
stressfreier, feiner und aussagekräftiger<br />
als wenn dieselben Audiodaten –<br />
nun abgespielt im Linn Sneaky DS – via<br />
S/PDIF herbeikamen. Eine leichte Kantigkeit<br />
schlich sich jetzt nur noch ins<br />
Klangbild ein, wenn man den A25 über<br />
Gebühr forderte. Klar am besten spielte<br />
der Anglo-Chinese an etwas wirkungsgradstärkeren<br />
Boxen und/oder<br />
bei geringeren Lautstärken – letztere<br />
profitierten besonders von seinem<br />
breitbandigen, ganz unten wie ganz<br />
oben weit ausgedehnten Klang, der<br />
aber keineswegs fett, bassig oder flirrend-klingelig<br />
in Übertreibung verfiel.<br />
Im Grundton konturiert, manchmal<br />
auch einen Tick sehnig, spielt der A25<br />
nicht den flauschigen Verführer, sondern<br />
zeigt eher eine nüchtern-direkte<br />
Note, die nicht jeder auf Anhieb liebt,<br />
die aber klares Potential verrät: Beschäftige<br />
dich mit mir, scheint er dem<br />
Hörer zu bedeuten, stell mich liebevoll<br />
auf eine passende Plattform (die bFly<br />
Audio Base One für günstige 160 Euro<br />
passte sehr gut) hol alles aus mir raus –<br />
ich werde jeden Schritt honorieren.<br />
Fotos: Julian Bauer, Archiv<br />
Messlabor<br />
Mit 2 x 37 / 55 W an 8 / 4Ω (1, AK=49) ist<br />
der A25 kein Leistungsriese, er zeigt aber im<br />
Spannungs-Impedanz-Würfel vorbildliche<br />
Laststabilität. Der dynamische Klirrverlauf<br />
(2) mit etwas erhöhtem k3 und die etwas<br />
breiteren Klirrspektren lassen eine leichte<br />
Klangaufhellung erwarten. Der DAC25 lieferte<br />
mit brettgeradem Frequenzgang, niedrigstem<br />
Jitter (150ps), praxisgerechtem Ausgangswiderstand<br />
(100Ω) sowie extrem hohem Störabstand<br />
(um 120dB) durchweg Bestwerte.<br />
48 www.audio.de ›02/2014
Anlagen › DAC-Verstärker-Kombi<br />
Musste sich der A25 erst einem noch<br />
detaillierteren und körperhafteren Naim<br />
Nait 5i geschlagen geben, war es sogar<br />
noch schwieriger, den Aufstieg des<br />
DAC25 zu bremsen. Dem M2Tech<br />
Young für 1200 Euro gelang dies schließlich<br />
– wen auch nur durch Patt. Denn<br />
was immer der Italiener in seinen Spezialdisziplinen<br />
Räumlichkeit und Detailreichtum<br />
vorlegte – der Onix neutralisierte es<br />
mit noch mehr Schmelz und Ausdruckskraft<br />
in den wichtigen Mitten, mit einer<br />
griffigen und ergreifenden Wiedergabe,<br />
die gerade mit Rockmusik oft Vorteile<br />
Fazit<br />
Bernhard Rietschel<br />
<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />
Die Onix-Kombi mit dem sehr kompetenten,<br />
druckvoll-griffigen DAC<br />
und dem konturiert-straff spielenden<br />
Verstärker harmoniert prima, ist<br />
bis ins Detail schön und hochwertig<br />
aufgebaut und sieht Seite an Seite<br />
einfach klasse aus. Dafür sollte man<br />
aber nicht gleich die erstbeste Box<br />
kaufen, sondern etwas auf deren<br />
Leistungsbedarf achten – dann<br />
winkt eine echte Gewinner-Kette.<br />
bot: „C'mon“, das vorletzte Low-Album,<br />
war beispielsweise ein klarer Fall für den<br />
DAC25, die <strong>neue</strong>n Klassik-Studiomaster-Downloads<br />
von highresaudio.com<br />
über den Young noch spannender.<br />
StecKBRIEF DAC<br />
empfehlung<br />
Onix<br />
Druck & Dynamik<br />
DAC-25<br />
Vertrieb<br />
Resonance Audio<br />
030 / 577 027 244<br />
www.<br />
resonance-audio.de<br />
Listenpreis<br />
1000 Euro<br />
Garantiezeit<br />
2 Jahre<br />
Abmessungen B x H x T 21,5 x 10 x 40 cm<br />
Gewicht<br />
4,5 kg<br />
digital in/out<br />
USB Host / Stream / iPod – / • / •<br />
Bluetooth / Codecs – / –<br />
Cinch/optisch/BNC/A<strong>ES</strong> 1 / 1 / – / –<br />
Digitalausgang –<br />
ausgänge<br />
Cinch / XLR / A<strong>ES</strong> 1 / 1 / –<br />
Pegel regelbar<br />
– (nur Kopfhörer)<br />
schaltb. Digitalfilter – (schaltb. Upsampling)<br />
ausstattung<br />
Fernbedienung<br />
• (ohne KH-Lautstärke)<br />
Anzeige kHz / Bit – / –<br />
max. Abtastrate<br />
192 kHz (USB, S/PDIF)<br />
Besonderheiten<br />
regelb. KH-Anschluss<br />
Audiogramm<br />
ÅErwachsener, ausgewogener<br />
Klang.<br />
ÍEingangswahl-Beschriftung<br />
schwer ablesbar<br />
Klang Cinch 115<br />
Klang XLR 115<br />
Ausstattung<br />
gut<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil<br />
Preis/Leistung<br />
115 Punkte<br />
sehr gut<br />
02/14<br />
StecKBRIEF AMP<br />
Vertrieb<br />
www.<br />
Listenpreis<br />
Garantiezeit<br />
Maße B x H x T<br />
Gewicht<br />
ANSCHLÜSSE<br />
Phono MM / MC<br />
Hochpegel Cinch / XLR<br />
Festpegel Eingang<br />
TapeOut<br />
Pre Out Cinch / XLR<br />
Kopfhörer<br />
FUNKTIONEN<br />
Aufnahmewahlschalter<br />
Klangregler / abschaltbar<br />
Loudness<br />
Besonderheiten<br />
Audiogramm<br />
Phono MM/MC<br />
Klang Cinch/XLR<br />
Ausstattung<br />
Bedienung<br />
Verarbeitung<br />
KLANGURTEIL<br />
PREIS/LEISTUNG<br />
Onix<br />
A-25<br />
Resonance Audio<br />
030 / 577 027 244<br />
resonance-audio.de<br />
1000 Euro<br />
2 Jahre<br />
21,5 x 10 x 42 cm<br />
6 kg<br />
– / –<br />
2 / 1<br />
1<br />
–<br />
• / –<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
ÅKlar definierter Klang,<br />
feines Ansprechverhalten,<br />
gute Auflösung<br />
Í Sorgfältige Boxenwahl<br />
nötig<br />
–<br />
90 / 88<br />
befriedigend<br />
sehr gut<br />
sehr gut<br />
90 Punkte<br />
sehr gut<br />
KEINE KOMPROMISSE.<br />
Vollverstärker M6i Eingänge: 4 x Cinch, 1 x XLR, 1 x USB; Ausgänge:<br />
1 x Lautsprecher, Tape-Out, Pre-Out; Leistung 200 Watt/Kanal, silber<br />
oder schwarz, 17Kg, 2.549,-€<br />
MEHR PRODUKTE UND HÄNDLER:<br />
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Anlagen › Stereo-Komplettsystem<br />
Lady-Thriller<br />
Dieser Streaming-Amp bedient nicht nur alle gängigen Formate und trägt die Klang-DNS<br />
von Cambridge in sich. Er lässt sich auch gut bedienen und sieht klasse aus. Gelingt ihm<br />
damit der schwierige Spagat zwischen WAV und WAF (Women's Acceptance Factor)?<br />
■ Text: Stefan Schickedanz<br />
Kaum kommt auf Massenspeichern<br />
archivierte Musik aus der<br />
Schmuddelecke der „zerhackten<br />
Klänge“ hervor, gibt es schon einen<br />
unüberschaubaren Markt an Streaming-<br />
Lösungen. Genau betrachtet fällt allerdings<br />
ein großer Teil durch den Rost,<br />
weil es sich dabei nicht wirklich um Lösungen<br />
handelt, die geeignet sind, audiophilen<br />
Ansprüchen zu genügen. Vom<br />
Rest verscherzt es sich ein nicht unerheblicher<br />
Teil mit Frauen und anderen<br />
Ästheten. Doch nun tritt Cambridge Audio<br />
an, um Klang, Aussehen und Bedienung<br />
unter einen modischen Hut zu bringen.<br />
Mit dem Minx Xi lassen sich der britischen<br />
Traditionsmarke ganz <strong>neue</strong> Seiten<br />
abgewinnen. Der Einteiler erweist<br />
sich als besonders stylische und fortschrittliche<br />
Möglichkeit, einen ganzen<br />
HiFi-Tum zu ersetzen.<br />
Nachdem UKW trotz mehrfacher Gnadenfrist<br />
kein ewiges Leben beschert<br />
sein dürfte, das „Digitalradio“ DAB aber<br />
keine würdige Alternative bietet, kann<br />
man bei einem stationären Gerät problemlos<br />
ganz auf einen konventionellen<br />
Tuner verzichten. Schließlich besitzt der<br />
Minx ein rundum gut gemachtes, potentiell<br />
äußerst klangstarkes Webradio. Das<br />
große, vierzeilige Display ist zwar monochrom,<br />
liefert aber nützliche Infos inklusive<br />
der Datenrate. Zudem lassen sich<br />
die Stationen nach hoher und niedriger<br />
Übertragungsqualität sortieren.<br />
Radio 2.0 an bord<br />
Darüber hinaus unterstützt der Cambridge<br />
Online-Musikdienste wie Aupeo,<br />
MP3 Tunes und Live 365. Um die Inhalte<br />
auf die Anlage zu streamen, braucht der<br />
Benutzer kein Netzwerk-Kabel ins Wohnzimmer<br />
zu verlegen. Neben einem Ethernet-Anschluss<br />
ist auch ein WLAN-Netzwerk<br />
mit der typischen Antenne auf der<br />
Rückseite vorhanden. So kann der Minx<br />
Xi via UPnP auch auf das zentrale Musikarchiv<br />
des Hauses zurückgreifen. Das<br />
gelingt dank einer nicht einfach lieblos<br />
zugekauften, sondern richtig schicken<br />
Fernbedienung und der kostenlosen<br />
Smartphone- und Tablet-App „Stream<br />
Magic“ (Android oder iOS) relativ reibungslos.<br />
Der Allesfresser verdaut die<br />
wichtigsten Formate wie MP3, AAC,<br />
WMA, Apple Lossless, AIFF, Ogg Vorbis,<br />
FLAC oder WAV bis 24 Bit/96 kHz.<br />
Musik aus dem Blauen<br />
Die Musik muss aber nicht unbedingt<br />
aus dem Netzwerk kommen: Der Enter-<br />
Innere Werte: Die Kühlkörper<br />
schmiegen sich förmlich an den zentralen<br />
Ringkerntrafo an.<br />
50<br />
www.audio.de ›02 /2014
Anlagen › Stereo-Komplettsystem<br />
tainer verfügt über zwei USB-Eingänge<br />
(der dritte ist für den mitgelieferten Bluetooth-Adapter<br />
BT100). Dort lassen sich<br />
Festplatten oder USB-Sticks einstöpseln.<br />
Und wer mal schnell ein Paar Popsongs<br />
vom Handy abspielen möchte,<br />
der kann sie direkt via Bluetooth ans System<br />
funken. Der Cambridge stellt dafür<br />
den hochwertigen, nahezu CD-Qualität<br />
bietenden AptX-Standard zur Verfügung.<br />
Wer lieber auf konventionelle Strippenzieherei<br />
vertraut, findet immerhin zwei<br />
Stereo-Cinch-Anschlüsse und einen<br />
Klinkeneingang vor. Außerdem lässt<br />
sich ein Subwoofer anschließen, falls<br />
der Minx Xi mit kleinen Lautsprechern in<br />
einem großen Raum betrieben werden<br />
soll. Schließlich bietet Cambridge Audio<br />
sogar ein passend gestyltes Subwoofer-<br />
Satelliten-Set im Hochglanz-Design an.<br />
(Auf der nächsten Doppelseite finden<br />
Sie eine Lautsprecher-Empfehlung der<br />
Redaktion).<br />
Test<br />
Vollverstärker<br />
Cambridge MinX XI 800 €<br />
Das Konzept kann inklusive der Ausstattung<br />
bis ins Detail überzeugen. Besonders<br />
hervorzuheben wären dabei die<br />
Tasten auf beiden Seiten des Frontdisplays.<br />
Dazu zählt zum Beispiel ein Play-<br />
Pause-Button, wie vom CD-Player bekannt,<br />
zum Starten oder Stoppen der<br />
Streamingwiedergabe. Viele Anwender<br />
solcher neumodischen Gerätschaften<br />
kennen solche Funktionen nur als<br />
zweidimensionale, gefühllose<br />
Screendarstellung. Apropos Gefühl:<br />
Beim Kombiknopf für Lautstärke und<br />
Navigation sollte Mann oder Frau nicht<br />
zu kleinlich sein, denn er besteht aus<br />
Kunststoff und hat reichlich Spiel. Letztlich<br />
handelt es sich dabei um Luxussorgen:<br />
Viele Hersteller sparen schließlich<br />
Lautstärkeregler am Gerät ganz ein<br />
und delegieren diese Funktion nicht<br />
selten an primitive Scheckkarten-Fernbedienungen<br />
oder gar an Handys, die<br />
erst aufgeweckt werden wollen, bevor<br />
sich mit ihnen etwas regeln lässt.<br />
Klangseitig ließen sich die Entwickler<br />
auf jeden Fall nicht lumpen. Sie spendierten<br />
dem Kompaktsystem einen<br />
stattlichen Ringkerntrafo, der bauartbedingt<br />
wenig Streufelder produziert, und<br />
kunstvoll geschwungene, kanalgetrennte<br />
Kühlkörper aus Massiv-Aluminium.<br />
So können die beiden Class-AB-Amps,<br />
die von einer Abschaltautomatik auf verantwortungsvollen<br />
Umgang mit Energie<br />
getrimmt wurden, ohne thermische Sorgen<br />
ihrer Arbeit nachgehen. Damit sie<br />
sorgfältig konvertierte Klänge zum Verstärken<br />
vorfinden, engagierte Cambridge<br />
einen WM8728 vom Wandler-<br />
Spezialisten Wolfson. Dessen digitale<br />
Lautstärke-Option verschmähen<br />
die Engländer zugunsten<br />
eines klassischen<br />
Widerstandsleiter-Pegelstellwerks<br />
– mit dem angenehmen<br />
Nebeneffekt,<br />
dass analog zugespielte<br />
www.audio.de ›02 /2014<br />
51
Anlagen › Stereo-Komplettsystem<br />
Fazit<br />
Stefan Schickedanz<br />
<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />
Antenne Angelsachsen: Neben LAN- kann der Cambridge auch WLAN-<br />
Verbindungen aufbauen. Für weitere Digitalquellen stehen optische und Koax-Inputs bereit.<br />
Signale einen vollständig analogen Signalweg<br />
ohne zweifelhafte Zwangs-Digitalisierung<br />
vorfinden. Hier regierte nicht<br />
Convenience-Denken, sondern reiner<br />
HiFi-Geist, was auch der sehr breitbandige<br />
Frequenzgang (-1dB bei 100kHz)<br />
eindrucksvoll belegt.<br />
Bereits mit Webradio produzierte der<br />
Cambridge an einer ganzen Reihe verschiedener<br />
Lautsprecher äußerst frische<br />
und knackige Klänge – zumindest<br />
solange man Stationen mit einigermaßen<br />
würdevoller Datenrate aus dem<br />
Netz fischte. Mit Songs in CD- oder gar<br />
HD-Qualität aus dem Hörraum-Server<br />
oder vom USB-Stick wurde der Klang so<br />
spritzig-klar in den Höhen und knackig<br />
im Bass, dass man an einer Box vom Kaliber<br />
der um ein Vielfaches teureren Sonics<br />
Allegra II von explosiver Tieftonwiedergabe<br />
und vorbildlicher Offenheit<br />
sprechen konnte. Das hätte beim Anblick<br />
des Minis niemand für möglich gelten.<br />
Nur wer mit England noch primär<br />
warme, einschmeichelnde Grundtöne<br />
verbindet, könnte das Dynamik-Bündel<br />
Messlabor<br />
als etwas nüchtern empfinden. Dank der<br />
Flexibilität im Zusammenspiel mit unterschiedlichsten<br />
Lautsprechern, kann sich<br />
allerdings jeder die Gesamtperformance<br />
noch etwas nach eigenem Gusto abschmecken,<br />
auch in Richtung lieblich<br />
mild. An der Stabilität der Abbildung,<br />
dem Fokus und den Instrumentenkonturen<br />
gab es jedenfalls rein gar nichts auszusetzen.<br />
Für deutlich unter 1000 Euro<br />
schuf Cambridge einen regelrechten Lady-Thriller<br />
mit Killer-Punch.<br />
Boxen-Empfehlung<br />
PaArsuche... Die Kompaktboxen<br />
aus dem Januarheft<br />
scheinen wie geschaffen<br />
für den Minx. Die<br />
Canton SLS 720 (780 Euro)<br />
(Abb.) und die Monitor Audio<br />
Silver 1 (600 Euro) passen<br />
mit ihrem Glanzlack auch optisch perfekt.<br />
Allerdings brauchen beide etwas Luft im Rücken,<br />
sonst brummeln sie. Wer die Boxen direkt<br />
an die Wand stellt, findet mit der Nubert Nuline<br />
34 (670 Euro) eine klangstarke Alternative.<br />
Cambridge Audio kenne ich noch<br />
aus den 80ern, wo Engländer den<br />
ersten 32-fach-Oversampling-CD-<br />
Player fabrizierten. In meiner<br />
Sammlung befindet sich der kleine<br />
Bruder, ein 16-Fach-Oversampler<br />
mit vier parallelgeschalteten<br />
Philips-DACs. Was die Briten die<br />
letzten Jahre machten, fand ich<br />
schon allein vom Design her weniger<br />
spannend. Doch mit dem<br />
kleinen Minx Xi setzen sie in meinen<br />
Augen und Ohren wieder ein<br />
großes Ausrufezeichen.<br />
StecKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www.<br />
Listenpreis<br />
Garantiezeit<br />
Maße B x H x T<br />
Gewicht<br />
Cambridge Audio<br />
Minx XI<br />
Taurus High-End Gmbh<br />
040 / 5 53 53 58<br />
cambridgeaudio.de<br />
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5,8 kg<br />
anschlüsse<br />
Laufwerk CD/DVD/BD – / – /–<br />
Analog In/Out<br />
3 / 1 (Subwoofer)<br />
USB / Firewire 2 x (Host) / –<br />
Digital In A<strong>ES</strong>/koax/optisch – / 1 / 1<br />
Digital out A<strong>ES</strong>/koax/optisch – / – / –<br />
Netzwerk<br />
LAN, WLAN<br />
Funktionen<br />
Display / OSD • / –<br />
Schneller Vor/Rücklauf –<br />
Erweiterte Playlists (Queue) •<br />
Bluetooth/Airplay • / –<br />
Coveranzeige / -suche – / –<br />
Radio FM/DAB/Internet – / – / •<br />
CD rippen / direkt abspielen – / –<br />
Musik-Dateiformate FLAC, WAV, AIFF, ALAC,<br />
WMA, Ogg Vorbis, MP3,<br />
AAC<br />
benötigter Server<br />
UPnP<br />
Gapless<br />
•<br />
Steuerung via App<br />
•<br />
überträgt kpl. Playlist •<br />
Max. Auflösung Bit/kHz 24/96 über Netzwerk/USB<br />
24/192 über S/PDIF Koax<br />
Der Stabilitätswürfel verrät mittelhohe Leistung, aber beinharte Netzteilstabilität auch<br />
an niedrigen Impedanzen und phasenkritischen Lautsprechern. Die Sinusleistung beträgt<br />
42/56W an 8/4Ω (AK=48). Die Frequenzgänge (o.Abb.) zeugen von sehr breitbandiger<br />
Verstärkung (-1dB bei 10Hz und 100kHz) mit geringer Gegenkopplung. In den<br />
Verzerrungsanalysen (2) dominiert harmloser Klirr 2. Ordnung mit perfektem Verlauf.<br />
<strong>AUDIO</strong>GRAMM<br />
ÅSehr spritziger, konturierter<br />
Klang, informatives<br />
Display, WLAN an Bord.<br />
Í–<br />
Klang lossless 83<br />
Bedienung<br />
sehr gut<br />
Verarbeitung<br />
sehr gut<br />
klangurteil<br />
Preis/Leistung<br />
83 Punkte<br />
Überragend<br />
Fotos: Shutterstock, Archiv<br />
52 www.audio.de ›02 /2014
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<strong>AUDIO</strong> erscheint im Verlag WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH, Richard-<br />
Reitzner-Allee 2, 85540 Haar, Handelsregister München, HRB 154289<br />
Geldinstitut<br />
Datum<br />
✗<br />
Unterschrift<br />
WK 4032 M02
Musik › POP & ROCK<br />
| POP | OLDI<strong>ES</strong> | JAZZ | KLASSIK | auf CD, SACD, LP und Blu-ray/DVD<br />
POP-CD D<strong>ES</strong> MONATS<br />
Americana, Rock<br />
der „boss“ als hoffnungsträger<br />
Große Songs, große Themen, eine großartige Haltung: Auf „High Hopes“<br />
hat Bruce Springsteen zentrale Zutaten wichtiger Rock musik zu einem<br />
weiteren opus magnum seiner Karriere gebündelt. Und einen Neuzugang<br />
in seiner Band, der als wahrer Sound-Katalysator wirkt<br />
Bruce<br />
Springsteen<br />
High Hopes<br />
Columbia/Sony (CD, CD+DVD, LP + CD)<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Er ist noch immer Beobachter, mahnende<br />
Stimme, Prediger der Menschlichkeit – auch<br />
wenn Bruce Springsteen längst zum Establishment<br />
gehört und den Kumpel der Arbeiterklasse<br />
nicht mehr verkörpern müsste. Doch der „Boss“<br />
kann nicht anders, als sich auf seine Weise einzumischen,<br />
mit Musik, die auf beiläufige Art zeitlos<br />
ist, und mit Worten, die zwischen Hobo-Romantik,<br />
herbem Realismus und Anklage changieren. „You<br />
can get killed just for living in your american skin“<br />
heißt es an einer Stelle seines 18.Studioalbums.<br />
Er beschwört „Hope, Faith, Courage, Trust“,<br />
nimmt das Depressions-Thema von „The Ghost<br />
Of Tom Joad“ noch einmal auf, sinniert sinister<br />
„Down In The Hole“, mahnt die „High Hopes“<br />
an: „Don‘t you know, these days you pay for<br />
everything!“.<br />
Wahrscheinlich würde einem diese Menge<br />
ostentativ nachhaltiger Americana auf<br />
die Nerven gehen, wäre es nicht Springsteen,<br />
der mit nuschender Emphase<br />
seine Botschaften untermauert und<br />
mit unerschöpflicher Energie das eigentlich<br />
längst bestellte Feld beackert.<br />
Ein entscheidender Punkt ist außerdem Tom<br />
Morello. Bewährt als Bürgerrechtler und Gitarrist<br />
von Race Against The Machine, ist er seit März<br />
2013 Teil der E Street Band (nachdem er zunächst<br />
lediglich Steve Van Zandts Tourneevakanz übernommen<br />
hatte). Morello hat bei zwei Drittel der<br />
Lieder maßgeblich mitgewirkt, als Sänger, Duett-<br />
Partner, Instrumentalist. Und er ist die treibende<br />
Kraft, um den Sound der E Street Band zu renovieren.<br />
Man hört neben dem bekannten Folk-Rock<br />
daher auch dezente Industrial-Beats. Eine Prise<br />
New Orleans kommt hinzu, eine Nuance Latin,<br />
orchesterhafte Fülle, viel mollhaftes Pathos und<br />
ordentlich lärmende Gitarreneinschübe, das Ganze<br />
präsent, aber nicht überladen gemischt und mit<br />
einem Spannungsbogen, der vom aufrüttelnden<br />
Titelstück bis hin zum schon beinahe übertrieben<br />
hoffnungsvollen „Dream Baby Dream“ führt.<br />
So ist „High Hopes“ die konsequente Fortsetzung<br />
von „Wrecking Ball“, kritisch, persönlich und vor<br />
allem musikalisch ein Schritt in die Zukunft des<br />
Springsteen-Kosmos.<br />
Ralf Dombrowski<br />
Born To Run, Darkness On The Edge Of Town, The River,<br />
Nebraska, Wrecking Ball; Bob Dylan<br />
54<br />
www.audio.de ›02 /2014
<strong>AUDIO</strong>PHILE CDS D<strong>ES</strong> MONATS<br />
Malia & Boris Blank<br />
Convergence<br />
klang<br />
tipp<br />
Cristin Claas<br />
67 Days<br />
klang<br />
tipp<br />
Musik › POP & ROCK<br />
Emarcy/Universal (CD)<br />
Die Blank’schen Synthiebässe – bekannt von der schweizer Elektropop-Band<br />
Yello – sind inzwischen quasi Legende in audiophilen Kreisen.<br />
Auch auf „Convergence“ sind die Tieftöner aus der Klangküche von<br />
Boris Blank durchweg präsent: mal eher untergründig wie in „Ce lestial<br />
Echo“, dann dominant, schwer und fest („Touching Ghosts“). Wer also<br />
Speaker mit der Spezialdisziplin Basspräsision besitzt, kann mit gelassenem<br />
Grinsen mal wieder zu einer Hörsession bitten und diese Scheibe in<br />
den Player werfen, zumal eine famose Räumlichkeit und Scharfzeichung<br />
das Klangbild perfektioniert.<br />
Und in der Hauptrolle glänzt Black Orchid; Ella Fitzgerald, Yello, Sade<br />
die britisch-malawische<br />
Sängerin Malia, die diesen<br />
mondänen Elektro-Soul mit<br />
ausdrucksstarken, Richtung<br />
Jazz und Blues ausgreifenden<br />
Vocals in der Tradition<br />
von Billie Holiday oder Nina<br />
Simone auflädt. Anspieltipps:<br />
der Fities-Evergreen „Fever“,<br />
„Claire Cadillac“ mit James-<br />
Bond-Flair oder „Turner’s<br />
Ship“ mit mächtigen Voodoo-<br />
Trommeln. Christof Hammer Musik:<br />
Klang:<br />
Suninga Records; cristinclaas.com (CD)<br />
Wir wissen mehr denn je, wer wir sind“, beschreibt Sängerin Cristin<br />
Claas den Status Quo des gleichnamigen deutschen Trios zu<br />
ihrem sechsten Album. Pianist Christoph Reuter und Gitarrist Stephan<br />
Bormann verwandeln die meisten der 13 Songs von „67 Days“ in<br />
poetische Kleinode mit einem funkelnden Mix aus Pop-Kunst, Soul-<br />
Sensitivität, Folk-Finesse und Jazz-Appeal. Ein feiner Hauch Melancholie<br />
hier, helle, „claasische“ Stimm-Eleganz dort, gepaart mit unaufgeregter<br />
Kunstfertigkeit an Tasten und Saiten: So geht es durch sonnige Popmelodien<br />
(Titelsong), souliges<br />
Mara & David, Jessica Gall<br />
Terrain („In A Safe Shell“)<br />
oder quirlig-mediterrane<br />
Strukturen wie im akkordeongeprägten<br />
„La Danza Impossibile“.<br />
„Longing For The Storm“<br />
wiederum verströmt wohligen<br />
Jazz-Flow. Und mit deutsch<br />
gesungenen Tracks wie „Wir<br />
beide“ weht sogar ein Hauch<br />
Rosenstolz-Atmosphäre aus<br />
den Lautsprechern. Und das<br />
in fein aufgelöstem, tonal präzisem<br />
Klang und mit schöner<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Feindynamik. Claus Dick<br />
SCHÄTZE D<strong>ES</strong> MONATS<br />
Andrea Schroeder Where The Wild Oceans End<br />
Glitterhouse/Indigo (CD, LP; erhältlich ab 31. Januar)<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Den Titel „Ghosts Of Berlin“<br />
dürften Sie, liebe Leser, bereits<br />
kennen: In Heft 1/2014 war diese<br />
schwermütige, aber glücklichmachende<br />
Ballade ein Highlight unserer<br />
Gratis-CD „<strong>AUDIO</strong>phile Pearls Vol. 7“.<br />
Nun gibt’s das dazugehörige Album,<br />
und wer bei „Ghosts Of Berlin“<br />
Feuer gefangen hat, sollte sich die<br />
weiteren neun Songs von Andrea<br />
Schroeder nicht entgehen lasen. Die<br />
Berlinerin bewegt sich traumverloren<br />
in einem ganz eige nen Songkosmos<br />
zwischen Folk und Americana,<br />
den sie mit einer famosen Band um den dänischen Gitarristen Jesper<br />
Lehmkuhl, Walkabouts-Chef Chris Eckman und die Violinistin Catherine<br />
Graindorge Richtung Chanson und Rock ausdehnt. Das Pariser „chanson<br />
noir“ der 60er Jahre blitzt hier ebenso auf wie die kühle Ästhetik<br />
von Velvet Underground und der Glamour eines David Bowie (in einer<br />
leisen Coverversion von „Heroes“). Durchweg zieht Schroeders schwere<br />
Altstimme den Hörer tief hinein in dunkel-sehnsuchtsvolle Stimmungen,<br />
die Gitarren wissen auch um die Kraft der Elektrizität, und die<br />
Arrangement um die Faszination der Stille: famos! Christof Hammer<br />
Chris (Eckman) & Carla (Torgerson), Nico, Nick Cave, Tom Waits<br />
Bohren & der Club Of Gore Piano Nights<br />
PIAS / Rough Trade (CD, 2 LPs)<br />
Intensität durch Langsamkeit und Songs, die sich im Verweilen ihre<br />
Binnenstruktur selbst erarbeiten: Dieses Konzept steht nach wie vor<br />
bei den knitzen „Doom-Jazzern“ aus Mülheim an der Ruhr. Seit zwei<br />
Jahrzehnten geistern sie nun schon mit gelassener Erhabenheit durch<br />
die immer hektischere Musiklandschaft, immer auf der Suche nach den<br />
schönsten Trophäen der Zeitlupenästhetik. Einzig der titelgebenden<br />
Einsatz eines zuweilen singstimmenimitierenden Pianos – eher eine<br />
Addition in Sachen Schönklang als tatsächliche Neuerung – kommt auf<br />
Album Nummer 8 zum sehr hermetisch tönenden Gesamtsound hinzu.<br />
Und wie gewohnt schleichen die Kompositionen in entschleunigten<br />
Moll-Stimmungen umher, um von kaum noch zu steigernder saxofonbeladener<br />
Schlüpfrigkeit konterkariert zu werden. Das schafft Eleganz,<br />
Schönheit und natürlich viel Pathos und ergibt einen Sound, der sich<br />
augenzwinkernd in die Easy-Listening-/Ambient-Nische shuffelt. Jedoch<br />
versteht jeder Track auch auf eine<br />
leichtfüßige Lust an zeitlosem Melodiebögen<br />
und ergreifendem harmonischem<br />
Auflösungen. Dies macht<br />
„Piano Nights“ zum besten, weil<br />
atmosphärischsten Bohren- Album<br />
seit „Black Earth“. Ein Hoch auf die<br />
Langsamkeit! Daniel Vujanic<br />
Black Earth, (2002); Twin Peaks, Brian Eno<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Fotos: Sony Music, Charlotte Greve, Gregor Fischer;<br />
Denis Rouvre / Harmonia Mundi; Soulfood
Musik › POP & ROCK<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Short Shots<br />
Schandmaul Unendlich (Vertigo/Universal;<br />
CD, CD+DVD, 2 LPs, Deluxe-Edition)<br />
Keine Ahnung, wie es im Rest<br />
von Europa aussieht, aber das<br />
befremdliche Faible der Deutschen<br />
für Mittelalterliches vom Jahrmarkt<br />
bis zum Rittermahl dauert unverändert<br />
an. In bewährter Manier<br />
liefern die Münchner Schandmäuler<br />
den Soundtrack dazu: mit allerlei<br />
Streich- und Blasgedöns, Drehleier<br />
und vielen E-Gitarren – und wieder<br />
etwas zupackender als auf dem<br />
Vorgänger „Traumtänzer“. ham<br />
Toy Join The Dots (Heavenly / PIAS / Rough<br />
Trade; CD, 2 LPs + CD + Poster)<br />
Mit einer Mischung aus Indie-,<br />
Noise- und Shoegaze-Pop spielte<br />
sich dieses Quintett aus Brighton<br />
schon in die Herzen der englischen<br />
Szenepresse. Um das ganz große<br />
Kribbeln auszulösen, hat der Toy-<br />
Sound aber bislang noch etwas zu<br />
wenig Dreck in der Rille ... ham<br />
Mooryc Roofs (Freude Am Tanzen /<br />
Rough Trade; CD, LP)<br />
Fans von Schnittstellenpop kommen<br />
bei diesem Debüt voll auf<br />
ihre Kosten. Treibende Clubelektronik<br />
und traurige Vocals treffen<br />
auf leichtfüßiges Songwriting mit<br />
Hang zu akzentuiert-klassischen<br />
Melodien und ergänzen sich zu<br />
einem Downtempo/R`n´B-Hybrid<br />
von auffälliger Qualität. vu<br />
Black Hearted Brother Stars Are Our<br />
Home (Sonic Cathedral / Alive; CD, 2 LPs)<br />
Die hier Beteiligten (u.a. Neil<br />
Halstead, Mark Van Hoen) erspielten<br />
sich im Indie-Kosmos bei so illusteren<br />
Bands wie Slowdive, Mojave<br />
3 oder Seefeel bereits eine gewisse<br />
Reputation. Dementsprechend<br />
speist sich auch „Stars Are Our<br />
Home“ aus Shoegaze-, Psychedelic-<br />
und Spacerockelementen,<br />
garniert durch kontemplative<br />
Ambientschichten und eine Prise<br />
introspektiven Folk und führt damit<br />
die richtungsweisende Ahnenreihe<br />
in logischer Weise fort. vu<br />
Jens Lysdal Easy Heart<br />
(Devine / Broken Silence; CD)<br />
Fußball oder Musik? Wer ihn Gitarre<br />
spielen hört, weiß: Jens Lysdal<br />
hat sich richtig entschieden. Mit<br />
viel Gefühl für Sounds zwischen<br />
Country und Blues klingt der Däne<br />
kein bisschen nach seiner Heimat,<br />
sondern eher wie ein Kumpel von<br />
Tom Waits oder J. J. Cale. ham<br />
Pop<br />
Boy George<br />
This Is What I Do<br />
Pop, Rock, Folk<br />
Universal (CD, 2 LPs+CD)<br />
Drogenstories, Knastgeschichten, großes<br />
Drama: Ruhig war es um den Culture-Club-<br />
Boss nie. Nur musikalisch herrschte 18 Jahre<br />
lang Stille bei George O‘Dowd. Jetzt das<br />
Comeback: mit Koautor Youth (U2, Killing<br />
Joke), einer <strong>neue</strong>n Band und zwölf klassischen<br />
Pop-Tunes mit Easy-Going-Flair, tanzbaren<br />
Grooves und Reggae-Vibes. Nicht mehr<br />
so „pop-tastic“, nicht so glamourös gerät die<br />
Rückkehr, bei der sich der 51-Jährige trotz unsteten<br />
Lebenswandels in guter Form und bei<br />
Songs wie „Live Your Life“ und Zeilen wie „...<br />
put down the booze / don‘t let the demons<br />
win the fight“ selbstkritisch und reflektierend<br />
zeigt. Eine kurzweilige Disc – eine gelungene<br />
Wandlung vom Boy zum Mann. Stefan Woldach<br />
Scissor Sisters, George Michael, Bronski Beat, Erasure<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
The Autumn Defense<br />
Fifth<br />
Yep Roc / Cargo (CD, LP)<br />
Die 60er und 70er Jahre mit ihrer Melodienfülle,<br />
wie man sie von den Beatles, Byrds und<br />
Beach Boys kennt: Das sind/waren prägende<br />
Einflüsse für John Stirratt und Pat Sansone,<br />
die seit 2001 den Kern von The Autumn Defense<br />
bilden. Bekannter aber sind die beiden<br />
als Mitglieder der US-Band Wilco, und Pausen<br />
während der letzten Wilco-Tournee nutzte<br />
man in Chicago für das fünfte AD-Album. Zart<br />
wie eine herbstliche Stimmung schmiegen<br />
sich die Melodien und Rhythmen ins Ohr,<br />
Sehnsüchte und melancholische Empfindungen<br />
aus guten und bösen Beziehungen<br />
durchziehen die Texte. Zwölf fragile Feintöner,<br />
eingespielt erstmals mit einer eigenen (Tour-)<br />
Band: schlicht und wunderschön! Willi Andresen<br />
Wilco, Uncle Tupelo, Josh Rouse<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Americana<br />
Pop<br />
Howe Gelb<br />
The Coincidentalist<br />
New West / Souldoof (CD, 2 LPs)<br />
„Welcome to the desert“ knurrt der altgediente<br />
Wüstenrocker im Opener „Vortexas“, den<br />
er mit Americana-Ass Bonnie Prince Billy anstimmt.<br />
Der Willkommensgruß ist Programm<br />
auf dem gefühlt 40. Album des Giant-Sand-<br />
Heroen. Im Team mit John Parish (PJ Harvey),<br />
M. Ward, KT Tunstall, Andrew Bird und Steve<br />
Shelley (Sonic Youth) inszeniert Gelb elf eigenständige<br />
Songs, mit Gitarre, Saloon-Piano,<br />
Glockenspiel und knorriger Stimme. Das<br />
piekst mit peitschenden Drums mal wie ein<br />
Kaktus oder schmeichelt wie eine Wüstenblume<br />
dank sanftem Country-Wind, umgarnt<br />
von Backingvocals im Sixties-Stil. Der Klang:<br />
homogen, trocken, im Gesang teils bewusst<br />
hallreich und elektronisch inszeniert. Claus Dick<br />
Giant Sand, Calexico<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Sophie Ellis-Bextor<br />
Wanderlust<br />
Ebgbs/Alive (CD; erscheint am 24. 1.)<br />
17 Jahre ist es schon wieder her, dass Ms.<br />
Sophie ihre Karriere als Dancefloor-Wunder<br />
startete – remember „Groovejet“? Inzwischen<br />
ist sie 34 und längst im „seriösen<br />
Fach“ angekommen. Ihr fünftes Soloalbum<br />
entstand mit Songwriter-Kollege Ed Harcourt<br />
als Begleiter und Produzent – und kommt fast<br />
ein wenig zu seriös daher. Songs wie „Young<br />
Blood“ oder „Runaway Daydreamer“ waten<br />
mit Alice-im-Wunderland-Flair und fast weihnachtlichem<br />
Singsang doch sehr in mädchenhaft-<br />
niedlichen Stimmungen. Das ist zwar<br />
hübsch anzuhören, doch eigentlich bräuchte<br />
man die Lady aus London eher als Spezialistin<br />
für das Mondäne, Glamouröse. Please come<br />
back on the dancefloor, Sophie! Christof Hammer<br />
Annie Lennox, Goldfrapp, Kate Bush<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
56<br />
www.audio.de ›02 /2014
Rock<br />
Die Hosen sind auch anno 2014 eigentlich eine<br />
unverändert grundsympathische Truppe. Campino,<br />
verdammt gut aussehend und im positiven<br />
Sinn eloquent, hat seine Talkshow-Präsens auf<br />
ein erträgliches Maß heruntergeschraubt, die<br />
Band das Herz an der richtigen Stelle und viel<br />
Kluges im Kopf – alles bestens soweit. Bleibt<br />
als einziges Problem: die Musik. Dass die<br />
Düsseldorfer sich von der Punk-Kapelle zur gut<br />
geölten Rock-Maschine entwickelt haben, geht<br />
an sich ja völlig in Ordnung. Freilich haben sich<br />
mit der Zeit einige geschmäcklerische Tendenzen<br />
eingeschlichen, die auch diesen 34 Tracks<br />
starken Mitschnitt der „Krach der Republik“-<br />
Tournee prägen: Das Intro „Drei Kreuze“ will<br />
ironisch sein (im Konzert wurde die Bühne<br />
dabei von Fahnen der Düsseldorfer Fortuna und<br />
der DEG-Eishockeycracks flankiert), bleibt aber<br />
eher theatralisch; auch die U2-Gitarren in „Tage<br />
wie diese“ und manche eher billigen Chöre<br />
(wie in „Ein guter Tag zum Fliegen“) stehen für<br />
jene Elemente, die viele Hosen-Fans der ersten<br />
Stunde von ihren Lieblingen noch immer gerade<br />
nicht hören möchten. Es wirkt einfach vieles<br />
etwas bürgerlich-staatstragend und selbstergriffen<br />
im Hosen-Kosmos des Jahres 2013,<br />
und der mit Gift und Galle hingerotzte Punkrock<br />
(„Modestadt Düsseldorf“) kommt doch arg<br />
kurz. Wer sich daran nicht stört, bekommt eine<br />
satt rockende, von der Tontechnik für das Genre<br />
äußerst klar und druckvoll eingefangene Show<br />
ohne Durchhänger. Christof Hammer<br />
das Frühwerk bis zirka „Ein kleines bisschen Horrorshow“ (1988); The Damned, Lurkers, Iggy Pop<br />
Die Toten Hosen<br />
Der Krach der Republik<br />
jkp/Warner (2 CDs, 3 LPs)<br />
<strong>AUDIO</strong> MUSIK:<br />
SO T<strong>ES</strong>TEN WIR JEDEN<br />
MONAT die <strong>neue</strong>n CDs<br />
●● <strong>AUDIO</strong> Musik stellt jeden Monat die<br />
wichtigsten <strong>neue</strong>n Tonträger vor.<br />
Erfahrene Rezensenten bewerten nach<br />
den folgenden Kriterien:<br />
●● Musik (Pop, Oldies, Jazz) bzw. Interpretation<br />
(Klassik): für die künstlerische Leistung<br />
●● Klang für die Aufnahmequalität<br />
●● Bei DVDs nach Bild, Inhalt und Klang<br />
●● <strong>AUDIO</strong>-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes<br />
Album von hoher Qualität oder Interpret mit<br />
ähnlichem Musikstil<br />
●● In allen Sparten vergibt <strong>AUDIO</strong> Musik<br />
null bis fünf Ohren.<br />
Das Raster:<br />
überragend<br />
sehr gut<br />
gut<br />
befriedigend<br />
ausreichend<br />
<strong>AUDIO</strong>-Musik-Tipp: stilistisch verwandtes<br />
Album von hoher Qualität oder Interpret<br />
mit ähnlichem Musikstil.<br />
Musik › POP & ROCK<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Electronic-Pop<br />
I Break Horses<br />
Chiaroscuro<br />
Bella Union / Pias (CD, LP)<br />
Maria Lindén hat in das zweite Album ihres<br />
Electronica-Projekts I Break Horses einige gravierende<br />
Neuerungen injiziert. So unterkühlt<br />
wie auch dramatisch, mit bleichgesichtiger<br />
Eleganz wie mit einem affirmativen Kopfnicken<br />
Richtung 80ies-Synthpop, Industrial und<br />
Ambient, rollen die Songs mal zerbrechlich,<br />
mal kantig-maschinell durch monochrome<br />
sonische Landschaften. Das Ergebnis bewegt<br />
sich zwischen latent kitschigem „Top Gun“-<br />
Soundtrack („Ascension“) und treibendem<br />
Lagerhallen-Afterhour-Dancepop („Faith“) und<br />
klingt erstaunlich leichtfüßig wie auch konsistent.<br />
Und Lindéns ätherische Vocals benetzen<br />
den konsequent synthetischen Sound wie<br />
Raureif eine winterliche Wiese. Daniel Vujanic<br />
Human League, Kraftwerk, Ultravox<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Italo-Chanson<br />
Pippo Pollina<br />
L‘appartenenza<br />
jazzhaus / in-akustik (CD, LP)<br />
Einst studierte der Sizilianer klassische Gitarre<br />
am Konservatorium „Amici della Musica“ und<br />
engagierte sich gegen die Mafia. Mittlerweile<br />
hat der 50-Jährige mit Wahlheimat Zürich 18<br />
Alben veröffentlicht, und auch sein 19. gefällt<br />
als feinfühlige Melange aus italienischem<br />
Autorenlied, Canzone, Italo-Pop und klassischen<br />
Elementen. Egreifend schön das Duett<br />
zwischen Piano und Cello im „Preludio“,<br />
federnd-losgelöst das Akkordeon im mediterranen<br />
Rhythmus-Charme von „Mare mare<br />
mare“. Dazu gesellen sich energetische Bläser<br />
und E-Gitarren, eine folkig-filigrane Akustische<br />
und warme Melodien à la Angelo Bran duardi.<br />
Der Klang: fein aufgelöst, tonal ausgewogen,<br />
mit schöner Räumlichkeit. Claus Dick<br />
Franco Battiato, Angelo Branduardi, Lucio Dalla<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
... und läuft!<br />
Was zu Hause so rauf- und runterläuft:<br />
<strong>AUDIO</strong>-Redakteur Christof Hammer<br />
erinnert an vergessene Perlen und verrät<br />
Dauerbrenner sowie Platten für die Insel.<br />
Pete Wylie & Wah!: The Handy Wah<br />
Whole! (2001; Sanctuary) Im Alphabet<br />
kommt er fast ganz am Ende, im Liverpool<br />
der 80er Jahre stand er im Schatten von<br />
Echo & The Bunnymen und den Teardrop<br />
Explodes: Die Karriere des genialen<br />
Querkopfs Pete Wylie mit Bands wie Wah!<br />
Heat, Say Wah! oder The Mighty<br />
Wah! ist ein Drama – leider ohne<br />
Happy End. Original discs sind<br />
rar; die Rettung ist dieses 2-CD-<br />
Set mit „Hits“ wie „The Story Of<br />
The Blues”, „Sinful“ oder „Seven<br />
Minutes To Midnight“.<br />
Louis Tillett: Letters To A Dream (1992;<br />
Citadel) Und noch eine Graue Eminenz,<br />
die ein Star sein müsste: Die zwischen<br />
Garagen-Rock, Blues, Soul und Jazz<br />
irrlichternden Monumen te dieses<br />
Fast-alles-Könners aus Syndey<br />
atmen (mindestens) die Intensität<br />
der großen Werke von Tom Waits<br />
oder Nick Cave. Ebenfalls top: „A<br />
Cast Of Asper sions“(’90).<br />
www.audio.de ›02/2014 57
Musik › POP & ROCK<br />
Soul, Funk<br />
Rock<br />
Rock, Funk, Reggae<br />
Tackhead<br />
For The Love Of Money<br />
Dude Records / EchoBeach (CD, LP)<br />
Der Titelsong (The O’Jays, 1973) ist eigentlich<br />
eine Hymne des Phillysound. Das Musiker-/<br />
Produzenten-Kollektiv Tackhead macht den<br />
Hit hier mit gesprochenen Polit-Botschaften<br />
zum Statement über die Lage in den USA.<br />
Pop & Politik: Diese Kombination war oft das<br />
Ding von Bernard Fowler, Keith Le Blanc, Skip<br />
McDonald, Doug Wimbush und Adrian Sherwood.<br />
23 Jahre nach dem letzten Studiowerk<br />
„Strange Things“ knöpft sich der Fünfer auch<br />
Songs von George Clinton („Loose Booty“),<br />
Lou Reed („Walk On The Wild Side“), James<br />
Brown („Funky President“) und Bob Marley<br />
(„Exodus“) vor und reanimiert sie mit fetten<br />
Grooves und Fowlers dunkler Stimme auf<br />
hohem bis höchstem Niveau. Willi Andresen<br />
Strange Things (1973), Little Axe<br />
Flo Mega<br />
Mann über Bord<br />
Styleheads / Four Music / Sony (CD, 2 LPs, Deluxe-CD)<br />
Ob 2014 eine noch energiegeladenere Scheibe<br />
aus deutschen Landen kommt als diese?<br />
Kaum vorstellbar, dass bei diesem abgefahrenen,<br />
soulgetränkten und knackig produzierten<br />
Funk-Groove-Gebräu jemand nicht das<br />
Tanzbein schwingt, mit den Hüften wackelt.<br />
Flo Mega aus Bremen heißt der Dompteur<br />
von messerscharfen Bläsern und fetten Beats;<br />
eine rotzig-sonore Simme inklusive. „Deutscher<br />
James Brown“ trifft‘s irgendwie, obwohl<br />
er mit seiner Rhythmus-Truppe The Ruffcats<br />
mehr die Party im Sinn hat als den Godfather<br />
Of Soul. Dazu passt ein fauchendes „wooowwwww“<br />
auf dem alltagskritischen „Die Welt<br />
dreht durch“. Wenn hier jemand über Bord<br />
geht, dann vor Begeisterung. Claus Dick<br />
James Brown, Isaac Hayes<br />
Erik Cohen<br />
Nostalgie für die Zukunft<br />
RYL NKR Recordings / Rough Trade (CD, LP+CD)<br />
Mit der Kieler Kapelle Smoke Blow startete<br />
Jack Letten als ZZ-Top- und Lynyrd-Skynyrd-<br />
Coverband und landete bei brachialen<br />
Hardcore-Gewittern. Nach dem Ende der<br />
Band 2011 nennt der Typ sich nun Erik Cohen<br />
und nimmt für sein Solodebüt den Fuß wieder<br />
ein wenig vom Gas. Dass sein Dutzend<br />
Tracks mit mördermäßig tiefen Bässen und<br />
Riffs von Stoner- über Heavy- bis Punkrock<br />
dennoch wie eine Dampfwalze über den Hörer<br />
hinwegbrettern, spricht für die Wucht und<br />
Dringlichkeit von Cohens Musik. Bis auf die<br />
manchmal noch etwas übertrieben lautmalerischen<br />
Vocals: ein fettes Stück Rockmusik<br />
fernab jeglicher deutscher Biederkeit und „wirwollen-nicht-stören“-Mentalität.<br />
Christof Hammer<br />
Black Flagg, The Cult, Stone Temple Pilots, Superpunk<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
HipHop, Rap<br />
GEHEIMTIPP<br />
Christof Hammer<br />
<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />
Neue Alben abzuhören ist manchmal<br />
wie Essengehen: Oft weiß man grob,<br />
was einen erwartet – aber dann landet<br />
etwas eigentlich schon hinreichend Bekanntes<br />
auf dem (Platten-)Teller und man<br />
stellt fest: Das schmeckt diesmal aber gut!<br />
Das französische Duo Alcest etwa erfindet<br />
auf seiner inzwischen vierten Disc den<br />
ätherischen, mit viel nordischer Kälte abgemischten<br />
Gitarrenpop keineswegs neu. Und<br />
doch schaffen es Multiinstrumenta list/Sänger<br />
Neige und sein Rhythmusgeber Winterhalter<br />
auf „Prophecy“, diesem Genre <strong>neue</strong> Reize zu<br />
injizieren. Sei es eine Spur an Progrock-Affinität<br />
im Songwriting, ein bestimmter, autoritätdunkler<br />
Basssound, ein minimal schärfer als<br />
gewohnt zugespitztes Riff: Die acht Tracks<br />
bohren sich dezidiert ins Ohr und verwalten<br />
das Erbe von Vorreitern aus Shoegaze (Ride)<br />
bis Dreampop (Cocteau Twins) mit erhabener<br />
Souveränität. Mit Neil Halstead gab sich im<br />
isländischen Sundlaugin-Studio von Sigúr-Ros-<br />
Produzent Birgir Jón Birgirsson zudem noch<br />
einer der Überväter des Genres die Ehre: Das<br />
Gastspiel des Ex-Slowdive-Chefs (in „Away“)<br />
darf durchaus als Zeichen besonderer Wertschätzung<br />
betrachtet werden.<br />
Le Secret (2011); Kashmir (die dänischen Radiohead), Kent<br />
(die schwedischen U2), Myslowitz (die polnischen Coldplay)<br />
Alcest<br />
Shelter<br />
Thomas D<br />
Aufstieg und Fall des Tommy Blank<br />
Columbia/Sony (CD, 2 LPs)<br />
Ungewohnte Töne: Der Philosoph der Fanta<br />
Vier zeigt sich als „Tommy Blank“ (Thomas<br />
über Tommy: „Ein kompromissloser Straßenprediger,<br />
dessen Texte direkt auf die Fresse<br />
sind“) von seiner dunklen Seite. Die gut<br />
gefeilten Lyrics voller Imponiergehabe und<br />
Drohgebärden wirken, als sei „Herr D“ vom<br />
Gutmensch zum Gangsta mutiert und wolle<br />
dem Branchenrüpel Bushido Konkurrenz<br />
machen. Gäste wie Afrob, Samy Deluxe und<br />
Moses P. passen exakt ins Konzept, Sängerinnen<br />
wie Cäthe und Alien Coen sind schon<br />
eher eine Überraschung. Ein echter Coup ist<br />
aber Grönemeyers Auftritt in der Ballade „Brüder“.<br />
Eine „fanta“-stisch produzier te Charakterstudie<br />
mit Hörbuch-Flair. Stefan Woldach<br />
Max Herre, Afrob, Samy Deluxe, Moses P., Sido<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Prrophecy / Soulfood (CD, 2 CDs, LP, LP+7´´-Single)<br />
Musik:<br />
Klang:
Short Shots<br />
Rock `n´Roll<br />
Folk, Blues<br />
The Strypes<br />
Snapshot<br />
Rock, Americana<br />
Mercury/Universal (CD, LP)<br />
Sie sind verdammt jung, teils noch nicht mal<br />
volljährig. Sie schauen putzig trotzig vom<br />
Album-Cover. Und sie machen das, was Teenager<br />
heute tun müssen, wenn sie ihr jugendliches<br />
Rebellentum mit Musik zum Ausdruck<br />
bringen wollen: den Sound ihrer Eltern-, sorry,<br />
Großeltern-Generation spielen. Diese Iren<br />
werden von einigen Kritikern schon als die<br />
Retter des Rock’n’Roll gehandelt. Andere sehen<br />
die Strypes als Schülerband, die mit strebermäßiger<br />
Genauigkeit und Ideen losigkeit<br />
Ur-Rock’n’Roll imitiert. Irgendwo dazwischen<br />
liegt die Wahrheit - unterhaltsame, rastlose<br />
zwölf Songs von talentierten Boys, denen<br />
man ein wenig Zeit geben sollte, um sich in<br />
Ruhe entwickeln zu können. Michael Sohn<br />
Jake Bugg, Chuck Berry<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
White Denim<br />
Corsicana Lemonade<br />
Downtown/PIAS/Universal (CD, LP)<br />
Verspielt rocken White Denim durch einen<br />
Classic-, Psychedelic- und Krautrock parcour<br />
und zeigen sich dabei unbeeindruckt von<br />
aktuellen „Cut & Paste“-Produktionsweisen.<br />
Vielmehr vertraut man den eigenen instrumentalen<br />
Fähigkeiten, einem Gefühl für die<br />
richtige Dramaturgie und einem bestechend<br />
röhrig-warmen Bandsound. Dass sich der Vierer<br />
aus Austin mit mal lebhaft galoppieren den,<br />
mal trockenem Boogie fröhnenden Songs in<br />
Nachbarschaft von Größen wie Wilco befindet,<br />
ist nicht die schlechteste Referenz. Statt<br />
auf experimentelle Post-Americana-Sounds<br />
setzt man aber mehr auf groovige Kontinuität,<br />
leichten Country einschlag und klassische<br />
Hooklines. Sehr sympathisch. Daniel Vujanic<br />
Wilco, Steve Miller, Allman Brothers<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Paul Millns<br />
Gone Again<br />
Indie-Pop<br />
Rakete Medien / Rough Trade (CD)<br />
Mit den Jahren wurde ihm Deutschland zur<br />
zweiten Heimat – und im südwestlichsten Zipfel,<br />
in Freiburg/Breisgau, nahm der Brite Paul<br />
Millns nun sein <strong>neue</strong>s Album auf: ein rotweintaugliches,<br />
aber nie altbackenes Werk, das ihn<br />
einmal mehr als stilsicheren Leisetreter unter<br />
den Songpoeten unserer Zeit ausweist. Gelassen<br />
ziehen seine Balladen und Midtemposongs<br />
ihre Bahnen zwischen Folk und Blues,<br />
fernab jeglicher lauter Töne oder marktschreierischer<br />
Posen. Eine disziplinierte Band (u. a.<br />
mit Sohn Andreas und Heinz Rudolf Kunze<br />
als Vokalpartner im Titelsong) steuert feine<br />
Sounds von Klarinette bis Saxofon bei, Bassist<br />
und Co-Produzent Ingo Rau ein ebenso feines,<br />
mildes und warmes Klangbild. Christof Hammer<br />
Allan Taylor, Chris Rea, Joe Cocker, Eric Burdon<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Lacrosse Are You Thinking Of Me Every<br />
Minute Of Every Day<br />
Tapete/Indigo (CD, LP)<br />
Diese sechs Schweden sind auf angenehm<br />
bekloppte Weise obsessiv. Der Albumtitel<br />
suggeriert es, ihre Musik bestätigt es: Dieser<br />
tanzbare, schräge, charmante Gitarren- /Synthie-Pop<br />
sprüht vor Euphorie und gleichzeitig<br />
schwingt hier stets Melancholie mit. Dabei<br />
wollen die zehn Songs immer noch mehr, verzichten<br />
weder auf kammermusikalische Facetten<br />
noch auf supereingängige Refrains – und<br />
klingen auch noch ordentlich. So bewegen<br />
sich Lacrosse auf einem ähnlich intensiven<br />
Level wie The Cure Mitte der 80er-Jahre, als<br />
sie noch die Sadness früher Wave-Tage in sich<br />
trugen, aber schon bereit waren für die später<br />
folgenden Pop-Hymnen. Lacrosse haben das<br />
Zeug, richtig groß zu werden. Michael Sohn<br />
Shout Out Louds, Stars<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Dub Inc Paradise (Naive/Indigo;<br />
CD, 2 LPs + MP3-Download)<br />
Eine Portion Dub, Reggae und<br />
Raggamuffin gefällig? Das<br />
Oktett aus Saint-Etienne lässt<br />
auf „Para dise“ mit phatten vibes<br />
und coolen riddims ordentlich die<br />
Wände wackeln. Dazu gibt’s eine<br />
Extraportion arabischer Rhythmen,<br />
quirlige Sitar- und Tablaklänge<br />
und viele politisch zündende<br />
Messages – und fertig ist ein<br />
Album für Beine und Kopf, das<br />
sich auch klanglich schön druckvoll<br />
aus den Speakern schiebt. ham<br />
James Vincent McMorrow Post<br />
Tropical (Believe / Soolfood; CD)<br />
Irgendwie rutschte der Ire mit seinem<br />
Erfolgsdebüt „Early Morning“<br />
in seiner Heimat in der Folk-Ecke:<br />
ein Irrtum. Denn James Vincent<br />
McMorrow ist ein Freidenker und<br />
Fast-alles-Könner, der mit HipHop<br />
ebenso experimentiert wie mit<br />
Ambient Music, ein fragiler Falsett<br />
taucht seine Songs dann endgültig<br />
in eine ganz eigene Soundsphäre.<br />
Auf Album Nummer 2 entwickelt<br />
diese Mischung aus Laptop-Folk und<br />
Avantgarde-Pop eine ganz eigene<br />
Faszination – prächtig visualisiert mit<br />
dem Flamingo-meets-Eisbär-Motiv<br />
des Covers. ham<br />
Ulrika BodénBand Kärlekssänger<br />
(Westpark Music / Indigo; CD)<br />
Die Schwedin erfüllte sich mit ihrer<br />
<strong>neue</strong>n CD einen lang gehegten<br />
Wunsch: Liebeslieder aus verschiedenen<br />
Jahrhunderten und Regionen<br />
ihrer Heimat stehen hier auf<br />
dem Programm. Vertont in erdigverspielten<br />
bis zärtlich-filigranen<br />
Arrangements und mit Ulrikas<br />
herbcharmantem Sopran entstand,<br />
klarer Fall: ein Album für Liebhaber<br />
skandinavischer „Folk Love Songs“<br />
(so der Untertitel). ham<br />
Susanna The Forester (Susanna-<br />
Sonata/Cargo; CD, LP)<br />
Und noch ein Spezialitätenalbum aus<br />
Skandinavien: Die Norwegerin Susanna<br />
Wallumrød, seit knapp 15 Jahren<br />
unterwegs zwischen Folk, Jazz und<br />
Avantgarde, begibt sich auf fünf<br />
anspruchsvollen Kompositionen in<br />
Chamber-Pop- und Kunstlied-Gefilde:<br />
mit minimalistischen, spröden Cello-<br />
Gitarre-Arrangements nicht einfach<br />
zu hören, aber ihr bisher mutigstes<br />
Album – und klanglich exzellent. ham<br />
Sprache:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
www.audio.de 02 /2014 59
Musik › POP & ROCK<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Short Shots<br />
Grails Black Tar Prophecies Vol. 4, 5 & 6<br />
(Temporary Residence / Cargo; CD, 2, LPs)<br />
Die „Black Tar Prophecies“-Reihe<br />
dieses Quartetts aus Portland ist mit<br />
ihren Grenzgängen zwischen Drone<br />
Metal, Ambient und Post-Rock purer<br />
Kult. Und tatsächlich: Die Teile 4-6<br />
haben mit ihrem Mix aus doomigen<br />
Gitarren, bizarren Loops und beschaulichen<br />
Piano-Parts beste Chancen auf<br />
den Titel „obskurste Platte des Jahres<br />
2013“. ham<br />
Róisín O The Secret Life Of Blue<br />
(QQ5-JSM / Rough Trade; CD)<br />
Als Róisín O mischt die 22-Jährige<br />
Tochter der irischen Songwriter-<br />
Ikone Mary Black mal traditionellen,<br />
mal frischen Folkpop mit dezent<br />
kunstvollen Arrangements. Ein<br />
apartes Debüt mit leichten Anklängen<br />
an den Musikkosmos von Kate<br />
Bush oder Joni Mitchell. ham<br />
The Wanted Word Of Mouth (Island/<br />
Universal; CD)<br />
Boygroups tendieren irgendwann<br />
zur Rebellion – diese hier noch<br />
nicht: Der britisch-irische Fünfer<br />
bleibt mit biederem Mitsing-Pop<br />
und 0815-R&B ganz auf der braven<br />
Seite des Showbiz. Aber, jede<br />
Wette: Beim nächsten Album wird<br />
alles anders .... ham<br />
Mariam The Believer Blood Donation<br />
(Moshi Moshi / Rough Trade; CD, 2 LPs)<br />
Wer Spannendes aus Skandinavien<br />
Marke Karin Dreijer-Andersson /<br />
The Knife schätzt, sollte bei Mariam<br />
Wallentin, Tochter schwedisch-iranischer<br />
Eltern, unbedingt hinhören:<br />
Auch ihre songorientierten Elektro-<br />
Soundscapes haben das gewisse<br />
Etwas und tänzeln smart zwischen<br />
Extravaganz und Artpop. ham<br />
Nathaniel Rateliff Falling Faster Than<br />
You Can Run (Mod Y Vi / Alive; CD)<br />
Ein wenig klingt der Typ aus Denver<br />
wie die (weiße) ameri kanische Antwort<br />
auf Michael Kiwanuka: Ähnlich<br />
wie der britische Newcomer hat<br />
Nathaniel Rateliff viel Soul und Folk<br />
im Blut – und ein prima Händchen<br />
für Arrangements mit Sixties-Flair.<br />
Doch immer wieder steuern zupackendere<br />
(Southern-Rock-)Gitarren<br />
den Sound in erdigere Gefilde. Eine<br />
Mischung, in die man sich etwas<br />
einhören muss, die aber viele starke<br />
Momente hat. ham<br />
Folk-Pop<br />
Damien Jurado<br />
Brothers And Sisters Of The Eternal Son<br />
Americana, Folk, Jazz<br />
Secretly Canadian / Cargo (CD, LP)<br />
Hat sich Damien Jurado vom Hype um Sixto<br />
Rodriguez und die Oscar-prämierte Doku<br />
„Searching For Sugar Man“ inspirieren lassen?<br />
Ähnlich psychedelisch wie dieses lange<br />
vergessene Folk-Meisterwerk der Hippie-Ära,<br />
fast genauso drogig, ähnlich experimentierfreudig<br />
und zugleich wunder bar eingängig<br />
klingt Jurados <strong>neue</strong>s Album. Aber Abkupfern<br />
hat der Mann aus Seattle nicht nötig, er macht<br />
ja schon seit Jahren sein Ding: Folk, der stets<br />
ein wenig neben der Spur durchs unwegsame<br />
Gelände pflügt und dabei die feinsten Preziosen<br />
ans Tageslicht fördert. Wie immer in fast<br />
audiophilem Klang, egal ob nur die brüchige<br />
Nick-Drake-Stimme vom Reverb getragen<br />
wird oder die ganze Band jammt. Michael Sohn<br />
Nick Drake, Rodriguez<br />
Musik:<br />
Eleni Mandell<br />
Let’s Fly A Kite<br />
Klang:<br />
Make My Day Records / Indigo (CD, LP)<br />
Mit Inara George, der Tochter von Little-Feat-<br />
Ikone Lowell George, gehört sie zur Folk-<br />
Country-Kultband The Living Sisters. Solo<br />
zeigt Eleni Mandell ähnliche Neigungen zu<br />
altgedienten Nashville-Melodien, doch die<br />
44-Jährige aus L. A. ist ebenso verwachsen<br />
mit Jazz, Gospel, Blues und Americana: ein<br />
Einfluss ihres Mentors Chuck E. Weiss. Die<br />
zwölf Songs ihres neunten Solo-Albums spielte<br />
sie (in exquisitem Sound) mit Nick Lowes<br />
Backingband ein. Ein easy Job für Geraint<br />
Watkins & Co., da Lowe seine Mitspieler oft<br />
in die US-Musikkultur entführte. Eleni Mandell<br />
versteht wie der britische Kollege die Gratwanderung<br />
zwischen Kitsch und Crooning:<br />
Die Lady ist selbstsicher gereift. Willi Andresen<br />
PJ Harvey, k. d. lang<br />
Cabaret, Chanson<br />
Tim Fischer<br />
Geliebte Lieder<br />
Irish-Ethno-Music<br />
Sony (CD, LP)<br />
und<br />
So ein verruchtes Luder ... nein, nicht Crooner<br />
und Schauspieler Tim Fischer, der mit 40 Lenzen<br />
bereits 25-jähriges Bühnenjubi läum feiert.<br />
Es geht um „Jochen“, der sich dank Fischers<br />
offener Sprache anzüglich im Eröffnungssong<br />
vergnügt. Auch danach schillert dessen <strong>neue</strong>s<br />
Werk schummrig-schön bis heiter-gewitzt<br />
mit intimer Stimme, schwülem Saxophon<br />
und dem anrührenden Piano von Rainer<br />
Bielfeldt; 20er-Jahre- /Rotlicht-Atmosphäre<br />
und traurig-schöne Geschichten inklusive<br />
(„Rinnsteinprinzessin“). Dass „Kauf dir eine<br />
Frau“ karibisch-quirlig und „Schöner war‘s mit<br />
dir“ gar radiopoptauglich geriet, macht diese<br />
„Geliebten Lieder“ in homogen-transparentem<br />
Klang noch liebenswerter. Claus Dick<br />
Klaus Hoffmann, Hildegard Knef, Zarah Leander<br />
Musik:<br />
eX<br />
Possessed<br />
Heresy/Naxos (CD)<br />
Klang:<br />
Der irisch-amerikanische Plattenproduzent<br />
Eric Fraad beweist Mut. Auf dieser CD lässt<br />
er das Early-Music-Ensemble „eX“ aus<br />
Dublin mit musikalischen Hilfsmitteln von<br />
Teufelsaustreibern aus Europa und Südamerika<br />
sowie vom Mittelalter bis zur Barockzeit<br />
hantieren. Diese Lieder und Tänze sollen<br />
gegen verschiedene Arten von Besessenheit<br />
schützen – doch das ist Lüge: Allein schon<br />
Sängerin Caitriona O’Leary kann den Hörer<br />
zum Kontrollverlust treiben! Dazu wechseln<br />
aufputschende Rhythmen mit Momenten<br />
reinster Besinnlichkeit, ehe einem süße Sirenengesänge<br />
wieder den Kopf verdrehen. Eine<br />
CD mit hohem Suchtfaktor – und sage keiner,<br />
er sei nicht gewarnt worden ... Winfried Dulisch<br />
Acts aus dem Realworld-Katalog von Peter Gabriel<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
60<br />
www.audio.de ›02 /2014
Blu-Rays / DVDs<br />
Musik › POP UND ROCK<br />
Gospel, Blues<br />
Elektro-Ambient<br />
K. Schulze & L. Gerrard Big In Europe Vol. 1: Warsaw<br />
Campbell Brothers<br />
Beyond The 4 Walls<br />
Dixiefrog/Fenn (CD)<br />
Der CD-Untertitel „When Gospel meets Funk<br />
& Steel Guitars“ klingt wie das Rezept für einen<br />
Fisch-und-Fleisch-Salat, in dem die Reste<br />
vom Kirchengemeinde-Tanzabend verarbeitet<br />
werden sollen. Aber schon bei Track 2 geraten<br />
die züchtig geordneten Kleider und Vorurteile<br />
durcheinander. Denn die Brüder Campbell<br />
singen zwar von Friede, Freude, Frömmigkeit.<br />
Doch die Slide-Gitarre wimmert ständig sündhaft<br />
schöne Blues-Phrasen dazwischen, Bass<br />
und Drums rocken mit irdischem Vergnügen.<br />
Der Hörer darf sich wie Gott im Mississippi-<br />
Delta fühlen. Und wenn die Wahwah-<br />
Rhythmusgitarre dann noch Funky-Funken<br />
versprüht, lodert diese Musik endgültig wie<br />
ein tanzbares Höllenfeuer. Winfried Dulisch<br />
Mavis Staples, Holmes Brothers<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Nach der DVD/CD-Box „Big In Japan – Live in Tokyo<br />
2010“ folgt nun die europäische Variante in Warschau.<br />
Anlass des Konzerts ist das Gedenken an den<br />
70. Jahrestag des Beginns des 2. Weltkriegs. Erneut<br />
hat Klaus Schulze die stimmgewaltige Ex-Dead-Can-<br />
Dance-Sängerin Lisa Gerrard an seiner Seite, die<br />
Edgar Froese, Tangerine Dream, Brian Eno<br />
für seine ständig modulierenden Synthie-Sounds den<br />
perfekten menschlichen Gegenpart bildet. Faszinierend, wie der 66-Jährige Pionier der elektronischen<br />
Musik mit teils musealem Equipment klangliche Traumwelten von sakraler Schönheit schafft,<br />
festgehalten in einem einstündigen Konzert und einer einstündigen „Moogumentary“. Den Ton gibt’s<br />
zwar „nur“ in Stereo, dafür ist er aber (wie auch das Bild) von hervorragender Qualität. Stefan Woldach<br />
MIG/Sony (2 DVDs + 1 CD, bildformat: 16:9; Tonformate: NTSC/Stereo)<br />
The Bosshoss Flames Of Fame – Live Over Berlin<br />
Musik:<br />
Die Karriere läuft nach derzeit Maß, und wer<br />
weiß schon, wie lange der „Voice Of Germany“-<br />
Rummel noch anhält ... Also schicken die Berliner<br />
Country-Punk-Rocker ihrem eben erst erschienenen<br />
Studio album fix diesen Livemitschnitt hinterher. Das<br />
Heimspiel in der Berliner Max-Schmeling-Halle vom 24.<br />
Flames Of Fame, Liberty Of Action<br />
Oktober wurde zum aufwendig inszenierten Best-Of-Set<br />
mit fast familiärem Charakter und ist in Sachen Klang und Bild mehr als ordentlich eingefangen; als<br />
Zugabe gibt’s die kürzlich im TV gezeigte, kurzweilig geschnittene Rockumentary „Under Their Skin“.<br />
Klare Gewinner einer schweißtreibenden Show mit der höchsten Cowboyhut-Dichte außerhalb von<br />
Texas: die Bläser vonTijuana Wonderbrass, die wirklich das Blech zum Glühen bringen. Christof Hammer<br />
Country-Pop-Rock<br />
Klang:<br />
Universal (Blu-ray, 2 DVDs; 2 CDs; Bild: 16:9; Ton: DD 5.1/2.0, DTS 5.1, Stereo PCM Musik:<br />
Klang:<br />
Hörbuch<br />
Prog-Pop-Rock<br />
Anathema Universal<br />
Diverse Interpreten<br />
Es war einmal und wenn sie nicht<br />
Fressmann/Indigo (2 CDs, 3 LPs)<br />
Deutschlands Indiepop-Elite liest Märchen der<br />
Gebrüder Grimm? Der Laie wundert sich, der<br />
Kenner staunt: Dieses Projekt ist ein echter<br />
Coup. Dass die Stories der Grimm-Brothers<br />
echte Thriller sind: schon klar. Aber wie hier<br />
die Damen und Herren Cäthe, Frevert, Plewka<br />
oder Ullmann die altertümliche Sprache von<br />
„Rapunzel“ oder dem „Froschkönig“ wiederbeleben<br />
und klischeefrei Spannung aufbauen:<br />
Das ist große Sprech-Kunst. Dazu zupft<br />
Dinesh Ketelsen, Ex-Gitarrist der einst sträflich<br />
missachteten deutschen Neocountry-Band<br />
Fink, staubtrockene Gitarrenminiaturen<br />
zwischen Country und Blues: top! Applaus<br />
auch für den Hamburger Songwriter Wolfgang<br />
Müller, der alles initiierte. Sven Schäfer<br />
unbedingt wiederentdecken: die Platten von Fink!<br />
Sprache:<br />
Klang:<br />
Die Liverpooler wandelten sich im Laufe ihrer<br />
über 20-jährigen Karriere von Gothic-Rockern zur<br />
Progressive-Rock-Formation mit Cinemascope-Sound:<br />
Ihr Live-Gig im römisch-antiken Theater von Philippopolis<br />
im bulgarischen Plowdiw zeigt die Band um<br />
Jamie Cavanagh und Sängerin Lee Helen Douglas mit<br />
Steven Wilson, Porcupine Tree, Coldplay<br />
dem örtlichen Philharmonieorchester als Meister epischelegischer<br />
Kompositionen zwischen Pop und Prog. Pulsierende, teils hymnische Rhythmuslinien,<br />
mehrstimmige Vocals und zarte Streicher sorgen für Gänsehautmomente, schwere Riffs für Druck<br />
und Tiefe. Die Kameraführung fängt die antik angehauchte Atmosphäre prima ein, inklusive Nahaufnahmen<br />
mit Action-Cams. Der Klang: transparent, farbstark, fein aufgelöst und druckvoll. Claus Dick<br />
Kscope/Edel (CD/DVD; Blu-ray; Blu-ray+DVD+2CDs; Bild: 16:9, Ton: PCM 2.0 Musik:<br />
REO Speedwagon Live At Moondance Jam 2010<br />
Kaum zu glauben, dass die Ex-Studentenband aus<br />
Illinois bereits satte 45 Jahre aktiv ist – und wie:<br />
Überzeugend inszenierte das Quintett mit Co-Bandgründer<br />
und Keyboarder Neal Doughty nebst Sänger<br />
Kevin Cronin ihr musikalisches Vermächtnis 2010 beim<br />
Moondance-Jam-Festival in Minnesota. Der melodienverliebte<br />
Rock verströmt in Hits wie „Keep On Loving<br />
Hi Infidelity (1980); Styx, Journey<br />
You“ oder „In Your Letter“ gehaltvolles Nostalgie-Feeling. Und obwohl aus den Jungs längst alte Hasen<br />
geworden sind, strotzt ihr Sound vor Spielfreude und prima rockenden Arrangements. Die Atmo<br />
ist brodelnd, die Kameraführung mit Close-ups, Mitfahrschwenks und Zooms flüssig. Interviews mit<br />
Sänger Cronin runden das Paket ab. Der Klang: ausgewogen, mit schönem Raumgefühl. Claus Dick<br />
Frontiers/Soulfood (CD/DVD; Blu-ray; 16:9, Ton: DD 2.0/DSS 5.1)<br />
Melodic-Rock<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Klang:<br />
www.audio.de ›03/2013 61
OLDIE-CDs D<strong>ES</strong> MONATS<br />
Musik › Oldies<br />
Neil Young<br />
Archives: Live At The Cellar<br />
Door<br />
The Velvet<br />
Underground<br />
White Light / White Heat<br />
(45th Anniversary Super<br />
Deluxe Edition)<br />
Universal Reprise/Warner (2 CDs (CD) mit 40 Songs / Box-Set mit 6 CDs in Pappschubern + 44-Seiten-Buch)<br />
Neil Young war nicht der erste, der die Spelunke in Washington<br />
entdeckte. Schon Tom Waits und John Denver gastierten im „Cellar<br />
Door“; Miles Davis erjammte hier 1970 seine „Cellar Door Sessions“.<br />
Neil Young bespielte zwei Wochen vor dem Jazz-Giganten die kleine<br />
Bühne und gab sechs Live-Shows nur mit Klampfe und Piano, die nun<br />
im Rahmen der „Archives“-<strong>Serie</strong> erscheinen. Der Kanadier befand sich<br />
mitten im Karrierewandel: Die Supergroup CSN&Y war zerbrochen,<br />
die Solo-LP „After The Goldrush“ eben fertigt, und das Werk, das ihn<br />
zur Legende machte, sollte erst 14 Monate später folgen :„Harvest“.<br />
Kaum 25 Jahre alt, präsentierte er daraus im Cellar die früheste<br />
öffentliche Version seines „Old Man“. Das intime Live-Set in passablem<br />
Sound liefert drei Buffalo-Springfield-Hymnen, fünf „Goldrush“-Songs<br />
und zwei Titel von „Everybody Knows This Is Nowhere“, wobei das<br />
Piano-getragene „Cinnamon Girl“ und das rauhe „Bad Fog Of Loneliness“<br />
herausragen. „Cellar Door“ war das feine Hors d’œuvre für<br />
„Massey Hall“; die frühe Krönung in Youngs Solostart. Willi Andresen<br />
Live At Massey Hall 1971<br />
Polydor/Universal (2 CDs, 3 CDs, 2 LPs)<br />
Noch zwei Monate vor seinem Tod erinnerte Lou Reed an die Bedeutung<br />
dieses Albums: „Niemand hörte es. Aber hier ist es, für immer<br />
die Quintessenz des eloquenten Punk.“ Brian Eno widersprach ihm<br />
früher, lobte „White Light / White Heat“ als Initialzündung für viele<br />
Bands und Genres. Onkel Lou, der unruhige Geist des Rock und Punk,<br />
ist gegangen, doch sein Vermächtnis scheppert nachhaltig: allem voran<br />
dieses Studiomonster, das mit schrägen Riffs, Rückkopplungen und<br />
queren Klängen brutal in die New Yorker Szene des Sommers 1967<br />
krachte. Nun feiert dieser Klassiker 45-jähriges Jubiläum: in edler Hardcover-LP-Box,<br />
mit Fotos, Text von Rolling-Stone-Oldie David Fricke und<br />
sattem Mehrwert. 18 Bonustracks ergänzen die zwölf seriös remasterten<br />
Stereo- und Mono-Originale: Alternativ-/Ins trumental-Takes und die<br />
letzte Session, die John Cale mit VU machte („Beginning To See The<br />
Light“). Highlight: ein bislang nur als Bootleg kursierendes Konzert aus<br />
dem „Gymnasium“ (NYC, 30. 4.’ 67) mit der kompletten Version des<br />
Instrumentals „Booker T.“ und 19 Minuten „Sister Ray“. Willi Andresen<br />
Peel Slowly And See (1967, 5-CD-Box); unzählige Bands von den Pixies bis Nirvana<br />
Musik: Klang: Musik: Klang:<br />
R&B, Soul<br />
Metal, Rock<br />
Rock, Blues, Reggae<br />
Donny Hathaway<br />
Never My Love: The Anthology<br />
Columbia/Sony (16 CDs)<br />
Welch’ einmalige Stimme! Donny Hathaway<br />
aus Chicago war ein Soulgigant, dem leider<br />
viel zu wenig Leben vergönnt war. 1979<br />
wurde der Sänger und Keyboarder mit nur 33<br />
Jahren tot auf einem New Yorker Bürgersteig<br />
aufgesammelt. Sein musikalisches Erbe<br />
wurde nun akribisch in diesem 4-CD-Boxset<br />
kompiliert. Vom ersten Song „Thank You Bay“,<br />
den er 1971 mit Curtis Mayfield schrieb, bis<br />
zum finalen „Back Together Again“ von 1973<br />
reiht sich eine einmalige Soul-Show mit 58<br />
Hits & Hymnen aneinander; darunter allein 23<br />
Raritäten! Höhepunkt: ein unveröffentlichtes<br />
Konzert von 1971 aus Donnys Stammlokal<br />
„The Bitter End“ in NYC – natürlich mit dem<br />
Dauerbrenner „The Ghetto“. l. Willi Andresen<br />
Live (1972), Roberta Flack & Donny Hathaway (1972)<br />
Diverse Interpreten XXX:<br />
Three Decades Of Roadrunner Records<br />
Roadrunner/ Warner (4 CDs)<br />
Gegründet 1979/80 in Amsterdam, avancierte<br />
die Truppe um Gründer Cees Wessels und<br />
den genialen A&R-Mann Monte Conner zur<br />
Top-Adresse für Hard- und Heavy-Acts; seit<br />
2006 gehört die Firma zum Warner-Konzern.<br />
Jetzt wird mit leichter zeitlicher Un schärfe<br />
(sooo genau nimmt man solche Sachen in diesen<br />
Kreisen nicht) der 30. Geburtstag mit einem<br />
pfundigen Boxset gefeiert. Dabei zeigen<br />
die „Foundations“, „Horns Up“, „And Metal<br />
For All“ und „Rock For The Ages“ betitelten<br />
Discs das ganze RR-Spektrum von Hardrock<br />
über härtere Indie- und Alternative-Klänge bis<br />
hin zu sämtlichen Metal-Spielarten von Gothic<br />
bis Death. Ein Rockpaket Marke „If it’s too<br />
loud, then you’re too old“. Christof Hammer<br />
Top-Acts der Firma: Annihilator, Biohazard, Sepultura, Korn<br />
Eric Clapton Give Me Strength –<br />
The ’74/’75 Recordings<br />
Polydor/Universal (5 CDs + 1 Blu-ray-Audio, 3 LPs)<br />
Als Clapton 1974 die Criteria Studios in Miami<br />
verließ, hatte er eine Wende gemeistert: Der<br />
Gitarrengott hatte seine Heroinsucht im Griff<br />
und war zum Teamplayer gereift. Vier Jahre<br />
nach „Layla“ entstand wieder in Miami mit<br />
teils gleichen Typen (Carl Radle, Pro duzent<br />
Tom Dowd) „461 Ocean Boulevard“, betitelt<br />
nach dem Strandhaus, in dem alle wohnten.<br />
Die Box „Give Me Strength“ dokumentiert<br />
„Slowhands“ Comeback mit den Discs „461<br />
Ocean Boulevard“, „There’s One In Every<br />
Crowd“ und „E. C. Was Here“ (live), ergänzt<br />
um 29 Bonustracks und eine Vier-Song-Bluessession<br />
mit Freddie King. Top: das Deluxe-<br />
Set mit 5.1-Fassungen und den originalen<br />
Quadrophonie-Mixen auf Blu-ray. Willi Andresen<br />
Layla And Other Assorted Love Songs (1970)<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
62 www.audio.de ›02 /2014
Low-budget-Sets: Viel<br />
Musik für wenig Geld<br />
Manchmal treffen auch im Musikbusiness<br />
Welten aufeinander. Eine Yes-<br />
Box? „Herrlich“, jubelten schon die product<br />
manager, „lasst uns ein 256-Seiten-Buch<br />
mit allen Covergrafiken von Roger Dean<br />
im LP-Format machen! Und an den Remastern<br />
von 2003/04 könnte man auch<br />
noch mal rumschrauben, und ...“ „Vergesst<br />
es“, grätschte barsch das Controlling<br />
dazwischen, und wer Controller kennt,<br />
der ahnt, wer hier das letzte Wort hatte<br />
... So wurde diese Werkschau der Jahre<br />
1969 bis 1987 auf’s Nötigste heruntergebrochen:<br />
nix mit Remastering, und statt<br />
opulentem Artwork muss sich der Prog-/<br />
Artrock-Fan mit schnöden Papphüllen in<br />
einer schmucklosen „Clamshell“-Box begnügen.<br />
Dennoch gibt es gute Argumente<br />
für dieses Set: Für zirka 35 Euro bekommt<br />
man die zwölf für Atlantic eingespielten<br />
Studioklassiker der legendären briti schen<br />
Band; vom Debüt „Yes“ bis zu „Big Generator“<br />
– letzteres sogar in der japanischen<br />
extended version. Und durchweg haben<br />
alle Alben die von den Rhino-Remastern<br />
bekannten Zugaben an Bord – macht satte<br />
62 Bonustracks (die allerdings nur auf den<br />
CD-Labels und nicht in/auf den Booklets<br />
vermerkt sind). Und Mr. Dean entwarf<br />
tatsächlich noch ein <strong>neue</strong>s Cover-Artwork,<br />
das aber als kümmerliches Falt-Posterchen<br />
daherkommt. Die Controller halt ...<br />
„Reduced to the max“ hieß das Motto<br />
auch bei Ry Cooder. Mit den elf Warner-<br />
Studioalben der Jahre 1970 bis 1987 zeigt<br />
die quasi völlig nackte, dafür rund 20 Euro<br />
günstige Box, wie der Gitarrenzauberer aus<br />
L. A. als Wanderer zwischen den Welten<br />
einen knisternd-schönen, von Blues über<br />
Rock und Soul bis zu Jazz und Weltmusik<br />
reichenden Klangkosmos entwarf: große<br />
Kunst zum kleinen Preis.<br />
Etwas ... äh: eindimensionaler blieb der<br />
Sound der Ramones: „Hey-hoo, let’s go“,<br />
und die Zahl 3 als magische Grenze in<br />
Sachen Spielzeitdauer und Akkordzahl –<br />
das reichte von 1976 bis 1981 für sechs<br />
kurzweilige Punkpop-Alben, die jetzt zum<br />
Sparpreis von 20 Euo als low-budget-Box<br />
neu aufgelegt wurden.<br />
ham<br />
Yes The Studio Albums 1969-1987<br />
Atlantic/Warner<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Ry Cooder 1970-1987<br />
Warner Bros. / Warner<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Ramones The Sire Years 1976-1981<br />
Sire/Warner<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
JAZZ-CD<br />
D<strong>ES</strong><br />
MONATS<br />
Jazz<br />
Traumton/Indigo (CD)<br />
Das Quartett der Saxofonistin Charlotte Elisabeth Greve, kurz Lisbeth, tendiert zur Komprovisation.<br />
Keine Bange, das ist nichts Schlimmes – im Gegenteil: Das heißt: Einerseits<br />
sind die Stücke weitgehend ausgearbeitet, anderseits lassen die festen Struktur Raum für aus<br />
dem Moment entstehende Improvisationen. Diese wiederum fügen sich wiederum perfekt in<br />
den komponierten Rahmen. Weich und ebenmäßig ist Lisbeths Ton, und auch die Männer an<br />
ihrer Seite – der Pianist Manuel Schmiedel, der Bassist Marc Muellbauer und der Schlagzeuger<br />
Moritz Baumgärtner – bevorzugen die lockere, filigrane Tongebung. Sie spielen die<br />
Themen an, brechen sie ab, bauen neu auf, lassen stehen, verdichten, entzerren, reduzieren,<br />
fassen sie auf immer wieder <strong>neue</strong> Art an: ein beständiges Wechselspiel der Formen und<br />
Klangfarben. Transparent wirken die zehn von der Bandleaderin konzipierten Stücke, und die<br />
Aufnahmetechnik unterstreicht durch klare Positionierungen deren luftigen, weiträumigen<br />
Charakter. Damit erweitert das Lisbeth Quartett die Traditionslinie des filigranen Jazz der<br />
1950er um seine eigene, hochaktuelle europäische Note. Werner Stiefele<br />
Chico Hamilton Quintet<br />
Musik:<br />
Hipjazz / Galileo MC (CD)<br />
Klang:<br />
Wolfgang Lackerschmidt<br />
Connection Magic Brewery<br />
Nicht, dass er unterbeschäftigt wäre! Wolfgang<br />
Lackerschmid hat als Komponist für<br />
Bands und klassische Ensembles, für Theater<br />
und Fernsehen, als Arrangeur und auch<br />
Kurator reichlich zu tun. Trotzdem gehört der in<br />
Augsburg lebende Vibrafonist vom Tegernsee<br />
noch immer zu den Männern im Hintergrund<br />
– wohl auch, weil er sich dem Kurzlebigen<br />
verweigert. „Magic Brewery“ präsentiert<br />
ihn im Quartet mit Trompeter Ryan Carniaux,<br />
Bassist Marc Egan und Drummer Karl Latham<br />
als modern swingenden Virtuosen, raffiniert<br />
groovenden Melodiker und verschmitzten<br />
Lyriker. Eine Produktion, die das Prädikat State<br />
of the Art verdient! Ralf Dombrowski<br />
Warren Wolf, Pascal Schumacher<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Lounge-Jazz<br />
Studnitzky<br />
The String Project<br />
Contemplate Music / Edel:Kultur (CD, LP)<br />
Jazz<br />
Ein Hauch von Minimalismus, Spuren von<br />
Romantik, Impressionismus und dezenter<br />
Filmmusik: Das sind die Zutaten zu Sebastian<br />
Studnitzkys Kompositionen für Streichquartett,<br />
Jazz-Trompete, -Piano und -Kontrabass.<br />
Auf seinem „String Project“ bringt er das<br />
Leichte und Anschmiegsame des Lounge<br />
Jazz mit einer Klangwelt zusammen, die eher<br />
in klassischen Konzertsälen zu finden ist. Und<br />
diese Verbindung klappt, denn die Streicher<br />
bilden nicht nur einen Teppich für „KY“ – so<br />
das werbewirksame Kürzel des Trompeters<br />
und Pianisten. Durch eigenständige Linienführungen<br />
sind sie gleichberechtigte Partner.<br />
Das hat Format und geht dank klarer Melodien<br />
wunderbar sanft ins Ohr. Werner Stiefele<br />
Chet Baker: Diane<br />
Musik:<br />
klang<br />
tipp<br />
Lisbeth Greve<br />
Framed Frequencies<br />
Klang:<br />
klang<br />
tipp<br />
Musik › JAZZ<br />
www.audio.de 02 /2014<br />
63
Musik › Jazz<br />
Kammer-Jazz<br />
Arild Andersen<br />
Mira<br />
Electronic Fusion<br />
ECM/Universal (CD)<br />
Sie haben Zeit. Und Ideen. Und Geduld. Der<br />
Kontrabassist Arild Andersen steuerte zur<br />
Trio-Session mit Saxophonist Tommy Smith<br />
und Schlagzeuger Paolo Vinaccia acht eigene<br />
Kompositionen bei; hinzu kommen der Burt-<br />
Bacharach-Klassiker „Alfie“ und zwei Werke<br />
der Bandmitglieder – allesamt Balladen oder<br />
Stücke in mittleren Tempi. Dabei nimmt sich<br />
jeder der drei zurück, wirft den Kollegen Ideen<br />
zu, wartet deren Antworten ab und antwortet<br />
schließlich umso ausdrucksstärker. Smiths<br />
obertonreicher, stellenweise an Jan Garbarek<br />
erinnernder Ton, dazu schwebende Melodien<br />
und aufs Wesentliche konzentrierte Schläge:<br />
So schafft das Trio einen bezaubernden Gegenpol<br />
zur alltäglichen Hektik. Werner Stiefele<br />
Gato Barbieri: The Third World<br />
Musik:<br />
Magic Malik<br />
Tranz Denied<br />
Bee Jazz / Edel Kultur (CD)<br />
Klang:<br />
Malik Mezzadri hat seinen eigenen Blues. Er<br />
klingt anders als das Klischee – elektronisch,<br />
klangethnisch von diversen afrikanischen,<br />
clubbigen und jazzigen Einflüssen durchzogen.<br />
Aber tief drinnen trägt der französische<br />
Flötist mit den Wurzeln in Guadeloupe<br />
eine Melancholie, die er für „Tranz Denied“<br />
mit DJ Oil, dem Elektroniker Gilbert Nouno,<br />
dem Saxofonisten Denis Guivarc‘h, Drummer<br />
Hubert Motteau und Gastsängerin Frauke<br />
Aulbert in modernen Soundscapes teilt.<br />
Das krudert und dorfmeistert ein wenig und<br />
reizt, apart irrlichternd mit etwas Daft Punk<br />
und einer Prise Psychedelic Jazz versetzt,<br />
das Ohr ausgesprochen angenehm.<br />
Ralf Dombrowski<br />
Trio-Jazz<br />
Agustí Fernández<br />
A Moment‘s Liberty<br />
Soul-Jazz<br />
Maya Recordings / Intakt (CD)<br />
Freiheit ist relativ. Das hat der spanische<br />
Pianist Agustí Fernández bereits in seiner<br />
Jugend gelernt, als er Cecil Taylor verehrte<br />
und bei Iannis Xenakis studierte. Inzwischen<br />
gehört er selbst zu den versiertesten<br />
europäischen Grenzgängern der Stile, der auf<br />
einem Album wie „A Moment‘s Liberty“ frei<br />
fleißende Passagen mit Bach‘scher Strenge<br />
zur verknüpfen versteht. Live aufgenommen<br />
im Trio mit Bassist Barry Guy und Drummer<br />
Ramón López, gönnt sich Fernández<br />
den Luxus eines komplexen Sets, das in<br />
zehn Kapiteln Lamenti ebenso zulässt wie<br />
Eruptionen. Feiner, anspruchsvoller Trio Jazz.<br />
Ralf Dombrowski<br />
Bobo Stenson, Aaron Parks<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Craig Handy<br />
Craig Handy & 2nd Line Smith<br />
Okeh/Sony (CD)<br />
Was passiert, wenn Musiker aus New<br />
Orleans den Second-Line-Beat der Brassbands<br />
mit dem Souljazz von Hammond-Veteran<br />
Jimmy Smith kreuzen? Ganz einfach: Die<br />
Funken sprühen! Im Quintett von Saxofonist<br />
Craig Handy sorgt Clark Gayton auf dem Sousaphon<br />
für brummelnd tiefe Bässe, das funky<br />
Schlagzeug teilen sich Jason Marsalis und<br />
Herlin Riley. Den Hammond-Part übernimmt<br />
Kyle Koehler etwas weniger fauchend-feurig<br />
als Smith, und Gitarrist Matt Cherkoff tänzelt<br />
zwischen Rhythmusarbeit und Soli. Die Neufassung<br />
bekommt den zehn Smith-Klassikern<br />
bestens. Als Gäste in je einem Titel mit dabei:<br />
Dee Dee Bridgewater und Wynton Marsalis –<br />
für Handy ein Ritterschlag. Werner Stiefele<br />
Boxen-Pracht<br />
<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />
Ralf Dombrowski<br />
freut sich über die musikalische<br />
Vielfalt beim Kölner<br />
Label Jazzhausmusik<br />
Ein von Künstlern ohne große Sponsoren<br />
im Rücken geführtes Label<br />
wie Jazzhausmusik, gegründet 1980 in<br />
Köln, läuft stets Gefahr, von der Promotion<br />
solventeren Kollegen verdrängt<br />
zu werden. Dabei zeigen die aktuellen<br />
Veröffentlichungen, dass durchaus<br />
Ungewöhnliches an den Start geht,<br />
auch wenn niemand die große Werbetrommel<br />
rührt. Das Duo der Pianistin<br />
Fee Stracke mit Saxofo nist Alexander<br />
Beierbach etwa ver strömt eine<br />
Vertrautheit zweier sich symbiotisch<br />
ergänzender Partner, die sanft an der<br />
Grenze zur experimentellen Expressivität<br />
ein knappes Dutzend kammerjazziger<br />
Mini aturen weben. Sebastian<br />
Büscher wiederum ist jemand, der<br />
aus der Reserve gelockt werden will.<br />
Hört man ihn sich langsam in sein<br />
Quartett-Album „Coming Daylight“<br />
hineinarbeiten, so findet der Saxofonist<br />
aus dem Kölner Raum erst nach einer<br />
Weile improvisatorisch zu sich, dann<br />
jedoch mit kraftvoll-eloquenten Linien,<br />
während vor allem Pianist Georg Ruby<br />
mit viel schwelgen dem Witz die ernste<br />
Modernität auflockert. Das Quartett der<br />
in Berlin lebenden Cellistin Susanne<br />
Paul versucht den Grenzgang auf andere<br />
Weise. In der tiefen Lage unterstützt<br />
durch Bassist Carlos Bica, kontrastiert<br />
sie Texturen und Strukturen in der<br />
Schwebe zwischen Improvisation und<br />
zeitgenössischer Moderne. Vibrafonist<br />
Stefan Bauer schließlich hat für sein<br />
Quintett Voyage u. a. mit Sängerin<br />
Michal Cohen und Chris Bacas (Sopransaxofon)<br />
eine weit schweifende<br />
Mischung von südamerikanisch Angehauchtem<br />
über Flächig-Schwebendes,<br />
Afrikaneskes bis zu Modern Fusion<br />
entworfen: eine Hörreise, die vor allem<br />
im Dialog von Vibrafon und Saxofon<br />
inspirierte Assoziationen zulässt.<br />
F. Stracke & A. Beierbach 10 nach 10<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Sebastian Büscher Coming Daylight<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Susanne Paul‘s Move Quartet El Camino<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Ibrahim Maalouf, Hubert Laws<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
James Carter: Heaven On Earth<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Stefan Bauer Voyage Geographia<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
64<br />
www.audio.de ›02 /2014
KLASSIK-CD D<strong>ES</strong> MONATS<br />
Georg Friedrich Händel<br />
Belshazzar<br />
Clayton, Joshua, Davies u. a.<br />
Les Arts Florissants, William Christie<br />
Editions Arts Florissants (3 CDs)<br />
Seine besten Opern schrieb Händel, als er keine mehr schrieb.<br />
Da sprachen seine Musikdramen Englisch und führten den Titel<br />
„Oratorio“: Opern für konzertante Aufführungen. Der Leuchtturm<br />
dieser Gattung ist „Belshazzar“ aus dem Jahr 1744. Den Polit-Thriller<br />
um den Sturz des Babylonierkönigs Belsazar stattete Händel nicht<br />
nur mit feinsten Arien aus, er komponierte für dieses Werk auch die<br />
imposantesten seiner Chöre. Diese werden in der Chor-Fraktion von<br />
William Christies „Les Arts Florissants“, wenngleich klangtechnisch<br />
nicht mit letzter Präsenz, so doch in bestechend großformatigem<br />
Sound geboten.<br />
Händel, Theodora, Les Arts Florissants, Christie (Glyndebourne 1996)<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Wie immer hat Christie ein fabelhaftes Sängerensemble beisammen:<br />
den strahlkräftigen Tenor Allan Clayton in der Titelrolle, den<br />
wunderbar warm timbrierten Counter Iestyn Davies als Prophet<br />
Daniel und die Sopranistinnen Rosemary Joshua und Caitlin Hulcup,<br />
die ihre Gesangspartien lustvoll aufblühen lassen. Und wie immer<br />
ist es Christie gelungen, Sänger und Musiker zu einer beseelten,<br />
sich gegenseitig befeuernden Einheit zu verschmelzen und Händels<br />
Musik gleichsam von innen heraus pulsieren und leuchten zu lassen.<br />
Eine großartige Interpretation für ein großartiges Werk! Laszlo<br />
Molnar<br />
Musik › Klassik<br />
Sinfonik<br />
Klavier<br />
Vokal<br />
klang<br />
tipp<br />
Dvorák, Brahms Sinfonie Nr. 8, Sinfonie Nr. 1<br />
Czech Philharmonic Orch., Swiss Festival Orch., G. Szell<br />
Sony (CD, 2 LPs)<br />
Wieder so ein bisher unveröffentlichter<br />
Schatz! In diesem Fall aus dem Archiv des<br />
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).<br />
Entstanden sind die Aufnahmen beim<br />
Lucerne Festival 1969 und 1962. Der legendäre<br />
Orchester-Perfektionist George Szell<br />
liefert mit dem Czech Philharmonic Orchestra<br />
eine Dvorák-Achte ab, die ihresgleichen sucht,<br />
was Eleganz und Strukturierung angeht.<br />
Brahms‘ Erste wiederum ist selten so wuchtig<br />
in den Ecksätzen und so lyrisch in den<br />
Mittelsätzen zu hören. Klanglich sind die historischen<br />
Aufnahmen auf Hochglanz poliert.<br />
Man darf gespannt sein, welche Schätze des<br />
Lucerne Festivals in den SRF-Archiven noch<br />
gehoben werden. Andreas Fritz<br />
Dvorák: Kubelik (DG), Brahms: Wand (RCA/Sony)<br />
Robert Schumann Humoreske op. 20<br />
und Klaviersonate Nr. 1 Adam Laloum, Klavier<br />
Mirare / Harmonia Mundi (CD)<br />
Schumanns Solo-Klavierwerke scheinen in<br />
Frankreich wieder in Mode zu kommen. Nachdem<br />
Alfred Cortot in den späten 20ern und<br />
Yves Nat in den 1950er Jahren beeindruckende<br />
Einspielungen vorgelegt hatten, vollendete<br />
jüngst Eric Le Sage bei Alpha eine Gesamteinspielung;<br />
nun widmet sich sein Landsmann<br />
Adam Laloum (Jg. 1987) auf seiner ersten<br />
Schumann-CD der Klangwelt dieses Meisters<br />
– mit großem Ernst und spürbarer Hingabe.<br />
Die Spannweite des emotionalen Ausdrucks<br />
und die vielen fast irrational wirkenden<br />
Beschleunigungen, Verzögerungen und Abbrüche<br />
verdichtet Laloum zu einem bewegenden<br />
Abbild von Schumanns inneren Gefühlswelten.<br />
Ein famoses Debüt! Andreas Lucewicz<br />
Yves Nat (EMI), Alfred Cortot (Philips)<br />
Johann Sebastian Bach Arias<br />
Nuria Rial, Kammerorchester Basel, J. Schröder<br />
DHM/Sony (2 CDs)<br />
Nuria Rials Hommage an die Bach-Gattin<br />
Anna Magdalena war für mich ein Wechselbad<br />
zwischen Lust und Frust. Das Instrument<br />
selbst ist attraktiv, klar und erfrischend wie ein<br />
Gebirgsquell. Und es wird von einer Meisterin<br />
gespielt: scheinbar mühelos in allem, was<br />
Bach seinen Sängern zugemutet hat, zudem<br />
stilistisch so versiert, wie es sich Barock-Fans<br />
erträumen. Aber vielleicht ist es eben diese<br />
„stilistical correctness“, die dazu führt, dass<br />
etwas Wesentliches fehlt: Individualität und<br />
Persönlichkeit. Abgesehen davon, dass mir<br />
demonstrativ vibratoarmes Anschieben der<br />
Töne schnell auf die Nerven geht, hätte ich<br />
einer bedeutenden Sängerin wie Rial gestalterisch<br />
doch mehr Risiko zugetraut. Thomas Voigt<br />
Bach, Jauchzet Gott in allen Landen: Stader/Richter (DG)<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
www.audio.de 02 /2014<br />
65
Musik › Klassik<br />
Trompete<br />
klang<br />
tipp<br />
Klavier<br />
Oper<br />
Antonio Vivaldi Tromba Venezia na Boldoczki,<br />
Nakariakov; Cappella Gabetta, Andres Gabetta<br />
Sony (CD)<br />
Vivaldi und Trompete – geht das? Sehr<br />
gut sogar, wenn man seine schönsten<br />
Gesangs arien sowie Instrumentalkonzerte<br />
für Trompete adaptiert und so kantabel,<br />
farbenreich und differenziert interpretiert<br />
wie Gábor Boldoczki. Sein sicherer Ansatz<br />
und seine klare Artikulation machen die hier<br />
ganz anders klingenden Werke zu einem<br />
spannenden Hörerlebnis. Erheblichen Anteil<br />
daran hat auch die Cappella Gabetta mit leichtem,<br />
federndem Spiel. Der lebendige und<br />
balancierte Klang rundet die hervorragende<br />
Produktion ab. Da mutet es wie ein Treppenwitz<br />
der Musikgeschichte an, dass Vivaldi<br />
uns nur ein einziges Trompeten-Originalwerk<br />
hinterlassen hat. Andreas Fritz<br />
Sol Gabetta: Il Progetto Vivaldi III (Sony)<br />
Bach/Ligety/Armstrong Diverse<br />
Klavier werke Kit Armstrong, Klavier<br />
Sony (CD)<br />
Ein Debüt von künstlerischer Frühreife: Kit<br />
Armstrong, britisch-taiwanesischer Pianist,<br />
22 Jahre alt und von seinem Mentor<br />
Alfred Brendel als „Jahrhundertbegabung“<br />
bezeichnet, erstaunt durch eine Selbstverständlichkeit,<br />
Natürlichkeit und Gelassenheit<br />
des Spiels, die enge Vertrautheit mit den<br />
Stücken voraussetzt, namentlich bei eigenen<br />
Klavier-Transkriptionen von zwölf Werken, die<br />
Bach ursprünglich für Orgel verfasste. Sein<br />
eigenes Werk „Fantasy on B-A-C-H“, eine Auftragskomposition<br />
von 2011, ist Armstrongs<br />
persönliche Hommage an den Thomaskantor.<br />
Ganz absichtlos hinterlässt der junge Pianist<br />
beim Hörer den Eindruck musikalischer Meisterschaft:<br />
wunderbar! Andreas Lucewicz<br />
Bach: Hewitt (Hyperion), Lipatti (EMI); Ligeti: Aimard (Sony)<br />
Giuseppe Verdi Ernani Shicoff, Crider, Álvarez,<br />
Scandiuzzi u. a.; Wiener Staatsoper, Seiji Ozawa<br />
Orfeo (2 CDs)<br />
Ein besonderer Moment in der Geschichte<br />
der Wiener Staatsoper: Nach 73-jähriger Absenz<br />
stand 1998 erstmals wieder Verdis „Ernani“<br />
auf dem Spielplan. Die Live-Aufnahme<br />
fängt viel von dieser gespannten Atmosphäre<br />
ein – kleine Wackler genauso wie den Beifall<br />
nach Ernanis Auftrittsarie „Come rugiada“. Neil<br />
Shicoff, Publikumsliebling in Wien, meistert<br />
die heikle Titelpartie mit heller und energetisch<br />
geladener Intensität. Und Michèle Crider<br />
gibt ihrer Elvira einen üppigen, kraftvollen<br />
und in furiose Höhen fliegenden Sopran.<br />
Seiji Ozawa dirigiert hier seine erste und<br />
einzige Wiener Verdi-Premiere – mit seidigem<br />
Orchesterklang und kompaktem Zugriff. Eine<br />
Rarität für Verdi-Fans. Otto Paul Burkhardt<br />
Jonas Kaufmann, Verdi Album (Sony)<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Vokal<br />
Orchester<br />
Barock<br />
Johann Sebastian Bach Kantaten BWV<br />
82, 199, 84 Christine Schäfer, Berliner Barocksolisten<br />
Sony (CD)<br />
Christine Schäfer gehört zu den profiliertesten<br />
Bach-Interpretinnen ihrer Generation.<br />
Zwar haben die Jahre und einige Opernrollen<br />
Spuren an der Stimme hinterlassen: sie<br />
kommt nicht mehr so genau auf den Punkt<br />
wie einst, changiert im Klang, zirkuliert um<br />
die Töne. Aber das macht sie durch Ausdruck<br />
mehr als wett. Exemplarisch dafür ist ihre<br />
Interpretation der Kantate „Ich habe genug“.<br />
Sie weiß jeden Moment, was sie singt, und<br />
sie bietet es mit der ganzen Persönlichkeit<br />
der Bühnen-Sängerin und zeigt damit, wie<br />
expressiv diese Stücke doch letztlich klingen<br />
können. Und die Berliner Barocksolisten sind<br />
ihr überaus subtile musikalische Partner.<br />
Laszlo Molnar<br />
Bach: Hochzeitskantaten, Schäfer (DG)<br />
Beethoven, Bartók Coriolan-Ouver., Sinfonie<br />
Nr. 2 u. a., Radio-Sinfonieorch. Stuttgart des SDR, Maazel<br />
SWR (SACD)<br />
Manchmal klingen historische Aufnahmen<br />
überraschender als aktuelle. Etwa diese von<br />
1958 aus der Stuttgarter Liederhalle mit dem<br />
gerade mal 28-jährige Lorin Maazel am Pult.<br />
Der hatte bereits eine Wunderkind-Karriere in<br />
den USA als „Little Maazel“ hinter sich und<br />
galt als gefeierter Jungstar. Maazel geht Beethovens<br />
Zweite tempomäßig eher moderat an,<br />
legt aber den Akzent klar aufs Aufbegehrende<br />
– und das RSO Stuttgart des Süddeutschen<br />
Rundfunks folgt ihm quirlig, präsent und<br />
transparent ausgeleuchtet. Vollends Bartók: In<br />
dessen Konzert für Orchester entfaltet Maazel<br />
ein weites Ausdrucksspektrum von melancholischer<br />
Aura (toll der raunende Beginn) bis hin<br />
zu wildem Furor. Otto Paul Burkhardt<br />
Bartok, Harnoncourt (RCA)<br />
Johann Sebastian Bach Brandenburgische<br />
Konzerte Vol. 1-6 Hofkapelle München, Rüdiger Lotter<br />
DHM/Sony (2 CDs)<br />
Dass die Hofkapelle München in der musikalischen<br />
Champions League spielt, wird<br />
spätestens an den Gastsolisten dieser CD<br />
deutlich, darunter Hille Perl (Viola da Gamba)<br />
und Dorothee Oberlinger (Blockflöte). Das<br />
Ergebnis ist logischerweise ein souveräner<br />
Sieg: Die Experten für historische Aufführungspraxis<br />
agieren mit großer Genauigkeit,<br />
gekonnter Phrasierung und unbändiger<br />
Spielfreude. Überzeugend auch ihre Entscheidung,<br />
das Acht-Fuß-Violone im zweiten<br />
bis sechsten Konzert einzuwechseln. Der<br />
warme, natürliche Klang krönt die geschlossene<br />
Teamleistung. Unter den vielen Einspielungen<br />
der Brandenburgischen Konzerte ein<br />
Titelanwärter. Andreas Fritz<br />
Il Giardino Armonico (Teldec)<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
Musik:<br />
Klang:<br />
66 www.audio.de ›02 /2014
Lautsprecher › Standlautsprecher<br />
feinste chassis:<br />
Sonus Faber lässt seine<br />
Treiber bei prominenten<br />
Zulieferern nach strengen<br />
Vorgaben fertigen. Softes<br />
Seidengewebe schwingt im<br />
Hochtöner, ein vornehmer<br />
Papiermix im Mitteltöner.<br />
Die Verschraubungen sind<br />
hinter Blenden verdeckt.<br />
Test<br />
High-End-Standbox aus Italien<br />
Sonus Faber olympica II 8000 €<br />
122 www.audio.de ›02/2014
Lautsprecher › Standlautsprecher<br />
Italian Beauty<br />
Nach einem Ausflug in preiswerte Gefilde mit der<br />
Venere-Reihe zeigt Sonus Faber mit Olympica <strong>neue</strong><br />
Stärke in seinem Kernsegment, dem gehobenen<br />
High-End. Die Gehäuse tragen vornehme Materialien<br />
wie Massivholz und Leder. Alle Modelle, auch die<br />
Standbox Olympica II, sind "Made in Italy ".<br />
■ Text: Wolfram Eifert<br />
Fotos: Julian Bauer, Archiv<br />
Kaum ein Hersteller von hochwertigen<br />
Lautsprechern hat sich in<br />
den letzten Jahren so sehr gewandelt<br />
wie Sonus Faber. Zwar liegt die<br />
Firmenzentrale unverändert in der Nähe<br />
von Vicenza in Norditalien, doch seit der<br />
ehemals inhabergeführte Hersteller im<br />
Jahr 2007 von der Fine Sounds Group<br />
übernommen wurde, ging es mächtig<br />
voran. Die Holding, zu der auch Wadia<br />
und McIntosh gehören, ermöglichte<br />
<strong>neue</strong> Investitionen und eine erhebliche<br />
Ausweitung der Produktpalette.<br />
Unsere fabrikfrischen Testmuster vom<br />
Typ Olympica II sind Teil dieser Offensive,<br />
die 2011 mit Aida (Paarpreis 90000<br />
Euro) und Fenice (160000 Euro) ihren<br />
ersten Höhepunkt erreichte. Ein Jahr<br />
später folgte mit Venere eine für Sonus-<br />
Faber-Verhältnisse auffallend preiswerte<br />
Boxenserie, die mit ihrer betont modernen<br />
Gestaltung in hochglänzendem<br />
Schwarz und Weiß vor allem jüngere<br />
Käuferschichten ansprechen soll. AU-<br />
DIO konnte sich am Beispiel der Venere<br />
2.5 (2800 Euro) in der Ausgabe 11/2012<br />
von der gelungenen Mischung aus Preiswürdigkeit<br />
und Klang überzeugen.<br />
Doch für die eingeschworenen Fans der<br />
Marke ist Venere ein zweischneidiges<br />
Schwert, denn die Boxen werden komplett<br />
in Fernost hergestellt. Zwar unter<br />
strenger Aufsicht durch die Italiener,<br />
aber für Puristen macht es einen Unterschied,<br />
wo ein Markenprodukt entsteht;<br />
im Stammwerk mit kurzen Wegen zwischen<br />
allen Abteilungen oder Tausende<br />
Kilometer weit entfernt.<br />
Bei Olympica sind diese Bedenken überflüssig,<br />
denn die Reihe wird vollständig<br />
in Italien gefertigt und profitiert so von<br />
der einzigartigen handwerklichen Erfahrung,<br />
die Sonus Faber zu einer Ikone im<br />
Boxenbau hat werden lassen. Die <strong>Serie</strong><br />
leistet eine Rückbesinnung auf bewährte<br />
Sonus-Designelemente und kombiniert<br />
Holz, echtes Leder und Applikationen<br />
aus Stahl zu einer optisch wie haptisch<br />
erlesenen Gesamterscheinung.<br />
Die Olympica II ragt nur einen Meter und<br />
sechs Zentimeter in die Höhe, zählt so in<br />
ihrer Klasse zu den zierlicheren Offerten.<br />
Doch optisch wirkt die Säule ausgesprochen<br />
einnehmend, denn die Italiener haben<br />
Formen, Farben und Materialien äußerst<br />
geschickt verknüpft. Anders als<br />
erwartet sind die Gehäuse leicht asymmetrisch<br />
geschnitten, was die Ausbildung<br />
von störenden Resonanzen im Inneren<br />
erschwert. An der Rückseite sind<br />
www.audio.de ›02/2014<br />
123
Lautsprecher › Standlautsprecher<br />
durchdacht bis ins Detail: Die langezogene Reflexöffnung<br />
liegt hinter einer vertikalen Blende. Das Terminal ist grundsolide.<br />
bombenfester stand: Der Boxenfuß verfügt an den Enden über<br />
höhenverstellbare Spikes zum Ausgleich von Bodenunebenheiten.<br />
längliche Bassreflexschlitze eingelassen,<br />
die sich nahezu über die gesamte<br />
Gehäusehöhe erstrecken und von einer<br />
Blende aus fein gelochtem Metall vor<br />
eindringenden Fremdkörpern geschützt<br />
werden.<br />
Die langgezogene Öffnung ergibt eine<br />
ausgedehnte Tiefbassquelle, die Raummoden<br />
zwischen Decke und Boden nur<br />
wenig anregt und so zu einer höheren<br />
Basspräzision beiträgt. Da bei einer Box<br />
der Schallaustritt links, bei der anderen<br />
rechts erfolgt, können die Öffnungen<br />
wahlweise nach innen zur Nachbarbox<br />
oder nach außen Richtung Seitenwand<br />
blicken. Die bei beiden Varianten leicht<br />
unterschiedliche Ankopplung an den<br />
Raum gestattet eine subtile Variation<br />
des Klangcharakters vor allem bei tiefen<br />
Frequenzen.<br />
Ein zentraler, für Optik und Klang nicht<br />
unwichtiger Faktor sind die Aufstellhilfen,<br />
die Sonus Faber zu seinen Boxen<br />
anbietet. Besitzern der kompakten<br />
Olympica I (Test siehe Ausgabe 11/2013)<br />
steht optional ein Stativ zur Verfügung,<br />
das in Tragkraft, Höhe und Neigung exakt<br />
zur Lautsprecherbox passt. Die<br />
Standboxen verfügen serienmäßig über<br />
eine stählerne Fußkonstruktion, die<br />
gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe<br />
schlägt. Höhenverstellbare Spikes an<br />
den Enden der Ausleger kompensieren<br />
Bodenunebenheiten und reduzieren die<br />
Kippgefahr. Gleichzeitig zwingt die Konstruktion<br />
die Box in eine leicht geneigte<br />
Position, die den Eindruck einer ausgewogenen<br />
und dennoch reizvollen Form<br />
noch einmal verstärkt.<br />
Zudem erfüllen die Füße einen akustischen<br />
Zweck, denn durch die Schräglage<br />
wird die Abstrahlachse ein wenig<br />
nach oben geneigt. Das lenkt weniger<br />
Schall zum Fußboden, ergibt mehr Direktschall<br />
am Hörplatz und lässt die Box<br />
letztlich erwachsener und raumrichtiger<br />
aufspielen. Durch die verstellbaren Füße<br />
lässt sich die Neigung zusätzlich variieren.<br />
Das ermöglicht eine gradgenaue<br />
Anpassung des Winkelverhaltens bei<br />
unterschiedlichen Hörentfernungen.<br />
Bei der äußeren Gestaltung hat Sonus<br />
Faber sich von den Idealen des Renaissance-Architekten<br />
Andrea Palladio leiten<br />
lassen, der für zahlreiche Villen und<br />
Paläste in der Umgebung von Vicenza<br />
verantwortlich zeichnet. Der berühmte<br />
Baumeister ist auch der Vater des Teatro<br />
Olimpico, das bis heute für seine beispielhafte<br />
Architektur und Akustik geschätzt<br />
wird. Auf dieses Bauwerk - und<br />
nicht auf die Olympischen Spiele - bezieht<br />
sich der Name der Boxenserie. Damit<br />
entfernt sich Sonus Faber erstmals<br />
von der langjährigen Tradition, seine<br />
High-End-Modelle nach italienischen<br />
Geigenbauern zu benennen.<br />
Die Olympica-Gehäuse bestehen aus einer<br />
wohlüberlegten Kombination von<br />
Holzelementen in unterschiedlicher<br />
Form und Stärke, die in Handarbeit auf-<br />
Raum und<br />
aufstellung<br />
Raumgröße<br />
M<br />
K<br />
Akustik<br />
T<br />
D<br />
A<br />
Aufstellung<br />
W<br />
G<br />
H<br />
Frei oder wandnah aufstellen,<br />
doch nicht in den Raumecken.<br />
Box leicht anwinkeln, Raum<br />
ausgewogen bedämpfen.<br />
Die Aufschlüsselung der Symbole finden Sie<br />
auf Seite 134.<br />
F<br />
124<br />
www.audio.de ›02/2014
Lautsprecher › Standlautsprecher<br />
celebrate ...<br />
nur deutlich kleiner. Der Hochtöner mit<br />
resonanzarmer Membran aus Seidengewebe<br />
ist eine Mischung aus Ringstrahler<br />
und Kalottensystem, mit breitem<br />
Abstrahlverhalten und üppiger Dynamik<br />
dank überdurchschnittlichem<br />
Durchmesser. Beim tonal so heiklen<br />
Mitteltöner griffen die Italiener zu einer<br />
speziellen Mischung aus luftgetrocknetem<br />
Papier in Kombination mit Naturfasern<br />
wie Kapok und Kenaf. Mit dieser<br />
Wahl folgen die Entwickler der in Italien<br />
geläufigen Redewendung „La carta<br />
canta“, frei übersetzt „Papier singt“.<br />
Der ohne sichtbare Verschraubungen<br />
und störende Kanten in die Schallwand<br />
eingepasste Konus wird von der Frequenzweiche<br />
bei 250 Hertz ins Spiel<br />
genommen und darf bis zum zehnfachen<br />
Wert hinauf einen riesigen Bereich<br />
abdecken. Der Tonumfang der<br />
menschlichen Stimme wird so von nur<br />
einer Schallquelle bestritten.<br />
Deutlich profaner geht es im Bassbereich<br />
zu, wo Zellulose und Schaumstoff<br />
einen festen Verbund bilden. Die Frequenzweiche<br />
ist mit sündhaft teuren<br />
Bauteilen der Spezialisten Mundorf und<br />
Jantzen bestückt. Die Topologie arbeiein<br />
fest für die sinne: Schallwand, Rücken und Kopfteil (mit Markenlogo) sind mit<br />
schwarzem, fein genarbtem Leder bezogen. Die <strong>Serie</strong>nnummer ist eingraviert.<br />
wendig verleimt und geschliffen werden.<br />
Formgebung und Dickenverteilung<br />
zielen auf ein gutmütiges Resonanzverhalten<br />
ohne Spitzen bei einzelnen Tonlagen.<br />
Der Hauptbestandteil der Kabinette<br />
ist Walnussholz in Kombination<br />
mit dünnen Zwischenlagen aus Ahorn.<br />
Als Ausführungen stehen die Varianten<br />
"Natur" (siehe Fotos) und "Graphit" zur<br />
Verfügung. Letztere passt mit ihrer dezenten<br />
Grautönung besonders gut in eine<br />
moderne Umgebung.<br />
Ein ökologisch unbedenklicher Lack<br />
verleiht den Oberflächen einen leichten,<br />
nicht übertriebenen Glanz. Wie schon<br />
bei einigen älteren Sonus-Faber-<strong>Serie</strong>n<br />
sind Boxenvorderseite und Rückwand<br />
mit schwarzem Leder bezogen. Erstmals<br />
gilt dies auch für das Kopfteil, dessen<br />
haptische Bedeutung so besonders<br />
hervorgehoben wird. Im vorderen Teil<br />
ist sogar der Markenname mit feiner<br />
Schrift ins Leder gestempelt.<br />
Bei den Treibern verlässt sich Sonus Faber<br />
seit jeher auf renommierte Zulieferer,<br />
die die Chassis nach den strengen<br />
Vorgaben der Italiener herstellen dürfen.<br />
Die Treiber der Olympica II sind von<br />
der ungleich teureren Aida abgeleitet,<br />
... Beethoven<br />
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www.audio.de ›02/2014<br />
125<br />
www.sintron-audio.de
Lautsprecher<br />
› Standlautsprecher<br />
tet mit wechselnden Steilheiten, sanft<br />
und klangschonend in den unmittelbaren<br />
Übernahmebereichen, steilflankiger<br />
und für die Chassis schonender in den<br />
weiter entfernt liegenden Sperrzonen.<br />
Ihre Auslegung als 4-Ohm-Box mit<br />
durchschnittlichem Wattbedarf und<br />
deutlich schwankender Impedanz erhebt<br />
die Olympica nicht zu den elektrisch<br />
besonders Genügsamen im Lande,<br />
wenngleich die Box mit einer Audiokennzahl<br />
von 66 auch keine übertriebenen<br />
Anforderungen an die Stabilität des<br />
treibenden Verstärkers stellt. Zartfühlende<br />
Röhrenverstärker können an der<br />
Olympica durchaus Sinn machen, doch<br />
sollten pegel- und dynamikhungrige Hörergruppen<br />
eher einen kräftigen Transistor<br />
in Betracht ziehen.<br />
Bei den Standardmessungen im AU-<br />
DIO-Labor (siehe Kasten unten) zeigte<br />
die Olympica II keine größeren Auffälligkeiten.<br />
Wobei gesagt werden muss,<br />
dass Feinheiten der klanglichen Auslegung<br />
der Gehäuse- und Membranwerkstoffe<br />
bei den gängigen Schalldruckoder<br />
Klirrmessungen stets nur ansatzweise<br />
zum Vorschein kommen.<br />
Diese Faktoren, die oft den eigentlichen<br />
Reiz eines Schallwandlers ausmachen,<br />
lassen sich nur gehörmäßig erfassen,<br />
und so waren die Tester sehr gespannt,<br />
als es nach einem mehrstündigen Einspielmarathon<br />
endlich ans Eingemachte<br />
ging. Den Antrieb übernahm der ebenso<br />
kraftstrotzende wie musikalische PA<br />
3000 HV von T+A.<br />
Eine Bevorzugung grundtonnaher Frequenzbereiche,<br />
wie sie bei bei älteren<br />
Sonus-Faber-Modellen teilweise zu beobachten<br />
war, konnten die Tester bei der<br />
Olympica nicht entdecken. Ihr Timbre<br />
war sehr neutral und ohne die leichte,<br />
subjektiv sehr angenehme Bevorzugung<br />
im oberen Bassbereich würden die<br />
Schönheiten gewiss auch als Studiomonitore<br />
anstandslos durchgehen.<br />
Mehr Aufmerksamkeit erregten die<br />
Olympicas mit ihrer grandiosen Offenheit,<br />
die mit einer exzellenten Verständlichkeit<br />
stimmlicher Anteile verbunden<br />
war. Beim soulig angehauchten<br />
„Behind The Waterfall“ mit dem<br />
kanadischen Songwriter Danny Michel<br />
(Stammleser finden den Titel auf der<br />
sechsten <strong>AUDIO</strong>phile Pearls Heft-CD)<br />
transportierte die Sonus den Sänger in<br />
einer Art High-Definition-Modus, mit allergrößter<br />
Natürlichkeit.<br />
Klar abgegrenzt und vom Timing her perfekt<br />
angebunden wurden seine karibischen<br />
Musikerkollegen locker-lässig dazugereicht,<br />
ohne den Sänger auch nur<br />
ansatzweise zu verdecken. Offen und vital<br />
klingen auch andere Boxen, doch der<br />
Olympica II gelang dieser Genussklang<br />
ohne überzogene Höhen oder sonstige<br />
Tricks. Und mit einer Über-Alles-Geschmeidigkeit,<br />
die so harmonisch wohl<br />
nur den Italienern gelingt.<br />
Fazit<br />
Wolfram Eifert<br />
<strong>AUDIO</strong>-Mitarbeiter<br />
Die Olympica sollten Sie unbedingt<br />
in natura sehen und erleben. Unter<br />
Beibehaltung ihrer handwerklichen<br />
Arbeitsweise gelingt den Italienern<br />
der visuelle und haptische Spagat<br />
zwischen Tradition und Moderne.<br />
Der Klang ist voll und ganz in der<br />
Neuzeit angekommen, sehr genau,<br />
dennoch fern jeder Aufgeregtheit.<br />
Das ist richtig klasse gemacht!<br />
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Audiogramm<br />
Neutralität (2x)<br />
Detailtreue (2x)<br />
Ortbarkeit<br />
Räumlichkeit<br />
Feindynamik<br />
Maximalpegel<br />
Bassqualität<br />
Basstiefe<br />
Verarbeitung<br />
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ÅTonal enorm ausgewogen,<br />
sehr deutliche und detailreiche<br />
Darstellung ohne Übertreibung,<br />
hervorragend ausbalanciert<br />
Í –<br />
105<br />
105<br />
100<br />
105<br />
100<br />
90<br />
90<br />
85<br />
überragend<br />
99 Punkte<br />
sehr gut<br />
fein gemacht:<br />
Die hellen Linien in<br />
der Horizontalen<br />
rühren von dünnen<br />
Zwischenlagen aus<br />
Ahornholz. Durch<br />
die Neigung kippt<br />
die Abstrahlachse<br />
etwas nach oben.<br />
02/14<br />
empfehlung<br />
Klang & Verarbeitung<br />
Messlabor<br />
Sonus Faber Olympica II<br />
Frequenzgang<br />
100 dB<br />
axial 10*hoch 30*seitl.<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
50 dB<br />
10 Hz 100 Hz 1 kHz 10 kHz 40 kHz<br />
Sonus Faber Olympica II Pegel- & Klirrverlauf<br />
110 dB<br />
85 dB 90 dB 95 dB 100 dB<br />
100 dB<br />
90 dB<br />
80 dB<br />
70 dB<br />
60 dB<br />
50 dB<br />
20 Hz 50 Hz 100 Hz 200 Hz 500 Hz 1 kHz 2 kHz 5 kHz<br />
Bei der Frequenzgang-Messung liefert die<br />
Olympica II ein betont lineares Ergebnis mit<br />
einer angedeuteten Senke zwischen 1 und<br />
3 kHz. Der Hochtonbereich verläuft ohne<br />
Peaks bis weit über die Hörgrenze. Im Bass<br />
reicht der Einsatzwille bis 50 Hz. Maximal<br />
werden Pegel von rund 103 dB erreicht. Der<br />
Klirr (untere Kurven im rechten Diagramm)<br />
ist nur bei gut 1 kHz etwas erhöht. AK: 66<br />
126 www.audio.de ›02/2014
Wadia genießt in audiophilen Kreisen einen exzellenten<br />
Ruf und stellt nun ein <strong>neue</strong>s Meisterwerk für<br />
Klang- und Designfans vor. Der Intuition 01, hier<br />
abgebildet mit der Sonus faber Amati Futura,<br />
ist ein integrierter Verstärker mit D/A-Wandler<br />
(DAC) – oder kurz: Power-DAC. Der Intuition 01<br />
konzentriert sich auf digitale Eingänge mit 192 kHz/24<br />
Bit Auflösung für Coax, optisch und A<strong>ES</strong>, sowie 384<br />
kHz/32 Bit via USB. Darüber hinaus sind zwei analoge<br />
Eingänge vorhanden. Herz des Power DAC ist ein<br />
high resolution 32-Bit AD/DA Digital-Vorverstärker<br />
mit 1,5 MHz Samplingfrequenz. Die ebenfalls<br />
integrierten 350 Watt, Hocheffizienz-Endverstärker<br />
treiben dabei mühelos jeden Lautsprecher. Das<br />
außergewöhnliche Design ist Made in Italy.<br />
Infomaterial anfordern unter<br />
wadia@audio-reference.de<br />
Audio Reference<br />
Alsterkrugchaussee 435 • 22335 Hamburg • Tel.: 040 / 533 20 - 359 • Fax: -459 • info@audio-reference.de • www.audio-reference.de
Verstärker › Röhren-Vollverstärker<br />
■ Test: Johannes Maier<br />
Sauber, schnell, reell, oder wegen welcher Eigenschaften<br />
auch immer – die HiFi-Welt hat<br />
sich auf Röhren als ideales Bauelement zurückbesonnen.<br />
So entstand in Norditalien, in der Nähe<br />
von Treviso, geradezu eine Hochburg, die sich auf<br />
den Bau entsprechender Verstärker spezialisierte.<br />
Und diese Firma bietet jetzt – nach dem fulminanten<br />
Testerfolg ihres Simply Italy in <strong>AUDIO</strong> 6/12 – mit der<br />
Version Triode 25 eine nicht nur ähnlich wohlklingende,<br />
sondern zudem deutlich leistungsgesteigerte<br />
Variante zum Freundschaftspreis von 3200 Euro an.<br />
Bei einem explosiv wachsenden heimischen Markt<br />
haben auch Hersteller im Land der Mitte die Röhre<br />
als ihren Liebling entdeckt. Wer an der Qualität dieser<br />
chinesische Produkte zweifelt und beispielsweise<br />
glaubt, dass das Raumgefährt Yutu derzeit mit<br />
unrunden Rädern und schlecht entgrateten Schraublöchern<br />
über den Mondboden hoppelt, schaue sich<br />
Melodys Astro Black 50 als Gegenbeweis an.<br />
An dem blitzblanken Klavierlack-Finish des<br />
3000- Euro-Amps gibt es so wenig auszusetzen<br />
wie an der sanft geschwungenen, polierten Edelholz-Frontplatte.<br />
Die aus dem vollen Metall gedrehten<br />
Bedienknöpfe (Ein/Aus, Laut/Leise und Line-<br />
Quelle 1 bis 5) widerstehen jeglicher Kritik; das aus<br />
dickem Stahlblech geschmiedete Chassis und die<br />
vornehm-stabilen Trafo-Hauben sowieso.<br />
Zaubern kann aber auch Melody nicht, und so treibt<br />
Test<br />
Röhren-Vollverstärker<br />
Melody Astro Black 50 3000 €<br />
Unison Triode 25 3200 €<br />
Fotos: Julian Bauer, Shutterstock<br />
128<br />
www.audio.de ›02/2014
Verstärker › Röhren-Vollverstärker<br />
LampenFieber<br />
Nach einer Evolutions-Verschnaufspause findet bei Röhren geradezu eine explosive<br />
Vermehrung statt. Das gefällt Musikliebhabern. Bei den im Folgenden vorgestellten<br />
exquisiten Modellen bricht unter Umständen sogar helle Begeisterung aus.<br />
www.audio.de ›02/2014 129
Verstärker › Röhren-Vollverstärker<br />
der Astro – wie viele andere Verstärker<br />
auch – den rechten und linken Lautsprecher<br />
mit je einem Gegentakt-Paar KT 88<br />
an. Mit den Vorstufen-Röhren unterstreicht<br />
der Astro jedoch seine Sonderrolle.<br />
Statt der allüblichen ECC-Doppeltrioden<br />
bringt er die stärkeren und teureren<br />
6SN7 zum Einsatz, die mit solideren<br />
Messingstiften in den vergoldeten Kontakten<br />
der Keramik-Oktalsockel sitzen.<br />
Mit der auffällig-birnenförmigen, in der<br />
Mitte des Chassis residierenden 101D<br />
1<br />
leistet sich Melody sogar eine kühne<br />
Hommage an die Vergangenheit. Das<br />
Original dieser Triode zählt zwar nicht<br />
ganz zu den allerersten, von Robert von<br />
Lieben und Lee de Forest erfundenen<br />
Verstärkungsröhren, wohl aber bereits<br />
zur zweiten Generation. Und die Melody-Ingenieure<br />
werden erfahren haben,<br />
dass diese Dreipol-Röhre aus den frühen<br />
20ern nicht unbedingt mit Audio-<br />
Signalen, dafür aber mit sanften Gleichspannungs-Schwankungen<br />
besonders<br />
behutsam umgehen kann. Deswegen<br />
setzen sie diesen Glaskolben zur Stabilisierung<br />
der Eingangsstufen-Anodenspannung<br />
ein – was mit Sicherheit nichts<br />
schadet, sondern unter Umständen tatsächlich<br />
was nützt.<br />
Wie auch immer: Das Oh und Ah beginnt<br />
sowieso erst bei der Betrachtung<br />
der Rückseite, die mit höchst highendigen,<br />
einzeln verschraubten Cinchbuchsen<br />
und mit zusätzlichen XLR-Kontaktern<br />
brilliert. Nicht nur zur Show, so wie<br />
viele andere. Im Innern – jetzt verneigt<br />
sich der Kenner – wird das symmetrische<br />
Signal nicht einfach gewaltsam<br />
einpolig angeschnubelt, sondern von<br />
kleinen, aber feinen Transformatoren<br />
tatsächlich verlustfrei umgespannt. Wohin<br />
der Blick auch weiterschweift, stets<br />
1<br />
Riesen-Lastesel: Über den vielfach<br />
überdimensionierten Widerstand fließt<br />
der Vorstufenstrom. Ähnliche Klötze<br />
verbinden die Endröhren mit Masse.<br />
1<br />
2<br />
Echte Symmetrie: Zwei Edel-<br />
Eingangsübertrager gewährleisten, dass<br />
identische und damit einstreusichere<br />
Ströme über die XLR-Zuleitung fließen.<br />
2<br />
3<br />
3<br />
Wahl ohne qual: Von den<br />
Edelbuchsen-Ins führen Teflon-Kabel<br />
zum robusten Front-Drehschalter, via<br />
Profi-Koax geht’s zum Alps-Poti weiter.<br />
1<br />
1<br />
1<br />
Lange Achse: Der an einen<br />
Rückseiten-Platinenverschlag montierte<br />
Eingangs-Schalter des Unison wird über<br />
ein Verlängerungsgestänge bedient.<br />
2<br />
2<br />
Potenza: Die vier roten 400-Volt-Elkos<br />
(je zwei liegen in <strong>Serie</strong>) fallen auf. Am<br />
meisten jedoch darf sich der Triode 25 auf<br />
seinen kernigen Netztrafo einbilden.<br />
2<br />
130 www.audio.de ›02/2014
Verstärker › Röhren-Vollverstärker<br />
lichen Kippschalter lässig mal nach<br />
rechts und mal nach links, um an einer<br />
schönen Drehspul-Nadel den jeweiligen<br />
Ruhestrom abzulesen. Gegebenenfalls<br />
zieht er diesen – indem er an kleinen<br />
Kunststoffknöpfchen dreht – wieder auf<br />
die Sollmarkierung nach. Prima, und nur<br />
ein Bösewicht könnte noch anmerken,<br />
dass es bei dem rechten und linken<br />
EL-34-Gegentakt-Duo um 100-prozentig<br />
gematchte Paare handeln muss, weil<br />
die Justage ja nur immer für diese zwei<br />
Endröhren gleichzeitig stattfinden kann.<br />
Naja, und wenn es sich bei den Endröhren<br />
außerdem um etwas kleinere handelt,<br />
reicht der Unison dem KT-88-Melody<br />
auch in puncto Vorstufe nicht das<br />
Wasser. Indem es sowohl am Anodenals<br />
auch Kathodenbeinchen angezapft<br />
wird, muss ein einziges Triodensystemchen<br />
einer ECC 82 die Gegentakt-Ansteuerung<br />
richten. Immerhin: Für die<br />
Eingangsverstärkung setzen die Italiener<br />
dann doch pro Kanal großzügig eine<br />
komplette ECC-83-Doppeltriode ein.<br />
X<br />
Triode, Triode? An der Stelle erhebt sich<br />
die Frage, warum der Unison eigentlich<br />
„Triode 25” heißt. Soll die Zahl wohl einen<br />
Eindruck von der Leistung vermitteln,<br />
kann es bei dem Namen nicht an<br />
den in fast jedem Röhrenamp dieser Gatrifft<br />
er auf highfidele Schönheit: etwa<br />
auf eine kunstvolle händische Verdrahtung<br />
mit dicken, versilberten, entweder<br />
von Teflon oder einem Textilgeflecht isolierten<br />
Drähten. Oder um zopfartigstreng<br />
geflochtene, wenn es bei den<br />
Heiz- oder den Ausgangs-Wechselströmen<br />
um Streufeld-Vermeidung geht.<br />
Gefallen noch die bewährten Nichicon-<br />
Speicherelkos und die separate Zubereitung<br />
der Vor- und der Endstufenspeise,<br />
lässt sich zu guter Letzt auch ein Nachteil<br />
nicht übersehen: Um ein Anzeigeinstrument,<br />
dass bei der Justage der KT-<br />
88-Ruheströme helfen könnte, hat sich<br />
Melody seltsamerweise herumgeknausert.<br />
Stattdessen muss der Astro-Black-<br />
Besitzer – jeweils auf den Seiten findet<br />
sich Zugang zu den Trimmern und Messkontakten<br />
– mit Schraubenzieher und<br />
Multimeter ran.<br />
Ein Umstand, den der Vollverstärker von<br />
Unison seinem Gebieter schon mal erspart.<br />
Der drückt einen kleinen, vorne<br />
oben auf dem Chassis leicht zugänggemeinsamer<br />
Auftritt: Das<br />
Justage-Potentiometer (X) stellt den<br />
Ruhestrom für beide Gegentakt-<br />
Endröhren gleichzeitig ein.<br />
_0BVJ5_teufel_Audio_02_Raumfeld.pdf;S: 1;Format:(210.00 x 137.00 mm);16. Dec 2013 14:07:53<br />
Der Clevere.<br />
Die Würfel sind gefallen.<br />
Das WLAN-HiFi-Pärchen Cube ist das <strong>neue</strong> True-Stereo-Multitalent in der jetzt noch größeren Raumfeld-Familie.<br />
Ob im Arbeits-, Gäste- oder Kinderzimmer – allein oder mit anderen Raumfeld-Geräten im<br />
Multiroom-Betrieb: Dank 90-Watt-Verstärker in professioneller Bi-Amping-Technologie spielt der Cube überall<br />
riesengroß mit starkem Bass auf. Ganz schön clever der <strong>neue</strong> Cube. www.raumfeld.com<br />
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Gapless-Playback | Double-Bass-Reflexsystem<br />
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Verstärker › Röhren-Vollverstärker<br />
Mehr oder weniger: Der Unison-<br />
Geber (der bewährte mit Holzrücken) steht<br />
am liebsten einer ganze Anlagen-Familie vor.<br />
Den Melody-Handschmeichler interessiert<br />
nur, ob es lauter oder leiser hergeht.<br />
laxis vorhandenen ECC-Vorarbeiterinnen<br />
liegen. An den EL 34 auch nicht,<br />
denn bei ihnen handelt es sich fraglos<br />
um Pentoden – also um Röhren, bei denen<br />
ein zusätzliches positiv vorgespanntes<br />
Schirmgitter die Elektronen beschleunigt<br />
und damit die Steilheit erhöht.<br />
Und ein weiteres Bremsgitter (bei US-<br />
Typen manchmal nur ein Leitblech), dass<br />
dafür sorgt, dass Überschwangs-Rückprall<br />
einiger Elektronen nicht zu Kalamitäten<br />
führt.<br />
Kurzum, zur Erklärung bieten sich eigentlich<br />
nur ein Schalter und damit gesteuerte<br />
Relais an, welche die Schirmgitter<br />
nach dem Ultralinear-Verfahren<br />
mit einem Übertrager-Anzapf verbinden,<br />
oder aber via Widerstand mit den Anoden.<br />
Warum auch immer wird so etwas<br />
von zahlreichen Herstellern als Triodenbetrieb<br />
bezeichnet, und – wie wir nun<br />
sehen – manchmal sogar ein ganzer Verstärker<br />
danach benannt.<br />
Immerhin eröffnet sich so eine Tuning-<br />
Option: Wie in 95 Prozent aller Fälle<br />
klingt auch der „Trioden”-Triode-25 etwas<br />
zurückhaltender, matter. Der Italiener<br />
gestattet es außerdem, zwischen<br />
„vorsichtig“ und „äußerst vorsichtig“<br />
wirkender Gegenkopplung zu wählen.<br />
Hier hängt das Ergebnis von den Eigenschaften<br />
der angeschlossenen Boxen<br />
ab. Und letztlich gibt es an dem stahlblechgewandeten,<br />
so solide wie fein<br />
verarbeiteten Unison nicht wirklich was<br />
rumzumäkeln. Ganz im Gegenteil: Mit<br />
den beiden als Schmuck und als Röhren-<br />
Hitzereflektor dienenden Blech-Schuhlöffeln<br />
und den Edelholz-in-Edelholz-<br />
Ringen um die Bedienknöpfe herum verdient<br />
er fraglos einen Schönheitspreis.<br />
Die Hörtester spendierten gleich noch<br />
eine Reihe an Medaillen dazu. Ganz so<br />
knuddelig-warm wie sein kleines Class-<br />
A-Brüderchen Simply Italy (Heft 6/12)<br />
musizierte der Trioderich nicht. Er wusste<br />
aber eine lebensechte, anrührende<br />
Stimmenwiedergabe und symphatische<br />
Nähe zu den Instrumenten mit sehr viel<br />
mehr Autorität zu verbinden. Nicht gerade<br />
soviel, dass ein Orchester-Tutti dem<br />
Hörer um die Ohren flog, aber genug,<br />
um beispielsweise Bluesfans dahinschmelzen<br />
zu lassen. Die satts pochenden,<br />
aber nie aggressiven Trommelschläge<br />
zwangen sie subito mitzupulsieren,<br />
das von Spot-Sonnen beschienene,<br />
nie und nimmer zu kühle Getingel der<br />
Schlagzeugbecken lud zu wonnigen<br />
Klangduschen ein. Und traf ein bartstoppel-rauher<br />
oder ein weichhäutig wehklagender<br />
Gesang schon mitten ins Herz,<br />
hakten sich sengende Fendergitarren<br />
millimetergenau in die dafür vorgesehene<br />
Seelenöse ein. Zuspruch gewann der<br />
Triode nicht nur ob seiner kribblig-lustvollen<br />
Massagen. Die mittelmeerisch<br />
tiefen und kontrastreichen Klangfarben,<br />
mit denen er traumwandlerisch sicher<br />
ganze Flächen füllen konnte, führten zu<br />
noch mehr Bewunderung. Und zu der<br />
Erkenntnis, dass der Highender von einem<br />
Verstärker dieser Klasse nicht alles<br />
verlangen kann: keine Gigantomanie<br />
und – mangels Höhenpenetranz – auch<br />
keine spitzfindige mathematische oder<br />
symphonische Analyse.<br />
Oder doch? Ob Klassik oder Pop, ob laut<br />
oder leise, der Astro Black 50 wandte<br />
sich begeistert jeder Art von Musik zu.<br />
Gern auch der von großem Orchester.<br />
Im frisch gelüfteten Konzertsaal reihte er<br />
die Pulte in mustergültiger Ordnung an,<br />
die Pauken grollten, der Fügel blitzte wie<br />
frisch intoniert. Und trotzdem – und da<br />
kommt es dem Transistor-Skeptiker entscheidend<br />
drauf an – vermied er bei den<br />
Messlabor Melody Astro Black 50<br />
Mit knapp 2 x 50 Watt am 4-Ohm-Lastwiderstand, einem bei kritischen<br />
kapazitiven Lasten eingedellten Leistungswürfel und einer<br />
AK von 47 zählt der Melody nicht gerade zu den Giganten seiner<br />
Zunft – in der Praxis vermag er aber immer genügend laut zu spielen.<br />
Beim Frequenzgang zeigte sich eine relativ hohe Lastabhängigkeit,<br />
Boxen mit stark wechselnder Impedanz mag der Melody daher<br />
tendenziell eher weniger. Klirrverlauf und die Klirr-Abstufungsstabilität<br />
bei wechselnder Frequenz und Impedanz sehen super aus.<br />
132<br />
www.audio.de ›02/2014
Verstärker › Röhren-Vollverstärker<br />
Streichern jeden Anflug künstlicher Härtlichkeit.<br />
Sie jubelten stattdessen süß,<br />
luftig und frei wie Gott sie schuf. Bei<br />
Jazz-Fetzern ritt der Melody, fett und federnd,<br />
ebenso siegreiche Attacken gegen<br />
den Unison. In den Höhen fing der<br />
Astro an den nicht ganz unkritischen Sonics<br />
Allegra ein wenig mit Kunstlicht zu<br />
schillern an. Kein Drama, denn so gefällt<br />
die eine Röhre diesem und die andere<br />
jenem Publikum besser.<br />
Fazit<br />
Johannes Maier<br />
<strong>AUDIO</strong>-Redakteur<br />
Wirklich erfreulich: Sowohl Melody<br />
als auch Unsion bieten nicht Gleichmacherei,<br />
sondern für diese oder jene<br />
Klientel zugeschnittene Verstärker<br />
an. Den röhrentypischen, lebensfreudigen<br />
Klang besitzen beide. Der<br />
Melody tendiert außerdem zum Mitmenschen,<br />
der nicht nur Sensibles<br />
liebt, sondern es auch mal krachen<br />
lassen will. Den T 25 hat Unison für<br />
die Kernklientel ausgelegt, die einen<br />
100prozentig getroffenen Klang-<br />
Farbton allem anderen vorzieht!<br />
StecKBRIEF<br />
Vertrieb<br />
www.<br />
Listenpreis (Paar)<br />
Garantiezeit<br />
Maße B x H x T<br />
Gewicht<br />
Melody<br />
Astro Black 50<br />
Audium, Berlin<br />
0 30 / 613 474 0<br />
www.audium.com<br />
3000 Euro<br />
2 Jahre<br />
43 x 21,5 x 38 cm<br />
30 kg<br />
Unison<br />
Triode 25<br />
TAD, Frasdorf<br />
0 80 52 / 95 73 273<br />
www.tad-audio.de<br />
3200 Euro<br />
2 Jahre<br />
30 x 20 x 45 cm<br />
23 kg<br />
AUSSTATTUNG<br />
Eingänge Cinch / XLR<br />
Festpegel-Eingang<br />
Tape Out<br />
Pre Out<br />
Kopfhörer<br />
Besonderheiten<br />
4 / 1<br />
–<br />
–<br />
–<br />
–<br />
Multimeter-Kont. f. Bias<br />
4 / –<br />
–<br />
1<br />
(Sub Out, ungefilt.)<br />
–<br />
Zeigerinstrument f. Bias<br />
Audiogramm<br />
Individuell: Dem Unison reicht ein Ausgang, der Melody bietet<br />
4- und 8-Ohm-Klemmen an. Der T 25 besitzt Line-Ausgänge (Tape<br />
und Sub), der Melody dafür echte symmetrische XLR-Eingänge.<br />
Klang<br />
Ausstattung<br />
Bedienung<br />
Verarbeitung<br />
KLANGURTEIL<br />
PREIS/LEISTUNG<br />
ÅWunderbar weitperspektivischer<br />
und<br />
dabei fein ausgestalteter<br />
Klang. Spielt auch an<br />
kritischeren Boxen laut!<br />
Í –<br />
115<br />
gut<br />
sehr gut<br />
sehr gut<br />
115 Punkte<br />
sehr gut<br />
ÅÄußerst urig-natürlicher<br />
Klang mit intensiven<br />
Farben. So weit<br />
möglich volle Bässe,<br />
vorsichtige Höhen.<br />
Í –<br />
115<br />
sehr gut<br />
sehr gut<br />
sehr gut<br />
115 Punkte<br />
sehr gut<br />
Unison Triode 25<br />
An 8 Ohm schafft der Triode 25 von Unison auch 45 Watt, zu<br />
kleineren Impedanzen hin bricht die maximale Leistung aber sukzessive<br />
zusammen – der Italiener bandelt also mit entschiedenem<br />
Vorzug mit (seltenen) ausgewiesenen 8-Ohm-Boxen an (AK = 41).<br />
Zum Ausgleich deuten die Frequenzgänge auf höchste Wickelkunst<br />
des ur-erfahrenen Röhrenbauers hin. Die Kurven bleiben bei<br />
diversen Lasten immer eng beieinander. Der Klirrverlauf wackelt<br />
bei hohen Pegeln, die Klirrstabilität erscheint aber absolut ok.<br />
www.audio.de ›02/2014 133
HiFi-Service › raumakustik<br />
Akustik Assistent<br />
Nicht jede Box klingt in jedem Raum<br />
gleich gut. Um Sie vor Fehlkäufen zu bewahren,<br />
gibt <strong>AUDIO</strong> bei jedem getesteten<br />
Lautsprecher an, für welche Umgebung<br />
er sich voraussichtlich gut eignet.<br />
Sie müssen dafür Ihren Raum und Ihre<br />
Hörsituation nach drei Kriterien beurteilen:<br />
Raum größe, Raumakustik und<br />
Boxenauf stellung bzw. Wandabstand. Anschließend<br />
suchen Sie in der Bestenliste<br />
nach Boxen, bei denen alle drei Merkmale<br />
Ihrer Hörsituation – z.B. Klein, Hallig,<br />
Wandnah – mit einer grünen Empfehlung<br />
markiert sind. Voila, der Lautsprecher<br />
wird aller Voraussicht nach passen! Die<br />
<strong>AUDIO</strong>-Empfehlungen sind allerdings nur<br />
als grobe Hinweise zu sehen, in Einzelfällen<br />
kann es trotzdem nicht funktionieren.<br />
Deshalb: Probe- und Vergleichshören ist<br />
in jedem Fall ein guter Rat!<br />
K<br />
T<br />
D<br />
M<br />
A<br />
W<br />
G<br />
H<br />
F<br />
RAUMGRÖSSE<br />
K<br />
KLEINER RAUM<br />
(um 15 m 2 )<br />
Der Hörabstand liegt um oder unter<br />
zwei Meter – die Box muss auch im<br />
Nahfeld homogen spielen und darf<br />
nicht dröhnen. Die Anforderungen an<br />
Pegel und Bündelung sind geringer.<br />
M<br />
MITTELGROSSER RAUM<br />
(UM 24 m 2 )<br />
Abstände von zwei und drei Metern<br />
zwischen Box und Hörer sind typisch,<br />
ansonsten ist diese Raumgröße ideal<br />
– sofern der Lautsprecher etwas<br />
Pegel und Bassdruck produziert.<br />
G<br />
GROSSER RAUM<br />
(UM 45 m 2 )<br />
Bei Hörabständen von vier Metern<br />
oder mehr sind nicht nur die Anforderungen<br />
an Schalldruck und Bass deutlich<br />
höher, auch muss der Lautsprecher<br />
noch fokussieren können.<br />
RAUMakustik<br />
T<br />
TROCKENER RAUM<br />
Polster, Teppiche und Vorhänge<br />
dämpfen und drücken die Nachhallzeit<br />
im Mittelton unter 0,4 Sekunden,<br />
oft sind die Höhen stärker bedämpft.<br />
Der Lautsprecher darf weder dunkeldumpf<br />
noch zu direkt klingen.<br />
A<br />
AUSGEWOGENER RAUM<br />
Absorbierende Flächen wie Teppich,<br />
Polster etc. und reflektierende Wände<br />
halten einander die Waage.Die<br />
Nachhallzeit beträgt 0,4-0,6 Sekunden,<br />
der Raumhall ist zudem über die<br />
Frequenzen ähnlich verteilt.<br />
H<br />
HALLIGER RAUM<br />
Parkett, Glas, Beton und hartes Holz<br />
überwiegen – die Akustik wird als<br />
hallig empfunden, die Nachhallzeit<br />
übersteigt 0,6 Sekunden. Die Box<br />
muss den Schall bündeln, um nicht<br />
diffus oder scheppernd zu klingen.<br />
aufstellung<br />
D<br />
DIREKT AN DER WAND<br />
Zwischen dem Lautsprecher und der<br />
Wand dahinter liegen weniger als 30<br />
Zentimeter. Dies verstärkt den Bass<br />
und macht den Grundton träge – eine<br />
sehr schlanke Abstimmung oder eine<br />
Ortsentzerrung sind notwendig.<br />
W<br />
WANDNAH<br />
Der Wandabstand beträgt zwischen<br />
30 und 90 Zentimeter. Der Bass wird<br />
hörbar fetter und neigt je nach Raumgröße<br />
zum Dröhnen. Boxen mit<br />
schlank abgestimmtem oder sehr trockenem<br />
Bass harmonieren hiermit.<br />
F<br />
FREISTEHEND<br />
Lautsprecher und hintere Wand sind<br />
mehr als einen Meter voneinander<br />
entfernt. Die Box muss auf Bassverstärkung<br />
verzichten, ein satter,<br />
druckvoller oder sogar etwas fetterer<br />
Bass sind von Vorteil.<br />
134 www.audio.de ›02 /2014
Service › Bestenliste<br />
Die Bestenliste<br />
Die <strong>AUDIO</strong>-Bestenliste ist eine zuverlässige<br />
Orientierungshilfe für Ihren Kauf. Sie basiert<br />
auf gründlichen Hörvergleichen der Kandidaten<br />
mit konkurrierenden Produkten.<br />
• Arbeitsreferenzen sind fett gedruckt<br />
• neu getestete Geräte orange<br />
Trotzdem empfiehlt die Redaktion, Hifi-Ketten<br />
nicht wahllos „nach Punkten“ zusammenzustellen.<br />
Verstärker müssen etwa mit dem<br />
Lautsprecher harmonieren und Boxen wiederum<br />
mit dem Hörraum und der Aufstellung.<br />
<strong>AUDIO</strong> bietet deshalb den einmaligen<br />
Service der <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK) und des<br />
<strong>AUDIO</strong>-Akustik-Assistenten.<br />
inhalt<br />
Lautsprecher<br />
1. Standboxen Seite 135<br />
2. Kompaktboxen Seite 136<br />
3. Sub-/Sat-Boxensets Heft 12/13<br />
4. Surround-Sets+Stereo-Frontboxen Heft 12/13<br />
5. Subwoofer Aktiv Seite 137<br />
6. PC-Boxen / Nahfeldmonitore Heft 1/14<br />
7. Wireless-Boxen Heft 1/14<br />
Verstärker<br />
1. Transistor-Vollverstärker Seite 137<br />
2. Röhren-Vollverstärker Seite 140<br />
3. Vorverstärker Seite 140<br />
4. Endstufen Seite 140<br />
5. Phono-Vorverstärker Heft 1/14<br />
6. Kopfhörer-Verstärker Seite 141<br />
7. AV-Receiver Seite 141<br />
8. AV-Vorstufen Heft 1/14<br />
9. Mehrkanal-Endstufen Heft 1/14<br />
10. Passiv-Vorstufen Heft 1/14<br />
Analog-Player<br />
1. Plattenspieler ohne System Seite 141<br />
2. Plattenspieler mit System Seite 141<br />
3. Tonabnehmer Heft 1/14<br />
Digital-Player<br />
1. CD-/SACD-Player Seite 142<br />
2. Musik-Server Heft 1/14<br />
3. Netzwerk-Player Seite 142<br />
4. D/A Wandler Seite 142<br />
5. NAS-Systeme Heft 12/13<br />
6. Mobil-Player Heft 12/13<br />
Kopfhörer<br />
1. HiFi-Kopfhörer Seite 143<br />
2. Mobile Kopfhörer (On-Ears) Seite 143<br />
3. Mobile Kopfhörer (In-Ears) Heft 12/13<br />
4. Noise-Cancelling-Kopfhörer Heft 12/13<br />
Komplett-Anlagen<br />
1. Stereo-Komplettsysteme Heft 12/13<br />
2. Heimkino-Komplettsysteme Seite 143<br />
3. Komplettsysteme ohne Boxen Seite 143<br />
4. One-Box-Systeme (Stereo) Heft 5/13<br />
5. One-Box-Systeme (Surround) Heft 5/13<br />
Lautsprecher<br />
1. standboxen<br />
<strong>AUDIO</strong> bewertet Lautsprecher unabhängig vom Preis durch intensive Klangvergleiche<br />
(Qualitätsklassen und Punkteschlüssel siehe Anfang der Bestenliste). Mit anderen<br />
Sparten (etwa CD-Player) sind die Qualitätsklassen nicht vergleichbar. Einen Hinweis auf<br />
passende Verstärker gibt Ihnen die einmalige <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl (AK). Diese sollte beim<br />
Lautsprecher kleiner oder gleich der AK des Verstärkers sein – dann ist optimale Dynamik<br />
garantiert. Boxen für Surround finden Sie in zwei weiteren Rubriken. Ein „a“ anstelle der<br />
<strong>AUDIO</strong>-Kennzahl steht für Aktivbox, „ta“ für teilaktiv.<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
JBL Everest DD 66000 G A H W F 35 4/07 49 800 108<br />
Backes&Müller BM35 M g t a h d w f a 2/07 56 000 107<br />
Grimm LS 1 M G a W F a 5/13 25 000 106<br />
T+A Solitaire CWT 1000 G T A H F 68 1/13 24 000 105<br />
KEF Blade K M G T A H W F 63 11/11 25 000 105<br />
TAD Evolution One K M G T A F 58 6/12 28 000 105<br />
Linn Akubarik M G A D W F a 6/13 18 500 104<br />
Canton Reference 1.2 DC g t a f 53 8/09 20 000 104<br />
B&W 800 Diamond m g t a f 58 7/10 22 000 104<br />
ME Geithain ME 804 K G T A H D W F a 3/12 22 000 104<br />
Revel Ultima Salon2 k m g t a w f 71 12/07 24 800 104<br />
Dali Epicon 8 G A F 57 1/13 14 000 103<br />
T+A Solitaire CWT 500 G t a h W f 66 9/11 14 000 103<br />
Canton Reference 2.2 DC M G t a W f 53 8/09 15 000 103<br />
Klipsch Palladium P-39 F g t a h f 43 1/08 16 000 103<br />
Martin Logan Summit X (ta) g t a h f 58 7/09 16 800 103<br />
Revel Ultima Studio 2 k m g t a d w f 61 12/08 16 900 103<br />
KEF Reference 207/2 m g t a h w f 52 9/07 18 000 103<br />
Martin Logan CLX g t a h f 71 3/09 28 000 103<br />
Thiel CS 3.7 m g t a f 61 11/08 13 800 102<br />
Elac FS 509 VX-Jet m g t a H f 61 2/12 14 000 102<br />
Blumenhofer Genuin FS2 m g t a W f 45 8/13 14 900 102<br />
Eternal Arts Dipol K M G T A W F 82 2/11 15 000 102<br />
Backes&Müller BM15 m g a h d w f a 10/09 20 000 102<br />
Thiel CS2.7 m a f 68 4/13 10 800 101<br />
Quadral Titan 8 m g t a f 56 11/11 11 000 101<br />
Tannoy Kensington GR M G a f 51 11/13 12 000 101<br />
PMC Fact 12 m g a f 79 8/13 14 000 101<br />
Backes&Müller BM Prime 14 m g t a h D w f a 8/10 15 000 101<br />
Isophon Cassiano II D k m t a w f 69 12/08 17 800 101<br />
Focal Scala Utopia m g t a f 57 12/08 19 900 101<br />
Apogee Scintilla Mk 4 K M G T A W F 89 2/11 20 000 101<br />
ProAc Response D 100 m g t a f 50 8/07 24 900 101<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
Martin Logan Ethos K M G T A W f 60 2/11 8300 100<br />
Dali Epicon 6 M T A f 61 1/14 9000 100<br />
Martin Logan Spire (ta) g a h f 65 10/08 9800 100<br />
Cabasse Pacific 3 M G A W F 67 1/13 10 000 100<br />
Elac FS 609 X-Pi CE m g a h f 60 11/08 16 000 100<br />
Manger MSM p1 m g T a D W f 70 11/13 7800 99<br />
ME Geithain ME 160 G T A H F 48 3/10 7800 99<br />
Jamo R 907 m g t a h f 68 3/09 8000 99<br />
Sonus Faber Olympica 2 M A W F 66 2/14 8000 99<br />
KEF Reference 205/2 m g t a h w f 58 1/08 8800 99<br />
Blumenhofer Genuin FS 3 G T A H D W 53 3/10 8900 99<br />
B&W 803 Diamond m g t a w f 55 10/10 9000 99<br />
Burmester B30 M G A W F 63 3/10 9000 99<br />
German Physiks Borderland MK4-D g a H f 85 2/13 10 950 99<br />
Dynaudio Sapphire k m g t a w f 60 1/08 12 000 99<br />
Gauder Akustik Arcona 100 M a f 77 11/13 5800 98<br />
B&W 804 Diamond m g t a w f 64 7/12 7000 98<br />
Naim Ovator S600 m t a f 63 5/10 7800 98<br />
Backes&Müller BMPrime6 m G t a H D W F a 4/12 8000 98<br />
Piega Coax 30 K M T A F 6/11 8000 98<br />
Klipsch Palladium P-37 F m g t a h f 53 10/08 8000 98<br />
Sonus Faber Cremona M M G T A F 58 12/10 8400 98<br />
Neat Ultimatum XL 6 m t a f 70 9/11 9 980 98<br />
Voxativ Ampeggio g a f 34 5/10 16 900 98<br />
Heco The New Statement M G T A H F 51 1/13 4800 97<br />
T+A Criterion TCD 210 S g t a H f 57 8/12 5500 97<br />
Martin Logan Theos g t a H f 66 6/12 5900 97<br />
Dynaudio Focus 380 m g t a f 60 08/11 6200 97<br />
Focal Electra 1028 Be m t a f 55 11//09 6200 97<br />
Sonics Allegra II k m g t a w f 57 9/08 6200 97<br />
JBL Array 1000 m g t a h f 58 11/06 6800 97<br />
KSD 2040 m g t a W f a 5/13 8000 97<br />
PMC EB-1 m g t a f 66 2/08 10 600 97<br />
Avantgarde Uno Nano (ta) g a h w f 13 11/06 11 000 97<br />
Adam Tensor Gamma (ta) k m t a d w f 64 2/08 11 600 97<br />
B&W CM 10 m G a f 60 12/13 3600 96<br />
T+A Criterion TCD-310 S K M g t a f 59 12/12 4000 96<br />
Naim Ovator S-400 k m t a w f 65 9/11 4200 96<br />
ME Geithain ME150 k m g t a w f 59 9/07 4900 96<br />
Adam Audio Column Mk 3 m g t a w f 60 9/09 5400 96<br />
KSD 2030 M G T A D W F a 3/11 5500 96<br />
Monitor Audio PL 200 k m g t a f 58 9/09 5900 96<br />
Backes+Müller BM 2s k m t a d w f a 1/08 7800 96<br />
Focal Electra 1037 Be m t a f 56 4/07 8000 96<br />
Canton Vento 890.2 DC m G T a f 54 1/12 3200 95<br />
Elac FS 407 m a W f 65 2/13 3700 95<br />
Klipsch RF-7 II G A H W F 40 11/10 3800 95<br />
Nubert NuVero 14 g t a w f 64 1/09 3900 95<br />
Heco Statement m g t a f 59 1/09 4000 95<br />
Tannoy Stirling SE k m G t a w f 45 10/12 4000 95<br />
Quadral Montan VIII M G T A F 64 12/09 4600 95<br />
PMC Fact 8 K M T A D W F 61 12/10 5500 95<br />
Zu Audio Essence g t a h w f 45 5/10 5700 95<br />
Canton Reference 5.2 m g t a f 55 9/08 6000 95<br />
Quad <strong>ES</strong>L 2905 g t a h f 80 4/07 9500 95<br />
KEF R 700 K M G a h f 57 1/12 2600 94<br />
Tannoy Precision 6.4 M a F 60 11/12 2700 94<br />
Dynaudio Excite X38 M G T a F 63 12/13 3000 94<br />
Dynaudio Focus 260 K M T a D W f 63 1/12 3400 94<br />
Gauder Akustik Arcona 60 K A W F 72 1/13 3400 94<br />
Elac FS 248 Black Edition K M G T a W f 56 1/12 3900 94<br />
Monitor Audio Gold GX 300 m g a H f 61 2/13 3900 94<br />
PMC Twenty 24 K M T A W F 65 3/12 3940 94<br />
BC Acoustique Act A3 m g t a h f 69 6/07 4000 94<br />
Elac FS 249 k m g t a f 58 11/07 4000 94<br />
Rosso Fiorentino Certaldo K M a W F 72 11/12 4000 94<br />
Sonus Faber Liuto m g t a w f 63 6/09 4000 94<br />
T + A Criterion TS 200 m g t a f 65 10/07 4000 94<br />
Thiel SCS 4T K M T A H D W 59 6/11 4000 94<br />
KSD 2020 M T A H W f a 9/11 4200 94<br />
Pioneer TAD S3 EX m g t a h f 59 9/07 5000 94<br />
GamuT Phi 7 k m t a w f 65 4/09 5300 94<br />
Dali Helicon 400 Mk 2 m t a w f 52 11/07 5400 94<br />
PMC OB 1i m g t f 70 4/09 5800 94<br />
Burmester B 25 m g t a h w f 66 1/08 6000 94<br />
Klipsch Klipschorn KH 60th g a h d 19 7/06 14 000 94<br />
Dali Fazon 5 k m t a D w 61 6/12 3000 93<br />
KEF XQ 40 k m g t a h f 53 3/08 3000 93<br />
Teufel Ultima 800 MK2 M G A W F 56 3/12 3000 93<br />
ATC SCM 40 k m t a D W 75 6/10 3400 93<br />
T&A KS Active K M T A W F a 4/12 4400 93<br />
PSB Synchrony One k m g a w f 62 4/09 4600 93<br />
TMR Standard III C m t a f 61 10/07 6200 93<br />
Sonus Faber Venere 2.5 M a H F 62 11/12 2800 92<br />
Wharfedale Opus2 - 2 m g t a f 60 6/10 3000 92<br />
Gamut Phi 5 k m t a D W 73 9/11 3200 92<br />
Neat Momentum 4i k m t a d w f 68 4/09 3500 92<br />
Klipsch Cornwall III G t a f 27 10/12 4200 92<br />
Tannoy Glenair 10 k m g t a h w f 49 5/07 4500 92<br />
Ascendo C8 Renaiss. m g a h w f 70 9/07 5800 92<br />
Canton SLS 790 DC M G A F 56 5/13 2500 91<br />
Teufel Ultima 800 k m g t a d w f 65 1/10 2800 91<br />
Monitor Audio Gold GX 200 K M T A W F 61 4/11 2900 91<br />
T+A Criterion TS 300 m g t a f 65 3/09 3000 91<br />
JBL LS 80 g a h f 56 9/08 3200 91<br />
Audium Comp7 Drive k m a d w f 74 2/12 3500 91<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
Nubert NuLine 284 m g t a W f 61 9/12 1950 90<br />
Quadral Platinum M 40 m G a w f 56 12/13 2000 90<br />
Canton Chrono SL 595.2 DC k m g t a w f 55 7/12 2400 90<br />
Quadral Platinum M5 m g t a f 53 1/10 2400 90<br />
Dynaudio Excite X36 K M G T A F 58 4/11 2600 90<br />
Nubert NuVero 11 m g t a d w f 70 2/09 2700 90<br />
Chario Constellation Pegasus K M T a w F 68 11/12 2900 90<br />
ASW Genius 410 M G T A W F 54 4/11 3200 90<br />
Focal Aria 926 K M A H F 59 10/13 1800 89<br />
Epos Elan 35 m g t a W f 50 9/12 1850 89<br />
Phonar Veritas P6 Next m g t a W f 57 9/12 2000 89<br />
KEF R 500 m g a H f 64 9/12 1800 88<br />
Triangle Antal EX m g a H f 59 9/12 1900 88<br />
Boston M 340 m T a f 69 12/13 2000 88<br />
Magnat Quantum 805 m g t a H W f 56 5/12 2000 88<br />
Quadral Chromium Style 102 m T a W f 54 2/13 2000 88<br />
Audes Maestro 156 m g T a f 51 10/12 2430 88<br />
Nubert NuVero 10 M G T A D W F 70 1/11 2450 88<br />
Cabasse Majorca M G T A H F 48 4/11 1900 87<br />
www.audio.de ›02 /2014<br />
135
Service › Bestenliste<br />
Canton Karat 770.2 DC K M T A W F 64 1/11 2000 87<br />
PSB Imagine T Tower K M a W f 59 5/12 2000 87<br />
Martin Logan Motion 40 K M T A W 59 2/13 2250 87<br />
Martin Logan Motion 12 M G T A F 62 3/11 1880 86<br />
Neat Motive 1 K M t a W f 75 5/12 1950 86<br />
Canton Karat 790 DC k m g t a f 58 10/07 2000 86<br />
Opera Grand Mezza MKII K a H w F 64 11/12 2000 86<br />
Focal Chorus 836 V m g t a f 54 10/07 2000 86<br />
Nubert nuLine 122 m g t a w f 61 5/08 2130 86<br />
Heco Celan XT 901 m g a f 52 2/09 2200 86<br />
KEF Q 900 M G A H F 6/11 1600 85<br />
B&W CM8 k m t a f 67 12/11 1800 85<br />
System Audio Aura 60 m t a f 68 5/12 1850 85<br />
Elac FS 189 m g t a f 52 10/09 2000 85<br />
Elac FS 247 k m t a w f 58 4/08 2000 85<br />
T+A KS350 K M a f 69 5/12 2000 85<br />
Linn Majik 140 m G t a F 64 4/12 2400 85<br />
Zu Audio Union K M T A W f 27 2/13 2500 85<br />
B&W 703 63 7/05 3000 85<br />
Klipsch RF-82 II g t a H w f 41 2/12 1300 84<br />
Monitor Audio Silver RX 8 m g t a f 57 7/12 1450 84<br />
Canton Chrono SL 570.2 K M t a W F 58 4/12 1500 84<br />
Chario Syntar 533 m g t a f 68 7/12 1650 84<br />
Sonus Faber Toy Tower k m t a w 63 3/09 1800 84<br />
Audium Comp 5 m t a h f 71 5/10 2000 84<br />
Canton Vento 880 DC k m t a F 55 6/10 2000 84<br />
Jamo C-807 m g t a h f 63 11/07 2000 84<br />
Chario Cygnus K M T A W F 70 12/10 2300 84<br />
System Audio Mantra 60 k m t a W 66 6/10 2400 84<br />
Dynavox Impulse III m g a H d w 40 2/12 1300 83<br />
Adam Artist 6 K M T A D W F a 4/12 1400 83<br />
Phonar Veritas P4 Next m g a d F 56 8/12 1600 83<br />
Dynavox Impulse V k t a D w 41 11/11 1600 83<br />
Audio Physic Yara 2 Superior k m t a w 63 12/08 2000 83<br />
Magnat Quantum 709 m g t a f 60 10/07 2000 83<br />
Pioneer S-71 k m a h f 72 6/10 2000 83<br />
T+A Criterion TS 350 m t a f 65 4/08 2000 83<br />
KEF XQ30 k t a h DW 64 6/10 2600 83<br />
Heco Celan GT 502 m G t a W F 50 4/12 1400 82<br />
KEF Q 700 m G a H F 60 4/12 1400 82<br />
Epos Elan 30 k m g T a W f 52 4/13 1450 82<br />
Acoustic Energy Radiance 2 k m t a h w f 60 4/10 1500 82<br />
PSB T6 Tower M G A F 63 9/10 1500 82<br />
Tannoy Revolution DC6T SE k m g T a W f 61 4/13 1500 82<br />
Canton Chrono SL 580 DC K M G T A W F 55 9/10 1600 82<br />
Nubert nuLine 84 M G T A D W F 67 7/13 1030 81<br />
Epos Epic 5 m g t a D w f 51 8/11 1100 81<br />
Quadral Ascent 90 m g t a f 57 7/12 1200 81<br />
Canton Chrono 508.2 k m t a w f 57 8/11 1200 81<br />
Focal Chorus 726 M G T A F 59 7/13 1200 81<br />
T+A Pulsar S350 m g a f 66 4/13 1200 81<br />
Quadral Signo Avantgarde 70 M G T A F 64 7/13 1200 81<br />
Wharfedale Diamond 159 m g a H f 60 4/13 1300 81<br />
Dali Ikon 6 MKII m g a f 60 4/13 1340 81<br />
German Maestro Linea S F-0ne k m g t a w f 60 4/10 1400 81<br />
Dynaudio DM 3/7 K M G a W F 68 4/12 1450 81<br />
KEF iQ 90 m g a h f 51 5/09 1600 81<br />
Kudos X2 K M T A W F 70 10/11 1650 81<br />
Mission 794 k t a d 69 12/08 2000 81<br />
Wharfedale Diamond 10.7 m g t a f 64 8/12 900 80<br />
KEF Q 500 K M T A H W F 64 12/10 1000 80<br />
Klipsch RF-62 II m g a h w f 49 8/11 1100 80<br />
Dali Ikon 5 Mk 2 k m t a f 67 8/11 1100 80<br />
Indiana Line Diva 655 K M T A W 66 7/13 1200 80<br />
Triangle Color Colonne M T A W F 64 7/13 1200 80<br />
Dali Lektor 8 g t a f ´57 9/09 1340 80<br />
Mulidine Bagatelle V2 K M T A W F 58 7/12 1350 80<br />
Quadral Platinum M4 m g t a f 57 4/10 1400 80<br />
Heco Celan XT 701 m g a f 54 4/10 1600 80<br />
Tannoy Revolution DC6 T K M A H F 64 9/10 1200 79<br />
System Audio Aura 30 K M T A W F 70 10/11 1250 79<br />
Elac FS 187 K M T A W 63 9/10 1340 79<br />
Heco Celan XT 501 m g t a w f 53 9/09 1400 79<br />
Cabasse Java MC 40 g t a w f 58 5/09 1500 79<br />
Epos M22i k m t a w f 65 12/08 1800 79<br />
Piega TP5 k m t a f 63 3/07 2770 79<br />
Mordaunt Short Mezzo 6 k m g t a w f 59 9/09 1300 78<br />
Nubert nuLine 102 k m g t a w f 64 12/07 1450 78<br />
Monitor Audio Silver RX 6 m a f 61 1/10 1030 77<br />
Heco Metas XT 701 m g t a f 56 1/10 1100 77<br />
Epos M 16 i k m t a d w 65 7/08 1350 77<br />
B&W 683 m t a f 66 6/07 1400 77<br />
Elac FS 68.2 K M G T A W F 56 1/11 900 76<br />
Heco Metas XT501 M G A W F 56 1/11 900 76<br />
Jamo S 608 k m t a w f 59 1/10 1000 76<br />
PSB Image T5 k m t a w f 62 1/10 1000 76<br />
Focal Chorus 726 V m t a f 58 7/07 1140 76<br />
Tannoy Rev. Signature DC6T k m a h w f 60 12/07 1500 76<br />
Audio Pro Avanti A.70 k m g t a d w 64 2/08 1600 76<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell A akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
Boston A 360 m t a f 69 4/11 800 75<br />
Canton GLE 490.2 m g t a f 51 4/11 800 75<br />
Klipsch RF-52 II M A H W F 47 1/11 800 75<br />
Mordaunt Short Aviano 6 k m t a f 60 10/09 860 75<br />
Infinity Classia C336 m g t a f 55 8/08 1200 75<br />
Canton GLE 470.2 M T A W F 52 12/10 700 74<br />
Dali Zensor 7 m t a F 58 1/12 700 74<br />
Jamo C-605 m g t a h f 58 4/08 700 74<br />
Magnat Quantum 655 M G A F 61 12/10 700 74<br />
Monitor Audio Bronze BX5 M T A F 61 12/10 700 74<br />
Focal Chorus 714 k m t a H d w f 59 6/13 750 74<br />
Elac FS 58.2 m g t a f 56 4/11 800 74<br />
Quadral Argentum 390 M G T A F 58 1/11 900 74<br />
Dali Lektor 6 m g t a f 55 10/09 940 74<br />
GamuT Dana 1650 k m t a w f 55 10/09 990 74<br />
Canton Chrono 507DC m t a w f 52 11/07 1000 74<br />
Mordaunt Short Aviano 8 m a f 66 1/10 1060 74<br />
Teufel Ultima 7 m g t a f 69 7/08 1300 74<br />
Dali Zensor 5 k m t a w f 61 6/13 600 73<br />
Heco Victa Prime 702 m G t a f 54 6/13 600 73<br />
Jamo S 626 k m t a w f 66 6/13 600 73<br />
Magnat Vector 207 m g a f 51 12/12 600 73<br />
Nubert NuBox 511 K m t a f 61 12/06 760 73<br />
Magnat Quantum 657 g t a H f 58 4/11 900 73<br />
Focal Chorus 716 V m g t a f 57 11/08 950 73<br />
Heco Aleva 400 k m t a f 60 11/08 1000 73<br />
Mordaunt-Short 908i k m t a f 60 6/07 1000 73<br />
Audio Pro Blue Dia. V2i k m t a d w f 62 7/08 1400 73<br />
Teufel Ultima 40 MKII m a W f 60 12/12 450 72<br />
Heco Victa II 701 M G T A F 51 2/11 560 72<br />
Teufel T 500 G A H F 64 12/10 700 72<br />
Jamo S 606 m g a h f 67 8/09 600 71<br />
Wharfedale Diamond 9.6 m t a f 60 4/08 650 71<br />
Boston A 250 K A F 66 1/12 700 71<br />
Teufel Ultima 40 M T F 58 2/11 400 70<br />
Mission M 34i k m t a w f 52 1/07 550 70<br />
JBL Studio 180 M A H W F 69 2/11 600 70<br />
Cabasse MT 3 Tobago m t a f 61 4/07 800 70<br />
Nubert nuBox 481 m t a w f 55 1/07 500 69<br />
Quadral Argentum 07.1 m t a f 53 1/07 500 69<br />
Teufel M 320 F (teilaktiv) k m t a w f 68 6/08 600 69<br />
Wharfedale Diamond 10.5 K A F 62 2/11 600 69<br />
Focal Chorus 714 V k t a f 59 2/07 700 68<br />
Wharfedale Diamond 10.3 K t a W f 70 12/12 440 67<br />
KEF C5 K a W f 60 12/12 460 66<br />
Magnat Monitor Supr. 1000 m g t a f 61 1/09 400 64<br />
KEF Cresta 30 k m t a w f 63 5/08 450 64<br />
Wharfedale Vardus VR-400 m g t a f 66 1/09 400 63<br />
Mission M 33 k m t a w 55 9/06 400 63<br />
Heco Victa 301 K M T A W 59 6/11 220 61<br />
Boston A 25 K M A D W 68 6/11 260 61<br />
Magnat Monitor 880 m g a f 59 9/06 360 61<br />
MiTteL-klasse<br />
31-60 Punkte<br />
Modell A akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
Wharfedale Vardus VR-300 m t a f 67 8/08 300 60<br />
Wharfedale Vardus VR-200 k m t a d 67 8/08 250 58<br />
Teufel Ultima 20 K M T F 64 6/11 200 57<br />
Reference S 200 62 12/06 130 39<br />
Pure Acoustic Dream 77 57 12/06 470 39<br />
Paramax LM 48 61 9/09 400 36<br />
Standardklasse<br />
0-30 Punkte<br />
Modell A akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
Dragon Audio Dream 5 67 12/06 225 30<br />
Novex Smartline 600 54 12/06 74 29<br />
NIC HCS 1 63 12/06 88 23<br />
2. kompaktboxen<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell A akustik-Assistent Test Preis Punkte<br />
ME Geithain RL 922 m g t a d w f a 3/09 10500 100<br />
ME Geithain RL 930 G T A D W F a 3/11 7380 97<br />
ME Geithain ME 806 K M t a H W f a 5/13 7720 97<br />
Adam Tensor Delta TA m g t a w f 56 6/09 7600 95<br />
Adam Tensor Delta A m g t a w f a 6/09 8400 95<br />
Sonus Faber Olympica 1 K M T a H W f 71 11/13 5000 94<br />
JBL Array 800 m g t a h f 60 2/09 4800 92<br />
Klipsch Palladium P17B m t a h w f 59 2/09 4000 91<br />
B&W 805 Diamond k m t a F 60 4/10 4500 91<br />
Dali Epicon 2 k m t a F 66 7/13 4500 91<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell A akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
Cabasse Bora M G T A H D W F 51 12/10 2500 90<br />
Genelec 8240 APM K M t a H D W f a 5/13 2800 90<br />
Tannoy Definition DC8 m g h a w f 56 2/09 3000 90<br />
Pioneer/TAD S-4EX K M T A H F 70 12/10 4000 90<br />
Quadral Aurum Altan Aktiv VIII K M t a H D W f a 9/13 2800 89<br />
Focal Electra 1008 BE k m a w f 62 2/10 3500 89<br />
My Audio Design My Clapton M G t a w 54 2/12 4400 89<br />
Elac 330 CE m g t a d w 60 2/10 3300 88<br />
Adam Compact MK3 Active k m t a d w f a 2/10 2800 87<br />
Canton Reference 9.2 DC k m t a w f 63 12/09 2400 86<br />
Harbeth Compact 7/<strong>ES</strong>3 m g t a f 62 8/11 2550 86<br />
KEF R300 K M A H W F 63 3/12 1200 85<br />
Kef XQ 20 m g t a H f 60 7/10 1800 85<br />
ProAcTablette Anniversary K M T A W F 76 10/11 1950 85<br />
Sonus Faber Liuto Monitor k m t a w 69 12/09 2100 85<br />
Thiel SCS 4 k m g a h d w f 62 12/09 2200 85<br />
AVM Audition S3 K M T A D w 65 8/12 2250 85<br />
B&W PM1 k M T a F 77 03/12 2500 85<br />
B&W CM 5 k m t a d w 62 5/09 1200 84<br />
Canton Vento 830.2 k m t a w f 62 12/11 1300 84<br />
Quadral Aurum Altan VIII m g t a f 60 7/10 1400 84<br />
Sonics Argenta Edition k m t a w f 64 6/07 1600 84<br />
Sonics Argenta Aktiv k m t a w f a 6/08 2600 84<br />
Phonar Veritas m4 Next K M T A W F 66 2/14 900 83<br />
Nubert nuPro A 300 K M T a H W f a 11/13 1050 83<br />
Nubert NuVero 4 k m g t a w f 66 7/09 1140 83<br />
Chario Syntar 523R M G T A F 63 3/12 1250 83<br />
Elac BS 244 k m t a w f 64 5/09 1350 83<br />
ME Geithain ME 25 k m t a w f 58 8/06 1380 83<br />
ATC SCM 11 k M t a d w f 78 5/11 1450 83<br />
Harbeth P3 <strong>ES</strong>R K T A D W 82 3/12 1750 83<br />
Dynaudio Focus 110 A k t a d w f a 6/09 1800 83<br />
Sonus Faber Auditor M k m t a f 67 1/08 3800 83<br />
SVS Ultra Bookshelf k m a W f 59 7/13 1000 82<br />
Nubert NuVero 3 K M t A D W 73 3/12 1080 82<br />
Dynaudio Excite X16 m t a f 63 8/12 1150 82<br />
Abacus A-Box 10 K T A D W a 3/11 1190 82<br />
Sonus Faber Venere 1.5 k m a H f 77 7/13 1200 82<br />
Triangle Comete Anniversary K M T A H D F 62 4/12 1200 82<br />
Stirling LS3/5A V2 k T a D W 78 12/13 1290 82<br />
T+A KR 450 K M T A w F 73 8/12 1500 82<br />
T+A Criterion TR 400 k m t a w f 71 6/07 1500 82<br />
Chartwell LS3/5A k T a D W 77 12/13 1600 82<br />
Audiodata Petite k m t a w f 77 9/03 2700 82<br />
Epos Elan 15 m g t a w 58 8/12 950 81<br />
Monitor Audio Silver 2 M A H F 60 2/14 950 81<br />
Dynaudio Excite X14 K M A W 77 2/14 990 81<br />
Canton Vento 820 k m t a w 57 7/09 1100 81<br />
KEF LS50 k M t a h w f 73 3/13 1100 81<br />
Tannoy Precision 6.1 k M t a w f 56 3/13 1100 81<br />
KS Digital Coax C5 k M t a h d w f a 10/10 1190 81<br />
KS Digital KSD 2010 k M t a w f a 3/13 1500 81<br />
PMC DB 1 I k t a w f 72 5/11 1500 81<br />
Yamaha Soavo 2 k m t a w f 61 11/07 1500 81<br />
Nubert nuLine 34 K M T A H D W 70 1/14 670 80<br />
Boston M25 k m a w f 69 10/12 800 80<br />
Klipsch RB-81 II G a H f 52 5/11 800 80<br />
Pionner S-71B k t a f 74 3/13 1000 80<br />
Linn Majik 109 k m t a d w 62 6/09 1200 80<br />
Roksan Kandy K2 TR-5 k m a f 70 7/09 1200 80<br />
Canton Chrono SL520 + WA100 k m d a d w f a 4/10 1240 80<br />
Epos Epic 2 K M T A W 57 1/14 580 79<br />
Canton SLS 720 DC K M A W f 79 1/14 780 79<br />
Cabasse Minorca k m t a h d w 57 4/09 800 79<br />
PSB Imagine B k m t a w f 66 10/12 1000 79<br />
Quad 12 L Studio Active k m t a d w a 6/08 1200 79<br />
KEF Q 300 k M t a H w f 63 5/11 600 78<br />
Yamaha HS-8 k M t a H D w f a 10/13 660 78<br />
Monitor Audio Silver 1 K M T A H f 70 1/14 780 78<br />
German Maestro Linea S B-ONE k m a w f 65 7/10 800 78<br />
Heco Celan XT 301 k m g t a w f 58 4/09 800 78<br />
PSB Imagine Mini K T A D W 71 10/11 800 78<br />
ATC SCM 7 K T A D W 79 10/11 850 78<br />
Dali Ikon 2 MK II m t D w 65 7/10 860 78<br />
Chario Syntar 520 k m a H f 68 10/12 900 78<br />
Dali Mentor Menuet k t a D W 68 10/12 960 78<br />
Nubert NuPro A20 K M T A D W F a 3/11 530 77<br />
Triangle Color Bibliotheque K M T A W 70 1/14 660 77<br />
Magnat Quantum Edelstein K A D W 68 1/14 700 77<br />
Elipson Planet L 73 10/11 770 77<br />
Adam Artist 5 K M T A D w F a 8/12 800 77<br />
Elac BS 184 m g t a d w 64 7/10 800 77<br />
Leema Acoustics Xero k t aW 72 7/12 900 77<br />
KEF R100 K M A H w F 65 8/12 800 76<br />
Canton Ergo 620 k m t a w f 55 4/09 900 76<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell A akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
Genelec 6020 A k t a d w a 7/07 820 75<br />
Dynaudio MC 15 k t a d w f a 7/07 1000 75<br />
Tannoy Reveal 601 A k M t a w f a 10/10 540 74<br />
Nubert NuLine 32 km t a w f 64 3/10 570 74<br />
Canton Chrono SL 520 k t a D W 63 3/10 640 74<br />
Belves Aesthet 1 k m g t a w f 66 9/08 800 74<br />
Magnat Quantum 703 k t a w f 61 2/07 800 74<br />
MB Quart Alexxa B-1 k m t a w f 67 2/07 800 74<br />
Elac AM 150 K T A D W F a 8/10 500 73<br />
Quadral Platinum M 2 K M T A W 63 3/10 600 73<br />
Tannoy Reveal6D k m t a d w f a 7/07 650 73<br />
JBL LSR 2325P K T A H D W F a 8/10 520 72<br />
Dynaudio DM 2/7 65 1/10 650 72<br />
Triangle Titus m g t a W 62 7/12 650 72<br />
Monitor Audio Silver RX 2 M A W F 56 3/10 670 72<br />
136<br />
www.audio.de ›02 /2014
Service › Bestenliste<br />
Genelec 6010 A a 11/09 480 71<br />
Nubert NuWave 35 k m t a w f 65 5/07 530 70<br />
Fostex PM 1 Mk 2 M t a f a 10/10 570 70<br />
B&W 685 k m t a f 62 8/07 600 70<br />
Heco Metas 300 k m t a w f 60 5/07 500 69<br />
Mission Esprit E 52 k t a d w 64 2/08 650 69<br />
Mordaunt-Short Mezzo 2 k m t a f 64 2/08 700 69<br />
B&W CM 1 k t a d w 83 4/06 800 69<br />
Indiana Line Tesi 260 k M T A W 64 9/13 350 68<br />
Dali Zensor 3 k m t A w 59 9/13 400 68<br />
Focal Chorus 706V k m t a w f 62 5/07 470 68<br />
Wharfedale Evo2-10 k m t a f 60 5/07 600 68<br />
Dali Ikon 2 m t a d w 59 2/07 800 68<br />
Focal Chorus 705 k A D 67 9/13 400 67<br />
Epos Epic 1 k m t A w 63 9/13 425 67<br />
Canton GLE 436 k A D 60 9/13 440 67<br />
Magnat Quantum 673 k m t A w 58 9/13 460 67<br />
Tannoy Revolution DC4 k T A D 69 9/13 500 67<br />
Nubert NuBox 381 m g t a w f 56 10/08 380 67<br />
Dali Lektor 2 m g t a W 70 7/12 400 67<br />
PSB Image B5 k t a d w 64 2/10 400 67<br />
Mordaunt Short Aviano2 k m a f 67 2/10 460 67<br />
Monitor Audio Bronze BX 2 M A F 62 11/10 350 66<br />
Magnat Interior Power a 11/09 400 66<br />
Jamo C 603 k m t a h w 67 3/08 440 66<br />
B&W 686 k t a d w f 77 1/08 460 66<br />
Elac BS 123 k t a d w 68 8/07 600 66<br />
Heco Aleva 200 k t m a w f 66 1/08 600 66<br />
Quad 11L2 k m t a w 64 5/07 600 66<br />
Dali Zensor 1 k m t a D w f 67 10/11 260 65<br />
Magnat Quantum 553 m t a d w 59 2/10 300 65<br />
Mordaunt Short Aviano1 K M T A W F 71 11/10 300 65<br />
Canton GLE 420-2 K T A W F 64 11/10 360 65<br />
Magnat Quantum 603 k m t a w 63 3/08 400 65<br />
Quadral Rhodium 20 k t a w 70 10/08 400 65<br />
Jamo S 404 k m t a D w 77 11/10 300 63<br />
PSB Image B4 k t a D 68 11/10 300 63<br />
PSB Alpha B1 k m t a w 57 3/09 300 63<br />
JBL <strong>ES</strong> 30 m g t a f 65 3/08 400 63<br />
Tannoy F1 Custom k m a d w 60 3/09 240 62<br />
Mordaunt Short 902i k m t a d w 71 3/07 250 62<br />
Nubert nuBox 311 k m t a d w 63 3/07 280 62<br />
Dali Lektor 1 k m t a w 73 3/09 340 62<br />
Magnat Monitor Supr. 200 k m t a w 65 1/09 180 61<br />
MitTel-klasse<br />
31-60 Punkte<br />
Modell Akustik-Assistent AK Test Preis Punkte<br />
Mission M 32i k m t a w 58 11/06 300 60<br />
Jungson BD 2 Mk 2 k m a f 67 9/08 500 60<br />
Wharfedale Vardus 100 63 1/09 200 59<br />
Mission M 31i 65 3/07 230 58<br />
Wharfedale Crystal 2-10 k t a d w 66 6/08 150 57<br />
Sonos SP-100 66 6/08 180 54<br />
5. SUBWOOFER aktiv<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte St/Surr<br />
Revel Ultima Sub 30 9/04 8900 98<br />
B&W DB1 10/10 4250 97 99/94<br />
ME Geithain Basis 14 K 9/10 3900 96 101/90<br />
Velodyne DD 12+ 5/11 4000 96 99/93<br />
Paradigm Signature Sub 1 9/10 4000 95 96/93<br />
Velodyne DD-18 4/09 3700 94 96/92<br />
T+A Criterion TCD 610 SE 11/13 3500 93 94/92<br />
Klipsch Palladium P-312 W 4/09 4000 93 92/94<br />
Elac Sub 2080D 9/10 3000 92 93/90<br />
Martin Logan Dynamo 1500X 11/13 2000 91 92/90<br />
Klipsch SW-311 5/11 1900 91 93/88<br />
Velodyne SPL 1200 Ultra 9/10 2100 91 93/89<br />
Martin Logan Depth I 5/11 2200 91 93/88<br />
Sunfire True Subwoofer EQ Signature 4/09 2700 91 92/89<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte St/Surr<br />
B&W ASW 10 CM 11/13 1350 89 91/87<br />
Dali Sub P10 DSS 11/13 2200 89 88/90<br />
Nubert AW 1100 11/13 965 88 87/89<br />
Klipsch SW 115 4/12 1200 88 84/92<br />
Teufel S 8000 SW THX Ultra II 5/11 1700 88 81/97<br />
Velodyne SPL 1200 R 4/07 1950 88 91/85<br />
Paradigm Monitor Sub 10 11/13 1150 87 88/86<br />
Martin Logan Dynamo 1000 4/10 1300 87 90/84<br />
Nubert NuVero AW-13 DSP 10/11 1300 87 90/83<br />
Martin Logan Dynamo 1000 (Wireless) 4/10 1500 87 90/84<br />
Velodyne EQ Max 12 8/12 870 86 87/85<br />
T+A Criterion TW 600 6/07 1800 86 91/80<br />
Velodyne Wi-Q 10 (Wireless) 2/14 980 85 85/85<br />
SVS SB 12 NSD 11/13 800 84 87/81<br />
Velodyne CHT-12 Q 7/09 900 84 86/81<br />
KEF HTB 2 SE 4/10 900 83 80/86<br />
KEF HTB 2 SE-W (Wireless) 4/10 1000 83 80/86<br />
Canton Sub 10 7/11 600 81 82/80<br />
Klipsch SW-110 7/11 700 81 82/79<br />
Infinity Classia PSW-310 W 7/09 800 81 79/82<br />
Teufel US6112/6 RHD 9/12 1000 81 79/83<br />
KS Digital Q Sub 2 3/09 1200 81 88/74<br />
Heco Metas Sub 251A 7/11 600 80 83/77<br />
PSB Sub 5i 7/11 600 80 80/80<br />
Nubert NuLine AW-560 4/08 510 78 77/79<br />
ASW Opus SW-200 7/09 650 78 82/74<br />
Velodyne MicroVee 10/08 900 77 79/75<br />
Heco Phalanx Micro 200A 11/13 550 76 74/78<br />
Dynaudio Sub 250 10/08 850 76 81/71<br />
Sunfire HRS 8 10/08 800 76 80/71<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte St/Surr<br />
Velodyne Impact 10 5/10 400 75 76/74<br />
Audio Pro B 1.19 5/10 450 75 78/71<br />
Yamaha NS-SW 310 7/09 300 74 77/71<br />
Verstärker<br />
1. Transistor-Vollverstärker<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
T+A PA 3000 HV 82 4/13 10 000 135<br />
Pass INT 30A 64 1/10 7500 130<br />
Symphonic Line RG 10 MK IV Ref HD 68 1/13 8300 130<br />
Krell FBI (FB) 82 10/07 19 000 130<br />
Audreal A 600 E 73 3/13 4000 125<br />
Yamaha A-S3000 66 8/13 4800 125<br />
Pathos Inpol Remix 21 6/12 5000 125<br />
Symphonic Line RG 10 MK IV Ref 2011 68 6/11 6800 125<br />
Musical Fidelity AMS 35i 50 6/11 7500 125<br />
McIntosh MA 7000 AC 75 1/10 8500 125<br />
Wadia Intuition 01 73 7/13 7800 123<br />
Naim Supernait (FB) 59 1/08 3300 120<br />
Naim NAC152XS/NAP155XS/FlatcapXS (FB) 57 11/09 3600 120<br />
Densen B-150 66 6/10 4100 120<br />
Naim SuperUniti (+Streaming Client) 61 1/12 4200 120<br />
Resolution Audio Cantata 50 48 5/11 4200 120<br />
Atoll IN 400 72 1/12 4500 120<br />
Accuphase E-260 65 2/13 5000 120<br />
T + A V 10 (FB) (R) 55 11/03 5000 120<br />
Electrocompaniet ECI 6 DS 68 12/12 5900 120<br />
Musical Fidelity kW-550 88 10/07 7800 120<br />
Accuphase E-550 (FB) 58 3/06 7900 120<br />
Denon PMA-SA1 / AU-S1 58 10/07 8000 120<br />
Audionet SAM V2 63 8/08 3000 115<br />
Burmester 051 63 6/06 4950 115<br />
AVM Evolution A5.2 T 73 2/13 5300 115<br />
Gamut Si 100 (FB) 69 7/08 5300 115<br />
TACT M 2150 (FB) 72 7/03 5500 115<br />
Sony TA-A1 <strong>ES</strong> 47 2/14 2000 113<br />
Shanling A 2.1 64 5/13 1400 110<br />
Audreal XA 6950II 42 6/13 1500 110<br />
Anthem Intergrated 225 78 8/10 1900 110<br />
Creek Destiny 2 63 4/07 2000 110<br />
Naim Nait XS 60 10/13 2150 110<br />
Musical Fidelity A-5.5 Integrated 76 2/09 2200 110<br />
Musical Fidelity M6i 76 8/10 2450 110<br />
Moon i-3.3 63 4/07 2580 110<br />
Naim NAC152XS / NAP155XS (FB) 57 11/09 2650 110<br />
Krell S 300 i 71 6/09 2750 110<br />
Accustic Arts Power <strong>ES</strong> 59 3/11 3000 110<br />
AVM Evolution A3 NG 63 3/11 3000 110<br />
T + A PA 1260 R 62 11/09 3200 110<br />
Vincent SV-236 Mk 69 4/09 1700 105<br />
Naim Nait XS 57 2/09 1800 105<br />
Sonus Faber Musica 56 2/09 1950 105<br />
T + A Power Plant Balanced 70 1/12 1990 105<br />
AVM Evolution A3 NG (FB) 57 4/07 2000 105<br />
Unison Unico Secondo 65 4/09 2000 105<br />
Pathos Classic One MK3 50 2/10 2200 105<br />
Unison Unico SE (FB) 69 4/07 2200 105<br />
Denon PMA-2020 AE 67 1/13 2300 105<br />
Audio Aéro Prima Amplifier (FB) (R) 60 4/07 2400 105<br />
Luxman L-505 f 63 5/06 3000 105<br />
T + A R 1260 R (Receiver) 62 11/09 3600 105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Harman HK 990 (+Raumprozessor) 73 10/09 1500 100<br />
Hegel H70 54 12/11 1500 100<br />
Unison Unico Primo 59 6/10 1500 100<br />
Magnat MA-800 60 4/09 1500 100<br />
T + A Power Plant 70 12/07 1500 100<br />
Cambridge 840 A V2 67 4/08 1500 100<br />
Yamaha A-S 2000 (FB) 65 1/08 1600 100<br />
AstrinTrew AT-2000 58 2/09 1800 100<br />
Marantz PM-15 S2 60 3/10 1800 100<br />
Creek Destiny IA (FB) 59 4/07 1900 100<br />
Denon PMA-2010 AE 67 2/10 2000 100<br />
Croft Acoustics Integrated R 46 9/11 2100 100<br />
Cyrus 8 vs 2 / PSX-R (FB) 58 4/07 2100 100<br />
Electrocompaniet Prelude PI 2 (FB) 65 4/07 2100 100<br />
AMC 3150 MKII 71 3/12 1000 95<br />
Exposure 2010 S2 IA 59 8/13 1000 95<br />
Naim Nait 5i 54 8/11 1000 95<br />
Musical Fidelity M3i 57 2/11 1150 95<br />
Creek Evolution 5350 66 6/10 1350 95<br />
NAD C-375 BEE 71 12/11 1400 95<br />
Arcam A 90 63 4/08 1450 95<br />
Heed Obelisk Si /DAC 42 1/10 1450 95<br />
Densen B-110 58 3/06 1500 95<br />
Musical Fidelity A 3.5 68 3/06 1500 95<br />
Audio Analogue Puccini 70 53 3/06 1600 95<br />
Electrocompaniet PI 1 57 7/07 1600 95<br />
Advance Acoustic MAP-800 75 2/09 2000 95<br />
Rotel RA-1570 70 8/13 1500 92<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Exposure 1010 A 51 9/11 660 90<br />
Rega Brio R 48 7/11 700 90<br />
Vincent SV-400 53 9/11 700 90<br />
Dynavox VR 3000 29 2/13 750 90<br />
NAD C 356 BEE 62 4/11 750 90<br />
Rotel RA 12 60 10/12 750 90<br />
Creek Evo 2 58 1/10 780 90<br />
Teac AI-501 54 6/13 800 90<br />
Music Hall A 35.2 67 9/11 800 90<br />
Creek Evolution 50A 55 4/13 845 90<br />
Arcam A 28 (FB) 61 10/08 1000 90<br />
Cambridge 740 A 67 3/08 1000 90<br />
Denon PMA-1510AE 62 2/11 1000 90<br />
Onix A-25 49 2/14 1000 90<br />
Pioneer A-70 58 1/13 1000 90<br />
Roksan Kandy K2 65 9/09 1000 90<br />
Teac AI 1000 65 3/12 1000 90<br />
Vincent SV-232 (FB) 68 10/08 1000 90<br />
Yamaha A-S 1000 (FB) 64 7/08 1000 90<br />
Cyrus 6a 53 3/13 1080 90<br />
Exposure 2010 S (FB) 58 4/06 1100 90<br />
Marantz PM-KI Pearl Lite 60 2/11 1200 90<br />
Wadia 151 PowerDAC Mini (nur Digital-In) 50 9/10 1300 90<br />
Cayin A 50 T 42 2/06 1500 90<br />
Dynavox TPR-3 + ET-100 43 5/12 520 85<br />
Yamaha A-S 700 66 3/09 580 85<br />
Gold Note AP-7 33 3/13 600 85<br />
Rega Brio 3 46 7/08 600 85<br />
Arcam A 18 46 9/08 700 85<br />
Onkyo A-9555 67 6/06 700 85<br />
AMC 3100 MKII 64 2/12 750 85<br />
Audiolab 8000 S 54 10/06 750 85<br />
Cambridge Azur 651 A 49 8/12 800 85<br />
Marantz PM 7001 KI 60 5/07 800 85<br />
Marantz PM 8003 60 1/09 800 85<br />
Onkyo A-933 60 12/05 800 85<br />
Arcam A 19 45 2/14 850 85<br />
Arcam A 70 54 3/08 850 85<br />
Vincent SV-226 MK 2 63 2/06 890 85<br />
Rotel RA 1520 60 9/09 900 85<br />
Advance Acoustic MAP 305 DA (mit DAC) 65 9/06 950 85<br />
Audio Analogue Primo Cento VT 45 3/08 980 85<br />
Cyrus 6vs2 46 1/07 1000 85<br />
Onkyo A-9755 68 4/06 1000 85<br />
Roksan Kandy L3 65 1/07 1080 85<br />
Music Hall A 50.2 63 9/09 1100 85<br />
Onkyo A-9070 66 1/13 1200 85<br />
System Fidelity SA-270 (FB) 54 12/08 400 80<br />
Yamaha A-S 500 64 1/11 420 80<br />
AMC XIA 52 10/10 450 80<br />
Marantz PM 6004 51 2/12 450 80<br />
NAD C 326 BEE (FB) 56 8/09 460 80<br />
Harman/Kardon HK 980 (FB) 63 12/08 500 80<br />
Marantz PM 7001 60 6/06 500 80<br />
NAD D3020 52 11/13 500 80<br />
Pioneer A 6 53 2/07 500 80<br />
Teac A-H01 46 2/12 500 80<br />
Marantz PM 6005 52 11/13 550 80<br />
Vincent SV-129 53 8/08 650 80<br />
Pioneer A 9 56 2/07 800 80<br />
Peachtree iDecco ( DAC, iPod-Dock) 44 9/10 1200 80<br />
Peachtree Nova (DAC, Sonos-Dock) 47 6/09 1300 80<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Dynavox VR-307 33 5/10 300 75<br />
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WK 4030 E02
Service › Bestenliste<br />
Advance Acoustic MAP 101 52 10/09 370 75<br />
Denon PMA-720 AE 56 9/12 400 75<br />
Rotel RA-04 SE 46 10/10 400 75<br />
Denon PMA-710 AE 55 10/09 400 75<br />
Rotel RA-04 49 8/06 400 75<br />
Advance Acoustic MAP 105 (FB) 59 6/07 400 75<br />
Advance Acoustic MAP 103 58 5/06 400 75<br />
Audio Block V-100 46 9/12 450 75<br />
NAD C 325 BEE 57 8/06 450 75<br />
Cambridge 350 A 44 10/10 450 75<br />
King Rex T-20U + PSU 11 5/10 460 75<br />
Harman Kardon HK 3490 (FB, Receiver) 67 9/08 500 75<br />
Dynavox VR-70 E 35 5/06 500 75<br />
Advanced Acoustic Max 250 64 2/12 650 75<br />
Pioneer A-30 57 9/12 300 70<br />
NAD C 316 BEE 56 10/10 350 70<br />
Advance Acoustic EZY-7 (iPod-Dock) 46 10/07 600 70<br />
Magnat MC1 (Receiver mit SACD-Player+FB) 55 1/08 990 70<br />
Denon PMA-520 AE 54 8/12 250 68<br />
Onkyo TX-8050 63 8/11 400 68<br />
Denon PMA-510 AE 53 6/09 250 65<br />
System Fidelity SA-250 (FB) 50 10/08 275 65<br />
Cambridge 340 A (FB) 43 1/06 300 65<br />
Marantz PM 5004 49 10/10 330 65<br />
Marantz PM 5003 48 8/09 330 65<br />
Yamaha AX-497 60 3/07 330 65<br />
Onkyo A 9355 53 12/07 370 65<br />
Marantz PM 6002 (FB) 53 11/07 400 65<br />
Onkyo A-5 VL 56 8/09 400 65<br />
MiTtel-klasse<br />
31-60 Punkte<br />
Modell AK Test Preis Punkte<br />
Yamaha AX 397 56 10/07 270 60<br />
Pro-Ject Receiver Box 33 5/10 425 60<br />
Denon DRA-700 AE (FB, Receiver) 62 1/07 410 60<br />
Onkyo A-9155 53 10/07 230 55<br />
2. Röhren-Vollverstärker<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Unison Performance Limited 40 3/13 12 000 135<br />
Westend Audio Monaco 46 7/13 15 000 135<br />
Line Magnetic LM-219 IA 34 1/13 10 300 130<br />
Synthesis Action A100T 56 5/13 6500 125<br />
Audiomat Aria 42 11/13 4800 123<br />
Lyric Ti 120 Signature 41 1/12 3800 120<br />
Unison Research S6 37 3/11 3800 120<br />
Octave V 70 / Super Black Box 49 8/05 6100 120<br />
Unison Simply Italy 24 6/12 2000 115<br />
LUA 4545 L GS Autobias 47 10/13 3000 115<br />
Melody Astro Black 50 47 2/14 3000 115<br />
Unison Triode 25 41 2/14 3200 115<br />
Cayin VP 100 i 44 6/09 3600 115<br />
Octave V40 SE 45 12/09 4100 115<br />
Unison Research Sinfonia 35 12/09 4100 115<br />
Lua Belcanto (FB) 52 1/08 4500 115<br />
Quad II Classic Integrated 30 3/11 5500 115<br />
Audio Research VSi 55 49 5/08 2900 110<br />
Cayin A88T MK2 Selection 42 11/12 2400 108<br />
Tsakiridis Aeolos 34 10/13 1740 105<br />
Ayon Orion 50 2/10 2000 105<br />
Cayin CS 55 A 39 12/13 2000 105<br />
Magnat RV 1 47 2/09 2000 105<br />
T.A.C. K-35 40 12/11 2000 105<br />
Audio Aéro Prima Amplifier (FB) 60 4/07 2400 105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Cayin MA 80 41 11/12 1200 100<br />
T.A.C. T-22 41 9/13 1400 100<br />
Lyric Ti-60 41 6/10 1400 100<br />
Cayin A-55 T (FB) 42 9/07 1700 100<br />
Pure Sound A 30 38 9/07 1780 100<br />
Audreal V30 50 11/12 1590 98<br />
Cayin MT-34L 36 7/13 900 95<br />
Lyric Ti-24 13 5/10 1200 95<br />
Opera Audio M100 Plus 39 7/07 1700 95<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Audreal MT 1 30 2/13 640 90<br />
Cayin MT 12 N 14 2/13 650 90<br />
Puresound A10 19 11/12 700 90<br />
Dynavox VR3000 29 2/13 750 90<br />
Unison Unico P (R) 47 5/06 1000 90<br />
Melody SP-3 (R) 25 7/10 1100 90<br />
Audio Analogue Verdi 70 (R) 54 4/06 1200 90<br />
PrimaLuna Prologue (R) 42 2/06 1000 85<br />
T.A.C. 34 41 2/06 1150 85<br />
Dynavox VR-20 (R) 20 7/10 400 80<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Dynavox VR-70 E 35 5/06 500 75<br />
3. Vorverstärker<br />
Die Einstufung von Vorverstärkern nimmt <strong>AUDIO</strong> aufgrund ihrer Klangqualität vor. Maßgeblich<br />
ist der bestklingende Hochpegel eingang. Mit der Einstufung von Vollverstärkern<br />
oder Endstufen sind die Punktzahlen nicht vergleichbar. (R) steht für Röhrengeräte, (Phono)<br />
für die Preisangabe einschließlich (optionalem) Eingang für Vinyl-Platten spieler.<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Ypsilon Electronics PST-100 MK2 12/12 23 100 135<br />
Dan D´Agostino Momentum Preamp 6/13 30 000 132<br />
AVM PA 8 10/12 6450 130<br />
Pass XP 20 5/09 9750 130<br />
McIntosh C 500 C / C 500 T (R, Phono) 6/10 12 900 130<br />
Accuphase C-2810 (Phono) 9/06 18 870 130<br />
McIntosh C 1000P AC (Transistor, Phono) 12/06 20 800 130<br />
Octave Jubilee 5/08 22 600 130<br />
TAD C2000 6/12 24 000 130<br />
Burmester 077 / Ext. Netzteil (Phono) 7/09 31 000 130<br />
Audio Research LS-27 11/11 7300 128<br />
Octave HP 500 SE 10/11 7450 128<br />
T + A P 10₂ 11/10 7500 128<br />
McIntosh C 50 4/11 7900 128<br />
Musical Fidelity M8 Pre 5/13 4500 125<br />
Brinkmann Calvin 8/09 5500 125<br />
Octave HP 300 SE 6/13 5500 125<br />
Pass XP-10 8/09 6000 125<br />
T + A P 10 11/06 6000 125<br />
Marantz SC-7 S2 2/07 7000 125<br />
Musical Fidelity Primo 9/09 7800 125<br />
Belles LA-01 6/08 7900 125<br />
Symphonic Line RG2 Reference HD 10/12 8000 128<br />
Mark Levinson No. 320 S 3/06 8900 125<br />
Audionet Pre G2 2/08 9500 125<br />
Convergent SL1 Ultimate MK2 8/06 9900 125<br />
Krell Evo 202 8/06 12 000 125<br />
McIntosh C 1000 T AC (Röhre, Phono) 12/06 20 800 125<br />
Sugden LA 4 3/13 2850 120<br />
Ayre K-5 XE MP 8/09 3800 120<br />
Linn Akurate Control 10/11 5000 120<br />
Audionet PRE 1 G3 + EPS 9/09 5380 120<br />
Ayon S3 3/12 5700 120<br />
Linn Akurate DSM 2/12 6450 120<br />
Audionet PRE I G3 12/07 3290 115<br />
Audio Research LS-17 12/08 4000 115<br />
McIntosh C 220 AC 11/08 4450 115<br />
Sugden Sapphire DAP-800 10/13 4800 115<br />
Moon 350 P 4/12 2500 110<br />
Lyngdorf DPA-1 (+Raumkorrektur, D/A-Wandler) 10/09 3000 110<br />
Electrocompaniet EC 4.8 6/09 3700 110<br />
Ayre K-5xe 4/08 3800 110<br />
Atoll PR 300 9/10 1500 105<br />
Cambridge 840 E 7/09 1500 105<br />
Croft Micro 25R 4/12 1700 105<br />
Primare Pre 32 9/12 2100 105<br />
AVM PA-3.2 4/12 2700 105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Exposure 3010 S2 Pre 8/11 1200 100<br />
Audiolab 8200 CDQ (CD-Laufwerk, DAC) 5/11 1200 100<br />
Vincent SA-94 9/10 2100 100<br />
Naim NAC 152 XS / Flatcap XS 11/09 2200 100<br />
Cayin SP-30 S 6/08 2300 100<br />
NAD C-165 BEE 10/10 900 95<br />
Quad Elite Pre 10/10 1000 95<br />
Naim NAC-N 172 XS 3/13 2300 95<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
GoldNote HP-7 1/14 700 90<br />
Vincent SA-31 Mk 7/09 1100 90<br />
Rotel RC-1580 4/12 1200 90<br />
Chord Chordette Prime 1/11 1000 90<br />
Peachtree Nova (+Endstufe+DAC+Sonos-Dock) 6/09 1300 90<br />
Quad 99 PRE 1/09 1300 90<br />
Naim NAC 122x 2/08 1300 90<br />
AVM V 3 NG 11/06 1600 90<br />
Densen B-200 11/06 1500 90<br />
Advance Acoustic MPP 205 7/06 450 85<br />
NAD C 162 (Phono) 2/05 650 85<br />
Astin Trew At 1000 8/07 800 85<br />
Advance Acoustic MPP 505 2/08 850 85<br />
Dynavox TPR-3 5/12 300 80<br />
Pro-Ject Pre Box SE 5/10 325 80<br />
Rotel RC-06 7/06 500 80<br />
Vincent SA-96 7/06 500 80<br />
Cyrus Pre VS 2 7/07 900 80<br />
Audiolab 8000Q 11/08 1100 80<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Pro-Ject Pre Box 11/07 225 70<br />
4. Endstufen<br />
Die Rangfolge unter den Endstufen bestimmt <strong>AUDIO</strong> allein aufgrund der Klangqualität.<br />
Einen Hinweis auf passende Lautsprecher gibt Ihnen die einmalige <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl<br />
(AK). Diese sollte größer oder gleich der AK der Laut sprecher sein – dann ist optimale<br />
Dynamik garantiert. (R) bedeutet Röhrenverstärker, bei Mono-Endstufen gibt <strong>AUDIO</strong> Paar-<br />
Preise an.<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
KR Audio Kronzilla VA 680 (R) 46 12/13 23 500 140<br />
Pass XA 100.5 (mono) 73 5/09 17 750 135<br />
T + A M 10 (mono) 89 11/10 20 000 135<br />
Ypsilon Electronics Aelius (mono) 76 12/12 23 100 135<br />
Dan D'Agostino Momentum 76 11/12 30 000 135<br />
Octave Jubilee (R, mono) 72 5/08 44 000 135<br />
Krell Evolution 900 (mono) 99 6/07 48 000 135<br />
McIntosh 2 KW AC (mono) 104 12/06 67 500 135<br />
AVM SA 8 77 10/12 9900 130<br />
Audionet Max (mono) 82 03/08 12 500 130<br />
Krell Evo 402 86 8/06 19 000 130<br />
TAD M2500 65 6/12 21 000 130<br />
Convergent JL 2 Signature MK 2 (R) 61 8/06 21 900 130<br />
Accuphase M-6000 (mono) 79 5/08 24 000 130<br />
McIntosh MC 2301 AC (R) 73 6/10 25 900 130<br />
Ayon Triton Power Amp 52 1/14 8800 128<br />
First Watt SIT 1 13 5/13 10 000 128<br />
Audio Research VS-115 61 11/11 7300 125<br />
Audionet Amp (mono) 76 9/09 8000 125<br />
Octave RE290 (SuperBlackBox) 50 10/11 9250 125<br />
Sugden MPA 4 (mono) 64 3/13 9400 125<br />
Symphonic Line RG7 Reference 71 10/12 9500 125<br />
Musical Fidelity AMS-50 57 9/09 9700 125<br />
Musical Fidelity M8 700 94 5/13 10 000 125<br />
Mark Levinson No. 432 87 3/06 10 900 125<br />
Krell Evo 302 85 12/07 12 000 125<br />
Octave MRE 130 + Super Black Box (R) 61 3/06 13 400 125<br />
Marantz MA-9 S2 (mono) 84 2/07 14 000 125<br />
Accuphase P-7100 76 9/06 14 900 125<br />
Ayre V5 XE 69 8/09 5800 120<br />
Brinkmann Stereo 59 8/09 5850 120<br />
Sugden Sapphire FBA-800 56 10/13 6300 120<br />
Pass XA 30.5 66 8/09 6500 120<br />
Quad II Eighty (Mono,R) 51 8/08 7900 120<br />
Belles MB-200 78 6/08 7900 120<br />
Electrocompaniet AW 400 (Mono) 84 6/09 9500 120<br />
Audio Research Reference 110 58 12/08 10 000 120<br />
Audionet AMP I V2 74 12/07 4490 115<br />
McIntosh MC 252 AC 74 11/08 5900 115<br />
Auralic Merak 76 1/14 4600 110<br />
Moon 330 A 64 4/12 3000 105<br />
Vincent SP-995 (Mono) 70 9/10 3300 105<br />
Linn Akurate 2200 67 10/11 4000 105<br />
Quad II Forty (Mono, R) 42 8/08 4900 105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Atoll AM 200 66 9/10 1350 100<br />
Vincent SP-331 Mk 73 7/09 1600 100<br />
Croft <strong>Serie</strong>s 7R 46 4/12 1700 100<br />
T+A Amp 8 59 8/13 1800 100<br />
Cambridge 840 W 76 7/09 2000 100<br />
Linn Majik 2100 56 3/07 2200 100<br />
Exposure Mono 68 8/11 2400 100<br />
Rotel RB-1090 83 12/06 2500 100<br />
Rotel RB-1091 (mono) 87 12/06 3000 100<br />
AVM MA-3.2 76 4/12 4500 100<br />
GoldNote M-7 (Paar) 62 1/14 1400 95<br />
Densen B-305 (Bi-Amping, Paar) 53 11/06 2200 95<br />
Cayin SP-40 M (R) 46 6/08 2300 95<br />
Quad II Classic (Mono, R) 27 8/08 3180 95<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell . AK Test Preis Punkte<br />
Naim NAP 100 53 6/13 890 90<br />
AMC CVT2100 MKII (R) 56 9/13 1300 90<br />
140 www.audio.de ›02 /2014
Service › Bestenliste<br />
Dynavox VR-80E (Paar) 53 2/12 1400 90<br />
Naim NAP 155 XS 57 11/09 1400 90<br />
Advance Acoustic MAA 705 (Paar) 73 2/08 1900 90<br />
Quad 99 Mono 70 1/09 2000 90<br />
Primare A 34.2 71 9/12 2100 90<br />
AudioLab M-PWR 46 1/14 600 85<br />
NAD C 245 BEE 56 11/11 600 80/85<br />
NuForce STA-100 49 1/14 700 85<br />
Pro-Ject AMP Box SE Mono 56 5/10 730 85<br />
Rotel RB-1552 69 4/12 850 85<br />
Chord Chordette Scamp 40 1/11 1000 85<br />
Musical Fidelity M1 PWR 58 11/12 1050 85<br />
Astin Trew At 5000 52 8/07 1200 85<br />
Pro-Ject AMP Box SE 50 5/10 325 80<br />
Cyrus 6 Power 55 7/07 600 80<br />
AMC 2100 MKII 64 9/13 600 80<br />
Pro-Ject AMP Box DS Mono (Paar) 48 1/14 800 80<br />
Audiolab 8000M (Paar) 60 11/08 1600 80<br />
Dynavox ET-100 43 5/12 220 75<br />
Pro-Ject Amp Box Mono (Paar) 40 11/07 450 75<br />
6. Kopfhörer-verstärker<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Bakoon Satri HPA-21 2/14 3000 125<br />
Sennheiser HDVA 600 2/14 1400 115<br />
Hifiman EF-6 2/13 1600 115<br />
Auralic Taurus 2/13 1700 115<br />
Sennheiser HDVD800 8/13 1800 115<br />
Cayin HA-1A 12/10 1000 110<br />
M2Tech Marley 2/14 1000 110<br />
Eternal Arts KHV 5/11 2750 110<br />
AMI Musik DDH-1 (USB-DAC) 2/14 590 108<br />
Lehmann Black Cube Linear USB 12/10 930 108<br />
Cayin HA-3 (mit USB) 2/14 1000 108<br />
Teac HA-501 8/13 800 105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Beyerdynamic A20 8/13 500 100<br />
Musical Fidelity M1HPAP 8/13 600 100<br />
Musical Fidelity M1HPA 12/10 600 100<br />
Violectric HPA V100 (USB-96/24 Option 150€ ) 12/10 650 100<br />
Beyerdynamic A 1 12/10 990 100<br />
Lehmann Rhinelander 2/13 370 95<br />
ADL by Furutech X1 (mobil, USB) 10/13 450 95<br />
V-Moda VAMP Verza (mobil, USB) 10/13 600 95<br />
KingRex HQ-1 12/10 700 95<br />
Meier Audio Corda PCStep (mobil, USB) 10/13 250 91<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
FiiO Alpen E17 (mobil, USB) 10/13 135 90<br />
Musical Fidelity V-CAN II 2/13 150 85<br />
Fostex HP-P1 7/11 500 85<br />
Micromega MyZic 8/13 200 82<br />
Avinity USB DAC Mobile (mobil, USB) 10/13 180 80<br />
Creek OBH-21 12/10 300 80<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
FiiO Rocky E02i (mobil, USB) 10/13 25 61<br />
7. AV-Receiver mit HD-Ton<br />
Die Bewertung setzt sich zu je einem Drittel aus den Klangnoten für Analog-Stereo, DVD-<br />
Surround (Dolby, DTS) und HD-Surroundton zusammen.<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD<br />
Pioneer SC LX 90 (Susano) 76 9/08 7000 117 105/120/125<br />
Yamaha DSP-Z 11 71 6/08 5500 113 105/115/120<br />
Arcam AVR-600 64 4/09 4400 110 105/110/115<br />
Denon AVC-A1 HD 72 6/08 5500 108 100/110/115<br />
Rotel RSX-1562 66 5/12 2700 105 93/103/118<br />
Primare SPA-22 71 4/09 4000 105 95/105/115<br />
Arcam AVR-450 65 9/13 2700 103 95/98/115<br />
Rotel RSX-1560 66 3/09 2500 102 90/100/115<br />
Denon AVR-4810 70 6/10 3000 102 90/100/115<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD<br />
Denon AVR-4520 71 12/12 2500 100 90/95/115<br />
Yamaha RX-A 3010 70 2/12 1980 99 90/98/110<br />
Onkyo TX-NR 3009 69 2/12 1980 99 90/98/108<br />
Arcam AVR-360 62 11/12 1800 98 90/95/110<br />
Onkyo TX-NR 5007 70 11/09 2500 98 90/95/110<br />
NAD T 765 HD 66 1/10 2650 98 90/95/110<br />
Rotel RSX-1550 65 3/09 1900 97 85/95/110<br />
Sony STR-DA5700 66 5/12 2400 97 83/98/110<br />
Denon AVR-X4000 68 7/13 1400 96 90/90/108<br />
NAD T 747 64 10/09 1400 96 90/90/108<br />
Arcam AVR-400 64 11/11 2200 96 83/98/108<br />
Sony STR-DA5600 <strong>ES</strong> 66 2/11 2500 96 83/95/110<br />
Harman Kardon AVR-760 62 1/10 2500 96 85/95/108<br />
Yamaha RX-V 3067 70 4/11 1750 95 83/93/108<br />
Anthem MRX 700 69 2/11 2200 95 83/98/105<br />
Denon AVR-4311 66 2/11 2200 95 88/93/105<br />
Pioneer SC-LX 82 72 1/10 2300 95 82/95/108<br />
Anthem MRX 500 64 11/11 1900 94 83/98/102<br />
Yamaha RX-V 2065 64 6/10 1000 93 85/90/105<br />
Pioneer VSX-LX 52 66 10/09 1200 93 85/90/105<br />
Marantz SR 7007 68 11/12 1600 93 88/90/105<br />
Marantz SR 7005 67 2/11 1700 93 88/88/102<br />
Pioneer SC-LX 75 73 11/11 1900 93 80/93/102<br />
Denon AVR-2311 65 3/11 1000 92 85/90/100<br />
Yamaha RX-A-1010 65 12/11 1050 92 80/90/105<br />
Yamaha RX-V 1067 65 3/11 1050 92 80/90/105<br />
Denon AVR-3313 67 9/12 1300 92 85/90/100<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD<br />
NAD T-748 63 10/11 900 90 80/90/100<br />
Marantz SR-6006 67 10/11 1000 90 80/90/100<br />
Onkyo TX-NR 807 68 10/09 1000 90 80/85/105<br />
Onkyo TX-NR 818 68 8/12 1200 90 80/90/100<br />
Pioneer VSX-LX 53 66 10/10 1300 90 82/90/98<br />
Onkyo TX-NR 1008 68 10/10 1330 90 80/90/100<br />
Pioneer SC-LX 71 73 1/09 1700 90 80/90/100<br />
Pioneer VSX-2021 66 10/11 1000 87 80/85/95<br />
Pioneer VSX-2020 66 3/11 1000 87 75/90/95<br />
Sony STR-DA 3700 64 8/12 1200 87 75/88/98<br />
Sony STR-DA-2800 <strong>ES</strong> 64 7/13 1200 87 75/88/98<br />
Sony STR DA 5400 <strong>ES</strong> 64 1/09 1900 87 75/90/95<br />
Marantz SR-5004 60 2/10 700 85 75/85/95<br />
Harman/Kardon AVR 460 62 3/11 1000 85 75/85/95<br />
Sony STR-DN 2010 62 3/11 1000 85 75/85/95<br />
Yamaha RX-V 1065 62 10/09 825 84 72/85/95<br />
Yamaha RX-V 711 62 8/11 680 83 75/80/95<br />
Pioneer VXS-1021 63 8/11 700 82 72/82/92<br />
Onkyo TX-SR 707 61 2/10 800 82 72/82/92<br />
Harman/Kardon AVR 360 62 9/10 900 82 70/82/95<br />
Onkyo TX-NR 708 66 9/10 900 82 72/82/92<br />
Harman/Kardon AVR-265 62 8/11 700 81 72/82/90<br />
Pioneer VSX-1019H 56 2/10 800 81 72/80/90<br />
Onkyo TX-SR 507 62 7/09 400 80 70/80/90<br />
Denon AVR-1912 62 8/11 550 80 70/80/90<br />
Pioneer VSX-920 61 8/10 500 79 65/82/90<br />
Onkyo TX-SR 578 62 8/10 450 78 68/70/85<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell AK Test Preis Punkte St/Sur/HD<br />
Pioneer VSX-819H 60 7/09 400 75 65/75/85<br />
Yamaha RX-V 465 54 7/09 400 75 65/75/85<br />
Kenwood KRF-V 9300 61 2/09 600 75 70/75/80<br />
Sony STR-DG 820 60 7/08 450 73 65/70/85<br />
Samsung HW-C 700 60 8/10 400 72 65/72/78<br />
Panasonic SA-BX 500 60 2/09 600 72 65/72/78<br />
Analog-Player<br />
1. Plattenspieler ohne system<br />
Die Bewertung erfolgt mit Referenz-Tonabnehmern; sie bezieht sich allein auf die<br />
Klangqualität von Laufwerk und Tonarm. Die Preise sind ohne Tonabnahmer angegeben.<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Transrotor Artus 6/06 118 000 125<br />
Linn LP 12 SE Radikal 6/09 13 800 125<br />
Linn LP 12 + Keel + Ekos SE + Lingo 7/07 12 000 120<br />
Garrard 501 Inspiration 10/05 14 500 120<br />
SME 20/12 + 312 S 7/07 16 800 120<br />
Transrotor Ambassador TMD + SME 3500 5/05 11 000 115<br />
EAT Forte S 7/11 5070 110<br />
Linn LP 12 + Lingo + Ekos + Trampolin 1/04 6300 110<br />
Dr. Feickert Blackbird 7/11 6490 110<br />
Roksan Xerxes + Artemiz + DX 2 1/09 8000 110<br />
Avid Acutus + Dynavector DV 507 II 5/05 13 500 110<br />
VPI Scout II 2/13 2900 107<br />
Rega RP8 10/13 2500 105<br />
Well Tempered Amadeus 4/09 2900 105<br />
Pro-Ject Xtension 10 Evolution 2/13 3150 105<br />
Transrotor ZET 3 + Konstant M1 + Tr. 5009 6/07 5300 105<br />
Clearaudio Innovation / Universal 11/08 8300 105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
T+A G 1260 R 6/10 2000 100<br />
Pro-Ject RPM 10 7/06 2000 100<br />
Transrotor ZET 1 / 250 STR 2/06 2000 100<br />
Thorens TD-160 HD / RB-250 4/09 2200 100<br />
Rega P7 6/08 2500 100<br />
Avid Diva II + Jelco 4/09 3000 100<br />
Clearaudio Avantgarde / Satisfy 10/06 3000 100<br />
Clearaudio Ambient / Unifiy / VTA-Lifter 5/06 3990 100<br />
Avid Ingenium 9/13 1700 93<br />
Rega RP6 5/12 1300 93<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Rega P3-24 Piano Edition 1/10 1100 90<br />
Roksan Radius 5 / Nima 8/04 1160 90<br />
Thorens TD 810 9/06 1300 90<br />
Clearaudio Emotion / Tangent 3/05 2000 90<br />
Rega RP3 2/12 780 85<br />
Thorens TD 700 1/07 1000 85<br />
Pro-Ject RPM 5 9/05 550 80<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Pro-Ject Xpression 2 5/06 400 75<br />
Pro-Ject RPM-1 9/07 300 65<br />
MitTel-klasse<br />
31-60 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Numark TT-500 4/07 350 60<br />
Omnitronic DD-2250 4/07 180 50<br />
2. Plattenspieler mit System<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Clearaudio Innov. / Universal / DaVinci V2 / Abs. Phono 12/13 26 100 125<br />
Transrotor Rondino FMD / SME 5009 / Merlo Refer. 2/11 11 000 115<br />
Clearaudio Ovation / Magnify / Talismann v2 Gold 12/11 8100 110<br />
Thorens TD550 / Ortofon AS212s / Lyra Dorian 11/07 8200 110<br />
EAT E-Flat / Yosegi 12/11 5000 107<br />
Linn LP 12 Majik / Aktio / Adikt 12/12 5000 107<br />
Transrotor Dark Star / 800-S / Merlo Refer. 2/09 3780 105<br />
Transrotor Enya 12 / TMD / M1 / Merlo 2/08 7440 105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Clearaudio Performance / Satisfy / Maestro 3/07 1950 100<br />
Transrotor Rossini 25/60 12/12 2800 100<br />
Thorens TD 309 / AT95 3/10 1600 95<br />
Audio Note TT-1 / ARM 1 / iQ-3 8/08 1800 95<br />
Pro-Ject PerspeX Superpack 8/08 1950 95<br />
Denon DP-A 100 12/10 2500 95<br />
Funk Firm Little Super Deck 12/12 1200 93<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Thorens TD 206 1/14 1000 90<br />
Music Hall mmf-7.1 / Goldring Eroica H 5/08 1300 90<br />
Marantz TT-15 / Clearaudio Virtuoso Wood 1/05 1500 90<br />
Transrotor Avorio / 800-S / Goldring MM2500 10/09 2225 90<br />
Clearaudio Concept 11/09 1000 85<br />
Pro-Ject 2Xperience 2/12 875 80<br />
Cargo Records 33Punkt3 8/11 1200 80<br />
Pro-Ject Debut Carbon Esprit 10/12 420 77<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte<br />
Pro-Ject Debut Carbon Premium 10/12 365 75<br />
Rega RP1 2/11 350 75<br />
Pro-Ject Essential Premium Phono/USB 5/12 400 75<br />
Pro-Ject Debut Carbon Basic 10/12 315 70<br />
Dual CS460 2/12 590 70<br />
www.audio.de ›02 /2014<br />
141
Service › Bestenliste<br />
MitTel-klasse<br />
31-60 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Denon DP-300 F 4/07 330 60<br />
Vinyl 2000 HC 16 4/07 150 55<br />
Technics SL-BD 20 4/07 180 55<br />
Thorens TD-170 4/07 260 55<br />
Dual CS 415 - 2 4/07 230 50<br />
Dynavox DJ-1100 BA 4/07 150 40<br />
Ion Audio iTT-USB 4/07 180 40<br />
Digital-Player<br />
1. CD-/SACD-PLayer<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD<br />
Accuphase DP-800 / DC-801 3/07 25 200 140 / 140<br />
Moon 750 D 5/10 9450 135<br />
Audio Research CD-8 11/09 10 500 135<br />
Wadia 581i SE 5/08 12 000 135<br />
Accuphase DP-600 4/09 12 400 135 / 135<br />
DCS Puccini/U-Clock (+USB-DAC) 10/09 18 100 135 / 135<br />
Teac Esoteric P 03 / D 03 10/06 24 000 140 / 135<br />
Accuphase DP-700 1/08 15 700 135 / 135<br />
Moon 650 D 12/11 6800 130<br />
McIntosh MCD 500 4/09 7950 135 / 130<br />
Ayre DX-5 (+Blu-ray, USB-DAC) 10/10 10 800 120 / 130<br />
Yamaha CD-S3000 8/13 4200 125/125<br />
Audionet ART G2 5/07 4500 125<br />
Accuphase DP-400 1/09 4500 125<br />
Naim CDX 2 7/07 4600 125<br />
Acoustic Plan DriveMaster/DigiMaster 2/13 5000 125<br />
Symphonic Line Der CD-Spieler 7/07 5000 125<br />
T + A D 10 4/06 5500 135 / 125<br />
McIntosh MCD 301 AC 11/08 5280 135 / 125<br />
Accuphase DP-500 5/07 5600 125<br />
Audio Research CD-5 5/09 6000 125<br />
Rega Valve Isis CD-Player (USB-DAC) 1/12 9000 125<br />
Meridian 808 1/06 11 000 125<br />
Unison Research Unico CDE 9/10 2900 120<br />
Linn Majik CD 6/07 3000 120<br />
T + A SACD 1250 R 7/07 3000 130 / 120<br />
TAC C-60 11/09 3200 120<br />
Naim CD 5 XS / Flatcap XS 11/09 3300 120<br />
Restek Epos 7/07 3570 120<br />
Burmester 052 6/06 3750 120<br />
AVM Evolution CD 5.2 2/13 4000 120<br />
T + A SACD 1260 R 10/09 4000 135 / 120<br />
Denon DVD-A1 UD (+Blu-ray) 9/09 5000 125 / 120<br />
Audio Aéro Capitole Reference 4/06 6500 120<br />
Teac Esoteric X-03 4/06 7500 135 / 120<br />
Burmester 061 5/07 7700 120<br />
Raysonic CD-138 11/09 1800 115<br />
NAD M5 10/07 2250 125 / 115<br />
Naim CD 5 XS 11/09 2350 115<br />
Ayon CD-1S 11/09 2500 115<br />
Marantz SA 14 S1 1/14 2500 125 / 115<br />
T + A CD 1260 R 11/09 2500 115<br />
Cayin CDT-17 A 4/06 2500 115<br />
AVM CD3.2 12/11 2750 115<br />
T + A Music Player Balanced(+Netzwerk/FM) 1/12 2890 115<br />
Lyric CD-100 12/09 1300 110<br />
Pure Sound A-8000 9/10 1500 110<br />
Shanling CD 2.1 5/13 1500 110 / 110<br />
Astin Trew AT 3500 3/08 1800 110<br />
Cyrus CDXt / DAC XP (integr. Vorstufe) 6/07 4600 110<br />
Cambridge 840 C 5/07 1500 105<br />
Marantz SA-15 S1 7/07 1500 115 / 105<br />
Cayin SP-CD 300 6/08 1600 105<br />
Advance Acoustic MCD-403+MDA-503 6/08 1600 105<br />
Denon DCD-2000 AE 6/07 1650 115 / 105<br />
Marantz SA-15 S2 3/10 1800 115 / 105<br />
AVM Evolution CD 3 8/06 1800 105<br />
Atoll SACD 200 (SACD 5.1) 7/10 2000 120 / 105<br />
Marantz SA 15 S2 LE 12/11 2000 105<br />
T + A Music Player E2 (+Netzwerk-Client) 12/07 2000 105<br />
Exposure 3010 S 6/07 2000 105<br />
Arcam CD 36 3/08 2175 105<br />
Densen B 420 3/08 2200 105<br />
Rega Apollo R 7/12 800 103<br />
Marantz SA-KI Pearl Lite 2/11 1200 115 / 103<br />
Exposure 2010 S2 CD 8/13 1000 102<br />
Rotel RCD-1570 8/13 900 102<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD<br />
Rotel RCD 12 10/12 600 100<br />
Vincent CD-400 9/11 700 100<br />
Creek Evolution CD 5/07 760 100<br />
AMC XCDI VT 3/12 800 100<br />
NAD C 565 BEE 5/09 900 100<br />
Marantz SA 8003 1/09 900 115 / 100<br />
Pioneer D 9 12/07 900 110 / 100<br />
Vincent CD-S 1.1 9/07 990 100<br />
Denon DCD-1510AE 2/11 1000 113 / 100<br />
AMC CD6d 9/10 1000 100<br />
Cambridge 740C 5/09 1000 100<br />
Astin Trew At 3000 8/07 1000 100<br />
Rega Apollo 7/08 1000 100<br />
Cyrus 6 SE 2 3/13 1080 100<br />
Musical Fidelity M3CD 2/11 1150 100<br />
Yamaha CD-S 2000 2/08 1300 115 / 100<br />
East Sound CD-E5 SE 6/07 1400 100<br />
Quad 99CDP-2 (Variable Out/6 Digital-In) 7/08 1470 100<br />
Densen B-410 6/07 1600 100<br />
Sony SCD-XA 5400 <strong>ES</strong> 1/09 2000 105 / 100<br />
Audio Aéro Prima 5/07 2100 100<br />
NAD C546 BEE 8/12 560 98<br />
Rotel RCD- 06 SE 8/12 600 98<br />
Harman/Kardon HD 980 12/08 300 95<br />
System Fidelity CD-270 12/08 400 95<br />
Marantz CD 6005 11/13 450 95<br />
Pro-Ject CD Box SE 5/10 520 95<br />
NAD C 545 BEE 8/09 550 95<br />
Gold Note CD-7 3/13 600 95<br />
Harman/Kardon HD 990 5/09 600 95<br />
Exposure 1010 D 9/11 620 95<br />
Music Hall CD 35.2 9/11 700 95<br />
Arcam CD 17 9/08 700 95<br />
Vincent CD-S2 8/08 740 95<br />
Cambridge Azur 651 C 8/12 800 95<br />
Teac CD 1000 3/12 800 110 / 95<br />
Marantz SA 7001 KI 7/07 900 110 / 95<br />
Yamaha CD-S 1000 7/08 900 110 / 95<br />
Sony XA 1200 <strong>ES</strong> 9/07 900 110 / 95<br />
Pioneer D 6 2/07 500 100 / 95<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell . . Test Preis Punkte SACD/CD<br />
Marantz CD-5004 10/10 300 90<br />
NAD C 515 BEE 4/08 300 90<br />
Denon DCD-720 AE 9/12 400 90<br />
Marantz CD-6002 11/07 400 90<br />
NAD C 525 BEE 2/07 400 90<br />
Cambridge 350 C 10/10 450 90<br />
Yamaha CD-N500 11/12 500 90<br />
Denon DCD-520 AE 8/12 250 88<br />
Yamaha CD-S 300 1/11 270 85<br />
Advance Acoustic MCD 200 10/09 350 85<br />
Audio Block C-100 9/12 400 85<br />
Pioneer PD-30 9/12 400 100 / 85<br />
Onkyo C-S5 VL 8/09 400 90 / 85<br />
Yamaha CD-S 700 3/09 480 85<br />
Denon DBP-2012 UD (+Blu-ray) 6/11 850 105 / 85<br />
Yamaha CDX-497 3/07 270 80<br />
System Fidelity CD-250 10/08 275 80<br />
AMC XCDI 10/10 350 80<br />
3. Netzwerk-Player<br />
Die Einstufung erfolgt mit unkomprimierten PCM-Signalen .<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell .Test Preis Punkte<br />
Linn Klimax DS / 1 7/11 15 850 148<br />
Linn Klimax DSM (Vorstufe, DAC) 3/13 17 850 145<br />
T+A MP 3000HV 6/13 7900 142<br />
Krell Foundation Connect 1/14 4300 140<br />
Linn Akurate DS 2011 1/11 5500 140<br />
Chord Codex 12/13 5730 140<br />
Marantz NA-11S1 6/13 4000 138<br />
NAD M50 + M51 2/13 4200 135<br />
Lumin (DSD-Streaming) 5/13 5000 135<br />
Linn Akurate DSM 2/12 6450 135<br />
Ayon S3 03/12 5700 132<br />
Linn Majik DS / Dynamik 11/09 2400 130<br />
Cyrus Stream XP + Netzteil PSX-R 9/11 2400 125<br />
Naim ND-5 XS 3/12 2400 125<br />
T + A MP 1260 R 2/10 2690 125<br />
Shanling M3.1 / H1.1 2/13 2000 115<br />
Sony HAP-Z1 <strong>ES</strong> 2/14 2000 115<br />
Naim NAC-N 172 XS (Vorstufe, DAC) 3/13 2300 115<br />
Opera Reference 7 9/12 2500 115<br />
T + A MP 1250 R 6/08 2500 115<br />
T+A Music Player Balanced (+CD-Player, FM-Radio) 1/12 2890 115<br />
Accustic Arts Streamer <strong>ES</strong> 6/13 4000 115<br />
Yamaha NP-S2000 1/11 1450 110<br />
Linn Sneaky Music DS (über Line-Ausgang) 7/08 1500 110<br />
Pro-Ject Streambox RS 1/13 1500 110<br />
Atoll ST 200 1/13 2000 110<br />
Cyrus Stream XP (DAC, Vorstufe, Funk-Controller) 9/11 2400 110<br />
Logitech Transporter 11/07 2000 110<br />
Simple Audio Roomplayer Two 6/12 700 105<br />
Cambridge Stream Magic 6 8/12 1000 105<br />
Pro-Ject StreamBox DS+ 1/14 1155 105<br />
Musical Fidelity M1 Clic 1/11 1600 105<br />
T + A Music Player (CD-Player,FM-Radio) 12/07 2000 105<br />
Pro-Ject StreamBox SE 11/11 735 103<br />
Onkyo T-4070 5/12 800 103<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Denon DNP-720 AE 11/11 500 100<br />
Cambridge Sonata NP-30 3/12 600 100<br />
Pioneer N-50 3/12 600 100<br />
Hifidelio CD-Streamer 8/10 700 100<br />
NAD C-446 (DAB, FM/AM) 8/11 800 100<br />
Marantz NA-7004 1/11 800 100<br />
Micromega Airstream 4/10 1000 100<br />
Rotel RDG-1520 1/11 1000 100<br />
Sonos Bundle BU 150 (2 Player + Controller) 1/09 1000 100<br />
Raumfeld by Teufel Connector 2 5/13 200 98<br />
Pioneer N-30 5/12 400 98<br />
Yamaha CD-N 500 11/12 500 98<br />
Raumfeld Connector 8/11 280 95<br />
Logitech Squeezebox 3 4/08 280 95<br />
Logitech Squeezebox Touch 6/10 300 95<br />
Logitech Squeezebox Duet 5/08 400 95<br />
Loewe Individual Sound Multiroom Receiver 5/10 700 95<br />
Sonos ZonePlayer + Controller 5/08 700 95<br />
Audio Block IR-100+ 7/13 600 93<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Voco V-Zone 7/13 350 90<br />
Teac WAP-8500 4/10 400 90<br />
Teac WAP-8600 (incl. Controller) 2/11 500 90<br />
Terratec Noxon 2 Radio 4/08 300 85<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Pinnacle Soundbridge H.M. 4/08 100 75<br />
Freecom MusicPal 4/08 120 75<br />
4. D/A Wandler<br />
Die erste Bewertung ist für Cinch-Ausgänge – die zweite falls vorhanden für die<br />
Symetrische-Ausgänge (XLR).<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
MSB Technology Analog DAC 4/13 9000 140/140<br />
Audio Research Reference DAC 7/12 15000 140/140<br />
Resolution Audio Cantata MC 7/10 5900 135/135<br />
Ayon Stealth 1/14 6850 135/135<br />
M2Tech Vaughan 4/13 7000 135/135<br />
Luxman DA-06 8/13 5000 130/135<br />
Auralic Vega 8/13 3300 130/130<br />
Totaldac Reference D1 11/13 7000 130/130<br />
Ayre DX-5 (nur USB, + 5.1SACD, CD, Blu-ray) 10/10 10800 125/130<br />
NAD M51 2/13 1700 125/125<br />
T+A DAC 8 7/12 1850 125/125<br />
Arcam FMJ D33 6/12 3000 125/125<br />
Mytek 192Stereo-DSD DAC 8/13 1500 120/125<br />
Ayre QB-9 (nur USB) 9/09 2800 120/125<br />
Naim DAC 3/10 3000 125/ –<br />
Atoll DAC 200 10/12 1500 120/120<br />
Wadia 121 6/12 1500 120/120<br />
Fostex HP-A8C 10/12 1650 120 / –<br />
Naim DAC-V1 6/13 1700 120 / –<br />
Nuforce DAC9 6/12 1800 120/120<br />
Auralic ARK MX+ 5/12 1800 120/120<br />
Antelope Zodiac + 7/11 2200 120/120<br />
Acoustic Plan DigiMaster 2/13 2500 120/ –<br />
Audio Research DAC-7 10/08 3500 –/120<br />
Teac UD-501 6/13 800 115/118<br />
Cayin DAC 11 7/13 1200 118/118<br />
Audreal D2 6/13 1400 118/118<br />
Benchmark DAC2 HGC 4/13 2400 118/118<br />
M2Tech Young 4/11 1100 118 / –<br />
Leema Elements DAC 4/12 1500 118/118<br />
Hegel HD 20 (USB, Cinch) 9/11 1400 115/118<br />
Benchmark DAC1 USB 8/10 1300 115/118<br />
Moon 300 D 8/10 1400 115/118<br />
Musical Fidelity M1 SDAC 4/13 1150 115 / –<br />
Chord Chordette QX 8/13 1280 115 / –<br />
Teac UD-H01 5/12 350 113/115<br />
Asus Xonar Essence One 1/12 400 113/115<br />
142 www.audio.de ›02 /2014
Service › Bestenliste<br />
KingRex UD-384 1/12 450 115 / –<br />
Arcam irDAC 2/14 500 115 / –<br />
Musical Fidelity M1 DAC 8/10 500 113/115<br />
Styleaudio Carat-SAPPHIRE 8/10 675 115/ –<br />
Cambridge DACMagic Plus 4/12 630 115/115<br />
AMC US24192i 9/13 700 115/115<br />
GoldNote DAC-7 1/14 700 115/115<br />
Vincent DAC-1 5/12 700 115/115<br />
Music Hall DAC 25.3 1/12 700 115/110<br />
Rega DAC 5/11 700 115/ –<br />
Audiolab M-Dac 4/12 750 115/115<br />
Shanling DAC H1.1 2/13 800 115/115<br />
Chord Chordette Peach 1/11 1000 115/ –<br />
Onix DAC-25 2/14 1000 115/115<br />
Exposure 2010 S2 DAC 6/12 1500 115/ –<br />
Hegel HD11 5/12 1050 113/115<br />
Audiolab 8200 CDQ (CD-Laufwerk, Vorverstärker) 5/11 1200 115/115<br />
Peachtree Audio iDac (iPod-Dock) 5/11 1200 115/ –<br />
North Star <strong>ES</strong>SENSIO 11/10 1300 115/ –<br />
Peachtree Nova (+Vor/Vollverstärker/Sonosdock) 6/09 1300 115/ –<br />
Calyx DAC 24/192 7/11 1500 115 /115<br />
Restek MDAC + 8/10 1500 115/ –<br />
AudioLab Q-DAC 1/14 500 113/ –<br />
Peachtree DACit 1/12 500 113/ –<br />
Moon 100 D 4/11 550 113/ –<br />
NuForce DAC-80 1/14 800 113/ –<br />
M2Tech HiFace DAC 10/13 220 110/ –<br />
Musical Fidelity V-DAC II (USB, Cinch) 9/11 240 110/ –<br />
Musical Fidelity V90-DAC 9/13 280 110/ –<br />
Micromega MyDac 7/13 300 110/ –<br />
Arcam RDAC 11/10 400 110/ –<br />
Musical Fidelity V-DAC mit V-PSU 8/10 435 110/ –<br />
NuForce Icon HDP 8/10 450 110/ –<br />
Atoll DAC 100 8/10 550 110/ –<br />
Audioquest Dragonfly (nur USB) 10/13 250 105/ –<br />
Meridian Explorer (nur USB) 10/13 310 105/ –<br />
Furutech GT 40 (USB-In/Out, Phono-In) 9/11 500 103/ –<br />
Cambridge DAC Magic 1/09 400 100/105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
AudioEngine D1 10/13 150 100/ –<br />
Kingrex UD-01 (nur USB) 1/09 190 100/ –<br />
Pro-Ject DAC Box FL 5/10 210 100/ –<br />
Pro-Ject DAC Box S USB 8/12 160 95/ –<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Pro-Ject USB Box (nur USB) 1/09 100 85/ –<br />
Kopfhörer<br />
1. HiFi-Kopfhörer<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Denon AH-D7100 11/12 1250 97<br />
Audez'e LCD-3 3/12 1950 97<br />
Audez'e LCD-2 6/11 995 95<br />
Sennheiser HD-800 5/09 1000 95<br />
Hifiman HE-6 2/13 1200 95<br />
Stax Set 3050 (Elektrostat) 12/07 1445 95<br />
Fostex TH-900 8/12 1700 95<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Stax SRS-2050 11/06 780 90<br />
Fostex TH-600 6/13 800 90<br />
Beyerdynamic T1 12/09 890 90<br />
Denon AH-D7000 12/08 1000 90<br />
Grado GS 1000 i 5/09 1100 90<br />
Ultrasone Edition 12 8/13 1300 90<br />
Ultrasone Edition 8 Palladium 10/11 1300 90<br />
Philips Fidelio X1 2/13 300 85<br />
Sony MDR-MA 900 8/12 300 85<br />
Beyerdynamic T-90 8/12 500 85<br />
Grado PS 500 2/14 630 85<br />
Denon AH-D5000 12/07 700 85<br />
Ultrasone Signature Pro 3/12 900 85<br />
Grado SR 225 12/08 300 80<br />
AKG K 701 2/06 400 80<br />
PSB M4U 2 8/12 450 80<br />
AKG Q 701 12/10 500 80<br />
Sony MDR-Z1000 5/11 500 80<br />
Sennheiser HD-700 11/12 700 80<br />
Shure SRH 840 12/10 200 78<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
AKG K 272HD 12/08 180 75<br />
Beyerdynamic DT 660 10/06 170 75<br />
Focal Spirit One 8/12 200 75<br />
Sennheiser HD 598 12/10 230 75<br />
Beyerdynamic DT 880 3/03 250 75<br />
Philips Fidelio L1 3/12 250 75<br />
Beyerdynamic DT 990 2/06 300 75<br />
Ferrari by Logic3 Scuderia PS200 11/12 300 75<br />
Stax SR 001 MK 2 (Elektrostat) 2/06 326 75<br />
Ultrasone Pro900 12/10 450 75<br />
Bose AE 2 12/10 150 70<br />
AKG K 601 2/06 250 70<br />
Cresyn CS-HP600 12/08 60 65<br />
Beyerdynamic DT 440 10/06 120 65<br />
Denon AH-D 1100 12/10 170 65<br />
Beyerdynamic DT 770 2/06 220 65<br />
Phiaton MS 400 12/09 250 65<br />
Cresyn CS-HP500 12/08 50 62<br />
MiTtel-klasse<br />
31-60 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
AKG K 530 12/07 80 60<br />
Creative Aurvana DJ 12/07 100 60<br />
Sony MDR-XB 700 12/09 130 60<br />
AKG K 171 2/06 140 60<br />
Ultrasone HFI-780 12/09 200 60<br />
Philips SHP 9000 12/07 160 60<br />
Sony MDR-V 7000 DJ 12/07 190 60<br />
Philips SHP 5401 12/08 40 55<br />
Creative HQ-1900 12/07 60 55<br />
Sennheiser HD-238 Precision 12/09 100 55<br />
2. Mobile Kopfhörer (on-ear)<br />
Modelle mit Mikrofon und Fernbedienung eignen sich für die Nutzung mit Mobiltelefonen<br />
und werden mit (H) gekennzeichnet.<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
JBL Synchros S700 (H) 2/14 350 85<br />
B&W P7 (H) 2/14 400 85<br />
NAD Viso HP50 (H) 10/13 300 82<br />
V-Moda Crossfade M-100 10/13 310 82<br />
AKG K 551 (H) 2/13 300 80<br />
B&W P5 06/10 300 80<br />
KEF M500 (H) 10/13 300 80<br />
Sennheiser Momentum (H) 2/13 300 80<br />
AKG K545 (H) 10/13 350 80<br />
Beyerdynamic T-51p 2/14 260 78<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell<br />
Test Preis Punkte<br />
B&W P3 (H) 10/13 200 75<br />
Harman Kardon CL 11/12 200 75<br />
Sennheiser Momentum On-Ear 2/14 200 75<br />
ADL by Furutech H118 10/13 260 75<br />
AKG K 420 12/09 55 70<br />
Sennheiser PX-200 II 3/11 80 70<br />
Teufel Aureol Real 5/13 100 70<br />
Ultrasone Zino 3/11 100 70<br />
Beyerdynamic Custom One Pro 11/12 200 70<br />
Ultrasone hfi 780 7/11 200 70<br />
Sony MDR-V55 5/13 90 68<br />
Philips O'Neill The Strech 3/11 100 68<br />
AKG K 619 (H) 5/13 120 68<br />
Pro-Ject Hear It One 11/12 200 68<br />
Beyerdynamic DTX 35 12/07 25 65<br />
Beyerdynamic DT 235 12/07 46 65<br />
AiAiAi Track (H) 3/11 50 65<br />
Sennheiser HD448 7/11 90 65<br />
AKG K 450 3/11 90 65<br />
Koss Porta Pro 10/01 90 65<br />
AKG K 307 (H) 06/10 100 65<br />
Marshall Major 11/12 100 65<br />
On.Earz AC/DC Back In Black (H) 5/13 100 65<br />
Motörhead Phönes Motörizer (H) 5/13 130 65<br />
Sennheiser/Adidas HD220 by Originals 3/11 55 62<br />
Scullcandy Navigator (H) 5/13 100 62<br />
MiTtel-klasse<br />
31-60 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
AKG K 26 P 10/06 45 60<br />
Philips O´Neil the Snug 7/11 60 60<br />
JBL Roxy Reference 430 06/10 70 60<br />
Panasonic RP-HTX 7 3/11 70 60<br />
AKG K 430 12/08 80 60<br />
Beyerdynamic DTX 900 2/06 80 60<br />
Klipsch Image One 7/11 150 60<br />
Sony MDR-570 06/10 40 55<br />
Koss KTX Pro 1 10/06 41 55<br />
Sennheiser PMX 100 2/06 50 55<br />
AKG K 27i 2/06 60 55<br />
Sony MDR ZX 700 7/11 100 55<br />
Ultrasone iCans 10/06 109 55<br />
Vivanco SR 230 2/06 25 50<br />
Shure SE210 12/07 150 50<br />
Panasonic RP-HT 260 12/07 27 45<br />
Philips SHL 9500 10/06 40 45<br />
Koss KSC 75 2/06 46 45<br />
Beyerdynamic DTX 300 P 7/11 50 45<br />
Komplett-Anlagen<br />
2. Heimkino-komplettsysteme<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Meridian DSP 7000 / 800 / 861 1/04 105000 108<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Bose Lifestyle T 20 (HDMI-Eingang, USB, kein Laufwerk) 8/10 2800 73<br />
Samsung HT-D6759W (HDMI-Eingang, USB, BD) 11/11 1000 72<br />
Canton DM2 (2.1 System ohne Laufwerk) 3/11 1200 72<br />
Bose Lifestyle 135 12/11 2700 71<br />
Bose Lifestyle 235 1/11 3800 71<br />
Philips HTS 9540 (USB, BD) 11/11 1650 69<br />
Bose Cinemate II GS (2.1 System ohne Laufwerk) 11/10 1000 68<br />
MitTel-klasse<br />
31-60 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Bose Cinemate II (2.1 System ohne Laufwerk) 11/10 800 60<br />
Teufel Impaq 3000 (Blu-ray) 3/11 700 58<br />
JVC TH-FT 3 (2.1 , kein Laufwerk, Funk-Subwoofer) 11/10 500 50<br />
Samsung HT-C 7200 (Blu-Ray, Internet-Apps) 3/11 850 50<br />
3. Komplettsysteme ohne Boxen<br />
Referenz-Klasse<br />
AB 101 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
AVM Inspiration C-8 (USB) 5/11 3500 110<br />
Naim Uniti 2 9/12 3500 110<br />
Linn Majik DS-I (nur Netzwerk) 12/09 3000 105<br />
High-End-Klasse<br />
91-100 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
T+A Music Receiver (CD,Netzwerk,USB,iPod,DAC) 6(11 2700 100<br />
Esoteric RZ-1 (SACD, USB, DAC) 4/10 4500 100<br />
Linn Sekrit DS-I (nur Netzwerk) 2/10 1800 95<br />
Spitzenklasse<br />
76-90 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Linn Sneaky DSM 8/13 2000 90<br />
Naim Uniti 8/09 3000 90<br />
Naim Unitiqute 11/10 1900 85<br />
Cambridge Minx XI (USB, Netzwerk) 2/14 800 83<br />
NAD D 7050 12/13 900 80<br />
Elipson MC (CD, USB, iPod, DAC) 10/11 1500 80<br />
Oberklasse<br />
61-75 Punkte<br />
Modell Test Preis Punkte<br />
Block Audio CVR-100 7/12 800 78<br />
Simple Audio Roomplayer One 6/12 800 78<br />
Marantz Melody Media M-CR603 7/12 650 75<br />
Denon RCD-N7 "CEOL" (CD, iPod,Netzwerk) 12/10 700 75<br />
Denon RRA-N5 "CEOL" Piccolo (iPod, Netzwerk) 12/12 530 73<br />
www.audio.de ›02 /2014<br />
143
S. 66<br />
S. 20<br />
S.24<br />
S.36<br />
Italien € 7,95<br />
Spanien € 7,95<br />
Finnland € 8,65<br />
Slowakei € 7,95<br />
Griechenland € 8,85<br />
Impressum<br />
Verlag:<br />
WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH<br />
Anschrift der Redaktion:<br />
Leuschnerstraße 1, 70174 Stuttgart;<br />
Postfach 105254: 70045 Stuttgart,<br />
Telefon 0711 / 207030-4500, Fax -4501<br />
Bereichsleiter Unterhaltungselektronik<br />
Andreas Stumptner<br />
Chefredakteur und Leiter Test & Technik<br />
Bernhard Rietschel (br)<br />
Stv. Chefredakteurin<br />
Christine Tantschinez (ct)<br />
Redaktion Test & Technik<br />
Alexandros Mitropoulos (am)<br />
Autor Test & Technik<br />
Johannes Maier (jm)<br />
Magazin<br />
Christof Hammer (ham), Claus Dick (cd)<br />
Layout<br />
Tilman Schreiber<br />
Produktion / Lithografie / Bildredaktion<br />
produktivBüro Klaus Schlappa<br />
www.promooffice.de<br />
Sekretariat und Leserservice<br />
Katrin Wurm<br />
Messlabor T<strong>ES</strong>Tfactory<br />
Dipl-Ing. Peter Schüller (Laborleitung; ps),<br />
Dipl.-Ing. Michael Götzinger (mg)<br />
Fotografie<br />
Herbert Härle, Julian Bauer, mps-Fotostudio<br />
Testgeräteverwaltung<br />
Kristian Rimar<br />
Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />
Claus Dick (cd), Wolfram Eifert, Stefan Schickedanz,<br />
Fritz Schwertfeger<br />
Musik<br />
Christof Hammer<br />
Mitarbeiter Pop: Willi Andresen, Claus Böhm, Claus Dick,<br />
Daniel Vujanic, Michael Sohn, Ralf Dombrowski<br />
Mitarbeiter Klassik: Otto Paul Burkhardt, Andreas Lucewicz,<br />
Dr. Andreas Fritz, Laszlo Molnar, Thomas Voigt,<br />
Lothar Brandt<br />
Mitarbeiter Jazz: Matthias Inhoffen, Werner Stiefele,<br />
Ralf Dombrowski<br />
Anzeigen-Abteilung<br />
Dr. Michael Hackenberg (verantwortlich),<br />
0711 207030-8502, mhackenberg@wekanet.de<br />
Vedran Budimir, 089 25556-1181; vbudimir@wekanet.de<br />
Nadine Stiegler, 089 25556-1125; nstiegler@wekanet.de<br />
Ihr Kontakt für private Kleinanzeigen:<br />
Telefon: 0711 182-188; Fax: 0711 182-1783,<br />
email: hifimarkt-ga@motorpresse.de<br />
HiFi-Markt für Händler:<br />
Nadine Stiegler, 089 25556-1125; nstiegler@wekanet.de<br />
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 39 / 01. 01. 2014<br />
Vertrieb Handel<br />
MZV Moderner Zeitschriftenvertrieb GmbH & Co KG<br />
Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim<br />
Telefon: 089 31906-0; Fax: -113<br />
MZV@mzv.de<br />
Vertrieb:<br />
Bettina Huber<br />
Herstellung<br />
Marion Stephan<br />
Leitung Sales Corporate Publishing & Media Services<br />
Richard Spitz; 089 25556-1108; rspitz@wekanet.de<br />
Head Of Digital Sales<br />
Christian Heger<br />
Telefon: 089 25556-1162<br />
E-Mail: cheger@wekanet.de<br />
Druck<br />
Echter Druck GmbH, 97084 Würzburg<br />
Printed in Germany<br />
ISSN Nr. 0171-4147<br />
Geschäftsführer<br />
Wolfgang Materna, Werner Mützel, Kai Riecke<br />
Abonnenten-Service<br />
Burda Direct GmbH, Postfach 180; 77649 Offenburg<br />
ein Hubert Burda Media Unternehmen<br />
Telefon: 0781 639 4548, Fax: 0781 639 4549<br />
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Jahresabonnement:<br />
Inland: € 69,90 / € 83,70 Euro (Kombi-Abo bestehend aus<br />
12 Ausgaben Print plus jeweiliger digitaler iPad-Version)<br />
Schweiz: sfr 139,90;<br />
EU-Ausland: € 79,90. Sonstiges Ausland auf Anfrage.<br />
Studenten (Imm.Besch.) erhalten einen<br />
Nachlass von 10 % auf den Abo-Preis.<br />
Einzelheft-Nachbestellung<br />
Burda Direct GmbH, Postfach 180; 77649 Offenburg<br />
Telefon: 0781 639 4548, Fax: 0781 639 4549<br />
E-Mail: weka-bestell@burdadirect.de<br />
Bitte Bankverbindung angeben.<br />
Bei höherer Gewalt entfällt die Lieferungspflicht,<br />
Ersatz ansprüche werden nicht anerkannt. Für unverlangt<br />
eingesandte Manuskripte und Bilder übernimmt der<br />
Verlag keine Haftung. Alle Rechte vorbehalten.<br />
© by WEKA MEDIA PUBLISHING GmbH<br />
Gerichtsstand ist Stuttgart.<br />
Teilauflagen dieser Ausgabe enthalten<br />
Beilagen der Grey Computer Cologne GmbH.<br />
Sie Haben das wort<br />
Schreiben Sie uns. Per Brief: <strong>AUDIO</strong>, 70162 Stuttgart;<br />
per Fax: 0711 / 20 70 30 - 45 01 oder per E-Mail: Leserbriefe@audio.de.<br />
netzwerk-einstieg<br />
Ich möchte mein System (Verstärker<br />
Harman Kardon HK 990,<br />
CD-Player Harman Kardon HD<br />
970, Boxen KEF XQ40) durch einen<br />
Netzwerkplayer ergänzen.<br />
Leider habe ich im mittlerweile<br />
recht großen Angebot keinen<br />
Überblick, welches Gerät zu meiner<br />
Kette passen könnte – haben<br />
Sie einen Rat? Dr. Ralf Hering<br />
Der eleganteste und kostengünstigste<br />
Weg führt über die Digitaleingänge<br />
Ihres HK990. Vor allem<br />
dann, wenn Sie ohnehin die<br />
DSP-Fähigkeiten des 990 nutzen<br />
(Sie das Signal also so oder<br />
so zwischendurch digital vorliegen<br />
haben müssen). In dem Fall<br />
würde ich einen Player mit möglichst<br />
guten Praxiseigenschaften<br />
empfehlen, der eben über einen<br />
Digitalausgang verfügt – die<br />
klanglichen Qualitäten dieses<br />
Players wären dann erstmal sekundär.<br />
Auf Anhieb fallen mir Sonos<br />
Connect und Raumfeld Connector<br />
2 ein: Beide Player bieten<br />
ein intuitives Bedienkonzept und<br />
erlauben den Zugriff auf lokale<br />
Musiksammlungen ohne besondere<br />
Ansprüche an die Peripherie.<br />
Für Sonos spricht die<br />
noch größere Auswahl an integrierten<br />
Online-Musikdiensten<br />
und das noch etwas einfachere<br />
Bedienkonzept, für Raumfeld<br />
die Tatsache, dass dieser Player<br />
auch höhere Auflösungen als<br />
die CD-üblichen 44,1kHz/16bit<br />
abspielt. Für beide spricht, dass<br />
sie relativ preiswert sind, sehr<br />
guten Support haben und kontinuierlich<br />
via Updates weiter verfeinert<br />
werden. Explizite High-<br />
End-Netzwerkplayer spielen ihre<br />
Vorteile nur bei analogem Anschluss<br />
(und rein analoger Weiterverarbeitung)<br />
aus. Sehr ausgereift<br />
und vielseitig ist der Linn<br />
Sneaky Music DS für 1500 Euro,<br />
klanglich vergleichbar gut bei etwas<br />
geringerem Komfort die<br />
Pro-Ject Streambox RS. br<br />
<strong>AUDIO</strong>-kennzahl<br />
In der <strong>AUDIO</strong>-Bestenliste wird<br />
gesagt, dass die <strong>AUDIO</strong>-Kennzahl<br />
(AK) des Verstärkers höher<br />
sein sollte als die der Lautsprecher.<br />
In Heft 1/2014 hat aber z.B.<br />
die Canton SLS 720 die AK 79;<br />
<strong>AUDIO</strong>-Schwesterzeitschriften im februar<br />
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der empfohlene Verstärker im<br />
Test (AMC 3100 MKII) die AK 64.<br />
Der Epos Epic 2 hat AK 57, und<br />
der empfohlene Amp NAD C<br />
356 BEE die AK 62. Was ist nun<br />
korrekt? Welche AK sollte höher<br />
sein und warum sind diese Wertungen<br />
gegenteilig? Raphael Baran<br />
Den Hinweis auf das AK-Verhältnis<br />
sollten (und wollten) wir<br />
längst streichen. Ursprünglich<br />
war die AK tatsächlich so streng<br />
definiert. Wir haben aber mittlerweile<br />
so viele Kombinationen<br />
gehört, die der alten Regel widersprechen,<br />
dass wir sie selbst<br />
nicht mehr anwenden. Zumal<br />
die AK gerade bei Kompaktboxen<br />
ein rechnerischer Wert ist,<br />
der von hiermit real gar nicht erreichbaren<br />
Schalldrücken (Live-<br />
Orchester) ausgeht. Generell<br />
bleibt die AK dennoch ein praktisches<br />
Maß für die Ansprüche,<br />
die eine Box an den Verstärker<br />
stellt. Je nach Hörgewohnheiten,<br />
Boxengröße, Raumgröße und<br />
so weiter kann man jedoch deutlich<br />
von der starren alten Regel<br />
abweichen. br<br />
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video: Immer besser – wie gut ist die<br />
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Klang verspricht. Von der Sorte gibt es zartbesaitete (etwa<br />
mit 300 B) und stärkere (zum Beispiel mit 845). <strong>AUDIO</strong> prüft,<br />
wann und wo die eine oder andere besser musizieren kann.<br />
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dürfen sich die <strong>neue</strong>n Marantz-<br />
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