Security-Analyse von Cloud-Computing Mathias Ardelt

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Security-Analyse von Cloud-Computing Mathias Ardelt

6 Kapitel 2: Grundlagen

Partitionierung: Der Begriff „Partition“ ist in der Mengenlehre definiert und

bezieht sich hier auf die Aufteilung von physischen Ressourcen in logische virtuelle

Teilmengen (siehe Abbildung 1: a Partitionierung). Spricht man von einer

dynamischen Partitionierung, so wird die Kapazität einer virtuellen Ressource zur

Laufzeit geändert, indem sich die Aufteilung in Partitionen ändert. Die Summe

der virtuellen Ressourcen kann sowohl mehr als auch weniger als die physischen

Ressourcen sein. Ein Beispiel für weniger virtuelle als physische Ressourcen wäre,

wenn nicht alle physischen Ressourcen in virtuelle Ressourcen aufgeteilt werden

müssen und somit die restlichen unbenutzten Ressourcen unbelegt bleiben

können. Wenn der Vorgang der Virtualisierung selbst Ressourcen beansprucht,

dann stehen weniger physische Ressourcen für virtuelle Ressourcen zur Verfügung.

Dies wird im Allgemeinen als „Virtualisation Overhead“ bezeichnet. Im

umgekehrten Fall, in welchem die Kapazitäten virtueller Ressourcen in der Gesamtsumme

die vorhandenen physischen Kapazitäten übersteigen, spricht man

von einem Over-Commitment von Ressourcen. Ist der physische Server beispielsweise

mit vier physischen Prozessoren ausgestattet, können in der Gesamtsumme

auf diesem Server dennoch mehr virtuelle Prozessoren in virtuellen Servern

existieren. Dies steigert jedoch nicht die Leistungsfähigkeit der einzelnen

physischen Ressourcen. Das Verfahren sagt lediglich aus, dass virtuelle Ressourcen

nicht zwangsläufig physischen Ressourcen fest zugeordnet sein müssen. 4

Aggregation: Der Begriff „Aggregation“ stammt vom dem lateinischen Begriff

„aggregatio“ und wird als „Anhäufung“ oder „Vereinigung“ übersetzt. Aggregation

bedeutet in der Virtualisierung die Zusammenfassung physischer Ressourcen

in größere virtuelle Ressourcen oder logische Gruppierungselemente virtueller

Ressourcen (siehe Abbildung 1: b Aggregation). Bei diesem Verfahren

werden Ressourcen nicht tatsächlich physisch zusammengefasst, sondern sie werden

logisch gruppiert. Die virtuelle Gesamtmenge ist exakt so groß wie die Vereinigung

aller physischen Teilmengen. Auch bei diesem Verfahren kann ein Teil

der physischen Kapazitäten für die Verwaltung der logischen Gruppierungen aufgewendet

werden. Dies wird, wie bereits schon angesprochen, als „Virtualisation

4 Vgl. Osterburg, Stefan: Neue Computing-Grundlagen für das Rechenzentrum

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